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MESSEN

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NEWS

7–8 / 2013

FACHBERICHTE

Juli / August 2013

KUNSTSTOFF XTRA

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE

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Fachmesse für Recycling-Technologien


EDITORIAL

Folgt dem Höhenrausch der Crash? Wir kennen die Geschichte der beiden Nachbarn, die sich ein Wettrennen liefern, wer von ihnen denn das grössere Haus, den grösseren Swimming Pool,

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das schnellere Auto besitzt. Gegenseitig überbieten sie sich, bis mindestens einem von beiden die finanziellen Mittel ausgehen. Das Bedürfnis nach Ansehen lässt manche Menschen die Bodenhaftung verlieren. Auch unter Staaten gibt es Wettrennen, zum Beispiel wer den höchsten Wolkenkratzer hat. Mit seinen 381 m war das Empire State Building in New York / USA (fertiggestellt 1931) vier Jahrzehnte lang die unangefochtene Nummer eins der Hochhäuser. Dann wurden die Zyklen kürzer: 1972 / 73 übernahm das World Trade Center in New York mit 417 m Höhe den Spitzenplatz, wurde aber bereits 1974 vom Sears Tower in Chicago abgelöst. Seit 1997 wird das Rennen um die höchsten Türme in Asien Malaysia, wurden vom Taipei 101 (508 m) in Teipeh, Taiwan, im Jahr 2004 abgelöst, dessen Grundsteinlegung im Jahre 1999 war. Heutiger Rekordhalter ist der in 2010 erstellte Burj Khalifa (828 m) in Dubai, V.A.E. Daniel Eckert hat in Welt online vom 26. Juli 2013 diese Prestigebauten in Relation zu ökonomischen Krisen gestellt. So zeigt er auf, dass nach der Fertigstellung des Empire State Building die Grosse Depression ausbrach, die Ölkrise prägte die Zeit nach der Errichtung des World Trade Center und des Sears Tower. Die Asienkrise brach 1997 aus, die New-Economy-Krise im Jahr 2000 und die Finanzkrise 2010 begleitete schliesslich die Einweihung des Burj Khalifa. Ist es nun ein schlechtes Omen, wenn China mit der «Stadt im Himmel» einen 838 m hohen Turm bauen will? Ich würde nicht soweit gehen von einem Crash zu sprechen. Aber China sitzt auf Überkapazitäten und die Exporte gehen zurück. Findet in China eine Strukturbereinigung statt, wird dies auch Auswirkungen auf unsere Wirtschaft haben.

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com

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Farbe für technische Kunststoffe

ausgetragen. Die Petronas Towers (452 m), 1997 erstellt in Kuala Lumpur,

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

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FOKUS

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Netstal: Interview mit Dr. Hans Ulrich Golz

Im April 2012 wurde Dr. Hans Ulrich Golz neuer CEO von Netstal. Gleichzeitig wurde ihm die Leitung eines gruppenweit einheitlichen Segments Spritzgiesstechnik der KraussMaffei Gruppe übertragen. Welche Rolle die Netstal-Maschinen AG auch in Zukunft in der Gruppe spielen wird, darüber sprachen wir mit dem CEO des Schweizer Maschinenbauers.

VERARBEITUNG Intelligente Montagetechnik für Kunststoffbauteile

Die Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG stellt derzeit ihre Fertigung um: Künftig werden alle Anlagen, die Kunststoffteile montieren und konfektionieren, vollständig modular aufgebaut sein. Beim Umrüsten der Anlagen melden sich die einzelnen Module selbsttätig bei der übergeordneten Steuerung an und lassen sich mit geringem Aufwand in den Fertigungsfluss integrieren.

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MASCHINEN/PERIPHERIE Höchstleistung in einer neuen Dimension

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FÜGETECHNIK Gut geklebt hält lebenslang

Im industriellen Rohrleitungsbau haben sich Klebeverbindungen für viele Anwendungen als ideal erwiesen, gerade auch für den Transport chemisch aggressiver Medien. Als führender Anbieter von Kunststoff-Rohrleitungssystemen hat GF Piping Systems die Klebetechnologie massgeblich mitentwickelt und vorangetrieben.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 3. Jahrgang Druckauflage 6000 Exemplare ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Mit der neuen Engel e-speed 650 Spritzgiessmaschine vereint Engel das Beste aus zwei Welten. Der neue grosse Schnellläufer greift auf die bewährte Technologie der vollelektrischen Hochleistungsbaureihen Engel e-motion und Engel e-cap sowie die Leistungsstärke der Engel speed Serie zurück und verbindet so höchste Einspritzgeschwindigkeiten mit maximaler Energieeffizienz.

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Produktion Sprüngli Druck AG Dorfmattenstrasse 28 CH-5612 Villmergen Telefon +41 (0)56 619 53 53 Telefax +41 (0)56 619 53 00 info@spruenglidruck.ch www.spruenglidruck.ch Abonnemente Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto) Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2013 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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ROHSTOFFE

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Biokunststoffe: Kein Wettbewerb zu Nahrungsmitteln

Ein Blick zurück und in die Zukunft

Weniger als 0,006 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfläche von 5 Milliarden Hektar werden derzeit benötigt, um genügend Biomasse für die Produktion von Biokunststoffen anzubauen. Dieses Ergebnis veröffentlichte der Verband European Bioplastics basierend auf Daten der FAO und Berechnungen des IfBB, Hannover.

Das KATZ hat 2012 gut gearbeitet und dank hohem Schulungs- und Technologieertrag einen Gewinn erarbeitet. Prof. Wolfgang Kaiser quittierte diesen Erfolg anlässlich des Festakts zum 20-Jahr-Jubiläum mit dem Satz: «Das KATZ war noch nie in einem so guten Zustand wie heute.» Das Interview mit dem Ehrenmitglied und Mitbegründer des Kunststoff-Ausbildungs- und Technologie-Zentrums führte Walter Herzog, Geschäftsführer und Chefredaktor Neue Fricktaler Zeitung, Rheinfelden.

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AUS DER PRAXIS

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FIRMENBERICHT

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NEWS

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INNOVATIONEN

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VERANSTALTUNGEN

Wenn Dinge sehen, hören und fühlen

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MESSE

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PRODUKTE

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LIEFERANTENVERZEICHNIS

HASCO – Kompetenz und Service

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ZUM TITELBILD

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Technologische Entwicklungen auf dem Gebiet der «Intelligenten Kunststoffe» standen am 10. und 11. Juni im Linzer Ars Electronica Center beim 2. Internationalen Smart Plastics Kongress im Zentrum. Innovative Verfahren gibt es aber auch im Bereich Recycling und auf dem Gebiet von HochleistungsFaserverbundbauteilen, wie der Artikel auf S. 23 zeigt.

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Kompetenz – Mit voller Konzentration und mit Herz bei der Sache. Ein umfangreiches, hochtechnisiertes Produktprogramm, Produktions- und Prüfmittel auf dem Stand der Technik und ein Stab qualifizierter und motivierter Mitarbeiter tragen das HASCO Angebot. Die hohe technische und soziale Kompetenz des Unternehmens sorgt für Qualität am oberen Level der Skala. Kurze Informationswege ermöglichen sofortige Umsetzung, koordi7–8/2013

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niert und zielorientiert in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten. Normalien, Heisskanallösungen, Sonderbearbeitungen und fundierte technische Beratung, dafür sind wir zuständig. HASCO ist und bleibt das Original.

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FOKUS

Interview mit Dr. Hans Ulrich Golz

Die Premium Marke Netstal ist stark im Verbund

Marianne Flury Herr Dr. Golz, Sie sind seit etwas mehr als einem Jahr CEO der Netstal-Maschinen AG und President des Segments Spritzgiesstechnik der KraussMaffei Gruppe. Wie teilen Sie sich den Job zwischen München und Näfels? Dr. Hans Ulrich Golz: Ich versuche das gleich zu gewichten. Um es in Zahlen auszudrücken: Das Verhältnis ist wirklich fast 50:50, wie sich meine Präsenz zwischen der Marke KraussMaffei und der Marke Netstal aufteilt. Dass ich etwas öfter in München bin, hängt damit zusammen, dass ich hier zusätzliche zentrale Funktionen für beide Marken und weltweite Standorte wahrnehme. Und Netstal vermisst keinen permanent anwesenden Chef? Golz: Das war sicher auch eine Umstellung für die Mitarbeiter. Ich kommuniziere viel, in meiner Abwesenheit sehr stark über EMail Verkehr. In der Regel beantworte ich dann meine Mails innerhalb von 24 Stunden. Insofern funktioniert die Kommunikation weltweit, egal, ob ich bei Kunden in Asien oder den USA bin. Das hat sich bereits bewährt, als ich noch für die Marke KraussMaffei Berstorff verantwortlich war und zwischen den Standorten Hannover und München pendelte. Die Marken KraussMaffei und Netstal treten getrennt im Markt auf. Als Chef beider Marken schlagen zwei Herzen in Ihrer Brust. Welches schlägt lauter? Golz: Sie schlagen beide gleich laut. Beide Marken ergänzen sich hervorragend. Es gibt keine Konkurrenz zwischen den Marken. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen man unter Umständen beide Produkte einset4

zen kann. Tatsache ist aber, dass Netstal die High-Performance Marke ist, mit deren Maschinen das Produkt mit kürzesten Zykluszeiten, höchster Präzision und grösster Wirtschaftlichkeit produziert werden kann – und dies über viele Jahre. Das bedingt natürlich auch einen gewissen Aufwand im Design, was die Maschine teurer macht. Bei KraussMaffei haben wir meist leistungsstarke Vielzweckmaschinen, die intensiver im Wettbewerb stehen. Zudem gehen wir bei KraussMaffei in die hochtonnagigen Maschinen bis zu 5500 t – bei Netstal werden Maschinen bis 800 t angeboten. Dieses sehr komplementäre Produktprogramm versetzt uns in die Lage, unseren Kunden über die zwei Marken jeweils die Lösung anzubieten, die für sie und ihre Applikation am Besten passt. Neben dieser unterschiedlichen technischen Positionierung der Marken, haben wir auch unterschiedliche Verkaufsprozesse. Netstal ist mehr in technologischen Nischen unterwegs und wesentlich stärker auf niedrigste Stückkosten für ihre Kunden fokussiert. Weil die Netstal Maschine per se teurer ist, verkaufen wir nicht über den Investitionspreis, sondern überzeugen den Kunden mit dem gesamten System, welches ihm trotz eines höheren Investitionspreises die günstigsten Stückkosten liefert. Das erfordert einen anderen Verkaufsprozess. All diese Gründe sprechen dafür, dass die Entscheidung, die wir vor über 12 Monaten getroffen haben, beide Marken im Markt separat agieren zu lassen, korrekt und richtig ist. Netstal hat 5 Business Units (BU) PET, Cap, Pac, Med und Tec. Bleiben diese BU bestehen? Golz: Alls BUs sind bestehen geblieben, wir haben diese aber im Segment Spritz-

Bilder: Marianne Flur y

Im April 2012 wurde Dr. Hans Ulrich Golz neuer CEO von Netstal. Gleichzeitig wurde ihm die Leitung eines gruppenweit einheitlichen Segments Spritzgiesstechnik der KraussMaffei Gruppe übertragen. Welche Rolle die Netstal-Maschinen AG auch in Zukunft in der Gruppe spielen wird, darüber sprachen wir mit dem CEO des Schweizer Maschinenbauers.

Tatsache ist, dass Netstal die High Performance Marke ist.

giesstechnik neu ausgerichtet. So sind wir im Bereich PET heute sogar soweit, dass wir die Baugruppen der PETForm Maschinen der Marke KraussMaffei von München nach Näfels liefern und dort die Endmontage machen. Ebenso haben wir in der Zwischenzeit auch die Applikation in Näfels integriert und vermarkten weltweit beide Systeme – die PET-Line von Netstal und die PETForm von KraussMaffei – unter der Federführung von Netstal. Und wie steht es mit den anderen BUs? Golz: Im Bereich Cap mit Caps und Closures kümmern wir uns um Verschluss-Applikationen. Wir haben hier auch eine hohe 7–8/2013


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Zusammenarbeit mit dem PET-Bereich, da es zu 50 % um Anwendungen für die Getränkeindustrie geht. Mit unseren PackagingLeistungen deckt Netstal im Wesentlichen den Dünnwandbereich ab, meist Anwendungen mit kürzester Zykluszeit. Hier sind sehr hohe Einspritzleistungen gefragt. Die Ausrichtung auf Medizinanwendungen führt zu einer Sonderstellung, da sowohl Netstal wie auch KraussMaffei einen starken Bezug zur Medizintechnik haben. Beide bieten aber unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Teile an, so dass auch hier keine Wettbewerbssituation entsteht. Dieses Ge-

«Netstal ist in technologischen Nischen unterwegs» schäft haben wir auf Grund der Kundenstruktur gruppenweit konzentriert und so «one face to the customer» realisiert. Ähnlich ist es mit dem Geschäft mit technischen Teilen. Hier hat Netstal bisher in einem sehr beschränkten regionalen Umfeld agiert und sich stark auf Mitteleuropa konzentriert. Wir wollen aber diese Technologie global sehr viel stärker einsetzen und nutzen daher das flächendeckende Vertriebsnetz der gesamten KraussMaffei Gruppe. Auf der K werden wir deshalb auch auf einer Netstal-Maschine eine Applikation für Bewässerungssysteme zeigen. Diese Kunden sitzen nicht in Mitteleuropa, sondern sind z.B. in Indien, von wo wir auch bereits einen schönen Auftrag erhalten haben. Welche Kriterien muss eine BU erfüllen? Golz: Eine BU macht dann Sinn, wenn ein spezifischer Markt vorhanden ist, in dem wir ein bestimmtes Projektvolumen generieren können. Ein Markt definiert sich beispielsweise aus einer technologischen Gegebenheit heraus – das trifft auf PET zu. Neben dem technologischen Aspekt haben wir bei KraussMaffei beispielsweise mit Automotive zwar die unterschiedlichsten Technologien, aber einen definierten Markt mit den OEM, also den grossen Automobilherstellern und den grossen Zulieferern Tier One und Tier Two. Ob nun technologisches oder ein spezielles, marktorientiertes Wissen erforderlich ist – eine BU soll 7–8/2013

ein Mindestvolumen an Umsatz bringen. Entsprechend der jeweiligen Wachstumsund Marktbearbeitungsstrategie leiten sich dann Strukturen und Massnahmen sowie Investitionsentscheidungen ab, beispielsweise für Entwicklungsausgaben. Wo sehen Sie das grösste Wachstumspotenzial? Golz: Generell sehe ich sehr gute Wachstumschancen für Netstal. Der PackagingBereich ist ein sich sehr gut entwickelnder Markt. Genauso wie Caps und Closures. Da eröffnen wir uns auch weitere Wachstumspotenziale. Im medizinischen Bereich sind wir sehr gut aufgestellt – wir wachsen und streben weiteres Wachstum an. Eher etwas konservativ schätzen wir die Marktsituation im Automotive Bereich ein. Da bewegten wir uns insbesondere in 2011 und 2012 in Europa auf einem hohen stabilen Niveau, wobei sich eine sehr gute Entwicklung in den USA zeigt. Eine gewisse Zurückhaltung nehmen wir im Moment in China wahr. Die Euphorie hat sich in der letzten Zeit etwas gelegt. Erfahrungsgemäss ist diese Situation temporärer Natur. Von welchen Märkten geographisch gesehen erwarten Sie Wachstum? Golz: Wir sehen einzelne Nuancen, welcher Markt gerade etwas mehr funktioniert als der andere. Aber wir dürfen generell nicht unterschätzen: wir haben Wachstumsmärkte wie Emerging Markets, wir haben aber auch gesättigte Märkte wie Europa und die USA, die – auch wenn sie ein geringes Wachstum haben – immer noch über Ersatzinvestitionen, über Produktinnovationen unserer Kunden einen entsprechenden Bedarf anmelden. Wir dürfen niemanden vernachlässigen. Wir müssen uns sowohl in den gesättigten Märkten wie auch in den Wachstumsmärkten positionieren. Und einen Vorteil haben wir: Die gemeinsame Führung beider Marken verleiht uns – gerade in den Emerging Markets – zusätzliches Gewicht. Welche Bedeutung hat der Standort Näfels für die KraussMaffei Gruppe? Golz: Der Standort Näfels ist 1:1 verbunden mit der Marke Netstal und die Marke Netstal hat für uns eine hohe Bedeutung – damit hat auch der Standort Näfels eine hohe Bedeutung.

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FOKUS

läuft für Netstal besser. Wir sehen bereits gewisse Früchte unserer Arbeit. Netstal gehört seit 1992 zur KraussMaffei Gruppe und diese wiederum einem Investor. Wie lang ist die Leine des jetzigen kanadischen Investors Onex Corporation? Welchen Handlungsspielraum haben Sie? Golz: Was wir feststellen ist, dass Onex und die Herren, die uns von Onex betreuen, einen sehr professionellen Job machen. Sie ermuntern uns, die Strategie, die wir im letzten Jahr mit dem bestehenden Management-Team geplant haben, auch konsequent und mit Nachdruck umzusetzen.

Jede BU soll ein Mindestvolumen an Umsatz bringen.

Mit den Auszubildenden zusammen arbeiten heute in Näfels ca. 460 Leute. Wie sieht der Trend personalbezogen aus? Golz: Wir erwarten und realisieren im Moment – insbesondere auch für die Marke Netstal – ein Umsatzwachstum. Diese Sicherung der Wachstumsimpulse benötigt weitere Kapazitäten, so haben wir die Vertriebsseite gestärkt. Auf der anderen Seite müssen wir uns auf Grund des starken Frankens Gedanken über unsere Wertschöpfungsstrukturen machen. Das hat wiederum gegenläufige Effekte. Es gibt diesbezüglich Veränderungen, die sind am Standort kommuniziert und die setzen wir gerade um. In Summe gibt es bis dato eine leichte Reduktion der Mannschaft. Jetzt schauen wir mal, wie sich die weiteren Auftragseingänge, die in den letzten Monaten sehr positiv waren, entwickeln und betrachten weiterhin die Wertschöpfungskette. Das sind die beiden wesentlichen Faktoren für die künftige Ausrichtung. Wie war das Jahr 2012 für Netstal? Golz: Das Jahr 2012 (Oktober 2011 bis September 2012) war zufriedenstellend. Für die Gruppe insgesamt können wir sagen, es war sehr gut. Das laufende Jahr 6

2013 ist ein K-Jahr: Mit was überrascht Netstal die Besucher? Golz: Wir haben bei Netstal eine Produktund Innovationsoffensive gestartet. Die Elion mit hydraulischem Antriebskonzept haben wir auf 420 t nach oben erweitert. Ein sehr positives Feedback von Testkunden bestätigt uns, dass wir damit in die richtige Richtung gehen. Die Hybridmaschine ist hervorragend im Energieverbrauch durch die elektrische Schliesse, kombiniert mit einer hydraulischen Spritze, mit der wir Einspritzleistungen von bis zu 2200 mm/ sec realisieren können. Vor der K wird die Maschine im September auch auf der drinktec in München zu sehen sein. Dort werden Verschlüsse mit einer Zykluszeit von unter 2 Sekunden mit einem 96-fach Werkzeug gefertigt. Das sind dann rund 170 000 Teile pro Stunde – eine unglaubliche Produktivität!

«Der Standort Näfels ist 1:1 verbunden mit der Marke Netstal» Zudem präsentieren wir eine 220t Elion in einer vollelektrischen Version, mit einer 510er Spritze und der aXos-Steuerung, welche mit verbesserter Bedienfläche und zahlreichen neuen Anwendungen aufwartet. Wir bauen unser Produktprogramm jetzt sukzessive mit dieser Steuerung weiter aus. Zwei weitere Neuheiten sind im PET-Bereich die PET-Line 2400 und 4000. Sie

zeichnen sich gegenüber den bisherigen Maschinen durch einen niedrigen Energieverbrauch und durch kürzere Zykluszeiten aus. Parallel zur drinktec im September in München werden wir den interessierten Kunden die Gelegenheit bieten, die neue PET-Line 4000 im Werk in Näfels anzuschauen. Die PET-Line 2400 wird auf der Messe ausgestellt. Auf dem Netstal-Stand an der K werden also viele Neuerungen zu sehen sein. Würden Sie sagen, dass es für das Schweizer Unternehmen ein Glücksfall ist, dass es sich im Verbund der KraussMaffei Gruppe weiterentwickeln kann? Golz: Wir haben den Kunden klar machen können, dass mit der Strategie, die wir fahren, die Marke Netstal auch weiterhin eine Zukunft hat. Manche Kunden haben sich gefragt, wie ein mittelständisches Unternehmen in der Grösse von Netstal in einem globalen Markt mit einem starken Wettbewerbsumfeld auf Dauer überleben kann. Wir können uns regional nicht mehr auf einen bestimmten Ausschnitt der Welt konzentrieren, wir müssen heute in der ganzen Welt aktiv sein. Da kommt ein Unternehmen wie Netstal einfach an gewisse Grenzen. Ich betone an dieser Stelle ganz klar, dass die Marke Netstal erhalten bleibt. Sie hat so viele starke Eigenschaften und die nun gestartete Produktoffensive findet so positiven Zuspruch weltweit, dass es fatal wäre, da etwas zu ändern.

Kontakte Netstal-Maschinen AG Tschachenstrasse CH-8752 Näfels Telefon +41 (0)55 618 61 11 marketing@netstal.com www.netstal.com Krauss-Maffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 799 71 80 info-ch@kraussmaffei.com www.kraussmaffei.com

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FÜGETECHNIK

Klebetechnologie hat industriellen und privaten Alltag erobert

Gut geklebt hält lebenslang Im industriellen Rohrleitungsbau haben sich Klebeverbindungen für viele Anwendungen als ideal erwiesen, gerade auch für den Transport chemisch aggressiver Medien. Als führender Anbieter von Kunststoff-Rohrleitungssystemen hat GF Piping Systems die Klebetechnologie massgeblich mitentwickelt und vorangetrieben.

Daniel Dossenbach1 Kleben gehört zu den ältesten Verbindungstechniken. Bereits in früher Vorzeit verwendete man ein Destillat aus Birkenrinde, um Pfeilspitzen zu befestigen. Seither wurden zahlreiche Materialien für die Entwicklung von Klebstoffen herangezogen. Erste Patente für Klebstoffe gab es Mitte des 18. Jahrhunderts. Im frühen 20. Jahrhundert bildete die Entwicklung synthetischer Substanzen den Grundstein für industrielle Klebstoffe. Der Durchbruch für die Klebetechnik in industriellen Anwendungen war die Herstellung von Cyanacrylat-Klebstoffen, die erstmals 1960 gelang. Heute ist die Klebetechnologie weder aus der Industrie, noch aus privaten Haushalten wegzudenken. Insgesamt finden sich heute mehr als 250 000 Klebstoffvarianten am Markt.

Hohe Anforderungen an industrielle Klebstoffe Als hochentwickelte Verbindungstechnologie kommen Klebeverfahren in höchst anspruchsvollen Bereichen zum Einsatz, so zum Beispiel in der Automobilindustrie, im Flugzeugbau oder im Rohrleitungsbau. Qualität und Sicherheit sind hier besonders im Fokus. Anfangs wurden in Autos nur Dämmstoffe und Innenverschalungen geklebt. Inzwischen werden Karosserieteile, Bremsbeläge und tragende Komponenten dauerhaft mit Klebstoffen verbunden. Im Flugzeugbau kamen Klebstoffe sogar noch früher zum Einsatz, zuerst für Holzteile, später für Komponenten aus Metall und Kunststoff – bei einigen neuen Modellen 1

Daniel Dossenbach, Product Manager Cemented Systems, Georg Fischer Piping Systems Ltd.

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sind grosse Teile des Rumpfes und der Flügel geklebt. Die Anwendungen im Flugzeugbau beweisen die hohe Widerstandsfähigkeit der Klebstoffe. Denn die Verbindungen sind Temperaturen bis weit unter den Gefrierpunkt, intensiver UV-Bestrahlung und enormen Kräften von Turbulenzen ausgesetzt.

Klebstoffe für Rohrleitungssysteme Die einfache und schnelle Installation, die tiefen Instandhaltungskosten sowie absolute Korrosions- und Inkrustationsfreiheit machen Kunststoff-Rohrleitungssysteme zu einer attraktiven Alternative zu Metallsystemen. ABS, PVC-C und PVC-U gehören dabei zu den Kunststoffen, die als klebbare Kunststoffe bezeichnet werden. Im industriellen Rohrleitungsbau muss die Verbindung zwischen Rohren und Fittings oder Armaturen nicht nur einfach und schnell zu erstellen sein, sie muss unter kritischen Anwendungsbedingungen auch absolut zuverlässig sein. Zu transportierende Medien erreichen Temperaturen zwischen –60 °C in Kühlanwendungen und über +70 °C bei chemischen Prozessen. Auch Drücke bis

Die Klebung – hier am Beispiel eines PVCMuffenfittings – ermöglicht eine homogene, stoffschlüssige Verbindung.

Der direkte Vergleich mit der Muffenschweissung belegt die übereinstimmend hohe Qualität der beiden Techniken.

Beim Quetschtest wird die mechanische Festigkeit einer Rohr-Fitting-Verbindung geprüft. Die Klebeverbindung erreicht nahezu die Festigkeit des Rohr-, bzw. Fittingmaterials.

16 bar sind keine Seltenheit. Bei der Verarbeitung von Säuren, Laugen und anderen Chemikalien muss die Klebeverbindung genauso beständig sein wie die Rohrleitungskomponenten selbst. Die zuverlässige und vollständig dichte Verbindung muss dabei über die gesamte Lebensdauer der Anlage gewährleistet sein, die oft 20 Jahre und länger in Betrieb ist.

Klebstoffzusammensetzung bietet hohe Stoffschlüssigkeit Der Klebevorgang mit Diffusionsklebstoff wird oft als «chemisches Schweissen» bezeichnet. Der Begriff beschreibt den Vorgang treffend, denn wie beim Schweissen wird das Material der Rohre und Fittings verflüssigt und anschliessend stoffschlüssig verbunden. Erreicht wird diese Stoffschlüssigkeit vor allem durch die Klebstoffzusammensetzung. Die von GF Piping Systems eingesetzten Klebstoffe enthalten bis zu 20 7


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Prozent des Rohmaterials, aus dem auch die Fittings und Rohre bestehen. Beim herkömmlichen Schweissen wird Hitze zugeführt, um den Vorgang anzustossen. Beim Kleben sorgen die Lösungsmittel des Klebstoffs für die Verflüssigung (siehe Klebeprozess).

Über eine Milliarde erfolgreicher Verbindungen Im Jahr 1952 brachte Georg Fischer die ersten PVC-Fittings auf den Markt. Bei deren Entwicklung beschäftigte man sich auch intensiv mit neuen Verbindungstechnologien. So entstand die Rezeptur, aus der später der Klebstoff Tangit hervorging. Dank seiner hohen Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Verarbeitungsfreundlichkeit ist Tangit bis heute ein sehr erfolgreiches Produkt, das stetig optimiert wurde. 1964 ging GF Piping Systems eine Partnerschaft mit dem weltweit grössten Klebstoffhersteller Henkel ein. Gemeinsam wird bis heute aktiv an der Weiterentwicklung von Verbindungstechnologien gearbeitet. Über eine Milliar-

Mischanlage für verschiedene anorganische Chemikalien bei der Firma Donauchem GmbH.

Den passenden Kunststoff für jede Anwendung PVC-U In industriellen Anwendungen zählt PVCU zu den am häufigsten eingesetzten Kunststoffen. GF Piping Systems gehört seit über 50 Jahren zu den führenden Herstellern von Rohrleitungssystemen aus PVC-U. Die Systeme sind von 0 ° bis 60 °C temperaturbeständig, bieten ausgezeichnete Resistenz gegenüber Chemikalien und Korrosion und sind dank eines breiten Produktsortiments universell einsetzbar. Da alle PVC-U-Komponenten physiologisch unbedenklich sind, eignen sich diese Systeme auch für die Lebensmittelindustrie und die Trinkwasseraufbereitung. PVC-U ist in der Chemie- und Textilindustrie sowie im Schiffsbau weit verbreitet. PVC-C Für aggressive Umgebungen, die Anlagen höchster Sicherheit und von langer Lebensdauer erfordern, sind PVC-C Systeme besonders geeignet. Mit einer Temperaturresistenz bis 80 °C sind PVC-C

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Systeme auch bei höchsten Umgebungstemperaturen einsatzfähig. Wegen der hohen Resistenz gegenüber aggressiven Medien wie Mischsäuren, Säuren und Laugen werden die Systeme vor allem in der Chemie-, Papier- und Zellstoffindustrie, in der Haustechnik, im Schiffsbau, der Metallbehandlung und der Fertigung mikroelektronischer Bauteile eingesetzt.

ABS ABS wird aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit und der hohen Schlagzähigkeit in industriellen Anwendungen im Niedrigtemperaturbereich zwischen –50 ° und +60 °C eingesetzt. Dazu gehören unter anderem Kälte- und Kühlsysteme, aber auch Anwendungen im Schiffsbau und der Wasseraufbereitung. ABS weist eine gute Beständigkeit gegenüber Wasser, wasserlöslichen Salzlösungen und den meisten verdünnten Säuren und Basen aus.

de erfolgreich installierter Verbindungen belegen die Zuverlässigkeit der Klebeverfahren. Diese überzeugt vor allem durch einfache Handhabung – auch auf engstem Raum sowie hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit.

Vielseitige Einsatzgebiete Zwei in Österreich realisierte Projekte illustrieren exemplarisch die Vielseitigkeit der Klebetechnologie im industriellen Rohrleitungsbau: Die Körner Chemieanlagenbau GmbH war mit der Errichtung einer Anlage zur Entfettung und Vorbehandlung von Metallteilen vor dem Verzinken beauftragt. Bei der Zinkbad-Vorbehandlung kommen neben einem Wasserbad auch Laugen und Säuren zum Einsatz, ausserdem müssen Absaugleitungen zur Rückleitung von Dämpfen an die Abluftwäscher installiert werden. Die Lösung von GF Piping Systems umfasste Rohrleitungssysteme aus PVC-U, geklebt mit Tangit, manuell betriebene Kugelhähne sowie Dienstleistungen von der Materialprüfung und Werkstoffempfehlung bis hin zu Verlegeüberwachung und Onsite-Support. PVC-U konnte in diesen aggressiven 7–8/2013


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nen, Klebstoffe und Reiniger. Die Anlage wurde 2010 erfolgreich errichtet.

Der Klebeprozess Nach der Vorbereitung durch Anfasen und Reinigen folgt der Klebevorgang: 4

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Anwendungsbedingungen durch die hohe Beständigkeit gegen Chemikalien überzeugen. Die Anlage ging 2006 in Betrieb und arbeitet bis heute ohne Beanstandungen. Für die Donauchem GmbH war es entscheidend, dass in der neuen, automatisierten Mischanlage für das flexible Abmischen und Herstellen verschiedener anorganischer Chemikalien nur wartungsfreundliche Rohrleitungen und Ventile mit hoher chemischer Beständigkeit eingesetzt wurden. Die Anlage arbeitet mit verschiedenen Mischungen von Säuren und Laugen bei Temperaturen zwischen +10 ° und +30 °C sowie Drücken bis 3 bar. Die Lösung von GF Piping Systems umfasste Rohre aus PE 100 mit stumpfgeschweissten Verbindungen und Rohre aus PVC-U mit Klebeverbindungen, dazu Membranventile und Kugelhähne sowie Schweissmaschi-

1) Klebstoffauftrag Der Klebstoff wird in einer gleichmässigen Schicht auf dem Fitting und dem Rohr aufgetragen. 2) Zusammenfügen Überschüssiger Klebstoff wird ausgestossen und Hohlräume restlos geschlossen. 3) Anlösen und Aufquellen Die Lösungsmittel erweichen die Oberfläche und lassen das Material aufquellen. 4) Chemische Schweissung Aus dem Fitting- und Rohrmaterial entsteht zusammen mit dem Rohmaterial im Klebstoff eine homogene Verbindung. 5) Aushärtung Das Lösungsmittel verflüchtigt sich zu etwa 90 Prozent. Die restlichen 10 Prozent

bleiben in der Klebung erhalten und sorgen für die Flexibilität der Verbindung. Dies gewährt auch bei mechanischen Belastungen eine zuverlässige und dichte Verbindung. Quellen: Klebstoff Tangit, www.tangit.de Industrieverband Klebstoffe e.V., www.klebstoffe.com

Kontakt Georg Fischer Piping Systems Ltd. Ebnatstrasse 111 CH-8201 Schaffhausen Telefon +41 (0)52 631 34 53 daniel.dossenbach@georgfischer.com ■ www.piping.georgfischer.com

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KUNSTSTOFF XTRA

VERARBEITUNG

Modulare Konzepte in der Fertigung

Intelligente Montagetechnik für Kunststoffbauteile Die Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG stellt derzeit ihre Fertigung um: Künftig werden alle Anlagen, die Kunststoffteile montieren und konfektionieren, vollständig modular aufgebaut sein. Beim Umrüsten der Anlagen melden sich die einzelnen Module selbsttätig bei der übergeordneten Steuerung an und lassen sich mit geringem Aufwand in den Fertigungsfluss integrieren. Damit minimiert Weiss die Umrüstzeit ganz erheblich und erhöht die Flexibilität in der Produktion.

Bilder: Weiss

werden soll, haben wir innerhalb von zehn Minuten die Förderstrecke wieder aufgebaut und die Funktionsmodule integriert.» Zudem können die standardisierten Module für verschiedenste Produkte eingesetzt werden – und man spart Platz, weil das Konzept aus standardisierten Transportstrecken besteht, zwischen denen die Module für die einzelnen Funktionen eingeschoben werden. Mit der Modularisierung dezentralisiert Weiss die Intelligenz, die in den automatisierten Montageanlagen steckt, und geht einen Schritt in Richtung «selbstorganisierende Fertigung». Damit hat das Unternehmen bereits ein grundlegendes Prinzip dessen verwirklicht, was zurzeit als «Industrie 4.0» intensiv diskutiert wird.

Die einzelnen Funktionsmodule der Montageanlagen können einfach ausgetauscht und angeschlossen werden.

Anlass für die Einführung dieses Konzepts war der Wunsch, in der Hoch- und vor allem in der Tieflaufphase der produzierten Kunststoffkomponenten eine höhere Flexibilität zu erreichen. Geschäftsführer Jürgen B. Weiss: «Wir fertigen sehr viele Bauteile für die Automobilindustrie. Wenn das entsprechende Automodell ausläuft, produzieren wir nur noch diskontinuierlich für den Ersatzteilbedarf. Das bedeutete bisher jedes Mal grossen Aufwand für die Umrüstung der Anlagen, die beispielsweise Anbauteile einlegen oder Komponenten montieren.» Dieser Aufwand wird künftig deutlich reduziert. Robert Heller, bei Weiss verantwortlich für die Konstruktion der Automatisierungseinrichtungen: «Wir haben für die 10

einzelnen Funktionen, wie z.B. für das Einlegen von Clipsen oder die Vollständigkeitsprüfung, standardisierte Module definiert. Auch die Förderstrecken, die wir in diesen Bereich einsetzen, wurden in Module mit dezentralen Steuerungseinheiten zerlegt.» Alle Module kommunizieren über eine Standard-Busschnittstelle miteinander und sobald eines in die Anlage integriert wurde, meldet es sich selbsttätig an und übermittelt – vereinfacht gesprochen – der übergeordneten Steuerung seine Aufgabe.

Flexibel und Platz sparend Die Vorteile dieses innovativen Prinzips liegen auf der Hand. Robert Heller: «Wenn ein ausgelaufener Artikel nachproduziert

«Plug and play»: Beim Verbinden der Datenbusleitung melden sich die Module selbsttätig an und wissen, vereinfacht gesagt, was sie zu tun haben.

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VERARBEITUNG

Der einzige Wermutstropfen ergibt sich aus der Tatsache, dass Weiss dieses neue Konzept – das zu 100 % im eigenen Hause entwickelt wurde – nur sukzessive einführen kann und bei Produkten, die schon gefertigt werden, noch nach dem alten, aufwändigeren Prinzip vorgehen muss. Robert Heller: «Wegen der notwendigen Freigaben der Produktionstechnik durch die Kunden können wir bei vorhandenen Produkten kein neues Montageprinzip einführen. Aber bei jedem Neuteil werden die Anlagen nach dem neuen Konzept konstruiert.» Davon profitieren auch die Kunden, weil die Fertigung von Weiss vor allem bei kleinen Stückzahlen nun deutlich flexibler wird.

Das Bild zeigt die Anlage beim Aufbau. Am Montageband werden die einzelnen Module in Position gebracht und verbunden.

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KUNSTSTOFF XTRA

VERARBEITUNG

Selbsteinfärben mit Flüssigfarben und Mikrogranulat

Mehr Flexibilität für den Kunststoffverarbeiter Nachhaltiges Handeln ist auch beim Einfärben von Kunststoffen ein Thema. Zu den generellen Charaktereigenschaften von Flüssigfarben und Mikrogranulat, wie beispielsweise hohe Deckkraft, Ressourcenschonung und schnellere Farbwechsel, erhöht das Selbstmischen von Farben beim Verarbeiter die Flexibilität und Effizienz: Sehr schnell können neue Farben zum Einsatz kommen oder kleine Chargen, wie sie in der Spritzgiesstechnik auftreten können, bedient werden. Der Novotone-Farbfächer als Basis ermittelt Farbrezepturen als umfassendes Farbsystem der Wahl.

Guido Radig1 Selbstmischung beim Verarbeiter nach dem Novotone-Prinzip bedeutet, exakte Farbwahl nach marktgängigen Farbsystemen. Mit 15 Grundfarben kann Novotone durch additive Mischung marktgängige Farbfächer nach Referenz abbilden. Damit kann der Verarbeiter ein sehr breites Spektrum von Farben, mit einem kleinen Sortiment an Grundfarben, schnell und kostengünstig abdecken.

Zunächst wählt der Verarbeiter die gewünschte Referenz-Farbe aus. So kann eine Farbe, wie Pantone 2583 (Violett), durch Mischung der vorgegebenen Komponenten auf der Basis der Novotone-Grundfarben sehr genau abgebildet werden. Zur Auswahl und Kontrolle dienen die marktgängigen Farbfächer, wie beispielsweise Pantone, RAL oder HKS. Bei Bedarf können auch Farbmessgeräte zur Korrektur oder Rezepturermittlung von weiteren Farben eingesetzt werden. Nach der Farbauswahl erfolgt die Formulierung der Rezeptur aus den 15 Grundfarben. Die Rezeptur ist abhängig von der, für den Kunststofftyp nötigen Pigmentierung und der Chargengrösse. Zudem variiert der Einsatz der Grundfarben stark in Abhängigkeit von der gewünschten Farbe. So ist der Bedarf für ein reines Weiss mit etwa 50 % Farbbatch/Basiskunststoff relativ hoch, während etwa «Red 032» in der Relation nur einen Anteil von 1 % Farbbatch/Basiskunststoff benötigt. Eine beim 1 Guido Radig, Fachjournalist, radig@ provvido.eu

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Bild: Novosystems

Selbstmischen nach Mass

Automatische Dosieranlage Fluid Compact K20: Für gravimetrisch kontrolliertes und protokolliertes Dosieren von Kleinmengen bis etwa 10 t Farbverbrauch pro Jahr.

Verarbeiter gebräuchliche Farbpalette von Braun-, Grau- und Weisstönen hätte einen erheblich geringeren Kilopreis zur Folge. Dem gegenüber ergäbe eine abzudeckende Farbpalette von hauptsächlich brillanten Rot-, Orange- und Gelbtönen einen höheren Preis pro Kilo über die gesamte Grundfarbenreihe.

Mischen und Dosieren mit System Für das kosteneffektive Mischen und Dosieren von Flüssigfarben und NovopearlsMikrogranulat bietet Novosystems auf die Chargengrösse abgestimmte Lösungen an. Alle Hardware-Lösungen stammen von spezialisierten Anbietern, die das Unternehmen je nach Kundenwunsch konfiguriert.

Für den Mischprozess stehen Waagen sehr hoher oder hoher Genauigkeit für Kleinstmengen oder den normalen Produktionsalltag zur Verfügung. Für gravimetrisch kontrolliertes und protokolliertes Dosieren von Kleinmengen bis etwa 10 t Farbverbrauch pro Jahr kann eine automatische Dosieranlage zum Einsatz kommen, die an die jeweilige Produktion individuell angepasst werden kann. Biaxial-Rotationsmischer unterschiedlicher Leistungsvermögen ermöglichen ein homogenes Mischen der Farbpigmente mit dem Basiskunststoff. Für das Dosieren in der Produktion unterscheiden sich die Lösungen je nachdem, ob Flüssigfarben oder Novopearls-Mikrogranulate zum Einsatz kommen. Bei Flüssigfarben hat der Verarbeiter die Wahl zwischen der peristaltischen Dosierpumpe WB 4000 oder 7–8/2013


KUNSTSTOFF XTRA

einer gravimetrischen Lösung mit MCLiquid-Gravimetric. Als Fördersystem für Novopearls-Mikrogranulate sind entweder bestehende Microbatch-Dosierer umzurüsten oder aber, es kann ein MCBalanceMikrogranulatdosierer die Dosierung übernehmen.

Farbrezepturen zuverlässig und exakt selbst ermitteln Für das Mischen der Farben stellt Novosystems Anwendern eine Farbrezeptur als Excel-Datei kostenfrei zur Verfügung. Aus der Datei können Grundwerte für jeden Kunststofftyp abgeleitet werden, um eine konkrete volumetrische Rezeptur zu bestimmen. Die Software kann auch eine RAL-Referenz als Querverweis anbieten (RAL = Farbschema für lackierte Farben). Zur Bestimmung und Kontrolle bietet sich der Novotone-Farbfächer an, auf dem zu jedem Farbwert die Rezeptur nach der Novotone-Logik aufgedruckt ist. Verarbeiter, die ihre Farbrezepturen nach beliebigen

VERARBEITUNG

W H IT E

O ran g e 021

R H O D A M IN E R E D

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B LA C K Y ello w

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B L U E 072



Tabelle: Für die Abdeckung der Farben marktgängiger Farbfächer benötigt der Anwender 15 Grundfarben, die so genannten Novotone Main Colors.

Vorlagen sehr exakt bestimmen möchten, greifen auf Spektralphotometer, wie ein Minolta CM2600d zurück oder nutzen die spezielle Rezeptur-Software PIColor, für die Novosystems auch Schulungen im Hause oder vor Ort beim Kunden anbietet.

Punktgenaue Farbwahl Novosystems entwickelte Novotone sowohl für die Verarbeitung von Flüssigfarben, als auch für das Novopearls-Mikrogranulat auf Wachsbasis. Novopearls besitzt als Feststoff die Eigenschaften von Flüssigfarben, ermöglicht jedoch zusätzlich höhere Farbfüllgrade und bietet wirtschaftliche Vorteile gegenüber den konventionellen Farb-Batchen. Je nach Anwendungsgebiet kann so-

mit die Farbvorgabe auf Basis der marktgängigen Farbfächer in einer Vielzahl von Materialien abgebildet werden: Massenkunststoffe, wie Polyolefine, daneben Technische Kunststoffe wie ABS, PVC oder PS, sowie PUR. Flüssigfarben und Novopearls können bis 350 °C Verarbeitungstemperatur zum Einsatz kommen.

Kontakt Novosystems Farben & Additive GmbH Winsener Landstrasse 124 D-21217 Seevetal Telefon +49 (0)4105 14 58-0 info@novosystems.de ■ www.novosystems.de

TO THE NEW DIMEENSIO ON

K 2013 / 16. - 23. Oktober 2013 Düsseldorf / Deutschland / Halle 09, Stand C05 CHOOSE THE NUMBER ONE.

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MASCHINEN/PERIPHERIE

KUNSTSTOFF XTRA

e-speed für anspruchsvolle Packaging-Anwendungen

Höchstleistung in einer neuen Dimension

Grafik: Engel

Mit der neuen Engel e-speed 650 Spritzgiessmaschine vereint Engel das Beste aus zwei Welten. Der neue grosse Schnellläufer greift auf die bewährte Technologie der vollelektrischen Hochleistungsbaureihen Engel e-motion und Engel e-cap sowie die Leistungsstärke der Engel speed Serie zurück und verbindet so höchste Einspritzgeschwindigkeiten mit maximaler Energieeffizienz.

Eine neue Antriebslösung sorgt bei der neuen Engel e-speed Hybridmaschine für noch mehr Energieeffizienz.

Zwei Aspekte standen bei der Weiterentwicklung der bewährten Kniehebel-Hochleistungsbaureihe Engel speed im Fokus: Die Erweiterung der Schliesskraft nach oben sowie ein neues Antriebskonzept, das auch im Schnelllauf höchste Energieeffizienz garantiert. Das Ergebnis ist eine 650-Tonnen-Hybridmaschine mit elektrischer Schliesseinheit und einer völlig neuen Antriebslösung. Da sich bei hohen Schliesskräften in Verbindung mit kurzen Zykluszeiten herkömmlich Leistungsspitzen nicht wirtschaftlich abdecken lassen, dient in der neuen Engel e-speed ein Schwungrad als elektrischer Speicher. Dieses nimmt die Bremsenergie der Plattenbewegungen auf und gibt bei Bedarf – zum Beispiel zur erneuten Beschleunigung der Schliessbewegung – die gespeicherte Energie wieder an den Motor ab. Auf diese Weise wird der Leistungsbedarf des Antriebsmotors abgedeckt. Bei Erreichen der Speicherkapazität wird die überschüssige Energie des Generators ins Netz zurückgespeist und nicht – wie herkömmlich üblich – über den 14

Bremswiderstand in Wärme umgewandelt. Damit kommt die e-speed 650 mit einer vergleichsweise niedrigen und vor allem konstanten Anschlussleistung aus. Leistungsspitzen werden zuverlässig vermieden. Auch die Auswerferbewegungen werden bei der e-speed im Standard elektrisch ausgeführt. Optional ist eine hydraulische Variante verfügbar. Spritzseitig kommt das langjährig bewährte Engel-Inline-Spritzaggregat mit einer besonders hohen Einspritzdynamik und einem elektrischen Dosierantrieb zum Einsatz. Damit werden Einspritzgeschwindigkeiten von bis zu 800 mm pro Sekunde erreicht. Für die Engel e-speed 650 stehen zu Beginn die Schneckendurchmesser 80 und 90 zur Verfügung.

Dünnwandspritzguss mit kürzesten Zykluszeiten Der Kniehebel ist wie bei allen Kniehebelmaschinen von Engel gekapselt ausgeführt, was einen besonders niedrigen Ölver-

brauch sicherstellt. Dank dieses speziellen Konstruktionsprinzips erreicht die e-speed 650 extrem kurze Trockenlaufzeiten. Zudem trägt die integrierte geregelte Spindelkühlung zu kurzen Zykluszeiten bei. Bei der Herstellung von Dünnwandartikeln wie Behälter und Deckel zum Beispiel für Lebensmittelverpackungen liegen diese bei unter 4 Sekunden. Speziell für anspruchsvolle Packaging-Anwendungen wurde ein umfangreicher Optionsumfang (Kühlwasser, Pneumatik etc.) vorgesehen. Dank ihres besonders grossen Öffnungshubs nimmt die neue e speed 650 problemlos auch grosse Etagenwerkzeuge auf. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf dem Design der neuen Hybridmaschine. Um den Zugang zum Werkzeugraum zu erleichtern, wurde der Schiebeschutz zweiteilig ausgeführt. Für kleinere Eingriffe kann sich der Maschinenbediener mit einer Hand ohne viel Kraftaufwand schnell Zugang zum Werkzeugraum verschaffen und muss nur für den Werkzeugwechsel den Schiebeschutz vollständig öffnen. Während der K vom 16. bis 23. Oktober 2013 in Düsseldorf stellt die neue Hybridmaschine e-speed 650/90 Dünnwandbehälter in einem 8+8-fach-Etagenwerkzeug mit einer Gesamtzykluszeit von unter 4 Sekunden her.

Kontakt Engel (Schweiz) AG Hungerbüelstrasse 17 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 725 0755 ech@engel.at www.engelglobal.com K2013: Halle 15, Stand B42 und C58

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KUNSTSTOFF XTRA

MASCHINEN/PERIPHERIE

Fügevorgang deutlich wirtschaftlicher

Roboter als Verbündete Energie ist ein wertvolles Gut geworden. Darum ist das Energiesparen in täglichen Produktionsabläufen immer häufiger ein viel beachtetes Thema. Wie man sich dabei die Scara-Roboter zu Verbündeten macht, zeigt MartinMechanic im Sondermaschinenbau an Hand der neuen MKV 26426.

Der Wunsch, die Energie möglichst effizient einzusetzen, kam in diesem Fall aus der Automobilindustrie, genauer gesagt von einem Zuliefererbetrieb dieser Branche. Der verklebte auf einer alten Anlage in grosser Stückzahl mechanisch tragende Metallteile mit einem Dichtring. Eine neue Maschine sollte die Fertigung umfassend wirtschaftlicher machen. Hier kamen die Ingenieure von MartinMechanic ins Spiel. Die Verklebung muss wärmestabil ausgeführt sein, denn der Dichtring darf sich selbst bei Temperaturen bis 110 Grad Celsius nicht bewegen. Dabei geht man mit einem Spezialharz, das auch noch bei 180 Grad formstabil bleibt, auf Nummer sicher. Das wiederum setzt allerdings voraus, dass Metallteil und Dichtring bei knapp 200 Grad zusammengefügt werden können. Dazu wird das Metall auf diese hohe Temperatur gebracht. Danach wird der Dichtring aufgelegt und verpresst. Für Sekunden wird das fertige Teil in dieser Position gehalten, damit das Harz aushärten kann. Durch die chemische Reaktion bleiben Metall und Dichtring untrennbar verbunden. Anschliessend wird die Verbindung im Luftbad auf Normaltemperatur herunter gekühlt.

Umluft-Temperiertunnel Wo bislang über einen StrahlungswärmeTummel geheizt und anschliessend gekühlt wurde, ist nun ein Umluft-Temperiertunnel mit Kühlstation im Einsatz, der sogar zugängliche Stationen hat. Die Anlage lässt sich dadurch besser warten und überwachen. Der Transport der Produktionsteile erfolgt über einen Kettenförderer. Neu in diesem Produktionsprozess ist auch, dass beim eigentlichen Fügevorgang das Teilehandling temperaturisoliert geschieht. Hierfür sind zwei Scara-Roboter im Einsatz. Das Metallteil wird mit Hilfe einer Indukti7–8/2013

onsspule auf Aktivierungstemperatur gebracht. Dazu wird eine dicke Kupferspule für Sekunden unter Strom gesetzt. Der Vorteil der Induktionsschleife: Sie muss nicht lange vorgeheizt werden, und nahezu die ganze Leistung geht in das Teil. Der Scara-Roboter (das Kürzel steht für Selective Compliance Assembly Robot Arm) ermöglicht den Teiletausch im ständigen Wechsel, weil er über einen Doppelgreifer verfügt. Die horizontalen Gelenkarmroboter sind dem menschlichen Arm sehr stark nachempfunden. Sämtliche Achsen sind als serielle Kinematik ausgeführt. Auch beim anschliessenden Fügevorgang ist der Roboter gefragt. Wenn er diese Aufgabe erledigt hat, fährt er für Sekunden in die Ruheposition, damit das Spezialharz polymerisieren kann. Der zweite Scara-Roboter holt das fertig verpresste Teil wieder ab und legt es auf die wassergekühlte Temperierplatte. Derweil wird der freigewordene Platz des ersten Roboters über den Doppelgreifer schon wieder mit dem nächsten Teil bestückt. Am Schluss der Fertigungsstrasse werden die Teile automatisch in Blister verpackt. Auch dadurch wird die Wirtschaftlichkeit des Produktionsvorgangs nochmals erhöht. Allein durch den Einsatz des Induktors zum Übertragen der Energie auf das Werkstück wird der Energiebedarf um 20 Prozent gesenkt. Der gleiche Einspareffekt wird nochmals beim Kühlen erzielt. Bislang wurde die Energie, die beim Abbremsen des Roboters permanent im System erzeugt wird, in den Widerständen vernichtet. Die neuen Scara-Roboter sind so konzipiert, dass ihre Bremsenergie nicht in Wärme umgesetzt wird. Durch die Rückspeisung wird vielmehr die wertvolle Energie direkt genutzt. Beim alten System war sie komplett verpufft. Noch mehr Energie ging durch die zusätzliche Auskühlung verloren.

Bild: Mar tinMechanic

Die MKV 26426 spart beim Kleben wertvolle Energie.

Bei der Ausgestaltung der Arbeitsstationen achteten die Ingenieure von MartinMechanic strikt auf möglichst geringe Wärmekapazitäten und sehr gute Isolationswerte. Frank Martin bringt es wie folgt auf den Punkt: «Alles in allem wurden aktuelle und neue, speziell entwickelte Techniken und Elemente geschickt zu einer energiesparenden Maschine kombiniert.» Darüber hinaus ermöglichen die Roboter in Verbindung mit den gross dimensionierten Teilespeichern ein zweischichtiges Arbeiten, was zur Einsparung weiterer Kosten beiträgt. Kontakt MartinMechanic Friedrich Martin GmbH & Co KG Heinrich-Hertz-Strasse 2 D-72202 Nagold Telefon +49 (0)7452 8466-0 info@MartinMechanic.com www.MartinMechanic.com

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KUNSTSTOFF XTRA

Datensatzverwaltung in der Kunststoffbranche

Globaler Trend zur Industrie 4.0

Bilder: bfa

Immer häufiger sind in IT- und industriellen Fachmagazinen Artikel über Industrie 4.0 sowie Cyber Physical Systems zu lesen. Bfa solutions ltd. hilft bei der Umsetzung solcher Anforderungen in der Kunststoffbranche durch intelligente IT Unterstützung. Der Aufwand für die Anlagenüberwachung und Steuerung ist dabei gering, die Systeme kontrollieren selbstständig.

Gateway Server

Bisherigen Varianten mit der Verwaltung über Disketten, USB Sticks oder Handzettel sind überflüssig. Jede Maschine ist an die Datenbank gekoppelt und die Datensätze können von der Maschine direkt auf die Datenbank geladen und dort gespeichert werden. Es ist ersichtlich auf welcher Maschine der Datensatz erstellt wurde. Verwendet der Produzent zudem eine Benutzeridentifikation, kann parallel auch die Person bzw. der Verantwortliche für diesen Datensatz dokumentiert werden. Änderungen am Datensatz sind somit Nachvollziehbar und erfüllen die in der Medizinalbranche so häufig geforderte Rückverfolgbarkeit. Einmal gespeicherte Datensätze können von der Datenbank auf die jeweilig relevanten Maschinen runtergeladen werden.

Neuerungen in der Datensatzverwaltung Eine wesentliche Neuerung im Bereich der Datensatzverwaltung ist der aktive Eingriff der Software in den Handlungsspielraum des Einrichters. Neu ist es möglich, Datensätze an Bedingungen zu knüpfen. Das heisst, die SW überprüft ob das passende 16

Werkzeug in der zugewiesenen Maschine eingebaut ist. Ist dies nicht der Fall, ist es dem Einrichter nicht möglich einen Datensatz zu laden und die Maschine zu starten. Nur wenn Werkzeug, Maschine und Datensatz nach Abfrage einer Matrix freigegeben sind ist es möglich, die Produktion zu starten. Im Medizinalbereich ist dies ein weiterer Schritt zur Eliminierung von Risikofaktoren durch Qualitätsprobleme wegen falscher oder veränderter Datensätze. Zudem werden in diesem Bereich meist teure Werkzeuge mit sensiblen Kernen etc. verwendet, die beim Anfahren mit falschen Parametern beschädigt werden könnten.

Trend zum Zellendenken Auch in der Kunststoffbranche gibt es den Trend zum designierten System für ein Produkt. Teilweise werden diese Systeme durch den Endkunden finanziert und vom Lohnfertiger betrieben. Diese Systeme bestehen aus Spritzgussmaschine (eventuell mehrere) einer Entnahmeautomation, Qualitätskontrolle und weiteren Peripheriege-

räten. Durch den Zusammenschluss der SW Branchenlösungen aus dem Spritzguss und dem Automationsbereich ist es mittlerweile sehr einfach möglich eine komplette Prozessdatenüberwachung inkl. Rückverfolgbarkeit für diese zu erstellen. Der auf der Spritzgussmaschine gestartete Auftrag wird erst dann gestoppt, wenn die Soll-Zahl der zu fertigenden Teile in der abschliessenden In-Line Qualitätskontrolle als «Gut» Teil identifiziert wurde. Dies optimiert die Produktion, da kein zusätzlicher Ausschuss produziert wird und die Verfügbarkeit der Anlage maximiert wird. Eine komplexe, eventuelle manuelle OEE-WerteKalkulation über mehrere Anlagenteile wird dadurch hinfällig. Permanent sind der OEEWert der Gesamtanlage sowie einzelner Anlagenteile für flexible Zeitfenster abrufbar. Durch die Vernetzung aller zur Zelle gehörenden Komponenten und eine Kontrolle der zentralen Stromversorgung ist auch eine transparente Energiebilanz für die hergestellten Teile möglich. Bisher bieten verschiedene Hersteller eigene Energiebilanzen an, diese sind bei Komplexen Systemen zur Berechnung des Gesamtverbrauchs nur erschwert verwendbar. Die Schnittstellen zu den jeweiligen Anlagen der gängigen Automationslieferanten und Spritzgussmaschinenhersteller sind bei bfa solutions ltd. grösstenteils vorhanden.

Leistungsvergleich von Anlagen und Systemen Befinden sich identische Produktionszellen an unterschiedlichen Produktionsstandorten können diese zentral verglichen werden bezüglich OEE-Werte etc.. Auch können Leistungsunterschiede zu unterschiedlichen Schichtzeiten oder Anlagenverfügbarkeiten verglichen werden. 7–8/2013


KUNSTSTOFF XTRA

Bfa solutions auf einen Blick bfa solutions ltd ist ein Ingenieurunternehmen, gegründet 1981, mit grosser Kompetenz auf dem Gebiet der industriellen Automation und Produktionsabläufen. Das Team umfasst 15 Mitarbeiter mit Vertriebsagenturen in BeNeLux sowie UK und Irland. Die Produktplattformen im MES Bereich reichen von der Betriebsdatenerfassung einiger weniger Anlagen unterschiedlichen Alters und Typs (unterschiedliche Schnittstellen, Steuerungen etc.) bis hin zur Vernetzung mehrerer Standorte global agierender Unternehmen. Parallel sind auch die Dienstleitungen im Automationsanlagenbau sehr gefragt. Diese sind nicht reduziert auf einzelne Branchen. Etablierte Lösungen von bfa solutions ltd. werden in den Bereichen Kunststoffe(Spritzguss/Extrusion), Medizinalbranche, Verpackungsbranche, Getränkeindustrie, Uhrenindustrie, Giessereibranche und Automotive besonders häufig angewendet. Da viele Anlagenhersteller bei Anforderungen bez. komplexeren Programmierungen in SW Hochsprachen nur eingeschränkte Möglichkeiten für Entwicklungen besitzen, kann bfa solutions ltd. diese Bedarfslücke kompetent ausfüllen.

Flexible Klassifikation von Stillstand oder Ausschussgründen Um den unterschiedlichen Anforderungen bez. Stillstandsgründen gerecht werden zu können ist es möglich, zu den von der Maschine gelieferten Statusinformationen eigene Angaben machen zu können. Die Maschine selbst gibt in der Regel nur den Status «Maschine im Stop» aus. Nachträglich oder in Echtzeit kann ein normaler, geplanter Anlagenstopp somit als Wartungsintervall klassifiziert werden. Wie viele Gründe festgelegt und wie diese benannt werden, ist flexibel auslegbar. Die manuelle Klassifizierung wird hierbei auf zentralen Terminals oder auf einer mobilen Lösung durchgeführt. 7–8/2013

Geschlossene Zelle

Gateway Lösung zur Maschinenanbindung an ein beliebiges MES Grosskunden, die eigene MES entwickelt haben, jedoch vor dem Problem stehen, nicht alle Anlagen auf Produktionsebene daran gekoppelt zu haben, können mittlerweile auf standardisierte «Gateway» Lösungen zurückgreifen. Die Lösung beinhaltet einen leistungsstarken Industrie Computer, der die Schnittstelle zur jeweiligen Spritzgiessmaschine oder Automation enthält sowie eine angepasste Schnittstelle zum firmeneigenen System. Der Kunde kann auf dieser Gateway Oberfläche in einer Maske die von ihm gewünschten Parameter auswählen und nur diese werden an das übergeordnete System weitergegeben. Dies verhindert einen übermässigen Datenverkehr und kann bei Änderung der Anforderungen in der Zukunft angepasst werden, indem gewisse Parameter abgewählt oder hinzugefügt werden. Der Rechner wird in jede Anlage individuell integriert und zeichnet autonom Daten auf. Hindernisse bei heutigen SW Lösungen können die sehr schnelle Entwicklung von Plattformen im privaten Umfeld sein, denen die Industrie grösstenteils nicht in der Schnelle folgen kann. In diesem Fall muss

Teil der Softwarelösung auch eine Kompatibilität mit neuen Betriebssystemen in der Zukunft sein und eine permanente Betreuung gewährleistet sein. Gerade Lösungen im mobilen Bereich sind sehr schnelllebig und neue Geräte unterstützen ältere Treiber nicht. Die Aktualisierung solcher Treiber ist Aufgabe des SW-Anbieters und reduziert den Betreuungsaufwand und das Risiko des Kunden.

Kontakt bfa solutions ag Anatol Sattel Ringstrasse 5 CH-8603 Schwerzenbach Telefon +41 (0)44 806 64 64 as@bfa.ch www.bfa.ch

Mitglied der Swissmem, Fachgruppe Kunststoffmaschinen www.swissmem.ch/ksm

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KUNSTSTOFF XTRA

ROHSTOFFE

European Bioplastics veröffentlicht Daten über Landnutzung für Biokunststoffe

Kein Wettbewerb zu Nahrungs- und Futtermitteln Weniger als 0,006 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfläche von 5 Milliarden Hektar werden derzeit benötigt, um genügend Biomasse für die Produktion von Biokunststoffen anzubauen. Dieses Ergebnis veröffentlichte der Verband European Bioplastics basierend auf Daten der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO) und Berechnungen des Institutes für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB, Universität Hannover).

Eine stetig wachsende Weltbevölkerung und der damit einhergehend steigende Bedarf an Nahrungs- und Futtermitteln führen dazu, dass die Nutzung von Biomasse für nahrungsfremde Anwendungen häufig kontrovers diskutiert wird. Die Broschüre von European Bioplastics bietet neue Daten zur Landnutzung für Biokunststoffe und wirbt für eine faktenbasierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Rund 37 Prozent (5 Milliarden Hektar) der weltweiten Landwirtschaftsfläche von 13,4 Milliarden Hektar werden heutzutage für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Dies beinhaltet Weideland (70 Prozent, ca. 3,5 Milliarden Hektar) sowie Ackerland (30 Prozent, ca. 1,4 Milliarden Hektar). Die 30 Prozent des Ackerlandes werden weiter aufgeteilt in Flächen für den überwiegenden Anbau von Nahrungsmitteln 18

Ein Bruchteil der Landfläche wird für Biokunststoffe genutzt

sind dies lediglich 0,006 Prozent. Das entspricht in etwa dem Verhältnis einer durchschnittlich grossen Kirschtomate zum Eiffelturm. Ein Blick auf die weltweite Landwirtschaftsfläche und deren Nutzung macht die Situation mehr als deutlich: die 0,006 Prozent Land, die für Biomasse für Biokunststoffe benötigt werden, stehen in keinem Verhältnis zu den 98 Prozent, die für Weideland, Nahrungs- und Futtermittel verwendet werden. Effizienzsteigerung beim Anbau von Rohstoffen und die Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Technologien werden gemäss European Bioplastics künftig dazu beitragen, die Landnutzung für Nahrungs- und Futtermittel sowie Biokunststoffe im Gleichgewicht zu halten. Verlässliche und unabhängige Zertifizierungssysteme befinden sich derzeit in der Entstehung und werden ebenfalls zu diesem Ziel beitragen.

Laut Marktdaten von European Bioplastics beliefen sich 2011 die weltweiten Produktionskapazitäten für Biokunststoffe auf rund 1,2 Millionen Tonnen. Um diese Menge an Biokunststoff zu produzieren ist derzeit eine Fläche von etwa 300 000 Hektar für den Anbau von Rohstoffen notwendig. Gemessen an der weltweit genutzten Landwirtschaftsfläche von 5 Milliarden Hektar,

Kontakt European Bioplastics Marienstrasse 19/20 D-10117 Berlin (Mitte) Telefon +49 (0)30 28482 350 info@european-bioplastics.org www.european-bioplastics.org

und Futtermitteln (27 Prozent, ca. 1,29 Milliarden Hektar), Pflanzen für die Herstellung von Materialien (2 Prozent, ca. 100 Millionen Hektar, beinhaltet auch die Fläche für Biokunststoffe), und Pflanzen für Biotreibstoffe (1 Prozent, ca. 55 Millionen Hektar).

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ROHSTOFFE

Erster Motorträger aus Kunststoff

Ein Leichtgewicht und deutlich leiser

Das Bauteil, das den Motor über das Motorlager abstützt, besteht aus Ultramid A3WG10 CR, einer besonders hochverstärkten und auf hohe mechanische Lasten optimierten Polyamidspezialität der BASF. Für die Konstruktion des Spritzgiesswerkzeugs und die Fertigung der KunststoffMotorträger ist Joma-Polytec in Bodelshausen verantwortlich.

Funktion und Anforderung Motorträger: Statik, Dauerlast, Crash Die Drehmoment- oder Pendelstützen, die bereits bei verschiedenen Automobilherstellern in Varianten aus Ultramid im Einsatz sind, übertragen nur die Kippmomente des Motors. Im Gegensatz dazu sind Motorträger einer permanenten Last – dem Motorgewicht – ausgesetzt und müssen zusätzlich noch das gesamte Motordrehmoment abstützen. Sie bestanden bislang grundsätzlich aus Aluminium.

Akustik, Wärmeleitung, Gewicht Um das Aluminium in dieser anspruchsvollen, auch crash-relevanten Anwendung zu ersetzen, hat der Kunststoff hohe mechanische Anforderungen zu erfüllen: Ultramid A3WG10 CR ist zwar sehr steif; es bestand jedoch die besondere Herausforderung, unter den engen Platzverhältnissen im Motorraum eine ausreichend geringe Kriechneigung unter Dauerlast vorzuweisen. Darüber hinaus muss der Motorträger aus Kunststoff, je nach Einbausituation im Motorraum, hohe Biegemomente ertragen. Der zentrale Vorteil des Ultramid-Motorträgers ist sein im Vergleich zur Aluminiumausführung gutes akustisches Verhalten. Aufgrund des kunststoffspezifischen Dämp7–8/2013

fungsverhaltens trägt der neue Motorträger zu einem ausgewogenen Geräuscheindruck bei. Dazu kommt, dass die Wärmeleitung des Kunststoffs deutlich geringer ist als die von Aluminium. So schützt der UltramidMotorträger das mit ihm verbundene, aus Naturkautschuk hergestellte Motorlager besser vor der Motorhitze und erhöht seine Lebensdauer. Im Rahmen der CO2-Dis- Der erste Motorträger aus Kunststoff ist 30 Prozent leichter und deutkussion ist eine Ge- lich leiser als sein Vorgänger aus Aluminium. wicht verringerung von über 30 % des Kunststoffbauteils ge- und das Verhalten des Bauteils vorhergenüber der Aluminiumvariante ein weite- gesagt: Bruchlasten, Festigkeiten unter res, wichtiges Argument. dynamischer Pulsbelastung und Crashbelastungen stimmten sehr gut mit den Erprobungsergebnissen überein und erreiSimulation für die Crashchen die für die Vorgängerversion aus und Akustik-Optimierung Aluminium geforderten Werte. Eine VerripZu den zahlreichen Prüfungen, die das pung, die den hohen Lasten widersteht Kunststoffteil erfolgreich zu überstehen und den Anforderungen der Akustik gehat, gehört der sogenannte Repair-Crash, nügt, konnte so frühzeitig festgelegt und der kleinere Karambolagen nachstellt, die Anzahl der Prototypen reduziert werebenso wie der massive Offset-Crash (ver- den. setzter Frontalaufprall). Im ersten Fall muss der Träger unbeschädigt bleiben, im zweiten Fall muss er schnell und gezielt versagen, damit der Motor nicht in den Fahrgastraum eindringt. Kontakt Neben der Überprüfung dieser Forderun- BASF Schweiz AG gen im Crashversuch hat die BASF beide Schwarzwaldallee 215 Fälle mit Hilfe ihres universellen Simulati- CH-4002 Basel onsinstruments Ultrasim bereits in der sehr Telefon +41 (0)61 636 11 11 frühen Entwicklungsphase des komplex info-switzerland@basf.com geformten Motorträgers mit einbezogen www.basf.ch ■ 19

Bild: BASF

Seinen weltweit ersten Motorträger aus Kunststoff verbaut Daimler im Sechs-Zylinder-Dieselmotor der neuen Mercedes GL-Klasse. Gegenüber dem Vorgängerträger aus Aluminium bietet das genauso belastbare Kunststoffbauteil bessere akustische Eigenschaften, höhere Wärmeisolierung und einen deutlichen Gewichtsvorteil.


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AUS DER PRAXIS

Materialhandling: Folge 7

Was kennzeichnet volumetrische Synchrondosierer?

Bilder: motan

Die Frage beantwortet mo so: Ein entscheidendes Merkmal von Synchrondosiergeräten ist der gleichzeitige (zeitsynchrone) Austrag aller Materialkomponenten, wobei der so erzeugte Massestrom jederzeit der Rezeptur entspricht. Daher benötigen synchron arbeitende Dosiersysteme in der Regel keinen aktiven Mischer.

Ein Dosier- und Mischgerät für eine Haupt- und eine Nebenkomponente.

Bei der Synchrondosierung entspricht der erzeugte Massestrom jederzeit der Rezeptur.

Synchrondosiergeräte tragen alle Materialkomponenten zeitgleich aus, wobei der Massestrom jederzeit der Rezeptur entspricht. Die Dosierung erfolgt synchron zum Masseeinzug der Verarbeitungsmaschine. Den erforderlichen Durchsatz der einzelnen Komponenten ermittelt die Steuerung anhand der zuvor zu ermittelnden Kalibrierwerte unter Berücksichtigung des laut Rezeptur geforderten Anteils. Der rezepturgerechte Massestrom wird bei diesem Verfahrensprinzip direkt in den Sammelbehälter auf dem Masseeinzug ausgetragen. Ein aktiver Mischer ist nicht erforderlich.

zugsphase der Spritzgiessmaschine mit der Dosierzeit der Dosierorgane dient ein Signal von der Maschine. Moderne Dosiersteuerungen reagieren auf eventuelle Änderungen der Plastifizierzeit der Maschine und passen Durchsatz sowie Dosierzeit der Dosierorgane automatisch an.

Stichwörter • Volumetrische Dosiergeräte • Synchrones Dosieren • Dosierung aller Komponenten • Freier Einlauf der Hautkomponente • Plastifizierzeit

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Synchrondosiersysteme lassen sich mit zwei Gerätevarianten kombinieren: Das Prinzip «Dosierung aller Komponenten» entspricht weitgehend dem volumetrisch asynchroner Systeme. Die Geräte arbeiten überwiegend steuerungstechnisch unabhängig von der Verarbeitungsmaschine. Der Signalgeber, der den Dosierzyklus startet und stoppt sitzt in diesem Fall im Zuführrohr direkt über dem Materialeinzug. Bei der Variante «Dosierung mit freiem Einlauf» steht die Hauptkomponente permanent über dem freien Einlauf des Sammelbehälters an. Die Nebenkomponenten (Additive) werden von den Dosierstationen zugeführt.

Für alle Synchrondosiergeräte gilt: Die Dosierstationen müssen in der Lage sein, während des Materialeinzugs (Plastifizierzeit) den geforderten Massestrom der Maschine zu dosieren. Bedingt durch den zyklischen Prozess beim Spritzgiessen ist dieser relative Materialdurchsatz wesentlich höher als der absolute Durchsatz pro Stunde.

Beim Spritzgiessen wird während der Schneckeneinzugszeit ein konstanter Massestrom eingezogen. Mit den Angaben von Schussgewicht, Additivanteilen und den zuvor ermittelten Kalibrierwerten berechnet die Steuerung des Dosiersystems Geschwindigkeit und Laufzeit der Dosierorgane. Zur Synchronisation der Materialein-

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FIRMENBERICHT

Neue Kerntechnologie

«Countdown to the new dimension» Der Weltmarkt- und Innovationsführer im Kunststoffrecycling-Anlagenbau Erema sorgt im Jahr seines 30. Firmenjubiläums erneut für technologisch-innovatives Aufsehen. Das Unternehmen kündigt zur K2013 die Präsentation einer neuen Kerntechnologie an.

Seit der Gründung im Jahr 1983 ist Erema auf die Entwicklung von Kunststoff-Recycling-Technologien spezialisiert und revolutionierte die Industrie mit zahlreichen Innovationen immer wieder aufs Neue. Mittlerweile gelten Erema-Technologien seit Jahrzehnten als global führender Standard für unterschiedlichste Recycling-Anwendungen. Das Herzstück der Anlagen bildet die Kombination aus patentiertem grossen Schneidverdichter mit Extruder und kann je nach Ausführung für die unterschiedlichsten Recyclingaufgaben in den Applikationen Inhouse Recycling von Produktionsabfällen ebenso wie für stark kontaminierte Post Consumer Abfälle eingesetzt werden.

Der grosse Durchbruch Mit der im Gründungsjahr 1983 vorgestellten ersten Anlagen-Generation gelang Erema der grosse Durchbruch. Das Unternehmen kombinierte erstmals einen Schneidverdichter mit einem – damals noch radial angeordneten – Extruder und ermöglichte damit zum ersten Mal, dass Kunststoffabfall in einem einzigen kontinuierlichen Prozess zerkleinert, verdichtet und extrudiert werden konnte. Die Anlagen waren einfach zu bedienen, erforderten einen geringen Platzbedarf und hatten einen um durchschnittlich 30 % geringeren Energiebedarf als der damalige Wettbewerb. Diese

neue Technologie wurde für das wirtschaftliche Recycling thermoplastischer Kunststoffe innerhalb kürzester Zeit von grösster Bedeutung. Erema entwickelte diese Technologie kontinuierlich weiter und sorgte im Jahr 1993 mit der zweiten Anlagen-Generation abermals für eine grosse Veränderung in der Branche. Mit dem nun tangential zum Schneidverdichter angeordneten Extruder wurden eine enorme Qualitätssteigerung der Endprodukte und eine erheblich höhere Ausstossleistung erreicht. Zusätzlich sorgte eine neu definierte und optimierte Dimensionierung des Schneidverdichters zum Schneckendurchmesser des angeschlossenen Extruders (patentiert) für eine noch einfachere Beschickung mit sehr grossen Einzelportionen. Projektbezogene Modifikationen der Zerkleinerungswerkzeuge im Schneidverdichter optimierten dieses Verfahren zudem. Einen weiteren Vorteil stellten die längeren Verweilzeiten im grossen Schneidverdichter dar, wodurch das Material dem Extruder mit einer deutlich homogeneren Temperaturverteilung zugeführt werden kann. Patentierte Zusatz-Technologien für spezifische Anwendungen wie z. B. Double Disc und Air Flush Module, die für eine hohe Materialgüte sorgen, vergrösserten darüber hinaus die Verarbeitungsbandbreite der Anlagen.

Neue Dimension im Kunststoff-Recycling-Anlagenbau Durch die kontinuierliche Weiter- und Neuentwicklung von Kunststoffrecycling-Technologien und -Anlagensystemen in den Jahren danach folgten Innovations-Highlights wie die Produkte Vacurema-PETRecyclingsysteme für den LebensmittelDirekt-Kontakt, TVEplus für stark bedruckte/verschmutzte Kunststoffabfälle, Coax für grossvolumige Materialportionen (wie Faserballen, Seile, automotive Teile etc.) oder auch Corema, eine Kombination von bewährter Recycling- und Compoundingtechnologie für spezifizierte Rezyklate. 30 Jahre nach der Gründung von Erema kündigt der Weltmarktführer mit einer neuen Kerntechnologie sowie zahlreichen weiteren, technischen Neuerungen nun eine «neue Dimension» im KunststoffrecyclingAnlagenbau an. Die Präsentation wird vom 16. bis 23. Oktober auf der K 2013 in Düsseldorf stattfinden. Kontakt Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H. Unterfeldstrasse 3, POB 38 A-4052 Ansfelden/Linz Telefon +43 (0)732 3190-0 erema@erema.at www.erema.at K2013: Halle 9, Stand C05 / C28

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INNOVATIONEN

Smart Plastics

Wenn Dinge sehen, hören und fühlen Technologische Entwicklungen auf dem Gebiet der «Intelligenten Kunststoffe» standen am 10. und 11. Juni im Linzer Ars Electronica Center beim 2. Internationalen Smart Plastics Kongress im Zentrum. Innovative Verfahren gibt es aber auch im Bereich Recycling und auf dem Gebiet von Hochleistungs-Faserverbundbauteilen, wie der Artikel auf S. 23 zeigt.

wortlich für das Programm des Kongresses.

Bild: Clusterland

Ein Fingerzeig macht’s möglich

Steuern ohne Schalter und Tasten: Smart Plastics machen es möglich.

Steuerungen allein per Fingerzeig – Smart Plastics machen es möglich. Bei den Anwendungen für «Smart Plastics» sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. «Kunststofftechnik, Mechatronik und Design sind die Schlüsselkompetenzen für Smart Plastics. Dass gerade oberösterreichische Unternehmen hier eine ausgeprägte Stärke aufweisen, wurde am Smart Plastics Kongress in Linz deutlich. Wir sind bei dieser Zukunftstechnologie ganz vorne mit dabei», sagt Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl. Kunststoff-Folien, in die Sensoren eingebaut sind, können fühlen, riechen, hören und sehen. Und: Sie können in nahezu jede Form gebracht werden. Anstelle von Schaltern oder Tasten steuert der Mensch durch eine fühlende Oberfläche oder Alltagsgeräte erfassen mit ihren «Sinnen» ihre Aufgabe selbst. Was sich als Zukunftsmusik anhört, haben Unternehmen der oberösterreichischen Initiative Smart Plastics (ISP) 22

beispielsweise bei einer Mittelkonsole eines Autos bereits umgesetzt. Diese Initiative ist eine Gruppe von 14 Unternehmen, die an der Schnittstelle von Kunststofftechnik, Mechatronik und Design kooperieren und den Kongress veranstalteten.

Smart Plastics erweitern unsere Sinne «Aus Smart Plastics werden künftig zunehmend auch Dinge sein, mit denen wir uns umgeben. Sie werden unser reales Tun erfassen und aus diesen Daten einen Mehrwert für uns Menschen schaffen. Damit verändern sie die Qualität unserer Wahrnehmung grundlegend, denn wir erweitern unsere Sinne sprunghaft zu einer nie gekannten Fülle», sagt Professor Georg Steinbichler von der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, gleichzeitig Leiter für Forschung und Entwicklung Technologien bei der Engel Austria GmbH und hauptverant-

Dr. Barbara Stadlober von der Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH aus Graz stellte eine neue Technologie vor, bei der Alltagsgegenstände mit Hilfe von Druck- und Temperatursensoren Informationen über die Umgebung erhalten. So könnten beispielsweise Geräte allein per Fingerzeig gesteuert werden. Möglich wäre so eine intuitive Steuerung von Industrierobotern mittels sensitiver Oberflächen an Stelle von Drehreglern, Tastern und Schaltern. Professor Siegfried Bauer von der Johannes Kepler Universität berichtete von den in Linz entwickelten dehnbaren Batterien. Solche Batterien könnten beispielsweise Energiequellen für in Textilien integrierte dehnbare Elektronik sein. Portable Geräte könnten so direkt in die Kleidung eingearbeitet werden.

Know-how bündeln «Die Initiative Smart Plastics (ISP) bietet optimale Strukturen für die Umsetzung von Projekten. Smart Plastics erfordern sehr unterschiedliches Know-how. Ein Unternehmen allein kann dies im Regelfall nicht leisten, aber durch die Bündelung des Wissens in der ISP spielen die oberösterreichischen Unternehmen in der ersten Liga. Deshalb betreut der KunststoffCluster der Clusterland Oberösterreich GmbH diese Gruppe und war auch für die organisatorische Abwicklung des Kongresses verantwortlich», erklärt Cluster-Manager DI (FH) Christian Altmann die Rolle des Netzwerks. ■ 7–8/2013


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INNOVATIONEN

Bild: Siemens

Recycling von Carbonfasern aus Verbundwerkstoffen

Siemens forscht mit Partnern zusammen nach Verfahren, mittels derer Carbonfasern möglichst effizient wiederverwertet werden können.

Siemens entwickelt mit Partnern verschiedene Verfahren, um Carbonfasern aus Verbundwerkstoffen wiederzugewinnen. Diese leichten Materialien bestehen aus zwei Hauptkomponenten mit beispielsweise einem Carbonfasergewebe und dem polymeren Matrixwerkstoff. Sie werden heute unter anderem im Flugzeugbau eingesetzt, gewinnen aber insbesondere auch für die Autoindustrie an Bedeutung, weil sie sehr stabil sind und eine geringere Dichte als Aluminium haben. Carbonfasern sind aber relativ teuer wegen der aufwändigen Herstellung und dem dabei nötigen hohen Energieverbrauch, so dass sie möglichst effizient wiederverwertet werden sollten. Wie die jüngste Ausgabe des Forschungsmagazins Pictures of the Future berichtet,

besteht der Ansatz von Siemens darin, die Fasern in der eingesetzten Form und ohne Masseverluste zurückzugewinnen, damit ihre Eigenschaften möglichst vollständig erhalten bleiben. Siemens hat das Verfahrensprinzip im Rahmen des Forschungsclusters MAI-Carbon entwickelt. Ziel des Leitprojekts MAIrecycling ist der Aufbau einer durchgehenden RecyclingProzesskette von Produktionsausschuss aber auch für schwierige Mischmaterialien und aufbereitete Carbonfasern, die für die Weiterverwendung in unterschiedlichen Produkten geeignet sind. Partner sind unter anderem Audi, BMW, SGL Carbon, NeenahGessner, Voith Composites, das Fraunhofer Institut für Bauphysik und das bifa Umweltinstitut.

Um die Carbonfasern aus einem gebrauchten Teil oder aus Produktionsabfällen herauszulösen, wird das Harz heute vor allem mit pyrolytischen Verfahren bei relativ hohen Temperaturen abgebaut. Beim so genannten solvolytischen Recyclingverfahren der Wissenschaftler der globalen SiemensForschung Corporate Technology wird die Harzkomponente bei 200 Grad und unter Druck mit Hilfe von Wasser in niedermolekulare lösliche Alkohole überführt. Der Prozess verwendet keine umweltschädlichen Lösemittel und braucht deutlich weniger Energie als die Faserherstellung. Das Gewebe des Werkstücks bleibt in seiner Form mit intakten Fasern zurück und kann direkt wieder verarbeitet werden. Die mechanischen Eigenschaften der Fasern bleiben nahezu erhalten. Im nächsten Schritt wollen die Forscher Wege finden, die wiedergewonnenen Fasern auch in neuen, anders geformten Werkstücken einzusetzen. ■

Kontakte Clusterland Oberösterreich GmbH Mag. Bettina Krczal Telefon +43 (0)664 8849 5308 bettina.krczal@clusterland.at www.clusterland.at Siemens AG D-80333 München Dr. Norbert Aschenbrenner Telefon +49 (0)89 636-00 www.siemens.de/innovation

Where the experts meet CONFERENCE TRADE FAIR MEETINGS

September 17 to 19 2013 medtech-forum.ch 7–8/2013

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INNOVATIONEN

Trendsetter

Organische Elektronik etabliert sich Schon allein die Vorstellung ist faszinierend: An Fensterscheiben angebrachte hauchdünne und transparente Folien dienen der Energieerzeugung, während auf der anderen Seite an der Fensterscheibe angebrachte transparente OLED-Folien das Fernsehen ermöglichen. Die Weiterentwicklung der neuen Elektronik schreitet unaufhaltsam voran.

Bilder: Messe München

tumsraten. Unabhängige Marktforschungsunternehmen schätzen, dass der Markt für organische Elektronik derzeit einen Umsatz von rund acht Milliarden US-Dollar aufweist, und sie gehen davon aus, dass sich das Marktvolumen in den nächsten zehn Jahren weltweit auf über 50 Milliarden USDollar summieren wird.

Aktuelle und künftige Anwendungen Organische Elektronik bei Medizinverpackungen der Firma Holst.

Auf der diesjährigen LOPE-C, Internationale Konferenz und Fachmesse für organische und gedruckte Elektronik, im Juni in München, zeigten internationale Keyplayer ihre Lösungen. Die technologischen Anforderungen künftiger Anwendungen bedeuten in erster Linie das Verschmelzen einer kostengünstigen Elektronik, die Daten aufnehmen, verarbeiten und direkt anzeigen kann, mit einfachen Produkten des Alltags. Das gewährleistet die organische Elektronik, denn der grösste Vorteil liegt dabei in der Herstellung: Die Polymermaterialien lassen sich lösen und dann wie elektronische Tinte durch Druckverfahren strukturiert auf unterschiedliche flexible Folien und Trägermaterialien aufbringen. Die Grundstoffe sind praktisch unbegrenzt verfügbar. So ist es möglich, Elektronik hauchdünn und grossflächig zu drucken. Im Druckverfahren lassen sich bereits Transistoren, Leuchtdioden, Solarzellen, Sensoren, Batterien und Displays herstellen. Damit ist es möglich, kleine, handliche und einfach zu bedienende Systeme zu bauen. Das noch recht junge Technologiefeld der gedruckten Elektronik ist heute schon ein multimilliarden schwerer Markt – mit deutlichen Wachs24

Organische Elektronik steckt schon heute in Displays von Smartphones. Doch sie eignet sich für Vieles mehr: Im Automobil dient sie als beleuchtete Einstiegsleiste oder erleuchtet den Dachhimmel und sorgt so für Komfort und Wohlfühl-Ambiente im Fahrzeuginneren. In Form gleichmässig beleuchteter, intuitiv nutzbarer und flexibel einsetzbarer Bedienoberflächen erleichtert die gedruckte Elektronik zudem die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Auch in der Medizintechnik ist die gedruckte Elektronik – beispielsweise als GlukoseTeststreifen – angekommen. Und als OLEDs eignen sie sich für verschiedene

Gedruckte Elektronik der Firma Thinfilm.

Flexibles Display der Firma Plastic Logic.

mobile Geräte wie Blutzuckermessinstrumente oder zum Monitoring von Patienten. Einen festen Platz haben hybride RFID-Tags (Radio Frequency Identification), die mit gedruckten Antennen und winzig kleinem Si-Chip als intelligente Label auf Produktverpackungen vor Diebstahl schützen oder diese beim Transport sicher identifizieren können. Auch dienen RFID-Etiketten als Preisschilder, mit denen sich Preisänderungen am Regal schnell aktualisieren lassen. Neueste Anwendungen für organische und gedruckte Elektronik sind in E-Book-Readern und Touchscreens mit kapazitiver Sensorik zu finden. Künftig kann man sich auch so genannte intelligente Verpackungen vorstellen, die aufleuchten, wenn sich jemand nähert, oder aber im Medizin- bzw. Pharmabereich, wenn die Verpackung eines Grippemedikaments in die Lage versetzt wird, die Körpertemperatur eines Patienten zu messen. Kontakte Messe München GmbH Für die Schweiz: Intermess Dörgeloh AG Obere Zäune 16, CH-8001 Zürich Telefon +41 (0)43 244 89 10 ■ www.lope-c.com 7–8/2013


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AUS- UND WEITERBILDUNG

Interview mit Prof. Wolfgang Kaiser

Ein Blick zurück und in die Zukunft

Walter Herzog: Was bedeutet das Jubiläum 20-Jahre-KATZ für die Schweizer Kunststoffindustrie, aber auch für Sie ganz persönlich, Herr Professor Kaiser? Prof. Wolfgang Kaiser: Ich erinnere mich an einen Beitrag, den ich vor etwa 25, vielleicht 30 Jahren, für die damalige Zeitschrift Kunststoffe-Synthetics in Zusammenhang mit Aus- und Weiterbildung geschrieben habe und in dem ich, angelehnt an ein Zitat von Denis de Rougemont festhielt: die Schweizer stehen früh auf, aber sie erwachen spät. Die Eröffnung des KATZ vor nun 20 Jahren war für uns alle ein denkwürdiger Anlass; mit dem KATZ konnte eine Ausbildungsstätte realisiert werden, die – wie ich meine – uns auf Augenhöhe mit Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich setzte. Denn diese Länder verfügten bereits über solche Ausbildungsstätten. Für mich persönlich war dies ein Markstein, an den ich mit grosser Dankbarkeit zurückdenke. Wer waren denn die treibenden Kräfte und wem verdankt das KATZ seine Entstehung? Kaiser: Alle diejenigen aufzuzählen, die in irgendeiner Form an der Gründung und am Aufbau des KATZ beteiligt waren, würde den Rahmen dieses Gesprächs sprengen. So erlaube ich mir, nur auf ein paar wenige einzugehen, allen voran auf Hans-Georg Rhyner. Er ist praktisch mein ältester Verbündeter und Mitkämpfer. Er war auch derjenige, der den Zusammenschluss zwischen den beiden Verbänden ASKI und VKI zum KVS vorangetrieben hat. Und er glaubte fest daran, dass eine Aus- und Weiterbildungsstätte möglich sein muss. Er hat mich auch aktiv unterstützt, damals bei der Einführung des Kunststoff-Unterrichtes in Windisch. Weitere treibende Kräfte waren 7–8/2013

Bild: Marianne Flur y

Das KATZ hat 2012 gut gearbeitet und dank hohem Schulungs- und Technologieertrag einen Gewinn erarbeitet. Prof. Wolfgang Kaiser quittierte diesen Erfolg anlässlich des Festakts zum 20-Jahr-Jubiläum mit dem Satz: «Das KATZ war noch nie in einem so guten Zustand wie heute.» Im Folgenden publizieren wir das vollständige Interview mit dem Ehrenmitglied und Mitbegründer des Kunststoff-Ausbildungs- und Technologie-Zentrums. Das Gespräch führte Walter Herzog, Geschäftsführer und Chefredaktor Neue Fricktaler Zeitung, Rheinfelden.

Prof. Wolfgang Kaiser (r) im Gespräch mit Walter Herzog.

Heinz Rischgasser, im Bereich der Arbeitsgruppe Fachschulung und Randolf Hanslin, der im Vorfeld während rund zwei Jahren die Vorplanung machte. Sehr viele Personen waren also am Aufbau des KATZ beteiligt. Ich denke, eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Person, sitzt jetzt hier, mir gegenüber. Interessant ist, dass sich das KATZ weder in Zürich noch in einer anderen Universitätsstadt befindet, sondern in Aarau. Welche Rolle spielte der Kanton Aargau, welche Rolle spielt er heute noch? Kaiser: An dieser Stelle möchte ich eindeutig festhalten: ohne Kanton Aargau, angefangen vom Regierungsrat über den Grossen Rat und die Zwischeninstanzen

zwischen dem Kanton und der Direktion der damaligen HTL Brugg-Windisch wäre das KATZ nie entstanden und desgleichen auch die Ausbildung in Windisch. Auch hier empfinde ich eine grosse Dankbarkeit. Denn mit allen meinen Anliegen bin ich immer auf offene Ohren gestossen, sowohl bei den Direktoren in Windisch – einer ist hier anwesend, Prof. Dr. Willi Schlachter – aber auch bei Prof. Dr. Eduard Bohren, Prof. Dr. Walter Winkler, den ehemaligen Direktoren, wie auch bei den Regierungsräten, so zum Beispiel Dr. Arthur Schmid, um nur einen zu nennen. Ich erinnere mich noch gut daran, als der Investitionsbeitrag des Kantons Aargau von 1,2 Mio. CHF für das KATZ im Grossen Rat mit 148 zu 0 Stimmen gutgeheissen wurde – das war ein 25


AUS- UND WEITERBILDUNG

einmaliges Erlebnis. Ich selbst war auf der Zuschauertribüne mit dabei. Wenn etwas 20 Jahre alt wird, wird es volljährig. Bei der Geburt gibt es schöne Momente, es gibt aber auch Wehen. Gab es auch Widerstände? Kaiser: Nur begrenzt, meine ich. Einen Widerstand, den ich aber mit Hilfe vieler Verbündeter sehr leicht überwinden konnte, war das «T». Denn ursprünglich wollte die Branche nur ein Aus- und Weiterbildungszentrum. Ich habe mich damals in einer Vorstandssitzung der ASKI dafür stark gemacht, dass es auch «Technologie» braucht und dies vor allem auch für die Mitarbeiter. Diese können sich mit der Durchführung der Kurse ja nicht konstant erneuern. Dazu müssen sie an der Front selbst Technologie betreiben. Ein Vorstandmitglied, Dr. Willi Menth von der Herba Plastic in Nunningen, sagte es sehr pragmatisch: «Man muss das T nur an die richtige Stelle setzen.» Ab diesem Zeitpunkt wurde aus der Arbeitsgruppe KAZ das heutige KATZ. Sie werden ja auch der Kunststoff-Kaiser und auch Kunststoff-Papst genannt. Ich nehme an, Ihnen wurde der Kunststoff in die Wiege gelegt. Wie kamen Sie zu diesen Titeln? Kaiser: Zunächst einmal «in die Wiege gelegt». Ich stamme wohl aus einer ehrbaren Beamtenfamilie, aber ich bekam keinen Kunststoffstempel in der Wiege verpasst. Den Kunststoff haben wir am Anfang in Windisch mit freiwilligen Vorlesungen nach Abschluss des regulären Unterrichtes eingeführt. Ab 17.00 Uhr konnten die interessierten Studierenden kommen. Die Vorlesungen kamen gut an und es entstand dann ein offizielles Unterrichtsfach, das damals noch Kunststoffkunde hiess. Im Lehrplan der Schulen finden sich bekanntlich viele Abkürzungen, so auch KK für die Kunststoffkunde. Die Studierenden – erfinderisch wie sie sind – machten daraus dann Kunststoff-Kaiser. In einer Demokratie, wie wir sie haben, hat sich aus dem Kunststoff-Kaiser später ein KunststoffPapst entwickelt. Wie haben Sie die Entwicklung des Materials Kunststoff in den letzten 10 bis 20 Jahren erlebt? Hat sich das so entwickelt, wie Sie es sich vorgestellt haben? 26

Kaiser: Das lässt sich eindeutig beantworten. Wenn ich auf die Anfänge zurückblicke und auf das, was heute vorhanden ist, bin ich schlicht überwältigt. So sind die Spielsachen meiner Enkel und Enkelinnen alle aus Kunststoff. Zum Zeitpunkt, als wir in Windisch starteten, galt in den Kindergärten noch die Losung: «Ja keine Kunststoffe, nur Holz». In der Industrie war es ähnlich. Sprach man gegenüber gestandenen Ingenieuren von Polymethylmethacrylat, konnte man von deren Augen ablesen, dass sie jetzt überhaupt nichts mehr verstanden.

«Wenn man im Wohlstand lebt, hat man auch das Geld, Dinge wie das Recycling finanzieren zu können»

Sie haben eingangs das früh aufstehen und spät erwachen erwähnt. Nun frage ich Sie: sind wir aufgewacht? Kaiser: Aber sicher. Wesentlich ist, dass man wach bleibt und nicht durch Erfolge ermutigt wieder einschläft. Das ist sehr wichtig, speziell auch für das KATZ. In diesem Zusammenhang ist trotzdem eine kleine Kritik nötig. Der KVS sollte ja ursprünglich allein «Träger» des KATZ sein – er ist es auch noch. Aber die Hauptlast als Sponsor trägt heute der Kanton Aargau. Es wäre sehr schön, wenn der KVS hier doch auf die Dauer mehr Engagement zeigen würde. Denn die jährlichen Mitgliederbeiträge sind trotz Erfolgen von den Anfängen bis heute geschrumpft. Schauen wir über die Landesgrenzen hinaus. Die Welt ist global, vor allem im Wirtschaftlichen. Wie steht die Schweiz heute da im Kunststoffbereich, im Vergleich zur gesamten Welt und vor allem auch zu asiatischen Ländern? Kaiser: Natürlich bin ich schon lange «weg vom Fenster». Was ich sage, beruht auf der Erfahrung des Älteren. International gesehen war die Schweiz immer gut aufgestellt. Denn die Traditionen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gelten natürlich auch für die

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schweizerische Kunststoffindustrie. Blicken wir nach Asien, sollte man nicht vergessen, dass dort Länder wie China und Indien eine Mannschaft von jungen Leuten haben, die nach oben will und die zum Teil – das ist meine Erfahrung von der ETH – fast Tag und Nacht lernt. Das heisst nicht, dass wir uns entmutigen lassen, im Gegenteil. Das Beispiel Swatch – Elmar Mock, der Miterfinder dieser Uhr, ist ein ehemaliger Schüler von mir – zeigt eindrücklich, wie ein kleines Pünktchen auf der Landkarte durchaus sehr erfolgreich auch gegenüber einer Nation wie Japan sein kann. Sie haben mir im Vorgespräch gesagt, Sie seien einfach «Kunststoff verrückt». Sieht aus, wie wenn die ganze Welt Kunststoff verrückt sei. Es gibt aber auch die andere Seite, die Seite mit Bildern von Inseln aus Kunststoffen, die im Meer treiben. Was geht Ihnen da durch den Kopf? Kaiser: Da kopple ich mich als KunststoffPapst ab und nehme dies als Zuschauer wahr. Natürlich bin ich genauso betroffen wie alle Anwesenden hier auch. Dass diese Inseln tatsächlich aus Kunststoff sind, ist untragbar. Die Frage stellt sich: wie kann man dem begegnen? Da meine ich, müssen wir zu einer ethischen Grundkomponente zurückfinden, indem wir uns wieder auf die Ehrfurcht vor der Schöpfung, vor der Natur konzentrieren. Mit Verboten oder Gesetzen kommt man nicht gegen diese Meeresverschmutzung an. Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen – Vorbild ist die beste Erziehungsmethode. In diesem Fall ist die Schweiz das Vorbild. Langfristig sollte man nicht müde werden, in den betroffenen Ländern auf die Problematik hinzuweisen und auf die Leute einzuwirken. Sicher eine grosse Aufgabe. Ich denke, unsere Recyclingquoten sind hervorragend. Haben Sie eine Idee, wie man im Ausland auf ähnlich hohe Werte kommen kann? Kaiser: Das ist eine äusserst schwierige Frage. Wenn man im Wohlstand lebt, hat man auch das Geld, Dinge wie das Recycling finanzieren zu können. Nicht zuletzt ist es eine Frage des Geldes und insofern werden wir diesen Leuten eine gewisse Schonzeit zubilligen müssen. Wir selber können natürlich als Konsument beim Kauf von Waren auch darauf achten, dass das Pro7–8/2013


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dukt nicht nur billig ist, sondern dass Minimalanforderungen in Richtung Ökologie realisiert wurden. Wenn wir uns auf die technische Seite konzentrieren, wo sehen Sie die grossen Errungenschaften des Materials Kunststoff? Und wohin geht der Trend? Kaiser: Jetzt kann ich das 1. Kapitel aus meinem Buch zitieren. Die Kunststoffe haben gewisse Vorteile gegenüber anderen Werkstoffen. Da ist erstens einmal ihre geringe Dichte. Die leitet sich physikalisch und chemisch von den Leichtgewichten der chemischen Elemente ab, wie Wasserstoff, Kohlenstoff usw. Zweitens das energiegünstige Verhalten. Man kann diese Materialien relativ leicht herstellen und auch bei tiefen Temperaturen verarbeiten. Und drittens ist es zum Beispiel im Spritzgussverfahren möglich – und da haben wir TopLeute unter uns – komplexe Formteilgeometrien schnell und ohne Nachbearbeitung zu fertigen. Kunststoff ist wirklich das Material für die Automatisierung. Kunststoff lässt sich zudem direkt einfärben. Es gibt noch viele Vorzüge, aber ich will hier nicht dozieren. Eine Variante ist beispielsweise, dass man mit den Kunststoffen auch funktional bauen kann. Ein heute fast abgegriffenes Thema ist die CD, DVD. Auch dort ist zu erwähnen, dass für diese Materialien sowohl im Werkzeugbau wie auch in der Verarbeitung dieser Materialien Pionierarbeit in der Schweiz geleistet wurde.

«Das heutige KATZ wäre ohne das T nicht lebensfähig»

Sie haben herausragende Köpfe erwähnt. Wenn ich in die Runde schaue, kann ich mir vorstellen, dass viele ehemalige Schüler hier sitzen. Gab es Schüler, die besonders erfolgreich wurden? Kaiser: Ich habe bereits Elmar Mock erwähnt. Die vielen anderen aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Im Grunde genommen kann ich mich einfach freuen. Man sagt ja immer: Wenn ein Professor erfolgreich ist, wird er dies immer nur über seine Schüler. 7–8/2013

AUS- UND WEITERBILDUNG

Ihr berufliches Leben war ein Leben für und mit dem Kunststoff. Es gibt auch ein Leben neben dem Kunststoff. Was ist und war für Sie im Leben immer wichtig. Wie können wir uns den Kaiser neben dem Kunststoff vorstellen? Kaiser: Vom «Kunststoff-Virus» wurde ich lebenslänglich befallen, das stimmt schon. Ich habe aber doch versucht, meine heiss geliebten Hobbys zu pflegen, wenn auch nicht immer mit genügend Zeit. Eines meiner Hobbys war meine uralte Liebe zur Zauberkunst, die ich früher ab und zu zur Belohnung am Ende des Kontakt-/Nachdiplomstudiums zelebrierte. Wenn man älter ist, tritt man nicht mehr auf. Aber man freut sich natürlich immer noch an der Darbietung der jungen Künstler. Des Weiteren ist natürlich meine Liebe zur Kunst, zur Literatur, ganz besonders auch zur Musik. Ich bin seit vielen Jahren Abonnent im Opernhaus Zürich. Das Zaubern bringt mich auf eine weitere Frage. Wie hilfreich war diese Kunst in Ihrer beruflichen Tätigkeit? Kaiser: Ich will jetzt nicht auf die Grundprinzipien der Zauberkunst eingehen. Aber verschwinden lassen, erscheinen lassen oder aus dem Nichts etwas herauszuzaubern, das ist offensichtlich gemeinsam mit anderen Leuten beim KATZ erfolgreich gelungen. Sie sind Ehrenmitglied des KATZ. Wie sehen Sie die Zukunft dieses Zauberkunststücks? Kaiser: Sehr rosig. Ich habe es bereits den Herren Bruno Plüss und Prof. Jürg De Pietro gesagt: Das KATZ war noch nie in einem so guten Zustand wie heute. Da möchte ich wirklich sowohl dem Vorstand wie der Geschäftsstelle ein «Kränzli» winden. Ich hoffe natürlich, dass es lange so bleiben wird und wünsche in diesem Sinne dem KATZ alles, alles Gute für die Zukunft. Wenn ich mir noch eine Bemerkung erlauben darf: In den Anfängen des KATZ waren wir eine kleine verschworene Gemeinschaft. Ich war nur in Teilzeit angestellt und das in meiner Freizeit. Daneben hat Werner Brauen – ist er anwesend? wunderbar! Werner, ein grosses Kränzchen auch an dich – er hat zunächst alleine, dann unterstützt von drei Leuten aus der Kunststoffbranche, das ganze KATZ gemanagt. Das

waren Manfred Königslehner von Geberit, Kurt Gut von der Firma Utz AG und Kurt Jütz von der Weidmann AG. Mit dieser kleinen Mannschaft wurden alle Kurse durch-

«Vom Kunststoff-Virus wurde ich lebenslänglich befallen»

geführt. Relativ bald stiess dann Bruno Manhart dazu, der sich dem «T» annahm und dies bis heute noch tut. Wie Sie alle dem Geschäftsbericht entnehmen können, wäre das heutige KATZ ohne das «T» nicht lebensfähig. Auch an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an diese verschworenen Mitkämpfer. Wir kommen langsam zum Schluss. Ich möchte Sie aber nicht ziehen lassen, Herr Kaiser, ohne dass Sie nicht noch einen Wunsch äussern dürften. Einen Wunsch an das KATZ. Kaiser: Ich habe an der Eröffnung des KATZ, in Anlehnung an die Bibel, von 7 mageren Jahren gesprochen. Diese Aussage ging dann tatsächlich in Erfüllung und nur dank des Leistungsvertrags mit der FH in Windisch konnte das KATZ schliesslich überleben. Das ist das eine. Dann ist mir zufällig in den Sinn gekommen, dass Katzen 7 Leben haben. So wünsche ich dem KATZ 7 Leben und nur noch fette Jahre, nie mehr magere Jahre. Wären wir jetzt in Deutschland, würde ich gemäss einer dortigen Redensart sagen: Das KATZ braucht natürlich immer genügend Mäuse. Ich danke Ihnen im Namen des KATZ herzlich für diese interessanten Ausführungen und Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer für Ihre Aufmerksamkeit. Umsetzung des Interviews: Marianne Flury Kontakt KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 depietro@katz.ch www.katz.ch

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NEWS

Bild: AsMoPlast

AsMoPlast gründet Unternehmen in der Schweiz

Sitz der neuen Schweizer Niederlassung AsMoPlast Swiss GmbH in Wohlen, Kanton Aargau, und deren Leiter Richard Unger.

Die AsMoPlast Gruppe mit Hauptsitz in Endingen am Kaiserstuhl gründete zum ersten Mai in Wohlen/AG (Schweiz) ein eigenständiges Unternehmen, die AsMoPlast Swiss GmbH. Als Dienstleistungsunternehmen und globaler Auftragsabwickler inklusive Engi-

neering-Beratung für Werkzeuge aus Asien hat sich AsMoPlast im deutschsprachigen Raum etabliert. Qualität nach europäischen Standards gepaart mit extrem kurzen Lieferzeiten und einem deutlichen finanziellen Vorteil, machen das Angebot gemäss AsMoPlast so attraktiv.

2014 geht es wieder aufwärts Der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau rechnet für das laufende Jahr aktuell mit einem geringfügigen Umsatzrückgang von einem Prozent. Der Produktionswert erreicht damit rund 6,5 Milliarden Euro. Für das Jahr 2014 wird ein Plus von dann sechs Prozent auf etwa 6,9 Milliarden EUR erwartet. Für die Umsätze mit Kunden im Ausland wird für 2013 und 2014 ein positives Ergebnis vorhergesagt. «Die Exporte in die asiatischen Schwellenländer, die im vergangenen Jahr rückläufig waren, nehmen wieder zu. Auch die Nachfrage aus Mittel- und Osteuropa wird weiter wachsen, so dass im laufenden Jahr insgesamt ein leichtes Plus aus dem Ausland erwartet wird», erläutert Thorsten Küh28

mann, Geschäftsführer des Fachverbandes. «Wenn im kommenden Jahr auch die Bestellungen aus Westeuropa anziehen, sollte die Auslandsnachfrage verstärkt Fahrt aufnehmen». Nach reger Investitionstätigkeit im Vorjahr haben die Inlandsbestellungen zuletzt nachgelassen. Der private Konsum entwickelt sich jedoch weiter positiv und auch die vom niedrigen Zinsniveau unterstützte Bautätigkeit in Deutschland bleibt lebhaft. «Die K’2013 im Oktober wird auch bei den Verarbeitern im Inland Impulse setzen», erwartet Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes. «Für 2014 gehen wir davon aus, dass das inländische Investitionsklima wieder positiv wird.» kug.vdma.org

Das Unternehmen ist seit 2001 in China tätig und arbeitet heute eng mit auserwählten chinesischen Werkzeugbauern zusammen. Je nach Aufgabenstellung und Komplexität wird der dafür bestgeeignete Partner ausgewählt. Alle Partnerfirmen sind nach ISO 9001 zertifiziert. Sie besitzen einen modernen CNC-gesteuerten Maschinenpark, ausgerüstet mit neuesten Technologien. Die starke Nachfrage aus der Schweiz machte es notwendig, mit einem eigenen Büro optimale Voraussetzungen zu schaffen, um Kunden und künftige Interessenten aus der Schweiz noch besser betreuen und beraten zu können. Die komplette Projektbegleitung von der Teileanalyse bis zur Abnahme und Übergabe der Werkzeuge sowie der Service erfolgen für Schweizer Kunden nun in Wohlen. Darüber hinaus

kann auch ein externer Service für Werkzeug-Optimierungen und Änderungen in der Schweiz angeboten werden. Geleitet wird die AsMoPlast Swiss GmbH von Richard Unger (46). Er ist ein anerkannter Fachmann in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Unger bringt eine jahrelange Erfahrung in den Bereichen Rohstoffe, Formenbau und Spritzgiesstechnik mit. Unger ist gelernter Werkzeugmacher und eidg. Dipl.-Kunststofftechniker HF, sowie dipl. Technischer Kaufmann. Er arbeitete unter anderem bei den Firmen AWM AG in Muri als Projektleiter Verkauf, Crown Cork, Biesterfeld GmbH und zuletzt als Leiter Verkauf und Engineering bei der Firma Hänggli Thermoplast AG. www.asmoplast.com

Engel erzielt neuen Umsatzrekord Engel erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012/2013 weltweit einen Umsatz von 950 Mio. Euro und erzielte damit einen neuen Rekord. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Gruppe mit Stammsitz in Schwertberg um 14 Prozent zu. Für die nächsten drei Jahre erwartet das österreichische Unternehmen weiteres Wachstum von jährlich rund fünf Prozent. «Unser Ziel ist es, führend im Schaffen von Kundennutzen zu sein», betont Dr. Peter Neumann, CEO der Engel Holding, gegenüber der internationalen Fachpresse im Vorfeld der K 2013. «Kundennähe ist dafür der Schlüssel. Das bedeutet zum einen den kontinuierlichen Ausbau unserer weltweiten

Produktionskapazitäten, Vertriebs- und Servicestrukturen und zum anderen die konsequente Ausrichtung unserer Produkte und Technologien an den spezifischen Anforderungen der einzelnen Ländermärkte und Zielbranchen. Die sehr erfolgreiche Entwicklung über die letzten Jahre bestätigt, dass wir mit dieser Strategie auf einem sehr guten Weg sind, den wir ehrgeizig weiter gehen.» Technologisch tragen vor allem energieoptimierte Maschinenkonzepte, integrierte und automatisierte Systemlösungen sowie branchenspezifische Weiterentwicklungen dieses Wachstum. www.engelglobal.com 7–8/2013


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Bild: Sumitomo (SHI) Demag

20 Jahre erfolgreiche Partnerschaft

CREATIVE POLYMERS

Von links: Dr. Tetsuya Okamura (CEO), Christian Renners (CSO), Rolf Zimmermann (strategischer Vertrieb), Peter Kirst (CEO Mapag AG), Urs Kocher (Produktmanager für Sumitomo (SHI) Demag, Mapag AG) Frank Schuster (Gesamtvertriebsleiter).

Leistungsstarke Produkte, eine erfolgreiche Vertriebs- und Servicearbeit und ein stets konstruktiver, zielgerichteter Dialog: Die Partnerschaft zwischen der Sumitomo (SHI) Demag, Schwaig/D und der Mapag Maschinen AG, Bern/CH feiert in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen. Seit April 1993 wird Sumitomo (SHI) Demag in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein von der Mapag vertreten. Die enge Zusammenarbeit mit kurzen Entscheidungswegen und einem beidseitig ausgereiften Service-Gedanken sorgten und sorgen für steigende Marktanteile. Entsprechend positiv fasst MapagProduktmanager Urs Kocher im Rückblick die Meilensteine zusammen, die der Maschinenhersteller und seine Schweizer Vertretung erreicht haben. «In unseren zwanzig gemeinsamen Jahren haben wir es geschafft, dass sich die Sumitomo (SHI) Demag zu einer branchenbekannten Marke und als einer der führenden Spritzgiessmaschinen-Lieferanten in der Schweiz etabliert hat. Das drückt sich natürlich auch in 7–8/2013

Zahlen und Marktverhältnissen aus. So halten wir beispielsweise mit der IntElect derzeit den grössten Anteil an vollelektrischen Spritzgiessmaschinen auf dem hiesigen Markt.» Neben der stets konstruktiven und zielgerichteten Kommunikation zwischen Deutschland und der Schweiz sieht Kocher vor allem die enge Verzahnung zwischen starker Nachfrage und hoher Produktqualität als weiteren, ausschlaggebenden Faktor für den Erfolg. Die Kooperation startete mit einem Vertriebsingenieur, einem Servicetechniker und einem Innendienstmitarbeiter. Nachdem der Kundenstamm über die Jahre hinweg permanent erweitert werden konnte, ist das Sumitomo (SHI) DemagTeam der Mapag mittlerweile auf jeder dieser Positionen doppelt besetzt und zählt heute insgesamt sechs Mitarbeiter. 2013 betreut die Mapag mehr als 50 Demag-Kunden in der Schweiz und Liechtenstein, die zusammen mehr als 500 Demag-Spritzgiessmaschinen betreiben. www.mapag.ch

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Wittmann eröffnet neuen Standort Am 13. Juni 2013 wurde der neue Standort der Wittmann Robot Systeme GmbH in Nürnberg-Feucht feierlich eröffnet. 200 Besucher begeisterten sich für das vielseitige Rahmenprogramm mit Gerätevorführungen und Fachvorträgen. Das neue Betriebsgebäude mit 3000 m² Produktions- und 1200 m² Bürofläche, in dem derzeit 120 Mitarbeiter tätig sind, stellt die Weiterentwicklung des Unternehmens für die Zukunft sicher. Am vorherigen Standort in Nürnberg-Schwaig war eine weitere Expansion ausgeschlossen. Sieben Millionen Euro waren in die Errichtung des neuen Hauses geflossen. Der Standort ist als Kompetenz-

zentrum für die Automatisierungstechnik der Wittmann Gruppe konzipiert, und verfügt über eine eigene Fertigung mit CNC 3-Achs-Bearbeitungszentrum und eine Reparaturabteilung. «Deutschland ist mit Abstand unser wichtigster Markt weltweit, und Nürnberg ist unser Hauptstandort in Sachen Automatisierungstechnik in Europa», sagte Unternehmensgründer Dr. Werner Wittmann in seiner Fest- und Dankesrede. Für den Nürnberger Standort wird ein Umsatz von rund 30 Millionen Euro im laufenden Jahr erwartet. www.wittmann-group.com

Doppelführung bei Maplan Der österreichische Elastomermaschinenhersteller Maplan richtet sich neu aus. Sichtbares Zeichen ist eine neue Doppelspitze in der Unternehmensführung. Sie besteht nunmehr aus DI Wolfgang Meyer (44) als CEO und Mag. (FH) Leopold Heidegger (44) als CFO. Meyer folgt auf Dietmar L. Morwitzer. Hintergrund des Wechsels ist die Neuordnung der Besitzverhältnisse bei Maplan. Die Familie Soulier und die IPSO-Industrie-Holding sind seit 2012 Eigentümer der Maplan GmbH inkl. deren Auslandstöchter und Niederlassungen. Mit der Starlinger-Gruppe werden die weltweiten Kooperationen nach wie vor weitergeführt und ausgebaut. Die Familie Soulier möch-

te zukünftig gemeinsam mit der neuen «Doppelspitze» die strategische Ausrichtung des Unternehmens vorantreiben. Die IPSO-Industrie-Holding übernimmt die Funktion des Beirats und die Genehmigung des Geschäftsplans. Angestrebt wird eine langfristige, generationenübergreifende Unternehmensstrategie. Meyer, der die Bereiche Vertrieb, Technik, Produktion, Entwicklung und QS verantwortet, war zuletzt als Geschäftsführer bei Semperit tätig. Heidegger war bei der SKF Economos GmbH als CFO resp. Controller tätig, bevor er im Dezember 2012 als CFO von Maplan berufen wurde. www.maplan.at

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NEWS

Bild: Zhafir

Neue Führung bei Zhafir in Deutschland

Von links: Steffen Franz, Prof. h.c. Helmar Franz, Zhang Jianming, Zhang Bin.

Nach 7 Jahren strategischem Aufbau gibt Prof. h.c. Helmar Franz seine Funktion als Geschäftsführer der Zhafir Plastics Machinery GmbH an die operative Managerebene weiter. Steffen Franz und Zhang Bin übernehmen ab sofort als Geschäftsführer die Gesamtverantwortung für die Zhafir Plastics Machinery in Ebermannsdorf, Deutschland. Steffen Franz wird dabei seine bisherige Funktion als technischer Direktor beibehalten. Zhang Bin, Sohn des Vorstandsvorsitzenden der Haitian International, Zhang Jianming, hat ein Maschinenbaustudium in Nottingham/UK absolviert und wird sich in der neuen Geschäftsführung insbesondere um die vielfältigen Beziehun-

gen von Zhafir Deutschland zu Zhafir Ningbo und zum Stammhaus kümmern. Zhafir mit seinen Werken in Ebermannsdorf und Ningbo hat mit den Produktserien Venus und Mercury eine sehr positive Entwicklung mit jährlichen zweistelligen Zuwachsraten genommen. Die Erschliessung neuer Potenziale erfordert nun gesteigerte operative Kompetenz vor Ort. Helmar Franz bleibt nach wie vor Gesellschafter der GmbH und widmet sich zukünftig noch mehr seinen weltweit strategischen Aufgaben in der Funktion als Chief Strategy Officer und Mitglied des Vorstands der Haitian International Holding Ltd. in Ningbo. www.haitianinter.com

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Neue Peripheriegeräte für das IKV Der deutsche Systemlieferant motan-colortronic übergibt dem Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen einen neuen Trockner für die Vortrocknung von Polymeren sowie ein Dosiersystem für die Kleinstmengendosierung von pulverförmigen Füllstoffen. Mit diesen Peripheriegeräten untersuchen die IKV-Forscher elektrisch und thermisch leitfähige Compounds aus technischen Thermoplasten. Die neuen motan-colortronic Geräte werden auch für weitere Untersuchungen zum Aufbereiten von Thermoplasten eingesetzt. motan-colortronic unterstützt das IKV seit vielen Jahren mit Peripheriegeräten für die Kunststoffaufbereitung und das Spritzgiessen. Rüdiger Kissinger, Leiter Marketing der motancolortronic GmbH, Friedrichsdorf, schätzt die Zusammenarbeit mit dem IKV: «Durch die praxisnahe Ausbildung am IKV lernen die Studierenden schon frühzeitig den Umgang mit unseren Geräten. Und der Einsatz der Geräte im IKV sorgt für einen Rückfluss der dort ge-

Bild: IKV/Brixius, Thomas Breit

IKV erhält neues Trocknungs- und Dosiersystem von motan (v.l.): Florian Puch, IKV, Rüdiger Kissinger, Motan, und Professor Christian Hopmann, IKV-Institutsleiter.

wonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung unserer Produkte; also eine klassische WinWin-Situation» www.ikv-aachen.de www.motan-colortronic.de

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Bei Schlüsselfunktionen kommt es auf zuverlässige und belastbare Befestigungssysteme an. Darum wird in modernen Verbindungen immer häufiger auf die Erfahrung und das breite Sortiment von KVT zurückgegriffen.

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NEWS

Medizinbranche rßckt zusammen auf. Nun wird der nächste Schritt ins Auge gefasst: Bis Ende Jahr sollen die beiden Organisationen zusammengefßhrt sein und am 1. Januar 2014 unter einem Dach die operative Tätigkeit aufnehmen. www.medtech-switzerland.com www.medical-cluster.ch

Bild: HB-Therm

Ăœber die vergangenen Jahre sind die beiden Institutionen Medtech Switzerland und Medial Cluster immer näher zusammengerĂźckt – heute benutzen sie nicht nur die Infrastruktur und die Räumlichkeiten gemeinsam, sondern treten auch zusammen an Events wie dem World Medtech Forum

Kistler expandiert in Deutschland Die Schweizer Kistler Gruppe, der Weltmarktfßhrer im Bereich der dynamischen Messtechnik, legt ihre heutigen Standorte Ostfildern und SchÜnaich an einem neuen Standort auf dem ehemaligen Flugfeld BÜblingen/Sindelfingen zusammen. Mit dem Neubau wird der Grundstein fßr die ambitiÜsen Entwicklungspläne von Kistler im wichtigen Markt Deutschland resp. in Europa gelegt. Am neuen Standort sollen zu Beginn ca. 165 Mitarbeiter beschäftigt sein, mittelfristig sind bis zu 250 Mitarbeiter geplant. Auf dem Grundstßck sollen in einem ein- bis dreigeschossigen Gebäude maximal 9000 m²

Bßro-, Verwaltungs- und Serviceflächen sowie laborähnliche Produktionsbereiche entstehen (Endausbau). Am neuen Standort wird das neue Tech Center Europe angesiedelt werden, in welchem unter anderem Service-Dienstleistungen fßr die Automobilindustrie angeboten werden. Das Gebäude ist so geplant, dass es bei einem mÜglichen Mehrbedarf an Flächen problemlos erweitert werden kann. Bereits im Januar 2014 kann der Baubeginn erfolgen, im ersten Halbjahr 2015 wird mit der Fertigstellung gerechnet. www.kistler.com

 

      

  

 

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Ständige Investitionen sichern Wettbewerbsfähigkeit

CEO Reto Zßrcher weiss, wie wichtig Investitionen in moderne Bearbeitungsanlagen fßr die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens sind.

Die HB-Therm AG mit Sitz in St. Gallen ist bekannt fßr zuverlässige, langlebige, hochwertige und vollständig ausgestattete Temperiertechnik. Die Unternehmensphilosophie von HB-Therm ist ganz eindeutig kunden- und serviceorientiert. Die Wettbewerbsfähigkeit erreicht das Unternehmen nicht zuletzt ßber die ständige Optimierung seiner Prozesskette. Das Stichwort heisst hier Insourcing am Werkplatz Schweiz, um die geforderte hohe Qualität durchgängig sicherstellen zu kÜnnen. Dazu optimiert und investiert HB-Therm ausserordentlich viel in die Erneuerung und Erweiterung des St. Galler Maschinenparks. So wurde ein horizontales 4-Achsen-Fräsbearbeitungszentrum mit 14-fachPalettenpool von Makino fßr kubische Teile in den Bereich Mechanik integriert, was einem Invest von rund 1,2 Mio. CHF entspricht. Durch MehrfachAufspannungen kann unter Einsatz von 330 Werkzeugen und 14 Paletten bis zu 30 Stunden mannlos produziert werden. Die jßngste Anschaffung ist ein kombiniertes Stanz-Laser und Umformbearbeitungszentrum

(TruMatic 7000) mit Automatisierung. Diese Investition in HÜhe von weiteren rund 1,9 Mio. CHF erlaubt den 24-Stunden-Betrieb in der Blechfertigung. Zur hohen Investitionsbereitschaft kommt ein weiterer wichtiger Punkt zur Bewahrung der Wettbewerbsfähigkeit: Der durchgängige IT-Einsatz. Daten werden nur einmal erfasst und multipel in verschiedenen Sektoren des Unternehmens weiter verwendet. Ein innerbetriebliches Kommunikationssystem macht ßber PCs, Tablets und Handys jede notwendige Information jedem Mitarbeitenden zu jedem Zeitpunkt zugänglich. Informations- und Kommunikationsdefizite gehÜren so der Vergangenheit an – kein Wunder, wenn sich CEO Reto Zßrcher selbst als IT-Fachmann um diesen Bereich kßmmert. Das Unternehmen handelt in umfassendem Sinn nachhaltig. Ein gutes Beispiel: die Energieeffizienz. Alle Investitionen erfolgen unter konsequenter Berßcksichtigung der Energiekosten. www.hb-therm.ch 7–8/2013


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NEWS

Bild: Suvema

Suvema: Erfolgreiche Hausausstellung

Gute Besuchsfrequenzen, sehr interessierte Fachleute und eine positive Stimmung prägten die diesjährige Hausausstellung der Suvema AG.

Auch dieses Jahr luden die CNC-Spezialisten aus Biberist Kunden und Geschäftsfreunde zur traditionellen Hausausstellung ein. Vom 19. bis 21. Juni informierten sich Bearbeitungsprofis aus der ganzen Schweiz hautnah und praxisbezogen

über die Neuheiten aus dem Hause Suvema AG. Das Leitthema «Rapid Prototyping mit dem Einsatz von 3DDrucktechnologie» versprach Einiges und zog zahlreiche Besucher in den Bann. Mit verschiedenen 3D-Produktions-

printern des Weltmarktführers 3D Systems führte Suvema in der Praxis vor, wie wirtschaftlich und schnell mit diesem Verfahren Modelle, Muster und funktionsfähige Bauteile mit komplexen Geometrien in Kunststoff hergestellt werden können. Geschäftsleiter Robert Häusler freut sich über das grosse Interesse und meint dazu: «Ganz bewusst und mit Blick in die Zukunft haben wir diese innovative Technologie ins Programm aufgenommen. Sie ergänzt unsere Kernkompetenzen in der spanabhebenden CNCBearbeitung auf ideale Weise.» An der Leistungsschau wurde auch das aktuelle Lieferprogramm mit Werkzeugmaschinen mit den Weltmarken Okuma, Citizen, Akira-Seiki und Sugino präsentiert. Mit der jüngsten Generalvertretung von

Bridgeport rundet das Unternehmen sein Lieferprogramm ideal ab. Alle Maschinen verfügen mit ihren grosszügigen Verfahrwegen, verschiedenen Ausrüstungsvarianten und einer hohen Flexibilität bei den Steuerungen (Heidenhain, Fanuc, Siemens) über die besten Voraussetzungen für einen vielseitigen Einsatz in der Teilefertigung. Mit Zufriedenheit blickt Robert Häusler auf die intensiven Tage in Biberist zurück: «Im Vergleich zur letzten Hausmesse hatten wir deutlich mehr Besucher», stellt Häusler zufrieden fest. «Vor allem aber war das Interesse gross und konkret. Wir spüren deutlich, dass unsere Kunden an die Zukunft glauben und bereit sind, entsprechend zu investieren.» www.suvema.ch

NGR entwickelt, produziert und vertreibt Kunststoff-Recyclingmaschinen in fünf unterschiedlichen Baureihen. Das Produktportfolio deckt Anwendungen in den Bereichen des industriellen inhouse Waste Managements und der Post-Consumer Kunststoffaufbereitung ab.

Der bisherige Eigentümer von Britas, Lucian Britchi, bleibt Geschäftsführer des neuen Tochterunternehmens von NGR.

NGR übernimmt Britas Mit Wirkung vom 22. Mai 2013 hat die Next Generation Recycling Maschinen GmbH (NGR) in Feldkirchen/A, 100 % der Geschäftsanteile der Britas Recycling Anlagen GmbH in Hanau/D übernommen. NGR wird Britas als Tochterunternehmen weiterführen.

Britas entwickelt und stellt Filtriersysteme für stark verschmutzte Kunststoffschmelzen her. Die automatischen Siebwechsler eignen sich besonders gut zur Filtrierung von Post-Consumer Kunststoffabfällen und werden für hohe Austragsleistungen eingesetzt.

In der Schweiz ist NGR vertreten durch die Ingenieurbureau Dr. Brehm AG in Rotkreuz. www.brehm.ch

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Trumpf verdoppelt Produktionsfläche

Bild: Trumpf

durch weiter wachsen», erklärt Geschäftsführer Andreas Conzelmann. «Besonders stolz bin ich darauf, dass wir mit der Erweiterung des Standortes auch die Produktion unseres 10 000sten Markierlasers aus Grüsch feiern», so Conzelmann. Das neue Gebäude verdoppelt die bisher zur Verfügung stehende Produktionsfläche. Es verfügt über modernste Technologie mit einem Reinraum mit hoher Reinraumklasse – ein deutlicher Vorteil für die Produktqualität. Die Produktionsund Logistikprozesse sind im neuen Gebäude strikt nach dem Trumpf Produktionssystem Synchro ausgerichtet. Der komplette Wertstrom erfolgt nun auf einer Ebene, dadurch lässt sich die Produktion leichter steuern. Insgesamt sind die

Im neuen Gebäude in Grüsch werden künftig über 30 Mitarbeiter Markierlaser fertigen.

Die Trumpf Laser Marking Systems AG erweitert den Produktions- und Entwicklungsstandort in Grüsch um rund 3300 Quadratmeter. Das Investitionsvolumen für das neue Gebäude beträgt 17 Millionen Schweizer Franken. Mit dem Neubau trägt das Unternehmen der weltweit hohen Nachfrage nach seinen Markierlasern Rechnung. «Un-

IN KÜRZE ■ Fanuc hat den Zusammenschluss aller deutschen Gesellschaften des Unternehmens bekanntgegeben. Die neue Fanuc Deutschland GmbH mit den drei Divisions FA (für Factory Automation), Robotics und Robomachines hat zum 1. Juli ihre Tätigkeit aufgenommen. www.fanuc.eu

■ Die italienische Gefran hat 100 Prozent der Sensormate AG mit Sitz in Rikon-Zürich übernommen. Das Schweizer Unternehmen ist spezialisiert auf Entwicklung, Produktion und Verkauf von industrieller Sensorik, speziell Kraft- und Dehnungssensoren. 2012 er-

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sere bisherigen Kapazitäten waren für die eintreffenden Bestellungen einfach nicht mehr ausreichend. Zum Zeitpunkt des Spatenstichs im März 2012 war unser Auftragseingang um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im kommenden Geschäftsjahr führen wir zwei völlig neue TruMark Produktserien ein und wollen da-

IN KÜRZE

wirtschaftete Sensormate einen Rekordumsatz von 1,5 Mio. Euro. (CHF 1,85 Mio.). Der Übernahmepreis wird mit 3,4 Mio. Euro (CHF 4,2 Mio.) angegeben. Gefran ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Komponenten für die Automatisierung und der Systeme für die Steuerung von Industrieprozessen. www.gefran.com

■ Ab 2014 bettet die electronica, Weltleitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik, die Hersteller hybrider Komponenten in ihr Messeportfolio ein und führt die Themen hybride Bauteile und Elektronik zusam-

IN KÜRZE

men. Die hybridica wird nicht mehr als eigene Messe fortgesetzt. Die nächste electronica findet von 11. bis 14. November 2014 in München statt. www.electronica.de

■ Die Styron Europe GmbH hat Velox zum Distributor in Europa für ihre Medizintechnikprodukte ernannt. www.styron.com www.velox.com

■ Die Semadeni Gruppe engagiert sich mit einer Mehrheitsbeteiligung an der Logo Gruppe. Damit wird Semadeni zu einem führenden Anbieter von

Produktions- und Logistikprozesse durch den Neubau deutlich optimiert. Trumpf gibt mit dem Neubau ein klares Bekenntnis zum Standort Grüsch im Prättigau. «Neben Schramberg ist Grüsch unser wichtigstes Zentrum für die Entwicklung und Produktion von Festkörperlasern. Die installierte Basis von 10 000 Beschriftungslasern lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken«, berichtet Peter Leibinger, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Trumpf Gruppe und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik. »Wir finden im Prättigau hervorragend ausgebildete und engagierte Mitarbeiter. Deshalb bauen wir den Standort weiter aus», so Leibinger. www.ch.trumpf.com

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festen Kunststoffverpackungen in der Schweiz. Die Logo Gruppe umfasst die Gesellschaften Logo-Plastic AG Pratteln und Logo Verpackungstechnik GmbH in Bad Säckingen (D). Semadeni ist spezialisiert auf den Kunststoffspritzguss, Logo auf das Extrusionsblasformen. www.semadeni.com

■ Die Lehrlinge von Engel Austria gehören zu den besten im Land. Mit einem ersten und zwei zweiten Plätzen glänzt das zweite Lehrjahr von Engel im Lehrlingswettbewerb 2013 der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ). www.engelglobal.com

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NEWS

swissplast produziert für Jet-Flyer swissplast hat den Zuschlag für die Produktion aller Kunststoffteile des Jet-Flyer des österreichischen Herstellers e-volution Elektromobilitätskonzepte GmbH erhalten. Dieser Zuschlag untermauert die Kompetenz und Position von swissplast als E-Mobil Zulieferant für Verkleidungsprodukte aus Kunststoff. So beliefert man doch bereits seit Jahren die Firma Kyburz / Schweiz mit Se-

rienteilen für deren Elektrodreiräder, im Einsatz unter anderem bei der Schweizer Post. In der Basisversion fährt das Vehikel mit zwei Motoren à 2 kW und kommt so auf bis zu 60 km/h. Den Strom dafür liefern Lithium-Eisen-PhosphatAkkus, die unter der Sitzbank stecken. Deren Kapazität reicht für bis zu 130 Kilometer Fahrstrecke, die Ladezeit soll einein-

Sesselrücken halb Stunden betragen. Das gefällt sogar der Polizei von Dubai, die bereits 250 Stück geordert hat. Für den JetFlyer liefert swissplast total 13 unterschiedliche Kunststoffteile, von der Lenkverkleidung über die Seitenverkleidung, der Sitzschale bis hin zu den vier Kotflügel und dem Handschuhfachdeckel. www.swissplast.com

Seit 1. August ist Dr. Dieter Woschitz Leiter von inspire irpd in St. Gallen. Der dipl. Masch.Ing ETH ist Eigentümer der Matti Technology AG in Sulgen. Der Führungswechsel ist bedingt durch den Weggang von R. Schindel, Leiter, und B. Bossart, Leiter Verkauf Dienstleistungen, die sich selbstständig machten.

bau der Marktposition im Ausland. «Die WEZ passt strategisch hervorragend zu uns», stellte Plaston CEO Markus Bormann fest. Die WEZ Kunststoffwerk AG in Oberentfelden ist ein Anbieter

von Logistikbehälterlösungen sowie Kunststoff-Spritzgussteilen. Plaston wiederum hat sich im Bereich Industriekoffer für Werkzeuge und Instrumente international einen Namen gemacht. www.plaston.com

www.inspire.ethz.chf/irpd

WEZ hat neuen Eigentümer Die Plaston Gruppe hat per Anfang Juni die Aargauer WEZ Kunsttoffwerk AG übernommen. Die Firmenübernahme sei für beide Seiten ein Gewinn, heisst es in einer Mitteilung. Plaston könne damit ihre

Industriesparte ausbauen und WEZ löst auf diese Weise die Nachfolge. Die 60 Mitarbeitenden werden weiter beschäftigt, heisst es. Plaston will in neue Produkte unter der Marke WEZ investieren und plant den Aus-

Visions become reality.

COMPOSITES EUROPE 17.-19. Sept. 2013 | Messe Stuttgart 8. Europäische Fachmesse & Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen www.composites-europe.com Veranstalter:

Partner:

Parallelveranstaltung:

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Tickets sind gültig für beide Veranstaltungen.

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V E R A N S TA LT U N G E N

05.09.

8. Rapperswiler Kunststoff-Forum Ort: Rapperswil Veranstalter: IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung Oberseestrasse 10, CH-8640 Rapperswil Telefon +41 (0)55 222 47 70 iwk@hsr.ch, www.iwk.hsr.ch/rakufo

05./06.05.

Extrusionsanlagen – Funktionsweise und Einfluss von Einstellungsparametern Ort: Ecublens Veranstalter: Réseau plasturgie Pérolles 80, CH-1705 Fribourg Telefon +41 (0)26 429 65 08 alexandra.musy@hefr.ch, www.reseau-plasturgie.ch

06.09.

KATZ-Forum medical: Prozessvalidierung und -überwachung Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

09.09.

10.09.

10./11.09.

12.09.

13.09.

16.–17.09.

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Spritzgiessmaschinen – Funktionsweise und Einfluss von Einstellungsparametern Ort: Freiburg Veranstalter: Réseau plasturgie Pérolles 80, CH-1705 Fribourg Telefon +41 (0)26 429 65 08 alexandra.musy@hefr.ch, www.reseau-plasturgie.ch Grundlagen Werkzeugbau 2 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch Kolloquium: Zukunft Kunststoff-Verwertung 2013 Ort: Duisburg Veranstalter: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Umsicht Osterfelder Strasse 3, D-46047 Oberhausen Telefon +49 (0)208 8598-0 info@umsicht.fraunhofer.de www.umsicht.fraunhofer.de Jahrestagung des Kunststoff-Clusters: Kunststoff – Werkstoff der Zukunft Ort: Gmunden Veranstalter: Clusterland OÖ GmbH Hafenstrasse 47-51, A-4020 Linz Telefon +43 (0)732 79810-5115 kunststoff-cluster@clusterland.at, www.clusterland.at Spritzgiess-Simulation mit Moldflow Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch AVK-Tagung für Faserverstärkte Kunststoffe/ Composites Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

17.–19.09.

World Medtech Forum Lucerne Ort: Luzern Veranstalter: Messe Luzern AG Horwerstrasse 87, CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 info@medtech-forum.ch,www.medtech-forum.ch

17.–19.09.

Composites Europe 2013 und Hybrid Expo Ort: Stuttgart Veranstalter: Reed Exhibitions Deutschland GmbH Völklinger Strasse 4, D-40219 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 90191-0 info@reedexpo.de, www.composites-europe.com

19.09.

Workshop: Lean Managemant au sein de nos entreprises Ort: Freiburg Veranstalter: Netzwerk Kunststofftechnologie Hochschule für Technik und Architektur Freiburg Pérolles 80, CH-1705 Freiburg Telefon +41 (0)26 429 65 08 isabelle.walker@hefr.ch www.reseau-plasturgie.ch/workshop2013

19.09.

MES-Infotag: Effizienter produzieren mit MES Ort: Zürich Veranstalter: MPDV Schweiz AG Flugplatzstrasse 5, CH-8404 Winterthur Telefon +41 (0)52 246 01 26 info@mpdv.ch, www.mpdv.ch

23.09.

Seminar: Einführung in den 3D-Druck Ort: Feldkrichen b. München Veranstalter: German RepRap GmbH Kapellenstrasse 8, D-85622 Feldkirchen Telefon +49 (0)89 3260 6052 info@germanreprap.com, www.germanreprap.com

23.–27.09.

Sommerakademie Composites mit Impulsvortrag Ort: Windisch Veranstalter: IKT Institut für Kunststofftechik an der FHNW Klosterzelgstrasse 2, CH-5210 Windisch Telefon +41 (0)56 202 73 87 sabine.vogt@fhnw.ch, ww.fhnw.ch

23.09.– 02.12.

Kunststoff-Fachmann KATZ Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

26.09.

Recycling von Kunststoffen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

Bild: Pixelio, M. Bührke

SEPTEMBER 2013

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN

World Medtech Forum Lucerne

Fachmesse, Kongress und Meeting sind bereit Vom 17. bis 19. September trifft sich die Medtech-Welt in Luzern. Ăœber 220 Aussteller, 100 Referenten und Ăźber 20 Workshops & Veranstaltungen: Das World Medtech Forum Lucerne (WMTF) setzt seine Erfolgsgeschichte fort. Tatsache ist, dass die Aktivitäten fĂźr 2013 weit Ăźber die Landesgrenzen hinaus auf reges Interesse gestossen sind und ein attraktives Programm mit international renommierten Fachexperten offeriert werden kann.

Herzstßck der Fachmesse ist das Center of Attention mit Referaten hochkarätiger Experten aus Hochschulen und der Industrie zu wissenschaftlichen Fragestellungen. Zahlreiche Veranstaltungen bieten die Chance Kontakte zu knßpfen, sei es am 1-to-1 Partnering, an der Medtech Night oder an Corporate Events fßr Cluster, Or-

ganisationen und Fachgruppen, welche das WMTF als Plattform nutzen. Spannende Einblicke gewährt der in Europa einmalige Expertenpark. Unter Federfßhrung von Prof. Konrad Wegener, Experte fßr Produktionstechnik an der ETH Zßrich, zeigen namhafte Werkzeugmaschinenhersteller, mit welchen LÜsungsansätzen sie die ganze Prozesskette der Medizintechnik abdecken. Dabei gehen sie in rege Tuchfßhlung mit kompetenten Partnern und erzielen eine hohe WertschÜpfung. Nicht weniger spannend sind die Redner am Kongress. Während der Executive Day den Reigen mit kritischen Kommentaren zum Gesundheitswesen erÜffnet, geben Fachleute am North American Day und South American Day Tipps und Anregungen zur Eroberung dieser aufstrebenden Märkte. Zudem kÜnnen an den Networking Lunches oder in den Workshops zu aktuellen Themen Fragen weiter vertieft werden.

Am ersten WMTF im September 2012 stellten teilnehmende Experten eine Umwälzung der Medtech-Branche, neue Angehensweisen fßr Management- und Finanzierungskonzepte sowie ungewohnte Geschäftstaktiken, die zum Erfolg fßhren in Aussicht. Medtech Switzerland und die IMS Consulting Group haben diese Themen vertieft und kßrzlich in einem Bericht unter dem Titel The Global Medtech Industry: Visions in Times of Change verÜffentlicht.

Kontakt World Medtech Forum Lucerne Fabienne Meyerhans Messe Luzern AG Horwerstrasse 87 CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 fabienne.meyerhans@messeluzern.ch â– www.messeluzern.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN

Composites Europe in Stuttgart

Fokus auf Serienfertigung von Verbundwerkstoffen Mit einem deutlichen Plus bei Ausstellern und Fläche bewegt sich die Composites Europe weiter auf Wachstumskurs. Mehr als 400 Aussteller werden vom 17. bis 19. September 2013 erwartet, wenn die Fachmesse turnusmässig wieder nach Stuttgart zurückkehrt.

Messe-Premiere der Hybrid Expo

Bild: Reed Exhibitions

Mit der Hybrid Expo bekommen hybride Bauteile, deren Technologien und Anwendungen ab September eine neue Heimat. Ihre Premiere wird die neue Messe vom 17. bis 19. September parallel zur Composites Europe feiern.

Schlüsseltechnologien für die Hauptanwendungsmärkte von Verbundwerkstoffen wie u.a. der Automobilbau stehen im Fokus der omposites Europe 2013.

Neben neuen Leichtbaukonzepten stehen in diesem Jahr vor allem moderne Produktionsund Automatisierungslösungen für Verbundwerkstoffe im Mittelpunkt. Besonders die Schlüsseltechnologien für die Anwendungsmärkte von Verbundwerkstoffen, wie die Bereiche Automobilbau, Luft-und Raumfahrt, Windenergie sowie Bau und Konstruktion rücken in den Fokus der Messe. Die Ausstellerliste reicht von Rohmateriallieferanten über Zulieferer, Verarbeiter und Technologiehersteller bis zu Dienstleistern der Composites-Industrie. Mit dabei sind Branchengrössen wie BASF, Evonik, Lange + Ritter, Rampf Tooling, Toray, Saertex, Gaugler & Lutz, Johns Manville, KraussMaffei oder Schuler SMG. Aber auch zahlreiche namhafte Erstaussteller haben sich angemeldet, darunter Dow Europe, BroetjeAutomation, Aristo Graphic Systeme oder CCP Composites aus Frankreich. Aus dem Ausland ist die Nachfrage nach Standfläche in diesem Jahr gross. Der itali38

enische Länderpavillon ist bereits ausverkauft, aber auch die Gemeinschaftsstände der USA, von China, Frankreich und der Niederlande wachsen weiter an. Mit Unternehmen aus Tunesien, Slowenien, Norwegen oder Litauen erhöht sich die Zahl der vertretenen Nationen auf 27.

Vielseitiges Rahmenprogramm Vom Vortragsforum bis zur Product Demonstration Area reicht das Rahmenprogramm der Composites Europe. Hier geben Experten aus Praxis und Wissenschaft einen Überblick über die Trends auf dem Markt für Verbundwerkstoffe. Den MesseAuftakt wird auch 2013 wieder die Internationale Tagung der AVK-Industrievereinigung faserverstärkte Kunststoffe machen. Bereits vom 16. bis 17. September werden hochkarätige Experten über innovative Anwendungen mit Faserverbundkunststoffen referieren.

Die Hybrid Expo wird die gesamte Prozesskette rund um die serielle Fertigung von hybriden Bauteilen abbilden – von der Materialforschung über Fertigungs- und Verarbeitungsverfahren, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge bis zum fertigen Bauteil. Rund 100 Austeller werden zur Premiere erwartet. Das Thema Prozessbeschleunigung bei der Herstellung von Metall-Kunststoff-Verbindungen steht im besonderen Fokus der Messe. Der Kunststoffspritzguss, aber auch der Keramikspritzguss, die Stanztechnik und innovative Füge-Technologien werden dabei eine zentrale Rolle auf der Hybrid spielen.

Kontakt Reed Exhibitions Deutschland GmbH Völklinger Strasse 4 D-40219 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 90 191-221 www.composites-europe.com www.hybrid-expo.de

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KUNSTSTOFF XTRA

Umfassende Informationsplattform

Neue Akzente für Recycling Technik Die kommende easyFairs-Fachmesse Schüttgut Schweiz 2013, die am 13. und 14. November in der Messe Basel stattfindet, wird ergänzt um den Schwerpunkt «Recycling Technik».

gien. Durch die parallel stattfindende Schüttgut Basel 2013 profitieren die Besucher von zusätzlichen Synergien. Auf der Schüttgut Basel 2013 präsentieren die Aussteller unter anderem auch Schüttguttechnologie-Lösungen für Anwender aus dem Bereich Recycling und Entsorgung. «Mit der Fachmesse Recycling-Technik, die wir als integrative Ergänzung zur Schüttgut in Basel sehen, wollten wir dem Thema Recycling bewusst ein klares, scharfes technisches Profil geben», erläutert Siegbert Hieber, Geschäftsführer easyFairs Deutschland, Österreich und Schweiz. Die Resonanz des Marktes auf die Erstveranstaltung ist gut, so sind bereits rund 30 Anbieter von Recyclingtechnik-Lösungen zur Messe angemeldet (Stand 15. 07. 2013).

Neues Messekonzept für Recycling Kreislauf wird geprüft

Die Besucher profitieren vom Synergieeffekt

Der sparsame Umgang mit Energie und Rohstoffen gehört zu den zentralen Herausforderungen einer zukunftsorientierten Wirtschaft – bis hin zum Nachweis, wie zum Beispiel verwendete Stoffe schadlos in den Energie- und Materialkreislauf zurückgeführt werden können. Das ist für den Veranstalter Anlass, über die Fachmesse Recycling-Technik hinaus ein weiteres Messe Konzept für den Bereich Recycling Kreislauf zu prüfen.

Besucher finden auf der Recycling-Technik Basel 2013 die aktuellsten Informationen zu Produkten und Technologien für die Sammlung, Sortierung, Aufbereitung, Verwertung und Beseitigung verwertbarer Materialien. Querschnitts-, Mess-, Steuer-, Regel- und Kontrolltechniken sowie Lösungen zu Arbeitsschutz und Waste-to-Energy sind ebenso Thema der Messe wie Handel mit Sekundärstoffen und weitere Dienstleistungen im Bereich Recycling-Technolo-

Kontakt easyFairs Switzerland GmbH Sarah Tschopp St. Jakobs-Strasse 170a CH-4132 Muttenz Telefon +41 (0)61 228 10 07 sarah.tschopp@easyfairs.com www.easyFairs.com/schweiz

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KUNSTSTOFF XTRA

MESSEN

Die K in Düsseldorf

Vom Wunder zum Weltmarkt «Kunststoffe sind Ersatzstoffe, haben keinen besonderen Wert und werden dort eingesetzt, wo traditionelle Werkstoffe gespart werden können.» Dieses Image des Kunststoffes kennzeichnete die verbreitete Meinung weiter Bevölkerungskreise zu Beginn der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.

schon damals die Produkte aus den «Hexenküchen der Chemie» und deren vielseitige und praktische Anwendungsbeispiele.

Von der Publikumsmesse zur Weltmesse Nummer 1

Die deutsche Kunststoffindustrie steckte im Wiederaufbau, das Zeitalter der Produktion von Massenkunststoffen wurde gerade eingeläutet. «Image zu bilden» im positiven Sinne war das Ziel, das sich die junge Industrie und ihre Branchenzweige auf die Fahnen geschrieben hatten. Im Jahre 1952 beschlossen deshalb Unternehmen und Verbände, gemeinsam mit der damaligen Nordwestdeutschen Ausstellungsgesellschaft – NOWEA, der heutigen Messe Düsseldorf GmbH – eine Veranstaltung ins Leben zu rufen, die die Leistungsfähigkeit und die Vielseitigkeit von polymeren Werkstoffen unter Beweis stellen sollte. Dies war die Geburtsstunde der K-Düsseldorf, die inzwischen auf 60 Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. Mit dem Siegeszug der Kunststoffe und deren Eroberung nahezu aller Teile modernen Lebens und innovativer Technologien entwickelte sich auch die K vom «Wunder der Kunststoffe» – so der Titel der K’52 – zur Nummer 1 ihrer Branche und zum Weltmarkt für Kunststoff und Kautschuk. Vom 11. bis 19. Oktober 1952 beteiligten sich 270 ausstellende Unternehmen, alle aus der jungen Bundesrepublik Deutschland, an der Premierenveranstaltung. Sie belegten rund 14 000 Quadratmeter Netto-Ausstellungsfläche, und 165 000 Besucher bestaunten 40

Heute blickt die Kunststoff- und Kautschukwelt gespannt auf die K 2013, die vom 16. bis 23. Oktober 2013 in Düsseldorf stattfinden wird. Die Messe Düsseldorf erwartet mehr als 3000 Aussteller aus über 50 Ländern, die Rohstoffe und Hilfsstoffe; Halbzeuge, Technische Teile und verstärkte Kunststoff-Erzeugnisse sowie Maschinen und Ausrüstungen für die Kunststoff- und Kautschuk-Industrie ausstellen werden. Von 1952 bis 1959 war die K-Düsseldorf eine reine Leistungsschau der deutschen Industrie. Jeder interessierte Besucher, ob Laie oder Fachkraft, konnte sich ein Bild machen von der Vielseitigkeit und dem Innovationspotenzial der polymeren Werkstoffe. Anziehungspunkt für das in grossen Massen strömende Publikum waren damals die bunten Konsumwaren der Kunststoffverarbeiter. Dinge, die das alltägliche Leben schöner und bequemer machen sollten, standen im Mittelpunkt des Interesses. Heute belächeln wir die Werbung von damals, die sich auch an die «moderne Hausfrau» wandte und ihr die Errungenschaften der Nachkriegszeit wie «abwaschbare Kulturtaschen» und hauchzarte Nylonstrümpfe nahe brachte. Je mehr sich die Kunststoffindustrie spezialisierte, neben den Standardpolymeren die Hightechkunststoffe für Speziallösungen in der Elektronik, der Medizin, im Automobilbau oder in der Luft- und Raumfahrt Aufmerksamkeit erregten, desto stärker reduzierte sich der Anteil der «Seh-Leute» an der K-Düsseldorf. 1963 erfolgte dann der Schnitt: Die K wurde eine reine Fachmesse internationaler

Prägung für Experten aus der Kunststoffund Kautschukindustrie sowie den Verwenderbranchen. Heute ist die K-Düsseldorf die unbestrittene Leitmesse ihrer Branche, als Marktführerin hebt sie sich deutlich vom Wettbewerb ab. Sie hat sich etabliert als die international bedeutendste Innovationsplattform und Kontaktbörse nicht nur für die gesamte Kunststoff- und KautschukIndustrie, sondern auch für die Interessenten aus den wichtigsten Anwendersparten. Alle drei Jahre haben Experten aus dem Fahrzeugbau, der Verpackung, Elektrotechnik, Elektronik und Kommunikation, dem Bauwesen, der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt hier die einmalige Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Einsatzmöglichkeiten von Kunststoff und Kautschuk zu informieren und zukünftige Trends zu erkennen. Und international wie die Branche selbst sind auch die Besucher. Die K 2010 besuchten 222 000 Fachleute aus mehr als 100 Nationen, mehr als die Hälfte stammte nicht aus Deutschland. Auch wenn die K-Düsseldorf mit ihrem Drei-Jahres-Turnus nicht die einzige Plattform ist, auf der neue Technologien präsentiert werden, so wartet sie doch weltweit mit der grössten Fülle an Innovationen auf. Von keiner anderen Messe geht eine solche Vielzahl von Impulsen aus. In den 60 Jahren ihres Bestehens hat die K nichts von ihrer Funktion und nichts von ihrer Faszination eingebüsst. Kontakt Messe Düsseldorf GmbH Vertretung für die Schweiz: Intermess Dörgeloh AG Obere Zäune 16, CH-8001 Zürich Telefon +41 (0)43 244 89 10 intermess@doergeloh.ch www.k-online.de

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Genius Tools Model Processor 2.0 Das Systemhaus Inneo Solutions stellt die neue Version 2.0 von Genius Tools Model Processor vor. Die webbasierende Anwendung bietet durchgängige Unterstützung bei der Migration und Bereinigung der über die Jahre erzeugten CAD-Bestandsdaten. Damit stellt man sicher, dass nicht nur die aktuell verwendeten CAD-Objekte dem Firmenstandard entsprechen, sondern die gesamte Datenbasis auf dem aktuellen Stand ist. Bei der Wiederverwendung von Teilen, Zeichnungen und Baugruppen ist damit sichergestellt, dass alle Aktionen und nachfolgenden Prozesse reibungsfrei durchgeführt werden. Ob über die Jahre sich schlei-chend ergebende Veränderungen an den Firmenstandards oder bei Firmenübernahmen – eine Bereinigung und Harmonisierung aller CAD-Objekte ist erst mit einem Werkzeug wie Model Processor möglich. Voll integriert in die PTC Creo Parametric Konstruktionssoftware, ermöglicht Genius Tools Model Processor das Generieren von Reports,

das Durchführen von Analysen und automatisches Aufarbeiten von Daten im Dateisystem oder mit PDMAnbindung. Zum Aktualisieren von Konstruktionsdaten können zahlreiche Faktoren bearbeitet werden. Diese umfassen u.a. KE-Struktur, Modellbaum, Beziehungen, verwendete Startobjekte, Parameter und Materialdefinitionen. Mehr als 70 Aktionen sind verfügbar, mit denen sich die unterschiedlichsten Eigenschaften einer Konstruktion editieren lassen. Unter http:// mp.inneo.com stellt Inneo auch einen kostenlosen Gastzugang bereit. Zur Nutzung ist lediglich eine einmalige Registrierung erforderlich.

Inneo Solutions GmbH Niederlassung Brüttisellen Ruchstuckstrasse 21 CH-8306 Brüttisellen Telefon +41 (0)44 805 10 10 inneo-ch@inneo.de www.inneo.de

Mit wenigen Klicks zum passenden Antrieb Die optimale Kundenunterstützung steht bei der neuen Website des Antriebsspezialisten Nanotec Electronic im Vordergrund. Kernstück ist der neue Online-Konfigurator. Konkret heisst das, der Kunde kann sich mit wenigen Klicks seine passgenaue Motorlösung kombinieren, auch mit Bremse, Encoder und Getriebe. So ist sichergestellt, dass die bestellten Komponenten zusammenpassen und die optimale Antriebslösung gefunden wird. Alle wichtigen Informationen sind direkt beim Produkt: Datenblätter, Kennlinien, Preise und mögliche Produktkombination. Die Benutzer sehen ausserdem sofort, wann der Wunschmotor in der erforderlichen Stückzahl lieferbar ist. Ein Mausklick öffnet den Online-Konfigurator und führt einfach durch den Bestellprozess – oder das Produkt wird direkt in den Warenkorb gelegt. «Der Kunde soll alle Informationen, die er benötigt, mit wenigen Klicks finden», so lautete die Prämisse für

das Entwicklungsprojekt «Neue Website». Ob CAD-Daten, Datenblätter, Handbücher oder SoftwareDownloads, sämtliche Informationen sind online verfügbar – sowohl direkt beim Produkt als auch im Support- und Download-Bereich. Ausführliche Tutorials und ein umfassender FAQ-Bereich unterstützen die Inbetriebnahme. Nanotec Electronic GmbH & Co. KG Kapellenstrasse 6 D-85622 Feldkirchen b. München Telefon +49 (0)89 900686-0 info@nanotec.de www.nanotec.de

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Spezialist für die spanende Kunststoffbearbeitung chen spanenden Verfahren kommen bei der handwerklichen Herstellung von Einzelteilen oder kleineren bis mittleren Serien zum Einsatz. Hier punkten die Maschinen mit ihrer einfachen und schnellen Bedienung, der hohen Prozesssicherheit und der sprichwörtlich erstklassigen Bearbeitungsqualität. Seit Jahrzehnten steht Martin für hohe Kompetenz im Bereich der spanenden Bearbeitung von Kunststoffen. Eine über 90-jährige Maschinenbauerfahrung hat Martin zu einem der weltweit führenden Hersteller von Formatkreissägen (Bild), Hobelmaschinen und Tischfräsen für den professionellen Einsatz auch im Bereich der spanenden Kunststoffbearbeitung gemacht. Konkret geht es dabei immer um die spanende Umformung bzw. Veredelung von Halbzeugen wie Platten, Blöcken, Stangen, Rohren und anderen Lieferformen von Thermo- und Duroplasten. Die mit den Maschinen des deutschen Traditionsherstellers mögli-

Darüber hinaus werden Martin Maschinen auch immer dann gewinnbringend eingesetzt, wenn Kunststoffe bearbeitet werden sollen, die nicht oder nur mit grösserem Aufwand durch Verfahren wie Spritzgiessen, Extrudieren, Schäumen oder Blasformen zum gewünschten Ergebnis gebracht werden können. Martin bietet Lösungen für die spanenden Bearbeitungsverfahren Sägen, Fräsen, Profilieren und Hobeln. Eigenmann AG Werkzeuge & Maschinen Feldeck 11 CH-9615 Dietfurt Telefon +41 (0)71 982 88 88 info@eigenmannag.ch www.eigenmannag.ch

Wendeplattentechnik auf der GX-Baureihe Mit der GX SpinForm in Wendeplattenausführung bietet KraussMaffei die GX-Baureihe nun auch für die Mehrkomponententechnik an und erweitert damit den Einsatzbereich deutlich. Auf der K 2013 in Düsseldorf produziert eine GX 550 SpinForm Teile mit hochwertiger Lackoberfläche in Mehrkomponententechnik der nächsten Generation aus Thermoplast und PUR. SpinForm Wendeplattenmaschinen eignen sich ideal zur Herstellung von Mehrkomponenten-Bauteilen und erleben eine grosse Nachfrage aus dem Markt. Die Vorzüge der GX sind kurze Zykluszeiten bei geringstem Energieverbrauch, auch durch Einsatz elektrischer Schiebeund Drehantriebe. Zusammen mit dem BluePower-Servopumpenantrieb setzt die GX neue Massstäbe bei energiesparenden Mehrkomponentenmaschinen. SpinForm Maschinen überzeugen vor allem bei mittleren und grossen Schliesskräften und als Kernkomponente automatisierter Produktionszellen zur Herstellung komplexer Mehrkomponentenbauteile. Die Verarbeiter profitieren von höherer Bauteilqualität und einfacherer Logistik.

Die Bauteilentnahme und nachfolgende Prozessschritte übernimmt ein Industrieroboter vom Typ IR 60 R2030 F/K. Der Roboter und alle weiteren Automationskomponenten einschliesslich der Schutzeinhausung sind auf einer transportablen Roboterplattform installiert, die direkt bei KraussMaffei installiert, justiert und in Betrieb genommen wird. Als produktionsbereite Zelle wird sie dann zum Kunden direkt an die Maschine geliefert. Dort wird sie nur noch an die Maschine angedockt und ist sofort einsatzbereit. Krauss-Maffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 799 71 80 info-ch@kraussmaffei.com www.kraussmaffei.com K2013: Halle 15, Stand B27 / C24 / C27 / D24

Modularität in Bestform

Im Produktbereich «Nadelverschlusslösungen» der Hot Runner Division von Hasco wurde das Universal Einzelnadelventil der Baureihe Z107105/… um eine zweite Grösse ergänzt. Die neue Nadelantriebseinheit kann mit vielen Düsen der Baureihen Techni Shot und Value Shot eingesetzt werden. Durch die verdrehgesicherte, arretierte Nadel sind auch komplexe Anspritzgeometrien realisierbar. Das Grundkonzept der Nadelver-

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schlusseinheit ist nach wie vor Universalität und Modularität. Ein entscheidender Vorteil des Antriebs ist, dass die Einheit sowohl als Einzeldüse, zentral in der Formmitte, als auch als Antriebseinheit zwischen Heisskanalverteiler und Düse eingesetzt werden kann. Damit lassen sich die in Vorserienoder Prototypenwerkzeugen mit einem bestimmten Düsentyp gewonnenen Erkenntnisse ohne Probleme in ein höher fachiges Serienwerkzeug übertragen. Sogar der Einsatz der verwendeten Komponenten aus dem Vorserienwerkzeug ist möglich. Dadurch reduzieren sich die Kosten für das Serienheisskanalsystem erheblich. Beim Einsatz des Z107105/... zwischen Heisskanalverteiler und Düsenkopf kommen weitere Vorteile zum Tragen. Die axiale Wärmeausdehnung des Verteilerbalkens hat keinerlei Einfluss auf die Nadelposition oder Nadelführung. Durchbiegung der Nadel wird somit

vermieden. Die geringe Bauhöhe ermöglicht Anwendungen als Backto-Back Lösung in Etagen und Tandem-Werkzeugen. Das optimale L/D-Verhältnis durch die geringe Nadellänge erhöht die Lebensdauer von Nadel und Anschnitt. Bei der Einheit Z107105/... wird der Antrieb über kompakte Hydraulikzylinder, die über eine Traverse durch die Einheit gekoppelt sind, realisiert. Die Hublänge lässt sich in einem Bereich von 2 mm bis hin zu 17 mm variieren. Damit lassen sich die Einheiten ideal auf die jeweilige Anwendung und den eingesetzten Düsentyp abstimmen. Auch rheologisch hat das Universal Einzelnadelventil Z107105/...Einiges zu bieten. Es findet keine Schmelzeteilung statt, so dass Bindenähte, die besonders an flächigen Sichtteilen störend wirken, in Kombination mit dem geeigneten Düsentyp vollständig vermieden werden können. Durch eine angepasste Auslegung der Massekanäle

sind die Druckverluste im System gering. Die verbesserte Umlenkung der Kunststoffschmelze vermeidet tote Ecken und scharfe Kanten. Somit werden Farbwechselverhalten wesentlich verbessert und Materialschädigungen vermieden. Materialien mit Füllstoffen bis zu einem Schussgewicht von bis zu 1,7 kg können materialschonend verarbeitet werden. Auf ein homogenes und symmetrisches Temperaturprofil wurde bei der Auslegung der Einheit besonderen Wert gelegt. Ebenso wurde die Wartungsfreundlichkeit bei der Weiterentwicklung des Antriebs berücksichtigt. Heizung, Thermofühler und Nadelführungselement lassen sich mit geringstem Aufwand austauschen. Hasco Suisse AG Hühnerhubelstrasse 64 CH-3123 Belp Telefon +41 (0)31 924 39 00 info.ch@hasco-suisse.ch www.hasco-suisse.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Elastomer-Einzugswalze Automatik Plastic Machinery hat eine neue Elastomer-Einzugswalze entwickelt, die besonders auf die hohen Ansprüchen in Bezug auf Abrieb und thermische Belastung ausgelegt wurde. Diese neue Walze, Bezeichnung EL 24, ist mit einer thermischen Belastbarkeit bis zu 170 °C ausser-

ordentlich temperaturbeständig und übertrifft damit bislang eingesetzte, herkömmliche Walzen deutlich. Darüber hinaus ist die EL 24 mit einer verbesserten Reibfestigkeit und Druckverformung als herkömmliche Elastomer-Einzugswalzen ausgestattet. Weitere Merkmale der Walze sind ihre weisse Farbe und dass sie kein Silikon enthält. Einzugswalzen werden aufgrund verschieden zu verarbeitender Materialien im Compounding- und Masterbatchbereich sehr unterschiedlicher Belastung ausgesetzt. Die zu verarbeitenden Produkte sind weich, spröde, abrasive und/ oder sehr heiss. Die Einzugswalze muss daher auf das zu verarbeitende Material genau angepasst sein.

Insbesondere im Bereich der abrasiven, mit Verstärkungsstoffen wie Glasfaser oder HochtemperaturZusatzstoffen versehenen Materialien, sind die Anforderungen an elastomere Walzen sehr hoch. Eine möglichst lange Standzeit ist wichtig, damit die Anlagenverfügbarkeit hoch und die anfallenden Produktionskosten möglichst gering bleiben. Die neue Einzugswalze EL 24 ist speziell für diese hohen Belastungen entwickelt worden. Zusätzlich zu den äusseren Einflüssen ist die Einzugswalze einer ständigen Deformation durch die Rollbewegung sowie einer Stauchung durch die einlaufenden Stränge ausgesetzt. Die Faktoren Härte, Abrieb, Elastizität oder Druckverfor-

mung sind entscheidend dafür ob ein Belag federt, dämpft, einläuft oder sich schnell setzt. Aufgrund der immer spezieller werdenden Materialien wächst auch der Bedarf an materialangepasste Einzugswalzen. Langzeittests bei verschiedenen Kunden der Firma Automatik, mit sehr hohen Ansprüchen und sehr hohen Belastungen für die Einzugswalzen, haben beim Einsatz der EL 24 eine vier- bis fünffach höhere Standzeit ergeben.

Messgeräte sowie ein Höchstmass an Flexibilität beim Anschluss an heutige Computerschnittstellen kennzeichnen die IMBus Serie.

• Anschlüsse für alle parallelen Schnittstellen (BCD, Binär, …) • Galvanisch getrennte Stellausgänge und Eingänge (SPS-kompatibel) • Flexibler PC- und SPS-Anschluss über USB, RS232, Ethernet, Wireless LAN, Profibus Lösungsansätze zu den jeweiligen Kundenanwendungen zeigt Brütsch/ Rüegger Tools gerne in ihrem Democenter in Urdorf. Kontakte der Fachspezialisten: rolf.oeschger@brw.ch / victor.augustin@brw.ch

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IMBus – ein universeller Messbus Der IBR-Messbus (IMBus) ist eine neue Serie von Mess- und Interfacemodulen mit grosser Flexibilität und für hohe Ansprüche im industriellen Einsatz. Das speziell entwickelte Modulgehäuse ist äussert robust und kann ohne Werkzeuge einfach montiert werden. Die Module können als Tischgeräte ausgestellt oder auf Montageschienen aufgesteckt werden. Die Elektronik erfüllt alle Praxis-Anforderungen bezüglich der Flexibilität, Geschwindigkeit und Auflösung bei höchster Messgenauigkeit. Die Adressvergabe am IMBus erfolgt automatisch (Plug & Play). Der modulare Aufbau von 1 bis 512 Anschlüsse und die Möglichkeit, die Module über Kabel mit bis zu 1200 m Länge zu verbinden, erlauben

den universellen Einsatz des IMBus. Eine vollständige Palette an Software für einfache Anwendungen bis hin zu komplexen Messaufgaben mit Programmabläufen und Steuerungsaufgaben vervollständigen die neue IMBus Serie zu einem universellen Werkzeug für die Messdatenerfassung, Auswertung und Anzeige. Der IMBus ist ein Technologieschritt in der Mess- und Interfacetechnik. Leistungsfähige Anschlussmodule für alle Sensoren und

Merkmale: • Anschlüsse für alle Induktivmesstastertypen, Digitaltechnologie mit Linearisierungsmöglichkeit für Induktivtaster • Anschlüsse für alle Inkrementalmesstastertypen, Linearschienen und Drehimpulsgeber • Anschlüsse für alle pneumatischen Messköpfe • Anschlüsse für alle analogen Signale (Strom, Spannung, …) • Anschlüsse für alle seriellen Schnittstellen (universell programmierbares Übertragungsund Datenformat)

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PET-Line in neuen Grössen

Netstal stärkt seine weltweit führende Marktstellung durch Ausbau seines PET-Portfolios. Auf der drinktec im September in München

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zeigt Netstal auf der neuen PETLine 2400 die Herstellung eines 0,5 l Lightweight-Preforms. Als Partner für das Werkzeug wirkt die Firma Otto Hofstetter aus der Schweiz mit. Das Formteil wird mit einer Gesamtzykluszeit von rund 5,4 Sekunden mit einem 72-fach Werkzeug hergestellt. Mit der neuen PET-Line 2400 sowie der neuen PET-Line 4000 (Bild) antwortet Netstal auf die weltweiten Trends zur stetigen Verbesserung der Produktions- und Energieffizienz. Stark im Fokus ste-

hen dabei aber auch Material- und damit Kosteneinsparungen. Hydromechanisch angetriebene Achsen mit modernster Ventil- und Regelungstechnik sowie eine weitere Steigerung der Durchsatzleistung des Spritzaggregates machten es möglich, dass Netstal die Zykluszeiten erneut verringern und die Ausstossleistung damit massiv erhöhen konnte. Dank des Einsatzes der innovativen Antriebstechnologie «Eco Powerunit» und der Möglichkeit zur Rekuperation im Zwischenkreis kann gleichzeitig eine

Energieersparnis von bis zu 10 Prozent bewirkt werden. Zudem wurde das Entnahmegerät der Schliesskraftgrössen 2400 kN und 4000 kN der PET-Line Baureihe überarbeitet und weiter optimiert. Dies bietet neu auch kompatible Wechselsätze zur PET-Line 3500. Netstal-Maschinen AG Tschachenstrasse CH-8752 Näfels Telefon +41 (0)55 618 61 11 marketing@netstal.com www.netstal.com

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Schadensanalyse mittels DSC

Bauteile aus Polymermaterialien sind weit verbreitet in allen Bereichen, wo es darum geht, Gewicht zu reduzieren und günstiger zu produzieren. Spritzgussbauteile aus thermoplastischen Kunststoffen

sind seit Jahrzehnten im Automobilbereich im Einsatz; doch nach wie vor steigen die Anforderungen zur Gewichtsreduzierung moderner Fahrzeuge. Speziell im Zuge der Entwicklung von Elektrofahrzeugen, welche einen Beitrag zur Minderung der CO2 Emissionen liefern, werden immer mehr Fahrzeugkomponenten aus leichten Materialien Anwendung finden. Bei dem vermehrten Einsatz von Kunststoffen muss jedoch auf eine gleichbleibende Qualität und Stabilität der Bauteile geachtet werden. Dabei spielt die Materialanalyse eine wesentliche Rolle. Die mechanischen Eigenschaften von Bauteilen werden von vielen Pro-

zessschritten massgeblich beeinflusst. So kann zum Beispiel durch eine nachträgliche Lackierung das Gefüge des Kunststoffteiles verändert werden, was im schlechtesten Fall zu einem Versagen des Teiles unter Last führt. Daher ist es schon am Anfang der Herstellungskette wichtig, für eine konstante Qualität der Ausgangsmaterialien zu sorgen. Dabei erweist sich die thermische Analyse, wie zum Beispiel die Dynamische Differenzkalorimetrie (DDK, engl.DSC Differential Scanning Calorimetry), als eine geeignete Methode. Eine entsprechende «Application Note» informiert im Detail über einen konkreten Fall. Dieser zeigt ein

Gehäusebauteil, hergestellt aus glasfaserverstärktem Polyamid 6, beim Verbau mit Clipverbindungen Versprödung am Cliphaken. Bei der Montage des Teiles kam es zum Bruch des Clips. Für solche Versagensfälle ist es entscheidend, dass alle Eventualitäten und Einflussfaktoren der Herstellungskette ausgeschlossen werden können. http://www.netzsch-thermal-analysis.com Tracomme AG Dorfstrasse 8 CH-8906 Bonstetten Telefon +41 (0)44 709 07 07 tracomme@tracomme.ch www.tracomme.ch

Herbold Meckesheim präsentiert volles Programm

Für professionelle Recyclingbetriebe und für das Recycling von verschmutzten, vermischten Kunststoffabfällen ist Herbold Meckesheim GmbH eine wichtige Adresse. Die gesamte Palette vom Shredder

über Mühlen, Wasch-Trennanlagen und Agglomeratoren gehören zum Programm des Maschinen- und Anlagenbauers aus Meckesheim bei Heidelberg. Auf der K2013 werden eine ganze Reihe von Neuheiten gezeigt, die dem Trend: immer grösser, immer mehr Durchsatz bei geringerem Energieeinsatz, immer bessere Qualität Rechnung tragen. Ein neuer mechanischer Trockner (Type HVT) mit vertikaler Rotoranordnung ist besonders platzsparend, und wartungsfreundlich. Der Energieverbrauch ist bei bestimmten Materialen, z.B. PET Flakes, erheblich geringer als bei früheren Modellen.

Bei den Friktionswäschern wird ein neues Modell vorgestellt, die Type FA 60/300, das den Leistungsbereich von 2 bis 3 t/h bei Folien und 4 bis 6 t/h bei Hartkunststoffen abdeckt (Bild). Für die Zerkleinerung sind beispielhaft zwei Maschinen zu sehen: Eine Mühle mit Schneckenzuführung, die SML 45/60 SB, welche die erfolgreiche Programmpalette der energiesparenden Mühlen mit Zwangsbeschickung nach unten abrundet. Und eine Maschine der schweren Baureihe für extreme Anforderungen, z.B. die Vermahlung von dicken Platten oder Rohren. Ein Plastkompaktor der Baugrösse

HV 50 zur kontinuierlichen Agglomerierung von Folien, Fasern, Schaumstoffen und Stäuben dient der Herstellung von rieselfähigem Rohstoff mit hohem Schüttgewicht. Auch Feinmühlen gehören zur Palette: eine Maschine der mittleren Leistungsklasse, die PU 650 mit vertikaler Welle ist ein weiteres Exponat.

keine vergleichbar intelligente Medienrückführung. Vergleichsmessungen im Spritzgiessbetrieb haben die höhere Energieeffizienz des ATT-Systems mehrfach belegt, was sich jetzt auch im «EcoPlus»Label ausdrückt. Das passive Wechseltemperiersystem EcoTemp unterbricht in zyklischen Prozessen wie dem Spritzgiessen die Werkzeugkühlung in der Einspritzphase, so dass sich die Werkzeugwand erwärmen kann. Es stellen sich zwei Vorteile gegenüber der konventionellen Temperierung mit konstanter Vorlauftemperatur ein: Erstens kann EcoTemp die Zykluszeit verkürzen – oft im zweistelligen Prozentbereich. Zwei-

tens lässt sich mit EcoTemp die Vorlauftemperatur zyklischer Prozesse absenken. Beides wurde in der Spritzgiessfertigung eines namhaften Elektrozulieferers bewiesen und dokumentiert. Die Energieeinsparung gegenüber der konventionellen Temperierung betrug hier 38 Prozent. Daher sind alle EcoTemp-Systeme mit dem «EcoPlus»Label ausgezeichnet.

Herbold Meckesheim GmbH In der Schweiz: Colorplastic AG Zelgweg 5 C, CH-2540 Grenchen Telefon +41 (0)21 803 75 76 info@colorplastic.ch www.colorplastic.ch K2013: Halle 9, Stand B42

EcoPlus bezeugt Energieeffizienz Quer durch das Produktprogramm der Single Temperiertechnik GmbH markiert das Label «EcoPlus» jetzt eine besonders hohe Effizienz und einen besonders niedrigen Energieverbrauch. Erreicht wird dies durch spezifische hydraulisch, elektrisch oder thermisch wirksame Sonderausstattungen für Temperiersysteme und Kühlanlagen. Temperiersysteme der Baureihen N1, NS und S verdienen das EcoPlus-Label durch die zusätzliche Ausstattung mit Kreiselpumpen von Grundfos statt gängiger Peri-

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pheralradpumpen. Diese Pumpen besitzen einen um den Faktor 3 höheren Wirkungsgrad. Als kompakte Aggregate nehmen sie in den Standardsystemen bei vergleichbarer Förderleistung wesentlich weniger elektrische Leistung auf. Bei der «Alternating Temperature Technology» ATT wird durch Rückführung der Temperiermedien bei Zyklenumschaltung der maximal mögliche Energieinhalt des Mediums zurückgewonnen. Im Vergleich zum ATT besitzen andere fluidische Wechseltemperiersysteme entweder keine Behälter oder

Single Temperiertechnik GmbH Ostring 17-19 D-73269 Hochdorf Telefon +49 (0)7153 3009-0 info@single-temp.de www.single-temp.de

7–8/2013


KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Neue FormgrĂśssen bei Meusburger

Meusburger-Kunden profitieren kßnftig von einer noch grÜsseren Auswahl bei den FormgrÜssen. Mit insgesamt 15 neuen GrÜssen bis 996 1196 erweitert das Unternehmen sein Produktprogramm auf eine Auswahl von 113 FormgrÜssen. Die Erweiterung betrifft sowohl die verbohrten F-Platten als auch die unverbohrten P-Platten. Zum neuen Fßhrungsdurchmesser von 66 mm sind selbstverständlich auch die passenden E-Einbauteile erhältlich.

Des Weiteren profitieren Kunden im Bereich Stanzwerkzeugbau ab sofort von noch kßrzeren Lieferzeiten. Durch Kapazitätserweiterungen in der Produktion konnte die Fertigungszeit bei den SV-Standardgestellen sowie den SP-Präzisionsgestellen von vier auf nunmehr drei Arbeitstage reduziert werden. Die daraus resultierende Verkßrzung der Lieferzeit fßhrt zu einer spßrbaren Reduzierung der Projektdurchlaufzeiten im Stanzwerkzeugbau.

Meusburger Georg GmbH & Co. KG Formaufbauten Kesselstrasse 42 A-6960 Wolfurt Telefon +43 (0)5574 6706-471 office@meusburger.com www.meusburger.com

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Schleifservice fßr Schneidrotoren Die Geometrie und die Verschleissfestigkeit des Schneidrotors sind fßr die Qualität eines Endprodukts entscheidend. anhold industry richtet sich beim Schleifservice individuell nach den Bedßrfnissen und dem zu verarbeitenden Polymer. Die Schleifarbeiten werden von qualifiziertem Personal auf modernsten CNC-Maschinen nach Herstellerangaben ausgefßhrt – komplettes Zahnprofil. • HÜhere Standzeiten und dadurch eine längere Gesamtlebensdauer • Minimale Durchmesserreduzierung • Individuelles Zahnprofil – Schliffbild gemäss Herstellervorgaben • Fachmännische Reparatur der Schneidrotoren • Gßnstiges Preis-/Leistungsverhältnis • Qualitätszertifikat ßber den aktuellen Zustand des Schneidrotors. Ein perfekter Schnitt und geringe Stillstandszeiten sind entscheidend fßr einen stÜrungsfreien und effektiven Produktionsablauf.

Das Produktportfolio von anhold industry umfasst alle Bereiche, die fĂźr die Kunstoffgranulatherstellung massgeblich sind. anhold industry GmbH Widdersdorfer Strasse 325 D-50933 KĂśln Telefon +49 (0)221 690 355-72 info@anhold.net www.anhold.net

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Präzise zum Erfolg

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7–8/2013

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Kunststoffxtra Ausgabe 7_ 8_2013  

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