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1–2 / 2017

OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

Januar/Februar

KUNSTSTOFF XTRA

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG


QuaLität know-how

maschinen technoLogien

heimat des spritzgiessens marktführerschaft Leidenschaft weitbLick

innovation

Seitdem sich ARBURG mit dem Spritzgiessen beschäftigt, geschieht das mit dem Anspruch, die Heimat dieses Verfahrens zu sein. Weil es in unseren Genen liegt können wir gar nicht anders, als uns mit kompromissloser Konsequenz und Hingabe der Weiterentwicklung und Perfektionierung des Spritzgiessens zu widmen. Dabei haben wir immer ein Ziel vor Augen: Ihren Erfolg. www.arburg.ch


EDITORIAL

Die Plattform der Kontaktpflege Die Swiss Plastics Expo beinhaltet alles, was Aus­ steller und Besucher von einer Messe erwarten: Sie ist zentral gelegen, gut erreichbar sowohl mit dem

www.granula.ch www.granula.eu

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Pw wie auch dem öffentlichen Verkehr; die Aus­ stellerstände haben gegenüber 2014 nochmals an Wertigkeit gewonnen und das Messekonzept ist mit der Expo, dem Symposium, dem Journée de la Romandie und der Swiss Plastics Night mit u.a. der Vorstellung der digitalen Plattform für die Kunststoffindus­trie vielfältig und breit abgestützt. Der Messeleiter René Ziswiler und sein Team haben alle Register gezogen, um die Branche im realen und digitalen Geschäftsleben zusammen- und weiterzubringen. Auch wenn Besucher aus 25 Nationen angereist sind, ist die Swiss Plastics Expo in erster Linie eine Schweizer Kunststoffmesse. Die Branche mit rund 800 Kunststoffunternehmen in der Schweiz und einem Umsatzvolumen von ca. CHF 15 Mrd. ist und bleibt überschaubar. Bedenkt man, dass zwischen der Frankenschock liegt, unter dem viele Unternehmen nach wie vor zu kämpfen haben, liegt die Zahl der Aussteller mit knapp 300 Firmen im Rah­ men der Erwartungen. Und diese waren mehrheitlich mit der Qualität der Besucher sehr zufrieden, wie der Bericht auf S. 23 zeigt. Was sich nicht wegreden lässt, ist die geringe Besucherdichte. Wir wissen auch hier um die Vorteile: man hat Zeit für vertiefte Gespräche, es herrscht keine Hektik ... Trotzdem: etwas mehr Besucher würden der Messe gut tun. «Zu wenig Laufkundschaft» war da und dort zu hören. Die Unternehmen sollten ihren Leuten in der Produktion wieder die Gelegenheit geben, sich auf einer Messe umzusehen. Vorbildlich ein Verarbeiter aus dem Aargau, der 10 Mitarbeiter auf die Messe geschickt hat, damit sie sich inspirieren lassen konnten. Die Qualität der Aussteller ist hoch – gerade auch junge Leute könnten Ideen aufgreifen und Inputs für ihre Unternehmen mit nach Hause nehmen. Das Zitat von John F. Kennedy bringt es auf den Punkt: «Einen grossen ­Vorsprung im Leben hat, wer da schon handelt, wo andere noch reden.»

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com 1– 2 / 2 0 17

Masterbatch für Biopolymere Medizinaltechnik

der letzten Austragung der Messe in 2014 und der aktuellen Durchführung


KUNSTSTOFF XTRA

INHALTSVERZEICHNIS

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FOKUS

11 Behandelte Einsatzoberflächen

Ohne Engagement läuft nichts

500

0 0 [µm] Gestrahlt; Al2O3150

Swiss Plastics Network – vor ziemlich genau drei Jahren wurde die Idee der Dachmarke auf der Swiss Plastics Expo 2014 in Luzern vorgestellt. Inzwischen wurden unter der Ägide des Netzwerks verschiedene Projekte realisiert, wie z. B. der Innovation Report 2015 und 2016 und der Aus- und Weiterbildungs-Report. Seit August 2016 steht Peter Lack dem Netzwerk als Präsident vor. Im Gespräch mit KunststoffXtra erklärt er, was er zusammen mit den Partnern des Netzwerks erreichen möchte.

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0,0

VERFAHRENSTECHNIK

Hinterspritztes Bauteil

Bauteil Vollständiger Übertrag

8,0 720

Kunststoffe metallisieren

125 mm

[µm] 35,0

500

0

Einsätze mit aufgespritzter Schicht

[µm] 16,0

Geschliffen; 180 SiC

17,5 720

0,0

Unvollständiger Übertrag

Beim sogenannten In-Mould-Metal-Spraying-Verfahren (IMMS) wird durch das Lichtbogendrahtspritzen eine metallische Schicht auf ein Spritzgiesswerkzeug flächig oder partiell aufgebracht und anschliessend hinterspritzt. Auf diese Weise werden Kunststoffformteile für elektrische, magnetische, haptische oder optische Einsatzzwecke mit einer geschlossenen Metallschicht ausgestattet.

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MESSEN/PRÜFEN/QS Bildverarbeitung schlägt Wägetechnik

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VERARBEITUNG Schreibgerätefertigung mit Heisskanaltechnik

In der vom Tourismus geprägten Stadt Wernigerode im Harz produziert die Firma Schneider GmbH & Co. KG hochwertige Schreibgeräteserien und Patronen für Füllfederhalter. Im Frühjahr soll die Produktionsfläche um 1300 m 2 erweitert werden.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für Werkstoffe – Verarbeitung – Anwendung Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 7. Jahrgang (2017) Druckauflage 6000 Exemplare WEMF / SW-Beglaubigung 2016 5668 Exemplare total verbreitete Auflage 1534 Exemplare davon verkauft ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Wägetechnik oder Bildverarbeitung? Mit welchem Verfahren lassen sich 2K-Spritzgussteile besser «inline» beurteilen? Die Ingenieure der Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG haben beide Prüfmethoden unter Praxisbedingungen getestet.

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VERBAND

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com

Vorstufe Triner Media + Print Schmiedgasse 7 CH-6431 Schwyz Telefon +41 (0)41 819 08 10 beratung@triner.ch www.triner.ch

Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Abonnemente Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Druck Binkert Buag AG Baslerstrasse 15 CH-5080 Laufenburg Telefon +41 (0) 62 869 74 00 www.binkertbuag.ch

Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto)

Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2017 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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INHALTSVERZEICHNIS

CLUSTER

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JUBILÄUM Eine Perle mit Pilotcharakter

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FORSCHUNG & ­E NTWICKLUNG Schäden in FVK sofort erkennen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TH Köln entwickeln im Projekt Isafan eine verbesserte Schadenserkennung und -vorhersage für Faserverbundkunststoffe (FVK). Eine jetzt zum Patent angemeldete Technologie könnte in Zukunft Schäden, wie zum Beispiel Faserbrüche, präzise detektieren und aufwändige Wartungen reduzieren.

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Offiziell war der 20. Geburtstag der Schweizer Niederlassung der KraussMaffei Technologies GmbH, München, am 1. Ok­ to­b er 2016. Aus praktischen Überlegungen wurde aber im Rahmen der Swiss Plastics Expo am 24. Januar in Luzern gefeiert. Und Grund zum Feiern gibt es: Seit 1996 ist die Tochtergesellschaft stetig und stark gewachsen – umsatzwie auch personalmässig.

MESSERÜCKBLICK Die Stärke liegt in der Qualität

Roboter W808 Swiss Edition Der Kleinroboter W 808 Swiss Edition wurde speziell für den Einsatz auf kleinen Spritzgiessmaschinen entwickelt. Kleine Achsüberstände sorgen für minimalen Platzbedarf. Alle Achsen sind mit Absolutwertgebern ausgestattet, womit eine Initialisierung des Geräts nach dem Einschalten entfällt. Mit einem Handlinggewicht von 3 kg ist er sehr flexibel für Pick and Place Aufgaben einsetzbar. Mit der R 8.3 Steuerung sind aber auch verschiedene Ablage- und Stapelprogramme kein Problem. Programme können ohne Programmierkenntnisse mit der Funktion Quick New erstellt werden, Funktionen wie Anfahrteile, Anguss abwerfen oder Q-Schuss

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Januar/Februar

ZUM TITELBILD

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Die fünfte Swiss Plastics Expo 2017 ist Geschichte. Nach der Austragung vor drei Jahren waren die Erwartungen von Seiten der Aussteller wie Besucher sehr hoch. Diese wurden – was die Quantität der Besucher anbelangt – nicht ganz erfüllt, hinsichtlich Qualität aber sehr wohl. Diese Bilanz ergab sich kurz auf einen Nenner gebracht aus den zahlreichen Gesprächen, die KunststoffXtra mit Ausstellern geführt hat.

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG

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NEWS

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FIRMEN BERICHTEN

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VERANSTALTUNGEN

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PRODUKTE

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LIEFERANTENVERZEICHNIS

lassen sich durch einfaches Setzen eines Hakens integrieren. Alle Positions-Einstellungen sind in einem grafikunterstützten Fenster einfach durchführbar. In diesem Fenster lassen sich auch die Vakuumüberwachungen direkt einstellen. Für einen niedrigen Energieverbrauch sorgt die Funktion Eco Mode, welche die Geschwindigkeiten automatisch an die Zykluszeit anpasst. Zur Komplettierung stehen verschiedene interessante Pakete mit Förderband und integrierter Schutzeinhausung zur Verfügung. Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.com

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FOKUS

Interview mit Peter Lack, Präsident des Swiss Plastics Netzwerks

Ohne Engagement läuft nichts Swiss Plastics Network – vor ziemlich genau drei Jahren wurde die Idee der Dachmarke auf der Swiss Plastics Expo 2014 in Luzern vorgestellt. Inzwischen wurden unter der Ägide des Netzwerks verschiedene Projekte realisiert, wie z.B. der Innovation Report 2015 und 2016 und der Aus- und Weiterbildungs-Report. Seit August 2016 steht Peter Lack dem Netzwerk als Präsident vor. Im Gespräch mit KunststoffXtra erklärt er, was er zusammen mit den Partnern des Netzwerks erreichen möchte.

Marianne Flury Herr Lack, seit August 2016 sind Sie Präsident des Swiss Plastics Network. Weshalb haben Sie diesen Job angenommen? Peter Lack: Ich habe dieses Amt ange­ nommen, weil ich der Meinung bin, dass ich mit meiner langjährigen Erfahrung bei der Firma Wago und den guten Kontakten, die ich habe, diesem Netzwerk etwas brin­ gen kann. Ich war längere Zeit im Grün­ dungskomitee des Swiss Plastics Clusters Freiburg tätig, in dem ich das Präsidium innehielt und war auch im Gründungsko­ mitee der Swiss Plastics Expo. Hinter dem Ja zu diesem Amt steckt auch ein bisschen Eigeninteresse. Nach der Pensionierung kann ich so mein Netzwerk weiter nutzen und pflegen. Wichtig war mir, im Zuge der Neuorganisation des Verbands Swiss Plas­ tics vorgängig mit Silvio Ponti die künftigen Aufgabenzuständigkeiten abzuklären und abzustimmen. Das ist mittlerweile gesche­ hen. Auf das kommen wir noch zu sprechen. Vorerst noch: Was ist Ihre Aufgabe als Präsident des Netzwerks? Lack: Schaut man die Struktur des Netz­ werks an, bin ich für die Sektion Partner verantwortlich. Ich sehe meine Hauptauf­ gabe in der Koordination der Tätigkeiten der Partner und in der Überwachung der Projekte, die wir aufgleisen. Beim Projekt Industrie 4.0 werde ich die Leitung über­ nehmen. Neu konnten wir Frank Ehrig, Leiter des IWK in Rapperswil, als Vor­ standsmitglied und Leiter der Sektion Science & Technology gewinnen. Mit den Partnern in ständigem Kontakt zu stehen und zu bleiben wird meine Hauptaufgabe sein. So können wir gemeinsam Projekte 4

realisieren, die wichtig sind für den Erfolg der Kunststoffindustrie. Ein vordringliches Projekt wird Industrie 4.0 sein. Da weiss ich, dass Freiburg aktiv ist, andere sicher auch, aber es gibt noch keinen Austausch. Keiner weiss, was der andere macht. Des­ halb möchte ich z.B. Pascal Bovet (HTA-FR und Direktor Innosquare, Anm. Redaktion) in die Arbeitsgruppe Industrie 4.0 mit ein­ beziehen. Ein anderes Schwerpunktthema ist Aus- und Weiterbildung. Das sind die zwei Hauptthemen, die ich in erster Linie verfolgen werde. Sie waren als Präsident bereits früher in verschiedenen Organisationen tätig. Inwiefern nützt Ihnen diese Tätigkeit bei Ihrer neuen Aufgabe? Lack: Das Präsidium, das ich im Swiss Plas­tics Cluster in Freiburg innehielt, hilft natürlich, da mir dadurch ein grosses Netz­ werk zur Verfügung steht. Ich habe Verbin­ dungen zur Haute école d’ingénierie et d’architecture de Fribourg, aber auch zu weiteren Schulen. Die anderen Präsidien helfen, wenn es um die Ausbildung geht. Ich war ja u.a. Präsident der Foma (Ausbil­ dung der Anlagenführer). Diese Erfahrung kann einfliessen in die Basisausbildung von Kunststoffleuten. Das Netzwerk wurde 2014 gegründet. Was war die Triebfeder dazu? Lack: Es gab Verschiedenes, das zu die­ sem Zeitpunkt nicht optimal lief. Auch fehl­ ten Verbindungselemente zwischen dem Swiss Plastics Verband und dem Cluster in Freiburg zu den Schulen und zur Industrie. Das Netzwerk kann und soll unterstützend wirken. Hier hat eine koordinierende Insti­ tution gefehlt. Aus dem Netzwerk heraus ist auch die Plattform entstanden – wir

kommen sicher noch darauf zu sprechen – die Basis sein soll für den Zusammen­ fluss aller Aktivitäten und Informationen. Was ist die Kernaufgabe des Netzwerks? Lack: Die Kernaufgabe sehe ich im Zu­ sammenbringen aller Player, die im wei­ testen Sinne im Kunststoffbereich tätig sind. Ich nehme hier als Beispiel die Grün­

«Den Kommunikations­ austausch unter den ­verschiedenen Sektionen ­erachte ich als sehr wichtig. Es muss klar sein, wer, wann, was macht» dung des Clusters in Freiburg. Ein Grund war, die Hemmschwelle zwischen Schulen und Industrie zu überbrücken. Betrachtet man dies im grösseren Rahmen, bedeutet das schweizweit einen Link zu schaffen zwischen Schulen, Hochschulen, Instituten und Industrie. Das zu koordinieren, zusam­ menzubringen, das erachte ich als die Kernaufgabe des Netzwerks. Dieses kann man als grossen, schweizweiten Cluster sehen. Wie gestaltet sich die Aufgabenverteilung innerhalb des Netzwerks? Lack: Das Netzwerk bietet sich dort an, wo einzelne Sektionen nicht weiterkom­ men. Setzt sich zum Beispiel der Verband ein Ziel, ist Peter Stauffer verantwortlich, dass dieses auch angegangen und erreicht wird. Hier werden die neu gebildeten Inte­ ressensgruppen (IG) des Verbands eine 1– 2 / 2 0 17


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FOKUS

Bild: Marianne Flur y

So stellen wir sicher, dass die Tätigkeiten der Sektionen gut aufeinander abgestimmt sind.

Peter Lack: Das Netzwerk kann man als gros­ sen, weltweiten Cluster sehen.

wichtige Rolle spielen. Essentiell ist auch, dass diese Gruppen mit qualifizierten Leu­ ten besetzt sein werden, die sich einbrin­ gen wollen. Jeder muss seine Aufgabe wahrnehmen. Das Gelingen eines Projek­ tes steht und fällt mit den involvierten Leuten. Das wird eine meiner Aufgaben sein, hier Hand zu bieten. Wichtig ist die Kommunikation der Sektionen untereinan­ der und die Abstimmung der Tätigkeiten. Ein Beispiel ist die Aus- und Weiterbildung. Freiburg macht in der Ingenieurschule Ba­ sisausbildung für Leute, die keine Ausbil­ dung in Kunststoff haben. Das ist in der Deutschschweiz nicht bekannt. Ziel muss es sein, Transparenz zu schaffen. Alle sol­ len Zugang zu diesen Aus- und Weiterbil­ dungsmöglichkeiten haben. Und das wol­ len wir über die Plattform gewährleisten. Durch diese Transparenz werden die Auf­ gaben auch abgegrenzt. Als weiteres Bei­ spiel nenne ich das Projekt Industrie 4.0. Dieses ist so umfassend, dass jemand den Lead in der Arbeitsgruppe übernehmen muss und das geschieht am besten durch eine übergeordnete Stelle, sprich das Netzwerk. Dieses ist nicht hierarchisch aufgebaut und soll einen Neutralitätsstatus haben. Das Netzwerk ist immer noch im Aufbau. Woran wird jetzt gearbeitet? Lack: Das Netzwerk ist unterteilt in sechs Kompetenzbereiche (Sektionen). Jedes Vorstandsmitglied betreut je eine Sektion. 1– 2 / 2 0 17

Wohin wollen Sie das Netzwerk bringen? Lack: Es gibt für mich zwei Hauptaufga­ ben. Ich verstehe das Netzwerk als kom­ munizierendes Gefäss. Den Kommunika­ tionsaustausch unter den verschiedenen Sektionen erachte ich als sehr wichtig. Es muss klar sein, wer, wann, was macht. Frank Ehrig hat z.B. die Tätigkeiten am IWK vorgestellt und die Möglichkeiten darge­ legt, die Nutzer des instituteigenen Labors zur Verfügung stehen. Das war mir nicht bekannt und das wissen viele andere wahrscheinlich auch nicht. Das zu vermit­ teln ist der erste Punkt. Die zweite Aufga­ be ist es, die Projekte, die wir im Januar 2017 an der Delegiertenversammlung vor­ gestellt haben, voranzutreiben. Ziel muss es sein, dass wir in 2018 einen vollum­ fänglichen Report mit umfassenden Ergeb­ nissen zu Indus­trie 4.0 präsentieren kön­ nen. Einen Report, der die Firmen in ihren Bemühungen diesbezüglich unterstützt und ihnen zeigt, in welche Richtung die Reise geht. Damit verbunden ist auch die Ausbildung, denn diese gehört dazu. In­ dustrie 4.0 lässt sich nicht realisieren, wenn man nicht weiss, um was es geht. Sie erwähnten Projekte, die Sie im Januar 2017 vorgestellt haben. Um welche geht es da? Lack: Es geht um drei Projekte: Eines ist die Plattform – diese muss gepflegt und aktiv gestaltet werden. Das zweite ist die Aus- und Weiterbildung, das dritte ist, wie vorhin erwähnt, Industrie 4.0. Was steckt hinter dem Projekt Aus- und Weiterbildung? Lack: Dabei geht es um die Evaluation al­ ler existierenden Aus- und Weiterbildun­ gen. Die diversen Möglichkeiten sollen transparent dargelegt werden. Es soll ge­ zeigt werden, wer wo was bietet und wer die Ansprechpartner sind. Des Weiteren soll in der Arbeitsgruppe Aus- und Weiter­ bildung definiert werden, welche Fachleu­ te in Zukunft benötigt werden. Wir spre­ chen immer von Kunststofftechnologen, aber vielleicht braucht es zusätzlich anders ausgebildete Leute. Hier wollen wir die Bedürfnisse der Verarbeiter herausfiltern.

Vielleicht besteht Bedarf in Richtung Anla­ genführer im Bereich Kunststoff. Das ist eine dreijährige anstelle der vierjährigen Ausbildung zum Kunststofftechnologen. Um hier auszuloten, was die Branche be­ nötigt, wollen wir kompetente Personen in die Arbeitsgruppe holen. Bei Industrie 4.0 sprechen wir von intelligenten Maschinen, sich selbst regulierenden Prozessen und Berufsbildern, die sich ändern werden. Ist die Ausbildung zum Anlagenführer da nicht bereits überholt, bevor sie überhaupt angefangen hat? Lack: Das denke ich nicht. Eine Maschine stellt sich nicht selber ein. Die Parameter müssen immer noch eingegeben werden. Das heisst, es braucht Leute an der Ma­ schine, aber mit einer anderen Ausbildung. Ziel muss es sein, generell das Niveau der Auszubildenden anzuheben. Es wird Leute geben, die das nicht schaffen, aber wir müssen die Gelegenheit dazu bieten. Kommen wir zurück auf das Projekt Industrie 4.0. Was beinhaltet dieses? Lack: Da geht es darum, eine Gruppe zu­ sammenzustellen, die in der Branche kom­ petent evaluiert und erfasst, was bisher diesbezüglich gemacht wurde und von wem. Ziel muss es sein, schweizweit die Informationen zu sammeln, zu bündeln

«Berufe werden sich ­verändern, das bedeutet, dass sich auch die A ­ usbildung verändern muss» und schliesslich auf die Plattform zu stel­ len. Wichtig in einem Netzwerk ist, dass man weiss, welche Ansprechpartner die richtigen sind. An einem Beispiel aus der Praxis, am besten aus der Industrie, soll den Firmen Industrie 4.0 näher gebracht, aber auch die Angst davor genommen werden. Mir fällt auf, dass in den Sektionen unter ’Partner’ und unter ’Wissenschaft und Technologie’ namhafte Institute fehlen. Weshalb? Lack: Das wird eine Aufgabe des Netz­ werks sein, dies zu entwickeln. Es ist auch 5


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FOKUS

Das Netzwerk umfasst diese sechs Sektionen

oder besser, es war auch eine Frage der Gebühren. Diese haben wir gesenkt. Ein Institut ist nun mit CHF 500 dabei. Was ist der Anreiz, einer Sektion des Netzwerks beizutreten? Lack: Mitglied im Netzwerk können Orga­ nisationen (Verbände, Cluster etc.) wer­ den oder Foschungs- und Bildungsinstitute sowie Veranstalter und Medienunterneh­ men. Firmen aus der Industrie können nicht Mitglied werden. Die Industrie bringt sich über die Projekte ein. So stellen wir den direkten Bezug und auch eine direkte Mitgestaltung der Industrie sicher. Der Reiz ist, gemeinsam Projekte zum Wohle der Industrie zu realisieren, die nur im Ver­ bund realisiert werden können. Man kann sich einbringen und – ich sage das einmal so: seine Zukunft sichern. Ein Mitglied weiss was läuft in der Branche. Da komme ich nochmals auf Industrie 4.0 zu spre­ chen. Ein Mitglied hat über die Plattform Zugang zu allen Informationen, die wir ge­ meinsam aufbereiten und präsentieren: Stand der Dinge, Perspektiven, zukunfts­ weisende Erkenntnisse – das ist unbezahl­ bar. Auch informiert zu sein über die Ausund Weiterbildungsmöglichkeiten ist ein wichtiger Aspekt. Wer sich hier engagiert ist auf dem Laufenden. Wo setzen Sie als Präsident des Netzwerks Prioritäten in 2017? Lack: Vorrang hat für mich sicher einmal die Kontaktnahme mit den Partnern. Ein weiterer Punkt ist die Zusammenstellung der Projektgruppen – diese existieren ja in dem Sinn noch nicht. Und schliesslich sind die enge Kontaktpflege mit dem Verband 6

und der Einbezug der ganzen Romandie für mich sehr wichtige Punkte. Welchen Stellenwert hat das Netzwerk in der Schweiz? Lack: Es ist mit nicht bekannt, dass auf diesem Niveau etwas Ähnliches existiert. Der Stellenwert für die Kunststoffindustrie, wenn wir die Ziele vor allem mit der Platt­ form erreichen, würde ich als sehr hoch einstufen. Welche Rolle spielt die Plattform? Lack: Die Plattform spricht in erster Linie die Kunden der Kunststoffindustrie an und ist somit ein Instrument zur Absatzförde­ rung. In zweiter Linie gibt die Plattform eine Übersicht der Branchenaktivitäten, sei es im Bereich von Innovationen, Bildung

«Wer sich hier engagiert ist auf dem Laufenden» und Veranstaltungen. Schliesslich gelangt man über die Plattform auch zu den Akti­ vitäten des Netzwerks und den ange­ schlossenen Organisationen. Das Gefäss muss kontinuierlich vervollständigt wer­ den, damit der Nutzer weiss, was in der Schweiz im Bereich Kunststoff abgeht. Wenn jemand ein Problem hat, erfährt er, an wen er sich wenden kann. Die Platt­ form ist ein Tool, über das man alle ge­ wünschten Informationen abrufen kann. Wenn ich Sie in einem Jahr über Ihre Erfahrung mit dem Netzwerk befrage, was möchten Sie dann unbedingt erreicht haben?

Peter Lack – zur Person Der gelernte Elektromechaniker Peter Lack (Jg. 1949) hat ein Studium in Elektrotechnik und Computertechnik absolviert sowie Studien in Betriebs­ wirtschaft und eine SQS-Ausbildung bis zum Instruktor gemacht. Auslands­ aufenthalte in Italien und Spanien folgten, wo er eine Firma total neu organisiert hat. In Kontakt mit Kunst­ stoff kam er erstmals bei Gimelli AG (1976), Zollikofen. Nach einem Abste­ cher zu Elektrolux wechselte er zu Wago in Domdidier, wo er 28 Jahre – bis zur Pensionierung – als Betriebs­ leiter tätig war. Als Lack bei Wago ein­ trat, waren ca. 45 Personen beschäf­ tigt, bei seinem Weggang über 500. Seit Mitte 2015 ist er in Pension. Im August 2016 löste er als Präsident des Swiss Plastics Netzwerks Prof. Dr. Jürg De Pietro, Geschäftsführer des KATZ, ab. Lack war als Präsident in verschie­ denen Organisationen tätig, so bis 2013 in der Industriellenvereinigung der Region Murten (Gime), von 2005 bis 2015 im Swiss Plastics Cluster (vormals Réseau plasturgie) und von 2010 bis 2015 bei der Foma (Vereini­ gung für die Ausbildung von Anlagen­ führern/Anlagenführerinnen).

Lack: Sicher einmal wünsche ich mir, dass wir mit den angedachten Projekten einen Schritt weiter sind. Die Übersicht über das Aus- und Weiterbildungsangebot in der Schweiz soll realisiert, die Querverbindun­ gen gemacht sein. Bezüglich Industrie 4.0 sollten wir bis Ende 2017 eine Übersicht erstellt haben, die den Stand der Firmen widergibt und ihnen einen Informations­ stand bietet, der sie weiterbringt. Wichtig ist auf Grund dieser Tätigkeiten, die Be­ kanntheit des Netzwerks zu festigen. Das sind die Ziele.

Kontakt Swiss Plastics Netzwerk Peter Lack Geschäftsstelle Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 lackpeter@swissonline.ch www.swissplastics.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Bilder: Günther, Schneider Schreibgeräte

VERARBEITUNG

Stiftkörper von Schneider Schreibgeräte.

Von der Idee zum fertigen Produkt

Schreibgerätefertigung mit Heisskanaltechnik In der vom Tourismus geprägten Stadt Wernigerode im Harz produziert die Firma Schneider GmbH & Co. KG hochwertige Schreibgeräteserien und Patronen für Füllfederhalter.

Horst-Werner Bremmer1 Die Firma Schneider besitzt aufgrund ihrer Spritzerei mit 28 Spritzgiessmaschinen sowie Montage, Druckerei, Konstruktion und eigenem Werkzeugbau eine sehr hohe Fertigungstiefe. Mit einer Belegschaft von Horst-Werner Bremmer, Vertriebsleiter, Günther Heisskanaltechnik GmbH.

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135 Mitarbeitern werden auf einer Fertigungsfläche von 8700 m² Artikel für den Schreibbedarf in sechs Kontinenten der Erde hergestellt. Schneider in Wernigerode blickt auf eine 70 jährige Geschichte zurück. Im Jahre 1946 wurde die Firma Heiko Schreib- und Zeichengeräte gegründet, welche nach der Wiedervereinigung 1991 von Schneider Schreibgeräte aus Tennenbronn übernommen und mit 56 Mitarbei-

tern unter dem Namen Schneider GmbH Co. Produktions- und Vertriebs KG neu gegründet wurde.

Schneider erweitert ­Produktion In absehbarer Zukunft wird der Standort weiter expandieren. Im kommenden Frühjahr vergrössert sich die aktuelle Ferti-

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DO, 11.05.2017 | ASCHAFFENBURG 1– 2 / 2 0 17

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KUNSTSTOFF XTRA

VERARBEITUNG

Peter Witteweg (Betriebsleiter) mit Fabian Voigtländer (Konstruktion, Schneider) und Günther Fachberater Christoph Deutschmann im Gespräch (v.l.).

gungsfläche um weitere 1300 m², für die Zukunft sind noch Grundstückreserven vorhanden. Der Zeitraum von der Idee bis zum Beginn der Produktion, liegt bei Neuprodukten im Bereich von einem bis eineinhalb Jahren und setzt somit Flexibilität und ein sehr gutes Reaktionsvermögen voraus. Das Werkzeugbauteam mit 17 Mitarbeitern und entsprechendem Maschinenpark kann sehr schnell auf Wünsche vom Vertrieb und Marketing reagieren und auch eventuelle Änderungen kurzfristig umsetzen. Zudem beliefert der Werkzeug-

bau auch externe Kunden aus den verschiedensten Bereichen. Die eigene Ausbildung von Mitarbeitern hat einen hohen Stellenwert im Unternehmen. In der Regel werden alle Auszubildenden auch übernommen. Die Nutzung von Heisskanalsystemen in den Spritzgiessformen hat im Jahr 1994 begonnen. Die Erhöhung der Produktionskapazitäten war das erklärte Ziel. Mit dem Einsatz des ersten Heisskanalsystems zur indirekten Anspritzung in einem 72-fach-Produktionswerkzeug für Tintenpatronenhülsen konnte die Produktionskapazität um das Dreifache gesteigert werden. Jährlich werden heute über 80 Millionen Tintenpatronenhülsen gefertigt. Die Ausbringungsmenge ist auf die Montageautomaten abgestimmt, denn die Tintenpatronenhülsen werden bei Schneider in Wernigerode auch abgefüllt und mit Glaskugeln verschlossen und anschlies­ send verpackt.

Weniger Materialverbrauch dank Heisskanaltechnik

Schema der thermischen Trennung einer Düse mit zweigeteiltem Schaft.

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Gemeinsam mit der Firma Günther Heisskanaltechnik wurde eine Lösung gefunden, die zum einen den Materialverbrauch reduziert und zum anderen durch den Wegfall von dickwandigen Angusssystemen die Zykluszeit aufgrund der geringeren Kühlzeit deutlich gesenkt hat. Im nächsten

Schritt wurden Werkzeuge mit noch höheren Fachzahlen und Heisskanaltechnik ausgestattet. Eingesetzt werden offene Heisskanaldüsen mit zweigeteiltem Schaft und natürlich ausbalancierten Verteilern. Die Anspritzung erfolgt auf Zwischenanguss, der die Positionsstabilität der Kerne gewährleistet. Der zweigeteilte Düsenschaft aus einer Titanlegierung und Werkzeugstahl, in Verbindung mit dem integrierten Luftspalt in der Heisskanaldüse, ermöglicht auf kleinstem Bauraum eine sehr gute thermische Trennung zwischen Heisskanal und temperiertem Werkzeug. Durch den Einsatz der BlueFlow-Düsen von Günther konnte die Zykluszeit noch einmal um 4 Sekunden reduziert werden. Diese Düsen haben spezielle Dickschichtheizelemente, die durch die Wärmeverteilung mit 55% der Energie im Spitzenbereich der Düse den notwendigen Temperatureintrag in die Schmelze reduziert. Zudem ergeben sich aufgrund der geringeren Abmessungen bei gleichbleibendem Schmelzekanal weitere Möglichkeiten zur optimalen Temperierung. Die umweltfreundliche Produktion, mit der Einsparung von Energie und Ressourcen, ist ein strategisches Ziel der Firma Schneider. Dies wurde durch die wiederholten EMAS Zertifizierungen seit 1998 bewiesen. Der Einsatz von Heisskanalsystemen ist hierzu ein wichtiger Baustein, den Kunststoffbedarf im Prozess zu reduzieren. Dazu benötigen die BlueFlow-Düsen, in Verbindung mit dem zweigeteilten Schaft, deutlich weniger Energie und entsprechen so den Bedingungen und Ansprüchen der EMAS Zertifizierung.

Mehrkomponenten­ spritzgiessen nimmt zu Die Fertigung der Tintenpatronen ist ein Produktteilbereich der Firma Schneider, die anderen Geschäftsbereiche umfassen die Fertigung von hochwertigen Schreibstiften und Textmarkern. Bei der Fertigung dieser Bauteile kommt das Mehrkomponentenspritzgiessen immer mehr zum Einsatz. Im Mehrkomponentenspritzgiessen werden im Spritzgiesswerkzeug unterschiedliche Materialien miteinander verbunden. In der Regel haben viele neue Artikel einen weicheren, ergonomischen Griffbereich aus einem Elastomer wie TPE 1– 2 / 2 0 17


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VERARBEITUNG

oder TPU und einen härteren Grundkörper aus den Kunststoffen PE, PP oder ABS. Bis zu 16 verschiedene Farbkombinationen werden für einzelne Schreibartikelserien gefertigt. Zum Spritzgiessprozess kommen noch Montage, Bedruckung sowie Verpackungen in vielfältiger Weise hinzu. Die verschiedenen Farben erfordern vom Heisskanalsystem gute Farbwechseleigenschaften, damit in der Fertigung in kürzester Zeit von einer zur anderen Farbe umgestellt werden kann. Ebenso sind die Farbbatches bei der Verarbeitung temperaturempfindlich und erfordern einen homogenen Temperaturverlauf über den gesamten Schmelzekanal des Heisskanalsytems ohne Temperaturspitzen. Die hohen Anforderungen an Oberflächen, Anschnittkonturen und deren Sichtbarkeit am Artikel, werden zunehmend durch Marketing und Vertrieb in den Vordergrund gestellt. Dies erfordert vermehrt den Einsatz von Nadelverschluss-Heisskanalsystemen. Für den neuen Schneider-Artikel der Serie «Tintenschreiber-One» kommen im 2K-Spritzgussverfahren die beiden BlueFlow-Düsentypen 6NHF100LA-1.0S und 5NHF100VA-0.8S zum Einsatz. Zum exakt gleichmässigen Öffnen und Schliessen der Anspritzpunkte durch die Nadeln wird als Antrieb die Hubplatte in pneumatischer Ausführung eingesetzt. Diese Hubplatten werden durch die entsprechende Anzahl der Zylinder bewegt und mit speziellen Führungselementen für den prozesssicheren Betrieb ausgestattet. Zur Führung der beschichteten Nadeln in den Nadelverschlussdüsen, werden angussnahe Nadelführungen aus pulvermetallurgischem Stahl eingesetzt. Somit wird eine hohe Standzeit garantiert. Das Nadelverschluss-Heisskanalsystem wurde als Heisse Seite von Günther Heisskanaltechnik komplett montiert und verdrahtet geliefert. Kontakt Günther Heisskanaltechnik GmbH Sachsenberger Strasse 1 D-35066 Frankenberg Telefon +49 (0)6451 5008-0 info@guenther-heisskanal.de www.guenther-heisskanal.de

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Inline-Prüfkörper-Spritzgiesssystem

Probe direkt aus dem Compoundierprozess Forscher vom Fraunhofer-Institut Umsicht haben in Zusammenarbeit mit der Brabender GmbH & Co. KG eine Direktentnahme von Materialproben aus einem Compoundierprozess entwickelt. Dadurch können die Prozesszeiten bei der Rezeptierung und Qualitätssicherung von Compounds verringert werden.

gleichzeitig zu Prüfkörpern weiterverarbeitet. «Somit liegt unmittelbar nach der Compoundierung ein Prüfkörper vor, der entsprechend charakterisiert werden kann, ohne den Compoundierprozess zu stören», fügt Dr. Wack hinzu.

Bild: Fraunhofer UMSICHT

Bis zur Serienreife

Versuchsbetrieb des Prototyps an einer Doppelschnecke und Wasserbadkühlung.

Reine Polymere erfüllen nur selten die Anforderungen für die Anwendungen der Zwischen- und Endprodukte. Neben der Herstellung polymerer Rohstoffe ist daher die Compoundierung ein Kernbereich der Kunststoffverarbeitung. In diesem Prozess werden Kunststoffe durch die Beimischung von Zuschlagstoffen in einem Ex­ truder plastifiziert, vermischt und in einem direkt anschliessenden Prozess zu Granulat verarbeitet. Um die Materialeigenschaften und damit die Werkstoffkenngrössen des Compounds zu ermitteln, werden aus dem Granulat Prüfkörper hergestellt, die einer nachfolgenden Werkstoffprüfung unterzogen werden. In Prüfvorrichtungen werden sie dazu definierten mechanischen, thermischen oder chemischen Belastungen ausgesetzt. Die Herstellung der Prüfkörper 10

– z. B. Schulterstäbe oder Prüfplatten – erfolgt überwiegend mittels Spritzgiessen. «Das Verfahren hat jedoch einen Nachteil. Die Zeit zwischen der Compoundierung und dem Vorliegen der Werkstoffkenngrössen ist zumeist lang, bedingt durch Handlings- und Weiterverarbeitungszeiten», erklärt Dr. Holger Wack, stelltvertretender Leiter der Abteilung Materialsys­ teme und Hochdrucktechnik beim Fraun­ hofer-­Institut Umsicht.

Direkte Probennahme Forscher vom Fraunhofer-Institut Umsicht haben nun zusammen mit der Brabender GmbH & Co. KG ein neuartiges Verfahren und Gerät entwickelt, das Material mittels einer Probenahmeeinheit direkt aus dem Compoundierprozess entnimmt und

In der Versuchsphase haben die Forscher das Verfahren mit verschiedenen Werkstoffen erprobt und diese parallel auch auf dem konventionellen Weg untersucht. Dadurch konnten sie Vergleiche zwischen den Technologien ziehen. Mit positivem Ergebnis: Das Betriebsverhalten des Prozesses hat sich bewährt. Die Ausschleusung eines definierten Schmelzevolumens und die Herstellung von DIN-gerechten Prüfkörpern sind reproduzierbar möglich. Auch bei schwierigen Betriebsbedingungen und anspruchsvoll zu verarbeitenden Werkstoffen funktioniert das Gerät, das vor kurzem von Brabender unter dem Namen SpeciMold bis zur Serienreife geführt wurde. Das Projekt «Entwicklung eines modularen inline-Prüfkörper-Spritzgiesssystems zur Rezepturoptimierung und Qualitätssicherung in der Kunststoffverarbeitung» wurde durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Kontakt Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT Osterfelder Strasse 3 D-46047 Oberhausen Telefon +49 (0)208 85 98-1303 sebastian.hagedorn@umsicht.fraunhofer.de www.umsicht.fraunhofer.de n 1– 2 / 2 0 17


KUNSTSTOFF XTRA

VERFAHRENSTECHNIK

In-Mould-Metal-Spraying

Kunststoffe metallisieren Beim sogenannten In-Mould-Metal-Spraying-Verfahren (IMMS) wird durch das Lichtbogendrahtspritzen eine metallische Schicht auf ein Spritzgiesswerkzeug flächig oder partiell aufgebracht und anschliessend hinterspritzt. Auf diese Weise werden Kunststoffformteile für elektrische, magnetische, haptische oder optische Einsatzzwecke mit einer geschlossenen Metallschicht ausgestattet.

In diesem Beitrag wird eine neuartige Methode zur Metallisierung von Kunststoffoberflächen für magnetische, elektrische, haptische oder optische Einsatzzwecke vorgestellt, bei der die Metallschicht in flüssiger oder gasförmiger Phase aufgetragen wird. Bestehende Verfahren zur Metallisierung von Kunststoffbauteilen, wie nass­­chemische Verfahren, PVD-Coatings, Laser-Direktstrukturierung oder nachträgliches thermisches Spritzen, weisen aus Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann, ist Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen und Leiter des Instituts für Kunststoffverarbeitung. 2 Philipp Ochotta, M. Sc, ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IKV und leitet die Arbeitsgruppe Mehrkomponententechnik. 3 Prof. Dr.-Ing. Kirsten Bobzin, ist Inhaberin des Lehrstuhls für Oberflächentechnik im Maschinenbau und Leiterin des Instituts für Oberflächentechnik (IOT). 4 Dr.-Ing. Mehmet Öte ist seit 2013 Oberingenieur am IOT. 5 Martin Andreas Knoch, M. Sc., ist seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IOT und leitet seit 2016 die Arbeitsgruppe Thermisches Spritzen I. 6 Xifang Liao, M.Sc, ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IOT in der Gruppe Thermisches Spritzen I.

Behandelte Einsatzoberflächen

[µm] 16,0

Geschliffen; 180 SiC 500

0 0 [µm]

720

Vollständiger Übertrag 125 mm

[µm] 35,0

500

0

0,0

Hinterspritztes Bauteil

Bauteil

8,0

Gestrahlt; Al2O3150

0

Einsätze mit aufgespritzter Schicht

17,5 720

0,0

Unvollständiger Übertrag Bilder: IKV

C  hristian Hopmann1, Philipp Ochotta2 , Kirsten Bobzin3 Mehmet Öte4, Martin Andreas Knoch5, ­Xifang Liao­6

1

Bild 1: Übertragbarkeit der Schichten von geschliffenen und gestrahlten Werkzeugoberflächen

Sicht der Produktionseffizienz und der Bauteilqualität einige Nachteile auf. So sind oftmals sequenzielle Prozessketten mit mehreren Vor- und Nachbehandlungsschritten notwendig, was die Zykluszeit und die Fertigungskosten erhöht. Ferner sorgt das nachträgliche Aufbringen der Schicht für Massabweichungen, und je nach Prozess besteht nur eine geringe geometrische Freiheit bei der Auslegung der Metallschichten. Um die oben genannten Nachteile zu eliminieren, verfolgt das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) zusammen mit

dem Institut für Oberflächentechnik (IOT) im Rahmen des Exzellenz-Clusters «Inte­ grative Produktionstechnik für Hochlohnländer» die Integration bekannter Fertigungstechnologien hin zu Einstufen- oder Kombinationsprozessen. Beim sogenannten In-Mould-Metal-Spraying (IMMS) wird das Spritzgiessen von Kunstoffen mit dem thermischen Spritzen kombiniert. In einem ersten Schritt wird eine Metallschicht mit einem thermischen Spritzverfahren auf bestimmte Bereiche der Kavitätsoberfläche im Spritzgiesswerkzeug aufgetragen. Im nächsten Schritt wird diese Metall-

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KUNSTSTOFF XTRA

VERFAHRENSTECHNIK

schicht mit Kunststoff hinterspritzt. Die Metallschicht wird dadurch ähnlich wie im In-Mould-Labeling-Verfahren auf das Kunststoffbauteil übertragen. Metallschicht und Kunststoff werden anschliessend als Kunststoffbauteil mit integrierter partieller Metalloberfläche gemeinsam entformt. Im Vergleich mit anderen Verfahren zur Metallisierung von Kunstoffen, bei denen die Metallschicht nachträglich aufgetragen wird, lassen sich mehrere Zwischenschritte einsparen.

Glasgestrahlt

Korundgestrahlt

Vorher

200 µm

Nachher Zinkpartikel

Werkzeug- und ­Anlagentechnik Zum Auftrag metallischer Schichten auf den Werkzeugeinsatz sind verschiedene Verfahren des thermischen Spritzens denkbar [NN05]. In bisherigen Studien am IKV und IOT sind sowohl das Lichtbogendrahtspritzen (LDS) als auch das Kaltgasspritzen (CGS) zur Beschichtung eingesetzt worden [BBH+11, BHK+13, BOL+15, BÖL+14]. Beim LDS wird der Spritzzusatzwerkstoff drahtförmig als Elektrode zugeführt, per Lichtbogen aufgeschmolzen und mittels Zerstäubungsgas (z. B. Druckluft) beschleunigt. Die Partikel erreichen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 100 bis 150 m/s [Bob13]. Beim CGS wird ein Metallpulver nur durch das Prozessgas (Helium oder Stickstoff) aufgeheizt, aber nicht aufgeschmolzen. Durch die hohe Beschleunigung mittels Prozessgas auf bis zu 1000 m/s wird die Haftung vornehmlich durch die kinetische Energie und die damit verbundene Deformation beim Aufprall auf das Substrat hervorgerufen. Dadurch lassen sich sehr dichte Schichten mit geringer Porosität und geringem Oxidanteil her­ stellen, was sich in verbesserten mechanischen und elektrischen Eigenschaften ­gegenüber anderen Spritzverfahren niederschlägt [BMLW04]. Im Gegenzug kann es zu einer Verformung der Substrat­ oberfläche kommen, was sich negativ auf die Lebensdauer der Substrate, in diesem Fall Werkzeugeinsätze, auswirken kann [Cha07, SBGK06]. Um die aufgebrachte Metallschicht mit dem Kunststoff zu hinterspritzen, sind mehrere Werkzeugkonzepte denkbar. In Anlehnung an bekannte Werkzeugkonzepte aus dem Mehrkomponenten-Spritzgiessen ist eine Realisierung beispielswei12

Bild 2: Werkzeugoberfläche vor dem Auftrag der Zinkschicht und nach ihrem Entfernen

se mit umsetzenden Verfahren mittels Drehmechanik oder Transfertechnik möglich [MJ04, ML05]. Die Transfertechnik bietet sich durch den Einsatz von Stammwerkzeugen mit wechselbaren Einsätzen besonders an. So kann ein bereits beschichteter Wechseleinsatz mit Kunststoff hinterspritzt werden, während ein weiterer Einsatz parallel beschichtet wird, womit sich Zykluszeiten reduzieren lassen. Zudem lässt sich durch eine Beschichtung der Werkzeugeinsätze in einer gekapselten Kabine verhindern, dass sich überschüssiger Spritzzusatzwerkstoff (Overspray) auf der Trennebene festsetzt und das Werkzeug beschädigt.

Einfluss einer Ober­flächen­ vorbehandlung des ­Werkzeugeinsatzes auf den Transfer einer Zinkschicht Um einen reproduzierbaren Transfer der thermisch gespritzten Schichten vom Werkzeugeinsatz auf das Kunststoffbauteil zu realisieren, muss die Haftzugfestigkeit zwischen Schichtwerkstoff und Kavitätsoberfläche so eingestellt werden, dass die geschlossene Schicht zunächst auf dem Einsatz haften bleibt, sich aber gleichzeitig rückstandsfrei übertragen lässt. Der Aufbau einer stoffschlüssigen Verbindung, z.B. durch die Bildung intermetallischer Phasen, ist somit zu vermeiden. Dabei hat der Oberflächenzustand neben den Spritzparametern und den Werkstoffen einen we-

sentlichen Einfluss auf die Haftzugfestigkeit zwischen Schicht und Kavitätsoberfläche [BÖL+14, SBGK06]. Die Untersuchungen werden mittels zweier wechselbarer Werkzeugeinsätze durchgeführt, mit denen in einem Probekörperwerkzeug Kunststoffplatten mit den Abmessungen 125 mm x 105 mm x 4 mm hergestellt werden können. Um die Frage zu beantworten, von welcher Oberfläche sich die aufgetragene Zinkschicht am besten transferieren lässt, werden die beiden Einsätze jeweils unterschiedlich vorbe­ handelt. Der erste Einsatz wird von Hand geschliffen (Körnung 180), der zweite Einsatz mittels Korund gestrahlt (F150; Korn­ grösse 63 bis 106 µm). Die Oberflächenrauheiten der jeweiligen Einsätze werden an ausgewählten Bereichen mit einem digitalen 3D-Laserkonfokalmi­k roskop VK-X 210 der Keyence Deutschland GmbH gemessen. Die beschichteten Werkzeugeinsätze werden in das Werkzeug eingelegt und mit einem Polyamid 6 (PA6) mit 30 % Glasfaserverstärkung Durethan BKV 30 H2.0 von Lanxess überspritzt. In Bild 1 links sind die Oberflächenrauheiten in Form von 3D-Darstellungen visualisiert. Am handgeschliffenen Einsatz sind die parallel verlaufenden Schleifriefen ebenso erkennbar wie drei tiefere, diagonal verlaufende Riefen, welche noch aus der Bearbeitung des Einsatzes stammen können. Demgegenüber sind im gestrahlten Profil keine Riefen mehr erkennbar, sondern einige vergleichsweise tiefe Krater, die auf besonders grosse und tief ein1– 2 / 2 0 17


KUNSTSTOFF XTRA

PA 6

PP

PC

EH ZS KS

200 µm Haftvermittlerschicht

Poren Oxidpartikel

Hinterschneidungen

EH: Einbettharz; ZS: Zinkschicht; KS: Kunststoff

Bild 3: Mikroskopieaufnahmen der Grenzfläche Kunststoff-Zink.

dringende Strahlmittel schliessen lassen. Es fällt auf, dass das handgeschliffene Profil eine geringere mittlere Rautiefe aufweist. Das Strahlen erhöht insgesamt die Rauheit und bietet den auftretenden Zinkpartikeln somit eine grössere und unregelmässigere Oberfläche, um sich zu verklammern. Dieser Umstand wird bei der Analyse der beschichteten Einsätze deutlich (Bild 1, Mitte). Die Zinkschicht geht mit dem handgeschliffenen Einsatz nur eine lose Verbindung ein, die sich entsprechend leicht auf den hinterspritzten Kunststoff übertragen lässt (Bild 1, rechts). Die Haftung am gestrahlten Einsatz ist dagegen so hoch, dass ein vollständiger Übertrag nicht möglich ist. Doch nicht nur das Oberflächenbehandlungsverfahren selbst, sondern auch die verwendeten Strahlmittel haben einen ­Einfluss auf die Haftung. So zeigt Bild 2 ­Mi­kroskopieaufnahmen der Werkzeugein­ satz­oberflächen vor dem Auftrag der Zinkschicht (vorher) und nachdem die Zink­ schicht auf das Kunststoffbauteil transferiert wurde (nachher). Dabei wurde jeweils ein Werkzeugeinsatz im Vorfeld mit Glasperlen bzw. Korund gestrahlt. Auf den glasgestrahlten Werkzeugeinsätzen erfolgt eine vollständige Delamination der Zinkschicht ohne sichtbare Veränderung der Oberfläche. Auf der korundgestrahlten Oberfläche verbleiben einige Zinkpartikel nach dem Ablösen. Nach mehrfacher Nutzung der Einsätze verbleiben so viele Restpartikel auf der Oberfläche, dass eine Nachbehandlung für weitere Beschichtungen notwendig erscheint. 1– 2 / 2 0 17

Einfluss der Kunststoffkomponente auf den Transfer ­einer lichtbogendraht­ gespritzten Zinkschicht Um das IMMS für unterschiedliche Anwendungen zum Einsatz bringen zu können, muss eine Übertragbarkeit der metallischen Schichten auf unterschiedliche Thermoplaste möglich sein. Wie im vorherigen Kapitel bereits erwähnt, kann die Polarität der hinterspritzten Thermoplaste Einfluss auf die Benetzbarkeit der Metallschicht und somit auf die Haftfestigkeit zwischen Kunststoff und Metall ausüben. Für die nachfolgenden Untersuchungen werden ein Polyamid 6 des Typs Durethan BKV 30 H2.0 von Lanxess, ein Polycarbonat (PC) Makrolon 2405 von Covestro und ein Polypropylen (PP) 505P von Sabic ausgewählt und damit beschichtete Werkzeugeinsätze hinterspritzt. Die Thermoplaste werden sowohl aufgrund ihrer unterschiedlichen Polaritäten als auch aus technischen Gründen ausgesucht. So werden das hochpolare PA6 wie auch das mittelpolare PC als technische Thermoplaste für elektronische Anwendungen in der Schaltungs- oder Beleuchtungstechnik eingesetzt, während das unpolare PP für dekora­ tive Innenraumflächen im Automobilbereich zum Einsatz kommt. Die ersten Transferversuche haben gezeigt, dass eine Übertragung der Zinkschicht auf PA6 sowie auf PP möglich und reproduzierbar ist. Eine Übertagung auf PC ist zunächst nicht erfolgreich. Die Zinkschicht verbleibt auf dem Werkzeugeinsatz

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KUNSTSTOFF XTRA

VERFAHRENSTECHNIK

und am Probenkörper sind keine Anhaftungen des Zinks zu erkennen. Erst durch den Einsatz des Polyurethan-basierten Haftvermittlers Dispercoll U 42 von Covestro, welcher manuell auf die Zinkschicht appliziert wird, entsteht eine ausreichende Haftung zur Übertragung der Schicht. Bei Betrachtung der Grenzflächen zwischen Metall und Kunststoff unter dem Mikro­ skop fällt auf, dass die mit dem Lichtbogendrahtspritzen gespritzte Zinkschicht teilweise Poren und oxidische Partikel aufweist (Bild 3). Zudem ist die Schichtdicke teilweise unregelmässig und bildet Hinterschneidungen, die von der Kunststoffschmelze hinterflossen werden können. Eine Ausnahme bildet die Grenzfläche zum PC, bei dem der aufgetragene Haftvermittler eine Nivellierung der Grenzfläche bewirkt. Mögliche Gründe für die unregelmässige Topographie können sowohl im thermischen Spritzprozess als auch im Spritz­ giess­ prozess liegen: Beim Lichtbogendrahtspritzen sind die Flugbahnen der Zinkpartikel am Düsenaustritt nicht parallel ausgerichtet. Vielmehr wird der Partikelstrahl vom Lichtbogen ausgehend aufgefächert. Bei einem senkrechten Überfahren der Einsatzoberfläche treffen einzelne Partikel in schrägem Winkel auf die Oberfläche und prallen wieder ab, ohne an der Oberfläche anzuhaften. Die Folge ist ein ungleichmässiger Auftrag der Zinkschicht. Zudem werden die Einsätze mehrfach überfahren, die Zinkschicht wird schichtweise aufgebaut. Aufgrund der Oxidpartikel ist es möglich, dass die einzelnen

Schichten nicht vollständig miteinander verbunden sind. Wird die Schichtoberfläche beim anschliessenden Hinterspritzprozess von der hochviskosen Kunststoffschmelze überflossen, kann es infolge von Schubspannungen in der Grenzfläche zu einem teilweisen Ablösen und Aufeinanderschieben der Zinkschichten kommen. Zur Untersuchung der Haftzugfestigkeit zwischen Zinkschicht und Kunststoff werden Stempelabreissversuche nach DIN EN ISO 4624 durchgeführt [NN03]. Die beschichteten Kunststoffproben werden mit einem Stahlstempel (Durchmesser 20 mm) verklebt und nach entsprechender Aushärtung wird der Verbund einer Zugbeanspruchung unterzogen. Die geprüften PA6-, PP- und PC-Stempelproben sowie die ermittelten Haftzugfestigkeiten sind in Bild 4 dargestellt. Bei den Proben mit PA6 und PP ist ein vollständiger Abzug der Zinkschicht vom Kunststoffsubstrat zu beobachten, es liegt somit ein adhäsiver Bruch in der Grenzfläche vor. Bei den PC-Proben sind noch teilweise Anhaftungen des Zinks auf dem Substrat zu detektieren sowie Verunreinigungen an der Bruchfläche, die auf den verwendeten Haftvermittler deuten lassen. Die PA6-Proben weisen eine durchschnittliche Haftzugfestigkeit von σz = 1,4 MPa auf und liegen somit ca. 30 % über den Proben mit PP. Die PC-Proben mit einer durchschnittlichen Haftzugfestigkeit von σz = 2,52 MPa sind mit den anderen Messpunkten schlecht vergleichbar, da die Haftung durch den eingesetzten Haftvermittler erzielt wurde. Es ist bemerkenswert,

3

PA6

PP

Ungleichmäßiger Abzug von Zinkschicht

PC

Haftzugfestigkeit σZ [MPa]

Stempel der Proben

10 mm

Bild 4: Ergebnisse der Haftzugfestigkeitsversuche.

14

2.5 2 1.5 1 0.5 0

PA6

PP Kunststoffe

PC

dass eine Übertragung des Zinks auf das unpolare PP realisiert werden konnte, während das PC keine Haftungsneigung gezeigt hat. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass die Polarität der Kunststoffe für die Übertragung der thermisch gespritzten Schichten auf den Kunststoff allein nicht signifikant ist. Vielmehr ist die mechanische Verklammerung als wichtigster Faktor für die Haftung anzusehen. Um die Verklammerung der Schmelze in der Metallschicht zu optimieren, kann die Schmelzeviskosität herabgesetzt werden. Dazu können entweder die Prozessparameter, wie z. B. die Schmelzetemperatur oder Einspritzgeschwindigkeit, variiert werden oder leichtfliessende Kunststofftypen eingesetzt werden. In weiterführenden Studien wird daher der Einfluss der Schmelzeviskosität auf die Haftzugfestigkeit untersucht werden. Die Übertragung einer vollständig geschlossenen Metallschicht auf Kunststoffbauteile konnte mit dem IMMS bereits realisiert werden. Damit sich das Verfahren auch zur Herstellung von Bauteilen mit beispielsweise elektrischen Schaltungen eignet, ist der Auftrag partieller, filigraner Metallstrukturen und deren Transfer notwendig. Dies kann durch den Einsatz von Masken realisiert werden, die vor dem thermischen Spritzen auf der Werkzeugoberfläche fixiert werden und nur die zu besprühenden Flächen freigeben.

Übertragbarkeit partiell ­gespritzter Schichten auf ebene Kunststoffbauteile Für die Maskierung werden aus Stahlblech vorgefräste Schablonen auf den zu beschichtenden Werkzeugeinsätzen fixiert. Die Vorbehandlung der Einsätze erfolgt mittels Glasperlenstrahlen. Nach dem Auftrag der Zinkschicht werden die Schablonen wieder entfernt und der eingebaute Einsatz mit einem ungefüllten Polyamid 6 Durethan B30S von Lanxess hinterspritzt. Es konnte ein vollständiger Übertrag der Zinkschicht auf den Kunststoffträger realisiert werden. Eine Verschiebung der Strukturen oder eine Ablösung einzelner Elemente konnte nicht festgestellt werden. Auffällig sind bei näherer Betrachtung die Randbereiche der einzelnen Segmente, 1– 2 / 2 0 17


KUNSTSTOFF XTRA

VERFAHRENSTECHNIK

Spraying Process. Proceedings of The A Coatings. Institut für Oberflächentechnik, RWTH Aachen, 2013

Brennerdüse

[BMLW04] Bach, F.; Möwald, K.; Laarmann, A.; WENZ, T.: Moderne Beschichtungsverfahren. Weinheim: Wiley-VCH Verlag, 2004

Metallschicht 20 mm Ausfransungen der Kontur

[Bob13] Bobzin, K.: Thermisches Spritzen. In: Oberflächentechnik für den Maschinenbau. Weinheim, Germany: Wiley-VCH, 2013, S. 293– 321 [BÖL+15] Bobzin, K.; Öte, M.; Linke, T.F.; Liao, X.; Hopmann, C.; Ochotta, P.: Application of thermal

Maske

spraying for the manufacture of metal/plastic

Klebefilm

components. Thermal Spray Bulletin 8 (2015) 1,

5 mm

Substrat

S. 23–31 [BÖL+14] Bobzin, K.; Öte, M.; Linke, T.F.; Schulz, C.; Hopmann, C.; Wunderle, J.: Integration of Electrical Functionality by Transplantation of

Bild 5: Einfluss des Maskenabstands auf die Konturgenauigkeit beim Spritzprozess.

Cold Sprayed Electrical Conductive Cu Tracks via Injection Moulding. International Thermal Spray

welche leicht ausgefranst erscheinen und somit nicht vollständig konturscharf sind (Bild 5). Da die Maskierungen durch das eingesetzte Klebeband nicht vollkommen plan auf der Werkzeugoberfläche anliegen, kann ein Teil des gespritzten Metalls unter die Maskierung gelangen. Durch ein vollständiges Aufliegen der Maskierungen lässt sich dieser Overspray allerdings zukünftig verhindern.

se bezüglich der oben genannten Punkte wurden mithilfe eines neuen Probekörpers ermittelt, welcher unterschiedliche Geometriemerkmale auf der Kavitätsoberfläche aufweist. Insbesondere sollen mit dessen Hilfe weitere Erkenntnisse hinsichtlich der Abformbarkeit komplexer Geometrien, wie zum Beispiel von Wanddickenübergängen, Durchbrüchen oder Rippenkonstruktionen, erarbeitet werden.

Fazit und Ausblick

Dank

[NN03] N.N.: Beschichtungsstoffe - Abreissver-

Die vorgestellten Arbeiten zum In-Mould-Metal-

such zur Beurteilung der Haftfestigkeit, Berlin:

Das vorgestellte In-Mould-Metal-Spraying stellt eine neuartige Alternative zur effizienten Produktion von Kunststoffbauteilen mit partiellen metallischen Bereichen dar. Das am IKV mit dem IOT entwickelte Verfahren erhöht die Designfreiheit von Kunststoff/Metall-Hybridbauteilen und steigert somit die Wertschöpfung. Gleichzeitig lässt sich die Fertigung durch Wegfall zusätzlicher Prozess- und Transportschritte effizienter gestalten. Ein vollständiger sowie partieller Transfer von Zinkschichten auf unterschiedliche Kunststoffträger konnte bereits erfolgreich realisiert werden. Dabei hat sich insbesondere der Einfluss der Oberflächenvorbehandlung des Werkzeugeinsatzes auf die Transferierbarkeit der gespritzten Schicht gezeigt. Der Einfluss unterschiedlicher Kunststofftypen auf die Transferierbarkeit konnte noch nicht abschliessend geklärt werden und soll Gegenstand zukünftiger Untersuchungen sein. Weitere Erkenntnis-

Spraying (IMMS) werden von der Deutschen

Beuth Verlag, 2003

Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des

[NN05] N.N.: DIN EN 657: Thermisches Spritzen

Exzellenzclusters «Integrative Produktionstechnik

– Begriffe, Einteilung, Berlin: Beuth Verlag GmbH,

für Hochlohnländer» an der RWTH Aachen finan-

2005

ziell gefördert. Ihr gilt unser ausdrücklicher Dank.

[SBGK06] Stoltenhoff, T.; Borchers, C.; Gärtner,

Darüber hinaus gilt unser Dank allen Firmen, die

F.; Kreye, H.: Microstructures and Key Properties

durch Bereitstellung von Versuchsmaterialien,

of Cold-Sprayed and Termally Sprayed Copper

Maschinen und sonstigen Sachmitteln diese Ar-

Coatings. Surface Coating Technology 200

beiten unterstützt haben.

(2006), S. 4947–4960

Conference 2014. Barcelona, 2014 [Cha07] Champagne, V.K.: The cold spray materials deposition process: Fundamentals and applications. Cambridge: Wooghead, 2007 [MJ04]

Michaeli, W.; Johannaber, F.: Handbuch

Spritzgiessen. München, Wien: Carl Hanser Verlag, 2004 [ML05] Michaeli, W.; Lettowsky, C.: Mehrkomponentenspritzgiessen. Verfahren und Möglichkeiten. Umdruck zur VDI-Fachtagung Spritzgiessen. Baden-Baden, 2005

1– 2 / 2 0 17

Literaturverzeichnis [BBH+11] Bobzin, K.; Bührig-Polaczek, A.; Haberstroh, E.; Michaeli, W.; Poprawe, R.; Reisgen, U.; Flock, D.; Grönlund, O.; Jakob, M.; Kutschmann, P.; Neuss, A.; Rösner, A.; Scheik, S.; Schleser, M.; Wunderle, J.: Verkürzung von Prozessketten bei der Herstellung von Kunststoff/Metall-Hybriden durch neuartige Urform- und Fügeprozesse. In: Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer. Berlin, Heidelberg: Brecher, C., 2011, S. 514–­590 [BHK+13] Bobzin, K.; Hopmann, C.; Kopp, N.; Linke, T.; Schulz, C.; Wunderle, J.: Investigation of transferring coatings using the In-Mould Metal

Kontakt IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen Seffenter Weg 201 D-52074 Aachen Telefon +49 (0)241 80-96622 philipp.ochotta@ikv.rwth-aachen.de www.ikv.rwth-aachen.de

n 15


KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN/PRÜFEN/QS

Produktionsbegleitende Qualitätsprüfung von 2K-Spritzgussteilen

Bildverarbeitung schlägt Wägetechnik

Bilder : Weiss

Wägetechnik oder Bildverarbeitung? Mit welchem Verfahren lassen sich 2K-Spritzgussteile besser «inline» beurteilen? Die Ingenieure der Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG haben beide Prüfmethoden unter Praxisbedingungen getestet.

Das Wiegen von Spritzgussteilen ist ein relativ einfaches Verfahren, aber es bedarf einiger Feinarbeit, um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen.

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Beide Verfahren liefern aussagekräftige Ergebnisse, die Bildverarbeitung ist jedoch unabhängiger von den Umgebungsbedingungen und stellt zusätzliche Daten für die Optimierung der Prozess- und Produktqualität bereit. Die Produktion von 2K-Spritzgussteilen gehört heute zum Tagesgeschäft vieler Spritz­ giesser. Dennoch darf man den Prozess nicht unterschätzen. Weil zwei thermische Prozesse gesteuert und zwei Mate­rialien mit unterschiedlichen Eigenschaften verarbeitet werden, gibt es deutlich mehr Fehlerquellen als beim 1K-Spritzguss. Umso wichtiger ist eine aussagefähige fertigungsbegleitende Qualitätskontrolle. Zum Prüfumfang gehört der Füllgrad: Wenn die Form nicht vollständig mit einem der bei16

den verflüssigten Kunststoffe gefüllt wurde, ist das Spritzgussteil nicht brauchbar. Und wenn z.B. Polyamide verarbeitet werden, ist deren thermisch-oxidativer Abbau im Spritzgiessprozess zu berücksichtigen.

nung sowie die Investitions- und Betriebskosten.

Vergleichstest von zwei Prüfverfahren

Als erstes der beiden Prüfeinrichtungen im «Vergleichstest» wurde eine Präzisionswaage in den Prozess integriert: Ein Roboter legt das Teil auf einem Wägetisch ab. In der Wägeelektronik sind die zulässigen Toleranzen hinterlegt, so dass eine «i.O»-Meldung ausreicht, um das Bauteil für gut zu befinden. Robert Heller, bei Weiss unter anderem verantwortlich für die Konstruktion der Produktions- und Automatisierungstechnik: «Wir können auf diese vergleichsweise einfache Art zuverlässig erkennen, dass die Form vollständig gefüllt ist.» Allerdings – auch das stellten die Weiss-Ingenieure fest – bedarf es einiger Feinar-

Die Experten der Weiss Kunststoffverarbeitung, die unter anderem hochwertige Interior-Bauteile für die Automobilindustrie im 2K-Verfahren produzieren, haben zwei verschiedene Prüfverfahren auf ihre Eignung für die produktionsintegrierte Kon­ trolle von 2K-Bauteilen untersucht. Ziel war es, unter Praxisbedingungen das optimale Verfahren zu ermitteln. Zu den Parametern, die bei der Bewertung herangezogen wurden, gehörten die Prozesssicherheit, die Zuverlässigkeit, die Integrierbarkeit in den Prozess, der Aufwand für die Bedie-

Verwiegen: einfach – mit Einschränkungen

Im «Vergleichstest» von Weiss erwies sich die Bildverarbeitung als das praxisgerechtere Verfahren.

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN/PRÜFEN/QS

26. - 27. April 2017 Messe Zürich

Für einen Hersteller von Reifendruck-Kontrollsystemen produziert Weiss die Sensorgehäuse im 2K-Verfahren.

beit, um beim Wiegen qualitätsrelevante Messergebnisse zu erhalten. Heller: «Zugluft beeinflusst die Messung, ausserdem kann das Gewicht des Ausgangsmaterials leicht variieren. Vor allem aber lassen sich im Produktionsumfeld, d.h. in unmittelbarer Umgebung der Spritzgiessmaschinen, Schwingungen nicht vermeiden, die ebenfalls das Ergebnis verfälschen.» Die Prüftechniker von Weiss haben letztlich den Wägetisch an die Umgebungsbedingungen angepasst, und die Schwingungen konnten elektronisch «herausgerechnet» werden.

Bildverarbeitung: Das praxisgerechtere Verfahren Das zweite getestete Verfahren, die industrielle Bildverarbeitung, ist deutlich unabhängiger von den Umgebungsbedingungen. Hier müssen nur die Lichtverhältnisse stimmen. Der Roboter entnimmt in diesem Fall ein 2K-Bauteil und hält es vor die Kamera des Vision-Systems. Je nach Geometrie des Bauteils wurden zwei verschiedene Mess­ prinzipien – Auflicht- und Durchlichtprüfung – getestet. «Wir haben im Vorfeld Gut- und Schlechtteile sowie die markanten, qualitätskritischen Konturen und Zonen definiert und das System damit ´eingelernt´», erklärt Heller. Da die Kamera in der Lage ist, ihre Position nachzuführen, kann sie auch kleinere Ungenauigkeiten in der Teilezuführung ausgleichen – und das Ergebnis ist in vollem Umfang aussagekräftig: Qualitätsrelevante Unregelmässigkeiten werden zuverlässig erkannt und angezeigt. 1– 2 / 2 0 17

Ergebnis: Verstärkter Einsatz von Vision-Systemen Als Ergebnis des Tests lässt sich aus Sicht von Weiss festhalten: Die Gewichtserfassung ist sinnvoll, wenn «nur» die Gewichtsanteile der beiden Komponenten ermittelt werden oder wenn es viele Bereiche in der Kontur gibt, die überprüft werden sollen. Zudem muss dieses Verfahren relativ aufwändig an die Anforderungen der Kunststoffverarbeitung angepasst werden. Die Bildverarbeitung ist hier anspruchsloser und industriegerechter – sofern man im Vorfeld den Aufwand der Programmierung und des Einlernens betrieben hat. Dann aber wird man durch ein stabiles Verfahren und aussagekräftige Ergebnisse belohnt. Und man erhält zusätzliche Informationen, weil die gut zu bedienende Software umfangreiche Statistikfunktionen enthält und z.B. eine «schleichende» Veränderung von Messwerten gut dokumentiert. Die Konsequenz des Vergleichstests beider Prüfverfahren liegt somit auf der Hand – zumal die Investitionen in beiden Fällen überschaubar sind. «Wir werden künftig verstärkt Bildverarbeitungssysteme in der Inline-Qualitätskontrolle einsetzen – vor allem in der Fertigung von 2K-Bauteilen», so das Fazit von Robert Heller. Kontakt Weiss Kunststoffverarbeitung Gmbh & Co. KG Rudolf-Diesel-Strasse 2-4 D-89257 Illertissen Telefon +49 (0)7303 9699-0 info@weiss-kunststoff.de www.weiss-kunststoff.de

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VERBAND

Swiss Plastics Expo in Luzern, vom 24. bis 26. Januar 2017

Innovation praktisch und konkret erlebt berater) konnten sich anhand des Besuches am Stand von Swiss Plastics, an den Ständen des KATZ und der FHNW ein umfassendes Bild der Kunststoffberufe machen. Erstaunt nahmen diese zur Kenntnis, dass die Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Master an der ETH reichen. Auch diese Berufsbildner wurden persönlich durch die Geschäftsstelle und den Präsidenten begleitet.

Bilder: Swiss Plastics

High Noon

Der Verband im Zentrum des Gemeinschaftsstandes.

Es ist schon beinahe zur Tradition ge­worden, dass der Verband Swiss Plastics mit einem eigenen Stand an der Messe in Luzern präsent ist. Acht Mitstreiter und Partner, u. a. Carbon Composites Schweiz, stellten mit dem Verband zusammen aus. Gemäss Messeleitung waren rund 4400 Besucher – etwas weniger als vor 3 Jahren – zu verzeichnen. 300 Aussteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette präsentierten verschiedene tolle Innovationen aus der gesamten Kunststoffbranche.

Die Aus- und Weiterbildung hat Priorität Die Schulen von Aarau und Lenzburg unter der Leitung der beiden Rektoren und Fachlehrer führten unter Mithilfe des Verbands die jungen Leute gezielt durch die Messe. Auch die Vertreter der BIZ (Berufs-

Ein besonderer Höhepunkt bildete der jeweils an jedem Tag stattfindende «High Noon» am Stand des Verbandes. Die beiden Geschäftsführer informierten konkret über die Aktivitäten der sogenannten neu geschaffenen Interessensgruppen (IG) wie z.B. IG Bau, IG Medical, …) sowie die entsprechenden Kernkompetenzen, genannt Ressorts (Aus- und Weiterbildung, Nachhaltigkeit und Regulatorien), an einem Infodesk mittels Power­point-Prä­sen­ tation. Im Weiteren wurde ebenfalls das neu geschaffene Intranet resp. die Web-Plattform

Kurt Röschli 1 Obwohl die Messeleitung einen leichten Besucherrückgang notierte, versammelte sich eine grosse Anzahl von Interessenten der Kunststoffindustrie im Zentrum resp. im Mittelpunkt des «Kunststoff-Standes». Während drei Tagen berieten und beantworteten der neue Präsident Silvio Ponti, der Vizepräsident Patrick Semadeni und die beiden Geschäftsführer Peter Stauffer und Kurt Röschli sowohl technische wie auch kommerzielle Fragen in und um den Kunststoff. 1 Kurt Röschli, Co-Geschäftsführer Technik, Swiss Plastics.

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Viele tolle und treue Mitstreiter sind präsent.

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VERBAND

–– Eurotherm Schneider Electric Systems Germany GmbH –– Nägeli Swiss AG –– Suter Kunststoffe AG Ausnahmslos alle Mitstreiter waren begeistert, sowohl von der Messe als auch vom Konzept des Gemeinschaftsstandes.

Auch das Fernsehen war da

Vorteile von Kunststoff sichtbar gemacht.

präsentiert und erklärt. Diese soll u. a. dazu dienen, Mitglieder besser miteinander zu vernetzen und Informationen schneller und zielgerichtet auf digitaler Basis an die Mitglieder und Branche zu bringen.

Acht Mitstreiter am Stand Den Gemeinschaftsstand nutzten die Firmen: –– A. & J. Stöckli AG –– Notz Plastics AG –– Silac AG –– Vink Schweiz GmbH Als Carbon Composites Mitglieder: –– Carbon Composites Schweiz

Selbst das Regionalfernsehen, Tele M1, informierte sich am Stand des Verbandes vorallem über Nachhaltigkeit und Innovationen der Kunststoffbranche. Der Präsident erklärte hierzu die konkreten Massnahmen im Zusammenhang mit Marine Litter und Recycling. Hierzu bemerkte er, dass wir uns – als Binnenland – dieser Verantwortung klar stellen müssen. Er erwähnte weiter, dass das Problem nicht beim Werkstoff Kunststoff als solchem liege, sondern am Umgang mit diesem und an der unsachgemässen Entsorgung. Hier braucht es konkrete Massnahmen, um das Verbraucherverhalten mitzubeeinflussen. Dies geschehe konkret in Zusammenarbeit mit europäischen Partnerverbänden, wie Plastics Europe. In Bezug auf Recycling erklärte Ponti, dass die Schweiz mit einer Wiederverwertungsquote von 90 Prozent eine absolute Vor-

«High Noon» oder wie sieht die Umsetzung konkret aus?

reiterrolle bezüglich das stoffliche und thermische Recycling innehabe.

Aus- und Weiterbildung eine klare Kernkompetenz Als weiterer interessanter Punkt wurden die Aktivitäten im Ressort Aus- und Weiterbildung dargelegt. Viele Besucher und auch Ausbildungsverantwortliche waren sich gar nicht bewusst, dass der Einstieg in die Kunststoffbranche als Kunststofftechnologe durchaus an der ETH mit einem MAS-Abschluss (Masterabschluss) beendet werden kann.

Auch die Kaffeemaschine ist aus Kunststoff …

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Kontakt Swiss Plastics Kurt Röschli Schachenallee 29C CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 834 00 67 k.roeschli@swiss-plastics.ch www.swiss-plastics.ch

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CLUSTER

Projekt ASSCO

Direktes Umspritzen sensibler Komponenten Zehn Industriepartner des Swiss Plastics Cluster haben das Projekt «ASSCO» lanciert, mit dem Ziel, das erforderliche Know-how für das Umspritzen sensibler Komponenten, wie z.B. Magnete oder PCB’s, zu erarbeiten.

Prof. Bruno Bürgisser1 Funktionsintegration, Miniaturisierung und Produktevielfalt sind Aspekte, welche in der Industrie zunehmend an Bedeutung ge­ winnen. Eine ausgezeichnete Handhabung dieser Faktoren ist erforderlich, um Her­ stellungskosten zu reduzieren und somit auch konkurrenzfähig zu bleiben. Die En­ twicklung von innovativen und technolo­ gischen Herstellverfahren und somit auch neuen Kompetenzen, sind dabei ein entscheidender Schlüsselfaktor, um eine lokale Herstellung zu garantieren und Pro­ duktionsverlagerungen in Billiglohnländer zu verhindern. Für mechatronische Baugruppen ist das Spritzgiessen ein interessantes und wirt­ schaftliches Fertigungsverfahren, welches eine hohe Funktionsintegration ermöglicht. Die Montage wie auch die Einhausung der verschiedenen Komponenten wird dabei über einen einzigen Prozess­schritt abge­ deckt, wodurch Herstell- und Montage­ schritte wegfallen. Die umspritzte Kunst­ stoff­ ummantelung schützt die Kompo­ nenten vor aggressiven Umgebungsein­ flüssen (Feuchtigkeit, Wasser, ÖIe, Chemi­ kalien, Staub, Bakterien, usw). Gleichzeitig ist auch ein stärkerer Formschluss der in der Baueinheit eingebrachten Kompo­ nenten erreichbar als bei traditionellen Montageschritten.

Einfluss des Spritz­ giessprozesses Auf Grund der hohen Temperaturen und Drücke, welche im Spritzgiessprozess auf­ 1  Prof. Bruno Bürigsser, HEIA-FR /PICC, ­F reiburg

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Konventionelle Montageprozesse:

Kunststoffgehäuse

2.

1.

3.

4.

Sequentielle Montage

(Montieren, Verschrauben, Kleben, Schweissen)

Ziel des Projekts ASSCO: Komponente X

Kunststoffgehäuse

Komponente Y

Fertigprodukt

Integrative Montage

(Umspritzprozess realisiert Montage)

treten, besteht ein hohes Risiko, sensible Komponenten während der Umspritzphase zu beschädigen. Aus diesem Grund werden heute sensible Komponenten vorwiegend noch nachträglich in aufwändigen und kostspieligen Montageschritten (Kleben, Schrauben, Schweissen u. a.) in Baugrup­ pen eingebracht. Das Ziel vom Projekt ASSCO besteht darin, einen Leitfaden zu erarbeiten, um sensible Komponenten in integrativen Baugruppen, welche über den Spritzgiessprozess reali­ siert werden, einzusetzen um damit Mon­ tageprozesse für mechatronische Baugrup­ pen wesentlich zu vereinfachen.

Praxisnahe ­Anwendungs­studie Für das Projekt ASSCO werden aus den verschiedenen Anwendungen und Bedürf­ nissen der Industriepartner Anwendungs­ fälle analysiert und ausgewählt und daraus spezifische Studien mit sensiblen Kompo­ nenten abgeleitet. Die praktischen Er­ kenntnisse, welche im Laufe des Projektes

ASSCO erarbeitet werden, erlauben den Industriepartnern neue Produkte mit hoher Funktionsintegration herzustellen und damit Kosten einzusparen und die Wettbewerbs­ fähigkeit zu erhöhen. Das Projekt ASSCO wird vom Wissen­ schafts- und Technologiezentrum des Kan­ tons Freiburg (WTZ-FR), wie auch von den Industriepartnern finanziert.

Contacts HEIA-FR / PICC Plastics Innovation Competence Center Prof. Bruno Bürgisser Passage du Cardianl 1 Telefon +41 (0)26 429 66 59 bruno.buergisser@hefr.ch CH-1700 Fribourg Wissenschaftliche Mitarbeiter: Yves-Alain Schönenberg Jalil Badaoui n 1– 2 / 2 0 17


CLUSTER

Micro- and Nanotechnology Thursday, March 9th 2017 Nowadays, nanotechnologies hold re­ markable potential for Swiss companies active in the field of plastics. The confe­ rence hosted in Fribourg aims at providing industry professionals with impulses for innovation which render companies in plas­ tics more competitive and strengthen their market position. The conference gathers professionals from academia and industry which foster innovation by sharing their expertise. The speakers will demonstrate the wide spectrum of industrial applications nano­ technologies behold for the plastics indus­ try which are among others: plastic parts produced with optical effects, textures enhancing productivity or applied for coun­ terfeiting, micro- and nano-encapsulation for the dosage of drugs, surface functiona­ lization by the means of ions- or alterna­ tively by electron beam, components for lithium-ion-electrodes, 3D prints of ther­ moplastic materials as well as the develop­ ment of new materials based on the com­ pounding process. Participants of the conference discover not only indicated technologies but more im­ portantly their concrete applications for specific industries. Especially complex tech­ nologies require an application-oriented approach which demonstrates the added value and its applicability for the plastics industry, which is hence the main focus of the conference.

Keynote

Speakers: Prof. Dr. Katharina Fromm, University ­Fribourg

Nanoparticles for health and energy applications Dr. Mathieu Soutrenon, iPrint Center Digital deposition of flax yarns on 3D ­supports for composite manufacturing Hans-Ulrich Siegenthaler, Kneading ­E xperts GmbH Technological and ­operational safety ­requirements for the compounding of ­Nano-Composites Dr. Francis Nedvidek, NanoXplore GmbH Industrial commercial applications of ­graphene enhanced thermoplastics Dr. Stephen Schrettl, Adolphe Merkle ­Institute

Des traitements de ­surface pour faciliter le démoulage des pièces plastiques Dr. P.-F Chauvy, Micropat SA

Projet Piment, micro et nano structuration de moules d’injection Prof. Dr. Per Magnus ­Kristiansen, FHNW/ INKA Polymer Replication on Micro- and Nanoscale – functionality by ­s tructure Dr. Alessandra Apicella, SICHH Investigation and manipulation at micro and nano-scale. The added value of smart proof and FluidFM microscopes Dr. Matteo Marascio, EPFL

Stimuli-responsive polymeric materials

Surface treatment by ion implantation Prof. Dr. Sonja Neuhaus, FHNW/INKA

Electrons for functional surfaces 1– 2 / 2 0 17

Imparting functionality by wet application of polymeric coatings Prof. Dr. Stefan Hengsberger, iRAP, HEIAFR

Christian Spoerl, idonus Sàrl Harald Krug, Empa Making nano-products safe for the market thanks to the knowledge of nano-safety research

Dr. Martin Winkler, ZHAW

Hierarchical macro-­ micro porous structures for tissue engineering applications

Contact Swiss Plastics Cluster Verena Huber, Cluster Manager c/o InnoSquare Passage du Cardinal 11 CH-1700 Fribourg Téléphone +41 (0)26 429 67 72 verena.huber@hefr.ch www.swissplastics-cluster.ch

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FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

KUNSTSTOFF XTRA

TH Köln entwickelt Detektionsverfahren

Schäden in FVK sofort erkennen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TH Köln entwickeln im Projekt Isafan eine verbesserte Schadenserkennung und -vorhersage für Faserverbundkunststoffe (FVK). Eine jetzt zum Patent angemeldete Technologie könnte in Zukunft Schäden, wie zum Beispiel Faserbrüche, präzise detektieren und aufwändige Wartungen reduzieren.

die während des Fertigungsprozesses in das Bauteil implementiert wird. Dazu suchen wir noch Unterstützung durch einen Industriepartner», sagt Blaurock.

Bild: Thilo Schmülgen / TH Köln

Analyse der Restlebensdauer

Sichtprüfung einer vom Institut hergestellten Faserverbundplatte.

Für die Schadenserkennung hat die Forschungsgruppe Isafan (Intelligente Schadensvorhersage an Faserverbundkunststoff-Bauteilen in industriellen Anwendungen) am Campus Gummersbach der TH Köln ein Diodengitter entwickelt, das in Verbundbauteile integriert werden kann. «Wir setzen die Leiterbahnen des Gitters reihenweise unter Strom. Liegt ein Schaden vor, sind die Leiterbahnen unterbrochen und das System registriert die Änderung der elektrischen Eigenschaften», erklärt Projektsprecher Prof. Dr. Jochen Blaurock die Erfindung. Zurzeit werden Werkstücke aus Faserverbundkunststoff bei der Wartung häufig einer aufwändigen Ultraschallprüfung unterzogen, um Schäden festzustellen. Durch die neue Technik können Probleme im Moment ihres Entstehens erkannt und entsprechende Massnahmen eingeleitet werden. Da die Leiterbahnen im Bereich von Millisekunden durchgetaktet werden, wird das Bauteil permanent komplett überwacht. Dabei wird die Lokalisierung umso genauer, je enger die Maschen des 22

Gitters angeordnet sind. Geeignet ist die Technologie für beliebig geformte Teile aus Faserverbundkunststoffen.

Gesucht: Ein geeignetes Material für die Diodengitter Zurzeit sucht die Forschungsgruppe nach einem geeigneten Material für die Diodengitter. «Neben der Leitfähigkeit ist besonders wichtig, dass das Material eine ähnliche Bruchdehnung hat wie die Faserverbundkunststoffe, in die es eingebaut wird. Das heisst, der Faserverbundwerkstoff und die Leiterbahnen sollten ähnliche mechanische Eigenschaften aufweisen. Denn wenn eines von beiden früher versagt als das andere, können die Schäden nicht exakt gemessen werden», so Blaurock. Damit die neue Technologie in der industriellen Serienfertigung verwendet werden kann, entwickelt das Team jetzt eine Methode, das Diodengitter effizient in die Bauteile zu integrieren. «Idealerweise wird das Drahtgitter auf eine Folie aufgebracht,

Neben der Detektion von direkten Schäden beschäftigt sich die Forschungsgruppe auch mit der Prognose von Materialermüdung und Restbetriebszeit. Dabei wird das Bauteil mit einer Schallwelle angeregt und die Systemantwort, also die Reaktion des Bauteils, gemessen. Ändern sich die Eigenschaften des Bauteils, zum Beispiel durch Ermüdung oder einen Schaden, verändert sich auch die Systemantwort. Über statistische und physikalische Modelle können dann Prognosen zur Lebensdauer gemacht werden. Zudem können beispielsweise die Betreiber von Windkraftanlagen Probleme im Material der Flügel bereits in ihrer Entstehung erkennen und bei der Planung von Wartungsintervallen berücksichtigen. Die Erfindung von Prof. Dr. Michael Bongards und Hartmut Köhn wurde von der TH Köln mit Unterstützung der PROvendis GmbH, der Patentvermarktungsgesellschaft der Hochschulen in NRW, zum Patent angemeldet. Isafan wird durch das NRW-Programm «FH Struktur» gefördert.

Kontakt TH Köln Claudiusstrasse 1 D-50678 Köln Telefon +49 (0)221 8275 0 www.th-koeln.de

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KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

Swiss Plastics Expo 2017 in Luzern

Die Stärke liegt in der Qualität Die fünfte Swiss Plastics Expo 2017 ist Geschichte. Nach der Austragung vor drei Jahren waren die Erwartungen von Seiten der Aussteller wie Besucher sehr hoch. Diese wurden – was die Quantität der Besucher anbelangt – nicht ganz erfüllt, hinsichtlich Qualität aber sehr wohl. Diese Bilanz ergiebt sich kurz auf einen Nenner gebracht aus den zahlreichen Gesprächen, die «KunststoffXtra» mit Ausstellern geführt hat.

Marianne Flury Betrachtet man die nackten Zahlen, müsste eine durchzogene Messebilanz gezogen werden. Sowohl auf Aussteller- wie auch auf Besucherseite ist ein Rückgang von ca. 10 % zu verzeichnen: Während vor drei Jahren noch 330 Aussteller einen Standplatz buchten, waren es dieses Jahr noch rund 300 und die Besucherzahl ging von 5000 auf 4400 zurück. Fakten, die ein Messeveranstalter und alle Messeteilnehmer sich so sicher nicht wünschen. Gut, sind da noch andere Kriterien, die für die Beurteilung der Messe den Massstab setzen. Aus den zahlreichen Gesprächen, die KunststoffXtra mit Ausstellern führte, ging hervor, dass es zeitweise ziemlich ruhig, zu ruhig, am Stand zuging. Im gleichen Atemzug relativierten dieselben Leute und berichteten, dass das Publikum sehr inte­ ressiert und teilweise auch mit konkreten Projekten gekommen sei, und die Qualität der Gespräche hochkarätig war.

Fachgespräche im familiären Rahmen Als positive Elemente wurden vor allem der familiäre Charakter der Messe genannt, keine Hektik und die Möglichkeit, mit den Besuchern vertiefte und ausgiebige Gespräche führen zu können – etwas, was inzwischen auf anderen grossen Messen nicht mehr drin liege. «Es ist die Messe der Kundenpflege. Man hat Zeit zum Reden, zum Networking. Man muss die überschaubare Grösse als Vorteil sehen», brachte ein Aussteller die Situation auf den Punkt. Diese Aussage deckt sich mit dem Statement eines weiteren Ausstellers. «Wenn etwas weniger Besucher kommen, hat 1– 2 / 2 0 17

man mehr Zeit. Ein starkes Netzwerk ist aber unabdingbar und das A und O.» Dass der Stand des Schweizer Distributors über alle drei Tage sehr gut besucht war, kommt aber nicht aus dem Nichts. Damit die richtigen Leute kommen, sprich die OEM, genügt ein Mailing nicht. «Man muss Kunden, die man unbedingt auf der Messe treffen möchte, persönlich kontaktieren und einladen», so die offenbar erfolgreiche Strategie des Geschäftsführers. Was sicher auch zur guten Besucherfrequenz beigetragen habe, sei die ’Party mit Stil’, wie der Aussteller sie nennt. «Wenn man etwas macht, dann richtig.» Sehr zufrieden mit der Messe zeigte sich auch ein deutscher Unternehmer. «Der Schweizermarkt ist super für uns. Schweizer investieren in Hightech, Ideen werden umgesetzt. Wir haben alle Hände voll zu tun an der Messe und werden nächstes Mal wieder kommen.» Von der Messe überzeugen liess sich auch ein Schweizer Verarbeiter. Er war bisher immer als Besucher unterwegs und bereut die Teilnahme als Aussteller nicht. «Wir hatten auch internationale Kundschaft – für uns hat sich die Präsenz gelohnt», so sein Fazit. Ein Zulieferer für den Kunststoffformenbau hätte sich zwar auch etwas mehr Besucher gewünscht, sagt aber: «Auch wenn es 50 Aussteller weniger sind ist die Swiss Plas­ tics Expo für uns eine wichtige Leitmesse in der Schweiz.» Als möglichen Grund für den Rückgang vermutet er die zu grosse Messedichte im süddeutschen Raum. Ein Unternehmer konstatiert aus seiner Sicht einen Besucherrückgang (die Zahlen waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt). Er erinnert sich aber genau an einen Neukontakt vor drei Jahren, aus dem vor einem Jahr ein Projekt entstanden ist.

O-Töne von Ausstellern über die ganze Wertschöpfungskette «Es gibt nichts Einfacheres, als auf einer Messe Kunden zu finden.» «Wir zeigen die neuesten Trends. Die Messe ist klein, für die Kundenpflege passt’s.» «Wir möchten auf dem Schweizer Markt Fuss fassen.» «Die Messe ist nicht so hektisch und die Fachleute sind da.» «Es ist die Messe der Kundenpflege.» «Die Kontakte waren gut bis sehr gut, aber insgesamt war zu wenig los.» «Die Kontakte waren eher dürftig.» «Die Messe ist für uns ein Testlauf. Im Moment schaut es so aus, dass wir uns wieder anmelden.» «Wir hatten sehr viele Leute auf dem Stand, sowohl das Volumen wie die Qualität stimmt. Viele OEM sind gekommen.» «Die Qualität der Kontakte ist besser als vor drei Jahren.»

«Das kann auf dieser Messe auch so sein», meint er zuversichtlich.

Kundenpflege und Geschäftsanbahnung Natürlich haben nicht nur wir uns umgehört, auch die Messe hat sich ein erstes Bild über die Befindlichkeit der Aussteller Fortsetzung auf Seite 33 23


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

Units (v.l.): Dominik Maccani, Andreas Heinzle, Remo Roth, Roger Eggenberger (CEO), Fabrizio Manduca

Novoplast AG (v.l.): Roger Kaufmann (CEO), Markus Verini, Sonja Canderle, Haris Hadzic

Rinco Ultrasonics AG (v.l.): Serge Patamia (CEO), Antonio Settegrana, Nour Meksi

Ems-Grivory (v.l.): Lukas Muggli, Tobias Zünd

24 Primaform AG, Stefan Huber (CEO) (r.) mit Kunden

HB-Therm AG, Reto Zürcher (CEO)

Das Arburg-Schweiz-Team und Gerhard Böhm (2.v.l.), Geschäftsführer Vertrieb, Lossburg

1– 2 / 2 0 17 Gut besuchter Stand der Poesia Holding AG, mit Suzanna Baran, ­l ernende Kauffrau


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

Dr. R. Zwicker Top Consult GmbH (v.l.): Dr. Rudolf Zwicker (CEO), Daniel Leipold

Telsonic AG (v.l.): Rolf Lüthi, Axel Schneider, Carolin Reinbold

Ewikon Heisskanalsysteme GmbH, Michael Seifried

Velox, Andreas Berger, Stefanie Benitz

Resinex Switzerland AG, Olaf Wetzel (rote Krawatte) konnte zahlreiche Kunden auf dem Stand begrüssen.

Cemiplast SA, David Brendlen

Albis Impex AG (v.l.): Daniel Bohren ­( Geschäftsführer), Markus Wohlgensinger

1– 2 / 2 0 17 R. Gysi AG, Reto Lack

25 Emaform AG (v.l.): Jürg Fischer (CEO), Christian Merz


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

Tool-Temp AG, Mario Dutli

Bruno Peter AG, Thomas Peter

Leister Technologies AG (v.l.): Markus Brunner, Björn Hjelmland

Jehle AG, Martin Hummel (r.) im Gespräch mit Kunden

26 Granula AG, Jürg Weibel (CEO)

Ter Hell Plastic GmbH, Gunnar van Wasen, Corinne ­L etailleur

1– 2 / 2 0 17 Romay AG, Peter Läuppi


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

Fanuc Switzerland GmbH, Björn Culmone (l.), nexus automation GmbH, Anton Manhardt

Sigma Engineering GmbH, Burkhard Werner

1– 2 / 2 0 17 Grafe Gruppe, Clemens Rösler

Wittmann Kunststofftechnik AG, Werner Bürli (l.), ­B attenfeld (Schweiz) AG, Thomas Robers

AstorPlast AG (v.l.): André Burri, Jürg Steiner, Guillaume Douard

Walser + Co. AG (v.l.): Willi Steiger, Claudio Walser

2 7Markus Color Technik AG (v.l.): Jan Meik Menke, Minger, Rebeka Schadegg


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

HEB Hydraulik-Elementebau GmbH (v.l.): Günter Seifert, Philipp ­H amann

SFS intec AG (v.l.): Rolf Locher, Simon Hug

Haug Biel AG, Patrik Andreic

Hans Wittich Service und Verkauf AG, Jürg Wittich

E. Ramseier Werkzeugnormalien AG (v.l.): Tobias Hartung (DESOI GmbH), Werner Bernard

Stäubli AG: Faszination Roboter

Büchler Reinli+Spitzli AG, Andreas Scherrer (CE0) (l.) im Gespräch mit Kunden.

Silac AG, Peter Birchler (CEO) und Tanja Schefer

28 Agathon AG (v.l.): Claudio Cappellano, Stefan Nobs

1– 2 / 2 0 17 Engel (Schweiz) AG (v.l): Felix Hüthmair, Markus Schertler


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

bfa solutions AG (v.l.): Caroline Widmer, Anatol Sattel, Beat Kämpfer (Geschäftsführer)

Christian Fliegel KG (Schweizer Vertretung für Geiss AG), Christian Fliegel

Dressler Group Customer Service GmbH dgcs, Natascha Schwind, Christian Manteuffel

Jell GmbH & Co. KG, Gregor Jell

Schmelzmetall Deutschland GmbH, Dagmar Kiesel, Jürgen Barz

Paul Leibinger GmbH & Co. KG, Frederic Schmid erklärt den Pigment-­D rucker Jet3up PI.

1 – Espisa 2 / 2 0 AG 1 7 (v.l.): Thies Eberhardt, Manfred Schläppi, Daniela Bücklers, Michael Spettl

29 Jesa, Dorothée Perriard, Thomas Doki-Thonon


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

Plastservice GmbH (v.l.): Marcel Wüthrich und Hansruedi Frey Metrohm Schweiz AG, Tamara Liniger, Dr. David Witmer

Auf dem Stand der Lenorplastics ist Einiges los.

Meusburger Georg GmbH & Co. AG, Martin ­R emund

Böhler-Uddeholm Schweiz AG (v.l.): Roger Schweizer, Carsten Harms (CEO), Thomas Meier

30 Huber Kunststoff AG (v.l.): Hansjörg Kiener, Reto Huber (CEO)

1– 2 / 2 0 17 Lapp Tec AG, Roman Germann (CEO)


KUNSTSTOFF XTRA

Mapag Maschinen AG, Schweizer Vertretung der Sumitomo (SHI) Demag (v.l.): Peter Kirst (CEO), Urs Kocher

RÜCKBLICK

Motan-Colortronic AG, Markus Steimle

Ingenieurbureau Dr. Brehm AG, Thomas Dubler (CEO), Janet Dubler

Galvaplast AG (v.l.): Beat Brunner, Rudolf Kocher (CEO) Prewag AG, Guido Guggenberger

1 – Krauss-Maffei 2 / 2 0 17 (Schweiz) AG (v.l.): Simon Weibel, Bruno Schleiss (Geschäftsführer), Daniel Notter

31 HM-Spoerri AG, Raphael Betschart (CEO)


KUNSTSTOFF XTRA

RÜCKBLICK

Dolder AG, Daniel Thüring

Thomatech GmbH, Stefan Imhof, Schweizer Vertretung der Dr. Boy GmbH

Martignoni AG (v.l.): Michael Friederich, André Rolle

Tracomme AG, Viktor Kürsteiner

Hasco Hasenclever GmbH+Co KG (v.l.): Patrick Mast, Sara Stillavato

Regloplas AG, Reto Bodenmann, Karin Aichem

Hatag Handel und Technik AG, Fabienne Ochsner

32 Opag Informatik AG: Sissi Lischer, Riadh Ben Sassi

cb-Technik GmbH (v.l.): Thomas Steiner, Mario Mäder (CEO)

1 – 2Karin / 2 0 17 IE Plast Zürich (v.l.): Bao Nam Hoang, Wälchli, Percy Limacher


KUNSTSTOFF XTRA

gemacht. «Um erste verlässliche Daten zu haben, benötigen wir das Feedback unserer Aussteller- und Besucherumfrage, das wird gegen Ende Februar ausgewertet sein», sagt Messeleiter René Ziswiler dazu. Unmittelbar nach der Messe stand aber bereits fest, dass die Romandie besuchermässig leicht zugelegt hat gegenüber 2014, was für den Messeleiter sehr positiv ist. Insgesamt kamen 10 % der Besucher aus dem Ausland, davon der grösste Teil aus Deutschland, gefolgt von Frankreich und Italien. Der Rest verteilt sich auf weitere 21 Nationen. «In absoluten Zahlen haben wir weniger Besucher aus dem Ausland, aber die Vielfalt hat zugenommen», bestätigt Ziswiler. Er stellt fest, dass der Anteil der Besucher, die sich anmelden, dann aber doch nicht auf die Messe kommen, immer grösser wird. «Das merken wir über alle Veranstaltungen hinweg. Wir schliessen daraus, dass der Druck bei den Firmen zugenommen hat und Vieles – dazu gehört auch ein Messebesuch – aus Termingründen nicht realisiert werden kann.» Und weiter sagt er: «Ich denke, dass wir uns in einer Zeit bewegen, in der sich die Spreu vom Weizen trennt. Es gibt nach wie vor sehr viele Firmen, die sehr gut arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass alle Unternehmen strampeln müssen. Nur die einen strampeln, weil es ihnen sehr gut geht, weil sie Aufträge haben. Andere Unternehmen strampeln, weil sie Mühe haben an Aufträge zu kommen und Mittel zum Investieren zur Verfügung zu stellen. Diese Wahrnehmung wurde im Vorfeld mit dem Messekomitee besprochen und entspricht den Feedbacks von Firmen an der Front, die täglich in Kontakt mit anderen Unternehmen stehen. Nimmt man das als These, dann ist der Besucherrückgang auch erklärbar. Dann kommen diejenigen an die Messe, die die Mittel zum Investieren haben. Eine Messe ist immer auch ein Spiegelbild der Verfassung einer Branche. Deshalb hat sich schon im Vorfeld abgezeichnet, dass wir unsere sehr ambitiösen Ziele wahrscheinlich nicht erreichen können.»

Gute Stimmung am Gemeinschaftsstand Swiss Plastics Der Verband Swiss Plastics war – wie bei den bisherigen Messeaustragungen – mit 1– 2 / 2 0 17

RÜCKBLICK

einem Gemeinschaftsstand präsent. Eine gute Gelegenheit auch für den neuen Präsidenten Silvio Ponti, Kontakte mit den Mitgliedern zu knüpfen und sich in der Branche umzuhören. Die Stimmung am Gemeinschaftsstand sei sehr gut. Seine Kurzfassung über die Befindlichkeit der Mitaussteller widerspiegelt die Aussagen anderer Messeaussteller. Die Besucheranzahl sei etwas verhalten, die Qualität der Gespräche aber total gut. «Die Messe ist eine gute Plattform, um mit Mitgliedsfirmen Kontakt aufzunehmen, die Leute persönlich kennenzulernen, zu reden, zuzuhören – wie sind sie zufrieden mit der Messe, wie mit dem Verband. Ein Schwerpunkt ist mit Blick auf die neue Ausrichtung des Verbands ein klares Miteinander und im Wesentlichen auch die Aus- und Weitebildung. Es geht nichts über den persönlichen Kontakt», betont Ponti.

Die digitale Plattform ist ­offiziell lanciert Die Swiss Plastics Expo hat nicht den Anspruch, eine Messe der Neuheiten zu sein. Das Hauptziel der Messe ist die Kundenpflege, Netzwerken und die Gewinnung von Neukunden. Da ein Messeturnus von drei Jahren das Bedürfnis nach Anbahnung von Geschäften nicht genügend abdecken kann, ist die digitale Plattform ein bestechendes Instrument, die Leute miteinander zu vernetzen. Anlässlich der Swiss Plastics Night stellte Dr. Matthias Baldinger, Industry+, die gemeinsam mit der Messe Luzern entwickelte und lancierte Plattform vor. Er machte klar, dass nur über den persönlichen Kontakt Innovationen entstehen können, die digitale Welt die analoge also nicht ersetzen kann. «Der erfolgreiche Weg ist die Kombination beider Welten», so sein Statement. Das unterschreibt auch Silvio Ponti. er glaubt an die Zukunft der Plattform. Sie ist offen, es wird aber noch einen Bereich für Mitglieder geben. «Da wollen wir die verschiedenen Interessensgruppen (IG) darstellen, auf Veranstaltungen hinweisen, über Regulatorien informieren, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Mitglied kann die Plattform auch nutzen zur Personenrekrutierung», so Ponti. Ihm ist aber auch bewusst, dass diese

O-Töne von Ausstellern «Aufgrund unseres Showcase auf der Swiss Plastics Platform haben wir eine konkrete Anfrage erhalten.» «Die Messe ist qualitativ sehr hochwertig.» «Es hat zu wenig Laufkundschaft. Die Unternehmen schicken ihre Leute nicht mehr an die Messen.» «Wir haben sehr viele Kunden eingeladen und viele sind gekommen.»

(noch) kein Selbstläufer ist. Deshalb investiert der Verband 30 Stellenprozent in die Betreuung der Plattform. Mit dem Feedback zur Swiss Plastics Platform ist René Ziswiler «vorerst» sehr zufrieden. «Bereits hat die Plattform 20 000 Besucher, davon haben 1000 sich regis­ triert. Wir sind auf Kurs. Aber es ist ein gutes Stück Arbeit zu machen», bestätigt er. Sowohl von Seiten der Nutzer wie von Seiten der Anbieter bildet sich das Interesse in einer Gauss’schen Kurve ab. «Ein Teil ist begeistert und sagt, darauf haben wir schon lange gewartet oder das schauen wir uns an. Es gibt aber auch die absoluten Verweigerer, die nach dem Motto ‹was soll ich damit, in 3 Jahren geh ich eh in Pension›, keine Zeit mit Neuem verschwenden wollen.» Ziel der Macher ist es, dass sich die Plattform in drei Jahren zu einem etablierten Tool für die Schweizer Kunststoff­ industrie entwickelt hat. Spätestens zur 6. Ausgabe der Swiss Plas­ tics Expo – sie wird vom 21. bis 23. Januar 2020 durchgeführt – wird eine Zwischenbilanz gezogen. Die Bilder können auch online unter folgendem Link angeschaut werden: http://www.kunststoffxtra.com/-2/de/ messespecials/fotogalerien/

Kontakt Messe Luzern AG Horwerstrasse 87, CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 rene.ziswiler@messeluzern.ch www.swissplastics-expo.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

JUBILÄUM

Krauss-Maffei (Schweiz) feiert 20-Jahr-Jubiläum

Eine Perle mit Pilotcharakter Offiziell war der 20. Geburtstag der Schweizer Niederlassung der KraussMaffei Technologies GmbH, München, am 1. Oktober 2016. Aus praktischen Überlegungen wurde aber im Rahmen der Swiss Plastics Expo am 24. Januar in Luzern gefeiert. Und Grund zum Feiern gibt es: Seit 1996 ist die Tochtergesellschaft stetig und stark gewachsen – umsatz- wie auch personalmässig.

Der heutige Geschäftsführer Bruno Schleiss war von der ersten Stunde mit dabei. Mit dem damaligen Chef-Controller aus München hat er die Firma Krauss-Maffei Kunststofftechnik (Schweiz) AG in Rotkreuz gegründet. «Das war eine spannende und intensive Zeit», erinnert sich Schleiss. «Wir starteten von Null und mussten uns um die Räumlichkeiten kümmern, aber auch um alle ’Kleinigkeiten’, wie Büromöbel besorgen, EDV einrichten, Arbeitsabläufe organisieren». Vor allem galt es aber, den Markt aufzubauen und das gestaltete sich gar nicht so einfach. Die bisherige Marktbearbeitung erfolgte mehr schlecht als recht durch die offizielle Vertretung MHS – Maschinen, Handel und Service. Kontakte waren kaum vorhanden. «Die Firma hat über Jahre nur die Rosinen gepickt», erzählt Schleiss. Das änderte sich mit der Gründung der Tochterfirma, die durch die Deutschsprachigkeit und die Nähe zum Mutterhaus bald schon den Status einer «Pilottochter» erlangte. «Wir konnten jeweils Abläufe und Prozesse bei uns installieren und auf ihre Tauglichkeit überprüfen, bevor sie dann in den anderen Tochtergesellschaften eingeführt wurden», erzählt Schleiss. Die Schweizer Niederlassung startete mit zwei Personen – Bruno Schleiss und ein Kundendiensttechniker. Bald kamen drei weitere Personen hinzu, je für die Administration, die Technik und den Verkauf. Für die getätigten Investitionen erwartete das Mutterhaus in München natürlich auch gute Zahlen und erhielt sie auch. Dem Team um Bruno Schleiss gelang es, nicht nur personenmässig, sondern vor allem umsatzmässig stetig zu wachsen. «Von 1996 bis ca. 2002 konnten wir den Um34

Bild: Marianne Flur y

Marianne Flury

Bruno Schleiss: Was ich von Anfang an am Mutterhaus geschätzt habe, ist: Ein Wort wird gehalten, der Handschlag zählt.

satz verdrei-, teilweise gar vervierfachen, mit 2001 als absolutes Rekordjahr», zeigt Schleiss die Entwicklung auf. Seitdem bewege sich die Kurve recht stabil seitwärts, mit einem leichten Einbruch in den Krisenjahren 2008/2009, als u. a. die Automobilbranche komplett einbrach. «Wir haben damals kräftig in den Service investiert. So hat zwar der Neumaschinenverkauf stark gelitten, parallel haben wir dies mit einem aktiven Kundendienst und Reparaturservice grösstenteils wettmachen können», so Schleiss. Bis heute hat sich die Fläche der Räumlichkeiten quasi verdoppelt. Insgesamt arbeiten 15 Personen im Team, was mittelfristig nach Schleiss auch so bleiben wird, weil der Markt gesättigt ist. «Wir konzen­ trieren uns mehrheitlich auf die deutsche Schweiz, decken aber den ganzen Schweizermarkt ab. Wir halten einen guten Marktanteil, teilen den Markt aber mit den namhaften Lieferanten».

Hard facts zählen heute stärker als soft facts Über die Zeitspanne von 20 Jahren hat sich nicht nur die Technik rasant weiterentwickelt. Auch die Art und Weise der Geschäfteabwicklung hat sich stark verändert. «Die Schweizer Unternehmen stehen margenmässig wesentlich stärker unter Druck, was dazu geführt hat, dass der Einkauf härter, der Wettbewerb aggressiver und entsprechend das «Geschäften» für den Käufer wie den Verkäufer anspruchsvoller geworden ist», stellt Schleiss fest. «Auf der Strecke bleibt da oft der persönliche Kontakt. Die Leute haben viel zu viel um die Ohren, haben schlichtweg keine Zeit mehr.. Man holt das Maximum aus jeder Situation heraus.» Jammern will Schleiss aber nicht. Im Gegenteil: Er findet, dass das Geschäft technologisch interessanter geworden ist, beispielsweise durch die Erweiterung der kombinierten 1– 2 / 2 0 17


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Verfahren mit Polyurethananwendungen, dem erweiterten Produkteportfolio und durch die Automation. «KraussMaffei ist Technologieführer, und damit punkten wir beim Kunden.» Zu den Highlights in der 20 jährigen Krauss-Maffei (Schweiz) Geschichte zählt Schleiss sein Team. «Wir haben fast keine Fluktuation. Die Leute hier passen zuei­ nander, ticken alle ähnlich und wir können so über lange Zeit sehr kontinuierlich arbeiten.» Marktbezogen erachtet der Firmenchef die Integration der Automation als wichtigen Schritt für die Geschäftsentwicklung. Im 2002 hat KraussMaffei die Firma Neureder AG mit 150 Leuten in Schwaig (nahe München) erworben. «Bereits ein Jahr später konnte ich die ersten Produkte in der Schweiz installieren und meine Leute durch die heutige KraussMaffei Automation ausbilden lassen. Wir waren die erste Tochter, die Steuerungstechniker ausgebildet hat, speziell für die Knickarmrobotertechnik. Das hat Schule gemacht», berichtet Schleiss. Und in all der Zeit konnte die Niederlassung stets auf München zählen. «Was ich von Anfang an geschätzt habe ist: ein Wort wird gehalten, der Handschlag zählt. Die Kollegen in München betreuen uns sehr gut. Wenn man Unterstützung braucht, erhält man diese. Im Markt arbeiten wir selbstständig, wir sind kundennah und das

JUBILÄUM

sieht man an unserer erfolgreichen Performance.»

Die PX bringt neuen Schwung Das Geschäftsjahr 2016 konnte Krauss-­ Maffei (Schweiz) sehr profitabel abschlies­ sen. «Das Neumaschinengeschäft und die Automation blieben leicht unter den Erwartungen, aber das Ersatzteil- und Kundendienstgeschäft schloss sehr positiv ab», erläutert Schleiss. Im neuen Geschäftsjahr verspricht sich der Firmenchef besonders viel von neuen Produkten und hochwertigen Technologien. So hat Krauss­Maffei zur K2016 die neue elektrische Spritzgiessmaschine der Baureihe PX vorgestellt und das Interesse ist gross. «Seit der K2016 konnten wir extrem viele Angebote unterbreiten. Die PX bedient ein breites Spektrum: Sie kann für technische Artikel eingesetzt werden, im Reinraum, für schnelllaufende Produkte – der Optionskatalog ist sehr gross», freut sich Schleiss. «Die neue PX-Baureihe ist die erste vollelektrische Maschine am Markt, die der Kunde – ähnlich wie beim Baukastenprinzip im hydraulischen Bereich – gezielt auf seine Fertigungsbedürfnisse abstimmen kann.» Dazu zählen beispielsweise vergrösserte Platten, schnellere Einspritzgeschwindigkeiten, mehr Auswerferkraft oder aber die Mög-

lichkeit zum Betrieb mit lebensmittelverträglichen NSF H1-Schmierstoffen. Die neue Maschinenreihe stärkt das Portfolio, das Klein-, Mittel- und Grossmaschinen in hybrider oder elektrischer Ausführung und mit auf Kundenwünsche ausgerichteter Automation enthält und so in allen Bereichen spezifische Lösungen bietet. «Hinzu kommen weitere Technologien, wie beispielsweise die intelligente Maschinenfunktion APC plus (Adaptive Process Control), die das Spritzgiessen noch stabiler und präziser macht», so Schleiss. Man spürt es: Auch nach 20 Jahren im Dienste der KraussMaffei Gruppe hat Schleiss immer noch Spass an seiner Arbeit. Dies liege, wie er selber sagt, an der unglaublich abwechslungsreichen Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit seinem Team, den Gesprächen mit den Kunden und schliesslich am Erfolg, der ihn auch nach zwei Jahrzehnten immer von neuem motiviere und antreibe.

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JUBILÄUM

Es darf gefeiert werden

Bilder: Jörg Signer

Nahe beim Kunden. Dies gilt nicht nur im Geschäftsalltag, dies gilt auch wenn gefeiert wird. Für das 20-JahrJubiläum nutzte die Krauss-Maffei (Schweiz) AG die Räumlichkeiten der Messe Luzern. Die Gäste konnten sich nach dem ersten Messetag in Luzern bei einem festlichen Essen und einem bunten Programm entspannen und den Tag ausklingen lassen – manche taten dies etwas ausgiebiger als andere – je nach «Kundenwunsch».

Die Band Jazz Combo aus Zug sorgte für den musikalischen Rahmen.

Bruno Schleiss in Aktion.

Das Krauss-Maffei-Team ehrt Marcel von Burg für seine fast 40jährige Firmenzugehörigkeit.

Die Komiker Gruppe ’Comedy Alarm’ sorgte unter Einbezug des Publikums für Unterhaltung.

Florian Klein verblüfft die Zuschauer mit Magie vom Feinsten.

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Speziell vom Mutterhaus in München angereist: Dr. Hans Ulrich Golz, Geschäftsführer und President des Segments Spritzgiesstechnik.

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NEWS

Bild: Sumitomo (SHI) Demag

Führungsspitze bei Sumitomo (SHI) Demag ist nun komplett

Sumitomo (SHI) Demags neue Führungscrew mit CEO Gerd Liebig (Mitte), COO Andreas Schramm (links) und CTO Hideki Kuroiwa (rechts).

Die neue Geschäftsführung der Sumitomo (SHI) Demag ist nun komplett. Wie bereits im Oktober bekanntgegeben, folgt

Gerd Liebig (55) dem bisherigen CEO Dr. Tetsuya Okamura (60) nach, der zugleich Senior Vice President bei Sumitomo

Heavy Industries Ltd. ist. Andreas Schramm (51) hat auf 1. Januar von der Funktion des CTO in diejenige des COO gewechselt, um die Kernkompetenzen des Unternehmensverbunds in der Organisation und Produktion weiter zu entwickeln. Auch die Entwicklung strategischer Partnerschaften steht im Fokus des neuen COO. Zusätzlich wurde ebenfalls zum Jahresbeginn 2017 Hideki Kuroiwa (51) als CTO in die Geschäftsführung berufen. Er wird für die technische Produktentwicklung des Spritzgiessmaschinenherstellers verantwortlich sein und im Verbund mit dem japanischen Mutterkonzern Produktsynergien und innovative Kundenlö-

sungen entwickeln. Hideki Kuroiwa hat über 20 Jahre beim Mutterkonzern Sumitomo Heavy Industries sowie der Plastics Machinery Division in Japan gearbeitet und ist seit drei Jahren als Senior Integration Manager bei Sumitomo (SHI) Demag in Schwaig beschäftigt. Ziel der Integration ist die Weiterentwicklung gerade der vollelektrischen Maschinen und die zunehmende Entwicklung von einheitlichen Plattformkonzepten. Zudem soll die technische Entwicklung weiter in den japanischen Gesamtkonzern integriert werden, um Entwicklungsprozesse durch Nutzung von Synergien zu verbessern. www.sumitomo-shi-demag.eu

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NEWS

Gurit übernimmt Strukturschaumgeschäft von BASF Der Kauf beinhaltet das PET-­ Strukturschaumgeschäft von BASF in Italien und das Betriebsvermögen. Die Mitarbeitenden werden übernommen. Der im italienischen Volpiano angesiedelte Bereich erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr umgerechnet einen tiefen einstelligen Millionenumsatz in Franken. Gurit beabsichtigt, das PET-Geschäft in der BU Composite Materials zu integrieren und weiter zu entwickeln. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

IN

www.gurit.com

Treofan und Chromos haben eine strategische Kooperation über den Vertrieb der Bereiche Verpackungen und Etiketten in Österreich und der Schweiz vereinbart. Der BOPP-Spezialist will damit seine lokale Marktpräsenz deutlich ausweiten. Dr. Walter Bickel, CEO der Treofan, sagt: «Mit Chromos gewinnen wir einen starken Partner, der unsere eigene Philosophie der Serviceorientierung und Entwicklung integrierter Lösungen widerspiegelt. Wir sind zuversichtlich, dass wir im

Rahmen dieser strategischen Zusammenarbeit in Österreich und der Schweiz deutlich wachsen werden.» Und Daniel Broglie, CEO der 1946 in Dielsdorf gegründeten Chromos AG, ergänzt: «Das erste Feedback der Kunden auf die neue Partnerschaft zwischen unseren beiden Häusern ist durchwegs positiv und stimmt uns zuversichtlich, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.» www.chromos.ch www.treofan.com

KÜRZE – IN N I   –   E Z R Ü K KÜRZE – IN

n  Die Composites Europe findet ab 2017 jährlich in Stuttgart statt. Bislang veranstaltete Reed Exhibitions die Europäische Fachmesse für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen alternierend in Düsseldorf und Stuttgart. Ausschlaggebend sei die Nähe zu den Industriezweigen, in denen faserverstärkte Werkstoffe zum Einsatz kommen. Das gilt speziell für die Automobilbranche, den Fahrzeugbau, die Luft- und Raumfahrt sowie die Elektrobranche, wie Olaf Freier, Event Director der Composites Europe, betont. Die nächste Composites Europe findet vom 19. bis 21. September 2017 in Stuttgart statt. www.composites-europe.com n BASF arbeitet mit HP zusammen, um Kunden über die «Multi Jet Fusion Open Plat-

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Die Transaktion stärke das Produktportfolio mit der Marke Kerdyn und ergänze die bestehenden PET-Fertigungskapa­ zitäten in China. Ausserdem ­gewinne Gurit Know-how bezüglich Extrusionsprozesse und innovativen Produkten. «Wir freuen uns, die Niederlassung in Volpiano und das Geschäft zusammen mit dem italienischen Team dynamisch entwickeln zu können», sagt Gurit-­ CEO Rudolf Hadorn.

Chromos vertreibt ­Treofan-Produkte in der Schweiz

form» neuartige Materialien für den 3D-Druck anzubieten. Die Zusammenarbeit soll den Lernprozess über notwendige Anforderungen und Bedürfnisse zur Materialentwicklung für die Grossserienproduktion beschleunigen. www.basf.com n  KraussMaffei hat eine neue Vertretung im Iran und will damit seine Marktposition in der Spritzgiess- und Reaktionstechnik weiter ausbauen. KaranSimaFam, ein seit mehr als 50 Jahren erfahrenes Familienunternehmen in der iranischen Kunststoffindustrie, vertritt KraussMaffei zukünftig mit der neuen Gesellschaft Krasifam (KSF). www.kraussmaffei.com n Am 29. November 2016 begrüsste das Team Arburg

Kunststoff-Freiformen (AKF) rund 40 Teilnehmer, die mit dem Freeformer arbeiten, zum inzwischen dritten Anwendertag in Lossburg. Im Mittelpunkt des Treffens «von Experten für Experten» stand der Erfahrungsaustausch in Sachen additiver Fertigung. Ein wichtiges Thema war die Materialqualifizierung mit dem Freeformer. Die gelungene Kombination aus Theorie und Praxis kam bei den Teilnehmern durchweg sehr gut an. www.arburg.com

KÜRZE

gung. Gemeinsam haben es sich die Unternehmen zum Ziel gesetzt, Lernkurven für die Mitarbeiter zu optimieren und gleichzeitig zu verkürzen. www.skz.de, www.eos.info

n  Der Carl Hanser Verlag und der VDWF verleihen den Dr.Richard-Escales-Preis 2016 an Prof. Dr.-Ing. Sonja Pongratz. Der Preis wurde bereits zum siebten Mal verliehen – zum ersten Mal an eine Frau. Pongratz wurde für ihre Verdienste «um die kontinuierliche Vermittlung von Fachwissen zur Ben  EOS, Spezialist für High-­ ständigkeit von Kunststoffen» End-Lösungen im Bereich der – wie es in der Laudatio hiess Additiven Fertigung (AM) und – gewürdigt. Die Chemieingenidas SKZ, das in Würzburg an- eurin ist bei Volkswagen in sässige Kunststoffinstitut, in- Wolfsburg in leitender Position tensivieren ihre Zusammenar- auf dem Gebiet der Werkstoff-, beit im Bereich der Aus- und Emissions- und SchadensanalyWeiterbildung für die kunst- se tätig stoffbasierte Additive Ferti- www.hanser.de

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NEWS

Bayerns Additive Fertigung hebt ab Die drei bayerischen Cluster Aerospace bavairia e.V., der Cluster Mechatronik & Automation sowie der Cluster Neue Werkstoffe bündeln erstmalig in einem gemeinsamen Cross-­ Cluster-Projekt die Kompetenzen im Bereich Additive Fertigungsverfahren in der Luft- und Raumfahrt. 3D-Druck ist in dieser Branche keine Vision mehr sondern Basis für revolutionierende technologische Innovationen. Analysten prognostizieren für den weltweiten kommerziellen Luftfahrtmarkt bis über das Jahr 2020 hinaus Wachstumsraten von über 20 Prozent. In der Luft- und Raum­ fahrt hat die Technologie bereits Serienreife erreicht. Die erstmalige enge Zusammenarbeit der drei Cluster will jetzt für ­k leine und mittelständische Unternehmen der bayerischen Luft- und Raum­ fahrtbranche Transparenz und Zugang im Bereich der Additiven Fertigung (AM) schaffen. Gerade bei dieser Zukunftstechnologie ist Bayern her vorragend aufgestellt. Gross­unternehmen wie Airbus, MTU, Siemens oder BMW und Audi setzen diese Technologie bereits ein und haben sich hier einen technologischen Vorsprung erarbeitet. Neben diesen global playern verfügt ­B ayern über die gesamte Prozesskette, von der Rohstoff­ entwicklung über die Maschinentechnologie mit seinen ansässigen Marktführern im 3D-Druckmaschienenbereich bis hin zu Forschung und Anwendung. Dennoch zeigt sich, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen einen erheblichen Bedarf an Information und Know-how haben, um die Potenziale dieser Technologie für ihre Fertigung abzuschätzen und zu 1– 2 / 2 0 17

implementieren. Dies ist ein Risiko für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und des Standortes. Vor diesem Hintergrund agiert jetzt erstmalig die Cluster übergreifende Partnerschaft. Ziel ist es, Transparenz in der Additiven Fertigung zu schaf-

fen, Ansprechpartner und Kompetenzen schnell zu finden und unkompliziert zu kontaktieren. Ebenso wird der Aufbau einer leistungsstarken Zulieferkette angestrebt. Neben der Schaffung einer interaktiven digitalen Plattform sollen u. a. in Einzelgesprächen

mit Unternehmen sowie in Workshops Bedarfe definiert werden. Individuelle, bedarfsgerechte und neutrale Beratungen der Akteure sollen folgen. www.cluster-neuewerkstoffe. de www.bavairia.de www.cluster-ma.de

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NEWS

KraussMaffei erweitert Kapazitäten mit Kauf der IBS Die KraussMaffei Technologies GmbH übernimmt die IBS Plamag Maschinenbau GmbH (IBS) in Plauen (D), einen erfahrenen Hersteller von Komponenten und Baugruppen für den Maschinenbau. Die Akquisition soll helfen, der steigenden Nachfrage nach Maschinen im Bereich der Spritzgiesstechnik gerecht zu werden. KraussMaffei ist im Bereich

Spritzgiesstechnik auf Wachstumskurs. Die Nachfrage nach hochwertigen Maschinen ist unvermindert hoch, unter anderem aufgrund der zur K 2016 eingeführten neuen vollelektrischen PX-Baureihe. «Die steigende Kundennachfrage ist erfreulich und erfordert eine Erhöhung unserer Produktionskapazitäten. Die IBS ist bekannt für hohe Präzision und

anspruchsvollen Maschinenbau. Mit dieser Qualität und den zusätzlichen Kapazitäten wird KraussMaffei sein geplantes Absatzwachstum weiter ausbauen», so Dr. Hans Ulrich Golz, Geschäftsführer der KraussMaffei Technologies GmbH. Die IBS ist seit 2013 ein bewährter Partner von KraussMaffei und verfügt über eine lange Tradition und jahrzehnte-

lange Branchenerfahrung am Standort Plauen. Derzeit beschäftigt die IBS 112 Mitarbeiter mit einem hohen Anteil an Facharbeitern und Ingenieuren. Der Maschinenpark in den 28 000 m2 grossen Fertigungsund Montagehallen umfasst CNC-Sägen, -Fräsen, -Drehen, -Schleifen und -Verzahnen sowie Prüfeinrichtungen. www.kraussmaffei.com

Bild: Bain

Mit Gründermentalität nachhaltig wachsen

Von 500 000 neu gegründeten Unternehmen wachsen statistisch gesehen 10 000 auf eine Grösse, die für Venture-Capital-Geber interessant ist. Einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar erreichen 1000 New­ comer, 200 kommen immerhin auf eine Bilanzsumme von 500 Millionen US-Dollar und mehr. Doch nur 11 Prozent der Unternehmen, die über 500 Millionen US-Dollar umsetzen, verdienen langfristig kontinu-

ierlich mehr als ihre Kapitalkosten. Gefragt nach den Ursachen für Umsatz- und Profitabilitätsrückgang nennen die Manager dieser Unternehmen nur selten externe Faktoren wie Markt oder Technologie. Vielmehr sind die Gründe für nachlassendes Wachstum überwiegend interner Natur: fehlender Kundenkontakt, zu wenig Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, komplexe Prozesse und Bürokratie. Dies sind Ergebnisse des Buchs «The Founder’s Mentality» von Chris Zook und James Allen, Partner bei Bain & Company, die dazu eine Langzeitstudie durchführten. Erfolgreiche Unternehmen haben Gründermentalität Langfristig erfolgreiche Unternehmen haben drei Gemeinsamkeiten, die sich häufig auch bei charismatischen Gründerpersönlichkeiten finden. «Was wir Gründermentalität nennen,

ist allerdings unabhängig von der Person eines Gründers», erklärt Walter Sinn, Deutschlandchef von Bain & Company. «Es handelt sich vielmehr um ein Set universeller unternehmenskultureller Erfolgsfaktoren, das aus Rebellentum, ­bedingungsloser Kundenorientierung und einer Eigentümerperspektive mit ausgeprägter Verantwortungs- und Handlungsbereitschaft besteht.» Krisen im Lebenszyklus von Unternehmen sind vorhersehbar Erfolgreiche Unternehmen werden im Lauf ihres Aufstiegs und in der Phase der Marktführerschaft von drei vorhersehbaren Krisen bedroht. Sie sind allesamt jedoch vermeidbar, wenn sie rechtzeitig antizipiert werden: Die Überlastungskrise, die Richtungskrise und die Komplexitätskrise. Das Buch «The Founder’s Mentality» belegt und illustriert die Elemente der Gründermentali-

tät sowie die drei Wachstumskrisen anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Branchen. Dazu gehören unter anderem der Kreuzfahrtanbieter Norwegian Cruise Line, die Cafékette Starbucks, der Kamerahersteller Leica und der Brauereigigant Anheuser-Busch InBev. So zeigt Bain, dass Gründermentalität und vorhersehbare Krisen ein auf alle Länder und Branchen übertragbares Phänomen darstellen. «Ich bin überzeugt, dass der Ansatz der Gründermentalität einen festen Platz im strategischen Denken erfolgreicher Unternehmen einnehmen wird», betont Sinn. «Denn die typischen Unternehmenskrisen sind in der Regel vorhersehbar. Und sie können überwunden werden, bevor sie ein Unternehmen zu Fall bringen.» Das Buch basiert unter anderem auf Datenanalysen von 30 Jahren und rund 8000 börsennotierten Unternehmen. www.bain.com

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1– 2 / 2 0 17 DIE EINHEIT FÜR ERFOLG


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Seit dem 1. Dezember 2016 hält Dr. Christoph Steger das Amt des Verwaltungsratspräsidenten bei der Engel (Schweiz) AG in Frauenfeld inne. Er folgt in dieser Funktion auf Dr. Peter Neumann, der sich mit Wirkung zum 30. November aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat (KunststoffXtra berichtete darüber). Die Engel (Schweiz) AG wurde 1991 als Vertriebs- und Serviceniederlassung der Engel Austria GmbH mit Stammsitz in Schwertberg (A), gegründet. Traditionell kommen die Mitglieder des Verwaltungsrats aus der Geschäftsführung der für die weltweite Unternehmensgruppe verantwortlichen Engel Holding GmbH. Weiteres

Bild: Engel

Neuer VR-Präsident für Engel Schweiz

Dr. Christoph Steger

Mitglied des Verwaltungsrats ist und bleibt Klaus Siegmund. Mit dem Rückzug Peter Neumanns schliesst der familiengeführte Spritzgiessmaschinenbauer den seit mehreren Jahren vorbereiteten Generationenwechsel ab. www.engelglobal.com

Granula baut Masterbatch-Werk mit JV-Partner in Indien Die Schweizer Granula AG und Som Shiva (Impex) LTD aus Indien gehen ein Joint Venture ein. Unter dem Namen Granula Masterbatches India Pvt. Ltd. wird die neue Gesellschaft Masterbatches für den lokalen Markt produzieren. Dazu wird ein mit modernsten Technik ausgestattetes Werk in der Nähe von Ahmedabad im Staat Gujarat gebaut. Granula Masterbatches India (GMI) wird sich als eine der ersten Firmen auf dem neuen Indus­triegebiet niederlassen. Zielmärkte sind lokale Anwendungen in den Bereichen Lebensmittelverpackung, Medizintechnik, Kosmetik und Automobilindustrie. Es ist geplant die Produktion im 2. Quartal 2017 zu starten. «Im Augenblick gibt es eine grosse Nachfrage nach grundlegenden Gebrauchsgütern in 1– 2 / 2 0 17

Indien, aber dies wird sich wegen der schnell steigenden Mittelklasse in Indien fundamental ändern», erläutert Jürg Weibel, Inhaber und Geschäftsführer der Granula AG in Merenschwand (CH). «Als Masterbatchhersteller sehen wir enorme Möglichkeiten in der aktuellen Wirtschaftsöffnung von Indien und in der stark wachsenden Mittelschicht, die höherwertige Produkte nachfragt. Wir wollen Teil dieser Veränderung sein.» Die Produktdatenbanken von Granula AG und GMI werden zukünftig vernetzt sein, damit die neue Firma auf zehntausende bestehende und neue Rezepturen zugreifen kann. Dadurch wird eine gleichbleibende hohe Qualität länderübergreifend gewährleistet. www.granula.eu

Der Master für anspruchsvolle Ingenieurinnen und Ingenieure Sind sie an interdisziplinärer Zusammenarbeit in den Bereichen der Werkstoff-, Verarbeitungs- und Maschinentechnik interessiert? Möchten sie basierend auf einem wirtschaftlichen Produktionsprozess innovative Produkte mit einem klar definierten Eigenschaftsprofil entwickeln? Für FH- und UniabsolventInnen bietet das Masterstudium Master of Science in Engineering MSE mit der einzigartigen Vertiefung in

Plastics Technology interessante Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Idee bis zum fertigen Produkt. Das attraktive Curriculum beinhaltet theoretische Grundlagen, praxisorientierte Ausbildung sowie die aktive Mitarbeit an Projekten der angewandten Forschung und Entwicklung. Durch diese Kombination wird ihnen ein breites Fachwissen vermittelt bei gleichzeitiger Spezialisierung in der Kunststofftechnologie. Wählen und kombinieren Sie aus folgenden Forschungsschwerpunkten: • Spritzgiessen / Polyurethantechnik • Compoundieren / Extrusion • Additive Manufacturing • Faserverbundtechnik / Leichtbau • Verbindungstechnik MSE INFO-ABEND IN RAPPERSWIL Dienstag, 28. März 2017, 18 Uhr KONTAKT Prof. Dr. Frank Ehrig Tel: +41 55 222 49 05 frank.ehrig@hsr.ch www.hsr.ch / mse

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NEWS

Fakuma: Kunststofftechnik im Zeichen der Industrie 4.0 Mikro-Spritzgiessen, 2 K-/Mehr­ komponenten-Verfahren, Prozess- und Funktionsintegration durch kreative Werkzeuggestaltung, CFK-Leichtbau und signifikante Materialeinsparungen dank anwendungsgerechter Konstruktion bzw. dünnwandiger Auslegung, Extrudieren in neuer Präzisions-Dimension, Thermoforming in einer nie gekannten und reproduzierbaren Genauigkeit und schliesslich 3D-Printing bzw. Generativ-/ Additiv-Manufacturing in einem bis vor kurzem noch unvorstellbaren Ausmass – die Welt der Anwendung von Kunststoffen und der Kunststoffverarbeitung zeigt sich dynamischer denn

je; was nicht zuletzt auch am sehr hohen Aussteller-Aufkommen zur Fakuma 2017 abzulesen ist. Acht Monate vor der nächsten Fakuma zeigt sich die Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung in bestechender Form: wie in den Sessions davor sind erneut alle verfügbaren Hallenflächen des Messezentrums in Friedrichshafen am Bodensee belegt. Annemarie Schur, Projektleiterin der Fakuma, zur aktuellen Buchungs- und Belegungssituation des Ausstellungsgeländes: «Wir haben schon 85 000 m² Bruttoflächen verplant und gehen erneut von rund 1700 Aus­

stellern aus. Nicht nur die europaweiten und globalen ­ Marktführer sind alle dabei, sondern verstärkt auch die gros­sen Player aus Asien. Hinzu kommen zahlreiche Mittelständler aus allen industrialisierten Nationen und auch den Schwellenländern, sodass wir den Fachbesuchern die Produkte und Leistungen der Anbieter und Hersteller aus aller Welt präsentieren können.» Schwerpunkte der Fakuma 2017 sind, neben zunehmender Elektrifizierung der Antriebe von Spritzgiessmaschinen, die durchgängige Produktionsund Materialfluss-Automatisierung sowie die Integrationsfä-

higkeit von Komponenten, Baugruppen, Subsystemen und Anlagen in Industrie 4.0-Strukturen. Selbstredend schreitet auch in der automatisierten Kunststoffverarbeitung die Digitalisierung voran, betreffend alle Prozessschritte ab der CAD-gestützen Entwicklung über die Konstruktion, die Produktion, die Qualitätssicherung, die Weiterverarbeitung und Verpackung bis hin zur Logistik und Distribution nach konkretem Bedarf. Die 25. Frakuma findet vom 17. bis 21. Oktober 2017 in Friedrichshafen statt. www.fakuma-messe.de

Ems-Grivory baut Computer Assisted Technical Service aus Ems-Grivory engagiert sich stark in der Entwicklung von Berechnungsmethoden zur Bestimmung der Lebensdauer von faserverstärkten Kunststoffbauteilen. Zusammen mit namhaften Partnern wie VW, BMW, Bosch, Sulzer, Magna und der Universität Leoben wurde ein entsprechendes Forschungsprojekt lanciert. Im Zuge dessen wurde die Lebensdauer eines Getriebequerträgers mit neu entwickelten Berechnungsmethoden simuliert. Parallel zu den Berechnungen wurden konventionelle Bauteiltests durchgeführt, bei welchen das Ermüdungsverhal-

ten – sprich die Lebensdauer – in spezifischen Belastungs­ szenarien ermittelt wurde. Der Vergleich der Berechnungsergebnisse mit den Bauteiltests zeigt: Bereits heute haben die am Computer errechneten Vorhersagen eine hohe Zuverlässigkeit. Das Einsparpotenzial bei der Bauteilentwicklungszeit beträgt nicht nur Tage, sondern viele Monate. Bisher war der Einblick in Bauteile nur mittels zeitintensiver Mikroskopiertechnik möglich und es konnten nur einzelne Schnittebenen untersucht werden. Neu setzt die Anwendungstechnik von Ems-Grivory

bei solchen Untersuchungen auf die Computertomographie. Mithilfe dieser kann in wenigen Stunden ein vollständiges, dreidimensionales Abbild des Bauteils zerstörungsfrei erstellt werden. So wird der Kundenservice massiv beschleunigt und gleichzeitig verbessert. Die Computertomographie eignet sich besonders für exakte Bauteilvermessungen sowie die Analyse von Faserorientierung und Lunkern. In einem einzigen Scan werden alle nötigen Informationen für diese Untersuchungen gesammelt. Es ist sogar möglich, die Resultate des Scans direkt mit dem

ursprünglichen 3D-Modell aus der Bauteilentwicklung zu vergleichen. Dies gibt Aufschluss darüber, wie präzise die Simulationsmodelle sind und in welchen Bereichen sie weiter verbessert werden können. Mit den neuen Berechnungsmethoden zur Vorhersage der Lebensdauer und der Computertomographie verfügt Ems-­ Grivory über zwei potente Werkzeuge, die das Bauteilverständnis erheblich erweitern, den Kundenservice ausbauen und damit die Bauteilentwicklung deutlich beschleunigen. www.emsgrivory.com

Pharmataugliche Schneidmühle aus Chromstahl mit Zyklon TRACOMME AG Dorfstrasse 8 • 8906 Bonstetten Tel. 044 709 07 07 • Fax 044 709 07 70 • www.tracomme.ch Die Fritsch-Schneidmühle p-19 ist ideal zur Zerkleinerung von weichen bis mittelharten, zäh-elastischen und faserigen Materialien. Komplette Ausführung in korrosionsbeständigem Stahl 316L gemäss Richtlinien der FDA und der EU für Lebensmittel und Pharma. Einfache 4 2Bedienung und Reinigung. Der Fritsch-Hochleistungszyklon aus rostfreiem Stahl 304 bringt die Probe schnell und schonend aus dem Mahlraum. Lässt sich schnell und einfach zerlegen und zur Reinigung überströmen und sterilisieren.

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NEWS

Bild: Hanser

Ein Handbuch zu Schnappverbindungen

Bonenberger, P. R.: The First Snap-Fit Handbook. Carl Hanser Verlag München, 3. Aufl. 2016, mit E-Book. ISBN 1-56990-​595-1 Dass dieses wertvolle Werk nach 2000 und 2005 bereits seine dritte Auflage erlebt, zeugt von der grossen Nachfrage nach profunder Literatur zu solchen Spezialthemen. Schwerpunkte der praxisorien-

tierten Ausführungen sind auch in der Neuausgabe die Anforderungen, Funktionsweise, Bauformen und die Auslegung von Schnappverbindungen sowie die relevanten Werkstoffeigenschaften. Zahlreiche illustrative Abbildungen unterstützen die Verständlichkeit des englischen Textes, und manche Checkliste hilft dem Benutzer bei seiner Arbeit. Das Buch eignet sich nicht nur für bestandene Fachleute; dem Einsteiger vermittelt es einen guten Überblick über die Materie. Der Inhalt ist gründlich überarbeitet und insbesondere durch weitere Fallstudien und Anwendungen ergänzt worden. Schade, dass das Thema Herstellung und die neueren Erkenntnisse über die Auslegung von Schnappverbindungen keinen Eingang gefunden haben. www.hanser.de Prof. Johannes Kunz

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Bild: Cor vaglia

Corvaglia regelt Nachfolge intern

Reto Graf

Seit dem 1. Januar 2017 hat Corvaglia Closures Eschlikon AG einen neuen Geschäftsführer. Reto Graf, der bislang Manager IT & Controlling bei der Corvaglia Gruppe war, löst Franco Bischof ab, der zum Jahreswechsel in den Ruhe1– 2 / 2 0 17

stand ging. Mit Graf hat der Verschluss-Spezialist die Nachfolge intern lösen können. Graf ist seit 2013 Teil des Corvaglia Teams und kennt dank seiner bisherigen Tätigkeit die wichtigsten Stellschrauben im Unternehmen. Franco Bischof führte beide Closures Betriebe in Mexiko und der Schweiz und war massgeblich dafür verantwortlich, dass aus beiden Geschäftseinheiten erfolgreiche Marktteilnehmer wurden. Im Jahr 2012 wurde er zudem in den Verwaltungsrat der Corvaglia Gruppe gewählt. In dieser Funktion steht Bischof dem Unternehmen auch weiterhin zur Verfügung. www.corvaglia.ch

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Weltneuheit EneskaMicro von joke

Leistungsstark und systemübergreifend

Bilder: joke

joke Technology, Spezialist für Oberflächenbearbeitung, hat eine neue Generation der EneskaMicro Steuergeräte entwickelt und setzt damit einen neuen Massstab für Schleif-, Polier- und Fräsarbeiten. Das Einzigartige ist: Die Serie ist systemübergreifend und rückwärtskompatibel.

Die neue Generation der EneskaMicro Steuergeräte.

Neu an dem EneskaMicro ist, dass die meisten Handstücke und Mikromotoren verschiedenster Fremdhersteller mit dem Steuergerät kompatibel und bedienbar sind. Die Steuerung erkennt, welcher Mi­

kromotor angeschlossen ist. Bereits getä­ tigte Investitionen in Handstücke und Mo­ toren können somit weiter sinnvoll genutzt werden. Ausserdem wurden die gesamten technischen Parameter, wie zum Beispiel die Drehzahlleistung auf jetzt 60 000 U/ min, deutlich erhöht. Besonders die spezi­ ell entwickelten Handstücke und deren Spannkraft machen die EneskaMicro-Ge­ räte für Anwendungen mit extrem harten Materialien sehr interessant – beispiels­ weise bei Arbeiten im Aerospace-Bereich. Die Feldtests mit ersten Kunden verliefen sehr erfolgreich. «Es war schwierig, die Prototypen wieder zurück zu bekom­ men…», so der verantwortliche Produkt­ manager von joke Jürgen Meyer.

stücken. Bis dato ebenfalls neu ist die 50% höhere Spannkraft bei den neu ent­ wickelten Handstücken, welche vor allem bei Fräsarbeiten überzeugt – eine Kombi­ nation von Feder- und Hebelkraft, die be­ wirkt, dass der Fräser auch bei hoher Be­ lastung seine Position hält. Diese ist bei neuen Anwendungsbereichen von Vorteil, beispielsweise bei der Bearbeitung von hochchromigen Stählen, Inconel oder Ti­ tan wie bei der Implantatfertigung. «Ein besonderes Detail, welches uns am Herzen liegt: Das EneskaMicro-System ist komplett Made in Germany! Damit kön­ nen wir unseren eigenen Anspruch an Qualität und Lieferzeit einhalten und ge­ währleisten», betont Meyer.

Mehr Performance – Made in Germany

Leise und vibrationsarm

«Mehr PS» war das Motto bei der Entwick­ lung der Motoren und Handstücke durch das joke-Team. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die neue Generation hat eine um 20% höhere Enddrehzahl und 30% mehr Leistung mit 60­ 000 U/min. Sie passen zu bereits bestehenden joke-­Hand­

Das leise, vibrationsarme und präzise Ar­ beiten mit dem EneskaMicro wird dank der erstklassigen Rundlaufgenauigkeit möglich. Alle Achsen sind hochpräzise ge­ schliffen und mit Lagern der neuesten Ge­ neration verbaut. So wird eine hohe Rund­ laufgenauigkeit erzielt, die kleiner als 0,01 Millimeter ist. Als weiterer Pluspunkt sind

Anwendungsbeispiele: links Fräsen bei einem Hüftgelenk, rechts Schleifkappen.

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auch die neuen Handstücke mit der werk­ zeuglosen Schnellspannfunktion ausge­ stattet – das spart Zeit. Die neu entwickel­ ten Handstücke sind etwas grösser und mit einer gummierten Oberfläche verse­ hen. Sie liegen angenehm in der Hand und dank der hervorragenden Dämpfung wird ein längeres und ermüdungsfreies Arbeiten möglich. Für eine ergonomische Bedienung sorgt neu der Schalter direkt am Motor. Dank dieser Neuerung bleibt dem Bediener das Wechseln seiner Ar­ beitsposition beim Motor Ein- und Aus­ schalten erspart. Für schwer zugängliche Bereiche in Werkstücken bietet joke ein neues Handstück mit längerer XL-Achse an. Das Steuergerät kommt ohne Lüfter aus, was weniger Geräusche und somit weniger Belästigung für den Anwender be­ deutet. Da keine Schlitze im Gehäuse exis­ tieren, ist das EneskaMicro auch staubge­

schützt (angelehnt an IP 54). Das Gerät ist sehr leicht zu warten, verfügt über einen tiefen Schwerpunkt und ist deshalb sehr standfest.

Simple Bedienung mit Touchdisplay Das intelligente Steuerungssystem ist eine Mischung aus Neuem und Bewährtem. Auf dem Touchdisplay lassen sich mit Sta­ tionstasten die individuellen Einstellungen speichern. Für die Drehzahl wurde der be­ liebte Drehgeber mit einer sehr feinen Rasterung verwendet. Die Regulierung der Drehzahl kann wie gewohnt optional über einen Fussschalter erfolgen. Ein entspre­ chender Anschluss befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses. Das System ver­ fügt über einen Überlastungsschutz und einen Selbstanlauf.

die Formteilqualität Formteilqualität die

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Das EneskaMicro wird in vielen Bereichen bestehende Druckluftsysteme ersetzen. Ursache dafür sind die enorm hohe Dreh­ zahl, das vibrationsarme Arbeiten, schnel­ ler Werkzeugwechsel mit höchster Spann­ kraft ohne Hilfsmittel und letztlich die starke Geräuschminimierung. Mit ihm schafft joke es, die technischen Anforde­ rungen vor allem im Bereich Fräsen zu erfüllen. Einen Eindruck vom EneskaMicroSystem konnten sich Interessenten bei Hatag auf der Swiss Plastics Messe ma­ chen. Kontakt Hatag Handel und Technik AG Rörswilstrasse 59 CH-3065 Bolligen Telefon +41 (0)31 924 39 39 Kühlenund und hatag@hatag.chKühlen Temperierenmit mit n www.hatag.ch Temperieren

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VER ANSTALTUNGEN

06.03.

07.03.

MÄRZ 2017

21./22.03.

1. AMX-Tagung: Make or buy? Ort: Luzern Veranstalter: Messe Luzern AG Horwerstrasse 87, CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 fabrizio.raffa@messeluzern.ch, www.am-expo.ch

{wfb} Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau Ort: Siegen Veranstalter: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG Kolbergerstrasse 22, D-81679 München Telefon +49 (0)89 99830-535 www.wfb-messe.de

22.03.

AMI Konferenz: Industry 4.0 for Plastics Processors Ort: Köln Veranstalter: Applied Market Information Ltd. AMI House, 45-47 Stokes Croft, Bristol, BS1 3QP, UK Telefon +44 (0)117 924 9442 er@amiplastics.com www.amiplastics.com/events/event?Code = C791

Fachtagung: Heisskanal Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Strasse 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

23.03.

KMU Swiss Forum 2017: Veränderung – die stetige Konstante Ort: Baden Veranstalter: Hightech Zentrum Aargau Badenerstrasse 13, CH-5200 Brugg Telefon +41 (0)56 560 50 50 info@hightechzentrum.ch www.hightechzentrum.ch

23.03.

IVAM High-Tech Summit: Wegweiser zur Digitalisierung Ort: Dortmund Veranstalter: IVAM Fachverband für Mikrotechnik Joseph-von-Fraunhofer-Strasse 13 D-44227 Dortmund Telefon +49 (0)231 9742 7089 mo@ivam.de, www.ivam.de

23./24.03.

Kurs Extrudieren: Grundlagen Verfahrenstechnik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

23./24.03.

Kurs: Konstruieren mit Kunststoffen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

27.–31.03.

Kurs: Spritzgiessen Verfahrenstechnik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

28.–30.03.

Lopec 2017 – Fachmesse mit Kongress für gedruckte Elektronik Ort: München Veranstalter: Messe München CH: BRO Solutions Schürch, CH-8400 Winterthur Telefon +41 (0)44 350 36 02 info@bto-solutions.ch, www.bto-solutions.ch

30./31.03.

Fräsen und Bohren: Neueste Technologien für die Bearbeitung kubischer Bauteile Ort: Frauenfeld Veranstalter: Iscar Hartmetall AG Wespenstrasse 14, CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 08 50 seminar@iscar.ch, www.iscar.ch

07./08.03

inject – das Spritzgiessforum Ort: Schwertberg Veranstalter: Engel Austria GmbH Ludwig-Engel-Strasse 1 A-4311 Schwertberg Telefon +43 (0)50 620-0 www.engelglobal.com/termine/inject-forum

14.–16.03.

Jec World 2017 – Internationale Composites Messe Ort: Paris Veranstalter: JEC Group 251 boulevard Pereire, F-75017 Paris Telefon +33 1 58 36 15 00 www.jecomposites.com

15./16.03.

IIMC 2017 – International Injection Moulding Conference Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, Seffenter Weg 201, D-52074 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93877 sigrid.hillebrand@ikv.rwth-aachen.de www.ikv-aachen.de

21.03.

Fachtagung: Additive und Spritzgiessprozess Ort: Leipzig Veranstalter: Kunststoff-Zentrum in Leipzig gGmbH Erich-Zeigner-Allee 44, D-04229 Leipzig Telefon +49 (0)341 4941-555 info@kuz-leipzig.de, www.kuz-leipzig.de

21.03.

Kurs: Zusammenhänge in der Spritzgiesstechnik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

21./22.03.

1. VDI-Strategiekongress: Additive Manufacturing – Hype oder schon Realität? Ort: Stuttgart Veranstalter: VDI Wissensforum Postfach 10 11 39, D-40002 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 6214-201 wissensforum@vdi.de, www.vdi-wissensforum.de

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Mit seinen beiden kleinsten Maschinentypen Boy XS und Boy XXS geht der Maschinenhersteller Boy im Februar 2017 auf Tour. Auf der VDI Jahrestagung Spritzgiessen in Baden-Baden (21. bis 22.02.2017) bereichert eine Boy XS (Schliesskraft 100 kN) zum Thema Mikro­ spritzguss die Veranstaltung. Live vor Ort werden Kleinstteile mit einem Teilegewicht von nur 0,078 g gespritzt. Bereits am 17. Feb­ruar 2017 demonstriert die neue Boy XXS ihre Leistungsfähigkeit auf

dem Technologietag Hein in Neustadt am Rübenberge (bei Hannover). Auf der kleinen und durch das fahrbare Untergestell flexibel einsetzbaren Table-Top-­Maschine mit 63 kN Schliesskraft können Mikroformen vieler Normalienhersteller eingesetzt werden. Beide Spritzgiessautomaten können wahlweise mit dem Schneckendurchmesser 8 mm mit nur 1.9 cm³ Gangvolumen eingesetzt werden. Der grosse Vorteil einer Schneckenplastifizierung, die nach dem «First in – First out»-Prinzip arbeitet, ist die ausserordentlich kurze Verweilzeit des Materials im Plastifizierzylinder. Aufgrund des sehr schnellen Materialdurchsatzes können temperaturempfindliche Materialen problemlos eingesetzt werden. So wird das Granulat bei der Anwendung auf der VDI-­

Tagung in Baden-Baden innerhalb von knapp fünf Minuten in der Plastifiziereinheit aufgeschmolzen und in das Werkzeug eingespritzt. Mit bewährten Techniken für den industriellen Dauerbetrieb ausgestattet – so z. B. mit energieeffizientem Servoantrieb und der neuen Maschinensteuerung Procan ALPHA 4 bei der Boy XXS – punkten die beiden Spritzgiessautomaten des familiengeführten Unternehmens aus Neustadt-Fernthal in puncto Kompaktheit (Aufstellfläche 0,77 bzw. 0,89 m²), Zuverlässigkeit und Flexibilität. Thomatech GmbH Wyssmattstrasse 5 CH-6010 Kriens Telefon +41 (0)41 780 01 50 info@thomatech.ch www.thomatech.ch

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Um der grossen Nachfrage des kleinen Einschraubzylinders E200 weiterhin gerecht zu werden, hat

HEB ihr Programm um den Kolben ø40 erweitert. Auch dieser ist in 2 Standardhüben und für Temperaturen bis 200 °C kurzfristig verfügbar. Auch das seit langem im Blockzylinderbereich bewährte System der Magnetfeldabfrage hat das Unternehmen auf die Rundzylinder ZMS100 und ZMS160 übertragen. Durch Verschieben der Sensoren sind beliebige Schaltpunkte über den kompletten Zylinderhub frei einstellbar. Ob Mehrstellungszylinder, Teleskopzylinder oder Verriegelungszylinder, ob in Rundbauweise oder

als Blockzylinder – gemeinsam mit dem Kunden entwickelt HEB, basierend auf fast 40 Jahre Erfahrung, das optimale Produkt. Dabei fliessen Komponenten der Standardzylinder, wie die einstellbare, lineare Dämpfung oder ein Dichtungskonzept, geeignet sowohl für niedrige als auch hohe Kolbengeschwindigkeiten, ein.

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PRODUKTE

Fanuc stellt neuen Reinraumroboter vor

Neuer Systemlieferant für Anlagen zur Herstellung von LFT-Compounds

Die Fähigkeiten des M-20iB/25C gehen jedoch weit über Reinraum­ anwendungen hinaus. Da bei diesem Robotermodell die Achsen 1 bis 6 auch mit Food-tauglichen Schmiermitteln ausgerüstet werden können, ist der Roboter in einer kompakten Zelle im 2nd Food oder pharmazeutischen Bereich ohne weiteres zu applizieren. Kom­pakte Palletierzellen, das VorProTec Polymer Processing eta­ gruppieren von Lebensmitteln am bliert sich als Hersteller massgelaufenden Förderband oder das schneiderter Anlagen zur Pultrusidirekte Einpacken in Kartons stelFanuc stellt seinen neuen, in weis­ on hochwertiger langfaserverstärkser Spezialfarbe lackierten, reinlen kein Problem dar. Die Programter Thermoplaste (LFT). Diese raumtauglichen Roboter M-20iB/­ mierung unterscheidet sich nicht Systeme, bei denen Planung, Bau 25C vor. Dieser wurde auf Basis von anderen Fanuc Robotern. und Inbetriebnahme komplett aus des Grundmodells M-20iB/25 Der M-20iB/25 ist der erste Vereiner Hand stammen, eignen sich entwickelt und ist prädestiniert für treter einer neuen Fanuc Generaauch für materialtechnisch schwieden Einsatz in einer Reinraumumtion von M-20iB-Robotern. Die rige Aufgaben wie die KombinatiM-20iB-Serie kombiniert die Gegebung oder im 2nd-Food Bereich. on von Kohlefasern und PolyproDer neue M-20iB/25C hat eine wichtsvorzüge eines hohlen Oberpylen (PP). Für anwendungsbezoTraglast von 25 kg und eine ma­ arms und Handgelenks mit mogene, kundenspezifische Entwickximale Reichweite von 1.853 mm. dernster Servotechnik. Vorteile: lungen steht ProTec in seinem Die herausragenden Merkmale kürzere Zykluszeiten und höherer Technikum in der Bensheimer der Baureihe sind die komplett geDurchsatz bei einer Vielzahl von Zentrale eine umfangreich ausgeApplikationen. Die Modelle sind schlossene schlanke Bauform und stattete Pultrusionsanlage zur Vernach Schutzart IP67 gekapselt und hohe Dynamik. Durch die gefügung. eignen sich ideal für feuchte, schlossene Bauform konnte die Die LFT-Anlagentechnik von ProTec schmutzige und beanspruchende Schutzklasse IP67 schon bei dem eignet sich zur Herstellung einer Verfahren wie automatische EntGrundmodel des M-20iB/25 erbreiten Werkstoffpalette mit un­ reicht werden. Durch die Weitergratungsprozesse. terschiedlicher Faserverstärkung in Keine freiliegenden Kabel oder entwicklung der mechanischen definierter Granulatlänge und unMotoren beeinträchtigen die SiEinheit durch zusätzliche konstrukterschiedlichen Polymeren als Mative Massnahmen wurde so aus cherheit und Zuverlässigkeit. Am trix. Die Anlagen können LFT-Grader Grundversionen der ReinArm ragen keinerlei Stecker heraus nulate mit Fasergehalten bis zu 65 da die komplette Schnittstelle auf raumroboter M-20iB/25C mit der 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf 1 11.10.12 11:06Gew.-% und Durchsätzen bis zu der Achse 3 hinter einer AbdeSchutzklasse ISO 5. Diese wirkt 1000 kg/h herstellen. Alle gängisich nicht negativ auf die Schnelckung und damit geschützt nach gen Thermoplaste bis hin zu BioIP67 ist. Durch diesen Schutz sind ligkeit und den Durchsatz des Rokunststoffen wie PLA (Polymilchdie Stecker und Kabel ausserdem boters aus. «Fahrversuche» und die 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf 1 11.10.12 11:06 säure) können als Matrix dienen. mechanisch abgeschirmt. Gegenüberstellung des erzielten Die Verstärkungsfasern sind Glas-, Durchsatzes mit dem StandardStahl-, Carbon- oder Aramidfasern. model haben bei selber Traglast In der Praxis sind LFT-Werkstoffe Fanuc Switzerland GmbH die gleichen Zykluszeiten an beimit Faserlängen von 7 mm bis Grenchenstrasse 7 den Robotermodellen ergeben. 25 mm üblich. LFT mit Faserlängen CH-2504 Biel Auch bei der Wiederholgenauig0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf 1 11.10.12 11:06 in Granulatlänge ergeben im Telefon +41 (0)32 366 63 33 keit liegen die unterschiedlichen Spritzgiessverfahren hoch belastroboshot@fanuc.ch Modelle mit hervorragenden bare Leichtbauteile mit zugleich www.fanuc.eu ± 0,023 mm gleich auf.

sehr guter Oberflächenqualität, wie sie vor allem in der Automobilindustrie gefordert wird. Für diese Anforderung lassen sich LFT-Pellets mit ca. 12 mm Faserlänge optimal verarbeiten. Ein zentraler Anlagen-Baustein ist ein leistungsfähiger Doppelschnecken-Compoundierextruder. Individuelle Formulierungen der Polymermatrix sind sehr flexibel direkt im Prozess und in einer grossen Bandbreite herstellbar. Recyclingmaterial und zusätzliche Füllstoffe lassen sich dabei ebenfalls in die Materialrezeptur einbinden. Das Imprägnierwerkzeug der LFT-Anlage, in dem die Faserstränge aufgespreizt und mit Polymerschmelze ummantelt werden, ist so ausgelegt, dass selbst bei Rezyklatanteilen von bis zu 10 % in der Schmelze eine hohe Imprägnierqualität der Faserfilamente prozessstabil erzielt wird. Die für die Abwicklung von Glas- und Kohlefasern benötigten unterschiedlichen Spulen­ gatter stehen in der Pultrusionsanlage ebenfalls zur Verfügung. Die Anlagensteuerung bedient zentral die LFT-Anlage von ProTec mit allen Baugruppen. Liniengeschwindigkeit, der Durchsatz des Extruders und die Schnittlänge des Granulats sind variabel regelbar. Auch weitere, je nach Anwendung vor- und nachgeschaltete Zusatzfunktionen der Gesamtanlage lassen sich in die Steuerung integrieren, wie Systeme zum Trocknen, Fördern, Dosieren und Mischen der eingesetzten Materialkomponenten. Ingenieurbureau Dr. Brehm AG Lettenstrasse 2/4 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 790 41 64 info@brehm.ch www.brehm.ch

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PRODUKTE

Schonende Reinigung von Oberflächen

HOFMANN «D 636»

Rückstände aus der Fertigung stellen bei der Herstellung von Produkten ein Risiko dar. Eine optimale Endreinigung garantiert daher die Ansprüche an die Qualitätssicherung und bedeutet gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil, der sich rasch auszahlt. Denn überall dort, wo sensible Flächen sanft gereinigt werden müssen, leisten die Putztücher des Textildienstleisters Mewa wertvolle Dienste. In dieser Disziplin überzeugt das feine Putztuch Mewatex Ultra mit Turbo-­ Saug­ k raft ganz besonders. Die Tücher halten Werkzeuge, Maschinen und Produktionsanlagen sauber und schonen im Mehrwegsystem Budget und Umwelt. Gewöhnliche Putzlappen eignen sich hierfür kaum, hier braucht es Tücher in Gewebequalitäten, die den hohen Anforderungen der Industrie genügen müssen. Das Putz­

Dichtungen, Profile und Pferdebürsten

tuch Mewatex Ultra vereint alle in der Praxis geforderten Qualitäten wie Strapazierfähigkeit, Saugkraft und Lebensdauer. Es ist speziell geeignet für schwierige Oberflächen oder komplexe Konturen, bei denen eine hohe Sauberkeit erzielt werden soll. Nebst dem Putztuch Mewatex Ultra sind weitere Tuchqualitäten im Angebot. Sie alle sind optimal auf das Reinigen von Maschinen und Anlagen ausgerichtet und Teil des durchdachten Putztuch-Mehrweg­ systems von Mewa. Durch die farbliche Kennzeichnung können Putztücher aus unterschiedlichen Einsatzbereichen getrennt und gewaschen werden. Eingesetzte Sub­ stanzen und Materialien verschiedener Branchen wie Farben, Öle oder Fette kommen so nicht miteinander in Berührung. Auf der Basis eines strategischen Umweltmanagements nach ISO 14001 eingesetzt, resultieren daraus verfeinerte Produktions- und Qualitätsprozesse und ein Systemgewinn, der sowohl dem Unternehmen als auch der Umwelt nützt.

Mewa Service AG Neue Industriestrasse 6 CH-4852 Rothrist Telefon +41 (0)62 745 19 00 www.mewa.ch

Die Besucher der Swiss Plastics Expo informierten sich auf dem 20 m2-grossen Stand der poesia Gruppe vor allem über die unzähligen Anwendungsmöglichkeiten der Silikondichtungen. Dichtungsmuster in den verschiedensten Grössen und Dicken waren auf dem Stand verfügbar und boten den Interessenten viel Gesprächsstoff über die Einsatzmöglichkeiten. Die Dichtungen eignen sich besonders gut für den Einsatz in der Baubranche und der Industrie: Metallbauer, Scheiner und Zargenhersteller vertrauen bei der Fensterproduktion auf Silikondichtungen, da sie sämtliche Brandschutzvorschriften erfüllen. Der Grund liegt darin, dass sie den Schmelzpunkt im Brandfall erst bei 350 °C erreichen. Die Silikondichtungen erfüllen zudem alle Kriterien, welche zum Erreichen der FDA-Zulassung (Food- and Drug-Administration) notwendig sind. Deshalb nutzen die Maschinenbauer deren hervorragenden Eigenschaften für die

Fabrikation von Maschinen für die Lebensmittelherstellung. Die Dichtungen werden z. B. bei Kühlmaschinen eingebaut, kommen aber auch beim Einbau von Scheiben in Vitrinen bei Bäckereien zur Anwendung. Nebst den Dichtungen aus Silikon interessierten sich die Standbesucher auch für die Profile aus den Materialien TPE (Thermoplastische Elastomere) und EPDM (Ethylen-­ Propylen-Dien-Monomer), welche poesia ebenfalls produziert. Sie überzeugen durch ihre vielseitigen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten für Schweissen, Vulkanisieren, Kleben oder Spleissen. Die poesia-Produkte kommen nicht nur in der Industrie zur Anwendung. Das neuste Innovationsbeispiel sind die Pferdebürsten «Primeur», welche aus Flüssig-Silikon (LSR) hergestellt werden. Dank ihrer weichen und flexiblen Struktur passen sie sich jeder Körperform an. Mit den groomy-Wellnessbürsten für Hunde und Katzen konnte im 2016 bereits ein ähnliches Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

Poesia Holding AG Grenzweg 3 CH-5726 Unterkulm Telefon +41 (0)62 832 32 38 info@poesia-gruppe.ch www.poesia-gruppe.ch

«Dickenhobelmaschinen D 636» Der 4-fach geführte Tisch ist auf vier Spindeln gelagert und doppelreihige Präzisionskugellager an der Messerwelle garantieren nach Jahren noch beste Ergenisse. Hobelbreite 625 mm, Hobelhöhe 3,5–305 mm Motorstärke 5,5 kW, Vorschub 7 und 14 m/min

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PRODUKTE

Frimo Scoring-Anlage für flexibles Schneiden

Als Komplettanbieter bietet Frimo seinen Kunden roboterbasierte Anlagen zum flexiblen Schneiden mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Das Produktportfolio in diesem Bereich erstreckt sich vom Fräsen und Ultraschallbeschnitt bis hin zu kombinierten Systemlösungen. Insbesondere im Bereich Scoring, dem sogenannten Airbagschwächen, ist Frimo erfolgreich unterwegs. Seit kurzem ist auch die erste Anlage dieser Art in Japan

im Einsatz. Bereits seit 15 Jahren bietet Frimmo Scoring-Anlagen aus dem FlexTrim Programm für die Herstellung unsichtbarer Airbag-Aufreisslinien im Bereich von Instrumententafeln an. Mittels dieses Verfahrens ist es möglich, jegliche Arten von Hautmaterialien wie PVC, TPO, Leder oder gesprühtem, gegossenem sowie thermoplastischem Poly­u rethan zu schwächen. Bei der Scoring-Anlage für den japanischen Kunden wurden mehrere Werkzeuge in einer Anlage verbaut, die vielfältige Anwendungen und ein Höchstmass an Flexibilität bei den Versuchen garantieren. Frimo Group GmbH Hansaring 1, D-49504 Lotte Telefon +49 (0)5404 886-0 info@frimo.com www.frimo.com

RADS bringt Dichten in eine neue Dimension

RADS steht für Roboter Applizierte Dicht-Schäume und ist die Lösung zum Dichten. RADS Dichtungen werden direkt auf das Bauteil aufgetragen und eignen sich für Staub-, Chemikalien- und Feuchtigkeitsschutz sowie zur Vibrationsdämpfung. Diese präzise Dichtung gewährleistet eine hohe Prozesssicherheit und bietet eine wirtschaftliche Alternative zu aufgeklebten Dichtbänder oder Stanzdichtungen.

Nur optische Komponenten

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Vorteile, die für RADS sprechen: –– Kontur- und dimensionsgenaue Bauteileabdichtung –– Komplexe 3D Geometrie möglich –– Konstante Qualität –– Flexible Anpassung des Härtegrades der Dichtung –– Keine Montagekosten bei Verbau der Dichtung –– Eigenschaften nach Wunsch (Farbe, Flammschutzaufrüstung, FDA, UV…)

Die Kunststoffhersteller kennen die Problematik – sie nutzen unterschiedliche Spritzgussmaschinen und erhalten daher unterschiedliche Formate ihrer Datensätze bzw. Maschineneinstelldaten. Hier bietet Pi_Inject eine Hilfe. Anhand der nötigen Schnittstellen der Maschinen können die Datensätze verschiedener Spritzgussmaschinenhersteller in einer einheitlichen Datenbank verwaltet werden. Sie lassen sich zudem mit einem Status versehen und versionieren sich selbstständig. Dies verhindert das Speichern zweier unterschiedlicher Einstelldatensätze mit dem gleichen Namen ohne Rückverfolgbarkeit. Die Vergleichsfunktion markiert unterschiedliche Parameter zweier Datensätze und erlaubt das «Springen» zwischen Unterschieden. Für die Rückverfolgbarkeit ist es möglich, die His-

torie eines Einstelldatensatzes über einen beliebigen Zeitraum abzufragen. Der Nutzer hat zudem die Möglich­ keit, die Übersicht mit den wichtigsten Parametern des Einstelldatensatzes selbst zu konfigurieren und Maschinenparameter zusammenzufassen. In einem übersichtlichen Header sind Firmenlogo und wesentliche Informationen zusammengefasst. Selbstverständlich lassen sich die Reports mit einem Klick in MS Excel übertragen. Sollte der Kunde an seinem vordefinierten Dokument für Einstelldatensätze (z. B. aus Validationsgründen) festhalten wollen, ist dies ebenfalls möglich. In diesem Fall wird der Report mit den geforderten Parametern automatisch ausgefüllt. Etwaige Unterschiede in der Parametrierung zwischen den Herstellern können auf die standardisierten Einheiten umgerechnet werden.

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PRODUKTE

Biokompatibles Polystyrol für medizintechnische Anwendungen

Neu im Produktportfolio von Resinex ist das biokompatible Polystyrol Styron 2678 Med von Trinseo. Dieser universell für Spritzgiessanwendungen geeignete Typ erfüllt die Anforderungen nach ISO 10993 für den Einsatz in medizintechnischen Anwendungen. Er bietet die Vielseitigkeit der Polystyrole, ergänzt durch die in dieser Branche geforderte erhöhte Liefersicherheit und er erfüllt erweiterte Anforderungen in Bezug auf die Ankündigung von Rezepturänderungen und die Rückverfolgbarkeit. Zu den Anwendungen gehören glasklare Verpackungen, Komponenten für Diagnosesysteme, Petrischalen

sowie Gehäuse für Messgeräte. Neben den typischen Eigenschaften der Polystyrole, wie sehr hohe optische Transparenz, Steifigkeit, Festigkeit und Temperaturbeständigkeit, bietet Styron 2678 Med die für medizintechnische Anwendungen erforderlichen Merkmale wie Biokompatibilität, chemische Beständigkeit gegen Desinfektions- und Reinigungsmittel sowie Eignung für Sterilisationsverfahren mit Ethylenoxid (EtO) oder Gamma- und Elektronenstrahlen, selbst bei hohen Dosen. Zudem ermöglicht das Material auch die in dieser Branche üblichen Nach- und Weiterverarbeitungen wie Kleben mit Lösemitteln, Schweissen oder Lasermarkieren. Damit eröffnet Styron 2678 Med der Werkstoffklasse der Polystyrole neue Anwendungen, die über die herkömmlicher, für den Lebens­ mittelkontakt zugelassener Typen hinausgehen.

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Vakuum zum Entgasen, Fördern und Tiefziehen

Der Einsatz von Vakuum in der Kunststoffverarbeitung stand im Mittelpunkt des Messestandes der Busch AG auf der Swiss Plastics Expo. Busch zeigte mit der Mink MV 0602 B erstmals in der Schweiz die aktuelle Baugrösse der neuen Generation von Mink Klauen-Vakuumpumpen, wie sie auch zur pneumatischen Materialzufuhr an Spritzgiessmaschinen und Extrudern verwendet wird. Durch das berührungs- und betriebsmittelfreie Verdichtungsprinzip entsteht keinerlei Verschleiss. Ausserdem enfallen alle Wartungsarbeiten in Zusammenhang mit

Betriebsmitteln wie Filter- oder Ölwechsel oder der Austausch von Verschleissteilen. Mink Klauen-Vakuumpumpen zeichnen sich bei allen Anwendungen durch ihre hohe Energieeffizienz aus, die durch den Einsatz von frequenzgeregelten Antriebsmotoren noch weiter gesteigert werden kann. Auch eignen sie sich als einzelne Vakuummodule für den Einsatz in Vakuumzentralanlagen, die das Vakuum für die pneumatische Materialzufuhr an Spritzgiessmaschinen oder Extrudern zentral für einen ganzen Betrieb generieren. Weiter konnten sich die Besucher am Busch Messestand über das grosse Produktportfolio von Busch informieren, das praktisch für jede Anwendung in der Kunststoffverarbeitung von der pneumatischen Förderung über Entgasungs- und Trocknungsprozesse bis hin zum Evakuieren von Formen oder zum Tiefziehen von Folien die geeignete Lösung bietet. Busch AG Waldweg 22 CH-4312 Magden Telefon +41 (0)61 845 90 90 info@buschag.ch www.buschvacuum.com

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* mit Schließkräften von 63 bis zu 1.000 kN erhältlich * mit Schließkräften von 63 bis zu 1.000 kN erhältlich


KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

IMBus: Messdatenübertragung, -auswertung und -verarbeitung Der IBR-Messbus (IMBus) ist eine innovative Serie von Mess- und Interfacemodulen mit grosser Flexibilität, für hohe Ansprüche im industriellen Einsatz. Das speziell entwickelte Modulgehäuse ist äus­ serst robust und kann ohne Werkzeuge einfach montiert werden. Die Module können als Tischgeräte aufgestellt oder auf Montageschienen aufgesteckt werden. Die Elektronik erfüllt alle Praxisanforderungen bezüglich der Flexibilität, Geschwindigkeit und Auflösung bei höchster Messgenauigkeit. Die Adressvergabe am IMBus erfolgt automatisch (Plug & Play). Der mo­ dulare Aufbau von 1 bis 512 Anschlüssen und die Möglichkeit, die Module über Kabel mit bis zu einer Länge von 1200 m zu verbinden, erlauben den universellen Einsatz des IMBus. Eine Palette an Software für einfache Anwendungen bis hin zu komplexen Mess­auf­ga­ ben mit Programmabläufen und Steuerungsaufgaben vervollständigt die IMBus Serie zu einem universellen Werkzeug für die Mess-

datenerfassung, Auswertung und Anzeige. Der IBR-Messbus (IMBus) ist ein Technologieschritt in der Messund Interfacetechnik. Leistungsfähige Anschlussmodule für alle Sensoren und Messgeräte sowie ein Höchstmass an Flexibilität beim Anschluss an heutige Computerschnittstellen kennzeichnen die IMBus Serie. Merkmale: –– Anschlüsse für alle In­ duk­ t iv­ mess­­t astertypen, Digitaltechnologie mit Linearisierungsmöglichkeit für Induktivtaster

Schnittstellen Kommunikation auf höchstem Niveau Die Temperiergeräte von Regloplas kommunizieren dank vielfältigen Schnittstellen auf allen Ebenen auf höchstem technischem Niveau und sind dank zukunftsweisender Technologie als vernetzte Geräte eingebunden in die Fabrik der Zukunft. Regloplas bietet alle Schnittstellen an, die für den zuverlässigen Datenaustausch zwischen Maschine und Temperiergerät nötig sind. Mit der neuen OPC-­UASchnittstelle (Unified Architecture) sind die Regloplas-Geräte optimal gerüstet für die aktuellen technischen Bedürfnisse und für die Ansprüche der Industrie 4.0. Auf einen Blick –– Kompatibilität für Industrie 4.0 –– Vernetzte Geräte, eingebunden in die Fabrik der Zukunft –– Minimale Kosten bei maximaler Flexibilität –– Maximale Flexibilität beim Einsatz von Geräten in Betrieben mit Maschinen verschiedener Hersteller

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–– Pro Maschinentyp braucht es lediglich die entsprechende Verbindung; die Verbindung zwischen den Geräten muss nicht angepasst werden –– Hohe Individualität: Regloplas geht gezielt auf individuelle Kun­ denbedürfnisse ein –– Von Ethernet/IP über Profibus, Profinet, CAN, CANopen, RS232, RS485 und viele weitere bis hin zur zukunftsweisenden OPCUA-­Schnittstelle –– Zahlreiche individuelle Schnittstellen-Protokolle, Stecker- und Kabelkonfektionierungen.

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–– Anschlüsse für alle Inkrementalmesstastertypen, Linearschienen und Drehimpulsgeber –– Anschlüsse für alle pneumatischen Messköpfe –– Anschlüsse für alle analogen Sig­nale (Strom, Spannung, …) –– Anschlüsse für alle seriellen Schnittstellen (universell programmierbares Übertragungsund Datenformat) –– Anschlüsse für alle parallelen Schnittstellen (BCD, Binär, …) –– Galvanisch getrennte Stellausgänge und Eingänge (SPS-kompatibel)

Flexibler PC- und SPS-Anschluss über USB, RS232, Ethernet, Wireless LAN, Profibus und Profinet Der Fachspezialist Victor Augustin (victor.augustin@brw.ch) steht für eine unverbindliche Beratung oder eine Vorführung im Demoraum in Urdorf gerne zur Verfügung.

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Mit dem neuen, benutzerfreundlichen Einschubregler H1250/… als Einfach- und Zweifach-Gerät realisiert Hasco weitere Anwendungsmöglichkeiten im Spritzguss sowie ein hohes Mass an Produktionssicherheit. Zentrale Vorteile des neuen Regelgerätes sind die verbesserte, selbstoptimierende Regelcharakteristik und ein Softstart für die schonende Heizungstrocknung. Mit Soll/Ist-Temperatur-, Regelparameter- und Fehlermeldungs-LED-Anzeigen sowie eindeutiger Alarmdiagnose haben Bediener den aktuellen Betriebszustand jederzeit im Blick.

Das baugleiche, sehr kompakte Gehäuse wird jeweils mit dem gewünschten Einschub bestückt und bietet pro Regelzone 3600 Watt/­ 16A in einem Temperaturbereich von 30 bis 500 °C. Weitere Features sind die Boostund Standby-Funktionen sowie eine automatische Fühler- und Heizungsüberwachung. Der Stellbetrieb kann manuell aufgerufen oder bei Störung automatisch betrieben werden. Gerade bei zentraler Anspritzung mit Einfach-Düsen in Kombination mit zusätzlicher Kopfheizung ist das neue Regelgerät H1250/… eine ideale Ergänzung der bekannten und praxiserprobten Hasco Regeltechnikfamilie. Hasco Hasenclever GmbH+Co KG Römerweg 4 D-58513 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 957-0 pmast@hasco.com www.hasco.com

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Werkzeugoptimierung vor dem Werkzeugbau Die Sigmasoft Virtual Molding Tech­ nologie der Sigma Engineering GmbH ist ein innovatives Verfahren zur systematischen Beurteilung der Leistungsfähigkeit einer gegebenen Werkzeugkonstruktion. Es erlaubt die Validierung verschiedener Werkzeugkonzepte und das Erkennen von potenziellen Optimierungsmöglichkeiten. Dadurch werden frühe Werkzeug-, Bauteil- und Prozessoptimierungen ermöglicht, die bereits vor dem Bau des Werkzeugs durchgeführt werden können. Sigmasoft Virtual Molding funktioniert als virtuelle Spritzgiessmaschine. Für die Simulation wird das Werkzeug mitsamt allen Komponenten berücksichtigt. Der Spritzgiessprozess wird exakt wie an der realen Spritzgiessmaschine defi-

niert. Anschliessend werden mehrere Produktionszyklen hintereinander berechnet, um die realen physikalischen Effekte abzubilden. Dadurch ist es möglich, etwaige Formteilfehler oder Verbesserungs­ möglichkeiten zur Reduktion der Zykluszeit vorauszuberechnen. Das Unternehmen F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG arbeitete zur Optimierung eines neuen Werkzeugs mit Sigmasoft Virtual Molding. Ziel war es, ein Bauteil mit minimalem Verzug zu produzieren. Zu Beginn

wurde ein erstes Werkzeugkonzept getestet. Die Gestaltung der Kerne erlaubte nur wenige Kühlkanäle. Dadurch entwickelten sich nach einigen Zyklen Hotspots (im Bild links). Diese steigerten neben der Zykluszeit auch den Formteilverzug. Eine neue Kerngeometrie mit verbesserter Temperierung wurde entwickelt. Unter gleichen Produktionsbedingungen wurde eine neue «virtuelle Abmusterung» mit Sigmasoft Virtual Molding durchgeführt. Die Erhöhung der Anzahl an Temperierkanälen im Kern führte zu einer deutlichen Verringerung der Kavitätstemperaturen (im Bild rechts). Dies verminderte die thermisch induzierten Spannungen im Bauteil und damit den Verzug des Bauteils.

Sigmasoft Virtual Molding unterstützt den Anwender dabei, frühzeitig Schwachstellen im Werkzeugkonzept zu identifizieren und die ursprüngliche Konstruktion zu optimieren. Diese virtuelle Optimierung erfolgt innerhalb von Stunden und reduziert die Nacharbeit des Werkzeugs während der Abmusterungen. Hierdurch werden Risiko und Kosten bei der Auslieferung eines neuen Werkzeugs minimiert.

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