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November 12

leokino Cinematograph Anichstraße 36

Jahrgang 31

Nr. 428 Verlagspostamt 6020 Innsbruck • P.b.b. GZ02Z030034M

www.leokino.at

Museumstraße 31

14. bis 17. Nov. 2012 Leokino Innsbruck Eröffnungsgäste:

Stermann & Grissemann


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11. Innsbrucker Naturfilmtage 

2012

Mi 14.11. bis Sa 17.11. im LEOKINO

„born to be wild” Veranstaltungsübersicht Mi 14.11. 8.30 Uhr HELGOLAND – INSEL IM STURM (Schulvorstellung) 10.30 Uhr HELGOLAND – INSEL IM STURM (Schulvorstellung) 18.00 Uhr Eröffnung der Naturfilmtage mit Stermann & Grissemann DONAU – LEBENSADER EUROPAS GREEN im Anschluss: Bio vom Berg-Buffet im Foyer

Do 15.11. 8.30 Uhr HELGOLAND – INSEL IM STURM (Schulvorstellung) 10.30 Uhr HELGOLAND – INSEL IM STURM (Schulvorstellung) 18.00 Uhr IM FLUSS DES LEBENS im Anschluss Referat von Margit Atzler & Gregor Sieböck 20.15 Uhr RITTLINGERS TRAUM ALBATROSS EXHIBITIONIST (n.d.F. Gespräch mit Xandi Kreuzeder) DIE AZOREN – PARADIES IM EWIGEN BLAU HELGOLAND – INSEL IM STURM 22.50 Uhr EL CIELO, LA TIERRA Y LA LLUVIA

Fr 16.11. 8.30 Uhr HELGOLAND – INSEL IM STURM (Schulvorstellung) 10.30 Uhr HELGOLAND – INSEL IM STURM (Schulvorstellung) 18.00 Uhr TIROL BEI NACHT Referat Christoph Malin (Astrofotograf) AM FUSS DER ROCKY MOUNTAINS WILD IST DER WESTE(R)N 20.30 Uhr L’HOMME AUX SERPENTS 21.55 Uhr ENTRELOBOS WOLFSBRÜDER

Sa 17.11. 18.00 Uhr IL VENTO FA IL SUO GIRO „Die Alpenkonvention ein Luftschloss?” Referat von Wolfger Mayrhofer 20.35 Uhr WILDE PYRENÄEN – BERGE DES LICHTS THE IMPOSSIBLE RIVER JOURNEY 23.00 Uhr THEMROC Eintrittspreise für die Veranstaltungen bei den Innsbrucker Naturfilmtagen 2012 Es werden Tageskarten zu EUR 7,– ausgegeben, die zum Be­such aller Veranstaltungen ab 18.00 Uhr des jeweiligen Ta­ges berechti­ gen. Für das gesamte Programm der Naturfilmtage gibt es einen Pass um EUR 25,–. Aus organisatorischen Gründen bitten wir die Tageskarten- und Pass­­­besitzerInnen, für die Vorstellungen, die sie auch tatsächlich besuchen möchten, an der Kassa Reservierungen vorzunehmen. Schulvorstellungen vom 14. bis 16. November: Eintritt frei! Alle Einnahmen dienen zur Finanzierung eines Natur­schutz­pro­jek­tes in Tirol.

11. Innsbrucker Naturfilmtage „born to be wild” Der Schwerpunkt 2012 beleuchtet die Variationen des „Wildseins”, der Wildnis, wilder Landschaft, der ungestillten Sehnsucht von uns Men­schen nach unberührter Wildnis und der Notwendigkeit, sie zu schützen. Gleichzeitig geht es um unbändig, um wild sein ohne Ein­ schränkungen oder Rücksichtnahme auf andere. Wie viel Wildnis braucht es, warum greift der Mensch immer mehr und ungehemmter in die letzten Wildnisgebiete ein? Rechtfertigen taumelnde Börsen­ kurse, Wirtschaftskrise und das Europroblem jeden Eingriff, um daraus für einige Wenige rücksichtslos Kapital zu schlagen? Gibt es sie überhaupt noch, diese Wildnis, frei von jeder menschli­ chen Einflussnahme, oder müssen auch wir uns eingestehen, dass Tho­reaus „Wildnis” nur mehr in den Träumen einiger romantisch ver­ klärter umweltbewegter Realitätsverweigerer/Innen überlebt hat? Wa­­­­­rum suchen wir Menschen Grenzerfahrungen mit und in der Wild­ nis? Was braucht es, um diese Wildnis als Lebensraum für die dort vorkommenden Pflanzen und Tiere zu erhalten? Weshalb wollen eini­ ge oft wie die sprichwörtlich „wilden Hunde” agieren? Oder ist es in unserer Wohlstandsgesellschaft vielmehr einem Hang zum Exotismus zuzuordnen, dass wir uns von Wildnis angezogen fühlen? Einige Antworten auf diese Fragen fallen wohl wenig schmeichel­ haft aus und machen betroffen. Vieles wird unbeantwortet bleiben und manches bringt uns – hoffentlich – zum Lachen und zeigt, dass „Geboren (um) wild zu sein” kein leeres Hollywoodklischee ist, son­ dern vielmehr eine mögliche notwendige Strategie im täglichen Über­ lebenskampf. Eröffnet werden die diesjährigen Naturfilmtage im „wilden” Stil: Ster­mann & Grissemann, zwei ausgewiesen wilde Experten lassen uns ihren Zugang zu „born to be wild” erleben. Den Abschluss der Na­­ turfilmtage bildet THEMROC aus dem Jahr 1973 mit Michel Pic­coli, der eine Wildnis der „speziellen Art” um sich errichtet und mit seinem Anarchismus in die Filmgeschichte eingegangen ist. (jok) Mi 14.11. 18.00 Uhr

LEOKINO 1

Eröffnung der Innsbrucker Naturfilmtage 2012 mit Stermann & Grissemann Im Anschluss:

DONAU – LEBENSADER EUROPAS VOM SCHWARZWALD BIS ZUM SCHWARZEN MEER D 2009-2012, R: Michael Schlamberger, 50min

Auf ihrer fast 3000 Kilometer langen Reise durchfließt die Donau unterschiedliche Landschaften und Klimazonen, wobei sie mehrmals ihren Charakter verändert. Sie durchquert das nördliche Alpenvorland, die Pannonische Tiefebene und das Rumänische Tiefland, bevor sie in einem riesigen Delta ins Schwarze Meer mündet. Entlang des Fluss­ laufs hat der große Strom faszinierende Naturlandschaften mit einer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt hervorgebracht. Wildnis, die bis heute erhalten geblieben ist. Vor dem Hintergrund eines der bekanntesten und wegen seiner Kulturdenkmäler vielleicht bestdokumentierten Flüsse erkunden wir die Donau entlang ihrer wilden und wenig bekannten Natur­land­ schaften. Wir werden mit diesem Film eine epische Reise in unbe­ kannte Wildnisgebiete unternehmen und zeigen wie diese – geschaf­ fen und bis heute verbunden durch den großen Strom – miteinander in Beziehung stehen.


2012

11. Innsbrucker Naturfilmtage

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GREEN

ALBATROSS EXHIBITONIST

F 2009, R: Patrick Rouxel, 48min, ohne Dialog

A 2010, Regie: Harry Putz, 7min

Ihr Name ist Green, sie ist allein in einer Welt, die nicht zu ihr gehört. Sie ist ein Orang-Utan Weibchen, Opfer der Abholzung und Aus­beu­ tung des Regenwaldes auf Borneo. GREEN ist eine er­­greifende Reportage der letz­­ten Tage des OrangUtan Weibchens Green und zeigt die Vielfalt des Re­­genwaldes einherge­ hend mit den verheeren­ den Einflüssen der Abhol­ zung und Zerstö­rung für Palmölplantagen. Am Qualm von den Regenwaldfeuern sind die Folgen leicht erkennbar: das baldige Ende der Vielfalt des Regenwaldes mit seiner Fauna und Flora.

Ölkatastrophen, Überfischung und Ausbeutung sowie die enorme Zunahme der Abfallmengen in den Ozeanen sind die drei großen Problemfelder, auf die die Künstlergruppe Skeleton Sea mit ihren Ar­­ beiten aufmerksam machen möchte. Dass Plastikmüll auch für See­­ vögel wie Albatrosse eine lebensbedrohliche Gefahr darstellt, veran­ schaulicht der Kurzfilm ALBATROSS EXHIBITIONIST. Oft sind die Mä­gen der imposanten Vögel voll von Abfällen – hauptsächlich Plas­ tik –, die die Vögel mit Nahrung verwechseln und so langsam und qual­voll sterben müssen. ❑ Im Anschluss: Gespräch mit Xandi Kreuzeder (Skeleton Sea)

DIE AZOREN – PARADIES IM EWIGEN BLAU P/D 2008, Regie: Florian Guthknecht, 45min

„Weltenwanderer” Gregor Sieböck nimmt uns mit auf ein fantasti­ sches Abenteuer nach Patagonien im Süden Chiles. IM FLUSS DES LEBENS ist ein Film über das Gleichgewicht auf der Erde, zwischen Natur, Menschen, Politik und Wirtschaftstreibenden – ein Film über die Verbundenheit allen Seins. Am Beispiel des geplanten MegaStaudammprojekts „Hidroaysén” wird das vorherrschende Paradigma Wirtschaftswachstum als alleiniger Indikator für Lebensqualität hin­ terfragt. Die Personen, die wir im Film kennenlernen, verbindet ein Fluss: der ungestüme, türkisblaue Río Baker, der Reisende aus aller Welt in seinen Bann zieht. Entstanden dabei ist ein persönlicher Einblick in den Alltag von Menschen, die im Einklang mit der Natur in Dankbarkeit und Freude leben, weitab von der Zivilisation. Sie leben scheinbar abgeschieden, doch auf unserem Planeten kann nichts iso­ liert betrachtet werden. Alles ist miteinander verbunden und erst die­ ser Gedanke eröffnet einen neuen Weg in die Zukunft.

Es gibt einen Ort, an dem man vier verschiedene Jahreszeiten an einem Tag erleben kann – so launisch, so unberechenbar ist hier das Wet­ter. Die Azoren sind eine abgeschiedene Welt, fern vom europä­ ischen Festland und doch Teil von Europa. Ihr Symbol ist der ewig wolkenverhangene Pico, der höchste Berg Portugals, der sich – 1500 Kilometer vom portugiesischen Mutterland entfernt – 3000 Meter aus dem Meer erhebt. Hier, wo der Golfstrom zum ersten Mal nach tausenden von Kilometern von Ame­rika kommend auf den euro­päischen Kon­ tinent trifft, konnte sich eine einzigartige Tier und Pflan­zen­welt er­­halten. Wir treffen auf den sel­ tensten Vogel Europas, den Azoren-Pirol, auf 25 Me­­ter lange Finnwale, die im Ver­bund mit Delfinen und Vögeln Jagd auf die riesigen Sardinen­ schwärme machen. Pottwale ziehen in den fischreichen Gewässern ihren Nachwuchs groß und Delfinarten paaren sich in riesigen Grup­ pen. Winzige Schildkröten erreichen erschöpft nach einer monatelan­ gen Reise mit dem Golfstrom endlich sicheres Land. Und wir stoßen in die Tiefsee vor, zu Tiefseewürmern, die ohne lebensspendendes Licht der Sonne auskommen.

❑ Im Anschluss: Referat von Margit Atzler & Gregor Sieböck

HELGOLAND – INSEL IM STURM

❑ Nach der Vorstellung: Bio vom Berg-Buffet im Foyer

Do 15.11. 18.00 Uhr

LEOKINO 1

IM FLUSS DES LEBENS – ÜBERFLUSS ODER LEBENSFLUSS? A 2012, R: Margit Atzler, 75min, OmU

Do 15.11. 20.15 Uhr

LEOKINO 1

RITTLINGERS TRAUM – NEUES LEBEN AN DER DRAU A 2008, R: Thomas Miklautsch, 28min

Herbert Rittlinger war ein deutscher Schriftsteller, Forschungsreisender und Pionier des „Kanuwandersports”. „Der Dichter im Paddelboot”, wie er auch genannt wurde, befuhr den Blauen Nil und den Ama­zo­ nas mit dem Falt­boot. Forschungsreisen führten ihn auch nach Me­­xi­ ko und Neuguinea. Im Som­mer 1938 reiste er per Bahn über Spittal nach Lienz und fuhr von dort mit dem Falt­boot nach Maribor, damals noch ohne Unterbrechung durch Kraftwerke und Stauketten. In seinem Buch „Das bald verlorene Pa­­ radies” berichtet der Vor­ den­ker und Idealist über die­­se Fahrt und warnt vor der drohenden Zerstörung der Drau. Zunächst verge­ bens, heute – gut 70 Jahre nach Herbert Rittlingers Ka­­nu­fahrt auf der Drau – wird sein Traum und seine Vision von einer unverbauten frei fließenden Gletscherdrau jedoch zum Teil Wirklichkeit. Der poetische Film RITT­LINGERS TRAUM ist eine philosophische und zugleich wissenschaftliche Reflexion über die laufende Revitalisierung der Oberen Drau. Einem durch Men­ schen­hand gezähmten Fluss wird Schritt für Schritt die ihm abgerun­ gene „Wildnis” wieder zurückgegeben.

D 2012, R: Robert Morgenstern, 45min

Mitten in der Nordsee liegt Helgoland, nicht nur in stürmischen Näch­ten Zufluchtsort tausender Zugvögel. Vor 100 Jahren begann hier mit der Gründung der Vogelwarte Helgoland die wissenschaftli­ che Erforschung des Vogelzuges. Nirgendwo sonst in Deutschland kann dieses Phänomen so gut beobachtet werden. Über einen Zeitraum von zwei Jahren haben Robert Morgenstern und sein Team die Atmosphäre und die Geschichten Helgolands ein­ gefangen und zu einem Porträt der Insel und seiner Bewohner ver­ woben. Die Urelemente und Stimmungen, wogende Wassermassen, das kräftige Farbenspiel des Abendrots, die Weite des Sternenhimmels über dem blitzenden Leuchtfeuer und das Rauschen der Vogel­ schwär­me in der Nacht verleihen Helgoland einen ganz besonderen Zauber. Do 15.11. 22.50 Uhr

LEOKINO 1

EL CIELO, LA TIERRA Y LA LLUVIA Patagonien, Chile, die Natur, Einsamkeit und herbstlicher Regen. Zwei Frauen treffen sich, um zu essen, am Strand entlang zu laufen, eine Fähre zu besteigen und sich treiben zu lassen – ohne ein Wort. In gewisser Weise versuchen sie, sich auf eine stumme, verstohlene und extreme Art zu retten. Sie suchen nach Liebe, nach nicht vor­ handenen Familienbanden, nach einem Raum für sich selbst und Zeit, um sich zu finden und die Einsamkeit zu überwinden. EL CIELO, LA TIERRA Y LA LLUVIA ist ein aufs visuelle Betrachten und aufs akustische Belauschen des Lebens konzentrierter Film, der radikal auf atmosphärische Momente setzt, der Menschen und Land­ schaften verschmelzen lässt und von uns wünscht, dass wir uns ihm


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11. Innsbrucker Naturfilmtage 

hingeben, um seine Sinnlichkeit zu erfahren. (www.trigon-film.ch) Chile 2008; Regie & Buch: José Luis Torres Leiva; Kamera: Inti Briones; Dar­ stellerInnen: Julieta Figueroa, Pablo Krögh, Marion Muñoz, Angélica Ri­ quelme u.a.; (35mm; Farbe; 112min; spanische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

Fr 16.11. 18.00 Uhr

LEOKINO 1

TIROL BEI NACHT A 2012, R: Christoph Malin, 4min

Helle Nächte haben dunkle Seiten. In Tirol wird die Lichtverschmutzung vor allem im Winter angeheizt. Dem Anschein nach braucht jede mittlere Rodelbahn und jede Kleinst-Skianlage inzwischen eine Nacht­beleuchtung. Eine Entwicklung, die auch Fotograf Christoph Malin beobachtet und mit seiner Arbeit in Zeitraffer-Videos die Licht­ ver­schmutzung in Tirol dokumentiert. Er stellt aber auch klar, „dass wir im Vergleich zu anderen Regionen wie etwa dem Ruhrpott immer noch eine Insel der Seligen sind”. Doch um dunkle Nächte und helle Sterne zu finden, muss man inzwischen schon Talschlüsse und abge­ legene Berge aufsuchen. (aus: www.tt.com)

Erhaltung von Tieren und deren Lebensraum. Dank der Schlangen, die ihm als eine Art Rei­sepass die­ nen, gelingt es ihm, durch die sich in einem Mili­tär­ konflikt befindlichen Ge­ biete seines Landes zu reisen. L’HOMME AUX SER­ PENTS dringt ein in die Tie­fen eines für uns weitgehend unbekannten Ko­­lum­biens und vereint mit Humor die Widersprüche eines Konflikts und die Charakteristika einer Initiationsgeschichte. Gleichzeitig hin­ terfragt er die Zukunft der Primärwälder in Süd- bzw. Lateinamerika und kommt zur Erkenntnis, dass die kriegerischen Auseinan­der­set­ zungen zwar zum Schaden der Menschen sind, aber auch dem Schutz des Regenwaldes dienen. Große Teile des kolumbianischen Re­­genwaldes sind schon an Konzerne verkauft. Doch solange Krieg herrscht, bleiben hier die Firmen mit ihren Abholzungen fern.

❑ Im Anschluss: Referat von Christoph Malin

Fr 16.11. 21.55 Uhr

AM FUSS DER ROCKY MOUNTAINS – EIN MEDIZINMANN AUF BÜFFELJAGD D 2006, Regie: Ramon Kramer, 45min

Inmitten der atemberaubenden Landschaft Montanas liegt das Re­­ ser­vat der Schwarzfußindianer. Wer hier Federschmuck und Fran­ senjacken erwartet, wird enttäuscht: Der American Way of Life hat die ehemaligen Nomaden schon lange erreicht. Dennoch leben die Indianer die Traditionen und Rituale des einst mächtigsten Stammes Nordamerikas weiter. Tom Crawfort verdient seinen Lebensunterhalt als Rancher und folgt als Medizinmann den Spuren seiner indiani­ schen Vorfahren. Als einer der wenigen kennt er noch die Geheimnisse der Natur und die Bräuche, die seinen Stamm seit Jahrtausenden begleiten. Seine geschäftlichen Erfolge will er nach alter Tradition feiern und plant, mit seinem Sohn auf eine Büffeljagd zu gehen. Am Eröffnungstag des großen „PowWows” soll das frische Fleisch des erlegten Tieres unter den Stammesältesten verteilt werden.

Sp/D 2010; Regie: Gerardo Olivares; Buch: Javier Moro, John Truby, Gerardo Oliveras; DarstellerInnen: Juan Jose Ballesta, Manuel Camacho, Sancho Gra­ cia, Carlos Bardem u.a.; (DCP; Farbe; 111min; DEUTSCH SYNCHRO­NISIERTE FASSUNG).

Sa 17.11. 18.00 Uhr

D/A 2005, R: Manfred Christ & Harald Pokieser, 45min

Fr 16.11. 20.30 Uhr

LEOKINO 1

L’HOMME AUX SERPENTS F/Kol 2010, R: Eric Flandin, 85min, franz. OmU

Franz Kaston Florez ist kolumbianischer Tierarzt und Spezialist für die

LEOKINO 1

ENTRELOBOS WOLFSBRÜDER Marcos ist sieben Jahre alt, als er von seinem Vater an einen Groß­ grundbesitzer verkauft wird. In einem abgeschiedenen Gebiet in den Bergen der Sierra Morena soll er Ziegen hüten. Seine einzige Gesell­ schaft ist der alte Ziegenhirte, der ihn in die Geheimnisse der Wildnis einweiht. Gerade als sich Marcos mit dem rauen Leben angefreundet hat, stirbt der Alte und lässt Marcos allein zurück. Bei seinem Kampf gegen Hunger, Kälte und Einsamkeit bekommt er Unterstützung von einem zahmen Frettchen und einem Rudel Wölfe, mit dem er zag­ haft Freundschaft schließt. Zwölf Jahre lang lebt er in der Natur und wird Eins mit dem Land und den Tieren, bis eines Tages Menschen ins Tal kommen.

WILD IST DER WESTE(R)N Seit hundert Jahren wecken Wildwestfilme die Sehnsüchte nach dem wahren Abenteuer und dem großen unentdeckten Land und waren dabei so erfolgreich, dass die meisten Menschen den Wilden Westen auf den ersten Blick erkennen: Die markanten Steintürme des Monu­ ment Valley, durch die der Staub pfeift. Endlose Wüsten, die recht­ schaffenen Männern große Prüfungen auferlegen und Gesetzlosen ein perfektes Versteck bieten. Reißende Flüsse ohne Wiederkehr, hin­ ter deren Ufern ein neues, besseres Leben wartet. Warum wird der Rio Bra­­vo im Film mit schöner Re­­gelmäßigkeit von anderen Flüssen ge­ doubelt, kom­­men Geier über das Statistendasein nie hinaus und beißen Klap­per­schlan­gen in Pfer­ deläufe? Skor­pione flüch­ ten mit Vorliebe in Cow­ boystiefel, Kojoten heu­ len grundsätzlich vor der Scheibe des Vollmondes und nach jedem Schuss­wechsel kreisen am Himmel die Geier. Diese sehr humorvolle Doku­mentation geht der Natur hinter den Mythen des Wilden Westens auf den Grund und wird so manchen Mythos unserer „Wild West-Hel­den” entzaubern. Eine lustvolle Doku­men­ tation über „die Natur­geschichte des Wildwestfilms”.

2012

LEOKINO 1

IL VENTO FA IL SUO GIRO

DER WIND HAT SICH GEDREHT Chersogno, ein halbverlassenes Dorf in den italienisch-okzitanischen Alpen. Das Leben hier ist ursprünglich, die überwiegend älteren Ein­­ wohner sprechen noch die aussterbende Sprache des Langue d’Oc und halten sich mit Sommer-Tourismus über Wasser. Hierhin zieht es den französischen Schäfer Philippe mit seiner Familie und seinen Schafen. Der ehemalige Lehrer ist auf der Suche nach einem neuen Leben, einem Leben im Einklang mit der Natur. Anfangs werden Phi­ lippe und seine Familie begeistert begrüßt, doch bald schlägt die Stim­mung in dem kleinen Dorf in Neid, Misstrauen und Intoleranz um. I 2007; Regie: Giorgio Diritti; Buch: Giorgio Diritti & Fredo Valla; Kamera: Roberto Cimatti; Musik: Marco Biscarini & Daniele Furlati; DarstellerInnen: Thierry Toscan, Alessandra Agosti, Dario Anghilante u.a.; (35mm; Farbe; 110min; ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN). ❑ Vor dem Film: „Die Alpenkonvention ein Luftschloss?“

Referat von Wolfger Mayrhofer Sa 17.11. 20.35 Uhr

LEOKINO 1

WILDE PYRENÄEN – BERGE DES LICHTS D 2010, R: Jürgen Eichinger & Jens Uwe Heins, 45min

Zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik liegt die urwüchsige Pyrenäen-Landschaft: steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkisfarbene Bergseen. Ein Mittelpunkt für unzählige Tiere und Pflanzen. Als Gott die Pyrenäen schuf, so heißt es, bildete er die Fel­ sen so, dass sie tagsüber das Licht trinken können. Nach Sonnen­ untergang verströmen sie es wieder in die Welt, und so leuchten die Wände und Zinnen in den Nächten still unter den Sternen. Das mediterrane Klima sorgt für eine extrem artenreiche Tierwelt.


2012

11. Innsbrucker Naturfilmtage

Majestätische Bartgeier im Segelflug auf der Suche nach Beute, Mur­ meltier-Sippen in Aufzucht ihrer Jungen und Bärenwanderungen durch die Schlucht von Aran. Jürgen Eichingers und Jens Uwe Heins Dokumentation lässt uns durch ihre Bildlandschaften an einer wilden und weitgehend unberührten Natur teilhaben.

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bolgehalt des Films – jederzeit ihre NachahmerInnen finden könnte. F 1973; Regie & Buch: Claude Faraldo; Kamera: Jean-Marc Ripert; Musik: Ha­­­rald Maury; DarstellerInnen: Michel Piccoli, Beatrice Romand, MiouMiou, Coluche, Patrick Dewaere u.a.; (35mm; Farbe; 110min; ohne Dialog).

September 2012

THE IMPOSSIBLE RIVER JOURNEY

Sondervorstellungen

Nor/SA/Lesotho 2011, R: Arild Mehn-Andersen, 90min, OmenglU

für Schulklassen in Zusammenarbeit mit natopia

Helge Hjelland entschließt sich, Südafrika mit dem Kanu zu durch­ queren. Auf seinem Weg nimmt er Joseph, einen illegalen Flüchtling aus dem Süd-Sudan ohne jegliche Ausweispapiere auf. Joseph wird Hjellands Partner auf seiner Reise durch Südafrika, das immer noch Schwierigkeiten hat, die Schatten der Apartheid hinter sich zu lassen. Ein Film über die vielfältigen Begegnungen mit dem afrikanischen Kontinent und seiner Wildnis. Sa 17.11. 23.00 Uhr

LEOKINO 1

THEMROC Themroc ist Anstreicher in Paris. Jeden Morgen um sechs Uhr steht er auf, trinkt seinen Kaffee, fährt mit dem Fahrrad zur Métro, mit tau­­ senden Anderen quer durch Paris zur Fabrik. Beim Fensterstreichen an der Außenfassade schaut er in die Büros der Chef­ etage. Dort rückt ein Chef seiner Se­­kretärin beim Diktat im­­mer näher. Der Direktor be­­merkt, dass er von Them­­roc beobachtet wird und schlägt ihm mit dem Kipp­fenster die Nase blutig. Und Them­­­­roc brüllt. Er brüllt, kreischt, bellt und dann lässt er sei­nen Job – ein für allemal – hinter sich. Was folgt, ist der vielleicht unterhaltsamste Amoklauf der Film­ges­ chichte: Themroc verweigert die gutbürgerliche Ordnung, verwan­ delt seine Wohnung in dem Pariser Wohnsilo zur Höhle, reißt die Außenwand heraus, mauert die Wohnungstür zu und lebt fortan in aller Öffentlichkeit seine archaischen Bedürfnisse aus, was schließlich auch seine Ess­gewohnheiten drastisch verändert. Er errichtet eine Art Wildnis inmitten der zivilisierten Umgebung, die – soviel zum Sym­

IM MER BUN TER

Aktuelle Malerei aus Österreich

Mi 14.11. bis Fr 16.11. 8.30 Uhr & 10.30 Uhr

LEOKINO 1

HELGOLAND – INSEL IM STURM Filmbeschreibung siehe Seite 3 ❑ Anschließend an den Film gibt es die Möglichkeit mit einer

Vogelexpertin zu sprechen, die die Fragen der Jugendlichen beantworten wird. Dauer der Veranstaltung: 1,25 – 1,5 Stunden; Altersgruppe: Wir empfehlen eine Teilnahme ab der 4. Volks­ schule. Rückfragen und telefonische Anmeldung bei Verein natopia, Andreas Jedinger, Tel. 0664 44 30 959 oder per email: andreas.jedinger@natopia.at ❑ Sondervorstellungen für Schulklassen bei freiem Eintritt! Druckdaten/Material: Silber (Pantone 877), Vollton Thalia-Grün, Vollton Thalia-Blau

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Grün 90C/0M/100Y/0K

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PartnerInnen der Naturfilmtage

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Programmheft Naturfilmtage 2012