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der Taufe zu heben – z.T. mit großem Erfolg auf der Marketing-Seite. Aus unterschiedlichen Gründen haben wir jetzt jedoch aufgehört. Für mich war die Erfahrung jedoch sehr spannend, weil sich sozusagen ein Kreis geschlossen hat. Meine betriebswirtschaftliche und Informatik- und Filmausbildung konnte ich plötzlich in einem Job zusammenfassen. Alle Sachen, die ich vorher gemacht hatte, haben plötzlich Sinn gemacht, weil ich all dieses Wissen anwenden konnte und gebraucht habe.“ Denn was sie selbst als Filmemacherin erlebte, kommt ihr bei der Arbeit an Cinovu zu Gute: „Mit der wachsenden Zahl an Filmen steigt auch die Zahl der Filme, die keinen klassischen Vertrieb besitzen. Wenn ich erwähnt habe,

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dass 99% der Filme keinen klassischen Vertrieb haben, ist das keine erfundene Zahl. Die Statistik zeigt, dass selbst 50% der Filme, die auf großen Filmfestivals wie Berlinale, Cannes oder St. Tropez gelaufen sind, nur über eingeschränkten Vertrieb verfügen. Sundance oder Berlinale zeigen die gleichen Zahlen: Jedes Jahr bewerben sich 6000 Filme, 40 werden akzeptiert, 20 kommen in den Vertrieb und das sind weniger als 1 %. Die Filmemacher sind dann gezwungen, wenn sie überhaupt alle Rechte zu den Filmen haben inklusive Musikmaterial, ihre Werke ins Internet zu stellen. Aber wie findet man diese Filme? Meine eigenen Filme habe ich im Internet auf Vimeo gehostet und auf meiner Website verlinkt. Dann teile ich es auf Facebook

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sisterMAG Ausgabe 4  

Die Herbstausgabe des sisterMAGs.

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