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Frans Hals, Bildnis eines Mannes in Dreiviertelfigur, um 1618- 1620, Leinwand auf Holz, Gemäldegalerie Alte Meister, Kassel.

Besonders beliebt waren Stillleben, die Elemente der vergänglichen Natur (zum Beispiel faulendes Obst) oder symbolische Gegenstände des fragilen Lebens oder des Todes (ausgelöschte Kerzen) zeigten, damit dem barocken Motto des »memento mori« folgten und an das unausweichliche Ende allen Reichtums und aller Macht gemahnten: den Tod. Es sind zu viele bekannte Maler jener Epoche, um diese hier auch nur im Ansatz vorzustellen. Wer einen Eindruck vom »Goldenen Zeitalter« bekommen und sich durch seinen Blick in diese Zeit zurückversetzen möchte (und das gelingt bei einer Bildbetrachtung mit offenen Augen und Gefühlen doch tatsächlich immer wieder), der sollte in den Museen auf bestimmte Künstler achten, die bei ihren speziellen Bildthemen ewige Meisterschaft erreichten und Weltkunst schufen: Willem Claesz Heda und Willem Kalf

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etwa beim Stillleben, Jan van Goyen und Jacob van Ruisdael in der Landschaftsmalerei, Jan Steen bei Bauernsatiren, Frans Hals bei Porträts, Emanuel de Witt in der Architekturmalerei, Gerard ter Borch beim Genrebild, Willem van de Velde bei Schiff-Bildern, Jan van Huysum bei Blumen, Pieter Claesz bei Silberzeug oder Abraham van Beijeren bei Austern und Hummer.

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sisterMAG48 – Jan Vermeer: Das Mädchen mit dem Perlenohrring – DE  

Für die Maiausgabe der digitalen Frauenzeitschrift sisterMAG lassen wir uns von Jan Vermeers Gemälde »Das Mädchen mit dem Perlenohrring« ins...

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