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Kühltechnik

·

November 2012

News Service

Messen

Wassertechnik

· Temperiertechnik

Werkzeugtechnik

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Fachberichte

11 / 2012

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Gefühlte Tatsachen Wie immer vor einem wichtigen Ereignis in der Branche war man im Vorfeld der Fakuma gespannt, wie erfolgreich diese, besonders für die

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D-A-CH-Region wichtigste Kunststoffmesse verlaufen wird. Inwiefern würde sich die Unsicherheit im EU-Raum , wie die Rezession in den südlichen EU-Staaten auf die Messe auswirken. Viele Aussteller haben vor diesem Hintergrund und nach der letztjährigen, jubiläumswürdigen Fakuma ihre Erwartungen heruntergeschraubt. Nun ist die 22. Fakuma Geschichte, Zeit also, eine vorläufige Bilanz zu ziehen. Vorläufig deshalb, weil die Früchte der Arbeit, will heissen, konkrete Aufträge aus erfolgten Kontakten, aus aufgegleisten Projekten, erst später geerntet werden können.

schälte sich heraus, dass die Kontakte – wie man es nicht anders gewohnt ist von der Fakuma – sehr gut waren, viele interessante Anfragen herein gekommen sind und Offerten für Projekte gestellt werden können. Auf der anderen Seite hatten zahlreiche Aussteller das Gefühl, dass die Messe dieses Jahr etwas ruhiger war, insgesamt weniger Personen die Fakuma besuchten. Das Gefühl ist das eine, nackte Zahlen das andere. Hier meldet das Messeunternehmen P.E. Schall GmbH insgesamt rund 1700 Aussteller und 44 176 Fachbesucher – also nicht unwesentlich weniger als letztes Jahr, als 44 823 Interessierte nach Friedrichshafen pilgerten. Wie hat sich doch bereits Loriot über das Gefühl seiner Frau beklagt, die ihm die Frühstückseier nicht exakt viereinhalb Minuten, sondern nach Gefühl gekocht hat. Tatsache bleibt: Die zur Tradition gewordene gute Stimmung, das Brummen in den Hallen, der oft beschworene familiäre Charakter waren auch dieses Jahr wieder vorhanden und dies trotz der gefühlsmässig geringeren Anzahl Besucher.

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com

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Farbe für technische Kunststoffe Medizinaltechnik

Aus den zahlreich geführten Gesprächen mit den diversesten Ausstellern

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I n h a lt s v e r z e i c h n i s

04 Fokus Treffpunkt der Schweizer Zulieferindustrie Auf der Swisstech, Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie, die vom 20. bis 23. November in Basel stattfindet, ­w erden neue Technologien und Trends vertieft, verglichen und praxis­ nah demonstriert. Neben Rahmenveranstaltungen wie dem Baden-Württemberg Tag und der Austragung der Schweizer Meisterschaft der Polymechaniker präsentieren sich sieben internationale und vier nationale Gemeinschaftsstände auf der Messe.

KUNSTSTOFF XTRA

14 Werkzeug-/ Formenbau Barrieren unter Kontrolle Das neue IRIS-System für Co-Injektion-Anwendungen von Mold-Masters ermöglicht das Einspritzen einer Barriereschicht bereits während des typischen Herstellungsprozesses. Das System eröffnet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im Bereich Nahrungsmittel- und Getränkeverpackungen sowie in der Medizintechnik und wird die Verpackungsbranche nachhaltig verändern.

20 Fakuma rückblick 06 Verarbeitung «Geht nicht» gibt es nicht

Krasser könnte der Gegensatz nicht sein: Im August zog die Plastechnik AG über die Strasse in ihren grosszügig konzi­ pierten Neubau um. Was am alten Standort auf einem Bruchteil der heute zur Verfügung stehenden Fläche Platz haben musste, steht nun in lichten Hallen. Nicht protzig, sondern arbeitsplatzfreundlich und zweckmässig eingerichtet.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 2. Jahrgang Druckauflage 6000 Exemplare ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Trendbarometer der Spritzgiessbranche Viele Aussteller haben nach der letztjährigen jubiläums­ würdigen Fakuma ihre Erwartungen heruntergeschraubt und waren überrascht, einmal mehr die pulsierende Kunststoffverarbeitungsmesse vorzufinden, wie sie es seit Jahren ­g ewohnt sind. Gezeigt wurden nicht nur Produkte, sondern intelligente Lösungen zur Ressourcenschonung – sei es ­e nergie- oder materialmässig – und damit auch zur Steigerung der Produktivität.

Produktion Sprüngli Druck AG Dorfmattenstrasse 28 CH-5612 Villmergen Telefon +41 (0)56 619 53 53 Telefax +41 (0)56 619 53 00 info@spruenglidruck.ch www.spruenglidruck.ch Abonnemente Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto) Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2012 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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I n h a lt s v e r z e i c h n i s

35 Werkstoffe

46 News

Hochfeste FV-Bauteile im Trend

52 Messen Bis 2020 sinken die Kosten der Faserverbundbauteile voraussichtlich um 30 Prozent. Experten erwarten ein zusätzliches Leistungspotenzial durch Hybridbauteile. Die Herausforderung für den deutschen Maschinenbau liegt darin, durch Technologieentwicklung die Produktionskosten zu senken. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie von Roland Berger Strategy Consultants und dem VDMA Forum Composite Technology hervor.

Das WMTF hilft, die Branche zu vernetzen

Man war gespannt, ob das erste World Medtech Forum Lucerne (WMTF), das vom 25. bis 27. September in Luzern durchgeführ t wurde, den im Vor feld hoch geschür ten Erwartungen gerecht werden konnte. Als neue Plattform kann die Veranstaltung sicher einen Achtungser folg ausweisen. Verschiedene Messeaussteller äussern sich dazu, wie sie die Messe erlebt haben.

41 Trends 43 Firmenbericht 44 Wirtschaft

57 Veranstaltungen

Für die Zukunft gebaut

58 Produkte

Am 21. September 2012 hat die Gemü GmbH das neue Reinraumwerk in Emmen eröffnet. In einer Bauzeit von nur 18 Monaten entstand hier ein Gebäude, das jeweils über 3000 m2 hochmoderne Produktions- und Lagerflächen sowie einen Verwaltungsbereich umfasst. Damit ist die Firma vorbereitet auf den zu erwartenden Boom im Bereich der Single UseTechnologie, der Halbleiterindustrie und der Medizintechnik.

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rung aller Installations- und Wartungsarbeiten über die Komponentenproduktion bis hin zur Einstellung optimaler Leistungsparameter durch stets sauberes Wasser aus der vollautomatischen Wasseraufbereitungs-anlage. gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH gehört zu den führenden Herstellern von Temperiergeräten, Kältemaschinen und zentralen Kühlanlagen für die kunststoffverarbeitende Industrie und andere Industriebereiche in Deutschland Die Schweizer Vertretung Ingenieurbureau DR. BREHM AG verfügt über ein großes Ersatzteillager und gewährleistet stets einen prompten Service mit eigenem Servicepersonal.

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62 Lieferanten verzeichnis

Kontakt: gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH Vertreten durch: INGENIEURBUREAU DR. BREHM AG Lettenstrasse 2/4, 6343 Rotkreuz Tel. +41(0)790 41 64 Fax +41 (0)790 43 03 www.brehm.ch, info@brehm.ch

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Fokus

Swisstech 2012

Treffpunkt der Schweizer Zulieferindustrie Auf der Swisstech, Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie, die vom 20. bis 23. November in Basel statt­ findet, werden neue Technologien und Trends vertieft, verglichen und praxisnah demonstriert. Neben attraktiven Rahmenveranstaltungen wie dem Baden-Württemberg Tag und der Austragung der Schweizer Meisterschaft der Polymechaniker präsentieren sich sieben internationale und vier nationale Gemeinschaftsstände auf der Messe.

Marianne Flury Über 500 Aussteller zeigen in der Halle 2.1 und 2.2 auf rund 10 000 m2 Nettofläche ihre Neuheiten, Trends sowie Prototypen aus der Zulieferindustrie. Zum Angebot der Aussteller gehören neben Fertigungsleistungen von Metall- und Kunststoffteilen auch die Wärme- und Oberflächenbehandlung, Werkstoffe, Halbfabrikate und Bau­teile sowie Werkzeuge. Die Besucher sind Einkäufer, Konstrukteure, Produktions- oder Geschäftsleiter im Maschinen-, Anlagenund Apparatebau sowie in der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie. Ein wichtiges Thema auf der diesjährigen Swisstech ist die Gewinnung von Nachwuchskräften. Der Nachwuchstag für Fachhochschul- und Berufsklassen sowie Lehrlingsgruppen aus Industriebetrieben findet am ersten Messetag statt.

Kunststoff – das Material der Zukunft

Bild: Kunder t AG

Kunststoff wird immer mehr ein wichtiger Bestandteil in der Industrie. Am Gemein-

Durch die Kombination zweier unterschiedlichen Polyurethansysteme mit einem härteren Kern und eines elastischeren äusseren Mantels ergibt sich in der Anwendung ein ideales Dämpfungsverhalten.

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schaftsstand des iwk (Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung) repräsentieren Industriepartner die Fachbereiche Faserverbundtechnik/Composites, Spritzgusstechnik sowie Compoundierung und Extrusion. Auch das KATZ (Kunststoff Ausbildungs- und Technologie-Zentrum) und die Fachhochschule Nordwestschweiz bringen den Besuchern die Thematik Kunststoff näher. Als langjähriger Patronatsgeber für den Bereich Kunststoff engagiert sich ausserdem der Kunststoff Verband Schweiz (KVS). «Die Swisstech ist die Schweizer Plattform, um neue Kunden aus der Schweiz und dem umliegenden Ausland für unsere Kunststoffprodukte zu gewinnen», begründet Stefan Kundert, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, die Messeteilnahme. Nachdem die Kundert AG, Jona, an der letzten Swisstech 2010 das ETH-Projekt «Rezero», ein sich auf einer PUR-Kugel fortbewegender Roboter, vorstellen konnte, präsentiert die Firma den Besuchern dieses Jahr das unterschiedliche Dämpfungsverhalten von Polyurethansystemen anhand einer auf der Messe aufgebauten DemoAnlage. Beim Einsatz von elastischen Werkstoffen spielen Schwingung bzw. Dämpfung in den jeweiligen Anwendungen eine wichtige Rolle. Die Rückprallelastizität ist dabei ein Mass dafür, welcher Teil der aufgewendeten Energie beim Aufprall eines definierten Körpers auf den elastischen Werkstoff als kinetische Energie zurückgegeben wird. Aus anwendungstechnischer Sicht bedeutet eine hohe Rückprallelastizität grundsätzlich eine gute Eignung für schwingungstechnische Aufgaben, während ein niedriger Wert auf dämpfende Eigenschaften des Werkstoffes hinweist und somit für energieabsorbierende Einsätze geeignet ist.

Polyurethane können den Kautschuk (Gummi) bei reinen Schwingungsanwendungen nicht ersetzen. Grundsätzlich macht ein Einsatz eines Polyurethan-Systems vor allem dort Sinn, wo eine hohe Dämpfung bzw. niedrige Rückprallelastizität gefragt ist. In bestimmten Anwendungen jedoch werden Polyurethane auch als Schwingungssysteme eingesetzt, nämlich dort, wo neben einer bestimmten Schwingungseigenschaft auch andere, für Polyurethane typische Eigenschaften wie zum Beispiel eine hohe Abriebfestigkeit oder eine besondere chemische Beständigkeit erforderlich ist. So eignet sich in bestimmten Schwingungsanwendungen trotz der tieferen Rückprallelastizität ein Polyurethansystem besser als Kautschuk. Kundert bietet eine Vielzahl von Polyurethanwerkstoffen mit den verschiedenartigsten technischen Eigenschaften. Dabei ist es für Konstrukteure, die sich täglich mit den unterschiedlichsten Metall- und Kunststoffwerkstoffen auseinandersetzen müssen, nicht einfach, den Überblick über die Polyurethan-Werkstofffamilie von Kundert zu bewahren. Bei der Wahl des geeigneten Polyurethan-Werkstoffes, welcher den jeweiligen technischen Anforderungen der verschiedenen Anwendungen unter Berücksichtigung der kommerziellen Aspekte am ehesten zutrifft, werden die Kunden durch die Kundert-Werkstoff-Fachleute mit Rat und Tat unterstützt. Swisstech: Halle 2.2, Stand A35

Kundenpflege und -akquirierung Die Manuplast SA, ein KMU mit Sitz in Ballaigues, stellt ihr Know-how im Werkzeugbau und in der Kunststoffteilefertigung vor. Den Besuchern präsentiert werden 11/ 2012


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Fokus

Bild: Manuplast

hoch technische Kunststoffteile aus den Bereichen Medizintechnik, Uhrenindustrie und Messtechnik. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und 13485 zertifiziert. Die Ziele, die Manuplast mit der Präsenz auf der Swisstech verfolgt, teilt das Unternehmen mit den meisten Ausstellern: «Wir möchten unsere Kunden und Zulieferer treffen, den Kontakt pflegen und zudem neue Kunden gewinnen», sagt Male Wagnière stellvertretend. Swisstech: Halle 2.1, Stand A50

Auswahl aus der Produktepalette von Manuplast SA.

Die Kernkompetenz der PWF Kunststechnik AG in Niederlenz ist der Spritzguss und hier vor allem das Anbieten von Komplettlösungen, sprich Veredeln und Baugruppenmontage. Auf dem Stand ist ein Querschnitt der montierten Baugruppen aus den Bereichen Elektrik und Elektronik, Möbelindustrie, Befestigungstechnik und medizinische Anwendungen zu sehen. Zudem präsentiert das Unternehmen zum ersten Mal auch grössere Teile als dies Kunden bisher gewohnt waren. «Wir haben eine Firma übernommen und damit unser Produktesortiment erweitert», erklärt dazu Peter-Paul Winkler, Geschäftsführer und Inhaber von PWF. «Vor 2 Jahren stellten wir zum 1. Mal auf der Swisstech aus – das war ein Pilotversuch mit einem kleinen Stand. Nun gehen wir mit einem grösseren Stand (30 m2) und einer 'vergrösserten' Firma auf die Messe», freut sich Winkler. Swisstech: Halle 2.2, Stand B12 Ein absolutes Highlight auf dem Stand der Renold (Switzerland) GmbH, Dübendorf, ist das Renamid 1200.G. «Das Hochleistungsgusspolyamid PA 12G hat einzigartige Eigenschaften und ist das ‹Ende der Fahnenstange› im Polyamidbereich», schwärmt Christian Köpfli, Beratung und Verkauf. «Renamid 1200.G führen wir exklusiv in der Schweiz. Das Produkt ist von uns gelb eingefärbt, damit wir es in der Produktion nicht mit PA612 verwechseln.» Einsatz findet der Werkstoff vor allem in der Metall- und Elektroindustrie. «Wir stellen aus, um Präsenz zu markieren, aber auch, um den Puls des Markts zu spüren und die Nähe zu den Kunden und Partnern zu pflegen. Der persönliche Kontakt ist uns wichtig. Die Messe muss sein – das hat seit Jahren Tradition», betont Köpfli. Renold verarbeitet Thermoplaste, Duroplaste, Fluorkunststoffe, Elastomere, mittels spanabhebender Bearbeitung, Extrusion, Spritz11/ 2012

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Fokus

Ingo Rust, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes BadenWürttemberg und Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, vor Ort.

Bild: PWF

Schweizer Meister gesucht

Baugruppe für die Möbelindustrie von PWF.

giessen, Giessen, Kleben etc. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in der Be- und Verarbeitung von technischen Thermoplasten. Swisstech: Halle 2.2, Stand B28

Abwechslungsreiche Begleitveranstaltungen

Bild: Renold

Im Forum in der Halle 2.2 am Stand A60 finden jeden Tag Fachvorträge und Podiumsdiskussionen statt. Am 21. November 2012 werden beim Fachvortag «Qualitätssicherung an Polymerwerkstoffen» kritisch die Werkszeugnisse für Thermoplaste, thermoplastische Elastomere, Duropalste und Elastomere hinterfragt. Referent ist Christian Krebs. Am Podiumsgespräch am Nachmittag des 21. Novembers wird die Herausforderung in Einkauf und Beschaffung diskutiert. Die Veranstaltung, welche von procure.ch – Fachverband für Einkauf und Supply Management – durchgeführt wird, wird mit einem attraktiven Showact abgerundet. Swisstech-Habitués wissen es bereits: die

Teil aus Renamid 1200.G von Renold.

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Virtuelle Fabrik ist ein innovatives und kostengünstiges Entwicklungs- und Zuliefernetzwerk der Schweiz. Im Fachvortrag «Was vermögen Cluster und Netzwerke im Bereich Wirtschafts- und Innovationsförderung zu leisten?» wird am 22. November dieser Frage auf den Zahn gefühlt.

Baden-Württemberg Tag Deutschland führt seit Jahrzehnten die Schweizer Ein- und Ausfuhrstatistik an. Unter den deutschen Bundesländern ist Baden-Württemberg sowohl wichtigster Lieferant als auch bedeutendster Abnehmer. Durch den Baden-Württemberg Tag werden die guten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz ins Zentrum gerückt. Die Podiumsdiskussion am ersten Messetag (20. November, 11.00 Uhr im Forum in der Halle 2.2) zum Thema «Baden-Württemberg und die Schweiz – Im Wechselspiel der Märkte» bringt wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zusammen. Stephan Klapproth, Frontmann der Schweizer Nachrichtensendung «10vor10», moderiert das Podium und diskutiert mit Thomas Kübler, Baumann & Cie Banquiers, Dr. Christoph Zanker, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Dr. Bernd Dallmann, Wirtschaftsförderung Region Freiburg, Iris Welten und Michael Bertram, Basel Area Wirtschaftsförderung Basel-Stadt und Baselland, Dr. Hans-Martin Schneeberger, Schneeberger Linear Technologies sowie Hans Marfurt, Geschäftsführer Trumpf Schweiz, über das Zukunftsthema des gemeinsamen Wirtschaftsraums. Am anschliessenden Stehempfang auf Einladung des Landes Baden-Württemberg ist

Swissmechanic führt die Schweizer Berufsmeisterschaft zum vierten Mal durch. Für die Qualifikation in den Disziplinen Automation, CNC-Drehen und CNC-Fräsen sind die Bewertung der praktischen Arbeiten, das Fachwissen und das Leistungsprofil massgebend. Die besten acht Kandidaten jeder Disziplin haben sich Ende August für die Teilnahme an der Schweizermeisterschaft qualifiziert. Die Schweizermeisterschaft ist am Swissmechanic-Gemeinschaftsstand während den Messetagen live zu besichtigen. Die Rangverkündigung findet am Freitag, 23. November von 10.30 bis 12.00 Uhr in der Halle 2.2 im Forum statt. Fatlum Musliji, bekannt aus der SFSendung «Die grössten Schweizer Talente 2011» (Finalteilnehmer) wird als Botschafter mit Kurzauftritten, Interviews und Autogrammstunden vor Ort sein. Parallel zur Swisstech finden die Prodex – Fachmesse für Werkzeuge, Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik sowie die Pack&Move – Logistik- und Verpackungsmesse statt.

Die Swisstech in Kürze 16. Swisstech – Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie Datum: 20. bis 23. November 2012 Ort: MCH Messe Basel, Halle 2 Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 17 Uhr Online-Ticket: kostenlos

Veranstalter: Exhibit & More AG Bruggacherstrasse 26 CH-8117 Fällanden/Zürich Telefon +41 (0)44 806 33 55 iris.sorgalla@exhibit.ch www.swisstech-messe.com

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Verarbeitung

Plastechnik AG in Bösingen

«Geht nicht» gibt es nicht Krasser könnte der Gegensatz nicht sein: Im August zügelte die Plastechnik AG die Produktion über die Strasse in ihren grosszügig konzipierten Neubau. Was am alten Standort auf einem Bruchteil der heute zur Verfügung stehenden Fläche Platz haben musste, steht nun in lichten Hallen. Nicht protzig, sondern arbeitsplatzfreundlich und zweckmässig eingerichtet.

Bilder: Marianne Flur y

Teil ins Spritzgiesswerkzeug eingelegt, umspritzt und anschliessend beim Kunden magnetisiert – und dies mit einer Teilegrösse von 4x4 mm. «Um diese kleinen Teile herzustellen benötigen wir eine weitere Spritzgiessmaschine. Es wird eine elektrische Arburg-Maschine sein», erklärt Häsler. Die Plastechnik AG hat ein breit abgestütztes Kundenportfolio. Die umsatzmässigen Hauptmärkte sind aktuell Automobilindustrie, Möbelindustrie, Gebäudeautomation, Messindustrie und Freizeitindustrie.

Know-how-Träger Werkzeugbau

Der Neubau von Plastechnik in Bösingen: grosszügig, arbeitsplatzfreundlich, imposant.

Marianne Flury Wo im Sommer 2011 in Bösingen noch eine grüne Wiese war, steht heute der imposante Neubau der Plastechnik AG – anfangs August 2012 fertig erstellt und heute bezugsbereit. Der Entscheid für einen Neubau drängte sich durch den kontinuierlich guten Geschäftsverlauf und durch die damit einhergehend wachsenden Kapazitätsengpässe auf. Um auch in Zukunft als Hersteller qualitativ hochstehender Spritzgiesswerkzeuge und technischer Kunststoffteile auf dem Markt mithalten zu können, investierte Max Wohlhauser, Inhaber und Geschäftsführer, in die Gebäulichkeiten und die Infrastruktur eine stattliche Summe. «Der Neubau ist für uns ein Quantensprung. Heute steht uns flächenmässig etwa sechs Mal mehr Platz zur Verfügung», hebt Wohlhauser hervor. Der Maschinenpark des Werkzeug- und 11/ 2012

Neben der Kernkompetenz, der Fertigung von kleinen Teilen, zählt Plastechnik auch die Herstellung von Vielfachwerkzeugen zu ihren Stärken. « Heute sind wir in der Lage,

Formenbaus sowie der Spritzerei wurde vollständig gezügelt. Bis Ende Jahr werden aber noch zwei Spritzgiessmaschinen – eine für die Produktion von Mikroteilen und eine 220-Tonnen-Maschine zur Gewährleistung der nötigen Produktionskapazität im grösseren Teilebereich – die Produktion ergänzen. Die dann insgesamt 19 Spritzgiessmaschinen sind im Schliesskraftbereich von 25 bis 220 Tonnen. «Im Bereich Kleinstteile spritzen wir Einzelteile zu einer neuen Generation Durchflussmessgeräte », erklärt Rolf Häsler. Kleinstteile bedeutet für den Verantwortlichen für Qualität & Marketing bei Plastechnik Teile von 0,01 bis 1,0 g Gewicht. Für die neue Produktegeneration eines Grosskunden, Weltmarktführer im Bereich Durchflussmessgeräte für Haushaltkaffeemaschinen, wird ein nicht magnetisiertes

Max Wohlhauser, der Praktiker: «Der Neubau ist für uns ein Quantensprung.

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KUNSTSTOFF XTRA

Verarbeitung

Produktionshalle mit klimatisierter Frischluftzufuhr (links).

Werkzeuge für massgenaue Teile in hohen Stückzahlen zu fertigen», unterstreicht Wohlhauser die Kompetenz. «So haben wir z.B. mehrere 16fach Werkzeuge mit Toleranzen von 0,02-0,05 mm für die Möbelindustrie hergestellt.» Das damit erworbene Know-how soll auch von der Grösse her weiterentwickelt werden, vornehmlich gegen unten. Die Plastechnik AG beschäftigt zurzeit 25 Personen. Im Werkzeugbau arbeiten 7 Personen, davon 2 Konstrukteure und 2 Polymechaniker in Ausbildung. Im top eingerichteten Werkzeugbau können alle Arten von Spritzgiesswerkzeugen gefertigt werden. Vor zwei Jahren wurde eine Graphitfräse angeschafft. «Unsere Elektroden werden heute praktisch alle aus Graphit hergestellt. Die modernen Fräs- und Erodiercenter arbeiten automatisch, mit Werkzeug- sowie Elektrodenwechsler», erklärt Häsler.

senherausforderung, sowohl für den Werkzeugbau wie auch für die Fertigung», räumt Häsler ein. Dass sich das Unternehmen für zahlreiche Kunden zum Problemlöser entwickelt hat, ist in erster Linie das Verdienst von Max Wohlhauser. «Er ist ein Praktiker mit dem Gespür für die Lösung von Problemen. Er tüftelt so lange, bis es klappt», attestiert Häsler seinem Chef. «Es gibt viele Einflussgrössen, die aufeinander einwirken: Werkzeug, Material, unterschiedliche Spritzparameter, Entformung. Ich glaube, wir hatten noch nie den Fall, dass wir keine prozesssichere und stabile Lösung gefunden haben.» Jede Spritzgiessmaschine ist mindestens mit einem Handlinggerät und einem Förderband bestückt. Dies erlaubt es, die Ma-

Rolf Häsler, hier mit einem Einzelteil für die Möbelindustrie.

schinen rund um die Uhr produzieren zu lassen. Das Personal leistet einen «normalen» 8-Stunden-Tagesbetrieb. Die in Geisterschicht gefertigten Teile werden morgens kontrolliert und verpackt. Automobilteile werden gemäss Vorgaben SPC-geprüft und dokumentiert. Für Bemusterungen und serienbegleitende Teile steht eine optisch taktile Messmaschine zur Verfügung. Um im Hochlohnland Schweiz wettbewerbsfähig zu sein, sind nach Wohlhauser

Für jedes Problem eine Lösung

Wie der versierte Lohnfertiger mit anspruchsvollen Problemstellungen umgeht, erklärt Häsler an einem Beispiel aus der Möbelindustrie. Die Aufgabe bestand darin, einen Türdämpfer für den amerikanischen Markt herzustellen. Das sehr klein dimensionierte Teil (ein Kolben mit Achse) wird in ein bestehendes Scharnier eingeklickt und bremst die Türe. Die Lösung sieht heute so aus, dass ein Roboter die Achsen in eine 16fach- Spritzform einlegt, wo sie umspritzt und anschliessend kavitätengetrennt entnommen werden. «Das war eine Rie8

Die Materialversorgung der Spritzgiessmaschinen erfolgt von unten.

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KUNSTSTOFF XTRA C90

C140

C160 C90 C14 C90 C180 0 C16 C140 0 plus C160 250 C180 pl u C180 p C90 lus XL 9 s 250 pl plus us X 0 250 Die CTemperiergeräte 1 L 90 „Touch“ dem plus 40 C160 C90 C1mit 4 XL 9 0 C 0 C9 180 pl C160 C us 2 0 C1 180 4 plus 0 C160 50 plus Damit der Werkzeugbau den hohen Anforderungen gerecht X L 90 25 C180 werden kann, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Hierzu plus leistet das Unternehmen auch selber seinen Beitrag: Vor rund 250 8 Jahren hat die Plastechnik AG mit der Ausbildung von Poplus lymechanikern begonnen und seit einem Jahr ist auch eine drei Fähigkeiten unabdingbar: Effizienz (durch Automatisieren und Optimieren der Prozesse), Qualität (Masshaltigkeit, Zuverlässigkeit) und eine hohe Leistungsbereitschaft. «Dadurch heben wir uns ab. Nur Teile herstellen kann jeder. Im Werkzeugbau ist nicht in erster Linie der Verkaufspreis einer Spritzgiessform das Wichtigste, sondern die Zuverlässigkeit des Werkzeuges über die Lebensdauer der Produkte», erklärt der Firmenchef.

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Kunststofftechnologin mit im Team der Auszubildenden. Was man heute in der globalisierten Wirtschaft sicher nicht tun darf ist, sich auf dem Erreichten auszuruhen. So werden in der Geschäftsleitung laufend Überlegungen gemacht, sich systematisch weiterzuentwickeln, aktuell zum Beispiel in Richtung ISO/TS 16949, der Automobilzuliefernorm. Neue Technologien, wie automatisiert Einlegen und Umspritzen sowie Mikrospritzgiessen werden das Unternehmen weiterbringen. Und schliesslich gilt es, dem Preiskampf die Stirn zu bieten. «Je mehr man mit internationalen Kunden zu tun hat, desto mehr kommen auch internationale Forderungen auf einen zu. So müssen wir immer wieder überzeugt sein und überzeugen, dass wir der richtige Partner sind, dass unsere Preise konkurrenzfähig sind», hebt Häsler hervor. Und Max Wohlhauser doppelt nach: «Know-how, Technologe und Preis – das sind die Hauptbereiche, in denen wir bestrebt sind, echte Partnerschaft zu leben.»

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Bilder: Cantoni

KUNSTSTOFF XTRA

Beim inject2blow Verfahren werden die Preforms unmittelbar nach dem Spritzguss im selben Werkzeug zum fertigen Produkt weiterverarbeitet.

Inject2blow senkt Zeitaufwand und Kosten

Spritzgiessen und Blasformen in einem Engel Austria und Cantoni setzen neue Massstäbe in Sachen Prozessintegration. Das zusammen entwickelte ­inject2blow Verfahren vereint den Spritzgiess-und Blasformprozess in einem gemeinsamen Werkzeug auf einer Spritzgiessmaschine und reduziert damit erheblich den Kosten-und Zeitaufwand in der Herstellung von Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelbehältern.

Mit einer Zykluszeit von unter 14 Sekunden für die Herstellung von Weithalstiegeln auf einer Engel victory Spritzgiessmaschine mit 90 Tonnen Schliesskraft in einem 2+2-fachWerkzeug von Cantoni, Abbadia ­Lariana/ Italien, ist die Fertigungseffizienz von ­inject2blow mit herkömmlichen Verfahren nicht zu schlagen. Während üblicherweise zunächst mittels Spritzguss Preforms ge­ fertigt und diese in einem zweiten nachfolgenden Prozess auf einer Blasformmaschine zum Endprodukt weiterverarbeitet werden, liefert das neue Verfahren einsatzfertige Kleinbehälter in einem Arbeitsgang. Bislang war ein solches integriertes Verfahren am Markt nicht verfügbar. 10

Weitere Vorteile der Prozessintegration sind geringere Anlageninvestitionskosten, ein kleinerer Anlagenfootprint, eine höhere Anlagenverfügbarkeit, eine einfachere Qualitätskontrolle und keine Einschränkung durch Schliesskraft-Obergrenzen. Im inject2blow Verfahren lässt sich ein breites Spektrum an Thermoplasten verarbeiten, von Polyethylen und Polypropylen über Polycarbonat bis zu PET.

Holmlosvorteil voll ausgenutzt Engel und Cantoni liefern die integrierten Fertigungsanlagen aus einer Hand. Diese umfassen ausser der Engel-Spritzgiessma-

schine, ein Cantoni-Schiebetischwerkzeug sowie einen Engel viper Linearroboter zum Entformen der Fertigteile. Sowohl der Spritzgiess- als auch der Blasformprozess werden über die CC 200-Steuerung der Engel-Spritzgiessmaschine visualisiert, kontrolliert und geregelt. Das heisst, der Maschinenbediener im Spritzgiessbetrieb muss sich nicht in eine neue Technologie einarbeiten, sondern wird von der ihm vertrauten Steuerung intuitiv durch den kombinierten Spritzgiess-und Blasformprozess geführt. In den Fertigungszellen kommen auf die Anwendung abgestimmte Spritzgiessmaschinen der Baureihen Engel victory und 11/ 2012


Verpackungsbehälter für Kosmetik-, Pharma-und Lebensmittelprodukte lassen sich mittels inject2blow auch in kleinen Losgrössen wirtschaftlich herstellen.

Engel e-victory zum Einsatz, die aufgrund ihrer holmlosen Schliesseinheit viel Freiraum für das Schiebetischwerkzeug bieten. Da die Werkzeugaufspannplatten der holmlosen Maschinen bis an den Rand und zum Teil sogar darüber hinaus genutzt werden ­können, passen grosse Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Spritzgiessmaschinen. So richtet sich die Maschinengrösse nach der benötigten Schliesskraft und nicht länger nach der Grösse und dem Bewegungs­radius des Werkzeugs, was die Investitions- sowie die Betriebskosten niedrig hält. Zudem ­vereinfacht der barrierefreie Zugang zum Werkzeugraum die Automatisierung, da der Roboter ungehindert direkt von der Seite aus zugreifen kann.

hydraulik ecodrive ausgestattete hydraulische Spritzgiessmaschinen benötigen – je nach Maschinentyp und Anwendung – zwischen 30 und 70 Prozent weniger Energie als vergleichbare Maschinen ohne Energiesparoption. Trotz des hohen Prozessintegrations- und Automatisierungsgrads erweisen sich die Fertigungszellen im Betrieb als sehr flexibel. Kavitäteninserts vereinfachen den Produktwechsel und machen die Herstellung ­k leiner Losgrössen wirtschaftlich. Da der inject2blow Prozess auf Standardspritzgiessmaschinen basiert, lässt sich die Anlage auch mit Werkzeugen für klassische Spritzgiessprodukte auslasten.

Minimaler Energieverbrauch, maximale Flexibilität Der integrierte Prozess zeichnet sich durch ein hohes Mass an Energieeffizienz aus. Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Aspekte. Zum Ersten müssen die Preforms im Gegensatz zum herkömmlichen, zweistufigen Fertigungsverfahren vor dem Blasformen nicht erneut aufgewärmt werden. Zum Zweiten erreichen die Engel victory und e-victory Maschinen durch ecodrive, die Energiesparoption für hydraulische ­Engel-Spritzgiessmaschinen, Verbrauchswerte, die sich mit denen vollelektrischer Maschinen messen lassen. Mit der Servo11/ 2012

Kontakt Engel (Schweiz) AG Hungerbüelstrasse 17 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 725 0755 ech@Engel.at www.Engelglobal.com 

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H E I Z E N - M E S S E N - R E G E L N

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DIE GESAMTLÖSUNG


Bilder: Sonderhoff

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Sonderhoff Polymer-Services Austria bietet seinen Kunden im Dreiländereck Lohnschäumen, -kleben und -vergiessen für ein breites Spektrum unterschiedlichster Bauteilanwendungen an.

Lohnschäumen im Dreiländereck

Mikrodichtungen und ESD-konforme Lohnveredelung Die Sonderhoff Polymer-Services Austria GmbH (PSA) hat vor gut einem Jahr in Dornbirn ihren Lohnfertigungsbetrieb für das Dichtungsschäumen, Kleben und Vergiessen auf Polyurethan- und Silikonbasis aufgenommen. Zusätzlich zum breiten Spektrum an Bauteilkonstruktionen für unterschiedlichste Industrieanwendungen hat sich PSA auf Mikro-Schaumdichtungen und -verguss für kleinste Bauteile, vor allem aus der Informations- und Telekommunikationsbranche, Elektronik und Medizintechnik, spezialisiert.

Florian Kampf1 Sonderhoff Polymer-Services Austria (PSA) hat sich bei seinen Industriekunden im Dreiländereck Deutschland, Österreich und der Schweiz und über die Grenzen hinaus einen guten Ruf erworben. Auf einer Fläche von 400m² umfasst das Leistungsangebot die Fertigung einzelner Musterteile, Null- und Kleinserien wie auch das Lohnschäumen, -kleben und -vergiessen in Grossserie im Produktionsmassstab. PSA beschäumt, verklebt und vergiesst unter Verwendung der konzerneigenen Misch- und DosieranlagenTechnik ein weites Spektrum der unterFlorian Kampf, Teamleiter Marketing / PR, Sonderhoff Holding GmbH, Köln f.kampf@sonderhoff.com 1

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schiedlichsten Bauteilkonstruktionen für Auftraggeber aus vielen Branchen. Sonderhoff PSA ist damit quasi die verlängerte Werkbank seiner Kunden aus der Industrie und kann für sie Bemusterungen und Testläufe von Dichtungsapplikationen an Prototypen und Bauteilen durchführen, ohne die Kundenproduktion zu stören. Der Lohnfertiger aus Dornbirn passt sich jeder Entwicklung seiner Kunden flexibel an, deckt Fertigungsspitzen ab oder überbrückt geringe Produktionskapazitäten, ohne dass der Kunde in neue Maschinen investieren muss.

Lohnschäumen und -vergies­ sen im Miniaturmassstab Da im Einzugsbereich des Lohnfertigers in Dornbirn viele Kunststoff verarbeitende Un-

ternehmen aus der Medizintechnik und Elektronikindustrie liegen, für die besonders das Abdichten und Versiegeln von Kleinstteilen wichtig ist, hat sich Sonderhoff vor allem auf die Applikation von Mikrodichtungen spezialisiert. Durch die zunehmende Verkleinerung von Bauteilen und die immer höheren Anforderungen an kleinste Untereinheiten von Gesamtbauteilen, werden in den letzten Jahren verstärkt kleine und kleinste Dichtungen, die so genannten Mikrodichtungen, nachgefragt. Gerade im Bereich von Elektronikprodukten, aber auch bei Telekommunikationsgeräten und in der Medizintechnik, geht der Trend immer weiter in Richtung «Downsizing», also in Richtung einer fortschreitenden Miniaturisierung, die auch Gehäusedichtungen oder 11/ 2012


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Verarbeitung

Mikroverguss von Kleinstbauteilen betreffen. Der Entwicklung eines Mischkopfes zur präzisen Dosierung von Kleinstmengen für kleinformatige Bauteile aus der IT/Elektronik und Medizintechnik sind bei Sonderhoff Engineering mehrere Jahre technischer Innovationen vorangegangen. Die Sonderhoff Engineering GmbH aus Hörbranz/Vorarlberg gehört wie PSA zur Sonderhoff Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Köln. Einen weiteren grossen Schritt in der Entwicklung hin zu immer kleineren Applikationen macht der Mischkopf MK 650, ausgestattet mit technischen Innovationen wie Hochdruckwasserspülung zum wartungsfreien Reinigen der Mischkammer oder mit der druckgeregelten Rezirkulationstechnik. Durch konsequente Weiterentwicklung der Mischkopftechnik von Sonderhoff Engineering kann PSA mit dem MK 650 auch Kleinstmengen bis zu einer Untergrenze von 0,1 g/s für geschäumte Dichtungen oder sogar nur 0,05 g/s bei Vergussmassen realisieren. Für das präzise Ausbringen von Dichtungs- und Vergussmaterial von 0,05 bis 0,1 g/s in den sehr engen Konturverläufen von Kleinstteilen ist vor allem die punktgenaue Führung des Mischkopfes der Misch- und Dosiermaschinen verantwortlich. Die von Sonderhoff Engineering gebauten Linearroboter sorgen hierbei mit einer maximalen Toleranz von +/- 0,1 mm für eine Wiederholgenauigkeit der Bahnsteuerung, wodurch es möglich ist, den Mischkopf immer punktgenau an die gleiche Stelle zu positionieren. Das Zusammenspiel von Wiederholgenauigkeit und hoher Präzision der Sonderhoff Mischkopftechnik ist die optimale Voraussetzung für einen konstanten und konturgenauen Dichtungsauftrag und seien die Austragsmengen auch noch so gering. Mit Hilfe des MK 650 ist die Applikation von flüssig aufgetragenen, sehr schmalen Schaumdichtungen, den so genannten Mikrodichtungen, direkt vor Ort auf dem Bauteil mit allen Vorteilen des FIPFG-Verfahrens (Formed in-place foam gasketing) möglich. Dieses Verfahren hat sich in den vergangenen Dekaden flächendeckend durchgesetzt und gilt mittlerweile in verschiedenen Branchen als Standardverfahren zum Auftrag von Gehäusedichtungen aller Art. Gerade 11/ 2012

Der Lohnveredler PSA hat sich vor allem auf Mikrodichtungen und Mikroverguss für kleinste Bauteile aus der IT / Elektronikindustrie und Medizintechnik spezialisiert.

komplizierte, dreidimensionale Dichtungskonturen sind maschinell schneller und prozesssicherer sowie in reproduzierbarer Qualität zu beschäumen, als Dichtungen von Hand in Bauteile einzulegen. Zusammen mit der entsprechenden vollautomatisierten Misch- und Dosiertechnik von Sonderhoff wird eine hohe Prozesssicherheit, gepaart mit höchster Effizienz und Wirtschaftlichkeit erzielt.

PSA – Lohnschäumer mit ESD-konformer Fertigung Besonders in den Industriebereichen Information und Telekommunikation, Elektronik und Medizintechnik, die PSA damit ­beauftragen, kleinste Bauteile mit Mikroschaumdichtungen und Mikroverguss gegen Ausseneinflüsse wie Wasser, Staub und Temperatur abzudichten, wird eine ESDkonforme Fertigung zum Schutz vor unkontrollierten elektrischen Entladungen (Electro Static Discharge) gefordert. Der Lohnfertiger aus Vorarlberg erfüllt die Standards gemäss der DIN EN 61340-5-1

(«Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene») für das ESD-konforme Dichtungsschäumen, Kleben und Vergiessen von industriellen Bauteilen, damit elektrostatisch gefährdete Bauelemente vor Beschädigungen und Funktionsausfällen geschützt sind. PSA kann so die vermehrte Kundennachfrage aus der Zulieferindustrie in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz nach ESDSchutz für elektrostatisch gefährdete Bauteile gut bedienen.

Kontakt Sonderhoff Holding GmbH Richard-Byrd-Strasse 24 D-50829 Köln Telefon +49 (0)221 95 685-0 www.sonderhoff.com

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Werkzeug-/Formenbau

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Prozessoptimierung für zahlreiche Anwendungen

Barrieren unter Kontrolle Das neue IRIS-System für Co-Injektion-Anwendungen von Mold-Masters ermöglicht das Einspritzen einer Barriere­ schicht bereits während des typischen Herstellungsprozesses. Das System eröffnet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im Bereich Nahrungsmittel- und Getränkeverpackungen sowie in der Medizintechnik und wird die Verpackungsbranche nachhaltig verändern.

Bilder: Mold-Masters

Mold-Masters neueste Entwicklung – das IRIS Co-Injektion-System – ermöglicht das Einspritzen einer Barriereschicht bereits während des Herstellungsprozesses. Diese Barriere bietet einen 30-mal höheren Widerstand gegen Permeation als ein typischer Einzelschicht-Polypropylenverschluss. Der neue Ansatz ermöglicht eine kosteneffiziente Herstellung von Verschlusskappen für Produktgruppen, wie z.B. kohlensäurehaltige Getränke, Säfte, Wasser und Tee, die eine Sauerstoff- oder CO2-Barriere zum Schutz des Inhaltes benötigen. Das neue System ist ebenso prädestiniert für die Herstellung von Dünnwandverpackungen mit integrierter Barriereschicht. Weitere Einsatzbereiche neben der Getränke- und Lebensmittelindustrie bestehen beispielweise in der Medizintechnik. Überall wo Barriereschichten zum Einsatz kommen und das Ein- bzw. Ausdringen von Sauerstoff oder CO2 verhindert werden soll, bietet IRIS umfassende Lösungen für die Prozessoptimierung und damit hohes Potenzial für Kostenreduzierungen.

Diese 38-mm Polypropylen (PP) GetränkeVerschlusskappen mit Manipulationsnachweisband an der Unterseite, Klemmband und Dichtung, sowie eine zusätzlich eingespritzte 0,1 mm Sauerstoff-und CO 2-Sperrschicht aus EVOH (hier blau dargestellt).

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Das IRIS Co-Injektion-System führt die Schmelze gleichzeitig in den primären und sekundären Fliessweg und fügt diese in einem Anschnitt zusammen. Das IRIS-Düsen-Design ermöglicht eine direkte «on-the-fly» Kontrolle der Barriereposition sowohl in der Fliessrichtung des Flusses als auch im Querschnitt des Formteils.

Das 16-fach-IRIS-System für 38-mm Polypropylen (PP) Getränke-Verschlusskappen produziert Teile innerhalb der Toleranzen mit nahezu perfekten Gewinden in einer Zykluszeit von weniger als 5 Sekunden.

Die balancierte Füllung mit 3 bis 5 Prozent Barriereschichtmaterial erfolgt über eine proprietäre Verteilertechnologie namens iFlow, sowie durch die präzise Steuerung der elektrischen E-Multi-Systemeinheit und einer hochgenauen Positionierung der Verschlussnadeln mittels des vollelektrischen E-Drive Servo-Systems. Die dazugehörige Steuer- und Regeleinheit ist voll integriert und ist in einem einzigen, platzsparenden Gehäuse untergebracht. Dadurch wird eine hochpräzise Dosierung, Durchfluss- und Druckregelung für beide Schmelzeströme sowie eine absolut genaue Bewegung der servobetätigten Nadeln ermöglicht. Das dem System zugrunde liegende EMulti-Zusatzeinspritzaggregat erlaubt dabei gleichzeitig die Aufrüstung vorhandener Maschinen für Mehrkomponentenanwendungen. Im Vergleich zu Maschinenneuanschaffungen sind hier immense Kosteneinsparungen möglich. Die IRIS Co-Injection Technologie ist derzeit für Werkzeuge mit 32- oder 48-Kavitäten vorgesehen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuelle Anwendungsbeispiele und potenzielle Einsatzmöglichkeiten wurden auf der Fakuma vorgestellt. Ausserdem

wurde im Bereich der servoelektrischen Antriebe auch ein neu entwickeltes E-DriveRegelgerät präsentiert, dass die gleichzeitige Steuerung von bis zu vier Antrieben gleichzeitig ermöglicht. Der Platzbedarf und technische Aufwand für die Synchronisation wird hierbei erheblich reduziert. Bisher waren vier individuelle Steuerkonsolen pro E-Drive-Antrieb erforderlich. Das E-MultiProduktportfolio wird mit dem Model E-190 komplettiert, das erstmalig auf der Fakuma zu sehen war. Das neue Zusatzaggregat ist die perfekte Wahl für Spritzgiesser, die nach einer wirtschaftlichen Lösung im mittleren Grössensegment suchen, um ihren bereits bestehenden Maschinenpark mit einer zusätzlichen, mobilen und flexiblen Einspritzeinheit kostengünstig und platzsparend aufzurüsten.

Kontakt Mold-Masters Europa GmbH Neumattring 1 D-76532 Baden-Baden Telefon +49 (0)7221 5099-0 info@moldmasters.de www.moldmasters.de

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KUNSTSTOFF XTRA

SWISSTECH: An der Messe der Zulieferindustrie kommt die Branche gross heraus. Zeitgleich mit PRODEX Swisstech, die stärkste deutschsprachige Zuliefermesse, umfasst alle Wertschöpfungsstufen vom Zulieferer von Rohmaterial bis zum Systemanbieter. Zudem präsentiert sie als einzige Messe den Metall- UND den Kunststoffbereich. Eine einmalige Chance. Die hohe internationale Beteiligung und diverse internationale Gemeinschaftsstände bieten den Besuchern einen repräsentativen Branchenquerschnitt. Von der Schraube bis zu neuen Materialien informiert Swisstech als Branchensensor und Netzwerkplattform über Aktualitäten und Trends. Seien Sie dabei!

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Werkzeug-/Formenbau

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Formenreinigungsanlagen von KKS Ultraschall AG

Ultraschall – ein Neuanfang für Formen Die Ansprüche an Kunststoffspritzgussteile werden immer komplexer. Das bedingt auch eine schonende und kostengünstige Pflege und Reinigung der Formen und Werkzeuge. Die KKS Ultraschall AG bietet hier auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Lösungen an. Einen Neuanfang in der Formenreinigung hat auch die Firma Gemü GmbH in ihrem neuen und hochmodernen Werk in Emmen mit der KKS Ultraschall Technologie gemacht.

Abnahme der US-Anlage bei KKS in Steinen.

Die Ansprüche an Kunststoff-Spritzgussteile werden immer komplexer. Insbesondere im Wachstumssegment der Medizintechnik, werden beinahe täglich neue Entwicklungen mit Hochleistungskunststoffen wie z.B. PEEK, PPS, PPSU getätigt. Das breite Spektrum an sehr widerstandsfähigen Polymeren und Elastomeren erfordert oft sehr arbeitsintensive Vorgehensweisen für das Reinigen der komplexen und teuren Werkzeugeinsätze und deren Kerne. Eine intensive, schonende und reproduzierbare Reinigung von Werkzeugen der Polymerindustrie ist meist nur nach einem kompletten Zerlegen der Formen möglich. Die Handreinigung von hartnäckigen Verschmutzungen durch Bürsten, Schaben, Kratzen oder Strahlen ist oft nur unzureichend und führt häufig zu Beschädigungen von Oberflächen und Trennkanten. Die technologisch führende Ultraschall- und Verfahrenstechnik von KKS bietet für die Reinigung von wertvollen Formen und Werkzeugen wirtschaftliche, schonende und reproduzierbare Lösungen, die auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten werden. Durch den Einsatz von erprobten Verfahrenstechniken und den ausgereiften Ultra16

schall-Reinigungs-Anlagen von KKS konnten in der Praxis diese Aufwände bei vielen Kunden wesentlich reduziert werden. Sei es zum Entfernen von eingebrannten Kunststoffrückständen mit verschiedensten Zusatzstoffen wie Glasfasern, Stabilisatoren, Flammschutzmitteln oder für die Reinigung von Extruderschnecken und Spritzdüsen. Die ultraschallgestützte wässrige Reinigung von KKS hat sich vielfach bewährt. Das Beispiel von Gemü im neuen Werk in Emmen, wo vor Kurzem eine 3-Kammeranlage von KKS in Betrieb genommen wurde, ist eine weitere Erfolgsgeschichte. Über seine Erfahrung mit der neuen Anlage befragt sagt Alberto Sandrini, Leiter Werkzeugbau bei Gemü GmbH: «Die Leistung der Reinigung ist hervorragend und wirklich effizient. Unser Wartungsaufwand konnte merklich minimiert werden.» Während das Unternehmen früher bis zu zwei Tage für

Das Beispiel (links) zeigt die Wirkung der Ultraschallreinigung nach nur wenigen Minuten.

die herkömmliche Formenwartung eines komplexen Werkzeuges brauchte, kann mit der KKS-Ultraschall-Reinigungsanlage der Aufwand auf ca. einen Tag reduziert werden.

3-Kammer Anlage mit Schiebedeckel, integrierter Absaug-Einrichtung sowie Abtropf- und Abblasstation.

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Werkzeug-/Formenbau

Der für die Abreinigung von Schmutz erforderliche starke Flüssigkeits-Mikrostrahl («Microjet») entsteht als Folge der Implosion der Kavitationsblasen gerade an der Grenzfläche zwischen Flüssigkeit und Reinigungsgut.

Die Qualität liegt im Detail

der Werkzeuge wieder an deren Ober­ flächen hängen bleiben kann. Pumpenfilterkreislauf: Ein richtig ausgelegter Pumpenfilterkreislauf entfernt konti­ nuierlich Verun­reinigungen und Schmutz­partikel aus dem Bad. Dieser muss der Anlagengrösse und dem Reinigungsgut entsprechend ausgelegt werden.

KKS Anlagen sind zuverlässig und robust, sie werden komplett aus rostfreiem Edelstahl hergestellt. Die Grösse und Aus­ stattung wird der kundenspezifischen Anwendung entsprechend angepasst.

Ultraschall-Reinigungsbad.

Auch sind die Wartungsintervalle nun länger, da durch die Ultraschallreinigung auch schwer reinigbare oder unzugängliche Stellen, speziell Sacklochbohrungen und Kanäle, erreicht werden. Die Reinigung dieser kritischen Stellen mittels Ultraschall sorgt für einen besseren Materialfluss beim Spritzgiessen und vermindert somit die Tendenz des Festhaftens des verarbeiteten Materials. «Die Sauberkeitsanforderungen von Spritzgussteilen sind vor allem im Medizinalbereich sehr hoch eingestuft. Diese Teile werden bei Gemü im GMP Umfeld in Reinräumen der Klasse ISO 7 at the Rest, ISO 8 in Operation gespritzt. Folglich muss auch die Reinigung der Werkzeugformen einen hochwertigen Prozess garantieren», begründet Sandrini den Einsatz der Ultraschallreinigungsanlage.

Der Reinigungsprozess Mit Ultraschalltechnik wird Kavitation erzeugt. Durch die Implosion der Kavitationsblasen entstehen hohe örtliche Drücke und Temperaturen sowie starke Turbulenzen und Strömungen im Reinigungsmedium. Diese Erscheinungen sind die eigentlichen Kriterien, die zum Ablösen von Schmutzschichten und -partikeln auf den Oberflächen der Werkzeugformen führen. 11/ 2012

Ein paar wichtige Details sind bei der Formenreinigung speziell zu beachten: Ultraschall: Die Anordnung der Ultraschall- Kontakt schwinger, deren Leistung und Arbeits­ KKS Ultraschall AG frequenz Schlüsselfaktoren sind, ist aus- Frauholzring 29 schlaggebend für das Reinigungsergebnis. CH-6422 Steinen Das Reinigungsmedium, welches durch die Telefon +41 (0)41 833 87 87 unterschiedlichen Werkstückvolumina ver- info@kks-ultraschall.ch drängt wird, fliesst in ein Ausgleichsbecken, www.kks-ultraschall.ch sodass das Badniveau stets auf konstanter Swisstech: Halle 2.2, Stand A50  n Höhe bleibt. Ein korrekt angeordneter und bemessener Badüberlauf be­ wirkt zudem eine gute Spülung des www.kunststoffweb.de/stellenmarkt Werkstückes im Bad. Ölabscheider / automatisches Skimmen: ten und Bei der UltraschallSchnell zum größ lenmarkt el St n te Reinigung lösen meistgenutz ranche*: sich Öle und Fette für die Kunststoffb ellenmarkt /st .de eb www.kunststoffw von den Werkzeugen. Diese schwimmen obenauf und werden gezielt über eine Überlaufkante ins Ausgleichsbecken abgeführt, wo sie mit geeigneten Einrichtungen konEinmal buchen – vielfach profitieren: tinuierlich ausgetra Kostenfreie Veröffentlichung Ihrer Anzeige als Joblink gen ­werden. Dieses in der monatlichen Printbeilage der KI Zus ammenspiel  Versand Ihrer Stellenangebote an Interessenten per E-Mail von Ausgleichsbe Veröffentlichung in den Online-Portalen unserer Partner uvm. cken und Ölabscheider garantiert, www.kunststoffweb.de/stellenmarkt dass kein Öl im Reinigungsbad auf*Anzahl Stellenangebote (Jan. 09 - Aug. 12) sowie Anzahl Page Impressions (lt. IVW Online Jul. 09 - Aug. 12 in der Kategorie „Rubrikenmärkte“) schwimmt, welches Grafik: ©pressmaster - Fotolia.com bei der Entnahme

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Werkzeug-/Formenbau

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Marxer Novotech AG, Wetzikon

Hochpräzise Teile aus dem Zürcher Oberland In dem innovativen Familienbetrieb Marxer Novotech AG in Wetzikon werden kubische Werkstücke für eine ebenso anspruchsvolle wie breitgefächerte Kundschaft bearbeitet. Die hochpräzise gefertigten Teile sind für den Maschinen- und Apparatebau, Bausektor, Automobil- und Schienenfahrzeugbau, für Seilbahnen, Pneumatik und Hydraulik, die Lebensmittelindustrie als auch im Formen- und Werkzeugbau bestimmt. Für eine effiziente Produktion und eine optimale Standfestigkeit der Werkzeuge setzt Marxer Schmiermittel und Kühlemulsionen von Panolin ein.

Drei Familiengenerationen sind heute in der Marxer Novotech AG in Wetzikon an Bord. Das Unternehmen wurde 1989 vom heutigen Verwaltungsratspräsident Willy Marxer gegründet. Als ihm die Hans Oetiker Maschinenfabrik AG in Wetzikon mit vier Mitarbeitern und ein paar Kundenaufträgen den Einstieg anbot, schlug Willy Marxer ein. «Mein Vater, mein Bruder und ich haben Visionen gehabt, und die sind aufgegangen», sagt der 51jährige Sergio Marxer bescheiden, fast zu bescheiden. Denn seit der Mann mit dem Händedruck wie ein Schraubstock Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens ist, wurde der Personalbestand verdoppelt und auf heute 24 Mitarbeiter ausgebaut. Neben Sergios Bru-

der Edi Marxer arbeiten inzwischen auch seine 22- und 24jährigen Söhne Remo und Sandro im Betrieb.

Drei Meter grosse Werkstücke «Die betrieblichen Strukturen werden laufend verbessert und der Maschinenpark stetig den neuesten Erfordernissen angepasst», weiss Sergio Marxer und sagt: «Wir fertigen, was der Kunde wünscht. Von Werkstücken aus hochfesten Aluminiumlegierungen bis zu Baustahlteilen wird alles ­bearbeitet. Ob Einzelanfertigungen, Prototypenbau oder Serienaufträge, wir setzen um, was der Markt fordert. Mit unseren

CNC-Fräswerken bearbeiten wir Werkstücke von der Grösse einer Zigarettenschachtel bis zu drei Meter langen Teilen und mit unserer modernen Messmaschine haben wir für die immer höheren Qualitätsanforderungen alles unter Kontrolle.»

10 000 Liter Kühlschmierstoff im Einsatz Für all diese hochpräzisen Arbeiten ist ein spezieller Kühlschmierstoff nötig. «Wir haben an unseren Maschinen Tanks mit 500 bis 2000 Liter Kühlemulsion und neben den Maschinen stehen 200-Liter-PanolinFässer, aus dem bei Bedarf mittels Mischgerät Konzentrat zur Einhaltung der optimalen Arbeitsemulsion zugegeben wird, insgesamt sind wohl rund 10 000 Liter im Einsatz», sagt Sergio Marxer. Auf der Suche nach den geeigneten Schmiermitteln fiel die Wahl auf den Kühlschmierstoff Intracool Compa C-45, das Gleitbahnöl Slideway ISO 68 und das Hydrauliköl Samurai HLP ISO 32 von Panolin. «Wir haben diverse Testläufe gemacht und mit Panolin sehr gute Ergebnisse erzielt», begründet Sergio Marxer den Entscheid.

Bilder: Marxer Novotech

Gute Standfestigkeit und Abtropfeigenschaften

Sergio Marxer: Mein Vater, mein Bruder und ich haben Visionen gehabt und die sind aufgegangen.

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Der Novotechchef erwartet vom gewählten Kühlschmierstoff für seinen Maschinenpark eine gute Standfestigkeit der Werkzeuge, die Einsetzbarkeit auf allen Werkstoffen, sehr gute Abtropfeigenschaften und die Langlebigkeit der Produkte. Schaumprobleme wegen zu weichem Wasser sind tempi passati. Marxer: «Das hatten wir früher. Mit dem Intracool Compa C-45 kommt das nicht mehr vor.» 11/ 2012


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Werkzeug-/Formenbau

kopf», erklärt Sergio Marxer die Massnahmen. Er legt auch grossen Wert auf die effiziente Ausbildung des beruflichen Nachwuchses. In seinem Betrieb gibt es seit fünf Jahren eine Lehrlingswerkstatt, in der zurzeit zwei Auszubildende den Beruf des Polymechanikers erlernen.

Bilder: Marxer Novotech

In zwei Jahren feiert die Marxer Novotech AG ihr 25-Jahre-Jubiläum. Um im Wettbewerb auch in Zukunft erfolgreich zu bestehen, werden Arbeitsprozesse und Strukturen stets kritisch hinterfragt und daraus optimale und flexible Lösungen gestaltet. «Unsere Stärken sind die kurzen Kommunikationswege, die rasche und flexible Lösungsorientierung mit hoher Fachkompetenz und Spezialisierung – wir sind eben ein Familienbetrieb wie Panolin», sagt Marxer abschliessend. Einblicke in den Betrieb bei Marxer Novotech.

Auch Panolin hat von den Aufgabenstellungen profitiert und seine eigenen Produkte weiterentwickelt und optimiert. Marxer hat mit verschiedenen Kühlschmierstoffen Versuche in ihrem Betrieb gefahren und die Vor- und Nachteile, die an den Materialien entstanden sind, nach Madetswil übermittelt. Ein interessanter Prozess, der abhängig vom unterschiedlichen Konzept an jeder Maschine anders ausfällt und bei horizontalen und vertikalen Fertigungsprozessen grosse Unterschiede beim Abtropfverhältnis zeigt. Über die Zusammenarbeit mit Panolin während dieser Zeit findet Sergio Marxer nur lobende Worte: «Die Betreuung war wirklich tipp topp. Monatlich wurde unser gesamter Maschinenpark kontrolliert, und wir bekamen Auszüge zur Kontrolle und zur Optimierung der Konzentration des pH-Werts und der Keimzahlen, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Dazu wurde uns eine spezielle Wertermittlung der Inhaltstoffe in Auszügen mitgeteilt. Und das ist auch jetzt, wo alles optimal läuft, so geblieben.» Für Marxer stimmt auch das Preis-LeistungsVerhältnis, ebenso der Service und die kurzen Lieferfristen. «Das sind Spezialisten, die da sind, wenn man sie braucht, und sie 11/ 2012

verstehen es, ihre Schmierstoffe optimal auf Werkstoff und Maschinen abzustimmen.»

Innovativ und konkurrenz­ fähig bleiben Neben einem Grosskunden in Deutschland liefert die Novotech AG ihre bearbeiteten Teile vornehmlich an Schweizer Kunden, die wiederum einen Grossteil ins Ausland liefern. Wegen des starken Frankens keine einfache Situation. Sergio Marxer macht denn auch keinen Hehl daraus, dass es im Export ruhiger geworden ist. Gegensteuer gibt das Unternehmen durch Innovation und konkurrenzfähige Preise. «Unsere Systeme sind alle automatisiert. Dazu haben wir aktuell auch in ein neues Programmierungssystem investiert. Und wir arbeiten seit kurzem mit einem völlig neuen DrehFräscenter mit integriertem Schwenk-

Kontakte Marxer Novotech AG Kastellstrasse 4 CH-8623 Wetzikon Telefon +41 (0)44 930 37 07 info@marxer-novotech.ch www.marxer-novotech.ch Panolin AG Bläsimühle 2-6 CH-8322 Madetswil Telefon +41 (0)44 956 65 65 info@panolin.com www.panolin.com

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 Faserverbundwerkstoffe  Matériaux composites  Composite materials

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Fakuma rückblick

22. Fakuma wie sie leibt und lebt

Trendbarometer der Spritzgiessbranche Viele Aussteller haben nach der letztjährigen jubiläumswürdigen Fakuma ihre Erwartungen heruntergeschraubt und waren überrascht, einmal mehr die pulsierende Kunststoffverarbeitungsmesse vorzufinden, wie sie es seit Jahren gewohnt sind. Gezeigt wurden nicht nur Produkte, sondern intelligente Lösungen zur Ressourcenschonung – sei es energie- oder materialmässig – und damit auch zur Steigerung der Produktivität.

Dr. Kurt Hermann, Marianne Flury Insgesamt informierten sich 44 176 Besucher (Vorjahr: 44 823) bei rund 1700 Ausstellern aus 36 Ländern über die neuesten Entwicklungen und Trends in der Branche. Auch wenn das eine oder andere Geschäft auf der Messe abgeschlossen wurde, ist die Fakuma weniger eine Verkaufsmesse als vielmehr eine Arbeitsmesse: ein grosser Teil der Fachbesucher kommt mit konkreten Aufgabenstellungen und diskutiert Lösungen sowie daraus resultierende Investments direkt auf Entscheider-Ebene Wie die Aussteller die 22. Fakuma erlebt und was sie gezeigt haben, erfahren Sie auf den folgenden Seiten in Bild und Text. Grosse Aufmerksamkeit auf dem Stand von Engel Austria GmbH, Schwertberg (www. engelglobal.com), fand im Ausstellungsbereich Packaging die Herstellung von Lebensmittelverpackungen mit sehr geringen Wandstärken und mit eingebrachter Barri-

ereschicht. «Wir produzieren diese auf einer vollelektritschen Engel e-motion mit 180 Tonnen Schliesskraft, mit zwei Spritzaggregaten. Die Lebensmittelschale hat eine Innen- und Aussenschicht aus PP und eine Barrieremittelschicht aus EVOH. Das Besondere an dieser Anlage ist die Möglichkeit, die Barriereschicht exakt und reproduzierbar über das ganze Produkt zu verteilen», erklärte Felix Hüthmair, Geschäftsführer von Engel Schweiz die Herausforderung. Ermöglicht wird dies durch ein hochpräzises vollelektrisches Spritzagggregat. Zur Steigerung der Präzision des Einspritzprozesses hat Engel die iQ weight control entwickelt, eine spezielle Software, die gewährleistet, dass auch bei Viskositätsschwankungen des Materials immer die gleiche Menge Material in die Form eingespritzt wird. Nach knapp zwei Fakumatagen sagte Hüth-mair zum Messeverlauf: «Wir sind gut gestartet, insgesamt waren vielleicht etwas weniger Besucher am ersten Tag hier, aber das letzte Jahr war auch ein aussergewöhnliches Jahr.»

Felix Hüthmayr (l.) und Markus Schertler, Engel (Schweiz) AG.

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Einen leicht geringeren Besucherstrom am ersten Tag im Vergleich zum Vorjahr machte auch Roland Huber auf dem Stand der HB-Therm AG, St. Gallen (www.hb-therm. ch), aus. Für Zuversicht sorgte aber bereits der zweite Tag. «Wir hatten quantitativ und qualitativ sehr viele und gute Besucher am Stand und vor allem ist das Echo auf unsere autonomen Durchflussmesser am Werkzeug sehr gross», stellte der Marketing und Kommunikationsverantwortliche fest. Zahlreiche Besucher interessierten sich auch für das Reinigungsgerät Clean-5, das Kreisläufe von Werkzeugen und Temperiergeräten reinigt, spült und konserviert. Verkalkungen werden gelöst und die Oberflächen für den erneuten Einsatz oder die schadlose Lagerung vorbereitet. «Der Reinigungserfolg wird vom Gerät stetig überprüft. Erst wenn keine Verbesserungen mehr feststellbar sind, wechselt das Gerät automatisch in die nächste Phase», so Huber abschliessend zum Exponat. Über die momentane Wirtschaftslage zeigt sich Huber zufrieden.

Roland Huber, HB-Therm AG.

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Fakuma rückblick

ten Neubau mit neuer Produktionseinheit und Lager zu kommunizieren. «Für den Kunden bedeutet die Erweiterung bessere Lieferzeiten und die Möglichkeit Sonderanfertigungen zu bieten, hauptsächlich im Bereich Fräsen der Werkzeugplatten gemäss den spezifizierten Kundenwünschen», hebt Martial Marmy, Verkaufsberater bei der Hasco Suisse AG in Belp einen wesentlichen Vorteil der Grossinvestition hervor.

André Rüssmann (l.), Thomas Imenkämper, L&R Kältetechnik.

«Wir haben volle Auftragsbücher. Die Zukunftsaussichten sind intakt.» Beherrschendes Thema auf dem Stand der Arburg GmbH + Co KG, Lossburg (www.arburg.com), war die Produktionseffizienz. Dies wurde an jedem Exponat bzw. jeder Anwendung deutlich. Neben der Erweiterung der elektrischen Baureihe Alldrive durch den Allrounder 630 A mit 2500 kN Schliesskraft und dem neuen servohydraulischen Antriebskonzept für grosse Allrounder S standen aus Schweizer Sicht Komplettlösungen im Mittelpunkt des Interesses. «Für die Kunden zunehmend wichtiger wird ein Anbieter, der Komplettlösungen offerieren kann, d.h. Maschine mit Robotsystem, mit Automation und mit vor- und nachgelagerten Prozessen. Diese Möglichkeiten bieten wir unseren Kunden, z.B. mit 3-Achs-Linearrobotern, aber auch mit 6-Achs-Robotsystemen, die in unsere Steuerung Selogica integriert sind», erläuterte Marcel Spadini, Geschäftsführer der Schweizer Niederlassung Arburg AG in Münsingen.

Gleich an zwei Orten war die bfa solutions ltd, Schwerzenbach (www.bfa.ch) vertreten, nämlich auf dem Stand von Netstal und dem Gemeinschaftsstand mit SWP-irma. Vorgestellt wurde das System PiSolutions, das den Prozessablauf der Fertigung überwacht. «Aufgrund der gewonnenen Daten können Massnahmen zu kontinuierlichen Prozessverbesserungen getroffen und deren Wirkung überprüft werden», erklärte Jacques Boeniger, VR Präsident des Unternehmens. Über eine Pi-Schnittstelle kann die Information an ERP-Systeme weitergegeben werden. Im Weiteren können Produktionsdaten zum Zwecke der Rückverfolgung langzeitig gespeichert und archiviert werden. Die Besucher auf dem Stand der Wanner Technik GmbH, Wertheim-Reicholzheim (www.wanner-technik.de), interessierten sich für die unterschiedlichsten Produkte im Schneidmühlenbereich – kleine Mühlen, Beistellmühlen oder Zentralmühlen. Grossen Anklang fand aber auch der Thermogranulator TG20, der speziell

Der Formnormenspezialist Hasco Hasenclever GmbH + Co KG, Lüdenscheid (www.hasco.com), nutzte den Auftritt auf der Messe, um den Standbesuchern den jüngst in Lüdenscheid fertiggestell-

Marcel Spadini, Arburg AG.

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Ralph Dostmann, Wanner Technik (l.), Christoph Moser, Hatag.

Koch-Stand: Björn Culmone, Hatag.

ProTec-Stand: Marcella Reda, Dr. Brehm AG.

für schlecht rieselfähiges und kritisches Mahlgut ausgelegt ist. «Das Interesse an diesem Wiederaufbereitungsgerät thermoplastischer Produktionsabfälle wächst», stellt Christoph Moser von der Schweizer Vertretung Hatag Handel und Technik AG, Bolligen (www.hatag.ch), fest. Die Kunden können damit auch schwer recycelbares Material oder kleine Angüsse, die früher extern recycelt wurden, regranulieren. Selbst das Herstellen von Granulat im Mikrobereich ist möglich.

ohne dass hierzu eine aufwändige Mehrstellensteuerung erforderlich ist. Ein Trend, der sich auf der Messe herauskristallisierte ist, dass auch einfache Einzelgeräte mittels einfacher Steuerung im Spritzgiessbetrieb überwacht werden können.

Neben einem neuen, leistungsfähigen gravimetrischen Chargendosiergerät und des erstmals präsentierten OHL-Prozesses zur Aufbereitung von PET-Flaschenmahlgut zu rPET-Granulat war auf dem Stand der

ProTec Polymer Processing GmbH, Bensheim (www.sp-protec.com) die Vernetzbarkeit von Geräten und Visualisierung der Prozesse ein grosses Thema. «Ab der Fakuma werden alle Somos-Fördergeräte durchgängig mit der neuen Steuerung MH5 ausgerüstet», informierte Thomas Dubler, Geschäftsführer der Schweizer Vertretung Ingenieurbureau Dr. Brehm AG, Rotkreuz (www.brehm.ch). «Sei dies im Einzelgeräteförderbereich oder im Trocknungsbereich, wo neue Steuerungskomponenten ab nächstem Jahr verfügbar sind. Die neue Steuerung ist vernetzbar und modular zusammenstellbar», fügte er an. Da die Geräte miteinander kommunizieren können, lassen sich flexibel bis zu 12 Fördergeräte zu einem Verbund zusammenschliessen,

Christian Morf, Ems-Grivory.

Martial Marmy, Hasco Suisse AG.

Mario Mäder (l.), Claus Büsser, cb-Technik.

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Das Highlight auf dem Stand der cb-Technik GmbH, Rapperswil-Jona (www.cb-technik.ch) sind die Safe-Lock-Kupplungs-Systeme – Sicherheitskupplungen, die vor allem bei höheren Temperaturen (bis 180  °C) eingesetzt werden. «Die Safe-LockTechnologie verhindert durch einen speziellen Mechanismus zuverlässig das versehentliche Entkuppeln der Systeme unter Druck, was das Risiko von Verbrennungen ausschliesst», sagte Claus Büsser zu den

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Vorteilen. Die Systeme sind 100% kompatibel zu den Standardsystemen und lassen sich daher auch nachträglich nachrüsten. Mit dem Messeverlauf zeigte sich der Geschäftsführer mehr als zufrieden. «Bestehende wie neue Kunden interessieren sich sowohl für Standardprodukte aus unserem Rahmenprogramm, aber auch für Komplettlösungen aus einer Hand.» Kunststoffe für den Metallersatz bieten viele Unternehmen an. Wer sich also vom Wettbewerb abheben will, muss neben den geeigneten Werkstoffen auch umfangreiche anwendungstechnische Dienstleistungen erbringen. Und genau das macht EmsGrivory, Domat/Ems (www.emsgrivory. com). «Wir empfehlen nicht einfach ein Material als Metallsubstitut, sondern wir besprechen mit einem OEM oder Tier-1-Lieferanten ein Bauteil oder eine Baugruppe und bieten dann eine innovative Lösung für das Gesamtsystem an», erläuterte Christian Morf, Vice President Sales & Marketing, das Vorgehen. Das beginnt mit Designstudien,

gefolgt von CAE-gestützter Bauteilgestaltung, bis das Teil schliesslich virtuell auf dem Tisch ist. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann Ems dem Kunden das konkrete Einsparpotenzial in Dollar, Euro oder Schweizer Franken aufzeigen. Anschliessend begleitet Ems das Projekt über die Prototypenherstellung und Bauteilprüfung bis hin zum Anlauf der Serienproduktion. Neben dem Automobilbereich sind auch der Sanitärbereich und weitere Industrie- und Bauanwendungen sehr interessant für den Metallersatz. Eine weltweit durchgeführte Potenzialanalyse in den Zielmärkten von Ams-Grivory hat ein Kosteneinsparpotenzial durch den Ersatz von Metallen in dreistelliger Millionenhöhe ergeben. «Kompetenz mit Koch» – von diesem Leitspruch auf der Messe konnten sich die Besucher auf dem Stand der Werner Koch Maschinentechnik GmbH, Ispringen (www. koch-technik.de), anhand der ausgestellten Geräte und Anlagen zum Mischen, Dosieren, Fördern und Trocknen überzeugen.

«Interessant für den Kunden ist das Programm, weil alle Geräte individuell zusammenstellbar sind. Wir können für den Kunden das Paket so schnüren, dass es für seine Anforderungen am besten passt», sagte Björn Culmone, Verkaufsberater Region Ost bei Hatag Handel und Technik AG, Bolligen (www.hatag.ch). Eine Besonderheit der Koch-Geräte ist auch, dass sie alle gereinigt werden können, ohne ein Werkzeug in die Hand zu nehmen. Die Messebilanz am Freitagmorgen auf dem Stand der KraussMaffei Technologies GmbH, München (www.kraussmaffei.com) fiel positiv aus: «Wir haben seit Dienstagmorgen einen sensationellen Zulauf und gute Kundengespräche», freute sich Bruno Schleiss, Geschäftsführer der KraussMaffei (Schweiz) AG, Rotkreuz. Neben dem Trend zu nach wie vor elektrischen Maschinen – es können auch Hybridmaschinen sein – sieht Schleiss eine zunehmende Tendenz zur Automation im Verbund mit der Maschine. «Effizienz be-

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Simon Weibel (l.) und Bruno Schleiss, KraussMaffei (Schweiz) AG.

Christine Grob, Netstal-Maschinen AG.

deutet, möglichst rationell und kostensparend arbeiten – und das ist mit unserer Automation möglich.» Knickarmroboter auf der Spritzgiessmaschine sind auf dem Vormarsch – dies, weil sich deren Preis dem Preis von Lineargeräten annähert und auch die Steuerung einfacher zu bedienen ist, dank vollständiger Integration in der Maschinensteuerung. «Bei uns sind 80 bis 90% der Maschinen mit Automation bestückt – auch die kleinen Maschinen», hält Schleiss fest.

len Energie und Material einsparen. Dabei hilft ihnen Netstal», so Grob. Durch die schnellen Zyklen und die schnelle Einspritzung ist dies auch gewährleistet. «Mit der von uns entwickelten neuartigen Antriebseinheit Eco-Powerunit können mit einer Elion hybrid bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden.»

Innovationskraft gibt und auch Applikationen und Anwendungen, die eine exklusive Stellung im Markt sichern.» Ein anderes Problem ortet er bei den immer stärker und kurzfristiger schwankenden Rohstoffpreisen. «Als Rohstoffdistributeur können wir dies überhaupt nicht beeinflussen.»

Viele Besucher auf dem Stand von Resinex, Zwingenberg (www.resinex.de), erkundigten sich nach alternativen Materialien, um Kosten zu optimieren. Auch Recyclingmaterial ist ein Thema. «Die Kostenoptimierung steht im Vordergrund, weil die Sorge doch gross ist, dass immer mehr Anwendungen ins Ausland abwandern», stellte Olaf Wetzel, Regional Manager der Resinex Switzerland AG, Freienbach (www.resinex.ch) fest. Trotzdem schauen die Kunden nicht negativ in die Zukunft, weiss Wetzel. «Nach Gesprächen bin ich überzeugt, dass es nach wie vor genug

Nachdem die Messe letztes Jahr für die Regloplas AG, St. Gallen (www.regloplas. com) 'sagenhaft' gut gelaufen ist, war sie dieses Jahr für den Geschäftsführer Rafael Stieger immer noch sehr gut. «Wir haben den Eindruck, dass teilweise auch eine vorsichtige Stimmung herbeigeredet wird. Die Kunden sind sehr offen für Neues. Natürlich sind sie einem harten Konkurrenzdruck ausgesetzt und versuchen deshalb, sich konkrete Vorteile zu erarbeiten», stellte Stieger fest. «Unser Highlight auf dem Stand ist, dass wir alle unsere Temperiergeräte nun mit dem Regler RT 100

Über Rekordbesucherzahlen auf dem Gemeinschaftsstand KraussMaffei / Netstal freute sich auch Christine Grob, Marketing Communication, bei der Netstal-Maschinen AG (www.netstal.com). Das Unternehmen in Näfels hat die Hybridbaureihe Elion mit der Elion 3200 erweitert. Die Maschinen eignen sich speziell für Verpackungen oder für anspruchsvolle technische Teile mit schnellem Zyklus. «Die Verarbeiter wol-

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anbieten, neu auch die Kleingeräte. RT 100 zeichnet sich durch einfache Bedienbarkeit aus. Die Geräte bieten wir bis 180 °C an.» Auf der Messe zeigte die Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen GmbH, Ansfelden (www.erema.com), erstmals das Produkt Corema. Damit werden die Vorteile von Recycling und Compounding in einer Anlage kombiniert. Das Recycling-Rohmaterial wird in eine filtrierte Schmelze umgewandelt und in der Folge direkt einem gleichlaufenden Doppelschnecken-Extruder zugeführt. Neben der Dosierung von verschiedensten Additiven können dabei Füll- und Verstärkungsstoffe in höheren Mengen zudosiert werden, als dies bisher auf Erema Recyclinganlagen möglich war.
Das Resultat sind massgeschneiderte Kunststoff-Compounds für hochwertige Anwendungen. Das Recycling steht durch den Einsatz von neuen Materialien und damit neuen Applikationen vor grossen Herausforderungen. «Um diesen gewachsen

zu sein, haben wir unser Erema Customer Center eröffnet und damit die Flächen für Entwicklungen und Kundenversuche verdoppelt», erklärte Geschäftsführer Manfred Hackl den zukunftsgerichteten Entscheid. Wir haben sehr hohe Besucherzahlen mit einer Spitze am Mittwoch – da wurden wir regelrecht überrannt. Viele konkrete Anfragen – alle projektbezogen – sind eingegangen» freute sich Werner Bürli, Geschäftsführer der Wittmann Kunststofftechnik AG, Kaltbrunn (www.wittmann-group.ch). «Die Kunden in der Schweiz sind mit ihrer technischen Ausrüstung auf einem sehr hohen Niveau. Trotzdem suchen sie unter dem Kostendruck nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten. Es sind technische Details, die zählen und die nochmals die Produktivität steigern helfen», so Bürli. Als Beispiele nennt er die Variotherme Temperierung, Energieeffizienz in der Trocknung, im Handlingbereich ist es ein speziell entwickeltes Tool zur Optimierung des Entnahmeprozesses. «Die Funktion erlaubt mit

wenigen Eingaben, dass der Roboter den Entnahmeprozess selber ausrechnet und dann auch zeit- und wegoptimiert ausführt. Das brachte früher nur ein versierter Programmierer hin.» «Ich kann dasselbe sagen wie Kollege Bürli: wir sind sehr zufrieden mit der Messe, haben viele substanzielle Anfragen und Projektdiskussionen in jedem Stadium», klinkte sich Thomas Robers, Geschäftsführer der Battenfeld (Schweiz) AG, Volketswil (www.battenfeld.ch) ein. Und weiter sagte er: «Aus meiner Sicht gibt es nach wie vor noch grosses Potenzial in speziellen Verfahrenstechniken. So zeigen wir CellMould an zwei Maschinen, Mehrkomponenten-Kombinationen von Thermoplast und Silikon oder auch AirMould (Gasinnendruck). Über den Messeverlauf auf dem Stand der Wittmann-Gruppe, Wien (www. wittmann-group.com) sind sich die beiden Schweizer Geschäftsführer einig: «Die Messe ist entgegen jeder Prognose verlaufen. Eigentlich müsste dies eine ruhige Messe sein – ist sie aber definitiv nicht.»

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Zum ersten Mal trat die motan-colortronic Gruppe, Konstanz (www.motan-colortronic.com), mit ihrem Mos Corner (Motan’s Corner) auf der Fakuma auf. «Der Mos Corner soll weltweit zum Zug kommen und für unsere Kunden und andere Marktteilnehmer ein Treffpunkt zum Ideen- und Informationsaustausch werden», stellte Frank Medgyesy den Gedanken vor, der hinter der Neuerung steckt. «Primär ist es eine Austauschecke über Fragen technischer und anwendungstechnischer Natur, auch Fragen aus dem Service», so der Geschäftsführer der motan-colortronic ag in Hunzenschwil weiter. Hier sollen Fragen rund um das Fördern und Dosieren beantwortet werden und interaktiv ein Erfahrungsaustausch stattfinden. Mit der Messe sehr zufrieden zeigte sich auch das Team um Profossor Clemens Dransfeld, Leiter des Institut für Kunststofftechnik (IKT) an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Windisch (www.fhnw. ch/technik/ikt). «Die Anfragen, die wir kriegen, sind sehr zielgerichtet», sagte Dransfeld. «Wir haben auch ein grosses Echo auf das Nachdiplomstudium – der Messestand ist immer ein Marktplatz für Ehemalige und zukünftige Absolventen, die sich hier treffen und austauschen. Das ist ein sehr wichtiges Produkt in unserem Portfolio.»

KG, Bergneustadt (www.mrf-technik.de), die seit mehr als 35 Jahren von der Hatag Handel und Technik AG, Bolligen (www. hatag.ch), vertreten wird. «Wir stellen dieses Jahr hauptsächlich Separiersysteme, verbunden mit Fördersystemen und automatisierten Pufferlösungen aus. Das Interesse der Kunden ist gross», freute sich Christoph Moser von Hatag. So wurde beispielsweise ein Pufferförderband mit Lift und integrierter Wägezelle vorgestellt. Die Gebinde werden frei zugeführt, nach Gewicht abgefüllt und wegbefördert – alles vollautomatisch. «Damit erreicht der Kunde eine sehr grosse Autonomität», so Moser. «Wir erhalten hier Signale von Firmen, die mit Sonderlösungen die Autonomie weiter vergrössern wollen, weg vom Standard. Es sind intelligente Lösungen gefragt und die kann man nur mit guten Partnern anbieten – da ist MTF wirklich top oben auf.»

Gerhard Bald. «Zudem wurde das Spektrum erweitert, damit wir auch im Elektrobereich Artikel spritzen können, die 20 bis 25g wiegen», so der Vertriebsleiter weiter. «Gerade im Bereich technischer Kunststoffe ist der Preis pro Kilo mittlerweile sehr hoch. Mit dieser Düse kann der Kunde Material und damit Kosten einsparen.» Auf dem Stand der Illig Maschinenbau GmbH & Co. KG, Heilbronn (www.illig.de), wurde die Plattenmaschine UA 100g vorgestellt. Neu an diesen Maschinen sind die servomotorischen Antriebe, einerseits um die Energieeffizienz, aber auch um die Reproduzierbarkeit zu erhöhen und höhere Taktzeiten zu erreichen. Ebenfalls neu sind das integrierte Temperaturkompensationssystem und energiesparende Keramikheizstrahler. «Das Interesse ist gross» zeigte sich Peter Kirst von der Schweizer Vertretung Mapag Maschinen AG, Bern (www.mapag. ch), zufrieden.»

Die Schweiz ist der Hauptmarkt für die MTF Technik Hardy Schürfeld GmbH & Co.

Die Ewikon Heisskanalsysteme GmbH, Frankenberg (www.ewikon.com), hat ihr Produktprogramm abgerundet, Lücken im Programm geschlossen und dies auf Grund von speziellen Kundenwünschen. «Als Beispiel kann ich die Düse zur seitlichen Anspritzung nennen. Urspünglich für die Medizintechnik vorgesehen, für Schussgewiche bis zu 10 g und auch für einfache Materialien wie PE und PP, wurde die Düse so weiter entwickelt, dass wir heute fast alle technischen Kunststoffe produzieren können, auch glasfaserverstärkte», erklärte

Olaf Wetzel, Resinex Switzerland AG.

Reto Bodenmann (l.) und Rafael Stieger, Regloplas AG.

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Unter einem Modell des «Solar Impulse» von Bertrand Piccard erläuterte Klaus Dreesen die Strategie von Bayer MaterialScience, Leverkusen (www.bayermaterialscience.de): «Wir wollen Visionen umsetzen. Aus verrückten Ideen wie denjenigen von Piccard kommen neue Möglichkeiten.» Eine aktuelle Herausforderung gibt es beispielsweise bei den Elektroautos. Das grosse Problem besteht darin, Lithium-Ionen-Akkus mit entsprechenden Kapazitäten auf-

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zubauen. Damit sie nicht überhitzen und möglicherweise gar abbrennen, braucht es einen flammgeschützten Kunststoff. Dreesen sagte: «Wir haben hier ein Modell stehen, wo wir mit einzelnen Lamellen arbeiten. Wir umspritzen die eigentlichen Batterieeinheiten mit einem flammgeschützten Bayblend. Mit diesen Lamellen können wir beliebig grosse Kapazitäten erzeugen, wir können Kühlkanäle einbauen, damit die Batterien nicht überhitzen.» Rémi Daneyrole, zuständig für die Pressekontakte mit DuPont Performance Polymers, Le Grand-Saconnex (www.dupont. com), betonte die Expertise von DuPont im Material- und Designbereich. Aus der Zusammenarbeit mit dem Blasformexperten Ossberger GmbH & Co resultierte ein kostengünstiger Anschlagpuffer für AutoStossdämpfersysteme. Kombiniert wurden die elastischen Eigenschaften des thermoplastischen Polyesterelastomers Hytrel mit einer speziellen Blasformtechnologie des

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Maschinenbauunternehmens. So können Anschlagpuffer auf ein Teil reduziert werden – mit herkömmlichen Verfahren müssen vier Bauteile hergestellt und anschliessend montiert werden. Erwähnenswert sind auch die zwei Hochleistungs-Polyamide Zytel RS LC 4000 und Zytel LC 7000, die eine neuartige Polymerhauptkette enthalten. Sie eignen sich für automotive Anwendungen wie Druckluftbrems- oder Treibstoffleitungen, für die typischerweise das teurere PA12 eingesetzt wird. Thomas Lang, Sales Manager der elfo AG, Sachseln (www.elfo.ch), freute sich über gute Kontakte. Das Unternehmen verfügt über internationale Erfahrung im Kundenspritzguss, im Werkzeug- und Formenbau und in der industriellen Produktion. Es unterstützt seine Kunden von der Idee bis zur Produktion und zum Versand der Produkte. Ein Schwerpunkt ist die Herstellung von technischen Filtern, für die elfo verschiedene Technologien einsetzt. Einerseits

werden diverse Filtermedien umspritzt, andererseits werden Filter direkt gespritzt. Dieses Verfahren eignet sich besonders für die Produktion von Filterkomponenten für medizinnahe Branchen. Volker Aust, Leiter Produktmanagement von Herrmann Ultraschalltechnik GmbH & Co KG, Karlsbad (www.herrmannultraschall. com), sagte: «Wir sind sehr zufrieden mit der Messe. Sie übertrifft unsere Erwartungen.» Gezeigt wurde unter anderem ein neues Modul zur Produktion von Kunststoffbauteilen mit eingearbeiteten Membranen. Mit dem Stanz-SiegeI-Modul MPW (Modular Punch Weld System) werden aus einem Membranstreifen vorgegebene Membrankonturen ausgestanzt und in einem Arbeitsgang aufgesiegelt. Aust hob hervor: «Für den Anwender bedeutet dies, dass er nicht wie bisher die Membranen, die es normalerweise auf Trägermaterialien gibt, abziehen, dann automatisch aufs Bauteil aufsetzen und schliesslich mit Ultra-

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Gerold Schley, Jula Andris, Ferromatik Milacron.

Thomas Robers, Battenfeld (Schweiz), Werner Bürli, Wittmann Kunststofftechnik AG.

schall siegeln sowie mit der Kamera prüfen muss, ob wirklich alles klar ist.» Die Plastiversum AG, Aarau (www.plastiversum.ch), vertritt die Dr. Boy GmbH & Co. KG, Neustadt-Fernthal (www.dr-boy. de), in der Schweiz, im Fürstentum Liechtenstein und im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Ernst Bach und Sascha

Köppel, die beiden Geschäftsführer von Plastiversum, betonten die gute Qualität der geführten Gespräche. Sie fühlten eine gewisse Aufbruchstimmung. Ein Highlight auf dem Stand war das Spritzaggregat für eine zweite Materialkomponente, das an jede Spritzgiessmaschine angeschlossen werden kann, unabhängig vom Hersteller. Es basiert auf einer Boy XS und ist mit einem eigenen Hydraulikantrieb und einer eigenen Procan Alpha-Steuerung ausgestattet. Die komplette Steuerungs- und Hydraulikeinheit wird neben der Basismaschine positioniert. Wenn zwei oder mehr Spritzaggregate kombiniert werden, ist auch Dreioder Mehrkomponentenspritzguss möglich.

FHNW-Team: Lian Giger, Daniel Zürcher, Sabine Vogt, Clemens Dransfeld, Christian Rytka.

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Als Schweizer Generalvertreter war die Huber Automation AG, Rapperswil (www. huber-automation.ch) auf dem Stand von Sepro Robotique anwesend. Stefan Huber, der von seinem Vater Hans Huber bei der Betreuung der Standbesucher unterstützt wurde, war mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Zum Sepro-Programm sagte er: «Wir haben für alle Anforderungen Antworten – vom Angussentnahegerät bis zum Spezialroboter. Wenn wir billig sein müssen, können wir billig sein. Wenn Spezialitäten gefordert sind, können wir diese auch liefern. Kurz: Wir können alle Bedürfnisse des Markts abdecken.» Ein Highlight auf dem Stand war die neue Steuerung Visual 3, die

Frank Medgyesy, motan-colortronic.

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Oliver Schnerr und Jürgen Stahl präsentierten im Rahmen einer Pressekonferenz der Kistler Instrumente AG, Winterthur (www. kistler.com), auch den Werkzeuginnendrucksensor Typ 6161AA für die Überwachung der Herstellung moderner Leichtbaukomponenten. Der Sensor zeichnet sich aus durch seine an die Verarbeitung von niederviskosen duroplastischen Massen angepasste Konstruktion. Er misst Werkzeuginnendrücke bis 200 bar. Damit eignet er sich vor allem zum Überwachen, Steuern und Regeln von Resin Transfer MoldingProzessen (RTM-Prozessen), Hochdruck-RTM- (HD-RTM) und Sheet Molding Compound-Verfahren (SMCVerfahren), bei denen Drücke bis 150 bar auftreten. Schnerr sagte: «Wir von Kistler unterstützen mit unserer Messtechnik auch, dass diese Prozesse überhaupt prozesssicher betrieben werden können.» Zu den Highlights auf dem Stand der Meusburger Georg GmbH & Co KG, Wolfurt (www.meusburger. com), gehörten Wechselformen, mit denen sich Kleinserien und Prototypen kosten günstig realisieren lassen. Durch das neu entwickelte Wechselsystem mit Positionierkeilen können die Einsätze präzise und wiederholgenau gewechselt werden. Andreas Sutter, Head of Division Marketing, sagte: «Mit unseren Wechselformen sind wir sehr erfolgreich gestartet. Der Spritzgies-ser spart sich sehr viele Rüst- und Nebenzeiten. Er öffnet einfach die Spritzgiessmaschine in der Trenn­ebene und kann von dort sowohl den düsenseitigen als auch den auswerferseitigen Einsatz auf der Spritzgiessmaschine wechseln und innerhalb von wenigen Minuten wieder weiterproduzieren.» Seit bald 40 Jahren ist Rinco Ultrasonics AG, Romanshorn (www. rincoultrasonics.com), auf die Entwicklung und Herstellung von Ultra11/ 2012

schall-Schweissmaschinen und UltraschallSchneidanlagen spezialisiert. Bruno Friemel, Area Manager von Rinco, ist mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Er sagte: «Wir sind aufgrund unserer Erfahrung der Ansprechpartner für Sonderlösungen bei thermoplastischen Kunststoffen. Kleinigkeiten entscheiden über Erfolg oder Nichterfolg einer Schweissung.» Hauptkunde von Rinco ist die automotive Zulieferindustrie. Ein wichtiges Segment sind Standardgeräte mit Arbeitsfrequenzen von 35 oder 20 KHz als Handarbeitsplätze. Daneben ist aber auch

die Herstellung von Einzelkomponenten sehr wichtig, die in Sondermaschinen integ­ riert werden. Greifer für besondere Aufgaben sind die elektrischen Nadelgreifer der Serie GEN9000 von der Sommer-automatic GmbH & Co. KG, Solothurn (www.sommer-automatic. com). Michael Vogler, Technische Beratung/Verkauf Aussendienst, äusserte sich befriedigt über den Verlauf der Messe: «Die Anfragen sind meist sehr konkret; es geht um aktuelle Anwendungen.» Er verwies auf

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Illig-Stand: Peter Kirst, Mapag.

Gerhard Bald (l.) und Michael Seifried, Ewikon Heisskanalsysteme GmbH.

die gute Energieeffizienz der Impulsgreifer, die 200 Greifzyklen in der Minute schaffen. «Sie eignen sich optimal für Einlege- und Entnahmevorgänge in der Spritzgiessautomation. Carbon- und Glasfasern werden gegriffen, und mit Kunststoff umspritzt oder verharzt», erklärte Vogler.

Teile- und automatischer Dichtungskonturerkennung vor. Das Neue daran ist, dass die Zelle noch kleiner als die ursprüngliche Zelle ist. Zudem können die Teile dank des Bilderkennungssystems auch bei chaotischer Zuführung bearbeitet werden. Eingesetzt wird die Dosierzelle im teil- und vollautomatischen Betrieb zum Dichtungsschäumen, Kleben und Vergiessen von unterschiedlichsten Bauteilen. Mit der Anlage werden flüssige, mittel- und hochviskose Kunststoffe wie Polyurethane, Silikone, Epoxidharze oder andere polymere Reaktions-

Mai Doan, Business Development, Sonderhoff Holding GmbH, Köln (www.sonderhoff.com), stellte die Zwei-/Mehrkomponenten Dosier- und Mischanlage Smart – DM 402 in Zellenbauform mit optischer

Hardy Schürfeld, MTF (l.) und Christoph Moser, Hatag.

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werkstoffe exakt verarbeitet. Der Druckbehälter und das Pumpenchassis sind auf einem separaten Gestell montiert. Eine umfassende Erfahrung auf dem Gebiet der Zerkleinerungstechnik ermöglicht es Getecha GmbH, Aschaffenburg (www.getecha.de), praktikable und technisch ausgereifte Antworten auf jedes noch so ausgefallene Problem in der Kunststoffindustrie zu bieten. Burkhard Vogel, Geschäftsleitung: «Das grösste Highlight, das wir in diesem Jahr hier stehen haben, ist die

Thomas Lang, elfo AG.

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Sumitomo-Demag-Stand: Urs Kocher, Mapag.

Stefan (l.) und Hans Huber, Huber Automation.

Daniel Bohren, Albis Impex.

Harry Rist (l.), Heike Wolf, Kurt Knecht, Ultrapolymers.

Johannes (l.) und Patrick Wissing, Wipa.

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Helmut Schulz (l.), MAS, René Staub, Staub Technologie GmbH. Hans-Peter Vögeli, Tradcon (l.) und Burkhard Vogel, Getecha GmbH.

Günther Heisskanaltechnik.

Beat Kämpfer (l.), Anatol Sattel, bfa-solutions.

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me in verschiedenen Ausführungs- und Leistungsvarianten sowie die Anlageninbetriebnahme, Anlageninspektion und die Optimierung von bestehenden Anlagen. Das Temperaturspektrum reicht von -120°C bis +350°C. Hauptaugenmerk in der Entwicklung liegt dabei auf Energiespartechniken. «Eine Kältemaschine ist mitunter die teuerste Art und Weise, wie ich kaltes Wasser mache und um da Energie zu sparen, gibt es Techniken, wie die Winterentlastung (hier nutzt man die niedrige Umgebungstemperatur zur direkten Kühlung des Kühlwassers) oder die gleitende Kondensationsdruckregelung (Vario-Kon)», erwähnte Vertriebsleiter Thomas Imenkämper zwei Sparmöglichkeiten. Andreas Sutter, Meusburger.

Mühle 4509, die als neue Generation eine komplette Überarbeitung erfahren hat. Das Hauptfeature an dieser Mühle ist, dass der Antrieb mit der Übertragung in das Schmalgehäuse integriert wurde und dadurch eine wesentlich bessere Kraftübertragung vom Motor auf den Rotor – das Herz der Maschine – bringt. Die Kraftübertragung erfolgt nicht mehr über den Grundrahmen – Vibrationen werden damit weitgehend eliminiert. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt L&R Kältetechnik GmbH & Co. KG, Sundern-Hachen (www.lr-kaelte.de), energieeffiziente Gesamtkonzepte, die in ihrer langfristigen Wirkung eine bislang unnachahmliche Effizienz erreichen. Das Angebot umfasst Kühl- und Temperiersyste-

Sascha Köppel (l.), Ernst Bach, Plastiversum.

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Auf dem Stand der K-Tron (Switzerland) LLC, Niederlenz (www.ktron.com), war ein komplettes System, bestehend aus Dosierund Fördergerät ausgestellt. «Durch die Bereitstellung von Dosierern und pneumatischen Fördergeräten und -systemen durch nur einen Hersteller steht den Anwendern eine breite Palette integrierter Lösungen für ihre Anforderungen zur Verfügung», hebt Iris Fischer einen wesentlichen Vorteil des Systembaus hervor. «Vor allem in Ländern wie Indien und Mittlerer Osten nimmt die Nachfrage nach Komplettlösungen zu», so die Marketing- und Kommunikationsverantwortliche weiter. Entsprechend dem wachsenden Interesse wird der Systembau auch gepuscht. Die Albis Plastic GmbH, Hamburg (www. albis.com), präsentierte sich in ihrem neuen Outfit auf der Fakuma. «Der neue Auftritt reflektiert ganz klar, welche Segmente uns wichtig sind – nämlich Health Care, Automotive, Electrical & Electronics und Pa-

Manfred Hackl, Erema.

Bruno Friemel, Rinco Ultrasonics.

ckaging», erkärte Dr. Jörg Schottek. «Damit schärfen wir auch das Profil und sagen, wohin wir wollen», so der Vorsitzende der Geschäftsführung weiter. Von den präsentierten Produkten hebt Daniel Bohren das neue PP-Compound NXT PP hervor, ein Produkt das durch eine spezielle Compoundierung und Füllung mit Glasfasern eine sehr hohe Steifigkeit aufweist. «Das NXT PP ist kostengünstiger und kommt an die mechanischen Eigenschaften von PP Langglasfaser (LGF) Compounds und Polyamid-Compounds heran», zählt der Geschäftsführer von Albis Impex, Meilen (CH) ein paar Vorteile auf. «Der neue PP-Werkstoff hat das Potenzial, sich in den verschiedensten industriellen Anwendungsbereichen als eine exzellente Werkstoffvariante zu etablieren.» Die WiPa Werkzeug und Maschinenbau GmbH, Stadtlohn (www.wipa-germany.de),

Oliver Schnerr (l.), Jürgen Stahl, Kistler.

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Fakuma rückblick

Klaus Dreesen, Bayer MaterialScience.

Iris Fischer, K-tron Switzerland.

Mai Doan, Sonderhoff.

präsentierten den WiPa Plast Compactor. Diese Anlage dient der schonenden Aufbereitung thermoplastischer Kunststoffe. «In einem kontinuierlichem Prozess wird das Material in seinen spezifischen Erweichungstemperaturbereich gebracht, der unterhalb des jeweiligen Schmelzpunktes liegt. Es entsteht ein hochwertiges Agglomerat mit hohem Schüttgewicht, guter Dosierfähigkeit, bei geringster thermischer Schädigung», erklärten Johannes und Patrick Wissing den Prozess. Im weiteren fanden sich an der Messe diverse Einrichtungen zum Waschen, Trocknen und Aufarbeiten von Recyclingware. Ziel der Messe ist gemäss Johannes Wissing, gute

neue Kontakte, vor allem im Dreiländereck D-A-CH zu knüpfen und weiterhin den Bekanntheitsgrad der Firma auszubauen.

plastic.com) dazu. «Es ist eine absolute Neuheit betreffend Effizienz im Reinigungsprozess.» Beim patentierten Filter dreht sich der ganze Siebkorb. Dadurch werden die Verunreinigungen mit etwas Schmelze kontinuierlich aus dem Filter ausgetragen, während die gereinigte Schmelze ungehindert zur Granuliereinrichtung weiter fliesst.

Volker Aust, Herrmann Ultraschalltechnik.

gwk-Stand: Thomas Dubler, Dr. Brehm AG.

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Das Highlight auf dem Stand der MAS Maschinen- und Anlagenbau Schulz GmbH (A) war u.a. ein neuer kontinuierlicher Schmelzefilter, der mit Hilfe eines Schabers Kontaminationen wie Papier, Holz, Aluminium oder Gummi sowie nicht aufgeschmolzene Kunststoffe von der rotierenden Siebfläche entfernt. «Er hat eine Ausstossleistung zwischen 300 kg bis 2 Tonnen, je nach Aufbaugrösse», erklärte René Staub, Geschäftsführer der Schweizer Vertretung Staub Technologie GmbH, Däniken (www.swiss-

Im Mittelpunkt der Gespräche auf dem Stand der Lenorplastics AG, Aesch (www. lenorplastics.ch) standen die Themen Kostenoptimierung und Möglichkeiten mit Recyclat. «Lässt sich ein gewisser Anteil Recyclat in die Neuware beimischen, welche Folgen hat dies auf die mechanischen Ei-

Rino Lacher (l.), Jwan Meier, Lenorplastics.

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Fakuma rückblick

KunststoffXtra-Stand: Benjamina Perdedaj.

Andreas Berger, Velox GmbH.

genschaften des Materials, können Sie uns dabei unterstützen – mit diesen und anderen Fragen treten die Besucher an uns heran», erzählte Jwan Meier. «Die Firmen müssen sich wirklich überlegen, ob für gewisse Anwendungen nur Premium Material in Frage kommt», fügte der Geschäftsführer an. In der Automobilindustrie, zunehmend auch in der Elektrobranche, wird bereits darüber diskutiert. Lenorplastics propagiert deshalb auch den One Stop Shop. «Wir wollen nicht nur Kunststoff verkaufen, sondern Lösungen anbieten, Projektmitarbeit leisten oder mit Recyclat den Kreislauf schliessen. ‚More than plastics’ ist unsere Botschaft auf dieser Messe», so das Statement von Meier.

lers platziert war, konnte Matthew Defosse, der Marketing Communications Manager, Europe, mit sehr vielen Besuchern auf dem Stand konkrete Gespräche führen. Ein wichtiges Thema war der Metallersatz. «Der klassische Metallersatz bedeutet Metall raus, Kunststoff rein und dann wiegt das Produkt ein paar Gramm weniger – das ist gut und auch nötig», betonte Defosse. PolyOne will aber mehr bieten. Die Werkstoffe wiegen nicht nur weniger, sie verfügen auch über zusätzliche Eigenschaften, wie z.B. elektrische Leitfähigkeit, metallic look oder gold look. «Der Kunde sagt uns, was er braucht und wir bieten ihm die richtige Lösung, finden die richtige Rezeptur für seine Anwendung», wies Defosse auf die Stärke des Unternehmens hin.

Die Messe verlief für die Velox GmbH, Hamburg (www.velox.com), sehr gut. Das Interesse galt vor allem Reinigungscompounds und die Nachfrage nach Spezialitäten trat mehr und mehr in den Vordergrund. Als Beispiel nannte Andreas Berger, Technical Sales Manager Switzerland, hierzu Ecozen, ein neues, hochtransparentes PET-G (Glykol modifiziert) mit Temperaturbeständigkeit bis zu 140°C. «Ecozen ist biobasiert, somit CO2 neutral und kann für Getränkeflaschen eingesetzt werden, sowohl im Bereich Konsumgüter als auch Medical. Der Bio-Copolyester ist Bisphenol A frei und auch als Ersatzstoff für PC geeignet», zählte Berger ein paar Eigenschaften auf. Obwohl die PolyOne Th. Bergmann GmbH, Gaggenau (www.polyone.com), nicht in der Nähe eines Maschinenherstel34

Rege besucht über die ganzen Messetage war der Stand der Ferromatik Milacron GmbH, Malterdingen (www.ferromatik.com). «Wir haben positive Feedbacks auf zwei absolute Highlights was Sondertechnologien innerhalb der neuen F-Serie anbelangt, erhalten» sagte Julia Andris, Manager Communications, zufrieden. Zum einen war dies die erste 2K-Maschine in der F-Serie mit Inmould Labelling und einer richtig schnellen Zykluszeit von 2,8 Sekunden. Der zweite Hingucker war eine Würfelmaschine in vollelektrischer Ausführung – dies eine absolute Neuheit – mit IMA (Inmould Assembly). gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik GmbH, Kierspe (www.gwk.com), präsentierte als Weltneuheit die CO2-Temperierung und -Kühlung mit einer Spritzgiessmaschine, auf der optische Teile produziert wur-

Matthew Defosse, PolyOne.

Rémy Daneyrole, DuPont.

den. Das Resultat zeigt, dass es heute machbar ist, ohne Wasser und Öl einen Prozess durchzuführen. «Das ist möglich, indem man mit gasförmigem CO2 einen Heizprozess generiert , der sehr nahe an der Werkezugform bleibt. In der gleichen Kavität kühlt man anschliessend mit flüssigem Gas. Durch den Prozess erreicht man sehr grosse Temperatursprünge. Die Anwendung hier hat eine Zykluszeit von 2 Minuten, in denen man 100 ° C Temperaturdifferenz hinkriegt, in der gleichen Kavität, im gleichen Werkzeug. Nicht nur die Zeitersparnis ist ein Plus, auch die Qualität ist besser», betonte Thomas Dubler, Geschäftsführer der Schweizer Vertretung Ingenieurbuerau Dr. Brehm AG, Rotkreuz (www.brehm.ch). «Ein gutes Produkt erhält man an vielen Orten, einen Rundum-Service nicht überall. Wir werten unsere Produkte mit unserem Service auf, den wir dazu bieten. Das ist der Mehrwert für unsere Kunden.» n 11/ 2012


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W e r k s t o ff e

Studie von Roland Berger Strategy Consultants und dem VDMA

Nachfrage nach hochfesten FV-Bauteilen steigt Bis 2020 sinken die Kosten der Faserverbundbauteile voraussichtlich um 30 Prozent. Experten erwarten ein zusätzliches Leistungspotenzial durch Hybridbauteile. Die Herausforderung für den deutschen Maschinenbau liegt darin, durch Technologieentwicklung die Produktionskosten zu senken. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie von Roland Berger Strategy Consultants und dem VDMA Forum Composite Technology hervor.

Quelle: Exper tengespräche; Desk-Research; RBSC/VDMA Umfrageergebnisse

produkte herstellen zu können. Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf zwei Herstellungsverfahren: dem Resin Transfer Molding (RTM)- und dem Formpress-Verfahren.

Produktionskostensenkung durch gemeinsame Technologieentwicklung

Treiber für den Einsatz hochfester Faserverbundwerstoffe.

Das weltweite Produktionsvolumen von hochfesten CFK-Bauteilen wird bis 2020 um 17 Prozent jährlich wachsen. Dies ist eines der Ergebnisse der neuen Studie «Serienproduktion von hochfesten Faserverbundbauteilen – Perspektiven für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau» von Roland Berger Strategy Consultants und dem VDMA Forum Composite Technology. «Schon heute werden in wichtigen Industriebranchen wie Automotive, Luftfahrt und Windenergie grosse Mengen von endlosfaserverstärkten Verbundbauteilen eingesetzt», erläutert Ralph Lässig, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. «Durch die zunehmende Bedeutung von Leichtbau in verschiedenen Industriebereichen wird die Nachfrage nach diesen Produkten in den kommenden Jahren stark wachsen, vorausgesetzt die Herstellungskosten sinken.»

Maximales Leistungspoten­ zial durch Hybridbauteile Die Nachfrage nach hochfesten Faserverbundbauteilen nimmt branchenübergrei11/ 2012

fend bis 2020 zu und führt somit zu einem soliden Marktwachstum. Bis zu diesem Zeitpunkt erwarten die Experten, dass die Kosten der Faserverbundbauteile um etwa 30 Prozent sinken werden. Nach 2020 können weitere Kostensenkungen, insbesondere durch die Hybridisierung von Compositebauteilen (Verbund aus Endlosfaser und weiteren Materialien wie z.B. Metall oder Kurzfaser), zu einer deutlichen Ausweitung des Marktes führen – diese Hybride lassen sich voraussichtlich mit ähnlichen Prozessen fertigen wie reine Composites.

Fokus liegt bei RTM und Form­ pressen von Thermoplasten Der Trend zur Industrialisierung der Herstellprozesse in Richtung Serienfertigung versetzt den Maschinen- und Anlagenbau in eine Schlüsselposition. Der Bedarf der Anwenderbranche an modifizierten Serienmaschinen steigt aufgrund des zunehmenden Kostendrucks deutlich an. Die Unternehmen benötigen daher effiziente Prozesse, um wettbewerbsfähige Serien-

«Ein Schlüssel zum Erfolg ist sicherlich die Vernetzung. Dies muss vor allem in Form von Kooperationen der Maschinenbauer untereinander, aber auch gemeinsam mit der Anwenderindustrie geschehen», betont Frank Peters, Sprecher des VDMA Forums Composite Technology. So zeigt die Studie, dass aus Sicht der Kunden/OEM eine Kooperation zwischen verschiedenen Unternehmen notwendig ist, um den neuen Anforderungen der industriellen Composite-Fertigung gerecht zu werden. Partnerschaften würden ausserdem zu einer schnellen Weiterentwicklung dieser Technologie führen. Dadurch würden die Verfahrens- und Prozesskosten bis 2020 um 40 Prozent sinken, die Faserkosten voraussichtlich um ca. 20 Prozent. Damit ist eine Senkung der gesamten Bauteilkosten um etwa 30 Prozent zu erwarten. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der Composites Europe (Fachmesse für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendung) in Düsseldorf am 8. Oktober präsentiert.

Kontakt VDMA Forum Composite Technology Lyoner Strasse 18 D-60528 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 6603-1625 www.vdma.org/composites www.rolandberger.com

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Formgedächtnispolymer aus thermoplastischem Polyurethan

Ein Kunststoff, der sich erinnern kann Auch Kunststoffe können ein Gedächtnis haben. Das zeigt das Beispiel des neuen thermoplastischen Polyurethans (TPU) Desmopan DP 2795A SMP. Bayer MaterialScience hat es gemeinsam mit der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin, entwickelt.

Bild: Bayer MaterialScience AG

lien auf einem Feld einfach ist, kann die dauerhafte Aufrichtung der Folien zu einem Tunnel schon zu einer aufwändigeren und teureren Operation werden. Dies ist die Chance für das neue Formgedächtnispolymer: Auf die transparente Folie werden Profile aus dem TPU-Kunststoff aufgebracht, die zuvor übergangsweise in eine flache Form gebracht wurden. Nach dem Verlegen der Folie auf dem Beet brauchen die Profile nur auf die Schalttemperatur erwärmt zu werden. Dabei «erinnern» sie sich an ihre gebogene, permanente Form und richten sich und damit die Folie zu Halbtunneln auf – einer Nutzung als Treibhaus steht nun nichts mehr im Wege. Der neue Werkstoff könnte sich unter anderem im Produkt- und Markenschutz bewähren. So hat die BAM auf Basis des TPU-Produkts Etiketten mit eingravierten, farbigen Quick-Response (QR) -Codes entwickelt. Letztere sind nur zu lesen, wenn die Etiketten in ihrer permanenten Form vorliegen. Die Etiketten eignen sich daher gut als Informationsspeicher, um Waren fälschungssicher zu kennzeichnen und zu identifizieren.

Teile aus Kunststoffen mit einem Formgedächtnis können vorübergehend in eine andere Form gebracht und in dieser Form fixiert werden. Werden sie über eine bestimmte Temperatur, die sogenannte Schalttemperatur, erwärmt, dann «erinnern» sie sich an ihre ursprüngliche Form und nehmen diese fast unverändert wieder ein. Im Fall von Desmopan DP 2795A SMP liegt die Schalttemperatur bei rund 40 °C. Die Abkürzung SMP steht dabei für die englische Bezeichnung solcher Kunststoffe als «Shape Memory Plastics». «Angesichts dieser besonderen Eigenschaft dürften den Einsatzmöglichkeiten des Kunststoffs kaum Grenzen gesetzt sein», freut sich Jürgen Hättig, Leiter des Business Development für TPU bei Bayer Material­ Science. «Wir können uns Anwendungen in Bereichen vorstellen, die vom Maschinenbau über die Automobil-, Textil-, Sportund Freizeitindustrie bis hin zur Spielzeug36

herstellung sowie der Luft- und Raumfahrt reichen.» Denkbare Anwendungen sind unter anderem Karosserieschäden, die einfach mittels Fön repariert werden, ferner Temperatursensoren, künstliche Muskeln, Scharniere, sich selbst lockernde Schrauben, Verpackungen, Schrumpfschläuche und vieles mehr.

Selbstaufrichtende Folien­ tunnel für die Landwirtschaft Vor Kurzem haben beide Partner eine mögliche Anwendung im Bereich funktionaler Folientunnel und selbstaufrichtender Strukturen zum Patent angemeldet. Folientunnel auf einem Feld wirken wie Treibhäuser und beschleunigen das Wachstum von Salat und Gemüse, sodass diese bereits früher geerntet werden können als bei der «klassischen» Reifung unter freiem Himmel. Während jedoch die Verlegung flacher Fo-

Fälschungssichere Etiketten mit QR-Codes Auch im Produkt- und Markenschutz könnte sich der neue Werkstoff bewähren. So hat die BAM auf Basis des TPU-Produkts Etiketten mit eingravierten, farbigen QuickResponse (QR)-Codes entwickelt. Letztere sind nur zu lesen, wenn die Etiketten in ihrer permanenten Form vorliegen. «Die Etiketten eignen sich daher sehr gut als Informationsspeicher, um Waren fälschungssicher zu kennzeichnen und zu identifizieren», erklärt Thorsten Pretsch, der in der BAM an Polymeren mit Formgedächtnis forscht. Das Projekt über Etiketten mit schaltbarer Lesbarkeit wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Der TPU-Werkstoff ist frei von Weichmacheradditiven und Hydrolyseschutzmitteln. Er bietet sich deshalb auch für Anwendungen an, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen. Darüber hinaus zeichnet er sich durch die typischen Vorzüge von TPU aus wie hohe Abriebfestigkeit, Elastizität und gute Chemikalienbeständigkeit.  Quelle: Bayer MaterialScience AG 11/ 2012


Überzeugende Vielfalt: Laser von TRUMPF. Für jede Anwendung den richtigen Laser. Sie benötigen CO2- oder Festkörperlaser? Sie bauen auf Erfahrung? Sie verlangen erstklassiges Applikations-Know-how für Ihre Prozesse? Sie wollen technologische Vielfalt und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein? Antworten finden Sie unter www.laserkompetenz.trumpf.com

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Microbatch zum Einfärben von Kunststoffen

Perfekte Farbgebung und Colorierung nach Mass Das additive Fertigungsverfahren (AM) ermöglicht die schnelle und flexible Produktion von hochqualitativen Bauteilen und entspricht damit reproduzierbaren, industriellen Qualitätsstandards. Diese revolutionäre Technologie ebnet damit den Weg für einen Paradigmenwechsel in Produktdesign und Produktion.

lichen Durchmesser von 450 µm, besteht aus einer Wachskomposition, die mit zahlreichen Kunststoffen ausgezeichnet homogenisiert werden kann.

Bilder: Novosystems

Praxisgerechte Eigenschaften für farbenfrohe Produkte

Innovation Novopearls Microbatches-Granulatfarben mit den Eigenschaften von Flüssigfarben nun in Chargen ab 100 kg erhältlich.

Guido Radig1 Das neue Mikrogranulat Novopearls entwickelt sich zunehmend zum «Renner» für den Farbenspezialisten Novosystems aus Seevetal. Nach Auskunft von Rainer Hoop, Geschäftsführer des Unternehmens, liegt dies, neben guter Homogenisierung und Farbdeckung, daran, dass es nun auch möglich ist, kleinere Chargen zu ordern. Waren es bislang rund 1000 kg pro Charge, die vor allem in der Extrusion eingesetzt wurden, so sind es nun bereits Chargen von 100 kg, bei denen der Einsatz wirtschaftlich ist. Dies bedeutet, so Hoop, den Einstieg in zahlreiche Anwendungen der Spritzgiesstechnik. Durch Kundenanwendungen liegen nun auch praktische Erfahrungen zum MiGuido Radig, Journalist und Consultant, Provvido, D-85232 Bergkirchen, radig@ provvido.eu 1

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schen mit Flüssigfarben vor, wodurch sich, z.B. bei Dünnwandanwendungen für die Verpackungsindustrie, der Farbanteil (Chromatizität) weiter steigern lässt. Generell besitzt Novopearls als Feststoff die Eigenschaften von Flüssigfarben, ermöglicht jedoch zusätzlich höhere Farbfüllgrade und bietet in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit, Vorteile gegenüber den konventionellen Farbbatchen. Die Lücke zwischen Flüssigfarbe und konventionellen Batchgranulaten füllt das Novopearls-Mikrogranulat seit Einführung auf der Fakuma 2011 aus. Gleichzeitig kann es, in Kombination mit Flüssigfarben, deutliche Steigerungen der Farbdeckung erzielen. Somit wird die volumetrische Obergrenze von Flüssigfarbe bis max. ca. 3 % Füllvolumen weiter ausgedehnt. Zum anderen kann sich der flüssige Trägerstoff positiv auf die Oberflächengüte auswirken. Das Mikrogranulat in Kugelform, mit einem durchschnitt-

Novopearls ist hoch pigmentiert, miteinander mischbar, staubfrei und sehr fliessfähig. Der besondere Clou ist der Schmelzpunkt des Mikrogranulats: Er liegt bei 85 °C. Deshalb schmilzt das Mikrogranulat im Schneckenraum schneller als der zu färbende Basiskunststoff. Daher ergibt sich eine rasche und schlierenfreie Homogenisierung von Farbe und Kunststoff, wie sie bislang nur vom Einfärben mit Flüssigfarben bekannt ist. Nach Aussage von Novosystems sind Massenkunststoffe wie PVC, PS und andere technische Kunststoffe mit dem Mikrogranulat einfärbbar. Vor allem punktet Novopearls bei der Wirtschaftlichkeit und erschliesst eine kostengünstige Einfärbung als Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Aufgrund

Rainer Hoop: «Die Ausweitung unseres Angebots auf kleine Chargen, machen Novopearls, egal ob pur oder in Kombination mit Flüssigfarben, zunehmend attraktiv für die Spritzgiesstechnik.»

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W e r k s t o ff e

gen machen Novopearls, egal ob pur oder in Kombination mit Flüssigfarben, zunehmend attraktiv für die Spritzgiesstechnik», so Hoop. Waren es seit Einführung zur Fakuma 2011 vor allem Einsatzgebiete in der durchsatzstarken Extrusion, ergänzen nun auch Spritzgiessanwendungen das Spektrum von Novopearls. Aktuell, so Hoop weiter, wird Novopearls in der Möbelindustrie, für Verpackungsanwendungen, Spielwaren und für technische Teile eingesetzt.

Perfekte Dosierung ohne Kompromisse Durch die geringe Körnung von 450 µm kann Novopearls sehr genau dosiert werden. Zur Dosierung hat der Anwender verschiedene Möglichkeiten:

Produktbeispiel: Profile (Bolta).

der optimal dispergierten Pigmente im Wachsgranulat sind geringe Zugabemengen von volumetrisch 0,1 bis 0,9 % möglich. Die Kosteneinsparungen gegenüber Farbbatchen können nach Aussage des Herstellers bei 20 bis 30 % liegen.

Novopearls sind in der Praxis angekommen Durch zahlreiche Kundenanwendungen liegen inzwischen praktische Erfahrungen zum Mischen mit Flüssigfarben vor. Dadurch lässt sich, z.B. bei Dünnwandanwendungen für die Verpackungsindustrie, der Farbanteil weiter steigern. Dazu muss der Anwender «doppelt» dosieren: Klassisch über eine Granulat-Förderung und -Dosierung und für die Flüssigfarbe zusätzlich über einen Flansch mit Bohrung, oberhalb des Einzugsbereiches des Granulates zum Extruder oder der Spritzgiessmaschine. Die Möglichkeiten zur Oberflächenoptimierung zählen zu den klassischen Stärken von Novopearls. Dies ist interessant für Anwender, die bei sehr geringen Wandstärken einen opaken Effekt der Farbgebung wünschen. «Die Ausweitung unseres Angebots auf kleine Char11/ 2012

1. Anpassung der Schneckenförderung an allen Granulatfördergeräten in der ­Fertigung, die bisher im Einsatz stehen 2. Dosiergeräte von Novosystems, falls die kombinierte Anwendung mit Flüssig­ farben sich empfiehlt 3. Dosierung des Mikrogranulats mit MC­ Balance von Movacolor nach dem ­gravimetrischen Dosierprinzip. Bei ­dieser Variante können wahlweise das Mikrogranulat Novopearls oder konventionelles Granulat problemlos eingesetzt werden. «Diese Flexibilität der Hardware zur Dosierung von Novopearls punktet wirtschaftlich und technisch», meint Rainer Hoop, «mit dem Ergebnis, dass der Anpassungs- oder Investitionsaufwand gering ist.» Egal welche Lösung der Anwender wählt – die Dosiergeräte erlauben eine maximale Kontrolle der Dosiermengen ohne Pulsation bei hohen Durchsatzmengen sowie bei «Feinstdosierungen» kleiner Chargen. Empfiehlt sich dann doch der Einsatz von Farbbatch auf Granulatbasis, so ist der Umstieg meist mit der vorhandenen Dosiertechnik in der Fertigung möglich.

Sehr sparsam und dabei ­beste Farbergebnisse Novosystems bietet zum Einfärben fertige Farbbatches in Chargen ab 100 kg an oder der Anwender mischt aus 15 bis 24 Monobatches selbst seine gewünschte Farbe. Durch additive Farbmischung kann der An-

Dosierung: Das Mikrogranulat Novopearls besitzt als Feststoff die Eigenschaften der Flüssigfarben. Es kann pur oder in Kombination mit Flüssigfarben zum Einsatz kommen.

wender optional selbst nach Mass colorieren: Ein Coloriersystem, bestehend aus Farbmessgerät inklusive Rezeptier-Software mit integrierter Farbdatenbank erlaubt mit Novopearls hohe Flexibilität und kreative Farbgestaltung. Natürlich kann mit diesem Werkzeug auch reproduzierbar eingefärbt werden. Durch geringere Zugabemengen, verglichen zu konventionellen Farbgranulaten und durch schnellere Farbwechsel ist ein hohes Mass an Wirtschaftlichkeit gewährleistet.

Die besonderen Vorzüge ­eines «flüssigen» Feststoffes Das Mikrogranulat erlaubt erstmals, die Eigenschaften von Flüssigfarben zu nutzen und vermeidet die bekannten möglichen Nachteile von Feststoffgranulaten. Es ist einerseits deutlich sparsamer einsetzbar als konventionelle Granulate und ermöglicht andererseits, aufgrund der spezifischen Pigmentierung, höhere Farbdeckungsgrade (Chromatizität) als Flüssigfarben. Bei sehr geringen Zugabemengen und bester Homogenisierung wird eine den Flüssigfarben vergleichbare Reinigungswirkung erzielt und die Abrasion reduziert, so dass auch auf Reinigungsmittel verzichtet werden kann. Staubbildung ist kein Thema. Die Zeitersparnis durch schnelle Farbwechsel eröffnet dem Anwender ein hohes Mass an Flexibilität. Kontakt Novosystems Farben & Additive GmbH Winsener Landstrasse 124 D-21217 Seevetal Telefon +49 (0)41 05 14 58-0 info@novosystems.de www.novosystems.de n 39


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Materialeigenschaften und Verarbeitbarkeit kombiniert

Leicht fliessendes PEEK für eine Trichterspitze Die leicht fliessenden Victrex PEEK-Typen der 90er-Serie eignen sich speziell für sehr dünnwandige, komplexe Geometrien. Daher vertraut der US-amerikanische Hersteller von Spritzgiesswerkzeugen Mold Craft bei einer neuen Trichterspitze auf das Spezialpolymer.

Bild: Mold Craf t

Ingenieure in der Luftfahrt-, Automobil- und Elektronikindustrie suchen stetig Materiallösungen, die in den anspruchsvollsten Umgebungen neue Massstäbe bei Gewichtsreduktion, Betriebssicherheit und Langlebigkeit setzen. Vor dieser Aufgabe stand auch Mold Craft und hat sich daher bei der Entwicklung einer Trichterspitze für den Hochleistungskunststoff Victrex PEEK 90G entschieden, ein ungefülltes Granulat aus der 90er-Serie. Die Hochleistungspolymere dieser leicht fliessenden Serie wurden speziell für dünnwandige, komplexe Geometrien entwickelt. Durch die hohe Fliessfähigkeit lassen sich diese Spezialtypen sehr gut verarbeiten und ermöglichen Wandstärken von unter 0,5 Millimetern. Gleichzeitig punkten die Polymere mit sehr hoher mechanischer Festigkeit. Diese guten Verarbeitungseigenschaften erlauben es, die Trichterspitze mit einer Wandstärke von 0,4 Millimetern, die sich über eine Fliessweglänge von circa 12 Millimetern auf 0,2 Millimeter verjüngt, problemlos zu fertigen und im späteren Gebrauch funktionssicher dauerhaft einzusetzen.

Leicht fliessendes Victrex PEEK bietet eine ideale Kombination von Materialeigenschaften und Verarbeitbarkeit für dünnwandige Trichterspitzen.

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«Wir haben uns für Victrex PEEK 90G wegen seiner hohen Festigkeit und aussergewöhnlich guten Fliesseigenschaften entschieden», sagt Justin McPhee, Vice President of Engineering bei Mold Craft. Da dies keine leichte Aufgabe für den Designer und Spritzgiesser war, hat Mold Craft während der Design- und Prozessentwicklungsphasen des Projekts Hand in Hand mit Victrex zusammengearbeitet. «Victrex hat uns hervorragend bei der Auswahl des richtigen Materials für diese Anwendung und der Einstellung der korrekten Verarbeitungsparameter unterstützt, um die Teile zu optimieren», so McPhee. Wichtig für Unternehmen wie Mold Craft ist auch die zuverlässige Verfügbarkeit des Hochleistungspolymers.

lust an Zug- oder Biegefestigkeit nach Auslagerung bei 200 °C in 1,4 MPa Dampf für mehr als 2500 Stunden. Durch ihre hohe Temperaturbeständigkeit eignen sich PEEK-Werkstoffe der Victrex 90er-Serie zudem auch sehr gut für elektrische Anwendungen.

Einsatz in Luft-, Automobilund Elektronikindustrie

Konkurrenz für Metalle, technische Kunststoffe und Keramik

Polymere der Victrex 90er-Serie reduzieren als Schellen, Klemmen, Abstandshalter oder Befestigungselemente sowohl in Flugzeugen als auch in Fahrzeugen Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch. Im Elektronikbereich werden sie in Steckern, Sensoren, Schaltern, Spulen und Kondensatoren eingesetzt. Sie zeichnen sich durch geringe Ausgasung, hohe Zähigkeit und Bindenahtfestigkeit aus. Ausserdem halten sie dem bleifreien Lötprozess stand, bei dem Temperaturen bis zu 280 °C erreicht werden.

Verfügbar in ungefüllter, karbon- oder glasfaserverstärkter Qualität, ersetzen PEEKPolymere Metalle, Duroplaste und Keramik. Hierbei können Gewichtseinsparungen von bis zu 80 Prozent sowie eine höhere Zuverlässigkeit erzielt werden, bedingt durch die inhärenten thermischen und mechanischen Eigenschaften des Werkstoffs. Mit einem Füllstoffanteil von bis zu 60 Gewichtsprozent übertreffen die Typen der Victrex 90er-Serie aufgrund ihrer vorteilhaften Kombination von Materialeigenschaften und Verarbeitbarkeit Werkstoffe wie Flüssigkristallpolymere (LCP), Polyphenylensulfide (PPS) und Keramik. Durch schnelle Kristallisation und Schmelzefluss beim Spritzgussprozess können Zykluszeiten verkürzt und Herstellkosten reduziert werden. Victrex PEEK-Polymere weisen hervorragende Chemikalien- und Hydrolysebeständigkeit auf und zeigen nur geringfügigen Ver-

Kontakt Victrex Europa GmbH Peter Meier Büelisackerstrasse 13 CH-5622 Waltenschwil Telefon +41 (0)56 610 82 10 pmeier@victrex.com www.victrex.com

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Trends

Studie von Frost & Sullivan zeigt:

Schiefergas wird globalen Energiemarkt verändern Der weltweite Energieverbrauch wird von Öl und Kohle dominiert. Während Erdgas einen signifikanten Anteil des Energiemarktes ausmacht, werden weltweit neuentdeckte Reserven an Schiefergas den Verbrauch von Gas sowohl als Energiequelle als auch erschwinglichen Rohstoff für eine grosse Zahl von Chemikalien und Materialien vorantreiben. Eine aktuelle Studie von Frost & Sullivan zum Weltmarkt für Schiefergas analysiert die Auswirkungen von Schiefergas auf die Chemieindustrie und betrachtet den derzeitigen Stand des Schiefergasmarktes als Ganzes.

«Die schnelle Entwicklung von Schiefergasquellen wird den globalen Energiemarkt erheblich verändern», erläutert Frost & Sullivan Consulting Analyst, Michael Mbogoro. Langfristig gesehen, wird Europa seine Abhängigkeit von Russland und dem Nahen Osten bedingt verringern und damit die Dominanz dieser Regionen im Energiemarkt reduzieren. Eventuell bilden sich hierdurch zudem neue geopolitische Allianzen auf Kosten der bisherigen. Die grösste Nachfrage in Asien wird von China und Japan kommen, anknüpfend an Chinas unstillbarem Energiebedarf (als Resultat schnellen Wachstums) und der voraussichtlich ansteigenden Erdgasabhängigkeit Japans als Folge des Atomunglücks in Fukushima. Die grossen Vorkommen an Schiefergas werden nur kurzfristig die Einfuhrbelastungen erleichtern, selbst wenn eine erhöhte Energieerzeugungsleistung anderer Quellen (Solar, Wind, Wasser) berücksichtigt wird. Zudem verändern grosse Chemieunternehmen ihr Investitionsverhalten, um die grossen Schiefergasvorkommen in den Vereinigten Staaten zu erschliessen, auf Kosten des Nahen Ostens sowie anderer Regionen der Welt mit hohem Schiefergasvorkommen. Die nordamerikanischen Erdgaspreise sind die niedrigsten der Welt, und die Chemieunternehmen puschen den Aufschwung des US-Fertigungssektors, indem sie aus dem günstigen Vorkommen Kapital schlagen. Chancen existieren zudem für Abwasserentsorgungsunternehmen aufgrund des hohen Wasserverbrauchs bei der Schiefergasproduktion sowie für Hersteller von Chemikalien für das so genannte ‚Hydraulic Fracturing’. 11/ 2012

«Der Markt für Chemikalien für das Hydraulic Fracturing wird bis 2020 voraussichtlich jährlich um 10 Prozent anwachsen,» so Dr. Mbogoro. «Der Markt wird dominiert von grossen Energiedienstleistern, die enge Verbindungen mit Öl- und Gas-Unternehmen haben. Jedoch vereinen Chemieunternehmen noch einen signifikanten Anteil des Marktes auf sich. Mengenmässig sind Geliermittel die Haupt-Fracturing-Chemikalien, gefolgt von reibungsarmen und korrosionshemmenden Chemikalien. Aufgrund der ansteigenden Schiefergasproduktion in Nordamerika, ist auch die Nachfrage nach Geliermitteln gestiegen, zum Beispiel nach Guakernmehl, was zu einer erheblichen Verknappung weltweit und hohen Preisen geführt hat. Aufgrund des Schiefergas-Booms wächst zudem der Markt für Chemikalien zur Abwasserbehandlung. Während bestimmte Chemikalien zum Standardprodukt werden, kommen weiterhin innovative Lösungen bei der Wasserbehandlung auf. Da grosse Mengen an Wasser bei der Schiefergasgewinnung benötigt werden und weitere Verordnungen, die den Toxizitätswert im Abwasser begrenzen, geschaffen werden, können innovative Unternehmen einen Markt mit guten Wachstumsaussichten über die nächsten 20 Jahre erschliessen.

Zur Studie Die Studie Analysis of the Global Shale Gas Market (9833-39) ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Chemicals & Materials, das ausserdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Oilfield Chemicals, Water and Waste Water Chemicals sowie Materials for Infrastructural Development. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Kontakt Frost & Sullivan Clemensstrasse 9 D-60487 Frankfurt Telefon +49 (0)69 770 33 43 katja.feick@frost.com www.frost.com

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TR e n d s

Energie einsparen

Schwitzende Hausdächer Beim Schwitzen verdampft der Schweiss auf der Haut und entzieht so dem Körper einfach und effizient die überschüssige Wärme. Nun haben Forschende der ETH Zürich eine Kunststoffmatte für Dächer entwickelt, die nach dem gleichen Prinzip Gebäude kühlen soll – ohne dafür Energie zu brauchen.

Schwitzen ist ein denkbar einfacher und effizienter Prozess, um einen Körper abzukühlen. Menschen und Tiere nutzen ihn, um bei hochsommerlichen Temperaturen oder nach körperlicher Anstrengung nicht zu überhitzen. Dieser Prozess soll nun auch für die Kühlung von Gebäuden zur Verfügung stehen. Forschende aus der Gruppe von Wendelin Stark, Professor am Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften, haben eine Matte entwickelt, mit der sie Dächer decken möchten. Regnet es, saugt sich die Matte wie ein Schwamm mit Wasser voll. Wird die Matte bei Sonnenschein warm, gibt sie Wasser an ihre Oberfläche ab – sie «schwitzt». Dadurch wird dem Gebäude Wärme entzogen. Dies funktioniert gleich wie bei uns Menschen: Wenn wir schwitzen, sondern Drüsen in unserer Haut Schweiss ab, der mit der Zeit verdampft. Damit eine Schweissperle zu Dampf werden kann, benötigt sie Energie, die sie dem Körper in Form von Wärme entzieht. Für die «schwitzenden» Matten verwendeten die Forscher ein spezielles Polymer mit der Abkürzung PNIPAM, das von einer wasserdurchlässigen Membran geschützt wird. So kann sich die Matte bei Regen mit Wasser füllen. Die Speicherkapazität von PNIPAM ist temperaturabhängig. Wird das Material unter direkter Sonneneinstrahlung wärmer als 32 Grad, zieht es sich zusammen und nimmt wasserabstossende Eigenschaften an. Dadurch wird das Wasser durch die Membran an die Oberfläche der Matte gepresst, wo es wie Schweiss auf unserer Haut verdunstet.

Fabio Bergamin, Redaktor, ETH-Zürich, Rämistrasse 101, CH-8092 Zürich fabio. bergamin@ hk.ethz.ch 1

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Tests mit Modellhäuschen Getestet haben die Forscher das Prinzip im kleinen Massstab: Sie deckten Dächer von Modelleisenbahnhäuschen mit fünf Millimeter dicken Matten und liessen diese von einer speziellen Lampe bestrahlen, die das Sonnenlicht in unseren Breitengraden imitiert. Dabei massen die Wissenschaftler die Temperatur im Innern der Minitaturhäuschen. Im Vergleich mit einer Matte, die mit einem konventionellen Polymer gefüllt ist, das sich bei Hitze nicht zusammenzieht, war die Kühlleistung der PNIPAM-Matte deutlich grösser. «Das mit der PNIPAM-Matte isolierte Haus wärmte sich viel weniger schnell auf», sagt ETH-Doktorandin Aline Rotzetter, Erstautorin der Originalpublikation in der Fachzeitschrift «Advanced Materials». Denn eine Matte mit einem konventionellen Polymer sei vergleichbar mit einem gewöhnlichen Schwamm, während PNIPAM-Matten gezielt Wasser abgäben, wenn sie sich erwärmten.

Weniger Strom für Klimaanlage Mit solchen Matten bedeckte Gebäude müssten bei hohen Temperaturen weniger stark mit Klimaanlagen gekühlt werden. Nach Berechnungen der ETH-Wissenschaftler würde man beispielsweise bei einem Einfamilienhaus bei starker Sonneneinstrahlung im Juli bereits mit einer wenigen Millimeter dicken Matte bis zu 60 Prozent der für die Klimatisierung aufgewendeten Energie einsparen können. Den Schritt vom Modellhaus zum richtigen Gebäude steht allerdings nicht unmittelbar an. Zunächst müssten eine Reihe offener Fragen geklärt werden, wie zum Beispiel jene, ob die Verdampfungsmatten auch frostresistent seien, sagt Rotzetter. Da die

Bild: Rotzetter ACC et al. / Advanced Materials

Fabio Bergamin1

Eine schwitzende Spezialpolymer-Matte (rechts) kühlt ein Modellhaus stärker als eine Matte aus einem herkömmlichen Polymer (links); Infrarot-Aufnahme.

Kühlmethode nun in einer Fachzeitschrift veröffentlicht und nicht patentiert sei, stünde es jedermann frei, sie aufzugreifen und zur Marktreife weiterzuentwickeln. «Eignen würden sich unsere schwitzenden Matten auch für Entwicklungs- und Schwellenländer in warmen Weltregionen, denn das System ist sehr kostengünstig.»

Literaturhinweis Rotzetter ACC, Schumacher CM, Bubenhofer SB, Grass RN, Gerber LC, Zeltner M, Stark WJ: Thermoresponsive Polymer Induced Sweating Surfaces as an Efficient Way to Passively Cool Buildings. Advanced Materials, 2012, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1002/adma.201202574

Kontakt ETH Zürich Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften Wolfgang-Pauli-Strasse 10 CH-8093 Zürich Telefon +41 (0)44 633 91 96 aline.rotzetter@chem.ethz.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Firmenbericht

Sandwich-Bauweise für den Fensterbau

Verbreiterungsprofil vereinfacht Montage Ein neuartiges Verbreiterungsprofil für den Fensterbau hat der Kunststoffspezialist SLS vor wenigen Wochen vorgestellt. Es lässt sich für alle Kunststofffenstersysteme verwenden, erreicht hervorragende Wärmedämmwerte und setzt Massstäbe bei der Oberflächenqualität. Das in Sandwich-Bauweise konstruierte Profil ist federleicht und dank integrierter Verbindungselemente in Rekordtempo eingesetzt.

Bilder: SLS

Vorteile für Hersteller und Handwerk

Das neue Verbreiterungsprofil: Sandwich-Konstruktion mit Polystyrol-Kern, vier Millimeter dicke Hart-PVC-Wände und verschlussdicht aufgeklebten Clipprofilen.

Ob Neubau oder Sanierungsprojekt: Wo immer Kunststofffenster montiert werden, fallen Ausgleichsarbeiten an, die den Einbau verzögern. Hier fehlen einige Zentimeter in der Breite, dort muss unterbaut oder überbrückt werden und an anderen Stellen ist Aufdoppeln erforderlich. Damit die Monteure dennoch zügig weiterarbeiten können, haben die Entwickler im Hause SLS ein neuartiges Adapterprofilsystem realisiert, das alle bisher eingesetzten «Improvisationen» überflüssig macht. Die montagefreundliche Lösung von SLS ist ein Sandwichelement mit integrierter Wärmedämmung und eingeklebten Clip-Verbindern, das sich an alle marktüblichen Kunststofffenstertypen mit den Profilbreiten von 70 bis 120 mm anpassen lässt. SLS versorgt sowohl die Hersteller von Fenstersystemen als auch die ausführenden Handwerksbetriebe mit seinem neuen Verbreiterungsprofil – ganz gleich, ob Standardabmessungen oder Sondermasse benötigt werden.

Systemlösung aus Profil und Verbindern Das innovative SLS-Verbreiterungsprofil ist die moderne Alternative zu den bis dato verwendeten Hohlkammerprofilen. Dank 11/ 2012

seiner integrierten Clip-Verbinder ist es mit wenigen Handgriffen sicher und bündig am Fensterrahmen befestigt. Wo nötig, können zusätzliche mechanische Sicherungen angebracht werden. Auch eine Verschraubung im Mauerwerk ist möglich. Über den enormen Zeitvorteil bei der VorOrt-Montage hinaus bietet das SandwichSystem hervorragende Wärmedämmwerte. Zu den ­weiteren Pluspunkten zählen die hohe Druckfestigkeit und die makellose Oberflächenqualität (keine Streifen oder Stege) des Profils. Entscheidend für die ausgezeichneten bauphysikalischen Werte des neuen Verbreiterungsprofils ist die Sandwich-Konstruktion. Sie setzt sich zusammen aus einem leichten Polystyrol-Kern, Wänden aus Hart-PVC mit vier Millimeter Dicke sowie verschlussdicht aufgeklebten Clipprofilen. Auf diese Weise haben die Ingenieure von SLS eine sowohl leichte als auch hoch belastbare Verbundlösung geschaffen, deren Wärmdämmwert deutlich besser ist als der Dämmwert ausgeschäumter Extrusionsprofile. Ausserdem nimmt das neue Ausgleichprofil keine Feuchtigkeit auf. Grosse Fenster­bauer haben es bereits in ihre Programme aufgenommen.

Das SLS-Verbreiterungsprofil ist eine echte montagetechnische und bauphysikalische Innovation für den Kunststofffensterbau. Derzeit gibt es eigenen Angaben gemäss keine annähernd vergleichbaren Anpassungs- und Ergänzungssysteme, die ein solches Bündel an Vorteilen sowohl für Fensterhersteller als auch für das Handwerk bieten. Ausgeliefert wird das neue Verbreiterungsprofil in Standardabmessungen oder in kundenspezifisch gefertigten Dimensionen. Es lässt sich übrigens nicht nur für Kunststofffenster nutzen, sondern auch für Anpassungsarbeiten an Hebeschiebetüren. Nicht zuletzt bietet SLS auch die Möglichkeit, die serienmässig weisse Oberfläche des neuen Verbreiterungsprofils mit Farboder Dekorfolien zu beschichten.

Das Verbreiterungsprofil lässt sich an alle gängigen Kunststoff-Fenstertypen mit Profilbreiten von 70 bis 120 mm anpassen.

Kontakt SLS Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG Marco Streck Industriestrasse 11 D-66994 Dahn Telefon +49 (0)6391 9243-0 info@sls-kunststoffprofile.de www.sls-kunststoffprofile.de

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Wirtschaft

Modernste Reinraumtechnik im Herzen der Schweiz

Für die Zukunft gebaut Am 21. September 2012 hat die Gemü GmbH das neue Reinraumwerk in Emmen eröffnet. In einer Bauzeit von nur 18 Monaten entstand hier ein Gebäude, das jeweils über 3000 m2 hochmoderne Produktions- und Lagerflächen sowie einen Verwaltungsbereich umfasst. Damit ist die Firma vorbereitet auf den zu erwartenden Boom im Bereich der Single Use-Technologie, der Halbleiterindustrie und der Medizintechnik.

Riesige lichtdurchflutete Hallen, helle Farben, spiegelnde Flächen, grosszügige Nebenräume und Platz, wohin man blickt – die Schweizer Tochterfirma des deutschen Unternehmens für Ventil-, Mess- und Regelsysteme hat Grosses vor in Emmen bei Luzern. Neben der Fertigung von Ventilen und Zubehör für die Halbleiterindustrie und der Single Use Disposable Valve Fertigung steht im neuen Werk vor allem die Fertigung von Medizinprodukten im Vordergrund. «Implantate werden bei uns nicht hergestellt», betont Beat Wasser vom Vertrieb Medizintechnik der Gemü Schweiz, «aber wir haben massgeschneiderte Lösungen für chirurgische Präzisionsinstrumente, für Laborzubehör und andere Hilfsmittel.» Der ganze Bereich Medizintechnik soll im neuen Werk auch in Zukunft noch stärker ausgebaut werden.

Halbleitermarkt weiterhin interessant Daneben konzentriert sich die Gemü-Gruppe auf den Halbleitermarkt. «Wir rechnen

Ausschnitt aus dem Produkteprogramm: Im neuen Werk in Emmen steht vor allem die Fertigung von Medizinprodukten im Vordergrund.

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Bilder: Gemü

Sabine Goldhahn

Mit einem Reinraum von gesamt ca. 3200 m 2 wurde einer der grössten Reinräume der Schweiz eingerichtet.

hier mit einem starken Zuwachs ab 2014», erklärt der Leiter Vertrieb und Marketing, Patrick Zurbuchen: «Dann werden die Wafer mit einem Durchmesser von 18 Zoll herauskommen, was die ganze Branche ankurbeln wird. Es sind eine höhere Reinheit und eine bessere Technologie erforderlich, und wir wollen mit dem neuen Werk möglichst viel Zeit gewinnen.» Derzeit setzen die meisten Chiphersteller in der High End-Produktion noch auf 12-Zoll-Technologien. Die künftige Nutzung grösserer Wafer wird jedoch die Produktionskosten für Chips reduzieren, da mehr Schaltkreise aus einem Wafer geschnitten werden können. Auch auf den gestiegenen Bedarf an Single-Use-Produkten vonseiten der PharmaIndustrie ist die Gemü-Gruppe jetzt vorbereitet. «Bisher konnten wir einige grosse Aufträge nicht annehmen, da Platz und Kapazität zu klein waren», sagt André

Schüpfer, Geschäftsführer der Gemü Schweiz. «In unserem neuen Werk haben wir jedoch so geplant, dass wir noch 30 Prozent Reserven haben.» Dabei sind die Dimensionen des Werks in Emmen jetzt schon gross: Allein für die Spritzgiesstechnik beträgt die Reinraumkapazität für die ISO-Klasse 8 (in operation) und GMP-Klasse C 1800 m2. Weitere etwa 1000 m2 Reinraumkapazität gleicher ISO- und GMP-Klasse stehen für die Montagetechnik zur Verfügung; lokal kann dieser Bereich sogar auf ISO 6 erhöht werden. Gegenwärtig sind bereits acht Spritzgiessmaschinen in Emmen in Betrieb. Wenn das neue Werk seinen vollständigen Betrieb aufgenommen haben wird, können 23 Spritzgiessmaschinen mit einer Schliesskraft von 35 bis 300 Tonnen zum Einsatz kommen. Das wird jedoch frühestens im Februar 2013 sein, denn vorher stehen noch umfassende Validierungen der einzelnen Prozesse an. 11/ 2012


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Wirtschaft

André Schüpfer, Geschäftsführer der Gemü Schweiz, im Gespräch mit Gästen.

Das Werk in Rotkreuz bleibt bestehen Bis dahin wird sowohl in dem seit fast 30 Jahren bestehenden Gemü-Werk in Rotkreuz als auch in Emmen produziert werden. Obwohl Rotkreuz nur etwa 15 Autominuten entfernt ist, denkt nach Aussage Zurbuchens niemand daran, den Standort

Rotkreuz zu schliessen. «Mit der Errichtung des neuen Reinraumwerks in Emmen haben wir ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz gemacht», sagt der Inhaber und Geschäftsführer der Gemü-Unternehmensgruppe, Fritz Müller, und erzählt schmunzelnd weiter: «Und in puncto Reinheit und Reinraum befinden wir uns hier in

0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf

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guter Gesellschaft, immerhin ist die Lebensmittelfirma Emmi gleich nebenan.» Um den hohen Qualitätsansprüchen an die Reinraumproduktion zu genügen, hat die Gemü besonderen Wert auf Redundanzen gelegt: Das Spektrum reicht hier unter anderem von einer Wärmerückgewinnung im Schichtenspeicher für Druckluftanlage und Lüftungsanlage, einer Kühlung der Spritzgiessmaschinen und der Kühlkassetten über Grundwasser, einer luftsparenden Rhomboidklappe für die Lüftung bis hin zur Retention des Regenwassers unterhalb des Gebäudes und der Parkplätze. Für Fritz Müller hat der neue Gemü-Bau neben den vielen Innovationen noch einen ganz besonderen Reiz: «Das ist ein Baukastensystem, dank dem wir noch auf drei Seiten anbauen können, ohne das Design zu verändern.» Die Gemü wächst. Und das gilt auch für die Zahl der Mitarbeiter: Verglichen mit 70 Angestellten im Jahr 2005 sind heute bereits 150 Leute bei der Gemü Schweiz beschäftigt. Kontakt Gemü GmbH Lettenstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 799 05 05 info@gemue.ch www.gemue.ch

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Rohstoffland Schweiz InnoRecycling fördert Ressourcen C

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Bilder: Jörg Signer

Kunststoffe nutzen – Ressourcen schonen

Geballtes Rohstoff-Know-how (v.l.): Göpf Spirig, Rino Lacher, Stefan Tschanz, Arthur van Dijk, Jwan Meier, Silver Schlittler, STV.

Auf Besichtigungstour.

Am 20. September luden die Swiss Engineering STV, Fachgruppe Kunststofftechnik und Lenorplastics AG, Aesch, zu einem Seminar in lockerem Rahmen in den Räumlichkeiten der Sax Polymers Industrie AG in Oberriet ein. Thema der Veranstaltung war «Kunststoffe nutzen – Ressourcen schonen». Rino Lacher von Sax Polymers erklärte in seinem Referat «Know-how von Compounds und deren Nachhaltigkeit», was es bei der Compoundierung speziell zu beachten gilt. Beim

Blick ins Granulatlager.

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Eincompoundieren von Zusatzstoffen, muss sich der Compoundeur über die Auswirkungen auf die Festigkeit, Zähigkeit, Dimensionsstabilität, Flammwidrigkeit, Dehnung und das Gleitreibverhalten im Klaren sein. Sax sieht sich als One Stop Shop und bietet sowohl Neumaterial wie auch Regranulate an. In seinem Referat «Neue Entwicklungen von PBT» stellte Arthur van Dijk von Sabic die neuen Produkttypen Valox iQ und Xenoy iQ (PBT und PBT blends) vor – neu in Bezug auf Nachhal-

tigkeit. So werden Post consumer PET Flaschen in einem chemischen Prozess zu Monomeren zerlegt, umgebaut und zu PBT Molekülen upcycled. iQ-Materialien sind Werkstoffe, die die gleichen Eigenschaften wie traditionelles PBT, aber einen wesentlich geringeren CO2-Fussabdruck haben. Stefan Tschanz von Lenorplastics stellte die Firma Eurostar, die neben ihrem Angebot an Standardprodukten darauf spezialisiert ist, kundenspezifische Pro-

Abfüllanlage.

dukte zu entwickeln, zu testen und zu fertigen. Der Compoundeur mit Sitz in Frankreich konzentriert sich hauptsächlich auf Produkte im flammgeschützten Bereich. Im variantenreichen Portfolio finden sich auch Produkte, die für den Lebensmittelund Getränkebereich zugelassen sind. Im letzten Vortrag ging Rino Lacher auf das Einfärben von thermoplastischen Kunststoffen mit Masterbatches ein. Er erläuterte grundsätzlich, was Farbe ist, welchen Einfluss ein Objekt auf Farbe ausübt (Reflexion, Streuung, Brechung) und wie Farbe (Farbstoffe, Präparationen, Pigmente) ins System gelangen. Ausführlich ging Lacher auf die Anforderungen an die Pigmente ein und erklärte wie sie funktionieren. Mit einer Übersicht über das breite Produkteportfolio schloss er seine Ausführungen. Die anschliessenden Rundgänge durch die Firma boten aufschlussreiche und interessante Einblicke in die Produktion, wo seit diesem Sommer auch die Masterbatchmf fertigung in Betrieb ist.

www.saxpolymers.com www.lenorplastics.ch 11/ 2012


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Composites Europe 2012 legt zu Wie erfolgreich und effektiv die Verbundwerkstoff-Branche derzeit arbeitet, hat die Composites Europe 2012 gezeigt. Die Themen Automatisierung und die Serienfertigung standen dabei im Fokus der diesjährigen Messe, die vom 9. bis 11. Oktober erstmals in Düsseldorf stattfand. 8040 Besucher (Vorveranstaltung 2011: 7080) und 426 Aussteller (351) bescherten der Messe zu ihrer siebten Auflage neue Bestmarken. Trotz global steigender Nachfrage zeigt sich der europäische Composites-Markt derzeit differenziert. So folgt die Marktentwicklung für Glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) in Europa relativ eng der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das zeigt der aktuelle Marktbericht, den der deutsche Branchenverband AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. in Düsseldorf – im Rahmen seiner Internationalen Tagung zum Auftakt der Composites Europe vorstellte. Das stärkste Wachstum der GFK-Produktion in Europa im Jahr 2012 gibt es in Deutschland, in Gross-

britannien sowie in einzelnen osteuropäischen Ländern. «Im Vergleich mit anderen starken Absatz- und Anwendermärkten von Composites kann Deutschland in diesem Jahr ein gutes Wachstum verzeichnen», so AVKGeschäftsführer Dr. Elmar Witten. Weitaus besser sind die Aussichten für Carbonfaserverstärkte Kunststoffe, die allerdings derzeit immer noch nur einen Anteil von ca. 1 bis 2 Prozent am gesamten Composites-Markt ausmachen. Das weltweite Produktionsvolumen von hochfesten CFK-Bauteilen wird bis 2020 um 17 Prozent jährlich wachsen. Gleichzeitig werden die Produktionskosten voraussichtlich um 30 Prozent sinken. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie «Serienproduktion von hochfesten Faserverbundbauteilen – Perspektiven für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau», die vom VDMA Forum Composite Technology und Roland Berger Strategy Consultants erstellt und zur Messe präsentiert wurde (vgl. S. 35). Insgesamt war der Maschinenund Anlagenbau auf der diesjäh-

BETZ CHROM Im Laufe der letzten 60 Jahre haben wir uns stetig weiter entwickelt und uns mit den kompliziertesten Geometrien auseinandergesetzt. Wir haben in ganz Europa zufriedene Kunden, die uns ihre SpritzgussSchnecken immer wieder gerne anvertrauen. Probieren Sie es doch auch einfach aus!

rigen Messe mit mehr als 150 Ausstellern vertreten. Daneben zeigten die führenden Hersteller und Verarbeiter von Composites sowie zahlreiche Forschungsinstitute innovative Anwendungsbeispiele u.a. aus dem Automobilbau, der Luftfahrt und dem Konstruktionssektor. «Die Composites Europe hat sich ein unverwechselbares Profil als Innovations-Schau einer der wichtigsten Zukunftsbranchen erarbeitet», so Hans-Joachim Erbel, CEO des MesseVeranstalters Reed Exhibitions Deutschland GmbH. Auch EuCIA-Präsident Volker Fritz zeigte sich zufrieden: «Die Composites Europe ist eine grosse Erfolgsgeschichte. Die Verlegung der Messe nach Düsseldorf war ein richtiger Volltreffer».

Branche gibt sich optimistisch Die Besucher der Composites Europe kamen aus der Herstellungs-, Verarbeitungs-und Anwendungsindustrie. Bei den Anwendern von Verbundwerkstoffen dominierten Konstrukteure aus

dem Automobilbereich, gefolgt vom Luftfahrtsektor. Auf der Messe von einem Markforschungsunternehmen nach den Konjunkturaussichten gefragt, sieht die Mehrheit der Messebesucher die wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven der Branche positiv: 66 Prozent der befragten Besucher gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation mittelfristig erholen wird. Wesentliche Wachstumstreiber für den CompositesMarkt bleibt der Verkehrssektor. Vor allem zur Realisierung der E-Mobilität bleiben Verbundwerkstoffe unentbehrlich. Die nächste Composites Europe findet vom 17. bis 19. September 2013 in Stuttgart statt. Zeitgleich dazu wird die neue Hybrid Expo ihre Premiere auf dem Stuttgarter Messegelände feiern. Mit der Messe für hybride Werkstoffe, Bauteile und Technologie baut der Veranstalter Reed Exhibitions sein Programm im Bereich der Material- und Leichtbaumessen weiter aus. www.composites-europe.com www.hybrid-expo.com

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Elektra 50 für Studierende Zwei Tage war die Hochschule Offenburg zur Maschinenabnahme bei Ferromatik Milacron in Malterdingen. Die vollelektrische Spritzgiessmaschine Elektra 50 steht seit diesem Semester an der Hochschule Offenburg innerhalb des neuen Studiengangs «Maschinenbau/Werkstofftechnik» im Einsatz. Über 100 Studierende profitieren nun jährlich von einem Studium anhand neuster Maschinentechnologie. «Wir freuen uns, die Hochschule Offenburg bei der Investition in diese moderne und energie-

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effiziente Maschine deutlich unterstützen zu können und damit einen Beitrag zur Nachwuchskräfteförderung zu leisten», sagt Gerold Schley, Managing Director bei Ferromatik Milacron und Vice President China Operation. «Zwischen der Hochschule Offenburg und Ferromatik Milacron besteht nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe eine langjährige Partnerschaft, die wir mit dieser aktuellen Forschungskooperation fortführen», sagt Winfried Stöcklin, Director Operations bei Ferromatik Milacron und selbst Absolvent der Hochschule.

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n    Lanxess stärkt sein Produktportfolio von Materialien für den Leichtbau für die Automobilindustrie durch den Erwerb der Bond-Laminates GmbH mit Sitz in Brilon. Das deutsche Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von massgeschneiderten Verbundmaterialien aus Kunststoffen spezialisiert. Mit rund 80 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Umsatz von 16 Millionen Euro erzielt. Bond-Laminates und sein Management-Team werden Teil der Business Unit High Performance Materials (HPM) von Lanxess, die von Michael Zobel geleitet wird. www.lanxess.de

Ausrichtung erwirbt Coperion von der Deutsche Beteiligungs AG, einem führenden deutschen Private-Equity-Unternehmen. Coperion wird zukünftig in die Process Equipment Group (PEG) von Hillenbrand eingegliedert, seine Unternehmensstruktur aber beibehalten. Zur Process Equipment Group gehören bislang drei Unternehmen: K-Tron (Dosier- und Verwiegeeinrichtungen sowie pneumatische Fördersysteme), Rotex (industrielle Sieb- und Trennanlagen, einschliesslich Rotations- und Vibrationssichter) und TerraSource Global (Zerkleinerungs- und Förderanlagen sowie Klassiersysteme).

n    Hillenbrand, Inc. übernimmt die Coperion-Gruppe, Stuttgart (www.coperion.com). Die Transaktion soll bis Ende Jahr abgeschlossen werden. Das USamerikanische Industrieunternehmen mit strategischer

n    Das bundesländerübergreifende Clustermanagement Oberösterreich-Niederösterreich wurde mit dem Europäischen Gütezeichen «European Cluster Excellence Gold Label» ausgezeichnet. Diese Auszeich-

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Die Elektra 50 hat eine Schliesskraft von 500 kN, womit kleine Kunststoffteile beispielsweise für die Medizin-, Verpackungsoder Konsumgüterindustrie hergestellt werden können. An der Hochschule Offenburg lernen die Studierenden an dieser Maschine das Einrichten, Programmieren und den Einsatz von neu entwickelten Kunststoffgranulaten mit speziellen Zusatz- und Füllstoffen, die die Gebrauchseigenschaften des Fertigteiles verbessern. Das Besondere der Ausbildung: Der Spritzgiessprozess kann direkt an der Maschi-

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nung wurde weltweit erst an sechs Cluster-Initiativen vergeben. Ziel des Gütezeichens ist es, die Professionalität von Clustermanagements zu steigern, sich mit anderen zu messen, voneinander zu lernen und Weiterentwicklungspotenziale aufzuzeigen. In Zukunft soll es den Zugang zu europäischen Forschungsförderungsprogrammen erleichtern. www.clusterland.at

n    Ultrapolymers Deutschland GmbH hat sein Produktportfolio um die Terluran ABS-Typen von Styrolution, Frankfurt a/Main erweitert. Damit umfasst das Werkstoffangebot dieses Kunststoffdistributeurs jetzt auch die beiden Spritzgiesstypen Terluran GP-22 mit guter Schlagzähigkeit und Wärmeformbeständigkeit sowie das besonders leichtfliessende Terluran GP-35 für Teile mit geringen Wanddicken und langen Fliesswegen,

ne nachvollzogen und Prozessparameter validiert werden. Ausserdem lassen sich neue Fertigungstechnologien, wie zum Beispiel das Rapid Prototyping für die Herstellung von Werkzeugeinsätzen überprüfen. Die Studierenden können so die gesamte Prozesskette bei der Entwicklung eines Spritzgiesswerkzeugs von der Konstruktion über Simulation und Optimierung bis zum fertigen Endprodukt durchlaufen.

www.ferromatik.com

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ergänzt durch die hochschlagzähe, eher für Extrusionsanwendungen vorgesehene Type Terluran HI-10 natur. Zu den breitesten Anwendungsbereichen dieser Kunststoffe gehören Haushaltsgeräte und Spielwaren. www.ultrapolymers.de www.styrolution.com

n     Mold-Masters hat das vormalige Agentenbüro in der Türkei gekauft. Mit dem Direktvertrieb soll den gestiegenen Anforderungen der türkischen Kunden vor Ort Rechnung getragen werden. Das neue Verkaufs- und Servicebüro bietet ab sofort das gesamte Spektrum an Schmelzeleitsystemen, Heisskanal-, Prozess- und Steuerungstechnologie sowie die dazugehörigen Dienstleistungen. www.moldmasters.de n   Die Medtec 2013 findet vom 26. bis 28. Februar in Stuttgart statt. www.medteceurope.com

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Strategien gegen den Kostendruck Mit einer Neuauflage seines Branchenbenchmarks will der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) Unternehmen und dem gesamten Industriezweig Anregungen für die wichtigsten Entscheidungsfelder in Betrieben der Kunststoff verarbeitenden Industrie geben. Die Kunststoffverarbeitung zählt seit Jahren zu den wichtigsten Wachstumsbranchen. Rund 2800 Kunststoffverarbeitungsunternehmen sorgen in Deutschland für eine Vielzahl innovativer Produkte. Gleichwohl steht die Branche vor vielfältigen Herausforderungen. Steigende Energiekosten erfordern die energieeffiziente Gestaltung der Betriebsorganisation und -technik, der Mangel an Fachkräften verlangt von den Unternehmen neue Wege im Personalmanagement und volatile bzw. steigende Materialpreise erfordern Strategien zur kostenbewussten Beschaffung von Rohstoffen. Viele Unternehmen befinden sich zudem in einer Sandwich-Position zwischen grossen Zulieferern und mächtigen Abnehmern, die wie der Preisindex des statistischen Bundesamtes zeigt, eine Kostenweitergabe gar nicht oder nur unterproportional zulassen. Ohne

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die marktgerechte Positionierung und Strategie kann es in dieser Marktlage für die Unternehmen existenzbedrohend sein. Mit einer Neuauflage seines Branchenbenchmarks will der GKV den teilnehmenden Unternehmen und dem gesamten Industriezweig Anregungen für die wichtigsten Entscheidungsfelder in Betrieben der Kunststoff verarbeitenden Industrie geben. In langer Tradition nutzen die Mitgliedsunternehmen der GKV-Trägerverbände AVK, IK, pro-K und TecPart und andere Branchenvertreter diese Methode, um ihre betriebliche Leistung in einer anonymisierten Untersuchung miteinander zu vergleichen. Mit den Ergebnissen können auch die Forderungen, der Qualitätsmanagementnormen ISO 9001 und ISO TS 16949 erfüllt werden. Nachdem krisenbedingt mit dem Jahr 2009 der Benchmark ausgesetzt wurde, wird er in diesem Jahr erneut und überarbeitet aufgelegt. In Zusammenarbeit mit dem anerkannten Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte wurden zwei ineinandergreifende Fragebögen entwickelt. Während die Kurzversion eine schnelle Standortbestimmung durch einen Branchenbenchmark ermöglicht,

Diagramm: Preisindex Vergleich 1. Halbjahr 2010 – 2012 – Die Branche kann die Materialpreissteigerungen unzureichend Pointynurwird von der weitergeben. Pro Juventute

Schweiz empfohlen Faserlaubt die ausführlichere sung ein tiefergehendes Benchmarking, welches stärker auf die operative Exzellenz, Qualität, Nachhaltigkeit und Fertigungstechnologie auf Basis der letzten drei Geschäftsjahre eingeht. Der Befragungszeitraum ist auf acht Wochen angesetzt und endet am 30.11.2012. Die Ergebnisse, die bis Februar 2013 in einer individuellen Studie aufbereitet werden, liefern den Teilnehmern einen exklusiven Blick auf ihre Position im Vergleich zur Branche. Zudem wird für die Teilnehmer ein weiterführendes Seminar zum Austausch von

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«Best Practice-Lösungen» angeboten. Michael Weigelt, im GKV verantwortlich für Statistik, Marktforschung und Zulieferthemen, formuliert die Motivation für diesen Benchmark: «Ziel dieses Betriebsvergleiches ist es, den deutschen Kunststoffverarbeitern, insbesondere aber den teilnehmenden Unternehmen Strategien und Daten an die Hand zu geben, mit denen sie sich zukünftig noch erfolgreicher am Markt behaupten können».

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Bild: Meusburger

Konstrukteurstreffen bei Meusburger

Einblicke bei der Betriebsführung: Gruppenbild vor dem neuen Hochregallager von Meusburger.

Der Normalienspezialist aus Vorarlberg lud am 20. September 2012 Konstrukteure und Konstruktionsleiter aus dem Werkzeug- und Formenbau zu einem Treffen ein. Mehr als 70 interessierte Fachleute folgten der Einladung von Meusburger nach Wolfurt und erlebten einen besonderen Tag mit Vorträgen zu aktuellen Themen und einem

exklusiven Rahmenprogramm. Nach einer kurzen Begrüssung durch den Meusburger Verkaufsleiter Armin Chiesola erhielten die zahlreichen Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei einem Betriebsrundgang durch das grösste Formnormalienlager Europas exklusive Einblicke in den Produktionsprozess von Qualitäts-

Polykemi und Elasto kooperieren Kunststoffcompounder Polykemi AB, seit über 40 Jahren weltweit produzierend und bekannt für seine kundenspezifischen Kunststoffcompounds auf höchstem Niveau, und Elasto Schweden, ebenfalls seit Jahrzehnten angesehen auf dem Sektor der weichen TPE (thermoplastische Elastomere), geben den Start ihrer Zusammenarbeit bekannt. «Durch unsere Kooperation und das Zusammenführen von Know-how können wir Marktübergreifende Lösungen anbieten und sicherstellen, dass dem Endkunden das bestmögliche Produkt zur Verfügung gestellt wird», so Mattias Persson, Ver50

triebsleiter von Polykemi. «Wir bleiben zwei rechtlich unabhängige Unternehmen, arbeiten aber eng zusammen, um unseren Kunden intelligente Lösungen durch Verbesserungen und Neuentwicklungen von Materialien und Materialkombinationen für den Sektor des 2K-Spritzens zur Verfügung stellen zu können», kommentiert Caj Karlsson, Key Account Manager bei Elasto Schweden, die Zusammenarbeit. Der Vertrieb der Produkte von Polykemi wird in der Schweiz und in Süd-Deutschland von der Dolder AG, Basel, übernommen. www.dolder.com

normalien. Anschliessend informierte Andreas Kürten (ISK GmbH) die Besucher über Formteilfehler in Folge von schlechter Werkzeugtemperierung. Als weitere Vortragende legten Johannes Ahorner-Weber und Fabian Wolf (b&w-software GmbH) den Schwerpunkt auf den Meusburger Katalog in EMX für Creo. Ein weiteres Thema

war die Präsentation der Neuigkeiten für den Werkzeugkonstrukteur in Creo 2 welche Matthias König (Inneo Solutions GmbH) vorstellte. Abschliessend erläuterte Richard Frick (Meusburger Georg GmbH & Co KG) die Vorteile und Eigenschaften der Meusburger Materialien anhand von Anwendungsbeispielen. Das Feedback der Besucher war durchwegs positiv. «Die Führung durch die Meusburger Produktion hat mich schwer beeindruckt. Auch die verschiedenen praxisorientierten Vorträge haben mir sehr gut gefallen.», so Reinhard Traber (VEMA Werkzeugbau GmbH). Auch das Abendprogramm fand grossen Anklang. «Der Tag war absolut gelungen und eine schöne Mischung aus Information und Geselligkeit.», bedankten sich Josef und Kathrin Grimm (Konstruktionsbüro Grimm). www.meusburger.com

KraussMaffei bündelt Aktivitäten Mit Wirkung zum 1. Oktober bündelt die KraussMaffei Gruppe ihre Geschäftsaktivitäten in den USA. Im Zuge dieser Massnahme wird der Standort der Netstal Machinery Inc. von Devens (Massachusetts) zur KraussMaffei Corporation nach Florence (Kentucky) verlagert. Unter einem einheitlichen organisatorischen Dach, aber weiterhin unabhängig am Markt wie ausdrücklich betont wird, werden künftig die Produkte aller drei Marken KraussMaffei, KraussMaffei Berstorff und Netstal vertrieben. Das bisherige Büro von Netstal in Devens (Massachusetts) wird geschlossen. Das Ersatzteillager wurde

bereits nach Florence verlagert. Im Zuge dieser Zusammenführung ist nicht geplant, die Zahl der Mitarbeiter von Netstal im Bereich Vertrieb, Service und Ersatzeile zu reduzieren. Kunden erreichen ihre Ansprechpartner bis auf Weiteres über die ihnen bekannten Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Ebenfalls auf den 1. Oktober 2012 stärkt Netstal seine Vertriebsstruktur in Mittel- und Südamerika durch Nutzung und Weiterentwicklung bestehender Vertriebs- und Servicestrukturen der KraussMaffei Gruppe. www.kraussmaffeigroup.com www.netstal.com 11/ 2012


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news

Bild: Engel

Engel: Die 4. Generation tritt an

Dr. Stefan Engleder

Zum 1. Oktober 2012 hat Dipl.Ing. Dr. Stefan Engleder die Geschäftsführung Technik und Produktion der Engel Holding übernommen. Engleder ist seit zehn Jahren in der Kunststoffund Werkzeugmaschinenindustrie tätig und hat in dieser Zeit die technische Entwicklung verschiedener renommierter, global tätiger Unternehmen in Deutschland und Kanada begleitet. Seit seinem Eintritt bei Engel im Jahr

2008 zeichnete der promovierte Maschinenbauingenieur zunächst für die Entwicklung und Markteinführung der Linearroboterserie viper verantwortlich. Zuletzt übernahm er die Werksleitung von Engel Automatisierungstechnik in Dietach. Engleder als CTO ist neben Dr. Peter Neumann als CEO somit nun das zweite Familienmitglied in der Geschäftsführung, ganz im Sinne der Verbindung von Tradition und Innovation. Mit diesem Schritt wird die Eigentümerfamilie bereits in der vierten Generation in die operative Verantwortung des Unternehmens eingebunden. Mag. Christian Pum, CSO, und Mag. Gotthard Mayringer, CFO, vervollständigen das vierköpfige Geschäftsführungsteam. www.engelglobal.com

Onex übernimmt KraussMaffei Die Onex Corporation übernimmt für 568 Mio. Euro die KraussMaffei Gruppe von Madison Capital, die seit 2006 Eigentümerin der Gruppe ist. Das Closing der Transaktion wird voraussichtlich am 31. März 2013 stattfinden. «KraussMaffei ist in jedem seiner drei Sparten (Spritzgiess-, Reaktions- und Extrusionstechnik) ein weltweiter Marktführer und kann auf eine jahrzehntelange Reputation im Hinblick auf Technologie und Qualität zurückblicken», erläutert David Mansell, Geschäftsführer bei Onex. KraussMaffei ist für Onex Partners III (der Private-Equity-FlagshipFonds von Onex mit einer Fondssumme von $4,7 Mrd.) die erste in Europa ansässige Investition. «Gerade aufgrund der Erfolge und Erfahrungen von Onex in unserer Branche freuen wir uns besonders über diese Partnerschaft»,

bestätigt der Vorstandsvorsitzende von KraussMaffei, Jan Siebert. «Mit der Unterstützung von Onex wollen wir unsere globale Präsenz stärken und unseren Erfolg als Premiumhersteller der Branche ausbauen.» KraussMaffei beschäftigt ca. 4000 Mitarbeiter und betreibt seine wichtigsten Fertigungswerke in Deutschland, der Schweiz (Netstal), der Slowakei und China. In den zwölf Monaten bis zum 30. Juni 2012 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von ca. 1,0 Mrd Euro. Die Onex-Unternehmen besitzen Aktiva im Wert von $ 39 Mrd., erwirtschaften einen Gesamtjahresumsatz von $ 34 Mrd. und beschäftigen weltweit ca. 235 000 Mitarbeiter. www.onex.com www.kraussmaffei.com

Effizienter mit Energie umzugehen, gehört aktuell und in Zukunft zu den grössten Herausforderungen der Industrie. Mit welchen innovativen Ansätzen Spritzgiessbetriebe den Energieverbrauch senken und dabei nicht nur Kosten sparen, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können, erfahren die Teilnehmer der ­ Konferenz «Energietransparenz – Energieeffizienz – Energieeinsparung», die Engel Austria im November veranstaltet. Zwei Tage lang, am 19. und 20. November 2012, steht das Engel Trainingszentrum in Schwertberg ganz im Zeichen der ökologischen Nachhaltigkeit. «Energie­effizienz ist in der kunst­ stoffverarbeitenden Industrie zwar in aller Munde, die Umsetzung in die Praxis gestaltet sich 11/ 2012

jedoch häufig schwierig», weiss Robert Brandstetter, Leitung Training in Schwertberg, aus den täglichen Gesprächen mit Seminarteilnehmern. Dies nahm der österreichische Maschinenbauer zum Anlass, dem Thema Energieeffizienz gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Sattler Energie Consulting GmbH eine eigene Veranstaltung zu widmen. Ausser Vorträgen sind Erfahrungsberichte aus der Praxis der Kunststoffverarbeitung sowie Podiumsdiskussionen geplant. Darin geht es unter anderem um das Erkennen und Ausschöpfen von Energiesparpotenzialen im Betrieb – von der Spritzgiessmaschine über die Peripherie bis zur Gebäudetechnik, um Energie-Monitoring-Systeme, Förderangebote, Neuigkeiten zum

Bild: Engel

Engel lädt zur Energie-Konferenz

Im Trainingszentrum am Engel Stammsitz in Schwertberg findet am 19. und 20. November die Konferenz «Energietransparenz – Energieeffizienz – Energieeinsparung» statt.

Euromap-60-Energieeffizienzlabel, um die neue EU-Energieeffizienzrichtlinie, das kommende Bundes-Energieeffizienzgesetz, die Norm ISO 50001 sowie um die autonome Energieversorgung, die auch in der Kunststoffverarbeitung ins Blickfeld rückt. Die eineinhalbtägige Konferenz

richtet sich an Meister, Betriebsleiter und Geschäftsführer verarbeitender Betriebe sowie Energie- und Gebäudemanager. Die Konferenzsprache ist deutsch.

training.austria@engel.at 51


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Messen

Kostenoptimierte Herstellung von Formeinsätzen

Innovative Themen und mehr Erstaussteller Zur 19. EuroMold, Weltmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung, die vom 27. bis 30. November 2012 in Frankfurt stattfindet, werden 1500 Aussteller aus 45 Ländern und 60 000 Fachbesucher erwartet. Highlights der EuroMold 2012 sind neben dem Gastland Österreich der Themenpark «Schmuckindustrie» sowie hochkarätige Konferenzen und Foren.

Die internationale Leitmesse der Produktentwicklung zeigt neben dem Gastland Österreich und innovativen Themenparks ein attraktives Rahmenprogramm. Daneben lässt auch die gestiegene Zahl der Erstaussteller eine sehr erfolgreiche Messe erwarten.
 
Auf rund 75 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt die EuroMold in den Messehallen 8, 9, 11 und der Galleria neueste Entwicklungen in sämtlichen Bereichen der Produktentwicklung. 
Mit dem einzigartigen Messekonzept «Von der Idee über den Prototyp bis zur Serie» bildet die EuroMold die gesamte Prozesskette ab. Sie führt damit die Beteiligten aus allen Bereichen der Produktentwicklung zusammen – vom Designer, über Formenbauer, Werkzeugund Maschinenbauer, Zulieferer und Anwender. Neben dem Schwerpunkt Werkzeug- und Formenbau kommen auch die Bereiche Rapid Prototyping, Modell- und Prototypenbau, CAD/CAM, Simulation/VR, Werkzeugmaschinen sowie Werkzeuge, Engineering-Dienstleistung und Design zum Zug.



Hohe Internationalität Die EuroMold verzeichnet eine deutliche Steigerung der Zahl der Erstaussteller. Neben Deutschland (48,4 Prozent) sind Italien (10,9 Prozent), Österreich, Portugal (jeweils 6,3 %), Frankreich, die Türkei und Südkorea (jeweils 4,7 %) die wichtigsten Länder in dieser Kategorie.

Gastland Österreich
 Die EuroMold trägt mit der Wahl des Gastlandes 2012 der Bedeutung Österreichs für die deutsche Wirtschaft sowie speziell für die Produktentwicklung und den Werkzeugund Formenbau Rechnung. Das Gastland 52

wird auf der EuroMold 2012 mit zahlreichen renommierten Unternehmen sowie mit Verbänden und Forschungseinrichtungen vertreten sein. Für Österreich ist Deutschland der wichtigste Handelspartner. Neben dem Maschinenbau spielt Österreich auch im Kunststoffbereich mit einem Umsatz von 13 Mrd. Euro eine bedeutende Rolle. 



Highlights Die EuroMold 2012 präsentiert erstmals den Themenpark Schmuckindustrie. Darin bildet die Messe die gesamte Prozesskette der Schmuckherstellung vom Design über Rapid Prototyping bis zur Gussmaschine ab. Durch die gestiegene Bedeutung der generativen Verfahren (3D-Druck) und deren Einbindung in die Schmuckherstellung hat die Bedeutung der EuroMold in diesem Sektor weiter zugenommen. Ebenso feiern die Themenparks Rotationsformen und Thermoformen ihre Premiere auf der EuroMold 2012.

Konferenzen, Foren, Workshops
 Auch 2012 unterstreicht die EuroMold mit mehreren internationalen Fachkonferenzen sowie zahlreichen Foren und Workshops ihre Bedeutung als internationale Kontakt-, Innovations- und Technologiebörse. 
Bereits zum 14. Mal findet auf der EuroMold die internationale «Wohlers Conference» statt. Darüber hinaus bietet die EuroMold 2012 traditionell das viertägige «design + engineering forum» in Halle 11.0 mit den Sessions zu den Themenbereichen «Design+ Engineering», «Simulation und VR» «Rapid Prototyping» und «Industriedesign». Die Teilnahme an diesem Forum ist für EuroMold-Besucher kostenfrei. Darüber hi-

naus sind auch weitere Konferenzen zu den Themen Design und Photonik geplant.

 Das Messefest findet am Mittwoch, 28. November 2012, statt. Im Rahmen dieses Festes wird auch der EuroMold-Award verliehen. Zur Designer Night lädt die EuroMold am Donnerstag, 29. Dezember 2012 ein.

House of Creation Die Halle 11 bildet als «House of Creation» ein weiteres Highlight der Messe. Die Themenbereiche «design+engineering», «Werkstoffe», «Simulation + VR» sowie «Rapid Prototyping und Manufacturing» sind hier vereint. In Kombination dazu findet das 4tägige «design + engineering forum» statt. Das «House of Creation» schafft damit einen einzigartigen Marktplatz der modernen Produktentwicklung. Zudem ist die EuroMold im Bereich der Additiven Verfahren (Rapid Technologien) seit mehreren Jahren der grösste und wichtigste Marktplatz in Europa. 



Info auf einen Blick 19. EuroMold – Weltmesse für Werkzeugund Formenbau, Design und Produktentwicklung Ort: Frankfurt am Main, Messegelände, Hallen 8, 9 und 11 Termin: Vom 27. bis 30. November 2012 Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 18.00 Uhr, Freitag bis 17.00 Uhr

Kontakt Demat GmbH, D-60041 Frankfurt/Main Telefon +49 (0)69 27 40 03-0 info@demat.com www.euromold.com n 11/ 2012


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Messen

1. World Medtech Forum Lucerne

Das WMTF hilft, die Branche zu vernetzen Man war gespannt, ob das erste World Medtech Forum Lucerne (WMTF), das vom 25. bis 27. September in Luzern durchgeführt wurde, den im Vorfeld hoch geschürten Erwartungen gerecht werden konnte. Als neue Plattform kann die Veranstaltung sicher einen Achtungserfolg ausweisen. Verschiedene Messeaussteller äussern sich dazu, wie sie die Messe erlebt haben.

Marianne Flury Rund 3200 Besucher – 20 Prozent davon aus dem Ausland – haben am WMTF teilgenommen. Die Internationalität des Forums wurde zusätzlich betont durch den Besuch einer Delegation russischer Spezialisten des Gesundheitswesens sowie der Präsentation bayrischer Unternehmen der Medizintechnikbranche, organisiert durch die Handelskammer Deutschland-Schweiz. Der Kongress verzeichnete an die 300 Besucher. Das hohe Niveau der Vorträge und Referate von 150 erstklassigen MedtechReferenten in den verschiedenen WMTFGefässen wurde allseits geschätzt. Aussteller, Besucher und Referenten nutzten intensiv die Möglichkeiten zum Networking und Erfahrungsaustausch mit renommierten Experten und diskutierten aktuelle Probleme in den Workshops – auch auf internationaler Ebene. Das von den Organisatoren gesteckte Ziel, 5000 Besucher ans WMTF zu bringen, wurde zwar verfehlt, für eine Erstdurchführung sind aber die erreichten Zahlen durchaus im Rahmen. Messeleiterin Fabienne Meyerhans sagt dazu: «Der Kongress, die Workshops und die diversen Netzwerkanlässe wurden sehr gut besucht. Bei der Zahl der reinen Messebesucher haben wir aber noch ein Steigerungspotenzial. Die Medizintechnikbranche ist kein homogener Markt. Das WMTF wird dazu beitragen, diese Branche wesentlich besser zu vernetzen.» Der zentrale Treffpunkt innerhalb der Fachmesse war das Center of Attention – eine Plattform für den offenen und interdisziplinären Austausch zwischen Forschungsinstituten von Kliniken, Universitäten und Fachhochschulen und der Medizintechnikindustrie. Die 50 Fachvorträge im integrierten Auditorium wurden rege besucht. 11/ 2012

Fabienne Meyerhans, Messeleiterin WMTF Luzern.

Die Messe verlief erfreulich Zufrieden mit dem Messeverlauf zeigte sich Daniel Lienammer, Geschäftsführer der Amsler & Frey AG. Auch wenn er mehr Besucher erwartet hatte: «Diejenigen, die gekommen sind, waren die Richtigen», bilanziert Lienammer. Und weiter spricht er ein grosses Lob für die Messemacher aus: «Der Messeplatz Luzern ist im Vergleich zu anderen Messen sehr angenehm. Die Organisation ist tadellos. Aufgrund der positiven

Erfahrung, die wir mit der Messe Swiss Plastics gemacht haben, haben wir uns auch zur Teilnahme am WMTF entschlossen. Und wir sind bestätigt worden. Das ganze Umfeld ist einfach stimmig.» Das Unternehmen mit Sitz in Schinznach-Dorf stellte den Besuchern die neuesten Medical-Grade-Halbzeuge vor, erklärte die Vorzüge dieser Werkstoffgruppe und präsentierte auch die Fertigungsmöglichkeiten für die Medizintechnik. 53


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Messen

Vorstellung der neuen Geschäftsunit «Dienstleistung»

Martin Obrist, Verkaufsleiter (l.) und Daniel Lienammer, Geschäftsführer, Amsler & Frey.

Es gab konkrete Kontakte Als «ziemlich ruhig» wertete Jacob Maier, Beratung und Verkauf bei Springmann AG, die Messe. «Konkrete Kontakte gab es, auch bestehende Kunden waren da, aber insgesamt blieb die Besucherzahl unter der Erwartung.» Springmann ist eine Handelsfirma. Seit 1920 vertreibt sie Werkzeugmaschinen, zu 95 Prozent deutscher Herkunft. Am Stand zeigte das Unternehmen aus dem sanktgallischen Niederbüren u.a. Produkte von EOS zum Laser-Sintern, von Zoller ein kleines Werkzeugvoreinstellgerät und von Otec eine Anlage zum Polieren der Teile nach dem Sintern.

Der Medizintechnikhersteller A.M.I. GmbH nahm die Messe als Plattform wahr, das Unternehmen aus dem österreichischen Feldkirch und insbesondere den neuen Geschäftszweig Dienstleistung vorzustellen, der die Beratung der wichtigen Bereiche im Produktentstehungszyklus von Medizinprodukten beinhaltet. «Die Messe war in dem Sinn gut für uns, weil sie überschaubar von der Besucheranzahl her war», wertet Markus Sonderegger, Director Manufacturing von A.M.I. «Es war nicht der grosse Ansturm, aber wir hatten vier bis fünf sehr interessante Kontakte», fügte er an. Nimmt man an einer Erstmesse teil, leistet man auch Aufbauarbeit für die Messe. Aus dieser Überlegung heraus erhofft sich Sonderegger von den Messeveranstaltern Unterstützung, dass diese den Ausstellern mit der Standmiete entgegenkommen. «Der Aufbau einer Messe soll ein Miteinander sein.» A.M.I. steht für Agency for Medical Innovations. Die Kernkompetenz des Unternehmens ist in der Produkteentwicklung und Herstellung der eigenen Produkte, speziell im zerspanenden Herstellprozess mit CNCWerkzeugmaschinen, in der anschliessenden Ultraschallreinigung, Montage und Sterilverpackung – und dies alles im Reinraum.

der Schweiz. «Wir konnten Kontakte auffrischen und auch neue knüpfen», erklärte Candrian. Weil der Zulauf aber doch zu gering war, als dass sich der finanzielle Auwand für sie als kleine Firma lohnt, ist noch offen, ob D.S. nächstes Jahr wieder dabei sein wird. Das Unternehmen aus Schlieren ist spezialisiert auf resorbierbare Implantate, auf Knochenersatzmaterialien, die sich auflösen, sobald das Implantat seine Funktion erfüllt bzw. sich der Knochen gebildet hat. «Wir entwicklen für andere Medizintechnikfirmen Produkte, kümmern uns um die Zulassung und stellen die Produkte auch her. Der Kunde kann diese dann bei uns steril verpackt beziehen. Je nach Bedarf benutzen wir Polymere oder Calciumphosphat», fasst Candrian die Aktivität zusammen.

Die Besucher kamen aus der Schweiz Eigentlich hatte Karina Candrian, Head OEM Business bei D.S. Degradable Solutions AG, ein internationales Publikum erwartet. Gekommen sind aber vor allem Besucher aus

Judith Hauri, Verkauf Innendienst, Springmann AG; Roman Lerchenmüller, Vertriebsingenieur, EOS GmbH; Jacob Maier, Beratung und Verkauf, Springmann AG (v.l.).

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Mathias Wirbel (l.), R&D Project Engineer, und Markus Sonderegger, Director Manufacturing, bei A.M.I.

Karina Candrian, Head OEM Business, De­ gradable Solutions AG.

11/ 2012


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Messen

Die richtigen Leute getroffen

Massimo Desole, Technischer Verkaufsberater, Robert Gnos, Geschäftsführer, und Marcel Schwegler, Projektleiter Marketing/Verkauf, alle drei von KKS (v.l.).

Der Messeverlauf war positiv Die Internationalität der Besucher vermisste auch Massimo Desole, Technischer Verkaufsberater bei KKS Ultraschall AG, Steinen. Trotzdem erachtet er die Messe als positiv für das Unternehmen. «Am ersten Tag hatten wir bereits sehr wichtige Leute aus der Medizinbranche an unserem Stand, nicht sehr viele zwar, aber gute Kontakte», so sein Urteil. «Die Quantität ist sicher ausbaufähig.» Was die Organisation anbelangt findet er nur gute Worte: «Es ist ein angenehmes Umfeld, die Leute sind sehr hilfsbereit, sei es auf dem Parkplatz oder am Empfang in der Eingangshalle.» Am Stand wurde alles rund um das Thema Ultraschall gezeigt, unter anderem auch eine Neuentwicklung mit Multifrequenzem im Ultraschallbereich. Speziell für die Dentaltechnik war eine Anlage zu sehen, die die Anforderungen der Medizintechnik betreffend Ätzen von Oberflächen automatisch erfüllt.

dica einfach zu viele Messen. «Es ist ein gewisser Sättigungsgrad erreicht», stellt er fest. «Natürlich betreiben wir hier auch Imagepflege, zeigen, wer wir sind und was wir machen», fügte er noch an. Phillips Medisize ist ein Dienstleister, darauf ausgelegt, Entwicklungskapazitäten zu verkaufen, mit der Kernkompetenz Spritzgiessteile zu fertigen, aber auch zu montieren, verpacken, sterilisieren und dem Kunden ready to use ab Lager zu liefern. «Das ist unsere Stärke. Da sind wir breit aufgestellt.»

11/ 2012

Martin Heusler, Supply Chain Management (l.), und Daniel Isch, Leiter Entwicklung, Safrima AG.

Keine Masse, aber die Qualität der Besucher stimmte

Ein gewisser Sättigungsgrad ist erreicht Der zweite Tag war vom Besucherstrom her für Thomas Mittwoch, Business Development Manager bei Phillips Medisize B.V., der beste. Doch insgesamt sei es zu ruhig gewesen. «Man muss aber der Messe als Erstlingsmesse auch etwas Zeit geben», räumt er ein. Seiner Ansicht nach gibt es in Europa mit der Medtec und deren nationalen Ablegern, der Compamed und der Me-

Besuchermässig verhalten aber nicht uninteressant erlebte Daniel Isch, Leiter Entwicklung der Safrima AG, Worben, die Messe. Vom Konzept her gepasst haben auch der Jubiläumsausflug auf dem Schiff mit dem Medical Cluster und die Medtech Night. «Wir haben die wichtigen und richtigen Leute getroffen», meint er zufrieden. Safrima ist seit 40 Jahren ausschliesslich im Medtech Bereich tätig und verfügt über ein umfassendes Know-how in der zerspanenden Verarbeitung von Titan, rostfreiem Stahl und Kunststoff. Hier wird vor allem PPSU und POM verarbeitet – meist für Handgriffe chirurgischer Instrumente. Ein zweites Standbein sind Eigenprodukte, wie Navigationshilfen, Hüftschaftauszug, Schneidblöcke.

Thomas Mittwoch, Business Development Manager, Phillips Medisize B.V.

Auch Jürg Wittich, Geschäftsführer der Hans Wittich GmbH in Gottlieben, hätte gerne mehr Besucher an seinem Stand gehabt. Er räumt aber ein: «Wir hatten interessante Gespräche mit Kunden aus dem Medical Bereich.» Er ist sich auch bewusst, dass eine neue Messe Zeit braucht, sich zu etablieren. Präsentiert wurden verschiedene Anwendungen, z.B. ein vollautomatisches LaserBeschriftungssystem von Tampoprint für die 2D Beschriftung von Kunststoffteilen. Des Weiteren wurde ein Gerät von Tantec für die Vorbehandlung von Kunststoffen mittels atmosphärischem Plasma gezeigt, zur Behandlung von schwierigen Oberflächen vor dem Lackieren, Bedrucken oder Bekleben. 55


KUNSTSTOFF XTRA

Messen

fehlen – dann hat die Messe doch etwas gebracht», sinniert der Geschäftsführer. «Wir sind stark, wenn für eine Aufgabenstellung eine innovative Lösung gesucht wird», fasste Zubler die Kompetenz zusammen. Im Moment sucht das Unternehmen einen Hersteller und einen Vertriebspartner für eine Transferhilfe für den Alters- und Pflegebereich. «Hier haben sich auch ein paar vielversprechende Kontakte ergeben», so Zubler zuversichtlich. «Wenn wir einen Partner finden, mit dem zusammen wir das Produkt realisieren können, wäre das ganz genial.»

Nächstes WMTF 2013

Jürg Wittich, Geschäftsführer der Hans Wittich GmbH.

Stark, wenn eine innovative Lösung gefragt ist Von den Medizinprodukteherstellern, die Arnold Zubler, Plast Competence Center

AG, Zofingen, eingeladen hatte, waren nur wenige am Stand vorbeigekommen. «Andererseits hatte ich Kontakte mit Firmenvertretern, die uns eventuell weiter emp-

Arnold Zubler, Geschäftsführer (l.), und Daniel Fehlmann, Projektleiter Entwicklung, Plast Competence Center AG.

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«Die Partner des WMTF sowie die MedtechIndustrie sprachen sich klar für eine nächste Durchführung des WMTF im Jahr 2013 aus», informiert Fabienne Meyerhans. Somit findet das nächste WMTF vom 17. bis 19. September 2013 bei der Messe Luzern statt. Auf diesen Zeitpunkt wird das neue Messegelände fertig gestellt sein und erreicht damit höchsten Standard. Der Kongress wird dann im 2. Stock der bis dahin neu erstellten Halle 1 durchgeführt. Die kompakte, moderne Infrastruktur entspricht exakt der Qualitätsstrategie des WMTF, die auf moderates Wachstum und maximale Qualität der Ausstellung setzt. Daneben wird das erfolgreich initialisierte Konzept – Kongress, Fachmesse und Meetings – beibehalten.

Kontakt Fabienne Meyerhans Messeleiterin World Medtech Forum Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 www.medtech-forum.ch

Kunststoff Recycling Lenzburg GmbH Niederlenzer Kirchweg 6 5600 Lenzburg Telefon 062 888 28 06 Telefax 062 888 28 07 www.kunststoff-recycling.ch info@kunststoff-recycling.ch

n

Wir kaufen ... Produktionsabfälle, Angüsse, Anfahr- und Ausspritzkuchen, Ausschussware, Restposten, Lagerräumungen, Verpackungsfolien als Rollenware / Pressballen oder lose, PE-, PP- und PVC-Rohre aus Produktion und Rückbau, PVC-Fensterprofile

... und produzieren Mahlgut und Regranulat.


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Dezember 2012

V e r a n s ta lt u n g e n

13.12.

Seminar: Alternative Messverfahren in der Kunststoffverarbeitung Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

13./14.12.

Intensivkurs Spritzgiesstechnik 1 Ort: Regensburg Veranstalter: Schulungszentrum für Spritzgiesstechnik Bergmattingerweg 12, D-93161 Sinzing Telefon +49 (0)941 307 66 10 info@spritzgiess-schulung.de www.spritzgiess-schulung.de

Fachtagung: Plasmen in der Kunststoffverarbeitung – Technologien und Anwendungen Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, D-52056 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93806 bau@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de

05.12.

Seminar: Werkstoffprüfungen nach Automobilstandards Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Str. 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

05./06.12.

VDI/IKV-Veranstaltung: Fehler- und Schadens­analyse an Kunststoffprodukten Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, D-52056 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93806 bau@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de

05./06.12.

Seminar: Formteilfehler an thermo­ plastischen Spritzgussteilen Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

13./14.12.

Kurs: Aufbau und Eigenschaften der ­Kunststoffe – Veriantenreicher Kunststoff Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

06.12.

Seminar: Einführung in die Robotertechnik Ort: Köln Veranstalter: Adept Technology GmbH Otto-Hahn-Strasse 23 D-44227 Dortmund Telefon +49 (0)231 75894-37 heike.heinzel@adept.com, www.adept.de

17./18.12.

Wiederholungskurs Spritzgiessen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

11.12.

Crash-Kurs: Spezialisierte Werkstoffkunde – PC, PMMA und ABS Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Str. 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

18.12.

Seminar: Wareneingangskontrolle in der Kunststoffverarbeitung Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Str. 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

18.12.

Seminar: Formteilfehler – Werkzeug oder Produktion? Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

19.12.

Tagung: Expertenwissen Werkzeugkonstruktion Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Str. 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

Bild: Pixelio

Bild: Pixelio, H. Snoek

04./05.12.

12.12.

11/ 2012

Crash-Kurs: Spezialisierte Werkstoffkunde – PA, PBT und POM Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Str. 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

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KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Die neue EZ-X von Shimadzu –ein Multitalent

Die neuen Einsäulen-Prüfmaschinen EZ-SX und EZ-LX von Shimadzu sind jetzt erhältlich. Das kleine Modell mit einer Arbeitsraumhöhe von

500mm ist für Kräfte von 0.01N bis 500N einsetzbar, die Langversion (920mm) für Kräfte von 0.01N bis 5kN. Mit ihren kompakten Grössen passen sie bequem auf jeden Labortisch. Sie eignen sich besonders als Texture-Analyzer für die Lebensmittelindustrie oder als Universalprüfmaschine für Kunststoffe, Gummi, Textilien, Drähte, Schnüre, Fäden, Klebbänder, Verpackungen, Federn, Medizinal- und biomechanische Produkte, Bauteile. Eine entsprechend grosse Auswahl von Zubehör ist erhältlich. Wahlweise kann die Prüfmaschine autonom über ein Panel oder via PC bedient werden. Im Sinne ergo-

nomischer Benutzerfreundlichkeit ist das Panel individuell positionierbar. Für die Bedienung mittels PC steht die intuitive Software Trapezium-X zur Verfügung. Hochpräzise Kraftmesszellen sind mit den Nennlasten 1N, 2N, 5N, 10N, 20N, 50N, 100N, 500N, 1kN, 2kN und 5kN, in den Genauigkeitsklassen 0.5 und 1 erhältlich. Prüfgeschwindigkeiten von 0.001 bis 1000 oder 2000mm/min, ermöglichen langsame, aber auch sehr schnelle Tests. Die hervorragende Datenerfassung von bis 1000Hz ermöglicht eine extrem genaue Erfassung von Kraft, Weg und Dehnung. Zur präzisen Dehnungsmes-

sung können manuelle AnsetzExtensometer, halb- und vollautomatische Fühler-Extensometer, oder das neue Video-Extensometer TRView-X angeschlossen werden. Für Prüfmaschinen von Shimadzu bietet TeMeCo Aftersales Services wie zum Beispiel Wartung und Kalibrierung vor Ort an.

TeMeCo Services AG Neugutstrasse 52 CH-8600 Dübendorf Telefon +41 (0)44 882 43 21 temeco@temeco.ch www.temeco.ch

Gravimetrische Dosierstation Die cb-Technik GmbH stellte auf der Fakuma unter anderem diese gravimetrische Dosierstation in den Vordergrund. Diese aufsetzbare Dosiereinheit kann 1 bis 4 Komponenten von granuliertem oder rieselfähigem Schüttgut beimischen. Auch einsetzbar für Chargen-Mischung. Ein nachträgliches Homogenisieren ist durch das integrierte Rührwerk umsetzbar. Die komplett aus V2A-Edelstahl hergestellte Station bietet eine Do-

sierkapazität von ca. 40 bis 450 kg/h und ist selbstkalibrierend. Durch den modularen Aufbau sind Einricht- und Reinigungskosten enorm tief gehalten und ohne Werkzeuge mit Steck- und ZiehSystemen schnell durchgeführt. Mit der eigenentwickelten Software von Amboss + Langbein (A+L) bietet diese Dosierstation eine höchste Genauigkeit von 0,2% bei Pulspausen- oder Dauermischbetrieb. Standardmässig steht die gravime-

trische Dosierstation in 4 Varianten zur Auswahl, kann aber auch speziell auf Anforderung angepasst werden.

cb-Technik GmbH Schachenstrasse 82 CH-8645 Jona Telefon +41 (0)55 224 30 20 verkauf@cb-technik.ch www.cb-technik.ch

Kristallklare Vorteile

motan-colortronic bietet eine Vielzahl applikationsorientierter Lösungen an, die für nachhaltiges wirtschaftliches und störungsfreies Verarbeiten in allen Kunststoff-Disziplinen am Ertragreichsten sind. Ein Teil dieser Lösungen ist auch die Kristallisation, die ein wesentlicher Dreh- und Angelpunkt vor der PET-Verarbeitung in Preform-Spritz-

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giessmaschinen und nachfolgenden Blasformautomaten oder in Folienextrusionsanlagen ist. Die kritischen Punkte bei der Kristallisation sind das Anfahren der Produktion, das Mischen im Trichter und die Staubbewältigung. Die Kristallisatoren der Baureihe HDC mit Rührwerkstrichtern Luxorbin C (Bild) meistern diese Anforderungen – insbesondere mit Blick auf die seitens der Anwender geforderte sinnvolle Modularität, einfache Bedienung und Energieeinsparung. Ihre Modularität finden die motan HDC Kristallisatoren in neun Heizmodulen (Heizung / Gebläse / Steuerung) in Leistungsgrössen zwischen 120 und 3000 m³ pro Stunde. Ergänzend hierzu verfügt der Kunde bei den Luxorbin C Rührwerkstrichtern über eine Auswahl von acht Grössenkombinationen zwischen 125 und 2500 Litern Nettovolumen. So ist das motan-color-

tronic Kristallisatoren-Programm ausgelegt für Durchsatzmengen von 80 bis 900 kg pro Stunde. Bei variierenden Materialdurchsätzen innerhalb dieser Kategorien schützt eine automatische Materialabzugsbegrenzung die KristallisationsQualität. Treten im Rührwerkstrichter unerwartet dennoch zu hohe Kräfte auf, schaltet der Rührwerksmotor automatisch ab und vermeidet Schäden. Die frequenzgeregelten Gebläse passen die Prozessluftmenge kontinuierlich an die Materialeintrittstemperatur an und helfen so Energie einzusparen. In der Grundausstattung ist die Anlage per se mit Abluftfilter und pneumatisch betätigtem Schieber am Trichterauslauf bestens gerüstet. Der Kunde kann seinen Kristallisator zudem mit Zellradschleusen, Zyklonabscheider (als Staub-Separator eingesetzt) und Absaugvorrichtungen

für die Materialrückführung ausstatten. Bestes Rüstzeug bietet dem Anwender die bedienerfreundliche Steuerung/Regelung. Das Touchpanel, mit Siemens S7 im Hintergrund, führt den Operator mit eindeutigen, selbsterklärenden grafischen Darstellungen. Die meisten Werte sind vorgegeben bzw. hinterlegt. Der Bediener gibt nur eine überschaubare Anzahl produktrelevanter Daten ein. Die offene Prozessführung wirkt einem hydrolytischen Abbau des Materials weitestgehend entgegen: die geringe relative Feuchte der Prozessluft führt zu einer guten Materialvortrocknung. motan-colortronic ag Neulandweg 3 CH-5502 Hunzenschwil Telefon +41 (0)62 889 29 29 info@motan-colortronic.ch www.motan-colortronic.com

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KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Strahlenvernetzbares Polyamid

Senkschraube Z330/... mit Torx

Physikalische Eigenschaften (typische Werte) Dichte



1.39 g  / cm3

Charpy-Schlagzähigkeit ungekerbt / gekerbt bei 23 °C



71/10 kJ 7 m2

Streckspannung



164 MPa

E-Modul



9200 MPa

Reissdehnung



2,5 %

HDT-A



240 ° C

Für Motorkomponenten werden mehr und mehr technische Thermoplaste als Ersatz von Metall- und Metalllegierungen eingesetzt. Ein neuer interessanter Anwendungsbereich sind Wasserpumpenantriebsräder, die die Firma Rotax für einen Motorradmotor in Serie einsetzt. Aufgrund der hohen Anforderungen im Bauteilraum, wie dauernder Ölkontakt bei hoher Temperatur sowie den tribologischen Anforderungen, erfüllten keine handelsüblichen Materialien die anspruchsvollen Tests. Die Firma PTS entwickelte für diese Anwendung den strahlenvernetzbaren Werkstoff VPTS-Creamid A3H9G6 schwarz. Die daraus gefertigten Zahnräder werden in einem Folgeprozess strahlenvernetzt, wodurch die geforderten tribologischen Werte, chemische Beständigkeit und Temperaturgrenzen ohne Probleme bestanden werden. Dadurch war es möglich, die bisher eingesetzten

aufwändig gefrästen und teuren Stahlzahnräder zu ersetzen. Des Weiteren konnte die Geräuschemission des Motors deutlich reduziert werden. Durch die intensive Zusammenarbeit der Firmen Rotax, PTS und BMW Group konnte diese interessante und richtungweisende Anwendung in der Motorbaureihe 804 von BMW Motorrad realisiert werden. V-PTS-Creamid A3H9G6 0129A/14 ist ein strahlenvernetzbares PA6.6 mit 30% GF (2-Phasenwerkstoff). Das Basispolymer ist ein spezielles PA6.6 mit funktionellen Gruppen, wodurch der Vernetzungsverstärker (Betalink) an das Polymer angekoppelt wird

Die neuen Hasco Senkschrauben mit Innensechsrund (Torx) Z330/… stellen optimale Kraftübertragungen sicher. Kleine Gewindegrössen wurden speziell auf die Wärmeisolierplatten Z121/…, Z1212/… und Z1213/… des Normalienherstellers abgestimmt. Besonders bei kleinen Schraubenabmessungen, wie diese zur Befestigung von Wärmeisolierplatten verwendet werden, kommt es schnell zur Beschädigung der Schlüsselfläche. Bisher mussten die Schrauben dann aufwändig ausgebohrt werden. Durch den Einsatz der neuen Senkschraube Z330/… lässt sich dies zuverlässig verhindern, da die TorxGeometrie in den Schraubenköp-

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fen ein vielfach höheres, senkrecht verlaufendes Kraftmoment überträgt. Trotz hoher Drehmomentaufnahme kann die Beschädigung der Schlüsselfläche so vermieden werden. Die effiziente Montage trägt wesentlich zur Reduzierung der Werkzeugkosten bei. Die Produktkombination neue Senkschraube mit verbesserter Wärmeisolierplatte bietet dem Anwender eine optimale praxisorientierte Lösung zur Verlängerung der Werkzeuglebensdauer. Hasco Suisse AG Hühnerhubelstrasse 64 CH-3123 Belp Telefon +41 (0)31 924 39 00 info@hasco-suisse.ch www.hasco-suisse.ch


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Dienstleister für den globalen Werkzeugbau AsMoPlast präsentierte auf der Fakuma sehr erfolgreich seine Dienstleistungen als globaler Auftragsabwickler inklusive Engineering-Beratung für Werkzeuge aus dem asiatischen Raum. Eine Vielzahl interessierter Fachbesucher konnte in den ersten Tagen der Messe beraten werden. Die Firma, die 2007 den Sprung nach China wagte und in Hong Kong gegründet wurde, arbeitet heute eng mit einer Reihe chinesischer Werkzeugbauer zusammen. Je nach Aufgabenstellung wird der bestgeeignete Partner ausgewählt. Alle Partnerfirmen besitzen einen modernen CNC-gesteuerten Maschinenpark, ausgerüstet mit neuesten Technologien und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Die Philosophie des Unternehmens formulierte Simon Zügel, geschäftsführender Gesellschafter der AsMoPlast Engineering GmbH, so: «Die komplette Projektbetreuung von der Teileanalyse bis zur Übergabe der Werkzeuge erfolgt vom deutschen Unternehmen, jedoch in enger Zusammenarbeit mit der eigenen Schwestergesellschaft in Hong Kong, die vor Ort die Werkzeugherstellung betreut und kontrolliert.» Als Dienstleistungsunternehmen übernimmt AsMoPlast somit die Verantwortung für die fehlerfreie

Funktion der Werkzeuge und deren Service während ihrer Lebensdauer. Im Bereich Heisskanal und speziellen Formnormalien kommen nur Produkte von führenden europäischen Zulieferern zum Einsatz. Im Werk am Kaiserstuhl sind alle Bearbeitungsmaschinen für Änderungen und mögliche Massanpassungen an den importierten Werkzeugen vorhanden. Zur anschliessenden Abnahme der Werkzeuge mit dem Kunden sind Spritzgiessmaschinen von namhaften Herstellern mit Schliesskräften bis 1100 kN installiert. Grössere Schliesskräfte stehen bei externen Partnern zur Verfügung.

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Energieeffizient Druck aufbauen Druckluft ist in vielen Betrieben ein alltäglicher Bedarf. Doch: Luft kann teuer sein. Denn nicht optimal ausgelegtes Druckluftequipment kann teure Energie schlucken. Es lohnt sich deshalb gerade in diesem Bereich, einen Spezialisten an der Seite zu haben. Die Remco AG ist ein Spezialist für Drucklufttechnik und eine Tochterfirma der Asco Kohlensäure AG. Remco verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich Druckluft und eine breite Auswahl an Kompressoren und Zubehör im Bereich Luftaufbereitung. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, seinen Kunden mit einer umfassenden und individuellen Beratung Druckluftlösungen zu energieeffizientem Druckaufbau anzubieten. Die Palette an Produkten beinhaltet unter anderem Rotationskompressoren (7-13 bar), ölfrei verdichtende Kolbenkompressoren (bis 40 bar, eingesetzt vor allem im Bereich der PET-Flaschenherstellung), Druckluftzubehör und Luftaufbereitung, Wartungs- und Servicekonzepte, diverse Spezialanwendungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen für mehr Umweltschutz und weniger Energiekosten. Als offizieller Schweizer MatteiVertreter bietet Remco als einen Hauptbereich Mattei-Rotationskompressoren (Bild) an. Die Technologie der Rotationskompressoren

bietet im Vergleich zu Schraubenkompressoren folgende Vorteile: Die Kompressoren sind sehr kompakt und arbeiten effizient und energieoptimiert; der Unterhalt gestaltet sich leicht und die Lebensdauer ist lang. Mattei bietet mit ihrer umfangreichen Produktpalette einen sehr breit gefächerten Anwendungsbereich, von der kleineren Werkstattanwendung bis zu grossen Industrieanwendungen. Auch verarbeitende Kunststoffbetriebe profitieren von der energieeffizienten Technologie der Rotationskompressoren.

Remco AG Hilagstrasse 22 CH-8360 Eschlikon Telefon +41 (0)71 973 75 00 info@remco.ch www.remco-druckluft.ch Swisstech: Halle 2.2, Stand G08

Charakterisierung mechanischer Eigenschaften Die Condor-Serie von XYZtec ist auf die Charakterisierung mechanischer Eigenschaften von Polymeren und Faserverbundwerkstoffen ausgelegt. Das Spektrum der Analysen reicht von der statischen Festigkeit über die Betriebsfestigkeit bis hin zur Messung bruchmechanischer und viskoelastischer Parameter. Die Grössenordnung erstreckt sich vom mikroskopischen Massstab, z. B. bei der Messung der Adhäsion zwischen Fasern und Polymermatrix, bis hin zu Betriebsbelastungsversuchen an komplexeren Komponenten. Zum Einsatz kommen unter anderem folgende Prüfverfahren: – Messung von Nasshaftkräften an Klebern und Polymeren

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–M  essung von Klebekräften mittels Peelversuch an zB. Folien / Klebebänder – Bestimmung eines e-Moduls über Pullkraftmessung – Biegewechseltest an Polymeren und ähnlichen Werkstoffen – Schertest an Plastic pillows und Plastic studs – Dehnbarkeitsmessung – Allgemeine Tests an Glasfaserverbundstoffen und Glasfaser oder Lichtleiterkabel Interelec Electronics AG Alemannenweg 6 CH-8803 Rüschlikon Telefon +41 (0)44 704 50 50 info@interelec.ch www.interelec.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand M38

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KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Wenn Kundenlösungen im Mittelpunkt stehen

Die Solothurner CNC-Spezialisten gehören zu den Pionieren für CNCWerkzeugmaschinen in der Schweiz. Nach dem Motto «Wir verkaufen nicht nur Maschinen, sondern auch Kundenlösungen» hat sich das Unternehmen als Ansprechpartnerin für komplexe Fertigungsaufgaben am Markt etabliert.

Auf der kommenden Prodex vom 20. bis 23. November in Basel (zeitgleich mit der Swisstech) sind am Suvema-Stand unter anderem Neuheiten der Weltmarken Citizen, Okuma und Akira-Seiki zu sehen. Zwei Highlights sind hier schon vorweggenommen: Die Okuma LT 2000 EX ist ein Drehzenter der

Schneller mit Rapid Prototyping In einer Zeit mit hohen Innovationsraten und immer kürzeren Innovationszyklen hilft Rapid Prototyping die Entwicklung zu unterstützen und zu beschleunigen. Die Proform AG ist der Partner für die rasche Fertigung von Prototypen und die wirtschaftliche Produktion von kleinen Serien in Kunststoff und Metall. Das Unternehmen beherrscht folgende Verfahren:

Fused Deposition Modeling (FDM)  3D-Printing  Feingiessen  Rapid Tooling

re Teile angepasster Härte (auch 2K Technik) und Farbe oder End­ produkte aus der gewünschten Metall-Legierung; biokompatible ­Materialien. Die Technologien ermöglichen massgeschneiderte Lösungen für die Anforderungen der Kunden.

Das spezielle Know-how, die spezifische Ausstattung und die sehr breite, kontinuierlich optimierte Materialpalette machen Proform zum Spezialisten für die besonders komplizierten kleineren und kleinsten Teile: Extrem rasche Verfügbarkeit für Funktionstests; Anschauungsmodelle; mikrofluidische Bauteile aus transparenten Materialien; elastome-

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 Stereolithographie  Vakuumgiessen 

11/ 2012

neusten Generation mit drei Revolvern und extrem kurzen Bearbeitungszyklen. Und aus dem Hause des Langdrehspezialisten Citizen präsentiert Suvema die neue M32VIII (Bild), welche mit zwölf Achsen, mehr Werkzeugen und mehr Funktionen neue Massstäbe setzt. Insgesamt zehn Produktionsmaschinen von den drei Lieferwerken sind ausgestellt, alle perfekt ausgerichtet auf die spezifischen Bedürfnisse der einheimischen Fertigungs- und Zulieferindustrie. Bei Okuma wird sicher auch die neue Steuerung OSP-P300 für Aufsehen sorgen. Sie ist konsequent auf optimale Usability ausgelegt. Als einziger Anbieter der Welt setzt das Unternehmen bei den Werkzeugmaschinen, Antrieben, Positionsmesssystemen sowie bei CNCSteuerungen und Software konsequent auf eigene Lösungen. Erstmals werden auch die Produktionsdrucker von 3D Systems präsentiert. Bei diesem Druckverfah-

ren appliziert der spezielle Druckkopf den ABS-Thermoplast schichtweise in einem Arbeitsgang über die gesamte Druckbreite. So entstehen per Knopfdruck direkt aus den CAD-Daten heraus komplexe 3D-Formen und filigranste dreidimensionale Teile. Die Fokussierung auf anspruchsvolle Kundenlösungen hat bei Suvema Tradition und auch personell wird diesem Ruf Rechnung getragen. Am Sitz in Biberist/Solothurn ist rund die Hälfte der 50 Mitarbeitenden im Bereich Support/ Kundendienst tätig.

Suvema AG Grüttstrasse 106 CH-4562 Biberist Telefon +41 (0)32 674 41 11 info@suvema.ch www.suvema.ch Prodex: Halle 1.0, Stand C12

Der schnellste Muffelofen der Welt Der Kunststoff-Schnellverascher Phönix der Firma CEM ermöglicht die schnelle Veraschung einer Vielfalt von unterschiedlichen Kunststoffen zur Bestimmung des Glasfaser- bzw. Kohlefaseranteils. Das Resultat: Was früher Stunden brauchte, wird jetzt in Minuten erreicht. Ein Einsatzgebiet für derartige Kunststoffcompounds ist im Automobilbau (Stossstangen, Zierleisten, Armaturen, Wannen, Abdeckungen, Fertigteile,etc.). Da die Werkstoffeigenschaften eines Kunststoffcompounds wesentlich von seinem Füllstoffgehalt abhängen, ist eine Schnellbestimmung dieses Füllstoffes (Glasfaser oder Kohlefaser) zur effektiven Prozesskontrolle unerlässlich. Mit einem schnellen Eingreifen in die laufende Produktion kann enorm Geld eingespart werden. Die Schnellveraschung im Kunststoffverascher Phönix liefert in nur 10 Minuten die notwendigen Daten. Das Prinzip: Das Kunststoffpolymer setzt sich schnell mit dem Sauerstoff um. Also wird im Phönix innerhalb von nur 10 min der Kunststoff verascht und die Glas- bzw.

Kohlefaser wird in ihrem gesamten Gewebe freigelegt. Die Veraschung findet in CEM Tiegeln statt, die nur 10 s zur Abkühlung benötigen. Über eine Rückwaage erhält man wiederum nur 1 min später das gewünschte Ergebnis.

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KunststoffXtra 11/12  

KunststoffXtra - Fachzetschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

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