2015 ausgabe 04 sommer

Page 22

hautnah

Wie man in den Wald hineinruft… …so kommt es auch zurück: das Echo. Eine Uralt-Weisheit, die sich höchster Aktualität erfreut. Warum sich L‘Oréal dem Prinzip der Nachhal(l)tigkeit aktiv stellt und es bei Innovation, Produktion, Leben, Kommunikation und Beteiligung anderer nach innen und außen, verwirklicht? Wir haben CSR- und Sustainability-Directrice Alexandra Palt dazu in Paris befragt. Alexandra Palt, Direktorin für Corporate Social Responsibility (CSR) & Sustainability bei L‘Oréal.

Nachhaltig muss nachhaltig sein Warum sich Unternehmen nun intensiver denn je dem Thema „Sustainability“ widmen? O-Ton Alexandra Palt: „In den letzten Jahren sind Ausmaß und Bedeutung dieser Verantwortung enorm gewachsen. Der Gesellschaft und den Unternehmen ist immer deutlicher bewusst geworden, dass ,business as usual‘ nicht ausreichen wird, um wirtschaftlich nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Unternehmen wie L’Oréal, die langfristig planen und denken, wissen, dass sie die notwendigen Veränderungen im Bereich Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit in das Zentrum der Strategie miteinbeziehen müssen.“

hautnah: L’Oréal hat sich 2013 mit „Sharing Beauty With All“ hohe sozialpolitische Ziele gesetzt. Worin besteht die Einzigartigkeit dieses Programms? Alexandra Palt: Viele internationale Unternehmen haben heute Projekte, um ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen. Bei L’Oréal sind wir einen Schritt weiter gegangen und haben nachhaltige Entwicklung und soziale Verantwortung in all unsere Aktivitäten und unsere gesamte Strategie eingegliedert. Unser CEO und Aufsichtsratspräsident Jean-Paul Agon hat nachhaltige Entwicklung zu einer der zwei strategischen Prioritäten der L’Oréal Gruppe erklärt. Es geht um eine nachhaltige Transformation des Unternehmens, um den Erfolg von L’Oréal auch in der Zukunft zu ermöglichen. In einer Zukunft, in der Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft an erster Stelle stehen werden. hautnah: Wann ist eine Aktion bzw. Inititative Ihrer Meinung nach denn tatsächlich als eine nachhaltige zu bezeichnen? A. P.: Für mich sind drei Elemente wichtig: die Aktion muss, von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus, einen einschlägigen Bezug zum Unternehmen und seiner Tätigkeit haben, muss gleichzeitig auch für die Gesellschaft Sinn machen und muss – als drittes Element – einen konkreten Impact haben, also wirklich etwas bewirken: Gut für das Unternehmen, gut für die Gesellschaft und ein weitreichender Impact. hautnah: Wie aktiv ist die Beauty-Branche im Vergleich zu anderen dabei? A. P.: Ich finde, dass man in der Beauty-Branche wie in allen Branchen sehr gute Beispiele aufzeigen kann und es andererseits aber auch Unternehmen gibt, die sich noch gar nicht auf eine Zukunft vorbereiten oder der Tatsache ins Auge blicken, dass diese Zukunft eine von Ressourcenknappheit geprägte „low carbon economy“ sein wird. hautnah: Welche Art von Initiativen würden Sie sich seitens des Einzelhandels

22