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OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

Januar  /   F ebruar 2016

KUNSTSTOFF XTRA

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE


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KraussMaffei

Mehr Effizienz für Ihre Produktion Lektion 1: Adaptive Process Control (APC) Mit der von KraussMaffei neu entwickelten Maschinenfunktion APC können Schwankungen im Fertigungsprozess beim Spritzgießen sofort kompensiert werden. Ihr Vorsprung in Sachen Produktivität: deutlich reduzierter Ausschuss.

Engineering Passion


EDITORIAL

Die Zeit ist reif für Veränderungen Es ist ein mutiger Schritt, den der Verband Swiss Plastics mit dem Aufbrechen der Strukturen macht, aber ein zeitgemässer. In manchen Un-

www.granula.ch

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ternehmen hat ein Wandel bereits stattgefunden. Wo früher Firmenbereiche z.B. nach Maschinengrösse, nach Materialtyp, definiert waren, sind heute Business Units wie Automotive, Packaging, Medical, technische Komponenten, entstanden. So werden, anstelle der heutigen Fachgruppen, flexible Zellen, oder ‚Interessensgruppen’, wie der Verband sie nennt, den heutigen Anforderungen besser gerecht werden. Manche mögen den alten Strukturen der Fachgruppen, die auch für ein Zusammengehörigkeitsgefühl stehen, nachtrauern. Es ist nicht einfach, sich auf Neues einzulassen. Es verlangt ein Umdenken und ein grösseres Engagement. Ein Engagement, das sich aber auszahlt durch den Nutzen von gleichgerichteten Interessen, die sich branchenübergreifend zusammenfinden und sich austauschen. Rohstöffler, Verarbeiter, Apparatebauarbeiten. Die neuen Strukturen werden einen Blick über den Gartenzaun hinaus erlauben und durch die Interdisziplinarität helfen, effizienter und zielführender zu arbeiten. Ein Wettbewerbsvorteil. Die Umstrukturierung verlangt von der Verbandspitze ein klares Signal, wohin die Reise gehen soll und wie sie die Mitglieder auf dieser Reise unterstützen kann und will. Die Mitglieder sind aufgerufen, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren und sich in Interessensgruppen zusammenzufinden. Der Umwandlungsprozess wird nur eine Chance haben, wenn alle die Gesamtinteressen im Auge behalten, Partikularinteressen zurückstellen und sich auf ihre Gemeinsamkeit, den Kunststoff, besinnen – so sagt es der designierte Verbandspräsident Silvio Ponti im Interview in dieser Ausgabe (S. 5). Um das zu erreichen braucht es Transparenz, gegenseitiges Vertrauen und ein aktives Miteinander.

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com

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Masterbatch für Biopolymere

er werden an auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Problemlösungen

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

04 FOKUS

12 V ERFAHRENSTECHNIK

Swiss Plastics wählt einen neuen Präsidenten

Zwei Themen standen an der a.o. Mitgliederversammlung des Verbands Swiss Plastics am 26. Januar 2016 auf der Traktandenliste: Die Wahl des Präsidenten und die Umstrukturierung des Verbands. Der vom Vorstand vorgeschlagene Kandidat Silvio Ponti wurde von den Mitgliedern einstimmig gewählt und der Vorstand erhielt durch eine Konsultativabstimmung grünes Licht zur Aufgleisung des Umstrukturierungsprozesses.

07 VERARBEITUNG Stabilität trotz stetem Wechsel

Prozessstabilität – ein Wort, das konstante Qualität und wenig Ausschuss signalisiert. Die Maschinenfunktion Adaptive Process Control (APC) von KraussMaffei bewirkt diese Stabilität gerade auch bei permanentem Wechsel. Der Kunde KH Foliotec setzt APC bei der Fertigung von hochwertigen Interieurbauteilen mit In-Mold-Labeling-Dekorierung (IML) ein.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 6. Jahrgang (2016) Druckauflage 6000 Exemplare ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Absaugtechnik beim CO2-Laserschneiden

In vielen Branchen punktet das Laserschneiden durch perfekte Schnittkanten. Typische Argumente bei der Auswahl eines geeigneten Lasersystems sind die Leistungsstärke der Laserstrahlquelle oder die Präzision und Geschwindigkeit des Bewegungssystems. Nur selten spielt die Absaugtechnik eine wesentliche Rolle bei der Kaufentscheidung. Zu Unrecht!

14 A DDITIVE FERTIGUNG Die sieben Mythen der additiven Fertigung

Additive Fertigung und insbesondere der 3D-Druck gelten als «Game Changer» für viele Industrien. Wie gross das Potenzial für den Apparate- und Anlagenbau in der Prozessindustrie wirklich ist und welche Herausforderungen bei der weiteren Entwicklung bevorstehen, beleuchtet das Whitepaper «Die 7 Mythen rund um die additive Fertigung».

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

18 MESSEN/PRÜFEN/QS Fehlern aktiv auf der Spur

30 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG Nanowände für Smartphones

Im November 2015 startete am SKZ ein Forschungsprojekt, das sich mit der Entwicklung und Evaluierung der aktiven Thermografie als zerstörungsfreies Prüfverfahren zur Qualitätssicherung von gefügten Kunststoffverbindungen befasst.

Forschende der ETH Zürich stellten mit einem neuartigen Nano-Druckverfahren transparente Elektroden für den Einsatz in Touchscreens her. Die neuen Elektroden gehören eigenen Angaben gemäss zu den transparentesten und leitfähigsten, die je entwickelt wurden.

22 ROHSTOFFE

32 NEWS

26 VERBAND

39 VERANSTALTUNGEN

28 INNOVATIONEN

40 MESSEN

2. Swiss Plastics Innovationstagung

42 PRODUKTE

Roboter W808 Der Kleinroboter W 808 wurde speziell für den Einsatz auf kleinen Spritzgiessmaschinen entwickelt. Kleine Achsüberstände sorgen für minimalen Platzbedarf. Alle Achsen sind mit Absolutwertgebern ausgestattet, womit eine Initialisierung des Geräts nach dem Einschalten entfällt. Mit einem Handlinggewicht von 3 kg ist er sehr flexibel für Pick and Place Aufgaben einsetzbar. Mit der R 8.3 Steuerung sind aber auch verschiedene Ablage- und Stapelprogramme kein Problem. Programme können ohne Programmierkenntnisse mit der Funktion Quick New erstellt werden, Funktionen wie Anfahrteile, Anguss abwerfen oder Q-Schuss lassen sich durch

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DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE

einfaches Setzen eines Hakens integrieren. Alle Positions-Einstellungen sind in einem grafikunterstützten Fenster einfach durchführbar. In diesem Fenster lassen sich auch die Vakuumüberwachungen direkt einstellen. Für einen niedrigen ­ Energieverbrauch sorgt die Funktion Eco Mode, welche die Geschwindigkeiten auto­matisch an die Zykluszeit anpasst. In der Variante Swiss Edition wird dieser Kleinroboter als Standardpaket zu attraktiven Konditionen angeboten. Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.ch

Unbenannt-1 1

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1–2 / 2016

ZUM TITELBILD

46 LIEFERANTEN VERZEICHNIS

Januar / Februar 2016

Am 26. Januar 2016 fand in Luzern die 2. Swiss Plastics Innovationstagung statt. Rund 200 Teilnehmer folgten der Einladung der Messe Luzern und erlebten einen abwechslungsreichen Nachmittag mit vielen Denkanstössen.

19.01.16 16:12

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FOKUS

a.o. Mitgliederversammlung des Verbands Swiss Plastics

Der neue Präsident kommt aus der Branche

Marianne Flury Keine Diskussion gab die Wahl von Silvio Ponti, Leiter Building Systems & Industry und Mitglied der Konzernleitung bei der Sika AG. Er wurde einstimmig zum Nachfolger der auf die nächste Mitgliederversammlung im August zurücktretenden Doris Fiala gewählt. Mit ihm kommt ein Mann der Industrie an die Verbandsspitze, der die Branche aus früheren Jahren als Vorstand der Fachgruppe VSGT kennt. Nach insgesamt 18 Jahren, in denen das Präsidium in Politikerhand war, läutet die Wahl einen Paradigmawechsel ein. «Ich bin glücklich, dass mit Silvio Ponti ein Mann aus den eigenen Reihen das Präsidium übernehmen wird», freut sich Doris Fiala.

Anpassung der Verbandsstrukturen Die Fachgruppen sind Vergangenheit, es leben die Interessensgruppen – so könnte man den Kurswechsel zusammenfassen, der in einer Konsultativabstimmung (mit fünf Enthaltungen) angenommen wurde. Heute präsentiert sich Swiss Plastics als Verband mit sieben Fachgruppen, die alle eine eigene Verwaltung haben. Dadurch sind von der Geschäftsstelle viele Ressourcen für die Administration gebunden. Mit einem Strukturwandel von einzelnen Fachgruppendienstleistungen hin zu Leistungen des Gesamtverbandes sollen mehr fach- und marktspezifische Informationen zu den Mitgliedern fliessen. Konkret werden Interessensgruppen (IG) entstehen (z.B. zu Themen wie Spritzguss, Medical, Composites, Leichtbau), in denen sich verschiedene (Fachgruppen)mitglieder bedürfnisorientiert zusammenfin4

Bild: Marianne Flur y

Zwei Themen standen an der a.o. Mitgliederversammlung des Verbands Swiss Plastics am 26. Januar 2016 auf der Traktandenliste: Die Wahl des Präsidenten und die Umstrukturierung des Verbands. Der vom Vorstand vorgeschlagene Kandidat Silvio Ponti wurde von den Mitgliedern einstimmig gewählt und der Vorstand erhielt durch eine Konsultativabstimmung grünes Licht zur Aufgleisung des Umstrukturierungsprozesses.

Doria Fiala: Es ist fantastisch, dass die Reformen nicht top down, sondern buttom up an die Hand genommen wurden.

den und sich austauschen können. Diese IG sind dynamisch und wechseln in der Personenzusammenstellung, je nach Interessenslage der Teilnehmer. Unterstützung erhält die Aufgleisung der neuen Verbandsstruktur durch verschiedene Teilnehmer, die sich für ein «Miteinander» der Branche stark machen, für einen interdisziplinären Austausch untereinander plädieren und auf andere Verbände hinweisen, die dies bereits so praktizieren. Da mit dieser Umstrukturierung de facto die Fachgruppen aufgelöst werden, wird sich auch die Finanzierung ändern. Die Beitragsordnung wird harmonisiert; nur noch ein Swiss Plastics Beitrag wird entrichtet, die Verwaltung erfolgt durch den Verband. Die Fachgruppenvorsteher haben nun Zeit, Überzeugungsarbeit in ihrem Umfeld zu leisten und ein konkret ausgearbeitetes Konzept über die neue Struktur

und Beitragsordnung auszuarbeiten und dieses an der Mitgliederversammlung im August zur Abstimmung vorzulegen. Nach der erfolgreich durchgeführten a.o. Mitgliederversammlung zeigt sich Doris Fiala erleichtert: «Das war ein Kraftakt, aber nun sind wir gut aufgegleist. Es ist fantastisch, dass diese Reformen nicht top down, sondern buttom up an die Hand genommen wurden. Das haben wir allen konstruktiven Kräften zu verdanken, die mit viel Engagement in den letzten Wochen und Monaten Überzeugungsarbeit geleistet haben.»

Zur Person Silvio Ponti

Der Dipl.-Bau-Ingl. ETH Silvio Ponti (1953) ist – mit einem zwischenzeitlichen Abstecher zur Hilti AG (FL) – seit 1982 in verschiedenen Funktionen für die Sika AG tätig, seit 2013 als Leiter Building Systems & Industry und stv. Vorsitzender der Konzernleitung. Von 1996 bis 2004 war Ponti Vorsitzender der Fachgruppe VSGT (Vereinigung der Schweizerischen Gummi- und Thermoplast-Industrie) im Kunststoff Verband Schweiz KVS (heute Swiss Plastics).

www.swiss-plastics.ch

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FOKUS

Exklusivinterview mit Silvio Ponti

Gemeinsamkeiten in den Vordergrund stellen

Marianne Flury Herr Ponti, herzliche Gratulation zu Ihrer Wahl. Sie haben vor Jahren anlässlich einer Mitgliederversammlung der Fachgruppe VSGT gefragt: Haben Verbände im Zeitalter der Globalisierung ausgedient? Und beantworteten die Frage gleich selbst mit einem klaren Nein. Wie sehen Sie die Situation heute? Silvio Ponti: Meine Meinung ist nach wie vor dieselbe wie damals. Verbände haben überhaupt nicht ausgedient. Verbände sind ganz wichtige – und ich behaupte, immer wichtigere – Sprachrohre der Industrie gegenüber den Behörden, aber auch gegenüber allen anderen sogenannten Stakeholders, wie der Öffentlichkeit und auch den Angestellten. Geändert hat sich meiner Ansicht nach die internationale Verflechtung, die noch wichtiger wurde und in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen wird. Die Schweiz ist keine Insel. Ausserdem bilden Verbände wichtige Plattformen zum gegenseitigen Austausch unter den Mitgliedern. So kommen die Rohstofflieferanten und die Maschinenbauer mit den Verarbeitern zusammen. Sie kommen aus der Industrie. Was hat Sie bewogen, sich für das Amt des Präsidenten von Swiss Plastics zu bewerben? Ponti: Ich habe mich nicht beworben. Ich wurde – für mich völlig überraschend – angefragt und habe mich dann, nach zwei, drei intensiven Gesprächen, bereit erklärt, mich als Kandidat zur Verfügung zu stellen. Ich freue mich sehr auf die spannende Aufgabe. 1–2/2016

Bild: Sika

An der Mitgliederversammlung von Swiss Plastics im August wird Doris Fiala wie angekündigt den Präsidentenstab an Silvio Ponti, Sika AG, weiterreichen. Mit ihm kommt ein Industriekapitän an Bord, nachdem das Präsidium 18 Jahre lang in Politikerhänden war. Für eine erste Stellungnahme stand Ponti KunststoffXtra Red und Antwort.

Die ersten 100 Tage eines Amtes zählen jeweils als Schonzeit. Was möchten Sie in dieser Zeit erreichen? Ponti: In den ersten drei bis vier Monaten möchte ich zuerst einmal mit den verschiedenen Fachgruppen und Kollektivmitgliedern sprechen, die Leute persönlich kennenlernen. In einem bezüglich Mitgliederstruktur sehr heterogenen Verband genügt es nicht, mit zwei, drei Personen zu sprechen und zu meinen, die Interessen und Bedürfnisse aller zu kennen. Sie waren jahrelang Vorsitzender der Fachgruppe VSGT (Vereinigung der Schweizerischen Gummi- und Thermoplast-Industrie) und kennen die Bedürfnisse der Mitglieder von damals. Was ist die Aufgabe des Verbands? Was muss der Verband seinen Mitgliedern bieten, damit für sie das Kosten-/Nutzenverhältnis stimmt? Ponti: Eines der wichtigen Elemente des Aufgabenkatalogs des Verbands ist die Vertretung nach aussen. Deshalb ist es wichtig – besonders im Hinblick auf die unterschiedlichen Strukturen der Firmen – dass man die Gemeinsamkeit in den Vordergrund stellt, das Trennende kommt je-

weils automatisch von alleine. Das Gemeinsame ist der Kunststoff. Da gilt es, auch als Einzelfirma Partikularinteressen zurückzustellen. Denn, wenn es der Kunststoffindustrie als Gesamtes gut geht und wenn die Rahmenbedingungen stimmen, hilft dies auch mittel- und langfristig dem Einzelmitglied. Eine Firma – ob gross oder klein – kann ihre Interessen alleine nicht durchsetzen. Dazu braucht es die Gesamtstimme eines Verbands – diese hat wesentlich mehr Gewicht. Dazu kommt, dass Behörden- und Politiker – das zeigt meine Erfahrung – weniger unverfänglich mit einzelnen Firmen sprechen können, weil sie sofort in Verdacht geraten, die Interessen einer Firma zu vertreten. Das Gespräch mit einem Verband ist unpersönlich und «neutral». Man spricht dann für eine Branche und damit für tausende von Arbeitsplätzen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist Plattformen für den Informationsaustausch unter den Mitgliedern zu schaffen. Diese Plattformen sollen auch fachgruppenübergreifend Mitglieder mit gleichen Interessen zusammenführen, beispielsweise alle die im Medical Bereich oder in der Verpackung tätig sind. Da treffen sich dann Maschinenhersteller, Rohstofflieferanten und Verarbeiter zu einem fachspezifischen und letztlich für den Konsumenten nützlichen Austausch. Wie wollen Sie erreichen, dass die einzelnen Fachgruppen das «Gärtlidenken» hinten an stellen? Ponti: Ich glaube, da wurde gerade in den letzten zwei, drei Jahren sehr viel Vorarbeit geleistet, indem man mit der Gründung der Dachorganisation Swiss Plastics das Gemeinsame in den Vordergrund stellte. Ich erinnere mich aus meiner Zeit 5


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FOKUS

als Vorstand des VSGT, dass damals die Interessen der einzelnen Fachgruppen sehr unterschiedlich waren und das Verbindende nicht thematisiert wurde. Ich möchte da ansetzen und darauf hinarbeiten, die einzelnen Fachgruppen, aber auch die einzelnen Mitgliedsfirmen, für das Verbindende zu sensibilisieren. Ein Commitment zu mehr Gemeinsamkeit haben fast alle Fachgruppenchefs an einer Klausurtagung im Oktober 2015 abgegeben. Der Verband stellte über Jahre die Imageförderung des Werkstoffs Kunststoff, die Nachwuchsförderung und die Mitgliederzahlen in den Mittelpunkt seiner Anstrengungen. Wie lässt sich hier nachhaltig etwas erreichen? Ponti: In den letzten acht bis zehn Jahren war ich relativ weit weg vom Tagesgeschäft des Verbands. Auf den Mitgliederschwund müssen wir zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu sprechen kommen, sobald ich die Bedürfnisse und Erwartungen der Mitglieder besser kenne. Bezüglich Nachwuchsförderung könnte man Einiges machen. Ich denke da nicht zuletzt auch an das KATZ und werde auf alle Fälle versuchen, die Zusammenarbeit zu fördern. Wie wird der Verband künftig seine Anliegen im Bundeshaus vorbringen und sich Gehör verschaffen? Die letzten Jahre war das Präsidium ja in Politikerhand. Ponti: Den direkten Zugang ins Parlament haben wir nicht mehr, das stimmt. Auf der anderen Seite muss man sehen, dass auch andere Kanäle offen sind. Man kennt Politiker und steht in Kontakt mit Behörden. Wir sind ja stark regional dezentralisiert und können über die kantonalen Parlamentarier auch Einfluss nehmen. Zudem werden wir den Kontakt zur scheidenden Präsidentin weiterhin pflegen und ich bin sicher, sie wird uns auch in Zukunft politisch wo immer möglich unterstützen. Sie hat in ihrer Amtsperiode sehr viel geleistet und erreicht, und ich möchte ihr an dieser Stelle herzlich danken für ihr jahrelanges hohes Engagement. Anfügen möchte ich hier, dass wir – bei aller Bedeutung, die wir als Swiss Plastics haben – nicht zu den ganz grossen Verbänden zählen wie Swissmem oder Scien6

ceindustries (Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech, früher Schweizerische Gesellschaft für Chemische Industrie, Anm. der Red.) und damit logischerweise nicht dasselbe Gewicht haben wie der Dachverband der Schweizer Wirtschaft Economiesuisse. Ich sehe aber – besonders mit Scienceindustries – Ansatzpunkte zur gemeinsamen Nutzung einiger Ressourcen. Ich denke da zum Beispiel an die Regulierungen, die sich mit denjenigen in der Kunststoffindustrie überlappen. Wir haben vielfach ähnliche Interessen und können so die Effizienz steigern, aber auch die Nachhaltigkeit verstärken. Der Verband schreibt tief rote Zahlen. Wo kann und muss gespart werden? Ponti: Im 2014 wurde kein gutes Ergebnis erzielt, das stimmt. Seitdem wurden konkrete Sparmassnahmen eingeführt welche 2015 und 2016 ihre Wirkung – ein ausgeglichenes Resultat – zeigen sollen. Der Verband ist sich auf allen Stufen der kritischen Lage bewusst und nimmt sich der Situation aktiv an. Wo liegt die Stärke der Fachgruppen? Ponti: Diese liegt – wie der Name schon sagt – in der fachlichen Spezialisierung. Wir haben ja recht unterschiedliche Tätigkeiten in der Welt des Kunststoffs – man denke nur schon an die vielfältigen Produktionsverfahren. In den Fachgruppen können spezifische Themen aufgegriffen und wesentlich besser behandelt werden als im Gesamtverband. Die Fachgruppen weisen von ihrer heutigen Struktur her aber auch Nachteile auf und bedingen eine aufwändige Verwaltung, denken Sie etwa an die Rechnungslegung, an die einzelnen Mitgliederversammlungen, an die Vorstandssitzungen etc. Der Aufwand für diese administrativen Tätigkeiten sollte eher in die Schaffung von Mitgliedernutzen investiert werden. Ausserdem reflektieren die Fachgruppen heute Technologien. Es wäre deshalb durchaus sinnvoll auch technologieübergreifende Plattformen nach Anwendungen und Märkten zu bilden. Das Verbandspräsidium ist kein Vollzeitjob. Wie stark wird diese Aufgabe Sie beanspruchen? Ist das vertraglich geregelt? Ponti: Es besteht keine verbindliche Ab-

machung. Ich gehe aber davon aus, dass ich zwei bis drei Tage pro Monat, unterschiedlich verteilt, einsetzen muss. Das wird auch möglich sein, weil ich altersmässig in der Sika keinen Karrieresprung mehr machen werde und diesbezüglich auch keine Ambitionen habe. Im Gegenteil, da geht es in Richtung Pensionierung. Muss ein Verband in der Grösse von Swiss Plastics unbedingt einen Präsidenten und einen Geschäftsführer haben? Ponti: Für mich gilt hier der gleiche Grundsatz wie für juristische Personen. Wir sind eine Publikumsgesellschaft. In dem Sinn bin ich aus der Corporate Governance-Frage heraus für eine Trennung. Auf der einen Seite ist die Geschäftsführung, die das Tagesgeschäft führt und auf der anderen Seite der Vorstand mit dem Präsidenten, der die langfristigen Ziele und Strategien festlegt, in Anlehnung auch ans Obligationenrecht. Was erachten Sie als designierter Präsident von Swiss Plastics als spezielle Herausforderung? Ponti: Der Präsident ist das Aushängeschild – auf ihn wird eingeprügelt, wenn etwas nicht wunschgemäss läuft. Ich habe in ausserberuflichen Tätigkeiten schon verschiedene Präsidentenämter inne gehabt. Wichtig ist, dass der Präsident ein offenes Ohr hat auch für Anliegen, die nicht aus dem Vorstand kommen oder nicht der Mehrheitsmeinung im Vorstand entsprechen. Letztlich führt der Präsident den Vorstand. Er ist verantwortlich für eine effiziente Führung der Vorstandstätigkeit und der Überwachung der Geschäftsstelle. Haben Sie eine Vision, wo der Verband in vier Jahren unter Ihrer Präsidentschaft steht? Ponti: Ich bin ein sehr positiv denkender Mensch und sehe in Swiss Plastics in vier Jahren einen Verband, der gestärkt auftritt und mit einer Stimme die immer wichtigere Bedeutung des Kunststoffs in der Schweiz breit abstützen und für die Mitglieder die Rahmenbedingungen vereinfachen kann.



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VERARBEITUNG

APC gleicht Schwankungen im Spritzgiessprozess aus

Stabilität trotz stetem Wechsel

Bild: KraussMaf fei

Prozessstabilität – ein Wort, das konstante Qualität und wenig Ausschuss signalisiert. Die Maschinenfunktion Adaptive Process Control (APC) von KraussMaffei bewirkt diese Stabilität gerade auch bei permanentem Wechsel. Der Kunde KH Foliotec setzt APC bei der Fertigung von hochwertigen Interieurbauteilen mit In-Mold-LabelingDekorierung (IML) ein.

Für den Einrichter bietet die APC-Funktion wertvolle Unterstützung.

Man könnte meinen, dass der Spritzgiess­ prozess besonders zuverlässig und stabil funktioniert, wenn die optimalen Maschinenparameter gefunden sind und danach nicht mehr verändert werden. Doch auf die Qualität der produzierten Teile wirkt eine Vielzahl von Faktoren ein. Maschinen- und werkzeugseitig sind Temperaturen und Bewegungen zu nennen, beim Material können es Viskositätsschwankungen zwischen einzelnen Chargen sein, unterschiedliche Beimengungen an Rezyklat oder der Feuchtegehalt des Granulats. Besonders gravierend sind Unterbrechungen im Produktionszyklus. Die Schmelze verbleibt dann länger in der Maschine als üblich und wird in der Regel dünnflüssiger. Die eingestellten Maschinenparameter stimmen nicht mehr, denn die Kavität füllt sich leichter – und wird letztlich überfüllt. Das Resultat: Ein zu hohes Teilegewicht und Abweichungen in der Masshaltigkeit. 1–2/2016

Die Maschinenfunktion APC von KraussMaffei gleicht diese Schwankungen im Spritzgiessprozess aus, indem über eine Online-Messung der Schmelzeviskosität der Umschaltzeitpunkt zwischen Druck und Nachdruck an jeden einzelnen Schuss angepasst, also ständig verändert wird.

Optimale Produktqualität nach Wiederanfahren Die KH Foliotec GmbH mit Sitz im oberfränkischen Sparneck fertigt für die Automobilbranche anspruchsvolle Oberflächenteile im In-Mold-Labeling-Verfahren und hat alle notwendigen KraussMaffei-Maschinen mit APC nachgerüstet. Die Installation erfolgte schnell und reibungslos, die Produktion wurde in keinerlei Weise beeinträchtigt. Auf einer KraussMaffei CXZ 500-2000 / 750 entsteht nun eine Zweikomponenten-Radio-Bedienb-

lende in einem 1+1-Spritzgiesswerkzeug. Zunächst wird die grautransparente PC-Komponente für das Display gespritzt, das Werkzeug dreht sich, und im zweiten Schritt folgt in der einen Kavität schwarzes PC-ABS für den Gehäusekörper, während in der anderen schon das nächste Display gefüllt wird. Alles vollzieht sich im Rücken einer ins Werkzeug eingelegten schwarz dekorierten PC-Folie mit Kratzfestbeschichtung. Ihre glasartige Oberfläche macht es nötig, das Werkzeug pro Schicht mehrfach zu reinigen, um Partikel zu entfernen. Diese Unterbrechungen im Produktionsablauf und der dadurch nötige Ausgleich von Schwankungen stellen ein ideales Anwendungsgebiet für APC dar, um nach dem Anfahren sofort wieder optimale Produktqualität zu erreichen. Gegenüber dem Betrieb mit einem festen Umschaltpunkt wurden bei aktiviertem APC die Standardabweichungen der Formteilmassen (über 24 Stunden Laufzeit) von 0,16 Gramm auf 0,03 Gramm gesenkt und laut Daniel Müller, Bereichsleitung Spritzerei bei KH Foliotec, reduzierte sich dadurch die Verwurfrate in der Serienproduktion deutlich. Er weist zudem auf eine weitere Besonderheit der IML-Fertigung hin, die sich bei der Temperatursteuerung des Prozesses zeigt: Fährt man das Werkzeug beispielsweise mit 60 Grad Betriebstemperatur und legt eine IML-Folie ein, so bildet diese einen Isolator, sprich auf ihrer Rückseite ist es kälter. Trifft der heisse Kunststoff dort auf, härtet er schneller aus als gewünscht, was die Verzugsneigung im fertigen Kunststoffteil verstärken kann. Eine Möglichkeit wäre, die Werkzeugtemperatur zu erhöhen. Dies jedoch möchte man bei IML-Anwendungen vermeiden, denn je mehr die Folie im Werkzeug erhitzt 7


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VERARBEITUNG

Ausschussrate deutlich gesenkt

Bild: KraussMaf fei

Aufgrund der komplexen Wertschöpfungskette zahlt sich die Investition für APC in der IML-Fertigung besonders aus. Der Wertschöpfungsanteil an IML-Teilen beträgt für das Bedrucken und das miteinander kombinierte Verformen und Stanzen jeweils etwa 25 Prozent. Bei beiden Produktionsschritten liegt die übliche Ausschussrate im niedrigen einstelligen Bereich. Der folgende Spritzgiessvorgang liefert die fehlenden 50 Prozent der Wertschöpfung, birgt aber gleichzeitig die höchsten Risiken für das Gesamtteil, denn bei Schwarz-Hochglanz-Optiken kann die Ausschussrate bis zu 30 Prozent erreichen. Bei jedem fehlerhaften IML-Bauteil, dessen Wert mitunter mehr als zehn Euro beträgt, wird also auch die vorher im Drucken und Verformen geleistete Wertschöpfung vernichtet. Hersteller von hochwertigen IML-Bauteilen haben somit ein besonders hohes Interesse daran, den Spritzgiessprozess stabil zu halten. Mit APC wird der Einrichter an der Maschine nicht überflüssig, sondern erhält wertvolle Unterstützung. Sebastian Huss, Prozessoptimierer bei KH Foliotec: «APC hilft, die Fehlerquellen zu reduzieren und dadurch eine bessere Teilequalität zu erzielen.»

Bild: Foliotec

Zwei-Komponenten-Werkzeug auf Drehteller.

Klavierlack mit Kratzfestbeschichtung: Radio-/CD-Blende mit IML-Dekorierung von KH Foliotec, produziert auf einer CXZ 500-2000/750 von KraussMaffei.

wird, desto fliessfähiger wird auch die im Siebdruck rückseitig aufgebrachte Farbschicht. Im Anspritzbereich kann das dazu führen, dass der einströmende Kunststoff einen Teil der Farbe abspült

und es zu kreisförmigen Auswaschungen kommt. Mit APC lässt sich die Verzugsneigung des Teiles regulieren, ohne die Werkzeugtemperatur erhöhen zu müssen.

Kontakt Krauss-Maffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 799 71 80 info-ch@kraussmaffei.com www.kraussmaffei.com

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Neue Software

Präzisere Simulation des Spritzgiessprozesses Bei Programmen zur Simulation der Herstellung von Spritzgussteilen und geschäumten Bauteilen gibt es einen Anbieter, dessen Software bis vor kurzem nur einem kleinen Kreis grosser industrieller Anwender zugänglich war. Mit der neuen Version 5.0 steht das Programm REM3D jetzt als voll ausgereiftes Produkt mit zahlreichen interessanten Eigenschaften allen Interessenten zur Verfügung. Dahinter steht Transvalor, ein französischer Spezialist für hochwertige Simulationsprogramme im Bereich der Materialumformung und des Giessens.

gung mit der mathematischen Modellierung und Berechnung anspruchsvoller Ur- und Umformprozesse wurden leistungsfähige Programme für die realitätsnahe Simulation der hierfür eingesetzten Prozesse und Verfahren entwickelt. Dazu gehören neben der jetzt in der neuen Version 5.0 vorgestellten Simulation der Kunststoffformgebung REM3D weitere Softwarepakete für die Analyse von Giess-, Schmiede-, Schweiss- und Kaltumformprozessen.

Grafik: Solvay

Umfassende wissenschaftliche Analyse

Bestimmung der Auswirkungen der Faserorientierung im Verlauf des Fliessens sowie nach der Erstarrung. Die Tensoren der Faserorientierung im Verlauf der Formfüllung werden durch Ellipsoide dargestellt.

Klaus Vollrath1 «Unsere Software für die Simulation von Spritzgiess- bzw. Schaumteileherstellungsprozessen hat sich bereits seit fast 20 Jahren im industriellen Einsatz bewährt», erläutert Stéphane Andrietti, Direktor Marketing und Communication bei Transvalor in Mougins (Frankreich). Keimzelle von Transvalor war ursprünglich eine in Frankreich beheimatete ForschungsiniRedaktionsbüro Klaus Vollrath, Aarwangen.

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tiative, die sich aus der Kooperation von grossen französischen und internationalen Industriekonzernen mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem renommierten französischen Zentrum für Materialumformung CEMEF, einem Forschungszentrum der École des Mines de Paris (Mines ParisTech), entwickelt hat. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Formgebung von Materialien und ihre numerische Analyse und unterhält des Weiteren enge Verbindungen mit seinen wissenschaftlichen Paten. Im Laufe von mehr als 30 Jahren intensiver Beschäfti-

«In unserer Belegschaft bündelt sich das Fachwissen von rund 60 hoch qualifizierten Forschern aus verschiedenen mit der Simulation verknüpften Disziplinen», weiss Dr. Laurence Ville, Product Manager REM3D bei Transvalor. Das Miteinander unterschiedlicher Aufgabenstellungen führe dazu, dass die mathematische Durchdringung der komplexen Abläufe in den verschiedenen Anwendungsbereichen der Simulationsprogramme einen sehr hohen Stand erreicht. Dank dieser gegenseitigen Durchdringung verschiedener Ingenieurdisziplinen und Wissenschaftsbereiche hat die mathematische Modellierung physikalischer Gesetzmässigkeiten aus Bereichen wie Fluidik, Wärmetransportvorgängen und Rheologie in den Programmen des Unternehmens ein sehr hohes Niveau erreicht. Dies gilt auch für entscheidende praktische Aspekte wie die Rechenzeit. So kann das Programm aufgrund seiner Eignung für parallele Rechenvorgänge auch auf Hochleistungs-Computerarchitekturen mit zahlreichen Rechnerkernen implementiert 9


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werden. Dies ermöglicht die zeitnahe Berechnung realistischer Vorhersagen auch bei sehr komplexen Aufgabenstellungen, z.B. mit grossen Wanddickenabweichungen.

Praxisgerechte Umsetzung «Auf der anderen Seite wurde sorgfältig darauf geachtet, das Programm gerade auch für solche Praktiker handhabbar zu machen, die nicht mit den Feinheiten der darin ablaufenden Rechenalgorithmen vertraut sind», ergänzt Olivier Krafft, Ingenieur für technischen und kommerziellen Support bei Transvalor. Es wurde sehr viel Wert auf eine einfach und intuitiv zu bedienende grafische Benutzeroberfläche (GUI, Graphic User Interface) gelegt. Bei der Umsetzung war zudem wichtig, die Simulation mit den in der Produktion erzielten Ergebnissen abzugleichen. Bei der Softwareentwicklung hatte daher eine höchstmögliche Realitätsnähe ober­ ste Priorität. Dank dieser Priorisierung lassen sich so Prozesse einfach modellieren und Simulationen schnell durchführen.

Enge Kooperation mit industriellen Anwendern

Grafiken: Transvalor

«Die Programmentwicklung erfolgte daher von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit industriellen Anwendern», verrät Andrietti. Hierzu gehören weltweit führende Hersteller und Verarbeiter von Kunststoffen wie Dow, die Safran-Gruppe sowie zahlreiche weitere Konzerne. Diese Unternehmen setzen REM3D für die Her-

Die automatische anisotrope adaptive (AAA) Neuvernetzung erhöht die Dichte des Netzes für solche Zonen, in denen eine höhere Analysengenauigkeit, z.B. aufgrund von Störungen des Fliessens, wünschenswert ist.

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Das Programm REM3D ermöglicht die präzise Vorhersage der zur Formfüllung erforderlichen Materialmenge (1) sowie des Verlaufs der anschliessenden weiteren Füllung der Formkavität aufgrund der Expansion des Schaums (2, 3). Es liefert ausserdem eine vollständige Darstellung der Dichte im fertigen Bauteil.

stellung von Spritzguss- bzw. Expansionsspritzgussteilen in ihrer eigenen Produktion ein und sorgen für die Rückkopplung der dabei gemachten Erfahrungen an die Entwicklungsteams von Transvalor. Diese umfassende Zusammenarbeit ermöglichte einen hohen Grad an Einsatzreife und Praxistauglichkeit der Software. Vom Leistungsumfang her umfasst das Programm alle wesentlichen Aspekte vom Beginn des Einspritzens an über die Formfüllung und die Verdichtungs- und Abkühlphase bis zum Ausstossen des fertigen Spritzgussteils. Weitere wichtige Leistungsmerkmale sind auch die Verteilung und Orientierung beigemischter Fasern, die Berücksichtigung der Effekte beim Umspritzen von Einlegeteilen sowie die Berechnung des Verzugs am fertigen Teil. Natürlich bietet Transvalor ihren Kunden auch umfassende Anwenderunterstützung an. Die Grösse und das hohe Qualifikationsniveau des Entwicklerteams verleihen dem Unternehmen die Fähigkeit, Lösungen auch für sehr spezielle Aufgabenstellungen und besonders knifflige 3D-Anwendungen zu entwickeln.

Intelligente Vernetzungstechnik «Zu den herausragenden Vorteilen unserer Software gehört eine sich selbst adaptierende Vernetzungstechnik, welche die örtliche Dichte der Vernetzung dynamisch an die jeweiligen Anforderungen des Herstellprozesses anpasst», sagt Ville. Diese von CEMEF entwickelte Technologie basiert auf dem Konzept einer a-prioriFehlerabschätzung, welche schon im Vorfeld eines Ereignisses (Berührung, Gradient, Schnittstelle) eine Verfeinerung der Vernetzung auslöst. Dies ist beispielsweise immer dort der Fall, wo es um Kontaktflächen – z.B. zwischen Schmelze und Formwand oder zwischen zwei verschiedenen Fluiden – um Grenzschichten wie die Schmelzefront oder um Bereiche geht, in denen das Strömungs­­­ verhalten gestört ist. Diese automatische anisotrope adaptive (AAA) Vernetzungstechnologie führt zu einer deutlichen Verbesserung der Ergebnisqualität. Dieser Ablauf erfolgt automatisch und erfordert keinerlei Intervention durch den Bedie1–2/2016


KUNSTSTOFF XTRA

VERARBEITUNG

ner, der lediglich wie gewohnt die erforderlichen Geometrie- und Prozessparameter einzugeben braucht.

Simulation des Schaumspritzgiessens «Die Herstellung von Kunststoffteilen aus expandierenden Schäumen stellt Programmierer vor ganz besondere mathematische Herausforderungen», weiss Krafft. Dies hängt damit zusammen, dass die chemische Reaktion, die zur Expansion des Schaums führt, bereits während des Füllvorgangs einsetzt. Hierbei wird Wärme in erheblicher Menge freigesetzt, welche die eingespritzten Materialien aufheizt, was wiederum sowohl das Fliessverhalten als auch die Geschwindigkeit des weiteren Verlaufs der Reaktion beeinflusst. Die Lösung einer solchen Aufgabenstellung erfordert eine Modellierung, die gekoppelte rheologische, thermische und chemische Abläufe mit hoher Effizienz und Genauigkeit berechnen kann. Viele der bisher hierfür entwickelten Lösungen schaffen es noch nicht einmal, die für den Herstellprozess erforderliche Injektionsmenge oder gar den optimalen Neigungswinkel der Formkavität in Bezug auf die Schwerkraft mit vertretbarer Zuverlässigkeit vorauszuberechnen. Mit der neuen Version von REM3D ist es inzwischen möglich, die optimale Füllmasse, die bestmöglichen Positionen für Einfüll- und Entlüftungskanäle sowie die finale Dichteverteilung des Schaums im fertigen Bauteil mit guter Genauigkeit vorherzubestimmen. So liegt nach Erfah-

Temperaturfeld gegen Ende der Gasinjektionsphase, vor Beginn des Verdichtens und der Abkühlung. Hier zeigt sich, dass das eingespritzte Gas nicht nur eine Entleerung des Bauteilinneren gestattet, sondern auch eine Verdichtung und Abkühlung bewirkt, was die Zykluszeit verkürzt.

rungen von Dow der Fehler bei der Vorausberechnung der benötigten Materialmenge inzwischen nur noch im unteren einstelligen Prozentbereich.

Ko-Injektion von Fluiden und Gasen «Ein weiterer Einsatzbereich, bei dem insbesondere unsere selbst adaptierende Vernetzungstechnologie erhebliche Vorteile ermöglicht, sind Mehrkomponenten-Spritzgiessprozesse», freut sich Ville. Üblicherweise wird hierbei so vorgegangen, dass die Formkavität zunächst mit dem für die Aussenkontur des Spritzgiessteils verwendeten Werkstoff befüllt wird. Dann wartet man ab, bis dieser bis zu einer vorherbestimmten Wanddicke erstarrt ist, und injiziert anschliessend eine zweite Komponente – beispielswei-

Schrumpfung sowie Verzug hängen sehr stark vom Eigenspannungszustand ab. Dieser wird mit hoher Genauigkeit berechnet, was wiederum eine gute Vorhersage ermöglicht.

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se eine Flüssigkeit oder ein Gas – mit deren Hilfe das noch fliessfähige Material im Inneren ausgetrieben wird. Im Vergleich mit massiv ausgeführten Spritzgussteilen ermöglicht dies erhebliche Einsparungen beim Materialeinsatz und bei den Zykluszeiten, da das eingespritzte Gas bzw. die eingespritzte Flüssigkeit das Teil von innen abkühlt, und damit auch bei den Kosten. Das Resultat ist eine röhrenförmige Hohlstruktur mit sehr glatten Innenkonturen. Alternativ kann der innere Hohlraum auch mit einer weiteren Kunststoffkomponente bzw. einem Schaum ausgefüllt werden. Auch hier ermöglicht die autoadaptive Vernetzung realitätsnahe Voraussagen über die Wanddicken mit glatten Trennflächen auch im Werkstück­inneren. Die dabei entstehende Hohlstruktur kann für weitere Berechnungen z.B. bezüglich der Festigkeit als STL-Datei exportiert werden. Alternativ ermöglicht REM3D die Simulation der sequentiellen Einspritzung weiterer Thermoplaste und/oder Duroplaste, wobei die jeweilige Materialverteilung im Bauteil vorhergesagt und einzeln oder gruppiert angezeigt und analysiert werden kann.

Kontakt Transvalor S.A. 694, ave du Dr. Maurice Donat F-06255 Mougins cedex Telefon +33 (0)4 9292-42 00 marketing@transvalor.com www.transvalor.com

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VERFAHRENSTECHNIK

KUNSTSTOFF XTRA

Einfluss der Absaugung auf das Ergebnis

Absaugtechnik beim CO2-Laserschneiden In vielen Branchen punktet das Laserschneiden durch perfekte Schnittkanten. Typische Argumente bei der Auswahl eines geeigneten Lasersystems sind die Leistungsstärke der Laserstrahlquelle oder die Präzision und Geschwindigkeit des Bewegungssystems. Nur selten spielt die Absaugtechnik eine wesentliche Rolle bei der Kaufentscheidung. Zu Unrecht!

Bilder: eurolaser

Laserschneiden ist ein thermischer Prozess bei dem durch das extrem gebündelte Laserlicht eine starke punktuelle Wärmebildung entsteht, die das zu bearbeitende Material in Bruchteilen einer Sekunde verdampfen (Sublimation) lässt. Dieser Prozess bedingt die Entstehung von Rauchgas-Emissionen. Technische Einrichtungen für die Absaugung dieser Emissionen sind deshalb bei modernen Lasersystemen Standard. Dass die Art und Weise der Absaugung allerdings Einfluss auf die Schnittkanten hat – je nach Material in unterschiedlich starker Ausprägung – ist vielen Anwendern nicht immer ganz klar. Ein Grund mehr dieses Thema etwas genauer zu beleuchten.

Die 360° Absaug- und Materialansaug-Technologie sorgt für optimale Materialfixierung auf der Bearbeitungsfläche und saubere Schnittkanten ohne Schmauch.

Schmauch absaugen – je schneller, desto besser

Die Aufteilung der Absaugleistung auf einzelne Segmente im Tischaufbau ermöglicht die gleichmässige Schnittqualität immer und überall auf dem Bearbeitungstisch.

Je nach Werkstoff entsteht beim Laserschneiden Schmauch, der zu unerwünschten Verfärbungen bzw. Ablagerungen an der Schnittkante führt. Um aufwändige Nacharbeiten zu vermeiden, muss dieser Schmauch direkt während des Entstehens evakuiert werden. Je schneller, desto besser. Die Absaugung muss also direkt am Schnittspalt erfolgen, bestenfalls direkt bei dessen Entstehung. Gute Absaugtechniken saugen die Gase nicht ausschliesslich nach unten weg, sondern gleichzeitig nach oben – und das möglichst gleichmässig und parallel zum Laserstrahl. Je nach Material ist ausserdem der Aufbau der Tischoberfläche ein wichtiger Bestandteil der Absaugkonzeption. Je nach Material sind die Anforderungen für gute Schnitt­ ergebnisse mitunter stark unterschiedlich. Flexible Materialien, wie Kunststofffolien, benötigen beispielsweise ein ausgeprägtes Vakuum unterhalb des Bogens. Dadurch

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Unterhalb der kleinen Absaugpunkte konzentrieren einzelne Segmente die Saugleistung auf einen relativ kleinen Bereich – Leistungsverlust durch Nebenluft wird minimiert.

liegen die Folien plan und werden automatisch auf dem Bearbeitungstisch fixiert. Beim Zuschnitt von Acrylglas ist es dagegen entscheidend, dass die entstehenden Gase möglichst schnell vom Tisch entfernt werden. Sie sind z.T. leicht entzündlich und eine schnelle Beseitigung verhindert das Entzünden und eine Geruchsbildung. Eurolaser, Hersteller von CO2-Laserschneidtechnik für Nichtmetalle, hat diesem Thema seit jeher einen wichtigen Stellenwert bei der Entwicklung der Lasersysteme beigemessen. «Wir nutzen eine durchdachte 360° Absaug- und Materialansaug-Technologie. Unsere Kunden können so sicher und effizient arbeiten und sich auf eine gleichmässige hohe Schnittqualität verlassen», so Sabrina Gade von Eurolaser. «Absaugtechniken sind zwar ein unauffälliger, aber entscheidender Baustein in unserem Qualitätskonzept.» Um eine gleichmässige Schnittqualität zu jederzeit und überall auf den bis zu 10 m2 grossen Bearbeitungsflächen zu erzielen, setzt das Unternehmen bis zu 6400 ein-

VERFAHRENSTECHNIK

zelne Absaugpunkte ein. Unterhalb dieser kleinen Absaugpunkte konzentrieren einzelne Segmente die Saugleistung auf einen relativ kleinen Bereich. Es entsteht ein starker Unterdruck, Leistungsverlust durch Nebenluft wird minimiert und hält die Absaugleistung konstant. Bei anderen handelsüblichen Absaugkonzepten erfolgt die Absaugung der gesamten Arbeitsfläche häufig nur über einen grossen V-förmigen Unterbau mit einem Turbinenausgang. Die Absaugleistung verteilt sich daher und ist nicht überall gleich stark. Bei langen Schnittspalten wird durch diesen Aufbau sehr viel Nebenluft gezogen, die die eigentliche Absaugleistung am Schnittspalt im Zeitablauf verringert. Die Folge sind ungleichmässige Schnittkanten und eine erhöhte Schmauchbildung. Aus­ serdem werden bei Eurolaser in der Regel mehrere kleine Absaugturbinen verwendet, die einzelne Bereiche des Tisches immer mit der vollen Leistungsfähigkeit versorgen. Bei geschlossenen Tischsystemen wird die Umgebungsluft häufig über seitliche Absaugschlitze evakuiert, die sich in der Regel an der hinteren Seite befinden.

Zusätzlich zur unteren Absaugung gibt es bei Eurolaser eine ergänzende obere Absaugung, die direkt an der Laseroptik positioniert ist.

Diese Strömungsluft zieht dann die entstehenden Schmauchpartikel und Verschmutzungen quer über das gesamte Material. Eurolaser verhindert diese ungewollte Nebenwirkung durch den zusätzlichen Gebrauch einer oberen Absaugung. Die obere Absaugung gewährleistet die Entfernung der entstehenden Schneid­ emissionen und kann separat angesteuert werden. Besonders zum Tragen kommt diese Technik bei Arbeiten, in denen die untere Absaugung in ihrer Funktion eingeschränkt wird. Ein typisches Beispiel sind Gravuren oder Kiss-Cut, bei denen das Material nicht vollständig durchtrennt wird. Die oberhalb des Materials entstehenden Emissionen können dann nicht von unten durch einen Schnittspalt entfernt werden. Die obere Absaugung saugt die Luft gleichmässig und kreisförmig um den Laserstrahl gerade nach oben ab. Je nach Bedarf und Anforderung werden unterschiedliche Filterkonzepte zur Filterung für grobe, feine und gasförmige Stoffe angeboten. Im Sortiment sind bis zur industriellen Lösungen, die auch für ökologie-zertifizierte Betriebe geeignet sind, verschiedene Filteranlagen verfügbar. Die richtige Absaugtechnik kann also viel mehr, als nur für eine gute Umgebungsluft beim Laserschneiden sorgen.

Kontakt Eurolaser GmbH Borsigstrasse 18 D-21339 Lüneburg Telefon +49 (0)4 1319697-600 sales@eurolaser.com www.eurolaser.com

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DIE EINHEIT FÜR ERFOLG

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ADDITIVE FERTIGUNG

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Whitepaper

Die sieben Mythen der additiven Fertigung

Bild: dollarphotoclub, chesky

Additive Fertigung und insbesondere der 3D-Druck gelten als «Game Changer» für viele Industrien. Wie gross das Potenzial für den Apparate- und Anlagenbau in der Prozessindustrie wirklich ist und welche Herausforderungen bei der weiteren Entwicklung bevorstehen, beleuchtet das Dechema-Whitepaper «Die 7 Mythen rund um die additive Fertigung».

Modellbau: Automobilteile aus dem 3D-Drucker.

Dr. Kathrin Rübberdt 1 Warum ist die additive Fertigung gerade für den Apparate- und Anlagenbau so interessant? Sie kann bislang ungewohnte, komplexe Strukturen herstellen und eignet sich insbesondere für Anwendungsbereiche, in denen es auf Spezialanfertigungen und geringe Losgrössen ankommt. Die teure und zeitaufwändige Herstellung von Werkzeugen und Formen ist bei der additiven Fertigung ebenso Geschichte wie hoher Materialverlust bei der Bauteilherstellung. Aus Kostensicht werden additiv gefertigte Bauteile spätestens dann mehr als konkurrenzfähig, wenn die durch den Aufbau bedingte Materialeinsparung oder die Integration bislang nicht möglicher Funktionen mit in die Kalkulation einbezogen wird. Dr. Kathrin Rübberdt, Öffentlichkeitsarbeit, Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Frankfurt.

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Eine Technologie, scheinbar wie gemacht für den Apparate- und Anlagenbau. Doch ist die Technologie wirklich schon so weit, wie es die Medien suggerieren? Gibt es die notwendigen Standards und Normen? Werden Ersatzteillager in den Unternehmen zukünftig überflüssig? Das Dechema-Whitepaper «Die 7 Mythen rund um die Additive Fertigung» beleuchtet, welche Einsatzmöglichkeiten es heute schon gibt, wo die Additive Fertigung Mehrwert bietet und wie sie mit herkömmlichen Produktionsverfahren korrespondiert.

Mythos 1: Additive Fertigung ist neu Auch wenn die additive Fertigung und insbesondere der 3D-Druck derzeit einen grossen Hype erleben, sind sie doch alles andere als neu. Charles Hull, Gründer von 3D Systems, entwickelte bereits 1984 den ersten 3D-Drucker.

In Deutschland sind es Pioniere wie Stephan Kegelmann, Gründer und Geschäftsführer von Kegelmann Technik, die seit über 25 Jahren Bauteile mittels additiver Fertigung herstellen. Experten sprechen oftmals von «Rapid Prototyping» und «Rapid Manufacturing». Dass die Fertigungstechnologie derzeit einen solchen Aufschwung durchläuft, liegt vor allem an den grossen Fortschritten der vergangenen Dekade: Heute gibt es beispielsweise 3D-Drucker für den Heimgebrauch und Industriegeräte ermöglichen den Druck von deutlich grösseren Bauteilen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach immer individuelleren Bauteilen; das verleiht der Fertigungstechnologie einen neuen Schub.

Mythos 2: Additive Fertigung verdrängt herkömmliche Produktionsverfahren Die additive Fertigung wird die zur Verfügung stehenden Fertigungsverfahren ergänzen, aber nicht verdrängen. Selbst die kurzen Innovationszyklen bei den Herstellern von 3D-Druckern werden wesentliche Nachteile der Technologie nicht beheben können: Für eine wirkliche Massenproduktion ist sie zu teuer und alles andere als schnell. Die bei der Massenproduktion wichtige economy of scale, also die mit der produzierten Stückzahl sinkenden Durchschnittskosten, kommt hier nicht zum Tragen. Insbesondere in der Prozesstechnologie werden jedoch oftmals massgeschneiderte hochkomplexe Lösungen nachgefragt, die unter dem Gesichtspunkt der Ressourcen- und Kosteneffizienz ausschliesslich additiv gefertigt werden können. Hier kann es zukünftig in der Tat dazu kommen, dass ge1–2/2016


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fräste oder gegossene Bauteile verdrängt werden, die keine komplexen Geometrien zulassen.

Mythos 3: Zukünftig kann man alles drucken Die Materialvielfalt ist gross: Kunststoff, Silikon, Keramik, aber auch Metalle lassen sich mit verschiedenen Verfahren drucken. Doch meist steht für die konkrete Anwendung nur eine sehr begrenzte Auswahl zur Verfügung. Zudem können derzeit nur wenige Anlagen Bauteile herstellen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen, also beispielsweise Metall und Kunststoff. Hier bedarf es noch einiger Entwicklungsarbeiten. Besonders für Materialentwickler eröffnet sich hier ein grosser Wachstumsmarkt. Ferner müssen Bauteile für die additive Fertigung meist von Grund auf neu designt werden, beispielsweise bei der Planung von Stützstrukturen. Im Gegenzug ist jedoch meist weniger Materialeinsatz nötig als bei anderen Fertigungstechnologien.

tig sinkenden Fertigungskosten würde dies der industriellen Anwendung der Technologie einen weiteren Schub verleihen. Von Ansprüchen der Massenproduktion, wie sie beispielsweise beim Spritzgiessen von Kunststoffen gestellt werden, ist die Technologie aber weit entfernt.

Mythos 6: 3D-Druck bedeutet Print and go Auch im industriellen Bereich müssen Apparateteile aus dem 3D-Drucker individuell nachbehandelt werden. Oftmals werden die Oberflächen zusätzlich geschliffen, poliert oder von zusätzlichem Material befreit. Bei Spezialanwendungen im Bereich der Medizintechnik sind die Nachbehandlungen meist noch aufwändiger. Von «print and go» kann hier nicht die Rede sein.

Mythos 7: Nischentechnologie für Kleinunternehmen

Mythos 5: Additive Fertigung ist schnell

Zwar haben anfangs vor allem kleine und mittelständische Unternehmen und StartUps die Technologie nach vorne gebracht, doch Grosskonzerne zeigen längst mehr als nur leichtes Interesse an der Technologie. Siemens sieht die additive Fertigung als Teil der Produktion von morgen und druckt bereits heute Ersatzteile für Brennerspitzen von Gasturbinen. General Electric hat seine Fühler nach 3D Systems ausgestreckt. Amazon, HewlettPackard, Dell oder Software-Schmieden wie Autodesk wittern seit geraumer Zeit einen lukrativen Markt im Geschäft mit dem 3D-Druck. Kein Wunder, schaut man sich nur die Zahlen an: Die Unternehmensberatung Roland Berger schätzt den weltweiten Markt für Additive Fertigung bis zum Jahr 2023 auf 7,7 Milliarden Euro. Bereits 2014 erreichte der 3D-Druck-Markt ein Volumen von über 3 Milliarden Dollar.

Noch ist sie das nicht. Derzeit liegt die Fertigungsgeschwindigkeit meist bei 10 bis 20 cm³ pro Stunde. Bei kleinen Bauteilen ist das kein Problem, bei grösseren kann es jedoch mehrere Tage dauern, bis der Drucker sie erstellt hat. Doch schon zu Beginn des neuen Jahrzehnts soll die Fertigungsgeschwindigkeit auf bis zu 80 cm³ pro Stunde steigen. Bei gleichzei-

Kontakt Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. Theodor-Heuss-Allee 25 D-60486 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)6 97564-0 info@dechema.de www.dechema.de n

Mythos 4: Additive Fertigung ist günstiger Die additive Fertigung soll sich insbesondere rechnen, wenn es um niedrige Losgrössen geht, also Kleinserien mit bis zu fünf gleichen Teilen. Dies gilt jedoch nur, wenn die Bauteile neuartig designt werden und alle Freiheitsgrade der 3D-Druck-Gestaltung ausgenutzt werden. Ansonsten kommt ein Kostentreiber voll zur Geltung: das Material. Denn die Rohstoffe für die additive Fertigung sind 50 bis 100 Mal teurer im Vergleich zu den Qualitäten, die man in herkömmlichen Fertigungen einsetzt.

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ADDITIVE FERTIGUNG

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Nachwuchswissenschaftler entwickelt günstiges Metalldruckverfahren

Forscher revolutioniert Metall-3D-Druck

Bild: Uni Rostock

Noch handelt es sich bei den meisten Metall-3D-Druckern um kostenintensive laserbasierte Anlagen, doch alternative Verfahren sind in der Erprobung und sollen den Druck komplexer und gebrauchsfähiger Teile wirtschaftlicher machen. Ziel des Nachwuchswissenschaftlers Clemens Lieberwirth von der Universität Rostock ist es, Metallbauteile auf kostengünstige Weise mittels 3D-Druck herzustellen. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Drittmittelprojekts entwickelt Lieberwirth dazu einen neuartigen Fertigungsprozess, das so genannte Composite Extrusion Modeling (CEM) Verfahren.

Nachwuchswissenschaftler Clemens Lieberwirth entwickelt ein neuartiges Fertigungsverfahren für einen kostengünstigen Metalldruck.

Ingrid Rieck1 Bereits in seinem Masterstudium an der Universität Rostock beschäftigte sich Clemens Lieberwirth mit der Entwicklung eines innovativen 3D-Druck-Systems und widmete sich auch in seiner Masterarbeit dem 3D-Druck. Nun ist der 25-jährige Maschinenbauer am Lehrstuhl für Fluidtechnik und Mikrofluidtechnik unter der Leitung von Professor Hermann Seitz als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und tüftelt erneut an einem 3D-Druck-Verfahren. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist das schon weit verbreitete Verfahren der Schmelzschichtung, das bei 3D-Druckern zum Einsatz kommt. Bei diesem Verfahren wird das Werkstück schichtweise aus einem schmelzfähigen Kunststoff aufgebaut. Angetrieben von dem Gedanken, dieses Verfahren auch für die Fertigung von MeIngrid Rieck, Presse- und Kommunikationsstelle, Universität Rostock.

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tallteilen zu nutzen, hat Clemens Lieberwirth einen Druckkopf entwickelt und diesen auf einem umgebauten Drucker installiert. Aus dem Ausgangsmaterial, einem Granulat aus Kunststoff und Metallpulver, fertigt der neue Drucker Rohlinge. Die so genannten Grünteile werden im Anschluss in einem Ofen gesintert. Dabei werden sie erhitzt, wobei die Temperaturen knapp unterhalb der Schmelztemperatur des Metalls bleiben, sodass der Kunststoff herausgelöst wird und die Metallteilchen sich verbinden. Die Entwicklung des Materialmixes übernimmt dabei der Kooperationspartner, die Bernhardt Kunststoffverarbeitung GmbH. Das Sintern der Teile ist relativ kostengünstig im laufenden Betrieb industrieller Ofenanlagen durchführbar. «Schon die ersten Untersuchungen zeigten, dass die auf diese Weise gefertigten Teile über sehr gute Festigkeitseigenschaften verfügen und sich beispielsweise durch Fräsen oder Drehen bestens nach-

bearbeiten lassen», fasst Lieberwirth die Erfolge seiner bisherigen Forschungsarbeiten zusammen. Anders als bei dem schon auf dem Markt befindlichen laserbasierten 3D-Druckern können auch hohle Bauteile mit innerer Stützstruktur produziert werden. Auch die Herstellung von Formen wird überflüssig, womit der Weg für eine wirtschaftliche Fertigung von individuellen Teilen frei wird. «3D-Druck-Verfahren werden verstärkt als Fertigungsmethode im industriellen Umfeld eingesetzt», dessen ist sich Professor Seitz sicher. Die Einsatzbereiche für derartige Druckverfahren sind vielfältig. Durch die individuelle passgenaue Anfertigungsmöglichkeit könnten sie den medizintechnischen Bereich revolutionieren. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich auch im Bereich des Automobilbaus und der Luft- und Raumfahrttechnik. Ersatzteile könnten kostengünstig und schnell produziert werden. Die Forschungsarbeiten sind mittlerweile so weit fortgeschritten, dass Lieberwirth neben seiner Promotion bereits eine Ausgründung plant. Der erste Schritt ist getan, das «Composite-Extrusion-Modeling-Verfahren» ist zum Patent angemeldet. Kontakt Universität Rostock Lehrstuhl für Fluidtechnik und Mikrofluidtechnik Clemens Lieberwirth M.Sc. Universitätsplatz 1 D-18055 Rostock Telefon +49 (0)3 81498-9115 clemens.lieberwirth@uni-rostock.de www.uni-rostock.de

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STELLEN

Die Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR) ist Mitglied der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) und bietet zwei- und dreisprachige Ausbildungen auf Bachelor- und Master-Niveau an.

Direktor/in

des Plastics Innovation Competence Center (PICC) Das PICC arbeitet eng mit Johnson Electric, einem Unternehmen, welches im Bereich Aktuatoren für die Automobilindustrie aktiv ist und mit dem Swiss Plastics Cluster zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit erforscht das PICC neue Materialien sowie Produkte und moderne Verfahren und bietet spezialisierte Ausbildungen an. Die Stelle als Direktor/in beinhaltet eine Professur an der HTA-FR. Der Unterricht auf Bachelor- oder Master-Stufe beträgt etwa 20 % der Tätigkeit. Das Kompetenzzentrum wird von der Technologie- und Innovationsplattform INNOSQUARE beherbergt, welche sich im Innovationsquartier blueFACTORY in Freiburg (Schweiz) befindet. Aufgaben und Tätigkeitsgebiete – Strategische Entwicklung des Kompetenzzentrums im internationalen Kontext – Entwicklung und Leitung von Forschungsprogrammen in enger Zusammenarbeit mit den industriellen Partnern – Realisierung von Forschungsarbeiten – Operationelle Leitung des Kompetenzzentrums – Unterricht auf Bachelor- und Master-Stufe in der Abteilung Maschinentechnik der HTA-FR Ihr Profil – Abschluss an einer technischen oder wissenschaftlichen Hochschule – Ausgewiesene Kompetenzen in der Forschung – Hervorragende wissenschaftliche Reputation – Erfahrungen auf einem industriellen Gebiet mit Bezug zur Entwicklung von Kunststoffprodukten und den damit verbundenen Produktionsverfahren – Ausgewiesene Fähigkeiten in der Führung eines Forschungsteams – Erfahrung in operationeller Führung – Dynamische Persönlichkeit, die disruptive Innovationen hervorzubringen vermag – Hervorragende Kommunikationskompetenzen – Beherrschen der englischen, französischen und deutschen Sprache Zusatzinformationen Die HTA-FR vertritt eine Anstellungspolitik der Chancengleichheit. Auskünfte: Jean-Nicolas Aebischer, Direktor HTA-FR, Tel. +41 (0)26 429 65 62 Stellenantritt: nach Vereinbarung Bewerbungsfrist: 1. März 2016

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an: Hochschule für Technik und Architektur Freiburg Personaldienst Bd Pérolles 80 - Postfach 32 1705 Freiburg

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MESSEN/PRÜFEN/QS

Thermografie zur Q-Sicherung von Kunststoffverbindungen

Fehlern aktiv auf der Spur Im November 2015 startete am SKZ ein Forschungsprojekt, das sich mit der Entwicklung und Evaluierung der aktiven Thermografie als zerstörungsfreies Prüfverfahren zur Qualitätssicherung von gefügten Kunststoffverbindungen befasst.

Zerstörungsfreie Prüfungen haben sich bereits seit vielen Jahren im Bereich der Qualitätssicherung in der Kunststoffverarbeitung etabliert. Allerdings besteht bei der Prüfung von stoffschlüssigen Kunststoffverbindungen noch erheblicher Forschungsbedarf hinsichtlich der Detektion von ungenügenden Nahtqualitäten. Während die zerstörungsfreie Prüfung mithilfe der aktiven Thermografie von Verbundwerkstoffen oder Laminaten im Bereich der Leichtbautechnik, der Luft- und Raumfahrt und der Windenergie einen starken Zuspruch erfährt, gibt es zur Prüfung von geschweissten bzw. geklebten Kunststoffbauteilen bis jetzt

Aktive Lock-In-Thermografie Bei der aktiven Lock-In-Thermografie werden die Bauteile periodisch mithilfe von thermischen Strahlern (z.B. Halogenlampen), Ultraschallwellen oder Induktion angeregt. Dadurch breitet sich von der Oberfläche in das Bauteil eine thermische Welle aus, die z.B. an Grenzflächen reflektiert wird und sich mit der Anregung überlagert. Dabei ändert sich die zeitliche Phase φ und die

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kaum Ansätze oder Forschungsergebnisse zur aktiven Thermografie, die industriell direkt anwendbar sind.

Aktive Lock-In-Thermografie als Problemlöser Die zerstörungsfreie Prüfung von Kunststoffprodukten und -verbindungen wurde in den letzten Jahren am SKZ stark vorangetrieben und weiterentwickelt. Hierbei wurden neben den Prüfmethoden wie z.B. Ultraschall (US), Terahertz (THz) oder Computertomografie (CT), auch thermografische Methoden angewendet, um industrielle Problemstellungen zu lö-

Amplitude A der thermischen Welle gegenüber der Anregung. Durch eine sich anschliessende pixelweise diskrete Fouriertransformation der kontinuierlich aufgenommenen Thermogramme können Amplituden- und Phasenbilder erzeugt werden. Die Anregungsfrequenz (Lock-In-Frequenz) bestimmt dabei die Tiefenlage, aus der Informationen gewonnen werden. Damit können lokale Unterschiede in der Wärmeleitfähigkeit

sen. Hierzu zählen u.a. die aktive Lock-InThermografie zur Untersuchung von Faserverbundwerkstoffen sowie die passive Thermografie, die zur Überwachung von Schweiss- und Spritzgussprozessen eingesetzt wird. Mit dem vor kurzen gestarteten Forschungsvorhaben sollen wesentliche Problemstellungen bei der zerstörungsfreien Prüfung von gefügten Kunststoffen (wie z.B. nicht adhäsive Verbindungen oder Einschlüsse) gelöst werden. Als Anregungsquellen für die aktive Thermografie werden hier optische und akustische Quellen wie Halogenlampen, Leistungsblitze und Ultraschall zur Anwendung

und Wärmekapazität, die auf Fehlstellen oder Produktionsprobleme zurückzuführen sind, hinsichtlich Form, Grösse und Lage charakterisiert werden. Dieses zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP) eignet sich besonders zur grossflächigen Prüfung plattenförmiger Bauteile aus Kunststoff, wie z.B. Leichtbaustrukturen und Glasfaser oder Kohlenstofffaser verstärkte Faserverbundkunststoffe (FVK).

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Bild: SK Z

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Optisch angeregte Lock-In Thermografieaufnahme von zwei geklebten Polyamid-Platten (je d = 2,0 mm) mit einem definierten 0,5 mm dicken Lufteinschluss (in Form eines Basketballs).

kommen. In Vorversuchen ergab die optisch angeregte Thermografie bereits vielversprechende Resultate (Bild). Insbesondere bei nicht haftenden Klebeverbindungen (Kissing Bonds) werden mit der ultraschallangeregten Thermografie positive Ergebnisse erwartet. Forschungsbedarf besteht noch bei der

MESSEN/PRÜFEN/QS

Klärung der Fragen der optimalen Anregungsdauer, -frequenz und -amplitude, bei der geeigneten Schalleinbringung für US-Thermografie und bei der Erarbeitung der Fehlerauflösung aufgrund der dickenabhängigen Unschärfe bei Kunststoffen. Zum Abschluss sollen die weiterentwickelten aktiven Thermografieverfahren an industriellen Bauteilen erprobt und somit eine Übertragbarkeit der aktiven Thermografie in die kommerzielle Anwendung ermöglicht werden. Das SKZ wird bei seinen Untersuchungen durch viele Unternehmen aus der Kunststoffbranche unterstützt. Der projektbegleitende Ausschuss umfasst zurzeit 16 Industrievertreter und setzt sich u.a. aus Herstellern von Materialien, Schweissmaschinen, Wärmebildkameras und Kunststoffprodukten zusammen. Dadurch werden die Industrienähe der wissenschaftlichen Untersuchungen sowie die reibungslose Umsetzung der Forschungsergebnisse sichergestellt. Die geplante

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Projektlaufzeit beträgt 24 Monate, sodass die finalen Resultate im Winter 2017 erwartet werden.

Das IGF-Vorhaben (18912 N) der Forschungsvereinigung Kunststoff-Zentrum wird über die Arbeitsgemeinschaft indus­ trielle Forschung (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Kontakt SKZ – Süddeutsches Kunststoff-Zentrum Friedrich-Bergius-Ring 22 D-97076 Würzburg Sebastian Horlemann Telefon +49 (0)9 314104-68 2 s.horlemann@skz.de n www.skz.de

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MESSEN/PRÜFEN/QS

AIAG CQI-23 Norm

Ganze Kunststoffzulieferkette ist gefordert Gut ein Viertel der rund 10 000 Einzelteile eines durchschnittlichen Mittelklasse-Personenfahrzeugs sind heute aus Kunststoff – Tendenz steigend. «Diese werden den Automobilherstellern pro Modell von schätzungsweise hundert verschiedenen Teileherstellern, überwiegend Spritzgiessbetrieben, zugeliefert.», erklärt Wolfgang Rhein, Geschäftsführer der Rhein S.Q.M. GmbH, einer Qualitätsmanagement-Beratung mit Schwerpunkt Automotive.

Bild: Rhein S.Q.M.

schen Automobilhersteller, die diese Forderungen aufstellen. Er wisse, dass derzeit auch mindestens zwei deutsche Automobilhersteller die Sinnhaftigkeit der Aufnahme der CQI-23-Anforderungen in ihre Lieferantenvorgaben erörterten, berichtet der Qualitätsmanagement-Experte. Im Fokus stehen dann alle Unternehmen in der Automobilzulieferkette, die für die Produktion von Kunststoff-Serienteilen Verfahren wie Spritzgiessen, Blasformen, Vakuumformen, Formpressen, Transferpressen oder Extrusion einsetzen.

Wolfgang Rhein

Die hohen Qualitätsstandards einheitlich über die gesamte Zulieferkette der kunststoffverarbeitenden Betriebe einzuhalten, ist keine einfache Aufgabe. Kein Wunder also, dass sich die amerikanischen Automobil-OEM mit der Automotive Industry Action Group (AIAG) zusammengesetzt und gemeinsame Anforderungen erstellt, diese schliesslich im März 2014 in die AIAG CQI-23 Norm für Kunststoff-Formprozesse gegossen und sukzessive in ihre Lieferantenvorgaben aufgenommen haben.

Gesamte KunststoffteileZulieferkette muss sich dem Thema stellen Diese Vorgaben betreffen dabei nicht nur die Tier-1-Ebene, also Lieferanten wie Bosch, Continental oder Delphi, sondern die gesamte Zulieferkette. Und es sind laut Rhein mitnichten nur die amerikani20

erfüllt. Ein Spiel mit dem Feuer. Rhein empfiehlt daher dringend, die Prozesse unabhängig von aktuellen Aufträgen auf CQI-23 Konformität zu prüfen und über CQI-Selbstbewertungsaudits Deltas zu den Anforderungen zu identifizieren und umzusetzen. Das bringt Sicherheit und ist zudem – insbesondere weil die Norm noch vergleichsweise «jung» und damit noch nicht überall bekannt ist – eine sehr gute Möglichkeit, sich frühzeitig und nachhaltig vom Wettbewerb abzuheben.

Anforderungen aus CQI-23 auftragsunabhängig betrachten

Kann sich die mittelständisch aufgestellte Kunststoffbranche die CQI-23 leisten?

Wenn es nicht schon passiert ist, wird das Thema also über kurz oder lang bei nahezu allen Zulieferern – egal welcher Ebene – auf dem Tisch beziehungsweise in den kundenspezifischen Anforderungen (CSR) landen. Das Problem dabei: Die Zeitspanne, die den Lieferanten von Kundenseite zugestanden wird, um ein Angebot abzugeben, reicht den Spritzgiessbetrieben oft bei Weitem nicht aus, um interne Prozesse auf die Vorgaben und umfassenden Anforderungen aus der CQI-23 Norm zu prüfen und anzupassen. Auf der anderen Seite wird die Einhaltung des AIAG-Standards Vertragsbestandteil und kann damit auch Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen werden. Auf den Punkt gebracht haben die Zulieferer oft nur zwei Optionen, wenn sie wissen, dass der eigene Produktionsprozess noch nicht auf den Standard ausgelegt ist: Die Wahrheit sagen und sich damit zumindest mittelfristig als Lieferant potenziell disqualifizieren. Oder ohne vorherige Prüfung und CQI-Selbstbewertungsaudits quasi «blind» bestätigen, dass man die Anforderungen

Natürlich stellt sich dann auch unmittelbar die Frage nach den Kosten, mit denen die Implementierung und die Selbstbewertungsaudits nach CQI-23 «Kunststoff-Formprozesse» (beziehungsweise im englischen Original «Molding System Assessment») verbunden sind. Diese Frage könne, so Rhein, nicht pauschal beantwortet werden. Der Ludwigshafener Unternehmer versucht aber eine grobe Einschätzung. «Wir wissen aus Erfahrung, dass die Auditierung inklusive eines konkreten Auftragsaudits an einem Standort mit bis zu drei verschiedenen Fertigungsverfahren etwa zwei Tage dauert. Das hierbei ermittelte Delta zu den Anforderungen und damit sicherlich auch die Frage nach den hiervon abhängigen Implementierungskosten, um letztendlich Konformität mit dem Standard herzustellen, hängt dann mit verschiedenen Faktoren zusammen. Sehr stark mit der bereits vorhandenen Technik und deren Alter, aber auch mit dem Reifegrad des Qualitätsmanagementsystems nach Automotive Core Tools Standards. Es können 1–2/2016


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durchaus vier- und fünfstellige Beträge zusammenkommen, um einen Standort nach CQI-23 zu qualifizieren.»

Finanzielles Risiko von Haftungsfällen nicht unterschätzen Dass sich das Investment in jedem Fall lohnt, wird klar, wenn man die finanziellen Risiken gegenüberstellt, die Reklamationsfälle oder beispielsweise ein Produkthaftungsszenario bedeuten. Gerade vor diesem Hintergrund sei das Thema auch für die Hersteller mit der blossen Aufnahme von kundenspezifischen Anforderungen in die Verträge mitnichten vom Tisch, betont Rhein. Hersteller und im übrigen vor allem auch engagierte T1-Lieferanten sollten ein hohes Eigeninteresse daran haben, die Lieferanten auf T2-und T3-Ebene im Hinblick auf CQI-23 zu qualifizieren. Denn den T1-Lieferanten, die zugestimmt haben, die Einhaltung der Anforderungen in der Lieferkette sicherzustellen, sei ebenfalls nicht immer klar, welche Konsequenzen daraus entstehen, wenn ihre T2-und T3-Lieferanten diesen geänderten Anforderungen schlichtweg nicht zustimmen (können). Kommt es nämlich zu Kundenunzufriedenheit, Reklamationen und im Extremfall zu Produkthaftungsfragen, ist der Ärger mit Kunden und Lieferanten quasi vorprogrammiert. Und dem ist nicht immer mit Sonderfreigaben oder einer erhöhten Auditfrequenz beizukommen.

Denn ein Haftungsthema im Automobilbereich führt für die in der Regel mittelständischen T2-und T3-Lieferanten schnell in eine Insolvenzsituation. Und die T1-Ebene könnte damit zwar vertraglich gesehen im Recht sein, aber letzten Endes doch auf den Kosten sitzenbleiben.

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Die positiven Aspekte in den Fokus stellen Auch wenn im Zusammenhang mit einer Nichteinhaltung des AIAG-Standards viel von Risiken die Rede ist, sollte man die positiven Seiten von CQI-23 nicht unter den Tisch fallen lassen. «Denn es handelt sich um eine gute Norm», ist Rhein überzeugt. «Liest man sie unter Anwendung des gesunden Menschenverstandes, so wird jeder Fachmann die organisatorischen und technischen Inhalte positiv bewerten.» Dazu gehört zum Beispiel, dass durch den Fokus auf den Produktionsprozess instabile Prozesse vermieden werden. Damit sollen Fehler gar nicht erst entstehen, das heisst eine Fehlervermeidung ist die hauptsächliche Zielrichtung der CQI-Norm. Kontakt Rhein S.Q.M. GmbH Ebereschenweg 2a D-67067 Ludwigshafen Telefon +49 (0)6 0619674-15 info@cqi-projects.de www.cqi-projects.de

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Stetiges Wachstum der Produktionsmenge setzt sich fort

Der GFK-Markt Europa 2015 Die europäische Herstellungsmenge von glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) ist voraussichtlich im Jahr 2015 um 2,5 % gewachsen. Damit wird mit 1,069 Mio. Tonnen Produktionsmenge das höchste Niveau seit acht Jahren erreicht. Die Entwicklung folgt grundsätzlich der gesamteuropäischen Wirtschaftsentwicklung. Ebenso heterogen wie die Entwicklung in unterschiedlichen Ländern ist die Entwicklung der unterschiedlichen Verarbeitungsverfahren zur Produktion von GFK-Bauteilen.

Dieser über eine Befragung erstellte GFK-Marktbericht 2015 beinhaltet die Länder in Europa, deren Produktionsmengen sich valide erfassen lassen. Die Menge in der Türkei wird ergänzend mitbetrachtet. Als GFK werden alle glasfaserverstärkten Kunststoffe mit einer duroplastischen Matrix sowie glasmattenverstärkte Thermoplaste (GMT) und langfaserverstärkte Thermoplaste (LFT) bezeichnet. Auch die endlosfaserverstärkten Thermoplaste gehören dazu. Die europäische Herstellungsmenge für kurzfaserverstärkte Thermoplaste liegt nur als Gesamtmenge vor und wird separat ausgewiesen. Auf kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) geht der Marktbericht separat ein und ist hier nicht berücksichtigt.

Die Produktion von GFK 2015: Gesamtentwicklung Im Jahr 2015 hat das erste Halbjahr die Erwartungen erfüllt und Prognosen für die zweite Jahreshälfte zeichnen ein ebenso positives Bild, so dass ein kontinuierliches Wachstum der GFK-Produktionsmenge in Europa zu erwarten ist. Der europäische Gesamtmarkt steigt um 2,5 % auf geschätzte 1,069 Millionen Tonnen (Tabelle 1). Die volkswirtschaftlich relevanten Industriebereiche Transport und Bau sind Hauptabnehmer für GFK-Bauteile. Deshalb folgt die Herstellung von GFK tendenziell der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Korrespondierend mit dem sinkenden Anteil Europas am globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nimmt auch der Anteil Europas an der weltweiten GFK-Herstellungsmenge weiter ab. Vor 22

Tabelle 1: GFK-Produktionsmenge (in Kilotonnen) in Europa seit 2005 (2015* = geschätzt).

allem hinsichtlich der Verarbeitung von Commodities (Standardprodukte) hat es in den vergangenen Jahren eine klare Verschiebung zugunsten Asiens und Amerikas gegeben, insbesondere in den durch überdurchschnittlich positives Wachstum gekennzeichneten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China).

Tendenzielle Entwicklungen von Verfahren/Teilen Um ein wirklich aussagekräftiges Bild der einzelnen Teilmärkte der extrem heterogenen Composites-Industrie zu erhalten, muss die Marktentwicklung je nach den zur GFK-Produktion eingesetzten Verarbeitungsverfahren, den Anforderungen der jeweiligen Anwendungsindustrien und auch nach den einzelnen europäischen Ländern betrachtet werden.

Duroplastische Materialien SMC/BMC: Die Herstellung von SMC- (Sheet Moulding Compound) und BMC- (Bulk Moulding Compound) Teilen ist mit einem Viertel der europäischen Gesamtmenge immer noch das grösste Segment der GFK-Produktion, hat aber derzeit das schwächste Wachstum (unter 1 %). Mit knapp 45 % ist der Elektro- und Elektronikbereich sowohl für SMC als auch für BMC das grösste Einsatzgebiet. Daneben ist die Automobilindustrie mit knapp über 40 % (SMC) bzw. knapp unter 40 % (BMC) der zweitgrösste Bereich. Zudem werden SMC-Bauteile im Baubereich eingesetzt. Open mould / Offene Verfahren: Die hergestellte Menge mit den Offenen Verfahren – Handlaminieren und Faserspritzen – ist die zweitgrösste im GFKMarkt. Es ist in 2015 mit einem geringen 1–2/2016


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Wachstum von knapp über 1 % zu rechnen. Sowohl die Unternehmensgrössen in diesem Bereich als auch die gefertigten Bauteile unterscheiden sich erheblich. Aufgrund der hohen Flexibilität werden diese handwerklich geprägten Verfahren immer einen Platz in der Composites-Industrie einnehmen.

STRAHLENVERNETZUNG

RTM: Die Produktion von RTM- (Resin Transfer Moulding) Bauteilen wuchs überdurchschnittlich stark um fast 4 %. In dieser Menge sind alle unterschiedlichen (Infusions- und Injektions-) Verfahren zusammengefasst. Entsprechend weit ist dieser Bereich verfahrensseitig zu fassen. Vor allem in der Automobilindustrie wird prozess- und materialseitig derzeit sehr stark an der Weiterentwicklung der Verfahren gearbeitet. Continuous Processing / Kontinuierliche Verfahren: Auch 2015 setzte sich das Wachstum im Bereich der sogenannten Kontinuierlichen Verfahren weiter fort. Platten werden seit Jahren vor allem für Fahrzeuge hergestellt. Aber auch hier werden Innovationen vorangetrieben. Die wesentlichen Anwendungen für pultrudierte GFK-Profile finden sich im Baubereich, in Geländer- und Leitersystemen oder im Anlagenbau. Die Marktsegmente sind durch eine relativ hohe Automatisierung gekennzeichnet. Pipes and tanks / Rohre und Tanks: Mit Schleuder- bzw. Wickelverfahren gefertigte GFK-Rohre und Tanks werden vor allem in der Öl-/Gas- und Chemie-Industrie sowie im Anlagenbau eingesetzt. Der europäische Markt wuchs letztes Jahr leicht um 2 %. Nicht zuletzt wegen der relativ grossen Materialmengen je Auftrag und dem oftmals einhergehenden hohen Verwaltungs- und Zulassungsaufwand dominieren wenige grosse Hersteller den Markt. Thermoplastische Materialien GMT/LFT: Glasmattenverstärkte Thermoplaste (GMT) und langfaserverstärkte Thermoplaste (LFT) verzeichneten in 2015 ein überdurchschnittliches Wachstum von über 9 %. Dabei entfällt von der gesamten europäischen Menge von 132 Kilotonnen etwa zwei Drittel auf LFT und ein Drittel auf GMT. Zweistellige Wachstumsimpulse kommen dabei von den LFT-Produkten und hier im Wesentlichen aus der Automobilindustrie. Neben der Entwicklung neuer Produkte liegen weitere Forschungsschwerpunkte auf den sogenannten Multimaterialsystemen und auf der Untersuchung entsprechender Einsatzmöglichkeiten von Composites-Systemen in Strukturbauteilen. Kurzfaserverstärkte Thermoplaste: Der europäische Markt für thermoplastische, glasfaserverstärkte Compounds war mit etwa 1250 Kilotonnen im Jahr 2014 etwas grösser als der betrachtete GFK-Markt (duroplastische Materialien plus GMT/LFT). Mit ca. 7 % Mengen1–2/2016

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V-PTS-CREAMON (PA 6.6 und PA 6) 20-40% Mineralverstärkung kurze thermische Spitzen über 400°C drastische Verbesserung der Chemikalienbeständigkeit extrem schwer entflammbar, HWI = 0 (L 94) Verzehnfachung der elektrischen Lebensdauer bei 170°C SMD-Bauteile für bleifreies Löten

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ROHSTOFFE

anstieg pro Jahr gibt es in diesem Segment, das durch eine hohe Automatisierung (Spritzgussprozesse) gekenn­ zeichnet ist, wesentlich stärkere Wachstumsimpulse (Quelle: AMAC).

Die Anwendungsindustrien im Überblick Trotz der aufgezeigten unterschiedlichen Entwicklungen in den Märkten der einzelnen Herstellungsverfahren bleibt der Anteil der grossen GFK-Anwendungsindustrien in Europa konstant. Jeweils ein Drittel der gesamten Produktionsmenge wird für den Transportbereich und für den Baubereich hergestellt. Weitere Anwendungsbereiche sind die Elektro-/Elektronikindustrie sowie die Sport- und Freizeitindustrie.

Die GFK-Produktion 2015: Länder-Betrachtung Die Länder bzw. Ländergruppen mit den höchsten Wachstumsraten bleiben Deutschland, UK/Irland sowie die osteuropäischen Staaten. Deutschland als grösstes europäisches GFK- bzw. Composites-Land verzeichnet in 2015 das stärkste Wachstum mit 6 % und einer Gesamtmenge von 212 Kilotonnen. Die osteuropäischen Länder entwickelten sich mit über 4 % und UK/Irland mit fast 3 %. Den einzigen Mengenrückgang gab es in den skandinavischen Ländern. Seit einigen Jahren liegen auch Markterhebungen des türkischen Composites-Marktes vor. In dem gegenüber den europäischen Ländern dieses Berichtes grössten GFK-Markt ist in 2015 erstmals ein schwächeres Wachstum als in den Vorjahren zu verzeichnen. Um etwa 2 % vergrösserte sich dieser Markt laut dem Türkischen Composites-Verband TCMA (Quelle: TCMA).

Weitere CompositesMaterialien Auch wenn der Eindruck in der aktuellen medialen Berichterstattung und auf Messen ein anderer ist, bleiben GFK in der Composites-Industrie weiterhin die mit Abstand grösste Materialgruppe. Die Verstärkungsfasern sind in über 95 % der Composites-Gesamtmenge Glasfasern. 24

Composites und GFK sind Konstruktionswerkstoffe der Zukunft. Es stellen sich aber zahlreiche Herausforderungen, die es innerhalb der Composites-Industrie, aber auch kooperativ darüber hinaus, anzugehen gilt.

Normungszwang und Marktzugang Normung ist ein Thema, dem sich Unternehmen häufig nur ungern stellen. Vergessen wird aber, das Normung nicht nur Geld und Ressourcen kostet, sondern über Marktzugänge und/oder Sperren entscheiden kann. Die europäische Industrie verliert stark an Einfluss im internationalen Normungsbereich und wird zu einem «Empfänger» von Anforderungen. Dieser Zusammenhang wird leider vielfach noch nicht als Herausforderung in der Industrie wahrgenommen. Nur wer sich aktiv an der Normungsarbeit beteiligt, wird auch weiterhin seine Standards festschreiben können.

Hybride-/Multimaterialsysteme vs. Werkstoffdenken Häufig findet man innerhalb der Composites-Industrie ein «Inseldenken». Es wird stark zwischen einzelnen Werkstoffgruppen, aber auch in Bezug auf verschiedene Herstellungsverfahren unterschieden. Vor dem Hintergrund konkurrierender Systeme und/oder festgelegter Materialeigenschaften kann dies zum Problem werden. Es sollte gemeinsam, über Werkstoffgrenzen hinaus, an einer Markterweiterung gearbeitet werden.

Praxistauglichkeit und Machbarkeit Die Forschungsaktivitäten im Composites-Bereich haben in den vergangenen Jahren sehr stark zugenommen. Das ist ebenso wie das mediale Interesse durchweg positiv zu beurteilen. Denn die Erkenntnisse dienen sowohl den involvierten Partnern als auch der gesamten Industrie. Wünschenswert wäre es, wenn im Rahmen der technologischen Betrachtungen der wirtschaftliche Fokus einen deutlich höheren Stellenwert erlangte.

Von den in 2014 weltweit 8,8 Millionen Tonnen hergestellten Composites (Quelle: JEC Composites) wurden in Europa 2,3 Millionen Tonnen glasfaserverstärkte Kunststoffe hergestellt. Der weltweite Bedarf an kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) beträgt in 2015 geschätzte 91 000 Tonnen.

Ausblick

SMC BMC ∑ SMC/BMC

2012 Kt 188 70 258

2013 Kt 184 71 255

2014 Kt 190 74 264

2015* Kt 191 74 265

Hand lay-up Spray-up

145 90

142 90

138 94

139 96

∑ Open mould

235

232

232

235

RTM

120

126

132

137

78 47

84 47

84 48

86 49

125

131

132

135

Filament winding Centrifugal casting

80 67

78 66

79 66

80 68

∑ Pipes and Tanks

147

144

145

148

GMT/LFT

108

114

121

132

17

18

17

17

1.010

1.020

1.043

1.069

Sheets Pultrusion ∑ Continous Processing

Others Sum:

Tabelle 2: GFK-Produktionsmengen in Europa nach Verfahren/Teilen (Kt = Kilotonnen, 2015* = geschätzt).

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Tagesgeschäft vs. Zukunft Composites entfalten ihre «Kraft» oft erst dann, wenn die Produkte lastgerecht konstruiert werden. Dieser Faktor ist nur einer von vielen Besonderheiten, die Composites aufweisen und der in der Branche wie selbstverständlich kommuniziert wird. Weniger selbstverständlich ist es aber leider häufig, dass das spezifische Wissen, welches man zur Konstruktion mit Faserverbundwerkstoffen benötigt, noch nicht «allgemein» bekannt ist. An Universitäten, Fachhochschulen oder Berufsschulen fristen Composites nach wie vor ein Nischendasein. Wunsch vs. Wirklichkeit SMC/BMC-Materialien werden bereits seit vielen Jahren in der automobilen Grossserie eingesetzt. Dennoch findet man heute noch vielfach Artikel oder Vorträge, in denen es heisst, man müsse an Lösungen arbeiten, um «Composites in grossen Stückzahlen/in Serie zu fertigen». Diese Arbeit wäre schlicht überflüssig, denn die Serienfertigung ist bereits etabliert. Auch wenn es speziell im Bereich der Hochleistungsverbundwerkstoffe zahlreiche Bestrebungen hinsichtlich des Serieneinsatzes gibt, sollte man dennoch darauf hinweisen, dass es sich bei diesen Bestrebungen um Teilbereiche der Composites-Industrie handelt. Prognose vs. Entwicklung Der Markt für Composites wuchs in den vergangenen Jahren beständig, auch

ROHSTOFFE

2012 Kt UK / Ireland

2013 Kt

2014 Kt

2015* Kt

134

140

146

150

Belgium / Netherlands / Luxembourg

43

42

43

44

Finland / Norway / Sweden / Denmark

44

44

42

39

Spain / Portugal

160

152

154

156

Italy

152

146

148

150

France

117

112

108

108

Germany

182

192

200

212

17

17

18

18

161

175

184

192

1.010

1.020

1.043

1.069

195

214

245

250

Austria / Switzerland Eastern Europe ** Sum: Turkey ***

Tabelle 3: GFK-Produktionsmengen in Europa und in der Türkei nach Ländern/Ländergruppen (Kt = Kilotonnen / 2015* = geschätzt / Eastern Europe** = Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Serbien, Kroatien, Mazedonien, Lettland, Litauen, Slowakei und Slowenien / Turkey*** = Quelle: TCMA).

wenn dieses Wachstum nicht in allen Segmenten und Regionen gleichmässig verläuft. Wie stark das Wachstum in den kommenden Jahren aussehen wird, kann man nicht genau vorhersagen. Fakt ist: Composites bieten vielfältige Möglichkeiten und oft hat sich deren Potenzial noch nicht entfaltet bzw. wurde noch nicht voll genutzt. Gemeinsam mit allen Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette bieten sich noch zahlreiche Möglichkeiten, die hoffentlich auch in Zukunft genutzt werden. Letztlich wird sich der Werkstoff durchsetzen,

der auf lange Sicht am besten für die jeweilige Anwendung geeignet ist. Das müssen nicht immer, können aber auch Composites sein.

Kontakt AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10 D-60329 Frankfurt info@avk-tv.de www.avk-tv.de

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Die KunststoffXtra-Messeausgaben 2016 Ausgabe 11/2016 Ausgabe 3/2016

Ausgabe 9/2016 Ausgabe 10/2016

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Ausgabe 11/2016

Ausgabe 11/2016

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VERBAND

VinylPlus

Die europäische PVC-Industrie handelt eigenverantwortlich Selbstverpflichtung den Schlüssel zur künftigen positiven Entwicklung der PVC-Industrie.

Tabellen: vinyl

Die Ziele sind ambitioniert

Tabelle 1: Fortschrittsbericht 2014: 481,018 Tonnen rezykliertes PVC in den EU28-Staaten, in Norwegen und der Schweiz.

Die europäische PVC Industrie unter der Federführung von VinylPlus hat im Jahre 2000 freiwillig begonnnen, in Bezug auf Recycling und die notwendigen Stabilisatoren und Weichmacher in PVC (Polyvinylchlorid) Eigenverantwortung zu übernehmen, sich Ziele zu setzen und definierte Massnahmen strikt einzuhalten.

Kurt Röschli PVC ist das bevorzugte Material sobald es um Qualität, Wertigkeit und Ressourceneffizienz geht. In der Schweiz werden vor allem seine Festigkeit im Tiefbaubereich und bei den Wasseraufbereitern sehr geschätzt, weil es nicht rosten oder korrodieren kann. Der Abbau seiner physikalischen Eigenschaften geht nur sehr langsam von statten. VinylPlus vereint die grosse Mehrheit führender Unternehmen aus der PVC-Industrie aus 28 EU-Mitgliedsstaaten, aus Norwegen und der Schweiz, die bis zum Jahr 2020 gültige Zielvereinbarungen definiert haben. Diese wurden gemeinsam mit dem renommierten schwedischen Nachhaltigkeitsinstitut «The Natural Step» konzipiert. VinylPlus wird von einem unabhängigen Überwachungsbeirat kon26

trolliert, dem Repräsentanten des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission, der Gewerkschaften, des Handels und von Verbraucherorganisationen angehören. Das Programm setzt hohe Masstäbe an die Bewältigung von kritischen Herausforderungen in den erwähnten Ländern. Die Initiative knüpft an die Erfolge der vorherigen Selbstverpflichtung Vinyl 2010 an, die ins Jahre 2000 zurückführen und deren sämtlichen Ziele erreicht oder sogar übertroffen wurden. Alle Mitglieder sehen in den Grundsätzen der freiwilligen

Im Rahmen der Initiative Vinyl 2010 ist es unter anderem gelungen, eine europaweite Infrastruktur für die Sammlung und das Recycling von mehr als 250 000 Tonnen PVC pro Jahr zu errichten und Additive wie Cadmiumstabilisatoren zu ersetzen. Mit VinylPlus hat sich die europäische PVC-Industrie jetzt die folgenden neuen Ziele gesetzt: – So sollen bis 2020 jährlich zusätzlich 800 000 Tonnen PVC rezykliert werden. –  Bedenken im Hinblick auf chlororganische Emissionen sollen thematisiert werden. – Die Verwendung von Additiven auf der Basis von Nachhaltigkeitskriterien sind sicherzustellen. – Die Energieeffizienz und Verwendung von erneuerbaren Energien und Rohstoffen in der PVC-Produktion ist zu steigern. – Die Nachhaltigkeit in der gesamten PVC-Wertschöpfungskette soll vorangetrieben werden.

Tabelle 2: Nachhaltiger Einsatz von Additiven (Stabilisatoren).

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VERBAND

Fortschrittsbericht 2014 Die Zahlen in Tabelle 1 zeigen eindrücklich das Potenzial an rezyklierbaren Fenstern im Bausektor. Geht man davon aus, dass die europäische PVC-Industrie jährlich 11,8 Mio. Fensterrahmen rezykliert und dass pro Fenster gemäss Swiss Windows rund 18 Laufmeter Profile inklusive der Blendrahmen (Rahmen für den Einbau in die Mauer) anfallen, ergäbe dies – reihte man die Profile aneinander – die sagenhafte Strecke von 212 000 Kilometern, was wiederum über die Hälfte der Distanz von der Erde zum Mond ausmacht.

Nach einer hervorragenden Erstausgabe findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2017 die 2. Moulding Expo in Stuttgart statt. Die Moulding Expo ist die neue Leistungsschau des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus, mitten im grössten Markt für Industriegüter auf dem modernen Messegelände in Stuttgart. Swissmem und Swiss Plastics Expo realisieren zusammen einen Schweizer Gemeinschaftsstand. Falls Interesse bezüglich einer Teilnahme besteht, können weitere Informationen bei Pascal Streiff,

schützen die Produkte gegen vorzeitige Alterung und Verwitterung. Speziell bei der Herstellung von Produkten aus PVC ist der Einsatz von Stabilisatoren von grosser Bedeutung. Substitution von Weichmachern durch andere problemlosere Produkte: Bis Ende 2013 konnten rund 65 % der bisher verwendeten Weichmacher ersetzt werden. Verwendet man Kunststoffe –

Bild: Vinyl

Massiver Abbau resp. Substitution von Stabilisatoren Der jährliche Verbrauch an Bleistabilisatoren wurde um 86 000 Tonnen reduziert resp. um über 86 % zurückgefahren. Diese wurden durch Calzium basierte Stabilisatoren ersetzt (Tab. 2). Stabilisatoren sind unverzichtbare Additive zur Herstellung und Verarbeitung vieler Kunststoffe und Elastomere. Hitze- und Lichtstabilisatoren sorgen für eine sichere Verarbeitung und

Schweizer Beteiligung an der Moulding Expo 2017 in Stuttgart

Im EU-Raum (mit Norwegen und der Schweiz) werden jährlich 11,8 Mio. Fensterrahmen recycliert.

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Swissmem (p.streiff@swissmem.ch) oder der Messe Luzern AG (rene.ziswiler@messeluzern.ch) angefragt werden.

Weitere Daten Im Januar 2017 findet in Luzern die Swiss Plastics Expo statt (24.–26. Januar 2017) und im Oktober 2017 die Fakuma in Friedrichshafen (17.–21. Oktober 2017). Der Verband Swiss Plastics wird an diesen beiden Messen wieder einen Gemeinschaftsstand organisieren.

speziell PVC – ohne Zusätze, sind diese hart und spröde in der Verarbeitung und in der Applikation (z.B. Bodenbeläge, Kabel und Rohre). Setzt man dem Werkstoff Weichmacher zu, so werden diese, wie es der Name schon sagt eben weich und geschmeidig in der Verarbeitung und im Gebrauch und brechen nicht einfach spröde weg. Auch Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon kam anlässlich seiner Rede an der Rio +20 Konferenz 2012 unter anderem auf PVC zu sprechen: Er forderte damals die Staatsoberhäupter der wichtigsten Industrieländer zu mehr Verantwortung auf und sagte: «Eine grosse Anzahl von Massnahmen wurde versprochen, so auch das Recycling europaweit von 800 000 jato PVC, einer der meist verwendeten Kunststoffe.» Mit über 480  000 Tonnen in 2014 sind die VinylPlus-Mitglieder auf gutem Wege. Kontakt Swiss Plastics Schachenallee 29C, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 834 00 67 k.roeschli@swiss-plastics.ch www.swiss-plastics.ch

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Bild: Marianne Flur y

Der 2. Innovation Report soll als Werbe- und Imageträger in der Öffentlichkeit wirken.

2. Swiss Plastics Innovationstagung in Luzern

Innovationen schaffen bedeutet Knochenarbeit Das Ziel ist sportlich, das sich die Messe Luzern 2014 beim Wechsel vom 2-Jahresturnus auf einen 3-JahresTurnus der Swiss Plastics Expo gesteckt hat: Jeweils in den Messezwischenjahren findet die Swiss Plastics Innovationstagung statt und im Rahmen dieser wird ein Innovation Report präsentiert. Der Fahrplan konnte bisher eingehalten werden: Am 26. Januar 2016 fand in Luzern die 2. Swiss Plastics Innovationstagung statt und der 2. Innovation Report konnte vorgestellt und an die Tagungsteilnehmer verteilt werden.

Marianne Flury Die Tagung stand, wie könnte es anders sein, ganz im Zeichen von Innovationen. Der Leitgedanke «Innovation ist die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs» zieht sich als roter Faden durch die drei Blöcke der Tagung, die durch Eveline Kobler, SFR-Wirtschaftsredaktorin moderiert wurde. Im ersten Teil der Tagung stellte Dr. Jürg De Pietro, KATZ, die Ergebnisse einer Industriebefragung zur Fachkräftesituation in der Kunststoffbranche vor, die unter seiner Federführung durch die Master-Studienarbeit der FFHS (Fernfachhochschule Schweiz) im ersten Halbjahr 2015 erhoben wurde. Die Umfrage bestätigt klar, dass ein latenter Fachkräftemangel vorhanden ist, im wesentlichen fehlen Ingenieure und Kunststofftechnologen. Gleichzeitig wird aber auch klar, dass die Ausbildungsschiene zwar vorhanden ist, aber zu wenig genutzt wird. Anders die berufliche Weiterbildungsschiene. Diese ist noch nicht optimal auf die Bedürfnisse 28

der Industrie ausgerichtet. De Pietro ruft die Unternehmensverantwortlichen entsprechend zu mehr Engagement auf: «Kümmert euch mehr um die Mitarbeiter, fordert und fördert sie», so sein Appell an die Teilnehmer. In seinem Referat knüpfte Jürg Lüthi, Dolder AG, an die Vorrednerthematik, mit Fokus auf die Weiterbildung, an und wies auf die teils fehlenden, teils aber auch einfach nicht bekannten Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem nichtakademischen Berufsweg in der Kunststoff­ industrie hin. Das von ihm präsentierte Weiterbildungskonzept sieht, analog anderer Branchen, die Höhere Fachprüfung 'Master of Plastics' (diese Bezeichnung ist nicht in Stein gemeisselt) vor. Für das Feintuning, die Eruierung der Bedürfnisse der KMU und die Umsetzung soll eine Arbeitsgruppe 'Aus- und Weiterbildung' gegründet werden. Auch Lüthi appelliert an die Unternehmer, sich hier zu engagieren. In der anschliessenden Podiumsdiskussion wurde unter dem Titel «Handlungsfelder für besser und anders ausgebildete

Fachkräfte in der Kunststoffindustrie» das Thema aufgegriffen und diskutiert. Dabei kam auch der Begriff 'Digitalisierung, Industrie 4.0' und damit die Frage aufs Tapet, «werden die Absolventen des 'Master of Plastics' gerüstet sein für das digitale Know-how, das sie benötigen»? Die vier Podiumsteilnehmer (Willi Bachmann, Lenorplastics Zug AG; Jürg De Pietro, Swiss Plastics Network; Jürg Lüthi, Dolder AG; Urs Meyer, Swiss Plastics Association) gaben sich alle mehr oder weniger optimistisch, dass dies gelingen wird. «Aber», so Lüthi, «2017 muss das Gerüst stehen, damit wir loslegen können und dazu brauchen wir die Unterstützung aus der Praxis, von den Leuten, die es betrifft, sonst ist der Blickwinkel zu einseitig.»

13 Erfolgsgeschichten verdeutlichen die Innovationskraft Der zweite Teil der Veranstaltung war dem 2. Swiss Plastics Innovation Report gewidmet. 13 'Top Stories' verdeutlichen, wie durch Innovationen mit Kunststoffen 1–2/2016


KUNSTSTOFF XTRA

INNOVATIONEN

O-Stimmen von Teilnehmern zur Innovationstagung «Ich bin positiv überrascht. Als ich das Programm sah, dachte ich, es sei etwas überladen. Aus den verschiedenen Referaten sind mir verschiedene Stichworte hängen geblieben – zum Beispiel beim Thema Aus- und Weiterbildung – bei denen ich mich fragte, wie sich die Situation in unserem Betrieb präsentiert und wie ich das eine oder andere umsetzen könnte. Der Mix der Vorträge war spannend und das Konzept der Durchführung am Nachmittag finde ich echt gut.» «Der Nachmittag war in puncto Netzwerk hervorragend. Auch die Vorträge betreffend Ausbildung fand ich sehr gut. Wichtig

Hightech-Produkte entstehen, die Otto-Normalverbraucher nie mit 'Plastik' in Verbindung bringt. Ziel ist es, den Kunststoff in der Öffentlichkeit salonfähig zu machen, mehr noch, zu zeigen, dass viele innovative Produkte ohne Kunststoff gar nicht realisierbar wären. «Der erste Report richtete sich an die Branche, der zweite wendet sich nach aussen und soll als Instrument auf Lehrlingsmessen und an Schulen dazu dienen, das Image von Kunststoff zu verbessern und das Interesse an diesem Werkstoff zu wecken», sagt René Ziswiler, Projektleiter der Innovationstagung, dazu. Der Report wird beim Versand innerhalb der Schweiz der Ausgabe 1–2/2016 von KunststoffXtra beigelegt.

Bekannte Ideen neu zusammensetzen Im dritten Teil der Tagung zeigten vier Referenten aus Hochschulen und der Industrie mit entsprechend verschiedenen Blickwinkeln, wie die Kunststoffindustrie auch künftig erfolgreich sein kann. In ihrem Referat «Innovationssteigerung durch Prozessoptimierung» verdeutlichte Bublu Thakur-Weigold, ETH Zürich, dass es bei Innovationen nicht nur um das 'was' geht, sondern auch um das 'wie', d.h. um die Prozesse. Eine geniale Innovation ist Knochenarbeit. «Sie entsteht aus 1 % Einfall und 99 % Fleiss», so die Referentin. Und 1–2/2016

ist auch der Appell von Jürg Lüthi, dass wir uns alle engagieren müssen. Der zweite Block war für mich etwas fragwürdiger. Vor allem ein Vortrag war sehr werbeträchtig. Gesamthaft finde ich es eine lohnende Veranstaltung, an der die persönlichen Kontakte auch nicht zu kurz kommen.» «Speziell gefallen haben mir die Top-Stories, die zeigen, dass sich der Schweizer Kunststoffmarkt vor allem etabliert mit hervorragenden Produkten, hervorragender Technik. Es zeigt auch, dass wenn man sich bewegt, man auch in der Zukunft gut gerüstet ist. Das ist auch unser Credo, nicht zurück zu stehen, sondern

sie gibt den Tipp, bereits bekannte Ideen auf bisher unbekannte Art und Weise neu zusammenzusetzen – so ist auch das iPhone entstanden. Sie ermunterte die Anwesenden dazu, das Ideen- und Wissenspotenzial der Mitarbeiter anzuzapfen und die Ergebnisse zu sichern. Um den Erfolg auch in Zukunft sicherstellen zu können, braucht es optimale Betriebskonzepte, energieeffiziente Infrastrukturen und flexible Gebäudestrukturen. Denn «Produktlebenszyklen von wenigen Monaten stehen Gebäudelebens-Zeitspannen von Jahrzehnten gegenüber», gab Percy Limacher, IE Plast, in seinem Referat «Fabrik der Zukunft – Vom austauschbaren Lohnfertiger zum intelligenten Wertschöpfungspartner» zu bedenken. Im Hinblick auf den industriellen Strukturwandel muss vorausschauend geplant werden. Ideal sei der Bau von nutzungsneutralen Räumlichkeiten. «Das ist im Moment teurer, zahlt sich aber langfristig aus», so Limacher. Prof. Frank Ehrig, IWK, erläuterte in seinem Vortrag die Innovationsfelder der Kunststoffindustrie. Er wies darauf hin, dass verschiedene Aspekte dieser Innovationsfelder in der Schweiz in sogenannten Nationalen Thematischen Netzwerken (NTN) bearbeitet werden. Diese haben die Aufgabe, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen und den Technologietransfer zu fördern. Er verwies aber auch auf die sehr guten Möglichkeiten der

sich aktiv zu beteiligen. Die Referate im dritten Teil waren sehr interessant und brachten teils auch neue Aspekte, z.B. über die Digitalisierung, die sicher auch für Kleinunternehmen inte­ressant ist.» «Für mich war insgesamt der Nachmittag interessant. Nicht alle Themen haben mich gleichermassen angesprochen, aber es hatte sehr spannende Präsentationen dabei. Sieht man, was in der Schweiz von Unternehmen geleistet wird, wirkt das motivierend und gibt einem persönlich einen optimistischen Schub. Das ist das Gefühl, das ich von diesem Nachmittag hier mitnehme.»

bilateralen Förderungsprogramme in Form von Innovationsschecks und KTI-Projekten (Kommission für Technologie und Innovation). Von einer ersten Machbarkeitsanalyse bis hin zum mehrjährigen Innovationsprojekt ist vieles möglich. Das letzte Referat beschäftigte sich mit dem zwar omnipräsenten Begriff der Digitalisierung, die aber de facto nicht stattfindet und unter dem jeder etwas anderes versteht. «Die Abstraktion ist zu hoch. Das Potenzial wird noch nicht ausgenutzt», sagt Davide Cortese, Arcmedia, dazu. Er erklärte den Unternehmensnutzen und die Chancen, die die Digitalisierung von Marketing, Kommunikation und Vertrieb schafft. Voraussetzung dabei ist, dass die Führungskräfte die digitale Strategie mitgestalten. Zudem sollte die Anfangsfrage immer lauten: Warum digitalisiere ich und nicht wie digitalisiere ich. Auch darf nicht halbherzig investiert werden «Glauben Sie an die Chancen», so Cortese. Und schliesslich sollte der Unternehmer die Herausforderung jetzt angehen. «Die Zeit ist reif.» Kontakt Messe Luzern AG Horwerstrasse 87 CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 info@swissplastics-innovation.ch www.swissplastics-innovation.ch

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FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

KUNSTSTOFF XTRA

Neuartiges Nano-Druckverfahren

Nanowände für Smartphones Forschende der ETH Zürich stellten mit einem neuartigen Nano-Druckverfahren transparente Elektroden für den Einsatz in Touchscreens her. Die neuen Elektroden gehören eigenen Angaben gemäss zu den transparentesten und leitfähigsten, die je entwickelt wurden.

Bild: Ben New ton, Digit Works

«Will man mit Drähten aus diesen Metallen gleichzeitig hohe Leitfähigkeit und Transparenz erreichen, besteht ein Zielkonflikt», erklärt ETH-Professor Poulikakos. «Mit zunehmendem Querschnitt von Gold- und Silberdrähten nimmt zwar die Leitfähigkeit zu, die Transparenz des Gitternetzes jedoch ab.» Die Lösung waren bloss 80 bis 500 Nanometer dünne Metallwände, die von oben betrachtet kaum sichtbar sind. Weil ihre Höhe im Vergleich zur Breite zweibis viermal grösser ist, ist ihr Querschnitt und dadurch ihre Leitfähigkeit ausreichend hoch. Mit einer speziellen Variante des sogenannten elektrohydrodynamisches Tintenstrahldrucks können Wissenschaftler ein Gitternetz aus sehr feinen Goldwänden drucken.

Dr. Fabio Bergamin

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Jeder Touchscreen, wie wir ihn unter anderem von Smartphones und der Bedienoberfläche von Ticketautomaten und Bankomaten kennen, braucht transparente Elektroden: Die Glasoberfläche der Geräte ist mit einem kaum sichtbaren Muster aus einem leitfähigen Material beschichtet. Dank diesem erkennen die Geräte, ob und wo genau ein Finger die Oberfläche berührt. Forschende unter der Leitung von Dimos Poulikakos, Professor für Thermodynamik, haben nun in einem 3D-Druckverfahren eine neue Art von transparenten Elektroden geschaffen. Es handelt sich dabei um ein Gitternetz aus «Nanowänden» aus Gold, beziehungsweise Silber auf einer Glasoberfläche. Die Wände sind so dünn, dass man sie mit blossem Auge kaum sehen kann. Es ist das erste Mal, Dr. Fabio Bergamin, Hochschulkommunikation, ETH-Zürich, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, fabio.bergamin@ hk.ethz.ch. 1

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dass Wissenschaftler solche Nanowände im 3D-Druck hergestellt haben. Die neuen Elektroden sind leitfähiger und transparenter als jene aus Indiumzinnoxid, die heute in Smartphones und Tablets standardmässig verwendet werden. Dies ist ein klarer Vorteil: Je transparenter die Elektroden sind, desto besser ist die Bildschirmqualität. Und je leitfähiger sie sind, desto schneller und genauer kann der Touchscreen arbeiten.

Dritte Dimension «Indiumzinnoxid wird verwendet, weil es als Material eine verhältnismässig hohe Transparenz hat und die Herstellung der Schichten gut erforscht ist, doch es ist nur mässig leitfähig», sagt Patrik Rohner, Doktorand in Poulikakos‘ Gruppe. Um leitfähigere Elektroden herzustellen, setzten die ETH-Forscher auf Gold und Silber, die Strom sehr viel besser leiten. Weil diese Metalle jedoch nicht transparent sind, mussten die Wissenschaftler die dritte Dimension zu Hilfe nehmen. Denn:

Tintenstrahldrucker mit winzigem Druckkopf Die Forscher stellten diese winzigen Metallwände mit einem Druckverfahren her – Nanodrip genannt – das Poulikakos und seine Mitarbeiter vor drei Jahren entwickelt haben. Dessen Grundprinzip ist der sogenannte elektrohydrodynamische Tintenstrahldruck. Dabei verwenden die Wissenschaftler Tinten aus Metallnano­ partikeln in Lösungsmittel; ein elektrisches Feld zieht kleinste Tröpfchen der Metalltinte aus einer Glaskapillare. Das Lösungsmittel verdunstet schnell, und so kann Tropfen für Tropfen eine dreidimensionale Struktur aufgebaut werden. Das Spezielle am Nanodrip-Verfahren ist, dass sich dabei Tröpfchen von der Glaskapillare ablösen, die etwa zehnmal kleiner sind als die Öffnung selbst. Damit lassen sich sehr viel kleinere Strukturen drucken. «Stellen Sie sich einen Wassertropfen vor, der unten an einem geschlossenen Wasserhahn hängt. Und stellen Sie sich nun vor, dass unten an diesem Tropfen noch ein winziges Tröpfchen hängt – nur diese winzigen Tröpf1–2/2016


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FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

chen drucken wir», erklärt Poulikakos. Die spezielle Tropfenform erzielten die Forscher, indem sie die Zusammensetzung der Metalltinte und das verwendete elektromagnetische Feld optimal aufeinander abstimmten.

Kostengünstige Herstellung Die nächste grosse Herausforderung werde nun sein, die Methode hochzuskalieren und den Druckprozess so weiterzuentwickeln, dass er industriell im grossen Massstab angewendet werden kann. Die Wissenschaftler arbeiten dazu mit Kollegen des ETH-Spin-offs Scrona zusam-

men. Sie sind überzeugt: Gelingt das Hochskalieren, wird die Technologie gegenüber den existierenden Methoden eine Reihe von Vorteilen bringen. Insbesondere wird sie wohl kostengünstiger sein, weil für das Nanodrip-Verfahren im Gegensatz zur Herstellung von Indiumzinnoxid-Elektroden kein Reinraum nötig ist. Auch dürften die neuen Elektroden wegen ihrer höheren Leitfähigkeit besser geeignet sein für grosse Touchscreens. Und schliesslich sei ihr Verfahren auch das erste, bei dem man die Höhe der Nanowände direkt während des Druckens variieren könne, sagt ETH-Doktorand Rohner.

Eine mögliche zukünftige Anwendung könnten auch Solarzellen sein, für die ebenfalls transparente Elektroden benötigt werden. Je durchsichtiger diese sind, desto mehr Strom lässt sich gewinnen. Und die Elektroden könnten schliesslich auch bei der Weiterentwicklung von gebogenen Bildschirmen mit der OLED-Technologie zum Einsatz kommen. Kontakt ETH Zürich Rämistrasse 101 CH-8092 Zürich Telefon +41 (0)44 632 42 44 www.hk.ethz.ch

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NEWS

Der führende chinesische Chemiekonzern China National Chemical Corporation (ChemChina) übernimmt die KraussMaffei Gruppe von der kanadischen Onex Corporation (Onex) für 925 Mio. Euro. «Mit ChemChina gewinnen wir einen strategischen und langfristig orientierten Investor, der sich seit vielen Jahren für unser Unternehmen interessiert», sagt Frank Stieler, CEO der KraussMaffei Gruppe. Die KraussMaffei Gruppe wird in ihrer bestehenden Struktur fortgeführt. «Wir verstärken unser Unternehmen mit einem der weltweit führenden Maschinenbauer, der über eine 178-Jährige Tradition verfügt. Dabei legen wir grossen Wert darauf, dass die KraussMaffei Gruppe ihre Identität und Selbstständigkeit behält», erklärt Jianxin Ren, Chairman von ChemChina. «Das Wachstumspotenzial für die KraussMaffei Gruppe ist enorm – insbesondere durch einen verbesserten Marktzugang in China, den wir ermöglichen können. Wir erwarten, dass die Entwicklungen in der Automobilindustrie gros-

Bild: KraussMaf fei

KraussMaffei Gruppe wechselt für 925 Mio. EUR den Besitzer

Die Karten sind neu gemischt (v.l.n.r.): Ting Cai, Chairman und CEO der China National Chemical Equipment Co. Ltd. (CNCE), Dr. Frank Stieler, CEO der KraussMaffei Gruppe, und Chen Junwei, CEO von ChemChina Finance Co. Ltd.

ses Potenzial bieten. Die fortschreitende Automatisierung in der Automobilproduktion und der Trend zu Leichtbaumaterialien werden sich positiv auf das Premiumsegment im Bereich der Spritzgiesstechnik auswirken. Zusammen sind ChemChina und die KraussMaffei Gruppe sehr gut aufgestellt, um künftig zu wachsen», sagt Jianxin Ren weiter. Standorte bleiben, neue Arbeitsplätze sind geplant Die Marken KraussMaffei, KraussMaffei Berstorff und

Netstal werden fortgeführt und stehen auch in Zukunft für höchste Qualität und Werthaltigkeit. Der Firmensitz der KraussMaffei Gruppe bleibt in München sowie die operative und unternehmerische Verantwortung in Europa. Dies gilt besonders auch für Produktion, Technologie, Patente sowie Forschung und Entwicklung. Die KraussMaffei Gruppe wird weiterhin als eine deutsche Gesellschaft mit mitbestimmtem Aufsichtsrat geführt. Alle bestehenden Tarif- und Standortzusagen gelten unverän-

dert fort. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 4500 Mitarbeiter, davon 2800 in Deutschland. Das Unternehmen plant für 2016 einen Personalaufbau, insbesondere auch in Deutschland. ChemChina ist Chinas grösster Chemiekonzern und hat mit rund 140 000 Mitarbeitern 2015 einen Umsatz von rund 37 Milliarden Euro erwirtschaftet. Rund 45 000 der Mitarbeiter sind aus­ serhalb Chinas tätig. Im Oktober 2012 hatte Onex die KraussMaffe Gruppe für knapp 570 Mio. Euro von Madison Capital Partners, dem Voreigner, übernommen. Seitdem haben sich das operative Geschäft und die Finanzzahlen nachhaltig positiv entwickelt. 2014 lag der Umsatz der KraussMaffei Gruppe bei 1,1 Mrd. EUR. Für den Umsatz 2015 geht das Unternehmen von einem Wachstum von rund zehn Prozent aus.

www.kraussmaffeigroup.com

Bild: K-Tec

Erfolgreiche Nachfolgeregelung bei K-Tec

Rolf Egli

Seit dem 1. September 2015 trägt Rolf Egli als Geschäftslei32

ter und Präsident des VR die Gesamtverantwortung bei der K-Tec Spritzgiesstechnik AG in Au/ZH. Er folgt auf den bisherigen Inhaber Thomas Waser, der das Unternehmen über 15 Jahre geleitet hatte und dieses mit seinem zehnköpfigen Team zu einem renommierten KMU der Kunststoffindustrie machte. Die Nachfolgeregelung der inhabergeführten K-Tec wurde frühzeitig geplant und umsichtig realisiert. Egli

übernahm per 1. September 2015 das Aktienkapital und zeichnet für die operativen und strategischen Massnahmen verantwortlich. Thomas Waser wird bis Mitte 2016 aktiv tätig bleiben und als VR-Mitglied weiterhin zur Verfügung stehen. Mit Rolf Egli wurde die ideale Nachfolge gefunden. Er kennt als langjähriger kompetenter Mitarbeiter die Anliegen der Kunden, er kennt die Firma

und er kennt die Herausforderungen des Marktes bestens. Seine vielseitigen Erfahrungen und seine profunden Kenntnisse der modernen Werkstoffe garantieren weiterhin innovative und marktkonforme Produkte und Dienstleistungen. Egli wird den eingeschlagenen Kurs beibehalten und K-Tec als «kleine und feine» Kunststoffmanufaktur in die Zukunft führen. www.k-tec.ch 1–2/2016


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NEWS

VDMA erwartet Stabilität auf hohem Niveau Die deutschen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen blicken auf ein gutes Jahr 2015 zurück. «Unsere Branchenprognose vom vergangenen Jahr sagte einen Umsatzzuwachs von vier Prozent voraus, der schliesslich mit einem Plus von fünf Prozent sogar noch übertroffen wurde», stellt Ulrich Reifenhäuser zufrieden fest. Der Vorsitzende des Fachverbandes geht aktuell davon aus, dass die Entwicklung in 2016 auf diesem hohen Niveau bleiben wird. Der Fachzweig erwartet ein Umsatzvolumen von erstmals mehr als sieben Milliarden Euro. Der Auftragseingang von Kunden in Deutschland, im Vorjahr noch ein Fels in der Brandung, zeigte letztes Jahr eine zyklische Gegenbewegung: Im Zeitraum Januar bis Oktober lagen die Inlandsbestellungen um zehn Prozent unter denen des Vorjahrs. Gleichzeitig legte der Auftragseingang aus dem Ausland um elf Prozent zu. Die Länder im Euro-Raum und die Nicht-Euro-Länder entwickelten sich in diesem Zeitraum mit zwölf, bzw. elf Prozent mit vergleichbaren Zuwachsraten. Insgesamt nahm der Auftragseingang um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. «Die deutschen Auslandslieferungen haben sich von Januar bis September 2015 positiv entwickelt und liegen um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert» sagt Thorsten Kühmann, der Geschäftsführer des Fachverbandes. «Die Entwicklung im Export wird dominiert von den Lieferungen in die Länder der EU; besondere Aufnahmefähigkeit für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen zeigten dabei die vier grössten Märkte Polen, Italien, Grossbritannien und Frankreich.» Die deutschen Lieferungen nach Russland gaben erneut nach. Nordamerika mit den USA und Kanada, Mittelamerika mit Mexiko und Südamerika mit Brasilien, Argentinien und Kolumbinen standen dagegen für die deutschen Hersteller auf der Habenseite. Asien zeigt ein uneinheitliches Bild. Während in Indien nach mehreren Jahren mit Lieferrückgängen ein kräftiger Zuwachs auf niedrigem Niveau verzeich1–2/2016

net werden konnte, fielen die Exporte nach China deutlich zurück. Auch Japan und Taiwan zeigten Minusvorzeichen. In Südostasien dagegen wiesen mit Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand und Vietnam alle grossen Märkte Wachstumsraten bei den Bezügen aus Deutschland aus. Für den Zeitraum 2015 bis 2017 prognostiziert der Fachverband der Branche in Deutschland ein durch-

schnittliches jährliches Wachstum von 2,0 Prozent, dem europäischen Maschinenbau einen Zuwachs um 1,5 Prozent und der weltweiten Kunststoff- und Gummimaschinenindustrie ein Plus von 3,2 Prozent.

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Bild: Marianne Fur y

cb-Technik: Mario Mäder übernimmt alleinige Geschäftsführung

Mario Mäder

Seit dem 1. Januar 2016 ist Mario Mäder der alleinige Inhaber und Geschäftsführer der

cb-Technik GmbH in Rapperswil-Jona. Das Unternehmen wurde als Einzelfirma am 16. Juli 1996 von Claus Büsser gegründet. Anfangs 2011 trat Mario Mäder in das Unternehmen ein und unterstützte mit seinem Branchen-Know-how – auch mit Blick auf eine vorausschauende Nachfolgeregelung – die Geschäftsentwicklung. Seit Ende Juni 2013 lenkte Mäder als gleichberechtigter Geschäftsführer die Ge-

schicke des Unternehmens. Ein langfristig aufgesetzter Vertrag sah vor, dass Mäder auf Ende 2015 alle Anteile am Unternehmen übernehmen wird, was nun auch erfolgreich umgesetzt wurde. An der bisherigen Geschäftsstrategie will Mäder vorderhand nicht rütteln. Er sagt dazu: «In den Grundzügen sehe ich keinen Anlass, die Strategie zu ändern. Sicher wird es kleine Anpassungen

geben. Geplant ist zum Beispiel, gewisse Produktebereiche auszubauen, vor allem im Kernbereich Kupplungen.» Um die Arbeit nach fünf gemeinsamen Arbeitsjahren nun ohne den Firmengründer Claus Büsser bewältigen zu können, verstärkt Thomas Steiner seit dem 1.  Januar 2016 den Betrieb. Steiner war zuletzt als Verfahrenstechniker bei der Firma Silac AG tätig. www.cb-technik.ch

Rainer Kunkel übernimmt Bereich «Kleben und Dichten» Zum 1. Januar 2016 hat Rainer Kunkel, früherer geschäftsführender Gesellschafter der Reinhardt Technik GmbH, den Strategiebereich Business Development «Kleben und Dichten» innerhalb der Hilger u. Kern / Dopag

Gruppe übernommen. Nach der Akquisition von Meter Mix Systems Ltd. in 2014, führt Hilger u. Kern mit dieser Personalentscheidung die globale Wachstumsstrategie konsequent fort und wird gemeinsam mit Kunkel insbesondere

die Applikationen und Produkte im Bereich «Kleben und Dichten» markt- und kundenspezifisch weiter ausbauen. Kunkel hat über viele Jahre die Misch- und Dosiertechnik für Kunden und Partner mass-

geblich gestaltet bzw. aufgebaut und wird diese Erfahrungen und Kenntnisse in seine neue Verantwortung für die Hilger u. Kern / Dopag Gruppe einbringen. www.hilger-kern.com

Sumitomo (SHI) Demag organisiert Vertrieb und Kundendienst neu Individuelle, branchenspezifische Lösungen prägen zunehmend das Geschäft der Spritzgiessmaschinenhersteller. Mit Einführung der beiden neuen Business Development Teams Automotive unter der Leitung von Tim Hassler sowie Packaging unter der Leitung von Arnaud Nomblot setzt Sumitomo (SHI) Demag auf die branchenbezogene Kompetenz ihrer Spezialisten und bietet massgeschneiderte Lö-

sungen an. Die beiden Teams sind wie das bereits bestehende Business Development All-Electric Team unter der Leitung von Naoto Ikeda hauptsächlich mit der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung der verschiedenen Geschäftsbereiche betraut. Hauptaufgabe ist es, die Kundenbedürfnisse zu verstehen, Zukunftstrends zu erkennen und daraus gemeinsam mit technischen Experten

branchenspezifische Lösungen zu entwickeln. Ein weiterer Schritt zur internationalen Kundenorientierung ist der Ausbau der Vertriebsstrukturen und Aktivitäten in Märkten, die von besonderer strategischer Bedeutung für das Unternehmen sind und den weltweiten, flächendeckenden Auftritt von Sumitomo (SHI) Demag zu verstärken. Paolo Zirondoli wird diese Herausforderung als Leiter

des neuen International Sales Development Teams angehen. Er verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Kunststoffbranche, davon war er bereits elf Jahre für die italienische Tochtergesellschaft von Sumitomo (SHI) Demag, damals noch Demag Plastics Group, tätig. Zuletzt war er verantwortlicher Vertriebsleiter für Südeuropa und Südamerika bei Ferromatik Milacron. www.sumitomo-shi-demag.eu

www.kunststoffxtra.com 34

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Bild: PCC

Plast Competence Center in neuen Händen

Klaus Hawelka

Seit anfangs Jahr hat die Plast Competence Center AG mit Klaus Hawelka (1958) einen neuen Inhaber und Geschäftsführer. Er tritt in die Fussstapfen von Arnold Zubler, der das Engineering-Unternehmen 1999 mitgegründet hat und nun in Pension geht. Hans Hochstrasser, der seit 2015 das Unternehmen geleitet hat, wird sich neu als Mitglied der Geschäftsleitung und Entwicklungsleiter für die Unternehmensbelange einsetzen. Um die nahtlose Übergabe sicherzustellen, wird Zubler der Geschäftsleitung weiterhin mit seinem Know-how zur Verfügung stehen. Der gebürtige Kölner Klaus Hawelka verfügt über langjähri-

ge Branchenerfahrung und kennt die Bedürfnisse der Kunden und den Markt bestens. Seine berufliche Laufbahn startete er bei der Georg Fischer GmbH in Singen (D). Mit dem Wechsel zu Georg Fischer Rohrleitungssysteme AG, Schaffhausen (CH), übernahm er von 1990 bis 2000 die Verantwortung als Werksleiter. Als Geschäftsführer der Mimtec AG, Rorschach (CH), übernahm er 2000 erstmals die Gesamtverantwortung für ein Unternehmen. Internationale Erfahrung sammelte Hawelka als Geschäftsführer bei Bernina Thailand (Tochtergesellschaft der Fritz Gegauf AG Steckborn, Schweiz), Chang Mai (Thailand) und Noventa Thailand (Tochtergesellschaft der Noventa AG, Diepoldsau, Schweiz), Prachinburi (Thailand). Seit Dezember 2015 ist er nun zurück in der Schweiz und freut sich auf seine neue Herausforderung als Geschäftsinhaber und Geschäftsführer der Plast Competence Center AG. www.plastcc.ch

Neue Website der Dachmarke Swiss Plastics Die neue Website der Dachmarke Swiss Plastics – dem Netzwerk für die Zukunft – ist aufgeschaltet. Die Inhalte sind neu auch in englischer Sprache verfügbar. Diese internationale Ausrichtung war einer der Fokuspunkte in der Neukonzeption, da die Dachmarke auch Anlaufstelle und Erstkontakt für alle ausländischen Besucher sein soll.

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Die Dachmarke Swiss Plastics vereint alle wichtigen Player der Kunststoffbranche in der Schweiz. Dieses Netzwerk stärkt die Kunststoffindustrie und bringt Unternehmen mit der Wissenschaft, der Ausund Weiterbildung, den Medien und den wichtigen Verbänden in Kontakt. www.swissplastics.ch

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NEWS

Illig eröffnet Montagewerk in Indien Kürzlich hat Illig sein neues Produktionswerk Illig India Pvt. Ltd. in Malur, rund 30 km östlich von Bengaluru, der Wirtschaftsmetropole und zugleich Hauptstadt des südindischen Bundesstaats Karnataka, offiziell in Betrieb genommen. Illig India, formal 2014 gegründet, wird künftig Vakuumformmaschinen der Type RV 53 für

IN

dadurch sicher, dass die Komponenten und Baugruppen vom Illig-Stammwerk in Heilbronn bezogen werden und damit das Gütesiegel Made in Germany tragen», sagt Dr. Hans-Peter Roth, Werksleiter in Heilbronn. Das neu ausgestattete Montagewerk in Malur verfügt momentan über rund 800 m² Nutzfläche. Zusätzlich

zum Montagebereich sind darin Büroräume und ein grosses Ersatzteillager integriert. Eingerichtet ist zudem ein Showroom, um hier u.a. auch Kundenschulungen durchzuführen.

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n  Die neuesten europäischen Zahlen zu Erzeugung, Verbrauch und Verwertung von Kunststoffen sowie aktuelle Daten zu Märkten, Beschäftigung und Umsätzen der Industrie für 2014 liefert der Report «Plastics – the Facts 2015». Der einmal jährlich erscheinende Bericht zur europäischen Kunststoffindustrie bietet damit umfassende Informationen zu Werkstoff und Branche für Europa und die Welt. www.plasticseurope.org n  Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat Sonoco alle früheren Weidenhammer-Standorte um­benannt. Sie firmieren nun unter Sonoco Consumer Products Europe. www.sonocoeurope.com n  Huber+Suhner trennt sich von der letzten nicht-strategischen Geschäftseinheit. Der

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Kunden in Indien vor Ort montieren, ausliefern und betreuen. «Mit der hier vor Ort montierten RV 53 bieten wir dem wachsenden Verpackungsmarkt in Indien eine vielseitig nutzbare Thermoformmaschine zu einem wirtschaftlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die qualitative Hochwertigkeit der Maschinentechnik stellen wir

Hersteller von elektronischer und optischer Verbindungstechnik verkaufte den Bereich Composites in Fehraltorf per Ende 2015 an Connova. www.hubersuhner.com n  Ende letzten Jahres erfolgte die offizielle Übergabe einer SmartPower 90/525 und eines Roboters W818 von Wittmann Battenfeld, Kottingbrunn (A) an das TGM in Wien. Damit steht den angehenden Kunststofftechnikern und -technikerinnen des TGM modernste Spritzgiesstechnologie zur Verfügung. www.wittmann-group.com n Die saudi-arabische Sipchem und Resinex haben eine Distributionsvereinbarung zur gemeinsamen Einführung und Vermarktung von Sipchem Roh-PBT in Europa getroffen. Das Produktportfolio reicht von hochviskosen bis zu su-

perleicht fliessenden Typen mit MFR-Werten (250 °C / 1,6 kg) von 11 bis 200 g/10 min. www.resinex.ch n Bis zu 15 Millionen britische Pfund will Victrex in GB in neue, nachgelagerte Fertigungsanlagen investieren, um das Potenzial von PAEK-Polymer und Megaprogramme in Industrie und Medizintechnik zu unterstützen. www.victrex.com n Swissmem, der Verband für Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie plant einen Swiss Pavillon für die Moulding Expo 2017 in Stuttgart. Ziel ist es, das Netzwerk des Schweizer Werkzeug- und Formenbaus im Grossraum Stuttgart auszuweiten. www.moulding-expo.de n  Lanxess hat in die Erweiterung der Produktionskapazität

KÜRZE

für die Compoundierung von Hightechkunststoffen in den USA rund 15 Mio. $ investiert. Die Produktionskapazität der Anlage verdoppelt sich damit von 20 000 auf 40 000 jato. www.lanxess.com n  Erema baut mit der Gründung des Tochterunternehmens OOO Erema in Moskau die Präsenz im russischsprachigen Raum aus. Geschäftsführer ist Kalojan Iliev, der bereits seit geraumer Zeit dieses Gebiet für Erema betreut hat. www.erema.at n  Der Private-Equity-Investor Ambienta hat die Mikrotron GmbH, Unterschleissheim (D), ein führender Anbieter für industrielle Bildverarbeitung, übernommen. Mikrotron wird in die neu gegründete LakeSight Technologies Gruppe integriert. www.mikrotron.de

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NEWS

Historische Kunstgegenstände aus dem 3D-Drucker

Bild: threeding.com

Für Museen und Sammlungen, die ihre Objekte 3D-druckkompatibel präsen-

Kopf des Zeus.

tieren möchten, ist Threeding – ein Startup-Unternehmen für 3D-Druck-Modelle – ein attraktiver Partner. Im Rahmen eines Projekts zum Erhalt historischer Zeugnisse stellt das Unternehmen einzigartige griechische Kunstwerke der Antike in 3D digitalisiert und in einem 3D-druckerkompatiblen Format auf seiner Online-Plattform Threeding.com bereit. Ab sofort können Threeding-Nutzer Skulpturen, Statuetten, Büsten und viele andere Objekte herunterladen

und in 3D ausdrucken. Die Objekte sind für jedermann zugänglich. Die meisten Originale stammen aus einer privaten Sammlung, deren Besitzer anonym bleiben will. Um die antiken Kunstwerke in 3D zu scannen und druckbare 3D-Modelle zu erzeugen, setzte das Threeding-Team die hochauflösenden Artec-Scanner Spider und Eva sowie die Artec-Software Studio ein. Die restlichen Modelle wurden mit Unterstützung des Künstlers und Erfin-

ders Krasi Todorov vom Threeding-Team nachgebildet. Vor dem aktuellen Projekt arbeitete Threeding mit mehreren europäischen Museen zusammen und konnte so die grösste Sammlung 3D-druckbarer historischer Kunstgegenstände zusammenstellen. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Projekts werden mehr als 1000 Museumsexponate in 3D-druckkompatiblem Format erhältlich sein. www.threeding.com www.artec3d.com/de

Coperion und ProTec kooperieren im Bereich Langfasertechnologie plasten (LFT) an. Durch die Kooperation beider Unternehmen kann dem gestiegenen Bedarf nach LFT-Granulaten Rechnung getragen werden. Bauteile aus langfaserverstärkten Kunststoffen besitzen eine ausgezeichnete Steifigkeit bei geringerem Gewicht und erhöhten Schlagzähigkeiten. Zu-

Neugründung: Evosys Laser GmbH Auf Basis von zusammen knapp 30 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet Laserschweis­ sen von Kunststoffen wurde Ende 2015 von Andreas Kraus und Frank Brunnecker die Evosys Laser GmbH in Erlangen gegründet. Das Unternehmen entwickelt massgeschneiderte Lösungen

zur Integration in Automatisierungslösungen. Daneben rundet ein Dienstleistungspaket von der Designberatung über Mustererstellung im eigenen Technikum bis hin zum After-Sales-Service das Angebotsspektrum ab.

dem weisen sie im Vergleich zu kurzfaserverstärkten Thermoplasten verbesserte mechanische und thermische Materialeigenschaften auf. Ein typischer Einsatzbereich von LFT ist die Automobilindustrie. Jedoch bieten sich die Vorteile der Technologie auch für weitere Anwendungsfelder an, in

www.evosys-laser.com Stefan Mirti

www.kunststoffxtra.com 1–2/2016

denen Produkte höheren Anforderungen und Belastungen ausgesetzt sind und hier durch eine gesteigerte Qualität profitieren. Derzeit arbeiten Coperion und ProTec an einem ersten gemeinsamen Kundenprojekt in Europa. www.coperion.com www.sp-protec.com

Mirti zum Leiter der BU Hot Runners and Controllers ernannt Bild: Husky

Die Coperion GmbH, Stuttgart, baut das Angebot im Bereich Langfasertechnologie für den europäischen und asiatischen Raum aus. In Zusammenarbeit mit der Firma ProTec Polymer Processing GmbH, Bensheim, bietet Coperion nun Komplettanlagen zur Fertigung von langfaserverstärkten Thermo-

Husky Injection Moulding Systems hat Stefano Mirti per 1. Januar 2016 zum President der Geschäftseinheit Hot Run-

ners and controllers ernannt. Mirti hat diese bereis seit Juni 2015 ad interim geführt. Der Ingenieur mit einem Diplom in Verfahrenstechnik verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung, die er in verschiedenen Funktionen bei Husky gesammelt hat, unter anderem als General Sales Manager Europe und zuletzt als Vizepräsident der Sparte Global Hot Runner Operations.

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Bild: Samaplast

Führungswechsel bei Samaplast

Stefan Okle

Auf Anfang Jahr wurde bei der Samaplast AG der Ge-

schäftsführungswechsel vollzogen. Nach insgesamt 39 Jahren im Unternehmen übergab Jürg Dierauer die operative Leitung des Unternehmens an Stefan Okle, der seit 2001 die Funktion des CTO innehielt. Dierauer wird in einem Teilpensum von 60 Prozent als Knowhow-Träger bis zu seiner Pensionierung im 2017 dem Unternehmen weiterhin zur Verfügung stehen.

Okle ist 1995 bei Samaplast eingetreten. Er hat eine langjährige Praxiserfahrung in der Kunststoffverarbeitung, ist Mitglied in diversen Fachgremien und hat einen Abschluss in HF-Kunststofftechnik. Ausserdem hat er eine wirtschaftliche Ausbildung als Executive MBA mit Schwerpunkt Businessplanning und Generalmanagement. Unterstützt wird er in der Geschäftsleitung durch Thomas

Mösli, der als Chief Technical Officer (CTO) die Technische Leitung übernimmt, sowie Boris Scheffknecht, der als Chief Process Officer (CPO) die Verantwortung für Qualität, Planung und Einhaltung von abteilungsübergreifenden Geschäftsprozessen trägt. Samaplast beschäftigt rund 80 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von 14 Millionen Franken. www.samaplast.ch

parts2clean 2017 mit neuem Termin Nach der kommenden parts­ 2clean, die vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2016 in Stuttgart veranstaltet wird, ändert die Messe ihren Rhythmus und kehrt zum Herbsttermin zurück. Die parts2clean 2017 findet dann wieder im Oktober statt. Die Entscheidung

dazu hat der Fachmessebeirat einvernehmlich getroffen. «Wir als Veranstalter folgen mit diesem Schritt den Wünschen der Unternehmen», sagt Olaf Daebler, Geschäftsleiter parts­ 2clean bei der Deutschen Messe AG. «Der Oktobertermin wird von der

Dow und DuPont fusionieren Dow Chemical und DuPont wollen gleichberechtigt zu DowDuPont fusionieren. Kommt der Deal zustande, würde durch das Zusammengehen der gemäss IHS Nummer drei und acht der Welt ein Branchenriese im Wert von gegen 130 Milliarden USD entstehen, der den bisherigen Primus, die BASF (Wert: 65 Mrd. Euro), auf Platz 2 verweisen würde. Die zwei Niederlassungssitze von DowDuPont werden in Midland, MI, und Wilmington, DE, sein. Zusammen beschäftigen Dow Chemical und DuPont gegen 105  000 Mitarbeiter weltweit. 38

Vorgesehen ist, den Konzern nach der Fusion wieder in drei unabhängige, börsenkotierte Unternehmen aufzuspalten, in die Bereiche Agrarchemie, Kunststoffe (Material Science) und Spcialty Products. Der bisherige Dow-Vorsitzende und CEO Andrew Liveris soll den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden erhalten, DuPont Chef Edward Breen soll CEO des neuen Konzerns werden. Der Fusionsabschluss wird für das zweite Halbjahr 2016 erwartet. www.dow.com/de-ch/schweiz www.dupont.com

überwiegenden Zahl der Aussteller favorisiert.» Der jährliche Turnus der Messe bleibt erhalten. 2016 im Juni wird die parts2­ clean wieder parallel zu der O&S, die internationale Fachmesse für Oberflächen und Schichten, der Lasys, interna-

tionale Leitmesse zur Lasermaterialbearbeitung, sowie zur Automotive Expo, ein Zusammenschluss von fünf verschiedenen Automotive-Messen, organisiert.

www.parts2clean.de

Ems-Chemie eröffnet Emsorama Die Ems-Chemie feiert 2016 ihr 80. Jubiläum. Aus diesem Anlass eröffnet das Unternehmen auf seinem Werkplatz Domat/Ems unter dem Namen Emsorama das erste Science Center Graubündens. Über 50 Experimente an 17 Stationen auf einer rund 400 m2 grossen Experimentierfläche stehen für Besucher jeden Alters zum Entdecken bereit. Das spielerische Erkunden von Phänomenen der Natur und die Faszination von Naturwissenschaft und Technik stehen dabei im Mittelpunkt. Das Emsorama wurde in enger fachlicher Zusammenar-

beit mit dem Swiss Science Center Technorama Winter­ thur entwickelt. Es steht unter dem Motto «Berühren – Erleben – Staunen». Mit dem Emsorama sollen Bündnerinnen und Bündner für naturwissenschaftliche Phänomene begeistert, Kinder und Jugendliche für naturwissenschaftliche und technische Ausbildungen motiviert, Lehrpersonen mit attraktiven MINT-Inhalten unterstützt und das Tourismusangebot der Region sinnvoll ergänzt werden.

www.emsorama.ch 1–2/2016


KUNSTSTOFF XTRA

MÄRZ 2016 08.03.

Seminar: Toleranzen von Kunststoffbauteilen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

08.03.

Seminar: Spritzgiessen von Duroplasten Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Strasse 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7 72199780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

08./09.03.

10.03.

Seminar: Wie finde ich einfach und zuverlässig Effizienzkiller in Geschäftsprozessen? Ort: Nottwil Veranstalter: me2any AG Wysshüslistrasse 14 CH-6207 Nottwil Telefon +41 (0)41 937 25 91 ppl@me2any.com, http://goo.gl/pFSUQh MES-Workshop: Langfristig effizienter produzieren Ort: Wangen (CH) Veranstalter: MPDV Schweiz AG Zürcherstr. 83, CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 39 00 info@mpdv.ch, www.mpdv.ch

Bild: Pixabay, Stux

10.03.

inject – Das Spritzgiessforum Ort: Schwertberg (A) Veranstalter: Engel Austria GmbH Ludwig-Engel-Strasse 1 A-4311 Schwertberg Telefon +43 (0)5 0620-0 www.engelglobal.com/termine/inject-forum

10./11.03.

Seminar: Erfolgreich 3D-Drucken mit technischen Materialien Ort: München Veranstalter: German RepRap GmbH Kapellenstrasse 8, D-85622 Feldkirchen Telefon +49 (0)8 932606052 info@germanreprap.com, www.germanreprap.com

13.03.

Kurs: Grundlagen Werkzeugbau 1 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

15.03.

KC-Fachtagung: Überflieger Polyamid – Trends für den Spritzguss Ort: Linz Veranstalter: Kunststoff-Cluster, Büro Linz Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur Hafenstrasse 47-51, A-4020 Linz Telefon +43 (0)7 32798105120 kunststoff-cluster@biz-up.at www.kunststoff-cluster.at

1–2/2016

V E R A N S TA LT U N G E N

15.03.

pro-K Tagung: GKV-REACh-Workshop Ort: Frankfurt Veranstalter: pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. Städelstrasse 10, D-60596 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)6 927105-31 info@pro-kunststoff.de, www.pro-kunststoff.de

16./17.03.

Fachtagung Werkzeugtechnik Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2 3511064-191 mail@kunststoff-institut.de www.fachtagung-werkzeugtechnik.de

16.–19.03.

Arburg Technologie-Tage 2016 Ort: Lossburg Veranstalter: Arburg GmbH & Co. KG Arthur-Hehl-Strasse D-72290 Lossburg Telefon +49 (0)7 44633-0 tt@arburg.com, www.arburg.com

16.–19.03.

VDI-Seminar: Grundlagenwissen – Auslegung von Kunststoffoptiken Ort: Nürnberg Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH Postfach 10 11 39 D-40002 Düsseldorf Telefon +49 (0)2 116214-201 wissensforum@vdi.de, www.vdi-wissensforum.de

17./18.03.

Kurs: Konstruieren mit Kunststoffen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

17.–19.03.

Fachmessenverbund: 15. Control Italy (Qualitätssicherung), 15. Motek Italy (Produktions- und Montageautomatisierung) Ort: Parma Veranstalter: P.E. Schall GmbH & Co. KG Gustav-Werner-Strasse 6, D-72636 Frickenhausen Telefon +49 (0)7 0259206-0 info@schall-messen.de, www.schall-messen.de

21.03.

Medtech Experts: Lean Manufacturing Ort: Hägglingen Veranstalter: Health Tech Cluster Switzerland Frauholzstrasse 9b CH-6422 Steinen SZ Telefon +41 (0)41 819 16 34 info@healthtech.ch

22.03.

Workshop: Polyurethan zum Kennenlernen für Branchenfremde und Nachwuchskräfte Ort: München Veranstalter: Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt/Main Telefon +49 (0)6 9299207-0 fsk@fsk-vsv.de, www.fsk-vsv.de

22.03.

Kurs: Zusammenhänge in der Spritzgiesstechnik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN

Composites Europe

Connecting business in the composites industry Unter diesem Motto blickt die Composites Europe auf ihre 11. Auflage vom 29.11. bis 1.12.2016 in Düsseldorf. Mit neuen Formaten wird die Fachmesse noch stärker die Anwendungsindustrien von Verbundwerkstoffen adressieren und ihren Fokus auf die Themen Leichtbau und Multimaterial-Design richten – unter anderem mit einem neuen Lightweight Technologies Forum. Auch das Thema Ressourceneffizienz wird in den Mittelpunkt der Messe rücken.

«Die Composites Europe hat sich erfolgreich als die internationale Business-Plattform der Composites-Industrie in Deutschland etabliert», sagt Olaf Freier, Event Director der Messe beim Veranstalter Reed Exhibitions. Von den mehr als 10 000 Besuchern kam dabei fast jeder zweite aus dem Ausland zur Messe. «Um die Compositesbranche mit den Anwenderbranchen auf der Messe noch weiter zu vernetzen, werden wir unterstützend zielgruppenspezifische Konzepte integrieren, die das Matchmaking fördern und Business generieren», so Freier. Ein Messestand, fünf Formate – mit diesem Konzept ist die Composites Europe seit 2006 erfolgreich gewachsen. Die zuletzt 470 Aussteller aus 29 Nationen zeigten auf der Messe ihre Innovationen nicht nur im Ausstellungsbereich, sondern auch auf Event-Areas wie der Product Demonstration Area, «Industry meets Science», im Vortragsforum, in Themenrundgängen und Workshops. Vor allem für den Automobil-, Luftfahrt-, Wind- und Bausektor soll das Angebot auf der Composites Europe 2016 weiter ausgebaut werden.

gung der Messebesucher auf der Composites Europe 2015 ergab. Rund die Hälfte der Befragten räumte dem Leichtbau die Priorität bei der Entwicklung innovativer Bauteile ein, gefolgt von der Reduktion von Werkstoffkosten, der Automatisierung und der Prozessverkürzung. Neben der Entwicklung neuer Produkte liegen die Forschungsschwerpunkte der Industrie derzeit auf Multimaterialsystemen von Composites-Systemen in Strukturbauteilen. «Die Entwicklung von leichten Multimaterialsystemen über Werk­ stoffgruppen hinaus ist und wird künftig ein materialübergreifendes Thema sein», so Olaf Freier. «Mit dem neuen Lightweight Technologies Forum werden wir diesem Thema 2016 ein Forum im Rahmen der Composites Europe bieten. Unser Branchennetzwerk über die Messe Aluminium mit den Materialien Aluminium und Magnesium ist integriert und ergänzt damit das sehr zielgruppenspezifische Konzept zu aktuellen Fragestellungen im multimaterialen Leichtbau.»

Leichtbau, Multimaterialtechnologie und Ressourceneffizienz im Fokus

Dazu profitieren die Aussteller und Besucher von der Vernetzung mit der Parallelveranstaltung Aluminium 2016. «Mit faserverstärkten Kunststoffen, Aluminium und Magnesium wird Düsseldorf der grösste Messemarktplatz für die Leichtbau-Herausforderungen in Automobilbau, Luftfahrt, Maschinenbau, Sport- und Frei-

Für die Anwenderindustrien von faserverstärkten Kunststoffen ist der Leichtbau derzeit eine der grössten Herausforderungen, wie eine repräsentative Befra-

Messedoppel: Composites Europe und Aluminium

zeitindustrie, Windenergie und dem Bausektor», so Freier weiter. Die Composites Europe und die Aluminium bringen es zusammen auf 1500 Aussteller und 38 000 Besucher aus Industrie, Forschung und Entwicklung. Ressourceneffizienz in der Produktion und Verarbeitung wird ein weiterer Themenschwerpunkt des Messedoubles sein. «Der effiziente Einsatz von Mensch, Material und Maschine wird vor dem Hintergrund des steigenden Kostendrucks für die Industrie zum wettbewerbsentscheidenden Faktor», ist Freier überzeugt.

Composites Germany: Kongress und Pavillon Den Auftakt zur Composites Europe 2016 bildet erneut der International Composites Congress der Wirtschaftsvereinigung Composites Germany, dem AVK, Carbon Composites, CFK-Valley Stade und das Forum Composite Technology im VDMA angehören. Ausserdem wird sich Composites Germany erstmals mit einem eigenen über 300 m² grossen Auftritt auf der Messe in Szene setzen. Kontakt Reed Exhibitions Deutschland GmbH Projekt Composites Europe Völklinger Strasse 4 D-40219 Düsseldorf Telefon +49 (0)2 1190191-272 info@composites-europe.com www.composites-europe.com

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN

Integrated Industry – Discover Solutions

Obama eröffnet Hannover Messe 2016 Der amerikanische Präsident Barack Obama wird gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hannover Messe 2016 eröffnen. Die USA sind im kommenden Jahr das Partnerland der weltweit wichtigsten Industriemesse, die vom 25. bis zum 29. April in Hannover ausgerichtet wird. Obama wird während der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der Messe am Sonntag, 24. April, auftreten. Am Montagvormittag ist dann der traditionelle Messe­rundgang von Bundeskanzlerin Merkel vorgesehen.

0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf

sche Lösungen für eine intelligente und vernetze Erzeugung, Verteilung und Speicherung von Energie.

Die USA sind Partnerland Die USA sind zum ersten Mal Partnerland der Hannover Messe. Rund 250 Unternehmen aus der grössten Volkswirtschaft der Welt werden auf dem hannoverschen Messegelände ihre Lösungen für die vernetzte Industrie vorstellen und Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern aus aller Welt knüpfen. Bild: Deutsche Messe

«Die Zusage Obamas ist ein grossartiges Signal für die internationale Strahlkraft der Hannover Messe», sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG. «Und das Timing ist perfekt: Die USA haben sich im Zuge ihrer Re-Industrialisierung zu einem höchst attraktiven Geschäftspartner für die Industrie entwickelt und sind für den deutschen Maschinenund Anlagenbau mittlerweile Exportmarkt Nummer eins.» Im April werden rund 5000 Industrieunternehmen aus 70 Ländern zur Messe erwartet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen moderne Produktions- und Energietechnologien. Unter dem Leitthema «Integrated Industry – Discover Solutions» erfahren die internationalen Fachbesucher in Hannover, wie sie ihre Produktionsanlagen im digitalen Zeitalter Schritt für Schritt zur smarten Fabrik umbauen können. 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf Schon seit einigen Jahren ist die Hannover Messe Vorreiter, wenn es darum geht, unter dem Stichwort Industrie 4.0 eine 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf intelligente und vernetzte Fertigung voran- 1 zutreiben. Fachbesucher aus der Energiewirtschaft finden auf der Messe techni-

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Die USA sind das Partnerland der Hannover Messe 2016.

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Get new technology first Die weltweit wichtigste Industriemesse wird vom 25. bis 29. April 2016 in Hannover ausgerichtet. Die Hannover Messe 2016 vereint fünf Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Digital Factory, Energy, Industrial Supply und Research & Technology. Die zentralen Themen sind Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologien, innovative Zulieferlösungen und Leichtbau sowie Forschung und Entwicklung.

Kontakt Deutsche Messe AG Vertretung für die Schweiz: Handelskammer Deutschland-Schweiz Tödistrasse 60 CH-8002 Zürich Telefon +41 (0)4 4283-61 73 info@hf-switzerland.com www.messe.de n

11:06

Rohstoffland Schweiz InnoRecycling fördert Ressourcen

InnoRecycling AG AG Rohstoffe aus Abfällen InnoRecycling Rohstoffe aus Abfällen Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, TelefonTelefon +41 71 973 80,973 info@innorecycling.ch Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, +417071 70 80, info@innorecycling.ch


KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Leichter den Berg hinauf Im Bergsport zählt jedes Gramm – schliesslich muss alles den Berg hoch. Die Anforderungen an Sicherheit und Funktionalität der Sportgeräte und -kleidung steigen ebenfalls. Mit Spezialpolyamiden von Ems-Grivory sind mittlerweile Bergsportartikel möglich, die diesen Spagat zwischen maximaler Funktionalität, Sicherheit im Einsatz und minimalem Gewicht problemlos meistern. Der Tourenskischuh Backland (Bild) des Skisportanbieters Atomic ist ein Beispiel hierfür. Dank des Einsatzes von Grilamid L 20A HL NZ in der Schuhschale

wurde das Gewicht des Atomic Tourenskischuhs im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten deutlich gesenkt. Die PA12-Spezialtype mit einer Dichte von nur 0,98 g/cm3, gepaart mit einer hohen Schlagzähigkeit bei Minusgraden, guten Fliesseigenschaften und einer ansprechenden Ästhetik und Haptik, ist als Schalenwerkstoff geradezu ideal. Zudem ist das Produkt sehr witterungsbeständig und weist als Polyamid 12 eine äusserst geringe Feuchteaufnahme auf. Ems-Grivory hat das Sortiment an Spezialpolyamiden für den Skisport in den letzten Monaten er-

weitert und bietet neue Typen mit noch geringerer Dichte, erhöhtem Glanz oder auf Wunsch auch aus biobasierenden Polyamiden. Diese neuen unverstärkten Produkte können zudem mit leichten, besonders schlagfesten und hochsteifen langfaserverstärkten Polya-

miden wie Grilamid LVL (Glasfasern) oder Grilamid LCL (Kohlefasern) kombiniert werden. Sie lassen sich auf handelsüblichen Spritzgussmaschinen verarbeiten und erlauben feine und komplexe Bauteilstrukturen, die mit – oft extrem kostspieligen – Composite Lösungen in dieser Form nicht darstellbar sind. Ems-Grivory Via Innovativa 1 CH-7013 Domat/Ems Telefon +41 (0)81 632 78 88 welcome@emsgrivory.com www.emsgrivory.com

IML mit höchster Flexibilität

Flexibilität spielt die Hauptrolle im Ausstellungsbereich Packaging bei Engel auf der Plastimagen 2016 (8. bis 11. März in Mexico-City). Auf einer Engel e-motion 440/160 werden 155-ml-Rundbehälter mit integriertem Garantieverschluss in einem 4-fach-Werkzeug von Otto

Hofstetter (Uznach/CH) produziert. Dank In-Mould-Labeling verlassen abfüllfertige Verpackungen die Fertigungszelle. Beck Automation (Oberengstringen/CH) präsentiert mit dieser Anwendung sein neues BeckFlex System, mit dem sich IML-Verpackungen auch in klei-

nen Losgrössen hochwirtschaftlich herstellen lassen. Das System findet flexibel Einsatz für unterschiedliche Werkzeuge – sowohl für Behälter als auch Deckel – Etiketten und Spritzgiessmaschinen bis zu einer Schliesskraft von 420 Tonnen. Da neben der Flexibilität vor allem die Zykluszeiten über die Wettbewerbsfähigkeit der Verpackungshersteller entscheiden, hat Engel seine vollelektrischen e-motion Spritzgiessmaschinen konsequent für den Hochleistungsbetrieb gerüstet. Zykluszeiten von deutlich unter drei Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde werden erreicht. Dabei verbinden die Maschinen höchs-

te Leistung mit maximaler Energieeffizienz und Hygiene. Das geschlossene System für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher und entspricht damit den hohen Reinheitsanforderungen der Lebensmittelindustrie.

Engel (Schweiz) AG Hungerbüelstrasse 17 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 725 07 55 ech@engel.at www.engelglobal.com Plastimagen: Österreichischer Pavillon, Stand 405

Temperatursensoren zur Optimierung des Produktionsprozesses Ab sofort erhältlich bei Meusburger sind Temperatursensoren zur Temperaturüberwachung bis 400 °C. In der Industrie gehört die Überwachung von Temperaturen zu den wichtigsten Messaufgaben. Durch eine präzise Temperaturkontrolle wird der Produktionsprozess optimiert sowie die Qualität verbessert und die Wirtschaftlichkeit erhöht. Angeboten werden verschiedene Sensor-

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typen aus hochwertig gefertigten Komponenten. Der E 6700 Temperatursensor mit Bajonettverschluss ist in den Durchmessern

6 und 8 mm erhältlich und universell einsetzbar. Besonders platzsparend im Einbau ist der einfach zu montierende E  6702 Winkel-Temperatursensor. Der flexible, individuell formbare E 6704 Mantel-Temperatursensor mit Durchmesser 1,5 mm deckt zahlreiche Einbaumöglichkeiten ab. Alle Temperatursensoren von Meusburger arbeiten in einem Temperaturtoleranzbereich der höchsten Güte-

klasse. Somit ist beste Qualität und Zuverlässigkeit garantiert. Das komplette Sortiment ist sofort ab Lager lieferbar. Meusburger Georg GmbH & Co. KG, Formaufbauten Kesselstasse 42 A-6960 Wolfurt Telefon +43 (0)5 5746706-471 office@meusburger.com www.meusburger.com

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Dosier- und Mischgerät Ultrablend

Von der Anwendung des Ultrablend leiten Hersteller medizintechnischer Produkte aus Kunststoff klare Vorteile ab. Die Verarbeitung teilweise extrem teurer Rohstoffabmischungen im hygienisch reinen Betrieb zu medizinischen Primärverpackungen, Bauteilen, Implantaten, Instrumenten und Geräten erfordert höchste Reinheit, Genauigkeiten und Kostendisziplin. Das gravimetrisch fungierende Ultrablend ist für sehr hohe und gleichbleibend genaue Dosierung und Mischung von rieselfähigen Rohstoffen – Kunststoffgranulaten und Additiven – entwickelt worden. Es verbessert die Prozessqualität bzw. -sicherheit und

leistet seinen Beitrag zur Produktionskostenminimierung. Beim Design der Behälterkomponenten aus elektropoliertem Edelstahl legte motan hohen Wert auf klare Funktion, geringen Unterhalt und einfache Bedienung in einer hygienisch reinen Arbeitsumgebung. Die Bauteile sind ohne «tote Zonen» konstruiert. Schweissnähte sind durchgeschweisst. Folglich können sich keine Restmengendepots bilden. Die Kontaminierung der Folgechargen ist damit ausgeschlossen. Ultrablend 95 eignet sich insbesondere für präzise Kleinstmengen-Dosierungen direkt auf der Spritzgiessmaschine, dem Extruder oder der Blasformmaschine. Maximal vier Rohstoff-Komponenten werden nacheinander gewichtsbezogen und rezepturgenau zudosiert. Sie werden anschliessend in der nachgeschalteten Mischkammer (4,5 Liter Volumen) homogen vermischt und gelangen schliesslich in die Einzugszone der Verarbeitungsmaschine. Die minimale Dosiermenge liegt bei 3 g pro Komponente (900 g Chargengrösse). Beim Einsatz von zwei Komponenten wird ein maximaler Durchsatz von 260 kg/h erreicht.

motan-colortronic ag Neulandweg 3 CH-5502 Hunzenschwil Telefon +41 (0)62 889 29 29 info@motan-colortronic.ch www.motan-colortronic.com

Vydyne PA66-GF-Typen mit reduzierter Belagsbildung Vydyne R515J und R535J von Ascend Performance Materials sind neue, mit 15 bzw. 35 Gew.-% Glasfasern verstärkte PA66-Typen im Portfolio von Ultrapolymers Deutschland, die leicht fliessen und Ablagerungen im Werkzeug sowie Korrosion an metallischen Werkstoffen, insbesondere in feuchter Umgebung, minimieren. Damit eignen sich beide Typen für das kosteneffiziente Spritzgiessen von Teilen mit komplexen Geometrien und geringen Wanddicken

1–2/2016

und speziell für den Einsatz in der Elektro- und Elektronikindustrie, beispielsweise für Steckverbinder und elektronische Regeleinheiten mit umspritzten Kontaktstiften in Motorfahrzeugen.

Ultrapolymers Deutschland GmbH Unterer Talweg 46 D-86179 Augsburg Telefon +49 (0)8 2127233-0 info@ultrapolymers.de www.ultrapolymers.de

Wasseraufbereitungsgerät Treat-5 Wenn Einzelanwendungen erhöhte Anforderungen an die Wasserqualität stellen, etwa durch Wassertemperaturen im Bereich über 140 °C, Drehdurchführungen oder kleinen Temperierkanal-Querschnitten, dann kommen mobile Anlagen zur Systemwasserspeisung wie etwa das Treat-5 von HB-Therm zum Einsatz. Dieses Gerät speist Temperiergeräte mit aufbereitetem Systemwasser und verhindert so die Folgen schlechter Wasserqualität zuverlässig. Dadurch lassen sich Störungen, Verschleiss und Wartung auf ein Minimum reduzieren, was wiederum für eine längere Lebensdauer der eingesetzten Werkzeuge sorgt. Die Prozesssicherheit im laufenden Betrieb wird durch einen perfekten Wärmeübergang zwischen Medium und Werkzeug, eine exakte Temperaturführung sowie durch einen freien Mediendurchfluss in allen Kreisläufen sichergestellt. Das Treat-5 zeichnet sich durch den einfachen und ökologischen Betrieb aus und fordert den Benutzer periodisch zur Kontrolle der Systemwasserqualität auf. Leichte Bedienung, klare Anzeige und komfortable Funktionen: So lässt sich das Treat-5 treffend beschreiben. Energie- und umweltschonend arbeiten die Treat-5 ohnehin. Die Pumpe der Geräte läuft nur, solange dies unbedingt notwendig ist. Durch die Wiederverwendung des Systemwassers wird nicht nur der Wasserver-

brauch reduziert, sondern auch der Einsatz von Konditionierungsmitteln. Die Anzahl Temperiergeräte, die an ein Treat-5 angeschlossen werden können, ist abhängig vom Gesamtvolumen des Systemwasserkreises. Nach dem einmaligen Hinzufügen von Aufbereitungsmitteln arbeitet das Treat-5 vollautomatisch. Es ist damit ein Gerät, dessen Verwendung sich von Anfang an rundum bezahlt macht.

HB-Therm AG Oststrasse 25 CH-9000 St. Gallen Telefon +41 (0)71 243 65 30 info@hb-therm.ch www.hb-therm.ch

Ihr Angebot in jeder Ausgabe der KunststoffXtra und das ganze Jahr online mit weiteren Optionen.

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Professionelle Handmessmittel von Mahr

Mit über 150 Jahren Erfahrung im Gebiet der Handmessmittel hat sich Mahr durch Qualität und Innovation weltweit etabliert. Mahr kann das richtige Handmessmit-

tel sowie auch individuelle Sonderlösungen anbieten. Brütsch/Rüegger Tools ist ein jahrelanger Partner von Mahr und führt zahlreiche Artikel im Sortiment. Ein kleiner Überblick über die aktuellen Handmessmittel aus dem Sortiment von Mahr: –D  igitale Messschieber MarCal die neue Generation (109255 ...110720) Gut ablesbare, kontraststarke LCD-Anzeigen. Das moderne, energieeffiziente Messsystem mit Reference-Lock-Funktion verhindert Messfehler durch versehentliches Betätigen der Bedientasten. – Messuhren MarCator (122100 … 122250) Von der mechanischen Messuhr bis zu hochpräzisen digitalen Modellen findet sich für jede Mess­ aufgabe die ideale Lösung. Von der dynamischen Messung bis zur Ebenheitsprüfung.

–B  ügelmessschrauben Micromar (115130…115805) Micromar Bügelmessschrauben zeichnen sich durch präzis geschliffene Messspindeln und die robuste Ausführung aus. Die Produkte gewährleisten höchste Genauigkeit und eine lange Lebensdauer. – Feinzeiger-Rachenlehren MaraMeter und Multimar (164770 und 118900) Diese Handmessmittel kommen bei hochpräzisen Messungen von Innen- und Aussendurchmessern an Einzel- und Serienteilen zum Einsatz. Das MaraMeter erzielt dank konstanter Messkraft, genauer Übertragungsmechanismen bzw. hoher Parallelität der Messflächen beste Ergebnisse. Das Universalmessgerät MultiMar kann für fast alle Innen- und Aussenmessungen verwendet werden, bei denen Standardmessgeräte nicht geeignet sind.

–R  auheitsmessgeräte MarSurf (148655…148662) Die Rauheitsmessgeräte für den mobilen Einsatz unter Werkstattbedingungen. Im Wesentlichen arbeiten diese Geräte nach dem Tastschnittverfahren. Das Messen von Ra, Rq, Rz, Rmax, Rp, Rt, RSm usw. wird dadurch ganz einfach gemacht. Weitere Details zu diesen Produkten mit entsprechendem Zubehör sind im Brütsch/Rüegger ToolShop www.brw.ch, Schnellsuche «Mahr» oder mittels Eingabe des Produkttitels zu finden.

Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG Heinrich Stutz-Strasse 20 Postfach CH-8902 Urdorf Telefon +41 (0)44 736 63 63 sales@brw.ch www.brw.ch

Unterwasser-Granuliersysteme neu im Programm Die ips Intelligent Pelletizing Solutions GmbH & Co. KG erweitert das Produktprogramm mit Unterwasser-Granuliersystemen (UWG-S). Mit den Typen ipsUWG 75 S und ips-UWG 120 S bietet der Hersteller von Granulieranlagen und -komponenten nun auch Systeme für die Unterwassergranulierung nahezu aller thermoplastischen Polymere. Zusammen mit dem bestehenden Portfolio von Stranggranulieranlagen rückt ips damit in den Kreis der weltweiten Hersteller von Granuliersystemen, die beide Verfahrenstechniken anbieten. Die ips-UWG-S eignet sich für die Herstellung von kugelförmigem Granulat aus thermoplastischem Kunststoff in der Rohstoffherstellung, der Masterbatch-

und Compoundingindustrie, sowie für Recyclinganwendungen. Ausführungsmerkmale, die die einfache Bedienung und hohe Prozesssicherheit gewährleisten: –E  inhandverriegelung der Schneidkammer mit zusätzlicher automatischer Verriegelung und Sicherheitsüberwachung –d  er Messerkopf ist einfach und ohne Werkzeug zu wechseln –d  ie Granuliereinheit mit Schwenksystem bietet beste Zugänglichkeit bei Bedienung und Wartung der Anlage –d  ie Granuliereinheit ist auf einem fahrbarem Maschinentragrahmen platziert; diese Ausführung bietet eine optimale Zugänglichkeit unterhalb des Anfahrventils

– neuartige automatische Messeranpressung –P  rozessüberwachung mit automatischer Abschaltung –M  esserverschleissanzeige und Anzeige Drehmoment Granulatorantrieb –H  eizpatronenüberwachung mit Positionsangabe –A  gglomeratabscheider mit automatischer Ausschleusung

–G  ranulattrockner mit frequenzgeregeltem Ventilator und integrierter Wasserabscheidung Eine anwendungs- und kundenspezifische Ausführung der gesamten Anlage ist durch den modularen Aufbau des Granuliersystems jederzeit möglich. Das Unterwasser-Granuliersystem Typ ips-UWG 75 S steht im ips-Technikum für Kundenvorführungen und für Versuche zur Verfügung.

ips Intelligent Pelletizing Solutions GmbH & Co. KG Depotstrasse 3 D-63843 Niedernberg Telefon +49 (0)6 02897776-0 info@pelletizing.de www.pelletizing.de

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High-Speed Recording zur Anlagenoptimierung

Anlagenbetreiber stehen oft vor einem Rätsel. Warum kommt es immer wieder zu Störungen? Was verursacht die unregelmässigen Ausschüsse? Wie können Still-

stände vermieden werden? Ihnen bietet Mikrotron die Möglichkeit, einen erfahrenen Experten zu beauftragen, der vor Ort hochauflösende Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 225 000 Bildern pro Sekunde durchführt. Bild für Bild helfen sie, das Rätsel zu lösen. Störungen und Anlagenstillstände haben vielfältige Auswirkungen und verursachen Kosten. Ihre Ursachen lassen sich jedoch schwer ermitteln, wenn die Anlage mit sehr hoher Taktrate läuft. Minimale Schwankungen in der Steue-

rung, ein gelegentlich auftretendes Prellverhalten oder Verschleiss führen oft zu Abweichungen im Bereich von Millisekunden. Mithilfe von extremen Zeitlupenaufnahmen können diese exakt analysiert und beseitigt werden.

Mikrotron GmbH Landshuter Strasse 20–22 D-85716 Unterschleissheim Telefon +49 (0)8 9726342-00 info@mikrotron.de www.mikrotron.de

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KUNSTSTOFF XTRA

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Proto Labs ist auf die Lieferung von Teilen basierend auf der Additiven Fertigung, der CNC-Bearbeitung und dem Spritzguss ab einem Werktag spezialisiert. Wir stellen täglich Teile für tausende von Kunden her, die oftmals in letzter Minute mit Entwürfen auf uns zukommen. So sind bereits zehntausende von Werkzeugen produziert und mehrere zehn Millionen Teile an unsere Kunden in der ganzen Welt ausgeliefert. Es ist unsere Technologie und die Erfahrung unserer Techniker, die es ermöglicht, Ihre Teile schneller als andere Anbieter herzustellen. Jedes einzelne Teil mit Machbarkeitsanalyse. Gefertigt in den globalen Produktionsanlagen auf drei Kontinenten. Egal, ob Sie für Ihr Projekt ein oder tausende Teile aus 50 unterschiedlichen Entwürfen benötigen — wir besitzen die Größe Ihren Anforderungen zu entsprechen. Jedes Mal aufs Neue!

Tel. 06261 6436947 | protolabs.de

Robin Siegmann, Lead Customer Service Engineer

ADDITIVE FERTIGUNG CNC-BEARBEITUNG SPRITZGUSS

Profile for SIGWERB GmbH

Kunststoffxtra 01 02 2016 web  

KunststoffXtra 1-2/2016

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