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TRADITIONSREICHE HERSTELLUNG

Ahmten die japanischen Papiermacher anfänglich noch chinesische Techniken nach, sollte sich das Japanpapier – in seinem Heimatland auch »Washi« genannt – schnell zu einem eigenen Produkt, gar einer eigenen Kunstform entwickeln. Neben der Weiterentwicklung der Schöpfttechnik war hier allem voran die Suche nach neuen Rohmaterialien entscheidend. Besonders auf Pflanzen mit extrem langen Fasern hatten es die Gelehrten der »Weißen Kunst« abgesehen. Mit ihnen konnten sie die Eigenschaften des Papiers ganz nach ihren Vorstellungen formen. Die Fasern aus der Rinde des Papiermaulbeerbaums, auch Kozo genannt, dem japanischen Papierstrauch Mitsumata und dem seltenen Gampi werden bis heute zur Herstellung von Washi genutzt. Sie verleihen dem Papier neben außergewöhnlicher Festigkeit je nach Anteil Glanz oder eine besonders zarte Oberfläche.

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sisterMAG Ausgabe 24 – "Zart wie Papier"  

Unser sisterMAG gibt es zwar auch in der 24. Ausgabe nicht auf Papier, aber dennoch möchten wir uns in der Mai-Ausgabe dieses Jahres dem Obe...

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