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LEOKINO

Nuovo Cinema Italia Do 20.6. 20.30 Uhr

Juni 13 

LEOKINO 1

DAS VENEDIG PRINZIP

Venedig: Das ist Romantik pur, die Sehnsucht der Europäer, der Traum aller Amerikaner, der Wunsch der Japaner. Doch die schönste Stadt der Welt wird abends zur Geisterstadt: Ganze Viertel stehen leer; von ihren Bewohnern verlassen, dienen die unbewohnten Gemäuer dem Geschäft mit einem Mythos. 20 Millionen Fremde besuchen die Stadt im Jahr, fast 60.000 am Tag. Ihnen stehen 58.000 Einwohner entgegen und nächstes Jahr werden es noch weniger sein. Denn die Stadt wird unbewohnbar. Der Film zeigt, was vom venezianischen Leben übrig ist: eine Subkultur touristischer Dienstleister; ein Hafen für monströse Kreuzfahrtschiffe; Venezianer, die auf das Festland ziehen, weil es keine bezahlbaren Wohnungen mehr gibt. Ein Requiem auf eine grandiose Stadt. Ein Lehrstück darüber, wie öffentliches Gut zur Beute einiger Weniger wird. Ein Hohelied auf die letzten Venezianer, ihren Witz und ihr Herz. „Besser kann man den Wahnsinn, der sich tagtäglich über die Stadt legt, wohl nicht beschreiben, als es Andreas Pichler in seinem Film gelungen ist. Der Regisseur sucht die Kontraste: hier die Stille in einer einsamen Gasse, dort der Berg aus Stahl, den man Kreuzfahrtschiff nennt, wie er sich durch die Lagune zwängt. Er stößt auch auf Unstimmigkeiten: hier die Klage über den alles zerstörenden Touristenstrom, dort die Hausbesitzerin, die es sich gerade der Touristen wegen noch leisten kann, in Venedig zu leben.” (dokumentarfilm.info) „Der Dokumentarfilmer Andreas Pichler beobachtet die Lagunenstadt dabei, wie sie sich nicht langsam, sondern rasend schnell in ein Disneyland verwandelt. Während immer mehr Venezianer auf das Festland ziehen müssen, strömen immer mehr Touristen in die Stadt. Der Film wird zu einer stilistisch brillanten Abrechnung mit einem rücksichtslosen Milliardengeschäft.” (Programmkino.de)

Nuovo Cinema Italia 2013

Italienisches Kino der Gegenwart

Deutschland/Österreich/Italien 2012; Regie: Andreas Pichler; Buch: Andreas Jäger; Kamera: Attila Boa; Musik: Jan Tilman Schade; (DCP; Farbe; 82min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

Do 20.6. bis Do 27.6.

Fr 21.6. 16.55 Uhr / Sa 22.6. 21.15 Uhr

Do 20.6. 20.30 Uhr



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DAS VENEDIG PRINZIP Fr 21.6. 16.55 Uhr / Sa 22.6. 21.15 Uhr



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BASILICATA COAST TO COAST BASILICATA – VON KÜSTE ZU KÜSTE Fr 21.6. 21.15 Uhr / Sa 22.6. 17.00 Uhr

LA NOSTRA VITA UNSER LEBEN So 23.6. 17.05 Uhr / Mo 24.6. 21.15 Uhr

IO SONO LI SHUN LI UND DER POET So 23.6. 21.15 Uhr / Mo 24.6. 17.00 Uhr



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CORPO CELESTE FÜR DEN HIMMEL BESTIMMT Di 25.6. 17.05 Uhr / Do 27.6. 21.15 Uhr



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SCIALLA! BLEIB LOCKER! Di 25.6. 21.15 Uhr / Mi 26.6. 17.05 Uhr

L’INDUSTRIALE DER UNTERNEHMER Mi 26.6. 21.15 Uhr / Do 27.6. 17.10 Uhr



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IL MIO DOMANI DIE ZUKUNFT LIEGT VOR MIR

Alle Filme werden in italienischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt und stehen auch für Schulvorstellungen zur Verfügung; Anmeldungen unter: Tel. 0512 / 560470

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BASILICATA – VON KÜSTE ZU KÜSTE

Vier Freunde aus der Region Basilicata: Nicola, Franco, Salvatore und Rocco spielten früher zusammen in einer Schülerband. Inzwischen sind sie längst erwachsen und haben bürgerliche Berufe, doch die Sehnsucht nach der Musik lässt sie nicht los. Und so beschließen die vier unter dem Bandnamen „Die Windräder” am regionalen Musik-Festival von Scanzano Jonico teilzunehmen. Mehr noch: Sie wollen ihren Zielort zu Fuß erreichen. Das bedeutet zehn Tage in der Sommerhitze über abgelegene Straßen und Dörfer einmal quer durch die ganze Basilicata – von Küste zu Küste. „BASILICATA COAST TO COAST kann man ohne Zögern auch als Reiseführer nutzen: Finden Sie heraus, dass es in der Basilicata nicht nur die Höhlensiedlungen von Matera gibt, in denen Pier Paolo Pasolini und Mel Gibson Christusfilme drehten, sondern noch viele andere unglaubliche Orte. Wie zum Beispiel das verlassene Dorf Craco, ein dramatisches Fleckchen Erde, wo, wie der Filmemacher sagt, die Mo­ dernität zum Erliegen kam.” (Alberto Crespi, l’Unità) Italien 2010; Regie: Rocco Papaleo; Buch: Valter Lupo & Rocco Papaleo; Kamera: Fabio Olmi; Musik: Rita Marcotulli & Rocco Papaleo; DarstellerInnen: Alessandro Gassman (Rocco), Rocco Papaleo (Nicola), Paolo Briguglia (Salvatore), Max Gazzè (Franco), Giovanna Mezzogiorno (Tropea) u.a.; (35mm; 1:1,85; Farbe; 105min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

Fr 21.6. 21.15 Uhr / Sa 22.6. 17.00 Uhr



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LA NOSTRA VITA UNSER LEBEN

Eine Koproduktion mit Made in Italy (Rom) und KIZ RoyalKino. In Zusammenarbeit mit Ministero per i Beni e le Attività Culturali / Direzione Generale per il Cinema (Rom), Istituto Italiano die Cultura (Wien)



BASILICATA COAST TO COAST

Der Bauarbeiter Claudio lebt mit seinen beiden kleinen Söhnen und seiner Frau Elena in einem Vorort von Rom. Viel Geld hat die Familie nicht, doch sie sind zufrieden mit ihrem Leben. Das Glück wird jäh zerstört, als Elena unversehens bei der Geburt ihres dritten Jungen stirbt. Von heute auf


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morgen steht Claudio alleine mit den Kindern da. Doch er gibt nicht auf und will seine Familie alleine durchbringen. „Vor einiger Zeit drehte ich einen Dokumentarfilm über die besetzten Sozialwohnungen in Ostia. Bei dieser Gelegenheit lernte ich eine andere Art der Armut kennen, als ich sie vielleicht erwartet hatte. Ich sah dort Leben, Heiterkeit. Und ich habe mich so sehr darin verliebt, dass ich da­­ von erzählen wollte. Also habe ich einen Filmhelden erschaffen, der in die Mechanismen der Arbeitswelt und des Baugewerbes verstrickt ist, der sich von ganz unten hochgearbeitet hat. Und der nie aufgibt, egal was passiert.” (Daniele Luchetti) Italien 2010; Regie: Daniele Luchetti; Buch: Daniele Luchetti, Sandro Petraglia, Stefano Rulli; Kamera: Claudio Collepiccolo; Musik: Franco Piersanti; Darsteller­ Innen: Elio Germano (Claudio), Isabella Ragonese (Elena), Raoul Bova (Piero), Ste­ fania Montorsi (Liliana), Luca Zingaretti (Ari) u.a.; (35mm; 1:2,35; Farbe; 95min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

So 23.6. 17.05 Uhr / Mo 24.6. 21.15 Uhr



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IO SONO LI SHUN LI UND DER POET

Shun Li arbeitet in einer Textilfabrik an der Peripherie Roms. Sie wartet auf die Dokumente, die es ihr erlauben, ihren achtjährigen Sohn nach Italien zu holen. Unvermittelt wird sie nach Chioggia verschickt, einer Lagunenstadt bei Venedig, wo sie an der Bar einer Osteria arbeiten soll. Bepi, ein Fischer slawischer Abstammung – von seinen Freunden „Der Poet” genannt – ist seit Jahren Stammgast in der kleinen Osteria. Die Begegnung der beiden wird zur poetischen Flucht vor der Einsamkeit, ein stiller Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen, die sich langsam annähern. Es ist auch eine Reise ins Herz der Lagune – Mutter und Wiege von Identitäten, die in stetiger Veränderung begriffen sind. „Ich wollte von Orten erzählen, die sowohl in meinem Leben als auch für das Italien von heute von Bedeutung sind: die Industriezonen um Rom und im Veneto, einer Region die sich durch unglaubliches Wirtschaftswachstum in kürzester Zeit von einem Abwanderungs- in ein Zuwanderungsgebiet verwandelt hat. Gerade die kleine Lagunenstadt Chioggia mit ihrer sozialen und territorialen Identität ist der ideale Ort, um diesen Prozess nachdrücklich zu schildern. Ich erinnere mich gut an die Begegnung mit einer Frau, die Shun Li sein könnte.” (Andrea Segre) Italien/Frankreich 2011; Regie & Buch: Andrea Segre; Kamera: Luca Bigazzi; Mu­­ sik: François Couturier; DarstellerInnen: Zhao Tao (Li), Rade Sherbedgia (Bepi), Marco Paolini (Coppe), Roberto Citran (Avvocato), Giuseppe Battistion (Devis) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 92min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUT­ SCHEN UNTERTITELN).

So 23.6. 21.15 Uhr / Mo 24.6. 17.00 Uhr



LEOKINO 2

CORPO CELESTE FÜR DEN HIMMEL BESTIMMT

Eine Stadt in Kalabrien. Antike Palazzi neben Bauruinen. Das Meer scheint nah und zugleich unerreichbar fern. Hierher zieht die 13jährige Marta mit ihrer Mutter und der älteren Schwester zurück, nachdem sie 10 Jahre in der Schweiz verbracht hat. Hier ist die katholische Kirche noch allgegenwärtig, und der Pfarrer lenkt wie selbstverständlich auch die Politik. Marta nimmt an den kirchlichen Vorbereitungsritualen für ihre anstehende Firmung teil, ist jedoch innerlich mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Sie ist still und verschlossen, aber gleichzeitig hellwach. Und bald merkt sie, dass sie ihren eigenen Weg gehen will – gegen alle Widerstände. „Alice Rohrwacher beherrscht sie vollkommen, diese fragile Geschichte, und zieht uns hinüber in eine andere Welt: die Pfarrei, die Katechismus-Stunden, die Rituale einer Provinzkirche. Der Blick der Regisseurin ist ein weltlicher, sie nimmt nicht teil, aber sie urteilt auch nicht. (…) Im Land des Vatikans müssen sich auch die Laien mit der Kirche auseinandersetzen und es ist interessant, dass sie dies durch universell gültige Geschichten schaffen.” (Alberto Crespi, l’Unità) Italien 2011; Regie & Buch: Alice Rohrwacher; Kamera: Hélène Louvart; Musik: Piero Crucitti; DarstellerInnen: Yle Vianello (Marta), Salvatore Cantalupo (Don Mario), Pasqualina Scuncia (Santa), Anita Caprioli (Rita), Renato Carpentieri (Don Lorenzo) u.a.; (35mm; 1:1,85; Farbe; 110min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

Di 25.6. 17.05 Uhr / Do 27.6. 21.15 Uhr

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SCIALLA! BLEIB LOCKER!

Luca ist 15, seinen Vater kennt er nicht. Er steckt voller Lebenslust und Energie, nur mit dem Lernen hat er es nicht so. Also sind Nachhilfestunden nötig. Die gibt Bruno, ein ehemaliger Lehrer, der sich als Ghostwriter für Biografien von Fußballern und Fernsehstars über Wasser hält. Eine temporeiche Komödie über zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die sich irgendwie zusammenraufen müssen. SCIALLA wurde beim Festival von Venedig und beim italienischen Filmpreis „David di Donatello” als bester Nachwuchsfilm ausgezeichnet. „In der Umgangssprache der Jugendlichen in Rom bedeutet ,Scialla!’ soviel wie ,Bleib locker’, ,Entspann dich’, vergleichbar mit dem amerikanischen ,Take it easy’. Für mich hat der Ausdruck mehrere Bedeutungen. Mir gefällt, dass er zur Ruhe mahnt und an einen friedlichen Lebensstil appelliert. Außerdem enthält er auch eine ganz eigene Art der Poesie. Es ist genau das richtige Wort, um meinen Film zu definieren: eine Scialla-Komödie!” (Francesco Bruni) Italien 2011; Regie & Buch: Francesco Bruni; Kamera: Arnaldo Catinari; Musik: Amir Issaa; DarstellerInnen: Fabrizio Bentivoglio (Bruno), Barbora Bobulova (Tina), Filippo Scicchitano (Luca), Vinicio Marchioni (Poeta), Giuseppe Guarino (Carmelo) u.a.; (35mm; 1:1,85; Farbe; 95min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

Di 25.6. 21.15 Uhr / Mi 26.6. 17.05 Uhr



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L’INDUSTRIALE DER UNTERNEHMER

Die Wirtschaftskrise, die Italien in ihrem eisernen Griff hat, erfasst auch Nicolas Unternehmen. In die Enge getrieben von Schulden und den For­­ derungen der Banken, steht Nicola am Rande der Pleite. Nur noch eine größere Bürgschaft seiner Frau Laura und deren Mutter könnte ihn retten. Giuliano Montaldo, der Altmeister des politischen engagierten Kinos (SACCO UND VANZETTI), zeigt auf beeindruckende Weise, wie die ökonomische Krise in alle Berei­ che des menschlichen Lebens eindringt. „Zu den zahlreichen Qualitä­ ten von L‘INDUSTRIALE gehört ein wacher Blick auf die aktuel­le Krise, auf die bankrotten Fa­ bri­­ken und die Arbeitslosigkeit. Dabei richtet sich das Augenmerk auf die Figur auf der anderen Seite der Barrikade, auf den ‚Fabrikbesitzer‘, und legt die Verantwortung der Führungsetagen bloß.” (Alessandra Levantesi, La Stampa) Italien 2012; Regie: Giuliano Montaldo; Buch: Andrea Purgatori & Giuliano Mon­ taldo; Kamera: Arnaldo Catinari; Musik: Andrea Morricone; DarstellerInnen: Pier­ francesco Favino (Nicola), Carolina Crescentini (Laura), Eduard Gabia (Gabriel), Elena Di Cioccio (Marcella), Elisabetta Piccolomini (Beatrice) u.a.; (35mm; 1:1,85; Farbe; 94min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

Mi 26.6. 21.15 Uhr / Do 27.6. 17.10 Uhr



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IL MIO DOMANI DIE ZUKUNFT LIEGT VOR MIR

Monica führt nach außen hin ein normales und erfolgreiches Leben als Geschäftsfrau in Mailand. Doch plötzlich scheint ihr alles zu entgleiten: Zeitgleich mit dem Tod ihres wahnhaft religiösen Vaters zerbricht auch ihre Beziehung zu Vittorio, mit dem sie ein Verhältnis hat. Monica sieht sich gezwungen, alles in Frage zu stellen, was sie sich bisher aufgebaut hatte. Auf der Suche nach Identität räumt sie mit ihrer Vergangenheit auf. „In einem wie transparent fotografierten Mailand durchlebt eine Unternehmensmanagerin eine tiefe Krise. Aus der sie schließlich als eine Frau hervorgeht, die wieder neugierig ist auf die Beziehung mit der Wirklichkeit. Marina Spadas Kino ist voll von Stille, leeren Räumen, Diskontinuität, Pausen, Plansequenzen. Es ist ein Kino, welches das Mitdenken fordert. Und echte Schauspieler, wie Claudia Gerini in ihrer besten Rolle.” (Maurizio Porro, Corriere della Sera) Italien 2011; Regie: Marina Spada; Buch: Daniele Maggioni, Maria Grazia Perria, Marina Spada; Kamera: Sabina Bologna & Giorgio Carella; Musik: Paolo Fresu & Bebo Ferra; DarstellerInnen: Claudia Gerini (Monica), Raffaele Pisu (Vater), Claudia Coli (Simona), Paolo Pierobon (Vittorio), Lino Guanciale (Lorenzo), Enrico Bosco (Roberto) u.a.; (35mm; 1:1,85; Farbe; 88min; italienische ORIGINALFAS­ SUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

(Texte von: www.votivkino.at, www.cinema-italia.net)


Nuovo Cinema Italia 2013 Programm  

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