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VERWENDUNG

Heutzutage blickt die Herstellung von Washi auf eine mehr als tausendjährige Tradition zurück. Wurde es anfänglich nur von Aristokraten und buddhistischen Gelehrten als Schriftmedium genutzt, verbreitete es sich rasch über das gesamte Land. Etwa ab dem 11. Jahrhundert wurde die japanische Papierherstellung zu einer eigenen Kunstform stilisiert und das Papier selbst durch aufwändige Musterdrucke und Collagetechniken veredelt. Die enorme Reißfestigkeit und hohe ästhetische Qualität förderten mit der Zeit immer neue Anwendungsgebiete zu Tage. Im Gegensatz zu seinem westlichen Pendant besitzt es keine Laufrichtung. Es kann so nahezu unbegrenzt häufig gefaltet werden, ohne zu reißen oder sich unkontrolliert aufzurichten. Das macht es gerade für Origami besonders geeignet. All diese herausragenden Eigenschaften machen Washi zu einem Material, das untrennbar mit der Kultur Japans verbunden ist. Vom Einsatz als Verpackungsmaterial über Kleidungsstücke bis hin zum Baumaterial ist es zu finden. Auch in Form einer licht-

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sisterMAG Ausgabe 24 – "Zart wie Papier"  

Unser sisterMAG gibt es zwar auch in der 24. Ausgabe nicht auf Papier, aber dennoch möchten wir uns in der Mai-Ausgabe dieses Jahres dem Obe...

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