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OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

Dezember 2015

KUNSTSTOFF XTRA

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EDITORIAL

Wer macht das Rennen? Die Premiere der formnext in Frankfurt ist gelungen – zumindest aus der Sicht der Aussteller und Besucher, die Materialien, Technologien und

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Anwendungsmöglichkeiten der additiven Verfahren vorstellten resp. suchten. Die additive Fertigungsindustrie zeigte sich von der besten Seite. Etwas exotischer machte sich der traditionelle Werkzeug- und Formenbau auf der Messe. Er fiel kaum auf, weil schlicht untervertreten. Für manche war die Messe ein Testlauf, mit dem es auszuloten galt, welche der Werkzeug- und Formenbau Messen mit Schwerpunkt auf der additiven Fertigung auf deutschem Boden sich als Leitmesse durchsetzen wird. Ob dies schon nach der ersten Runde entschieden ist, ist offen. Im Rennen sind die alle zwei Jahre stattfindende Moulding Expo in Stuttgart – die scheint ihre Nische gefunden zu haben – und die im Jahresturnus Während im Bereich der additiven Fertigung die ausstellenden Unternehmen beider Messen alle Register zogen und punkten konnten, vermisste man das Zusammenspiel zwischen traditionellem Werkzeug- und Formenbau und neuen Technologien hüben wie drüben. In dem Masse, wie sich die generativen Verfahren in bestehende Fertigungsebenen ihren Weg bahnen, in dem Masse müssen diese integrierter Bestandteil einer Produktion werden. Um sich als Leitmesse zu etablieren, könnte es ausschlaggebend sein, welcher Messe es gelingen wird, den traditionellen Werkzeug- und Formenbau und die additive Fertigung so zu verbinden, dass sich die Protagonisten beider Welten als Aussteller angesprochen fühlen und ein Mehrwert für alle resultiert. Das sollte zum Wohle der Aussteller am besten nur einer der Messeveranstalter auf die Reihe kriegen, denn eine Konsolidierung – die beiden Messen finden 2016 in einem Abstand von drei Wochen statt – tut Not. Für die Adventszeit und Weihnachten wünsche ich Ihnen besinnliche und entspannte Stunden zusammen mit der Familie und Freunden, damit Sie gestärkt und voller Ideen das neue Jahr angehen können.

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com 12/2015

Farbe für technische Kunststoffe

durchgeführten Messen formnext in Frankfurt und Euromold in Düsseldorf.

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

04 FOKUS Aktualisierte Grundlagen praxisnah vermitteln

KUNSTSTOFF XTRA

12 W ERKZEUG-/ FORMENBAU Schnelles Umrüsten spart Zeit und Geld

Am 13. Januar 2016 kann Prof. Wolfgang Kaiser seinen 80. Geburtstag feiern. Am 9. November 2015 ist die neu bearbeitete und erweiterte 4. Ausgabe seines Fachbuchs «Kunststoffchemie für Ingenieure» erschienen. Grund genug für uns, mit dem Jubilar, Autor und unermüdlichen Streiter im Dienste des Kunststoffs über sein Werk, über wichtige Meilensteine in seinem Leben und den Privatmann Wolfgang Kaiser zu sprechen.

Auch im Kunststoffspritzguss ist Zeit Geld – und beides lässt sich mit dem Schnellspannsystem der Wöku GmbH auf sehr einfache Art einsparen. Das Unternehmen, eine Tochter der Zimmer Group, bietet seinen Kunden ein Spannsystem an, mit dem Spritzgiessformen schnell und einfach in die Spritzgiessmaschine eingesetzt werden können.

08 VERARBEITUNG

14 VERPACKUNG

Montageautomat holt Produktion nach Deutschland

Wandkalender mit Tagesschieber sind auch in Zeiten von Tablets und Smartphones aktuell. Und das sogar in grosser Stückzahl. MartinMechanic hat für einen Kunden in der Druckindustrie den Montageautomaten MTM 211363 entwickelt, der die gedruckten Kalender automatisch bestückt und dabei mehrere knifflige Aufgaben erfüllt.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 5. Jahrgang (2015) Druckauflage 6000 Exemplare ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

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KUNSTSTOFF XTRA

I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

20 ROHSTOFFE

30 OBERFLÄCHENTECHNIK Beleuchtung und Dekor in einem «Schuss»

Karosserie aus Baumwolle, Hanf und Holz

Carbon- und Glasfasern verstärken Kunststoffe so, dass sie für den Karosseriebau taugen. Aber auch in natürlichen Fasern steckt diesbezüglich viel Potenzial. Kombiniert man biobasierte Textil- und Carbonfasern, erhält man extrem leichte und dennoch sehr stabile Bauteile.

Wie sehen die Informationsanzeigen und Displays der Zukunft aus, wie sie beispielsweise in Fahrzeugen integriert werden? Und welche Techniken braucht es, um sie herstellen zu können? Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid setzt auf FIM-O und präsentiert ansehnliche Ergebnisse nach zweieinhalbjähriger Entwicklungsarbeit.

22 VERBAND

32 INNOVATIONEN

24 CLUSTER

34 WIRTSCHAFT

26 KUNSTSTOFF-CLUSTER (A)

35 NEWS

41 VERANSTALTUNGEN

42 MESSEN

44 MESSEN 2016

45 PRODUKTE

Die erste Swiss Medtech Expo im September in Luzern zeigte, dass die Schweiz viel Innovation zu Materialien und Technologien zu bieten hat. Gleichzeitig mahnen neueste Studien Schweizer Medtech-Firmen, im Zuge der Digitalisierung den Anschluss nicht zu verpassen.

ZUM TITELBILD

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mit Servomotor mit extrem kurzen Umschalt12 / 2015

Innovation – Treiber des Medtechstandorts Schweiz

Dezember 2015

27 MEDIZINTECHNIK

Nutzteile und Angüsse bei zeitversetztem Ausstoss aus dem Werkzeug schnellstmög-

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE

lich voneinander separiert werden. Die 3-Wege Ausfallweiche wird unter dem Werk-

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KUNSTSTOFF XTRA

FOKUS

Interview mit Prof. Wolfgang Kaiser

Aktualisierte Grundlagen praxisnah vermitteln Am 13. Januar 2016 kann Prof. Wolfgang Kaiser seinen 80. Geburtstag feiern. Am 9. November 2015 ist die neu bearbeitete und erweiterte 4. Ausgabe seines Fachbuchs «Kunststoffchemie für Ingenieure» erschienen. Grund genug für uns, mit dem Jubilar, Autor und unermüdlichen Streiter im Dienste des Kunststoffs über sein Werk, über wichtige Meilensteine in seinem Leben und den Privatmann Wolfgang Kaiser zu sprechen.

KunststoffXtra: Herr Professor Kaiser, Ihr Buch «Kunststoffchemie für Ingenieure» erscheint bereits in 4. Ausgabe. Wie kam es zu diesem Fachbuch? Prof. Wolfgang Kaiser: Die Herausgabe dieses Buchs gründet auf einer Initiative von Dr. Wolfgang Glenz, der frühere Verlagsleiter des Fachbereichs Kunststofftechnik im Carl Hanser Verlag. Er fragte mich vor vielen Jahren an, ob ich bereit sei, ein Nachfolgebuch zu schreiben für ein zu jener Zeit sehr bekanntes Werk «Leicht verständliche Einführung in die Kunststoffchemie». Damals sagte ich ihm, dass ich mich frühestens nach meiner Pensionierung einer solch grossen Aufgabe widmen könne. Wolfgang Glenz kam dann tatsächlich nach meinem 65. Geburtstag auf seine Anfrage zurück und ich fühlte mich verpflichtet, mein Versprechen einzulösen. Das Werk ist seit der 1. Ausgabe 2005 integraler Bestandteil des Studiums für Materialwissenschaften an der ETH Zürich. Was ist der Anspruch dieses Buches? Kaiser: Meine Erfahrung ist – und die betrifft nicht nur mich persönlich – dass zwischen den Ingenieuren und den Naturwissenschaftlern, speziell den Chemikern, eine Art Graben besteht, der eine gegenseitige Verständigung äus­ serst schwierig macht. Auf der einen Seite haben wir den Chemiker mit seinen Strukturformeln, auf der anderen Seite den Ingenieur mit seinen Maschinen- und Werkzeugzeichnungen und keiner versteht den Bereich des anderen, wenn er nicht die nötigen Hilfsmittel dazu hat. Entsprechend ist das Buch aufgebaut 4

und der Titel gewählt. Das Bemühen war es, dem Ingenieur in möglichst leicht verständlicher Art und Weise das Zentrale der Chemie von den in der Praxis wichtigsten Kunststoffen näher zu bringen. Es enthält sehr viele technische Aspekte, die dem Ingenieur den Zugang erleichtern. Unter anderem ist ein ganzes Kapitel der Technologie der Verarbeitung von Kunststoff gewidmet. Das trug mir zum Teil Kritik von puristischen Chemikern ein. Fakt ist aber, dass in der Verarbeitung enorm viele chemische Prozesse ablaufen. Will man die Chemie verstehen, muss man auch wissen, was Spritzguss ist. Sie haben mit dem Schreiben dieses Buchs bis nach der Pensionierung gewartet. Sehen Sie dieses als eine Art Vermächtnis an? Kaiser: Ich habe immer sehr gerne mit jungen Leuten zusammengearbeitet – es war die Jungmannschaft an der Fachhochschule (damals HTL) in Windisch, die sagte, wir interessieren uns für Kunststofftechnik. In dem Sinn ist das Buch ein kleines «Rückgeschenk». Andererseits ist es auch geschrieben für die Leute aus der Praxis der Ära, aus der ich stamme, die mehr oder weniger «ungeküsst» zum Kunststoff kamen. Eine Ausbildung in Richtung Kunststofftechnik gab es damals ja noch nicht. Natürlich vermittelten die Hochschulen ein Basiswissen mit der Chemie, Physik und Mathematik – trotzdem hat man sich Vieles selber aneignen müssen. Wenn man am Ende einer Berufsära ein Buch schreibt, hat man einen so breiten Überblick, wie ihn ein junger Spezialist in keinem Fall vorweisen kann. Ich glaube, dank der Breite, dem Witz und Humor, hat das Buch seinen Leserkreis gefunden.

Bild: Marianne Flur y

Marianne Flury

Für mich ist die Ingenieurschule der Wegbereiter, um Innovationen in der Industrie lauftüchtig zu machen.

Sie haben sich 1966 entschieden, den Schritt von der Industrie an die FH (damals HTL) Brugg-Windisch zu machen. Weshalb? Kaiser: Ich habe in meiner Tätigkeit in der Industrie feststellen müssen, dass die damaligen Maschinenbauingenieure, auch ETH-Leute, keine Ahnung hatten von Kunststoff. Da reifte in mir die Idee, vielleicht einmal für vier Jahre aus der Industrie auszusteigen und an irgendeiner Ingenieurschule dieses Wissen aufzubauen. Windisch war damals gerade neu gegründet worden und bot sich deshalb an. Ursprünglich wollte ich nach dem Aufbau wieder in die Industrie zurück. Im Grunde 12/2015


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genommen hat dieser Entscheid mein ganzes späteres Leben gesteuert. Geplant war das nie. Und wie waren die Anfänge in Windisch? Kaiser: Bei meinem Vorstellungsgespräch gab der damalige Nationalrat Rudolf Wartmann zu bedenken, dass es das Fach moderne Werkstoffe, speziell Kunststoffe, nicht gebe. Ich sagte: Gut, dann probieren wir es. Die ersten Kurse habe ich dann jeweils am Ende der Vorlesungen gegeben. Das Interesse von Seiten der Studenten war so gross, dass es Schritt für Schritt weiter ging. Das Fach moderne Werkstoffe, speziell Kunststoffe, wurde 1968 fakultativ eingeführt und 1969 als obligatorisch erklärt. 1972 wurde es Vordiplom, bis dann 1976 das NDS (Nachdiplomstudium) begonnen hat. Das dauerte aber nur kurz, oder? Kaiser: Das NDS in Kunststofftechnik für Ingenieure konnte als ganzjähriges Intensivstudium wegen zu geringer Teilneh-

FOKUS

merzahl nur drei Jahre aufrecht erhalten werden. Einer der Teilnehmer war übrigens Elmar Mock (der Mitbegründer der Swatch), der sich dort auch sein Basiswissen über Kunststoff angeeignet hat. Nach drei Jahren wäre alles zusammengebrochen, hätte ich nicht die Idee des berufsbegleitenden Kontaktstudiums (später Nachdiplomstudium) gehabt. Das war dann sehr erfolgreich. Ein bedeutender Markstein in Ihrem Leben ist sicher die Gründung des KATZ. Wie kam es dazu? Kaiser: Das KATZ entstand, als wir in Windisch die erste Spritzgiessmaschine erhielten. Die Industrie, vertreten durch die beiden Verbände aski und VKI, fragte an, ob wir nicht im Laborgebäude in Windisch unsere Maschine für ihre Kurse zur Verfügung stellen könnten. Das war natürlich nur während der Ferien möglich, was klar zu wenig war. Ich regte an, dass man doch ein eigenes Ausbildungszentrum schaffen könnte, wie dies beispiels-

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FOKUS

nie geflossen und wenn bis heute der Kanton Aargau nicht seine CHF 600 000 CHF pro Jahr einschiessen würde, müsste das KATZ morgen geschlossen werden. In dem Sinn hat die Industrie nach wie vor nicht erkannt, wie wichtig es gerade in der Globalisierung ist, das eigene Heim auf allen Ebenen auszubauen. Wie sehen Sie das KATZ aus heutiger Sicht? Kaiser: Ganz simpel, wie ich es bereits beim NDS gesehen habe: Wenn es das KATZ nicht gäbe, müsste man es erfinden. Ganz unbestritten. Hat das KATZ nicht an Glanz verloren? Ist es noch das Kompetenzzentrum, wie Sie es sich vorgestellt haben? Kaiser: Ja, ganz sicher. Was ich natürlich vermisse ist, dass das KATZ nicht die Freiheit hat, die man sich ursprünglich gedacht hat. Heute ist es praktisch eine Annexe-Anstalt der FH Windisch. Ich stelle mir das KATZ langfristig als eine angesehene Institution vor, die die Möglichkeit hat, selbständig F&E zu betreiben und die finanziellen Mittel selber einholen kann, also beispielsweise selbständig KTI-Projekte beantragen und diese dann in eigener Regie realisieren kann. Ein wichtiges Kapitel in Ihrem Leben spielt auch die ETH. Welche Ereignisse haben Sie an diese Hochschule geführt? Kaiser: Das geht auf die Freundschaft zwischen Prof. Ulrich Suter, Professor für makromolekulare Chemie in Zürich, und mir zurück. Diese wiederum wurzelt darin, dass ich vom Chef des Schweizerischen Nationalfonds auserkoren wurde zu beweisen, dass auch eine Fachhochschule (früher HTL) ein Forschungsprojekt realisieren kann. Dazu wurde mir ein Forschungsprojekt im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 19 übertragen. Wir wurden dann eingeladen, dieses vorzustellen und das war quasi mein Eintrittsbillet. Ab anfangs 90er Jahre war ich eingebunden in obligatorische Vorlesungen an der ETH. KATZ und ETH – eine Ergänzung? Kaiser: Unbedingt. Wir haben damals Praktika im KATZ gemacht für die ETH-Studenten. Sie kamen in Scharen – 6

Prof. Dr. Phil. II Wolfgang Kaiser Wolfgang Kaiser studierte und promovierte am Chemischen Institut der Universität Zürich. Anschliessend folgten mehrere Jahre Industrietätigkeit im Bereich F+E auf dem Gebiet der Additive (J.R. Geigy AG, Basel). Danach die Berufung zum Professor an die FH Nordwestschweiz (ehemals HTL BruggWindisch). Anlässlich seines 70. Geburtstags wurde Wolfgang Kaiser von der ETH Zürich mit der Staudinger-Durrer-Medaille ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte in Anerkennung seiner grossen Verdienste auf dem Gebiet der Polymertechnologie. Als «Kunststoff-Kaiser» prägte er Hundertschaften von Ingenieuren in Windisch, in späteren Jahren auch am Departement Materialwissenschaft der ETH Zürich. Daneben übernahm er «berufsbegleitend» den Aufbau und Betrieb des Kunststoff-Ausbildungs- und Technologie-Zentrums (KATZ) in Aarau und war dessen langjähriger erster Geschäftsführer in Personalunion. Er ist Begründer einer systematischen Aus- und Weiterbildung in Kunststofftechnik für Ingenieure in der Schweiz. Wolfgang Kaiser ist darüber hinaus Autor und Koautor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Quelle: Kaiser, W.: Kunststoffchemie für Ingenieure, Carl Hanser Verlag München, 2016, ISBN 978-3-44644638-0

und dies in ihrer Freizeit – und waren begeistert, weil sie zum ersten Mal eine Spritzgiessmaschine gesehen haben. Ich habe dann angeregt, dass die ETH ein Institut schaffen sollte, eine Professur für Polymertechnologie. Das ist mit der Wahl von Prof. Dr. Paul Smith dann auch erfolgt. Das hat die Zusammenarbeit zwischen FH Windisch und ETH noch verstärkt und gilt bis auf den heutigen Tag. Für mich ist ganz wichtig zu definieren: die beiden Ausbildungsebenen ergänzen sich ideal. Das Denken und auch die zur Verfügung stehenden Mittel sind an der ETH und auch an den Universitäten eher

grundlagenorientiert ausgerichtet. Gerade weil in der Kunststoffbranche die mittelständische Industrie – und die prägt ja die Kunststoffbranche – weniger an Forschungsergebnissen als an Lösungen von Alltagsproblemen interessiert ist, sind die Ingenieurschulen von grosser Bedeutung. Das heisst nicht, dass man nicht forschen darf, aber die Entwicklung sollte man nicht aus den Augen verlieren. Für mich ist die Ingenieurschule der Wegbereiter, um Innovationen in der Industrie lauftüchtig zu machen. Welche Ereignisse haben für Sie – neben den bereits erwähnten Marksteinen – eine besondere Bedeutung? Kaiser: Als Kunststofftechnik im Maschinenbau Diplomfach geworden ist. Es war das erste Mal in der Schweiz, dass man Kunststofftechnik wählen konnte – zeitweise war dies das am meisten gewählte Diplomfach in Windisch. Interessant zu erwähnen ist sicher auch, dass wir im ersten Jahrgang des vollzeitlichen NDS, also bereits 1976, Diplomarbeiten in Zusammenhang mit Recycling von Kunststoffen behandelten. Der Schweizerische Nationalfonds unterstützte erstmalig ein Forschungsprojekt auf HTL-Ebene («Werkstoffe für die Bedürfnisse von morgen»). Ein weiterer Höhepunkt sind sicher auch unser Arbeiten auf dem Gebiet der Nanotechnologie. Das war Ende der 90er Jahre, bevor der gros­se Run mit der Nanotechnologie losging. Da haben wir zusammen mit der Industrie einige ganz phantastische Projekte realisieren können. Beispielsweise haben wir eine Direktabformung von Siliciumwafern gefunden, die heute im Prinzip immer noch zur Anwendung gelangt. Die Ausbildung hinkt ja meist technologischen Entwicklungen und Prozessen hinterher. Heute spricht alles von additiver Fertigung und von Industrie 4.0. Was können Hochschulen tun, damit sie mit diesen Entwicklungen Schritt halten können? Kaiser: Nach wie vor bin ich der Meinung, dass in erster Priorität eine Schule – egal welcher Art – alle Grundlagen vermitteln muss, die nötig sind. Das bedeutet ganz allgemein gesprochen rechnen, lesen, schreiben und dann im Weiteren 12/2015


die sogenannten Grundlagenfächer. Über alle Grundlagenfächer, auch in der Ingenieurausbildung, hat man nach dem Studium enorme Schwierigkeiten, Kurse zu finden, die diese Grundlagen in genau der hohen Qualität vermittelt, wie während des Studiums. Wenn das eine Schule schafft, dann hat sie ihren Auftrag erfüllt. Nach meiner absoluten Überzeu­gung gehört die Spezialitätenausbildung nicht in die Grundausbildung, weil sich diese überholt. Wer hat schon vor 10 Jahren an die additive Fertigung in der Form gedacht, wie sie heute entwickelt ist. Grundsätzlich braucht es den Überblick und eine Art von Brückenpfeilern. Ein Beispiel: Man spricht heute schon von «4D-Druck haucht Plastik Leben ein». D.h. aneinandergereihte Kunststoffstäbe verformen sich, wenn man sie entsprechend behandelt, z.B. unter Einfluss von Feuchtigkeit, automatisch zu einem Würfel. Dazu brauche ich nicht additive Fertigung zu lernen, sondern das vermittelt mir die Grundlagenausbildung. Die Grundlagen der additiven Fertigung sind in den Grundlagen der Anwendung der Informatik enthalten. Ein Blick in die Zukunft: Mit welchen Entwicklungsschritten rechnen Sie in den nächsten Jahrzehnten? Kaiser: Da kann ich auf mein Buch verweisen. Ein Variante ist beispielsweise die photokatalytische Reduktion von CO2, um daraus Flüssigkeiten wie Methanol herzustellen. Banal formuliert: man gibt mit Hilfe von Photokatalysatoren die beiden Abfallprodukte CO2 und H2O zusammen und erhält Methanol, das als Treibstoff in einem leicht abgewandelten Verbrennungsmotor problemlos dienen kann. Vor 20 oder 30 Jahren fuhren auf dem Werksgelände von BASF VW mit Methanol.

Neben den Leistungen, die Sie für die Aus- und Weiterbildung und insbesondere für die Kunststoffindustrie erbracht haben, gibt es ja noch den Privatmann Wolfgang Kaiser? Wie würden Sie sich beschreiben? Kaiser: Aus Sicht meiner Kinder ist meine grösste Schwäche mein Perfektionismus. Das heisst, was ich mache, mache ich sehr gern und gründlich. Was ich bedaure ist, dass mein Hobby, die Zauberkunst, der ich schon zu Zeiten meiner Gymnasialzeit gefrönt habe, über die Jahrzehnte immer mehr zur Zuschauerrolle wurde. Mit meiner Frau Heidi teile ich die Freude an der Musik und mit der Tochter die etwas verfeinerte Zauberkunst, die Musik kombiniert mit Theater, also die Oper und das Ballett. Das pflege ich seit Jahrzehnten mit meinem Opernhausabonnement in Zürich. Zudem lese ich sehr viele Bücher, neben der klassischen Literatur technische und wissenschaftliche Sachbücher.

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Dazu finden Sie also genügend Zeit? Kaiser: In den letzten Monaten kam das wegen meiner Arbeit am Buch etwas zu kurz. Was die 5. Auflage betrifft, wird diese anders sein, da bin ich nur noch Herausgeber. Die einzelnen Kapitel werden verschiedene Leute unter eigenem Namen verfassen, Leute, die jetzt zum Teil im Vorwort erwähnt sind. Sie dürfen am 13. Januar Ihren 80. Geburtstag feiern. Was wünschen Sie sich, neben der Gesundheit? Kaiser: Wenn man jemanden fragt, was ist wichtiger: zuhören oder sprechen, muss die Antwort eindeutig zuhören sein. Denn das Kind lernt über das Hören das Sprechen. Wir sollten mehr zuhören und weniger reden, das würde viele Probleme sehr vereinfachen. Das ist mein Wunsch. n

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VERARBEITUNG

Bestückung von Wandkalendern

Montageautomat holt Produktion nach Deutschland

Bild: Mar tinMechanic

Wandkalender mit Tagesschieber sind auch in Zeiten von Tablets und Smartphones aktuell. Und das sogar in grosser Stückzahl. MartinMechanic hat für einen Kunden in der Druckindustrie den Montageautomaten MTM 211363 entwickelt, der die gedruckten Kalender automatisch bestückt und dabei mehrere knifflige Aufgaben erfüllt. Die Zykluszeit beträgt nur 3,5 Sekunden pro Kalender. Die Grösse spielt dabei keine Rolle.

Der neue Tagesschieber-Montageautomat MTM 211363 bestückt vollautomatisch Wandkalender.

Wer kennt sie nicht, die guten alten Kalender fürs Büro, auf denen man jeden Morgen den roten Rahmen weiterschiebt. Um das Wochenband um den fertig gedruckten Kalender zu wickeln und den meist rot gerahmten Tagesschieber aufzusetzen, benötigt der Montageautomat von MartinMechanic zwei Rundtische mit je vier Stationen, einen Montagependeltisch, ein Zwei-Achs-Handling-System und einen Roboter. Das ist in diesem Fall ein Fanuc M20, der bis zu 20 Kilogramm stemmt. Für den Auftraggeber hat die flexible Automationslösung erhebliche Vorteile, da mit ihr die Variantenvielfalt bei gleichzeitiger Verbesserung der Prozesssicherheit erhöht wird. Auf diese Weise konnte die Produktivität gesteigert und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Dies zeigt sich daran, dass die Fertigung eines Grossauftrags für einen Inlandskunden aus Fernost nach Deutschland verlagert 8

wurde. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kurze Dienstwege sowie geringe Reaktions- und Lieferzeiten bei der Produktion von individuellen, auf den Kunden zugeschnittenen Wandkalendern mit Tagesschiebern zeichnen den Montageautomaten MTM 211363 aus. Der ersten Station des ersten Rundtischs werden zunächst die Wochenschieber zugeführt. Dazu müssen 20 Millimeter breite Streifen von einer Rolle geschnitten werden. Der Teller macht einen Schwenk. Nun werden die vorgedruckten Tagesschieber zugeschnitten und der zweiten Station zugeführt, wo sie erwärmt, gebogen und um den Wochenschieber gelegt werden. Eine Station weiter wird der Wochenschieber gelocht, damit die Gummischnur, die ihn später auf Spannung hält, eingezogen werden kann. Letzter Stopp auf dem ersten Rundtisch ist die Übergabestation. Gleiches gilt

auch für Station 1 des zweiten Rundtischs. Ein weiterer Schwenk, und die Gummischnur kann nun eingezogen und fixiert werden. Weitere 90 Grad weiter wird sie maschinell verknotet, was eine völlig neue Aufgabenstellung für die Entwickler darstellte. Ein letzter Schwenk und schon wandert der fertige Wochenschieber zum Montagependeltisch, der über eine horizontale Achse verfügt. Die Gummischnur wird dort über Finger gespreizt, und der Pendeltisch schwenkt um 180 Grad. Über das Zwei-Achs-Handling-System wird der gedruckte Kalender in den gespreizten Wochenschieber gesteckt. Anschliessend wandert er auf ein Auslaufband. Je nach eingestellter Sollmenge holt der Palettier-Roboter sie dort ab und stapelt sie auf einer Palette übereinander. Dabei arbeitet er strikt nach dem vorprogrammierten Setzbild und legt die Kalender entgegengesetzt ab, sodass der Stapel nicht ins Kippen gerät. Die Entwicklungs- und Bauzeit des 40 Qua­dratmeter grossen Montageautomaten inklusiv Schaltschrank betrug gerade einmal zehn Monate. Die SPS-Steuerung der Anlage wird mit einem mobilen, kabellosen Paneel bedient.

Kontakt Martin Mechanic Heinrich-Hertz-Strasse 2 D-72202 Nagold Telefon +49 (0)7452 8466-0 info@martinmechanic.com www.martinmechanic.com

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KUNSTSTOFF XTRA

VERARBEITUNG

Erstes bundesweites Kompetenzzentrum am PZH

Wie wird der Mittelstand «industrie-4.0-fähig»?

Mechtild Freiin v. Münchhausen1 Ziel des Kompetenzzentrums, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 5,3 Millionen Euro für drei Jahre gefördert wird, ist es, kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen und Bremen bei der digitalen Transformation zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Diese Unternehmen machen mehr als 99 Prozent aller Betriebe in dieser Region aus. «Die Digitalisierung der Wirtschaft und das Thema Industrie 4.0 sind allgegenwärtig. Mit dieser Entwicklung sind erhebliche technologische und wirtschaftliche Potenziale und Herausforderungen verbunden, denen sich unsere Unternehmen stellen müssen, um mittel- und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und damit ihre Zukunft zu sichern», sagt Staatssekretärin Daniela Behrens vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium. «Dies gilt nicht nur für Grossunternehmen, sondern in zunehmendem Masse auch für Mittelstand und Handwerk. Insofern freue ich mich sehr darüber, dass wir mit dem bundesweit ersten Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 zukünftig noch bessere Voraussetzungen haben werden, insbesondere unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesem Prozess zu begleiten und zu unterstützen.» Die am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) ansässigen sieben Institute und das Institut für Integrierte ProMechtild Freiin v. Münchhausen, Kommunikation und Marketing, Leibniz Universität Hannover

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duktion Hannover (IPH) bündeln als Antragsteller Expertisen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Produktion im geplanten «Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0» – so der aktuelle Arbeitstitel. Weitere Expertisen wie IT-Sicherheit, rechtliche oder gesellschaftliche Aspekte werden durch Partner eingebracht. «Die Produktionstechnik an der Leibniz Universität Hannover mit dem PZH und dem IPH decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Planung bis zum Produkt», sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Wriggers, Vizepräsident für Forschung an der Leibniz Universität. «Als national und international ausgewiesener Standort bei der Umsetzung von Industrie-4.0-Ansätzen in produktionstechnische Lösungen verbinden wir damit Expertise und Netzwerkerfahrung.» Mit einer Lernfabrik, unterschiedlichen Expertenfabriken und einer mobilen Fabrik wird das Kompetenzzentrum flächendeckend das gesamte Einzugsgebiet erreichen. Dazu soll das auf dem Gelände der Deutschen Messe AG bereits bestehende Vorführzentrum für Robotik und Automatisierung zur Lernfabrik ausgebaut werden. Der Standort bietet zudem eine hervorragende Anbindung an die Hannover Messe, die als Leitmesse Industrie 4.0 fungiert. «Der Aufbau des Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 ist eine grosse Auszeichnung und Chance für uns», freut sich Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, Sprecher der Antragsinitiative und Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen. «Gleichzeitig ist dies eine enorme Herausforderung», so Denkena weiter. «Wir starten bereits im Januar kommenden Jahres als erstes der fünf

Bild: Dollarphotoclub_76932172

Am Produktionstechnischen Zentrum der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover (PZH) entsteht das erste von bundesweit fünf «Kompetenzzentren Mittelstand 4.0». Neben der Bedeutung dieses Zentrums für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und für die Universität stellten die Beteiligten anlässlich eines Pressegesprächs auch vor, wie Mittelstand und Handwerk in Niedersachsen und Bremen hinsichtlich Industrie-4.0Entwicklungen aktuell aufgestellt sind und wie das neue Kompetenzzentrum dazu beitragen wird, die Betriebe in eine konkurrenzfähige Zukunft zu begleiten.

Auch mittelständische Unternehmen sollen von Industrie-4.0-Lösungen profitieren.

bundesweit geplanten Zentren. Und wir tun alles dafür, dieser Vorreiterrolle gerecht zu werden.» Bereits im Januar 2016 will das Zentrum für Niedersachsen und Bremen erste Firmen besuchen und Infoveranstaltungen zu Möglichkeiten der Digitalisierung durchführen.

Kontakt Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover Karl Doreth, Forschungskoordinator Telefon +49 (0)511 762 18046 doreth@ifw.uni-hannover.de www.ifw.uni-hannover.de 

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KUNSTSTOFF XTRA

VERARBEITUNG

Innovatives Produktionsverfahren

Plattenherstellung aus Recyclingmaterial

Grafik: Weinreich

Mit einem innovativen und intelligenten Anlagenbau setzt Weinreich, der Spezialist für Temperier- und Kühltechniken sowie den Sonderanlagenbau, auf wirtschaftliche und nachhaltige Produktion von Platten mithilfe recycelter Materialien.

Plattenherstellung aus Recyclingmaterial hilft Ressourcen schonen.

Die 20 bis 30 mm dicken Platten sind in ihrer Grösse und Farbigkeit sowie in ihren Strukturen variabel. Als sichtbare Oberfläche mit dekorativem Kunststoff finden sie ihren Einsatz zum Beispiel als Bauzaun oder Verkleidungselement für Sitzbänke oder Fensterfronten in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Platten selbst bestehen aus drei Schichten: den Rändern oben und unten, die aus werti-

gem Granulat gefertigt sind und einer Füllmitte, die sich aus recyceltem Abfall zusammensetzt. Über ein Werkzeug, das je nach Plattenform und -grösse variabel ist, werden die drei Schichten in einem thermischen Prozess entweder manuell oder mithilfe eines Roboters aufgetragen. Das Werkzeug selbst besteht aus zwei beheizbaren Platten, die zunächst offen sind. Auf jede Plattenhälfte wird in einem

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ersten Schritt wertiges Granulat bei 60 °C aufgebracht, bis auf 180 °C angeheizt und angebacken, damit das Material haftet. Im nächsten Schritt wird das recycelte Material gleichmässig auf eine Randschichthälfte aufgetragen, anschliessend verschmelzen die Materialschichten durch Schliessen des Werkzeugs für ca. 10 Minuten bei einer Temperatur von ca. 220 °C.

KRL KunststoffRecycling GmbH Hornimattstrasse 22 CH-5103 Wildegg Telefon 062 888 28 06 Telefax 062 888 28 07 www.kunststoff-recycling.ch info@kunststoff-recycling.ch

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... und produzieren Mahlgut und Regranulat.


KUNSTSTOFF XTRA

Abschliessend wird die Platte wieder auf 60 °C runtergekühlt, um bruchfest zu werden. Erst dann kann sie dem Werkzeug problemlos ohne Schaden entnommen werden. Abhängig vom Materialeinsatz dauert der gesamte Prozess zwischen 28 und 38 Minuten.

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Intelligente Anlage meistert Temperatursprünge Die Firma Weinreich liefert für diesen neuen Prozess eine stimmige Anlage, die durch ihren modularen Aufbau jedem Kundenanspruch gerecht wird und die Temperatursprünge zwischen den Einheiten über eine Aufheiz- und Abkühlrampe realisiert. Je nach physikalischer Ausgangslage der Materialien lassen sich über die Anlage erforderliche Temperaturdifferenzen sowie Zeitfenster durch den Kunden frei wählen. Die grundsätzlich festgelegten Limitleistungen von 250 °C und 250 kW lassen sich ebenfalls, je nach Kundenanforderung, durch andere Komponentenauswahl anpassen. Damit geht Weinreich als Lieferant auf die Bedürfnisse seiner Kunden ein und ermöglicht auf diese Weise völlige Flexibilität innerhalb der Produktion. Die Anlage selbst ist im Grundsatz als Doppelanlage angelegt mit jeweils vier Kreisen, die miteinander über eine SPS-Steuerung mit Touchdisplayfunktion kommunizieren. Jeder Kreis kann dabei ein Werkzeug bewegen. Eine Fertigungsstras­se entsteht, die in der Lage ist, acht Platten zu produzieren. Die Kreise selbst arbeiten nicht parallel, sondern zeitversetzt – zwei kühlen, zwei heizen. Auch diese Komponente kann – zusammen mit der Beheizungsart – durch den Kunden individuell bestimmt werden, je nach Anforderungsgrad. Je nachdem welche Bedienung der Werkzeuge gewünscht ist – ob manuell oder über eine Robotereinheit die Freigaben erteilt und die Verriegelungen vorgenommen werden, das Werkzeug befüllt und entladen wird – liefert Weinreich ebenfalls die passende Schnittstellenanbindung, alles aus einer Hand. Energieeffizienz in Kombination mit wirtschaftlichen Aspekten steht bei jeder Entwicklung aus dem Hause Weinreich im Vordergrund. Auch bei dieser Anlagenkonzipierung galt es durch die Wahl spezieller Komponenten und Anschlüsse zu den Komponenten, einen energieeffizienten Einsatz zu gewährleisten. Teure Aufheiz- und Abkühlphasen werden damit verhindert. Ein zusätzlicher Vorteil ist die Platzersparnis durch die Platzierung der Anlage über den Maschinen innerhalb der Produktionshalle.

Kontakt Weinreich Industriekühlung GmbH Hohe Steinert 7 D-58509 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 9292-92 info@weinreich.de www.weinreich.de  12/2015

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WERKZEUG-/FORMENBAU

KUNSTSTOFF XTRA

Wörner Spannsystem

Schnelles Umrüsten spart Zeit und Geld Auch im Kunststoffspritzguss ist Zeit Geld – und beides lässt sich mit dem Schnellspannsystem der Wöku GmbH auf sehr einfache Art einsparen. Das Unternehmen, eine Tochter der Zimmer Group, bietet seinen Kunden ein bewährtes Spannsystem an, mit dem Spritzgiessformen schnell und einfach in die Spritzgiessmaschine eingesetzt werden können.

Schnellspannplatte eingeführt und mit ein paar Handgriffen mit den Schliess­ exzentern verriegelt.

Bilder: Zimmer Group

Perfekte Zentrierung

Die Schnellspannplatte Werkzeugwechsel.

erleichtert

den

Das System besteht hauptsächlich aus zwei Spannplatten, die auf der Düsenund der Auswerferseite der Maschine angebracht werden. Sind die Spannplatten erst einmal montiert, können die Spritzgiesswerkzeuge schnell und einfach angeflanscht werden. Statt sie wie sonst üblich aufwändig auszurichten und sorgfältig zu verschrauben, werden sie nur noch mit dem Kran in die Maschine eingesetzt, mit ihren Spannbolzen in die

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Für das Umrüsten eines Werkzeugs genügt ein einzelner Bediener, und da die Zeitersparnis gegenüber dem herkömmlichen Aufspannen bis zu 25 Minuten beträgt, lassen sich die Stillstandszeiten der Anlage deutlich reduzieren. Dank seiner hohen Flexibilität ist das Schnellspannsystem für alle Maschinentypen verwendbar, denn die Gewindebohrungen und Befestigungen der Spannplatten werden an die jeweilige Maschinenplatte angepasst. Bereits vorhandene Spritzgusswerkzeuge lassen sich sehr einfach auf das Schnellspannsystem umrüsten, und selbst Spritzgiessformen, die nicht mit dem Spannsystem bestückt sind, können ohne weiteres auf Maschinen eingesetzt werden, die mit dem Schnellspannsystem ausgerüstet sind. Das System kann pro­ blemlos mit Aluminiumwerkzeugen kom-

biniert werden, und auch der Einsatz von Werkzeugen mit Wärmedämmplatte ist möglich. Da die Spannplatten sehr flach gehalten sind, gehen lediglich je Seite 30 mm bzw. 36 mm inklusive Wärmedämmplatte an Einbauhöhe verloren. Trotz ihrer flachen Bauweise bieten die Spannplatten eine hohe Stabilität und verringern Durchbiegungen am Werkzeug. Die hohe Belastbarkeit und Verschleissarmut führt zu sehr geringen Wartungskosten. Das Schnellspannsystem macht es nicht nur möglich, die jeweils optimale Maschinengrösse zu nutzen, sondern sorgt auch gleich noch für Einsparungen am Werkzeug: So sind selbst beim Einspritzen in die Trennebene keine Zentrierringe erforderlich, da die konischen Spannbolzen die Zentrierung übernehmen. Nach jedem Wechsel ist das Spritzgiesswerkzeug wieder exakt positioniert, was gerade beim Einsatz von Handlingsgeräten, Kamerasystemen und ähnlichen Peripheriekomponenten deutliche Vorteile bietet und die Automatisierung des Produktionsprozesses erleichtert. Und anders als

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WERKZEUG-/FORMENBAU

bei Magnetsystemen entfällt die dort typische Verletzungsgefahr, während gleichzeitig hohe Werkzeugtemperaturen möglich sind. Das Schnellspannsystem ist in verschiedenen Baugrössen verfügbar, mit denen sich zahlreiche Systemgrössen von 220 × 220 mm bis 950 × 1450 mm abdecken lassen. Alles in allem bietet das Schnellspannsystem von Wöku ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bei geringen Investitionen.

Spritzgiesswerkzeug in die Maschine einheben, verriegeln, fertig.

Kontakt Zimmer GmbH Niederlassung Schweiz CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 621 51 52 info@zimmer-group.ch www.zimmer-group.de

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VERPACKUNG

Interview mit Peter Steindl

Kleine Packungsgrössen sehr gefragt Vom 17. bis 20. November 2015 fand in Shanghai, die FoodPex, International Trade Fair for the Food Processing and Packaging Industries, statt. FoodPex ist eine der vier Veranstaltungen (ChinaPharm, PacPro Asia und BulkPex) unter dem Dach von SWOP – der Shanghai World of Packaging. Aus diesem Anlass führte das VDMA Forum Packmittel ein Interview mit Peter Steindl, Geschäftsführender Gesellschafter der Fawema GmbH in Engelskirchen.

VDMA: Herr Steindl, können Sie kurz erläutern, was genau Fawema herstellt? Peter Steindl: Das Kerngeschäft von Fawema ist die Produktion von Verpackungsmaschinen für das Abfüllen von trockenen, freifliessenden Schüttgütern in vorgefertigte Blockbodenbeutel aus Papier oder Kunststofflaminaten. Diese kommen insbesondere in der Nahrungsmittelindustrie zum Abfüllen von Grundnahrungsmitteln wie Zucker, Mehl, Hülsenfrüchten oder ähnlichem zum Einsatz. Welche Aktivitäten haben Sie in China? Steindl: Wir sind noch recht neu auf dem chinesischen Markt. Im vergangenen Jahr haben wir einige Maschinen zum Abfüllen von Mehl und Sondermehlen an grosse chinesische Hersteller verkauft sowie Maschinen zum Abfüllen von Produkten der Bauchemie, einem Nischenmarkt, den wir seit Jahren bedienen und in dem wir sehr viel Erfahrung haben. Stellen Sie eine Veränderung bei der Verpackung von Lebensmitteln fest? Steindl: Mit dem steigenden Lebensstandard fragt der chinesische Verbraucher immer mehr kleinere Verpackungseinheiten nach. Vor China macht auch der weltweite Trend zu kleineren Haushaltsgrössen nicht Halt. Die Zahl der Einund Zwei-Personen Haushalte nimmt rapide zu, was sich natürlich auch auf die Verpackungsgrösse auswirkt. Derzeit scheint der Preis für Verpackungen in SuVera Fritsche, VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen, Frankfurt, vera.fritsche@vdma.org.

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permärkten kaum eine Rolle zu spielen, es werden sehr viele vorgefertigte Kunststoffbeutel aus hochwertigen Materialien verwendet. Die Befüllung ist auf Grund der Form der Beutel nur manuell möglich, wodurch die Kosten zusätzlich steigen. Prinzipiell sehen wir hier eine Möglichkeit, durch standfeste, formstabile Verpackungen eine Automatisierung zu ermöglichen sowie eine Reduzierung der Packmaterialkosten und des Personaleinsatzes zu erwirken. Verpackte Nahrungsmittel sind in China auf Wachstumskurs. Wie bewerten Sie die Chancen deutscher Maschinen- und Anlagenbauer, an diesem Wachstum teilzuhaben? Steindl: Bei den führenden Herstellern von Mehl und Mehlerzeugnissen in China geht der Trend eindeutig zu vollautomatisierten Verpackungsanlagen. Mangel an entsprechendem Personal und hohe Kosten veranlassen diese, immer mehr vollautomatisierte Verpackungsanlagen einzusetzen. Auch wollen sie damit eine entsprechend hohe Produktqualität gewährleisten. Es ist festzustellen, dass diese Unternehmen vorwiegend Maschinen und Anlagen aus europäischer Produktion einsetzen. Nicht nur im oberen Segment wird sich der Trend zu vollautomatisierten Verpackungsanlagen in China in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Lebensmittelsicherheit bleibt eines der Kernthemen der chinesischen Nahrungsmittelhersteller. Die Unternehmen investieren daher in die Modernisierung ihrer Anlagen, in Automation sowie Hygiene- und Messtechnik. Dies bietet uns und anderen deutschen Herstellern von Verpackungsmaschinen gute Lieferpotenziale. Der Bedarf an verarbeiteten und

Bild: Fawema

Vera Fritsche1

Peter Steindl.

verpackten Nahrungsmitteln wird in China auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Denn auch hier ziehen immer mehr Menschen in Städte, die Mittelschicht wächst und die Verbraucher nehmen zunehmend westliche Konsumgewohnheiten an. Welche Bedeutung messen Sie der FoodPex bei? Steindl: Die Fokussierung auf das Verpacken von Nahrungsmitteln mit der Food­Pex finde ich sehr gut. Hier findet der Besucher aus der Nahrungsmittel herstellenden Industrie gezielt die Hersteller von Maschinen, die ihm helfen, seine speziellen Verpackungsaufgaben zu lösen. Kontakt VDMA Dr. Markus Heering Lyoner Str. 18 D-60528 Frankfurt/Main Telefon +49 (0)69 6603 1451 markus.heering@vdma.org www.vdma.org

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Schutz der Primärverpackung

Pharmagerechte und fälschungssichere Blister

Bilder: Romaco

Das Thema Fälschungssicherheit ist für weltweit operierende Pharmaproduzenten und Lohnverpacker von gros­ser Bedeutung. In exklusiver Partnerschaft mit dem Unternehmen Nano 4 U hat Romaco eine pharmagerechte Lösung zur Fälschungssicherheit von Blisterverpackungen entwickelt, die die EU-Fälschungsrichtlinie 2011/62/EU erfüllt.

Identifikation eines versteckten Logos mit einem Laserpointer.

Zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde diese Verpackungslösung zur eindeutigen Kennzeichnung der Primärverpackung von der Romaco Group auf der Achema in Frankfurt am Main im Juni dieses Jahres. Die neue Technologie zur Fälschungssicherheit von Blisterverpackungen basiert auf einem System zur Authentifizierung von Banknoten. Sie wurde gemeinsam

von Romaco und Nano 4 U weiterentwickelt und in die Blisterlinie 960 von Romaco Noack integriert. Die neue Lösung greift zudem die zukünftigen Track & Trace-Standards zur lückenlosen Nachverfolgung von pharmazeutischen Produkten auf. Das System zum Schutz der Primärverpackung von pharmazeutischen Feststoffen lässt sich in alle Blistermaschinen mit Codierstation einbauen. Ein individueller Hologrammstempel liefert dabei inline und ohne die Verwendung von zusätzlichen Materialien den eindeutigen Originalitätsnachweis. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Blisterpackungen mit offenen und/oder versteckten Sicherheitsmerkmalen codiert. Sichtbare Hologramme mit Firmenlogos, Buchstaben- oder Zahlenkombinationen weisen die Blister auf den ersten Blick als Originale aus. Darüber hinaus können unsichtbare Codes in der Hologrammstruktur hinterlegt werden, die schnell und leicht zu identifizieren sind. Zur Verifikation eines versteckten Data-Matrix-Codes oder Firmenlogos genügt zum Beispiel ein einfacher Laserpointer.

Hohe Barriere für Fälscher Durch den Einsatz von fälschungssicheren und höchst präzisen Prägestempeln

Fälschungssichere Blister mit Hologramm-Codierung.

bietet die Technologie eine hohe Barriere für Fälscher. Gleichwohl ist die Implementierung der Hologrammstempel in die Codierstation einer Blistermaschine von Romaco Noack sehr einfach durchführbar. Die Applikation der Sicherheitsmerkmale erfolgt durch ein beheizbares Codierwerkzeug und ohne Einschränkung der Produktionsgeschwindigkeit.

Kontakt Romaco Am Heegwald 11 D-76227 Karlsruhe Telefon +49 (0)721 4804-0 info@romaco.com www.romaco.com 

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Funktionalisierte biobasierte Kunststofffolien

Keine Konkurrenz zu Lebensmittelanbau Biokunststoffe ersetzten zunehmend Verpackungen aus konventionellen Kunststoffen, stehen jedoch teils in Konkurrenz zum Anbau von Lebensmitteln. Im Projekt Eclipse hat Fraunhofer UMSICHT in einem internationalen Konsortium ein neuartiges Verpackungskonzept entwickelt, das sowohl auf fossile Rohstoffe verzichtet als auch konkurrenzlos zur Lebensmittelindustrie ist. Die zwei entwickelten Folien bestehen aus Abfallmaterialen sowie algenbasierter Biomasse, sind kompostierbar und hinsichtlich ihrer Ökobilanz bewertet.

Iris Kumpmann1 Algen konkurrieren als alternative Biomassequelle für Biokunststoffe nicht mit Lebensmitteln und fallen sogar zum Teil als Reststoffe aus industriellen Anwendungen an. Aus zukünftigen Biomasseabfällen aus der Biodieselproduktion werden Algen im Projekt Eclipse für die Herstellung eines biobasierten Kunststoffes verwendet. Die neuartigen Verpackungsmaterialien bestehen vorwiegend aus Polymilchsäure (PLA), welche aus Algen extrahiert wird. Die Eigenschaften des Kunststoffs werden durch den Einsatz von nanoskaligen Fasern und Füllstoffen aus Bananen- und Mandelschalen oder Fischereiabfällen, wie z. B. Chitin aus Krustentieren, verbessert. Das so hergestellte Bio-Nano-Kunststoffkomposit wurde zu zwei biobasierten sowie bioabbaubaren Kunststofffolien verarbeitet.

Nanoskaliges Chitin macht Agrarfolie widerstandsfähig

1 Dipl.-Chem. Iris Kumpmann, Public Relations, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, UMSICHT.

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Bilder: UMSICHT

Das mit nanoskaligen Chitin-Schalen funktionalisierte Material besitzt eine hohe Werkstofffestigkeit und ist widerstandsfähig gegen Materialschädigungen. Auch aufgrund seiner antifungiziden Eigenschaften kann es künftig in der industriellen Produktion biologisch abbaubarer Agrarfolien (DIN EN 13432) Einsatz finden. «Die Herstellung der homogenen Blasfolie erfolgte zuerst im Technikum von Fraunhofer UMSICHT und anschlies­ send als industrieller Prozess auf einer

Die entwickelten Folien verzichten auf fossile Rohstoffe und sind konkurrenzlos zur Lebensmittelindustrie.

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Flüssigkeitsdicht und flexibel mit anorganischen Nanofüllstoffen

Mit nanoskaligen Chitin funktionalisierte Agrarfolie zur Reifung von Bananen.

konventionellen Blasfolienanlage für Folien aus Polyethylen beim Projektpartner Banacol in Kolumbien. Hier konnte erfolgreich eine bis zu 10 µm dünne Mono-Blasfolie bei einem Durchsatz von 100 kg/h produziert werden», erläutert Dipl.-Ing. Hendrik Roch, Abteilung Biobasierte Kunststoffe bei Fraunhofer UMSICHT. Das Material konnte auch bei Temperatur­ einstellungen, die sonst für Polyethylen-Folien üblich sind, im stabilen Prozess verarbeitet werden. Die Folie zeigt eine hohe Flexibilität (Bruchdehnung über 300 Prozent) und Festigkeit, ist milchig-transparent und kann mit Additiven leicht eingefärbt sowie UV-beständig gemacht werden. In Feldversuchen zur Reifung von Bananen wurde der Kunststoff bereits auf zwei klimatisch unterschiedlichen Plantagen von Banacol eingesetzt.

Die zweite untersuchte Anwendung ist eine kompostierbare Folie als Standbeutelverpackung für Feuchttücher. Die entwickelte PLA-basierte Folienrezeptur enthält funktionalisierte anorganische Nanofüllstoffe. Der transparente Werkstoff lässt sich problemlos auf einer konventionellen Flachfolienanlage verarbeiten und weist exzellente Festigkeitswerte auf. Um die Verpackung flexibel zu halten und eine geringe Durchlässigkeit von Sauerstoff und Feuchtigkeit zu gewährleisten, wurde die extrudierte Flachfolie mit einer Barrierefolie laminiert. «Das Material ist immer noch etwas steifer als beispielsweise konventionell eingesetzte PET/PE-Folien (Polyethylenterephthalat/ Polyethylen-Folien) für Standbeutel, generell stehen die Werkstoffeigenschaften der Biofolie denen der erdölbasierten Produkte aber in nichts nach», fasst Roch zusammen.

Ökobilanz und ökonomische Bewertung Begleitend zur technischen Entwicklung der funktionalisierten biobasierten Kunststofffolien erstellte Fraunhofer UMSICHT eine ökologische und ökonomische Bewertung der unterschiedlichen Materialien. Ökobilanziell untersucht wurden, neben Energieaufwand in der Materialherstellung, sieben potenzielle Umweltwirkungen, wie z. B. die Klimawirksamkeit der Produkte.

Eclipse – Advanced packaging materials from renewable biogenic resources Eclipse wird vom siebten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union gefördert. Das Projektkonsortium setzt sich aus Partnern aus Chile, Kolumbien, Spanien, Deutschland, Belgien, Schweden und Grossbritannien zusammen.

In den meisten Umweltwirkungskategorien und auch aus ökonomischer Sicht ist das biobasierte Produkt zum jetzigen Stand der Entwicklung schwächer als vergleichbare Produkte aus konventionellen Kunststoffen. Hierzu trägt insbesondere auch der Einsatz von Nanomaterialien bei. Kommerziell produziertes PLA zeigt in einigen Umweltwirkungskategorien Vorteile gegenüber konventionellen fossilen Kunststoffen wie Polypropylen. Die im Projekt entwickelte Erzeugung von PLA aus Algen bedarf weiterer Entwicklungsarbeiten und ist zum heutigen Stand der Technik noch nicht konkurrenzfähig.

Kontakt Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT Osterfelder Str. 3 D-46047 Oberhausen Telefon +49 (0)208 8598-0 info@umsicht.fraunhofer.de n www.umsicht.fraunhofer.de

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DIE EINHEIT FÜR ERFOLG


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VERPACKUNG

Ceresana: Europäischer Markt für Lebensmittelverpackungen

Bequem und Bio Schutzgas für Fertiggerichte, Hochbarrierefolien für Fisch, Standbodenbeutel für Kaffeepulver: unsere Nahrung zu verpacken ist mittlerweile eine Wissenschaft für sich. Eine neue Studie von Ceresana untersucht den gesamten europäischen Verpackungsmarkt für alle Lebensmittel mit Ausnahme von Getränken. Die Analysten erwarten, dass dieser Markt (inkl. Sekundär- und Transportverpackungen) bis zum Jahr 2022 ein Volumen von mehr als 38 Millionen Tonnen erreichen wird.

Bequemlichkeit ist Trumpf
 Der Convenience-Trend nützt vor allem Herstellern von Verpackungen für gekühlte und gefrorene Lebensmittel sowie für Fertiggerichte. Verluste haben dagegen Konserven zu verzeichnen. Je nach Material und Verpackungstyp gibt es grosse Unterschiede. Beispielsweise wird in den kommenden Jahren bei Fertiggerichten der Verbrauch von Verpackungen aus Metall lediglich mit voraussichtlich 0,5 Prozent pro Jahr steigen, während Verpackungen aus Papier und Karton um 3,1 Prozent zulegen. Bei Papier macht sich die steigende 18

Nachfrage nach regalfertigen Verpackungen bemerkbar. Der zunehmende Online-Handel mit Lebensmitteln wird den Verbrauch von Versandverpackungen aus Karton und Wellpappe langfristig noch erhöhen.

Bild: asife, dollarphotoclub

«Der Einsatz von Lebensmittelverpackungen wird von komplexen Trends bestimmt», erläutert Oliver Kutsch, der Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Ceresana. «Ständig entstehen neue innovative Verpackungstypen und Technologien. Gesetze und Konsumverhalten ändern sich. Gleichzeitig kämpfen die Hersteller darum, noch kostengünstigere Verpackungen anzubieten.» Besonders stark steigt der Absatz von Verpackungen, die als ökologisch nachhaltig gelten. Für Einwegbeutel und andere Verpackungen aus Biokunststoffen prognostiziert Ceresana ein Wachstum von mehr als 15 Prozent pro Jahr. Von diesem Trend profitieren auch Produkte aus recycelten Kunststoffen, in geringerem Masse auch Papierverpackungen. Nachhaltigkeit allein reicht allerdings nicht: Glasverpackungen haben zwar ein gutes Image – ihr Verbrauch geht trotzdem zurück. Vielen Konsumenten ist Behälterglas zu schwer, die Bruchgefahr zu gross.

Starre Behälter – dynamischer Markt
 Bei den Kunststoffverpackungen wächst die Nachfrage nach starren Behältern europaweit mit rund 2,0 Prozent pro Jahr vergleichsweise schnell. Sie profitieren u.a. von der rasant steigenden Nachfrage nach To-Go-Produkten. In Deutschland verzeichnen dagegen Beutelverpackungen aus Kunststoff mit 2,6 Prozent pro Jahr das grösste Wachstum. Vor allem Standbodenbeutel sind derzeit sehr gefragt. Bei Verpackungsfolien wachsen besonders die Verkäufe von PET-Folien. Innovative Produkte wie intelligente Verpackungen überwachen ihren Inhalt, manche können sogar aktiv Stoffe aufnehmen oder freisetzen, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Derartigen Verpackungssystemen gehört die Zukunft.

Frischer Salat aus dem Kunststoffbeutel.

teilt nach Kunststofftypen (PE, PP, PET, Sonstige) betrachtet: Folien, Beutel, Behälter und Verschlüsse werden so noch genauer analysiert.
Unternehmensprofile der bedeutendsten Produzenten von Lebensmittelverpackungen, übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten, Kurzprofil sowie Produkttypen und Anwendungsgebieten ergänzen die Studie.

Über die Studie Die Studie analysiert detailliert den Verbrauch von Lebensmittelverpackungen in ganz Europa sowie in 22 einzelnen Ländern (Einheit 1000 Tonnen). Differenziert wird dabei jeweils nach den Anwendungsgebieten, nach Verpackungstypen und nach den eingesetzten Materialien. Die Prognosen reichen bis zum Jahr 2022. In den wichtigsten Ländern werden Kunststoffverpackungen noch aufge-

Kontakt Ceresana Blarerstr. 56 D-78462 Konstanz Telefon +49 (0)7531 94293-0 info@ceresana.com www.ceresana.com

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Kunststoffe reduzieren Lebensmittelverluste

Expo 2015: nachhaltige Ernährung im Fokus Die Ende Oktober zu Ende gegangene Expo 2015 in Mailand stand unter dem Motto «Feeding the Planet, Energy for Life» und stellte sich der Frage, wie eine stetig weiter wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann. Der Kampf gegen Lebensmittelverluste war dabei eines der zentralen Themen. Moderne Verpackungen aus Kunststoff können Teil der Lösung sein, wie aktuelle Studien aus Österreich und Deutschland zeigen. Kunststoffverpackungen tragen ganz wesentlich dazu bei, Lebensmittelverluste zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und auch den CO2Ausstoss zu senken.

Schätzungen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass jährlich weltweit 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verderben und somit verschwendet werden. Jüngste Zahlen des Umweltbundesamtes belegen, dass die in Deutschland weggeworfenen Lebensmittel für vier Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Eine aktuelle Untersuchung aus Österreich zeigt indessen, dass in Kunststoff verpackte Produkte in Sachen Ressourcenschutz oft besser abschneiden als unverpackte Waren. Laut Studie ist der Klimafussabdruck solcher Verpackungen um den Faktor 10 bis 100 kleiner als derjenige der verpackten Lebensmittel. Kunststoff spart entsprechend während der Nutzung ein Vielfaches dessen an Energie und Ressourcen, was bei seiner Herstellung eingesetzt wurde – und trägt zur Senkung des CO2-Ausstosses bei. Da optimal geschützte Lebensmittel seltener verderben, werden zusätzlich wertvolle Energie-, Land- und Wasserressourcen geschont.

Kunststoffverpackungen werden immer leistungsfähiger Ein weiterer Trend verstärkt diesen Effekt: Verpackungen aus Kunststoff werden immer leichter und verbrauchen schon dadurch weniger Ressourcen, wie eine Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung aus dem laufenden Jahr zeigt. Durch Optimierung und hier besonders Verringerungen des Einzelgewichts von immer leistungsfähigeren Kunststoffverpackungen im Zeitraum von 1991 bis 2013, wurden allein im Jahr 2013 fast eine Million Tonnen Kunststof12/2015

fe in Deutschland gespart (im Vergleich zum Stand der Technik von 1991). Selbst wenn Lebensmittelverpackungen ausgedient haben, sind sie und die enthaltenen Kunststoffe noch zu schade zum Wegwerfen: Dank einer geordneten und immer effizienteren Entsorgung werden heute in Deutschland haushaltsnahe Kunststoffabfälle nahezu vollständig verwertet, weitere wertvolle stoffliche wie energetische Ressourcen werden gespart. Aus Abfällen werden neue Produkte, oder es wird daraus Energie gewonnen.

PlasticsEurope fordert europaweites Deponieverbot Deutschland ist mit seiner Verwertungsquote von 99 Prozent in Europa Spitzenreiter, andere Länder haben zum Teil deutlichen Nachholbedarf. So lag die durchschnittliche Kunststoffverwertungsrate in Europa 2012 bei 62 Prozent, und noch heute werden in vielen Ländern Abfälle deponiert. PlasticsEurope wirbt deshalb europaweit für ein Deponieverbot und hat ein Programm zum Wissens­ transfer zur Kunststoffverwertung entwickelt. Damit sollen zum Beispiel die deutschen Erfahrungen rund um die Verwertung von Kunststoffabfällen mit anderen Ländern geteilt werden. Funktionierende Entsorgungsstrukturen sind auch ein wesentlicher Schlüssel zur Vermeidung von Abfalleinträgen aller Art in die Ozeane. Da Marine Litter bzw. Müll im Meer eine globale Herausforderung ist, sind hier weltumspannende Anstrengungen erforderlich. Die Kunststoffindustrie unterstützt und initiiert daher Mass-

nahmen wie die «Global Declaration» gegen Meeresmüll und diskutiert Lösungsansätze im World Plastics Council, der regelmässigen Zusammenkunft von rund 50 weltweit führenden kunststofferzeugenden Unternehmen und ihren Verbänden.

Neue Solarstromtechnologie ermöglicht Innovationen Der Deutsche Pavillon «Fields of Ideas» präsentierte auf der Expo 2015 mit seinen Solarbäumen ein besonders plakatives und innovatives Beispiel für nachhaltiges Handeln mit Kunststoff. Dabei wurden organische Photovoltaikzellen auf dünne Kunststoff-Trägerfolien gedruckt und in futuristische «Bäume» integriert, die einen Teil der Energie für den Deutschen Pavillon generierten. Diese Solarstromtechnologie mit Kunststoffen ist nicht nur effizient und langlebig, sondern auch flexibel in der Gestaltung und erschliesst der Architektur neue Perspektiven. Schon bald könnten energieproduzierende Hausfassaden konzipiert werden – auch, um bei der Gewinnung von Solarstrom landwirtschaftliche Flächen schonen zu können.

Kontakt PlasticsEurope Deutschland e.V. Mainzer Landstrasse 55 D-60329 Frankfurt Telefon: +49 (69) 2556 13 03 info.de@plasticseurope.org www.plasticseurope.de

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KUNSTSTOFF XTRA

ROHSTOFFE

Die Kombination macht den Unterschied

Karosserie aus Baumwolle, Hanf und Holz Carbon- und Glasfasern verstärken Kunststoffe so, dass sie für den Karosseriebau taugen. Aber auch in natürlichen Fasern – gewonnen aus Hanf, Baumwolle oder Holz – steckt diesbezüglich viel Potenzial. Kombiniert man biobasierte Textil- und Carbonfasern, erhält man extrem leichte und dennoch sehr stabile Bauteile.

Simone Peist1 Leichtbau ist ein wichtiges Thema im Automobilbau, ebenso wie in der Luft- und Raumfahrt. Autobauer setzen heute zunehmend auf faserverstärkte Kunststoffe. Die Fasern, die in die Kunststoffmatrix eingebettet werden, geben dem Material Simone Peist, PR-Beauftragte, Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Braunschweig.

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zusätzliche Festigkeit. Welches Material man dabei verwendet, hängt von der späteren Anwendung ab. So findet man bei der Formel 1 vor allem Carbonfasern. Ein Manko ist jedoch ihr hoher Preis, auch ihre Verarbeitung ist schwierig. Dies sind die Gründe, weshalb Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) bisher noch nicht den Weg in die breite Serienproduktion gefunden haben. Glasfasern dagegen sind zwar preiswert, aber vergleichsweise schwer. Neue Forschungs-

ansätze von Forschern des Anwendungszentrums für Holzfaserforschung HOFZET des Fraunhofer-Instituts WKI können dies künftig ändern. Die Wissenschaftler setzen auf Naturfasern pflanzlichen Ursprungs. Varianten aus Hanf, Flachs, Baumwolle oder Holz sind ähnlich kostengünstig wie Glasfasern und sind zudem leichter als die Pendants aus Glas oder Carbon. Ein weiterer Vorteil: Verbrennt man sie am Ende ihres Lebenszyklus, erzeugen sie zusätzliche

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KUNSTSTOFF XTRA

Bild: Fraunhofer WKI/Manuela Lingnau

TEMPRO plus D Die Temperiergeräte mit dem „Touch“

Carbon- und hanffaserverstärktes Bauteil.

Energie – ohne Rückstände. Allerdings reicht ihre Festigkeit nicht an die der Carbonfasern heran. «Je nach Anwendung kombinieren wir daher Carbon- mit verschiedenen biobasierten Textilfasern», sagt Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres, Leiter des Anwendungszentrums für Holzfaserforschung. Die Fasern liegen oftmals als Matten vor, die entsprechend aufeinander gelegt und von der Kunststoffmatrix umhüllt werden. «Dort, wo die Bauteile stark beansprucht werden, nutzen wir die Carbonfasern, an den anderen Stellen Naturfasern. So können wir die Stärken der jeweiligen Fasern vereinen und die Nachteile zum grossen Teil beseitigen.» Das Ergebnis: Die Bauteile sind kostengünstig, haben eine sehr hohe Festigkeit, gute akustische Eigenschaften und sind ökologischer als reine Carbonbauteile. Üblicherweise behandelt man die Oberfläche von Naturfasern so, dass sie leicht durch die Textilmaschinen laufen und sich möglichst gut zu Geweben verarbeiten lassen. Während dies für die Herstellung von Textilien wichtig ist, ist es jedoch meist kontraproduktiv, wenn Verbundwerkstoffe verarbeitet werden sollen. «Wir optimieren die Oberflächen der Fasern daher aus materialtechnischer Sicht», erläutert Endres. Spezielle Beschichtungen sollen dafür sorgen, dass sich die Fasern bestmöglich mit der Matrix, beziehungsweise der Kunststoffmasse verbinden. Das Potenzial ist gross: «Indem wir dafür sorgen, dass die Fasern optimal an die Matrix anbinden, können wir die Festigkeiten des Materials um bis zu 50 Prozent steigern», konkretisiert Endres. Doch die Forscher machen mehr, als die neuen Hybridmaterialien zu kreieren. Sie untersuchen auch, wie sich die Verarbeitungsprozesse für die neuen Werkstoffe industriell umsetzen lassen. Ebenso überlegen sich die Wissenschaftler bei den entwickelten Hybridwerkstoffen bereits im Vorfeld, wie sich diese wiederverarbeiten lassen oder wie zumindest einzelne Materialkomponenten für einen neuen Einsatz zurückgewonnen werden können. Dabei verfolgen sie je nach Materialzusammensetzung verschiedene physikalische, thermische und chemische Ansätze. Kontakt Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut WKI Bienroder Weg 54E. D-38108 Braunschweig Telefon +49 (0)531 2155-208, www.wki.fraunhofer.de 12/2015

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VERBAND

Fakuma 2015 mit hohem Aussteller- und Fachbesucheraufkommen

Bilder: Kur t Röschli

Swiss Plastics mit fünf Mitgliedsfirmen mit dabei

Der Stand von Swiss Plastics im «Kunststoff Look».

Auch Swiss Plastics war mit einem eigenen Stand, in neuem Design wie in den Jahren zuvor auf der Fakuma vertreten. Mit exakt 1780 Ausstellern aus 38 Ländern und einer Brutto-Ausstellungsfläche von 85 000 m2 konnte die Messe die grosse Zahl von 45 721 Fachbesuchern aus 120 Nationen verzeichnen. Diese fand vom 13. bis 17. Oktober 2015 im Messezentrum Friedrichshafen am Bodensee statt.

Kurt Röschli Bezogen, sowohl auf die Aussteller als auch die Fachbesucher, präsentierte sich die Fakuma damit internationaler denn je und gibt der Branche Hoffnung, die guten Geschäfte aus den Jahren 2014 und 2015 (Umsatzzuwachs der deutschen Hersteller in 2015 plus 4 %) auch in 2016 (Zuwachs voraussichtlich plus 2 %) fortsetzen zu können. Bezeichnend dabei ist, dass sich die Märkte Westeuropas und hier insbesondere Spanien, Portugal  Kurt Röschli, Leiter Marke­­ting und Kommunikation bei Swiss Plastics und CEO PVCH.. 1

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und Italien sowie auch die USA über Erwarten gut entwickeln, während in Osteuropa (speziell Russland) empfindliche Rückgänge zu verzeichnen sind und die hohen Zuwachsraten im asiatischen Raum wohl endgültig der Vergangenheit angehören.

Alles der Reihe nach: Pünktlich am Dienstag, dem 13. Oktober um 09.00 Uhr eröffnete Swiss Plastics zusammen mit fünf Mitausstellern am Gemeinschaftsstand die Aktivitäten; die Unternehmen waren wie bereits in den Vorjahren: – Aareplast AG – A.J. Stöckli AG – Huber und Suhner – Silac AG neu dabei war: – ZMB AG (Zaugg AG) Schönenwerd. Diese ist auf dem Gebiete Robotics für die Kunststoffproduktion tätig. Alle fünf Unternehmen hatten sich minutiös vorbereitet und verschiedene wunderschöne Stände hergerichtet, die im Swiss Touch, vor allem unter den ausländischen Besuchern, grosse Beachtung fanden. «Wir haben während der letzten Messe einen Kunden mit Grossauftrag

gewinnen können», so Martin Wipf, Juniorchef der Aareplast AG, «und hoffen auch dieses Jahr auf Zusatzgeschäfte und Impulse durch die Fakuma». Die Silac AG präsentierte wie letztes Jahr Kunststoffkomponenten und stellvertretend dafür ein Gerät, das hervorragenden «kalten Kaffee» mit Schaum produzierte. Die A.J. Stöckli unterstrich ihr grosses Engagement mit zum Teil vier Mitarbeitern aus der Zentrale, die zum Teil beide Hände voll zu tun hatten. Ein wunderschönes Naturbild aus dem heimeligen Glarnerland brachte etwas Heimatliches nach Friedrichshafen. Den Höhepunkt bildete sicherlich der Besuch der Präsidentin, Nationalrätin Doris Fiala, die nebst den fünf Mitausstellern am Gemeinschaftsstand weitere rund 15 Schweizer Unternehmer an der Messe besuchte und deren Aktivitäten bewunderte und lobte. Geschäftsführer Urs Meyer besuchte alle Mitglieder von Swiss Plastics, die an der Fakuma vertreten waren. Der Leiter Marketing, Kurt Röschli, konnte drei Neumitgliedschaften abschliessen, sowie weitere zehn Firmen für eine Offerte zu einer Mitgliedschaft inte­ressieren. Alles in allem

Die Präsidentin unter Freunden von Swiss Plastics.

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VERBAND

Was ist da wohl in der (Kunststoff) Hand?

ein schönes Resultat. Alle Mitaussteller waren am Samstag Nachmittag – kurz vor Ende der Messe – zwar müde, aber sehr zufrieden mit dem Resultat. Der schöne Erfolg war Anlass genug für Kurt Röschli, die Anmeldung für die Fakuma gleich noch auf der Messe klar zu machen, nachdem alle fünf Mitstreiter ebenfalls ihr Engagements für 2017 bekundeten und formell bestätigten. Die nächste Fakuma findet im Jahr 2017 vom 17. bis 21. Oktober wieder im Messezentrum Friedrichshafen im Vierländereck

Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein statt.  n

Ausserordentliche Mitgliederversammlung Dienstag, 26. Januar 2016, ca. 09.00–12.00 Uhr in Luzern, Messe Luzern

Zebi 2015 – Ausbildung hautnah erlebt Über 24  000 Besuchende konnten Ausbildung auf der Zebi 2015 (Zentralschweizer Bildungsmesse) praktisch fühlen, ja erleben. Es wurde gebogen, geschätzt, berührt, und gestaunt! Während genau vier Tagen war das Messegelände in Luzern der Anziehungspunkt für über 14 000 Schüler und Jugendliche in der Berufswahl sowie für 10 000 alte und junge Interessierte an Weiterbildungen. Die diesjährige Zebi war ein voller Erfolg. 140 Berufe wurden vorgestellt, so viele wie noch nie zuvor. Der Überblick über die zahlreichen Berufe für die Schüler und Schülerinnen war toll und modern im Auftritt. Trotz des schönen Wetters am Wochende riss der Besucherstrom nicht ab, ganz im Gegenteil, auch am Sonntag waren die Messehallen voll. Am Donnerstag und Freitag besuchten über 550 Klassen aus der Zentralschweiz die Zebi. Am Wochenende waren nebst Weiterbildungsinteressierten auch viele Familien vor Ort. «Es freut mich, dass am Samstag und Sonntag viele Eltern mit ihren Kindern an der Zebi waren, sie spielen in der Berufswahl nämlich eine wichtige Rolle», erklärt Markus Hirt von der Messe Luzern. Die nächste Zebi findet bereits nächstes Jahr vom 3. bis 6. November 2016 statt. 12/2015

Swiss Plastics zeigt Präsenz Auch am Gemeinschaftsstand von Swiss Plastics riss der Besucherstrom praktisch nie ab. Dies auch dank der hervorragenden und motivierten Unterstützung von fünf Mitgliedsfirmen, die je mit einem Lehrling und einem Lehrlingsbetreuer vor Ort waren. Diese fünf Firmen waren: – B. Braun Medical Escholzmatt – Pilatus Aircraft – Schurter Luzern – Sika Sarnen – Trisa Triengen Die Strategie, dass junge Leute zu jungen Leuten, sprich Schülern kommunizieren sollten, ging voll auf. Mit teilweiser grosser Begeisterung hingen die jungen Berufsanwärter praktisch am Munde der Lehrlinge resp. Ausbildner. Grossen Zuspruch erhielt nachweislich der ausgeschriebene Wett-

Wie viele Kügelchen sind da wohl drin?

bewerb der Sika, wo es Rohstoffkügelchen in einer Glasflasche zu schätzen galt. Im Weiteren der Winglet aus Carbon Faser (CFK) für ein Formel 1 Fahrzeug der Sauber Petronas sowie eine Wanne ebenfalls aus CFK für ein Triebwerk der Pilatus Werke. «Ja hält das auch?» «Kaum zu glauben – ist das leicht!» «Was, eine Wanne für ein Fluzeugtriebwerk, wie stehts mit den hohen Verbrennungstemperaturen?» «Ja, ja, das ist aus Carbonfasern», sagt ein Dreikäsehoch. «Woher weisst Du das?» «Ah, im Auto meines Vaters ist sowas auch drin. Sieht echt cool aus!» So in etwa waren die Reaktionen der jungen interessierten Buben, aber auch Mädchen, die den Wert dieses interssanten Werkstoffes ebenfalls erkannten. «Wir werden kaum Mühe haben, unsere neuen Lehrstellen auch nächstes Jahr wieder zu besetzen», zeigte sich der Chef der Lehrlingsausbildung von Pilatus, Bruno Inäbnit, überzeugt. Kontakt Swiss Plastics Kurt Röschli Schachenallee 29C CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 834 00 67 k.roeschli@swiss-plastics.ch www.swiss-plastics.ch

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CLUSTER

Process4Plastics

Préparer la transformation digitale

Le processus de mise en forme, qui inclut des éléments comme la matière, le moule, la machine et le contrôle, ainsi que leurs interactions, et sa qualification sont fortement conditionnés par les exigences relatives au produit final et de productivité et sont au cœur du métier de la plasturgie. Anticiper la transition vers l’industrie 4.0 permet aux entreprises qui s’y seront préparées d’améliorer leur compétitivité par une productivité accrue, une réduction des coûts de production et une satisfaction des nouvelles exigences des clients. Fort de ce constat, les entreprises Contrinex, DuPont International Operations, GF Machining Solutions, Johnson Electric, Kistler et Plastechnik ainsi que l’Institut de recherche appliquée en plasturgie (iRAP) de la Haute école d’ingénierie et d’architecture de Fribourg (HEIA-FR) ont lancé en janvier 2015 le projet «Process4Plastics – Productivity improvement for the plastic processing sector» avec le soutien du Pôle scientifique et technologique du canton de Fribourg (PST-FR). La diversité des partenaires du projet (producteurs de matière 1  Philippe Morel, rédacteur indépendant, Villars-sur-Glâne

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Tableau comparatif des variations de dimensions de la pièce test lors de réglages par l’expérience et par l'approche du scientific molding.

première et de pièces plastiques, fabricants de machines, de moules et de capteurs) est à l’image d’un projet revendiquant une approche globale de la chaîne de valeur pour la transition vers l’industrie 4.0.

Anticiper les enjeux et les attentes Dans le cadre de l’avant-projet P4P-1, la réalisation d’une enquête auprès des partenaires, couplée à une recherche bibliographique, a tout d’abord permis aux partenaires de définir clairement les enjeux de la plasturgie 4.0 et les nouvelles exigences de leur clientèle. Dans une deuxième phase, une production pilote d’évaluer les procédures d’amélioration du procédé d’injection plastique ainsi que les techniques de mesures et de monitoring. Une expérience basée sur le savoir-faire des entreprises et une approche plus scientifique et expérimentale de l’injection a permis de comparer ces approches entre elles et d’établir une dé-

Images: HEIA-FR

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Afin de demeurer compétitives, les entreprises actives dans l’injection de matière plastique se doivent d’améliorer leur productivité et réduire leurs coûts de production. A cet égard, anticiper la transition vers l’industrie 4.0 et ses enjeux en tenant compte des nouvelles exigences des clients et de la digitalisation des outils de production représente une excellente opportunité. Tel est précisément le but du projet Process4Plastics, lancé par des membres du Swiss Plastics Cluster et financé par le Pôle scientifique et technologique du canton de Fribourg.

marche d’amélioration du procédé d’injection transposable dans les entreprises.

Trois composants méthodologiques P4P-1 a également permis de définir trois composants méthodologiques que les partenaires souhaitent étudier, développer et réaliser dans un deuxième projet P4P-2: • Procédures d’amélioration du procédé d’injection et de diagnostic: des expériences d’injection menées durant P4P-1 ont démontré la pertinence d’exploiter les données issues des capteurs placées

Modèle CAD de la pièce test.

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CLUSTER

Nouveaux membres En 2015, le Swiss Plastics Cluster a accueilli onze nouveaux membres: – Morphotonix – PHM Plasturgie – Faiveley Plast – Ampco Metal SA – E.M.S Electro Medical

– IE Group – A ssociation NTN Innovative Surfaces – Fachgruppe Kunststofftechnik Swiss Engineering /STV – Bercher Pierre SA – K. D. Feddersen CEE GmbH – MetalUp3

Moule de la pièce test.

dans la machine et le moule pour comparer entre elles les différentes méthodes de réglage (expérience de l’opérateur, design of experiment et scientific molding). Traiter ces données permet de capturer de manière systématique le savoir-faire des entreprises et de mettre en place les premiers éléments nécessaires à une intégration verticale. • Data mining appliqué au procédé d’injection plastique: simplement sauvegardée, la masse de données récoltées par les capteurs n’est guère utile. Il est nécessaire de l'exploiter, en la mettant par exemple en parallèle aux événements

Deux nouveaux projets collaboratifs soutenus par le PST-FR ASSCO – Etude d’application du surmoulage d’éléments sensibles pour la réalisation d’assemblages intégratifs Pour les produits mécatroniques, le processus d’injection se présente comme une technologie d’intégration attractive et économique. L’injection plastique permet la réalisation de la partie assemblage et protection des différents composants dans un seul et unique processus. Mais les pressions et températures élevées lors de l’injection risquent d’endommager des composants sensibles. ASSCO a pour but d’établir un recueil des bonnes pratiques permettant de réaliser des assemblages intégratifs avec des composants sensibles par processus d’injection plastique. Ceci permettra par conséquent de simplifier à tous les niveaux les actuelles chaines de montage utilisées dans ce domaine.

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machine et aux observations des opérateurs. • B ase de gestion des connaissances en préparation de l’intégration verticale et aux systèmes cyber-physiques: l’expérience acquise par les entreprises est primordiale et doit être valorisée. A cet égard, la formation des opérateurs est capitale. Dans l’optique d’une préparation à l’industrie 4.0, la dimension de l’intégration sociale est fondamentale. P4P-2 intègre troix nouveaux partenaires, soit les entreprises Plaspaq, Redel et Schoeller Allibert. Le projet a reçu l’approbation du PST-FR et démarrera en

Partenaires: Institut de recherche appliquée en plasturgie (iRAP) de la Haute école d’ingénierie et d’architecture de Fribourg (HEIAFR), Johnson Electric International, JESA, Phonak Communications, Contrinex, Adatis, E.M.S Electro Medical Systems, Plaspaq, Grand Perret (Group Faiveley), Dentsply Maillefer et Nestlé STC. Avec le soutien du DuPont. PolyLife – Longévité de composants industriels à base de polymères sous contraintes extérieures Le vieillissement d'une pièce plastique exposée à des températures élevées, à des produits chimiques agressifs ou à des rayons UV résulte d'une combinaison de l'oxydation moléculaire (dégradation chimique) et de micro-fissures (dégradation physique). En corrélant l'altération des liaisons chimiques, observée par les méthodes mises au point lors du projet PolyAge,

décembre 2015 pour une durée de 18 mois. A vos agendas: 12 mai 2016 – Journée technologique Keynote: «Industrie 4.0» et «Plasturgie et Food»

Contact: Prof. Pascal Bovet Institut des systèmes d'ingénierie durables HEIA-FR pascal.bovet@hefr.ch

avec la propagation des fissures, mesurée par une nouvelle méthode ultrasonique, ce projet va permettre l'estimation du cycle de vie global de polymères industriels. Partenaires: Institut des technologies chimiques (ChemTech) de la Haute école d’ingénierie et d’architecture de Fribourg (HEIA-FR), Johnson Electric International, JESA, Wago Contact, et Geberit Fabrication.

Contact Swiss Plastics Cluster Verena Huber, Cluster Manager c/o InnoSquare Passage du Cardinal 1 CH-1705 Fribourg Téléphone +41 (0)26 429 67 72 verena.huber@hefr.ch www.swissplastics-cluster.ch

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KUNSTSTOFF-CLUSTER

KUNSTSTOFF XTRA

Kunststoff-Cluster in Österreich

Ein Erfolgsrezept für Innovation

Bilder: KC

Innovation durch Kooperation – das ist und bleibt der zentrale Erfolgsfaktor des Kunststoff-Clusters. «In mittlerweile weit über 100 Kooperationsprojekten wurde in den knapp 400 Unternehmen des österreichischen Firmennetzwerkes der Kunststoffbranche eine permanente Weiterentwicklung hin zur Technologieführerschaft sichergestellt. Eine nachhaltige, regionale Wertschöpfung steht dabei im Fokus unserer Aktivitäten», sagen Elmar Paireder und Harald Bleier, die das Netzwerk leiten.

Mag. Elmar Paireder (l.) und Ing. Harald Bleier (r.) leiten gemeinsam in einer bundesländerübergreifenden Kooperation den Kunststoff-Cluster.

Als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Entscheidungsträgern trägt der Cluster zur ständigen Weiterentwicklung in der Kunststoffbranche am Standort Österreich bei. Hauptaugenmerk liegt dabei in der Initiierung von firmenübergreifenden Kooperationen und im Wissenstransfer. Engagierte Unternehmensvertreter aus allen Wertschöpfungsbereichen stellen als sogenannte Beiräte sicher, dass die Aktivitäten im Cluster die aktuellen Anforderungen der Branche punktgenau treffen. Die Mitgliedsbetriebe des Kunststoff-Clusters kommen aus allen Branchensegmenten: von den Rohstoffen, der Kunststoffverarbeitung, dem Kunststoffmaschinenbau sowie Formen- und Werkzeugbau bis zum Recycling. Auch kunststofftechnische Dienstleistungen, F&E und Ausbildung sind eingebunden.

Initiative Smart Plastics (ISP) Neben verschiedensten Kooperationsprojekten, bei denen mindestens drei Unter26

nehmen gemeinsam eine Entwicklung vorantreiben, entstanden im Cluster in den letzten Jahren verschiedene Plattformen, in denen die Unternehmen gemeinsam – oft auch branchenübergreifend – Wissen und Erfahrungen austauschen und neue Entwicklungen vorantreiben. So ist die Initiative Smart Plastics entstanden, das professionelle Service- und Know-how-Netzwerk für Projekte an der Schnittstelle von Mechatronik, Kunststoff und Design. 15 Partner nutzen die Mitgliedschaft in der 2011 gegründeten Kooperations- und Innovationsplattform für den kreativen Austausch von Wissen und zukunftsweisenden Technologien. Das international sichtbare Netzwerk besteht sowohl aus Mitgliedern aus dem Indus­trie- als auch dem Forschungsumfeld. Die industrielle und grosstechnische Umsetzung der direkten Integration von elektronischen Funktionalitäten in Bauteile verschiedenster Art ist das Kernthema der Initiative. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette vom Werkstoff Kunststoff bis hin zu einem hochwertigen, intelligenten Bauteil von den Mitgliedern der Initiative lückenlos abgedeckt.

Leichtbaugruppe auf – national sowie international. «Die Weiterentwicklung von Materialien, Prozessen und Produkten in regionalen, nationalen und europäischen Verbundprojekten ist eines unserer Hauptziele», sagt Plattformsprecher Peter Bernscher von der voestalpine Metal Forming GmbH. «Zahlreiche Firmen arbeiten mittlerweile in Projekten zusammen. Der Kontakt der Firmen ist dabei oft über die Plattform entstanden.»

Technologievorsprung durch Kooperation «Bauteilentwicklung, Industrie 4.0, Biokunststoffe oder Wood Plastics Composites sind weitere Bereiche, in denen derzeit in Plattformen zusammengearbeitet wird», sagt Cluster-Manager Mag. Elmar Paireder. «Unsere Aufgabe als Cluster ist es, Technologietrends frühzeitig zu erkennen und den Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten anzubieten, die ihnen einen Technologievorsprung verschaffen.»

A2LT – Austrian Advanced Lightweight Technology Industrie und Forschung kooperieren seit Anfang 2014 branchen- und werkstoffübergreifend in der Leichtbau-Plattform A2LT – Austrian Advanced Lightweight Technology. Auch hier bauen die teilnehmenden knapp 20 Unternehmen gemeinsam Know-how auf und tauschen sich in Projekten und bei verschiedensten Aktivitäten aus und sie treten gemeinsam als

Kontakt Kunststoff-Cluster, Büro Linz Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH Hafenstrasse 47–51 A-4020 Linz Telefon +43 (0)732 79810 5115 kunststoff-cluster@biz-up.at www.kunststoff-cluster.at 

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MEDIZINTECHNIK

Potenzial steckt in den eigenen Reihen

Innovation – Treiber des Medtechstandorts Schweiz Die erste Swiss Medtech Expo am 15. und 16. September in Luzern zeigte mit Produkten der Aussteller und mit ihren zahlreichen Referaten, dass die Schweiz viel Innovation zu Materialien und Technologien zu bieten hat. Gleichzeitig mahnen neuste Studien – wie der LIMEDex Index-Report – Schweizer Medtech-Firmen, im Zuge der Digitalisierung den Anschluss nicht zu verpassen.

empfiehlt ihnen, Exzellenz im Operativen zu verfolgen und auf Nischenprodukte oder «umwälzende» («disruptive») Innovationen zu setzen.

Bild: Messe Luzern

Das «Internet der Dinge» nutzbar machen

Zahlreiche Referate zeigten, dass Schweizer Unternehmen viel Innovation zu bieten haben.

Kathrin Cuomo1 Währungsturbulenzen, Endlos-Regulierungen und Markteintrittshürden, Preiskampf und die anhaltenden Übernahmen – der Druck auf die Branche ist in den letzten Jahren weltweit massiv gestiegen und trübt die Marktaussichten. Laut des Mitte September veröffentlichten (vierteljährlich erscheinenden) Konjunktur-Barometers «LIMEDex» von ConCep+ erwarten über 80 Prozent der rund 70 befragten internationalen Medtech-Manager zwar ein positives, aber geschwächtes Ertragswachstum (vor allem bei der Gewinnmarge) für die kommenden 12 Monate, da sie glauben, dass die aktuellen Herausforderungen den Geschäftsverlauf beeinträchtigen werden. Obwohl die Umsatzwachstums-Prognosen von 9,7 im Vorjahr auf 4,7 Prozent 1 Kathrin Cuomo, Kommunikation Fasmed, Verband Schweizer Medizintechnik

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gesunken sind und damit klar verfehlt werden, scheint sich die hiesige Medtech immerhin gut vom «Starken-Franken-Schock» (als Folge der Aufhebung des Euromindestkurses durch die Schweizer Nationalbank im Januar) erholt zu haben. Patrick Dümmler, Partner bei ConCep+ und Manager bei «Health Tech Cluster Switzerland», dem Hauptpartner der Messe, rät der Medtech-Industrie, weitere Effizienzsteigerungen anzustreben und dringend ihr Geschäftsmodell, insbesondere die Marktbearbeitungsstrategie und Vertriebsstrukturen zu überdenken, um wettbewerbsfähig zu bleiben: «Dabei sind die wachsenden Möglichkeiten der IKT (Informations- und Kommunikations-Technologie) vermehrt mit einzubeziehen, da sie auch die Medizintechnik nachhaltig verändern werden.» Nichtsdestotrotz befassen sich viele Schweizer Unternehmen laut Dümmler nicht aktiv mit den Folgen der Digitalisierung. Er

Laut Jürg Zürcher, Partner bei Ernst & Young, ist die Innovationskraft der Medtech-Branche nach wie vor hoch. Den Zulieferern empfiehlt er, mit ihren Neuerungen zu grossen Firmen zu gehen. Die Schweizer seien gut vernetzt und die Jungen weniger scheu: «Machen Sie auch mal Fehler», appellierte er ans Publikum. Weiter sprach er von der «Nutzbarmachung des Internets der Dinge». Dabei kann E-Health für Firmen durchaus eine Option zur Erweiterung des Leistungsumfangs sein. Gebündelte Lösungen und Zusatzangebote zu verkaufen, sei für Medtech-Firmen erfolgsentscheidend, betonte er.

Top-Hub für F&E Remo Daguati, Leiter Auslandpromotion, Switzerland Global Enterprise, bewirbt weltweit u.a. die Schweizer Medizintechnik. Dabei setzt er vor allem auf den hohen Lebensstandard und die Innovationskraft der Branche in der Schweiz. Als Hub für F&E sei das Land top positioniert. Multis siedeln sich hier laut Daguati an, weil sie ihre Forschungsergebnisse und Erfindungen durch Property-Prozesse und Patentierung gut schützen können: «Die Schweiz ist nach wie vor ein Produktionsstandort mit hoch qualifizierten und gut ausgebildeten Arbeits- und Fachkräften. Nur noch Irland, UK und die Benelux-Staaten können mithalten», betonte 27


KUNSTSTOFF XTRA

MEDIZINTECHNIK

er. Ein weiteres Plus für die Generierung neuer Produkte und Anwendungen seien die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung – von der klassischen Bankfinanzierung über Venture Capital bis hin zum Börsengang.

Mehr in disruptive Innovationen investieren Bruno Imhof, Geschäftsführer ITZ Innovationstransfer Zentralschweiz, stimmen hingegen die neuesten Innovationsindikatoren gemäss der Konjunkturforschungs-(KOF)-Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) nicht zuversichtlich. Die Schweizer Firmen (aller Branchen) bekennen sich demnach

eher weniger zu diesem Thema. So sei der Umsatzanteil für Investitionen in neue Produkte und Anwendungen insgesamt gesunken (bei der Medizintechnik lag er 2013 immerhin noch bei rund 17 Prozent). Fehlende Ressourcen, hohe Kosten und lange Amortisationszeiten, leichte Kopierbarkeit und Marktrisiken seien die hauptsächlichen Gründe für diese Entwicklung. Mehr disruptive Innovationen statt Me-too-Produkte müssen her. Dazu sollten vermehrt selbst «verrückte» Ideen der Mitarbeiter und Lieferanten verfolgt werden. Zur Unterstützung von KMU hat das ITZ zusammen mit sechs Schweizer Kantonen einen einfachen Innovationsprozess entworfen.

Grenzüberschreitende F&E-Projekte Neben den regionalen sind auch grenz­ überschreitende F&E-Kooperationen für die Schweizer Medizintechnik von grosser Bedeutung. Andreas Gut, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, SBFI, und Eureka-Projektkoordinator Schweiz, schilderte verschiedene Förderprogramme auf europäischer Ebene. Im Rahmen von Horizon 2020 ist das Land beispielsweise an der Herstellung intelligenter Prothesen mit drei von insgesamt 12 Partnern (Firmen und Hochschulen) beteiligt. Innerhalb von «Eureka-Euro­ stars» ist die Schweiz – unterstützt durch SBFI – prominent bei marktorientierten

Technologien revolutionieren die Medizintechik Drei Referate mit spannenden Beispielen brachten neue Erkenntnisse: Roboter helfen wieder auf die Beine Ein Reha-Roboter (der Schweizer Medtech-Firma Hocoma) unterstützt Versehrte, die an Schlaganfall, Rückenmarkverletzungen, Schädel-Hirn-Trauma, Multipler Sklerose oder anderen neurologischen Bewegungsstörungen leiden, dabei, möglichst schnell wieder «auf die Beine zu kommen» und mobil zu werden. «Ziel ist, (Physio-)Therapeuten so in der Rehabilitation vom manuellen Handling zu entlasten. Dazu gilt es, die Technologie genau an die Bedürfnisse der Anwender und (Kontaktstellen der) Patienten anzupassen und eine hohe Benutzerfreundlichkeit zu erreichen, was sehr viel Fingerspitzengefühl erfordert», erklärte Silvia Rohner, Projektleiterin Medtech der HSR, Hochschule für Technik Rapperswil. Anhand einer (im Rahmen eines KTI-Projekts) erfolgten Kniescheiben-Mobilisation schilderte sie die Anforderungen, die ein solcher Roboter in mechatronischer, medizinischer, technischer und praktischer Hinsicht zu erfüllen hat: Das Gerät muss einfach bedienbar und portabel sein, damit der Patient damit arbeiten und sich ans Internet anbinden kann, damit alle Beteiligten in den Regelkreis eingebracht werden können. «Diese disruptive Innovation birgt grosses

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Potenzial und wird nicht nur zur Unterstützung und Eigentherapie der Patienten, sondern auch erheblich zur Kostenreduktion beitragen», betonte Rohner. Textilien geben intelligent Medikamente ab Die Empa hat spezielle Fasern entwickelt, die sich als Abgabesysteme von Medikamenten eignen. Ihr Abteilungsleiter für Schutz und Physiologie, René Rossi, schilderte in Luzern, wie in Textilien integrierte Sensoren und Membranen dazu als Träger dienen können: «Die intelligenten Kunststoffe verteilen Substanzen wie ein künstliches Venensystem ganz fein an verschiedene Orte im Körper. Dabei lässt sich die Abgabe abhängig von der Umgebung genau steuern.» Je nach Temperatur, Feuchtigkeit, Lichteinfluss und anderen Faktoren in der Umgebung der Faser gibt das System das Medikament mehr oder weniger schnell ab. Laut Rossi testet die Empa solche Materialien in verschiedenen Einsatzbereichen. Sie arbeitet dabei mit Hochschulen, der Pharma und Textilbranche zusammen und sucht auch Partner aus der Medizintechnik. 3D: Aus Konsumenten werden «Prosumenten» Vom ersten «Rapid Prototypen» bis zur «additiven Manufaktur»: Rund 30 Jahre

gibt es den 3D-Druck schon. In den letzten fünf Jahren hat sich die industrielle Anwendung weltweit (auf gegen 80 000 Geräte) vervierfacht. Auch in der Medizintechnologie ist der Einsatz vor allem im Bereich Implantate und Tissue Engineering vielfältig. So werden heute Zahn-Prothesen, Kieferknochen oder Hörgeräte passgenau angefertigt. Laufend neue Materialien, Strukturen und Produkte sind in Entwicklung (u.a. ist das sogenannte Bioprinting mit zellulären Materialien in der personalisierten Medizin im Kommen). Immer mehr Hersteller springen auf den 3D-Zug auf und binden diese «Querschnitts-Technologie» in ihr Geschäftsmodell ein. «Hype oder Hope: Wird damit unser Alltag revolutioniert?», fragte Ralf Schumacher, Leiter Medical Additive Manufacturing der FHNW Basel: «3D-Druck und einfache Modellierungs-Tools machen aus Konsumenten zunehmend »Prosumenten» (Produzent und Konsument). Damit verlagert sich das Design immer mehr hin zum Kunden. Der Arzt wird zum Modellierer/Entwickler der Patientenlösung. Vor allem in den USA und Grossbritannien stellen Kliniken Instrumente mit 3D-Druckern selbst her. «In diesem Bereich laufen gewisse Schlüssel-Patente aus, was den Zugang vereinfacht und günstiger Möglichkeiten eröffnet», so Schumacher.

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KUNSTSTOFF XTRA

KMU-Projekten wie z.B. AAL (Active and Assisted Living) vertreten. National fliessen zudem Förderbeiträge von der Kommission für Technologie und Innovation, KTI, und aus der Ressortforschung des Bundesamts für Gesundheit, BAG, in die Medizintechnik ein.

... und interdisziplinäre Kooperationen «Die Umsetzung von Geschäfts- und Produktideen in erfolgreiche Innovationen scheitert bei KMU oft an fehlenden Ressourcen», so Othmar Schälli. Der stellvertretende Leiter Kompetenzzentrum Elek­ tronik, Hochschule Luzern, schilderte anhand wegweisender Projektbeispiele aus der Forschung verschiedene interdisziplinäre Kooperationen zwischen Hochschule und Industrie im Innovationsbereich. So werden gemeinsam im Rahmen des AAL-Programmes der EU technische Lösungen (u.a. in der Sensorik) zur erhöhten Lebensqualität im Alter entwickelt. Oder mit Hilfe von Bildverarbeitung lassen sich Hautekzeme besser erkennen und dank künstlicher Intelligenz ein bevorstehender Ausbruch kalkulieren.

Teamarbeit zur Ideenfindung fördern Innovation würde allgemein als Entwicklung neuer Produkte eines Visionärs oder im stillen Kämmerlein tüftelnden Erfinders verstanden. Bublu Thakur-Weigold von der ETH Zürich ortet jedoch bei Unternehmen grosses Potenzial in den eigenen Reihen. Besonders förderten (die ja auch in der Medtech so nötigen) Prozess­optimierungen funktionsübergreifende Team-Arbeit: «Gerade im Supply Chain Management lernt man, den Ideenfluss gewinnbringend einzusetzen», versicherte die Logistik-Expertin am Anlass.

Stärker vernetzen An der von Patrick Dümmler moderierten Podiumsdiskussion machten die Referenten die Vernetzungsmöglichkeiten via Cluster, die kurzen Wege zu Universitäten und Forschungsinstitutionen, die guten Fördermöglichkeiten und die unternehmerfreundliche Besteuerung als haupt-

MEDIZINTECHNIK

sächliche Schweizer Standortvorteile aus. Ein weiterer USP sei, die vorhandene Wissensbasis zu kombinieren, so dass sich aus alten neue Ideen schaffen lassen. Dazu biete das Land kluge Köpfe und eine grosse technologische sowie kulturelle Vielfalt. Die Schweiz wie auch Europa sei nicht mehr der Nabel der Welt und müsse sich vermehrt darum bemühen, High-TechFirmen und Top-Arbeitskräfte ins Land zu holen, war man sich einig (zunehmend werde in Entwicklungsländern wie Afrika in die Medizintechnik investiert). Die in

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der Schweiz tätigen Unternehmen sollen ihre Mitarbeiter marktfähig halten, sich stärker mit ihrem Umfeld vernetzen, den Dialog untereinander pflegen und dazu Plattformen wie die Swiss Medtech Expo nutzen, lautete der Appell.

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OBERFLÄCHENTECHNIK

KUNSTSTOFF XTRA

OLED meets Film Insert Molding (FIM-O)

Beleuchtung und Dekor in einem «Schuss» Wie sehen die Informationsanzeigen und Displays der Zukunft aus, wie sie beispielsweise in Fahrzeugen integriert werden? Und welche Techniken braucht es, um sie herstellen zu können? Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid setzt auf FIM-O und präsentiert ansehnliche Ergebnisse nach zweieinhalbjähriger Entwicklungsarbeit.

Visionen des Pw-Cockpits der Zukunft zeigen anstelle des heutigen durch Displays zergliederten Armaturenbretts eine einheitliche Fläche von hoher Ästhetik und Eleganz. Erst durch Einschalten des Motors erscheinen die Anzeigen der Geräte direkt in der Kunststoffoberfläche. Der Prozess des Film-Insert-Molding (bedrucken, verformen, stanzen, hinterspritzen) und die sich daraus ergebende Möglichkeit, variabel geformte hochdekorative Kunststoffteile herzustellen, ist heutzutage aus den industriellen Bereichen Automobilbau, Verbraucher-Elektronik und Elektrotechnik sowie für Verpackung nicht mehr wegzudenken. Auf der anderen Seite erfreuen sich organische Leuchtdioden (OLED) noch immer grosser Beliebtheit, was sich in stetig wachsenden Marktanteilen in den Bereichen Display- und Beleuchtungsanwendungen widerspiegelt. Diese beiden Schlüsseltechnologien können in «verheirateter» Form völlig neue Anwendungsfelder erschliessen sowie die bereits vorhandenen Marktanteile auf den erwähnten Gebieten ausbauen. Mit diesem Themenkomplex beschäftigte sich das KIMW in den vergangenen zweieinhalb Jahren in einem Konsortium mit vier weiteren Partnern.

Lichtquelle mit flächiger Ausdehnung genutzt Während standardmässig für Symbolund Ambientebeleuchtungen anorganische LEDs als «Punktlichtquelle», in Kombination mit Einkoppeloptiken, Lichtlei1 Dr.-Ing. Angelo Librizzi, Kunststoff Institut Lüdenscheid, librizzi@ kunststoff-institut.de

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Bilder: Kunststof f-Institut Lüdenscheid

Dr.-Ing. Angelo Librizzi1

Schematischer Aufbau des gewünschten Bauteils mit OLED-Stack, das wasserdicht integriert ist.

tern und Diffusoren eingesetzt werden, handelt es sich bei organischen Leuchtdioden (OLED) um eine Lichtquelle mit flächiger Ausprägung. Die OLED-Technologie weist diverse vorteilhafte Eigenschaften auf: Sie ist bei einer geeigneten Auswahl an Materialien kompatibel mit gängigen Herstellungsverfahren (z.B. Drucken) und erzielt schon bei äusserst geringen Leistungsaufnahmen bzw. Betriebsspannungen (<  9  V) die beispielsweise von der Automobilindustrie verlangten Helligkeitswerte, Leuchtdichtehomogenitäten und Farbtoleranzen. Bei OLED handelt es sich zudem um einen Flächenstrahler, der in sehr variablen Layouts prozessiert werden kann. Im Hinblick auf die Implementierung in Kunststoffformteilen entfällt also insgesamt die Notwendigkeit zusätzlicher Komponenten wie Einkoppeloptiken, Lichtleiter, Diffuser und Leiterplatten und somit auch sämtliche Montageprozesse.

Luftfeuchtigkeit muss eliminiert werden Eine Problematik der Herstellung von OLED auf polymeren Trägern ist aktuell jedoch noch, dass die für die OLED verwendeten Komponenten durch Luftfeuchtigkeit irreversibel zerstört werden können. Daher ist zur Realisierung einer langlebigen OLED auf einem Kunststoffsubstrat die Verwendung von Hochbarriereschichten essentiell und stellt eine der grössten Herausforderungen dar. Durch die direkte Integration von OLED auf einer Barrierefolie, die anschliessend in einem Spritzgiesswerkzeug hinterspritzt wird, können variable Anzeigelayouts realisiert werden. Dazu wurden effiziente Schichtstapel der elektronischen Bauteile mit hoher mechanischer und thermischer Belastbarkeit entwickelt. Das System ermöglicht deutlich platz- und gewichtssparendere Bauteildesigns. 12/2015


KUNSTSTOFF XTRA

Lang. Schlank. Effizient: BlueFlow® die neue innovative BlueFlow® heisskanaldüsen-serie ist ihre ideallösung für hochfachige Werkzeuge.

Navigationsblende zum Einsatz im automobilen Interieurbereich.

Der entwickelte Bauteilaufbau besitzt zwei Folieneinleger (Bild links): • Rückseitig des Bauteils befindet sich der OLED-Stack, eingebettet in Barrierefolien, die das System gegenüber Feuchtigkeit und Sauerstoff schützen. Seitlich sind metallische Leiterbahnen für die elektrische Kontaktierung aufgedruckt. • Frontseitig befindet sich eine Dekorfolie, die siebgedruckte Farben für das Design und gedruckte lichtdurchlässige Bereiche in Form der darzustellenden Symbole trägt. Bild oben zeigt den OLED-Einleger mit 6 mm grossen Leuchtpunkten. Beide Folien werden nach weiteren Konfektionierungsschritten in eine Spritzgiessform eingelegt und die durchleuchtbare Kunststoffmasse wird zur Bauteilkomplettierung zwischen diese beiden Folien gespritzt. Wie an dem Demonstratorbauteil zu erkennen ist, konnten OLED-Bauteile erfolgreich in Kunststoff-Formteile integriert werden. Geforderte Leuchtdichten in der Grössenordnung von 1200 cd/m² für Funktionsbeleuchtungen im Fahrzeuginterieur lassen sich mit diesem Aufbau bei niedriger Betriebsspannung realisieren. Dem Projektkonsortium gehörten an: BÖ-LA Siebdrucktechnik GmbH, Kunststoff Institut Lüdenscheid GmbH, Soluxx GmbH, Zentrum für Organische Elektronik Köln (ZOEK) gGmbH, Universität zu Köln. Gefördert wurde das Programm vom Land NRW sowie von der Europäischen Union aus dem EFRE kofinanzierten operationellen Programm für NRW im Ziel 2 «Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung» 2007–2013 geförderten Projekt «FIMOLED».

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INNOVATIONEN

Case Study: S'up Spoon

Ein preisgekrönter Löffel preiswürdig hergestellt

Bild: Proto Labs

Die folgende Fallstudie zeigt die Entwicklung eines preisgekrönten Produkts, das Menschen mit zitternden Händen das Essen erleichtert und ihnen damit hilft, ein wichtiges Mass an Selbstständigkeit beizubehalten. Die Produktidee stammt vom Glasgower Unternehmen 4C Design, das diese mit Hilfe des Schnellspritzgussdienstes von Proto Labs in kurzer Zeit kosteneffizient in die Serienproduktion umsetzte.

Der S'up Spoon muss gut in der Hand liegen . ..

Für Grant Douglas war es fast unmöglich, mit normalem Besteck zu essen, da seine Hände aufgrund seiner Krankheit Cerebralparese unaufhörlich zitterten. Nachdem er zum Schluss kam, dass ihm ein Löffel mit einem Deckel helfen würde, um das Verschütten zu reduzieren, wurde er auf das Unternehmen 4C Design aufmerksam. 4C Design wählt jedes Jahr im Rahmen seines Praktikantenprogramms ein überzeugendes soziales Projekt aus. So wurde im Jahr 2013 die Idee von Grant Douglas ausgewählt, um sie unter Leitung des Industriedesigners Mark Penver zu realisieren.

Tiefes Fassungsvermögen statt Deckel Im Laufe des Gestaltungsprozesses und nach einigen Prototypenentwürfen wurde jedoch das Deckelkonzept fallen gelassen und es entstand die einzigartige Idee eines Löffels mit einem tiefen Fassungsver32

und sicher in den Mund geführt werden können.

mögen. Über die Weihnachtsfeiertage bekam Grant zwei Modellversionen der beiden erfolgreichsten Designs zum Testen mit nach Hause. Ohne viel zu verschütten konnte er bequem chinesisches Essen, Müsli und Bananen-Pfannkuchen essen. Von diesem Erfolg angespornt, hat das Team von 4C Design ein Projekt auf Kickstarter erstellt, um ausreichend Kapital aufzubringen, um aus den Prototypen ein marktfähiges Produkt zu machen. Die benötigten £ 16 000 wurden in kurzer Zeit von nur vier grosszügigen Spendern zur Verfügung gestellt. Nachdem nun also die finanzielle Unterstützung gesichert war, kontaktierte das Team Proto Labs. Diese stellte darauf hin ein kostenloses Set an Werkstoffmustern zusammen, um mit der Auswahl von geeigneten Materialien und Oberflächenbearbeitungen zu beginnen. Mit Hilfe des Know-hows von Proto Labs, kam 4C Design zum Schluss, dass Polypropylen oder ABS mit einer perlgestrahlten Oberfläche die geeignetste Oberflächenausführung

für ein ungehindertes Herausgleiten des Essens aus dem Löffelkopf ist. Um sicherzustellen, dass das Design geeignet war, wurde die Testphase auf weitere Teilnehmer erweitert und die Produktion einer vakuumgegossenen Serie Löffel aus einem ABS-ähnlichen Kunststoff wurde beauftragt. Das Feedback war sehr gut. Ein Teilnehmer gab sogar an, dass er «Suppe essen konnte, ohne das Oberteil wechseln zu müssen». Bestärkt durch die grosse Nachfrage nach dem Produkt war der nächste Schritt, eine erste Produktionsserie für den Prototyp zu planen. Mark Penver forderte bei Proto Labs ein Angebot für eine Kleinserie von spritzgegossenen S’up Spoons an. Mit der kostenlosen Designanalyse von Proto Labs wurde das Produkt anschlies­ send in einigen Änderungsdurchgängen für den Spritzguss optimiert. Mark Penver kommentierte: «Das Angebot von Proto Labs, die Löffel innerhalb von fünfzehn Tagen zu produzieren, war hervorragend – andere Angebote, die wir 12/2015


KUNSTSTOFF XTRA

Bis zur Findung der endgültigen Form durchlief der S'up Spoon verschiedene Änderungsdurchgänge.

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erhalten hatten, gaben drei bis vier Monate für die Erstellung an.» 4C Design beauftragte eine erste Charge von 100 Löffeln aus Polypropylen, um zu überprüfen, ob die Form in Ordnung war. «Der erste Produktionslauf Löffel kam erstaunlich gut zurück und wir gaben sofort einen Auftrag für weitere 900 Löffel in Auftrag, die innerhalb von ein paar Wochen produziert wurden. Die Beratung von Proto Labs war sehr hilfreich und sie waren während des Angebotsprozesses sehr geduldig mit uns – auch noch nach der 20sten Designanpassung. Die Angebote erhielten wir immer innerhalb von Stunden, was ein immenser Unterschied zu den ein bis zwei Wochen Rücklaufzeit von anderen Spritzgussunternehmen war», erzählte Penver weiter. Er betonte auch, dass es für ihn und sein Team wichtig war, mit einem lokalen Hersteller zu arbeiten. So konnte er den Proto Labs Produktionsstandort Telford besichtigen, als er die Messe Naidex in Birmingham besuchte: «Es ist überwältigend, dass Teile in nur einem Tag hergestellt werden können – und diese Schnelligkeit hat uns eine beträchtliche Menge an Geld gespart», fügte er hinzu. Dank der Zusammenarbeit mit Proto Labs war 4C Design in der Lage, den S'up Spoon schnell auf den Markt zu bringen und nicht nur das Leben von Menschen mit zerebraler Lähmung zu vereinfachen, sondern auch das von Menschen mit ähnlichen Symptomen, wie zum Beispiel essentiellem Tremor und Parkinson. Aufgrund des Erfolges von S'up Spoon hat 4C Design zusammen mit Grant Douglas ein Unternehmen mit dem Namen S'up Products gegründet. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Fallstudie gab es bereits 14 Distributoren weltweit, die versuchen, die Exklusivität der Löffel zu sichern. Weitere Produkte sind in Planung. Kontakt Proto Labs Ltd. Alte-Neckarelzer-Strasse 24 D-74821 Mosbach Telefon +49 (0)6261 6436-947 customerservice@protolabs.de www.protolabs.de www.sup-products.com www.4cdesign.co.uk 12/2015

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WIRTSCHAFT

Der europäische Kunststoffmarkt unter der Lupe

Kunststoffe – ein Milliardenmarkt Eine neue Studie von Ceresana beleuchtet den gesamten europäischen Markt für thermoplastische Kunststoffe. Der umfangreiche Report gibt erstmals einen detaillierten Überblick zu allen kommerziell bedeutenden Thermoplasten. Die Palette reicht von Standardprodukten wie Polyethylen, Polypropylen oder PVC über technische Hochleistungskunststoffe wie ABS oder Fluorpolymere bis zu Biokunststoffen.

Insgesamt erreichte im Jahr 2014 der europäische Kunststoff-Markt ein Volumen von über 53 Mio. Tonnen. Gemessen an den Verbrauchsmengen und der Preisentwicklung für die einzelnen Kunststoffe, erwartet das Marktforschungsinstitut Ceresana bis zum Jahr 2022 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9 % pro Jahr auf rund 104 Mrd. Euro. Bei den angegebenen Daten zu Mengen und Umsätzen von Kunststoffen sind synthetische Kunstfasern sowie der Einsatz als Farben und Lacke, Klebstoffe sowie Dichtstoffe nicht mit einberechnet; ebenso werden Kunstharze wie Epoxid-, Phenol-, Melamin-, Harnstoffharze und Silikone nicht betrachtet. Deutschland ist in Europa mit einem Marktanteil von fast 24 % das grösste Kunststoffherstellerland; es folgen Belgien, Frankreich, Russland, die Niederlande und Spanien. Die Kennzahlen wie Umsatz, Produktion, Kapazitäten und Handel je Land, Kunststoffsorte und Anwendungsgebiet entwickeln sich sehr unterschiedlich. Daher analysiert dieser Markt­ report die Entwicklung für jeden einzelnen Produkttyp und Anwendungsbereich.

Verpackungen und Bau-Produkte Die drei dominierenden Absatzmärkte für Kunststoffe im Jahr 2014 waren flexible Verpackungen, starre Verpackungen und Bauprodukte. Auf diese drei Bereiche entfallen in Europa derzeit ca. 70 % der gesamten Kunststoffnachfrage. Wachstumsstärkste Absatzmärkte mit Zuwächsen von mehr als 2 % p.a. hingegen sind Produkte für Fahrzeuge und der Bereich Elektro und Elektronik. 34

Flexible Verpackungen wie Verpackungsfolien, Beutel und Säcke sowie Schrumpfund Dehnfolien werden zum Grossteil für Lebensmittel eingesetzt, aber auch als Sekundär- und Tertiärverpackungen (z.B. für den Transport). Beutel und Säcke aus Kunststofffolien kommen in vielen Formen und Anwendungen zum Einsatz, etwa als Einkaufstüte, Müll- oder Versandbeutel sowie grosse Beutel für Industrie- und Agrarprodukte. In dem Anwendungsgebiet flexible Verpackungen dominieren die beiden Polyethylen-Typen LDPE und LLDPE mit einem Anteil von fast 53 %, danach folgen Polypropylen und HDPE.

«Lightweighting bleibt ein Thema» Der Bereich starre Verpackungen umfasst Behälter wie Dosen, Becher, Schalen, Flaschen, Schachteln sowie Deckel. Für diese alltäglichen Gebrauchsgegenstände, die in immer grösseren Stückzahlen verbraucht werden, nimmt die Bedeutung von Kunststoff zu, da traditionellere Materialien wie Aluminium, Weissblech oder Glas zunehmend ersetzt werden. Kunststoffe bieten für diese Anwendung u.a. durch ihr geringes Gewicht und ihre vielseitige Einsetzbarkeit Kosten- und Umweltvorteile, erleichtern Handling und Verarbeitung, verbessern Qualität und Sicherheit und eröffnen neue Möglichkeiten für das Verpackungsdesign. Trotz ihres oft schon geringeren Gewichtes war und ist es immer noch erklärtes Ziel der Industrie, immer leichtere Behälter herzustellen (Lightweighting), um Ressourceneinsatz sowie Transportkosten weiter zu minimieren. Da diesem Prozess bei starren Verpackungen irgendwann

Grenzen gesetzt sind, werden z.B. in einigen Segmenten des Getränkebereichs in Zukunft vermehrt Kunststoffbeutel als Alternative eingesetzt. In Europa wird für starre Verpackungen vor allem der Kunststoff-Typ PET gebraucht, gefolgt von PP und HDPE.

Im Bau hat PVC die Nase vorn Zum Absatzmarkt Bau gehören alle Produkte aus Kunststoffen für den Hochund Tiefbau. Neben dem Wohnungsbau werden Kunststoffe auch z.B. in Bürogebäuden, Sportstätten und Kaufhäusern eingesetzt. Beispiele für Anwendungen der einzelnen Kunststoffe in der Bauindustrie sind: Folien, Kabel, Rohre, Profile und Abdeckungen, Platten und Rohre, Dübel, Schrauben, Verglasungen, Befestigungselemente, Beschichtungen und Membranen. In diesem Bereich war PVC der Kunststoff-Typ mit dem grössten Verbrauch im Jahr 2014: Mehr als 5,5 Mio. Tonnen PVC werden derzeit pro Jahr in Europa im Bau eingesetzt. An zweiter Stelle kommt HDPE, gefolgt von PS und EPS.

Kontakt Ceresana Technologiezentrum Blarerstrasse 56 D-78462 Konstanz Telefon +49 (0)7531 94293-0 info@ceresana.com www.ceresana.com

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Bild: Homag

Firmensitz des Maschinenherstellers Homag (Schweiz) AG in Höri.

Jedes Jahr führt Homag an ihrem Standort im zürcherischen Höri während drei Tagen ihre Hausmesse durch, so auch Ende Oktober dieses Jahres. Vorgestellt wurden unter anderem die Themenbereiche Verpackung, Kunststoff und Oberflächenbearbeitungen. Interessierte aus der ganzen Schweiz konnten sich unverbindlich über die neuesten Entwicklungen informieren und schilderten ihre Anliegen und Probleme vor Ort. Die nächste Hausmesse ist im März 2016 geplant. www.homag-schweiz.ch

Bild: Rehau

Rehau holt Einkaufs- und Logistikprofi

Dr. Guido Stannek

 Zum 1. November 2015 trat Dr. Guido Stannek (47) in die Rehau Gruppe ein. Er übernimmt als Einkaufschef die Position des Chief Procurement

Officers (CPO). Stannek bringt langjährige Erfahrung im Management von Lieferketten mit. Zuletzt verantwortete er als Geschäftsführungsmitglied der Rittal GmbH den weltweiten Einkauf sowie die Beschaffung und Logistik des führenden Schaltschrank- und Systemanbieters. Zeitgleich war er als Geschäftsführer für ein zu Rittal gehörendes Automobilzulieferunternehmen tätig. In seiner neuen Funktion bei Rehau wird sich Stannek auf die Belange Einkauf, Logistik und Materialwirtschaft konzentrieren. www.rehau.com

www.kunststoffxtra.com

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Seit Oktober 2015 ist Jan Hendrik Ostgathe neuer Geschäftsführer bei Kreyenborg Plant Technology (Senden, D). Die Gesellschaft wird nun durch die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter Ostgathe und JanUdo Kreyenborg vertreten. Ostgathe ist bereits seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 2008 Gesellschafter der Kreyenborg Plant Technology GmbH & Co. KG. Er war im Laufe seines beruflichen Werdegangs unter anderem bei Evonik Industries tätig und leitete bereits als Geschäftsführer die Unternehmen Kreyenborg GmbH, Nordson Kreyenborg GmbH und Nordson BKG GmbH. Kreyenborg baut seit über 60 Jahren Maschinen für die Mischund Fördertechnik und ist spezi-

Bild: Kreyenborg

Homag (Schweiz) AG ist Spezialist für Holzbearbeitungsmaschinen. Das richtige Konzept für einen Kunden zu finden, ist das oberste Ziel des Maschinenherstellers. Erst dann wird der Verkauf des geeigneten Produktes ins Auge gefasst.

Neuer Geschäftsführer bei Kreyenborg Plant Technology

Jan Hendrik Ostgathe

alisiert auf innovative ganzheitliche Lösungen für das Lagern, Trocknen, Fördern, Mischen und Dosieren anspruchsvoller Schüttgüter in der Kunststoff-, Nahrungsmittel- und Chemie­ industrie. www.kreyenborg.com

Neuer Kundendienstleiter bei Sumitomo (SHI) Demag Bild: Sumitomo

Die Hausmesse von Homag ist ein beliebter Treffpunkt

Andreas Holzer

Sumitomo (SHI) Demag hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 Andreas Holzer (49) zum Leiter Kundendienst der Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery ernannt. Holzer verfügt über 30 Jahre Erfahrung im Maschinenbau, davon 17 Jahre in der Kundendienstleitung von

drei Kunststoffmaschinenherstellern. Gerd Liebig, verantwortlicher Geschäftsführer für Vertrieb und Service, betont, dass der Kundendienst bei Sumitomo (SHI) Demag die schnelle Problemlösung beim Kunden auf Basis produktbezogener Kompetenz fokussieren wird. Dabei werden die internen Prozesse im Kundendienst weiter digitalisiert, um Kundenprobleme schnell und effizient zu managen und zu lösen. Mit dem ausgewiesenen Experten Holzer konnte ein sehr erfahrener Kundendienstleiter gewonnen werden, dessen Fokus die Digitalisierung der Prozesse und Internationalisierung des Kundendienstes sein wird. www.sumitomo-shi-demag.eu 35


KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

European Bioplastics ihre anfangs November seine aktuelle Marktdatenauswertung im Rahmen der 10. European Bioplastics Konferenz in Berlin vor. Demnach setzt sich der positive Wachstumstrend der weltweiten Biokunststoffindustrie fort. «Der Markt wird mittelfristig um mehr als 350 Prozent wachsen», teilte François de Bie, Vorstandsvorsitzender von European Bioplastics mit. Die Daten, erhoben in Zusammenarbeit mit dem IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (Hochschule Hannover) und dem nova-Institut, zeigen, dass die weltweiten Produktionskapazitäten für Biokunststoffe in den kommenden Jahren weiter steigen werden von 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 2014 auf etwa 7,8 Millionen Tonnen bis 2019. Biobasierte, nicht biologisch abbaubare Kunststoffe, wie biobasiertes PE und biobasiertes PET sind die grössten Wachstumstreiber. Über 60 Prozent der weltweiten Produktionskapazität waren im Jahr 2014 bio-

Quelle: European Bioplastics, Institut für Biokunststof fe und Bioverbundwerkstof fe, nova-Institut (2015)

Produktionskapazitäten für Biokunststoffe wachsen weiter

Weltweite Produktionskapazitäten für Biokunststoffe.

basierte, haltbare Kunststoffe. Dieser Anteil wird bis 2019 auf über 80 Prozent ansteigen. Die Produktionskapazität für biologisch abbaubare Kunststoffe, wie PLA, PHA und Stärkeblends verzeichnet ebenfalls ein grosses Wachstum von rund 0,7 Millionen Tonnen in 2014 zu weit über 1,2 Millionen Tonnen in 2019. Die Produktionskapazität von PHA wird sich bis 2019 verdoppeln aufgrund eines starken Ausbaus von Kapazitäten in Asien und den USA. «Kompostier-

bare Kunststoffe entwickeln sich von einem Nischen- hin zu einem Mainstreamprodukt, denn sie bieten einen echten Mehrwert für ganz spezielle Anwendungsbereiche», erläutert de Bie. Verpackungen bleiben das mit Abstand führende Anwendungsgebiet für Biokunststoffe mit knapp 70 Prozent (1,2 Millionen Tonnen) Anteil am gesamten Biokunststoffmarkt. Aufgrund der hervorragenden Eignung von Biokunststoffen für den

Verpackungsmarkt, wird dieser Anteil bis 2019 auf über 80 Prozent (6,5 Millionen Tonnen) ansteigen. Die Daten bestätigen einen deutlichen Anstieg von Biokunststoffen in den Anwendungsbereichen Textilien, Automobil sowie bei Gebrauchsgütern. Asien wird seine Rolle als zentrale Produktionsstelle weiter ausbauen. 2019 werden mehr als 80 Prozent der Biokunststoffe in Asien produziert werden. Europa wird mit weniger als fünf Prozent der Biokunststoffproduktion weit hinter diesem Trend zurückbleiben. Während Länder wie die USA, Asien und Lateinamerika stärker auf marktnahe Unterstützungsmassnahmen setzen, um neue Produktionsstätten anzuziehen und ein schnelleres Marktwachstum zu unterstützen, ist der europäische Markt begrenzt durch fehlende Wirtschafts- und Gesetzesmassnahmen, die den Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa begünstigen. www.european-bioplastics.org

Bild: JEC

Composites erobern das Fahrrad

Composites in Fahrrädern nehmen zu.

Die JEC Group ist in ihrem Bestreben, Composite Materialien in jeder Industrie zu för36

dern, noch einen Schritt weitergegangen und hat mit «Cyclitech» erstmals eine internationale Konferenz über einen Nischenmarkt auf die Beine gestellt (8./9. Dezember in Brüssel). «Das Tempo von Innovationen in der Fahrradtechnologie ist über die letzten 30 Jahre betrachtet eindrücklich. Radfahren wird zunehemend beliebter und Analysten des US Marktforschungsunternehmens Lucintel rechnen mit einem

Marktwachstum auf USD 65 Mrd bis ins Jahr 2019. Es ist interessant die Gründe für die wachsende Beliebtheit des Fahrrads – Fitness, grünes Verkehrsmittel, Energieeinsparung – zu betrachten und welchen Beitrag Composite Materialien zu diesem Trend leisten. Es ist zum ersten Mal, dass wir eine Veranstaltung ausschliesslich auf einen solch spezifischen Markt, wie es der Fahrradmarkt ist, ausrichten», sagt Frédérique Mutel, President

und CEO der JEC Group. «Der Markt an Nichtmetall Fahrradrahmen wächst ständig. Manche Innovationen in Composite Anwendungen in dieser Industrie ebnen den Weg für das Massengeschäft in anderen Bereichen. Das Fahrrad komplett aus Kunststoff ist näher als wir denken», sagt Willem De Vos, CEO der Society of Plastics Engineers (SPE), die Partner der Veranstaltung war. www.jeccomposites.com 12/2015


KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Kunststofftechnologie einfach und verständlich

Dieses wertvolle Lern- und Arbeitsbuch kann auf eine Geschichte von über 40 Jahren zurückblicken. Für seine eben erschienene Neuauflage wurde es von den Autoren inhaltlich

Bild: Hanser

Hopmann, C., Michaeli, W., Greif, H., Wolters, L.: Technologie der Kunststoffe. 4. Aufl., Carl Hanser Verlag München, 2015. ISBN 978-3-446-442337; E-Book ISBN 978-44644207-8

vorangehenden Leitfragen und abschliessenden Erfolgskontrollen, geschickt auf den Kern des jeweiligen Themas. Das Buch eignet sich nicht nur hervorragend für den Einstieg künftiger Spezialisten, sondern gerade auch für den fachlich nicht vorbelasteten Leser. Seine Lektüre möchte man manchen Politikern und Journalisten wärmstens empfehlen. www.hanser.de Prof. Johannes Kunz

und didaktisch wiederum auf den neuesten Stand gebracht. Es führt schrittweise und leichtverdaulich in die faszinierende Welt der Kunststofftechnik ein. Die Materie reicht von den werkstofflichen Grundlagen über die Eigenschaften, die Aufbereitung, die wichtigsten Ver- und Bearbeitungsverfahren bis hin zur Abfall- und Recyclingproblematik. Die 18 anschaulich illustrierten Kapitel konzentrieren sich, allesamt mit

Evonik erweitert Produktionskapazitäten für PEEK Aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Hochleistungskunststoffen baut das Segment Resource Efficiency von Evonik seine Produktionskapazitäten für PEEK (Poly­ether-­ etherketon) am Standort Chang­ chun (China) deutlich

kes Wachstum, etwa in der Automobil-, Luftfahrt-, Öl- und Gasindustrie. «Wir freuen uns sehr, an der weltweit steigenden Nachfrage nach PEEK-Produkten partizipieren zu können», sagt Dr. Matthias Kottenhahn, Leiter des Ge-

schäftsgebiets High Performance Polymers. «Mit der Investition wollen wir das Wachstum unserer Kunden langfristig unterstützen und unser Produktportfolio kontinuierlich erweitern.» www.evonik.com

1 11.10.12 11:06 Die Raumedic AG, Entwick- schaffen. 2250 Quadratmeter spezifische Projekte umsetzen. zertifiziert Mittels hochautomatisierter lungspartner und Systemliefe- Reinraumfläche, rant für die medizintechnische nach ISO 14644 Klasse 7, bie- und somit wirtschaftlicher Pro0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf 1 11.10.12 11:06 und pharmazeutische Industrie, ten dem Polymerspezialisten zesse werden High-Tech-Sysweihte im Oktober am Stamm- Raum, um mit seinen Kunden temteile hergestellt, welche sitz ein neues Gebäude ein. Die weiter wachsen zu können. die Grundlage für einen auf Erweiterung des Werks war not- Mit dem Technologiezentrum Langfristigkeit ausgelegten wendig geworden, um Platz für mit Schwerpunkt Präzisions- Entwicklungs- und Produkti0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf 1 11.10.12 11:06onsstandort der Raumedic in vollautomatiForschung und Entwicklung, spritzguss und Qualitätsmanagement, Labor, sierter Montage kann das Un- Deutschland bilden. Insgsamt Produktion und Logistik zu ternehmen neue kunden- investierte das Unternehmen

26 Mio. Euro. 2004 wurde Raumedic aus der Rehau AG + Co. ausgegründet. Damals zählte das Unternehmen um die 200 Mitarbeiter. Mittlerweile beschäftigt der ausschliesslich in der medizintechnischen und pharmazeutischen Industrie tätige Polymerspezialist weltweit 630 Mitarbeiter. www.raumedic.com

aus. Darüber hinaus soll die Innovationspipeline kontinuierlich um neue Produkte erweitert werden. Das Geschäft mit PEEK Polymeren der Marke Vestakeep von Evonik verzeichnet seit fünf Jahren ein anhaltend star-

Raumedic eröffnet neues Werk 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf

Rohstoffland Schweiz InnoRecycling fördert Ressourcen

InnoRecycling AG AG Rohstoffe aus Abfällen InnoRecycling Rohstoffe aus Abfällen Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, TelefonTelefon +41 71 973 80,973 info@innorecycling.ch Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, +417071 70 80, info@innorecycling.ch


KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Bild: Herbold

Herbold Meckesheim investiert in Neu- und Umbauprojekt

Grunderneuerte Produktionshalle der Herbold Meckesheim.

Die Maschinenfabrik Herbold Meckesheim GmbH in Meckes-

heim hat Anfang Oktober 2015 eine grunderneuerte Produktionshalle in Betrieb genommen. Die etwa 1400 m2 grosse Kranhalle wurde 1962 erbaut und in den letzten Jahrzehnten nur noch als Lagerhalle genutzt. Jetzt wurden Boden, Dach, Fenster, Wandisolierung und Heizung erneuert. Im Bereich von 6 Säulenschwenkkranen können gleichzeitig an 12 Plätzen Maschinenteile bis 3 t Gewicht montiert werden. Schwe-

rere Teile und die fertigen Maschinen befördert ein Brückenkran. Diese Renovierung ist Teil eines grösseren Neu- und Umbauprojektes der Firma. Mit insgesamt 5 Millionen EUR Investitionssumme wird die Fertigung modernisiert und ein neues Technikum errichtet. Letzteres dient der Demonstration und Erprobung von Maschinen aus dem Lieferprogramm Herbold. Das besteht aus Maschinen

und Anlagen für das Kunststoffrecycling. Durch Zerkleinern, Waschen, Trennen, Trocknen und Verdichten werden saubere Produktionsabfälle und gebrauchte, vermischte und verschmutzte Kunststoffe aus Gewerbe, Handel und Gelbem Sack wiederverwendbar gemacht. Jedes Kilo Kunststoff, das die Kunden recyceln, erspart 2 Kilogramm Erdöl und 1,5 bis 3,2 kg Treibhausgase. www.herbold.com

Ehrhardt + Partner fasst Fuss in der Schweiz Ehrhardt + Partner ist führender Logistik-IT-Anbieter in Deutschland mit grossen Ambitionen in der Schweiz. Das Unternehmen gibt nun die Übernahme des Schweizer WMS-Anbieters ExperTeam AG aus Biel bekannt. Der Sitz in Biel ist für Ehrhardt + Partner ein idealer Standort für Kundennähe in der Schweiz

und in Richtung Frankreich. Marco Ehrhardt, Chef der Bopparder Unternehmensgruppe: «Mit der Akquisition des renommierten Schweizer Anbieters ExperTeam AG wurde heute der Grundstein zu einer gemeinsamen erfolgreichen Zukunft im Schweizer Logistik-IT-Markt gelegt. Schon heute ist die Schweiz unser

zweitwichtigster Markt. Zum weiteren Ausbau dieses Marktes brauchen wir Experten vor Ort. Das ist mit dieser Partnerschaft perfekt gelöst.» Im Zuge der Nachfolgeregelung hat das Schweizer Unternehmen den Kontakt zu Ehrhardt + Partner gefunden. Daniel Lütscher, langjähriger Geschäftsführer von ExperTeam: «Wir ha-

ben im Team verschiedene Optionen geprüft. Dabei wollten wir natürlich die Sicherheit für das zwölfköpfige Team – aber eben auch Chancen, unsere Logistikexpertise in erfolgreiche Projekte einzubringen.» Die Zusammenarbeit wird zum 1. Januar 2016 aufgenommen. www.ehrhardt-partner.com

AM Expo mit neuartigem Konzept Die AM Expo (Additive Manufacturing Expo) vom 20. bis 21. September 2016 ist die erste Fachmesse, die sich komplett mit additiver Fertigung in der Serienproduktion beschäftigt. Auftragsfertiger zeigen die Möglichkeiten auf, wie additive Fertigung heute rentabel eingesetzt werden kann. Grundlage dafür ist das «addAM concept», das neu für die AM Expo initiiert wurde. Die Messe Luzern lanciert zusammen mit ihrem strategischen Partner Additively AG im September 2016 die AM Expo. Im Fokus der Veranstaltung werden die Auf38

tragsfertiger stehen. Sie präsentieren das noch grosse Potenzial der additiven Fertigung. Dazu haben die AM Expo und Additively AG gemeinsam das «addAM concept» erarbeitet, das unterschiedliche Lösungsansätze für eine profitable Serienproduktion veranschaulicht und zugleich eine Orientierungshilfe im heterogenen Dienstleistermarkt bietet. Herzstück des Konzepts – und somit auch der AM Expo – sind die Showcases von Ausstellern. Sie illustrieren praxisnah, was heute in welcher Qualität machbar ist und was bereits

umgesetzt wurde. Die Showcases können im Vorfeld und im Nachgang zur Messe online angesehen werden – im Showcase Finder. Der Besucher kann bereits vor der AM Expo die auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Anwendungen und Fertigungstechnologien finden und schliesslich mit den entsprechenden Ausstellern bereits einen Termin für die AM Expo vereinbaren. Die Showcases sind ein guter Ausgangspunkt, um neue AM-Projekte zu lancieren. An der AM Expo werden die Aussteller entsprechend ihren

Showcases klassifiziert und positioniert. Diese Ausstellerklassifizierung dient auch als Besucherführung und hilft den Besuchenden, sich rasch einen ganzheitlichen Überblick zu verschaffen. Bereits jetzt sind unter www.additively.com/ showcase die ersten Showcases zu finden. Ziel ist es, bis zur AM Expo 150 Showcases zu präsentieren. Auf der Fachmesse werden diese auch im Innovation Symposium thematisiert und eine Auswahl wird im AM Report detailliert aufgezeigt. www.am-expo.ch 12/2015


KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Quelle: Dr. Detlef Döhner t, BASF SE

1. Internationales Recyclingforum in Wiesbaden

Sammelsysteme für Agrarkunststoffe sind in 70 Ländern der Welt etabliert, im Aufbau bzw. in der Planung.

«Mit der weltweit steigenden Nachfrage nach landwirtschaftlich eingesetzten Kunststoffprodukten wächst auch die gesell-

schaftliche Verpflichtung, diese nach dem Gebrauch zurückzunehmen, sicher zu verwerten und dabei das hohe Recycling-

potenzial zu nutzen. Entsprechende Sammelverfahren und die hoch anspruchsvollen Recyclingtechnologien stehen zur Verfügung. Sie sind ausgereift und in einer Reihe von Ländern langjährig praxiserprobt, wo sie sich als ökologisch ebenso wie wirtschaftlich effizient erweisen. Eine Übernahme in weitere nationale Kreislaufwirtschaften steht unmittelbar bevor. Zur Steigerung der Effizienz sind jedoch insbesondere Fragen bezüglich der Vorsäuberung durch den Landwirt zu klären.» Dieses Fazit zog Jan Bauer, Mitarbeiter von RIGK und Leiter des EPRO Arbeitskreises Recycling von Kunststoffen aus der Landwirt-

schaft zum Abschluss des 1. Internationalen Forums «Agricultural Plastics – Potential for Recycling», anfangs November in Wiesbaden. Rund 120 Branchenvertreter aus 22 Ländern hatten die Möglichkeit genutzt, sich zwei Tage lang auf internationaler Ebene über die Möglichkeiten auszutauschen, die für das Recycling von Agrarkunststoffen bestehen. Dazu hatten 24 Vortragende aus Forschung, Industrie sowie Verbänden und privaten Organisationen über die jeweiligen nationalen Initiativen, aktuelle Trends und den Stand der Technik berichtet. www.rigk.de

und einer weltweiten Support-Struktur profitieren. Ronald Gaddum, Geschäftsführer von Gabo, zeigt sich sichtlich zufrieden: «Die internationale Präsenz der Netzsch-Gerätebau GmbH mit ihrer hervorragenden Verkaufs- und Servicestruktur und die Produktpalette von Gabo bilden die Grundlage für ein solides Wachstum dieses Geschäftsbereiches. Durch die Synergieeffekte bei der Entwicklung, Anwendung und dem Verkauf entsteht ein Marktführer und Komplettanbieter auf dem Gebiet der dynamisch mechanischen Materialprüfung und thermischen Analyse.»

Dr. Thomas Denner, Leiter des Netzsch Geschäftsbereiches Analysieren & Prüfen, und Dr. Jürgen Blumm, Geschäftsführer Marketing & Sales, kommentierten die Akquisition wie folgt: «Wir sind sehr glücklich über den Zusammenschluss der Familienunternehmen Netzsch und Gabo, beide mit einer gros­ sen Tradition und weltweit führenden Produktlinien. Dieser Schritt führt uns zu einem noch breiteren Angebot aus einer Hand für viele Branchen – vor allem Gummi und Reifen, Verbundwerkstoffe und Hochtemperaturmaterialien.» www.netzsch.com

Die Netzsch-Gerätebau GmbH hat die Gabo Qualimeter Testanlagen GmbH mit Sitz in Ahlden übernommen. Gabo ist einer der weltweit führenden Hersteller von Hochlast-DMAs. Ihre Geräte sind der Indus­ triestandard in der Reifen- und Gummiprüfung. In Kombination mit ihrer breiten Palette von Probenhaltern und Zubehör sind sie perfekt auf die Bedürfnisse des schnell wachsenden Verbundwerkstoffmarktes zugeschnitten. Darüber hinaus ist die Hochtemperatur DMA von Gabo (bis 1500 °C) eigenen Angaben gemäss einzigartig auf der Welt.

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12/2015

Netzsch bietet eine breite Palette von Geräten für die Polymerindustrie, einschliesslich DSC-, TG- und EGA-Geräten, an. Im Bereich der Verbundwerkstoffe deckt Netzsch den gesamten Produktionsablauf, einschliesslich des Aushärteverhaltens mittels DEA, ab. Darüberhinaus ist Netzsch Technologieführer für Hochtemperaturanwendungen in der thermischen Analyse mittels Methoden wie STA und DIL. Durch diesen Zusammenschluss können Netzsch- und Gabo-Kunden von zusätzlichen Produktlinien, hochwertigen Technologien im DMA-Bereich

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Netzsch übernimmt Gabo

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Erster Freeformer in der Schweiz geht an die HSR

IN

Innovation. Da auf dem Freeformer Standardgranulat einge-

Freeformer beim Drucken eines Bauteils.

setzt werden kann, erübrigen sich teure verfahrensspezifische Materialien, die oft nur beschränkte Materialeigenschaften aufweisen. Freigegeben sind dennoch erst wenige Werkstoffe. Momentan besteht noch Entwicklungsaufwand, da für jeden Werkstoff ein Parametersatz ermittelt werden muss. Hier kann die HSR optimal ihre Kompetenzen nutzen. www.hsr.ch www.arburg.com

ÜRZE – IN K N I   –   E Z R KÜ KÜRZE – IN

n  Klöckner Pentaplast, ein führender Hersteller von Hartfolien- und Verpackungslösungen, hat Wayne M. Hewett zum CEO des Unternehmens ernannt. Zuletzt war Hewett Präsident und CEO von Arysta LifeScience, einem global operierenden Unternehmen mit einem Umsatz von 1,6 Mrd. USD. Davor bekleidete Hewitt verschiedene Führungspositionen im In- und Ausland bei General Electric (GE). www.kpfilms.com n  Die Firma RheoSense Inc. (USA), Hersteller von MicroViskosimeter (ab 20 μl Probenvolumen) wird in der Schweiz neu von der Firma Tracomme AG in Bonstetten vertreten. Tracomme, gegründet 1941, ist spezialisiert auf Messgeräte für die physikalische Material-Charakterisierung. www.tracomme.ch

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relevante Themen untersucht werden, wie Produktgestaltung, Konstruktionsrichtlinien, Verfahrenskombinationen, Fügeverfahren, Weiterverarbeitung etc. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Studierende vermehrt eigene innovative Ideen und Vorschläge im Umfeld der Anlage entwickeln. Die Schnittstelle von Material zum Produkt ist vielversprechend und kombiniert zwei der Stärken des Studiengangs Maschinentechnik /

Bild: Arburg

Als schweizweit erste Institution hat die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) einen Freeformer von Arburg angeschafft. Damit steht den Studierenden, insbesondere auch für ihre Bachelor- und Masterarbeiten, eine hochwertige Anlagentechnologie zur Verfügung, mit der hochaktuelle Forschungsaspekte im Bereich der Material- und Prozesstechnik bearbeitet werden können. Weiterhin können zusätzliche

n  Der Schneidmühlen-Spezialist Rapid hat sein Testzen­ trum am Hauptsitz in Bredaryd, Schweden, von 500 m2 auf über 1100 m2 erweitert. Die Expansion ist das Ergebnis einer bedeutenden strategischen Investition durch den neuen Besitzer der Firma Rapid – Lifco. Der Grossteil der Testfläche hat jetzt eine Deckenhöhe von neun Metern und gibt genügend Spielraum für Kräne. «Alle unsere neuen Entwicklungen werden nun getestet und überprüft, ohne Einfluss auf unsere Produktion», sagt Dr. Toni Reftman, CEO von Rapid Granulator AB. www.rapidgranulator.com n Credimex AG, mit Sitz in Alpnach und einer Niederlassung in Renens, hat den Vertrieb des gesamten Programmes der Firma Mac Valves mit Sitz in Belgien für die Schweiz und Liechtenstein übernom-

men. Mit dem MAC Valves Programm stärkt Credimex ihr bestehendes Sortiment im Bereich Pneumatische Komponenten. www.credimex.ch n  Die Firma Maag mit Sitz in der Schweiz hat ihre Präsenz mit der Uebernahme von Gala Industries ausgeweitet. Durch diese und weitere Organisationsanpassungen wird die Position von Maag als erstklassiger globaler Lösungsanbieter von Geräten für die Polymer-, Compounding- und chemische Prozess-Industrie nachhaltig gefestigt. An der Spitze des neuen Konzerns mit den Schlüsselmarken Maag Pump Systems, Automatik Pelletizing Systems und Gala Industries steht Maag President Ueli Thuerig. Durch die Portfolioerweiterung wird Maags Verkaufs- und Service-Organisation weiter gestärkt; in diesem

KÜRZE

Zusammenhang beenden Maag und Almatechnik AG die Zusammenarbeit in gegenseitigem Einverständnis. Der Schweizer Markt wird ab sofort wieder direkt von Maag in Oberglatt bearbeitet. www.maag.com n  Die Sick AG ist Partner der ersten Stunde von Axoom, einem IT-Dienstleister, der vom Laser- und Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf gegründet wurde. Axoom bietet eine digitale Geschäftsplattform für Fertigungsunternehmen, die schrittweise den Weg zu Industrie 4.0 ebnet. Der Fokus der Kooperation liegt auf Logistikprozessen. Sick-Sensorik liefert die Daten, die es Axoom-Nutzern ermöglicht, auf Basis intelligenter Informationen bessere Entscheidungen entlang der Wertschöpfungskette zu treffen. www.sick.de

12/2015


KUNSTSTOFF XTRA

18./19.01.

Kurs: Wiederholungskurs Spritzgiessen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

19.01.

3D Printing Electronics Conference Ort: Eindhoven, NL Veranstalter: Jakajima B.V. Daalakkersweg 2-78 NL-5641 JA Eindhoven Telefon +31 (0)40 2952135 info@jakajima.eu, www.jakajima.eu/

20./21.01.

Aufbau und Eigenschaften der Kunststoffe 1 – Kunststofferfahrung mit allen fünf Sinnen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

21.01.

21.01.

pro-K Seminar: Lebensmittelkonformität von Mehrwegverpackungen und Konsumprodukten Ort: Frankfurt Veranstalter: pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. Städelstrasse 10, D-60596 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 2 71 05-31 info@pro-kunststoff.de, www.pro-kunststoff.de Seminar: Thermische Analyse in der Kunststofftechnik – Methoden, Einsatzgebiete, Einflussfaktoren Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, Pontstrasse 49, D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93981 gruendler@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de

26.01.

Swiss Plastics: Ausserordentliche Mitgliederversammlung Ort: Luzern Veranstalter: Swiss Plastics Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 834 00 60 u.meyer@swiss-plastics.ch, www.swiss-plastics.ch

26.01.

2. Innovationstagung und Innovation Report Ort: Luzern Veranstalter: Messe Luzern AG Horwerstrasse 87, CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 rene.ziswiler@messeluzern.ch www.swissplastics-innovation.ch

26.01.

Einführungsseminar: Verstärkte Kunststoffe Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

26./27.01.

2. Innovationstagung und Innovation Report 2016 Ort: Maastricht, NL Veranstalter: Jakajima B.V. Daalakkersweg 2–78 NL-5641 JA Eindhoven Telefon +31 (0)40 2952135 info@jakajima.eu, www.jakajima.eu/

12/2015

27./28.01.

Seminar: Faserverbundtechnik Ort: Essen Veranstalter: Haus der Technik e.V. Hollestr. 1, D-45127 Essen Telefon +49 (0)201 1803-1 information@hdt-essen.de www.hdt-essen.de

Bild: Pixabay, Alexander Stein

JANUAR 2016

V E R A N S TA LT U N G E N

FEBRUAR 2016 01./02.02.

Seminar: Konstruktive Grundlagen für das Design von Kunststoffbauteilen Ort: Wuppertal Veranstalter: Technische Akademie Wuppertal e. V. Hubertusallee 18, D-42117 Wuppertal Telefon +49 (0)202 74 95-248 taw-wuppertal@taw.de, www.taw.de

02.02.

Grundlagenseminar: Wickelverfahren und Pultrusion Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

03./04.02.

Fachtagung: Folien + Fahrzeug Ort: Frankfurt Veranstalter: Carl Hanser Verlag GmbH &C. KG Postfach 86 04 20 D-81631 München Telefon +49 (0)89 99830-119 tagungen@hanser.de, www.hanser-tagungen.de

12.02.

Vorbereitungskurs zum S1 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

15.–19.02.

Spritzgiessen Grundlagen S1 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

24.02.

Seminar: Simulations- und Berechnungsmethoden für die Entwicklung flächiger Composites-Bauteile Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

24./25.02.

28. Internationales Kolloquium Kunststofftechnik Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, Pontstrasse 49, D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93981 gruendler@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN

Innovationsplattform der modernen Produktentwicklung

formnext punktet mit Qualität und guter Stimmung Die Premiere der formnext, die vom 17. bis 20. November in Frankfurt stattfand, ist mit über 200 Ausstellern und knapp 9000 Besuchern gelungen. Wer sich über additive Technologien für die Produktentwicklung und den gesamten Herstellungsprozess informieren wollte, kam voll auf seine Kosten.

Bilder: Marianne Flur y

einen herausragenden Massstab», freut sich Sascha Wenzler, für die formnext zuständiger Bereichsleiter beim Veranstalter Mesago Messe Frankfurt. «Trotz kurzer Vorbereitungszeit ist es uns dank starker Unterstützung der Aussteller gelungen, die formnext eindrucksvoll im Markt zu platzieren. Auch der Anteil der internationalen Besucher von 42 Prozent überzeugt.» Die Aussteller bestätigen mit ihren positiven Rückmeldungen das Messekonzept, geben aber auch Anregungen an die Adresse der Messeorganisation für die nächste formnext.

Den Werkzeugbau mehr mit einbeziehen Vorführung des hochpräzisen 3D-Handscanners Space Spider mit automatischer Temperaturregulierung von Artec. Im Bild Sergey Sukhovey.

Marianne Flury «Mit einem ausgesprochen positiven Verhältnis von Besuchern pro Aussteller setzt die formnext schon zur Premiere

So zeigte sich Concept Laser, die mit der Vorstellung der «AM Factory of Tomorrow» eine neue Anlagenarchitektur vorstellte, sehr zufrieden mit dem Messeverlauf. «Sowohl die Besucheranzahl wie auch die Qualität der Gespräche waren sehr gut. Wir werden auch nächstes Jahr wieder an der formnext teilnehmen», zieht Daniel Hund, Leiter Marketing, Bilanz. Für die nächste Messe

Richard Frick, Leiter Verkaufsregion CH, D-Südwest, A-West, und Stefanie Tschol, Kommunikation und Pressearbeit, bei Meusburger.

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wünscht er sich allerdings, dass die der Produktion vor- und nachgelagerten Prozessschritte stärker mit einbezogen werden. «Auch der Werkzeugbau könnte stärker präsent sein; die Messe war doch sehr Additive Manufacturing-lastig», ergänzt Daniel Hund. «Die formnext war eine gute und solide Ausstellung mit einer 'business-like' Atmosphäre. Sie war nicht ganz so pulsierend wie die alte Euromold, die Besucher waren aber hochkarätig und wussten, was sie wollten», fasst Sergey Sukhovey, COO und Mitbegründer von Artec 3D, zusammen. Auch Artec wird nächstes Jahr wieder auf der formnext ausstellen. Gefreut über die Qualität der Besucher hat sich auch Daniel Kündig, Geschäftsführer von Ecoparts. «Da es eine sehr konzentrierte Messe war, gab es keine 'Laufkundschaft', wie dies oft auf anderen Messen der Fall ist. Die Quantität kann immer mehr sein, aber wir haben durchaus einige gute Kontakte geknüpft.» Da nächstes Jahr viele Messen für Ecoparts anstehen, ist eine erneute Teilnahme an der formnext noch offen.

«Wir bieten erstmals das komplette Spektrum an additiver Fertigung an, von SLA über SLS bis DMLS», sagt Thomas Langensiepen, Division Manager, Central Europe, von Proto Labs.

12/2015


KUNSTSTOFF XTRA

Stratasys war mit dem grössten je auf einer Messe in Europa gebuchten Stand präsent (506 m 2).

Teileauswahl am Stand von Alphacam.

«Wir haben uns Anfang des Jahres für die formnext entschieden, weil die Messe aus unserer Sicht das grösste Potenzial hat, langfristig die globale Leitmesse im Additive-Manufacturing-Umfeld zu werden», sagt Kai Witter, Director Central Sales, von EOS. Das Vertrauen in die Messe wurde offenbar bestätigt, denn das Unternehmen plant, auch im nächsten Jahr wieder auszustellen. Es stehen aber auch Erwartungen im Raum: «Ab 2016 wird es für das Mesago Team 12/2015

MESSEN

Daniel Kündig, Geschäftsführer von Ecoparts, zeigte den Besuchern, welche Teile mittels generativem Metallaufbau (SLM) produzierbar sind und wo die Grenzen liegen.

Concept Laser enthüllte auf der Messe anlässlich einer Pressekonferenz, was sich hinter der «AM Factory of Tomorrow» verbirgt.

Die Präsentation «Vom Werkstoff zum Bauteil» von Audi Werkzeugbau bot einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Materialien.

dann vor allem darum gehen, im Rahmen dieser Messe die Industrialisierung des Additive Manufacturing zu begleiten, also die additive Fertigung neben anderen konventionellen Technologien als eine weitere Fertigungstechnologie zu etablieren», ergänzt Witter. Als Zulieferer für den Formenbau, Stanzbau und Maschinenbau, ergänzt mit Werkstattbedarf, war Meusburger eher ein Exot auf der auf additive Fertigung fokussierten Messe. Trotzdem ist Richard

Frick, Leiter Verkaufsregion CH, D-SW, A-W, überzeugt, dass der Entscheid zur Teilnahme richtig war. «Für uns ist die Messe eine Plattform, um den Kunden näher zu kommen», erklärt er.

Kontakt Mesago Messe Frankfurt GmbH D-70178 Stutgart bernhard.ruess@mesago.com www.mesago.de/formnext

n 43


KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN 2016

JANUAR

SEPTEMBER

26.–29. Januar 2016 Interplastica – Int. Fachausstellung Kunststoff und Kautschuk Ort: Moskau info@mas-concept.ch, www.interplastica.de/

06.–08. September 2016 Sindex – Industrielle Automatisierung Ort: Bern www.sindex.ch

FEBRUAR 10.–11. Februar 2016 Maintenance Schweiz 2016 – Industrielle Instandhaltung Ort: Zürich schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com

20.–21. September 2016 AM Expo – Additive Manufacturing Expo Ort: Luzern www.am-expo.ch

MÄRZ

Bild: Pixabay, Nyk Petta

08.–10. März 2016 JEC Europe 2016 – Composites, Ausstellung und Konferenz Ort: Paris www.jeccomposites.com

APRIL 06.–07. April 2016 Logistics & Distribution; parallel dazu: Packaging Innovations Ort: Zürich schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com 12.–14. April 2016 Medtec Europe 2016 – Fachmesse und Kongress Ort: Stuttgart peter.plan.switzerland@messe-stuttgart.com, www.medteceurope.com

Bild: Pixabay, Stux

19.–21. April 2016 Powtech 2016 Ort: Nürnberg www.powtech.de

OKTOBER 19.–26. Oktober 2016 K 2016 Ort: Düsseldorf info@mas-concept.ch, www.k-online.de 25.–27. Oktober 2016 Materialica – Werkstoffanwendungen, Oberflächen Ort: München info@munichexpo.de, www.materialica.de

NOVEMBER 15.–18. November 2016 Swisstech und Prodex Ort: Basel www.swisstech-messe.ch, www.prodex.ch

25.–27. April 2016 Usetec – Weltmesse für Gebraucht-Technik Ort: Karlsruhe info@usetec.com, www.usetec.com

15.–18. November 2016 Formnext 2016 – Additive Fertigung und Werkzeugbau Ort: Frankfurt am Main www.formnext.com

25.–28. April 2016 Chinaplas Ort: Shanghai www.chinaplasonline.com

16.–17. November 2016 Schüttgut 2016 Ort: Basel schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com

25.–29. April 2016 Hannover Messe Ort: Hannover www.hannovermesse.de

29. November – 01. Dezember 2016 Composites Europe Ort: Düsseldorf info@composites-europe.com, www.composites-europe.com

MAI

DEZEMBER

31. Mai – 02. Juni 2016 parts2clean – Industrielle Teile- und Oberflächenreinigung Ort: Stuttgart www.parts2clean.de

06.–09. Dezember 2016 Euromold – Werkzeugbau, Additive Fertigung Ort: Düsseldorf www.euromold2016.com

JUNI

JANUAR 2017

21.–23. Juni 2016 Rapid Tech Ort: Erfurt iwww.rapidtech.de

24.–26. Januar 2017 Swiss Plastics – Schweizer Kunststoffmesse Ort: Luzern www.swissplastics-expo.ch

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12/2015


Ihr zuverlässiger Partner, wenn es um Peripherie in der Kunststoffverarbeitung geht!

KUNSTSTOFF XTRA

Flammgeschützte Technyl Polyamide reduzieren Werkzeugkorrosion

Resinex und Solvay Engineering Plastics bauen ihre erfolgreiche, seit mehreren Jahren bestehende Zusammenarbeit weiter aus. So hat Solvay mit Wirkung zum 1.10.2015 auch mit Resinex Italy

Srl. eine Vereinbarung über den Vertrieb der Polyamide (PA) Technyl, TechnylStar, Technyl eXten sowie Technyl One geschlossen. Technyl One J60X1 V30 ist erst seit kurzem verfügbar und reduziert die Werkzeugkorrosion. Dieses dimensionsstabile, halogenfrei flammgeschützte, hochtemperaturbeständige Polyamid (PA-HT) mit 30 Gew.-% Glasfasern hat die V-0-Klassifizierung nach UL94 bei 0,4 mm, einen 'Best in Class' RTI-Wert von 150 °C und einen CTI-Wert von 600 V. Dank seiner sehr hohen

Fliessfähigkeit ermöglicht Technyl One J60 X1 V30 unter anderem die Herstellung besonders dünnwandiger und zugleich steifer und fester Bauteile für die E&E-Industrie, wie Gehäuse für miniaturisierte Schutzschalter oder Steckerleisten.

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KeyShot Version 6 ab sofort bei Inneo erhältlich Luxion, Hersteller der 3D Ren­ deringsoftware KeyShot, präsentiert mit Version 6 ein neues Highlight. Inneo Solutions GmbH ist langjähriger Partner von Luxion und einer von drei Platinum Reseller weltweit. Eine der Top-Neuerungen in Key­ Shot ist die neue Registerkarte «Beleuchtung» im Projekt-Fenster mit sechs vorkonfigurierten Lichtmodi für optimale Beleuchtungseinstellungen. Ein besonderes Highlight dabei ist der «Innenraum»-Modus, der die Berechnung des Lichts in Innenräumen um ein Vielfaches beschleunigt. Ausserdem bietet ein «Bearbeitungsmodus» besonders schnelle Echtzeitperformance und auch Einstellungen für einfache Szenen

oder typische Produktausleuchtungen bis hin zur vollständigen Simulation lassen sich mit einem Klick wählen. Zudem können eigene Anpassungen und Einstellungen als benutzerdefinierte Modi gespeichert werden. Mit dem neuen Geometrie-Editor können Oberflächen aufgetrennt, Punkt-Normalen berechnet, einzelne Flächen abgetrennt und offene Berandungen direkt in der neu integrierten Geometrie-Ansicht geschlossen werden. Im neuen Material-Diagramm können Materialien, Texturen und Etiketten zu einem komplexen Material kombiniert werden, z.B. Mehrschichtgewebe. Ausserdem lassen sich Materialien und Texturen jetzt auch auf Etiketten anwenden. Ein

CONVILIGHT

Anwendungsgebiet ist beispielsweise die Darstellung von Tampondruck. Im Echtzeit-Fenster ist jetzt zudem auch Bereichsrendering möglich, um die Detaileinstellung bei ressourcenintensiven Szenen erheblich zu beschleunigen. Auch der Animationsbereich bietet zahlreiche Verbesserungen wie z.B. Materialanimation, Ich-Perspektiven-Kamera u.v.m.

Unsere Lieferanten & Partner

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Verbesserte Teilequalität bei optimierter Zykluszeit Verunreinigungen in Temperierkreisläufen führen neben einem reduzierten Durchfluss zur Verschlechterung des Wärmeübergangs und damit zur Verminderung der Leistung. Das Clean-5 entfernt Korrosion und Verkalkungen in Werkzeugen, Temperiergeräten und Leitungen und bietet verlängerten Schutz bei der Lagerung. Eine hohe Prozesssicherheit sowie eine längere Lebensdauer sämtlicher Komponenten eines Temperierkreislaufs stehen hier im Mittelpunkt der Bemühungen. Der Wärmeübergang zwischen Medium und Werkzeug soll optimal bleiben, die Temperaturführung exakt erfolgen und die Kreisläufe ohne Verstopfungen arbeiten. Durch die Beseitigung von Korrosion und Kalk im Werkzeug verlängert sich zudem dessen Lagerfähigkeit und Lebensdauer, es kommt zu bedeutend weniger Produktionsausfällen. Die Bedienung des Reinigungsgerätes Clean-5 ist einfach, intelligent und

komfortabel. Die Menüführung kann in 21 unterschiedlichen Sprachen erfolgen, die Navigation erfolgt intuitiv. Anzeigefenster und Werte sind frei wählbar. Eine punktgenaue Anleitung erscheint auf Knopfdruck im kontrastreichen Farbdisplay. Weitere Komfortfunktionen umfassen die

interaktive Benutzerführung, die eine Anwendung ohne Vorkenntnisse erlaubt, die exakte Berechnung der Mengen von Reinigungsmitteln für einen Spülvorgang sowie die automatische Aufforderung an den Bediener, diese Mittel zuzuführen, ein integriertes Logbuch zum Protokollieren des Reinigungsverlaufs, die einfache frontseitige Probenentnahme sowie das Aufzeichnen aller Daten über USB-Verbindung und ihre Auswertung via Excel. Effizientes Reinigen, gründliches Neutralisieren und Spülen mit anschliessendem Konservieren führen zu einem nachhaltigen Schutz aller behandelten Oberflächen. So geht das Clean-5 bei seinen Reinigungsdurchläufen vor: Zunächst erfolgt das gründliche Lösen aller Ablagerungen in den Temperierkanälen wirkungsvoll mithilfe einer automatischen Flussumkehr. Das Gerät überwacht dabei den Reinigungserfolg, sobald sich keine weiteren Verbesserungen mehr einstellen, er-

folgt die Entleerung des Kreises. Dem Reinigungsvorgang folgt der Neutralisierungs-, Vorkonservierungs-, Spül- und Konservierungsvorgang. Die jeweiligen Füll- und Entleerungsvorgänge erfolgen vollautomatisch. In der letzten Phase erhalten die gereinigten Oberflächen ihren Schutz durch die Beigabe von Konservierungsmitteln. Die automatische Flussumkehr sorgt auch hier für die notwendige Gründlichkeit, damit Werkzeuge im Lager korrosionsfrei bleiben. Umweltschonend wird das Gerät durch den immer optimalen Verbrauch aller eingesetzten Mittel sowie durch das Neutralisieren der Reinigungsflüssigkeit vor dem Ablassen.

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Zentrischspanner zum Spannen ohne Vorprägen Der Normalienspezialist hat sein Sortiment an Werkstattbedarf für den Werkzeug- und Formenbau durch die HWS 400 und HWS 402 Zentrischspanner erweitert. Diese sind durch ihr besonders einfaches und prozesssicheres Spannen für die Erst- und Zweitseiten-Bearbeitung geeignet. Durch Krallenbacken mit Niederzugeffekt ist kein Vorprägen der Werkstücke nötig. Niedrige Einspannhöhen von 3 bis 5 mm bei den Absatz-

und Krallenbacken sorgen für geringen Materialbedarf. Aufgrund bester Zen­trier- und Wiederholgenauigkeit ist eine sehr hohe Pro-

zesssicherheit bei der Fertigung von Werkstücken garantiert. Die zähe Eigenfestigkeit der Zentrischspanner von Meusburger, kombiniert mit ihrer massiven Bauweise, garantiert eine vi­ brationsarme Werkstückspannung. Daraus ergibt sich ausserdem ein geringerer Werkzeugverschleiss an den Schneidkanten der verwendeten Bearbeitungswerkzeuge. Die Backen können mittels Passfeder ausgetauscht werden, was

hohe Flexibilität sowie exakte Positionierung gewährleistet. Das komplette Sortiment von Meusburger ist sofort ab Lager lieferbar.

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Im Rahmen der Qualitätssicherung gewinnt eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Produkti-

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onsdaten immer mehr an Bedeutung. Der neue Mould Memory A5800/… von Hasco ist ein Informationsspeicher, der fest im Werkzeug eingebaut die Archivierung aller werkzeugund/oder artikelspezifischen Daten ermöglicht. Der robuste Datenspeicher verfügt über eine Speicherkapazität von 16 GB und eine USB 2.0 Schnittstelle. Der neue Mould Memory ist bis zu 100°C einsetzbar. Eine 2K

Schutzklappe mit TPE-Dichtung schützt vor Spritzwasser und Verschmutzung. Die spezielle Kons­ t ruktion ermöglicht einen bündigen Einbau direkt im Werkzeug, vorzugsweise in den Leisten, ohne störenden Überstand. Der direkte Einbau des Mould Memory im Werkzeug erlaubt einen schnellen Zugriff auf alle Daten sowie eine einfache Archivierung von Kons­t ruktionen, Spritzparame-

tern, Fräsprogrammen usw. und ermöglicht so eine lückenlose Dokumentation.

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«Die meisten Spritzgiesser verwenden heute moderne Trocknungsgeräte, die das Granulat vor der Verarbeitung bei 80  °C für mehrere Stunden trocknen. Doch die wenigsten können den Restfeuchtegehalt des Granulats und damit den optimalen Verarbeitungszustand des Materials exakt bestimmen», stellt Edgar Düvel, Key Account Manager bei Akro-Plastic, ein Unternehmen der Feddersen-Gruppe, fest. Polyamide benötigen beispielsweise zur optimalen Verarbeitung eine Restfeuchte von 0,02 bis 0,1 %, doch oftmals wird das Granulat übertrocknet, was unter anderem eine schlechte Fliessfähigkeit und somit besonders bei Bauteilen mit langen Fliesswegen oder filigranen Rippen eine unzureichende Formfüllung, sowie bei einer Grosszahl von Bauteilen auch diverse Oberflächenprobleme zur Folge hat. Während des Produktionsprozesses von Kunststoffen und Compounds wird von den Herstellern der Feuchtegehalt des Granulats im Labor mittels Karl-Fischer-Titration (KF-Methode) ermittelt. Diese Methode ist zwar sehr genau, aber auch sehr aufwändig, teuer und dauert zudem zu lange. Dies hat viele Kunststoffverarbeiter bisher davon abgehalten, dieses Verfahren im eigenen Hause anzuwenden. Akro-Plastic führt aktuell gemeinsam mit Mettler-Toledo Vergleichsmessungen zur Bestimmung der Restfeuchte zwischen der KF-Methode und dem thermogravimetrischen Verfahren mittels eines Halogen-Trockners durch. «Die bishe-

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rigen Versuchsergebnisse sind vielversprechend und wir gehen davon aus, dass es eine gute Korrelation zwischen den Methoden gibt», so die Qualitätssicherung bei Akro-Plastic. «Die Halogen-Methode wäre somit eine sehr einfach und leicht zu bedienende Alternative, mit der unser Kundendienst-Techniker vor Ort Prozesse optimieren kann.» Akro-Plastic sorgt dafür, dass ihr Material den Verarbeiter bereits in einem sehr trockenen Zustand erreicht. Die Compounds sind in alukaschierten PE-Säcken verpackt und müssen daher, sofern der Werkstoff direkt aus dem unbeschädigten Gebinde entnommen wird, lediglich zwei Stunden vorgetrocknet / vorgewärmt werden. Das entspricht einer Energie- und Zeitersparnis von bis zu 75 %. «Wir möchten unseren Kunden vor Ort zeigen, wie sie mit einem leicht zu bedienenden Messgerät und einer optimal abgestimmten Software einfach, schnell und kostengünstig den Feuchtegehalt des Granulats bestimmen und so nicht nur die Qualität ihrer Endprodukte verbessern, sondern auch ihren Energieverbrauch optimieren können», so Düvel. Nach Abschluss der Korrelationsversuche wird er das mobile Gerät HX204 Moisture Analyzer demnächst seinen Kunden vor Ort präsentieren.

Erfahrung Verfahrenstechnik: Spritzguss / Extrusion Materialkenntnisse: Über 3 Jahrzehnte Verkaufserfahrung techn. Kunststoffteile, inkl. WZ-Beschaffung / Musterung Davor Produktionsleiter / Werkzeugmacher Freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme Chiffre: 1711 SIGImedia AG, Postfach 19, CH-5246 Scherz

Liebe Leserinnen und Leser Wir wünschen Ihnen wunderschöne Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr Ihr KunststoffXtra-Team

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

MultiText-xt Prüfsystem für Zug und Druck

Überprüfung einer Feder.

Variante Kunststoffindustrie Die MutiTest-xt Prüfstände sind leicht bedienbare Kraftmesssysteme, mit Touch-Screen-Konsole, für die Qualtätssicherung und Produktion. Eine Vielzahl von Zug- und Druckmessungen in der Kunststoffindustrie wie etwa die Bestimmung von Zugfestigkeit an Verbindungsnähten von Verpackungen, Widerstandserfassung von Pump-Sprayflaschen oder Druckfestigkeit von Kunststoffgehäusen und Verpackungen können einfach, schnell und sicher durchgeführt werden. Das ideale System für Routinemessungen und Untersuchungen an einer Vielzahl von Produkten, Materialien und Komponenten.

– Individuell programmierbare Bewegungsabläufe und Ergebnisdarstellung – Passwortgeschützter Zugang – identifiziert den Benutzer für die Rückführbarkeit – Schneller Zugang zu den fünf wichtigsten Prüfabläufen – massgeschneiderte Icons – Unbegrenzte Speichermöglichkeit der Prüfabläufe – minimiert Einrichtungszeit – Leichte Handhabung nach kurzer Einführung – ein Tastendruck startet den Test – Grosse, leicht ablesbare Touch-Screen-Anzeige – zeigt Versuchsergebnisse und Graphen deutlich an – Farblich markierte «gut» oder

«schlecht» Anzeige – warnt den Bediener sofort – Versuchsbericht – drucken Sie eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Zusammenfassung Weitere Informationen auf www. brw.ch Artikel-Nr. 172322. Für eine unverbindlichen Beratung und/oder Vorführung in unserem Prüf- und Messraum in Urdorf kontaktieren Sie unsere Spezialisten.

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R’Angle fest und formschlüssig in rechteckige Stanzlöcher gepresst. Im zweiten Schritt lassen sich Abschlussbleche, Printplatten, Zwischenstege und vieles mehr einfach sowie zuverlässig befestigen. Dafür stehen die R’Angle in zwei Typen zur Auswahl: Typ RAS (Sinterstahl) ist bereits mit einem Gewinde ausgestattet und muss nur noch mit Schrauben M3 oder M4 angebracht werden. Typ RAA (Aluminium) hingegen ist für gewindefurchende Schrauben M3

bindungen gefordert werden – unter anderem im Apparatebau, in Elektronikschränken, in Computerteilen, in Haushaltsgeräten und in der Telekommunikationsbranche.

und M4 ausgelegt. Der PEM Winkelbefestiger ist überall dort gefragt, wo dauerhaft sichere Ver-

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Fördergerätelinie Metro G Mit Metro G präsentiert motan-colortronic eine Neuheit, bei der die Ingenieure die beste Technologie von colortronic und motan kombiniert und um neue Features erweitert haben. Dank eines modularen Baukastensystems kann für jede Applikation ein optimales Fördergerät konfiguriert werden. So lässt sich etwa ein Standardgerät durch spezielle Membran-Vakuumventile zu einer

Reinraumversion erweitern. Ein Entstaubungsmodul ermöglicht eine Feinst-Entstaubung am Ende des Förderprozesses zum Schutz eines nachfolgenden Verarbeitungsprozesses mit besonders hohen Anforderungen an die Beschaffenheit des Materials. Für Materialien mit einem schwierigen Abscheideverhalten stehen weiterhin Module mit einem tangentialen Materialeinlass zur Ver-

fügung, die mit einem Zyklon-Effekt arbeiten. Mit Metro G lässt sich für jede individuelle Anforderung das adäquate Fördersystem konfigurieren. motan-colortronic ag Neulandweg 3 CH-5502 Hunzenschwil Telefon +41 (0)62 889 29 29 info@motan-colortronic.ch www.motan-colortronic.com

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