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… in Indien

«SIM heute» 3/2014  n  www.sim.ch

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Du hast mein Klagelied in einen Reigentanz verwandelt! Den Trauermantel hast du mir ausgezogen und mich in ein Festgewand gekleidet. (aus Psalm 30)

Alpträume aus der Vergangenheit werden abgelöst von hoffnungsvollen Träumen von der Zukunft.

Heilung an Leib und Geist Oft kommen junge Frauen aus einem ähnlichen Heim („Redlight-Greenlight“) zu „Beauty for Ashes“. Dort kümmert man sich um Mädchen im Alter zwischen 12 und 17. „Redlight-Greenlight“ ist ein Übergangsheim, das Mädchen direkt nach ihrer Befreiung aus einem Bordell oder aus einer Missbrauchssituation aufnimmt. Ursprünglich wollte man mit diesem Heim ein Umfeld schaffen, das Mädchen die besten Voraussetzungen bietet, um in einen Heilungsprozess einzutreten. Doch Heilung kann ein langer Weg sein, und „Redlight-Greenlight“ kann sie nur bis zu ihrem 18. Lebensjahr beherbergen. „Beauty for Ashes“ kann älteren Mädchen helfen, die auf ihrem neuen Kurs weitermachen wollen. Zur Zeit wohnen drei junge Frauen von „Redlight-Greenlight“ bei „Beauty for Ashes“, wo ihnen geholfen wird, in ihrer Ausbildung und im Glauben voran zu kommen. Sie erlernen auch neue Fähigkeiten und wachsen in ihrer sozialen Kompetenz. Weil es sich um einen Dienst für Erwachsene handelt, hat „Beauty for Ashes“ mehr Freiheiten, die Frauen offiziell im Glauben zu fördern. Die jungen Frauen haben Zugang zu geistlicher Nahrung, können an kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen und, wenn sie es wollen, sich taufen lassen. Alle derzeit betreuten jungen Frauen anerkennen auf unterschiedlichen Niveaus die Existenz Gottes. Die Betreuer, unterstützt von der Ortsgemeinde, ermutigen sie, Jesus kennenzulernen und die Macht seiner Vergebung und seiner Auferstehung in ihrem Leben zu

Bei „Beauty for Ashes“ erlernen junge Frauen neue Fähigkeiten und wachsen in ihrer sozialen Kompetenz.

erfahren. Sie erhalten Hilfestellung, wenn sie sich auf den Weg mit Jesus machen wollen und entdecken, wie Gott sie sich vorstellte, als er sie geschaffen hat. Das Team von „Beauty for Ashes“ möchte gerne, dass die Heimbewohnerinnen eine Leidenschaft für Gott und eine Liebe für Menschen entwickeln.

Zukunftsträume Auch wenn das Heim bereits einer ganzen Anzahl von jungen Frauen lebenswichtige Hilfe bieten konnte, gibt es doch so viele andere in Indien, die keine Hilfe oder Unterstützung erhalten. Die Mitarbeiter des „Beauty for Ashes“-Teams möchten gern in ein grösseres Gebäude ziehen, wo sie bis zu 15 Frauen aufnehmen könnten. Zusätzlich würden sie ein Übergangsheim für Frauen einrichten, die am Ende ihrer Betreuung nicht zu ihren Familien zurück können. Dort hätten die Frauen ein Minimum an Betreuung, würden aber auch lernen, auf eigenen Füssen zu stehen. Der Wunsch wäre, dass eine oder mehrere Selbsthilfegruppen entstehen, damit die Heimbewohnerinnen auch andere junge Frauen aus ihrem Umfeld erreichen können. Indem sie ihre Erfahrungen mit anderen teilen, könnten sie ihnen helfen, ihre eigene Situation zu erkennen und ein Unterstützungsnetzwerk aufbauen. Und schliesslich gibt es den Gedanken, eine Plattform einzurichten mit dem Ziel, die Ungerechtigkeit in der Behandlung der verschiedenen Geschlechter anzuprangern und zugleich die Heilung und Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den Geschlechtern in der Hauptstadt zu fördern. Es bleibt noch so viel zu tun, um den

Die jungen Frauen erhalten Hilfestellung, wenn sie sich auf den Weg mit Jesus machen wollen und entdecken, wie Gott sie sich vorstellte, als er sie geschaffen hat.

ausgebeuteten, missbrauchten und vom Menschenhandel betroffenen Frauen zu helfen. Das Heim „Beauty for Ashes“ ist nur ein Mittel. Doch durch seinen Dienst werden Alpträume aus der Vergangenheit abgelöst von hoffnungsvollen Träumen von der Zukunft.  n

SIM heute 3/2014  

Zeitschrift der SIM International (Schweiz)

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