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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

SMA Solar Technology AG


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

SMA KENNZAHLEN

SMA KENNZAHLEN AUF EINEN BLICK

ÖKONOMIE

MITARBEITER 1

Umsatzerlöse

Mio. Euro

Verkaufte Wechselrichter-Leistung

2012

2011

1 463,4

1 676,3

MW

7 188

7 591

Mio. Euro

100,2

160,2

Forschungs- und Entwicklungskosten

Mio. Euro

108,1

99,9

Abschreibungen

Mio. Euro

69,9

50,4

Operatives Ergebnis (EBIT)

Mio. Euro

102

240,3

Euro

2,16

4,79

Investitionen1

Ergebnis je Aktie 1

Ohne Finance Lease

Anzahl Mitarbeiter SMA Group Anzahl Mitarbeiter (ohne Zeitarbeitskräfte) davon Inland davon Ausland Zeitarbeitskräfte Summe Mitarbeiter (inkl. Zeitarbeitskräfte) Auszubildende

2012 5 584 4 649 935 639 6 223

2011 5 532 4 670 862 943 6 475

320

360

Vertragsarten Arbeitnehmer unbefristet Arbeitnehmer befristet

in % in %

90,9 9,1

84,2 15,8

Gender Diversity SMA Mitarbeiter männlich weiblich

in % in %

74,4 25,6

74,2 25,8

in % in %

88,0 12,0

85,8 14,2

in % in %

80 20

100,0 0,0

in % in %

92,3 7,7

93,0 7,0

in % in %

81,9 18,1

81,8 18,2

in % in %

89,1 10,9

86,2 13,8

in % in %

76,9 23,1

74,0 26,0

in % in %

85,8 14,2

84,3 15,7

ÖKOLOGIE1

Energieverbrauch gesamt 2

GWh / GW

2012

2011

8,5

5,56

Wärmeverbrauch2

GWh / GW

2,89

1,61

Strom 2, 3

GWh / GW

5,56

4

davon eigen erzeugter PV Strom Abfall gesamt 2 davon gefährlicher Abfall

4

in %

8,8

4

t / GW

397,2

337,7

t / GW

3,51

3,78

Flächenverbrauch

m² / MA

50,87

51,47

Wasserverbrauch

m³ / MA

6,48

5,07

Standort Niestetal/Kassel, Deutschland 2 Bezogen auf die produzierte Wechselrichter-Leistung 3 100 Prozent Ökostrom 4 Durch häufig vom Netz genommene PV-Forschungsanlagen kein optimaler Ertrag möglich. 1

Führungskräfte Inland männlich weiblich davon Vorstand männlich weiblich davon Geschäftsführung/Bereichsleitung männlich weiblich davon Abteilungsleitung männlich weiblich davon Gruppen- und Teamleitung männlich weiblich Führungskräfte Ausland männlich weiblich Führungskräfte SMA männlich weiblich 1 Stichtag: 31.12.2012

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

SMA PORTRAIT

SMA AUF EINEN BLICK

ENERGY THAT CHANGES Die SMA Solar Technology AG ist Weltmarktführer bei Photovoltaik-Wechselrichtern. Als Energiemanagement-Konzern entwickeln wir innovative Schlüsseltechnologien für künftige Energieversorgungsstrukturen. SMA ist in 21 Ländern in allen wichtigen Photovoltaikmärkten präsent. WECHSELRICHTER SIND DAS HERZ JEDER SOLARANLAGE Der Wechselrichter ist die technologisch anspruchvollste Komponente einer Photovoltaikanlage. Er wandelt den in den Photovoltaikzellen erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um – für den Eigenverbrauch oder zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz. Zudem überwacht er als intelligenter System-Manager sowohl den Photovoltaikgenerator als auch das Stromnetz. Wechselrichter von SMA übernehmen heute schon wichtige Netzmanagementfunktionen, die mit der steigenden Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien immer stärker an Bedeutung gewinnen. SMA entwickelt seit Jahren technologisch einzigartige Lösungen und ist Trendsetter auf diesem Gebiet. Zu unseren Innovationen gehören zum Beispiel ein intelligentes Energiemanagement auf Haushaltsebene, die Netzintegration von Solarstrom und die Einbindung von Speichern zur effektiveren Nutzung von Erneuerbaren Energien.

FÜR ALLE LEISTUNGSKLASSEN UND ANLAGENGRÖSSEN SMA verfügt über eine breite Produktpalette, mit weltweit passenden Wechselrichtern für alle Modultypen und Leistungsgrößen: für kleine Hausdachanlagen, große Solarparks, netzgekoppelte Anlagen sowie Inselsysteme. Produkte zur Anlagenüberwachung und -visualisierung sowie Energiemanagementlösungen und innovative Systemtechnik für Solar-Diesel-Hybrid-Systeme runden das Portfolio ab. Darüber hinaus profitieren SMA Kunden weltweit von umfangreichen Serviceleistungen: Von der Unterstützung bei der Installation und Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen über einen schnellen und unkomplizierten Geräte-Austauschservice weltweit bis hin zur kostenlosen SMA Service Line für technische Fragen. Zudem schult das Unternehmen im Rahmen der SMA Solar Academy Anlagenplaner, Installateure sowie Elektrofachkräfte und Solarinteressierte in Seminaren rund um die Photovoltaik (PV). Für seine Produktlösungen und die hervorragende Unternehmenskultur wurde SMA mehrfach ausgezeichnet. 2011 und 2012 belegte das Unternehmen beim bundesweiten „Great Place to Work®“-Wettbewerb den ersten Platz und im Jahr 2013 den vierten Platz.

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

HANDLUNGSFELDER

HANDLUNGSFELDER FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG Das Thema Nachhaltigkeit ist für SMA bereits seit der Firmengründung ein wichtiges Element der Unternehmensstrategie. Durch die Entwicklung seiner Produkte trägt SMA zur Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung auf der Basis Erneuerbarer Energien bei. Daraus leitet sich für uns eine besondere Verantwortung ab, die sich über sämtliche Bereiche unternehmerischen Handelns erstreckt.

NACHHALTIGES

EFFIZIENTE UND ERNEUERBARE

WIRTSCHAFTEN

ENERGIEVERSORGUNG

INNOVATIVE PRODUKTE FÜR EINE NACHHALTIGE ENERGIEVERSORGUNG

ENGAGIERTE MITARBEITER

PRODUKTION

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

OHNE VERSCHWENDUNG

DER REGION

SUPPLY CHAIN IN SOZIALER

EINE LEBENSWERTE UND ZUKUNFTSFÄHIGE

UND ÖKOLOGISCHER VERANTWORTUNG

GESELLSCHAFT – ÜBERALL

UMWELTMANAGEMENT FÜR RESSOURCENSCHONENDES WIRTSCHAFTEN

VISION: SMA verfolgt eine nachhaltige Unternehmensstrategie. Mit unserem Handeln sichern wir eine erfolgreiche, langfristige Entwicklung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Wir übernehmen Verantwortung für eine gesellschaftliche Entwicklung, die zu mehr sozialer Gerechtigkeit und zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt beiträgt. Mit unseren Produkten schaffen wir die Voraussetzung für eine wirtschaftliche Entwicklung, die uns von begrenzten Energieressourcen unabhängig macht.

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IM DIALOG

MISSION: Damit unsere Vision Wirklichkeit wird, wollen wir den Nachhaltigkeitsgedanken in das Unternehmen tragen und in unserem Handeln verankern. Dazu ist es erforderlich, für alle nachhaltigkeitsrelevanten Tätigkeitsfelder Ziele, Strategien und Kennzahlen zu entwickeln und diese in einem Gesamtkonzept zu verbinden, das im Rahmen einer Nachhaltigkeitsberichterstattung regelmäßig überprüft wird. Auf dieser Grundlage sind Entscheidungen unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu treffen.


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

INHALT

INHALT

Vorwort

7

Innovative Technologien von SMA sind der Schlüssel für den Erfolg der Energiewende

8

Nachhaltiges Wirtschaften

12

Innovative Produkte für eine nachhaltige Energieversogung

16

Produktion ohne Verschwendung

21

Supply Chain in sozialer und ökologischer Verantwortung

24

Umweltmanagement für ressourcenschonendes Wirtschaften

27

Eine effiziente und erneuerbare Energieversorgung fördern

34

Engagierte Mitarbeiter

39

Nachhaltige Entwicklung der Region

45

Für eine lebenswerte und zukunftsfähige Gesellschaft – überall

50

Im Dialog

55

Impressum

59

Worte zum Bericht

59

5


v. l. n. r.: Pierre-Pascal Urbon, Vorstandssprecher; Marko Werner, Vorstand Vertrieb; Roland Grebe, Vorstand Technologie; J체rgen Dolle, Vorstand Personal und operatives Gesch채ft; Lydia Sommer, Vorstand Finanzen, Recht und Compliance

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

VORWORT

VORWORT

LIEBE LESERINNEN UND LESER, seit der SMA Gründung ist unsere Vision die Vollversorgung der Menschen mit Erneuerbaren Energien. Mit unseren Technologien und Produkten haben wir dazu beigetragen, dass diese Vision in greifbare Nähe gerückt ist. SMA hat die technischen Dimensionen der Energiewende frühzeitig erkannt und im Rahmen einer nachhaltigen Unternehmensstrategie die Systemtechnik für Photovoltaikanlagen konsequent weiterentwickelt. Auf Basis gewachsener Grundwerte und dank unserer Innovationsstärke werden wir die weltweite Verbreitung der Photovoltaik im Rahmen der Energiewende beschleunigen. Wichtige Elemente unseres nachhaltigen unternehmerischen Handelns sind: • Die Entwicklung neuer technologischer Ansätze, um die spezifischen Kosten der Photovoltaik weiter zu senken • Die Internationalisierung der SMA Gruppe, um vom Marktwachstum im Ausland zu profitieren • Die Weiterentwicklung unserer ressourceneffizienten Produktion, um die Umwelt zu schonen • Die Erhaltung unserer finanziellen Stärke, um die sich abzeichnenden Chancen aus eigener Kraft zu erschließen • Die Weiterentwicklung unserer besonderen Unternehmenskultur, um das Engagement unserer Mitarbeiter zu fördern • Die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, um zu einer positiven Entwicklung in unserem Umfeld beizutragen

Nachhaltigkeit bedeutet für SMA somit, langfristig angelegten wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und sozialer Verantwortung zu verbinden. In unserem SMA Leitbild Nachhaltigkeit haben wir unsere Ansprüche an Nachhaltigkeit in zehn Handlungsfeldern zusammengefasst. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht soll einen Einblick in unsere Nachhaltigkeitsstrategie geben und aufzeigen, wie alle SMA Mitarbeiter * diese in ihrem täglichen Handeln umsetzen. Der Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert ebenfalls, wie SMA die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen umsetzt. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und freuen uns auf einen konstruktiven Dialog.

Pierre-Pascal Urbon Vorstandssprecher SMA Solar Technology AG

* Aus Gründen der Lesbarkeit wird in diesem Nachhaltigkeitsbericht in der Regel auf eine ausdrückliche Nennung beider Geschlechter verzichtet. Die männliche Form wird synonym für die weibliche verwendet.

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INNOVATIVE TECHNOLOGIEN

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

INNOVATIVE TECHNOLOGIEN VON SMA SIND DER SCHLÜSSEL FÜR DEN ERFOLG DER ENERGIEWENDE

Die Zukunft der Energieversorgung ist dezentral und erneuerbar. Dabei ist die wirtschaftliche Nutzung der Photovoltaik weltweit von entscheidender Bedeutung, von privaten Hausdachanlagen bis zu Solarkraftwerken im Megawattbereich.

• Erzeugungsüberschüsse speichern und in Hochlastzeiten zur Verfügung stellen • Regelbare Kraftwerke mit ausreichender Kapazität und Flexibilität bereithalten • Strom, Wärme und Mobilität integrieren

LÖSUNGEN FÜR DAS ENERGIEVERSORGUNGSSYSTEM DER ZUKUNFT Eine 100-prozentige Versorgung der Menschen mit Erneuerbaren Energien rückt in greifbare Nähe. Weltweit befinden sich die Energieversorgungsstrukturen im Wandel. Große, zentrale Kraftwerke werden zunehmend durch kleine, dezentrale Einheiten auf Basis Erneuerbarer Energien ersetzt. Aufgrund ihrer großen Potenziale und der erreichten Kostensenkung sind Photovoltaik und Windenergie die Stützpfeiler des neuen Systems. Sie werden aufgrund des schwankenden Angebots an Sonne und Wind durch andere flexible Komponenten ergänzt. Wichtige Anforderungen an das neue System sind: • Energie möglichst verlustarm (effizient) nutzen • Energie möglichst nahe an der Erzeugung verbrauchen • Verlagerbare Lasten in Zeiten mit hoher Erzeugung aus Sonne und Wind verschieben • Schwankende Erzeugung durch zuverlässige Prognosesysteme berechenbarer machen • Die Netze als Ausgleichsmechanismus nutzen • Erneuerbare Energien zur Erbringung von Systemdienstleistungen nutzen • Regelbare Kraftwerke auf Bioenergiebasis möglichst komplementär zur schwankenden Erzeugung aus Sonne und Wind nutzen (nicht zur Grundlastabdeckung)

In modernen, dezentral ausgelegten Energiesystemen müssen viele kleine Einheiten vernetzt und die sich stetig verändernden Energieflüsse ausbalanciert werden. Eine intelligente Steuerung ist daher für das neue Energieversorgungssystem von elementarer Bedeutung.

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PV-Systeme werden dabei so gesteuert, dass möglichst viel Energie nahe an der Erzeugung verbraucht wird, um die Netze zu entlasten. Sie sind außerdem in der Lage, Energie für den Verbrauch außerhalb der PV-Erzeugung zu speichern und diese flexibel in Hochlastphasen bereitzustellen. Zusätzlich kann die Photovoltaik Regelenergie zur Netzstabilisierung liefern und dabei konventionelle Kraftwerke ersetzen. Der Bedarf an intelligenten Energiemanagementsystemen wird sich in den nächsten Jahren stark erhöhen. Mit der zunehmenden Integration von Erzeugung, Verbrauch und Speicherung werden die Anforderungen an die Produkte steigen. Energiemanagementsysteme werden sowohl in privaten Haushalten, bei Industrie und Gewerbe als auch auf der Ebene der Energieversorger benötigt. Sie müssen miteinander über intelligente Netze verbunden werden.


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

SMA SMART HOME – INTELLIGENTES ENERGIEMANAGEMENT AUF HAUSHALTSEBENE Sinkende Kosten für die PV-Erzeugung einerseits und steigende Preise für Netzstrom andererseits machen den Eigenverbrauch von PV-Strom für Haushalte schon heute wirtschaftlich immer attraktiver. Verstärkt wird dies durch den zunehmenden Wunsch der Verbraucher nach Unabhängigkeit von Energieversorgern und fossilen Energieträgern. Um möglichst hohe Eigenverbrauchsanteile zu erreichen, müssen Elektrogeräte mit verlagerbaren Lasten so gesteuert werden, dass sie möglichst zu Zeiten mit hoher PV-Einspeisung betrieben werden. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass durch Automatisierung ein hohes Komfortniveau ermöglicht wird. Mit dem Sunny Home Manager stellt SMA eine innovative Energiemanagement-Lösung zur Verfügung, die den Verbrauch möglichst entsprechend der PV-Erzeugung steuert. Das Gerät verknüpft Erzeuger, Verbraucher und Speicher zu einem intelligenten, vollautomatischen System. Wichtiges Merkmal ist der kontinuierliche Austausch von Informationen zwischen den einzelnen Komponenten. Prognosedaten zur PV-Erzeugung werden über das SMA Sunny Portal zur Verfügung gestellt. Verschiebbare Lasten, wie zum Beispiel Wasch- und Spülmaschinen, können so bevorzugt in Zeiten mit hoher PV-Erzeugung verlagert werden. Das System ist selbstlernend und verfeinert die Anpassung des Verbrauchs an die Erzeugung eigenständig immer weiter. Zusätzlich berücksichtigt der Sunny Home Manager variable Stromtarife und ermöglicht so erstmals ein ganzheitliches Lastmanagement,

INNOVATIVE TECHNOLOGIEN

bei dem der Stromverbrauch im Haushalt nicht nur an die momentane Leistung der Solaranlage, sondern auch an die jeweiligen Preise für Netzstrom aus dem Verteilnetz angepasst wird. Durch die Einbindung eines Batteriespeichers kann der Eigenverbrauch von PV-Strom noch weiter gesteigert werden, denn dadurch steht Solarstrom auch abends und nachts zur Verfügung. Der von SMA neu entwickelte Wechselrichter Sunny Boy Smart Energy mit integriertem Batteriespeicher kann genug Solarstrom speichern, um einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt nach Sonnenuntergang drei Stunden lang mit Energie zu versorgen. Integriert man eine Warmwasser-Wärmepumpe in das System, ist eine weitere Erhöhung des Eigenverbrauchs möglich. Der Betreiber wird damit nicht nur unabhängiger von externen Energieversorgern, sondern auch von steigenden Energiepreisen. Die Technologie hat jedoch nicht nur für die Betreiber von PVAnlagen Vorteile, sondern kann auch dazu genutzt werden, Bedarfs- und Erzeugungsspitzen zu kappen und damit zu einer Entlastung der Netze beizutragen. Die netzdienliche Einbindung von PV-Batteriespeichersystemen kann zum Beispiel die Aufnahmefähigkeit der Netze für PV-Strom um mehr als 60 Prozent erhöhen. Dezentrale Speicher sind somit ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zur Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien, denn der Leistungsausgleich nahe an der Erzeugung vermeidet Transportverluste und minimiert die Belastung der öffentlichen Stromnetze.

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EIGENVERBRAUCH VON PV-STROM SENKT DIE STROMKOSTEN VON BETRIEBEN Auch für Industrie und Gewerbe lohnt sich ein Energiemanagement unter Einbeziehung des Eigenverbrauchs von PV-Strom immer mehr. Viele Industriebetriebe verfügen über ideale Voraussetzungen dafür: • Geeignete Dachflächen sind vorhanden. • Der Tageslastgang passt gut zur Erzeugungscharakteristik der PV. • Das lokale Netz ist bereits für Belastungen oberhalb der PVLeistung ausgelegt. • Die Strombezugspreise liegen deutlich oberhalb der Gestehungskosten aus PV-Anlagen. • Es besteht in manchen Fällen bereits eine Laststeuerung (zum Beispiel tarifrelevante Abschaltung durch das Energieversorgungsunternehmen (EVU), um Leistungsspitzen zu vermeiden). Ein integriertes Energiemanagementsystem unter Einbindung einer PV-Anlage sorgt hier für einen möglichst hohen Eigenverbrauch und kann somit zu einer signifikanten Senkung der Stromkosten eines Unternehmens beitragen. Durch die Einbindung in das Netzmanagement des Versorgers kann ein solches System außerdem einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilisierung leisten. Die SMA Systemtechnik unterstützt die Integration der PV in das betriebliche Energiemanagement mit intelligenten Wechselrichtern und neuesten Kommunikationsprodukten.

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SMART HYBRID: PV SPART KRAFTSTOFFKOSTEN – EINE IDEE, DEREN ZEIT GEKOMMEN IST Doch nicht nur in Industrieländern, sondern auch in sonnenreichen Regionen, in denen das Stromnetz nur unzureichend ausgebaut ist, können Industriebetriebe durch ein intelligentes Energiemanagement unter Einbindung von Photovoltaik ihre Stromkosten erheblich senken und gleichzeitig die Umwelt schonen. Vielfach sichern Industrieunternehmen, Minen, Wasserentsalzungsanlagen und Tourismusbetriebe in diesen Gebieten ihre Stromversorgung mit Diesel-Generatoren ab. Die Treibstoffkosten – und damit die Betriebskosten der Anlagen – sind in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Die Systemkosten für die Photovoltaik sinken hingegen kontinuierlich. Die Kosten für die Ergänzung eines Diesel-Generator-Systems um Photovoltaik amortisieren sich dementsprechend bereits nach kurzer Zeit, denn die Photovoltaik minimiert den Kraftstoffverbrauch. Und damit nicht nur die Stromkosten des Unternehmens, sondern auch seinen CO2-Ausstoß. Um den PVBetrieb störungsfrei in das Diesel-Generator-System zu integrieren und dabei die Erzeugung aus PV möglichst optimal zur Substitution des Diesel-Verbrauchs zu nutzen, sind spezifische Energiemanagementkomponenten nötig. Die bestehende Wirtschaftlichkeit macht solche Systeme von öffentlicher Förderung unabhängig. Bereits seit den 1980er Jahren ist SMA auf dem Gebiet der hybriden Stromversorgung als Pionier tätig. Weltweit wurden bisher über 5 000 netzferne hybride Energieversorgungssysteme mit SMA Know-how und SMA Produkten gebaut. Das Energiemanagementsystem sorgt auch hier für einen möglichst hohen Anteil an Erneuerbarer Energie bei der Versorgung durch ein HybridSystem, zugleich aber auch für eine betriebswirtschaftliche Optimierung.


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

INNOVATIVE TECHNOLOGIEN

ENERGIEMANAGEMENT IM HAUSE SMA – LERNFELD UND DEMONSTRATION Neben der Bereitstellung von Systemtechnik für ein intelligentes Energiemanagement zur wirtschaftlichen Nutzung der Photovoltaik weltweit ist es der Anspruch von SMA, auch die eigenen Gebäude als Demonstrations- und Lernobjekte für ein anspruchsvolles Energiemanagement zu nutzen. So zeichnen sich die Produktions- und Verwaltungsgebäude von SMA nicht nur durch eine energieeffiziente und nachhaltige Bauweise aus, sondern auch durch die Nutzung eines sehr hohen Anteils an Erneuerbaren Energien. Die Konzepte wurden mehrfach durch Preise und Auszeichnungen als vorbildliche Beispiele eines zukunftsweisenden Energiemanagements gewürdigt. ZERTIFIZIERUNG NACH DIN-ISO 50001 – GUTES IMMER NOCH BESSER MACHEN Ein Blick von außen schafft Raum für neue Ideen. Deshalb strebt SMA 2013 die Zertifizierung ihres Energiemanagementsystems nach DIN ISO 50001 an. In diesem Zusammenhang wird das Energiemonitoringsystem weiter verfeinert und damit werden Potenziale für weitere Optimierungen sichtbar gemacht.

Nutzerschulungen sollen dazu beitragen, dass alle Mitarbeiter ein Bewusstsein für das Thema entwickeln und dazu beitragen, den Energieverbrauch weiter zu optimieren. Die regelmäßigen Audits sorgen dafür, dass das Thema im Fokus bleibt und Erfolge messbar sind. SMA GEHT VORAN – ALS EINE TREIBENDE KRAFT DER KÜNFTIGEN ENERGIEVERSORGUNG SMA positioniert sich somit auf allen Ebenen als eine treibende Kraft der künftigen Energieversorgung. Unsere innovativen Energiemanagment-Lösungen sind ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Nutzung der Photovoltaik und den Umbau der Energieversorgung auf die dezentrale und erneuerbare Erzeugung der Zukunft. Die Entwicklung und Umsetzung ambitionierter neuer Versorgungskonzepte im eigenen Gebäudebestand mit hohen Anteilen Erneuerbarer Energien liefern hierfür ebenfalls wichtige Grundlagen. Die systemtechnische Bandbreite und Kompetenz, über die wir in der Photovoltaik seit mehr als 20 Jahren verfügen, sind eine hervorragende Basis dafür, die Energieversorgung der Zukunft erfolgreich mitzugestalten und die Position von SMA als globaler Technologieführer weiter auszubauen.

PV-Solarbäume

Blockheizkraftwerk

Brunnen

Batterien

Gebäudeintegrierte PV

SMA SOLAR ACADEMY, NIESTETAL Sunny Island

Eine intelligente Kombination von unterschiedlichen Energieträgern mit moderner Systemtechnik sorgt dafür, dass Wärme, Kälte und Strom für das netzunabhängige Schulungsgebäude jederzeit verfügbar sind.

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Monika Hornik, Director Corporate Compliance

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

Nachhaltiges Wirtschaften heißt für SMA: verantwortungsvoll handeln, Ressourcen schonen und soziale Verantwortung übernehmen. Seit der Unternehmensgründung sind diese Grundsätze fest in unserer Unternehmenskultur und in unserem Leitbild verankert. VOM LEITBILD ZUR NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE SMA verfolgt eine Strategie, die auf Technologieführerschaft, exzellenter Qualität, bestem Service, globaler Präsenz und engagierten Mitarbeiter basiert. Dazu gehört auch das Prinzip der Nachhaltigkeit. Das Thema Nachhaltigkeit ist für SMA bereits seit der Firmengründung ein Element der Unternehmenstrategie: durch die Entwicklung von Produkten, die zur Realisierung einer Energieversorgung auf der Basis Erneuerbarer Energien beitragen. Die Verbindung von langfristigem wirtschaftlichem Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und sozialer Verantwortung ist für SMA sehr wichtig. Daraus leitet sich für uns eine besondere Verantwortung ab, die sich über sämtliche Bereiche unternehmerischen Handelns erstreckt. Dies beinhaltet sowohl das Angebot eines qualitativ hochwertigen Produktportfolios und zuverlässiger Technologien als auch die Optimierung unserer Produktionsverfahren, die höchsten Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit gerecht werden.

Als Unterzeichner des UN Global Compact der Vereinten Nationen unterstützen wir dessen zehn Prinzipien und richten unsere Grundsätze und Richtlinien daran aus. Unser Handeln ist geprägt von klar definierten Werten und Prinzipien, die in unserem SMA Leitbild festgehalten sind. Das Leitbild dient als Orientierung für unsere Mitarbeiter und verdeutlicht, nach welchen Werten und Prinzipien wir unsere Beziehungen zu Geschäftspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit gestalten. Ergänzt wird das SMA Leitbild durch die SMA Geschäftsgrundsätze. Um den Erfolg und die Zukunft unseres Unternehmens langfristig zu sichern, unsere Kunden mit nachhaltigen Produkten zu begeistern und die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftstätigkeit zu stärken, haben wir 2012 das SMA Leitbild Nachhaltigkeit formuliert. Dieses Leitbild soll uns dabei unterstützen, unser Handeln durchgängig an Nachhaltigkeitsprinzipien zu orientieren. 2013 werden wir hierfür Ziele und Maßnahmen erarbeiten. Nur so können wir sicherstellen, dass das Thema Nachhaltigkeit in alle Unternehmensprozesse integriert wird. Die Unternehmensaktivitäten rund um das Thema Nachhaltigkeit koordiniert bei SMA der Bereich Public Affairs. Dieser richtet gemeinsam mit der Fachabteilung das Thema strategisch aus, initiiert und setzt Maßnahmen sowie Projekte um. Durch eine Organisationsstruktur mit klar definierten Verantwortlichkeiten ist Nachhaltigkeit systematisch in unserem Unternehmen verankert.

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NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

MANAGEMENTSYSTEME UND STANDARDS ALS ERFOLGSFAKTOREN Damit sich der Nachhaltigkeitsgedanke auch im operativen Geschäft widerspiegelt, wurden an den verschiedenen Standorten Managementsysteme etabliert sowie Richtlinien und Standards als Orientierung und Selbstverpflichtung entwickelt bzw. unterzeichnet. Damit haben wir ein transparentes Wertesystem und Spielregeln geschaffen, die ein nachhaltiges Handeln im gesamten Unternehmen gewährleisten. RISIKOMANAGEMENT SMA ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die zu Abweichungen von geplanten Ergebnissen führen könnten. Durch geeignete Gegenmaßnahmen lassen sich diese Risiken jedoch in gewissem Maße steuern und beeinflussen. Das Risikomanagementsystem hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen. Es sorgt konzernweit für einheitliche Prozesse im Umgang mit Risiken und stellt sicher, dass die gesetzgeberischen Anforderungen zum Risikomanagement erfüllt werden. Das Risikomanagement wird durch die Konzernrisikomanagementfunktion zentral gesteuert und verantwortet. Durch die Interne Revision wird es außerdem regelmäßig auf Angemessenheit und Wirksamkeit überprüft. Im Rahmen einer quartalsweisen Risikoidentifikation ermitteln die Bereiche und Verantwortlichen die Risikosituationen in einem siehe Geschäftsbericht 2012, Seite 69 ff.

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

standardisierten Prozess. Dabei werden auch Risiken im Umweltmanagement, im Personalbereich oder im Bereich Compliance erfasst. CORPORATE COMPLIANCE Das Thema Compliance – also die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Richtlinien – hat in den letzten Jahren auch für SMA erheblich an Bedeutung gewonnen. Schnelles Wachstum und die zunehmende Internationalisierung haben die Komplexität der Geschäftstätigkeit von SMA erheblich erhöht. SMA ist in immer mehr Ländern operativ tätig und muss daher immer zahlreichere Rechtsvorschriften einhalten. Zudem stehen ComplianceThemen heute verstärkt im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Die Reputation und der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens können durch Compliance-Verstöße erheblichen Schaden nehmen. Daher ist eine risikoorientierte und präventive ComplianceStrategie heute wichtiger denn je. Bei SMA koordiniert Corporate Compliance die weltweiten Compliance-Aktivitäten und steht den Führungskräften und Mitarbeitern als zentraler Ansprechpartner und Berater für ComplianceFragen zur Verfügung. Ziel von Corporate Compliance ist, das Risiko von Compliance-Verstößen systematisch zu reduzieren. Durch globale und umfassende Compliance wird der Schutz jedes einzelnen SMA Mitarbeiters sowie des Vorstands und des Aufsichtsrats sichergestellt. Hierzu werden Business Partner, Due


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

Diligence und „Know your Costumer“-Prozesse implementiert. Die Einhaltung von Gesetzen und internen Regeln wird im Rahmen der Compliance überwacht. In kontinuierlichen Abständen informiert und berichtet die Abteilung Corporate Compliance an den Vorstand und an den Aufsichtsrat über die Entwicklung, Verdachtsfälle, Maßnahmen und Prozesse. Der SMA Vorstand beschloss 2012, die im SMA Leitbild festgelegten Werte im Rahmen von Geschäftsgrundsätzen auszuformen und dadurch klare Verhaltensstandards für jeden SMA Mitarbeiter festzulegen. Sie vermitteln den grundlegenden Rahmen richtigen Verhaltens bei SMA. Auf der Grundlage der wichtigsten Compliance-Risiken wurden in einer Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern des Betriebsrates, der Divisionen und der Corporate Functions zusammensetzte, zehn Grundsätze entwickelt, die immer, überall und für jeden SMA Mitarbeiter verbindlich gelten. CORPORATE GOVERNANCE Um unseren Kunden ein langfristig stabiler Partner zu sein, unseren Mitarbeitern Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten und unseren Aktionären für ihre Investition eine angemessene Rendite zu erwirtschaften, haben eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und nachhaltiges Wirtschaften oberste Priorität. Rechtskonformes und verantwortungsvolles Handeln sind dabei das Fundament unseres wirtschaftlichen Erfolges. Die Beachtung der Grundsätze guter Unternehmensführung (Corporate Gover-

NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

nance) ist dabei ebenso wichtig wie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und unternehmensinterner Richtlinien (Compliance). Denn sie stellen das Vertrauen von Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen und der Öffentlichkeit her. INNOVATIONSMANAGEMENT Um in einem Markt mit zunehmendem Wettbewerb bestehen zu können, bedarf es immer wieder neuer Ideen und Innovationen. Nur so wird sich SMA auch in Zukunft als Innovationsführer und Trendsetter der photovoltaischen Systemtechnik behaupten können. Aus diesem Grund existiert seit 2009 die Stabsstelle Innovationsmanagement, die den strategischen Innovationsprozess bei SMA betreut. Der Innovationsmanager sorgt dafür, dass Ideen der SMA Mitarbeiter aus allen Bereichen in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Wer bei SMA eine Idee hat, kann sie mittels eines Ideenreports einreichen. In einem mehrstufigen Prozess werden die Ideen anschließend auf ihre Realisierbarkeit geprüft. Nach der Diskussion mit Kollegen und der Überprüfung auf Abteilungsund Fachexpertenebene werden die Vorschläge besprochen und anschließend erhalten die Ideengeber ein Feedback.

siehe Geschäftsbericht 2012, Seite 71

Im Gespräch mit Monika Hornik, Director Corporate Compliance WIESO IST COMPLIANCE FÜR SMA RELEVANT? Als weltweit tätiges Unternehmen unterliegt SMA internationalen Gesetzen und Bestimmungen. Die Einhaltung von Recht und Gesetz ist selbstverständliche Grundlage unserer Geschäftstätigkeit und legt klare Verhaltensanforderungen an alle SMA Mitarbeiter fest. Unser Grundsatz lautet: Geschäfte, die wir nicht in gesetzmäßiger Weise durchführen können, lehnen wir ab. So vermeiden wir Haftungs- und Reputationsschäden für SMA und ihre Mitarbeiter. WAS MACHT ERFOLGREICHES COMPLIANCE-MANAGEMENT AUS? SMA hat den Schwerpunkt auf Compliance-Beratung und Trainings gelegt. Mit Blick auf unsere wachsenden Auslandsmärkte werden hierbei alle Bausteine des Compliance-Management-Systems weltweit ausgerollt und an internationalen Anforderungen ausgerichtet. Gleichzeitig erfordert ein wirksames Compliance-Management-System die stetige Verbesserung der internen Kontrollsysteme. DIE EINBINDUNG DER MITARBEITER GILT ALS BESONDERS WICHTIG. WIE ERFOLGT DAS BEI SMA? Der persönliche Kontakt zu SMA Mitarbeitern steht im Mittelpunkt der Compliance-Arbeit, um dadurch das Bewusstsein für Compliance-Risiken zu sichern. Um dies zu erreichen, werden Trainings in kleinen Gruppen durch ComplianceMitarbeiter durchgeführt, die anschließend weiter ansprechbar sind. Des Weiteren besteht die Möglichkeit für SMA Mitarbeiter im In- und Ausland, sich in ihrer jeweiligen Landessprache an die Compliance Helpline zu wenden. Letztlich entscheidend ist, dass sich jeder Mitarbeiter angesprochen fühlt.

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Volker Wachenfeld, Senior Vice President Hybrid & Storage

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

INNOVATIVE PRODUKTE

INNOVATIVE PRODUKTE FÜR EINE NACHHALTIGE ENERGIEVERSORGUNG

Durch die ständige Weiterentwicklung unserer Produktpalette und Innovationen in der Systemtechnik machen wir die Installation und den Betrieb von Photovoltaikanlagen einfacher, zuverlässiger und wirtschaftlicher. Mit intelligenten Systemlösungen für die Energieversorgung der Zukunft und Produkten, die dabei helfen, das Klima zu schützen, gestalten wir die Energiewende aktiv mit. VOM PIONIER ZUM MARKTFÜHRER Unsere Vision ist die 100-prozentige Energieversorgung der Menschen auf Basis Erneuerbarer Energien. SMA entwickelt hierfür die passenden Technologien und Produkte. Fossile Brennstoffe werden nicht nur immer teurer, sondern sind auch maßgeblich verantwortlich für den Klimawandel. Aufgrund der stark gesunkenen Entstehungskosten und ihrer weiteren Vorteile wird die Photovoltaik künftig einen wesentlichen Anteil an der Stromproduktion in Industrie- und Schwellenländern übernehmen. Durch ihre dezentrale Energieerzeugung wird der Strom genau dort produziert, wo er auch verbraucht wird. Neue Technologien werden entscheidend dazu beitragen, dass Solarstrom weltweit wettbewerbsfähig wird. Wie bei keinem anderen Energieträger reichen die

Anwendungen der Photovoltaik von Hausdachanlagen über den Einsatz im gewerblichen Bereich bis hin zu Solarkraftwerken der Megawattklasse. Gekoppelt mit Smart Grids, dezentralen Speichern und einem intelligenten Netz- bzw. Lastmanagement wird der Solar-Wechselrichter dabei die entscheidende Schalt- und Steuerungseinheit sein. Auch Entwicklungsländer können mithilfe der Photovoltaik ihre Elektrifizierung schnell vorantreiben. Und so die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand für die über zwei Milliarden Menschen schaffen, die heute noch keinen Zugang zu elektrischer Energie haben. Schon bei der Unternehmensgründung von SMA war die Entwicklung innovativer Systemtechnik für Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien eines der wichtigsten Unternehmensziele. SMA entwickelte Systemtechnik für die Photovoltaik bereits zu einem Zeitpunkt, als damit noch kein Geschäft zu machen war. Die dezentrale Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien war damals noch die Vision einer kleinen Minderheit und die kommerzielle Nutzung der Technologien in weiter Ferne. Der ökologische Nachhaltigkeitsgedanke hat maßgeblich zum heutigen Erfolg von SMA beigetragen. Gleichzeitig ist es SMA gelungen, die erforderliche technische Systemintelligenz zu entwickeln. SMA Produkte sind daher in doppelter Hinsicht nachhaltig: Sie ermöglichen eine zunehmend nachhaltige Energieversorgung und sie verfügen über besonders nachhaltige Produkteigenschaften.

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PRODUKTE

TECHNOLOGISCHE INNOVATIONEN ALS SCHLÜSSEL FÜR DEN ERFOLG DER ENERGIEWENDE SMA verfügt als einziger Hersteller weltweit über ein vollständiges Produktportfolio von Solar-Wechselrichtern für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen. Dieses reicht von String-Wechselrichtern mit einer Leistung von 700 Watt bis hin zu Zentral-Wechselrichtern mit einer Leistung von 1,6 Megawatt. Damit bietet SMA für alle am Markt erhältlichen Solarmodultypen eine technisch passende Wechselrichterlösung. Die SMA Produkte zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent, eine einfache Installation und eine Lebensdauer von über 20 Jahren aus. SMA bietet zudem Schlüsseltechnologien für zukünftige photovoltaische Systeme an. Hierzu zählen zum Beispiel die BatterieWechselrichter Sunny Island und Sunny Backup. Der Sunny Island spielt eine entscheidende Rolle für die Energieversorgung entlegener, netzferner Gebiete, während der Sunny Backup den wachsenden Markt für die Zwischenspeicherung von Solarstrom bedient. Aufgrund der umfangreichen Erfahrungen im Bereich der Systemtechnologie bietet SMA zusätzlich moderne Überwachungs- und Energiemanagementsysteme an. Diese Technologien ermöglichen den Endverbrauchern, ihren Strombedarf in höherem Maße durch die eigene Solarstromanlage zu decken und damit

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ihre Abhängigkeit von Energieversorgern zu reduzieren. Dies ist besonders in den Märkten sehr interessant, in denen die Photovoltaik bereits erfolgreich mit konventionellen Energien – und deren stetig steigenden Strompreisen für Privathaushalte oder Gewerbebetriebe – konkurrieren kann. INTELLIGENTES ENERGIEMANAGEMENT MIT DEM SMA SMART HOME Eine erfolgreiche Energiewende erfordert das optimale Zusammenspiel von regenerativen Stromerzeugern, Verbrauchern und Speichern. Vor allem im Bereich der Privathaushalte rückt die bestmögliche Nutzung von Solarstrom immer stärker in den Fokus, womit auch die Anforderungen an die Systemlösungen wachsen. Ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil ist der Schlüssel zu einer dezentralen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Hierfür braucht es ein intelligentes Energiemanagement, das nicht nur eine umfassende Analyse, Prognose und Information sowie eine automatische Verbrauchersteuerung gewährleistet, sondern auch dezentrale Speicher einbindet. In diesem Zusammenhang konnte SMA 2012 den Sunny Boy 5000 Smart Energy vorstellen. Er kombiniert erstmals einen vollwertigen, modernen PV-Wechselrichter mit einem Speichersystem in einem kompakten, wandmontierbaren Gehäuse. Das Gerät erhöht die Eigenverbrauchsquote nahezu ganzjährig und um bis zu 50 Prozent im Jahresschnitt. In Kombination mit dem Sunny Home Manager, der Stromverbraucher im Haushalt intelligent steuert und dazu auch standortbezogene Erzeugungsprognosen nutzt, ist eine weitere Erhöhung des Eigenverbrauchs möglich. Der neue Wechselrichter wird ab Ende 2013 verfügbar sein.


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PRODUKTINNOVATIONEN SORGEN FÜR GÜNSTIGERE SYSTEMKOSTEN Bei der Entwicklung des Zentral-Wechselrichters Sunny Central 900CP XT konnten die Systemtechnikkosten – im Vergleich zum bewährten Vorgängermodell – durch die höhere Leistung deutlich gesenkt werden. Mit seinem breiten Eingangsspannungsbereich und umfassenden Netzmanagementfunktionen ist der neue Sunny Central bestens für den flexiblen Einsatz mit allen Modultypen weltweit gerüstet. Intelligente und flexible Lösungen zur Regelung von PV-Parks bietet ab sofort der neue SMA Power Plant Controller. Er eignet sich für alle PV-Kraftwerke im Megawattbereich und regelt Anlagenarchitekturen mit Sunny Central ebenso wie Systeme mit Sunny Tripower. Im Bereich der Residential-Aufdachanlagen sorgt der neue „kleine“ Sunny Tripower für geringere Installationskosten.

PRODUKTE

Systeme groß. In vielen Ländern der Regionen Südamerika, Mittlerer Osten, Asien/Pazifik und Afrika erfolgt die Stromversorgung bislang häufig noch über Dieselstromgeneratoren, obwohl Solarstrom gegenüber dem Strom aus Dieselaggregaten die deutlich wirtschaftlichere Alternative ist. Durch intelligente Systemtechnik lässt sich die Photovoltaik ausgezeichnet in bestehende Dieselnetze integrieren. Ein solches PV-Diesel-Hybrid-System kann den Kraftstoffverbrauch und den Schadstoffausstoß deutlich senken sowie den Strom günstiger und effektiver produzieren als einfache Verbrennungsaggregate.

SOLAR-DIESEL-HYBRID-SYSTEME FÜR NEUE MÄRKTE Für energieintensive Industrieanlagen, Hotels und Krankenhäuser ohne Netzanschluss in den sonnenreichen Regionen der Erde bietet SMA PV-Diesel-Hybrid-Lösungen an. Zentraler Bestandteil des Systems ist der Fuel Save Controller, der die bedarfsgerechte Regelung der Photovoltaik-Einspeisung gewährleistet. Insbesondere in den Ländern, die aufgrund ihres Wachstums einen steigenden Energiebedarf haben und einen wirtschaftlichen Zugang zu elektrischer Energie suchen, ist das Potenzial für PV-Diesel-Hybrid-

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QUALITÄTSMANAGEMENT Seit 1997 verfügt der SMA Hauptsitz über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001. Auch unser EMV-Labor verfügt über ein Managementsystem: Es ist akkreditiert nach ISO/IEC 17025, der internationalen Norm für Prüf- und Kalibrierlabore. Unsere Niederlassung in Denver ist seit 2011 ebenfalls nach ISO 9001 zertifiziert.

RENOMMIERTER DESIGN-PREIS: SUNNY BOY 240 Für den Solar-Wechselrichter Sunny Boy 240 hat SMA den reddot design award gewonnen. Laut Jury vereint das Produkt Spitzentechnologie mit Anwenderkomfort. Dabei ermöglichen sein kompaktes Gehäuse sowie seine hohe Flexibilität eine schnelle und einfache Montage – überall auf der Welt.

Im Gespräch mit Volker Wachenfeld, Senior Vice President Hybrid & Storage WELCHE ZUKUNFTSTRENDS SEHEN SIE FÜR OFF-GRID-LÖSUNGEN? Lange Zeit waren diese Märkte von Subventionen abhängig. Doch mittlerweile hat sich die Situation wesentlich geändert. Vor dem Hintergrund steigender Dieselpreise und kontinuierlich sinkender Systemkosten für die Photovoltaik ist in vielen Ländern Afrikas oder Südamerikas mittlerweile Photovoltaik die günstigste Art der Stromversorgung, besonders in netzfernen Regionen. Das heißt, es ist etwa auch für industrielle Verbraucher wirtschaftlich attraktiv, ihre Dieselstromversorgung in PV-Diesel-Hybrid-Systemen um Photovoltaik zu ergänzen. WAS KANN SMA AUF DIESEM GEBIET VORWEISEN? Schon seit der Gründung von SMA sind Off-Grid-Systemlösungen ein Kernthema des Unternehmens, das wir ständig weiterentwickeln. Im Bereich der PV-Diesel-Hybrid-Systeme bündeln wir unsere umfangreichen Erfahrungen im OffGrid-Bereich mit unseren Kompetenzen für große Solarkraftwerke, um intelligente Systemtechnik für die Steuerung der Systeme zu entwickeln. Im November 2012 haben wir das erste netzferne PV-Diesel-Hybrid-System Südafrikas im Megawattbereich mit Wechselrichtern und intelligenter Systemsteuerung ausgerüstet. Der Betreiber kann dadurch nicht nur seine Kraftstoffkosten, sondern auch den CO2-Ausstoß erheblich reduzieren. WO LIEGEN DENN NOCH DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN FÜR PV-DIESEL-HYBRID-SYSTEME? Die Technologie funktioniert bereits hervorragend, doch wir müssen immer noch echte Überzeugungsarbeit leisten, vor allem bei den Betrieben und Verbrauchern in den „Sunbelt Countries“. Oft ist noch nicht klar, dass solche Systeme die günstigste und komfortabelste Lösung sind, wenn es um die Stromversorgung netzferner Regionen geht.

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PRODUKTION OHNE VERSCHWENDUNG

PRODUKTION OHNE VERSCHWENDUNG

Eine an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtete Produktion ist wesentlicher Bestandteil der SMA Unternehmensstrategie. Unser Anspruch ist ein Produktionskonzept, das Verschwendung vermeidet, einen ressourcenschonenden Herstellungsprozess verfolgt und dabei den größten Kundenmehrwert generiert. Effizient. Flexibel. Präzise. SMA betreibt in Niestetal und Kassel (Deutschland) sowie Denver (USA) und Mississauga bei Toronto (Kanada) Produktionsstätten mit einer Gesamtjahreskapazität von bis zu 11,5 Gigawatt (GW). Durch die Mehrheitsbeteiligung von 72,5 Prozent an der Jiangsu Zeversolar New Energy Co., Ltd., China unterhält SMA zudem auch eine Produktionsstätte in Yangzhong. Das Kompetenzzentrum für Wickelgüter (elektromagnetische Komponenten) befindet sich in Zabierzów bei Krakau (Polen). Vor dem Hintergrund der hohen Marktdynamik des Solarsektors produziert SMA ausschließlich auftragsbezogen. Das erfordert eine größtmögliche Flexibilität in der Produktion. Mit unserem flexiblen und skalierbaren Fertigungsmodell sind wir in der Lage, die Produktion jederzeit schnell auf regionale Verschiebungen sowie produktbezogene und marktbedingte Änderungen in der Nachfrage anzupassen. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und Strukturen bei gleichzeitiger Reduzierung von Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen sind wichtige Aspekte unseres Qualitätsanspruchs.

SCHLANKE PRODUKTION ZUM WOHL DES KUNDEN „Lean Production“, die „schlanke Produktion“, heißt bei SMA „SMArt flow“. SMArt flow bedeutet verschwendungsfreie, lagerlose Fertigung. Dreh- und Angelpunkt dieser Philosophie ist der Kunde. An ihm richten sich auch die drei wichtigsten SMArt flow-Prinzipien aus: Fertigen im Fluss, Orientierung an der Wertschöpfung und Streben nach Perfektion. Jedem dieser Prinzipien sind bestimmte Werkzeuge zugeordnet. Die Auswahl der für die Zielerreichung geeigneten Werkzeuge unterliegt einer regelmäßigen Prüfung. Damit jeder Mitarbeiter diese Philosophie kennt und versteht und die Werkzeuge benutzen kann, gibt es ein umfangreiches Schulungsprogramm. Alle SMA Produktionsschritte sind aufeinander abgestimmt und flexibel anpassbar. Auf der Produktionsfläche gibt es keine festen Wände, Einbauten oder Transportbänder. So können jederzeit die Fertigungslinien und die Arbeitsplätze an die Auftragslage und die Kundenwünsche angepasst und dabei Verschwendung vermieden werden.

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Sabrina Kรถbberling, Director Lean Management

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MARKTDYNAMIK SOUVERÄN MEISTERN Innerhalb der Produktion funktioniert die Materialversorgung nach dem Kanban-Verfahren. Das bedeutet, dass sich die Mitarbeiter an den Montagearbeitsplätzen voll und ganz auf die Montage der Geräte konzentrieren können. Die dafür benötigten Materialien stehen jederzeit in ausreichender Menge an ihren Arbeitsplätzen bereit. Leere Materialbehälter werden unmittelbar wieder mit dem entsprechenden Material aufgefüllt und der Montage erneut zur Verfügung gestellt. Mit diesem verbrauchsgesteuerten Logistikkonzept werden Transportwege optimiert, Bestände reduziert und folglich die Flächenbeanspruchung für die Lagerung von Rohstoffen und Vorprodukten sowie der Energieverbrauch für Transporte und Gebäudeheizung deutlich reduziert.

PRODUKTION OHNE VERSCHWENDUNG

optimieren. Das erfolgte zum einen durch die Integration der Lieferanten, um Prozesse zu vereinheitlichen und zu automatisieren, aber auch durch die Zusammenführung dezentral gewachsener Logistikstrukturen in einem Logistikzentrum. Zudem schaffen ein maßgeschneidertes Logistikequipment und eine hochmoderne Infrastruktur die Voraussetzungen für optimale Prozessabläufe und Materialflüsse. Die erfolgte Reduzierung der Lagerflächen und Transporte führte zu einer maßgeblichen Verbesserung der CO2 Bilanz.

SCHLANK GETAKTET VOM LIEFERANTEN BIS ZUM KUNDEN Im Rahmen des Projekts „Logistikstrategie 2012“ wurden am Produktionsstandort Kassel/Niestetal neue Prozesse und Strukturen entwickelt und implementiert, um eine schlanke und getaktete Logistikkette vom Lieferanten bis zum Kunden zu gestalten. Das Ziel dabei war, bei gleichbleibender Versorgungssicherheit die Bestände zu reduzieren und die Logistikkosten ganzheitlich zu

INTERVIEW: CORPORATE COMPLIANCE Im Gespräch mit Sabrina Köbberling, Director Lean Management WAS STECKT HINTER DEM BEGRIFF „SMART FLOW“? SMArt flow ist der Name unseres Produktionssystems, mit dem wir unter der Zielsetzung der schlanken Produktion (Lean Production) unsere Serienfertigung optimieren wollen. Dies bedeutet Steigerung der Produktivität, der Flexibilität und der Qualität. Fünf Punkte sind mir dabei besonders wichtig: die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter, der kontinuierliche Fluss, 100 Prozent Wertschöpfung, 100 Prozent Qualität und 100 Prozent Lieferfähigkeit. DEM FAKTOR MENSCH KOMMT IN DIESEM PROZESS EINE SCHLÜSSELROLLE ZU, WAS BEDEUTET DIES FÜR DEN SMA MITARBEITER? Das Produktionssystem besteht an sich aus einer Vielzahl von Prozessen. Diese entstehen aus Vorschlägen unserer Mitarbeiter, welche durch Schulungen für eine ständige Verbesserung und Verschlankung der Abläufe sensibilisiert werden. Das heißt aber auch, dass die Führungskräfte maßgeblich die Vorschläge der Mitarbeiter unterstützen und neue Ideen fördern müssen. Eine Verinnerlichung der Produktionsphilosophie durch unsere Mitarbeiter ist somit Voraussetzung, um das System mit Leben zu füllen und dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung näher zu kommen. INWIEWEIT KANN IN DIESEM PROZESS EINE POSITIV GELEBTE UNTERNEHMENSKULTUR HELFEN? Erfolgreich kann eine Produktionsphilosophie nur sein, wenn sie von den Mitarbeitern verstanden, gelebt und mitgetragen wird. Unsere Unternehmenskultur ist deshalb ein weiterer wichtiger Bestandteil. Der kollegiale, offene und ehrliche Umgang miteinander ermöglicht uns, Probleme zu lösen, Fehler einzugestehen, diese offen zu kommunizieren und aus den Fehlern zu lernen. Nur gemeinsam entwickeln wir unsere Produkte, Strukturen und Prozesse weiter.

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SUPPLY CHAIN

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

SUPPLY CHAIN IN SOZIALER UND ÖKOLOGISCHER VERANTWORTUNG

Unser Ziel ist es, Lieferketten so zu gestalten, dass die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards gesichert ist und unsere Lieferanten die Nachhaltigkeitsziele von SMA kennen und unterstützen. Für den Unternehmenserfolg gewinnt die langfristige Zusammenarbeit mit strategisch wichtigen Lieferanten immer mehr an Bedeutung. Die Anforderungen des PV-Marktes müssen dabei für Lieferanten transparent sein, damit sie als gemeinsame Herausforderung verstanden und bewältigt werden können. Stabile Geschäftsbeziehungen ermöglichen eine intensive Kooperation bereits in der Phase der Produktentwicklung und erleichtern die gemeinsame Erreichung von Nachhaltigkeitszielen. Zunehmend globale Lieferketten müssen aber auch durch klare Spielregeln so gesteuert werden, dass die Umsetzung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte im Sinne unserer Nachhaltigkeitspolitik gesichert ist. ERWARTUNGEN AN LIEFERANTEN UND VERTRAGSPARTNER Als international agierendes Unternehmen richten wir unser Handeln an national und international anerkannten Standards aus. Neben Qualität, Preis und Flexibilität sind für SMA Sozial- und Umweltstandards weitere wichtige Faktoren bei der Auswahl von Lieferanten. Vor diesem Hintergrund unterzeichneten wir bereits 2009 den branchenübergreifenden Verhaltenskodex des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. 2010

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wurde dieser Verhaltenskodex durch eine eigene Richtlinie für Lieferanten (Lieferantenkodex) ergänzt. Der SMA Code of Conduct für Lieferanten muss von diesen anerkannt werden und verpflichtet sie auf die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards. Der Kodex beinhaltet Anforderungen im Bezug auf Arbeitsstandards und Arbeitsrecht, wie das Verbot von Kinderarbeit, das Verbot von Diskriminierung, angemessene Arbeitszeiten, Löhne und sonstige Sozialleistungen, das Verbot von Zwangsarbeit und Misshandlungen, die Garantie der Versammlungsfreiheit sowie Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Die Grundlagen dieser Richtlinien sind die Konventionen, die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) festgelegt hat. Die Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Standards soll systematischer Bestandteil der Lieferantenselbstauskunft und der Lieferantenaudits werden. Lieferanten, die die vereinbarten Standards nicht einhalten, werden von der Belieferung von SMA ausgeschlossen. Der Lieferantenkodex ist zudem nicht statisch, sondern wird stetig weiterentwickelt und den sich laufend ändernden rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen angepasst, denen SMA als global tätiges Unternehmen unterliegt. Deshalb behält sich SMA das Recht vor, die Anforderungen dieses Kodexes anzupassen und alle Lieferanten schriftlich darüber zu informieren.


Inmaculada Muniz Morell, Senior Vice President Infrastructure & Supply Chain

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SUPPLY CHAIN

Im Januar 2011 trat SMA dem UN Global Compact (GC) bei. Mit der Unterzeichnung bekennt sich das Unternehmen öffentlich zu den dort aufgeführten Prinzipien und zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Der UN Global Compact ist eine weltweite freiwillige Initiative mit dem Ziel, die Kräfte der Vereinten Nationen, der Unternehmen und der Zivilgesellschaft zu vereinen, um sich gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Im Mittelpunkt stehen zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

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Im April 2009 unterzeichnete SMA die Verhaltensrichtlinie des BME. Mit Anerkennung dieser Richtlinie verpflichtet sich das Unternehmen, nach fairen, umweltbewussten, verantwortungsvollen und ethischen Grundsätzen zu handeln. Der Verhaltenskodex des BME enthält fundamentale Regeln zur Bekämpfung von Korruption, kartellrechtswidrigen Absprachen, Kinder- und Zwangsarbeit sowie zur Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie fairen Arbeitsbedingungen.

Im Gespräch mit Inmaculada Muniz Morell, Senior Vice President Infrastructure & Supply Chain WELCHE BEDEUTUNG HAT DER LIEFERANTENKODEX FÜR SMA? Die im Kodex beschriebenen Standards sollten für jedes seriöse Unternehmen Teil der Geschäftsgrundlage sein. Eine verpflichtende Anerkennung durch unsere Lieferanten sollte daher kein Problem darstellen und Basis einer vertrauenswürdigen Geschäftsbeziehung sein. Des Weiteren erwarten auch unsere Kunden, dass SMA Produkte unter diesen Standards gefertigt werden. Um diese über unsere Supply Chain garantieren zu können, ist der Verweis auf unseren Lieferantenkodex oder die Teilnahme am Code of Conduct des BME sehr hilfreich. WARUM IST EINE NACHHALTIGE LIEFERKETTE FÜR SMA VON BEDEUTUNG? Zum einen wird SMA als sozial und ökologisch denkendes Unternehmen wahrgenommen, diesen Anspruch wollen wir natürlich auch in unserer Lieferkette widerspiegeln. Zum anderen ist SMA als internationales Unternehmen auch in ausländischen Märkten aktiv, nutzt die globalen Beschaffungsmärkte und hat auch hier den Anspruch, sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln. KÖNNEN SIE DAS AN EINEM BEISPIEL KONKRETISIEREN? Bestes Beispiel ist unser Werk in Denver, USA. Die Produktion vor Ort ermöglicht uns zum einen flexibler auf die Nachfrage einzugehen sowie Kosten zu reduzieren, und zum anderen generieren wir dadurch auch lokale Wertschöpfung an unseren Standorten. Kürzere Lieferketten zu unseren Kunden helfen uns außerdem, auch unserer ökologischen Verantwortung besser nachzukommen.

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Matthias Sch채pers, Mobilit채tsmanagement

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UMWELTMANAGEMENT

UMWELTMANAGEMENT FÜR RESSOURCENSCHONENDES WIRTSCHAFTEN

Unser Ziel ist es, Entwicklungs-, Fertigungs- und Lieferprozesse so zu gestalten, dass sie mit der Umweltgesetzgebung im Einklang stehen und die Belastung der Umwelt so niedrig wie möglich halten. Um eine lebenswerte Natur zu erhalten sowie Klima und Ressourcen zu schützen, hat sich SMA – über die gesetzlichen Anforderungen hinaus – ambitionierte Ziele gesetzt. Zudem erfordert die räumliche Nähe von SMA zu Naturschutz- und Wasserschutzgebieten ein besonderes Augenmerk auf eine Produktion im Einklang mit der Natur. SMA verfolgt konsequent das Ziel der Umweltverträglichkeit ihrer Produkte sowie einer ressourcenschonenden Produktion. Seit 2010 verfügt SMA über ein Umweltmanagementsystem, zertifiziert nach DIN EN ISO 14001. Dadurch konnte der Umweltschutz am Standort in Niestetal bei Kassel weiter verbessert werden. Die messbare Umweltleistung wird durch regelmäßige interne Audits überprüft, analysiert, verbessert und kommuniziert. Dabei wird auch bei den Mitarbeitern ein Umweltbewusstsein geschaffen, welches durch offene Information und zielorientierte Zusammenarbeit geprägt ist. Um das daraus resultierende Umweltprogramm und dessen Ziele zu erreichen, wurden klare Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten etabliert.

Die stetige Verbesserung der Umweltleistung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nachhaltigkeitspolitik. Zu folgenden Umweltaspekten nehmen wir in diesem Bericht Stellung: • Abfall/Flächenverbrauch • Wasser/Abwasser • Umsichtiger Umgang mit gefährlichen Stoffen • Mobilität • Energie SMA legt Umweltziele und Programme fest, die der ständigen Verbesserung der Umweltleistung dienen. Die Einhaltung der umweltrelevanten Gesetzgebung ist in die Produktionsprozesse integriert und unterliegt einer ständigen Selbstkontrolle. ABFALLWIRTSCHAFT UND FLÄCHENVERBRAUCH Damit Abfälle gar nicht erst entstehen, setzen wir auf effiziente Verfahren und eine umweltgerechte Produktion. Die verwendeten Rohstoffe werden so eingesetzt, dass der Restabfall minimiert wird. Wo immer es möglich und wirtschaftlich vertretbar ist, hat die Vermeidung von Abfällen Priorität. Dennoch erhöhte sich der Gesamtabfall bezogen auf die produzierte Wechselrichter-Leistung um 14,9 Prozent. Dies lässt sich durch den Einmaleffekt von Lagerauflösungen erklären.

siehe Nachhaltigkeitsbericht 2012, Seite 34 ff.

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UMWELTMANAGEMENT

Der Abfall bei SMA enthält weniger als 1 Prozent gefährliche Stoffe. Durch die Substitution von Gefahrstoffen konnte der gefährliche Abfall 2012 weiter reduziert werden.

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2012 ist der Flächenverbrauch gegenßber 2011 durch flächenoptimierte Neubauten von 288 914 m² auf 268 979 m² um 20 Prozent gesunken.













 

 



 

  

 

 

 

 







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WASSERVERBRAUCH Wasser ist eine immer knapper werdende Ressource. Daher ist ein sorgsamer Umgang mit Wasservorräten sehr wichtig. Dazu gehÜrt sowohl ein mÜglichst geringer Verbrauch als auch die Vermeidung von Verunreinigungen des Wassers.

     

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Auch 2012 setzte SMA verschiedene MaĂ&#x;nahmen zur Optimierung des Wasserverbrauchs um. Durch den Bau einer neuen WaschstraĂ&#x;e fĂźr Wechselrichter konnte der Verbrauch von Frischwasser hier um durchschnittlich 55 Prozent reduziert werden. Eine effizientere WaschOJDIUHFG¤ISMJDIFS"CGBMM  

technik ermĂśglichte zudem eine Reduzierung des Reinigungsmittelverbrauchs um 83 Prozent. Damit wird das Reinigungsmittel dem Abwasser nun in einer umweltfreundlichen Konzentration beigegeben. Der gestiegene Wasserverbrauch pro Mitarbeiter ist vor dem Hintergrund der vielfältigen MaĂ&#x;nahmen zur Senkung des Wasserverbrauchs nicht plausibel und wird Gegenstand einer spezifischen Untersuchung 2013 sein.

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UMWELTMANAGEMENT

UMWELTAUFLAGEN UND -RISIKEN Besondere Umweltauflagen für die Produktion bei SMA bestehen nicht, da umweltschädliche Stoffe nur in Kleinstmengen eingesetzt werden. Diese werden nach gesetzlichen Vorgaben von zertifizierten Entsorgern verwertet. SMA verwendet bei der Produktion in geringem Umfang Gefahrenstoffe, die grundsätzlich ein Umweltrisiko darstellen. SMA hat sich gegen bestimmte Umweltrisiken dieser Art abgesichert. Umfassende Maßnahmen in der Produktion und im Qualitätsmanagement sorgen für eine umweltschonende Herstellung der SMA Produkte und gewährleisten die Einhaltung aller umweltrechtlichen Vorschriften.

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MOBILITÄTSMANAGEMENT BEI SMA Zum Umwelt- und Klimaschutz zählt auch das betriebliche Mobilitätsmanagement von SMA. Das Mobilitätsmanagement trägt dazu bei, eine effiziente, umweltfreundliche und sozial verträgliche Mobilität anzuregen und zu fördern. SMA konzentriert sich hier auf zwei Schwerpunkte: privates Mobilitätsverhalten und innerbetriebliche Mobilitätsprozesse. Durch das Mobilitätsmanagement werden dank der Zeitersparnis durch effizientere Abläufe auch der PKW-Verkehr sowie CO2 -Emissionen reduziert. Zudem fördert es die Gesundheit und die Motivation unserer Mitarbeiter. Seit 2012 ist das Mobilitätsmanagement im Bereich Public Affairs mit der Verbindung zum Nachhaltigkeits- und Energiemanagement verankert. Durch die Bündelung der Mobilitätsthemen an zentraler Stelle und die konsequente Entwicklung übergeordneter Ziele und Strategien entstehen Synergieeffekte, die im Unternehmen schnell und konsequent genutzt werden können. Ergänzend trifft sich eine aus Mitarbeitern der unterschiedlichen Bereiche zusammengesetzte Arbeitsgruppe, die Lösungen für die Umsetzung der gesetzten Ziele erarbeitet. PRIVATES MOBILITÄTSVERHALTEN SMA sensibilisiert ihre Mitarbeiter für ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten – sowohl auf dem Weg zur Arbeit als auch zwischen den einzelnen SMA Standorten. Eines der Ziele des SMA Mobilitätsmanagements ist es, die Rahmenbedingungen für einen umweltfreundlichen und vom motorisierten Individualverkehr unabhängigen Arbeitsweg zu verbessern. Dies erreichen wir unter

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anderem durch einen kontinuierlichen Dialog mit internen und externen Akteuren, die Ausrichtung von Mobilitätstagen, die Kooperation innerhalb effizienzsteigernder Mobilitätsprojekte wie „bike + business“ und „effizient mobil“ sowie durch die Ausarbeitung einer Mobilitätsstrategie. Entscheidend dabei war die ganzheitliche Betrachtung der verschiedenen Mobilitätsthemen in der Konzeptentwicklung. Themenschwerpunkte bilden die Verbesserung des ÖPNV mit der Förderung des Jobtickets, die vermehrte Fahrradnutzung und die Bildung von Fahrgemeinschaften über die firmeneigene Mitfahrbörse. Beispielhaft sei hier das Thema Fahrradverkehr erwähnt. SMA hat sich das Ziel gesetzt, den Radfahrverkehrsanteil bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Unter Berücksichtigung der dezentralen Standortsituation von SMA wurde dazu ein ganzheitliches Konzept entwickelt. Durch die Einbindung von Mitarbeitern und externen kommunalen Akteuren konnten Motivationshemmnisse beseitigt und die Radwegeanbindung verbessert werden. Die Einbindung des öffentlichen Fahrradverleihsystems „Konrad“ auf dem Grundstück der SMA Firmenzentrale steigert zudem die Nutzung alternativer Verkehrsmittel. Für ihre Bemühungen wurde SMA sowohl mit dem bike + business award 2012 als auch dem 2. Platz beim bundesdeutschen Wettbewerb „Fahrradfreundlichste Arbeitgeber Deutschlands“ ausgezeichnet.

UMWELTMANAGEMENT

INNERBETRIEBLICHE MOBILITÄTSPROZESSE Durch die dezentrale Standortsituation von SMA besteht eine besondere Herausforderung, Prozesse innerhalb des Unternehmens zu optimieren. Vor allem durch die Sensibilisierung der Mitarbeiter, Verkehr zwischen den Standorten zu vermeiden und effizienter zu gestalten, können hier Erfolge erzielt werden. Durch die ganzheitliche Betrachtung der Themen Travelmanagement, interner Fuhrpark und Logistik werden einheitliche Maßstäbe zur Reduzierung des Verkehrs angewendet. 2012 verpflichtete sich SMA mit einer neuen Fuhrparkordnung zu einer klimabewussten Auslegung ihrer Dienstwagenflotte. In dieser Fuhrparkordnung wird der CO2 -Ausstoß der Fahrzeuge auf 120g/km beschränkt. Damit liegt der Wert unterhalb des EUGrenzwertes für 2015. Eine Bonus-/Malusregelung erhöht hier die Attraktivität zur weiteren Senkung des CO2 -Ausstoßes. Zudem erprobt SMA derzeit ein Carsharing-Modell für den betriebsinternen Fahrzeugpool. Dadurch werden Fahrzeuge zur Abdeckung der Spitzenlasten überflüssig, was zudem den Flächenverbrauch für Parkraum reduziert. Darüber hinaus wirkt das SMA Travelmanagement auf Mitarbeiter ein, effiziente und umweltschonende Reisemöglichkeiten zu wählen. Durch die ständig wachsende Anzahl von Videokonferenzen werden auch eine Vielzahl an Flugreisen (mit besonders hohen CO2 -Emissionen) eingespart, die unser Klima schädigen.

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UMWELTMANAGEMENT

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Auszeichnung: Holzbaupreis Hessen v. l. n. r.: Prof. Dr.-Ing. Werner Seim (Universität Kassel), Brigitte Schneider (Hess. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung), Norbert Kossmann (SMA Solar Technology AG), Ulrike Marschlich, Stefan Steeb (HHS Planer + Architekten AG), Elisabeth Apel (Geschäftsführerin der Kompetenzzentrums HessenRohstoffe e.V.), Klaus Wiens (SMA Solar Technology AG), Werner Diettrich (Arbeitsgemeinschaft ARGE, Sandershäuser Berg)

PREISE UND WETTBEWERBE 2. PLATZ „FAHRRADFREUNDLICHSTE ARBEITGEBER DEUTSCHLANDS“ Mit der Auszeichnung durch den Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umwelbewusstes Management (B.A.U.M) e. V. fühlt sich SMA in ihrem Bemühen bestätigt, die Fahrradnutzung der Mitarbeiter zu fördern. Besonders die konzeptionelle Umsetzung in Sachen Angebot und Service für Radfahrer, der Organisation von Fahrradförderung sowie die Information und Kommunikation von SMA wurden durch diesen Preis honoriert. HOLZBAUPREIS HESSEN Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Wirtschaftsministers zeichneten das Hessische Umweltministerium sowie das angegliederte Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRO) SMA für den Bau des SMA Service Centers in Niestetal-Sandershausen aus. Prämiert wurden die besondere Eingliederung des Bau- und Werkstoffes Holz, die gestalterische und konstruktive Umsetzung sowie die Nutzung des Rohstoffes als effizienter Wärmeschutz. BIKE + BUSINESS AWARD Der ADFC Hessen zeichnete SMA mit dem bike + business award 2012 aus. Günther Häckl, Vice President Public Affairs bei SMA, nahm den Preis beim bike + business Kongress in Offenbach vom Hessischen Sozialminister Stefan Grüttner entgegen. Mit der Auszeichnung würdigt der ADFC das besondere Engagement des Unternehmens für die Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel auf dem Arbeitsweg

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COLORADO ENVIRONMENTAL LEADERSHIP AWARD Das Department of Puplic Health and Environment des Bundesstaates Colorado hat die Wechselrichterproduktion der SMA Niederlassung Nordamerika in Denver für die Umsetzung besonderer Umweltstandards ausgezeichnet. Von der Jury besonders gelobt: die freiwillige Einhaltung von Standards, die weit über die staatlichen Vorschriften in Sachen Verbesserung der Umwelt hinausgehen.


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

UMWELTMANAGEMENT

Auszeichnung: bike + business award 2012 v. l. n. r.: Christof Nolda (Stadtbaurat Kassel), Matthias Schäpers und Dr. Günther Häckl (SMA Solar Technology AG), Sandra Kambach (Zweckverband Raum Kassel), Norbert Sanden (Geschäftsführer ADFC Hessen e.V.)

INTERVIEW: CORPORATE COMPLIANCE Im Gespräch mit Matthias Schäpers, Mobilitätsmanagement WAS IST DIE BESONDERE HERAUSFORDERUNG FÜR DAS MOBILITÄTSMANAGEMENT BEI SMA? SMA besitzt kein zusammenhängendes Firmengelände, sondern ist dezentral auf viele nahe gelegene Standorte verteilt. Das bedeutet eine starke Vernetzung zwischen den einzelnen Standorten und einen erhöhten Verkehrsaufwand. Hier gilt es, divisionsübergreifende Strategien zu entwickeln, die Verkehr vermeiden und eine intelligente Verkehrsmittelwahl fördern. Dies führt neben einer Kostenreduktion auch immer zur Verringerung der CO2 -Emissionen. WIE MOTIVIERT MAN DIE MITARBEITER? Unsere Mitarbeiter sind generell leicht für das Thema Energieeinsparung zu motivieren, egal ob es um den Weg zur Arbeit oder um interne Fahrten geht. Das Thema Mobilität ist allerdings oft mit alten Gewohnheiten behaftet. Hier gilt es, diese zu hinterfragen und teilweise auch mit „verrückten Ideen“ andere Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Es geht darum, die Mitarbeiter bei dieser Entwicklung zu motivieren und zu überzeugen. WAS BEDEUTET NACHHALTIGE MOBILITÄT FÜR SIE? Eine nachhaltige Mobilität bedeutet für mich zu begreifen, dass die Energiewende auch eine Verkehrswende sein muss. Der Verkehrssektor ist der einzige Bereich, in dem die CO2 -Emissionen kontinuierlich steigen. SMA denkt daher schon jetzt an die Mobilität von morgen, denn wir möchten ein Vorbild im Umgang mit Ressourcen sein. Das schließt auch die Themen Logistik und Verkehr ein.

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Annette Barth, Energiemanagement

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENERGIE

EINE EFFIZIENTE UND ERNEUERBARE ENERGIEVERSORGUNG FÖRDERN

Mit innovativen Konzepten zur Vermeidung und effizienter Nutzung von Energie wollen wir die CO2 -Emissionen ständig weiter reduzieren und zudem Erneuerbare Energien mit regionaler Wertschöpfung nutzen. SMA entwickelt und vertreibt Produkte, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben. Für SMA beginnt Klimaschutz aber schon viel früher: im Unternehmen selbst und bei der Herstellung ihrer Produkte. Deshalb verfolgen wir ein umfassendes, nachhaltiges Energiekonzept, das den Themen Energieeffizienz und Einsatz Erneuerbarer Energien einen hohen Stellenwert einräumt. NACHHALTIGES BAUEN MIT EFFIZIENTEN ENERGIEKONZEPTEN SMA nutzt den Bau neuer Gebäude sowie die Modernisierung bestehender Bauwerke und Produktionseinrichtungen konsequent, um die Energiebilanz weiter zu verbessern. Im Vordergrund steht dabei die größtmögliche Reduktion des Energieverbrauchs, eine Erhöhung der Energieeffizienz und die Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen. Deshalb wurde schon früh die Photovoltaik bei der Errichtung neuer Gebäude auf dem Firmengelände eingebunden. Im Laufe der Jahre entstanden Solarbäume, gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen sowie verschiedene Aufdachanlagen. Die Gesamtleistung von 2,85 Gigawattstunden, der auf dem SMA Gelände betriebenen PV-Anlagen, entspricht rechnerisch einer Stromversorgung von 820 Haushalten pro Jahr.

Mit der 2009 fertiggestellten CO2 -neutralen Wechselrichterfabrik „Solar-Werk 1“ vermeidet SMA schon bei der Herstellung von Wechselrichtern klimaschädliche Emissionen. Das Konzept der CO2 -Neutralität basiert auf zwei Säulen: Erstens auf der Minimierung des Energiebedarfs der Fabrik, zweitens auf der konsequenten Nutzung Erneuerbarer Energien. Eine Fertigungsleistung von jährlich fünf Gigawatt macht das „Solar-Werk 1“ nicht nur zur größten Wechselrichter-Produktionsstätte der Welt, sondern setzt mit seinem Energie- und Gebäudekonzept auch neue Standards in der industriellen Produktion. Mit der Fabrik demonstriert SMA, dass eine moderne Industrieproduktion auf einem hohen technischen Niveau bereits heute CO2 -neutral möglich ist. Auch unser Schulungszentrum SMA Solar Academy zeichnet sich – neben seiner einzigartigen Architektur – durch sein besonderes Energiekonzept aus. Der Neubau verfügt über eine netzunabhängige Strom- und Wärmeversorgung auf der Basis dezentraler Erneuerbarer Energien. Damit zeigen wir, dass eine große, photovoltaik-gestützte Inselstromversorgung mit ergänzendem biogasbetriebenem Blockheizkraftwerk (BHKW) ganzjährig auch unter anspruchsvollen gewerblichen Nutzungsbedingungen möglich ist.

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SMA Solar Academy – das innovative Gebäude wird über ein Inselsystem unabhängig vom öffentlichen Stromnetz ausschließlich mit Erneuerbaren Energien betrieben.

Das nachhaltige Energiekonzept für firmeneigene Gebäude, das SMA bereits seit Jahren verfolgt, wird auch am Sandershäuser Berg, Kassel konsequent weitergeführt. Neben der hohen Funktionalität wurde bei der Planung des neuen Servicezentrums ein besonderer Fokus auf die nachhaltige und effiziente Energienutzung gelegt. Dazu gehören, neben einer hochgedämmten Gebäudehülle in Holzrahmenbauweise, auch die Nutzung der Abwärme aus der Produktion sowie eine effektive Wärmerückgewinnung. Zusätzlich wurde auf dem Dach des Gebäudes eine PhotovoltaikAnlage mit einer Leistung von 1 Megawatt installiert.

EINFÜHRUNG UND ZERTIFIZIERUNG EINES ENERGIEMANAGEMENTSYSTEMS Ein betriebliches Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 zielt darauf ab, die interne Energieeffizienz zu steigern sowie den Energieverbrauch – und damit auch die Energiekosten – zu minimieren. Es definiert dabei das Zusammenspiel von Energieeinsparung, Energieeffizienz und der Nutzung Erneuerbarer Energien. Und kann neben der Einsparung von Energie und Ressourcen auch zur Wettbewerbsdifferenzierung sowie zur Steigerung des Vertrauens bei Mitarbeitern, Kunden und am Kapitalmarkt führen.

Die Halle des Logistikzentrums im Magna Park Kassel fügt sich ebenfalls in das nachhaltige Gebäudekonzept ein: Das Zentrum zeichnet sich durch eine umweltfreundliche Bauweise mit schadstoff- und emissionsarmen Materialien sowie einem energieeffizienten Betrieb aus. Darüber hinaus produziert die von SMA betriebene Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle jährlich bis zu 1,8 Gigawattstunden sauberen Strom. Auch im Gebäude selbst setzt SMA auf nachhaltige Technologien und Konzepte: Im Vergleich zu den bisherigen Lagern wurden die Lagerguthöhen im neuen Logistikzentrum mit bis zu neun Metern auf das Dreifache aufgestockt. Die Reduzierung der Lagerflächen, der Transporte und des Energiebedarfs führen zu einer maßgeblichen Verbesserung der CO2 -Bilanz.

SMA strebt eine Erst-Zertifizierung ihres Energiemanagementsystems für August 2013 an. Neben den Systemen des Qualitätsund Umweltmanagements ist das Energiemanagementsystem ein weiterer wichtiger Baustein des SMA Managementsystems. 2012 entwickelte SMA ein eigenes energetisches Konzept, das auf das Zusammenspiel von Einsparung, effizienter Nutzung und zukunftssicherer Bereitstellung der Energie setzt. In Kombination mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien im Unternehmen führt dies zu einer immer größer werdenden Bedarfsdeckung durch diese Energien.

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Bei der Betrachtung des Energiemanagements konzentriert sich SMA auf folgende Kernthemen: Gebäude und Gebäudetechnik, Entwicklungs- und Produktionsprozesse, Büronutzung, IT, Beschaffung, Dienstfahrzeuge und Dienstreisen, die über definierte Ziele und Maßnahmen stetig optimiert werden.


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENERGIEKENNZAHLEN1, BEZOGEN AUF DIE PRODUZIERTE WECHSELRICHTER-LEISTUNG

Energieverbrauch gesamt2 Wärmeverbrauch2 Strom2,3 davon eigen erzeugter PV Strom4

GWh/GW GWh/GW GWh/GW in %

2012 8,5 2,89 5,56

2011 5,56 1,61 4

8,8

4

Standort Niestetal / Kassel, Deutschland Bezogen auf die produzierte Wechselrichter-Leistung 3 100 Prozent Ökostrom 4 Durch häufig vom Netz genommene PV-Forschungsanlagen kein optimaler Ertrag möglich. 1 2

Die Erhöhung des Energieverbrauchs 2012 ist im Zusammenhang mit der reduzierten produzierten Wechselrichter-Leistung zu sehen. Die Energiegrundversorgung der Produktionsstätten bleibt nahezu konstant, lediglich der Energieverbrauch im eigentlichen Produktionsprozess passt sich der produzierten Wechselrichterleistung an. Wir werden im Rahmen einer detaillierten Datenerfassung im Energiemanagementsystem Optimierungspotenziale ermitteln und Effizienzmaßnahmen umsetzen. MITGLIED IN DER „KLIMASCHUTZ- UND ENERGIEEFFIZIENZGRUPPE DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT“ Als ein herausragendes Beispiel für betriebliches Engagement im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz ist SMA seit 2010 Mitglied der „Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der deutschen Wirtschaft“. Die Gruppe setzt sich aus Unternehmen verschiedener Branchen und Größen zusammen, die bei Klimaschutz

und Energieeffizienz eine Vorreiterrolle einnehmen. Initiiert wurde sie von der 2009 von der Bundesregierung und dem Deutschem Industrie- und Handelskammertag gegründeten „Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation“. Durch die Aktivitäten der Mitgliedsunternehmen sollen andere Unternehmen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich Energieeffizienz lohnt und durchaus ein Wettbewerbsvorteil sein kann. SMA wurde in die Gruppe der Klimaschutz-Unternehmen aufgenommen, weil wir konsequent das Ziel verfolgen, mittels innovativer Energiekonzepte eine CO2 -freie und ressourcenschonende Produktion zu erreichen. MITGLIED IM LERNNETZWERK DES PROJEKTES „CO2-NEUTRALE LANDESVERWALTUNG“ DES LANDES HESSEN SMA ist seit Oktober 2010 Mitglied im Lernnetzwerk des Projekts „CO2 -neutrale Landesverwaltung“ des Landes Hessen. Die hessische Landesverwaltung will bis zum Jahr 2030 CO2 -neutral arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Potenziale zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz ausgeschöpft und die Nutzung Erneuerbarer Energien vorangetrieben werden. Als Plattform des Landes Hessen und Unternehmen der Region dient das Lernnetzwerk der Förderung des konstruktiven Austauschs zu Strategien und Technologien auf dem Weg zur CO2 -Neutralität.

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENERGIE

DIE CO2-NEUTRALE WECHSELRICHTERPRODUKTION Ausgangslage und Zielsetzung beim Neubau der Fabrik • Ein hoch effizienter und flexibler Fertigungsprozess mit äuĂ&#x;erst niedrigem Energieverbrauch an einem zentralen Ort • Einsatz Erneuerbarer Energien, um den verbleibenden Strom-, Wärme- und Kältebedarf zu decken MaĂ&#x;nahmen • Thermisch optimierte GebäudehĂźlle, extensiv begrĂźntes Dach • Einsatz hoch effizienter Leuchten, optimierte Tageslichtnutzung • Stromerzeugung durch Biogas-BHKW, PV-Anlage mit 1,1 MWp • Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung durch Biogas-BHKW und Absorptionskältemaschine 40-"3.0%6-&

• Nutzung der Abwärme aus der Drucklufterzeugung • Nutzung der Abwärme der Gebäude und Testschränke Einsparungen • Stromeinsparung: 1 133 000 kWh/Jahr • Brennstoffeinsparung: 2 300 000 kWh/Jahr • CO2-Einsparung: 1 700 t/Jahr Erfolge • 1. Preis beim internationalen Energy Efficiency Award 2010 der Deutschen Energie-Agentur (dena) • „Ausgewählter Ort 2011“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“

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INTERVIEW: CORPORATE COMPLIANCE Im Gespräch mit Annette Barth, Energiemanagement WARUM FĂœHRT SMA EIN ENERGIEMANAGEMENT GEMĂ„SS DIN EN ISO 50001 EIN? Als Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien gehĂśrt es zum Selbstverständnis von SMA, im Bereich Energieeffizienz mit gutem Beispiel voranzugehen. Seit jeher achten wir darauf, ressourcenschonend und effizient zu arbeiten. Ein Energiemanagement gemäĂ&#x; DIN EN ISO 50001 ermĂśglicht uns ein noch besseres Monitoring unserer BemĂźhungen in diesem Bereich. Zum anderen profitiert das Unternehmen natĂźrlich auch von den dadurch entstehenden Kostenersparnissen. WELCHE ROLLE SPIELEN DABEI DIE MITARBEITER DES UNTERNEHMENS? Ein funktionierendes Energiemanagement ist abhängig von der Mithilfe jedes einzelnen Mitarbeiters. Daher gilt es, durch das ganze Unternehmen hindurch Bewusstsein fĂźr das Thema zu schaffen, damit der angestrebte Erfolg in Form eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses eintritt. UND WIE SCHAFFEN SIE DIESES BEWUSSTSEIN BEI DEN MITARBEITERN? Bereits im Rahmen des „Neu bei SMA“-Vortrags werden neue Kollegen auf die Bedeutung des Energiesparens und der Energieeffizienz hingewiesen. Im weiteren Verlauf soll das Bewusstsein fĂźr Energiethemen durch Schulungen und Informationsprogramme gefestigt werden.

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Renate M端ller, Director IT End User Service

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENGAGIERTE MITARBEITER

ENGAGIERTE MITARBEITER

„Ein nachhaltiger Unternehmenserfolg ist nur mit engagierten Mitarbeitern zu erreichen“, davon ist Lydia Sommer, Vorstand Finanzen, Recht und Compliance, überzeugt. Mit unserer kooperativen Unternehmenskultur befähigen wir die Mitarbeiter, eigenverantwortlich zu handeln, ihr Wissen einzubringen und die Entwicklung des Unternehmens konstruktiv mitzugestalten. Das Leitbild bildet das Fundament unseres Führungshandelns. Die Führungskräfte richten sich darauf aus, die Motivation der Mitarbeiter zu erhalten und zu entwickeln. Sie orientieren sich dabei an den Grundsätzen der 2013 erneut ausgezeichneten SMA Unternehmenskultur.

FLEXIBILITÄT UND NACHHALTIGKEIT ALS KERNELEMENTE DER STRATEGISCHEN PERSONALPLANUNG 2012 war unsere Personalarbeit wesentlich von den Folgen der Kürzungen in verschiedenen Solar-Förderprogrammen und dem massiven Einbruch des europäischen Marktes geprägt. Dadurch ergaben sich anspruchsvolle Anforderungen an die Ressourcenplanung. Auf der einen Seite stand die hohe Notwendigkeit einer hohen operativen Flexibilität durch starke unterjährige Nachfrageschwankungen. Auf der anderen Seite der prognostizierte Marktrückgang durch den Nachfrageeinbruch in den großen europäischen Solarmärkten sowie zunehmender Preisdruck.

SMA ERNEUT ALS BESTER ARBEITGEBER DEUTSCHLANDS AUSGEZEICHNET Im März 2012 zeichnete das „Great Place to Work®“-Institut Deutschland SMA zum zweiten Mal in Folge als Deutschlands besten Arbeitgeber in der Kategorie Großunternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten aus. Die Bewertung und damit der Erfolg im Wettbewerb beruht zu einem großen Teil auf einer anonymen Mitarbeiterbefragung. Für herausragende Leistungen in der Weiterbildung der Mitarbeiter erhielt SMA darüber hinaus bereits zum vierten Mal den Sonderpreis für lebenslanges Lernen.

ausgezeichnet. Im Rahmen der Human Resources Excellence Awards werden regelmäßig herausragende Personalprojekte anhand der Kriterien Innovation, Kreativität, Implementierung in die Unternehmensstrategie, Ergebnisse und Effizienz sowie Nachhaltigkeit bewertet und ausgezeichnet. SMA überzeugte durch ein Modell, das für den Unternehmenserfolg erforderliche Kompetenzen systematisch identifiziert und für alle Mitarbeiter im Unternehmen transparent beschreibt.

HR EXCELLENCE AWARD FÜR DAS KOMPETENZMANAGEMENT 2.0 Für die Weiterentwicklung des internen Kompetenzmanagements wurde SMA im Dezember mit dem HR Excellence Award 2012 40

SMA ALS EXZELLENTE WISSENSORGANISATION 2012 AUSGEZEICHNET Die Initiative „Exzellente Wissensorganisation“ identifiziert Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die das Thema Wissensmanagement ganzheitlich betrachten. SMA wurde 2012 als eine von zwei exzellenten Wissensorganisationen in Deutschland ausgezeichnet. Ein wichtiges Ziel unseres Wissensmanagements ist


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENGAGIERTE MITARBEITER

Auszeichnung: Exzellente Wissensorganisation 2012 v. l. n. r.: Julia Endt (SMA Solar Technology AG) und Christian Keller (IWO Keller GmbH)

Auszeichnung: Deutschlands Beste Arbeitgeber 2012 v. l. n. r.: Yvonne Siebert, Jürgen Dolle und Petra Storck (SMA Solar Technology AG)

SMA nutzte daher auch 2012 in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat Flexibilisierungsinstrumente, die wir seit Jahren erfolgreich einsetzen. Durch befristete Arbeitsverträge kann SMA mittelfristig auf Nachfrageveränderungen reagieren. Gleitzeitkonten ermöglichen es, unterjährig die Schwankungen optimal abzufedern. In Zeiten hoher Auslastung bauen Mitarbeiter Gleitzeitstunden auf, die in nachfrageschwächeren Monaten wieder abgebaut werden können. Kurzfristigen Nachfrageschwankungen wirkt SMA mit dem Einsatz von Zeitarbeitskräften entgegen. Wir legen dabei besonderen Wert darauf, dass Zeitarbeitskräfte den gleichen Stundenlohn erhalten wie SMA Mitarbeiter und am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Auf Basis der Prognose für 2013 verständigten sich Vorstand und Betriebsrat im vierten

Quartal 2012 auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Anpassung der Personalkosten und der personellen Strukturen. Die Sicherung der Zukunftsfähigkeit von SMA hatte dabei höchste Priorität. Unser Marktumfeld macht einen Personalabbau in mehreren Unternehmens- und Regionaleinheiten erforderlich.

es, Mitarbeiter im Unternehmen gezielt miteinander zu vernetzen. Somit erzielen wir unternehmensweit Synergien und können Erfahrungswissen mehrfach und damit nachhaltig nutzen. Die Jury begründete die Auszeichnung von SMA mit den Worten: „Toll, wie die Wissensmanagementaktivitäten auf immer wieder neue Herausforderungen angepasst werden.“

das Netzwerk. Im kommenden Jahr können wir das Engagement ausweiten, da sich bereits fünf SMA Mitarbeiterinnen als Mentorinnen verpflichtet haben. Wir möchten durch die Kooperation einerseits talentierte weibliche Nachwuchskräfte neu für das Unternehmen gewinnen und andererseits die entsandten Mitarbeiterinnen stärker an SMA binden, indem sie ihre Tätigkeit bei uns sinnstiftend ergänzen können.

FRAUEN IN NATURWISSENSCHAFT UND TECHNIK STÄRKEN Seit 2011 ist SMA Kooperationspartner im „MentorinnenNetzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik“. Das MentorinnenNetzwerk ist eine hochschulübergreifende Einrichtung der zehn hessischen Hochschulen zur Förderung von Studentinnen und Doktorandinnen der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Drei SMA Mitarbeiterinnen aus technischen Bereichen engagierten sich 2012 als Mentorinnen für

Als Arbeitgeber nehmen wir unsere soziale Verantwortung ernst und möchten den Personalabbau sozialverträglich und transparent gestalten. Vorstand und Betriebsrat handelten vor diesem Hintergrund Ende 2012 ein freiwilliges Abfindungsprogramm aus, das den Mitarbeitern attraktive Konditionen für den Abschluss ei-

ZUR VIELFALT VERPFLICHTET Bereits 2011 haben wir uns durch den Beitritt zur „Charta der Vielfalt“ dazu verpflichtet, die Vielfalt unserer Mitarbeiter zu fördern. Bei SMA haben Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Orientierung gleiche Möglichkeiten.

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ENGAGIERTE MITARBEITER

nes Aufhebungsvertrags anbot. Über die notwendigen Maßnahmen und Hintergründe haben Vorstand und Betriebsrat die Mitarbeiter am 19. Oktober 2012 persönlich informiert. LEBENSLANGES LERNEN ALS SINNVOLLE INVESTITION IN DIE ZUKUNFT Aus- und Weiterbildung haben seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert bei SMA. Unsere Auszubildendenzahlen orientieren wir eng am prognostizierten Fachkräftebedarf des Unternehmens, um unseren ausgelernten Fachkräften eine möglichst langfristige Beschäftigungsperspektive bieten zu können. 2012 befanden sich bei SMA 320 junge Menschen in der Ausbildung. Wir bilden in insgesamt 14 staatlich anerkannten gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufsbildern aus. Die veränderten Marktbedingungen haben wir zum Anlass genommen, unsere Weiterbildungspolitik 2012 zu präzisieren und noch enger an der Unternehmensstrategie auszurichten. Wir haben das Weiterbildungsbudget und die Anzahl der Präsenztrainings deutlich reduziert. Zukünftig werden wir neue Lernformen wie webbasierte Trainings und eigenverantwortliches Lernen am Arbeitsplatz weiter ausbauen, um insbesondere auch den Mitarbeitern in den Auslandsgesellschaften einen barrierefreien und bedarfsorientierten Zugang zum umfassenden Weiterbildungsprogramm der SMA zu ermöglichen. 2012 haben die interkulturellen Kompetenzen der Mitarbeiter aufgrund unserer Internationalisierungsstrategie und zunehmenden globalen Vernetzung weiter an Bedeutung gewonnen. Globale Teamentwicklungen, interkulturelle Trainings für die internationale Zusammenarbeit oder gezielte Coachings zur Vorbereitung auf 42

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

eine Auslandstätigkeit gehörten daher zum Leistungsportfolio unserer internationalen Personalentwicklung. Durch die konsequente Fokussierung auf Zukunftstechnologien und Innovationsführerschaft haben die F&E-Bereiche eine hohe Bedeutung für SMA. Aus diesem Grund haben wir auch 2012 attraktive Weiterbildungsprogramme für Ingenieure angeboten. Potenzialträger fördern wir in drei alternativen Karrierewegen. Je nach Fähigkeiten und Neigungen können sie sich in der Fachexperten-, Projekt- oder Führungslaufbahn weiterentwickeln. Ein breites Weiterbildungsangebot für unsere Ingenieure und Produktmanager bietet darüber hinaus die SMA University, wo zu 98 Prozent interne Referenten ihre Expertise im Unternehmen weitergeben. GENDER DIVERSITY MANAGEMENT ALS BESTANDTEIL UNSERER PERSONALSTRATEGIE Die Mitarbeiter sind für SMA die wichtigste Ressource. Als Arbeitgeber schaffen wir gute Rahmenbedingungen für die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sowie für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. 2012 hat SMA das Angebot an flexiblen Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodellen für alle Unternehmensbereiche deutlich ausgebaut. Unsere Teilzeitquote stieg daraufhin für beide Geschlechter von 4,4 Prozent Ende 2011 auf 5,5 Prozent im Dezember 2012. Der SMA Familienservice bietet ein umfangreiches Angebot, zum Beispiel Kinderbetreuung für Ferienzeiten und Notfälle sowie Beratung zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Als Technologieunternehmen stellt uns insbesondere die Gestaltung der Geschlechtervielfalt vor eine Herausforderung. SMA hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Mitarbeiterinnen – insbesondere in Führungspositionen und technischen Berufen – konti-


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENGAGIERTE MITARBEITER

nuierlich und nachhaltig auf allen Hierarchieebenen zu erhöhen. Der Frauenanteil auf den einzelnen Führungsebenen soll dabei dem Anteil der Mitarbeiterinnen in den jeweiligen Bereichen entsprechen. Dieses Ziel haben wir noch nicht erreicht. Der Anteil der Frauen in der Stammbelegschaft und in Führungspositionen war 2012 im Gegenteil sogar leicht rückläufig. Die aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen im Photovoltaikmarkt erforderlichen Maßnahmen haben unsere Bemühungen zusätzlich erschwert. Erfolge konnten wir dagegen bei der Besetzung von offenen Positionen im Top-Management mit Frauen erzielen. Der Anteil an Frauen in der Geschäfts- und Bereichsleitung ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent gestiegen. Der Anteil an Frauen im Vorstand ist mit der Berufung von Lydia Sommer zum Vorstand Finanzen, Recht und Compliance auf 20 Prozent gestiegen. Aufsichtsrat und Vorstand haben sich das Ziel gesetzt, den Frauenanteil in den beiden Gremien bis zur übernächsten regulären Aufsichtsratswahl auf je 25 Prozent zu erhöhen.

punkte im Jahr 2012 waren zum Beispiel die Einführung des Management-Systems BS OHSAS 18001 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series), die Erweiterung der betriebsärztlichen Räume und die Realisierung eines zentralen Gefahrstofflagers.

GESUNDHEITSMANAGEMENT ALS BAUSTEIN DER MITARBEITERORIENTIERTEN UNTERNEHMENSKULTUR Gesunde, engagierte und leistungsstarke Mitarbeiter sind eine Voraussetzung für den Erfolg von SMA. Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Gesundheitsförderung und das betriebliche Eingliederungsmanagement sind deshalb nicht nur unsere soziale Verpflichtung, sondern auch ein Beitrag zur Zukunftssicherung. Die drei Säulen sind organisatorisch in unterschiedlichen Organisationseinheiten verankert und werden in den Gremien des Betrieblichen Gesundheitsmanagements aufeinander abgestimmt und unter Einbindung von Vorstand, Betriebsrat und Führungskräften in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess vorangetrieben. Unsere vielfältigen Gesundheitsmaßnahmen sind qualitätsgesichert und werden bedarfs- und zielgruppengerecht entwickelt und umgesetzt sowie hinsichtlich der Gesundheitseffekte und ihrer Effizienz evaluiert. Das Gesundheitsmanagement bei SMA versteht sich als Teil einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur und hat das Ziel, die Unternehmensstrategie durch eine kontinuierliche Verbesserung der betrieblichen Gesundheitssituation zu unterstützen.

GESUNDHEITSFÖRDERUNG Die Gesundheitsförderung ist ein weiterer wichtiger Baustein des SMA Gesundheitsmanagements und hat zum Ziel, chronische Fehlbeanspruchungen zu vermeiden und dadurch Erkrankungsrisiken zu minimieren. Die vielfältigen Gesundheitsmaßnahmen – Sportangebote, Seminare, Veranstaltungen, Coachings – sind qualitätsgesichert und werden bedarfs- und zielgruppengerecht entwickelt bzw. umgesetzt. Dass SMA Mitarbeiter das Engagement des Unternehmens in diesem Bereich wahrnehmen, zeigt die Befragung im Rahmen des „Great Place to Work®“-Wettbewerbs: 91 Prozent der Befragten stimmten 2012 der Aussage zu, dass SMA ihren Mitarbeitern hilfreiche Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit bietet. Schwerpunkte unserer Maßnahmen im Jahr 2012 waren zum Beispiel die Entwicklung und Umsetzung des Präventionskonzeptes „4 Schritte gegen Burnout“ oder im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes das Vorantreiben der Gefährdungsbeurteilungen. Die Erfolge des Programms spiegeln sich unter anderem in dem niedrigen Krankenstand (inklusive Langzeitfälle) von rund 5 Prozent im Jahr 2012 wider.

ARBEITS- UND GESUNDHEITSSCHUTZ Der Fokus des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei SMA liegt auf der Vermeidung von arbeitsbedingten Unfällen und Erkrankungen. Dabei arbeiten wir nach dem Grundsatz der Prävention. Gezielte und regelmäßige Unterweisungen, die Einbeziehung bei der Arbeitsplatzgestaltung, aber auch die verbindliche Regelung von Verantwortung sorgt bei unseren Mitarbeitern für Vertrauen in die nachhaltig sichere Gestaltung der Arbeitsplätze. Schwer-

BETRIEBLICHES EINGLIEDERUNGSMANAGEMENT (BEM) Die Gründe, warum Mitarbeiter für längere Zeit ausfallen, sind vielfältig. In dieser Situation ebnet das betriebliche Eingliederungsmanagement unseren Mitarbeitern die Rückkehr an den Arbeitsplatz. In monatlich stattfindenden Sitzungen diskutieren das BEM-Team, Vertreter des Betriebsrats, der Betriebsarzt, die Behindertenvertretung und die leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit über mögliche Eingliederungswege und aktuelle Themenfelder. Im Jahr 2012 wurde das Angebot des betrieblichen Eingliederungsmanagements von 131 Mitarbeitern genutzt.

siehe Nachhaltigkeitsbericht 2012, Seite 2, SMA Kennzahlen

Die Umsetzung von Gesetzen, Verordnungen und technischer Standards in unseren Betriebsabläufen ist für uns seit jeher selbstverständlich. Gesteuert werden die Prozesse im Arbeits- und Gesundheitsschutz durch das Managementsystem BS OHSAS 18001, das im Jahr 2012 am Standort Niestetal eingeführt wurde. Die Dokumentation der Gefährdungsanalyse wird konzernweit mit dem Managementunterstützungssystem EHQS plus durchgeführt. Dieses System stellt nicht nur sicher, dass die Gefährdungen, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten dokumentiert werden, sondern ermöglicht auch die automatische Nachverfolgung und somit eine nachhaltige Dokumentation aller Aktivitäten im Arbeitsschutz.

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ENGAGIERTE MITARBEITER

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

Energie, die verändert: SMA’ler in Bewegung

Gesundheitschecks am Stand der Sandershäuser Apotheke

SMA GESUNDHEITSTAG Traditionell findet bei SMA einmal im Jahr der Gesundheitstag statt. Dabei handelt es sich um eine umfassende und interaktive Informationsveranstaltung, die Themen wie Gesundheitsvorsorge, gesundes Arbeitsumfeld oder auch Umgang mit Stress behandelt. In den letzten Jahren wurde zum Beispiel über schicht- oder stressbedingte Schlafstörungen informiert oder das Thema WorkLife-Balance intensiv beleuchtet. Ein besonderes Anliegen dieser Veranstaltungen ist es, die behandelten Themen zu enttabuisieren

und systematische Gesundheitsmaßnahmen zu kommunizieren. Um allen Mitarbeitern, insbesondere auch denen, die in Schicht arbeiten, die Teilnahme zu ermöglichen, erstreckt sich das Angebot jeweils von 12 – 24 Uhr. Die Teilnahmequote von mehr als 20 Prozent der Belegschaft zeigt, wie groß das Interesse an einer nachhaltigen Gesundheitsvorsorge ist.

Im Gespräch mit Renate Müller, Director IT End User Service FRAU MÜLLER, SIE ENGAGIEREN SICH IM MENTORINNENNETZWERK FÜR FRAUEN IN NATURWISSENSCHAFT UND TECHNIK. WIE IST ES DAZU GEKOMMEN? Im letzten Jahr wurde ich als weibliche Führungskraft im Bereich Informationstechnik darauf angesprochen, ob ich als Mentorin im MentorinnenNetzwerk mitmachen möchte. Nach der Informationsveranstaltung war für mich klar, dass es sich hierbei um ein sinnvolles Netzwerk handelt und ich dabei sein möchte. WAS MOTIVIERT SIE, NUN BEREITS ZUM ZWEITEN MAL AN DEM PROGRAMM TEILZUNEHMEN? Die Kombination „Weiterentwicklung von jungen Frauen“ und „Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit“ finde ich spannend und inspirierend. Das zusammen erreichte Ziel meiner diesjährigen Mentee ist ein tolles Ergebnis. DENKEN SIE, DASS SOLCHE PROGRAMME DIE BARRIEREN BEIM BERUFSEINSTIEG VON FRAUEN IN NATURWISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE BERUFE DURCHBRECHEN KÖNNEN? Auf alle Fälle. Diese Programme bilden die Möglichkeit, sich unter Gleichgesinnten weiterzuentwickeln und zu vernetzen. Die Mentees erkennen dabei, dass wir alle ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und das motiviert, den eigenen Weg weiterzugehen.

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ENTWICKLUNG IN DER REGION

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG DER REGION

Wir bekennen uns bei zunehmender Internationalisierung der Märkte zum Standort Nordhessen und unterstützen das Wachstum in der Region auf dem Feld der dezentralen, erneuerbaren Energietechniken durch unsere Geschäftstätigkeit ebenso wie durch politisches Engagement und die Mitarbeit in Netzwerken. Zudem ist es uns ein großes Anliegen, durch die Projektunterstützung im sozialen, kulturellen und Bildungsbereich zur Steigerung der Attraktivität Nordhessens beizutragen. FÖRDERUNG DES WIRTSCHAFTSTANDORTS NORDHESSEN Die Region Nordhessen galt lange Zeit als „strukturschwach“. Ausdruck dieser Strukturschwäche war eine geringe Pro-KopfWirtschaftsleistung und eine hohe Arbeitslosenquote, verbunden mit entsprechenden negativen sozialen Folgen. Dezentrale und erneuerbare Energietechnik wurde von SMA in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren in der Region schon früh als eines der wichtigsten zukünftigen Wachstumsfelder erkannt. Mit dem Aufbau des deENet, eines Netzwerks von Institutionen und Unternehmen zur aktiven Förderung dieses Wachstumsfeldes, im Jahre 2003 wurden organisatorische Strukturen geschaffen, auf deren Grundlage es gelungen ist, die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung zu stellen. Das Ziel, bis 2020 mindestens 20 000 Arbeitsplätze im Bereich dezentraler, erneuerbarer Ener-

gieversorgung in der Region zu schaffen und damit die gleiche Bedeutung zu erlangen, wie sie die Fahrzeugindustrie heute in der Region innehat, ist mittlerweile in erreichbare Nähe gerückt. SMA hat hierzu einen wesentlichen Beitrag geleistet. Wir werden die Schaffung weiterer förderlicher Voraussetzungen in der Region in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auch in Zukunft aktiv und mit großem Engagement unterstützen. MITARBEIT IN VERSCHIEDENEN GREMIEN Im Jahr 2003 wurde auf Initiative von Industrie, Wirtschaftsverbänden und Forschung das Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e. V. (deENet) gegründet. Heute sind hier bereits mehr als 120 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Dienstleister zusammengeschlossen. An der Gründung des deENet war SMA maßgeblich beteiligt. In den Folgejahren gelang es deENet zunehmend, anwendungsorientierte Forschungsprojekte in Partnerschaft mit Forschungseinrichtungen aus dem Netzwerk und mit produzierenden Unternehmen aus der Region zu akquirieren und das Netzwerk bundesweit und international bekannt zu machen. Die bereits sehr gut entwickelten Kooperationsstrukturen zwischen den Mitgliedsunternehmen des deENet und der Universität Kassel im Bereich Forschung und Entwicklung werden seit 2011 im Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) intensiv weitergeführt. Das IdE verfolgt das Ziel, durch die gemeinsame Betrachtung der Energiebedarfsfelder Strom und Wärme, einschließlich der Energieversorgung für die Elektromobilität, innovative Lösungen zu entwickeln. SMA unterstützt das IdE und deENet finanziell und bringt vielfältige Expertise im Bereich Energieeffizienz und Erneuerbare Energien ein.

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Dr.-Ing. Martin Hoppe-Kilpper, Gesch채ftsf체hrer des Kompetenznetzwerks dezentrale Energietechnologien e. V. (deENet)

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

Seit 2006 engagiert sich SMA beim sogenannten Inkubator-Projekt der Universität Kassel, das Gründerteams aus der Universität den Weg von der Wissenschaft in die Wirtschaft ebnet. Darüber hinaus unterstützten wir auch 2012 den bundesweiten Businessplanwettbewerb „Promotion Nordhessen“ und sponserten zusätzlich einen Sonderpreis für dezentrale Energien. Außerdem beteiligt sich SMA an dem Projekt „Regionale Energieversorgung 2020“, bei dem in einer ausgewählten Kommune der Region ein kommunales Energieversorgungssystem mit einem hohen Anteil an regionalen Erneuerbaren Energien und einem intelligenten Stromnetz (Smart Grid und Smart Metering) entwickelt und demonstriert werden soll. Auch im Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) ist SMA personell vertreten. Der VDE fördert systematisch diese Schlüsseltechnologien durch gezielte Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die konkrete Förderung des Ingenieurberufs, die sichere Weiterentwicklung der Elektrotechnik durch das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit. GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT IN DER REGION NORDHESSEN Als eines der größten Unternehmen in der Region ist sich SMA ihrer Verantwortung als Teil der Gesellschaft bewusst und möchte auch vor dem Hintergrund des Wettbewerbs der Regionen durch die Zusammenarbeit mit professionellen Organisationen einen positiven Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten, die sich durch Partnerschaft, Qualität und Nachhaltigkeit auszeichnen. Wir konzentrieren uns auf die Bereiche Kultur, Bildung & Wissenschaft sowie Arbeit & Soziales.

ENTWICKLUNG IN DER REGION

STÄRKUNG DER KULTURELLEN ATTRAKTIVITÄT Mit unseren Investitionen in die kulturelle Entwicklung Nordhessens tragen wir wesentlich zur Erhöhung der Attraktivität der Region und zur Sicherung der Lebensqualität unserer Mitarbeiter bei. In diesem Bereich unterstützen wir Projekte, die den Erhalt und weiteren Ausbau der kulturellen Landschaft Nordhessens in besonderer Weise fördern und nach innen und außen für die kulturelle Attraktivität der Region einen deutlich wahrnehmbaren Beitrag leisten: Seit mehr als 20 Jahren bereichert der Kultursommer Nordhessen mit seinen zahlreichen Veranstaltungen das gesellschaftliche Leben der Region. SMA unterstützt diese traditionsreiche Veranstaltungsreihe besonders deshalb, weil sie Kultur für Familien erlebbar macht. Ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblicken können die von SMA geförderten Kasseler Musiktage. Mit einer 77-jährigen Geschichte zählen sie zu den ältesten Musikfesten Europas. Das musikalische Angebot widmet sich schwerpunktmäßig der Vokalmusik, aber auch der neuen Musik. 2012 wurde erstmals unter dem Motto „innovative Kunstformen benötigen innovative Räume“ ein Konzert in einem SMA Gebäude durchgeführt. Unter der Leitung von Shengnan Hu präsentierte das junge Ensemble „Percussion Cycle Berlin“ zeitgenössische anspruchsvolle Percussion Music. BILDUNG UND WISSENSCHAFT ALS MOTOR FÜR LANGFRISTIG ERFOLGREICHE INNOVATIONEN Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass langfristig erfolgreiche Innovationen nur durch intensive Forschung und Entwicklung entstehen können. Dafür brauchen Wirtschaft und Wissenschaft gut ausgebildete und begeisterte Nachwuchskräfte. Deshalb möchten wir sowohl Kinder und Jugendliche frühzeitig für Naturwissenschaft und Technik begeistern, als auch Studenten aus diesen Bereichen unterstützen, denn sie gestalten mit ihren Ideen die Zukunft unserer Gesellschaft. Durch Kooperationen mit Schulen, Universitäten und anderen Institutionen aus Bildung und Wissenschaft leistet SMA einen wichtigen Beitrag zur Förderung der

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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENTWICKLUNG IN DER REGION

Jugend forscht 2013, Hessen – Schüler experimentieren Thema: Biologie, Apfeltester

Jugend forscht 2013, Hessen – Schüler experimentieren Thema: Physik, verschmutzte Solarzellen

Berufsfähigkeit junger Menschen und zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Region. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Feld der erneuerbaren, dezentralen Energietechniken. Ausgewählte Beispiele:

Beim jährlich stattfindenden Girls‘ Day bietet SMA Schülerinnen einen Tag lang Einblicke in die Arbeitswelt von technischen Berufen. Ziel der bundesweiten Veranstaltung ist es, Mädchen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern.

Im SchülerForschungsZentrum forschen Schüler nordhessischer Schulen der Klassen 5 bis 13 an anwendungsbezogenen Fragestellungen aus den Bereichen Physik, Astrophysik, Geophysik, Chemie, Biologie, Technik, Informatik und Mathematik. Dabei unterstützt sie ein Team aus Fachberatern und Wissenschaftlern. SMA fördert die Einrichtung der Universität Kassel sowohl mit finanziellen Mitteln für Forschungsmaterialien als auch mit Workshops, Projektpatenschaften und Kolloquien.

VERANTWORTUNG ALS BEDEUTENDER ARBEITGEBER DER REGION SMA wurde in den vergangenen Jahren mehrfach für ihre herausragenden Leistungen als Arbeitgeber ausgezeichnet. Unserer Verantwortung als bedeutender Arbeitgeber in der Region möchten wir darüber hinaus auch außerhalb des Unternehmens gerecht werden und dazu beitragen, soziale Benachteiligung abzubauen.

Beim „Hessen SolarCup“ engagiert sich SMA bereits seit zehn Jahren. Bei der Veranstaltung erleben Kinder und Jugendliche die Anwendung von Technik mit Sonnenenergie hautnah. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und das Arbeiten im Team stehen im Mittelpunkt. Selbst gebaute, solar angetriebene Boote und Modellfahrzeuge treten beim Hessen SolarCup gegeneinander an. Sieger wird das Team, das die Energie der Sonne am effizientesten einsetzt. Unter dem Motto „Uns gefällt, was Du im Kopf hast“ richtete SMA 2012 zum fünften Mal den Jugend forscht-Regionalwettbewerb Hessen Nord aus. 56 Jungforscherinnen und Jungforscher kamen nach Niestetal, um in der Wettbewerbsausstellung ihre Projekte der Fachjury und den Besuchern vorzustellen.

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Beim Mentoringprogramm des Vereins „Jumpers – Jugend mit Perspektive“ stehen SMA Mitarbeiter 16 Monate lang Jugendlichen ehrenamtlich als Mentoren zur Seite und bereiten sie auf das Berufsleben vor. Zum Mentoringprogramm gehören auch Nachhilfeangebote und Workshops, um die Potenziale der Schüler aufzudecken und zu fördern. Ein weiterer Bestandteil ist eine Praktikumsphase in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsjunioren Kassel. Jumpers e. V. wurde für das Konzept des Mentoringprogramms mit dem „Bernhard Vogel Bildungspreis“ der KonradAdenauer-Stiftung ausgezeichnet.


NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

ENERGY THAT CHANGES – DOCUMENTA (13) Energy that Changes – das gilt nicht nur für SMA, sondern auch für die weltweit wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die documenta, die alle fünf Jahre durch ihre ganz besondere Energie Kassel verändert. 2012 begeisterte die dOCUMENTA (13) 100 Tage lang mehr als 800 000 Besucher aus aller Welt mit spektakulären Kunstwerken und eindrucksvoller Performance. SMA hat diese 100 Tage als Sponsor der documenta mit der Kampagne „Energie (un)gleich Kunst?“ begleitet.

ENTWICKLUNG IN DER REGION

Ziel der Kampagne war es, Denkanstöße zu geben und während der Dauer der Kunstausstellung einen Dialog über die verschiedenen Aspekte von Erneuerbaren Energien und zeitgenössischer Kunst auf unserem Corporate Blog www.SMA-Sunny.com zu initiieren. Darüber hinaus gab es im Rahmen des Sponsorings viele Aktionen für die SMA Mitarbeiter, wie Kartenverlosungen, Führungen und Workshops unter Anleitung von Kasseler Künstlern. Die dort entstandenen Kunstwerke wurden für einen guten Zweck unternehmensintern versteigert.

INTERVIEW: CORPORATE COMPLIANCE Im Gespräch mit Herrn Dr. Hoppe-Kilpper, Geschäftsführer des Kompetenznetzwerks dezentrale Energietechnologien HERR DR. HOPPE-KILPPER, SMA WAR 2003 EINER DER MITINITIATOREN DES KOMPETENZNETZWERKS DEZENTRALE ENERGIETECHNOLOGIEN E. V. WELCHE ZIELE VERFOLGT DAS NETZWERK? Unser Ziel ist es, die Entwicklung von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in der Region Nordhessen voranzutreiben. Wir fördern die Kooperationen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen und stoßen gemeinsame Projekte an, die wir dann über den gesamten Verlauf betreuen. WARUM LIEGT NORDHESSENS ZUKUNFT IN DEN ERNEUERBAREN ENERGIEN? Die Energiewende hin zu den Erneuerbaren wird weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnen. In der Studie „Nordhessen 2020: Dezentrale Energie und Arbeit“ haben wir bereits 2007 aufgezeigt, dass in Nordhessen bis zum Jahr 2020 über 20 000 Menschen im Bereich dezentraler Energie- und Effizienztechnik beschäftigt sein können. Und wir sind hier schon sehr weit gekommen: Innerhalb der letzten Jahre entstanden 11 000 neue Stellen, insgesamt arbeiten heute in Nordhessen bereits über 14 000 Menschen in der Branche. WELCHE BEDEUTUNG HAT SMA FÜR SIE PERSÖNLICH? SMA war für mich immer das sichtbare Zeichen dafür, dass die Vision einer anderen Energieversorgung Wirklichkeit werden kann.

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ZUKUNFTSFÄHIGE GESELLSCHAFT

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2012

FÜR EINE LEBENSWERTE UND ZUKUNFTSFÄHIGE GESELLSCHAFT – ÜBERALL

Unser Ziel ist es, den Umbau der Energieversorgung in eine dezentrale, erneuerbare Versorgung weiter voranzubringen, sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene. Dafür engagieren wir uns im Bereich der Politik und durch eine gezielte Projektförderung – auch in benachteiligten Regionen. NATIONALES UND INTERNATIONALES POLITISCHES ENGAGEMENT

In unserer Gesellschaft besteht ein breiter Konsens über die Notwendigkeit der Energiewende: weg von den begrenzten fossilen Energien und hin zu einer Energieversorgung, die zunehmend dezentral und erneuerbar und damit „nachhaltig“ ist. Dieser Richtungswechsel ist längst noch nicht vollzogen – weder auf nationaler und noch viel weniger auf globaler Ebene. Die Fähigkeit, den Klimawandel durch verbindliche Maßnahmen der globalen Staatengemeinschaft auf ein Niveau zu begrenzen, das die Anpassungsfähigkeit von Mensch und Natur nicht überfordert, scheint zurzeit nicht gegeben. Sowohl der Klimawandel als auch die begrenzte Verfügbarkeit fossiler Energien verlangen aber

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nach einem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien in globalem Maßstab. Die heutigen Strukturen der Energieversorgung und der vielfach fehlende Wille zu ihrer politischen Gestaltung sind jedoch strukturelle Hemmnisse, die einem schnellen Ausbau im Wege stehen. Mit ihren innovativen Produkten versucht SMA die Nutzung der Photovoltaik technisch zu vereinfachen. Zudem engagiert sich SMA in politischen Netzwerken, Fachverbänden, Vereinen und Initiativen mit dem Ziel, die politischen Willensbildungsprozesse zu versachlichen und damit politische Mehrheiten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien – und insbesondere der Photovoltaik – zu gewinnen. Als größtem Solarunternehmen in Deutschland und aufgrund ihrer weit fortgeschrittenen Internationalisierung wird SMA hier eine besondere Verantwortung zuteil.


Doreen Austerm端hl, ehemalige Auszubildende zur Industriemechanikerin

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INTERVIEW: CORPORATE COMPLIANCE Im Gespräch mit Günther Häckl, Vice President Public Affairs und Generalbevollmächtigter von SMA sowie Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) HERR HÄCKL, INWIEFERN IST DAS PRÄSIDENTENAMT DES BSW FÜR SMA STRATEGISCH WICHTIG? SMA ist das größte Unternehmen der Solarindustrie in Deutschland. Das Unternehmen übernimmt eine Vorreiterfunktion beim Ausbau und bei der immer wichtiger werdenden Systemintegration der Photovoltaik. Außerdem hat SMA zu fast allen Akteuren der Branche intensive geschäftliche Beziehungen und daher auch eine besondere Verantwortung, die Kräfte der Branche zu bündeln und Interessenkonflikte konstruktiv zu lösen. Mit unserem Engagement im BSW können wir die wichtigen Zukunftsthemen der Photovoltaik voranbringen. Zum Beispiel die Bereitstellung von Systemdienstleistungen durch die Photovoltaik, ein intelligentes Energiemanagement auf Haushaltsebene und im gewerblichen Bereich oder auch die Integration von Speichern. WELCHEN EINFLUSS HABEN INTERESSENVERBÄNDE WIE DER BSW MITTLERWEILE AUF DIE POLITIK? Die Beratung der Politik hat einen hohen Stellenwert, gerade bei einem so komplexen Thema wie der Energiewende. Der BSW versucht hier, zusammen mit anderen Verbänden der Erneuerbaren Energien, der Politik die notwendigen Informationen zu liefern. Das läuft auch gemeinsam über den Bundesverband Erneuerbare Energien. Das ist auch deshalb wichtig, weil die Vertreter der konventionellen Energiewirtschaft massiv versuchen, die Energiewende zu torpedieren. WIE SEHEN SIE DIE ZUKUNFT DER SOLARBRANCHE? UND VOR ALLEM: WIE WIRD SICH DER STANDORT DEUTSCHLAND KÜNFTIG BEHAUPTEN? Die Wettbewerbsintensität hat ohne Frage stark zugenommen und die Branche durchläuft derzeit eine Phase der Konsolidierung. Wir müssen den technologischen Vorsprung Deutschlands durch Innovationen und Internationalisierung weiter sichern. Auch das sich radikal verändernde System der Energieversorgung stellt neue Herausforderungen an die Photovoltaik, bietet aber auch neue Chancen und neue Geschäftsfelder. Wenn wir diese Chancen konsequent nutzen, wird der Standort Deutschland auch im globalen Wettbewerb bestehen können.

SMA IN VERSCHIEDENEN GREMIEN AKTIV Mit Dr. Winfried Hoffmann, Mitglied im Aufsichtsrat der SMA, stellt SMA den Präsidenten der European Photovoltaic Industry Association (EPIA). Mit über 200 Mitgliedern ist die EPIA der weltweit größte Photovoltaik-Verband und vertritt die Interessen der europäischen PV-Industrie. Im Vordergrund stehen dabei die Vermittlung der Vorteile der Photovoltaik auf europäischer Ebene sowie die aktive Gestaltung der Rahmenbedingungen für deren Ausbau. Seit November 2011 ist Roland Grebe, Vorstand Entwicklung, als Vorstandsmitglied im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) vertreten. Der ZVEI repräsentiert die wirtschafts-, technologie- und umweltpolitischen Interessen von 1.600 Unternehmen der mittelständisch geprägten deutschen Elektroindustrie. Der Verband sorgt dafür – durch Regelsetzungen, Standards und Normen – Innovationen marktfähig zu machen und sie im Wettbewerb durchzusetzen.

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2012 engagierte sich SMA unter anderem auch als aktives Mitglied in der „Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der deutschen Wirtschaft“. Hier haben sich Unternehmen verschiedener Branchen und Größen zusammengeschlossen, die bei Klimaschutz und Energieeffizienz eine Vorreiterrolle einnehmen. Durch ihre Aktivitäten wollen die Mitgliedsunternehmen auch andere Unternehmen davon überzeugen, dass sich Energieeffizienz bezahlt macht und ein echter Wettbewerbsvorteil sein kann. GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT IN ENTWICKLUNGSLÄNDERN – HILFE ZUR SELBSTHILFE Dezentrale Stromversorgung in Netzqualität – dieses Ziel verfolgt SMA seit den Gründungstagen des Unternehmens. Besondere Bedeutung hat dieses Thema für Millionen von Menschen in Gebieten, die gar nicht oder nur teilweise an die öffentlichen Stromnetze angeschlossen sind. Oft befinden sich diese Gebiete in Regionen, die gute bis optimale Bedingungen für eine autarke Stromversorgung durch die Photovoltaik bieten. Da die Verfügbarkeit von elektrischer Energie eine wesentliche Voraussetzung


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fßr gesellschaftliche Entwicklung ist, bildet die FÜrderung Erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern einen Schwerpunkt des gesellschaftlichen Engagements von SMA. Durch die Unterstßtzung geeigneter Projekte wird das Entwicklungspotenzial der Photovoltaik in Entwicklungsländern demonstriert und gleichzeitig

ein Beitrag zur Schaffung von Bildungschancen oder zur GesundheitsfÜrderung geleistet. Durch die Nutzung eigener Ressourcen und des eigenen Know-hows verspricht diese Art des Engagements einen beidseitigen Gewinn – fßr SMA und die Träger der jeweiligen Projekte.

BEISPIELHAFTE PROJEKTE 2012

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STEAKHOLDER-DIALOG

CORPORATE COMPLIANCE Im Gespräch mit Doreen Austermühl, ehemalige Auszubildende zur Industriemechanikerin. WAS HAT SIE DAZU BEWEGT, AN DEM MITARBEITERPROJEKT IN MADAGASKAR MITZUWIRKEN? Das Projekt war eine tolle Gelegenheit, meine Fähigkeiten einzusetzen, um die Lebensbedingungen der Menschen in Madagaskar zu verbessern. Und ich war von Anfang an davon begeistert, in einem Team zu arbeiten, das wirklich etwas bewegen will, denn alle haben ehrenamtlich mitgemacht. Zudem wollte ich vor Ort möglichst praxisnah lernen und erfahren, wie sich unsere Produkte im Einsatz verhalten. Außerdem ist Madagaskar natürlich ein ganz besonderes Reiseziel. WAS HAT SIE BEI DER ARBEIT IN MADAGASKAR AM MEISTEN BEEINDRUCKT? Die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort war toll. Besonders hat mich ihre Wissbegierde und Lernbereitschaft beeindruckt. Hinzu kommt, dass die Leute in Madagaskar viele Dinge etwas gelassener angehen, als wir es vielleicht gewohnt sind, eine Eigenschaft, die man mit der Zeit sehr zu schätzen lernt. WIE WÜRDEN SIE RÜCKBLICKEND IHR ENGAGEMENT IN MADAGASKAR BEWERTEN? Ich blicke auf eine sehr schöne und lehrreiche Erfahrung zurück, die ich nicht missen möchte. Besonders die vielen neu gewonnenen Freundschaften werden mich dieses Erlebnis wohl so schnell nicht vergessen lassen. Mein Fazit lautet: Ich würde es jederzeit wieder machen! Und ich finde es toll, dass Azubis bei SMA die Chance bekommen an solchen Projekten teilzunehmen.

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IM DIALOG

IM DIALOG

Unser Anspruch ist eine aktive und transparente Informationspolitik im Rahmen eines konstruktiven Stakeholderdialogs. Dabei stehen die unterschiedlichen Bedürfnisse und Erwartungen sowie eine erfolgreiche Vermittlung bei Interessenkonflikten im Vordergrund.

das Unternehmen. SMA kann dadurch frühzeitig Risiken wahrnehmen, aber auch neue Trends und gesellschaftliche Entwicklungen erkennen und diese bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie berücksichtigen. Zum anderen hilft der Dialog, das Verständnis für SMA seitens der Stakeholder zu vertiefen.

SMA ist mit ihrem Handeln in die Gesellschaft eingebettet und steht dadurch mit verschiedenen Stakeholdern in wechselseitigen Beziehungen. Unter Stakeholdern versteht SMA alle Einzelpersonen oder Gruppen, die die strategischen Ziele des Unternehmens beeinflussen können oder von diesen betroffen sind. Dazu gehören im Wesentlichen: • Mitarbeiter • Kunden • Lieferanten • Weitere Geschäftspartner • Aktionäre und Finanzanalysten • Nachbarn und das gesellschaftliche Umfeld • Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Interessengruppen • Kommunale Gebietskörperschaften • Medien • Institutionen aus Bildung, Politik und Wissenschaft

STAKEHOLDERDIALOGE SIND IN VIELEN BEREICHEN BEREITS BESTANDTEIL DES TAGESGESCHÄFTS VON SMA. AUSGEWÄHLTE BEISPIELE: Zum „Jahresausblick Solarenergie“ lädt SMA gemeinsam mit Stadt und Landkreis Kassel sowie dem Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e. V. (deENet) bereits seit vielen Jahren regionale Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien zu SMA ein. Die Veranstaltung steht in jedem Jahr im Zeichen eines anderen wichtigen Themas aus dem Bereich der Energieversorgung und der Entwicklung der Region und bietet über 100 Gästen die Möglichkeit zur Information und zum Austausch in lockerer Atmosphäre.

SMA informiert ihre Stakeholder aktiv und zielgruppengerecht in vielfältiger Weise über das Unternehmen und stellt ihnen Informationsmaterialien zur Verfügung. Darüber hinaus steht SMA kontinuierlich und über verschiedene Plattformen im Dialog mit den verschiedenen Zielgruppen. Das Wissen um die Stakeholderinteressen, -erwartungen und -bedenken ist von großer Bedeutung für

Der Sunny PRO Club, das SMA Partnerprogramm für Fachhandwerker, bietet kontinuierlich Veranstaltungen für Installateure und Anlagenplaner in verschiedenen Städten in Deutschland an. Die Teilnehmer erhalten Informationen zu aktuellen politischen und rechtlichen Themen, zu neuen SMA Produkten und Serviceleistungen des Sunny PRO Clubs. Zusätzlich treffen sich die Mitglieder des Sunny PRO Clubs einmal im Jahr bei SMA in Niestetal zum

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Andreas Siebert, B端rgermeister von Niestetal

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Sunny PRO Club Event. Dabei stehen neben dem Austausch zu fachspezifischen Themen unter anderem Führungen durch die SMA Wechselrichter-Produktion oder das Service und Repair Center auf dem Programm. Der Nachbarschaftsdialog dient dem Austausch mit Anwohnern und Nachbarn der SMA Betriebsgelände. Bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung erhalten sie die Möglichkeit, sich über das Geschehen und die Entwicklungen bei SMA aus erster Hand zu informieren sowie eigene Themen und Anliegen anzusprechen. Die Mitarbeiterbefragung im Rahmen des Wettbewerbs „Great Place to Work®“ nutzt SMA regelmäßig, um zu messen, inwieweit die Unternehmens- und Führungskultur im Arbeitsalltag gelebt wird.

IM DIALOG

Teil unseres Stakeholderdialogs ist auch die aktive Teilnahme am politischen Prozess, in den wir uns einbringen und in dem wir unsere Positionen und Sichtweisen darlegen – entweder im direkten Dialog mit Politikern oder im Rahmen unserer Verbandsarbeit. Schwerpunktmäßig ist SMA in Ländern und Gebieten aktiv, in denen wir durch Auslandsgesellschaften vertreten sind oder in die wir unsere Produkte vertreiben. SMA ist Mitglied in wichtigen nationalen und internationalen Branchenverbänden und hat dort verschiedene Funktionen inne. Beispiele sind die European Photovoltaic Industry Association (EPIA), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) sowie der CDU-Wirtschaftsrat.

: CORPORATE COMPLIANCE Im Gespräch mit dem Niestetaler Bürgermeister Andreas Siebert SMA IST DAS GRÖSSTE UNTERNEHMEN NIESTETALS. WIE WÜRDEN SIE DIE ZUSAMMENARBEIT BESCHREIBEN? Als größtes Unternehmen in Niestetal hat SMA insbesondere in den vergangenen Jahren die strukturelle Entwicklung des Ortes nachhaltig geprägt. Eine konstruktive Zusammenarbeit ist daher elementar wichtig, um die Interessen des Unternehmens und die der Gemeinde in Einklang zu bringen. Resultate dieser guten Zusammenarbeit sind viele erfolgreiche Projekte, die zum Wohle der Gemeinde Niestetal und der Region realisiert wurden. SMA IST EIN SEHR DYNAMISCHES UNTERNEHMEN. WIE WERDEN SIE ÜBER DIE VIELFÄLTIGEN ENTWICKLUNGEN INFORMIERT? Wir pflegen zu SMA, wie auch zu den anderen Unternehmen in Niestetal, einen engen Kontakt. Unsere Informationen beziehen wir daher in erster Linie über die persönlichen Kontakte zu SMA. KÖNNEN SIE AUCH BEISPIELE FÜR SCHWIERIGE ENTSCHEIDUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT SMA NENNEN? Dies ist wohl eindeutig die Erschließung des Sandershäuser Berges als neues Gewerbegebiet. In diesem Planungs- und Umsetzungsprozess zeigte sich, wie wertvoll eine gute Zusammenarbeit sein kann. Denn nur durch Transparenz gegenüber der Bevölkerung, die frühzeitige Einbindung der Genehmigungsbehörden, eine enge Abstimmung mit SMA sowie mutige Entscheidungen der Politik war eine konstruktive Umsetzung dieses Projektes in kürzester Zeit möglich. WIE STELLEN SIE SICH DIE ZUKÜNFTIGE ZUSAMMENARBEIT MIT SMA IN DER GEMEINDE NIESTETAL VOR? Wir würden uns freuen, wenn die Zusammenarbeit, und dabei vor allem auch die offene und angenehme Kommunikationskultur zwischen der Gemeinde Niestetal und SMA, in Zukunft weiter so erfolgreich fortgesetzt wird, damit beide Partner auch weiterhin voneinander profitieren können.

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WORTE ZUM BERICHT

IMPRESSUM

WORTE ZUM BERICHT

HERAUSGEBER SMA Solar Technology AG

Mit dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht informiert SMA über ihre ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aktivitäten des Geschäftsjahres 2012 (Berichtszeitraum 01.01.2012 – 31.12.2012).

KONZEPT UND DESIGN SMA Solar Technology AG

Der diesjährige Bericht ist der erste Nachhaltigkeitsbericht von SMA und ist als deutsche und englische Version auf der SMA Homepage als PDF-Version erhältlich. Eine jährliche Veröffentlichung ist vorgesehen.

TEXT SMA Solar Technology AG FOTOGRAFIE Constantin Meyer Andreas Berthel Getty Images Istockphoto Thomas Lobenwein Carsten Herwig HeRo 2011 Regionalverband FrankfurtRheinMain

Der Bericht umfasst die SMA Solar Technology AG. Im Falle abweichender Berichtsgrenzen werden diese für den entsprechenden Punkt kenntlich gemacht. Der Nachhaltigkeitsbericht orientiert sich an den international anerkannten aktuellen Empfehlungen für Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI). Die Übersicht der Leistungen nach den GRI-Kriterien sind mit den zehn Prinzipien des UN Global Compact zusammengefasst, eine Überblickstabelle finden Sie auf www.SMA.de.

KONTAKT SMA Solar Technology AG Sonnenallee 1 34266 Niestetal Germany Tel.: +49 561 9522-0 Fax: +49 561 9522-100 E-Mail: info@SMA.de www.SMA.de FRAGEN UND RÜCKMELDUNGEN Über Fragen, Anregungen oder Kritik zu unserem Nachhaltigkeitsbericht oder unserer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit würden wir uns freuen. Bitte wenden Sie sich an csr@SMA.de.

© 21.1.2013, SMA SOLAR TECHNOLOGY AG SMA im Social Web www.SMA.de/Media-Newsroom

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SMA Solar Technology AG Sonnenallee 1 34266 Niestetal Germany Tel.: +49 561 9522-0 Fax: +49 561 9522-100 E-Mail: info@SMA.de


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