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Wieder Krieg um das Bergwerk Inzwischen waren die Spanier auch in anderen Gebieten ihres neuen Herrschaftsgebiets auf reichhaltige Smaragd-Quellen gestoßen. Bis heute ist Kolumbien der mit Abstand wichtigste Exporteur von Smaragden: Je nach Datengrundlage deckt das südamerikanische Land zwischen 50 und 95 % des weltweiten Bedarfs am grünen Edelstein ab. Pro Jahr beträgt der Exportumsatz, den Kolumbien mit Smaragden macht, bis zu 400 Mio. US-Dollar – wobei der Schwarzhandel wohl zusätzlich einen ähnlich hohen Betrag abwirft. Nach Kolumbien ist Sambia der weltweit größte Lieferant für Smaragde. In den 1920er Jahren wurden erstmals Steine im afrikanischen Land gefunden, immerhin bis zu 30 Mio. US-Dollar sind die jährlich dort geförderten Steine wert. SISTER-MAG.COM

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Bei diesen Geldbeträgen wundert es nicht, dass es sogar schon einen Smaragdkrieg gab. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das kolumbianische Muzo-Bergwerk wieder­ entdeckt und weckte sogleich erneut Begehrlichkeiten. Efraín Gonzalez Téllez, der verbrecherische Friedensrichter der Provinz Boyacá (in der die Mine liegt), versammelte ein Heer aus 15.000 Straßendieben, die das Schürfgebiet kontrollieren sollten. Nachdem Téllez 1965 erschossen worden war, rückte das kolumbianische Militär an, um das Gebiet zu befreien. Doch weitere fünf Jahre dauerten die Gefechte mit den von Téllez’ Nachfolgern angeführten Truppen. Am Ende starben in diesem sogenannten »Grünen Krieg« 1.200 Menschen.

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sisterMAG 30 – Smaragd und Peach Cobbler – Sektion 3  

Mit unserer dritten Sektion von sisterMAG 30 - »Smaragd und Peach Cobbler« - bringen wir die Farbwelten von Pfirsich und Grün (und unsere be...

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