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Nachrich ten kritisch, unabhängig und meistens unparteiisch

25. Ja h rga ng Sonn tag , 2 0. M a i 2 018


Inhalt Impressionen des Auftaktes 4 „You look fabulous, darling, fabulous!“ Die Gäng

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Balalaika Baby!

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Körpertuning – Und jetzt?

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Skizze des Prinzips „Katamaran“

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People of colour, Student*innen und der Weg zur inklusiven Sprache “The Motherfucker is lighter is burning!“ Bingo-Auflösung 19 Selbstbestimmung 20 Horoskope

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Doping für Anfänger 22 Umfrage Vielfalt Leserbriefe 24

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Impressionen des Auftaktes Freitag 17:08 Uhr, Hauptbühne. Zwischen Gänseblümchen, Jongleur*innen und Meister*innen des SchnickSchnack-Schnuck, die durch ihr infernales Grölen ihren Sieg verkünden, liegen die OPEN OHR Besucher*innen erster Reihe in der nachmittäglich strahlenden Sonne. Das geschäftige Treiben der noch Aufbauenden, eine Welle erwartungsvoller und immer lächelnder Festivalbesucher*innen oder der Soundcheck der Künstler*innen scheint den Typus „entspannte OHR – Sonnenanbeter*innen“ mehr in Gelassenheit dahinschmelzen als unruhig aufschrecken zulassen. Hauptsächlich sind es Familien mit (Klein) Kindern, die das Grün bevölkern, über Hundeleinen mit pas-

sendem Geschirr für ihre Kinder fachsimpeln und ihre kleinen Löwen mit noch lauteren Freudenrufen über die Wiese jagen, während Geschwisterchen die mitgebrachten Blaubeeren zwischen Grashalme ergießen. Mittlerweile hat sich das anfängliche, vereinzelte Saitenzupfen zu den üblichen Soundchecks am Mikro und zu treibenden Gitarrensoli entwickelt, die entfernt an eine Vision von entfesselten Kindern der 60er erinnern. Beinahe schon idyllisch das Ganze. Ich denke, ich werde es den Übrigen gleich tun, mich auf meine ausgebreitet Jacke legen und mich vom Rauschen der mächtigen Kastanien wegtragen lassen. (CS)

„You look fabulous, darling, fabulous!“ …sagt Gracia Gracioso, die wir mit ihren Freundinnen am Samstagnachmittag auf dem Open Ohr treffen dürfen, nachdem nach kurzer staubedingter Wartezeit ihre Kolleginnen Nicci Mix und Samantha Smirnov zu uns und der bereits anwesenden Chardonnay von Tain stoßen. 4

Nicci Mix stellt sich als das Einhorn unter unseren Dragqueens heraus, die sich unter extremem Zeitdruck auch innerhalb von 45 Minuten zurechtmachen kann. Für die Normalsterblichen dauert die Verwandlung eher drei bis vier Stunden. Samantha Smirnov legt das Augenmerk


gerne auf ihren extravaganten Kopfschmuck, den sie als ausgebildeter Topstylist außerdem nach ihren Vorstellungen selbst herstellen kann. Ein Vorteil dessen sei auch, dass der Fokus nun mehr auf Gesicht und Kostüm läge, als auf den hin und wieder doch mal in den High Heels stolpernden Füßen. Was sich neckt das liebt sich. Anders lässt sich die durch gnadenlosen Schlagabtausch untereinander gekennzeichnete Gesprächskultur der taffen Unterhalterinnen kaum beschreiben. Doch nicht nur die elaborierten künstlichen Wimpern unserer glitzernden Gesellschaft beeindrucken uns; auch die Offenheit und Nahbarkeit, die sie uns entgegenbringen sind für uns alles andere als selbstverständlich. Wie die Sache mit dem Drag anfing, ist genau wie der Stil jeder einzelnen Queen eine sehr individuelle Geschichte. Gracia beispielsweise konnte sich schon in jungem Alter für Omas Klackerschuhe begeistern und auch bei der Vervollständigung des Kostüms war ein weiteres weibliches Familienmitglied involviert. An Fastnacht improvi-

sierte sie erstmals im Kleidchen ihrer Schwester eine Verkleidung und bekam kurz darauf ihre erste Lidschattenpalette von ihrer Mutter geschenkt. Die Familie zieht mit: ihre Oma und ihre Mutter kommen regelmäßig zu ihren Auftritten. Abseits ihrer Bühnenpersönlichkeit als schillernde „Pailletten-Stute ist sie „in zivil“ verheirateter Lehrer. Chardonnay von Tain fand erstmals durch Live Rollenspiele zum Drag. Eine Tagung, an der sie jährlich teilnimmt, führte im letzten Jahr eine Drag Show auf und seither ist sie mit Enthusiasmus dabei. In ihrem Stil inszeniert sie sich im divenhaften Old Hollywood-Charme und empfindet das Schönheitsideal der Sanduhrfigur der 60er-Jahre als überaus ästhetisch. Auch wenn die Mutter ihr eine erstklassige helfende Hand beim Laufenlernen in High Heels war, stellte das Coming-Out eine Herausforderung dar. Auch sie ist im Alltag verheirater Lehrer und wird „in zivil nie als so hübsch gewürdigt wie in Kostüm“. Doch die Schönheit kommt mit einem Preis. Auch wenn das Gefühl als herausgeputzte 5


Dragqueen ein Highlight sei, toppe es trotzdem nicht den Moment, in dem sie wieder frei von Accessoires, High Heels und Make Up die Füße hochlegen könnten. In dieses Aussehen fließt viel Arbeit, Zeit und Pflege. Die Rasur müsse stets makellos sein und dürfe im Gefühl eines glatten Babypopos

in nichts nachstehen, um die perfekte Grundlage für die gut fixierte Schminke darzustellen. Bei mehr als einem Auftritt am Wochenende kann das durchaus strapaziös sein. … wir haben weitergeschnattert. To be continued. (su,lm)

Die Gäng Wenn der Weg zum Drusus mit Kindern gefüllt ist, dann findet auf der Bühne am Drususstein ein ganz besonderes Konzert statt. Erstmals gab es auf dem OPEN OHR Festival ein Konzert 6

speziell für Kinder und große Kinder. Die Gäng ist eine Idee und Projekt einer altbekannten Band, die schon öfter auf dem OPEN OHR Festival zu Gast war, den Ohrbooten. In alter


Ohrbooten-Manier gab es witzige und kreative Texte speziell für Kinder, bei denen aber auch Erwachsene durchaus ins Schmunzeln kommen konnten. Für etwa eine Stunde Konzert reichte das Repertoire, welches auf bisher einer CD erschienen ist. Den Kindern, die den Drusus bevölkerten, machte das Konzert offenbar viel Spaß, denn Sie forderten lautstark eine Zugabe, die ein Lied war, welches schon am Anfang des Konzertes gespielt wurde. Hier noch mal zum Schmunzeln, es war der Frosch, der sich in eine

wunderhübsche „Nacktschnecke“ verliebt hat ;-). Auch wenn die Texte eher schlicht und bei den meisten Liedern wirklich hauptsächlich die Kinder angesprochen haben, war es ein insgesamt sehr schönes Konzert am Drususstein, bei bestem Wetter und bester Laune. Danke an die Projektgruppe, die auf die Idee kam, ein Konzert für Kinder anzubieten. Ich hoffe, dass sich dieses Format in den nächsten Jahren durchsetzt, denn Kinder gibt es auf diesem jugendpolitischen Festival wirklich genug. (lw)

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Balalaika Baby! Einblicke. Wer früh morgens unter den Bäumen der Zitadelle spazieren geht, hört und entdeckt Vieles. Mal Unscheinbares, Leises, mal ein wenig Schräges oder Originelles. Zu Letzterem gehören sicher auch jene Klänge, die aus den Lautsprechern der kompakten Zeltläden tönen. Innerhalb der historischen Festungsmauern bilden die Zeltbahnen den Raum für einen erlebnisreichen Warenhandel. Neben selbstgenähten Lederbändern ergänzen exotisch klingende Lieder die Palette selbstgemachter Kreationen. Aktuell zählt hierzu die Platte Balalaika Baby, deren psychedelische Klänge sich nahtlos in das ZauberwaldAmbiente einfügen. Die bunte Pilzbeflaggung umrahmt auf wenigen Quadratmetern Stell- und Wandfläche eine unglaubliche Menge an Utensilien, durch die sich die Festivalbesucher*innen euphorisch durchwühlen. Rückblicke. Der Shop, der heute Silbermine heißt, war früher eine Immobilie und im Süden Deutschlands ansässig. Das Gebäude musste dort einem großen Einkaufscenter weichen. 8

Ein wenig Improvisationstalent und die Neigung die Welt zu bereisen machten den Inhaber zum fahrenden Händler. Von Mietpreisen unabhängig bereitet Ihm gegenwärtig nur das Wetter Grund zur Sorge. Aber auch das das limitierte Budget der OPEN OHR-Besucher*innen dämpft die Freude dann doch ein wenig. Ein Problem, das aber (theoretisch) schnell lösbar ist: Allen Gästen ein Begrüßungsgeld von 500€ aushändigen, und die Kaufkraft wird explosionsartig angekurbelt! Ausblicke. Was nicht selbst gemacht ist, muss selbst eingekauft werden. Dafür fliegt oder fährt man beispielsweise nach Indien. Berichte eines Reisenden, die es zu der reichlich verzierten Verkaufsware als Zugabe gibt. Denn Kommunikation ist für Fahrende überhaupt wertvoll. Die Unterschiedlichen Orte mit unterschiedlichen Menschen erzählen immer andere Geschichten. In dieser Saison werden es noch mindestens acht Veranstaltungen sein, die bereist werden sollen. Eindrücke. Neben den Ver-


kaufsständen beginnen die Künstler*innen mit ihrem Programm. Am Nachmittag ziehen in der Zitadelle die OPEN OHR-Besucher*innen in alle Richtungen. Die ersten LiveActs werden bereits kontrovers diskutiert. Erste Symptome von Überhitzung machen sich bemerkbar. Der urbanen Kulisse rund um den Haupteingang entziehen sich immer mehr Gäste und pilgern zur Hauptbühne. Wer seinen Gedanken Ausdruck verleihen möchte, besucht den Zeitungsstand der OPEN OHR Nachrichten. Die bemalten weißen Laken am Stand sorgen in der Dämmerung für farbenfrohes Licht. Es ist Samstagabend; Festivalhalbzeit. (fl)

Körpertuning – Und jetzt? Neu ist die Erkenntnis, dass Technik unser Verhalten und unsere Lebenswelt prägt, keinesfalls. Welche Folgen und Implikationen die stete Ausweitung des technischen Einzugsbereichs - bis hin zum „Körpertuning“, bei dem Technik explizit unser „Menschsein“ berührt – für unsere Gesellschaft und die

Autonomie des*der Einzelnen haben, diskutierten gestern die Teilnehmer*innen des Eröffnungspodiums „Der getunte Körper“ am Drususstein. Durch die angenehm kühle Vormittagssonne zwitschern Vögel, die großen Bäume, die die Wiese am Drususstein säumen, spenden großzügig

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Schatten und Menschengruppen füllen nach und nach den Platz auf dem Rasen. Auf der Bühne haben sich bereits die vier Diskussionspartner*innen versammelt. Während Moderator Dr. Merlin Wolf das Thema umreißt und die Teilnehmer*innen vorstellt, können wir seine Worte auf einem Bildschirm mitlesen, der vorne an der Bühne angebracht ist und den Text beinahe in Echtzeit anzeigt – auch Gehörlose können die Diskussion so mitverfolgen. Es ergreift schließlich Prof. Dr. Katja Kanzler das Wort, Professorin für nordamerikanische Literatur, die uns vom utopischen Potential erzählt, das die Beschäftigung mit technischen Entwicklungsmöglichkeiten besitze. An utopischen ScienceFiction-Romanen zeige sich die Hoffnung, das „gute Leben“ durch technischen Fortschritt verwirklichen zu können. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts habe allerdings die Dystopie in der Populärliteratur überhandgenommen, ein Gesellschaftsmodell, in dem technologischer Fortschritt die Menschheit zum Schlechten, zum Totalitären, zum Faschistischen führt. 10

Das von Kanzler aufgerissene Spannungsfeld zwischen Chance und Gefahr von technischem Fortschritt wird sich als zugrunde liegendes Muster auch durch den weiteren Argumentationsgang aller Teilnehmer*innen ziehen. Es gilt ihnen dabei, die spezielle Gefahr oder die jeweilige Chance zu benennen und aufzuzeigen, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen. Da ist zum Beispiel Enno Park, ganz links auf der Bühne, der sich selbst als Cyborg begreift – wenn auch hintergründig bleibt, welche Bedeutung er diesem Begriff beimisst, bezweifelt er doch die fundamentale, kategorische Unterscheidung zwischen Cyborg und Mensch. Vielmehr sei Technologisierung ein Prozess, der sich schon immer durch menschliche Gesellschaften ziehe. Erweiterung menschlicher Fähigkeiten durch steinzeitliche Werkzeuge, Auslagerung von Fertigkeiten auf Maschinen während der Industrialisierung, seien dies nicht bereits Stufen jener Entwicklung gewesen, die angesichts heutiger Maßstäbe eine revolutionär anmutende Bedeutung gewinnen? Die Identifikation


eines „untechnischen“ Menschen, sozusagen eines von der Technologisierung unberührten Zustandes, sei demnach gar nicht möglich. Park selbst lächelt über seine Spezial-Cyborg-Fähigkeit: Dank eines im Finger implantierten Chips kann er seinen Computer per Handbewegung entsperren. Den Eingriff vergleicht er mit dem Stechen von Ohrlöchern; wie diese rein ästhetischem Interesse dienen würden, seien reine Neugier und Interesse die persönlichen Beweggründe für den Eingriff gewesen. Viel spannender ist da doch das Hörimplantat, das dem ehemals gehörlosen Park das Hören ermöglicht. Als selbstbezeichneter Cyborg macht Park klar: Wenn es Cyborgs gibt, dann sind sie keine Fantasie aus ferner Zukunft, sondern sie leben hier und jetzt unter uns und um eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Entgrenzung des menschlichen Körpers kommt man nicht umhin. Der dritte Teilnehmer kann seine Befürchtungen um Gefahr, die dem technischen Fortschritt entspringt, präzisieren: Den Philosophieprofessor Dr. Thomas

Metzinger sorgt ein drohender Autonomieverlust. Wenn durch technische Entwicklungen die Möglichkeit besteht, seine Leistungsfähigkeit zu steigern, könnte es für Arbeitgeber*innen attraktiv werden, sich dies zunutze zu machen. Zuerst vielleicht als Spezialisierungsmaßnahme gedacht, etwa für Chirurgen oder Hubschrauber fliegende Militärs, könne der Einsatz von leistungssteigernden Mitteln leicht zu einer Erwartungshaltung innerhalb des Arbeitsmarktes führen. Wessen Arbeitskraft mangels technischer Eingriffe weniger wert ist als die seiner „verbesserten“ Mitmenschen, könne dann auf dem Arbeitsmarkt schnell eine Benachteiligung erfahren. Es müsse gelten, dass der Zugang aller zu Arbeit und Gesellschaft gesichert bleibt, um so die Autonomie, das Maß an Selbstbestimmtheit und Handlungsfreiheit, zu wahren. Der Philosoph stellt fest, dass die technische Frage zurück an die Ursprünge der westlichen Philosophie führt, zur Frage nämlich, was das gute Leben auszeichnet. Eine Antwort hat Metzinger nicht, er stellt jedoch fest, dass 11


die Wahrung der Autonomie wichtige Bedingung innerhalb der Gesellschaft sein müsse, da diese es ermögliche, dass sich jeder selbst mit Thema auseinandersetzt. Die Diskussion, die die vier, PD Dr. Joachim Boldt, stellvertretender Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Freiburg, als vierter im Bunde, im Laufe der 90 Minuten führten, gegen Ende von Zuschauer*innenfragen ergänzt, wurde vom generellen Konsens beherrscht, dass technologische Entwicklungen ein Risiko bergen, insbesondere das der Fremdbestimmung, gegen das anzukommen wäre. Als Eröffnungspodium schnitt die Diskussion viele einzelne Themen an und nicht immer war die Zeit

und die Gelegenheit da, sie im Einzelnen zu vertiefen. Dennoch bot das Gespräch einen interessanten Einblick in das diesjährige OPEN OHR-Thema und die damit verbundenen Problematiken und Spannungsfelder. Zu Ende bot Moderator Dr. Merlin Wolf die Gelegenheit zu einem Abschlussstatement seitens der Diskussionsteilnehmer*innen, einschließend möglicher Handlungsmöglichkeiten erstens der Einzelnen und zweitens der Gesellschaft, speziell der Politik. Worin sich alle einig waren: Ob Enhancement oder nicht, ob „verbessert“, „durchschnittlich“ oder „beeinträchtigt“ – ein Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft hat jeder. (op)

Skizze des Prinzips „Katamaran“ „Katamaran“. Auf den ersten Blick ein Fremdwort, ist es uns eigentlich mehr als vertraut und sogar gelebte Wirklichkeit. Was das Theaterkollektiv RaumZeit am Samstag in der Geborgenheit des Großen Zeltes mit „Prinzip Katamaran und andere 12

Identitäten“ anschaulich macht, erklärt vereinfacht den Gedankenstrom der breiten Masse. In der Rolle Toni* Silbersteins entlarvt Nic* Reitzenstein im Licht der Scheinwerfer das (binäre) System, in das unsere Welt eingeteilt ist; in Katamaranien


wird alles Erfassbare in kontrastierende Kategorien eingeteilt: Mädchen oder Junge, stark oder schwach, oben oder unten, links oder rechts. In Katamaranien gibt es nur Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Unser Verstand hat gelernt, alles Wahrnehmbare in ihm bekannte Kategorien einzuteilen. Von Kindesbeinen an denken wir tatsächlich in den sprichwörtlichen Schubladen und das hilft uns bei der immerwährenden Sinnsuche, denn wo etwas ist, soll es ja nicht ohne Grund sein. Identifizieren, zuordnen, interpretieren und beruhigt ablegen können – endlich hat die Welt wieder Sinn und der verträgt Störsignale überhaupt nicht. Wir streben immer nur nach dem trügerisch schönen Gefühl der Bestätigung, während uns dabei entgeht, dass wir uns auf diese Weise keinen Zentimeter weiter entwickeln und verstockte Gedankengänge zu Normen für die Welt um uns herum machen. Aber „wo sind denn zwischen all den Sonnenauf- und -untergängen die Dämmerungszustände?“, wirft Nic* Reitzenstein in den Raum. Im System ist kein Platz für

„Querschläger“. Lassen sie sich nicht einordnen, begegnet man ihnen mit Ignoranz, Ausgrenzung, Aggression und sogar Gewalt. Das Unbekannte, nicht Einzuordnende wird zur Bedrohung für eine Denkweise, die – wenn man sie genauer betrachtet oder sogar hinterfragt – entfremdende Gegensätze, klaffende Lücken und Isolation stiftet und völlig unzureichend ist, um auch nur das Licht eines Tages oder gar einer einzigen Stunde einzufangen – ganz zu schweigen vom komplexen Wesen Mensch. Und doch hört Toni* Silberstein stellvertretend für so viele jeden Tag Sätze wie „Du siehst gar nicht aus wie ein richtiges Mädchen“ mit auf den Fuß folgenden „Ratschlägen“ wie „Zieh doch mal ein Kleid an“ oder „Sei mal sexy“. Sie* begegnet Beleidigungen, Gewalt, Ablehnung in Kindheit, Jugend und Partnerschaften, weil ihr Gegenüber sie nicht einordnen kann. Warum? Weil sich jeder ein bisschen bewegen müsste, die Augen öffnen müsste? Weil die Gesellschaft Angst davor hat, ein System einstürzen zu sehen, das keinen Freiraum für die vie- 13


len fantastischen „Außerdems“ lässt? Menschen also anhand von Erscheinungen kategorisiert anstatt ihre schillernden Persönlichkeiten zu feiern? Die eigentliche Frage ist aber, wieso wir unbedingt wissen müssen, was wir wovon oder jemanden zu halten haben. Was fürchten wir, könnte passieren, wenn wir uns einander öffnen? Wenn die Reise die Metapher für das Leben ist, dann möchte ich nicht in den immer gleichen Bussen dahinfahren, in den immer gleichen Zimmern schlafen, den immer gleichen 14

müden, alten Disput austragen. Ich will mich auf den Weg ins Unbekannte machen, mich selbst und die Möglichkeiten einer vielschichtigen Welt und ihrer Wunder und Feinheiten um mich herum entdecken. Ich will alle Nuancen einer Dämmerung sehen, nicht nur Sonnenauf- und –untergang. Ich will die Vielfalt um mich herum ihretwillen zu schätzen wissen. Mit den Worten Toni* Silbersteins: „Es gibt immer noch ein Außerdem, Außerdem, Außerdem.“ Kurz: Liebt einander! (cs)


People of colour, Student*innen und der Weg zur inklusiven Sprache Am Samstag ging es auf der Mauer heiß her: Muriel Aichberger, Unternehmenscoach und Wissenschaftler in der nichtbinären Geschlechterforschung, hat auf seiner Deutschlandtour einen Stopp auf dem Open Ohr eingelegt. Sein Thema war sprachliche Diskriminierung im Alltag auf den sechs Hauptebenen Religion, Geschlecht, Herkunft/Kultur, Sexualität, abilities/disabilities und Alter. Aichberger erzählt von diversen Erfahrungen im Unternehmenscoaching und der Intersektionalität und Multidimensionalität der Diskriminierung, dass man z.B. als person of colour mit Trisomie 21 und bisexueller Orientierung meist in mehreren Merkmalen und mehreren Sphären diskriminiert werden kann. Das kann durch Familie, Medien, Unternehmen oder (religiöse) Institutionen geschehen. Da Sprache eine kollektive Übereinkunft ist, haben sich viele Begriffe wie Farbiger mit der Zeit gewandelt – sie werden durch politisch korrektere Begriffe ersetzt. Wir neigen automatisch zu Grundannahmen, wie folgendes Beispiel zeigt:

Zwei Homosexuelle sitzen im Flugzeug. Sagt die eine zur anderen: „Ja, klappt.“ Und sie landeten die Maschine. Woran haben Sie zuerst gedacht? Richtig, an homosexuelle Männer. Und dass die Frauen Passagiere sind. Wir alle haben diese Funktion, unsere Welt einzuteilen, die sich evolutionär als sinnvoll erwiesen hat, um Situationen, wie eine Konfrontation mit einem Raubtier, einzuschätzen. Ein Löwe hat einen Menschen gefressen, also würde dieser Löwe mich mit großer Wahrscheinlichkeit auch fressen. In der heutigen Welt gehen diese „Schubladen“ auch immer mehr auf Menschen über und wenn wir diese sprachlich äußern, üben wir oft verbale Gewalt an unserem Gegenüber aus. So zum Beispiel an einer Person nicht-binären Geschlechts, indem man ihre Identität missachtet. Doch die Diskussion trägt Früchte in bestimmten inklusiven Zeichen, bekannt sind zum Beispiel Gender-Gap, wie in Student_innen. Auch der Gender-Asterisk * ist zu einem wichtigen Symbol geworden, 15


ursprünglich aus der Programmiersprache, steht er für eine unendliche Vielfalt oder nichts. So kann sich jeder auf dem Genderspektrum einbegriffen fühlen und der Asterisk steht auch dafür im Gespräch, in den Duden aufgenommen zu werden. In der Diskussionsrunde wurde klar, dass Menschen typische Beleidigungen auch nichtbeleidigend verwenden, obwohl sie im allgemeinen Sprachgebrauch als beleidigend angesehen würden. Außerdem sind die Ängste vor der praktischen Umsetzung von Genderbezeichnungen und anderen politisch korrekten Formulierungen unbegründet: Eine Studie von 2017, die anhand von gegenderten und nicht-gegenderten Beipackzetteln durchgeführt wurde,

belegt, dass die Bezeichnungen mit Asterisk zum Beispiel nicht schwerer zu lesen sind. Die Probanden konnten sich die gleiche Menge an Information behalten, wie wenn der männliche Standard (Patienten) verwendet wurde. Die Sprache im Rap und bei Jugendlichen war ein großes Thema, Aichberger empfahl, in der Konfrontation mit Schimpfworten an die Empathie zu appellieren, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie sie sich als Ziel des Schimpfworts fühlen würden. Zum Abschluss noch die Worte von Heidrun Pelz und Muriel Aichberger: Sprache verändert Wirklichkeit handelnd und unsere Entscheidung, an uns zu arbeiten, ist das Wichtige. (nj)

“The Motherfucker is lighter is burning!“ Am Freitagabend präsentierte das holländische Rock ‘n‘ Roll – Trio DeWolff (Pablo, Luca und Robin) sein bereits siebtes Studioalbum Thrust. Wir haben die Jungs nach ihrem Auftritt zu ihren musikalischen Wurzeln, dem Festivalflair und einem brennenden Scheinwerfer für 16

ein kleines Interview in einem Wohnwagen getroffen. OPEN OHR Nachrichten: Hey guys! First of all, we would like to give you a compliment for the concert. Only the three of you on stage showed a very strong musicial performance. You rocked!


DeWolff: Thank you! At first we were struggling with the crowd, but after the second song everybody started to dance. And then we knew: ‘‘Wow, this is gonna be a great night, insane!“ OON: You told us on stage that you had some time to walk around on the festival and get to know the atmosphere. Did you enjoy it? DeWolff: Yes, everybody was just chilling out. We even put some quiet songs in the set, because we thought everybody just to relax. The songs went down and then something changed. OON: Did the technical problems affect your show? DeWolff: Two bad luck times in one show. The sound went off, only the drums were left. And two songs later, the lighter catched fire. The audience made it all happen. We should have taken a picture of the burning lighter, that was crazy. We started to sing “The motherfucking lighter is burning!‘‘ At first, the audience didn’t get it, but after

the second time everybody was singing it with us and realized what we were talking about. OON: Are you on tour right now? DeWolff: Yes, we are! We just released our new album one week ago. We are actually on our Dutch Tour right now, so we are touring back home. In summer we are playing on some festivals and in November we come back for a big tour in Germany. We had around 100 shows this year and quite a lot in Germany and we’re still learning a lot about this country everytime we visit it. OON: Let’s talk about the past. What kind of music inspired you in your childhood or youth? DeWolff (Pablo; lead-singer, guitar): I wanted to play guitar because of Metallica. We listened to Alternative Rock from the 80’s, stuff like Pearl Jam. And then we discovered Jimmi Hendrix, Cream, Deep Purple. Later we discovered southern rock like Little Feed, Lionel Russel and also some new stuff, like The Black Keys, The Dead Weather, 17


Alabama Shakes, Jonathan Wilson. Weitere Konzerte der Band: Hamburg (31 Mai 2018), KĂśln (6. November 2018),Darmstadt (11.

November 2018), Stuttgart (13. November 2018), MĂźnchen (15. November), Dresden (23. November 2018) (yw, rh)

Die OON mit den Jungs im Wohnwagen!

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Bingo-Auflösung Einen wunderschönen OPEN OHR-Sonntag wünschen wir euch! Wir hoffen, ihr hattet viel Spaß mit unserem Bingo. Hier ein paar Impressionen… Bedanke dich bei OPEN OHRHelfer*innen:

Gestehe einer fremden Person deine Liebe:

Schlage Purzelbäume über den Platz: Zeigt uns euren ultimativen, individuellen OO-Festivalgruß:

(su, lm, ad)

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Selbstbestimmung Wieder sitze ich hier, machtlos. Sie schieben mich hierhin, sie schieben mich dorthin. Tun so, als wüssten sie, was gut für mich ist, dabei wollen sie mich lediglich aus dem Weg haben. Am liebsten gar nicht mitbekommen, dass ich noch existiere. Probleme wegignorieren anstatt sich ihnen zu stellen und ich sitze hier ohnmächtig mich zu wehren und eigene Entscheidungen zu treffen. Sie stopfen mich mit Nahrung voll, ohne sich dafür zu interessieren, was ich möchte. Andere, fremde Menschen heucheln Mitleid und profilieren sich mit angeblichen Heldentaten wie mich über eine Straße zu schieben, die ich eigentlich gar nicht hatte überqueren wollen. So sitze ich mal hier, mal dort und in mir sammeln sich Zorn und Frust, die ich nicht abbauen kann, weil ich weder sprechen noch mich frei bewegen kann. Könnte ich sprechen, würde ich sie fragen wollen: „Wieso? Wieso könnt ihr mich nicht akzeptieren wie ich bin? Wieso grenzt ihr mich aus anstatt mich miteinzubeziehen? Wieso denken alle, sie wüssten, 20

was das Beste für mich ist? Wieso könnt ihr mich nicht einfach mal in Ruhe lassen? Wieso starrt ihr mich immer wieder an, als wäre ich ein Monster?“ Könnte ich mich alleine bewegen, würde ich abhauen, fliehen aus diesem eintönigen, unselbstständigen Leben. Ferne Länder sehen, andere Kulturen kennenlernen. Doch diese Chance erhalte ich wahrscheinlich nie, muss auf ewig schweigsam sein. Kann mich nicht wehren. Kann nicht entscheiden, was ich anziehe. Kann nicht entscheiden, was ich esse. Kann nicht entscheiden, wann und wo ich schlafe. Alles, was für sie selbstverständlich ist, bleibt mir verwehrt. Ich bin ihnen so egal, dass sie es nicht mal bemerken, was sie mir damit antun. Manchmal breitet sich eine Leere in mir aus, die den Schmerz verdrängt, aber dennoch nicht angenehmer ist. Sie betäubt lediglich, macht mich gleichgültig und ich bin dazu verdammt, alles allein auszusitzen. Muss mit ihnen zusammen auf meinen Tod warten. (bd)


Horoskope Wassermann (21.01-19.02.): Manchmal ist es besser, getrennte Wege zu gehen. Die Harmonie in Ihrer Partnerschaft beginnt zu bröckeln. Fisch (20.02-20.03.): Haben Sie nicht nur Augen für sich. Schenken Sie lieber Ihre*m (zukünftigen) Partner*in etwas mehr Aufmerksamkeit. Widder (21.03-20.04.): Machen Sie sich keinen Stress bei Partnerschaften. Die perfekte Person wird noch kommen, wer weiß, vielleicht begegnen Sie schon bald dem*der Richtigen. Stier (21.04-20.05.): Verwirklichen Sie ihre Träume. Haben Sie keine Hemmungen und Ängste, Neues auszuprobieren. Zwilling (21.05-21.06.): Werden Sie produktiver und hören sie auf, die Dinge vor sich her zu schieben. Es gibt viel zu tun, also verlieren sie keine kostbare Zeit. Krebs (22.06-22.07.): Kommen Sie mehr zur Ruhe und schalten Sie ruhig zwischendurch mal ab. Vielleicht sollten Sie mal Yoga ausprobieren;)!

Löwe (23.07-23.08.): Fahren Sie einen Gang zurück! Lassen Sie die Dinge langsamer angehen und überstürzen Sie nichts. Manchmal ist weniger mehr! Jungfrau (24.08-23.09.): Es gibt heute viele Möglichkeiten, Neues zu wagen, also nutzen Sie ihre Chancen. Waage (24.09-23.10.): Ihr Ehrgeiz ist eine sehr starke Eigenschaft, allerdings sollten Sie nicht allzu streng mit sich sein, wenn mal etwas schiefläuft. Skorpion (24.10-21.11.): Sie sind in letzter Zeit sehr in sich gekehrt. Es ist nichts Schlimmes, mal nicht in der Stimmung zu sein, auf Menschen zuzugehen. Schütze (23.11-21.12.): Seien Sie stark und bewältigen Sie auch krisenhafte Situationen. Life goes on! Steinbock (22.12-20.01.): Genießen Sie die Zeit ist Familie und Freund*innen, solange Sie noch können. Man weiß nie, was in der Zukunft passieren wird. (sr, ef) 21


Doping für Anfänger Kaum drei Tage nachdem die olympischen Winterspiele 2018 im Februar mit einem farbenfrohen Abschlussfeuerwerk geschlossen wurden, sorgt eine Verkündung des IOC für neuen Zündstoff: Was da auf der einen Seite für gehobene Gemüter sorgt und auf der anderen einen Aufschrei provoziert, ist die Aufhebung der Suspendierung Russlands. Trotz zweier neuerlicher Dopingfälle in Pyeongchang muss das Team einer der größten Sportnationen nicht mehr auf die Nationalhymne verzichten. Die Nachricht ging um die Welt. Doch im Abseits der Medien ist Doping mittlerweile in der Gesellschaft angekommen. Im Zeitalter von Social Media ist der Optimierungswahn nicht mehr nur Sache von internationalen Spitzensportler*innen. Wenn der Vergleich so leicht fällt (mit Instagram gibt es ein eigenes Modul für Selbstdarstellung) ist schnell mal der Ehrgeiz geweckt und der eigene Körper soll zum Statussymbol erhoben werden. Nicht überraschend sind Fitnessstudios ein boomendes Business: In den letzten zwölf Jahren hat sich die Zahl 22

der Mitglieder von Fitnessstudios in Deutschland laut Statista mehr als verdoppelt. Jeder zehnte Deutsche geht „pumpen“. Doch egal wie oft, wie hart, wie ausgiebig für das perfekte Ergebnis gearbeitet wird, das kritische Auge findet bei der Selbstbetrachtung und dem Abgleich mit dem Idol aus dem Netz einen Fehler. Das wirft die Frage auf: „Geht da mehr?“. Es wird nach erfolgsversprechenden neuen Wegen gesucht. So entwickelt sich für so manche „findige“ Muckibudenbetreiber*innen ein lukratives Nebengeschäft mit mehr oder minder legalen Präparaten zur Leistungssteigerung. Auch das Internetangebot lässt nicht zu wünschen übrig: Zu den Schlagwörtern „legale Steroide“ findet Google 70.200 Treffer in 0,41 Sekunden. Davor, dass aus dem Kampf für den Körper ein Kampf gegen den Körper hervorgeht, warnt das deutsche Ärzteblatt auf seiner Internetseite. Die zur Gruppe der APED (appearance and performance enhancing drugs) gehörenden anabolen androgenen Steroide hätten zahlreiche Organsysteme betreffende


Nebenwirkungen: Neben weitreichenden Herz-Kreislaufbeschwerden, u. a. Thrombose, würden vor allem auch Erektionsstörungen junge Männer zu ihrem Arzt führen. Gerade die stehen sinnbildlich für die andere Seite der Medaille: Um das Bild des Männlichen immer besser zu erfüllen, bedienen sich Freizeitsportler

Mitteln, die ihre Männlichkeit hinter den Fassaden angreift. So verliert der menschliche Körper sein ursprüngliches Gewicht als Zweck in sich selbst, sondern wird zum vergleichbaren Metawert zur Leistungsmessung an einem Ideal. Was nicht mithalten kann, hat keinen Wert. (jnr)

Umfrage Vielfalt Eine kleine Meenzer Tradition namens OPEN OHR. Wobei die Bezeichnung ,klein‘ nicht ganz zutrifft, denn klein ist die Menschenmenge, die seit 1975 auf die Zitadelle kommt, nicht wirklich. Dieses Jahr wurden rund 5600 Dauerkarten verkauft, die tatsächliche Anzahl an Festivalbesucher*innen ist also noch nach oben hin offen. Nach 44 Jahren hat sich das Kultfestival in Mainz bei den verschiedensten Menschen beliebt gemacht und steht somit für Diversität und Alternative. Kleine Kinder zeigen stolz ihr Bändchen, bei Alteingesessenen braucht es dann doch etwas länger diese zu zählen. Die Leute treffen sich hier;

jährlich oder spontan, um gemeinsam zu diskutieren, erleben und zu feiern. Aus der Masse, die zu Pfingsten auf der Zitadelle und dem Zeltplatz zusammen kommt, filtert sich neben den Neulingen auch das Urgestein heraus – die, die die Gründer sogar persönlich kennen. 35 ,,Open-Ohrler*innen“ wurden befragt. Einer der eben erwähnten älteren Steine zählt das 39. Festivaljahr, gefolgt von zwei, die das 35. Mal herkommen. Zehn der Befragten sind seit 10 bis 20 Jahren auf dem Ohr, zweiundzwanzig Festivalbesucher kommen erst seit 5 Jahren her. Davon ist für vier dieses Jahr 23


auch das erste Jahr. Deutlich wird eine bunte Mischung von Open Ohr-Erfahrungen und Altersunterschieden. Dass aber alle gut miteinander auskommen, suggeriert die entspannte Atmosphäre. Jeder unterhält sich oder tanzt mit jedem, wenn er will. Schon durch eine weitere kleine Umfrage wird schnell deutlich, wie weit die alternative Strömung aus Mainz, deutschlandweit reicht. Klar, die meisten jungen Leute kommen aus Mainz und Umgebung, wie Wiesbaden etc. und verbringen mit Freund*innen ein vor allem stressfreies Wochenende. Aber eben auch aus Aschaffenburg,

Münster, Heidelberg, Duisburg, Gießen, Nürnberg, Münster, Mannheim und Köln kommen treue Besucher zum Ohr. Selbst ein*e Hamburger*in befindet sich unter den Feierenden, einfach ,,weil es so Spaß macht und die Stimmung irgendwie einzigartig ist“. Unter dem Strich sind die Meisten begeistert. Manche wollen sich vielleicht noch nicht ganz festlegen, erster Eindruck und so. Aber dass das OPEN OHR Menschen anzieht und verbindet und vor allem ein individuelles Festival ist, macht es so beliebt. (mw)

Leserbriefe Mitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen: DFG- VK ohne Infostand beim OPEN OHR Festival, aber Infomaterial an anderen Ständen erhältlich Zum ersten Mal seit über 40 Jahren sind wir, die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG- VK), zu unserem aller24

größten Bedauern nicht mit einem Informationsstand beim OPEN OHR Festival vertreten. Informationsmaterial von uns ist aber trotzdem beim Festival erhältlich. So wie wir in vergangenen Jahren anderen Gruppen, die keinen Stand erhalten hatten, Asyl gewährt haben, liegen Publikationen von uns auf den Infoständen anderer Gruppen aus: Auf den Ständen von atom-


waffenfrei.jetzt, attac und den Rosa Lüsten, bei denen wir uns dafür herzlich bedanken. Dort gibt es unter anderem Nr. 62 des Friedlichts, des Informationsblatts der DFG- VK Mainz,

das das OPEN OHR Festival seit 1981 begleitet. Wir sind auch auf dem Festivalgelände präsent und ansprechbar. www.dfg-vk-mainz.de

ZU VERKAUFEN Zwei Tickets für Roger Waters Pink Floyd’s Us+Them am 2. Juni 2018 um 20 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena Berlin. Preis zusammen: 240 €. Reihe 12 Platz 1 und 2. Verkäufer ist auf den OPEN OHR unter der Handynummer 015122182220 erreichbar.

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unsere UnterstĂźtzer Wir sagen Danke!

Jugendamt der Stadt Mainz

Pfarrer-LandvogtHilfe e.V. 26


Impressum Die Open Ohr Nachrichten sind ein Projekt des Stadtjugendring Mainz e.V., bei dem Mainzer Jugendliche auf dem Festivalgelände täglich eine Zeitung erstellen. Diese Zeitung muss nicht unbedingt die Meinung des Stadtjugendrings, des Veranstalters, oder der Projektgruppe widerspiegeln. Wir freuen uns über Kritik, Anregungen oder Textbeiträge. Die Redaktion behält sich vor, Textbeiträge zu kürzen. Redaktion: Charlotte Seibert (cs), Susi Roch (su), Nina Jakob (nj), Linda Weißenrieder (lm), Yannik Wilfinger (yw), Berit Detlefs (bd), Hanna Richter (hr), Phillipp Baumann (pb), Sabrina Roth (sr), Emilie Fiedler (ef), Jan-Niklas Rabe (jnr), Fabian Pitzer (fp), Oskar Pries (op), Fabian Liesegang (fl), Ruth Hainson (rh), Martha Weiss (mw)

Leitung des Jugendprojekts „Open Ohr Nachrichten“ und ViSdP: Andreas Eismann (eis, SJR Mainz e.V.); Katharina Kökler (kk, SJR Mainz e.V.), Lukas Winterholler (lw, SJR Mainz e.V.), Raoul Taschinski (rt, SJR Mainz e.V.), Andra Deiß (ad, SJR Mainz e.V.)

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Verleih von Gehörschutz 5€ abgezogen.

Ob groß, ob klein – ein Hörschutz muss sein. Bei Ausleihe erheben wir 20€ Pfand pro Kopfhörer, davon werden bei Rückgabe (egal wann)

Den Restbetrag erhaltet ihr bei der Rückgabe. Wer die Kopfhörer behalten möchte, kann dies gerne auch tun (das Pfand wird in diesem Fall als Kaufpreis vollständig einbehalten). Ausleihen (und auch zurückgeben) kann man die Kopfhörer: Freitagabend 19 – 21 Uhr, Samstag/ Sonntag 12 – 18 Uhr; Montag 10-11 Uhr (immer am Stand der Open Ohr Nachrichten). Die Rückgabe (insb. montags) ist auch außerhalb der genannten Zeiten nach Anruf unter einer der folgenden Rufnummern möglich: Telefonnummern: 01577 - 40 77 565 oder 0176 - 323 792 48

der legendäre Openohr- Kaffeepott

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Eine bessere Tasse zum morgendlichen Kaffeetrinken gibt es nicht (andere Getränke ebenfalls nicht ausgeschlossen) Mach dich gleich auf die Suche nach mir, ich bin am Stand der OpenOhr Nachrichten zu finden. Ab einer Spende von 3€. Fr. von 19 bis 21 Uhr und Sa. & So. von 12 bis 18 Uhr.

Open Ohr Nachrichten - Sonntag 2018  
Open Ohr Nachrichten - Sonntag 2018  
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