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DO 12.06

20.00

IL ROSSO E IL BLU

FR 13.06.

19.00

BELLAS MARIPOSAS

FR 13.06.

21.00

REALITY

SA 14.06.

19.00

TUTTI I SANTI GIORNI

SA 14.06.

21.00

IL CAPITALE UMANO

SO 15.06.

12.00

LA GRANDE BELLEZZA

SO 15.06. SO 15.06.

18.45 21.00

REALITY L’INTERVALLO

MO 16.06.

19.00

L’INTERVALLO

MO 16.06.

21.00

SACRO GRA

DI DI

17.06. 17.06.

19.00 21.00

BELLAS MARIPOSAS TUTTI I SANTI GIORNI

MI 18.06. MI 18.06.

19.00 21.00

IL ROSSO E IL BLU IL CAPITALE UMANO

DO 19.06. DO 19.06.

19.00 21.00

SACRO GRA IO SONO L’AMORE

Impressum: Herausgeber, Medieninhaber: Filmladen, Verein zur angewandten Medienforschung und Medienförderung, Mariahilfer Straße 58/7, 1070 Wien, Tel. 523 43 62-0. Redaktion: Michael Roth, Gestaltung und Satz: Laudenbach, Wien. Druck: REMAprint, 1160 Wien. DVR 0640085

NUOVO CINEMA ITALIA

PROGRAMMÜBERSICHT

Italienische Filme der Gegenwart 12. bis 19. Juni 2014

Ministero per i Beni e le Attività Culturali/ Direzione Generale per il Cinema (Rom) Istituto Italiano di Cultura (Wien) Made in Italy (Rom) Archivo Storico Luce (Rom)

VOTIV KINO 9, Währinger Straße 12 317 35 71 www.votivkino.at/nuovocinemaitalia


NUOVO CINEMA ITALIA 2014 Das 12. Festival des neuen italienischen Kinos präsentiert insgesamt neun Filme, davon sieben österreichische Erstaufführungen. Mit zwei Filmen ist Paolo Virzì vertreten (TUTTI I SANTI GIORNI, IL CAPITALE UMANO), „Gomorrha“-Regisseur Matteo Garrone präsentiert seinen neuen Film REALITY, und mit SACRO GRA zeigen wir den ersten Dokumentarfilm, der je den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig gewonnen hat. À propos Venedig: Beim letzten Filmfestival Venedig wurden kurze Wochenschauen gezeigt, die sich mit der Geschichte des ältesten Filmfestivals der Welt beschäftigen. Von den späten 1920er-Jahren bis zu den frühen 1970er-Jahren sind diese kurzen Clips gleichermaßen ein Stück Zeit- wie Filmgeschichte. Wir zeigen eine Auswahl dieser Wochenschauen

Donnerstag, 12. 6. 2014, 20.00 Uhr

als Appetithappen vor dem jeweiligen Hauptfilm.

Eine ganz normale Schule in Rom, in der die unterschiedlichsten Charaktere aufeinandertreffen. Die strenge Direktorin sieht sich zu ihrem Entsetzen gezwungen, sich um einen 14-jährigen Klassenclown zu kümmern, dessen Mutter plötzlich verschwunden ist. Die idealistischen Vorsätze eines jungen Aushilfslehrers drohen rasch am rauen Schulalltag zu zerschellen. Der alternde, zynisch gewordene Kunstlehrer erlebt eine Begegnung mit einer ehemaligen Schülerin, die sein Weltbild verändert. Und ein Junge aus Rumänien fordert gemeinsam mit seiner etwas ausgeflippten Freundin ein Schicksal heraus, das ihnen von den Erwachsenen bereits vorherbestimmt zu sein scheint. Überraschungen und Versuchungen, Hoffnungen und Enttäuschungen – auf unterhaltsame Weise zeigt Altmeister Giuseppe Piccioni den Mikrokosmos der Schule als Spiegelbild des Lebens.

Eine Hommage an Paolo Sorrentino, einen der erfolgreichsten italienischen Filmemacher der Gegenwart (LA GRANDE BELLEZZA) und ein Tribute an Tilda Swinton (IO SONO L’AMORE) runden das diesjährige Programm ab. Eröffnet wird das Festival mit IL ROSSO E IL BLU von Giuseppe Piccioni, der auf unterhaltsame Weise den Mikrokosmos der Schule als Spiegelbild des Lebens zeigt.

In Zusammenarbeit mit: Filmladen Filmverleih (Wien) Kairos Filmverleih (Göttingen) Viacolvento (Nuoro) RAI Cinema (Rom) Fandango (Rom) Tempesta Film (Bologna) Bianca Film (Rom)

IL ROSSO E IL BLU Rot und blau

Italien 2012, 98 Minuten, OmU Regie: Giuseppe Piccioni. Drehbuch: Giuseppe Piccioni, Francesca Manieri, nach einem Roman von Marco Lodoli. Kamera: Roberto Cimatti. Schnitt: Esmeralda Calabria. Ausstattung: Ludovica Ferrario. Musik: Ratchev & Carratello. Produktion: Donatella Botti für Bianca Film. Mit: Margherita Buy, Riccardo Scamarcio, Roberto Herlitzka, Silvia D’Amico, Davide Giordano, Ionut Paun, Nina Torresi, u. a.


Freitag, 13. 6. 2014, 19.00 Uhr

Freitag, 13. 6. 2014, 21.00 Uhr

BELLAS MARIPOSAS

REALITY

Schöne Schmetterlinge Die 12-jährige Caterina lebt mit Eltern und Geschwistern am Stadtrand der sardinischen Hauptstadt Cagliari. Die Wohnung ist klein, die Patchwork-Familie chaotisch und der arbeitslose Vater ein Tyrann. Caterina beobachtet ihre Umgebung genau, wendet sich auch gerne direkt ans Publikum und will Rockstar werden. An einem heißen Augusttag fahren sie und ihre Freundin Luna ans Meer, baden, essen viel Eis und fühlen sich wie schöne Schmetterlinge. Doch dann müssen sie Gigi, den unbeholfenen Jungen, der von allen gemobbt wird, vor Caterinas Bruder Toni beschützen. Als auch die Polizei, eine Theatertruppe und eine geheimnisvolle Wahrsagerin in die Sache verwickelt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Mühelos verbindet BELLAS MARIPOSAS drastischen Sozialrealismus, jugendliche Unbekümmertheit und fantastische Elemente à la Fellini. Italien 2013, 100 Minuten, OmU Regie: Salvatore Mereu. Drehbuch: Salvatore Mereu, nach der gleichnamigen Erzählung von Sergio Atzeni. Kamera: Massimo Foletti. Schnitt: Paola Freddi. Ausstattung: Marianna Sciveres, Pietro Rais. Musik: Train to Roots, Balentes, Antonio Castrignanò, Rosalba Piras. Produktion: Salvatore Mereu für Viacolvento. Mit: Sara Podda, Maya Mulas, Davide Todde, Micaela Ramazzotti, Luciano Currelli, Anna Karina Dyatlyk, u. a.

Luciano hat einen Fischstand in Neapel, macht manchmal krumme Geschäfte und ist ansonsten ein geborener Spaßvogel, der gerne vor seinen Kunden und seiner vielköpfigen Verwandtschaft die Stimmungskanone gibt. Bald sind sich alle einig: „Du gehörst ins Fernsehen!“ So nimmt Luciano am Casting für eine Reality-Show à la Big Brother teil. Aber sein Traum entwickelt sich schnell zu einer echten Besessenheit, die ihn und seine Familie zu verschlingen droht. Der neue Film von „Gomorrha“-Regisseur Matteo Garrone ist eine grandios-wilde Achterbahnfahrt durch das italienische Showbusiness und die italienische Volksseele. Garrones fulminante Abrechnung mit Lug und Trug, schönem Schein und grotesken Medienspektakeln im Italien Berlusconis wurde mit dem Großen Preis der Filmfestspiele Cannes 2012 ausgezeichnet. Italien 2012, 115 Minuten, OmU Regie: Matteo Garrone. Drehbuch: Maurizio Braucci, Ugo Chiti, Matteo Garrone, Massimo Gaudioso. Kamera: Marco Onorato. Schnitt: Marco Spoletini. Ausstattung: Paolo Bonfini. Musik: Alexandre Desplat. Produktion: Domenico Procacci, Matteo Garrone für Archimede Film, Fandango. Mit: Aniello Arena, Loredana Simioli, Nando Paone, Graziella Marina, Nello Iorio, Nunzia Schiano, Claudia Gerini, Raffaele Ferrante, u. a.


Samstag, 14. 6. 2014, 19.00 Uhr

Samstag, 14. 6. 2014, 21.00 Uhr

TUTTI I SANTI GIORNI

IL CAPITALE UMANO

Tagein tagaus

Human Capital

Guido liebt antike Sprachen, frühchristliche Heilige und arbeitet als Nachtportier in einem Hotel. Antonia ist Angestellte in einem Autoverleih, sieht sich aber als Musikerin und singt abends in Bars. Zwei ganz unterschiedliche Charaktere, die sich lieben. Nur ein kleines Problem gibt es: Die beiden wünschen sich ein Kind, aber das ersehnte Baby kommt einfach nicht. Die Nachfragen von Eltern und Freunden werden drängender, Fruchtbarkeitstests, modernste Reproduktionstechniken und berühmte Ärzte kommen zum Einsatz. Wird die Beziehung diesem Druck standhalten? Paolo Virzì erzählt mit leichter Hand nicht nur vom Kinderwunsch, sondern auch von den ganz normalen Problemen des Alltags und einer großen Liebe. Und er hat zwei sympathische junge HauptdarstellerInnen, die mühelos die Herzen des Publikums gewinnen.

Am Weihnachtsabend wird ein Radfahrer von einem Geländewagen von der Straße gestoßen. In Rückblenden enthüllt IL CAPITALE UMANO die Ereignisse, die dazu führten. Jedes dieser Kapitel macht uns mit einem anderen Mitglied zweier Familien vertraut. Der Immobilienmakler Dino Ossola will die Beziehung seiner Tochter Serena mit dem Sohn des reichen Bankiers Giovanni Bernaschi dazu benützen, die soziale Leiter emporzuklimmen. Doch hinter der Fassade der wohlhabenden Bernaschis lauern Abgründe. Serena wiederum interessiert der soziale Status ihres Freundes nicht im Geringsten, sie verfolgt andere Pläne. Wieder besticht Paolo Virzì durch seinen scharfen Blick auf die italienische Gesellschaft, gleichzeitig verbindet er die Sozialkritik mit Elementen des Kriminalfilms – so schön und so eiskalt wie die Winterlandschaft, in der sein Film spielt.

Italien 2012, 102 Minuten, OmU Regie: Paolo Virzì. Drehbuch: Francesco Bruni, Simone Lenzi, Paolo Virzì, nach einem Roman von Simone Lenzi. Kamera: Vladan Radovic. Schnitt: Cecilia Zanuso. Ausstattung: Alessandra Mura. Musik: Thony. Produktion: Elisabetta Olmi für Motorino Amaranto, RAI Cinema. Mit: Luca Marinelli, Thony, Micol Azzurro, Claudio Palitto, Stefania Felicioli, Franco Gargia, Giovanni Laparola, Mimma Pirrè, Benedetta Barzini, Fabio Gismondi, u. a.

Italien 2013, 110 Minuten, OmenglU Regie: Paolo Virzì. Drehbuch: Francesco Bruni, Francesco Piccolo, Paolo Virzì, frei nach dem Roman „The Human Capital“ von Stephen Amidon. Kamera: Jérôme Alméras. Schnitt: Cecilia Zanuso. Ausstattung: Mauro Radaelli. Musik: Carlo Virzì. Produktion: Indiana Production, RAI Cinema, Manny Films, Motorino Amaranto. Mit: Valeria Bruni Tedeschi, Fabrizio Bentivoglio, Valeria Golino, Fabrizio Gifuni, Luigi Lo Cascio, u. a.


Sonntag, 15. 6. 2014, 12.00 Uhr

Sonntag, 15. 6. 2014, 21.00 Uhr

Hommage an Paolo Sorrentino LA GRANDE BELLEZZA

L’INTERVALLO

Die große Schönheit Obwohl der Schriftsteller Jep Gambardella seit 40 Jahren kein Buch mehr veröffentlicht hat, gilt er als angesehner Autor und krönt als erfolgreicher Journalist alle Feste der römischen High Society. Er ist unverbesserlicher Verführer und zynischer Beobachter der Leere und Oberflächlichkeit der Gesellschaft, zu der er selbst gehört. An seinem 65. Geburtstag sinniert er über Vergangenheit und Zukunft, schwelgt in Erinnerungen an seine große Liebe und die verspielten Chancen. „Paolo Sorrentino wagt sich an ein Rom-Epos fellinischen Ausmaßes und liefert eine der Regielegende ebenbürtige Auseinandersetzung mit der römischen Gesellschaft ab, die Fellinis Gedankengänge brillant weiterführt und das moderne Rom und die Menschen dieser Stadt in all seinen Facetten widerspiegelt.“ (cinemaforever.com) LA GRANDE BELLEZZA gewann vier Europäische Filmpreise 2013 (bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, bester Schnitt). Italien 2013, 142 Minuten, OmU Regie: Paolo Sorrentino. Drehbuch: Paolo Sorrentino, Umberto Contarello. Kamera: Luca Bigazzi. Schnitt: Cristiano Travaglioli. Musik: Lele Marchitelli. Ausstattung: Stefania Cella. Produktion: Indigo Film, Babe Films, Pathé Production, France 2 Cinéma. Mit: Toni Servillo, Sabrina Ferilli, Carlo Verdone, Carlo Buccirosso, Iaia Forte, Pamela Villoresi, Galatea Ranzi, Massimo de Francovich, Roberto Herlitzka, Isabella Ferrari, u. a.

Die Pause Als ein Camorra-Gangster den 15-jährigen Salvatore in Neapel darum bittet, auf ein Mädchen aufzupassen, das von der Camorra festgehalten wird, begreift der Junge, dass man einer solchen „Bitte“ besser Folge leistet. So spielt er einen Tag lang Gefängniswärter für die 17-jährige Veronica, von der er gar nicht weiß, warum sie festgehalten wird. Trotz gegenseitigen Misstrauens kommen die beiden Jugendlichen einander näher. Das Spielfilmdebüt von Leonardo di Costanzo wurde beim Filmfestival von Venedig 2012 mit dem Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet. Es ist die zutiefst bewegende Geschichte zweier jugendlicher Außenseiter, die sich für einen Tag aus einer Realität fortträumen, die vollständig vom Zugriff der Camorra beherrscht zu sein scheint. Ein Film, der noch lange nachwirkt. Italien 2012, 90 Minuten, OmU Regie: Leonardo Di Costanzo. Drehbuch: Maurizio Braucci, Mariangela Barbanente, Leonardo Di Costanzo. Kamera: Luca Bigazzi. Schnitt: Carlotta Cristiani. Ausstattung: Luca Servino. Musik: Marco Cappelli. Produktion: Carlo CrestoDina, Tiziana Soudani für Tempesta, Amka Film Productions. Mit: Francesca Riso, Alessio Gallo, Carmine Paternoster, Salvatore Ruocco, Antonio Buil, JeanYves Morard, u. a.


Montag, 16. 6. 2014, 21.00 Uhr

Donnerstag, 19. 6. 2014, 21.00 Uhr

SACRO GRA

Tribute an Tilda Swinton IO SONO L’AMORE

Das andere Rom Zwei Jahre lang filmte Gianfranco Rosi entlang der „Autostrada del Grande Raccordo Anulare“, kurz GRA, und entdeckte dort unzählige Geschichten von Menschen, die an der Ringautobahn leben und arbeiten. „Gianfranco Rosi hat besondere Typen für seinen Film ausgewählt, Menschen, die uns durch ihre Eigenarten zum Schmunzeln bringen, ohne dass wir das Gefühl hätten, uns über sie lustig zu machen. Die kurzen Einblicke in das Leben seiner Protagonisten verbindet Rosi sehr subtil miteinander. Unterhaltsames folgt auf Anrührendes, ruhige Momente auf belebte Szenen. So gelingt es Rosi ganz ohne Narration eine andere Art von Spannungsbogen zu kreieren, der uns souverän an die Ereignisse fesselt.“ (kino-zeit.de) SACRO GRA gewann als erster Dokumentarfilm überhaupt den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig. Italien 2013, 83 Minuten, OmenglU Regie: Gianfranco Rosi. Drehbuch: Gianfranco Rosi nach einer Idee von Nicolò Bassetti. Kamera: Gianfranco Rosi. Schnitt: Iacopo Quadri. Ton: Gianfranco Rosi, Stefano Grosso, Riccardo Spagnol, Giuseppe D’Amato. Produktion: Doc Lab, La Femme Endormie

I Am Love Die erstarrten Konventionen der Mailänder Großbourgeoisie, in die sie einst eingeheiratet hat, und die zur Routine verkommene Ehe drohen die gebürtige Russin Emma zu ersticken. Geblieben ist ihre Leidenschaft für die Kochkunst, und als ihr Sohn der Familie den jungen Koch Antonio vorstellt, mit dem er ein Restaurant eröffnen will, bleibt es bald nicht bei kulinarischen Fachsimpeleien zwischen Emma und Antonio – mit ungeahnten Konsequenzen. Die grandiose Tilda Swinton brilliert in einem ebenso eleganten wie sinnlichen Film über die Liebe, das Essen und die Tradition. „Man möchte wieder einmal poetisch werden wegen Tilda Swinton. Man kommt ihr schauspieltechnisch nicht drauf, wie sie es macht, mit so sparsam eingesetzten Leidenschaftsmitteln derart von innen zu glühen. Sagen wir also einfach: Es geht ein Zauber von ihr aus.“ (Züritipp) Italien 2009, 120 Minuten, OmU Regie: Luca Guadagnino. Drehbuch: Luca Guadagnino, Barbara Alberti, Ivan Cotroneo, Walter Fasano. Kamera: Yorick Le Saux. Schnitt: Walter Fasano. Musik: John Adams. Produktion: Luca Guadagnino, Francesco Melzi d’Eril, Marco Morabito. Mit: Tilda Swinton, Flavio Parenti, Edoardo Gabbriellini, Alba Rohrwacher, Pippo Delbono, Diane Fleri, Maria Paiato, Marisa Berenson, Waris Ahluwalia, Gabriele Ferzetti, u. a.


Nuovo Cinema Italia 2014 Programm