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Fachberichte

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Messen

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Juli/August 2012

KUNSTSTOFF XTRA News

d Kautschukindustrie

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Suisse AG Hühnerhubelstrasse 64 Tel. 031 924 39 00 info.ch@hasco.com

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4. – 6. SEPTEMBER 2012


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Gold für die Schweiz Die Olympischen Spiele sind zur Zeit der Niederschrift dieser Zeilen noch im Gang – Höchstleistungen sind gefordert und werden von den Athleten aus mehr als 200 Nationen

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erbracht. Der grösste Medaillensegen wird an die USA und China gehen – um dies vorherzusagen muss man kein Prophet sein. Diese Polpositionen widerspiegeln auch die wirtschaftliche Macht der beiden Länder. Sie sind bezüglich des Bruttoinlandsprodukts (BIP) unangefochten auf den beiden Spitzenplätzen, gefolgt von Japan und Deutschland. Zum Glück für die Schweiz ist die Anzahl der errungenen Medaillen nicht äquivalent zum wirtschaftlichen Erfolg. Da wären wir zwar nicht ganz abgeschlagen auf den hinteren Rängen, aber trotzdem unter ferner liefen zu finden. Ein Unternehmen muss – wie ein Athlet auch – top fit sein, um auf dem Markt Erfolg zu haben. Und da können wir in verschiedenen Disziplinen punkten: Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist auf einem beneidenswert tiefen Niveau und «goldwert». Auch für die dem aktuellen Global Innovation Index von Insead Höchstwerte zugesprochen. Die Infrastruktur in der Schweiz kann sich sehen lassen, obwohl noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Eine ähnliche Wertung erhält Humankapital und Forschung – zu Gold reicht es allerdings nicht. Auch am Ausbildungsstand der Fachkräfte müssen wir noch arbeiten. Die wertvollste Medaille, die uns vom besagten Index attestiert wird, ist die Innovationskraft. Hier macht uns kein Land etwas vor – Gold also für die Schweiz. Die Innovationskraft als Wettbewerbsfaktor Nummer 1 ist, abgesehen von den Mitarbeitenden, das grösste Gut eines Unternehmens. Wie sagte doch der Werksleiter Anton Deisser von B. Braun Medical AG treffend: «Mit Innovation geht ein Unternehmen Risiken ein, aber ohne Innovation geht ein Unternehmen immer ein.» Wie gut, werden wir nicht am sportlichen Erfolg in London gemessen.

Marianne Flury, Redaktorin, m.flury@sigwerb.com

Berichtigung Im Editorial der Ausgabe KunststoffXtra 6/2012 habe ich folgenden Satz geschrieben: «Seit der ersten Wirtschaftsdatenerhebung der Schweizer Kunststoffindustrie durch den Kunststoff Verband Schweiz (KVS) im Jahre 2001 präsentierten wir jeweils im Juni, rechtzeitig zur Generalversammlung des KVS, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die Wirtschaftszahlen der Branche.» Das «wir» bezieht sich dabei nicht auf die Zeitschrift «KunststoffXtra», welche bekanntlich noch gar nicht so lange existiert. Richtig ist, dass ich als Chefredaktorin von 2001 bis Ende 2006 in Kunststoffe-Synthetics, und von 2007 bis 2010 in der umbenannten SwissPlastics die Wirtschaftsdaten regelmässig zur Mitgliederversammlung des KVS veröffentlichen konnte. Auch als Chefredaktorin von KunststoffXtra wurden mir die Zahlen 2011 rechtzeitig von Ernesto Engel zur Verfügung gestellt, dieses Jahr war dies leider nicht mehr der Fall. Marianne Flury

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Farbe für technische Kunststoffe Medizinaltechnik

geltenden Markt- und Geschäftsbedingungen in der Schweiz werden uns gemäss

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I n h a lt s v e r z e i c h n i s

04 Fokus

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15 Maschinen/Peripherie

Zeitreise in die Zukunft des Spritzgiessens

Premium Ambiente durch MacroPower

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Ein volles Haus erlebte das Engel Symposium 2012: 2700 Gäste aus 35 Ländern – so viele wie nie zuvor – überzeugten sich am 13. und 14. Juni 2012 in St. Valentin von der hohen Systemlösungskompetenz und Innovationskraft des österreichischen Spritzgiessmaschinenbauers.

In der Pionierzeit des Automobilbaus hatten alle Fahrzeuge Holzrahmen-Karosserien, hölzerne Armaturenbretter und waren Premium-Produkte, die in individueller Handarbeit hergestellt wurden. Heute ist das Automobil ein Massenprodukt, das in unterschiedlichen Ausführungsklassen produziert wird.

10 Verarbeitung

18 TRENDS

Reissverschlüsse für den Extremeinsatz Das Kommando «Mann über Bord» steht nur für eine von vielen Situationen, in denen sich Hochsicherheits-Reissverschluss-Systeme im rauen Alltagseinsatz beweisen müssen. Gut für all die Seeleute, die sich dann auf einen Überlebensanzug verlassen können, der mit einem absolut wasserdichten und robusten Reissverschluss ausgestattet ist.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 2. Jahrgang Druckauflage 6000 Exemplare ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Kunststoffe in Elektrofahrzeugen kommen in Fahrt Eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für Elektrofahrzeuge von über 80 Prozent bis zum Jahr 2017 lässt auch den Einsatz von Kunststoffen in diesen Fahrzeugen erheblich ansteigen. Die Vorteile von Kunststoff, insbesondere, was den Leichtbau angeht, verbunden mit dem Ziel, die Reichweite der Elektrofahrzeuge zu erhöhen, treiben den Absatz an.

Produktion Sprüngli Druck AG Dorfmattenstrasse 28 CH-5612 Villmergen Telefon +41 (0)56 619 53 53 Telefax +41 (0)56 619 53 00 info@spruenglidruck.ch www.spruenglidruck.ch Abonnemente Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto) Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2012 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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I n h a lt s v e r z e i c h n i s

19 Forschung & Entwicklung

27 WIRTSCHAFT Geschäftsgang auf hohem Niveau

«Hylight» schafft stoffschlüssige Verbindung Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen erforscht in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung den Einsatz eines neuartigen Haftvermittlersystems für hybride Spritzgussbauteile.

Die deutsche Kunststoffindustrie ist mit etwa 315 000 Beschäftigten in mehr als 2640 Unternehmen und einem Jahresumsatz von über 76,5 Mrd. Euro einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Sie hat einen Anteil von sechs Prozent an der heimischen Industrieproduktion. Die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK) präsentiert Zahlen und gibt einen Ausblick für die weitere Entwicklung des Jahres 2012.

22 RECYCLING

29 Aus- und Weiterbildung

Die Kehrseite der (Kunststoff)-Medaille

30 News Wir kennen es: Unsere Naherholungsgebiete sind übersät mit allerlei Unrat, vor allem Einwegverpackungen aus Kunststoffen. Ein Spaziergang entlang dem See- oder Flussufer, Waldweg oder im Gebirge wird deshalb oft zum Ärgernis. Denn gerade dort, wo man der Zivilisation und ihren negativen Auswüchsen entfliehen will, wird man ausgerechnet mit deren Abfällen konfrontiert.

36 Messen 38 Veranstaltungen 40 Produkte

Zum Titelbild HASCO auf Wachstumskurs Bereits im September 2011 wurde das Firmengelände für die Produktionserweiterung von 3000 m² vorbereitet. Die hervorragende Infrastruktur sowie das in Lüdenscheid über Jahrzehnte gewachsene FertigungsKnowhow der Mitarbeiter, waren wichtige Gründe, sich für den Ausbau an diesem Standort zu entscheiden. Die gesamten Supply-Chain- und Fertigungsprozesse, angefangen bei der Rohstahl­ beschaffung, bis zur Auslieferung des Endproduktes unter Sicherstellung höchster Qualitätsansprüche wurden analysiert und neu aufgestellt. Um die Durchlaufzeiten der Kundenaufträge zu minimieren, wurde ein mehrere tausend Tonnen umfassendes Rohstahllager sowie ein Lager für Halbzeuge mit über 5000 Palettenplätzen errichtet. 7–8/2012

KUNSTSTOFF XTRA FACHBERICHTE

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MESSEN

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Juli/August 2012

26 FIRMENBERICHT

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46 Lieferanten verzeichnis

NEWS

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE

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Bei der Rohstahlbeschaffung werden keine Kompromisse gemacht. Ausschliesslich auditierte Lieferanten europäischer Qualitätsstähle gehören zu den sorgfältig ausgewählten HASCO Lieferanten – ein Garant für höchste Qualität und Sicherheit. Strengste Rohstahlspezifikationen in Bezug auf Reinheit, Toleranzhaltigkeit sowie Spannungsarmut setzen neue Beschaffungsund Fertigungsstandards. Eine 100 %ige Nachverfolgbarkeit im gesamten Einkaufsprozess wird HASCO Kunden garantiert. Mit der Realisierung des Projektes definiert HASCO, der Erfinder der Normalie, neue Standards für den Werkzeug- und Formenbau und setzt Massstäbe in Bezug auf Qualität, Präzision und Liefergeschwindigkeit.  Ihr HASCO Suisse Team www.hasco-suisse.ch 3


Bilder: Engel Austria

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Grosses Interesse und Gedränge im Grossmaschinenwerk St. Valentin.

Engel Symposium 2012

Zeitreise in die Zukunft des Spritzgiessens Ein volles Haus erlebte das Engel Symposium 2012: 2700 Gäste aus 35 Ländern – so viele wie nie zuvor – überzeugten sich am 13. und 14. Juni 2012 in St. Valentin von der hohen Systemlösungskompetenz und Innovationskraft des österreichischen Spritzgiessmaschinenbauers.

Alle drei Jahre jeweils in der Halbzeit zwischen zwei K-Messen, findet das Symposium statt. Mit 18 Exponaten aus den Business Units Automotive, Technical Moulding, Teletronics, Packaging und Medical war die Innovationsdichte noch höher als bei früheren Veranstaltungen. Erstmalig wurde den Besuchern im Grossmaschinenwerk in St. Valentin beispielsweise das DolphinVerfahren für die Herstellung hochwertiger Automobilinnenraumteile mit SofttouchOberfläche gezeigt, dessen erste Serienanwendung erst im Herbst vergangenen Jahres startete. Dabei beeindruckte alleine die Grösse der Engel duo 1500 combi M Spritzgiessmaschine sowie ihr hoher Automati4

sierungs- und Prozessintegrationsgrad. Nicht weniger eindrucksvoll waren unter anderem die Fertigung von extrem dünnwandigen und gleichzeitig hochdekorierten Laptopcovers im Reinraum, der hohe Integrationsgrad einer Fertigungszelle zur Herstellung von Lampengehäusen inklusive Dichtraupe auf kleinster Stellfläche sowie das zwei Meter hohe Werkzeug zur Herstellung von Pressgabeln für Bodenwischer im Engel gasmelt Verfahren, das dank Holmlostechnik auf eine vergleichsweise kleine victory Spritzgiessmaschine mit nur 500 Tonnen Schliesskraft passt. Dass die Exponate dieses Mal unmittelbar neben der laufenden Produktion zu sehen

waren, erlaubte den Besuchern gleichzeitig Einblicke in die Fertigung der Engel duo Grossmaschinen.

Weltpremieren und Live-Entwicklung Zwei Maschinentypen feierten während des Symposiums ihre Weltpremiere: die elektrifizierte Variante der duo Grossmaschine, Engel e-duo, und die neue vollelektrische Spritzgiessmaschine Engel e-mac für höchste Präzisionsanforderungen im technischen Spritzguss. Zudem gab es «Entwicklung live»: Mit der Fertigung von Bremspedalen in neuartiger Insitu-Polymerisationstechno7–8/2012


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logie auf einer Prototyp-Maschine bot der Maschinenbauer den Besuchern einen Ausblick in die Zukunft des automobilen Leichtbaus. Schwerpunkte der Vorträge an den beiden Symposium-Vormittagen im Design Center in Linz waren Verbesserungspotenziale entlang der Spritzgiessprozesskette vom Plastifizieren über das Mischen bis zum Kühlen, neue Möglichkeiten der Prozessüberwachung, die Energieeffizienz innovativer Antriebslösungen sowie Leichtbautechnologien. Unter anderem referierten die Entwicklungsleiter Georg Steinbichler und Gerhard Dimmler sowie Peter Egger, Leiter des neuen Technologiezentrums für LeichtbauComposites von Engel in St. Valentin. Gemeinsam mit Partnern werden dort Faserverbundtechnologien noch intensiver als

Fokus

lathandling, Qualitätssicherung und Reinraumtechnik stellten rund um die Exponate ihre Produkte und Lösungen aus und unterstrichen damit die hohe Systemlösungskompetenz, die Engel nicht nur während seines alle drei Jahre stattfindenden Symposiums, sondern tagtäglich in anspruchsvollen Kundenprojekten gemeinsam mit seinen Partnern unter Beweis stellt.

Willkommen im Design-Center in Linz: Die Symposiums-Vorträge vermittelten einen Blick in die Zukunft des Spritzgiessens.

bislang weiterentwickelt (siehe News S. 31). 40 Systempartner von Engel aus den Bereichen Rohmaterial, Werkzeugbau und Temperiertechnik, Automatisierung, Granu-

Kontakt Engel (Schweiz) AG Hungerbüelstrasse 17 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 725 0755 ech@engel.at www.engelglobal.com

Holmlostechnik Anlagenstellfläche und Zykluszeit ein. Silber verdiente sich der Werkzeugbauer und Spritzgiessverarbeiter O.C.S.A., der sich durch die Holmlostechnik zu einem einzigartigen Werkzeugkonzept für die Herstellung von Kaffeekapseln aus Polypropylen und TPE für Espressomaschinen inspirieren liess. Der Schlüssel zur Zykluszeitreduktion liegt in der Abkühlung der Hartkomponente. Um diesen Prozess zu beschleunigen wurden die Schläuche zur Kühlwasserversorgung durch dickere Roh-

re ersetzt. Diese ragen oben aus dem Werkzeugraum und sind direkt mit der Kühleinheit verbunden. Da keine Holme stören, können die Rohre die Bewegungen des Drehtellers mitmachen. Den HL-Award 2012 in Bronze hat Anton für sich entschieden. Dank Holmlostechnik platziert das Unternehmen gleich vier Spritzeinheiten auf einer Maschine mit nur 400 Tonnen Schliesskraft und kombiniert zudem den Mehrkomponentenspritzguss mit der Inserttechnik. Hergestellt werden Gehäuse für Elektrohandwerkzeuge für Bosch.

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Engel HL-Awards 2012 Am 13. Juni wurden im Rahmen des Engel Symposiums die Engel HL-Awards 2012 verliehen. Die diesjährigen Preisträger nutzen die Vorteile der Holmlostechnik vor allem für eine höhere Wirtschaftlichkeit ihrer Fertigung. Die HL-Awards in Gold, Silber und Bronze gingen an Volkswagen in Wolfsburg/Deutschland, O.C.S.A. in Creazzo/Italien und Anton in Zalaegerszeg/Ungarn. Gold ging an Volkswagen für die Herstellung von Bauteilen für Tankklappenmodule. Der Automobilbauer spart durch die

Bronze, Silber und Gold für die stolzen Gewinner der Engel HL-Awards 2012 (rechts im Bild Dr. Peter Neumann).

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Fokus

Europa ist immer noch Hauptmarkt für Engel

Umsatz übertrifft alle Erwartungen Das Geschäftsjahr 2011/2012 (1.4. bis 31.3.) hätte für Engel Austria nicht besser laufen können: Vom Krisenjahr 2009/2010 mit einem Umsatz von 358 Mio. Euro katapultierte sich der österreichische Maschinenbauer auf einen Rekordwert von 834 Mio. Euro (Vorjahr: 615 Mio.). Als Familienunternehmen investierte Engel auch in der Krise in neue Entwicklungen und in Mitarbeiter.

Marianne Flury «Diesen Erfolg verdanken wir der konsequenten Ausrichtung unserer Produkte und Systemlösungen auf die spezifischen Anforderungen der weltweiten Märkte und unserer fünf Zielbranchen Automobil, Verpackung, Medizintechnik, Technischer Spritzguss und Teletronics», betont Dr. Peter Neumann, CEO der Engel Holding. Da in den ersten beiden Monaten die Umsätze weiter gesteigert werden konnten, rechnet der Engel-Chef auch für das laufende Geschäftsjahr mit einem Top-Ergebnis. Neben dem Umsatz ist auch die Marktaufstellung eine wichtige Grösse für den Erfolg. Regional zählt derzeit vor allem Asien zu den Wachstumstreibern. Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat Engel in Asien erstmals einen Umsatz von 125 Mio. Euro erwirtschaftet. «Die Nachfrage in Asien fordert

zunehmend die Anpassung der Spritzgiessmaschinen und Systemlösungen an die spezifischen Anforderungen. Mit unserer dezentralen Fertigung vor Ort können wir unseren Kunden hier klare Vorteile bieten und zudem kurze Lieferzeiten sowie eine schnelle Time-to-market realisieren», so Peter Neumann. Nicht zuletzt verdankt Engel den Rekordumsatz in Asien seinen kontinuierlichen Investitionen in die Region. Erst im April dieses Jahres wurde das für 12 Mio. Euro stark erweiterte Produktionswerk für Grossmaschinen der Baureihe duo in Shanghai eingeweiht und bis zum Frühjahr 2013 wird auch die Kapazität des Kleinund Mittelmaschinenwerks in PyungtaekCity/Süd-Korea aufgestockt. «Im stark wachsenden Marktsegment der mittleren und grossen Spritzgiessmaschinen gehört Engel mittlerweile zu den führenden Anbietern in der Region», sagt Dr. Neumann.

Wachstumsimpulse in Asien kommen zunehmend auch aus Indien und Thailand. Mittelfristig wird vor allem die Bedeutung des indonesischen und vietnamesischen Markts weiter wachsen. Bis ins Jahr 2015 rechnet Engel mit einem Umsatz von 200 Mio. Euro in Asien.

Lokale Fertigung wird verstärkt Weltweit wurden 2011 rund 93 500 Spritzgiessmaschinen abgesetzt, im Jahr 2015 werden es nach Schätzung von Neumann weniger als 78 000 Maschinen sein. Zurückgehen wird vor allem die Anzahl chinesischer Maschinen, da diese einen längeren Lebenszyklus haben werden. Amerika wird sich leicht steigern können, dies wegen der positiven Entwicklung in Süd- und Mittelamerika, allen voran Brasi-

Engel ist seit seiner Gründung 1945 zu 100 Prozent in Familienbesitz, was das Unternehmen weltweit zu einem stabilen, verlässlichen und finanziell soliden Partner macht. Mit Dr. Stefan Engleder, dem Urenkel des Firmengründers Ludwig Engel, und seinem Schwager Dr. Christoph Steger ist inzwischen die vierte Generation im Unternehmen aktiv. Dr. Engleder leitet das Werk der Engel Automatisierungstechnik in Dietach und war in den vergangenen Jahren massgeblich an der Entwicklung der Linearroboterserie viper beteiligt. Dr. Steger kam Anfang 2012 als Leiter der Business Unit Packaging zu Engel nach Schwertberg.

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Stefan Engleder

Bilder: Engel Austria

Familienunternehmen seit vier Generationen

Christoph Steger

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Turnover KUNSTSTOFF XTRA in million EUR

1000 800 600

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Grafik: Engel Austria

400 200 0 Umsatzentwicklung in Mio. EUR.

lien und Mexiko, das in rund 5 Jahren stückzahlmässig die USA überholen wird. Wachstumstreiber in Europa werden Russland und die Türkei sein. Insgesamt produzierte Engel 2011/2012 weltweit 3450 Maschinen, davon wurden 2100 in Europa und 750 in Asien abgesetzt. Die restlichen 600 entfallen auf die Märkte in Amerika. Erklärtes Ziel ist es, verstärkt in den lokalen Werken vor Ort zu fertigen. Da wird auch

ENGEL Market Fokus Share

In Amerika wird die Niederlassung in Mexiko erweitert und der Verkauf in Brasilien 834 verstärkt. America 18 % Europe % Als64 grösste Wachstumstreiber in Europa 615 betrachtet Neumann die Märkte Russland und Türkei. Zudem steigt der Bedarf nach höherer Automation. Prosperierende Be358 reiche sind vor allem die Medizintechnik und Automotive. Diesen Trends wird durch eine Erweiterung der Niederlassung in der Asia 1 Türkei, durch das neue Technologieforum in Stuttgart – die technologischen Schwer09/10 10/11 11/12 punkte bilden die Themen Leichtbau, Automatisierung und Energieeffizienz – und durch den Ausbau des Automationszentder Schwerpunkt der Investitionen gesetzt, rums in Hagen Rechnung getragen. Denn um die Wachstumschancen zu nutzen. der deutsche Markt ist nach wie vor für So bestehen für Asien ehrgeizige Pläne. Um Engel der wichtigste Markt. «Mehr als 20 der wachsenden Nachfrage aus den Berei- Prozent des Umsatzes erzielten wir 2011 chen Automotive, Packaging und Medizin- mit deutschen Kunden», bestätigt Christian technik insbesondere in Thailand, Indone- Pum, Vertriebsgeschäftsführer von Engel sien, Vietnam und Indien gerecht zu Austria. werden, wird die Präsenz in Südostasien verstärkt und zudem der Bau eines Werks Kontakt www.engelglobal.com n in Indien ins Auge gefasst.

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Fokus

Interview mit Dr. Peter Neumann

Aus der Krise auf den Olymp Nach einem Umsatzsturz im Krisenjahr 2009 hat Engel Austria bisher unerreichte Höhen erklommen. Wie schafft ein Unternehmen einen solch rasanten Wiederaufstieg? Wir sprachen darüber in Linz mit Dr. Peter Neumann, CEO der Engel Holding und Verwaltungsratspräsident von Engel Schweiz.

Marianne Flury Redaktion: Im Krisenjahr 2009/2010 sank der Umsatz von Engel auf 358 Mio. Euro. Für das Jahr 2011/12 geben Sie einen Umsatz von über 800 Mio. Euro an. Wie schafft man eine solch deutliche Steigerung auf einen neuen Rekordwert innerhalb von zwei Jahren?

Dr. Peter Neumann: Glücklicherweise haben wir an unserem Investitionsplan festgehalten und die vor der Krise entschiedenen Kapazitätserweiterungen durchgezogen. Wichtig ist, Mitarbeiter in Bildungskarenzen (Zeit für Weiterbildung ohne Auflösung des Arbeitsverhältnisses, Anm. der Redaktion) und Zulieferanten schnell wieder einsetzen zu können. Das

war zwar schwierig, aber wir schafften es trotzdem innerhalb kurzer Zeit, einen Gang höher zu schalten. Wie gehen Sie mit Erfolg um? Oder anders: Was bedeutet der Rekordumsatz für Engel? Neumann: Erfolge sind auch verführerisch. Natürlich darf und soll man den Erfolg geniessen. Wer sich aber dazu verleiten lässt, sich zurückzulehnen, erhält schnell die Quittung – das lässt der Wettbewerb nicht zu. Erfolg ist für uns die Basis, die nächsten Ziele erreichen zu können. Daran arbeiten wir kontinuierlich.

Bild: Marianne Flur y

Umsatz ist das eine. Die Marge das andere. Wie sieht es damit aus? Neumann: Engel als Familienunternehmen verfolgt strikt eine Geschäftspolitik, die es ermöglicht, Investitionen mit Eigenkapital zu finanzieren. Deshalb sind Jahre – wie jetzt das Geschäftsjahr 2011/2012 – mit starkem Umsatzwachstum sehr positiv. Wir denken langfristig und versuchen, uns auch auf konjunkturelle Abschwungphasen vorzubereiten.

Dr. Peter Neumann: Prozesstechnisch gilt unser Hauptaugenmerk dem Leichtbau.

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Welche Strategie verfolgen Sie vor dem Hintergrund der Eurokrise? Neumann: Flexibilität, neue Märkte und Sicherheit – so lauten die wesentlichen Schlagworte. In Anbetracht der Schuldenkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind wir vorsichtig. Das bedeutet zum einen, dass wir auch Leasingarbeitskräfte beschäftigen, um rasch auf Veränderungen reagieren zu können, und zum anderen, dass wir einen Schwerpunkt auf nicht-europäische Länder, insbesondere auf Asien, setzen. Wichtig ist es, Reserven zu schaffen. Dabei gibt uns die Stabilität unseres Familienunternehmens ein hohes Mass an Planungssicherheit, was wiederum unseren Kunden auch den Vorteil der Kontinuität gibt. 7–8/2012


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2011/2012 erwirtschafteten Sie zum ersten Mal mehr als 100 Mio. Euro Umsatz in Asien. Wie sehen Sie die künftige Verteilung Europa – Asien – Amerika – Afrika? Neumann: Der Asienanteil wird am Gesamtumsatz klar weiter zunehmen. Ziel ist es, den Anteil von derzeit 18 Prozent auf 25 Prozent zu heben. Wie sich die Verteilung langfristig präsentieren wird, wage ich heute nicht zu beurteilen. Was bedeutet eine deutliche Verschiebung des Umsatzes nach Asien für die Standorte Schwertberg und St. Valentin? Neumann: Ein steigender Asienanteil am Gesamtumsatz bedeutet nicht, dass der Umsatz in Europa sinken wird – im Gegenteil: unser Engagement in Asien hilft uns, unsere Umsätze langfristig zu sichern und damit auch die europäischen Märkte weiter zu stärken. Während wir die Marktanteile in Europa weitestgehend ausgeschöpft haben, bietet Asien noch Wachstumspotenzial. Hinzu kommt, dass die Asiaten auch kräftig in Europa investieren und sich daraus neue Chancen hier in Europa eröffnen. Die letzte Krise ist ja kaum verdaut. Hilft diese, sich auf eine mögliche nächste Krise vorzubereiten? Neumann: Eine Massnahme ist, dass wir einen bestimmten Anteil an Leiharbeitskräften halten. Die Rahmenbedingungen können wir allerdings nicht bestimmen. Da ist die Politik gefordert und dieser fehlt es leider an Flexibilität und Problembewusstsein. Es wird nicht an Verbesserungen gearbeitet, auch wenn wir klar erkennen, dass bestimmte Regelungen bei uns schlechter sind als bei unseren Nachbarländern – ich spreche von der Kurzarbeitszeit. In Österreich ist die Kurzarbeitsregelung wesentlich teurer und zu starr, um dieses Instrument in Krisen wirklich voll einsetzen zu können. Unabhängig von allen Spekulationen auf den weiteren Wirtschaftsverlauf: wo setzen Sie für 2012/13 die Schwerpunkte? Neumann: Bei den Maschinen setzen wir klar auf den optimalen Einsatz, das heisst auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung und Branche zugeschnittene Lösungen. Dabei gewinnt das Systemgeschäft immer stärker an Bedeutung, denn gerade Fertigungszellen aus einer Hand bieten noch grosses Potenzial, die Effizienz der 7–8/2012

Fokus

Was würde Ihnen das Geschäftsleben am meisten erleichtern? Neumann: Vernünftige Arbeitszeitmodelle zum Beispiel würden es erlauben, auf konjunkturelle Schwankungen leichter reagieren zu können. Je nach Bedarf könnte die Belegschaft mehr oder weniger arbeiten. Diese Flexibilität erreicht man nur mit Zeitmodellen. Ich könnte mir die Einführung einer «Lebensarbeitszeit» vorstellen – das sind Herausforderungen, die die Politik angehen muss. n

Prozesse weiter zu steigern. Ein zweiter Schwerpunkt unserer Entwicklungstätigkeit ist die einfachere Bedienbarkeit unserer Maschinen und Automatisierungslösungen und auch hierbei eröffnen Systemlösungen aus einer Hand neue Chancen. Prozesstechnisch gilt unser Hauptaugenmerk dem Leichtbau, und was die Märkte anbelangt, wollen wir den asiatischen Markt noch intensiver bearbeiten und das vorhandene Potenzial besser nutzen.

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Verarbeitung

MIM – Ein innovatives Spritzgiessverfahren

Reissverschlüsse für den Extremeinsatz Das Kommando «Mann über Bord» steht nur für eine von vielen Situationen, in denen sich HochsicherheitsReissverschluss-Systeme im rauen Alltagseinsatz beweisen müssen. Gut für all die Seeleute, die sich dann auf einen Überlebensanzug verlassen können, der mit einem absolut wasserdichten und robusten Reissverschluss ausgestattet ist.

Qualität liefern kann, zeigt die Zertifizierung nach ISO/TS 16949 für den medizintechnischen Bereich.

Bild: Arburg

MIM-Spritzgiessen seit 1997

Den Zipper für Hochsicherheits-Reissverschluss-Systeme stellt Hock Sachsen im MIM-Verfahren her.

Die Hock Sachsen GmbH, ein Unternehmen der Hock-Gruppe, stellt die Reissverschluss-Zipper in Serie im MetallpulverSpritzguss (Metal Injection Moulding, MIM) her. Dass sich das MIM-Verfahren auch im Hochsicherheitsbereich mehr und mehr durchsetzt, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Verarbeitung von Metallpulvern mittlerweile einen festen Platz in der Spritzgiessherstellung hat Aber nicht nur in Überlebensanzügen für Seeleute kommen diese Reissverschlüsse zum Einsatz, sondern auch in anderen Hochsicherheitsbereichen wie etwa im Personen- und Körperschutz gegen Feuer oder Chemikalien. Dr. Frank Weber, Entwicklungsleiter bei Hock Sachsen, kennt die Eckdaten zu dieser Produktion: «Wir stellen pro Jahr zwischen 10 000 und 20 000 dieser Verschlüsse für Sicherheits-Reissverschluss-Systeme her. Diese Zahlen hören sich zunächst eher klein an, aber wenn man in Betracht zieht, wo die Verschlüsse zum Einsatz kommen, erlangen sie eine ganz andere Bedeutung. Wir müssen diese Bau10

teile nicht nur hochgenau mit geringsten Toleranzen spritzgiessen, sondern auch zu 100% prüfen. Denn in aller Regel hängen von unseren Teilen Menschenleben ab.»

Hock ist Systemlieferant Die Hock Sachsen GmbH in Beierfeld stellt mit 350 Mitarbeitern Teile aller Art aus Blech, Stahl, Kunststoff und anderen Werkstoffen für ihre Kunden her. Die Unternehmensstrategie beinhaltet die systematische Bündelung unterschiedlicher Fertigungskompetenzen und dadurch die Nutzung aller möglichen Synergieeffekte. Anders ausgedrückt: Hock kann seinen Kunden Werkzeug- und Formenbau, Stanztechnik, Schweiss- und Laserschweisstechnik, Spritzgiessen, spanende Fertigung, Baugruppenmontage sowie Metallpulverspritzgiessen zwar auch getrennt anbieten, die Nutzung aller Synergien ergibt sich aber erst aus dem Einsatz von Hock als Systemlieferant für den Bereich Metallbearbeitung. Dass das Unternehmen hier durchgängig höchste

Das Metallpulver-Spritzgiessen wurde 1997 bei Hock als neues Verfahren in die Produktionskette integriert und zeigt in den letzten Jahren überdurchschnittliche Wachstumsraten. In diesem Sektor werden Komponenten für Handwerkzeuge, Wehrtechnik, Automotive, Medizin- und Sicherheitstechnik produziert. Insgesamt stehen sieben Spritzgiessmaschinen von Arburg in der MIM-Abteilung bei Hock Sachsen, hinzu kommen rund 30 Alllrounder im Bereich Kunststofffertigung. Zwei der im MIM-Bereich eingesetzten Spritzgiessmaschinen sind mit Robot-Systemen ausgestattet, um Teile automatisiert und schonend entnehmen zu können. Vervollständigt wird das Equipment von Hock, deren MetallpulverVerarbeitung in Beierfeld konzentriert ist, durch neun Ofenanlagen zum Entbindern und Sintern der Teile, so dass auch im Mehrschichtbetrieb problemlos produziert werden kann. Darüber hinaus läuft die Zusammenarbeit zwischen der Hock Gruppe und Arburg auch im Servicesektor über die Beratung durch die Arburg-Spezialisten mit eigenem Pulverspritzgusslabor in Lossburg sowie der direkten Problemlösung vor Ort an den jeweiligen Kundenwerkzeugen. Gerade diesen Punkt der Kooperation hebt Hock als ausschlaggebend für die optimal funktionierende Kooperation zwischen beiden Unternehmen hervor. Hock betreut mit dieser Ausrüstung und diesem Know-how die Kunden systematisch von der Auswahl der geeigneten Pulvermaterialien bis zum 7–8/2012


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Verarbeitung

einbaufertigen Formteil – und bezeichnet das Verfahren selbst als ideal zur Fertigung mittlerer bis hoher Stückzahlen.

Die Reissverschluss-Zipper, die bislang in diesem Hochsicherheitsbereich im Einsatz waren, wurden aus Zink-Druckguss hergestellt. Heute entstehen auf den Spritzgiessmaschinen bei Hock die gleichen Artikel aus dem um ein Vielfaches belastbareren Edelstahl in Serie. Das Einfach-Werkzeug entstand im unternehmenseigenen Werkzeugbau. Frank Weber zu den Einzelheiten: «Wir arbeiten hier mit einer komplexen Innengeometrie, um die Physiognomie der Zipper hochgenau ausformen zu können. Drei Schrägschieber, die gegeneinander abdichten, sind allein dazu notwendig, den Innenhohlraum exakt abzubilden. Werkstoff und Werkzeug sind finanziell natürlich anspruchsvoller, aber die besseren Werkstoff­ eigenschaften und die hochwertigere Verarbeitungsqualität amortisieren diesen Mehraufwand in kürzester Zeit.» Hergestellt werden die Zipper auf einem Allrounder 320 C mit 500 kN Schliesskraft und Spritzeinheit 100 in Zykluszeiten zwischen 30 und 40 s. Die Schnecke mit spezieller MIM-Geometrie weist einen Durchmesser von 20 mm auf und ist in einer

Bild: morlock-fotografie.de

Werkzeug- und Maschinentechnik speziell angepasst

Die Spritzteile werden von Saugern aufgenommen.

Spritzeinheit mit Lageregelung eingebaut. Diese Technik sorgt für ein hochgenaues und reproduzierbares Füllverhalten. Das Werkzeug wird mit 110 °C konstant temperiert, um das Catamold 17-4 PHF von BASF gut verarbeiten zu können. Dieses Material verfügt über ein weiterentwickeltes Bindersystem mit verbesserten Fliesseigenschaften für ungewöhnlich niedrige Werkzeugtemperaturen. Normalerweise liegen diese zwischen 130 °C und 140 °C. Die Anspritzung des Bauteils erfolgt über Tunnelanguss, der automatisch bei der Ent-

nahme durch das Robot-System abgetrennt wird. Die Teile selbst werden von Saugern aufgenommen und auf einem Förderband zur Weiterverarbeitung abgelegt. Weiterverarbeitung heisst in diesem Fall zunächst einmal entbindern und nachgeordnet sintern. Die Entbinderung der Bauteile erfolgt katalytisch im Batch, ebenso das Sintern zur Enddichte unter Wasserstoffatmosphäre, wobei die Schwindung der Teile bei rund 22% liegt.

Mehrere Projekte im Bereich Sicherheits-Reissverschlüsse

Bild: Hock Sachsen

Hock Sachsen arbeitet aktuell laut Aussage von Dr. Weber bereits an einem Nachfolgeprojekt für die aktuellen Sicherheits-Zipper. Die Fortführung der Zusammenarbeit mit Arburg macht deutlich, dass hier zwei sich ergänzende Kompetenz-Teams sehr gut harmonieren, um perfekte MIM-Spritzgiessergebnisse für einen hochsensiblen Markt zu liefern. Einen Markt, dessen Aufgabe der Schutz von Menschenleben durch qualitativ perfekte und einwandfrei funktionierende Bauteile ist.

Auf den Allroundern im MIM-Bereich produziert Hock Sachsen Komponenten für Handwerkzeuge, Wehrtechnik, Automotive, Medizin- und Sicherheitstechnik.

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Kontakt Arburg AG Südstrasse 15 CH-3110 Münsingen Telefon +41 (0)31 724 23 23 switzerland@arburg.com www.arburg.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Verarbeitung

Preblow

Eine Neuentwicklung senkt Kosten

Bilder: Netstal

Netstal hat das bewährte Calitec-System der PET-Line weiterentwickelt. Das innovative Kühlsystem unterstützt die Preformkühlung durch einen Innendruck im Preform. Damit werden die PET-Vorformlinge nach der Entformung optimal und ohne Unterbrechung nachgekühlt. Preblow erweitert diese Kühlung um einen Ausblasvorgang im Bodenbereich. Kürzere Zykluszeiten und eine nachhaltig verbesserte Formteilqualität sind das Resultat.

Gewichtseinsparung: Einfluss der verschiedenen Preform-Kuppen auf die Flaschenböden.

Die Neuerung des zum Patent angemeldeten Verfahrens Preblow eröffnet den Kunden neue und noch effizientere Möglichkeiten. Seine Besonderheit: Bei diesem Prozess wird der Preform direkt nach dem Spritzgiessen im Bodenbereich ausgeblasen. Damit lassen sich erstmals nicht nur die Bodenkontur und damit die Oberflächengrösse verändern – mit der Vergrösserung der Bodenkontur durch das Blasverfahren wird gleichzeitig eine geringere Wandstärke im kritischen Bodenbereich erzielt. Dieser Effekt erlaubt im späteren Blasprozess, den Bodenbereich gezielter und effizienter zu beheizen – bei einer grös­ seren Oberfläche haben die UV-Strahler der Blasmaschine eine geringere Wandstärke zu beheizen. Das Ergebnis ist LightBase.

Darstellung des Preblow-Verfahrens.

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Der Vorteil gegenüber den zurzeit auf dem Markt angebotenen Lösungen «EcoBase» und «Cappello Design» ist deutlich, da nun eine komplette Durchgängigkeit über den gesamten Prozess sichergestellt ist. Neben der Veränderung der Kontur haben die Netstal-Experten verstärkt Einfluss auf die viel wichtigeren Parameter Wandstärke und Materialanhäufung genommen und diese spürbar verbessert. Schliesslich ist die Wandstärke in einem optimalen Spritzgiessprozess nahezu unveränderlich.

Weniger Material für gleiche Qualität Bei einem ersten Versuch mit 1-Liter-Saftflaschen konnte bereits eine Gewichtsreduktion von mehr als 1 g erreicht werden, zudem konnte die Wandstärke deutlich erhöht werden. Auf der diesjährigen Messe Chinaplas im April 2012 stellte Netstal ein System vor, das einen Preform von 15,8 g für stilles Wasser fertigte. Bei gleichbleibender Flaschenqualität war der Materialein­satz also um mindestens 0,5 g Material verringert. Aufs Jahr gerechnet entspricht das in

unserem Beispiel einer Einsparung von rund 255 Tonnen. Die Preforms wurden mit 128 Kavitäten bei einem Zyklus von rund 7,2 sec produziert. Danach wurden alle 128 Preforms zuverlässig gleich ausgeblasen. Die hohe Reproduzierbarkeit sowie der deutlich vereinfachte Blasprozess im Vergleich zu EcoBase und Cappello Design sprechen eine deutliche Sprache und beeindruckten die Besucher. «Mit der Entwicklung des Preblow-Verfahrens ist Netstal ein Höchstmass an innovativer Technologie gelungen. Das grössere Prozessfenster im Blasprozess und die zusätzlich verkürzte Zykluszeit durch die geringere Materialanhäufung am Boden sind deutliche Fortschritte bei der Herstellung von PET-Flaschen», so Markus Dal Pian, Leiter Business Unit PET bei Netstal. Kontakt Netstal-Maschinen AG Tschachenstrasse CH-8752 Näfels Telefon +41 (0)55 618 61 11 marketing@netstal.com www.netstal.com

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KUNSTSTOFF XTRA

Verarbeitung

Neues Spritzgiessverfahren von Mecaplast

Kunststoffteile specken ab

Mecaplast operiert von Monaco aus mit zahlreichen Produktionsstandorten verteilt auf Frankreich und andere Länder Europas, sowie in der Türkei, Brasilien, Mexico, China und Indien. Mecaplast engagiert sich nun im neuen, von der französischen Regierung finanziell geförderten Projekt «Plume» (Feder). Ziel des Unternehmens ist es, einen neuen Prozess in der Spritzgiesstechnik zur Gewichtsreduzierung auf industriellem Niveau zu etablieren. Der Prozess basiert auf einer Kombination von bewegten Formkernen, einem chemischen Treibmittel und leichtgewichtigen, verstärkten Füllstoffen. Das Projekt «Plume» startet im September 2012 mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Mecaplast nennt für Plume eine Projektsumme von 2,4 Mio. EUR. Am Projekt «Plume» beteiligen sich auch andere französische Unternehmen, wie Sumika Polymer Compounds (ein Unternehmen der Sumitomo Chemie-Gruppe), als Hersteller von Compounds und der Werkzeugbauer Cero aus Nantes. Ebenfalls mit an Bord ist das Polymer-Institut IMP der Universität von Saint-Etienne, sowie Cemef, aus dem Technologiepark Sophia Antipolis bei Antibes, einem Entwicklungslabor der Mines ParisTech in Zusammenarbeit mit CNRS zur Prozesssimulation.

Weniger CO2 dank Plume «Im Verbund von unterschiedlichen Teilen, die mit dem Plume-Prozess hergestellt werden, kann das Gesamtgewicht eines Fahrzeugs um 5 bis 7 kg reduziert werden», sagt Elsa Germain, Ingenieur für Forschung und Innovation bei Mecaplast. «Dieser Effekt wird sich beim Treibstoffverbrauch signifikant niederschlagen und ermöglicht es in der Zukunft, die CO2-Emmissionen um 0,5 bis 0,7 g/km zu senken.» 7–8/2012

Der Plume-Prozess ähnelt einem in Japan bereits eingesetzten Prozess zur Herstellung von Kunststoffteilen für Automobilhersteller wie Toyota und Honda. Dieses Verfahren weist allerdings bestimmte Beschränkungen auf, wie zum Beispiel die Oberflächengüte, da die Teile mit talkhaltigem Polypropylen (PP) gefertigt werden. Der Plume-Prozess hingegen verwendet Compounds die wenig oder gar kein Talk mehr enthalten. Zusätzlich kommen neuartige Füllstoffe zum Einsatz, die nicht nur darauf abzielen, die Oberflächengüte zu verbessern, sondern auch dazu beitragen das Gewicht der Teile um mindestens 7 Prozent zu reduzieren, ohne die mechanischen Eigenschaften einzubüssen. Im Projektverlauf werden Compounds mit unterschiedlichen Füllstoffen versuchsweise getestet. Die Compounds, basierend auf einem modifizierten PP Co-Polymer, wurden exklusiv für Mecaplast entwickelt. Sie weisen sehr gute Fliesseigenschaften auf. Die SchmelzeVolumenfliessrate (Schmelzflussindex) bewegt sich bei über 50 g/10 min. Diese Fliesseigenschaften werden über den Erfolg des Plume-Prozesses entscheiden. Kennzeichnend für den Plume-Prozess sind bewegliche Wandungen im Werkzeug. Beim Einspritzen des Polymers befinden sich diese in einer vorgefahrenen Position. Wenn das gesamte Material die Kavität gefüllt hat und sich die Aussenhaut der Schmelze stabilisiert, wird die Wandung des Werkzeugs zurückgefahren. Dadurch reduziert sich der Werkzeuginnendruck und das chemische Treibmittel sorgt nun für eine Ausdehnung in die neu entstandenen Bereiche der Kavität und generiert dabei eine mikrozelluläre Struktur des Teils. Der Schäumprozess, gemessen ohne Einflüsse der Formulierung des Compounds selbst, ermöglicht eine

Bild: Mecaplast

Der führende Lieferant für Kunststoffkomponenten in Automotive, Mecaplast, gibt an, die Gewichte von Kunststoffteilen für Interior- oder Exterior-Anwendungen zwischen 30 und 50 Prozent reduzieren zu können. Dies, so der französische Automobilzulieferer, ermöglicht ein patentiertes Spritzgiessverfahren, in Kombination mit neuen Polypropylen-Compounds.

Struktur eines Spritzgiessteils (chemisches Schäumen von Thermoplasten)

Gewichtsreduzierung des Formteils von mindestens 30 Prozent, verglichen mit einem konventionellen, vollgefüllten Teil. Cemef untersucht die rheologischen Eigenschaften der Schmelze und ihr Verhalten während des Prozesses. Auch die Schaumstrukturen, die beim chemischen Schäumen entstehen, werden einer Analyse unterzogen. Schliesslich wird das Institut IMP-UJM die mechanischen Eigenschaften der Teile, die unter variierten Bedingungen entstehen, prüfen. Mecaplast plant derzeit den Prozess an zwei ausgewählten Komponenten zu erproben: Der Innenverkleidung einer Heckklappe, sowie einem Formteil der Aussenbeplankung. Das Teil der Aussenbeplankung soll mit genarbter Oberfläche und mit einer lackierfähigen Oberfläche hergestellt werden.

Kontakt Mecaplast, Mecaplast Group 4-6 Avenue Albert II F-98000 Monaco Telefon +377 92 05 52 52 mecaplast@mecaplast.com www.mecaplast.com

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KUNSTSTOFF XTRA

Verarbeitung

Sonderverfahren für Design und Umwelt

Galvanisieren von Kunststoffen

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid beschäftigt sich seit ca. 15 Jahren mit der Schadensanalyse von Produkten mit metallischanmutenden Oberflächen und kann auf umfangreiches Erfahrungswissen aus den Analysen und aus der Praxis sowohl im Spritzguss als auch in der Galvanik zurückgreifen. Zur Optimierung und Abstimmung der Prozesse sind bereits zahlreiche Einzeluntersuchungen, wie z.B. der Einfluss der Spritzgiessparameter auf die Galvanisierbarkeit von Kunststoffen untersucht worden. Nach zwei Projekten, welche sich erfolgreich mit der Ausschussminimierung an galvanisierten Oberflächen beschäftigt haben, möchte das Institut mit dem neuen Projekt jetzt insbesondere Rand- und Sonderthemen auf diesem Gebiet transparenter machen und auf ihre Anwendbarkeit hin überprüfen.

Schwerpunkte Galvanik und Sonderverfahren Die drohende Aufnahme der VI-wertigen Chromverbindungen in den Anhang 14 der REACh-Verordnung und die einsetzende Diskussion um Nickel, zwingt die Branche, sich mit dem Szenario einer eingeschränkten Erlaubnis zum Einsatz dieser Stoffe auseinander zu setzen. Es gibt eine Reihe von theoretisch einsetzbaren Alternativverfahren, deren Praxistauglichkeit geprüft werden muss. Im Rahmen des Projekts soll zunächst der Stand der Technik ermittelt werden, wobei auch weniger bekannte Verfahren mit einbezogen werden sollen. Des Weiteren soll dann die Anwendbarkeit dieser Prozesse durch eigene praktische Versuche und Prüfungen überprüft und gegebenenfalls auch verbessert werden. (z.B. Weissbronze, PVDKombinationen, SO3, KMnO4) 14

Aufgrund der häufigen Anwendung galvanischer Oberflächen nimmt natürlich auch der Wunsch nach Variationen des Designs zu. Hierzu werden aktuell insbesondere unterschiedliche Farben gefordert, wie auch Kombinationen mit Durchleuchttechnik etc. Da sich Galvanikschichten nicht wie Lacke beliebig einfärben lassen und ein nachträgliches Freistellen von Bereichen wirtschaftlich und technisch praktisch kaum möglich ist, werden unterschiedlichste – zum Teil extrem aufwändige – Methoden eingesetzt, um diese Anforderungen zu erfüllen. Zugleich können für Einzelansätze neue, bisher weitestgehend unbekannte Methoden benannt werden, die solche Ergebnisse einfacher und kostengünstiger realisieren können. Im Rahmen des Projekts soll wiederum zunächst der Stand der Technik recherchiert werden, um dann die Anwendbarkeit solcher Verfahren für die Projektteilnehmer zu prüfen und sicherzustellen. Als Einzelthemen können z.B. PVD als Startschicht oder auch Schutzlackierungen mit Cool-Touch benannt werden.

Bild: BIA Kunststof f- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG

Metallisch anmutende Oberflächen mit «Cool-Touch» sind seit Jahren extrem gefragt. Gerade in der Automobilund Telekommunikationsindustrie besteht der Modetrend, verstärkt hochglanz- oder mattverchromte Schalter, Zierleisten und Armaturen einzusetzen.

Hochglanzteile sind besonders in der Automobilindustrie en vogue.

Das Projekt startete im Juli 2012, Laufzeit 2 Jahre.

Neue Designs kreieren Zielsetzung des Projekts ist es, REACh-konforme Prozesse zu finden, deren Einsetzbarkeit zu prüfen und zu verbessern, sowie neue Designs von galvanisierten Kunststoffen zu realisieren. Ebenso ist es denkbar, durch solche Prozesse die Bandbreite der einsetzbaren Kunststoffe zu erhöhen. Mit diesen Massnahmen soll der technologische Vorsprung der Unternehmen sichergestellt werden, um u.a. auch langfristig gegenüber dem osteuropäischen und asiatischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kontakt Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8 D-58507 Lüdenscheid Detlev Berndt Telefon +49 (0)2351 10 64-138 berndt@kunststoff-institut.de Jörg Günther, Telefon -130 guenther@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

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KUNSTSTOFF XTRA

Maschinen/Peripherie

Produktionszentrum für Kunststoffverarbeiter

Roboter hilft beim punktgenauen Kleben

Was so einfach aussieht, ist das Ergebnis viermonatiger Tüftlerarbeit bei den Sondermaschinenbauern in Nagold (DE). Oberstes Gebot vorneweg: Damit die Scheiben später exakt eingesetzt werden können, müssen die Halterungen immer bombenfest und an der richtigen Stelle sitzen. Der Maschinenführer legt zunächst die Brackets von Hand in die dafür vorgesehenen Werkstückträger ein. Ein Set besteht immer aus zehn Halterungen. Die holt der FanucRoboter R-2000 mit Hilfe seines Mehrfachgreifers aus der jeweiligen Schublade ab. Der spezielle Kleberkopf fährt anschlies­

Prinzipiell alles aus einer Hand MartinMechanic ist ein von Friedrich Martin gegründetes mittelständisches Unternehmen, das seit über 40 Jahren Standard- und Sonderanlagen plant und baut. Heute wird der Familienbetrieb in Nagold erfolgreich von seinen Söhnen Claus und Frank Martin geführt. Das Spektrum realisierter Lösungen reicht von kleinen Vorrichtungen bis hin zu komplexen Anlagen. Das Alles-aus-einerHand-Prinzip der schwäbischen Tüftler beinhaltet sowohl Projektierung und Konstruktion als auch Teilefertigung, Schlosserei und Steuerungsbau sowie die mechanische und elektrische Inbetriebnahme. Vor ihrer Auslieferung durchläuft jede Anlage einen umfassenden Testlauf bei MartinMechanic unter realitätsnahen Bedingungen. Die weltweiten Kunden vertrauen auf gute technische Lösungen, die sauber umgesetzt werden, verbunden mit einem optimalen Service.

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send mit jedem Bracket durch den Flüssigklebstoff, um dieses dann punktgenau auf die Glasscheibe aufzusetzen und mit leichtem Druck anzupressen. Vorher musste der Roboter allerdings noch die Glasscheibe vom Rungenwagen abholen, der indexiergenau in die Fertigungszelle geschoben worden ist. Die Glasscheibe Verklebt vollautomatisch: die neue Produktionsanlage MDK 26611 für wird auf dem Füge- die Bauzulieferung mit den wichtigsten Elementen Rungenwagen, tisch abgelegt, wo Ausricht- und Fügetisch sowie Barcode-Scanner, SPS-Steuerung, Dosieranlage und Bracket-Zuführung (von links vorne im Uhrzeigersinn). sie genauestens in Position gebracht wird. Da die Scheiben aus flexiblem Mate- nenbauer das Produktionszentrum so konrial gefertigt sind, fixieren zentrische Spann- zipiert, dass Werkstückträger und Schublaelemente sie automatisch mittig in der ent- densystem ausgetauscht werden können. sprechenden Sollposition. Nur so können So steht der Roboter auch für andere Abdie Halterungen immer sicher auf die rich- messungen zur Verfügung, wenn er entsprechend programmiert worden ist. tige Stelle geklebt werden. Dem Roboter wird dabei höchste Präzision abverlangt. Er holt die fertige Glasscheibe Kontakte mit einem weiteren Greifer vom Arbeits- MartinMechanic tisch wieder ab und legt sie zurück in den Friedrich Martin GmbH & Co KG Rungenwagen. Zuvor wird jede Scheibe Hauptstrasse 25, D-72202 Nagold über einen Barcode-Scanner mit einer Se- Telefon +49 (0)7452 84660 riennummer gekennzeichnet. So kann je- info@MartinMechanic.com derzeit nachvollzogen werden, wann die www.MartinMechanic.com Glasscheiben das Fertigungszentrum durchlaufen haben. Fanuc-Vertretung in der Schweiz: Die komplette Anlage wird über eine Spei- Hatag Handel und Technik AG cherprogrammierbare Steuerung (SPS) ge- Rörswilstrasse 59, CH-3065 Bolligen lenkt, die MartinMechanic programmiert Telefon +41 (0)31 924 39 39 hat. Ausserdem haben die Sondermaschi- hatag@hatag.ch, www.hatag.ch n 15

Bild: Mar tinMechanic

Kein Spritzer geht daneben, wenn die neue Produktionsanlage MDK 26611 von MartinMechanic ihren Dienst versieht. Und das ist gut so. Denn würde der Flüssigklebstoff, mit dem die Anlage die Brackets auf eine Glasscheibe klebt, nicht punktgenau aufgetragen, würde das zu unschönen Ergebnissen führen. Ein Roboter hilft dabei, dass der Auftraggeber, ein Kunststoffverarbeiter in der Bauindustrie, immer mit sauberen und vor allem sicheren Ergebnissen aufwarten kann.


KUNSTSTOFF XTRA

Maschinen/Peripherie

Battenfeld-Spritzgiesstechnik tirfft auf Handwerkskunst

Premium Ambiente durch MacroPower In der Pionierzeit des Automobilbaus hatten alle Fahrzeuge Holzrahmen-Karosserien, hölzerne Armaturenbretter und waren Premium-Produkte, die in individueller Handarbeit hergestellt wurden. Heute ist das Automobil ein Massenprodukt, das in unterschiedlichen Ausführungsklassen produziert wird. Aber die Premium-Versionen heben sich nach wie vor durch hochwertige Ausstattungen vom Standard ab, vor allem im Innenraum.

Bild 1: Dekorzierleisten in Echtholz oder Karbongewebe mit Kunststoffträger und einer Oberflächenveredelung mit PUR werten den Automobilinnenraum auf.

Zu einer hochwertigen Ausstattung zählen vor allem Dekorteile mit Oberflächen aus Echtholzfurnieren oder Karbongeweben und Veredelungen bis hin zum Klavierlackfinish. Deren Herstellung erfordert trotz aller Mechanisierung nach wie vor einen hohen Anteil an Handwerkskunst. Marktführer in diesem Gebiet ist die deutsche Novem Car Interior Design GmbH. Zur Herstellung der Holz/Kunststoff- bzw. der Karbon/Kunststoff-Verbundteile hat Novem sich für die neuen MacroPower-Spritzgiessmaschinen von Wittmann Battenfeld entschieden. Mit ihrer ergonomisch günstig ausgeführten Schliesseinheit bieten sie optimale Voraussetzungen für eine effiziente Kombination von Maschinenbedienung und Kunststoffverarbeitung. Die Verarbeitungstechnik zum Hinterspritzen von Lack- oder Dekorfolien stand in den letzten Jahren häufig im Zentrum der fachlichen Berichterstattung, vor allem in Zusammenhang mit Anwendungen im Automobil-Innenraum. Der interessierte Beobachter konnte den Eindruck gewinnen, dass den, zugegebenermassen immer perfekteren Druckimitationen von Naturmaterial-Oberflächen und deren automatisierter Verarbeitung zu Dekorteilen alleine die Zukunft gehören würde. Aber: Dieser Eindruck musste während des Besuches beim deutschen Autozulieferer und Oberflächenspe16

zialisten Novem in dessen slowenischen Zweigwerk nachhaltig relativiert werden. Denn hier spielen nicht Dekorfolien die Hauptrolle, sondern erlesene Edelholzfurniere aus allen Teilen der Welt oder Karbonfasergewebe und die Handwerkskunst zur Verarbeitung (Bild1). Der Eindruck der Hochwertigkeit wird noch verstärkt, wenn diese Dekorteile in ein Umfeld mit ebenfalls hochwertigen Leder- oder Textilapplikationen eingebettet sind (Bild 2). Diese Dekorteil-Qualitäten sind in den Premium-Varianten der Mittel- und Oberklasse-Baureihen nahezu aller Fahrzeughersteller zu finden. Und, es zeichnet sich ein Trend ab, dieses Premium-Dekor als Ausstattungsoption auch für Klein- und Mittelklasse-Wagen anzubieten. Doch Premium erfordert Wertarbeit. Trotz aller Technisierungsmöglichkeiten der Neuzeit bedarf es einer ganzen Reihe von Arbeitsgängen und eines hohen handwerklichen Geschicks, um aus dem Roh-Furnier (Bild 3) ein einbaufertiges Dekorbauteil zu machen.

Fingerspitzengefühl ist gefragt Furniere und Gewebe führen trotz sorgfältigster Vorbereitung ein Eigenleben. Sie werden wohl vor der Weiterverarbeitung auf der Spritzgiessmaschine durch vorbereitende Arbeitsschritte, wie Beschneiden, Formpressen und Kaschieren mit Zwischenschichten stabilisiert, dennoch erfordert das Einlegen in die Werkzeugkavität die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl eines Maschinenbedieners. Erfahrung deshalb, weil die Furnierformlinge abhängig von den Umgebungsbedingungen ihre Formgestalt etwas ändern und daher gefühlvolles Justieren beim Einsetzen und Positionieren in das Spritzgiesswerkzeug erfordern. Mit einer Robotermanipulation wäre dies nur mit übergrossem Aufwand zu lösen. Entsprechend gross wäre angesichts der Variantenvielfalt der Programmier- und Adaptierungsaufwand. Eine weitere Besonderheit der Novem-Produktion ist, dass bei der Maschinenspezifikation nicht das Ausnützen der

Bild 2: Beispiel eines Stylingsets mit Echtholz-Furnieroberflächen im Innenraum eines PremiumFahrzeugs, bestehend aus Mittelkonsolenblende, Armaturenbrett-Einsätzen und Türgriffblenden.

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KUNSTSTOFF XTRA

Maschinen/Peripherie

Bild 3: Novem-Anwendungstechnikchef Peter Ade demonstriert der Wittmann Battenfeld Kommunikationsleiterin Gabriele Hopf die Ausgangsmaterialien für die Oberflächengestaltung der Dekorsets. Verwendet werden ausschliesslich sorgfältig ausgesuchte Edelholz-Furniere oder Kombinationsprodukte daraus.

Schliesskraft, sondern die ergonomisch günstigsten Arbeitsbedingungen in und um die Schliesseinheit ganz oben auf der Agenda stehen. Dazu Peter Ade, leitender Anwendungstechniker bei Novem: «Für uns sind kompakte Maschinen ganz entscheidend. Das gilt vor allem für das Arbeitsumfeld rund um das Spritzgiesswerkzeug. Dies deshalb, weil der Maschinenbediener die Schliesseinheit bei jedem Produktionszyklus betreten muss. Unsere Forderung war, dass dies auf ebenem Weg und ohne Verrenkungen möglich sein muss. Der für die Produktqualität entscheidende Einlegevorgang sollte unbehindert erfolgen können. In diesem Zusammenhang möchte ich ganz besonders die gute Zusammenarbeit mit den Battenfeld-Maschinenkonstrukteuren und deren kreative Beiträge zur Optimierung der Maschinenergonomie über den, an sich bereits sehr hohen, Ausgangszustand hinaus hervorheben.» (Bild 4) Konkret fiel der Entscheid nach einem umfassenden Auswahlprozess bei Novem zu Gunsten von Wittmann-Battenfeld MacroPower-Maschinen vom Typ 1100 / 3400. Deren Schliesseinheit weist mit einem Holmabstand von 1450 x 1100 mm den nötigen Einbau- und Bewegungsraum auf. Im Gegensatz zur Grosszügigkeit bei der Schliesseinheit wurde bei der Spritzeinheit für das kleine Aggregat vom Typ 3400 mit einem 65 mm Schnecke entschieden. Dies entspricht den, in der Regel, kleinen Spritzgewichten der Dekorteile. 7–8/2012

Variantenwechsel leicht gemacht Ein weiterer, ganz spezifischer Vorteil des Wittmann-Battenfeld-Grossmaschinenkonzepts ist die besondere Kürze der Holme. Sie ist das Resultat der Integration der vier Schliessvorrichtungen in die Struktur der beweglichen Maschinenplatte, im Gegensatz zur Positionierung an der PlattenAussenseite, wie dies meist der Fall ist. Nach dem Fahren des vollen Plattenhubs bis an die Endposition am Rahmenende

ergibt sich ein Freiraum zwischen den Holmenden und der Maschinenplatte, der für den Wechsel von Werkzeugen mit übergros­ sen Platten sowohl von oben, als auch von der Seite, genutzt werden kann. Im gegenständlichen Fall wurde durch eine Rahmenverlängerung um 400 mm der Freiraum zwischen Holmen und Platte auf 1000 mm vergrössert, ein unschätzbarer Vorteil für den seitlichen Werkzeugwechsel, angesichts der geringen Hallenhöhe. Die Novem-Produktion ist ein herausragendes Beispiel für die Bedeutung einer ergonomisch günstig gestalteten Mensch-/ Maschine-Schnittstelle. Diesen Schluss zieht auch Peter Ade und fügt hinzu: «Wir sind nach einigen Jahren Pause wieder Battenfeld-Kunde geworden, deshalb, weil das neue MacroPower-Maschinenkonzept die spezifischen Anforderungen voll und ganz erfüllen konnte und zusätzlich mit den vergleichsweise kompakten Abmessungen mithilft, den Bedarf an wertvoller Produktionsfläche klein zu halten. Die eigentliche Spritzgiessleistung ist in unseren Überlegungen im Hintergrund geblieben, denn sie wird selbstverständlich erbracht.» Kontakt Battenfeld (Schweiz) AG Javastrasse 13, CH-8604 Volketswil Telefon +41 (0)44 908 65 65 info@battenfeld.ch www.battenfeld.ch

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Bild 4: Peter Ade verweist im Gespräch mit Gabriele Hopf auf die Wichtigkeit des ergonomisch günstigen Arbeitsumfeldes für die Effizienz des Produktionsprozesses, der eine Kombination aus Bedienerfunktion und Maschinenfunktion ist.

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KUNSTSTOFF XTRA

TR e n d s

Kunststoffe in Elektrofahrzeugen

Studie prognostiziert erheblichen Umsatzanstieg

Bild links: zeit.de Bild rechts: nskeurope.de

Eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für Elektrofahrzeuge von über 80 Prozent bis zum Jahr 2017 lässt auch den Einsatz von Kunststoffen in diesen Fahrzeugen erheblich ansteigen. Die Vorteile von Kunststoff, insbesondere, was den Leichtbau angeht, verbunden mit dem Ziel, die Reichweite der Elektrofahrzeuge zu erhöhen, treiben den Absatz an.

Der Einsatz von Kunststoffen in Elektrofahrzeugen wird durch den Trend zum Leichtbau positiv beeinflusst.

Laut einer aktuellen Analyse von Frost & Sullivan erwirtschaftete der europäische und nordamerikanische Markt für Kunststoffe im Elektrofahrzeugbau Umsätze von 0,5 Millionen US-Dollar im Jahr 2010, die bis zum Jahr 2017 auf 73 Millionen USDollar anwachsen werden. Die Studie berücksichtigt Kunststoffe für den Einsatz in Triebwerken, Batteriegehäusen, Thermomanagement-Systemen sowie für Kabel und Drähte. «Der Einsatz von Kunststoffen in Elektrofahrzeugen wird durch den Trend zum Leichtbau positiv beeinflusst, der wiederum von der Notwendigkeit angetrieben wird, die Reichweite der Elektrofahrzeuge zu steigern», erläutert Frost & Sullivan Research Analystin, Shree Vidhyaa Karunanidhi. «Elektrofahrzeuge zeichnen sich normalerweise durch grosse Batterien aus, die Einfluss auf das Gesamtgewicht des Fahrzeugs haben, und ihre Reichweite beeinflussen. Um das Batteriegewicht zu kompensieren, werden daher Metalle zunehmend durch Kunststoffe ersetzt.» Wichtige strukturelle Komponenten wie Getriebe und Motoren werden aus Metall hergestellt. Anforderungen in Bezug auf Festigkeit und Crash-Verhalten belegen, dass Metalle für diese Einsatzbereiche das bevorzugte Material bleiben. Kunststoffe 18

haben jedoch enormes Potenzial im Bereich kleinerer, nicht-beweglicher Komponenten zur Energierückgewinnung sowie bei Kühlleitungen, Pumpen, Ventilatoren und Gehäusen.

Der aktuelle Einsatzgrad von Kunststoffen für diese Komponenten variiert. Im Fall von Kühlleitungen und Ventilatoren werden Kunststoffe bevorzugt, während im Bereich der Energierückgewinnung (Pedal und Pumpe) und Gehäuse Kunststoffe noch wenig bis mässig zum Einsatz kommen. Durch die inhärenten Merkmale von Kunststoffen wird es nichtsdestotrotz zu einer hohen Wachstumsrate in diesen Segmenten kommen.

Vorschriften behindern Kunststoffeinsatz «Die geringeren Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffen in Elektrofahrzeugen im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen stellt ein grosses Hindernis für die Marktaussichten dar», warnt Shree Vidhyaa. «Die EUAltfahrzeug-Verordnung (ELV), die die Verwendung von recyclebaren Materialien zur Folge hat, stellt eine weitere Herausforderung für Marktteilnehmer dar.» 
Obwohl Thermoplaste, die in diesen Fahrzeugen verwendet werden, recyclebar sind, besteht der Shredderabfall von Fahrzeugen normalerweise aus verschiedenen Arten von Kunststoff. Diese müssen zunächst sortiert werden, bevor sie recyclebar sind. Auf der einen Seite besteht also die Notwendigkeit, Autos leichter zu machen, um die Reichweite der Elektrofahrzeuge zu

verbessern. Andererseits verlangt die ELVRecycling-Richtlinie jedoch, dass Autohersteller wiederverwertbare Materialien verwenden. «Dieses Problem kann gelöst werden, indem OEMs mit Tier 1-Zulieferern zusammenarbeiten, um Recyclingtechnologien zu entwickeln», rät Shree Vidhyaa. «Dies stellt langfristig eine nachhaltige Verwendung der Kunststoffe sicher.» Die Studie «Strategic Analysis of Plastics in the Electric Vehicles Market in Europe and North America» ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Chemicals & Materials, das ausserdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Supply Chain Analysis of the Automotive Carbon Fiber Composites Market and Prevalent Substitution Trends within Materials and Chemicals in Automotive Lightweighting. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends. Titel der Studie: Strategic Analysis of Plastics in the Electric Vehicles Market in Europe and North America (M743-39)

Kontakt Frost & Sullivan Corporate Communications – Europe Clemensstrasse 9 D-60487 Frankfurt Telefon +49 (0)69 7703343 katja.feick@frost.com www.chemicals.frost.com

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KUNSTSTOFF XTRA

F o r s c h u n g & E n t w i c kl u n g

Haftvermittlersystem für hybride Spritzgussbauteile

«Hylight» schafft stoffschlüssige Verbindung

Hybridbauteile aus Metall und Kunststoff werden als hochbelastete Strukturbauteile, z. B. als Frontend, immer häufiger im Automobilbau eingesetzt. Die Werkstoffe Metall und Kunststoff werden üblicherweise durch einen Formschluss miteinander verbunden, der durch spritzgegossene Niete und/oder durch Kantenumspritzung erzielt wird. Ziel des Forschungsprojekts mit dem Namen «Hylight» ist es, diesen Formschluss durch eine stoffschlüssige Verbindung zu ergänzen oder gar vollständig zu ersetzen. Das Zusammenspiel des hybriden Werkstoffverbunds bei solch hochbelasteten Strukturbauteilen soll dadurch weiter optimiert werden. Die Vorteile der neuen Technologie werden an einem auf diese Weise optimierten Automobil-Frontend demonstriert. Als Ergebnis dieser Optimierung wird eine signifikante Gewichtsreduktion im Vergleich zur konventionellen Bauweise angestrebt. Die stoffschlüssige Verbindung wird durch eine Haftvermittlerschicht erreicht, die noch vor der Metallumformung und dem Spritzgiessprozess im Coil-Coating-Verfahren auf die Metallkomponente aufgebracht wird. Die angestrebte Optimierung soll erreicht werden, indem das mechanische Verhalten der Haftvermittlerschicht und der beteiligten Werkstoffe möglichst genau in einer

Struktursimulation abgebildet wird. Zur Ermittlung von Kennwerten, insbesondere für die Haftvermittlerschicht, wurde am IKV ein spezieller Rohrprüfkörper entwickelt, bei dem die Kunststoffkomponente auf ein metallisches Blech aufgespritzt wird. Anhand dieses Prüfkörpers können Materialkennwerte des stoffschlüssigen Verbunds sowohl für Zug- als auch für Schubbelastung ermittelt werden. Die so ermittelten Materialkennwerte dienen unter anderem als Grundlage zur Kalibrierung von numerischen Modellen zur simulativen Auslegung der stoffschlüssigen Hybridbauteile. Die aufgestellten Modellierungsansätze werden wiederum an Bauteilversuchen unter anderem an dem als Standardhybridbauteil etablierten «Erlanger Träger» validiert. Aus diesen Erkenntnissen heraus wird die Konstruktion eines realen Frontends in Hinblick auf die Ausnutzung aller Vorteile der neuen Verbindungstechnologie hin optimiert und virtuell ausgelegt. Damit lässt sich eine angestrebte Gewichtseinsparung bei gleichen oder sogar besseren mechanischen Eigenschaften simulativ nachweisen. Durch die genaue Auslegung von stoffschlüssigen Hybridverbunden mithilfe der Struktursimulation können neue Strukturanwendungen zur Serienreife gebracht werden, die bei gleicher Leistungsfähigkeit das Fahrzeuggewicht weiter senken.

Bild: Ford

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen erforscht in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung den Einsatz eines neuartigen Haftvermittlersystems für hybride Spritzgussbauteile.

Frontend eines Serien-Fahrzeugs als hybrides Bauteil aus Stahl und glasfaserverstärktem Polyamid 6, optimal ausgelegt durch Struktursimulaton.

An dem Projekt «Hylight» sind die Firmen Evonik, Ford, Hühoco, Kirchhoff Automotive, Lanxess und Montaplast, sowie der Lehrstuhl für Kunststofftechnik (LKT) an der Universität Erlangen als Projektpartner beteiligt. Gefördert wird das Projekt vom BMBF. Kontakt Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) Julian Schild, Spritzgiessen Sonderverfahren Pontstrasse 49 D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93983 schild@ikv.rwth-aachen.de www.ikv-aachen.de n

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F o r s c h u n g & E n t w i c kl u n g

KUNSTSTOFF XTRA

Polymere Halbleiter

Grundlagenforschung zu organischen Solarzellen Wenn es um die effiziente und kostengünstige Erzeugung von Solarstrom geht, sind organische Solarzellen aus Kunststoff eine vielversprechende Alternative zu klassischen Siliciumzellen. Für ihre Forschungsarbeiten auf diesem noch jungen Gebiet der Photovoltaik hat Ruth Lohwasser, Universität Bayreuth, kürzlich den ersten Preis bei den renommierten DSM Science & Technology Awards erhalten. In ihrer preisgekrönten Dissertation entwickelt sie materialwissenschaftliche Grundlagen für polymere Halbleiter und deren Strukturierung auf der Nanoskala, also in einer Grössenordnung bis zu 100 Nanometern.

Strukturelle Voraussetzungen für leistungsstarke Halbleiter Organische Solarzellen sollen in der Lage sein, möglichst viel Lichtenergie zu absorbieren und eine möglichst grosse Menge davon als elektrischen Strom nach aussen abzugeben. Wie lässt sich dieses Ziel mit polymeren Halbleitern erreichen? «Insbesondere dadurch, dass für den Transport von Elektronen und Löchern innerhalb der Solarzelle viele Bahnen bereitstehen», erläutert Lohwasser. «Elektronen sind negative Ladungsträger, als ‹Löcher› oder ‹Defektelektronen› werden die positiven Ladungsträger bezeichnet. Die Bahnen, auf denen diese gegensätzlichen Ladungen transportiert werden, müssen in Abständen von wenigen Nanometern verlaufen. So ist gewährleistet, dass die durch Lichtenergie angeregten Elektronen einen Stromkreislauf in Gang setzen.» Die Bayreuther Chemikerin hat sich deshalb auf die Suche nach Materialien begeben, die in der geforderten Weise strukturiert werden können. Die Strukturierung muss 20

bereits auf der Nanoskala erfolgen. Denn an Grenzflächen in dieser Grössenordnung trennen sich, sobald Lichtenergie absorbiert wird, negative und positive Ladungen – eine Voraussetzung dafür, dass Strom fliessen kann. Je präziser sich also die Materialien auf der Nanoskala strukturieren lassen, desto genauer kann die Erzeugung von Elektronen und Löchern gesteuert werden. Und desto genauer lassen sich auch die Eigenschaften der Transportbahnen einstellen, auf denen diese Ladungen zu den Elektroden der Solarzelle weitergeleitet werden. Welche Materialien erlauben eine derartige Feinstrukturierung? Als Mitglied eines Forschungsteams um Mukundan Thelakkat, der im Rahmen des EU-Projekts Largecells schon seit mehreren Jahren die organische Photovoltaik vorantreibt, ist Lohwasser auf eine besondere Klasse von Makromolekülen aufmerksam geworden. Diese werden in der Forschung «Blockcopolymere» genannt und eignen sich unter bestimmten Voraussetzungen besonders gut zur Strukturierung auf der Nanoskala.

Nanostrukturierte Block­ copolymere als Bausteine Blockcopolymere sind Makromoleküle, die aus zwei chemisch verschiedenen Ketten bestehen. An genau einer Stelle sind die Ketten miteinander verknüpft. Damit nun ein solches Makromolekül für den Bau von Halbleitern geeignet ist, müssen hinsichtlich der beiden Ketten vor allem die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: In der einen Kette wiederholt sich mehrfach eine Moleküleinheit, die Elektronen leitet; in der anderen Kette wiederholt sich mehrfach eine Moleküleinheit, die Löcher leitet. Die so

Bilder: Ruth Lohwasser

Das Ziel der Forschungsarbeiten von Ruth Lohwasser ist es, die Eigenschaften der als Halbleiter verwendeten Kunststoffe und die Funktionsweise der daraus gefertigten Solarzellen möglichst genau zu verstehen. Auf dieser materialwissenschaftlichen Basis lassen sich voraussichtlich neue Technologien entwickeln, die imstande sind, einen hohen Anteil des Sonnenlichts in elektrischen Strom umzuwandeln. Zugleich bietet sich die Chance, kostengünstige Solarzellen in einfachen Druckverfahren herzustellen. Denn polymere Halbleiter sind gut löslich und lassen sich aus Lösung verarbeiten.

Ruth Lohwasser in Interlaken nach der Verleihung des ersten Preises bei den DSM Science & Technology Awards 2012.

strukturierten Ketten verteilen sich auf räumlich klar unterscheidbare, nanometergrosse Bereiche des Makromoleküls. Ihre chemische Verknüpfung gewährleistet, dass sich die beiden unterschiedlichen Molekülteile nicht weiter räumlich trennen können. Blockcopolymere mit einem derartigen Aufbau lassen sich, wie Lohwasser in ihrer Arbeit zeigt, zu wohlgeordneten Grossstrukturen zusammenfügen. Die von ihr ent­ wickelten Syntheseverfahren führen zu polymeren Halbleitern, die viele deutlich 7–8/2012


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Innovative Ideen vieler Köpfe – aus einer Hand.

Die Grafik zeigt oben einen Ausschnitt aus einem Diblockcopolymer. Die Kette links (blau) leitet Löcher, die Kette rechts (rot) leitet Elektronen. Von der Anzahl der sich wiederholenden Molekülenheiten und somit von der Länge der ladungsleitenden Ketten (chemisch gesprochen: von der Volumenfraktion) hängt es ab, wie die Nanostrukturierung der Halbleiter aussieht. Als besonders vielversprechend gelten in der Forschung lamellare und zylindrische Nanostrukturen, wie sie unten links bzw. unten rechts dargestellt sind.

getrennte, aber eng benachbarte Transportbahnen für Elektronen und Löcher enthalten. Eine Pointe ihrer Forschungen liegt in dem Nachweis, dass sich durch ein gezieltes Fein­design der Blockcopolymere die Strukturen, Eigenschaften und Verhaltensweisen der Halbleiter steuern lassen, die bei der Synthese herauskommen. Wenn man beispielsweise die Anzahl der sich wiederholenden Moleküleinheiten und damit die Länge der beiden ladungsleitenden Ketten erhöht oder verringert, ändert sich auch die Grösse und die Art der Transportbahnen. «Diese materialwissenschaftlichen Grundlagen helfen bei der Entwicklung künftiger polymerer Halbleiter, die in organischen Solarzellen für eine effiziente Stromgewinnung sorgen können», erklärt die Bayreuther Polymerwissenschaftlerin. «Damit sind wir dem Ziel nähergekommen, eines Tages grossflächige und kostengünstige Plastikfolien herstellen zu können, die Lichtenergie in Elektrizität verwandeln.» Und noch ein weiterer Aspekt macht die neuen Forschungsergebnisse nicht nur für die Industrie, sondern auch für die Öffentlichkeit attraktiv: Durch das Feindesign der 7–8/2012

Kunststoffmoleküle lassen sich die Farben und weitere ästhetisch relevante Eigenschaften der organischen Solarzellen gezielt beeinflussen. Quelle: Universität Bayreuth

Kunststoffen, Veldhoven (NL): 26. - 27.09.2012 IZB, Wolfsburg (D): 10. - 12.10.2012 Fakuma, Friedrichshafen (D): 16. - 20.10.2012

Originalpubliktion Ruth Lohwasser, «Chain-growth poly­merization of 3-hexylthiophene towards well-defined semiconductor block c­ opolymers», Bayreuth, Univ., Diss., 2012 Online-Publikation: http://opus.ub.uni-­ bayreuth.de/volltexte/2012/959/

Kontakt Dr. Ruth Lohwasser Universität Bayreuth Makromolekulare Chemie Universitätsstrasse 30 D-95440 Bayreuth Telefon +49 (0)921 55 3298 ruth.lohwasser@uni-bayreuth.de www.chemie.uni-bayreuth.de

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Recycling

Kunststoffentsorgung im Fokus

Die Kehrseite der (Kunststoff)-Medaille Wir kennen es: Unsere Naherholungsgebiete sind übersät mit allerlei Unrat, vor allem Einwegverpackungen aus Kunststoffen. Ein Spaziergang entlang dem See- oder Flussufer, Waldweg oder im Gebirge wird deshalb oft zum Ärgernis. Denn gerade dort, wo man der Zivilisation und ihren negativen Auswüchsen entfliehen will, wird man ausgerechnet mit deren Abfällen konfrontiert.

Markus Tonner1 Der Verdruss ist gross, denn der Stein des Anstosses, in diesem Fall eben aus Kunststoff, ermöglicht uns einerseits ein angenehmes Leben, einen hohen Standard und Fortschritt. Aber andererseits, mitten in der Natur, nachlässig entsorgt, ist der Kunststoff ein Ärgernis und Fingerzeig für Generationen, denn er zersetzt sich wie zum Trotz nur äusserst langsam. Die aus früheren Zeiten bekannten «wilden Deponien», wo Kehrichtsäcke und Kühlschränke Bachbette verunzierten, sind auch passé. Also sind wir zuversichtlich, dass es auch gegen die Verkunststoffung Lösungen gibt. Ansätze sind vorhanden, doch schauen wir ein bisschen genauer hin.

Biokunststoffe Der Einsatz von Kunststoffen in der Verpackung bringt viele Vorteile: Vielseitig, leicht, stabil, strapazierbar und günstig. Bloss bei der Entsorgung hapert’s. Allzu oft werden die Kunststoffabfälle nicht korrekt entsorgt. Anstatt in die Kehrichtverbrennung oder ins Recycling zu gelangen, bleiben sie in der Umwelt liegen. Bis sich der aus Erdölprodukten produzierte Kunststoff abbaut, vergehen Jahrzehnte. Diese Nachteile will man mit sogenannten Biokunststoffen beheben, biologisch abbaubare und nicht abbaubare Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel aus angebautem Mais, Zuckerrohr oder aus Pflanzenabfällen. Der Ansatz ist verlockend. Tragetaschen, Lebensmittelverpackungen und Einweggeschirr ohne fossile Rohstoffe und nach dem Gebrauch 1 Markus Tonner, Geschäftsführer der InnoRecycling AG, Eschlikon

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nicht mehr in den Müll werfen, sondern einfach kompostieren – die perfekte Lösung für kurzlebige Kunststoffprodukte. Auf den ersten Blick ja, doch schaut man genauer hin, sind die Mängel gravierend. Schon die Produktion der Biokunststoffe ist energieintensiv und kommt nicht ohne fossile Rohstoffe aus. Auch können die Pflanzen aus gentechnisch veränderter Produktion stammen. Nach dem Gebrauch ist die Kompostierung auch nicht ganz einfach. Die optimale Verrottung der biologisch abbaubaren Biokunststoffe benötigt eine Temperatur von 80 °C, was ein normaler Haushaltkompost nicht aufbringt. Die Biokunststoffe können also nicht vom Endverbraucher im Haushaltskompost entsorgt werden, dazu bedarf es eines Sammelsystems und einer Grosskompostieranlage mit idealen Verrottungsbedingungen. Geeignet zur Kompostierung sind nur Kompostbeutel mit Gitterdruck (dies vor allem wegen des verwertbaren Inhalts). Den anderen Biokunststoffen stehen Grosskompostierbetriebe sehr kritisch gegenüber, denn man kann sie von herkömmlichen Kunststoffen aus fossilen Rohstoffen optisch kaum unterscheiden. Nur ganze Chargen (z.B. Einweggeschirr), bei denen der Inhalt genau bekannt ist, werden entgegengenommen, der Rest wird aussortiert. Zu gross ist das Risiko, dass sich Biokunststoffe und herkömmliche Kunststoffe vermischen. Die Verwechslungsgefahr ist vor allem bei den Tragetaschen ein Thema. Deshalb sieht der Bund ein Verbot für biologisch abbaubare Tragetaschen in der Grüngutschiene vor. Auch im Kunststoff-Recycling besteht die Vermischungsgefahr. Wenn sich biologisch abbaubare Biokunststoffe und biologisch nichtabbaubare Kunststoffe miteinander vermischen und ins Recycling gelangen,

Quelle: http://www.roechling.com/de/artikel/ gesucht-technische-anwendungen-fuer-biokunststoffe.html

kann das auf die Recycling-Produkte verheerende Auswirkungen haben. KunststoffRegranulate, welche auch nur winzige Anteile von biologisch abbaubaren Kunststoffen beinhalten sind qualitativ minderwertig. Wenn aus vermischtem Regranulat zum Beispiel Kabelschutzrohre produziert und im Erdreich vergraben werden, baut sich der biologisch abbaubare Kunststoff ab, was zu schweren Beschädigungen der Gewerke führt. Die Produktion und die Verwertung von Biokunststoffen sind also höchst kritisch zu hinterfragen.

Kunststoffrecycling Die Schweiz verbraucht pro Jahr etwa 1 Mio. Tonnen an Kunststoffprodukten. Der grösste Teil, rund 75 Prozent, sind kurzlebige Produkte, zum Beispiel Verpackungen, welche schnell in den Abfall gelangen. 650 000 Tonnen werden in den Kehricht7–8/2012


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Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft Die Schweizer Wirtschaft verschwendet Ressourcen, als stünden ihr drei Planeten zur Verfügung. Wir haben jedoch nur einen. Das Ziel der Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft ist, den ökologischen Fussabdruck der Schweiz bis 2050 auf eine Erde zu reduzieren. Die Wegwerfwirtschaft soll zu einer Kreislaufwirtschaft umgebaut werden. Die Kreislaufwirtschaft verwendet Abfälle als neue Ressourcen, rezykliert Rohstoffe und setzt die Energie effizient ein. So können Emissionen, Abfälle und Verschwendung vermieden werden. Der Bundesrat wird durch die Initiative beauftragt, Zwischenziele festzulegen und diese zu überprüfen. Die Initiative schlägt dem Bund verschiedene Massnahmen vor: zum Beispiel die Förderung von Forschung, ökologische Kriterien für das öffentliche Beschaffungswesen und positive steuerliche Anreize für umweltfreundliche Unternehmen. Quelle: www.grueneinitiativen.ch

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stoffabfälle sind eine Ressource, denn durch Recycling entstehen wieder neue Produkte. Die Prozesse müssen sich einfach mehr an der Kreislaufwirtschaft orientieren. Das bedeutet, dass für die Produkte, die in Verkehr gesetzt werden, auch die Rücknahme und die Verwertung von Anfang an geregelt sind.

Schweizer Branchenlösungen Dass es auch anders geht, haben verschiedene Schweizer Branchen bereits bewiesen. Einst verursachten PET- und Glasflaschen, Getränkedosen, E-Schrott, Haushaltgeräte, etc., akute Entsorgungsprobleme. Mit spezifischen Ansätzen konnten über die Jahre Sammelraten von über 80 Prozent erreicht werden. Kunststoffe liegen bei 10 Prozent. Vergleichbar mit den Kunststoffabfällen ist das Altpapier. Pro Jahr gelangen in der Schweiz rund 1,4 Mio. Tonnen Papiererzeugnisse in Umlauf, oft kurzlebige Produkte, wie Zeitungen und Zeitschriften, Drucksachen oder Verpackungen. Der Rücklauf (91 Prozent Sammelrate) erfolgt über Altpapiersammlungen, welche in der Regel Gemeinwesen organisieren und durchführen. Das Altpapier kommt als Rohstoff zurück in die Papierindustrie und wird wieder zu neuen Produkten verarbeitet. Vor rund zehn Jahren drohte der Papierindustrie die Einführung einer vorgezogenen Recyclinggebühr (vRG), da die öffentliche Hand mit stetig steigenden Entsorgungskosten konfrontiert war (Quelle: www.zpk.ch). Die Diskussion zwischen den Interessenvertreter verlief pragmatisch wie auch die Lösungsansätze zeigen. Kein Thema waren Verbote für gewisse Papiererzeugnisse oder etwa Vorgaben für Biopapiere, nicht so wie aktuell in der Kunststoffdebatte. Der Städte- und Gemeindeverband sowie Partner der Altpapierbranche unter Mitwirkung des Bundesamtes für Umwelt (BAfU) handelten einen Rahmenvertrag zur Finanzierung der Altpapiersammlungen aus, welcher Minimalstandards und Qualitäten regelt und die Verwertung von Altpapier zu Mindestkonditionen garantiert.

Rahmenvertrag für Kunststoffentsorgung Was sich in der Altpapierentsorgung seit Jahren bewährt, funktioniert bestimmt auch

Bild: zvg

verbrennungsanlagen (KVA) verbrannt und lediglich knapp 10 Prozent, also 90 000 Tonnen werden recycelt (Quelle: BAfU). Grundsätzlich liessen sich 98 Prozent unserer Kunststoffabfälle verwerten. Die Hälfte ist zur stofflichen Verwertung geeignet, also zur Herstellung neuer Kunststoffprodukte. Der Rest dient als Ersatzbrennstoff und ersetzt folglich Primärbrennstoffe wie Erdöl, Gas oder Kohle. Lediglich 2 Prozent der Kunststoffabfälle gehören in den Kehricht. Wenn die Schweiz nicht nur 90 000 Tonnen, sondern die gesamte Menge von jährlich 750 000 Tonnen an Kunststoffabfällen verwerten würde, vermiede man weit über 1,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Zusätzlich benötigt auch die Produktion von Kunststoffprodukten aus Recycling-Kunststoff 50 Prozent weniger Energie. Man muss sich also fragen, wieso in der Schweiz nicht viel mehr Kunststoff gesammelt und recycelt wird, wie dies in Europa, wie Deutschland, Schweden und Österreich, schon lange der Fall ist. Kunststoffe aus fossilen Rohstoffen sind nicht per se schlecht. Im Gegenteil: Kunst-

Recycling

Äergernis Littering.

in der Kunststoffentsorgung. Der Kunststoffbranche stünde es gut an, mit den Partnern aus den Gemeinwesen und Umweltorganisationen eine einvernehmliche und umfassende Lösung für die Entsorgung und Verwertung von Kunststoffabfällen, vor allem für Kunststoffverpackungen, anzustreben. Ähnlich wie beim Altpapier müsste die Kunststoff verarbeitende Branche, bestehend aus Entsorgern, Recyclern und Produzenten Garantien bieten für eine flächendeckende Übernahme und die Verwertung von Kunststoffabfällen zu definierten Konditionen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Industrie wird mit Rohstoffen versorgt, das Littering geht massiv zurück und der politische Druck für eine oktroyierte und eventuell unbequeme Lösung fällt weg. Und nach getaner Arbeit erholen wir uns alle in der herrlichen Natur und fragen uns, worüber wir uns eigentlich aufgeregt haben. Kontakt InnoRecycling AG Hörnlistrasse 1 CH-8360 Eschlikon Telefon +41 (0)71 973 70 80 info@innorecycling.ch www.innorecycling.ch

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Recycling

Ökobilanz

Umweltnutzen von recyceltem PA auf dem Prüfstand

Bild: Rhodia

Um den Umweltnutzen von reyceltem Polyamid im Fahrzeugbau zu validieren, haben Rhodia, Mitglied der SolvayGruppe und führend in der Entwicklung technischer Kunststoffe, und Valeo, ein weltweit namhafter Automobilzulieferer, gemeinsam mit dem Automobilhersteller PSA Peugeot Citroën die Ökobilanz (LCA, Life Cycle Assessment) einer konkreten Anwendung untersucht.

Lüfterrad und Zarge im Peugeot 208 aus recyceltem Technyl Polyamid.

Mit vereintem Know-how haben Rhodia, Valeo und PSA Peugeot Citroën den gesamten Lebenszyklus des Lüfterrads und der Zarge für das Kühlermodul des neuen Peugeot 208 analysiert. Valeo fertigt die Kunststoffteile der Baugruppe aus recyceltem Technyl Polyamid (PA) von Rhodia Engineering Plastics. Die von der unabhängigen Beratungsagentur BIO Intelligence Service (www.biois.com) geprüfte Studie vergleicht die Umweltverträglichkeit von recyceltem Technyl PA mit der einer Technyl Standardqualität. Sie berücksichtigt die gesamte Wertschöpfungskette mit Schwerpunkt auf sieben umweltrelevante Kernkriterien: Klimawandel, Erschöpfung nicht-erneuerbarer Ressourcen, Abbau der Ozonschicht, Übersäuerung des Bodens, Eutrophierung (Nährstoffanreicherung in Gewässern), Primärenergieverbrauch und photochemische Oxidation. 24

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Einsatz von recyceltem Technyl PA über den gesamten Lebenszyklus der Baugruppe hinweg äusserst positiv auf die Umweltbilanz auswirkt. So beträgt die effektive Umweltentlastung in allen untersuchten Zielkriterien 9 bis 28 Prozent. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse der Analyse darauf hin, dass der gesamte Umweltnutzen auf der Produktion des PA-Recyclats bei Rhodia Engineering Plastics beruht. Die nachfolgenden Schritte – Spritzgiessen, Montage und Einsatz der Teile – sind für den Vergleich vernachlässigbar. Denn aufgrund der annähernd gleichen mechanischen Eigenschaften von recyceltem Technyl PA und Technyl Standardmaterial müssen auch keine Kompromisse bei der Konstruktion, Masse und Nutzung der Kühlerbauteile in Kauf genommen werden. «Die Kooperation von Partnern wie Rhodia

und Valeo – beide mit starkem Engagement für nachhaltige Entwicklungen – bietet klare Vorteile im Bestreben, die vorgeschriebenen Grenzwerte für CO2-Emissionen zu unterschreiten und die Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge weiter zu reduzieren», bemerkt Louis David, Assistant Director Paint, Materials & Process bei PSA Peugeot Citroën. «Die spezifischen Ergebnisse unserer Untersuchung unterstreichen die Bedeutung der richtigen Wahl technisch hochleistungsfähiger Recyclate für ein umweltverträglicheres Kfz-Design.» Der nachgewiesene Nutzen liegt in derselben Grössenordnung, mit der sich eine Fahrzeug-Grossserienfertigung auf die Umwelt auswirkt. So vermeidet der Einsatz von recyceltem Technyl PA für die geschätzte Jahresproduktion der Kühlereinheit im Peugeot 208 in etwa die Treibhausgasmenge1, die von 400 000 Fahrzeugen freigesetzt wird. Desgleichen wird die photochemische Oxidation2 (verantwortlich für Ozonspitzen) um eine Menge reduziert, wie sie der Verkehr von 2,2 Millionen Fahrzeugen auf der Ringstrasse von Paris verursacht. Im Durchschnitt bestehen 20 Prozent oder 150 bis 250 kg der Fahrzeugmasse aus Kunststoffbauteilen. Die Gemeinschaftsinitiative von Rhodia, Valeo und PSA bestätigt somit das spezifische Potenzial recycelter Kunststoffe zur Lösung der Umweltherausforderungen, vor denen die Automobilindustrie steht. Kontakt Rhodia Acetow GmbH Engesserstrasse 8, D-79108 Freiburg Telefon +49 (0)761 511 3475 www.rhodia.com 1 2

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CO2-Äquivalent in kg Ethylen-Äquivalent in kg 7–8/2012


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Recycling

Stute nimmt Krones PET-Recylinganlage in Betrieb

Geschlossener Recycling-Kreislauf

Nachhaltigkeit nimmt beim Getränkehersteller Stute einen grossen Stellenwert ein. Dazu gehört auch das Recycling von PETMaterial. Die logische Konsequenz ist die Inbetriebnahme im August 2012 der ersten Krones PET-Recyclinganlage in Deutschland. Der SuperClean-PET-Flake-Prozess ist in der Lage, Flakes mit einem hohen Reinheitsgrad zu produzieren. Diese können direkt als Material für neue Flaschen Verwendung finden. Konventionelle Verfahren benötigen dagegen zusätzliche Prozessschritte, um lebensmitteltaugliches Recyclat herzustellen. Mit diesem Verfahren plant Stute, sowohl PET-Flaschen als auch Preforms in den Flaschen-Herstellungsprozess zurückzuführen. Es handelt sich dabei auch um Flaschen, die bereits mit Produkten in Berührung gekommen sind. Der Recyclingprozess reinigt und dekontaminiert das ausgesonderte PET und stellt damit die Verwendung für Lebensmittel sicher.

Aus der Recyclinganlage direkt in die Spritzgussmaschine Für das Recycling werden die PET-Materialien gemahlen und dann in das Speichersilo der Waschlinie gefördert. Die PETRecyclinganlage besteht aus den HauptKomponenten Waschmodul, Dekontaminationsmodul sowie den Peripherieanlagen. Die Anlage wird auf zwei Ebenen aufgestellt. Waschmodul und Dekontaminationsmodul sind räumlich getrennt. Das Dekontaminationsmodul kommt in direkter Nähe zu den vorhandenen Spritzgussmaschinen für die Preforms zur Aufstellung. Die Entscheidung für Krones fiel Stute nicht schwer. Als einziger Hersteller ist Krones in der Lage, ein komplettes System von der 7–8/2012

Bild: Krones

Die Stute Nahrungsmittelwerke in Paderborn gehen ihren ökologischen Weg konsequent weiter. Nachdem das Privatunternehmen mit drei Windkraftanlagen, einer Biogasanlage und Solaranlagen bereits über 30 Prozent des eigenen Energiebedarfs abdeckt, wird Stute in Zukunft auch PET-Material komplett recyceln können.

Die Krones-PET-Recyclinganlage liefert Flakes mit einem hohen Reinheitsgrad.

Behälteraufgabe bis zu den fertigen, dekontaminierten Flakes aus einer Hand zu liefern und damit eine Schnittstellenproblematik auszuschliessen.

Klare Entscheidung für Ökologie Für Stute stellt die Installation ein strategisches Investment dar. Statt mit dem Material wie branchenüblich die grosse Nachfrage speziell in China zu bedienen, wollte Stute von Anfang an einen nachhaltigen, geschlossenen Kreislauf im eigenen Werk schaffen. Nach wie vor schwebt über der Branche auch noch das Damoklesschwert einer politisch inspirierten weiteren Bepfandung von Einweg-PET. Diese Mehrbelastung kann unter Umständen nur durch einen relativ hohen Recyclat-Anteil aufgefangen werden, wie das Beispiel des PETCycle Systems zeigt. Auch unter einem anderen Gesichtspunkt war Krones erste Wahl für die Investition. Stute verschiebt marktgetrieben die Behälter-Priorität immer mehr weg von Kartonverpackungen hin zu PET-Behältern. Insge-

samt betreibt Stute im Werk Paderborn inzwischen 13 PET-Abfüllanlagen. Seit 2009 setzt Stute bei Neuinvestitionen konsequent Krones Technologie ein: Zunächst mit einer ersten PET-Asept Anlage 2009, dann gefolgt von zwei Anlagen mit Contipure Preformentkeimung. Durch die neue Preformentkeimung konnten die Energieund Medienverbräuche im Vergleich zu einer Behälterbehandlung deutlich reduziert werden. Jetzt im August wird die mittlerweile vierte Krones Linie ihren Betrieb aufnehmen, wieder eine PET-Asept Anlage. In der Planung sind weitere Ersatzinvestitionen durch Krones für ältere Anlagen. Die Zusammenarbeit mit Krones bei PET-Recycling ist daher ebenfalls unter einem langfristig strategischen Aspekt zu betrachten.

Kontakt Krones AG Böhmerwaldstrasse 5 D-93073 Neutraubling Telefon +49 (0)9401 70-0 info@krones.com www.krones.com

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Firmenbericht

Chancen des Recyclingmarkts genutzt

NGR weiter auf Wachstumskurs

Bild: NGR

Nach einem bereits sehr guten Geschäftsjahr 2010/11 konnte die NGR ihre hochgesteckten Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 erreichen und den Umsatz von 19 Mio. auf 24 Mio. Euro erhöhen.

NGR Standort Feldkirchen a.d. Donau

Die globale Nachfrage nach hocheffizienten und einfach zu bedienenden Kunststoffrecyclingmaschinen wächst stärker als das allgemeine Wirtschaftswachstum. Durch konsequente Erweiterung der Maschinenbaureihen, verstärkte Marktpräsenz und nicht zuletzt durch Ausbau der Mitarbeiterkompetenzen konnte NGR die Position als Technologieführer weiter ausbauen. Neben dem europäischen Testcenter in Feldkirchen (DE) wurde mit der Eröffnung des Amerika Testcenters in Norcross, Georgia, USA ein starker Impuls in der Wirtschaftsregion NAFTA gesetzt.

Hochwertiges Engineering als Erfolgsfaktor Das Prinzip der One Step Recyclingtechnologie wurde einem Reengineering und Wertanalyseprozess unterzogen und damit 26

weiterentwickelt. Als Folge davon sind NGR Recyclinganlagen heute noch energieeffizienter, bedienungsfreundlicher und ökonomischer. Neben der Entwicklung von universell einsetzbaren Maschinen, konnten durch neue Baureihen auch neue Marktsegmente erschlossen werden.

Mit Zuversicht in eine starke Zukunft

Mehr als 500 Maschinen auf allen Kontinenten

Der wirtschaftliche Erfolg der abgelaufenen Geschäftsperiode erlaubt die raschere Weiterentwicklung des Unternehmens. Im Fokus der NGR-Bemühungen stehen dabei der weitere Ausbau der Kundenunterstützung, die Erhöhung der globalen Marktpräsenz, sowie die innovative Weiterentwicklung der Verfahren und Produkte.

NGR sorgt für Kundennutzen über den gesamten Lebenszyklus der Maschinen hinweg. Ausgefeilte Fernwartungssysteme, internetbasiertes Ersatzteil-Management und rascher vor Ort Support durch NGR Ingenieure, sorgen für hohe Verfügbarkeiten im rauen Alltagseinsatz. «Dieser Service und damit unsere Kundennähe gehören untrennbar zum Konzept des Unternehmens», sagt Josef Hochreiter, Geschäftsführer von NGR.

Kontakt Schweizer Vertretung: Ingenieurbureau Dr. Brehm AG Lettenstrasse 2/4 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 790 41 64 info@brehm.ch www.brehm.ch

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Wirtschaft

Konjunkturbericht der deutschen Kunststoffindustrie

Geschäftsgang verlangsamt sich auf hohem Niveau

Bild 1: Kunststoffindustrie Deutschland 2011

Die Kunststoffindustrie in Deutschland hat nach der schweren Rezession in 2009 einen deutlichen Aufschwung erlebt. Kunststoffverarbeitung und Kunststofferzeugung haben in 2011 zwar an Wachstumstempo verloren, bewegen sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Bei den Kunststoff- und Gummimaschinen ist in 2011 ein weiterhin kräftiger Aufschwung zu verzeichnen gewesen. Dies zeigt ein Bericht der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK), die gemeinsame Branchenvertretung von Kunststofferzeugung (PlasticsEurope), -verarbeitung (GKV) und Kunststoffmaschinenbau (VDMA) in Deutschland. Der Bericht liefert eine Analyse der Wirtschaftsentwicklung der Kunststoffindustrie bis zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2012 und einen Ausblick für die weitere Entwicklung des Jahres 2012. Während im Bereich Primärkunststoffe im 2. Halbjahr 2011 leicht rückläufige Tendenzen zu beobachten sind, können in der Kunststoffverarbeitung noch steigende Men7–8/2012

gen konstatiert werden, bei allerdings niedrigeren Zuwächsen. Trotz stagnierender Tendenzen auf europäischer Ebene wächst der Maschinenbau für Kunststoff und Gummimaschinen in Deutschland weiter (Bild 2). Der Umsatz der Kunststoffindustrie in Deutschland zeigte ab Mitte 2009 in allen Segmenten einen kräftigen Anstieg. Bei Primärkunststoffen und in der Kunststoffverarbeitung waren im ersten Halbjahr 2011 vorübergehend leicht rückgängige Umsätze zu beobachten, bevor zum Jahresende hin wieder Zuwächse zu verzeichnen waren. Insgesamt konnten in 2011 gegenüber 2010 in allen Segmenten deutliche Umsatzzuwächse verzeichnet werden (Bild 3). Die aktuellen Kennzahlen für Produktion und Aussenhandel weisen in der Kunst-

Quelle: Destatis / Arbeitskreis Marktforschung W VK / Consultic Marketing und Industrieberatung

Quelle: Destatis/VDMA/W VK/Consultic Marketing und Industrieberatung

Die deutsche Kunststoffindustrie ist mit etwa 315 000 Beschäftigten in mehr als 2640 Unternehmen und einem Jahresumsatz von über 76,5 Mrd. Euro einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Sie hat einen Anteil von sechs Prozent an der heimischen Industrieproduktion. Die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK) präsentiert Zahlen und gibt einen Ausblick für die weitere Entwicklung des Jahres 2012.

Bild 2: Entwicklung Trendzyklus der Produktionsindices (Aktueller Datenstand: 03/2012)

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Wirtschaft

Quelle: Destatis / Arbeitskreis Marktforschung W VK / Consultic Marketing und Industrieberatung

wuchs insbesondere der MaschinenbauSektor stetig weiter, darüber hinaus in begrenzter Form auch der Kunststoffverarbeitungs-Sektor. Während die Produktion von Kunststoffmaschinen in Deutschland auch gegen Ende 2011 stetig wuchs, war auf europäischer Ebene eher eine stabile Entwicklung zu verzeichnen. Die Verarbeitung/Herstellung von Kunststoffwaren in Deutschland bewegt sich mit einem aktuellen Index von rund 118 weiterhin auf einem hohen Niveau, der Index für die EU27 liegt bei unter 100. Bei den Kunststoffen in Primärform zeigten sich in 2011 sowohl für Deutschland als auch für die EU27 leichte Abwärtstendenzen (Bild 4).

Bild 3: Umsatzentwicklung (Wert) (Aktueller Datenstand: 03/2012)

betroffen sein, der aktuell noch hohe Zuwachsraten in der Produktion verzeichnet. Die Kunststoffindustrie in Europa hat sich seit 2009 deutlich erholt. In 2010 wurden durchweg steigende Produktionsmengen in den drei Segmenten verzeichnet. In 2011

Quelle: Eurostat / Arbeitskreis Marktforschung W VK / Consultic Marketing und Industrieberatung

stoffverarbeitung und der Kunststofferzeugung eher auf ein verlangsamtes Wachstum zu Beginn des Jahres 2012 hin. Sie bewegen sich aber im Mehrjahresvergleich auf einem hohen Niveau. Von Rückgängen könnte zeitversetzt auch der Maschinenbau

Kontakt Wirtschaftsvereinigung Kunststoff Kaiser-Friedrich-Promenade 43 D-61348 Bad Homburg Telefon +49 (0)6172 9266 75 www.wv-kunststoff.de

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Wirtschaftsdaten 2011 der Schweizer Kunststoffindustrie Im 2011 erwirtschaftete die Schweizer Kunststoffindustrie einen Umsatz von CHF 15,5 Mrd, das ist ein Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Unternehmen zeigt sich mit 850 gegenüber dem Jahr 2010 stabil. Diese Firmen beschäftigten 2011 insgesamt 34 530 Mitarbeitende, 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr (35 101). Die Produktivität ist im Vergleich zum vergangenen Jahr mit 450 000 Franken Umsatz pro Mitarbeiter gleich geblieben. In der gesamten Kunststoffindustrie wurden im vergangenen Jahr 917 000 Tonnen Kunststoff und Kautschuk (909 885 t, + 0,8 Prozent) verarbeitet. Dies geht aus der jährlich vom Kunststoff Verband Schweiz erhobenen Umfrage bei den Schweizer Kunststoffunternehmen hervor. Wir haben am 29. Juni 2012 ausführlich über die Wirschaftsdaten im News Corner auf unserer homepage berichtet. Die Zahlen mit den Grafiken finden Sie auch unterhalb der Banner in der rechten Spalte (www.kunststoffxtra.com).

Bild 4: Produktionsentwicklung Deutschland und EU27 (Aktueller Datenstand: 02/2012)

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A u s - u n d W e i t e r b i ld u n g

Nachhaltige Weiterbildung

Mehrwert durch gezielte Weiterbildung In der Schweiz steht dem Arbeitnehmer eine sich im Wandel befindende Weiterbildungslandschaft gegenüber. Eine für das Unternehmen und den Arbeitnehmer erfolgreiche Weiterbildung soll geplant werden.

Aus- und Weiterbildung in der Kunststoffbranche Fabian Meier1 Weiterbildungen eröffnen Arbeitnehmenden neue berufliche Chancen, in dem sich neue Fachkenntnisse und -kompetenzen aneignen lassen. Erfolgreiche und nachhaltige Weiterbildung ist eine Investition in zeitlicher und finanzieller Hinsicht. Sie setzt eine hohe Motivation des Teilnehmenden sowie die Unterstützung durch den Arbeitgeber voraus. Bevor eine Weiterbildung in Angriff genommen wird, sollten folgende Punkte beachtet werden: • Die beruflichen und privaten Ziele müssen stets vor Augen gehalten und regelmässig überprüft werden • über die verschiedenen firmeninternen und externen Angebote sollte der Interessent sich einen Überblick verschaffen • Referenzen über die verschiedenen Angebote sollten bei Absolventen und Anbieter eingeholt werden. Im Folgenden wird aufgezeigt, wie die Ausund Weiterbildung in der Schweiz strukturiert ist.

Aus- und Weiterbildungs­ landschaft Schweiz Verschiedenste Bereiche der Aus- und Weiterbildungslandschaft in der Kunststoffbranche befinden sich in einer stetigen Entwicklung. Neben den Veränderungen, welche die Bolognareform in Zusammenhang mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen auf der Hochschulstufe mit sich brachte, haben sich auch die höheren Fachschulen (HF) neu positioniert. Als einzige höhere Fachschule in der Schweiz bietet die IBZ an den Standorten in Aarau, Zürich und Winterthur die dreieinhalb jährige berufsbegleitende Ausbildung zum dipl. Techniker HF in Kunststofftechnik an. Voraussetzung 1 Kunststoff Ausbildungs- und TechnologieZentrum (KATZ), Aarau, Ausbildungsleiter.

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für den Besuch einer höheren Fachschule ist der Besitz dipl. Ingenieur FH MAS eines Eidgenössischen FäMAS Kunststoftechnik FHNW higkeitszeugnisses (EFZ). Im BerufsHöhere Berufsbildung Hochschulstufe begleitende Rahmen der beruflichen Weiterbildungen Produktonsleiter Dipl. KunststofDipl. Ingenieur FH, Dipl. Ingenieur ETH, am KATZ Grundbildung bietet die Kunststoftechnik techniker HF BSc, MSc BSc, MSc) (Eidg. Berufsprüfung) Kunststoffbranche die vierKVS / Swissmem Höhere Fachschule FHNW / FHO / ETH / Uni Kaderschule IBZ HES-SO jährige Ausbildung zur Kunststofftechnologin / zum Kunststofftechnologen (EFZ) Berufsmaturität oder die zweijährige AusbilKunststofverarbeiter Kunststoftechnologe (EFZ) (Attest) dung zur KunststoffverarbeiLegende: Berufliche Grundausbildung terin / zum KunststoffverarAbschluss Abschluss beiter (EBA) an. Rund 80 (Besuch von Modulen am KATZ) Ausbildung Obligatorische Schulzeit Jugendliche absolvieren jährlich eine dieser beiden Aus- Aus- und Weiterbildung in der Kunststoffbranche [1]. bildungen in der Schweiz. Fach- und Führungskräfte mit einem Hoch- hochschulen anbietet. Daneben werden schulabschluss können einen Master of verschiedenste Weiterbildungsangebote in Advanced Studies (MAS) in Kunststofftech- den Bereichen Kunststoffverarbeitung, Konnik an der Fachhochschule Nordwest- struktion und Werkstoffprüfung für Einzelschweiz in Windisch erwerben. Der Lehr- personen und Firmen der Kunststoffbrangang dauert drei Semester und wird che durchgeführt. berufsbegleitend absolviert. In den vergan- Quelle: [1] Meier, F.: Informationsdossier; genen fünf Jahren wurde diese Ausbildung Aus- und Weiterbildung in der Kunststoffvon 84 Personen erfolgreich abgeschlossen. technik; SVEB, Modul 3; Juni 2012. S. 3. Viele Personen, welche eine Weiterbildung antreten, begegnen heute einem «durch- Kontakt lässigen» System. Das heisst, ein Absolvent KATZ Kunststoff-Ausbildungs- und einer HF kann beispielsweise unter be- Technologie Zentrum stimmten Voraussetzungen für ein MAS Schachenallee 29, CH-5000 Aarau zugelassen werden. Denn auch für die Telefon +41 (0)62 836 95 36 Kunststoffbranche gilt das Motto: «Kein Ab- meier@katz.ch, www.katz.ch n schluss ohne Anschluss».

Weiterbildungsangebote am KATZ Das Kunststoff Ausbildungs- und Technologie-Zentrum (KATZ) nimmt in der Schweizer Kunststoffbranche eine zentrale Rolle ein, in dem es verschiedene praxisnahe Aus- und Weiterbildungsmodule der beruflichen Grundbildung, der Ausbildung zum Produktionsleiter Kunststofftechnik, der höheren Fachschule sowie zahlreicher Fach-

KATZ Forum Mittwoch, 12. September 2012, 17 Uhr Der Forumsteilnehmer erhält einen breiten Überblick über das aktuelle Weiterbildungsangebot im Bereich der Kunststofftechnik in der Schweiz. Vorgestellt werden Angebote von vier verschiedenen Weiterbildungsinstitutionen. Das Forum ist kostenlos. www.katz.ch

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news

Hasco weiht Produktionshalle ein Eines der grössten Bauprojekte der Hasco Firmengeschichte hat Formen angenommen. Seit September 2011 liefen die Arbeiten zur Fertigstellung der Produktionserweiterung am Römerweg in Lüdenscheid auf Hochtouren. Wie geplant, ging Anfang Juni 2012 eine der modernsten Formnormalien-Fertigungen Europas in Betrieb. Die neue Halle, die mit innovativster Maschinentechnik ausgestattet ist, wurde für eine Einweihungsfeier hergerichtet.

Rund 600 Gäste, Mitarbeiter mit ihren Familien, Geschäftsführer der Auslandsniederlassungen sowie Aufsichtsrat und Vorstand der österreichischen Berndorf Group, der Hasco seit 2007 angehört, folgten der Einladung zur Eröffnung der neuen Fertigung am 2. Juni 2012. Im Rahmen der Einweihungsfeier begrüsste Geschäftsführer Christoph Ehrlich die Gäste und bedankte sich bei allen Mitarbeitern, die zur Realisierung des Projektes beigetragen haben.

«Mit der neuen Produktionsstätte sind wir nicht nur Vorreiter in Bezug auf modernste Technik, sondern bieten unseren Kunden zukünftig eine höhere Verfügbarkeit», betont der CEO. Die gesamten Supply-Chainund Fertigungsprozesse, angefangen bei der Rohstahlbeschaffung bis zur Auslieferung des Endproduktes unter Sicherstellung höchster Qualitätsansprüche wurden neu aufgestellt. Um die Durchlaufzeiten der Kundenaufträge zu minimieren,

wurde ein mehrere tausend Tonnen umfassendes Rohstahllager sowie ein Lager für Halbzeuge mit über 5000 Palettenplätzen errichtet. Die Hasco Unternehmensführung versteht dieses Neubauprojekt als Bekenntnis zum Standort Deutschland und insbesondere an die Stadt Lüdenscheid. Ein Zeichen der Sicherheit für die gesamte Belegschaft.

Sanitized im Bereich Polymer Sales tätig. «Das Unternehmen ist sich treu geblieben und hat sich als Spezialist für antimikrobielle Ausrüstung in puncto innovativer und nachhaltiger Produkte weiterentwickelt und beeindruckende Referenzkunden gewinnen können», stellt Toscan fest. Zu den nächsten Aufgaben zählen einerseits die Straffung des

Angebotssortiments, und gleichzeitig der Ausbau chancenreicher Marktpotenziale, z.B. im Bereich Medical. Ein zentrales Thema bei der zukunftsorientierten Aufstellung des Geschäftsbereichs Polymer ist die Nachhaltigkeit – während des Produktionsprozesses und bei der Anwendung der Endprodukte. www.sanitized.com

Marktes und der immer grösseren Nachfrage nach höherwertigen Werkzeugen hat sich das Unternehmen für den Bau eines völlig neuen Werkes auf der grünen Wiese entschieden. Baubeginn ist 2013. Mit dem neuen, 2500 m² grossen Werk verfügt man in Indien dann

über genügend Fläche, um zukünftig ein noch breiteres Angebot an Spritzgiesswerkzeugen und Automatisierungs­ einrichtungen für die dortige Kunststoffindustrie anzubieten.

www.hasco-suisse.ch

Bild: Sanitized

Sanitized: Maria Toscan kehrt zurück

Maria Toscan

Maria Toscan ist die neue Produktmanagerin Polymer bei der Sanitized AG in Burgdorf/CH. Sie verantwortet das komplette Produktmanagement für den Bereich antimikrobielle Schutzfunktion für Polymer. Die Chemikerin mit BWL Diplom und mit langjähriger Karriere bei renommierten Unternehmen wie Rhodia, Ciba oder BASF war bereits von 2005 bis 2007 bei

Zahoransky auf Expansionskurs

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investiert. Mit dem Einzug wird Ende des Jahres gerechnet. Auch ist geplant ein Kundenzentrum einzurichten. Expansionsgelüste hegt die Zahoransky Group auch für den Werkzeugbau mit 50 Mitarbeitern in Indien. Aufgrund des stark wachsenden indischen

www.zahoransky-group.com

Bild: Zahoransky

Schon seit mehr als 20 Jahren besitzt die Zahoransky Group, neben dem Stammwerk für Formenbau in Freiburg (DE), ein Werkzeugbau-Unternehmen in Rothenkirchen (DE). Dort werden vor allem Spritzgiesswerkzeuge für die Verpackungsindustrie hergestellt. In Sachsen werden rund 70 Mitarbeiter beschäftigt. Jetzt hat sich das Unternehmen für die Erweiterung des Standorts Rothenkirchen entschieden und mit dem Bau einer neuen Produktionshalle begonnen. 2,5 Mio Euro werden in den Neubau mit einer 1000 m² grossen Produktionshalle und 780 m² Bürotrakt

Entwurf Neubau in Rothenkrichen (Sachsen).

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news

Im Juli 2012 stellte sich Arburg einer besonders grossen Herausforderung, die mit Bravour gemeistert wurde: der ISO-Zertifizierung mit dem TÜV Süd als neuem Zertifizierer und der ISO 50001 als neuer Zertifizierung – zusätzlich zur ISO 9001 und ISO 14001. Damit geht das Unternehmen, bei dem Umweltschutz und schonender Umgang mit Ressourcen und Energie schon immer fester Bestandteil der Firmenkultur sind, einen entscheidenden Schritt weiter: Mit der Zertifizierung nach ISO 50001 verpflichtet sich Arburg nun detailliert

messbare EnergieeffizienzMassnahmen umzusetzen und einzuhalten. Die dem neuen Energiemanagementsystem zugrunde liegende Strategie plant und organisiert die bereits seit 1996 existierende Energieeffizienz-Gruppe, die sich aus Experten der verschiedenen Bereiche zusammensetzt. Die internationale Norm ISO 50001, Energiemanagementsysteme, ist noch druckfrisch: Sie wurde erstmals in englischer Sprache im Juni 2011 veröffentlicht, die deutsche Version folgte im Dezember 2011. www.arburg.com

Sumitomo (SHI) Demag investiert in Deutschland Die japanische Muttergesellschaft Sumitomo Heavy Industries (SHI) Ltd. investiert erneut 20 Millionen Euro in den Spritzgiessmaschinenhersteller Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery GmbH an den Standorten Schwaig bei Nürnberg und Wiehe/Thüringen. Grösster Posten der jüngsten Investitionen ist der Rückkauf des Grundstücks und der Gebäude des

Vertriebs- und Werksgeländes in Schwaig von der Immobiliengesellschaft Segro. Damit unterstreicht das Unternehmen das Vertrauen in den Standort Deutschland. Des Weiteren werden Investitionen in neue Bearbeitungsmaschinen sowie Modernisierung von Fertigungsvorrichtungen getätigt. www.dpg.com www.mapag.ch

Gerresheimer baut Medizinalbereich aus Die Gerresheimer AG, einer der weltweit führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie, baut weitere Produktionskapazitäten für medizinische Kunststoffsysteme an dem Standort in Tschechien auf. Dazu wird die Produktionsfläche um 3500 m2 erweitert. Ausserdem wird das moderne Halbfertiglager vergrössert und mit Reinraumtechnologie ausgerüstet 7–8/2012

sowie der Werkzeugservice ausgebaut. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch durch die Schaffung einer Druckluft-Energieverbundzentrale optimiert. Gerresheimer wird in den Standort Horsovsky Tyn rund EUR 18 Mio. investieren. Etwa 200 zusätzliche Arbeitsplätze werden in den nächsten zwei Jahren dort entstehen. www.gerresheimer.com

Engel puscht F&E im Leichtbau Engel Austria hat in seinem Grossmaschinenproduktionswerk in St. Valentin (A) ein Technologiezentrum für LeichtbauComposites gegründet. «Ziel dieses neuen Leichtbauzentrums ist es, Faserverbundtechnologien gemeinsam mit Partnern noch intensiver als bislang weiterzuentwickeln», betont Peter Egger, Leiter des neuen Technologiezentrums. «Im Fokus steht dabei die Schaffung hochintegrierter und automatisierter Systemlösungen, die unseren Kunden ein hohes Mass an Effizienz und Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung innovativer Faserverbundbauteile garantieren und dadurch Wettbewerbsvorteile ermöglichen sollen.» Der österreichische Maschinenbauer investiert konti-

Bild: Engel Austria

Arburg nach ISO 50001 zertifiziert

Peter Egger

nuierlich in den Zukunftsmarkt Leichtbau und hat mit seinem organomelt Verfahren zur Herstellung von Faserverbundbauteilen in einem Prozessschritt bereits einen wichtigen Meilenstein gesetzt und zudem neue Konzepte für die Insitu-Polymerisation auf den Weg gebracht. www.engelglobal.com

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news

Mit dem 1. Mai hat die ProTec Polymer Processing GmbH den operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Vollzogen ist damit der Zusammenschluss der beiden bisherigen Unternehmen Mann+Hummel ProTec GmbH, Bensheim, einem Unternehmen der Mann+Hum­ mel Gruppe, und der OHL Engineering GmbH, Limburg, einem Unternehmen der weltweit operierenden Schoeller Plast Industries (wir berichteten darüber). Zentrale des neuen Unternehmens bleibt der bisherige ProTec-Standort Bensheim; Geschäftsführer sind Alfred Kimpel, bisheriger Geschäftsführer von Mann+Hummel ProTec, und Arnold Jahn, Geschäftsführer von Schoeller Plast Indust-

ries, Pullach bei München. ProTec bündelt die Marken Somos, umfangreiche Systemlösungen für das effiziente und wirtschaftliche Materialhandling bei allen heute eingesetzten Kunststoffverarbeitungsverfahren, und OHL, Anlagen zur FeststoffNachkondensation und zur Trocknung von Kunststoffen sowie schlüsselfertigen Anlagen für das Bottle-to-Bottle-Recycling von PET. Für die Kunden der Ingenieurbureau Dr. Brehm AG, langjährige Schweizer Vertretung von Mann+Hummel Protec, bringt der Besitzwechsel keine Änderungen.

www.brehm.ch

Recycling von SMD Verpackungen spart Kosten SMD-Verpackungen bestehen zum grossen Teil aus recycelbaren Kunststoffen. Doch anders als in Deutschland wandern diese in der Schweiz meistens in die Kehrichtverbrennung anstatt in die Wiederverwertung. Die Schweizer Firmen Essemtec AG, Hersteller von Elektronik-Produktionsmaschinen, und Kunststoff-Recycling Lenzburg GmbH (KRL) wollen dies nun ändern. «Für Elektronikhersteller kann sich das Recycling von Kunststoff-Verpackungen durchaus lohnen», sagt Franz Dobler, Inhaber und Geschäftsführer der KRL. Die Kosten für die Verbrennung von Abfall seien hoch, dabei würde er für Kunststoffe sogar bezahlen. KRL hat 2011 über 1500 Tonnen Kunststoffabfälle wieder aufbereitet. Essemtec und KRL haben sich zur Zusammenarbeit entschlos32

sen und wollen die Elektronikhersteller für das Recycling von SMD-Verpackungen gewinnen. «Das sollte nicht zu schwierig sein», sagt Florian Schildein, Marketing- und Verkaufsleiter bei Essemtec, denn durch das Recycling würden sich die Umweltbelastung und die Kosten verringern. Das Recycling selbst bedeutet auch nicht mehr Aufwand für den Elektronikhersteller, im Gegenteil. KRL kauft dem Elektronikhersteller die leeren Kunststoffverpackungen ab und stellt die Logistik und die Transportmittel bereit, um sie vor Ort abzuholen. Aus den Kunststoffabfällen stellt das Unternehmen ein hochwertiges Granulat her, das wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden kann. www.kunststoff-recycling.ch www.essemtec.com

Sumitomo (SHI) Demag gewinnt Berufefilmwettbewerb In diesem Jahr wurden erstmals alle Ausbildungsbetriebe von der Ausbildungsoffensive-Bayern (AOB) aufgefordert, sich an dem Berufefilmwettbewerb «Ausbildung läuft? Kamera läuft!» zu beteiligen. Die Filme von Auszubildenden für zukünftige Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer Auszubildende sollen der bayerischen Metall- und Elektroarbeiteinen Einblick in die geber (bayme vbm), Thomas Pförtsch, Ausbilder Sumitomo (SHI) Demag, Thomas verschiedenen AusbilScheibe, Kerstin Tinka und Robert Kirch, dungsberufe der Me- Auszubildende Sumitomo (SHI) Demag tall- und Elektroindus- (v.l.n.r.) bei der Verleihung des ersten baytrie (M+E) geben. erischen M+E-Filmpreises. Prämiert wurden die jeweils drei besten Filme in den rechten Einstieg als auch den drei Kategorien Metall, Elektro authentischen Einblick in das und kaufmännisch / IT. Der Film Berufsbild. Zusätzlich wurde soder Sumitomo (SHI) Demag zusagen nebenbei das Thema Auszubildenden über den Beruf «Mädchen in der technischen des Mechatronikers gewann in Ausbildung» aufgegriffen. den mit 500 Euro dotierten Preis als eines von drei Unternehmen in der Kategorie Elek- Der prämierte Film findet sich tro. Er überzeugte die Jury unter http://www.sumitomosowohl durch den jugendge- shi-demag.eu/de/start/

Lifocolor übernimmt MicroColor Die Lifocolor Farben GmbH & Co. KG mit Sitz in Lichtenfels (DE) hat die MicroColor Masterbatch GmbH im thüringischen Straufhain erworben und in die Lifocolor Farben eingegliedert. Die Produktions- und Entwicklungskapazitäten der MicroColor erweitern und ergänzen die Möglichkeiten von Lifocolor Farben in hervorragender Weise. Zukünftig werden 150 Mitarbeiter an beiden Standorten Lösungen für ihre Kunden erarbeiten und so den Grundstein für weiteres Wachstum legen. Die Gruppe verfügt damit über fünf

Standorte in Europa. Neben den beiden deutschen Werken gibt es Produktionsstätten in Brno/ Tschechische Republik, in Bellignat/Frankreich und in Bydgoszcz/Polen. Neben bewährten Marktlösungen werden auch Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie WPC, bioabbaubare Polymere und andere NaturfaserComposites entwickelt, produziert und vermarktet. In der Schweiz ist Lifocolor vertreten durch die Tradcon AG, Flurlingen. www.tradcon.ch 7–8/2012

Bild: bayme vbm

ProTec nimmt Betrieb auf


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Adval Tech konkretisiert Strategie

Ems freut sich über guten Geschäftsverlauf

Wie bereits früher mitgeteilt, will die Adval Tech Gruppe ihren Tätigkeitsbereich verschmälern und im Sinne einer Konzentration der Kräfte auf wenige Aktivitätsfelder mit globaler Ausrichtung fokussieren. Nun hat der Verwaltungsrat der Gruppe beschlossen, den Fokus in Zukunft auf den Formenbau sowie auf ausgewählte Aktivitäten im Komponentengeschäft zu legen. Für den Bereich Rotationssymmetrische Metallteile für die Automobilindustrie (Styner+Bienz, Niederwangen und Brasilien) und das Komponentengeschäft in der Medizinaltechnik (Teuscher, Adval Tech Medical Suzhou und Adval Tech Medical Querétaro) sucht

Die Ems-Gruppe erreichte im ersten Halbjahr 2012 einen konsolidierten Nettoumsatz von CHF 904 Mio. (870) und lag damit 4% über Vorjahr. In lokalen Währungen erhöhte sich der Umsatz um 5,6%. Erfolgreiche Neugeschäfte sowie eine positive Geschäftsentwicklung in den USA und in Asien vermochten die Auswirkungen der schwachen Konjunktur in Europa mehr als zu kompensieren. Ems erwirtschaftet über 95% des Umsatzes ausserhalb der Schweiz. 43% des Umsatzes werden ausserhalb Europas erzielt. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte CHF 167 Mio. (156) und liegt damit 6,9% über Vorjahr.

Der EBITDA erhöhte sich auf CHF 191 Mio. (182) und somit um 5,1% zum Vorjahr. Die EBITMarge betrug 18,5% (18%), die EBITDA-Marge 21,2% (20,9%). Der Zuwachs an hochmargigen Spezialitäten im Bereich der Hochleistungspolymere hatte einen erfreulichen Anstieg von Ergebnis und Ergebnismarge zur Folge. Trotz schwierigem Marktumfeld ist Ems für die eigene Geschäftsentwicklung zuversichtlich und erwartet für das Jahr 2012 neu einen Umsatz und ein Betriebsergebnis (EBIT) leicht über Vorjahr.

nenten für einen bekannten amerikanischen Hersteller von Computern und Unterhaltungselektronik. Auf den grösseren Maschinen werden Haushaltswaren hergestellt. Der Kunde hat schon etwa 40 Mehrkomponenten-Maschinen der K-Tec

Baureihe von Ferromatik mit Schliesskräften zwischen 1100 und 2000 kN im Einsatz. Ein weiterer Auftrag über zehn Mehrkomponenten-Maschinen des deutschen Schwesterunternehmens steht zur Diskussion. www.ferromatik.com

Adval Tech Kooperationsmöglichkeiten. Diesbezüglich laufen bereits konkrete Gespräche mit Interessenten. Zudem wird infolge der Nomination für einen Grossauftrag für die Herstellung von Lenksystemen die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Kooperationspartner Anchor weiter ausgebaut. Ebenfalls im Sinne einer Fokussierung hat Adval Tech die Aktivitäten der Omni Engineering (Shanghai) Co. Ltd und der Omni Industries Tech Center Co. Ltd, Suzhou, unter eine gemeinsame Führung gestellt.

www.advaltech.com

www.ems-group.com

Grossauftrag an Ferromatik Der Spritzgiessmaschinenbauer Milacron China hat im ersten Quartal 2012 einen Grossauftrag über 85 Elektron Maschinen von 500 bis 1550 kN Schliesskraft erhalten. Der Auftrag konnte im April im Anschluss an die Chinaplas um 28

Elektron Maschinen mit 2600 kN Schliesskraft erweitert werden. Damit umfasst der Grossauftrag jetzt insgesamt 113 vollelektrische Spritzgiessmaschinen. Auf den kleineren Elektron Maschinen fertigt der chinesische Kunde Elektronikkompo-

AsiaMold profitiert von robuster Entwicklung in China Die erfolgreiche Entwicklung der AsiaMold 2012 wird unterstützt vom weiter anhaltenden Wirtschaftsboom in China. «Unternehmen, die Zugang zum chinesischen Markt finden wollen, suchen diesen zunehmend über die AsiaMold», so Dr.-Ing. Eberhard Döring, Geschäftsführer des Messeveranstalters Demat GmbH. Die AsiaMold, internationale Fachmesse für Werkzeug- und 7–8/2012

Formenbau, Design und Produktentwicklung, findet vom 19. bis 21. September 2012 in Guangzhou, China, statt. In diesem Jahr bietet die AsiaMold vier thematisch gegliederte Zonen, um den Messebesuch möglichst fokussiert und zeitsparend zu gestalten. Die vier Zonen sind «Automold and Engineering Zone», «Electronics Product Design and Mould-making Zone», «Metalworking Zone» so-

wie «Foundry and Die-casting Asia Zone». Die nach wie vor robuste Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und das weiterhin rasante Wachstum der verarbeitenden Industrie sorgen für eine enorme Nachfrage nach hochwertigen Technologien im Werkzeugund Formenbau. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 erhöhte sich die Einfuhr von Formen nach

China um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gleichen Zeitraum waren die Exporte um 38 Prozent gestiegen. Die Exporte werden voraussichtlich weiter deutlich wachsen, denn chinesische Hersteller investieren stark in Technologie, um anspruchsvollere Produkte herstellen zu können und damit der steigenden Nachfrage auf dem Weltmarkt zu begegnen. www.demat.com 33


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news

Der KVS zu Gast bei Pilatus Im Rahmen seiner diesjährigen Mitgliederversammlung hielt der Kunststoff Verband Schweiz (KVS) seinen «Tag des Kunststoffs» bei der Pilatus Flugzeugwerke AG, Stans ab. Gerhard Odermatt, Regierungsrat Volkswirtschaftsdirektion, Kanton Nidwalden betonte in seinem Grusswort die Wichtigkeit des innovativen Flugzeugherstellers für den wirtschaftlichen Erfolg

und die Arbeitsplätze in der Region. Die KVS Präsidentin, Doris Fiala, zeigte sich über die hohe Mitgliederpräsenz (120 Personen) erfreut. In ihrer Präsidialansprache hob sie die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit für die gesamte Branche hervor. Die Imagekampagne in den Printmedien und die eigens dafür eingerichtete Webseite «www.

wir-tragen-verantwortung.ch» unterstreichen dies. Einmal mehr erwähnte Doris Fiala die Notwendigkeit zur Intensivierung der Aus- und Weiterbildung innerhalb der Schweizer Kunststoffindustrie. Dr. Ernesto Engel, Geschäftsführer KVS, unterstrich insbesondere die Themen des Ressorts Umwelt und Technologie. Diese reichen von der Arbeitssicherheit- und Ge-

sundheitsschutz über das Chemikalienrecht bis zur Energieeffizienz und Verwertung. Neu in den KVS Vorstand gewählt wurde Prof. Clemens Dransfeld, der das Ressort Ausund Weiterbildung vom abtretenden Walter Fürst übernimmt und damit eine ideale Verknüpfung zur Fachhochschule Nordwestschweiz bildet. www.kvs.ch

Erste Exkursion Kunststofftechnik der Studenten der HSR Im Juni 2012 hat zum ersten Mal die Exkursion der Maschinentechnikstudenten der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) stattgefunden. Mit Einrichtung des neuen Studienprofils Kunststofftechnik wurde diese Exkursion als begleitendes Element zum Studium mit eingeplant. In einer zweitägigen Veranstaltung besuchten Prof. Dr. Hanspeter Gysin, Studiengangleiter

Maschinentechnik | Innovation und Prof. Dr. Frank Ehrig, Institutsleiter IWK, mit 22 Studenten die Unternehmen Netstal-Maschinen AG, Näfels, die EmsChemie AG, Domat/Ems, die Jansen AG, Oberriet, die Airex AG und die Stadler Rail, beide in Altenrhein. Das zweitägige Programm gab einen ausgezeichneten Einblick in die Bereiche Materialherstellung, En-

gineering, Produktionstechnik sowie Anlagenbau. Es wurde auch sehr klar, welche Herausforderungen die Unternehmen heute zu meistern haben. Die Studenten waren begeistert vom Engagement der beteiligten Unternehmen und diese wiederum vom grossen Interesse der angehenden Ingenieure, so dass die Exkursion für beide Seiten eine Bereicherung

war. Aufgrund der sehr positiven Rückmeldungen wird die Exkursion Kunststofftechnik auch in den kommenden Jahren ein fester Bestandteil des Studiums bleiben.

www.iwk.hsr.ch

Prof. Dr. Otto PURello wirbt für Sympathie Der Fachverband Schaum­kunststoffe und Polyurethane, FSK, wird drei Schaumstoffpuppen «auf die Welt bringen», die Sympathie und Aufmerksamkeit für Kunststoffe bei Schülern, Studenten, Nachwuchskräften und Branchenfremden erwecken sollen. «Prof. Dr. Otto PURello» und seine Assistentin «Dr. Susi Schaumi» werden die ersten zwei SchaumstoffHauptdarsteller in witzigen und kurzweiligen Filmen über Schaumstoffe und Polyurethane 34

sein. Mit kurzen Trailern von ca. 3 bis 4 Minuten soll ein witziger Einstieg in verschiedene Anwendungen und Werkstoffinformationen erreicht werden. Die Puppenfilme sollen Youtubefähig und downloadbar sein und auf die Vielseitigkeit der Kunststoffanwendungen und der Branche aufmerksam machen. Für den Unterricht in Schulen oder als Einstieg in Erstsemester an Hochschulen wird es eine Langversion der Filme geben, in der die Zusammensetzung und Eigenschaften der Werkstoffe in Laborsituationen oder vor Ort in der Produktion detaillierter erklärt werden. Als dritter Puppen-

Hauptdarsteller kommt ein Isolierhandwerker («Didi Dämmmeister») auf die Welt, der mit einer aussergewöhnlichen Handlung ebenso Schüler und Nachwuchskräfte, aber auch Endverbraucher über Einsparpotenzial bei der technischen und haustechnischen Dämmung aufmerksam machen soll. Die ersten Filme sollen im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

www.fsk-vsv.de 7–8/2012


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news

Silikonverarbeitung läuft auf vollen Touren

Bild: Weber Esslingen

Bereits im 2. Quartal 2011 wurde eine zusätzliche Fertigungszelle in Betrieb genommen, ab September 2011 die Produktion durch die Neuanschaffung einer weiteren 3K-Maschine mit LSREinheit auf insgesamt 4 Anlagen erweitert.

Auf dieser verketteten Anlage mit zwei Arburg-Spritzgiessmaschinen entstehen die Regen-Licht-Sensoren aus bis zu fünf Komponenten inklusive LSR.

Die positive Mengenentwicklung in der Automobilindustrie zog eine Erweiterung der Kapa-

zitäten bei der Weber Mehrkomponententechnik, Esslingen, nach sich.

PTFE-Fertigung verkürzt Lieferzeit Rund zwei Millionen Euro hat die Garlock GmbH, Spezialist für technische Dichtungen und Armaturen, in den Aufbau einer PTFE-Fertigung in Neuss investiert. In einer 650 Quadratmeter grossen, neu errichteten Halle produziert Garlock seit März 2012 Bauteile aus diesem Kunststoff mit modernster Technologie. Zum Einsatz kommen die Bauteile aus PTFE (Polytetrafluorethylen) in Zwischenflanschklappen, mit denen Rohrleitungen abgesperrt werden beziehungsweise der Durchfluss reguliert wird. Nahezu alle grossen Chemieunternehmen in Europa verwenden Garlock-Armaturen. «Jetzt können wir noch schneller und besser auf die individuellen Wünsche unserer Kunden reagieren», erläutert Herbert Nöckel, Geschäftsführer der 7–8/2012

Garlock GmbH, den Grund für den Neubau. Bislang wurden die PTFE-Bauteile vom Mutterhaus in den USA bezogen. «Mit der neuen Fertigungslinie hier in Deutschland werden wir die Lieferzeiten verkürzen können», so Nöckel. «Garlock-Armaturen werden überall dort eingesetzt, wo höchste Ansprüche an Qualität, Langlebigkeit und Sicherheit gestellt werden», erläutert Produktmanager Thorsten Hardt. Die Fertigung der Bauteile erfordert allerdings einen hohen technischen Aufwand. So wiegt die grösste Presse in der neuen Produktionshalle 80 Tonnen und hat eine Presskraft von 1800 Tonnen. Hier können alle Produkte in den Grössen von zwei bis 24 Zoll «state of the art» hergestellt werden. www.garlock.com

Bei der Technologie handelt es sich um die vollautomatische Fertigung von Regen-LichtSensoren, die Weber für zwei namhafte Automobilzulieferer produziert. Das Fünf-Komponenten-Spritzteil besteht aus einer 3K-Linse und einem 2KTrägerteil mit LSR-Komponente. Martin A. Bauer, Leiter Geschäftsentwicklung und Vertrieb bei Weber, freut sich über diese positive Situation: «Wir produ-

zieren aktuell mit allen vier Anlagen sieben Tage in drei Schichten. Dabei läuft die Fertigung vollautomatisch, das heisst der Transfer der 3K-Linse erfolgt automatisch über ein Robot-System zur 2K-LSR-Anlage. Dadurch hat sich die gesamte Produktionsmenge 2011 nahezu verdoppelt.» Bereits seit 2006 produziert Weber Regen-Licht-Sensoren mit Flüssigsilikon-Komponente (LSR) in Kombination mit optischen Linsen und hat in dieser Technologie entsprechendes umfangreiches Know-how vorzuweisen.

www.weber-esslingen.de

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Messen

World Medtech Forum Lucerne

Der Countdown läuft Als Vorgeschmack auf das erste World Medtech Forum Lucerne (WMTF) vom 25. bis 27. September luden die Organisatoren dieses Events im Juni zu einem Medien- und Partnertag ein. Das Programm – es beinhaltete auch einen Besuch bei der AMTS und der B. Braun Medical AG – verstärkt die Vorfreude auf eine vielversprechende, internationale Plattform, auf der sich Marktplayer der Medizintechnik treffen und sich austauschen können.

Das World Medtech Forum Lucerne, bestehend aus Kongress, Fachmesse und Meetings, führt während drei Tagen im September das umfassende und erstklassige Expertenwissen der Zulieferindustrie, der Wissenschaft und Forschung und deren Förderorganisationen in Luzern zusammen. «Um zu einem global bedeutenden Qualitätsanlass zu werden, setzt das WMTF Lucerne auf echte Partnerschaften mit den wichtigsten Stakeholdern der Branche», erklärt Markus Laube, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Luzern AG. Das «einmalige» und sehr breit gefächerte Programm soll denn auch für die verschiedensten Gruppen Interessantes bieten. Insgesamt kann der Besucher seine Top-Themen aus Vorträgen von rund 130 Referenten auswählen, 30 Meetings stehen ihm offen und er kann die neuesten Entwicklungen und Trends bei den rund 240 Ausstellern – hauptsächlich Zulieferer der Medizintechnikbranche – in der Praxis erleben.

Appetit auf mehr Einen interessanten Einblick in ein innovatives Unternehmen gewährte der Besuch bei der AMTS AG. Die Akademie für Medizinisches Training und Simulation bietet als Trainings- und Simulationszentrum im jüngst ausgebauten «alten Frauenspital» des Kantonspitals Luzern auf einer Fläche von 2000 m² eine moderne Infrastruktur, welche von Unternehmen, Ärzteorganisationen, Verbänden, Kliniken und der AMTS selber zur Durchführung einer Vielzahl von verschiedenen Kurstypen genutzt wird. Für Kurse, Forschung und Produktentwicklung stehen voll eingerichtete Operationssäle mit mehreren Arbeitsplätzen, zentrale Ste36

Bild: AMTS

Marianne Flury

Der modernst eingerichtete Operationssaal dient der professionellen Fort- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal.

rilisation, Auditorium und Konferenzräume, sowie eine Simulatoranlage mit Schockraum/Intensivstation und CT zur Verfügung. Die AMTS ist als Aussteller mit einem Stand im Center of Attention auf dem WMTF vertreten. Die zweite Besuchsstation führte nach Escholzmatt zur B. Braun Medical AG. Das Familienunternehmen konzentriert sich im Werk Escholzmatt mit seinen rund 200 Mitarbeitern auf medizinische Einwegartikel – primär für die Infusion. Werksleiter Anton Deisser vermittelte den Besuchern die «wundersame» Geschichte vom Problemfall zur «Fabrik des Jahres». Plagten das Werk Escholzmatt Ende der 90er Jahre noch existentielle Sorgen, konnte B. Braun im Jahre 2010 diese Auszeichnung entgegennehmen. Damit ist das Medizinalunternehmen in guter Gesellschaft: Den gleichen Titel tragen bereits Bosch, Siemens, Daimler Benz, Volkswagen oder BMW. Mit Visionen (die Nummer 1 sein im Braun-Konzern),

Werten (Innovationen), Prinzipien (200 Mitarbeiter = 200 Erfolgsfaktoren) und Regeln (10-Gebote-Katalog) hat das Unternehmen den Weg zurück zum Erfolg geschafft. «Das Werk ist heute hochgradig wettbewerbsfähig», sagt Deisser und ergänzt: «In unserer Branche sind Innovationen das Wichtigste – sie sind die treibende Kraft des Werkes. Denn: Mit Innovation geht ein Unternehmen Risiken ein, aber ohne Innovation geht ein Unternehmen immer ein.» Kontakte Messe Luzern AG, Horwerstrasse 87 CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 www.medtech-forum.ch Medical Cluster, Wankdorffeldstrasse 102 CH-3000 Bern 22 Telefon +41 (0)31 335 62 53 www.medical-cluster.ch n 7–8/2012


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Messen

Die Sindex auf der Zielgeraden

Im Zeichen der Energieeffizienz Die Vorbereitungen laufen seit mehreren Jahren, jetzt naht der Tag der Eröffnung: Am 4. September startet auf dem Messeplatz Bern die neue Messe für Technologie Sindex. Gegen 300 Aussteller zeigen an der dreitägigen Veranstaltung innovative Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich der Industrieautomation. Die Leistungsschau der Schweizer Industrie steht im Zeichen der Energieeffizienz.

Nicht nur sauber, sondern rein – dieser Werbespruch ist für Unternehmen der Halbleiter-, Raumfahrt- oder Pharmaindustrie nicht Wunsch, sondern Realität. Diese Firmen stellen ihre Produkte immer öfter unter Reinraumbedingungen her. Das heisst am Beispiel der Reinraumklasse 4: Die Luft ist am Produktionsort so sauber, dass in drei Litern Raumluft gerade noch ein einziges Staubkorn von einem halben Tausendstelmillimeter Grösse vorkommen darf. Um bei solchen Ausnahmebedingungen automatisch fertigen zu können, braucht es spezielle Reinraumroboter, wie sie die ABB Schweiz AG auf ihrem Stand an der Sindex zeigen wird. Der neue sechsachsige Gelenk­ armroboter IRB 120 Clean Room erreicht – je nach Arbeitsgeschwindigkeit – Reinraumklasse 5 oder sogar 4. Damit der Roboter diese Werte erzielt, dürfen seine Bauteile selbst keine Verunreinigungen erzeugen. Die Oberfläche ist mit vier Lackschichten aus einem Zwei-KomponentenEpoxidharz überzogen, die das Anhaften von Partikeln unterbinden.

Auf Energieeffizienz getrimmt ABB trimmt seine Produkte auf Energieeffizienz. Das gilt für den kompakt gebauten, nur 25 Kilogramm schweren Reinraumroboter, aber auch für viele andere Produkte aus der breiten Angebotspalette, die in Bern gezeigt wird. So bringt das Unternehmen das weltweit erste Programm an Asynchronmotoren der höchsten Energieeffizienzklasse (Super-Premium-Wirkungsgrad IE4) auf den Markt. Die ABB-Frequenzrichter wiederum arbeiten mit eingebautem Energierechner; dieser versorgt die Anwender mit Informationen zu verbrauchter und gesparter Elektrizität bzw. zu den Stromkosten. Energieeffizienz liegt im Trend, auch bei 7–8/2012

vielen anderen Ausstellern. Die Steinel Solutions AG (Einsiedeln) präsentiert ihren MagEye, einen Präsenzmelder mit Zählfunktion. Das Gerät erfasst die Anwesenheit von Personen und steuert abhängig davon Beleuchtung, Heizung oder Klimaanlage. Die Nutzer profitieren von einer markanten Senkung des Energieverbrauchs. Ein bunter Strauss an Innovationen erwartet auch die Besucher bei den Zulieferern der Schweizer Maschinen- und Anlagenbauern sowie Systemintegratoren. Die Infranor SA (Zürich) beispielsweise zeigt ihre neuste Reihe von kompakten AC-Servomotoren, die im eigenen Haus entwickelt werden und sich durch eine hohe Leistungsdichte auszeichnen. Die Servotronic AG (Plan-les-Ouates) stellt unter anderem die jüngste Servoregler-Reihe Smart-Drive EtherCAT mit einem Multiachsen-Controller der Firma Elmo Motion Control vor. Die Insys Industriesysteme AG (Münsingen) ist mit Neuheiten präsent, die zur Automatisierung von Montage-, Bearbeitungs- und Prüfprozessen in verschiedenen Industrien dienen. Ein wichtiges Thema der Sindex ist Messen und Steuern. Die Maxdata Schweiz AG (Baar) zeigt in Bern unter anderem die neue Serie der Digital Oszilloskope DS2000 von Rigol, ein elektronisches Messgerät zur optischen Darstellung von elektrischen Spannungen. Der Messtechnikanbieter HBM ist an der Technologieschau unter anderem mit dem Messverstärkersystem PMX vertreten, das speziell auf die Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten ist. Viele Ausstellerhighlights an der Sindex stechen ins Auge – mindestens eines aber wird sogar abheben: der SmartBird von Festo, ein 450 Gramm leichtes Flugzeug, das über Flügel mit zwei Metern Spannweite verfügt, von einem Gelenktorsionsantrieb

in Bewegung gesetzt. Wenn der SmartBird in der Luft schwebt, ist er auf den ersten Blick von einem Vogel kaum zu unterscheiden. Von dem bionischen Fluggerät erhoffen sich die Festo-Entwickler Anregungen für die Optimierung hybrider Antriebstechnologien. Andere Innovationen wirken zunächst weniger spektakulär, bergen aber handfeste Vorteile. Kelag (Schwerzenbach) stellt in Bern seine neuste Serie von Vibrationssensoren vor, die dank Pendel-Technologie auch nach harten Schlägen gute Wiederholbarkeiten und Auflösungen ermöglichen.

Die Sindex ist aber nicht nur eine Leistungsschau der Schweizer Technologiebranche, sie ist auch ein Ort der wirtschaftspolitischen Reflexion über die Zukunft des Schweizer Werkplatzes. Der starke Schweizer Franken verleiht der Frage brennende Aktualität: Ist industrielle Produktion in der Schweiz noch überlebensfähig? Dieser volkswirtschaftlichen Schlüsselfrage widmet sich am 4. September 2012 in Bern das Eröffnungssymposium zur Messe. Zu dem neu geschaffenen Forum werden 250 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Forschung erwartet. Den Hauptvortrag hält Hans Hess, Präsident des Branchenverbandes Swissmem. Der Titel des Keynote-Referats: «Innovation als Lebenselixier für die Schweizer Industrie.» Kontakt Bernexpo AG Mingerstrasse 6, CH-3000 Bern 22 Telefon +41 (0)31 340 11 11 info@sindex.ch, www. sindex.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

V e r a n s ta lt u n g e n

September 2011 05.09.

Seminar: Thermoplastschaumspritzguss Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

Bild: Pixelio, M. Bührke

06.09.

Seminar: Alterungsverhalten von thermoplastischen Polymerwerkstoffen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

13.09.

Modul: Extrusionsanlagen für Einrichter Ort: Freiburg Veranstalter: Réseau plasturgie Pérolles 80, CH-1705 Fribourg Telefon +41 (0)26 429 66 11 jacques.bersier@hefr.ch, www.eia-fr.ch

13.09.

Seminar: Einstieg in die Medizintechnik Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

14.09.

Kurs: Compositewerkstoffe Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

19.09.

Kurs: Grundlagen Werkzeugbau 2 Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

20.09.

Seminar: Werkstoffprüfungen nach Automobilstandards Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Str. 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

Modul: Spritzgiessmaschinen für Einrichter Ort: Freiburg Veranstalter: Réseau plasturgie Pérolles 80, CH-1705 Fribourg Telefon +41 (0)26 429 66 11 jacques.bersier@hefr.ch, www.eia-fr.ch

06./07.09.

Kurs: Schadensanalyse an Kunststoffteilen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

20.09.

Modul: Spritzgiesswerkzeuge I für erfahrene Einrichter Ort: Freiburg Veranstalter: Réseau plasturgie Pérolles 80, CH-1705 Fribourg Telefon +41 (0)26 429 66 11 jacques.bersier@hefr.ch, www.eia-fr.ch

10./11.09.

Fachtagung: Dimensionieren mit faserverstärkten Kunststoffen Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, Pontstr. 49, D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93981 gruendler@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de

20./21.09.

Fachtagung: Kunststoffschäume – Neue Prozesse für Spritzgiessen und Extrusion Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, Pontstr. 49, D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93981 gruendler@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de

12.09.

KATZ Forum: Weiterbildungsmöglichkeiten in der Kunststofftechnik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

12./13.09.

OrthoTec Europe 2012 Ort: Züricht Veranstalter: UBM Canon Friedrich-Karl-Str. 260 c, D-50735 Köln Telefon +41 (0)22 548 33 63 orthoteceuhelpdesk@ubm.con www.orthoteceu.com

21.09.

Kurs: Spritzgiesssimulation mit Moldflow Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

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Bild: Pixelio, J. Siever t

06.09.

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KUNSTSTOFF XTRA

Kurs: Einführung in die Kunststoffchemie und -physik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

25.09.

Seminar: Werkstoffauswahl für Kunststoffformteile Ort: Villingen-Schwenningen Veranstalter: Kunststoff-Institut Südwest Hermann-Schwer-Str. 3 D-78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 (0)7721 99 780-0 bildung@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

25.-27.09.

1. World Medtech Forum Lucerne (WMTF) Ort: Luzern Veranstalter: Messe Luzern AG Horwerstrasse 87, CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 318 37 00 fabienne.meyerhans@messeluzern.ch www.medtech-forum.ch

Bild: Pixelio, Dette

24.09.

CREATIVE POLYMERS

PTS-CREABLEND-F (PP/ABS) 26.09.

26./27.09.

26./27.09.

27.09.

27.09.

7–8/2012

Fachtagung: Oberflächentechnik Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de Fachtagung: Compoundieren – Mit innovativen Lösungen Mehrwerte schaffen Ort: Aachen Veranstalter: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung RWTH Aachen, Pontstr. 49, D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93981 gruendler@ikv.rwth-aachen.de, www.ikv-aachen.de Medtec Italy – Fachmesse für Medizintechnik Ort: Modena Veranstalter: UBM Canon Friedrich-Karl-Str. 260 c, D-50735 Köln Telefon +49 (0)221 1684 766-5 medteceurope@ubm.com, www.medteceurope.com Innov`Days Ort: Lyon (F) Veranstalter: CEP Centre de Formation de la Plasturgie 39 rue de la Cité, F-69441 Lyon Cedex 03 Telefon +33 (0)6 74 14 16 01 d.appert@cfp-france.comr www.innovdays-plasturgie.com Modul: Kunststoffe II für Konstrukteure/ Ingenieure Ort: Freiburg Veranstalter: Réseau plasturgie Pérolles 80, CH-1705 Fribourg Telefon +41 (0)26 429 66 11 jacques.bersier@hefr.ch, www.eia-fr.ch

für Hart-/Weich-Verbund dimensionsstabil wie ABS chemikalienbeständig wie PP Hart/Weich-Verbindungen mit PTS-THERMOFLEX® (TPS), PTS-UNIPRENE (TPV), keine Haftungsmodifikation notwendig Food-Zulassung galvanisierbar matte Oberfläche

Die PTS-Gruppe Ihr „Werkstoff–Spezialist“ für Hart/Weich-Verbindungen. Plastic Technologie Service Marketing- & Vertriebs-GmbH Hautschenmühle 3 D-91587 Adelshofen/Tauberzell Fon +49-(0)9865-821 Fax +49-(0)9865-720 www.pts-marketing.de 3 9


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Mit Schulatec in die High-Performance-Liga Mit der Einführung der neuen Produktlinie Schulatec PEEK (Polyetheretherketon) setzt die A. Schulman GmbH, Kerpen, ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Solvay Advanced Polymers im Bereich der Spezialkunststoffe fort. Schulatec PEEK zeichnet sich durch eine hohe Schmelztemperatur von 335 ºC und seine hervorragende Beständigkeit gegen fast alle organischen und anorganischen Chemikalien aus. Es basiert auf einem

Vorprodukt von Solvay Advanced Polymers, welches von A. Schulman zu hochleistungsfähigen Compounds veredelt wird. Seit 1. Juli 2012 ist Schulatec PEEK in unverstärkten, glasfaser- und kohlefaserverstärkten Varianten sowie als tribologische Einstellungen auf dem gesamten europäischen Markt erhältlich. A. Schulman zählt zu den international führenden Compoundeuren und Distributeuren von Engineering

Compounds, Masterbatches, Standard-Thermoplasten und Spezialpulvern. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Akron, Ohio, USA. Durch die Produktionsstätten und Verkaufsbüros in über 50 Ländern in Europa, Asien und Amerika werden mehr als 20 000 Kunden weltweit betreut. Am Standort Kerpen sind rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Für die Herstellung von Engineering Compounds stehen hier Compoundier-

Kapazitäten von ca. 117  000 Jahrestonnen auf einer Produktionsfläche von 11 000 m2 zur Verfügung.

A. Schulman AG Handel mit Kunststoffen Kernstrasse 10, CH-8004 Zürich Telefon +41 (0)43 322 12 80 aschulman@ch.aschulman.com www.aschulman.com

Laborkneter für Entwicklung und Bemusterung

Der neue Laborkneter MX 30 in Vierflügel-Technologie mit 30 mm Schneckendurchmesser rundet die

MX-Baureihe nach unten ab. Er ist ausgelegt für Durchsätze von 5 bis 25 kg/h bzw. für Produktmengen ab 300 g; die maximale Schneckendrehzahl beträgt 800 min -1. Die Temperierung des Knetergehäuses lässt Prozesstemperaturen bis 280 °C zu. Wie die grösseren Anlagen der MX-Baureihe eignet sich der Labor-Ko-Kneter besonders zum Aufbereiten von temperaturund scherempfindlichen Kunststoffen sowie zur Herstellung von hochgefüllten Compounds mit hohen Zugabemengen an Verstärkungsund Füllstoffen. Durch die Ausstattung mit einem Austragsextruder und einer Granulierung sowie mit der bedienerfreundlichen Steuerung mit Touch Panel ist der neue Laborkneter verfahrenstechnisch

ebenso vielseitig einsetzbar wie die grösseren MX-Kneter. Mit dem Laborkneter MX 30 steht für Forschung und Entwicklung ebenso wie zur Prozess- und Rezepturoptimierung erstmals ein Kneter in Vierflügel-Technologie zur Verfügung. Wegen der hohen Förderstabilität und der linearen Drehzahl-Durchsatz-Beziehung lassen sich die mit dem MX 30 ermittelten Verfahrensparameter zuverlässig auf grössere MX-Kneter übertragen. Das aufklappbare Knetergehäuse bietet einen besonderen Zusatzvorteil: Der Produktzustand und damit der Aufbereitungsfortschritt in den verschiedenen Verfahrenszonen des Prozessraums lässt sich visuell bewerten.

Über den Einsatz bei der Rezepturund Verfahrensentwicklung hinaus stellt der MX 30 eine vielseitig anwendbare Klein-Compoundierlinie dar, mit der sich Mustermengen für Kundenversuche oder Compounds in kleineren Losgrössen produzieren lassen. Entsprechendes Zubehör, z. B. Dosierungen für die Materialzufuhr oder unterschiedliche Granulierungen, ist optional verfügbar.

Buss AG Hohenrainstrasse 10 CH-4133 Pratteln Telefon +41(0)61 825 66 00 info@busscorp.com www.busscorp.com

Boy XS produziert Stufenlinse aus LSR Auf der Maschinenbaumesse MSV 2012 in Brno (Brünn) /Tschechien (10. – 14. September) zeigt Boy die Herstellung von Fresnel-Stufenlinsen. Die rotationssymmetrischen Scheinwerferlinsen werden auf einer Boy XS aus einem Zwei-Komponenten-Flüssigsilikon gefertigt. Statt der typisch bauchigen Linsenform besticht die Stufenlinse bei gleicher Brennweite mit geringerer Bauhöhe und kleinerem Gewicht. Diese beiden Eigenschaften treffen auch auf den kleinsten der BoySpritzgiessautomaten zu, auf denen diese speziellen Linsen gefertigt werden. Die sehr geringe Aufstellfläche von nur 0,8 m² sowie Schliesskräfte bis 100 kN machen

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den Automaten zum idealen Produktionsmittel für das Mikrospritzgiessen und für den Einkavitätenspritzguss von Thermoplasten und Elastomeren. Die LSR-Anwendung auf der MSV wartet mit einer weiteren Besonderheit auf: Eine kleine Mischpumpe und zwei kompakte Kartuschen mit den Flüssigsilikon-Komponenten werden Platz sparend auf der Maschine montiert. Somit wird keine zusätzliche Produktionsfläche für den Misch- und Verarbeitungsprozess der zwei Silikonkomponenten benötigt. Die für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegte kleinste Maschine

aus dem Produktprogramm ist wie alle Boy-Spritzgiessautomaten mit der High-End-Steuerung Procan Alpha ausgestattet. Höchste Präzision, intuitiv einfache Bedienbarkeit und ein digital hinterlegtes Maschinenhandbuch in Landessprache sind die herausragenden Merkmale der mehrfach patentierten Maschinensteuerung.

Plastiversum AG Rohrerstrasse 76 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 822 22 11 backoffice@plastiversum.ch www.plastiversum.ch

7–8/2012


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Erema Discovery Days 2012 Am 22. Juni 2012 fand die offizielle Eröffnung des Erema Customer Centres im Headquarter des weltweit führenden Kunststoff-Recyclinganlagenherstellers in Ansfelden bei Linz statt. Rund 400 Gäste aus allen fünf Kontinenten folgten der Einladung zu diesem hochkarätigen Event und der Vorstellung einer technischen Innovation am Recycling- und Compounding-Markt – der Produktneuheit Corema.

beläufe von eigenen Testmaterialien zur Verfügung stehen werden.

Mit einer Investitionssumme von 5 Mio. Euro realisierte Erema mit dem Customer Centre ein ambitioniertes Vorhaben, das neue Massstäbe im Kundenservice setzt. Die Einmaligkeit liegt darin, dass mit sieben Anlagen auf einer Fläche von 1200 m2 nicht nur weltweit modernste Kunststoff-Recycling-Technologie auf höchstem Qualitätsniveau präsentiert wird, sondern Erema-Kunden diese sieben Systeme für Pro-

Mit der Präsentation einer technologischen Produktneuheit im Rahmen der Discovery Days 2012 wurde Erema einmal mehr seinem Ruf als Weltmarkt- und Innovationsführer bei der Entwicklung und Herstellung von Kunststoff-RecyclingAnlagen gerecht. In der neu entwickelten Corema-Technologie werden die Vorteile von Recycling und Compounding erstmals in einer Anlage kombiniert. Damit er-

öffnet sich für den Kunden eine Vielzahl neuer Möglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette. Die dazu notwendige Compounding-Technologie stammt vom Weltmarktführer in diesem Segment, Coperion. Dabei wird günstiges Recycling-Rohmaterial mit der bewährten, robusten Erema Technologie zu filtrierter Schmelze aufbereitet und in der Folge direkt dem gleichlaufenden DoppelschneckenExtruder von Coperion zugeführt. Die gewünschten Füllstoffe können

dabei in höheren Mengen zudosiert werden, als dies bisher auf Erema Recyclinganlagen möglich war. Das Resultat sind massgeschneiderte Kunststoff-Compounds für verschiedenste hochwertige Anwendungen. Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H. Unterfeldstrasse 3, POB 38 A-4052 Ansfelden/Linz Telefon +43 (0)732 3190-0 erema@erema.at www.erema.at

Wärmeisolierplatten für hohe Druckfestigkeit Speziell für hochbeanspruchte Werkzeuge entwickelt, bietet Hasco eine Weiterentwicklung der bewährten Wärmeisolierplatten an. Diese zeichnen sich durch eine hohe Druckfestigkeit auch bei grossen thermischen Belastungen aus. Sie eignen sich hervorragend als Wärmedämmung und verringern rend gleichzeitig ein Überhitzungsdie Wärmeabstrahlung zwischen schutz für die Maschinen gewährleistet wird. temperierten Spritzgiess- und Presswerkzeugen und den MaschiDie Wärmeisolierplatte Z121/... aus nenaufspannplatten. hochwertigem Glasgewebe, verEnergieeinsparungen von bis zu bunden mit Hochtemperaturharz, 50% können erzielt werden, wähbietet optimale15:42 TemperaturbestänWMTF-Inserate-XTra-183x63_Layout 1 25.04.12 Seite 1

digkeit und überzeugt ausserdem mit einer sehr guten Dimensionsund Formstabilität. Dabei ist der Ausdehnungskoeffizient vergleichbar mit Stahl. Für den Einsatz in der Medizintechnik und im Reinraum kann der Kunde eine spezielle Hochleistungsbeschichtung wählen, welche die Oberfläche versiegelt und vor Abrieb schützt. Durch einen höheren Anteil des Hochtemperaturharzes in den Wärmeisolierplatten Z1212/… und Z1213/... ergibt sich eine extrem niedrige Wärmeleitzahl bei einer

gleichzeitig guten, mechanischen und thermischen Dauerfestigkeit. Hasco bietet alle Wärmeisolierplatten mit einem wirksamen Schutz gegen aggressive Flüssigkeiten wie Hydrauliköl, Trenn-/Kühlmittel oder Schmierstoffe an und fertigt diese nach individuellen Kundenspezifikationen. Hasco Suisse AG Hühnerhubelstrasse 64 CH-3123 Belp Telefon +41 (0)31 924 39 00 info@hasco-suisse.ch www.hasco-suisse.ch

World Medtech Forum Lucerne

Be part of the expertise September 25 to 27 2012

organizing partners

7–8/2012

strategic partners

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CONFERENCE

www.medtech-forum.ch

MEETINGS

TRADE FAIR

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KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Doppelter Grund zum Feiern Zu Beginn des fünfundzwanzigsten Geschäftsjahres der Firma Heitec Heisskanaltechnik GmbH wurde die 100 000. Heisskanaldüse produziert und einem Heitec-Kunden der ersten Stunde überreicht. Von den drei Ausfertigungen, der als Pokal aufbereiteten Düse, wurde jeweils ein Exemplar an den Formenbau Wollscheid und an den Medizintechnikhersteller Fresenius Medical Care überreicht, während das dritte Exemplar im Hause Heitec verbleibt. Die Übergabe durch den betreuenden Heitec Aussendienstmitarbeiter Torsten Scheerer und Vertriebsleiter Alfred Vogt an die Geschäftsführer der Firma Wollscheid, Jörg Eckert und Peter Maas, und den Fertigungsleiter der Spritzgiessabteilung von Fresenius Medical Care am Produktionsstandort St. Wendel, Peter Urban, fand Ende April im Hause Fresenius Medical Care in St. Wendel statt. Der Formenbau Wollscheid GmbH mit Sitz in Otzenhausen baute die Form zu dem Projekt, in dem die Jubiläumsheisskanaldüse zum Ein-

satz kam. Das Werkzeug, welches mittlerweile im Hause Fresenius Medical Care in Betrieb ist, dient der Produktion von künstlichen Nieren, sogenannten Dialysatoren. Fresenius Medical Care betreibt neben den beiden deutschen Produktionsstandorten in Schweinfurt und St. Wendel zahlreiche weitere Werke im Ausland. Das Werk in St. Wendel ist bereits seit 1990 Kunde bei Heitec. In den 22 Jahren der Zusammenarbeit sind bei Fresenius Medical Care St. Wendel über 1000 Heisskanaldüsen von Heitec zum Einsatz gekommen, berichtet Urban. Die Firma Heitec Heisskanaltechnik GmbH realisiert seit bereits 25 Jahren anspruchsvollste und höchst energieeffiziente Heisskanallösungen für nahezu sämtliche Bereiche der kunststoffverarbeitenden Industrie. Heitec produziert ausschliesslich in Burgwald Bottendorf. Die breitgefächerte Produktpalette des Unternehmens umfasst neben einem umfangreichen Sortiment an Standardheisskanalprodukten

Intelligente Faserverbund-Lösungen

Vom Automobilbau über die Bauund Möbelindustrie bis hin zur Freizeitindustrie – Composites kommen heute in vielen Branchen und Anwendungen aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften zunehmend zum Einsatz. «KraussMaffei bietet sämtliche Leistungen entlang der Prozesskette und für die komplette Prozessplanung aus einer Hand. Beispielsweise kommt bei grossflächigen Bauteilen für Lastwagen und Landmaschinen das LFI (Long Fiber Injection) Verfahren mit In Mold Painting aufgrund der hochwertigen Oberfläche und der mo-

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deraten Anlagekosten zum Einsatz. In vielen Branchen bestimmt die Gestaltung der Oberfläche im Rahmen des Bauteildesign massgeblich den Erfolg eines Produktes. Bauteile mit hochwertigen Oberflächen lassen sich mit kombinierten Verfahren wie ColorForm oder SkinForm (Bild) um bis zu 30 Prozent günstiger produzieren. Das Unternehmen bietet Lösungen für alle Oberflächenanforderungen und komplette Fertigungszellen aus einer Hand.

KraussMaffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 799 71 80 info-ch@kraussmaffei.com www.kraussmaffei.com

(v.l.): Jörg Eckert, Alfred Vogt, Peter Maas, Peter Urban, Torsten Scheerer.

auch zahlreiche Sonderbauformen und reicht von einzelnen Heisskanaldüsen bis hin zu kompletten heissen Seiten, inklusive Regel- und Antriebstechnik. Oft werden bei Heitec im Dialog mit den anspruchsvollen Anforderungen der Kunden individuelle Sonderlösungen für Produkte mit speziellen

Anforderungen entwickelt und realisiert. Heitec Heisskanaltechnik GmbH Frankenberger Strasse 25 D-35099 Burgwald Telefon +49 (0)6451 7283-0 info@heitec.com www.heitec.com

Halogenfreie flammgeschützte Compounds Flammgeschützte Kabel und Schläuche für Eisenbahn-, Marine-, Militärund Automobilanwendungen unterliegen strengen Vorschriften. Sie haben mit Isolierungen und Ummantelungen auf der Basis von DuPont Vamac EthylenAcrylat-Kautschuk (AEM) ein neues Niveau hinsichtlich Sicherheit, Haltbarkeit und Montagefreundlichkeit erreicht. Das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen DuPont und der Kabel- und Leitungsindustrie bei der Entwicklung optimaler Formulierungen mit Vamac ist eine besondere Eigenschaftskombination. Sie übertrifft die anderer, üblicherweise für flammwidrige Kabel und Schläuche verwendeter Polymere, wie Ethylen-Vinyl-Acetat (EVM). Diese optimierten Vamac Compounds verbinden erhöhte Feuer- und Ölbeständigkeit mit höherer Tieftemperaturflexibilität

(ohne Weichmacher) und erhöhter Hitzebeständigkeit bis 175 °C. So haben diese Kooperationsprogramme innovative Lösungen für Ummantelungen und Isolierungen ermöglicht, die auf die Erfüllung strengster Branchenanforderungen, beispielsweise in der Automobilund der Eisenbahnindustrie, ausgelegt sind.

DuPont Performance Polymers Chemin du Pavillon 2 CH-1218 Le Grand-Saconnex Telefon +41 (0)22 717-5111 www.dupont.com

7–8/2012


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Komplett überarbeiteter W831 Roboter Die überarbeitete Modellreihe W831 ist ab sofort weltweit verfügbar und bietet Kunststoffverarbeitern die Möglichkeit, auf Maschinen im mittleren Schliesskraftbereich höhere Nutzlasten zu realisieren. Der neue und verstärkte W831 kann mit Vertikalachsen in Längen von 1000 mm, 1200 mm oder 1400 mm ausgestattet werden. Für Vertikalhübe bis inklusive 1200 mm wurde das Traggewicht auf 12 kg erhöht. Beginnend bei 2000 mm für klassische Aufbausituationen, kann der Horizontalhub des W831 auf bis zu 5000 mm verlängert werden. Durch die Möglichkeit, die Z-Achse in dieser Weise zu verlängern, kann beispielsweise ein Aufbau in LKonfiguration realisiert werden, im Zuge dessen die Teile hinter der Schliesseinheit abgelegt werden können. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anordnung des Roboters für eine sogenannte T-Kon-

figuration, wobei beide Bereiche neben der Maschine als Arbeitsraum Verwendung finden können. Das Robotmodell W831 verfügt standardmässig über drei hochdynamische Servoantriebe für die Hauptachsen. Darüber hinaus können weitere servobetriebene Rotationsachsen hinzugefügt werden, um die Anzahl an Freiheitsgraden zu erhöhen, wenn diese für komplexere Nachbearbeitungsschritte benötigt werden. Auf einen in diesem Zusammenhang häufig auftretenden Bedarf nach weiteren digitalen und analogen Ein- und Ausgängen zur Ansteuerung von Zusatzkomponenten, kann mit flexiblen E-/A-Modulen reagiert werden. Die R8.2 Steuerung des Roboters stellt hierfür ein integriertes Echtzeit-Netzwerk zur Verfügung, so dass E-/A-Module mit geringstem Verkabelungsaufwand und an der optimalen Stelle eingesetzt werden können.

Im Einklang mit den übrigen W8 Standardrobotern von Wittmann verfügt der W831 über einen integrierten und somit platzsparenden Schaltschrank. Er ist mit einer beweglichen Entformachse ausgestattet, wodurch vor der Vertikalachse praktisch unbegrenzter Raum für den Greifer und die Teile zur Verfügung steht und gleichzeitig für beste mechanische Ausgewogen-

heit gesorgt ist. Typischerweise werden W831 Roboter auf Spritzgiessmaschinen bis etwa 500 t Schliesskraft eingesetzt. Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn Telefon +41 (0)55 293 40 93 info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Eine runde Sache motan-colortronic hat investiert – in Weiterentwicklungen an der Luxor Trockner-Baureihe. Die ServiceTür ist nun gerundet – angepasst an die Aussenkontur bzw. den Radius des Trichterbehälters. Zudem ist die Isolierung in allen thermischen Bereichen des Trichters überarbeitet worden. Diese konstruktiven Verbesserungen gelten für alle Trockentrichter ab 100 Liter bis 2400 Liter Fassungsvermögen. Die Form und Isolierung wurde so gewählt, dass mit einem nachhaltigen optimalen Materialflussverhalten bestmögliche Trocknungsbedingungen und -Ergebnisse erreicht werden. Die sprichwörtliche Tür zur thermischen Balance bietet dem Kunststoffgranulat kein Hindernis, keine Kante, Nische oder Hinter-

schneidung an, in der es sich verfangen kann. Das verhindert so genannte tote Zonen und begünstigt schnelle Materialwechsel ohne aufwändige Reinigung. Das 2 mm starke Edelstahlblech der gesamten materialberührten Innenflächen ist glasperlgestrahlt und damit absolut glatt. Lasergeschweisste Nähte mit flachen Schweissraupen und Punktverbindungen unterstützen den gleichmässig zügigen, sauberen und störungsfreien Massefluss. Bei der Isolierung des gesamten Trockentrichters, einschliesslich seiner Tür, handelt es sich um ein mehrere Zentimeter dickes und hochtemperaturfestes Material. Es schliesst hermetisch – als gekapselte Isolierpackung – den Hohl-

raum zwischen Innen- und Aussenwand des Trichterbehälters. Damit bleibt die Wärme da, wo sie am wirkungsvollsten eingesetzt ist – und zwar innen – womit auch dem Handschutz Rechnung getragen wird. Ferner sind die Scharniere überarbeitet worden. Sie sind justierbar, um einen hermetischen Verschluss – ohne Wärmeverluste – zu gewährleisten. Die «griffige» Verschliessvorrichtung wird in zwei Stufen um 180° geschwenkt. Die ersten 90° dienen der Arretierung; die zweite Stufe dem sicheren Verschluss. Der Griff ist zur Sicherheit abnehmbar. Mit einem Drehschlüssel kann die Behältertür im Bedarfsfall ohne weiteres geöffnet werden.

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Panolin in der Umwelt Arena Ab 24. August 2012 wird die Umwelt Arena (www.umweltarena.ch) in Spreitenbach zur Ausstellungsund Eventplattform für modernes, bewusstes Leben. Unter einem Dach wird das Themenfeld im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit greifbar und vergleichbar dargestellt. Die Umwelt Arena macht Nachhaltigkeit erlebbar und erklärt Ideen und Technologien aus unterschiedlichen Branchen und Gebieten des täglichen Lebens. Besucher, d.h. das breite Publikum, aber auch Fachleute mit Kunden oder Schulen, können das vereinigte Wissen erforschen, Lösungen vergleichen,

bilität, Bauen und Modernisieren sowie erneuerbare Energien anschaulich dargestellt.

begreifen und daraus einen konkreten Nutzen für den Alltag ziehen. In erlebnisorientierten Ausstellungen werden Produkte, Technologien und Lösungen zu den Themen Natur und Leben, Energie und Mo-

Panolin wird als Kompetenzpartner für den Bereich «Schmierstoff» in das innovative Gebäude mit spektakulärer Architektur, CO2neutralem Gebäudebetrieb und modernster Infrastruktur einziehen. Die Panolin Gruppe wird als innovativer Marktführer umweltschonender Schmierstoffe einem brei-

ten Publikum in Spreitenbach unter anderem das nachhaltige Schmierstoffkonzept «Greenmachine» näher bringen. Erst kürzlich wurde die Kooperation zwischen der Geschäftsführerin der Umwelt Arena Katharina Teuscher und dem Panolin CEO Silvan Lämmle durch die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags besiegelt (Im Bild stehend ist Christina Meier, Projektleiterin Mobilität). Panolin AG Bläsimühle 2 – 6 CH-8322 Madetswil Telefon +41 (0)44 956 65 65 info@panolin.com www.panolin.com

Suvema lockte Besucher mit Innovationen

Das Suvema-Team aus Biberist blickt zufrieden auf die Siams 2012 in Moutier zurück. «Wir konnten – komprimiert auf vier Tage – zahl-

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reiche Kontakte pflegen und neue Interessenten begrüssen. Es hat sich für uns Aussteller auch sehr gut bewährt, dass dieses Jahr erstmals der Samstag aus dem Programm gestrichen worden ist», meint Robert Häusler, Geschäftsleiter der Suvema AG. Am Suvema-Stand stiessen zwei Maschinen auf besonderes Interesse. Zum einen waren die neuen 3D-Druckmaschinen von 3D Systems ein regelrechter Publikumsmagnet. Bei diesem revolutionären Druckverfahren appliziert der spezielle Druckkopf den ABS-Thermo-

plast schichtweise in einem Arbeitsgang über die gesamte Druckbreite. So können direkt aus den CADDaten heraus komplexe 3D-Formen und filigranste dreidimensionale Teile mit hoher Genauigkeit und sauberen Oberflächen hergestellt werden. Ein zweiter Anziehungspunkt war die Produktionsmaschine M32-VIII von Citizen. Der kompakte CNC-Drehautomat zeichnet sich durch Leistungsfähigkeit, Präzision und Vielseitigkeit aus. Eine Maschine also, perfekt geschaffen für die heimische Mikroindustrie. Die Suvema AG gilt seit

mehr als dreissig Jahren als führende Spezialistin für CNC-Werkzeugmaschinen. Ein 50-köpfiges Team kümmert sich um die Wünsche der Kundschaft. Suvema vertritt die Weltmarken Citizen, Okuma, AkiraSeiki, Sugino und neu auch die 3DProduktionsdrucker der Firma 3D Systems. Suvema AG Grüttstrasse 106 CH-4562 Biberist Telefon +41 (0)32 674 41 11 info@suvema.ch www.suvema.ch

7–8/2012


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

RT100 – Neues Regelsystem für Temperiergeräte Die zunehmende Vielfalt der Kundenwünsche, die hohen Erwartungen bezüglich Entwicklungsgeschwindigkeit und der weiter steigende Kostendruck stellen die ganze Kunststoffindustrie vor eine grosse Herausforderung. Regloplas stellt sich dieser mit einer modularen Produktestrategie, die es ermöglicht, massgeschneiderte Kundenlösungen «aus dem Baukasten» anzubieten. Ausgehend von einem breiten Temperiergeräte-Sortiment hat sich die Firma in den letzten 2 bis 3 Jahren auf technologische Basis-Innovationen konzentriert. Neue intelligente Lösungen, die dem Kunden einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen, werden dieses Jahr in der Praxis eingeführt –so beispielsweise die Optimierung der

Durchflussmenge mit dem geregelten Frequenzumrichter. Die neue Kundenlösung ist demnächst als Standard-Option erhältlich und ermöglicht eine substantielle Energieersparnis im Produktionsprozess. Am Hauptsitz in St. Gallen entwickelt und bereits erfolgreich im Einsatz ist das neue Steuer- und Regelsystem RT100, das mit einem benutzerfreundlichen 3,5“ Farbdisplay TFT ausgestattet ist (Bild). Die übersichtliche Bildschirmdarstellung ist mit grossen Anzeigen ausgelegt, welche zusätzlich an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können. Die Kunden profitieren in der Anwendung von einer ausgesprochen einfachen und klaren Bedienung, dank dem gut durchdachtem Navigationskonzept mit integ-

riertem Dreh- und Druckknopf. Das intelligente RT100-Regelsystem ist bereits fester Bestandteil über das gesamte Sortiment hinweg. Die Vorteile sind: • Präzise Temperaturmessung und exakte Regelung auf Vorlauf-, Verbraucher- und Rücklauftemperatur • Umfassende Standardfunktionalität • Integrierte berührungslose Durchflussmessung (optional) • Integrierte USB-Schnittstelle für Softwareupdate und Konfiguration • Offenes und flexibles Schnittstellenkonzept • Optimale Anpassung an kundenspezifische Bedürfnisse dank modularem Optionskonzept

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Hochleistungsnettowaage mit Verladeteleskop

Seit der Weiterentwicklung der Hochleistungsnettowaage von Haver & Boecker sind neue Einsatzge-

biete erschlossen worden. Bei der Implementierung der Hochleistungsnettowaage in einem Gestell mit einem Verladeteleskop ist ein Abfüllen von freifliessenden Schüttgütern in Silofahrzeuge mit gleichbleibender Gewichtsgenauigkeit und einer Leistung von 90 t/h möglich. Die robuste und wartungsarme Bauweise gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit. Die hohe Gewichtsgenauigkeit wird durch die konsequent weiterentwickelte Haver MEC III Wägeelektronik erreicht. Die Bedienung und Anzeige aller Funktionen erfolgt über ein Bedienterminal mit Grafik-anzeige. Die einfachen und gut strukturierten Bediensequenzen sind menügeführt oder erfolgen über Funktionstasten mit Piktogrammfeldern.

Die Klartextinformationen werden in Landessprache dargestellt. Auch ein Anbinden des Haver-DPS-System zur Erfassung, Ermittlung und Protokollierung von Prozessdaten ist möglich. Das Verladeteleskop kann stationär oder insbesondere auch als verfahrbare Variante (Bild) ausgeführt werden. Als mobiles System eignet es sich besonders für den Einsatz unter Silofarmen. Die automatische Andockeinrichtung verkürzt die Totzeit beim Silowechsel. Der mit der Produktvielfalt einhergehende Reinigungsbedarf wird dadurch erleichtert, dass sämtliche Behälter mit Reinigungsdeckeln versehen sind. Die Schutzeinrichtungen sind grundsätzlich als Sicherheitstüren ausgeführt.

Auch ein Befüllen von FIBCs und Oktabins unterhalb des Teleskopes ist möglich. Optionale Extras sind elektrisches Heben und Senken des Verladeteleskopes, automatisches Entfernen des Bodendeckels in Füllposition, pneumatische Andockvorrichtung zum Anschluss an das kundenseitige Silo, genaues Positionieren mittels Lasertechnik. Eine automatische Wasserreinigung des Produktweges ist ebenfalls als Option erhältlich.

Mit dieser Qualifikation rundet Inneo sein Kompetenz-Portfolio zum Thema Storage und Virtualisierung um die wichtige Komponente Backup und Recovery ab. Damit die ITExperten von Inneo auf dem allerneuesten Stand sind war der Backup Exec 2012 Launch Tourbus am 20. Juni in Ellwangen zu Besuch. Symantec Spezialisten konnten in diesem Rahmen einen Nachmittag die neue Version ausführlich vor-

stellen und die Mitarbeiter mit den neuen Funktionen und Features vertraut machen.

Haver & Boecker Drahtwerke und Maschinenfabrik Carl-Haver-Platz 3 D-59302 Oelde Telefon +49 (0)2522 30-0 mf@haverboecker.com www.haverboecker.com

Inneo ist Gold-Partner von Symantec Die Symantec Deutschland GmbH hat die Inneo Solutions GmbH als Gold-Partner bestätigt. Dabei handelt es sich um eine der höchsten Stufen des Partnerprogramms von Symantec. Produktseitig geht es bei Inneo in der Hauptsache um Netbackup, Backup Exec, Enterprise Vault und PureDisk. Um sich für eine solche Gold-Partnerschaft zu qualifizieren, muss ein Unternehmen eine ganze Reihe

7–8/2012

von Kriterien erfüllen, zum Beispiel auch eine Überprüfung der vor Ort Beratungsleistung beim Kunden durch den Hersteller. Zudem müssen vom Partner Know-how und erfolgreich abgeschlossene Kundenprojekte in einem bestimmten Volumen vorgewiesen werden. Darüber hinaus muss eine vom Hersteller definierte Anzahl von Mitarbeitern die Zertifizierungsprüfungen erfolgreich absolviert haben.

Inneo Solutions GmbH Niederlassung Brüttisellen Ruchstuckstrasse 21 CH-8306 Brüttisellen Telefon +41 (0)44 805 10 10 inneo-ch@inneo.de www.inneo.de

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KunststoffXtra 7-8/2012  

KunststoffXtra - Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

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