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Der OB & Parteien

Check

Eine Info-Broschüre zur Kommunalwahl Augsburg am 16. März 2014. Mit Fragen an die OB Kandidaten und einer Übersicht der zur Wahl stehenden Parteien. MACH’S EINFACH ist ein Projekt des Stadtjugendrings Augsburg


EINEN D K CHEC

ER G R Ü B TER S EI M 8

TAG S 4 1 DONNER 0 2 Z R Ä M . 06 00 UHR 19: KANTINE

JUGENDAS OB-DDLICHE UELL

Elefantenrunden, Bierzeltgepolter, TV-Duelle – das alles bietet der Wahlkampf zur Genüge. Warum aber befindet sich die Wahlbeteiligung gerade unter jungen Wahlberechtigten seit Jahren im Sinkflug? Warum erreichen „die“ Politiker die junge Zielgruppe nicht? Warum kennen mehr junge Leute unter 21 den Namen eines lokalen DJs als den des Oberbürgermeisterkandidaten von der Partei XY? Liegt es daran, dass keiner zuhört, wenn „die“ sprechen oder sprechen sie einfach nur in die falschen Windrichtungen oder manchmal auch mit der falschen Sprache? Mit unserer Veranstaltung „CHECK DEINEN BÜRGERMEISTER“ wollen wir das ändern und herausfinden, ob „die“ uns wirklich auch verstehen und ob „die“ wissen, wie wir Jugendlichen ticken und was wir aus unserer Sicht in Augsburg für die Zukunft brauchen. 10 Tage vor der Wahl, genauer gesagt am 06. März 2014, wollen wir den OB-Kandidaten in einer persönlichen Runde auf den Zahn fühlen. Dabei werden wir sie mit vielen Fragen zu Jugendthemen konfrontieren und die Möglichkeit nutzen, sie einmal jenseits von politischen Floskeln kennenzulernen. Wir haben alle neun zur Wahl stehenden OB-Kandidaten zu diesem Abend eingeladen und freuen uns auf einen bunten, informativen, kurzweiligen, erkenntnisreichen und vielleicht auch lustigen Abend. Die Veranstaltung findet am 06. März 2014 in der Kantine (KuPa West, Exerzierplatz 25a, 86156 Augsburg) statt. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Beginn pünktlich um 19.00 Uhr! Mehr Infos hierzu gibt es in Kürze auf der Facebook Seite des SJR und unter www.sjr-a.de.


INHALT

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Inhaltsverzeichnis/Impressum Hallo erstmal Um was gehts überhaupt? CSU/Interview OB-Kandidat Dr. Kurt Gribl CSU/Übersicht Wahlprüfsteine SPD/Interview OB-Kandidat Dr. Stefan Kiefer SPD/Übersicht Wahlprüfsteine Grüne/Interview OB-Kandidat Rainer Erben Grüne/Übersicht Wahlprüfsteine Pro Augsburg/Interview OB-Kandidat Peter Grab Pro Augsburg/Übersicht Wahlprüfsteine Die Linke/Interview OB-Kandidat Alexander Süßmair Die Linke/Übersicht Wahlprüfsteine Der Schnellcheck FDP/Interview OB-Kandidat Markus Arnold FDP/Übersicht Wahlprüfsteine Freie Wähler/Interview OB-Kandidat Volker Schafitel Freie Wähler/Übersicht Wahlprüfsteine AFD/Interview OB-Kandidat Thomas Lis AFD/Übersicht Wahlprüfsteine ÖDP/Interview OB-Kandidat Christian Pettinger ÖDP/Übersicht Wahlprüfsteine CSM/Übersicht Wahlprüfsteine Polit-WG/Übersicht Wahlprüfsteine Wahlanleitung Beteiligungsmöglichkeiten Dankeschön

Wichtige Information zur inhaltlichen Gliederung der Broschüre: Die Abfolge in unserer Broschüre erfolgte nach den Parteien/Vereinen/Wählergruppen mit Oberbürgermeister-Kandidaten und den bereits im Stadtrat vertretenen Fraktionen sowie den Ergebnissen bei der letzten Kommunalwahl 2008. Die Anordnung stellt keine Wertung dar. Die CSM (S. 26) und die Polit-WG (S. 27) stellen keinen eigenen OB-Kandidaten zur Wahl. Dies schmälert aber nicht die Bedeutung der beiden Vereine.

Impressum: »MACH’S EINFACH« ist eine überparteiliche Kampagne für die Kommunalwahl 2014 des Stadtjugendrings Augsburg des Bayerischen Jugendrings KdöR. Herausgeber: Stadtjugendring Augsburg des Bayerischen Jugendrings KdöR Schwibbogenplatz 1 86153 Augsburg Tel: 0821 450 26 0 Fax: 0821 450 26 21 www.sjr-a.de geschaeftsstelle@sjr-a.de V.i.S.d.P.: Heidi Hofstetter (Vorsitzende) Redaktion: Heidi Hofstetter, Franz Schenck, Fabian Linder, Florian Hofmann, Jonas Straßer, Matti Riedlinger, Martin Winter, Jonas Mattejat, Maria Schmidt, Annette Kappes, Jana Wickert, Annette Voß, Stefan Sieber Projektleitung: Stefan Sieber, Annette Voß Auflage: 45.000 Stück Druck: Presse-Druck- und Verlags-GmbH Curt-Frenzel-Str. 2 86167 Augsburg Grafik & Layout: Redaktionsschluss: Bildnachweis: Textnachweis:

KW Neun Grafikagentur (Titel), Annette Voß (Innenseiten) 04. Februar 2014 Sämtliche Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Wenn nicht anders angegeben, liegen die Copyrights der Fotos/Logos bei den jeweiligen Kandidaten/Parteien. Die Fragen der OB-Interviews wurden von den jeweiligen Kandidaten beantwortet. Die Angaben für die Wahlprüfsteine wurden von den jeweiligen Parteien/Wählergruppen selbst definiert und dem SJR zur Verfügung gestellt.


HALLO ERSTMAL

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MACH‘S EINFACH – Deine Stimme zählt! Mit dieser Infobroschüre für die Kommunalwahl am 16. März 2014 in Augsburg möchten wir dir sagen: »MACH’S EINFACH«, geh am 16. März 2014 zur Wahl und beweg etwas mit deiner Stimme! Die Broschüre ist im Rahmen unserer »MACH’S EINFACH« Kampagne entstanden. An dem Projekt haben viele junge, ehrenamtliche Augsburger aus den Verbänden, Mitarbeiter des SJR sowie Jugendliche aus Schulen und Jugendhäusern mitgewirkt. Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten mit den zur Wahl stehenden OB Kandidaten und den Parteien auseinandergesetzt. Mit der Broschüre versuchen wir dir einen Überblick über die politische Landschaft in Augsburg zu geben. Dadurch wird es einfach zu erkennen wofür die jeweiligen Kandidaten und Parteien stehen. Wem ihr eure Stimmen gebt, das ist ganz allein euch überlassen. Wichtig ist aber, dass ihr sie überhaupt abgebt und somit unser Leben in unserer Stadt ein Stück weit beeinflusst und dadurch auch besser macht. Uns ist es wichtig, wie unser Augsburg im Jahre 2020 aussieht und was alles passieren muss, damit unsere Stadt weiterhin jugendlich, fortschrittlich, lebhaft und vor allem lebenswert bleibt! Dazu braucht es eure Beteiligung, denn deine Stimme zählt! Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Förderern und Unterstützern der Mach’s Einfach Kampagne, denn erst durch deren finanziellen Einsatz ist es uns möglich geworden, dass ihr nun diese Broschüre in den Hän8 den halten könnt. Viel Spaß beim Lesen und nicht vergessen: »MACH’S EINFACH«. Deine Stimme zählt!

Heidi Hofstetter Vorsitzende des Stadtjugendrings Augsburg

Grußwort des Bildungs- und Schulreferenten Hermann Köhler „Fragen eines engagierten Jungwählers“ – so könnte man vielleicht in Anlehnung an ein berühmtes Gedicht von Bertolt Brecht den politischen Fragenkatalog nennen, den Jugendliche als zukünftige Erstwähler an unsere Augsburger OB-Kandidaten gerichtet haben. Sie wurden – wie bereits zur Kommunalwahl 2008 – wieder auf Anregung des Stadtjugendrings in der vorliegenden Broschüre zusammengefasst. Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich, denn gerade in der eigenen Stadt sind politisches Handeln und seine Auswirkungen für junge Menschen direkt erlebbar und nachvollziehbar und auch die Wünsche der zukünftigen Wählerinnen und Wähler sind ganz konkret. Das spiegelt sich auch in den Fragen an unsere OB-Kandidaten deutlich wider. Ich danke dem Stadtjugendring, der mit dieser, auf junge Wähler zugeschnittenen Wahlbroschüre das Interesse der Erstwähler für die aktuellen Herausforderungen der Kommunalpolitik in Augsburg wecken möchte – als wertvolle Ergänzung und Unterstützung der staatsbürgerlichen Bildung im Sozialkundeunterricht. Mein Dank gilt selbstverständlich den OB-Kandidaten aller Parteien für ihre Bereitschaft Rede und Antwort zu stehen – sie haben sich in die Pflicht nehmen lassen, so offen und konkret wie möglich zu antworten und ihre Standpunkte verständlich zu vermitteln. Ein herzliches Dankeschön sage ich aber vor allem den jungen Menschen in unserer Stadt, die mit ihrem Engagement und ihren vielfältigen Fragen zu allgemeinen, aber auch ganz spezifischen Fragen der lokalen Politik das oft beklagte Desinteresse an der Politik widerlegen. Ich hoffe, dass möglichst viele Jungwähler am 16. März dem Wahlaufruf »MACH’S EINFACH« folgen und die Lektüre der Antworten ein Anreiz ist, sich auch über den Wahltag hinaus für politische Arbeit und bürgerschaftliches Engagement einzusetzen. Unsere Stadtgesellschaft bietet dazu viele Möglichkeiten – »MACH’S EINFACH«!

Hermann Köhler Bildungs- und Schulreferent


UM WAS GEHTS ÜBERHAUPT?

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16. Z MÄR14 20 Allgemein Es ist zur Tradition geworden, dass sich der Stadtjugendring Augsburg bei anstehenden Kommunalwahlen im positiven Sinne einmischt und engagiert. Wie bei der Aktion »11Tausend« im Rahmen der Kommunalwahl 2008 wollen wir mit unserem neuen Projekt »MACH’S EINFACH« euch junge AugsburgerInnen für die Kommunalwahl 2014 begeistern und an die Wahlurnen bringen. Der Stadtjugendring Augsburg hat für alle seine Einrichtungen Aktionen mit dem Leitfaden „Partizipation“ im Rahmen der Kommunalwahl 2014 als Arbeitsschwerpunkt definiert. Insbesondere sollen Jugendliche über die anstehende Wahl informiert werden, demokratische Prozesse vermittelt bekommen und sich aktiv in ihrer(n) Stadt/Stadtteilen beteiligen.

Die Kampagne Der Titel der Kampagne »MACH’S EINFACH« kann und soll durchaus doppeldeutig gesehen und verstanden werden. Zum einen wollen wir euch durch die Begriffe „machen“ und „einfach“ die Bedeutung und die Wichtigkeit der Stimmabgabe und der Einmischung in den demokratischen und politischen Prozess verdeutlichen. Einfach machen, einfach mitwirken, einfach zur Wahl gehen. Das tut nicht weh, dauert nicht lange und ist wichtig für euch und eure Stadt. »MACH’S EINFACH« bezieht sich aber nicht ausschließlich auf die Teilnahme an der Wahl, sondern soll als Aufforderung verstanden werden, sich in gesellschaftliche Prozesse einzubringen, seine Meinung zu äußern, mitwirken zu können und sich zu engagieren. Zum anderen soll nach der Wahl mit der Kampagne noch lange nicht Schluss sein. Mit den Ergebnissen, die aus den verschiedenen Projekten hervorgegangen sind, wollen wir nach der Wahl eine Art Forderungskatalog oder Wunschliste an die neue Stadtregierung übergeben. Auch für die neuen Stadtoberhäupter und Stadträte gilt in Bezug auf die Wünsche der Jugend dann »MACH’S EINFACH«.

Die Entstehung der Broschüre Die Idee der „tip-Jugendinformation Augsburg“ war, Jugendliche aktiv in die Thematik „Kommunalwahl 2014“ einzubinden. Es entstand das Partizipations-Projekt „Deine Wahl – Frag die OB-Kandidaten“. Dazu boten die Mitarbeiterinnen des „tip“ an verschiedenen Augsburger Schulen Workshops zur Generierung von Fragen an. Zusätzlich wurden die Mitarbeiterinnen von verschiedenen (Schul-)Sozialarbeitern/-innen unterstützt, welche Fragen mit ihren Schülern ausarbeiteten. Des Weiteren wurde eine Postkarte in der Stadt verteilt, auf der Jugendliche ihre Fragen an die OB-Kandidaten formulieren konnten. Diese konnte im „tip“ abgegeben werden. Die Beteiligung an dem Projekt war sehr hoch: Insgesamt haben sich 250 Jugendliche aus unterschiedlichen Augsburger Schulen (Berufsschulen, Städtische Berufsoberschule, Mittelschulen, Gymnasium, Fachoberschule sowie einer Fachakademie), des Kolping-Jugendmigrationsdienstes und der Hochschule Augsburg beteiligt. Die sieben am häufigsten genannten Fragestellungen wurden an alle OB-Kandidaten gesendet. Als Letztes durften sich die Kandidaten selbst eine 8. Frage stellen. Parallel zu den Interviews mit den OB Kandidaten wollten wir herausfinden, für welche Inhalte die Parteien und Wählergruppen, die zur Wahl des Stadtrates antreten, stehen. Anhand der Ergebnisse aus den zahlreichen Umfragen (Schulen, Jugendhäuser etc.) wurde ziemlich schnell deutlich, was die bewegenden und bedeutenden Themen für uns Jugendliche in Augsburg sind und zukünftig sein werden. Aus den Umfrageergebnissen haben wir in unserer „Mach’s Einfach-Redaktion“ 13 Wahlprüfsteine definiert und diese den Parteien/Wählergruppen zur Beantwortung gesandt, um herauszufinden, wofür diese stehen. Für die ganz Eiligen, also diejenigen unter euch, die überhaupt keine Zeit haben aber doch nicht ganz uninformiert in der Wahlkabine stehen möchten, haben wir noch einen „Schnellcheck“ mit den drei wichtigsten und meistgenannten Wahlprüfsteinen Schule & Bildung, Wohnen, Kultur, Jugendkultur & Popkultur erarbeitet. Ziel des Projekts war es, Persönlichkeiten der Wahlkandidaten, der jugendpolitischen Sprecher und der Parteien/Wählergruppen näher kennen zu lernen, Kommunalpolitik und ihre Auswirkungen Jugendlichen verständlich machen, Partizipation von Jugendlichen bei der Erstellung des Inhaltes der Broschüre, Unsicherheiten der Jugendlichen bzgl. der Wahl/des Wahlverfahrens zu beseitigen (Verbesserung der Bildungschancen), um schließlich die Partizipation junger Menschen an der Gesellschaft zu fördern - um wählen gehen zu können! Wir hoffen, dies ist uns gelungen und wünschen viel Spaß beim Lesen der Broschüre. Eure „tip-Jugendinfo“ und die „Mach’s Einfach Redaktion“! P.S.: Die Antworten, welche in dieser Broschüre abgedruckt sind, sind die Originalantworten der OB-Kandidaten, Parteien und Wählergruppen. Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass sie nicht die Meinung des Stadtjugendrings widerspiegeln.


DR. KURT GRIBL (CSU)

6 Alter: 49 Beruf: Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Homepage: www.kurtgribl.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Stärken: Meine Fähigkeit, hartnäckig zu verhandeln, Geduld, Konsequenz. Ich trete für Menschen und Projekte ein, die der Sache der Stadt dienen. Auch wenn 8 es unbequem ist – siehe SJR-Diskussion, Eisstadion oder Asylbewerberheim Ottostraße. Mein Anliegen ist es, durch Lösungen und nicht durch Forderungen zu überzeugen. Ich höre zu und binde Experten mit ein – wie zum Beispiel Stefan Sieber und sein Team bei Modular. Diese Stadt blüht derzeit durch den Input vieler – auch junger – Menschen auf, mit denen ich gute Konzepte entwickeln kann. Damit habe ich bei Freistaat und Bund enorme Unterstützung für Augsburg erreicht. Und zwar durch Ideen, nicht durch Jammern oder Beziehungen. Das kommt den Augsburger Jugendlichen jetzt und für die nächsten Jahre zugute. 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Eine Stadt ohne Baustellen ist eine Stadt, die still steht. Augsburg ist aber eine Stadt in Bewegung! Ich hoffe, dass gerade die Jugendlichen nützliche Baustellen für sich als Zukunftszeichen werten können. Leider muss es jetzt so viele Baustellen geben, weil es jahrelang zu wenige oder die falschen waren. Und: die nächsten neuen Baustellen dürften die jungen Leute besonders freuen. Ich meine den Ausbau des schnellen Internets im ganzen Stadtgebiet Augsburg und zwar noch in diesem Jahr. 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Bei den Tarifen sind die Stadtwerke an Abstimmungen mit dem Augsburger Verkehrsverbund (avv) und anderen gebunden. Das Thema Schülerticket haben wir in unser Wahlprogramm aufgenommen. Ich unterstütze grundsätzlich auch die Idee eines Sozialtickets. Allerdings ist es mir wichtig, dass wir uns mit Armut in der Stadt nicht abfinden und sie kultivieren, sondern Wege aus der Armut schaffen. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? „Die Migranten“ gibt es nicht. Von den Deutschen aus Russland, über die Siebenbürger oder die Iraker, Türken, Slowenen – sie alle unterscheiden sich grundhaft in ihren Anliegen und ihren Integrationswünschen. Ich versuche, auf alle Bevölkerungsgruppen und ihre Besonderheiten einzugehen. Dazu haben wir viele Projekte und Aktivitäten entwickelt, wie den runden Tisch der Religionen. Zum zweiten Teil der Frage: Die Aufenthaltsbedingungen für Asylbewerber müssen menschenwürdig sein. Mit dem Asylbewerberheim Ottostraße habe ich als OB sicher das Augenmerk auf Verbesserungen für Flüchtlinge lenken können. Auch anderen Flüchtlingsinitiativen helfe ich, soweit es geht. Der Handlungsspielraum ist aber begrenzt, weil die Regierung von Schwaben hier zuständig ist. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Trotz erheblicher Investitionen gibt es einen großen Sanierungsstau. Um den aufzulösen, muss uns ein ganz großer Wurf gelingen. Mein Ziel ist es, in einer konzentrierten Schulsanierungsoffensive unsere Schulen gleichmäßig durchzusanieren und auf einen guten Stand zu bringen. Dazu ist ein Aufwand von 150 bis 200 Millionen Euro nötig. Das schaffen wir nur mit Hilfe des Freistaats Bayern – so wie beim Klinikum. 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Wir werden mit der WBG jedes Jahr weitere 100 Wohnungen bauen, um den Markt zu entlasten. Außerdem werde ich Modelle entwickeln, bei denen Bürger mit kleineren Beträgen in den vermehrten Bau günstiger Wohnungen investieren können. Wir werden auch die Möglichkeit zu Nachverdichtungen, Dachgeschossausbau und Hinterliegerbebauung fördern. Ein völlig neues Vorhaben von mir ist die Generalanpachtung von privaten Wohnanlagen durch unsere WBG. Damit können wir Spitzen beim Wohnungsbedarf schnell abdecken. Übrigens: wir haben aktuell unter den acht bayerischen Großstädten die niedrigsten Wohnkosten. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Dazu bin ich mit dem Veranstalter, der CIA, bereits im Gespräch. Wir arbeiten an unterschiedlichen Varianten. Ich kann mir vorstellen, dass das Maxfest in der alten Konzeption oder als „Inselfest“ an mehreren Orten gleichzeitig stattfinden kann. Wichtig ist die Gewährleistung der Sicherheit. 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Haben Sie für 2014 - 2020 schon was vor? Antworten siehe oben.


CHRISTLICH SOZIALE UNION

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Schule & Bildung • Masterplan Schulsanierung 2020 entwickeln und umsetzen • Ganztagsschulangebote weiter ausbauen • Lesekompetenz stärker fördern • IT-Bildungsinitiative von bisher 20 auf weitere Schulen ausbauen • Jugendsozialarbeit an Schulen weiter ausbauen

Freizeit, Feierkultur • Konzept für Maxfeste entwickeln • Schutz der Naherholung an Lech und Wertach • Fortentwicklung des Spielplatzprogramms • Aufenthaltsqualität an öffentlichen Plätze steigern • Vielfalt der Festivals in Augsburg erhalten

Verkehr • Weiterer Ausbau des ÖPNV (HBF und Linie 5 ) • Überprüfung des Zonentarifsystems • Fahrradstadt 2020 entwickeln und umsetzen • Konzepte für E-Mobility entwickeln und umsetzen • Weiterer Ausbau von intelligenten Verkehrsleitsystemen

Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Technologieachse Karlsruhe-Stuttgart-Augsburg-München entwickeln • Neue Arbeitsplätze durch Innovationspark entwickeln • Messe- und Kongresswesen stärken • Augsburgs Handwerk, Produktion und Handel fördern • Kreativwirtschaftsförderung im Wirtschaftsreferat ansiedeln

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Sicherung des Modularfestivals (jährlich) • Kulturentwicklungskonzept erarbeiten, wie z.B. in Leipzig, u.a mit trans parenten und verlässlichen Förderrichtlinien für die freie Kreativszene • Stärkung der Popkulturförderung im Kulturamt • Legales Graffiti („Schwabenwand“) wird gefördert • Neues Kreativareal auf dem Gaswerk-Gelände

Umwelt & Energie • Wertach Vital vollenden und Licca Liber starten • Feinstaub und Lärmbelastung reduzieren • Beteiligungsmodelle für Öko-Energieerzeugung anbieten • Umweltbildungszentrum errichten • Bewerbung als Green Capital City angehen

Sport • Sportstättensanierungsplan entwickeln und umsetzen • Gesamtstädtischen Sportflächensanierungsplan erarbeiten • Kinder- und Jugendsport in Vereinen stärken • Integrationsarbeit in Sportvereinen fördern • Sicherung der Rahmenbedingungen für Spitzensport Wohnen • Ausbau des WBG-Wohnungsbestandes • Sicherung niedriger Mietpreise durch Anreize für Wohnbau • Stabilisierung der Mietnebenkosten (Müllgebühren etc.) • Ausweisung von Bauflächen auch für Studentenwohnungen • Aufwertung von Stadtteilen durch Städtebauförderung Migration, Interkultur • Strukturen der Integration (z.B. Kultur- und Sportvereine) fördern • Sicherung des Runden Tischs der Religionen • Ausbau von Sprach- und Integrationskursen • Unterstützung der freien Netzwerke für Integrationsarbeit, des Hohen Friedensfestes und der Arbeit der städtischen Integrationsstellen • Willkommenskultur stärken Finanzen • Keine Privatisierung der Daseinsvorsorge (Stadtwerke etc.) • Keine Steuererhöhungen • Investitionen für die Zukunft der Stadt weiter sichern • Sparsam wirtschaften, aber nicht kaputt sparen • Mit guten Konzepten maximale Fördermittel holen

Das komplette Wahlprogramm der CSU findest du unter www.kurtgribl.de

Jugendarbeit & Angebote • Förderung der „YouFarm“ • Unterstützung des Stadtjugendrings und der Jugendhäuser • Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen • „Unsere Show“ als Schul- und Bildungsprojekt geht weiter • Unterstützung von „Jobpaten“ und anderen Jugendprojekten Ehrenamtliches Engagement • Zeitkonto für ehrenamtliche Leistungen • Ausbau der Anerkennungskultur für Ehrenamt • Gerätehäuser für die FFW Göggingen und Haunstetten • Bündnis für Augsburg und Freiwilligenzentrum stärken • Förderung der Nachbarschaftshilfe Sicherheit • Ausbau der Konflikt- und Kriminalprävention • Präsenz von Polizei im öffentlichen Raum beibehalten • Stärkung des kommunalen Ordnungsdienstes in den Stadtteilen • Unterstützung der Arbeit der Drogenhilfe Augsburg • Bessere Beleuchtung im öffentlichen Raum Und sonst noch... • Rahmenbedingungen für Frauen verbessern • Armutsprävention und –bekämpfung vorantreiben • Einkaufsinnenstadt stärken, z. B. durch günstiges Parken • Schnelles Internet mit bis zu 100 Mbit/s bereits in 2014 • Service ausbauen z. B. durch neues Bürgerbüro Hochzoll


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DR. STEFAN KIEFER (SPD) Alter: 44 Beruf: Rechtsanwalt Homepage: www.dr-stefan-kiefer.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Ich kann gut zuhören, auf andere Menschen zugehen, Argumente abwägen und auf dieser Basis Entscheidungen treffen. Das habe ich schon als Jugendlicher bei meinem Engagement als Gruppenleiter und gewählter Jugendleiter gelernt. Einsamer Leitwolf sein ist meine Sache nicht, Selbst8 darstellung auch nicht. Die Jugendlichen haben mit mir jemanden, der in seiner Familie jeden Tag Heranwachsende erlebt und weiß, was sie bewegt. 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Baustellen sind nötig, gerade junge Leute werden große Vorteile z. B. vom neuen Kö haben. Dass alles gleichzeitig aufgerissen wird, ärgert mich auch. Und dass derart viele Straßenbaumaßnahmen andere Themen in den Hintergrund drängen, auch weil für andere Dinge dann zwangsläufig weniger Geld da ist. Das halte ich für viel zu einseitig. Da will wohl jemand beweisen, was er für ein großer „Macher“ ist und vor der Wahl noch schnell viele neue Sachen vorzeigen…. 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Ich will für Geringverdiener eine Sozial-Card einführen, Geld dafür haben wir nach jahrelangem Fordern in den Haushalt hineinbekommen. Für ein Schülerticket haben wir auch schon Anträge gestellt. Ich will den Augsburger Verkehrsverbund (AVV) umkrempeln, um hier mehr Angebote zu schaffen und mit anderen Kommunen darauf hinwirken, dass der Freistaat bei den Schulwegkosten nachbessert. Mich ärgert die weltfremde Regelung für Schulwegkosten (Drei-Kilometer-Grenze), die auf dem flachen Lande Sinn ergibt, aber für Großstädte Härten bedeutet. Da muss der Freistaat einlenken. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? Bei der Integration muss noch eine Menge getan werden. Angefangen mit den Kindern: Die Schulen brauchen mehr Unterstützung, damit jede Schülerin und jeder Schüler gefördert wird. Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Schlüssel für Erfolg im Leben. Die Fremdsprache der Migranten sollten wir als Vorteil sehen und zu Nutze machen. Der zweite Punkt ist Teilhabe an der Gesellschaft: Ich bin froh, dass jetzt junge Migranten die deutsche Staatsbürgerschaft behalten dürfen. Sie dürfen also endlich auch mitwählen und mitbestimmen. Für die Stadt bedeutet das: Stadtverwaltung und Politik müssen sich noch stärker für Migranten öffnen. Und zu den Flüchtlingen: Die Art und Weise, wie die Massenunterkunft in der Ottostraße vorbei an Stadtrat und Öffentlichkeit beschlossen wurde, ist daneben. Ich bin für kleine überschaubare Unterkünfte, über die Stadt verteilt. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Schulen haben bei mir oberste Bedeutung, deshalb werden wir jährlich eine feste Quote für Schulsanierungen einstellen und viele neue Projekte, in Schultechnik und Rahmenbedingungen der Schulen stecken. Im Gegenzug muss manch andere Baumaßnahme halt etwas warten. Wir hatten einen solchen Vorrang für Schulen auch schon in der Regierungszeit vor 2008. 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Die Stadt kann das wachsende Wohnungsproblem nicht allein lösen, aber sie muss hier deutlich mehr tun als bisher. Dazu wird die städtische Wohnungsbaugesellschaft unter meiner Führung wieder mehr Wohnungen bauen. Die Stadt muss in Neubaugebieten gleich günstigen Wohnraum mit einplanen; dies wird auch fester Bestandteil unserer Grundstückspolitik. Daneben habe ich mit meiner Partei auch schon erfolgreich eine Mietpreisbegrenzung erreicht und ich will zusammen mit dem Mieterverein einen Mietspiegel für Augsburg, um Auswüchse einzudämmen. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Das finde ich absolut in Ordnung und freue mich darauf. Wir haben deshalb auch einen entsprechenden Antrag im Stadtrat gestellt. Wir wollen es und zusammen mit allen Beteiligten machen wir es! 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Die Frage, die ich mir in den letzten Jahren gestellt habe, als der Amtsinhaber mit knappster Mehrheit „regiert“ hat und so viel im Stadtrat gestritten wurde (Stichwort: Curt-Frenzel-Stadion, Affäre um das Wort „A…“ im Stadtrat): Kriege ich wieder ein vernünftiges Klima im Stadtrat hin, überwinde ich die Spaltung der letzten 6 Jahre und schaffe ich es, dass so der Stadtrat insgesamt fruchtbar Ziele für die Stadt verfolgt? Antwort: Ja, das kriege ich hin, weil ich glaube, dass die meisten Menschen guten Willens sind und mitgestalten wollen, innerhalb und außerhalb des Rathauses. Ich will, dass die Rathauspolitik wieder gedeihlich wird und junge Leute dazu bringt, in den Parteien mitzumachen. Denn es gibt nichts Schöneres, als dabei zu helfen, dass ein nerviges Problem, unter dem viele leiden, gelöst wird. Dazu ist Politik da und dafür brauchen wir gute aktive Menschen.


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SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI DEUTSCHLANDS

Schule & Bildung • Mehr Geld für die Schulsanierung • Ganztagsschulangebote in allen Stadtteilen • Eine neue weiterführende Schule im Augsburger Osten • Betreuungsangebote werden weiter ausgebaut • Schulen und Büchereien werden „Bildungshäuser“ Verkehr • Stetiger Ausbau der Radwege, nicht nur kurz vor Wahlen • Einführung eines Sozialtickets für Bezieher von Arbeitslosengeld II • Weiter Ausbau des ÖPNV (Bahnhofsumbau, Tramlinie 5, etc.) • Verkehrsberuhigung, wo es möglich ist (z. B. Schleichverkehr) • Attraktiveres Preisangebot für den ÖPNV Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Kulturangebote für Kinder und Jugendliche ausbauen • Mehr Platz für die Kreativen, sichere Nachfolge des KuPaWest • Stadtgeschichte, Brecht, Friedensfest etc. erlebbar machen • Römerstadt erlebbar machen, auch für Kinder und Jugendliche • Die Filmkunst in Augsburg erhält Planungssicherheit Sport • Sanierung der Sportstätten an den Schulen • Sichere Zuschüsse für die Vereine • Öffnung der Schulsportanlagen für die Jugend • Sanierung des Rosenaustadions, Überdachung 2. Eisbahn CFS • Erhalt und Sanierung der Bäder Wohnen • Bau zusätzlicher günstiger Wohnungen durch die WBG • Mietpreisspiegel für Augsburg, um Mietexplosionen zu vermeiden • Verkauf von Baugrundstücken für bezahlbaren Wohnraum • Schaffung von mehr Grün in den Stadtteilen • 1000 Bänke für Augsburg, 100 neue Kleingärten Migration, Interkultur • Türkisch und Russisch sollen schulische Fremdsprachen werden • Die Stadtverwaltung öffnet sich für Migranten • Willkommenskultur: fairer Umgang mit allen, die hier leben • Projekte, die Integration stärken, z.B. Stadtteilmütter • Einsatz für ein Wahlrecht aller Migranten auf Bundesebene Finanzen • Weniger für Großprojekte, mehr für Kids, Jugendliche, Familie, Soziales • Ausgeglichene öffentliche Haushalte, nicht auf Pump der Jugend • Forderung an das Land, städtische Schulen fairer zu behandeln • Ein Bürgerhaushalt wird eingeführt • Mitsprache der Stadtteile über ihre Entwicklung

Freizeit, Feierkultur • Feiern gehört zu einer bunten Stadtgesellschaft • Ja zum Maxstraßenfest und zum Jugendkulturfestival • Sanierung von Spielplätzen und Grünanlagen • Sozialcard, um Freizeitangebote erschwinglicher zu machen Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Umbau der Verwaltung zum Referat für Arbeit und Wirtschaft • Einführung des Siegels „AugsburgFair“ für gute Arbeitgeber • Stärkung des Einzelhandels in den Stadtteilzentren • Initiativen in Bund und Land für fairere Leiharbeit • Die Stadt vermeidet Niedriglöhne im eigenen Umfeld Umwelt & Energie • Das Ufer des Lechs wird naturnah umgestaltet (Licca Liber) • Kein neues Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet Stadtwald • Ja zur Windkraft da, wo sie funktioniert und verträglich ist • Stadtwerke setzen auf erneuerbare Energien und mehr Fernwärme • Energetische Sanierung der städtischen Gebäude Jugendarbeit & Angebote • Mehr Förderung der offenen Jugendarbeit • Ja zum Maxstraßenfest • Erschwingliche Angebote des Ferienprogramms • Mehr Mitsprache von Jugendlichen bei Vorhaben im Wohnumfeld • Mehr Förderung der Integrationsarbeit des SJR Ehrenamtliches Engagement • Stärkung und Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements • Zusammenarbeit von Stadt und Ehrenamt wird verbessert • Bessere städtische Kooperation mit den Vereinen • Mehr Mehrgenerationenhäuser als Anlaufstelle für Ehrenamtliche • Verlässliche Förderung der Vereine Sicherheit • Förderung aller Stadtteile, damit keine Brennpunkte entstehen • Mehr Präventionsangebote, ein Präventionsrat, weniger Verbote • Ausbau der Schulsozialarbeit • Polizeipräsenz im Stadtteil hat Vorrang vor Videoüberwachung • Projekte zur Zivilcourage fördern Und sonst noch... • Förderung von Aktionen gegen Rechtsextremismus • Wir werden 1000 neue Bänke errichten, für Alt und Jung! • Die von uns durchgesetzte SozialCard soll alle Bedürftigen erreichen, keine faulen Ausreden! • Ausbau der Kids-Stützpunkte als Orte der Familienbildung • Einheitlicher Ansprechpartner für Familien im Jugendamt

Das komplette Wahlprogramm der SPD findest du unter www.spd-augsburg.de


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REINER ERBEN (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Alter: 55 Beruf: Politikwissenschaftler, Geschäftsführer bei Tür an Tür Homepage: reiner-erben.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Augsburg braucht einen geradlinigen Oberbürgermeister, der einen klaren GRÜNEN Kompass hat für eine umweltfreundliche, moderne und lebenswerte Großstadt. Als Vater von drei Jugendlichen erlebe ich, was junge Menschen bewegt und was sie interessiert. Jugendliche brauchen in unserer 8 Stadt mehr Raum und vor allem mehr Mitsprachemöglichkeiten für ihre Belange. Als OB möchte ich, dass wir gemeinsam mit den Jugendlichen Formen für eine verbindliche und wirksame Beteiligung entwickeln und begründen. Das haben wir Grüne immer eingefordert. Leider ist aber bisher von den Regierenden nichts unternommen worden, dies wirklich umzusetzen. Darüber hinaus ist es mir wichtig die Felder zu stärken und auszubauen, in denen Kinder und Jugendliche außerhalb der Schule lernen und Spaß haben. Dies sind z. B. die vielen Angebote in den Jugendhäusern und Jugendorganisationen. 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Der Umbau des Königsplatzes zu einem auto- und barrierefreien Umsteigepunkt war dringend nötig und wurde von uns GRÜNEN maßgeblich angestoßen und mitgetragen. Die dadurch entstandenen Baustellen waren lästig aber für eine lebenswerte Zukunft unserer Stadt unverzichtbar. Denn das Mobilitätsverhalten gerade auch junger Menschen verändert sich und geht weg vom Auto. Auch wenn Radwege aus- oder der Hauptbahnhof umgebaut wird, gibt es kurzfristig Baustellen, aber die falsche Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte muss dringend geändert werden. Den Umbau der Fußgängerzone und des Elias-Holl-Platzes hätte man aus unserer Sicht nicht zeitgleich machen müssen. 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Natürlich könnten die SchülerInnen-Karten und das Studententicket noch günstiger sein, aber nüchtern betrachtet sind sie ein akzeptables Angebot. Allerdings gibt es bei den SchülerInnen-Karten – Stichwort Entfernung zur Schule – einigen Regelungsbedarf. Geringverdiener haben das größte Problem, denn sie müssen bisher den vollen Preis bezahlen. Wir fordern daher schon seit Jahren die Einführung eines Sozialtickets. Bei den letzten Haushaltsberatungen konnte dafür mit unserer Unterstützung der Einstieg geschafft werden. Ein ticketloser ÖPNV, der z. B. auch den Nachtbus umfassen würde, wäre die beste Lösung, dafür müssten aber massiv die Investitionen in Straßen und Autos auf den ÖPNV verlagert werden. Dafür sehe ich leider keine Mehrheiten. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? Der Schlüssel zur Integration von MigrantInnen liegt in der Anerkennung ihrer Fähigkeiten und in der Unterstützung, diese weiter zu entwickeln. Entsprechende Beratungsangebote müssen ausgebaut werden. Ich bin seit Jahren beruflich mit diesem Thema beschäftigt. Flüchtlinge kommen zu uns aus einer konkreten Notsituation heraus. Deshalb ist es unsere Verantwortung, ihnen nicht nur Sicherheit zu bieten, sondern sie menschenwürdig aufzunehmen und zu unterstützen. Kleine und dezentrale Wohneinheiten sind hier der richtige Weg. Arbeitsverbot und beschränkte Arbeitserlaubnis müssen weg. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Bildung ist und bleibt unsere wichtigste Ressource. Leider lässt der Freistaat als Träger der Bildung die Kommunen bei der Finanzierung der Schulgebäude und deren Technik alleine. Uns GRÜNEN liegt die (energetische) Sanierung der Schulgebäude am Herzen um auf Dauer Kosten zu sparen und diese dann in die Ausstattung der Schulen stecken zu können. Wichtig ist uns auch ein Konzept zur Renovierung der Jugendhäuser und Jugendfreizeiteinrichtungen. Solarflächen auf den Schulen könnten zusätzliche Einnahmen schaffen. 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Aus meiner Sicht gibt es gerade im Bereich der 1-2-Zimmerwohnungen einen Engpass auf dem Wohnungsmarkt. Da wir die Mietpreise als Kommune nicht vorschreiben können, bleibt nur der Weg über die städtische Wohnungsbaugesellschaft selbst solchen Wohnraum zu bauen und kostengünstig anzubieten. Die Möglichkeit Wohngeld zu beantragen sollte z. B. bei der Ummeldung bekannter gemacht werden. Auch BAföG-EmpfängerInnen sollten grundsätzlich Wohngeld beantragen können. Hier ist der Bundesgesetzgeber gefragt. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Beim Maxfest haben wir uns immer für mehr Kultur und weniger Kommerz eingesetzt. Die Maxstraße muss vom Image der Kneipenmeile weg kommen, denn nur so können die bestehenden Probleme mit Lärm, Autocorsos und anderen Belästigungen gelöst werden. Bei einer Neuauflage muss das im Mittelpunkt stehen. Das einzigartige städtische Flair dieser Straße muss erhalten bleiben und die Kulturstadt muss im Mittelpunkt eines Stadtfestes stehen. 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Was wird die erste Amtshandlung als Oberbürgermeister sein?


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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Schule & Bildung • Ausbau des Angebots an Ganztagsschulen • Chancengleichheit herstellen, Vielfalt als Chance für alle begreifen • Zusammenarbeit aller Bildungsorte und aller Bildungsakteure • Energetische Sanierung und bessere Ausstattung der Schulgebäude • Barrierefreie Schulgebäude, die alle SchülerInnen teilhaben lassen

Freizeit, Feierkultur • Offene Jugendarbeit und Jugendarbeit in Verbänden ausbauen • Durchgehendes Nachtbusangebot am Freitag und Samstag • Kinder- und Jugendspielplätze sanieren und ausbauen • Beibehaltung des Modularfests • adäquate Feierangebote auch für Jugendliche unter 18 schaffen

Verkehr • Intelligente Vernetzung aller Verkehrsarten, mit einem einzigen Ticket • Vorfahrt und Ausbau des Radverkehrs und des ÖPNV • Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt • Ticketloser ÖPNV statt Bau immer neuer Straßen und Parkplätze • Ausweitung des Studententickets auf ganz Bayern, wie in NRW

Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Nachhaltig und Ressourcen schonend arbeiten und wirtschaften • Umweltfreundliche Produkte und Produktionsweisen als Jobmotor • Flächenverbrauch minimieren und Bodenqualität schützen • AnsprechpartnerIn für Kreativwirtschaft in der Verwaltung schaffen • Kleine kreative Unternehmen mit Mikrokrediten ausstatten • Regionale (Bio)Produkte bewerben und besser vermarkten

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Kultur für alle bezahlbar machen, z. B. durch Kultur- und Bildungspass • Museen kostenlos bis 14 Jahre, 1€ Eintritt an allen Sonntagen • Einfache und verbilligte Abgabe von Räumen an die freie Szene • Ausweitung der Flächen für legales Graffiti (Projekt Schwabenwand) • Entwicklung des Gaswerksgeländes zu einer neuen Kreativfläche • Ausbau der Angebote für kulturelle Bildung z.B. TheaterpädagogInnen Sport • Städtische Sportanlagen und Bäder ertüchtigen u. energetisch sanieren • Sportvereine in den Stadtteilen unterstützen • Spiel, Bewegung und Sport im öffentlichen Raum mehr Platz geben • Sportangebote außerhalb von Sportvereinen anbieten • Menschen mit Behinderung integrieren, Barrieren beseitigen Wohnen • Neuen Wohnraum bauen durch die städt. Wohnungsbaugesellschaft • Baugenossenschaften und –vereine beim Investieren unterstützen • Renditeorientierte InvestorInnen durch Mietobergrenze ausbremsen • 30% sozialer Wohnungsbau als Regelvorgabe bei Neubauvorhaben • „Reichen-“ und „Armenviertel“ verhindern, durch gute soziale Mischung Migration, Interkultur • Flüchtlinge menschenwürdig aufnehmen und dezentral unterbringen • Kulturelle Vielfalt in Augsburg anerkennen und gezielt fördern • Kommunales Wahlrecht auch für Nicht-EU-BürgerInnen einführen • Gesellschaftliche Teilhabe und Integration ALLER ermöglichen • Unterstützungs- und Beratungsstrukturen für MigrantInnen ausbauen Finanzen • Schuldenstand transparent darstellen, Schuldenstopp aussprechen • Sanierungsprogramm für Gebäude, Straßen und Brücken entwickeln • Folgekosten durch Priorisierung von Sanierungen verhindern • Städtischen Haushalt transparent und verständlich öffentlich machen • Unvermeidliche Sparmaßnahmen zusammen mit BürgerInnen durch führen

Umwelt & Energie • CO2-Ausstoß reduzieren durch energetische Sanierung und Neubau weisen • Grünflächen in der Stadt erhalten, Artenvielfalt nicht aufs Spiel setzen • Renaturierung an Lech und Wertach umsetzen • Bessere Luft durch weniger Autoverkehr, Verschärfung der Umweltzone • 100% Erneuerbare Energien in der Stadt und bei den Stadtwerken • AKW Gundremmingen abschalten Jugendarbeit & Angebote • Jugendliche mit Migrationshintergrund fördern • Öffnung von Schulhöfen und Sporthallen auch am Wochenende • Rechtsextremismus entgegentreten, Rassismus bekämpfen • Jugendliche und Kinder bei der Stadtplanung miteinbeziehen • Sanierungsplan für die Jugendhäuser entwickeln, zeitgemäß ausstatten Ehrenamtliches Engagement • Engagement in allen gesellschaftlichen Bereichen anerkennen • Freiwilligendienste als Chance für junge Menschen begreifen und bewerben • Flexible Arbeitszeiten einfordern, damit Zeit für Engagement bleibt • Mehr Berücksichtigung von freiwilligem Engagement im Studium Sicherheit • Kein Ordnungsdienst oder Sicherheitsdienste, sondern Polizeipräsenz • Fuß- und Fahrradpolizeistreifen für direkten Kontakt mit den Menschen • Mehr Präventionsarbeit statt Verbote und Platzverweise • Drogenkonsumräume um kontrollierten Konsum zu ermöglichen Und sonst noch... • Schwulen, Lesben und Transgendern gleiche Rechte geben • Weniger Videoüberwachung und Datenspeicherung in der Stadt • Freies WLAN auf öffentlichen Plätzen, Stadtratsprotokolle ins Internet • BürgerInnen-Beteiligung ausbauen und ernst nehmen

Das komplette Wahlprogramm der GRÜNEN findest du unter http://gruene-augsburg.de


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PETER GRAB (PRO AUGSBURG) Alter: 55 Beruf: Bürgermeister der Stadt Augsburg, Referent für Kultur, Jugendkultur und Sport Homepage: www.pro-augsburg.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Als Citymanager und zuvor Kulturmanager habe ich bereits eng mit Politik, Verwaltung und allen wichtigen Bereichen der Stadtgesellschaft zusammen gearbeitet und schon da Einiges für Augsburgs Bürgerinnen und Bürger erreicht. Als Bürgermeister und Referent habe ich noch mehr Erfahrung ge8 sammelt und zusammen mit Pro Augsburg viele politischen Erfolge für Augsburg erzielt. Zu Beginn meiner jetzigen Amtsperiode war es mir wichtig, dass der Begriff Jugendkultur (erstmals) in einen Referatstitel aufgenommen wird. Das sollte symbolisch und verpflichtend zugleich sein. Die ganzjährige Förderung der Jugendkultur war fortan eines der wichtigsten kulturpolitischen Ziele geworden – deshalb wurde in Augsburg auch der erste städtische Popkulturbeauftragter Bayerns eingestellt. Im Übrigen habe ich gerne viele Projekte des Stadtjugendrings unterstützt – neben dem Jugendkulturfestival Modular das Fanprojekt, die Fuggerwelle oder das Ohura-Musikprojekt. 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Der Innenstadtumbau war mehr als überfällig. Ob Königsplatz, Fußgängerzone oder Maximilianstraße – die Augsburger Bevölkerung hat diese Sanierungen seit Langem gefordert. So ärgerlich manchmal eine Baustelle war, so bewundernswert geduldig haben sie viele Menschen akzeptiert. Wohl deshalb, weil es um die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt geht, was letztendlich allen zu Gute kommt. Mal ganz davon abgesehen, wie gefährlich zum Beispiel für die Schülerinnen und Schüler mittlerweile die Umsteigesituation auf dem Königsplatz geworden war … 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Natürlich müssen die ÖPNV-Fahrten bezahlbar bleiben. Es gibt ja durchaus Sondertarife für junge Leute in der Ausbildung, sogar ein Schülerferienticket. Und für die sozial Schwachen arbeiten wir gerade an einer Sozialcard – wie übrigens auch an einem Kulturticket, mit dem armen Menschen die Teilhabe an Kultur- und Sportveranstaltungen ebenso ermöglicht werden soll wie der Besuch von Freizeiteinrichtungen, Museen usw. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? Nachdem ich selbst als Elfjähriger die Folgen der Flucht meiner Familie nach Deutschland intensiv in Erinnerung habe, haben die Lebensumstände von Migranten und Flüchtlingen für mich einen sehr hohen Stellenwert und damit einhergehend die interkulturelle Öffnung unserer Stadtgesellschaft. Ob die Einführung des Festivals der Kulturen im Jahr 2009, der Friedensmarathon, das erstmalige öffentliche Iftar-Essen am Rathausplatz oder die Umbenennung des Pax-Büros ins Büro für Frieden und Interkultur und dessen zahlreiche Förderprojekte – es gibt viele Zeugnisse, warum für mich das Schicksal, die Sorgen, aber auch die Freuden der 111.000 Migranten in Augsburg eine Herzensangelegenheit sind. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Ich werde den in dieser Legislaturperiode begonnenen Weg aktiv fortsetzen. In den letzten Jahren wurde so viel in Schulen investiert wie noch nie zuvor – und das ist gut so, denn gute Bildungschancen für alle sind ein entscheidender Faktor für die Zukunft unserer Gesellschaft. Diesbezügliche Investitionen für unsere Jugend sind auch wichtig für die Zukunftsfähigkeit von Augsburg. 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Aktuell ist es so, dass wir unter den bayerischen Großstädten den durchschnittlich niedrigsten Mietspiegel in Augsburg aufweisen. Insbesondere mit Hilfe der erfolgreich agierenden, 100%igen städtischen „Tochter“ Wohnungsbaugesellschaft (WBG) soll es dabei bleiben – es müssen auch weiterhin bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Die besonders Schwachen sollen auch weiterhin im sozialen Netz des Mietkostenzuschusses (Wohngeld) aufgefangen werden. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Nachdem ich als damaliger Citymanager selbst die Maxfeste mit ins Leben gerufen und verantwortet habe, bin ich selbstverständlich für eine Fortsetzung derselben. Schließlich haben die enormen Besucherzahlen gezeigt, dass es einen sehr hohen Bedarf gibt. Hinzu kommt, dass die Maxfeste zunehmend auch kulturelle Angebote in Museen und Kirchen präsentierten, die auch anderen Vorlieben gerecht wurden. 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Sie haben als Kulturreferent den kostenfreien Zugang zu den Angeboten der Stadtbücherei erweitert und von ehemals 12 Jahren auf einschließlich 17 Jahre erhöht und Sie haben als Sportreferent maßgeblich dazu beigetragen, dass der Pro-Kopf-Jugendzuschuss für Sportvereine signifikant erhöht worden ist – gibt es weitere Beispiele, mit denen Sie versuchen, die Teilhabe an Bildung, Sport und Kultur möglichst vielen Jugendlichen zu ermöglichen?


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PRO AUGSBURG (BÜRGERVEREINIGUNG)

Schule & Bildung • Fortführung des Schulsanierungsprogramms • Erhalt des vielfältigen Schulangebots • Stärkung des Hochschulstandorts • Ausbau der Ganztagesbetreuung • Heranführen von Schülern an moderne Technologie („Schülerlabore“)

Freizeit, Feierkultur • Wiederbelebung eines Innenstadt-Festivals • Beibehaltung der liberalen Sperrzeitregelung • Möglichkeit von Nachtevents und Public Viewings • Kostenloses Internet auf öffentlichen Plätzen • Sozialticket für Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen

Verkehr • Stärkung der Fahrradstadt Augsburg • Bahnhofsdurchstich mit der Tram-Linie 5 • Intelligente Verkehrsleitsysteme anschaffen • Straßensanierungsprogramm vorantreiben • Fertigstellung der Maximilianstraße

Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Dynamisierung der Ansiedlungspolitik am Flughafen • Ausbau des Innovationsparks und Technologiezentrums • Bessere Einkommen durch Neuansiedlungen/Qualifikationen • Einrichtung eines/r Kreativwirtschaftsbeauftragten • Globale Internetindustrie statt Print und IT-Dienstleister

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Entwicklung des Gaswerkgeländes zum dauerhaften Kreativwerk • Sicherung des Modular-Jugendkulturfestivals • Generalsanierung des Theaters Augsburg • Römisches Erbe Augsburgs visualisieren • Kulturelle Bildung im Festivalangebot erweitern

Umwelt & Energie • Energieeinsparung vor Energieproduktion • Förderung der Erdgastechnologie • Lech-Renaturierung mit langfristigem Schutz des Trinkwassers • Schutz des Stadtwalds, grüne Schneisen in neuen Stadtteilen • Ausbau des Lech-Radwegnetzes von der Alb bis Füssen und Tirol

Sport • Weitere Erhöhung des Pro-Kopf-Jugendzuschusses • Erstellung eines Sportflächenentwicklungsplans • Weitere Sanierung von Sportstätten und Bädern (mit Masterplan) • (Nicht nur finanzielle) Stärkung der Sportvereine • Sportfeste für Augsburg (Friedensmarathon)

Jugendarbeit & Angebote • Stärkung der Vereine (Jugend weg von der Straße) • Aufrechterhalten/Sichern der Streetworker • Vorhalten von Jugendhäusern • Sicherung des Stadtjugendrings • Standortbindung junger Fachkräfte (Sportvereine/Jobmessen)

Wohnen • Schaffung von sozialem/bezahlbarem Wohnraum durch die WBG • Bereitstellung von Grundstücksflächen für soziale Bauträger • Bereitstellung von Grundstückflächen für hochwertigen Wohnraum • Keine Gebührenerhöhung (kein städtischer Druck auf die „2. Miete“) • Errichten von altersgerechtem Wohnraum

Ehrenamtliches Engagement • Stärkung des ehrenamtlichen Engagements durch Anerkennungskultur • Aufrechterhalten und Stärkung der Bürgerbüros • Einführung einer Ehrenamt-Karte mit ermäßigten Eintritten • Forcierung des Bürgerengagements im Bildungsbereich

Migration, Interkultur • Errichten einer unabhängigen Anti-Diskriminierungsstelle • Optimierung der Willkommens- und Anerkennungskultur • Sozialverträgliche Unterbringung von Asylbewerbern • Förderung von Integrationsprojekten durch Kultur und Sport • Umsetzung der interkulturellen Öffnung von Kulturinstitutionen Finanzen • Keine Erhöhung städtischer Steuern, Gebühren und Abgaben • Minimierung der Verluste städtischer Eigenbetriebe/Beteiligungen • Einführung der doppelten Buchführung im städtischen Haushalt • Durchführung des beschlossenen Schuldentilgungsprogramms • Schwerpunkt von Investitionen/Sanierungen in den Stadtteilen

Sicherheit • Gutes Miteinander von Polizei und Stadtverwaltung • Polizei-Präsenz in problematischen Stadtteilen • Ausbau des Ordnungsdienstes in den Nachtstunden • Ständiger Runder Tisch aller Beteiligten zum Thema Sicherheit • Verstärkte Drogenprävention an den Schulen Und sonst noch... • UNESCO-Welterbe-Kandidatur forcieren • Entbürokratisierung durch Digitalisierung (Apps, Online-Formulare) • Behindertengerechter Ausbau wichtiger städtischer Institutionen • Ständige Stadt-Umland-Konferenz zu wichtigen regionalen Themen • Modernes Standortmarketing für harte und weiche Faktoren • Erhalt des Gesundheitsamts in städtischer Hand

Das komplette Wahlprogramm von PRO AUGSBURG findest du unter www.pro-augsburg.de


ALEXANDER SÜSSMAIR (DIE LINKE)

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Alter: 36 Beruf: Chemielaborant Homepage: www.alexander-suessmair.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Ich kann Menschen gut zuhören und mich in sie hineinversetzten, um ihre Situation zu verstehen. Ich habe feste Prinzipien. Solidarität und Soziales sind mir sehr wichtig. Gegenseitige Hilfe ist für mich der Schlüssel für eine friedliche und lebenswerte Welt. Da bin ich kompromisslos. Ungerechtigkeit 8 macht mich wütend und motiviert mich zum Handeln. Mit 31 bin ich in den Stadtrat und ein Jahr später, 2009, in den Bundestag gewählt worden. Im Vergleich zu anderen ParteipolitikerInnen bin ich relativ jung. Das ist ein Vorteil für mich im Bezug auf Jugendpolitik. 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Kann ich verstehen, auch mir wäre es lieber gewesen die Stadt Augsburg hätte nicht alle Bauprojekte auf einmal gestartet. Das hatten wir von der LINKEN im Stadtrat auch vorgeschlagen. Aber die Mehrheit im Stadtrat wollte alles auf einmal bauen. 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Die Preise sind zu hoch, das will ich ändern. Ein wichtiges Projekt der LINKEN ist die Einführung eines Sozialtickets in Augsburg. Vor allem Menschen ohne Job oder mit geringem Einkommen sollen für die Hälfte eine Monatskarte Stufe 2 kaufen können. Für Schüler unterstützen wir die Forderung nach einer Schülermonatskarte für 15 Euro. Ich möchte, dass Kurzstreckenfahrten bis zu 2 Haltestellen kostenlos sind und dass Jugendliche und Erwachsene für höchsten 2 Euro zwei Zonen fahren können und zwar hin und zurück! Ich setzte mich auch dafür ein, dass der Nachtbus nicht mehr extra bezahlt werden muss. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? In der Stadt Augsburg muss allen Menschen ein gutes Leben möglich sein. Keiner darf diskriminiert oder benachteiligt werden, alle sollen sich willkommen fühlen. Wir haben bei der Integration einiges erreicht, aber wir müssen noch viel tun. Damit alle tatsächlich die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben. Ein Beispiel: der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund bei der Stadt muss steigen. Bis er etwa so hoch ist wie in der Augsburger Bevölkerung - nämlich 40%. Die LINKE hat bei den Kommunalwahlen nun auch viele Menschen mit Migrationshintergrund auf der Stadtratsliste, das freut mich sehr. Bei Flüchtlingen ist die Situation leider sehr schlecht. Viele der Unterkünfte sind menschenunwürdig. Ich bin dafür, die Menschen in Wohnungen unterzubringen und die Sammelunterkünfte aufzulösen. Wir müssen Menschen, die auf der Flucht sind, bei uns aufnehmen und ihnen helfen. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Indem ich mich dafür einsetze, dass wir mehr Geld als bisher für die Sanierung der Schulen, aber auch anderer öffentlicher Gebäude, wie z.B. Schwimmbäder oder Sportanlagen, zur Verfügung stellen. Die Situation der Toiletten in vielen Schulen ist ein Katastrophe. Es gibt zwar bereits ein „Schulfitnessprogramm“, aber das Geld reicht hinten und vorne nicht. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben und dafür müssen wir einfach mehr Geld aufwenden, anstatt für das teuerste Granitpflaster in der Fußgängerzone! 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG) soll sich darauf konzentrieren günstige Wohnungen zu bauen, nicht Messehallen oder ein Technologiezentrum im Innovationspark. Wir brauchen Wohnungen mit Mieten von deutlich unter 5 €/qm. Es müssen auch mehr spezielle Wohnungen für Schüler, Studenten und Singles gebaut werden. Dafür braucht die WBG die Hilfe der Stadt Augsburg. Ich möchte auch, dass es Maßnahmen zur Deckelung der Nebenkosten gibt. Gerade Heizung und Strom werden immer teurer und machen einen immer größeren Teil der Miete aus. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Eher kritisch. Ein Jugend-Kultur-Festival verteilt in der gesamten Innenstadt wäre besser. Außerdem finde ich das Maxfestival viel zu kommerziell, es geht doch eigentlich nur um futtern, trinken und Geld machen. Und gleichzeitig gibt es eine ständige Diskussion über die Zustände in der Maxstraße, die zur Partyzone verkommt. Das ist völlig widersprüchlich. 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Was ich von Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen, in Bussen und Bahnen halte? Antwort - Nix!


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DIE LINKE

Schule & Bildung • Mehr Geld für die Sanierung und Modernisierung der Schulgebäude • Ausbau der Sozialarbeit an den Schulen, mehr SozialarbeiterInnenstel len • Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein • Unterstützung der städtischen SchülerInnenvertretung • Toleranz für andere Weltanschauungen und sexuelle Orientierungen

Freizeit, Feierkultur • Mehr kostenlose Räume, in denen sich Jugendliche treffen können • Unterstützung der Jugendzentren und selbstverwalteter Jugendzentren • Konsumfreie Räume schaffen, der öffentliche Raum gehört allen • Jährlich Modular • Kein Tanzverbot an „stillen Tagen“ • Sperrstunde nicht ausweiten

Verkehr • Schülertickets für 15 €/Monat, Sozialticket für alle Bedürftigen • Mehr Radwege und Fahrradmitnahme in Bus und Straba • Billigeren ÖPNV, als Ziel kostenfrei für unter 18-Jährige • Alternative Verkehrsmodelle (z. B. Carsharing) fördern. • 5 und 10 Minutentakt ausweiten, Nachtbus nicht extra bezahlen

Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Wasser, Abfall, Energie und ÖPNV gehören in städtische Hand • Gute Arbeit unbefristet, keine Leiharbeit, kein Niedriglohn, Kampf ge gen Armut • Mehr Ausbildungsplätze mit Übernahme bei der Stadt Augsburg • Mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund bei der Stadt Augsburg

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Schaffung von mehr Angeboten für die Jugendkultur • Billigere Eintrittspreise, möglichst viel kostenlos • Mehr Räume für Musikgruppen und Künstler • Jugendliche für Theater und Kunst gewinnen

Umwelt & Energie • Umweltfreundlichen Verkehr in Augsburg fördern und ausbauen • Ausbau der erneuerbaren Energieträger fortsetzen • Bürgerenergie (Genossenschaften) und kommunale Betriebe fördern • Naturschutz bei Bauen und Stadtentwicklung stärker berücksichtigen • Grünanlagen und Parks erhalten und ausbauen

Sport • Sanierung der Sportstätten, mehr Bolzplätze und Spielflächen • Mehr Förderung und Hilfe für den Breitensport • Integration beim Sport noch stärker berücksichtigen • Hilfe für Jugendliche aus ärmeren Familien teilzuhaben Wohnen • Die Stadt muss für mehr preiswerte Single-Wohnungen sorgen • Mehr Angebote für SchülerInnen, Auszubildende und Studierenden • Hilfe durch die Stadt eine preisgünstige Wohnung zu finden • Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) muss solche bauen Migration, Interkultur • Stärkung des Integrationsbeirates • Förderung der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund • Stärkung des Austausches der verschiedenen Kulturen • künstlerisches Potential von Migranten mehr nutzen • Einsetzen für Kommunalwahlrecht auch für nicht EU-Bürger Finanzen • Weniger teure Groß- und Prestigeprojekte • Mehr Geld für Soziales, Bildung, Kinder, Jugend, Umwelt und Kultur • Erhöhung Gewerbesteuer, betrifft die finanzstarken Unternehmen • Bürgerhaushalte mit Budgets für die Jugend zur Verfügung stellen

Jugendarbeit & Angebote • Schaffung von freien Streetworker-Stellen in Augsburg • Unterstützung des Stadtjugendrings und anderen Gruppen in den Jugendarbeit • Sozialarbeit nicht nur durch Kirchen und Verbände, auch die Stadt hat Verantwortung • Trennung von Kirche und Staat, Rücksicht auf alle Weltanschauungen Ehrenamtliches Engagement • Schaffung eines Jugendbeirates (wie Integrations-, oder Senioren beirat) • Stärkung der Schülervertretungen bei der Mitsprache an den Schulen • Ausbau der Strukturen der Mehrgenerationentreffs • Ausbau des Bündnis für Augsburg, gezielt Projekte für Jugendliche Sicherheit • Keine Videoüberwachung des öffentlichen Raumes (Busse, Plätze etc.) • Mehr soziale Prävention von Kriminalität statt Polizeistaat • Keine privaten Sicherheitsdienste im öffentlichen Raum • Nicht Verbote (z.B. kein Alkoholverkauf ab 20 Uhr) sondern mehr Sozialarbeit • Eine Stadt für alle Menschen, keine Vertreibung von sozialen Gruppen Und sonst noch... • Förderung von Initiativen gegen Rassismus und Neonazis • Erinnerung an die Verbrechen der Nazis erhalten • Friedensstadt ernst nehmen, keine Rüstungsproduktion in Augsburg

Mehr Informationen zu der LINKEN findest du unter http://www.dielinke-augsburg.de


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DER SCHNELLCHECK - DREI THEMEN, ALLE PROGRAMME Schnellcheck Schule & Bildung

CSU

SPD

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

• Masterplan Schulsanierung 2020 entwickeln und umsetzen • Ganztagsschulangebote weiter ausbauen • Lesekompetenz stärker fördern • IT-Bildungsinitiative von bisher 20 auf weitere Schulen ausbauen • Jugendsozialarbeit an Schulen weiter aus bauen

• Mehr Geld für die Schulsanierung • Ganztagsschulangebote in allen Stadtteilen • eine neue weiterführende Schule Im Augsbur ger Osten • Betreuungsangebote werden weiter ausge baut • Schulen und Büchereien werden „Bildungs häuser“

PRO AUGSBURG

DIE LINKE

• Ausbau des Angebots an Ganztagsschulen • Chancengleichheit herstellen, Vielfalt als Chance für alle begreifen • Zusammenarbeit aller Bildungsorte und aller Bildungsakteure • Energetische Sanierung und bessere Ausstat tung der Schulgebäude • Barrierefreie Schulgebäude, die alle Schüler Innen teilhaben lassen

• Fortführung des Schulsanierungsprogramms • Erhalt des vielfältigen Schulangebots • Stärkung des Hochschulstandorts • Ausbau der Ganztagesbetreuung • Heranführen von Schülern an moderne Tech nologie („Schülerlabore“)

• Mehr Geld für die Sanierung und Modernisie rung der Schulgebäude • Ausbau der Sozialarbeit an den Schulen, mehr SozialarbeiterInnenstellen • Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern 8 sein abhängig • Unterstützung der städtischen SchülerInnen vertretung • Toleranz für andere Weltanschauungen und sexuelle Orientierungen

FREIE WÄHLER • Schulsozialarbeit auch an Gymnasien • Inklusion konsequent vorantreiben • Wahlfreiheit zwischen G8/G9 an den Gymna sien • Schulausstattung mit modernen IuK Techno logie • Beseitigung des Schulsanierungsstaus!

ÖDP • Schule muss Spaß machen und jeden nach seinen Begabungen fördern • Die Stadt muss die Schulgebäude soweit nötig dringend renovieren • Die Ausstattung der Schulen muss den Anfor derungen genügen • Eine zweite pädagogische Kraft in den Klas sen 1-4 für die individuelle Förderung

AFD • Sanierung u.a. von Toiletten und Sportanla gen stark vorantreiben • Realschulangebot für Jungen verbessern • Ausreichend Ganztagesplätze anbieten

POLIT-WG

FDP • Masterplan für die Sanierung von Schulen • Private Kitas vorantreiben, nicht als Konkur renz sehen • Städtische Schulen in die Trägerschaft des Freistaats überführen • Berufseinstiegsbegleiter für Schulabbrecher • Drogenpräventionsmaßnahmen an Schulen ausweiten

CSM • Erhalt der Förderschulen • Weiterer Ausbau der Hochschulstadt • Staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik • attraktive Berufsausbildungen durch ausrei chende Lehrstellen und Praktikas • Förderung der Sing- und Musikschule

• Mehr Räume für Bildung: Kulturzentren und mehr Personal • Medienpädagogik in Schule und Bildungsar beit verstärken • Druck und Repressionen abbauen, Freude am Lernen vermitteln • Projektarbeit und internationalen Austausch fördern • Ausbau integrativer Ganztagsschulen

E L U H C S

Schnellcheck Kultur, Jugendkultur & Popkultur CSU

SPD

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

• Sicherung des Modularfestivals (jährlich) • Kulturentwicklungskonzept erarbeiten, wie z.B. in Leipzig, u.a mit transparenten und verlässlichen Förderrichtlinien für die freie Kreativszene • Stärkung der Popkulturförderung im Kulturamt • Legales Graffiti („Schwabenwand“) wird gefördert • Neues Kreativareal auf dem Gaswerk-Gelän de

• Kulturangebote für Kinder und Jugendliche ausbauen • Mehr Platz für die Kreativen, sichere Nachfol ge des KuPaWest • Stadtgeschichte, Brecht, Friedensfest etc. erlebbar machen • Römerstadt erlebbar machen, auch für Kinder und Jugendliche • Die Filmkunst in Augsburg erhält Planungssi cherheit

FREIE WÄHLER

AFD

• Kultur für alle bezahlbar machen, z.B. durch Kultur- und Bildungspass • Museen kostenlos bis 14 Jahre, 1€ Eintritt an allen Sonntagen • Einfache und verbilligte Abgabe von Räumen an die freie Szene • Ausweitung der Flächen für legales Graffiti (Projekt Schwabenwand) • Entwicklung des Gaswerksgeländes zu einer neuen Kreativfläche • Ausbau der Angebote für kulturelle Bildung z.B. TheaterpädagogInnen

• Jährliches Modularfestival darf nicht sterben • Neubau Römisches Museum am bisherigen Standort • Kulturpark West Bestandssicherung bis Um zug Gaskesselareal • Freilichtbühne als kulturelles Highlight aus bauen • Bürgernahe Innenstadtfestivals

• Attraktive Stadtfeste – Maxfest ab 2015 wie der regelmäßig • Teure Theatersanierung kritisch prüfen – es geht um mind. 40 Mio. € • Augsburg als Musicalstandort ins Spiel brin gen • Geordnetes Nachtleben – Partys ja, aber in sicherer Umgebung • Den Lech beleben mit gastronomischen An geboten wie an der Wertach

CSM • bezahlbare Übungsräume für Musiker • Einbindung des Popkulturbeauftragten auch in die Jugendkultur • mehr Geld für den Popkulturbeauftragten • Verwirklichung des Kulturkonzeptes am Gas kessel • Ausstattung der Büchereien mit neuen Medi en


17 Schnellcheck Wohnen CSU

SPD

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

• Ausbau des WBG-Wohnungsbestandes • Sicherung niedriger Mietpreise durch Anreize für Wohnbau • Stabilisierung der Mietnebenkosten (Müllge bühren etc.) • Ausweisung von Bauflächen auch für Studen tenwohnungen • Aufwertung von Stadtteilen durch Städte bauförderung

• Bau zusätzlicher günstiger Wohnungen durch die WBG • Mietpreisspiegel für Augsburg, um Mietexplo sionen zu vermeiden • Verkauf von Baugrundstücken für bezahlb aren Wohnraum • Schaffung von mehr Grün in den Stadtteilen • 1000 Bänke für Augsburg, 100 neue Kleingär ten

PRO AUGSBURG

DIE LINKE

• Neuen Wohnraum bauen durch die städt. Wohnungsbaugesellschaft • Baugenossenschaften und –vereine beim Investieren unterstützen • Renditeorientierte InvestorInnen durch Miet obergrenze ausbremsen • 30% sozialer Wohnungsbau als Regelvorga be bei Neubauvorhaben • „Reichen-“ und „Armenviertel“ verhindern, durch gute soziale Mischung

• Schaffung von sozialem/bezahlbarem Wohn raum durch die WBG • Bereitstellung von Grundstücksflächen für soziale Bauträger • Bereitstellung von Grundstückflächen für hochwertigen Wohnraum • Keine Gebührenerhöhung (kein städtischer Druck auf die „2. Miete“) • Errichten von altersgerechtem Wohnraum

• Die Stadt muss für mehr preiswerte Sing le-Wohnungen sorgen • Mehr Angebote für SchülerInnen, Auszubil dende und Studierende • Hilfe durch die Stadt eine preisgünstige Woh nung zu finden • Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) muss solche bauen

FREIE WÄHLER • Erstellung preisgünstigen Wohnraums durch die WBG • Entwicklung moderner Wohnkonzepte für z.B. Studierende und Senioren • Mehrgenerationenhäuser für die Familien • Keine Verschleuderung städtischer Liegen schaften an Bauträger • Ausbau betreuter Wohnangebote

ÖDP • Mietpreisspiegel, um die Mieten in Augsburg erschwinglich zu halten • Die Wohnbaugesellschaft muss Wohnraum für Familien und Studierende schaffen • Verdichtung statt Flächenfraß auf der grünen Wiese • In Bebauungsplänen weitgehende ökologi sche Aspekte festschreiben

AFD • Günstigen Wohnraum schaffen • Soziale Brennpunkte vermeiden • Neue Wohngebiete erschließen • Energiesparendes/ökologisches Bauen för dern • Verkehrsberuhigung in Wohngebieten

POLIT-WG

FDP • Bezahlbarer Wohnraum für Studenten • Keine Zweckentfremdung der WBG • Ausweisung neuer Baugebiete, demographi schen Wandel beachten • Demographischen Wandel stärker einbezie hen • Barrierefreiheit im Stadtgebiet weitervorantrei ben

CSM • bezahlbarer Wohnraum • Bau von neuen (bezahlbaren) Wohnungen • Ausweisung neuer Wohngebiete • verträgliche Mieten bei der städt. Wohnungs bau Gesellschaft WBG • Erarbeitung von Wohngruppenkonzepten

• Städteplanerische Maßnahmen zur Förde rung der urbanen Lebensqualität in Wohn quartieren (Innenhöfe, Plätze, Infrastruktur) • Mehr sozialer Wohnungsbau: damit Mieten, für Menschen mit weniger Geld, nicht ins Unermessliche steigen • Mehr städtische Immobilien sollen in eigener Hand betrieben werden, um mit Gewinnen die Wohnqualität zu steigern

WOHNEN

Schnellcheck Kultur, Jugendkultur & Popkultur PRO AUGSBURG

DIE LINKE

FDP

• Entwicklung des Gaswerkgeländes zum dau erhaften Kreativwerk • Sicherung des Modular-Jugendkulturfestivals • Generalsanierung des Theaters Augsburg • Römisches Erbe Augsburgs visualisieren • Kulturelle Bildung im Festivalangebot erwei tern

• Schaffung von mehr Angeboten für die Ju gendkultur • Billigere Eintrittspreise, möglichst viel kosten los • Mehr Räume für Musikgruppen und Künstler • Jugendliche für Theater und Kunst gewinnen

• Zukunftskonzept Stadttheater: Umwandlung in ein Staatstheater • Augsburg braucht ein attraktives Römermu seum • Förderung privater Kultureinrichtungen • Aktive Unterstützung von Jugendfestivals • Aufwertung von Tunnels durch Graffiti

ÖDP • geeignete, kostengünstige (Übungs-/Proben-/ Atelier-)Räume • Keine finanzielle Förderung von kommerziel len Angeboten • Die Stadt muss Foren zum (inter-)kulturellen Austausch schaffen • Dichtere Nachtbus-Taktung

POLIT-WG • Ein „Kulturzentrum Maxstraße“, mit offenen Werkstätten • Jugendkulturzentren in den Stadtteilen aus bauen und erweitern • Professionelle Licht- und Tonausstattung für ein Jugendkulturzentrum • Mehr Übungsräume sowie Aufnahmestudio für Nachwuchsbands

R U T L U K


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MARKUS ARNOLD (FDP) Alter: 38 Beruf: Diplom-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer Homepage: www.fdp-augsburg.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Seit 2001 arbeite ich im Bereich der Unternehmensfinanzierung. Ich möchte mein Know-how einbringen, damit Augsburg als Arbeits- und Wirtschaftsstandort die Nr. 1 in Schwaben und langfristig in Bayern wird. Die Unterstützung von jungen Unternehmern, sogenannten Start-ups, hat in Augsburg 8 noch viel Potential. Die Kommune kann hier mehr leisten. 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Baustellen nerven im Straßenverkehr, egal ob Auto oder ÖPNV. Aber sie zeigen auch, dass investiert wird und zwar in die Zukunft der Stadt. Und wenn man sich den Investitionsstau bei öffentlichen Einrichtungen ansieht, insbesondere bei Schulen, dann muss man mehr Baustellen fordern. Mehr Geld für Bildung – das soll Schule machen! 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Schüler und Studenten erhalten sehr preiswerte Tickets für den ÖPNV. Das ist gut, denn es ist eine Investition in die Zukunft unserer jungen Menschen. Inwieweit man das aktuelle System besser ausgestalten kann, das muss die Politik mit Studenten- und Elternverbänden regelmäßig diskutieren und dann ggf. Anpassungen herbeiführen. Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft, daher sollen auch Geringverdienende zu kostengünstigen Preisen den ÖPNV nutzen können. Hier kann man sich an den Preisen für Studenten orientieren. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? Wir als FDP wollen Augsburg als weltoffene Stadt erleben, als liberale Kommune, die mit großem Migrationsanteil auch Tolerant sein muss und die Völkerverständigung fördert. Wir sehen die Migranten als Mitbürger – ohne jedes Mal den Sonderstatus hervorzuheben. Das wollen viele Russen, Griechen, Türken, Italiener oder wer auch immer gar nicht. Sie sind Mitbürger. Und wenn sie sich für Augsburg engagieren, freut uns das. Sammelunterkünfte und Essensgutscheine lehnen wir ab, sie entsprechen nicht einer christlichen und sozialen Gesellschaft. Wir halten das Projekt grandhotel cosmopolis für wegweisend. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Der Investitionsstau in Augsburg ist enorm, manche sprechen von mehr als 700 Mio. EUR. Die Stadt kann das alleine nicht stemmen. Wir sehen in Public-Private-Partnership-Modellen eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken. So wurde erfolgreich der Ausbau der A8 finanziert, warum sollte das nicht für öffentliche Einrichtungen wie z. B. Schulen oder Ämter möglich sein? Ferner will ich mich dafür einsetzen, dass sich Augsburger Unternehmen finanziell für die Sanierung und Ausstattung unserer Schulen einsetzen und Stipendienprogramme schon ab dem Kindergarten ins Leben gerufen werden. 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Für einen attraktiven Unistandort sind bezahlbare Wohnungen ein Muss. Das stellt Augsburg vor große Herausforderungen, insbesondere aufgrund der Nähe zu München. Konkret muss die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg (WBG) aktiver werden. Sie darf nicht mehr zweckentfremdet werden, z. B. für den Umbau des Curt-Frenzel-Stadions, Millionen hätten so in den Bau neuer Wohnungen fließen können. Außerdem müssen die Nachbarlandkreise Aichach-Friedberg und Augsburg-Land in die Pflicht genommen werden. Und letztendlich müssen vorgesehene Wohnungsbauprojekte, z. B. am Innovationspark, schneller umgesetzt werden und neue Baugebiete ausgewiesen werden. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Ich bin 100 % dafür. Jetzt braucht es nur noch eine aufgeschlossene Stadtverwaltung, die mehr die Chancen sieht und nicht als Bedenkenträger auftritt. 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Kann man als Politiker wirklich etwas zum Besseren verändern?


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FREIE DEMOKRATISCHE PARTEI

Schule & Bildung • Masterplan für die Sanierung von Schulen • Private Kitas vorantreiben, nicht als Konkurrenz sehen • Städtische Schulen in die Trägerschaft des Freistaats überführen • Berufseinstiegsbegleiter für Schulabbrecher • Drogenpräventionsmaßnahmen an Schulen ausweiten

Freizeit, Feierkultur • Sanierung WC Anlagen Autobahnsee + ÖPNV Anbindung • Freizeitoasen am Lech/Wertach einrichten • Sanierung der Schwimmbäder • Jugendfestivals fördern, Vereine bei Festen org. unterstützen • Mehr Toleranz bei der Genehmigung von Festen

Verkehr • ÖPNV den tatsächlichen Bedürfnissen anpassen (Takt ab 20:00 Uhr) • ÖPNV und Individualverkehr müssen gleichberechtigt behandelt wer den • Entlastung der Straßenbahnlinie 3 durch Expressbusse (Uni-Linie) • Errichtung eines Busbahnhofs • Umweltzonen abschaffen

Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Langfristig Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes • Stadtmarkt attraktiver gestalten • Finanzierungsfond für Start-ups, Stabilisierungskapital • Den Logistikstandort weiter stärken • Attraktive Industrie- und Gewerbeflächen vorhalten

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Zukunftskonzept Stadttheater: Umwandlung in ein Staatstheater • Augsburg braucht ein attraktives Römermuseum • Förderung privater Kultureinrichtungen • Aktive Unterstützung von Jugendfestivals • Aufwertung von Tunnels durch Graffiti Sport • Zuschüsse an Vereine langfristig zusagen • Bädersanierung zeitnah umsetzen, ggf. Neubau Vorrang geben • Einführung eines schulübergreifenden Sportfestes • Sportstättenentwicklungsplan erstellen • Sanierung der Tartanbahn im Rosenaustadion Wohnen • Bezahlbarer Wohnraum für Studenten • Keine Zweckentfremdung der WBG • Ausweisung neuer Baugebiete, demographischen Wandel beachten • Demographischen Wandel stärker einbeziehen • Barrierefreiheit im Stadtgebiet weiter vorantreiben Migration, Interkultur • Initiativen für interkulturelle Veranstaltungen • Projekt Stadtteilmütter stärken, weiter ausbauen • Willkommenskultur forcieren • Vereine beim Thema Migration unterstützen • Weitere Städtepartnerschaften eingehen Finanzen • Abbau Investitionsstau, Prioritätensetzung bei den Ausgaben • Beteiligungsmanagement der Stadt verbessern • Doppik einführen • Einführung einer städtischen Schuldenuhr • Stadtratsbezüge senken

Umwelt & Energie • Renaturierung des Lechs/der Wertach • Einrichtung weiterer Naturlehrpfade • Grüne Innenstadt • Standorte für Kraftwerke vorhalten (Energiewende) • Überregionale Kooperation für die Energiesicherheit Jugendarbeit & Angebote • Nachhaltige Finanzierungszusagen für Vereine (Bsp. Wildwasser) • Ring Politischer Jugend wiederbeleben • Jugendparlament • Sprachkurse (Deutsch/Fremdsprache (wo möglich)) • Augsburger Kinder- und Jugendolympiade Ehrenamtliches Engagement • „Ehrenamtsbörse“ verstärkt bewerben • Fördervereine ins Leben rufen bzw. unterstützen (z. B. Schulen) • Ehrenamtspreis des Monats • Firmen/Private verstärkt als Paten gewinnen • Mehr BFD Stellen in Augsburg schaffen Sicherheit • Spielplätze kontrollieren (städt. Personal) • Vernünftige Straßenbeleuchtung • Nachbarschaftshilfen unterstützen/ins Leben rufen • Selbstverteidigungskurse (grundsätzlich) • Sicherheits- und Präventionsworkshops an den Schulen einrichten Und sonst noch... • Regelmäßiger Benchmark mit Nachbarkommunen (Verwaltungs abläufe, usw.) • Nutzung von PPP Modellen • Nachbarlandkreise in die Pflicht nehmen • Prävention!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! • Stadtmarkt gestalten, weiterentwickeln!

Das komplette Wahlprogramm der FDP findest du unter www.fdp-augsburg.de


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VOLKER SCHAFITEL (FREIE WÄHLER) Alter: 60 Beruf: Architekt Homepage: www.facebook.com/volker.schafitel

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Ich höre zu und versuche aus der Diskussion zu einem Ergebnis zu kommen. Ich treffe Entscheidungen ergebnisoffen!

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2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Ich finde, dass es das Letzte ist! Bauen entscheidet nicht über die Zukunft einer Stadt. Veränderungen entstehen unspürbar. Die Stadt braucht endlich wieder Ruhe! 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Schüler sollten sowieso nichts für Fahrkarten bezahlen. Ich bin für eine Freitarifzone in der Innenstadt. Das finanziert sich damit, dass die Stadt für viele attraktiver wird und die Luftverschmutzung in der Innenstadt zurückgeht. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? Welche Situation? Für mich gibt es keine „Ausländer“, sondern nur Menschen. Die gemeinsame Sprache ist der Schlüssel zur Sozialisierung. Wenn mich jemand nicht versteht, kann ich nicht reagieren! 1. Schritt ist die Sprachbildung! Ich finde Menschen aus anderen Ländern interessant! 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Ich werde die Wahl nicht gewinnen, aber ich klage die Missstände schon lange an, finde aber kein Gehör bei den Dumpfbacken im Rathaus! Ich hoffe, dass ich Fraktionsstärke erreiche. Sobald ich im Stadtrat sitze, habe ich Rederecht. Dann kann ich denen die Missstände an den Schulen ins Gesicht sagen. Wir brauchen mind. 200 Mio € für Schulsanierungen und setzen jedes Jahr dafür nicht mal 3 Mio € ein! Das ist das Letzte! 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Wir haben in der WBG eine städtische Wohnungsbaugesellschaft und wir haben jede Menge städtischer Grundstücke. Wir können unseren Bedarf an günstigen Wohnungen mit diesem Instrument decken – wir sind sogar dazu verpflichtet! Es läuft aber gerade anders! Die Stadtregierung verkauft die Grundstücke an Bauträger und die bauen zu teure und langweilige Wohnungen. Junge Leute wollen anders wohnen als die 0815 Wohnungskäufer! Ich versuche mit modernen Wohnkonzepten der WBG den Staub aus den Rippen zu blasen! 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Was heißt Neuauflage? Ich finde ein Stadtfest gut, aber so wie es die letzten Jahre ausgerichtet war das Letzte: Toyota und LutzXXXLarge um den Herkulesbrunnen kombiniert mit Zapfwägen der örtlichen Kneipenszene. Zu wenig Kultur, Musik, Kunst, Theater, Straßenklamauk usw. Zu wenig Einbeziehung der Geschäfte, zu wenig Kreativmarkt! 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Wie schaffe ich es, junge Menschen für die Politik zu gewinnen, ihnen den Frust zu nehmen, ohne auf die zurückzugreifen, die auch nur politische Karriere machen wollen. Wie finde ich die, die Politik für die Allgemeinheit und nicht für sich selber machen!


FREIE WÄHLER

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Schule & Bildung • Schulsozialarbeit auch an Gymnasien • Inklusion konsequent vorantreiben • Wahlfreiheit zwischen G8/G9 an den Gymnasien • Schulausstattung mit moderner IuK Technologie • Beseitigung des Schulsanierungsstaus!

Freizeit, Feierkultur • Saubere Kinderspielplätze • Privaten Investor für ein Erlebnisfreibad gewinnen • Neue Eisbahn 2 überdachen für Vereine und Breitensport • Bürgernahe Innenstadtfestivals • Versammlungs- und Bürgerräume für Vereine in allen Stadtteilen

Verkehr • Straßenbahnlinien durch die Karlstraße und Maximilianstraße • Tramhaltestelle unter Viktoriastraße statt Untertunnelung des Hbf. • Entlastung der Innenstadt durch Stadtring • Zuwachs lärmintensiver Güterzüge verhindern

Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Innovationspark und Technologiezentrum durch hochwertige Vermie tungen voran treiben • Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Jugendliche • Augsburg als Produktionsstandort sichern • Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt durch gezielte Ansiedelung von attraktiven Geschäften stärken • Kostenfreie Park&Ride Parkplätze mit guter ÖPNV Anbindung

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Jährliches Modularfestival darf nicht sterben • Neubau Römisches Museum am bisherigen Standort • Kulturpark West Bestandssicherung bis Umzug Gaskesselareal • Freilichtbühne als kulturelles Highlight ausbauen • Bürgernahe Innenstadtfestivals Sport • Multifunktionshalle für sportliche und kulturelle Veranstaltungen • Sportentwicklungsplan für Sanierung und Neubau von Sportstätten • Sportmanager für die Bedürfnisse des Sports installieren • Schwimmbäderkonzept für Neubau oder Erhaltung der Schwimmbäder • Übungsleiterzuschüsse erhöhen Wohnen • Erstellung preisgünstigen Wohnraums durch die WBG • Entwicklung moderner Wohnkonzepte für Studierende und Senioren • Mehrgenerationenhäuser für die Familien • Keine Verkauf städtischer Liegenschaften an Bauträger • Ausbau betreuter Wohnangebote Migration, Interkultur • Förderung des Interkulturellen Verständnisses für ein gutes Zusam menleben aller Kulturen • Gemeinsame Bildungschancen für alle ermöglichen • Kulturelle Vielfalt schätzen lernen! • Kulturelle und religiöse Besonderheiten älterer Mitbürger aus unter schiedlichen Kulturen im betreuten Wohnen berücksichtigen Finanzen • Verzicht auf Untertunnelung des Hauptbahnhofs für eine schlichte Stra ßenbahnhaltestelle • Verzicht auf kostspielige Renommier- „Leuchtturm“-Projekte • Sonderkündigungsrechte für langfristige Kreditverträge nutzen, die Darlehen dann durch zinsgünstige Verträge ersetzen oder falls möglich ganz zurückzahlen. • Klinikum als Uniklinikum an den Freistaat Bayern geben • Der ausgeglichene Haushalt hat oberste Priorität, keine neue Kreditauf nahme

Umwelt & Energie • Betriebe mit Spitzenlastwerten müssen zugunsten des städtischen Stromnetzes netzunabhängige Autarklösungen einrichten. • Wasserversorgung muss in kommunaler Hand bleiben • Natur- und Trinkwasserschutz muss ernst genommen werden • Blockheizkraftwerke stehen für die künftige regionale Energieversor gung • Verbesserung der Luftqualität durch systematische Begrünung Jugendarbeit & Angebote • Ausbau von Jugendzentren in den einzelnen Stadtteilen • Eignung von Jugendlichen als Paten publik machen • Kostenfreies WLAN in Innenstadt und an jugendrelevanten Plätzen • Konzept für ein städtisches Jugendparlament entwickeln Ehrenamtliches Engagement • Förderung der Ehrenamtsarbeit durch Aufnahme in eine zu schaffende städtische Sozialcard • Informationsoffensive für alle Ehrenämter • Stärkung der Vereine und Freiwilligen Feuerwehren • Bündnis für Augsburg weiter ausbauen Sicherheit • Mehr ortsansässige Polizeibeamte im Streifendienst • Sicherheit für behinderte Mitbürger am Kö durch Ampeln und Signale • Entschärfung der sozialen Brennpunkte durch professionelles Konzept • Notfallmeldesystem an ÖPNV Haltestellen auch ohne Fahrkartenauto maten • Durchgehende Fahrradwege oder verkehrsberuhigte, für alle Verkehrs teilnehmer gleichberechtigt nutzbare Fahrradstraßen Und sonst noch... • Künftige Bezirksausschüsse sichern den Bürgern die Interessen ihrer Stadtteile selbst entscheiden zu können

Das komplette Wahlprogramm der FREIEN WÄHLER findest du unter www.freie-waehler-augsburg.de


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THOMAS LIS (AFD) Alter: 51 Beruf: Leiter der Radstation Augsburg Homepage: www.afdaugsburg.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Ich habe mich bis vor kurzem nicht wirklich politisch engagiert, sondern in meinen Fahrradgeschäften sehr viel gearbeitet. Will man als Einzelhändler erfolgreich sein, muss man erstmal sehr gut zuhören können, um die Wünsche und Anforderungen der Kunden kennen zu lernen. Da ich schon lange im 8 Beruf bin, habe ich viel Erfahrung im Zuhören und kann mich sehr gut in andere Menschen versetzen. Das kann ich jetzt in der Politik gut gebrauchen. Es hat mich bisher oft gestört, dass Politiker gar nicht richtig zuhören, sondern immer nur ihre Meinung verbreiten. Das möchte ich anders machen. Zudem habe ich 3 eigene und 2 angeheiratete Kinder, die mich auf Trab halten und mir immer wieder die Augen öffnen für die aktuellen Probleme von Jugendlichen in den verschiedenen Altersstufen. Als Unternehmer in einer Partei, die neu in der Politik ist, sehe ich mich als Bürger, der die Interessen aller Augsburger vertritt und nicht irgendwelche Parteiinteressen. 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Es war schon sehr nervig. Als Einzelhändler habe ich wie viele andere damit auch echte Probleme gehabt, da viel weniger Menschen in die Stadt gekommen sind und eingekauft haben. Ich hoffe aber, dass jetzt das Schlimmste vorbei ist und wir unsere schöne Stadt wieder genießen können. Dennoch wird es weiterhin viele Baustellen, u.a. für die von uns geforderten besseren Fahrradwege, geben. Eine Stadt entwickelt sich eben weiter und muss sich den zukünftigen Veränderungen anpassen. 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Für Studierende gibt es das Semesterticket, das halten wir für eine gute Lösung und würden Ähnliches gerne auch für Schüler anbieten. Kostenlosen ÖPNV lehnen wir ab, weil das ja dann doch wieder über höhere Steuern von den Bürgern bezahlt werden muss. Es soll jeder selbst entscheiden dürfen, wie er fährt und was er bezahlt. Wichtig ist uns aber ein attraktives und günstiges Angebot, so dass die Menschen gerne mit dem ÖPNV fahren. 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? Verfolgten müssen und wollen wir eine gute und menschenwürdige Zuflucht geben. Dazu gehört, dass Asylverfahren nicht unmenschlich lange dauern, sondern schnell abgeschlossen werden, damit diese Menschen nicht in Ungewissheit verharren. Sie sollten auch Arbeitsmöglichkeiten bekommen, damit sie nicht den ganzen Tag rumhängen müssen. Wir haben viele Mitbürger mit ausländischen Wurzeln. Meine Mutter kommt aus dem Sudetenland, mein Schwiegervater ist Italiener und ich habe in meinen Läden viele Lehrlinge mit ausländischen Wurzeln ausgebildet. Dabei habe ich gelernt, dass die Beherrschung der deutschen Sprache das allerwichtigste Mittel einer guten Integration ist. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Die Schulen sind in den letzten Jahren zu Gunsten von Prestigeobjekten vernachlässigt worden. Deshalb steht in unserem Programm, dass wir die Schulen, insbesondere die sanitären Einrichtungen und die Schulsportplätze schnell sanieren wollen. Wir wollen prüfen, ob es für die 100.000.000 €, die der Tunnel unter dem Bahnhof kosten soll (meistens wird es ja dann auch noch viel mehr!) nicht eine günstigere Alternative gibt und man einen Teil des gesparten Geldes dann in die Schulen stecken kann. Vielleicht sogar in eine neue Realschule, da hier das Angebot besonders für Jungen mager ist. 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Bezahlbarer Wohnraum ist knapp und es wurde auch in den letzten Jahren wenig dagegen getan. Deshalb muss die städtische Wohnbaugesellschaft WBG wieder günstige Sozialwohnungen bauen. Die Stadt muss private Wohnbauunternehmen dazu bringen, auch preisgünstige Wohnmöglichkeiten anzubieten. Da Augsburg immer mehr zu einer Studenten- und Ausbildungsstadt wird, müssen wir mehr Wohnheime bauen. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? In unserem Programm steht, dass wir wieder regelmäßige Stadtfeste haben wollen. 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Diese Frage hat mir meine Frau vor kurzem erst gestellt: „Thomas, warum tust Du Dir das eigentlich an mit der ganzen vielen Politikarbeit?“ Anfang letzen Jahres habe ich viele interessante Menschen getroffen, die in großer Sorge über die Entwicklungen in unserem Land waren. Die Politiker gehen echte Probleme nicht an, kümmern sich nur kurzfristig um ihre Wiederwahl. Ich möchte meinen Kindern aber nicht einen riesigen Schuldenberg und andere große Probleme hinterlassen. Deshalb haben letztes Jahr ganz viele vernünftige Menschen die AfD gegründet und hier möchte ich meinen kleinen Beitrag für die Zukunft meiner Kinder leisten. Auch wenn es ganz viel Zeit kostet.


ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND

Schule & Bildung • Sanierung u.a. von Toiletten und Sportanlagen stark vorantreiben • Realschulangebot für Jungen verbessern • Ausreichend Ganztagesplätze anbieten Verkehr • Konzept für modernen Verkehr mit allen Verkehrsmitteln • Deutliche Verbesserungen im Fahrradverkehr • Projekt Fahrradstadt 2020 mit genügend Geld ausstatten • Bessere Parkbedingungen für Autofahrer von auswärts • Kritische Prüfung des teuren Bahnhofstunnels • Kritische Prüfung der Linie 5 – Alternativ Erdgasbusse? • Sozialticket für ÖPNV Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Attraktive Stadtfeste – Maxfest ab 2015 wieder regelmäßig • Teure Theatersanierung kritisch prüfen – es geht um mind. 40 Mio. € • Augsburg als Musicalstandort ins Spiel bringen • Geordnetes Nachtleben – Partys ja, aber in sicherer Umgebung • Den Lech beleben mit gastronomischen Angeboten wie an der Wertach Sport • Schulsportanlagen deutlich verbessern • Breitensport/Vereine stärker fördern • Unterstützung des Augsburg-Marathons 2015 Wohnen • Günstigen Wohnraum schaffen • Soziale Brennpunkte vermeiden • Neue Wohngebiete erschließen • Energiesparendes/ökologisches Bauen fördern • Verkehrsberuhigung in Wohngebieten Migration, Interkultur • Zuwanderung von qualifizierten Kräften fördern • Sprache ist der Schlüssel zur Integration - Sprachförderung • Gute Bildungsangebote schon für Kinder • Keine Zuwanderung in unsere Sozialsysteme • Menschenwürdige Ausgestaltung der Asylverfahren

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Freizeit, Feierkultur • Lech ins Augsburger Leben einbinden • Regelmäßige Stadtfeste wieder einführen • Gaswerksareal zu einer Kulturzone ausbauen • Römermuseum neu und modern bauen • Zoo unterstützen Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Entwicklung einer „Vision Augsburg 2030“ • Ansiedlung neuer, junger Unternehmen • Existenzgründungen fördern • Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor fördern • Innenstadt beleben, Einzelhandel fördern Umwelt & Energie • Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen • Umweltstadt Augsburg stärken • Kraftwerksbau mit Bürgerbeteiligung • Einfluss geltend machen für bezahlbare Energiewende • Umwelttag an Schulen Jugendarbeit & Angebote • Jugendzentren in allen Stadtteilen • Bessere Versorgung mit sinnvollen Freizeit- und Spielmöglichkeiten Ehrenamtliches Engagement • Keine Angaben Sicherheit • Mehr Polizeipräsenz am Abend in der Innenstadt • Videoüberwachte Fahrradabstellplätze Und sonst noch... • Keine Privatisierung der Wasserversorgung • Bürgerentscheid bei geplanten Privatisierungen • Mehr Transparenz bei Stadtratsentscheidungen • Fachleute an verantwortliche Stellen, keine Parteifreunde

Finanzen • Keine weiteren Schulden auf Kosten nachfolgender Generationen • Transparenz bei Großprojekten zur besseren Kontrolle • Transparenz bei kommunalen Finanzen • Fachleute statt Parteispezis • Ansiedlung von neuen Unternehmen zur Einnahmenerhöhung

Das komplette Wahlprogramm der AFD findest du unter www.afdaugsburg.de


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CHRISTIAN PETTINGER (ÖDP) Alter: 50 Beruf: Diplom Ingenieur (FH), Softwareentwickler Homepage: www.oedp-augsburg.de

1. Welche Stärken zeichnen Sie als Kandidaten aus und was bedeutet das für uns Jugendliche in Augsburg? Ich bin in meinem Beruf gewohnt, täglich tragfähige Lösungen für komplexe Probleme zu erarbeiten. Zudem war ich lange Jahre als Jugendgruppenleiter (DPSG, BDKJ) und Vorstandsmitglied des Kreisjugendring Freising tätig. Ich werde daher immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugendlichen 8 haben. Und auch für unkonventionelle Vorschläge bin ich immer zu haben. Letztlich muss es immer darum gehen, Jugendlichen ihren Weg zu ermöglichen. Gemeinsam finden wir Lösungen! 2. Uns nerven die vielen Baustellen in unserer Stadt. Wie stehen Sie dazu? Baustellen in Augsburg stehen für Veränderungen und wie ich meine zu einem besseren Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer: ein leistungsfähiges Nahverkehrssystem kommt dabei vor allem auch den Jugendlichen zugute. Insofern ist mit der Eröffnung des umgebauten KÖs vor dem Jahreswechsel ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Auch der Radweg in der Grottenau ist eine solche zukunftsweisende Baustelle gewesen. 3. Was denken Sie über die Höhe der Kosten für Fahrkarten im ÖPNV, v.a. aus der Sicht von Schüler/-innen, Studierenden und Geringverdienenden? Die Fahrkarten für die Schülerinnen und Schüler sind, soweit Kostenfreiheit für den Schulweg besteht, sowieso kostenlos. Die Studierenden können ein verbilligtes Abo beziehen. Für Geringverdiener ist derzeit im Gespräch eine Sozialcard einzuführen, über die dann ja auch verbilligte bzw. kostenlose Fahrten mit dem ÖPNV möglich wären. Aus Sicht der ÖDP sollte zudem die Kostenfreiheit für Schülerkarten auch in den Ferien weiter bestehen und auch auf alle Schülerinnen und Schüler sowie auf Auszubildende ausgedehnt werden (unabhängig vom Alter und der Wohnadresse). 4. Wie reagieren Sie auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Augsburg? In der ÖDP arbeiten auch Menschen mit Migrationshintergrund mit. Das, denke ich, ist auch der Weg, den wir verstärkt gehen müssen: allen Augsburgern muss die Teilhabe am Leben in ihrer Stadt ermöglicht werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn alle Beteiligten mit der nötigen Achtung voreinander aufeinander zugehen. Einen Anschauungsunterricht, wie das funktioniert, kann man in so manchem Kindergarten bekommen: die Kinder gehen ohne Vorurteile aufeinander zu und nehmen einander so an, wie sie eben sind. 5. Was werden Sie für die Verbesserung der z.T. maroden Einrichtungen und Technik in Schulen tun, wenn Sie die Wahl gewinnen? Mir sind die jedes Jahr wieder verschobenen Renovierungen und Neubeschaffungen an Schulen seit langem ein Dorn im Auge. Bildung ist der Schlüssel für eine Vielzahl unserer gesellschaftlichen Probleme. Hier zu sparen ist kurzsichtig. Wir müssen hier mehr Geld in die Hand nehmen! 6. Was werden Sie konkret unternehmen, damit Wohnungen ausreichend vorhanden und für jeden (auch für Schüler/-innen und Studierende!) bezahlbar bleiben? Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist gerade in Augsburg sehr prekär: zum einen versuchen Spekulanten mit dem vorhandenen Wohnraum Kapital zu erwirtschaften, zum anderen suchen die vielen Studierenden und Familien erschwinglichen Wohnraum. Wir müssen hier verstärkt die Möglichkeiten der städtischen Wohnbaugesellschaft nutzen und preisgünstige Alternativen anbieten. 7. Wie stehen Sie zu einer Neuauflage vom Maxstraßenfestival? Die Frage ist, ob wir städtische Mittel für ein Festival in die Hand nehmen oder für die Renovierung von Schulen. Ich stehe da eher für die Renovierung von Schulen. Wenn sich die Festivals finanziell selbst tragen, spricht nichts gegen solche Events. 8. Welche Frage würden Sie sich selbst gerne stellen? Ich stelle mir täglich die Frage: Was kann ich tun, dass auch noch unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte Welt vorfinden?


ÖKOLOGISCH DEMOKRATISCHE PARTEI

Schule & Bildung • Schule muss Spaß machen und jeden nach seinen Begabungen för dern • Die Stadt muss die Schulgebäude soweit nötig dringend renovieren • Die Ausstattung der Schulen muss den Anforderungen genügen • Eine zweite pädagogische Kraft in den Klassen 1-4 für die individuelle Förderung Verkehr • Leistungsfähiger und attraktiver öffentlicher Nahverkehr • Ein gut vernetztes Radwegesystem • Ja zum Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof • Endlich barrierefreien Zugang zu den Gleisen am Hbf • Kostenlose Beförderung im AVV für alle SchülerInnen auch in den Ferien

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Freizeit, Feierkultur • Erhalt und Ausbau der Bäder, Sport- und Parkanlagen in Augsburg • Erschwingliche Eintrittspreise in den städtischen Freizeiteinrichtungen • Erhalt bzw. Schaffung von Bolzplätzen • Kritischer Blick auf kommerzielle Inhalte großer Straßenfeste Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Die ÖDP fordert als einzige Partei die Abkehr vom Dogma des Wirt schaftswachstums • Ökosozial statt Marktradikal • Wir wollen kleinräumige, regionale Wirtschaftskreisläufe • Wir unterstützen die Idee des Fair Trade auf allen Ebenen • Wir wollen Arbeitsplätze und Wohnraum zusammenbringen (Lebens qualität!)

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Geeignete, kostengünstige (Übungs-/Proben-/Atelier-)Räume • Keine finanzielle Förderung von kommerziellen Angeboten • Die Stadt muss Foren zum (inter-)kulturellen Austausch schaffen • Dichtere Nachtbus-Taktung

Umwelt & Energie • Keine Privatisierung der Trinkwasserversorgung • Ausbau der Nutzung regenerativer Energieen im Stadtgebiet • Pilotanlage zur Umwandlung solareren Überschuss Stroms in Stadtgas • Renaturierung von Industriebrachen • Kein Fracking auf Augsburger Fluren

Sport • Sportanlagen nicht nur für die Bundesligavereine sondern auch für den Breitensport • Förderung auch von Nischensportarten • Kein Geld für Sport-Großveranstaltungen (WMs, Olympia etc.) • Städtische Vergünstigungen für ehrenamtliche ÜbungsleiterInnen

Jugendarbeit & Angebote • Vergünstigungen für ehrenamtliche JugendgruppenleiterInnen • Ausreichende Gruppenräume für Verbände und Vereine • Förderung selbstorganisierter Projekte von Jugendgruppen • Erweiterung der Ferien Programme in den Stadtteilen • Ausbau von Angeboten zur Medienkompetenz von Jugendlichen

Wohnen • Mietpreisspiegel, um die Mieten in Augsburg erschwinglich zu halten • Die Wohnbaugesellschaft muss Wohnraum für Familien und Studieren de schaffen • Verdichtung statt Flächenfraß auf der grünen Wiese • In Bebauungsplänen weitgehende ökologische Aspekte festschreiben

Ehrenamtliches Engagement • Verstärkte Förderung privater Initiativen und Vereine • Begleitende, koordinierende Zielvereinbarungen für Ehrenamtliche • Transparenz schaffen, für die Angebots- und auch die Nachfrageseite • Ehrenamt muss sich lohnen! Belohnungskultur für Ehrenamtliche!

Migration, Interkultur • Volle Teilhabe für alle Bewohner unserer Stadt, unabhängig von ihrer Herkunft • Deutsche Sprachkurse für alle, auch schon im Kindergartenalter • Kommunales Wahlrecht für alle, die in Augsburg wohnen Finanzen • Mit uns wird es keine Neuverschuldung der Stadt Augsburg geben • Investitionen nur in zukunftsfähige Projekte bzw. Objekte • Ausstieg der Stadt aus dem Flughafen in Mühlhausen • Keine finanziellen Vorleistungen der Stadt für Großinvestoren

Sicherheit • Hohe Zahl von Kapitalverbrechen unter Alkoholeinfluss • Aufklärung und Prävention gegen Alkoholexzesse • Mehr Polizeipräsenz statt privater Sicherheits- und Ordnungsdienste • Zivilcourage fördern • Bekämpfung der Korruption Und sonst noch... • Die ÖDP nimmt gemäß ihrer Satzung keine Spenden von Firmen, Kon zernen oder Lobbyverbänden und kann so unabhängige Politik machen • Die ÖDP fordert mehr Transparenz in der Politik durch eine Informati onsfreiheitssatzung für Augsburg • Die ÖDP kann man nicht kaufen, nur wählen ;-)

Das komplette Wahlprogramm der ÖDP findest du unter www.oedp-augsburg.de


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CHRISTLICH SOZIALE MITTE E. V. (CSM) Die CSM stellt keinen eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten zur Wahl!

Schule & Bildung • Erhalt der Förderschulen • Weiterer Ausbau der Hochschulstadt 8 • Staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik • Attraktive Berufsausbildungen durch ausreichende Lehrstellen und Praktikas • Förderung der Sing- und Musikschule

Freizeit, Feierkultur • Pflege und Erhalt von Freizeiteinrichtungen • Steigerung deren Attraktivität durch neu Ausstattungen • Zusammenarbeit mit Nachbarstädten und Gemeinden • Stimmige Stadtteilkonzepte mit eigenen Stadtteilfesten • sicheres & bezahlbares jährliches Max Fest • Ausbau & Sicherung der Festivals

Verkehr • Weiterentwicklung der Fahrradstadt 2020 • Mehr Abstellplätze für Fahrräder • Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs • Schaffung von mehr Parkmöglichkeiten • Erhalt des Augsburger Flughafens

Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Investoren besser unterstützen • Wirtschaftsunternehmen fördern • Optimale Grundlagen für mehr neue Arbeitsplätze schaffen • Gewinnung und Ansiedlung von neuen Unternehmen • Förderung von Startup´s

Kultur, Jugendkultur, Popkultur • bezahlbare Übungsräume für Musiker • Einbindung des Popkulturbeauftragten auch in die Jugendkultur • mehr Geld für den Popkulturbeauftragten • Verwirklichung des Kulturkonzeptes am Gaskessel • Ausstattung der Büchereien mit neuen Medien

Umwelt & Energie • Trinkwasser muss in städtischer Hand bleiben • Luftreinhaltungspläne schaffen und einhalten • Lärm wo es geht verhindern • Regenerative Energiekonzepte • Intelligente Grünanlagen

Sport • Erhalt und Verbesserung der städt. Sport- & Trainingsflächen • Förderung Sportvereine • Jugendförderung im Breitensport • Einsetzung eines Kümmerers für die Sportvereine z. B. bei Baumaß nahmen • Bereitstellung von Sportanlagen für den Spitzensport

Jugendarbeit & Angebote • Weitere enge Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring • Optimierung der Jugendarbeit • Erhalt der Einrichtungen für die Jugend • Feedback der Jugend einbinden • Ausbildung von Streetworkern • Offenes Ohr für die, die Probleme haben

Wohnen • Bezahlbarer Wohnraum • Bau von neuen (bezahlbaren) Wohnungen • Ausweisung neuer Wohngebiete • Verträgliche Mieten bei der städt. Wohnungsbau Gesellschaft WBG • Erarbeitung von Wohngruppenkonzepte

Ehrenamtliches Engagement • Weiter Ausbauen und Förderung des Ehrenamts • Unterstützung leisten wo sie notwendig ist • Offenes Ohr für Ehrenamtliche • Unterstützung des Bündnis für Augsburg • Netzwerk für Ehrenamt erweitern

Migration, Interkultur • Ausbau der kulturellen Verständigung • Festival der Kulturen • Keine Ausgrenzung • Stadtverträgliche Asylpolitik • Mehr Deutschkurse

Sicherheit • Sicherheit geht vor • Planung von Sicherheitskonzepten für Festivals • Mehr Fahrkartenautomaten mit Notruf hauptsächlich an Endhaltestellen • Offenes Ohr bei Sicherheitslücken • Opferschutz

Finanzen • Ein Haushalt der Offenheit, Klarheit und Wahrheit • Ein Haushalt ohne Ausweitung der Gesamtschulden • Konzentration auf wichtige Aufgaben • Bündelung der Kompetenzen • Nachhaltige Finanzpolitik

Und sonst noch... • Fraktionsübergreifende Stadtregierung • Schluss mit der Ausgrenzung der kleinen Fraktionen • Verringerung der Referate mindestens um ein Referat • Erhalt der eigenständigen städtischen Stiftungsverwaltung • Beratung bei Stiftungsgründungen • Förderung der Friedensstadt und der Marke „City of Peace“

Das komplette Wahlprogramm der CSM findest du unter www.csm-augsburg.de


POLIT-WG

27 Die Polit-WG stellt keinen eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten zur Wahl!

Schule & Bildung • Mehr Räume für Bildung: Kulturzentren und mehr Personal • Medienpädagogik in Schule und Bildungsarbeit verstärken • Druck und Repressionen abbauen, Freude am Lernen vermitteln • Projektarbeit und internationalen Austausch fördern • Ausbau integrativer Ganztagsschulen Verkehr • Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV sollen bei verkehrspolitischen Maß nahmen Vorrang vor dem Auto genießen • Fahrradstadt stärken: klare Wegführung und aktive Bürgerbeteiligung • Sozialcard weiterentwickeln: Fernziel kostenloser ÖPNV • Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt, „Park and Ride“ aus bauen • Kommunales Car-Sharing-Netz: temporäre Autonutzung kostengünstig und umweltbewusst ermöglichen Kultur, Jugendkultur, Popkultur • Ein „Kulturzentrum Maxstraße“, mit offenen Werkstätten • Jugendkulturzentren in den Stadtteilen ausbauen und erweitern • Professionelle Licht- und Tonausstattung für ein Jugendkulturzentrum • Mehr Übungsräume sowie Aufnahmestudio für Nachwuchsbands Sport • Skate-Paradies zur Belebung des „Kö“ • Nicht-kommerzielle Möglichkeiten für Sportaktivitäten schaffen (Street-Basketball, Fußballplätze auch ohne Vereinsmitgliedschaft) • Erhalt der Infrastruktur von Sportstätten Wohnen • Städteplanerische Maßnahmen zur Förderung der urbanen Lebensqua lität in Wohnquartieren (Innenhöfe, Plätze, Infrastruktur) • Mehr sozialer Wohnungsbau: damit Mieten, für Menschen mit weniger Geld, nicht ins Unermessliche steigen • Mehr städtische Immobilien sollen in eigener Hand betrieben werden, um mit Gewinnen die Wohnqualität zu steigern Migration, Interkultur • Migration als Chance begreifen: Neubürger, egal woher sie kommen, sollten als potentielle Bereicherung begriffen werden • Aktive Teilhabe aller am sozialen, kulturellen, politischen Leben sichern • Interkultureller Austausch muss gefördert werden • Mehr Investitionen in eine sozial-kulturelle Infrastruktur sind notwendig Finanzen • Verstärkte Bemühung um EU-Fördermittel/Spezialisten einstellen • Weniger Geldmittel in Gebäude und Dinge stecken und dafür mehr in Menschen und Ereignisse investieren • Verschuldung verringern: Verzicht auf teure Prestigeprojekte, aber nicht auf Kosten notwendiger Zukunftsinvestitionen, z.B. Bildung • Ausbau des öffentlichen Sektors und Gründung kommunaler Unterneh men, die den Stadt-Etat aufbessern

Freizeit, Feierkultur • Kulturzentrum in der Innenstadt: Raum für interaktive Aktivitäten • Offene Werkstätten fördern: Fahrrad (wie Bikekitchen), Computerhilfe, Malen, etc. • Urban Gardening: Sozialer Austausch und Spaß, Augsburg wird grüner und schöner • Vielfältigere Feierkultur, vor allem nicht nur in der Maxstraße, sondern verteilt über die Stadt Wirtschaft, Arbeit, Kreativwirtschaft • Gegen weitere Privatisierung! Sonst hat die Politik immer weniger Handlungsspielraum • Es sollten nur Unternehmen gefördert werden, die sozial verantwortlich handeln und umweltfreundlich produzieren • Die Kreativwirtschaft könnte ein wichtiger Impulsgeber für die Wirt schaft in Augsburg sein, deshalb fördern! Umwelt & Energie • Energieerzeugung in kleinen verbrauchernahen Anlagen, bei Mitbestim mung der BürgerInnen • Wer Umweltschäden verursacht, ist zur Behebung verpflichtet • Unternehmen müssen ihren Teil zu effizientem Energieeinsatz und Ressourcenschonung beitragen • Ökobilanz bei Aufträgen der Stadt als weiterer Entscheidungsfaktor Jugendarbeit & Angebote • Mehr Personalstellen für Jugend-, Schulsozial- und Interkulturarbeit, sowie Streetwork • Offene Jugendarbeit ergänzen durch weitere Angebote (u.a. Bereiche Musik, Theater, Museum) und mehr Jugendkulturzentren • Angebote des SJR für über 16-Jährige erweitern, längere Öffnungszei ten von Jugendzentren, mehr Verantwortung an die Jdl übertragen Ehrenamtliches Engagement • Ist unentbehrlich, dafür braucht es aber auch mehr Räume • Förderanträge sollten durch Spezialisten der Stadt unterstützt werden • Die Stadt darf dabei nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden, selbst bedarfsgerechte soziale und kulturelle Angebote bereitzustellen! Sicherheit • Serviceorientierte Ordnungspolitik: Gutes ermöglichen, Schlechtes verhindern! • Oft werden Sicherheitsprobleme nur vorgeschoben, um Kontrolle her zustellen. Wir sind gegen den Überwachungsstaat sowie die Schürung von unbegründeten Ängsten und für eine freie Stadt-Gesellschaft Und sonst noch... • Kostenlose städtische WLAN-Hotspots mit dem cleveren Freifunknetz • Informationsfreiheit: Einsicht in die Akten der öffentlichen Verwaltung für alle BürgerInnen

Das komplette Wahlprogramm der POLIT-WG findest du unter www.polit-wg.de


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WAHLANLEITUNG

! ER ! AB G RICHTI 8

Du hast insgesamt 61 Stimmen! Das kannst du damit machen: Eine Stimme geht an den Oberbürgermeister (OB)! • Du kannst einem der neun OB-Kandidaten eine Stimme geben. • Ein OB-Kandidat ist gewählt, wenn er im ersten Wahlgang mehr als 50% der abgegebenen Stim men bekommt. • Erreicht keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang 50%, dann kommen die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen in die Stichwahl. Sollte es zur Stichwahl kommen, findet diese am Sonntag, den 31. März 2014, statt.

OBER BÜRGER MEISTER

Mit 60 Stimmen kannst du den Stadtrat wählen! Du wählst alle Kandidaten deiner Lieblingspartei, indem du ein Listenkreuz setzt: • Jeder Kandidat auf dieser Liste erhält dann eine Stimme.

Oder du wählst einzelne Kandidaten, denen du dein Vertrauen schenkst: • Du kannst jedem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben und erhöhst so seine Chancen. Das nennt man Kumulieren (häufen). • Du kannst auch Bewerber verschiedener Parteien wählen. Das nennt man Panaschieren (mischen).

Oder du wählst eine Partei und einzelne Kandidaten anderer Parteien: • Du vergibst bis zu drei Stimmen an einzelne Kandidaten von einer oder verschiedenen Parteien. Wenn du dann noch Stimmen übrig hast, setzt du ein Listenkreuz bei einer Partei deiner Wahl. Die Reststimmen werden dann von oben nach unten an die Kandidaten dieser Liste verteilt. • Du kannst auch einzelne Personen der gewählten Liste streichen. Diese werden dann bei der Stimmverteilung übersprungen.

Was du tun musst, damit dein Stimmzettel gültig ist: • Dein Kreuz muss eindeutig zuzuordnen sein. • Du darfst nur Kreuze, Zahlen von 1 bis 3 oder Streichungen eintragen. Alle anderen Zeichen oder Bemerkungen machen den Stimmzettel ungültig. • Nur Streichungen alleine reichen nicht. Dein Stimmzettel ist dann genauso ungültig, wie ein leer abgebebener. • Die Gesamtstimmenzahl von 60 darfst du keinesfalls überschreiten! Du musst also immer schön mitrechnen.

STADT RAT


BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR JUGENDLICHE

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Du willst selbst aktiv werden? Welche Möglichkeiten hast du, dich in der Stadt auch weiterhin zu engagieren:

WERDV AKTI

Konkrete Teilnahmemöglichkeiten Engagement in Jugendorganisationen der Parteien Stadtjugendring www.sjr-a.de, z.B. Engagement in Jugendhäusern oder im tip Jugendverbände z.B. unter www.sjr-a.de/Jugendorganisationen/Mitgliedsorganisationen (z.B. als Jugendgruppenleiter/-in, Veranstaltungen mitorganisieren, etc.) Freiwilligenzentrum www.freiwilligen-zentrum-augsburg.de berät und vermittelt Einsätze (Ehrenamtliches Engagement in vielen Bereichen möglich) „change in“ – Schülerfreiwilligenprojekt für die 8.Klassen www.change-in.de (als Mentor/-in, der Jugendliche unterstützt) Bündnis für Augsburg www.buendnis.augsburg.de (Engagement in vielen Projekten möglich) Stadtschülervertretung www.sv-augsburg.info (wird gerade von „SOfA e.V. http://lieblings-sofa.tk/ aufgebaut) für engagierte Schüler Non-Profit Organisationen wie z.B. Amnesty International, Naturschutzbund, WWF, Greenpace (Teilnahme in regionalen Ortsgruppen) Kirchen (Ministrantengruppen, Jugendgruppen, etc.) Weitere Informationen gibt es im: tip-Jugendinformation Augsburg …in der Neuen Stadtbücherei im 2. Stock Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg Tel.: 0821/ 455 22 56 E-Mail: tip@sjr-a.de www.jugendinformation-augsburg.de Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 13 - 17 Uhr


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DANKESCHÖN

DANKE an alle, die an den Umfragen und Aktionen im Rahmen von »MACH’S EINFACH« teilgenommen haben. Ohne euer Engagement und Einsatz hätten wir kein Fundament für die Aktion. DANKE an alle Mitarbeiter des SJR in den Regionen, beim Verbandsservice und bei der tip-Jugendinfo, die an der Planung, Durchführung und Auswertung der Umfragen beteiligt waren. DANKE für die Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“, speziell bei den Mitarbeitern in Augsburg vor Ort sowie beim Augsburger Begleitausschuss. DANKE an das Bildungs- und Schulreferat der Stadt Augsburg für die Unterstützung und Förderung von »MACH’S EINFACH«. DANKE an alle Parteien, Wählergruppen und OB-Kandidaten für die gute Kommunikation während der Projektphase. DANKE an die Mitarbeiter der Presse-Druck- und Verlags-GmbH für die gute Zusammenarbeit. DANKE an unsere Grafikagentur KW Neun, die uns bei solchen Projekten immer sehr ausdauernd und mit viel Leidenschaft für die Sache unterstützt!

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UND DANKE, DANKE an die ehrenamtlichen Mitarbeiter unseres Redaktionsteams, die in den letzten Wochen und Monaten sich mit »MACH’S EINFACH« beschäftigt haben und es einfach gemacht haben: Florian Hofmann (Jugendrotkreuz Augsburg), Jonas Straßer (Ev. Jugend), Jonas Mattejat (Queerbeet), Martin Winter (Junge Presse), Florian Zach (Junge Europäer), Fabian Linder (SOfA), Matti Riedlinger (DGB Jugend), Onur Yildirim (Alevitische Jugend), Johannes Ammon (Junge Presse), Franz Schenck (Ev. Jugend), Heidi Hofstetter (DGB Jugend), Björn Kannler (DGB Jugend).

! DANKE

BT HA IHR AS W T G E W BE


Augsburg - Ort der Vielfalt

Vielfalt und gegenseitige Toleranz sind Grundlagen unseres friedlichen Zusammenlebens. Extremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind dagegen Gefahren für unsere Demokratie. Gerade junge Menschen müssen gegen Einflüsse extremistischer und menschenfeindlicher Ideologien gestärkt werden – besonders in einer Stadt, in der die Vielfalt der Kulturen zum Normalfall geworden ist. Augsburg wurde schon 2007 als eine der ersten Städte mit der Auszeichnung „Ort der Vielfalt“ durch die Bundesregierung gewürdigt. Der Lokale Aktionsplan führt diese Idee fort und ruft dazu auf, sie in die Praxis umzusetzen. Der Aktionsplan fördert Projekte, die ziviles Engagement und demokratisches Verhalten zum Ziel haben. Seit 2011 wurden bereits über 80 Initiativen in Augsburg auf diese Weise unterstützt. Auch »MACH’S EINFACH« zählt dazu. Einzelheiten zum Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ und zum Lokalen Aktionsplan findet ihr unter www.toleranz-augsburg.de.


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Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms »Toleranz Fördern – Kompetenz stärken«

Profile for Stadtjugendring Augsburg

MACH'S EINFACH - DER OB & PARTEIEN CHECK  

Eine Info-Broschüre zur Kommunalwahl Augsburg am 16. März 2014. Mit Fragen an die OB Kandidaten und einer Übersicht der zur Wahl stehenden P...

MACH'S EINFACH - DER OB & PARTEIEN CHECK  

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