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September 2007 • Nr.3 • Saison 2007/2008 • CHF 7.50

Das Hockey-Magazin der Schweiz

Medienpartner

Report:

Schlechte Ausländer = Gute Schweizer

Coaching Zone mit Dave Chambers Focus:

Die wichtigsten mm des Eishockeys

nd u an ter l p i e l a p o saison p t S eg die S07/08 i M M fü r 2 0

Über 30 Seiten NLA InTeam: Zednek Kutlak, Justin Papineau, Curtis Murphy, Roger Sigg, Dominic Meier und viele mehr...


TEAMGEIST PRÄSENTIERT VON Škoda

Zum Erfolg auf Eis braucht es beides: die Shootingstars und den Teamgeist, der aus Talenten Champions macht. So wie bei Škoda. Hier heissen die Cracks ŠkodaFabia, ŠkodaOctavia, ŠkodaSuperb und ŠkodaRoomster. Und hier sind es das einmalige Preis-Leistungs-Verhältnis, die moderne Technik und die umfassende Serienausstattung, die unsere Modelle zu einer starken Marke zusammenschweissen. Škoda – Sponsor des Schweizer Eishockeys! www.skoda.ch AG: Beinwil am See Garage Hug Buttwil Garage Scheuber Kleindöttingen Centrum Garage Schinznach-Bad AMAG Service Spreitenbach Garage Zürichtor AI: Appenzell Scheidweg-Garage BE: Bern-Bümpliz AMAG Brügg-Biel AMAG Langenthal Garage Gautschi Thun City Garage BS: Basel ASAG FR: Fribourg-Matran AMAG GE: Petit-Lancy AMAG GL: Netstal Auto Sauter GR: Chur Obere Au Garage Davos-Platz AMAG St. Moritz Auto Mathis Zizers Garage Stock JU: Delémont Garage Montavon LU: Emmen AMAG Luzern Tribschen-Garage NE: La Chaux-de-Fonds Garage de l’Avenir Peseux Garage de la Cour SG: Flawil Hans Neff Haag Garage Roth St. Gallen Garage Schläpfer SH: Schaffhausen Munot Garage SO: Dulliken Autowad Solothurn AMAG SZ: Seewen Garage Gianella TG: Münchwilen Neuhof-Garage Salmsach Auto Gasser Weinfelden AMAG TI: Biasca AMAG Lugano Garage Cassarate VD: Renens AMAG Villeneuve AMAG Yverdonles-Bains Automobiles Senn VS: Sion Garage Corbassières ZG: Cham Garage Staub ZH: Adliswil Au-Garage Gross Au-Wädenswil Ausee-Garage Embrach Auto Center Sahli & Frei Uster AMAG Winterthur-Töss AMAG


Face Off

Näher geht nicht! Diese drei Worte bilden ten. Ebenfalls im Kufenseit Februar dieses JahFocus integriert sind die res unseren SLAPSHOTErfahrungen und BeClaim und sind gleichzeidürfnisse der Spieler tig das Leitbild unserer und die Sicht eines erredaktionellen Tätigkeit. fahrenen NLA-MaterialDie Nähe zum Schweizer verwalters. Die GesamtEishockey ist uns wichtig. analyse, da waren wir Wir versuchen diese unserer geschätzten uns einig, lässt nur einen Schluss zu: Die LeserInnenschaft produktegerecht zu präKufen sind die wichtigsten Millimeter des sentieren. Als Monatsmagazin interessieEishockeys! ren wir uns für Hintergründe und nicht für Im Klubteil InTeam wird der Kufengedandie Aktualität, und auf eine kreative Art ke weitergeführt, indem die Eisflächen und Weise, Ihnen diese zu zeigen. Dieser der NLA, in diese fräsen sich die Kufen Anspruch gilt natürlich auch für das SLAPder Spieler Match für Match und Training tv, das ab dem Saisonstart auf www.slapsfür Training ein, untersucht und in einem hot.ch zu sehen sein wird. Schauen Sie Qualitätsranking (dabei ist das Klotener vorbei und lassen Sie sich überraschen! Schluefweg-Eis die Nummer 1) erfasst In dieser Ausgabe wandten wir unseren werden. Focus auf die Kufen und wir merkten dabei rasch, dass sich diese fast nie im SPANNENDE ANEKDOTEN Blickfeld der Fans und der Medien befinWeiter erfahren Sie in diesem Heft natürden und damit zu unrecht ein Mauerlich auch exklusive Hintergrundinformatiblümchendasein onen zu den Topfristen. Der Focus spielern der NLA. bietet Ihnen einen Wussten Sie beiIE UFEN BEFINDEN SICH ZU Einblick in die Kuspielsweise, dass fen-Materialien, UNRECHT FAST NIE IM LICKFELD der HCD-Star zeigt auf, welche Josef Marha im DER ANS UND DER EDIEN Gedankengänge Oktober und Nobei der Wahl der DOMINIK ROTHENBÜHLER vember immer Schliffhärte und zurücktreten will, bei der Bestimdass der neue mung der Gleitfläche eine Rolle spielen Gottéron-Hüter Sébastien Caron bereits und weshalb die Hersteller den goldenen ein «Jahrhundert-Ei» kassieren musste Kompromiss zwischen einer zu starren und dass der neue Kloten-Finne Jan-Axel oder einer zu instabilen Verbindung zwiAlavaara im Jahre 1998 eine 25-fache schen der Schuhsohle, der Halterung und Matchstrafe aufgebrummt bekam? den Kufen eingehen und ihre technischen Viel Spass in der neuen Saison und bei «Geheimrezepte» entsprechend gut hüder Lektüre dieser SLAPSHOT-Ausgabe!

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Dominik Rothenbühler SLAPSHOT-Chefredaktor

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Inhalt FOCUS Die wichtigsten mm des Eishockeys

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FOCUS INTERVIEW Vaclav Varda und Alfred Rohrbach über die wichtigkeit des richtigen Schliffs

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REPORT Schrumpfende Ausländerqualität in der NLA Spielplan NLA – Grosse Erleichterung

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TIME OUT MIT KLAUS ZAUGG Keine Frage der Grösse

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WWW.HOCKEYMANAGER.CH Werde Hockeymanager des Jahres

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COACHING ZONE MIT DAVE CHAMBERS Ohne Planung kein Erfolg

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NLA INTEAM HC Ambrì-Piotta Zednek Kutlak – Intelligentes Bollwerk 26 EHC Basel Justin Papineau – Heiss auf Eiszeit 28 SC Bern Christian Dubé – Heimatloser Krieger 34 HC Davos Josef Marha – Die Wahl der Qual 38 Scouting-Report: Dario Bürgler 41 Fribourg Gottéron Sébastien Caron – From Zero to Hero 42 Scouting-Report: Marc Chouinard 43 Servette-Genf HC Jean-Pierre Vigier – Der Star für’s Kollektiv 44 Kloten Flyers Jan-Axel Alavaara – Gebändigter Wildfang 46 HC Lugano Timo Helbling – Entwicklung fortsetzen 48 Rapperswil-Jona Lakers Roger Sigg – Vom Glatteis auf’s Wirtschaftparkett 52 SCL Tigers Curtis Murphy – In der Ruhe liegt die Kraft 54 ZSC Lions Donald MacLean – Der ruhige Riese 56 EV Zug Dominic Meier – Doppelte Neuorientierung 58 PUBLIREPORTAGE Ein Team für die Zukunft

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KOLUMNE VON THOMAS ROOST Die CH-Drafts unter der Lupe

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OVERTIME

Rüsten für die Saison

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TITEL Erik Westrum – Die wichtigsten mm des Eishockeys Foto: Pius Koller

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Der Unzerstörbare? Der gute alte «Schirmständer» ist Geschichte. An der Vorsaison-Medienkonferenz des Schweizer Eishockeys wurde Ende August in Bern in Sachen Meisterpokal eine neue NLA-Ära eingeläutet. Denis L. Vaucher, der neue Geschäftsführer der National League, enthüllte den neuen Meisterpokal vor der versammelten Medienschar. Die kreativen Schöpfer des Kunstwerks sind Thomas Hug (rechts im Bild) und Christian Dorfmüller von der in Luzern beheimateten Designagentur HVMD. «Der Pokal steht auf einem weissen Sockel, der das Eis symbolisiert. Die beiden aus Plexiglas gefertigten Schwungelemente stellen die Dynamik des Zweikampfes im Eishockeysport dar und umkreisen ein in der Mitte angebrachtes und ebenfalls aus Plexiglas konstruiertes Rohr», erklärten die beiden Designer, die übrigens auch die Trophäe des Swisscom-Cups im Fussball entwarfen und bei der Fussball-WM in Deutschland in den Stadien für das «Look-Programm» verantwortlich waren, unisono. Wer nun denkt, dass die neuen Meisterspieler Mitte April 2008 aus ebendiesem Rohr ihr wohlverdientes Bier oder ihren wohlverdienten Champagner geniessen werden, sieht sich getäuscht. Das Rohr ist dem goldenen Meisterpuck vorenthalten, der Dorfmüller in seiner rechten Hand hält und auf dem der Namen des Meisterclubs eingraviert werden wird. Ein solcher Puck wird übrigens jedes Jahr neu vergeben und entsprechend wird auch die Pucksäule des Pokals in die Höhe wachsen. Der neue Pokal hat von der schreibenden Gilde übrigens noch keinen Übernamen erhalten. Wir plädieren aber auf «der Unzerstörbare», schliesslich ist der Wechsel von Kristallglas auf Plexiglas ziemlich sportartadäquat, oder? DR

«Welcome to icehockey country»

Ebenfalls an der VorsaisonMedienkonferenz des Schweizer Eishockeys erhielt das Organisationskomitee der 2009 in Bern und Kloten stattfindenen Eishockey-Weltmeisterschaften eine PRPräsenz in eigener Sache. Gian Gilli, der General Secretary des Organisationskomitees, tat dies wie gewohnt mit viel Enthusiasmus: «Wir befinden uns zur Zeit in der konzeptionellen Phase. Dabei wird das Organisationsteam den Anforderungen entsprechend laufend vergrössert und die Konturen der beiden Standortkonzepte in Bern und in Kloten nehmen erfreulich schnell konkrete Formen an», be-

tonte Gilli sichtlich erfreut. SLAPSHOT fiel der an der Medienkonferenz verteilte Flyer «welcome to icehockey country» (Bild) auf. Schön, dass das WM-OK den in der Schweiz hohen Stellenwert des Eishockeys in einen solch tollen Claim verpacken konnte. Schön ist übrigens auch der zugefrorene See. Leider ist wegen dem «global warming» in Helvetien ein solches «Nostalgie-Eishockey» allerdings immer seltener romantische Realität. DR


SLAP-Shots Kollisionskurs

FOTO : REUTERS

Null Toleranz brachte die Frage auf, ob die NHL noch hart genug sein werde. Das Gegenteil war der Fall. Wenn schnelle Spieler, ohne sich um einen Zweilinienpass zu scheren, ungebremst in Verteidigerhünen prallen, ist das Verletzungs-

risiko grösser denn je. Die als härteste Liga der Welt berühmt berüchtigte NHL wandert auf einem schmalen Grat zwischen Spektakel und Gefahr. Sie muss sich zur Sicherheit ihrer Spieler, wie im Falle Thomas Holmström (Bild), Gedanken ma-

chen. Die Ideen gehen dabei weit auseinander. Die Verrückteste: Nehmt den Spielern den Helm weg, dann wissen sie wieder, was sie zwischen den Ohren haben – einen Kopf. Mehr zum Thema auf: www.slapshot.ch JF

Die Würfel sind gefallen Alle Clubs der National League bieten den Medienvertretern vor Beginn der Eishockeysaison einen Fototermin an, um die neuen Spieler in neuen Trikots, mit neuen Sponsoren geschmückt, ins richtige Licht zu rücken. Flavien Conne vom HC Lugano weiss nach zwölf National League Jahren, dass das etwas länger dauern kann, und brachte sein Würfelspiel zum Fototermin mit. Am Abend waren dann aber auch die Würfel für die Fotografen gefallen und Conne konnte sich wieder seiner Hauptbeschäftigung, dem Eishockey, zuwenden. JF

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Focus

Die wichtigst e des Eishockey

DIE AUFMERKSAMKEIT RICHTET SICH IM EISHOCKEY IN ERSTER LINIE ZURECHT AUF DIE SPIELER. JEDER PASS, JEDER SPIELZUG UND JEDER ABSCHLUSSVERSUCH WIRD VON DEN ZUSCHAUERINNEN MIT INTERESSE VERFOLGT, KOMMENTIERT UND ANALYSIERT. WENN WÄHREND DEN SPIELEN STÖCKE ZERBERSTEN UND NEUE, SPEKTAKULÄRE GESICHTSVISIERE GETRAGEN WERDEN, FASZINIERT DIES DIE MASSEN EBENSO. DIE WOHL WICHTIGSTEN MILLIMETER DES EISHOCKEYS ÜBERHAUPT, DIE KUFEN, BEWEGEN SICH ABER KAUM JE IM OPTISCHEN UND KOGNITIVEN FOKUS DER FANS UND FRISTEN ZU UNRECHT EIN MAUERBLÜMCHENDASEIN. DAHER IST DIESER SLAPSHOT-FOKUS DEN KUFEN GEWIDMET. Text: Dominik Rothenbühler Fotos: Pius Koller Immer wieder hört man die Eishockeyspieler folgenden Satz sagen: «Es ist wichtig, dass ich genügend Eiskontakt habe. Nur so kann ich zu meiner Hochform finden und mein Spiel optimieren.» Solche und ähnliche Aussagen kommen nicht von ungefähr. Denn es ist genau dieser Eiskontakt, der in physischer Hinsicht die Kufen betrifft, die

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sich Training für Training und Match für Match durch die Eisflächen der Stadien fräsen und den Spielern den nötigen Halt verleihen, damit diese das von den Fans geliebte Spektakel überhaupt auf das Eis zaubern können.

WIE DIE REIFEN IN DER FORMEL 1... Die Kufen, die meistens aus hochwertigem und rostfreiem Stahl gefertigt sind und einen mehr oder weniger grossen Kohlenstoffanteil aufweisen (dazu später in diesem Text),

haben je nach Schuhgrösse des Spielers eine Länge von bis zu 25 Centimetern und sind nur wenige Centimeter hoch. Die geschliffenen Kanten der Kufe wiederum sorgen für den richtigen Halt auf dem Eis. Und beim Schliff ebendieser Kanten bewegen wir uns dann bereits im Millimeterbereich oder gar noch eine Zehnerpotenz tiefer, also im Zehntelmillimeterbereich. Die Kufen werden trotz ihrer bescheidenen Grösse bezüglich ihrer Wichtigkeit jedoch sowohl von Spieler- wie auch von Herstellerseite nicht selten mit den Reifen im Automobilsport verglichen. Nur wenn ein Spieler über optimales Kufenmaterial verfügt, dass zudem seinen individuellen Bedürfnissen angepasst ist, kann er seine beste Leistung abrufen.

... ALSO MIT ENTSCHEIDENDER WICHTIGKEIT Dass die Kufen tatsächlich die wichtigsten Millimeter des Eishockeys darstellen, fand SLAPSHOT in einer entsprechenden Umfrage heraus. Sämtliche Spieler, die wir auf die Bedeutung der Kufen ansprachen, betonten deren Bedeutung. Erik Westrum, der in der vergangenen Saison bei den Toronto Marlies in der AHL in 70 Spielen 58 Skorerpunkte erzielte und nun die Offensivabteilung des HC Ambrì-Piotta entscheidend verstärken soll sowie auf der Titelseite dieser SLAPSHOT-Ausgabe nicht nur seine Muskeln, sondern auch seinen Schlittschuh mit der dazugehö-


en mm ys renden Kufe präsentiert, argumentiert kurz und knapp: «Die Schlittschuhe und die Kufen sind die wichtigsten Elemente einer Eishockeyausrüstung überhaupt. Ich schätze die Bedeutung von Schlittschuh und Kufe dabei ähnlich wichtig ein. Im Schuh muss ich mich wohl fühlen und einen idealen Druck auf die Kufen ausüben können. Diese wiederum müssen die Kraft perfekt auf das Eis übertra-

Der neue kanadische HCL-Stürmer Marty Murray betont die Wichtigkeit der Kufen und damit gehört Murray zur Mehrheit der Eishockeyprofis, die bezüglich der Kufen nichts dem Zufall überlassen.

«DIE SCHLITTSCHUHE UND DIE KUFEN SIND DIE WICHTIGSTEN ELEMENTE EINER EISHOCKEYAUSRÜSTUNG ÜBERHAUPT.» ERIK WESTRUM, STÜRMER HC AMBRÌ-PIOTTA

gen. Es sind also beide Elemente äusserst wesentlich.» Dale Mc Tavish, neu beim EV Zug für die offensive Kreativität und Effektivität zuständig, betont die Wichtigkeit der Kufen ebenfalls: «Das Fahrgefühl hängt natürlich entscheidend von der Kufe ab. Deshalb ist das richtige KufenMaterial meiner Meinung nach ein wesentlicher Bestandteil der Ausrüstung.» Juraj Kolnik, der in der vergangenen Saison bei den Florida Panthers mit 25 Skorerpunkten in 64 Spielen eine nicht unwesentliche Rolle spielte und nun beim Genève-Servette HC Tore zu produzieren hat, ist bezüglich Kufen gleicher Meinung wie seine Söldner-Kollegen Westrum und Mc Tavish: «Der Eishockeysport läuft zu grossen Teilen über die Beinmuskulatur und das Schlittschuhlaufen. Wer nicht schnell und wendig ist, steht sofort auf verlorenem Posten. Klar, dass deshalb die Schlittschuhe und insbesondere auch die Kufen ein ganz wichtiges Element der gesamten Ausrüstung darstellen», erklärt Kolnik und ergänzt, dass nur die richtige Kufenwahl wirklich ein gutes Fahrgefühl ermögliche.

UNTERSCHIEDLICHE PRÄFERENZEN BEIM SCHLIFF Deutlich weniger einig sind sich die Spieler bezüglich des Schliffs der Kufen, der übrigens immer ein Hohlschliff ist Der richtige Schliff der Kufen ist eine Kunst, die von den Materialwarten erst im Laufe ihrer Amtsjahre perfektioniert werden kann. Denn richtig schleifen kann nur, wer eine entsprechend grosse Fach- und Sacherfahrung vorweisen kann.

Kufen


Focus Dale Mc Tavish ist der regelmässige Gedankenaustausch mit dem Materialchef bezüglich der Kufensituation sehr wichtig: «Ich bin in diesem Bereich ein Perfektionist, denn nur so fühle ich mich auf dem Eis wirklich wohl.» «Die Halterungen von TUUK, die bei jedem Nike Bauer-Schlittschuh mitgeliefert werden, haben sich auf dem Weltmarkt ziemlich deutlich durchgesetzt.» Oliver Mayer, bei Nike Bauer Hockey Europe & International der Product Marketing & Strategic Account Manager, weiss, wovon er spricht… natürlich von selbst, dass Spieler mit grossen Füssen natürlich auch eine entsprechend längere Kufe benötigen, um stabil über das Eis gleiten zu können.

DIE AUFLAGEFLÄCHE BESTIMMT «SPEED» UND AGILITÄT

Wichtig zu wissen ist, dass jeder Spieler nicht nur einen ganz individuellen Schliff bevorzugt, sondern auch eine auf seine Bedürfnisse angepasste Auflagefläche, die oftmals auch als Gleitfläche bezeichnet wird. Dabei gilt die Faustregel, dass die langen Auflageflächen zu einer besseren Beschleunigung und einem höheren Topspeed verhelfen und die kürzeren Auflageflächen dafür eine bessere Wendigkeit und Agilität garantieren. «Für uns Spieler ist die Wahl der Auflagefläche eine entsprechend schwierige Entscheidung», betont der 580-fache NHL-Spieler und heutige Tigers-Stürmer Vaclav Varada (seine Gedankengänge zur Kufen-Thematik und zur Zusammenarbeit mit dem Materialchef der Tigers lesen Sie im Focus-Interview auf den Seiten 10 und 11 dieser SLAPSHOT-Ausgabe). «Tendenziell lässt sich im Eishockey folgende Erkenntnis hervorheben: Stürmer benötigen meistens eine Auflagefläche von sechs Centimetern, da sie sonst nicht die gewünschte Geschwindigkeit erreichen. Bei den Verteidigern, die nur äusserst selten mit Topspeed agieren, reicht eine Auflagelänge von 4 Centimetern meistens aus. Die Torhüter wiederum fordern meistens eine Auflagefläche von 12 Centimetern», erklärt Alfred Rohrbach, der bei den SCL Tigers seit drei Jahren der verantwortliche Materialchef ist und im Focus-Interview noch ausführlicher zu Wort kommt.

kers-Stürmer lässt seinen Schliff nämlich den in den Stadiund dessen Höhlung den Härtegrad des Schliffs bestimmt: en vorherrschenden Eisqualitäten anpassen. «Ist das Eis Während Juraj Kolnik stets einen sehr scharfen Schliff hart, wie beispielsweise in Bern, oder bei kalten Aussenwünscht und die Kufen entsprechend häufig schleifen temperaturen auch in Ambrì, brauche ich auch einen entlässt, schwört Dale Mc Tavish auf die mittelscharfe sprechend aggressiven Schliff. Bewege ich mich aber auf Schliffvariante: «Dies ist meiner Meinung nach die goldeweichem Eis, wie dies beispielsweise im Hallenstadion ne Mitte. Ein zu aggressiver Schliff schadet den Gleitfäder Fall ist, muss ich auch higkeiten und ein zu die Härte des Schliffs abschwacher Schliff garanfedern. Sonst fräsen sich tiert den Halt in den KurIN ZU AGGRESSIVER CHLIFF die Kufen zu stark in das ven nicht mehr. Also ist die SCHADET DEN LEITFÄHIGKEITEN weiche Eis ein und der Mittellösung für mich die Reibungsverlust sowie die Idealvariante.» Noch «weiDALE MC TAVISH, STÜRMER L AKERS Gefahr des Verkantens cher» fährt Erik Westrum: sind mir dann schlicht zu «Mein Schliff entspricht gross», erklärt Steiner mit Nachdruck. Nach seiner schwenicht der Mittelvariante, sondern ist sogar noch ein wenig ren Hirnerschütterung befindet er sich wieder in guter weicher. Nur so habe ich die optimale Gleitfähigkeit», erForm. Zur Thematik der Schliffhärte ist noch anzufügen, läutert Westrum und ergänzt, dass er seine Kufen entdass die Grösse und das Gewicht des Spielers diesbezügsprechend selten schleifen lässt. «Mir reichen zwei Mal lich nur eine marginale Rolle spielten, da in erster Linie pro Monat problemlos aus», gibt Westrum zu Protokoll. der Schuh und die Halterung die Masse dämpfen und die Dass die Frage bezüglich der Schliffstärke keine AlibiKufe diesbezüglich entlastet wird. Es versteht sich aber übung ist, zeigt das Beispiel von Daniel Steiner. Der La-

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OHNE KOMMUNIKATION GEHT GAR NICHTS Bei der Präparation der Kufen sind zwei Elemente entscheidend. Erstens das Know How des Materialchefs und zweitens die Kommunikationsfähigkeit des Spielers. Doch auch hier gibt es grosse individuelle Unterschiede. So spricht der den weichen Schliff bevorzugende Erik Westrum nur selten mit seinem Materialchef über den Schliff. «Ich vertraue unserem Materialchef Paolo De Nando. Er macht gute Arbeit und ich bin bezüglich Schliff-Wünsche ja auch ein besonders einfacher Fall.» Anders sieht dies Juraj Kolnik: «Die Diskussionen mit unseren Materialverwaltern Aurelien ‹Jimmy› Omer und Christian Tuffet bezüglich meinem Fahrgefühl auf den Kufen gehören zum Alltag. Ich beschreibe meine Gefühle möglichst präzise und ermögliche ihnen dann auch eine optimale Präparation meiner Kufen.» Dale Mc Tavish ist der Gedankenaustausch bezüglich der Kufensituation ebenfalls sehr wichtig: «Ich bin in diesem Bereich ein Perfektionist, da ich nur dann meine Bestleistung bringen kann, wenn ich ein optimales Gleitverhalten der Kufen spüre und mich trotzdem mit voller Wucht in enge Kurvenradien ‹reinhängen› kann. Das Gespräch mit dem Materialverwarter suche ich deshalb fast täglich.» AUF DIE LEGIERUNG KOMMT ES AN... Zum Abschluss dieses Focus-Berichtes über die Kufen wollen wir diese auch aus der technischen Perspektive durchleuchten. Bezüglich dem Material gibt uns mit Karl Graf


Kufen

Während der neue Servette-Söldner Juraj Kolnik stets einen sehr scharfen Schliff wünscht und die Kufen entsprechend häufig schleifen lässt, schwören viele seiner Teamkameraden vom GenèveServette HC auf weichere Schliffversionen. natürlich das Geheimrezept der Produzenten sei. «Wir der Inhaber der renommierten Schweizer Schlittschuhvertrauen der schwedischen Qualität von sandvik. Mit Firma GRAF SKATES AG einen interessanten Einblick: diesem Hersteller haben wir immer gute Erfahrungen ge«Wir unterscheiden beim Material der Kufen zwischen macht», fügt Graf an, dessen Firma im Bereich der Kufendem hochwertigen Stainless-Stahl und den sogenannten Halterung in ZusamCarbon-Kufen, die menarbeit mit der eine Stahl-KohlenFirma EMS einen stoff-Legierung sind IR UNTERSCHEIDEN BEIM ATERIAL DER UFEN Kunststoff entwiund einen deutlich ZWISCHEN DEM HOCHWERTIGEN STAINLESS TAHL ckeln konnte, der höheren Kohlenstoffweltweit bezüglich Anteil aufweisen, als UND DEN SOGENANNTEN ARBON UFEN Stabilität und Kältedies beim fast reinen K ARL GRAF, INHABER GRAF SKATES AG resistenz seinesgleistainless-Stahl der chen sucht. Fall ist. Die CarbonKufen sind einfacher zu schleifen, brechen weniger häufig, wetzen sich aber ... UND AUCH DIE HALTERUNG IST ENTSCHEIDEND schneller ab. Die stainlees steel-Kufen wiederum haben Oliver Mayer, bei Nike Bauer Hockey Europe & Internatieine längere Lebensdauer, falls sie beim Schleifen nie über onal der Product Marketing & Strategic Account Mana750 Grad Celsius erhitzt werden», betont Karl Graf mit ger, erläutert das Zusammenspiel zwischen der AussenNachdruck und fügt an, dass die einzelnen Legierungen sohle des Schlittschuhs, der meistens aus Nylon- oder

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anderen Kunststoffmischungen bestehenden Halterung und der Kufe. «Auch hier hüten die Hersteller ihre Rezepte ganz bewusst, denn der goldene Kompromiss zwischen einer zu starren oder einer zu flexiblen Schuhsohle-Halterung-Kufen-Verbindung ist wahrhaftig eine Gratwanderung. Die TUUK Kufenhalterungssysteme der Firma Nike Bauer Hockey, die bei jedem Nike Bauer Hockey-Schlittschuh montiert sind, haben sich auf dem Weltmarkt dabei ziemlich deutlich durchgesetzt. Während wir als Marktführer bei den Schlittschuhen global ca. 65 Prozent Anteil inne haben, beträgt der Market Share bei den Halterungen dank TUUK sogar noch gegen 20 Prozent mehr», erläutert Mayer. Moderne Kufen können übrigens mit wenigen Handgriffen aus der Halterung entfernt werden. Ein Auswechseln der Kufen «auf Mann», also auf der Spielerbank ist deshalb heute im Notfall durchaus möglich. ●

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Focus

«Know How und Kommunikation sind unerlässlich» meistens Perfektionisten mit viel Know How sind IM FOCUS-INTERVIEW SPRACH SLAPSHOT MIT DEM NEU-TIGER UND EX- HCD-CRACK chefs und die Kufen entsprechend gekonnt und präzise schleifen. Alfred Rohrbach ist übrigens genau ein solcher PerVACLAV VARADA SOWIE MIT DEM TIGERS-MATERIALCHEF ALFRED ROHRBACH ÜBER DIE fektionist... WICHTIGSTEN MILLIMETER DES EISHOCKEYS. DIE PRÄPARATION DER KUFEN, DIES BETON... dies ist ein Kompliment erster Güte, Alfred RohrTEN BEIDE GESPRÄCHSPARTNER MIT NACHDRUCK, IST IN ERSTER LINIE bach. Nun sind Sie wohl sprachlos, oder? Alfred Rohrbach: Na ja, keine Angst. So schnell verschlägt VOM KNOW HOW DES MATERIALWARTS ABHÄNGIG. DIESER KANN ABER DIE KUFEN NUR es mir die Sprache schon nicht. Das Kompliment von Vaclav DANN OPTIMAL PRÄPARIEREN, WENN DIE KOMMUNIKATION MIT freut mich aber natürlich besonders. DEN SPIELERN REIBUNGSLOS KLAPPT. ist er ein «DER SCHLIFF EINES MATERIALWARTS IST IMMER Schliesslich erfahrener EishoNUR SO GUT WIE DIE KOMMUNIKATION DES ckeyprofi, der das Vaclav Varada: NaText und Bilder: Dominik Rothenbühler in Nordametürlich sehr wichtig. SPIELERS, DESSEN KUFEN ZU SCHLEIFEN SIND.» Business rika, in Osteuropa und Die Kufen sind für eiSLAPSHOT: Vaclav Varada, Sie sind seit der Saison 1993/94 Eishockeyprofi und absolvierten dabei für die Buffalo Sabres und die Ottawa Senators insgesamt 580 NHL-Spiele, wurden Im Frühjahr 2007 mit dem HC Davos Schweizer Eishockeymeister und gehen nun für die SCL Tigers auf Punktejagd. Wie wichtig war Ihnen die Wahl und der Schliff der Kufen während Ihrer bisherigen Karriere?

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ALFRED ROHRBACH, MATERIALCHEF SCL TIGERS in der Schweiz besnen Eishockeyspieler tens kennt und dabei nicht nur im übertraauch die verschiedegenen Sinne die Banen Eishockeykulturen und Schleif-Methoden miteinander sis, auf der er sich bewegt. Bezüglich Material vertraue vergleichen kann. An dieser Stelle möchte ich allerdings ich schon während vielen Jahren den TUUK-Kufen. Der betonen, dass der Schliff eines Materialwarts nur so gut ist richtige Schliff ist dann natürlich die Sache der Materialwie die Kommunikation des Spielers, dessen Kufen zu chefs. Dabei bin ich natürlich sehr froh, dass die Material-


Interview Etwas Spass muss sein: Bei all den Materialfragen darf zwischen Vaclav Varada und Alfred Rohrbach auch mal eine Prise Sarkasmus nicht fehlen... Kommen unvorhergesehene Ereignisse wie beispielsweise eine Schramme in der Kufe oder gar ein Kufenbruch hinzu, ändert der Schleifrhythmus dann natürlich bereits wieder.

Beschleunigung und einen hohen Top-Speed. Verteidiger nutzen meistens eine Auflagefläche von vier Centimetern, da sie selten während langen Strecken in voller Geschwindigkeit agieren. Die Torhüter wiederum haben Auflageflächen von 12 Centimetern, wobei vor allem die Aussenkanten extrem scharf geschliffen werden. damit sie beim ER CHLIFF IST BEI DEN PIELERN VOR ALLEM Dies, Butterfly-Stil stets geAUCH EIN MENTALE NGELEGENHEIT EI MIR nug Kufendruck auf das Eis bringen und IST DIES JEDENFALLS GANZ KLAR DER ALL eine entsprechend siVACLAV VARADA, STÜRMER SCL TIGERS chere Position einnehmen können.

schleifen sind. Der Vergleich mit einem Formel 1-Piloten und seiner Konstrukteurs-Crew drängt sich an dieser Stelle geradezu auf. Auch der erfahrenste Materialwart ist ohne die Informationen seitens der Spieler unsicher und weiss nicht, was für einen Schliff er zu schleifen hat.

Welche Informationen brauchen Sie denn von den Spielern genau? Alfred Rohrbach: Am besten ist es, wenn der Spieler sein Fahrgefühl auf gerader Strecke und in den Kurvenlage möglichst detailliert beschreibt. Fühlt er sich zu wenig sicher, muss ich die Schliffstärke gegen oben anpassen. Es kann aber auch sein, dass der Spieler zu oft verkantet, sich zu stark «wie in Schienen» vorkommt und die Wendigkeit und Agilität auf dem Eis nicht mehr voll entfalten kann. In einem solchen Fall senke ich dann jeweils die Stärke des Schliffs. Hat der Spieler wiederum das Gefühl, dass er ständig nach vorne kippt, dann hat er mit Sicherheit eine zu kurze Auflagefläche.

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. B F .»

Alfred Rohrbach, wie häufig schleifen Sie eigentlich die Kufen der Tigers-Spieler? Alfred Rohrbach: Auch auf diese Frage kann ich keine Einheitsantwort geben. Jeder Spieler hat da ganz eigene Bedürfnisse. Vaclav Varada beispielsweise will möglichst jeden Tag einen neuen Schliff. Andere Spieler begnügen sich mit einem Schliff jeden dritten Tag oder gar nur jede Woche.

Vaclav Varada, stimmen Sie der oft gehörten Aussage zu, dass der Schliff bei den Spielern zu einem guten Teil auch eine mentale Angelegenheit ist? Vaclav Varada: Ja, dieser Aussage stimme ich ganz klar zu. In meinem Falle ist es beispielsweise so, dass das Gleitgefühl zu 70 Prozent Gefühlssache ist und nur zu 30 Prozent eine Frage des richtigen Schliffs und der korrekten Auflagefläche. Erwische ich einen guten Tag, bin ich auch mit einem möglicherweise nicht ganz perfekten Schliff bombensicher unterwegs. Habe ich allerdings einen schlechten Tag und fühle mich in den Schlittschuhen nicht wirklich gut, agiere ich auch mit einem Klasseschliff unsicher und stolpere eher unvorteilhaft über die Eisflächen der Schweizer Hockeystadien. Alfred Rohrbach: Ich bestätige diese Aussage ebenfalls. Manchmal klagen Spieler über einen mangelhaften Schliff und ich entdecke bei der Kontrolle der Kufen keine einzige Schramme. Wann ist eine Kufe eigentlich am besten? Wenn Sie neu ist oder wenn Sie bereits gut eingefahren ist? Wie beurteilen Sie dies, Vaclav Varada? Vaclav Varada: Die goldene Mitte ist am besten. In den ersten ein bis zwei Wochen ist die Kufe meistens noch etwas klobig. Danach kommen die zwei drei besten Monate einer Kufe. Wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass mit jedem Schliff die Höhe der Kufe vermindert wird. Uns Spielern ergeht es dann mit einer immer kleiner werdenden Kufe wie einem Skirennfahrer, der eine zuwenig hohe Plattenauflage hat und in den Kurven mit dem Skischuh zu rasch den Schnee touchiert. Haben wir eine zu wenig hohe Kufe, können wir keine extremen Kurvenradien mehr fahren, da wir sonst mit dem Plastikschaft, in dem die Kufe festgeschraubt ist, das Eis berühren und sofort den Halt verlieren. ● Beim Schleifen ist Rohrbach hochkonzentriert. «Wichtig ist, dass ich immer mit genau gleich viel Druck schleife. Nur so entsteht als Resultat eine wirklich gleichmässige Kufe.»

Welche Rolle spielt die Auflage der Kufen genau? Die Auflage ist ja der flache Teil der Kufe und bei jedem Spieler unterschiedlich lang. Was für eine Auflagefläche bevorzugen Sie, Vaclav Varada? Vaclav Varada: Das ist eine gute Frage, ehrlich gesagt kenne ich meine Auflagefläche gar nicht. Ich kommuniziere mit Alfred Rohrbach einfach so lange, bis ich mit meinem Schliff und meiner Auflagefläche zufrieden bin. Wie viele Centimeter dann die Auflagefläche beträgt, ist mir eigentlich egal. Aufgrund meiner doch eher wendigen und agilen Spielweise gehe ich aber instinktiv davon aus, dass ich eher eine kurze Auflagefläche benutze. Alfred Rohrbach: Das stimmt. Vaclav hat mit ungefähr fünf Centimetern eine Auflagelänge, die für einen Stürmer eher kurz ist. Stürmer tendieren meistens zu einer Länge von sechs Centimetern. Dies ermöglicht ihnen eine gute Vaclav Varada und Alfred Rohrbach prüfen die Kufen von Vaclavs Schlittschuhen und sind sich einig, dass eine gute Kommunikation zwischen Spieler und Materialchef die Voraussetzung für einen perfekten Schliff ist.

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Näher

geht nicht.

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Timo Helbling privat. SLAPSHOT geht näher ran und interviewte Timo‘s Partnerin Kelly (sehen Sie dazu den Bericht auf Seite 50/51). Die Bilderstory über den Rückkehrer in‘s Tessin geht auf www.slapshot.ch noch näher ran.

ZUDEM ZU HÖREN AUF SLAPRADIO SIND DIE INTERVIEWS MIT: • • • •

Justin Papineau, EHC Basel Josef Marha, HC Davos Philippe Rytz, SC Bern Daniel Steiner, Lakers

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INHALT

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AKTUELLE NEWS

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DIE LETZTEN RUNDEN

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STATS

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is für alle SportWichtiger Hinwe Know-How und der Das en SLAPtipp-Wetter: tz der gesamt Erfahrungsscha liegt in den auf den n SHOT-Redaktio OT Weekichen SLAPSH oben ersichtl nicht genau weiss, was Tipps. Wer also wetten soll, hat zuminp er bei sporttip tigen Anhaltspunkt. dest einen gewich

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Report

Schlechte = Gute

JOE THORNTON, DANIEL BRIÈRE ODER ROD BRINDAMOUR HABEN UNS WÄHREND DES LOCKOUT VOR DREI JAHREN VERZAUBERT. SO MANCH EINER LIESS SICH NACH DER SPEKTAKULÄRSTEN SAISON DER 100-JÄHRIGEN SCHWEIZER EISHOCKEY-GESCHICHTE ZU TRÄUMEN VERLEITEN, DIE SCHWEIZ SEI NUN EIN FLECK AUF DER EISHOCKEY-WELTKARTE. SCHWER GEFEHLT. Text Jürg Federer Bilder: Pius Koller Collage: Reto Fiechter Seit die NHL-Grössen ihre Kunst wieder in Nordamerika zeigen, sinkt in der Schweiz die Qualität der Ausländer kontinuierlich. Doch nicht etwa der Lockout hat uns diesen Qualitätsverlust beschert, sondern die Aufbruchstimmung in anderen, europäischen Ländern, die uns gegenüber eine übergrosse Konkurrenz darstellen. In Schweden gelten seit nunmehr einem Jahr andere Steuergesetze. Spielt ein ausländischer Spieler während weniger als sechs Monaten im hohen Norden, kommt er in den Genuss einer Künstlersteuer, die sein Salär massiv aufwertet. In Russland nimmt die Kapitalisierung eines zuvor kommunistischen Landes seinen Lauf und die Lebensumstände werden zusehends besser. Noch vor zehn Jahren wäre ein Engagement eines westlichen Spielers im Osten ein unüberwindbarer Kulturschock gewesen. Heute beweisen uns Fälle wie z.B. der des Zürcher Lockout-Stars Randy Robitaille (zu Yaroslavl), dass sich auch ein Kanadier in der ehemaligen Sowjetunion gut fühlen kann. Zu guter Letzt bietet die NHL neu auch in den dritten und vierten Linien Platz für kleine, wendige Spieler, der neuen Regelauslegung sei Dank. Und schafft es ein Künstler einmal doch nicht, in der höchsten Liga unterzukommen, so sind die Rahmenbedingungen, in der AHL zu spielen, heute viel besser als noch in der Prälockout-Zeit.

Ein Indiz für die schwindende Klasse der Ausländer zeigt diese Collage: Auf dem Papier kann – mit Ausnahme von Sébastien Caron – keiner dieser neuen Ausländer (rechts) seinen Vorgänger (links) qualitativ ersetzen.

Robert Petrovicky Vitkovice/Cze

Aris Brimanis Hannover/DEL

Jean-Guy Trudel St.Louis/NHL

Adam Munro Syracuse/AHL

Dick Tärnstroem Edmonton/NHL

FÜNF AUSLÄNDER: WIRTSCHAFTLICH SINNVOLL,

SPORTLICH RISIKOREICH Ein neues Element beschäftigt die Sportchefs der Schweizer National League Clubs auf die neue Saison hin, der Transferschluss. Wenn neu nach dem 31. Januar keine neuen Spieler mehr transferiert werden dürfen, fällt das Element «Playoffverstärkung» vollends weg. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlich nicht immer günstigen Kadererweiterungen entschieden sich einige Mannschaften, gleich während der ganzen Saison auf fünf Ausländer zu bauen. Ein Experiment, das sich erst bestätigen muss. «Wenn ein Spieler zu

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Simon Gamache Toronto/NHL


CH-Ausländer

Ausländer Schweizer Jan-Axel Alavaara Frölunda/Sve Donald MacLean San Antonio/AHL

Erik Westrum Toronto/AHL

Yannick Tremblay Manitoba/AHL

Ramzi Abid Milwaukee/AHL

Sébastien Caron Portland/AHL

lange gesund auf der Ersatzbank sitzt, kann er nicht mehr eingesetzt werden», lässt sich ein Betroffener zitieren. «Sobald der sogenannte ‹healthy scratch› nach mehrmaligem Pausieren zum Einsatz kommt, wird sein Bestätigungsdrang

HEUTE HEISSEN UNSERE STARS RETO VON ARX, PATRICK BÄRTSCHI UND ROMANO LEMM. ERGÄNZT WERDEN SIE DURCH RAMZI ABID, ZEDNEK KUTLAK ODER JAN-AXEL ALAVAARA. hemmend sein», so der Spieler weiter. SCB-Sportchef Sven Leuenberger sieht diese Gefahren auf den SC Bern zukommen, findet der fünfte Ausländer Patrik Stefan denn den Weg nach Bern. Für ihn sind aber die 50 Qualifikationspartien, die in diesem Jahr erstmals absolviert werden müssen, ein gewichtigerer Faktor, denn 15 Prozent mehr Spiele entsprechen 15 Prozent mehr Verletzungen. Zudem habe sich der SC Bern für eine gesunde Konkurrenz innerhalb der Mannschaft entschieden, die Mutzen haben nicht nur einen Ausländer zuviel engagiert, sondern auch eine komplette Linie von Juniorenspielern im Kader, die hungrig auf Einsätze warten werden.

EIN AUSLÄNDER WENIGER = EIN SCHWEIZER MEHR

Dem Schweizer Eishockey tun diese Entwicklungen gut. Denn was, wenn die Ausländer nicht mehr die Liga dominieren und nach dem 31. Januar keine Verstärkungen mehr verpflichtet werden dürfen? Die Schweizer Spieler rücken in den Vordergrund der Verantwortung und der Fan kann sich mit seiner Mannschaft identifizieren. Vorbei die Zeiten, als ein Bruno Zarrillo den Playofffinal für den SC Bern entschied und abgeschlossen die Augenblicke, als ein Hnat Domenichelli den ZSC Lions den Ligaerhalt sicherte. Heute heissen unsere Stars Reto von Arx, Patrick Bärtschi und Romano Lemm. Ergänzt werden sie durch Ramzi Abid, Zednek Kutlak oder Jan-Axel Alavaara. Das Gleichgewicht ist wieder hergestellt, Thornton, Brière und BrindAmour wieder in der NHL, das Schweizer Eishockey hat dadurch die Chance, sich zu entwickeln. ●

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Report

Grosse Erleic

«OHNE WILLI KEINEN SPIELPLAN!» – AN DIESER AUSSAGE IST MEHR DRAN, ALS VIELE DENKEN. DENN DER EHEMALIGE WELTKLASSE-SCHIEDSRICHTER WILLI VÖGTLIN ERSTELLT FÜR DIE NATIONALLIGA SEIT ÜBER EINER DEKADE DIE SPIELPLÄNE DER NLA UND NLB. EIN UNTERFANGEN, DESSEN UMFANG UND SCHWIERIGKEIT NICHT HOCH GENUG EINGESCHÄTZT WERDEN KANN. VÖGTLINS DIESBEZÜGLICHE ERFAHRUNG IST UNBEZAHLBAR. WÄRE BIEL ENDE AUGUST AM GRÜNEN TISCH IN DIE NLA AUFGESTIEGEN, HÄTTE ALLERDINGS AUCH VÖGTLIN KAPITULIEREN MÜSSEN. «MEINE ERLEICHTERUNG IST ENTSPRECHEND GROSS», GIBT ER UNUMWUNDEN ZU. Text: Dominik Rothenbühler Foto: Pius Koller «Ich denke, der Aufstieg von Biel hätte auch mich ausgehebelt. Die Aufgabe wäre dann wohl tatsächlich zu einer ‹mission impossible› geworden oder hätte zu einem wirklich ganz üblen Spielplan mit unanständig vielen Montag- und Mittwoch-Runden geführt», erklärt der Spielplan-Stratege Willi Vögtlin dem SLAPSHOT und fügt an, dass der entsprechende ökonomische Schaden für die betroffenen Klubs zum Teil über die Schmerzgrenze hinausgeschossen wäre. Doch auch ohne den

wie auch beim SLAPSHOT das entscheidende Assist für den Druck der Spielpläne im Taschenformat lieferte. Den SLAPSHOT-Spielplan können Sie übrigens auf der gegenüberliegenden Seite direkt aus der Hand von Vögtlin nehmen.

DIE ZUSÄTZLICHEN RUNDEN ALS HERAUSFORDERUNG

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fest. Das Meisterschaftsende wiederum wird durch den Termin der A-WM festgelegt. «Wenn das Zeitfenster für die Qualifikation definiert ist, muss ich die Verbandsdaten und die Spengler Cup-Sperrtage abziehen. Danach weiss ich genau, welche Daten für die Qualifikationsspiele in Frage kommen und kann dadurch den Spielrohdatenplan erstellen», erklärt Vögtlin.

SPERRDATEN-PROBLEMATIK Nach der Gutheissung des Spielrohdatenplanes durch die Nationalliga verschickte Vögtlin den Plan an sämtliche Klubs und forderte diese auf, bis nach Ostern die klubspezifischen Sperrdaten zu melden. Und das sind immer mehr. Das grösste Sorgenkind sind diesbezüglich

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Damit er sich dem Erstellen der SpielpläER MIR EINEN BESSEREN PIELPLAN VORLEGT ne widmen kann, benötigt der ehemaliDEM SCHENKE ICH EINE OCHE AWAII ge SCB-Manager (Saisons 1991/92 und 1992/93) die Anzahl der teilnehmenden WILLI VÖGTLIN Mannschaften und die Spielmodi. In der NLA spielt jede Mannschaft während der die ZSC Lions. «Das Hallenstadion steht den ZSC Lions ER UFSTIEG VON IEL HÄTTE AUCH MICH Qualifikation neu 50 Spiele. «Die zusätzals multifunktionelle Halle nur sehr beschränkt zur VerAUSGEHEBELT IE UFGABE WÄRE TATSÄCHLICH lichen Spiele engten meinen Handlungsfügung. Drei oder mehr Heim- oder Auswärtsspiele hinspielraum natürlich zusätzlich ein. Doch tereinander gehören deswegen schon seit Jahren zu den ZU EINER MISSION IMPOSSIBLE GEWORDEN ich beurteilte diesen Aspekt von Anfang Eigenheiten des ZSC-Spielplanes. Da die ZSC Lions mit WILLI VÖGTLIN an Herausforderung», betont Vögtlin, dem Hallenstadion die schwierigsten Rahmenbedingunder in Kirchberg eine Weinhandlung gen haben, bespreche ich zusammen mit den Verantführt und vor allem auch hervorragenwortlichen bei Datenüberschneidungen die Möglichkeit den Wein aus dem Süden Frankreichs verkauft. Wie vievon Spielverschiebungen der ZSC Lions sogar in aus«worst case» hatte Willi Vögtlin in diesem Sommerhalble Tage Vögtlin für das Verteilen der Matches zu Verfüführlichen Sitzungen. Dabei mussten wir heuer wiederjahr wieder enorm viel zu tun, ehe er Anfang August die gung stehen, entscheidet jeweils die Nationalliga. Sie um drei ganz böse Knacknüsse behandeln, die unter definitiv abgesegneten neuen Spielpläne der NLA und setzt nämlich jeweils den Tag des Meisterschaftsstarts anderem auch dank dem Entgegenkommen des HC Amder NLB präsentieren konnte und damit bei den Clubs brì-Piotta gelöst werden konnten. Ambrì hat sich bereit erklärt, einmal nach einem Dienstagsspiel in Kloten am Tag darauf in Zürich anzutreten. Solche Problemsitzungen sind bei allen anderen NLA-Klubs nicht nötig», gibt ILLI ÖGTLINS ALMARES Vögtlin zu Protokoll. Um solche Überschneidungen lösen zu können, benötigt Vögtlin in einem ersten Schritt gegen die Tschechische Nationalmannschaft, danach Karriere als Eishockeyspieler: die Hilfe des Mathematikers Romain Roubaty. «Wir fütdie Russen-NHL-Serie Krillia Moskau gegen Calgary Fla• Als 15 Jähriger bei Zunzgen-Sissach 2.Liga gespielt. tern den Computer mit den entsprechenden Daten und mes und Dynamo Riga gegen die Washington Capitols) Rückenprobleme beendeten danach die Spielerkarrieversuchen mit einem für solche Fälle speziell entworfe• 1990 A-WM in Bern re von Vögtlin ziemlich jäh. nem Software-Programm die Überschneidungen auf • 2 Isvestia-Turniere Karriere als Schiedsrichter (1972-1990): mathematisch-logischem Wege zu lösen», führt Vögtlin • 5 Spengler-Cup-Turniere • ab 1977 Nationalliga-Schiedsrichter (total 14 Jahre) aus und ergänzt stolz, dass die beiden Nationalliga• 3 Europa-Cup-Finalspiele • 1987 Einladung ins Trainingscamp der NHL-SchiedsSpielpläne mathematisch nicht lösbar seien. «Im Falle • 131 Länderspiele richter der NLA benötigt der Computer beispielsweise über 86 • Diverse Einsätze in der schwedischen Elite-Liga • 1988 Olympische Spiele in Calgary inklusive dem Computerstunden, bis er einen Spielplan ausspuckt, bei • Diverse Einsätze in der österreichischen Liga Schlussspiel dem von den ursprünglichen Überschneidungen die • Diverse Einsätze in der deutschen Bundesliga • 1989 A-WM in Stockholm Mehrzahl gelöst sind. Danach kommt die Knochenar(DEL-Vorläufer), unter anderem auch den Playoff• 1989 Erster Europäer, der ein Spiel des amtierenden beit, die nur noch der Mensch bewältigen kann, weil Final 1990 Stanley-Cup-Siegers pfeift (in Prag: Calgary Flames manchmal halt nicht nur die pure Logik zum Ziel führt»,

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Spielplan NLA

betont Vögtlin und ergänzt, dass dies dann aber schon eine pickelharte Sache sei. «Manchmal knorze ich an wenigen Fällen viele Abende lang herum.»

«DAS HAWAII-ANGEBOT GILT NOCH IMMER!» Das geduldige «Herumbasteln» an den verbleibenden Überschneidungen hat sich für Vögtlin noch immer ausgezahlt. So auch dieses Jahr. Denken Sie also, geschätzte SLAPSHOT-LeserInnen, beim Herausnehmen des Spielplans an die vielen Stunden Herzblut von Willi Vögtlin. Er ist dabei überzeugt, dass es den perfekten Spielplan gar nicht gibt und stuft sein Werk als «ziemlich nahe an der optimalen Lösung» ein. Wer ihm zudem einen besseren Spielplan vorlegt, der bekommt von Willi Vögtlin höchstpersönlich eine Ferienwoche auf Hawaii geschenkt. «Dieses Angebot gilt noch immer», ergänzt Vögtlin schmunzelnd. ●

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Time Out

Keine Frage der Grösse DER «FALL BIEL» HAT DIE DISKUSSION WIEDER ANGEFACHT: WIE VIELE MANNSCHAFTEN SOLLTE DIE NLA UMFASSEN? 8, 10, 12, 14 ODER GAR 16? DABEI IST ES FÜR DIE QUALITÄT UNSERES EISHOCKEYS UNERHEBLICH, WIE VIELE TEAMS DER HÖCHSTEN SPIELKLASSE ANGEHÖREN.

DER AUTOR UND DIE RUBRIK : Klaus Zaugg war beim «Blick» unter anderem der Chef des Ressorts Eishockey und gilt in Fachkreisen nach wie vor zurecht als der wohl einflussreichste EishockeyJournalist der Schweiz. Zaugg schreibt in Zusammenarbeit mit dem SLAPSHOT-Verlag seit vielen Jahren den Hockey-Guide und ist auch in den SLAPSHOT-Magazinen seit Jahren regelmässig als Autor tätig. In der Rubrik «Time Out» blickt Zaugg diese Saison für das SLAPSHOT jeden Monat hinter die Kulissen der helvetischen Eishockeyszene und analysiert wichtige Brennpunkte mit seiner bekannten Tiefenschärfe. Zauggs persönliche Meinung kann, muss sich aber nicht unbedingt mit derjenigen der SLAPSHOT-Redaktion decken.

Artikel-Bezeichnung Hockey-Guide 2007/2008 (nur noch in deutsch) Porto + Verpackung

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Ausfüllen und einsenden an : SPORTS, Industriestrasse 37, 3178 Bösingen, 18 SEPTEMBER ’07 Tel. 031 740 97 97, Fax 031 740 97 76, E-mail: sports@mails.ch

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der Liga. Aber rMuste Goalie der andere «unzerstörbare» sondern mental nicht nur ein guter,er aus eigrosser oder ein profi ist r Goalie, wenn Ein guter rliche Mann Bub von grosse Goalie? (Vorjahr 5,5). DerStreit hat ein guten eine meiste Z T ner kann. Note 5,5 machen ainer Fritz für seinen 7,0) ARCO :TREIT RECHTS ER Goalie-Kulttrbeharrlicher als jeder schaft Bestnote är. Er (dafür FANGHAND legend härter und NLA gearbeitet N: TORHÜT Kampfkraft schaft sind Emotionen der POSITIO .: 07.12.75 Platz in fürs Lido GEB.-DAT: 183 CM und Leidendas Spiel mit n, hat aber ionen Team rt Emot KG ein GRÖSSE T: 78 kelvorstösse t. Eine Prise(Vorjahr 5,5). Fürnach oben befeue GEWICH und Spektadosieren gelern ganz Note 5,5 Risiko Lakers, das Mann: VoisRD OISA wie die er der richtige 1999 und das N Noten AËTA LINKS IGER will, ist 1997 (Bern), und seine mit hohentellung, r STOCK: N: VERTEID.73 der Liga ard war tseins o) Meiste teidiger POSITIO .: 13.04 erk (Arbei . Mit Pa2003 (Lugan GEB.-DAT: 180 CM nalteam? 18 fürs Handw l, Kampfkraft) L) nicht Die sivspie ins Natio nix/NH GRÖSSE T: 87 KG Rückkehr (Vorjahr 5,2). sind neue Defen Fischer (Phoe rspiele. GEWICH Note 5,5 letzten Saison und wir trick ndt. 40 Lände ISCHER Punkte der Bestleistung Einer der verwa Hohe ATRICK LINKS IGER nach. persönliche orjahrr (17).: 6,0 für die Noteonstannteste testenn Verim Vorjah STOCK: N: VERTEID.78 bessern arbeit en, konsta POSITIO .: 18.08 verlässlichst m? GEB.-DAT: 180 CM gNationaltea GRÖSSE T: 86 KG ehr ins hr 5,5). Der wichti Rückk orjahr GEWICH (Vorja iger der n erteiddiger Note 5,5 izer Vertei en werde ste Schwe er gehalt YRILL EYER LINKS IGER ers: Dass Rappis neues kers: STOCK: N: VERTEID.81 onntee zeigtProduzierte gleich konnt POSITIO .: 26.03 vertrauen. GEB.-DAT: 185 CM Verteidiger llster GRÖSSE T: 85 KG schne Note 4,3). Rappis (Vorja GEWICH (V hr ete Note 4,9 tiefsten benot lich ER ar eigent war der am Und das die Nati ARC CHEF LINKS IGER Spieler.r Klar, Klar für STOCK: N: VERTEID.81 gerecht: 10 Zentimeter POSITIOAT.: 14.03 Kilo und er GEB.-D T: 174 CM unauffällig GEWICH : 80 KG Auffällig r GRÖSSE 4,4). Handwerke (Vorja (V hr 06) MÜR Note 4,4 Punkte 2005/ dest ANDRO LINKS IGER Saison (9 Saison zumin STOCK: N: VERTEID.83 letzte igen er bestät POSITIO .: 01.01 stisch nicht GEB.-DAT: 177 CM Ve besten GRÖSSE T: 75 KG Einer der GEWICH der Liga? (5,5). Weiterhin TO I Note 5,5 ung wie OM OIVISRECHTS IGER che Benot Verteidiger STOCK: N: VERTEID.74 Schweizer ). Wir POSITIOAT.: 06.06 Geyer, Guyaz Geyer nthal GEB.-D : 179 CM er aus Lange GRÖSSE T: 85 KG Der Stürm(Vorja (V hr GEWICH Note 5,5 rerek Karrie den Stürmer OËL UYAZLINKS IGER gelernte nthal ER TEIDIG STOCK: N: VERTEID in Lange grossen POSITIO .: 10.05.72 eines der genug GEB.-DAT: 179 CM e sind nicht GRÖSSE T: 85 KG 50 Punkt (Vorja GEWICH (V hr 6,0 en Note A e müsst 50 Punkt TACY OEST LINKS produziertwir STOCK: N: CENTER.74 Müssten POSITIO .: 15.03 vorletzten GEB.-DAT: 178 CM l tanzen noch einma GRÖSSE T: 86 KG Er wird GEWICH Note 5,3 io Claud ICHELI mehr LAUD:IO LINKS FLÜGEL «Ist er mit STOCK N: LINKER.70 und einem POSITIO .: 17.12 ist noch GEB.-DAT: 183 CM GRÖSSE T: 78 KG G

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OHNE GUTE NACHWUCHSARBEIT GEHT GAR NICHTS Entscheidend für die Qualität des Eishockeys ist etwas ganz anderes: Das Wesen und Wirken der Nachwuchstrainer. Nur weil sich nach wie vor erstklassige Trainer und unzählige freiwillige Helfer um die Ausbildung unserer Nachwuchsspieler kümmern, ist die Schweiz eine der wichtigen Eishockeynationen geblieben. Die schönsten Stadion-Paläste und die tollste NLA, die grösste Medien-

präsenz und die potentesten Sponsoren nützen uns nichts, wenn die Basisarbeit vernachlässigt wird. Und diese Nachwuchsarbeit hat nichts mit der Anzahl Mannschaften in der höchsten Spielklasse zu tun. Erfreulicherweise gibt es mehrere Klubs, die seit Jahrzehnten in die Nachwuchsabteilungen investieren – auch solche, die letztlich in der ersten Mannschaft nur wenige oder keine eigenen Spieler einsetzen (wie die ZSC Lions oder der SCB). Erfreulicherweise kümmern sich die Verbandsgeneräle um die Qualität der Nachwuchsarbeit – es ist dies im Prinzip ihre wichtigste Aufgabe überhaupt.

EVZ

Der Einfluss der Grösse der NLA auf die Qualität der Nationalmannschaft (oder des Eishockeys allgemein) ist schon immer stark überschätzt worden. Wir waren Europameister, als die NLA nur aus acht Mannschaften bestand und wir tauchten mit der gleichen Anzahl NLA-Teams auch zweimal in die C-Gruppe. Wir erreichten mit einer ZwölferNLA die WM-Halbfinals und wurden mit einem halben Dutzend NLA-Teams in die B-Gruppe relegiert. Umfasst die Liga lediglich acht Teams, dann jammern die Trainer, der Konkurrenzkampf sei so hart, dass es keine einfachen Spiele mehr gebe, um die Jungen einzusetzen. Bei einer Ausdehnung der Liga jammern sie, die Spieler würden nicht mehr gefordert. Die Besten haben immer ihren Platz in den Teams, unabhängig davon, wie viele NLA-Mannschaften es gibt und aus den Besten wird (zumindest besagt dies eine gängige Regel) die Nationalmannschaft zusammengestellt.

Hier können sie direkt Einfluss nehmen – die Grösse der NLA, die Spielersaläre oder den Bau neuer Stadien können sie hingegen ungefähr so stark beeinflussen wie die Anzahl der eingelösten Fahrräder in Peking. Es ist ein Glücksfall für unser Eishockey, dass der grösste Werbe-Investor (die PostFinance) nicht nur die Nationalmannschaft und die NLA als Werbeplattform nützt. Sondern sich ebenso sehr um die Nachwuchsarbeit kümmert. Natürlich haben diese cleveren Werbeprofis ihre eigenen Gründe, warum sie auch den Nachwuchs fördern und diese Gründe haben wenig mit dem Wohl und Weh unseres Eishockeys aber viel mit dem eigenen Image zu tun. Doch für die Entwicklung des Eishockeys kann die Bedeutung dieses Engagements gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn die Klubgeneräle schauen dorthin, wo die Sponsoren hinschauen, Sie kümmern sich am fleissigsten um das, wofür das Geld bezahlt

07/08

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Klaus Zaugg Eishockey ist auch bei uns längst ein Geschäft gewornehmen (also die Profiligen) nicht um die Ausbildung der wird – und ihr Blick wird von einem der wichtigsten Eisden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich die NachJunioren. Das machen primär unabhängige und floriehockey-Werber auf die Nachwuchsarbeit gelenkt. Ist wuchsarbeit letztlich bei uns finanziell rechnet. Sei es, rende Junioren-Ligen, allen voran die drei grossen kanaNachwuchsarbeit für einen grossen Werber sexy, dann weil ein Sponsor Wert auf Nachwuchsausbilist die Nachwuchsarbeit auch für die Clubdung legt, sei es, weil die ausgebildeten manager und Verbandsgeneräle wichtig und Spieler Einnahmen bringen, wenn sie den cool – obwohl die das Geld oft lieber für ST ACHWUCHSARBEIT FÜR EINEN GROSSEN ERBER Sprung in die höchsten Spielklasse schaffen. Spieler saläre und Beratermandate verpulDie Erhaltung der Ausbildungsentschädigunvern. SEXY DANN IST SIE AUCH FÜR DIE LUBMANAGER gen ist daher in der Schweiz von existenzielUND ERBANDSGENERÄLE WICHTIG UND COOL ler Bedeutung. Weil es, anders als in NordAUSBILDUNGSENTSCHÄDIGUNGEN SIND amerika, nie möglich sein wird, das VON EXISTENZIELLER BEDEUTUNG KLAUS Z AUGG Nachwuchshockey eigenständig als rentabEs ist eine Besonderheit der europäischen les Spektakel aufzuziehen. (und damit schweizerischen Sportkultur), Das sind die Entwicklungen, die entscheidend sind und dischen Junioren-Ligen (OHL, WHL, QMJHL). Juniorendass die Nachwuchsarbeit von den Klubs betrieben werum die sich alle kümmern müssen. Die von Biel wieder Hockey ist in Kanada ein glänzendes Geschäft, die Spiele den muss. In Nordamerika kümmern sich die NHL-Untereinmal provozierten Diskussionen um die Grösse der sind oft ausverkauft, die Lohnkosten minimal – NachNLA können wir hingegen getrost als Folklore ohne jede wuchsarbeit wird hier betrieben, weil es sich lohnt. WürBedeutung für das Wohlergehen unseres Eishockeys bede es sich finanziell nicht lohnen, würde in Nordamerika Dass der grösste Werbe-Investor (die PostFinance) trachten. ● kein Mensch Junioren ausbilden. nicht nur die Nationalmannschaft und die NLA als Werbeplattform nutzt, sondern sich ebenso sehr um die Nachwuchsarbeit kümmert (im Bild posiert der Klotener Stürmer Frédéric Rothen während einem Event mit Kloten-Kids in PostFinanceDresses), ist für das Schweizer Eishockey weitaus wesentlicher als die Frage nach der Anzahl der NLATeams. Bild: Photopress

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SIND DIE AUSLÄNDER GUT GENUG? D

er EHC Basel kehrte ren mit Donnerha vor zwei Jahzurück und qualifizier ll in die NLA jahr 2006 als Aufsteigete sich im Frühr gleich für die Playoffs. Was lag da die Saison 2006/07 näher, als sich für zen? Selbst Ueli hohe Ziele zu setSchwarz, vernünftigste Schweizer der wohl ger, liess sich blenden Sportmanaein ungeschriebenes und ignorierte Gesetz: Im dritten Jahr mit Kent Ruhnke kommt Grössenwahn. der Viel zu

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ER BASEL (IM BILD RÉGIS FUCHS) STEHT VOR EINER SCHWIERIGEN SAISON 2007/08

BASEL IST VOM WAHN GEHEILT, EIN SPITZENTEAM ZU SEIN DOCH DIE BANGE FRAGE . :W J ?

und durch Mike LAUTET IE HOCH McParland ersetzen. IST DER Nun ist Basel vom Wahn geheilt, ein REIS FÜR DAS AHR Spitzenteam zu sein. Aber wie DES hoch ist der Preis für RÖSSENWAHNES dieses Jahr des Grössenwahnes? Der neue Trainer McParland hat die Basler ten und verkörper in der Liga gehal- der Konkurren t die neue Bescheiz keine Verträge denheit. Aber mehr bekommen haben Basel hat nicht oder gar ausgemubreite Abstützun die stert worden g, der Fans oder eine die Unterstützung ner «Gang» sind, zu einer Einheit, eiNachwuchsorganifinden. Dass sie sation wie Langn über ihrem s

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www.hockeymanager.ch

Werde Hockeymanager des Jahres DAS EISHOCKEY-ONLINE-SPIEL GEHT IN DIE DRITTE SAISON. MIT MEHR ALS 25’000 REGISTRIERTEN MANAGERS IN DER LETZTEN SAISON 2006/2007 HAT SICH DAS KOSTENLOSE ONLINE-GAME IN DER SCHWEIZER HOCKEY-SZENE VOLLENDS ETABLIERT. FÜR DIESE SAISON WARTEN DIE MACHER DES GAMES MIT EINIGEN NEUEN FEATURES AUF. Zehntausende haben sich bereits angemeldet. Nehmen auch Sie am HockeymanagerSpiel von web4fun, SLAPSHOT, Klubs und Sponsoren teil. Mit SLAPSHOT bekommt hockeymanager.ch einen starken Medien-

partner, der mit seinen Medien (Print und Online) das Online-Game optimal promoten kann. Beide Parteien haben sich ab der neuen Saison 2007/2008 für eine langjährige Partnerschaft entschlossen.

Schritt 4: «100% Identifizierung» GEWINNEN SIE GEGEN DANIEL STEINER! Mit der Trikot-Wahl ihrer Mannschaft, gibt es Beweisen Sie Ihr Manager- und Trainertaeine weitere Identifizierung zu Ihrem Team. lent. In nur fünf Schritten sind Sie dabei. Treten Sie unter anSchritt 5: «Stelle derem gegen Daniel dein Team zusamSteiner an, und geAPTAIN EDER ANAGER KANN men» winnen Sie am Ende VON PIELTAG ZU PIELTAG EINEN Mit einem Budget der Saison einer von PIELER ALS APTAIN EINSETZEN IE von 130 Chicchi vielen GewinnpreiVOM APTAIN ERZIELTEN UNKTE d’Oro pro Saison sen. müssen Sie Ihr Team ZÄHLEN DOPPELT UND DAS ANZE mit 21 Spieler (1 UND SO GEHT’S: WIRD SOMIT SPANNENDER Goalie-Team, 8 VerSchritt 1: «Melde HOCKEYMANAGER.CH teidiger und 12 Stürdich jetzt an» mer) zusammenstelAuf www.hockey len. Pro Saison stehen Ihnen jeweils sechs manager.ch die Anmeldung mit einem Ausländer (es dürfen jedoch nur vier AusUsername, Passwort und E-Mail-Adresse länder gleichzeitig auf dem Eis sein) zur ausfüllen. Die Registrierung ist für alle HoVerfügung. Mit der Blockwahl komplettieckeymanagers kostenlos. ren Sie Ihr Team. Nicht vergessen: Sie können neu einen Captain bestimmen –> die Schritt 2: «Persönliche Angaben» Punkte vom Captain werden doppelt geNun müssen Sie die persönlichen Angaben zählt. bestätigen – sämtliche Felder mit * LAYOFF IGA ODE ITGLIEDER Alle weiteren Infos müssen ausgefüllt können Sie www. werden. EINER IGA HABEN DIE ÖGLICHKEIT hockeymanager.ch WÄHREND DEN LAYOFFS entnehmen. Schritt 3: «Auf GEGENEINANDER ANZUTRETEN geht’s zum Game» HOCKEYMANAGER.CH Haben Sie sich beVon der Homepage reits angemeldet? müssen Sie nun mit Wenn NEIN – bitte sofort anmelden und ihrem Username und Passwort einloggen. mitmachen – www.hockeymanager.ch. ● Nun sind Sie mitten im Online-Game drin.

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AUGUST ’07

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Coaching-Zone

Die Kunst des Trainierens DAVE CHAMBERS HAT IN KANADA IM COACHING-BEREICH UNIVERSITÄRE EHREN ERLANGT UND DEN EINZUG IN DIE SPORTS HALL OF FAME GESCHAFFT. IN ZUSAMMENARBEIT MIT SLAPSHOT ERLÄUTERT CHAMBERS DIESE SAISON DIE ELEMENTE DER COACHING-ARBEIT. IN SEINER ZWEITEN «COACHING-ZONE» BEHANDELT ER DIESEN MONAT DIE GESTALTUNG UND DIE UMSETZUNG VON OPTIMALEN TRAININGSEINHEITEN. BEIDES, DIES BETONT CHAMBERS MIT NACHDRUCK, SIND SCHLÜSSELELEMENTE FÜR EINE ERFOLGREICHE EISHOCKEYSAISON. Text: Dave Chambers Foto: Pius Koller Übersetzung: Dominik Rothenbühler

che Übungen in die Trainingseinheiten einzuflechten hat, hilft dem Team am meisten. Doch wie weiss ich am besten, wann ich welche Übung in das Training einbauen soll?

Die Gestaltung und Anwendung von passenden Übungen sind der Schlüssel zu erfolgreichen und effektiven Trainings. Denn Übungen sind seit vielen Jahren für die Trainer das beste Instrument, den Spielern dank unzähligen Wiederholungen die entsprechenden Fähigkeiten beizubringen. Gute Übungen, das erstaunt sicherlich nicht, nehmen deshalb im Eishockey eine nicht zu unterschätzende Bedeutung ein. Wichtig ist innerhalb eines Trainings auch die Abfolge der Übungen. Ein Trainer, der dies beherrscht, kann die Fähigkeiten der Spieler und des Teams nachhaltig vebessern. Wer genau weiss, wann er wel-

DIE ÜBUNGSABFOLGE Nun, jede Übung betont eine oder mehrere Fähigkeiten der Spieler. Dabei gilt die Regel, dass einfache Übungen als «warm up» zu Beginn des Trainings angewandt werden und der Anspruch der Übungen mit dem weiteren Trainingsverlauf stetig steigt. Klar, dass bei jungen Spielern die Basiselemente wie Schlittschuhlaufen, Puckkontrolle, Passen und Schiessen dabei innerhalb der Trainingseinheit viel mehr Zeit beanspruchen sollten als dies bei fortgeschrittenen Teams der Fall ist. Für ebensolche Mannschaften gehören auch Gruppen-Übungen in die Trainingseinheit, die ganz spezifischen Spielsituationen angepasst sind. Ich denke da vor allem an Situationen im Offensiv- und im Defensivspiel sowie an Übungen für Powerplay- und Boxplay-Einsätze. Bei der Trainingsgestaltung empfehle ich die Abfolge von Übungen, die folgende Fähigkeiten «drillen»: 1. Schlittschuhlaufen 2. Puckkontrolle 3. Passabgabe und Passannahme 4. Schiessen 5. Checking (Zweikämpfe) 6. Übungen für Torhüter 7. Breakouts (Transition Game) 8. Regroups (Wiedergewinnung der Spielkontrolle) 9. Powerplay 10. Penalty-Killing 11. Face-offs Wichtig ist, dass vor oder während dem Training die Übungen auf der Spielfeldtafel erklärt und später auf dem Eis nötigenfalls nochmals 1:1 vordemonstriert werden. In die-


Dave Chambers ser Hinsicht hat jeder Trainer seine eigenen Präferenzen. Viele Trainer ziehen es vor, sämtliche Übungen bereits vor dem Training in der Garderobe eingehend zu diskutieren. So kann auf dem Eis wertvolle (und meistens auch sehr teure) Zeit gespart werden! Dies ist natürlich bei erfahrenen Teams viel besser umsetzbar als bei Mannschaften mit jungen Spielern... Erfahrene Trainer kommunizieren dabei die geplanten Übungen fast ausnahmslos im «KISSPrinzip»: «Keep it simple and specific». Oder auf Deutsch: «halte die Ausführungen einfach und spezifisch». Nach der Vorführung der Übung müssen die Spieler diese sofort ausführen. Je nach Übung agieren die Athleten dabei alleine, zu zweit oder auch in Gruppen. Wichtig ist die Tatsache, dass die Spieler genau wissen müssen, wie sie welche Übung am besten verinnerlichen können und dabei am meisten Profit daraus ziehen. Individuelles Feedback während und nach den Übungen ist diesbezüglich sicherlich ein ganz wichtiges Kommunikationsinstrument des Trainers. Auf dem Eis können der Trainer und der Assistenztrainer während den Übungen den Spielern die Anweisungen quasi «live» mitteilen. Falls viele Spieler die gleichen Übungsfehler begangen haben, ist eine Gruppenkorrektion auch aus Zeitgründen am sinnvollsten. Die Korrekturen sollten dabei, wenn irgend möglich, auf eine motivierende und inspirierende Art erfolgen. So Beim Erklären der Übungen sollten alle Spieler direkten Sicht- und Hörkontakt zum Trainer haben. Es empfiehlt sich deshalb ein schön angeordneter Halbkreis.

können, dies zeigt die Erfahrung, die Spieler ihre Feinkorrekturen aus psychologischen Gründen am erfolgreichsten anbringen.

MÖGLICHST SPIELNAHE ÜBUNGS-

FORMEN Es versteht sich von selbst, dass die Übungen während dem Training möglichst anspruchsvoll sein sollten und dabei die Spielsituationen möglichst treffend zu simulieren haben. Falls innerhalb der Mannschaft der Level zwischen den Spielern zu gross ist, kann ein Trainer ab und zu das Team auch halbieren und die Athleten in separaten und leveladäquaten Gruppen trainieren lassen. Folgende Richtlinien zeigen dabei auf, wie sich die gestalteten Übungen in den Trainingseinheiten am besten anwenden lassen: • Die Übungen sollten dem Können und dem Alter der Spieler angepasst sein und auch deren körperliche Verfassung berücksichtigen. • Jede Übung muss einen ganz bestimmten Zweck erfüllen und die übergeordneten Ziele des Trainings unterstützen. • Die Übungen sollten möglichst spielnah und deshalb auch realistisch sein. • Während dem Training sollte der Komplexitätsgrad der Übungen stets steigen. Einfache Übungen eignen sich bestens als «warm up».

GEADELTE COACHING-KORYPHÄE Dave Chambers ist seit über 30 Jahren als Eishockeycoach tätig. Er unterrichtete sämtliche Stufen von den Junioren bis hin zu NHL-Spielern und an internationalen Turnieren tätigen Auswahlen. Seine Erfahrungen mit verschiedensten Spielertypen und Stilrichtungen erlauben ihm, das «everevolving game» zu erlarnen, das eine Mischung aus europäischem und nordamerikanischen Eishockeystilen darstellt. Chambers gewann als Trainer zwei Goldmedallien an Weltmeisterschaften, fünf Universitätsmeisterschaften und fünf Auszeichnungen als «coach of the year». Von der kanadischen HockeyAssociationwurde er zum Master-Coach ernannt. Chambers wurde im Jahre 2005 von der York University (Toronto, Kanada) zudem in die Sports Hall of Fame berufen und damit in den Sportadel aufgenommen.

Als Autor schrieb Chambers in der Zeit von 1994 bis 2003 fünf Bücher (The incredible hockey drill book, 1994; Coaching: The Art and the science, 1997; Complete hockey instruction, 1999; The great book of inspiring quotations, 2001; Total Hockey conditioning, 2003). Sein sechtes Buch erscheint im Oktober 2007 im USVerlag Human Kinetics und wird den Titel «The hockey drill book» tragen. Chambers arbeitet zur Zeit bei den ZSC Lions als Assistenzcoach. In der Schweiz ist Chambers bisheriges Lebenswerk kaum bekannt. SLAPSHOT versucht Gegensteuer zu geben und präsentiert in der Saison 2007/08 – in Zusammenarbeit mit dem weltweit als CoachingKoryphäe anerkannten Chambers – monatlich ein spannendes Thema aus der Welt der Eishockey-Coachings.

Ein für jeden Trainer unverzichtbares Trainingshilfsmittel ist die Spielfeldtafel. Auf dieser erklärt er jeweils die Übungen. • Die Übungen sollten jeden Spieler optimal fordern. Keine Über- oder Unterforderung! • Wenn irgend möglich sollten Übungen interessant und herausfordernd sein und dabei den Spielern auch Spass bereiten. • Die Übungsanlage sollte derart gestaltet sein, so dass möglichst viele Spieler ideal gefordert werden. Die Masse der Mannschaft bestimmt also die Art und Weise des Trainings. • Eine Übung sollte nicht zu häufig aber auch nicht zu wenig oft repetiert werden. Dabei ist die Regel, dass einfache Übungen mehr Repetitionen erlauben als die komplizierten. Bei einfachen Übungen kann der Trainer die Mannschaft nötigenfalls auch in zwei Gruppen teilen. So verdoppelt er die Repetitionsquote pro Zeiteinheit! • Das Erklären und das Vorführen einer Übung sollte nie länger als zwei Minuten dauern. • Beim Erklären der Übungen sollten alle Spieler direkten Sicht- und Hörkontakt zum Trainer haben. Es empfiehlt sich deshalb ein schön angeordneter Halbkreis. • Die Übungen sollten möglichst variantenreich und spannend sein. • Jede Übung sollte mit einem Namen versehen werden. Die Spieler erinnern sich so besser an die Übungen und in den folgenden Trainingseinheiten gewinnt der Trainer dadurch wertvolle Eiszeit. • Auch das Tempo sollte stets den Spielsituationen entsprechen. • Stopp den Fehlern! Wenn das Team die Übung zu fehlerhaft ausführt, muss der Trainer die Übung sofort unterbrechen und neu erklären. • Nicht vergessen: Jede Übung muss neben dem technischen und taktischen Aspekt die Spieler auch in konditioneller Hinsicht fordern. Sonst «erschlafft» das Training. • Die Ideale Zeit pro Übung beträgt je nach Komplexität zwischen fünf und acht Minuten. Bei zu vielen Wiederholungen lässt die Aufmerksamkeit der Spieler überproportional ab. • Die gesamte Eisfläche sollte während dem Training möglichst immer optimal ausgenutzt werden. Dies garantiert die langen Wege und damit den konditionellen Wert des Trainings. • Flexibilität: Falls eine Übung auch im zweiten Versuch nicht klappt, sollte ein guter Trainer sofort eine etwas einfachere Ersatzübung anordnen können. Nochmals: Optimale Trainingseinheiten sollten die Spieler individuell fördern und auch die teamtaktischen Elemente perfekt berücksichtigen. Der Schlüssel zu solchen Trainings und damit einer erfolgreichen Saison ist meiner Meinung nach die Fähigkeit zur Gestaltung und Umsetzung von möglichst spielädaquaten, fordernden und für die Spieler interessanten Übungen. ●

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InTeam DER TABELLENKELLER WIRD AUFGESTOCKT Das Transferkarussell drehte diesen Sommer langsam. Lesen Sie dazu auch unsere Ausländeranalyse auf den Seiten 14/15. Während die Spitzenteams wie Bern und Davos schmerzliche Verluste (Gamache, Hiller) in Kauf nehmen mussten, stockte der Tabellenkeller auf. Langnau, Fribourg aber auch Genf-Servette vermochten sich zu verstärken. SLAPSHOT analysierte die Transferaktivitäten aller Clubs der NLA und wagt eine sportliche Prognose. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, welche Perlen die NLA in Zukunft verstärken werden. Pünktlich zum Übergang von der Badesaison zur Eiszeit hat SLAPSHOT nachgefragt, wo das Soft-Ice und wo das Trockeneis liegt. In der SLAPSHOT Eismeisterschaft gewinnen die Kloten Flyers, ihr Zürcher Antipode ZSC Lions schaut in dieser Wertung in die Röhre. Weshalb das Eis in Lugano das gefährlichste der National League ist und aus welchem Grund die Spielfläche in Bern gut ist, lesen Sie auf den nun folgenden Seiten. SLAPSHOT, näher geht nicht. JF

Transferkarussell HC AMBRÌ-PIOTTA Zednek Kutlak: Intelligentes Bollwerk

KLOTEN FLYERS Jan-Axel Alavaara: Gebändigter Wildfang

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HC LUGANO Timo Helbling: Entwicklung fortsetzen

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LAKERS Roger Sigg: Vom Glatteis auf’s Wirtschaftsparkett

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Joseph Marha: Die Wahl der Qual Scouting Report: Dario Bürgler

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SCL TIGERS Curtis Murphy: In der Ruhe liegt die Kraft

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FRIBOURG GOTTÉRON Sébastien Caron: From Zero to Hero Scouting Report: Marc Chouinard

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ZSC LIONS Donald MacLean: Der ruhige Riese Scouting Report: Donald MacLean

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SERVETTE-GENF HC Jean-Pierre Vigier: Der Star für’s Kollektiv

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EV ZUG Dominic Meier: Doppelte Neuorientierung

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EHC BASEL Justin Papineau: Heiss auf Eiszeit SC BERN Christian Dubé: Der heimatlose Krieger HC DAVOS

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Der HC Genf-Servette vermochte neben Julien Bonnet, Martin Höhener, Frederic Tamo und Florian Conz mit Jean-Pierre Vigier und Juraj Kolnik zwei Spieler direkt aus der NHL zu verpflichten. (Namen v.l.n.r.)

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InTeam

Intelligentes Bollwerk

JARI KORHONEN UND PIERRE HEDIN HIELTEN DEM ERWARTUNGSDRUCK IN DER LEVENTINA NICHT STAND. DER TSCHECHISCHE INTERNATIONALE ZEDNEK KUTLAK BRINGT EINEN KLUGEN KOPF UND DIE KRAFT MIT, UM EBEN DIESEN ANSPRÜCHEN GERECHT ZU WERDEN. Text: Robert Szendröi Foto: Geisser Fotografen Der erste persönliche Eindruck von HC AmbrìPiotta’s 27-jährigem, defensivem Hoffnungsträger, Zednek Kutlak, fiel nicht nur wegen seinen Körpermassen (191 cm/100 kg) beeindruckend aus. Der Tscheche aus Ceske Budejovice hinterliess auch mit ausgesuchten Worten einen fabelhaften Eindruck.

FRANZÖSISCHES COACHING Das knüppelharte Wirken von Neo-Trainer Jan Tlacil und seinem Assistenten Jean-Jacques Aeschlimann soll zu einem optimalen Saisonstart der zuletzt arg gebeutelten Leventiner führen. Tlacil ist Kutlak erstmals während seiner Nachwuchszeit in Ceske Budejovice kurz begegnet. In Ambrì ist dem sympathischen Hünen etwas eigenartiges aufgefallen: «Der Chefcoach hält seine Trainingslektionen in französischer Sprache ab. Wir Legionäre verstehen dabei nicht alles und wenden uns umgehend Assistent ‹JJ› Aeschlimann für die Übersetzung zu.» KUTLAK’S TALENTE HEISSEN DU BOIS UND SCIARONI

Vorgängig lässt sich Kutlak mit Prognosen nicht weit auf die Äste hinaus: «Tatsächlich ist ein optimaler Gang in die kommende Meisterschaft für uns von eminenter Wichtigkeit. Auf diese Weise könnten wir uns ein gesundes Selbstvertrauen holen und uns Schritt für Schritt verbessern. Allerdings ist es jetzt noch zu früh, sich über die Playoff-Qualifikation zu äussern.» Für ihn persönlich steht Folgendes fest: «Selbstverständlich werde ich stets mein Bestes geben. Damit hoffe ich, dem Team als gewünschte Stütze zu dienen und meinen Beitrag zur positiven Weiterentwicklung zu leisten.» Die Vorgaben für eine erfolgreiche Saisongestaltung sind gemäss Kutlak vom Trainerduo gegeben wor-

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auch Naumenko nicht gerade der beste «Hüter einer Porzellankiste» ist. Kutlak gibt seine persönlichen Eindrücke über seine neuen «Importkollegen» preis: «Während meinen AHL-Jahren bei den Boston Providence Bruins bin ich erstmals auf Stürmer Westrum (Springfield Falcons) und Abwehrmann Naumenko (Portland Pirates) geprallt. Westrum habe ich als pickelharten Kämpfer, schnellen Schlittschuhläufer, guten

den: «Seit Anfang August haben wir intensiv an unserer Physis gearbeitet, unser Spielsystem feingeschliffen und die verschiedenen Kombinationen inklusiv Power- und BoxIT AHREN IST EINE ÜCKKEHR IN play geübt.» Als umsichtiger DefensivDIE BESTE IGA DER ELT FÜR MICH EHER leader gehört BeobachEIN RAUM ALS EIN IEL GEWORDEN tungssinn auf dem Eis zum A und O. Insofern sind KutZEDNEK KUTLAK lak zwei Cracks besonders ins Auge gestochen: «Abwehrkollege Félicien Du Bois (Jahrgang 1983) Stocktechniker und ansprechenden Punkteist für sein junges Alter ein ausgesprochen komsammler in Erinnerung. Mit Naumenko hatte ich pletter Verteidiger. Und der 18-jährige Stürmer als Verteidiger natürlich weniger zu tun. ImmerGrégory Sciaroni untermalt sein Potenzial dank hin ist mir sein scharfer Schuss von der blauen ausgezeichneter Stockarbeit, intelligent abgeLinie aufgefallen.» stimmten Laufwegen und kräftiger, physischer Präsenz.» MARKANTE UNTERSCHIEDE Noch hat er hierzulande wenig Eiszeit hinter sich. Trotzdem hat Ambrì’s-Abwehrbollwerk «BLUELINER» NICK NAUMENKO UND markante Differenzen zwischen der Schweiz, «KAMPFTIER» ERIK WESTRUM Tschechien und Nordamerika ausgemacht: «Die Besonders Erik Westrum wird nachgesagt, dass Schweizer stecken voller Tatendrang. In Tscheman ihn tausendmal lieber in seinem eigenen chien hingegen baut man vor der Aktion auf die Team hat, als ihm als Gegenspieler zu begegSpielintelligenz und versucht, erst dann das nen. Ebenfalls darf behauptet werden, dass

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DER FÜNFTE AUSLÄNDER FEHLT

NÄHER AM EIS

Abgänge: M. Baldi (Rücktritt), T. Gianini (Rücktritt), L. Cereda (Rücktritt), M. Höhener (Servette), D. Kostovic (Lugano), E. Somervuori (Färjestads/Sve), J.-G. Trudel (St.Louis/ NHL), F. Svensson (Wolfsburg/Ger) Zuzüge: P. Duca (Zug, Bild), M. Gautschi (Bern), J. Müller (Aarau), R. Stirnimann (ZSC Lions), E. Westrum (Toronto Marlies/AHL), L. Schönenberger (Lausanne), Z. Kutlak (Ceske Budejovice) Die Verteidigung ist mit Naumenko und Kutlak stabiler als letztes Jahr, im Sturm kann aber Westrum Trudel nicht ersetzen. Der fünfte Ausländer fehlt Ambri im Sturm. Aus dem SLAPSHOT Hockey-Guide

Bei den extrem kalten Wintertemperaturen in der offenen Valascia wird das heimische Eis des HC Ambri-Piotta zu kalt und zu hart. Es brechen Stücke aus und die Eisfläche wird schnell zur gefährlichen Holperpiste. Die Spieler sollten ihre Schlittschuhe vor einem Spiel in Ambri nicht zu stark schleifen. Bei den Übergängen vom Herbst zum Winter und danach zum Frühling, ist das Eis in Ambri aber das beste der Liga.

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HC Ambrì-Piotta Richtige zu tun. Ausserdem wird die Stocktechnik in meiner Heimat noch mehr gepflegt.»

NHL, JOE THORNTON UND NATIONALTEAM TSCHECHIEN

Die NHL ist, wie auch das tschechische Nationalteam, ein Thema für Zednek Kutlak: «In der NHL habe ich bisher 16 Partien mit den Boston Bruins bestritten. Mit 27 Jahren ist eine Rückkehr in die beste Liga der Welt für mich eher ein Traum, als ein Ziel geworden. Meine ganze Energie stelle ich voll in den Dienst des HCAP. Hier bin ich mit dem gewünschten EinjahresVertrag verpflichtet worden. Stelle ich hier mei-

ZEDNEK KUTLAK - ONLINE Aktuelle Informationen zu Zednek Kutlak finden Sie auf:

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nen Mann, so öffnen sich andere Türen und Tore von selbst», lässt er wissen. Ein Teamkollege hat Kutlak bei den Boston Bruins nachhaltig beeindruckt, wie er offenbart: «Unglaublich, die Fähigkeiten von ‹Big› Joe Thornton. Er verfügt über einen unvergleichbaren ‹Hockeysense› (Sinn). Für mich stellt er den Inbegriff eines perfekten Eishockeyspielers dar.» Zur Zeit gehört Kutlak zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft seines Heimatlandes. Zum Thema fügt er an: «An der A-Weltmeisterschaft 2006 in Riga kam ich in der Vorrunde zu zwei Einsätzen gegen Lettland und Weissrussland. Und im letzten Dezember war ich beim ‹First Channel Cup› (Euro Hockey Tour) in Moskau mit von der Partie.»

FERIEN IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK Kaum hatte er die vergangene Spielzeit mit Ceske Budejovice beendet, packte Kutlak zusammen mit Gattin Simona die Koffer und erholte sich für zwei Wochen in der Dominikanischen Republik. Nach seiner Heimkehr konnte er aber noch nicht mit dem Trockentraining beginnen. Zuerst musste er sich ins Spital begeben, um sich einer Mandeloperation zu unterziehen. Ab Mitte Mai konnte sich Kutlak fortan und hundertprozentig mit dem Sommertraining befassen: «Wie üblich produzierte ich unzählige Schweissperlen auf dem Fahrrad, bei Gymnastikübungen und im Kraftraum. Diese absolviere ich übrigens seit Jahren mit meinen dicken Freunden Vaclav Prospal (Tampa Bay Lightning, NHL) und Radek Dvorak (Florida Panthers, NHL). Wir stammen alle aus Ceske Budejovice.» DANK TEAMMANAGER IVO MAGGI

PERFEKT EINGELEBT Seit Anfang August logieren die noch kinderlosen Kutlak’s in Bellinzona. «Im Tessin zu leben gefällt uns ausgezeichnet. Gut, dass ich in Sachen Wohnungssuche von Teammanager Ivo Maggi betreut wurde. So konnten wir uns rasch für eine geeignete Unterkunft entscheiden. Während dem Film-Festival weilte ich mit Gattin Simona einmal in Locarno. Dazu habe ich auch schon die Stadt Lugano näher kennen gelernt.» ●

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InTeam

Heiss auf Eiszeit

JUSTIN PAPINEAUS ERSTES EUROPA ENGAGEMENT FÜHRT IHN NACH BASEL. DER KANADISCHE CENTER WILL VOR ALLEM EINES – SPIELEN. IN DEN VERGANGENEN 2 JAHREN HAT ER AUF GRUND VERSCHIEDENER VERLETZUNGEN GERADE MAL 50 PARTIEN ABSOLVIERT. BEIM EHC BASEL WILL ER NUN SEIN KÖNNEN UNTER BEWEIS STELLEN. Text: Christian Aebi Foto: Pius Koller Erst als 7-jähriger hat Justin Papineau mit dem Eishockey spielen begonnen, was eher ungewöhnlich ist für einen kanadischen Jungen. Im Mutterland des Eishockeys, wo es beinahe an jeder Ecke ein Eisfeld gibt, muss man den Kids im Normalfall die Skates praktisch von den Füssen reissen, damit sie nicht noch damit schlafen gehen. Anders war das bei Justin Papineau. «Ich mochte das Schlittschuhlaufen überhaupt nicht. Während meine Cousins im Hinterhof auf einem Eisfeld herum kurvten, war ich derjenige, der immer nur zuschaute, bis mein Vater mir schliesslich beibrachte, wie man auf den Kufen fährt. Mit seiner Hilfe und der eines Holzstuhls, welcher mir als Stütze diente, kriegte ich den Dreh bald raus und hatte dann doch Freude daran.» Bei den Canterbury Crusaders lernte Papineau schliesslich das Eishockeyspielen und so nahm seine Karriere den für junge kanadische Hockeyspieler schon fast typischen Verlauf.

VON DEN BULLS ZU DEN BLUES

In der Ontario Hockey League stellte Justin Papineau die Weichen für seine Profi -Karriere. Als Center bei den Belleville Bulls überzeugte er durch seine Spielmacherqualitäten und seine Punkteproduktion. In der Saison 98/99 hatte Papineau mit 99 Punkten aus 68 Regular Season

Matches massgeblichen Anteil daran, dass die Belleville Bulls die OHL gewannen. Zum Memorial Cup, dem Sieg in der Canadian Hockey League, welcher die OHL, die WHL und die QMJHL angehören, reichte es aber nicht. Seine Werte hingegen beeindruckten die NHL Scouts. Nach dem er bereits 1998 von den L.A Kings in der 2. Runde gedraftet worden war, wählten ihn die St. Louis Blues im Jahr 2000 noch einmal. Im damaligen Farmteam der Blues, den Worcester Ice Cats, lancierte Papineau in der Saison 00/01 schliesslich seine Profi -Karriere. «Ich musste, wie alle anderen Eishockeyspieler, Lehrgeld bezahlen und in jeder Liga, in der ich bislang gespielt habe, Ups und Downs erleben. Anfangs hatte ich Mühe defensive Aufgaben zu übernehmen, also musste ich an mir arbeiten und schauen, dass ich auch als Zweiweg-Stürmer funktioniere. Dann gab es immer wieder Spieler, die mir vorgezogen wurden, obwohl ich der Meinung war, besser,oder zumindest ON MIR genau so gut spielen zu könKONNTE MICH nen. All das gehört dazu und man muss damit umgehen ISZEIT PRO können. Schliesslich habe ich meine Chance erhalten und bin dankbar dafür.» Die ersten AHL Saisons verliefen für den damals 20-Jährigen hervorragend. Zusammen mit Eric Boguniecki führte er die Scorerliste der Ice Cats in der Saison 01/02 an,

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GEGEN DEN ABSTIEG WIRD‘S REICHEN

NÄHER AM EIS

Abgänge: N. Anger (Djurgarden/Sd), M. Astley (Rücktritt), A. Chatelain (Bern), U. Leimbacher (Bern), D. Manzato (Carolina/NHL), G. Voisard (Lakers), M. Svec (Kladno/Cze), T. Divisek (Pilsen/Cze), P. Liimatainen Zuzüge: O. Gigon (Ajoie), J. Horak (Servette), D. Rubin (Biel, Bild), R. Schürch (SCL Tigers), N. Studer (Fribourg), J. Papineau (Lowell Devils/AHL), B. Hauer (Jaroslawl/ Rus), Y. Sarault (Davos) Die schwächste Abwehr und der schwächste Sturm der abgelaufenen Saison wurden nicht merklich verbessert. Doch um gegen den Abstieg zu kämpfen, reicht das Basler Team. Aus dem SLAPSHOT Guide

Das Eis in der Basler St. Jakob Arena wäre aufgrund konstanter Temperaturen gut, doch die Stadt Basel hat ein Infrastrukturproblem, es gibt zuwenig Eisflächen. Also wird in Basel bis kurz vor einem NLA-Spiel trainiert, sei es Eishockey oder für die Eisfläche schädliches Eiskunstlaufen. Das schlägt Löcher in‘s Basler Eis, die nur durch mehrstündige Ruhe der Eisfläche vermieden werden könnten.

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was ihm zu seinem ersten NHL Einsatz mit den St. Louis Blues verhalf. In der darauf folgenden Spielzeit waren es dann schon deren 11 NHL Spiele, aber Papineau blieb einer der «Lift-Spieler» zwischen AHL und NHL. In der besten Liga der Welt bekam er nur wenig Eiszeit als Center in der Checker Linie. «Das war eine schwierige Situation für mich. Von mir wurden Tore erwartet, doch ich konnte mich nicht entfalten. Mit fünf Minuten Eiszeit pro Spiel ist das beinahe unmöglich.» Noch im selben Jahr wurde Justin Papineau zu den New York Islanders transferiert, im Tausch gegen Torhüter Chris Osgood und einem 3. Runden-Draftrecht.

NEUE CHANCE IN NEW YORK «Die Zeit in New York war grossartig! Diese Erfahrung würde ich für nichts auf der Welt tauschen, das ist klar», schwärmt Papineau. 2003

WURDEN TORE ERWARTET, DOCH ICH NICHT ENTFALTEN. MIT FÜNF MINUTEN SPIEL IST DAS BEINAHE UNMÖGLICH.» JUSTIN PAPINEAU

schien der NHL Traum für ihn wieder aufzugehen. 64 Spiele für die Islanders, in einem Team mit schillernden Namen wie Alexej Yashin, Janne Niininma, Kenny Jonsson oder Mariusz Czerkawski. «Wir waren eine tolle Truppe! 2003 dachte ich, dass die Zeit für mich nun gekommen ist, dass ich mich in der NHL etablieren kann. In den Play Offs kam ich aber dann bei den Isles nicht zum Einsatz und in der Saison darauf fand ich mich bei den Bridgeport Sound Tigers in der AHL wieder», blickt Papineau zurück. «Bei den Sound Tigers stimmte zwar meine Performance, doch dann zog ich mir eine Schulterverletzung zu.» Die Schulter musste operiert werden und Papineau verpasste gegen 70 Regular Season Spiele. Ein harter Rückschlag für den Center, der wegen seiner Spielweise und seiner Übersicht mit Steve Yzerman verglichen wurde.


EHC Basel

Im vergangenen Jahr schliesslich unterschrieb Papineau als Free Agent bei den New Jersey Devils, für deren Farmteam, die Lowell Devils, er 29 Partien bestreiten konnte, bevor er sich wieder verletzte und für den Rest der Saison ausfiel. «In den letzten zwei Jahren habe ich knapp 50 Spiele bestreiten können. Wäre ich fit gewesen, hätte ich etwa drei mal so viele Matches gespielt. Auf diese Weise konnte ich mich natürlich nicht für die NHL empfehlen. In der AHL gehöre ich schon fast zu den alten Eisen, da kommen jüngere Cracks nach, die spielen wollen. Also habe ich mich entschlossen, nach Europa zu kommen.»

BASEL IN DIE PLAY OFFS FÜHREN Obwohl er niemanden im Team gekannt hat, auch die Ausländer nicht, fühlt sich der 27-Jährige in Basel sehr wohl. Seine Landsleute Yves Sarault und Mike Maneluk haben dafür gesorgt, dass er sich schnell und gut zurecht findet in seiner neuen Heimat. «Meiner Verlobten und mir gefällt es hier sehr. Wir sind beide eher die ländlichen Typen, demnach fiel es uns nicht schwer, von New York nach Basel zu kommen». Lange Road-Trips, wie sie in der AHL und der NHL an der Tagesordnung sind, fallen in der Nationalliga ja bekanntlich auch weg, so bleibt auch ein wenig mehr Zeit für das Privatleben», freut er sich. Doch um einfach nur sein Privatleben zu genies-sen, ist er nicht nach Basel gekommen. Beim EHC Basel will Papineau wieder zur alten Stärke zurückfinden, und vor allem spielen. Er ist überzeugt, dass die Mannschaft das Potenzial hat, die Play Offs zu erreichen. Der Teamgeist und die Art und Weise wie gearbeitet wird in Basel überzeugen ihn. «Ich bin sicher, dass wir den Sprung in die Play Offs schaffen können. Natürlich sind es andere Mannschaften, welche in dieser Liga den Ton angeben. Wenn wir aber die Mehrheit unserer Heimspiele für uns entscheiden und auch auswärts zu Punkten kommen, dann können wir mehr als nur den 8. Platz erreichen!» zeigt sich Papineau zuversichtlich. «Wir wollen als Mannschaft so auftreten, dass jeder Gegner sofort merkt, dass es nicht leicht ist, gegen uns zu spielen.» WIEDERSEHEN MIT ALTEN BEKANNTEN Auf die Frage, was er über die Nationalliga A weiss, antwortet Justin Papineau: «Durch Gespräche mit

europäischen Scouts und Agenten weiss ich, dass es die drittbeste Liga Europas ist. Viele sehr gute Spieler haben hier schon Eishockey gespielt. Zuletzt in der Lock Out Season. Und einige spielen ja schon sehr lange hier. Sébastien Bordeleau zum Beispiel kenne ich seit unserer gemeinsamen Zeit bei St. Louis. Es wird bestimmt interessant, gegen ihn Meisterschaftsspiele zu spielen. Ein Vorbereitungsspiel gegen den SC Bern hatten wir ja bereits. Es ging knapp mit 3:2 an Bern. Das nächste Mal sind dann wir auf der glücklicheren Seite.» Die erste Begegnung zwischen dem EHC Basel und dem SC Bern findet am 16. Oktober in der St. Jakob Arena statt, dann wird sich zeigen, ob Justin Papineau mit seiner Prognose richtig liegt. ●

JUSTIN PAPINEAU - ONLINE Das Interview mit Justin Papineau können Sie auf SLAPradio anhören, statt nur lesen:

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Die Konstruktion des ULTRA G-7 ist auf dem Erfolgsmodell 707 aufgebaut und bietet optimale Beweglichkeit bei hoher seitlicher Stabilität und speziellem Knöchelschutz.

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Donald MacLean


InTeam

Heimatloser Krieger

CHRISTIAN DUBÉ IST IN QUÉBEC CITY GEBOREN, WUCHS IN MARTIGNY IM WALLIS AUF, SPIELT FÜR DEN SC BERN UND FINDET SEINE FAMILIE IN SHERBROOKE IN OSTKANADA WIEDER. DUBÉ IST EIN HEIMATLOSER SÖLDNER, BEREIT, ALLES FÜR SEINEN ARBEITGEBER ZU TUN. IN DIE NEUE EISHOCKEY-SAISON STARTET ER SO FIT WIE NOCH NIE. Text: Jürg Federer Bilder: Jürg Federer, Pius Koller Viele kanadische Jungs gehen nie in den Ausgang und trinken keinen Alkohol, um den Traum, Eishockeyprofi zu werden, zu verfolgen. Viele von ihnen kommen nie am Ziel an. Auch Christian Dubé gab seine Jugendzeit auf, um seinen Traum, den Traum von der NHL, zu verwirklichen. Bis er 15 Jahre alt war, mass er sich mit Schweizer Junioren in den Walliser Klubs HC Martigny und HC Sierre, wo sein Vater Normand als Coach arbeitete. Erst dann konnte er sich erstmals mit der Konkurrenz in Kanada messen, sein Vater gab die Trainerjobs in der Schweiz auf. Auf Anhieb wurde Dubé zum besten Juniorenspieler des Landes gewählt. Dabei war es eigentlich sein innigster Traum, Baseballspieler zu werden, Dubé liebte Baseball mehr als Eishockey. Sein Talent und seine kanadische Herkunft brachten ihn aber schlussendlich auf die gewohnten Bahnen zurück – und führten ihn bis in die NHL, mit den New York Rangers absolvierte Dubé 33 Meisterschaftsspiele.

DER FITTESTE DUBÉ ALLER ZEITEN Bei den Rangers war Dubé körperlich nicht wohl. In der Vorbereitung auf die härteste Liga der Welt legte er zu viele Muskeln zu und verlor im selben Zuge an Beweglichkeit. Als der Franko-Kanadier nun – zehn Jahre später – von SCB-General Manager Sven Leuenberger zum Ende der abgelaufenen Saison mit dem Auftrag nach Hause geschickt wurde, Kraft zuzulegen, erinnerte sich der Kämpfer an seine NHL-Saison und entschied 34

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SC Bern GIBT’S ZUM HALLENUMBAU EINEN TITEL?

NÄHER AM EIS

Abgänge: P. Hubacek (Vitkovice), M. Barinka (Vitkovice), M. Gautschi (Ambrì), E. Landry (Dynamo Moskau), D. Meier (Zug), R. Ziegler (Rücktritt), A. Rötheli (Rücktritt), T. Söderholm (Frölunda/Sd), M. Wegmüller (Biel), S. Gamache (Toronto/NHL), N. Perrot (Toronto/AHL) Zuzüge: N. Dempsey (Boston), U. Leimbacher (Basel), A. Chatelain (Basel, Bild), M. Leuenberger (SCL Tigers), P. Rytz (Servette), R. Abid (Nashville), P. Stefan (Atlanta, mit Ausstiegsklausel) Neben Davos wird es kaum ein Team schaffen, dem SCB den Qualisieg streitig zu machen. Doch reicht es auch zum Titel? Aus dem SLAPSHOT Guide

Die Voraussetzungen für Spitzeneis sind in Bern grundsätzlich schlecht. Die Halle ist – wie in Ambrì – teilweise offen, was zu Temperaturschwankungen führt. Zudem sorgen die hohen Zuschauerzahlen für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Grund für den Berner Spitzenplatz der Eismeisterschaft ist, dass das Eis in der PostFinanceArena aufgrund vieler Ausweichmöglichkeiten für die Nachwuchsteams genügend ruhen kann.

Dubé hat eine Vorliebe für schnelle Fahrzeuge. Mit viel Liebe pflegt er seinen blauen Ford Mustang, Jahrgang 1966, den er mit Stolz präsentiert.

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SCB - ONLINE Ein Gespräch mit dem neuen SCB-Verteidiger Philipp Rytz gibt’s auf:

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Ein Haus am Magog-See kaufte Dubé vor acht Jahren. «Es ist nur für den Sommer, die schönste Zeit im Jahr.» sich, dem Wunsch seines Chefs zu entsprechen. In unzähligen, schweisstreibenden Trainingseinheiten steigerte er seine Kraft, senkte aber gleichzeitig den Körperfettwert. Als Dubé zurück in die Schweiz kam, staunte Leuenberger nicht schlecht. Dubé war gleich schwer wie Monate zuvor, verlor aber einen beachtlichen Teil seines Körperfettes. Dubé ist somit im Hinblick auf die nun beginnende Eishockey-Saison wohl so fit und kräftig wie noch nie. Dubé ist ein Wettbewerbsmensch, der viel von sich fordert. «Früher war ein 30-Jähriger wie ich bereits ein alter Spieler», zieht er Bilanz. «Doch heute hat sich das geändert. Man muss die Motivation und die Disziplin mitbringen, ständig an seiner Form zu arbeiten, um auf Topniveau spielen zu können.» Dubé liebt es, seinen Körper fit zu halten, sich gut zu ernähren und gesund zu leben. Auch wenn es mit dem professionellen Eishockey nicht geklappt hätte, Dubé wäre ein stahlharter Sportler geworden. «Ich glaube, ich hätte mich bei der Spezialeinheit der Polizei, dem ‹SquadTeam›, gemeldet.» Ein Kamikaze auf dem Eis und ein Kamikaze im Leben? «Das können sie so stehen lassen», beantwortet er mit einem Lächeln.

spielen könnte, dem Nationaltrainer Ralph Krueger eine Absage. Auch das Spengler Cup Turnier bestritt er nur zwei Mal, dann gab er den enttäuschten Verantwortlichen von Hockey Canada einen Korb. «Sie sagten mir, ich könne eine Einladung für das Team Canada nicht ablehnen, doch ich antwortete, dass mir der Schweizer Meistertitel mit meinem Arbeitgeber wichtiger sei, als der Gewinn des Spengler Cup.» Würde Dubé aber von der kanadischen Nationalmannschaft zum Weltmeisterschaftsturnier in seiner Heimat Québec eingeladen, er würde hingehen. «Im Gegensatz zur Schweiz hätte ich mit Kanada die Chance, Weltmeister zu werden.» Steht kein Titelgewinn am Horizont, hat auch der loyale Dubé Mühe, sich zu motivieren. «Das bin einfach ich, mir ist der Erfolg des SC Bern am Wichtigsten, alles Andere ist unterzuordnen.»

Just auf die Playoffs 2007/08 wird die Familie mit zwei Heimaten Zuwachs erhalten. Dubé’s Frau Julie erwartet ihr erstes Kind, ein Playoff-Glückskind sozusagen. Am Ende der Saison läuft der Vertrag von Christian Dubé in Bern aus. Einige Jahre will er dann noch aktiv Eishockey spielen. «Ich gehöre aber sicher nicht zu den Spielern, die das Ende ihrer Karriere verpassen. Spiele ich nicht mehr auf höchstem Niveau, ist Schluss.» ●

FISHERMAN’S FRIEND wünscht allen Fans eine EXTRA STARKE Saison 2007 / 2008.

DER HEIMATLOSE ERHÄLT ZUWACHS Geboren in Québec, aufgewachsen im Wallis, wohnhaft in Bern mit Familie in Sherbrooke. Da stellt sich die Frage, wo eigentlich Dubés Heimat ist? «Ja, das ist eine sehr gute Frage. Ich weiss es nicht. Wenn ich in Québec bin, vermisse ich die Schweiz; bin ich in der Schweiz, vermisse ich Québec. Meine Frau und ich sind unentschlosDER SÖLDNER IM DIENSTE DES SCB sen, wo wir uns nach meiner Karriere niederlasDubé ist loyal gegenüber seinem Arbeitgeber, für sen werden. Die harten und langen Winter in mindestens ein Jahr ist das noch der SC Bern. Vor 66109_117x59_SlapShotMag_d.qxp 13.7.2007 9:04 Uhr Seite 1 Kanada treiben uns womöglich definitiv in die Jahren erteilte er, der aufgrund seiner Schweizer Schweiz.» Eishockey-Lizenz für das hiesige Nationalteam

Lieber Löcher im Käse als im Kasten! www.emmentaler.ch

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Publireportage

Ein Team für die Zukunft

ALS DIE FIRMA NIKE INS EISHOCKEYGESCHÄFT EINSTIEG, WAR DAS MISSTRAUEN EINER KLEINEN SPORTWELT GEGENÜBER EINEM SPORTRIESEN GROSS. ERST ALS NIKE MIT DEM TRADITIONSUNTERNEHMEN BAUER EINEN SCHULTERSCHLUSS EINGING, VERMOCHTEN SIE JUNG UND ALT VON IHREN PRODUKTEN ZU ÜBERZEUGEN. ÄHNLICH ERGING ES DEM INHABER DES EISHOCKEY-ARTIKELLADENS TEAM-SPORT IN ITTIGEN, MARC SCHMIDT. NOCH VOR GUT VIERZEHN JAHREN EIN VERKÄUFER AUS DEM GARAGENSHOP, BAUTE ER IN ITTIGEN EINE VERKAUFSFLÄCHE VON 800 M2 AUF UND ERÖFFNETE DEN ERSTEN NIKEBAUER-SHOP IN SHOP EUROPAS. NHL-STÜRMER PATRICK FISCHER HALF IHM DABEI. Im Monat August eröffnete NikeBauer seinen ersten Nike Bauer-Shop in Shop in den Ladenlokalitäten des Team-Sport in Ittigen/BE. Einen besseren Partner hätte das Unternehmen aus Missisauga, im Grossraum Toronto, nicht finden können. Denn der Werdegang des Team-Sport in Ittigen ist mit der

Marc Schmidt und Patrick Fischer beim durchtrennen des Bandes zum ersten offiziellen Nike Bauer-Shop in Shop in Europa und die anschliessende Verewigung an der «Wall of Fame».

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Marriage von Nike und Bauer vergleichbar. Als Marc Schmidt neben grossen Eishockey-Importeuren ein eigenständiges Ladenlokal eröffnete, damals in einer Doppelgarage auf ca. 40 m2, war sein Scheitern vorprogrammiert, so dachten Viele. Eishockeygrössen von Nationalliga-Format versuchten sich


Team-Sport und NikeBauer Team-Sport mit prominenter Verstärkung: Daniel Christen, Patrick Fischer, Marc Schmidt, Reto Siegenthaler (o.v.l.n.r.)und die drei Lehrlinge Patrick Loosli, Dominique Robert und Kevin Fey (u.v.l.n.r.) Robert Osterhammer (Business Director Nike Bauer Europe & International), Marcus Johnsson (Marketing-Manager NikeBauer Scandinavia), Oliver Mayer (Product Marketing & Strategic Account Manager) haben sichtlich Freude an der Eröffnung des ersten offiziellen NikeBauer-Shop in Shop in Europa.

schon vor Schmidt mit Eishockey-Artikelverkäufen, in den meisten Fällen erfolglos. Was den Team-Sport in Ittigen aber von der grossen Masse abhebt, ist seine Vielseitigkeit. Anders als bei grossen Importeuren vertritt Schmidt neben dem ersten NikeBauer-Shop in Europa auch alle anderen Ausrüstungsmarken. Die breite Produktepalette erlaubt dem Eishockeyspieler von jung bis alt, in jedem Bereich seinen Lieblingsartikel zu finden. Individuell beraten wird der Kunde bei Team-Sport nur von eishockeyerfahrenen Fachleuten, die wissen, wie man einen Stock in die Finger nimmt. Team-Sport wuchs kontinuierlich mit seiner Kundschaft. Bevor im Talgut-Center in Ittigen ein Shop von 800 m2 Grösse eröffnet werden konnte, musste Schmidt zeitweise Kunden auf einen Kaffee im Restaurant gegenüber einladen. Der Andrang im zwischenzeitlich auf 170 m2 angewachsenen Shop war schlichtweg zu gross. Mit der Eröffnung eines NikeBauer-Shop in Shop, im TeamSport integriert, dürfte sich der Andrang noch vergrössern. Nur vermag die neu erlangte Ladenfläche auch der Anfrage zu begegnen. Seit die Firma NikeBauer von den Entwicklungsstädten der Firma Nike profitieren kann, dürfte auch die Nach-

frage nach deren Schlittschuhen kontinuierlich steigen. Die im Jahre 2005 neu liierte Firma zieht im Bereich Schlittschuhe mit 70 Prozent Marktanteilen davon. Ein prominenter Schweizer, der sich wortwörtlich von Kopf bis Fuss mit NikeBauer einkleiden liess, ist der Schweizer NHL-Stürmer der Phoenix Coyotes, Patrick Fischer. Der persönliche Freund von Nike Bauer Importeur Sacha Ochsner half bei der Eröffnung des ersten, europäischen NikeBauer-Shop in Shop tatkräftig mit, unterzeichnete geduldig Autogrammkarten und verewigte sich zuletzt auf der NikeBauer «Wall of Fame». Schliesslich wird er künftig seine NHL-Tore mit demselben Material erzielen, das auch im Team-Sport in Ittigen zu beziehen ist. ●

Christian Rychen, Stefan Frieden (beide Valiant Bank), Marc Schmidt, Peter Schmidt (alt-SCBMeister und erster Allmend-Torschütze) und Housi Imbaumgarten (Garnier).

Marc Schmidt, Inhaber Team-Sport, und Sacha Ochsner, Generalimporteur von NikeBauer, sind Stolz, immer die neusten Erzeugnisse als erstes in der Schweiz sowohl im Shop wie auch Online (www.team-sport.ch) präsentieren zu dürfen.

Family-Time vor dem neu eröffneten Nike Bauer-Shop in Shop. Hier findet man für Gross und Klein alles, was für‘s Hockey gebraucht wird.

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InTeam

Die Wahl der Qual DA V S O

Text: Jürg Federer Bild: Pius Koller

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DER GEBORENE TORSCHÜTZE Marha selbst begann mit fünf Jahren, Eishockey zu spielen, mit 16 erhielt er seinen ersten Profi vertrag. Sein mentales Kostüm war jugendlich zart, als der 186 cm-Hüne kurz darauf

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Joseph Marha ist eine wichtige Spielfigur im Eisschach Arno del Curto’s.

MEISTERLICHE ERFAHRUNG Abgänge: André Baumann (Lausanne), Andrea Häller (Rücktritt), Zbynek Irgl (Vitkovice), Florian Kindschi (Chur), Vaclav Varada (SCL Tigers), Yves Sarault (Basel) Zuzüge: Reto Berra (ZSC Lions, Bild), Leonardo Genoni (ZSC Lions), Mathias Brägger (Thurgau), Dario Bürgler (Zug), Gian-Andrea Randegger (Chur), Lukas Stoop (GCK Lions, provisorisch) Torhüter Jonas Hiller kann (fast) nicht ersetzt werden. Einen Spitzenplatz wird der HCD auf jeden Fall erreichen. Nur der SCB kann sich vor dem HCD klassieren, beim HCD wissen zu viele Spieler, wie man Meisterschaften gewinnt. Aus dem SLAPSHOT Guide

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den Sprung nach Nordamerika wagte. Anders als heute war Marha in seinem Juniorenteam mit 72 Toren aus 36 Spielen ein natürlicher Torschütze, ein NHL-Draft an 35. Stelle (Québec Nordiques) war das Resultat. Doch erst heute wäre Marha gerüstet für die härteste Eishockeyliga der Welt, damals war er mental nicht bereit für die NHL. Heute gehört das Versprühen von Selbstvertrauen, eine Stärke, die sich Marha über die Jahre aneignen musste, zu seinen angestamm-

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Der Defensivcenter liess SLAPSHOT während einer Partie Schach an seinem Leidensweg Eishockeyprofi teilhaben und erinnerte, dass er eigentlich bereits zum zweiten Mal einen Vertrag beim HCD unterzeichnet hatte. Reto von Arx war es schlussendlich, der dem HCD den Tschechen vermittelte, Marha ist es, der daraus einen Karrierenabend macht. 2010, wenn sein Vertrag mit dem HCD ausläuft, wird auch seine Laufbahn zu Ende sein, dessen ist sich Marha zu 99% sicher. «Aber ich bin doch gar kein Superstar», antwortet Josef Marha überrascht, als er von SLAPSHOT telefonisch für einen Interview-Termin angefragt wird. Der Tscheche sieht sich nicht gerne im Mittelpunkt. SLAPSHOT interviewt den Defensivcenter deshalb nicht im Umkreis der Davoser Vaillant Arena, sondern lädt ihn zu einer Partie Schach auf dem Davoser Rathausplatz ein. Früher noch war das Spiel auf 64 Feldern ein grosses Hobby Marha’s, doch heute wendet er seine Freizeit für seine Familie auf. «Mein Sohn ist erst vier Jahre alt, da ist es schwierig, mit ihm Schach zu spielen.»

«SCHREIBEN SIE DEN ARTIKEL SO, DASS ICH NICHT IM MITTELPUNKT STEHE», GIBT JOSEF MARHA SLAPSHOT ZUM ENDE EINES INTERESSANTEN GESPRÄCHS EINE FAST UNLÖSBARE AUFGABE MIT AUF DEN WEG. DIESE DEMUT IST MIT EIN GRUND, WESHALB MARHA DEN TITEL DES «AM MEISTEN UNTERSCHÄTZTEN AUSLÄNDERS DER LIGA» TRÄGT, ER UNTERHÄLT DIESE SICHTWEISE GERADEZU. genau das Verbreiten von Selbstvertrauen, das ihm übertragen wird. In der neuen Saison wird Marha des Öftern mit dem Jungtalent Dario Bürgler spielen und wenn Marha während Spielunterbrüchen intensiv mit seinem neuen Linienpartner diskutieren wird, weist er ihn nicht etwa zurecht, das ist die Aufgabe Arno del Curto’s. Marha spricht jungen Spielern vielmehr Mut zu.

SCHRITT FÜR SCHRITT Diese Aufgaben Marha’s können es sein, die ihm immer wieder den Titel «meist unterschätzter Ausländer der Liga» einbringen. Für EDES AHR IM KTOBER UND OVEMBER Marha klar ein Kompliment, wenn er auch nur am Rande daWILL ICH ZURÜCKTRETEN JEDES AHR von gehört hat. Marha ist, fernJOSEF MARHA ab von Tornähe, ein defensiver Center, Stabilität in der Abwehr ten Aufgaben im Kader des HC Davos. Von ist sein geschätzter Auftrag. «Was bringen mir Coach Arno del Curto mit dem Vertrauen beScorerpunkte, wenn mein Team verliert», belegt, Linien mit jungen Spielern zu führen, ist es gründet er seine Interpretation von Teamgeist und erklärt, dass man seinem Team vor allem in der Offensive schaden kann, wenn man zum Beispiel bei einem knappen Vorsprung den TorÄHER AM IS erfolg sucht und in der Defensive fehlt. Das Die Temperaturen in der Vaillant Arena ganze Jahr über kann Marha in der Verteidisind konstant, was für die Eisaufbereigung abtauchen, die lange Qualifikation vor tung wichtig ist. Doch da das Stadion den Playoffs mag er auch nicht immer. «Jedes auf 1560 Metern über Meer steht, wird Jahr im Oktober und November will ich zurückes geheizt. Deshalb sind die Hallentemtreten, jedes Jahr», wie er betonend wiederperaturen in Davos konstant zu hoch. Ja eigentholt. «Und wenn wir in die Playoffs starten, lich muss man dem Davoser Eismeister sogar ein dann sehe ich dieses Licht am Ende des Tunnels Kränzchen winden, denn unter den klimatisch von 21 Playoffpartien.» Mit dem Messer am schwierigen Bedingungen macht er einen sehr Hals und einem Pokal vor Augen läuft Marha zu guten Job. Dennoch, mehr als Platz 7 gibt‘s Höchstleistungen auf. Doch ein Playoffspieler nicht. hat den Nachteil, ein Qualifikationsverlierer zu sein. Marha muss sich den Vorwurf gefallen

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HC Davos lassen, dass er sein Potential nicht das ganze Jahr über ausschöpft. «Playoffs sind das Holz, aus dem echte Männer geschnitzt sind», rechtfertigt er sich. «In den Playoffs muss man blaue Flecken akzeptieren und Platzwunden in Kauf nehmen.» Das könnte Marha nicht eine ganze Saison lang tun. Es gibt Athleten, die rennen von Natur aus, sind von Gott mit muskulösen Körpern gesegnet, doch Marha gehört leider nicht dazu. Für ihn ist Sport Höchstleistung, er ist schnell erschöpft und benötigt viel Zeit, um zu regenerieren. Würde Marha 50 Qualifikationsspiele spielen wie in den Playoffs, er wäre schon im Dezember ausgelaugt. Doch in einer kurzen Serie von Spielen, wenn es heisst «iss oder stirb», da kann sich Marha vollends verausgaben.

oft bedeutete. Einige Jahre wird sich Marha dann erholen, bevor er in die Eishockey-branche zurückkehren wird. «Ich liebe diesen Sport und ich werde ihn vermissen», weiss er schon heute. Seine Karriere beenden will Marha so, wie er sein Engagement in Davos begonnen hat: Unauffällig und ruhig. ●

JOSEF MARHA - ONLINE Das Interview mit Joe Marha können Sie hören statt lesen auf SLAPradio:

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DER KARRIERENWALD LICHTET SICH Er ist ein Mensch, der Schritt für Schritt nimmt, zu viele Bäume verunmöglichen ihm, den Wald zu sehen. Schritt für Schritt baute er auch an seiner Karriere, über Niederlagen kam er zum Erfolg. Seine grösste Errungenschaft sei es, wie er trotz Gewinn des Calder Cup (AHL), drei Schweizer Meistertiteln und Spengler Cup Siegen sagt, heute in der besten Liga der Schweiz Eishockey zu spielen. Diesen Erfolg wird Marha noch drei Saisons auskosten können, sein Vertrag mit dem HCD wird dann – ganz nach der HCD-Clubpolitik – acht lange Jahre gelaufen sein. Dass es Marha’s zweite Übereinkunft mit dem Team aus dem Landwassertal war, vergassen viele bereits wieder. 1997 waren sich Marha und Arno del Curto über eine Zusammenarbeit einig. Marha verletzte sich und del Curto musste sich nach Alternativen umsehen. Jahre später, bei den Norfolk Admirals, begegnete Marha einem jungen Blondschopf aus Europa, ihm sagte er nebenbei, er wolle auf den alten Kontinent zurückkehren. «Komm’ doch nach Davos», sagte der Blondschopf, der sich nach seinem eigenen NHL-Abenteuer über Jahre als der beste Schweizer Stürmer herausstellen sollte. Der Blondschopf war Reto von Arx, der somit dem HC Davos den am meisten unterschätzten Ausländer der Liga vermittelte. Wenn Marha am Ende einer langen Qualifi kation 2007/08 wieder zu seiner gewohnten Playoff-Hochform auflaufen wird, lichtet sich der Wald seiner Karriere mit jedem bevorstehenden Spiel, bis am Ende nur noch das Licht am Tunnel ersichtlich sein wird, das Licht, das Marha in den Playoffs regelmässig zu einem der wertvollsten Spieler des HC Davos macht. Ganz nach dem Motto Marha’s, täglich einen Schritt nach vorne zu tun, kann der HC Davos darauf zählen, dass Marha seine besten Jahre noch vor sich hat. Eishockey macht ihm mit zunehmendem Alter immer mehr Spass, Marha ist sich bewusst, dass jedes Spiel, auf das er sich freut, eine Partie weniger in seiner Karriere bedeutet. Dann, wenn jedes Spiel das letzte sein kann, dann läuft der Tscheche zu Hochform auf. Und 2010 wird sein letztes Spiel sein, dessen ist sich Marha zu 99 Prozent sicher. «In drei Jahren ist Schluss», so Marha zum Ende einer interessanten Partie Schach. «Es gibt nichts schöneres als Eishockey und doch gibt es so viele Dinge, die schöner sind als Eishockey», beendet er das Gespräch poetisch und unterstreicht mit dieser paradoxen Aussage den Leidensweg, den die Karriere eines schmächtigen Tschechen in einer harten Mannschaftssportart SEPTEMBER ’07

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HC Davos SCOUTING REPORT

Dario Bürgler, HC Davos

FLÜGELSTÜRMER, GEB. 18.12.1987 185 CM, 89 KG, SCHIESST RECHTS

Scouting Report: Thom as Roost, Central Scouti Fotos: Pius Koller ng Europe Dario Bürgler war zw ei Jahre lang ein Spiele r, der von den NHL-Scou beobachtet wurde. Er ts hat Instrumente, die ihm zu einem so genannten «Late-Round-Pick» hät ten ausreichen sollen . Die Tatsache, dass er weils in den wichtigst jeen «Rendez-vous» (Ju niorenweltmeistersch nicht die beste Leistu aften ) ng abrufen konnte, hat daz u geführt, dass Bürgler noch immer ungedraf tet ist. Falls er auf Profi stufe das abrufen kan ich ihm zutraue, dann n, was stehen ihm noch immer viele Türen offen, auc NHL-Draf t. h ein

CHARAKTERISTIK: Dario Bürgler ist ein so genannter «Skilled-F orward». Ein Stürmer sehr gutem Scoring-Tale mit nt, inklusive dem letzte n Pass und dies aufgru einer guten Stocktech nd nik. STÄRKEN: Bürgler ist unter den sehr jungen Schweize r Spielern vermutlich fährlichste rund ums Tor der ge. Er hat überdurchschn ittliche Instinkte für Tor tuationen, seine Schüss sie finden in der Regel den Weg zum Tor und seine letzten, kleinen Pässe kreieren oft grosse Ge fah r. Diese Instinkte kan Bürgler dank seinen üb n erdurchschnittlich guten Händen in Gefahr um setzen. Bürgler’s Bewe glichkeit, die Agilität, ist gut, war aber vor zw bis drei Jahren noch ei besser. Er hat an Kra ft zugelegt, darunter die Beweglichkeit etw scheint as gelitten zu haben. Da s Skating gehört ebenfa zu den Stärken von Bü lls rgler, ist aber nicht der art herausragend, das es im Weltklassevergleic s er h als Waffe einsetzen könnte.

SCHWÄCHEN: Die grösste Schwäche von Bürgler war bisher, dass er seine vielen sehr guten Spiele immer in Vor bereitungs- und Zwischens aisonturnieren gezeigt hat. Bei den Juniore nweltmeisterschaften hat er sich zumeist verkrampft. Das relative Ver sagen in den wichtigsten Momenten wird ihm (noch) als Schwäche ang elastet. Eishockeytechnisc h muss Bürgler die physische Intensität steige rn und die defensive Zuv erlässigkeit verbessern. DIE ZUKUNFT: In Arno Del Cur to’s Biotop kann Bürgler zeigen, wie lernfähig er ist. Ich sage ihm eine Zukunf t als Schweizer Nationalspiele r voraus und ein NHLDraft ist noch immer möglic h. STATISTIK: Saison Spiele 06/ 07 NLA DIE FICHE*: Schlittschuhlaufen: Hände: Spielintelligenz: Intensität: Körperspiel: Effizienz: C-

Liga 39

Tore 3

Assists 6

Punkte 9

Strafmin. 24

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*Legende der Fiche: A = Weltklasse / NHL-Spi tze B = NHL-Durchschnitt C = Internationale Klasse D = NLA-Spitze E = NLA-Durchschnitt F = NLB-Niveau

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InTeam ALS DER NEUE FRIBOURG-GOTTÉRON TORHÜTER, SÉBASTIEN CARON, VOR GUT EINEM JAHR MIT DEN PITTSBURGH PENGUINS IN WASHINGTON ZU GAST WAR, LIESS ER EINEN SHORTHANDER DER ANDEREN ART ZU. EIN SCHWER KONTROLLIERBARER BEFREIUNGSSCHLAG VON IVAN MAJESKY SETZTE IM VERTEIDIGUNGSDRITTEL DER «PENS» AUF UND FAND EINE GUTE FANGHANDBREITE VON CARON’S FÄNGER ENTFERNT DEN WEG IN’S TOR. DAMALS FÜHLTE SICH CARON WIE EIN «ZERO», EINE NULL.

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Text: Jürg Federer Bild: Pius Koller Am Ende der Saison konnte Caron den Stanley Cup mit den Anaheim Ducks in die Höhe stemmen. Zwar standen mit Jean-Sébastien Giguere und Ilya Bryzgalov noch zwei Torhüter höher in der Hierarchie, doch die Ducks sahen in Caron ein vollwertiges Teammitglied und in der Zwischensaison durfte der 27-Jährige die begehrteste Trophäe im Welteishockey zu sich nach Montreal nehmen. «Wir feierten wilde Partys und ich sank mit dem Stanley Cup im Arm in den Schlaf», beschreibt Caron den Moment seiner Karriere, der ihn zum «Hero», zum Helden, machte. Trotz null Eiszeit überflügelt dieser Erfolg Caron’s Gewinn des Memorial Cup mit den Rimouski Océanic (2000). Am selben Turnier wurde der Torhüter, der mit Sidney Crosby in einem Team spielen durfte, zum besten Torhüter und in’s All Star Team gewählt.

DER VERLORENE STÜRMER Dabei hätte es Caron womöglich als Stürmer weiter gebracht als auf «nur» 90 NHL-Spiele. Er lernte bereits im Alter von gut einem Jahr Schlittschuh zu laufen, bis weit in sein Juniorenalter spielte Caron sowohl als Stürmer, als auch als Goalie. Dass er schlussendlich mit dem Skaten aufhörte und Fangund Stockhand seine Arbeitsgeräte nannte, hat analytische Gründe. «Torhüter waren immer Mangelware, denn ein Kind will Tore erzielen und nicht verhindern», so Caron, also entschied er sich für diese Position, auf der er in allen Teams herzlich willkommen war und – wie er heute sagt – nicht soviel rumgelaufen werden muss. Man müsse halt etwas verrückt sein, um Torhüter zu sein, schmunzelt er. Dass seine Wahl aber auch auf Talent beruht hat, beweist Caron’s Breitensporterfahrung: Im Softball, einer abgeschwächten Variante des amerikanischen Baseball, war der Butterfly-Torhüter, wie könnte es anders sein, Fänger. Der 185 cm grosse Goalie Caron reiste für sein Engagement in Fribourg zum ersten Mal über-

ZU SCHMAL UND ZU WEICH FÜR PLAYOFFS

NÄHER AM EIS

Abgänge: Ch. Haldimann (Langenthal), G. Zenhäusern (Rücktritt), R. Berger (Rücktritt), M. Bastl (ZSC Lions), Th. Monnet (ZSC Lions), N. Studer (Basel), P. Sarno (Hamburg/DEL), A. Munro (Syracuse/AHL), J. Balej (Manitoba Moose), J. Holden (SCL Tigers) Zuzüge: A. Rizzello (Tigers), D. Bärtschi (Lakers, Bild), S. Caron (Anaheim), M. Brügger (Ajoie), M. Abplanalp (Visp), A. Laaksonen (Colorado), M. Chouinard (Vancouver), W. Snell (Lug.) Bei 50 Qualirunden ist das Freiburger Kader zu schmal und zu wenig hart, um sich Respekt zu verschaffen. Aus dem SLAPSHOT Guide

Die klimatischen Verhältnisse in der Pâtinoire St.-Léonard sind schwierig. Ist die Halle gut gefüllt, wird das Eis schnell weich und klebrig. Zudem trocknet die Eisfläche zu lange nicht, weshalb w eshalb die Mannschaften jeweils nach Wiederbeginn des Drittels tiefe Furchen hinterlassen, was eine unebene Eisfläche zur Folge hat. Deshalb nur Rang acht.

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haupt nach Europa; dass er hier ein anderes Eishockey vorfinden wird als in Kanada, war ihm bewusst. In Montreal suchte Caron deshalb Eisfelder von Olympischer Grösse auf, um sich daran zu gewöhnen, dass die Stürmer in Europa mehr Raum haben, die blaue Linie schlechter zu sehen ist und die Gefahr im offenen Eis lauert, etwas, das die NHL, mit ihren kleinen Eisfeldern, nicht bietet.

MIT RUHE IN DIE PLAYOFFS Dass Caron, der durch gute Reflexe besticht, in der NHL den Durchbruch nicht geschafft hat, begründet er auch mit der Tatsache, dass er nie


Fribourg-Gottéron

Zero to Hero EINE HOCHZEIT IN VIER MONATEN FREIZEIT In Fribourg wird Caron, was ihn überaus freut, täglich mit seiner Familie zusammenleben. Während seiner NHL-Engagements war er jeweils während Monaten weg von seinen Liebsten. Freundin Tracey und Sohn MarcAndrew geniessen bereits die schöne Westschweiz, im nächsten Jahr wollen die Caron’s ihr Familienglück besiegeln und während des Sommers heiraten. Das Haus am See, das er zuletzt mit einem Bootshaus veredelt hat, wird dann etwas in den Hintergrund treten, Caron liebt es, selbst daran zu bauen, und vor allem den Bauschutt mit dem Truck des Vaters zu chauffieren. Wahrscheinlich wäre der 185cm-Brocken Truckerfahrer geworden, hätte er keine Karriere als professioneller Eishockeyspieler durchlaufen.

SÉBASTIEN CARON - ONLINE Aktuelle Informationen zu Sébastien Caron finden Sie auf:

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in guten Teams gespielt hat. Dass er auch in Fribourg auf eine Mannschaft trifft, deren höchste Gefühle nur schon die Qualifikation für die Playoffs darstellen, ist dem 77kg-Leichtgewicht bewusst. Dabei wird viel von Caron abhängen, doch das gehört zu seinem Job: «Wenn wir jedes Wochenende mehr Punkte gewinnen als wir verlieren, werden wir am Ende einer langen Qualifikation auf einem Playoffplatz stehen»,

«MAN MUSS HALT ETWAS VERRÜCKT SEIN, UM TORHÜTER ZU SEIN.» SÉBASTIEN C ARON

orakelt er. «Ich erwarte von mir, dass ich dem Team helfe, im Rennen um die Playoffränge zu bleiben.» Den Druck, den sich Caron mit dieser Aussage auferlegt, kann er gut wegstecken. Druck gehört zur Karriere eines Torhüters. Caron ist ein Mensch, der – wie ein Chamäleon – mit jeder Situation umgehen kann, seine grosse Stärke ist seine stoische Ruhe. Schwächen, so Caron, habe er auch. Doch die herauszufinden, sei des Gegner’s Aufgabe, er selbst schweigt sich darüber aus. Dass Caron seine Ruhe nicht so schnell verliert, beweisen die eingangs erwähnten Anekdoten. Trotz eines legendären Fehlgriffs beendete Caron sein NHL-Engagement mit dem Stanley Cup im Arm. In Fribourg bietet sich dem Québecois erneut die Chance, vom Zero Playoutgoalie zum Hero Playofftorhüter zu mutieren. ●

SCOUTING REPORT

Marc Chouinard, HC Fribourg-Gottéron

GEB. 6. MAI 1977, CENTER, 194 CM, 91 KG

Scouting Report: Thom as Central Scouting Europ Roost, e

Chouinard wurde 199 5 von den Winnipeg Jet s in der 2. Runde an 32. Ste lle gedraftet und dam it unmittelbar vor dem neu en ZSC-Lions-Center, Don MacLean (Nr. 33 Los Angeles Kings). Choui nard war nie ein Star, weder in den Juniorenligen no ch in den Minor-Leagues un d schon gar nicht in der NHL. Er hat in den Vorhersa gen immer von seinem Talent und seiner Körpergr össe gelebt. Die offens ive Produktion hat man bei ihm immer in Aussicht gestellt, er hat sie aber bis SCHWÄCHEN: heute nie realisieren kön - Wie die meisten, neuen, nen. ausländischen Center hat auch Chouinard Schwä chen im Skating. Trotz seiner Ga CHARAKTERISTIK: rdemasse war Chouina rd nie kräftig, er war immer mehr gross als Marc Chouinard ist stark. Der Hauptgrund, ein talentier ter Cente dass r, ein er den NHL-Durchb Spielmacher mit offens ruch nicht geschafft hat iver Begabung aber un , ist die ge- fehlende Leidenschaft nügender Produktion , das fehlende Leucht , darum wurde er zum en in De- seinen Augen. Er hat fensivcenter umfunkti immer unauf fällig gut onier t. gearbeitet, man konnte ihm kaum je etwas vor werfe n, aber die Extra-10 %, der STÄRKEN: Zusatzeffort, wurde ver misst. Chouinard fehlt Marc Chouinard hat seh es auch an Spielinten r gute Spielmacherqual sität, i- an Härte und an so gen täten und gute, weich anntem «Grit». Als De e Hände. Seine langen fenHe- sivcenter fehlt es Ch bel helfen ihm, immer ouinard auch etwas an in Pucknähe involvier Härte. t zu sein. Er hat ziemlich gute Bully-Werte und eine anständige Schusstec DIE ZUKUNFT: hnik. Zudem zeichnet er sich Marc Chouinard durch eine gute Gelas wird die Probleme Go senheit aus, die ihm ttérons eine nicht lösen können vor teilhafte Ruhe am Sto . Ich erwarte einen mit ck ermöglicht; Chouina telmärd ssigen Ausländer, der hat selten Stress. In jün weder auf- noch abfäl gster Zeit hat er gute lt. Als Leis- Frankokanadier pas tungen als Defensivcen st er am ehesten zu Fri ter abgeliefert. bourgGottéron und Coach Ser ge Pelletier. STATISTIK: Saison Spiele Liga Tore Assists Punkte 06- 07 Strafmin. NHL 42 2 2 4 10

DIE FICHE*: Schlittschuhlaufen: D Hände: B Spielintelligenz: C Intensität: D Körperspiel: D Effizienz: D+

*Legende der Fiche: A = Weltklasse / NHL-Spi tze B = NHL-Durchschnitt C = Internationale Klasse D = NLA-Spitze E = NLA-Durchschnitt F = NLB-Niveau

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InTeam

Der Star für’s

DER FLÜGELSTÜRMER JEAN-PIERRE VIGIER AUS QUÉBEC HAT SEINEN KUMPEL, SERGE AUBIN, IN GENF WIEDERGEFUNDEN. GENERAL MANAGER CHRIS MCSORLEY HAT VIGIER SEIT JAHREN BEOBACHTET. IN DER SCHWEIZ WIRD ER DIE CHANCE ERHALTEN, VOM «POWER-STÜRMER» ZUM STAR ZU MUTIEREN. EINE GROSSE REISE FÜR EINEN SPIELER, DER DIE ARBEIT FÜR’S TEAM IN DEN VORDERGRUND STELLT UND ALLES DEM TEAM UNTERORDNET. aufgrund seiner polyvalenten Qualitäten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive helfen.» Vigier, der am 11. September seinen 31. Geburtstag feierte, hat in der NHL seit dem Jahr 2000 213 Spiele mit Atlanta absolviert. Einige Einsätze für die Chicago Wolves in der AHL komplettieren sein Palmarès. In der NHL verbuchte er 46 Scorerpunkte, davon 23 Tore. In der AHL war seine beste Produktion mit 70 Punkten aus 76 Spielen in der Saison 2004/05

Text: Eric Pascal, Übersetzung: Jürg Federer Bild: Pius Koller Jean-Pierre Vigier, am Genfer Seeufer unbekannt? Nicht ganz. In Tat und Wahrheit hat der Québecois in Les Vernets nicht nur Unbekannte angetroffen. Während der Saison 2003/04 und ein Jahr darauf spielte Vigier zusammen mit Serge Aubin in Atlanta. «Jean-Pierre hat die Hausaufgaben vor seiner Vertragsunterschrift gemacht», lächelt Chris McSorley. Er glaubt, der Franko-Kanadier habe sich gut informiert, bevor er in die Schweiz wechselte und er hat Recht. Serge Aubin war ein wichtiger Faktor, dass Vigier nach Genf kam. «Ich habe mich vor meiner Entscheidung mit Serge unterhalten», gibt Vigier zu. «Über den Club, die Liga und das Niveau des Schweizer Eishockey’s wusste ich genaustens bescheid, bevor ich mich entschieden hatte.» Nichts desto Trotz, die Integration des 31-Jährigen ist noch voll im Gang. «In der Stadt verfahre ich mich noch regelmässig»,.lacht er. Und an die kleinen Einkaufswagen in der Schweiz muss er sich auch noch gewöhnen. «In Amerika, da machen die Leute riesige Einkäufe. Hier in der Schweiz hingegen, da kauft man nur wenig ein, dafür umso öfter.»

«ES SIND NICHT MEINE PERSÖNLICHEN PUNKTE DIE ZÄHLEN, SONDERN DIE DES TEAMS.» JEAN-PIERRE VIGIER

SEIT VIER JAHREN EIN WUNSCHKANDIDAT

Jean-Pierre Vigier, Vater einer zweijährigen Tochter, an den Genfersee gelockt zu haben, ist ein Erfolg für Chris McSorley. «Ich habe ihn seit vier Jahren aufmerksam beobachtet, erklärt er. Aber jedes Jahr ergab sich ihm die Möglichkeit, wieder in der NHL zu unterzeichnen.» Der Genfer Trainer deckt auf, weshalb er an den Qualitäten Vigier’s so interessiert war: «Vigier ist ein selbstloser Spieler, der sich nicht um seine kleine Persönlichkeit schert. Jean-Pierre interessiert sich vordergründig für sein Team. Er kümmert sich um die kleinen Dinge, die der Zuschauer nicht sehen kann aber dennoch essentiell sind für den Erfolg. Seit der letztjährigen Playoffserie gegen Bern wissen wir, dass die «Schattenkämpfer» lebensnotwendig sind. Zudem kann uns Jean-Pierre

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Jean-Pierre Vigier hat sich bereits in den Katakomben von Les Vernets eingelebt.

(Lockout) am besten. Die darauf folgende Playoffs «garnierte» Vigier mit 11 Punkten in 18 Aufeinandertreffen. «In den NHL-Spielen, an denen ich ihn beobachten durfte, fiel mir vor allem Vigier’s Intensität auf», erinnert sich Pierre Ladouceur, Journalist der Zeitung «La Presse» in Montreal. Zudem habe Vigier einen sehr robusten Eindruck hinterlassen, einem Muss, wenn man in den dritten oder vierten Linien der NHL spielt. Seine technischen Qualitäten konnte Vigier in diesen Formationen gar nicht aufleben lassen, die hinteren Linien sind in der NHL vor allem mit defensiven Aufgaben betraut. In jedem Falle aber wird Vigier nie zum reinen Torschützen avancieren. Auch seine ersten Einsätze im Dress der Adler zeigen ehrlich auf, dass Vigier nicht die Offensivkanone werden wird. Er ist ein «Power-Stürmer», ein Arbeiter, doch kein Scorer. Er ist, gemessen an den Marktverhältnissen, das Beste, was Chris McSorley engagieren konnte. Die Liga dominieren werden Andere.

EIN MANN FÜR’S KOLLEKTIV Chris McSorley hat die Rechnung bereits gemacht: «Wir erwarten von Jean-Pierre zwi-

schen 18 und 22 Toren», hofft er. Auf jeden Fall und das sei gemäss dem Genfer Trainer sicher, werde Vigier eine starke, physische Intensität auf’s Genfer Eis bringen. Vigier ist ein mutiger Spieler, der perfekt in’s Genfer Spielsystem passt. Was erwartet der Coach von seiner Neuverpflichtung in der Garderobe? «Ich habe mit Spielern, die nicht in meine Garderobe passen, abgeschlossen. Die Integration von Vigier verlief gut und schnell.» Vigier scheint ein Spieler mit einwandfreiem Charakter zu sein, was auch seine ehemaligen Kollegen aus Nordamerika bestätigen. Bei ihnen hinterliess Vigier einen ruhigen Eindruck in der Garderobe und ei-


Kollektiv

nen zuverlässigen Anschein auf dem Eis. Jean-Pierre sei ein Spieler für beide Seiten des Spielfeldes, heisst es aus Atlanta. Hier in der Schweiz wird Vigier mehr verschiedene Qualitäten auf’s Eis bringen müssen, als das in der NHL von ihm gefordert war. «Alles ist anders hier», bemerkt er. «Deshalb kann ich auch noch nicht sagen, in welche Rolle ich nach dem Meisterschaftsstart schlüpfen werde.» Auf eine bestimmte Anzahl Punkte mag er sich gar nicht festlegen. «Es sind nicht meine persönlichen Punkte die zählen, sondern die des Teams.» Jawohl, Jean-Pierre Vigier ist ein Mann für’s Kollektiv. ●

DIREKT HINTER MONTREAL

Genf-Servette HC

Abgänge: M. Tobler (Lausanne), J. Horak (Basel), M. Knoepfli (Lugano), Ph. Rytz (Bern), Y. Treille (Ingolstadt/DEL), J. Wright (DEG Metro Stars) Zuzüge: J. Bonnet (Ajoie), M. Höhener (Ambri, Bild), F. Conz (Lausanne), F. Tamo (Meyrin), J.-P. Vigier (Atlanta), J. Kolnik (Florida) Servette kann in einzelnen Spielen die Titanen der Liga herausfordern. Aber es hat nicht die Tiefe im Kader um während einer ganzen Quali vorne mitmischen zu können. Servette wird aber ohne Probleme die Nummer 1 der Romandie bleiben und ist damit nach Montreal das zweitbeste Team im francophonen Raum. Aus dem SLAPSHOT Guide

JEAN-PIERRE VIGIER - ONLINE Aktuelle Informationen zu Jean-Pierre Vigier finden Sie auf:

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NÄHER AM EIS

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Das Eis in Les Vernets hat kanadische Qualität, Coach Chris McSorley legt viel Wert auf eine perfekte Spielunterlage. Einzigartig an Les Vernets ist, dass die Eisfläche auf der Spielerbank weitergeht, was schon für lustige Kuriositäten gesorgt hat. Ex-SCB-Coach Alpo Suhonen fiel einmal während eines Auswärtsspieles unsanft auf sein Hinterteil, doch auch Eisakteure sorgten schon für Schmunzler, als sie leger über die Bande springen wollten – und überrascht auf‘s Eis klatschten.

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InTeam

Gebändigter Wildfang

JAN-AXEL ALAVAARA SOLL IN KLOTEN DIE DEFENSIVE STÄRKEN, OFFENSIV SIND DIE FLYERS EINES DER BESTEN TEAMS DER LIGA. ALS SPORTCHEF ROLAND HABISREUTINGER ERSTMALS VOM LANGJÄHRIGEN MANNSCHAFTSKOLLEGEN VON KLOTEN FLYERS JUNIOR MARTIN PLÜSS HÖRTE, LEHNTE ER DANKEND AB. STATISTISCH GESEHEN VERMOCHTE ALAVAARA HABISREUTINGER NICHT ZU ÜBERZEUGEN. ALS DER SPORTCHEF DEN SCHWEDISCHEN MEISTER ABER IN GÖTEBORG BESUCHTE, ÄNDERTE ER SEINE MEINUNG UND BEZEICHNET DEN SCHWEDEN AUS DEM HOHEN NORDEN HEUTE ALS SEINEN WUNSCHTRANSFER. Text: Jürg Federer Bild: Pius Koller Jan-Axel Alavaara ist ein ruhiger Familienvater. «Wenn man Kinder zuhause hat, kann man das Eishockey im Stadion zurücklassen», sagt einer, dessen Emotionen auch schon einmal überbordet sind. 1998, in den schwedischen Elitserien, und in der Playoff – Halbfinalserie von Modo gegen Djurgarden rastete Alavaara aus. Der Schiedsrichter Thomas Andersson hatte Alavaara in der Verlängerung für 2 + 10 Strafminuten in die Kühlbox geschickt. Als Stockholm den alles entscheidenden Treffer erzielte, rastete der damals 23-Jährige aus. Alavaara verliess die Strafbank und rempelte den Schiedsrichter an, was ihm eine Sperre von 25 Meisterschaftsspielen oder acht Monaten bescherte. «Das ist der peinlichste Moment meiner Eishockeykarriere», blickt ein gereifter Verteidiger in seine wilden Jahre als Jungprofi zurück. «Und

doch verhalf mir dieser Ausraster zu einer zuvor nie gekannten Popularität.» Bevor Alavaara nämlich im Affekt einen Schiedsrichter attackiert hatte, war er ein Unbekannter, ein unspektakulärer Defensivverteidiger ohne Glanz und Glamour. Mit seiner sportlich unrühmlichen Aktion verhalf er

«FÜR EINEN SCHWEDISCHEN EISHOCKEYSPIELER GIBT ES IN EUROPA KEINE BESSERE DESTINATION ALS DIE SCHWEIZ» JAN-A XEL ALAVAARA

sich selbst zu Ruhm und Ehre, wenn auch vorerst nur in den übergrossen Überschriften einschlägiger Boulevardblätter. Es sollten fünf weitere Jahre verstreichen, bis der Schwede seinen bisherigen

DER GEHEIMFAVORIT

NÄHER AM EIS

Abgänge: Aris Brimanis (Hannover/DEL), Marco Klöti (Rücktritt), Simon Pfister (Ajoie), Chris Herperger (Hannover/DEL) Zuzüge: Jan-Axel Alavaara (Frölunda/Sve), Michael Liniger (SCL Tigers, Bild), Marc Welti (Thurgau) Die Flyers haben auf dem Transfermarkt keinen Substanzverlust erlitten und können sich kontinuierlich weiter entwickeln. Die vier Ausländer gehören zu den Besten der Liga. Torhüter Ronnie Rüeger spielt immer noch wie ein Meistergoalie, die Schlüsselpositionen sind somit erstklassig besetzt. Die Playoffs sind nicht mehr ein Erfolg sondern Pflicht. Aus dem SLAPSHOT Guide

Die SLAPSHOT-Eismeisterschaft haben die Kloten Flyers bereits gewonnen. Und fügen sie zu diesem vorsaisonalen Triumph noch einen Eishockey-Meistertitel hinzu, können sich die Flyers nicht zuletzt bei ihrem Eismeister bedanken. Bei konstanten Temperaturen im Schluefweg bereitet er eine konstant gute Eisfläche her, die dem Klotener Tempospiel quasi den letzten Schliff gibt.

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Karrierenhöhepunkt erleben durfte und da änderten sich auch die Schlagzeilen zum Positiven. «Als ich mit den Frölunda Indians nach 36 erfolglosen Jahren der Organisation im Jahre 2003 schwedischer Eishockeymeister wurde, platze die Stadt Göteborg aus allen Nähten.»

SCHWEIZ UND SCHWEDEN,

DAS IST EIN UND DASSELBE Das weckte im passionierten Jäger Alavaara die Lust auf mehr. Wenn die bunten Herbstwälder im September der Eishockeysaison Platz machen, legt der Blondschopf sein Jagdgewehr beiseite und geht nunmehr mit den Kloten Flyers auf Titeljagd. Mit den Zürchern will er Schweizer Meister werden, dieser Erfolg wird in Schweden hoch eingeschätzt. «Für einen schwedischen Eishockeyspieler gibt es in Europa keine bessere Destination als die Schweiz», liess sich Alavaara schon von vielen Kollegen sagen. Und nachdem die Frölunda Indians, mit denen Alavaara in einer Linie mit Kloten Flyers Junior Martin Plüss stürmte, im letzten Jahr die Playoffs verpassten, sandte er seinen Agenten auf eine Tour de Suisse. Die Schweiz und Schweden, das ist nicht nur für einen Amerikaner aus dem mittleren Westen Ein und Dasselbe. Ein Skandinavier findet hier dieselbe Sicherheit, eine ähnliche Mentalität und vergleichbare Lebensumstände wie in seiner Heimat vor.

ALAVAARA – DER HAHN IM KORB Martin Plüss ist es aber nicht, der Alavaara in die Schweiz brachte. Von den Kloten Flyers hingegen, sprach der ehemalige Flieger in den höchsten Tönen. Mit der Schweizer Flora und Fauna machte Alavaara schon früher Bekanntschaft. Seine Schwägerin wohnt in Lausanne, hoch oben über der Löwenstadt in einem Weinberg. Martin Plüss war es auch nicht, der Alavaara dessen gutes Deutsch beibrachte. Als sich die schulische Laufbahn des Defensivverteidigers dem Ende zuneigte, besuchte er während zwei Jahren eine Deutschklasse und spricht unsere Landessprache mittlerweile fast so gut wie Martin Plüss die schwedische. Um definitiv an Plüssi’s Sprachkenntnissen vorbeizuziehen, buchte der 181cm grosse Abwehrstratege einen Deutschkurs, Teamkumpel Radek Hamr gesellte sich gleich dazu. «Ein Land zu bereisen, macht viel mehr


Kloten Flyers

Spass, wenn man die Sprache beherrscht», argumentiert Alavaara für seine Sonderlektionen an der Deutschschule. Der Tscheche Hamr oder besser gesagt seine schwedische Frau bekochten den bulligen Verteidiger, als er zu Beginn des Klotener Mannschaftstrainings alleine in der Schweiz eintraf. Nach über zwei endlosen Wochen wartens gesellten sich denn auch Alavaara’s Frau Charlotta und seine zwei Töchter Anna (5) und Elsa (2) dazu. Zuhause also ist Jan-Axel Alavaara der Hahn im Korb. Eiskunstlauf (Charlotta), Tanzen (Anna) und Puppenspielen (Elsa) bestimmen da den Tagesablauf.

ZWEI LINKE BEINE Für Alavaara ist die Schweiz die erste Station als ausländischer Eishockeyspieler, während 15 Saisons spielte er in Schweden. Im zarten Alter von fünf Jahren begann der 86 kg-Brocken mit Eishockey, entgegen dem Willen seines Vaters. Dieser war dem Fussball verschrieben und hätte aus Jan-Axel zu gerne einen Rasenkünstler gemacht. Es bedurfte der gütigen Mithilfe von Alavaara’s Onkel, um Vater Alavaara zu überzeu-

gen. Sohn Alavaara war aber in allen Sportarten, die er sonst noch betrieb, sei es Schwimmen oder Fussball, so schlecht, dass auch dem Vater die Wahl schlussendlich einfach fiel. In Schweden – und vor allem in Alavaara’s Heimatstadt Kiruna – liegt während sechs Monaten im Jahr zu lange Schnee, um aus einem Burschen mit zwei linken Beinen tatsächlich einen respektablen Fussballspieler zu formen. Kiruna übrigens, das ist auch die Heimat von NHL-Legende Borje Salming, Alavaara ist heute noch stolz auf seine Herkunft. Bis der heute 32-Jährige 16 Jahre alt war, spielte er Eishockey aus Freude, dann kreuzte die russische Torhüterlegende Nikolai Pushko Alavaara’s Weg. Der Osteuropäer erkannte Alavaara’s Talent, das sich nicht etwa in einer feinen Stocktechnik oder filigranem Laufstil zeigte, sondern viel mehr in einer verbissenen Arbeitseinstellung.

EIN ABWEHRSTRATEGE Ohne hartes Training wäre Alavaara Ingenieur geworden, niemals jedoch Eishockeyprofi.

JAN-AXEL ALAVAARA - ONLINE Aktuelle Informationen zu Jan-Axel Alavaara finden Sie auf:

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«Mein grösstes Talent ist es, mich bis zum Äussersten zu fordern», weiss der Verteidiger. Und so präsentieren sich auch heute Alavaara’s Ziele: «Mein Ziel ist es, täglich einen Schritt nach vorne zu tun.» Dem russischen Förderer gefiel Alavaara’s Arbeitseinstellung und er drillte den Jungprofi mit Extratrainings, bis er fit war für die schwedischen Elitserien. Heute gilt Alavaara als defensiv sehr zuverlässig, im Kampf Mann gegen Mann liegen weitere seiner Stärken. Das Klotener Unterzahlspiel wird er merklich verbessern, doch Scorerpunkte, die kann man von Alavaara nicht erwarten. Seine grösste Schwäche ist die Offensive. ●

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InTeam

Entwicklung fortsetzen DER HCL GILT IN DER NHL ALS VALIDE REFERENZ FÜR TAUGLICHE CRACKS. DAS IST NEUZUZUG TIMO HELBLING BEKANNT. AM CERESIO WILL ER SICH FÜR «KRUEGER’S-EIDGENOSSEN» UND NHL-SCOUTS (WIEDER-) EMPFEHLEN.

TIMO HELBLING - ONLINE Mehr Bilder von Timo und Kelly finden Sie auf:

folg auch das persönliche Glück einstellt. Es ist eine Ehre und es macht mich stolz, für die Luganesi ans Werk zu gehen.»

Text: Robert Szendröi Foto: Pius Koller

Bisher hat HCL-Neuverpflichtung Timo Helbling elf NHL-Schlachten mit den Tampa Bay Lightning PERSÖNLICHEN HEBEL ANSETZEN (9) und den Washington Capitals (2) hinter sich. Nach sechs Spieljahren in Übersee hat sich HelbUnd in der AHL streifte der 26-jährige Abwehrling dem dortigen Stil angepasst. In diesem Sinn turm seit der Saison 2001/02 die Dresses der Milist jetzt wieder eine Korrektur notwendig. Wo hat waukee Admirals (127), Utah Grizzlies (23), Springfield Falcons (60), Hershey Bears (49) und RoCH HABE ES BEI DEN APITALS VERPASST chester Americans (20) über. Von der bekanntesten Minorleague MICH BEI MEINEN BEIDEN ERHALTENEN Nordamerikas hat Helbling die HANCEN POSITIV IN ZENE ZU SETZEN Nase ziemlich voll, wie er selbst bezeugt: «In der AHL habe ich TIMO HELBLING lange genug gewirkt. Die Zeit für etwas Neues war gekommen. Dadurch war die Option HC Lugano ideal. Am Helbling den Hebel in der Vorbereitungsphase Fuss des San Salvatore ist meine Weiterentwickdes kommenden Winters angesetzt? «Beim Stellung garantiert! Ich bin sehr motiviert an den lungsspiel galt es, Details zu korrigieren, auf den Ceresio gereist. Mit diesem Topteam zusammen grösseren Eisflächen muss ich noch mehr Schlittstrebe ich den Mannschaftserfolg an. Schliesslich schuh laufen. Obwohl man hier ein bisschen mehr gilt der HCL als Spitzenadresse. Ferner ist ohneZeit zur Puckkontrolle hat, versuche ich trotzdem hin klar, dass sich mit dem mannschaftlichen Erschnell und gradlinig zu spielen. Wenn man zu

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GUTES TEAM, SCHLECHTE TORHÜTER

NÄHER AM EIS

Abgänge: M. Flückiger (SCL Tigers), M. Murovic (ZSC Lions), R. Gardner (ZSC Lions), S. Reuille (Lakers), J. Strudwick (N.Y. Rangers), R. Wallin (Färjestads/Sve), D. Tärnström (Edmonton/NHL) Zuzüge: M. Murray (Manchester/AHL), F. Conte (Chur), D. Kostovic (Ambri, Bild), M. Knöpfli (Servette), Th. Paterlini (ZSC Lions), R. Walter (Visp), Y. Tremblay (Vancouver), T. Helbling (Rochester) Lugano vermochte die Substanz zu halten und kann auf einen um ein Jahr erfahrerenen Coach Zanatta zählen. Allerdings fehlt noch immer ein Torhüter vom Formate des Meisters Rüeger. Aus dem SLAPSHOT Guide

Der HC Lugano wartet im Stadion Resega mit Spitzeneis auf. Trotz teils sommerlicher Temperaturen, bis weit in die Eishockeysaison hinein, ist das Hallenklima in Lugano konstant gut. Was in Lugano Lugano aber zum Damoklesschwert – auch für die eigenen Spieler – werden kann, ist die «kurze Zündschnur» der heimischen Fans. «Nirgends in der Liga liegen so schnell so viele geworfene Münzen auf dem Eis», verrät ein Betroffener. Das ist gefährlich für die Spieler beider Teams.

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.CH viel Zeit hat, überlegt man zu lange und wählt beim Abspiel eher die falsche Variante.»

SCHWEIZER NATIONALMANNSCHAFT UND NHL IM VISIER

Obwohl Helbling den Sprung in die beste Liga der Welt bisher nicht richtig vollzogen hat, schmeisst er den Bettel keineswegs hin. Im Gegenteil: Er hat sich der Bianconeri-Panther-Familie angeschlossen, um sich in den nächsten Jahren erneut und noch deutlicher für NHL-Aufgaben zu empfehlen. So entspricht das Spielsystem von HCL-Trainer Ivano Zanatta ganz seinen Wünschen: «In Lugano orientiert man sich tatsächlich nach nordamerikanischem System und das sehe ich als persönlichen Vorteil für mich. Wir spielen hart und mit viel Zug aufs gegnerische Gehäuse. Zudem sind hier die vier Ausländerpositionen mit drei Nordamerikanern (Landon Wilson, Marty Murray und Yannick Tremblay Anm. d. Red.) abgedeckt. Über meinen neuen Arbeitgeber setze ich alles daran, dass ich die Aufnahme in die Schweizer Nationalmannschaft schaffe. Meine besten Jahre kommen noch. Deshalb bin ich ebenso überzeugt, dass ich für die NHL noch einige Winter Zeit habe, um dort ebenso Aufnahme zu finden. Heutzutage ist es für einen Europäer ohnehin leichter, sich für die wertvollste Liga vorzuschlagen. Spieler vom ‹alten Kontinent› sind jetzt gefragter denn je, das hat mit der neuen Interpretierung des Regelbuches zu tun.» Vom Aufenthalt im Südtessin sieht Helbling noch mehr Vorteile: «Weil ich wieder längerfristig und stationär in einem Zuhause lebe, sorgt das im mentalen Bereich für mehr Ruhe und lässt mir mehr Zeit, meine Körperkraft punktuell zu verbessern. Weiter hält die NHL ihren Fokus durchaus auf Lugano. Mit Petteri Numme-


HC Lugano lin, Jason York, Jason Strudwick, Dick Tärnström, Ville Peltonen und Glen Metropolit haben einige Cracks den Weg ins Eishockey-Paradies gefunden. Ausserdem pflegt Coach Zanatta gute Kontakte zur NHL. Auch davon verspreche ich mir etwas.»

KURZER RÜCKBLICK ÜBER DEN «GROSSEN TEICH»…

Lugano’s stämmiger Neo-Abwehrkracher schiebt die Schuld nicht auf andere ab, weshalb er bis Ende des letzten HockeyWinters den Durchbruch in der glorreichsten Liga unseres Globus nicht geschafft hat: «Zuletzt habe ich es bei den Washington Capitals und Headcoach Glen Hanlon verpasst, mich bei meinen beiden erhaltenen Chancen positiv in Szene zu setzen. Und nachdem ich später zu den Buffalo Sabres transferiert wurde, war es mit den Möglichkeiten praktisch vorbei. Nur eine halbe Stunde vor Ablauf der Deadline wurde ich nach Buffalo ‹getradet›. Die Sabres waren bereits mit sechs Topverteidigern bestückt. Ich hätte nur auf eine Gelegenheit hoffen können, wenn sich einer dieses Sextetts verletzt hätte. Und dies war nicht der Fall. Zuvor war ich in Tampa nahe dran, mich ins Kader zu hieven. Ich werde alles dafür tun, damit ich doch noch zum längerfristigen NHLHandkuss komme!»

Auf seinem Streifzug durch Nordamerika hat Helbling festgestellt, dass nicht alle Top- Ausländer der NHL auch in der Schweiz erwünscht sind. Der bärenstarke Corey Sarich von den Calgary Flames würde in der Schweiz wohl kaum reüssieren. Die HCL-Nummer 5 klärt auf: «Sarich zeichnete sich bei den Tampa Bay Lightning und den Calgary Flames durch sattelfestes Verhalten bei der Defensivaufgabe

und durch ausgezeichnetes Positionsgefühl aus. Dank seinen Qualitäten verdient er in Calgary jährlich rund 3 Mio. US-Dollar. In der Schweiz sind derartige Cracks nicht erwünscht. Anhand vom Beispiel Strudwick lässt sich dies beweisen. Hierzulande muss ein Legionär punkten. Eine qualitativ hoch stehende PlusMinus-Bilanz stösst in der Nationalliga kaum auf Wertschätzung.» ●

TIMO HELBLING UND KELLY - MARK STREIT SEI DANK…

«Es war nach einem Heimspiel der Montreal Canadiens, als ich mich mit meiner Freundin Stephanie und deren Freund Mark Streit in ein Restaurant begab. Dieser Abend war sehr speziell für mich, denn Mark stellte mir einen gewissen Timo Helbling vor», erinnert sich die heutige Lebensgefährtin Kelly an das unvergessliche «Souper» im Quartett… Kelly ist froh, dass ihr Liebling nicht weiter in der AHL dem Puck nachjagt und betont: «Es ist toll, dass er sich für Europa und den HC Lugano entschieden hat. Hier kann ich neue Lebenserfahrungen sammeln und auch mein eigenes Leben führen. So will ich zuerst Italienisch lernen. Und weil in Timos Familie Deutsch gesprochen wird, nimmt Goethes Sprache später eine ebenso wichtige Rolle ein». Timo und Kelly sind zwar ein harmonisches Paar, doch Einigkeit herrscht nicht immer auf Anhieb. Ein Beispiel gefällig? Timo hat eines auf Lager: «Bei Möbelfragen stehe ich eher auf farbigen Stücken, während Kelly klassische Varianten bevorzugt. So sind beim Aussuchen ziemlich lange Diskussionen angesagt.» Im Grossen und Ganzen geht aber die Liebe vor. Dazu Kelly: «In Timos Armen fühle ich mich sehr komfortabel!» Und Timo ergänzt: «Sie bringt mir erstmals den explizit weiblichen ‹Touch› ins Haus.» Und, dass beim Paar für Unterhaltung ausserhalb der eigenen vier Wände gesorgt ist, dafür hat Klubpräsident Paolo Rossi höchstpersönlich gesorgt. «Er hat uns Karten für’s Film-Festival in Locarno besorgt», schwärmt Helbling.


InTeam

Vom Glatteis auf’s Wirtsc Text: Jürg Federer Bild: Pius Koller Über seine Arbeitszeit schweigt er sich aus und bemerkt lediglich, dass er an einem Spieltag um 08:00 Uhr in’s Büro komme und den Arbeitsplatz nach Mitternacht wieder verlasse. Unter der Marketingleitung von Roger Sigg wuchs das Jahresbudget der Lakers kontinuierlich, im Durchschnitt um eine Million Franken jährlich, bis der Etat auf diese Saison hin die zweistellige Millionenhöhe sprengte. Auffällig an dieser Entwicklung ist die Parallele zum sportlichen Erfolg. Hätten die Lakers nicht kontinuierlich begeisterungsfähigeres Eishockey gespielt, Sigg hätte nicht denselben, wirtschaftlichen Erfolg verzeichnen können. Zu seiner Strategie gehört es, Sponsoren langjährig an die Lakers zu binden. Ein zwischenzeitlicher, sportlicher Taucher würde sich also nicht direkt auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirken, ein sportlicher Exploit hingegen schon. Die Sponsoringverträge der Lakers sind leistungsabhängig, sprich im Falle eines Meistertitels werden Nachzahlungen der Partner fällig.

ALLE GÄSTE SIND VIP’S Noch vor dem Umbau, da kam das Eisstadion Lido einer Lidfassäule gleich, Reiseanbieter und Gartencenter gingen unter in der Fülle von bunten Werbetafeln. In der neuen Diners Club Arena hingegen herrscht werbetechnische Organisation. Den Stadionumlauf hat Sigg gleich einem einzigen

Partner, der Firma Erdgas Obersee, verkauft. Fünf Jahre dauert der Vertrag. Gleich verhält es sich mit der Stehplatzrampe, neu die Sunrise Kurve, oder dem Geberit-Bistro und dem Raiffeisen Pavillon. Gastronomie ist denn auch das Schlüsselwort, um im selben Stadion, an derselben Städte und mit demselben Zuschauerpotential das Budget fast zu verdoppeln. Drängten sich früher 150 VIP’s in einer Hallenecke in den traditionellen Hunderterclub, so sind es heuteüber 400 Gäste, die die grosszügige Casino Zürichsee Lounge besetzen. Eine Preiserhöhung des Mitgliederbetrages um 20 Prozent nahm man da schon fast unbemerkt in Kauf. Drängten sich früher vier Bratwurstverkäufer zwischen Veloständern vor dem Stadion, so betreuen die Lakers heute eine Supporter Bar, das Geberit Bistro, den Raiffeisen Pavillon und die Casino Zürichsee Lounge, hinzu kommen acht Take Away Stände in der Diners Club Arena. Die Gästeschar wird – genau wie die VIP’s – regelmässig von Sigg persönlich betreut. In seinem Verständnis ist jeder Zuschauer der Lakers, der zur formidablen Hallenauslastung von 84 Prozent beiträgt, ein VIP, eine very important person, und Sigg macht bei der Kundenbetreuung nicht am exklusiven Stadioneingang für die mehr bezahlenden Gäste halt.

EIN SPORTLICHES GASTROUNTERNEHMEN Vom wirtschaftlichen Aufschwung der Lakers profitieren auch die Verkäufer an den acht Take Away’s. War es früher Gang und Gäbe, den SCRJ mit Fronarbeit am Bratwurststand zu unterstüt-

(NOCH) KEIN SPITZENTEAM

NÄHER AM EIS

Abgänge: Denny Bärtschi (Fribourg), Marco Bayer (SCL Tigers), Reto Müller (Visp), Patrizio Morger (Rücktritt), Brady Murray (Los Angeles/NHL), Mikko Eloranta (Malmö/Sve), Thomas Walser (Zug) Zuzüge: Sven Helfenstein (ZSC Lions), Daniel Steiner (ZSC Lions, Bild), Niki Siren (SCL Tigers), Sébastien Reuille (Lugano), Gaëtan Voisard (Basel) Bill Giligan vermochte aus den Lakers kein Spitzenteam zu formen, sein Nachfolger, Kari Eloranta, wird das auch nicht erreichen. In der Offensive hängt (zu) viel von Mariusz Czerkawski ab und Marco Streit muss erst beweisen, dass er ein Spitzentorhüter ist. Aus dem SLAPSHOT Guide

Die Diners Club Arena hat konstant dieselbe Eisqualität. Leider ist sie konstant zu weich und klebrig. Betritt man das Eis in der Diners Club Arena nach der Reinigung zu früh, bezahlt man m an die Ungeduld mit tiefen Furchen in der Spielunterlage. Die hohe Luftfeuchtigkeit im neuen Stadion sorgt auch dann und wann für Nebelschwaden, die aber für den Zuschauer störender sind als für den Spieler, wie SLAPSHOT in Erfahrung bringen konnte.

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zen, so werden die Mitarbeiter im Hause der Lakers für ihren Einsatz entschädigt. Sie kommen auch zum Handkuss, wenn die Stadt Rapperswil als Besitzerin der Diners Club Arena einen eishockeyfremden Event veranstaltet, denn das Hallencatering, das wird durch die Lakers organisiert. Mit über 6 Mio. Franken beteiligten sie sich am Innenausbau der Halle, als das Geld knapp wurde, konnte Sigg das Casino Zürichsee als Namensgebungssponsor für den VIP-Bereich gewinnen. Und wenn die Stadt auch von der Katzenausstellung bis zur Generalversammlung der Firma Phonax eine Mehrheitsnutzung der Diners Club Arena anstrebt, das schmucke Stadion ist und bleibt eine Eishockey-Arena mit dem Erst-


Lakers DAS IMAGE DER GRAUEN MAUS DER LIGA HABEN DIE LAKERS AUGENFÄLLIG ABGESTREIFT UND EIN NEUES, EISBLAUES TRIKOT ANGEZOGEN. DIE WANDLUNG VOM PRÜGELKNABEN DER LIGA ZUM AM SCHNELLSTEN WACHSENDEN TEAM DES LANDES HAT SEINEN URSPRUNG IN DER SPORTLICH ERFOLGREICHEN KONSTANZ DER LAKERS. OHNE 11 PLAYOFF-QUALIFIKATIONEN AUS 14 NLA-JAHREN WÄRE ROGER SIGG’S MARKETINGJOB AM OBERSEE UNWEIGERLICH SCHWIERIGER.

chaftsparkett

mieter Lakers, was die sportlich erfolgreiche Zukunft der Lakers und 13 Nachwuchsmannschaften garantiert. Denn im Zentrum der Aufbruchstimmung am Obersee steht noch immer der Sport, wenn auch der ehemalige Nationalliga-Spieler Roger Sigg mittlerweile nunmehr von den letzten Merchandise-Artikeln wie der Lakers-Bierausschank-Anlage und einem Kaschmirschal für die wortwörtlich besser betuchten Matchbesucher spricht, den Sekundenpreis für einen TV-Spot auf dem neu erworbenen Videowürfel aus dem Stegreif kennt und das Beziehungsnetz der Lakers-Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates rühmt. Schlussendlich baut auch der gelernte Elektromnonteur Sigg auf dem

Roger Sigg hat in der Lakers-Sponsoringwelt Ordnung geschaffen.

sportlichen Resultat am Obersee, das er noch vor wenigen Jahren selbst aktiv beeinflusst hat.

LAKERS - ONLINE

VOM EIS AUF’S PARKETT Ohne sportlichen Erfolg hätte Sigg seine Beziehungen in die Sponsoringwelt nicht schon als Spieler aufbauen können. In seiner Freizeit bildete er sich an der Handelsschule weiter und schloss mit einem Nachdiplomstudium in Sportmanagement an der Hochschule in Winterthur ab. Heute gehört es zu Sigg’s Kernaufgaben, am clubeigenen LakersGolfturnier unter den 108 Teilnehmern Kunden zu akquirieren und den Sponsoringanteil am Budget der Lakers, heute bei 30 Prozent, anzuheben. Je erfolgreicher er ist, umso erfolgreicher sind die La-

Infos zu den Lakers und ein Gespräch mit dem Lakers-Stürmer Daniel Steiner finden Sie auf:

.CH

kers auf dem Eis. Insofern hat sich an Sigg’s Einfluss auf die Lakers seit seinem Rücktritt nicht viel geändert. Nur die Materie, mit der er arbeitet, gleitet nicht mehr über’s Eis, sondern über’s Wirtschaftsparkett. ●

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InTeam

In der Ruhe TROTZ EINEM ANGEBOT DES SC BERN HAT SICH CURTIS MURPHY FÜR EINEN WECHSEL ZU DEN SCL TIGERS ENTSCHIEDEN. DEM KANADISCHEN VERTEIDIGER BEHAGT DIE EMMENTALER IDYLLE – MURPHY WILL DIE SCL TIGERS MIT SEINEN QUALITÄTEN INS PLAYOFF FÜHREN. Text: Reto Kirchhofer Bild: [action] Pius Koller [privat] Reto Kirchhofer Zwei Ereignisse sorgten vor vier Jahren in der Entourage der Houston Aeros (American Hockey League) für Unruhe: Die Verantwortlichen entschieden sich, das Erscheinungsbild des AHLTeams zu verändern und ersetzten das bisherige, bei den Fans beliebte Aeros-Logo, durch ein neues Vereinssignet. Des Weiteren wurde der kanadische Verteidiger Curtis Murphy zu den Milwaukee Admirals transferiert. Daraufhin starte-

«ICH WUSSTE ÜBER DIE SPORTLICHE SITUATION BEI BERN UND LANGNAU GENAU BESCHEID.» CURTIS MURPHY

«Ich wollte mit meiner Familie auf’s Land ziehen.»

ten die Fans der Aeros eine Unterschriftenaktion und wandten sich mittels einer Petition an den Club: «Wir wollen unsere Identität, unser altes Logo, zurück. Und wir wollen auch unseren Lieblingsspieler, Curtis Murphy, zurück.»

128 SCORERPUNKTE IN ZWEI JAHREN Es ist Samstag, der 18. August 2007. Längst trainieren die Houston Aeros wieder mit ihrem ursprünglichen Emblem auf den Jerseys im heimischen Toyota Center – der Aktionismus seitens der Fans erwies sich somit als erfolgreich, wenn auch bloss partiell. Denn Curtis Murphy hat die Equipe aus der grössten Stadt von Texas nach einer zwischenzeitlichen Rückkehr erneut verlassen. Jetzt sitzt er im «il caffe» an der Dorfstrasse in Langnau, giesst aufgeschäumte Milch in seinen Kaffee und erinnert sich zurück an seine Zeit in der American Hockey League: «Die Fans in Houston waren wirklich toll, doch das spielerische Niveau und die Qualität im Team wurden immer schlechter», sagt Murphy in der Retrospektive. 128 Scorerpunkte sammelte der Verteidiger mit Offensivdrang in den letzten zwei Spielzeiten für Houston, «mir persönlich lief es wirklich gut», sagt Murphy, «trotzdem war nach Ablauf der letzten Saison die Zeit gekommen, einen


SCL Tigers

liegt die Kraft CURTIS MURPHY - ONLINE Aktuelle Informationen zu Curtis Murphy finden Sie auf:

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Wechsel vorzunehmen». So hielt er in Europa Ausschau und sondierte mit seinem Berater diverse Angebote, darunter auch jene des SC Bern sowie der SCL Tigers. Von seinem Freund Kirby Law (Servette) liess sich der 31-jährige Kanadier Informationen zu den zwei helvetischen Interessenten geben, und entschied sich, etwas überraschend, gegen den Titelkandidaten Bern und für die bescheidenere Offerte der SCL Tigers – Murphy unterschrieb bei den Emmentalern einen Zweijahreskontrakt plus Option. «Keine Angst», sagt Murphy und schmunzelt, «ich wusste über die sportliche Situation bei Bern und Langnau genau Bescheid. Aber ich wollte mit meiner Familie nach dem Stadtleben in Houston wirklich einen Wechsel vornehmen und auf’s Land ziehen, in eine ruhige Umgebung. Das Angebot von Langnau hat deshalb optimal gepasst.»

RUHIG, ZURÜCKHALTEND, GEDULDIG Das Leben in ländlicher Umgebung behagt dem passionierten Golfspieler (Handicap 10) Curtis Murphy. «Langnau ist ein hübsches, kleines Städtchen, und bestimmt keine neue Welt für mich», sagt er, der auf einer Farm in Kerrobert (Provinz Saskatchewan) aufwuchs und vor seiner Karriere als Eishockeyprofessional an der Universität von North Dakota ein Studium in Betriebswirtschaft erfolgreich abschloss. «Das Leben als Eishockeyprofi ist kurz und risikoreich. Ich wollte mich bereits vorzeitig etwas absichern», sagt der studierte Offensiv-Verteidiger. So richtig glücklich in Langnau ist Curtis Murphy seit Mitte August, seit der Ankunft seiner Frau Kelli mit den

vier Kindern Chandlor (8-jährig), Haydew (7), Reese (3) und dem sechs Monate jungen Carter. Nun residiert die sechsköpfige «Curtis Murphy Gang» in einer adretten Vierzimmerwohnung im oberen Dorfteil von Langnau. «Die Lebensqualität in Langnau ist hoch, die Leute sind freundlich und zurückhaltend, das passt mir», sagt Murphy, der sich in der Selbstreflexion als ruhig, zurückhaltend und geduldig umschreibt. Einen zweiten Todd Elik wurde dem Emmental zumindest ausserhalb der Ilfishalle also nicht beschert. «Oh nein, da wäre meine Frau al-

EIN SCHRITT NACH VORNE

NÄHER AM EIS

Abgänge: M. Leuenberger (Bern), M. Liniger (Kloten Flyers), A. Rizzello (Fribourg), R. Schürch (Basel), N. Sirén (Lakers), A. Virtanen (Jyväskylä/Fin), T. Miettinen (Lulea/ Sve), M. Tuomainen (Biel), B. Fast (EC Salzburg), J. Doig, P. Högardh (Duisburg/DEL), Arne Ramholt Zuzüge: C. Murphy (Houston/AHL), M. Bayer (Lakers), M. Bieber (ZSC Lions), M. Zeiter (ZSC Lions), C. Moggi (ZSC Lions), M. Flückiger (Lugano), J. Holden (Fribourg), V. Varada (Davos, Bild) Die Tigers sind auf allen Positionen stärker als noch im Vorjahr. Trotzdem, es wird ein Playout-Jubiläum (10 Jahre) geben. Es finden sich keine vier Mannschaften, die schlechter sind als die Tigers. Aus dem SLAPSHOT Guide

Bei den kalten Wintertemperaturen in der Ilfis Halle wird das Eis der SCL Tigers zu kalt und zu hart. Wie in Ambri brechen Stücke aus und die Eisfläche wird schnell zur gefährlichen Holperpiste, allerdings ist das Phänomen in Langnau weniger schlimm als in Ambri. Die Spieler sollten ihre Schlittschuhe vor einem Spiel in Langnau nicht zu stark schleifen. Bei den Übergängen vom Herbst zum Winter und danach zum Frühling, ist das Eis in Langnau aber eines der besten der Liga.

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les andere als glücklich mit mir», sagt Murphy, begleitet von einem breiten Grinsen.

IMPULSIV, AGGRESSIV, DOMINANT

So ausgeglichen, ruhig und bestimmt der Kanadier im Gespräch wirkt, so impulsiv, aggressiv und dominant agiert Curtis Murphy auf dem Eis. Für die National Hockey League fehlten dem 173 cm-grossen Kanadier (eine NHL-Partie mit den Minnesota Wild) ein paar Zentimeter, doch in der AHL erwies sich Murphy als flinker, passstarker und spektakulärer Verteidiger mit hohen Qualitäten im Powerplay. «Sagen wir mal, ich bin ein offensiver Verteidiger, der gerne die Mitspieler in Szene setzt und Tore vorbereitet», sagt Murphy selbst. In den Testspielen konnte sich der 31-Jährige ein erstes Bild von seiner neuen Equipe machen. «Wir haben ein junges, talentiertes Team», urteilt Murphy, dessen Ziel es ist, mit seiner Erfahrung die Mitspieler weiterzubringen. «Zudem will ich mit Langnau die Playoffs erreichen. Die Leute hier warten ja anscheinend schon sehr lange darauf.» Und sollte Curtis Murphy mit seinen Qualitäten die SCL Tigers tatsächlich ins Playoff führen, wer weiss, ob die Langnauer Fans bei einem drohenden Abgang des kanadischen Verteidigers nicht auch eine Petition für den Verbleib Curtis Murphys starten würden. ●

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TELECLUB LIVE NATIONAL LEAGUE A KALENDER FREITAG 14.09.

SAMSTAG 15.09.

1. SPIELRUNDE

2. SPIELRUNDE

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

Bern – ZSC Lions

Davos – Basel

GE Servette – Davos

FR Gottéron – Zug

SCL Tigers – Kloten Flyers

Kloten Flyers – ZSC Lions (25. Spielrunde)

Zug – Lugano

SONNTAG 16.09.

FREITAG 21.09. 3. SPIELRUNDE

15.40 Sendebeginn (Anspielzeit 15.45) Bern – SCL Tigers (26. Spielrunde)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45) Ambri/Piotta – Zug Basel – GE Servette Bern – Lugano Lakers – FR Gottéron

Lakers – GE Servette

SAMSTAG 22.09.

DIENSTAG 25.09.

FREITAG 28.09.

SAMSTAG 29.09.

4. SPIELRUNDE

5. SPIELRUNDE

6. SPIELRUNDE

7. SPIELRUNDE

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

Davos – Ambri/Piotta

Lakers – Kloten Flyers

Ambri/Piotta – Lakers

FR Gottéron – Davos

FR Gottéron – ZSC Lions

Lugano – FR Gottéron

Bern – GE Servette

GE Servette – Ambri/Piotta

Kloten Flyers – Bern

SCL Tigers – Ambri/Piotta

SCL Tigers – FR Gottéron

Lugano – Kloten Flyers

Lugano – Lakers

ZSC Lions – Bern

ZSC Lions – Lugano

Zug – SCL Tigers

FREITAG 05.10.

SAMSTAG 06.10.

8. SPIELRUNDE

9. SPIELRUNDE

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

Bern – FR Gottéron

FR Gottéron – Kloten Flyers

Davos – Lakers

GE Servette – Davos

SCL Tigers – Basel

Zug – Bern

SONNTAG 07.10.

DIENSTAG 09.10. 10. SPIELRUNDE

15.40 Sendebeginn (Anspielzeit 15.45) Basel – Ambri/Piotta (9. Spielrunde)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45) Bern – Davos Kloten Flyers – Zug Lugano – Basel

ZSC Lions – Zug

FREITAG 12.10.

SAMSTAG 13.10.

DIENSTAG 16.10.

FREITAG 19.10.

11. SPIELRUNDE

12. SPIELRUNDE

13. SPIELRUNDE

14. SPIELRUNDE

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45)

Ambri/Piotta – Bern

Bern – SCL Tigers

Ambri/Piotta – FR Gottéron

Davos – SCL Tigers

Davos – Lugano

Lakers – GE Servette

Davos – Kloten Flyers

FR Gottéron – Lakers

GE Servette – ZSC Lions

Lugano – Zug

GE Servette – Lugano

Kloten Flyers – ZSC Lions

SCL Tigers – ZSC Lions

Lugano – Bern

Zug – FR Gottéron

SAMSTAG 20.10. 15. SPIELRUNDE 19.40 Sendebeginn (Anspielzeit 19.45) Ambri/Piotta – Davos Basel – Zug Bern – Kloten Flyers SCL Tigers – GE Servette

Bis zu 4 Partien pro Spielrunde live: – Über Kabel ausgewählte Partien – Über Bluewin TV alle Spiele 4 Partien pro Spielrunde in der Wiederholung.

Hinweis: Allfällige Änderungen hinsichtlich den genauen Sendezeiten, Anzahl der Spiele sowie die gewählten Sport-Events auf Teleclub Sport 1–3 über Kabel und Teleclub Sport 1–14 über Bluewin TV entnehmen Sie bitte dem EPG/TV Guide oder unter www.teleclub.ch


Hauptsache Eishockey Rechtzeitig zum Puckeinwurf am 14. September, lassen wir jedes EishockeyFan-Herz höher schlagen, denn mit der neuen Saison bietet Teleclub den PuckHungrigen zu Hause auch während dem Jahr zwei erstklassige Programme. Um unsere Kundenbeziehung noch mehr zu stärken, werden neu alle live produzierten Spiele schweizweit mit zweisprachigem Kommentar geliefert. Aufgrund der Aufstockung der Vorrunden-Spiele von 44 auf 50 Qualifikationsrunden wird der Zuschauer so zu noch mehr Eishockey-Genuss kommen, denn auch in der kommenden Saison folgt Teleclub dem Konzept der LiveAusstrahlungen mit 4 von 6 Spielen pro Runde während der Regular Season. Wie bereits letzte Saison werden alle Play-off Partien nur bei Teleclub live zu sehen sein inklusive des Konferenz-Kanals. Ob im Stadion, am TV, übers Internet oder über das Mobile – Hauptsache Eishockey. Damit der Zuschauer zu jeder Zeit an jedem Ort über seinen Favoriten-Club informiert ist, bieten wir jetzt alle Informationen auch über diverse Medienkanäle an. Neu werden die Drittelspausen mit einem zusätzlichen Magazin-Format aufgewertet, so dass auch in den Breaks weitere Informationen rund um das Eishockey und Allgemeines aus der Welt des Sports sichergestellt sind. Dank der Integration von Sportradio. ch in die Mediengruppe von Cinetrade ist dies jetzt möglich. Nach Bedarf,

wird der Eishockey-Fan übers Internet während der ganzen Saison in den Genuss einer Radio-Reportage von allen (!) Spielen der National League A kommen. Die Berichterstattungen von Teleclub werden zukünftig weiter aufgewertet. Denn jeweils im Anschluss an die Live-

Teleclub ist digital empfangbar im Kabelnetz und über Bluewin TV. Jetzt abonnieren und live mitfiebern: 044 947 87 87 www.teleclub.ch oder im Handel

TV-Übertragungen können im Internet die Highlights und Zusammenfassungen der Spiele zu sehen sein. (www. sportradio.ch oder www.bluewin.ch/ sport). Die kommende Saison hat es in sich. Es wurden wichtige Ziele definiert, die eine Verbesserung in allen Bereichen vorsieht! Fortschritte in der Sportkommentierung, welche bekanntlich ein Dauerthema in der Schweizer Sportberichterstattung ist, stehen bei Teleclub hoch im Kurs. Weiter ist das Ausbaupotential von BluewinTV in den Sprachregionen Romandie und Tessin vor-

gesehen. Aber auch in der deutschsprachigen Schweiz ist man weiterhin bestrebt, die hohe Marktakzeptanz und die professionelle Spielübertragung auf hohem Niveau zu halten. Verbesserungen in der schweizweiten TV-Abdeckung sind natürlich auch für unsere bewährten Sponsoren (PostFinance, Sporttip und Skoda) evident wichtig. Denn dank der sehr guten Zusammenarbeit ist es Teleclub möglich, die Live-Berichterstattung der National League für die Fans, zu einem speziellen Erlebnis werden zu lassen. l

Foto: EQ Images

Ob im Stadion oder zu Hause, ab Mitte September ist Teleclub zum Saisonstart der Eishockey National Leage wieder live dabei.


InTeam

Der ruhige

EIN VORBEREITUNGSCAMP IN KANADA DAUERT ZWEI WOCHEN, IN DER SCHWEIZ TRIFFT MAN SICH BEREITS ZWEI MONATE VOR MEISTERSCHAFTSBEGINN. IN DER SCHWEIZ WIRD SCHNELL GESKATET, IN KANADA HART GESPIELT. IN DER SCHWEIZ KOSTET EIN APARTMENT FÜR EINE FAMILIE DURCHSCHNITTLICH 1 500 FRANKEN, IN KANADA 700 DOLLAR. DONALD MACLEAN WIRD SICH BEI DEN ZSC LIONS EINE GANZE WEILE AKLIMATISIEREN MÜSSEN. DOCH IST ER EINMAL ANGEKOMMEN, KANN ER ZUM ENDE DES SPORTLICH ERFOLGLOSEN TUNNELS FÜR DIE ZSC LIONS WERDEN, WIE SEIN LOCKOUT-ENGAGEMENT IN FINNLAND ZEIGTE. Text: Jürg Federer Bilder: Pius Koller Es wird einige Zeit dauern, bis MacLean in der Schweiz angekommen ist. Über die ZSC Lions

wusste MacLean bisher wenig. Die grosse, weite Welt erlebt der 188cm-Hüne momentan alleine, ein Bild seines Hundes Charlie tröstet den Kanadier über das Heimweh zu seiner Frau Suzanne hinweg. Dass MacLean bei den ZSC Lions mit

Ryan Gardner und Jan Alston zwei kanadische Landsleute vorfindet, hilft dem scheuen 98kgBrocken bei der Integration. Mit Gardner – so ist es geplant – soll er eine Sturmlinie bilden, Rastislav Pavlikovsky komplettiert diesen Angriff.

EIN LIEDCHEN FÜR ROBITAILLE So ungestüm der Gewinner des Memorial Cup (Hull Olympiques 1997 mit Topscorer Christian Dubé im Team) auf dem Eis erscheinen mag, zieht er seine Schlittschuhe aus, ist er ein scheuer Mensch. Als MacLean seinen Traum von der NHL wahr werden sah, ward auch ihm nach alter NHLTradition ein Rookie-Abend beschert. Neben 22 teuren Abendessen im feinen Florider Restaurant, was in der NHL Brauch ist, «durfte» MacLean vor versammelter NHL-Schar ein Liedchen vortragen. Der damals 20-jährige MacLean er-

DONALD MACLEAN - ONLINE Aktuelle Informationen zu Donald MacLean finden Sie auf:

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Riese blickte inmitten der Strophe seine Jugendidole Rob Blake und Luc Robitaille, lief rot an und vergass den Text. Noch heute spricht MacLean leise von diesem Erlebnis, Vorträge vor versammelter Gemeinschaft sind ihm bis in die Gegenwart ein Graus. Trotz harter Spielweise, auf dem Eis verhält sich MacLean ruhig, zu schnell kann ihn sein Umfeld aus der Ruhe bringen. Eigentlich wäre MacLean anfällig auf Trash Talk, doch das stört ihn wenig, versteht er doch kein Wort deutsch.

EIN LANGSAMER STARTER Man darf nicht erwarten, dass MacLean von Beginn weg ein ZSC Lions Leistungsträger werden wird. MacLean weiss, dass er ein schlechter Schlittschuhläufer ist, dafür hat er einen ausgeprägten Torriecher und einen knallharten Schuss (siehe dazu den Scouting Report rechts auf dieser Seite). Doch was mit dem Stürmer geschieht, wenn er eine längere Aklimatisierungszeit in einem neuen Umfeld benötigt, zeigte sein LockoutEngagement bei den Espoo Blues. In den ersten 15 Spielen für das finnische Team erzielte MacLean ein einziges Törchen, während fünf Partien war er deshalb überzählig. Die Saison aber beendete er zuoberst auf dem Treppchen, mit der besten Wertung an Punkten pro Spiel. ZEIT, ZUR RUHE ZU KOMMEN Mit den Espoo Blues bereitete sich MacLean damals im Tessin auf die Saison vor, dass es ihn nun drei Jahre später wieder in die schöne Schweiz, wie er selber empfindet, verschlagen hat, war für ihn eine angenehme Überraschung. Eigentlich sollte der Kanadier noch ein Jahr für die Phoenix Roadrunners, das Farmteam der Phoenix Coyotes, spielen. Doch nachdem ZSC Lions Wunschtransfer Martin Kariya nicht nach Zürich sondern nach St. Louis in die NHL wechselte, erhielt MacLean’s Agent Mikka Rautakallio einen Anruf von ZSC-Sportchef Peter Iten. Nun hat MacLean Lust, in der Schweiz Fuss zu fassen. Während der vergangenen zehn Jahre spielte der passionierte Fischer in 14 verschiedenen Teams, jetzt, im Alter von 30 Jahren, wünscht er sich, zur Ruhe zu kommen. Dass er in Zürich mit Martin Kariya einen grossen Namen ersetzen muss, stört ihn nicht besonders. «Im Eishockeygeschäft ersetzt man immer irgendjemanden, egal wohin man kommt», so sein Umgang mit dem Druck, für die ZSC Lions das Ende eines sportlich erfolglosen Tunnels zu bedeuten. Einzig seine Frau Suzanne, die wird MacLean das ganze Jahr über vermissen, ausser

ZSC Lions UNMANAGEBARE TALENTE Abgänge: L. Genoni (Davos), R. Berra (Davos), M. Bieber (SCL Tigers), M. Zeiter (SCL Tigers), C. Moggi (SCL Tigers) D. Steiner (Lakers), S. Helfenstein (Lakers), D. McTavish (Zug), Th. Paterlini (Lugano), R. Stirnimann (Ambri), R. Petrovicky (Vitkovice/Cze) Zuzüge: M. Bastl (Fribourg), R. Gardner (Lugano), H. Pienitz (GCK Lions), K. Gloor (GCK Lions), M. Wichser (GCK Lions), A. Lemm (GCK Lions), Th. Monnet (Fribourg), M. Murovic (Lugano), F. Streit (Thurgau), D. MacLean (San Antonio), L. Flüeler (Ottawa ‘76‘s) Die Substanz für ein Finale – aber eine Unternehmenskultur für die Playouts. Aus dem SLAPSHOT Guide einem Weihnachtsbesuch liegt vor allem viel Distanz zwischen den zwei Turteltauben. Suzanne MacLean beendet in einem Jahr ihr Lehrerseminar und würde danach gerne in die Klotener Wohnung ihres Mannes ziehen. Kann der Kanadier seine Leistungen aus der Lockout Saison bestätigen, werden die ZSC Lions froh sein, wenn sich die Familie MacLean entscheidet, in Zürich zur Ruhe zu kommen. ●

NÄHER AM EIS

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Die Zürcher Eismeister tun, was in einer warmen Eventhalle möglich ist. Zu Beginn einer Partie ist das Eis im Hallenstadion denn auch recht gut, baut aber sehr schnell ab. Die Spieler der Lions selbst wollten nicht mehr in der Halle trainieren, da das Eis so schlecht sei. Zu schlechtes Eis lässt nur sehr einfaches Eishockey zu.

SCOUTING REPORT

Donald MacLEAN, ZSC Lions

GEB. 14. JANUAR 1977, CENTER, 188 CM Scouting Report: Thom as Central Scouting Europ Roost, e MacLean wurde 1995 von den Los Angeles Kings in der 2. Runde, als die Nr. 33 gedraftet. Er hat sich schwer getan in seinen frühen Profijahren und ist erst später zum Star in der AHL gereift. MacLean hat es klar nicht in die NHL ges chafft und zwar in ver schiedenen Konstellationen . Ebenso klar ist die Tat sache, dass er – ebenfalls in verschiedenen Konstella tionen – die AHL als Torschütz e dominiert hat.

CHARAKTERISTIK: Don MacLean ist ein tor gefährlicher Center, der aber auch als Flügel einges etzt werden kann.

, 90 KG

dem Nichts. Man sieht ihn oft kaum, er ist alle s andere als «flashy» – aber dann macht es plötzlich «Bumm» und Tor. Au ch physisch ist MacLe an sehr stark.

SCHWÄCHEN: MacLean hat läuferisc he Defizite und hat te Zeit seiner Karriere Mühe mit der Konstanz, d.h. er hat einige absolute «Off-Spie le», in denen er rein gar nichts macht und zum Ärgern is wird. Diese Unkonsta nz ist auch während eines Spi eles zu beobachten : Ma cLean hat immer wieder Einsätze, in denen ma n ihn nicht bemerkt, dann ist er ein «Non-Facto r». Erstaunlich ist zudem, dass er seine starke Physis zu wenig als Waffe einset zt. Seine Spielintensitä t ist höchstens durchschnit tlich und auch bei den Spielmacherqualitäten un d in der Defensivarb eit ist er nicht erstklassig.

STÄRKEN: MacLean ist ein SuperSchütze! Seine Schuss technik ist erstklassig und er sch iesst auch sehr har t. Es gibt nicht viele Spieler auf diesem Planeten (inkl. NHL), die besser schiessen als Don MacLean. Be DIE ZUKUNFT: treffend Schuss hat MacLean ein gutes Selbst ver tra Ich erwarte Anlaufschwier uen . gibt Spieler, die schies Es igkeiten (Speed ) für Do sen auf ’s Tor und es MacLean und ein un n gibt Akteure, die schiessen du geduldiges Lions-Um rch’s Tor. MacLean geh feld. Am Sch lus s der Sai ört son zu denjenigen, die durch wird er aber auch unser ’s Tor hindurch sch e «Scoresheets» aufgemischt hab iessen. MacLean ist gut bei Bu en. MacLean hat das Po llies und er schiesst Tor tenzial, zum Toptorschütz e aus en in unserer Liga zu werden. STATISTIK: Saison Spiele Liga Tore Assists Punkte 06- 07 Strafmin. AHL 66 33 28 61 51

DIE FICHE*: Schlittschuhlaufen: D Hände: B Spielintelligenz: C Intensität: D Körperspiel: C Effizienz: B-

*Legende der Fiche: A = Weltklasse / NHL-Spi tze B = NHL-Durchschnitt C = Internationale Klasse D = NLA-Spitze E = NLA-Durchschnitt F = NLB-Niveau

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InTeam

Doppelte Neu

DOMINIC MEIER IST DER WOHL WICHTIGSTE SCHWEIZER ZUZUG DES EV ZUG. DER VERTEIDIGER MIT CHURER WURZELN ERWARTET VON SEINER ZWÖLFTEN NLA-SAISON EINIGES, DA ER DER MANNSCHAFT DES EV ZUG DURCHAUS EINEN EXPLOIT ZUTRAUT. «DAS POTENTIAL IST VORHANDEN. JETZT LIEGT ES AN UNS, DIESES MÖGLICHST OPTIMAL AUSZUSCHÖPFEN», BETONT MEIER. DIE NEUORIENTIERUNG IN ZUG IST VIELLEICHT NICHT SEINE EINZIGE, DENN AUCH DEM KAPITEL NATIONALMANNSCHAFT STEHT MEIER OFFEN GEGENÜBER... Text: Dominik Rothenbühler Foto: Pius Koller Der zu Recht als Musterathlet geltende Dominic Meier (wer auf 179 cm Körpergrösse 87 Kilogramm Masse verteilt und dabei Körperfettwerte aufweist, die durchaus auch im Fahrerfeld der Tour de France auftreten, ist wirklich topfit), war beim SC Bern nicht unzufrieden und hätte sich durchaus vorstellen können, für die Mutzen noch eine achte oder gar neunte Saison in Serie zu absolvieren. Doch dann kam die Anfrage vom EV Zug und damit eine Neuorientierung für den Verteidiger, der Ende Dezember 1995 und Anfang Januar 1996 an der Junioren U20-WM den Durchbruch schaffte und derart gut spielte, dass er bei der Wahl der NLA-Klubs quasi die Qual der Wahl hatte und sich damals auch aus ausbildungstechnischen Überlegungen für den Schlittschuh-Club Rapperswil-Jona entschied.

DER «AUSSCHÖPFUNGSHELFER»

Die Überlegungen im Fall des EV Zug im Winter 2006/07 waren für «Domi», so nennen ihn seine Freunde und Verwandte kurz und bündig, verständlicherweise ganz anders gelagert: «Beim EV Zug sind sämtliche Parameter auf Vorwärtsdrang und Zukunftsgeist gerichtet. Das gefällt mir sehr und deshalb entschied ich mich für den Vierjahresvertrag mit den Innerschweizern», erläutert Meier sichtlich zufrieden. Auf Anfrage

führt Meier die oben erwähnten Parameter noch etwas mehr aus: «Auf die Saison 2009/10 entsteht nur wenige Meter von der jetzigen Hertihalle entfernt eine komplett neue Arena. Die Finanzen des Klubs sind tiefschwarz und im sportlichen Bereich agiert eine sehr kompetente Crew mit sehr viel Weitsicht und Cleverness. Ich bin deshalb davon überzeugt, dass der EV Zug in den kommenden zwei bis drei Jahren derjenige Schweizer Klub ist, der am meisten vorhandenes Potential in entsprechende sportliche Fortschritte wird ummünzen können», analysiert Meier. Die sportliche Führung des EV Zug, da muss man kein Wahrsager sein, hat Meier genau wegen ebendieser Umsetzung des Potentials an die Gestade des Zugersees geholt. Denn Potentiale sind das eine und die Erfahrung, um diese verwirklichen und umsetzen zu können, wiederum eine ganz andere Geschichte. «Domi» Meier ist also kein Entwicklungshelfer, mit diesem Wort würde man dem EV Zug mit Sicherheit unrecht tun, sondern vielmehr ein «Ausschöpfungshelfer». Schwierigkeiten mit der Anpassung beim Umfeld des EV Zug hatte «Domi» bislang keine. «Die Mannschaft und die gesamte Crew sind enorm umgänglich und unkompliziert. Das gefällt mir sehr. Zudem kommt mir die pragmatische und

NÄHER AM EIS

Abgänge: Dario Bürgler (Davos), Paolo Duca (Ambrì), Livio Fazio (Rücktritt), Per Hällberg (MoDo/Sve), Krys Kolanos, Kamil Piros (Köln) Zuzüge: Dale McTavish (ZSC Lions), Dominic Meier (Bern), Thomas Walser (Lakers) Die Substanz für eine Klassierung in der Spitzengruppe der Liga ist vorhanden. Aber auch das Konfliktpotenzial, um in eine Krise zu geraten. Nach der teuren Verpflichtung von Dominic Meier ist die Lohnhierarchie durcheinander geraten. Unruhen wird es in Zug geben. Entweder in den gegnerischen Verteidigungen oder im Zuger Trainerund Managerbüro. Aus dem SLAPSHOT Hockey-Guide

Es ist Zeit, die altehrwürdige Herti-Halle umzubauen. Das Klima in der Zuger Halle ist zu feucht, weiches Eis das Resultat. In Zug ist die Spielfläche so soft, dass sich im Verlauf eines Spieldrittels viel klebriger Schnee bildet, der die Stockschaufeln der Spieler «verklebt». Schnee von kaltem Eis bleibt nicht kleben, sondern verweht auf der kalten Eisfläche. So soll es in Zug ab dem Jahre 2009 und in der neuen Halle auch wieder aussehen.

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«MIR KOMMT DIE PRAGMATISCHE UND UNKOMPLIZIERTE KANADISCHE SPIELWEISE VON SEAN SIMPSON UND COLIN MULLER SICHERLICH ENTGEGEN.»

UNRUHEN KOMMEN

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Aktuelle Informationen zu Dominic Meier finden Sie auf:

unkomplizierte kanadische Spielweise von Sean Simpson und Colin Muller entgegen. Ich habe diese beim SC Bern schliesslich unter Kent Ruhnke eingehend kennen und schätzen gelernt und unter John Van Boxmeer teilweise wieder neu aufgefrischt», betont der unter anderem auch für seinen überaus präzisen Schuss bekannte Verteidiger, der in bisher 13 Nationalliga-Saisons (11 davon spielte er in der NLA) und 638 Einsätzen neben 52 Toren und 111 Assists auch unzimperliche 952 Strafminuten verbuchen konnte. Für Meier und seine Teamkollegen ist die von Anfang an optimale Umsetzung des Systems ein ganz wichtiges Element des vor der Saison erstellten Zielkatalogs. «Wir wollen unbedingt ver-

KEINE ANPASSUNGSSCHWIERIGKEITEN

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DOMINIC MEIER - ONLINE

DOMINIC MEIER

meiden, dass wir ähnlich blamabel in die Saison starten, wie dies beim EV Zug vor einem Jahr leider der Fall gewesen ist. Entsprechend seriös und hochmotiviert gingen wir deshalb bereits in den Vorbereitungsspielen zu Werk. Sean und Colin ist dies ein Anliegen, denn die mit einem schlechten Start zusätzlich verschwendete und verpuffte Energie wollen wir heuer lieber für die entscheidenden Spiele im letzten Meisterschaftsakt aufsparen und dort umso mehr Gas geben», wagt Meier bereits Anfang September einen Blick in die Ende Februar 2008 beginnenden Playoffs.

EIN EHRLICHER ARBEITER... In der Selbsteinschätzung bleibt «Domi» wie immer sehr bescheiden. «Ich bin ein ehrlicher Arbeiter und sicherlich kein Zauberkünstler, wie ich sie beim SC Bern gleich reihenweise erleben durfte. Meine technischen Fähigkeiten sind nicht schlecht aber im Vergleich mit anderen doch eher beschei-


EV Zug

orientierung?

den. Dafür kann ich meine ‹proletarischen› Tugenden wie den Kampfgeist, die Physis, die Robustheit und der harte und platzierte Schuss als persönliche Trümpfe anfügen», gibt Meier zu Protokoll. Dabei erwähnt er im Stile eines Gentleman nicht, dass er beim SC Bern während einigen Saisons nicht nur ein Arbeiter, sondern durchaus auch ein kreativer Defensivspielmacher war und entsprechend viel Einfluss auf das Spiel ausüben konnte.

... DER STETS OFFEN FÜR NEUES IST Meier ist ein Mensch, der gerne in die Zukunft schaut und ganz sicher nicht längst vergange-

nen Tatsachen nachgrübelt. Das beweist er auch bezüglich dem Thema Nationalmannschaft. «Ja, ich bekam bis zum heutigen Tag noch nie ein Aufgebot, obwohl ich als Junior zum Stamm der U-Teams gehörte und in den letzten Jahren auch einige mehr als akzeptable Saisons zeigte. Doch das stört mich nicht und ich jammere auch nicht. Schliesslich sind diejenigen, die solche Entscheide treffen dafür zuständig und auch mit der entsprechenden Kompetenz ausgerüstet. Falls ich aber in der anstehenden Saison im Dress des EV Zug plötzlich über mich hinauswachsen sollte

Dominic Meier soll beim EV Zug dank seiner Erfahrung von 11 NLA-Saisons mithelfen, dass die vorhandenen Potentiale möglichst optimal ausgeschöpft werden können.

und vom Nationaltrainer ein Aufgebot bekäme, würde ich dieses sicherlich nicht ablehnen.» Wer weiss, vielleicht gibt es für Meier in dieser Saison tatsächlich sogar die doppelte Neuorientierung... ●

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Kolumne

Die CH-Drafts unter der Lupe IM DIESJÄHRIGEN NHL-DRAFT WURDEN NUR ZWEI SCHWEIZER SPIELER BERÜCKSICHTIGT, DIES ABER IMMERHIN JE IN DER DRITTEN RUNDE! WIE HOFFNUNGSVOLL SIND DENN UNSERE BEIDEN «DRAFTEES» YANNIK WEBER, MONTREAL CANADIENS UND LUCA CUNTI, TAMPA BAY LIGHTNING? Yannik Weber war bereits während seiner Zeit in der Bern-Future-Organisation ein Leistungsträger in den Junioren-Nationalteams. Fragezeichen setzte ich hinter seine unterdurchschnittliche Körpergrösse, die er in sehr jungen Jahren noch nicht ganz mit herausragendem Offensivspiel kompensieren konnte. Der letzte Schuss Genialität in den Offensivaktionen hat mir bei ihm immer etwas gefehlt. Darum war es lange nicht klar, ob er es in den NHL-Draft schaffen würde. Ein sehr mutiger aber in seinem Fall sehr guter Entscheid war der Wechsel nach Nordamerika zu den Kitchener Rangers in die OHL. Er hat sich sehr schnell ans nordamerikanische Hockey angepasst und in der vergangenen Saison vor allem seine offensiven Fähigkeiten verbessert. Eines seiner grossen Pluspunkte ist die Leidenschaft, sein Feuer in den Augen. Yannik Weber ist sehr kompetitiv und seine kleine Statur macht er physisch durch einen tiefen Schwerpunkt und mit sehr kräftigen Beinen wett. Weber setzt seine Beweglichkeit geschickt ein, um im Kampf um die Scheibe auch gegen grössere, stärkere Gegner bestehen zu können. Im Gegensatz zu seinem Spiel in der Schweiz hat er sich in Kanada getraut, offensiv mehr Risiken einzugehen. Eindrücklich auch sein sehr harter Slapshot und seine überdurchschnittlich guten physischen Scouts. Die Gerüchteküche begann zu Werte bei den NHL-Tests in Toronto. Im brodeln. Cuntis Charakter wurde zum defensiven Spiel ohne Scheibe hat Weber Thema, negative Bezeichnungen machten Defizite. Er schafft es nicht, kräftige Powdie Runde. Ich möchte Luca Cunti nicht in erforwards aus dem «Slot» zu schieben. Schutz nehmen, dies dient ihm am allerZudem trifft er noch nicht immer die richwenigsten: Er hat Schwächen im Defentigen Entscheidungen und seinem erwähnt harten Slapshot mangelt es an Genauigkeit. Die Zukunft ist rosig für UCA UNTI IST VERMUTLICH DER Yannik Weber. Seine Leistungskurve zeigt nach TALENTIERTESTE REATIVSPIELER DEN oben, er ist topfit und seine WIR IN DER CHWEIZ JE HATTEN Mentalität wird ihm helfen, seine Ziele zu erreichen. THOMAS ROOST Luca Cunti war einer der meist diskutierten Spieler sivspiel, er muss mit mehr körperlicher vor dem Draft! Viele Scouts waren sich Intensität spielen und in gewissen Spieleinig, dass er vom Talent her gesehen situationen lernen, auch zum unschönen, Erstrundenpotenzial mitbringt. Mit Misseinfachen Spiel zu finden und deutlich trauen wurde dann zur Kenntnis genommehr die Schussoption wählen. Trotzdem men, dass Cunti nicht für die U20-WM gebe ich folgendes zu bedenken: Luca nominiert wurde, dass er während der Cunti ist vermutlich der talentierteste Saison zweimal das Team gewechselt hat Kreativspieler, den wir in der Schweiz je und am Schluss bei der U18-WM zum Flühatten. Seine Hände sind phantastisch, gel umfunktioniert und teilweise in der seine kleinen Körpertäuschungen erin«Checkerformation» eingesetzt wurde. nern an die hohe russische Schule. Das All dies zusammen war zu viel für die

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Die Zukunft von Yannik Weber sieht gemäss Thomas Roost aus diversen Gründen rosig aus.

FOTO : GEISSER FOTOGRAFEN

seidenweiche Skating hat Weltklasseformat; er kann mit nur leichtem Effort vom zweiten in den dritten Gang beschleuni-

gen und so die Gegner auch auf höchstem Niveau düpieren. Die offensive Spielübersicht ist hervorragend, er spielt meistens mit dem Kopf oben, sein Oberkörper ist immer stabil. Kein Schweizer Spieler ist im «Eins gegen Eins» derart gefährlich. Unterschätzt wird zudem sein Spiel entlang der Bande und in den Ecken. Dank seiner Balance und seinen kleinen Täuschungen gewinnt er in diesem Bereich erstaunlich viele Duelle. Cunti ist ein purer Kreativspieler dem in der letzten Saison das defensive Gewissen und das Backchecking auferlegt werden sollte. Wie so oft in der Schweiz werden Spieler, die dies nicht befolgen, bestraft und auf die Bank gesetzt. Eine sehr einseitige Logik, die ich nie verstehen werde, denn umgekehrt sehe ich bei uns keine Coaches, die einen defensiven CheckinglineForward auf die Reservebank setzen, weil er kreativ zu wenig produziert. Luca Cunti sucht nun seinen Weg in Nordamerika – die College-Schiene befürworte ich persönlich sehr. Es verbindet die Eishockeyweiterbildung mit kopflastiger Arbeit auf ideale Art und Weise. Es ist ein guter Entscheid von Luca und die Schweiz hat mit Luca Cunti endlich die Chance zu einem so genannten «Special Player». ●

ZUM AUTOR UND ZUR RUBRIK : Thomas Roost ist seit 10 Jahren als NHL-Scout tätig und ein profuner Kenner der europäischen Spielermärkte. Bei Central-Scouting-Europe ist er alleinverantwortlich für die Spielerrankings in der Schweiz und Deutschland sowie mitverantwortlich für die gesamteuropäischen Rankings. Hauptberuflich ist Roost Head Human Resources und Mitglied der Konzernleitung in der Touristikbranche. Roost schreibt während der gesamten Saison 2007/08 monatlich eine Kolumne im SLAPSHOT. Roosts persönliche Meinung kann, muss sich aber nicht unbedingt mit derjenigen der SLAPSHOT-Redaktion decken. Lesermeinungen zu den Kolumnen-Beiträgen nehmen wir gerne via slapshot@mails.ch entgegen. Sie können Ihr Feedback dem Autor auch direkt über thomas roost@hotmail.com zukommen lassen.


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Gerüstet für den Kampf

Das Hockey-Magazin der Schweiz 22. Jahrgang, 2007 / 2008

Dieser Tage rüsten sich die NHL-Schweizer Patrick Fischer (im Bild), Mark Streit, David Aebischer, Martin Gerber und Jonas Hiller für eine neue NHL-Saison. Patrick Fischer probierte schon einmal den Helm von seinem Ausrüster, NikeBauer, an. Fischer ist somit für den beinharten Ausschei-

dungskampf im Camp der Phoenix Coyotes gerüstet. Nicht selten lassen sogenannte Wackelkandidaten in den Ausscheidungen die Fäuste sprechen, um in der Gunst des Coaches zu punkten. Mit seinem Helm ist Fischer gegen jegliche Attacken bestens gerüstet. ●

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SEPTEMBER ’07

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Wir investieren auch in die Eishockey-Stars von morgen. PostFinance setzt sich f端r den Nachwuchs ein. Zum Beispiel mit dem PostFinance Top Scorer, der mit jedem Scorerpunkt die Nachwuchskassen der Klubs und der Nationalmannschaft unterst端tzt. Weil wir 端berzeugt sind, dass die F旦rderung von jungen Sportlerinnen und Sportlern auf dem Weg zum Erfolg wichtig ist.

Besser begleitet.


SLAPSHOT Ausgabe 3