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EDITORIAL

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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, „Kinderrechte“ ist das Schwerpunktthema dieser BRÜCKEAusgabe. Es ist geradezu unerschöpflich. Denken Sie nur an Kinderarbeit, auf deren Verbot in unserem Land zwar recht streng geachtet wird, von der wir aber – oft unwissentlich – betroffen sind. Teppiche, Kleidungsstücke, Schnittblumen usw., die wir hier erwerben, sind nur allzu häufig das Produkt von Kinderarbeit. Kindersoldaten, die in vielen Ländern der Welt skrupellos eingesetzt werden und die dadurch zu Tätern und Opfern gleichzeitig gemacht werden, sind ein weiteres besonders trauriges Beispiel für die Verletzung elementarster Menschen- und Kinderrechte.

Darauf beschränken wir das Schwerpunktthema, auch wenn es (s.o.) sehr viel umfangreicher ist. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen umfasst insgesamt 54 Artikel. Sie alle hier wiederzugeben, überschritte unsere Möglichkeiten. Die wichtigsten zehn – von UNICEF zusammengestellten – Grundrechte haben wir aber abgedruckt.

AUCH IN UNSEREM SO WOHLHABENDEN LAND IST NICHT ALLES ZUM BESTEN BESTELLT, WAS KINDER BETRIFFT.

Dass Weihnachten bevorsteht, zeigt uns die Geschäftswelt bereits seit Wochen – lange schon vor dem Ewigkeitssonntag. Mich ärgert die hemmungslose profitorientierte Kommerzialisierung dieses so schönen Festes!

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Natürlich finden Sie in dieser Ausgabe auch die üblichen Informationen aus den Gemeinden, außerdem die Vorstellung des diesjährigen Projekts unseres Kirchenkreises für „Brot für die Welt“, sowie einen Bericht von Ramona Meyer-Lucas über die Reise einer Delegation des Kirchenkreises in den Partnerkirchenkreis Kondoa/ Tansania.

Deshalb wünsche ich Ihnen ausdrücklich eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr. Aber auch in unserem so wohlhabenden Land ist nicht alles zum Besten bestellt, was Kinder betrifft. Das geht aus dem Interview mit Vertreterinnen des Grafschafter Kinderschutzbundes hervor. Dass die Stadt Nordhorn versucht, in ihrem Bereich Kinderrechte durch Beteiligung von Kindern umzusetzen, schildert die städtische Mitarbeiterin Marissa Anders. Und Thomas Kersten zeigt, welchen (Stellen-)Wert die Bibel den Kindern zukommen lässt.

Ihr Günter Vogel

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Dez-Jan 14/15  

Dez-Jan 14/15  

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