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SwissICT Magazin

Mai 2009

Nr. 05 | MAI 2009 | Fr. 8.50

DA S I T- M AG A Z I N F Ü R D I E S C H W E I Z

Mobile Computing Mobilität und Sicherheit

Marktübersicht mobile Datentarife Achtung bei SAP Mobile Computing Rechtliche Stolpersteine Mobile Geräte-Erkennung

NEWS xxx NEWS Bericht von der Cloudforce London TEST xxx VERGLEICHSTEST Touch-Smartphones auf dem Prüfstand MARKTÜBERSICHT xxx MARKTÜBERSICHT Neun ultraleichte Notebooks BEWÄHRTE METHODE xxx CIO-INTERVIEW PRAXIS Fünf Schritte zur richtigen BI-Lösung FALLSTUDIE xxx Franz Mannsberger, Name, Rivella Firma


« Das Team von cablecom business ist unkompliziert und unbürokratisch. Der Account Manager hat unsere Bedürfnisse sofort verstanden und massgeschneiderte Lösungen vorgeschlagen. Man fühlt sich als Kunde ernst genommen.

»

Jürg Thomas Weiss Director IT Infrastructure Jet Aviation Management AG

Jet Aviation wurde 1967 in der Schweiz gegründet und ist heute eines der führenden Dienstleistungsunternehmen in der Geschäftsluftfahrt. Die Gruppe beschäftigt 5600 Mitarbeitende an 25 Flughafen-Standorten in Europa, im Mittleren Osten, in Asien sowie in Nord- und Südamerika. In der Schweiz ist das Unternehmen in Zürich, Basel und Genf vertreten. Zurzeit betreibt Jet Aviation eine Flotte von gegen 200 Flugzeugen. Die Gruppe wurde im November 2008 vom US-Unternehmen General Dynamics übernommen. Cablecom business versorgt die Schweizer Standorte seit 2003 mit breitbandigen Datendiensten.

Cablecom business. The speed you need.

www.cablecom.biz


Editorial

Stellenabbau bei UBS

Wie sich jetzt wohl Peter Sany bei der UBS fühlt

E

rst vor gut drei Wochen, genau am 1. April, hat Peter Sany, der ehemalige Chief Information Officer (CIO) der Deutschen Telekom, seine neue Stellung bei der in Schieflage geratenen Grossbank UBS angetreten. Letzte Woche bereits kündigte der neue UBS-Boss Oswald Grübel an der Generalversammlung an, dass er, zur Überraschung der meisten Beobachter, die Axt ansetzen und mit dem grossen Besen auskehren wird. Klar, ein Informatik-Chef hat heutzutage in jedem Betrieb mit Kostendruck umzugehen. Allerorten wird gefordert, mit dem selben oder gar mit kleinerem Budget mehr aus der IT herauszuholen. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren die Bedeutung der IT in Unternehmen zusehends heruntergestuft wurde. Das kann sich in Zeiten der Krise vielleicht ändern, sofern die Verantwortlichen den Wert der Informatik zur Steigerung der Effizienz und zur Verbesserung von Wettbewerbsvorteilen erkennen. Vorläufig sieht es allerdings nicht danach aus: Gerade in schwierigen Zeiten, so höre ich immer wieder aus persönlichen Gesprächen, würde der Druck zunehmen und die IT-Dienste vor allem als Kostenverursacher gesehen. Peter Sany kann davon bestimmt ein Lied singen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass mit dem letzte Woche angekündigten Stellenabbau auch die IT der Grossbank betroffen sein wird. Weil die IT-Einheiten der einzelnen Unternehmensbereiche zentralisiert werden, müssen überall dort, wo Doppelspurigkeiten eliminiert und Abläufe rationalisiert werden, Mitarbeitende über die Klinge springen. Und auch bei den Informatikdiensten auf Gruppenebene sollen Stellen wegfallen, wie ein Sprecher gegenüber Infoweek bestätigte. Doch was so einfach tönt, ist in Wirklichkeit eine knifflige und aufwendige Angelegenheit. In der Praxis wird es nämlich in etwa wie folgt ablaufen: Die zentrale Kontrollstelle, die die IT-Budgets der di-

versen Bereiche unter ihre Fittiche nimmt, wird «von oben» den «Befehl» erhalten, die Summe der Ausgaben («unten rechts») um – nehmen wir mal an – eine tiefe zweistellige Prozentzahl zu kürzen. Die einzelnen «Buchhalter» werden darauf hin mit den Verantwortlichen der Teilbereiche hin- und herdiskutieren und jeder wird versuchen, sein Terrain möglichst zu verteidigen. Externe Berater werden herbeigezogen und es werden Szenarien ausgearbeitet, wie man kurz-, mittel- und langfristig in den unterschiedlichen Kostenblöcken Geld einsparen kann. Man wird über Auslagerung von Services diskutieren, sich hierbei auch an der Konkurrenz orientieren (die Credit Suisse hat bereits seit längerem Sicherheitsund Infrastrukturdienste ausgelagert), vermehrtes Offshoring ins Auge fassen und allgemein versuchen, bei externen Dienstleistern und Lieferanten, aber auch in den eigenen Reihen Druck zu machen. Ganz zu Beginn der SubprimeKrise hatte die UBS schon einmal die Bestellungen an IBM um ein halbes Jahr herausgezögert, ähnliches könnte sich wiederholen. Sicher, ein Unternehmen wie die UBS ist laufend dabei, seine Kosten zu optimieren und kann gewisse Szenarien auch «aus der Schublade» ziehen. Gleichzeitig ist ein Koloss dieser Grösse auch sehr schwerfällig, und man kann sich gut vorstellen, wie einerseits die Hektik losgeht und andererseits durch die Art und Weise, wie in solchen Unternehmen Projekte angeschoben werden, das Fortschreiten von Bemühungen auch gebremst werden kann. Ganz zu Schweigen davon, dass jede Zusammenlegung von IT-Diensten selbst einen Kraftakt bedeutet. Peter Sany ist aus meiner Sicht jedenfalls nicht zu beneiden.

«Externe Berater werden herbeigezogen und Szenarien ausgearbeitet, um in den unterschiedlichen Bereichen Kosten zu sparen.»

M a r k u s H ä f l i g e r, C H e f r e d a k t o r, Markus_Haefliger@vogel-Media.CH

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Nr. 05 | Mai 2009

Markus Häfliger 


Inhaltsverzeichnis

InfoWeek 05/2009

Markt & Trends Salesforce will weg vom CRM hin zum Cloud Computing

6

Microsofts Techdays trotzen der Krise Anti-Krisen-Tagung für KMU im Juni Quickpoll: Vor- und Nachteile von mobilem Arbeiten

7 9 10

Salesforce zeigte an der Cloudforce, was seine Plattform Force.com alles kann

Schwerpunkt Mobile Computing Arbeiten überall und jederzeit

11

Marktübersicht: Spezialtarife für den mobilen Datenverkehr Mobilität bringt neue Gefahren Mobile Webportale massgeschneidert «Achtung SAP!»: Leider nicht alles ganz so einfach «Der Rechtsanwalt rät»: Daten unterwegs ins Ungewisse «Meierhans meint»: Mobil ist Open Source unschlagbar

14 16 18 20 22 24

Immer mehr Arbeitende wollen oder müssen mobil sein. Die technischen Voraussetzungen dazu sind da. Doch werden sie in Unternehmen aktuell auch richtig ein- und umgesetzt?

SwissICT News Offshoring-Impulse für Schweizer Informatiker

28

Pragrammierunterricht ja, aber in welchen Programmiersprachen?

30

Business Continuity – ein unterschätztes Phänomen

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Outsourcing ist nicht gleich Offshoring

Das bieten die schweizerischen Hochschulen an

Neue Produkte Die «Nehalem»-Server sind da

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Verbessertes Client- und Server-Management von Altiris 13 neue Drucker für jedes Anwendungsgebiet Marktübersicht: Teure, aber sichere Leichtgewichte

36 38 44

Die Xeon-5500-Generation von Intel ist einer der wichtigsten CPU-Releases der letzten Jahre

Ultralight-Notebooks sind teuer, punkten gegenüber Netbooks aber in vielen Belangen

Test Center Bühne frei für Smartphones mit Touch

46

Dreamcom 10: Ein Notebook mit verstellbarem Breitbildschirm

50

Fünf Business-Smartphones mit Touchscreen im grossen Vergleichstest

Praxis & Wissen CIO-Interview: Franz Mannsberger, Rivella

52

SBB lenkt Züge mit Tibco durchs Netz

54

Multisourcing will gelernt sein Fünf Schritte zur richtigen BI-Lösung Anforderungen richtig definieren

56 58 61

Die IT des bekannten Getränkeherstellers hat sich in den letzten Monaten stark verändert Die SBB haben seit April ein neues Dispositionssystem für den Zugverkehr im Einsatz

Bald weiss niemand mehr, wie die Mainframes zu bedienen sind

Agenda / Lesetips für IT-Professionals

VORSCHAU ORBIT

InfoWeekSPECIAL ALLES ÜBER DIE UMFASSENDSTE SCHWEIZER ICT-MESSE

Orbit 2009

Sonderausgabe 01-2009

Fachmesse und Konferenz

IT-Investitionen in der Krise Die Aussteller Highlights und Hallenpläne Exklusiv Orbit-TV: Crossmedia Production zum Anfassen

63 66/67

Service@@ IT@Home: Ein Musikstudio fürs iPhone

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Und Ausserdem: Das Internet der Energie

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Impressum, Vorschau

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Gearbeitet werden kann heute jederzeit und von überall. Mobile Computing heisst das Schlagwort. Infoweek erklärt, wo die Vorteile liegen, zeigt aber auch auf, wo Hürden oder Probleme auf Unternehmen warten können. Insbesondere die Sicherheit und rechtliche Aspekte sollten Beachtung finden. Ausserdem gewährt eine interessante Fallstudie einen Blick in die Praxis und zeigt, wie man Inhalte bestmöglich für die vielen verschiedenen Geräte aufbereiten kann. Abegrundet wird der Schwerpunkt durch die Meinung unseres «Advocatus Diaboli» Daniel Meierhans.

Eine Publikation der Vogel Business Media AG

Karriere & Weiterbildung Der Mainframe ist tot, es lebe der Mainframe

11

Mobile Computing

Die Konferenz Praxis-Know-how von Experten Green IT: Erster «Green IT Innovation Award» Interview: Giancarlo Palmisani, Messeleiter Orbit Foto: © Thomas Entzeroth, Zürich

Vom 12. - 15. Mai findet in Zürich die Orbit 2009 statt. Alles Wissenswerte zur ITMesse finden Sie im beigelegten Infoweek-Special.

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Markt & Trends

Cloudforce

Salesforce will weg vom CRM und hin zum Cloud Computing Salesforce.com will sich vom CRM- zum Cloud-Computing-Anbieter wandeln und zeigte an der Cloudforce die Neuerungen und Vorteile seiner Plattform Force.com für Endkunden und Softwarehersteller. Vo n A n d r e A s Vo n G u n t e n

B

ereits zum zweiten Mal wurde am 7. April 2009 in London die Cloudforce, eine Veranstaltung für Kunden und Partner von Salesforce.com durchgeführt. Mehr als 2400 Cloud-Computing-Begeisterte haben sich im Excel Center eingefunden, um die Keynote von CEO Marc Benioff zur Zukunft der IT-Industrie zu hören und sich an verschiedenen Kurzvorträgen über die Möglichkeiten und praktischen Einsatzgebiete der Enterprise Cloud, wie Salesforce seine Plattform auch nennt, zu informieren. Zwei Themen haben die Teilnehmer am meisten beeindruckt: Die Integration von Facebook und Twitter in die Salesforce.comService-Cloud und die neue Möglichkeit, Websites auf der Force.com-Plattform zu entwickeln. Sites, wie das neue Produkt von Salesforce heisst, wird im Sommer lanciert.

Mehr als nur CRM

Während der Cloudforce-Keynote von Benioff wurden zwar auch einige interessante CRM-Anwendungen, wie die erwähnte Twitter-Integration gezeigt, die Stossrichtung der Präsentation und auch der weiteren Vorträge zeigt aber, dass Salesforce mit viel Aufwand versucht, dem Markt klar zu machen, dass es längst nicht mehr «nur» um CRM geht.



Salesforce-CEO Marc Benioff orakelt über die IT-Zukunft.

Was einst als konfigurierbare CRM-Applikation im Software-asa-Service-Modell begann, hat sich zu einer ausgewachsenen Entwicklungs- und Betriebsplattform für Geschäftsanwendungen in der Cloud entwickelt. Unter dem Namen Force.com bietet Salesforce eine multi-tenant Infrastruktur an, damit Unternehmen ihre eigenen Daten- und Workflow-basierten Anwendungen programmieren können. «Ich bin auch eine Plattform» heisst die Devise. Und diese Plattform mit der Bezeichnung Force.com soll sowohl Endkunden wie auch Softwarehersteller ansprechen. Endkunden, die ihre bestehenden oder geplanten Lösungen der Marke Eigenbau im Internet betreiben wollen, können auf diese Weise ihre Infra-

strukturkosten reduzieren. Softwareanbieter sind in der Lage, innert kürzester Zeit Geschäftsanwendungen im Saas-Modell zu entwickeln und im Internet weltweit anzubieten. So wurde als Endkundenbeispiel gezeigt, wie Lawson, ein japanischer Betreiber von 8500 Convenience Shops, über 600 Lotus-Notes-Datenbanken durch eigene Force.com-Applikationen abgelöst hat. Durch die zusätzliche Integration von 2000 Zulieferern wurde das Lieferantenund Store-Management problemlos in die Cloud verschoben. Für Softwarehersteller stellt Salesforce neben der Plattform auch gleich noch einen Verkaufskanal in Form seines eigenen Markplatzes Appexchange im Stil von Apples iPhone Appstore zur Verfügung. Neben den über 750 Add-Ons für die Salesforceeigenen CRM-Anwendungen gibt es bereits über 50 Force.comApplikationen, die auch ohne die CRM-Funktionalitäten benutzt und gekauft werden können.

Platform as a Service

Diebritisch-holländischeSoftwarefirma Coda hat anlässlich der Cloudforce ihre Finanzsoftware Coda2Go in der Version 2 lanciert. Diese ist vollständig auf Basis der Force.com-Plattform entwickelt worden und wird über Appexchange vertrieben.

David Turner, MarketingDirektor von Coda, sieht im Einsatz solcher Platform-as-aService-Lösungen grosse Vorteile für seine Firma: «Die Alternative wäre gewesen, eine hochverfügbare, skalierbare und sichere multi-tenant Infrastruktur selber zu betreiben. Die Investitionskosten wären immens gewesen und wir hätten sehr viele Ressourcen für den laufenden Betrieb dieser Infrastruktur zur Verfügung stellen müssen. Wir sind aber eine Softwarefirma und kein Datacenter-Betreiber.» Die Coda2Go-Lösung ist derzeit noch nicht für den Schweizer Markt lokalisiert, dies sei aber in Planung.

Wer setzt sich durch?

Salesforce ist mit seinem CloudComputing-Angebot nicht alleine. Die wichtigsten Mitbewerber sind Google mit der App Engine, Amazon mit den Amazon Web Services (AWS) und Microsoft mit Azure. Jeder Hersteller verfolgt hier einen anderen Ansatz. Wer sich in Zukunft durchsetzen wird und ob es überhaupt so sein wird, dass eines der Modelle die anderen verdrängt, kann heute niemand sagen. Zurzeit ergänzen sie sich sogar hervorragend und weil alle diese Anbieter auch mächtige APIs bereitstellen, können sie problemlos miteinander kombiniert werden.

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Im Rahmen der Techdays verlieh Microsoft zum allerersten Mal den «.Net Swiss Innovation Award». Vier Schweizer Firmen und Entwicklerteams wurden mit diesem Preis für ihre herausragenden und innovativen mit .Net entwickelten Produkte geehrt. Zu den Preisträgern gehören F. Hoffmann-La Roche, Bixi Systems und Trivadis, Altran sowie Glaux Soft.

DIe BeSTen .neTenTwIcKlunGen

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grösseren Besucheraufmarsch, 1500 bis 1600 Leute. Dafür sorgen werden Zugpferde wie Windows 7, Office 2010 oder der SQL Server 2010. Die Techdays für die französische Schweiz finden wiederum in Genf statt, und zwar am 14./15. April 2010, also neu eine Woche nach der DeutschschweizerVeranstaltung in Basel. (mv)

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Tagen und über s50 Sessions erfuhr man alles zu aktuellen Top-Themen wie Virtualisierung (Hyper-V etc.) oder Cloud Computing (Windows Azure). Entwicklern wurden brandneue Tools gezeigt, die derzeit noch mitten in der Entwicklungsphase stecken, wie Visual Studio 10, das . Net Framework 4.0 oder Silverlight 3. An der Microsoft-Veranstaltung wurde auch bereits das Datum und der Veranstaltungsort der nächsten Ausgabe bekannt. Die Techdays 2010 finden am 7./8. April im Congress Center in Basel statt. Nach nur einem Jahr in Bern geht es also wieder nach Basel. Der Grund ist simpel und hat nichts mit Vorzügen einzelner Orte zu tun: Fürs kommende Jahr erwartet man laut Reges Treiben in den Gängen des den Organisatoren nämKongresszentrums Kursaal in Bern. lich einen bedeutend

Tom Kilroy leitet Intels grössten Geschäftsbereich.

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sten amortisiert. Neun Server mit je einem Single-Core-Xeon (3.8 GHz, 2MB Cache) wurden durch einen Server mit dem neuen Vierkern-Xeon 5570 (2,93 GHz, 8 MB Cache) ersetzt. Mit dem neuen Sockel veröffentlich Intel auch eine neue Plattform mit 5520-Chipsatz. (mro)

«Xeon 5500 ist für Intel die wichtigste Veröffentlichung seit dem Pentium Pro, die neue Mikroarchitektur ermöglicht doppelte Leistung bei halbem Stromverbrauch», erklärte Tom Kilroy, Intel-VP und General Manager der Digital Enterprise Group, zum Verkaufsstart. In dieser beispiellosen Krise seien die Gesamtkosten (TCO) über einen bestimmten Zeitraum der wichtigste Faktor für Intel. Die Idle-Power sinkt laut Kilroy so stark, dass ein Prozessor im Wartezustand maximal 10 Watt verbraucht. Die Vorteile zeigte Kilroy anhand einiger TCO-Rechenbeispiele. Ein System aus dem Jahre 2005 hätte sich mit den neuen Xeons und bei gleicher Gesamtleistung innert acht Monaten über die eingesparten Energieko-

SeSSelwechSel Migros erhält neuen CIO

Der langjährige Leiter von Migros IT-Services (MITS) und sozusagen CIO Rudolf Schwarz gibt sein Amt auf Ende September 2009 ab und tritt in den frühzeitigen Ruhestand. Sein Nachfolger wird Martin Haas (Bild). Der 48-Jährige hat an der ETH Zürich Informatik studiert und ist aktuell Informatik-Leiter der Genossenschaft Migros Zürich. Auf Grund dieser Tätigkeit und seiner weiteren Funktion als Leiter des Competence Centers gmSAPficohr der Migros kennt er die Informatik der Migros bereits bestens. Vor seinem Amtsantritt im Oktober wird Haas gemäss MITS trotzdem noch ein Einarbeitungsprogramm absolvieren, um die Kontinuität zu gewährleisten.

Neuer Online-Chef bei Kuoni

Seit Anfang April hat Lars Kläger (Bild) beim Reiseveranstalter Kuoni die Leitung des Bereichs Online Business inne. In dieser Position ist er für den beschleunigten Ausbau dieses Geschäftsbereichs verantwortlich. Kläger verfügt über zehn Jahre nationale und internationale Erfahrung in den Bereichen E-Commerce und Online-Präsenz. Vor seinem Wechsel zu Kuoni war er als Director Web Production Management beim niederländischen Unternehmen UPC Broadband Holding BV/Liberty Global tätig. Der bisherige Leiter E-Commerce, Christian Kiser, wird weiterhin einige strategische Projekte im Online-Bereich leiten und eng mit Kläger zusammenarbeiten.

Local.ch mit neuem CEO

Mit Alfonso von Wunschheim hat Local. ch einen neuen Chef erhalten. Als Chef der Swisscom-Tochter will er den Wachstumskurs des Unternehmens fortsetzen und in diesem Jahr zehn neue Arbeitsplätze schaffen. Der 32-Jährige war während der letzten zwölf Jahre im Finanz- und IT-Bereich tätig, unter anderem als IT-Consultant und Managing Partner bei Wunschheim & Partner. In dieser Funktion beriet er Grosskonzerne unter anderem in Client/Server-Architektur. Zudem führte von Wunschheim als CEO der OnlineBrokerage-Aktivitäten der Waadtländer Kantonalbank die Plattform E-Sider.com.

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Auf der Gewinnerliste des «Red Herring 100 Europe Award» befinden sich in diesem Jahr 14 Schweizer Startups. Somit belegt die Schweiz in der Länderwertung den ersten Rang, gefolgt von Deutschland, Schweden und Israel. 2008 waren neun Schweizer Jungunternehmen unter den Top-100 in Europa gelistet. Laut Kritikern ist die hohe Zahl von Schweizer Startups darauf zurückzuführen, dass Red Herring sich im Zürcher Technopark angesiedelt hat. Zu den Gewinnern gehören diese Schweizer Firmen: Ads-Click, Arimaz, Axsionics, Beverage Metrics, Epithelix, Hocoma, Key Lemon, Me 2 Me, Primequal, Procedural, Semantic Systems, Sensimed, Sobees und Wuala. (ahu)

Intel mit Server-Turbo

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Erfolgreiche Startups

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Während andere Veranstaltungen wie die Cebit oder Topsoft einen teilweise herben Besucherrückgang verzeichnen mussten, waren die Techdays 2009 von Microsoft äusserst beliebt. Die Veranstaltung in Genf lockte 550 Besucher an, in Bern befassten sich 950 Entwickler, IT-Professionals und IT-Architekten mit den neuesten Microsoft-Technologien. Im Berner Kongresszentrum Kursaal lautete das Motto ganz getreu dem Austragungsort «Know-how to win». In zwei

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Techdays trotzen der Krise

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Schweiz




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All-IP-Netz

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Der Erfolg von Vista bei Geschäftskunden lässt zu wünschen übrig. Microsoft setzt daher alle Hoffnungen auf das NachfolgeBetriebssystem Windows 7. Eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Dimensional unter 1100 IT-Fachleuten hat nun aber ergeben, dass 83 Prozent der Firmen im ersten Jahr nach der Veröffentlichung nicht auf Windows 7 umsteigen werden. Dabei spielen sowohl wirtschaftliche Überlegungen als auch Kompatibilitätsprobleme eine Rolle. Zudem meinen nur 42 Prozent, ihr Unternehmen plane in den ersten 24 Monaten eine Migration. 24 Prozent wollen gar zwei bis drei Jahre und immerhin 17 Prozent mehr als drei Jahre warten. (ahu)

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den. «Infinity plus» ist die Voiceover-IP-Variante des bestehenden Infinity-Angebots und beinhaltet nebst schnellerem Internet (bis zu 20’000 Kbit/s) auch GratisTelefonie ins Schweizer Festnetz. Der Preis für Infinity plus beträgt 94 Franken, inklusive der Grundgebühr von 25.25 Franken. Zudem lanciert Swisscom am 27. April ein neues MobileUnlimited-Abo namens «Natel Data Flat» für unbegrenztes mobiles Arbeiten mit dem Notebook auf dem Swisscom-Netz. Das Angebot kostet monatlich 59 Franken. Natel Data Flat ersetzt die beiden bisherigen MobileUnlimited-Abos mit 1,5 (für 59 Fr.) respektive 5 GB (für 79 Fr.) Volumenbegrenzung. Bestehende Kunden werden am 27. April automatisch auf den neuen Tarif umgestellt. (ahu)

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Markt Schweiz ➤ hP steigt ins E-Health-Geschäft ein: Gemeinsam mit dem Provider centris arbeitet man in einem Kompetenzzentrum an der Swiss health Platform (SHP). ➤ Der kanton Freiburg baut gemeinsam mit Groupe e und Swisscom ein Glasfasernetz. ➤ VerkabelungsSpezialist Dätwyler cables hat das Engineering-Geschäft von Symbiotec übernommen. ➤ Bedag informatik hat sich per 1. April Mino informatik durch Aktienkauf einverleibt. ➤ Die Basler Traditionsbank La roche & co. setzt zur Sicherung ihres neu eingeführten E-BankingSystems die Web Application Firewall Airlock von Phion (vormals Visonys) ein. ➤ Der kaufmännische Verband der Schweiz (KV Schweiz) hat den Outsourcing-Vertrag mit iSource um vier Jahre verlängert. ➤ Der St. Galler ISP «Mhs@internet» hat Ende Januar das Hostinggeschäft von appenzeller Multimedia übernommen. ➤ Der ISP Sol-

net baut seine Infrastruktur weiter aus. Zum Investitionsprogramm gehören eine 10-GB-Leitung nach Frankfurt und die Erschliessung weiterer Regionen für entbündelte Anschlüsse. ➤ hP eröffnet in der Umgebung von Zürich ein Kompetenz-Zentrum für den externen Betrieb von SaP-Plattformen. ➤ Der deutsche Business-Intelligence-Spezialist cubeware will im ersten Halbjahr 2009 eine Niederlassung in der Schweiz gründen. ➤ Basel baut sein Glasfasernetz nun doch mit Swisscom. ➤ Das Swisscom-Tochterunternehmen webcall ist von Dübendorf nach Zürich ins Gebäude des Microsoft-Entwicklungszentrums umgezogen. ➤ Der Mägenwiler Distributor alltron ist wieder auf Einkaufstour und hat das Handelsgeschäft und die Kunden von «First choice Memory rudolf» (FCM) übernommen ➤ Die Zürcher IT-Firma Parx werk ist neu Partner für Google Apps. ➤ abacus hat axept Business Software zum erfolgreichsten Vertriebspartner 2008 gekürt. ➤ Sicherheitsspezialist

Symantec will sich stärker im KMUGeschäft und in der Romandie engagieren. ➤ IT-Dienstleister t-Systems hat sich mit the Nuance Group für sein «Dynamic Services for SaP»-Angebot einen Neukunden geangelt. ➤ Der Staatsrat des kantons waadt hat sich für den Aufbau eines eigenen Informatikzentrums entschieden. ➤ Swico ist dem Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) beigetreten. ➤ Die rund 50 rBa-Banken haben sich für die Swisscom-Tochter comit als Finnova-Implementierungspartnerin entschieden. ➤ Der Business-CateringAnbieter SV Schweiz hat den IT-Outsourcing-Vertrag mit econis um weitere 5 Jahre verlängert. ➤ U-blox, Anbieter von Positionierungs- und drahtlosen Kommunikationslösungen, hat sich zur Konsolidierung seines Finanzsystems für Oracle Hyperion Financial Management entschieden. ➤ Die credit Suisse setzt ab Sommer 2009 auf das Factsheet-Produktions-System Flux der Focus consulting aG.

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Die Spezifikation für Bluetooth 3.0 ist da. Im Zentrum der Neuerungen steht eine dramatische Steigerung der Geschwindigkeit, die dank Integration von W-LanTechnik nach 802.11n erreicht wird: Mit neuen Geräten sind bei Bedarf künftig satte 480 statt wie bisher nur 2,1 Megabit pro Sekunde möglich.

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Mehr Speed für Bluetooth

Eine neue IP-basierte Technologie soll Mobilfunk- und FestnetzDienste vereinen. Neue Plattformen wie das Integrated Multimedia Subsystem (IMS) basieren darauf. Künftig soll es beispielsweise nur noch ein Adressbuch für Mobiltelefon, Festnetz, TV und Computer geben. Auch das Senden einer TV-Sendung auf das Handy eines anderen Anwenders soll möglich werden. Swisscom will in den nächsten Jahren eine solche KommunikationsPlattform einführen. Seit Juli 2008 testet der Telekom-Anbieter den ersten Internet- und Telefonie-Dienst auf der IMS-Plattform. Rund 1000 Swisscom-Mitarbeiter und -Kunden prüfen bis Ende April einen IP-basierten Internetund Voice-over-IP-Anschluss. Ab dem 11. Mai soll dann ein erstes Produktbündel angeboten wer-

Keine Eile mit Windows 7

Spam ist nicht nur lästig, sondern auch eine Umweltsünde. Laut einer Studie wurden 2008 weltweit 62 Billionen Spam-Mails mit einem Gesamtverbrauch von 33 Milliarden Kilowattstunden verschickt. Dies entspricht dem Bedarf von 2,4 Millionen Haushalten. Eine weitere Erkenntnis: Die Spammer verursachen jährlich gleich viel Treibhausgas-Emissionen wie 3,1 Millionen Autos.

Swisscom testet IMS

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Spam schadet der Umwelt

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Am 28. April veröffentlicht Microsoft das lange erwartete zweite Service Pack zu Office 2007. Die wichtigste neue Funktion: Mit dem SP2 kann Office 2007 Dokumente auch im Open-Office-Format ODF sowie im PDF-Format sichern. Wie üblich enthält das Service Pack daneben auch alle angefallenen Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates.

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Office 2007 SP2 ist fast da

Swisscom lanciert Teamspace

Nach einem Pilottest bietet Swisscom den Online-Dienst Teamspace nun offiziell an. Die browserbasierte GroupwareLösung ist die erste Anwendung auf dem Swisscom-Mietsoftwareportal Teamnet (www.teamnet.ch) und bietet Termin-, Kontakt- und Aufgabenverwaltung, Dokumentenablage mit Versionierung sowie Online-Diskussionen und Kommunikation via E-Mail, Chat und SMS. Der Service kann 30 Tage lang gratis getestet werden, danach fallen Monatsgebühren ab Fr. 9.90 pro Team plus 1.90 bis 7.90 pro Teammitglied an.

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Google zeigt Android-Zukunft

Google liefert mit einer Vorabversion des Android-Entwicklerkit 1.5 einen Einblick in die nächste Generation des Smartphone-Betriebssystems. Android 1.5 bringt unter anderem erweiterte Möglichkeiten zum Einblenden von Onscreen-Tastaturen – sowohl im Hochals auch im Querformat – und erlaubt Widgets auf der Startseite und Spracherkennung. Neu werden zudem die Bluetooth-Profile A2DP und AVCRP unterstützt. Der Browser arbeitet mit der neuesten Webkit-Version. Ausserdem wird Copy/Paste unterstützt.

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Markt & Trends

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Markt & Trends

UBS-COO Ulrich Körner leitet das neue Corporate Center.

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Exchange Server 2010

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basis IT-Stellen weg», sagt Kern. Konkrete Zahlen nennt er aber nicht. Der neue Corporate-CenterGeschäftsbereich ITI wird seit 1. April von Peter Sany, dem ehemaligen CIO der Deutschen Telekom, geleitet. ITI bildet die eine Hälfte der Corporate Center Shared Services, Group Offshoring unter Vipul Khanna ist die andere Hälfte. COO Ulrich Körner war seit 1998 bei der Credit Suisse tätig, davon die letzten fünf Jahre als Mitglied der Konzernleitung der Credit Suisse Group. UBS-CEO Oswald J. Grübel sagt über ihn: «Ulrich Körner bringt neben umfassendem Führungs- und Banken-Know-how und der Kenntnis des Kundengeschäfts auch tiefen Sachverstand der relevanten Prozesse, Systeme und Technologien mit. Darüber hinaus hat er einen kritischen Geist und einen scharfen Intellekt.» (mro)

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nehmensbereiche und die bereits zentralisierte IT-InfrastrukturEinheit eingeschlossen. Damit will UBS die Effizienz steigern und Kosten sparen. Konzernweit waren per Ende 2008 in allen ITBereichen 12’000 Mitarbeitende beschäftigt. «Die angekündigten Entlassungen im IT-Bereich sind ein Teil davon, die IT-Einheiten aus den Unternehmensbereichen zu zentralisieren. Auch im Bereich Abwicklung fallen auf Gruppen-

UBS hat einen weltweiten Stellenabbau von 8700 Mitarbeitenden in über 50 Ländern angekündigt. Der Stellenabbau trifft auch die Informatik-Dienste in der Schweiz, wie UBS-Mediensprecher Andreas Kern gegenüber unserer Schwesterzeitschrift IT Reseller bestätigt. UBS weist den IT-Stellenabbau aber nicht separat aus. Insgesamt will die Schweizer Grossbank gegenüber 2008 rund 3,5 bis 4 Milliarden Franken einsparen. Betroffen sind vorwiegend die Bereiche Vermögensverwaltung, Privatkundengeschäft und Investmentbanking. Die Entlassungen im IT-Bereich sind Teil einer weiteren Zentralisierung. UBS fasst seit dem 1. April unter dem neuen COO Ulrich Körner sämtliche konzernweiten Infrastruktur- und Dienstleistungsaufgaben in einem neuen Corporate Center der Gruppe zusammen. Darin sind auch die IT-Einheiten der Unter-

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UBS streicht auch IT-Stellen

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IT-Stellenabbau bei UBS

Microsoft hat die erste BetaVersion des Exchange Server 2010 und somit das erste Produkt der neuen Office-Suite 2010 (bisher unter dem Namen Office 14 bekannt) veröffentlicht. Ende Jahr soll die finale Fassung auf den Markt kommen. Mit Exchange Server 2010 sollen Anwender von allen Geräten aus auf ihre Mail-Box zugreifen können. Zudem unterstützt der Mailserver mehr Plattformen. Des weiteren stehen den Nutzern neu Instant Messaging sowie Sprachnachrichten zur Verfügung. Insbesondere Administratoren soll Exchange Server 2010 aber die Arbeit erleichtern, in dem sich beispielsweise Vorschriften und Zugriffsrechte schneller umsetzen lassen. Die Beta des Exchange Server 2010 steht kostenlos zum Download bereit. (ahu)

Anti-Krisen-Tagung für KMU im Juni Unter dem Motto «Jetzt erst recht!» findet am 16. und 17. Juni in Zürich und Bern die «AntiKrisen-Tagung für KMU» statt. Veranstalter ist die Firma Business Factory, die zusammen mit verschiedenen Partnern die aus Keynotes, Referaten und Workshops bestehende Tagung innerhalb von nur acht Wochen «aus dem Boden gestampft» hat, wie Business-Factory-Geschäftsleiter Dietmar Schulz sagt. «Unternehmen sollten trotz Krise gerade jetzt die Chance nutzen, sich einen Wissens- und Motivations-

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schub abzuholen und Aktionen auszulösen, um beim nächsten Wirtschaftsaufschwung vorne mit dabei sein zu können», so Schulz weiter.

Jedem seinen Themenmix

Die Tagung hat Marketing- und Verkaufsaktivitäten für kleinere und mittlere Unternehmen auf der Themenagenda. Aus zehn Workshops wie Suchmaschinenmarketing, Kalt-Akquisition, EMail-Marketing, Virales Marketing, Marketing für kleine Budgets, Differenzierung, Lead-Management, Public Relations, Nutzung von Adressmaterial und Umsetzung von Events können Teilnehmende nach eigenem Geschmack aussuchen. Geliefert werden sollen

gemäss den Veranstaltern keine Marketingvorträge, sondern direkt umsetzbares Wissen und Praxistips. «An der Tagung erhalten die Teilnehmer konkrete Anweisungen, um die Wirkung der Marketingund Verkaufsmassnahmen zu verbessern», Dietmar Schulz, Initiator der am 16. und 17. Juni in Zürich und Bern stattfindenden verspricht Schulz. Man «Anti-Krisen-Tagung». gebe direkt anwendbare Werkzeuge in die Hand, um dem Erfolg des fer?» heikle Themen im Verkauf Unternehmens neuen Antrieb zu direkt und unverblümt zur verleihen. Sprache. Zum Abschluss der Tagung erwartet den Besucher Zwei Keynotes Dr. Karsten Bredemeier, den das Die Tagung beginnt und schliesst deutsche «Manager Magazin» mit je einer Keynote von hochkaals Rhetorik-Therapeuten berätigen Referenten. Verkaufs- und zeichnet. Bredemeier wird unter Kommunikationstrainer René E. dem Titel «Der Rhetorik-Code» Huber bringt mit seinem Referat Kommunikationsanweisungen für «Die anderen besseren Verkäuturbulente Zeiten geben. (mh)




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Quick Poll

Vor- und Nachteile von mobilem Arbeiten Das Interesse von Unternehmen an Mobile Computing und mobilen Geschäftsanwendungen ist gross. Aber sie sehen auch noch einige Hindernisse und Probleme, die es zu überwinden und zu lösen gilt. Vo n M i c h e l Vo g e l

den nächsten 12 Monaten geplant sind. Dabei zeigte sich, dass etwas mehr als zwei Drittel aller Unternehmen irgendeine mobile Geschäftsanwendung einführen wollen. Das Interesse an Mobile Computing ist also grundsätzlich sehr gross. Wir haben in einem Quick Poll dieselbe Frage gestellt und das Ergebnis ist praktisch identisch: Knapp drei Viertel aller Unternehmen planen in der näheren Zukunft den Einsatz einer mobilen Anwendung. Und zwar in den meisten Fällen, wie bei IDC auch, einen E-Mail- und Push-Dienst. Oft geplant werden ausserdem mobile CRM-Anwendungen, die insbesondere Aussendienstlern und Service-Mitarbeitern ihre Arbeit stark vereinfachen können.

26%

29%

18%

29% 10% 7% 7%

Push-Dienste / E-Mail CRM Collaboration Office

7%

nächster Quick poll 18.4. bis 30.4.2009 was planen sie in den nächsten 12 monaten in erster priorität zu virtualisieren? www.infoweek.ch/umfragen

3%

6%

31%

9% 19%

7%

3% 18% 26%

ERP Andere Keine

welche mobile anwendung werden sie auf ihren notebooks, smartphones & co. in der näheren Zukunft am ehesten einführen?

10

9%

10% 3%

ausfälle. Diese Hindernisse gelte es in erster Linie aus dem Weg zu schaffen. Auch die Kosten sind vielen Firmen noch zu hoch. Weiter wird sehr oft genannt, dass noch passende Sicherheitslösungen fehlen. Immerhin: Die mobilen Geräte scheinen bereits recht ausgereift, sie werden genau so wie ihre Akkuleistung nur sehr selten bemängelt.

hindernisse für mobiles arbeiten Quelle: Infoweek

mobile geschäftsanwendungen

Weiter wurden CollaborationAnwendungen mit Präsenzfunktionen oder Office-Anwendungen häufig als geplante Projekte genannt. Noch kaum jemand wagt sich an mobile ERP-Applikationen heran. Schliesslich planen 18 Prozent, irgendeine andere mobile Geschäftsanwendung einzuführen. Mobile Computing ist in den nächsten Monaten also ein grosses Thema für die Unternehmen. Trotzdem werden aber kaum alle von heute auf morgen mobil arbeiten. Wie nämlich ein zweiter Quick Poll zeigt, gibt es davor noch einige Hindernisse zu überwinden. Für Unternehmen existieren immer noch zu viele Übertragungsprobleme wie fehlende Bandbreite oder Netz-

Quelle: Infoweek

U

nternehmen beziehungsweise ihre Mitarbeitenden werden immer mobiler. Möglich machen dies laufend verbesserte mobile Geräte wie Smartphones oder Netbooks, aber auch ein relativ gut ausgebautes, breitbandiges Mobilfunknetz sowie ein wachsender Markt für spezielle, mobile Anwendungen. Doch ist dem wirklich so, ist Mobile Computing auch in der Schweiz ein wichtiges Thema? Infoweek ging der Frage mit zwei Quick Polls nach. Die Marktforscher von IDC wollten im letzten November von rund 1500 Unternehmen in den USA und Westeuropa wissen, welche Anwendungen, die über mobile Sprache hinausgehen, in

31% 22% 19% 9%

Übertragungsprobleme (fehlende Bandbreite, Ausfälle) Kosten Fehlende Sicherheitslösungen Eingeschränkte Akku-Leistung

22%

6% 9% 3%

Unbehagliches Interface der Geräte Anderes Sehen keine Probleme

immer mehr mitarbeiter sind mobil. es könnten aber noch viele mehr sein. was ist aus ihrer sicht das hauptproblem, das es noch zu lösen gilt?

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Arbeiten überall und jederzeit Immer mehr Arbeitende wollen oder müssen mobil sein. Die technischen Voraussetzungen dazu sind da. Doch werden sie in Unternehmen aktuell auch richtig ein- und umgesetzt? Vo n M i c h e l Vo g e l

in Kürze · Mobile Geräte nehmen in allen Unternehmen mehr und mehr den Platz von fixen Kommunikationslösungen ein. · Neben vielen Chancen bringt die gewonnene Mobilität auch neue Herausforderungen, zum Beispiel im Sicherheitsbereich. · In Mobile Computing steckt viel Potential. Firmen zögern aber noch, beispielsweise beim Einsatz von mobilen Geschäftsanwendungen.


Mobile Computing

N

otebooks, PDAs, Smartphones und andere mobile Geräte sind heute in Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Sie haben gemäss einer aktuellen Umfrage von IDC sowohl in kleinen Unternehmen mit weniger als zehn, aber auch in grösseren mit bis zu 500 und mehr Mitarbeitern langsam aber sicher traditionelle, fixe Kommunikationslösungen wie das Festnetztelefon oder Desktop-PCs als primäre Plattformen eingeholt oder überholt (siehe Grafik auf nächster Seite). Die Tendenz zeigt weiter nach oben. Mit dem Einzug der mobilen Geräte stieg in den letzten Monaten gleichzeitig der Anteil an Mitarbeitenden, die ihre Arbeit nicht mehr fix im Büro, sondern an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten erledigen. Und man wird dank attraktiven mobilen Breitbandlösungen (mehr dazu im nächsten Schwerpunktartikel ab Seite 14) in Kombination mit Cloud Computing sowie immer mehr Applikationen, die direkt via Internet bezogen werden können, immer mobiler und unabhängiger. Das ist auch nötig: Derzeit arbeiten gemäss IDC-Untersuchungen in der Schweiz bereits 45 Prozent der Berufstätigen in Funktionen, die stetige Mobilität erfordern. Alleine mit den Geräten und dem Datenabo eines Mobilfunkanbieters ist es aber natürlich längst nicht getan. Wenn man wirklich von Mobile Computing und seinen Vorteilen (gemäss Swisscom, siehe Kasten) profitieren will, dann braucht es eine angepasste, neue Unternehmensstruktur. Einerseits betreffend der Sicherheit. Mobile Mitarbeiter tragen permanent Unternehmensdaten mit sich, die geschützt werden

Herausforderungen auf dem Weg zum mobilen Unternehmen

müssen. Die Verwaltung der Geräte und die Einbindung ins Firmennetz sind weitere, wichtige Aspekte, die es zu beachten gilt. Was Mobile Security im Detail heisst und was es genau zu beachten gilt, erfährt man in einem speziellen, zweiseitigen Artikel in diesem Schwerpunkt (Seiten 16/17). Weiter kommt auf Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mobil arbeiten lassen wollen, die Anschaffung und Anpassung von Software für die mobile Nutzung hinzu. Eine Aufgabe, die es bei der heute existierenden grossen Anzahl an mobilen Betriebssystemen und Plattformen nicht zu unterschätzen gilt. Es braucht auch die richtigen Geräte beziehungsweise klare Regeln, was angeschafft beziehungsweise ins Vorteile und nutzen Unternehmen integriert des mobilen business wird und was nicht. Folgende Fragen · Verbesserung der Orientierung am Kunden · Effektivere Koordination des Aussendienstes sollte man sich vor dem · Steigerung der Mitarbeiter-Produktivität Start ins Mobile-Com· Reduktion von Kosten puting-Abenteuer aus· Raschere Durchlaufzeiten serdem noch stellen · Erhöhung der Datenqualität (Auswahl nicht ab· Auswertungen für die Optimierung schliessend): Wie soll · Eliminierung manueller Mehrfacheingaben die Softwareverteilung auf die mobilen Geräte

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Mobile Computing

Herausforderungen auf dem Weg zum mobilen Unternehmen

primäre KommuniKationsGeräte für Geschäftliche zwecKe 1%

12%

27%

28%

Mobile Geräte mit E-Mail-Zugriff Telefon (Festnetz) PDA (mit Internet/E-Mail-Zugang/ Telefonfunktion)

31%

Handy Laptop-Computer Desktop-Computer

die umfrage zur Kommunikationsnachfrage durch endbenutzer in firmen (50–250 mitarbeitende) zeigt die bedeutung mobiler Geräte.

in Zukunft ablaufen? Was ist mit dem Support? Und den Interaktionsmöglichkeiten mit bestehenden Anwendungen? Und natürlich, ob die gewählte oder gewünschte Lösung auch zukunftssicher ist.

mobile Geschäftsanwendungen auf dem Vormarsch

Wie eingangs festgestellt wurde, sind Laptops, Handys & Co. heute in allen Unternehmen sehr weit verbreitet. In den meisten Fällen werden sie aber primär für Sprachdienste oder das Offline-Arbeiten, also ohne mobile beziehungsweise nur mit fixer Internetanbindung, benutzt. Richtige mobile Geschäftsanwendungen, die viel können, und mobile Portale, wie sie beispielsweise Swiss Txt anbietet (mehr dazu ab Seite 18), kommen noch selten zum Einsatz. Wenn, dann handelt es sich bei den eingesetzten Applikationen gemäss einer aktuellen Studie der Yankee Group vor allem um CRM- sowie Support- und Service-Applikationen. Dicht dahinter folgen sogenannte Productivity Suites sowie E-Mail-Lösungen und PIM (Personal Information Manager). Auch vorhanden, aber noch wenig genutzt, sind mobile ERP-, Content-Management-, Finanz-, E-Commerce- oder Projekt-Management-Lösungen. Die Nachfrage nach solchen aktuell weniger verbreiteten Applikationen ist zwar gross, doch der Fokus der Unternehmen liegt laut der YankeeStudie auf den bereits am häufigsten genutzten Bereichen. Wieso sind mobile Geschäftsanwendungen trotz der vielen in den Firmen bereits vorhandenen und dafür geeigneten Geräte noch nicht weiter verbreitet? Dieser Frage gingen die Marktforscher von J. Gold Associates nach. Sie haben vor kurzem untersucht, wo in den Unternehmen die Barrieren sind, die sie daran hindern, mobile Applikationen zu kaufen beziehungsweise zu implementieren (siehe nebenstehende Grafik). Das Ergebnis ist eindeutig: Fast die Hälfte aller befragten Unternehmen sehen (noch) keinen Bedarf. Ein noch grösserer Anteil gibt an, die Kosten seien eindeutig zu hoch. Weitere Argumente, die vorgebracht werden, sind Sicherheits- oder regulatorische Gründe oder das fehlende Wissen im Unternehmen selbst. Technische Limiten werden nur selten genannt, ebenso wenig die Trägheit der Anwendungen. J. Gold Associates gingen aber nicht nur dieser Frage nach, man wollte auch wissen, welchen Herausforderungen Unternehmen nach der Einführung von mobilen Applikationen gegenüber stehen. Hier zeigt sich ein Bild, das man erwarten konnte: Fast jede zweite Firma

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Mehr zum Thema «Mobile Computing» erfahren Sie unter anderem an folgenden Konferenzen und Messen: orbit, 12. bis 15. mai 2009, Messezentrum Zürich mobile Vision 09, 23./24. Juni 2009, Internationales Congress Center München Jazoon‘09, 22. bis 25. Juni 2009, Sihlcity Zürich

sieht sich mit Sicherheitsproblemen oder Schwierigkeiten mit dem Systemmanagement konfrontiert. Ausserdem werden die technische Komplexität, Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit dem Mobilfunkanbieter, die Integration in die Firmeninfrastruktur oder die Zugriffsgeschwindigkeit oft genannt. Sehr häufig ist aber auch die Frage «Wie weiter mit der Mobilität» eine zentrale Herausforderung, ebenso das Training der Mitarbeiter. Genau den letzten Punkt hat Cisco genauer untersucht. Für Cisco ist der Mensch nämlich einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreiches mobiles Arbeiten. Die Studie «Understanding and Managing the Mobile Workforce» zeigt, dass ein guter mobiler Mitarbeiter eine grosse Kontaktfreudigkeit, viel Selbständigkeit, Disziplin, die Fähigkeit zur Eigenmotivation, emotionale Stabilität, Stressresistenz sowie Kreativität und Offenheit für neue Ideen mitbringen muss. Auf Seiten der Manager gelte es, Vertrauen und Kontrolle neu zu überdenken und den Fokus mehr auf die Ergebnisse als die Tätigkeiten zu richten. Ausserdem müsse man sicherstellen, dass die mobilen Mitarbeiter ungehindert auf sämtliche Ressourcen des Unternehmens zugreifen können, als ob sie im Büro wären. Fazit: Mobile Computing ist mehr als ein Schlagwort und hat in gewissen Bereichen der Kommunikation (Sprache, E-Mail) bereits den Durchbruch geschafft. Es steckt aber noch viel Potential darin. Heute ist oft weitaus mehr möglich, als genutzt wird. Es gibt einige interessante Geschäftsanwendungen und neue Geräte. Allerdings bedeutet das für Unternehmen, sich auch einigen Herausforderungen zu stellen.

barrieren für Kauf/implementierunG Von mobilen GeschäftsanwendunGen 58,1%

Kosten Kein bedarf

45,2%

regularien/ sicherheit

29,0%

fehlendes wissen

25,8%

12,9%

trägheit

9,7% 3,2%

Quelle: J. Gold Associates

Quelle: IDC

VeranstaltunGstips

technische limiten andere

zu hohe Kosten und kein bedarf sprechen in den meisten unternehmen gegen die einführung von mobilen Geschäftsanwendungen.

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Mobile Computing

Marktübersicht mobile Datentarife

Internetzugang für unterwegs Ohne speziellen Tarif wird der mobile Datenverkehr rasch zur Kostenfalle. Sämtliche Anbieter offerieren deshalb Datenabos und Datenoptionen zu bestehenden Verträgen. Vo n U r s B i n d e r

I

m Geschäftsleben ist der Internet- und Mailzugang heutzutage auch unterwegs eine Selbstverständlichkeit. Smartphones beherrschen den Datenverkehr via Mobilfunk (UMTS mit HSDPA oder EDGE) von Haus aus, Netbooks und Laptops lassen sich mit einer Erweiterungskarte oder einem USB-Stick aufrüsten, falls sie nicht über ein integriertes HSPA-Modul verfügen. Ohne Spezialtarif wird der Spass jedoch sehr teuer: Noch heute verrechnen die Anbieter bei gelegentlicher Nutzung Kosten von mehreren Franken pro Megabyte.

datenabos für handsets und laptops

Um Zehnerpotenzen günstiger kommt der mobile Internetzugriff mit einem separaten, für den Datenverkehr reservierten Tarif, der bei sämtlichen Netzbetreibern und diversen Wiederverkäufern zu haben ist. Die meisten Anbieter unterscheiden zwei Kategorien: ein eigentliches Datenabonnement mit eigener Sim-Karte für den Einsatz mit HSPA-fähigen Laptops, USB-Sticks und Erweiterungskarten und eine Datenoption zu einem bestehenden Vertrag für Smartphones.

spezialtarife für den mobilen datenVerKehr anbieter bezeichnung des angebots

abalon telecom Mobile Data Flat

abalon telecom Data Max

oranGe Internet Everywhere Pro

oranGe Mobile Internet Max

Charakteristik data-flatrate für handsets

oranGe Blackberry Internet Service ja (nur kombiniert mit Datenoption)

spezielle data-sim-card für laptop etc. Protokolle umts/hspa/wlan

/

/

/

/

/

/

/k.A.

/

/

59

49

59

19

inbegriffene datenmenge national

2,5 GB

unlimitiert (5 GB)

1000 MB

Kosten pro zusätzliches mb national roaming

— Diverse Rabattoptionen analog Orange Travel Data —

0.10 Travel Data: diverse Rabattoptionen

gemäss Datenoption Travel Data: diverse Rabattoptionen

mengen- oder Kombirabatte

0.50 Diverse Rabattoptionen analog Orange Travel Data —

Mobilfunk unlimitiert (5 GB), 2500 Minuten PWLAN national — Travel Data: diverse Rabattoptionen

10 (plus Preisplan Mobiltelefonie und Datenoption) gemäss Datenoption

Voraussetzungen

Abo Abamobile

besonderheiten info-telefon

— Abalon, 041 747 17 00

— Orange, 0800 780 783

— Orange, 0800 780 783

url

www.abalonag.com

— Abalon, 041 747 17 00 www.abalonag. com

www1.orange.ch/ business.html

www1.orange.ch/ business.html

Preisplan Mobiltelefonie mit Datenoption — Orange, 0800 780 783 www1.orange.ch/ business.html

= ja,

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/

Abonnement Grundgebühr pro monat und account

= nein; k.A. = keine Angaben

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Mobile Computing

Marktübersicht mobile Datentarife

Swisscom und Orange offerieren darüber hinaus spezielle Abonnements für Blackberry-Nutzer inklusive Push-Mail. Einige Angebote decken zudem nicht nur den Datenverkehr via UMTS/HSPA ab, sondern ermöglichen zusätzlich den Internetzugang via Public WLan – meist mit einer bestimmten Anzahl «Gratisminuten».

tarife für unterschiedlichen bedarf

Je nach Anbieter sind in beiden Kategorien mehrere Tarife mit unterschiedlichem Inklusiv-Volumen erhältlich. Die Tabelle zeigt jeweils das «Maximalangebot» mit dem höchsten Volumen. ➤ Orange offeriert das Datenabo Internet Everywhere in den vier Varianten Pro (unlimitiertes Volumen via Mobilfunk und 2500 Minuten W-Lan), Max (Mobilfunk ebenfalls unlimitiert, aber ohne W-Lan), Day (Monatsgebühr 10 Franken und zusätzlich pro Tag, an dem der Dienst genutzt wird, Fr. 3.50) und Start (ohne Monatsgebühr, 5 Franken pro Tag). Auch die Smartphone-Datenoption Mobile Internet gibt es in zwei Abstufungen mit Inklusiv-Volumen von 75 oder 1000 Megabyte. Orange bietet ausserdem einen speziellen Preisplan für geschäftliche iPhone-Anwender an. ➤ Swisscom bietet für Smartphone-Nutzer mit bestehendem NatelBusiness-Abonnement eine Datenoption mit wahlweise 100 oder 250 MB Datenverkehr pro Monat. Beim Datenabonnement Mobile Unlimited hat der Schweizer Telco-Marktführer per Ende April

oranGe iPhone Business

/

sunrise T@ke Away Max

/

/

swisscom Mobile Assistant, Data Option Business 250

/ k.A.

/

einige Änderungen vorgenommen: Bisher war das Angebot mit einem Inklusiv-Volumen von 1,5 oder 5 GB erhältlich. Neu erhalten alle Mobile-Unlimited-Abonnenten für 59 Franken pro Monat unlimitierten Datenverkehr – bestehende Abonnements werden automatisch angepasst. Das Angebot besteht künftig sinngemäss nicht mehr aus dem Abo und einer Datenoption, sondern nennt sich schlicht «Natel Data Flat». Die bisherige Variante «Natel Data Day» mit fixer Nutzungsgebühr pro Tag bleibt im Angebot. Swisscom weist ausserdem darauf hin, man sei der einzige Anbieter, der auf passenden Geräten HSUPA-Upload-Raten von 1,4 Mbit/s ermöglicht. ➤ Bei den Datenabos von Sunrise entfällt die Qual der Wahl weitgehend. Take Away Basic mit Grundgebühr von 10 Franken pro Monat plus 3.50 pro Nutzungstag ist vor allem für Gelegenheitsnutzer geeignet, Take Away Max bietet für monatlich 49 Franken unlimitierten Datenverkehr. ➤ Abalon und VTX nutzen für ihre Mobilfunkangebote das OrangeNetz, verrechnen aber eigenständige Tarife mit teils interessanten Konditionen. Bei VTX ist zum Beispiel die Sim-Karte gratis und Kunden, die auch das Festnetz- und/oder DSL-Abonnement bei VTX lösen, profitieren von einem Kombirabatt. Unlimitiert bedeutet übrigens nicht schrankenlos: Je nach Anbieter wird die Bandbreite gedrosselt, sobald ein Abonnent in einem Monat 5 oder 10 Gigabyte genutzt hat.

swisscom Blackberry Professional

/

/

swisscom Mobile Unlimited, Natel Data Flat

/

/

/

VtX Internet Everywhere Max

/

/

19 (plus Preisplan Mobiltelefonie)

49

10

45

59

49 (bis 20.7.2009: 24.50)

Mobilfunk 1000 MB, 1000 Minuten PWLAN national

unlimitiert (10 GB)

250 MB

250 MB

unlimitiert (10 GB)

unlimitiert (5 GB)

0.10 Travel Data: diverse Rabattoptionen

— Global Data: 0.40 statt 1.50 pro 100 kB

0.10 World Data Option: 5/ Monat plus 3/MB

0.10 World Data Option: 5/ Monat plus 3/MB

— 3/MB (World Data Option inklusive)

projektabhängige Mengenrabatte

projektabhängige Mengenrabatte

projektabhängige Mengenrabatte

Preisplan Mobiltelefonie

Abo Natel Business Classic/Pro oder CMN

Abo Natel Business oder CMN

— Diverse Rabattoptionen analog Orange Travel Data Rabatte in Kombination mit Internet und/oder Festnetz —

inklusive 50 SMS Orange, 0800 780 783

— Sunrise, 0800 111 555

www1.orange.ch/business. html

www.sunrise.ch/ business.htm

HSUPA bis 1,4 Mbit/s Swisscom, 0800 055 055 www.swisscom.ch/kmu

HSUPA bis 1,4 Mbit/s Swisscom, 0800 055 055 www.swisscom.ch/kmu

HSUPA bis 1,4 Mbit/s Swisscom, 0800 055 055 www.swisscom.ch/kmu

SIM-Karte gratis VTX, 044 437 86 00 www.vtx.ch Quelle: Infoweek

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Mobile Computing

Mobil aber sicher

Mobilität bringt neue Gefahren Wenn Mitarbeiter unterwegs sind, so sind es auch wichtige Unternehmensdaten. Wie wichtig diese sind, soll sich nicht erst dann zeigen, wenn sie verloren oder gestohlen werden. Vo n M i c h e l Vo g e l

D

ie IT in Unternehmen wird immer dynamischer, dezentraler und die Mitarbeiter arbeiten oft nicht mehr nur an ihrem fixen Arbeitsplatz im Büro, sondern auch unterwegs, von zu Hause oder sonst irgendwo. Möglich machen dies mobile Geräte wie Notebooks, Netbooks oder Smartphones sowie die dazugehörigen Services und Applikationen im Hintergrund. So praktisch das für die Mitarbeiter und auf den ersten Blick auch für die Firma sein mag, so kompliziert wird es, wenn man genauer hinschaut. Mobile Computing führt nämlich unweigerlich auch dazu, dass man sich mit ganz neuen IT-Sicherheitsaspekten auseinandersetzen muss. Wenn der Mitarbeiter unterwegs ist, dann sind das auch wichtige Unternehmensdaten. Das Spektrum reicht von Kontaktinformationen wie Telefonnummern oder EMail-Adressen, wie sie jeder auf seinem Handy gespeichert in Kürze hat, bis hin zu Offerten, Reports, Verträgen oder sogar · Unternehmen müssen sich bePasswörtern und Login-Daten. wusst werden, wo ihre sensiblen Meistens sind diese vertrauDaten liegen und welchen Gelichen Daten unverschlüsselt. fahren sie dort ausgesetzt sind. In erster Priorität gilt es, deren · Die Mobilität darf nicht auf Verlust oder Diebstahl zu verKosten der bestehenden Sicherhindern. heitsinfrastruktur gehen. Weiter muss sichergestellt · Vielerorts fehlt immer noch eine sein, dass durch die neuen Lösung oder ein Konzept, das bei Verlust oder Diebstahl von Geräte für das bestehende mobilen Geräten hilft. Firmennetzwerk keine Gefahr droht. Dann bedingt die Mobilität der Mitarbeiter auch ein verändertes Support-Modell. Wie lässt sich ein Softwarefehler beheben, wenn das Gerät ausser Haus ist? Was ist bei einem Hardware-Defekt, wenn sich der Mitarbeiter beispielsweise im Ausland befindet? Wie stelle ich die Verfügbarkeit von Diensten sicher? Dazu braucht man ganz neue Managementund Sicherheits-Tools. Mobile Computing erschwert auch das Backup. Die Daten von den Laptops und Smartphones müssen nicht nur vor Fremden geschützt, sondern im Fall der Fälle auch wiederhergestellt und natürlich im Unternehmen archiviert werden. Nicht zu vergessen ist schliesslich, dass in der IT-Abteilung auch das nötige Wissen für den Umgang mit den mobilen Geräten vorhanden sein muss. Das ist nicht so einfach, denn die Geräte entwickeln sich rasant weiter und insbesondere auf dem Smartphone-Markt tummeln sich die unterschiedlichsten Hersteller mit ebenso unterschiedlichen Standards.

16

Mobile Security und alles, was dazugehört, steht zwar auf den Top10-Listen der Sicherheits-Bedrohungen für 2009 nicht an oberster Stelle. Das Thema ist aber in den Aufzählungen vorhanden, meistens auf den vorderen Plätzen. Beispielsweise bei Blue Coat Systems, wo man für 2009 ein kontinuierlich wachsendes Interesse von Cyberkriminellen an mobilen Geräten feststellt. Dies ganz einfach aus dem Grund, dass die Zahl der Benutzer in den letzten Monaten stark zugenommen habe. Fortinet sieht im 3G-Netz und der vermehrten Einbindung von Smartphones in die Geschäftsprozesse und das Unternehmensnetz grosse Gefahren kommen. Schon dieser kleine Auszug beweist, dass sich Unternehmen immer mehr mit dem Thema auseinandersetzen und es nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

probleme, die wirklich aktuell sind oder es noch werden

Nun zu den Sicherheitsproblemen, die Firmen aktuell wirklich betreffen. Dazu hat Infoweek ein Unternehmen befragt, das sich damit bestens auskennt, nämlich die Schweizer Nomasis AG. Der 2004 gegründete IT-Dienstleister ist auf IT-Security-Lösungen für den firmengerechten Einsatz von modernen und mobilen Kommunikationssystemen spezialisiert. Nomasis hat für Infoweek die drei aktuell grössten Bedrohungen im Zusammenhang mit Mobile Computing identifiziert. Ganz oben auf der Liste steht laut Nomasis-Geschäftsführer Philipp Klomp ein Problem, das eigentlich schon längst gelöst sein müsste. In vielen Unternehmen wird noch keine Lösung oder kein Konzept einge-

usb-sticKs im Griff? Neben Notebooks und Smartphones sind bei mobilen Mitarbeitern USB-Sticks für das Speichern von Unternehmensdaten sehr beliebt. Sie bieten immer mehr Speicherplatz und werden immer billiger, sind gleichzeitig aber ein Horror für jeden IT-Verantwortlichen. Einerseits sind laut der ENISA (European Network and Information Security Agency) rund 80 Prozent der Geräte nicht verschlüsselt, obwohl viele schnell verlegt oder verloren gehen. Zudem gibt es nur selten Regelungen über deren Gebrauch. Auch bei Prüfungen oder Backups werden sie nur selten miteinbezogen. Doch bequeme Lösungen sind in Sicht: Viele Hersteller bieten unterdessen USB-Sticks in Kombination mit einer Verschlüsselungs-Software an. Und: Microsoft wird mit Windows 7 «Bitlocker to Go» für USB-Sticks einführen, die sich damit einfach per Mausklick verschlüsseln und sicher machen lassen.

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Mobile Computing

Mobil aber sicher

setzt, um bei Verlust und Diebstahl der Notebooks oder Smartphones zu helfen. «Viele Unternehmen sagen uns, dass bei ihnen keine wichtigen Daten auf den Laptops oder Smartphones sind», erklärt Klomp, «das ändert sich dann aber sofort, wenn tatsächlich einmal ein Gerät verloren geht.» Das Fazit: Auf jedem Notebook liegen wichtige Daten. Deshalb gelte es, hier beispielsweise eine Verschlüsselungs- oder Authentifizierungslösung einzusetzen, wovon es auf dem Markt bereits sehr viele gebe. Die zweite grosse Herausforderung bringt laut Nomasis der Wildwuchs von verschiedenen Geräten mit sich. «Oft wissen Unternehmen nicht mehr, wo überall ihre Daten sind», erklärt Klomp. Dabei weist er nicht nur auf Handys und Laptops hin, sondern vor allem auch auf die USB-Sticks. Jeder habe heute mehrere dieser praktischen Flash-Speicher, aber man wisse oft nicht mehr, wo was gespeichert wurde, und oft sogar nicht einmal mehr, wo der Stick gerade sei (siehe Kasten). Die Inflation an Geräten bedeutet gleichzeitig einen erhöhten Verwaltungsaufwand. Genau hier liegt das Sicherheits-Problem Nummer drei: Eine zentrale Verwaltungsmöglichkeit für die mobilen Geräte fehlt

«Unternehmen wissen oft nicht mehr, wo überall ihre Daten gespeichert sind.» Philipp Klomp, CEO, Nomasis AG

meistens und damit besteht dort eine Schwachstelle. Es sei aber auch nicht ganz einfach, eine solche zentrale Lösung aufzubauen, nimmt Klomp die Unternehmen in Schutz. Denn nicht alle Geräte liessen sich einfach so einbinden. «Das iPhone ist nur ein Beispiel dafür», weiss der Nomasis-Geschäftsführer. Philipp Klomp wagt noch einen Blick in die Zukunft. Als grosse, kommende Gefahr sieht er die Ortung auf uns zukommen. Dank GPS und praktisch ständiger Internetverbindung hinterlasse man überall Spuren. Das könnten sich Kriminelle bald zu Nutzen machen. Ein anderes Thema, das seit Jahren beschäftigt, sind Viren, die es speziell auf Handys und Smartphones abgesehen haben. Mindestens seit fünf Jahren wird den Schädlingen für unsere Mobiltelefone der grosse Durchbruch prophezeit. Passiert ist bisher noch nichts. Wird sich das womöglich mit den neuen Geräten wie dem iPhone, die praktisch laufend online sind, ändern? Laut Klomp wird das allenfalls vermehrt zum Thema werden, ist aber zurzeit noch vernachlässigbar.

wer sich um mobile security kümmern sollte

Mobile Mitarbeiter findet man heute in vielen Unternehmen, nicht nur in grossen, sondern auch und insbesondere in kleinen. Mobile Security wäre also für alle wichtig. Philipp Klomp gesteht aber ein, dass es aktuell vor allem in mittleren und grösseren Firmen mit mehr Geräten ein Thema sei, aber immerhin branchenübergreifend. Natürlich vor allem im Banken- und Versicherungssektor, aber auch bei der öffentlichen Hand, in Energiekonzernen, in der Industrie oder in Dienstleistungsbetrieben. Aus der Sicht von Nomasis geniesst das Thema aber

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immer noch nicht den Stellenwert, den es haben sollte: «Wir müssen immer noch viel missionieren» meint Klomp. Dabei sei nicht einmal der finanzielle Aspekt das Hauptproblem. Es würden einfach andere Prioritäten gesetzt oder der Bedarf dafür sei nicht vorhanden. Klomp erwähnt, dass man bereits mit sehr wenig Aufwand viel erreichen könne. «Wichtig ist in einem ersten Schritt das fehlende Bewusstsein. Unternehmen müssen sich bewusst werden, wo ihre sensiblen Daten liegen und welchen Gefahren sie dort ausgesetzt sind.» Natürlich gilt es danach, falls gewünscht, in weiteren Schritten auf andere wichtige Aspekte zu fokussieren. Da gibt es so einige: Aktuell und in letzter Zeit führt Nomasis beispielsweise sehr viele Projekte durch, die sich explizit mit der Verschlüsselung auf Laptops befassen. Ein heisses Thema ist gegenwärtig zudem für Firmen, die eingeführten PDAs und Smartphones in die Sicherheitsprozesse zu integrieren.

sicherheitsaspekte von anfang an miteinbeziehen

Von konkreten Lösungstipps von Nomasis nun noch zu einem systematischen Mobile-Security-Ansatz. Den Sicherheitsaspekten gilt es bereits bei der Einführung von mobilen Geräten oder Anwendungen Rechnung zu tragen. Das Ziel eines Projekts ist es in jedem Fall, eine gewünschte, neue Funktionalität bereitzustellen. Dies darf gerade im Bereich des Mobile Computing aber nicht auf Kosten der bestehenden Sicherheitsvorschriften und -Infrastruktur geschehen. Deshalb gilt es, bereits bei und nach der Analyse der Bedürfnisse die möglichen Risiken sowie Lücken zu definieren und identifizieren. Bedürfnisse gibt es in zwei Bereichen zu erfüllen, auf Seiten der Daten und auf Seiten der Hardware. Neben Standardwünschen stellen sich aus sicherheitsrelevanter Sicht zum Beispiel Fragen wie diese: ➤ Wie aktuell müssen die Daten verfügbar sein; ist eine ständige Netzwerk- oder Internetverbindung nötig? ➤ Wie ist der Schutzbedarf der Daten, die unterwegs sind? Hoch oder eher gering? ➤ Sind die Benutzer nur lokal oder regional oder sogar international unterwegs? ➤ Welche Plattformen sollen eingesetzt werden? ➤ Was für Support-Leistungen werden erwartet? In der Risiko-Analyse sollten solche Fragen geklärt werden: ➤ Welchen Einfluss hat der Verlust von Daten oder mobilen Geräten auf das Geschäft, und zwar in Bezug auf Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit? ➤ Welche Bedrohungsszenarien sind möglich und wo liegen mögliche Schwachstellen? ➤ Wo besteht nach Beantwortung der obigen Fragen Handlungsbedarf, wie werden die Lücken geschlossen und wie wird mit dem Restrisiko umgegangen? Zusammen mit dem Management gilt es, nach Beantwortung dieser Fragen, die nur eine Auswahl aus vielen möglichen darstellen, Richtlinien und Prozesse festzulegen und die technischen Massnahmen zu bestimmen, die dann umgesetzt werden. Hier gibt es eine ganze Fülle an Lösungen (Verschlüsselungs- oder Antiviren-Software, um nur zwei zu nennen) und Kombinationsmöglichkeiten. Doch nicht jedes Tool oder Programm ist in jedem Fall sinnvoll. Beispielsweise könnte die Performance zu stark darunter leiden. Ausserdem vertragen sich viele Lösungen und Geräte nicht unter- und miteinander und bringen, wenn doch, viel Administrationsaufwand mit sich. Da der Markt noch recht neu ist, gilt es zudem, ein besonderes Augenmerk auf die Marktreife der Produkte und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Das Wichtigste ist aber, wie bereits erwähnt, dass man sich den neuen Sicherheitsbedrohungen und -risiken bewusst ist.

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Mobile Computing

Mobile Geräteerkennung

Mobile Webportale massgeschneidert

in Kürze · Das mobile Internet wird zunehmend populär. · Der Zugang erfolgt über sehr viele unterschiedliche Geräte. · Die korrekte Präsentation auf allen Geräten ist eine Herausforderung. · Nur die automatische Geräteerkennung garantiert eine ansprechende Darstellung für alle Nutzer.

Nur mit automatisierter Geräteerkennung sehen mobile Webportale auf den unterschiedlichen Business-Handys und Smartphones zwar nicht gleich, dafür aber gleich gut aus. Vo n U r s B i n d e r

I

n der Schweiz sind heute deutlich über 7 Millionen Mobiltelefone im Umlauf. Rund 2,3 Millionen Geräte sind dabei für den Zugang ins Mobile Web ausgerüstet. Die Nutzungszahlen des mobilen Internet steigen täglich, die sogenannten neuen Medien erhalten im Nutzungsverhalten eine immer höhere Bedeutung. Auch am 3GSM World Congress, der grössten Handy-Messe weltweit, die im Februar 2009 in Barcelona stattgefunden hat, zeigte sich eine ungebrochen hohe Nachfrage nach sogenannten Smart- und Business-Phones. Die Einsicht, dass das Handy das neue Massenmedium ist, findet langsam, aber sicher auch bei den Schweizer Unternehmen Einzug. Dementsprechend positionieren sich bereits zahlreiche Firmen mit attraktiven Informationsangeboten und spezifischen Diensten in diesem Umfeld. Die Erfahrungswerte mit dem noch jungen Medium sind allerdings begrenzt. Entsprechend hoch ist daher das Fehlerpotential, wie Andreas Windler, Leiter Projekte und Entwicklung bei Swiss Txt, erläutert: «Die meisten New-Media-Anbieter sind im Bereich Web tätig und liefern das mobile Portal als Zusatz-Goodie zur Website. Dadurch ergeben sich oft Einschränkungen bei der Unterstützung verschiedener Endgeräte: Das Portal sieht vielleicht auf dem iPhone oder dem Nokia N95 gut aus, nicht aber auf den vielen anderen Geräten.» Die SRG-Tochter Swiss Txt mit Sitz in Biel konzipiert und entwickelt

im Geschäftsfeld Multimedia Solutions mobile Kommunikationslösungen und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Präsentation der Inhalte.

Grassierende modellvielfalt

Quelle: Netbiscuits

Ein grosses Problem bei der Entwicklung mobiler Portale und Anwendungen ist die enorme Vielfalt von Geräten. Handys und Smartphones haben äusserst unterschiedliche Fähigkeiten – und es gibt sie in ständig wachsender Zahl: Aktuell sind knapp 4500 verschiedene Gerätetypen von 161 Herstellern im Umlauf, und jedes Jahr kommen über 200 neue Modelle auf den Markt. ➤ Dimensionen der Anzeige: Die grössten Unterschiede zeigen sich bei der Grösse und der Auflösung des Bildschirms. Die Bandbreite reicht vom klassischen Handy-Display mit vielleicht 160x120 Pixel bis zum 3,5-Zoll-Touchscreen mit 800x480 Pixel. «Die differenzierte Darstellung der Inhalte auf den verschiedenen Endgeräten ist eine echte Herausforderung», meint Windler. ➤ Wirrwarr der Formate: Auch die Unterstützung von Bild-, Videound Audioformaten ist je nach Gerät höchst unterschiedlich ausgeprägt. Nach den Angaben der Hersteller beherrschen beispielsweise nur 16 Prozent aller Geräte das MP3-Format, bei 71 Prozent liegen offiziell keine Informationen dazu vor. Während das iPhone sich auf MPEG4Video versteht und bei WindowsMedia-Dateien schlappmacht, liegen emoVeo-plattform die Verhältnisse bei Windows-Mobile-Geräten naturgemäss anders. payment network operator ➤ Diversifizierte Browserlanddevice recognition component payment platform component schaft: Im herkömmlichen Web teilt Process Payment GET/RETURN Device Information sich der Browsermarkt heute im weProcess Clearing/Cancel Request SEND/RETURN Payment Request SEND/RETURN Clearing/Cancel Request sentlichen auf drei grosse Akteure Transform In Target XML ·WML Mobile Request ·cHTML auf: Firefox, Internet Explorer und transformer SEND emvML Feed ·xHTML component custmer web/ SEND Target XML Document ·VodafoneML Safari. In der mobilen Welt sieht es applications server ·XDIME-CP Send Response völlig anders aus: Nach wie vor spieDELIVER/REQUEST Device Parameters len mindestens zehn Browsertypen Built emvWL Content mit teils völlig unterschiedlichen Eisms/mms GeVideo transcoding image Generator sound converter genschaften eine signifikante Rolle. nerator component image converter component SEND Reference component component Der niedrigste Marktanteil liegt bei 3 SEND Rendered Output Prozent, und keiner der MobilRender Image Transcode Video Transcode Soundfile Generate SMS/EMS/MMS browser erreicht mehr als 22 Prozent. Die Mobilbrowser sind zudem oft weniger fehlertolerant und stürdie von swiss txt genutzte deviceerkennungsplattform emoveo bereitet die inhalte anhand des Geräteprofils zen öfter ab als konventionelle Webauf und transcodiert multimedia-streams automatisch ins passende Video- oder audioformat. browser.

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Mobile Geräteerkennung

Mobile Computing

Es ist also schwierig, eine mobile Website zu erstellen, die einerseits die Möglichkeiten der Geräte wirklich ausnutzt und andererseits auf den meisten Geräten problemlos läuft. In der Praxis kommt es denn auch immer wieder zu Darstellungsfehlern, das Gerät stürzt wegen nicht konformen Scripts ab oder Audio- und Videodateien kommen im falschen Format. «Für den Nutzer ist es besonders störend, wenn er für teures Geld etwas herunterlädt, was er dann doch nicht betrachten kann», stellt Andreas Windler fest: Der Betreiber eines nicht richtig funktionierenden Mobilportals habe mit Imageschäden zu rechnen.

Geräteerkennung tut not

Ein Mobilportal, das vor zwei Jahren auf die damals wichtigsten Geräte massgeschneidert wurde, läuft auf den aktuellen Handys und Smartphones nicht mehr optimal. «Die Entwicklung für nur bestimmte Gerätetypen ist eine Sackgasse», meint Windler, «man müsste ständig optimieren und anpassen, was erheblichen Mehraufwand mit sich bringt.» Für die hauseigenen und kundenspezifischen Mobilportale hat Swiss Txt deshalb vor zwei Jahren eine Alternative gesucht und gefunden: Die Emoveo-Plattform des deutschen Entwicklers Netbiscuits erkennt in Echtzeit, welches Gerät auf das Portal zugreift und liefert die Inhalte in angepasster Form aus. Die Plattform berücksichtigt sowohl Grundeigenschaften wie Bildschirmgrösse und Browsertyp als auch die Unterstützung für Multimediaformate: Audio-, Video und Bildinhalte werden bei Bedarf automatisch auf das geeignete Format transcodiert. «Diese Plattform garantiert, dass unsere Portale auf allen denkbaren Geräten immer gut aussehen.»

erkennung per Geräteprofil

Eine erste Basis für die Geräteerkennung sind Angaben wie UserAgent, Accept-Charset und Accept-Language im http-Header, den das Gerät mit jeder Anfrage an den Webserver mitliefert. Damit sind jedoch die Möglichkeiten noch nicht im Detail erfasst: Zusätzliche Angaben wie Bildschirmgrösse und Multimedia-Unterstützung lassen sich aus dem User Agent Profile (UAProf) gewinnen. Es handelt sich dabei um ein XML-Dokument, das auf einem Repository-Server gespeichert ist. Die URL, unter der das Profil zu finden ist, wird ebenfalls im http-Header mitgeschickt. Das XML-Format für das UAProf-Dokument wurde von der Branchenorganisation Open Mobile Alliance definiert und basiert auf den vom World Wide Web Consortium definierten Standards CC/PP Framework (Composite Capabilities/Preference Profile) und RDF (Resource Description Framework).

linKs zum thema mobile websites, von swiss txt realisiert http://mobilesweb.sf.tv, http://mobile.lukb.ch, http://atpbasel.ch plattformen für die Geräteerkennung www.netbiscuits.com, www.sevenval.de Gerätedaten http://wurfl.sourceforge.com, http://deviceatlas.com simulatoren/emulatoren www.ready.mobi, http://emulator.mtld.mobi/emulator.php

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Gleiche inhalte, andere darstellung: die mobile website des schweizer fernsehens auf zwei Geräten.

Traditionell stammen die Geräteprofile von den Telefonherstellern, die jeweils einen eigenen Repository-Server betreiben. Mit der Qualität dieser Informationen hapert es jedoch: «Die Hersteller aktualisieren diese Informationen oft nur widerwillig. Der wachsende Markt für Mobilportale dürfte aber bewirken, dass sich dies ändert», hofft Windler. Um dem Problem der fehlenden respektive ungenauen technischen Endgeräte-Spezifikationen zu begegnen, unterhält der Anbieter der von Swiss Txt genutzten Emoveo-Plattform an seinem Hauptsitz in Kaiserslautern ein grosses Testlabor, in dem die neu erhältlichen Mobiltelefone laufend untersucht werden. Die Ergebnisse fliessen in eine eigene Gerätedatenbank ein, die so weitgehend auf dem aktuellen Stand gehalten wird.

zukunft geht richtung open source

«Heute haben wir mit Emoveo eine Plattform, die unsere Anforderungen erfüllt», lobt Andreas Windler die bestehende Lösung. «Allerdings sind damit auch zusätzliche Kosten verbunden.» Es kommt Windler deshalb entgegen, dass die gängigsten Gerätedaten immer offener verfügbar werden. Das Wireless Universal Resource File (WURFL) stellt die gesammelten Daten via Sourceforge zur Verfügung. Etwas moderner aufgezogen, aber kostenpflichtig ist der Deviceatlas: Je nach Aktualisierungsfrequenz fallen pro Webserver, auf dem die Informationen genutzt werden sollen, Jahresgebühren zwischen 99 und 299 Dollar an. Beide Lösungen bieten eine gute Basis, müssen jedoch mit Daten aus eigenen Recherchen und GeräteTests ergänzt werden, sonst kann weder die Vollständigkeit noch die Qualität garantiert werden. «Wir denken daran, auf Grundlage der frei verfügbaren Geräteprofile für die Zukunft eine eigene Lösung zu entwickeln. Damit würden die zusätzlichen Kosten für die bisherige Plattform wegfallen und wir könnten eine höhere Aktualität und Qualität der Gerätedaten sicherstellen.» Das Know-how für die Entwicklung einer eigenen Lösung ist bei Swiss Txt vorhanden, vor allem auch was das Transcodieren der Multimedia-Inhalte in die vielen verschiedenen Formate anbelangt. Bereits sieht Swiss Txt jedoch neue Bedürfnisse der Deviceerkennung im Markt, die aktiv angegangen werden sollen. So ist zum Beispiel die Erkennung von Gamekonsolen oder TV-Screens auf Browserbasis in keiner bestehenden Lösung mitberücksichtigt. Letztlich geht es immer wieder darum, den Inhalt für den Konsumenten auf jedem Endgerät korrekt und ansprechend darzustellen.

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Mobile Computing

Achtung SAP!

Leider nicht alles ganz so einfach Mobile Computing für SAP-Anwender wäre eigentlich ganz einfach. Doch die hochkomplexe SAP-Umgebung ist für Unterhalt und Betrieb eine sehr grosse Herausforderung. Vo n d i e t e r s t e i g e r

S

AP erschliesst dem Anwender und sich selbst mit SAP Netweaver Mobile mobile Geräte als Frontend. Damit wird der SAP-Nutzerkreis im Unternehmen und darüber hinaus ausgeweitet. Über mobile Geräte können Teilmengen der SAPFunktionen und Daten Nutzern zur Verfügung gestellt werden, die unterwegs sind oder aufgrund ihrer Tätigkeit und Umgebung nicht auf einem normalen Computer arbeiten können. Beispielsweise können Verkäufer unterwegs CRM-Daten einsehen und aktualisieren, Fahrer auf einer Baustelle Produkt- und Lieferinformationen erfassen oder Mitarbeiter jede Art von Inventar überall aufnehmen.

in Kürze · SAP bietet mit Netweaver Mobile auf den ersten Blick die Möglichkeit, alle Träume der geschäftlichen Mobilität zu erfüllen. · Allerdings ziehen die komplexe SAP-Systemarchitektur und das Zusammenwirken der Komponenten der Netweaver-MobilePlattform grosse Herausforderungen an Entwicklung, Betrieb und Unterhalt mit sich. · Beim Kauf von mobilen Komponenten von SAP-Partnern ist darauf zu achten, dass die Anwendungen die Anforderungen von SAP Mobile Computing erfüllen und die SAP-Architekturkomponenten nützen. · Beim Kauf von mobilen Anwendungen von SAP selbst empfiehlt sich eine umfassende Voranalyse, weil oftmals umfassende Erweiterungen nötig sind.

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Dank der Netweaver-Technologie kann SAP auch von der technologischen Architektur her aus dem Vollen schöpfen. Gleichzeitig ermöglicht die serviceorientierte Architektur der SAP-Anwendungen, die notwendigen Business-Services aus den unterschiedlichen SAP-Standardapplikationen wie ERP und CRM in Form von Webservices zur Verfügung zu stellen. Bei Bedarf können so Funktionen und Daten aus allen Bereichen der SAP-Business-Suite-Applikationen auf mobilen Geräten zur Verfügung gestellt werden. Die Bereiche der SAP Business Suite sind: Finanzwesen ➤ Fertigung ➤ Beschaffung ➤ Produktentwicklung ➤ Marketing ➤ Vertrieb ➤ Service ➤ Personalwesen ➤ Logistikabwicklung ➤ IT-Management ➤ So überzeugend dies für das Geschäft ist, gilt es, die Herausforderungen der Einführung für Anwender und Informatik von SAP Mobile Computing im Unternehmen zu beachten. Es sind dies, wie generell für alle Mobile-Computing-Anwendungen, zu niedrige Datenübertragungsgeschwindigkeiten und die unterschiedlichen Anforderungen der nicht standardisierten mobilen Geräte von Smartphones bis Notebooks. Hinzu kommt im Fall von SAP, dass sich sowohl Entwicklung wie auch Betrieb um die zugehörigen Entwicklungswerkzeuge und die benötigte Middleware-Plattform kümmern müssen. Dies nicht nur bei der Entwicklung und Einführung, sondern vor allem für sämtliche Änderungen über den ganzen Lebenszyklus der mobilen Applikationen hinweg.

dieter steiger ist gründer Und treiBende Kraft des BeratUngs­ UnternehMens Beteo. der diplo­ Mierte WirtschaftsinforMatiKer Und BetrieBsöKonoM KlZ ist itil­ Und sap­ZertifiZiert Und Weist aUf proBleMe der infoWeeK­schWer­ pUnKttheMen für sap­KUnden hin.

herausforderungen für entwicklung, lifecycle-management und betrieb

Für die Entwicklung stellt SAP Netweaver eine umfassende Entwicklungsplattform zur Verfügung – auch für die Entwicklung der Anwendungen mit mobilen Geräten als Frontend. Was auf dem Papier ganz einfach und überzeugend aussieht, sollte man in der Praxis betreffend der Konsequenzen dennoch genau überprüfen. Von Entwicklung und Einsatz mobiler Anwendungen und Geräte ist beim SAP-System nämlich nicht nur das mobile Frontend betroffen. Vielmehr sind in verschiedensten Bereichen Auswirkungen auf des ganze System und seinen Unterhalt zu erwarten. Aus technologischer und vor allem Software-logistischer Sicht bedarf SAP Netweaver Mobile bereits zweier unabhängiger Umgebungen! SAP Netweaver Mobile benötigt die Installation ➤ eines ABAP-Application-Servers ➤ wie auch eines Java-Application-Servers Auf diesen Application-Servern sind zusätzlich jeweils die von den Applikationen benötigten ABAP- oder Java-Add-Ins zu installieren. Das Zusammenspiel der Komponenten zeigt die Grafik «Komponenten der SAP Netweaver Mobile Platform».

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Achtung SAP!

rungen müssen deshalb genauso schriftlich formuliert sein und zu jeder Anforderung muss der Lösungsansatz konzipiert sein.

Application Client Framework

SAP Netweaver Developer Studio

client services

API Layer

Remote Admin services

Persistency Synchronisation

Web Dynpro Design time

NWDI

J2SE or J2ME SAP

Data Distribution Data Consolidation Backend Adapters

Application Conntent

Data Orchestration Engine Client Connectivity & Transport Design time

Notweaver Mobile Administrator

UI Runtime

Quelle: Beteo

sap netweaVer mobile platform

Components of SAP NW Mobile Platform

Message oriented Middleware - XI

SAP/Service enabled Backend

Legacy backend

zusammenspiel der Komponenten der sap netweaver mobile platform.

Wesentliche Auswirkungen von der Einführung mobiler Anwendungen sind im SAPSystem auf drei Systemkomponenten zu erwarten: 1. auf dem Netweaver- Java-Application-Server, 2. dem Netweaver-ABAP-Application-Server und 3. ebenfalls auf dem SAP-Backend-System. sap-netweaver-Java-application-server Auf dem Java-Application-Server werden die Frontend-Applikationen entwickelt. Für die Entwicklung dient das SAP NWDS (SAP Netweaver Development Studio). Zur Ausführung kommt der Java Code auf dem SAP-NWJava-Application-Server. In der professionellen Entwicklungsumgebung wird die Java Softwareversionierung über die SAP NWDI (SAPNetweaver-Development- Infrastruktur) vorgenommen. sap-netweaver-abap-application-server Der ABAP-AS stellt entsprechend dem Business-Szenario der mobilen Frontend-Anwendung die Teildatenmengen bereit, die für den End-Nutzer direkt vor und nach dem MobileDevice repliziert werden. Voraussetzung hier-

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für ist ein direkter Zugriff auf die SAP-Backend-Systeme. Der von SAP hierfür zur Verfügung gestellte Mechanismus ist die «Data Orchestration Engine».

Konventionelle sap-datenhaltung im sap-backend

In der Praxis sind die Anforderungen von mobilen Lösungen so, dass die bereits definierte, entwickelte und durch Customizing erstellte SAP-Business-Logik meist nicht genügt. So müssen auch am SAP-Backend für die mobilen Applikationen Code-Änderungen vorgenommen und Einstellungen angepasst werden.

achtung beim einsatz mobiler sap-anwendungen von sap ...

SAP selbst bietet vorgefertigte mobile Anwendungen, sogenannte «SAP xApps for Mobile Business» an. Aufgrund der systemübergreifenden Zusammenhänge innerhalb der SAPUmgebung bedingt eine Einführung eine umfassende Voranalyse. In der Praxis zeigt sich, dass aufgrund der Geschäftsanforderungen an solche Anwendungen, der von SAP ausgelieferte Standard umfassend erweitert werden muss. Anforderungen an mobile Erweite-

... und sap-partnern

SAP-Entwicklungspartner und SAP-Beratungshäuser bieten diverse Produkte an. Oft sind dies ursprünglich spezifische Kundenimplementierungen, die so generisch auf den Markt gebracht werden. Hierbei ist zu beachten, inwieweit diese Produkte wirklich dem generellen Anspruch von SAP Mobile Computing standhalten. Es ist zu prüfen, ob solche Produkte auf SAP Netweaver Mobile 7.1 basieren und die zur Verfügung stehenden SAP-Architekturkomponenten wirklich nutzen. Leider enthalten die ursprünglich kundenimplementierungsbasierten Lösungen oft Architekturabhängigkeiten des ersten Auftraggebers, was aus Sicht des damaligen Auftraggebers Sinn machte, jedoch zusätzliche Bedingungen und Komplexität bei Einführung und Unterhalt mit sich bringen kann.

herausforderungen beim unterhalt von mobile solutions für sap

Aus Software-logistischer Sicht stellt sich die komplexe, mehrstufige Umgebung als grosse Herausforderung dar. Es kommen SoftwareKomponenten zum Einsatz mit bis mindestens je drei unabhängigen Software-Entwicklungswerkzeugen, Systemumgebungen und ihren zugehörigen Einstellungen. Diese sind laufend synchron zu managen, was einen nicht zu unterschätzenden zusätzlichen Aufwand bedeutet. Wenn im Unternehmen einzelne dieser Komponenten noch nicht intensiv genutzt wurden, bedeutet dies unter Umständen einen massiv grösseren Bedarf an Ressourcen und Mitteln in der SAP-Informatik.

fazit

Für SAP-Anwender ist die Versuchung gross, der Vorstellung zu verfallen, dass alles, was von SAP ausgeliefert wird, auch direkt die eigenen Anforderungen erfüllt. Ein umfassendes, Software-neutrales Pflichtenheft zeigt sofort Lücken auf und ist deshalb ein absolutes Muss für die erfolgreiche Einführung von Mobile Computing für SAP. Es ist fatal, wenn man erst spät feststellt, dass die scheinbar einfachen, oft unausgesprochenen Erwartungen von Business und IT an Mobile Computing grosse Aufwendungen für Entwicklung, Betrieb und vor allem Unterhalt nach sich ziehen. SAP stellt eine gute Basis für mobile Computing zur Verfügung, trotzdem ist bei der Implementierung von Mobile-Frontends ein äusserst professionelles Vorgehen gefragt.

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Mobile Computing

Der Rechtsanwalt rät

Daten unterwegs ins Ungewisse Ohne organisatorische, technische und regulatorische Massnahmen kann aus dem Traum der mobilen Arbeitsfreiheit bald ein rechtlicher Albtraum werden. Vo n U e l i g r ü t e r

D

er Arbeitsnomade sitzt im Zug. Er greift drahtlos auf das Netzwerk im Büro zu und holt sich die Daten, die er für seine Arbeit unterwegs benötigt. Zwischendurch spricht er übers Handy mit seinem Kollegen im Geschäft über einen Kunden und dessen Probleme; die Mitfahrer hören gespannt zu. Dann geht er zur Toilette, lässt sein Notebook und sein Handy zurück. Der Arbeitsnomade ist sich nicht bewusst, wie viele rechtliche Stolpersteine im Weg liegen, währenddem er unbekümmert durch die Welt braust.

datenschutz und Kundengeheimnis

Der Gau für jeden CEO ist die Schlagzeile «Laptop mit 3000 Kundenadressen im Zug spurlos verschwunden!» und führt heute in der Regel zum «vorzeitigen Abgang» des Top-Kaders,

in Kürze · Der Gau für jeden CEO ist es, wenn vertrauliche Kundendaten wegen fehlendem Datenschutz und entsprechendem Bewusstsein der Mitarbeiter wortwörtlich auf der Strasse landen. · Das mobile Arbeiten im Unternehmen birgt zahlreiche rechtliche Stolpersteine. Mit einem Mobility-Reglement und einer entsprechenden Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern können diese rechtlichen Stolpersteine erfolgreich umschifft werden. · Mit diesen Mitteln lassen sich allfällige rechtliche Konsequenzen und eine Beschädigung des Rufes des Unternehmens verhindern.

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das dafür nach Datenschutzgesetz schlussendlich verantwortlich ist. Dabei sind die rechtlichen Konsequenzen zu vernachlässigen. Das Datenschutzgesetz und seine Grundsätze sind aber die rechtliche Leitplanke, an denen der Datenschutz eines Unternehmens gemessen wird, eben auch durch die Medien. Datenschutz ist darum Chefsache und entsprechende organisatorische, technische und regulatorische Massnahmen sind «top-down» anzuordnen. Damit sie auch eingehalten werden, sind die unternehmensinternen Datenschutzregeln mit drastischen Konsequenzen für den fehlbaren Mitarbeiter zu verbinden. Alles andere hätte etwa soviel Wirkung wie ein Löwe ohne Zähne. Nicht nur Ärzte, Rechtsanwälte und Banker unterliegen einem speziellen gesetzlichen Geheimnis. Im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht hat jedes Unternehmen neben dem Datenschutz auch nach Vertragsrecht die Vertraulichkeit seiner Kunden zu wahren. Und der Mitarbeiter seinerseits hat eine entsprechende arbeitsrechtliche, gesetzliche Geheimhaltungspflicht, die sogar über sein Arbeitsverhältnis hinaus andauert. Wird sie verletzt, kann der Arbeitgeber gegenüber dem Mitarbeiter durchgreifen, was bis zur fristlosen Entlassung führen kann.

mobility-reglement

Ein eigenes «Mobility-Reglement», das den Mitarbeitern als integrierender Bestandteil des Arbeitsvertrages abgegeben wird, trägt wesentlich zur Sensibilisierung und Prävention im Bereich Datenschutz und Vertraulichkeit beim mobilen Arbeiten im Unternehmen bei. Notwendig ist jedoch auch, dass im Rahmen der Anstellung genügend darauf aufmerksam gemacht und auf die arbeitsrechtlichen Konsequenzen hingewiesen wird. Das Reglement muss Teil der Weiterbildung im Unternehmen sein. Vorab wird in einem solchen Reglement festgehalten, wer welche Daten für die Arbeit

U e l i g r ü t e r, l l.M., i s t r e c h t s ­ Zürich Und lUZern Und doZent an der hochschUle lUZern Mit speZialgeBiet KoMMUniKations­ anWalt in

Und

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schärft

Beiträgen aUs theorie Und praxis die recht­ liche sicht aUf die schWerpUnKt­ theMen Von infoWeeK. Mit seinen regelMässigen

ausserhalb des Unternehmens mitnehmen darf. Dafür ist eine entsprechende Klassifizierung der Daten notwendig. Sodann wird bestimmt, mit welcher Hard(insbesondere Laptops, PDA, Smartphones, Handys) und Software (z.B. nur autorisierte Software) die Mitarbeiter ausserhalb des Unternehmens arbeiten dürfen. Dazu gehört auch die Regelung, ob einerseits die Hard- und Software für private Zwecke eingesetzt werden dürfen und ob andererseits private Hard- und Software für die Arbeiten für das Unternehmen verwendet werden dürfen. Dazu kommt die Regelung, mit welchen Netzwerken Dritter die Geräte verbunden werden dürfen. Die Geräte müssen ausserhalb des Unternehmens derart gesichert werden, dass auch nach einem Verlust Datenschutz und Vertraulichkeit gewährleistet werden können. Dabei darf gerade der Schutz von kleinen Geräten nicht vergessen gehen. Zur Datensicherung gehören auch die organisatorischen Massnahmen, dass Datenträger nicht falschen Personen übergeben werden. Zu beachten ist zudem, was mit den Geräten passiert, wenn sie nach dem mobilen Arbeiten ins Unternehmen zurückkommen. Wenn Hard-, Software und Daten das Unter-

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Der Rechtsanwalt rät

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sig geprüft werden, ob das Regelwerk auch effektiv eingehalten wird, da ansonsten erst bei einem Schadenfall Mängel entdeckt werden. Dabei müssen die Leute des Compliance auch Möglichkeiten haben, Verstösse gegen das Mobility-Reglement zu ahnden bzw. ahnden zu lassen. Zur Compliance gehört z.B. auch die Auswertung von im Rahmen der Erdatenzugriff, übertragung füllung des Mobility-Reglements Wenn die Mitarbeiter ausserhalb erstellten Protokollen. des Unternehmens arbeiten, greiDas durchdachteste Regelwerk fen sie von ihren mobilen Geräten nützt nichts, wenn es veraltet ist. auf die Datenbanken des UnterIn diesem Fall stellt das Mobilitynehmens. Dafür muss der Zutritt Reglement selbst eine Gefahr dar. geregelt werden. Das MobilityAus diesem Grund ist im RegelReglement soll festlegen, wer wer daten auf reisen schickt, braucht ein mobility-reglement. werk selbst zu bestimmen, wer es wem zu welchen Datenbanken in welchem Rhythmus revidiert Zutritt gewähren darf. Dabei sollten die Berechtigungen entsprechend dem chert werden muss, wenn niemand daran ar- und den neuen technischen, organisatorischen und personellen Gegebenheiten anpasst. Bei System der Unterschriftsberechtigungen für beitet. grösseren Unternehmen ist dies wohl die Leidas Unternehmen vergeben werden, also tung der IT-Abteilung zusammen mit der «top-down», vom Verwaltungsrat zur Ge- informationssicherheit, compliance schäftsleitung und von dieser zu den einzelnen Der beste Soft- und Hardwareschutz nützt Rechtsabteilung. Mitarbeitern. Zu den Zutrittsregeln gehört nichts, wenn vertrauliche Informationen ausauch das Handling der Passwörter, die mit und serhalb des Unternehmens Dritten z.B. über awareness analog zu den Zutrittsberechtigungen verge- Einsicht in den Bildschirm des Notebooks oder Obwohl davon ausgegangen werden kann, ben werden. Da Passwörter aus Sicherheits- bei Telefonaten in der Öffentlichkeit zugänglich dass bereits viele Unternehmen über entspregründen regelmässig geändert werden sollten, gemacht werden. Die Mitarbeiter müssen im chende Mobility-Reglemente verfügen, zeigt muss festgelegt werden, wer wann bzw. in Rahmen des Mobility-Reglements auf diese der tägliche sorglose Umgang mit Kundeninwelchen zeitlichen Abständen neue Passwör- Problematik sensibilisiert und zu einer ent- formationen nicht nur beim lautstarken Telefoter verteilt oder die Mitarbeiter zur Änderung sprechenden generellen Vertraulichkeit aus- nieren in der Öffentlichkeit, dass sich die Mitihrer Passwörter auffordert. Schlussendlich serhalb des Unternehmens verpflichtet wer- arbeiter offenbar der Problematik zu wenig bewusst sind. Awareness ist aber das A und O müssen die Mitarbeiter zu einer sicheren Auf- den. Heikle Punkte, die einer Regelung bedürfen, im Bereich Datenschutz und Vertraulichkeit. bewahrung von Passwörtern verpflichtet wersind beim mobilen Arbeiten ausserhalb des Das Mobility-Reglement trägt an sich dazu bei, den. Im Rahmen des Mobility-Reglements müs- Unternehmens auch die Aufbewahrung und wenn es den Mitarbeitern im Rahmen der sen die Mitarbeiter auf eine sichere Daten- die Entsorgung von Datenträgern, Daten und Anstellung entsprechend kommuniziert wird. übertragung sensibilisiert und dazu verpflich- ausgedruckten Dokumenten. Es stellt sich z.B. Ergänzt werden muss diese Massnahme aber tet werden. Dabei ist festzuhalten, welche Da- die Frage, ob diese in einer privaten Wohnung mit einer fortwährenden Sensibilisierung im tenübertragungswege die Mitarbeiter benützen oder einem Hotelzimmer speziell gesichert, Rahmen der Weiterbildung. dürfen. Dazu gehört sowohl die Datenübertra- z.B. in einem abgeschlossenen Schrank oder gung mittels Notebook, aber auch mittels Tele- Safe aufbewahrt werden müssen. Vor allem sofort handeln fon und Fax. Allenfalls sind verschiedene kleine Datenträger wie CD und Memory Sticks Und das Wichtigste: Damit mobiles Arbeiten Übertragungswege zu wählen, je nach Klassi- und ausgedruckte Dokumente landen oft in im Unternehmen nicht zum Stolperstein für einer Tonne vor dem Haus oder werden der das verantwortliche Kader wird, sollte man die fizierung der Daten. Da beim mobilen Arbeiten die Hardware Altpapiersammlung mitgegeben, anstatt sie guten Ratschläge der Juristen nicht auf den den geschützten Raum des Unternehmens zur Entsorgung an das Unternehmen zurück- Sanktnimmerleins-Tag verschieben, sondern verlässt, braucht es spezielle Anweisungen zugeben oder die Dokumente genügend zu sofort handeln, bevor das eigene Unternehzum Schutz der Hardware. So sollte z.B. gere- shreddern. Ungünstig ist es auch, wenn Mitar- men den Medien ungewollt eine tolle Schlaggelt werden, in welchen Umgebungen die beiter Datenträger in guten Treuen zur Entsor- zeile liefert. Hardware benutzt werden darf (z.B. nur in gung an Recycling-Unternehmen geschlossenen Räumen, nicht in Restaurants) weitergeben, ohne dass das eiund wie die Hardware beaufsichtigt werden gene Unternehmen mit diesen weiterführende informationen muss (z.B. keine unbeaufsichtigten Notebooks Vertraulichkeitsvereinbarungen in Sitzungspausen, keine im Auto zurücklas- hat. Buch und Links zum Datenschutz: www.kommunikationsrecht.ch Ein Schüsselelement des Mosen). Wenn auch selbstverständlich, macht es Eidg. Datenschutzbeauftragter: www.edoeb.admin.ch IT-Grundschutz-Katalog: www.bsi.de Sinn, in einem Mobility-Reglement zu erwäh- bility-Reglements ist dessen nen, dass die Hardware immer passwortgesi- Compliance. Es muss regelmäsnehmen verlassen, muss dies protokolliert werden. Es muss jederzeit nachvollzogen werden können, wer wann welche Hard-, Software und welche Daten aus dem Unternehmen genommen hat. Das gleiche gilt für den Rücktransfer von Hard-, Software und Daten.

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Mobile Computing

Meierhans meint

Mobil ist Open Source unschlagbar

O

pen Source ist etwas für Geeks und allenfalls für Grosskonzerne, die sich Spezialisten leisten können. Kleinere und mittlere Unternehmen halten sich besser an die integrierten Softwarepakete der kommerziellen Anbieter. Sprich, sie kaufen, was Microsoft für sie bündelt. Dies mag derzeit tatsächlich für die meisten KMU der gescheiteste Weg sein. Die Quasi-Monopolpakete des US-Softwareriesen sind zwar zu teuer – oder erreicht Ihr Unternehmen eine Netto-Gewinnmarge von gegen 30 Prozent? – aber unter dem Strich halt doch günstiger, weil weniger aufwendig in der Pflege. Lizenzgebühren hin oder her. Trotz alledem wird das OpenSource-Modell schon bald auch in Ihr Unternehmen vordringen. Die offenen Systeme kommen durch die mobile Hintertür und es ist besser, wenn Sie sie nicht aussperren. Eingeschleust werden sie durch Ihre Mitarbeiter – und gegen deren Ansprüche lohnt es sich ja nun wirklich nicht, anzukämpfen. Denn ein Unternehmen hat ein ursächliches Bedürfnis, dass seine mobilen Anwendungen auch aktiv genutzt werden. Das ist derzeit mit dem iPhone und künftig vor allem auch mit Googles Open-Source-Android-Geräten wesentlich besser gewährleistet, weil die Anwender diese Geräte lieben und nicht bloss als Arbeitsinstrument sehen. Nun werden Sie einwenden, dass Ihre Mitarbeiter bisher auch die Microsoft-Mobile-Geräte nutzen, die Sie Ihnen zur Verfügung stellen. Nur, der Enthusiasmus, mit dem sie dies tun, ist schon jetzt rapide am Sinken. Der Grund liegt im Verwachsen von Privatund Arbeitsleben. Die Nutzer wollen ein einziges Handy für beide. Und weil das Mobiltelefon heute zu einem nicht unbeträchtlichen Teil der Selbstdarstellung dient, muss dieses eine Gerät vor allem auch cool sein. Schliesslich will man sich nicht hinter seinen mit dem iPhone oder Android-Handy spielenden Freunden und Kollegen verstecken müssen. Coolness haben Microsoft-Geräte aber noch nie verstrahlt, und es gibt keinerlei Anzeichen, dass sich dies ändern wird.

Ihr dröges Geschäfts-Image dürfte in den nächsten Jahren im Vergleich zum restlichen Angebot noch grauer werden. Mit den Entwicklungen der Open-Source-Gemeinde wird der Software-Riese nicht mithalten können, denn bei ihm muss ja immer der «Vendor Lock-in» in den gesamten Software-Stack gewährleistet bleiben. Die Entwickler aber werden die Open-Source-Plattform lieben, weil sie ihnen in Sachen Entwicklungsumgebung, Programmiersprachen und Schnittstellen alle erdenklichen Freiheiten lässt. Da wird auch das trendige iPhone mit seiner proprietären Philosophie auf Dauer nicht mithalten können. Sie haben Sicherheitsbedenken? Die stufen die meisten Experten als eher gering ein. Es sei sogar so, dass sich auf einer Open-Source-Plattform viel spezifischere Sicherheitsanwendungen implementieren liessen. Sie haben Bedenken, dass Ihre Standardapplikationen für die Open-Source-Plattform aufwendig angepasst werden müssten? Mag sein. Aber jede mobile Anwendung muss möglichst genau auf einen bestimmten Anwender zugeschnitten werden. Überflüssige Standardfunktionen senken den Nutzungsgrad massiv. Sie denken, das Ganze sei Wunschdenken eines IT-Romantikers? Bereits in einem Jahr, wenn das Symbian-Betriebssystem im Open-Source-Modell freigegeben wird, werden die quelloffenen Systeme einen Marktanteil von etwa 70 Prozent erreichen. Und Googles Android ist nicht nur der Favorit der meisten Gerätehersteller. Auch die Netzbetreiber freuen sich auf eine Plattform, die ihnen viel mehr Freiheit lässt, Geräte in ihrem Sinn zu konfigurieren. Und bereits springen PC-Hersteller auf den Android-Zug: Asus und HP haben erste Netbooks angekündigt. Denn Android ist mehr als ein Handy-Betriebssystem.

Auf Dauer wird auch das iPhone nicht mithalten können.

d r. d a n i e l M e i e r h a n s B e s c h ä f t i g t s i c h a l s te c h n o l o g i e ­ U n d WissenschaftsjoUrnalist Mit deM i c t­ e i n s a t Z i n U n t e r n e h M e n . in seiner regelMässigen KolUMne BlicK schWerpUnKt­theMen Von infoWeeK. daniel.Meierhans@inhalte.ch Wirft er einen Kritischen aUf die

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Daniel Meierhans nr. 05 | Mai 2009

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Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

SwissICT Magazin ausgabe 05/2009 vom 20. april 2009

VERÄNDERUNGEN IN DER ARBEITSWELT Offshoring-Impulse für Schweizer Informatiker

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OECD: SChwEIz hat wEltbEStES bIlDungSSyStEm!

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DEr lEhrbEtrIEb gEwInnt

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PrOgrammIEruntErrICht In wElChEn PrOgrammIErSPraChEn?

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buSInESS COntInuIty – EIn untErSChätztES PhänOmEn

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Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie

SwissICT News OECD: Schweiz hat bestes Bildungssystem! Dank starker internationaler zusammenarbeit ist auch das duale berufsbildungssystem der Schweiz allmählich verstanden worden. Selbst die bisher kritische OECD schwelgt in höchsten tönen: Die Schweiz hat das weltbeste bildungssystem und vor allem hat sie ein System, das sehr durchlässig ist. man hat erkannt, dass die berufslehre in den betrieben sehr praxisnah und bedürfnisgerecht ist und die höchste bildungsrendite erbringt. und das nicht zuletzt dank der höheren berufsbildung mit der berufsprüfung und der höheren Fachprüfung oder den höheren Fachschulen. Die Praxisnähe steuert automatisch: Es wird das erlernt, was gebraucht wird. Entsprechend gibt es in diesem bereich auch am wenigsten arbeitslose. auch bei den Informatik-Führungsleuten gewinnt das berufsbildungssystem an ansehen. Führende CIOs unseres landes haben sich verpflichtet, massnahmen zu ergreifen, um die Informatik-ausbildung nach dualem Prinzip

mengenmässig zu fördern. Es wurde erkannt, dass der Fachleutebedarf so hoch ist, dass er mit dem bisherigen bildungsengagement nicht gedeckt werden kann. glücklicherweise konnte man in den letzten Jahren dank Personenfreizügigkeit leicht Informatiker/-innen in den Eu-ländern rekrutieren, jährlich rund 6‘000. In der Schweiz verliessen in dieser zeit je 2‘500 die grundbildung oder hochschule. Doch kann das ja nicht eine Strategie sein, völlig auf das ausland abzustützen in der hoffnung, dass kein «bildungs-Steinbrück» auftritt und dagegen ankämpft. zur erfolgreichen arbeitgeberpolitik gehört eben das entschiedene Engagement, für die aus- und weiterbildung auf allen Stufen in genügender menge zu sorgen. hier können die betriebe gleich selber dafür sorgen, dass ihnen der nachwuchs nicht ausgeht. Alfred Breu, SwissICT-Fachgruppe Lehr- und Praktikumsbetriebe

In diesem interaktiven Forum geht es um die menschliche wahrnehmung und deren rolle im geschäftsleben. Die gefahren von Stereotypen lauern überall, vor allem im hinblick auf die unterschiede zwischen den Denkarten der männer und Frauen in der It. was es benötigt, um ein innovativer umdenker zu werden, zeigt referent nigel may barlow auf, agent Provocateur und Kreativ-Coach für viele führende Firmen der welt. Er hat sich einen ruf als einer der dynamischsten referenten der welt erschaffen und arbeitet in allen Kontinenten mit berühmten brands als autor zusammen. Er ist ein gründer der tom Peters Organisation in Europa und leitet das re-think Projekt, welches darauf ausgerichtet ist, zielgruppen dazu zu bringen, den Kopf für kreatives umdenken frei zu machen – in der heutigen marktwirtschaft unumgänglich. nigel may barlow hat viele leute von weltbekannten Organisationen

wie apple und unilever auf jeglichen Kontinenten dabei unterstützt, ihr privates und geschäftliches Denken zu verändern. In seinem neuesten buch „re-think - how to think Differently“ spricht er direkt aus seiner Erfahrung – sei es Erfolg oder niederlage. hauptthemen des abends sind: • Das bedürfnis, auf neue und frische weise im alltag zu denken • Das Überwinden von berufs-blindheit durch das aktivieren des gens namens neugier • Das Entwickeln eines anfängergehirnes, um die eigene rolle auf neue weise zu betrachten • Verstehen, wieso Stereotypen entstehen und wie wir damit umgehen können • Das Verwenden von It, um Ideen zu generieren Dienstag, 26. Mai 2009, 18 Uhr Brasserie Lipp, Zürich

Erfahrungsaustausch: Scrum in Support und Betrieb

Datum

Titel / Thema

Ort

06.05.2009

Scrum Breakfast Mai Von auftrag zu abnahme: wie sorge ich dafür, dass die Entwickler bauen, was ich brauche?

zürich namics ag

26.05.2009

Re-Think: professional thought recreation abendveranstaltung der Fachgruppe knit

zürich brasserie lipp

04.06.2009

Scrum Breakfast Juni

zürich namics ag

04.06.2009

«Agile: Vom Hype zur Praxis» halbtages-Veranstaltung der Fachgruppe lean, agile & Scrum

Eth zürich

10.06.2009

Lehrlinge zu Spitzenleistungen führen halbtages-Veranstaltung der Fachgruppe lehr- und Praktikumsbetriebe

bern

26

Abendveranstaltung der Fachgruppe knit

SCRUM Breakfast Mai

Veranstaltungskalender SwissICT

Weitere Informationen und Anmeldung: SwissICT, www.swissict.ch, Telefon 043 336 40 20

Re-Think: professional thought recreation

Veranstaltung der Fachgruppe Lean, Agile & SCRUM Die It Support gruppe von anton Schultschik ist am Departement Elektrotechnik der Eth zürich hauptsächlich für die Instandhaltung der It-Infrastruktur des Departements und deren Kunden, sowie für den benutzersupport verantwortlich. nach seinem ersten Kontakt mit Scrum war anton Schultschick überzeugt, dass Scrum genau das ist, was seine gruppe benötigt, obwohl Scrum primär zum managen von (Entwicklungs-) Projekten vorgesehen ist. Seit den letzten 6 monaten arbeitet anton Schultschik an der schrittwei-

sen Einführung von Scrum. während mehrere Elemente aus dem Scrum Framework inzwischen den weg in den arbeitsalltag gefunden haben, ist die gruppe noch mitten in der umstellung zu einer agilen Support gruppe. anton Schultschik, leiter der It Support gruppe des Departements Elektrotechnik an der Eth zürich, berichtet über seine Erfahrungen. Mittwoch, 6. Mai 2009, 8 Uhr (Vortrag 8:35 bis ca. 9:00 uhr) namics ag, Zürich

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Der Lehrbetrieb gewinnt In der beruflichen Grundbildung spricht man von drei Lernorten: Berufsfachschule, überbetriebliche Kurse und Bildung in beruflicher Praxis. Verschiedene Partnerfirmen von BERUF ZUG setzen auf eine umfassende Grundausbildung, welche über den Stoff der obligatorischen überbetrieblichen Kurse hinaus geht. Das in Fach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz erreichte Niveau lässt den Einsatz in der Praxis für beide Seiten, Lernende und Lehrbetrieb, interessant werden. Isabel Koch

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ach den ersten zwei Jahren meiner ausbildung zur Informatikerin war ich froh, dass ich endlich an einer Einsatzstelle «richtig» tätig werden konnte. gleichzeitig war ich auch sehr nervös, denn in der abteilung bei Siemens würden keine mitlernenden mehr da sein, die mir notfalls mal helfen können. Viele Fragen gingen mir durch den Kopf: werde ich in der neuen abteilung akzeptiert? Kann ich die aufgaben meistern? Kann ich den ansprüchen gerecht werden? bringe ich genügend Fachwissen mit? wird man mich irgendwann als mitarbeiterin ansehen oder werde ich ewig die «lernende» bleiben, der man wenig zutraut? meine Sorgen waren unbegründet. besser hätte ich es nicht treffen können. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte, dass ich fast alles selbstständig erledigen muss, dass ich den mund aufmachen muss, wenn ich nicht voran komme und dass hier viel auf Selbstverantwortung gesetzt wird.

Aller Anfang ist schwer nachdem ich die tätigkeiten und Produkte unserer abteilung kennengelernt hatte, bekam ich zuerst

Informatikerin Isabel Koch

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kleinere interne Jobs. Darunter waren die anpassung eines Kommunikationstools mit Vba in Excel, interne Supportarbeiten, aber auch die Instandhaltung und Erweiterung unseres web Control Panels, welches auf einer Kommunikationskarte von einigen unserer regler zum Einsatz kommt. Es dient dazu, Daten aus dem regler auszulesen, darzustellen und zu ändern. mit meinen arbeitsergebnissen konnte ich meine Vorgesetzten überzeugen. Sie lobten meine saubere und effiziente arbeitsweise. bald wurden mir auch anspruchsvollere arbeiten zugetraut. So habe ich jetzt auch mit externen Kunden und geschäftspartnern aus den uSa, tschechien, Schweden, Dänemark und Deutschland zu tun.

Herausforderungen und Erfolge motivieren Ein auftrag war, für einen Kunden in amerika eine spezifische web applikation zu erstellen. unser Siemens Saphir web Control Panel musste an die Kälteanlage des Kunden angepasst werden. Die herausforderungen für mich bestanden einerseits in der Sprache (Englisch), andererseits in der zeitverschiebung, die einen zeitgleichen austausch von Informationen und abklärungen erschwerte. Ich habe die aufgabe offenbar erfolgreich gemeistert, denn der Kunde sowie der in den uSa zuständige Product manager waren zufrieden. Ich finde es ist sehr wichtig, dass lernende auch produktive und verantwortungsvolle aufträge bekommen. nur so lernen sie, mit Verantwortung und den ansprüchen der berufswelt umzugehen. Deswegen finde ich es toll, dass mir zugetraut wird, direkt mit ausländischen Kunden zu kooperieren. So auch mit einer Firma in tschechien, die mit einer eigenen webapplikation nicht das gewünschte Ergebnis erreichte. Ein meeting im dortigen Siemens

hQ Prag wurde nötig. zusammen mit unserem Product-manager und dem Field Supporter durfte ich hinfliegen und mein lösungsvorgehen präsentieren. gemeinsam konnten wir die Fehler in der applikation des Kunden analysieren, Problemlösungsstrategien erarbeiten und das weitere Vorgehen besprechen.

Vertrauen und Anerkennung stärken das Engagement Ein weiterer aussergewöhnlicher auftrag führte mich nach Deutschland. an ca. 600 geräten aus unserer Produktlinie in nürnberg und rastatt mussten dringend updates durchgeführt werden. Da auf grund von urlaubs- und Krankheitsabsenzen wenige mitarbeiter zu Verfügung standen, hat man mich und unseren lernenden Elektronik, niklas meyer, gefragt, ob wir den auftrag übernehmen. Dies war zwar eine arbeit, bei der meine Informatikkenntnisse nicht im Vordergrund standen. Es war jedoch ein Vertrauensbeweis der abteilungsleitung an uns lernende. wir beide haben uns alleine auf den weg gemacht und sind drei tage durch Deutschland gereist, um in den zwei grossen Produktionshallen von Siemens diese updates vorzunehmen. Es waren drei stressige tage, aber eine wertvolle Erfahrung. unsere bereitschaft und unser Einsatz wurden mit einer Sonderprämie honoriert. Seit gut drei wochen bin ich mitverantwortlich für die Inbetriebnahme des neuen «advanced web moduls» für unsere regler. wir befinden uns jetzt in der testphase. meine aufgabe ist es, unsere web applikation mit diesem neuen modul zu testen, wo nötig den Source Code anzupassen und neue Funktionen zu implementieren. meine sehr vielfältige arbeit hier macht mir wirklich Spass. weil man mir etwas zutraut, kann ich auch für meine abteilung wertvolle arbeit leisten. So ist eine lernende für die Firma eine bereicherung und kein «Klotz am bein»!

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Offshoring-Impulse für Schweizer Informatiker Die Begriffe Outsourcing und Offshoring werden oft verwechselt oder synonym benutzt. Aus Sicht einer Volkswirtschaft ist der Unterschied zwischen Outsourcing und Offshoring bedeutend, hat er doch grossen Einfluss auf Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Dieser Artikel befasst sich mit den durch das Offshoring hervorgerufenen Veränderungen, speziell für Informatiker. Frank Koch

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Frank Koch

er begriff Outsourcing bedeutet, dass ein unternehmen teile seines bisher internen Produktionsprozesses zu anderen Firmen auslagert. Dabei spielt es keine rolle, ob die auslagerung national an einen inländischen Partner oder international an einen Partner im ausland erfolgt. Der begriff Offshoring ist hingegen gerade dadurch definiert, dass eine Verlegung der Produktionsprozesse ins ausland stattfindet, wobei nicht zwischen der Produktion innerhalb der eigenen Firma, zum beispiel in Form einer ausländischen Filiale, oder in einem fremden unternehmen differenziert wird. Ob Outsourcing oder Offshoring macht für die agierenden manager allerdings eher wenig unterschied. In beiden Fällen müssen arbeitsprozesse analysiert und für die zusammenarbeit optimiert werden, heissen die ziele Produktivitätssteigerung und gewinnmaximierung durch arbeitsteilung und Spezialisierung.

Impulse Dienstleistungsgesellschaft In der Schweiz erwirtschaftet der Dienstleistungssektor 73 Prozent des bruttosozialprodukts. Er ist aber nicht nur der grösste, sondern mit 80 Prozent der neuen arbeitsstellen auch der dynamischste wirtschaftssektor. Veränderungen in diesem Sektor treffen die Schweiz deshalb in ihrem lebensnerv. und die Veränderungen sind da! Durch die weltweite Verbreitung des Internets sowie leistungsfähiger Computer lassen sich nämlich auch Dienstleistungen zunehmend effizienter auslagern. Dienstleistungen werden heute oft vollständig oder teilweise digitalisiert und können so räumlich und zeitlich getrennt von ihrem Konsum produziert werden. Dadurch entstehen innovative möglichkeiten der arbeitsteilung und Spezialisierung, wodurch die Produktivität gesteigert werden kann. Dienstleistungsgesellschaften wie die Schweiz, in denen Information und Kommunikation zu wesentlichen Produktionsfaktoren geworden sind, stehen damit vor nachhaltig veränderten rahmenbedingungen für ihre wertschöpfungsprozesse. Die neue arbeitsteilung betreiben wir gerne an Standorten, die besonders vorteilhaft erscheinen. Diese Standorte liegen aufgrund des eklatanten lohngefälles heute meist im

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ausland. Ein weiterer grund für Offshoring besteht in der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, welches auf dem heimatmarkt nicht oder nur teuer zu bekommen ist. und nicht zuletzt geht es dabei indirekt auch um die Erschliessung neuer märkte wie China oder Indien, die lokale Präsenzen einher bringen. nur zu natürlich, dass dann auch die wertschöpfung an diesen Orten geleistet wird.

Impulse Arbeitsmarkt Offshoring lässt sich kaum aufhalten und besser adressiert man die dadurch möglich werdenden Prozessinnovationen proaktiv. In der digitalisierten bearbeitungsform liegt grosses Potenzial für die wertschöpfungskette. Die aktuell dominierende motivation liegt dabei in der Einsparung von Prozesskosten, aber auch in der Komposition geeigneter ressourcen. Im resultat steigt die Produktivität der unternehmen, wodurch gewinn und wachstum für die eigene wirtschaft generiert werden. naturgemäss zieht dies wettbewerb an, welcher zu sinkenden Preisen für die abnehmer sowie schlussendlich mehr Kaufkraft für die Konsumenten von Produkten und Dienstleistungen führt. Soweit sind positive Effekte nicht nur für unternehmer, sondern auch für die Schweizer Volkswirtschaft zu erwarten und Offshoring mutiert zum wichtigen wettbewerbsfaktor. wie bei allen technologisch bedingten Veränderungen werden aber auch traditionelle arbeitsformen durch effizientere ersetzt. Im Falle von Offshoring werden zu anfang vor allem solche Prozesse betroffen sein, die einfach standardisiert und damit fremd vergeben werden können. Das sind repetitive, sich wenig verändernde quantitativ umfangreiche tätigkeiten. umgekehrt werden anspruchsvolle und flexible tätigkeiten, die spezieller Kenntnisse bedürfen und die zudem lokal stark verankert sind, kaum von der auslagerung erfasst werden. Diese implizite aufwertung heimischer arbeitsplätze wird sich langfristig positiv auf dem arbeitsmarkt auswirken. Die anpassung dürfte jedoch träge verlaufen. anfangs profitieren eher wenige arbeitnehmer von den Veränderungen, während sich die mehrheit durch erhöhte arbeitslosigkeit schlechter gestellt sieht.

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Für Informatiker verändert sich die arbeitswelt.

Impulse Informatiker Eine besondere bedeutung kommt hier den Informatikern zu. mit ihren neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind Informatiker die Initiatoren und architekten innovativer arbeitformen über Kontinente hinweg. Sie erst analysieren und unterstützen Prozesse derart, dass sie für die arbeitsteilung und auslagerung optimiert werden können. Offshoring ist für die wettbewerbsfähigkeit der Schweizer wirtschaft unabdingbar und Informatiker erst ermöglichen diesen Schub für die wichtige Dienstleistungsbranche. auch intelligente Produkte und Prozessinnovationen, triebfeder für kommende Erfolge unserer wirtschaft, werden heute fast ausschliesslich mittels Informations- und Kommunikationstechnologien und damit von Informatikern realisiert. So finden sich auf den Online-Stellenmärkten dann auch immer noch hunderte von offenen Stellen für Informatiker in der Schweiz; trotz Finanzkrise und zurückbuchstabierter auftragsbücher. Das ist eigentlich sehr erfreulich für Schweizer Informatiker, nur leider strömen nicht genug Junge in dieses interessante berufsbild nach. und trotz massiver anstrengungen der hiesigen hochschulen kann der bedarf an Informatikern bei weitem nicht gedeckt werden. momentan zählt die Schweiz jährlich 2‘000 nachwuchsinformatiker (rund 300 Studierende und 1‘700 lehrlinge), während jährlich 6‘000 ausgebildete Fachkräfte in den ruhestand treten. Das rekrutieren von ausländischen Spezialisten, insbesondere Informatikern, hat deshalb in der Schweiz geradezu tradition. während man diese Informatiker früher in die Schweiz holte, findet und belässt man diese nun aber zunehmend in niedriglohnländern, allen voran Indien. Da Informatiker in der Schweiz so rar sind, wird die wirtschaft geradezu gezwungen, diese knappe ressource im ausland zu rekrutie-

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ren. grundlegendes Know-how in den neuen technologien droht damit von der Schweiz in andere länder abzuwandern und dort ausgebaut zu werden. und da Informatiker schlussendlich auch Dienstleister sind, wird auch ihre arbeitskraft von dem auslagerungssog erfasst. Eine gefährliche Entwicklung, denn so wie innovative autos ohne Elektronik undenkbar geworden sind, sind heute auch innovative Dienstleistungen ohne Informations- und Kommunikationstechnologien kaum mehr möglich. und so wie die deutsche automobilindustrie deshalb von ihrer Elektronikindustrie abhängig ist, benötigt auch die Schweizer Dienstleistungsgesellschaft den berufsstand der Informatiker. Es ist deshalb dringend notwendig, dass der Informatikernotstand adressiert und die vielen offenen Informatikstellen in der Schweiz besetzt werden. Informations- und Kommunikationstechnologien, unsere aktuell wichtigsten Innovationskräfte, gehören zur Kernkompetenz einer jeden Dienstleistungsgesellschaft. Ein Export dieser wesentlichen Kompetenz wäre ein volkswirtschaftlich schwerer Verlust. Prof. Frank Koch, Studienleiter MAS Wirtschaftsinformatik, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Winterthur koch@zhaw.ch, www.zwi.ch

Offshoring lässt Know-how abfliessen

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Eine Streitfrage

Programmierunterricht in welchen Programmiersprachen? Das neue Ergänzungsfach Informatik darf seit dem Schuljahr 2008/2009 erstmals an Schweizer Gymnasien angeboten werden. Im Mittelpunkt steht dabei der Programmierunterricht, der die Problemlösungsfähigkeit fördern soll. In welchen Programmiersprachen sollen die Begriffe vermittelt werden? Die Meinungen der Fachleute gehen auseinander. Herbert Bruderer

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m ersten teil dieses beitrages in der letzten Infoweek wurde die unterschiedliche Eignung verschiedener Programmiersprachen dargestellt. Dieser zweite teil stellt die angebote der schweizerischen hochschulen vor.

ETH Lausanne Die Eth lausanne hat eine reihe von lerneinheiten und werkzeugen für den unterricht von Javascript entwickelt (http://lti.epfl.ch). nach Claude Petitpierre sind Konzepte zwar wichtiger als Programmiersprachen. Das dürfe aber nicht dazu verleiten, jedes Konzept mit der bestgeeigneten Sprache einzuführen. Denn so würden die Studierenden viel zeit aufwenden, um verschiedene Sprachen zu lernen. Die nutzung herbert bruderer einer einzigen Sprache erlaube die beschränkung auf die Konzepte und ihre Einbettung in einen grösseren zusammenhang. laut Petitpierre lassen sich Konzepte zudem nur dann verstehen, wenn es gelingt, die algorithmen für den rechner verständlich zu machen. um den ausbildungsnotstand in der Schweiz zu lindern Die gewählte Sprache müsse daher und den nachwuchs zu fördern, hat die Professur für vollständig, ausführbar und ablauffäInformationstechnologie und ausbildung der Eth zürich hig sein. Javascript eigne sich gut für ein ausbildungs- und beratungszentrum für Informatilehrzwecke, müsse aber in eine htkunterricht (abz) gegründet. Es bietet u. a. Informatikml-umgebung eingebunden werden, unterricht an mittelschulen und Veranstaltungen für die damit ansprechende Ergebnisse erzielt weiterbildung von Informatiklehrkräften an. Das abz hat würden. einen ausführlichen lehrplan für das Ergänzungsfach Informatik erarbeitet. Das abz führt Programmierkurse für Universität Basel Kinder und Jugendliche durch. Die Eth bietet zudem für helmar burkhart vom Departement das neue Ergänzungsfach Informatik einen besonderen zertifikatslehrgang Informatik für lehrkräfte an. weitere Informatik der universität basel sieht angaben sind auf der webseite www.abz.inf.ethz.ch zu zwar die notwendigkeit von Sprachfinden. Das abz ist teil des Kompetenzzentrums „lernen empfehlungen, möchte aber in erster und lehren in technik, naturwissenschaften und mathelinie die Konzepte der Informatik insgematik“ der Eth zürich. samt stärker herausgearbeitet wissen. „Programmieren ist wichtig, aber for-

ETH Zürich mit Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht

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male beschreibungen sind auch in anderem zusammenhang, etwa bei Datenbeschreibungen mittels Xml, unabdingbar. auch sind beim Programmieren algorithmische belange wichtiger als syntaktische Details“. Im weiterbildungsprogramm für das Ergänzungsfach Informatik gibt er den lehrkräften unterschiedliche Paradigmen mit in den Schulalltag. Die beschreibung von künstlichen Pflanzen mittels formalen grammatiken, das spielerische, ereignisorientierte Programmieren mit Scratch, das intuitive Kennenlernen von objektorientierten techniken mit Java/blueJ bis hin zum skriptorientierten Paradigma in Python sieht er gesamthaft als interessante Folge an, die wiederkehrende Konzepte aufzeigt. „wurde der Computer lange als eigenständiges Instrument mit lokaler Datenhaltung gesehen, sind heute eine Einbindung ins Internet und die globale Datenhaltung im web eine Selbstverständlichkeit. Sprachen, die hierzu nicht Schnittstellen bieten, werden über kurz oder lang als altmodisch gelten“, findet burkhart.

Universität Zürich Das Institut für Informatik der universität zürich setzt nach harald gall zusätzlich zu logo, Pascal und Delphi auf Smalltalk (Squeak) und Visual basic. Für abraham bernstein vom gleichen Institut sollte es eine Sprache sein, die einfach, aber trotzdem sauber strukturiert ist und mit der man ziemlich schnell ansehnliche Ergebnisse erhält. Es gehe jedoch nicht nur um das Programmieren, sondern um die Denkweise von Informatikfachleuten.

Universität Bern geht es vor allem um algorithmen und Datenstrukturen, so schlägt Oscar nierstrasz vom Institut für Informatik und angewandte mathematik der universität bern eine herkömmliche prozedurale Sprache (wie Pascal) vor. wenn Kenntnisse zur modellierung vermittelt werden sollen, zieht er jedoch eine objektorientierte Sprache wie Smalltalk, Python oder ruby

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vor. Python habe eine einfachere Syntax als ruby. Die universität bern habe bei Kindern und Jugendlichen gute Erfahrungen mit der grafischen Skriptsprache Scratch gemacht. Die Ergebnisse seien sofort sichtbar, was die motivation fördere.

Universität der italienischen Schweiz matthias hauswirth von der universität der italienischen Schweiz in lugano möchte noch folgende visuelle Sprachen einbeziehen, die eigens für die ausbildung entwickelt wurden: alice, greenfoot (blueJ) und agentSheets.

Schlussfolgerungen Die auffassungen über die ausgestaltung des Programmierunterrichts an gymnasien sind geteilt. allgemein wird zu recht wert auf die Vermittlung von Programmiergrundlagen gelegt, denn die Entwicklung der Programmiersprachen steht nicht still. Die einen Fachleute bevorzugen möglichst verständliche, klar aufgebaute Programmiersprachen. Für sie steht das Programmieren von algorithmen und Datenstrukturen im Vordergrund. Die anderen befürworten neuere, objektorientierte Sprachen, die sich besonders für die modellierung eignen. Im mittelpunkt des Programmierunterrichts soll die Problemlösung und nicht die Programmiersprache stehen. Für die ausbildung gibt es mehrere geeignete Schulsprachen. Kindgerecht sind etwa logo, Scratch und Squeak. Für den

Einstieg wie für Fortgeschrittene werden Pascal, Delphi oder Visual basic empfohlen. anspruchsvoll ist Java, eine objektorientierte, sehr umfangreiche Programmierumgebung. Für die lernenden ist es sehr hilfreich, wenn sie zu hause für die Übungen die gleiche umgebung wie in der Schule verwenden können. Es ist daher zweckmässig, wenn die Programmiersprache betriebssystemunabhängig, frei zugänglich und kostenlos (lizenzfrei) ist. Die wahl der Programmiersprache sollte nach Carl august zehnder den Informatiklehrpersonen überlassen werden. walter gander würde es begrüssen, wenn man sich auf eine Sprache einigen und diese empfehlen würde. Die Vorteile wären beim Informationsaustausch evident, und zudem wäre auch die Erstellung von lehrmitteln einfacher und attraktiver. nach hans hinterberger hängt die Sprachwahl sowohl vom Profil der Schule als auch von den zu vermittelnden Konzepten (Objektorientierung ja oder nein?) und der verfügbaren unterrichtszeit ab. Es sei – wie die Erfahrungen mit Pascal und Delphi deutlich machen – sehr vorteilhaft, wenn auszubildende vom neuling bis zum professionellen Programmierer die gleiche Sprache und die gleichen Konzepte anwenden. Durch den transfer von wissen und Konzepten werde die Programmierkompetenz so sehr stark gefördert. Herbert Bruderer, ETH Zürich, Informationstechnologie und Ausbildung (herbert.bruderer@inf.ethz.ch)

Programmiersprachen/Programmierumgebungen (Lehrsprachen) Name Erfinder/in Kennzeichen A gentS heets A lex R epenning, U nivers ität C olorado objek torientiert A lic e R andy P aus c h, C arnegie-M ellon-U nivers ität objek torientiert D elphi B orland hy brid (proz edural/objek torientiert) G reenfoot M ic hael K ölling, P oul H enrik s on, U nivers ität K ent objek torientiert Java Jam es G os ling, S un M ic ros y s tem s objek torientiert Javas c ript B rendan E ic h, N ets c ape/S un M ic ros y s tem s objek torientiert Logo S ey m our P apert, M IT proz edural, s truk turiert P as c al N ik laus W irth, E TH Züric h proz edural, s truk turiert P y thon G uido von R os s um (N iederlande) objek torientiert R uby Y uk ihiro M ats um oto (Japan) objek torientiert S c ratc h M itc hnel R es nik , M IT objek torientiert S m alltalk (S queak ) A lain K ay , Xerox P arc objek torientiert V is ual B as ic M ic ros oft hy brid (proz edural/objek torientiert)

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Business Continuity – ein unterschätztes Phänomen

Moderne Informationssysteme sind aus der heutigen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Bereits kurze Ausfälle der Informatik führen oft zu substanziellen Schäden, längerfristige Unterbrüche bedeuten nicht selten eine existenzielle Bedrohung. Rainer Egli

wie lange könnte ein unternehmen ohne It-Systeme überleben? wie gross dürfte der Datenverlust maximal sein? Oft zeigt erst eine systematische analyse dieser einfachen Fragen, welch enorme bedeutung die Informationssysteme erlangt haben. Die realistische Einschätzung dieser risiken sind eine zentrale Voraussetzung für die Formulierung der ziele einer geeigneten business Continuity Strategie. Diese ziele werden oft als recovery Point Objective (rPO) und recovery time Objective (rtO) ausgedrückt.

Die Ausgangslage häufig stimmen die Erwartungen der betreiber bezüglich Systemverfügbarkeit und maximalem Datenverlust mit der technisch realisierten Plattform nicht überein. Das Prinzip hoffnung begleitet viele It-Verantwortliche und geschäftsführer durch ihren It-alltag. Folgende risikoklassen können grob unterschieden werden: 1. So wichtig ist die It für uns nicht. Ein mehrtägiger Datenverlust und Systemausfall bereitet noch keine Kopfschmerzen. 2. Es stört uns schon, während tagen auf eine funktionierende It verzichten zu müssen. nach spätestens ein bis zwei tagen müssen wir wieder mit der It funktionieren können. Einen Datenverlust wollen wir sehr ungern nacharbeiten müssen. 3. nach maximal vier arbeitsstunden müssen wir wieder funktionieren können. Einen Datenverlust von mehr als 24 Stunden können wir nicht nacharbeiten – unmöglich. 4. Einen Systemausfall von max. zwei Stunden können wir knapp akzeptieren, aber einen Datenverlust von mehr als zwölf Stunden nachzuarbeiten ist schon fast katastrophal. 5. Das System muss so ausgelegt sein, dass ein Sy-

stemausfall wenige minuten bis maximal eine Stunde dauert. Einen Datenverlust können wir nicht akzeptieren – tödlich für unsere Firma. aus diesen risikoklassen lassen sich die geeigneten wiederherstellungsstrategien ableiten. Etwas vereinfacht dargestellt kann man dabei von vier Konzepten ausgehen: Hot. Dabei handelt zusammenhang zwischen den wiederherstellungszielen und den dafür es sich um einen geeigneten Strategien. vollständig ausgeHoffnung. Es steht kein ausweichstandort zur Verfürüsteten zweitstandort (backup-rechenzentrum), welches parallel mitläuft oder jederzeit kurzfristig in gung. wenn ein Schadenfall eintritt, muss ein neuer betrieb genommen werden kann. Die Daten werden Standort gesucht und die It-Infrastruktur neu beschafft laufend gespiegelt. sowie aufgebaut werden. hoffen wir, dass wenigstens die Datensicherung seriös durchgeführt wurde und Warm. Es existiert ein zweiter, mit der notwendigen die Sicherungsmedien täglich ausser haus gelagert wurden. Support-Infrastruktur (wan-Verbindungen, Klimageräte, Strom etc.) ausgestatteter Standort. Dieses Viele, insbesondere kleinere und mittlere betriebe, backup-rechenzentrum kann kurzfristig in betrieb ge- sind im Krisenfall nicht in der lage, die gestellten annommen werden und verfügt bereits über zentrale und forderungen zu erfüllen. Der grund dafür liegt auf der / oder noch zu beschaffende hard- und Software. hand: Die Kosten und die Komplexität für die notwenige Infrastruktur übersteigen in den meisten Fällen die Cold. Das unternehmen verfügt über einen minimal möglichkeiten von mittelständischen unternehmen. In diesem Fall lohnt die Suche nach einem Partner. vorbereiteten ausweichstandort. Einige hardwareund Software-Komponenten sind eingelagert oder Rainer Egli, Fachgruppe vorinstalliert. Die Daten werden konventionell gesiSourcing, SwissICT. chert, die medien periodisch ausgelagert. Vizepräsident des Verwaltungsrates und Geschäftsleitung Sales & Marketing, iSource AG, Glattbrugg ZH rainer Egli

Verbandsmagazin von SwissICT Impressum Herausgeber, Redaktion: SwissICt Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie • Redaktion: roland Schubert (ltg.), alfred breu und michael busch • Adresse: Vulkanstr. 120, 8048 zürich, tel. 043 336 40 20, Fax 043 336 40 22, info@swissict.ch, www.swissict.ch • Mitgliedschaft: Kombimitgliedschaft Fr. 90.–/Jahr, Einzelmitgliedschaft Fr. 150.–/Jahr (Studenten, lehrlinge Fr. 25.–), Firmenmitgliedschaft abFr. 250.–/Jahr (bis 5 mitarbeitende) • Erscheinungsweise: 11x pro Jahr in Infoweek.ch • Copyright: © SwissICt, zürich

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Publireportage

Hoch hinaus mit der richtigen IT-Infrastruktur

Konsolidierte und aufeinander abgestimmte Server- und Storagesysteme sowie Services lassen sich deutlich einfacher managen und bieten eine höhere Auslastung der Ressourcen. Sie helfen so insbesondere auch kleinen und mittleren Firmen, ihre Betriebskosten zu reduzieren – mit Erfolg, wie das Beispiel der Jungfraubahnen zeigt. Von Martin Regli* standardisierte IT-Infrastruktur auf einer einheitlichen Plattform. So betreiben die Jungfraubahnen heute die 25 unterschiedlichen Server, die früher in Interlaken standen, virtualisiert auf vier HP ProLiant Blade-Servern, speichern die Daten zentral auf einer HP StorageWorks EVA 4400 und verfügen über einen zuverlässigen 7x24-StundenService. Damit wurde eine skalierbare Plattform geschaffen, die zuverlässig läuft, effizient zu unterhalten ist und die schnell an sich ändernde Anforderungen wie beispielsweise den Bedarf nach höherer Leistung angepasst werden kann. Die optimal aufeinander abgestimmte HP Trilogy-Infrastruktur gewährleistet den stabilen Betrieb einer facettenreichen Unternehmung mit Bergbahnen sowie einer Verkaufs- und Marketingorganisation.

Dem Gipfel entgegen: Die Jungfraubahnen setzen auf das optimal abgestimmte IT-Infrastruktur-Paket HP Trilogy.

Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten können sich agile Unternehmen mit höherer Flexibilität einen Vorteil auf dem Markt verschaffen – unter anderem mit intelligenten Investitionen in die IT. Eine sichere, hochverfügbare und virtualisierte IT-Infrastruktur bildet dabei die Grundlage, um sich schnell auf neue Chancen im Markt auszurichten und mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen neue Kunden zu gewinnen. Um diese heutigen Ansprüche an die IT zu erfüllen, reicht es nicht mehr, bestehende Hardware am Ende ihres Lebenszyklus einfach durch neue Produkte zu ersetzen. Der Zeitpunkt ist gekommen, sich über eine grundlegende Neukonzipierung der Infrastruktur Gedanken zu machen. Dabei lohnt es sich, auf Server- und StorageHardware sowie Services zu setzen, die aufeinander abgestimmt sind – eine Lösung, wie sie HP mit dem Trilogy-Paket anbietet, das aus HP ProLiant Blade-Server, HP StorageWorks EVA-Datenspeicher und HP Care Pack Services besteht. Für die nötige Leistung bei geringem Energieverbrauch sorgen die Intel Xeon-Prozessoren mit QuadcoreTechnik, die über hardwareunterstützte Virtualisierung verfügen. Spielen alle Komponenten zusammen, profitieren die Anwender nicht nur von gesteigerter Rechenleistung, sondern auch von vereinfachtem Management und damit tieferen Kosten sowie einer hochverfügbaren und

flexiblen Umgebung für alle Ansprüche des operativen Geschäfts. Die Jungfraubahnen setzen auf HP-Komplettpaket Für die Gesamterneuerung der IT-Infrastruktur der Verwaltung mit HP Trilogy entschieden sich die Jungfraubahnen, die in der Ferienregion rund um Eiger, Mönch und Jungfrau zahlreiche Ausflugsbahnen und Wintersportanlagen betreiben. Die historisch gewachsene IT war äusserst heterogen. Neu setzt das Team der Jungfraubahnen auf eine

Die Jungfraubahnen befördern in der Hochsaison täglich bis zu 40 000 Personen und sind für deren Wohl und Sicherheit verantwortlich. Die Gäste erwarten störungsfreie Bergbahnen, funktionierende Parkhauskassen und Zugangskontrollen, aber auch aktuelle Informationstafeln und zuverlässige Leitsysteme. Diesen Ansprüchen können die Jungfraubahnen heute mit einem zukunftsgerichteten Rechenzentrum mit deutlich geringerem Managementaufwand im Vergleich zu früher gerecht werden. O * Martin Regli ist Director Enterprise Storage & Servers (ESS) bei HP Schweiz

HP Trilogy: Ein harmonisches Dreierteam

Mit Trilogy bietet HP ein optimal aufeinander abgestimmtes Paket, welches das HP ProLiant BladeSystem c3000 mit neusten Intel® Xeon®-Prozessoren, HP StorageWorks EVA-Lösungen und HP Care Pack Services zu einer leistungsfähigen, konsolidierten IT-Plattform verbindet. Trilogy bildet die ideale Plattform für den sicheren Betrieb zentraler Unternehmensanwendungen wie auch für Konsolidierungs- und Virtualisierungsprojekte. Dazu sind die HP Blade-Server bereits mit der Virtualisierungssoftware VMware ausgestattet, HP StorageWorks EVA stellt virtualisierten Speicherplatz zur Verfügung und HP Virtual Connect virtualisiert die Schnittstellen zwischen Server, Storage und dem Netzwerk. Die so integrierte Gesamtlösung hilft den Unternehmen sowohl nachhaltig Kosten zu sparen als auch die Produktivität zu steigern. Weitere Informationen: www.hp.com/ch/trilogy


Neue Produkte

Server

«Nehalem» ist da: Doppelte Leistung bei halbem Verbauch Mit der Einführung der Xeon-5500-Generation hat Intel einen der wichtigsten CPU-Neureleases der letzten Jahre vom Stapel gelassen. Die grossen Server-Hersteller sind mit Geräten da. Vo n M a r c e l W ü h t r i c h

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ls «spektakulärsten Prozessor, den die Industrie je gesehen hat» bezeichnet Intel Senior Vice President Pat Gelsinger die neueste Xeon-Prozessor-Generation (Xeon 5500), die auf Basis der neuen «Nehalem»-Mikroarchitektur entwickelt wurde. Der Prozessor bringt gemäss Angaben von Intel doppelt so viel Leistung bei halbiertem Stromverbrauch.

Im Idle-Modus verbrauchen die Chips lediglich 10 Watt Leistung – und somit 60 Prozent weniger als ihre Vorgänger. Insgesamt 17 Prozessoren auf «Nehalem»-Basis hat Intel zum Launch vom Stapel gelassen. In diesen sollen sich zukunftsweisende Technologien wie die IntelTurbo-Boost-Technik (quasi eine automatische Übertaktung), Hyper Threading, Power Gates

oder eine optimierte Virtualisierungstechnik finden. Wesentliche Neuerung ist aber die Beseitigung des klassischen Front-SideBus (FSB), bislang ein Flaschenhals der Intel-CPUs. Der FSB wird durch einen integrierten Speichercontroller namens Quickpath Interconnect ersetzt. Wie wichtig für die ServerHersteller die Xeon-5500-Einführung ist, zeigt die Tatsache, dass

laut Intel 70 Produzenten planen, «Nehalem»-Geräte zu lancieren. Die grossen Hersteller haben entsprechende Server bereits angekündigt. Allein HP hat beispielsweise elf verschiedene Modelle vorgestellt. In untenstehender Übersicht haben wir von den grössten Herstellern jeweils maximal drei Beispielkonfigurationen aufgenommen. info: Intel, www.intel.de

«Nehalem»-Server: eiNe auSwahl (BeiSpielkoNfiguratioNeN) herSteller apple

modell Xserve

BauweiSe Rack

Cpu, aNzahl uNd typ 1x Intel Xeon E5520 (2,26 GHz)

Poweredge R610 Rack 1x Intel Xeon E5502 (1,86 GHz) dell Poweredge T710 Tower 2x Intel Xeon X5550 (2,66 GHz) dell Poweredge M710 Blade 1x Intel Xeon E5506 (2,13 GHz) dell RX300S5 Rack 1x Intel Xeon E5520 (2,26 GHz) fujitsu RX300S5 Rack 1x Intel Xeon E5502 (1,86 GHz) fujitsu RX300S5 Rack 1x Intel Xeon E5506 (2,13 GHz) fujitsu hp DL380 G6 Rack 1x Intel Xeon E5504 (2,00 GHz) hp ML350 G6 Tower 1x Intel Xeon E5504 (2,00 GHz) hp BL460c G6 Blade 1x Intel Xeon E5506 (2,13 GHz) System x3550 M2 Rack 1x Intel Xeon E5530 (2,40 GHz) iBm System x3650 M2 Rack 1x Intel Xeon X5570 (2,93 GHz) iBm Bladecenter HS22 Blade 1x Intel Xeon E5502 (1,86 GHz) iBm RD210 Rack 1x Intel Xeon E5540 (2,53 GHz) lenovo RD220 Rack 1x Intel Xeon E5540 (2,53 GHz) lenovo Sun Fire X2270 Rack 1x Intel Xeon E5504 (2,00 GHz) Sun microsystems Sun Fire X4170 Rack 2x Intel Xeon E5520 (2,26 GHz) Sun microsystems Sun Blade X6270 Blade 2x Intel Xeon E5520 (2,26 GHz) Sun microsystems Calleo 342 Rack 1x Intel Xeon E5504 (2,00 GHz) transtec Calleo 342 Rack 2x Intel Xeon E5530 (2,40 GHz) transtec Calleo 342 Rack 2x Intel Xeon E5530 (2,40 GHz) transtec = ja, = nein; k.A. = keine Angaben; 1) inkl. Mac OS X v10.5 Leopard

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1x 160 GB SATA 1x 500 GB SATA 1x 73 GB SAS 2x 146 GB SAS 2x 73 GB SAS 2x 146 GB SAS Nein Nein Nein Nein Nein Nein max. 6x 300 GB max. 12x 300 GB 1x 500 GB SATA 1x 73 GB SAS 1x 73 GB SAS 1x 160 GB SATA 1x 146 GB SAS 1x 80 GB SATA

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Neue Produkte

Speicher & Netzwerk

Nas-System mit iSCSI Sowohl Qnap wie auch Netgear haben ihr Portfolio an NasSystemen ausgebaut. Qnap hat dabei die nach eigenen Angaben «weltweit ersten 1- und 2Bay-Nas-Geräte mit iSCSIUnterstützung» lanciert. Die Modelle TS-119 (ein FestplattenEinschub) und TS-219 (zwei Festplatten-Einschübe) sind mit einer CPU von Marvell sowie 512 MB Ram ausgestattet. Über das eingebaute iSCSI-Interface können bis zu acht SCSI-Laufwerke angehängt werden. Ausserdem können die Server zeitgesteuert ein- und ausgeschaltet werden, und es lassen sich bis zu zwei IP-Kameras für Überwachungsaufgaben anschliessen.

Netgears Readynas Pro Pioneer Edition bietet derweil Platz für bis zu sechs Festplatten. Ausserdem wird Hot-swap und

Netgears Readynas Pro Pioneer Edition bietet Platz für sechs Festplatten.

Hot-spare unterstützt. Der aktuelle Betriebszustand sowie der verfügbare Restspeicher werden über ein Oled-Display

angezeigt. Daneben wurde das System für den Transfer grosser Datenmengen ausgelegt. Als Beispiel nennt Netgear die Möglichkeit, dass das Readynas bis zu 14 simultane HD-Streams bewältigen kann. Als Lese- und Schreibgeschwindigkeit werden 100 Mbit/s angegeben. Nebst Raid 0, 1, 5 und 6 wird auch X-Raid 2 unterstützt. Mit X-Raid 2 kann der Festplattenverbund im laufenden Betrieb von einer auf sechs Disks erweitert werden. Info: Netgear, www.netgear.ch; Qnap, www.qnap.com

NAS LÖSUNGEN VON NETGEAR UND QNAP HERSTELLER Modell CPU Ram Anzahl HDs (max. Kapazität) Raid-Level Schnittstellen Preis (ab)

NETGEAR Readynas Pro Pioneer Edition Intel Multicore 1 GB 6 (max. 9 TB)

QNAP TS-119

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Dect-Station sowie VDSL- und ADSLModem in einem: AVMs neueste Fritzbox.

Der All168203 PoE Powerline Adapter von Hersteller Allnet ist in der Lage, Peripheriegeräte über Cat5- oder Cat6-Kabel mit bis zu 15,4 Watt Leistung zu versorgen. Die Übertragungsgeschwindigkeit der PowerlineBridge wird mit bis zu 200 Mbit/s angegeben. QoS ist ebenso möglich wie 128-Bit-AES-Verschlüsselung. Ist der Adapter inaktiv, wechselt er automatisch in den Standby-Modus. Jedes Gerät besitzt einen LAN-Anschluss und braucht eine Steckdose. Bis zu 15 Adapter sind im Verbund möglich. Preis: 110 Euro. Info: Allnet, www.allnet.de

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nie ausgestattet. Mit dabei ist hier auch eine Dect-Basisstation für schnurlose Telefone. Über einen UMTS-Stick, der in den integrierten USB-Port gesteckt werden kann, ist sogar die Internetverbindung via UMTS/ HSPA möglich. Zu guter Letzt wurden auch 2 GB Speicher in die Box integriert, so dass das Gerät auch als Nas dienen kann. Der Preis steht noch offen. Info: AVM, www.avm.de

Von Zyxel kommt ein Duo, das die drahtlose Vernetzung von Netzwerken im Soho-Bereich mit bis zu 150 Mbps erlaubt. Der W-Lan-Router NBG417N (79 Franken) unterstützt die NVariante des 802.11Standards, bietet eine WLan-Zeitschaltuhr, Firewall, 4-Port-Switch und Sicherheit via WEP, WPA und WPA2. Der USB-Client NWD-270N wiederum kann ebenfalls mit N-Support aufwarten und wurde mit einem WPS-Knopf für die einfache Installation ausgestattet. Er kostet 34 Franken. Info: Studerus, www.studerus.ch

Üppig ausgestattet hat AVM seine Fritzbox Fon W-Lan 7390. Das Gerät kommt mit integrierten WLAN-Antennen, die im 2,4-GHzund im 5-GHz-Bereich funken, sowie vier Gigabit-Ethernet-Ports. Des weiteren ist das Modell 7390 ADSL- sowie VDSL-Modem in Personalunion und mit einer kompletten Telefonanlage für die Internet- und die Festnetztelefo-

Vernetzung mit N-Geschwindigkeit

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Business-Software

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Symantecs Altiris Client- und ServerManagement-Lösungen wollen dem Administrator das Leben weiter erleichtern. Vo n M a r c e l W ü t h r i c h

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ren und richtig zu verteilen. ymantecs Client- und Server-Management➤ Eine gesteigerte PlattformLösungen, welche unter Abdeckung mittels nativen Macdem Namen Altiris verkauft OS-X-Agenten. werden, sind in der Version 7.0 ➤ Integriertes Power-Manageerschienen. Sowohl die Altiris ment, um den Standby-Status von Client Management Suite als Rechnern etwa für Updates zentral auch die Altiris Server Managezu steuern. ment Suite sollen im aktuellen ➤ Erweiterte System-ManageRelease die IT-Anlagen besser ment-Technologien aus Ghost, PC darstellen, einfacher zu bedienen sein und die Produktivität steigern. Die neuen Funktionen der Client-Lösung beinhalten im Detail: ➤ Intelligentes Software-Management, um Applikationen Die Verwaltung der Client- und Server-Lösung automatisch zu überpassiert über dieselbe Management-Konsole. prüfen, zu katalogisie-

Profi-Bildbearbeitung Die Software Amendo wird für Bildbearbeitungen im professionellen Umfeld positioniert. Sie prüft Fotos und führt sekundenschnell erforderliche Korrekturen und Optimierungen durch. Dabei wird nicht das ganze Bild in einem Rutsch bearbeitet, sondern die verschiedenen Elemente werden individuell auf Helligkeit und Kontraste, Schatten und Lichter, Farben oder Bildschärfe hin überprüft. Mit der neuen Version soll der User Bilddateien leichter und schneller verbessern können. Neu ist etwa die Bildzuweisung, mit der der federführende Anwender ein Bild, das

noch manuelle Korrektur benötigt, einem Mitarbeiter zuweisen kann. Weiter ist es nun möglich, individuelle Einstellungen zur Bildverbesserung abzuspeichern sowie zu im- und exportieren. Nach der Optimierung wird die Möglichkeit des Vorher-NachherVergleichs geboten. Ebenfalls möglich ist der Export in eine externe Anwendung für die Weiterbearbeitung des Fotos. Nicht zuletzt wird eine einfache und intuitive Bedienung versprochen. Preise sind abhängig von der Konfiguration. Info: Onevision, www.onevision.com

Anywhere und anderen SymantecTools. Die Neuerungen in der Server Management Suite 7.0 betreffen derweil folgende Punkte: ➤ Integriertes Performance Monitoring, um Server-Infrastrukturen über eine Vielzahl von Plattformen zu verwalten und zu überwachen – egal ob diese physisch oder virtuell sind. ➤ Kompaktes Event-Management, um den Betrieb zu überwachen und operative Vorfälle sammeln, speichern und analysieren zu können. Ausserdem kann auf kritische Vorfälle mit Anwendungen reagiert werden. ➤ Planungs- und Change-Management-Funktionen, welche ITAdministratoren helfen sollen, ihren Alltag besser zu organisieren. Beide Applikationen nutzen darüber hinaus dieselbe Management-Konsole, und Symantec verspricht die bessere Unterstützung von Windows, Unix, VMware, Linux und Mac sowie eine einfache Installation und Wartung. Preise für die Altiris Client Management Suite beginnen bei 95 Euro pro Client, für die Server-Ausgabe bei 399 Euro pro verwaltetes Endgerät. Info: Symantec, www.symantec.ch

Mehr Video in Director

Director, Adobes Entwicklungsumgebung für MultimediaInhalte und E-Learning-Anwendungen, ist in der Version 11.5 erschienen. Versprochen wird eine Vielzahl neuer Funktionen. So findet sich eine Audio-Engine mit 5.1-Kanal-Surround-SoundSupport. Für die Wiedergabe von Videos findet sich Unterstützung des H.264-Formats sowie von RTMP-basiertem Streaming. Und das Erstellen und Importieren von 3D-Assets ist via Sketchup möglich. Director wird für 1784 Franken verkauft. Info: Adobe, www.adobe.ch

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Die Portalsoftware Intrapact des Schweizer Herstellers Comitas ist in der Version 8.0 veröffentlicht worden. Intrapact wird als zentrale Drehscheibe für den Wissenstransfer von Mitarbeitern, Partnern und Dienstleistern angepriesen. Der neue Release kann mit einer schnelleren Indexsuche, neuen Filterund Ansichtsmöglichkeiten und der Automatisierung von Prozessen aufwarten. Das Starterpaket (Serverlizenz, 5 Concurrent User) kostet 694 Franken. Info: Comitas, www.comitas.ch

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Intrapact schneller und flexibler

Blancco, Hersteller von Datenlöschsoftware und Entsorgungslösungen, hat eine neue Datenlöschlösung für Sparc-Server und -Workstations vorgestellt. Die Blancco Sparc Edition soll dabei besonders schnell arbeiten, bis zu 200 Festplatten pro Server können gleichzeitig gelöscht werden. Ausserdem werden Daten mit 100-prozentiger Sicherheit eliminiert, so der Hersteller weiter. Nach dem Löschen wartet ein detaillierter Report auf den Benutzer. Preise für die Blancco Sparc Edition sind auf Anfrage erhältlich. Info: Blancco, www.blancco.com

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Daten auf Sparc-Server löschen

Mehr Hilfe von Altiris

S

Aus der Schmiede des Schweizer Softwarehauses Ingenieurbüro David Fischer kommt Proxy Sniffer in der Version 4.2. Das Tool wurde für Lastund Stresstests im Internet entwickelt. Konkret geht es um das Testen der Stabilität und des Antwortzeitverhaltens von Webshops, Portalen oder EBanking-Applikationen. Die Version 4.2 kann mit einer verbesserten Darstellung der Messdaten aufwarten, ausserdem wird das Mac OS X unterstützt, und die Verbindung mit der Continuous-APM-Lösung von Dynatrace für vertiefte Performance-Diagnosen ist möglich. Eine Demo-Version, die die Simulation von 20 virtuellen Nutzern erlaubt, ist gratis. Kommerzielle Lizenzen gibt es ab 599 Euro. Info: Ingenieurbüro David Fischer, www.proxy-sniffer.com

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Schweizer Proxy-Schnüffler

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Neue Produkte

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EMC bringt Sourceone

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Soziales Messaging

gung die doppelte E-Mailsion von Act 2009 wird für 495 Kommunikation entfällt. Weitere Franken pro Userlizenz verkauft. Neuerungen betreffen den Die Premium-Version, die höhere Umgang mit dem Kalender, Anforderungen im Bereich Skalierbarkeit, Ressourcenetwa, um Kalender mit einem Klick zu kopieren und mit Filtern management und Integrationsfäzu drucken, die erweiterte higkeit bietet, kostet 640 Franken Zeiteinteilung zur Automatisiepro Userlizenz. rung von Aufgaben oder die Info: Sage, www.sageschweiz.ch Möglichkeit, Informationen zu angemeldeten Benutzern anzuzeigen. Zu guter Letzt ist Act 2009 nun auch mit den 64-Bit-Versionen von Vista, Windows Server 2003 und Windows Server 2008 Mit Act von Sage können unter anderem auch kompatibel. Tätigkeiten geplant werden. Die Basisver-

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Sourceone von EMC hilft beim E-MailManagement und der Archivierung.

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für das Sammeln von unstrukturierten Daten zuständig, welche sich etwa auf Desktops und Laptops, NFS-Fileshares, NAS, Exchange und Sharepoint Repositories befinden. Im aktuellen Release kann die Lösung E-Mails (aus Exchange und Lotus Notes/ Domino) archivieren. Preise für das Software-Paket gibt es auf Anfrage. Info: EMC, www.emc2.ch

Contrexx mit neuen Modulen

Die Web CMS-Software Contrexx ist in der Version 2.1 veröffentlicht worden. Nebst neuen Modulen werden nicht weniger als 150 Verbesserungen angepriesen. Zu diesen gehört beispielsweise die Unterstützung von mobilen Endgeräten, aber auch die Modernisierung der Bilddatenbank oder ein Rabattsystem im Shop. Bei den neuen Modulen findet sich die Wissensdatenbank, um Erfahrungen und Wissen strukturiert zu erfassen und online bereitzustellen. Das Modul Jobs kann zur Stellenausschreibung verwendet werden, und Digital Asset Management soll helfen, die Schnittstellen zu Geschäftspartnern zu optimieren. Im kommerziellen Bereich beginnen die Preise bei 990 Franken, für den privaten Gebrauch ist die Lösung kostenlos. Info: Contrexx, www.contrexx.com

Elektronische Zollabwicklung

Vom Schweizer Hersteller Daneco kommt Navex, eine Software zur elektronischen Zollabwicklung direkt aus Microsofts ERP-System Dynamics Nav. Navex erfüllt sämtliche von der Eidgenössischen Zollverwaltung geforderten Voraussetzungen und soll die Zolldeklaration effizient, flexibel und zeitnah abwickeln können. Daten werden dabei verschlüsselt beziehungsweise mit einer digitalen Signatur versehen. Ausserdem wird die einfache Integration in Dynamics Nav versprochen. Preise gibts auf Anfrage. Info: Daneco, www.daneco.ch

Aus Firesync wird Puresync

Das insbesondere für externe Datenträger geeignete Synchronisations- und Backup-Werkzeug Puresync, bislang unter dem Namen Firesync bekannt, steht kurz vor dem Release der Version 2.0. Der neue Release kann mit einer einfacheren Bedienung mittels Drag&Drop aufwarten, und ist in der Lage, automatisch und nach Zeitplan zu synchronisieren und Backups zu erstellen. Neu ist auch die Möglichkeit, FTP-Verzeichnisse zu sichern, und für Fotokameras wurde ein spezieller Fotosync entwickelt, so dass nur neu aufgenommene Bilder abgeglichen werden. Für den privaten Gebrauch ist Puresync kostenlos, ansonsten kostet das Tool 15 Euro. Info: Jumping Bytes, www.jumpingbytes.com

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Gemeinsam mit einer SAPCommunity hat Siemens IT Solutions and Services das OpenSource-Werkzeug Enterprise Social Messaging Experiment entwickelt. Die Web-2.0-Applikation wurde für den Einsatz in Unternehmen gebaut. Ein Benutzer kann Nachrichten ähnlich einer SMS versenden, wobei mittels Stichworten die Informationen kategorisiert werden. Der Infostrom kann angepasst werden, und über eine DiscoveryFunktion werden andere Informationsströme zu einem bestimmten Thema durchsucht – ähnlich wie in Social Networks. Die Integration in bestehende Prozesslandschaften erfolgt mittels Java, Abap, Javascript oder PL/SQL. Info: Siemens, www.siemens.ch

Als «neue Produktfamilie für Archivierung, Compliance und EDiscovery» präsentiert EMC das Software-Paket Sourceone. Sourceone soll beliebige Inhalte über deren gesamten Lebenszyklus hinweg verwalten können und besteht aus den drei Bausteinen E-Mail-Management, Discovery Collector und Discovery Manager. Discovery Manager wird für Such- und Sammelfunktionen in den archivierten Mails verwendet und unterstützt automatisierte Zugriffsprotokolle. Discovery Collector wiederum ist

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Act, die Kunden- und Kontaktmanagement-Software aus der Schmiede von Sage, ist in der Version 2009 auf den Markt gekommen. Nebst einer gesteigerten Performance, welche sich insbesondere durch schnelleres Synchronisieren von Dateianhängen bemerkbar macht, verspricht der Hersteller weitere Verbesserungen. So können doppelt angelegte Gruppen- und Firmenkontakte nun gesucht und in der Listenansicht entfernt werden, und die Datenbank kann von Doubletten bereinigt werden. Daneben wurde an der Suchfunktion geschraubt, so dass sich Informationen schneller finden lassen. Verbesserungen gibt es aber auch bei den Gruppen- und Firmenkontaktinformationen dank mehr Datenbankfunktionen. Auch die Outlook-Integration wurde optimiert. So hilft nun ein Setup-Assistent bei der OutlookIntegration, nach deren Beendi-

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Sage bohrt CRM-Lösung auf

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PC & Peripherie

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Für einen Farbtupfer im Büro sorgt die neueste Logitech-Maus mit der Bezeichnung LS1. Sie ist in vier Farben erhältlich. Die Lasertechnologie soll präzise Steuerung auf fast allen Oberflächen garantieren. Der Anschluss erfolgt via USB. Verkauft werden die farbigen Mäuse für 40 Franken. Info: Logitech, www.logitech.ch

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Farbenfrohe Mäuse

Toshibas neuestes Notebook-Modell, der Satellite R300-22R, wurde speziell für den Multimedia-Bereich konzipiert. Dafür sprechen etwa das 17-Zoll-Display, aber auch die ATI-Mobility-RadeonGrafikkarte mit 1 GB Ram, hochwertige Lautsprecher und die ATI-Avivo-Technologie, die DVD-Inhalte auf HD-Auflösung hochrechnet. Auf CPU-Seite wird ein Core 2 Duo P8600 mit 2,4 GHz geboten, standardmässig finden sich zudem 4 GB Ram (max. 8 GB) sowie zwei 500-GBSata-Festplatten. Verkauft wird der Rechner für 1899 Franken. Info: Toshiba, www.toshiba.ch

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Multimedia-Mobilrechner

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Neue Produkte

Gesünder arbeiten Aus den Labors des holländischen Ergonomie-Spezialisten Bakker Elkhuizen kommt das S-Board 840. Dabei soll es sich um eine besonders ergonomische Tastatur handeln, bei welcher Tastatur und Zahlenblock zwei getrennte Elemente sind. Wenn der Zahlenblock nicht genutzt wird, kann die Maus näher an die Tastatur rücken, was die Arbeitsstellung elementar verbessern soll. Die Armstellung ist entspannter, man arbeitet näher vor dem Körper und die Belastung für Schulter und Arm wird dadurch reduziert, dass man nicht mehr nach aussen zur Maus greifen muss, so der Hersteller. Weiter heisst es in der Mitteilung zum neuen Gerät, dass 90 Prozent der Anwender den Zahlenblock ohnehin nicht nutzen und selbst die Suva dazu rate, die Maus möglichst nahe zur Körpermitte zu platzieren.

Dementsprechend ist der Zahlenblock als Option erhältlich, verfügt dabei aber über ein Display und kann somit auch als Taschenrechner dienen, dessen Rechenergebniss mittels Tastendruck direkt an den PC gesandt werden kann. Die Tastatur wiederum kann mit zwei zusätzlichen USB-Ports aufwarten. Ohne Zahlenblock kostet sie 172 Franken. Info: Me-First, www.me-first.ch

Dank separatem Zahlenblock kann die Maus näher zur Körpermitte rücken, was die Arbeitsposition verbessert.

22-Zöller mit 1920x1200 Für den Einsatz im Finanzhandel, in Kontrollräumen und im Back Office positioniert Eizo sein Modell Flexscan S2242W (949 Franken). Dabei handelt es sich um einen 22-Zoll-WidescreenMonitor, der mit einer Auflösung von 1920x1200 aufwarten kann. Gemäss Eizo bieten sonst nur 24Zöller eine solche Auflösung. Dank dem feinen Pixelabstand werden Zahlen und Grafiken besonders scharf dargestellt, so der Hersteller. Die Helligkeit wird mit 350 cd/m2 angegeben, der Kontrast mit 1200:1 und der Einblickwinkel mit 178 Grad. Ausserdem soll das Display mit einem Durchschnittsverbauch von 36 Watt energieeffizient sein. Angeschlossen wird der Monitor entweder via DVI oder VGA. Info: Eizo, www.eizo.ch

13 Drucker für jedes Anwendungsgebiet Neue Workcentre-Serie Xerox hat seine WorkcentreFamilie um die drei A3-Modelle 7425, 7428 und 7435 ausgebaut. Die Unternehmens-Printer sollen sich durch besonders energieeffiziente Arbeit auszeichnen, mit einem Stromverbauch im Ruhezustand von 2 Watt. Je nach Gerät (bzw. den letzten beiden Zahlen in der Gerätebezeichnung) schaffen die Drucker bis zu 35 Seiten in Farbe und Schwarzweiss. Die integrierte Hiq-LED-Technologie soll für hohe Bildqualität und weichere Linien bei Bildern und Texten sorgen. Ausserdem wird die Extensible User Interface Platform unterstützt, die es erlaubt, kundenspezifische Anwendungen zu entwickeln. Preise beginnen bei 12’363 Franken. Info: Xerox, www.xerox.ch Profi-Fotodrucker Canon hat sein Sortiment an Fotodruckern um zwei Profimo-

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delle erweitert. Die Geräte mit den Bezeichnungen Pixma Pro 9000 Mark II und Pixma Pro 9500 Mark II können A3-Papier verarbeiten und sind mit acht (Modell 9000, 799 Franken) beziehungsweise zehn (Modell 9500, 1199 Franken) pigmentierten Tinten (inklusive rot und grün) ausgestattet, was laut Hersteller eine besonders hohe Bildqualität ermöglichen soll. Zudem finden sich zahlreiche Funktionen für eine verbesserte Druckqualität im professionellen Umfeld. Info: Canon, www.canon.ch Unternehmens-Laser Für Firmenkunden sind die beiden neuen Samsung-Laserdrucker CLP-770ND und SCX-

5635FN konzipiert. Der Farbprinter 770ND (1619 Franken) schafft 32 Seiten pro Minute und spuckt die erste Seite nach 10 Sekunden aus. Das monatliche Volumen wird mit 120’000 Seiten angegeben. Im Innern arbeitet ein 720MHz-Prozessor, begleitet von 256 MB Speicher (max. 768 MB) sowie einer 8-GB-Festplatte. Eine kabellose Netzwerkanbindung ist als Option erhältlich. Beim 5635FN (1095 Franken) handelt es sich um ein Monochrom-Multifunktionsgerät, welches 33 Seiten pro Minute schafft und die erste Seite nach 8,5 Sekunden druckt. Über eine USBSchnittstelle kann zudem direkt ab SpeicherStick gedruckt werden. Info: Samsung, www.samsung.ch

Brother mit Laser und Tinte in A3 und A4 Schnell, kompakt und umweltfreundlich soll Brothers neueste Serie sein, die aus den Monochrom-Lasergeräten HL-5340D, HL-5350DN, HL5350DNLT, HL-5370DW und HL5380DN besteht. Je nach Modell wird dem Kunden Duplexdruck, Lan- und W-Lan-Modul oder 800 Blatt Papiervorrat geboten. Allen Geräten gemeinsam ist die Geschwindigkeit von 30 Seiten pro Minute. Die Preise bewegen sich je nach Modell zwischen 339 und 589 Franken. Neu ist zudem das A3-Multifunktions-InkjetModell MFC-5890CN, das drucken, kopieren, scannen und faxen kann. Der Printer schafft bis zu 28 Seiten pro Minute und ist netzwerkfähig. Der Preis: 298 Franken. Info: Brother, www.brother.ch

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Screen. Die Verbindung zwischen Monitor und Display erfolgt – falls kein VGA-Anschluss am Rechner vorhanden ist – via USB und der Ubisync-Technologie. Info: Samsung, www.samsung.ch

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den Einsatz der Nvidia-Software Geforce 3D Vision. Speziell als Zusatz für Notebooks sind die beiden Modelle LD190N und LD220 gedacht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Monitoren ist der Standfuss bei diesen Geräten nicht an der Unterseite, sondern an der Rückseite angebracht. So stehen die Displays als Zweitmonitore auf gleicher Höhe wie der Notebook-

Fr. 329.–

Fr. 399.–

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lD220 22 1920x1080 5 ms 300 cd/m2 40/1

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lD190n 19 1360x768 5 ms 250 cd/m2 20/1

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Lenovos Online Data Backup Service. Für Sicherheit sorgt eine Input-/Output-Sperre der vorhandenen Anschlüsse, damit keine Zugriffe etwa über den USB-Port möglich sind. Für Energieeffizienz wiederum soll die GreenguardZertifizierung stehen, während mit Werkzeugen wie Lenovo Care und den Thinkvantage-Technologien die Gesamtkosten innerhalb eines Lebenszyklus sinken, so Lenovo. Hardware-seitig sind die unterschiedlichsten Konfigurationen mit Core-2-Duo- und Core2-Quad-Prozessoren bis zu 1 Terabyte Speicher und bis zu 4 GB Ram möglich. Preise für den M58e beginnen bei 499, für den A58 bei 799 Franken. Info: Lenovo, www.lenovo.ch

Der lenovo-Pc Thinkcentre A58 wird ab 799 franken verkauft.

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Durch Energie- und Kosteneffizienz sowie durch Datensicherheit zeichnen sich gemäss Hersteller Lenovo die beiden ThinkcentrePCs M58e und A58 aus. Auf den Rechnern ist beispielsweise ein Rescue- und Recovery-Tool installiert, das mittels Tastendruck Zugriff auf verschiedene Diagnose-, Hilfe- und Wiederherstellungswerkzeuge bietet. Für 90 Tage und mit 5 GB Platz kostenlos getestet werden kann zudem

Negativ-Scanner mit Display

Aus dem Hause Reflecta kommt ein Dia- und Negativ-Scanner, der mit einem 2,4-Zoll-Display ausgestattet ist, über das die Bilder direkt angeschaut werden können. Das Gerät kann Dias und Negative mit einer Geschwindigkeit von einem Bild pro Sekunde lesen, ausserdem verfügt es über einen internen Speicher mit 32 MB. Nebst dem USB-Port finden sich auch ein TV-Out-Anschluss sowie ein SD-Card-Slot. Die optische Auflösung wird mit 1800x1800 dpi angegeben. Verkauft wird der Scanner für 199 Euro. Info: Reflecta, www.reflecta.de

16:9-HD-Bildschirme

Displays mit Diagonalen von 21,5 (G2220HD, 349 Franken) sowie 24 Zoll (G2411HD, 479 Franken) hat Benq neu auf den Markt gebracht. Die Monitore kommen im 16:9-Format und können Bilder mit FullHD (1920x1080 Pixel) auflösen. Das günstigere Modell ist mit einer DVI-Schnittstelle mit HDCP-Unterstützung ausgestattet, beim teureren Gerät findet sich ein HDMIPort. Die Helligkeit wird mit 300 cd/m2 angegeben, der dynamische Kontrast mit 40’000:1 und die Reaktionszeit mit 5 Sekunden. Info: Benq, www.benq.ch

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Unter der Bezeichnung Amado hat Dell eine neue Marke lanciert. Amado soll für Design sowie hochwertige Verarbeitung und Ausstattung stehen. Als Flaggschiff seiner neuen Linie hat Dell das nach eigenen Angaben «weltweit dünnste Notebook» Dells Amado Pearl lanciert – ist gerade mal 16,4 das Amado Millimeter dick. Pearl, dessen Chassis aus einem einzigen Aluminium-Teil besteht. Das Display misst 13,4 Zoll und im Innern läuft ein Core 2 Duo Chip, begleitet von 2 GB Ram und einer 128-GB-SolidState-Festplatte. In dieser Konfiguration kostet der Rechner 2499 Franken. Info: Dell, www.dell.ch

Unternehmens-PCs

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Ultradünner Dell-Laptop

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= ja,

Mit dem Modell Ligera 15L01 hat Axxiv ein 15,4-Zoll-Notebook auf Basis von Intels Core 2 Duo vorgestellt, welches ab 935 Franken verkauft wird. Das Einsteigermodell kann maximal 4 GB Ram aufnehmen und ist mit Festplatten mit 250, 320 oder 500 GB erhältlich. Eine 1,3-Megapixel-Kamera mit Mikrofon ist ebenso integriert wie ein Kartenleser und ein DVD-Brenner. Das 2,8 Kilogramm schwere Gerät kommt mit Windows Vista, optional ist auch XP erhältlich. Info: Axxiv, www.axxiv.ch

2233rZ 22 1680x1050 3 ms 300 cd/m2 50/1

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P2370 23 1920x1080 2 ms 250 cd/m2 30/1

P2270 22 1920x1080 2 ms 250 cd/m2 28/1

P2070 20 1600x900 2 ms 250 cd/m2 26/1

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WIDescreen-OffensIve vOn sAMsung MODell Diagonale (Zoll) Auflösung (Pixel) reaktionszeit Helligkeit stromverbrauch Watt (Betrieb/standby) DvI-eingang (ja/nein) Preis

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Samsung bearbeitet den Markt mit sechs neuen Monitoren. Die Modelle P2070, P2270 und P2370 sollen rund einen Drittel weniger Strom verbrauchen als vergleichbare Modelle. Der Monitor 2233RZ seinerseits will Kunden durch die hohe Bildwiederholungsfrequenz von 120 Hz sowie 3D-Fähigkeit überzeugen. Das 3D-Erlebnis wird möglich durch

Display-Flut von Samsung

15,4-Zoll-Notebook unter 1000 Franken

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6 Fachmessen, 4 Konferenzen

Web & Internet IT-Security Hardware Messe Sponsoren:

Business Software IT Infrastructure Green IT

Green IT Sponsoren:

Messezentrum Zürich

12.−15. Mai 2009 Dienstag bis Freitag 9 − 17 Uhr

Profitieren Sie von den RailAway/SBB Messeangeboten!

Mediapartner:

Messe und Konferenz www.orbit.ch


Di 12.05.09 Zoom-Day Business-Software 9:00-10:00 k-1 Keynote Business Software: Die Krise als Chance b-1: Sharepoint als zentrale Plattform für Content Management und Collaboration

c-1: Backup und Archivierung als Service

11:45-12.30 a-2: Office 2.0 – Business Software on a Budget

b-2: Die Zukunft der B2B-Prozesse

c-2: Mit effizientem Credit Management sicher durch die Krise

13:00-13:45 a-3: Mit mobilen Clients aufs Standard-ERP

b-3: Sharepoint effizient einsetzen

c-3: Cloud Computing: Chancen und Risiken für Ihr Unternehmen

a-4: Enterprise 2.0 – Business-Software mit 14:15-15:00 User Centered Design

b-4: Optimierung der IT-Kosten mit gebrauchter Software

c-4: Ökonomische Einflüsse auf die CIO-Agenda

15:30-16:15 a-5: CRM-Beschaffung: Strategien und Erfolgsrezepte

b-5: Vom Prozessmodell zur Collaboration-Plattform

c-5: Paymentprozesse – Kostenfaktor oder Potential zur Ergebnissverbesserung?

16:45-17:30 a-6: IT-Projekte erfolgreich präsentieren

b-6: PDF/A – der Standard für Langzeitarchivierung

c-6: Offshoring von Softwareprojekten – Erfolgsfaktoren und Stolpersteine

10:30-11:15

a-1: Massgeschneiderte ERP-Evaluation und -Einführung

Mi 13.05.09 Zoom-Day IT-Security 9:00-10:00 k-2 Keynote IT-Security: Internetkriminalität kann jeden treffen 10:30-11:15 a-7: Datenschutz im Business-Alltag

b-7: Hacker-Angriffe in der Praxis

c-7: Niet- und nagelfeste Konzepte für Mobile Security

11:45-12.30 a-8: Strategien gegen Datenmissbrauch und -verlust

b-8: Vom Patch zum Exploit – Erkenntnisse fürs Risikomanagement

c-8: Social Engineering – Die Macht der Täuschung

13:00-13:45 a-9: Rechtskonforme Archivierung: Strategie und Praxis

b-9: Web Application Penetration Testing – Best Practices

c-9: Layer-2-Verschlüsselung – Praxis und Evaluation

14:15-15:00 a-10: Elektronische Signaturen – Der Schlüssel zum Vertrauen

b-10: Drive-by-Angriffe: Die neue Bedrohung im Internet

c-10: Security as a Service – Pros & Cons

15:30-16:15 a-11: OpenID und SAML - Single-Sign-on-Konzepte mit Zukunft

b-11: X-Force: Denken wie ein Hacker

c-11: Security-Audits – Wie sicher ist meine IT-Landschaft?

Do 14.05.09 Zoom-Day Web, Internet & E-Business 9:00-10:00 k-3 Keynote Web, Internet & E-Business: E-Business, die gewinnbringende Chance für Unternehmensverantwortliche 10:30-11:15 a-12: Die Top 10 Internet-Trends 2009

b-12: Web-Analyse für Entscheider

c-12: Von Blogs zu Facebook und zurück: Über zielorientiertes Social Media Markating

11:45-12.30 a-13: Trends im E-Commerce 2009

b-13: Online-Werbekampagne von A-Z

c-13: Barrierefreie Sites – Guidelines und Praxis

13:00-13:45 a-14: CMS-Shoot-out – kommerzielle WCMS im Vergleich

b-14: Next Generation Web Analytics

c-14: Was User lieben, was sie hassen

a-15: Strategien für erfolgreiche Intranets 14:15-15:00 im Enterprise-2.0-Zeitalter

b-15: Texten fürs Web: Do's und Dont's

c-15: Mit Rapid Development schnell zum erfolgreichen Webprojekt

b-16: Mehr Erfolg mit E-Mail-Marketing

c-16: Mobiles Internet – Warum das iPhone ein Trend und nicht nur Hype ist

b-17: Texten für den Google-Bot

c-17: Web-Technologien für die Zielgruppe 50plus

15:30-16:15

a-16: Innovation 2.0 – Die Web-Community als Innovationsbeschleuniger

16:45-17:30 a-17: Innovative ePaper-Anwendungen

Fr 15.05.09 Zoom-Day Green IT 9:00-10:00 k-4 Keynote Green IT: The IT Sector as a Winner in a Low Carbon Economy 10:30-11:15 a-18: Energiesparen mit intelligenter IT – Trends und Lösungen

b-18: Wandel durch Wechselwirkung von Nachhaltigkeit und IT

c-18: Roadmap zur virtualisierten Unternehmens-IT

b-19: Mit Kommunikation zur optimierten CO2-Bilanz

c-19: Nach der Virtualisierung: Next Generation Datacenter

b-20: Intelligentes Management im Datacenter

c-20: Green Gadgets als Innovationstreiber

11:45-13:00 Verleihung Green-IT-Award (Halle 7) 14:15-15:00 a-19: Stromspar-Auflagen und Gütesiegel 15:30-16:15

a-20: Schluss mit Energieverschwendung im Serverraum

Änderungen vorbehalten

Alle Seminare finden im Messezentrum Zürich statt. Fax-Broschürenbestellung

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Exemplare der Messe- und Seminarbroschüre Orbit 2009.

Bitte faxen an 044 720 10 78 Detailliertes Programm und Anmeldung unter www.zoom-days.ch Alle Seminare finden im Messezentrum Zürich parallel zur Messe statt. Alle Referate werden in Hochdeutsch gehalten. Teilnahmegebühr pro Keynote: Fr. 150.– zzgl. 7,6% MWST, inkl. Messe-Eintritt Teilnahmegebühr pro Einzel-Seminar: Fr. 130.– zzgl. 7,6% MWST, inkl. Messe-Eintritt Ab 3 Seminaren: Ab 5 Seminaren:

15% Rabatt auf alle Seminare 25% Rabatt auf alle Seminare

Die Seminarregistrierung gilt für jeweils eine Person, die max. 24 Seminare an der Konferenz belegen kann. Für weitere Personen müssen separate Anmeldungen eingesandt werden. Die Rabatte sind nicht kumulierbar, sondern gelten jeweils für einen Teilnehmer.


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Sicherheit

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Vasco, Spezialist für Lösungen im Authentifizierungsbereich, hat eine Lösung für Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern vorgestellt. Unter dem Namen Axs Guard Gatekeeper wird eine Authentifizierungs-Appliance mit zusätzlichen Sicherheits-Modulen als Bundle verkauft. Nebst der integrierten Authentifizierungslösung von Vasco, welche mit Microsoft Active Directory und Novell E-Directory synchronisiert werden kann, sind unter anderem ein Firewall- und IntrusionProtection-Modul installiert. Weiter wird ein Content-Scanner

geboten, genauso wie ein AntiSpam-Modul und VPN für die Anbindung externer Mitarbeiter. Hardware-seitig wird die Lösung als 19-Zoll-1U-Server geliefert. Der Server verfügt über einen 2-GHz-Prozessor, 2 GB Ram, eine Netzwerkkarte und eine eingebaute Harddisk mit 500 GB, um weitere Module zu installieren. Bereit stehen unter anderem Antivirus-, Antispamoder Antiphishing-Lösungen. Die Konfiguration erfolgt über ein Web-Interface. Preise für die Appliance beginnen bei 750 Euro. Info: Vasco, www.axsguard.com

Der Axs Guard Gatekeeper von Vasco ist modular aufgebaut.

Endpunkt-Sicherheit Verbesserte Kontrolle tragbarer Datenspeicher, der Schutz vor Datenverlust und die grundsätzliche Sicherheit im Unternehmen sollen mit der Version 2009 von Endpoint Protector verbessert werden. Die Endpoint-Sicherheitslösung von Hersteller Cososys bietet beispielsweise zusätzlich zum Geräte-Whitelist-Verfahren ein Datei-Whitelist-Verfahren. Diese Funktion ermöglicht es dem Unternehmen festzulegen,

welche Daten auf tragbare Datenträger wie USB-Sticks kopiert werden dürfen. Ebenfalls neu ist die Funktion Lockdown, mit der sämtliche Endpunkte eines Netzwerks gleichzeitig blockiert werden können. Zudem wurde auch die Synchronisation mit Active Directory verbessert. Das Small Business Bundle (1 Server, 50 Clients) kostet etwas über 1000 Franken. Info: Cososys, www.cososys.com

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Astaro hat die Version 2.0 seines Astaro Command Center (AAC) veröffentlicht. Das AAC dient dazu, eine Vielzahl von Astaro Gateways zentral überwachen und administrieren zu können. Über die Schaltzentrale können etwa Astaros Security Gateway, Web Gateway und Mail Gateway via einer Oberfläche verwaltet und über die Dashboard-Ansicht beobachtet werden. Die neue Version ermöglicht die Verwaltung von Ipsec-VPN-Tunnels und erlaubt es erstmals, mittels dem AAC-Ipsec-VPN-Tunnel zwei Astaro-Security-Gateways einzurichten. Ausserdem wird ein erweitertes Rollenmodell für die Multi-User-Administration versprochen. AAC ist als Software und auch als Appliance erhältlich, der Software-Download der Version 2.0 ist kostenlos. Info: Astaro, www.astaro.de

ID-Lösung für KMU

Mit Endpoint Protector 2009 kann kontrolliert werden, welche Dateien auf mobile Datenträger kopiert werden dürfen.

Encryption und Recovery Safenet hat Protectdrive in der Version 9.0 vorgestellt. Bei Protectdrive handelt es sich um eine Software zur Verschlüsselung von Festplatten. In der neuen Version findet sich eine Funktion namens Rapidrecovery, mit der Daten bei Bedarf wiederhergestellt werden können. Dabei wird die Win-PE-Technologie von Microsoft unterstützt. Des weiteren kann die Safenet-Lösung direkt in Active Directory integriert werden, damit Administratoren Updates zentral installieren und Sicherheitsrichtlinien durchsetzen können. Zudem erfordert Protectdrive 9.0 die Authentifizierung beim Booten des Systems. Eine Lizenz kostet 137 Euro. Info: Safenet, www.safenet-inc.com

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Neue Massstäbe beim Security-LifecycleManagement (SLM) sollen sich mit den beiden Turfin-Technologies-Lösungen Securetrack 4.5 und der Security Suite setzen lassen. Die Security Suite besteht aus Securetrack 4.5 und Turfin Securechange Workflow und bietet Unternehmen Funktionen zur aktiven Steuerung und Kontrolle im Security-Lifecycle-Management – und das weitgehend automatisiert. Securetrack 4.5 seinerseits kann mit Funktionen wie On Demand Compliance Reporting oder Compliance White Listing, um über Policies zu regeln, welche Art von Datenverkehr zulässig ist, aufwarten. Preise gibts auf Anfrage. Info: Turfin, www.turfin.com

ACC 2.0 vereinfacht VPN

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Kontrolle für SLM

Symantec hat die Verfügbarkeit der im Herbst vorgestellten Antispam-Lösung Brightmail 8.0 bekanntgegeben. Brightmail kommt mit diversen Neuerungen wie etwa erweitertem Support für virtuelle Appliances, Data Loss Prevention, um den Datenverlust im Netzwerk zu vermindern, oder vereinfachter Installation und Administration dank Assistenten. Die Appliances werden ab rund 2200 Franken verkauft. Daneben hat Symantec Brightmail IQ Services angekündigt. Dabei handelt es sich um einen Dienst, der Einblick in Spamtrends und Spamgefahren bietet. Zu den abrufbaren Informationen gehören etwa die Nachschlagemöglichkeit der Sender-IPAdresse oder einen Einblick in die Blogs des Brightmail-Teams. Info: Symantec, www.symantec.ch

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Brightmail 8.0 ist da

Die Business Security Assurance Solution Suite (BSA) des israelischen Entwicklers Sysob ist in der Version 5.0 erschienen. Mit dem System ist die Absicherung des Netzwerks mittels einer Kombination von aktiven und passiven Erkennungsmethoden möglich. Als wesentliche Neuerung der Echtzeitlösung zur Netzwerkerkennung und -zugangskontrolle (NAC) wird die komplette Neuerstellung des Management Centers genannt. Ausserdem kann die Verteilung der Lizenzen nun automatisch über das Management Center erfolgen und die Switch und Router Asset Inventory Features wurden erweitert. Preise auf Anfrage. Info: Sysob, www.sysob.com

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NAC-Echtzeitlösung

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Neue Produkte

Nr. 05 | Mai 2009

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Neue Produkte

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Der C5110 Wireless Controller unterstützt nun bis zu 1000 Access Points.

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tenengpässe, da nicht der komplette Verkehr über einen zentralen Controller laufen muss. Ausserdem wurde die Netsight Management Software Suite von Enterasys integriert, die die Netzwerk-Überwachung optimiert. Und der Hipath Wireless Manager Higuard verspricht mehr Sicherheit durch Wireless Intrusion Prevention und Locationbased Services. Der C5110 Wireless Controller kostet 32’000 Dollar, die Lizenzkosten für den Wireless Manager liegen bei 1500 Dollar. Info: Enterasys, www.enterasys. com; Siemens, www.siemens.ch

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Siemens Enterprise Communications und Enterasys haben bekanntgegeben, das HipathWireless-Portfolio ausgebaut zu haben. Hipath Wireless ermöglicht, 802.11n-Lösungen im Unternehmen zu implementieren und so drahtlose Sprach-, Video-, und Location-basierte Applikationen zu nutzen. Die ausgebaute Version kommt mit neuen Software-Funktionen und ist skalierbarer. So ist etwa der C5110 Wireless Controller auf bis zu 1000 drahtlose Access Points ausbaubar. Vereinfachte Lizenzmodelle stellen sicher, dass nur die benötigte Kapazität eingekauft wird. Und die v6-Software optimiert den Verkehrsfluss für jede Benutzergruppe und Applikation und verhindert Bandbrei-

Die Firma Estos hat eine Middleware für Snom-Endgeräte entwickelt. Mit dieser Middleware, die auf den Namen Ecsta getauft wurde, lassen sich Snom-SIPTelefone in einem Unternehmensumfeld nutzen, in dem Applikationen verwendet werden, die mit Microsofts Tapi-Standard (Telephony Application Programming Interface, z.B. in CRM- und ERPLösungen, Call Centers) kompatibel sind. Kontrolle und Steuerung des Snom-Endgeräts erfolgen dann mittels PC, wobei Windows in der 32- und 64-Bit-Version unterstützt wird. Die Middleware steht zum einen als Einzelplatzlösung sowie auch – eine Weltneuheit – als Netzwerklösung bereit. Estos Ecsta ist für Snom-Endgeräte der Serien 3xx und 8xx verfügbar. Der Preis für 5 Lizenzen liegt bei 529 Euro. Info: Estos, www.estos.de

Hipath ausgebaut

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Middleware für Snom

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Kommunikation

UC auf dem Blackberry

Astrasync heisst ein Tool, das von Communigate auf den Markt gebracht wurde und das Unified Communications auf dem Blackberry möglich machen soll. Mittels Astrasync können Blackberry-Benutzer ihre Geräte direkt mit dem Unified-Communications-Server Communigate Pro synchronisieren. Der Client ermöglicht dabei die wechselseitige, drahtlose Synchronisation, ohne dass eine Middleware von Rim eingesetzt werden muss. Pro User und Jahr kostet das Tool 50 Dollar. Info: Communigate, www.communigate.com

Funkwerk schliesst Lücken

«Die Lücke zwischen alter und neuer ITLandschaft schliessen» sollen die Bintec Media Gateways R1200-Voip und R4100Voip. Die Gateways erlauben die Virtualisierung von Fax- und Unified-Communication-Servern und unterstützen das Faxen via Lan und Internet (Fax over IP) gemäss dem Echtzeitprotokoll T.38. Bis zu acht gleichzeitige Faxverbindungen sind dabei möglich. Ausserdem können herkömmliche Telekommunikationsanlagen mit SIP-Providern gekoppelt werden. Preise beginnen bei gut 600 Euro. Info: Funkwerk, www.funkwerk.de

Telefone für jedes Einsatzgebiet Einsteiger-Sip-Telefon Als Einstiegsmodell in die SipTelefonie positioniert Aastra das Modell 6731i. Das Telefon verfügt über ein 3-Zeilen-LC-Display, eine Vollduplex-Freisprechfunktion, sichere Übertragung mittels TLS und SRTP sowie Unterstützung für IEEE 802.1p/q V-Lan und Priority Tagging. Das Anruf-Management erfolgt über den integrierten XMLBrowser. Der Preis liegt bei 160 Franken. Info: Studerus, www.studerus.ch Video-fähiges IP-Telefon Eine High-end-Lösung im IPTelefoniebereich hat Polycom mit dem Business Media Phone VVX 1500 (849 Euro) eingeführt. Das Gerät ist eine Mischung aus

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persönlichem Videokonferenzsystem und VoipTelefon. Ausserdem werden eine offene Programmierschnittstelle und ein Microbrowser geboten, um Geschäftsapplikationen und Webinhalte zu integrieren. Die Bedienung erfolgt via Touchscreen, die Stromversorgung kann über PoE erfolgen. Wenn das Telefon nicht genutzt wird, schaltet der Bildschirm in einen Stromsparmodus. Polycom verspricht, das Gerät verbrauche so halb so viel Strom wie vergleichbare Telefone. Info: Polycom, www.polycom.com Telefon mit 10-Zoll-Display Ähnlich wie Polycoms VVX 1500 bietet auch das E20 von Tandberg

Videokommunikation. Das VideoTelefon ist mit einem 10,6-ZollDisplay im Breitbildformat ausgestattet und verfügt über eine 5-Megapixel-Kamera. Versprochen werden eine einfache Bedienung, ausserdem können auf dem Display auch Multimedia-Präsentationen in XWGAAuflösung empfangen werden. Das E20 funktioniert in allen gängigen IP-TelefonieAnlagen der verbreiteten Hersteller wie Alcatel, Avaya, Cisco, Nortel oder Siemens. Nebst dem Telefonhörer ist auch eine Freisprechanlage im Lieferumfang enthalten. Tandberg verkauft das Telefon für 1250 Euro. Info: Tandberg, www.tandberg.de Schweizer Edel-Telefon

Ein hochwertiges DECT-Telefon mit Schweizer Wurzeln ist mit dem Swissvoice Iron erschienen. Das Gerät verfügt über ein achtzeiliges Monochrom-Display in hellblauer Farbe, welches dank Clip-Unterstützung Rufnummern direkt anzeigen kann. Mittels DirektrufFunktion kann zudem automatisch eine Verbindung zu einer vorher definierten Rufnummer aufgebaut werden. Das Telefonbuch fasst 100 Einträge, ausserdem findet sich eine Freisprechfunktion. Die Standby-Zeit wird mit 150, die Sprechzeit mit 11 Stunden angegeben. Verkauft wird das Schweizer Telefon für rund 90 Franken. Info: Swissvoice, www.swissvoice.net

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Marktübersicht

Ultralight-Notebooks

Teure, aber sichere Leichtgewichte Ultralight-Notebooks sind teurer, punkten gegenüber den Netbooks aber mit Ausstattung und Sicherheits-Funktionen. Vo n A l i n A H u b e r

A

uf den ersten Blick unterscheiden sich Ultralight-Notebooks und Netbooks kaum. Beide Gerätegattungen punkten mit ihrem geringen Gewicht, was für Mitarbeiter, die viel auf Reisen sind, ein

wichtiger Aspekt ist. Zudem sind sie durch die geringe Bildschirmgrösse sehr handlich. Betrachtet man aber das Innenleben der Geräte, so zeigen sich die teilweise doch beträchtlichen Unterschiede. Auch wenn Net-

books aktuell im Trend liegen, so sind sie doch bezüglich Ausstattung und Sicherheits-Features für viele Unternehmen noch keine richtige Alternative zu den Ultralight-Notebooks. Diese sind zwar in den meisten Fällen um einiges teurer als die Mini-Notebooks, überzeugen aber gerade im Bereich Sicherheit. Business-Geräte enthalten oftmals kritische Unternehmensdaten, die nicht für die Allgemeinheit gedacht sind. Die Hersteller setzen daher bei den Ultralight-Notebooks auf Sicherheitsfeatures wie Fingerabdrucksensor oder Trusted Platform Module (TPM).

sicherheit macht den unterschied

Unterschiede bezüglich Ausstattung bei den verschiedenen Herstellern der InfoweekMarktübersicht zeigen sich beim TPM. Asus, Fujitsu und MSI haben bei ihren Geräten darauf verzichtet. Einen Fingerabdrucksensor

Marktübersicht ultralight-notebooks hersteller Modell Prozessor (geschwindigkeit) arbeitsspeicher (raM) Festplatte optisches laufwerk bildschirmgrösse (in Zoll) auflösung grafikkarte betriebssystem bluetooth w-lan anschlüsse

webcam (Pixel) trusted Platform Module (tPM) Fingerabdrucksensor stossgedämpft montierte Festplatte schutzrahmen abmessung (b x h x t in mm) gewicht (kg) akkulaufzeit (in stunden) Preis garantie energieverbrauch an energieverbrauch stand-by energy-star-zertifiziert = ja;

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acer Aspire 3810T 1 Intel Core 2 Solo SU3500 (1,4 GHz) 4 GB 64 GB (SSD)

asus S121E-2P004E Intel Atom Z520 (1,33 GHz) 2 GB 250 GB

Dell Latitude E4200 Intel Core 2 Duo ULV SU9300 (1,2 GHz) 1 GB 64 GB (SSD)

Fujitsu Esprimo Mobile U9210 Intel Core 2 Duo P8600 (2,40 GHz) 2x 2 GB 160 GB

13,3 1366 x 768 Mobile Intel GS45

12,1 1280 x 800 Intel Z520 Embedded

12,1 1280 x 800 Mobile Intel GMA 4500MHD

12,1 1280 x 800 Mobile Intel GMA 4500MHD

Windows Vista Home Premium

Windows Vista Business 2

Windows Vista Home Basic 3

Windows Vista Business 4

3x USB, RJ-45, VGA, HDMI, Speicherkartenleser

3x USB, RJ45, VGA

USB, eSATA/USB, Firewire, RJ-45, VGA, Smartcard, Docking-Anschluss

3x USB, eSATA/USB, RJ-45, VGA, Speicherkartenleser, SIM Card Slot

(1 Megapixel)

(1,3 Megapixel) optional k.A.

322 x 23/29 x 228 1,6 bis 9 Fr. 1199.— 1 Jahr Bring-in 65 W k.A.

297 x 23/26 x 210 1,5 bis zu 7 Fr. 1099.— 2 Jahre 36 W k.A.

k.A. 291 x 20 x 204 ab 1 6 ab Fr. 2604.— 3 Jahre Vor-Ort-Service k.A. k.A.

6

300 x 37 x 229 1,9 bis 7,5 7 Fr. 1698.— 1 Jahr Abhol- und Bringservice 58 W 1,3 W

= nein; k.A. = keine Angaben; 1) ab Ende April/Anfang Mai erhältlich; 2) XP alternativ; 3) Optional Vista Ultimate und Business oder XP Professional; 4) Twinload XP Pro;

Nr. 05 | Mai 2009

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Marktübersicht

Ultralight-Notebooks

sucht man derweil bei Acer, Asus, Fujitsu und MSI vergeblich. Dafür haben alle Hersteller, ausser Asus, ihre Notebooks mit stossgedämpft montierten Festplatten ausgerüstet. Bei allen Geräten der Infoweek-Marktübersicht sind Low-Voltage-Prozessoren von Intel im Einsatz. Auch hier ist Asus die Ausnahme, da es für sein Ultralight-Notebook eine eigentlich für Netbooks entwickelte Atom-CPU von Intel verwendet. Mit einem Preis von nur 1099 Franken ist das Gerät von Asus dafür das Günstigste. Allerdings führt dieser Preis dazu, dass die Anwender auf viele, für Business-Notebooks wichtige Features verzichten müssen. Ebenfalls relativ kostengünstig ist mit 1199 Franken das Aspire 3810T von Acer. Das teuerste Ultralight-Notebook kostet 4506 Franken und stammt von Panasonic. Die Preise der restlichen Geräte liegen zwischen 1500 und 3500 Franken.

gewicht und grösse entscheidend

Bei Ultralight-Notebooks ist das Gewicht, wie auch der Name bereits sagt, entscheidend. Die Geräte in der Infoweek-Marktübersicht wiegen nicht mehr als zwei Kilogramm. Aber auch die Grösse des Geräts sollte bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Die Displays der Leichtgewichte in der Übersicht messen maximal 14 Zoll. Allerdings sollten diese beiden Ansprüche nicht zu Lasten der Ausstattung und der Konnektivität gehen. Bluetooth, W-Lan und die Anzahl USB-Anschlüsse sind laut Asus entscheidend. Panasonic ergänzt diese Aufzählung mit Robustheit, Leistung und Zuverlässigkeit.

blick in die Zukunft

Laut Asus spielen bei Ultralight-Notebooks sowohl Solid State Drives (SSD) als auch UltraLow-Voltage-Prozessoren zunehmend eine

hewlett-PackarD EliteBook 2530p Intel Core 2 Duo LV SL9400 (1,86 GHz) 2 GB 120 GB

Msi X-Slim / X340Pro Intel Core 2 Solo ULV SU3500 (1,3 GHz) 2 GB 320 GB

Panasonic CF-F8 Intel Core 2 Duo SP9300 (2,26 GHz)

12,1 1280 x 800 Mobile Intel GMA 4500MHD

13,4 1366 x 768 Mobile Intel GMA 4500MHD Windows Vista Home Premium

14,1 1280 x 800 Mobile Intel GS45

2x USB, RJ-45, VGA, HDMI

3x USB, RJ-45, Modem, VGA, MiniPortreplicator

Windows Vista Business 5

2x USB, RJ-45, VGA, Express Card/54

(2 Megapixel)

3 GB 120 GB

Windows Vista Business 5

(1,3 Megapixel)

wichtige Rolle. Bei HP stimmt man mit dieser Meinung überein, könne man so doch bei der Batterielaufzeit noch Optimierungen erzielen. Zudem ist man bei HP davon überzeugt, dass integriertes Broadband Wireless dank sinkender Datentarife und grösserer Abdeckung künftig vermehrt gefragt sein wird. Allerdings sieht man bei HP auch den Trend zum Netbook im Unternehmen. Viele Firmen überlegten sich den Einsatz der Mini-Notebooks an Stelle der teureren Ultralight-Geräte. Ins selbe Horn bläst Toshiba. Der Trend gehe eindeutig in Richtung Netbooks, der Kunde nehme dabei eine einfachere Ausrüstung und eine schwächere Leistung in Kauf. Bei Acer stimmt man dieser Ansicht nicht zu, ist man doch davon überzeugt, dass Ultralight-Notebooks zu Mainstream-Geräten werden. Der Kaufentscheid werde hierbei durch die Batterielaufzeit, das Gewicht und den Preis beeinflusst.

sony TT11WN Intel Core 2 Duo ULV SU9300 (1,2 GHz) 4 GB 160 GB

toshiba Portégé R600-10T Intel Core 2 Duo SU9400 (1,4 GHz) 3 GB 160 GB

11,1 1366 x 768 Mobile Intel GMA X4500MHD Windows Vista Business 5

12,1 1280 x 800 Mobile Intel GMA 4500MHD

2x USB, Firewire, RJ-45, HDMI, Express Card Slot, PCMCIA, Speicherkartenleser, Docking-Anschluss (1,3 Megapixel)

2x USB, 2x USB/sSATA, RJ-45, VGA, Speicherkartenleser, Docking-Anschluss

279 x 24 x 200 1,3 7,5 Fr. 3499.— 2 Jahre k.A. k.A. k.A.

283 x 20/26 x 216 1 bis 8,25 ab Fr. 3200.— 3 Jahr Bring-in 8W 0,79 W

Windows Vista Business 5

optional

282 x 25 x 214 1,5 8 Fr. 2499.— 3 Jahre Abhol- und Bringservice 7,41 W 1,65 W

260 x 6/19 x 180 1,4 bis 5 Fr. 1499.— 2 Jahre k.A. k.A.

326 x 26/49 x 251 1,7 6 Fr. 4506.— 3 Jahre Bring-In 8 35 W 1W

5) Windows XP Pro Downgrade möglich; 6) Magnesium-Deckel; 7) mit Zweit-Akku; 8) 1. Jahr: inkl. Accidental Damage

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Nr. 05 | Mai 2009

Quelle: Infoweek

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Test Center

Vergleichstest Touch-Smartphones

Bühne frei für Smartphones mit Touchscreen Fast alle grossen Hersteller haben heute ein BusinessSmartphone mit Touchscreen im Angebot. Infoweek zeigt die Stärken und Schwächen fünf aktueller Top-Modelle. V o n A l i n A H u b e r, u r s b i n d e r

und

M i c H e l Vo g e l

A

pple schwimmt mit seiner Mobiltelefon-Premiere iPhone seit 2007 auf einer Erfolgswelle. So richtig los ging es letzten Sommer, als mit dem iPhone 3G bereits nach einem Jahr ein neues Modell mit GPS und 3G-Unterstützung lanciert wurde – auch bei uns in der Schweiz. Das Gerät ist beliebt, ganz besonders bei privaten Anwendern. Aber auch in viele Firmen hat es das iPhone unterdessen geschafft. Ein Grund für den Erfolg des Apple-Smartphones dürfte seine Bedienung sein. Apple setzte mit seiner Touch-Technologie neue Massstäbe. Inspiriert davon hat der Grossteil der Konkurrenz sein Portfolio unterdessen mit einem oder mehreren Touchscreen-Smartphones angereichert. Der erste Gegner erwuchs Apple in der Form von HTC. Der taiwanesische Handy-Hersteller brachte mit dem Touch schnell einen Konkurrenten. Unterdessen hat man eine ganze Reihe an Geräten mit Touch-Bedienung, laufend kommen neue Modelle hinzu. Aus dem Hause HTC stammen auch die ersten, vielbeachteten Touch-Smartphones die auf Googles offenes Betriebssystem Android setzen. Ende 2008 lancierte Sony Ericsson seinen ersten iPhoneKiller. Auch Research in Motion (RIM) hat unterdessen nachgezogen: Seit Anfang April ist sein erstes Touch-Gerät bei Swisscom erhältlich. Fehlt eigentlich nur noch der Weltmarktführer. Auf das erste Business-Touch-Smartphone von Nokia muss man allerdings noch ein bisschen warten. Genau so gespannt darf man auf die ebenfalls für demnächst angekündigten Geräte von Toshiba, LG, Samsung, Palm, Motorola oder allen anderen sein. Das Angebot an iPhone-ähnlichen Geräten für Business-Zwecke ist also bereits recht ansehnlich, und die Auswahl wird immer schwerer. Infoweek hat deshalb in einem Ver-

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Blackberry 9500 Storm: Der iPhoneKonkurrente aus dem Hause rIM kommt leider ohne W-Lan-Antenne.

gleichstest fünf aktuelle Top-Geräte gegeneinander antreten lassen. Wer ist das aktuell beste TouchscreenSmartphone fürs Business? RIMs Blackberry 9500 Storm, Sony Ericssons Xperia X1, das HTC Touch Pro, das erste Android-Smartphone TMobile G1 oder doch Apples iPhone 3G?

iPhone 3G

Von den fünf Testgeräten ist das iPhone 3G am längsten auf dem Markt. Es hat alles, was ein modernes Handy ausmacht: 3G-Unterstützung, W-Lan, GPS, Fotokamera, Bluetooth, viel Speicherplatz (8 GB) und einiges mehr. Was auf den ersten Blick auffällt, ist das grosse Display. Im Vergleich zu den anderen vier Geräten ist es das grösste. Bedient wird das Smartphone ausschliesslich mit den Fingern und einer Taste unten, es gibt keine Tastatur oder einen Stift (Stylus). Anfangs ist das irgendwie komisch. Es stellen sich ein paar Fragen, zum Beispiel wie man eine Telefonnummer wählt oder eine SMS schreibt. Natürlich geht das alles. Keine Tastatur heisst aber, dass mit den Fingern geschrieben wird und zwar auf einer virtuellen Tastatur. Die stellt den Benutzer vor ziemliche Herausforderungen, Vertipper werden zur Gewohnheit. Mit der Zeit geht das Schreiben aber trotzdem recht rassig. Was

man nicht kann, sind Texte oder Wörter markieren, kopieren oder einfügen. Mit der kommenden iPhone-Software 3.0 will Apple das im Sommer nachreichen. Das wäre besonders beim Verfassen von E-Mails unterwegs sehr nützlich. E-Mail-Accounts lassen sich übrigens sehr schnell und einfach einrichten, mit Unterstützung für ActiveSync und Exchange. Die Finger-Navigation des iPhone ist das Faszinierende an diesem Gerät und macht den Mythos aus. Sich durch Fotos zu blättern, sie mit Daumen und Zeigefinger zu vergrössern und zu verkleineren macht Spass und geht wirklich toll. Überhaupt gibt’s beim iPhone nur beim Aufstarten oder beim Drehen der Anzeige vom Hoch- ins Querformat und zurück Wartezeiten. Ab und zu noch im Browser. A propos: Hier fehlt einem die Flash-Unterstützung. Immer wieder trifft man beim Surfen auf Webseiten die leider nicht dargestellt werden können. Ansonsten wird im Netz aber alles hervorragend dargestellt, und es kann sehr gut darin navigiert werden. Mit einem Doppelklick zoome ich eine Auswahl heran,

In Kürze · Smartphones mit Touchscreens à la iPhone sind beliebt und unterdessen auch in den BusinessMarkt vorgedrungen. · Infoweek hat fünf aktuelle Modelle mit ganz unterschiedlichen Plattformen und Technologien miteinander verglichen. · Ein Touch-Display allein genügt (noch) nicht. Eine zusätzliche Tastatur ist sehr komfortabel.

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mit selben Befehl zurück. Ausserdem ist auch hier die Multi-Touch-Eingabe möglich. Seitens der Programme kommt das iPhone von Haus mit einer Navigationslösung mit Karten von Google Maps, Kalender, Adressbuch und ein paar Sachen mehr. Spannend wird der Besuch im Appstore: Dort findet man tausende von kostenlosen und kostenpflichtigen weiteren Programmen für das iPhone. Was bislang noch vermisst wird, ist eine Software zum Bearbeiten von Microsoft-Office-Dateien. Man kann sich die Dokumente, auch in der 2007er-Version, zwar anschauen aber wie bei PDFs nichts verändern. Ansonsten findet man im Appstore alles, was das Herz begehrt. Zum Schluss noch zwei Hauptkritikpunkte: Die Akku-Leistung des iPhones ist schlecht. Bei sehr, sehr eingeschränktem Gebrauch kommt man auf knapp zwei Tage, im Normalfall sind es aber nur zwischen einem und zwei, bis das Smartphone wieder an die Steckdose muss. Punkt zwei: Im Gegensatz zu anderen Geräten lässt sich im iPhone sehr wenig verändern. Vieles ist vorgegeben und muss akzeptiert werden. (mv)

HTC Touch Pro

Das HTC Touch Pro möchte gerne ein Touchscreen-Smartphone im Stile von Apples iPhone sein, ist es aber nicht. Dafür ist der HTC-eigene Touchflo-Bildschirm zu klein, und man ist bei der Bedienung in den meisten Fällen auf den Stift angewiesen. Je weiter man in die Tiefe eines Menus vordringt, desto unverzichtbarer wird der Stylus, die anzutippenden Symbole sind so klein. Überzeugender ist die grosszügige, ausschiebbare Qwertz-Tastatur des HTC Touch Pro. Die Grösse ist angenehm und sorgt für ein bequemes Schreiben von Nachrichten oder Notizen – ein echtes Plus für die Profi-Ausgabe des HTC Diamond. Allerdings macht ebendiese Tastatur das Gerät auch ziemlich schwer (165 g) und dick (18 mm). Ausgestattet ist das HTC Touch Pro mit einer vollständigen Office-Suite von Microsoft (Word, Excel, Onenote, Powerpoint). Excel-, Onenoteund Word-Dateien können nicht nur geöffnet, sondern auch bearbeitet werden, was für den Business-Gebrauch des Smartphones ein echter Vorteil ist. Schiebt man das Gerät auf, erscheint ein Schnellstartmenü mit den acht wichtigsten Funktionen, nämlich SMS/MMS, E-Mail, Web-Suche, Favoriten, Kalender, Aufgaben, Notizen und Kontakte. Unter dem Bildschirm, der übrigens gestochen scharf ist, sitzen vier Tasten sowie ein Navigationsknopf. Zwei der vier Tasten dienen zum Abnehmen und Auflegen von Anrufen. Mit der dritten Taste kommt man von überall her wieder auf den Startbildschirm zurück. Die

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Test Center aber leider nicht im Gehäuse versenkbaren Stift aktivieren. Die Darstellung richtet sich übrigens nach der Tastaturnutzung aus: Im ausgezogenen Zustand werden die Inhalte im Breitformat, bei zusammengeschobenem Gerät im Hochformat angezeigt. Einen Lagesensor wie das iPhone kennt das Xperia X1 nicht. Für eine vereinfachte Bedienung hat Sony Ericsson der reichlich komplizierten Windows-Mobile-Oberfläche eine zusätzliche Schicht aufDas erste Android-Smartphone G1 von T-Mobile, das gepropft: Viele Funktionen und Eines in der Schweiz offiziell noch nicht zu kaufen gibt. stellungen sind bequemer über sogenannte Panels zugänglich, die vierte und letzte Taste führt jeweils einen sich über eine eigene Taste aufrufen lassen. Schritt zurück in der geöffneten Anwendung. Neben den mitgelieferten Panels, zum Beispiel Das Steuern des Smartphones mit dem Navi- dem erweiterten Startbildschirm mit grosser gationsknopf gestaltet sich relativ mühsam, er Uhr oder dem Google-Panel zur Direktsuche, führt nur selten zum gewünschten Ziel. Der lassen sich via Internet weitere Panels laden. Rand des Knopfes ist berührungssensitiv und Obwohl seit einiger Zeit ein SDK für Panel-Entdient im Browser und bei Bildern als Zoom. wickler bereitsteht, sind jedoch erst wenige Der Touchscreen reagiert in den meisten Panels von Drittherstellern erhältlich. Fällen sehr schnell. Mit zwei Ausnahmen alDas Gerät reagiert meist flott auf Eingaben, lerdings: Zum einen funktionierte das Anneh- beim Aufrufen einer Menüoption oder beim men von Anrufen via Touchscreen oft erst im Wechsel zwischen Anwendungen gibt es keine zweiten Anlauf, zum anderen kehrte sich der langen Wartezeiten. Ab und zu wird der Inhalt Bildschirm beim Drehen des Smartphones eines Panels nicht korrekt nachgeführt – mit manchmal ziemlich verzögert. Nachrichten einem erneuten Aufruf des Panels lässt sich können ausserdem nur bei geöffneter Tastatur dies beheben. Lob verdient der Opera-Browser, im Querformat angeschaut werden. den Sony Ericsson als Ergänzung zum naturgeEin weiterer Minuspunkt ist die Sprachqua- mäss vorhandenen, aber ziemlich unbeliebten lität bei eingeschalteter Freisprechfunktion, Internet Explorer in vorinstallierter Form mitwas erstaunlich ist, da ja gerade das Telefonie- liefert. Ansonsten sind neben dem üblichen ren eine Kernfunktion eines Smartphones ist. Windows-Mobile-Office diverse herstellerEtwas Lustiges zum Schluss: Der Reset-Knopf eigene Multimedia-Anwendungen, der Adobe ist, zumindest beim Infoweek-Testmodell, mit Reader LE und ein Programm für den Direktzueinem Kopfhörersymbol versehen, was für ei- griff auf Google Maps installiert. Für Kalender, nige Verwirrung sorgen könnte. (ahu) Kontaktverwaltung und Messaging muss man sich allerdings mit den Standardprogrammen Sony Ericsson Xperia X1 von Windows Mobile begnügen. Das erste Windows-Mobile-Smartphone von Alles in allem gefällt das Xperia X1 durch Sony Ericsson überzeugt durch seine tadellose seine unprätentiöse Kombination der BasisVerarbeitung – sämtliche Materialien wirken funktionen von Windows Mobile mit erweihochwertig, der Mechanismus zum Aufschie- terter Oberfläche, Multimedia-Anwendungen, ben des Bildschirms klappert nicht im Gering- gelungener Tastatur und edler Konstruktion. sten, und die darunterliegende Qwertz-Tasta- Mit 145 Gramm ist das Gerät nicht gerade tur erlaubt einigermassen flüssiges Tippen. leicht, es ist aber sehr kompakt gebaut und Erfreulich für deutschsprachige Anwender: Im liegt sehr angenehm in der Hand. (ubi) Gegensatz beispielsweise zum Android-Gerät sind auch die Umlaute direkt über eigene Ta- Blackberry 9500 Storm sten zugänglich, man muss nicht für jedes «ä» Seit rund 14 Tagen nun hat Swisscom das erste mühsam ein Spezialmenü aufrufen. Touch-Smartphone von Research in Motion Mit 800x480 Pixel bietet der Bildschirm des (RIM) im Angebot. Damit hat es RIM nicht Xperia X1 die höchste Auflösung unter den fünf mehr in erster Linie auf Geschäftskunden, songetesteten Geräten, aber nicht die grösste Dia- dern auch auf private Anwender abgesehen. gonale. Schriften erscheinen deshalb oft sehr Das zeigt ein umfangreicher Multimedia-Plaklein, und auf dem Touchscreen lässt sich yer. Wie das iPhone 3G lässt sich das Gerät manche Option nur mit dem beiliegenden, ausschliesslich mit den Fingern bedienen. Vier

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hTc gehört wie apple zu den pionieren im Touch-Smartphone-geschäft. Das aktuelle Touch pro wird bald neu aufgelegt.

Tasten gibt es am unteren Rand des Displays um direkt ins Hauptmenü zu kommen, zurück zu schalten, anzurufen oder aufzulegen bezie-

hungsweise auszuschalten. Das Display ist nur unwesentlich kleiner als das des iPhone, dahinter steckt allerdings eine ganz andere Touch-Technologie, «Surepress». Fährt man wie beim iPhone nur mit leichtem Druck über das Display, kann man durch Menüs oder Galerien scrollen und auswählen. Wird der Druck verstärkt, gibt das Display nach und ein leichtes Klicken, wie bei einer Computermaus, ist spür- und hörbar. Damit wählt man definitiv aus und startet ein Programm. Im Test führte Surepress da und dort zu Fehlklicks, vor allem bis man sich daran gewöhnt hatte. Danach gefiel die Navigation auf diese Art und Weise. Interessant ist das Text-Eingabekonzept von RIM. Im Gegensatz zum iPhone 3G, wo sich SMS und E-Mail erst mit der neuen Software 3.0 auch mit einer grösseren virtuellen Tastatur im Querformat schreiben lassen, ist diese Möglichkeit im Blackberry Storm bereits vorhanden. Dreht man das Smartphone wieder zurück ins Hochformat – was im Test manch-

mal leider auch ungewollt passierte, da das Gerät sehr schnell reagiert – verändert sich die Tastatur in eine mit Doppelbelegung der Tasten. Man klickt sie einfach an, das Gerät sucht dann nach dem letzten Buchstaben des Wortes die richtige Kombination und gibt Vorschläge zur Auswahl. Diese sind mehr oder weniger brauchbar, Probleme gibt’s vor allem mit Namen oder natürlich bei schweizerdeutschen Begriffen. Es empfiehlt sich deshalb im Querformat zu schreiben oder in den bekannten, herkömmlichen Mehrfach-Klickmodus zu wechseln. Allerdings ist man dank Surepress nicht wirklich schnell. Der Blackberry Storm kann vorallem mit den vielen Einstellungsmöglichkeiten überzeugen, beispielsweise für die Sicherheit. Neben allgemeinen Einstellungen können Anwendungsberichtigungen gesetzt, Zertifikate verwaltet und eingesetzt oder eine Firewall aktiviert werden. Was dem Gerät dafür merklich fehlt ist eine W-Lan-Antenne. Somit müssen alle

FünF Touch-SmarTphoneS im Vergleich

★★★★★★

TeSTSieger

herSTeller modell betriebssystem prozessor (hersteller/Taktrate) arbeitsspeicher massenspeicher intern massenspeicher extern

apple iPhone 3G Apple OS X ARM / 620 MHz 128 MB 8000 MB

hTc Touch Pro Windows Mobile 6.1 Qualcomm / 528 MHz 288 MB 512 MB MicroSD

Displaygrösse / -auflösung Wlan / bluetooth / gpS hSpa / umTS / eDge / gSm Foto- / Videokamera push-e-mail browser (Standard)

3,5” / 320x480 Pixel / / / / / (1,9 Megapixel) /

2,8” / 480x640 Pixel / / / / / (3,1 Megapixel) /

Safari

Qwertz-Tastatur / Stylus mS-office-Kompatibilität

/ Lesen 1)

Internet Explorer und Opera Mobile / Lesen und bearbeiten

pDF-Viewer Snychronisationsmöglichkeiten Standby- / Sprechdauer 2) akkuleistung (Typ) abmessungen gewicht preis (Digitec, ohne Vertrag) infos

USB, Acitvesync, Mobile Me 300 h / 300 min 1150mAh (Li-Ionen) 115x62x12 mm 133 g Fr. 839.– www.apple.ch

USB, Acitvesync 500 h / 400 min 1340mAh (Li-Ionen) 102x51x18 mm 165 g Fr. 758.– www.htc.com/de/

Wertung Funktionalität bedienung preis/leistung gesamt = ja,

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★★★★★★ ★★★★★★

★★★★★★ ★★★★★★

rim Blackberry 9500 Storm Blackberry OS 4.7 528 MHz 128 MB 1000 MB Transflash, MicroSD, microSDHC 3,2” / 360x480 Pixel / / / / / (3,1 Megapixel) /

hTc / T-mobile G1 Android Qualcomm / 528 MHz 192 MB 256 MB MicroSD, microSDHC

Sony ericSSon Xperia X1 Windows Mobile 6.1 Qualcomm / 528MHz 256 MB 400 MB microSDHC

3,2” / 320x480 Pixel / / / / / (3,1 Megapixel) /

3” / 800x480 Pixel / / / / / (3,1 Megapixel) /

Eigenentwicklung

Eigenentwicklung

/ Lesen und bearbeiten 1)

/ Lesen und bearbeiten 1)

Internet Explorer und Opera Mobile / Lesen und bearbeiten

USB, Blackberry Enterprise Server 360 h / 360 min 1400mAh (Li-Ionen) 113x62x14 mm 155 g Fr. 749.– www.blackberry.com/ch

USB, Google Sync, div. Drittapplikationen 400 h / 420 min 1150mAh (Li-Ionen) 117x55x17 mm 158 g Fr. 609.– www.t-mobileg1.com

★★★★★★ ★★★★★★

★★★★★★ ★★★★★★ ★★★★★★

★★★★★★

= nein; k.A. = keine Angaben; 1) Dank Applikation Documents-To-Go (iPhone-Version ist in Planung) 2) Herstellerangaben, in UMTS-Netz

USB, Acitvesync 640 h / 360 min 1500mAh (Li-Polymer) 110x53x16 mm 158 g Fr. 639.– www.sonyericsson.ch

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Quelle: Infoweek

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Vergleichstest Touch-Smartphones

Apples iPhone 3G, der Klassiker unter den Touch-smartphones, hat immer noch das grösste Display.

Downloads, E-Mails etc. via Mobilfunknetz übertragen werden. (mv)

T-Mobile G1

Das Android-basierte «Google-Handy» G1, gebaut vom ansonsten auf Windows-Mobile-Geräte spezialisierten Hersteller HTC, ist bei Schweizer Mobilfunkanbietern derzeit noch nicht erhältlich. Für den Test hat HTC ein Gerät zur Verügung gestellt. Dass das G1 voll und ganz auf Google fixiert ist, zeigt sich bereits nach dem ersten Einschalten: Die Installationsroutine verlangt zwingend nach einem Google-Account – entweder man hat schon einen und gibt Benutzername und Passwort ein, oder man eröffnet ein neues Konto. Das Gerät nimmt danach sofort Kontakt zu den Google-Servern auf und synchronisiert sich mit den dort gelagerten Kontakten, Terminen und E-Mails. Da das G1 ständig mit der Serverseite kommuniziert, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Abonnement mit Daten-Flatrate – dies gilt allerdings eigentlich für alle Smartphones, die auf den Internetzugriff ausgerichtet sind. Neben dem speziellen G-Mail-Client steht ein weiteres Mailprogramm für den Zugriff auf POP3- und IMAP-Server zur Verfügung. Der Umgang mit Exchange-Konten gestaltet sich dagegen sperrig, am besten nutzt man dafür den Browser und greift via Outlook Web Access zu. Der installierte Browser lässt sich bis auf die Multitouch-Features fast so elegant bedienen wie Safari auf dem iPhone. Zum Vergrössern und Verkleinern der Darstellung gibt es keine Zwei-Finger-Gesten, sondern zwei eingeblendete Zoom-Buttons, die allerdings ein bisschen lahm reagieren. Abgesehen davon geht die Arbeit im Internet und überhaupt mit dem gesamten System flüssig vonstatten. Die Tastatur ist deutlich schmaler als das Keyboard des Sony-Ericsson-Modells, und die Beleuchtung der Tasten überzeugt nicht: Erstens schaltet sie sich jeweils ziemlich rasch nach der letzten Bedienung aus, zweitens ist sie ziemlich schwach. Ausserdem sind die via

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Alt-Taste zugänglichen Sonderbelegungen auf den schwarzen Tasten in relativ dunklem Blau markiert. In dürftigen Lichtverhältnissen sind die Sonderzeichen fast unlesbar. Der kleine Trackball, der anstelle der bei anderen Smartphones fast allgegenwärtigen 5-Wege-Navigation zwischen den vier Tasten am unteren Rand des Gehäuses sitzt, erlaubt zwar sehr schnelles Scrollen, ist aber viel zu empfindlich eingestellt. Ein präziser Klick ist so ziemlich schwierig – meist scrollt man beim Klicken ungewollt weiter und trifft nicht die gewünschte Stelle. Wer seine Informationen ohnehin mit den Google-Diensten verwaltet, erhält mit dem G1 ein gutes Smartphone mit angenehm lesbarem, grossem Bildschirm und umfassenden Funktionen. Mit der direkten Integration in eine Microsoft-Umgebung inklusive Exchange hapert es dagegen – hier wäre ein WindowsMobile-Gerät sicher besser geeignet. (ubi)

Und der Testsieger ist...

Fünf Touch-Smartphones fürs Business starteten in den grossen Vergleichstest. Als Sieger geht das Xperia X1 von Sony Ericsson hervor. Es ist einfach rundum komplett. Das geht von den unzähligen Bedienmöglichkeiten über die umfangreiche Ausstattung bis hin zu seiner tadellosen Verarbeitung. Platz zwei belegt das G1, das uns durch seine Tastatur und seine Offenheit ebenfalls beeindruckt hat. Auf dem geteilten dritten Rang liegt der Blackberry Storm, bei dem vor allem die fehlende W-Lan-Unterstützung stark ins Gewicht fällt. Die beiden «Oldies» von Apple und HTC folgen dicht dahinter: Das iPhone 3G hat zu wenig richtige Business-Eigenschaften, während das Touch Pro sich im Vergleich zur Konkurrenz schlecht bedienen lässt. Doch von beiden Herstellern werden ja schon bald neue Touch-Smartphones erwartet.

sony ericsson hat mit dem Xperia X1 und seinen Panels die komplizierte WindowsMobile-Oberfläche vereinfacht.

TesT DiGesT Die März-Ausgabe von Network Computing hat sich den Client-security-suiten der drei grössten Hersteller angenommen. Der Vergleichstest prüft F-Secure Client Security 8, Symantec Endpoint Protection 11 und Mcafee Total Protection for Small Business auf Herz und Nieren. Testsieger ist die Suite von F-Secure, die durch einfache Installation, Konfiguration und Pflege sowie eine gute Kombination aller wichtigen Sicherheitskomponenten glänzt. Das Symantec-Produkt erhält die gleiche Schlussnote B+, hier bemängelt der Autor aber die wenig intuitive Oberfläche. Dafür wird die Berichtserstellung gelobt. Die Mcafee-Suite fällt in der Bewertung etwas ab: Obwohl das Produkt «for Small Business» positioniert ist, wird für die Mailüberwachung eine eigene Maildomäne inklusive Server vorausgesetzt – aber dies sei bei vielen «Small Businesses» eben gerade nicht gegeben. Auch die Auswirkungen auf die Systemleistung und die kaum konfigurierbare Desktop-Firewall fallen bei Mcafee negativ auf. iX hat in Ausgabe 4/2009 fünf kostenlose Web-Frameworks fürs iPhone unter die Lupe genommen. Dem Vergleich mit Apples eigener iPhone-Webentwicklungsumgebung Dashcode müssen sich die Konkurrenten iUI, CiUI, UiUIKit und Webapp.Net stellen. Das Fazit: Es gibt grosse Unterschiede, vor allem was komplexe Oberflächenelemente und die Umsetzung des echten «iPhone-Look-andFeel» betrifft. Dashcode überzeugt durch eine komfortable IDE und einen vollständigen Satz an UIElementen, setzt aber proprietäre Elemente in den HTML-Code. iUI braucht wenig Platz, scheint aber nicht mehr weiterentwickelt zu werden. Bei CiUI wird die geringe Auswahl an UI-Elementen bemängelt, bei UiUIKit fehlt Javascript – Animationen und Übergänge müssen von Hand programmiert werden. WebApp.Net schliesslich eignet sich dank guter Dokumentation für Einsteiger, generiert aber unübersichtlichen Code. WindowsiTPro ist von syscompare Pro 1.2 nicht begeistert. Das Tool vergleicht Systeme anhand der WMI-Informationen und zeigt die Differenzen, zum Beispiel fehlende Patches, mit roten Markierungen an. Einzelne Bereiche aus den Resultaten lassen sich auch in ein Excel-File exportieren, nicht aber der gesamte Bericht - dies ist einer der Negativpunkte. Auch bei der Wahl der zu untersuchenden Rechner lässt Syscompare Pro 1.2 zu wünschen übrig: Aus dem Active Direcory lassen sich nur einzelne Systeme selektieren, ganze Domänen oder ein IP-Range können nicht auf einmal erfasst werden. Das Fazit: Die Pro-Version zu 1499 Dollar sei zu teuer.

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Notebook mit verstellbarem Breitbildschirm Der Schweizer Hersteller Dreamcom positioniert sein Model 10 als «erstes ergonomisches Notebook». Der Bildschirm lässt sich in 3 Positionen auf bequeme Arbeitshöhe bringen. Vo n U r s B i n d e r

M

an kann wirklich nicht behaupten, es mangle der Welt an NotebookModellen. Praktisch täglich kommen neue, noch leistungsfähigere und preisgünstigere Varianten auf den Markt. Echte Trouvaillen sind selten und fallen deshalb umso mehr auf. Auf die Modellreihe Dreamcom 10 trifft dies zu: Der Hersteller, ein Schweizer Anbieter mit Sitz in Chur, positioniert sein Produkt als «erstes ergonomisches Notebook». Das Besondere am Dreamcom 10 ist der höhenverstellbare Bildschirm, der im Vergleich zu herkömmlichen Laptops eine nacken- und augenfreundlichere Arbeitshaltung ermöglichen soll.

Monitor mit drei Positionen

Schon im zugeklappten Zustand fällt an der Oberseite des Geräts eine verdickte Mittelpartie auf. Dahinter verbirgt sich der Schiebemechanismus, mit dem sich der Bildschirm in der Höhe verstellen lässt. Neben der Grundstellung, in der das Dreamcom 10 wie ein herkömmliches Notebook aussieht, und dem maximalen Auszug von 15 cm steht auch eine Zwischenstufe auf halber Höhe zur Verfügung. Bevor sich der Bild-

schirm verschieben lässt, muss ein Entriegelungsschieber betätigt werden, den man beim aufgeklappten Gerät links unter dem Monitor findet. Besonders bei längerer Arbeit an einem normal hohen Schreibtisch macht sich die Höhenverstellung angenehm bemerkbar. Schon die paar Grad, um die der Nutzer seinen Kopf weniger nach unten neigen muss, entlasten die Muskulatur und reduzieren Verspannungen. Transportieren möchte man das Dreamcom 10 mit ausgezogenem Bildschirm jedoch nicht – dazu wirkt der grösstenteils aus Kunststoff gebaute Mechanismus zu fragil. Auch die Standfestigkeit leidet, wenn der Bildschirm voll ausgezogen und weit aufgeklappt wird: Das ganze Gerät neigt dann dazu, nach hinten wegzukippen. Am besten spielt das Dreamcom 10 seine ergonomischen Vorteile aus, wenn es quasi-stationär an einem stabilen Arbeitsplatz zum Einsatz kommt und nur gelegentlich an einem anderen Ort genutzt wird. Für den ständig nomadisierenden Road Warrior eignet es sich weniger. Dagegen spricht auch das Gewicht von immerhin rund 3,5 Kilogramm mit eingesetzter Batterie – das Dreamcom 10 zählt zu den schwereren Vertretern seiner Gattung und fällt damit in die Kategorie der Desktop-Ersatz-Notebooks.

Anständige Leistungsdaten

Tiefer oder höher - das Dreamcom 10 lässt dem Anwender die Wahl.

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Der Hersteller liefert sein ergonomisches Notebook in drei Grundvarianten aus, die alle auf der CentrinoPro-Plattform (Santa Rosa) von Intel basieren. Das Modell Dreamcom 10 Personal ist mit einem Core 2 Duo T7500 mit 2,2 GHz Taktfrequenz, 2 GB RAM und einem 1 GB grossen Turbo-

DreAMcoM 10 Fazit Leistungsdaten und Ausstattung entsprechen dem aktuellen Standard bei Business-Notebooks, der Preis liegt leicht höher. Dafür bietet das Dreamcom-System einen höhenverstellbaren Bildschirm, der eine merklich ergonomischere Arbeitsposition erlaubt als andere Laptops. Auf der anderen Seite erhöhen sich dadurch Abmessungen und Gewicht - die Dreamcom-10-Notebooks eignen sich weniger für den High-TechNomaden als für den quasi-stationären Nutzer, der nur gelegentlich den Arbeitsplatz wechselt. Features · Notebook mit Dual-Core-Prozessor · Höhenverstellbarer Bildschirm Positiv + Ermöglicht ergonomische Arbeitshaltung + Spezialtasten für Skype, Fingerabdruckleser Negativ – Schiebemechanismus wirkt fragil – Ziemlich kleines Touchpad – Gerät neigt bei ausgezogenem Bildschirm zum Kippen Hersteller/Anbieter Dreamcom, www.dreamcom.ch Preis ab Fr. 2299.– Wertung Funktionalität Bedienung Preis/Leistung Gesamt

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Dreamcom 10

Bildschirm und Grafik sind bei den drei Modellen identisch. Der 15,4-Zoll-Monitor löst mit augenfreundlichen 1680x1050 Pixel auf, für die Grafikaufbereitung ist eine GPU vom Typ ATI Mobility Radeon HD 2600 mit 256 MB GDDR3Videospeicher zuständig. Ein externer Bildschirm lässt sich über die integrierte DVI-ISchnittstelle anschliessen. Mit den auffallenden Funktionstasten steuert man Skype-Gespräche.

Memory-Modul zur Beschleunigung des Startvorgangs ausgestattet und wird mit Windows Vista Home Premium x64 ausgeliefert. Beim Modell Business (Windows Vista Business x64) fehlt das Turbo Memory. Die leistungsstärkste Variante nennt sich Professional und ist von Haus aus mit Windows Vista Ultimate und 4 GB Arbeitsspeicher sowie einem 2,6-GHz-Prozessor bestückt. Ein weiterer Unterschied: Die 160-GB-Sata-Harddisk dreht bei den Modellen Personal und Business 5400 mal pro Minute, das Spitzenmodell Professional arbeitet mit einer 7200-rpm-Festplatte.

Ausstattung und Bauqualität gut, Details verbesserungsfähig

Auch die weitere Ausstattung entspricht dem aktuellen gehobenen Standard. Die Dreamcom-10-Geräte warten mit einer 2-MegapixelWebcam, einem Dual-Layer-DVD-Brenner, integriertem W-Lan und Bluetooth und einem Steckplatz für Express/34-Karten auf. Sicherheitsbewusste Anwender freuen sich über den integrierten Fingerabdruckleser, Skype-Nutzer profitieren von den beiden Tasten zum Entgegennehmen und Beenden von Gesprächen, die neben anderen Funktionstasten oberhalb der Haupttastatur angebracht sind. Das matt gehaltene Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung und aus Kunststoff

und wirkt insgesamt stabil und einigermassen hochwertig. Bei intensivem Tippen gibt die ganze Tastatur jedoch leicht nach und biegt sich nach innen. Das Trackpad ist recht klein geraten, vor allem wenn man es mit den grosszügigen Trackpads moderner MultimediaNotebooks vergleicht, von Apples riesigen Multitouch-Pads ganz zu schweigen. Mit Schnittstellen ist das Dreamcom 10 durchschnitlich gesegnet. Am Gerät selbst finden sich ein Ethernet- und zwei USB-Ports, ein Expresscard/34-Slot, eine Infrarotschnittstelle sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. Mit der optionalen Docking-Station wird das System zum Ausbauwunder: Sie bietet Platz für zwei weitere Harddisks samt integriertem RAID-Controller sowie für eine zweite Batterie und wartet mit einem erweiterten Audio-System mit 5-Watt-Subwoofer und digitalen S/PDIF-Ein- und Ausgängen auf. Dazu kommen ein Gigabit-Ethernet-Port, ein FirewirePort und vier weitere USB-2-Anschlüsse, Ausgänge für S-Video, VGA und HDMI, ein 5-in-1Speicherkartenleser sowie ein Expresscard/ 54-Einschub.

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CIO-Interview: Franz Mannsberger, IT-Leiter Rivella

«Green IT ist für uns ein schöner Nebeneffekt» Franz Mannsberger ist seit 2002 IT-Leiter von Rivella. In dieser Zeit und insbesondere in den letzten Monaten hat sich die IT des bekannten Getränkeherstellers stark verändert. Das IntervIew

führte

M I c h e l vo g e l

I

nfoweek: Die Marke und das Getränk Rivella kennt fast jeder. Ihren IT-Leiter und die IT-Abteilung nur wenige. Wie sieht Ihre Organisation aus? Franz Mannsberger: Wir haben ein sehr schlankes IT-Team, das aus total nur sieben Leuten besteht. Dazu gehören zwei Verantwortliche für die Windows-Clients und -Server, zwei SAP-Verantwortliche/-Projektleiter, zwei Informatik-Lehrlinge und ich als IT-Leiter. Zusammen betreiben wir praktisch die gesamte IT des Unternehmens mit ihren rund 250 Benutzern.

Das ist wirklich ein sehr kleines Team. Ja, das ist so. Aber als ich 2002 bei Rivella anfing, waren wir sogar nur vier Leute. Mit der IT wuchs dann stetig auch unser Team mit. Denn unsere Strategie ist, rund 80 Prozent des täglichen Geschäfts intern zu betreiben. Natürlich arbeiten wir daneben für grössere Projekte mit vielen IT-Dienstleistern und Spezialisten zusammen. Wir haben ja beispielsweise keine eigene Entwicklungsabteilung. Wir streben dabei langfristige Partnerschaften an. Zurzeit sind es total sechs an der Zahl. Software as a Service und Cloud Computing sind für Sie also kein Thema? Nein, wir wollen wie erwähnt alles, was sinnvoll ist, selber betreiben. Bezüglich Backup habe ich mich einmal umgeschaut, ob wir das eventuell als Service beziehen könnten. Aber das rechnet sich für uns aktuell nicht. Das ist eines unserer grossen Probleme: Wir sind mit rund 250 Benutzern ein sehr grosses KMU, aber gleichzeitig zu klein, um so schöne Lösungen wie «Grosse» zu erhalten. Es gibt meiner Meinung nach kein

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optimales Lizenzmodell für Unternehmen unserer Grösse und Art. Ihr Team betreut eine moderne, grosse IT. Wie sieht sie ganz grob aus? Unsere IT-Infrastruktur hat sich in den letzten Monaten stark verändert. Die Rivella-Verwaltung und wir sind im Dezember 2008 in ein neues Gebäude gezogen und haben in diesem Zusammenhang viel zentralisiert und konsolidiert. Unter anderem wurde ein neuer, einheitlicher Personalausweis, der auch zur Bezahlung an Automaten dient, inklusive Zutritts-System eingeführt. Wir haben ausserdem einen ITRaum geschlossen und im Neubau mit einem anderen kombiniert. Daneben existiert noch ein zweiter, der in Zukunft als redundanter, gespiegelter Serverraum des neuen dienen soll und so für eine deutlich höhere Verfügbarkeit sorgen wird. Von 24 Stunden Ausfallzeit wollen wir damit auf weniger als einen halben Arbeitstag, also unter 4 Stunden kommen. Stimmt es, dass Sie in letzter Zeit auch sehr viel virtualisiert haben? Ja, wir befassen uns schon ganz lange mit dem Thema Virtualisierung. Denn unsere IT wuchs rasant. Ein Beispiel: Als ich 2002 zu Rivella kam, hatten wir sechs produktive Server, heute sind es rund fünfzig. Wir konnten nicht einfach immer nur neue Geräte kaufen. Deshalb wird auf den Servern, die seit zwei Jahren vor allem HP-Blade-Modelle sind, mit VMware ESX virtualisiert. Client-seitig setzen wir seit 2002 auf den heutigen Citrix Presentation Server und betreiben damit eine Applikations-Bereitstellung. Mit dem Einzug in das neue Gebäude haben wir zudem unser Netzwerk virtualisiert. Weiter steht ein Projekt zur Speichervirtualisierung mit einem SAN an.

franz Mannsberger (47) Ist seIt 2 0 0 2 I t- l e I t e r D e s g e t r ä n k e herstellers rIvella MIt seInen 270 MItarbeItern. zuvor war er als s t e l l v e r t r e t e n D e r I t- l e I t e r b e I b a y e r s c h w e I z u n D a l s I t- l e I t e r beIM outDoor-fashIon-hersteller MaMMut tätIg. seIn wIssen eIgnete sIch Mannsberger beI IbM an, wo er nach eIneM abgebrochenen

stuDIuM

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wIrtschaftsInforMatIk Jahren

währenD sechseInhalb

arbeItete; Daneben bIlDete er sIch

analytIker/PrograMMIerer MIt fachausweIs unD anschlIessenD zuM eIDg. DIPl. wIrtschaftsInforMatIker aus. zuM

eIDg.

Virtualisierung hat unbestritten einige Vorteile. Haben Sie aber auch Nachteile festgestellt? Mit der Virtualisierung wurde alles viel komplexer. Vorher wusste ich, was wo und auf welchem Server läuft. Heute muss ich wortwörtlich eine Liste haben, wenn ich mich orientieren will. Sie haben Blade-Server erwähnt und dass viel konsolidiert wurde. Spielte da das Thema Green IT eine Rolle? Nein, nicht direkt. Green IT ist für uns viel mehr ein schöner Nebeneffekt. Ein Beispiel: Mit dem Umzug im Dezember haben wir alle Citrix-Arbeitsplätze mit 140 auf die Client-Virtualisierung optimierten Thin Clients ausgestattet und damit die alten, grossen sowie überdimensionierten Rechner ersetzt. Der Ne-

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CIO-Interview: Franz Mannsberger, IT-Leiter Rivella

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beneffekt: Thin Clients brauchen deutlich weniger Strom. Wir sind also quasi nebenbei deutlich «grüner» geworden und sparen Geld. Auch wurde beim Neubau des Rivella-Verwaltungsgebäudes natürlich speziell auf umweltfreundliche Lösungen geschaut. So werden im neuen Serverraum beispielsweise Klimageräte mit Wärmerückgewinnung eingesetzt. Sie haben in den letzten Monaten viel verändert. Wie sieht es in Zukunft aus? Was für Projekte stehen an? Es kommt einiges auf uns zu. Als erstes werden wir demnächst unsere zweijährlich stattfindende grosse Sicherheitsüberprüfung durchführen. Auf deren Ergebnis bin ich sehr gespannt, weil es die erste am neuen Standort ist. Einige andere Projekte wie die Einführung eines SAN oder die Spiegelung der Serverräume habe ich bereits angesprochen. Daneben evaluieren wir derzeit eine neue SAPPlattform, werden im dritten Quartal unser ECM-System mit dem neusten Update versehen und unser im Sommer 2008 eingeführtes CRM-System ausbauen. Ausserdem haben wir ein Voip-Pilotprojekt geplant, das in Richtung UC gehen soll. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wie und ob es sich in unsere virtualisierte Infrastruktur einbinden lässt. Schliesslich planen wir für 2010 die Einführung von Office 2007 und teilweise auch von Windows 7. Windows Vista überspringen wir. Office 2007 wird kommen. Das bedeutet bekanntlich viel Schulungsaufwand. Wie schult Rivella seine Mitarbeiter in IT-Belangen? Wir haben ein Key-User-Programm, wo wir einzelne Benutzer in den verschiedenen Abtei-

Ohne IT kein Rivella? Nicht ganz, aber sie spielt auch beim Getränkehersteller eine zentrale Rolle.

lungen speziell schulen und die dann ihr Wissen an ihre Kollegen weitergeben. Das funktioniert aber nicht wie gewünscht und kommt sehr auf die Initiative des Key-Users an. Für Office 2007 planen wir allerdings, die rund 200 Benutzer alle einzeln zu schulen. Wir haben dafür einen Schulungsraum mit rund 10 Arbeitsplätzen. Sie können sich vorstellen, dass sich die Schulungen also über einige Zeit hinziehen werden ... Es stehen viele Projekte an und das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wie sieht denn Ihr IT-Budget für das laufende und kommende Jahr aus? Unser Budget ist seit längerem konstant und wird es auch in den kommenden Jahren sein, sofern die aktuelle, wirtschaftliche Krise keine allzu tiefen Spuren hinterlässt. Das Jahresbudget beträgt etwas weniger als drei Millionen Franken, was rund zwei Umsatzprozenten entspricht. Bezüglich Investitionen rechnen wir mit 0,5 bis einer Million Franken jährlich. Die Zusammenarbeit Geschäftsleitung–IT-Abteilung scheint also zu funktionieren. Nehmen

Sie als IT-Leiter eigentlich Einsitz darin? Nein, ich bin nicht in der GL. Dort sitzt der CFO, dem ich direkt unterstellt bin. Wir haben einen sehr guten Kontakt. Bis jetzt habe ich auch alle gewünschten Projekte realisieren dürfen. Es gibt ab und zu kleine Verschiebungen, aber das ist ja normal. Zum Abschluss: Was wäre Rivella ohne IT? Gäbe es das beliebte Getränk noch? Es ist bei uns nicht so extrem wie beispielsweise bei Banken. Unser Betrieb würde auch bei einem Ausfall der IT weiter funktionieren, da die Produktionsmaschinen für die Getränke separat von der restlichen IT laufen. Aber: Ein paar Prozesse, wie die Warenbewirtschaftung zum Beispiel, die heute elektronisch mittels Strichcode und Scanner funktioniert, müsste herkömmlich «analog» per Hand geschehen. Das würde zu einem grossen Zusatzaufwand führen. Allerdings würde ein solches Szenario nur bis zu zwei Tagen gut gehen, soweit im Voraus läuft nämlich die Planung. Danach würden der Produktionsabteilung neue Auftragsdaten aus dem SAP-System fehlen und die Rivella-Herstellung ins Stocken geraten.

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Messaging-System bei der SBB

SBB lenkt Züge mit Tibco durchs Netz Die Anforderungen und Kundenwünsche an die SBB nehmen zu. Deshalb ist ein modernes Dispositionssystem inklusive einer hochverfügbaren Messaging-Software unerlässlich. Vo n A l i n A H u b e r

S

eit diesem April hat die SBB ein neues Dispositionssystem für den Zugverkehr im Einsatz. Vier Jahre dauerte die Entwicklung des Rail Control Systems (RCS) in einer eigens dafür eingerichteten Projektfabrik in Bern. Das neue RCS lenkt und steuert nun den gesamten Bahnverkehr in der Schweiz, ähnlich wie das Operationscenter von Skyguide am Flughafen in Zürich, und soll einen signifikanten Beitrag dazu leisten, dass die SBB mehr Verkehr durch das Netz steuern kann. Das Near-Realtime-System liefert eine Antwortzeit von unter 500 Millisekunden vom Eingang eines Zugsignals bis zur Anzeige am Client.

Kernpunkt Messaging

Ein wichtiger Bestandteil des neuen Dispositionssystems ist die Messaging-Plattform «Rendezvous» der kalifornischen SoftwareSchmiede Tibco. Die Software ist seit der ersten Etappe des RCS-Projekts Mitte 2007 im Einsatz. «Der Anforderungskatalog an eine Messaging-Lösung, die die Anforderungen des RCS erfüllt, war enorm», so Marcus Völcker, Gesamtprojektleiter der SBB. So ist beispielsweise die Verfügbarkeit ein extrem wichtiger

IN Kürze · Die SBB braucht ein neues Dispositionssystem, weil die Anforderungen stetig zunehmen. · Zentraler Bestandteil dieses Systems ist der MessagingBackbone. · Dieser muss die eingehenden Informationen innerhalb von Millisekunden analysieren. · Das Rennen gemacht hat die Software Tibco Rendezvous.

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Aspekt. «Heute haben wir ein Datenvolumen am Client, das ausreichen würde, um zwei Fullscreen-Mpeg4-Videos abzuspielen. Wir haben 200 bis 600 Clients draussen mit einer 24/7-Verfügbarkeit. Wenn das System mehr als 24 Stunden nicht läuft, dann haben wir ein Problem.»

Nachrichtentransfer über WAN-Leitung, und zwar «one-to-many». Dies bedeutet, dass die Information einmal übertragen und danach xmal lokal verteilt wird. Die neue Plattform muss pro Sekunde tausende Meldungen auf den Servern verarbeiten und hunderte Nachrichten zum Client transportieren. Hier konnte Tibco mit seinem vernetzt vermaschten Routing punkten. Laut Völcker wäre ein zentrales Messaging-System kaum in der Lage, die Anzahl Nachrichten, die der Client pro Sekunde erhält, zu verarbeiten, wenn die Clients direkt an den Verteilungsservern angeschlossen wären. «Dadurch, dass wir die Meldungen über das WAN einmal senden und dann auf Grund des Publish-and-Subscribe-Mechanismus x-mal an die Clients per Broadcast verteilen, reduzieren wir natürlich die Bandbreite auf dem WAN enorm und sind überhaupt in der Lage, die Nachrichtenflut zu den ange-

Diverse Systeme unter der Lupe

«Wir haben während der Evaluationsphase verschiedene marktübliche Messaging-Backbones geprüft. Die meisten haben aber die Primäranforderungen bezüglich Transferraten gar nicht erst erfüllt», so Völcker. Und diejenigen Produkte, die die erste Evaluationshürde genommen hätten, seien dann bei einem Massentest unter Volllast zusammengebrochen. «Somit ist uns der Entscheid schlussendlich relativ leicht gefallen.» Die grösste Herausforderung stellte bei der Suche nach einer neuen Messaging-Software also das Transfervolumen dar. Die eingehenden Informationen über den Zugverkehr und allfällige Störungen müssen innerhalb von Millisekunden analysiert und an die Clients verteilt werden, damit die Disponenten reagieren können. Ein Disponent, der beispielsweise in St. Gallen ist und ein Bild für den Zugverkehr in Lausanne öffnet, abonniert automatisch sämtliche Events und Nachrichten für diese geografische Region. Mit jeder Öffnung und Schliessung eines Bildes ändern sich also die Abonnementsstrukturen, es ist ein permanenter Publish- und Subscribe-Mechanismus. «Tibco ist die einzige Software, die wir kennen, die mit dieser Dynamik der Nachrichtenverteilung in der Publish- und Subscribe-Architektur umgehen kann. Zudem ist das System sehr robust, hat einen kleinen Footprint und ist sehr schnell», so Völcker.

Nachrichtentransfer über WAN

Eine weitere Rahmenbedingung, die die neue Messaging-Software erfüllen musste, ist der

«Die meisten Messaging-Backbones haben die Primäranforderungen bezüglich Transferraten gar nicht erst erfüllt», Marcus Völcker, Gesamtprojektleiter der SBB

schlossenen Clients zu bringen», sagt Völcker. Zudem punktete Tibco durch seine relativ einfache Installation auf den dezentralen Routern. Eine ebenso entscheidende Rolle spielten die Software-Stabilität, eine gut funktionierende Ausfallsicherung sowie die automatische Lastverteilung. Natürlich musste für den Einsatz von Tibco auch an der Hardware-Infrastruktur etwas verändert werden. Installiert wurde die TibcoSoftware auf Standard-Hardware. «Wegen der vermaschten Struktur quer durch die Schweiz haben wir sogenannte Konzentratoren aufgebaut. Dort sind die ungefähr hundert Tibco-

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Messaging-System bei der SBB

Router auf dedizierter Hardware im Einsatz», so Völcker.

Grosse Zufriedenheit

Völcker ist zufrieden mit dem neuen Messaging-System, bislang gab es noch keine Panne: «Tibco ist so robust und ausgereift, dass man es eigentlich nicht kaputt kriegen kann. Selbst bei defekten Netzwerkkarten, wo alle anderen Systeme nichts mehr von sich geben über den TCP/IP-Stack, sendet Tibco. Tibco Rendezvous kann man eigentlich nur mit Konfigurationsfehlern kaputt machen.» Dennoch müsse man sich bewusst sein, dass Reliable Messaging bei Tibco ein komplexer Konfigurationsvorgang sei: «Man sollte sich die Topologie für Messaging-Routing am Anfang gut überlegen», warnt Völcker. Trotz aller Zufriedenheit gibt es aber dennoch auch Steigerungsmöglichkeiten bei Tibco: «Verbesserungswürdig ist ganz klar die Überwachungssuite Tibco Hawk. Gerade was die Oberfläche anbelangt, mussten wir sehr viel selber programmieren, um Hawk in unsere

pROJEKTÜBERSICHT · projektdauer RCS: 4 Jahre (nur 8 Wochen Verzug) · ROI RCS: positiver Businesscase · Anzahl Mitarbeiter RCS: Insgesamt 200, in der Spitze 110 Mitarbeiter gleichzeitig · Software Tibco: Client-Betriebssystem: Windows Backend-Betriebssystem: Linux

Überwachungsstrategie einbinden zu können.» Zudem sei es in Europa schwierig, Spezialisten mit Tibco-Know-how auf der Tiefenebene, die die SBB hier für den Aufbau des Systems benutzt hat, zu finden. Ansonsten betont Völcker, dass man bei einem solch grossen Projekt mit so vielen Schnittstellen und Vernetzungen froh ist, wenn man Komponenten einsetzt, die einfach mal funktionieren. «Tibco Rendezvous ist ein Baselayer-Produkt von Tibco und ist daher sehr ausgereift. Das merkt man dem Produkt ein-

fach an.» Sicherlich komme auch Tibco an Grenzen und es gebe bestimmte Dinge, die die Software nicht könne. Aber das seien alles Sachen, die man im aktuellen Projekt nicht benutzt habe. Ohne Tibco als Messaging-Backbone hätte man die geforderten Datentransferraten nicht realisieren können, ist Völcker überzeugt: «Tibco hat einen signifikanten Anteil zur Verschlankung des Projekts im Bereich der Nachrichtenverbreitung und der Systemarchitektur beigetragen.»

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Multisourcing-Strategien

Multisourcing will gelernt sein

In Kürze

Das Definieren und Überwachen der Schnittstellen zwischen Sourcing-Dienstleistern und Kunde ist ein bestimmender Erfolgsfaktor für ein effektives und effizientes Sourcing. Vo n F r i t z K l e i n e r t

M

ultisourcing setzt sich zum Ziel, verschiedene Bereiche der IT oder Service-Einheiten durch unterschiedliche externe oder interne Partner, welche sich auf einen Service spezialisiert haben, zu erbringen. In der Theorie verbessert ein dementsprechend aufgestelltes Service-Portfolio die Servicequalität, die Flexibilität und/oder senkt die Kosten der Dienstleistungen. Die Komplexität einer Dienstleistungserbringung mit verschiedenen Partnern und der damit verbundene Aufwand werden in der Praxis jedoch häufig unterschätzt. Des Weiteren geht in den meisten

Fällen eine End-to-End-Dienstleistungserbringung verloren, da sich jeder Partner nur auf seinen Teilbereich fokussiert. Multisourcing erhöht den Bedarf an ein ganzheitliches IT-Service-Management. Wie die Grafik «Dienstleistungserbringer vs. Multisourcing» illustriert, ist ein Multisourcing-Setup mit mehreren Partnern wesentlich komplexer als eine Aufstellung mit nur einem Dienstleistungserbringer. Für eine IT-Störung, welche mehrere Partner involviert, resultieren zahlreiche zusätzliche Schnittstellen in den Bereichen Organisation/ Unternehmen, Prozesse und Tools. Wer nicht

PC

Organisation

Prozess

Tool

LAN

WAN

Multisourcing LAN

Server

Ein Dienstleistungserbringer

PC

LAN

WAN

LAN

Server

Organisation/ Partner A Partner B Partner C Partner D Partner PC D Server LAN WAN LAN Unternehmen Support Betr.

Incident Management Prozess (IMP)

Prozess

IMP A

IMP B

IMP C

IMP B

IMP D

Tool

IMT A

IMT B

IMT C

IMT B

IMT D

Incident Management Tool (IMT)

= Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Unternehmen, Prozessen und Tools

Keine Schnittstellen mit weiteren Partnern. (Nicht aufgeführt sind Schnittstellen mit Wartungspartner bei HW-Defekten).

Die Komplexität eines externen Helpdesks ist in dieser Darstellung nicht berücksichtigt.

Multisourcing ist komplex und führt zu vielen zusätzlichen schnittstellen in den Bereichen organisation/unternehmen, Prozesse und tools. Quelle: IBM

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beginnt, ein komplexes Multisourcing-Konstrukt aktiv zu überwachen und zu steuern, verliert früher oder später die Kontrolle: So stellen die Gartner-Analysten Linda R. Cohen und Allie Young in Ihrem Bericht «Adopt Disciplined Multisourcing in Your Organization» fest, dass es notwendig ist, Multisourcing als Management-Disziplin zu etablieren. Sie schreiben, dass «bis 2010 diszipliniertes Multisourcing eine Kernkompetenz erfolgreicher Unternehmen sein wird» und sind der Meinung, dass nachlässiges MultisourcingManagement zu schweren Störungen im Betrieb von Abnehmern, Lieferanten und deren Wertschöpfungskette führe.

Basis für Multisourcing schaffen

eIn DIenstleIstungserBrInger Vs. MultIsourcIng ein Dienstleistungserbringer

· Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass mehrere Partner IT-Dienstleistungen erbringen. · Die Überwachung und Steuerung des Multisourcing-Konstrukts ist tragender Bestandteil beim Multisourcing. · Selbstregulierende Systeme können den Steuerungsaufwand reduzieren.

Die Sourcing-Strategie bildet eine wichtige Grundlage, wobei folgende Bereiche festgelegt werden: ➤ Definieren der Prinzipien/Grundsätze für das jeweilige Sourcing ➤ Ermitteln der möglichen Sourcing-Pakete und der gewünschten Fertigungstiefe (Eigenfertigungs-/Betriebsgrad des Sourcings) ➤ Bewerten der Risikofaktoren je Paket ➤ Bewerten der Sourcing-Fähigkeit des Unternehmens Für die Verhandlung, eine vereinfachte Überwachung und Steuerung der Dienstleistungserbringer sind standardisierte Dienstleistungsvertragsbestandteile, welche für alle Partner gelten, von grosser Wichtigkeit. Es empfiehlt sich, verschiedene Elemente für alle Partner gleich zu regeln, z.B: ➤ Zu verwendendes Prozess-Modell, z.B. ITIL (IT Infrastructure Library) ➤ Reporting: Je Prozess werden Key Performance Indicators (KPIs) definiert, die vom Dienstleistungserbringer mittels einer elektronischen Schnittstelle geliefert werden ➤ Prozessrelevante Elemente z.B. IncidentMgt. (Severity Codes, Reaktionszeiten etc.)

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Multisourcing-Strategien

Governance für Multisourcing

Als Bindeglied für Service-Management-Fragen zwischen Leistungsbezieher und Leistungserbringer wird die zentrale Funktion des sogenannten Service-Integrators etabliert. Dieser überwacht und steuert die verschiedenen Partner, basierend auf den vereinbarten KPIs. Aus verschiedenen Mandaten zeigt sich, dass es von grossem Vorteil ist, diese Funktion durch die interne Informatik wahrzunehmen. Somit werden Interessenskonflikte oder Kompetenzprobleme vermieden. Aufgaben des Service-Integrators sind: ➤ Überwachen der Dienstleistungserbringer gemäss definierten Prozess-KPIs ➤ Definieren von Korrektur-Massnahmen zusammen mit den Dienstleistungserbringern für den Fall, dass der erbrachte Service nicht den Vereinbarungen entspricht ➤ Koordinieren von komplexen Störungen, Changes oder Erweiterungen ➤ Ausweisen der Service-Verfügbarkeit gegenüber dem Dienstleistungserbringer

Homöostase fördern

Unter Homöostase versteht man die Fähigkeit eines Systems, sich selbst zu regulieren und sich so in einem stabilen Zustand zu halten. Ein Zitat von E. Risler von Futureways: «Wären wir fähig, selbstregulierende Systeme im betrieblichen Umfeld zu schaffen, so könnten wir den heute teilweisen hohen Kontrollaufwand auf ein Minimum reduzieren.» Es klingt sehr einfach – doch wie kann man im Bereich der IT-Dienstleistungserbringung selbstregulierende Systeme etablieren? Ein Outsourcing-Partner, welcher den Helpdesk und das Software-Staging für Arbeitsstationen betreibt, hat kein grosses Interesse, die Anzahl Störungen der PC-Arbeitsstationen zu minimieren, wenn sich die Bezahlung der Dienstleistung an der Anzahl der eingehenden Störungsmeldungen orientiert. Dieses Beispiel zeigt, dass wir mit dem richtigen Setzen von

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Zielen oder der Schaffung von Anreizen das Interesse des Dienstleistungserbringers so steuern könnten, die erbrachte Dienstleistung stetig zu optimieren. Mit folgenden Punkten kann z.B. die Selbstregulierung der Leistungserbringern gefördert werden: ➤ Selbstoptimierendes Verrechnungssystem zur Förderung der Eigenoptimierung des Dienstleistungserbringers ➤ Bonus-/Malus-System

Mindset «Wir sind Partner»

und zu leben, so kann dieser Faktor zum entscheidenden Erfolgskriterium der ganzen Dienstleistungserbringung avancieren.

Fazit

Das Abschliessen von Outsourcing-Dienstleistungsverträgen mit den besten etablierten Leistungserbringern für verschiedene Leistungspakte reicht nicht, um die beste Dienstleistung zu einem optimalen Preis zu erhalten. Damit die theoretischen Vorteile des Multisourcing genutzt werden können, ist es von grosser Bedeutung, dass vor der Offertenanfrage die Sourcing-Strategie und die elementaren Bausteine wie z.B. etablierte IT-Prozesse und standardisierte Vertragsbestandteile als Basis geschaffen werden. Ein Service-Integrator übernimmt die zentrale Rolle der Governance. Durch die Etablierung von selbstregulierenden Systemen kann der Steuerungsaufwand einer internen Service-IntegratorFunktion auf ein Minimum reduziert werden. Dies umso mehr, wenn diese Funktion die aktive Steuerung der unterschiedlichen Dienstleistungserbringer durch einen partnerschaftlichen Mindset vornehmen kann. All diese Elemente tragen dazu bei, dass das Multisourcing zu einem erfolgreichen IT-Outsourcing wird.

Aus verschiedenen Mandaten zeigt sich, dass diejenigen Unternehmen am erfolgreichsten sind, welche die Leistungserbringer als Partner betrachten und dementsprechend mit ihnen umgehen. Dies zeigt sich bereits bei der Aushandlung des Vertrages. Nicht nur die Kosten der Dienstleistung sollten dabei im Vordergrund stehen, sondern auch die Bereitschaft, eine hohe Service-Qualität zu liefern. Hat das Unternehmen den Hauptfokus auf den Kosten, wird es möglicherweise den Outsourcing-Partner dazu bewegen, sein Angebot so tief wie möglich anzusetzen. Dies kann zur Folge haben, dass das Unternehmen auch eine entsprechend minimierte Dienstleistung zum vereinbarten Preis erhält. Auch sollte bei Problemen nicht die Schuldfrage im Vordergrund stehen, sondern die gemeinsame LöFritz Kleiner ist Managing it Consultant, sungsfindung. Um einen Mindset «Wir sind Partner» zu P r o C e s s M a n a g e M e n t & C u l t u r a l C h a n g e etablieren, empfiehlt es sich, gemeinsam mit M a n a g e M e n t b e i i b M g l o b a l te C h n o l o g y allen Beteiligten Zusammenarbeit-Prinzipien s e r v i C e s . zu definieren und diese während der Vertragslaufzeit einzuRolle des seRvice-inteGRatoRs halten. Mögliche Leitsätze sind: Leistungsbezieher ➤ Lösungen stehen im Vordergrund – Kunden SLAs nicht die Probleme Service Level Agreement (SLA) und der Verursacher Service-Integrator ➤ In die Position des Anderen treten. SLA SLA SLA SLA Operationelle «Wäre ich als Lie& & & & SLAs KPIs KPIs KPIs KPIs ferant zufrieden, wenn…» ➤ Wir behandeln uns gegenseitig als Dienstleistungs- Dienstleistungs- Dienstleistungs- Dienstleistungserbringer x erbringer 2 erbringer 1 erbringer 3 Partner und streoder intern ben partnerschaftliche Lösungen an. Schaffen es alle involvierten Parteien, der service-integrator ist das Bindeglied zwischen leistungserbringer das partnerschaftliche und -bezieher für Fragen des service-Managements. Denken zu etablieren

Quelle: IBM

Ein weiteres wichtiges Grundlagenelement bilden die intern etablierten IT-Prozesse mit klar definierten Schnittstellen zu den Partnern. In Unternehmen, welche kein durchgängiges Prozess-Framework etabliert haben, entsteht durch unterschiedliche Partner eine komplexe Patch-Work-Prozesslandschaft. Diese ist in den meisten Fällen nicht auf die MultisourcingUmgebung abgestimmt. Werden die Prozesse und Schnittstellen nicht vollständig und gesamtheitlich definiert, so gehen Aspekte wie z.B. Störungsweitergabe von Partner zu Partner, ein konsistenter Backup-und-Recovery Punkt oder die Abwicklung von komplexen Changes etc. meist verloren.

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Business Intelligence

Fünf Schritte zur richtigen BI-Lösung Business Intelligence ist eines der grossen Trendthemen, mit dem sich IT-Verantwortliche beschäftigen. Doch wie finden Unternehmen die passende Lösung? Ein Leitfaden. V o n B j ö r n Tr i e l o f f

F

ür viele Unternehmen ist eine BusinessIntelligence (BI)-Lösung unverzichtbare Basis zentraler Geschäftsentscheidungen. Dabei kann BI vieles sein: von der einfachen Excel-Auswertung bis hin zur hochkomplexen IT-Lösung mit umfangreichem Data Warehouse. «Welches ist die richtige Lösung für mich?», lautet die berechtigte Frage vieler Unternehmen. Wie viel BI brauche ich wirklich? Und was muss bei der Produktauswahl beachtet werden? Im folgenden Fachartikel findet sich ein Leitfaden, wie Unternehmen in fünf Schritten die passende BI-Lösung finden:

Schritt 1: Was brauche ich?

Business-Intelligence-Lösungen gibt es in unterschiedlichsten Ausprägungen. Um exakt den Lösungsumfang zu ermitteln, der tatsächlich benötigt wird, ist eine detaillierte Bedarfsanalyse zu Beginn des Projektes erforderlich. Was selbstverständlich anmutet, wird in der Praxis nicht selten ignoriert. «Da wird oft munter drauflosgeplant und gebastelt, obwohl die Anforderungsanalyse bestenfalls noch grobes Stückwerk ist», berichtet Mark Zimmermann, Geschäftsführer des BI-Spezialisten Infomotion, von seinen Erfahrungen. Infomotion zählt zu den führenden deutschen IT-Beratungsunternehmen für BILösungen. Ende 2008 hat das Unternehmen, zu dessen Kunden beispielsweise ENBW, Union Investment, Deutsche Post und Adidas zählen, eine Niederlassung in Basel gegründet. «Nur wer sich von Anfang an darüber im Klaren ist, welches konkrete Ergebnis er anstrebt, wird dieses am Ende auch erreichen.» Und das natürlich auf einem möglichst ressourcenschonenden Weg. «Oft wird am Anfang alles Mögliche in das Projekt gepackt, von dem irgendwie angenommen wird, es würde sich im Zweifel schon als nützlich erweisen. Und das nur, weil man sich zu Beginn um die genaue Zieldefinition ge-

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drückt hat.» Dies verursacht unnötige Mehrkosten, die eine durchdachte Projektplanung und ein gezieltes Vorgehen wirksam zu verhindern helfen, so Zimmermann. Um die genauen Ziele zu ermitteln, die mit Hilfe der BI-Lösung erreicht werden sollen, hat es sich bewährt, zunächst die bestehenden Defizite ins Auge zu fassen. Sprich: Wo schmerzt es beim Reporting und Datenmanagement aktuell am meisten? Wo gibt es Prozessprobleme, wo einen zu hohen manuellen Aufwand, wo herrscht ein Mangel an aktuellen

dende Auswirkungen auf das System haben. Und je früher die Wegrichtung klar ist, desto schneller können die richtigen Weichen bei der Systementwicklung gestellt werden. «Für einen Kunden, für den eine besonders schnelle Zugriffszeit auf die Daten entscheidend war, haben wir die Infrastruktur des Systems so aufgebaut, dass die Daten in halbstündigem Rhythmus aktualisiert werden, statt diese erst beim Zugriff extra zu erzeugen», erklärt der BI-Experte. Darüber hinaus sollte die Anforderungsanalyse Antwort darauf geben, anhand welcher Dimensionen (Kunden, Produkte, Regionen, Zeit etc.) die Daten analysiert werden sollen und welche Detailtiefe gewünscht wird. Gleiches gilt für die Fragen, welche Analyseperspektiven es gibt und wie diese in den Datenmodellen berücksichtigt werden können. «Um diese Punkte erschöpfend zu klären, ist es unerlässlich, die Fachabteilungen von Anfang an ins Boot zu holen», rät Zimmermann. «Denn die wissen in der Regel am besten, von welchen Funktionalitäten, Reports etc. sie bei ihrer täglichen Arbeit am stärksten profitieren.» Und: Man muss frühzeitig klären, wer in Zukunft welche Informationen erhalten soll. So kann das System bei Bedarf so aufgebaut werden, dass es einen öffentlichen und einen geschützten Bereich gibt, auf den beispielsweise nur die Entscheider des Unternehmens Zugriff haben.

«Da wird oft munter drauflosgeplant und gebastelt, obwohl die Anforderungsanalyse bestenfalls noch grobes Stückwerk ist.»

Schritt 2: Was habe ich?

Die Entwicklung und Implementierung einer umfassenden BI-Lösung verursacht natürlich Kosten. Um unnötige Mehrkosten und Redundanzen zu vermeiden, sollte nach der Bedarfsermittlung eine übersichtliche Ist-Analyse stehen. Folgende vier Faktoren müssen hierbei einer genauen Betrachtung unterzogen werden:

Mark Zimmermann, Geschäftsführer, Infomotion

und integrierten Daten beziehungsweise an entsprechenden Berichten? Ein Beispiel: «Bei einem unserer Kunden haben die Mitarbeiter vor Einführung des BI-Systems regelmässig unterschiedliche Daten als Grundlage für ihre Auswertungen genommen. Mit dem Effekt, dass die Zahlen in den Reports naturgemäss stark differierten», so Zimmermann. Sein Rat: «Gehen Sie bei der Bedarfsanalyse möglichst früh ins Detail.» Es muss nicht nur geklärt werden, welche Kennzahlen benötigt werden, sondern auch, auf welcher Aggregatsebene und in welcher Aktualität. Insbesondere letzterer Punkt kann später entschei-

➤ Vorhandene BI: An welchen Stellen sind bereits BI-Systematiken im Einsatz? Gibt es bestehende dispositive Datentöpfe, Reportingsysteme etc.? Können hier Komponenten weiter verwendet oder müssen diese abgelöst werden? ➤ Daten: Liegen die gewünschten Informationen oder Kennzahlen bereits in den opera-

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Business Intelligence

tiven Systemen vor? Bzw. können diese ggf. aus den Rohdaten berechnet werden? ➤ Technologie: Sind im Unternehmen bereits Technologien im Einsatz, die die gewünschte Transparenz und Funktionalität bieten? (beispielsweise von Cognos, Oracle, SAS oder SAP Business Objects). ➤ Know-how: Wo und in welchem Ausmass können interne Mitarbeiter im Rahmen des BI-Projektes eingesetzt werden? Welche Eigenleistung kann das Unternehmen sowohl vom Know-how als auch von den personellen Ressourcen stemmen? «Unternehmen stecken hinsichtlich ihrer Voraussetzungen zu Beginn eines BI-Projektes in der Regel in ganz unterschiedlichen Entwicklungsstadien», sagt Mark Zimmermann. «Während wir an der einen Stelle schon Systematiken und Datensammlungen finden, auf die wir mit der neuen Lösung aufsetzen können, startet man anderswo komplett von der grünen Wiese.»

Schritt 3: Was gibt es?

Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Lösungen und Anbieter es gibt, und wer sich für das geplante Projekt als geeignet erweisen könnte, bietet sich auch heute noch der «altmodische» Weg über die gängigen Messen und Veranstaltungen an. Fach-Events wie die «BARC BI-Tagung» oder das «Cebit BI-Forum» liefern wichtige Informationen darüber, wie BI-Systeme arbeiten und welche Werkzeuge und funktionalen Möglichkeiten es gibt. Auf welchem Weg auch immer: Grundsätzlich gilt es, sich vorab eine Übersicht über BIHersteller und ihre Produkte zu verschaffen. Neben den Angeboten der grossen Softwarehersteller – IBM, Microsoft, Oracle und SAP – sollten sowohl die ausgewiesenen BI-Spezialisten wie SAS, Microstrategy und Cubeware sowie die neuen, innovativen Anbieter KXEN, Spottfire und Qlicktech geprüft werden. Gerade für Unternehmen, die eine weniger aufwändige Lösung anstreben, bieten darüber hinaus die Open-Source-Produkte – beispielsweise von Pentaho und Jaspersoft – eine hochinteressante Alternative: «Für gängige Anforderungen wie Standardberichtswesen, Web-Reporting, Adhoc-Analysen oder Datenintegration sind die Open-Source-Produkte durchaus geeignet», weiss Zimmermann. «Wenn ein Unternehmen bisher ein Berichtswesen mit Excel praktiziert hat, dann ist der Einsatz der Reporting-Services von Jaspersoft ein grosser Fortschritt.»

Schritt 4: Wie gehe ich vor?

Ob ein BI-Projekt zum Erfolg wird, hängt insbesondere vom Vorgehen ab. Grundsätzlich sollte man sich einer Lösung «top down» nä-

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hern, also explizit an den Anforderungen der Fachbereiche ausrichten. Nur so kann eine nutzer- und damit nutzenorientierte BI-Lösung erfolgreich werden. Organisatorisch hängt der Erfolg auch davon ab, wie das Projekt im Unternehmen aufgehängt ist. Die Organisation, Verantwortung sowie das Management des Projektes sollte immer von einem Mitglied der obersten Führungsebene oder einem fachlichen Sponsor unterstützt werden. Dieser sollte nicht nur ein vollständiges Bild vom Unternehmen, den Zielsetzungen, Ergebnissen und Strategien haben, sondern auch über das Wissen verfügen, dieses Know-how in entsprechende Kennzahlen zu übersetzen. «Eine Grundregel, die wir bei jedem Projekt beherzigen ist 'Think big – start small'», beschreibt Zimmermann die Situation. Bei der Entwicklung einer BI-Lösung sollte das Unternehmen respektive der Dienstleister immer das zukünftige Gesamtsystem im Blick haben und auf dieser Basis entsprechend die Weichen stellen. Die Entwicklung selbst aber sollte schrittweise in geschlossenen Zyklen erfolgen, um Teile des späteren Gesamtsystems frühzeitig nutzen zu können. Zimmermann: «Je früher Nutzen und Mehrwert deutlich werden, den eine professionelle BI-Lösung nicht nur dem Unternehmen, sondern vor allem auch dem einzelnen Mitarbeiter bringt, desto höher sind der Anreiz und die Motivation, das Projekt voranzutreiben.» Die Priorisierung der einzelnen Teilprojekte erfolgt dabei anhand vorab definierter Anforderungen sowie der Nutzenaspekte. Die unverrückbare Basis einer jeden BI-Lösung sind Daten. «Deswegen gilt die Grundregel: Stellen Sie sicher, dass die benötigte Datenqualität bezogen auf Ihre fachlichen Anforderungen zugeschnitten vollständig und korrekt vorliegt», so Zimmermann. Nur wenn hier Qualität und Konsistenz sichergestellt sind, kann das System auch die richtigen Ergebnisse liefern. Stets zu beachten sind darüber hinaus Flexibilität und Skalierbarkeit des Systems: BI-Lösungen sind niemals im landläufigen Sinne fertig. Sie werden vielmehr stetig ausgebaut, sei es nun in Hinsicht weiterer fachlicher Anforderungen, Fachbereichen, Anwendergruppen oder auch Datenquellen. Und: Kämpfen Sie nicht gegen Excel! Kein BI-Tool wird Excel jemals vollständig ersetzen. Setzen Sie stattdessen auf eine KoexistenzStrategie: Überzeugen Sie die Anwender davon, dass die Nutzung von BI nicht direkt eine fundamentale Änderung der bestehenden Prozesse bedeutet. Die zahlreichen ExcelLösungen können dabei als «fachliche Prototypen» wichtige Hinweise auf die notwendigen Analyse-Ebenen und -Dimensionen der künf-

tigen BI-Lösung geben. Excel kann und soll weiterbestehen als dynamisches Reportingund Auswertungswerkzeug. Nicht jedoch als Datenhaltungskomponente. Zweifellos einer der wichtigsten Schritte ist die Entscheidung für ein spezifisches Produkt sowie die Wahl eines geeigneten Implementierungspartners. Entscheidend hängt diese von den gegebenen Faktoren, sprich den exis-

BI-CheCklISte 1. Auswahl eines Sponsors aus dem Senior Management, der eine Data Governance Organisation unterstützt und fördert; suchen und wählen Sie jemanden aus, der das Messen als Basis für das Management sieht. 2. Stellen Sie den Aufbau einer Data-GovernanceOrganisation mit Fokus auf kontinuierliche Verbesserung der Datenqualität sicher. Denken Sie immer daran: Garbage in, garbage out! Wenn Sie nicht eine solide und qualitativ entsprechende Datenbasis haben, erreichen Sie keine Verbesserung, es wird lediglich «bunter». 3. Es ist unabdingbar, den Ist-Zustand zu definieren: Wie unterstützt IT oder Informationsmanagement die Erfüllung der strategischen, taktischen und operativen Initiativen? 4. Definieren Sie logische und physische Datenanforderungen, diese dienen Ihnen als Basis für Ihre BI-Initiative. Nehmen Sie sich für diesen Punkt Zeit, um sämtliche Anforderungen aufzunehmen, zu gewichten, anschliessend zu priorisieren und daraus einen Business Case zu erstellen. 5. Stellen Sie den Kreis von Anwendern zusammen, der in Ihre BI-Initiative involviert ist. Stellen Sie sicher, alle Stakeholder einzubinden und binden Sie von Anfang an Ihre internen Kunden ein. 6. Wählen Sie möglichst Aktivitätsfelder, in denen der «Schmerz» gross ist und das Risiko überschaubar. 7. Starten Sie mit kleinen Schritten und behalten Sie dabei das grosse Ganze im Auge. Definieren Sie Milestones, die konstant eine sichtbare Verbesserung in kurzer Zeit bringen. 8. Wählen Sie einen geeigneten Systemintegrator mit entsprechender Erfahrungsgeschichte in BI. Lassen Sie ihr Bauchgefühl dabei nicht unberücksichtigt. Achten Sie auf vorhandenes Branchenwissen, Lösungskompetenz und die Bereitschaft zum Wissenstransfer.

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Praxis & Wissen tierenden Systemen, Prozessen sowie vom bestehenden internen Wissen ab. Die Auswahl erfolgt massgeblich anhand des zuvor erstellten Anforderungs-Kataloges. Wurde dieser inhouse erstellt, empfiehlt sich mindestens eine Überprüfung durch ein erfahrenes BIBeratungshaus. «Auf Basis der Anforderungen kann ein erfahrener Partner schon frühzeitig eine Shortlist von zwei bis drei potenziellen Anbietern und Architekturen zusammenstellen, welche die spezifischen Anforderungen erfüllen», so Zimmermann. Ein guter Integrationspartner zeichnet sich insbesondere durch einen umfangreichen Strategie- und BI-Implementierungs-Hintergrund aus. Referenzen, Nachweise einer starken Methodologie, Referenz-Architekturen, Success Stories und Best Practices erweisen sich hier als hilfreiche Kriterien. Dabei sollte man nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass der aktuelle Partner stets die beste Wahl ist, sondern den Vergleich von Erfahrung und gegebenenfalls auch Branchenwissen verschiedener Beratungshäuser sinnvoll ist. Nicht vergessen gehen darf dabei aber das Bauchgefühl: Nicht immer ist es sinnvoll, eine Entscheidung nach ausschliesslich kaufmännischen Gesichtspunkten zu treffen. «Um eine professionelle BI-Lösung zu entwickeln, anzupassen und zu implementieren, ist neben dem fachlichen Wissensstand und der Erfahrung vor allem auch eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Dienstleister unerlässlich», erklärt Zimmermann. «Fragen Sie sich deshalb, ob sie sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit

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dem Implementierungspartner vorstellen können.» Hat ein Unternehmen dann – ob mit oder ohne Unterstützung eines BI-Beratungshauses – die Produktauswahl getroffen, gilt es nichts zu überstürzen. Vor der endgültigen Entscheidung für ein Produkt sollte für drei bis fünf Tage eine Testinstallation vor Ort vorgenommen werden. Wichtig: Für diese intensive Prüfung müssen die Inhouse-Verantwortlichen in IT und Fachbereichen unbedingt die notwendige Zeit einplanen.

Schritt 5: Wie sichere ich den langfristigen Erfolg?

Zu guter Letzt sollte die Umsetzung einer BILösung nicht ausschliesslich als ein Projekt betrachtet werden, sondern als eine Reise zur nachhaltigen Realisierung der Geschäftsziele. Genauso wie die geschäftlichen Anforderungen nahezu täglichen Änderungen unterliegen, gilt dies auch für die BI-Umgebung. Im laufenden Betrieb muss neben der fachlichen Vollständigkeit regelmässig das Change-Management unterstützt werden – und zwar nicht im Sinne des «lästigen Übels», sondern der Chance, schnell reagieren bzw. agieren zu können. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist hier die strikte Trennung zwischen Projekt und Betrieb (beispielsweise durch klare Release-Zyklen). «Ein interessanter und vielversprechender Weg, das System weiter zu optimieren, ist es, regelmässig zu messen, welche Daten wie oft abgerufen und welche Funktionen tatsächlich von den Mitarbeitern genutzt werden», sagt Zimmermann. Eine Lösung, die flexibel und

BI-KoStEntrEIBEr 1. Verdoppelung bereits bestehender Daten → Speicherkosten, Performanceeinbussen, Erhöhung der Komplexität 2. Tool-Heterogenität → Herausforderungen bei der Integration, der Wartung und den notwendigen operativen Skills zur Betreuung 3. Fehlende End-to-End-Integration und mangelnde Prozessunterstützung → Nutzung nicht optimal 4. Fokussieren Sie auf die Nutzung, nicht auf Anzahl der Installationen 5. Nicht vorhandenes internes Know-how → hoher Berateraufwand 6. Fehlende Verankerung in der Organisation → Akzeptanzproblem 7. Fehlende Einbindung der Qualitätsziele in die Zielvereinbarung der Mitarbeiter → Nachhaltigkeit nicht gewährleistet.

skalierbar konzipiert wurde, kann im Weiteren genau an die sich verändernden Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Und damit langfristig mit dem Unternehmen wachsen.

B j ö r n Tr i e l o f f a r B e i T e T a l s B u s i n e s s M a n a g e r schweiz für das auf Business inTelligence spezialisierTe BeraTungsunTernehMen infoMoTion. in den vergangenen 15 jahren arBeiTeTe er in verschiedenen führungsposiTionen, unTer andereM Bei novarTis, Bayer und deBis.

ICT-Wissenslücken? In jeder Ausgabe: VertieftesTechnologie-Know-how, Marktübersichten,Testberichte und Produkt-News von Profis für Profis. www.infoweek.ch/abo


Fachartikel Requirements Engineering

Praxis & Wissen

Anforderungen richtig definieren

bei der Bearbeitung so gut wie möglich unterstützen» ist weder eindeutig noch messbar. Eine klare Beschreibung wäre zum Beispiel: «Der Dialog muss die Eingaben in den Feldern a, b und c durch Wertelisten unterstützen.» Klare Abnahmekriterien beschreiben die Leistung des Systems. Validiert man diese mit den Stakeholdern, wird schnell deutlich, ob sich hinter bestimmten Anforderungen abweiDie Vollständigkeit im Requirements Engineering ist chende Erwartungen verbergen. der Erfolgsfaktor für die Entwicklung bedarfsgerechter Doch wie sieht es mit der Vollständigkeit der Applikationen. Was gilt es dabei besonders zu beachten? Erfassung von Anforderungen in der Breite aus? Naturgemäss wird bei der AnforderungsVo n o l a V D r e i e r u n D S e b a S t i a n H a g e n , C a p g e m i n i S D & m analyse das Augenmerk auf die funktionalen Anforderungen gelegt. Die sogenannten nichtfunktionalen Anfordeurden Sie bei der Einführung oder schungen im Projekt In Kürze rungen werden oft verEntwicklung neuer IT-Applikati- oder bei der Einfühnachlässigt. Während die onen auch schon mit folgenden rung vorzubeugen. · Die Einführung von neuen Fragestellung bei den Aussagen konfrontiert? «Hier hätte Zur Erfassung einApplikationen kann schnell zu funktionalen Anfordeich eigentlich erwartet, dass das System mich deutiger und in der Unzufriedenheiten führen, weil rungen «Was muss die besser unterstützt.» «So kann ich nicht arbei- Tiefe vollständiger AnAnwender häufig bezüglich der Lösung können?» lautet, ten, dieser Dialog muss viel schneller erschei- forderungen empfiehlt Anforderungen unklare Vorstelbeschäftigen sich die nen!» «Wir haben für die Wartung doch immer sich die Definition eines lungen haben. nichtfunktionalen Anfordieses Tool verwendet. Das geht ja jetzt nicht linguistischen Musters, · Eine vollständige Erfassung der derungen unter anderem mehr.» Häufig empfinden die einzelnen Stake- welches Regel und funktionalen und nichtfunktiomit der Frage «Welche holder einer neuen Applikation ihre Bedürf- Struktur einer Anfordenalen Anforderungen und eine einheitliche Erwartungshaltung Restriktionen muss die nisse als mangelhaft oder schlecht abgedeckt. rung beschreibt. Dieses sind für den Erfolg massgebend. Lösung einhalten?». Wird Dabei war man eigentlich zufrieden mit der enthält Vorgaben zur diese Art von AnfordeEntwicklungsmannschaft, man hatte die Spezi- Formulierung und zu rungen nicht vollständig fikation abgenommen und das Projekt wurde relevanten Erfassungsund korrekt erhoben, sind termin- und budgetgerecht in der geforderten bereichen. Ein wesentQualität umgesetzt. licher Bestandteil dieses Musters sind Abnah- Probleme während des Projektverlaufs und Die Gründe für die skizzierte Unzufrieden- mekriterien. Diese beschreiben die Bedin- darüber hinaus wahrscheinlich. Das folgende heit sind vielschichtig. Die genannten Mängel gungen für die Entscheidung, ob eine reale Beispiel aus einem Projekt zur Ablösung finden ihren Ursprung oftmals bereits in der Anforderung erfüllt ist oder nicht. Ein Krite- eines veralteten Clients soll dies veranschauliAufnahme der Anforderungen. Häufig zeigt rium wie «Die Dialoge müssen den Benutzer chen: sich hierbei, dass die Anwender bezüglich der Anforderungen an das neue System nur unklare Vorstellungen haben. Um unangenehmen nIchtfunKtIonale anforderungen Diskussionen zu entgehen und keine definitiven Entscheidungen fällen zu müssen, werEffizienzanforderungen den die Anforderungen daher gerne unscharf Benutzbarkeitsanforderungen formuliert. Je länger diese Unklarheit im EntQualitätsZuverlässigkeits- und wicklungsprozess bestehen bleibt, desto Verfügbarkeitsanforderungen anforderungen schwerer wiegen später die Folgen. Haben die Änderbarkeit und Portabilität Implementierungsarbeiten erst einmal begonSicherheitsanforderungen nen, ist eine Nachspezifizierung aufwendig, Nichtteuer und für den sauberen Projektverlauf Gesetzliche Anforderungen funktionale störend. Um nicht destruktiv zu wirken, füllt Anforderungen Vorgaben für Architektur der Business-Analyst oder im schlimmeren Randbedingungen für Design/Lösung Fall der Entwickler die Lücken dann häufig mit Vorgeschriebene Technologien Annahmen auf. In diesem Fall sind Enttäuschungen im Projekt oder spätestens bei der Vorgehensmodell und Projekt Einführung der Anwendung vorprogrammiert. Anforderungen Einführung und Migration an den Prozess In diesem Artikel werden Methoden für eine Betrieb und Support strukturierte Aufnahme von Anforderungen in Tiefe und Breite aufgezeigt. Ausserdem soll dargelegt werden, wie man die Erwartungen falsche oder vergessene nichtfunktionale anforderungen wirken sich negativ auf die Kosten aus. der Stakeholder in Einklang bringt, um Enttäu-

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Praxis & Wissen

Fachartikel Requirements Engineering

Die Business-Analysten haben die Anforderungen strukturiert und nach einem bewährten Muster in ausreichender Tiefe aufgenommen. Kurzum, sie haben bei der Aufnahme der funktionalen Anforderungen gute Arbeit geleistet. Im Verlauf des Projekts wurde jedoch deutlich, dass einige wichtige Begebenheiten nicht vollständig berücksichtigt wurden. Man entschied sich gegen eine browserbasierte und für eine Rich-Client-Lösung, welche eine bessere Unterstützung des Anwenders in Bezug auf Geschwindigkeit und Eingabeplausibilisierung bot. Innerhalb des weltweiten Firmennetzes kann die Software automatisch verteilt werden. Dabei wurde jedoch vergessen, dass auch externen Kunden des Unternehmens der Zugang zur Anwendung mit einer eingeschränkten Funktionalität ermöglicht werden sollte. Da die Betriebssicherheit vorschreibt, dass Firmenapplikationen nur innerhalb des Unternehmens betrieben werden dürfen, musste eine Lösung gefunden werden, um dieser Anforderung zu genügen. Man entschied sich dafür, den externen Kunden die benötigte Funktionalität über eine neu zu entwickelnde browserbasierte Applikation zur Verfügung zu stellen, wodurch zusätzliche Entwicklungs- und Wartungskosten anfielen. Das Beispiel zeigt auf, dass neben den «klassischen» Effizienzanforderungen, durch die zum Beispiel Antwortzeiten und Ressourcenbedarf beschrieben werden, weitere wichtige Bereiche der nichtfunktionalen Anforderungen existieren, deren Nichtbeachtung starken Einfluss auf den Projekterfolg haben. Die Grafik «Nichtfunktionale Anforderungen» stellt dar, welche nichtfunktionalen Anforderungen in einem Projekt und dessen Umfeld beachtet werden sollten. Falsche oder vergessene nichtfunktionale Anforderungen wirken sich auf der Kostenseite genauso negativ aus wie falsche oder vergessene funktionale Anfor-

derungen. Sind sie allerdings zu streng formuliert oder unnötig, können sie ein Projekt auch verteuern. Dies zeigt sich auch im Projekt zur Client-Ablösung. Der neue Client sollte weltweit eingesetzt werden, also wurde eine Verfügbarkeit von 24 Stunden an 7 Tagen der Woche definiert. Dies ist eine sehr strenge Vorgabe, da die Applikation überdurchschnittlich robust konstruiert und durch einen Bereitschaftsdienst überwacht werden musste, was sich direkt in den Kosten widerspiegelte. Bei der Einführung des neuen Clients war die Enttäuschung der Benutzer jedoch gross, da sich gegenüber dem Altsystem die Verfügbarkeit kaum verbessert hatte. Was waren die Gründe dafür? Da Abstürze des Systems häufig die Arbeit der Benutzer blockierten, hatten diese die Anforderung der 24/7-Verfügbarkeit formuliert. Tatsächlich aber waren die Abstürze gar nicht auf den Client, sondern auf Ausfälle des Backends zurückzuführen. Es wurde deutlich, dass für das Backend kein konkreter Wartungsplan vorlag, geschweige denn eine 24/7Verfügbarkeit gegeben war. Die Verfügbarkeitsanforderung an den Client war also nicht konsistent mit den Gegebenheiten, was durch eine ausführliche Validierung der Anforderung hätte erkannt werden können. Eine frühzeitige Definition eines auf Client und Backend abgestimmten Wartungsplans hätte an dieser Stelle zu einem wesentlich besseren und kostengünstigeren Ergebnis geführt. Neben der vollständigen Erfassung der Anforderungen in Tiefe und Breite ist eine einheitliche Erwartungshaltung der Stakeholder unbedingt notwendig. Diese stufen naturgemäss ihre jeweils eigenen Anforderungen als die wichtigsten ein und messen die Applikation in ihrer Gesamtheit daran. Bringt man diese Erwartungen nicht in Einklang, sind Enttäuschungen, wie sie in den Aussagen am

CheCkliste niChtfunktionale anforderungen Qualitätsanforderungen

Sicherheitsanforderungen

Gesetzliche Anforderungen

Anforderungen an den Prozess …

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… Projektanforderungen …

Vertraulichkeit

anforderungen id 1.1, 1.2, 3.5

Zugriffsschutz

2.1

… Aufbewahrungsfristen

3.1, 3.2

Revisionssicherheit … Terminanforderungen

4.1, 4.3

Budgetanforderungen …

5.3

Beginn dieses Artikels zum Ausdruck kommen, vorprogrammiert. Um diesen entgegenzuwirken, empfiehlt sich eine Priorisierung der Anforderungen, die gemeinsam mit den Stakeholdern abgestimmt wird. Die einfachste Methode hierzu ist die sogenannte MoscowMethode, mit deren Hilfe die Anforderungen in folgende Prioritätsgruppen eingeteilt werden: ➤ Must: Muss erfüllt werden, um BusinessAnforderungen zu genügen. ➤ Should: Sollte erfüllt werden, wenn möglich. Der Projekterfolg ist jedoch nicht davon abhängig. ➤ Could: Nice-to-have-Funktionen, die umgesetzt werden können, wenn die Umsetzung wichtigerer Funktionen dadurch nicht beeinträchtigt wird. ➤ Would: Wird für eine Umsetzung in einer zukünftigen Version vorgemerkt. Kommt man hierbei nicht zu einer akzeptablen Verteilung, empfehlen wir einen paarweisen Vergleich von jeweils zwei Anforderungen, um hierdurch eine eindeutige Prioritätshierarchie festzulegen. Können sich die Stakeholder immer noch nicht auf eine gemeinsame Priorisierung einigen, hat sich die feingranulare Business-Value-Methode bewährt. Mittels Summierung und Vergleich von gewichteten Kennzahlen wird der Nutzen der einzelnen Anforderungen bewertet und in Beziehung zueinander gesetzt. Die Bewertungskriterien und deren Gewichtung sind dabei im Vorfeld festzulegen. Entscheidungen, dass niedrig priorisierte oder mit niedrigem Business Value behaftete Anforderungen nicht umgesetzt werden, sind somit für die Stakeholder besser nachvollziehbar, was wiederum Enttäuschungen vorbeugt. Erst wenn alle Anforderungen in voller Breite und ausreichender Tiefe beschrieben sind, kann die Anforderungsanalyse abgeschlossen werden. Bei der Entscheidung über den Abschluss der Analyse helfen – neben Erfahrungswerten – Checklisten, mit denen die Vollständigkeit geprüft werden kann. Die Vollständigkeit in der Erhebung und Analyse sämtlicher Anforderungen sowie deren eindeutige Beschreibung erhöht die Projektsicherheit. Ein frühzeitiges Management der Erwartungen beugt Enttäuschungen vor und erhöht die Zufriedenheit mit der neuen Applikation.

Olav Dreier

ist

Berater

seBastian Hagen Berater tekturen.

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capgemini

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Karriere & Weiterbildung

European Mainframe Academy

Der Mainframe ist tot, es lebe der Mainframe Vor Jahren wurde das Aussterben der Mainframes prophezeit, dennoch sind sie heute noch im Einsatz. Aber bald weiss niemand mehr, wie die Systeme zu bedienen sind. Vo n A l i n A H u b e r

B

is 2015 müssten in der Schweiz pro Jahr mehr als 100 Personen zu MainframeSpezialisten ausgebildet werden, damit das Wissen in diesem Bereich erhalten bleibt, wie eine Untersuchung von IBM Schweiz ergeben hat. Auch wenn vor Jahren das Ende der Mainframes prophezeit wurde, so hat sich in der Zwischenzeit gezeigt, dass nach wie vor viele Unternehmen auf diese Systeme setzen. Noch immer sind in der Schweiz mehr als 50 System z von IBM im Einsatz, und im vergangenen Jahr wurden erstmals wieder mehr Mainframes verkauft. Zu den Kunden gehören vor allem Finanzinstitute und Behörden, die ein grosses, betriebskritisches Datenvolumen bewältigen müssen. Nimmt in den nächsten Jahren das Wissen über Mainframes weiter so dramatisch ab, könnte es für Unternehmen mit solchen Systemen als Hauptplattform problematisch werden. Benötigt werden Leute für alle fünf Bereiche, nämlich Applikationsentwicklung, Middleware, Systemprogramming beim z/OS, IT-Architektur und Leistungs-Kapazitäts-Planung. Am drin-

In KürzE · Mainframes sind aller Vorhersagen zum Trotz noch immer im Einsatz. · Pro Jahr müssen in der Schweiz mehr als 100 Leute in diesem Bereich ausgebildet werden, um das Wissen zu erhalten. · IBM will dies zusammen mit der European Mainframe Academy in Deutschland erreichen.

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gendsten gebraucht werden Applikationsentwickler, gefolgt von Middleware- und Systemspezialisten. Auf Rang vier und fünf bei der Nachfrage liegen IT-Architekten und Experten für die Leistungs-Kapazitäts-Planung. «Je nach Disziplin dauert die Ausbildungszeit zwei bis zehn Jahre, weil in diesem Bereich die Erfahrung eine enorm wichtige Rolle spielt», so Walter Schaerer, Client Systems Manager bei IBM. Gerade auf Grund der langen Ausbildungszeit wäre die häufig vernachlässigte Nachfolgeplanung so wichtig, meint Schaerer. IBM selbst bietet mit den System z Mainframes an und ist daher direkt vom drohenden Mangel an Spezialisten betroffen. Mehr als die Hälfte der Fachkräfte für z/OS, dem Betriebssystem für die IBM-Mainframes, ist über 50 Jahre alt. Zwar bietet Big Blue mit seinen Learning Services seit Jahren entsprechende Schulungen an, die jedoch wegen geringen Interesses immer wieder einmal verschoben oder abgesagt werden müssen. Auf der Suche nach einer Alternative ist Schaerer im Gespräch mit dem European-Mainframe-Academy-Mitgründer (EMA) Wolfram Greis auf die EMA gestossen.

Die European Mainframe Academy

Eine Expertengruppe der Universität Leipzig rund um den pensionierten IBM-Mitarbeiter Prof. Dr. Wilhelm Spruth hat zusammen mit

«Mainframes bieten die einzige Technologie, die die höchste überhaupt mögliche Verfügbarkeit auch wirklich erreichen kann.» Walter Schaerer, Client Systems Manager, IBM

IBM Deutschland einen berufsbegleitenden Lehrgang entwickelt, um das Mainframe-Wissen zu erhalten. Ziel der EMA ist die «Sicherung des bestehenden Know-hows im Bereich Mainframe-Technologie und zeitgleich die Sicherung einer zeitnahen, hochqualifizierten und bedarfsorientierten Ausbildung von Experten auf dem Gebiet dieser Informationstechnologie», wie es auf der Webseite der EMA heisst.

Der erste Lehrgang

Am 13. Oktober 2008 startete der erste Lehrgang mit zehn Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die beiden Teilnehmer aus der Schweiz, Ralph Hess und Daniel Imhof, arbeiten bei Credit Suisse. Der diplomierte Informatiker Hess hat sich vor allem auf Grund des Blended-Learning-Konzepts für die EMA entschieden. «Hinzu kommt, dass die Dauer eine solide Ausbildung ermöglicht.» Imhof, der über einen Master in Wirtschaftsinformatik verfügt, hat vor der EMA-Ausbildung bereits eineinhalb Jahre mit Mainframes gear-

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Karriere & Weiterbildung beitet: «Durch die EMA bekomme ich die Möglichkeit, weitere Gebiete im Bereich Mainframe kennen zu lernen.» Nach dem ersten Halbjahr ziehen die beiden ein positives Fazit. Laut Hess ist vor allem die Tiefe der Ausbildung erfreulich. «Wir haben uns während der ersten Monate intensiv mit der z/Architektur auseinandergesetzt und viel über die Instruktionen und Abläufe in einem System z kennen gelernt.» Imhof betont derweil auch, dass die behandelten Themen herausfordernd sind. Allerdings erhalte man trotz wenigen Präsenzveranstaltungen immer schnell Hilfe. Unterstützung erhalten die beiden Schweizer Teilnehmer auch von ihrem Arbeitgeber Credit Suisse. So können sie beide weiterhin 100 Prozent arbeiten, dürfen davon aber 20 Prozent für die Ausbildung aufwenden. Auch finanziell werden Hess und Imhof von der CS unterstützt, bezahlt die Grossbank doch die Ausbildung. Die beiden Teilnehmer müssen sich dafür nach der Ausbildung für ein Jahr verpflichten. Trotz der allgemeinen Zufriedenheit sehen die Schweizer EMA-Schüler auch Schwachstellen. Während den ersten zwei Monaten habe es noch einige Unklarheiten und vereinzelt Verzögerungen bei der Bereitstellung der Unterlagen gegeben. Dies sei aber angesichts der Tatsache, dass es der erste Lehrgang sei, keine Überraschung. Zudem habe die EMA schnell reagiert, heute funktioniere es sehr gut, so Hess. Und auch Imhof betont, dass es seit dem Start der EMA schon verschiedene Optimierungen bezüglich der Unterrichtsform oder der Lernunterlagen gegeben habe: «Anregungen der Teilnehmer werden wenn immer möglich umgesetzt. So kann man sagen, dass zum jetzigen Zeitpunkt alles optimal läuft.»

Nicht nur IBM kümmert sich um den Nachwuchs

Auch bei Fujitsu Siemens Computers (FSC) ist man sich der Bedeutung von Mainframe-Spezialisten bewusst. Das Unternehmen stellt seinen Kunden und Mitarbeitern ein Weiterbildungs- und Schulungsangebot zur Verfügung. Zudem bietet FSC seit rund zwei Jahren ein Werkstudentenprogramm an, das sich mit Themen rund um Datacenter respektive Mainframes befasst. So soll den Studenten ein praxisnaher Einblick in die unterschiedlichen Bereiche der Entwicklung ermöglicht werden. Auch Kooperationen mit diversen deutschen Hochschulen nutzt FSC, um zum einen grundsätzlich über Mainframes zu informieren, und zum anderen, um an den Hochschulen die praktische Arbeit in einer Mainframe-Umgebung zu fördern. In jüngster Vergangenheit

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European Mainframe Academy

bestand beispielsweise eine Entwicklungskooperation mit der LMU München. Zudem hielt man Vorträge an der FHG Düsseldorf und der TU München. Ebenso stellt FSC BS2000-Mainframe-Rechenleistung für die FH Hof bereit und führte einen MainframeDay in der Münchener Zentrale als Infoveranstaltung für Studenten durch.

IBM hofft auf EMA

Via Kundenkontakt soll die EMA laut Schaerer nun in der Schweiz publik gemacht werden. «Die Kunden sind sehr interessiert, das Problem sind Parallelanstellung respektive der Personalbestand», so Schaerer. Während der ÜberNoch immer sind in der schweiz mehr als 50 system z von gangs- und Ausbildungszeit IBM im Einsatz und im vergangenen Jahr wurden erstmals wären einzelne Stellen dopwieder mehr Mainframes verkauft als im Vorjahr. pelt besetzt, was viele Unternehmen abschreckt. Auch verhindere die aktuelle Wirtschaftslage eine langfristige Planung, zeigt sich Schaerer überzeugt. Kei- derne und zuverlässige Technologie. Es ist die nen Hinderungsgrund sieht er derweil im einzige Technologie, die die höchste überSchulgeld von 36’000 Euro. haupt mögliche Verfügbarkeit auch wirklich Keine Unterstützung erhält IBM Schweiz von erreichen kann.» den Schweizer Hochschulen und Universitäten. Ob auch dieses Jahr ein Lehrgang gestartet Diese wollen das Thema Mainframe nicht auf- werden kann, ist noch unklar, angestrebt wird bringen, weil sie die Technologie für veraltet dieses Ziel allerdings klar. «Bislang sind bei halten, so die Rückmeldungen an Schaerer. uns dafür rund zehn Anfragen aus der Schweiz «Das stimmt aber nicht, es ist eine sehr mo- eingegangen», so Schaerer.

DIE AusBIlDuNg Dauer: 2 Jahre Kosten: 36’000 Euro Voraussetzung: IT-Basis-Kenntnisse Klassengrösse: maximal 15 Schüler Konzept: Blended Learning (8 Stunden Selbststudium pro Woche, 23 Tage Präsenztraining und 100 Stunden virtuelle Sitzungen) Infrastruktur: virtuelle Klassenzimmer, E-Mail, Foren, Chats, Livegesprächen, Wikis, Blogs und Podcasts. Praktische Übungen erfolgen auf einem IBM System z an der Universität Leipzig. Inhalt: neue Rolle des Mainframe, Hardware- und Software-Überblick, z/OS-Grundlagen, -Applikationsentwicklung und -System Programming, Mainframe- und Applikations-Modernisierung, Virtualisierung und Linux auf dem Mainframe Abschluss: Zertifikat als «EMA Certified Mainframe System Specialist» oder «EMA Certified Mainframe Developer» Weitere Infos: www.mainframe-academy.de

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Kleingedrucktes gelesen? In jeder Ausgabe: Rechtsanwalt Ueli Gr端ter 端ber Fallen, Stolpersteinen und Rechts-Tips zum Schwerpunkt-Thema. www.infoweek.ch/abo


Karriere & Weiterbildung Swiss CRM Forum

Am 18. Juni 2009 findet im Zürcher Hallenstadion das 9. Swiss CRM Forum statt. Das diesjährige Motto des Spitzentreffen von Unternehmern und Marketingspezialisten lautet «CRM – jetzt erst recht». Im Zentrum stehen digitiale Kommunikation und verbesserte Dienstleistungen, die für die Vertrauensbildung und Kundenloyalität wichtig sind. Als KeynoteSprecher treten unter anderem Phil Winters von der Peppers&Rogers Group sowie Urs Berger, CEO von Mobiliar, auf. Zudem können sich die Teilnehmer an Parallel-Sessions weiterbilden. Dabei werden nach einem Einführungsreferat konkrete Umsetzungsbeispiele aus der Praxis zu aktuellen Themen gezeigt. Im Ausstellungsbereich präsentieren sich über 60 Unternehmen aus den vier Bereichen CRM-Software-Lösungen, Dialogmarketing, Contact Center sowie Berater und Systemintegratoren. info: Swiss CRM Forum, www.crmforum.ch

Veranstaltungen

AgendA

www.infoweek.ch/verAnstAltungen

24.4.

tweakfest-konferenz Konferenz

Zürich

digital culture Association www.tweakfest.ch

28./29.4.

cisco expo 2009 Kongress

hannover

cisco systems www.cisco-expo.de

28.4.

st. galler internettag 2009 Die Verschmelzung zweier Handelswelten

st. gallen

universität st. gallen www.internettag.ch

28.–30.4.

infosecurity europe Konferenz

london

infosec www.infosec.co.uk

30.4.

software- und Applikationsentwickleranlass Seminar und Info-Event

Zürich-Mülligen schweizerische Post, swisssign www.incamail.ch/event

30.4.

ecM-forum Zürich Kongress für ECM-Verantwortliche und Entscheidungsträger

uvision www.ecmforum.ch/Anmeldung

5.5.

Microsoft kMu-tage Mobilität, Zusammenarbeit, Sicherheit

lausanne

Microsoft www.microsoft.com/switzerland/ entrepreneur/de/kmu-tage/

5.5.

seminar kalt-Akquisition Mehr Erfolg bei der Kalt-Akquisition

Zofingen

Business factory gmbh www.businessfactory.ch

5.–8.5.

european identity conference 2009 Konferenz

München

kuppinger cole & Partner, novell www.id-conf.com/eic2009

5./6.5.

set 2009 Software Engineering Today

Zürich

sigs datacom www.set-conference.com

18.6.

swiss crM forum Führendes Schweizer CRM-Forum

Zürich

swiss crM forum www.crm-forum.ch

IT-Seminare .NET Enterprise Applications CAS

Technologische/methodische Kernkompetenzen für den Entwurf und die Realisierung von verteilten Informationssystemen. Datum: 6.6.2009 Dauer: 25 Tage Ort: HSR Rapperswil/Zürichsee Infos: HSR Hochschule für Technik, www.hsr.ch/weiterbildung, +41 55 222 4921

Reservieren Sie jetzt Ihre Kursagenda-Einträge Werbung in Print und Web für Ihre Weiterbildungsangebote mit grosser Reichweite und bester Wahrnehmung Ihre Weiterbildungsangebote werden in der InfoWeek als Kursagenda abgedruckt und sind gleichzeitig im Internet unter www.infoweek.ch/it-weiterbildung abrufbar.

Zukunftsperspektive IT­Management

Profitieren Sie von unseren günstigen Konditionen! Interessiert? Für weitere Informationen steht Ihnen Ivan Storchi gerne zur Verfügung. Tel. 041 874 30 30 oder info@seminare.ch

MAS in Business Information Management Entscheidungskompetenz für Führungspersönlichkeiten an der Schnittstelle zwischen Informatik und Management:

Mehr Infos:

www.infoweek.ch/it-weiterbildung

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Eidgenössisch anerkanntes Nachdiplomstudium Business Informatik, 60 Tage berufs­ begleitend, mit den Zertifikatslehrgängen (CAS) E­Business Technologien, Technologie­ orientierte Managementkonzepte sowie IT­Management. Die CAS können auch einzeln besucht werden. Nächster Start: April 2010 Interessiert? Weitere Informationen auf www.fhsg.ch/mas­bi FHS St.Gallen, Management­Weiterbildungszentrum, Teufener Strasse 2, CH­9000 St.Gallen, Tel. +41 71 228 63 28, management@fhsg.ch

Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO

IT-Seminare ist ein Service von

www.fhsg.ch


Karriere & Weiterbildung

Bücher

Lesetips für IT-Profis Windows Communication Foundation

BEStSELLER It-KNOW-HOW 1

Office 2007 – Sehen und Können Günter Born ISBN: 978-3-827243-87-4, Fr. 23.90

2 Photoshop CS4

Scott Kelby ISBN: 978-3-827327-55-0, Fr. 86.–

3 Photoshop Elements 7

Robert Klaßen ISBN: 978-3-836213-19-6, Fr. 43.90

4 Einstieg in VBA mit Excel

Thomas Theis ISBN: 978-3-836212-99-1, Fr. 34.90

5 Adobe Photoshop Lightroom 2 Martin Evening ISBN: 978-3-827327-42-0, Fr. 86.–

6 Cinema 4D 11

Andreas Asanger ISBN: 978-3-836212-29-8, Fr. 86.–

7 Excel Formeln und Funktionen

Ignatz Schels ISBN: 978-3-827268-36-5, Fr. 34.90

8 Excel – Bild für Bild

Ignatz Schels ISBN: 978-3-827241-33-7, Fr. 17.90

9 Microsoft Office Word 2007

Jerry Joyce, Marianne Moon ISBN: 978-3-866458-61-1, Fr. 16.90

10 Digital ProLine Profihandbuch Jörg Walther ISBN: 978-3-815826-87-4, Fr. 70.–

Soeben ist «Windows Communication Foundation .Net WCF» frisch erschienen. Microsofts WCF dient der Entwicklung verteilter, dienstebasierter Systeme für die .Net-Plattform und ersetzt sowohl .Net Remoting als auch ASP. Net-basierte Webservices. Im neuesten Werk der .Net-Bibliothek zeigen die Autoren Matthias Fischer und Jörg Krause auf, wie man die WCFFunkionen sinnvoll einsetzt. Behandelt werden die Erstellung und Nutzung von Kommunikationsprofilen (Bindings), der Entwurf und die Implementierung von Diensten, das Hosting von WCF-Diensten und Aspekte von Sicherheit und Zuverlässigkeit. Im Buch werden WCF-Konzepte der Praxis anschaulich dargestellt und Lösungsvorschläge bei Problemen der täglichen Programmierarbeit gegeben. Die Kapitel sind mit Code-Beispielen und Grafiken angereichert. ISBN: 978-3-446-41043-5, Hanser, 356 Seiten, Fr. 70.–

Pragmatisches Denken und Lernen

Softwareentwickler sind es gewohnt, wie man mit Soft- und Hardware umgeht. Aber wie ist es eigentlich um die Wetware, das Gehirn, bestellt? Entwickler brauchen eine pragmatische Herangehensweise ans Denken und Lernen. Andy Hunt erklärt in seinem Buch anhand neuester Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und dem Bereich Lerntheorien, wie das Gehirn eigentlich funktioniert und auf welche Weise am besten Aufgaben und Probleme effektiv und kreativ gelöst werden können. Das Buch präsentiert 48 Tipps, die nicht nur für Programmierer, sondern auch für Manager, Wissensarbeiter, Technikfreaks oder analytische Denker hilfreich sind. ISBN: 978-3-446-41643-7, Hanser, 253 Seiten, Fr. 45.90

XEN Kochbuch

Die Daten wurden erhoben von

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Wer nach intelligenten Virtualisierungs-Lösungen sucht, dem sei das XEN Kochbuch von HansJoachim Picht empfohlen. Im Werk findet sich alles rund um den praktischen Einsatz der Open-

Source-Technologie Xen in der Version 3.3 – von der Installation über die Konfiguration des Netzwerks bis zu zahlreichen fortgeschritteneren Themen wie Hochverfügbarkeit, Sicherheit oder der Entwicklung eigener Programme zur Systemverwaltung. Der Autor erläutert kompakt zentrale Konzepte und Begriffe, um sich dann den tatsächlichen und konkreten Aufgaben und Fragen eines Sysadmins zu widmen und substanzielle Informationen und nützliche Hilfestellungen zu bieten. Es werden typische Fragen rund um die Virtualisierung mit Xen gestellt und im besten Fall auch gleich die passende Lösung präsentiert mit Beispielen aus der Praxis eines Linux-Administratoren. Das Buch ist modular aufgebaut, dadurch lassen sich gezielt Rezepte zu Themen herausgreifen, die einen gerade interessieren. ISBN: 978-3-89721-729-4, O’Reilly, 488 Seiten, Fr. 67.90

Die Drachen-Strategie

Im Rahmen der Globalisierung werden auch Geschäfte mit China populärer. So gross und interessant der chinesische Markt aber auch sein mag, um dort erfolgreich zu agieren, ist die Kenntnis chinesischer Kultur und Psyche unabdingbar. Die Verhandlungstaktiken im Reich der Mitte sind raffiniert. Von Zieltarnung über Kursverschleierung bis ins Leere laufen lassen, wird kaum ein Trick ausgelassen. Damit die Geschäfte mit Maos Erben eben nicht ins Leere laufen, zeigt das chinesischdeutsche Autorenpaar Hong Graichen-Zhang und Winfried U. Graichen in ihrem 2009 erschienenen Buch, wie man trotz komplett unterschiedlicher Kulturen zu einem erfolgreichen Geschäftsabschluss gelangt. Im Buch werden anhand zahlreicher Praxisbeispiele alle Tricks und Regeln, mit denen Europäer in China ergebnisorientiert auftreten können, vorgestellt. Die berühmten 36 Strategien des chinesischen Generals Tan Daoji aus dem 5. Jahrhundert, nach dessen taktischen Ratschlägen auch heute noch jede Verhandlung erfolgt, sind dabei eine unschätzbare Hilfe. ISBN: 978-3-280-5316-4, Orell Füssli Verlag, 196 Seiten, Fr. 49.90

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Technik fürs Vergnügen und IT für Angeber

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Keine Lust auf Konservenmusik? Das virtuelle Musikstudio iSyn ist genau das Richtige für eigene Klangexperimente. Vo n U r s B i n d e r

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Apples Kult-Medienplayer sind nicht mit einem Mikrofon ausgestattet. Wer damit auch aufnehmen will, braucht ein Accessoire. Besonders neckisch gibt sich Thumbtacks, ein Einsteckmikrofon in Form einer PinwandStecknadel für den iPod Nano 4G und den iPod Touch 2G. Zusammen mit einem kostenlosen Programm wie Quickvoice Recorder wird der iPod damit zum Diktiergerät. Das nette iPod-Zubehör aus dem Hause Switcheasy ist in Schwarz, Weiss sowie in auffallendem Rot erhältlich und kostet 12 Euro, 99 Cent. Info: www.switcheasy.com

Für Tonaufnahmen mit dem iPod

Musikstudio fürs iPhone

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Wieder einmal hält USB Geek ein ganz besonderes Kleinod für all diejenigen Gadget-Junkies bereit, die eigentlich schon alles haben. Der USB Powered Lunchbag temperiert seinen Inhalt – im Normalfall das Lunchpaket – auf 55 Grad Celsius hoch, der Strom kommt von einem USB-Anschluss oder vom mitgelieferten Netzadapter. Für die wohlige Wärme sorgen zwei Heizelemente auf der Ober- und Unterseite. Mit Abmessungen von 14 x 20 x 9 cm eignet sich die beheizte Lunchtasche allerdings wohl eher für den Znüni als für ein voll ausgewachsenes Mittagessen. Der USB Powered Lunchbag wiegt leer 160 Gramm, kostet 32 US-Dollar und wird inklusive Lunchbox aus Kunststoff geliefert. Info: www.usbgeek.com

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Lunchbag mit USB-Heizung

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IT@Home

ie deutsche Musiksoftwareschmiede Virsyn präsentiert in Zusammenarbeit mit Audiomidi.com ein featuregewaltiges virtuelles Musikstudio für iPhone und iPod Touch. Die Basis von iSyn bilden zwei monophone virtuell-analoge Synthesizer und eine Drum-Maschine. Die Musik spielt man entweder gleich live ein – dazu stehen eine Onscreen-Klaviertastatur und ein virtueller Pad-Controller mit acht Drumpads zur Verfügung – oder man nutzt den Sequenzer, um die Melodien für die zwei Synthesizerspuren zu komponieren. iSyn bietet darüber hinaus eine Pattern-Seite, auf der man 32 frei programmierbare Patterns speichern und entweder gezielt oder automatisch in der vorgegebenen Reihenfolge abspielt. Die beiden Synthesizer sind ebenfalls frei programmierbar. Jeder bietet drei Oszillatoren, ein

24-dB-Filter, eine Effektsektion, einen LFO und separate Hüllkurven für Filter und Amplitude. Die Klangqualität steht laut dem Hersteller derjenigen von PCbasierten Software-Synthesizern in nichts nach. Mit dem «X-Y-Pad» lassen sich mit Fingergesten jeweils zwei frei konfigurierbare Modulationsparameter gleichzeitig verändern. Dies gilt für jede der drei Klangspuren separat. So entstehen hochkomplexe Effekte. Den kompletten Song speichert man in iSyn in Form eines Projekts. Ein Projekt fasst die Sound-Einstellungen für die Synthesizerspuren und den Drum-Track, 32 Patterns, die Sequenzer-Informationen und die Effekteinstellungen zusammen. Das Programm verwaltet bis zu 32 Projekte. iSyn ist in Apples Appstore für Fr. 5.50 erhältlich. Info: www.isynapp.com

Das virtuelle iPhoneMusikstudio iSyn tritt mit vielen Gesichtern auf – zum Beispiel als Sequenzer, mit einer Klaviertastatur oder als Pad-Controller.

Download des Monats

Directory List & Print Die Freeware vom Schweizer Softwareentwickler Infonautics erweitert Windows um die Fähigkeit, Ordner und Dateien aufzulisten und auszudrucken. Im oberen Panel lässt sich das gewünschte Verzeichnis über eine Baumstruktur auswählen, worauf das Resultat gleich im

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unteren Fenster angezeigt wird. Über Checkboxen wird sodann bestimmt, ob Dateien und/oder Verzeichnisse ausgewählt werden sollen, und welche Attribute wie Datum, Zeit oder Grösse eingebunden werden. Die fertige Liste lässt sich schliesslich per Mausklick aus-

drucken, in der Zwischenablage speichern oder in Word oder Excel ausgeben. Das Tool läuft unter allen Windows-Versionen ab Windows 98. Jetzt herunterladen unter: www.infoweek.ch/downloads

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und ausserdem

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Meldungen aus der Forschung

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Das Internet der Energie

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Energieerzeuger und -verbraucher sollen in Zukunft direkt miteinander vernetzt sein und so viel Strom und Kosten sparen lassen.

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apple lanciert den Power Mac: Im Frühling 1994 gelang Apple nach dem Ur-Mac, dem neuen OS System 7 und dem etwas offeneren Mac II bereits die x-te Revolution. Der MacHersteller löste die bisherige CISCArchitektur auf Basis von Motorolas 68xxx-CPUs durch den völlig neuen, RISC-basierten Power-PC-Prozessor ab und brachte die ersten Modelle der Power-Mac-Serie auf den Markt, die bis zum Wechsel auf die IntelPlattform im Januar 2006 weitergeführt wurde.

Energiespar-Chips von Intel

Intel möchte in Zukunft den Energieverbrauch von Mikroprozessoren um bis zu 90 Prozent senken. Durch eine Mischung aus neuen Materialien und dem Einsatz von P-Kanal- und N-KanalTransistoren sollen Chips in Zukunft mit einem Zehntel des Energieaufwands laufen. Dadurch sollen die Prozessoren auf wesentlich niedrigerer Temperatur arbeiten. Sollte sich die Technologie für die Massenproduktion eignen, würde das auf der einen Seite sehr kleine und energiesparende Chips ermöglichen, die heutigen Leistungsstandards genügen. Auf der anderen Seite könnten sehr viel komplexere Prozessoren gebaut werden, die nicht mehr Strom verbrauchen als Chips von heute. Die Entwicklung der Technologie dauert laut Intel jedoch noch. Bis die Chips Marktreife erreichen, dürfte es noch Jahre dauern.

Gedankengesteuerte Computer

Am kommenden Freitag, 24. April, findet ab 11 Uhr im Technopark in Zürich das Tweakfest 2009 statt. Das sind die Highlights in diesem Jahr: Zum einen wird Zukunftsforscher Ian Pearson einen Vortrag halten. Andererseits wird Tan Le, Mitbegründerin von Emotiv Systems aus San Francisco, exklusiv das laut eigenen Angaben erste Neuro-Headset für Konsumenten vorstellen, mit dem Computer per Gedanken gesteuert werden können. Ausserdem erwarten die Besucher Vorträge von beispielsweise Moshe Rappoport, Executive Technology Briefer vom IBM-Forschungslabor in Rüschlikon, oder Dr. Juan Ignacio Vázquez von der Mobile Communications Research Group an der Universität Deusto in Bilbao.

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➤ Bill Gates wird Buchautor: Im April 1994 ging das Gerücht, Bill Gates habe mit dem Penguin-Verlag einen Vertrag über mindestens zweieinhalb Millionen Dollar abgeschlossen. Der Microsoft-Gründer wolle mit zwei Koautoren ein Buch über den vielbeschworenen «Information High-

way» schreiben. Das Werk erschien im November 1995 unter dem Titel «The Road Ahead». Mit dem Information Highway klappte es jedoch nicht wie gewünscht: Just um den Erscheinungstermin herum wurde das Internet populär – und nicht etwa das von Gates naturgemäss bevorzugte hauseigene MSN Network. Gates verordnete Microsoft sogleich einen Kurswechsel in Richtung Internet, und auch das Buch erschien einige Monate später in einer um 20'000 Wörter verlängerten Neufassung mit Internet-Fokus.

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Vor 15 Jahren

Seit April 2006 forscht man am Massachusetts Institute of Technology (MIT) an ganz speziellen, neuen Akkus. Das Besondere an ihnen ist, dass sie aus genetisch veränderten Viren gebaut werden und also ganz «grün» sind. Drei Jahre nach dem Start scheint den Forschern nun der Durchbruch gelungen zu sein. Wie sie berichten, haben sie unterdessen einen vollständigen «Virenakku» gebaut, der sich 100 Mal laden und entladen lässt, ohne dabei an Kapazität zu verlieren. Derzeit arbeite man noch an neuen Materialien, die den Akku noch leistungsfähiger machen sollen. Danach stehe einer kommerziellen Anwendung nichts mehr im Wege. Benutzer müssen sich übrigens nicht vor den neuen Akkus fürchten. Zum Einsatz kommen laut den Forschern nur für Menschen völlig ungefährliche Viren.

entwickelt und gebaut wird das «Internet der energie» am Fraunhofer IeSe.

Zentrum eine stromgeführte Kraft-Wärmekopplung eines Blockheizkraftwerks mit moderner Photovoltaik. Auch die Abwärme unserer Rechenzentren fliesst als Energiequelle in das System mit ein», ergänzt Prof. Frank Bomarius vom Fraunhofer IESE. Der gesamte Aufbau wird von der Grösse her dem eines kleinen Industriebetriebs gleich kommen und soll damit auch ein Beispiel für andere, kleinere Unternehmen sein. Ausserdem soll die Forschungsanlage auch dazu dienen, Dinge wie die Benutzerfreundlichkeit von Energiemanagementsystemen aufzuzeigen. Das entstehende sogenannte «Internet der Energie» wird laut den Forschern des IESE neben anderen zentralen Kommunikationsnetzwerken zu einer der Lebensadern unserer modernen Gesellschaft avancieren.

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bilen und rechnergesteuerten Leitständen bestehen. Herz der Anlage – und wesentlicher Forschungsgegenstand – wird das angesprochene, rechnergestützte Energiemanagementsystem mit intelligenter, bedienbarer Softwaresteuerung sein. «Wir verbinden in der Forschungsanlage im Fraunhofer-

m Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) forscht man derzeit am «Internet der Energie». Ziel des Projektes ist ein verbessertes Energiemanagement, indem Energieerzeuger und -verbraucher direkt miteinander verbunden werden. Der Abgleich der Nachfrage nach Energie mit dem jeweiligen Angebot soll dadurch in Zukunft beispielsweise automatisch erfolgen. Durch einen solchen Informationsaustausch erwartet man ökonomische und ökologische Vorteile. Insgesamt investiert das IESE für das Projekt über eine Million Euro. Das meiste Geld fliesst in die grosse sich derzeit im Aufbau befindliche Forschungs- und Demonstrationsanlage in Kaiserslautern. Sie wird unter anderem aus einer Solaranlage, einem Blockheizkraftwerk, Elektromo-

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A

Vo n M i c h e l Vo g e l

Viren bauen Notebook-Akkus

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Impressum & Inserenten Impressum Verlag Vogel Business Media AG, Seestrasse 95, CH-8800 Thalwil/Zürich Tel. +41 44 722 77 00/Fax +41 44 720 10 78

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Vorschau

Vorschau auf Infoweek 6/09 Erscheinungsdatum: 18. Mai 2009

Virtualisierungs-Trends Der Ertrag aus Virtualisierungs-Software betrug in Emea im vergangenen Jahr 330 Millionen Euro. Laut den Marktforschern von Gartner wird der Erlös in diesem Jahr um 55 Prozent auf 512 Millionen Euro steigen. Diese Prognose zeigt, dass Virtualisierung gerade in Krisenzeiten ein beliebtes Mittel ist, um die Infrastrukturkosten zu senken. Infoweek widmet diesem Thema deshalb in Ausgabe 6 einen Schwerpunkt. Den Anfang macht ein Artikel zum Thema Desktop-Virtualisierung. Denn eine neue Studie von Gartner zeigt, dass der Markt für gehostete virtuelle Desktops im Jahr 2013 von aktuell 1,3 Milliarden Dollar auf 65,7 Milliarden Dollar ansteigen wird. Zudem werde sich der Anteil virtueller Desktops im Business-Bereich von derzeit unter 1 Prozent auf 40 Prozent erhöhen. Applikationsvirtualisierung steckt noch in den Kinderschuhen, dürfte sich aber

Vergleichstest:

Projektmanagement-Software Ob in der IT-Abteilung oder irgendwo sonst im Unternehmen: Stringentes Projektmanagement ist der Schlüssel zum Erfolg. Infoweek präsentiert drei Softwarepakete für das Management von Einzelprojekten und zeigt, welches Werkzeug für welche Aufgaben besonders geeignet ist und wo die Schwächen liegen.

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zu einem wichtigen IT-Trend entwickeln. Die Marktübersicht präsentiert entsprechende Lösungen verschiedener Hersteller und zeigt, was diese können. Ein weiterer Artikel setzt sich mit den aktuellen Trends in der Virtualisierungsbranche auseinander. 100 Prozent Datenwachstum bei Exchangeund Fileservice pro Jahr erforderten an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) neue Wege beim Storage. Mithilfe von Virtualisierungs-Lösungen konnte eine deutliche Vereinfachung der Administration und der Applikationsumgebung geschaffen werden. Infoweek beleuchtet dieses Projekt in einer Fallstudie und spricht mit dem Projektverantwortlichen. Nicht fehlen werden auch die festen Rubriken «Achtung SAP!», «Meierhans meint» und «Der Rechtsanwalt rät», die sich ebenfalls um das Thema Virtualisierung drehen werden.

Praxis und Wissen:

Fallstudie mobiles ERP Das Zürcher IT-ServiceUnternehmen Uniqservice ist dabei, seine veraltete ERPLösung abzulösen. Projektleiter Philipp Zollinger gibt Einblicke in die Vorgehensweise bei Evaluation, Probleme der Anbieter mit den Anforderungen bei mobilen Systemen und die Gründe für die Wahl von Godesys.

NäChSTE SChWERPuNkTE Infoweek 7 vom 15.6.2009 Business-Prozess-Management & service-orientierte Architekturen Infoweek 8 vom 13.7.2009 Netzwerk-Management Infoweek 9 vom 7.9.2009 Outsourcing-Trends Infoweek 10 vom 5.10.2009 Business-Software, CRM & ERP-Zufriedenheitsstudie Infoweek 11 vom 2.11.2009 Enterprise Content Management & Dokumenten-Management

Marktübersicht:

Thin Clients Mit der zunehmenden Popularität virtualisierter Desktops und browserbasierter Anwendungen wird auch ThinClient-Hardware immer gefragter. Infoweek präsentiert die aktuellen Geräte der wichtigsten Hersteller in einer Marktübersicht und gibt Tips, worauf man bei der Evaluation achten sollte.

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NOCH NIE WAR ES EINFACHER ZU VIRTUALISIEREN:

KOSTEN ZU SPAREN.

FLEXIBLER ZU SEIN.

MEHR ZU ERREICHEN.

NUTZEN SIE DIE CHANCEN DER VIRTUALISIERUNG. JETZT.

Mit Microsoft® Virtualisierung müssen Sie dafür nicht einmal an Ihr Erspartes. Denn im Betriebssystem Windows Server® 2008 ist der Hyper-V fester Bestandteil und muss nicht erst separat erworben werden. Erfahren Sie mehr über Virtualisierungsmöglichkeiten auf microsoft.ch/virtualisierung © Microsoft Corporation 2009. Alle Rechte vorbehalten.

Virtualisierung

InfoWeek 5 / 2009  

InfoWeek vom 20.04.2009

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