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11. – 18. April 2013

Filmcasino 1050 Wien Margaretenstraße 78

www.filmcasino.at


Timetable CINE LATINO Festival 2013 Beginn

Do. 11.04.

Fr. 12.04.

16:30

18:30

11. - 18. April 2013

Sa. 13.04.

So. 14.04.

ALICIA EN EL PUEBLO DE MARAVILLAS (Alicia am Ort der Wunder)

TROPICANITA (Kleines Tropikana)

Di. 16.04.

Mi. 17.04.

RAISING RESISTANCE

PEQUEÑAS VOCES (Born under Fire)

HACERSE EL SUECO (Der Cuba Coup)

IGUALITA A MI (So wie ich)

7 DÍAS EN LA HABANA (7 Tage in Havanna)

Do. 18.04.

ABEL

JARDÍN DE AMAPOLAS (Mohnblumenwiese)

EN EL NOMBRE DE LA HIJA (Im Namen der Tochter)

ELEFANTE BLANCO

20:30

UN AMOR

VIOLETA SE FUE A LOS CIELOS (Violeta Parra)

MEDIANERAS

22:30

RUDO Y CURSI (Kick it - zwei wie Feuer und Wasser)

TROPA DE EILTE 2 (Elite Squad 2)

20:00

Mo. 15.04.

¡NO! EL NIDO VACIO (Das verlassene Nest)

LA PELICULA DE ANA (Lügen auf Kubanisch)

Werkschau Daniel Díaz Torres


4. Cine Latino Festival 4o Festival de Cine Latino Als wichtigstes Festivals für das Lateinamerikanische Kino in Österreich präsentieren das FILMCASINO/Wien zum 4. Mal und DAS KINO/Salzburg zum 10. Mal neue filmische Entdeckungen aus Lateinamerika. Der lateinamerikanische Film feiert international sowohl bei Festivals als auch im Kino großartige Erfolge. Die Filme brillieren durch ihre innovative Bildsprache, eine raffinierte Erzählweise und nicht zuletzt durch ihre niveauvolle Unterhaltung, ohne die Tradition des sozialkritischen Blicks aufzugeben. Mit über 15 neuen Beiträgen aus 8 Ländern, die für die künstlerische Bandbreite des lateinamerikanischen Kinos zeugen, zeigt CINE LATINO in Wien neben bereits etablierten Regisseuren eine rege unabhängige junge Filmemacher-Szene, die in verschiedensten Genres – ob in Komödien, Tragödien, Action-Thrillern oder Sozialdramen – interessante gesellschaftspolitische Themen aufgreift und persönliche Geschichten mit innovativer Bildsprache erzählt. Highlights des Festivals sind unter anderem die österreichische Erstaufführung des Cannes-Erfolgsfilms ELEFANTE BLANCO mit Ricardo Darín, NO! (fremdsprachige Oscar-Nominierung 2013, mit Gael García Bernal), VIOLETA SE FUE A LOS CIELOS (Großer Preis der Jury Sundance 2012) oder die erste österreichisch-kubanische Koproduktion LA PELÍCULA DE ANA (mit Michael Ostrowski, ausgezeichnet mit dem Preis für das beste Drehbuch beim Filmfestival Havanna 2012). Diesen Film, der auch der Abschlussfilm unseres Festivals ist, wird Regisseur Daniel Díaz Torres persönlich vorstellen! Als Rückblick auf das Schaffen von Daniel Díaz Torres, dessen Filme wegen ihrer satirischen Kritik an den politischen Verhältnissen zeitweise verboten waren, zeigen wir drei seiner schönsten – und witzigsten – Filme als kleine Werkschau. Auch das aktuelle Filmschaffen lateinamerikanischer Regisseurinnen kommt beim 4. CINE LATINO FESTIVAL zu Wort: wir präsentieren den humorvoll ironischen EN EL NOMBRE DE LA HIJA der Ecuadorianischen Filmemacherin Tania Hermida und das feinfühlige argentinische Liebesdrama UN AMOR von Paula Hernández. Wir freuen uns mit Ihnen auf ein spannendes Festival!

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Grafik: taramona-werbeagentur.at

Wir sind die Schnittstelle zwischen Ihnen und KĂźnstlern & Filmemachern aus Lateinamerika

AuĂ&#x;erdem produzieren wir Fernsehreportagen, Dokumentationen und Werbefilme Eines unserer erfolgreichsten Projekte ist das Festival in Progress:

im Filmcasino

Kontakt: latcultur@gmail.com . www.facebookcom/latinfilmlounge


Mi 17. April 20.30 Mit freundlicher Unterstützung Botschaft der Republik Kuba und Österreichisches Lateinamerika-Institut

7 DÍAS EN LA HABANA (7 Tage in Havanna) Benicio Del Toro/Pablo Trapero/ Elia Suleiman/Julio Medem/ Gaspard Noé/Juan Carlos Tabio/Laurent Cantet Frankreich/Spanien 2012 129 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Emir Kusturica, Daniel Brühl, Josh Hutcherson, Mirtha Ibarra u.a.

Havanna wie es lebt und pulsiert: 7 Regisseure spiegeln in 7 Episoden 7 Tage aus dem heutige Havanna wieder. Der U.S. Schauspielstar Benicio del Toro („Che“) gibt sein Regiedebüt, neben ihm trugen sechs Regisseure je eine Episode zu 7 DÍAS EN LA HABANA bei: Pablo Trapero (bei Cine Latino auch vertreten mit seinem epischen Film ELEFANTE BLANCO), Julio Medem („Lucía y el sexo“), Elia Suleiman („Yadon ilaheyya/Göttliche Intervention“), Gaspar Noé („Irreversible“), Juan Carlos Tabío („El cuerno de la abundancia“) und Laurent Cantet („Entre les murs/Die Klasse“). In den jeweiligen Hauptrollen spielen unter andrem Daniel Brühl und Emir Kusturica mit. So verschieden die Regisseure, so unterschiedlich auch die Episoden dieses Films: wir begleiten einen amerikanischen Nachwuchs-Schauspieler auf der Suche nach dem allerbesten Bar in Havanna, erleben ein VoodooRitual, das darauf abzielt, die sexuelle Orientierung seines Opfers zu ändern und sehen, wie die Bewohner eines Baufälligen Hauses sich zusammenraufen um gemeinsam eine Marienstatue zu errichten. Die kurzen Geschichten sind wie eine Handvoll bunter Ansichtskarten aus der kubanischen Hauptstadt, nicht unbedingt Gesellschaftskritisch, dafür aber voller Leben und Musik. „Eine lebendige und wunderschön gefilmte Anthologie mit exzellenten Darstellern und toller Musik.“ View London

★ www.7diasenlahabana.es 5


Do 18. April 18.30 Präsentiert von Restaurant Jalisco & Latin Genuss Lounge

ABEL Diego Luna | Mexiko 2010 85 Min | 35mm | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Christopher Ruíz-Esparza, Geraldine Alejandra, Karina Gidi u.a. Preis der Mexikanischen Filmakademie (Premio Ariel) 2011: „Bestes Drehbuch“, „Bestes Schauspieldebüt“ (Christopher Ruíz-Esparza)

Kann ein neunjähriger Junge Familienoberhaupt sein? Abel meint ja. Nachdem sein Vater die Familie in Richtung USA verlassen hat, hat Abel aufgehört zu sprechen. Auf Wunsch seiner Mutter wird er aus der Klinik entlassen und bekommt eine neue Chance im Kreise der Familie. Bald übernimmt er die Rolle des Familienoberhaupts und versucht, Normalität und Ordnung in den chaotischen Alltag zu bringen, bis der Vater eines Tages wieder auftaucht … Der anrührend humorvolle Film des mexikanischen Schauspielstars Diego Luna („Y tu mama tabién“, „Nicotina“, „Milk“) begeisterte bereits bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes und auf dem Sundance Film Festival die ZuschauerInnen. Eine echte Entdeckung sind die Darsteller: Christopher (Abel) und Gerardo Ruiz-Esperanza (Paul), die auch im echten Leben Brüder sind, verkörpern mit großer Natürlichkeit ein komisch-tragisches Geschwisterpaar, das sich gegenseitig Geborgenheit und Vertrauen gibt, um die Leere nach dem Fortgang des Vaters zu füllen. Unterstützt wurde Regisseur Diego Luna nicht nur von seinem SchauspielKollegen Gael García Bernal, sondern auch von Weltstar John Malkovich, die sich beide als Produzenten am Film beteiligten. „ABEL hat die Festspiele (von Cannes) verzaubert, vor allem dank der schauspielerischen Leistung der jungen Darsteller.“ arte

★ www.abel-lapelicula.com

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Sa 13. April 16.30 Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Kuba

Werkschau Daniel Díaz Torres

ALÍCIA EN EL PUEBLO DE MARAVILLAS (Alicia im Ort der Wunder) Daniel Díaz Torres | Kuba 1991 90 Min | 35mm | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Thais Valdés, Carlos Cruz, Idalmis Del Risco u.a. Berlinale (1991): „Friedensfilmpreis“

Alicia, eine junge Theaterinspektorin, wird nach Maravillas geschickt, einen entlegenen Kurort in der tiefsten kubanischen Provinz, in der geradezu unglaubliche Zustände herrschen. Sie trifft dort auf Genossen, die sich längst daran gewöhnt haben, die absonderlichsten Eingriffe in ihr Leben als naturgegeben hinzunehmen. In einem Sanatorium werden Patienten mit „auffälligem Sozialverhalten“ kuriert. Alicia stolpert durch diese phantastische und zugleich erschreckend realitätsnahe Welt wie durch einen Alptraum, einsam und mit immer größer werdenden Augen. In raffinierter Anlehnung an den berühmten Roman von Lewis Carroll treibt der Filmemacher und Politikwissenschaftler Daniel Díaz Torres mit sehr kubanischer Filmsprache den alltäglichen Horror ins Absurde. Sein witziger und zugleich schockierend treffender Film löste in Kuba gewaltige Kontroversen in Politik und Kultur aus und wurde zeitweise sogar verboten obwohl er durch das Instituto Cubano de Arte e Industria Cinematográfica (ICAIC), dem Kubanischen Filminstitut, produziert und von diesem auch stets in Schutz genommen wurde. "Ein kleines kinematographisches Wunderwerk - ungeheuer rasant und witzig." ZITTY Berlin

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Mo 15. April 20.30 Präsentiert von Argentinos en Austria

EL NIDO VACÍO (Das verlassene Nest) Daniel Burman | Argentinien 2008 91 Min | 35mm | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Cecilia Roth, Ines Efron, Arturo Goetz, Jean Pierre Noher u.a. San Sebastian 2008: „Preis für den Besten Hauptdarsteller“

Leonardo ist Schriftsteller. Obwohl Worte sein Metier sind, gehört die Kommunikation mit Familie und Freunden nicht zu seinen hervorstechenden Eigenschaften. Vielmehr ist er ein zurückgezogener Eigenbrötler, an dem die alltäglichen Ereignisse hin und wieder durchaus unbemerkt vorbeiziehen. So ist Leonardo auch vom Auszug seiner erwachsen gewordenen Kinder deutlich weniger getroffen als seine Frau Martha, die ihre einsetzende Midlife-Crisis mit der Wiederaufnahme des Soziologiestudiums zu kompensieren sucht. Auf den Rat eines Bekannten hin bemüht sich jedoch auch Leonardo die Routine zu durchbrechen und neue Wege zu gehen. Was zunächst lediglich bedeutet, sich mit der "nicht dominanten" Hand die Zähne zu putzen, führt auch bald zu erotischen Sehnsüchten. EL NIDO VACÍO ergründet den Moment der Leere, wenn die Kinder groß geworden sind und das erreicht haben, was ihnen die Eltern über die Jahre ihrer Kindheit hinweg wünschten. Das alltägliche familiäre Chaos endet was folgt? Ein ebenso sanfter wie klug gebauter Film rund um die Familie, ihre Träume und Ängste. Daniel Burman, der mit EL ABRAZO PARTIDO (2004) international bekannt wurde und eine der herausragenden Figuren im jungen argentinischen Kino ist, hat die Geschichte großartig in Szene gesetzt mit Almodóvar-Schauspielerin Cecilia Roth und Oscar Martínez, der am Festival von San Sebastian für die Darstellung des Vaters ausgezeichnet wurde. 8


So 14. April 18.30 Präsentiert von Argentinos en Austria

ELEFANTE BLANCO Pablo Trapero | Argentinien/Spanien/Frankreich 2012 110 Min | 35mm | spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln Mit: Ricardo Darín, Jérémie Renier, Martina Gusman u.a.

Der titelgebende weiße Elefant in Pablo Traperos neustem Film ist die kolossale Ruine eines als Tuberkulose-Spital errichteten, jedoch gänzlich vernachlässigten Gebäudes, das im „Villa Virgin“, dem härtesten Slum in Buenos Aires als Schlupfwinkel für Obdachlose und Drogenabhängige dient. Um die Errichtung eines neuen Krankenhauses bemühen sich zwei Priester, der ernste und trotz nachlassender Gesundheit unermüdliche Vater Julián (Ricardo Darín) und der von seinem Gewissen geplagte Franzose Vater Nicolás (Jérémie Renier). Sie beide vertreten radikal verschiedene Positionen in der Frage, wie sie als Geistliche dem in den Slums herrschenden Drogenkrieg begegnen sollen. Tatsächlich geraten sie schnell zwischen die Fronten, bedroht und angefeindet nicht nur von den konkurrierenden Gangs, sondern auch von den staatlichen- und kirchlichen Autoritäten selbst. Nach seinen großen Erfolgen mit den Dramen „Carancho“ und „Leonera“ kehrt der argentinische Regisseur Pablo Trapero erneut mit einem Drama aus seinem Heimatland auf die Leinwand zurück. In ELEFANTE BLANCO nimmt er jedoch nicht nur Bezug auf Zustände in Buenos Aires von heute, sondern auch auf Ereignisse, die vor knapp vierzig Jahren stattgefunden haben. Dabei wirft er durchaus brisante (und aus Anlass der Papstwahl wieder sehr aktuell gewordene) Fragen um die Verstrickung der kirchlichen Führung in den Repressionen der Perón-Diktatur auf. “Ein starker und von Herzen kommender Film, der an Fernando Meirelles‚ City of God’ erinnert.“ The Guardian

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Sa 13. April 18.30 Präsentiert von Centro Creativo Papagayo

EN EL NOMBRE DE LA HIJA (Im Namen der Tochter) Tania Hermida | Equador 2011 102 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Eva Mayu Mecham Benavides, Markus Mecham Benavides u.a. Festival Internazionale del Film di Roma 2011: „Preis der Jugendjury“ Festival de Cine de Santo Domingo 2012: „Beste Kamera“

Sommer 1976, ein Tal in den Anden Ecuadors. Manuela, die nach den kommunistischen und atheistischen Ideen ihres Vaters erzogen wurde, glaubt, ihre Eltern befinden sich auf einer revolutionären Mission in Kolumbien, während sie und ihr fünfjähriger Bruder Camilo den Sommer bei ihren Großeltern verbringen müssen. Natürlich ist in einem katholischkonservativen Haushalt die „marxistische“ Weltanschauung einer Neunjährigen problematisch und führt zu allerhand Konflikten. Die Großmutter, die Manuelas schlechten Einfluss auf den Rest der Familie höchst alarmierend findet, droht sie zurückzuschicken, wenn sie sich nicht taufen lässt. In Frage kommt für sie dabei nur jener Name, den die erstgeborenen Töchter der Familie seit Generationen tragen, nämlich Dolores. Humorvoll und ironisch erzählt die ecuadorianische Filmemacherin Tania Hermida in ihrem zweiten Spoielfilm nach QUÉ TAN LEJOS (Wie weit noch?) aus der Perspektive ihrer Hauptdarstellerin die Erlebnisse eines Sommers auf dem Lande vor der atemberaubenden Kulisse der Anden. ★ www.enelnombredelahija.com 10


Mi 17. April 18.30 Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Kuba

Werkschau Daniel Díaz Torres

HACERSE EL SUECO (Der Cuba Coup) Daniel Díaz Torres | Kuba/Spanien/D 2000 105 Min | 35mm | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Enrique Molina, Peter Lohmeyer, Coralia Veloz u.a. Havana Film Festival 2000: „Publikumspreis“

Hacerse el sueco, „den Schweden spielen“, das heisst in kubanischer Umgangssprache auch: sich ahnungslos stellen, das Unschuldslamm mimen. Dies gelingt dem deutschen Ganoven Björn in jeglicher Hinsicht. Als harmloser schwedischer Literaturprofessor getarnt, sucht er Unterschlupf vor der europäischen Polizei in der Touristenmetropole Havanna. Ausgerechnet in einem Polizistenhaushalt, bei dem pensionierten Amancio, findet der Gangster eine Adoptivfamilie. Was ihn aber nicht davon abhält, seinen kriminellen Machenschaften weiter nachzugehen. Darunter haben besonders die einheimischen Straßengangster zu leiden: Der Ausländer nimmt ihnen die Arbeit weg. Da die Polizei versagt, macht sich Havannas Unterwelt unter der Leitung Rigobertos selbst auf die Jagd nach dem Konkurrenten. Dass Díaz Torres der Meister des skurrilen und trotz aller Lebhaftigkeit hintergründigen Humors ist und Drehbuchautor Del Llano einer der herausragenden Schriftsteller des Landes, sieht man insbesondere an den Dialogen von HACERSE EL SUECO. Seine Kraft erhält der Film jedoch auch durch die meisterhafte Kameraarbeit Raul Pérez Ureta (MADEINUSA) und durch Edesio Alejandros mitreißende Musik, die niemanden ruhig auf seinem Kinosessel sitzen lässt. „Daniel Díaz Torres’ temporeiche Krimikomödie taucht tiefgründig und genau in die schwierige Realität des heutigen Kuba ein.“ NZZ

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Di 16. April 20.30 Präsentiert von Argentinos en Austria

IGUALITA A MI (So wie ich) Diego Kaplan | Argentinien 2010 108 Min | Digital | spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln Preis der Argentinischen Filmakademie 2010: „Beste Nebendarstellerin“ (Claudia Fontán)

Fredy ist 41 Jahre, Junggeselle, ohne fixe Arbeit, der die Nächte zum Tag macht, um sich ewig jung zu fühlen. Er ist ein typischer Playboy, dessen Lebenssinn darin besteht, 20-jährige Mädchen aufzureißen und sie zu verführen. Eines Abends lernt er Aylin in einer Disco kennen. Sie ist jung, attraktiv und genau sein Typ. Als sie mit ihm nach Hause geht, glaubt er sich wieder am Ziel seiner Träume. Doch dann kommt alles anders. Was wie ein Alptraum beginnt, ändert sein Leben von Grund auf… Adrían Suar, Hauptdarsteller in der erfolgreichen Komödie EIN FREUND FÜR MEINE FRAU, besticht in dieser humorvollen Ode ans Erwachsenwerden erneut mit seinem komödiantischen Talent. Der Film avancierte in Argentinien zum größten Publikumserfolg des Jahres. Inzwischen ist auch ein US-Amerikanisches Remake in Planung. ★ www.igualitaami.com

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Fr 12. April 18.30 Präsentiert von Internationaler Versöhnungsbund-Kolumbien Fokus

JARDÍN DE AMAPOLAS (Mohnblumenwiese) Juan Carlos Melo Guevara | Kolumbien 2012 86 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Emilio und sein neunjähriger Sohn Simón sind gezwungen, ihr Land bei Nacht und Nebel zu verlassen. Sie werden bedroht und beschuldigt, im kolumbianischen Guerillakrieg mit dem Feind kollaboriert zu haben. Mit Hilfe von Verwandten finden sie Unterschlupf in einem kleinen Dorf auf der Hochebene des Landes. Dort ist der Anbau von Mohn ein lukratives, jedoch auch gefährliches Geschäft. Das ganze Dorf arbeitet dort und Emilio bleibt schließlich nichts anderes übrig, als dort seinen Unterhalt zu verdienen. Für seinen Sohn hingegen fühlt sich das Dorfleben wie ein Ferienerlebnis an. Er lernt die gleichaltrige Luisa kennen, mit der er jeden Tag neue Abenteuer erlebt. Doch eines Tages kommt auch das Militär in diesen letzten Winkel der Region…

Mit seinem Spielfilmdebut JARDIN DE AMAPOLAS ist dem kolumbianischen Regisseur Juan Carlos Melo Guevara ein kleines Glanzstück gelungen. Dabei geht es dem Filmemacher nicht nur darum, ein Bild vom gegenwärtigen Kolumbien zu zeichnen, sondern aus der Perspektive zweier Kinder deren ganz eigene Realität und Sicht auf die Dinge zu reflektieren. Ein berührender Film, der unter die Haut geht. 13


DANIEL DÍAZ TORRES

© Daniel Díaz Torres, Geraldine Chaplin und Eduardo del Llano

1948 in Havanna geb., studierte Politikwisschenschaften und arbeitet seit 1968 am Filminstitut ICAIC. Sein dritter Spielfilm, die Satire ALICIA EN EL PUEBLO DE MARAVILLAS, wurde beim Int. Filmfestival von Havanna präsentiert und löste – vor allem politisch – heftige kontroversielle Diskussionen aus. Der Film war zeitweise in Kuba verboten und machte Daniel Díaz Torres zugleich international bekannt. Es folgten unzählige Komödien, die er mit seinem Drehbuchautor Eduardo del Llano realisierte, die ganz in der Tradition des Kubanischen Kinos à la Tomás Gutiérrez Alea („Fesa Y Chocolate“) das Alltagsleben kritisch und humorvoll zeichnen. Nun präsentiert er mit LA PELICULA DE ANA die erste österreichisch-kubanische Koproduktion (mit der Salzburger SK-Film von Josef Koschier), die von den kubanischen Filmkritikern als „Bester Film des Jahres ausgezeichnet wurde. Daniel Díaz Torres zählt neben Fernando Pérez („La vida es silbar“) und Juan Carlos Tabío („Lista de espera“) zu den bedeutenden Regisseuren des aktuellen Kubanischen Kinos. 14


Do 18. April 20.00 - Abschlussfilm Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Kuba

LA PELÍCULA DE ANA (Lügen auf Kubanisch) Daniel Díaz Torres | Kuba/A 2012 90 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Laura de la Uz, Michael Ostrowski u.a. Preis der kubanischen Filmkritik: „Bester Kubanischer Film“ 2012 Filmfestival Havanna 2012: „Bestes Drehbuch“, „Beste Darstellerin“ (Laura de la Uz) Regisseur Daniel Díaz Torres ist bei der Premiere zu Gast!

Ana ist Schauspielerin und fristet ihren Unterhalt mit Rollen in drittklassigen Telenovelas. Die Gage reicht kaum zum Leben und ihre Motivation ist am Tiefpunkt angelangt. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung vermittelt ihr eine Freundin eine Rolle in einem österreichischen Film. Der Pferdefuß an der Geschichte: Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, über die Prostituierten-Szene in Kuba. Die Aussicht auf gute Kohle beflügelt Ana, in die Rolle eines kubanischen Straßenmädchens zu schlüpfen und vor laufender Kamera aus dem Nähkästchen zu plaudern. Anfangs kann sie mit ihrem schauspielerischen Talent überzeugen, aber nach und nach kommen ihr die Produzenten und dann noch die eigene Familie auf die Schliche … Das bewährte Filmteam um Regisseur Daniel Díaz Torres und Drehbuchautor Eduardo del Llano (TROPICANITA, ALICIA EN EL PUEBLO DE MARAVILLAS, HACERSE EL SUECO) haben mit ihrer jüngsten Produktion nicht nur die Jury des renommiertesten Festivals Lateinamerikas überzeugt, sondern auch das Publikum, das seit dem Filmstart in Kuba die Kinos stürmt. Der Film zeigt ungeschönt und dennoch humorvoll den Alltag und die Überlebensstrategie einer Frau (hervorragend Laura de la Uz), die sich verwirklichen möchte und sich dabei in ihr eigenes Lügengebäude verstrickt. In der ersten österreichisch-kubanischen Filmproduktion überzeugt auch der österreichische Schauspieler Michael Ostrowski (CONTACT HIGH, DIE UNABSICHTLICHE ENTFÜHRUNG DER FRAU ELFRIEDE OTT) in der Rolle des gutherzigen und vor allem gutgläubigen Dokumentarfilmers. LÜGEN AUF KUBANISCH ist eine wortgewaltige, witzige und spritzige Komödie. Nach der Vorstellung laden die Botschaft der Republik Kuba, Restaurant Jalisco und Latin Genuss Lounge zum Habana Club Rum & Coctails. Barrio Populaire liefert den Soundtrack. In Kooperation mit Latino TV

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So 14. April 20.30 Präsentiert von Argentinos en Austria

MEDIANERAS Gustavo Taretto | Argentinien/Spanien/D 2011 96 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Pilar López de Ayala, Javier Drolas, Inés Efron u.a.

Frisch verliebt im Zeitalter von Internet, Facebook und Twitter: Mariana und Martín leben in derselben Strasse im pulsierenden Buenos Aires. Webdesigner Martín hat sich in seine Einzimmerwohnung zurückgezogen, nachdem er von seiner Freundin sitzengelassen wurde – mitsamt ihrem kleinen Terrier Susú, der ihm nun Gesellschaft leistet. Martín ist ein Phobiker auf dem Weg der Besserung. Nach und nach wagt er es, aus der Isolation seiner kleinen Wohnung und seiner virtuellen Welt herauszubrechen. Mariana ist Architektin, aber sie verdient ihr Geld damit, Schaufenster zu dekorieren, in deren kunstvolle Gestaltung sie ihr ganzes Können legt. Gerade erst hat sie eine lange Beziehung beendet und teilt jetzt ihre Wohnung mit Schaufensterpuppen und 27 unausgepackten Umzugskartons. Martín und Mariana leben in gegenüberliegenden Wohnblocks in Buenos Aires. Immer wieder laufen sie sich über den Weg, aber sie nehmen sich nicht wahr, obwohl sie doch eigentlich wie füreinander geschaffen sind. Wie können sie sich in einer Stadt mit drei Millionen Einwohnern finden? Mit einem zwinkernden Auge erzählt MEDIANERAS eine Liebesgeschichte mit Hindernissen und ist gleichzeitig eine Hommage an Buenos Aires und an das großartige Wimmelbilderbuch „Wo ist Walter?“. Ein vergnügliches Filmerlebnis mit tollem Soundtrack. „Frisch und ungemein liebenswert.“ Variety

★ www.medianeras.com 17


Do 11. April 12.00 – Eröffnung Präsentiert von Centro Once & Latin Film Lounge

¡NO! Pablo Larraín | Chile/USA/Mexico 2012 108 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit Gael García Bernal, Antonia Zergez, Alfredo Castro u.a. Havanna Filmfestival 2012: „Goldene Koralle“ für den Besten Film Cannes 2012: „Art Cinema Award“ Academy Awards 2012: „Oscar“-Nominierung für den besten ausländischen Film

Adiós, Augusto Pinochet! Der chilenische Militärmachthaber wurde 1988 in einem Referendum vom Volk abgewählt - dank einer für die damalige Zeit revolutionären, MTV-artigen Kampagne der Opposition. Auf dieser Tatsache basiert Pablo Larraíns wunderbare Satire „No“. Im Zentrum steht der Werbeprofi und Berufsjugendliche René Saavedra (Gael García Bernal), ein etwas unbedarfter Typ, den sein Privatleben eigentlich mehr kümmert als die politische Situation im Land… In der Bild-Ästhetik der 80er Jahre (U-matic!) und mit Verwendung vieler historischer Aufnahmen inszenierte Pablo Larrain (POST MORTEM) mit Starschauspieler Gael García Bernal einen packenden und spannenden Politthriller, der auf wahren Tatsachen beruht, und dabei mitreißend, bunt, intelligent und voll lakonischem Humor und schrägen Szenen ist. Ganz einfach ein Vergnügen! „Ein ungeheuer dichtes Drama, das im Ton gleichzeitig verhalten und doch intensiv wirkt, zornig und spöttisch, satirisch und spannend." Programmkino.de Nach der Eröffnung lädt das Restaurant Jalisco zum mexikanischen Buffet mit Tequila und Cocktails. Barrio Populaire liefert den Soundtrack.

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LATIN

GENUSS LOUNGE 11-18. April 2013, Filmcasino, 19-22 hrs. Für die Verköstigung des Publikums des 4. Cine Latino Festivals mit lateinamerikanischen Spezialitäten und Cocktails sorgt das

Buen Provecho & Mahlzeit!

Online Service:

LATIN

GENUSS LOUNGE

Grafik: taramona-werbeagentur.at

mit seinem neuen Catering Service:

www.facebook.com/jaliscoviena - www.jalisco.at Favoritenstrasse 58, 1040 Wien - Tel. +43 (1) 216 5830


Di 16. April 18.30 Präsentiert von NPH Österreich - Hilfe für Waisenkinder und Internationaler Versöhnngsbund-Kolumbien Fokus

PEQUEÑAS VOCES (Stille Stimmen) Jairo Eduardo Carrillo, Oscar Andrade | Kolumbien 2010 76 Min | 35mm | spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

Beruhend auf Interviews und Zeichnungen von vier kolumbianischen Kindern zwischen 8 und 12 Jahren ist PEQUEÑAS VOCES ein beeindruckender, animierter Dokumentarfilm, der sowohl die erschreckende Realität als auch die Träume und Hoffnungen seiner Protagonisten in ergreifender Weise darstellt. Juanito, Jhoncito, Lulu und Pepito sind inmitten von Gewalt und Chaos aufgewachsen. Sie alle wurden aus ihrem ländlichen Leben gerissen und durch Guerillas vertrieben. Einer von ihnen landete in einem mörderischen Ausbildungslager der Guerillas aus dem es kein Entrinnen zu geben schien, ein anderer verlor seinen Arm durch einen Raketeneinschuss. Sie alle haben ihre Eindrücke in einem ein Jahr dauernden Kinder-Workshop in Zeichnungen verarbeitet. Diese dienten den Filmemachern als ein grafisches Drehbuch das durch die verbindenden Animationen zum Leben erweckt wurde. Gleichzeitig erzählen die Kinder selbst die Handlung und kommentieren indirekt das Geschehen. „Mit beeindruckenden Aufrichtigkeit und Schlichtheit wie sie nur Kinder fertig bringen.“ Variety

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Mo 15. April 18.30 Präsentiert von ASOPARA - Asociación Cultural Paraguayo-Austriaca

RAISING RESISTANCE Bettina Borgfeld, David Bernet | D/CH 2011 85 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

RAISING RESISTANCE zeigt am Beispiel Paraguays wie großflächiger Sojaanbau zunehmend die Existenz einheimischer LandbewohnerInnen und BäuerInnen bedroht. Eindringlich schildert der Film den wachsenden Widerstand der Campesinos gegen die Dominanz landwirtschaftlicher Großkonzerne und den aggressiven Einsatz von Gentechnologie. Der Film porträtiert einige KleinbäuerInnen vor Ort und beobachtet über Monate den sich langsam zuspitzenden sozialen und politischen Konflikt. RAISING RESISTANCE ist ein brisanter Film über den Soja-Anbau und zeigt, warum die Soja-Äcker in Südamerika zu Schlachtfeldern geworden sind – nicht nur für die Bauern, sondern auch für die Industriestaaten, denn ohne die Bohnen aus dem Süden würde zum Beispiel die nächste Grillparty ganz schön teuer werden. In eindringlichen Bildern, ruhigen Kamerafahrten und erhellenden Montagen zeigt der Film Menschen in einer Natur, die längst zum Schlachtfeld der ökonomischen Zwänge geworden ist. Gegen die Dominanz von Großgrundbesitzern wehren sich hier LandbesetzerInnen, die die Wiederaufforstung der Soja-Wüsten aus sozialer Verantwortung in Gang bringen wollen. ★ www.raising-resistance.com 21


Fr 12. April 22.30 Präsentiert von Restaurant Jalisco & Latin Genuss Lounge

RUDO Y CURSI (Kick it - zwei wie Feuer und Wasser) Carlos Cuarón | Mexiko 2008 103 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Gael García Bernal, Diego Luna, Adriana Paz u.a. Newport Beach Film Festival 2009: „Publikumspreis“

Beto und Tato Verdusco sind gänzlich ungleiche Halbbrüder, die nur eine einzige Leidenschaft teilen: Fußball. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie als Arbeiter auf einer Bananenplantage, jede freie Minute verbringen sie jedoch auf dem Dorfsportplatz und kicken als Torwart und Mittelstürmer der örtlichen Hobbytruppe. Genau dort führt das Schicksal den windigen Talentscout Batuta hin, der zunächst Tato und später auch Beto die einmalige Chance gibt nach Mexico-City zu reisen um dort an einem Probetraining teilzunehmen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten landen beide in der Profiliga, allerdings in rivalisierenden Mannschaften. Was als Erfüllung eines langgehegten Traums beginnt, endet für Beto, der wegen seines aufbrausenden Wesens „Rudo“ – der Grobe – genannt wird, und Tato, dessen Versuch auch als Balladensänger durchzustarten ihn den Beinamen „Cursi“ – affig – einbringt, bald im Schlamassel. Zum Leben als Fußballer gehören nämlich neben fetten Bankkonten und vollbusigen Models auch gewaltbereite Hooligans, zwielichtige Berater und unmoralische Angebote… Das Regiedebüt von Carlos Cuarón, der zusammen mit seinem Bruder Alfonso das Drehbuch zu Y TU MAMÁ TAMBIÉN verfasste, ist kein Sportfilm im eigentlichen Sinne, viel mehr eine überdrehte Komödie mit dunklen Untertönen. Zum großen Erfolg des Films in seiner Heimat trug wohl auch die Besetzung bei: die Mexikanischen Schauspielstars Gael García Bernal und Diego Luna sind endlich wieder gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. „Voller Energie und Spaß.“ Village Voice

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Sa 13. April 22.30 Präsentiert von MANEREX.AT und Network Latinos Europa

TROPA DE ELITE 2 – O INIMIGO AGORA É OUTRO (Elite Squad 2 – Im Sumpf der Korruption) José Padilha | Brasilien 2010 115 Min | Digital | portugiesische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Wagner Moura, Irandhir Santos, Maria Ribeiro u.a. Großer Preis des Brasilianischen Kinos 2011: „Publikumspreis“, „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Darsteller“ (Wagner Moura) und 6 weitere Preise Havana Film Festival 2011: „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Schnitt“

Im Jahre 2010 zählt Rio noch immer zu den gefährlichsten Pflastern der Welt. Besonders in den Favelas, den am Stadtrand liegenden Armenviertel, herrschen Chaos und Gewalt. Korrupte Polizisten, schießwütige Kleinkriminelle und die Drogenmafia kontrollieren diese Gebiete. Es ist rund 10 Jahre her, dass Capitão Nascimento ein Einsatzkommando der BOPE, eine Elitetruppe der brasilianischen Militärpolizei, anführte, um für den damals anstehend Papst-Besuch zumindest zeitweilig für etwas Ruhe und Ordnung zu sorgen. Inzwischen leitet Nascimento die BOPE und kann bereits auf einige Erfolge im Kampf gegen die Drogenmafia zurückblicken. Während die Kriminellen der Stadt jedoch meist ein klares Ziel abgeben, muss Nascimento mehr und mehr auch gegen einen neuen Feind kämpfen, einen Feind aus den eigenen Reihen: Korrupte Polizisten und Politiker versuchen die Machtspiele der unterschiedlichen kriminellen Gruppierungen für ihre eigenen Zwecke zu nutzen und gehen dabei bis zum Äußersten. „Ein messerscharfer, halb-dokumentarischer Polit-Thriller, der vor keiner Instanz halt macht und einen schonungslosen Einblick in ein marodes politisches System gibt.“ Filmstarts.de

★ www.tropa2.com.br

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So 14. April 16.30 Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Kuba

Werkschau Daniel Díaz Torres

TROPICANITA (Kleines Tropicana) Daniel Díaz Torres | D/Kuba 1997 112 Min | 35mm | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Carlos Cruz; Vladimir Cruz, Peter Lohmeyer u.a. Havana Film Festival 1997: „Spezialpreis der Jury“

Havanna in den 90er Jahren. In der Dunkelheit einer tropischen Sommernacht wird im Hinterhof eines großen Hauses die Leiche eines deutschen Touristen gefunden, auf dem Rücken umgeschnallte Engelsflügel, in der Hand eine Schnapsflasche. Für die örtliche Polizei ist der Fall schnell klar: Betrunkener Ausländer stürzt sich bei einer wilden Party vom Dach. Doch den jungen Polizeileutnant Lorenzo läßt der "Fall des fliegenden Deutschen" nicht wieder los. Er beginnt gegen den Willen seines Chefs auf eigene Faust zu recherchieren. Was hat dieser tote Hermann Pangloss eigentlich wirklich in Kuba gemacht? Und vor allem: Was hat es mit seinem Vater auf sich, der in den 40er Jahren in Havanna eine Tanzbar namens "Kleines Tropicana" betrieb? Lorenzo verhört alle Zeugen, die Untersuchung nimmt immer neue haarsträubende Wendungen, bis Lorenzo am Schluß seinem Chef eine Lösung präsentiert, die nicht unbedingt wahrscheinlich, aber so verrückt und abenteuerlich ist, dass man glatt einen Film daraus machen könnte... Daniel Díaz Torres hat ein wahres Feuerwerk karibischer Phantasie inszeniert, eine temporeiche Komödie. KLEINES TROPICANA zeichnet dabei ein liebevolles Bild vom Überleben in Havanna – satirische Kritik, verpackt in pralle Lebensfreude. 24


Fr 12. April 20.30 Präsentiert von Argentinos en Austria

UN AMOR (Eine Liebe fürs Leben) Paula Hernández | Argentinien 2012 99 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Diego Peretti, Elena Roger, Luis Ziembrowski u.a.

Existiert „Liebe auf den ersten Blick“? Ganz sicher, meint dieser Film. Doch manchmal braucht es 30 Jahre, um sich dessen klar zu werden. Die 16-jährigen Lalo und Bruno sind dicke Freunde in den 70er Jahren. Eines Tages tritt Lisa in ihr Leben, die zunächst kapriziös und frech den beiden Teenagern den Kopf verdreht, alles durcheinander wirbelt im verschlafenen Kaff Victoria in der Provinz Entre Ríos am Paraná und sich dann doch für keinen der beiden entscheidet. 30 Jahre später taucht Lisa wieder völlig unerwartet auf und die Drei treffen sich jetzt in gänzlich verschiedenen Lebensverhältnissen. Das wunderbar leichtlebige und turbulente Dreieck der Jugendzeit lässt sich zwar nicht wiederbeleben, doch was entsteht sind Episoden schönster Nostalgie. Mit stilsicherer Farbsymbolik erzählt die Argentinierin Paula Hernández die Geschichte einer Ménage à trois, von den bittersüssen Erinnerungen an einen verliebten Sommer und von einer melancholischen Wiederbegegnung nach mehr als 30 Jahren. Sie erzählt dabei unmittelbar vom Zeitgeist der Gefühle und den Wechselfällen des Lebens, wobei im Hintergrund die politische Geschichte Argentiniens seit den 70er Jahren stets präsent bleibt. UN AMOR, basierend auf einer Kurzgeschichte von Sergio Bizzio, verdankt seine Intensität vor allem den sechs SchauspielerInnen, die durch feine Gesten, Blicke und Berührungen ausdrücken, was unausgesprochen bleibt. „Ein feinfühliges und emotionales Liebesdrama, das ans Herz geht.“ MeinKino

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Sa 13. April 20.30 Präsentiert von Centro Once & Latin Film Lounge

VIOLETA SE FUE A LOS CIELOS (Violeta Parra) Andrés Wood | Chile/Argentinien/Brasilien 2011 110 Min | Digital | spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mit: Francisca Gavilán, Chrisián Quevedo, Thomas Durand u.a. Havanna Filmfestival 2012: „Silberne Koralle“ Sundance Film Festival 2012: „Preis der Jury“

Was Edith Piaf für Frankreich oder Mercedes Sosa für Argentinien, ist Violeta Parra für Chile: Nicht nur die berühmteste Sängerin des Landes, sondern eine nationale Institution. Obwohl sie sich bereits 1967 das Leben genommen hat, wurden einige ihrer Lieder ähnlich denen Victor Jaras zu Hymnen gegen die spätere Pinochet-Diktatur. Ihr Lied "Gracias a la vida" machte Violeta Parra unsterblich. Es wurde von Mercedes Sosa und Joan Baez gesungen und gilt als wichtigste Hymne der Bewegung des "Nueva Canción Chilena", die in den 1950er-Jahren die traditionelle Volksmusik Chiles mit Gesellschaftskritik verknüpfte und zum wichtigen Symbol der lateinamerikanischen Protestbewegung wurde. Parra zog von Dorf zu Dorf, schrieb die Lieder der einfachen Leute auf, komponierte Eigene, wurde Malerin, Bildhauerin und Töpferin und hatte als erste Lateinamerikanerin eine Ausstellung im pariser Louvre. Mit Violeta Parra hat der chilenische Filmemacher Andrés Wood (MACHUCA) ihr nun ein beeindruckendes, vielschichtiges filmisches Denkmal gesetzt, das international vielfach ausgezeichnet wurde. Der Film bildet, ohne einer linearen Chronologie zu folgen, das Innenleben der chilenischen Künstlerin Violeta Parra ab, zeigt die Menschen, die ihr Leben prägten und berichtet über ihre Reisen, Liebschaften, Träume, Frustrationen, Hoffnungen und Ängste, untermalt von ihrer wunderschönen melancholischen Musik. „Raue Poesie und schmerzliche Emotionalität.“ Programmkino.de

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