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Jacob van Ruisdael Weizenfelder, um 1670 Öl auf Leinwand, Metropolitan Museum of Art, New York City.

Weit gefasst versteht man unter dieser Begrifflichkeit das gesamte 17. Jahrhundert. Wirtschaft und Kunstsinn kamen damals in den Niederlanden zusammen. Um 1650 wurden etwa 70.000 Gemälde pro Jahr gemalt! Allein diese Zahl spricht von dem damaligen großen Interesse für Kunst. Denn dies hatte es vorher (und auch lange nachher) nicht gegeben: dass sich breite Bevölkerungsschichten für Kunst im Allgemeinen und Malerei im Speziellen interessieren und aufgrund des generellen SISTER-MAG.COM

Wohlstandes auch Werke kaufen konnten. Kunst war in den Niederlanden jener Jahrzehnte kein Eliteprojekt, sondern weit verbreitet. Kleine Kaufleute, Offiziere, Handwerker, Beamte alle wollten ihren sozialen Aufstieg durch Kunst markieren. Selbst Bauern zeigten ihren sozialen Status und kauften dafür besonders prachtvolle Truhen, Drechselarbeiten und kunstvolle Betten. Dadurch steigerte sich auch das Kunstverständnis, was die Bezeichnung eines »Goldenen Zeitalters« völlig berechtigt erscheinen lässt.

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sisterMAG48 – Jan Vermeer: Das Mädchen mit dem Perlenohrring – DE  

Für die Maiausgabe der digitalen Frauenzeitschrift sisterMAG lassen wir uns von Jan Vermeers Gemälde »Das Mädchen mit dem Perlenohrring« ins...

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