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Schweizerische Kriminalprävention Prévention Suisse de la Criminalité

Jahresbericht – Rapport d’activité Jahresrechnung – Comptes annuels 2008

Die Schweizerische Kriminalprävention SKP ist eine interkantonale Fachstelle der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren KKJPD. La Prévention Suisse de la Criminalité PSC est un service intercantonal spécialisé de coordination de la Conférence des directrices et directeurs des départements cantonaux de justice et police CCDJP. Bern, März 2009

SKP PSC Haus der Kantone Speichergasse 6 Postfach 3000 Bern 7 Tél. +41 31 320 29 50 Fax +41 31 320 29 55 info@skppsc.ch www.skppsc.ch


Impressum Herausgeberin

Schweizerische Kriminalpr채vention SKP CH-3000 Bern 7 Verantwortlich

Martin Boess, Gesch채ftsleiter Adresse

Schweizerische Kriminalpr채vention SKP Haus der Kantone Speichergase 6, Postfach, CH-3000 Bern 7 Tel. +41 31 320 29 50 Fax +41 31 320 29 55 info@skppsc.ch www.skppsc.ch Bern, M채rz 2009


Inhalt Vorwort....................................................................................................................................... 1 1.

Die Schweizerische Kriminalprävention SKP ....................................................................... 3 1.1. Die Leitungskommission ........................................................................................... 3 1.2. Sitzungen der Leitungskommission........................................................................... 4 1.3. Die Projektkommission ............................................................................................. 4 1.4. Sitzungen der Projektkommission ............................................................................. 5 1.5. Die Fachkommission................................................................................................. 5 1.6. Sitzungen der Fachkommission ................................................................................ 5 1.7. Die Geschäftsstelle ................................................................................................... 6

2.

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit ................................................................................. 7 2.1. «Jugend und Gewalt» Massnahmenplan 2008–2010 ................................................ 7 2.2. «EURO2008» Informationswebseite und Dienstleistungen für die Medienverantwortlichen der kantonalen Polizeikorps und des Teilprojekts «Sicherheit».............................................................................................................. 9 2.3. «Stopp Kinderpornografie im Internet» Kampagne gegen Pädosexualität im Internet ......................................................... 11 2.4. Neuerarbeitung der Informationen im Internet zum Thema «Betrug»....................... 13

3.

Weitere Informationen zur Tätigkeit der SKP ..................................................................... 15 3.1. Nutzungsstatistik Geschäftsstelle und Webseite ..................................................... 15 3.2. Umzug der Geschäftsstelle von Neuchâtel nach Bern ............................................. 17

4.

Revisionsbericht / Comptes annuels................................................................................. 19

5.

Préface............................................................................................................................. 26

6.

La Prévention Suisse de la Criminalité PSC ...................................................................... 28 6.1. La commission de direction .................................................................................... 28 6.2. Réunions de la commission de direction ................................................................. 29 6.3. La commission de projet......................................................................................... 29 6.4. Réunions de la commission de projet ..................................................................... 30 6.5. La commission spéciale.......................................................................................... 30 6.6. Réunions de la commission spéciale....................................................................... 30 6.7. La PSC – organe de coordination spécialisé ........................................................... 31

7.

Principales activités de la PSC.......................................................................................... 33 7.1. «Les jeunes et la violence» Plan de mesures 2008 de la PSC.................................. 33 7.2. «EURO2008» Site Internet d’information et de services pour les responsables des médias des corps de police cantonaux et du Secteur «Sécurité» ........................... 35 7.3. «Stop pornographie enfantine sur Internet» Campagne de lutte contre la pédosexualité sur Internet ......................................... 37


7.4.

8.

Mise à jour des informations en ligne et nouveau site Internet sur le thème de l’«escroquerie» ....................................................................................................... 39

Informations complémentaires sur les activités de la PSC ................................................. 41 8.1. Statistiques sur la fréquentation de l’organe de coordination spécialisé et de son site Internet................................................................................................................... 41 8.2. La PSC quitte Neuchâtel pour s’installer dans la «Maison des Cantons» à Berne .... 43


Vorwort Das Jahr 2008 war für die Schweizerische Kriminalprävention SKP ein Jahr der thematischen Konsolidierung und der strukturellen Änderungen. Schwerpunkte der Arbeit bildeten die Themen «Pädokriminalität im Internet» und «Jugend und Gewalt». Die stetige Nachfrage nach Broschüren, nach Referaten des Geschäftsleiters und nach Beratung zum Thema «Kinder und Internet» sind ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit unserer Kampagne «Stopp Kinderpornografie im Internet» die Zielgruppen erreicht hat. Es zeigte sich im Berichtsjahr, dass Informationskampagnen nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt hin abgeschlossen werden können. Kampagnen müssen laufend den neusten Wissensstand berücksichtigen, Informationsmaterial ist zu aktualisieren und der Nachfrage nach persönlicher Beratung ist zu entsprechen. Dies bindet selbstverständlich Ressourcen. Zur neuen Informationskampagne «Jugend und Gewalt» wurde an der Herbstversammlung 2007 der KKJPD ein Massnahmenplan verabschiedet. Da sich diese Kampagne – mit den inhaltlichen Hauptstossrichtungen Vernetzung und Wissensvermittelung – aber weniger an die breite Öffentlichkeit als vielmehr an die Polizeikorps richtet, wurde mehrheitlich im Hintergrund gearbeitet. Resultate der Koordinations- und Vernetzungsmassnahmen werden den relevanten Zielgruppen und der Öffentlichkeit kontinuierlich bekannt gemacht. Auch die SKP hat sich für die EURO2008 engagiert. Zusammen mit dem Bundesamt für Polizei (fedpol) hat sie für die Gäste in der Schweiz sowie für die Bevölkerung eine Informationswebseite aufgeschaltet und für die Medienverantwortlichen der kantonalen Polizeikorps Mediendienstleistungen erbracht. Die Webseite wurde rege genutzt, wodurch auch andere Teile der SKP-Webseite an Bekanntheit gewannen. Die nachfolgend beschriebene Analyse der Nutzung der SKP-Webseite zeigt eindrücklich, wie sich die Investition in den Internetauftritt lohnt. Die Webseite wurde mit neuen Möglichkeiten, wie FAQs oder Blogs, ausgestattet. Dies ist nicht nur eine effiziente Art, Präventionsbotschaften zu verbreiten, sondern entlastet die Geschäftsstelle auch von ressourcenintensiven persönlichen Beratungstätigkeiten. Weiter hat die SKP in Zusammenarbeit mit Fachleuten eine gänzlich neue Betrugswebseite erarbeitet und aufgeschaltet. Die Inhalte der neuen Webseite «Den Trick kenne ich!» beruhen auf einem konstruktiven Präventionsverständnis: Sie listet nicht nur Deliktsformen auf und zeigt den «Warnfinger», sondern stellt häufige Betrugssituationen dar und beschreibt Merkmale von potenziellen Opfern, von Tätern und von Betrugsversuchen. Im Laufe des Berichtsjahres sind die Regierungsräte Alois Christen (SZ) und Guy Morin (BS) aus der Leitungskommission zurückgetreten. Beiden Mitgliedern danke ich an dieser Stelle ganz herzlich für ihre engagierte Mitarbeit.

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Neu konnten die Regierungsräte Hans Hollenstein (ZH) und Hanspeter Gass (BS) für die Mitarbeit in der Leitungskommission gewonnen werden. Seit dem 1. November 2008 arbeitet auf der Geschäftsstelle eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, Chantal Billaud, die den Geschäftsleiter auch inhaltlich in seiner Arbeit unterstützt. Die SKP ist im August 2008 ins «Haus der Kantone» nach Bern umgezogen. Die Nähe zum Generalsekretariat der KKJPD und zu anderen kantonalen Konferenzen konnte bereits für Vernetzungsarbeiten in der Kampagne «Jugend und Gewalt» genutzt werden. Die verstärkte Vernetzung mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps und die Verstärkung der Kontakte zu nicht-polizeilichen Stellen auf kantonaler und gesamtschweizerischer Ebene entspricht dem gesamtgesellschaftlichen Präventionsverständnis, dem sich die SKP verpflichtet fühlt. Der Kurs stimmt!

Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig

Justiz- und Sicherheitsdirektorin des Kantons Luzern Präsidentin der Schweizerischen Kriminalprävention SKP

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Jahresbericht 2008 / Rapport d’activité 2008


1.

Die Schweizerische Kriminalprävention SKP

1.1.

Die Leitungskommission

Die Leitungskommission genehmigt die Jahresplanung und Jahresrechnung der SKP sowie die von der Geschäftsstelle zu bearbeitenden Präventionskampagnen unter Berücksichtigung der Vorschläge der SKP-Projektkommission. Am 31. Dezember 2008 bestand die Kommission aus folgenden Mitgliedern: Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern und Präsidentin der SKP Monsieur le Conseiller d’Etat Jean-René Fournier Chef du Département des finances, des institutions et de la sécurité du Canton du Valais Regierungsrat Hanspeter Gass Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt Regierungsrat Dr. rer. pol. Hans Hollenstein Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich Monsieur le Conseiller d’Etat Jean Studer Chef du Département de la justice, de la sécurité et des finances du Canton de Neuchâtel Martin Boess Geschäftsleiter der SKP

Im Geschäftsjahr ist Regierungsrat Alois Christen als Regierungsrat des Kantons Schwyz und damit auch als Mitglied der Leitungskommission zurückgetreten. Sein Sitz in der Leitungskommission wurde von Regierungsrat Hans Hollenstein (ZH) übernommen. Aufgrund seines Wechsels ins Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt ist auch Regierungsrat Guy Morin aus unserer Kommission zurückgetreten. An seiner Stelle konnte Regierungsrat Hanspeter Gass (BS) gewonnen werden.

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1.2.

Sitzungen der Leitungskommission

Dienstag, 23. September 2008 Genehmigung der SKP-Jahresplanung 2009

Die Genehmigung der Jahresrechnung 2007 und des Jahresberichts 2007 erfolgten über einen Zirkularbeschluss.

1.3.

Die Projektkommission

Die Projektkommission beurteilt die Kriminalitätslage und macht der Leitungskommission Vorschläge für Kampagnenthemen. Sie nimmt zu Handen der Leitungskommission Stellung zu den Kampagnenkonzepten, bevor sie an die KKJPD weitergeleitet werden. Am 31. Dezember 2008 bestand die Kommission aus folgenden Mitgliedern: Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern und Präsidentin der Projektkommission Luca Bier, Stabsoffizier der Kantonspolizei Tessin Reto Habermacher, Kommandant der Kantonspolizei Uri Hansjörg Ritter, Kommandant der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden Christian Varone, Kommandant der Kantonspolizei Wallis Urs Bartenschlager, Chef Kriminalpolizei des Kantons Solothurn Bruno Fehr, Chef der Kriminalpolizei des Kantons St. Gallen Stephan Grieder, Chef der Kriminalpolizei des Kantons Schwyz Robert Steiner, Chef der Kriminalpolizei des Kantons Wallis Pius Valier, Kommandant der Stadtpolizei St. Gallen Kurt Hügi, Vertreter des Schweizerischen Polizei-Instituts SPI, Neuchâtel Martin Boess, Geschäftsleiter der SKP

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1.4.

Sitzungen der Projektkommission

Donnerstag, 21. August 2008 Arbeitssitzung zur Umsetzung des Massnahmenplans «Jugend und Gewalt» 2008-2010

1.5.

Die Fachkommission

Die Fachkommission erarbeitet kleinere Projekte und Informationsmaterialien zur Unterstützung der kriminalpräventiven Arbeiten in den Kantonen. Sie begleitet die Arbeit der SKP und dient ihr als Verbindung zur fachlichen Basis in den Polizeikorps der Kantone und Städte sowie den Konkordaten. Dadurch entstehen Projekte und Materialien, die den Bedürfnissen der Polizeiorganisationen im Bereich der Kriminalprävention dienen. Am 31. Dezember 2008 bestand die Kommission aus folgenden Mitgliedern: Martin Boess, Geschäftsleiter der SKP (Vorsitz) Patrice Sauteur, Kantonspolizei Bern Meinrad Stöcklin, Polizei Basel-Landschaft Jean-Philippe Brandt, Police cantonale genevoise Claude Gnos, Kantonspolizei Luzern Florian Grossmann, Kantonspolizei Schwyz Pierre-Olivier Gaudard, Police cantonale vaudoise Hugo Schenk, Stadtpolizei Zürich

Während des Geschäftsjahrs wurde Hansruedi Suter (ZH) pensioniert und ist aus der Fachkommission zurückgetreten.

1.6.

Sitzungen der Fachkommission

Im Jahr 2008 haben keine Sitzungen stattgefunden.

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1.7.

Die Geschäftsstelle

Die Leitung der Geschäftsstelle lag auch im Jahr 2008 in den Händen von Martin Boess. Im Februar 2008 verliess die langjährige Assistentin des Geschäftsleiters, Regina Dinten, die SKP. Die Leitungskommission genehmigte die Umwandlung der Assistenzstelle in eine Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeitenden. Per 1. November 2008 konnte Chantal Billaud, Psychologin und Kriminologin, für diese Stelle gewonnen werden.

Vortragstätigkeit des Geschäftsleiters

23. Januar 2008: «Sexualpädagogik und Pornografie» für sedes (Sexualpädagogik Deutsche Schweiz) in Zürich. 18. Februar 2008: «Kampagne Pädokriminalität» für Kantonspolizei Glarus, in Glarus. 21. Februar 2008: «Kampagne Pädokriminalität» für Elternverein Port, in Port (BE). 3. März 2008: «Kampagne Pädokriminalität» für Kantonspolizei Glarus, in Glarus. 9. Mai 2008: «Kampagnen Pädokriminalität und Jugend und Gewalt» für die Mitteleuropäische Polizeiakademie (MEPA), in Münchenwiler. 15. Mai 2008: «Stand der Arbeiten an der Kampagne Pädokriminalität» für fedpol, Sitzung AG Kindsmissbrauch, Strafverfolgungsbehörden und NGO’s, in Bern. 21. Mai 2008: «Kampagne Pädokriminalität» für Verein Sexualerziehung Aargau, in Brugg. 6. Juni 2008: «Neue Gefahren für Jugendliche im Web 2.0» für Nationales Bündnis gegen sexuelle Gewalt an Kindern, in Olten. 3. September 2008: «Stand der Arbeiten an der Kampagne Jugend und Gewalt» für die Tagung der Jugendsachbearbeiter der kantonalen Polizeikorps, in Bern. 5. November 2008: Vorstellung «Konzept Broschüre click it!» für die nationale Tagung «Medienkompetenz der Eltern stärken» für Pro Familia, in Solothurn. 20. November 2008: «Kampagne Pädokriminalität» für Ausbilderinnen Wohnheim Lindenbaum, in Pfäffikon (ZH).

Weiterbildung

Institut Psychologie & Sicherheit, Aschaffenburg: «Krisenteams in Schulen» Institut Psychologie & Sicherheit, Aschaffenburg: «Pädophilie und Internetgefahren für Kinder» Zertifikat «Schulischer Krisenmanager nach dem System Sichere Schule» des Instituts Psychologie & Sicherheit, Aschaffenburg

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2.

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit

2.1.

«Jugend und Gewalt» Massnahmenplan 2008–2010

Das im November 2007 von der KKJPD genehmigte Detailkonzept «Massnahmenplan 2008 Jugend und Gewalt» wurde im Februar und März 2008 an rund 1500 Adressen verschickt. Folgende Organisationen und Personen haben das Detailkonzept erhalten: Bund: Bundesrat, National- und Ständerat, Sekretariate der Eidg. Kommissionen (EKM,

EKKJ), Bundesämter (BSV, BAG, fedpol, BJ), Eidg. Fachstellen und Büros. Kantone: Justiz- und Polizeidirektionen, Erziehungs- und Sozialdirektionen, kantonale und städtische Polizeikorps, Fachstellen für Integration, Delegierte für Integration. Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohner. Private Organisationen: Justizvereinigungen, Lehrerschaft, Gewerkschaften, politische Parteien u.a. Ab Mai 2008 wurde die Umsetzung der geplanten Massnahmen an die Hand genommen. Folgende Projekte sind zurzeit in Arbeit: •

Internet-Datenbank Präventionsprojekte (Massnahme 3):

Ende August 2008 wurde der Fragebogen für die Erhebung der durch die Polizei durchgeführten Präventionsprojekte an die kantonalen und städtischen Polizeikorps verschickt. Die Software für die Erhebung ist operativ. Bis Ende 2008 hatten sich 11 (von 26) Polizeikorps mit ihren Präventionsprojekten in der Datenbank eingetragen. Nationale Tagung zum Thema «Jugend und Gewalt» (Massnahme 1): Der SKP-Projektkommission wurde anlässlich einer Sitzung ein Programmvorschlag unterbreitet, der positiv beurteilt wurde. Er beinhaltet folgende Punkte: Zielgruppe: SKP-interne Kommissionen, Mitglieder der KKJPD, Kommandanten und Präventionsverantwortliche der kantonalen und städtischen Polizeikorps, Mitglieder der SKP-Expertenkommission «Jugend und Gewalt», Beantworter der Umfrage Datenbank aus den kantonalen und städtischen Polizeikorps, Beantworter der Umfrage Datenbank aus den kantonalen Erziehungs- und Sozialdirektionen, weitere Organisationen aus dem Haus der Kantone, Jugendpolizist/innen, Jugendsachbearbeiter/innen, Jugendkontaktpolizist/innen, kantonale Beauftragte für Jugendgewalt, Mitarbeitende Schweizerisches Polizei-Institut (SPI), Bundesamt für Migration, Bundesamt für Statistik (Abteilung Kriminalität und Strafvollzug), fedpol, Bundesamt für Justiz, Vorsteherin des Justiz- und Polizeidepartments. Programmpunkte: - Jugend und Gewalt: Bedeutung einer gesellschaftlichen Entwicklung (1998-2008)

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-

Die Entwicklung der Kriminalität in der Schweiz (1998-2008), Trends, Entwicklung, Daten, Fakten unter besonderer Berücksichtigung der Jugendgewalt - Erwachsenwerden in der Schweiz: was heisst Kindsein und Jugendlichersein heute? - Das neue Jugendstrafrecht: Erfahrungen einer Jugendanwältin/eines Jugendanwalts - Kinder und Jugendliche mit ausländischem Hintergrund: so schlecht wie ihr Ruf? - Medienkonsumverhalten von Kindern und Jugendlichen - Die Rolle der Medien im Thema Jugend und Gewalt - Antworten der Politik: Initiativen/Grundsatzpapiere der politischen Parteien in der Schweiz Kurzversion des Massnahmenplans: Auf Wunsch der Projektkommission entwickelt die Geschäftsstelle eine Kurzversion des Detailkonzepts in Form von so genannt «Häufig gestellten Fragen» (FAQ). Die Kurzversion ist zur weiteren Nutzung durch die kantonalen und städtischen Polizeikorps vorgesehen. Es besteht jedoch auch die Notwendigkeit, die Bevölkerung kurz und bündig über die Massnahmen zu informieren. Entsprechende Arbeiten sind aufgenommen worden. Vernetzung der Aktivitäten mit wichtigen Organisationen und Institutionen (Massnahme 8): Martin Boess hat Einsitz in verschiedenen Expertenkommissionen und vertritt die darin die Interessen der KKJPD und der kantonalen Polizeikorps. Im Bereich «Jugend» sind Expertenkommissionen einberufen worden beim Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Jugend und Gewalt im sozialen Raum) und beim Bundesamt für Gesundheit BAG (Jugendgesundheit).

Die Umsetzung der Massnahmen wird weitergeführt.

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2.2.

«EURO2008» Informationswebseite und Dienstleistungen für die Medienverantwortlichen der kantonalen Polizeikorps und des Teilprojekts «Sicherheit»

Im Herbst 2006 wurde die SKP vom Bundesamt für Polizei angefragt, ob sie die Kapazitäten zur Erarbeitung einer Kampagne gegen Zwangsprostitution habe. Es blieb jedoch bei dieser Anfrage und ein Projekt in diesem Bereich ergab sich nicht. Auf Antrag der SKPPräsidentin, Regierungsrätin Schärli-Gerig (Luzern), führte der Geschäftsleiter Gespräche mit dem Bundesamt für Polizei (fedpol) und dem Generalsekretariat der KKJPD, um das Bedürfnis für präventive Aktionen vor und während der EURO2008 abzuklären. Ein Gespräch mit dem Leiter des Teilprojektes «Sicherheit» EURO2008, dem Kommandanten der Kantonspolizei Solothurn, fand im Sommer 2007 statt. Die Projektidee zur Erarbeitung einer Informationsdrehscheibe im Internet wurde begrüsst. Im Juni 2006 fanden erste Kontakte zwischen der SKP und der «Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes Deutschlands» (ProPK) über das Dienstleistungsangebot der ProPK während der WM 2006 statt. WM 2006 und EURO2008 sind grundsätzlich unterschiedliche Anlässe, die auch einen unterschiedlichen Anspruch an die Präventionsangebote aufweisen. Dennoch konnten aus dem Angebot der ProPK einige wichtige Informationen gewonnen werden. ProPK war bereit, ihre eigenen Webinhalte der SKP kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die SKP entschloss sich daraufhin, eine Webseite mit Präventionsinformationen zu eröffnen. Dabei sollten die Inhalte jedoch nicht neu erarbeitet, sondern aus dem bestehenden Angebot der SKP zusammengestellt werden. Die Inhalte der Webseite wurden aufgeteilt nach Informationen • • •

für Gäste in der Schweiz für die Bevölkerung in der Schweiz sowie für das Gewerbe.

Zudem wurde über Transportmöglichkeiten im Zusammenhang mit den Eintrittstickets zu den Spielen, über Adressen und weitere Links im Internet informiert.

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Folgende Inhalte waren auf der Webseite zu finden: Gäste in der Schweiz

Alkohol (Jugendschutz) Drogen Eintrittstickets für die EURO2008 Falschgeld Feuerwerkverbot Gewalt Kreditkarten/Plastikgeld Taschen- und Trickdiebstahl Waffen

Bevölkerung

Falschgeld Gewalt Kreditkarten/Plastikgeld Taschen- und Trickdiebstahl Zeugen- und Helferverhalten

Gewerbe

Falschgeld Kreditkarten/Plastikgeld Kriterienliste Alkoholausschank (Jugendschutz) Ladendiebstahl Raub Taschen- und Trickdiebstahl

Transport

Kombiticket Fussball/Bahn

Adressen

Notfallnummern in der Schweiz Konsulate EURO2008-Adressen

Links

Kantonale Polizeikorps der Spielorte EURO2008-Adressen UEFA

Zu Beginn des Jahres 2008 äusserte der Medienbeauftragte fedpol das Bedürfnis, die Medienmitteilungen des Teilprojekts 1 «Sicherheit» aus einem einzigen System heraus an die verschiedenen Webseiten der Polizeikorps verteilen zu können. Die SKP konnte die auf ihrer Webseite seit längerem zum Einsatz kommende Technik der RSS-Verteilung von Informationen zur Verfügung stellen, um diese Aufgabe zu übernehmen. Eine Sicherheitsüberprüfung unseres Datenservers für die Webseite, welche durch KOBIK durchgeführt wurde, hat sehr gute Resultate geliefert. Einer engen Zusammenarbeit zwischen fedpol und der SKP stand somit nichts im Wege. In mehreren Kursen wurden die Mitarbeitenden der Medienzentrale der EURO2008 sowie die Medienverantwortlichen der Polizeikorps in

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der Nutzung des System geschult. Ein von der SKP erarbeitetes Handbuch für die Software in deutscher und französischer Sprache hat die Einarbeitung zusätzlich vereinfacht. Über das System der SKP und ihren Server wurden vor und während der EURO2008 insgesamt 594 Medienmitteilungen in deutscher Sprache, 114 Medienmitteilungen in französischer Sprache, 82 Medienmitteilungen in italienischer und 59 in englischer Sprache erfasst und über RSS-Feeds verteilt. Zudem wurden von fedpol auch Informationen zum nationalen Sicherheitskonzept der EURO2008 und die FAQs «Sicherheit» auf die Webseite geladen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Medieninformationszentrum und den kantonalen Medienbeauftragten hat zu einer deutlichen Erhöhung der Besucherzahl vor und während der EURO2008 auf der SKP-Webseite geführt (siehe Kapitel 4.1). Die Inhalte und Medienmitteilung sind archiviert und unter der Adresse www.sicherheiteuro2008.ch zu finden.

2.3.

«Stopp Kinderpornografie im Internet» Kampagne gegen Pädosexualität im Internet

Kurs zur Ausstiegsberatung SKP/Fachhochschule St. Gallen

Seit Beginn der Kampagne «Stopp Kinderpornografie im Internet» im Herbst 2005 gingen auf der Geschäftsstelle regelmässig Telefonanrufe von Personen ein, die sich in unseren Unterlagen, auf unserer Webseite oder in den Medien über den Suchtaspekt des übermässigen Internetkonsums informiert haben und sich nach einer niederschwelligen Beratungsstelle erkundigt haben. Psychiatrische Kliniken in der Schweiz sind darauf ausgerichtet, schwer suchtkranke Personen (Internet-Süchtige) zu betreuen. Niederschwellige Beratungsstellen sind in der Schweiz jedoch noch wenig verbreitet. Für Personen, die sich einer Therapie unterziehen möchten, bevor sie unter Umständen delinquent werden, wirkt eine psychiatrische Klinik oft abschreckend. Wir möchten deshalb Zugang zu einem Netzwerk von Beratenden bieten, die eine Ausstiegsberatung aus dem Internet bei einer Internet- oder einer Pornografiesucht anbieten können. Dabei geht es der SKP auch darum sicher zu sein, dass wir anerkannte und ausgewiesene Fachleute vermitteln. Das Ziel dieses Kurses ist es, die effizientere Täterarbeit zu unterstützen. Die erste Phase nach der Feststellung von eigenem, von der Norm abweichenden Verhalten entscheidet oft darüber, ob sich jemand seinem Problem stellen möchte. In dieser Zeit ist die Person häufig auf Informationen zu rechtlichen Abläufen und zur Bewältigung von Krisen im persönlichen und beruflichen Umfeld angewiesen. Die Ausstiegsberatung ist ein wichtiges Bindeglied zwischen einer niederschwelligen Erstintervention und -hilfe und einer möglicherweise langfristigen deliktorientierten Therapie. Die Ausbildung soll die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Berufen befähigen, den Kinderpornografie-Konsumenten den Aus-

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stieg aus dem (süchtigen) Konsum zu wagen, zu unterstützen und einen Ausweg aufzuzeigen.

Ziele des Kurses

Die Teilnehmenden haben spezifische Grundkenntnisse über normative und sexuelle Abweichungen erworben. Sie sind befähigt zur Einschätzung der Problematik und der Therapiebedürftigkeit pädokrimineller Klienten. Sie kennen die für eine gezielte Weiterweisung notwendigen Grundlagen.

Inhalte des Kurses

Modul 1: Die Kampagne der SKP: Anliegen und Problemstellungen Im Einführungsmodul wird die Kampagne «Stopp Kinderpornographie im Internet» mit ihren Zielen und Inhalten vorgestellt. Zudem werden Medienreaktionen beleuchtet sowie die eigenen Haltungen der Teilnehmenden reflektiert. Modul 2: Regeln und Grenzen der Gesellschaft und ihre Durchsetzung Im Zentrum stehen der Umgang mit neuen Medien, Aspekte des Strafrechts sowie die Vorstellung verschiedener Akteure in der Strafverfolgungslandschaft der Schweiz und deren Vorgehen. Modul 3: Perspektiven auf Sexualität und sexuelle Störungen Der Fokus liegt auf der Geschlechterrolle, männlicher Sexualität und sexuellen Störungen. Dabei werden Aspekte wie sexuelle Gewalt, Faszination und Inszenierung von Pornographie sowie Sexismen thematisiert. Selbstreflexion und Übungseinheiten unterstützen den Praxistransfer. Modul 4: Männliche Süchte (Internet- und Sexsucht) In diesem Modul werden Kenntnisse zum Suchtverhalten erweitert und die Besonderheiten von Internet- und Sexsucht fokussiert. Mögliche Beratungsformen werden vorgestellt und eingeübt. Modul 5: Ausstiegsberatung I – Zielentwicklung und Prozesse Im Mittelpunkt steht die Frage der Notwendigkeit von Beratungs- und Therapieangeboten für Betroffene. Nach der Klärung von Grundlinien der Intervention, Beratung und Triage

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werden die Merkmale deliktorientierter Therapieansätze und ihre Übertragungsmöglichkeiten für die Ausstiegsberatung dargestellt. Modul 6: Ausstiegsberatung II – Herausforderungen in der Praxis Dieses Modul beschäftigt sich mit beraterischen Herausforderungen (beispielsweise Täterstrategien, kognitiven Verzerrungen, Täter-Opfer-Interaktionen, Opferschutz). Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit dem Sexualtherapeuten Dr. Karl Weilbach und Lu Decurtins an der Fachhochschule St. Gallen in Rorschach durchgeführt. Die SKP nimmt dabei einen wichtigen Teil der Ausbildung selber wahr.

2.4.

Neuerarbeitung der Informationen im Internet zum Thema «Betrug»

Im Jahr 2001 hatte die SKP in Zusammenarbeit mit der KKJPD, der Eidgenössischen Bankenkommission EBK, der Kontrollstelle zur Bekämpfung der Geldwäscherei KST des Eidg. Finanzdepartements EFD, dem Schweizerischen Treuhänder-Verband STV und dem Verband Schweizerischer Vermögensverwalter VSV eine Kampagne gegen Anlagebetrug unter dem Titel «Stopp Betrug» lanciert. Die Informationen enthalten als Kernstück neun Hinweise, die es zu beachten gilt, bevor man eine Geldanlage realisiert. Die Umsetzung der Kampagne auf der Webseite www.stoppbetrug.ch enthielt nur Informationen zum Anlagebetrug, im Jahr 2004 ergänzt durch zwei neue Betrugsformen im Internet (EscrowDienstleistungen und Nigerianerbriefe). Die Zusammenarbeit mit eBay mit Informationen zum sicheren Online-Handel und die Berichterstattung in unserem Newsblog zu aktuellen Betrugsfällen zeigten sehr rasch, dass viele Informationen zum Thema Betrug auf unserer Webseite nicht zu finden waren. Eine Auflistung der üblichen Delikte führte vor Augen, dass wir mit der Beschreibung von neuen Betrugsmaschen nicht Schritt halten konnten. Deshalb beauftragte die Geschäftsleitung externe Fachleute mit der Erarbeitung einer neuen Betrugswebseite, die sich nicht nur den Delikten, sondern vor allem den Betrugsmerkmalen, den Betrugssituationen sowie den Persönlichkeitsmerkmalen potenzieller Opfer widmet. Diese Merkmale und Situationen kommen bei einem Betrugsversuch immer zusammen, und meist ist in einer solchen Situation der Betrug auch erfolgreich. Entstanden ist eine Webseite, die auf unterhaltende, interaktive Art viele Informationen zu diesen Themen bereit hält. Sie ist unter www.den-trick-kenne-ich.ch abzurufen. Die Webseite - beschreibt neben den Delikten vor allem auch die Tätersignale, die Opfermerkmale und bestimmte Situationen, in denen sich ein Betrug ereignen kann. - hat mit über 60 Illustrationen und vielen Bildern von optischen Täuschungen eine eigene Bildsprache geschaffen, um das Thema zu vermitteln.

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nutzt auf kreative Weise die Kraft von Zitaten und Fabeln um die Besucher zum Nachdenken anzuregen und eigene Handlungen zu reflektieren. ist das einzige derartig umfassende Informationsangebot zum Thema Betrug in drei Landessprachen. macht Gebrauch von den Möglichkeiten des Webs 2.0 und dessen Weiterempfehlungsmöglichkeiten. So wurden gleichzeitig Accounts bei flickr.com, youtube.com, slide.com und mystudiyo.com eingerichtet. bietet ein unterhaltsames Quiz, um sich mit den Themen der Kampagne vertraut zu machen. kann als 240-seitiges Buch in Form einer PDF-Datei gratis auf der Webseite heruntergeladen werden.

Die Informationen soll zum Empowerment der Leser führen, damit sie Betrugssignale, strategien und -delikte frühzeitig erkennen, vorbeugen und letztlich einem Betrüger sagen können: «Den Trick kenne ich!».

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3.

Weitere Informationen zur Tätigkeit der SKP

3.1.

Nutzungsstatistik Geschäftsstelle und Webseite

Die Dienstleistungen der SKP werden je länger je häufiger genutzt. Im Jahr 2008 haben wir, neben den Nutzerstatistiken des Internetauftritts, welche wir seit 2005 erheben, auch andere Daten gesammelt. So ist folgende Übersicht über die Nutzung der SKP-Angebote entstanden: Erhebungszeitraum: 1. Januar bis 31. Dezember 2008 Anzahl Kundenanfragen per E-Mail (Beantwortung durch Geschäftsleiter, ohne Projektbezug) Anzahl durch Geschäftsleiter versandte E-Mails

223 1626

Anzahl Broschürenbestellungen bzw. Versände (Auslieferung über APZ Schaffhausen) Anzahl verschickte Einzelbroschüren

100 152 545

Nutzung der Webseite

Anzahl Besucher auf der Website Anzahl angeschaute Einzelseiten auf der Website (Pageimpressions) Durchschnittliche Anzahl angeschaute Einzelseiten pro Besucher Ansichtszeit pro Besucher

168 662 556 409 3.30 2 Min. 51 Sek.

FAQs zur Webseite (Anzahl Clicks auf von der SKP vorgegebene FAQs) Betrug (6 Fragen und Antworten): Dienstleistungen allg. (5 Fragen und Antworten): Jugend und Gewalt (21 Fragen und Antworten): Kinderpornografie (2 Fragen und Antworten): sonstige Themen (2 Fragen und Antworten): Total (36 Fragen und Antworten): Suchwortstatistik

Softair: Loteria Primitiva: Häusliche Gewalt: Pornografiesucht: Pornografie: Jugendgewalt:

Browsersprache bei Zugriff auf Webseite

10 140 Clicks 6607 Clicks 4971 Clicks 3907 Clicks 2811 Clicks 28 436 Clicks

4808 Suchanfragen 1353 Suchanfragen 976 Suchanfragen 796 Suchanfragen 687 Suchanfragen 566 Suchanfragen Deutsch: 99 927 Mal Französisch: 37 123 Mal

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Italienisch: 11 426 Mal Englisch: 10 162 Mal Anzahl Besucher pro Land:

Schweiz: 102 944 Deutschland: 24 589 Frankreich: 12 207 Italien: 8689 USA: 3510

Nutzung unserer Online-Broschüren Die im Moment online verfügbaren Broschüren (sieben Broschüren, jeweils in Deutsch, Französisch und Italienisch) wurden 12 956 Mal angeschaut.

Besucher pro Monat auf der Webseite (www.skppsc.ch)

Anzahl Besucher

: Anzahl angeschaute Webseiten pro Besuch auf der Webseite

: Verweildauer auf der Seite (Min.)

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9’996

2.50

2:02

11/2008

12’129

2.75

2:24

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13’077

3.38

2:50

09/2008

11’104

2.95

2:12

08/2008

10’137

2.77

1:55

07/2008

11’342

2.69

2:15

06/2008

29’360

4.65

5:10

05/2008

17’692

3.46

3:08

04/2008

13’024

2.98

2:15

03/2008

13’786

3.01

2:10

02/2008

12’958

3.17

2:12

01/2008

14’057

3.08

2:07

Total 2008

168’662

3.30

2:51

Monat

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Jahresbericht 2008 / Rapport d’activité 2008


3.2.

Umzug der Geschäftsstelle von Neuchâtel nach Bern

Mit der Eröffnung des «Hauses der Kantone» an der Speichergasse 6 in Bern wurde für die Sekretariate verschiedener interkantonaler Regierungs- und Direktorenkonferenzen sowie Institutionen aus deren Umfeld eine ausgezeichnete Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Die Präsenz der Organisationen im «Haus der Kantone» • • •

schafft Synergien: Die Sekretariate der interkantonalen Konferenzen und Institutionen können einfacher und unkomplizierter zusammenarbeiten. stärkt die interkantonale Zusammenarbeit: Das Einbringen von gemeinsamen Anliegen der Kantone gegenüber dem Bund wird erleichtert. bietet eine Infrastruktur an zentraler Lage: Hier treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Kantone zu Arbeitssitzungen und Konferenzen und pflegen den Kontakt mit dem Bund.

Seit dem 1. August 2008 arbeitet die SKP in ihren Büroräumlichkeiten im «Haus der Kantone», profitiert von der Nähe zum Generalsekretariat der KKJPD und von den hervorragenden Tagungsräumlichkeiten. Durch den Umzug nach Bern haben sich auch die Kontakte zu den Bundesbehörden (fedpol, BSV, BAG) und anderen privaten Organisationen (Kinderschutz Schweiz) vereinfacht.

Rapport d’activité 2008 / Jahresbericht 2008

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4.

Revisionsbericht / Comptes annuels

Rapport d’activitÊ 2008 / Jahresbericht 2008

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Rapport d’activité 2008 / Jahresbericht 2008

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5.

Préface

Pour la Prévention Suisse de la Criminalité PSC, l’année 2008 a été celle de la consolidation thématique et des changements structurels. Les principales activités se sont centrées sur les thèmes «La pédocriminalité sur l’Internet» et «Les jeunes et la violence». Les nombreuses sollicitations pour l’envoi de brochures, les conférences tenues par le Directeur et les prestations de conseil concernant «Les enfants et l’Internet» sont autant de preuves que les activités de prévention et de relations publiques associées à notre campagne «Stop pornographie enfantine sur Internet» sont bien accueillies par les groupes cibles. L’année 2008 nous a également appris que les campagnes d’information ne s’arrêtaient pas à une date déterminée à l’avance. Au contraire, elles évoluent en parallèle avec l’état des connaissances, elles impliquent que le matériel soit continuellement tenu à jour et elles demandent de satisfaire aux besoins individuels de conseil. C’est tout cela qui forge les ressources d’une campagne bien ficelée. Au sujet de la nouvelle campagne d’information «Les jeunes et la violence», la CCJPD, lors de son Assemblée d’automne 2007, a adopté un plan de mesures. Compte tenu du fait que cette campagne – avec comme orientations principales la mise en réseau et le transfert des connaissances au niveau des contenus – s’adresse moins au public, mais cible davantage les corps de police, la majorité des activités a été réalisée en coulisses. En revanche, les résultats issus des mesures de coordination et des mises en réseau n’ont pas seulement été communiqués de manière systématique aux groupes cibles, mais aussi rendus publics. La PSC s’est également mobilisée pour l’EURO 2008. Ainsi, conjointement avec l’Office fédéral de la police, elle a d’une part fourni des prestations de service à l’attention des responsables des médias au sein des corps de police cantonaux et, d’autre part, créé un site d’information sur l’Internet adressé aux visiteurs et à la population. Ce site a été ardemment consulté, ce qui, par ailleurs, a permis de faire connaître plus largement les nombreuses autres pages web de la PSC. L’analyse sur la fréquentation du site Internet de la PSC, présentée dans le précédent rapport d’activité, a clairement démontré que l’investissement dans la présence sur la toile est payant. Le site a donc été étoffé avec de nouveaux moyens, tels que des FAQ ou des blogs. Il s’agit non seulement d’une manière efficace de diffuser les messages de prévention, mais allège aussi la charge de travail de l’organe de coordination spécialisé dans le domaine des prestations de conseil individuel. Une activité qui, par ailleurs, requiert un fort potentiel en ressources humaines. En collaboration avec des spécialistes, la PSC a conçu un tout nouveau site Internet sur le thème de l’escroquerie. Les contenus, qui forment la nouvelle campagne «Je connais cette astuce!», se basent sur une compréhension constructive de la prévention: le site ne

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se contente pas d’énumérer les diverses formes de délits associées aux mises en garde habituelles, mais décrit des situations d’escroquerie fréquemment rencontrées et détaille les caractéristiques propres aux victimes potentielles, aux escrocs et aux tentatives de fraude. Courant 2008, les Conseillers d’État Alois Christen (SZ) et Guy Morin (BS) ont démissionné de leur poste qu’ils occupaient au sein de la commission de direction. Je tiens à les remercier tout spécialement pour leur collaboration et leur engagement. Les Conseillers d’État Hans Hollenstein (ZH) et Hanspeter Gass (BS) sont venus nous prêter main forte à la commission de direction. Une collaboratrice scientifique a intégré l’organe de coordination spécialisé. Chantal Biler laud assiste depuis le 1 novembre 2008 le Directeur dans son travail et, plus particulièrement, dans l’élaboration des contenus. Depuis août 2008, la PSC est sise à la «Maison des Cantons à Berne». La proximité géographique avec le secrétariat général de la CCJPD, ainsi qu’avec ceux d’autres conférences cantonales, s’avère déjà fort astucieuse, notamment dans le travail de mise en réseau de la campagne «Les jeunes et la violence». Le renforcement des réseaux avec les corps de police cantonaux et municipaux ainsi que des contacts avec des services n’appartenant pas à la police, mais travaillant également sur le thème «Les jeunes et la violence», est en accord avec l’engagement pris par la PSC dans le domaine de la prévention envers toute la population. Nous tenons le bon cap, gardons-le!

Madame la Conseillère d’État Yvonne Schärli-Gerig

Directrice du Département de justice et de sécurité du Canton de Lucerne Présidente de la Prévention Suisse de la Criminalité PSC

Rapport d’activité 2008 / Jahresbericht 2008

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6.

La Prévention Suisse de la Criminalité PSC

6.1.

La commission de direction

La commission de direction approuve le programme d’activité de l’année, l’exercice annuel et les campagnes de prévention à élaborer par la PSC en considération des propositions faites par la commission de projet de la PSC. Au 31 décembre 2008, les membres de la commission de direction étaient: Madame la Conseillère d’État Yvonne Schärli-Gerig Cheffe du Département de justice et de sécurité du Canton de Lucerne Présidente de la PSC Monsieur le Conseiller d’État Jean-René Fournier Chef du Département des finances, des institutions et de la sécurité du Canton du Valais Monsieur le Conseiller d’État Hanspeter Gass Chef du Département de justice et sécurité du Canton de Bâle-Ville Monsieur le Conseiller d’État Dr. rer. pol. Hans Hollenstein Directeur de la Direction de la sécurité du Canton de Zurich Monsieur le Conseiller d’Etat Jean Studer Chef du Département de la justice, de la sécurité et des finances du Canton de Neuchâtel Martin Boess Directeur de la PSC

Au cours de l’année 2008, le Conseiller d’État du canton de Schwyz Monsieur Alois Christen a démissionné de son mandat au Conseil d’État et comme membre de la commission de direction de la PSC. Le Conseiller d’État Monsieur Hans Hollenstein (ZH) a repris le flambeau à la commission. En raison de son entrée en fonction comme premier maire-président du canton de BâleVille, le Conseiller d’État Monsieur Guy Morin a souhaité quitter son siège à la commission de la PSC. C’est le Conseiller d’État Hanspeter Gass (BS) qui est venu prêter main forte à la commission de direction.

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6.2.

Réunions de la commission de direction

Mardi 23 septembre 2008 Adoption du programme annuel pour 2009

Les comptes annuels et le rapport d’activité 2007 ont été approuvés par une décision par voie de circulation.

6.3.

La commission de projet

La commission de projet analyse la situation en matière de criminalité et propose des thèmes de campagne à la commission de direction. Face à celle-ci, elle prend position et défend les concepts de campagne élaborés avant de les transférer à la CCJPD. Au 31 décembre 2008, les membres de la commission de projet étaient: Madame la Conseillère d’État Yvonne Schärli-Gerig Cheffe du Département de justice et de sécurité du Canton de Lucerne Présidente de la commission de projet Luca Bier, Officier d’état major de la police cantonale (TI) Reto Habermacher, Commandant de la police cantonale (UR) Hansjörg Ritter, Commandant de la police cantonale (AR) Christian Varone, Commandant de la police cantonale (VS) Urs Bartenschlager, Chef de la police de sûreté (SO) Bruno Fehr, Chef de la police de sûreté (SG) Stephan Grieder, Chef de la police de sûreté (SZ) Robert Steiner, Chef de la police de sûreté (VS) Pius Valier, Commandant de la police de ville de Saint-Gall Kurt Hügi, Représentant de l’Institut suisse de la police ISP de Neuchâtel Martin Boess, Directeur de la PSC

Rapport d’activité 2008 / Jahresbericht 2008

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6.4.

Réunions de la commission de projet

Jeudi 21 août 2008 Réunion de travail sur la mise en œuvre du «Plan de mesures 2008: les jeunes et la violence»

6.5.

La commission spéciale

D'un commun accord avec la direction de la PSC, la commission spéciale élabore des petits projets et du matériel pour la prévention de la criminalité dans les cantons. Elle accompagne le travail de la PSC et lui sert de liaison avec les responsables des corps cantonaux et municipaux de police ainsi que les concordats. C’est ainsi que le service spécialisé est autorisé à développer du matériel qui servira ensuite de manière concrète et conforme aux besoins des organisations policières dans le domaine de la prévention de la criminalité. Au 31 décembre 2008, les membres de la commission spéciale étaient: Monsieur Martin Boess, Directeur de la PSC Président de la commission Monsieur Patrice Sauteur, Police cantonale (BE) Monsieur Meinrad Stöcklin, Police cantonale (BL) Monsieur Jean-Philippe Brandt, Police cantonale (GE) Monsieur Claude Gnos, Police cantonale (LU) Monsieur Florian Grossmann, Police cantonale (SZ) Monsieur Pierre-Olivier Gaudard, Police cantonale (VD) Monsieur Hugo Schenk, Police de la ville de Zurich

Avec la mise à la retraite courant 2008, Hansruedi Suter (ZH) a également souhaité se retirer de la commission spéciale.

6.6.

Réunions de la commission spéciale

En 2008, aucune réunion n’a eu lieu.

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6.7.

La PSC – organe de coordination spécialisé

Tout au long de 2008 et à l’image des années précédentes, Monsieur Martin Boess a assurée la fonction de Directeur de la PSC. Madame Regina Dinten, assistante de la direction depuis de nombreuses années, a quitté son poste à la PSC en février 2008. La commission de direction a autorisé la transformation du poste d’assistant de direction er en un poste de collaborateur scientifique. Au 1 novembre 2008, Madame Chantal Billaud, Psychologue et Criminologue, a pu être engagée pour pourvoir cette fonction.

Interventions et conférences assurées par le Directeur de la PSC

23 janvier 2008: «Pédagogie sexuelle et pornographie» pour SedeS, Sexualpädagogik Deutsche Schweiz (Pédagogie sexuelle Suisse alémanique) à Zurich. 18 février 2008: «Campagne contre la pédocriminalité» pour la police cantonale de Glaris à Glaris. 21 février 2008: «Campagne contre la pédocriminalité» pour le Elternverein Port (Association des parents de Port) à Port (BE). 3 mars 2008: «Campagne contre la pédocriminalité» pour la police cantonale de Glaris à Glaris. 9 mai 2008: «Campagnes contre la pédocriminalité et sur les jeunes et la violence» pour le Collège de police de l‘Europe centrale (MEPA) à Münchenwiler. 15 mai 2008: «Situation des travaux relatifs à la campagne contre la pédocriminalité» pour l’Office fédéral de la police (fedpol), réunion du groupe de travail Exploitation sexuelle des enfants, Service des poursuites pénales et diverses ONG à Berne. 21 mai 2008: «Campagne contre la pédocriminalité» pour le Verein Sexualerziehung Aargau (Association pour l’éducation sexuelle d’Argovie) à Brugg. 6 juin 2008: «Les nouveaux dangers pour les adolescents sur le web 2.0» pour le Nationales Bündnis gegen sexuelle Gewalt an Kindern (Alliance national contre la violence sexuelle envers des enfants) à Olten. 3 septembre 2008: «Situation des travaux relatifs à la campagne sur les jeunes et la violence» lors du Congrès des policiers spécialisés délégués à la jeunesse des corps de police cantonaux à Berne. 5 novembre 2008: «Présentation du concept de la brochure click it!» lors du Congrès national de Pro Familia sur le thème «Medienkompetenz der Eltern stärken» (Renforcer les compétences des parents dans les domaines des médias) à Soleure. 20 novembre 2008: «Campagne contre la pédocriminalité» pour les formatrices du Wohnheim Lindenbaum à Pfäffikon (ZH).

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Formation continue

Institut de Psychologie et de la Sécurité, Aschaffenburg: «Krisenteams in Schulen» (Équipes spécialisées en gestion de crises dans le milieu scolaire). Institut de Psychologie et de la Sécurité, Aschaffenburg: «Pädophilie und Internetgefahren für Kinder» (Pédophilie et dangers sur Internet pour les enfants). Certificat «Schulischer Krisenmanager nach dem System Sichere Schule» (Spécialistes en gestion de crises selon le système «Sécurité à l’école») de l’Institut de Psychologie et de la Sécurité, Aschaffenburg.

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7.

Principales activités de la PSC

7.1.

«Les jeunes et la violence» Plan de mesures 2008 de la PSC

Le Concept détaillé «Plan de mesures 2008: les jeunes et la violence», adopté en novembre 2007 par la CCDJP, a été envoyé entre février et mars 2008 à près de 1'500 destinataires. Les organisations et personnes suivantes en ont reçu un exemplaire: Confédération: Conseil fédéral, Conseil national, Conseil des États, secrétariats des

Commissions fédérales (CFM, CFEJ), Départements fédéraux (OFAS, OFSP, fedpol, OFJ), bureaux et services fédéraux spécialisés. Cantons: Départements de justice et police, Départements de l’instruction publique, Départements des affaires sociales, corps de police cantonaux et municipaux, services d’intégration, délégués chargés de l’intégration. Communes: toutes les communes de plus de 5’000 habitants. Organisations privées: justice, instruction publique, syndicats, parties politiques, etc. Au mois de mai 2008, la mise en œuvre des mesures planifiées a été lancée. Actuellement, les projets suivants sont en cours de traitement: •

Banque de données sur Internet relative aux projets de prévention (mesure 3): fin août 2008, le questionnaire permettant d’analyser les projets de prévention menés par la police a été envoyé aux corps de police cantonaux et municipaux. Le logiciel d’analyse est opérationnel. Jusqu’à fin 2008, au total 11 corps de police (sur 26) ont saisi leurs projets de prévention dans cette banque de données. Réunion nationale sur le thème «Les jeunes et la violence» (mesure 1): une proposition de programme a été soumise à la commission de projet de la PSC lors d’une réunion et a reçu un avis favorable. Le programme contient les points suivants: Groupe cible: commissions internes à la PSC, membres de la CCJPD, commandants et responsables de la prévention des corps de police cantonaux et municipaux, membres de la commission d’experts «Les jeunes et la violence» de la PSC, personnes des corps de police cantonaux et municipaux ayant répondu au sondage «Banque de données», personnes des Départements cantonaux de l’instruction publique et des affaires sociales ayant répondu au sondage «Banque de données», autres organisations de la Maison des Cantons, inspectrices et inspecteurs appartenant à une brigade des mineurs, policiers spécialisés délégués à la jeunesse, agents de contact avec les mineurs, délégués cantonaux à la jeunesse, collaborateurs de l’Institut Suisse de la Police (ISP), Office fédéral des migrations, Office fédéral de la statistique (Service criminalité et droit pénal), Office fédéral de la police (fedpol), Office fédéral de la justice (OFJ), Cheffe du Département fédéral de justice et de police. Points du programme:

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-

Les jeunes et la violence: l’importance du rôle de la société et de son évolution (1998 - 2008). - Le développement de la criminalité juvénile en Suisse (1998 - 2008), tendances, évolution, données et faits en rapport particulier avec le thème de la violence juvénile. - Devenir adulte en Suisse: que signifie aujourd’hui être un enfant, être un adolescent? - Le nouveau droit pénal des mineurs: les expériences d’un procureur des mineurs. - Les enfants et les adolescents issus d’un contexte d’immigration: sont-ils aussi «mauvais» que leur réputation? - La consommation médiatique des enfants et des adolescents. - Le rôle des médias dans la problématique «Les jeunes et la violence». - Réponses des politiques: des initiatives et des papiers d’orientation des partis politiques en Suisse. Version abrégée du Plan de mesures: à la demande de la commission de projet, la PSC a conçu une version abrégée du Concept détaillé. Elle se présente sous la forme de FAQ (Questions fréquemment posées) et est prévue pour être utilisée ultérieurement par les corps de police cantonaux et municipaux. Toutefois, le besoin d’informer la population de manière brève et précise sur les mesures est toujours là. Des travaux correspondants ont été entamés. Mise en réseau des activités avec les principales organisations et institutions (mesure 8): le Directeur siège dans diverses commissions d’experts pour défendre les intérêts de la CCJPD ainsi que des corps de police cantonaux. Dans le domaine «Jeunesse», des commissions d’experts ont été convoquées par l’Office fédéral des assurances sociales (OFAS - Les jeunes et la violence dans l’espace social) et par l’Office fédéral de la santé publique (OFSP - Santé des enfants et des jeunes).

La mise en œuvre des mesures se poursuit.

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7.2.

«EURO2008» Site Internet d’information et de services pour les responsables des médias des corps de police cantonaux et du Secteur «Sécurité»

En automne 2006, l’Office fédéral de la police a demandé à la PSC si elle disposait des moyens et des capacités nécessaires à l’élaboration d’une campagne contre la traite et le trafic d’êtres humains à des fins de prostitution. Il n’y a pas eu de suite à cette demande et le projet n’a jamais vu le jour. Puis, à la demande de la Présidente de la PSC, Madame la Conseillère d’État Schärli-Gerig (Lucerne), le Directeur de la PSC a engagé des discussions avec l’Office fédéral de la police (fedpol) et le Secrétaire général de la CCJPD afin de définir les besoins en actions préventives avant et pendant l’EURO2008. Un entretien avec le responsable du Secteur «Sécurité» EURO2008, le Commandant de la police cantonale de Soleure, a eu lieu en été 2007. L’idée d’un projet d’élaboration d’une plate-forme Internet a été bien accueillie. C’est au mois de juin 2006 que les premiers contacts entre la PSC et l’instance allemande Prévention criminelle par la police des Länder et du Bund (ProPK) ont été noués afin d’étudier les prestations fournies par la ProPK pendant la CM 2006. Il était clair au départ que la CM 2006 et l’EURO2008 étaient des manifestations fondamentalement différentes qui, par conséquent, exigeaient aussi des mesures de prévention bien distinctes. Cependant, certaines informations importantes fournies par la ProPK ont pu être recueillies. Par ailleurs, la ProPK s’est déclaré prête à mettre les contenus de ses pages web gratuitement à la disposition de la PSC.

À la suite, la PSC a décidé de créer un site contenant des informations relatives à la prévention. Pour cela, il était question de composer les contenus à partir de la documentation de la PSC déjà existante. Les contenus du site Internet ont été divisés en pages web s’adressant à divers types d’interlocuteurs: • • •

les visiteurs, la population et le commerce.

De plus, des informations sur des combinaisons possibles billets de transport public/entrées aux matchs ainsi que des adresses et des liens utiles ont été ajoutés pour compléter les informations sur le site web.

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Les contenus suivants ont été détaillés et publiés sur le site Internet: Visiteurs

Alcool (protection des mineurs) Drogues Billets d’entrée pour assister aux matchs de l’EURO2008 Fausse monnaie Feux d’artifice / pyrotechnie Violence Cartes de crédit et monnaie plastique Vol à la tire et par astuces Armes

Population

Fausse monnaie Violence Cartes de crédit et monnaie plastique Vol à la tire et par astuces Comportement des témoins et des aides

Commerce

Fausse monnaie Cartes de crédit et monnaie plastique Liste de critères pour la vente et le débit d’alcool (protection des mineurs) Vol à l’étalage Vol à main armée Vol à la tire et par astuces

Transport

Billets combinés football/transports publics

Adresses

Numéros d’urgence en Suisse Consulats Adresses utiles pour l’EURO2008

Liens

Corps de police cantonaux des lieux des rencontres Adresses utiles pour l’EURO2008 UEFA

En début 2008, le responsable des médias du fedpol a fait savoir qu’il souhaitait pouvoir diffuser tous les communiqués de presse du Secteur 1 «Sécurité» sur les diverses pages web des corps de police en utilisant un seul et unique système. En réponse à cette demande, la PSC a fourni la technique du flux RSS appliquée depuis un certain temps déjà pour diffuser ses propres informations sur son site Internet. Puis, le SCOCI a contrôlé notre serveur afin d’en évaluer le niveau de sécurité de la circulation d’informations. Les résultats ainsi obtenus ont été qualifiés de «très bons». La voie était donc libre pour une

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collaboration étroite entre le fedpol et la PSC. Plusieurs stages sur l’utilisation du système ont été organisés à l’attention des collaborateurs de la centrale des médias de l’EURO2008 ainsi que des responsables des médias des corps de police. Un manuel d’utilisation du logiciel, conçu en allemand et en français par la PSC, a permis de se familiariser plus rapidement avec l’outil informatique. Avant et pendant l’EURO2008, le système informatique de la PSC et son serveur ont permis de saisir et de diffuser via le flux RSS au total 594 communiqués de presse en allemand, 114 en français, 82 en italien et 59 en anglais. De plus, le fedpol a également mis en ligne des informations concernant le Concept de Sécurité national Suisse pour l’UEFA EURO2008 ainsi que les FAQ «Sécurité». L’étroite collaboration avec la centrale d’information des médias et les responsables des médias des cantons a eu pour résultat une augmentation notable du nombre des visiteurs avant et pendant l’EURO2008 (cf. chapitre 4.1). Les contenus ainsi que les communiqués de presse sont archivés en ligne et peuvent être consultés sur www.securiteeuro2008.ch.

7.3.

«Stop pornographie enfantine sur Internet» Campagne de lutte contre la pédosexualité sur Internet

Formation commune PSC et Haute École spécialisée de Saint-Gall sur le travail de sevrage dans le domaine de la dépendance à Internet, à la pornographie et au cybersexe

Depuis le lancement de la campagne «Stop pornographie enfantine sur Internet» en automne 2005, la PSC reçoit fréquemment des appels téléphoniques de la part de personnes qui, après s’être informées sur les divers aspects de la dépendance à Internet en consultant nos documents, notre site Internet ou d’autres supports médiatiques, souhaitent être renseignées sur les centres de consultation à bas seuil. Il faut savoir que ces derniers sont toujours en nombre insuffisant en Suisse et que les cliniques psychiatriques dispensent des soins surtout aux personnes qui souffrent d’une forte cyberdépendance. En revanche, toutes celles qui souhaitent suivre une thérapie parce qu’elles craignent de franchir la limite qui les sépare du délit, la simple idée de chercher de l’aide dans une clinique psychiatrique les terrifie. C’est pourquoi nous souhaitons les orienter vers un réseau de conseillers qui proposent un accompagnement et des conseils en ligne pour les aider à sortir de leur dépendance à Internet et à la pornographie. Dans ce domaine, la priorité pour la PSC est de veiller à ne recommander que des professionnels reconnus et spécialisés dans ce domaine particulier. La formation consiste à renforcer et à rendre plus efficace le travail de conseil à l’attention des délinquants potentiels. La première étape, suivant la prise de conscience de souffrir d’un comportement de déviance, est souvent primordiale quant à la décision de chercher

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de l’aide. C’est à ce moment précis que les délinquants potentiels ont besoin d’informations relatives aux procédures juridiques et qui leur permettent de surmonter les crises dans leur environnement proche, privé ou professionnel. Le travail de conseil tisse alors un lien essentiel entre une première intervention ou une aide à bas seuil et une possible thérapie à longue terme orientée sur le délit même. La formation proposée s’adresse à des personnes issues de professions diverses pour leur apprendre à aider les consommateurs de pornographies enfantines à réaliser les premiers pas pour se détourner de leur dépendence sexuelle.

Objectifs de la formation

Les participants acquièrent des connaissances de base spécifiques aux déviances sexuelles par rapport aux valeurs sociales. Ils apprennent à évaluer la problématique et les besoins de thérapie des personnes pédocriminelles qui les contactent. Ils disposent des connaissances de base indispensables à une recommandation ciblée.

Contenus de la formation

Module 1 – la campagne de la PSC: objectifs et problématiques Lors du module d’introduction, la campagne «Stop pornographie enfantine sur Internet» est présentée avec ses objectifs et ses contenus. De plus, les réactions publiées dans les médias sur ce sujet sont mises en lumière, tout comme les points de vue des participants. Module 2 – règles et limites sociales et leurs applications Ce module est orienté vers l’utilisation des nouveaux médias, les aspects du droit pénal ainsi que la présentation des divers acteurs dans le paysage suisse de l’administration judiciaire et, et de leurs manières de procéder. Module 3 – points de vue sur la sexualité et des troubles sexuels Ce module cible le rôle propre à chacun des deux sexes, la sexualité masculine et les troubles sexuels. Pour ce faire, des discussions seront engagées sur la violence sexuelle, la fascination pour la pornographie, la mise en scène de celle-ci et sur le sexisme. Des réflexions sur soi-même accompagnées d’unités d’exercice soutiennent le transfert des connaissances théoriques vers les applications pratiques. Module 4 – dépendances masculines (à l’Internet et au sexe) Ce module permet d’élargir ses connaissances en matière de comportement de dépendance en ciblant les caractéristiques de la dépendance à l’Internet et au sexe. Diverses formes de conseils possibles seront présentées et entraînées.

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Module 5 – conseils en matière de sevrage I: objectifs évolutifs et processus La question sur la nécessité d’offres de conseil et de thérapie pour les personnes concernées est au centre du module. Après clarification des principales lignes en matière d’intervention, de conseil et d’analyse, les caractéristiques d’un début de thérapie orientée vers le délit et ses possibilités de transfert vers un conseil de sevrage sont présentées. Module 6 – conseils en matière de sevrage II – défis dans la pratique Ce module traite des défis qui se posent aux conseillers (par exemple les stratégies des délinquants, les distorsions cognitives, les interactions entre le délinquant et la victime, la protection des victimes). La formation se déroule à la Haute École spécialisée de Saint-Gall à Rorschach avec la participation du thérapeute spécialisé en sexualité, Dr. Karl Wallach et Lu Decourtins à la Haute École spécialisée de Saint-Gall à Rorschach. La PSC est chargée d’assurer une importante partie de la formation.

7.4.

Mise à jour des informations en ligne et nouveau site Internet sur le thème de l’«escroquerie»

En 2001, la PSC, en collaboration avec la CCJPD, la Commission fédérale des banques, l’Autorité de contrôle en matière de lutte contre le blanchiment d’argent du Département fédéral des finances, l’Union Suisse des Fiduciaires et l’Association suisse des gérants de fortune, a lancé une campagne de lutte contre l’escroquerie au placement intitulée «Stop escroquerie!». Les informations ainsi diffusées ont été principalement composées de neuf conseils à suivre pour placer son argent avec un maximum de précautions. La mise en œuvre de la campagne sur le site Internet www.stoppbetrug.ch a alors concerné uniquement les informations sur l’escroquerie au placement, complétées en 2004 par deux nouvelles formes de fraude sur Internet: les services escrow et les courriers envoyés par les bandes d’escrocs nigériens. Un peu plus tard, la collaboration avec eBay Suisse dans le domaine de l’information sur la sûreté dans l’e-commerce et la publication d’articles parlant de cas d’escroquerie récents sur notre Blog d’infos nous ont fait prendre conscience que la communication disponible sur notre site Internet était loin d’être complète. De plus, nous avons découvert que la seule énumération des délits ne permettait pas de suivre l’allure à laquelle les escrocs savent innover. C’est pourquoi, la direction a mandaté des spécialistes externes pour la conception d’un nouveau site Internet sur l’escroquerie, traitant non seulement des délits, mais aussi des caractéristiques de l’escroquerie, des situations à risque ainsi que des traits de caractère propres aux victimes potentielles. Tous ces points et situations doivent être réunis pour qu’une tentative d’escroquerie puisse aboutir. Au final, c’est un site Internet amusant et interactif qui a vu le jour et qui met désormais à disposition du public un grand nombre d’informations sur l’escroquerie. Il est consultable sur www.je-connais-cette-astuce.ch.

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Le nouveau site Web – décrit, outre les délits, aussi leurs caractéristiques, les traits de caractère des victimes potentielles et les situations de vulnérabilité face à l’escroquerie ; – utilise un langage figuré propre pour transmettre les messages de prévention avec la réalisation de plus de 60 illustrations et l’intégration de nombreuses illusions d’optique ; – exploite de manière créative la force expressive des citations et des fables afin d’inviter les visiteurs du site à la réflexion ; – est l’unique offre d’information d’une telle envergure sur le thème de l’escroquerie disponible en trois langues officielles du pays ; – se sert des possibilités offertes par le Web 2.0 et de ses moyens de diffusion, notamment par la création de comptes sur flickr.com, youtube.com, slide.com et mystudiyo.com ; – offre un test ludique pour se familiariser davantage avec le thème de la campagne ; – est aussi un livre de 240 pages qui peut être téléchargé gratuitement sur le site Les informations ont pour objet de renforcer les moyens d’action des citoyens pour reconnaître les signes, identifier les stratégies ainsi qu’à prévenir à temps les délits, et pour répondre simplement aux escrocs : « On ne me la fait pas ! ».

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Jahresbericht 2008 / Rapport d’activité 2008


8.

Informations complémentaires sur les activités de la PSC

8.1.

Statistiques sur la fréquentation de l’organe de coordination spécialisé et de son site Internet

Les prestations de service de la PSC sont de plus en plus demandées. Ainsi, en 2008, nous avons collecté, outre les données relatives à la fréquentation de notre site Internet que nous relevons depuis 2005, d’autres informations intéressantes. Voici le tableau que nous avons réalisé sur l’utilisation des prestations de service offertes par la PSC: Période concernée: du 1er janvier au 31 décembre 2008 Nombre de demandes de renseignements reçus par e-mail (réponses du Directeur, hors contexte d’un projet en particulier) Nombre d’e-mails envoyés par le Directeur Nombre de commandes (envois) de brochures (livraison par APZ Schaffhausen) Nombre de brochures individuelles envoyées

223 1626

100 152 545

Fréquentation du site Internet

Nombre de visiteurs du site Nombre de pages consultées sur le site (pages imprimées) Nombre de pages consultées en moyenne par visiteur Temps de la visite sur le site

168 662 556 409 3,30 2 min. 51 sec.

FAQ sur le site Internet (nombre de click sur les FAQ de la PSC) Escroquerie (6 questions/réponses) Services en général (5 questions/réponses) Les jeunes et la violence (21 questions/réponses) Pornographie enfantine (2 questions/réponses) Autres (2 questions/réponses) Total (36 questions/réponses) Fonction recherche

Softair Loteria Primitiva Violence domestique Dépendance à la pornographie Pornographie Violence juvénile

10 140 clicks 6607 clicks 4971 clicks 3907 clicks 2811 clicks 28 436 clicks 4808 recherches 1353 recherches 976 recherches 796 recherches 687 recherches 566 recherches

Rapport d’activité 2008 / Jahresbericht 2008

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Langue du navigateur utilisée

allemand: 99 927 Mal français: 37 123 Mal italien: 11 426 Mal anglais: 10 162 Mal

Nombre de visiteurs par pays

Suisse: 102 944 Allemagne: 24 589 France: 12 207 Italie: 8689 États-Unis: 3510

Utilisation de nos brochures disponibles en ligne Les brochures disponibles actuellement en ligne (au total 7 brochures, chacune en allemand, en français et en italien) ont été consultées pas moins de 12 956 fois.

Nombre de visiteurs par mois sur notre site Internet (www.skppsc.ch)

Mois

Nombre de visiteurs

Nombre de pages web consultées en moyenne et par visiteur

Temps passé sur notre site en moyenne et par visiteur (en min.)

12/2008

9’996

2,50

2:02

11/2008

12’129

2,75

2:24

10/2008

13’077

3,38

2:50

09/2008

11’104

2,95

2:12

08/2008

10’137

2,77

1:55

07/2008

11’342

2,69

2:15

06/2008

29’360

4,65

5:10

05/2008

17’692

3,46

3:08

04/2008

13’024

2,98

2:15

03/2008

13’786

3,01

2:10

02/2008

12’958

3,17

2:12

01/2008

14’057

3,08

2:07

Total en

168’662

3,30

2:51

2008

42

Jahresbericht 2008 / Rapport d’activité 2008


8.2.

La PSC quitte Neuchâtel pour s’installer dans la «Maison des Cantons» à Berne

Avec l’inauguration de la «Maison des Cantons», située à la Speichergasse 6 à Berne, c’est une infrastructure exceptionnelle qui a été créée et mise à la disposition des secrétariats de diverses conférences de gouvernements et de directeurs intercantonaux, mais aussi d’institutions proches. Le rapprochement géographique des organisations aujourd’hui installées dans la «Maison des Cantons» • • •

crée des synergies: les secrétariats de conférences et d’institutions intercantonales peuvent collaborer plus simplement et plus clairement; renforce la collaboration entre les cantons: la présentation de requêtes communes auprès de la Confédération est facilitée; offre une infrastructure située à un point stratégique: ici se rencontrent les représentantes et les représentants des cantons pour des réunions de travail ainsi que des conférences, et c’est à partir d’ici qu’ils entretiennent leurs relations avec la Confédération.

Depuis le 1er août 2008, la PSC travaille dans ses nouveaux locaux à la «Maison des Cantons», bénéficie de la proximité avec le secrétariat général de la CCJPD ainsi que des extraordinaires salles de réunion. Grâce à l’emménagement à Berne, les contacts avec les administrations fédérales (fedpol, OFAS, OFSP) et avec d’autres organisations privées (Protection de l’Enfant) sont grandement facilités.

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Schweizerische Kriminalprävention SKP Prévention Suisse de la Criminalité PSC Prevenzione Svizzera della Criminalità PSC Haus der Kantone Speichergasse 6 / Postfach CH-3000 Bern 7


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