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Mai 2016

Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

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Handlungsbedarf ortet der Bericht des Staatssekretariats allerdings bei der Rekrutierung von Fachkräften. Die Schweiz greife zunehmend auf aus-

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

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FOKUS Positive Zukunft für wachsende Branche

«Swiss Biotech Report» 2016 ist veröffentlicht.

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BIOWISSENSCHAFTEN Leitbild für den «digitalen Bauern»

Welche Technologien braucht die Landwirtschaft der Zukunft?

FRISCH AB LABOR Schweizer Holz als Futter für Bakterien

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MEDIZIN Was hilft gegen Allergien und Asthma?

«Grüne» Medikamente dank biologisch hergestellter Bernsteinsäure.

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Warum Rohmilch besser schützt!

CHEMIE Vom Baukasten menschlicher Proteine

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NEWS

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FIRMENREPORTAGE

Krankheitsrelevante Veränderungen leichter entdeckt.

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FORSCHUNGSWELT Neue Grundlage der Elektronik?

Paul Scherrer Institut (PSI) forscht an Weyl-Fermionen.

IMPRESSUM

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Geschäftsleiter Andreas A. Keller

Freie Mitarbeiterin Martina Polek

Copyright 2016 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

ISSN-Nummer 1664-6770

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

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FIRMEN BERICHTEN Chemieindustrie unter Hochdruck

ANALYTIK Gute Therapiewahl durch Zellsortierung

Peter Moog & Cie. AG haben Ideen für die Behälterinnen­ reinigung.

AnaLighter hilft beim Nachweis verschiedener Zelltypen.

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WERKSTOFFE Vielseitiger Baustoff der nahen Zukunft

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VERANSTALTUNGSREPORT

Alleskönner Holz entwickelt zusätzliche Funktionen.

«Lounges» 2016 in Stuttgart

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TERMINE

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VERBANDSSEITE

Die Reinraumtechnologie befindet sich im Wandel.

Der SCV berichtet

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VERANSTALTUNGEN Ein Schlüsselevent der Pharmabranche

Die Ilmac 2016 findet vom 20. bis 23. September statt.

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE CHEMIE- UND LABORBRANCHE

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FOKUS

«Swiss Biotech Report» 2016 veröffentlicht

Vielversprechende Zukunft für die wachsende Schweizer Biotech-Branche Die Schweizer Biotech-Branche blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück: Der Umsatz der rund 280 Unternehmen stieg um 5,1 Prozent auf 5133 Millionen Franken. Die Kapitalinvestitionen stiegen um einen Viertel auf rekordhohe 907 Millionen Franken. Dies wurde am nationalen Biotech-Tag in Basel bekannt gegeben.

Domenico Alexakis: «Die Zukunft erscheint vielversprechend.»

Peter C. Müller Wie in den Vorjahren sind auch im Jahr 2015 zahlreiche neue Unternehmen gegründet und rund 400 Arbeitsplätze geschaffen worden. «Und auch die Zukunft erscheint vielversprechend», erklärte Domenico Alexakis von der Swiss Biotech Association an der Präsentation des neuesten «Swiss Biotech Report» in Basel: «Hochwertige Innovationsnetzwerke legen den Grundstein für eine grosse An-

zahl von Patenten, die sich in den nächsten Jahren wohl auszahlen werden.» Der Umsatz aller in der Schweiz domizilierten Biotech-Unternehmen betrug 2015 insgesamt 5133 Millionen Franken und ist im Vergleich zum Vorjahr um 248 Millionen Franken gestiegen. Die Kapitalinvestitionen in die Biotech-Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr von 719 Millionen auf 907 Millionen Franken gestiegen. «Dies ist ein neuer Rekordwert und in Anbetracht der geringen Börsengangaktivitäten ein bemerkenswertes Resultat», führte Domenico Alexakis weiter aus. Vom Gesamtbetrag entfallen 474 Millionen Franken auf börsenkotierte und 433 Millionen Franken auf privat gehaltene Unternehmen, von denen sich ein überaus grosser Teil in der Frühphase befindet.

Zunahme an Mitarbeitenden «Im Jahr 2015», so erklärte daraufhin Jürg Zürcher von der Beratungsfirma EY, die sich an der Ausarbeitung des «Swiss Bio-

Jürg Zürcher: «Im Vergleich zum Vorjahr sind insgesamt rund 400 neue Arbeitsstellen geschaffen worden.»

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tech Report» beteiligt hatte, «waren knapp 280 Unternehmen in der Schweizer Biotech-Branche aktiv – und damit 15 mehr als noch 2014.» Im Vergleich zum Vorjahr seien zudem insgesamt rund 400 neue Arbeitsstellen geschaffen worden. Damit belaufe sich die Zahl der Mitarbeitenden in der Schweizer Biotech-Branche auf fast 15 000. Zusätzlich kommen von Unternehmen, die als Zulieferer oder Dienstleister für die Branche tätig sind, etwa 25 000 bis 30 000 indirekte Stellen dazu.

Treiber von Innovationen Der «Swiss Biotech Report» 2016, der in Basel nun erstmals vorgestellt wurde, beleuchtet die wichtigsten Innovationstreiber und fasst Themen und Fakten zur Entwicklung der Schweizer Biotech-Industrie zusammen. Insbesondere die Leistungsdaten der Industrie im pharmazeutischen Sektor sind im Vorjahresvergleich dargestellt. «Innovationen aus der Biotechnologie», so meinte dabei Oreste Ghisalba vom Steering Commiteee des «Swiss Biotech Report» gegenüber «ChemieXtra», «unterstützen die unterschiedlichsten Wirtschaftszweige ganz nachhaltig». In der Biotechnologie verfolgten heutzutage die meisten innovativen Unternehmen und akademischen Forschungsinstitutionen interdisziplinäre Strategien. Daraus entwickelten sich immer wieder neue, vielversprechende Disziplinen, wie beispiels­ weise die Bioinformatik oder die Nano­ biotechnologie. «Voraussetzung dafür sind Offenheit gegenüber anderen Industrien und Technologien sowie die Bereitschaft zur Kooperation», sagte Oreste Ghisalba. 5/2016


FOKUS

Kooperationen helfen Da es für ein einzelnes Unternehmen nicht möglich ist, vollständig über das gesamte international vorhandene Knowhow zu verfügen, helfen Kooperationen, die globale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Dabei ist nicht nur eine horizontale Zusammenarbeit wichtig, sondern auch vertikale Netzwerke entlang der Wertschöpfungskette, in denen sich akademische Grundlagenforscher, Start-ups, kleinere, aber auch multinationale Unternehmen mit ihrem spezifischen technologischen Know-how ergänzen.

Hochwertige Netzwerke Der «Swiss Biotech Report» zeigt nun, dass der Standort Schweiz über hochwertige Netzwerke verfügt, die Kooperationen und damit Innovationen in einem sehr umfassenden Masse ermöglichen. Die Schweiz, so waren sich die Fachleute am «Swiss Biotech Day» einig, verfüge nämlich über eine herausragende Forschungslandschaft und zahlreiche äus­ serst innovative Unternehmen – von nur Experten bekannten Kleinen und Mittleren Unternehmen, sogenannten KMUs, bis hin zu globalen Leadern. Da diese auf engem Raum in den unterschiedlichsten Industriesegmenten arbeiten und kooperieren, befruchteten sie sich gegenseitig

Oreste Ghisalba (2. v. l) vom Steering Commiteee des «Swiss Biotech Report» im angeregten Gespräch.

und gewährleisteten, dass die Innovation auch in anderen Bereichen ankommt.

In guter Ausgangsposition «Die erfolgreiche Ansiedlung mehrerer global erfolgreicher Biotech-Unternehmen zeigt, dass die Schweiz im internationalen Wettbewerb gut positioniert ist», erklärte aber auch Jan Lucht vom Verband Science Industries. Prominentes Beispiel hierfür sei Biogen, eines der weltweit führenden Biotechnologie-Unternehmen. Mit dem Bau einer Produktionsanlage der nächsten Generation im solothurnischen Luterbach investiere Biogen von heute bis zum Jahr 2019 rund eine Milliarde Franken und schaffe rund 400 Arbeitsstellen. Ausschlaggebend für den Standortentscheid waren die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen, die verlässliche In­ frastruktur und die hohe Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte.

Austausch an Erfahrungen

Der neue «Swiss Biotech Report».

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Die Swiss Biotech Association (SBA) und die Kooperation für den Ausbau und die Stärkung des Biotech-Innovationsnetzwerks, der Health Tech Cluster Switzerland (HTCS), strebten nun eine, wie es hiess, «strategische Zusammenarbeit» an. Ziel sei es, die verschiedenen Akteure der beiden Organisationen – insbesondere

die Mitgliedsunternehmen – zu vernetzen und diesen so einen zusätzlichen Nutzen zu verschaffen. «Zudem werden die beiden Organisationen», so erklärte Jan Lucht, der auch im Steering Committee des «Swiss Biotech Report» mitwirkt, «den gegenseitigen Zugang zu Erfahrung, Fachwissen und bestehenden Netzwerken sicherstellen sowie in internationalen Förderprojekten zusammenarbeiten.» Download des «Swiss Biotech Report» 2016: www.swissbiotech.org/swiss_biotech_report Swiss Biotech Association (SBA) Die SMA ist der Schweizerische Industrieverband für Biotechnologie mit über 240 Mitgliedern und Partnern. Der Sektor beschäftigte insgesamt – direkt und indirekt – im vergangenen Jahr rund 45 000 Personen. Die Swiss Biotech Association (SBA) vertritt die Interessen der Biotech-Branche, unterstützt Innovationen, das Unternehmertum für Biotechnologie-Firmen und erzeugt einen Mehrwert für diese Unternehmen durch die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen, Vernetzung der Stake­ holder, Kommunikation der Errungenschaften der Biotechnologie und durch die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern.

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FOKUS

Nur einzelne Leuchttürme als Erfolgsbeispiele

Deutschland: Verpasste Chancen? Die Biotech-Branche in Deutschland hat 2015 ihr Potenzial zu wenig ausgeschöpft: Bei Börsengängen, Venture Capital und Unternehmensneugründungen kann die Branche nicht mit der internationalen Entwicklung mithalten.

In Deutschland gibt es Standorte, an denen Biotechnologie-Unternehmen weit verbreitet sind.

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kamen nur elf neue Firmen hinzu. 2012 waren es noch 28.

Umsatz stieg Dennoch ist die Stimmung innerhalb der Branche gut. Das liegt unter anderem daran, dass der Umsatz insgesamt um zwölf Prozent auf 3,4 Milliarden Euro stieg. Auch die Forschungs- und Entwicklungsausgaben legten kräftig zu – um elf Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Die Zahl der Unternehmen steigerte sich nur leicht um zwei Prozent auf 590. Die Anzahl der Mitarbeitenden stagnierte bei knapp 17 900. Das sind Ergebnisse des Deutschen Biotechnologie-Reports 2016 der Prüfungsund Beratungsgesellschaft EY, erstmals in Kooperation mit dem Branchenverband BIO Deutschland und dem Arbeitskreis der Deutschen BioRegionen.

Am Aufwind teilhaben? Der Studienautor und Leiter des deutschen Life Science Centers von EY, Siegfried Bialojan, sieht trotz verpasster Chancen grosses Potenzial in der heimischen Branche: «Die Biotechnologie-Branche weltweit ist in den vergangenen Jahren im Aufwind. Trotz des weltweiten Aufschwungs gelingt es deutschen Unternehmen in der Breite jedoch nicht, an diesem Aufwärtstrend teilzuhaben, Risikokapital anzuziehen und den Sprung an die Börse zu schaffen.» Dabei seien die Voraussetzungen in Deutschland eigentlich gut: grosszügige finanzielle Ausstattung der universitären und ausseruniversitären Forschung, führende Position bei Patententwicklungen, innovative Ideen. «Was fehlt, ist eine breitere Risikoakzeptanz hierzulande: Echte Innovationen sind meist mit Risiken über lange Zeiträume verbunden. Dies geht einher mit einem hohen Investitionsbe-

Bilder: EY

Lediglich ein deutsches Unternehmen, Curetis, ging im Jahr 2015 in Deutschland an die Börse – ein Jahr zuvor waren es noch zwei. Damit ist «Biotech aus Deutschland» international gesehen deutlich unterrepräsentiert. In den USA gab es im Vorjahr im Bereich der Biotechnologie 63 Börsengänge, in Europa blieben die Börsengänge gesamthaft auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Auch bei der Beschaffung von Risikokapital tun sich die deutschen Biotech-Unternehmen in der Breite nach wie vor schwer. Zwar stieg das bereitgestellte Venture Capital im Vergleich zum Vorjahr um knapp die Hälfte. Allerdings entfielen vom Gesamtvolumen 2015 in Höhe von 236 Millionen Euro alleine 167 Millionen Euro (71 Prozent) auf CureVac, unter anderem durch eine Beteiligung der Bill & Melinda Gates-Stiftung sowie anderer Privatinvestoren. Ohne diesen Sondereffekt sammelte die Branche 56 Prozent weniger Risikokapital ein als im Vorjahr. Zudem hat die Zahl der Neugründungen einen neuen Tiefpunkt erreicht: 2015

Siegfried Bialojan, der Studienautor und Leiter des deutschen Life Science Centers von EY.

darf, der nur über Risiko- und Beteiligungskapital abgedeckt werden kann.»

Wachstum durch börsen­ notierte Unternehmen Die Perspektiven, die Risiko- und Beteiligungskapital bieten, verdeutlicht ein genauerer Blick auf die Kennzahlen der Unternehmen: Während bei den privaten Unternehmen im vergangenen Jahr der Umsatz um acht Prozent und die Ausgaben für Forschung & Entwicklung (F&E) gerade einmal um zwei Prozent stiegen, vergrösserte sich der Umsatz der börsennotierten Unternehmen um 18 Prozent und die F&E-Ausgaben gingen sogar um ein Drittel in die Höhe. Den börsennotierten Unternehmen gelang es zudem, die Zahl der Mitarbeiter um zwölf Prozent auszubauen. Bei den privaten Unternehmen dagegen stagnierte die Mitarbeiterzahl. «Der erfreuliche Anstieg von Umsatz und F&E-Ausgaben darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die wahren Wachstums­ treiber börsenkotierte Unternehmen sind. Und da hat Deutschland eindeutig Nachholbedarf», erklärte Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio Stern Management GmbH und Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen im Branchenverband BIO Deutschland. «Es sind dringend Massnahmen angeraten, um das hiesige Klima für Börsengänge zu verbessern. Dies wird die Attraktivität für In5/2016


FOKUS

vestoren steigern und dadurch positive Auswirkungen auf die Gründungsentwicklung haben.»

Leuchttürme zeigen Potenzial Statt in der Breite zeigen vor allem einzelne Leuchttürme das in Deutschland vorhandene Potenzial. Dazu zählt Siegfried Bialojan unter anderem die in der jüngsten Vergangenheit an die Börse gegangenen Affimed, Pieris, Probiodrug und Curetis oder Branchenführer wie Qiagen, MorphoSys und Evotec, aber auch die erfolgreichen «Deal Maker» wie BioNTech, CureVac, Phenex Pharmaceuticals und andere. «Im Wesentlichen finden sich bei fast allen Leuchtturm-Unternehmen drei Erfolgsfaktoren wieder», erklärt Bialojan: «Sie haben Zugang zu Eigenkapital, haben sich über Technologieplattformen breite geschäftliche Optionen geschaffen und sind häufig im Bereich von Trendthemen wie der Immuntherapie aufgestellt.»

Politik soll Rahmen schaffen Neben den gewissermassen «Family Office»-finanzierten Unternehmen sind auch solche erfolgreich, die die Gunst ausländischer Investoren gewinnen konnten. Es wäre deshalb wünschenswert, den Standort Deutschland insgesamt attraktiver für ausländische Investoren zu EY im Überblick EY ist eine der grossen deutschen Prüfungs- und Beratungsorganisationen. In der Steuerberatung ist EY deutscher Marktführer. EY beschäftigt rund 8900 Mitarbeitende an über 20 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2014/ 2015 einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 212 000 Mitarbeitern der internationalen EY-Organisation betreut EY Mandanten überall auf der Welt. EY bietet sowohl grossen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immobilienberatung. www.de.ex.com

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machen. «Dazu muss aber die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Ein Mittel könnte auch sein, die Anzahl der Start-ups durch gezielte Fördermassnahmen zu erhöhen und an wenigen Standorten zu konzentrieren – so dass es sich für Investoren aus Übersee lohnt, eigene Büros in Deutschland zu eröffnen», sagt der Experte.

Neuer Venture-CapitalRekord eingefahren Siegfried Bialojan gibt ausserdem zu bedenken, dass das Investoreninteresse an Biotech durchaus da ist. Das zeige ein Blick auf die internationalen Venture-Capital-Zahlen, die eine neue Rekordhöhe erreichten. In den USA konnten BiotechUnternehmen im vergangenen Jahr 9,25 Milliarden US-Dollar anziehen, nach 6,17 Milliarden im Jahr 2014. Auch in Europa stieg das Risikokapital rasant von 1,5 Milliarden Euro auf 2,17 Milliarden Euro an. Demgegenüber steht in Deutschland lediglich die CureVac-Finanzierung, die das Venture-Capital-Geschehen als einzelner Leuchtturm bestimmt. Im Jahr 2015 ergab sich eine Verschiebung der Schwerpunkte bei Venture Capital und auf dem internationalen Börsenparkett. Die Investoren blicken nunmehr verstärkt auf Unternehmen mit Produkten in frühen Entwicklungsstadien. So konnten junge Start-ups aus den USA in der «Aussaat»- und ersten Phase das Durchschnittsvolumen um 87 Prozent auf 18 Millionen US-Dollar steigern. 2015 hat sich zudem der Anteil der Firmen, die an die Börse gingen und sich in Phase I oder sogar noch in der Präklinik befinden von 14 auf 30 Prozent verdoppelt.

Vielfalt der Medizin In den USA gab es zudem erstmals mehr Börsengänge auf dem Gebiet der Neurologie (Anteil 33 Prozent) im Vergleich zur Onkologie (Anteil 21 Prozent), während in Europa die Onkologie nach wie vor den grössten Schwerpunkt bildet (31 Prozent) weit vor dem Behandlungsgebiet Metabolismus und Endokrinologie (14 Prozent). «Die guten Erfahrungen während des weitgeöffneten Börsenfensters haben das Vertrauen der Investoren in die Biotech-

nologie gestärkt», sagt Siegfried Bialojan. «Gleichzeitig sind viele Kandidaten mit weit fortgeschrittenen Produkten bereits an die Börse gegangen. Das erlaubt vielen Kandidaten mit weniger reifen Produkten jetzt den Sprung an die Börse – die Investoren nehmen das gesteigerte Risiko in Kauf.»

Kaum Bewegung in Deutschland Parallel zur Entwicklung am Kapitalmarkt werden Biotech-Firmen als Partner und Übernahmeobjekte immer attraktiver. So ist die Zahl der Deals im Bereich Merger & Aquisition (M&A) unter Beteiligung von Biotech 2015 im Vergleich zu 2014 insgesamt um 30 Prozent nach oben gegangen. 197 M&As in den USA standen 174 in Europa gegenüber. In Deutschland dagegen gibt es kaum Bewegung. 2015 gab es gerade einmal 12 M&As. Das Dealvolumen weltweit hat sich mehr als verdoppelt und liegt mit 107 Milliarden US-Dollar erstmals über der 100-Milliarden-Hürde. Das liegt vor allem an den sieben Megadeals im vergangenen Jahr – Transaktionen mit Volumina von über fünf Milliarden US-Dollar. Ihr Wert alleine macht derzeit fast zwei Drittel der Gesamtsumme aus. Gerade Pharmaunternehmen mussten beim Griff nach Biotech tief in die Taschen greifen: 809 Millionen Euro kostete sie ein Deal im Schnitt – 2013 war es mit 429 Millionen Euro fast die Hälfte. «Die Preise, welche die Sparte Biotechnologie derzeit erzielt, zeigen das gewachsene Ansehen der Branche bei strategischen Partnern und reflektieren die Wertsteigerungen an den Kapitalmärkten. Gerade die Pharmaunternehmen werden durch Wachstums- und Innovationsdruck angefeuert und können sich im derzeitigen Niedrigzinsumfeld günstig refinanzieren. Dadurch sind sie auch bereit, deutlich höhere Preise zu zahlen. Auf der anderen Seite sind die hohen Preise aber auch ein Zeichen dafür, dass Innovation an sich immer teurer wird. Es wäre wünschenswert, wenn auch verstärkt deutsche Unternehmen sichtbar werden und internationale Investoren auf sich aufmerksam machen», sagte Siegfried Bialojan abschliessend. 7


FRISCH AB LABOR

Schweizer Holz als Futter für Bakterien

«Grüne» Medikamente dank biologisch hergestellter Bernsteinsäure Bernsteinsäure dient der Chemie- und Pharmaindustrie als Basis für diverse Produkte. Bisher wird Bernsteinsäure aus Rohöl gewonnen. Forscher der ETH Zürich und Lausanne haben ein alternatives Herstellungskonzept ent­ wickelt – metabolisch modifizierte Bakterien, innovatives Prozessdesign und Schweizer Holz machen es möglich.

Martina Polek Zur Herstellung von Antibiotika, Aminosäure oder Vitaminen benötigt die Industrie Bernsteinsäure als Ausgangsstoff. Allerdings ist deren Aufbereitung aus Rohöl nicht nachhaltig. Eine neue Generation umweltschonender Medikamente – Green-Pharmaceuticals genannt – steht deshalb vermehrt im Fokus der Forschungsteams. Auch der Doktorand Merten Morales hat zusammen mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) im Rahmen des nationalen Forschungsprogramms «Ressource Holz» an einem innovativen Herstellungskonzept für Bernsteinsäure getüftelt. Morales ist Teil der von Professor Konrad Hungerbühler geleiteten Forschungsgruppe «Safety and Environmental Technology» an der ETH Zürich. Deren Ziel ist die Optimierung von chemischen Produktionsprozessen. Dabei werden die neuen Konzepte stets auf ihre Wirtschaftlichkeit, Umweltbelastung sowie auf das von ihnen ausgehende Risiko für Mensch und Umwelt geprüft. Dass die Risikoabschätzung ein zentrales Element ist, ist kein Zufall. Denn der Lehrstuhl von Professor Hungerbühler wurde unter dem direkten Eindruck des Chemieunfalls in Schweizerhalle gegründet.

Unterschätztes Potenzial In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der EPFL hat Morales einen alternativen Produktionsprozess für die Bernsteinsäure entwickelt. Als Ausgangsstoff dient in diesem Fall nicht Rohöl, sondern Holz. Dieser natürliche Rohstoff ist in der Schweiz mit ihrer starken Forst8

Herstellung der Bernsteinsäure ausgehend von Petroleum und Biomasse.

wirtschaft reichlich vorhanden. Allerdings kann Schweizer Holz für die Möbelherstellung oder als Baumaterial preislich kaum mit Holz aus Osteuropa mithalten. Das ist ein Problem, dem der Schweizer Nationalfonds (SNF) unter dem Motto «Wettbewerbsvorteile durch Innovation» begegnen will. Dass aus dem organischen Material Holz auch ein industriell wertvolles organisches Molekül gewonnen werden kann, ist schon lange bekannt. Industrielle Anlagen, die dazu in der Lage sind, heissen Bioraffinerien. Doch der Nachteil solcher Anlagen besteht meist darin, dass das Produktionsverfahren wirtschaftlich kaum rentabel ist. «Wir haben nach einem Produktionsprozess gesucht, der umweltschonend und gleichzeitig profitabel ist», sagt Merten Morales. Dies ist der Forschungsgruppe gelungen.

Strukturiertes Vorgehen Ein Prozess zur Herstellung von Bernsteinsäure aus Holzmasse beinhaltet zwangsläufig eine Menge Zwischenschrit-

te. Um da den Überblick nicht zu verlieren und gezielt nach einer Lösung zu suchen, musste Morales sehr strukturiert vorgehen. «Zum Glück bin ich von Natur aus ein gut organsierter Mensch», sagt der Forscher. Und das muss er auch sein. Denn der Doktorand und direkte Betreuer von insgesamt zwölf Masterarbeiten und achtfacher Kooperationspartner ist auch Vater einer neunjährigen Tochter. Eine organisatorische Herausforderung, deren Merten Morales sich bisher stets gewachsen fühlte.

Veränderter Metabolismus Der umweltschonende Prozess, aus Holzabfall Bernsteinsäure herzustellen, beginnt mit der Fermentierung von Holzresten zu einer Zuckerlösung. «Allein die Verwendung von Holz als Ausgangsmaterial garantiert noch nicht, dass die Produktion deswegen umweltfreundlich ist», betont Morales. Dass sein Bioraffineriekonzept das Klima um 28 Prozent im Vergleich zur konventionellen Erzeugung aus Rohöl entlastet und zusätzlich einen 39 5/2016


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FRISCH AB LABOR

Konzept der Bioraffinerie für die Produktion von Bernsteinsäure ausgehend von Zucker, der aus Holz gewonnen wird.

Prozent höheren Profit vorhersagt, ist der Integration mehrerer Prozesse zu verdanken. Auch der nächste Schritt des Produktionsprozesses wird erst durch die Aktivität von Mikroorganismen ermöglicht. Allerdings wird der Metabolismus der zum Einsatz kommenden Bakterien modifiziert. Das Team um Professor Hatzimanikatis von der EPFL ist spezialisiert auf derart veränderte Bakterien. «Von dieser grossen Erfahrung hat unsere Zusammenarbeit stark profitiert», sagt Morales. Die Zuckerlösung dient den modifizierten Bakterien als Nahrung. Diese scheiden bei der Verdauung Bernsteinsalze aus – ein wertvolles Abfallprodukt, das zudem dank der erhöhten Metabolismusrate relativ rasch produziert wird. Da die künstlich modifizierten Bakterien teuer sind, werden sie nach jedem Produktionszyklus aus der Produktlösung abgetrennt und regeneriert. Das spart Kosten. Das biolo-

Die Bernsteinsäure dreidimensional.

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gisch hergestellte Bernsteinsalz wird in einem ersten Aufreinigungsschritt, der aus Kristallisierung und Hydrolyse besteht, in Bernsteinsäure umgewandelt. Da dieses Verfahren besonders kostenintensiv ist, entscheidet an diesem Punkt, ob das Bioraffineriekonzept auf dem Markt bestehen kann oder nicht. «Die Aufreinigung ist der kritischste Schritt des gesamten Herstellungsverfahrens», erklärt Marten Morales. Auf Basis von Forschungsergebnissen der TU München entwickelte er einen weiteren Aufreinigungsschritt, welche die Bernsteinsäure über Extraktion und Kristallisierung zu hochreiner – und wasserfreien – Bernsteinsäure umwandelt. Der Vorzug der besonders hohen Umweltverträglichkeit dieses Herstellungsprozesses ergibt sich aus dem natürlichen Ausgangsstoff Holz, dem energieeffizienten Anlagendesign sowie der hohen Umwandlungsrate von Zucker zu Bernsteinsäure dank metabolisch veränderten Bakterien. Das Bioraffinerieverfahren ist soweit ausgereift: «Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem wir eine solche Anlage konkret planen könnten», freut sich der Forscher. Noch in diesem Jahr schliesst Morales sein Doktorat ab. Danach würde ihn eine Arbeit in der Industrie besonders reizen.

Seine bisherigen Erfahrungen würden in der Prozessoptimierung, aber auch in der Beurteilung und Verminderung von Risiken vorteilhaft sein. «Wichtig ist mir jedoch vor allem, dass ich meiner gesellschaftlichen Verantwortung zu einer nachhaltigen Entwicklung gerecht werde», sagt Merten Morales, «diesen Idealismus habe ich mir während des Doktorats bewahren können». Originalpubliation M. Morales, M. Ataman, S. Badr, S. Linster, I. Kourlimpinis, S. Papadokonstantakis, V. Hatzmanikatis and Kontrad Hungerbühler: «Sustainable Assessment of Succinic Acid Production Technologies from Biomass using Metabolic Engineering».

Kontakt Dipl.-Ing. Merten Morales ETH Zürich Institut für Chemieund Bioingenieur­ wissenschaften Vladimir-Prelog-Weg 1 Telefon +41 (0)44 633 44 25 merten.morales@chem.ethz.ch

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CHEMIE

Ein Beitrag zur Entdeckung krankheitsrelevanter Veränderungen

Vom Baukasten menschlicher Proteine Eine internationale Sammlung menschlicher Gene deckt jetzt 80 Prozent aller Bauanleitungen für Proteine ab.

Bild: DKFZ Heidelberg

Breit genutzte Ressource

Baukasten menschlicher Proteine im Einsatz: Die Färbung von bestimmten Prote­ inen zeigt hier unkontrolliertes Wachstum von Zellen aus der Brustdrüse, eine Ursache für Krebserkrankungen der Brust.

Die internationale ORFeome Collabora­ tion (OC) stellt die weltweit grösste öffentlich verfügbare Sammlung menschlicher Gene bereit. Alle wichtigen funktionellen Kategorien sind in der Sammlung vertreten. Mit jetzt 80 Prozent Abdeckung derjenigen Gene des Menschen, welche die Bauanleitung für Proteine des Körpers enthalten, ist sie eine einzigartige und wertvolle Ressource für die Wissenschaft. Sie kann einen entscheidenden Beitrag zur Entdeckung von krankheitsrelevanten Veränderungen und von neuen Zielmolekülen für massgeschneiderte Medikamente leisten.

Baupläne der Proteine Obwohl nur etwa 1 Prozent der menschlichen Erbinformation Bauanleitungen für Proteine trägt, sind es diese, die das Schicksal von Zellen, Geweben und Organismen steuern. Wenn Wissenschaftler untersuchen, wie Proteine miteinander wirken oder beobachten, was passiert, wenn bestimmte Proteine in Modellorganismen vermindert sind oder ganz fehlen, lernen sie, Abläufe im Gesunden und Kranken zu verstehen. Solche Studien setzen eine möglichst vollständige Sammlung der Baupläne menschlicher Proteine voraus. 5/2016

Die ORFeome Collaboration, in der 13 internationale akademische und kommerzielle Arbeitsgruppen kooperieren, stellt eine solche Sammlung menschlicher Gene bereit. Diese umfasst jetzt 17 154 der insgesamt knapp 20 000 menschlichen Gene, die eine Bauanleitung für ein Protein enthalten. Professor Stefan Wiemann, Leiter der Abteilung Molekulare Genomanalyse am DKFZ in Heidelberg und Mitglied im Forschungs- und Förderprogramm e:Med sowie Mitglied des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN, 2001-2013), das an der Finanzierung der OC beteiligt war, ist Erstautor der in der Zeitschrift «Nature Methods» erscheinenden Veröffentlichung. Der grosse Nutzen der OC-Sammlung wurde bereits in einer Vielzahl von Studien gezeigt. Auch im e:Med Programm des Bundesforschungsministeriums (BMBF) wird die Ressource weit genutzt.

Einfach und präzise Die Sammlung enthält die einzelnen Bauanleitungen so bereit, dass die verschlüsselten Proteine einfach und präzise in einer grossen Vielfalt von biologischen Systemen wie Escherichia coli, Hefe und Säugetierzellen hergestellt und untersucht werden können. Alle wichtigen funktionellen Kategorien humaner Gene (z. B. Proteine des Stoffwechsels, Rezeptoren oder Transkriptionsfaktoren, die Gene aktivieren) sind in der Sammlung vertreten. Die Basenabfolge oder Sequenz eines jeden Gens wurde komplett ermittelt, nur vollständig verifizierte Materialien wurden in die Sammlung aufgenommen.

mehr als 3000 Gene in die OC ein, und hat damit den grössten Beitrag von Partnern ausserhalb der USA geleistet. Die Abteilung um Wiemann führt zudem alle bioinformatischen Analysen durch, die den Nutzern zeigen, welche Klone sich am besten für ihre jeweiligen Fragestellungen eignen. Die Forschergruppe aktualisiert diese bioinformatischen Analysen regelmässig und macht diese über die Datenbank des Projekts öffentlich zugänglich. Dort werden alle Informationen zu den jeweils abgedeckten Genen bereitgestellt, Wissenschaftler weltweit haben uneingeschränkten Zugang dazu.

Freier Zugang «Die hohe Abdeckung des menschlichen Erbguts, kombiniert mit den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sowie dem freien Zugang zu der Sammlung macht sie zu einer einzigartigen und wertvollen Ressource für die wissenschaftliche Gemeinschaft. Sie hat das Potenzial, einen gros­sen Beitrag dazu zu leisten, zahlreiche Krankheitsverläufe aufzuklären und damit neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln», erklärte Stefan Wiemann abschliessend. Originalpublikation Wiemann et al.: «The ORFeome Collaboration: A genome-scale human ORF-clone resource»; Nature Methods; 2016, 13, 191-192

Regelmässige Aktualisierung Das im Rahmen des NGFN geförderte Deutsche cDNA Konsortium, das von Stefan Wiemann geleitet wurde, brachte 11


Eine Art Origami für chemische Substanzen hat ein Forscherteam entwickelt, dem auch der Bochumer Nils Metzler-Nolte angehört. Die Wissenschaftler falteten Moleküle so, dass bestimmte räumliche Strukturen entstanden.

Künstliche Moleküle gezielt in schraubenförmige Strukturen falten

Chemie ahmt Prinzipien der Natur nach Künstliche Moleküle sind wie ein Blatt Papier. Forschungsteams können sie gezielt in bestimmte Formen falten. Die Form eines Moleküls auf ein anderes zu übertragen, ist jedoch eine besondere Herausforderung. 1 Julia Weiler 

Wie man Moleküle schraubenförmig aufwindet, beschreibt ein internationales Forscherteam in der Zeitschrift «Angewandte Chemie». Die Wissenschaftler ahmten mit künstlichen Molekülen die Prinzipien nach, mit denen die Natur Biomolekülen ihre Funktion verleiht. «Die Form von Molekülen bestimmt massgeblich ihre Funktion», sagt Professor Nils Metzler-Nolte von der Ruhr-Universität Bochum, einer der Beteiligten. Ein Beispiel aus der Natur: «Wenn sich die Form bestimmter Enzyme verändert, verursacht das Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer.» Professor Metzler-Nolte vom  Julia Weiler, Wissenschaftskommunikation, Ruhr-Universität Bochum (RUB)

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Lehrstuhl für Anorganische Chemie kooperierte mit einem Team um Dr. Ivan Huc und Dr. Christos Tsiamantas vom CNRS und der Universität Bordeaux sowie japanischen Kollegen der Universität Kumamoto.

Helix-Form ist eine besondere Herausforderung

Bislang war es eine Herausforderung gewesen, künstlichen Molekülen gezielt eine bestimmte Helix-Struktur zu verpassen. Denn es war nur schwer kontrollierbar, ob sich ein Molekül links- oder rechtsherum schraubenförmig aufwindet. Genau das gelang dem Team aus Frankreich, Deutschland und Japan. Darüber hinaus zeigten die Wissenschaftler auch einen Mechanismus, mit dem eine Helix ihre Struktur durch einfache Berührung auf ein anderes Molekül übertragen kann.

Moleküle falten wie ein Blatt Papier

Origami gibt es nicht nur in Papierform, sondern auch in der Chemie.

Die Chemikerinnen und Chemiker arbeiteten mit sogenannten aromatischen Oligoamiden. Dabei handelt es sich um kettenförmige Moleküle, die sich von 5/2016


CHEMIE

Ammoniak ableiten. Zu Beginn lagen sie als gerade Schnur mit knubbeligen Bereichen vor. «So wie eine Kette mit Perlen, die ungeordnet vor einem auf dem Tisch liegt», veranschaulicht Metzler-Nolte. Dann falteten die Forscher das Molekül in die gewünschte räumliche Struktur, indem sie an einigen Positionen der Kette Schwefelbrücken einbauten, also Bindungen zwischen zwei Schwefelatomen. «So falten wir ein Molekül wie ein Blatt Papier, das man immer wieder knickt», vergleicht Nils Metzler-Nolte. Die Forscher erzeugten dabei sowohl links- als auch rechtsgewundene Helices.

Moleküle übertragen ihre Form aufeinander In weiteren Versuchen verknüpften sie zwei Helices an den beiden Enden miteinander. Obwohl es darüber hinaus keine Kontaktstellen gab, glichen die so verbundenen Moleküle ihre Struktur aneinander an. Entweder formten beide eine linksgewundene Helix oder beide eine rechtsgewundene Helix. Diese Prinzipien – Faltung und Ringschluss – nutzt auch die Natur; so entstehen Biomoleküle mit besonderen Eigenschaften. In künftigen Studien möchten die Forschungsteams nun die Techniken anwenden, um Moleküle für die Katalyse oder Energieumwandlung zu designen.

Breite Unterstützung Die Europäische Union förderte die Arbeiten zu dieser Veröffentlichung im Rahmen der «Marie Curie Actions» (FP7-PEO-

PLE-2010-ITN-264645 und DYNAMOL). Weitere Unterstützung kam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Agence Nationale de la Recherche im Rahmen des gemeinsamen Projekts «Foldhyd» (ME 1378/15-1 und ANR-14CE35-0016). Originalpublikation C. Tsiamantas, X. de Hatten, C. Douat, B. Kauffmann, V. Maurizot, H. Ihara, M. Takafuji, N. Metzler-Nolte, I. Huc (2016): Selective dynamic assembly of disulfide macrocyclic helical foldamers with remo-

te handedness, Angewandte Chemie International Edition, DOI: 10.1002/ anie.201601156 Kontakt Prof. Dr. Nils Metzler-Nolte Lehrstuhl für Anorganische Chemie I Fakultät für Chemie und Biochemie Ruhr-Universität Bochum Telefon +49 (0)234 32 24153 nils.metzler-nolte@rub.de

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Paul Scherrer Institut (PSI) forscht an Weyl-Fermionen

Grundlage energiesparender Elektronik Das erst im vergangenen Jahr entdeckte Weyl-Fermion bewegt sich in Materialien praktisch ohne Widerstand. Nun zeigen Forscher einen Weg, wie man es in elektronischen Bauteilen einsetzen könnte. 1 Paul Piwnicki 

Im vergangenen Jahr gehörten Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) zu denen, die ein bereits in den 1920er Jahren vorausgesagtes Teilchen experimentell nachgewiesen haben – das Weyl-Fermion. Zu den Besonderheiten des Teilchens gehört, dass es nur im Inneren von Materialien existieren kann. Nun haben die PSI-Forschenden zusammen mit Kollegen zweier chinesischer Forschungseinrichtungen und der beiden Fachhochschulen in Zürich und Lausanne eine Nachfolgeentdeckung gemacht, die die Möglichkeit eröffnet, die Bewegung von Weyl-Fermionen in zukünftigen elektronischen Geräten zu nutzten. Solche Geräte würden deutlich kleiner und energiesparender sein als ihre heutigen Entsprechungen.

Heutige Computerchips nutzen den Fluss von Elektronen, die sich durch die Drähte des Bauteils bewegen. Da Elektronen auf ihrem Weg immer wieder miteinander oder auch mit anderen Teilchen im Material kollidieren, ist relativ viel Energie notwendig, um den Fluss aufrechtzuerhalten. Dadurch verbraucht das Gerät nicht nur viel Energie, es heizt sich auch stark auf, sodass eine aufwendige Kühlung nötig wird, die zusätzlichen Platz und Energie benötigt. 1

 Paul Piwnicki, Wissenschaftsredaktor PSI

Bild: PSI

Praktisch kein Widerstand

Ein Teil des PSI-Forschungsteams, das die Möglichkeiten der Nutzung von Weyl-Fermionen in elektronischen Geräten untersucht hat (v. l.): Jihwey Park, Ekaterina Pomjakushina und Nan Xu.

Weyl-Fermionen bewegen sich dagegen so gut wie ungestört durch das Material, spüren also praktisch keinen Widerstand. «Man kann das mit einer Autofahrt auf einer Autobahn vergleichen, auf der sich alle Autos ungehindert in dieselbe Richtung

bewegen. Der Elektronenfluss in heutigen Chips erinnert hingegen eher an eine Fahrt in einer engen Stadt, in der Autos aus verschiedenen Richtungen kommen und einander behindern», erklärt Ming Shi, leitender Wissenschaftler am PSI.

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Wichtig für Elektronik: Nur eine Sorte Teilchen Während in den Materialien, die im vergangenen Jahr untersucht wurden, stets mehrere Arten von Weyl-Fermionen auftraten, die sich auf unterschiedliche Weise bewegen, haben die PSI-Forschenden und ihre Kollegen nun ein Material vorgestellt, in dem nur ein Typ Weyl-Fermion vorkommt. «Das ist wichtig für Anwendungen in der Elektronik, weil man hier im Stande sein muss, den Teilchenfluss genau zu steuern», erklärt Nan Xu, der als Postdoktorand am PSI arbeitet.

Originalpublikation N. Xu, H. M. Weng, B. Q. Lv, C. E. Matt, J. Park, F. Bisti, V. N. Strocov, D. Gawryluk, E. Pomjakushina, K. Conder, N. C. Plumb, M. Radovic, G. Autès, O. V. Yazyev, Z. Fang, X. Dai, T. Qian, J. Mesot, H. Ding and M. Shi: Observation of Weyl nodes and Fermi arcs in tantalum phosphide. Nature Communications, 17. März 2016 DOI: 10.1038/NCOMMS11006.

Kontakt Prof. Dr. Ming Shi/ Dr. Nan Xu Forschungsgruppe Spektroskopie neuartiger Materialien Paul Scherrer Institut (PSI) CH-5232 Villigen Telefon +41 (0)56 310 23 93 Telefon +41 (0)56 310 51 41 ming.shi@psi.ch oder nan.xu@psi.ch

Quasi-Teilchen Weyl-Fermionen sind nach dem deutschen Mathematiker Hermann Weyl benannt, der deren Existenz bereits im Jahr 1929 vorausgesagt hat. Diese Teilchen haben einige auffällige Eigenschaften: So haben sie zum Beispiel keine Masse und bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit. Weyl-Fermionen wurden als Quasi-Teilchen in sogenannten Weyl-Halbmetallen beobachtet. Im Gegensatz zu «wirklichen» Teilchen können Quasi-Teilchen nur im Inneren von Materialien existieren. WeylFermionen entstehen durch die gemeinsame Bewegung der Elektronen in geeigneten Materialien. Allgemein lassen sich Quasi-Teilchen mit Wellen auf einer Wasseroberfläche vergleichen: Die Wellen würden ohne das Wasser nicht existieren. Gleichzeitig ist ihre Bewegung unabhängig von der Bewegung des Wasserkörpers.

Vielfältige Ansätze Das Material, das die Forschenden nun untersucht haben, ist eine Verbindung der chemischen Elemente Tantal und Phosphor und trägt die chemische Formel TaP. Die entscheidenden Experimente wurden mit Röntgenlicht an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS des Paul Scherrer Instituts durchgeführt. Neuartige Materialien zu untersuchen, die Eigenschaften haben, wie sie in künftigen elektronischen Geräten nützlich sein könnten, ist ein zentrales Forschungsgebiet des Paul Scherrer Instituts. Dabei verfolgen die Forschenden vielfältige Ansätze und nutzen zahlreiche unterschiedliche Untersuchungsmethoden. 5/2016

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BIOWISSENSCHAFTEN

Welche Technologien brauchen die Landwirte der Zukunft?

Leitbild für die digitale Landwirtschaft

Digitalisierung fasziniert: So begeistert wir in den vergangenen Jahren in unsere Smartphones schauten, um die witzigsten Videos und süssesten Katzenfotos zu teilen, so gebannt werden wohl künftig auch die jungen Landwirte ihre Digitalbrillen oder sonstigen Geräte konsultieren, um relevante Analysen und Entscheidungshilfen für ihre Arbeit zu erhalten. Die Daten dafür könnten autonom fliegende Multicopter sammeln, die den Zustand des Feldes auf der Basis empirischer Formeln einstufen und quasi individualisierte Pflegetipps für einzelne Pflanzen liefern – in Bio oder konventionell. Darf’s hier ein bisschen mehr Mist und dort ein wenig vom neuesten Insektizid sein? Soll die Tomate noch etwas länger dursten, damit das ideale Aroma reift? Zeigt die Temperatur von Kuh Lotte an,

Bild: ETH Zürich

Vor rund hundert Jahren begann die Industrialisierung der Landwirtschaft – heute erleben wir den Beginn ihrer Digitalisierung. Damit die Big-Data-Welle den Bauer nicht vom Acker schwemmt, sondern ihn optimal unterstützt, gilt es, das Feld früh zu bestellen und Marken zu setzen, damit die digitale Landwirtschaft die richtigen Fragen adressiert.

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft wird für die Zukunft neue Möglichkeiten eröffnen.

dass die Besamung erst am Nachmittag erfolgen sollte? Und genügt es, das Kraftfutter kommende Woche zu kaufen, wenn die Märkte sich beruhigt haben?

Automatisierungswelle schwappt aufs Feld Solche Fragen stellen sich die «Siris» der Landwirtschaft bereits heute – wenn auch erst in Versuchsanlagen. Tatsächlich staksen sechsbeinige Roboter namens Prospero über Testfelder in den USA und legen einzelne Maiskörner dort ab, wo sich die Pflanze später besonders günstig im Verbund entwickeln sollte. Und Bonirob fährt schon seit längerem autonom über deutsche Felder, vermisst Pflanzen, beprobt den Boden und jätet Unkräuter, wenn sie die Hauptkultur stören. Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu erkennen, dass sich auch die Landwirtschaft unaufhaltsam digitalisiert: Die Au16

tomatisierungswelle kommt – so sicher wie der Apfel sowohl im Paradies als auch bei Schneewittchen verzehrt werden musste. Zu verführerisch sind die Verheissungen der Technik, zu verlockend das Versprechen gesteigerter Effizienz.

Brauchen wir dazu eine Haltung? Doch unsere Jahrtausende alte Erfahrung mit Äpfeln sollte uns vorsichtig stimmen. Nicht alles, wonach es uns zunächst gelüstet, bekommt uns am Ende gut. Gerade in der Landwirtschaft und der Ernährung sind Vielfalt und Abwechslung Trumpf – einfache, holzschnittartige Lösungsansätze zeigen meist recht bald erhebliche Schwächen. Nahrungsmittelproduktion ist enorm komplex: Millionen von Organismen beeinflussen in einem Liter Boden die Leistung der Kulturpflanze, die darauf wächst; Tausende von Inhaltsstof5/2016


fen der Pflanze beeinflussen die Kuh, die sie frisst. Wir können das alles noch nicht in eine korrekte Formel packen. Aber ist das ein Grund dafür, keine Formeln aufzustellen? Doch es stellen sich Fragen wie diese: Welche Formelwerke etablieren wir als nächstes? Soll die Digitalisierung kurzfristig die Kosten senken oder langfristig helfen, Umweltressourcen zu erhalten? Welchen Apfel soll sie uns schmackhaft machen? Im internationalen Vergleich ist unsere Landwirtschaft sehr nachhaltig; egal, ob ein Bio-Label draufsteht oder nicht. Und unsere Landwirte und Landwirtinnen sind hervorragend ausgebildet. Darum denke ich, wir sollten uns einmischen und heute entscheiden, welche Fragen die Technik von morgen adressieren und beantworten soll.

Big Data auf dem Hof: Bauer sucht Job? Eine entscheidende Frage wird sein: Was bleibt dem Bauern noch zu tun, wenn die Landwirtschaft digitalisiert und automatisiert ist? Degradiert er zum Hilfsknecht der Algorithmen und Maschinen, der die wenigen verbleibenden Handgriffe ausführt – oder erhält er eine neue Rolle? Er wird wohl primär als technisch versierter Forscher gefragt sein: Neue Krankheiten werden kommen, fremde Organismen einwandern, Spezialfälle und technische Probleme auftreten. Der Landwirt muss zwar den Traktor schon bald nicht mehr selbst lenken, aber er wird auch in Zukunft noch oft auf dem Feld und im Stall stehen, um die Empfehlungen seiner Systeme zu überprüfen, sich um spezielle Aufgaben zu kümmern und das System interaktiv weiter zu verbessern.

Mehr Mut zur Komplexität In der Medizin hat der technische Fortschritt bislang weder die Ärzte noch das Pflegepersonal wegrationalisiert, sondern dazu geführt, dass sich die Ärzte mit komplexeren Krankheiten beschäftigen können, während wir länger leben und oft lange gepflegt werden müssen. Vielleicht führt die Digitalisierung in der Landwirtschaft ja dazu, dass sich diese besser um ihre wichtigsten Protagonisten, die Pflanzen und Tiere, «kümmern» kann. Oder dazu, dass es mehr Mut zu Komplexität und Vielfalt gibt. Dass Zeit gewonnen wird, um neuen Herausforderungen zu begegnen. Oder dass Zeit bleibt, um andere Landwirte aus der Ferne zu beraten, die nicht denselben Zugang zu Bildung und Technik haben wie wir. Professor Archim Walter

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BIOWISSENSCHAFTEN

Förderung der Europäischen Union (EU) für Paläontologie-Forschung

Erste Pflanzenfresser unter den Landwirbeltieren gesucht

Fossile Knochen des Rückensegels und Rekonstruktionszeichnung eines etwa 300 Millionen Jahre alten, mutmasslich pfl anzenfressenden Edaphosauriers aus der Remigiusberg-Formation, Rheinland-Pfalz

Thomas Tütken ist seit Oktober 2013 als akademischer Rat in der Arbeitsgruppe für angewandte und analytische Paläontologie der Johannes Gutenberg-Universität

in Mainz tätig und befasst sich insbesondere mit der Isotopenanalyse fossiler Knochen und Zähne. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council – ERC) unterstützt sein Projekt über die Ernährung der ersten Landwirbeltiere in den kommenden fünf Jahren mit einem ERC «Consolidator Grant». Mit dieser Förderung wird anhand fossiler Zähne von Säugetier-Vorläufern und Dinosauriern untersucht, ob sich die ausgestorbenen Tiere von Pflanzen, Insekten oder anderen Wirbeltieren ernährt haben. Die Forschungsarbeiten dienen auch dazu, Nahrungsnetze früher Landwirbeltiere und das Aussterben einzelner Arten zu rekonstruieren und damit die Evolution von Reptilien, Vögeln und Säugetieren insgesamt besser zu verstehen.

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Die Ernährung gilt als ein wichtiger Motor für die Evolution von Wirbeltieren. Als die ersten Exemplare vor etwa 380 Millionen Jahren aus dem Wasser an Land gingen, dürften sie sich zunächst von Insekten ernährt haben. Insekten, so die Vermutungen, waren einfacher aufzufinden und besser zu verdauen als Pflanzen mit ihrem hohen Zelluloseanteil. «Wir nehmen an, dass die ersten Pflanzenfresser beziehungsweise Herbivoren beim Übergang vom Karbon zum Perm vor etwa 300 Millionen Jahren aufgekommen sind. Aber auch später haben sich immer wieder Pflanzenfresser aus Tierfressern entwickelt – das war kein einmaliger Vorgang», erklärt Tütken den derzeitigen Stand der Forschung. Die ersten Herbivoren waren vermutlich säugetierähnliche Reptilien, sogenannte Synapsiden,

Bild: Uni Mainz

Foto: Urweltmuseum Geoskop

Dr. Thomas Tütken von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erhält eine Förderung des Europäischen Forschungsrats über 1,7 Millionen Euro, um den Beginn der pflanzlichen Ernährung bei Landwirbeltieren zu erforschen.

Dr. Thomas Tütken von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, in seiner Hand der fossile Unterkiefer eines Pferdes aus der letzten Eiszeit, gefunden in der Nordsee.

aus denen die Säugetiere hervorgingen. Später, vor etwa 210 Millionen Jahren, entwickelten sich auch innerhalb der Dinosaurier rein pflanzenfressende Arten.

Fossile Zähne liefern Nahrungssignale Von was genau sich die ausgestorbenen Wirbeltiere ernährt haben, lässt sich heute nur anhand von Fossilien feststellen. «Ein erster Indikator ist die Zahnform, ob es sich etwa um Mahlzähne oder Schneidezähne handelt. Aber wir schauen genauer, was tatsächlich gegessen wurde und welche chemischen sowie mechanischen Spuren die Nahrung in und auf den Zähnen hinterlassen hat», so Tütken. 5/2016


Der Paläontologe wird hierzu Kalzium-Isotopenmessungen des Zahnschmelzes vornehmen und die Abnutzungsspuren auf der Zahnoberfläche analysieren. So lässt sich zum Beispiel anhand niedriger Kalzium-Isotopenverhältnisse im Zahnschmelz nachweisen, ob Knochen aufgenommen wurde und somit ob das Tier ein Fleischfresser war. Pflanzenfresser haben hingegen höhere Kalzium-Isotopenverhältnisse und Insektenfresser nochmals höhere Werte. Zusätzlich spiegelt das dreidimensionale Relief der Zahnoberfläche auf der Nanometer-Skala den Abrieb durch die letzten Mahlzeiten wider. In einem neuen Forschungsansatz werden diese beiden Methoden erstmals kombiniert und anhand kontrollierter Fütterungsexperimente mit tierischer und pflanzlicher Nahrung an Reptilien und Säugetieren entwickelt und getestet. Im nächsten Schritt werden die Methoden auf fossile Zähne übertragen, die aus Fundstellen auf der ganzen Welt stammen, darunter auch das berühmte Karoo-Becken in Südafrika mit Vorkommen von Lystrosauriern und anderen vermutlich pflanzenfressenden, säugetierähnlichen Reptilien aus dem Perm. Aber auch in der rheinland-pfälzischen Remigiusberg-Formation nahe Kusel wurde vor einigen Jahren ein Edaphosaurier gefunden, der ein mutmasslicher früher Pflanzenfresser war und ebenfalls untersucht wird.

Bahnbrechender Ansatz Der ERC Consolidator Grant ist eine der höchstdotierten Fördermassnahmen der EU, die an Wissenschaftler vergeben wird. Der Europäische Forschungsrat fördert damit herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Beginn ihrer unabhängigen Karriere, das heisst in der Regel zwischen 7 und 12 Jahre nach der Promotion, wenn das eigene Forschungsprogramm ausgebaut wird. Zusätzlich zur wissenschaftlichen Exzellenz müssen die Antragsteller den bahnbrechenden Ansatz ihres Projekts und seine Machbarkeit nachweisen, um die Förderung zu erhalten.

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Weitere Links www.paleontology.uni-mainz.de/(Paläontologie) erc.europa.eu/(European Research Council) erc.europa.eu/consolidator-grants (ERC, Consolidator Grant)

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MEDIZIN

Was hilft gegen Allergien und Asthma?

Warum Rohmilch schützt

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Unverarbeitete Milch direkt vom Bauernhof hat einen höheren Omega-3-Fettsäuregehalt als pasteurisierte, homogenisierte und fettreduzierte Milch aus dem Laden. Das erklärt teilweise, warum Rohmilch-Trinker seltener Asthma entwickeln.

Unverarbeitete Milch mit reichlich Omega-3-Fettsäuren macht kranke Kinder munterer.

Kinder, die Rohmilch trinken, entwickeln seltener Asthma als Kinder, die industriell verarbeitete Milch trinken. Dieser Effekt wurde bereits in mehreren Studien nachgewiesen und jetzt auch von Forschungsteams der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München im Rahmen der sogenannten Pasture-Studie bestätigt. Wie die LMU-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zugleich zeigen, liegt das unter anderem am unterschiedlichen Gehalt von Omega-3-Fettsäuren in der Milch. Dennoch empfehlen sie nicht den Verzehr von Rohmilch, da diese krankmachende Mikroorganismen enthalten kann. Über ihre Ergebnisse berichten sie aktuell 20

in der Fachzeitschrift «Journal of Allergy and Clinical Immunology».

Lebensnotwendige Fettsäuren Im Rahmen der Langzeitstudie hielten rund 1000 Mütter Ernährung und Gesundheit ihres Kindes bis zum sechsten Lebensjahr regelmässig fest. Das Risiko, mit sechs Jahren an Asthma zu erkranken, war bei jenen Kinder geringer, die ab der frühen Kindheit regelmässig unverarbeitete Milch vom Bauernhof tranken. «Dieser Effekt lässt sich teilweise mit dem höheren Fettanteil und einem grösseren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren der Bau5/2016


ernhof-Milch erklären», sagt Tabea Brick aus der Arbeitsgruppe von Erika von Mutius, Professorin für Pädiatrische Allergologie an der LMU und Leiterin der Asthma- und Allergieambulanz am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU. Die Ergebnisse sind der Studie zufolge unabhängig von anderen möglichen Einflussfaktoren. Omega 3-Fettsäuren sind für den Menschen lebensnotwendig. Sie können vom Körper nicht selbst produziert und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Ihnen werden verschiedene positive Wirkungen zugeschrieben. «Man geht zum Beispiel davon aus, dass sie im Körper zu entzündungshemmenden Stoffen umgewandelt werden», sagt Tabea Brick.

Plädoyer für schonendere Verfahren Die LMU-Allergologen untersuchten in Zusammenarbeit mit Forschungsteams an der Universität Marburg verschiedene Arten von Milch: unverarbeitete und erhitzte Rohmilch sowie industriell verarbeitete Vollmilch beziehungsweise fettreduzierte Milch. Je stärker die Milch verarbeitet war, desto geringer war der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Der Gehalt an Omega-6-Fettsäuren, bei deren Abbau im Körper überwiegend entzündungsfördernde Derivate entstehen, veränderte sich jedoch kaum.

Bild: Fotolia

MEDIZIN

Kinder, die Rohmilch trinken, entwickeln seltener Asthma als Kinder, die industriell verarbeitete Milch trinken.

Bei der industriellen Verarbeitung von Milch wird diese erhitzt, beim Pasteurisieren auf Temperaturen zwischen 72 und 75 Grad Celsius. Zudem wird die Milch homogenisiert, damit sie nicht aufrahmt. Die Forscherinnen und Forscher plädieren für die Entwicklung neuer schonender Verfahren in der industriellen Milchverarbeitung, sodass die Milch ihre schützenden Inhaltsstoffe bewahrt, aber zugleich gesundheitlich unbedenklich ist. Originalpublikation Tabea Brick, Yvonne Schober, Christian Böcking, Juha Pekkanen, Jon Genuneit, Georg Loss, Jean-Charles Dalphin, Josef Riedler, Roger Lauener, Wolfgang Andreas Nockher, Harald Renz, Outi Vaarala, Charlotte Braun-Fahrländer, Erika von Mutius, Markus Johannes Ege, Petra Ina Pfefferle

and the Pasture Study Group ; Journal of Allergy and Clinical Immunology 2016. Kontakt Tabea Brick Dr. von Haunersches Kinderspital Klinikum der Universität München Telefon +49 (0)89 44005-41 13 tabea.brick@med.uni-muenchen.de Prof. Dr. med. Markus Ege Professor für klinisch-pneumologische Epidemiologie Dr. von Haunersches Kinderspital Klinikum der Universität München Telefon +49 (0)89 44005-77 09 markus.ege@med.uni-muenchen.de

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n Jubiläum für Endress+ Hauser: In vierzig Jahren ist das Unternehmen mit Sitz in Reinach (BL) zum Marktführer in der magnetisch-induktiven Durchflussmesstechnik aufgestiegen. Seit 1977 hat die Firma über zwei Millionen Geräte produziert, so viele wie kein anderer Hersteller. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte Mitte der 1970erJahre. Um in den damals aufstrebenden Wasser- und Abwassermarkt einzusteigen, kaufte man die Firma Flowtec in Bern und verlegte deren Standort ins Baselbiet. Hier startete Endress+Hauser die Fertigung von Durchflussmessgeräten mit nur drei Angestellten in einer ehemaligen Militärbaracke. www.endress.com n Die Eppendorf AG hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Konzernumsatz von EUR 629,1 Mio. (Vorjahr: EUR 531,1 Mio.) und einem Umsatzwachstum von 18,5 Prozent (währungsbereinigt 7,1 Prozent) erfolgreich abgeschlossen. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 24,7 Prozent auf EUR 119,3 Mio. (Vorjahr: EUR 95,7 Mio.). Eppendorf konnte über alle Produktgruppen hinweg wachsen und profitierte von der positiven Entwicklung bereits erschlossener sowie neuer Märkte. Die Eppendorf-Gruppe ist ein führendes Unternehmen der Life Sciences und entwickelt und vertreibt weltweit Geräte, Verbrauchsartikel und Services für Liquid-, Sam-

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ple- und Cell Handling zum Einsatz in Laboren. www.eppendorf.com n Die Wacker Chemie AG hat das 1. Quartal 2016 im Rahmen ihrer Erwartungen abgeschlossen. Beim Umsatz blieb der Münchner Chemiekonzern geringfügig unter Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist beeinflusst von Anlaufkosten für den neuen Standort Charleston (Tennessee, USA) und deutlich niedriger ausgefallen als im 1. Quartal 2015. Im Vergleich zum Vorquartal hat Wacker dagegen sowohl den Umsatz als auch das EBITDA erheblich gesteigert. www.wacker.com n Das weltweit führende Spezialchemieunternehmen Clariant mit Sitz in Muttenz hat für das erste Quartal 2016 einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 1,478 Mrd. CHF im Vergleich zu 1,465 Mrd. CHF im ersten Quartal 2015 bekanntgegeben. Dies entspricht einem Anstieg in Lokalwährungen von 3 Prozent bedingt durch höhere Volumina. Der verbesserte Umsatz resultierte in erster Linie aus dem höheren Wachstum in den Geschäftsbereichen Care Chemicals und Plastics & Coatings. www.clariant.ch n Im ersten Quartal 2016 verzeichnete das Chemieunternehmen Lonza mit Sitz in Basel das stärkste erste Quartal in ihrer Geschichte in Bezug

auf Umsatz und Ergebnis. Die solide Gesamtleistung des Unternehmens resultiert aus starken Ergebnissen in den beiden Segmenten Specialty Ingredients und Pharma & Biotech. Die Rekordleistung des Unternehmens hat zu einer gesunden Bilanz im ersten Quartal geführt und wird die weitere Schuldenreduzierung des Unternehmens vorantreiben. www.lonza.ch n Erfolg für das Life SciencesUnternehmen Bayer: Das Patent- und Markenamt der USA hat die Patentlaufzeit für Rivaroxaban verlängert. Der Wirkstoff wird unter dem Markennamen Xarelto® vermarktet. Im Bereich der venösen und arteriellen Thromboembolien ist Xarelto bis heute in sieben Indikationen zugelassen. www.bayer.de n Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erweitert sein Portfolio im Geschäftsbereich Materialschutzprodukte und übernimmt das «Clean and Disinfect»-Geschäft des USamerikanischen Chemiekonzerns Chemours. Es umfasst verschiedene Wirkstoffe und Spezialchemikalien, insbesondere für Desinfektions- und Hygienelösungen. Eines der Kernprodukte ist das Desinfektionsmittel Virkon S, das weltweit als hochwirksames Mittel der Wahl im Wachstumsbereich Veterinärdesinfektion und dabei auch bei der Bekämpfung von Seuchen wie der Maul- und Klauenseuche

oder der Vogelgrippe eingesetzt wird. Beide Unternehmen haben nun eine Vereinbarung für die Übernahme des Geschäfts unterzeichnet. Den Unternehmenswert von rund 210 Millionen Euro wird Lanxess aus vorhandenen liquiden Mitteln finanzieren. Die Transaktion wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2016 vollzogen. Sie unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. www.lanxess.de n Der Werkstoffhersteller Covestro ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2016 gestartet. Im ersten Quartal verbesserte sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,3 Prozent auf 508 Mio. Euro. Dazu trugen alle drei Segmente bei. Polyurethane und Polykarbonate wiesen zudem ein starkes Wachstum der Absatzmengen im Kerngeschäft auf, die insgesamt auf Konzernebene gegenüber dem ersten Quartal 2015 um 8,5 Prozent zunahmen. www.covestro.com n Der Pharmakonzern Novartis mit Sitz in Basel arbeitet Informationen der «Sonntags Zeitung» zufolge an einem Verkauf seiner Beteiligung am heimischen Konkurrenten Roche. Das Paket von 33,33 Prozent der Inhaberaktien hätte nach derzeitigem Kurs einen Wert von 13,5 Milliarden Schweizer Franken. www.novartis.ch

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Pharmaunternehmen investieren massiv in neue digitale Technologien

Nach einem Jahrzehnt des Abwartens beginnt nun auch für die globale Pharmaindustrie das digitale Zeitalter. Die Investitionen der Branchengiganten in die Digitalisierung steigen rasant. Venture-CapitalFonds und Hightech-Konzerne heizen den Wettlauf im milliardenschweren Pharmamarkt weiter an. Noch aber fehlt es an klaren Strategien. Für die Pharmaunternehmen ist es an der Zeit, sich ernsthaft mit der digitalen Revolution auseinanderzusetzen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie «Getting the dose right: A digital prescription for the pharma industry» der internationalen Managementberatung Bain & Company. Immer mehr Pharmakonzerne gehen in die Offensive und reagieren damit auf die hohe digitale Affinität ihrer Kunden. So werden in den nächsten zwei Jahren bereits 93 Prozent aller Ärzte in den USA elektronische Patientenakten nutzen, 97 Prozent werden Zugang zu elektronischen Behandlungsprotokollen haben. Daher kooperieren immer mehr Pharmaunternehmen mit Firmen, die Daten aggregieren und ana5/2016

lysieren, mit digitalen Start-ups sowie mit Versicherungen und anderen Dienstleistern in der Gesundheitsindustrie. «Pharmakonzerne, die es schaffen, ihre Digitalstrategien mit den neuen Partnern effizient zu koordinieren, können die Zukunft der Branche mitgestalten», betont Michael Kunst, Partner bei Bain & Company, Leiter der Praxisgruppe Healthcare in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) und Co-Autor der Studie. «Dafür müssen die Unternehmen aber ihre internen und externen Daten sowie ihre Analyseinstrumente besser aufeinander abstimmen.» Meist verlaufen sich die Digitalisierungsversuche in einer Vielzahl von Einzelmassnahmen. Ein weltweit tätiger Pharmakonzern startete beispielsweise mehr als 200 Digitalprojekte und hostete 2000 Websites – eine Abstimmung oder Koordination der Initiativen fand indes nicht statt. Die Unternehmen sollten ihre Digitalstrategie aber in klar definierte Themengebiete unterteilen. Deren Anzahl beläuft sich je nach Komplexität auf 20 bis 40. Diese Cluster können Berei-

che wie Real-World-Daten, Genomics oder eine digitalbasierte OmnikanalStrategie abbilden. In ihrer Gesamtheit ergeben sie eine Karte der digitalen Möglichkeiten. So lässt sich herausarbeiten, welche Einzelinvestments die grössten Wettbewerbsvorteile versprechen. «Ziel ist, diejenigen Bereiche zu identifizieren, die dem Unternehmen die höchste Rendite bei niedrigsten Kosten und Risiken liefern», erläutert Bain-Experte Kunst. «Und zu vermeiden, dass sich das Management im digitalen Dschungel verirrt.» Für die Pharmaindustrie sind nach Ansicht von Bain zwei Themen besonders wichtig: die Analyse grosser Mengen von RealWorld-Daten und eine positive digitale Kundenerfahrung. Unternehmen, denen es gelingt, RealWorld-Daten entlang der Wertschöpfungskette einzusetzen, werden mit hohen Renditen belohnt. Und schon heute informieren sich Ärzte über Produkte weitaus häufiger im Internet als bei Pharmareferenten. OmnikanalStrategien und personalisiertes Marketing helfen, individuelles Kundenverhalten besser zu verstehen. So können den Kunden die richtigen Angebote auf dem bevorzugten Kanal unterbreitet werden, etwa durch den Aufbau einer Online-Community für bestimmte Patientengruppen. www.bain.de

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Der Vorstand der Akademien der Wissenschaften Schweiz hat Claudia Appenzeller zu ihrer Geschäftsführerin ernannt. Sie übernahm ihre neuen Aufgaben Ende April. Claudia Appenzeller kennt das Bildungs-, Innovations- und Forschungsumfeld aus verschiedenen Perspektiven. Bis Anfang April war sie stellvertretende Abteilungsleiterin bei der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), wo sie sich insbesondere für Wachstum und Internationalisierung von technologie- und wissenschaftsbasierten Start-ups en-

gagierte. Sie leitete beim Bundesamt für Gesundheit das Projekt «Work and Care» und war in die Umsetzung der eHealth Strategie involviert. Als Geschäftsführerin positionierte sie die Schweizer Wissenschaftsolympiaden in Bildung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft und leitete die Kommunikation bei der Interfakultären Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie der Universität Bern. Und als Unternehmerin baute sie ein Büro für Text und Kommunikation auf. Claudia Appenzeller verfügt über einen Master of Arts der Universität Genf, eine Weiterbildung in Kommunikation der Schweizerischen Textakademie sowie einen Executive Master in Public Administration der Universität Bern. Sie ist verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Söhnen. www.akademien-schweiz.ch

Afrikanische Forscher entwickeln Seife zur Malariabekämpfung Das Social-Startup «Faso Soap» mit Sitz in Burkina Faso (West­afrika) bietet derzeit eines der vielversprechendsten, präventiven Lösungen zur Malariabekämpfung: Eine Seife aus einer Mischung natürlicher Öle, welche nach Benutzung während mindestens sechs Stunden Moskitos fernhält. Im Jahr 2013 gewann das Projekt bei der «Global Social Venture Competition», einem internationalen Wettbewerb der Universität von Kalifornien in Berkeley. Neben anderen Partnern bietet die Ingenieurschu-

le ITECH in Lyon wertvolle Unterstützung bei der Erstellung von Seifen-Prototypen. Das französische Forschungsteam beschäftigt sich mit den organoleptischen Eigenschaften (Geruch und Handgefühl) der Seife, welche aus Kokosnussöl, Shea-Butter und einem Cocktail aus ätherischen Ölen als Moskitorepellent besteht. Die Herausforderung für das Projektteam war es, eine Technik zu finden, die der Stärkung von ätherischen Ölen in Kosmetikprodukten dient. www.faso-soap.info 5/2016


NEWS

BILD: Hugues Frainier

Höhere Fachprüfung absolviert und erfolgreich bestanden

Durch berufliche Weiterbildung in Praxis und Theorie dazulernen.

Dieses Jahr haben acht Kandidatinnen und Kandidaten die höhere Fachprüfung in einem Laborberuf bestanden. Ihre

eidgenössischen Diplome als «Naturwissenschaftliche La­ bortechnikerin/Naturwissenschaftlicher Labortechniker

mit eidgenössischem Diplom» dürfen sie an der Diplomfeier im Frühsommer entgegennehmen.

Und auf dem Arbeitsmarkt gelten die Absolventinnen und Absolventen als gefragte Fachkräfte.

Lohnende Weiterbildung Viele gute Gründe sprechen für die höhere Fachprüfung. Diese Weiterbildung bietet die Möglichkeit, nach der Lehre in Praxis und Theorie dazuzulernen und dies mit einem eidgenössischen Diplom zu belegen. Da man den vor­ be­ reitenden Lehrgang berufsbegleitend absolviert, bleibt man am Arbeitsplatz nicht nur fachlich auf dem Laufenden, sondern muss auch keinen Lohnunterbruch in Kauf nehmen.

Interessiert? Weitere Informationen zu dieser attraktiven Weiterbildung sind unter www.wblb.ch zu finden. Auch die Anbieter der vorbereitenden Lehrgänge beraten Sie gerne. Im August 2016 beginnt bei Aprentas in Muttenz ein neuer Lehrgang, im Jahr darauf, im August 2017, bei der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZ).

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FIRMENREPORTAGE

Vegapuls 64 und Plicscom könnten den Markt revolutionieren

Mehr Flexibilität bei der Füllstandmessung Mit einem neuen Füllstandmesser für Flüssigkeiten und einem neuartigen Anzeige- und Bedienmodul mit Hilfe von Bluetooth bringt das Messtechnik-Unternehmen Vega mit Sitz im süddeutschen Schiltach derzeit gleich zwei Innovationen auf den Markt.

Peter C. Müller «Das Kapital einer Firma», so brachte es Günter Kech, der Geschäftsführer der Vega, anlässlich der Medienorientierung auf den Punkt, «sind die Mitarbeitenden». Der Spezialist für Füllstand- und Druckmesstechnik in Schiltach im Schwarzwald, so erklärte der Geschäftsführer, könne sich dabei auf sehr langjähriges Personal verlassen: «7 Prozent unserer Mitarbeitenden sind mehr als 30 Jahre bei uns, 16 Prozent zwischen 20 und 30 Jahren, rund 36 Prozent während 10 bis 20 Jahren und etwas mehr als 40 Prozent weniger als zehn Jahre.» Die Vega Grieshaber KG beschäftigt im Schwarzwald rund 600 Mitarbeitende.

Ausbildung junger Leute Die Vega Grieshaber KG, so der volle Name des Unternehmens, sei dabei zu rund 40 Prozent in der Produktion, zu etwas über einem Fünftel in Marketing, Vertrieb und Export sowie zu je etwa 15 Prozent in der Entwicklung und der Verwaltung tätig. «Wichtig», so Günter Kech, «ist uns aber auch die Ausbildung junger Leute, die zu etwa 8 Prozent unse-

Geschäftsführer Günter Kech präsentiert Füllstandmessgeräte von 1991 bis heute.

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re restlichen Aktivitäten ausmachen». Rund 80 Prozent der Produkte, welche Vega herstelle, seien dabei für den Export bestimmt, «lediglich» ein Fünftel der Füllstandmesser verbleibe in Deutschland. Nun bringt das Unternehmen gleich mehrere Innovationen auf den nationalen und internationalen Markt: Zum einen ist dies ein neuer Radarsensor für Flüssigkeiten namens «Vegapuls 64», zum anderen eine Bluetooth-Lösung für ihre hauseigenen Plics-Prozesssensoren. Beide Innovationen, die gemäss der Meinung von Fachleuten den Markt revolutionieren könnten, wurden vor kurzem den Medien, aber auch den Kunden vorgestellt und sollen noch in diesem Frühjahr auf den Markt kommen.

schäftsführer Kech, «ist dabei das erste Radar-Füllstandmessgerät für Flüssigkeiten, das mit einer Frequenz von 80 GigaHertz misst». Dies ermögliche gemäss den Ausführungen der Produktspezialisten Clemens Hengstler und Jürgen Skowaisa, «eine einzigartige Fokussierung des Radarstrahls». Der Sensor liefere so selbst in Behältern mit Einbauten wie Heizschlangen oder Rührwerken zuverlässige Messergebnisse. «Denn der Strahl», so erklärte Clemens Hengstler, «geht an solchen Hindernissen einfach vorbei. Und auch Anhaftungen an der Behälterwand werden eine präzise Messung nicht beeinflussen».

Revolutionärer Füllstand­ messer für viele Flüssigkeiten

Jürgen Skowaisa ergänzte zudem: «Je grösser der Dynamikbereich eines Radarsensors, desto breiter ist sein Einsatzspektrum und desto höher ist seine Messsicherheit. Und auch hier nimmt der Vegapuls 64 eine Vorreiterrolle auf dem Weltmarkt ein. Er ist in der Lage, Medien

Vega, seit mehr als zwanzig Jahren marktführend in der Füllstandmessung, läute nun ein neues Zeitalter der Radarmesstechnik ein: «Der Vegapuls 64», so Ge-

Breites Einsatzspektrum

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Bilder: Peter C. Müller

FIRMENREPORTAGE

Clemens Hengstler (l.) und Jürgen Skowaisa bei der Demonstration von Abstrahlwinkeln.

mit geringen Reflexionseigenschaften deutlich besser zu messen als bisherige Radarsensoren». Der Füllstand, so zeigten die zwei Experten auch den vor Ort anwesenden Medienleuten, lasse sich selbst ganz nah am Behälterboden noch ermitteln. «Und auch bei Schaum, extrem turbulenten Füllgut­ oberflächen, Kondensat oder Anhaftungen an der Antenne misst der Vegapuls 64 besonders sicher und zuverlässig». Mit der kleinsten Antenne seiner Art sei der Vegapuls 64 zudem ungeschlagen, wenn es um den Einsatz in kleinen Lageroder Prozessbehältern geht. Damit empfehle sich der neue Radarsensor für Flüssigkeiten in den unterschiedlichsten Industriebereichen, zum Beispiel in der Chemie, bei der Herstellung von Pharmaund Kosmetikprodukten, in der Lebensmittelverarbeitung oder in der Öl- und Gasbranche.

Plics wird smart Eine weitere Innovation von Vega, die dieses Frühjahr auf dem Markt lanciert wird, ist eine Bluetooth- und App-Lösung für die Prozesssensoren ihrer Geräteplattform Plics. Mit dem neuen, universellen Anzeige- und Bedienmodul namens «Plicscom» führe Vega gewissermassen den Gedanken der modularen Geräteplattform «konsequent und nachhaltig» weiter, hiess es. Oder wie es Produktmanager Juan Garcia erklärte: «Unsere Bluetooth-Kommunikation eignet sich für alle Branchen und ist insbesondere für schwer zugängliche Stellen und neue Industrieumgebungen, aber auch für Ex-Bereiche interessant». «Und das Beste daran», so erklärte sein Kollege Ralf Höll, «ist, dass das neue Modul ab5/2016

Juan Garcia: «Unsere Bluetooth-Kommunikation eignet sich für alle Branchen».

Ralf Höll bei der Bedienung eines Plics-Sensors mittels Sichtfenster und Magnetstift.

Qualität und Sicherheit Produktionsprozesse werden immer komplexer. Umso verständlicher sollte die Messtechnik sein, die zur Steuerung und Überwachung der Prozesse eingesetzt wird. Vega hat es sich zum Ziel gesetzt, innovative Messtechnik zu entwickeln, die in Sachen Bedienbarkeit einfach zu handhaben ist und ein Maximum an Sicherheit und Zuverlässigkeit bietet. Vega beschäftigt weltweit über 1200 Mitarbeitende, davon 600 am Hauptsitz in Schiltach im Schwarzwald. Hier entstehen seit über 50 Jahren Lösungen für anspruchsvolle Messaufgaben in chemischen und pharmazeutischen Anlagen, in der Lebensmittelindustrie sowie in der Trinkwasserversorgung, in Kläranlagen und auf Deponien, im Bergbau und bei der Energieerzeugung, auf Bohrinseln, Schiffen und in Flugzeugen. Vega ist in über 80 Ländern mit Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern aktiv. Das Unternehmen und seine Produkte verfügen über alle notwendigen Zertifikate und Zulassungen für den weltweiten Einsatz. Das gilt für den Bereich der technischen Sicherheit genauso, wie für die Qualität der Produkte und Dienstleistungen. wärtskompatibel ist und sich für die gesamte Basis der bereits installierten, rund 1,5 Millionen Plics-Sensoren nutzen lässt.» Diese seien seit dem Jahr 2002 in den unterschiedlichsten Anlagen rund um den Globus im Einsatz und seien nun über alle Messprinzipien hinweg ohne SoftwareUpdate auch mit «Plicscom» nutzbar.

Einsetzen, herunterladen und nutzen Die Devise, so erklärten die beiden Produktmanager, heisse deshalb nun: «Plicscom in das Gerät einsetzen, Vega-ToolsApp herunterladen und den Plics-Sensor komfortabel und vor allem gefahrlos aus sicherer Entfernung mit dem Tablet oder Smartphone konfigurieren und parametrieren». Für Nutzer, die ihre Plics-Sensoren weiterhin «direkt vor Ort» nutzen wollten, halte Vega zudem «eine weitere pfiffige Variante» bereit: Ein Magnetstift ermögliche eine berührungslose Bedienung bei geschlossenem Deckel durch das Sichtfens-

ter hindurch. «So bleiben die Geräte stets gut geschützt», führte Ralf Höll bei seiner Präsentation aus, «und auch schwierige Witterungsbedingungen oder Verschmutzungen spielen keine Rolle mehr: Dies ist ein grosser Vorteil gegenüber optischen Verfahren». Die Magnetstift-Bedienung biete – wie die Bluetooth Kommunikation – zudem noch weitere Vorzüge, wie Juan Garcia erklärte: «Aufwändige Genehmigungen im Ex-Bereich, sogenannte Feuerscheine, werden so überflüssig: Etwas bisher noch nie Dagewesenes und Einzigartiges in der Prozessindustrie»!

Kontakt Vega Messtechnik Barzloostrasse 2 CH-8330 Pfäffikon Telefon +41 (0)44 952 40 00 Fax +41 (0)44 952 40 01 info@vega.com www.vega.com

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FIRMEN BERICHTEN

Einsatz bei Produktion, Lager und Transport

Chemieindustrie setzt vermehrt auf Behälterreinigung mit Hochdruck Innovationen sind in der Chemieindustrie immer wieder willkommen: Eine von ihnen ist zum Beispiel die Behälter­ innenreinigung mit Hochdruck.

Hoch- und Niederdruck?

Auch in der Lebensmitteltechnologie wird die Behälterinnenreinigung mit Hochdruck gerne eingesetzt.

So vielfältig wie die verschiedenen Segmente in der Chemieindustrie sind oft auch die Anforderungen an die Reinigung von Produktions-, Lager- und Transportbehältern. Dies beginnt bei der Unterschiedlichkeit der hergestellten Substanzen sowie der Beschaffenheit der zu reinigenden Behälter und geht über die differierenden Anforderungen an Sauberkeit und Hygiene bis zur Wirksamkeit spezifischer Normen und Standards. Eines trifft aber für alle Chemieunternehmen zu: Die eingesetzte Lösung muss neben Effektivität und Wirtschaftlichkeit höchsten Ansprüchen an Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit genügen. Dies sollte aber nicht dazu führen, nur traditionelle Reinigungskonzepte einzusetzen. Wenn innovative Konzepte effektiver, effizienter und zuverlässiger sind, sollte man Bestehendes in Frage stellen. Die Behälterinnenreinigung mit Hochdruck hat das 28

Potential für eine spürbare Verbesserung bestehender Reinigungslösungen.

Genügend Druck bereitstellen Doch was bedeuten die Begriffe Nieder-, Mittel-, Hoch- und Höchstdruck technisch gesehen? Je nach Wasserdruck werden Niederdruck (Leitungsdruck, mit Druckerhöhung bis maximal 20 bar), Mitteldruck (20 bis 80  bar), Hochdruck (80 bis 500 bar) und Höchstdruck (ab 500 bar) unterschieden. Ab 20 bar wird eine spezielle Hochdruckpumpe benötigt, um den entsprechenden Wasserdruck bereitzustellen. Da Höchstdruck nur bei Spezialanwendungen im Strassenbau bzw. ab 3000 bar zum Schneiden von Stahl eingesetzt wird und Mitteldruck kein echtes Einsatzgebiet hat, konzentrieren wir uns hier auf die Unterschiede zwischen Hochund Niederdruck.

Bei der Reinigung mit Niederdruck wird der Schmutz im Wasser aufgelöst bzw. die nicht aufgelösten Schmutzpartikel werden mit dem Wasser fortgeschwemmt. Um die Adhäsion des Materials an den Behälterwänden bzw. an Rühroder Mischwerken aufzuheben, wird eine umfangreiche Einwirkzeit verbunden mit einer grossen Wassermenge und oft auch der Zusatz von Reinigungschemikalien benötigt. Dagegen erzeugt der Wasserdruck bei einer Reinigung unter Hochdruck eine starke physikalische Aufprallkraft, welche die mechanische Ablösung adhäsiver oder angetrockneter Substanzen von Behälterwänden oder Rühr- und Mischwerken bewirkt. Die gelösten Schmutzpartikel werden danach mit dem Wasser fortgeschwemmt. Die Einwirkzeit entfällt weitgehend, die Reinigungszeit der Anlage, der Wasserverbrauch, die Abwassermenge und Reinigungszusätze können reduziert werden. Die Unterschiede bei der Reinigungszeit, der Wasser-/Abwassermenge und dem erforderlichen Zusatz von Reinigungschemie variieren je nach Einsatzgebiet. Typische Erfahrungswerte zeigen beim Hochdruckeinsatz eine Zeitersparnis von 50 bis 75 Prozent und eine Wasserersparnis von 70 bis 80 Prozent.

Empfindliche Anlagetechnik? Behälter sowie Rühr- oder Mischwerke mit den üblichen Materialstärken aus INOX werden von Wasserdrücken bis 500 bar weder in ihrer Form noch in der Oberflächenbeschaffenheit verändert. Bei Dichtungen, Ventilen etc. muss die Beständigkeit gegenüber höheren Drücken 5/2016


FIRMEN BERICHTEN

analysiert werden, die Erfahrung zeigt, dass Hochdruck bis 200 bar auch hier keine Probleme verursacht. Neben dem Druck selbst ist dabei auch die Form des Wasserstrahls massgeblich. Ein Punktstrahl hat bei gleichem Wasserdruck wegen der geringeren Aufprallfläche einen höheren «Impact» als der meist eingesetzte Fächerstrahl, bei dem der Strahl sich Fächer förmig ausdehnt und als schmaler Streifen auf dem Material auftrifft. Am häufigsten eingesetzt werden Düsen, die eine Fächeraufdehnung von 5 Grad realisieren.

Es kommt auf die Substanz an Ist die Hochdruckreinigung in der Chemie damit die bessere Lösung? Eine generelle Aussage für alle Segmente der Chemie und die sehr unterschiedlichen Substanzen ist nicht möglich. Die beschriebenen physikalischen Effekte der Hochdruckreinigung wirken nicht bei allen Substanzen gleichermassen. Bei Fluiden mit geringer Viskosität und guter Wasserlöslichkeit kann die Niederdruckreinigung ihre Stärken ausspielen. Dagegen kommen bei Feststoffen und bei Fluiden mit hoher Viskosität die Vorteile der Hochdruckreinigung zum Tragen. Im Pharmabereich muss ausserdem die Gefahr einer Kreuzkontamination betrachtet werden. Der vom Auftreffen des

Hochdruckstrahls erzeugte Sprühnebel könnte Stoffe in Bereiche verteilen, die damit vorher nicht im Kontakt waren.

Erfahrung fehlt Warum werden in der Chemie Behälter dennoch meist mit Niederdruck gereinigt? Viele Verfahrenstechniker und Anlagenbauer kennen die Niederdrucktechnik aus umfangreicher, eigener Erfahrung. Trotz des erfolgreichen Einsatzes von Hochdrucktechnik in vielen Bereichen der Chemie, in der Kosmetik und bei Pharma, fehlt vielen Verantwortlichen diese Erfahrung. Das persönliche Vertrauen, sich dafür zu entscheiden, ist begrenzt. Der meist höhere Investitionsaufwand der Hochdruckreinigung wird erst im Verlauf der Nutzung durch die Einsparungen bei den Betriebskosten amortisiert. Die Amortisationsdauer ist dabei je nach Fall unterschiedlich. Unternehmen, die für Investitionen eine Amortisation innerhalb sehr kurzer Zeit erwarten, werden daher eher zur Niederdruckreinigung tendieren.

Keine starke Lobby Ausserdem ist nicht zu unterschätzen, dass Hochdruck keine starke Lobby hat. Die spezialisierten, mittelständischen Hersteller von Hochdruckreinigungslösungen verfügen nicht über die notwendigen

Kommunikationsbudgets, um diese relativ neue Technologie und ihre Vorteile in der Behälterreinigung kurzfristig bei allen Beteiligten umfassend bekannt zu machen.

Verwendung steigt Die genannten Vorteile bei Effektivität, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit in der Reinigung sind aber zu gross, um den Hochdruckeinsatz ignorieren zu können. Die zunehmende Anzahl erfolgreicher Praxisbeispiele, der steigende Stellenwert von ökologischen Aspekten im Rahmen der Corporate Social Responsibility, mehr Anlageningenieure und Betriebsleiter, die nach innovativen Lösungen suchen sowie entsprechende Zulassungen der Geräte (FDA etc.) werden die Verbreitung der Behälterinnenreinigung mit Hochdruck fördern.

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FIRMEN BERICHTEN

Watson-Marlow bietet neue Lösungen an

Innovative Qdos-Schlauchdosierpumpen

Bilder: Watson-Marlow Fluid Technology Group

Verpackungsspezialist Huhtamaki Molded Fiber Technology BV geht bei Dosieraufgaben neue Wege: Seit Kurzem setzt man bei der Dosierung korrosiven Natriumhypochlorits zur Desinfektion des Prozesswassers anstatt auf Magnet-Membrandosierpumpen auf die Dosierpumpe Qdos von Watson-Marlow.

Die Schlauchpumpe Qdos von Watson-Marlow überzeugt durch eine problemlose Installation, eine einfache Kalibrierung und vor allem durch ihre hohe Präzision bei der Dosierung.

Die finnische Huhtamaki Group ist einer der weltweit führenden Hersteller von Verbraucherverpackungen. Das Unternehmen beschäftigt 14 000 Mitarbeitende an insgesamt 61 Fertigungsstandorten weltweit und setzt pro Jahr zwei Milliarden Euro um. Bereits seit 1938 ist Huhtamaki auch in den Niederlanden vertreten: Huhtamaki Molded Fiber Technology BV mit seinen über 200 Angestellten hat sich auf die Produktion von Faserformverpackungen für empfindliche Lebensmittel wie beispielsweise Eier, Steinfrüchte, Äpfel, Birnen oder Tomaten spezialisiert.

setzte, suchte man für eine anspruchsvolle Dosieraufgabe lange vergebens nach einer zufriedenstellenden Lösung: «Um der Bildung von Algen, Hefen und Pilzen im Prozesswasser vorzubeugen, dosieren wir Natriumhypochlorit [NaClO] zur Desinfektion in den Kühlwasserstrom, bei einem Gegendruck von zwei bar», erläutert Benno Koopmans, der Prozessmanager des Werks. «Bis vor Kurzem setzten wir für diese Aufgabe Magnet-Membranpumpen ein, allerdings kam es durch das korrosive Natriumhypochlorit häufig zu Leckagen und dadurch zu Beschädigungen der elektrischen Leitungen. Die Ausfallzeiten, Reparaturen und Kosten summierten sich. Wie die meisten unserer Mitbewerber kalkulieren wir mit niedrigen Margen, so dass sich selbst kurze Ausfallzeiten bereits negativ auswirken.»

Es kann nichts verstopfen Eine Lösung bot die Dosierpumpe Qdos von Watson-Marlow, die erstmals im Feb-

ruar 2012 in Franeker installiert wurde. Im Gegensatz zu anderen Dosierpumpen arbeitet die Qdos nach dem peristaltischen Förderprinzip. Gerade bei schwierigen und korrosiven Fördermedien bieten Schlauchpumpen Vorteile gegenüber anderen Pumpenarten: Da lediglich der Schlauch mit dem Fördermedium in Berührung kommt, kann nichts verstopfen, korrodieren oder zerstört werden. Selbst Säuren, Laugen, abrasive, viskose, scherempfindliche und gasförmige Medien können schonend und sicher verarbeitet werden. Darüber hinaus sind wartungsintensive Zusatzkomponenten wie Rückschlagventile nicht nötig. Da der Pumpenkopf der Qdos-Dosierpumpe gekapselt ist, ist ein Austreten des Fördermediums praktisch ausgeschlossen.

Intuitive Bedienung Das bei Huhtamaki verwendete Modell Qdos 30 bietet selbst bei schwierigen Medien eine lineare und wiederholbare Do-

Richtig in Form In der Fabrik in Franeker wird auf elf Fertigungslinien produziert. Dabei spielen Pumpen eine wichtige Rolle und kommen für eine Vielzahl von Förderaufgaben zum Einsatz. Obwohl man bereits bislang auf die Pumpen von Watson-Marlow 30

Die Qdos-Pumpe lässt sich problemlos kalibrieren.

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sierleistung von 0,1 bis 500 Milliliter pro Minute bei einem Druck von bis zu sieben bar und einer Genauigkeit von ±1 Prozent. Für höhere Fördervolumen bis 1000 ml/ min bietet Watson-Marlow mit der Qdos 60 auch ein grösseres Modell an. Einziges Verschleissteil ist der patentierte ReNu-Pumpenkopf von Watson-Marlow, der als komplettes Teil gewechselt werden kann. Die Pumpe bietet ausserdem eine einfache und intuitive Bedienung, unterstützt durch ein 3,5” TFT-Farbdisplay.

Präzise Lösung «Uns gefiel die Qdos wegen ihrer hohen Dosiergenauigkeit, die für uns eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu früher darstellt», sagt Koopmans. «Beispielsweise für Anwendungen, bei denen auch Farbstoffe zur Färbung von Verpackungen eingesetzt werden, ist die Präzision besonders wichtig. Denn hier benötigen wir eine sehr niedrige Zudosierung, um eine Konzentration von 0,15 bis 0,2 Prozent zu erreichen. Bei einigen Pumpen besteht die Gefahr, dass es zu Verstopfungen und den daraus folgenden Farbabweichungen kommt, wenn aufgrund der geringen Fördermengen die Drehzahl des Pumpenkopfs zu niedrig ist. Wenn dies eintritt, sprechen wir von einem ‘Show-Stopper’. Die Pumpen, die an dieser Stelle eingesetzt werden, müssen deshalb absolut zuverlässig arbeiten.» Im Werk Franeker wird die Qdos 30 in Kombination mit einem Durchflussmesser eingesetzt. Dieser misst die Menge an Kühlwasser in Kubikmetern pro Stunde und regelt die Dosierung des Natriumhypochlorits. Bei der Installation konnte bequem auf die bereits vorhandenen 4-20 mA Signalleitungen der früheren Mem­ branpumpen zurückgreifen. Das gesamte System liess sich so per «Plug-and-Play» einrichten.

Einfache Kalibrierung «Wir kalibrieren die Qdos-Pumpen regelmässig. Dies lässt sich problemlos vom Bediener der Anlage während des laufenden Betriebs durchführen», sagt Koopmans. «Bislang konnten wir keinerlei Rückgang der Förderleistung seit der Ins5/2016

tallation registrieren und auch mit der Lebensdauer der Pumpenköpfe sind wir sehr zufrieden. Denn die erste Pumpe ist zweieinhalb Jahre lang ohne Probleme mit dem Originalpumpenkopf gelaufen», erklärt Koopmans. «Das hat uns letztlich von der Langlebigkeit dieser Dosierpumpe überzeugt. Vor Kurzem haben wir bereits unsere zwanzigste Qdos 30 installiert.»

Viele Anwendungs­ möglichkeiten Mittlerweile werden Qdos 30-Pumpen für zahlreiche Aufgaben im Werk eingesetzt: Zum Beispiel dosiert eine Qdos 30 ein Entkalkungsmittel in einem Wärmetauscher und überzeugt durch absolute Zuverlässigkeit. Eine weitere Qdos 30 verrichtet ihren Dienst an einer Polymer-Dosierstation und ersetzt dort eine Exzenterschneckenpumpe. «Zurzeit prüfen wir, ob wir in unserem Werk künftig standardmässig auf Qdos-Pumpen setzen. Bei elf Produktionslinien mit jeweils bis zu fünf Pumpen gibt es noch viel Spielraum für weitere Installationen», sagt Benno Koopmans. Die innovative Schlauchpumpe Qdos von Watson-Marlow überzeugt also durch eine problemlose Installation, eine einfache Kalibrierung und vor allem durch ihre hohe Präzision bei der Dosierung. Mittlerweile baut Huhtamaki auch bei weiteren Anwendungen auf die zuverlässige QdosPumpe und prüft, künftig standardmässig auf diese Art von Pumpen zu setzen.

Schnelltest

Pipette mit diesem einfachen, Prüfen Sie die Leistungsfähigkeit einer eine Waage, einen Behälter, gravimetrischen Schnelltest. Sie benötigen vor Luftzug, direkter Sonneneinstrahlung etwas entionisiertes Wasser und einen und Vibrationen geschützten Arbeitsbereich.

Volumen von 100 µL oder größer eine Verwenden Sie für Pipetten mit einem Sie eine sechsstellige Waage. Waage. Bei weniger als 100 µL verwenden

1

fünfstellige

Zuerst tarieren Sie die

Waage und bereiten den Behälter vor. Danach stellen Sie das Volumen Ihrer Pipette auf 100 Prozent ihres Nennwertes ein und setzen die vom Hersteller empfohlene Spitze ein.

4

6

vorsichtig Bringen Sie die Pipette geben Sie das

Wiederholen Sie den Vorgang

weitere drei Mal mit derselben Spitze. Notieren Sie jedes Mal den von der Waage angezeigten Wert.

über den Behälter auf der Waage und der Seitenwand Wasser ab. Streifen Sie die Spitze an abzustreifen. nach oben, um überschüssige Flüssigkeit

7 2

Werfen Sie

die Spitze nach dem letzten Dispensieren ab.

Spülen Sie die

Spitze vor, indem Sie das entionisierte Wasser dreimal aufnehmen und abgeben.

8

Stellen Sie jetzt

die Pipette auf 50 Prozent ihres Nennwertes ein, spülen Sie eine neue Spitze dreimal vor und wiederholen Sie die Schritte 3 bis 7.

9 3

Halten Sie die Pipette senkrecht, tauchen Sie die Spitze

1 bis 2 mm

1 bis 10 µL

Volumen Ausgedrückt in ml.

Vi = Einzelvolumina Wi = Einzelne Wägungen Z = Z-Faktor

2 bis 3 mm

10 bis 200 µL

Aus den gesammelten Daten können Sie jetzt das Durchschnittsvolumen der Pipette sowie die Genauigkeit (Mittlerer Fehler) und die Präzision (Standardabweichung) berechnen.

10

so tief wie nötig ein und nehmen Sie entionisiertes Wasser auf.

5

3 bis 6 mm

Vergleichen Sie jetzt Ihre

Ergebnisse mit den Spezifikationen des Herstellers.

Zur Vermeidung

von Verdunstungseffekten, notieren Sie den Wägewert (in mg) sofort, wenn sich die Waage stabilisiert hat.

200 bis 2000 µL

Mittelwert Das Ergebnis des Mittelwertes um die Korrektur des Z-Faktors. Ausgedrückt in μL.

v = Mittleres Volumen n = Anzahl der Wägungen vi = Einzelvolumina

Genauigkeit

Präzision

Qualitativer Begriff als Urteil über die systematische Abweichungen von Messungen. Ausmaß der Übereinstimmung zwischen dem Erwartungswert (-> Mittelwert) einer Serie von Messwerten und dem wahren Wert. (Abweichung des Mittelwertes vom Nennvolumen oder gewählten Volumen)

E = Mittlerer Fehler v = Mittleres Volumen vs = Volumeneinstellung

Qualitativer Begriff als Urteil über die Streuung von Messungen. Die zufällige Messabweichung (Wiederholstandardabweichung) bemisst die Größe der Streuung infolge zufälliger Fehler.

Entsprechen Ihre Ergebnisse nicht den Spezifikationen der Pipette, muss Ihre Pipette gewartet oder kalibriert werden.

s = Standardabweichung n = Anzahl der Wägungen vi = Einzelvolumina v = Mittleres Volumen

finden Sie auf mt.com/gpp-qc Weitere Schnelltests und White Paper

© 2015 Rainin Instrument, LLC 360°, Good Pipetting Practice, Pipetting GPP, Pipet-Lite, E4 und XLS sind Warenzeichen von Mettler-Toledo Rainin, LLC Marketing Rainin RP-409 Rev B

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FIRMEN BERICHTEN

Innovativer Drucker schafft beste Kennzeichnung

Wenn Chemiegüter auf Reisen gehen Etiketten und Schilder kennzeichnen Produkte aller Art. Und trotz schlechten Wetters oder UV-Strahlung muss die Kennzeichnung am Empfangsort noch lesbar sein. Ein geeigneter spezieller Thermotransfer-Drucker und entsprechendes professionelles Etiketten-Grundmaterial lösen exakt diese Druckanforderungen.

Der Schilder- und Etikettendrucker BBP 31 von Brady eignet sich vorzüglich zum effizienten Herstellen von wetterfesten Etiketten und Schildern aller Art.

Im Bereich Chemie ist unser Land äus­ serst wettbewerbsfähig. Die entsprechenden Güter und Zwischenprodukte sind in aller Welt stark nachgefragt und dies bedeutet, dass dauernd irgendwo beschriftete Container und grosse Gebinde unterwegs sind. Immens wichtig sind dabei einwandfreie und vor allem wetterfeste Etikettierungen dieser Behälter, die auch nach sehr langer Reise – beispielsweise nach Asien – noch gut lesbar sind. Dies gilt besonders auch

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dann, wenn die Container später wieder auf die Reise zurück in die Schweiz müssen. Doch was nützt eine BehälterBeschriftung, wenn sie nach gewisser Zeit – aus welchen Gründen auch immer – schlicht nicht mehr lesbar oder vorhanden ist?

Vielseitig einsetzbar Der CropScience-Teilbereich der Bayer Schweiz AG in Muttenz setzte als Hersteller von flüssigen Vorstufenprodukten für die internationale Chemiebranche vor einiger Zeit noch einen älteren Laserdrucker für die Etikettenherstellung ein. In einem zweiten Schritt musste anschliessend eine entsprechende Schablone (Gravierung auf Kunststoff-Unterlage) erstellt werden. Dies war zeitaufwändig und erst noch teuer. Als dann eine Schriftgrösse von 10 Zentimetern zur Vorschrift wurde, waren entsprechende Beschriftungen mit dem bisherigen System nicht mehr möglich. Stefan Bracher, stellvertretender Meister der Lagerbetriebe bei Bayer, suchte deshalb nach einer besseren und kostengünstigeren Lösung und fand sie bei der S+K Schärer+Kunz AG. Die Fachleute des Unternehmens stellten ihm den leistungsfähigen Schilder- und Etikettendru-

cker BBP 31 von BRADY vor und das Gerät schien auf Anhieb den geforderten Bedürfnissen zu entsprechen. Verwendet wird das Gerät nun nicht nur für die Etikettierung von Transportgütern, sondern ebenfalls zur Kennzeichnung von Rohren im Produktionsprozess im neuen Fabrikationsgebäude in Muttenz. Für den Neubau werden sogar Stockwerk-Beschriftungen und dergleichen ausgedruckt.

Mobilität und leichte Bedienbarkeit BBP 31 steht für die Abkürzung Brady Benchtop Printer. Bei diesem Gerät handelt es sich um einen mobilen Thermotransfer-Drucker. Dieser konnte bei Bayer erfreulicherweise schon nach kurzer Einführung von allen 7 Mitarbeitern der Abteilung Lagerbetriebe problemlos bedient werden. Dazu brauchte es kein langes Studium der Handbücher und selbst wer ihn eine zeitlang nicht benutzt hat, findet sich sehr schnell wieder zurecht. Das Gerät verfügt über einen sehr gut lesbaren und modernen Touchscreen sowie über eine Tastatur. High-Tech ist ebenfalls integriert, denn die Smart Cell-Technologie mit ihrem eingebauten Chip gibt dem Drucker genau vor, wie die Etikette gemäss dem verwendeten Material formatiert werden muss. Auch sind die häufigsten genutzten Funktionen immer zur Hand. Mit dem Touchscreen-Display ist der Anwender in der Lage, Objekte oder Text per Drag & Drop so zu bewegen, bis die Etikette genau den Anforderungen genügt. Der Benutzer entscheidet, ob der Drucker an den Laptop/PC oder ob er als Stand-Alone System eingesetzt werden soll. Die patentierte Software MarkWare von Brady bietet zudem leistungsstarke Design- und 5/2016


FIRMEN BERICHTEN

Bearbeitungsfunktionen. Generell existiert eine Vielfalt an Schriftarten, Grafiken, Vorlagen und Importwerkzeugen aller Art. Ein Barcode ist ebenfalls in diversen Varianten druckbar. Das Schriftbild kann der Anwender auf dem Display vergrössern, verkleinern, verschieben, drehen, invers darstellen, Text links- oder rechtsbündig stellen, zentrieren usw. Externe Grafiken können ebenfalls importiert werden. Vertrautheit ist dabei wichtig: Der moderne Smar tphone/Laptop/Tablet-Benutzer kennt aber derlei Funktionen bereits bestens aus anderen Applikationen.

Auf was kommt es an? Alles steht und fällt mit der Qualität des Basismaterials für die zu bedruckenden Unterlagen (Rollen, Etiketten usw.). Hier ist Brady als Hersteller ein echter Pionier. Das Firmenmotto lautet schlicht und einfach: «Unsere Kennzeichnungen haften und bleiben haften!». Selbst UV-Strahlen

und schlechtestes Wetter können ihnen nichts anhaben. Hunderte von Etikettentypen/Grössen stehen zur Auswahl. Als Beispiel hier eine kleine Selektion von bedruckbaren Materialien: Vorgestanzte Etiketten mit bedruckter Kopfzeile oder Blanko sowie Vinylbänder für den Innenund Aussenbereich, vorgedruckte NFPAEtiketten für Chemikalienkennzeichnung, hochleistungsfähiges Polyester, nachleuchtendes, reflektierendes oder wiederablösbares Vinyl, magnetische Bänder, selbstlaminierendes Vinyl für Leitungsund Kabelkennzeichnung, metallisiertes Hochtemperatur-Polyesterband, Anhänger und dergleichen.

Der Thermotransfer-Drucker selbst bietet eine Druckauflösung von 300 dpi und druckt mit einer Geschwindigkeit von 76 mm/Sek. Die maximale Rollenlänge beträgt 30 Meter. Der mobile Drucker wiegt lediglich 6,5 kg und ist deshalb genug handlich für einen Einsatz an einem Ort mit Stromanschluss. Auch Sonderwünsche sind innert kürzester Zeit realisierbar. Schnell mal 47 Spezialetiketten in einer bestimmten Grösse mit ansprechender Grafik erstellen? Für den Brady Drucker BBP 31 kein Problem!

Kontakt Schärer + Kunz AG Hermetschloostrasse 73 CH-8048 Zürich Telefon +41 (0)44 434 80 80 Fax +41 (0)44 434 80 90 info@schaererkunz.ch www.schaererkunz.ch

20. bis 23. September 2016 Messe Basel

Waldner AG an der ILMAC Die ILMAC ist für uns die perfekte Möglichkeit, unsere neue Produktlinie AKKURAT einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der AKKURAT hat den German Design Award Special Preis 2016 gewonnen. Die ILMAC ist für uns eine einzigartige Chance, die Kunden Zielgruppengerecht direkt anzusprechen.

Erich Birrer Geschäftsführer Waldner AG

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FIRMEN BERICHTEN

Second First Maschinenhandel GmbH geht innovative Wege

3D-Scan-Technik: Ein hochpräzises Verfahren Die Lasertechnik zur Oberflächenvermessung hält Einzug in immer weitere Kreise der Industrie und erobert auch den Bereich der Prozessindustrie mit komplexeren Komponenten, wie das Beispiel der Second First Maschinenhandel GmbH im deutschen Gräfelfing zeigt.

Die Second First Maschinenhandel GmbH (SFM) hat ein mobiles Laseraufmessverfahren erfolgreich auf die spezifischen Anforderungen der Prozessindustrie adaptiert und stellt die entwickelte 3D-ScanTechnik für die Maschinentechnik der Branchen Chemie, Pharma und Lebensmitteltechnik mit allen seinen Vorteilen als Dienstleistung bereit.

Lokale Optimierung Mit dem hochpräzisen 3D-Scan-Verfahren wird durch 480 000 Punkte/Sekunde zunächst ein Positionsmodell mit trigonometrischer Algorithmik vermessen und in einem zweiten Schritt optimiert, bevor die Oberfläche mit dem Laser-Scan noch einmal überfahren wird, um nach dem gleichen Schema die Flächen zu vermessen und im Computer modellmässig zu erfassen. Dabei wird durch die Vorauswahl der Einstellparameter (Netzweite, Reflexionsstärke, etc.) und eine lokale Optimierung (Kanten, Durchbrüche mit feinmaschigerem Netz) die Genauigkeit noch bis zum 4-fachen gesteigert. Der Einsatz des mobilen 3D-Scan-Verfahrens ermöglicht viele Verfahrensvorteile: Neben der hohen Messgenauigkeit von 30 bis 100 μm im robusten Vor-Ort-Einsatz und dem Verzicht auf jegliche Laboranforderung, ist für den Betrieb der umgehende, schnelle Wiedereinsatz der Komponenten

nach der Vermessung der ganz entscheidende Vorteil. So kann ein Routinestillstand zur Aufmessung genutzt werden und die Vermessung selbst im Werk ohne Aufwand für den An- und Abtransport an besondere Vermessungslabors erfolgen.

Neues Qualitätsniveau In der Praxis ist es nun möglich, die Daten der abgemessenen Komponenten mit Genauigkeiten von 30 μm hochpräzise durch Vermessung des Gegenstücks (Schnecke/Trommel) oder im Vergleich mit dem CAD-Modell sowie durch den Verschleisszustand von Komponenten auch im zeitlichen Ablauf durch Mehrfach-Vermessung zu überprüfen. Mit diesem Verfahren wird das Reengineering von Bauteilen und Komponenten auf ein neues Qualitätsniveau gehoben. Es ist auf diese Weise zum Beispiel möglich, auch einzelne Fertigungsschritte wie das Gies­ sen, Schweissen, Fräsen oder Wuchten auf die Qualitäts- und Fertigungsgenauigkeit hin zu qualifizieren.

Präzise und individuell Mit diesem von SFM neu entwickelten Verfahren haben nun alle Unternehmen der Prozesstechnik Zugang zu hochpräzise gemessenen Ersatz- und Verschleissteilen und können damit individuell ange-

fertigte Komponenten – Design, Material, Herstellung – am freien Markt anfragen und kostengünstig erwerben.

Gute Reputation SFM ist als Engineering-Unternehmen seit mehr als 20 Jahren in der Prozesstechnik mit besonderem Fokus auf der industriellen Separationstechnik engagiert und hat sich eine eigene Branchenreputation im Reengineering von Zentrifugen erworben. Das Unternehmen bedient den Markt der Verfahrenstechnik mit intelligenten Engineering-Lösungen, der Auslegung und Lieferung von Neumaschinen und der Aufarbeitung von Altanlagen unter Anwendung neuester Sicherheits-, Effizienz- und Technikstandards. In Erweiterung der Geschäftsfelder ist eine mobil, vor Ort einsetzbare, hochpräzise Messtechnik von SFM für diese Anwendungsfelder entwickelt und bereits erfolgreich an Verschleiss-, Ersatzund Gehäuseteilen eingesetzt worden. Kontakt Second First Maschinenhandel GmbH Seeholzenstrasse 6 D-82166 Gräfelfing Telefon +49 (0)89 85 27 77 Fax +49 (0)89 85 27 40 info@second-first.de www.second-first.de

Mit dem 3D-Scan-Verfahren lassen sich die verschiedensten Maschinenteile nachbauen.

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Lounges 2016 in Stuttgart: Reinraumtechnologie im Wandel

Im Fokus stand der Informationsaustausch Bereits zum 10. Mal hat die Expo-Lounges – die branchenübergreifende Plattform für die Reinraumtechnik – in Stuttgart ihre Tore geöffnet. Rund 150 Aussteller präsentierten ihr Angebot den Messebesuchern und leisteten mit Fachvorträgen und Produktpräsentationen einen wichtigen Beitrag für den Wissenstransfer und die Vernetzung innerhalb der Reinraumbranche. Bilder: Sonja Bichsel-Käser

Sonja Bichsel-Käser Als branchenübergreifende Plattform für die reinen, sauberen, hygienischen oder sterilen Umgebungsbedingungen bei der Herstellung oder anderen kontaminationsrelevanten Bereichen ist die ExpoLounges 2016 bereits im 10. Jahr durchgeführt worden. Rund 150 Aussteller präsentieren auf der Messe ihre Produkte und Dienstleistungen zu den Messethemen. Zu diesen zählten Reinraum- und Gebäudetechnik, Bekleidung und Verbrauchsmaterialien, Hygiene und Reinigung, Wasser und Reinstmedien sowie auch Materialien und Oberflächen. Interessierte Branchenvertreterinnen und -vertreter kamen vor allem aus den Bereichen Medizin, Pharma und Halbleiter­ technik, aber auch von den «Steril-Apotheken». Des Weiteren boten zahlreiche themenbezogene Präsentationen, Demoworkshops und Live-Vorführungen einen Mehrwert für die Besucher. Diese Plattformen gaben die Möglichkeit zur Diskussion von aktuellen Themen wie regulatorische Anforderungen oder Trends und Neuentwicklungen. Gute gefüllte Vortrags­ räume bestätigten die Nachfrage an einer solchen Form der Informationsvermittlung.

Austausch mit Kunden und Mitbewerbern Der Besuch der «Lounges» lohnt sich, weil neben der Ausstellungsplattform für Produkte und Dienstleistung auch Networking und Weiterbildung grossgeschrieben werden. Dabei liessen sich nicht nur die Besucher inspirieren. Viele Aussteller schätzen ebenfalls den Kontakt mit Bran5/2016

chenkollegen, oder wie es Andreas Plur, CEO bei der Kunststoff-Werk-Plur GmbH, ausdrückte: «Die Ausstellung ist in ihrem 10. Jahr als etabliertes Reinraumforum sehr bekannt. Hier treffen sich die namhaftesten Aussteller mit einem sehr breiten Kundenstamm aus verschiedenen übergreifenden Bereichen der Reinraumtechnik. Unser Hauptinteresse gilt dem Kontakt zu den Kunden und anderen Firmen und wir geniessen dieses Branchentreffen.» Die KWP stellte auch dieses Jahr wieder ihr Gesamtpaket vor: Hochreine Spezialverpackungen für Pharmazeutische und Halbleiterindustrie in Verbindung mit entsprechendem technischen Equipment für das Verschweissen. «Dieses Jahr zeigt sich jedoch ein grosses Interesse an Spezialverpackungen für den Zytostatikabereich und die Parenterale Ernährung. Diese Nachfrage kommt von grossen Spitalapotheken, aber auch von kleineren Apotheken, die Sterilherstellung in Reinräumen der GMP Klasse A betreiben», stellte Plur fest. Ebenfalls auf Verpackungen für den Reinraum spezialisiert hat sich die Firma Strubl Kunststoffverpackungen GmbH. Zum an der Messe ausgestellten Angebot erläuterte Jörg Kommallein, Produktmanager: «Unter anderem präsentieren wir unser Doppelsacksystem, bei dem mehrere Säcke direkt ineinandergesteckt sind. Dies führt zu einem Handling-Vorteil, da ein komplettes System bei der Produktion befüllt werden kann und nicht noch Säcke ineinander verpackt werden müssen. Unser Gesamtangebot ist aber nicht auf eine Branche fixiert, sondern beeinflusst Themengebiete wie Oberflächen, Medizintechnik und viele mehr.»

Klaus Gretter (r.) und Gerald Krammer von der Ortner Reinraumtechnik GmbH: «Die Lounges ist für uns wegen der Kombination von Fachausstellung und -vorträgen schon immer eine gute Messe gewesen.»

Dietmar Pfennig, Pfennig Rein Reinigungstechnik GmbH: «Die Lounges ist eine der beiden wichtigen Messen, an denen wir ausstellen.»

Marcel Rutz, CAS Clean-Air-Service AG: «Durch die kürzlich erfolgte Übernahme der CAS durch PMS und Spectris haben wir ein aktuelles Thema, um mit unseren Kunden und Branchenkollegen ins Gespräch zu kommen.»

Alexander Pohl und Bruno Toraille demonstrierten an der Lounges das Beratherm Derouging-Verfahren: «Die Lounges hat sich einen Namen gemacht und gehört für uns zu den wichtigen Messen.»

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Michael Müller, vali.sys.GmbH: «Wir können an der Lounges jeweils gute Kontakte knüpfen. Andererseits haben wir unsere Kunden auch explizit eingeladen, uns hier zu besuchen. Wir schätzen Gespräche in einer entspannten Atmosphäre, als Abwechslung zu den Businessmeetings.»

Florian Epping, Bischof und Klein SE & Co. KG: «Wir sind das dritte Mal hier. Anhand der vollen Vortragsräume schliesse ich, dass es auch dieses Jahr viel Publikum gibt.»

Christoph Löhner, Weiss Klimatechnik GmbH: «Die Lounges ist eine der wichtigsten Messen. Ein moderates Wachstum in der Pharma zeichnet sich ab.»

Jörg Kommallein, Strubl Kunststoffverpackungen: «Wir sind zum sechsten Mal auf der Lounges. Die Messe gibt uns immer wieder neue Impulse aus der Reinraumtechnik.»

Andreas Plur, KWP Kunststoffwerk-Plur: «Der gesamte Bereich der Reinraumtechnologie – branchenübergreifend – trifft sich hier in Stuttgart.»

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Einen weiteren Trend in Sachen Verpackung stellte Florian Epping, Produktmanager bei Bischof und Klein fest: «Im Moment freuen wir uns über die gute Auslastung unserer Maschinen – die Nachfrage nach unseren Produkten ist gross. Dabei fällt auf, dass immer mehr regulatorische Dokumentation verlangt wird, gerade für die Sauberkeit von Verpackungsmaterialien.» Demzufolge sind auch die Ansprüche der Kunden enorm gestiegen. «Man verkauft heute nicht nur die Verpackungstechnik, sondern auch die umfassende Betreuung des Kunden, welche Evaluierung des am besten passenden Produkts und auch kundenorientierte Lösungen beinhaltet», so Epping. Zu den Kernprodukten des Unternehmens gehören Reinraumverpackungen wie Beutel und Folien für die Pharmazeutische Industrie.

Mit Licht und Luft zu mehr Reinheit Die Ortner Reinraumtechnik GmbH präsentierte an der Messe ihr breites Angebot von Geräten zur WasserstoffperoxidBegasung über Luftschleusen und Isolatoren bis hin zu den neuen photodynamischen Anwendungen. Letztere wurden für die Personendekontamination entwickelt, wobei ein Photosensitizer in funktionalen Textilien auf sichtbares Licht reagiert und in der Folge eine antimikrobielle Wirkung entfaltet. Klaus Gretter, Sales and Key Account Manager, freute sich über eine interessante Diskussion anlässlich eines Treffens an der Messe: «Wir fragen uns, wie sich die lichtinduzierte Desinfektion weiträumiger nutzen lässt, beispielsweise für den Bereich Folienoberflächen oder für Beschichtungen in der Kunststoff- und Papierindustrie. Die Technologie könnte für viele Oberflächen, die einer mikrobiologischen Kontrolle unterliegen, interessant sein, sofern ein Farbmarker nicht stört.» Die Firma Ortner darf dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern und bleibt auch in Zukunft innovativ: «Wir haben letztes Jahr ein Isolatorprojekt für Zytostatika für die standardisierte Produktion im Krankenhaus angesetzt. Das wird unser Fokusprodukt für die nächsten Jahre sein», erklärte Klaus Gretter.

Mit Schleusen und Luftführungen kennt sich auch die Firma Weiss Klimatechnik GmbH aus. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Reinraumtechnik und reine Arbeitstechnik wie auch Personenschutz. «Die Division Weiss Pharmatechnik konzentriert sich vor allem auf Pharma-Anwendungen wie Heissluftsterilisation oder Stabilitätstests. Wir haben ein sehr breites Spektrum», erläuterte Christoph Löhner, Area Sales Manager. Spezialität des Hauses ist beispielsweise die WIBO-Technologie zur Erzeugung eines stabilen Reinluftschleiers in der Werkbank, wo der Schleier einen Schieber ersetzt und so Produkt- und Personenschutz jederzeit gewährleistet.

Monitoring, Kalibirierung und Industrie 4.0 «Industrie 4.0, das Schlagwort überhaupt, beschäftigt auch die Pharmaindustrie und deren Zulieferer», führte Phi­ lippe Trösch, Sales Engineer bei Novasina AG, aus. Die Firma präsentierte an der «Lounges» ihre Feuchtemesssensoren. «Aktuell präsentieren wir unsere neuen digitalen Sensoren, bei denen Kalibrationsdaten auf dem Fühler gespeichert sind, die digital über eine Schnittstelle abgerufen werden können.» So ist Novasina vorbereitet für Industrie 4.0, welche auf transparente Systeme mit einer zentralen Steuerung durch alle Ebenen abzielt: «Unsere Sensoren bieten wir mit Push-Services an und verzichten bewusst auf das Angebot eines gesamten Monitoringsystems», erklärte Trösch. Neben dem Austausch von qualitativ guten Messdaten legt Philippe Trösch auch Wert auf den Austausch mit dem Branchenumfeld: «An der Lounges schätzen wir die guten Kontakte und die Möglichkeit für das Networking mit anderen Ausstellern.» Auf Monitoringsysteme spezialisiert ist das Schweizer Unternehmen Vali.sys. CEO Michael Müller erklärte: «Wir haben unser Demopanel zur Messe mitgebracht. So können wir unseren Kunden die Grundfunktion und die wichtigsten Neuerungen gleich zeigen. Vor allem im Bereich der Software gibt es natürlich ständig Weiterentwicklungen und im Bereich der Auswertungen konnten einige Ver5/2016


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besserungen mit erheblichem Kundennutzen erzielt werden.» Vali.sys bietet vor allem massgeschneiderte Lösungen an. Und die Nachfrage ist gross: «In Deutschland hatten wir eine sehr hohe Resonanz von Apotheken, welche aufgrund der neuen Gesetzgebungen ihren Betrieb anpassen mussten. In der Industrie haben wir aber auch Kunden, die eigentlich keine Anforderung bezüglich der Überwachung ihrer Räume haben, aber die Qualität ihrer Prozesse überprüfen wollen und dazu Monitoringsysteme benötigen. Diese beiden Märkte sind für uns sehr interessant», freute sich Müller.

Nachfolge wurde neu geregelt Das Unternehmen CAS Clean Air Service AG durfte dieses Jahr nicht nur fachspezifische Fragen beantworten, sondern auch bezüglich der Übernahme durch die Particle Measuring Systems (PMS) Stellung nehmen. Marcel Rutz, Leiter des Kalibrierlabors fasste zusammen: «Aufgrund der Pensionierung des Geschäftsgründers musste die Nachfolge neu geregelt werden. Man entschied sich für den Verkauf an einen strategisch passenden Partner, der in Spectris gefunden wurde. Spectris ihrerseits beschloss, dass CAS fortan über die Tochterfirma PMS geführt werden soll.» PMS legt den Fokus auf Produkte und CAS auf die Dienstleistungen im Bereich Messtechnik und Kalibrieren. Der Service und vor allem auch das Team und somit die Ansprechpersonen in der Schweiz bleiben gemäss Rutz aber unverändert. «Das ist für unsere Kunden essentiell. Anders wird nur, dass wir die Produktevertretung von Climate aufgeben. Wir erhoffen uns auch, durch den Zusammenschluss die Märkte in Deutschland und Italien neu zu erschliessen», so Marcel Rutz.

Blitzblank und hochrein Dietmar Pfennig, Geschäftsführer der Pfennig Reinigungstechnik GmbH, betonte im Gespräch stolz die langjährige Erfahrung im Bereich der manuellen Reinigung von Reinräumen: «Wir befassen uns seit 1998 mit der Thematik und haben mit dem Clino CR3 das erste IPA-zertifi5/2016

zierte Reinraumreinigungssystem überhaupt auf den Markt gebracht. Unser Spitzenprodukt ist derzeit das EasyMop GMP System für Reinräume.» Neben der IPA Zertifizierung prüft die Pfenning ihre Produkte weiter auf die tatsächlich notwendigen Wasser- und Wirkstoffmengen, die zur sicheren Desinfektion notwendig sind und verarbeiten die Ergebnisse dann auch in SOPs.

Derouging Damit es nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch in den Leitungen sauber ist, bieten die Firmen Beratherm und Enzler Hygiene AG ihre Dienste an. Standbesucher wurden im Vorfeld aufgerufen, eigene Muster von Leitungen mit Rouging-Belag mitzubringen. Am Stand wurde dann live die Wirkung des ungefährlichen chemischen Verfahrens zum Derouging demonstriert. Neben der chemischen Reinigung von Leitungssystemen (Rouging, Blacking, Biofilm, Kalk) bietet Enzler weitere Dienstleistungen im Reinraumbereich an wie zum Beispiel Dekontamination oder allgemeine Beratung für Audits, Schulungen, Hygienekonzepte und Requalifizierungen. Bruno Toraille, Leiter Sales und Business Development und Hygiene Beauftragter von Enzler, betont: «Wir verfügen über eine grosse Expertise in der Person von Werkstoffingenieuren und Facility Managern und haben viele Kontakte zu Fachleuten, von denen wir profitieren können.»

Philippe Trösch, Novasina AG: «An der Lounges schätzen wir die guten Kontakte und die Möglichkeit für das Networking mit andern Ausstellern. Wir können auch neue Kontakte knüpfen und die Standbesucher haben bei uns die Möglichkeit die Geräte auch mal in die Hand zu nehmen und zu begutachten.»

Unterhaltung dank Theater auf der Aktionsbühne.

Demonstration von Joachim Zipp (Wika).

Facelift 2017

Besucher finden Zeit um inne zu halten und den Vorführungen zu folgen.

Nach der Messe ist vor der Messe. In diesem Sinne laufen die Vorbereitungen für die Lounges 2017 bereits wieder an. Für das nächste Jahr hat sich Inspire, der Veranstalter der Expo Lounges, für ein Facelift entschieden: Die Messe wird neu schon Ende Januar stattfinden. Weiterhin beinhaltet der Relaunch unter anderem ein optimiertes Hallendesign und variable Standgestaltung, einen Innovationsbereich, eine erweiterte Internetplattform und sogenannte «Recruiting Days». Man darf gespannt sein und sich wiederum auf gute Vorträge und die bewährte Qualität freuen.

Reinraumzubehör – in Szene gesetzt bei IAB.

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Laborfachmesse in der Expo Beaulieu Lausanne überzeugte

Aktuelles und Neues vom Genfersee Mitte April fand in der Waadt während zweier Tage die Lab Innovations Lausanne 2016 statt. ChemieXtra besuchte einige der Verantwortlichen der ausstellenden Unternehmen und befragte sie nach Produktneuheiten und Geschäftsaktivitäten.

Peter C. Müller Früher kannte man sie unter dem Label «labotec», heute heisst sie modern und gemäss ihren Inhalten «Lab Innovations Lausanne»: «Mit der Namensänderung», so erklärte Messeleiter Christian Rudin von Easyfairs bei der Eröffnung, «möch-

Automation und Robotik Präzisionslaborgeräte sowie hochgenaue Prozessmesstechnik entwickelt und produziert zum Beispiel die Anton Paar Switzerland AG. Zudem liefert sie auch Lösungen für die Automation und Robotik. «Mit unseren Geräten aus den Bereichen Dichte- und Konzentrationsmessung sowie Rheometrie, also der Messung der Verformung und des Fliessverhaltens, oder der Kohlendioxid-Messung sind wir auf dem Weltmarkt ganz klar die Nummer eins», sagt Produktespezialist Ricardo Da Costa von der Anton Paar AG. An der Messe präsentierte das Unternehmen unter anderem ein modulares, aber kompaktes Kreispolarimeter, ein elektrokinetisches Messgerät zur Oberflächenanalyse oder ein Gerät zur Charakterisierung von Nano- und Mikropartikeln in Dispersionen und Lösungen.

Feierliche Eröffnung der Lab Innovations.

ten wir zeigen, dass die Branche sich in einem steten Wandel befindet und überaus innovativ ist.» Die «Lab Innovations Lausanne» soll dabei nach Aussagen ihrer Leitung vor allem Entscheidungsträger und Fachpersonal aus dem Laborbereich ansprechen und sie in einem ungezwungenen Rahmen über die neuesten Produkte, Lösungen und Trends informieren. Die Ausstellungsschwerpunkte lagen in diesem Jahr auf innovativen Labor-Geräten, -Dienstleistungen und -Einrichtungen, aber auch auf der Reinraumtechnologie und auf Verbrauchsgütern. Oder wie es Christian Rudin ausdrückt: «Kompakt an zwei Tagen treffen sich hier Anbieter und Entscheidungsträger aus den verschiedensten Industrien, um sich nach neuartigen Lösungen und Innovationen umzusehen.» 38

Zellen, und andererseits den Lionheart, eine Art von Mikroskop, das dank ausgeklügelter Software auch bei sehr beengten Laborverhältnissen ein Optimum zur hochauflösenden Abbildung lebender Zellen bietet.» Und seine Kollegin Jasmina Dib ergänzt: «Es ist ein erstklassiges System, das wir wahrscheinlich erstmals an der Analytica in München live vorstellen werden.»

Portable Geräte und neue pH-Meter Ein hohes technisches Niveau und eine starke Orientierung auf Innovationen stehen bei der Knick Elektronische Mess­ geräte im Zentrum der Geschäftsaktivitäten, dies vor allem im Bereich der funktionalen Sicherheit, der elektromagnetischen Verträglichkeit und des Explosi-

Inkubator und «Mikroskop» Ebenfalls weltweit führend, aber nun bei der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Mikroplattengeräten und ihrer dazu passenden Software ist die BioTek Instruments GmbH. «Dieses Mal, so erklärt Gary Prescott, «haben wir zwei ganz spezielle Neuheiten dabei, einerseits den BioSpa, einen vollautomatisierten Inkubator zur Analyse lebender 5/2016


Bilder: Peter C. Müller

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Das Team der Brechbühler AG.

onsschutzes: «Wir möchten unseren Kunden dabei Produkte anbieten, welche die gestellten, oft individuellen Aufgaben und Probleme zuverlässig lösen und auf Jahre hinaus eine gewisse Investitionssicherheit bieten», erklärte Alexander Schüpbach an der Lab Innovations. Im Portfolio relativ neu mit dabei sind portable Geräte zur Flüssigkeitsanalyse oder neuartige LaborpH-Meter.»

Marc Cracco zeigt die Pan Gas-Geräte.

berto, «und sind dabei vor allem auf Geräte im Bereich der Chromatographie, Massenspektrometrie und Spektroskopie spezialisiert.» Und Marketing- und Verkaufsmanager Patrick Kugel ergänzt: «Dieses Mal zeigen wir die neusten chromatographischen Säulen aus dem Hause Phenomenex und unsere Eigenentwicklungen im Bereich der Probenvorbereitung.»

Design und Ergonomie Ein führender Hersteller von Laboreinrichtungen ist die Waldner AG, die in der Deutschschweiz in Neuhaus und in der Romandie in Corseaux zuhause ist: «Neben hochwertigen Arbeitsoberflächen und Stauräumen spielt bei uns auch immer ein ansprechendes Design und die Situation am Arbeitsplatz eine grosse Rolle», sagte Erich Birrer von der Waldner AG: «Für die Labor Innovations haben wir dieses Mal deshalb ein ganz spezielles Gerät im Gepäck, einen Wägeabzug namens Akkurat, eine wahre Weltpremiere punkto Sicherheit, Präzision und Ergonomie.»

Elektronische Zunge Ein ganzes Team von Mitarbeitern aus der Deutschschweiz und der Romandie erläutert an der Lausanner Messe bei der Brechbühler AG die Produktneuheiten und Geschäftsaktivitäten: «Wir sind seit über 40 Jahren auf dem Markt», sagt zum Beispiel Marketingleiter Marcello Li5/2016

Erich Birrer von der Waldner AG.

Gefriertrocknung mit Eisnebel Ebenfalls gleich in mehrfacher Besetzung orientiert in Lausanne die Pan Gas AG über ihre Aktivitäten, die vor allem im Bereich der Industriegase wie zum Beispiel Wasser- oder Stickstoff und Helium, aber auch der Kälte- und Kühlmittel oder des Trockeneises liegen: «Bei uns finden Profis und Privatkunden ein umfangreiches Sortiment und eine kompetente Beratung in den Bereichen Sicherheit, Zubehör, Handwerk und, Freizeit», sagt Sebastian Berleth. Und Marc Cracco erklärt den Kunden fachmännisch Neuheiten wie den Veriseq Nucleation zur Gefriertrocknung mit Hilfe eines Eisnebels. «Wir ha-

ben hier eine ganz spezielle Technologie entwickelt, die viel zur präzisen Steuerung der Eiskeimbildung beiträgt und in allen gängigen Gefriertrocknungsanlagen im Labor-, Pilot- und Produktionsmassstab angewendet werden kann.»

Modularer Aufbau Wo immer elektrochemische Vorgänge eine Rolle spielen, vereinfachen die Produkte der Metrohm AG die Arbeit: «Komplizierte Analysen werden dank unseren ausgereiften Lösungen schnell und mit grösster Präzision durchgeführt, bei Bedarf auch voll automatisiert», erklärt Verkaufsberater Christophe Arlettaz. Und seine Kollegin Katia Lesfar ergänzt: «Ein modularer Aufbau ermöglicht dabei die problemlose Konfiguration massgeschneiderter Systeme.» In Lausanne sind vor allem Geräte für ionenanalytische Verfahren der Titration, Chromatographie oder Polarographie zu sehen. Und Neuheiten sind unter anderem ein tragbares Hochleistungsspektrometer.

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novativer Zellenzähler oder verschiedene Typen des Partec Cyflow zu sehen.

Im In- und Ausland tätig «Die Sysmex Suisse AG», so erklärten an der Lab Innovations die Produkte- und Projekt-Managerinnen Ricarda Gisler (l.) und Snjezana Steiner, «ist im In- und Ausland ein Synonym für Innovation und Zuverlässigkeit. Wir bieten für eine grosse Anzahl an Krankenhäusern, Kliniken und Arztpraxen, aber auch für zahlreiche Forschungslaboratorien und Privatkunden sowie Produktionsbetriebe im Bereich Pharma und Chemie eine breite Palette an massgeschneiderten Lösungen an». In Lausanne sind so Apparaturen wie eine neuartige Probenstation mit Flüssigstickstoff, ein in-

neue Produkte erwerben, sondern in unserem Servicelabor in Reinach können sie die Geräte auch neu kalibrieren lassen.»

Massgeschneiderte Instrumente

Treue Stammkundschaft

Mit einer sehr umfangreichen Produktpalette an thermischen Massendurchflussmessern und -reglern ist die Bronkhorst Schweiz AG auf dem Markt: «Für den Einsatz im Labor, in der Industrie oder in Ex-Bereichen bieten wir viele standardisierte, aber auch massgeschneiderte Instrumente an», führt Lorenzo Cavato aus: «Zu unseren Neuheiten zählen dabei der EL-Flow Prestige, ein sehr vielseitiger Massendurchflussmesser und -regler oder die verschiedensten Dosiersysteme. Unsere Kunden können aber nicht nur

Als High-Tech-Produkte von höchster Qualität und tausendfach im Einsatz sind die Pumpen und Systeme der KNF Neu­ berger AG in Balterswil: «Oft müssen sich unsere Apparaturen unter realen Bedingen in harten Tests x-fach bewähren, bevor sie auf den Markt kommen können», erklären die KNF-Mitarbeitenden Rainer Grote (l.) und Marco Reolon in Lausanne: «Zu unseren Produktneuheiten gehören derzeit vor allem neue Vakuumpumpsysteme und Dosierpumpen. Unser Stammkundenanteil bei den Apparaturen

Innovationen über Innovationen Ein breites Spektrum an Neuheiten boten an der Labormesse in Lausanne sowohl grosse, weltweit tätige Unternehmen, als auch kleinere, besitzergeführte Firmen. Die Blanc Labo SA aus Lonay wartet mit einer Fülle an Kühl-Brutschränken für die vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten auf, wie Marc Blanc (l.) und Eric Laborde erklären: «Sie kommen zum Beispiel im Bereich Pharma, Spital oder Forschung zum Einsatz oder auch bei Aktivitäten wie der Saatgutprüfung oder der Kristallzüchtung.» Seit über 50 Jahren beliefert die Schärer + Kunz AG andere Firnen und Privatkunden in der ganzen Schweiz mit einer Vielzahl an Produkten im Bereich der Etikettierung, des Labelings und des Drucks. Das umfangreiche Sortiment, wie zum Beispiel bei den Brady-Druckern, wird dabei laufend erweitert und der Nachfrage der Kunden angepasst.

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Die Koch Kälte AG produziert in Appenzell seit 1987 eigenständig Kühlschränke. Schwerpunkt sind die Bereiche Spitäler und Labore. Die Kühlschränke werden dabei kontinuierlich den neuesten Anforderungen, Bedürfnissen und Vorschriften angepasst. «Gerade in der Medizintechnik», so sagen die Verkaufsberater, «ist es wichtig auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.» Die Socorex Isba S.A. in Ecublens hat in ihrem Produktportfolio eine grosse Vielfalt an Laborinstrumenten und Utensilien. Das Spektrum reicht von Pipetten, Dispensern, Verbrauchsmaterial oder Selbstfüllerspritzen – dies sowohl für den Labor- und Forschungsbereich als auch für die Tiergesundheit. Stephanie Bögli vom Service-Center in der Romandie meint: «Wir haben wirklich ein breites Sortiment an Produkten für praktisch jeden Laborbereich.»

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liegt dabei bei weit über 90 Prozent. Einer der Gründe hierfür ist sicherlich, dass unsere Kunden über die ganze Servicekette hinweg auf uns zählen können.»

Forschung und Entwicklung Eine breite Palette an analytischen Instrumenten bietet die Shimadzu Schweiz GmbH in Reinach ihren Kunden an – dies vor allem in der Forschung und Entwicklung, aber auch bei der Qualitätskontrolle zum Beispiel im Bereich Pharma, Medizin, Lebensmittelanalytik, Umwelt, Petrochemie oder Energie. «Unsere hoch entwickelten Apparaturen und ausgeklügelten Systeme kommen zum Beispiel in der Chromatographie, der Massenspektroskopie oder der Partikelanalyse zum Einsatz», erklärt Jean-Luc Rittener (r.) aus der Romandie. Und sein Kollege Michael

Biber aus der Nordwestschweiz ergänzt: «Als Neuheiten haben wir derzeit ein innovatives Elementaranalysegerät, einen neuartigen Gaschromatographen oder einen Fluorophotometer im Portfolio.»

Mittelständisches Unternehmen Die Zinsser Analytik GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Frankfurt, das sich schon seit mehreren Jahren als Anbieter anspruchsvoller Produkte und Systeme für die instrumentelle Analytik in der chemischen und biologischen Forschung etabliert hat. Dazu erklärte Verkaufsberater Michel Serralunga in Lausanne: «Als Produktneuheiten haben wir derzeit eine Apparatur zur automatisierten Analyse von DNA-Proben, ein neuartiges Gerät zur Fettanalyse, einen neuen Szintillationszähler und eine Appa-

Die Watson Marlow Fluid Techno­ logy Group ist weltweit führend bei der Herstellung von Schlauch- und Sinuspumpen, wie Andres Urban (l.) und Gabriel Polato in Lausanne erklärten: «Dank einer umfassenden, knapp 60-jährigen Erfahrung und Expertise in den Bereichen Entwicklung und Prozesstechnik ist unser Unternehmen ein führender Spezialist bei Pumpen.»

ratur zu dessen automatisierten Probenvorbereitung im Sortiment.»

Sicher, leise und sparsam Ende der 1960er-Jahre gegründet, zählt die Skan AG in Basel zu den Pionierunternehmen in den Fachbereichen ReinraumAusrüstungen und Bau von Isolatoren für die Pharmaindustrie: «Innovative Produkte, kundenspezifische Lösungen und ein leistungsfähiger Dienstleistungsservice haben Scan zu einem Marktführer und wichtigen Partner der Industrie und der Forschungslaboratorien gemacht», erklärt Verkaufsberater Philippe Weibel (l.) und Raphaël Girard ergänzt: «Als Neuheit haben wir neben UV-Lampen zur Dekontamination und Autoklaven eine innovative Sicherheitswerkbank im Bereich der Zytostatika auf dem Markt: Sie ist äusserst sicher, sehr leise und auch ziemlich sparsam!»

Die Laborial Laboratory Solutions S.A. aus dem portugiesischen Maia bei Porto, die mit Lonay aber auch einen Sitz in der Schweiz hat, präsentierte ihrerseits als Produktneuheit eine interaktive Laborfläche für Reinräume, Laboratorien und Krankenhäuser, für deren Vorgängermodelle sie schon die verschiedensten Auszeichnungen wie zum Beispiel den ContaminExpo Innovation Award 2013 bekommen hatte, wie Marcos Vasques erklärte.

Innovative DNA-Reiniger, Zentrifugen und analytische Geräte, aber auch Laborinstrumente, Reagenzien und Apparaturen zur Molekulardiagnostik hat die Labgene Scientific SA in ihrem Portfolio: «Wir haben gewissermassen alles, was man im Labor braucht», sagt Oivier Agnettand von der Labgene Scientific SA abschliessend.

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Die nächste ILMAC findet vom 20. bis 23. September 2016 in Basel statt und ist Teil der Basel Life Science Week.

Ilmac 2016 in Basel

Ein wichtiges Schlüsselevent im Schweizer Pharma- und Chemiemarkt Die nächste Ilmac, die einzige Schweizer Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie, findet vom 20. bis 23. September 2016 in Basel statt und ist Teil der Basel Life Science Week. Die ILMAC ist seit 1959 die einzige Schweizer Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie. Alle drei Jahre treffen sich über 12 000 Spezialisten aus den Branchen Pharma, Chemie, Biotechnologie, Kosmetik, Nahrungsmittel und Getränke in der Messe Basel. Sie pflegen ihre Geschäftsbeziehungen und informieren sich über neue Ansätze und Lösungen im Bereich der industriellen Anwendungen der Prozess- und Labortechnologie.

Näher zusammen Michael Bonenberger: «Die Aussteller werden durchmischt platziert, was untereinander massgeschneiderte Synergien erlaubt.»

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Die Ilmac hat sich seit ihrer Gründung zur führenden Schweizer Zuliefermesse für die Chemie- und Pharmabranche entwi-

ckelt und zeigt alle industriellen Anwendungen der Prozess- und Labortechnologie auf. Diese Bereiche rücken am Markt immer näher zusammen, da die Prozesse in den Unternehmen zunehmend ganzheitlich geplant und umgesetzt werden. Diese Entwicklung widerspiegelt sich an der 20. Ilmac auch im modernen Platzierungskonzept.

Neuer Leiter Der 48-jährige Michael Bonenberger ist der neue Leiter der alle drei Jahre in Basel stattfindenden Ilmac. Vor seinem Wechsel zur MCH Messe Basel arbeitete der gebürtige Saarländer und Familienva5/2016


V E R A N S TA LT U N G E N

Innovativ und interaktiv

ter rund drei Jahre bei der Skan AG. Durch seine über 30-jährige Karriere in Labor- und Pharmatechnikunternehmen bringt der gelernte Chemielaborant und staatlich geprüfte Betriebswirt fundierte Branchenkenntnisse und Erfahrungen auf dem Schweizer und Süddeutschen Markt mit. Als Key Account Manager und Vertriebsmitarbeiter bewegte er sich vor allem im Anlagenbau, in der wissenschaftlichen Tierhaltung sowie in der Entsorgung von flüssigen gefährlichen Abfällen.

Enge Zusammenarbeit Bei der konzeptionellen Entwicklung der Ilmac arbeitet Michael Bonenberger eng mit dem Messebeirat zusammen, dem Aussteller und Besuchervertreter angehören. Der kontinuierliche Austausch mit dem Beirat, aber auch mit anderen Ausstellern, Verbänden und Branchenexperten steht dabei im Mittelpunkt seiner Arbeit als Messeleiter.

Zum Platzierungskonzept der kommenden Ausgabe erklärt Michael Bonenberger: «Die Aussteller werden durchmischt platziert, was untereinander massgeschneiderte Synergien erlaubt. Die Fachbesucher sollen dadurch alle Bereiche der Messe als Einheit wahrnehmen». Die neue «Arena-Platzierung» – grössere, hohe Stände liegen seitlich in der Halle, kleinere, niedrige Stände in der Hallenmitte – gäbe den Besucherinnen und Besuchern zudem auf Anhieb einen besseren Überblick über die gesamte Messe. Auch die Besucherführung vereinfache sich dadurch. Als Konsequenz dieses neuen Konzeptes übernimmt neu das Messeteam die Platzierung der Stände. Die Ilmac vom kommenden September könne damit die ganze Vielfalt der Laborund Prozesstechnologie als übersichtliches Angebot präsentieren. Insgesamt zeigten über 400 Aussteller auf rund 25 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche innovative, interaktive, anschauliche und zeitgemässe Lösungen für die angewandte Forschung, Entwicklung, Produktion und Entsorgung. «Das Ergebnis», so sagt Michael Bonenberger, «ist ein kompaktes und einzigartig effizientes Besuchserlebnis».

Reges Interesse Trotz dieser Vielfalt wird sich die Ilmac aber übersichtlich und mit einem kompletten Angebot nah am Markt präsentie-

ren. Das Konzept kommt in der Branche gut an. Verglichen mit der Ilmac 2013 hat sich bis Ende vergangenen Jahres bereits die Hälfte der Aussteller wieder zu einer Teilnahme entschlossen.

Basel Life Science Week Während der Ilmac 2016 finden im Kongresszentrum Basel der internationale Life Science Kongress sowie die MipTec, die international Life Sciences-Ausstellung, statt. Bereits in der Vergangenheit haben die MCH Messe Schweiz (Basel) AG mit Congrex Switzerland kooperiert. Die Zusammenarbeit wird nun intensiviert, Synergien genutzt und der Bogen von den wissenschaftlichen Events zur praxisorientierten Ilmac gespannt. In der Woche vom 19. bis 23. September 2016 werden alle Veranstaltungen unter dem gemeinsamen Dach der «Basel Life Science Week» durchgeführt. Die aktuellen Branchenthemen Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Trends in der modernen Medizin werden unter dem Motto Ilmac 4.0 im Forum diskutiert.

Führender Anbieter Mit Endress+Hauser als Hauptpartner steht zudem einer der international führenden Anbieter von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für industrielle Prozesstechnik und Automatisierung hinter der Ilmac. Endress+Hauser besitzt Tochtergesellschaften in allen sechs Kontinenten und beschäftigt mehr als 12 000 Mitarbeitende in Produktion, Vertrieb und Service rund um die Welt.

Die ILMAC ist seit 1959 die einzige Schweizer Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie

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www.ilmac.ch www.basel-life-science-week.eu 43


A N A LY T I K

AnaLighter hilft beim Nachweis verschiedener Zelltypen

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Zellsortierung mit Licht Mitte April wurde er erstmals an einer Messe in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt: der AnaLighter, der vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen entwickelt wurde.

Bilder: Fraunhofer (ILT), Aachen

Probengefässe auftrennen. Dabei erfolgt die Sortierung schonend in einem mikrofluidischen Sortier-Chip, ohne dass Vitalität und Teilungsfähigkeit der Zellen beeinträchtigt werden.

Bild: Roche

Mit Licht sortieren

Der AnaLighter eignet sich hervorragend zur Untersuchung der menschlichen Blutzellen.

Im Blut zirkulierende Zellen sowie Biomoleküle sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse einen Schlüssel für hochwirksame, individuelle Therapiekonzepte darstellt. Um diese Information zu erschliessen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik (ILT) den AnaLighter, einen Mikrochip-basierten Sorter entwickelt. Mit Licht werden klinisch relevante Zellen in einer Blutprobe nachgewiesen und für weitere Untersuchungen schonend isoliert. Erstmals wurde der AnaLighter Mitte April auf der Medtec 2016 in Stuttgart vorgestellt. Der AnaLighter, ein µFACS (Microchip Based Fluorescence Activated Cell Sorter), kann bis zu sechzehn verschiedene Zelltypen nachweisen und sie in separate

Zellen weisen charakteristische Proteine auf, die in der Zellmembran eingelagert sind. Diese Proteine besitzen eine für sie typische Struktur, an die Markermoleküle spezifisch anbinden können. Versieht man diese Markermoleküle mit einem Fluoreszenzfarbstoff, kann dieser durch Anregung mit Licht einer definierten Wellenlänge sichtbar gemacht werden. Der AnaLighter besitzt sechzehn Laserstrahlen unterschiedlicher Wellenlängen, die in die wenige Mikrometer breiten Kanäle des Sortier-Chips fokussiert werden und dort die markierten Zellen zum Leuchten anregen. Ein Fasernetzwerk leitet das im Laserfokus entstehende Fluoreszenzlicht auf ein optisches Detektionssystem weiter. Dort wird die Fluoreszenzinformation analysiert und die von einem bestimmten Fluoreszenzfarbstoff codierte Zelle identifiziert. Mit Hilfe von fokussiertem infrarotem Laserlicht lassen sich die Zellen gezielt durch ein Netzwerk von fluidischen Verzweigungen dirigieren und damit sortieren. Die zuvor gemessene Fluoreszenzinformation gibt vor, wo eine Zelle einsortiert werden soll.

Simultane Prozesse

Analighter: Laserstrahlmatrix zum Nachweis diagnostisch relevanter Zellen im Blut.

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Der Sortiervorgang erfolgt durch einen opto-fluidischen Schaltprozess. Dabei wird die Zelle an einer Verzweigung immer in denjenigen Abzweig gelenkt, der zuvor mit IR-Licht beaufschlagt wurde.

Sortier-Chip zur Analyse und Isolation von Zellen in einer Blutprobe.

Durch die Kombination vieler solcher optisch schaltbarer Verzweigungen können komplexe Sortierstrukturen aufgebaut werden, die im Falle des AnaLighter einen mikrofluidischen Kanal auf bis zu sechzehn Kanäle auftrennen. Diese Kanäle münden in je ein Sammelgefäss und erlauben die simultane Sortierung von sechzehn verschiedenen Zelltypen.

Entscheidender Zeitgewinn Der AnaLighter eignet sich hervorragend für den Einsatz in der Infektionsdiagnostik zum Nachweis und zur Isolation von Pathogenen im Blut. Insbesondere bei bakteriellen Erregern im Blut, also einer Sepsis, können die isolierten Pathogene weiterkultiviert und zum Wirksamkeitstest für Antibiotika in vitro verwendet werden. Er benötigt für die Isolation der Erreger und die Ablage in einem miniaturisierten Kulturgefäss zwei Stunden. Weitere Vermehrungsschritte sowie die Testung verschiedener Antibiotika führen zu einer Gesamtdiagnosedauer von rund neun Stunden. Danach liegt ein patientenindividuelles Wirkprofil von Antibiotika für die Therapie einer bakteriellen Infektion im Blut vor. Im Vergleich zu herkömmlichen Resistenztests bei bakteriellen Infektionen 5/2016


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spart die Diagnose mit AnaLighter bis zu 40 Stunden und damit wertvolle Zeit. Dieser Zeitgewinn entscheidet im Hinblick auf die Wahl der Therapie für teiloder multiresistente Krankenhauskeime häufig über Leben und Tod.

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Tumore früh erkennen Tumorzellen zirkulieren bereits in einem sehr frühen Stadium einer Krebserkrankung im Blut. Ihr Nachweis kann zur Frühdiagnostik einer Krebserkrankung verwendet werden, noch bevor die Krankheit Symptome hervorruft oder mit bildgebenden Verfahren nachweisbar ist. Mit AnaLighter können zirkulierende Tumorzellen im Blut nachgewiesen und zur weiteren klinischen Untersuchung isoliert werden. Die isolierten Zellen stehen dann für eine wissensbasierte patientenindividuelle Therapieauswahl mit signifikant erhöhten Therapieerfolg zur Verfügung.

Multiplexdiagnostik Die sechzehn verschiedenen Detektionskanäle des AnaLighter können für den gleichzeitigen Nachweis verschiedener Markermoleküle im Blut verwendet werden. Eine solche Multiplexdiagnostik erlaubt in einem einzigen Markierungsschritt und bei nur einem Messdurchlauf den Nachweis von sechzehn verschiedenen Krankheiten. Bei einer solchen Multiplexanalyse können die Krankheitsmarker durch einen Cocktail von Mikropartikeln aus einer Blutprobe spezifisch gebunden und über die Partikelfluoreszenz nachgewiesen werden. In den jährlichen Routinechecks beim Hausarzt könnten somit aus einer Blutprobe in einem einzigen Test eine Vielzahl möglicher Erkrankungen früh diagnostiziert werden, um damit Volkskrankheiten wie zum Beispiel HerzKreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

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WERKSTOFFE

Alleskönner Holz – ein vielseitiger Baustoff der Zukunft

Holz mit Zusatzfunktionen Holz ist robust und vielseitig einsetzbar. Doch auch das beste Material stösst an seine Grenzen. Deshalb arbeiten Empa-Forscher daran, Holz in ein High-Tech-Material zu verwandeln und so das Anwendungsspektrum dieser natürlichen Ressource zu erweitern.

Schon unsere Vorfahren haben über Jahrtausende erfolgreich versucht, die Holzeigenschaften zu verbessern, etwa durch Lacke, Anstriche oder andere Verfahren. Die Empa-Forscher um Ingo Burgert gehen nun jedoch einen Schritt weiter. Das «Dopingmittel» fürs Holz soll tief in das altbewährte Material eindringen und sich fest mit den Holzbestandteilen verbinden. Dadurch verändern sich nicht nur die Holzeigenschaften an der Oberfläche, sondern auch im Innern des Materials. Durch verschiedene Behandlungen machen Burgert und sein Team zum Beispiel das Holz so wasserabweisend, feuerfest, antimikrobiell oder sogar magnetisch.

Gar nicht so wasserscheu Wasser lässt Holz verwittern und im Ex­ tremfall gar vermodern. Das sieht nicht nur unansehnlich aus, es zerstört das Holz auch mit der Zeit. Deshalb bringt Burgerts Team Polymere tief in die Zellzwischenräume ein und macht daraus etwas völlig Neues: komplett imprägniertes, wasserabweisendes Holz, aus dem sich zum Beispiel ein Waschbecken herstellen lässt.

Schutz vor Pilzzerfall Ein weiterer Grund für die Verwitterung von Holz sind Pilze und Bakterien, denn das Baumaterial ist für Mikroorganismen eine ideale Brutstätte. Ideal wäre es also, das Holz ohne toxische Zusatzstoffe vor Pilzen und Bakterien zu schützen. Eine solche Methode haben Empa-Forscher Amanda Arroyo; Kommunikationsteam Empa

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Bild: iStock

1 Amanda Arroyo 

Als Naturstoff bietet Holz nämlich vielen pathogenen Mikroorganismen eine ideale Brut­stätte.

der Abteilung «Angewandte Holzforschung» nun gefunden. Der Clou: Die Wissenschaftler benutzen dazu eine biochemische Methode, die mit einem Stoff arbeitet, der selber aus Pilzen stammt. Der Forst- und Umweltwissenschaftler Mark Schubert ist Spezialist für Holzpilze. Für ihn sind Pilze mehr als nur «Schädlinge», die Holzfassaden zersetzen. In manchen Pilzarten findet man nämlich auch Enzyme, die das Material mit nützlichen Eigenschaften ausstatten können. So verfügt zum Beispiel die Schmetterlingstramete, eine weltweit vorkommende Holz bewohnende Pilzart, über Enzyme, die Holz mit einem antimikrobiellen Iodschutz «ausrüsten».

zen Laccasen etwa bei der Synthese und dem Abbau von Lignin, einem der Hauptbestandteile in verholzten Zellwänden, mit. Die Idee der Forscher: In einer «künstlichen» Umgebung soll die aus Weissfäulepilzen gewonnene Laccase dafür sorgen, dass Iod auf eine Holzoberfläche kovalent – also chemisch «fest» – gebunden wird. In einer wässrigen Lösung oxidiert die Laccase das Iodid (I¯) zum hochreaktiven Iod (I2), das eine Bindung mit dem Lignin an der Fichtenholzoberfläche eingeht. «Der Vorteil», so erklärt Schubert, «ist, dass das chemisch gebundene Iod auswaschungsresistent und damit dauerhaft ist».

Auswaschungsresistent

Antiseptische Oberfläche

Diese Enzyme – Laccasen genannt – sorgen als Katalysatoren in ihrer natürlichen Umgebung für die Oxidation phenolischer Substanzen. So wirken in holzigen Pflan-

Die Forscher haben die ökofreundliche, einfache und günstige Anwendung, welche die visuellen und haptischen Eigenschaften des Holzes nicht verändert, be5/2016


WERKSTOFFE

reits patentieren lassen. Sie sind nun mit verschiedenen Partnern aus der Möbel-, Bau- und Papierindustrie im Gespräch, die das Verfahren für ihre Zwecke nutzen wollen. Sei es, um Möbel mit antiseptischer Oberfläche für Spitäler zu produzieren, Holzfassaden anzubieten, die Bakterien- und Pilzbefall gegenüber immun sind, oder um toxische Bindemittel für Fasern bei der Papierherstellung zu ersetzen.

«Verkalktes» Holz gegen Feuer Holz kann selbst Feuer trotzen, wenn es von der Empa kommt und Kalziumkarbonat, also Kalk, tief in den Holzstrukturen steckt. Das mineralisierte Holz mit seiner weisslich hellen Farbe fängt kein Feuer, auch wenn man es direkt in die lodernde Flamme hält.

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Holz kann aber auch magnetisch werden: Schleusen die Forscher Eisenoxidpartikel in die Holzzellen, dann wird das Holz magnetisch. Die magnetischen Partikel kommen dabei in zwei unterschiedlichen Formen vor – als Maghemit und als Magnetit. Das braune Maghemit entsteht aus dem schwarzen Magnetit, wenn es an Luft oxidiert. So bilden sich mehr Fehlstellen im Kristall, was sich auf die Farbe auswirkt. Darum ist das magnetisierbare Holz auch sehr dunkel. «Realistisch gesehen, werden wir nie einen ganzen Balken in einem Haus behandeln», sagt die Forscherin, «das magnetische Holz ist eher etwas für kleinere Anwendungen.» Dies könnten Dinge wie Spielzeuge oder Möbel sein, wie die Magnettafel, die sie zurzeit fertigt. Auch ein Einsatz in der Automobilindustrie wäre denkbar, um künftig Holzarmaturen zu funktionalisieren. Diese hätten nicht nur

Holz soll bald einmal ein High-Tech-Material werden – wenigstens wenn es nach den Forschungsteams der Empa geht.

eine interessante Zusatzfunktion, sondern würden wegen der dunklen Farbe auch noch edel aussehen.

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WERKSTOFFE

Metallhüllen optimieren chemische Reaktionen

Ein Mantel für Füllkörper Für die chemische Industrie sind sie Massenware: Aufgeschüttete Füllkörper, die als Katalysator oder Adsorptionsmittel in Reaktoren und Wärmespeichern eingesetzt werden. Fraunhofer-Forscher entwickelten einen Metallmantel für die einzelnen Füllkörper, der ihre Wärmeleitfähigkeit um das Fünffache erhöht.

Bild: Fraunhofer IKTS

Wirkungsgrad um das Fünffache erhöht

Schüttgut ist Massenware in der chemischen Industrie. Das Fraunhofer IKTS schützt die millimetergrossen Partikel jetzt mit einem Metallmantel. Das erhöht ihre Wärmeleitfähigkeit um das Fünffache.

Katrin Schwarz1 Viele chemische Reaktionen und Wärmespeicher nutzen aufgeschüttete Füllkörper als Katalysator oder Adsorptionsmittel. Die Industrie setzt mehrere Millionen Tonnen dieser Funktionsmaterialien im Jahr ein, um ihre Grundstoffe herzustellen. Damit die Reaktionen wie gewünscht ablaufen, müssen die Füllkörper besonders wärmeleitfähig sein. Das Problem: Zwischen den nur wenigen Millimeter grossen Körpern lässt sich die Wärme nicht optimal weiterleiten. Die Chemieunternehmen müssen daher zusätzliche wärmeleitende Strukturen in ihre ReaktoKatrin Schwarz, Pressearbeit, Fraunhofer IKTS.

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ren einbauen. «Das ist aufwändig und teuer», sagt Jörg Adler, Forscher am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden. Zusammen mit Kollegen der Fraunhofer-Institute für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz und für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart entwickelte Adler ein Konzept, das die Wärmeleitfähigkeit der aufgeschütteten Materialien um das Fünffache erhöht. Dafür haben die Wissenschaftler zylinderförmige Füllkörper mit Metall ummantelt: Die Metallhüllen der einzelnen Körper berühren sich und bilden so ein metallisches Gerüst über die gesamte Schüttung aus, in dem sich Wärme schneller und effizienter ausbreiten kann.

Den Effizienzsprung haben die Wissenschaftler im Labor mit einer acht Liter grossen Schüttung aus Aluminium-ummantelten Zeolith-Füllkörpern bei einem Wärmespeicher nachgewiesen. Adler beschreibt die Vorteile: «Die Schüttung ist schneller gleichmässig warm. Das Entladen und Beladen des Wärmespeichers geht deutlich schneller. Bei chemischen Reaktionen würde sich die Effizienz und damit die Produktgüte erhöhen.» Die Forscher gehen davon aus, dass der Effekt mit einem Metall, das noch besser Wärme leitet – zum Beispiel Kupfer, weiter ausgebaut werden kann. Die Schüttkörper aus dem Labor haben eine Länge von fünf Millimetern. Die sie ummantelnde Aluminiumschicht ist 0,25 Millimeter dick. Die Wissenschaftler stellen sie in einem eigens dafür entwickelten massentauglichen Verfahren her: Sie füllen lange Metallrohre mit dem Schüttmaterial, verdichten es, damit es nicht herausrutscht und zerschneiden die Rohre dann zu einzelnen, wenige Millimeter langen Zylindern. «Die chemische Industrie nutzt Schüttkörper in grossen Mengen und über längere Zeit hinweg. Idealerweise verbleiben sie mehrere Jahre in den Reaktoren. Ein Problem bei Transport und Anwendung ist pulverförmiger Abrieb: Dieser entsteht durch die Bewegungen der Schüttkörper gegeneinander. Die Metallhülle schützt die Schüttkörper vor Abrieb und erhöht ihre Lebensdauer», so Adler. Mit Wasser getränkte Schüttkörper aus Zeolith trocknen bei Wärmezufuhr und nehmen die Wärme auf. Befeuchtet man sie, geben sie diese wieder ab. Dieser physikalische Effekt qualifiziert sie auch für den Einsatz in Wärmespeichern. «Die Effizienz dieses Prozesses hängt ebenfalls 5/2016


WERKSTOFFE

von der Wärmeleitfähigkeit des Zeolith ab. Oft müssen sehr aufwändige Wärmetauscher-Konstruktionen installiert werden, die teuer sind und dem eigentlichen Wärmespeicher Volumen wegnehmen. Hier können die Metall-ummantelten Füllkörper Mehrwert schaffen. Im Labor haben wir die Zyklenzeit des Wärmespeichers deutlich verkürzt», sagt Adler.

Industrietauglichkeit prüfen Machbarkeit und Funktion der Ummantelung konnten im Labor gezeigt werden. Jetzt wollen die Forscher die nächsten Schritte Richtung industrielle Anwendung gehen. «Wir müssen Material und Herstellung noch weiter optimieren und nach-

weisen, in welchem Ausmass genau der Nutzen der höheren Wärmeleitfähigkeit die zusätzlichen Kosten der Metall-Ummantelung übersteigt», so Adler. Aufgeschüttete Füllkörper aus Katalysatorstoffen oder Adsorptionsmitteln (Sorbentien) sind Massenware in der chemischen Industrie. Katalysatoren fördern chemische Reaktionen ohne dabei selbst aufgebraucht zu werden. Sorbentien nehmen bestimmte Produkte auf und speichern sie in sich. Die Füllkörper kommen beispielsweise zum Einsatz, um chemische Reaktionen zu optimieren oder sind Bestandteil von modernen Wärmespeichern. Dabei wird das Material in einem Reaktor mit einer Flüssigkeit oder einem Gas durchströmt, die an der Oberfläche

der winzigen Körper eine chemische Reaktion auslösen.

Kontakt Jörg Adler Abteilungsleiter Nichtoxidkeramik Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS Winterbergstrasse 28 D-01277 Dresden Telefon +49 (0)351 2553 7515 joerg.adler@ikts.fraunhofer.de www.ikts.fraunhofer.de

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CO2-Konzentration beeinflusst Materialeigenschaften

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Ein neues Material ändert seine Leitfähigkeit, je nachdem wie hoch die CO2-Konzentration in der Umgebung ist. Die Forschenden, die es entwickelten, stellten damit winzige und sehr einfach aufgebaute Sensoren her.

Bild: Fabio Bergamin / ETH Zürich

DER BLICK INS NICHTS

Neuer Verbundwerkstoff

Der winzige CO2-Sensor der ETH-Forschenden: Chip mit einer dünnen Schicht des Polymer-Nanopartikel-Verbundmaterials.

Fabio Bergamin1

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Materialwissenschaftler der ETH Zürich und des Max-Planck-Instituts für Kolloidund Grenzflächenforschung in Potsdam entwickelten einen neuartigen Sensor, der Kohlendioxid (CO2) messen kann. Er ist viel kleiner, einfacher konstruiert und braucht sehr viel weniger Energie als bestehende Sensoren, von denen er sich im Funktionsprinzip komplett unterscheidet. Der neue Sensor besteht aus einem neuentwickelten Verbundwerkstoff, der mit CO2-Molekülen wechselwirkt und in Abhängigkeit der CO2-Konzentration in der Umgebung seine Leitfähigkeit ändert. Die ETH-Wissenschaftler haben mit dem Material Sensor-Chips gebaut, mit denen sie mit einer einfachen Messung des elektri-

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Dr. Fabio Bergamin, Redaktor ETH Zürich.

schen Widerstands die CO2-Konzentration eruieren können. Grundlage des Verbundwerkstoffs sind kettenförmige Makromoleküle (Polymere), die sich aus bestimmten Salzen zusammensetzen. Diese Salze heissen «ionische Flüssigkeiten» und sind bei Umgebungstemperatur flüssig und leitfähig. Die daraus hergestellten Polymere haben den für Laien irreführenden Namen «polyionische Flüssigkeiten» – obschon sie nicht flüssig, sondern fest sind.

Unerwartete Eigenschaften Aus unterschiedlichen Beweggründen – darunter die Batterieforschung und die CO2-Speicherung – untersuchen Wissenschaftler weltweit derzeit diese polyionischen Flüssigkeiten. Aus dieser Forschung ist bekannt, dass polyionische Flüssigkeiten CO2 adsorbieren können. «Wir fragten 5/2016


Eine Taucherflasche könnte mit dem neuartigen Sensor zur Atemluftmessung ausgestattet werden.

uns, ob wir diese Eigenschaft ausnutzen könnten, um Informationen über die CO2-Konzentration in der Luft zu erhalten und damit einen neuen Typ von Gassensoren zu entwickeln», sagt Christoph Willa, Doktorand am Laboratorium für Multifunktionsmaterialien. Erfolgreich waren Willa und Dorota Koziej, Oberassistentin am selben Laboratorium, schliesslich, indem sie die Polymere mit bestimmten anorganischen Nanopartikeln mischten, die ebenfalls mit CO2 wechselwirken. Aus den beiden Materialien stellten die Wissenschaftler einen Verbundwerkstoff her. «Weder das Polymer noch die Nanopartikel einzeln sind elektrisch leitend», sagt ETH-Doktorand Willa. «Doch als wir die beiden Komponenten in einem bestimmten Verhältnis mischten, nahm die Leitfähigkeit rapide zu.»

Chemische Veränderungen im Material Nicht nur dies verblüffte die Wissenschaftler. Auch waren sie überrascht, dass die Leitfähigkeit des Verbundwerkstoffs bei Umgebungstemperatur CO2-abhängig ist. «Bisher bekannte, sogenannte chemoresistive Materialen zeigen diese Eigenschaft erst ab einer Temperatur von mehreren hundert Grad Celsius», so Dorota Koziej. Aus bisherigen chemoresistiven Materialien gebaute Sensoren mussten deswegen auf eine hohe Betriebstemperatur geheizt werden. Beim neuen Verbundwerkstoff ist dies nicht nötig, was die Anwendung deutlich erleichtert. 5/2016

Atemluftmessgeräte für Taucher Mit dem neuen Sensor können die Wissenschaftler die CO2-Konzentration in einer grossen Bandbreite messen: von der Konzentration in der Erdatmosphäre von 0,04 Volumenprozent bis zu 0,25 Volumenprozent. Bestehende CO2-Messgeräte funktionieren meist optisch und nutzen die Tatsache, dass CO2 Infrarotlicht absorbiert. Im Vergleich mit diesen Geräten können nach Angabe der Forschenden mit dem neuen Material sehr viel kleinere, portable Geräte entwickelt werden, die ausserdem weniger Energie benötigen. «Denkbar sind etwa portable Geräte zur Atemluftmessung für Taucher, Extrembergsteiger oder medizinische Anwendungen», so Koziej. Originalpublikation C. Willa, J. Yuan, M. Niederberger, D. Koziej: «When Nanoparticles Meet Poly(Ionic Liquid)s: Chemoresistive CO2 Sensing at Room Temperature». Advanced Functional Materials 2015, 25: 2537-2542. DOI: 10.1002/adfm.201500314.

Kontakt Dr. Dorota Koziej Laboratory for Multifunctional Materials ETH Zürich, HCI F 505 Vladimir-Prelog-Weg 5 CH-8093 Zürich Telefon +41 (0)44 633 60 55 dorota.koziej@mat.ethz.ch www.multimat.mat.ethz.ch

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Wie die CO2-abhängige Veränderung der Leitfähigkeit zustande kommt, ist noch nicht im Detail geklärt. Die Wissenschaftler fanden jedoch Hinweise darauf, dass es an der Grenzfläche zwischen den Nanopartikeln und des Polymers auf der Nanometer-Skala zu chemischen Veränderungen kommt, wenn CO2-Moleküle anwesend sind. «Wir vermuten, dass diese Effekte die Mobilität der geladenen Teilchen im Material verändern», so Koziej.

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WERKSTOFFE

Auf der Suche nach neuen Materialien

Auf dem spannenden Weg zu energiesparenden Computern Computer und andere elektronische Geräte haben heute einen beträchtlichen Anteil am weltweiten Energieverbrauch. Mit den heute genutzten Technologien lässt sich dieser Verbrauch aber kaum senken, sodass die Chips in den energiesparenden Geräten der Zukunft aus neuartigen Materialien bestehen werden. Neueste Forschungsergebnisse aus dem Paul Scherrer Institut (PSI) geben Hinweise darauf, wie man zu solchen Materialien kommen könnte.

einen grossen Teil des Energieverbrauchs der Chips.

Bild: PSI

Magnetisch und supraleitend

Die Forschenden Claudia Cancellieri und Vladimir Strocov am Messplatz der Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) des Paul Scherrer Instituts (PSI). Hier haben sie den elektrischen Strom im Inneren eines komplexen Materials untersucht und so Erkenntnisse gewonnen, die für die Entwicklung energiesparender Elektronikbauteile nützlich sein dürften.

Paul Piwnicki1 Den Energieverbrauch elektronischer Geräte zu reduzieren ist eine der wesentlichen Herausforderungen bei der Entwicklung der Elektronik der Zukunft. So verbrauchen zum Beispiel die riesigen Rechenzentren, die hinter Internet-Suchmaschinen oder sozialen Medien stehen, so viel Energie wie eine Grossstadt. Energiesparende Computer setzen aber eine fundamentale Wende voraus: neuartige Materialien werden die Halbleiter ersetPaul Piwnicki, Wissenschaftsredaktor PSI

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zen müssen, die in den vergangenen Jahrzenten die Grundlage aller elektronischen Geräte bilden – vom frühen Transistorradio bis zum Smartphone. Zu den besonders vielversprechenden Kandidaten gehören die Oxide – komplexe Verbindungen von Metallen mit Sauerstoff, erklärt Vladimir Strocov, leitender Wissenschaftler am Paul Scherrer Institut (PSI). So könnten elektronische Bauelemente aus bestimmten Oxiden die Funktion der heutigen Transistoren übernehmen und würden dabei nur einen kleinen Bruchteil der Energie verbrauchen. Transistoren sind auf heutigen Mikrochips milliardenfach vertreten und verantworten

Vladimir Strocovs Forschungsteam hat nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der ETH Zürich und des japanischen Forschungsinstituts Riken ein Material untersucht, das eigentlich die nötigen Eigenschaften für den Einsatz in diesen Bauteilen mitbringt: Es ist magnetisch und supraleitend, kann also elektrischen Strom ganz ohne Widerstand leiten. Der Nachteil: Es hat diese Eigenschaften nur bei sehr tiefen Temperaturen, bei denen sich kein Computer betreiben lässt. Erhöht man die Temperatur, wird der Stromfluss in dem Material hingegen ausgesprochen schwerfällig. Wie sie in einer Studie im Fachjournal «Nature Communications» berichten, konnten die Forschenden nun die Ursachen für den erschwerten Stromfluss bestimmen. Für diesen ist offenbar dasselbe Phänomen verantwortlich, das bei tiefen Temperaturen den Strom ungehindert fliessen lässt, erklärt Strocov: «Unsere Ergebnisse könnten daher helfen, gezielt neue Materialien zu entwickeln, die auch noch bei höheren Temperaturen für die neuartigen Bauteile geeignet wären und so in zukünftigen Computern zum Einsatz kommen könnten.»

Supraleitend auch bei höheren Temperaturen? Wenn durch ein Material ein elektrischer Strom fliesst, bedeutet das, dass sich Elektronen durch dieses Material bewe5/2016


WERKSTOFFE

gen. Das Gerüst solcher Materialien bilden regelmässig angeordnete, wenig bewegliche Ionen. Die Elektronen, die im Material fliessen, ziehen die Ionen zu sich und verzerren so das Gerüst, erklärt Claudia Cancellieri, die als PSI-Wissenschaftlerin an der Studie beteiligt war, jedoch mittlerweile an der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA) tätig ist. Diese Ionen ziehen dann wiederum die Elektronen an und bremsen sie auf diese Weise aus. Offenbar lässt die gleiche Verzerrung das Material aber bei tiefen Temperaturen supraleitend werden. In einem Supraleiter finden Elektronen zu Paaren zusammen und können sich dann gemeinsam ungehindert durch das Material bewegen. Bei tiefen Temperaturen sorgt die Verzerrung des Materialgerüsts dafür, dass sich die Elektronen paarweise verbinden, so Claudia Cancellieri. Mit diesem Wissen könnten Forschende ähnliche Materialien gezielt so verändern, dass sie auch bei höheren Temperaturen supralei-

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tend bleiben. Ein Ansatz ist dabei, mit Hilfe spezieller nanotechnologischer Verfahren einzelne Sauerstoffatome in dem Material durch Atome eines anderen Elements zu ersetzen, die zusätzliche Elektronen mitbringen.

Strom tief im Material beobachtet Das Material, das die Forschenden in ihren Experimenten untersucht haben, ist nicht ein einzelnes Oxid, sondern die Kombination von den zwei Oxiden mit den chemischen Formeln LaAlO3 und SrTiO3. Dabei leiten die beiden Oxide einzeln keinen Strom, fügt man sie aber zusammen, kann entlang der Grenzfläche Strom fliessen. Allgemein kann die Verbindung von zwei Oxiden neuartige Eigenschaften haben, die in künftigen Geräten nützlich sein könnten. Den Stromfluss an der Grenzfläche zwischen den Materialien haben die Forschenden mit

hochenergetischem Synchrotronlicht an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS des PSI gemessen. Der dortige Messplatz ist weltweit führend, wenn es um solche heraufordernden Experimente geht. Originalpublikation Polaronic metal state at the LaAlO3/SrTiO3 interface; C. Cancellieri, A.S. Mishchenko, U. Aschauer, A. Filippetti, C. Faber, O.S. Bariši, V.A. Rogalev, T. Schmitt, N. Nagaosa and V.N. Strocov; Nature Communications, 27. Januar 2016; DOI: 10.1038/ NCOMMS10386

Kontakt Dr. Vladimir Strocov, Forschungsgruppe Spektroskopie neuartiger Materialien, Paul Scherrer Institut (PSI), CH-Villigen Telefon +41 (0)56 310 53 11 vladimir.strocov@psi.ch

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U M W E LT

Wissenschaftler schlagen Alarm

Bedeutung der Versalzung von Gewässern wird weltweit unterschätzt

Bild: Uni Koblenz-Landau

Zu viel Salz ist nicht nur für den Menschen schlecht, es schadet auch Gewässern. Die Ursachen dafür sind allerdings äusserst vielfältig.

Die Kali-Rückstandshalde Sondershausen mit dem Flüsschen Wipper als Fliessgewässer im Vordergrund, die aufgrund der Algen deutliche Spuren von Salzbelastung aufweist.

Die Versalzung von Gewässern wird allerdings laut einer aktuellen internationalen Studie unter Beteiligung der Universität Koblenz-Landau weltweit unterschätzt und die Folgen zu wenig beachtet. Die Wissenschaftler fordern daher Politik und Behörden in einem in der Fachzeitschrift «Science» veröffentlichen Artikel auf, die Versalzung künftig in ihrem Gewässermanagement zu berücksichtigen. Die Forschungsteams haben Ursachen und Lösungen für verschiedene Versalzungsphänomene zusammengetragen und schlagen ein Konzept vor, wie die Versalzung reguliert werden sollte.

Nachfrage nach Trinkwasser nimmt weltweit zu Weltweit gibt es viele Ursachen, die dazu führen, dass Gewässer versalzen: Landwirtschaft, Abwässer aus der Gewinnung von Ressourcen wie Berg- und Salzabbau 54

oder das Ausbringen von Salz auf Strassen können eine erhöhte Salzkonzentration bewirken. In Deutschland liegen die Gründe für die Gewässerversalzung hauptsächlich in den Abwässern aus der chemischen und Kali-Industrie. Regional gibt es in Gewässern auch hohe Salzgehalte aufgrund der geologischen Bedingungen. «Künftig könnte auch Fracking zu einem erheblichen Anstieg an salzbelasteten Abwässern führen», erklärte Ralf Schäfer, Juniorprofessor für Landschaftsökologie am Institut für Umweltwissenschaften Landau der Universität Koblenz-Landau. Auch der Klimawandel und die zunehmende Nachfrage nach Trinkwasser sind Treiber der weltweiten Gewässerversalzung.

Frage des Überlebens Versalzen Gewässer, sterben gewässertypische salzempfindliche Arten wie Eintags-, Stein- und Köcherfliegen. Dadurch

nehmen Ökosystemdienstleistungen wie das Bereitstellen von Trinkwasser und Biodiversität ab. Begünstigt wird dagegen eine massenhafte Entwicklung salzrobuster Tierarten, Algen und Wasserpflanzen. Auch die Einwanderung gebietsfremder Arten wird begünstigt. Die Gewässerqualität nimmt ab. «Das könnte bedeuten, dass durch die Versalzung von Gewässern in Europa die Zielstellung des guten Zustandes, wie ihn die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union (EU) vorgibt, nicht erreicht werden kann», gibt Schäfer zu bedenken. Bei gravierender Versalzung, wie sie insbesondere in Südost-Asien auch von Trinkwasserreserven und auf landwirtschaftlichen Flächen vorkommt, entstehen bedeutende wirtschaftliche Schäden und die Kosten für die Trinkwasserbehandlung steigen. Regional sind sogar Überlebensfragen mit der Umweltbelastung verbunden.

Wichtige Bereiche der Wirtschaft Die Versalzung von Gewässern ist nicht neu. «Das Phänomen ist bekannt, es wird bisher allerdings kaum beachtet», sagt Schäfer. Dies liegt einerseits daran, dass die Zunahme an Leitfähigkeit oder Ionen-Konzentration, die Versalzung anzeigt, typischerweise als Ausdruck von anderen Problemen betrachtet wurde wie Abwasserreinigung oder landwirtschaftliche Nährstoffeinträge. Andererseits sind sowohl Landwirtschaft als auch Ressourcenabbau wichtige wirtschaftliche Bereiche. «Deren starke Akteure dürften an einer strikten Regulierung allerdings kaum ein Interesse haben», erklärt Oliver Frör, Professor für Umweltökonomie am Institut für Umweltwissenschaften Landau der Universität Koblenz-Landau. 5/2016


Konzept entwickelt Die beinahe zwei Dutzend Autorinnen und Autoren der Studie, die alle bewohnten Kontinente abdecken, haben auf Basis ihrer Erfahrungen, wie in den jeweiligen Ländern und Regionen Versalzung gemanagt wird, ein Konzept entwickelt, wie die Belastung durch Salz reguliert werden könnte. Wie bei anderen Schadstoffen auch, sollen dafür in Experimenten zunächst für unterschiedliche Salzbelastungen Schwellenwerte abgeleitet werden, deren Einhaltung Ökosysteme nicht gefährdet.

Politik und Verwaltung im Zusammenspiel

Alternativen zum Streusalz In ihrem Artikel stellen die Autoren verschiedene Lösungsansätze vor, wie sie teilweise schon praktiziert werden. Die Belastung von Gewässern liesse sich zum Beispiel bereits durch einen reduzierteren Wassereinsatz in der Landwirtschaft sowie durch Alternativen zum Streusalz minimieren. Salzhaltige Abwässer, wie sie durch den Kali-Abbau entstehen, müssten beispielsweise mittels Eindampfen entsprechend behandelt und in Kläranlagen ein Verfahren zur Entsalzung eingesetzt werden, um die Salzfracht aus städtischen Gebieten zu reduzieren. «In Forschung und Entwicklung zur Wertstoffrückgewinnung müsste investiert werden», gibt Ralf Schäfer abschliessend zu bedenken.

Originalpublikation Cañedo-Argüelles M., Hawkins C.P., Kefford B.J., Schäfer R.B., Dyack B.J., Brucet S., Buchwalter, D. B., Dunlop, J.E., Frör, O. et al.; «Saving freshwater from salts: Ion-specific standards are needed to protect biodiversity», Science; 25.02.2016

Bild: Saline Schweizerhalle

«Es müssen dringend Umweltstandards entwickelt werden, um eine voranschreitende Versalzung von Gewässern aufzuhalten», fordert Schäfer. Die Wissenschaftler sehen hierbei die Politiker über gesetzliche Regeln sowie Behörden und Ämter der Wasserwirtschaft gefordert. Auch sollten Forschung und Umweltverwaltung in enger Kooperation zusammenarbeiten, damit wissenschaftliche Erkenntnisse in Verwaltungshandeln umgesetzt werden können. «In unserem Konzept spielt die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, Politik und Verwaltung eine wesentliche Rolle», sagt Frör. Dabei gelte es auch, Umweltschäden in ökonomische Rech-

nungen aufzunehmen, die bislang keine Beachtung gefunden haben. Wichtig sei ausserdem der Erfahrungsaustausch mit Ländern, die bereits stark betroffen sind und schon Sanierungsmassnahmen getroffen haben.

Abwässer aus der Gewinnung von Ressourcen wie dem Salzabbau können eine erhöhte Salzkonzentration in den Gewässern bewirken.

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TERMINE

Kurse, Seminare und Workshops 25. – 26.05.

27.05.

MAI 2016

17.06.

Software-Training tiamo™ Basic Ort: Zofingen Veranstalter: Metrohm Schweiz AG Bleiche West, CH-4800 Zofingen Telefon +41 (0)62 745 28 28 info@metrohm.ch, www.metrohm.ch

Einführung in die multivariante Datenanalyse Ort: Basel Veranstalter: Aicos Technologies AG Efringerstrasse 32, CH-4057 Basel Telefon: +41 (0)61 686 98 76 info@aicos.com, www.aicos.com

20. – 21.06.

Labormanager im Arbeitsschutz, Aufgaben und Verantwortung Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Varrentrappstrasse 40–42, D-60486 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 7917-364 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung

20. – 23.06.

Einführung in die HPLC Ort: Nürnberg Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Varrentrappstrasse 40–42, D-60486 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 7917-364 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung

21.06.

Klassifizierung nach Gefahrgutrecht Ort: Muttenz Veranstalter: EcoServe International AG Pulverhausweg 13, CH-5033 Buchs Telefon +41 (0)62 837 08 10 info@ecoserve.ch, www.ecoserve.ch

22. – 23. 06.

Software-Training tiamo™ Basic Ort: Zofingen Veranstalter: Metrohm Schweiz AG Bleiche West, CH-4800 Zofingen Telefon +41 (0)62 745 28 28 info@metrohm.ch, www.metrohm.ch

23.06.

Gefahrgut per See- und Luftfracht Ort: Muttenz Veranstalter: EcoServe International AG Pulverhausweg 13, CH-5033 Buchs Telefon +41 (0)62 837 08 10 info@ecoserve.ch, www.ecoserve.ch

23. – 24.06.

Grundlagen der Organischen Chemie für Labo­ ranten Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Varrentrappstrasse 40–42, D-60486 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 7917-364 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung

Verlängerung des Schulungsnachweises für Gefahrgutbeauftragte Ort: Buchs Veranstalter: EcoServe International AG Pulverhausweg 13, CH-5033 Buchs Telefon +41 (0)62 837 08 10 info@ecoserve.ch, www.ecoserve.ch

23. – 24.06.

Statistische Analyse von Labordaten mit Excel Ort: Basel Veranstalter: Aicos Technologies AG Efringerstrasse 32, CH-4057 Basel Telefon: +41 (0)61 686 98 76 info@aicos.com, www.aicos.com

Einführung in die Biostatistik mit Excel Ort: Basel Veranstalter: Aicos Technologies AG Efringerstrasse 32, CH-4057 Basel Telefon: +41 (0)61 686 98 76 info@aicos.com, www.aicos.com

28.06.

Sonderabfallentsorgung – sicher und gesetzeskonform Ort: Buchs Veranstalter: EcoServe International AG Pulverhausweg 13, CH-5033 Buchs Telefon +41 (0)62 837 08 10 info@ecoserve.ch, www.ecoserve.ch

Ladungssicherung – aber richtig! Ort: Buchs Veranstalter: EcoServe International AG Pulverhausweg 13, CH-5033 Buchs Telefon +41 (0)62 837 08 10 info@ecoserve.ch, www.ecoserve.ch

JUNI 2016 01. – 02.06.

01. – 02.06.

01. – 02.06.

02.06.

02. – 03.06.

13. – 14.06.

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Analyse der Stabilität und der Haltbarkeit von Produkten Ort: Basel Veranstalter: Aicos Technologies AG Efringerstrasse 32, CH-4057 Basel Telefon: +41 (0)61 686 98 76 info@aicos.com, www.aicos.com Anforderungen an akkreditierte Prüflaboratorien Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Varrentrappstrasse 40–42, D-60486 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 7917-364 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung Intensivtraining in Good Manufacturing Practice (GPM) Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Varrentrappstrasse 40–42, D-60486 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 7917-364 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung Metrohm Innovation Day Ort: Ofrtringen Veranstalter: Metrohm Schweiz AG Bleiche West, CH-4800 Zofingen Telefon +41 (0)62 745 28 28 info@metrohm.ch, www.metrohm.ch

Sachkenntnis Chemikalien Ort: Buchs Veranstalter: EcoServe International AG Pulverhausweg 13, CH-5033 Buchs Telefon +41 (0)62837 08 10 info@ecoserve.ch, www.ecoserve.ch

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VERBANDSSEITE

■■ Infostelle SCV ■■ Präsident ■■ Höhere Fachprüfung ■■ Termine Schweizerischer ChemiePatrick Merkofer Chemietechnologe alle Termine online Siegfried AG, Daniel Müller anschauen: und Pharmaberufe Verband Breiten 5 Untere Brühlstrasse 4 www.cp-technologe.ch Postfach 509 CH-5082 Kaisten CH-4800 Zofingen CH-4005 Basel Mobile +41 (0)79 688 08 91 Telefon +41 (0)62 746 19 77 Mobile +41 (0)79 688 08 91 praesident@cp-technologe.ch weiterbildung@cp-technologe.ch info@cp-technologe.ch www.cp-technologe.ch

  Sektion Fricktal

Rückblick auf 2014/2015: Die Anliegen der Mitglieder vertreten Global Player, Social Media, Cloud, Quality Life, Dow Jones, globale Ökonomie und soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft: Wenn uns diese Schlagworte bekannt vorkommen, mag dies daran liegen, dass diese aus den diversen Homepages der umliegenden Chemie- und Pharma-Firmen stammen. Slogans und Schlagwörter haben in unserem Berufsumfeld eine lange Tradition. Wir haben uns an diese reizüberflutenden Slogans mittlerweile gewöhnt, aber erleben oftmals, dass sie sich leider als eine Mogelpackung erweisen. Sie halten nicht immer, was sie versprechen … Tatsache ist jedoch, dass sich unser Berufsumfeld immer mehr spezialisieren muss, um sich in diesem hart umkämpften «globalen Markt» behaupten zu können. Eine berufliche Grundausbildung ist zwar immer noch die Basis, jedoch reicht diese nicht immer, um 5/2016

den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. Auch unser Beruf erlebt diesen Wandlungsprozess. Der Chemikant ist mittlerweile zum Chemie- und Pharmatechnologe/login EFZ mutiert und bereits innerhalb der Grundausbildung beginnt eine Spezialisierung. Viele Arbeitsgruppen, auch aus den verschiedensten Sektionen des SCV, haben in den vergangenen Jahren daran gearbeitet, Lernziele neu an diese Spezialisierung anzupassen. Ob dies gelungen ist, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Unser Beruf soll den Arbeitgeber zu einem gewinnoptimierenden «Global Player» machen, zum «Quality Life» beitragen und so die «globale Ökonomie» steigern. Ja dann, packen wir’s an! Als Sektion Fricktal haben wir die vergangenen zwei Jahre genutzt, sowohl an dieses neue Berufsbild mitzugestalten, als auch unseren Mitglie-

dern abwechslungsreiche Ausflugsprogramme anzubieten. Wir als Sektion werden auch in Zukunft die Anliegen unserer Mitglieder vertreten. Bereits in der Vergangenheit haben Vorstandsmitglieder der Sektion regelmässig an allen Anlässen des Zentralvorstandes teilgenommen und unsere Anliegen aktiv eingebracht. Genau dies möchten wir auch in Zukunft tun. Damit stellen wir sicher, dass die Bedürfnisse derjenigen abgedeckt werden, die den Beruf auch ausüben. Wie bereits in den Jahren zuvor, waren wir auch in den

Jahren 2014 und 2015 regelmässig mit Beiträgen in der Verbandszeitschrift wie auch auf der Homepage des SCV präsent. Wir wollen auch in Zukunft unseren selbstkritischen Geist dort anbringen, wo wir unsere Interessen und Schwerpunkte für unseren Beruf sehen. Dazu brauchen wir die Unterstützung von allen! Beteiligt euch an den Aktivitäten und bringt eure Ideen aktiv mit ein. Es lohnt sich!

 

Für die Sektion Fricktal Dieter Brunner 57


VERBANDSSEITE

  Sektion Aargau

Auszug des Protokolls der Generalversammlung vom 8. April 2016: Alle Anträge wurden genehmigt Präsident Daniel Müller er­ öffnet kurz nach 19.30 Uhr die Generalversammlung und begrüsst die zahlreich erschienenen Mitglieder. Leider mussten sich viele Mitglieder entschuldigen lassen. Eine Änderung der Traktandenliste wird nicht gewünscht. Zum Stimmenzähler wird einstimmig Daniel Häner gewählt, zum Tagespräsidenten Marcel Dürr. Daniel Müller blickt auf das vergangene Jahr zurück und erwähnt die verschiedensten Höhepunkte. Sein Jahresbericht wird einstimmig angenommen. Der Vorstand wird einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Von den neuen Vorstandsmitgliedern nimmt Remo Kleeb an der GV teil. Madeleine Müller, Lehrlingsbetreuerin Siegfried AG, hat sich entschuldigen lassen. Es sind noch Mitgliederbeiträge ausstehend. Wenn die Beiträge trotz Mahnung nicht innerhalb zweier Jahre einbezahlt werden, erlischt die Mitgliedschaft automatisch. Daniel Müller bedankt sich beim Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Hans-Rudolf Plüss erläutert den Kassabericht vom 29. Februar 2016 und den Abschluss der Rechnung 2015: Man verzeichnet eine Vermögensabnahme von Fr. 41.25. Der Hauptgrund für die Vermögensabnahme sind die fehlenden Einnahmen aus Berichten im ChemieXtra und

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auf der Webseite. Die Revisoren haben für die Zeitspanne vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016 die Jahresrechnung geprüft. Die Belege für das Vereinsjahr 2016 sind vollständig vorhanden. Die Bilanz und Erfolgsrechnung stimmen mit der Buchhaltung überein. Diese wurde sauber und ordnungsgemäss geführt. Ein Verlust wurde ausgewiesen. Das Vereinsvermögen wurde per 1. März 2016 angegeben. Aufgrund der Ergebnisse der Prüfung stellen die Revisoren den Antrag an die Generalversammlung die Jahresrechnung zu genehmigen und dem Kassier Entlastung zu erteilen. Dem Vorstand sei ebenfalls Entlastung zu erteilen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Beim Budget ist zu vermelden, dass nicht in erster Linie Vermögen angehäuft werden soll, sondern dass auch etwas für Aktivitäten ausgegeben werden darf, damit die Mitglieder zum Mitmachen motiviert werden. Der Schwerpunkt wird auch im kommenden Jahr wieder auf gesellschaftlichen Aktivitäten liegen. Das Budget wird einstimmig genehmigt. Die gute Arbeit des Kassiers wird verdankt. Der Vorschlag, den Mitgliederbeitrag bei Fr. 65.– zu belassen, wird einstimmig angenommen. Studierende werden wie die Lernenden (in Ausbildung) behandelt und sind vom Mitgliederbeitrag befreit.

Für das Jahresprogramm 2016 wurden die verschiedensten Vorschläge gemacht, so zum Beispiel ein Besuch des Gugelmann-Museums in Schönenwerd, ein Grillabend bei Marcel Dürr oder die Besichtigung des Sauerstoffwerks in Lenzburg und der Meyerschen Stollen in Aarau. Das Gugelmann-Museum und das Sauerstoffwerk Lenzburg sollen ins Programm aufgenommen werden. Die Jahresprogramme anderer Sektionen sind auch für die Sektion Aargau zugänglich. Es sind verschiedene Besichtigungen und Ausbildungen geplant, zum Beispiel die Besichtigung der Novartis-Werks Stein durch die Sektion Fricktal. Das genaue Programm kann auf der Homepage www.cptechnologe.ch eingesehen wer­den oder wird im Verbandsorgan ChemieXtra (www.chemie­ xtra.com) publiziert. Die genauen Daten des Programms werden mit der Rechnung für den Jahresbeitrag an die Mitglieder durch Kassier HansRudolf verschickt. Kurt Friderich gibt einige Inputs: Der Werkstattkurs wurde aus dem ÜK-Programm gestrichen. Einige Firmen führen den Kurs nun auf eigene Rechnung durch. Geplant sind zwei Mal vier Tage. Bisher machen ES Dottikon, Siegfried AG und Mibelle mit. DSM und Cilag sind noch offen. Der Kurs bietet Platz für 18 Teilnehmende. Somit könnten

weitere interessierte Firmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer schicken. Daher die Bitte, den Kurs via Zentralvorstand bekannt machen. Hinweis auch für die nächste Runde der Bildungsverordnung (BiVo), dass das Bedürfnis nach einem Werkstattkurs vorhanden ist. Auch der Staplerkurs ist der neuen BiVo zum Opfer gefallen. Auch dieser Kurs wird von oben genannten Firmen selbst organisiert. Zudem ist man am Aufbauen von Kursen für die Erwachsenenbildung bei Ausländern oder für Mitarbeitende ohne Berufsausbildung. Präsident Patrick Merkhofer berichtet über die Tätigkeiten im Zentralvorstand: Die Revision der neuen BiVo ist abgeschlossen. Die Delegiertenversammlung fand im Wallis statt. Als Gäste waren verschiedene Firmenvertreter eingeladen. Im ZV gibt es keine grossen Veränderungen. Der Vorstand wurde wiedergewählt. Die Berufsbroschüren sind nun erhältlich. Französisch nimmt im Verband eine immer bedeutendere Rolle ein. In der Romandie gibt es 120 neue Mitglieder. Die Webseite wird für mobile Anwendungen optimiert. Patrick Merkhofer dankt den Mitgliedern und dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Um 20.15 Uhr endet die Generalversammlung. Daniel Müller lädt im Namen der Sektion Aargau alle zum Nachtessen ein.

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VERBANDSSEITE

  Sektion Aargau

Rückblick 2015 / Ausblick 2016 Die Generalversammlung 2015 fand am 27. März im «Frohsinn» in Seon im selben Rahmen wie im Vorjahr statt. Zudem besuchten wir im vergangenen Jahr, am 9. Oktober, die Mosterei in Staufen. Es war eine sehr interessante Führung, welche der Eigentümer Pascal Furrer gab. Man merkte, dass er mit Herzblut bei der Sache ist und es für ihn nicht nur ein Arbeitsplatz ist. Speziell stolz ist er auf seine Vergärungsanlage zur Herstellung edler Essigsorten, die auch schon prämiert worden sind. Auch der reichhaltige Apéro hat super gemundet. Der Besuch des Zündholzmuseums am 23.  Oktober in Schönenwerd hat mich auch sehr positiv überrascht. Ich konnte mir nicht vorstellen,

dass es so viel Interessantes über Zündhölzer zu erfahren gibt und dass diese im 19. Jahrhundert ein wesentlicher Teil der Werbung waren. Für diejenigen, die an diesem Anlass verhindert waren, das Museum ist wirklich einen Besuch wert. Weitere Infos findet man auf der Website www.zuendholzmuseum.ch. Einen ganz herzlichen Dank an den Organisator dieser Anlässe, Bertram Zubler – es war einfach super! Das Jahresprogramm 2016 mit interessanten Anlässe anderer Sektionen findet man auf der Homepage des SCV unter www.cp-technologe.ch. Die neue Homepage hat auch noch viele andere interessante Dinge zu bieten, schaut doch einfach mal rein.

Die diesjährige GV fand am 8. April statt. Nach Genehmigung des Protokolls wird es auf der Webseite des SCV aufgeschaltet. Der Vorstand erhofft sich viele Mitglieder mit den Anlässen anzusprechen und wieder ein paar gemütliche und interessante Stunden

miteinander verbringen zu können. Wir freuen uns Dich zu sehen!

verfügt das Spalentor über die höchstgelegene Freiluft-Toilette Basels. Nähere Infos unter folgendem Link: www.basel.com

Anmeldung bis zum 5. Juli 2016 an: Andreas Schläpfer Riehenring 189 CH-4058 Basel Telefon +41 (0)61 534 22 38 Mobile +41 (0)78 697 70 71 nordwestschweiz@ cp-technologe.ch

  

Für den Vorstand der SCV Sektion Aargau Daniel Müller, Präsident

  Sektion Nordwestschweiz

Führung im Spalentor

Steigen Sie mit uns die steilen Treppen des Basler Spalentors hinauf und erkunden Sie eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Mühe des Aufstiegs lohnt sich, um die wunderbare Sicht über die Dächer der Altstadt und auf die Höhenzüge 5/2016

von Jura, Schwarzwald und Vogesen geniessen zu können. Eine kleine Verschnaufpause auf jedem Stockwerk bietet Ihnen die Gelegenheit, sich mit den Verteidigungsanlagen und der Baugeschichte auseinanderzusetzen. Zudem

Datum: Samstag, 23. Juli 2016 Treffpunkt: Vor dem Hotel Basel, Rümelinsplatz, Basel Beginn der Führung: 14 Uhr Dauer: etwa 1,5 Std. Kosten: CHF 20.– / für Lernende gratis. Wie immer sind Lernende herzlich willkommen.

  

Für den SCV Sektion Nordwestschweiz Andreas Schläpfer 59


PRODUKTE

Elektrische Komponenten und Systeme für den Explosionsschutz Das Angebot an elektrischen Komponenten und Systemen für den Explosionsschutz ist bei Pepperl+ Fuchs perfekt auf die Anforderungsvielfalt in der Prozessautomation zugeschnitten. Das Unternehmen bietet ein umfassendes und flexibles Portfolio – angefangen bei Verteilern über Befehls- und Meldegeräte bis hin zu komplexen Steuerungen. Basis der verschiedenen Produktlinien sind hochwertige Gehäuse und Komponenten in den Zündschutzarten «erhöhte Sicherheit», «Eigensicherheit» und «druckfeste Kapselung». Da sie in einer grossen Vielfalt an Funktionen, Grössen und Materialien verfügbar sind, können sie optimal an die spezifi-

schen Anforderungen jeder Anwendung angepasst werden.

Ein gutes Beispiel für diesen individuellen Zuschnitt sind die eher weniger bekannten, massgeschneiderten «Ex de Lösungen», die Pepperl+Fuchs fertigt. Sie bestehen aus einer Kombination von druckfest gekapseltem Gehäuse (Ex d) oben und einem Ex-e-Gehäuse darunter, in dem Anschlussklemmen und Bedienelemente kundenspezifisch eingebaut werden. Beide werden durch eine spezielle Kabeldurchführung sicher verbunden. Ein Flansch zwischen den Gehäusen verhindert, dass sich Schmutz ablagert oder Feuchtigkeit eindringt. So finden die Ingenieure von Pepperl+Fuchs immer die optimale Lösung. Ganz egal, wie individu-

ell die Anforderungen sind oder wie komplex und anspruchsvoll die Anwendungen. Konstruiert und gefertigt wird jeweils direkt vor Ort, in einem der weltweiten Solution Engineering Center des Unternehmens.

Pepperl+Fuchs AG Sägeweg 7 CH-2557 Studen BE Telefon +41 (0)32 374 76 80 Fax +41 (0)32 374 76 78 info@ch.pepperl-fuchs.com www.pepperl-fuchs.ch

Der neue Katalog von Semadeni beinhaltet über 6500 Artikel

Im Bereich Semadeni Plastics Market vertreibt die Semadeni-Gruppe

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ein umfangreiches Standardangebot an Kunststoffartikel für verschiedenste Anwendungen. Der kürzlich erschienene Katalog beinhaltet über 6500 Artikel. Semadeni bietet Produkte insbesondere für die Bereiche Industrie und Logistik, Baugewerbe und Gebäudeunterhalt, Labor und Wissenschaft, Food und Gastro sowie für das Gesundheitswesen an. Mit über 300 neuen Produkten ist das Angebot gegenüber dem Vorjahr erneut gewachsen.

Die im Katalog aufgeführten Standardartikel sind bereits ab einer kleinen Menge erhältlich und in der Regel innert weniger Arbeitstage ab Lager lieferbar. Das gesamte Standardsortiment ist auch online zu finden. Der neue Katalog ist kostenlos erhältlich und kann telefonisch oder via Bestellformular auf dem Internet angefordert werden. Neben den Standardprodukten ist Semadeni auch Ansprechpartner für massgeschneiderte Produkte aus Kunststoff. Semadeni Plastics

Technology fertigt in drei eigenen Werken Kunststoffprodukte im Spritzgussverfahren, im Blasformverfahren und in der manuellen Kunststoffbearbeitung.

Semadeni AG Tägetlistrasse 35–39 CH-3072 Ostermundigen Telefon +41 (0)31 930 18 18 Fax +41 (0)31 930 18 28 info@semadeni.com www.semadeni.com

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PRODUKTE

PräzisionsDatenlogger und Thermometer FTIR-Spektroskopie: Schnell, einfach und reproduzierbar wie nie zuvor in der Vergangenheit Pearl TM ist eine spezielle Zubehör­ einheit für die spektroskopische Transmissions-Analyse von Flüssigkeiten und viskosen Proben im FTIR-Gerät. Die Pearl TM enthält eine OysterTM als Messzelle welche die Bedienung sehr einfach macht. Die Reproduzierbarkeit der Schichtdicke ist besser als 1µm, somit lassen sich quantitative Messungen schnell und sicher durchführen. Die Probe lässt sich jederzeit durch die beiden Fenster beobachten. Damit kann man sicherstellen, dass keine Blasen eingeschlossen werden. Die Oyster TM Küvette gibt es in verschiedenen Schichtdicken von 25µm, 50µm, 100µm, 200µm, 500µm und 1000µm. Im Moment stehen Ihnen ZnSe und CaF 2 als Fenstermaterial zur Verfügung. Die unterschiedlichen Schichtdicken und Fenstermaterialien lassen sich innert Sekunden auswechseln. Mit der Pearl TM Einheit erledigen Sie Ihre Arbeit um ein vielfaches schneller als mit einer Transmissions-Küvette. OysterTM -Küvetten werden sowohl mit parallelen Fenstern als auch keilförmig angeboten, um störende Interferenzen zu vermeiden.

USB-PDFDatenlogger

-30 °C / +60 °C -200 °C / +200 °C

Die Vorteile der Pearl TM lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. Auftragen der Probe – schnell 2. Messen der Probe – reproduzierbar 3. Reinigen der Messzelle – einfach Dank der Benchmark-Basisplatte, die auch bei der Golden Gate Diamant ATR verwendet wird, kann die Pearl TM in sämtlichen gängigen FTIR-Geräten eingesetzt werden. Lassen Sie sich bei einer Präsentation die Vorzüge zeigen und erleben Sie mit Ihren Proben wie schnell, einfach und sauber Trans-

missionsmessungen mit der neuen PearlTM durchzuführen sind. Profitieren Sie ausserdem von einem attraktiven Einführungsrabatt bis Ende Mai.

Portmann Instruments AG Gewerbestrasse 18 CH-4105 Biel-Benken Telefon +41 (0)61 726 65 55 Fax +41(0) 61 726 65 50 juerg.kyburz@piag.net www.portmann-instruments.ch

Mini-Datenlogger -30 °C / +150 °C 1mbar – 10 bar Klein, robust, präzise

Neue Messgeräte mit chemiebeständigen Sensoren für zuverlässige Messergebnisse

Direkt an der Vakuumapparatur angeordnet, messen die beiden

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kompakten Geräte der Reihe VACUU·VIEW® der VACUUBRAND GMBH + CO KG das Vakuum und zeigen den Messwert auf einem beleuchteten, gut ablesbaren Display an. Während die Ausführung VACUU·VIEW® im Grobvakuum präzise Messergebnisse liefert, ist die Version VACUU·VIEW® extended mit einer Sen­sorkombination für den erweiterten Messbereich von Atmosphärendruck bis 10 -3 mbar vorgesehen. Selbst bei rauen Bedingungen in Chemielabor und Industrie sorgen die chemiebeständigen Sensoren in einem robusten Gehäuse für zuverlässige Messergebnisse. Durch die kompakte Bauform mit integrierter Sensorik können sie direkt an Labor- und Prozessaufbauten

platziert werden. Das Display mit Menüführung ermöglicht ein einfaches Einstellen von Anzeigeoptionen oder die Wahl der Druckeinheit. Alle typischen Aufgaben im chemisch-pharmazeutischen Labor, sowie bei industriellen Anwendungen werden zuverlässig und präzise gelöst. Mit den neuen Vakuummessgeräten VACUU·VIEW ® ist das Vakuum jederzeit sichtbar!

Vacuubrand GMBH + CO KG Alfred-Zippe-Strasse 4 D-97877 Wertheim Telefon +49 (0)9342 808 5550 Fax +49 (0)9342 808 5555 info@vacuubrand.com www.vacuubrand.com

Verschiedenste Thermometer Pt100, P1000, Thermoelemente

ebro Electronic GmbH Dorfstrasse 26 d CH-8902 Urdorf Telefon 044 777 17 63 info@ebro-ch.ch6 1 www.ebro-ch.ch


PRODUKTE

Drehzahlgeregelte Vakuumpumpe mit Fernbedienung und Steuerung Bisher nicht gekannte Flexibilität im Labor schafft das Vakuumsystem SC 920 von KNF Lab: Dank einer Fernbedienung über Funk muss das System nicht in der Nähe der

Prozessapparatur aufgestellt werden. Vielmehr lässt es sich in Labormöbeln verstauen oder ohne lästige Kabeldurchführung in einem Labor ­abzug platzieren.

Über die drahtlose Fernbedienung mit intuitiver Benutzerführung wird das Vakuumsystem bedient und können ablaufende Prozesse kontrolliert werden. Vier Betriebsmodi stehen zur Verfügung: Abpumpen, Druckregelung, Automatik – das System sucht selbstständig den Dampfdruck der Probe – und eine individuelle Druckfunktion, in welcher der Druck nach einem durch den Benutzer vorgegeben Profil geregelt wird. Aus allen Modi kann jederzeit in den manuellen Betrieb gewechselt werden. Das Vakuumsystem umfasst eine Vakuumpumpe mit elektronischer Regelung, einen Auffangkolben an der Saugseite, einen Hochleistungs-Kondensator mit Auffangkolben an der Druckseite sowie das Hand-Terminal zur Fernbedienung. Zusätzlich ist im Lieferumfang eine Software enthalten, mit der das Vakuumsystem auch von einem PC

aus bedient werden kann. Besonderheit dabei: Druckverläufe lassen sich speichern und später wieder aufrufen. Kurze Prozesszeiten sind eine auffällige Eigenschaft des neuen Vakuumsystems, zurückzuführen auf eine intelligente Druckregelung und das patentierte Membran-Stabilisierungssystem der Pumpe. Das Endvakuum des sehr leise arbeitenden Vakuumsystems beträgt 2 mbar abs., die maximale Förderleistung 20 l/min. Alle gasführenden Teile sind aus chemisch beständigen Materialien gefertigt. KNF Neuberger AG Pumpen + Systeme Stockenstrasse 6 CH-8362 Balterswil Telefon +41 (0)71 973 99 30 Fax +41 (0)71 973 99 31 knf@knf.ch www.knf.ch

Competence in Process and Laboratory Technology

20 to 23 September 2016 | Messe Basel | ilmac.ch ILMAC is part of the Basel Life Science Week from 19 to 23 September | basellife.org

Free ticket: ilmac.ch/ticket with PrioCode Chemiextra-ilmac16

Highlights: ILMAC Forum | Lunch & Learn | ILMAC Networking Event and ILMAC Party

Main Partner Process

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PRODUKTE LABORAPPARATE

Wir vertreten:

Der Beamex MC6 ist ein fortschrittlicher hochpräziser Kalibrator und Kommunikator für den Feldeinsatz. Damit können Druck-, Temperaturund diverse elektrische Signale kalibriert werden. Der MC6 verfügt aus­serdem über einen kompletten Kommunikator für Hart-, Founda­ tion-, Feldbus- und Profibus-PAInstrumente. Die Vielseitigkeit und einfache Bedienung gehören zu den Haupteigenschaften des MC6. Er ist mit

einem grossen 5,7”-Farb-Touch Screen und Bedienerführung in vielen Sprachen ausgestattet. Das robuste nach IP65 klassifizierte staub- und wasserdichte Gehäuse, das ergonomische Design und das geringe Gewicht machen den MC6 zu einem idealen Gerät für den Feldeinsatz in vielen Branchen, wie der Pharma-, Energie-, Öl- und Gas-, Nahrungsmittel- sowie der petrochemischen und chemischen Industrie.

Roth + Co. AG Wiesentalstrasse 20 CH-9242 Oberuzwil Telefon +41 (0)71 955 02 02 Fax +41 (0)71 955 02 00 info@rothcoag.ch www.rothcoag.ch

Beratung

Mit dem MC6 erhalten Sie ein einziges Gerät für fünf verschiedene Funktionsmodi. Trotzdem ist er einfach und schnell zu bedienen, was bedeutet, dass Sie weniger Geräte mit sich führen müssen. Folgende Funktionsmodi sind verfügbar: Messgerät, Kalibrator, dokumentierender Kalibrator, DatenLogger und Feldbus-Kommunikator. Ausserdem kommuniziert der MC6 mit der Beamex-Kalibriersoftware CMX und lässt sich damit in vollautomatische papierlose Kalibrier- und Dokumentationssysteme integrieren. Das bedeutet: Der MC6 ist viel mehr als nur ein Kalibrator!

– Hettich Zentrifugen – Memmert Schränke und Bäder – Helmer Blutbeutelauftausysteme

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Kundendienst

nora flooring erfüllt höchste Anforderungen für äusserst beständige Laborböden Laborböden fordern sehr viel: Sicherheit für hochentwickelte technische Geräte, extreme Verschleissfestigkeit, Beständigkeit gegen Chemikalien, optimales Reinigungsverhalten, Ergonomie für die Mitarbeiter und vieles mehr. Gefragt sind in diesem anspruchsvollen Markt also besonders leistungsfähige Produkte wie die Bodenbeläge von nora flooring. Diese werden aus hochwertigen Industrie- und Naturkautschuken gefertigt und die hohe Qualität macht sie äusserst beständig gegen Abrieb und Verschleiss. Sogar nach jahrzehntelangem Einsatz in hochfrequentierten Bereichen sehen sie noch nahezu neuwertig aus. Ausserdem muss ein Laborboden widerstandsfähig, medienbeständig und leicht zu reinigen sein. Denn es kommt immer wieder vor, dass bei der Arbeit chemische Substanzen auf den Boden gelangen. Die Kautschukböden aus Weinheim erfüllen alle diese Ansprüche. Aufgrund ihrer extrem dichten

Oberfläche sind sie äusserst robust und müssen nicht beschichtet werden. Das macht sie auch besonders pflegeleicht und wirtschaftlich. Ein weiteres Plus ist die Ergonomie der nora Böden. Durch ihre Dauer­ elastizität bieten sie einen hohen Geh- und Stehkomfort, Rücken und Gelenke der Labormitarbeiter, die einen grossen Teil ihrer Arbeitszeit im Stehen verbringen, werden entlastet. Zugleich sind die elastischen Kautschukböden widerstandsfähig

gegen Resteindrücke. So hinterlassen beispielsweise die Rollen von Bürostühlen keine dauerhaften Spuren.

nora flooring systems AG Gewerbestrasse 16 CH-8800 Thalwil Telefon +41 (0)44 835 22 88 info-ch@nora.com www.nora.com/ch

Hettich Zentrifugen Die neue Hochleistungszentrifuge ungekühlte oder gekühlte

ROTINA 380/380R

Produkte

Der Beamex MC6: Ein hochpräziser Kalibrator und vielseitiger Kommunikator

Effizienz und Sicherheit sind zentrale Anforderungen im heutigen Laborbetrieb. Diesen gilt es sowohl bei Forschungs- als auch Routinearbeiten gerecht zu werden. Überall dort, wo Zentrifugen in den Prozessablauf eingebunden sind, müssen sie schnell und sicher gute Trennergebnisse liefern. Die Zentrifugenmodelle Rotina 380 / 380R werden diesen Ansprüchen in besonderem Masse gerecht. Ihre Leistungsstärke und Ausstattung setzen Massstäbe innerhalb der Tischzentrifugen ihrer Klasse. Zubehör mit Bioabdichtung schützt vor Aerosolen und bietet dem Anwender optimale Sicherheit bei der Zentrifugation von beispielsweise infektiösen Proben. Wir beraten Sie gerne!

Hettich AG Seestrasse 204a CH-8806 Bäch Telefon 044 786 80 20 Telefax 044 786 80 21 E-Mail: mail@hettich.ch www.hettich.ch Succursale Suisse Romande CH-1357 Lignerolle Téléphone 079 933 26 6 3 07 Téléfax 044 786 80 21


PRODUKTE

Persönliche Schutzausrüstungen von Denios

In der Schweiz wurden 2015 gemäss Suva-Statistik 809 602 Berufs- und Freizeitunfälle registriert, davon über 266 000 Berufsunfälle. Dies sind knapp jeder 13. Berufstätige. Im Vergleich zu Deutschland (jeder 8. Arbeitnehmende) liegt die Quote zwar höher und somit besser – jedoch: prinzipiell ist jeder einzelne Unfall einer zu viel. Doch selbst wenn die Schutzmassnahmen immer besser werden, lassen sich Unfälle leider nicht vollends vermeiden. Als Verantwortli-

cher für den Arbeitsschutz und die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sollte man sich die Frage stellen, ob und welche Notfallmassnahmen für den Betrieb die richtigen sind, und welches Equipment benötigt wird. Denios bietet ein umfassendes Sortiment an notwendiger Schutzausrüstung. Die Anforderungen an die persönliche Sicherheitsausstattung werden immer individueller. Die Produktauswahl wird nicht nur durch gesetzliche Vorgaben für ausreichenden Gesundheitsschutz bestimmt, sondern auch durch das persönliche Empfinden für Tragekomfort. Denios legt aus diesen Gründen seinen Schwerpunkt auf eine grosse Vielfalt an Produkten und Marken für die persönliche Schutzausrüstung, die sich langjährig in der Praxis bewährt haben. –– Arbeitsschutzhelme und Gesichtsschutzschirme sind besonders im produzierenden Gewerbe und auf Baustellen wichtige Bestandteile der PSA.

–– Schutzbrillen bewahren die Augen vor mechanischen, thermischen oder chemischen Gefährdungen. –– Lärmeinwirkung kann zu Schädigungen im Innenohr führen. Hochwertige Produkte bieten verlässlichen Gehörschutz. –– Verschiedene Typen an Atemschutzmasken stellen den Schutz der Atemwege sicher. –– Eine grosse Auswahl an Handschuhen sichert die Arbeit bei jedem Handgriff. –– Schutzkleidung wie z. B. Chemikalienschutz-Overalls sind ein effektiver und notwendiger Körperschutz. –– Absturzsicherungen für die Arbeit in grossen Höhen können Leben retten. Viele nützliche Infos und Entscheidungshilfen zum Thema PSA und Arbeitsschutz finden sich im Hauptkatalog von Denios und natürlich auch im Web-Portal. Wenn es doch zu einem Unfall kommt, etwa bei einer Verletzung

der Augen durch Fremdkörper oder aggressive Flüssigkeiten, ist eine schnelle Erstversorgung besonders wichtig. Die Installation von Augenund Körperduschen ist für viele Bereiche zwingend vorgeschrieben, z.B. für eine Vielzahl von Laboratorien und Fertigungsbetrieben. Bei Denios ist eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Notduschen sowie Augenspülungen mit unterschiedlichen Spüllösungen verfügbar. Bei der Entscheidung für das geeignete Produkt unterstützt auch hierbei der Denios-Hauptkatalog mit vielen Übersichten und Informationen zur aktuellen Schweizer Gesetzgebung.

Denios AG Mythenstrasse 4 CH-5430 Wettingen Telefon +41 (0)56 417 60 60 info@denios.ch www.denios.ch

Messumformer für Kohlendioxid, Feuchte und Temperatur Die CF1 Serie ist die neuste Entwicklung eines preiswerten Kohlendioxid-Messumformers mit integrierter Feuchte und Temperaturmessung. Die Geräte besitzen den bewährten Hygromer® IN1 Sensor und weisen ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis auf. Mit dem eleganten Design passt er perfekt in Büroräume, Wohnräume, öffentliche Gebäude usw. Mit der Rotronic SW21/HW4-Software kann man ganz einfach die Skalierung verändern und den Messumformer im Bereich Feuchte und Kohlendioxid justiert und kalibriert werden. –– Misst Kohlendioxid, relative Feuchte und Temperatur

–– Hygromer® IN-1 Feuchte­sensor –– Justierbar bei 35 %rF oder 80 %rF –– Skalierbare analoge Spannungs- oder Stromausgänge –– Ein Relay-Ausgang –– Kleine Abmessung – – Kompatibel mit HW4Software –– Drei programmierbare LED’s Alles Weitere zum CF1 und anderen Rotronic-Messgeräten auf www.rotronic.ch oder telefonisch unter 044 838 11 44. Die Rotronic AG mit Hauptsitz in Bassersdorf wurde 1965 gegründet und ist ein inhabergeführtes Schweizer Handels- und Produkti-

200 Mitarbeitende und bietet verschiedenste B2B-Lösungen für Händler und Industrie-Kunden an. Die Geschäftsfelder umfassen Produkte für das Messen von Feuchte, Temperatur, Taupunkt, Druck und Kohlendioxid, Lösungen im Bereich 19”-Technik, in der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) und Videoüberwachung.

onsunternehmen mit weltweit 8 Tochtergesellschaften und 42 Distributoren. Sie beschäftigt über

Rotronic AG Grindelstrasse 6 CH-8303 Bassersdorf Telefon +41 (0)44 838 11 44 www.rotronic.ch

Pharmataugliche Schneidmühle aus Chromstahl mit Zyklon TRACOMME AG Dorfstrasse 8 • 8906 Bonstetten Tel. 044 709 07 07 • Fax 044 709 07 70 • www.tracomme.ch Die Fritsch-Schneidmühle p-19 ist ideal zur Zerkleinerung von weichen bis mittelharten, zäh-elastischen und faserigen Materialien. Komplette 6 4 Ausführung in korrosionsbeständigem Stahl 316L gemäss Richtlinien der FDA und der EU für Lebensmittel und Pharma. Einfache Bedienung und Reinigung. Der Fritsch-Hochleistungszyklon aus rostfreiem Stahl 304 bringt die Probe schnell und schonend aus dem Mahlraum. Lässt sich schnell und einfach zerlegen und zur Reinigung überströmen und sterilisieren.

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PRODUKTE

Berghof Hoch& Nieder-DruckReaktoren Zimmerli-Niederdruckregler: Vielseitig einsetzbar

Zimmerli-Niederdruckregler für den mbar-Bereich regeln den Druck selbsttätig, hochgenau und ohne Hilfsenergie. Neben Schutz- und Inertgasen zur Isolierung von Prozessen vor Luftsauerstoff können auch reine Flüssigkeiten geregelt werden. Dazu stehen entweder Kombigeräte oder getrennte Geräte zur Druckreduzierung und Druckhaltung zur Verfügung. Zimmerli-Regler stehen für Verfahrenssicherheit, Umweltschutz, schonenden Umgang mit Ressourcen und minimale Umweltemissionen. Inertgase haben eine inertisierende oder isolierende Wirkung und bestehen in der Regel aus Stickstoff. Luftsauerstoff würde z. B. in

Prozessen mit Kohlenwasserstoffen eine gefährliche oder permanente Explosionsgefahr darstellen. Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit in anderen Prozessen könnten zu Oxidationen führen und als Folge das Endprodukt nachteilig beeinflussen. Zimmerli Niederdruckregler verhindern, dass Prozessgase in unerwünschten Mengen in die Atmosphäre gelangen und leisten somit einen wichtigen Anteil zum Umweltschutz. Demzufolge werden diese Geräte überwiegend in der chemischen, petrochemischenund pharmazeutischen Industrie, aber auch in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie zur Inertisierung und Überlagerung von Prozessflüssigkeiten mit Schutzgasen zwischen -1000 bis +2500 mbar eingesetzt. Alle Zimmerli-Niederdruckregler sind ursächlich Differenzdruckregler, die den Überlagerungsdruck (Differenzdruck) in einem Prozess auf Basis des atmosphärischen Druckes konstant halten. Es stehen Reglerkombinationen für Überdruck-, Domdruck-, Negativdruckund dynamische Drucküberlagerung zur Verfügung. Durch das abgestimmte Regelverhalten zwischen Reduzierer- und Überströmer lässt sich damit der Schutzgasverbrauch um bis zu 90 Prozent senken. Moderne Tanks, Zentrifugen, Prozess- oder Lagerbehälter werden üblicherweise mit zwei ZimmerliReglern bestückt. Dabei dient ein Gerät als Druckreduzierer (Inertgas-Einspeisung) und das zweite Gerät als Überströmer (Druckhaltegerät). Die Auslegung der beiden Geräte wird so gewählt, dass die

maximale mögliche Befüllungsund Entleerungsgeschwindigkeit der Prozessflüssigkeit sicher beherrscht wird und dabei der gewünschte Inertgasdruck relativ zur Atmosphäre stets konstant gehalten wird. Die Überlagerung ist sowohl im Überdruck- wie auch im Unterdruckbereich realisierbar. Neben der reinen Inertisierung lassen sich mit der dynamischen Drucküberlagerung insbesondere auch hochreine Flüssigkeiten berührungslos und spaltenfrei pumpen (Hydrostatische Pumpe). Die dynamische Druckregelung zwischen -1000 und +2500 mbar erfolgt entweder manuell über entsprechende Pilotregler oder computergesteuert und für den Ex-Bereich in Eigensicherheit. Je nach Anforderung stehen Zimmerli-Niederdruckregler aus Edelstahl 1.4571, Hastelloy C oder Kunststoff zur Verfügung. Somit ergeben sich fast unbegrenzte Anwendungsmöglichkeiten in Bezug auf Langzeitstabilität und chemische Beständigkeit. Anwendungen sind an Lagertanks, Reaktoren, Prozessbehältern, Zentrifugen und Nutschen. Die gleichen Regler sind neben Stickstoff auch für andere Gase wie zum Beispiel Erdgas, Methangas, Biogas, Wasserstoff oder reine Flüssigkeiten einsetzbar. Alle Regler aus Metall sind alternativ mit ATEX-Zulassung verfügbar.

Zimmerli Messtechnik AG Schlossgasse 10 CH-4125 Riehen Telefon +41 (0)61 645 98 00 Fax +41 (0)61 645 98 01 info@zimmerli-inert.com www.zimmerli-inert.com

mit & ohne PTFE-Lining

Mini-Reaktor

bis 25 ml oder bis 40 ml

BR-Reaktoren 75 ml bis 5700 ml

Reaktor-Systeme - Edelstahl - Hastelloy

Multi-Moment-Analyse: Wenn jeder Moment zählt Die Multi-Moment-Analyse (MMA) ist eine Methode, die es ermöglicht, Daten und Informationen zu einem Unternehmen sowie zu Arbeitsroutinen mit Hilfe von statistischen Verfahren zu gewinnen. Das Ziel liegt dabei in der Visualisierung von Daten und Fakten zur Aufwandsverteilung im Unternehmen. Die Unterscheidung von zielführenden Aktivitäten und nicht oder we-

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niger zielführenden Zeitfressern wird dadurch ermöglicht. Mit der MMA werden die richtigen Entscheidungsgrundlagen für Projekte zur Effizienzsteigerung geschaffen – eine richtige Abwägung der Vorund Nachteile einzelner Massnahmen wird durch die MMA erst ermöglicht. Entscheidungen werden auf Basis erhobener Daten getroffen, wodurch die Akzeptanz und

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Wirksamkeit erhöht wird. Die MMA liefert dort Antworten, wo andere Methoden meist noch mehr Fragen aufwerfen. me2any AG Wysshüslistrasse 14 CH-6207 Nottwil Telefon +41 (0)41 541 57 95 info@me2any.com www.me2any.com

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