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12 / 2017

OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

Dezember 2017

KUNSTSTOFF XTRA

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG

AM-Expo-Titelseite-KXtra-210x210.qxp_Layout 1 21.11.17 10:24 Seite 1

6. und 7. März 2018 Messe Luzern

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www.kunststoffxtra.com Fachzeitschrift Fachbeiträge-Archiv

Das Fachartikel-Menu ist angerichtet! Lesen bringt Sie weiter! Unser Fachartikel-Archiv aus 32 Sparten der Kunststoffindustrie steht für Sie bereit. Exklusiv aufbereitet durch unsere Redaktion der Fachzeitschrift KunststoffXtra. KUNSTSTOFF XTRA

COMPOSITES

Hybrider Leichtbau als Weg zur optimalen Bauteilgestaltung

Der richtige Werkstoff an der richtigen Stelle KUNSTSTOFF XTRA

Leichtbau ist ein zentrales Thema auf der Composites stehen hier hybride Leichtbaulö LeichtbaulöV E Europe. R P A CImKVordergrund UNG sungen aus einem intelligenten Mix unterschiedlicher Materialien. Der folgende Überblick konzentriert sich auf den hybriden Leichtbau, wo es vorrangig um die sinnvolle Kombination von Composites mit Aluminium, Stahl und anderen Werkstoffen geht.

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Substitution von PE und PP ist die falsche Richtung

Bunte PET-Verpackungen behindern Recycling Bei Kunststoffflaschenverpackungen zeichnet sich ein Trend zu vielfarbigen PET-Verpackungen ab. Der europäische Verband Plastics Recyclers Europe rechnet künftig europaweit mit jährlich rund 300 000 Tonnen dieser farbigen ADDITIVE FERTIGUNG Kunststoffe, die den Recyclern massive Probleme bereiten werden. Die Recyclingunternehmer Michael Scriba, Geschäftsführer von mtm plastics, und Herbert Snell, Geschäftsführer von Multiport und MultiPet, erläutern, wel welche Probleme das sind und welche Alternativen besser für das Recycling geeignet sind.

KUNSTSTOFF XTRA

Bild: BMW Group

Safilo produziertunseren Brillengestelle in Rekordzeit verwertbaren Input, sondern verursacht zusätzliche Kosten, weil wir das Material ausschleusen und kostenpflichtig entsorgen lassen müssen», erläutert Scriba. Der Rat der Recyclingexperten ist einSafilo, der weltweit zweitgrösste Brillenhersteller, beschleunigt seine Prozesse jetzt mit einem 3D-Drucker von gesucht hat. Ein Ergebnis waren die soge soge- sehr hohen Crash-Anforderungen genüdeutig: Flaschen etwa für ReinigungsmitStratasys Ltd. Dank des Multimaterialnannten Tailored Blanks, massgeschneider massgeschneider- gen. Derzeit wird dieses anspruchsvolle tel, Shampoos und oder Multifarb-Druckers Kosmetika sollten J750 ist das italienische Unternehmen in der Lage, Brillengestelle Prozent schneller herzustellen als mit herkömmlichen Prototyping-Methoden. te Bleche unterschiedlicher Form, Dicke Bauteil noch in den meisten fotorealistische Autos aus aus den60 Materialien PP oder PE-HD herund Festigkeit, die heute in den Autos stan stan- einem relativ dicken Stahl hergestellt. Aber gestellt werden. Die Substitution von PP dardmässig verwendet werden. Auch die die Werkstoffkonkurrenz holt auf. «Ich und PS im Schalenbereich durch PET ist Entwicklung hochfester Stähle ist eine Kon Kon- kann mir gut vorstellen, dass die B-Säule aus ihrer Sicht ein Negativbeispiel für die Bislang dauerte die Herstellung mittels sequenz aus dem Wettbewerb der Materi Materi- in Zukunft auch mit carbonfaserverstärkEntwicklung, die jetzt auch bei FlaschenCNC-Maschine plus manueller Endbearalien. Kirchhoff rechnet damit, dass sich tem Kunststoff realisiert wird. Der grosse verpackungen erwartet wird. beitungderlaut Daniel Tomasin, Product diese Entwicklung jetzt, wo die Kunststoffe Vorteil von Carbonfasern ist ja neben Die PET-Schalen und Blister werden zurCoordinator bei Safilo, rund 15 und die hybriden Bauteile ins Rennen hohen Steifigkeit zum Gewicht Sample auch eine zeit nahezu vollständig verbrannt, anstatt Stunden. kommen, wiederholen wird. «Die Stahlher Stahlher- hohe Energieabsorption im Falle einesJetzt konnte diesezuZeitspanne einem neuen Rohstoff für die kunstDer Trend zu bunten Verpackungen aus PET verteuert den Recyclingprozess. durch den Einsatz des J750 auf 3 Stunden steller werden versuchen, noch festere Aufpralls», sagt Nicolas Beyl, Geschäftsfühstoffverarbeitende Industrie verarbeitet verkürzt werden. Aufgrund der hohen Geder KraussMaffei Stähle zu entwickeln, die Aluminiumher Aluminiumher- rer Reaktionstechnik Die Kunststoffrecyclingunternehmen mtm Markt bei kommen, schätzt PRE. Diese Ent- zu werden. Die Einfärbungen und Mehrschwindigkeit des Druckers, der ultraglatsteller machen plastics es ähnlich. Durch aus den Niedergebra Wett- Technologies Wett GmbH sowie GmbH. wicklung hat schwerwiegende Auswir- schichtigkeit der Verpackungen sind der ten Oberflächen sowie farbenreichen Debewerb der verschiedenen Sicherheit für die Autoinsassen zu erMulitPet GmbH Werkstoffe und Multiport Die GmbH aus kungen auf den Recyclingprozess: Wer- Grund. Dagegen haben Produktdesigner tails kann Safilo nun schnell aufsehenerschaukeln sich Bernburg alle nach oben. Bislang ist derhöhen, ist schon ein grosses Ziel transparenten beim Einsatz der Polyolefine PE oder PP schliessen sich Warnung denimmer die bunten mit den regende Prototypen herstellen – und das noch keine Technologie hinten herunterge heruntergeder Plastics Konstrukteure gewesen. Nun stehen gesammelt, für die Verpackungen volle Freiheit in der des europäischen Verbands Verpackungen gemeinsam sowohl für die Eigenmarken Safilo, Carrera fallen», ist Kirchhoff überzeugt. ihnen Möglichkeiten Re- in einem zu- Farbgestaltung, da diese Kunststoffe seit Recyclers Europe (PRE) an: Der sichverschiedene ab- müssen die farbigender Anteile und Polaroid als auch für Luxusmarken wie offen.sätzlichen «Es laufenSchritt Entwicklungen, zeichnende Trend zu immer alisierung vielfarbigesepariert und anschlies- Jahren nachweislich erfolgreich zu recyDior, Hugo Boss, Max Mara oder Jimmy die Materialien entsprechend Belas-eingefärbt wer- celn sind, betonen die Recycling-Unterren PET-Verpackungen behindert massiv send grau oder der schwarz Paradebeispiel B-Säule Choo. B-Säule das Kunststoffrecycling. Dabei tungen wäre esimsoVerlauf den,der bevor sie auszuwähin den Verkauf gehen nehmer. «Mit unserem J750 von Stratasys können Die B-Säule muss als seitliche len. So kommen hier Kombinationen von einfach: NutzenVerbindung die Verpackungsherstelkönnen. Doch gebe es für ein solches wir Prototypen innerhalb weniger Stunden zwischen Fahrzeugboden und hoch- Stahl, hoch hochfesten Stählen Kunststofler PP oder PE-dach als Material, spielen für Produkt ausund grauem oder schwarzem entwerfen und produzieren. Darüber hinbelastbar sein und Sicherheitsgründen fen zum Einsatz. Eine solche B-Säule biedenaus Recyclingerfolg Farben keine Rolle, Recycling-PET auf absehbare Zeit kaum aus erlaubt uns seine grosse Bauplattform, sagen mtm-Geschäftsführer Michael Scri- Nachfrage, bestätigt Snell die Einschät- Kontakte mehrere Varianten eines Brillengestells im ba und MultiPet- und Multiport-Ge- zung des europäischen Verbands zu den mtm plastics GmbH 1selben 1 / 2 0 Druckauftrag 16 herzustellen, wodurch Auch Brillengestelle für Modebrands entstehen im 3D-Drucker und dies in einer unglaublischäftsführer Herbert Snell. Vermarktungschancen. «Die Extrakosten D-99759 Niedergebra wir unsere Produktentwicklungskosten chen Designvielfalt. für den Sortieraufwand sind kaum zu leis- Telefon +49 (0)36338 325-0 senken und gleichzeitig die kreative Entfalten bei einem Rezyklatmarkt, der ohnehin m-scriba@mtm-plastics.eu tung fördern können», erläutert Tomasin. Die Zusatzkosten rechnen schon unter Druck steht», befürchtet er. www.mtm-plastics.eu frühzeitig perfektionieren, um so die neu- seppe Cilia, der italienische Vertriebsleiter sich nicht Auch die PE/PP-Verwerter blicken mit esten Fashion-Modelle rechtzeitig auf den von Stratasys. «Das bedeutet, dass UnterHalte der vom Marketing getriebene Sorge auf die neue Entwicklung: «Auch Multiport GmbH und MultiPet GmbH Schnellere Reaktion Markt zu bringen und unseren Wettbe- nehmen nun innovativere Produkte Wechsel zu farbenfrohen PET-Verpackun- bei uns landen immer mehr PET-Verpa- D-06406 Bernburg auf Markttrends werbsvorteil zu behaupten», sagt Iarossi. schneller auf den Markt bringen können. gen an, könnten demnächst europaweit ckungen, die vorher aus gut zu recyceln- Telefon +49 (0)3471 6404-0 David Iarossi ist Kreativdirektor bei Safilo «Der 3D-Druck mit dem J750 ist fantas- In vielen Branchen – und dazu gehört jährlich rund 300 000 Tonnen dieser far- den Polyethylen oder Polypropylen her- snell@mp-bbg.eu und zuständig für Brillenmarken wie Car- tisch, weil die so hergestellten Gestelle die auch die Modeindustrie – sind Geschwinbigen Kunststoffe zusätzlich auf den gestellt waren. Das mindert nicht nur www.mp-bbg.eu n rera, Givenchy und Havanianas. Für ihn ist manuell gefertigten übertreffen. Darüber digkeit und Innovation ein entscheidender die Möglichkeit, Prototypen mit der glei- hinaus müssen wir uns keine Sorgen mehr Faktor für Erfolg. Und das macht Safilo und chen Farbgebung und Textur wie das End- über das Verblassen Stratasys zu perfekten Partnern in diesem 4 / 2 0der 1 6 Farben machen, 18 produkt in 3D drucken zu können, ein da die Farbe ja in das 3D-gedruckte Mo- Spiel.» entscheidender Faktor, wenn es darum dell integriert ist.» geht, schnell auf Markttrends zu reagieren. «Safilo ist ein Paradebeispiel dafür, wie die «Dies ist der Beginn eines neuen Zeitalters 3D-Drucktechnologie des J750 unseren für Designer. Dank der Fähigkeit des J750, Kunden einen unbestreitbaren Mehrwert Kontakt eine nahezu unbegrenzte Palette unter- bietet. Durch die Kombination von Stratasys Ltd. schiedlichster Farben mit diversen Trans- 360 000 verschiedenen Farben, verschie- EMEA Regional Office parenzlevels zu kombinieren, ist es uns densten Materialeigenschaften und ultra- Airport Boulevard B 120 möglich, eine ganze Reihe völlig unter- glatten Oberflächen produziert der J750 D-77836 Rheinmünster schiedlicher Gestelle zu erzeugen. Auf die- produktrealistische Prototypen in einem Telefon +49 (0)7229 7772-0 se Art können wir verschiedene Designs einzigen Druckvorgang», unterstreicht Giu- www.stratasys.com/de n Die Karrosserie des i3 von BMW ist komplett aus CFK gebaut.

Top-Modemarken aus dem 3D-Drucker

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12/2016

Bild: Stratasys

Bild: Dollarphotoclub, Zoe

Die Autoindustrie steht unter enormem Druck. Sie muss es schaffen, die Abgase der Fahrzeuge drastisch zu reduzieren, um die von der EU vorgeschriebenen niedrigen CO2-Grenzwerte zu erreichen. Diese Emissionsverringerung wird neben effizienteren Antrieben in erster Linie durch eine Verringerung des Gewichts erreicht. Leichtbau ist deshalb in dieser Branche das Gebot der Stunde. Der Zwang zu leichteren Karossen hat dazu geführt, dass die Entwicklung von Faserverbundwerkstoffen, hauptsächlich von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK), in den letzten Jahren rasant und sehr erfolgreich vorangetrieben wurde. Mit dem i3 von BMW gibt es mittlerweile ein Auto, dessen Karosse komplett aus CFK gebaut ist. Ähnlich dem Audi A8, dessen Karosse nahezu zu hundert Prozent aus Aluminium besteht, ist es ein Beispiel, das zeigt, was technisch machbar ist. Dennoch werden künftig nicht alle Autos aus CFK bestehen, ebenso wenig, wie der A8 den Werkstoff Stahl verbannt hat. Die Erfahrung bei früheren Entwicklungen spricht dafür, dass es künftig eine sinnvolle Mischung von Werkstoffen wie CFK, Kunststoff, Stahl, Aluminium oder Magnesium geben wird. Hybrider Leichtbau wird die Zukunft im Auto bestimmen. Diese Entwicklungen werden auch anderen Branchen zugutekommen, etwa der Luftfahrtindustrie oder der Elektrotechnik. «Es wird einen zunehmenden Wettbewerb der Materialien und Materialverbindungen geben, aber ich sehe keinen Verdrängungswettbewerb», sagt Marc Kirchhoff vom Branchenmanagement Leichtbau und Elektromobilität bei der Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH. Er verweist darauf, dass die Stahlbranche nach Entwicklung des Audi A8 ihrerseits nach Leichtbaulösungen

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EDITORIAL

Eine Fertigungstechnologie startet durch Als die formnext 2015 zum ersten Mal an den Start ging, errang die Messe für additive Fertigung und Werkzeug- und Formenbau einen Achtungserfolg.

www.granula.ch www.granula.eu

KUNSTSTOFF XTRA

Viele der damals 200 Aussteller gaben noch während der Messe an, auch auf der nächsten formnext in 2016 wieder dabei zu sein. Ein Jahr später zählte die Messe bereits über 300 Aussteller und mit 13384 Besuchern verbuchte die formnext einen Zuwachs von fast 50 Prozent. Und jetzt dies: Auf der Mitte November zu Ende gegangenen Messe überschlugen sich die Rekorde. Entsprechend überwältigt zeigt sich Bernhard Ruess (siehe Fokus S. 4–7). Ein Erfolgsrezept der Messe ist sicher, dass sie sich ein klar auf die additive Fertigung fokussiertes Profil zugelegt hat und dies über die komplette indus­trielle Wertschöpfungskette hinweg. Die additive Fertigung hat sich neben anderen konventionellen Technologien definitiv als eine weitere zukunfts­trächtige und mit grossem Potenzial behaftete Fertigungstechnologie eta­bliert. Von dieser Entwicklung wird auch die AM Expo in Luzern profitieren. 2016 war es der Messe Luzern gelungen, die erste Fachmesse erfolgreich zu lancieren, die sich komplett und ausschliesslich mit der additiven Fertigung – von Losgrösse 1 bis zur Serienproduktion – entlang der Prozesskette beschäftigt. Nun steht im März 2018 die zweite Auflage bevor. Sie wird deutlich grösser (+50%) und zugleich internationaler sein als die Erstlingsmesse. Was sich in den letzten zwei Jahren material- und technologiemässig alles getan hat, ist augenfällig: Die funktionsfähigen Teile sind reproduzierfähig, die Herstellungsprozesse haben an Produktivität und Flexibilität gewonnen. Ein Messeeintrag am 6. und 7. März 2018 in der Agenda dürfte

Im Namen des ganzen KunststoffXtra-Teams wünsche ich Ihnen frohe und besinnliche Weihnachten und für das neue Jahr Gesundheit, Erfolg und das nötige Quäntchen Glück.

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com 12 / 2 0 17

Farbenvielfalt

sich lohnen.


KUNSTSTOFF XTRA

INHALTSVERZEICHNIS

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FOKUS

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Formnext überzeugt durch Qualität und Quantität

Pulsierende Kontakt- und Innovationsplattform und Basis für hervorragende Geschäfte: So lautet das Fazit von Ausstellern und Besuchern der formnext, die vom 14. bis 17. November 2017 in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Mit über 21000 Besuchern konnte die formnext die Besucherzahl um mehr als 60 Prozent steigern und damit ihren Erfolgskurs fortsetzen.

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ADDITIVE FERTIGUNG Der Konstrukteur ist gefordert

Werden nur kleine Losgrössen von einem Kunststoffteil benötigt oder befindet sich das Bauteil noch in der Entwicklungsphase kann die 3D-Technologie dabei helfen, Werkzeugkosten einzusparen. Statt aufwändigem Aufbau von teuren Stahlwerkzeugen sind gerade im Prototypenbau und bei den immer individuelleren Gestaltungen der Bauteile flexiblere und kosteneffizientere Lösungen gefordert.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für Werkstoffe – Verarbeitung – Anwendung Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 7. Jahrgang (2017) Druckauflage 6000 Exemplare WEMF / SW-Beglaubigung 2016 5668 Exemplare total verbreitete Auflage 1534 Exemplare davon verkauft ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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VERFAHRENSTECHNIK Perfekte Eigenschaften bei minimalen Kosten

Leichte und kosteneffiziente Verbund-Sandwichplatten mit Wabenkernen können die Basis äusserst starker und starrer Strukturen bilden. Im Vergleich zu massiven, monolithischen Produkten können diese Sandwichplatten, die von EconCore entwickelt wurden, grosse Mengen an Material sparen sowie Gewicht und Kosten senken.

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VERPACKUNG Neues Konzept ermöglicht freie Produktströme

Neue Verbrauchergewohnheiten stellen neue Herausforderungen an die Hersteller von Getränken, Lebensmitteln, Haushalts- und Körperpflegeprodukten weltweit. Produktvielfalt, Individualisierung und Internethandel verlangen nach reaktiveren, flexibleren und stärker skalierbaren Produktionslinien. Mit ihrem bahnbrechenden Konzept ebnet die Sidel Group einem neuen Produktionsmodell den Weg, das sich durch beispiellose Agilität auszeichnet.

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com

Vorstufe Triner Media + Print Schmiedgasse 7 CH-6431 Schwyz Telefon +41 (0)41 819 08 10 beratung@triner.ch www.triner.ch

Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Abonnemente Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Druck Binkert Buag AG Baslerstrasse 15 CH-5080 Laufenburg Telefon +41 (0) 62 869 74 00 www.binkertbuag.ch

Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto)

Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2017 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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KUNSTSTOFF XTRA

INHALTSVERZEICHNIS

WERKZEUG-/ FORMENBAU

AM Corrax

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Wie gedruckt

Lösungsgeglüht

Ausgelagert zu

Ausgelagert zu

Ausgelagert zu

34 HRC

34 HRC

40 HRC

46 HRC

50 HRC

760

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Streckgrenze Rp0,2 N/mm² Zugfestigkeit Rm N/mm² Dehnung A5 %

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Druckfestigkeit N/mm²

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AM Corrax & Corrax

Der Traumwerkstoff im Kunststoffformenbau 16

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1300

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Was ist der perfekte Kunststoffformenstahl? Je nach Blickwinkel öffnet sich ein breites Spektrum von Anforderungen und Wünschen – so breit, dass es schier unmöglich scheint, auch nur annähernd den Wünschen sowohl des Kunststoffverarbeiters wie auch des Formenbauers nachzukommen.

Korrosions-Vergleich

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VERBAND

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CLUSTER

5 4 3 2 1 0

AM Corrax

Corrax

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1.2083

1.2316

1.2709

KREISLAUFWIRTSCHAFT

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6. und 7. März 2018 Messe Luzern

IHRE OPTIM ALE UNG MESS EVORB EREIT en

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NEWS

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VERANSTALTUNGEN

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MESSEN

Gut gewartete Anlagen gelten in der globalisierten und digitalen Wirtschaft als unverzichtbarer Wettbewerbsvorteil und Erfolgsfaktor, so auch in der Schüttgutindustrie. Über aktuelle Entwicklungen in der Instandhaltungs- und der Schüttgutbranche diskutieren Fachleute an der maintenance Schweiz 2018 und der parallel stattfindenden Solids Zurich am 7. und 8. Februar 2018 in Zürich-Oerlikon.

Das Potenzial von Kunststoffen ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Das gilt auch für die Kreislaufwirtschaft dieser Wertstoffe. Im zweiten Gespräch unserer kleinen Interview-Serie kommt Peter Breuer, Group Trainings- und Innovation-Management, bei der Motan Holding GmbH zu Wort.

So digital die Technologien und die gezielte Messevorbereitung sind, so analog und persönlich sind die Fachgespräche vor Ort: An der AM Expo, der einzigen Fachmesse für additive Fertigung, zeigen Aussteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette anhand von Showcases auf, wie 3-D-Druck heute rentabel eingesetzt werden kann – zum Beispiel in der Medizintechnik, aber auch in Elektronik, Industrie, Mikrotechnik oder Mobilität. Ihre konkreten Projekte bilden die Aussteller neu bereits vor der AM Expo online umfassend ab – damit erhalten die Besuchenden schon im Vorfeld der Messe wichtige Basisinformationen zu den Show­ cases und profitieren von einer einzigartigen Übersicht über die vielfältigen Möglichkeiten

WIRTSCHAFT

Instandhaltung als wichtiger Wettbewerbsvorteil  39 

Gute Rezyklate erhöhen die Einsatzchancen

ZUM TITELBILD

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Veranstalterin

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FIRMEN BERICHTEN

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PRODUKTE

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LIEFERANTEN­ VERZEICHNIS

der additiven Fertigung. So vorbereitet lassen sich die passenden Partner für die Realisierung neuer AM-Projekte an der Messe selbst gezielt finden: AM Expo – wo digital und analog verschmelzen. AM Expo Additive Manufacturing Expo, 6. bis 7. März 2018

Veranstalterin Messe Luzern AG Horwerstrasse 87 CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 www.messeluzern.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Fokus

Bahnbrechendes Wachstum

formnext überzeugt durch Qualität und Quantität Pulsierende Kontakt- und Innovationsplattform und Basis für hervorragende Geschäfte: So lautet das Fazit von Ausstellern und Besuchern der formnext powered by tct 2017, die vom 14. bis 17. November 2017 in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Mit über 21 000 Besuchern konnte die formnext die Besucherzahl um mehr als 60 Prozent steigern und damit ihren Erfolgskurs beeindruckend fortsetzen.

Marianne Flury Während der vier Messetage war die formnext 2017 das Gravitationszentrum des weltweiten Additive Manufacturing und der modernen Produktionstechnologie. Führende Unternehmen der Branche stellten ihre wichtigsten Produktpremieren der Fachwelt vor. Gleichzeitig überzeugten die 470 Aussteller aus 33 Nationen mit ihren zahlreichen Innovationen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Prozessketten moderner industrieller Fertigung.

«Die Zahlen und der Erfolg der formnext 2017 sprechen für sich. Mit einer grossen Anzahl an Weltpremieren und dem starken Wachstum bei Besuchern und Ausstellern hat die formnext bereits im dritten Jahr ihre Position als internationale Leitmesse der Branche gefestigt und ist damit wichtigster Impulsgeber für die gesamte Branche», so Sascha F. Wenzler, Bereichsleiter formnext beim Veranstalter Mesago Messe Frankfurt GmbH.

Beeindruckende Internationalität Mit einer Internationalität der Besucher von 46 Prozent unterstreicht die formnext ihre weltweite Bedeutung. Die Besucher repräsentierten zahlreiche weltbekannte Unternehmen und die ganze Bandbreite der industriellen Produktion. Dazu zählten auch Vertreter von führenden OEMs, wichtige Zulieferer aus zahlreichen Industriebereichen von der Luft- und Raumfahrt über Automobil bis zu Medizin, Öl- und Gasförderung sowie Sportartikel. 4

Bilder: Marianne Flur y

Wichtiger Impulsgeber der gesamten Branche weltweit

Arburg überzeugt mit einem neuen Standkonzept und stellt anhand eines breiten Anwendungsspektrums dar, was alles mit dem Freeformer, und damit mittels AM möglich ist.

Das Herz der additiven Fertigung schlug in Frankfurt Die Aussteller lobten die starke Besucherfrequenz und die bemerkenswerte Qualität der Gespräche: «Wir sind sehr zufrieden, weil das Level an Expertengesprächen ungeheuer hoch ist und generell die Quantität der Gespräche stimmt. Die formnext erreicht punktgenau unsere Zielgruppe für die industrielle Fertigung mit dem Freeformer. Ich glaube, dass das Herz des Additive Manufacturing in diesen Tagen in Frankfurt schlägt und das freut mich», so Dr. Christoph Schumacher, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation bei Arburg. Das Lossburger Famili-

enunternehmen war mit einem neuen Standkonzept auf der formnext präsent: An vier Workstations konnten die Besucher sich anhand beispielhafter Exponate von deren Funktionsfähigkeit überzeugen. Ob Strukturbauteile, 2K-Bauteile oder ein Implantat aus biologisch resorbierbarem medizinischen PLA – dem Anwendungsspektrum sind fast keine Grenzen gesetzt. Gezeigt wurde u. a. auch, wie die Verarbeitung von Standard-Polypropylen auf dem Freeformer funktioniert. «Mit dem Polypropylen haben wir das Materialspektrum für die industrielle additive Fertigung um einen wichtigen teilkristallinen Werkstoff erweitert», erklärt Dr. Bettina Keck dazu. Gefertigt wurden Kabelklemmen aus PP 12/2017


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Martin Grebner, Eos, vermittelt anschaulich an einer komplexen Teileform, was die P500 kann.

mit dem dazu neu entwickelten Stützmaterial. Die filigranen und dennoch belastbaren Strukturen verfügen über den spritzgiesstypischen Klick-Effekt. Eos zeigte sein wachsendes Portfolio an additiven Fertigungs- und Softwarelösungen sowie Service- und Beratungsleistungen. «Das Eos P500 ist unser neuestes System im Polymerbereich. Es ist klar auf die Serienfertigung ausgerichtet und adressiert Kunden, die hohe Stückzahlen bei guter Qualität zu geringen Stückkosten fertigen wollen. Das System ist doppelt so schnell wie das bisher schnellste System von uns. Dazu wurden viele technische Verbesserung eingebracht», erläutert Pressereferent Martin Grebner. So ist im Bauraum beispielsweise eine dreistufige Filtereinheit eingesetzt, die Materialausgasungen und Partikel aus dem Bauraum filtert. Erstmals können auch Kunststoffe bei Betriebstemperaturen bis zu 300 °C verarbeitet werden. «Als erstes Hochleistungspolymer für die Eos P500 wird PEKK verfügbar sein, das wir zusammen mit Arkema entwickeln», so Grebner. Eine Vision für die fortlaufende Produktion stellte Stratasys in Form des «Continous Build 3D Demonstrator» u.a. auf ihrem Stand vor. Die Plattform mit mehreren Bauräumen kann jederzeit um weitere Module ergänzt werden und besitzt mehrere 12/2017

Fokus

Ein Hingucker auf dem Stratasys-Stand war der Continous Build 3D Demonstator.

3D-Druckereinheiten die parallel arbeiten. Gesteuert über eine cloudbasierte Architektur können die verschiedensten Aufträge virtuell in die Cloud hochgeladen werden. Der Durchsatz wird durch automatische Verwaltung von Druckwarteschlangen, Auftragsverteilung und Architekturredundanz

erhöht. Das Auswerfen fertiger Teile und das Starten neuer Druckaufträge laufen automatisch ab. Dabei kann jeder 3D-Drucker­ ­­einheit ein unterschiedlicher Druckauftrag zugewiesen werden. Das Schweizer Start-up Sintratec geht beim Selective Laser Sintern neue Wege:

Christian von Burg, Sintratec, zeigt die im SLS-Verfahren gefertigten Teile aus einem TPE und PA12.

Andreas Kiefer, German RepRap: Mit dem LAM-Verfahren können wir Silikonteile drucken.

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Fokus

«Wir haben die SLS-Technologie reinterpretiert und mit vielen eigenen Ideen eine Desktop-Variante entwickelt, die jetzt auf einem kostengünstigen Preisniveau ist. Die kompakte Anlage ist vor allem für das Prototyping gedacht. In der Findungsphase von Produkten lassen sich Prototypen herstellen, die voll funktionsfähig sind», erklärt dazu Christian von Burg, CTO und Mitbegründer des Unternehmens. Bisher stehen zwei Materialien zur Verfügung, ein PA12 (Nylon) beispielsweise für die Automobilindustrie und neu auch ein thermoplastisches Elastomer (TPE). Ein Zuschauermagnet war der neue Hochtemperatur 3D-Drucker X500 für Temperaturen bis 400 °C von German RepRap. Erstmals zeigte das Unternehmen die Verarbeitung von PEKK (Polyetherketonketon), und Ultem 9085, einem PEI (Polyetherimid) von Sabic. «Die X500 ist noch im Prototypstatus. Spätestens im Januar 2018 werden die ersten Geräte ausgeliefert», informiert Andreas Kiefer. Zudem wurden diverse Anwendungsbeispiele – u. a. Fusssohlen – gezeigt, welches das volle Potenzial der LAM Technologie (Liquid Additive Manufacturing, die additive Verarbeitung von Flüssigkeiten) verdeutlichen.

Konferenz mit Grossaufmarsch Nicht nur die Messe war überaus gut besucht, auch die Vorträge stiessen auf gros­ ses Interesse. Erstmals auf zwei parallelen Bühnen fokussierte die Konferenz der formnext an allen vier Messetagen aktuelle Anwendungen und die Zukunft der Additiven Fertigung. Führende Experten aus zahlreichen Industrien präsentierten den 1028 Teilnehmern (gebuchte Tageskarten) einen Überblick und gaben Inspiration und Ideen für weitere Entwicklungen. Die nächste formnext findet vom 13. bis 16. November 2018 in Frankfurt am Main statt. Kontakt Mesago Messe Frankfurt GmbH Rotebühlstr. 83–85 D-70178 Stuttgart Telefon +49 (0)711 61946-0 sascha.wenzler@mesago.com www.mesago.de 6

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Interview mit Bernhard Ruess

Mit einem scharfen Profil auf der Erfolgsspur Die Messeveranstalterin Mesago Messe Frankfurt GmbH hat sich seit der ersten formnext vom Zwei-Säulen-Konzept (Additive Manufacturing und traditioneller Werkezug-/Formenbau) weg, hin zur klaren Ausrichtung auf AM entwickelt. Der Erfolg scheint ihr recht zu geben. KunststoffXtra hat während der Messe mit Bernhard Ruess, Bereichsleiter Kommunikation, über die markante Entwicklung gesprochen.

Marianne Flury Herr Ruess, die formnext hat seit ihrem Start in 2015 markant zugelegt. Was hat ihr zum Durchbruch verholfen? Bernhard Ruess: Von grossem Vorteil war sicher, dass relativ schnell nach der Entscheidung, diese Messe zu veranstalten, ein klares Konzept stand, wie die Messe auszusehen hat. Das Konzept haben wir in der ganz frühen Phase mit verschiedenen Gremien abgestimmt. Ich glaube, dieses klare Profil – das die formnext jetzt auch hat – ausgerichtet auf Additive Manufacturing (AM) und auch dessen Indikation in die industrielle Fertigung der Zukunft, das ist das, was der Messe zum Durchbruch verholfen hat. Das ist das eine. Ein weiterer Aspekt ist die wirklich enge Abstimmung mit den entsprechenden Gremien aus der Industrie. Und das dritte ist, dass wir ein hoch motiviertes Team haben, das nicht nur vom Format der Messe überzeugt ist, sondern auch von der Technologie der additiven Fertigung und dem ganzen Drumherum und mit Riesenfreude diese Messe veranstaltet. Die Messe hat schnell zugelegt. Aus welchen Bereichen kommen die Neuaussteller? Ruess: Von Beginn weg war es so, dass wir die ganz wichtigen AM-Hersteller als Aussteller gewinnen konnten. Der Anspruch der Messe war von Anfang an, die komplette industrielle Wertschöpfungskette entlang der additiven Fertigung abbilden zu können. Wir stellen jetzt fest, dass die Bereiche rund um die Maschinen und Anlagen, d. h. von Materialien bis zur Nachbe-

arbeitung, immer mehr Aussteller anziehen. Da sehen wir auch noch Potenzial für die Zukunft. Wie hat sich denn die Messe im Vergleich zum letzten Jahr entwickelt? Ruess: Man darf nicht vergessen: Vor zwei Jahren war die erste Messe. Seither haben wir eine fantastische Entwicklung. Wir sind sowohl was die Aussteller- wie auch die Besucherzahl angeht, sehr, sehr zufrieden. Im Moment sieht es nach zwei Tagen so aus, dass die Wachstumsraten sich sehr gut ergänzen. Eine grosse Herausforderung dieses Jahr war, dass wir von einer auf zwei Hallenebenen gegangen sind. Die muss man sowohl aussteller- wie auch besucherseitig füllen können. Das ist uns, glaube ich, sehr gut gelungen. Wie haben Sie die Besucher motiviert zu kommen? Ruess: Zum einen haben wir das Glück, dass wir mit dieser Messe ein Thema besetzen, das im Moment in der herstellenden Industrie heiss diskutiert wird und eines der Treiber im Rahmen der Digitalisierung ist. Das ist der thematische Vorteil. Zum anderen haben wir mit sehr zielgerichteten Botschaften über die Medien versucht, unsere Zielgruppen zu erreichen. Dazu zählt der Print und die klassischen Online-Ableger des Prints. Wir haben aber auch in einem für uns bisher nicht dagewesenen Ausmass social media als Werbemöglichkeit genutzt und auch gute Erfahrung damit gemacht. Da sind wir unseren Ausstellern verpflichtet, dass wir alles ausschöpfen, was es an Möglichkeiten gibt. 12/2017


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Sind denn die Werkzeug- und Formenbauer als Besucher auf die formnext gekommen? Ruess: Die Anzahl nimmt zu. Ich bin überzeugt, dass die additive Fertigung in Zukunft immer wichtiger wird für die Werkzeug- und Formenbauer.

«Additive Manufacturing definiert Prozessketten völlig neu»

Sie unternehmen keine zusätzlichen Anstrengungen, diese sowohl als Besucher wie auch als Aussteller an die Messe zu holen? Ruess: Es war uns in den letzten zwei Jahren sehr wichtig, dass wir die Anwender der herstellenden Industrie im Bereich AM auf die formnext bekommen haben. Aber es ist durchaus vorstellbar, dass wir auch in Zukunft intensiver versuchen werden, die Werkzeug- und Formenbauer auf der Besucherseite anzusprechen. Auf der Austellerseite wird es in absehbarer Zu12/2017

über die Zusammenarbeit erhalten. Als Messeveranstalter muss man nicht in die tiefsten Tiefen einer Technologie einsteigen, aber man muss um ihre Bedeutung wissen. Genau dafür ist so eine Zusammenarbeit höchst hilfreich. Zum anderen hat der Arbeitskreis AM im VDMA auch ein Interesse daran, diese Technologie an seine Mitglieder heranzubringen. Da können wir sehr gut Hand in Hand gehen. Das machen wir, indem wir gemeinsame Aktionen auf der Messe durchführen – das ist auch gut erlebbar für den Messebesucher.

Bild: Marianne Flur y

War die Strategie denn von Beginn weg so, dass Sie sich auf AM konzentriert haben? Der klassische Werkzeug-/Formenbau fehlt ja heute fast gänzlich. Ruess: Das ist ein evolutionärer Prozess. Die Konzentration auf AM hat sich tatsächlich im Verlaufe der drei Messen ergeben. Für uns war es auch ein Lernprozess, das muss man ehrlich sagen. Wir hatten zu Anfang wirklich gedacht, dass die zwei Säulen von AM und Werkzeug- und Formenbau die Messe bestimmen. Tatsächlich ist die additive Fertigung von Beginn weg durchgestartet. Es ist nicht so, dass die Messe für den Werkzeug- und Formenbau uninteressant geworden ist; allerdings fühlt sich nur derjenige angesprochen, der sich selbst mit AM beschäftigt. Mit Sicherheit ist es für jeden Werkzeug-/ Formenbauer empfehlenswert, zumindest als Besucher auf die Messe zu kommen und sich zu überlegen, wo er AM allenfalls im eigenen Betrieb einsetzen kann. Wie sich das in der Zukunft entwickelt muss man abwarten. Eins ist klar: AM definiert Prozessketten völlig neu.

Fokus

Bernhard Ruess: In den letzten zwei Jahren hat eine unglaubliche Entwicklung stattgefunden.

kunft nicht so sein, dass wir diese intensiver ansprechen. Da haben wir auch eine Verantwortung unseren Ausstellern gegenüber, das ist ganz klar. Dann bleibt die formnext eine auf AM fokussierte Messe? Ruess: Ja, aber – und das möchte ich ausdrücklich festhalten – nicht nur auf den Hersteller von AM-Maschinen reduziert, sondern wirklich auf die komplette Prozesskette. In welchem Bereich bewegt sich am meisten in der additiven Fertigung? Ruess: Ich bin total überrascht, was ich allein an Exponaten hier sehe. In den letzten zwei Jahren hat eine unglaubliche Entwicklung stattgefunden, sei das nun bei den Materialien, den Maschinen oder im Nachbearbeitungsbereich. Es ist natürlich unser Ziel, diese in ihrer Gesamtheit abzubilden – mit diesem Konzept und diesem Anspruch geht die formnext an den Markt. Welchen Part spielt ein ideeller Träger wie der VDMA, den Sie für die formnext gewinnen konnten? Ruess: Das ist für uns auf mehreren Ebenen von Bedeutung. Zum einen ist es der intensive thematische Einblick, den wir

Was ist Ihr Messe-Zwischenfazit? Ruess: Sie erleben es ja selbst mit. Es ist eine Leistung von Vielen. Wir sind im Moment überwältigt oder sagen wir mal sehr glücklich, über den Erfolg dieser Veranstaltung. Man hat als Messeveranstalter gelernt, die Euphorie zu zügeln, aber das Herz jubelt schon. Wie kann die formnext denn noch weiterwachsen? Was ist das Ziel resp. die Vision? Ruess: Das Potenzial von AM ist noch lange nicht ausgeschöpft. Es wird immer Bereiche geben, wo die klassische Fertigung Vorteile hat. Aber die Technologie an sich bietet völlig neue Möglichkeiten auch in der Fertigung. Diese wollen wir über die gesamte Prozesskette sichtbar machen, so dass derjenige, der AM einsetzen möchte, ein noch umfassenderes, vielfältigeres Bild bekommt. Wir sind auf Jahre hinaus zuversichtlich, dass die Messe wächst. Die Messegesellschaften neigen dazu, sich auf das quantitative Wachstum zu fixieren. Entscheidend am Ende ist immer, ob derjenige der ausstellt glücklich ist mit dem, was er an Besuchern gewonnen hat, und ob der Besucher genau das gefunden hat, was er gesucht hat. Und das ist nicht immer an Zahlen abzulesen. Für uns als Messeveranstalter ist es natürlich wichtig, weil wir auch vom Wachstum leben, aber für die Teilnehmer ist zum Beispiel die Anzahl Hallen von sekundärer Bedeutung. Eine zu grosse Messe kann im Gegenteil für den Besucher und auch den Aussteller an Attraktivität verlieren. Wenn Sie wachsen, müssen Sie immer innerhalb Ihres klaren Profils wachsen. Wenn Sie auf Kosten Ihres Profils Wachstum haben, verwässern Sie die Messe und dann verlieren Sie an Relevanz für Aussteller und Besucher. n 7


Additive Fertigung

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3D-gedruckte Werkzeugeinsätze aus Metall

Der Konstrukteur ist gefordert

Eine direkte Teileproduktion aus dem 3D-Drucker unterscheidet sich jedoch erheblich von einem Spritzgiessteil. So weichen beispielsweise die physikalischen Eigenschaften eines 3D-gedruckten Bauteils von spritzgegossenen Teilen teils erheblich ab. Die Lösung sind 3D-gedruckte Formeinsätze, mit denen sich – eingebaut in ein Kassettenwerkzeug – sehr kosteneffizient die Kunststoffteile herstellen lassen. Basierend auf den CAD-Daten des Kunststoffteils lassen sich die Druckdaten der Werkzeug-Formeinsätze entsprechend aufbereiten und 3D-Drucker erstellen die Form. Je nach Grösse der Bauteile kann dies bereits in Minuten erfolgen, für grös­ sere Konstruktionen sind auch längere Bearbeitungszeiten erforderlich. Dennoch entstehen diese Werkzeug-Formeinsätze wesentlich schneller und kostengünstiger als ihre stählernen Konkurrenten.

Von der Kunststoffzur Metallform In den letzten zwei Jahren revolutionieren die 3D-gedruckten Formeinsätze aus Kunststoff den Werkzeugbau in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Niedrige Werkzeugkosten durch 3D-gedruckte Formeinsätze sowie die schnelle Umsetzung von Änderungen sind die entscheidenden Vorteile für die Anwender. Ein Wermutstropfen sind bei diesen Werkzeugen jedoch deren Standzeiten. Je höher die Temperaturen der Materialien und je grösser die Einspritzdrücke sind, desto deutlicher werden die Formeinsätze belastet und die Einsatzzeiten der 3D-gedruckten Formen schwinden. Gerade bei Kleinserien und mittelhohen Stückzahlen wünschen sich viele Anwender daher standfestere Lösungen. Diese ist mit der 8

Bilder: Dr. Boy

Werden nur kleine Losgrössen von einem Kunststoffteil benötigt oder befindet sich das Bauteil noch in der Entwicklungsphase kann die 3D-Technologie dabei helfen, Werkzeugkosten einzusparen. Statt aufwändigem Aufbau von teuren Stahlwerkzeugen sind gerade im Prototypenbau und bei den immer individuelleren Gestaltungen der Bauteile flexiblere und kosteneffizientere Lösungen gefordert.

3D-Formeinsatz im Werkzeugwechselsystem.

3D-gedruckte Metall-Formeinsätze.

Verwendung von 3D-gedruckten Formeinsätzen aus Metall gegeben. Höhere Standfestigkeiten sowie die Möglichkeit einer teils erforderlichen Werkzeugtemperierung/ ­-kühlung sind mit diesen Metall-Formeinsätzen gegeben und stellen somit die nächste Ausbaustufe der additiven Fertigung dar.

dieser zusätzliche Bearbeitungsschritt erforderlich. Ist der technologische und monetäre Aufwand der 3D-gedruckten Formeinsätze für kleine Stückzahlen überschaubar und wesentlich effizienter als die herkömmlichen Stahlwerkzeuge, trifft dies bei MetallFormeinsätzen je nach deren Aufbau und Komplexität nicht derart voll umfänglich zu. Bereits bei der Auslegung der Werkzeuge bzw. der Metall-Formeinsätze sollte die Entscheidung zu einem MetallFormeinsatz oder zu einem herkömmlichen Aluminium- oder Stahlwerkzeug getroffen werden. Dem Konstrukteur sollten daher die Potenziale der 3D-Technologie geläufig sein, um anhand der zusätzlichen Möglichkeiten den besten Weg zu einem guten und günstigen Werkzeug zu gehen.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O Der schichtweise Druck der Formeinsätze aus Kunststoff oder Metall unterscheidet sich jedoch deutlich in puncto Vorbereitung und Planung. Bei den MetallFormeinsätzen müssen bereits im Vorfeld eine Vielzahl von Randbedingungen zusätzlich berücksichtigt werden. So müssen bei komplexen und stark 3D-dimensionalen Teilen Temperierkanäle und deren Anschlüsse bereits bei der Planung der Formeinsätze vorgesehen werden. Ebenso muss bei den metallisch gedruckten Werkzeugen die Trennebene noch bearbeitet werden, denn die Struktur der Formteil­ oberfläche ergibt sich aus dem Druckvorgang. Für die Erreichung einer definierten bzw. gewünschten Oberfläche ist daher

Kontakt Dr.-Boy-Vertretung für die Schweiz: Thomatech GmbH Wyssmattstrasse 5 CH-6010 Kriens Telefon +41 (0)41 780 01 50 info@thomatech.ch www.thomatech.ch

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Additive Fertigung

Noch fehlen Normen für die additive Fertigung

Qualität im 3D-Druck automatisiert sichern 3D-gedruckte Bauteile sind die Hoffnungsträger von Industrie 4.0. Doch bei der Qualität gibt es für die additive Fertigung noch keine Normen. Das Fraunhofer IPA hat ein System entwickelt, mit dem sich die Qualität schon während des Drucks automatisiert prüfen lässt. Partner aus der Industrie können IQ4AP ab sofort testen und weiterentwickeln.

3D-gedruckte Bauteile sind laut der IPAWissenschaftlerin Simina Fulga-Beising die Hoffnungsträger von Industrie 4.0. «Sie vereinen Funktionalität, Flexibilität, Komplexität und Individualität», ist sie überzeugt. Man kann damit individualisierte Werkstücke mit komplexen Geometrien und integrierten Funktionalitäten fertigen. Dazu zählen zum Beispiel Prothesen oder Orthesen, die genau zum Körper des Trägers passen. Hinzu kommt, dass der 3DDruck als einziger Produktionsprozess heute schon vollständig digital gesteuert wird. «Losgrösse 1, die Industrie 4.0 anstrebt, lässt sich damit prinzipiell realisieren», bestätigt Fulga-Beising.

Keine Normen für AM

Maschinelles Sehen als Schlüsseltechnologie Mit IQ4AP hat das Fraunhofer IPA ein System entwickelt, das die Qualität im 3DDruck inline – also schon während des Drucks – automatisiert kontrolliert. Die Anwendung basiert auf einer Blackbox, die eine Kamera, Beleuchtung und Belüftung enthält. Schlüsseltechnologie ist das maschinelle Sehen. Ein Kamerasystem scannt die frisch aufgetragenen Pulverschichten und die gesinterten Schichten direkt im Prozess. Anschliessend werden die Bilder mit mehreren Algorithmen geprüft. «Grobe und feine Defekte werden sofort erkannt. Sogar die Merkmale der gesinterten Schicht, wie zum Beispiel Längen oder Lochdurchmesser, können inline gemessen werden. Man erhält damit ein Bauteilqualitätsprotokoll auf Schichtebene», so die Wissenschaftlerin. Den Prototyp für das Inline-Qualitätskon­ trollsystem mit anpassbarer prozessinte­

Bilder: Fraunhofer IPA / Rainer Bez

Bislang hat die additive Fertigung aber noch einen Haken: die Qualität. «Für die gesamte Qualitätssicherung gibt es noch keine fest etablierten Normen», kritisiert Fulga-Beising, die auf diesem Gebiet promoviert hat. Sicherheit und Reproduzierbarkeit lassen sich deshalb nicht garantieren. Gerade in Branchen wie zum Beispiel der Medizintechnik seien solche Vorgaben aber extrem wichtig. Hinzu kommt, dass fehlende Qualitätskontrollen während des Drucks hohe Kosten für das Unternehmen verursachen. «Der Drucker arbeitet völlig

autark. Im schlimmsten Fall bemerkt man den Fehler erst, wenn das Bauteil fertig ist. Da ist die Maschine aber schon viele Stunden gelaufen und es wurde viel Material und Energie verschwendet», bemängelt die Forscherin.

Das Inline-Qualitätskontrollsystem lässt sich einfach und flexibel aussen am Drucker anbringen.

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grierter Sensormesstechnik am Beispiel des Selektiven Laser Sinterns (SLS), haben die IPA-Wissenschaftler im Jahr 2016 im Rahmen des Applikationszentrums Industrie 4.0 realisiert. Praktisch ist, dass das System maschinenunabhängig ist und man es an jeden beliebigen 3D-Drucker andocken kann. «So ist keine Kühlung notwendig, um die Hardwarekomponenten gegen die hohen Temperaturen im Druckbereich zu schützen. Das System hat ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist sofort einsetzbar, ohne zeit- und kostenaufwändige Maschinenzertifizierungen», fasst Fulga-Beising zusammen.

Auf dem Weg zur selbststeuernden Produktion Die Arbeit am Inline-Qualitätskontrollsystem ist für die Forscherin aber noch lange nicht abgeschlossen. «Im nächsten Schritt soll das System durch maschinelles Lernen selbst beurteilen, was der Fehler für den Druckprozess bedeutet», erklärt FulgaBeising. Dazu gehört, nicht nur zu entscheiden, ob der Prozess gestoppt werden soll, sondern auch Rückschlüsse zu ziehen und das Verfahren zu optimieren. «Auf dem Weg zur selbststeuernden Produktion ist das ein wichtiger Schritt», meint die Wissenschaftlerin.

Kontakt Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA Dr.-Ing. Simina Fulga-Beising Nobelstrasse 12 D-70569 Stuttgart Telefon +49 (0)711 970 18-56 simina.fulga@ipa.fraunhofer.de www.ipa.fraunhofer.de n 9


Additive Fertigung

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Supportfrei mit «TwoCure»

Innovation im harzbasierten 3D-Druck

Bilder: Fraunhofer ILT

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT und die Rapid Shape GmbH entwickeln gemeinsam den harzbasierten 3D-Druck weiter. Das neue «TwoCure»-Verfahren kommt dabei ohne stützende Strukturen aus und ist deutlich effizienter und produktiver als herkömmliche 3D-Druck-Techniken für Kunststoffbauteile.

Mit dem neuen «TwoCure»-Verfahren aufgebaute Ring-in-Ring-Struktur, hergestellt ohne tragende Stützstrukturen und ohne direkten Kontakt zur Bauplattform.

Eines der bekanntesten 3D-Druck-Verfahren von Kunststoffbauteilen arbeitet, vergleichbar mit der Stereolithographie, mit photolithographischer Belichtung, die das schichtweise Aushärten flüssiger Harze bewirkt. Dieses additive Verfahren besitzt jedoch einen erheblichen Nachteil: Es benötigt Stützstrukturen (supports), die der Anwender in der Konstruktion einplanen, im Prozess zusätzlich bauen und anschlies­ send am Produkt umständlich entfernen muss. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten ZIM-Projektes (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) entwickelt das Fraunhofer ILT gemeinsam mit der Rapid Shape GmbH* aus Heimsheim eine effiziente Die Schultheiss GmbH hat das ZIMProjekt ausgeführt und vermarktet die Technologie über ihren Kooperationspartner Rapid Shape GmbH.

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Alternative zu diesem Verfahren. Nach wie vor kommt ein flüssiges Harz zum Einsatz, das Schicht für Schicht auf ein Harzreservoir aufgetragen wird. Eine Belichtungseinheit mit LED, wie bereits aus Systemen der Rapid Shape GmbH bekannt, belichtet das flüssige Harz in der Schichtgeometrie des Bauteils. «Wie bei einem Beamer wird ein Bild in das Harzbad projiziert, und an den belichteten Stellen härtet das Polymer aus. An den anderen Stellen bleibt das Harz zunächst flüssig», erklären Holger Leonards und Andreas Hoffmann, projektleitende Mitarbeiter des Fraunhofer ILT.

Vorbereitung im CAD und die aufwändige Nachbearbeitung verzögern den Fertigungsprozess», erläutert Andreas Geitner, Technischer Leiter der Rapid Shape GmbH. Das in Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie entstandene Verfahren kommt nicht nur ohne Stützen aus, sondern ermöglicht darüber hinaus eine Positionierung der Bauteile ohne Anbindung an die Bauplattform. «Wir können 3D-Komponenten direkt im Bauraum an beliebigen Stellen aufbauen», erklärt Holger Leonards. «Die Bauteile müssen nicht mehr auf der Bauplattform stehen. Wegen der effizienteren Nutzung des gesamten Bauraums lassen sich deutlich mehr Teile pro 3D-Druckjob herstellen.» Die Aachener Wissenschaftler und ihre Industriepartner setzen dabei auf Hybridtechnik: Sie verfestigen das flüssige Monomer chemisch per Licht und thermisch per Kälte. «Das Material wird in warmem Zustand aufgetragen und dann per Licht irreversibel ausgehärtet», sagt Leonards.

Bauteile entstehen «freischwebend» im Harzbad Bisher kamen Stützstrukturen zum Einsatz, weil die oft filigranen Kunststoffbauwerke sonst in sich zusammenfallen würden. «Anwender stören sich an diesen verfahrensbedingten Stützen, denn zusätzliche

«TwoCure»-Prozessübersicht und räumliche Anordnung von Objekten.

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Additive Fertigung

«Gleichzeitig sorgt der gekühlte Bauraum dafür, dass das schichtweise entstehende Duroplast-Bauteil mit dem zum wachsartig erstarrten Harz zu einem Block festfriert.» Der Anwender kann diesen anschliessend bei Raumtemperatur verflüssigen, sodass das stützende Material abfliesst: Übrig bleiben die 3D-gedruckten Bauteile, die nur noch kurz gereinigt und nachgehärtet werden. Auch diese Schritte sollen künftig automatisiert in einer Prozesskette ablaufen können.

TwoCure: Erste Anlage dient der Schmuckherstellung Wegen des Einsatzes von zwei Härteverfahren nennt sich das Verfahren im Entwicklungsstadium «TwoCure». Die Verfahrensidee ist in einem gemeinsamen Workshop entstanden. Für diesen neuartigen 3D-Druck wurden das Material und

Verflüssigung eines zuvor aufgebauten Bauteils, bei der das stützende Material abfliesst.

der photochemische Prozess vom Fraunhofer ILT entwickelt und das Verfahren sowie die Anlagentechnik erfolgreich von der Rapid Shape GmbH umgesetzt. Der erste Prototyp ist bereits aufgebaut und soll demnächst bis zur Serienreife weiterentwickelt werden. Erfolgreich erprobt

Viele weitere Informationen und ein faszinierendes 3D-Animationsvideo finden Sie unter www.netstal.com/elios oder direkt den QR-Code scannen und in die Welt der neuen ELIOS eintauchen.

wurde die neue Form des Kunststoff-3DDrucks mit Modellen für die Schmuckindustrie. Diese Modelle werden verwendet, um beispielsweise Schmuckringe herzustellen. Andreas Schultheiss: «Die Schmuckproduzenten stellen die Modelle bisher mit Stützstrukturen her und müssen diese dann sehr aufwändig entfernen und anschliessend noch die Oberfläche glätten. Diese letzten beiden Arbeitsschritte sind teuer und überflüssig. Durch das neue Verfahren kann zukünftig auf sie verzichtet werden.»

Kontakt Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Steinbachstrasse 15 D-52074 Aachen Telefon +49 (0)241 8906-0 info@ilt.fraunhofer.de www.ilt.fraunhofer.de n

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Verfahrenstechnik

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Polypropylen Wabenplatten

Perfekte Eigenschaften bei minimalen Kosten

Bisher war die Verwendung von WabenSandwichdesign sehr beschränkt und meist anspruchsvollen technischen Anwendungsbereichen, hauptsächlich in der Raumfahrt, vorbehalten. Das ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass herkömmliche Produktionsmethoden der Waben sehr arbeitsintensive und entsprechend kostenintensive Batchprozesse sind. Dank der Entwicklungen in der Produktionstechnologie werden diese Materialien zunehmend in Anwendungsgebieten wie Verpackung, Bau und Konstruktion, Automobil und Transport eingesetzt. Die Reise begann in der Verpackungsbranche, einem Markt mit sehr strengen Kostenanforderungen. Eine Zeitlang waren doppelwandige Wellkunststoffplatten (normalerweise aus Polypropylen) sehr beliebt. Aufgrund ihrer günstigen Kosten breitete sich die Anwendung schnell ausserhalb der Verpackungsbranche aus. Bei einigen Anwendungen jedoch entsprechen die mechanischen Eigenschaften dieser extrudierten Platten nicht den Anforderungen, insbesondere, da diese Produkte eine gute Rigidität und Stärke in Extrusionsrichtung, aber nicht in der Querrichtung aufweisen. Der Markt reagierte mit der Entwicklung von Platten, die eine feste Hülle, aber schalenförmige Blasen im Kern anstelle von Längskanälen haben. Diese Platten

Bilder: EconCore

Leichte und kosteneffiziente Verbund-Sandwichplatten mit Wabenkernen können die Basis äusserst starker und starrer Strukturen bilden. Im Vergleich zu massiven, monolithischen Produkten können diese Sandwichplatten, die von EconCore entwickelt wurden, grosse Mengen an Material sparen sowie Gewicht und Kosten senken.

Die 100 % PP-basierten Wabenplatten werden unter anderem in der Verpackungsbranche eingesetzt.

(manchmal fälschlicherweise «Wabenplatten» genannt) zeigen zwar ein besseres isotropähnliches Verhalten, aber der Produktionsprozess hat einige erhebliche Einschränkungen – auch wenn er kontinuierlich ist und die Produkte im Dünnwandbereich von 3 bis 5 mm ein akzeptables Leistungsprofil zeigen. Der Grund für die Schwächen ist, dass der Formungsprozess, der für die Schalenformen verwendet wird, das Material stark und ungleichmässig dehnt; das hat einen negativen Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften des Endprodukts sowie auf die obere Begrenzung der Dicke und so-

Leistungsvergleich der verschiedenen Polypropylen-Sandwichplatten bei ungefähr 10 mm Dicke.

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mit auf die Rigidität, die für diese Platten erreichbar ist. Die neueste Entwicklung der Technologie für die Herstellung von Sandwichplatten ermöglicht es nun, Polypropylenplatten kontinuierlich und mit einem echten Wabenkern zu produzieren, d.h. mit einer Struktur von ineinandergreifenden Sechsecken. Dank dieser optimalen Struktur zeigen die Wabenplatten erheblich bessere und gleichmässige Rigidität sowie Biegeund Druckfestigkeit im Vergleich zu den bisherigen Platten. Da die Waben anders hergestellt werden, als die schalenförmigen Kerne, ist eine viel gleichmässigere Bildung der Kernstruktur möglich. Die Platten können mit Dicken zwischen drei und 60 mm produziert werden und eignen sich für sehr anspruchsvolle Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel Automobilbranche, Bau und Konstruktion. Da die Waben klein und vollkommen versiegelt sind, ist die Struktur aufgrund der eingeschlossenen Luft aus­serdem auch eine sehr effiziente thermische Dämmung. Der kontinuierliche Produktionsprozess für 12/2017


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die thermoplastischen Waben wurde von EconCore in Belgien entwickelt. Das Unternehmen hat einigen marktführenden Unternehmen weltweit eine Lizenz für die patentierte Technologie gewährt. Die Technologie ist in ihrer sehr speziellen Kombination eines hoch automatisierten Hochgeschwindigkeits-Produktionsprozesses, der anspruchsvolle Wabenstrukturen bei niedrigen Kosten ermöglicht, einzigartig. Sie bringt grössere Gewichtsersparnisse in der Verwendung als alternative Prozesse, senkt die CO² -Emissionen und die niedrigen Produktionskosten machen die Substitution anderer Sandwich- und homogener Plattenmaterialien sinnvoll. Das geschmolzene thermoplastische Harz fliesst auf eine zylindrische Thermogussform, wo halbe Sechsecke gebildet werden. Später im Prozess werden diese bei hoher Geschwindigkeit gefaltet, eine querliegende Reihe gegen die nächste. So entsteht die endgültige Wabenform. Sofort im Anschluss daran werden die massiven Deckschichten auf beide Seiten aufgetragen und auf den Kern geschweisst. So entsteht das leistungsfähige Waben-Sandwichpaneel. Die Wabenkerne im kontinuierlichen Produktionsprozess bestehen normalerweise aus Polypropylen, aber auch andere thermoplastische Polymere (darunter PE, PET, PVC, ABS, PC, PPS und PLA) haben sich bewährt; die Wahl hängt von der Anwendung ab.

Verfahrenstechnik

ren Leistungs-Gewichts-Verhältnisses der echten Wabenplatten sind auch die geringere Materialmenge, die notwendig ist, und damit auch die niedrigen Kosten. Führende Unternehmen im Logistikmarkt wechseln heutzutage zur Wabentechnologie und andere Marktsektoren adaptieren ebenfalls zunehmend die Technologie. Es öffnen sich immer neue Anwendungsmöglichkeiten. So gibt es in Nordamerika eine zunehmende Nachfrage nach kosteneffektiven Leichtbaulösungen für viele Anwendungen, insbesondere in der Automo-

bil- und Transportbranche. Faktisch ist die Senkung des Fahrzeuggewichts, um Treibstoff einsparen zu können, ein Hauptanliegen der weltweiten Autoproduzenten. Wabensandwichplatten können dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Kombination des thermoplastischen Wabenkerns mit anderen äusseren Materialarten, darunter Verbundmaterialien und Metalle, kann den Anwendungsbereich noch mehr erweitern. EconCore hat sich kürzlich mit marktführenden Unternehmen zusammengetan, um weitere ther-

Gleich mit zwei neuen Gerätetypen erweitert HB-Therm die äusserst erfolgreiche Temperiergeräte-Reihe Thermo-5. Mit maximalen Vorlauftemperaturen für Wasser bis 200 °C resp. bis 230 °C werden viele neue Anwendungen möglich.

Höhere Stapelkapazität Die 100 % PP-basierten Wabenplatten werden in der Verpackungs- und Logistikbranche (darunter die zunehmend beliebteren modularen, wiederverwendbaren Schwerlastbehälter sowie nachhaltige und hygienische Kunststoffpaletten, Zwischenlagen, Trennbögen, Schutzplatten), Automobilbranche (thermogeformte Autointerieurteile und Anhängerverkleidung), Bau und Konstruktion (darunter vorübergehende Absperrung, Fussbodenschutz und Verschalung) sowie Anzeigen verwendet. Betreffend der wiederverwendbaren Schwerlastcontainer, zeigen die Einheiten, die aus der echten Wabenstruktur mittels des EconCore-Prozesses hergestellt wurden, höhere Stapel- und Ladekapazität im Vergleich zu den Platten mit schalenförmigen Blasenkernen. Die Folgen des höhe12/2017

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Verfahrenstechnik

moplastische Verbundsandwichmaterialien zu entwickeln, die ganz neue Perspektiven öffnen, insbesondere für die Automobilund Transportbranche. Durch Einführung der Wabenproduktionstechnologie mit faserverstärkter Thermoplasthaut kann beispielsweise ein Sandwichpaneel her­ gestellt werden, das noch bessere mechanische Eigenschaften aufweist, als ein Monomaterial-Sandwich und immer noch kostengünstig im Vergleich zu traditionellen Plattenmaterialien ist. Die Wabenpaneele können auch mittels eines einstufigen Tiefzieh-/Überspritzprozesses in 3D-Teile gefertigt werden. Thermoplastische Wabenkerne mit thermoplastischen Verbundverkleidungen steigern die Leistungen hinsichtlich Stärke und Rigidität und sind dabei vollkommen rezyklierbar. Thermoplastische Verbundsandwichstrukturen mit den hochwertigen mechanischen Eigenschaften eignen sich als Metallersatz in vielen Bereichen und senken entsprechend das Gewicht beispiel-

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Patentierter einstufiger EconCore Prozess für Waben-Sandwich-Materialien.

weise in Fahrzeugen, aber auch in der Bau- und Transportbranche, im Bootsbau und in der Möbelherstellung. «Insbesondere sehen wir schnell zunehmende Möglichkeiten für Anwendungen im Schwerlasttransport, darunter Dachplanen und Wände von Lastwagen und Anhängern, aerodynamische Elemente, Verkleidung von Anhängern und weitere Lösungen für Logistik und Lagerung», erklärt Tomasz Czarnecki, leitender Geschäftsführer von EconCore. «Unsere Technologie ist hinsichtlich Wärmedämmwerten sowie ihres Beitrags zur strukturellen Rigidität bei minimalem Gewicht und redu-

zierten Kosten herausragend. Das wurde erst kürzlich bestätigt, als EconCore der Wabash National Corporation, dem USMarktführer für kommerzielle Lastwagenausstattung und zugehörige Produkte (wie Verbundplatten und Seitenschweller), die Lizenz für ihren Prozess gewährte.» Kontakt EconCore N.V. Ambachtenlaan 25 B-3001 Leuven Telefon +32 (0)16 3810-60 info@econcore.com www.econcore.com

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Verpackung

Massenindividualisierung zum Preis einer Serienproduktion

Neues Konzept ermöglicht freie Produktströme Neue Verbrauchergewohnheiten stellen neue Herausforderungen an die Hersteller von Getränken, Lebensmitteln, Haushalts- und Körperpflegeprodukten weltweit. Produktvielfalt, Individualisierung und Internethandel verlangen nach reaktiveren, flexibleren und stärker skalierbaren Produktionslinien. Mit ihrem bahnbrechenden Konzept ebnet die Sidel Group einem neuen Produktionsmodell den Weg, das sich durch beispiellose Agilität auszeichnet.

Diese Agilität erfordert zunächst eine deutliche Vereinfachung der Prozesse und anschliessend die Fähigkeit, hohe Variabilität und kleine Volumen in weniger vorhersehbaren Zeiträumen und Umgebungen zu verarbeiten. Auf diese neuen Konsumtrends und E-Commerce-Anforderungen antwortet der Ansatz mit Massenindividualisierung zum Preis einer Serienproduktion und basiert auf dem Konzept des «dematerialisierten Layouts».

Für viele Hersteller von heute ist das Umpacken der fertigen Produkte in der Regel der einzige Weg, um schnell und preiswert auf die Nachfrage nach stärker individualisierten Produkten und einer Vielfalt von SKU (Stock Keeping Units) wie Mischpackungen, Aktionspackungen oder kleineren Kartons zu antworten. Die fertigen Produkte werden ausgepackt und anschliessend in einer anderen Konfiguration neu verpackt. Laut Branchenexperten kann dieser Umpackprozess bisweilen 30 bis 50 % des Gesamtproduktionsvolumens betreffen1, und er steht in völligem Gegensatz zu den Prinzipien schlanker Produktion und guter Ökobilanz. Solche Zahlen zeigen deutlich, dass die Flexibilität ihre Grenzen erreicht hat und dass mehr Agilität benötigt wird für Märkte, die sich mehr und mehr durch Unvorhersehbarkeit auszeichnen und auf denen die Produktion einer breiten Vielfalt und häufig begrenzten Anzahl verschiedener Produkte eine Herausforderung geworden ist. ¹ Zahlen für Haushalts- und Körperpflegeprodukte.

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Bild: Sidel Group

Schluss mit wenig nachhaltigem Umpacken

Ein neuer Ansatz von Sidel macht Schluss mit dem aufwändigen Umpacken fertiger Produkte.

Keine vergleichbare «Sofortlösung» erhältlich Somit scheint die Integration der Auftragsvorbereitung in die Produktionslinien unausweichlich. Dieses Modell bietet die Sidel Group ihren Kunden an, damit sie flexibler und reaktiver werden und gleichzeitig weniger Abfall produzieren. Das neue Unternehmenskonzept des «dematerialisierten Layouts» wird wahrscheinlich zu einer Umgestaltung der Verpackungslinien führen. Die einzelnen Maschinen werden weiter verwendet, aber nicht mehr miteinander verbunden. Neben den häufig für ein einziges Format vorgesehenen Hochleistungsanlagen können

autonome intelligente Produktionsinseln – oder «cyber-physische Systeme», wie sie im Jargon von Industrie 4.0 genannt werden – errichtet werden. Sie können mit der Umgebung kommunizieren und werden über mobile Plattformen be- und entladen. Das bedeutet das Ende sich kreuzender Förderbänder und starrer Anordnungspläne. Oberstes Ziel ist die absolute Freiheit für Produktströme, damit Behälter und Packs von jedem Punkt zu jedem anderen Punkt transportiert werden können: absolute Flexibilität und damit weniger Formatwechsel auf Maschinen und Anlagen. Ein weiterer folgerichtiger Vorteil ist die gemeinsame Nutzung der Maschinen durch verschiedene Anlagen, 15


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Verpackung

d. h. ein dematerialisiertes Layout und weniger erforderliche Maschinen, die sich über mehrere Produktionslinien erstrecken und damit die Investitionskosten (CAPEX) reduzieren können. Während das oben genannte Prinzip für einheitliche Lose verwendet werden kann, gibt es einen weiteren Trend, der Produktionspläne sprengt: Packs mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen (Mischpackungen) oder Aktionspackungen (Geschenkpackungen). Auftragsvorbereitungs- und Bereichskommissionierstationen benötigen jederzeit Zugriff auf alle Produkte, die sie für die bedarfsgerechte Erstellung von Losen benötigen. Da ein Formatwechsel im selben Tempo wie ein Übergang zu individualisierten Losen nicht möglich ist, braucht die Fabrik der Zukunft auf ihren Produktionslinien eine Logistik für Halbfertigprodukte: Routing, Zwischenlagerung, Verfügbarkeit auf Abruf. Umpacken ist dann nicht mehr nötig, und die variabelsten Gruppierungen werden vorzeitig mit vorübergehend zurückgelegten Behältern oder Produktgebinden erreicht. Diese Architektur wird durch die innerbetriebliche Logistik ergänzt. Darum geht es, wenn von der «erweiterten Fabrik» die Rede ist. Mit diesem schlanken Ansatz für den Umgang mit Halbfertigprodukten und der Einrichtung einer innerbetrieblichen Logistik

können Hersteller auf den Märkten für Lebensmittel, Getränke, Haushalts- und Körperpflegeprodukte maximale Flexibilität, langfristige Leistungsverbesserung und Massenindividualisierung erreichen. Diese Faktoren erhöhen die Zahl der SKU, die verarbeitet werden können, ermöglichen schnellere Markteinführungen, reduzieren Abfälle und Lagerbestand und vermeiden Umpackbedarf.

Einzigartige Lösung auf dem Markt Ludovic Tanchou, Vizepräsident für Strategie, Produkte und Innovation bei Gebo Cermex kommentiert: «Der einzigartige Ansatz des ‹dematerialisierten Layouts› der Sidel Group, für den es keine vergleichbare Lösung auf dem Markt gibt, revolutioniert die traditionellen Anlagen- und Fa­ brikkonzepte der Verpackungshersteller mit mehr Flexibilität und Möglichkeiten der späten Individualisierung. Der Einsatz von 3D-Modellierung für die Gestaltung und Evaluierung kundenspezifischer Anlagenlayouts und die Nutzung des umfassenden Know-hows von Gebo Cermex in fortgeschrittener Automatisierung und beim Anlagen-Engineering ermöglicht eine vereinfachte Umsetzung künftiger Erweiterungen des Produktportfolios ohne Kompro-

misse bei der Maschinenauslastung, eine bessere Nutzung der Ressourcen und vor allem optimierte Gesamtbetriebskosten. Wir haben auf der Drinktec 2017, die als Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie eine ideale Plattform für die Vorstellung dieses bahnbrechenden Konzepts war, sehr viel Interesse geweckt.» Die «erweiterte Fabrik» ist eine der fünf Säulen des Programms Agility 4.0 der Sidel Group und ein preisgekrönter, bewährter und pragmatischer Fertigungsansatz, der die Möglichkeiten von Industrie 4.0 ergänzt und verstärkt. Er lässt die intelligente Fabrik Wirklichkeit werden und ermöglicht Verbrauchern auf der Basis von Produktvielfalt und Massenindividualisierung der Verpackung noch mehr Auswahl und einzigartige Konsumerlebnisse. Gleichzeitig werden langfristig Erstinvestitionen optimiert, Betriebskosten niedrig gehalten und eine agile Leistung gesichert.

Kontakt Sidel GmbH Herriotstrasse 1 D-60528 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 867 900-10 sabine.koenig@sidel.com www.sidel.com

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LEHRGÄNGE MASCHINENBAU Dipl. Techniker/-in HF Maschinenbau Dipl. Techniker/-in HF Kunststofftechnik

LEHRGANGSSTART APRIL UND OKTOBER www.ibz.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Verpackung

Schnelles Fügeverfahren für wiederverschliessbare Getränkedosen

Mit Ultraschall sicher und dicht schweissen

Bilder: Xolution

Um bei den wiederverschliessbaren Deckeln für die von Xolution entwickelten Getränkedosen die Kunststoffkomponenten des Öffnungsmechanismus mit dem Aluminium des Deckels zu verbinden, galt es ein Fügeverfahren zu finden, das schnell und präzise arbeitet und kurze Taktzeiten für hohe Durchsatzraten ermöglicht. Nach umfangreichen Tests fiel die Wahl auf Ultraschallschweisssysteme aus dem Hause Telsonic.

Bild 1: Wiederverschliessbarer Schiebeverschluss.

Wiederverschliessbare Dosen sind praktisch, vor allem beim Autofahren und Wandern, aber auch bei vielen anderen Aktivitäten. Das Getränk muss nicht auf einmal ausgetrunken werden, Geschmack sowie Kohlensäure bleiben erhalten und weder Insekten noch Schmutz können in die Dose gelangen. Als effektives und wirtschaftliches Fügeverfahren für die Deckelkomponenten der wiederverschliessbaren

Kugellagereinheiten

Kugellagereinheiten

versiegelten Ausführungen einen Öffnungsmechanismus aus Kunststoff, mit dem die Dose erneut verschlossen werden kann (Bild 1). Zudem ist ein manipulationssicheres Bändchen über dem Schieber angebracht. Es reisst beim ersten Öffnen und garantiert dem Verbraucher, dass die Dose nicht zuvor schon geöffnet wurde. Um die Kunststoffkomponenten mit dem Aluminiumdeckel der Dosen zu verbinden, galt es ein Fügeverfahren zu finden, dass schnell und präzise arbeitet und kurze Taktzeiten für hohe Durchsatzraten ermöglicht (Bild 2).

Bild 2: Die Deckel mit dem patentierten Verschluss werden heute bereits in MillionenStückzahlen an die Getränkeindustrie weltweit ausgeliefert.

Technisch und wirtschaftlich überzeugend

Getränkedosen hat sich die Ultraschallschweisstechnik bewährt. Einen ausgeklügelten wiederverschliessbaren Deckelmechanismus für Getränkedosen hat die Xolution GmbH mit Stammsitz in München entwickelt. Das innovative XOVerschlusssystem eignet sich für alle Getränkedosengrössen. Anders als herkömmliche Getränkedosen, die nur einmal geöffnet werden können, haben die XO-

Kunststoff-laufrollen

Kugellagereinheiten

Nach umfangreichen Tests fiel die Wahl bei der Fügetechnik schliesslich auf Ultraschallschweisssysteme von Telsonic. Dafür sprachen sowohl technische als auch wirtschaftliche Gründe: Beim Ultraschallschweissen erzeugt ein akustisches Werkzeug hochfrequente Schallwellen. Durch sie werden die Moleküle der zu verbindenden Teile in Schwingung versetzt, was

Kugellagereinheiten

ANSPRUCHSVOLLE VORGABEN ERFORDERN INDIVIDUELLE LÖSUNGEN Eine Normlösung kann nicht immer die perfekte Lösung sein. Darum entwickelt JESA massgeschneiderte Systeme, die alle Kundenanforderungen zu 100% erfüllen. Ob Form, Belastung, Werkstoffe oder Dichtungstechnik – alle Vorgaben werden einbaufertig umgesetzt. Mit maximaler Präzision und höchstem innovativem Anspruch. Ihr Vorteil: Sie erhalten die Lösung aus einer Hand und sparen so Zeit, Kapital- und Fixkosten. Rte du Petit-Moncor 9 | 1752 Villars-sur-Glâne - Schweiz | +41 26 408 47 00 | www.jesa.com AZ_183 x 63_KunststoffXtra.indd 1

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KUNSTSTOFF XTRA

Verpackung

Wärme erzeugt, die die Materialgrenzen «aufbricht» und die Materialien miteinander verschmilzt. Auf diese Weise entstehen hochfeste Verbindungen, die auch den 7 bar Innendruck der Getränkedosen standhalten (Bild 3). Gleichzeitig ist das Verfahren schnell und umweltfreundlich, da es keine Zusatzstoffe braucht und damit das Recycling unterstützt. Der Prozess ist zuverlässig und sicher, da der Schweissvorgang nur von wenigen Parametern abhängt, die sich einfach einstellen und überwachen lassen. Die Parameter sind die Schweissenergie, -kraft und -zeit sowie die maximale Leistung (Pmax). Auf diese Weise werden im ersten Prozessschritt vier kleine Pin-Dome zur Verbindung von Innen- und Aussenschieber durch den Aluminiumdeckel hindurch schnell und dicht verschweisst. Im zweiten Schritt wird dann das Originalitätsband angeschweisst.

Im Fokus steht der MAG Ultraschallgenerator Das Ultraschall-Equipment besteht aus vier Komponenten, die Anlagenbauer leicht integrieren können: Dem UltraschallGenerator, der die elektrischen Hochfrequenzschwingungen erzeugt, dem Konverter, der diese in mechanische Schwin­ g­ungen umwandelt, einem Booster zur Verstärkung und der Sonotrode. Letztere leitet die mechanischen Schwingungen ins Werkstück ein. Konverter, Booster und Sonotrode sind mechanisch fest miteinander

Bild 3: Dichtetest: Beim Ultraschallschweissen entstehen hochfeste Verbindungen.

gekoppelt und akustisch in Resonanz aufeinander abgestimmt. Dem Generator kommt eine Schlüsselfunktion zu, da er nicht nur die elektrischen Hochfrequenzschwingungen erzeugt, sondern auch im Sinne von Industrie 4.0 die Verbindung zur übergeordneten Automatisierungstechnik übernimmt. Über modernste Bussysteme können z. B. Schweissparameter angepasst und Resultate in Echtzeit ausgelesen werden. Zudem lassen sich Anlagenkosten optimieren, weil zwischen unterschiedlichen Schwingeinheiten umgeschaltet werden kann. Die externe Sollwert-Vorgabe für Amplitude, Zeit, Energie und Pmax sowie

Soft-Start für grosse Sonotroden und Frequenz-Autotuning sind weitere Eigenschaften, die für eine hohe Prozessstabilität sorgen. Für die Fertigung der Dosendeckel mit dem wiederverschliessbaren XO-Verschluss wurde damit die optimale Verbindungstechnik gefunden.

Kontakt Telsonic AG Industriestrasse 6b CH-9552 Bronschhofen Telefon +41 (0)71 913 98 88 info@telsonic.com www.telsonic.com

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Wir danken Ihnen, liebe Inserenten und Leser,

für Ihre Treue und das uns entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf ein erfolgreiches, gemeinsames neues Jahr.

Frohe Weihnachten wünscht Ihnen das KunststoffXtra-Team.

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KUNSTSTOFF XTRA

Verpackung

Marktstudie Kunststoffverschlüsse – Europa

Vielfältig, funktional und zunehmend intelligent Bereits zum zweiten Mal hat Ceresana den europäischen Markt für Kunststoffverschlüsse untersucht. Am meisten werden zwar immer noch einfache Standard-Schraubverschlüsse verkauft, in einzelnen Anwendungsgebieten gewinnen aber Verschlüsse mit erhöhter Funktionalität an Bedeutung.

Standbeutel mit Verschluss Kunststoffverschlüsse erobern zunehmend den Markt der flexiblen Verpackungen. Standbodenbeutel sind leicht, handlich, sparen Rohstoffe und können sehr vielseitig gestaltet und bedruckt werden. Anfangs fehlten ihnen noch praktische Ausgussvorrichtungen; sie konnten nicht wieder verschlossen werden. Inzwischen gibt es für Flüssigkeiten, viskose Stoffe, Crèmes und andere Anwendungen eine Vielzahl geeigneter Spout-Standbodenbeutel mit inte­ griertem und verschliessbarem Ausguss. Allein schon aufgrund der geringeren Grös­ se dieser Verschlüsse müssen die Hersteller dabei andere Anforderungen erfüllen als bei klassischen Flaschendeckeln.

Leicht und praktisch Die Anbieter von Kunststoffverschlüssen profitieren auch in hohem Masse von der steigenden Verbreitung von starren Verpa-

die unterwegs konsumiert werden können, werden zunehmend starre Kunststoffbehälter eingesetzt.

Smarte Blickfänger

Bild: Kursiv Bildagentur

Push-Pull, Twist-Top, Snip-Tip oder ToggleSwing? Die Auswahl an Deckeln und Kappen ist heute kaum noch überschaubar, und ständig werden für Getränke, Kosmetika und andere Waren neue Versionen entwickelt. Die Analysten von Ceresana erwarten, dass der Verbrauch von Kunststoffverschlüssen in Europa bis zum Jahr 2024 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 2,0 % pro Jahr steigen wird.

Verschlüsse mit erhöhter Funktionalität gewinnen an Bedeutung.

ckungsbehältern aus Kunststoff, insbesondere vom Siegeszug der PET-Einwegflasche. Bedeutende Wachstumsfaktoren sind dabei die steigende Nachfrage nach abgepacktem Wasser sowie der vermehrte Verbrauch von kleineren Packungen. Zunehmend werden komplexere Verschlüsse eingesetzt, etwa Dispenser-Systeme oder manipulationssichere Deckel. In der Lebensmittel- sowie in der Kosmetik- und Pharmaindustrie gewinnen starre Behälter und Tuben aus Kunststoff stark an Bedeutung. Oft geht dieser Zuwachs auf Kosten von Glas oder Metall. Meist werden Kunststoffbehälter mit Verschlüssen aus Kunststoff kombiniert. Für Bier, flüssige Nahrungsmittel wie Saucen oder Aufstriche, vor allem aber für verzehrfertige Speisen,

Der Trend zu «intelligenten» Verpackungen erfasst auch Deckel und Kappen. Beispielsweise bietet das Unternehmen Water.IO für Wasserflaschen Verschlüsse an, die mit Licht- oder Vibrationssignalen den Konsumenten dabei helfen sollen, eine gesunde, regelmässige Wasserzufuhr einzuhalten. Immer wichtiger wird auch die optische Präsentation im Verkaufsregal, da der Konkurrenzkampf immer härter wird. Eine einfache Möglichkeit, sich gezielt von anderen Mitstreitern abzusetzen, bietet ein Kunststoffverschluss mit Marmor-Optik, der von RPC Zeller Plastik produziert wird. Zunehmend werden Verschlüsse kreiert, die als Alleinstellungsmerkmal dienen und für die Konsumenten – oft auch unterbewusst – kaufentscheidend sein können.

Kontakt Ceresana Mainaustrasse 34 D-78464 Konstanz Telefon +49 (0)7531 94293 10 info@ceresana.com www.ceresana.com

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Kapillar-Viskosimetrie AVS Pro III Dorfstrasse 8 • 8906 Bonstetten Tel. 044 709 07 07 • www.tracomme.ch • tracomme@tracomme.ch Nach wie vor die genaueste Methode, Viskositäten zu bestimmen! Manuell mit Stoppuhr, halbautomatisch mit der neuen ViscoClock, automatisiert oder TC-Sensoren bis zum vollautomatischen Mehrplatz-Gerät AVS-Pro inklusive Reinigung 1 2 / 2mit 0 1Lichtschranken-Stativ 7 und Trocknung der Viskosimeter. Automatische Verdünnungsreihen für Molmasse-Berechnung.

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Zugfestigkeit Rm N/mm²

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Dehnung A5 %

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Druckfestigkeit N/mm²

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Werkzeug-/Formenbau

Uddeholm Corrax und Uddeholm AM Corrax SLM 280 Layer Dicke

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Trumpf 1000

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Conceptlaser M2

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Der Traumwerkstoff im Kunststoffformenbau Laser Power

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Scan Speed

720 mm/s

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HatchJe Distance 0,12 mm 0,10 mmvon Anforderungen 0,10 mm Was ist der perfekte Kunststoffformenstahl? nach Blickwinkel öffnet sich 0,07 ein mm breites Spektrum Hatchunmöglich Mode Stripesauch nur Checkerboard Stripes des und Wünschen – so breit, dass es schier scheint, annähernd denStripes Wünschen sowohl Build Plate No heating No heating No heating No heating Kunststoffverarbeiters wie auch des Formenbauers nachzukommen. Temperature

Die Eigenschaften Die aussergewöhnlichen Eigenschaften des Uddeholm Corrax sind zugeschnitten auf die Materialanforderungen im Kunststoffformenbau. Als ausscheidungshärtbarer Stahl erreicht er durch einfaches Ausla-

4 3 2 1

AM Corrax

Corrax

gern bei 525 bis 600 °C seine Härte von bis zu 52HRc ohne Abschrecken und Anlassen. Damit ist Verzug kein Thema. Es gilt lediglich eine sehr geringe gleichmässige Massänderung von ungefähr -0,1 % zu berücksichtigen. Seine spezielle kohlenstoffarme Legierung ergibt eine sehr gute Schweissbarkeit und eine besondere Korrosionsbeständigkeit, die Klassiker wie den 1.2085, 1.2083 oder 1.2316 übertrifft. Ausserdem lässt sich Uddeholm Corrax durch seine Legierung und weiterer Finessen bei der Herstellung in Schweden sehr gut bearbeiten und polieren.

AM Corrax & Corrax Ausgelagert zu

Ausgelagert zu

Ausgelagert zu

34 HRC

34 HRC

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Dehnung A5 %

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Druckfestigkeit N/mm²

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Tabelle 1: Übersicht über die Eigenschaften der Metallpulver AM Corrax und Corrax.

20 Layer Dicke

1.2083

1.2316

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Grafik: Korrosionsbeständigkeit im Vergleich.

Lösungsgeglüht

Zugfestigkeit Rm N/mm²

required

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Wie gedruckt

Streckgrenze Rp0,2 N/mm²

required

0

AM Corrax

Quellen: Böhler-Uddeholm

required

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Korrosions-Vergleich

Fragt man den Spritzgiesser, welche Eigenschaften der perfekte Kunststoffformenstahl haben sollte, erwartet dieser hohe Standzeit bei geringen Werkzeugkosten. Eventuell nennt er noch hohe Korrosionsbeständigkeit, da dies den Wartungsaufwand reduziert. Schweissbar sollte er vielleicht auch noch sein, der Traumwerkstoff, damit er notfalls repariert werden kann. Lässt man dann den Werkzeugbauer zu Wort kommen, fallen noch Begriffe wie gute Bearbeitbarkeit, einfach zu polieren und vor allem wenig Massänderung bei der Wärmebehandlung. Und wenn man schon beim Träumen ist: druckbar sollte der Stahl auch noch sein, damit er sich auch im Additive Manufacturing Verfahren verwenden lässt. Es klingt beinahe schon ein bisschen zu schön, um wahr zu sein, aber einen solchen Werkstoff gibt es bereits seit vielen Jahren: Uddeholm Corrax.

required

SLM 280

Trumpf 1000

EOS M290

Conceptlaser M2

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30 μm

Weitere Anwendungen Aber Corrax eignet sich nicht nur für den Kunststoffformenbau. In der Schweiz konnte dieser Stahl in vielen weiteren Bereichen Anwendung finden. Für den Maschinenbau kann er als hochfester korrosionsbeständiger Stahl in speziellen Fällen grosse Probleme lösen. Hochdruckdüsen oder Bauteile in Pumpen mit hohen Anforderungen verlangen Werkstoffe mit den Eigenschaften von Corrax. Da er über ein Zertifikat zur Anwendung in Lebensmitteltechnik verfügt, erweitert sich sein Einsatzspektrum noch. Dort, wo normale Kohlenstoff-Martensite anfangen zu rosten, zeigt Corrax Beständigkeit. Das ist auch im Reinraum oder der Medizintechnik von Vorteil.

Das Pulver Dass Corrax der Werkstoff für den Kunststoffformenbau ist, scheint offensichtlich. Der Einsatz von Corrax im Additive Manufacturing drängt sich förmlich auf, da im Kunststoffformenbau gedruckte Teile bereits wirtschaftlich eingesetzt werden. 12/2017


Zugfestigkeit Rm N/mm²

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SLM 280

Trumpf 1000

EOS M290

Conceptlaser M2

Layer Dicke

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Laser Power

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Scan Speed

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Hatch Mode

Stripes

Checkerboard

Stripes

Stripes

Build Plate Temperature

No heating required

No heating required

No heating required

No heating required

Hatch Distance

Tabelle 2: Die Druckparameter wurden gemeinsam von Uddeholm und voestalpine AM Center entwickelt. 6

WEIHNACHTEN/NEUES JAHR

Korrosions-Vergleich

Deshalb hat Uddeholm den konventionellen Corrax 5 zum AM Corrax weiterentwickelt. AM Corrax ist ein Metallpulver für das Se4 lective Laser Melting, also den 3D-Druck im Pulverbett. An den Erfolg von Corrax an3 entwickelten die Schweden das knüpfend Metallpulver AM Corrax, um die Anforde2 rungen des Werkzeugbauers und Kunststoffspritzgiessers zu erfüllen. Die richtigen 1 Eigenschaften des Pulvers brachten einen erstaunlichen Erfolg. Nicht nur, dass die 0 mechanischen Kennwerte, also Härte und AM Corrax Corrax Zähigkeit, vom gedruckten AM Corrax gleich hoch sind wie beim geschmiedeten Stab – auch die Poliereigenschaften nach dem Druck konnten nochmals verbessert werden. Es ist nicht damit getan, den Stahl zu verdüsen und als Pulver zu verkaufen, es

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steckt viel Entwicklung und Kenntnis der Metallurgie dahinter. Am Markt sind einige Metallpulver erschienen, die versuchen Corrax zu imitieren. Allerdings kann die hohe Qualität von Corrax nur mit dem Original Uddeholm AM Corrax Pulver erreicht werden. Eine Übersicht gibt die Tabelle. Insbesondere bei der additiven Fertigung für Kunststoffformen spielt Uddeholm AM Corrax sein volles Potenzial aus. Der Werkzeugdesigner entwickelt dank der neuen Möglichkeiten immer effizientere Kühlka1.2083 1.2316 1.2709 näle. Diese verlaufen nahe an der Oberfläche, in engen Schlaufen oder sogar als schwammartige Strukturen. Der entscheidende Vorteil für den Spritzguss ist eine enorme Steigerung der Kühlleistung und damit der Produktivität. Diese auch als

«Conformal Cooling» bezeichnete Technik birgt ein Risiko: die Kühlkanäle werden immer feiner und kleiner. Korrosion durch das Kühlwasser in diesen Strukturen würde ein schnelles Ende der verbesserten Kühlleistung bedeuten. Der häufig verwendete Stahl 1.2709 (Marage 300) verfügt über genau diesen Nachteil: er rostet. AM Corrax zeigt bei gleicher Härte eine höhere Korrosionsbeständigkeit als die bekannten korrosionsbeständigen Formenbaustähle (Grafik). Um diese Eigenschaften erfolgreich zu drucken, sind selbstverständlich die korrekten Druckparameter Voraussetzung (Tab. 2). Diese wurden von Uddeholm gemeinsam mit dem voestalpine Additiv Manufacturing Center in Düsseldorf entwickelt. Vom grossen Know-how profitiert der Kunde.

Kontakt Böhler-Uddeholm Schweiz AG Hertistrasse 15 CH-8304 Wallisellen Telefon +41 (0)44 832 88 11 roger.schweizer@edelstahl-schweiz.ch dominik.rzehak@edelstahl-schweiz.ch www.edelstahl-schweiz.ch n

Wir wünschen allen unseren Kunden ein schönes Weihnachtsfest und für das neue Jahr, Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und Erfolg. Das Ineichen-Team bedankt sich herzlich bei Ihnen für die angenehme Zusammenarbeit und wir freuen uns auf eine weitere erfolgreiche Zukunft mit Ihnen. Ihr Ineichen Team www.ineichen.ch

Ineichen AG Maschinen und Anlagen für die Holz- und Kunststoffverarbeitung Luzernerstrasse 26 I CH-6294 Ermensee Telefon +41 41 919 90 20 I www.ineichen.ch I info@ineichen.ch

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Verband

Die Branchenlösung in Zusammenarbeit mit Swiss Plastics und Swissmechanic

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Seit dem 1. Januar 2000 sind alle produzierenden Unternehmen verpflichtet, die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz gemäss der «Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten» (VUV) und nach der EKAS Spezial-Richtlinie 6508 «Richtlinie über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit» sys­­­te­­­matisch sicherzustellen. Als ef ­fektivste und kostengünstigste Alternative zum Alleingang oder zur behördlichen Ver­fügung (Subsidiärmodell) bieten sich für KMU Branchenlösungen an.

Verlust von Aufträgen. Neben den direkten Kosten, die durch Unfall und Krankheit entstehen, fallen zusätzlich auch indirekte Kosten an. Diese Kosten durch Zeitverlust, Produktionsausfälle, Auftragsverluste, Schäden an der Infrastruktur, Gerichtskosten etc. fallen umso schwerer ins Gewicht, da sie oft zwei- bis fünfmal so hoch wie die direkten Kosten sind. Direkte Kosten –– Versicherungsprämien –– Lohnentschädigungen –– Heilungskosten –– Invaliden- und Hinterlassenenrenten

Peter Stauffer, Beatrice Widmer ¹ Verschiedene Verbände haben – in enger Zusammenarbeit mit SUVA-Spezialisten – solche Branchenlösungen (Handbuch, Checklisten, Ausbildungsgrundlagen) erarbeitet, welche die Unternehmen zu einem grossen Teil direkt übernehmen und umsetzen können. Swiss Plastics und Swissmechanic haben gemeinsam eine Branchenlösung aufgebaut, die laufend weiterentwickelt, aktualisiert und den aktuell gültigen Vorschriften angepasst wird.

Jeder Berufsunfall ist einer zuviel Im Berichtsjahr 2016 ereigneten sich gemäss Unfallstatistik der Suva 265 932 Berufsunfälle. Unfälle und arbeitsbedingte Krankheiten wiegen nicht nur für den Betroffenen sehr schwer. Auch Arbeitgeber spüren die Auswirkungen unmittelbar. Durch den Ausfall der Mitarbeiter kommt es oft zu Personal- und Produktionsengpässen, Terminproblemen, vielleicht zum ¹ Peter Stauffer, GF Administration Swiss Plastics Beatrice Widmer, Mitarbeiterin von Swiss Plastics

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Indirekte Kosten –– Verlorene Zeit der Verunfallten, Mitarbeitenden, Vorgesetzten –– Produktionsausfälle durch Unruhe, Arbeitsunterbruch –– Schäden an Maschinen, Werkzeug, Einrichtung, Gebäuden –– Verluste durch Überschreitung der Liefertermine, technische Gutachten, Gerichtskosten Allein diese Erläuterungen zeigen schon deutlich, dass sich die Investition in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nicht nur aus menschlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen eindeutig auszahlt. Hinterher ist man meist klüger. Wie leicht hätte man diesen Arbeitsunfall, diese berufsbedingten Gesundheitsschäden verhindern können! Eine systematische Prävention macht sich bezahlt, denn Firmen profitieren von stabileren Versicherungsprämien und vermeiden die erwähnten direkten und indirekten Unfallkosten für Ausfallstunden, Haftpflichtansprüche oder gar strafrechtliche Folgen. Da die Pflichten der Arbeitgeber im Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG), in der Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) und im Bundesgesetz über die Ar-

beit in Industrie, Gewerbe und Handel (ArG) festgelegt sind, müssen Arbeitgeber die Gefährdungen für Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmenden ermitteln, entsprechende Schutzmassnahmen und Anordnungen treffen, umsetzen und diese regelmässig überprüfen. Es besteht also nicht einfach nur ein Handlungsbedarf, sondern ein durch Gesetze und Vorschriften getriebener Handlungszwang. Sicherheitsbeauftrage Mitarbeitende setzen sich im Unternehmen für die Arbeitssicherheit ein. Geschieht ein Unfall, kommt es immer wieder vor, dass Forderungen gegen den KOPAS/SIBE gestellt werden. Aus diesem Grund hat Swissmechanic und Swiss Plastics mit der AXA-ARAG eine Kollektivrechtsschutzversicherung ausgearbeitet. Durch diese Berufs-Rechtsschutzversicherung sind die für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz verantwortlich gemachten Mitarbeiter der Firmen, die der Branchenlösung von Swiss Plastics (EKAS Nr. 22) oder Swissmechanic (EKAS Nr. 21) angeschlossen sind, versichert.

Wie kann EKAS-Richtlinie 6508 umgesetzt werden? Folgende Möglichkeiten stehen offen: –– Der Betrieb erarbeitet selbst eine Lösung › Der Betrieb muss Spezialisten der Arbeitssicherheit beiziehen. Diese Lösung ist besonders für Klein- und mittelgrosse Betriebe verhältnismässig teuer. –– Der Betrieb lässt sich eine Lösung erarbeiten (von Beratern). › Mittels eines Beraters passt der Betrieb eine Modell-Lösung seinen Gegebenheiten an. –– Der Betrieb schliesst sich einer Branchenlösung an › Die Risikoanalyse wurde für die mechanische, elektrotechnische und die Kunststoffbranche durchgeführt. 12/2017


Verband

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Suva alle Klassen (alle bei der Suva versicherten Betriebe) Suva Klasse 13B (Maschinen- und Anlagenbau) Branchenlösung Swissmechanic Lineare Entwicklung der Branchenlösung

Die Verbände Swiss Plastics und Swissmechanic pflegen eine enge Kooperation in der Verfolgung dieses wichtigen Ziels, der Reduktion Unfälle am Arbeitsplatz. Durch sicherheitsbewustes Handel verringern sich in der Folge aber auch das Risiko von Freizeitunfällen.

BU pro 1000 Beschäftigte

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griert werden. Rund 60 % der rund 1200 Teilnehmer an der Branchenlösung haben das System in ihr QM-System integriert. Die Branchenlösung von Swiss Plastics und Swissmechanic bietet zweimal jährlich den einmalig obligatorischen Kopas-Grundkurs in Aarau und eine jährliche Suva alle Klassen Weiterbildung mittels ERFA-Tagungen an Suva Klasse 13B drei Standorten (Münsingen, Wattwil und BraLö 21 Lostorf) an, um das nötige Know-how und den wertvollen Erfahrungsaustausch unter den SIBE (Sicherheitsbeauftragte von Betrieben) sicherzustellen. Die aktuellen Kursangebote für das 2018 werden auf der Website von www.swiss-plastics.ch in der Themen-Rubrik unter Sicherheit und Gesundheit publiziert.

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AlleKlassen Gesetzesauflagen

erfüllen und gleichzeitig EKAS-anerkannten Branchenlösung profitieren. Wir bieten Lösungen an! BraLö22 von der Klasse 23C

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Suva alle Klassen (alle bei der Suva versicherten Betriebe) Suva Klasse 23C (Kunststoffindustrie) Branchenlösung Swiss Plastics Lineare Entwicklung der Branchenlösung

Die Branchenlösung hilft Unfälle zu vermeiden.

Die Branchenlösung bietet Arbeitsunterlagen für die teilnehmenden Firmen, welche spezifisch den Belangen der Kunststoffbranche angepasst sind. Diese Lösung ist schlank, kostengünstig, KMU-freundlich und bietet wirksame Unfallverhütungsund Gesundheitsschutzmassnahmen. Die Reduzierung der Unfallhäufigkeit und der

Berufskrankheiten und die damit verbundene Senkung der Kosten für Ausfalltage und Prämien belegen die Unfallstatistiken der Suva (Anzahl Unfälle pro 1000 Vollbeschäftigte). Die Branchenlösung kann auch ohne Probleme in ein Management-System inte­

Kontakt Swiss Plastics Peter Stauffer Schachenallee 29C CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 834 00 68 p.stauffer@swiss-plastics.ch www.swiss-plastics.ch

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Cluster

Interview avec Eliane Schmid-Dionne

Bilan d’une année de transition A la fin du mois de janvier 2017, Eliane Schmid-Dionne reprenait les rênes du Swiss Plastics Cluster. Sous forme d’interview, retour sur sa première année en tant que cluster manager.

Comment s’est passée votre arrivée au sein du Swiss Plastics Cluster? Eliane Schmid-Dionne: Le départ s’est fait en fanfare puisque mon arrivée a coïncidé avec la tenue du salon Swiss Plastics, à Lucerne. Cela a été pour moi une excellente opportunité de faire la connaissance de nombreuses têtes du cluster et du monde de la plasturgie. Durant les premiers mois, j’ai pu profiter de la préparation d’événements effectuée par Verena Huber avant son départ. Quels ont été les événements marquants de l’année 2017, selon vous? Schmid-Dionne: Je commencerais tout d’abord par la conférence «Micro- et nanotechnologies au service de la plasturgie suisse», qui a eu lieu le 9 mars et a réuni 56 participants. Les exposés ont couvert un large spectre d’activités industrielles telles que les pièces en plastique avec des effets optiques, l’amélioration de la productivité, l’encapsulation micro et nano pour l’administration des médicaments, les systèmes anti-contrefaçons, l’impression 3D sur des matériaux thermoplastiques, le traitement de surface par implantation d’ions, les composants pour électrodes Liion, la fonctionnalisation de surfaces au moyen d’électrons ainsi que le développement de nouveaux matériaux par le compounding. Nous avons également organisé une deuxième conférence, le Plastic Update, le 9 novembre sur les sujets suivants: modélisation numérique en plasturgie, économie circulaire en plasturgie, polymères hybrides et enfin «Meet the experts», des sessions ¹ Philippe Morel, rédacteur indépendant, Fribourg.

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Images: Swiss Plastics Cluster

Philippe Morel ¹

Belle affluence à l’assemblée générale du Swiss Plastics Cluster.

de discussion sous forme de tables rondes pour permettre aux participants d’approfondir leurs questions envers les orateurs sur les thèmes des trois premiers points. Le SPC a également organisé plusieurs formations. Deux se sont données au mois de mai. La première a traité du rapid prototyping, la deuxième des machines d’injection et de leurs périphériques. Quatre autres ont suivi, entre les mois de septembre et novembre, avec pour sujets le travail du silicone, le choix d’une matière à partir d’un cahier des charges, la planification industrielle et, enfin, l’optimisation des procédés d’injection en préparation à l’industrie 4.0. Elles ont à chacune d’elles réuni une dizaine de participants malgré l’augmentation des coûts d’inscription, qui reflètent aujourd’hui les prix du marché. Un élément important a été l’organisation de notre assemblée générale, le 8 juin dans les locaux de l’Institut iPrint, au Marly Innovation Center. La grande nouveauté de cette édition a été la présentation des ac-

tivités des divers groupes de travail au moyen de courtes vidéos (ces dernières sont visibles ici: http://swissplastics-cluster. ch / innovat ions- et- te chnolog ies /re cherche-appliquee). Une des raisons d’être du Swiss Plastics Cluster est le montage de projets de recherche préconcurrentielle. Que s’est-il passé à ce niveau-là durant l’année écoulée? Schmid-Dionne: En ce qui concerne les projets, nous sommes dans une phase de transition. 2017 aura vu se terminer les trois derniers financés par le Pôle scientifique et technologique du Canton de Fribourg (PST-FR). Ce sont les projets P4P, ASSCO et PolyLife. Il n’y a actuellement plus de projets en cours mais deux sont en phase de montage et de recherche de partenaires. Le premier a trait à la problématique de refroidissement du moule, le second au regranulage de la matière première; nos membres sont cordialement invités à par12/2017


Cluster

ticiper au workshop du 15 mars prochain qui en définira les contours définitifs. Quel est l’état actuel du réseau? Schmid-Dionne: Le Swiss Plastics Cluster se porte bien. En 2017, huit entreprises nous ont rejoint: Elinchrom, Cemiplast SA, Bio-Rad Laboratories AG, Shimuna & Cie – Bureau d’ingénierie, Digmesa Polyform AG, Microplast SA, Rémy Montavon SA et Trisa AG. Cela porte notre nombre à exactement 101. Quels sont vos objectifs pour 2018? Schmid-Dionne: Il y a d’une part la poursuite des activités traditionnelles du Swiss Plastics Cluster. Le 3 mai prochain aura ainsi lieu la 6ème édition de la Journée technologique de la plasturgie. Cette conférence sans équivalent en Suisse sera assurément l’un des moments phares de l’année. Les activités de formation se poursuivront, mais la nouveauté de l’année sera la mise en place, pour les thématiques qui s’y prêtent, de webinars. Ces formations à distance permettront de limiter le temps consacré aux formations et de réduire les coûts. En déchargeant ainsi les entreprises, nous espérons attirer plus de monde. En 2018, nous aimerions également sensibiliser nos membres au service de veille technologique que nous leur offrons depuis l’été passé en collaboration avec Centredoc. Nous allons à cet effet organiser une formation sur la propriété intellectuelle suivie d’un workshop sur le service offert par CentreDoc le 25 janvier prochain. Un objectif pour 2018 est de renforcer les liens entre les membres du cluster et augmenter leurs interactions. À cette fin, nous avons commencé les rencontres «Innovation@Petit-Déjeuner» fin 2017. Cette nouvelle forme de rencontres est réservée aux membres du Swiss Plastics Cluster et permet des discussions ouvertes sur une thématique donnée, comme la santé, sécuri-

L’assemblée générale s’est poursuivie par la visite de la Brasserie du Chauve, installée dans les locaux du Marly Innovation Center.

té et environnement au travail (HSE) ou le Lean Management. Ces rencontres ont lieu chez les membres et permettent généralement une courte visite de leurs ateliers de production. Et au niveau personnel? Schmid-Dionne: Une des tâches qui me tient particulièrement à cœur est de poursuivre mes visites chez les membres du Swiss Plastics Cluster. J’ai certes l’occasion de les rencontrer lors de séances ou lors de nos diverses manifestations, mais seules ces visites sur place me permettent de véritablement comprendre leurs spécificités, leurs attentes et leurs besoins. J’aimerais pouvoir m’y consacrer davantage, mais la gestion administrative du cluster et de ses manifestations m’occupe énormément.

A un peu plus long terme, je souhaite renforcer encore l’autonomie du cluster et ainsi obtenir un modèle d’organisation efficace et pérenne. Vous souhaitez adhérer au Swiss Plastics Cluster ou vous informer sur ses activités? Visitez le site internet: swissplastics-cluster.ch.

Contacts Swiss Plastics Cluster Eliane Schmid Dionne, Cluster Manager Passage du Cardinal 11 CH-1700 Fribourg Téléphone +41 (0)26 429 67 72 eliane.schmiddionne@hefr.ch www.swissplastics-cluster.ch n

www.swissplastics-cluster.ch

12/2017

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KUNSTSTOFF XTRA

Kreislaufwirtschaft

VDMA-Interview-Serie

Gute Rezyklate erhöhen die Einsatzchancen Das Potenzial von Kunststoffen ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Das gilt auch für die Kreislaufwirtschaft dieser Wertstoffe. Im zweiten Interview unserer kleinen Serie kommt Peter Breuer, Group Trainings- und Innovation-Management, bei der Motan Holding GmbH zu Wort.

Wieso hinkt die Kunststoffindustrie in puncto Recycling anderen Materialien wie Papier oder Glas hinterher? Breuer: In der Öffentlichkeit denkt man oft, dass das Recycling ausschliesslich aus Stoffströmen der Abfallwirtschaft kommt. Das stimmt so nicht. Recycling hat in der Kunststoffverarbeitung viel früher eingesetzt. Es fing damit an, dass man den Anguss sofort wieder gemahlen und der Neuware zugesetzt hat. Quasi ohne jede Qualitätseinschränkung. Als Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre beheizte Angusssysteme eingeführt wurden, reduzierten sich diese Produktionsabfälle aber drastisch. Später kam dann Material aus externen Stoffströmen hinzu. Also Material, das als Produkt schon einmal genutzt wurde. Mit der Verbreitung der PET-Flasche hat diese erweiterte, weitgehend sortenreine Kreislaufwirtschaft quantitativ 26

Eigenschaften bis hin zu einem Zustand, in dem man es schlicht nicht verarbeiten kann. Es liegt nicht am fehlenden Willen der Industrie, dass heute noch gut die Hälfte der Post-Consumer-Kunststoffabfälle verbrannt wird. Es gibt einfach auch technische Grenzen bei der Zuführung und Verarbeitung. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich der Rezyklat-Anteil auch bei kritischen Materialien noch signifikant steigern lässt. Generell gilt aber: Je besser das recycelte Material, desto grösser sind die Einsatzchancen. Bilder: motan

Herr Breuer, inwieweit betrifft die Kreislaufwirtschaft das Unternehmen Motan? Peter Breuer: Wir arbeiten in dem Bereich, wo das Rohmaterial beim Kunden ankommt und für die Verarbeitung vorbereitet wird. Wir haben eine Bindegliedfunktion zwischen dem Hersteller des Materials und dem Verwender. Meistens kommt der Kunststoff als Granulat direkt vom Hersteller aus der Chemiefabrik oder einem Compoundierer. Seit einigen Jahren aber auch von Recyclingunternehmen. Wir haben also direkte Berührung mit der Kreislaufwirtschaft, da wir die recycelten Materialien handhaben. Sind diese sehr gut aufbereitet, unterscheiden sie sich von Neuware nur wenig. Es gibt aber auch Fälle, da hat das recycelte Material für uns schlechte Eigenschaften. Darauf müssen wir dann reagieren und unsere Geräte und Anlagen so anpassen, dass das Material gehandhabt werden kann.

Peter Breuer: Das Gelingen der Kreislaufwirtschaft steht und fällt mit der Transparenz zu wissen, was genau in ein Produkt eingeflossen ist.

stark zugenommen. In der jüngeren Vergangenheit kommen nun noch Materialien aus gemischten Strömen hinzu. Die Kunststoffindustrie ist also schon lange im Recycling-Prozess, aber sie hat dies nie öffentlich besonders hervorgehoben. Das war sicher ein Fehler. Diese Zurückhaltung und eine etwas zögerliche Entwicklung der letztgenannten Kreisläufe haben nämlich dazu beigetragen, dass das Image von Kunststoff heute nicht besonders gut ist und seinen Vorteilen als Werkstoff nicht gerecht wird. PET-Flaschen sind gut zu recyceln. Seit einigen Jahren werden aber vermehrt auch andere Kunststoffe recycelt. Wie gut ist diese Ware? Breuer: Bei kritischen Materialien gibt es häufig grosse Qualitätsunterschiede. Das Spektrum reicht von guter Aufbereitung und damit einer Neuware sehr ähnlichen

Die EU-Kommission will die Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen voranbringen. Was halten Sie davon? Breuer: Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Einflussnahme aus Brüssel. Derzeit weiss noch niemand, wo es hingeht. Möglicherweise werden in Zukunft Quoten festgelegt, zu denen Kunststoff in die Kreislaufwirtschaft eingebracht werden muss. Wenn das kommt, hat dies zur Folge, dass bestimmte Märkte künstlich wachsen – eben die mit dem quotierten Material. Andere Märkte dagegen weniger, unabhängig davon, ob dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist oder nicht.

«Je besser das recycelte Material, desto grösser sind die Einsatzchancen» Damit ist aber niemandem geholfen. Sinnvoller wäre für mich, zunächst für den gesamten EU-Wirtschaftsraum einheitliche Sammelstandards zu schaffen, meinethalben auch mit festen Sammelquoten. Für das eingesammelte Material sind dann definierte Aufbereitungsstandards festzulegen sowie lokale Aufbereitungsquoten, 12/2017


KUNSTSTOFF XTRA

Kreislaufwirtschaft

um ein entsprechendes Recycling-Material-Angebot zu initiieren. Exporte sollten hierbei ausgeschlossen sein. Aufgrund der heute schon erreichbaren guten Qualität von Rezyklaten dürfte sich dann der Rest nach den Gesetzen der Marktwirtschaft ergeben. Es würde qualitativ hochwertiges Material zu einem wirtschaftlichen Preis zur Verfügung stehen, was wiederum die Produktdesigner und Verarbeiter zum Einsatz animieren dürfte. Würde eine Quote das Image des Kunststoffes verbessern helfen? Breuer: Hier bin ich eher skeptisch. Selbst wenn eine plakative Quote zu einem Image-Gewinn führt, werden am Ende Produkteigenschaften, Wirtschaftlichkeit und die technischen Möglichkeiten für das Gesamtbild ausschlaggebend sein. Es sollte aber auf jeden Fall das Interesse der gesamten Kunststoffindustrie sein, das Image des Werkstoffs zu verbessern. Jeder in der Wertschöpfungskette kann etwas dazu beitragen. Wir bei Motan sind eigentlich gar nicht direkt betroffen, wir stellen den Kunststoff nicht her und wir verarbeiten ihn nicht. Wir sind also eher in einer Zuschauerrolle. Dennoch ist es auch in unserem Interesse, dass das Image von Kunststoff besser wird, und wir tun unseren Teil dazu. Wir verbessern unsere Anlagen kontinuierlich, damit der Umgang mit Kunststoff möglichst effizient ist und auch nicht einfach zu handhabende RecyclingMaterialien automatisiert verarbeitet werden können. Kann Industrie 4.0 die Kreislaufwirtschaft fördern? Breuer: Industrie 4.0, also eine durchgehende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion, kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Das Gelingen der Kreislaufwirtschaft steht und fällt mit der Transparenz

Rezyklat-Dosier- und Mischgerät.

zu wissen, was genau in ein Produkt eingeflossen ist und wohin dieses Produkt weitergegeben wurde. Industrie 4.0 kann helfen, genau diese notwendige Transparenz herzustellen. Wenn man zum Beispiel bei einem neu produzierten technischen Teil dokumentiert, was genau in ihm enthalten ist und dieses Wissen etwa über eine Teilkennung und ein Langzeitarchiv an den späteren Recycler weitergibt, erhält dieser wertvolle Informationen für die Trennung und Sortierung. Oder auch beim Material selbst. Wenn wir Daten darüber bekommen, welches Material aktuell angeliefert oder zugeführt wird, können wir Plausibilitätsprüfungen durchführen, QM-Freigaben unterstützen oder unsere Geräte automatisiert einstellen. Hier kann man noch sehr viel automatisieren und verbessern.

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Interview-Serie – bereits erschienen: –– KX11/2017: Akzeptanz für Rezyklate schaffen, Stefan Kaiser, Vecoplan AG, Bad Marienberg (D).

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COMPUTERTOMOGRAFIE

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DIE DIE EINHEIT EINHEIT FÜR FÜR ERFOLG ERFOLG

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KUNSTSTOFF XTRA

WIRTSCHAFT

Euler Hermes Economic Outlook

Die Automobil-Weltmeisterschaft Beim weltweiten Rennen um die höchsten Automobilverkaufszahlen stehen China und Indien in der Pole Position. In dem von starkem Wandel geprägten Weltmarkt steigt der Absatz im Jahr 2019 auf über 100 Millionen Fahrzeuge, so der weltweit führende Kreditversicherer Euler Hermes in seiner aktuellen Studie «The Auto World Championship», die er zur IAA in Frankfurt auflegte.

1. Marktrisiken In China erhalten Käufer von Neufahrzeugen seit Anfang 2017 keine Steuervergünstigungen mehr, in den Vereinigten Staaten haben sich die Finanzierungsbedingungen zum Käufernachteil entwickelt und der bevorstehende Brexit bremst die 28

7% 6% Japan

5.1%

5%

4.7%

4.2%

4%

Rest of World US

3.2%

3%

2.5%

2.1%

2%

1.5%

1%

UK France Germany India

0%

Italy

-1%

China

-2%

All countries

-3% 12

13

14

15

16

17F

18F

Wachstumsanteile der weltweit verkauften Fahrzeuge.

Kaufkraft in Grossbritannien. Positive Entwicklungen in Europa und im Rest der Welt können dies nicht ausgleichen. Hinzu kommt 2018 ein Anstieg der Zinsen, durch die Verbraucherkredite teurer werden und sich die Lagerbestände der Produzenten verteuern. 2. Boom im Gebrauchtwagenmarkt Ein aufkeimender Gebrauchtwagenmarkt in den Vereinigten Staaten und Grossbritannien sowie eine Ausweitung in China führen zu sinkenden Neuwagenverkäufen im weltweiten Durchschnitt. 3. Neue Technologien machen Autos wieder «cool» Neue Mobilitätslösungen und autonomes Fahren wecken bei Verbrauchern neue Begehrlichkeiten. Obwohl der Anteil von EFahrzeugen beim weltweiten Neuwagenabsatz noch immer sehr gering ist, sollen die Verkäufe in diesem Jahr die Marke von drei Millionen Automobilen mit E-Antrieben erreichen. Zwei Drittel der Verkäufe werden für das Gesamtjahr 2017 auf China und die Vereinigten Staaten entfallen. Sehr unterschiedlich verteilt ist die Finanzkraft der Unternehmen in der Automo-

bilbranche, abhängig von Ländergrenzen und Marktsegmenten. Die Profitabilität insgesamt präsentiert sich stabil: So stieg in 2016 die EBIT-Marge auf durchschnittlich sechs Prozent (2015: 5,5 %). Mit Ausnahme der amerikanischen und italienischen Automobilhersteller liegt der Verschuldungsgrad der Branche unter dem Niveau vor der Finanzkrise. Stabil zeigen sich Liquidität und Investitionsgrad. «Die Diskussionen um die Zukunft von Verbrennungsmotoren zeigt klar, dass sich die Automobilindustrie in einer entscheidenden Phase befindet. Deutsche Unternehmen stehen bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung zwar auf der «Pole Position», aber bei Patentanmeldungen auf Batterie-Technologien hat die Autobranche in den Vereinigten Staaten einen Vorsprung. Dies könnte sich für das Wachstum der deutschen Automobilindustrie und somit auch für die Schweizer Zulieferbranche als potenzieller Bremsklotz erweisen. Insbesondere dann, wenn nach Frankreich und Grossbritannien noch mehr Länder das Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2040 ankündigen», erläutert Stefan Ruf, CEO von Euler Hermes Schweiz. 12/2017

Quelle: OICA, IHS, Euler Hermes

Die Wirtschaftsforschungsabteilung von Euler Hermes hat weltweite Daten und Trends analysiert und den Schwerpunkt auf das Wettrennen um Verkaufszahlen, E-Automobile, Profitabilität und Innovationskraft gelegt. Verglichen werden dabei die acht wichtigsten Automärkte der Welt: China, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Grossbritannien und die Vereinigten Staaten. «Wir rechnen für 2017 mit einem Anstieg der Zulassungszahlen um weltweit 2,1 %. Gründe hierfür sind eine Erholung in Europa und neue Technologien, die Autos wieder «cool» machen», sagt Ludovic Subran, Chef-Volkswirt von Euler Hermes. «Dennoch hat sich das Wachstum im Vergleich zu 2016 halbiert, weil die Neuzulassungen in den Vereinigten Staaten und Grossbritannien unter steigenden Gebrauchtwagenverkäufen leiden und in China seit Anfang des Jahres die steuerlichen Vergünstigungen für Autokäufe weggefallen sind.» Euler Hermes erwartet, dass 2017 weltweit insgesamt 95,8 Millionen Neufahrzeuge verkauft werden. 2018 soll die Zahl um weitere 2,5 % auf über 100 Millionen Autos steigen. Die grössten Zuwachsraten werden für China erwartet, gefolgt von Indien. Der Zuwachs in diesen Ländern soll den Rückgang in den Vereinigten Staaten und in Grossbritannien mehr als ausgleichen. Weltweit ergeben sich stark unterschiedliche Entwicklungen, vor allem bedingt durch drei Gründe:


KUNSTSTOFF XTRA

Die acht grössten Automobilmärkte China: Neue Technologien, alte Herausforderungen Für den weltweit grössten Automobilmarkt erwartet Euler Hermes 2017 ein Wachstum von zwei Prozent und von 3,2 % für 2018. Bis 2019 werden in China jährlich über 30 Millionen Neufahrzeuge verkauft. Trotz Steuererhöhungen für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoss und gelockerten Beschränkungen für Gebrauchtwagenverkäufe wird vor allem ein weiterer, wenn auch gebremster Anstieg bei Neuzulassungen erwartet. Der Grund hierfür ist die steigende Nachfrage in kleineren Städten und ländlichen Regionen. Der Markt für Gebrauchtfahrzeuge wird sich im Jahr 2020 auf 24 Millionen Verkäufe pro Jahr verdoppeln. Auf dem bereits heute weltweit grössten Markt für E-Fahrzeuge stützen Subventionen in Höhe von 23 % des Kaufpreises auch weiterhin die Nachfrage. Trotz der Investitionen in Akkutechnologien fährt Chinas Automobilindustrie bei Forschung & Entwicklungsausgaben und bei Patentanmeldungen den Spitzenreitern hinterher. Durch gezielte Käufe und Beteiligungen ist China Automobilindustrie dagegen bei Mergers & Acquisitions im Bereich Informations- und Computertechnologien Spitze. Hier investierten die Unternehmen in den Jahren 2012–2017 insgesamt 6,2 Milliarden US-Dollar.

WIRTSCHAFT

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Deutschland: Abwärts mit dem Diesel? Die «Diesel-Affäre» hat zu einem rückläufigen Anteil dieser Fahrzeuge am Neuwagenverkauf geführt. Waren im ersten Halbjahr 2016 noch 46,9 % aller Neufahrzeuge Diesel, sank dieser Wert auf 41,3 % im Vergleichszeitraum 2017. Insgesamt stiegen die Neuwagenverkäufe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 2,1 % auf 2,4 Millionen Fahrzeuge. Euler Hermes erwartet bis Jahresende ein Plus von 2,2 %, für 2018 einen Zuwachs von 1,7 %. Die Flexibilität deutscher Automobilhersteller, die zu den profitabelsten weltweit gehören, wird speziell im Europageschäft mittelfristig für Wachstum sorgen. Investitionen in Forschung & Entwicklung in einer Gesamthöhe von 37 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 machen die deutsche Automobilindustrie in diesem Bereich zur Nr. 1. Spitze sind die deutschen Autohersteller auch bei Patentanmeldungen, vor allem in den Bereichen Elektromobilität und Hy­brid-Antriebe. Zum Vergleich: Die Forschungsausgaben von Japans Automobilindustrie lagen 2015 bei 29,4 Milliarden US-Dollar. Die Verkäufe von E-Autos haben zwar insgesamt noch einen sehr niedrigen Anteil am Neuwagengeschäft, stiegen aber im ersten Halbjahr 2017 um 115,5 % auf 22 453 Fahrzeuge. Bis Jahresende sollen 50 000 E-Autos verkauft werden. Frankreich: Zwischenspurt Positive Wirtschaftszahlen sorgten in Frankreich in den ersten sieben Monaten 2017 für einen Anstieg der Neuwagenverkäufe um 4,2 %, wobei sich das Plus bis Jahresende auf 3 % und damit 2,5 Millionen Fahrzeuge einpendeln wird. Für 2018 erwartet Euler Hermes einen Anstieg um zwei Prozent auf 2,6 Millionen Autos. Im Ländervergleich liegt die französische Automobilbranche im Effizienzranking auf dem zweiten Rang und verfügt aus wirtschaftlicher Sicht über starke Kennzahlen. Französische Zulieferer suchen weiterhin aktiv nach strategischen Partnerschaften in den 12/2017

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KUNSTSTOFF XTRA

WIRTSCHAFT

1800 1600 India

1400

South Korea 1200

Netherlands Japan

1000

Germany France Norway

600

UK US

400

China 200 0 2012

2013

2014

2015

2016

2017 F

2018 F

Zugelassene Elektrofahrzeuge (in Tausend).

Bereichen «Connectivity» und «Autonomes Fahren». Im Juli 2017 kündigte die Regierung an, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2040 zu verbieten. Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Frankreich 20 000 E-Fahrzeuge verkauft. Gestützt von grosszügigen Subventionen soll die Zahl weiterhin prozentual zweistellig wachsen. Grossbritannien: Bröckelnde Zuversicht Nach einer fünfjährigen Wachstumsphase, begünstigt durch günstige Finanzierungsangebote, sinkt der Neuwagenverkauf in Grossbritannien in diesem Jahr um fünf Prozent auf 3 Millionen Neufahrzeuge. Für 2018 rechnen die Experten mit einem weiteren Rückgang um sechs Prozent auf nur noch 2,8 Millionen Autos. Die Gründe hierfür liegen in sehr günstigen Gebrauchtwagenpreisen und der wachsenden Unsicherheit durch die Brexit-Verhandlungen mit der EU. Dies beeinflusst vor allem den Export: Rund die Hälfte der in Grossbritannien produzierten Fahrzeuge wird in EULändern verkauft. Eine weitere negative Folge sind die künftig ausbleibenden EUFördermittel für Forschung und Entwicklung. Hier investierte die britische Automobilbranche im Jahr 2015 ohnehin am wenigsten aller Vergleichsländer: 1,8 Milliarden Euro. Positiv entwickeln sich die Verkäufe von E-Automobilen: Gründe hierfür sind staatliche Förderungen von rund 15 % und das für 2040 angekündigte Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Trotz einer lückenhaften Infrastruktur für E-Fahrzeuge wird mit stabilen Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich gerechnet. 30

Indien: Startet die Motoren Mit einem Zuwachs der Neuzulassungen von 10,5 % auf 4,1 Millionen in 2017 und 13,5 % auf 4,6 Millionen Fahrzeuge für 2018 wächst der indische Automobilmarkt weiterhin sehr stark. Einer der Wachstums­ treiber war die Harmonisierung der Mehrwertsteuer im Juli 2017, die in einigen Fahrzeugsegmenten zu Reduzierungen der Endverkaufspreise führte. Die Zusagen der Regierung, weiterhin in Infrastruktur zu in-

Italien: Auf der Überholspur Mit einem Wachstum von sieben Prozent im laufenden Jahr (2,2 Millionen Neuzulassungen) und fünf Prozent im Jahr 2018 (2,3 Millionen Neuzulassungen) fährt die italienische Automobilindustrie auf der Überholspur. Treiber sind ein harter Kampf um Marktanteile und die gestiegene Zuversicht bei Handel und Verbrauchern. Mittelfristig könnte eine aufkeimende Bankenkrise jedoch zu einer Kaufzurückhaltung führen. In der mittelständisch geprägten italienischen Automobilbranche sind die finanziellen Spielräume für Forschung und Entwicklung begrenzt: Nur vier Prozent aller weltweiten Automobilpatente kamen 2015 aus Italien. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung beliefen

Pokal Verkäufe (2017)

Zugelassene Fahrzeuge

28.6 Mio.

17.4 Mio.

5.0 Mio.

Wachstum (pa)

10.7 %

7.0 %

3.0 %

Subventionen*

23.0 %

18.0 %

18.0 %

Anzahl Schnellladestationen pro Elektrofahrzeug

136 %

40 %

19 %

Hersteller

7.8 %

7.1 %

6.0 %

Zulieferer

9.0 %

8.6 %

7.3 %

37.0 Mrd.

29.4 Mrd.

16.7 Mrd.

6.2 Mrd.

4.5 Mrd.

2.1 Mrd.

Pokal Elektrofahrzeuge (2016)

Pokal Profitabilität (EBIT Margin, 2016)

Pokal Innovationen F&E (2015) (EUR) Automotive-ICT M&A deals (2012-17) (USD)

* in % des E-Fahrzeug-Verkaufspreises

Die Automobilindustrie im Wettbewerb. Im Rennen sind China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Grossbritannien und Amerika.

12/2017

Quelle: Euler-Hermes

Quelle: IEA, Euler Hermes

800

vestieren, trieben die Verkäufe ebenso an wie eine steigende Nachfrage der jüngeren Käufergruppen. In den Bereichen Innovationskraft und Entwicklungsausgaben liegt Indien auf einem der hinteren Plätze. Fehlende Infrastrukturen für E-Fahrzeuge sorgten für einen Absatz von nur 115 000 E-Autos – dies entspricht 10 % des E-Absatzes in China.


KUNSTSTOFF XTRA

sich auf insgesamt fünf Milliarden Euro. Die geringe staatliche Förderung beim Kauf von E-Automobilen und eine nur sehr langsam wachsende Infrastruktur führen dazu, dass sich der Markt für E-Mobilität noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet. Japan: Stabile Aussichten Nach zwei Jahren stagnierender Verkäufe wird der Neuwagenverkauf im Jahr 2017 um zwei Prozent wachsen. Für 2018 erwartet Euler Hermes eine Steigerung von 0,2 % auf rund fünf Millionen Neufahrzeuge. Gebremst wurde der Absatz durch den Anstieg der Steuern für Besitzer von Kleinfahrzeugen im Jahr 2015. Für Rückenwind sorgt hingegen ein Steuervorteil für umweltfreundliche Fahrzeuge. Kurzfristige Exportimpulse werden ausserdem von der weiteren Erholung der Weltwirtschaft und dem schwachen Yen erwartet. Japans Automobilhersteller gehören weiterhin zu den profitabelsten der Welt, die im Jahr

WIRTSCHAFT

2015 insgesamt 29,4 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investierten. Bei den Patentanmeldungen liegt die Branche mit 1854 Zertifikaten im Jahr 2016 hinter Deutschland auf dem zweiten Rang. Grosszügige staatliche Subventionen für den Kauf von Fahrzeugen mit Hybridund Wasserstoffantrieben sorgten für eine Kaufzurückhaltung bei E-Fahrzeugen: Nur 0,5 % oder 24 000 der im Jahr 2016 verkauften Neufahrzeuge verfügten über einen Stromanschluss. Vereinigte Staaten: Wachstumsmotor stottert Der Absatz von Neufahrzeugen sinkt im Jahr 2017 um 2,5 % auf 17,4 Millionen Fahrzeuge. Für 2018 wird mit einem Rückgang von 1,8 % auf 17,1 Millionen gerechnet. Druck auf den Absatzmarkt entsteht durch die zunehmende Zahl säumiger Kredite auf Fahrzeugkäufe und durch steigende Gebrauchtwagenkäufe. Hohe Lagerbestände sorgen bei den Herstellern zudem für einen Rück-

gang der Gewinnmargen. Im Jahr 2015 belegten die Vereinigten Staaten allerdings mit Forschungsinvestitionen von insgesamt 16,8 Milliarden Euro, vor allem in Batterietechnologien, Rang drei hinter Deutschland und Japan. Bei den Patentanmeldungen bleiben die Vereinigten Staaten eine der führenden Nationen, vor allem im Bereich BatterieTechnologie. Bei den Neuzulassungen von E-Fahrzeugen sorgen unterdurchschnittliche Subventionen der Bundesstaaten für eine geringe Nachfrage – mit Ausnahme von Kalifornien, wo grosszügige Steuervergünstigen und ein starker Ausbau von Schnellladestationen positive Effekte zeigen.

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWs

DSM schärft Fokus auf AM DSM schafft eine neue Geschäftseinheit: DSM Additive Manufacturing (AM). Durch die gemeinsame Ausrichtung all seiner AM-Aktivitäten bietet das Unternehmen künftig nicht nur Lösungen für SLA und DLP, sondern auch für Fused Filament Fabrication (FFF) sowie seine Erfahrung aus der jahrelangen Erforschung weiterer AM-Techniken, wie Selektives Lasersintern (SLS), Multi Jet Fusion, 3D-Tintenstrahldruck und Binder Jetting. Dabei wird DSM sich zunächst auf vier spezifische Marktbereiche konzentrieren: Medizintechnik, Transportmittel, Bekleidung sowie Werkzeuge & Elektronik

– allesamt an vorderster Front der Fertigungsindustrie und mit starkem Bekenntnis zu AM. Das Ziel ist, Kunden dabei zu unterstützen, genau die richtigen Materialien und Produktionssysteme für ihre jeweiligen Anwendungen zu finden. Einen integralen Bestandteil der künftigen AM-Strategie von DSM bildet das, was im Unternehmen als «ökosystemischer» Ansatz bezeichnet wird. Partnerschaften und Kooperationen als Grundlage der neuen Organisation ermöglichen DSM, seinen Kunden eine offene und flexible Infrastruktur bereitzustellen. www.dsm.com

Dressler ist «Preferred Partner» von HP Der US-amerikanische PC- und Druckerriese HP Inc. hat sich für die Dressler Group als Kompetenzträger für die 3DDruck-Pulverentwicklung und -Fertigung entschieden. In ihrer fast 40-jährigen Geschichte hat sich die Dressler Group (DG) als Qualitätsführer in der Veredlung und Optimierung von Kunststoffpulvern etabliert. Insbesondere durch die originäre Kompetenz in Sachen Forschung, Entwicklung und eigenem Anlagenbau ist DG so etwas wie die verlängerte Forschungsabteilung und Werkbank ihrer Kunden. Das kontinuierliche Streben nach höchster Qualität und stetiger Innovation hat nun auch die HP Inc. überzeugt. Eine der Säulen von HP ist das Geschäft mit 3D-Druckern. Und genau für die Optimierung

der Druckpulver ist ab sofort die Dressler Group als sogenannter Preferred Partner zuständig. DG soll für HP die Entwicklung und Herstellung von Pulvern für die HP Multi Jet Fusion 3D-Drucker übernehmen. In diesem Zusammenhang sorgt die DG auch dafür, dass sämtliche Zulieferer im HP-Netzwerk die Rohstoffe in der nötigen Qualität liefern. «Dass sich HP für uns als Preferred Partner entschieden hat, empfinden wir als Auszeichnung und Ansporn gleichermassen», sagt Jan Dressler, CEO und Gesellschafter der Dressler Group. «Und es zeigt, dass unser Firmenmotto ‹The Grinding Authority› mit allem, was dahintersteht, auch Branchengrössen wie HP überzeugt.» www.dressler-group.de

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Gut gerüstet für die additive Fertigung Viele Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie setzen bereits additive Fertigungsverfahren ein. Es ist zu erwarten, dass dieser Anteil in naher Zukunft weiter steigen wird. Da stellt sich die Frage, ob für die jungen Fertigungsverfahren ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen und welche Qualifikationen zur Anwendung der Technologien vorauszusetzen sind. «Zur betrieblichen Umsetzung für die additive Fertigung ist es nicht erforderlich, einen neuen Ausbildungsberuf zu entwerfen. Der Verfahrens­mechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Fachrichtung Formteile, be­inhaltet alle Verarbeitungsmethoden und ist für die additive Fertigung gut gerüstet», erklärt

Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. und im Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) zuständig für Bildungspolitik und Berufsbildung. «In der Ausbildung sind alle Aspekte der Materialeigenschaften, Maschineneinstellung und damit auch die Bedienung von Steuerungen bis hin zu nachgefragten Verarbeitungs- und Veredlungsverfahren enthalten. Der Ausbildungsrahmenplan ist so flexibel, dass die speziellen Anforderungen einer additiven Fertigung vermittelt werden können, ohne dass diese in allen Details im Ausbildungsplan beschrieben sind.» www.gkv.de 12/2017


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NEWs

Stecker rein und automatisch losproduzieren

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Das vermutlich flexibelste Fördergerät am Markt

Verleihung der Otto-Kienzle-Gedenkmünze an Dr. Stefan Krug im Rahmen des WGP-Jahreskongresses.

Die WGP verleiht jährlich die Otto-Kienzle-Gedenkmünze an herausragende Produktionswissenschaftler. In diesem Jahr erhielt Dr. Stefan Krug die renommierte Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Leistungen und sein Engagement. Die Suche nach einer Standardschnittstelle, die derzeit Forscher weltweit beschäftigt, hält Stefan Krug für zu zeitaufwändig: «Es ist bislang nicht gelungen, sich in der Industrie auf einen Kommunikations­ standard zu einigen. Und bei so vielen unterschiedlichen Ansätzen ist es schwer voraussehbar, welche Sprache sich durchsetzen wird. Ich habe daher einen Ansatz für ein Plug & Produce-System entwickelt, bei dem der Roboter zunächst auf einer Metaebene sich mit den Geräten verständigt, wie kommuniziert werden muss.» Diese «Sprachgewandtheit» ermöglicht eine automatische Konfiguration von Robotersystemen, bei der – einem USB-Stick vergleichbar – eine sofortige Kommunikation mit den Peripheriegeräten möglich wird. So können die Funktionen 12/2017

der Geräte direkt in der Steuerung verwendet werden. Darüber hinaus werden die dazugehörigen Prozessdaten über die eingesetzten Netzwerke ausgetauscht. «Die Automatisierung hat zur Folge, dass Roboter und Geräte nicht jedes Mal, wenn ein neues Gerät angeschlossen wird, manuell und mit hohem Zeitaufwand von Experten konfiguriert werden müssen», freut sich Krug. Die Produktion kann damit schnell anlaufen, was sie auch bei kleineren Losgrössen und kürzeren Produktlebenszyklen rentabel macht. «Dieser neue Ansatz zur einfachen Konfiguration von Robotersystemen ist von grundlegender Bedeutung für den künftigen industriellen Einsatz. Sie haben Stefan Krug internationale Beachtung gebracht», erläutert Prof. Eberhard Abele, Präsident der WGP einen der Gründe für die Ehrung. Stefan Krug ist seit 2013 bei Siemens im Gerätewerk Erlangen verantwortlich für digitale Produktionsmethoden. www.wgp.de

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWs

Symmedia mit Sitz in Bielefeld befindet sich in Privatbesitz und ist auf Softwarelösungen für die Vernetzung von Maschinen spezialisiert. Die Übernahme erfolge im Einklang mit der Strategie, das Angebot der Division Machining Solutions von GF, wo Symmedia integriert wird, zu digitalisieren, teilt GF mit. Symmedia wurde 1997 gegründet und beschäftigt 60 Mitarbeiter. Über 15 000 Maschinen in verschiedensten Industrien weltweit sind gemäss eigenen Angaben mit der

Software von Symmedia ausgerüstet. Mit dieser Übernahme wird GF Machining Solutions den digitalen Wandel beschleunigen und den Kunden Komplettlösungen für die Betriebsvernetzung im indus­ triellen Umfeld anbieten können. Symmedia wird weiterhin unter dem bestehenden Management von Bielefeld aus operieren. Die bisherigen Besitzer waren die Gundlach- und die Oetker-Gruppe. www.georgfischer.com

Bild: Ultrapolymers

Neues Team klärt regulatorische Fragen

Medical-Management-Team von Ultrapolymers Deutschland (v.  l.): Rainer Konrad, Sandra Vontz und Pierre Fischer.

Ultrapolymers Group NV hat ein zentrales Medical-Management-Team installiert, das Kunden europaweit in allen Fragen des Einsatzes und der Verarbeitung von Kunststoffen in den Bereichen Medizin, Pharma, Dia­ gnostik und Healthcare berät. Damit antwortet der paneuropäische Distributor auf den wachsenden Bedarf an Know-how in diesem Bereich, der sich einer34

seits aus der nahezu unüberschaubaren und weiter wachsenden Menge an Gesetzen, Normen und Vorschriften ergibt, und der andererseits auf den attraktiven Möglichkeiten basiert, den dieses stetig wachsende Marktsegment denjenigen Unternehmen bietet, die sich dort engagieren. www.ultrapolymers.com

10 Jahre duo Grossmaschinen aus Shanghai

Bild: Engel

Georg Fischer übernimmt Symmedia

Engel in Shanghai hat sich für weiteres Wachstum gerüstet. Das neue Bürogebäude und die neue Fertigungshalle wurden gemeinsam mit mehr als 500 Gästen feierlich eingeweiht.

Zehn Jahre nach der Eröffnung der Engel Machinery (Shanghai) konnte Engel die zweite grosse Werkserweiterung in der Geschichte des Standorts abschlies­­sen. Gemeinsam mit mehr als 500 Gästen wurde das gebührend gefeirt. Mit 50 Mitarbeitern begann Engel Machinery (Shanghai) 2007 mit dem Bau von Grossmaschinen der duo Baureihe. Heute beschäftigt das Tochterunternehmen von Engel Austria knapp 450 Mitarbeiter – mit weiter steigender Tendenz. 2012 erfolgte in Shanghai ein erster grosser Ausbauschritt. Die Fertigungskapazität wurde auf einen Schlag verdoppelt. Für die

zweite umfangreiche Werkserweiterung investierte das Unternehmen nun 7,5 Mio. Euro (55 Mio. Renminbi Yuan). Zwei neue Gebäudekomplexe kamen hinzu. Zum einen wurde das bestehende Bürogebäude verlängert, um zusätzliche 1000 m² Bürofläche zu schaffen. Zum anderen wurde eine neue Fertigungshalle errichtet. Diese erweitert die Grossmaschinenproduktion um 1600 m². Zusätzlich sind in der neuen Halle weitere Büros entstanden, und auch die Lehrwerkstätte befindet sich jetzt im Neubau. Sie ist deutlich grösser und noch moderner als die bisherige. www.engelglobal.com

Schenck Process wechselt den Besitzer Die Beteiligungsgesellschaft IK Investment Partners verkauft den Darmstädter Mess- und Schüt tgut technik-Hersteller Schenck Process an den Beteiligungsfond Blackstone. Blackstone will gemeinsam mit dem Schenck Process-Management das Geschäft des Unternehmens ausbauen. «Wir sehen beträchtliches Potenzial, das Geschäft sowohl organisch als auch durch Akquisitionen in verschiedenen Endmärkten

auszubauen», sagte Lionel Assant, Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts bei Blackstone. Schenck Process erarbeitet mit rund 2300 Beschäftigten Lösungen zum Wiegen, Dosieren, Sieben, Automatisieren und Messen in den Branchen Chemie, Lebensmittelindustrie sowie in der Bau- und Bergbauindustrie. www.schenckprocess.com www.blackstone.com 12/2017


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NEWs

SGL Group übernimmt JV Benteler-SGL Die SGL Technologies Composites, eine 10 %ige Tochtergesellschaft der SGL Carbon SE, erwirbt die 50-Prozent-Betei­ ligung der Benteler Carbon Composites Beteiligungs-GmbH am gemeinsamen Joint Venture Benteler-SGL GmbH & Co. KG, Paderborn. Somit wird die SGL Carbon SE alleiniger Eigentümer des Unternehmens. Der Verkauf soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Die Transaktion steht unter dem üblichen Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. «Mit der vollständigen Übernahme von Benteler-SGL erweitern wir unsere Fähigkeiten im Bereich der Serienfertigung von Bauteilen aus Faserver-

bundwerkstoffen. In Zukunft können wir unseren Kunden Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Carbonfasern über Materialien bis zu Komponenten aus einer Hand anbieten», sagt Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group. Benteler wird auch künftig Leichtbaulösungen entwickeln, um diesen wichtigen Trend in der Automobilindustrie zu bedienen. Dabei setzt das Unternehmen auf seine ausgewiesene Kompetenz in der Aluminium- und Stahlverarbeitung. «Die bisher erfolgreiche Partnerschaft mit der SGL Group werden wir auch in Zukunft fortführen, um, wo erforderlich, Produkte aus glas-

oder carbonfaserverstärktem Kunststoff zu beziehen», erklärt Laurent Favre, CEO von Benteler Automotive. Nach dem Erwerb werden die zwei Produktionsstandorte in Ried und Ort (beide Österreich) als Teil des Geschäftsbereichs «Composites – Fibers & Materials» (CFM) unter dem Dach der SGL Group firmieren. Die Akquisition ergänzt den 2016 begonnenen Aufbau des Lightweight and Application Center (LAC) in Meitingen. Dort werden Produkte und die dazugehörigen Produktionsverfahren für grossserienfähige Leichtbaukomponenten entwickelt.

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Ihr Material – Granulat, Mahlgut oder Pulver – wird schonend, energiesparend und zuverlässig verarbeitet.

Sintratec expandiert Das Schweizer Hightech-Unternehmen Sintratec baut sein Vertriebsnetzwerk in die Benelux-Region aus und arbeitet dazu neu mit dem ColorFabb zusammen, die ihren Ursprung in der Kunststoffindustrie hat. Der Fokus liegt auf der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Filamenten, die als Druckmaterial für FFF-3D-Drucker verwendet werden. Mit dieser Partnerschaft steigt ColorFabb nun in den SLS-3DDruck-Markt ein und nimmt dazu das Sintratec Kit und die Sintratec S1 ins Angebot auf. Beide Unternehmen sind davon überzeugt, den richtigen Partner gefunden zu haben. www.sintratec.com

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Zentrale Förder- und Trocknungssysteme sorgen für ein optimales Materialhandling und für einen Anstieg der Effizienz in Ihrer Produktion

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Ver anstaltungen

JANUAR 2018 15.01.

Seminar: Simulation im Druckguss Ort: Nürnberg Veranstalter: VDI Wissensforum Postfach 10 11 39, D-40002 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 6214-201 wissensforum@vdi.de, www.vdi-wissensforum.de

15.01.

3. F&E-Konferenz zu Industrie 4.0 Ort: Brugg Veranstalter: Hightech Zentrum Aargau Badenerstrasse 13, CH-5200 Brugg Telefon +41 (0)56 560 50 50 info@hightechzentrum.ch www.hightechzentrum.ch

17./18.01.

Seminar: Formteilfehler an thermoplastischen Spritzgussteilen Ort: Neuhausen am Rheinfall Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Strasse 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

18./19.01.

Worldwebforum 2018 – «End of Nation» Ort: Zürich Veranstalter: Beecom AG Aargauerstrasse 180 CH-8048 Zürich Telefon +41 (0)43 336 33 00 info@worldwebforum.com www.worldwebforum.com

23.01.

26.01.

29.01.– 02.02.

31.01.– 01.02.

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Seminar: Grundlagen der Formund Lagetoleranzen Ort: Neuhausen am Rheinfall Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Strasse 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de Vorbereitungskurs zu S1 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch Spritzgiessen Grundlagen S1 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch Tagung: Kunststoff trifft Medizintechnik Ort: Leipzig Veranstalter: Kunststoff-Zentrum in Leipzig gGmbH Erich-Zeigner-Allee 44, D-04229 Leipzig Telefon +49 (0)341 4941-555 weiterbildung@kuz-leipzig.de, www.kuz-leipzig.de

31.01.– 02.02.

Zertifikatkurs (CAS): Management von Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Ort: St. Gallen Veranstalter: Universität St. Gallen Bodanstrasse 6 CH-9000 St. Gallen Telefon +41 (0)71 224 26 86 entsorgungsmanagement@unisg.ch www.recyclingmanager.ch

FEBRUAR 2018 07.02.

Seminar: Werkstoffprüfungen nach Automobilstandards Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Strasse 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

07./08.02.

maintenance Schweiz 2018 und Solids Zurich Ort: Zürich Veranstalter: Easyfairs Schweiz GmbH St. Jakobs-Strasse 170a CH-4132 Muttenz Telefon +41 (0)61 228 10 00 schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com/schweiz

12.02.– 16.02.

Spritzgiessen Verfahrenstechnik S2 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

21.02.

Seminar: Verfahren und Werkzeugauslegung bei Faserverbunden Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

21.02.

Fachtagung: Leichtigkeit PUR Ort: München Veranstalter: Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt/Main Telefon +49 (0)69 299 207-0 fsk@fsk-vsv.de, www.fsk-vsv.de

22./23.02.

Seminar: Praxisgerechte Struktursimulation von Kunststoffbauteilen Ort: Wuppertal Veranstalter: Technische Akademie Wuppertal e. V. Hubertusallee 18, D-42117 Wuppertal Telefon +49 (0)202 7495-248 taw-wuppertal@taw.de, www.taw.de

27./28.02.

Tagung: Additive Fertigung Ort: München Veranstalter: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG Kolbergerstrasse 22, D-81679 München Telefon +49 (0)89 998 30-535 tagungen@hanser.de www.additivefertigung-kunststoff.de

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Ver anstaltungen

29. Internationales Kolloquium Kunststofftechnik

IKV präsentiert aktuelle Forschung Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen lädt zum 29. Internationalen Kolloquium Kunststofftechnik nach Aachen ein. Zu dem zweijährlich stattfindenden Event erwartet das IKV am 28. Februar und 1. März 2018 wieder rund 800 Fachleute aus der Kunststoffbranche weltweit. In 2016 kamen die Teilnehmer aus mehr als 300 Unternehmen und 15 Nationen. Alle Vorträge werden simultan ins Englische übersetzt.

Die Forschung des IKV orientiert sich an den vier Leitthemen Additive Fertigung, Kunststoffindustrie 4.0, Leichtbau und Integrative Kunststofftechnik. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IKV referieren in 36 Vorträgen über die aktuelle Forschung am IKV zu diesen Themen. Namhafte Experten aus der Industrie leiten mit Keynotevorträgen in die 18 Sessions ein und nehmen eine Positionierung der Forschungsergebnisse vor. Fünf Plenarvorträge aus Industrie und Forschung zu Trends und zukunftsweisenden Entwicklungen komplettieren das Programm. Die Industrieausstellung im Foyer des Eurogress Aachen ist ein fester Bestandteil des IKV-Kolloquiums. Sie bietet Ausstellern die Möglichkeit, Lösungen für die Kunst-

Die 18 Sessions –– Flexibilisierung der Spritzgiessfertigung durch Digitalisierung –– Neue Ansätze zur Produktivitätssteigerung in der Folienextrusion –– Effiziente Verarbeitungstechnologien für Polyurethan-Leichtbau –– Ausschussfreie FVK-Bauteilfertigung durch Inline-Prozessregelung –– Werkstoff/Prozesswechselwirkungen bei der Additiven Fertigung –– Extrusion und Weiterverarbeitung simulativ optimieren –– Komplexe Leichtbauteile aus Duroplasten spritzgiessen –– Konstruktionsmethodik für die Additive Fertigung –– Integrative Anlagen- und Prozesstechnik in der Kautschukverarbeitung

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stoffbranche zu präsentieren und mit Industriepartnern ins Gespräch zu kommen. Das IKV erwartet Aussteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Rohstoffhersteller, Maschinenhersteller, Verarbeiter, Anbieter von Peripheriegeräten und Dienstleistungsanbieter.

IKV 360° Unter dem Programmpunkt «IKV 360 °» öffnet das IKV am Nachmittag des ersten Veranstaltungstages seine Pforten für die Teilnehmer des Kolloquiums und präsentiert seine Forschung live in den IKV-Technika und -Laboren. Die Wissenschaftler stehen an den laufenden Anlagen für Gespräche zur Verfügung. Die Vorträge am zweiten Kolloquiumstag sind darauf ausge-

–– Digitalisierung der Werkzeug­ entwicklung beim Präzisionsspritzgies­sen –– Auslegung dynamisch hochbeanspruchter Kunststoff-Fahrwerkskomponenten –– Medieneinfluss auf Kunststoffe analysieren und modellieren –– Kunststoff/Metall-Hybridbauteile integrativ auslegen und herstellen –– Modellierung anisotroper Werkstoffeffekte bei der Bauteilauslegung –– Kunststoffoberflächen funktionalisieren –– Endlosfaserverstärkte Strukturbauteile individualisiert produzieren –– Rigid Packaging – Ressourceneffizienz durch virtuelle Entwicklung –– Kunststoffschweissen – Charakterisierung, Prüfung und Simulation

richtet, die praktischen Eindrücke der Vorführungen zu vertiefen. «Nachwuchs, Netzwerk, Innovationen» ist das Leitmotiv des IKV-Kolloquiums. Junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler präsentieren ihre innovativen Themen. Die Präsentation von Forschung und Innovation auf dem gesamten Gebiet der kunststoffverarbeitenden Technologien hebt das IKV-Kolloquium von anderen Veranstaltungsformaten ab. Die Keynoteund Plenarvorträge von namhaften Referenten bereichern das Programm durch ihren Praxisbezug und die Nähe zur industriellen Anwendung. Gespräche zwischen Teilnehmern, Referenten, Ausstellern und den IKV-Mitarbeitern stärken das eigene Netzwerk.

Verleihung des GeorgMenges-Preises Ein weiterer Programmpunkt ist die Verleihung des Georg-Menges-Preises, gestiftet vom VDMA, PlasticsEurope und der IKVFördervereinigung. Er wird 2018 zum elften Mal vergeben. Ausgezeichnet wird eine Persönlichkeit der Kunststoffbranche, die sich besonders um die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft verdient gemacht hat.

Kontakt Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) Seffenter Weg 201 D-52074 Aachen Telefon +49 (0)241 80-96806 zentrale@ikv.rwth-aachen.de www.ikv-aachen.de n 37


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Messen 2018

JANUAR

MAI

23.–26. Januar 2018 Interplastica – Int. Fachausstellung Kunststoff und Kautschuk Ort: Mosaku info@mas-concept.ch, www.interplastica.de

07.–11. Mai 2018 NPE Ort: Orlando, Florida attend@npe.org, www.npe.org

FEBRUAR

29. Mai – 01. Juni 2018 Plast 2018 Ort: Mailand (I) info@plastonline.org, www.plastonline.org

07.–08. Februar 2018 Maintenance Schweiz 2018 – Instandhaltung Ort: Zürich schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com 07.–08. Februar 2018 Solids Zurich (ehemals Schüttgut) Ort: Zürich schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com

MÄRZ 06.–07. März 2018 AM Expo (Additive Manufacturing Expo) Ort: Luzern info@messeluzern.ch, www.am-expo.ch 06.–08. März 2018 JEC World 2018 – Internationale Composites-Messe Ort: Paris www.jeccomposites.com

APRIL 11.–12. April 2018 Logistics & Distribution 2018 Ort: Zürich schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com 11.–12. April 2018 Verpackung 2018 (Trio Empack, Packaging Innovations und Label & Print) Ort: Zürich schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com 17.–19. April 2018 Medtec Europe 2018 – Plattform für Medizintechnik Ort: Stuttgart peter.plan.switzerland@messe-stuttgart.com www.medteceurope.com

JUNI 05.–07. Juni 2018 Rapid.Tech und FabCon 3.D – Int. Messe & Konferenz für additive Fertigung Ort: Erfurt (D) www.rapidtech.de 05.–07. Juni 2018 Lasys Expo – Int. Messe für Laser-Materialbearbeitung Ort: Stuttgart www.messe-stuttgart.de/lasys/ 05.–07. Juni 2018 Surface Technology Germany – Int. Messe für Oberflächen und Schichten Ort: Stuttgart www.surface-technology-germany.de 19.–22. Juni 2018 Automatica Ort: München info@automatica-munich.com, www.automatica-munich.com

AUGUST 28.–30. August 2018 Sindex – Die Schweizer Messe für Technologie Ort: Bern sindex@bernexpo.ch, www.sindex.ch

OKTOBER 06.–08. Oktober 2018 Composites Europe Ort: Stuttgart info@reedexpo.de, www.composites-europe.com

23.–27. April 2018 Hannover Messe – Industriemesse Ort: Hannover info@messe.de, www.messe.de

16.–20. Oktober 2018 Fakuma – Int. Fachmesse für die Kunststoffverarbeitung Ort: Friedrichshafen www.fakuma-messe.de

24.–27. April 2018 Control – Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung Ort: Stuttgart www.control-messe.de

23.–25. Oktober 2018 parts2clean – Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung Ort: Stuttgart www.parts2clean.de

24.–27. April 2018 Chinaplas Ort: Shanghai exhibition@adsale.com.hk, www.chinaplasonline.com

NOVEMBER 12.–15. November 2018 Medica + Compamed 2018 Ort: Düsseldorf www.medica.de, www.compamed.de 13.–16. November 2018 formnext – Internationale Fachmesse für additive Fertigungstechnologien Ort: Frankfurt www.mesago.de

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Messen

maintenance Schweiz 2018 und Solids Zurich

Instandhaltung als wichtiger Wettbewerbsvorteil Gut gewartete Anlagen gelten in der globalisierten und digitalen Wirtschaft als unverzichtbarer Wettbewerbsvorteil und Erfolgsfaktor, so auch in der Schüttgutindustrie. Über aktuelle Entwicklungen in der Instandhaltungsund der Schüttgutbranche diskutieren Fachleute an der maintenance Schweiz 2018 und der parallel stattfindenden Solids Zurich am 7. und 8. Februar 2018 in Zürich-Oerlikon.

Bidl: easy fairs

«Mit der elften Ausgabe der maintenance Schweiz stellen wir weiterhin eine erfreuliche Entwicklung fest. Es zeigt sich, dass die Messe für industrielle Instandhaltung einen festen Platz im Messekalender der Austeller und Besucher hat», sagt Messeleiter David Henz. Gleichzeitig findet die Solids (ehemals Schüttgut Basel) erstmals in Zürich statt. Die Solids Zurich deckt alles rund um Granulat-, Pulver und Schüttguttechnologien ab. «Das neue Messeduo weckt Neugier und schafft ideale Synergien bei den Besuchenden», ist Henz überzeugt. Das neue Messeduo soll Synergien schaffen.

Breite Unterstützung durch Verbände Die beiden Messen geniessen in der Branche einen grossen Rückhalt. Dies zeigt sich auch in der wachsenden Unterstützung durch Branchenverbände. Für die kommenden Veranstaltungen sind folgende Verbände mit an Bord: fmpro, SVLW, ProKlima, SVC, arv Baustoffrecycling Schweiz, FSKB sowie IND EX e.V.

Neuer Auftritt für ein bewährtes Konzept Während sich der Interessierte in der Halle 3 der Messe Zürich über Entwicklungen und Trends rund um die Instandhaltung informieren kann, treffen in der Halle 4 nationale und internationale Anbieter von Technologien der Schüttgutverarbeitung, des Handlings, der Lagerung, der Verpackung und des Transports auf Schweizer Entscheidungsträger. Um die Bedeutung der Schüttgut-Messe in der Branche noch mehr hervorzuheben, hat die Messe den internationalen Namen Solids und ein neues Logo erhalten. Im 12/2017

Zentrum der Fachmesse stehen die vielfältigen Verarbeitungs- und Verfahrensschritte von grob- bis feinstkörnigen Materialien. Fachbesucher finden die aktuellsten Produkte u. a. zum Thema Wiegen und Mischen, Filtern und Zerkleinern von Schüttgütern. Lösungen zum Fördern, Lagern und Verpacken sowie Sicherheits- und Umweltfragen runden das Themenspek­ trum ab. Die beiden Messen sind auf Kurs. Unter den Ausstellern sind wichtige key player der beiden Branchen wie beispielsweise Alpiq, ABB, Belimo Automation, Blaser Swisslube, BürkertContromatic, EndressHauser, Kaeser Kompressoren, SEW Eurodrive und Siemens anzutreffen.

Fachvorträge Auch im kommenden Jahr wird es in den beiden ScienceCenter wieder spannende Fachvorträge aus Wissenschaft und Wirtschaft geben. Auf der maintenance Schweiz geben u. a. die Suva, Swisscom, SBB, und die Schweizerische Normierungsvereinigung spannende Einblicke in

die Instandhaltung. Auf der Solids Zurich halten unter anderem Laurent Audergon von arv Baustoffrecycling, Dr. Laurence Nicolay von der HES-SO Valais-Wallis sowie Sigfrido Tognini von IEP Technologies Kurzreferate rund um das Thema Schüttgut und Explosionsschutz.

Gratis-Ticket Die reguläre Zweitageskarte für das Messeduo kostet 30 Franken. Besucher können beide Fachmessen allerdings kostenlos besuchen, wenn sie sich vorab online anmelden. Der Code für das Gratis-Ticket lautet: 3123. Die Registrierung ist möglich über die Messe-Webseiten.

Kontakt Easyfairs Switzerland GmbH St. Jakobs-Strasse 170a CH-4132 Muttenz Telefon +41 (0)61 228 10 06 stefan.meier@easyfairs.com www.maintenance-schweiz.ch www.solids-zurich.ch

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Firmen berichten

Trendfarben für 2018

Farben, eingebettet in eine Erzählung Unter dem diesjährigen Motto «The Pursuit of Colors» präsentiert das Grafe-Design-Center die Trendfarben für 2018. Für die Color Preview wurde erneut ein kreatives Highlight inszeniert, diesmal unter tatkräftiger Mithilfe des Thüringer Poetry Slammers AIDA.

die Natürlichkeit, an welcher sich die Farben orientieren. Ausserdem stechen die Metallics in den verschiedensten Nuancen heraus. Pastelltöne werden selbstbewusster und intensiver, fast ein wenig synthetisch. Die Kombination von scheinbar nicht vereinbaren Dingen zeigt interessante Kontraste, wodurch deutliche Akzente gesetzt werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Mattheit ein, die dazu führt, dass Farben samtig, wohlig warm und weich wirken. Auch ein leichter Schimmer kann diese Mattheit hervorrufen. Frühjahr und Sommer 2018 zeigen dagegen eine gewisse Dominanz der Farbe Blau. Diese reicht von sehr zart bis hin zu tief und dunkel. Pastelltöne interpretieren sich neu, indem sie zum einen sehr filigran und dahinschwelgend wirken, aber auch deutlich kräftiger und lebenslustiger. Eine herausragende Stellung nehmen sehr tiefe, dunkle Töne ein, die beinahe schwarz wirken. Alles in allem zeigt sich die Saison in optimistischer Zerbrechlichkeit und tief geheimnisvoll. «The Pursuit of Colors ist die aufregende Farben-Jagd des Protagonisten Ben und seiner Weggefährtin Kara nach herausra-

Bilder: Grafe

Der Slam-Poet Andreas In der Au – kurz AIDA – schuf eine spannende Abenteuergeschichte in zwölf Kapiteln, die den Leser Monat für Monat mit auf eine Weltreise nimmt. Der obligatorische Kalender bebildert die Trendfarben und verkörpert damit das visualisierte Begleitwerk zur im wahrsten Sinne des Wortes bunten Erzählung. Auf der Website www.pursuit-of-colors. com werden jeden Monat kleine Rätsel und exklusive Kapitel freigeschalten, die zudem die Chance bieten, einen grossartigen Schatz in Form einer sagenhaften Reise zu entdecken. Registrierte Leser begleiten den Protagonisten Ben und seine Gefährtin Kara bei einer interaktiven Farbensuche, die chronologisch in verschiedenste inspirierende Regionen der Welt führt. Die rasante Jagd nach Tönen, Nuancen und Schattierungen und der Kampf gegen Farblosigkeit und Eintönigkeit münden schliesslich in einem furiosen Finale. Auf ihrer Tour durch die Welt der Farben erleben die Helden der Geschichte, dass 2018 durch eine starke Ambivalenz gekennzeichnet ist. Herbst und Winter sind von zurückhaltenden Blau-, Grün- oder Brauntönen geprägt. Dabei ist es vor allem

Der Grafe Katalog bebildert die Trendfarben 2018.

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Julia Canzler

genden Farbtönen. Schaffen sie es nicht, alle gesuchten Farben einzufangen, drohen diese für immer aus der Welt zu verschwinden. Ihre Suche führt die beiden Helden dabei nicht nur an faszinierende Orte, sondern auch zu den Farbnuancen für 2018», erklärt Julia Canzler, Design & Packaging der Grafe Gruppe. Der in Erfurt geborene Künstler Andreas in der Au ist mit seiner Bühnenerfahrung und insgesamt über 1000 Auftritten einer der aktivsten Slam-Poeten im deutschsprachigen Raum. Sechs Jahre in Folge konnte er sich für die deutschsprachigen Meisterschaften qualifizieren. 2013 wurde er Bundestoleranzpreisträger. 2016 brachte er die Anthologie «Poetry Slam in Thüringen» heraus. AIDA ist Vorstandsmitglied vom Highslammer e.V. und organisiert bzw. moderiert bundesweit mehrere Poetry Slams und gibt Workshops zum Thema. Kontakt Grafe Advanced Polymers GmbH Waldecker Strasse 21 D-99444 Blankenhain Telefon +49 (0)36459 45-0 grafe@grafe.com, www.grafe.com

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KUNSTSTOFF XTRA

zeugnahe Vor- und Rückläufe minimieren den Energieverlust zusätzlich. Je rascher und verlustloser die Wechsel zwischen Aufheiz- und Abkühlphasen sind, desto effizienter und energiesparender ist die Herstellung anspruchsvoller Spritzgiess- und Composite-Teile.

Als erster Anbieter einer vario-Umschalteinheit – für Druckwassergeräte bis maximal 200 °C – bietet Regloplas in Kombination mit der energyBattery die ideale Lösung an. Dank optimaler Trennung von Kalt- und Heisswasserkreis verkürzen sich die Aufheiz- und Abkühlphasen, und der Energieverbrauch reduziert sich entsprechend. Werk-

Auf einen Blick: –– Energieeffiziente Temperierung im Hochtemperaturbereich ohne Druckschläge –– Einfaches, individuell einsetzbares und günstiges System für höchste Flexibilität –– Flexibel und modular einsetzbar mit allen Standard-Temperiergeräten von Regloplas für Anwendungen mit Wasser bis 200 °C

–– Stabiles, langlebiges System für Metall-, Pulver- und Kunststoffspritzguss sowie Composite-Verfahren –– Bei der Umstellung auf eine variotherme Produktion können die bereits eingesetzten Regloplas Temperiergeräte mit der vario-Umschalteinheit erweitert werden –– Der optionale Einsatz der energy­B attery ermöglicht eine zusätzliche Reduktion des Energieverbrauchs. Regloplas AG Flurhofstrasse 158 CH-9000 St. Gallen Telefon +41 (0)71 282 58 00 info@regloplas.com www.regloplas.com

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Produkte

Das neue MES-System MaXecution Mit dem neuen MaXecution präsentierte KraussMaffei zur Fakuma erstmalig ein speziell auf die Bedürfnisse kleiner Spritzgiessunternehmen zugeschnittenes Manufacturing Execution System (MES). Die neue Software schafft mehr Transparenz in der Produktion durch Produktivitätskennzahlen, wie beispielsweise zur Gesamt­ anlageneffektivität (OEE Overall Equip­ ment Effectiveness), zum Werkzeug- und Ressourcenmanagement oder zu Maschinen- und Ausschussstatistiken. In Summe bedeutet sein Einsatz eine bessere Auslastung des Maschinenparks, weniger Ausschuss und eine höhere Gesamtanlageneffizienz. Das

neue MaXecution wird in drei Ausbaustufen angeboten, so dass Verarbeiter bedarfsgerecht entscheiden können, wie viel Funktionalitäten eines MES sie benötigen. MaXecution bietet zuverlässige Echtzeit-Daten über den gesamten Produktionsprozess und erleichtert dadurch die Planung, Steuerung

und Kontrolle der gesamten Produktion. Aktuelle Fertigungsaufträge mit den hinterlegten Maschinen und Personal lassen sich einfach auf die Shopfloor-Ebene übertragen. Bei eventuellen Störungen und Abweichungen bietet MaXecution die Möglichkeit, schnell zu reagieren und Gegenmassnah­men einzuleiten. MaXecution von Krauss-­­ Maffei basiert auf dem MES Hydra von MPDV.

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Produkte

Wittmann erweitert Primus Roboter-Baureihe

Die Geräteserie Primus startete mit dem Primus 16, dieser war mit einem Traggewicht von 5 kg ausgelegt auf Spritzgiessmaschinen mit einer Schliesskraft von 120 bis 250 t. Nun stellt Wittmann das neue Modell Primus 14 mit einem Traggewicht von 2 kg vor. Dieses Modell ist wie der grös­sere Bruder speziell für Pick & Place Anwendungen vorgesehen. Der Primus 14 ist auf einen Schliess­ kraftbereich von 50 bis 150 t ausgelegt. Da es sich gerade in diesem Bereich um Spritzgiessmaschinen mit sehr kompakten Abmessungen handelt, wurde die Mechanik des Geräts nochmals optimiert. Eines der Resultate dieser Optimierung ist ein äusserst kompakter Schaltschrank, welcher sich optimal in die Schutzeinhausung der Spritzgiessmaschine einfügt. Hieraus ergibt sich für den Anwender der Vorteil, dass die für weitere Schutzmassnahmen gegebenenfalls entstehenden Kosten – etwa für zusätzliche Verblechungen oder Schutzelemente – gesenkt werden können oder erst gar nicht

entstehen. Die Horizontalachse des Roboters verfügt über eine Länge von 900 bis zu 2000 mm. Das zum Einsatz kommende optimierte Kabelmanagement gestattet eine sehr kompakte Trägergeometrie ohne zusätzliche seitliche Überlängen für die Energiekette. Dadurch verkleinert sich der benötigte Bauraum zwischen den Schutztüren der Spritzgiessmaschine auf ein Minimum, und ein Ablegen der Teile innerhalb der Schutz­ e inhausung wird möglich. Die Vertikalachse verfügt über einen Hub von bis zu 1000 mm, die Entformachse weist einen Hub von 440 mm auf. Abgerundet wird das Paket durch das R8 Handeingabegerät und die Primus Steuerung. Diese gewährleistet eine intuitive Bedienung, und Bediener mit Kenntnissen der Wittmann R8 Steuerung werden sich auf der Primus Steuerung augenblicklich heimisch fühlen. Wie beim Primus 16 greift auch der Primus 14 auf die für Wittmann typischen Absolut­ encoder zurück. Diese beugen – speziell unmittelbar nach dem Einschalten der Steuerung – Kollisionen vor, da die Position des Roboters sofort bekannt ist. Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn Telefon +41 (0)55 293 40 93 info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.ch

Kleinroboter e-pic B und e-pic Z

Auf der Fakuma 2017 präsentierte Engel seine e-pic Roboter zum ersten Mal in einer integrierten Version und machte damit anschaulich deutlich, wie sich im Zusammenspiel von Spritzgiessmaschine und Roboter Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen lassen. In den inte­ grierten Lösungen wird die CC300 Steuerung der Engel Spritzgiessmaschine zum zentralen Bedienpanel für die gesamte Fertigungszelle. Das bedeutet ein gemeinsames Teiledaten- und Alarmmanagement sowie ein einheitliches Look-andfeel. Die durchgängige Bedienlogik vereinfacht deutlich die Inbetriebnahme, Programmierung und Steuerung sowohl der Roboter als auch der gesamten Fertigungszelle. Die e-pic Kleinroboter sind die jüngsten Produkte im Automatisierungsprogramm von Engel, die in zwei Varianten angeboten werden, als Pick-and-Place-Linearroboter

(e-pic Z, Bild) und Servo-Angusspic­ ker (e-pic B). Das Besondere der e-pic Baureihen ist, dass die Roboter statt einer klassischen x-Achse einen Schwenkarm in Leichtbauweise besitzen. Diese völlig neuartige Kinematik, mit der Engel eigenen Angaben gemäss ein Alleinstellungsmerkmal hält, erhöht deutlich die Dynamik und Energieeffizienz, reduziert den Wartungsaufwand und ermöglicht darüber hinaus eine sehr kompakte Anordnung auf der Spritzgiessmaschine. Sowohl in Richtung der Spritz- als auch der Schliessseite benötigt der Schwenk­ arm weniger Platz als eine Linearachse. Hindernisse, wie Aufbauten am Werkzeug, kann der Schwenk­ arm besonders einfach und schnell umfahren. Dabei ist die Bedienung des e-pic Roboters nicht komplizierter als die eines Linearroboters. Die Steuerung rechnet die rotatorischen Bewegungen in lineare Bewegungen um. Die e-pic Roboter sind seit der Fakuma mit efficiency control ausgerüstet. Mit Hilfe der Software passen die Roboter die Geschwindigkeit ihrer Bewegungen an den Zyklus des Spritzgiessprozesses an, was den Energieverbrauch reduziert und die Lebensdauer der mechanischen Komponenten erhöht. Engel (Schweiz) AG Hungerbüelstrasse 17 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 725 07 55 ech@engel.at www.engelglobal.com

Massgeschneiderte Automationslösungen

Auf der diesjährigen Fakuma standen neben den Boy-Spritzgiessautomaten besonders die speziell auf die Anwendungen zugeschnittenen Automationslösungen im

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Vordergrund. So zeigte ein Exponat, dass Boy nun auch ein eigenes Handlinggerät mit drei servomotorischen Linearachsen in seinem Verkaufsprogramm führt. Optimal

auf die Boy-Spritzgiessautomaten angepasst, arbeitet die Steuerung Procan LR5 des Handlings mit der Steuerung der Spritzgiessautomaten über Euromap-­ Schnittstellen Hand in Hand. Mit einem flexibel gestaltbaren Schutz­ zaun werden die Auflagen einer CE-Konformität und die DIN EN 201 erfüllt. Unter dem Motto «Von der Kunststoff- zur Metallform» zeigte Boy ausserdem die Herstellung von spritzgegossenen Teilen mittels 3D-gedruckter Form­einsätzen auf einer Boy XXS. Neu auf der Fakuma 2017 war der Einsatz von 3D-gedruckten Metall­ einsätzen, die höhere Standzeiten

als vergleichbare Einsätze aus gedrucktem Kunststoff aufweisen. Zudem lassen sich beim Drucken der Metall-Formeinsätze Temperierkanäle realisieren, mit der das Werkzeug dann entsprechend temperiert werden kann – ein weiterer Vorteil gegenüber den Form­ einsätzen aus Kunststoff.

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Produkte

Mehrzonenregler H1252/. . . für 6 und 12 Heizzonen Aufgeladen? HAUG BIEL AG bietet Lösungen.

Hasco ersetzt ab sofort das Produktportfolio der Mehrzonenregler durch zwei neue Heisskanalregelgeräte der Baureihe H1252/. . . Die kostenattraktiven Geräte überzeugen durch stabile und präzise Temperaturregelung und ermöglichen dank eines maximalen Heizstromes von 16A vielfältige Anwendungen. Es stehen zwei Varianten mit 6 und 12 Regelzonen zur Auswahl. Die Heisskanalregler H1252/6×16 und H1252/12×16 sind durch ihren robusten Aufbau auch für den Betrieb in rauer Umgebung ausgelegt. Die aussenliegenden Kühlkörper sorgen durch eine ideale Wärmeabgabe für eine höhere Zuverlässigkeit und längere Lebensdauer der Elektronik. Zwei Segmentanzeigen pro Zone stellen alle relevan-

ten Parameter dar und ermöglichen ein paralleles Beobachten der Soll- und Istwerte. Die permanente Visualisierung von zwei Überwachungszuständen plus die verlässliche Anzeige möglicher Warnungen und Alarme erlaubt eine einfache Zustandsbewertung der Heisskanalregler und -systeme. Die intuitive Bedienung über Tasten an der Gehäusefront macht das Einstellen aller Gerätefunktionen besonders einfach. Die umfangreichen Überwachungs­ funktionen der Heisskanalregler sind ohne manuellen Eingriff bereits aktiv. Sie arbeiten zuverlässig im Hintergrund und informieren den Bediener über mögliche Störungen. Zu den wichtigsten Überwachungsfunktionen zählen Temperaturabweichung, Fühlerbruch und -verpolung, Sicherungsausfall, Stellgrad, Heizstrom sowie unkontrollierter Stromfluss.

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Die Zukunft ist Open 4.0 3-Achs, 5-Achs, 6-AchsRoboter

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Ultrapolymers ergänzt Portfolio Mit den Scolefin CB-Typen von Ravago hat der Kunststoff-Distributor Ultrapolymers jetzt Polypropylen-Compounds im Portfolio, die auf Grund ihres Oberflächenwiderstands < 10³ Ohm als elek­ trisch leitfähig eingestuft sind. Diese mit Russ (Carbon Black) gefüllten, schwarzen Kunststoffe verhindern statische Aufladungen und erfüllen die Anforderungen der DIN EN 61340 in Bezug auf den Schutz von elektronischen Bauelementen vor Entladungsvorgängen, die hohen, im industriellen Produktionsumfeld geltenden Anforderungen hinsichtlich Explosionsschutz und die strengen Sicherheitsanforderungen in der Lieferkette. Mit ihrer sehr hohen Schlagzähigkeit erfüllen die Scolefin CB-Compounds auch die Anforderungen des Eckfalltests bei

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Eine Steuerungsplattform

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Paletten. CB-Typen mit einem Schmelzindex (MFI) von 10 g/10 min eignen sich für den Spritzguss, Typen mit MFI-Werten von 1 bis 2 g/10 min sind für Extrusionsanwendungen verfügbar. Ultrapolymers Deutschland GmbH Unterer Talweg 46 D-86179 Augsburg Telefon +49 (0)821 272 33-0 info@ultrapolymers.de www.ultrapolymers.de

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Produkte

HPgate – neue Nadelverschlusslösung

Mit HPgate präsentiert der italienische Heisskanalspezialist HRSflow eine neue, qualitätssteigernde und kostensparende Nadelverschlusslösung für die Herstellung hochwertiger Teile ohne Gratbildung.

Anders als bei herkömmlichen Ausführungen ist dabei der Anschnitt in einen von HRSflow selbst hergestellten Einsatz aus gehärtetem Metall eingearbeitet. Dieser wird einfach in das Werkzeug eingeschraubt und lässt sich im Verschleissfall leicht austauschen. Dem Werkzeugbau erspart diese innovative Lösung die zeitaufwändige und komplexe Bearbeitung des herkömmlichen zylindrischen Anschnitts. Weil die Anschnittgeometrie bereits Teil des Einsatzes ist, entfallen bei HPgate die mit der zylindrischen Konfiguration verbundenen Schwierigkeiten hinsichtlich enger Toleranzen, grosser und variabler Tiefen sowie der Koaxialität zwischen Nadel und Anschnitt.

Novolas TTS-System

Auf dem Novolas TTS-System (Tabletop-System), ausgerüstet mit einer Spot-Optik BT, hatten die Besucher während der Fakuma die Möglichkeit, Vergrösserungsgläser zu schweissen. Leister bietet für das Novolas-TTS System eine grosse Anzahl von unterschiedlichen Optiken aus der Modellreihe BT an. Das Angebot erstreckt sich über die Spot, Ring, Line, Field und DOE Optik. Anhand der Anforderungen an die Schweissnaht und deren geometrischen Ausprägung wird in Zusammenarbeit mit dem Kunden die Wahl der geeignetsten Optik getroffen. Dies ermöglicht das Erreichen von kurzen Schweisszeiten bei gleichbleibend hoher Qualität. Die Bedienung des TTS-Systems erfolgt mittels HMI Software. Innerhalb dieser werden Parameter wie Kontur, Schweissgeschwindigkeit, Spanndruck und Laserleistung für die Bauteile programmiert und gespeichert. Im

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System können so Schweissparameter zu diversen Bauteilen hinterlegt und jederzeit neu aufgerufen werden. Dadurch ist ein Produktionswechsel schnell und einfach durchführbar. Mit dem Maskenschweissen stellt Leister ein weiteres interessantes Verfahren in einer grösseren, komplexeren Anlage, der WS-AT, vor. Auch bei diesen Anlagen werden die Konturen und Parameter über das HMI programmiert und bedient. Das Verfahren bietet grosse gestalterische Freiheiten beim Design der Schweissnaht. Kleinste Schweissnahtbreiten und komplexe Konturen, wie z. B. ein QRCode, sind abbildbar und wurden auf der Messe live vorgeführt. Leister bietet auch Lösungen zur Integration an, die ab sofort auch über das HMI bedient werden können. Dies vereinfacht das Setzen von Parametern wie Laserleistung, Pyrometerdaten und Lasermodi. Durch Benutzerebenen wird ein ungewolltes Verändern der Prozess­parameter verhindert und der Produktionsbetrieb gewährleistet.

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Ebenfalls vorteilhaft für den Werkzeugbau ist die hohe Härte des Einsatzes, aufgrund derer für die umgebenden Werkzeugplatten ein Stahl mit geringerer Härte gewählt werden kann. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der speziellen Nadelgeometrie, bei der die konische Kontaktfläche eine bessere Beeinflussung der Nadeltemperatur ermöglicht, während die präzise ausgerichtete zylindrische Nadelspitze das Abdichten übernimmt. Bei der herkömmlichen konischen Variante entsteht immer eine typische Kunststoffschicht am Anschnittpunkt. Beim Öffnen des Werkzeugs muss diese abreissen, was zu Gratbildung führen kann. Um dies zu verhindern,

sind oft sehr feinfühlige Anpassungen der Prozessbedingungen erforderlich. Durch den Wegfall dieses Grates auf Grund der zylindrischen Nadelspitze verkürzt die HPgate-Lösung die erforderliche Zeit für das Optimieren der jeweiligen Prozessparameter. Eine hohe Formteilqualität wird sehr viel schneller erreicht, was gleichbedeutend ist mit einer Vergrösserung des Prozessfensters.

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Verformungs- oder Bruchrisiko bei Behältern teme eignen sich für grosse Proben wie Karton-, Kunststoff- oder Metallbehälter. Neben einer Vielzahl von Messungen in der Verpackungs- und Kunststoffindustrie, wie etwa die Bestimmung von Zugfestigkeit, sind die MultiTest-xt Prüfstände auch für Ring-, Flach- und Kantenstauchprüfungen bestens geeignet. Individuell programmierbare Bewegungsabläufe, Ergebnisdarstellung mit «gut» oder «schlecht» Anzeige und unbegrenzte Speichermöglichkeit der Prüfabläufe sind nur einige der Vorteile der Mecmesin MultiTest-xt Prüfstände. Nach kurzer Einarbeitungszeit sind sichere und normgerechte Prüfungen mit aussagekräftiger Dokumentation möglich. Mit Top-Last- und Stauchprüfungen wird das Verformungs- oder Bruchrisiko von Behältern ermittelt, die während der Herstellung, der Lagerung oder des Transports gestapelt werden müssen. Die MutiTest-xt Prüfstände mit integrierter Touch-Screen-Konsole sind leicht bedienbare Prüfsysteme, die die Einhaltung von internationalen Industrienormen gewährleisten. Die computergesteuerten einsäuligen Prüfsysteme eignen sich für Kunststoffflaschen, Aluund Blechdosen. Zweisäulige Sys-

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Produkte

Kompakttrockner mit integrierter Förderung Sowohl der Luxor E A als auch der Luxor EM A mit optionaler ETA plus Energiespar-Technologie sind speziell entwickelt worden, um Luft mit einem konstant niedrigen Taupunkt an einen Trockentrichter zu fördern und gleichzeitig den Energieverbrauch zu reduzieren. Der Luxor E A lässt sich leicht in bestehende Förderanlagen integrieren oder mit einem Einzel-Fördergerät bestücken. Wobei der Luxor EM A eine anlagenspezifische Lösung bietet mit einer integrierten Trockenluftförderung für bis zu zwei Verarbeitungsmaschinen und einem Trockentrichter. Ausgestattet und angeboten werden die beiden Trockner mit jeweils einem Trockentrichter in den Baugrössen 60, 100 und 150 Litern. Die LuxorNet Steuerung verwendet eine moderne und flexibel einsetzbare BUS-­ Technologie. Als Standard werden

über ein Farb-Touch-Display der Trockenlufterzeuger und ein Trockentrichter bedient, bei der EM-­ Version zusätzlich auch die Mate-

7.– 8. Februar, Messe Zürich

rialförderung für einen Trockentrichter und zwei Verarbeitungs­ maschinen. Die Integration von Trockenluftförderung, Leersaugung und Materialdosierung ermöglicht eine maximale Flexibilität und Produktivität. Die optionale ETA plus Technologie steht für innovative und energieeffiziente Trocknungstechnologie, die zwei individuelle Faktoren berücksichtigt: –– Die Luftmengenregelung passt sich automatisch saisonalen oder tageszeitbedingten Schwankungen der Materialeingangstemperaturen und dem Materialdurchsatz an –– Wurde die Luftmenge auf ein Minimum reduziert, wird nun zusätzlich die Trockenlufttemperatur automatisch dem Durchsatz angepasst, was gerade bei stark reduzierten Materi-

aldurchsätzen eine besonders schonende Trocknung sicherstellt. Zusammengefasst ermöglicht die Kombination von Luftmengenregelung und Temperaturabsenkung höchst mögliche Energieeinsparungen. Verglichen mit konventionellen Trocknungsanlagen sind mit der ETA plus Technologie Energieeinsparungen von bis zu 64 % möglich. Beide Funktionen können je nach den Prozessvorgaben aktiviert oder deaktiviert werden.

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