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OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

April 2016

KUNSTSTOFF XTRA

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE

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EDITORIAL

Wissen wächst, indem man es teilt Die Themen Additive Manufacturing und Industrie 4.0 haben eines gemeinsam: beide sind hoch aktuell, haben Potenzial und sind in der Pra-

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KUNSTSTOFF XTRA

xis unter anderen Namen schon länger bekannt und im Einsatz, als es der Hype um diese Technologien resp. Geschäftsmodelle vermuten lässt. Dass es sich lohnt, sich mit dem Thema der vernetzten und automatisierten Fertigung zu beschäftigen und auch entsprechende Investitionen zu tätigen, zeigen Industrie 4.0-Anwendungen in der Praxis, die dank der übergreifenden Vernetzung von Maschinen – Peripherie – Mensch neue Möglichkeiten, erhöhte Effizienz in den Abläufen und damit Kostenersparnis bringen. Voraussetzung zu einer funktionierenden und wertschöpfenden Vernetzung ist allerdings die Durchlässigkeit innerhalb eines Unternehmens. Da

Eine McKinsey-Studie hat je 100 Entscheider aus der Industrie in Deutschland, Japan und den USA befragt (siehe S. 14/15). Die Analyse zeigt anhand von Beispielen, welche Massnahmen Unternehmen einleiten können, um einen Mehrwert durch Industrie 4.0 zu realisieren. Sie zeigt aber vor allem auch Schwachpunkte auf. So kritisiert die Studie, dass nach wie vor in vielen Unternehmen ein «Silodenken» zwischen Produktions-, Entwicklungs-, IT- und Finanzabteilung herrscht, was einer Umsetzung von Industrie 4.0 im Wege steht. Auch auf das Silodenken verzichten sollte man bei der Innovationsfindung. Was für viele Unternehmen unvorstellbar ist – Ideen firmenübergreifend auszutauschen – praktiziert Siemens seit Jahren, offenbar mit Erfolg. Das Open Innovation (IO) gilt bei diesem Konzern als Mittel der Wahl, wenn es darum geht, Wissensgrenzen zu sprengen (siehe S. 30/31). Für manche Zweifler an der Wirksamkeit von IO mag vielleicht die Aussage eines Siemens-Mitarbeiters helfen: «Wissen ist das Einzige, was sich vermehrt, wenn man es teilt.»

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com

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Farbe für technische Kunststoffe

hapert es vielen Orts.

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

04 FOKUS

10 I NDUSTRIE 4.0

Ein Event der Sonderklasse

Am Vorabend der Technologie-Tage (15. März) hatte Arburg Kunden aus aller Welt zur Eröffnung der neuen Montagehalle geladen, mit der sich die Gesamtfläche des Stammwerks in Lossburg um 18 600 auf insgesamt 165 000 m 2 vergrössert. Inklusive der 550 Gäste pilgerten vom 16. bis 19. März rund 7100 Personen aus 54 Ländern in den Schwarzwald, um sich über die baulichen und technolo­ gischen Neuheiten ins Bild zu setzen

07 INDUSTRIE 4.0 Fabrik der Zukunft in der Kunststoffbranche

Die rasante Entwicklung in der Kunststoffindustrie in den letzten beiden Jahrzehnten hat die Gestaltung der modernen Fabrik entscheidend geprägt. Doch die produzierende Industrie in der Schweiz steht vor neuen Herausforderungen wirtschaftlicher, technologischer und geopolitischer Natur. Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus? Die Antwort auf den Wandel heisst Wandelbarkeit.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 6. Jahrgang (2016) Druckauflage 6000 Exemplare WEMF / SW-Beglaubigung 2015 5701 Exemplare total verbreitete Auflage 1568 Exemplare davon verkauft ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Forum Industrie 4.0 meets the Industrial Internet

Das Forum Industrie 4.0 ist das weltweit grösste Forum zur Digitalisierung in der Produktion. Insgesamt werden mehr als 6500 Teilnehmer im Rahmen der Hannover Messe Nutzen, Implementierungsstrategien und Datensicherheit rund um Industrie 4.0 diskutieren.

16 V ERPACKUNG Bessere Qualität, kürzere Zykluszeiten

Die Firma Ever Rich Fountain Co., Ltd. (ERF) mit Sitz in Taichung, Taiwan, ist ein führender taiwanesischer Hersteller von hochwertigen Kosmetikverpackungen. Neben lokalen Spritzgiessmaschinen kommt in der Produktion moderne Spritzgiesstechnologie von Wittmann Battenfeld zum Einsatz.

Produktion Printlook GmbH Durisolstrasse 12 CH-5612 Villmergen Telefon +41 (0)56 622 23 24 Telefax +41 (0)56 622 23 27 kontakt@printlook.ch www.printlook.ch Abonnemente Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto) Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2016 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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20 W ERKSTOFFE Hohe Oberflächengüte und Dimensionsstabilität

Key Plastics Löhne liefert komplette Baugruppen an die Automobilindustrie. Für den VW Touran wurde ein neuer Luftausströmer entwickelt, dessen Lamellen länger sind als bei allen anderen Fahrzeugtypen. Der Hamburger Kunststoffdistributor K.D. Feddersen unterstützte bei der Produktauswahl.

24 VERBAND

I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

30 I NNOVATIONEN Wissen wächst, indem man es teilt

Wissen nur für sich zu behalten ist längst ein Wettbewerbsnachteil. Mit Open Innovation versuchen Unternehmen, einen offenen Innovationsprozess zu gestalten, der sowohl eigenes Know-how als auch externes Wissen in den Prozess ganzheitlich integriert, um das eigene Innovationspotenzial zu vergrössern. Siemens hat bereits vor Jahren die Weichen für einen schnellen, offenen und gemeinsamen Innovationsprozess gestellt.

32 NEWS 26 F ORSCHUNG & ENTWICKLUNG Wenn der Kunststoff Stacheln zeigt Wenn Kohlenstoffnanoröhrchen in Kunststoff eingebettet werden, verleihen sie dem Material neuartige Eigenschaften: Das Werkstück wird bruchfester und es leitet Wärme und elektrischen Strom deutlich besser. Doch was passiert, wenn man das Werkstück durch Sägen, Schleifen oder Bohren bearbeitet? Werden dabei Kohlenstoffnano­ röhrchen freigesetzt? Und falls ja: Ist das gesundheitsschädlich?

ZUM TITELBILD Zuverlässige Multitalente – flexibel, stark und effektiv Entnahme- und Montageroboter von KraussMaffei sind echte Alleskönner und für verschiedenste Anwendungen flexibel einsetzbar. Sie realisieren komplexe Entformprozesse mit den unterschiedlichsten Greifern und frei programmierbaren Bewegungsabläufen für weite Schwenkbereiche. Die IR-Baureihe steht Ihnen für Spritzgiessmaschinen in Schliesskraftgrössen von 500 bis 40.000 kN, Traglasten von 6 bis 210 kg und Arbeitsbereichen zwischen 1.610 und 3.900 mm zur Verfügung. 4/2016

40 VERANSTALTUNGEN 41 MESSEN 42 PRODUKTE 46 LIEFERANTEN VERZEICHNIS

Profitieren Sie von standardisierten Konzepten für Boden- und Konsolenmontage sowie bewährter Energie- und Signalführung mit einfachem Bedienkonzept.

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Bild: Arburg

Arburg präsentiert auf den Technologie-Tagen 2016 in der Effizienz-Arena das Konzept der Smart Factory und Industrie 4.0.

Arburg Technologie-Tage in Lossburg

Ein Event der Sonderklasse Am Vorabend der Technologie-Tage (15. März) hatte Arburg Kunden aus aller Welt zur Eröffnung der neuen Montagehalle geladen, mit der sich die Gesamtfläche des Stammwerks in Lossburg um 18 600 auf insgesamt 165 000 m2 vergrössert. Inklusive der 550 Gäste pilgerten vom 16. bis 19. März rund 7100 Personen aus 54 Ländern in den Schwarzwald, um sich über die baulichen und technologischen Neuheiten ins Bild zu setzen.

Marianne Flury Mit der Eröffnung der Montagehalle vergrössert sich die Gesamtfläche des Stammwerks auf einen Schlag um rund 13 Prozent. Diese Dimension wurde den Gästen bewusst, als sie per Bus vom Kundencenter in die neue Halle gefahren wurden, wo der festliche Akt mit Reden, eindrucksvollen Shows und guter Bewirtung über die Bühne ging. Der Erweiterungsbau wurde nötig, weil die Produktion in Lossburg aus allen Nähten zu platzen drohte. Künftig werden dort Maschinen mit komplexer Ausstattung, die grossen Allrounder bis 5000 kN Schliesskraft und individuelle Turnkey-Lösungen gebaut. «Mit der Montagehalle haben wir jetzt unsere Kapazi4

täten für diese wichtigen Bereiche deutlich ausgebaut. Von den 78 Ma­schi­nen-Prüfständen sind alleine 38 für Turnkey-Anlagen vorgesehen, die inklusive Peripherie aufgebaut und in Betrieb genommen werden», erläuterte Michael Hehl, Geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung Arburg, in seiner Eröffnungsansprache. Die Investition für den Neubau lag deutlich im zweistelligen Euro-Millionen-Bereich. Ein Überraschungscoup gelang mit der Enthüllung des neuen Allrounders 470 E der Baureihe Golden Electric. Diese elektrische Einstiegsbaureihe umfasst vier Baugrössen mit den Schliesskräften 600, 1000, 1500 und 2000 kN und deckt – analog der vor 10 Jahren lancierten hydraulischen Baureihe Golden Edition –

mit standardisierten Komponenten die präzise und energieeffiziente Fertigung von Qualitiätsteilen zu einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis ab. Der Preis ist vergleichbar mit einer adäquaten hydraulischen Maschine, so Hehl. Die Golden Electric ist als Standardmaschine klar als Ergänzung zu den beiden anderen elek­trischen Baureihen (Alldrive und Hi­ drive) gedacht. Dazu ergänzte Heinz Gaub, Geschäftsführer Technik: «In den USA und Asien sind vor allem japanische Präzisionsmaschinenhersteller stark mit ausschliesslich vollelektrischen Standardmaschinen auf dem Markt. In deren Absatzmärkte dringen wir jetzt mit der Golden Electric ein. Das wird für uns – auch in den USA – ein neues Wettbewerbsfeld geben und auch Wachstum generieren. 4/2016


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Das sind keine Kunden, die heute hydraulische Maschinen kaufen und dann auf elektrische umsteigen; das sind Kunden, die schon immer vollelektrische Maschinen gekauft haben, nur bislang nicht von Arburg, weil wir in dieser Kategorie das Produkt noch nicht hatten.»

Exponate und Anwendungen Rund 50 Exponate und Anwendungen boten während den vier Technologie-Tagen einen umfassenden Überblick über den Stand der Technik und erlaubten auch einen Blick in die Zukunft der Kunststoffverarbeitung. Hier exemplarisch ein paar Highlights: – Am anderen Ende der Skala, auf der die Golden Electric angesiedelt ist, bewegen sich die elektrischen Spritzgiessmaschinen der High-End-Baureihe Alldrive. Ein Allrounder 520 A in Edelstahlausführung, ausgerüstet mit komplexer Automation, fertigte in einer Zykluszeit von rund 4,5 Sekunden je 64 Pipettenspitzen aus PP, das sind rund 50 000 Pipetten pro Stunde. – Der Freeformer, der vor gut einem Jahr in die Serienfertigung ging, wurde technisch überarbeitet. So wurden z.B. die Temperierung im Bauraum optimiert und die Standzeiten des Austragssystems deutlich gesteigert. Die Freeformer in der Effizienzarena stellten drei unterschiedliche Funktionsbauteile her. Verarbeitet

wurden ein elastisches Hochleistungs-TPE in Kombination mit PP, ein amorphes Bio-Polyamid, das zu 58 % aus erneuerbaren Ressourcen besteht, und ein resorbierbares, medizinisches Polylactid, das sich im Körper langsam abbaut und sich daher besonders für Implantate eignet. Dass sich auf dem Freeformer prinzipiell die gleichen Materialien verarbeiten lassen wie auf einer Allrounder-Spritzgiessmaschine, zeigte Arburg am Beispiel eines speziellen Polylactids (Resomer LR 708). Ein elektrischer Allrounder 370 A produzierte Knochen-Pins aus PLA, während ein Freeformer ebenfalls aus einem PLA-Granulat additiv ein individuell angepasstes Implantat für Gesichts- und Schädelknochen fertigte. – Als Beispiel für effizienten Leichtbau präsentierte Arburg die physikalische Schäumtechnik Profoam exemplarisch an einem Automotive-Bauteil – eine Handschuhkasten-Klappe aus PC/ABS für das Fahrzeuginnere – mit hochglänzender Oberfläche. Dabei wird das Kunststoffgranulat bereits in einer Granulatschleuse zwischen Vorratsbehälter und Material­ einzug mit Treibfluid angereichert. Zum Einsatz kommt eine Plastifiziereinheit mit standardmässiger Dreizonen-Schneckengeometrie. Während des Plastifizierungsvorgangs löst sich das Treibgas in der Schmelze und tritt erst mit dem Druckab­ bau beim Einspritzen in Form von mikro-

LÖSUNGSANBIETER FÜR ANALYTISCHE LABORS

Kundenservice ist unsere Stärke – und Ihr Vorteil Unser Angebot umfasst: • FTIR Spektroskopie • UV-VIS + FL Spektroskopie • Elektronenmikroskopie • Chemische Sensoren • Probenaufbereitung und Laborzubehör • Spezialanfertigungen und Baugruppen • Kurse und Services Die eigene feinmechanische Werkstatt ermöglicht es uns, auf Ihren Bedarf einzugehen und Geräte wo nötig anzupassen oder selbst zu fertigen.

Bild: Marianne Flury

FF TSTO S N U K YZER ANAL Identifi e ig t u e • Eind g in 5 Klicks u r h zie n einfac t und s u b o •R stem iles Sy • Mob

Die Präsentation «Roboter in Aktion», zeigte spielerisch, welche Vorteile die einzelnen Robot-Systeme bieten.

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FOKUS

zellularen «Bläschen» wieder aus. Durch eine variotherme Werkzeugtemperierung lässt sich trotz Schäumtechnik eine hochglänzende Oberfläche erzeugen. Hergestellt wurde das Automotiveteil mit einem hybriden Allrounder 630 H mit 2500 kN Schliesskraft in einer Zykluszeit von rund 60 Sekunden. Von den rund 50 Exponaten waren über 30 automatisiert. Das zeigt, welch hohen Stellenwert das Thema Automation im Unternehmen hat. Gezeigt wurde das gesamte Spektrum: vom Picker bis zu massgeschneiderten Turnkeylösungen,

die Arburg mit verschiedenen Partnern für unterschiedlichste Branchen und Anwendungen realisiert. Was die von Arburg gebotenen Automationen zu leisten imstande sind, wurde u. a. auf der Präsentationsfläche «Roboter in Aktion» spielerisch vorgestellt. Ein Integralpicker, ein lineares Robot-System und ein Sechs-Achs-Roboter sorgten dafür, das die Modell-Muldenkipper und Traktoren immer in Bewegung waren. Die drei Automationseinheiten kommunizierten über Peripherie-Schnittstellen miteinander. Mit diesem spielerischen Praxis-

beispiel demonstrierte Arburg seine einheitliche Steuerungsphilosophie und Produktevielfalt. Alle Robot-Systeme werden über die Selogica-Bedienoberfläche programmiert.

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Geschäftsjahr 2015, Märkte und Ausblick – Bei den grossen Allroundern bis 5000 kN Schliesskraft waren es 23 % – und bei Turnkey-Anlagen 12 %.

Bild: Arburg

Um nicht alles Pulver auf einmal zu verschiessen gab sich Michael Hehl bezüglich eines Ausblicks auf die K 2016 im Oktober bedeckt. Aus verschiedenen Andeutungen war aber doch herauszuhören, dass Arburg eine neue Grossmaschine auf der K vorstellen wird, die den bisher grössten hybriden Allrounder mit einer Schliesskraft von 500 Tonnen toppen wird.

Von links: Heinz Gaub (Geschäftsführer Technik), Gerhard Böhm (Geschäftsführer Vertrieb), Michael Hehl (geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung), Jürgen Boll (Geschäftsführer Finanzen und Controlling).

Wie bereits in den letzten beiden Jahren in Folge wird Arburg auch das Geschäftsjahr 2015 mit einem Rekordergebnis abschliessen. Die Umsatzzahl steht zwar noch nicht definitiv fest, aber: «Aus heutiger Sicht können wir sagen, dass der konsolidierte Umsatz zusammen mit unseren weltweiten Töchtern im Jahr 2015 bei rund 580 Mio. 'schwäbischen' Euro liegt», informierte Michael Hehl anlässlich einer Pressekonferenz im Rahmen der Technologie-Tage. Was ausgedeutscht so viel heisst wie: es kann durchaus noch etwas mehr sein. 93 % der Auftragseingänge gehen dabei auf das Konto des Stammhauses Arburg. Die wertmäs6

sigen Auftragseigänge der Maschinen inklusive Peripherie auf Euro-Basis haben sich gegenüber 2014 um über 16 % gesteigert. Hehl betonte, dass die Wachstumsraten über die letzten Jahre sich stets im einstelligen Bereich befunden haben. «Wir wollen keine Umsatzsprünge von 20 bis 30 % pro Jahr. Das könnte man gar nicht verkraften.» Auf die verschiedenen Bereiche bezogen, betrugen die wertmässigen Steigerungen der Auftragseingänge auf Euro-Basis: – 10 % bei den elektrischen, – 10 % bei den hybriden und – 41 % bei den hydraulischen Allrounder Baureihen.

Die Mitarbeiterzahl ist weiter gewachsen Auch die Mitarbeiterzahl ist erneut gestiegen. Zum Jahresende 2015 waren es weltweit 2550 und damit 6,1 % mehr als im Vorjahr. 2100 Mitarbeiter arbeiten in Deutschland, dazu gehören 170 Auszubildende und Studenten der Dualen Hochschule, die aktuell in Lossburg ausgebildet werden. Zu den 450 Mitarbeitern in den weltweiten Arburg Organisationen sind jüngst weitere hinzugekommen. So hat zum 1. April eine eigene Niederlassung in Taiwan offiziell die Arbeit aufgenommen. Arburg war dort bereits seit 1981 durch einen Handelspartner vertreten und hat, um das vorhandene Know-how und Netzwerk zu nutzen, drei Vertriebs- und vier Servicemitarbeiter in die neue Tochtergesellschaft übernommen. n 4/2016


Bilder: IE Plast

Ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit und Flexibilität: Die auf der grünen Wiese entstandene Zukunftsfabrik der profilsager AG, Dürrenäsch.

Fabrik der Zukunft in der Kunststoffbranche

Denkansätze, Impulse und Erfolgsfaktoren Die rasante Entwicklung in der Kunststoffindustrie in den letzten beiden Jahrzehnten hat die Gestaltung der modernen Fabrik entscheidend geprägt. Doch die produzierende Industrie in der Schweiz steht vor neuen Herausforderungen wirtschaftlicher, technologischer und geopolitischer Natur. Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus? Die Antwort auf den Wandel heisst Wandelbarkeit.

Percy Limacher 1 Jedes Industrieunternehmen wird heute noch stärker angetrieben, ausreichend Produktionsflächen zur schnelleren und kostengünstigeren Fertigung neuer Produkte bereitzustellen. Darauf gründet der Anspruch des Industrieplaners, mit der Modellierung der Fabrik der Zukunft diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Unter sich immer rascher ändernden Rahmenbedingungen sind dabei besonders Beharrlichkeit und Effizienz gefragt. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an und spüren einigen Gedanken, Aspekten und Erfolgsfaktoren nach, um das Bild der zukunftsweisenden Fabrik zu skizzieren. Percy Limacher ist Geschäftsführer der IE Plast Engineering, einem Bereich der IE Industrial Engineering Zürich AG. 1

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Produktionsstandort Schweiz – Deindustrialisierung oder Reindustrialisierung? Aktuell sprechen viele Argumente für eine Auslagerung der Produktionen ins Ausland. Analoge Beispiele lassen sich in der Praxis leider genügend finden. So belastet der starke Franken auch die Kunststoffbranche schwer, was sich im Rückgang der Exporte in Kombination mit dem Abschwung in den Abnehmerbranchen insbesondere in der Schweiz und in Deutschland zeigt. Verstärkt wird diese Entwicklung durch die wachsende Konkurrenz aus Asien und dem mittleren Osten. Grosse Verunsicherung lösen zudem offene Fragen in der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative aus, welche die Rechtssicherheit für unsere Wirtschaft in Frage stellt und nachteilige Konsequenzen hinsichtlich der Beziehung zur EU,

des Zugangs zu den Exportmärkten und der Verfügbarkeit von Arbeitskräften provoziert. Diesem eher düsteren Zukunftsbild möchten wir uns entziehen und widmen uns stattdessen den Chancen, die diesem gegenüber stehen. Tatsächlich sind Tendenzen erkennbar, die uns hoffen lassen, den Produktionsstandort Schweiz weiterhin zu wahren und ein Stück weit sogar zu reindustrialisieren.

Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfungskette Das gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Umfeld im 21. Jahrhundert ist von weltweiten Megatrends geprägt. Bereits bekannt und viel diskutiert sind u.a. der Klimawandel, die Globalisierung oder etwa der demographische Wandel. Die Unternehmen stehen heute aber viel mehr in einem harten Technologiewett7


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INDUSTRIE 4.0

net sich mit innovativen Lösungen hinsichtlich Haltbarkeit, Produktevielfalt und Logistik. Die stark zunehmende Qualitätsfokussierung und Spezialisierung kann unter diesen Gesichtspunkten zu einem Garant für den Standort Schweiz werden, solange den ureigenen Wettbewerbsvorteilen wie Rechtssicherheit, Erfahrungsschatz und Ausbildungsniveau Sorge getragen wird. Es gibt auch weitere Anzeichen, welche die Kunststoffbranche mit Zuversicht in die Zukunft blicken lassen. Zum Beispiel sagt das internationale Marktforschungsinstitut Ceresana bis 2022 ein Wachstum der Kunststoffnachfrage in Europa von 2,9 % voraus. Mit dieser Prognose sieht sich die Fabrik der Zukunft mit dem Bedarf an steigenden Produktionskapazitäten konfrontiert.

Glanzvoller Ausbau des Reinraums: Der Kunststoffspezialist Riwisa AG stärkte mit IE seine Marktposition im Bereich Medical.

bewerb mit hohem Automatisierungsgrad und vernetzter digitalisierter Fertigung im Zuge der industriellen Revolution 4.0. Diese beiden Megatrends erfassen zunehmend auch die Kunststoffbranche und zwingen die Unternehmen zu Veränderungen und Spezialisierungen. Stand früher eher die Massenproduktion im Vordergrund, werden heute individuell auf Kundenbedürfnisse zugeschnittene Produkte und Lösungen immer wichtiger. Dieser industrielle Strukturwandel wurde vor allem durch innovative Wachstumsbranchen ausgelöst. Nebst der klassischen Pharma- und Chemiebranche, in welchen seit je her hohe Standards an Hygiene und Sicherheit gelten, erleben wir auch rasant steigende Qualitätsnachfragen in der Medizintechnik und Biotechnologie, die in der Schweiz mit guten Gründen in hoher Dichte angesiedelt sind. Das Thema Reinraum gewinnt in diesen Kunststoffproduktionen somit zunehmend an Bedeutung und Gewicht. Weitere Wachstumsbranchen in diese Richtung sind Mikromechanik und Nanotechnologie, die in den letzten Jahren einen enormen Technologieschub erfahren haben. Aber auch die Lebensmittelindustrie profitiert vom Wachstum und wapp8

Produktionsstandort – Wohin mit der Industrie in der Schweiz? Diese Frage legitimiert sich bereits mit einem groben Blick auf unsere Landeskarte. Eine Übersicht von Wüst & Partner zu potenziellen Industriearealen und dem Potenzial für künftig mögliche Arbeitsplätze zeigt eindeutig und ernüchternd die grosse Knappheit an Industriebauland auf. Die hoffnungslos erscheinende Situation wird sich in Anbetracht der geografisch bedingten räumlichen Limitierung sowie des starken Bevölkerungswachstums langfristig kaum verbessern. Der Traum von der Fabrik der Zukunft auf der grünen Wiese rückt damit in weite Ferne.

Wandlungsfähigkeit – Expansion oder Revitalisierung? Betrachtet man die räumlichen Zwänge, können neue und innovative Konzepte, die den wachsenden Qualitätsansprüchen genügen sollen, fast nur noch über eine eingehende Auseinandersetzung mit dem eigenen Bestand entwickelt werden. Gerade beim Thema Reinraum ist für den Kunststoffhersteller eine sorgfältige Analyse seiner eigenen «Fabrik der Gegenwart» essentiell. Daraus lassen sich die kritischen Schnittstellen identifizieren und innovative Konzepte entwickeln, die spezifisch auf Nutzerbedürfnisse abgestimmt

sind. Das führt wohl dazu, dass sich der Ansatz von Erweiterung und Ausdehnung vermehrt in Richtung Revitalisierung, Nutzwertsteigerung und Kooperationen verschieben wird. Lösungskonzepte werden stärker unter den baulichen Aspekten der Baumassenverdichtung, der Aktivierung von Ausnützungsreserven, des Substanzerhalts, der Sanierung sowie der Ersatzbauten erarbeitet. Nichtsdestotrotz setzt der Erfolg des Lösungsfindungsprozesses, ob alt oder neu, eine zwingende Eigenschaft jeder Fabrik voraus – die Wandelfähigkeit. Aktuelle, in der Kunststoffbranche vorherrschende Einflussgrössen wie kürzere Produktionszyklen, Margendruck, Time to Market und ständige Produkterneuerungen treiben die Fabrik der Zukunft mehr denn je zur Wandelfähigkeit an. Wie wichtig diese Eigenschaft ist, zeigt der Umstand, dass den Produkt- und Prozesslebenszyklen von wenigen Monaten eine Gebäudelebensdauer von mehreren Jahrzehnten gegenübersteht. Um die Wandlungsfähigkeit sicherzustellen, muss der Fabrikplaner entsprechende Eigenschaften nach H-P. Wiendahl wie Modularität, Skalierbarkeit, Kompatibilität, Universalität und Mobilität bei der Konzeptionierung berücksichtigen. Gerade bei aktuellen Themen wie Reinraum, Hygiene und Zonenkonzepte bedeuten die sogenannten Wandlungsbefähiger für eine Kunststofffabrik konkret die Anpassungsfähigkeit an das Produktionsumfeld, das Einbringen neuer Anlagen sowie der Umbau bei laufendem Betrieb. Dabei ist stets Flexibilität zu ge­ währleisten: für die Gebäudestruktur, die Integration neuer Technologien und die nachträgliche Automatisierung genauso wie für nutzungsneutrale Räumlichkeiten und standardisierte Medienzuführungssysteme.

Urban Industries – Fiktion oder Zukunftsmodell? Die Vorstellung, Leben und Arbeit in Einklang zu bringen, ist nicht neu und erfährt angesichts der heute oft geführten «Work-Life-Balance»-Diskussionen eine Wiedergeburt. Die soziale und räumliche Wiedereingliederung von Produktionsstätten in das urbane Umfeld erscheint in Anbetracht der akuten städtischen Pro­bleme 4/2016


KUNSTSTOFF XTRA SYSTEMLÖSUNGEN FLUIDTECHNIK MECHATRONIK

Sicherheit nach EN ISO 13849-1 Erweiterung unter schwierigen Arealbedingungen: Neubau für die Reinraumproduktion bei der auf Medizintechnik spezialisierten Gebr. Renggli AG, Schaffhausen.

wie Luftverschmutzung, Wohnungsnot, horrende Bodenpreise und chronische Verkehrsüberlastung vordergründig als widersinnig und keinesfalls mehrheitsfähig. Doch gibt es aus Sicht der Fabrik der Zukunft auch im Zuge der digitalen Industrie 4.0 durchaus interessante Aspekte. Eine urbane Reindustrialisierung kann aber nur einsetzen, wenn der unternehmerische Mehrwert und die daraus abgeleiteten Wettbewerbsvorteile restlos geklärt werden. Sicher ist, dass eine Zusammenführung von industrieller Tätigkeit und Wohnen in erster Linie energetische und umwelttechnische Vorteile mit sich bringt. So kann einerseits der CO2-Ausstoss durch die Beheizung der Wohnräume mit Prozessabwärme reduziert werden. Andererseits lassen sich die Energiekosten durch die Mitbenutzung der städtischen Infrastruktur wie Wärme- und Kälteleitungen für Prozesse, redundante Stromnetze und digitale Netze optimieren. Zudem können Unternehmen von Synergien profitieren, die dadurch entstehen, dass die Mobilität bei gleichzeitiger Verkürzung der Arbeitswege durch das städtische Verkehrsnetz

verbessert wird. Besonders die innovationsgetriebene Kunststoffbranche kann zudem ihre Innovationsfähigkeit und Re­ krutierungschancen von Spitzenfachkräften durch die Nähe zu Bildungsstätten wie Universitäten oder Fachhochschulen steigern. Entscheidend wird aber letztlich die hohe Lebensqualität sein, die sich über die Freizeit, Kultur- und Familienangebote sowie die Arbeitsplatzqualität definiert und zu hoher Zufriedenheit der Mitarbeitenden führt. Erste Fallbeispiele von Roche in Basel und Technologie-Cluster in Zug bestätigen dieses Zukunftsmodell und zeigen, dass sich in städtischen Verdichtungen durchaus Clustereffekte hinsichtlich Technologietransfers, Wissensplattformen und kurze Supply Chains effektiv nutzen lassen.

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KUNSTSTOFF XTRA

INDUSTRIE 4.0

Hannover Messe 2016, 25.–29. April

Forum Industrie 4.0 meets the Industrial Internet Das Forum Industrie 4.0 ist das weltweit grösste Forum zur Digitalisierung in der Produktion. Mehr als 6500 Teilnehmer diskutieren Nutzen, Implementierungsstrategien und Datensicherheit rund um Industrie 4.0. Erstmals kooperieren VDMA, ZVEI und die Plattform Industrie 4.0 in diesem Jahr mit dem Industrial Internet Consortium (IIC) bei der Ausrichtung des Forums.

Bild: Deutsche Messe

Auswerten und Zusammenbringen der Daten, die im IT-gesteuerten Produktionsprozess entstehen, sehen viele als den Schlüssel zu neuen Geschäftsmodellen. Somit darf dieses Thema auf der Tagesordnung des Forums nicht fehlen. Das Forum Industrie 4.0 findet an allen Messetagen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr statt und wird durch Bundesministerin Prof. Johanna Wanka am ersten Messetag um 10 Uhr eröffnet.

Predictive Maintenance

Industrie 4.0 ist ein Dauerbrenner – auch auf der Hannover Messe 2016.

Das Industrial Internet of Things hält Einzug in die Fabriken. Daraus ergeben sich erhebliche Potenziale. Die ersten Unternehmen, die ihre Fertigung mit Indus­trie4.0-Technologien ausbauen, berichten von Produktivitätssteigerungen um bis zu 50 Prozent. Gleichzeitig müssen die Herausforderungen und Fragestellungen, die sich aus der Vernetzung in der Produktion ergeben, kompetent beantwortet werden. «Hier setzt das Forum Industrie 4.0 an. Gemeinsam mit unseren Partnern bieten wir eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion», sagt Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter der Hannover Messe. «Dank der Zusammenarbeit der deutschen Verbände mit dem IIC kommen in diesem Jahr die wichtigsten Treiber der industriellen Vernetzung in Hannover zusammen. Für den Besucher bedeutet dies: Er kriegt den globalen Überblick über Strategien, Standards, Geschäftsmodelle und Daten­si­ cher­heit in Sachen Industrie 4.0.» 10

Die IT-Sicherheit ist essentiell Ein Schwerpunkt des Forums wird die Diskussion über Standards für die Kommunikation im industriellen Internet der Dinge sein. Industrie 4.0 ermöglicht die firmenübergreifende Vernetzung und die Integration verschiedener Wertschöpfungsnetzwerke. Hierzu sind Normen und Standards von grundlegender Bedeutung. Gleichzeitig heisst es aber auch «security first». Die IT-Sicherheit ist für den geschützten Betrieb unternehmensübergreifender Fertigungsprozesse essentiell. Das Forum Industrie 4.0 widmet sich unterschiedlichen Cloud-Lösungen und der Fragestellung, wie Unternehmensdaten gesichert werden können. Für den Anwender bieten sich durch Indus­ trie 4.0 grosse Potenziale zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Flexibilität – gerade bei Unternehmen, die kundenindividuell und oftmals mit Losgrösse 1 produzieren. Aber damit nicht genug. Das

Ein neuer Schwerpunkt auf der Hannover Messe ist Predictive Maintenance, kurz PM (vorausschauende Wartung). Auch dieses Thema ist eng mit dem Dauerbrenner Industrie 4.0 verknüpft. Bauteile erst reparieren, nachdem ein Störfall eingetreten ist – das war gestern. Heute ermöglichen Sensortechnik und intelligente Datenanalyse eine vorausschauende Wartung von Produktionsmaschinen. Dank der digitalen Vernetzung und der Kommunikation der Maschinen, der Werkstücke und der Komponenten in der Industrie-4.0-Umgebung können Betreiber von Maschinen und Anlagen Zustandsdaten von Maschinenkomponenten laufend erfassen, mit Informationen aus Drittsystemen (zum Beispiel ERP oder CRM) kombinieren und analysieren, um den optimalen Wartungszeitpunkt vorherzusagen. Durch PM werden drohende Ausfälle frühzeitig erkannt, Prozesse beschleunigt und Produktionsstillstände vermieden – so die Erwartung. «Predictive Maintenance ist aktuell die meist diskutierte und hinterfragte Maintenance-Repair-Overhaul-Strategie», sagt Peter-Michael Synek, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbands Fluid4/2016


KUNSTSTOFF XTRA

technik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA). Dass die auf PM ruhenden Hoffnungen nicht unberechtigt sind, belegt eine aktuelle Studie des Weltwirtschaftsforums und des Beratungsunternehmens Accenture: Die Einsparungen bei geplanten Reparaturen belaufen sich danach auf zwölf Prozent. Wartungskosten sinken um fast 30 Prozent. Ungeplante Stillstände gehen der Studie zufolge um 70 Prozent zurück. «Predictive Maintenance ist ein wichtiger Baustein in einer Industrie-4.0-Umgebung», erklärt Synek. «Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Predictive Maintenance organisieren wir erstmals auf der kommenden Hannover Messe einen eigenen Ausstellungsbereich mit integriertem Gemeinschaftsstand für dieses spannende Thema. Die Fläche liegt im Norden der Halle 17, direkt am Haupteingang Nord», sagt Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG. «Dort werden im Rahmen eines Sonderevents konkrete Lösungsbeispiele für Predictive-Maintenance-Anwendungen gezeigt.» Neben der Sonderschau «Predictive Maintenance 4.0» mit entsprechenden Showcases und Live-Demos werden auch Guided Tours angeboten. Auf den Firmenständen wird den Teilnehmern

INDUSTRIE 4.0

vorgeführt, wie Maschinendaten laufend erfasst, verarbeitet und analysiert werden, um den Betreibern konkrete Informationen über den Zustand des Bauteils, des Sytems oder der Maschine geben zu können.

Tiefere Kosten bei höherer Qualität und Sicherheit Synek sieht PM «als Weiterentwicklung der bisherigen klassischen Wartungsstrategien». Die Anlagenbetreiber ziehen laut Synek grossen Nutzen aus der vorausschauenden Wartung: «Indem unvorhergesehene Ausfallzeiten und damit verbundene Produktionsengpässe reduziert beziehungsweise ausgeschlossen werden, nimmt die Produktivität zu. Instandhaltungs- und Servicekosten sinken, Fertigungsqualität und Planungssicherheit steigen.» Bessere Produktionsplanung, längere Laufzeit der Maschinen, Vermeidung von ungeplanten Stillständen – auch eine Studie des Marktforschungsunternehmens IDC sieht darin die drei wichtig­ sten Gründe für PM. Bereits im Jahr 2014 hatte ein Viertel der von IDC befragten Fertigungsunternehmen eine vorausschauende Wartung mittels Echtzeitdaten im Einsatz, zum Teil in Pilotpro-

jekten. Weitere 25 Prozent äus­serten Implementierungspläne für 2015. Auch die Hersteller von Anlagen, Maschinen und Geräten haben laut IDC einen massiven Ausbau ihres Angebots an PredictiveMaintenance-Lösungen auf dem Plan. Die Marktforscher erwarten deshalb «ein dynamisches Marktumfeld im Bereich der vorausschauenden Wartung auf Basis von Echtzeitdaten». Nicht nur der Automatisierungstechnik eröffnet sich ein Milliardenmarkt. Auch internationale IT-Grössen wie SAS, SAP, IBM oder Bosch Software Innovations sind derzeit äusserst aktiv, um die wachsende Nachfrage nach PM-Lösungen zu befriedigen. Der VDMA sieht zudem deutsche Anlagen- und Maschinenbauer sowie deren Zulieferer in einer Schlüsselrolle bei PM.

Kontakt Deutsche Messe AG Vertretung für die Schweiz: Handelskammer Deutschland-Schweiz Tödistrasse 60, CH-8002 Zürich Telefon +41 (0)44 283 61 61 auskunft@handelskammer-d-ch.ch www.hannovermesse.de n

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KUNSTSTOFF XTRA

INDUSTRIE 4.0

Revolutionäre Beschichtungstechnologie

Durchbruch beim Digitaldruck von PUR-Klebstoffen Viele Hersteller versuchen zurzeit, ihre Unternehmen auf Industrie 4.0 auszurichten. Sie stehen dabei vor der komplexen Herausforderung, bisherige, oft noch manuelle Herstellprozesse auf automatisierte digitale Systeme umzurüsten. Covestro ist nun der Durchbruch beim Digitaldruck von Polyurethan-Klebstoffen in Industriequalität gelungen.

Covestro, ein führender Anbieter von Lack- und Klebstoffrohstoffen, und die britische The Technology Partnership (TTP), ein Technologieunternehmen mit viel Know-how im Digitaldruck, haben einen Durchbruch beim Digitaldruck von Polyurethan-Klebstoffen in Industriequalität erzielt. Die Technik könnte das Potenzial haben, die Umrüstung auf automatisierte Serienproduktion zu ermöglichen. Die Kombination aus TTPs neuer und revolutionärer Technologie für die schnelle digitale Auftragung von Lacken und Klebstoffen und Covestros massgeschneiderten Polyurethan-Rohstoffen eröffnet neue Möglichkeiten für den Digitaldruck in Produktionsverfahren der nächsten Generation. «Erst kürzlich haben wir Klebstoffe auf Basis von Covestro-Rohstoffen erfolgreich getestet», sagt Dr. Andrew Baker-Campbell, Projektleiter bei TTP. «Damit haben wir gezeigt, dass wir Materialien drucken können, die eine deutlich grössere Herausforderung darstellen als herkömmliche Inkjet-Tinten.»

Neues Labor für Digitaldruck Um die Entwicklung voranzutreiben, hat Covestro ein eigenes Labor für Digitaldruck eingerichtet. «Der Digitaldruck von Lacken und Klebstoffen könnte zu einem ganz neuen Produktionsverfahren im Rahmen von Industrie 4.0 werden», erläutert Dr. Jörg Tillack, Leiter der 2D-Druckent-

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wicklungen im Geschäftsbereich Lacke, Klebstoffe, Spezialitäten bei Covestro, vormals Bayer MaterialScience. «Das positive Testergebnis bringt uns einen wichtigen Schritt weiter.» Der weltweite Inkjet-Markt für «Industrial Printing» mit einem geschätzten Jahresumsatz von fünf Milliarden Euro erhält mit dem neuen Verfahren die Möglichkeit, am Markt für Industrielacke und Klebstoffe (Jahresumsatz aktuell rund 100 Milliarden Euro) stärker zu partizipieren.

Umfrage zur Digitaltechnologie Um die Chancen der Digitaltechnologie besser zu verstehen, hat Covestro in einer Umfrage die Antworten von mehr als 100 Teilnehmern aus der Lack- und Klebstoffindustrie ausgewertet. 93 Prozent von ihnen sind davon überzeugt, dass der Digitaldruck zusätzlichen Wert für ihr Unternehmen schaffen wird. Die Hälfte der befragten Gerätehersteller gab an, dass Kunden bereits heute nach digitalen Lösungen zur Applikation von Lacken und Klebstoffen fragen. Dank ihrer langjährigen Erfahrung versteht Covestro die praktischen Herausforderungen industrieller Lack- und Klebstofftechnologien sehr gut. Dabei geht es um weit mehr als um rein dekorative Aspekte: Hinter der geforderten Haltbarkeit

und Widerstandsfähigkeit sowie der Adhäsion und Festigkeit von Klebstoffen verbergen sich viele weitere Wünsche, die erfüllt werden müssen. Das Ergebnis sind oft Formulierungen mit einer relativ hohen Viskosität sowie der Einsatz von Füllstoffen und Pigmenten, die mit industriellem Tintenstrahldruck bisher nicht vereinbar sind. Häufig werden Lacke und Klebstoffe deshalb immer noch in halbautomatischen oder sogar manuellen Auftragsverfahren wie Sprühen oder Streichen eingesetzt. Covestro und die TTP arbeiten an Materialsystemen und digitaler Beschichtungstechnologie, um diese Herausforderungen anzugehen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für die digitale industrielle Applikation von Klebstoffen und Lacken zu erschliessen. Um eine breite Einführung der Technologie zu fördern, suchen Covestro und TTP nun Partner entlang der Wertschöpfungskette.

Kontakt Covestro International SA Regional Head Office Rte de Beaumont 10 CH-1701 Fribourg Telefon +41 (0)26 422 81 11 www.covestro.com

n

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KUNSTSTOFF XTRA

INDUSTRIE 4.0

Studie des CATI

Vom globalen Hype zum individuellen Nutzen Erst war es die Dampfmaschine, dann das Fliessband und später die Elektronik – derzeit findet die vierte indus­ trielle Revolution statt. Damit gemeint ist die Vernetzung von Produkt, Maschine und Werkzeug, bei der riesige Datenmengen entstehen. Gemeinhin wird diese Entwicklung als «Industrie 4.0» bezeichnet, doch manches Unternehmen betritt hier Neuland.

Dies trifft nicht auf die sächsische Zulieferindustrie zu, denn hier zeichnet eine aktuelle Studie des Chemnitz Automotive Institute (CATI), die im Rahmen eines Technologieprojektes zur «Digitalisierung der Produktion» durchgeführt wurde, ein optimistisches Bild. «Bei unserer dreimonatigen Fallstudie, an der 25 Zulieferer beteiligt waren, wurde deutlich, dass der industriepolitische Weckruf für eine Industrie mit Zukunft in der Unternehmerschaft eindeutig angekommen ist», berichtet Prof. Dr. Werner Olle vom CATI-Direktorium, und ergänzt: «Lediglich am hochgepuschten Begriff Industrie 4.0 und dessen inflationären Gebrauch stören sich einige Firmenvertreter.» Den in die Untersuchung eingebundenen Unternehmen sei durchaus bewusst, dass durch Vernetzung und Digitalisierung von Produktionsund Geschäftsprozessen neue Potenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette erschlossen werden können. «Projekte werden jedoch nur dann und meistens schrittweise in Angriff genommen, wenn für das Unternehmen die Kosten-/Nutzen-Relation stimmt», sagt Prof. Olle.

Kugellagereinheiten

Kugellagereinheiten

Anwendungsund Optimierungsbereiche

in der Region folgen können. Die Ergebnisse machen Mut und können weitere Unternehmen zur Nachahmung anregen. Natürlich müssen auch die Rahmenbedingungen passen, die von der IT-Infrastruktur bis zur zukunftsfähigen Ausbildung und Qualifizierung reichen», so das Fazit und der Wunsch von Prof. Olle.

Die bei den befragten Unternehmen vorrangig realisierten oder begonnenen Projekte hat das CATI-Team vier wesentlichen Anwendungsfeldern zugeordnet: die Prozesssteuerung und -überwachung in Echtzeit; die Digitalisierung von Abläufen – auch in administrativen Bereichen; der Einsatz von Assistenzsystemen sowie die Vernetzung von Insellösungen in der Automatisierung. Hinzu kommen drei weitere Optimierungsfelder, in denen die befragten Unternehmen Potenziale sehen: in der orts- und nutzerbezogenen Bereitstellung von Daten und Informationen auf mobilen Endgeräten; im Einsatz durchgängiger Ident-Technologien, z.B. RFID und in der Schaffung transparenter Wertschöpfungsketten vom Kunden bis zum Lieferanten. «Aus den Anwendungs- und Optimierungsfeldern haben wir letztlich einen unternehmensbasierten Wegeplan auf dem Weg zur Zukunftsvision Industrie 4.0 identifiziert, dem auch andere Unternehmen

Kunststoff-laufrollen

Kugellagereinheiten

Die Studie «Industrie 4.0: vom Hype zum shop floor», die viele Projektbeispiele aus der Unternehmenspraxis enthält, kann über das Chemnitz Automotive Institute bezogen werden. werner.olle@cati.institute

Kontakt Chemnitz Automotive Institute (CATI) TUCed – Institut für Weiterbildung GmbH Reichenhainer Strasse 29 D-09126 Chemnitz Telefon +49 (0)371 90949-41 info@cati.institute www.cati.institute n

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KUNSTSTOFF XTRA

INDUSTRIE 4.0

McKinsey-Studie zu Industrie 4.0

Nur Wenige ziehen produktiven Nutzen Gemäss einer McKinsey-Studie haben 70 Prozent der Nachzügler in puncto Industrie 4.0 weder Strategie noch Verantwortlichkeiten definiert. Vorreiter hingegen investieren im Schnitt 18 Prozent ihres F&E-Budgets in Industrie 4.0, neun von zehn Unternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance.

Kaum ein Schlagwort hat in den vergangenen Jahren so viel Aufmerksamkeit bekommen wie «Industrie 4.0» – sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Indus­ trie selbst. Die Erwartungen und der Optimismus bleiben gross – auch wenn sich in der Industrie manche Erwartungen in Bezug auf Industrie-4.0-Lösungen bislang noch nicht erfüllt haben. Viele Unternehmen stehen sogar immer noch ganz am Anfang und müssen erst einmal definieren, was Industrie 4.0 für sie bedeutet und welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben. Andere Firmen haben diese Phase schon hinter sich gelassen, ihre Industrie 4.0-Aktivitäten stark ausgeweitet und wertschöpfende Anwendungsfelder besetzt.

Vom Hype zur Wertschöpfung Um diese Entwicklung in Perspektive zu setzen und zu untersuchen, warum manche Unternehmen Fortschritte gemacht haben, während andere zurückbleiben hat McKinsey je 100 Entscheider aus der Industrie in Deutschland, Japan und den USA befragt. Die Ergebnisse finden sich in der Studie «Industry 4.0 after the initial hype: Where manufacturers are finding value and how they can best capture it». Die Analyse zeigt ausserdem auf, welche funktionierenden Beispiele für Industrie 4.0-Anwendungen es bereits gibt – und welche fünf Schritte Unternehmen nun einleiten können, um Wertschöpfung durch Industrie 4.0 zu realisieren. Martin Hattrup, Kommunikations-Spezialist bei McKinsey & Co., Düsseldorf, Martin_ Hattrup-Silberberg@ mckinsey.com

1

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Only 4 out of 10 companies made good progress – and progress was stronger in the US and Germany and for technology suppliers

Percent

Progress companies made in the last year in implementing Industry 4.0 applications/strategies overall At least good/substantial progress

No or only limited progress

50

50

US

56

Germany Japan

84

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53

47

Suppliers Manufacturers

44

63

37 Ø 42

SOURCE: McKinsey Industry 4.0 Global Expert Survey 2016

Wer wo wie aktiv ist bezüglich Industrie 4.0.

44 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr keine oder nur begrenzte Fortschritte beim Thema Industrie 4.0 gemacht. Nur gut jedes zehnte Unternehmen gibt an, Indus­ trie 4.0-Anwendungen und -strategien bereits vollständig implementiert zu haben. Die Vorreiter der digitalen Transformation investieren im Schnitt 18 Prozent ihres jährlichen Forschungsetats in für Industrie 4.0 relevante Themen – bei den Nachzüglern sind es weniger als 8 Prozent. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Studie von McKinsey.

Deutschland: Unternehmen weiterhin positiv gestimmt «Wir erleben eine gewisse Ernüchterung beim Thema Industrie 4.0», erläutert McKinsey-Partner Dominik Wee, einer der Autoren der Studie. «Zwar haben fast alle Unternehmen die Dringlichkeit erkannt. Doch nur wenige ziehen bereits

heute produktiven Nutzen aus Indus­trie4.0-Anwendungen wie der Analyse grosser Datenmengen, dem 3D-Druck oder haben gar ihr Geschäftsmodell an die Veränderungen durch die Digitalisierung angepasst». Dennoch ist die deutsche Industrie weiterhin optimistisch: 92 Prozent der Firmen geben an, Industrie 4.0 als Chance und nicht als Bedrohung zu sehen. Jedes zweite Unternehmen in Deutschland geht ausserdem davon aus, die Wettbewerbsfähigkeit durch Industrie 4.0 zu steigern. Sie rechnen mit durchschnittlich je zehn Prozent Kostenverbesserung und Umsatzwachstum. Nur jedes fünfte befragte deutsche Unternehmen gibt an, schon eine Industrie-4.0-Strategie definiert oder einen Fahrplan aufgestellt zu haben. Nur in einem Drittel der Firmen sind die Verantwortlichkeiten für Industrie 4.0 klar geregelt. Dominik Wee: «Es sind derzeit oft sehr triviale Hindernisse, die der Umsetzung von Industrie 4.0 im Weg stehen.» 4/2016

Quellen: McKinsey Industry 4.0 Global Expert Survey 2016

Martin Hattrup 1


CREATIVE POLYMERS

KUNSTSTOFF XTRA

Share1 of roles responsible for driving Industry 4.0 strategy Percent

US Germany

Others

Business Unit Heads

CIO

COO

CEO

26

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21

21

33

23 42

Japan

13 15

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CDO 7 0 11

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8

1 1

With regard to companies that have assigned clear responsibilities for Industry 4.0

Meist sind Geschäftsbereichsleiter verantwortlich für Industrie 4.0. Im Prinzip sollte dies Sache des CEO sein.

Dazu gehören vor allem: – Fehlende Koordinierung: Nach wie vor ist in vielen Unternehmen ein Silodenken zwischen Produktions-, Entwicklungs-, IT- und Finanzabteilung verbreitet. Das erschwert die Koordinierung von Industrie 4.0-Projekten über die gesamte Organisation. – Mangelnder Mut zu Veränderungen: In vielen Firmen fehlt es an Mut, notwendige radikale Veränderungen anzugehen. – Fehlendes Personal: Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, Mitarbeiter mit neuen Qualifikationsprofilen – wie beispielsweise Data Scientists – zu gewinnen. – Bedenken bei Cybersicherheit: Die Implementierung von Industrie-4.0-Anwendungen erfordert häufig die Zusammenarbeit mit Partnern, wie z.B. Softwareanbietern. Viele Unternehmen haben Bedenken zur IT-Sicherheit im Netzwerk des Partners oder im Transit. Daher zögern sie, ihre Daten zu teilen. – Vermeintlich fehlende Geschäftsgrundlage: Vielen Organisationen fällt es schwer, notwendige grössere Investitionen in die IT-Architektur zu rechtfertigen, wenn die möglichen Erlöse durch Industrie 4.0 noch nicht zu beziffern sind. «Um diese Barrieren zu überwinden, braucht es ein klares Bekenntnis der Vorstandsebene, das Thema Industrie 4.0 voranzutreiben», sagt Dominik Wee. Bisher zeigt sich laut der McKinsey-Studie noch ein anderes Bild: In nur 19 Prozent der deutschen Unternehmen verantwortet der CEO selbst die Strategie zu Industrie 4.0.

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Die PT S -Gruppe – I hr We rkstof f spe z ialis t für Hart/We ich-Ve rbindunge n, strahle nv e rn e tz b a r e T he rmoplaste und High-Pe rf ormance C om p o un d s .

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Hochwertige Kosmetikverpackungen

Bessere Qualität, kürzere Zykluszeiten

Cremedose aus PMMA. Links: farbiger Innenteil, rechts: fertige Dose.

Das 1991 von den Brüdern Mini und Max Liu gegründete Unternehmen ERF ist heute mit 110 Mitarbeitern einer der führenden Hersteller von Kosmetikverpackungen in Taiwan. Als Lösungsanbieter bietet ERF seinen Kunden weltweit ein volles Leistungsspektrum, von der Beratung und dem Design über die Werkzeugtechnik bis hin zur Produktion und zur Bedruckung der Produkte mit modernsten Technologien wie dem Metallisieren, dem Vakuum­eloxieren, Heiss­ prägen, Siebdruck, UV-Lack oder Soft-­

24h

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Touch-Beschichten. Das Produktspektrum umfasst Airless-­Pumpflaschen aus PP und PETE, doppelwandige Airless-Pumpflaschen, Dispenser für Lotionen, Flaschen aus PETG und PP, Cremedosen aus PP und PETE, Pipetten und vieles mehr in unterschiedlichsten Farben und Formen. Das Hauptprodukt des Unternehmens sind die Airless-Flaschen. Dabei handelt es sich um eine Eigenentwicklung von ERF. Die Technologie dieses Produkts ermöglicht eine 100%ige Flüssigkeitsentnahme. Damit werden diese Flaschen vor

Die Champions League der Filterbranche – SF-Filter. 30’000 Filtertypen ab Lager für den Mobil- und Industriebereich.

allem für die Verpackung hochpreisiger Lotionen eingesetzt. Qualität und perfekter Service haben bei ERF oberste Priorität. Wittmann Battenfeld konnte mit ihrer für den Spritzguss von Kleinst- und Mikroteilen konzipierten MicroPower im Jahr 2012 bei ERF Fuss fassen. ERF fertigt heute auf zwei Maschinen der MicroPower-Baureihe mit einer Schliesskraft von 150 kN Hochpräzisionsteile für Dosierpumpen für Kosmetikflaschen. Die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser innovativen Maschine, über deren zweistufiges Schnecken-Kolben-­ Spritzaggregat thermisch homogene Masse mit einem Schussvolumen von unter 0,05 bis 4 cm3 bei stabilster Produktion und kurzen Zykluszeiten eingespritzt wird, hat ERF von der Qualität der Spritzgiesstechnologie von Wittmann Battenfeld überzeugt. «Mit einer einzigen MicroPower haben wir den Output von vier bisher in diesem Bereich eingesetzten Standardmaschinen erzielt», so Mini Liu, Geschäftsführer und Eigentümer von ERF. «Wittmann Battenfeld ist für uns der Partner, wenn es um innovative Maschinentechnologie geht.» Die Maschinen sind mit einem Wittmann Scara Roboter W8VS2 sowie Wittmann Temperiergeräten und Trocknern ausgestattet.

heller > laufer

Bild: ERF

Die Firma Ever Rich Fountain Co., Ltd. (ERF) mit Sitz in Taichung, Taiwan, ist ein führender taiwanesischer Hersteller von hochwertigen Kosmetikverpackungen. Neben lokalen Spritzgiessmaschinen kommt in der Produktion moderne Spritzgiesstechnologie von Wittmann Battenfeld zum Einsatz.

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Mehrkomponententechnik für Cremedosen Im Dezember des Vorjahres hat ERF seinen Maschinenpark um eine hydraulische Mehrkomponentenmaschine der Firma Wittmann Battenfeld erweitert. Es handelt sich dabei um eine HM 240/525H/525S mit vertikaler Dreheinheit. Die Mehrfarben-Maschine wird für die Herstellung von Cremedosen aus PMMA eingesetzt. Dabei ist die äussere Kunststoffschicht glasklar, die innere ist vorgefärbt, um einen Klavierlackeffekt zu erzeugen. Mini Liu erklärt, dass diese Technologie gegenüber der bisher eingesetzten Aus­ ser-

Haus-Lackierung der Cremedosen wesentliche Vorteile mit sich bringt. Zum einen fallen Schäden durch den Transport der empfindlichen Produkte, zum anderen durch die Vermeidung der Bearbeitung mit der Chemikalie Lack weg. Des Weiteren ermöglicht die 2-Komponententechnologie gegenüber dem Spritzen eines dickwandigen Teils aus einer Komponente eine erhebliche Reduzierung der Zykluszeit und damit einen deutlich höheren Ausstoss. ERF nimmt bei der Herstellung von Cremedosen in 2-K-Technologie eine Pionierrolle ein. Mini Liu betrachtet die Produktion von Cremedosen in dieser Technologie als Pilotprojekt,

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dem, bei entsprechendem Erfolg, weitere Produkte folgen sollen. Die Verbesserung der Qualität der Produkte sowie die Reduzierung der Zykluszeit, die eine Verkürzung der Lieferzeiten ermöglicht, ist für Mini Liu ein wesentlicher Schritt, die Marktanteile signifikant zu steigern.

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Substitution von PE und PP ist die falsche Richtung

Bunte PET-Verpackungen behindern Recycling

Bild: Dollarphotoclub, Zoe

Bei Kunststoffflaschenverpackungen zeichnet sich ein Trend zu vielfarbigen PET-Verpackungen ab. Der europäische Verband Plastics Recyclers Europe rechnet künftig europaweit mit jährlich rund 300 000 Tonnen dieser farbigen Kunststoffe, die den Recyclern massive Probleme bereiten werden. Die Recyclingunternehmer Michael Scriba, Geschäftsführer von mtm plastics, und Herbert Snell, Geschäftsführer von Multiport und MultiPet, erläutern, welche Probleme das sind und welche Alternativen besser für das Recycling geeignet sind.

Der Trend zu bunten Verpackungen aus PET verteuert den Recyclingprozess.

Die Kunststoffrecyclingunternehmen mtm plastics GmbH aus Niedergebra sowie MulitPet GmbH und Multiport GmbH aus Bernburg schliessen sich der Warnung des europäischen Verbands Plastics Recyclers Europe (PRE) an: Der sich abzeichnende Trend zu immer vielfarbigeren PET-Verpackungen behindert massiv das Kunststoffrecycling. Dabei wäre es so einfach: Nutzen die Verpackungshersteller PP oder PE als Material, spielen für den Recyclingerfolg Farben keine Rolle, sagen mtm-Geschäftsführer Michael Scriba und MultiPet- und Multiport-Geschäftsführer Herbert Snell.

Die Zusatzkosten rechnen sich nicht Halte der vom Marketing getriebene Wechsel zu farbenfrohen PET-Verpackungen an, könnten demnächst europaweit jährlich rund 300 000 Tonnen dieser farbigen Kunststoffe zusätzlich auf den 18

Markt kommen, schätzt PRE. Diese Entwicklung hat schwerwiegende Auswirkungen auf den Recyclingprozess: Werden die bunten mit den transparenten Verpackungen gemeinsam gesammelt, müssen die farbigen Anteile in einem zusätzlichen Schritt separiert und anschlies­ send grau oder schwarz eingefärbt werden, bevor sie in den Verkauf gehen können. Doch gebe es für ein solches Produkt aus grauem oder schwarzem Recycling-PET auf absehbare Zeit kaum Nachfrage, bestätigt Snell die Einschätzung des europäischen Verbands zu den Vermarktungschancen. «Die Extrakosten für den Sortieraufwand sind kaum zu leisten bei einem Rezyklatmarkt, der ohnehin schon unter Druck steht», befürchtet er. Auch die PE/PP-Verwerter blicken mit Sorge auf die neue Entwicklung: «Auch bei uns landen immer mehr PET-Verpackungen, die vorher aus gut zu recycelnden Polyethylen oder Polypropylen hergestellt waren. Das mindert nicht nur

unseren verwertbaren Input, sondern verursacht zusätzliche Kosten, weil wir das Material ausschleusen und kostenpflichtig entsorgen lassen müssen», erläutert Scriba. Der Rat der Recyclingexperten ist eindeutig: Flaschen etwa für Reinigungsmittel, Shampoos oder Kosmetika sollten aus den Materialien PP oder PE-HD hergestellt werden. Die Substitution von PP und PS im Schalenbereich durch PET ist aus ihrer Sicht ein Negativbeispiel für die Entwicklung, die jetzt auch bei Flaschenverpackungen erwartet wird. Die PET-Schalen und Blister werden zurzeit nahezu vollständig verbrannt, anstatt zu einem neuen Rohstoff für die kunststoffverarbeitende Industrie verarbeitet zu werden. Die Einfärbungen und Mehrschichtigkeit der Verpackungen sind der Grund. Dagegen haben Produktdesigner beim Einsatz der Polyolefine PE oder PP für die Verpackungen volle Freiheit in der Farbgestaltung, da diese Kunststoffe seit Jahren nachweislich erfolgreich zu recyceln sind, betonen die Recycling-Unternehmer.

Kontakte mtm plastics GmbH D-99759 Niedergebra Telefon +49 (0)36338 325-0 m-scriba@mtm-plastics.eu www.mtm-plastics.eu Multiport GmbH und MultiPet GmbH D-06406 Bernburg Telefon +49 (0)3471 6404-0 snell@mp-bbg.eu www.mp-bbg.eu

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KUNSTSTOFF XTRA

VERPACKUNG

Ceresana analysiert den Markt für Beutel, Säcke und Tüten

Polyethylen verpackt die Welt

Viele Staaten versuchen, den Verbrauch von Einwegtüten einzudämmen. Allerdings sind Einwegtragetaschen aus Kunststoff nicht in allen Ländern gleichermassen problematisch: Negative Auswirkungen auf die Umwelt hängen neben der Höhe des Pro-Kopf-Verbrauches und der Anzahl der Wiedernutzungen vor allem von der Güte der jeweiligen Abfallwirtschaft und der Entsorgungs- und Recyclingsysteme ab. In Europa verpflichtet jetzt eine Novellierung der Verpackungsrichtlinie (94/62/EG) die Mitgliedsstaaten der EU zu konkreten Massnahmen. Das wird zu einem merklichen Rückgang führen, auch wenn einzelne Länder, etwa Polen, diese Richtlinie lieber ignorieren würden.

Biokunststoffe legen zu Von Verboten und Sondersteuern, die sich gegen dünne Tüten aus Polyethylen richten, sind Biokunststoffe meist ausgenommen. Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Maisstärke) hergestellt werden und/oder biologisch abbaubar sind, haben in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen und werden verstärkt von Gesetzgebern berücksichtigt. Die Kompostierung dieser Produkte funktioniert jedoch noch nicht immer reibungslos. Biokunststoffe allein sind nicht die ultimative Lösung des Problems.

Schwächelnde Riesensäcke Kunststoff ersetzt bei Schwerlast- und Industriesäcken zunehmend Papier. In einzelnen Bereichen, etwa Tierfutter 4/2016

Bild: Ceresana

Die Liste der verschiedenen Beuteltypen wird immer länger. Eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Ceresana erwartet, dass der weltweite Absatz von Beuteln, Säcken und Tüten aus Polyethylen-Folie, sonstigen Kunststoff-Folien, gewebten Kunststoff-Streifen sowie aus Papier bis zum Jahr 2022 auf insgesamt rund 37,9 Millionen Tonnen wachsen wird. Polyethylen, vor allem LLDPE, ist dabei das mit Abstand am meisten verwendete Material. Jedoch können die verschiedenen Stoffe in einzelnen Anwendungsgebieten sehr unterschiedliche Marktanteile erreichen.

Verpackungen aus PE, vor allem LLDPE, sind weltweit das meist verwendete Material.

oder Baumaterialien, spielen Papiersäcke zwar weiterhin eine wichtige Rolle; Polyethylen gewinnt aber auch hier weitere Marktanteile. Dabei gibt es von Land zu Land gros­se Unterschiede. Zement beispielsweise wird in Asien häufiger in Kunststoffsäcken verpackt als in Europa. Die Nachfrage nach Schwerlastsäcken hängt in hohem Masse von der Dynamik der Bauwirtschaft ab, die derzeit z.B. in Brasilien und China stark nachlässt. Ceresana erwartet, dass der Verbrauch von Schwerlastsäcken aus Kunststoff in Brasilien über den Prognosezeitraum nur noch mit 2,5 % pro Jahr wächst.

denbeutel legten in den vergangenen Jahren einen regelrechten Siegeszug hin. Der Pro-Kopf-Verbrauch in den verschiedenen Ländern differiert aber noch stark – folglich hat dieser Verpackungstyp noch ein enormes Wachstumspotenzial. Bei Beuteln und Säcken gewinnen moderne Form-Fill-Seal-Prozesse immer weiter an Bedeutung: Mit Hilfe geeigneter Maschinen erfolgen die Formung der Verpackung, deren anschliessende Befüllung sowie die Verschliessung in einem kontinuierlichen Prozess.

Ungebremster Siegeszug der Standbeutel Bei der Verpackung von Lebensmitteln geht der Trend weiterhin zu Kunststoffbeuteln, die zum Beispiel Metalldosen und Glasgefässe ersetzen. Flexible Kunststoffbeutel können sich der Ware besser anpassen, somit lässt sich die Verpackungsgrösse optimieren. Oft sind sie auch mikrowellengängig. Standbo-

Kontakt Ceresana
Technologiezentrum Blarerstr. 56 D-78462 Konstanz Telefon +49 (0)7531 94293-10 info@ceresana.com www.ceresana.com

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22 500

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ISO 527-2

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ISO 179-1/1eU

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%

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60

Tabelle: Eigenschaftsvergleich eines Standard PA 6 mit 60 % Glasfaserverstärkung, verglichen mit Akromid B3 GF 60 4 RM-M.

Bild: K.D. Feddersen CEE

Für die neuen Lamellen wurde ein Werkstoff gesucht, der eine gute Oberfläche zeigt, aber dennoch eine hohe Steifigkeit besitzt und noch dazu ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Key Plastics setzte bereits für andere Modelle ein mit 50 % Glasfasern verstärktes PA 6-Compound mit reduzierter Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Hause Akro-­ Plastic ein. In diesem Fall reichte jedoch die Steifigkeit nicht mehr aus. Christoph Gerling, Business Development Manager bei K.D. Feddersen empfahl daraufhin, den Verstärkungsgrad auf 60 % zu erhö-

Wenig Feuchtigkeitsaufnahme führt zu guter Dimensionsstabilität und sorgt so für gleichbleibende Bedienkräfte beim Verstellen auch längerer Lamellen.

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hen und bereits der erste Versuch mit dem Akromid B3 GF 60 4 RM-M erfüllte die Anforderungen des Kunden. Akromid RM-M (Mechanik-Typen) eignet sich als Konstruktionswerkstoff für mechanisch hoch beanspruchte Bauteile. Diese Produktreihe bietet ausschliesslich verstärkte Compounds mit unterschiedlichen Glasfasergehalten in drei Ausführungen an: Standard, oberflächenmodifiziert («9») und mit erhöhter Chemikalien­be­­­s­tändigkeit («4»). Es handelt sich um ein Blend aus Polyamid und PBT, welches die guten Eigenschaften beider Polymere in sich vereint: die hohe Steifigkeit und geringe Wasseraufnahme von PBT und das grosse Verarbeitungsfenster sowie die sehr gute Oberfläche vom Polyamid. Genau diese Eigenschaften waren für die Umsetzung des neuen Designs mit deutlich längeren Lamellen entscheidend. Die reduzierte Feuchtigkeitsaufnahme von 1 % liegt auf dem Niveau teilaromatischer Blends und ermöglicht so eine Konstruktion mit geringen Toleranzen. Ein weiterer Vorteil des Materials liegt darin, dass der E-Modul nur geringfügig abnimmt und damit die Lamelle unter den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen kon­ stant hohe Steifigkeit aufweist (siehe Tabelle) und somit die Wertigkeit der Konstruktion unterstützt.

Dass eine sehr gute Oberfläche mit einem hohen Glasfasergehalt von 60 % nicht einfach zu realisieren ist, haben schon viele Spritzgiesser erfahren müssen. Oftmals ist die Glasfaser dabei auf der Oberfläche deutlich erkennbar. Bei diesem Compound ist die Glasfaser optimal in die Matrix eingebunden und dank der Blendtechnik kaum auf der Oberfläche erkennbar. Auch das Artikel- und Werkzeugdesign spielt eine grosse Rolle, damit das spätere Bauteil trotz hohem Verstärkungsgrad eine gute Oberfläche besitzt. Das Material erfüllt den Anspruch von Volkswagen, das Bauteil ohne zusätzliche Lackierung und mit einer Werkzeugtemperatur von unter 100 °C zu produzieren. Somit ist dieser Blend eine preiswerte Alternative zu teilaromatischen Polyamiden.

Kontakt K. D. Feddersen CEE GmbH Andreas Pail Mariahilferstrasse 103/4/62b A-1060 Wien Telefon: +43 (0)664 34 37 137 andreas.pail@kdfeddersen.com www.kdfeddersen.com n 4/2016


KUNSTSTOFF XTRA

Kugellager mit langer Laufzeit

Korrosionsbeständiger Hightech-Stahl In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die Komponenten für Abfüllanlagen stets gestiegen. Hohe Geschwindigkeiten, ätzende Reinigungsmittel und starke Belastung machen den Kurvenrollen zu schaffen. Hier bietet ein korrosionsbeständiger Hightech-Stahl von Jesa eine Lösung.

Branson 2000Xc – Präzise Schweißergebnisse bei gleichbleibend hoher Qualität. Unser neues Ultraschallschweißsystem erfüllt mit seiner sicheren Prozesssteuerung (FDA konform) und der detaillierten Schweißdatenaufzeichnung die heutigen Bild: Jesa

Marktanforderungen bezüglich Regelkonformität, Rückverfolgbarkeit und Sicherheit in den Bereichen Medizintechnik, Automobilindustrie sowie Büro-

Kurvenrolle für Flaschen-Abfüllanlage.

und Unterhaltungselektronik.

Herkömmliche Kurvenrollen fallen oft nach relativ kurzer Einsatzzeit aus, sei es, weil sich die Kunststoffummantelung wegen zu hoher Last löst oder wegen der aggressiven Umgebung sich Rost an dem eingesetzten Nirostahl ansetzt. Mit Steenox hat Jesa eine Kundenlösung gefunden, die sowohl den mechanischen wie auch den chemischen Bedingungen über einen deutlich löngeren Zeitraum standhält. Steenox ist das innovative Produkt eines rostfreien martensitischen Stahls und einer speziellen Wärmebehandlung. Durch diese Technologie entsteht ein leistungsfähigerer Werkstoff, der sich durch eine höhere Beständigkeit gegen Material­ ermüdung und Korrosion auszeichnet. Eine spezielle Stahl-Aussenkontur sorgt für eine optimale Haftung der Kunststoffummantelung, die eine hohe Shorehärte und geringen Verschleiss aufweist. Für den Einsatz von Kugellagern in stark ätzender Umgebung, wo die Lebensdauer ein entscheidendes Kriterium darstellt, ist 4/2016

der neue Steenox-Stahl die Lösung. Verglichen mit einem Lager aus einem herkömmlichen Edelstahl (AISI 440C nach DIN 1.4125) zeigt er im Salzsprühnebeltest eine um das fünfzehn- bis zwanzigfache verlängerte Beständigkeit gegen Korrosion. Besonders für Anwendungen für Kunden aus der Lebensmittelindustrie sind massgeschneiderte Kugellagerlösungen von Vorteil. Der verwendete spezifische Schmierstoff ist für den Lebensmitteleinsatz zugelassen.

Kontakt Jesa SA Rte du Petit-Moncor 9 CH-1752 Villars-sur-Glâne Telefon +41 (0)26 408 47 80 marketing@jesa.com www.jesa.com

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KUNSTSTOFF XTRA

WERKSTOFFE

CEFEP (European FEF and PEF Interest Group)

Dämmstoffe als multifunktionale Optimierer Um die Funktionalität technischer Anlagen dauerhaft zu verbessern, empfehlen sich Dämmstoffe aus flexiblen Elastomeren (FEF) und Polyethylen (PEF). Das Leistungsspektrum der synthetischen Schäume ist gross.

Bild: CEFEP

mal, das zusätzlich der Entstehung von Tauwasser vorbeugt. Deshalb kommen flexible Elastomer-Schäume verstärkt in der Klima- und Kältetechnik zur Anwendung, wo sie Feuchteschäden langfristig verhindern.

Energieeffizienz – ein Leben lang Technische Dämmstoffe aus flexiblen Elastomeren (FEF) und Polyethylen (PEF) optimieren technische Anlagen – vom Privathaushalt bis zum Industriegebäude.

Energieeffizienz, Tauwasser-, Korrosionsund Arbeitsschutz sowie einfaches Handling zählen zu den wichtigsten Anwendungsvorteilen von technischen Dämmstoffen aus FEF und PEF. Besonders im Energiebereich zeigen sich ihre Stärken: «Eine Dämmung mit FEF- und PEF-Schäumen ermöglicht dank der niedrigen Wärmeleitwerte erhebliche Energieund Kosteneinsparungen», erklärt Dr.-Ing. Andrea Marenghi, technischer Experte in der europäischen Interessengemeinschaft CEFEP. «In Verbindung mit ihrer geschlossenzelligen Struktur wirken FEF-Dämmstoffe in der Kälte- und Klimatechnik auch der Bildung von Tauwasser entgegen: Im Gegensatz zu faserigen Materialien sind sie resistent gegen Wasserdampfdiffusion». Technische Anlagen, Rohre und Behälter sind besonders anfällig für Energieverluste. Mit Wärmeleitwerten ab 0,033 W/(mK) bei 0 Grad Celsius Mitteltemperatur re­ duzieren technische Dämmstoffe aus flexiblen Elastomer- (FEF) und Polye­ thylen-Schäumen (PEF) energetische Einbussen deutlich. Unterstützend wirkt dabei ihre geschlossenzellige Materialstruktur, die den Durchgang thermischer Energie erschwert – ein Leistungsmerk22

le Elastomer-Schäume der Bildung von Tauwasser vor. Dank ihrer integrierten 'Dampfbremse' ist die Anlage somit doppelt vor Feuchtigkeit geschützt», erklärt Marenghi.

Rundum sicher mit durchdachten Isolationskonzepten

Geschlossenzellig gegen Feuchteschäden

Flexibel und faserfrei – dank dieser beiden Eigenschaften erweisen sich technische Dämmstoffe als besonders anwenderfreundlich. Aufgrund ihrer geschlossenzelligen Materialbeschaffenheit entsteht beim Zuschneiden kein Faserstaub, der gesundheitliche Schäden verursachen oder beim späteren Rückbau hinderlich sein könnte. So schützen Dämmstoffe aus FEF und PEF nicht nur die Anlagentechnik, sondern auch den Anwender. Ihre hohe Flexibilität erlaubt eine Anbringung mit nur wenigen, einfachen Handgriffen, wobei eine professionelle Montage auch optimale und langfristig wirksame Ergebnisse garantiert. Nach dem Einbau verringern die fachgerecht isolierten Rohre und Behälter das Verletzungsrisiko, indem sie Hitze- und Kältekontakte vermeiden und Stösse abfedern. Zudem senken Dämmstoffe den Geräusch­pegel innerhalb des Gebäudes. Dadurch können im Industriebereich die Arbeitsbedingungen verbessert und in Wohngebäuden lästige Nebengeräusche gedämpft werden.

Während Dämmstoffe aus PEF hauptsächlich zur Wärmeisolierung eingesetzt werden, sind solche aus FEF auch bei klima- und kältetechnischen Anlagen gefragt. Gerade bei diesen droht aufgrund der Umgebungstemperaturen die Bildung von Kondenswasser, was zu Schäden bis hin zur Korrosion führen kann. Geschlossenzellige FEF-Dämmstoffe wirken hier effektiv entgegen: «Bei richtiger Bemessung der Dämmstoffdicken beugen flexib-

Kontakt CEFEP FEF/PEF Interest Group Schildenstrasse 24 D-29221 Celle Telefon +49 (0)5141 889 265 info@cefep.net www.cefep.eu

Dank ihrer optimierten Materialeigenschaften erzielen FEF- und PEF-Schäume während ihrer Nutzungsphase eine positive Energiebilanz. So lässt sich bei Neubauten, aber auch bei bestehenden Gebäuden, der energetische Standard deutlich erhöhen. Gerade im Hinblick auf die kommenden verschärften europäischen und nationalen Regelungen zur Energieeinsparung überzeugt die technische Dämmung: Ergebnisse verschiedener Studien belegen, dass sich der Energiebedarf zur Beheizung und Warm­was­serversorgung mit der richtigen Isolierung um bis zu 25 Prozent senken lässt. Dieser positive Effekt zeigt sich während ihrer gesamten Lebensdauer. «Technische Dämmstoffe zählen zu den wenigen Industrieerzeugnissen in Europa, die im Laufe ihres Lebens mehr Energie einsparen als sie verbrauchen», betont Marenghi.

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KUNSTSTOFF XTRA

WERKSTOFFE

Für Industriedetektive und andere Chemiespürnasen

Laborkoffer mit Kunststofferkennungs-Kit Recyclingunternehmen, Kunststoffhersteller und -verarbeiter oder auch Maschinenbauer müssen häufig in kurzer Zeit präzise Aussagen über die Bestandteile von Materialien machen. Für eine grobe Analyse kann hier der Laborkoffer der Rominger Kunststofftechnik GmbH erste Hilfe leisten.

von den Gegebenheiten vor Ort sofort durchführen kann, habe ich mir den Rominger-Laborkoffer zugelegt.» Er fügt hinzu, apparative Analysen böten zwar genauere Ergebnisse, aber wenn es schnell gehen müsse, sei der Laborkoffer mit maximal 12 Minuten pro Analyse unschlagbar. «Ausserdem reicht vielen Kunden oft eine grobe Aussage und sie haben gar nicht die Zeit, auf die Ergebnisse zeitintensiver Verfahren plus Versandkosten zu warten.» Der Auftraggeber könne anschliessend sofort Massnahmen etwa für die Verbesserung eines Produktes ergreifen. «Oft werden Analysen auch durchgeführt, um zu erfahren, was genau hinter oder in Konkurrenzerzeugnissen steckt», schliesst Purghart.

Bild: Rominger

Auch zum Lehren und Lernen geeignet

Martin Bollmann von der Semadeni Plastics Group hat den Laborkoffer häufig im Einsatz.

Dr. Birgit Lutzer 1 Dr. Vladimir Purghart hat sich kürzlich in Teufen AR unter dem Firmennamen «Purghart Analytics» selbstständig gemacht. Für die Bestimmung der Bestandteile von Materialien nutzt er neben dem Einsatz instrumenteller Kunststoffanalyseverfahren bei bestimmten Aufträgen einen kleinen, komplett ausgestatteten Laborkoffer. Das Equipment lässt sich mit wenigen Handgriffen aus- und einpacken. Purghart: «Damit ich Analysen unabhängig 1 Dr. Birig Lutzer, Rominger Kunststofftechnik GmbH, Steinhagen (D).

4/2016

Neben «Industriedetektiven» wie Purghart setzen Schulen, Universitäten und Firmen den Koffer zu Ausbildungszwecken ein. Speziell im Fach «Chemie» werden hochkomplexe Inhalte oft auf abstrakter Ebene vermittelt. Der Laborkoffer eignet sich deshalb gut, den Lernenden einen anderen Zugang zur Materie zu verschaffen. Das Prinzip, sich anspruchsvolle Inhalte durch aktives Umsetzen anzueignen, entspricht neuen erziehungswissenschaftlichen Ansätzen wie der Ermöglichungsdidaktik sowie aktuellen Erkenntnissen der Kognitionsforschung. Auch Dr. Johannes Hoffner, Fachvorstand Abteilung Chemie vom Schweizer Gymnasium Liestal wendet den Laborkoffer in seinem Unterricht an. Er berichtet: «Die hohe Unterscheidungsfähigkeit ohne Zuhilfenahme von instrumenteller Analytik bringt den Schülern die Chemie der Kunststoffe näher. Er

fügt hinzu: »Sie finden dieses Praktikum spannend, da es für sie eine unmittelbar einsichtige Bedeutung hat.»

Der Koffer im Arbeitsalltag Die Semadeni Plastics Group mit Sitz in Ostermundigen (CH) setzt den Laborkoffer überwiegend in der täglichen Produktion ein. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von Produkten aus Kunststoff spezialisiert. Hinzu kommen kunststoffbezogene Dienstleistungen. Geschäftsführer Patrick Semadeni verrät: «Sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene Mitarbeiter verschiedener Unternehmenssparten sind von dem Laborkoffer begeistert.» Martin Bollmann, Leiter Qualitätssicherung Spritzwerk, ergänzt: «Der Koffer wird bei uns von der Qualitätssicherung für die gesamte Abteilung Spritzwerk verwendet. Hauptsächlich werden Kunststoffteile möglicher neuer Projekte beurteilt, um diese dann einer Kunststofffamilie möglichst genau zuzuordnen.» Der Laborkoffer komme aber auch zur Anwendung bei der Materialbestimmung im Alltag. Er schildert ein Praxisbeispiel: «Es ging um PP-Granulat, welches in der Herstellung bei einem Granulatproduzenten mit PE vermischt wurde.» Es sei keine genaue Materialbestimmung mehr möglich gewesen, was den Schluss zuliess, «dass das angelieferte Lot für uns nicht verarbeitbar ist.» Kontakt Rominger Kunststofftechnik GmbH Bleick 3b CH-6313 Edlibach ZG Telefon +41 (0)41 756 03 15 rominger@kunststofftechnik.ch www.kunststofftechnik.ch

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VERBAND

Fensterkosten im Lebenszyklus verschiedener Werkstoffe

Es ist bekannt, dass durch die Sanierung der Fenster bei einem Altbau rund 25 % der Heizenergie eingespart werden kann. Dabei spielen die Rahmen und Laibungen eine wesentliche Rolle, vor allem können durch die Verwendung von geschäumten Kunststoffen der Profile tolle Isolationswerte resultieren. Das ist nicht immer augenfällig, weil pro Fenstertyp der Unterschied im Preis nicht so hoch erscheint. Bei einem grossen Bauwerk multiplizieren sich jedoch die Unterschiede drastisch. Vor allem dann, wenn der Zeitraum sich über Jahrzehnte erstreckt. Ein in Zusammenarbeit mit der Uni Wien entwickelter Kostenrechner zeigt die Unterschiede verschiedener Werkstoffqualitäten transparent auf und ist für Bauherren der öffentlichen Hand einfach im Handling.

Heinz G. Schratt1, Kurt Röschli2 Bekanntlich bestehen Fenster nicht nur aus durchsichtigem Glas. Es braucht weiter im Wesentlichen Fensterrahmen (Blendrahmen oder Fensterstöcke) und Laibungen. In der Vergangenheit bestanden diese aus Holz, in den siebziger und achtziger Jahren oft aus Aluminium. Heute gibt es eine Vielzahl von Werkstoffen und Verbunden, wie Kunststoffe, speziell PVC, Holz, Holz/ Alu, nur Alu, u.a. Jeder Werkstoff hat seine Vor- und Nachteile. Kunststoff- resp. PVC-Rahmen zeichnen sich durch sehr gute U-Werte (Isolationswerte) aus, zudem sind sie in der Regel kostengünstig und relativ einfach in der Wartung. In der Schweiz be1  Dipl. Ing. Heinz G. Schratt, Plastics Europe und API Österreich, h.schratt@ plastics­ europe.org. 2 Dipl. Ing. Kurt Röschli, CEO PVCH.

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Bild: PVCH

Fenster sind nicht gleich Fenster

Fenster bestehen nicht nur aus Glas; Rahmen und Laibungen sind ebenso wesentliche Bestandteile.

trägt der Anteil an Kunststofffenstern rund 53 %. Dies mit zunehmender Tendenz. Ganz anders in Österreich: Österreich hat neun Bundesländer. Das Bundesland der Stadt Wien ist das grösste unter ihnen. Der Anteil an Kunststofffenstern in der Stadt Wien beträgt in öffentlichen Bauten praktisch 0 %, obwohl Wien rund 1,8 Millionen Einwohner zählt und damit 21 % der Gesamtbevölkerung ausmacht. Der Grund liegt einzig im Verbot für den Einsatz von PVC Fenstern in öffentlichen Bauten in der Stadt Wien. In der Schweiz wird das wesentlich pragmatischer gehandhabt: Es gibt sogenannte Regulatorien, im konkreten Fall das KBOB (Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren). Wie schon aus dem Namen hervorgeht, gibt das KBOB Weisungen resp. Definitionen im Rahmen des Submissionswesens in öffentlichen Bauten. Diese wiederum finden ihren Niederschlag im sogenannten eco Devis (Planungsinstrument für öffentliche Bauten), das die Spezifikationen von

Werkstoffen resp. die Formalitäten in den öffentlichen Ausschreibungen ziemlich detailliert definiert. Offensichtlich geht die Schweiz mit diesen Tools einen wesentlich angepassteren Weg und versucht möglichst sinnvolle (Entscheidungs-)Kriterien zu inkludieren, wie z.B. die Re­c y­ cling­mög­lich­kei­ten, Gesamtenergiebilanz, CO2-Belastung, Energieeinsparungspotenzial durch besseres Isolieren. Zurück nach Österreich resp. in die Stadt von Wolfgang Amadeus Mozart. In einem kürzlich durchgeführten Stake Holder Meeting in Wien waren nicht nur Holzund Alu-Lobbyisten anwesend, sondern auch «Bauherren» von öffentlichen Bauten. Ziel dieses Meetings, zu dem Plastics Europe eingeladen hatte und an dem auch die Schweiz vetreten war, war ein neues Tool vorzustellen – nämlich den erwähnten Kostenrechner – sowie das Gespräch auch mit den Behörden zu suchen. Fazit: Es gibt offensichtlich kein logisch erscheinendes Argument gegen den Einsatz von PVC-Fenstern. Sie sind einfach verboten – Punkt! 4/2016


VERBAND

Monatliche Kosten pro Fenster: Durchschnittliche monatliche Kosten pro Fenster als Grundlage für die Verrechnung der Betriebskosten. Mit finanzmathematischer Berücksichtigung des Zahlungszeitpunktes und des kalk. Zinssatzes. € 5.80 € 5.60

€ 5.62

€ 5.40

€ 5.26

€ 5.20

€ 5.05

€ 5.00

€ 4.88 € 4.75

€ 4.80 € 4.60

€ 4.40 € 4.20

VARIANTE 1: KUNSTSTOFF

ALTERNATIVE 2: KUNSTSTOFF

KUNSTSTOFF

KUNSTSTOFF

KUNSTSTOFF

Annuitäten: Durchschnittliche (abgezinste) Kosten pro Jahr während der Nutzungsdauer bzw. während der Gebäudestandzeit (sofern eine solche angegeben ist). WICHTIG: Verwenden Sie diese Berechnungsmethode für den korrekten Vergleich bei unterschiedlicher Nutzungsdauer. € 17'000

€ 16'872.60

€ 16'500 € 16'000

€ 15'792.30

€ 15'500

€ 15'157.00

€ 15'000

€ 14'644.30

€ 14'500

€ 14'250.40

€ 14'000

Grafiken: ÖAKF

€ 13'500 € 13'000 € 12'500

VARIANTE 1: KUNSTSTOFF

ALTERNATIVE 2: KUNSTSTOFF

KUNSTSTOFF

KUNSTSTOFF

KUNSTSTOFF

Ein kostenloses Excel-Tool ermöglicht einen korrekten Vergleich von langfristigen Investitionen.

Es geht nicht darum, einen Lobgesang auf Kunststoffe und PVC anzustimmen. Es geht darum, eine faire Berechnungsgrundlage nach Massgabe der folgenden Beschreibung aufzuzeigen: Der Österreichische Arbeitskreis Kunststofffenster (ÖAKF) bietet seit kurzem ein kostenloses Excel-Tool an, das einen korrekten Vergleich von langfristigen Investitionen ermöglicht. Einfach und schnell können Bauträger, Vermieter oder private Eigner von Wohnobjekten Kos-

tenvergleiche für neue Fenster und Türen selbst erstellen. Anschaffungspreis, Wartungsintervalle, Nutzungsdauer etc. gibt ausschliesslich der Anwender ein und kann sich somit selbst ein unabhängiges Bild über die Kosten machen. Grösster Verbraucher von Energie ist laut Energiestatus Österreich (BMWFW, 2015) der Verkehr mit 33,9 %, gefolgt von der Raumheizung und Warmwasserbereitung (inkl. Kochen und Klimatisierung) mit 29,7 %.

Die thermische Sanierung von Wohnund Bürogebäuden bietet somit das zweitgrösste Potenzial für die Einsparung von Energie (und Geld) – und zwar ohne Verzicht auf Komfort. Förderprogramme der Bundesländer bzw. des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums unterstützen die Entscheidung zur Sanierung zusätzlich. In den allermeisten Fällen werden Fenster dann getauscht, wenn auch die gesamte Gebäudehülle erneuert wird. Dies erfolgt bei Mehrfamilienhäusern erfahrungsgemäss etwa alle 45 Jahre. Diese Nutzungsdauer ist unabhängig vom Material der Fensterprofile – Kunststoff, Holz oder Metall. Bei solch langen Zeiträumen spielt die Zinseszinsrechnung eine grosse Rolle. Erschwerend kommt hinzu, dass die genaue Gebäudestandzeit in der Regel nicht im Vorhinein feststeht. In diesem Fall verlangt die Investitionsrechnung den Vergleich auf Basis von Annuitäten, das sind rechnerische Jahreskosten, die neben Anschaffung und Umbau/Entsorgung auch Inflation, Kredittilgung und laufende Arbeiten (Instandsetzung, u.a.) beinhaltet. Die aufwändige Berechnung erledigt das erwähnte Excel-Tool automatisch «im Hintergrund». Bis zu fünf Varianten kann der Kostenrechner gleichzeitig auswerten und die Ergebnisse in graphischer Form nebeneinander zum Vergleich darstellen (die Grafiken stehen exemplarisch für andere Werkstoffe wie Holz, Holz/Alu, Alu). www.fenster.at

Kontakt Swiss Plastics Kurt Röschli Schachenallee 29C CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 834 00 67 k.roeschli@swiss-plastics.ch www.swiss-plastics.ch

n

www.swiss-plastics.ch 4/2016

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KUNSTSTOFF XTRA

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Kohlenstoffnanoröhrchen in Kunststoff

Wenn der Kunststoff Stacheln zeigt

Rainer Klose 1 Es gibt viele Toxizitätsstudien zu freien Kohlenstoffnanoröhrchen (CNT für engl. carbon nanotubes) und etliche Studien zur Staubentwicklung beim Schleifen von CNT-verstärkten Kunststoffen. Etliche Forscher haben diesen Staub in Zellversuchen und Tierversuchen analysiert und keine zusätzliche Gesundheitsgefahr im Vergleich zu normalem Kunststoffstaub festgestellt. Doch wie viele CNTs durchs Schleifen und Sägen wirklich freigesetzt werden, hat noch niemand nachgezählt. Einem Empa-Forscherteam um Jing Wang und Lukas Schlagenhauf ist dies nun erstmals gelungen. Die Forscher versetzten industriell hergestellte CNT zu Testzwecken mit einer gewissen Menge Blei-Ionen und stellten daraus einen CNT-verstärkten Kunststoff her. Der Probeblock wurde dann nach einer Methode abgerieben, die Schlagenhauf bereits vor drei Jahren entwickelt hatte: Er nutzt ein wissenschaftliches Standard-Abriebgerät, das er mit einer speziellen Absaugvorrichtung kombiniert, um alle entstehenden Staubpartikel aufzufangen. Schliesslich wird der Abrieb mit Säure behandelt. Dadurch lösen sich alle Blei-Ionen aus den frei liegenden CNT, 1 Rainer Klose, Empa, Abteilung Kommunikation, Dübendorf, rainer.klose@empa.ch.

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Bilder: Empa

Wenn Kohlenstoffnanoröhrchen in Kunststoff eingebettet werden, verleihen sie dem Material neuartige Eigenschaften: Das Werkstück wird bruchfester und es leitet Wärme und elektrischen Strom deutlich besser. Doch was passiert, wenn man das Werkstück durch Sägen, Schleifen oder Bohren bearbeitet? Werden dabei Kohlenstoff­ nanoröhrchen freigesetzt? Und falls ja: Ist das gesundheitsschädlich?

Viele Kunststoffe werden mit CNT verstärkt. Schleift man die Oberfläche oder bohrt Löcher in die Werkstoffe, dann ragen Teile der Nanotubes hervor. Im Elektronenmikroskop sind sie deutlich zu sehen.

denn nur die herausstehenden CNT kommen mit der Säure in Kontakt. Nanotubes, die weiterhin vollständig von der Kunststoffmatrix umschlossen sind, geben dagegen keine Blei-Ionen ab. So ist es möglich, den CNT-Abrieb erstmals ge-

nau zu quantifizieren. Die Menge der im Versuch gemessenen Blei-Ionen ist proportional zur Zahl der herausstehenden CNT. Im Elektronenmikroskop verifizierten die Forscher anschliessend die Staubpartikel und dokumentierten die freien oder teilweise herausstehenden CNT. Schliesslich testeten sie den Abriebstaub an verschiedenen Zellkulturen. Ergebnis: Der CNT-Abrieb ist nicht akut cytotoxisch. Dies erklären die Forscher damit, dass nur wenige frei stehende CNT in den Staub­ partikeln nachzuweisen waren. Der Zusammenhang zwischen der Toxizität und den Oberflächeneigenschaften des Abriebstaubs ist damit erstmals hergestellt. Mögliche gesundheitliche Langzeitschäden sind jedoch noch nicht untersucht und können nicht ausgeschlossen werden. In einem nächsten Schritt möchten die Forscher den Mechanismen auf die Spur kommen, die die Nanofasern freilegen. Sie wollen verschiedene Materialmixturen vergleichen und den Abrieb bei erhöhten Temperaturen erforschen.

Kontakt Empa, Swiss Federal Laboratories for Materials Science and Technology Überlandstrasse 129 D-8600 Dübendorf Telefon +41 (0)58 765 47 33 www.empa.ch n

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KUNSTSTOFF XTRA

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Fraunhofer entwickelt neuartigen Spritzgiessprozess

Sandwichverbund mit hochfesten Organoblechen Trotz der hohen Leichtbaupotenziale endlosfaserverstärkter Thermoplaste war es bislang schwierig, diese Werkstoffklasse mit integrierten Funktionen oder Verrippungen in kostensensitiven Anwendungsbereichen einzusetzen. Denn etablierte Fertigungstechnologien verwenden häufig verhältnismässig dickwandige Faser-Matrix-Halbzeuge, was zu hohen Materialkosten führt. Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat einen neuen Spritzgiessprozess entwickelt, der diesen und weitere Nachteile umgeht. So lässt sich in einem Prozessschritt ein endlosfaserverstärkter thermoplastischer Sandwich-Verbund mit integrierten Funktionalitäten und Verrippungen herstellen.

1 Anke Zeidler-Finsel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF.

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Nachteile der OvermoldingTechnik umgangen Seit einigen Jahren wird an neuen Verfahren gearbeitet, welche die Formgebung von Organoblechen durch Thermoformen mit der Aufbringung von Funktionalitäten und Verrippungen kombinieren. Dabei werden die Verrippungen auf das heisse Organoblech im Spritzgiesswerkzeug aufgespritzt (Overmolding-Technik). Nachteilig ist dabei, dass häufig dickwandige Faser-Matrix-Halbzeuge verwendet werden und dadurch hohe Materialkosten entstehen. Darüber hinaus stellen die aufgespritzten Strukturen eine Fügung dar, deren Anbindung an das Organoblech eine mögliche Schwachstelle bedeutet. Die am Fraunhofer LBF entwickelte Technologie umgeht beide Nachteile der bisherigen Overmolding-Technologie. Sie basiert auf einem Spritzgiessprozess, bei welchem sehr dünnwandige und damit

Sandwich-Faserverbund-Bauteil auf Polyamid-6-Basis mit homogen aus dem Kern heraus ausgeformten Verrippungen sowie hochfesten Organoblechen als Deckschichten.

Bild: Fraunhofer LBF/Raapke

Endlosfaserverstärkte Thermoplaste dringen zunehmend in Anwendungsbereiche isotroper metallischer Werkstoffe und duroplastischer Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) vor. Eine Ursache ist das wachsende Angebot hochqualitativer thermoplastischer Faser-Matrix-Halbzeuge, wie etwa Organobleche und unidirektionaler Tapes (UD-Tapes). Beim Einsatz endlosfaserverstärkter Thermoplaste machen sich Bauteilhersteller deren hohen gewichtsspezifischen mechanischen Eigenschaften zu Nutze. Abgesehen von Vorteilen gegenüber duroplastischen FKV hinsichtlich der Arbeitshygiene, Lagerund Rezyklierfähigkeit, profitieren sie vor allem von den kurzen Verarbeitungstaktzeiten und einfachen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Schweissen, Thermoformen oder Umspritzen. Die Vorteile dieser Technologie liegen in den niedrigen Werkstoffkosten bei gleichzeitig hoher Bauteilbelastbarkeit sowie in der gesteigerten Anbindungsfestigkeit von Funktionalitäten, da diese homogen mit dem Kern verbunden sind. Weiterhin handelt es sich dabei um einen kosteneffizienten Fertigungsprozess, da die nötigen Taktzeiten zur Herstellung eines solchen funktionalisierten Sandwich-Verbundes sehr gering sind. Aufgrund dessen eignet sich das Verfahren

hervorragend für die Fertigung von Grossserienbauteilen.

Bild: Fraunhofer LBF

Anke Zeidler-Finsel 1

Spritzgiesswerkzeug zur Herstellung von Sandwich-Faserverbund-Bauteilen mit homogen ausgeformten Funktionalitäten.

kostengünstige Faser-Matrix-Halbzeuge in die bei Biegebelastung hochbeanspruchten Randlagen eines thermoplastischen Sandwich-FKV angeordnet werden. Der niedrig beanspruchte Kern wird durch die thermoplastische Schmelze ausgefüllt, welche ebenso in einem Prozessschritt Funktionalitäten und Verrippungen an der Oberfläche des Sandwich-Bauteils ausformt. Dabei werden diese homogen aus dem Kern heraus durch die Deckschichten hindurch gebildet, ohne dabei eine Fügestelle zu erzeugen.

Kontakt Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF Bartningstrasse 47 D-64289 Darmstadt Telefon +49 (0)6151 705-0 info@lbf.fraunhofer.de www.lbf.fraunhofer.de n 27


FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

KUNSTSTOFF XTRA

PUR-Formteilproduktion

VOC-freies Entformen

Bild: KUZ

Bei der Polyurethan(PUR)-Formteilherstellung stellt die hohe Haftfestigkeit des Polyurethans auf einer Vielzahl von Substraten für das Entformen ein grosses Problem dar. Deshalb beschäftigte sich ein Forschungsprojekt, welches von der Kunststoff-Zentrum in Leipzig gGmbH (KUZ) gemeinsam mit der FEW Chemicals GmbH bearbeitetet wird, mit der Entwicklung einer Antihaftbeschichtung, die einige hundert beschädigungsfreie Entformungen ohne den Einsatz der üblichen Trennmittel ermöglichen soll.

PUR-Schäumwerkzeug – Deckel und Boden beschichtet mit Werkzeug-Antihaftbeschichtung.

Die Herstellung und sichere Entnahme von PUR-Formteilen aus formgebenden Werkzeugkonturen ist wegen der hohen Haftfestigkeit unmittelbar an den Einsatz trennaktiver Substanzen (sog. Trennmittel) gebunden. Meist werden hierfür Trennmittel in das Werkzeug appliziert, deren trennaktive Wirkstoffe vollständig oder teilweise in flüchtigen, organischen Lösemitteln (VOC) gelöst sind und durch ihr sorgfältig formuliertes Eigenschaftsprofil als getrockneter Wirkstoff-Film mehrere Funktionen erfüllen: – Vermeidung von PUR-Anhaftungen (sperrend) am Werkzeugwerkstoff durch Bildung einer dicht geschlossenen Sperrschicht zum konturgebenden Werkzeug, 28

– freimachen des Formteils (reibungsreduzierend) beim Entformen aus der Werkzeugkontur durch Kohäsionsbruch innerhalb der Trennmittelschicht; das applizierte Trennmittel fungiert auch als reibungsvermindernde Gleitschicht, –a  ktive Gestaltung der oberflächennahen Zellstruktur (strukturgebend) des PUR-Formteils. Allerdings verursacht der unvermeidliche Trennmitteleinsatz eine Reihe von wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Nachteilen, so dass die PUR-Formteilhersteller schon seit langem versuchen, die bekannten Schwierigkeiten durch den Einsatz permanenter Werkzeug-Antihaftbeschichtungen zu reduzieren. Die damit einher gehenden Problemstellungen sind jedoch sehr vielschichtig und bis dato – aus Sicht der PUR-Verarbeiter – noch nicht zufriedenstellend gelöst. Mit dieser Problematik beschäftigt sich das KUZ gemeinsam mit der FEW Chemicals GmbH.

Antiadhäsive Beschichtung als Sperrschicht Die FEW Chemicals GmbH – ein Hersteller von Spezialchemikalien – entwickelt, fertigt und vertreibt u.a. antiadhäsive Sol-Gel-Topcoats, aus denen auf den unterschiedlichsten Materialien dünne Schichten mit geringen Oberflächenenergien erzeugt werden können. Haupteinsatzgebiet sind sog. Easy-to-clean-Schichten oder Leichtreinigungsschichten, die das Anhaften von Produktresten oder Verschmutzungen auf beispielsweise Maschinenbauteilen drastisch reduzieren und daher den erforderlichen Reinigungsaufwand deutlich verringern.

Somit lag es nah, die antiadhäsiven Eigenschaften von Sol-Gel-Topcoats auch als Werkzeug-Antihaftbeschichtung bei der PUR-Formteilherstellung zu erproben. Im Rahmen der FuE-Kooperation haben KUZ und FEW erfolgreich eine Herangehensweise gewählt, welche die Trennmittel-Funktionalitäten «Trennen» und «Entformen» als Teilprozesse separiert. Dabei wird die Sperreigenschaft durch eine Werkzeug-Antihaftbeschichtung mit minimierter Oberflächenenergie erzielt. Zur zuverlässigen Entformung z.B. voluminöser Weichschaum-Formteile mit hinterschnittenen Konturen ist aber zwingend ein reibungsreduzierendes Entformungshilfsmittel als tribologische Gleitschicht erforderlich.

Reibungsreduzierende Gleitschicht ohne organische Lösemittel In anwendungstechnischen Untersuchungen mit PUR-Weichschaum zeigte sich, dass der Einsatz von speziellen, antiadhäsiven Sol-Gel-Topcoats ein zielführender Weg ist. Mit derartigen Systemen hergestellte Werkzeugbeschichtungen zeichnen sich durch sehr niedrige Oberflächenenergien (zum Teil niedriger als die von PTFE-Schichten) und hoher Beständigkeit gegenüber mechanischen und chemischen Einflüssen aus. Die Antihaftbeschichtungen fungieren als Sperrschichten zum Werkzeugwerkstoff und weisen «Notlauf-Eigenschaften» auf, die in jedem Fall sowohl das Öffnen des Werkzeuges als auch die Formteilentnahme zumindest ermöglichen. Zur Fertigung qualitätsgerechter Weichschaum-Formteile bei Erhalt der mechanischen Eigenschaften der Antihaft4/2016


1976 – 2016

Praxistaugliche und einfache Handhabung

Jahre

De CN r W C 8 8. 08 3

beschichtung ist jedoch die Applikation von reibungsreduzierenden Gleitschichten erforderlich. Dieses Entformungshilfsmittel wird in bewährter Weise extern aufgetragen und bietet gleichzeitig auch die einzige Möglichkeit zur gezielten Beeinflussung der oberflächennahen Zellstruktur von Weichschaum-Formteilen. Die hierfür entwickelten Formulierungen zur externen Sprühapplikation lassen sich vorteilhaft auf wässriger Basis und völlig frei von organischen Lösemitteln und Wachsen rezeptieren.

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KUNSTSTOFF XTRA

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SW ED I IT S S

Die Kombination aus Werkzeug-Antihaftbeschichtung und Gleitmittelapplikation entspricht im Grundsatz der in der Formteilfertigung bekannten und bisher etablierten Vorgehensweise. Alle erforderlichen Massnahmen zur Anwendung der Technologie, wie Werkzeugreinigung durch Strahlverfahren, Sprühlackierung und Lackvernetzung, können sehr einfach in den PUR-verarbeitenden Unternehmen vor Ort und mit eigenem Personal durchgeführt werden. Die hierfür erforderlichen technisch-technologischen Voraussetzungen gehören zur Standardausrüstung in vielen polyurethanverarbeitenden Unternehmen. Durch Einfärbung der Antihaftlacke ist die visuelle Kontrolle beim Lackauftrag bzw. Entschichten des Werkzeuges sichergestellt.

Vorteile auf einen Blick Das zur Formteilproduktion eingesetzte VOC-freie Entformungshilfsmittel – g ewährleistet eine lange Beschichtungsstandzeit, – ermöglicht die gezielte Beeinflussung der Ober­flächenZellstruktur von Weichschaum-Formteilen und – verbessert die Lösemittelbilanz des PUR-verarbeitenden Unternehmens. Die ermittelten Resultate belegen, dass Werkzeug-Antihaftbeschichtungen in der PUR-Formteilfertigung anwendungstechnische Vorteile bringen. Dabei definiert sich «Entformbarkeit» nicht allein durch Beschichtungen mit niedrigster Oberflächenenergie und hoher Verschleissbeständigkeit, sondern auch durch die Berücksichtigung tribologischer Effekte (Reibungsverhältnisse), welche beim Werkzeug-Öffnen und Formteil-Entnehmen zum Tragen kommen.

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INNOVATIONEN

Open Innovation

Wissen wächst, indem man es teilt

Die Innovationszyklen werden in der globalisierten Welt immer kürzer und die Grenzen auf vielen Gebieten, auch in der Forschung und Entwicklung, immer durchlässiger. Trends und neue Technologien frühzeitig erkennen und aufgreifen, das geht nur mit geöffneten Labortüren. Deshalb nutzen viele Unternehmen heute das Prinzip von Open Innovation (OI). Damit schaffen sie einen offenen Innovationsprozess, in dem abteilungs- und sogar firmenübergreifendes Wissen zusammengeführt wird. Schon lange gilt Open Innovation daher bei Siemens als Mittel der Wahl. So sind Siemens-Experten heute kaum noch an Wissensgrenzen gebunden – die Community der Forscher und Entwickler ist durch webbasierte Austausch-Plattformen und Ideenwettbewerbe weltweit vernetzt. Mitarbeiter diskutieren gemeinsam Probleme, identifizieren die besten Ideen und bringen diese zur Marktreife. Ein Beispiel ist die 1999 gegründete Online-Plattform TechnoWeb, die mittlerweile mehr als 45 000 Mitglieder umfasst. «Viele der hier heiss diskutierten Themen werden auch wirklich zu den Trends von morgen», berichtet Thorsten Krüger von Siemens Corporate Technology (CT), der seit Oktober 2012 das TechnoWeb als technischer Leiter mitverantwortet.

Grenzenloser Ideenaustausch Bei TechnoWeb beschreibt der Fragesteller ein Problem – etwa eine Herausforderung bei einem Entwicklungsprojekt – gibt einen Schätzwert für die Auswirkung auf das Geschäft an und fügt Themen-Verlinkungen, sogenannte Tags, hinzu. Anschlies­send wählt das System automatisch aus, zu welchen TechnoWeb-Mitgliedern diese Anfra30

Bild: Siemens

Wissen nur für sich zu behalten ist längst ein Wettbewerbsnachteil. Mit Open Innovation versuchen Unternehmen, einen offenen Innovationsprozess zu gestalten, der sowohl eigenes Know-how als auch externes Wissen in den Prozess ganzheitlich integriert, um das eigene Innovationspotenzial zu vergrössern. Siemens hat bereits vor Jahren die Weichen für einen schnellen, offenen und gemeinsamen Innovationsprozess gestellt.

Vor fünf Jahren wurde das Deich-Monitoring während eines Ideenwettbewerbs ausgezeichnet. Das Bild zeigt einen Multi-Touch-Bildschirm für die Simulation der Deichkontrolle.

ge passen könnte. «Die Erfahrung zeigt, dass die Fragesteller fast immer mehrere Antworten erhalten – die erste oft sogar bereits innerhalb von 30 Minuten», berichtet Nischita Sudharsan von Siemens CT in München, Projektleiterin von TechnoWeb. «Mit der Plattform lassen sich somit schnell Informationen und Hilfestellungen innerhalb des Siemens-Netzwerks finden», erklärt Krüger. Dank einer App für Smartphones funktioniert das seit Neuestem auch von unterwegs. Neue Ideen generieren durch das Lösen von akuten Fragestellungen – das ist eine Form von Open Innovation. Doch auch mit bewusst angestossenen Wettbewerben entwickeln Forscher neue Ideen. Etwa wenn sie eine Online-Gemeinschaft («Crowd») von mehreren tausend Experten zusammenbringen. Damit diskutieren, entwickeln und priorisieren sie in einem Wettbewerb innovative Ideen zu einem bestimmten Thema. Auch das ist Teil von

Open Innovation. Dass so gewonnene Ideen auch zu Innovationen führen können, zeigt das Beispiel des sogenannten Deich-Monitorings – ein Frühwarnsystem zum Schutz vor Hochwasser – das vor fünf Jahren während eines Ideenwettbewerbs ausgezeichnet wurde.

Wettbewerb der Ideen Von diesen Vorteilen überzeugt, hat Dr. Falk Wottawah, Leiter Visioning and Scouting bei CT zusammen mit seiner Abteilung in den vergangenen Jahren Vorgehensweisen entwickelt, die bei Siemens dazu beitragen sollen, Open Innovation stetig voranzutreiben. Ein gutes Beispiel dafür ist der Siemens-interne Ideenwett­ bewerb «Quickstarter». Das am 1. April 2015 gestartete Pilotprojekt ist ein zunächst innerhalb von Corporate Technology offen gestalteter Kreativwettstreit, bei dem nicht, wie sonst üblich, das Manage4/2016


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ment entscheidet, was innovativ ist, sondern die Mitarbeiter selbst. Innerhalb von vier Wochen haben Siemens-Mitarbeiter 111 Ideen für Innovationen eingereicht – über alle Siemens-Divisionen hinweg. Die Vorschläge wurden in der Online-Gemeinschaft kommentiert und Inhalte mit den Kollegen ausgetauscht. Der Clou bei diesem Projekt: Zusätzlich zu den Ideen durften die Siemens-Mitarbeiter insgesamt 500 000 Euro verteilen. Alle 250 CT-Mitarbeiter, die als Investoren regis­ triert waren, verfügten über ein Budget von je 2000 Euro, die sie auf die Projekte verteilten, die sie realisiert haben wollten. 15 Ideen haben das Rennen gemacht und eine wirkungsvolle Anschubfinanzierung erhalten.

INNOVATIONEN

Neue Wege der Ideenentwicklung Sowohl das TechnoWeb als auch Ideenwettbewerbe oder Forschungskooperationen sind Beispiele für neue Wege der Ideengenerierung. Und sie fordern eine kulturelle Veränderung. «Es geht nicht mehr darum, mein Wissen, dein Wissen, mein Schatz. Wissen ist das Einzige, was sich vermehrt, wenn man es teilt», sagt Christoph Krois, Mitarbeiter im Innovationsmanagement bei Corporate Technology. Es ist sehr reizvoll, das riesige Potenzial im Unternehmen konzernübergreifend zu nutzen. Noch dazu zeit- und ortsunabhängig. Gerade die Teilnehmer im TechnoWeb oder bei den Ideenwettbe-

werben suchten neue Herausforderungen, die über ihr eigentliches Themengebiet hinausgingen. Und es sei allen bewusst, dass man nie auslerne, sagt Thorsten Krüger. «Richtige Fragen zu stellen und sich das fehlende Wissen einzuholen, ist eine Stärke.» Kontakt Siemens AG Communications and Government Affairs Pictures of the Future – Das Magazin für Forschung und Innovation Wittelsbacherplatz 2 D-80333 München Telefon +49 (0)89 636-32221 sebastian.webel@siemens.com www.siemens.de/pof n

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NEWS

KraussMaffei ernennt neuen Leiter der BU Log / Pack

Bild: KraussMaf fei

Klaus Zeiler

KraussMaffei hat Klaus Zeiler mit sofortiger Wirkung zum neu-

en Leiter der Business Unit Logistik/Packaging (Log/Pack) des Segments Spritzgiesstechnik ernannt. Er übernimmt die Aufgaben von Emilio Lopez, der sich zukünftig als Area Sales Manager Ibero-America auf den Ausbau der Vertriebsaktivitäten für die Marken KraussMaffei und Netstal in der gesamten Region Ibero-America konzentrieren wird. Lopez hat die Business Unit Log/Pack seit ihrer Gründung

im Jahr 2013 verantwortet und diese erfolgreich zusammen mit Zeiler aufgebaut. Zeiler bringt für seine neue Tätigkeit mehrjährige Erfahrung aus dem Systemgeschäft für Verpackungen mit. Als Ziel seiner neuen Aufgabe sieht er den weiteren Ausbau des operativen Geschäfts für Gross- und Transportverpackungen weltweit. «Ich freue mich, dass wir mit Klaus Zeiler einen langjährigen Mitarbeiter und Kunststoffexperten

für die Leitung der Business Unit Log/Pack gewinnen konnten. Aufgrund seiner sehr guten persönlichen und fachlichen Qualifikation und den guten Kundenkontakten wird er zur Stärkung und zum Ausbau der weltweiten Marktposition in dem für KraussMaffei wichtigen Geschäftsfeld beitragen», sagt Nadine Buhmann, Vice President Sales des Segments Spritzgiesstechnik bei KraussMaffei. www.kraussmaffei.com

Auf den 1. April 2016 hat Gerhard Böhm die Nachfolge von Helmut Heinson angetreten, der nach 11 Jahren im Dienste von Arburg in den Ruhestand trat. Böhm absolvierte eine Ausbildung zum Energiegeräte-Elek­ troniker im Maschinenbau und erwarb im Anschluss an der Fachhochschule Konstanz den Dipl.-Ing. (FH) im Bereich Elektrische Energietechnik. Er

war zwölf Jahre in der Projektund später auch in der Vertriebsleitung im Anlagenbau der Automobilindustrie tätig. 1989 wechselte er in den Werkzeugmaschinenbau. Er verfügt über 20 Jahre Erfahrung im internationalen Vertrieb. Zuletzt verantwortete er den weltweiten Vertrieb und das Marketing in einem familiengeführten mittelständischen Unternehmen.

Bild: Arburg

Neuer Geschäftsführer Vertrieb bei Arburg

Gerhard Böhm

Mitte 2015 trat er bei Arburg ein – eine nahtlose Stabsübergabe ist damit gewährleistet. Für seine besonderen Verdienste wurde Helmut Heinson mit der goldenen Arburg-Nadel geehrt, die ihm der Arburg-Seniorchef Eugen Hehl eigenhändig an der VIP-Veranstaltung am Vorabend der Technologie-Tage ans Revers steckte. www.arburg.com

Kiefel erwirbt österreichische Mould & Matic Solutions Die Kiefel GmbH, Freilassing, ein Unternehmen der Brückner-Gruppe in Siegsdorf, will 100  % der Anteile an der Mould & Matic Solutions GmbH von der österreichischen Haidlmair Group erwerben. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch

die Kartellbehörden. Mould & Matic Solutions, mit Sitz in Micheldorf, Österreich, ist ein weltweit renommierter Anbieter von Werkzeugbau- und Automatisierungslösungen für die Verpackungsindustrie. «Die Kompetenzen und technologischen Lösungen von

Mould & Matic stellen eine ideale Ergänzung unseres Lieferprogramms für die Verpackungsindustrie dar», so der Sprecher der Kiefel-Geschäftsführung, Thomas J. Halletz. Erst kürzlich hat Kiefel den holländischen Thermoform-Werkzeugbauer Bosch Sprang über-

nommen. «Die beiden Zukäufe sind ein wichtiger Schritt, um Kunden Komplettanlagen mit Leistungen aus einer Hand anbieten zu können – von der Produktentwicklung bis hin zur Downstream-Ausrüstung», so Halletz. www.kiefel.com

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4/2016 DIE EINHEIT FÜR ERFOLG


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Bild: Wemo

Geschäftsführerwechsel bei Wemo

Mario Müller

Mario Müller (38) übernahm zum 1. Februar 2016 die Geschäftsleitung der Wemo Automation GmbH in Reinheim (D). Müller folgt dem bisherigen Geschäftsführer Michael Frank nach, der das Unternehmen Ende Dezember 2015

aus persönlichen Gründen verlassen hat. Müller bringt für seine neuen Aufgaben eine langjährige Berufserfahrung mit. Er war in verschiedenen leitenden Funktionen im Vertrieb von Robotsystemen tätig; unter anderem auch bei der Firma Hahn Automation Group, der Muttergesellschaft von Wemo. Begonnen hat er seine berufliche Laufbahn bei der Firma Remak in Reinheim. Mit seinen in der Automatisierungstechnik erworbenen Fähigkeiten soll Müller die weitere Entwicklung des Unternehmens in Deutschland entscheidend vorantreiben.

ruhe und sicherheit beim fördern vom material

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Seit dem 1. Januar 2016 verstärkt Tobias Zwinggi (1981) im Bereich Verkauf und Projektierung das Team der Firma Plastservice GmbH in Root LU. Zwinggi ist gelernter Elektromonteur und hat die Weiterbildung zum technischen Kaufmann (FA) erfolgreich abgeschlossen. Seine Erfahrung in der Kunststoffbranche hat er sich während mehreren Jahren mit der weltweiten Installation von Trocknungs- und Förderanlagen angeeignet. Anschliessend unterstützte er internationale Kunststoffverarbeiter im technischen Innendienst. Zudem erweiterte er seine Erfahrung in den letzten Jahren im

4/2016

Bild: Plastser vice

Plastservice verstärkt Verkauf und Projektierung

Tobias Zwinggi

Verkauf und der Projektleitung in einem weltweit tätigen Unternehmen der Elektrobranche im Bereich Hochspannungsleitungen. www.plastservice.ch

silentlline — optimiert die automatische saugförderung.

die patentierte doppelwandige edelstahlrohrleitung sorgt jetzt für ruhe, sicherheit und Wärmeverlust in ihrer Produktion. die ausgeklügelte Konstruktion dämpft den schall um mehr als 50% und schützt so ihre mitarbeiter. und eine automatische erfassung von vakuumverlust erkennt mögliche leckagen in der materialrohrleitung. ein weiterer vorteil: mit der silentline vermeiden sie Wärmeverlust bei förderung von getrocknetem material mit heisser luft. motan-colortronic ag roggenstrasse 3 ch-4665 oftringen tel. +41 (0)62 889 29 29 fax +41 (0)62 889 29 00 info@motan-colortronic.ch

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NEWS

Netstal veranstaltet erfolgreiche ICM-Tage Netstal veranstaltete im Januar 2016 im französischen Castel­ naudary zusammen mit den Technologiepartnern Plastisud und Machines Pagès die ersten Injection Compression Moulding (ICM) Days für Verpackungs­ experten. Ziel war es, interessierten Kunden gemeinsam die Vorteile und Potenziale der Spritzprägetechnologie aufzuzeigen. «Dies ist uns mit dieser Veranstaltung gelungen», resümierte Markus Dal Pian, Vice President Sales & Marketing bei Netstal. Thomas Iten, Leiter Anwen-

dungstechnik Packaging bei Netstal, erläuterte das Grundprinzip der Spritzprägetechnologie und stellte die Hauptvorteile des Verfahrens für den Verarbeiter dar. Neben der enormen Gewichtsersparnis und der Realisierung von hohen Fliessweg  / Wandstärken-Verhältnissen, stellte Iten die technologiebedingte, spannungs­arme und somit verzugsfreie Bauteilherstellung in den Vordergrund. Durch den Einsatz kleinerer Schliesskräfte können beim Spritzprägeverfahren im Vergleich zum klassischen

Spritzguss kleinere und somit effizientere Produktionssysteme ein­ ge­ setzt werden. «Die maschinenseitigen Erfolgsfaktoren liegen neben der hohen Einspritzleistung und notwendigen Dosiergenauigkeit auch in der hohen Plattenparallelität und dem dynamischen Zusammenspiel der Spritz- und Schliessseite», betonte Iten. Eindrücklich wurden dem Fachpublikum von Stéphane Zoppi, Engineering Director bei Plastisud, wichtige Details der Kernzentrierung, Kavitätenabdichtung sowie der ex-

akten Positionierung der Mittelplatte eines Etagenwerkzeugs erklärt. François Mivelle, IML-Spezialist von Pagès, informierte die Teilnehmer abschliessend über die konkreten Besonderheiten beim IML für ICM-Produkte hinsichtlich Design und Ausführung. Neben interessanten Fachvorträgen rundeten verschiedene Live-Demonstrationen die Veranstaltung ab. Auf Basis dieses Erfolges werden 2016 weitere ICM-Technologie-Tage stattfinden. www.netstal.com

Heine, B.: Werkstoffwahl für technische Anwendungen. Carl Hanser Verlag München, 2015. ISBN 978-3-446-44667-0; E-Book ISBN 978-446-44715-8 In dieser Neuerscheinung wird ein technisch-physikalisch basiertes System zur Ermittlung der geeigneten Werkstofffamilie für eine bestimmte technische Anwendung präsentiert. Dieses besteht in der Anwendung der jeweils relevanten

thermomechanisch-physikalischen Gesetze wie Wärme­ leitung, Festigkeitsverhalten, Schwin­gungsdämpfung oder Wärmeausdehnung, um unter Berücksichtigung der Rand­ bedingungen und der vorgesehenen Bauteilgeometrie Anforderungen an den Werkstoff abzuleiten. Nach der knappen, sauberen Darstellung der Grundlagen bietet der Autor in mehr als zwei Dritteln des Buches zahlreiche Beispiele aus

Bild: Hanser

Grundlagen für die Werkstoffwahl dem Maschinenbau, die leider allesamt im Allgemeinen bleiben. Als Anwender wünschte man sich etwas konkretere Hinweise sowie Ausführungen zur Methodik der Endauswahl, insbesondere zum Umgang mit den verschiedenen, oft divergierenden Anforderungen, wenn Kompromisse unausweichlich sind. www.hanser.de Prof. Johannes Kunz

pro-K: erfolgreiches Einwerben von Azubi Für viele Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie ist es kein leichtes Unterfangen, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Der pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. zeigte in seinem Seminar «Ausbildungsmarketing – Erfolgreiches Einwerben von Schülern in die Kunststoff verarbeitende Industrie» praxisorientierte Lösungsansätze auf, um 34

dem Fachkräftemangel entgegenzutreten und dadurch Unternehmensprofile zu stärken. «Es ist von hoher Wichtigkeit, innovative Methoden der Einwerbung zu entwickeln und die Sprache der neuen Generation zu verstehen und zu sprechen», erläutert Ralf Olsen, Geschäftsführer von pro-K. «Zu den häufigen Einwerbungspatzern ge­hört oftmals ein undifferenziertes oder zu vielseitiges An-

forderungsprofil», erklärt Ausbildungsberater Francisco Rivera Campos. In dem Workshop wies Rivera Campos auf die optimale Verteilung der Prioritäten hin und machte auf mögliche und meist versteckte Defizite aufmerksam, die eine erfolgreiche Einwerbung oftmals erschweren. «Um die Generation Z, den Nachwuchs von morgen, gezielt zu erreichen, müssen die Firmen

mit der Zeit gehen. An den neuen Medien führt kein Weg vorbei und auch eine zielgruppengerechte Präsentation und Eigenwerbung ist von hohem Nutzen, um überhaupt das Interesse der jungen Menschen zu wecken.» Auf Grund der positiven Reaktionen sind weitere Semi­ nar­ termine geplant. www.pro-kunststoff.de 4/2016


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Sumitomo (SHI) Demag erzielt bestes Jahresergebnis Mit einem Umsatz von 234 Mio. Euro, das ist eine Steigerung von 11  % zum Vorjahr, und wachsenden Marktanteilen in den strategischen Zielmärkten erreichte Sumitomo (SHI) Demag ein sehr gutes Jahresergebnis 2015 – das beste ihrer Unternehmensgeschichte. «In 2015 haben wir im Vertrieb und im Kundendienst erfolgreich neue Wege beschritten. Ein starker Vertrieb und Kundendienst sind der Garant für eine kontinuierliche Kundenund Marktausrichtung unserer Firma und somit ein wesent­

licher Treiber für unseren zukünftigen Erfolg», so Gerd Liebig, CSO der Sumitomo (SHI) Demag. «Unsere Marktanteile sind in den Zielmärkten Verpackung, Automobil und Elektronik signifikant gestiegen, auch unsere Marktanteile bei vollelektrischen Maschinen haben sich in 2015 sehr erfreulich entwickelt. Dabei ist die Nachfrage gerade in den anspruchsvollen vollelektrischen Marktsegmenten wie z.B. Verpackung sehr deutlich gestiegen. Wir wollen in 2016 mit aller Kraft weiter da­

ran arbeiten, unsere Position im Markt und somit unseren Erfolg zu stabilisieren. Das ausgezeichnete Ergebnis des Jahres 2015, das deutlich über unseren Erwartungen liegt, gibt nun Kraft für konsequente Investitionen», so Dr. Tetsuya Okamura, CEO des Unternehmens. «Besonderes Augenmerk setzen wir gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten auf unsere Produktionsflexibilität. Mit dem klaren Ziel der Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit wurde die Neuausrichtung der beiden deutschen

Produktionsstandorte im letzten Jahr begonnen. Hier hat uns gerade die Zusammenarbeit mit unseren japanischen Kollegen geholfen, effiziente Produktionskonzepte basierend auf Lean-Management Methoden zu entwickeln», so CTO Andreas Schramm. Weiteres Wachstum verspricht sich die Geschäftsführung insbesondere in der Verpackungs- und Automobilindustrie, aber auch in der Medizintechnik. www.sumitomo-shi-demag.eu www.mapag.ch

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Plasmatreat, ein Weltmarktführer für atmosphärische Plasmatechnologie, und Akro-Plastic, ein Spezialist für anwendungsorientierte Kunststoffcompounds und Unternehmen der K.D. Feddersen-Gruppe, sind eine Systempartnerschaft eingegangen. Die beiden Key-Account und Projektmanager Leonhard Enneking und Edgar Düvel haben in den letzten zwei Jahren mit Erfolg an einer Systemlösung gearbeitet, die auf einen bislang unerreichten hohen Haftverbund von Kunststoffcompounds und Metallen im Spritzgussprozess abzielt. Grundlage des innovativen Verfahrens ist die auf gegenseitige Anforderungen erfolgte Abstimmung der Komponenten

Bild: Plasmatreat

Plasmatreat und Akro-Plastic werden Systempartner

Leonhard Enneking (l.), Plasma­ treat, und Edgar Düvel, Akro-Plastic, besiegeln mit einer innovativen Prozesslösung die Systempartnerschaft beider Unternehmen.

Atmosphärendruckplasma, plas­ ma­polymere Haftvermittlerschicht und Kunststoffrezeptur. Bei der Neuentwicklung kommt

Bild: GF

Neuer CFO von Georg Fischer ernannt

Andreas Müller

Andreas Müller wird per 1. Januar 2017 Finanzchef von GF. Er wird damit Nachfolger von Roland Abt, der in den letzten 13 Jahren als CFO des Konzerns fungierte. Andreas Müller (45), deutscher Staatsbürger, verfügt über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Finanzen & Controlling, Akquisitionen, Risiko-Management, IT und Strategie. Er hat Betriebswirtschaft an der Hochschule 36

Konstanz (D) studiert und startete 1995 seine Karriere als Produktmanager bei GF Piping Systems. Er war Leiter Finanzen und Operationen in Australien und übte verschiedene operative Funktionen innerhalb der Division aus. In den letzten acht Jahren war er Finanzchef von GF Automotive. Müller wird sich in den kommenden Monaten in seine neue Aufgabe einarbeiten und den Halbjahresabschluss 2016 begleiten. Der heutige CFO Roland Abt tritt nach einer langen und sehr erfolgreichen Karriere bei GF per Ende Jahr von seinem Amt zurück. Er bleibt jedoch bis Ende März 2017 im Unternehmen, um den neuen CFO beim Jahresabschluss 2016 zu unterstützen. www.georgfischer.com

neben der Vorbehandlung des Metalls mit Openair-Plasma das PlasmaPlus-Verfahren zum Einsatz. Mit der von Plasmatreat und dem Fraunhofer IFAM patentierten Technologie lassen sich unter Normaldruck funktionale plas­mapoly­mere Nanoschichten generieren. Zur Erzeugung einer Schicht wird dem Plasma ein Prekursor beigemischt, dessen chemische Zusammensetzung variabel ist und in diesem Fall den Haf­ tungs­ eigen­schaf­ten neuer Kunst­stoff­ com­ pounds angepasst wurde. Von der andern Seite hat der Partner aus der KunststoffGranulat-Herstellung Akro-Plastic für diese Plasmatechnologie seine Compounds so entwickelt,

dass deren chemische Zusammensetzungen genau auf die plasmapolymeren Haftvermittlerschichten abgestimmt sind. Der Entwicklungsstatus befindet sich bereits in einer Phase, in der bauteilbezogene Projekte von Kunststoffverarbeitern der Elektronikindustrie, des Automobilbaus und anderer Indus­ triebereiche eingebunden werden können. Ihre Innovationskraft werden die beiden mittelständischen Unternehmen im Herbst auf der K in Düssseldorf mit einer Live-Demonstration des neuen Prozesses den Messebesuchern unter Beweis stellen. www.plasmatreat.de www.akro-plastic.com

Die Swiss Plastics Expo 2017 nimmt Fahrt auf Am 24. Januar 2017 öffnet die 5. Swiss Plastics Expo ihre Tore und feiert damit ein kleines Jubiläum. Die Kunststoffmesse hat sich seit der ersten Austragung im Jahr 2008 kontinuierlich und zum Aushängeschild der Schweizer Kunststoffbranche entwickelt. Die Swiss Plastics Expo 2017 ist trotz angespannter wirtschaftlicher Situation auf gutem Weg. Neun Monate vor der Fachmesse sind bereits gut zwei Drittel der Fläche vermietet. Zu diesem sehr guten Zwischenresultat tragen langjährige Aussteller und 35 neue Firmen bei, die erstmals in Luzern ausstellen werden. «Das Interesse an der Schweizer Kunststoffmesse ist ungebrochen gross», freut sich Messeleiter René Ziswiler. Er-

wartet wird ein hoher Besucheranteil von Herstellern (OEM), die aus den Branchen Bau, Medizintechnik, Elektronik, Mobilität, Apparate und Verpackung kommen. Ihnen werden aktuelle Innovationsfelder der Kunststoff­ industrie präsentiert, die ausschlaggebend für künftige Innovationen sind. «Das Symposium macht die Innovationsfelder sichtbar und ist damit für die Besuchenden die Initialzündung für Innovationen», erklärt Frank Ehrig, Institutsleiter IWK und Organisator des Symposiums. Im neu konzipierten Symposium werden während drei Tagen über 30 hochkarätige Vorträge von namhaften Referenten stattfinden. www.swissplastics-expo.ch 4/2016


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Selektives Lasersintern mit Kunststoffen

Das selektive Lasersintern (SLS) mit Kunststoffen wird aktuell als das additive Fertigungsverfahren betrachtet, welches zukünftig am ehes-

Bild: Hanser

Schmid, M.: Selektives Lasersintern (SLS) mit Kunststoffen, Technologie, Prozesse und Werkstoffe. Carl Hanser Verlag München, 2015. ISBN 978-3-446-44562-8; E-Book ISBN 978--3-446-44550-5

ten in der Lage sein wird, die Grenze zwischen Prototypenbau und Funktionsbauteilen dauerhaft zu überwinden. Dieser Schritt ist erheblich, denn er bedeutet, dass die Technologie Anforderungen erfüllen muss, welche auch für traditionelle und etablierte Produktionsverfahren gelten. Nur wenn dieser Schritt gelingt, kann zukünftig eine breite Industrieakzeptanz erwar-

tet werden. Dazu müssen alle Ebenen der SLS-Prozesskette betrachtet werden. Mit dem vorliegenden Buch von Manfred Schmid, einem anerkannten Spezialisten im Lasersintern, soll genau diese Tiefe gegeben werden, ohne dabei den Nutzen für den Anwender aus den Augen zu verlieren. www.hanser.de

Mit Wirkung zum 30. November 2016 wird sich Dr. Peter Neumann, langjähriger Vorsitzender der Geschäftsführung der Engel Unternehmensgruppe, nach 35 Jahren aus dem operativen Geschäft zurückziehen. «Es ist ein Schritt, der anlässlich meines 60. Geburtstages seit langem geplant war und im klaren Einvernehmen zwischen mir und den Eigentümerfamilien der Engel Unternehmensgruppe stattfindet», erläutert Neumann die Hintergründe für die Veränderung. Tatsächlich wurde der Generationenwechsel in dem eigentümergeführten Unternehmen bereits vor mehreren Jahren mit dem Einstieg der 4. Generation von Mitgliedern der Eigentümerfamilie in die Geschäftsführung Schritt für Schritt in die Wege

Bild: Engel

Generationenwechsel bei Engel

Die aktuelle Geschäftsführung der ENGEL Unternehmensgruppe, von links nach rechts: Dr. Peter Neumann, Dr. Christoph Steger, Dr. Stefan Engleder, Dipl-Oec. Klaus Siegmund.

geleitet. Dr. Stefan Engleder zeichnet inzwischen seit mehr als drei Jahren für die Geschäftsführung Technik und Produktion verantwortlich, Dr. Christoph Steger seit mehr als zwei Jahren für die Geschäftsführung Vertrieb und Marketing.

Nun wird der vorläufig letzte Schritt in diesem Prozess gesetzt und Engleder, Urenkel des Unternehmensgründers Ludwig Engel, übernimmt mit Wirkung zum 1.  Dezember 2016 den Vorsitz in der Geschäftsführung, die auch weiterhin aus vier Personen be-

stehen wird: neben Engleder als neuem Vorsitzenden und Verantwortlichen für den Bereich Entwicklung wird sie aus dem weiteren Familienmitglied Steger (verantwortlich für Vertrieb, Marketing und zukünftig Service), Dipl.-Oec. Klaus Siegmund (verantwortlich für den Finanz-, Personalund Informatikbereich) sowie DI Joachim Metzmacher, bisher Geschäftsbereichsleiter Produktion Grossmaschinen, für den Bereich Produktion bestehen. Peter Neumann wird dem Unternehmen nach der offiziellen «Stabsübergabe» weiterhin verbunden bleiben und auch in Zukunft bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen. www.engelglobal.com

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IKV meets the world in Aachen Mit den inhaltlichen Schwerpunkten Industrie 4.0 in der Kunststoffverarbeitung, Additive Fertigung und Leichtbau hat das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen beim 28. Internationalen Kolloquium Kunststofftechnik Akzente gesetzt. Diese haben 825 Kunststoffexperten aus 24 Nationen nach Aachen geführt. Der Zuspruch der Teilnehmer aus rund 300 Unternehmen und Institutionen unterstreicht die Be-

IN

laufenden Maschinen und Versuchsständen Informationen über die Forschung und konnte mit den Mitarbeitenden des IKV diese direkt diskutieren. Bei dieser Gelegenheit wurde das neue Labor für die Additive Fertigung, das im Zuge der Erweiterungsbauten Ende 2015 entstand, offiziell seiner Bestimmung übergeben. Auf der begleitenden Fachausstellung im Aachener Kongresszentrum waren 46 Aussteller quer durch die gesamte

Branche vertreten. Sowohl Maschinen- und Werkzeugbau als auch Hersteller von Rohstoffen und Peripheriegeräten sowie Prüf- und Messtechnik und Unternehmen der Software- und Ingenieursdienstleistung zeigten neueste Entwicklungen und Produkte, die nicht selten in Kooperation mit dem IKV entstanden sind. Das nächste Kolloquium findet am 28. Februar und 1. März 2018 in Aachen statt. www.ikv-aachen.de

KÜRZE – IN N I   –   E Z R Ü K KÜRZE – IN

n  Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, investiert in seine Produktionsanlagen für Melamin und Pflanzennährstoffe in Linz (A). Im Kern des sogenannten «Linz 2020»-Programms steht ein EUR 80 Mio.-Investitionspaket, das die langfristige allgemeine Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Linz weiter stärken soll. www.borealisgroup.com n  Im Sinne einer firmenexternen Unternehmensnachfolge verkauft Adalbert Leis sein Unternehmen, die Leis Polytechnik polymere Werkstoffe GmbH, an die Brenntag Gruppe, Weltmarktführer in der Chemiedistribution. Mit der Akquisition will Brenntag ihr Geschäft mit technischen und Hochleistungskunststoffen ausbauen, das Polymer­ -Know-­

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deutung der Veranstaltung als weltweiten Branchentreff der Kunststoffbranche. Die Internationalisierung der Branche und der Kunststoffforschung war im Publikum deutlich sichtbar. Belohnt wurden die Besucher durch die inhaltliche Breite und fachliche Tiefe der Beiträge, die das IKV-Kolloquium ausmachen. Ein besonderes Highlight des Kolloquiums war die Besichtigung der IKV-Technika und Labore im Rahmen von «IKV 360°». Hier erhielt der Besucher an den

how um den Bereich Compounds vergrössern und seine Position als Produktentwicklungspartner am Markt stärken. www.leis-polytechnik.de www.brenntag-gmbh.de

arbeitern einen Jahresumsatz von 1,2 Mio. Euro. Logo ist ein Unternehmen der Semadeni Plastics Group (CH). www.semadeni.com

n  Bereits zum 6. Mal in Folge, und als einziges Schweizer Unternehmen, durfte Ems-Chemie den «GM-Supplier of the Year»-Award entgegennehmen. Mit diesem begehrten Preis zeichnet General Motors (GM) seine besten weltweiten Lieferanten aus. www.ems-group.com

n Die Oldenburg Kunststoff­ Technik GmbH, ein führender PE-Folienhersteller, hat die österreichische Next Generation Recyclingmaschinen GmbH, NGR, zum «Lieferanten des Jahres 2015» auserkoren. www.oldenburg-kunsstofftechnik.de www.ngr.at www.brehm.ch

n  Die Logo Verpackungstechnik GmbH hat per 1. April 2016 die Aktivitäten der PET Sachsen GmbH & Co. KG im sächsischen Königstein übernommen. Logo wird den Standort weiter ausbauen und auch Verpackungen aus PE-HD herstellen. PET Sachsen erwirtschaftet derzeit mit sieben Mit-

n  Die Kunststoffindustrie in Deutschland und Österreich hat ein Modell entwickelt, mit dem Einträge von Kunststoffabfällen in die Meere (Marine Litter) erfasst werden. Damit sollen verlässliche Aussagen darüber gewonnen werden, woher der Müll in den Ozeanen stammt. Das Modell in-

KÜRZE

klusive Handbuch ist kostenfrei bei der BKV erhältlich. www.bkv-gmbh.de n  Die Sanitized AG, Anbieter antimikrobieller Produkte für Kunststoffe und Textilien, baut durch das neue Sanitized TecCenter am Stammsitz in Burgdorf (CH) die Innovationskompetenz aus. Ausgeweitet wurden speziell die Untersuchungs- und Prüfmöglichkeiten für Polymerund Textilbeschichtungen. www.sanitized.com n  DuPont Performance Materials (DPM) hat die bestehende Partnerschaft mit dem Aachener Zentrum für integrativen Leichtbau (AZL) zu einer «Premium-Partnerschaft» ausgebaut und will sich im Zuge dessen auf dem Campus der RWTH Aachen University ansiedeln. www.azl-aachen-gmbh.com

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Bild: Huber+Suhner

Huber+Suhner: Frühzeitige Nachfolgeregelung

Urs Ryffel

Bereits im Februar 2015 wurde im Sinne einer langfristigen Nachfolgeplanung be-

kanntgegeben, dass der heutige CEO, Urs Kaufmann, im Hinblick auf die GV 2017 von seiner operativen Aufgabe zurücktreten werde. Seine Nachfolge wird auf 1. April 2017 Urs Ryffel antreten. Urs Ryffel (Schweizer, Jahrgang 1967, Dipl. Ing. ETH) ist bereits seit 2002 in der Huber+Suhner Gruppe tätig. Als best qualifizierte und international erfahrene Führungspersönlichkeit hat er sich in verschiedenen Funktionen im Unternehmen grosse Verdienste erworben. Seit 2007 führt er als Mitglied der Konzernleitung den Geschäfts-

bereich Fiberoptik. In den vergangenen neun Jahren hat sich diese zum grössten und ertragsstärksten Segment der Huber+Suhner Gruppe entwickelt. Kaufmann wird auf die Generalversammlung 2017 hin in den Verwaltungsrat wechseln und dort das Präsidium übernehmen. Der heutige Verwaltungsratspräsident, Beat Kälin, wird zu diesem Zeitpunkt sein Amt abgeben. Er wird jedoch weiterhin als Verwaltungsratsmitglied zur Verfügung stehen. www.hubersuhner.com

Haitian meldet Plus im Gewinn und leichtes Minus im Umsatz Die Haitian-Gruppe, weltweit tätiger Hersteller von Kunststoff­spritzgiessmaschinen, konnte im Jahr 2015 rund 26 000 Maschinen ausliefern. Der Gesamtumsatz 2015 beträgt 7,34 Mrd. CNY (ca. 1,04 Mrd. EUR) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 % gesunken. Der Nettogewinn nach Steuern konnte um 0,1% auf 1,33 Mrd. CNY (ca. 188,5 Mio. EUR) erhöht werden. Angesichts des schwierigen Geschäftsumfelds verzeichnet der Inlandsvertrieb einen Rückgang um 4,0 % auf 4,869 Mrd. CNY

(ca. 688 Mio. EUR). In den Exportmärkten erfolgten 2015 Produkteinführungen, das Vertriebs- und Servicenetzwerk wurde erheblich gestärkt und der Service ausgebaut. In einigen Regionen wie Vietnam, Korea, Indien, Europa und Mexiko konnte die Gruppe den Umsatz steigern. Das Exportgeschäft erreichte 2,292 Mrd. CNY (ca. 324 Mio. EUR), was trotz eines geringfügigen Rückgangs von 1,6 % das zweithöchste Exportjahr in der Firmengeschichte bedeutet. Die Bruttogewinnmarge stieg von 32,4 %

Günther Heisskanaltechnik baut Vertreterstandorte aus­ Die Günther Heisskanaltechnik GmbH erweitert ihre Vertretungsstandorte in Polen, der Slowakei und Tschechien im Frühjahr 2016 um weitere Vertreter. Damit deckt das Unternehmen die Märkte auch im Osten Europas kompetent rund um Heisskanalsysteme ab. Zdenek Stehlik ist seit anfangs 2016 zuständig für die Gebiete Slowakei und Tschechien. Sein Vorgänger ist in den Ruhestand getreten. Stehlik hat die letzten sechs Monate im Stammwerk Frankenberg (D) verbracht und sich intensiv auf die Vertriebs­tätigkeit in Tschechien und in der Slowakei vorbereitet. Seit dem 1. März 2016 steht auch für die Kunden 4/2016

in Polen eine neue Vertretung bereit. Die Firma BranQ um Mirek Branka, mit dem Servicemitarbeiter und künftigen Ansprechpartner Piotr Sionkowski, kümmert sich bei Fragen oder anwendungstechnischen Anliegen rund um die Heisskanaltechnik um die Kunden. Mit BranQ steht ihnen ein erfahrener Partner in der Spritzgiess- und Werkzeugbaubranche zur Verfügung. Günther Heisskanaltechnik ist auch in der Schweiz vertreten, durch die Battenfeld (Schweiz) AG. www.battenfeld.ch www.guenther-heisskanal.de

auf 33,0 % und der Betriebsgewinn stieg um 4 % auf 1,545 Mrd. CNY (ca. 218 Mio. EUR). Die Verkäufe sowohl der vollelektrischen Zhafir-Venus-Serie wie auch der Zwei-Platten-Lösungen der Haitian-Jupiter-Serie konnten mit einem Plus von 29,5 % resp. 39,8  % signifikant erhöht werden. Die Mars-Serie bleibt nach wie vor der Bestseller und erzielte fast 70 % des gesamten Umsatzes. www.haitiangermany.com

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KUNSTSTOFF XTRA

V E R A N S TA LT U N G E N

MAI 2016 03.05.

03.05.

Seminar: Reaktive Extrusion und Compoundierung Ort: Würzburg Veranstalter: SKZ – ConSem GmbH Frankfurter Strasse 15–17, D-97082 Würzburg Telefon +49 (0)931 4104-164 anmeldung@skz.de, www.skz.de/seminare Seminar: FVK/CFK Grundlagen Ort: München Veranstalter: Haus der Technik e.V. Hollestr. 1, D-45127 Essen Telefon +49 (0)201 1803-1 information@hdt-essen.de www.hdt-essen.de

Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit der Industrie an Hochlohn-Standorten Ort: St. Gallen Veranstalter: Health Tech Cluster Switzerland Frauholzstrasse 9b CH-6422 Steinen SZ Telefon +41 (0)41 819 16 34 info@healthtech.ch

19.05.

Workshop: Fräsen Ort: Frauenfeld Veranstalter: Iscar Hartmetall AG Wespenstrasse 14, CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 08 50 seminar@iscar.ch, www.iscar.ch

19./20.05.

Kurs: Aufbau und Eigenschaften der Kunststoffe Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

19./20.05.

Int. Konferenz: PRN 2016 – Polymer Replication on Nanoscale Ort: Windisch (CH) Veranstalter: Institut für nanotechnische Kunststoff-Anwendungen (INKA) an der FHNW Klosterzelgstrasse 2, CH-5210 Windisch Telefon +41 (0)56 202 73 86 prn2016.technik@fhnw.ch www.prn-conference.com

24./25.05.

Lehrgang Spritzgiessen: Prozess- und Qualitätssicherung Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

Bild: Pixabay, Stux

09.05.

Seminar: Heisskanaltechnik in der Anwendung Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Strasse 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

18.05.

Seminar: FVK/CFK Aufbaukurs Ort: München Veranstalter: Haus der Technik e.V. Hollestr. 1, D-45127 Essen Telefon +49 (0)201 1803-1 information@hdt-essen.de www.hdt-essen.de

10.05.

AVK-Fachtagung: Naturfaserverstärkte Kunststoffe Ort: Kaiserslautern Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

24./25.05.

Seminar: Additive Fertigungsverfahren in der Kunststoffverarbeitung – Prozesse, Auslegung und Einordnung Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, Pontstrasse 49, D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93981 gruendler@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de

11.05.

Kurs: Effizienzkiller in Geschäftsprozessen – erfolgreiche Durchführung von Multimoment Analysen Ort: Hamburg Veranstalter: me2any AG Wysshüslistrasse 14, CH-6207 Nottwil Telefon +41 (0)41 937 25 91 ppl@me2any.com, www.me2any.com

30./31.05.

Wiederholungskurs Spritzgiessen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

31.05.– 02.06.

parts2clean Ort: Stuttgart Veranstalter: Deutsche Messe AG Messegelände D-30521 Hannover Telefon +49 (0)511 89-0 info@messe.de, www.parts2clean.de

12.05.

Technologietagung der Kunststofftechnik 2016 Ort: Freiburg Veranstalter: Swiss Plastics Cluster Passage du Cardinal 1, CH-1705 Fribourg Telefon +41 (0)26 429 67 72 verena.huber@hefr.ch, www.swissplastics-cluster.ch

13.05.

Kurs: Grundlagen Werkzeugbau 1 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

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Bild: Pixelio, Gisela Peter

10.05.

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN

5. Technologietagung der Kunststofftechnik 2016

Branchenplayer treffen sich in Freiburg Am 12. Mai 2016 findet zum 5. Mal die Technologietagung der Kunststofftechnik in Freiburg statt. Sie ist ein wichtiger Treffpunkt für Fachleute, die sich über die neuesten technischen Entwicklungen der Branche austauschen möchten.

Für die fünfte Ausgabe der an der Hochschule für Technik- und Architektur stattfindenden Technologietagung werden rund 200 Teilnehmer aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland erwartet. Die Veranstaltung wird zweisprachig sowie mit Simultanübersetzung durchgeführt. Die starke Praxisausrichtung des Tagungsprogramms erlaubt den Teilnehmern die Bedürfnisse- und Erwartungen der Branchenfachleute aufzugreifen. Des Weiteren treten Unternehmen aktiv an Themen wie Prozessoptimierung, Entwicklungsprojekte sowie die Umsetzung einer Innovationsstrategie heran. Die Tagung wird mit einem Exposé zum Thema Industrie 4.0 und deren Auswirkungen auf die Kunststoffindustrie eröffnet. Der anschliessende Tagungsblock fokussiert sich inhaltlich auf Kernthemen im Bereich Spritzguss. Im ersten Teil des Nachmittags werden 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf analog dem 2014 erfolgreich eingeführten Modell parallelgeführte Themenblöcke veranstaltet. Die Teilnehmer entschei0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf den sich somit je nach inhaltlicher 1 Präferenz für einen Themenblock. – Parallelblock A: Simulation im Spritzguss 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf

– Parallelblock B: Integrated Deve­ lopment Solution for Plastics Design & Process –P  arallelblock C: Nahrungsmittel und Kunststoff –P  arallelblock D: Kohlefaserverbund­ werkstoffe Am Ende der Parallelblöcke treffen sich alle Teilnehmer erneut zum Plenumsvortrag, welcher die Resultate der Verbundprojekte des Swiss Plastics Clusters beleuchtet. Seit 2009 hat das Wis­senschafts- und Technologiezentrum des Kantons Freiburg (WTZ-FR) insgesamt 17 Verbundprojekte des Clusters mit einem Gesamtbetrag von CHF 2,7 Mio. finanziert, wovon CHF 600 000 von den teilnehmenden Unternehmen kofinanziert wurden. Die Tagung findet mit einer Key-Note Präsentation zum Thema Kundenbedürfnisse der Nahrungsmittelbranche ihren Ab1 11.10.12 11:06 schluss. Im Rahmen der Tagung können die Teilnehmer auch die Tischmesse besuchen, an11.10.12 welcher 11:06 mehr als 20 Unternehmen der Branche präsent sind. Die Technologietagung der Kunststofftechnik hat sich zu einem wichtigen Branchenevent in der Schweiz entwickelt. Or1

11.10.12

ganisiert seit 2008 durch den Swiss Plastics Cluster, bringt die Konferenz Experten zusammen, welche die jüngsten technologischen Entwicklungen der Branche präsentieren. Die letzte Ausgabe der Veranstaltung wurde von 196 Teilnehmern aus der ganzen Schweiz und den angrenzenden Nachbarländern besucht. Das Zielpublikum der Konferenz setzt sich zusammen aus Direktoren, Kaderleuten, Entwicklungsingenieuren, Vertretern aus der Wissenschaft und Lehre, Produktionsleitern, Qualitätsverantwortlichen sowie Fachpersonal aus den verschiedenen Bereichen der Kunststoffbranche. Informationen betreffend der Tagung sowie deren Organisation finden sich unter http://conferences.innosquare.com/ JT2016/

Kontakt Swiss Plastics Cluster Verena Huber, Cluster Manager c/o InnoSquare Passage du Cardinal 1 CH-1705 Freiburg Telefon +41 (0)26 429 67 72 verena.huber@hefr.ch www.swissplastics-cluster.ch

11:06

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InnoRecycling AG AG Rohstoffe aus Abfällen InnoRecycling Rohstoffe aus Abfällen Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, TelefonTelefon +41 71 973 80,973 info@innorecycling.ch Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, +417071 70 80, info@innorecycling.ch

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PRODUKTE

MultiTest-xt Prüfsystem für Zug und Druck ckungen, Toplast-Tests oder Stauchversuche für Produkte, die im Laufe der Herstellung, der Lagerung oder des Transports gestapelt werden müssen, können einfach, schnell und sicher durchgeführt werden. Das ideale System für Routinemessungen und Untersuchungen an einer Vielzahl von Produkten, Materialien und Komponenten.

Die MutiTest-xt Prüfstände sind leicht bedienbare Kraftmesssysteme mit Touch-Screen-Konsole für die Qualtätssicherung und Produktion. Eine Vielzahl von Zug- und Druckmessungen in der Kunststoffindustrie wie etwa die Bestimmung von Zugfestigkeit an Verbindungsnähten von Verpa-

keit der Prüfabläufe – minimiert Einrichtungszeit – L eichte Handhabung nach kurzer Einführung – ein Tastendruck startet den Test –G  rosse, leicht ablesbare Touch-Screen-Anzeige – zeigt Versuchsergebnisse und Graphen deutlich an – F arblich markierte «gut» oder «schlecht» Anzeige – warnt den Bediener sofort

– Individuell programmierbare Bewegungsabläufe und Ergebnisdarstellung – Passwortgeschützter Zugang  – identifiziert den Benutzer für die Rückführbarkeit – Schneller Zugang zu den fünf wichtigsten Prüfabläufen – massgeschneiderte Icons – Unbegrenzte Speichermöglich-

–V  ersuchsbericht – eine auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Zusammenfassung kann gedruckt werden Weitere Informationen auf www.brw.ch, Artikel Nr. 172322. Spezialisten stehen im Prüf- und Messraum in Urdorf für eine unverbindlichen Beratung oder eine Vorführung gerne zur Verfügung.

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Durchflussmesser für eine sichere parallele Werkzeugtemperierung Bei parallel geschalteten Medienkreisläufen, wie sie in der Verarbeitung von Kunststoffen häufig vorkommen, besteht die Gefahr, dass Veränderungen im Durchfluss öfter deshalb unerkannt bleiben, weil sich der Medienstrom einfach auf die übrigen Kanäle aufteilt. Um diese Problematik zuverlässig zu verhindern, hat HB-Therm Flow-5 Durchflussmesser im Programm, die parallel geschaltete Medienkreisläufe permanent überwachen und Veränderungen frühzeitig erkennen, bevor Ausschuss entsteht. Das parallele Temperieren mehrerer Medienkreisläufe sorgt für eine konstante, homogene Temperierung und hohe Teilequalität. Der Gesamtdurchfluss ist grösser, die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf kleiner. Kosten und Energie lassen sich einsparen, da durch paralleles Temperieren weniger Temperiergeräte benötigt werden. Die Durchflussmesser von HB-

Therm sind in zwei unterschiedlichen Bauarten verfügbar. Die Bauart 'Geräteanbau' lässt sich direkt an ein Temperiergerät Thermo-5 anschliessen. Die Bauart 'autonom' kann frei positioniert werden, so findet sie zum Beispiel auf der Werkzeugaufspannplatte der Spritzgiessmaschine Platz. Einzigartig sind die Durchflussmesser durch ihre hohe Temperaturbeständigkeit für Wasser bis 180  °C und Öl bis 200  °C und ihren grossen Messbereich von 0,4 bis 40 L/min. Mit einer Durchflussmessung ohne bewegliche Teile und einem komplett korrosionsbeständigen Hydraulikkreis sind die Flow-5 langlebig und robust. Mittels der Durchflussmesser Flow-5 lassen sich die einzelnen Prozessleistungen der Kreise ermitteln. Unterstützung erhält der Bediener durch Funktionen wie der automatischen Grenzwert­ einstellung oder der Datenaufzeichnung per USB zur anschlies­-

senden Auswertung im Excel. Bei der autonomen Bauart lässt sich zudem der Durchfluss über ein Feinregulierventil manuell einstellen. Die vollautomatische Prozessüberwachung von Durchfluss und Temperatur erfolgt für jeden Kreis hochgenau mit Ultraschall resp. einem Temperaturfühler Pt 1000. Auf diese Weise lassen sich die Flow-5 als 'Frühwarnsysteme' für entstehende Probleme einsetzen, bevor sie in der Produktion

zu mangelnder Teilequalität führen. Die Durchflüsse der einzelnen Kreise des Flow-5 werden über eine Schnittstelle am Gerät, per Fernbedienung oder direkt an die Maschinensteuerung übermittelt. Die Darstellung an der Maschinensteuerung hängt dabei vom Hersteller und der Software ab. Die Flow-5 erkennen Probleme in der laufenden Produktion frühzeitig und bieten einen Schutz für die verwendeten Werkzeuge, denn die schnelle Erkennung von Durchflussproblemen erspart den Unternehmen später eine aufwändige und teure Wartung.

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Heisskanalregler H1270/... mit flexibler Einschubtechnik Ein Heisskanalsystem ist nur so gut wie seine Regelung. Der benutzerfreundliche neue Einschubregler H1270/... von Hasco ist modular aufgebaut (3- bis 6-fach) und ermöglicht ein hohes Mass an Produktionssicherheit. Dafür wurde zunächst die selbstoptimierende Regelcharakteristik verbessert. Ein deutlich schnellerer, programmierbarer Softstart sorgt für eine schonende Trocknung der Heizung. Pro Regelzone stehen 3600 Watt/ 16A bei einem Temperaturbereich von 30 bis 500 °C zur Verfügung. Über LED Anzeigen für Soll/

matische Fühler- und Stromüberwachung. Der Stellbetrieb kann manuell aufgerufen oder bei Störung automatisch betrieben werden. Für eine kontinuierliche Spritzgiessfertigung kann ein Einschub bei Bedarf auch während des laufenden Betriebes schnell und einfach ausgetauscht werden. Ist-Temperatur, Regelparameter und Fehlermeldungen sowie ein farbiges LED-Band für zwei Überwachungszustände hat der Bediener den Betriebszustand stets übersichtlich im Blick. Weitere Features sind Boost- und Standby-Funktion und eine auto-

Hasco Hasenclever GmbH+Co KG Römerweg 4 D-58513 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 957-0 pmast@hasco.com www.hasco.com

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Trockene Klauen-Vakuumpumpen Mink

Bei der Herstellung von Verpackungen und beim Verpacken ist Vakuum häufig ein unverzichtbarer Bestandteil, wenn Verpackungen effizient und präzise geformt, tiefgezogen, beschichtet, bewegt und geöffnet werden sollen. Beim Verpacken kann zudem das Verpackungsgut durch Vakuum zuge-

führt und eingelegt werden. Die Firma Busch ist der führende Hersteller von Drehschieber- und Klauen-Vakuumpumpen und präsentierte auf der Empack ihr aktuelles Leistungsspektrum rund um die Vakuumerzeugung in der Verpackungsindustrie. Mink Klauen- Vakuumpumpen werden unter anderem in der Schlauchbeutelproduktion, bei Blisterverpackungen und im Hand­ling­ bereich eingesetzt. Diese Vakuumpumpen wurden speziell für Vakuumanwendungen entwickelt, für die konstantes Vakuum, hohe Ansaugleistung und absolut ölfreie Verdichtung unerlässlich sind. Mink Klauen-Vakuumpumpen ar-

beiten berührungsfrei. Für den Verdichtungsvorgang ist weder Öl noch eine andere Betriebsflüssigkeit erforderlich. Durch den berührungsfreien Betrieb arbeiten diese Vakuumpumpen nahezu wartungsfrei. In der Praxis bedeutet dies im Vergleich zu herkömmlichen Vakuumerzeugern eine Einsparung von bis zu 60 % bei den Betriebskosten.

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Spritzgiessprozesse punktgenau getaktet Mit der neuen Funktion Weekly Timer von KraussMaffei lässt sich der Produktionsstart beim Spritzgies­ sen exakt einstellen. Dadurch werden unnötige Maschinenwartezeiten vermieden und Stromkosten deutlich eingespart. Die neue Wochenzeitschaltuhr ist als Standard in die Steuerung MC6 von KraussMaffei integriert. Mit dem Weekly Timer kann das Bedienpersonal den gewünschten Produktionsbeginn exakt einstellen. Durch einen intelligenten Ablauf, in dem die MC6 automatisch die Randbedingungen an der Maschine 'lernt', weiss sie genau, wie lange die Vorheizphase benötigt und ist daher punktgenau betriebsbereit. Auch auf

wechselnde Temperaturen, bedingt beispielsweise durch Jahreszeiten, oder auf die Installation neuer Plastifizierungen reagiert sie. Der Weekly Timer eruiert die Veränderungen auf den Prozess und stellt die Zeiten unmittelbar und kontinuierlich ein. Dank dieser Intelligenz kann der

Maschinenbediener nun völlig intuitiv und ohne Berechnungen den Produktionsstart exakt bestimmen. Umständliche Programmierungen entfallen, Fehlerquellen werden reduziert. Können Maschinenwartezeiten eliminiert werden, bedeutet das deutliche Einsparpotenziale bei den Energiekosten. Diese sind durchaus beachtlich, wie folgendes Beispiel zeigt. Auch wenn eine GX 650–8100 von KraussMaffei noch nicht produziert, aber schon vorgeheizt ist, benötigt sie Energie. Befindet sich eine solche Maschine nun dreimal pro Woche für eine Stunde im Wartemodus, kann das Kosten von 450 Euro im Jahr mit sich bringen. Rechnet man dies auf 20 Maschinen über

10 Jahre hoch, so ergibt sich eine Summe von rund 110 000 Euro, die Kunden durch den Weekly Timer einsparen können. Der Weekly Timer ist ein hervorragendes Beispiel, wie sich die Vision Industrie 4.0 mit Hilfe von intelligenten Maschinen umsetzen lässt. Die Wochenzeitschaltuhr registriert selbstständig Veränderungen, reagiert und optimiert selbstlernend den Produktionsbeginn des Spritzgiessprozesses.

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Maag stellt stark erweitertes Produktportfolio vor Nach der Übernahme der beiden Firmen Gala Industries und Reduction Engineering Scheer im Herbst des vergangenen Jahres wird Maag auf der Chinaplas in Shanghai das erweiterte Produktportfolio des Unternehmens ausstellen. Auf dem Messestand wird mit dem neuen Granulator MAP6 (Bild) erstmals ein Produkt zu sehen sein, das Maag und Gala gemeinsam vorstellen. Der Granulator zeichnet sich durch eine anwenderfreundliche Konstruktion aus: Die Messerzustellung erfolgt mit einem Handrad, so dass der Bediener den Messerver-

schleiss visuell überwachen kann. Das neue Ventil, das den Polymerstrom zwischen Anfahr- und Produktionsposition umleitet, schaltet in weniger als einer Sekunde und gewährleistet stabile An- und Abfahrprozesse. Mit dem Granulator MAP6 profitieren die Kunden von den langjährigen Erfahrungen von Gala – dem Pionier der Unterwassergranulierung. Um Granulate nach der Unterwassergranulierung zu trocknen, werden häufig Zentrifugaltrockner eingesetzt. Im diesem Bereich wird auf dem Messestand der Zentrifugaltrockner Centro 150 zu sehen sein, der für einen Durch-

satz von bis zu 22 000  kg/h konzipiert ist. Der Trockner ist besonders reinigungsfreundlich und zeichnet sich zudem durch seine hohe Energieeffizienz aus. Im Vergleich zu anderen Trocknern mit vergleichbarer Trockenleistung verbraucht er bis zu 40 % weniger Energie. Sowohl der Ro-

tor als auch die Rotorsiebe sind sehr leicht zugänglich und lassen sich dadurch einfach reinigen oder austauschen. Der Centro wurde in Deutschland von Maag konstruiert; durch die Fertigung vor Ort in China kann er zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden. Maag Pump Systems AG Aspstrasse 12 CH-8154 Oberglatt Telefon +41 (0)44 278 82 00 welcome@maag.com www.maag.com Chinaplas: Halle E1, Stand J21

Stäubli-Temperierkupplungen neu im Meusburger Sortiment

Mit dem original Stäubli-RPL System setzt Meusburger bei den

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Temperierkupplungen auf eine vielfach bewährte Technologie. Anwendung findet das Kupplungssystem in den unterschiedlichsten Bereichen, wie beispielsweise in der Automobilindustrie. Die optimal ausgelegte Geometrie garantiert eine hohe Durchflussmenge. Rote und blaue Farbringe an den Buchsen und Kupplungen ermöglichen eine einfache und schnelle Kenn-

zeichnung der Kreisläufe. Auch einer schnellen Wartung steht mit dem einfach austauschbaren aussenliegenden O-Ring nichts im Wege. Durch die verschiedenen Ausführungen, wie zum Beispiel Buchsen mit Verlängerung und abgewinkelte Kupplungen, eignen sich die Stäubli-Temperierkupplungen für nahezu jede Einbausituation. Dieses und weitere Produkte

von Meusburger können über den Online-Shop bestellt werden und sind sofort ab Lager erhältlich. Meusburger Georg GmbH & Co. KG, Formaufbauten Kesselstr. 42 A-6960 Wolfurt Telefon +43 (0)5574 6706-471 office@meusburger.com www.meusburger.com

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Prozesssicher zu massgeschneiderten LFT-Compounds Im Fokus des Messeauftritts von ProTec Polymer Processing auf der diesjährigen Chinaplas vom 25. bis 28. April in Shanghai stehen die Herstellung langfaserverstärkter Thermoplaste (LFT) mit dem sogenannten Pultrusionsverfahren und die neue Generation der ProTec-Taumelreaktoren. Die LFT-Anlagentechnik von ProTec eignet sich zur Herstellung einer breiten Werkstoffpalette mit unterschiedlicher Faserverstärkung und vielfältiger, auch direkt bei der LFT-Herstellung compoundierter Polymermatrix. Selbst die materialtechnisch schwierige Kombination von Kohlefaser mit PP ist prozesssicher realisierbar. Ein zentraler Anlagenbaustein ist ein leistungsfähiger Compoundier­extruder, ausgerüstet mit einem gravimetrischen Dosiersystem Somos Gramix S, das bis zu neun Komponenten exakt dosieren und mischen kann. Individuelle Formulierungen der Polymermatrix können so in einer grossen Bandbreite sehr flexibel direkt im Pro-

zess hergestellt werden. Recyclingmaterial und zusätzliche Füllstoffe lassen sich dabei ebenfalls in die Materialrezeptur einbinden. Bei der Herstellung von LFT im Pultrusionsverfahren werden Faserstränge kontinuierlich durch ei-

ne Polymerschmelze gezogen, dabei die einzelnen Fasern in die Polymermatrix eingebettet (mit der Schmelze imprägniert) und die geformten Faserpolymerstränge nach dem Abkühlen abschlies­ send granuliert. Zum Imprägnieren gelangen die Faserstränge im ersten Prozessschritt von der Bevorratung in Spulengattern über eine spezielle Führungseinrichtung in das Imprägnierwerkzeug. Die heissen Faserpolymerstränge erhalten dann in einem dem Werkzeug nachgeschalteten Profilsystem ihre endgültige Form, beispielsweise als runde Stränge oder als flache Bänder. Nach dem Abkühlen in einer dem Polymer angepassten Kühleinheit durchlaufen sie noch eine Zugeinrichtung (Puller), über die der kontinuierliche Lauf der Anlage gesteuert wird. ProTec konzipiert und liefert ein auf die jeweilige Anforderung massgeschneidertes LFT-Anlagenkonzept, komplett aus einer Hand, von der Materialentwicklung bis

zur Erprobung und Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort. Realisiert werden Anlagen für Fasergehalte bis zu 60 Gew.-% und Durchsätze bis zu 1200 kg/h. Bedient wird die LFT-Anlage mit allen Baugruppen zentral von der Anlagensteuerung aus. Variabel regelbar sind u. a. die Liniengeschwindigkeit, der Durchsatz des Extruders, die Schnittlänge des Granulats. Auch weitere, je nach Anwendung vor- und nachgeschaltete Zusatzfunktionen der Gesamtanlage lassen sich in die Steuerung integrieren, wie Systeme zum Trocknen, Fördern, Dosieren und Mischen der eingesetzten Materialkomponenten.

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Temperofen VTU mit einfahrbarer Drehtrommel

Bei der Herstellung von Kunststoffkomponenten ist das Erzielen einer guten Produktqualität durch die Einhaltung der wesentlichen Produktionsparameter von zentraler Bedeutung. Eine gleichmässige räumliche Temperaturverteilung während des Tempervor-

gangs ist hierfür Voraussetzung. Zusätzlich ist beim Tempern von Silikonprodukten eine definierte Zuluftmenge erforderlich. Speziell bei Kleinteilen (Schüttgut) wie Dichtringe etc. können sich durch eine ruhende Temperung Druckstellen im Kontaktbereich mit den anderen Produkten und der Auflagefläche ergeben. Dies kann zu Qualitätsproblemen führen. Am Beispiel der Dichtringe kann dies zu Undichtigkeiten im Betriebszustand führen. Werden die Kunststoffprodukte während des Tempervorganges bewegt, lassen sich die oben angesprochenen Druckstellen und Qualitätsmängel vermeiden.

Weitere Vorteile: Die Produkte bleiben formstabil und die Ausschussrate sinkt. Die Temperaturverteilung im Produkt wird deutlich verbessert. Die Kombination der bewährten Wärme- und Trockenschränke von Vötsch Industrietechnik mit einer neuen Ausstattung bietet hier die Lösung: Zwei schwenkbare Dreh­ trommeln mit fahrbarem Untergestell ermöglichen ein flexibles Handling. Zum Beladen und zum Entnehmen der Produkte lassen sich die Drehtrommeln in eine horizontale Position schwenken und arretieren. Die Produkte können einfach beladen und entnommen werden. Je

nach Anforderung lässt sich die Drehzahl der Aufnahmetrommeln variieren. Das Ergebnis sind Kunststoffkomponenten in gleichmässig hoher Qualität, ohne schädliche Druckstellen. Da die Drehtrommeln komplett herausgefahren werden können, ist der Wärme- und Trockenschrank auch für andere Prozesse einsetzbar.

Weiss Technik AG Brügglistrasse 2 CH-8852 Altendorf Telefon +41 (0)55 256 10 66 info@weiss-technik.ch www.weiss-technik.ch

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