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ich 1900, e rr te s Ö , e rt a tk s o Haarp , Alfred Peters e .d g n lu m m a s k c u haarschm

um ablöste, gab es diese besondere Kombination nur in der Endphase des Haarschmucks und der Anfangsphase der Fotografie, also um ca. 1850. Diese Objekte weisen eine bemerkenswerte semiologische, also zeichentheoretische, Bedeutung auf. Der Semiotiker Charles Peirce definierte Anfang des 20. Jahrhundert die drei Eigenschaften eines Zeichens:

stellt aber ein modifiziertes Objekt desselben dar. Es steht im Zusammenhang (zeitlich, räumlich oder kausal) mit dem referenzierten Gegenstand. So ist z.B. Rauch ein Index für Feuer oder Fußabdrücke im Sand ein Index für einen hiergewesenden Menschen.

» SYMBOL: Das Zeichen steht für et-

» IKON: Dieses Zeichen sieht aus wie

was, hat aber keine ersichtliche

das Objekt, welches es repräsen-

Ähnlichkeit mit dem Objekt. Stellt

tiert. Es ist sozusagen eine kleine-

euch die Toilettenmännchen vor,

re Version davon. So ist jedes klei-

die es an jeder öffentliche Toiletten-

ne Mariabild eine Ikone. Auch die

tür gibt. Die kleinen Figürchen ha-

durchgestrichene Zigarette auf ei-

ben so gar nicht mit einer Toilette

nem Verbotsschild ist ein Ikon.

zu tun, trotzdem verbindet sie jeder sofort mit einem WC.

Im Haarschmuckstück, das eine Fotografie enthält, vereinen sich nun genau diese drei Eigenschaften: Die Fo-

ferenten ebenfalls nicht ähnlich,

tografie ist ein klassisches Beispiel

si

» INDEX: Das Zeichen ist dem Rest er M AG

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sisterMAG Ausgabe 4  

Die Herbstausgabe des sisterMAGs.

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