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FACHBERICHTE

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MESSEN

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Oktober 2011

KUNSTSTOFF XTRA NEWS

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE

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KUNSTSTOFF XTRA

EDITORIAL

Mut zu Neuem Fakuma – Seit ihrem Bestehen und ersten Auftritt im Jahr 1981 hat dieser Name ständig an Bedeutung gewonnen. In den Anfängen hat noch niemand gewagt, der Fachmesse für Kunststoffverarbeitung einen konstanten Werdegang nach oben vorauszusagen. Dass es zu diesem beispiellosen Erfolg kommen konnte, hat mehrere Gründe. Der Vater der Veranstaltung, Paul Eberhard Schall, schreibt die Erfolgsgeschichte der strikten Fokussierung auf das Themenfeld der Kunststoffverarbeitung zu. Ein wesentlicher Aspekt ist auch eine klare Nomenklatur – die der Messe bereits in den Anfängen ein klares Profil verlieh. Modetrends als Eintagsfliegen haben hier nichts verloren. Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch die Treue der 60 Erstaussteller,

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die sich vor 30 Jahren zur Teilnahme entschlossen haben, ohne eine Garantie, dass sich der Messeauftritt auch lohnen werde. Sich für etwas entscheiden, bei dem noch offen ist, ob es den Ansprüchen gerecht wird, ist immer eine Gratwanderung. Als Pionier setzt man auch ein Zeichen für andere Wettbewerber. Zum einen glaubt man an den Erfolg, zum anderern gibt man dem Initiator die Chance zu zeigen, dass sein Konzept aufgeht. Die Aussteller der ersten Stunde haben aufs richtige Pferd gesetzt. Nicht nur die Fakuma ist gross geworden, auch manche dieser Unternehmen sind gewachsen und haben heute internationale Bedeutung in der Kunststoffindustrie. Nicht, weil sie an der 1. Fakuma teilgenommen, sondern weil sie mit ihrer Entscheidung Mut zu Neuem bewiesen haben. Entscheidungen, wie sie im Geschäftsleben immer wieder zu treffen sind und ein Risiko mit einschliessen, erfordern Weitblick, aber auch den Glauben an die Zukunft. Eigenschaften, über die zahlreiche Firmen in der Branche verfügen.

Marianne Flury, Redaktor m.flury@sigwerb.com


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FOKUS

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Sehr gute Qualität zu günstigen Preisen

Die Regloplas AG, Herstellerin von Temperiergeräten für Spritzgiess- und Druckgiessmaschinen, feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum. Die meisten Formen auf Spritzgiessmaschinen sind mit einem Temperiergerät ausgestattet – das senkt die Ausschussquote und erhöht die Leistungsfähigkeit der Produktionsanlagen. Weltweit hat, laut Aussage von Firmenchef Rafael Stieger, praktisch jeder dritte Spritz- oder Druckgiessbetrieb Temperiertechnik von Regloplas im Einsatz.

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VERARBEITUNG Fittinge und Formteile auch für Prestigeobjekte 10

Die Streng Plastic AG konzentriert sich auf zwei Geschäftsfelder: die Extrusion, mit Sitz in Niederhasli, und den Spritzguss in Dielsdorf. In den letzten zwei Jahren hat das Familienunternehmen den gesamten Maschinenpark in beiden Werken komplett erneuert. Mit dem Investitionskraftakt hat sich Streng den aktuellen Bedürfnissen der Kunden angepasst und die Weichen für die Zukunft gestellt.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Erscheinungsweise 10 × jährlich (9 × im Jahr 2011) Jahrgang 1. Jahrgang (2011) Druckauflage 6000 Exemplare ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 (0)56 619 52 52 Telefax +41 (0)56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 (0)32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

VERFAHRENSTECHNIK NiedertemperaturLötprozess industrietauglich

Um ihrem hohem Innovationsanspruch gerecht zu werden, setzt die Harting Technologiegruppe konsequent auf eine Weiterentwicklung ihrer Produkttechnologien im unternehmenseigenen Labor. Dort ist es jetzt gelungen, einen Niedertemperatur-Lötprozess unter Einsatz eines BiSnAg-Lots mit einem Schmelzpunkt von 138 °C zu industrialisieren.

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FAKUMA SPEZIAL Die Attraktivität ist ungebrochen

Die Fakuma, Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, ist voll ausgebucht und widerspiegelt damit den guten Geschäftsverlauf zahlreicher Unternehmen – trotz hoher Verschuldung vieler Euroländer und der USA und trotz des zu hohen Schweizer Frankens. Der Branchentreff ist so attraktiv wie eh und je und bietet das volle Angebot an Technologien, Maschinen, Subsystemen, Komponenten, Werkzeugtechnik, Prozessen und Software.

Druckerei Sprüngli Druck AG Dorfmattenstrasse 28 CH-5612 Villmergen Telefon +41 (0)56 619 53 53 Telefax +41 (0)56 619 53 00 info@spruenglidruck.ch www.spruenglidruck.ch Abonnemente Telefon +41 (0)41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto) Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2011 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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WERKZEUG-/ FORMENBAU

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So sieht die elektromobile Zukunft aus

«all stainless» im Kunststoff-Formenbau Schweizer Formenbauer wie die Otto Hofstetter AG und Corvaglia Mould AG verlassen sich auf das all-stainless-Konzept der ThyssenKrupp Materials Schweiz AG. Ihre innovativen Lösungen für PET-Preforms, Cap-Moulds und PAC-Anwendungen erfüllen bezüglich Langlebigkeit, Präzision und Zykluszeit höchste Anforderungen. Der Einsatz des besten Werkzeugstahls ist dabei unabdingbar.

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WIRTSCHAFT

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NEWS

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VERANSTALTUNGEN

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PRODUKTE

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LIEFERANTENVERZEICHNIS

WERKSTOFFE

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

RECYCLING

ZUM TITELBILD

KUNSTSTOFF XTRA FACHBERICHTE

HB-Therm Temperiertechnik Seit 1967 entwickelt und produziert HBTherm AG innovative «Swiss made»-Temperiertechnik für höchste qualitative Ansprüche. Mit umfassendem Know-how und einer motivierten Belegschaft konnte sich das Unternehmen zum Technologieführer seiner Branche entwickeln. Das Schweizer Familienunternehmen mit Standort St. Gallen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter und versteht sich als Systemlieferant, der seine Kunden von der Geräteauslegung bis zum lückenlosen After-SalesService perfekt unterstützt. 10 / 2011

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MESSEN

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smart, seit jeher Pionier in Sachen urbaner Mobilität, zeigt mit dem smart fortwo electricdrive, wohin die Entwicklung in den Metropolen der Welt geht. Das Konzeptfahrzeug aus dem gemeinsamen Know-how von BASF und smart vereint futuristisches Design mit Technologien rund um die Themen Energieeffizienz, Leichtbau und Temperaturmanagement.

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TRENDS

NEWS

HB-Therm präsentiert sein Produktsortiment an der diesjährigen Fakuma in der Halle A4, Stand 4205

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE

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ZZZKEWKHUPFK

HB-Therm AG Spinnereistrasse 10 9006 St. Gallen info@hb-therm.ch www.hb-therm.ch 3


KUNSTSTOFF XTRA

FOKUS

50 Jahre Regloplas AG, St. Gallen

Sehr gute Qualität zu günstigen Preisen

Bilder: Marianne Flury

Die Regloplas AG, Herstellerin von Temperiergeräten für Spritzgiess- und Druckgiessmaschinen, feiert ihr 50-JahrJubiläum. Die meisten Formen auf Spritzgiessmaschinen sind mit einem Temperiergerät ausgestattet – das senkt die Ausschussquote und erhöht die Leistungsfähigkeit der Produktionsanlagen. Weltweit hat, laut Aussage von Firmenchef Rafael Stieger, praktisch jeder dritte Spritz- oder Druckgiessbetrieb Temperiertechnik von Regloplas im Einsatz.

50 Jahre Technologiefortschritt: Temperiergerät gestern (1961) und heute (2011).

Marianne Flury Ein halbes Jahrhundert Firmengeschichte: Für Rafael Stieger, Geschäftsführer des Familienunternehmens, ist dies ein Beweis dafür, dass gut geschäftet wurde. «Für uns zählt, dass sowohl unsere Mitarbeiter, wie auch Kunden und Vertreter sich wohl fühlen, dass die Beziehungen gut sind. Das beinhaltet auch, dass wir unseren Kunden gute Produkte bieten, die es ihnen erlauben, effizient zur arbeiten und die geforderte Qualität zu erbringen.» Klar, dass sich in den 50 Jahren viel geändert hat. Ein Meilenstein in der Firmengeschichte ist die jüngst erfolgte Übernahme der Chiller Geräte ins Regloplas Sortiment. Die Geräte, die innerhalb eines Joint Ventures mit dem Partner Frigo produziert werden, vertreibt Regloplas weltweit unter dem Namen RegloChill. «Das Produkt stösst auf grosses Interesse, vor allem weil man damit 4

Energie sparen kann – wie mit anderen Geräten aus unserem Portfolio, die auch sehr energieeffizient sind», erklärt Stieger.

Dichtes Vertreternetz, breites Produktsortiment Der Temperiergerätehersteller zählt sich weltweit zu den drei oder vier wichtigsten Anbietern und dies sowohl in Bezug auf den Umsatz wie auch auf die Technologie. «Unsere Spezialität sind zwei Sachen: Wir haben, so glaube ich, das beste Vertreternetzwerk, was die Dichte weltweit, wie auch die Kompetenz der Vertreter anbelangt. Der zweite Punkt, der uns vom Wettbewerb unterscheidet ist, dass wir von sehr anspruchsvollen, teuren Anwendungen – vom Premium Segment – bis zur unteren Mittelklasse ein breites Produktsortiment anbieten», begründet der Firmenchef den Erfolg. «Wir beschränken uns nicht auf ein Marktsegment. Das ver-

schafft uns auch Zugang zu kleineren Spritzgussbetrieben, die aus Kostengründen gezwungen sind, möglichst günstige Temperiergeräte zu kaufen.» Regloplas bietet eigenen Angaben gemäss als Einzige auf dem Markt ein qualitativ hochwertiges low budget Produkt an. «Damit meine ich wirklich preisgünstig und qualitativ absolut erstklassig.» In den letzten Jahren hat der Anteil an kundenspezifischen Lösungen stark zugenommen. Heute werden viel mehr Spezialausführungen zum Beispiel für Grosskunden, die sehr spezielle Bedürfnisse haben, gefertigt. Auch die Bedeutung vor allem von Asien, aber auch anderer Schwellenländer ist stark gestiegen. Was Stieger im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden auffällt, ist, dass sich ein «Hü und Hott» im Anfrageund Bestellprozess breit macht. «Man schickt eine Offerte, hört drei Monate nichts und muss dann sofort liefern», bringt er die Hektik auf den Punkt. Die Lieferfrist beträgt aktuell 4 bis 8 Wochen, für hoch spezifische Geräte können es 12 Wochen sein.

Bürokratisierung des Einkaufswesens Im Umgang mit Lieferanten stellt Stieger eine allgemeine Bürokratisierung des Einkaufswesens, vor allem bei Grossfirmen, fest. «Die Ansprüche an Dokumentation, Qualitätsmanagementnachweis, das Unterschreiben von 100seitigen Dokumenten, deren Lesen niemand überhaupt finanzieren kann und die trotzdem unterschrieben werden müssen – das hat zugenommen.» Das Jubiläumsjahr hat sich umsatzmässig gut entwickelt. Der Umsatz ist von Januar bis heute laufend gestiegen. Die ganze Wäh10 / 2011


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FOKUS

sparend produzieren können», erläutert Stieger das Engagement. Die Neuentwicklungen stehen kurz vor der Markteinführung. Das Einsparpotenzial sei enorm und wirtschaftlich relevant. «Unser Ziel ist die Technologieführerschaft.» Wenn es im mittleren Qualitätssegment um preisgünstige, hochwertige Produkte geht, soll der Name Regloplas als erstes fallen, so das Ziel Stiegers. Und hier räumt er mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf: «Im unteren Preissegment kann man sich Qualitätsprobleme eigentlich noch viel weniger leisten, weil die Mehrkosten für aufzubringende Reparaturen unmöglich mit dem Umsatz wettgemacht werden können. Entweder akzeptiert man, dass man unzuRafael Stieger: Wir sind gezwungen, auch bei günstigen Preisen sehr gute Qualität zu liefern.

rungsproblematik hat Regloplas, wie andere Unternehmen auch, die extrem exportabhängig sind – bei Regloplas beträgt der Exportanteil 90 Prozent – stark unter Druck gesetzt. Als Gegenmassnahme wurden die Produktivität und Kosteneffizienz weiter erhöht. «Dank einer strikten Fitnesskur sind wir immer noch profitabel, was eine wahnsinnige Leistung ist», sagt Stieger nicht ohne Stolz. Eine Produktivitätssteigerung wurde erreicht, indem mit dem gleichen Personalbestand mehr Geräte gefertigt werden. Auch technologische Anpassungen an den Geräten brachten ebenso Kostenersparnisse, wie der Einkauf günstigerer Komponenten – und dies bei gleich bleibender Qualität. Im 2. Halbjahr rechnet Stieger mit einer Abkühlung der Konjunktur – aber einer schwachen. «Ich erwarte, dass die Nationalbank es schafft, den eingefrorenen Kurs von 1.20 zum Euro zu halten. Mit diesem Kurs können wir inzwischen auch leben, was wir uns vorher nicht hätten vorstellen können.» Für die nächsten 10 Jahre sieht sich Regloplas gut aufgestellt: Zehn der 65 Beschäftigten arbeiten in der Entwicklung. «Wir wollen einen Beitrag leisten, damit unsere Kunden möglichst effizient und Energie

friedene Kunden hat – das würden wir niemals tun – oder man investiert sehr viel in Nachbesserungen – und das können wir uns nicht leisten. Wir sind gezwungen, auch bei günstigen Preisen sehr gute Qualität zu liefern.»

Kontakt Regloplas AG Flurhofstrasse 158 CH-9006 St. Gallen Telefon +41 (0)71 282 58 00 r.stieger@regloplas.com www.regloplas.com Fakuma: Halle A3, Stand 205

Die Regloplas 1961 – 2011 1961 Gründung der Regloplas AG durch Max Stieger, Vater des heutigen Geschäftsführers; Stube als Geschäftsdomizil. Geschäftszweck: Verkauf von Maschinen, Apparaten und Messgeräten 1963 Start einer eigenen Produktion; Verkauf von 6 Temperiergeräten, u.a. an Suhner + Co. AG, Herisau (heutige Huber & Suhner) und Gebert + Co. (heutige Geberit). 1964 Ausdehnung des Absatzmarktes nach Deutschland, Frankreich, Niederlande und Grossbritannien. 1965 Weitere Ausdehnung nach Italien, Spanien, Portugal, Peru. 1966 Umzug in neue Lokalitäten an der Brauerstrasse (direkt über einem geschmackvollen Lager für Appenzellerkäse). Anzahl Auslandvertretungen wächst auf 11. 1969 Mitwirkung bei der Lancierung eines neuen, um ein mehrfach günstigeres Produktionsverfahren für sehr dünnwandige Joghurtbecher unter dem Namen Nepiomat. 1971 Bau und Bezug der neuen Betriebsstätte am heutigen Standort Flurhofstr. 158. 1972 Ausdehnung nach Japan und USA. Japan erweist sich als sehr erfolgreicher Markt. 1974 Erweiterungsbau. 1976 Beginn Lizenzproduktion in Brasilien. 1980 Expansion in den Druckgiessmarkt. 1986 Erweiterungsbau. 2000 Gründung Regloplas Corp., USA. 2001 Kauf eines weiteren Gebäudes im gleichen Gewerbe-Areal. 2004 Expansion ins untere Marktsegment durch die preisgünstige Smart-Reihe. 2005 Gründung Regloplas Shanghai. 2007 Gründung Regloplas France. 2008 Kauf eines weiteren Gebäudes in der unmittelbaren Nachbarschaft, kurz nach Anbruch der Wirtschaftskrise 2008-2009. 2011 Gründung RegloChill Corp. USA. Joint Venture mit Industrial Frigo Italien. Rafael Stieger übernimmt die Geschäftsleitung der Regloplas AG.

World leading specialist in advanced colors and compounds for high temperature polymers Key polymers include: FEP, ETFE, PFA, MFA, ECTFE, PVdF, PEEK, THV and Polysulfone (PES, PSU, PPSU).

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Transparenz in der Fertigung: Die Verfügbarkeit der Formteilmaschinen muss erhöht und der Ausschuss abgebaut werden – das MES Hydra ist das Werkzeug dazu.

Integriertes MES

Ein perfekt zusammengestelltes Softwarepaket Die Ruch Novaplast GmbH + Co. KG gehört zu den Familienunternehmen, die man respektvoll als «Hidden Champions» bezeichnet. Wesentlich für den Erfolg der Schwarzwälder war von jeher das Gespür für Innovationen mit Potenzial. So entstand im Jahre 1960 neben der damaligen Drahtfabrik das heutige Kunststoffunternehmen Ruch Novaplast.

Das Unternehmen entwickelt und produziert Formteile aus den Partikelschäumen expandierten Polystyrols (EPS) und expandierten Polypropylens (EPP). Ruch Novaplast blickt auf über fünf Jahrzehnte Erfahrung in diesem Sektor zurück und zählt zu den Marktführern dieser Branche in Europa. Zu den Produkten zählen Verpackungen, Ladungsträger, NOVAplex Geräte-Chassis, Automobilteile, Schutzpolster, Robottrays, Isolationen und Formteile für Hobby, Freizeit und Motorsport. In die Kooperation mit ihren Auftraggebern bringen die Oberkircher Kunststoffspezialisten ihre fundierte Material- und Fertigungskenntnis ein. Als Systempartner der Industrie berät Ruch Novaplast die Kunden schon bei der Auswahl von Materialien und der Konstruktion der Formteile. Auf Wunsch des Kunden wird die Komplettverantwortung über den gesamten Fertigungsprozess übernommen. Zusammen mit ihren Rohstofflieferanten, 6

Maschinenherstellern, sowie qualifizierten Werkzeugbauern entwickelt Ruch Novaplast die Verfahrenstechnik ständig weiter. Alle Abläufe vom Einkauf, über Entwicklungsund Produktionsprozesse bis hin zur Lieferung erfüllen höchste Qualitätsstandards. Das gesamte Unternehmen ist durchgängig nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Gefertigt wird an zwei Standorten in Deutschland und Tschechien. Die eigene Transportflotte und leistungsfähige Spediteure sorgen für just-in-time Lieferung. Über definierte Recyclingwege gewährleisten die Schwarzwälder die umweltgerechte Verwertung der Produkte. Das Werk in Oberkirch zählt mit 28 000 qm Betriebsareal und 32 modernen Formteilautomaten zu den grössten Formteil-Fertigungen der Branche. Die Formteile von Ruch Novaplast sind extreme Leichtgewichte und weisen dennoch eine grosse Festigkeit und Dimensionsstabilität, hohe Energie-Absorption sowie Tem-

peratur- und Medienresistenz auf. Das Geheimnis liegt darin, diese Formteile auch noch wirtschaftlich herzustellen. Dazu werden in der Materialvorbereitung die eingehenden Rohstoffe zunächst geprüft und für die Verarbeitung vorbereitet. Um die Partikelschäume in die richtige Form zu bringen, sind präzise, langlebige Werkzeuge vonnöten. In der hauseigenen Schlosserei nimmt das Unternehmen die Werkzeugvorbereitung vor. Hier finden auch die Umbauten und die Instandhaltung der Werkzeuge statt. Jedes Produkt hat ein qualitativ hochwertiges Werkzeug, das exakt spezifiziert und einem definierten Herstellungsverfahren zugeordnet wird. Ist das Werkzeug auf einem Formteilautomaten aufgebaut, kann es mit dem Schäumen der Formteile losgehen. Ihre endgültige, fein definierte Gestalt erhalten die Formteile, nachdem sie gekühlt, getrocknet, entformt und (oft durch so ge10 / 2011


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nannte Temperung) in Öfen stabilisiert wurden. Anschliessend werden die einzelnen Teile konfektioniert. Dabei werden in den sogenannten Konfektionszellen mehrere Formteile miteinander verklebt und anschliessend – abhängig vom Endprodukt – noch zusätzliche Bauteile eingebracht. Die finale Nachbearbeitung übernehmen Industrieroboter. Je nach Kundenwunsch werden die Formteile dann in Kartons, auf Paletten oder in Gitterboxen verpackt und an den Kunden versendet.

Aufgabe und Lösung Sehr früh hatte man bei Ruch Novaplast die strategischen Vorteile einer Betriebs- und Maschinendatenerfassung erkannt und bereits seit über 15 Jahren ein einfaches, aber in die Jahre gekommenes System im Einsatz. So stellte sich 2009 die Frage, ob ein Releasewechsel des Altsystems ausreichen würde, um die neuen Anforderungen, die sich mit den Weiterentwicklungen des Marktes für das Unternehmen ergeben, zufriedenstellend zu erfüllen. Darüber hinaus will das Unternehmen zukünftig eine differenzierte Erlös- bzw. Kostenbetrachtung für jedes Produkt vornehmen, wofür Detaildaten aus der Fertigung benötigt werden, die mit den bisherigen Systemen nicht erfasst werden können. «Die klassische Fabrik hat sich über die Herstellung von Produkten definiert. Die Produkte und deren Wert wurden hauptsächlich an ihren Materialanteilen gemessen. Das genügt heute nicht mehr», so Winfried Mantwill, Geschäftsführer bei Ruch Novaplast. Daher entschied sich die Geschäftsführung dazu, das Altsystem abzulösen und einen Auswahlprozess für ein integriertes Manufacturing Execution System (MES) zu starten. Das gesuchte MES sollte modular aufgebaut und so umfangreich sein, dass alle im Lastenheft definierten Anforderungen in nur einem System von einem Anbieter abgedeckt werden: Betriebs- und Maschinendatenerfassung, Chargenrückverfolgung, Qualitätsdatenerfassung sowie optional Personalzeiterfassung und Zutrittskontrolle. Darüber hinaus sollte das System eine direkte Kopplung zum ERP-System Microsoft Dynamics AX.2009 haben, so dass automatisch die Daten über die Schnittstelle zwischen ERP und MES ausgetauscht werden können. Wichtig war dem Formteilhersteller auch die 10 / 2011

langfristige Investitionssicherheit. Daher suchte Ruch Novaplast einen renommierten und finanzstarken MES-Anbieter, der seine MES-Lösung stetig weiter entwickelt. Bei der MPDV Mikrolab GmbH wurde man nach einem straff angelegten Auswahlprozess fündig. «MPDV ist der richtige Partner für uns, weil wir hier einen perfekten Mix moderner Softwarearchitektur gefunden haben, der MES-Anbieter aber darüber hinaus auch das notwendige Prozessverständnis für die Kunststoffindustrie besitzt und uns Investitionssicherheit bieten kann. Das zusammen hat einen deutlichen Vorsprung für die MPDV und ihr MES Hydra vor den anderen Anbietern ergeben», resümiert Mantwill. Mit über 30 Jahren Erfahrung ist MPDV eines der führenden Unternehmen der MESBranche, das finanziell unabhängig ist und seit Jahren kontinuierlich eigenfinanziert wächst. Ausserdem setzt sich das Systemhaus aktiv für die weitere Verbreitung seiner MES-Lösungen ein. Auch produktseitig ist das Unternehmen mit dem modular aufgebauten MES Hydra ganz vorne mit dabei: «Es hat eine Funktionsbreite wie kein anderes System am Markt und basiert auf den modernsten Technologien», so Mantwill. Wichtig war für Ruch Novaplast, dass die betroffenen Abteilungen in den Auswahlprozess des MES einbezogen werden und so die Akzeptanz des Systems von vorneherein sichergestellt ist und Vertrauen geschaffen wird. Im Projektteam waren daher Vertreter aus den Bereichen Geschäftsführung, Controlling, Arbeitsvorbereitung, Entwicklung, Konfektionierung, Produktion (Leitung und Schichtführer), Qualitätssicherung und Schlosserei (Leitung und Mitarbeiter) vertreten. «Mit Hydra steht uns heute ein Softwarepaket zur Verfügung, das all unsere Anforderungen erfüllt», so Matthias Schmälzle, Controller und Verantwortlicher der MESEinführung bei Ruch Novaplast. Die MESLösung stellt die datentechnische Verbindung zwischen dem führenden ERP-System und den Fertigungsautomaten her und ist über Schnittstellen mit dem ERP und den Maschinen verbunden. Bereits im Standard deckt das MES die benötigten Auswertungen ab, wie zum Beispiel den OEE-Report (Overall Equipment Effectiveness), das Maschinenzeitprofil, den Statusreport, die Materialbedarfsliste, und die Ausschusssta-


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Bilder: Ruch Novaplast

VERARBEITUNG

Die Fertigung im Blick: Mit dem MES Hydra ist der Fertigungssteuerer immer über die aktuelle Situation in der Fertigung informiert.

tistik. Aufwändige Eigenprogrammierungen oder Zusatzprodukte waren nicht notwendig. Dank Hydra kann jeder Mitarbeiter nun jederzeit den aktuellen Maschinenstatus «barrierefrei» und ohne Aufwand einsehen. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter den gleichen Informationsstand haben. Darüber hinaus unterstützt das MES auch den reibungslosen Auftragswechsel: zusammen mit den Informationen zum Auftragsfortschritt werden automatisch die aktuellen Restlaufzeiten ermittelt – Vorbereitungen für den kommenden Auftrag können frühzeitig vorgenommen werden.

Nachweisbare Verbesserung in der Fertgigung Die zentrale Kennzahl bei Ruch Novaplast ist heute der OEE-Index. Dieser liefert die wichtigen Ergebnisse eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (TPM). Durch die Auswertung jeder Einzelmaschine wie auch der gesamten Fertigung werden mit dieser übergeordneten Kennzahl die Verfügbarkeit, Leistung und Qualität betrachtet – alles Einzelwerte, die durch verschiedene Erfassungen in unterschiedlichen Hydra-Modulen am Ende zusammengetragen, eine hohe Aussagekraft über die erzielten Verbesserungen in der Fertigung liefern. Durch eine nachgewiesene Verbesserung dieses Wertes im zweistelligen Prozentbereich hat sich die 8

Investition in die MES-Lösung bereits innerhalb von 24 Monaten um ein Vielfaches amortisiert. Die Einrichter, Schichtführer oder Maschinenbediener melden am Terminal den Produktionsauftrag an. Vom Produktionsstart an sind im MES jederzeit der aktuelle Auftragsstatus und der Auftragsfortschritt ersichtlich. Mitteilungen über Auffälligkeiten können die Mitarbeiter sofort vom Gruppenterminal an die Arbeitsvorbereitung und die QS schicken. So werden lange Wege und wertvolle Zeit eingespart und das Unternehmen kann schnell auf die Abweichungen reagieren. Durch Rüstwechsellisten wird sichergestellt, dass die Werkzeugvorbereitung rechtzeitig

Wichtige Informationen – schnelle Reaktionsfähigkeit: Die Werker in der Fertigung sehen auf einen Blick, wo eine Maschine steht oder es ein Problem gibt und können sich schnell darum kümmern und den Fehler beheben.

und ohne Medienbrüche, direkt im HydraSystem über die benötigten Werkzeuge informiert wird und sie diese zum richtigen Zeitpunkt einsatzfertig bereitstellen kann (externes Rüsten). Den Werkern, Maschineneinrichtern und der Leitungsebene steht in den Produktionshallen auf grossen 46“-Displays das Abbild des gesamten Maschinenparks mit der Information über den jeweiligen Maschinenzustand zur Verfügung. So kann jeder sofort erkennen, wenn wichtige Engpassmaschinen nicht produzieren. Gegenmassnahmen können unmittelbar veranlasst werden. Für die Schichtführer und die Materialvorbereiter sind die Materialbedarfsliste und der Auftragsvorrat die zentralen Informationsinstrumente in Hydra, um die kommende Schicht optimal zu planen. Die Rückverfolgbarkeit spielt für Ruch Novaplast eine wichtige Rolle. Um dokumentieren zu können, welche Rohmaterialchargen Partikelschäume in welches Produkt eingeflossen sind, werden alle Chargen beim Auftragsstart mit dem Hydra-Modul MPL (Material- und Produktionslogistik) erfasst. Damit wird eine Chargenrückverfolgung vom Fertigprodukt bis hin zur Rohstoffeingangscharge wie auch in die entgegengesetzte Richtung möglich.

Regelmässige Stichprobenprüfungen Parallel dazu findet eine fertigungsbegleitende Qualitätsprüfung statt, die mit dem CAQ-Modul Hydra-Fertigungsprüfung unterstützt wird. Von den produzierten Formteilen werden regelmässig Stichproben genommen. In diesen Stichprobenprüfungen wird das Formteil über eine Gewichtskontrolle auf die Dichte hin überprüft. Erfasste Qualitätsdaten können sofort in Zusammenhang mit der jeweils angemeldeten Rohstoffcharge, der produzierenden Maschine und dem entsprechenden Werkzeug gebracht werden. Für die Zukunft ist der Einsatz der elektronischen Regelkarte geplant, um die Masse Länge, Breite, Höhe und Gewicht der Formteile zu überwachen. Die im ERP-System benötigten Daten werden vom MES automatisch zurückgemeldet. Dazu zählen natürlich Auftragsfortschrittsmeldungen und automatisch ermittelte Mengenangaben, die direkt aus den Maschinen ausgelesen werden. Andere Daten, 10 / 2011


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VERARBEITUNG

die im MES-System ausgewertet werden, wie QS-Einzelwerte, Ausschussdaten, Maschinenstörgründe etc. werden über ein definiertes Archivierungskonzept auch über lange Zeiträume in Hydra vorgehalten und stehen für Auswertungen und Analysen zur Langzeitentwicklung zur Verfügung. Alle Anwendungen arbeiten Hand in Hand und nutzen dieselben Basisdaten. Damit sind einmal angelegte Informationen wie Stammdaten und Schichtpläne für Maschinen und Mitarbeiter über alle Hydra-Module hinweg nutzbar. In einer zentralen Datenbank werden alle erfassten Werte zusammen getragen und stehen von dort für unterschiedliche Auswertungen aller Stellen im Unternehmen zur Verfügung. Damit ist die VDI-Norm 5600 für MES-Systeme durchgängig umgesetzt. Aufgrund der äusserst positiven Erfahrungen ist Ende 2011 geplant, das System auf das tschechische Werk auszurollen. Ausserdem

soll 2012 die heutige, ebenfalls veraltete Personalzeiterfassung ersetzt und um die integrierten Hydra-Module zur Personalzeitwirtschaft und Zutrittskontrolle erweitert werden. Darüber hinaus ist geplant, mobile Hydra-MES-Anwendungen auf dem Blackberry zu nutzen.

Das entspricht einem Einsparpotenzial im hohen sechsstelligen Eurobereich. Damit hat sich die Investition bereits nach so kurzer Zeit um ein Vielfaches amortisiert.»

Kontakte Ruch Novaplast GmbH & Co. KG Mathias Schmälzle Alpenweierer Strasse 54 D-77704 Oberkirch Telefon +49 (0)7802 806-0 info@ruch.de www.ruch.de

Die Investition hat sich gelohnt Zusammenfassend sagt Schmälzle: «Die Nutzung des MES-Systems ist für unsere Mitarbeiter in der Fertigung heute genauso selbstverständlich und unverzichtbar, wie das ERP-System in der Verwaltung. Das MES Hydra bietet uns alle Funktionen, um unsere Produktion zu überwachen und zu steuern. Die Produktivitäts-Kennzahlen werden automatisch vom MES generiert. In den letzten 24 Monaten konnten wir unseren OEE-Index um über 15 Prozent verbessern.

MPDV Mikrolab GmbH Römerring 1 D-74821 Mosbach Telefon +49 (0)6261 9209-0 info@mpdv.de www.mpdv.de Fakuma Halle A4, Stand 4106



Halle A3 Stand A3-3213 www.koch-technik.com KEM-Ma Direkteinfärbgerät – für hohe Durchsatzleistungen und gleichmässige Zudosierung.

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Mischen

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Dosieren

Fördern

Trocknen


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VERARBEITUNG

Streng Plastic AG

Fittinge und Formteile auch für Prestigobjekte

Bilder: Marianne Flury

Die Streng Plastic AG konzentriert sich auf zwei Geschäftsfelder: die Extrusion, mit Sitz in Niederhasli, und den Spritzguss in Dielsdorf. In den letzten zwei Jahren hat das Familienunternehmen den gesamten Maschinenpark in beiden Werken komplett erneuert. Mit dem Investitionskraftakt hat sich Streng den aktuellen Bedürfnissen der Kunden angepasst und die Weichen für die Zukunft gestellt.

Produktsortiment: die verschiedenen Farben schaffen Identität.

Marianne Flury Nicht nur der Maschinenpark, auch die ganze Infrastruktur wurde auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Zur Realisierung des ehrgeizigen Projekts wurden Partner gesucht und gefunden. Dirk Pylarski, stellvertretender Geschäftsführer bei Streng Plastic und verantwortlich für den Bereich Spritzguss und Entwicklung, war es von seinem früheren Arbeitgeber her gewohnt, mit neuesten Anlagen zu arbeiten und weiss, worauf es ankommt. Als Lieferant von grossen Maschinen wurde Engel gewählt – der österreichische Maschinenbauer war der klare Favorit. Derzeit stehen Engel Maschinen von 400 bis 600 Tonnen im Einsatz, und eine 1300-Tonnen-Maschine von Battenfeld. Die jüngsten Engel Spritzgiessmaschinen mit 4000 kN Schliesskraft vom Typ victory wurden auf die Anforderungen des 10

zu fertigenden Produktes und die vorgegeben Platzverhältnisse ausgelegt. Die Anlagen sind alle mit Servoantrieb ausgerüstet. Nur die Schliesseinheit und die Kernzüge werden hydraulisch betrieben. «Die Maschinen wurden mit zahlreichen von uns definierten Sonderoptionen ausgestattet – neueste Maschinentechnik wurde mit neuester Automation verbunden», erklärt Geschäftsführer Armin Streng. Die holmlose Schliesseinheit der victory Baureihe ist perfekt für die Produktion von Fittingen geeignet. Meist besitzen Fittingwerkzeuge weit herausragende Kernzüge, für die die Holme einer herkömmlichen Spritzgiessmaschine eine Störkontur darstellen können. Die zur Verfügung stehende sehr grosszügig ausgelegte Aufspannfläche kann optimal genutzt werden. Grosse und sperrige Spritzgussteile können aufgrund des barrierefreien Werkzeugbereichs auch

horizontal entnommen werden. Die Entnahme und Ablage der Fittinge erfolgt durch einen in die Maschinensteuerung integrierten Engel viper Linearroboter. Das Förderband befindet sich platzsparend innerhalb der Schutzverkleidung der Spritzgiessmaschine. Bei der Auswahl der Antriebstechnologie wurde der Fokus auf möglichst geringen Energieverbrauch gerichtet. Die Spritzgiessmaschinen sind mit ecodrive Servohydraulik und elektrischem Plastifizierantrieb ausgerüstet. Steht die Maschine still, zum Beispiel während der Kühlphasen, wird auch keine Energie verbraucht. Dabei sorgt ein Analysetool für Transparenz, indem es den Energieverbrauch der einzelnen Funktionen aufschlüsselt. Damit wird eine Reduktion des Energieverbrauchs um ca. 50 Prozent erreicht. Durch den Einsatz eines Servomotors ist die Maschine zudem äusserst leise und die Öltemperatur deutlich geringer (25 bis 30 °C).

Weniger Energieverbrauch, kürzere Zykluszeiten Ergänzend zur Neubestückung des Maschinenparks wurden die Prozsse durch die Installation von werkzeugnahen Wasserverteilungs- und Überwachungssystemen weiter optimiert. «Hier war schon lange Oni der Favorit, da das Unternehmen aus Grossröhrsdorf (D) derzeit mit einer der modernsten Wasserversorgungsanlagen auf dem Markt ist», erläutert Pylarski den Kaufentscheid. «Damit werden die herkömmlichen Wasserbatterien ersetzt, die mit der aktuellen Maschinentechnik der Spritzgiessmaschinen nicht mithalten können.» Das von Oni angebotene System ermöglicht, im Gegensatz zu anderen am Markt angebotenen Wasserverteilern, auch eine geziel10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

te Regelung der einzelnen Temperierkreise. Neben der hohen Prozesssicherheit senkt die werkzeugnahe Installation des Wasserverteilungssystems den Energieverbrauch um ca. 25 Prozent. Da das System direkt an das Werkzeug und die Spritzgiessmaschine angeschlossen wird, verkürzen sich die Verschlauchungswege auf ein Minimum und dank der effizienteren Kühlung reduziert sich zudem die Zykluszeit. Das Multikupplungssystem für die Anlage wurde vom dritten Projektpartner, der TST Germany GmbH, geliefert, die Material und Farbzuführung von Plastservice GmbH in Root (CH). Wie überzeugt Streng Plastic von den Vorteilen der Komplettanlage ist, zeigt sich daran, dass eine weitere Engel 600-TonnenSpritzgiessmaschine, wieder mit dem Oni-Wassersystem Rhytemper ausgestattet, im Dezember im Werk Dielsdorf eintreffen wird. Das Partnerprojekt wurde auf Wunsch von Streng Plastic vollständig in Dielsdorf abgewickelt. «Wir hatten unsere eigenen Vorstellungen von der Realisierung des Projekts», erklärt Pylarski. «So konnten wir beim Aufbau täglich dabei sein und unseren Einfluss geltend machen, resp. unsere Vorstellungen und Ideen einbringen.» Mit der Investition in die neuesten Maschinen- und Anlagentechnologien ist Streng überzeugt, den wachsenden Anforderungen der Kunden und Märkte auch in Zukunft gewachsen zu sein. Mehr noch: durch den Einsatz von Materialien wie PPHM, gute Lieferbereitschaft sowohl im Hochregallager (Fittinge und Formteil) wie auch im Extrusionsbereich und durch Flexibilität dank der mittelständischen Grösse, ist Streng sicher, dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus zu sein.

Ein guter Ruf ist die halbe Miete «Streng Plastic» ist im Bereich Kunststoffverarbeitung im Wasser- und Abwasserbereich ein Name mit Tradition: 1954 wurde in Niederhasli durch Alfred Streng der Grundstein zur Streng Plastic gelegt. Heute werden dort Rohrleitungssysteme für den Abwasser- und Druckwasserbereich hergestellt und Kommissionierungsarbeiten ausgeführt. Vor fast 20 Jahren (1992) errichtete Streng das Spritzgusswerk für Fittinge und Formteile – mangels Erweiterungsmöglichkeiten am 10 / 2011

VERARBEITUNG

Standort Niederhasli – im nahe gelegenen Dielsdorf. An beiden Orten werden insgesamt 100 Personen beschäftigt. Mittlerweile ist bei Streng Plastic die 3. Generation im Betrieb: die 2. Generation stellt mit Armin Streng derzeit die Geschäftsführung, der Junior Patrick Streng ist bereits in der Geschäftsleitung und für den Verkauf verantwortlich. Gründervater Alfred Streng ist teilweise noch aktiv im Extrusionsbereich und liefert immer noch «technische Inputs». Eine Spezialität des Unternehmens ist die Materialwahl: Neben den traditionellen

Werkstoffen PP und PE lässt Streng exklusiv für sich ein hochmolekulares Polypropylen (PPHM) herstellen, aus dem die caramelfarbenen Formteile für den Druckbereich (siehe Bild) gespritzt werden. Die Teile verfügen über eine sehr hohe Rissfestigkeit und hohe Stabilität. Damit beschreitet Streng neue Wege. Die unterschiedlichen Farben zu den verschiedenen Produkten sind ein Wiedererkennungsmerkmal. Die Farbe schafft auch den Bezug zwischen den Rohren und Teilen. Alle PP-Teile sind im Dimensionsbereich von 110 bis derzeit 400 mm

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KUNSTSTOFF XTRA

VERARBEITUNG

Die Sicherheit des Produkts ist ein Muss Die Investitionsfreudigkeit, der Ausbau der Kapazitäten und vor allem auch das Sicherheits- und damit Qualitätsbewusstsein kommen dem Unternehmen immer wieder zu Gute. So kann Streng zum Beispiel als Prestigereferenzobjekt den Gotthardtunnel vorweisen. Streng erarbeitet 65 Prozent seines Umsatzes mit der Extrusion, 25 Prozent mit dem Spritzguss und 10 Prozent mit Handelsware. Dass das Familienunternehmen auch heute, nach bald 60 Jahren, so gut aufgestellt ist, hat verschiedene Gründe. So ist und war oberste Devise immer die Sicherheit des Produkts. Um diese zu gewährleisten werden innovative Materialien und neueste Techniken eingesetzt und bei jedem Produkt ist die «Traceability» (Rückverfolgbarkeit) gegeben. Als Grundlage für ein gesundes Unternehmen erachtet Armin Streng auch die Mitarbeiterzufriedenheit. Arbeitsplatzsicherheit nimmt bei der Firma seit eh

einen hohen Stellenwert ein und entsprechend geniesst die Streng Plastic auch einen guten Ruf.

Kontakte Streng Plastic AG Ruchwiesenstrasse 8 CH-8157 Dielsdorf Telefon +41 (0)44 854 94 30 dirk.pylarski@streng-plastic.com www.streng-plastic.ch Partner Engel (Schweiz) AG www.engelglobal.com Oni Temperiertechnik Rhytemper GmbH www.oni-rhytemper.de TST Germany GmbH www.tst-germany.de Plastservice GmbH www.plastservice.ch

Dirk Pylarski: Die werkzeugnahe Installation des Wasserverteilsystems bietet zahlreiche Vorteile.

komplett vorhanden, sowohl Muffen als auch Formteile (Bögen, Abzweigungen). Aus schwarzgefärbtem Polyethylen (PE) werden Steckmuffen und Formteile für den Bereich Abwasser und Kabelschutzrohr gefertigt. Einen grossen Anteil nimmt auch die Produktion von Elektroschweissmuffen ein, die im Druckbereich (bis 10 bar für Gas und 16 bar für Wasser) zum Einsatz kommen. Bis zu einer Dimension von 160 mm werden die Teile gespritzt, ab 180 bis 630 mm wird das Teil aus dem extrudierten Rohr (Rohling) fertig bearbeitet. Dieser Schritt erfolgt in der Konfektionierung in Niederhasli. Die grün und grau eingefärbten Elektoschweissmuffen sind PP-Muffen. Für Elektroschweissfittinge wird grundsätzlich PE eingesetzt, in Sonderanwendungen aber auch PP.

Die holmlose Schliesseinheit der Engel victory ist perfekt für grosse und sperrige Spritzgussteile, wie z.B. Fittinge, geeignet.

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VERARBEITUNG

Medisize: Konzentration als Stärke

Roboter – zuverlässigster Arm der Q-Sicherung Das Unternehmen Medisize liefert Medizintechnik von der Idee bis zur fertigen Lösung, vom Design bis zum einsatzbereit steril verpackten Medizinprodukt. An insgesamt fünf Produktionsstandorten wird den Kunden die gesamte Wertschöpfungskette geboten. Medisize setzt dabei zunehmend auch auf den Einsatz von Robotern.

Marktführer in mehreren europäischen Ländern. Bei Medisize in den Niederlanden arbeiten insgesamt 130 Mitarbeiter, davon 103 als Vollzeitbeschäftigte. 80 Mitarbeiter sind in der Produktion im Ein-, Drei- bis Fünf-Schicht-Betrieb eingesetzt.

Bild: Thomas Behne

Produktionsschwerpunkt Airway Management

Der Fanuc-Roboter palettiert die mit Filterpapier bestückten Komponententeile.

«Viele Wettbewerber haben sehr umfangreiche Angebote für die gesamte Klinikausstattung im Programm. Wir hingegen konzentrieren unsere Kompetenz – im Rahmen des Medisize-Portfolios – auf eine spezifische Produktgruppe. Fokussierung ist unsere Stärke; hier ist es besonders die Beatmungstechnik», erläutert Marcus Aben, der Business Director Airway Management bei Medisize bv am holländischen Standort Hillegom. Er nennt als Beispiel Beatmungssysteme und Disposables (Einwegprodukte), die im Geschäftsbereich Airway Management im Mittelpunkt stehen. «Wir diskutieren mit unseren Kunden, Medizinern in Krankenhäusern, Kliniken und Labors, auf einer gemeinsamen Ebene und können individueller auf die Anforderungen und Bedürfnisse eingehen. Dies ist eine gute Lösung, 1 Thomas Behne, PR Portfolio, D-61381 Burgholzhausen, behne@pr-portfolio.de

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wenn es um komplexe Produkte geht», sagt Aben. Er nennt als Beispiel das Beatmungsgerät Zephyros, das als Atemhilfe oder zur autonomen Versorgung eingesetzt werden kann. «Ein Filter/HME sammelt dabei die Feuchtigkeit beim Beatmungsvorgang, reinigt sie und gibt sie mit reiner Luft oder gasförmigen medizinischen Substanzen zurück und sorgt zudem dafür, dass der Patient nicht austrocknet. Der Filter/HME ist ein Disposable, wird also in regelmässigen Abständen ausgetauscht», erläutert Aben. Für Beatmungsgeräte stellt Medisize vier bis fünf Millionen Filter pro Jahr her und ist damit

Bild: Medisize

Thomas Behne1

Vollautomatisch in Reinraumklasse 7 hergestellter Filter für das Zephyros-Beatmungsgerät.

Forschung, Entwicklung und Engineering für die Beatmungstechnik erfolgen bei Medisize am Standort in den Niederlanden, erklärt Aben. «In Holland ist unser Produktionsschwerpunkt. Hier sind der Spritzguss und die automatische und manuelle Montage angesiedelt – in den gemäss dem Produktionsfluss gegliederten Reinraum-Bereichen, Klasse 7. Dabei kommen Operationen wie Bestücken, Fügen, Montage, Ultraschallschweissen sowie Tampon-, Inkjet-Druck und verschiedene intermediäre Qualitätsprüfungen zum Einsatz.» In Tschechien lässt Medisize Schläuche und andere Extrusionskomponenten fertigen. Zwölf Spritzgiessmaschinen mit 45 bis 125 Tonnen Schliesskraft sorgen im Werk in Hillegom für einen enormen Output. Auch drei reinraumsichere elektrische Fanuc-Maschinen, zwei mit 55 Tonnen und eine mit 125 Tonnen Schliesskraft, gehören zum Maschinenpark. Rund 30 bis 50 aktive Werkzeuge kommen vor allem mit Heisskanal zum Einsatz. Aben: «Als Werkstoffe verwenden wir PVC für Komponenten bei Schläuchen und Infusionsutensilien, aber auch PP, PA und PS als Grundstoffe für Gehäusekomponenten.» Die Produktion und Montage ist auf insgesamt 4500 Quadratmetern Fläche angesiedelt, wobei 1350 Quadratmeter Reinraumfläche, Klasse 7, sind. «Konstruiert wird über 3DCAD. Der Spitzgiessprozess soll optimiert werden. Deshalb ist auch eine weitestgehend mannlose Produktion zweckmässig», 10 / 2011


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Roboterisierung schreitet voran Seit neuestem kommen bei Medisize auch Roboter zum Einsatz. «Dabei geht es uns nicht um die Einsparung von Jobs, sondern um saubere, sterile und absolut zuverlässig präzise Arbeit», unterstreicht Marcus Aben. Seit einiger Zeit ist ein Fanuc-Roboter, Typ M-6iB, im Einsatz, der zwischen zwei parallel operierenden Montagemaschinen für Filterbauteile arbeitet. In der automatischen Montage wird das Filterpapier abgelängt und in dicht aufgerolltem Zustand in die Filterpatronen eingelegt. Sind fünf dieser Filterhälften auf einem Träger angekommen, optisch geprüft und datenspezifisch registriert worden – es gab seit Beginn dieser Produktion nur Gutteile – greift der Roboter ein. Der automatische Sechsachs-Roboter erfasst die Fünfer-Bauteilgruppe optisch,

übernimmt sie pneumatisch und positioniert sie in der Palette, die Raum für sieben Fünfergruppen bietet. Sobald eine Palette mit 5 x 7 Filterhälften gefüllt ist, setzt der Roboter eine leere Palette auf und der LinksRechts-Palettierzyklus kann fortgesetzt werden. Im System sind jeweils zwei Palettentürme zu 14 Paletten für die Bestückungs-Positionen A und B verfügbar. Ist ein Palettenturm gefüllt, wird er in der nachfolgenden Montageautomation positioniert, wo die befilterten Gehäuseunterteile mit den Oberteilen komplettiert werden. In regelmässigen Abständen (und per willkürliche Stichproben) werden Baugruppen aus dem Prozess genommen und gründlich geprüft. Am Ende der Produktion werden fertige Filterbaugruppen einer Dichtheitskontrolle unterzogen. Der automatische Helfer, der bei Medisize in Finnland programmiert wurde, ist seit einem dreiviertel Jahr in Betrieb. «Weitere Roboterisierung ist nach den ersten sehr guten Erfahrungen geplant», sagt Bob Fikkert, Manager Operations. Die Entwicklung des neuen maschinellen Mitarbeiters zeigt exemplarisch die länderübergreifende Kooperation bei Medisize: Die ersten Erfahrungen mit Robotern wurden im finnischen Betrieb gemacht. Dort arbeiten inzwischen 20 Fanuc Roboter sowie 44 Roboshot Spritzgiessmaschinen, und dort wurde auch die Maschine für den holländischen Standort programmiert. Nach drei Monaten Vorbereitung dauerte es weitere sechs Monate,

Bild: Thomas Behne

so Aben. Wichtig ist bei den hochsterilen und diffizilen Medizintechnik-Produkten die Validierung: «Jeder Produktionsschritt ist zurückverfolgbar. Alle Zahlen, Daten, Fakten müssen verfügbar sein für die Überprüfung. Dies können bis zu 30 000 Produkte je Validierung sein», unterstreicht Aben. Die Qualitätssicherung (QS) ist in der gesamten Wertschöpfungskette einer der wichtigsten Faktoren. Für QS gemäss ISO 13485 bzw. FDA-Standards oder GMP (good manufacturing practice) sind bei Medisize heute sieben Mitarbeiter zuständig.

VERARBEITUNG

Marcus Aben zeigt den fertigen und auf Dichtheit geprüften Filter.

bis das Gerät einsatzbereit war. Bob Fikkert: «Unser neuer Freund mit der sanften Hand ist absolut zuverlässig und hatte bisher keine Störungen. Die ständige Qualität ist ein grosser Vorteil der Roboterarbeit. Dazu kommt die Präzision: gearbeitet wird mit einer Zehntelmillimeter-Genauigkeit in drei Positionen.» Zusätzliche Roboter sollen auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Produktion nachhaltig optimiert und die Wertschöpfungskette weiter verbessert wird. Kontakt Medisize Schweiz AG Hakabstrasse 5 CH-8309 Nürensdorf Telefon +41 (0)44 838 39 39 www.medisize.com

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VERFAHRENSTECHNIK

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Farbige PBT-Kunststoffe für das LDS-Verfahren

Niedertemperatur-Lötprozess industrietauglich Um ihrem hohem Innovationsanspruch gerecht zu werden, setzt die Harting Technologiegruppe konsequent auf eine Weiterentwicklung ihrer Produkttechnologien im unternehmenseigenen Labor. Dort ist es jetzt gelungen, einen Niedertemperatur-Lötprozess unter Einsatz eines BiSnAg-Lots mit einem Schmelzpunkt von 138 °C zu industrialisieren.

Bilder: Harting

Das verwendete Lot schmilzt im Reflow-Prozess gleichmässig auf und bildet einen sauberen Lötkonus mit Benetzungswinkeln kleiner 90 °C.

Im Laboreigenen Computertomographen der Harting Technologiegruppe konnte die Abwesenheit von Lunkern in der Niedertemperaturlötverbindungen gezeigt werden.

Anne Bentfeld

1

Im Geschäftsbereich Harting Mitronics wird dadurch das für AVT-Prozesse auf laserdirekt-strukturierten (LPKF LDS) dreidimensionalen Schaltungsträgern (3D-MID) zur Verfügung stehende Kunststoffportfolio erweitert. Konnten vorher nur Kunststoffe mit einem sehr hohen Erweichungspunkt in Verbindung mit Standard-Elektronik-Lot eingesetzt werden, ermöglicht der neue Lötprozess den Einsatz niedrigschmelzender Kunststoffe wie z. B. PBT (Polybutylenterephthalat). Die Erweiterung der Prozesskombinationen bietet eine noch bessere Ausnutzung des Technologiepotenzials von 3D-MID im Bereich effizienter Raumnutzung, Integration und Miniaturisierung. So können die Harting 3D-MID Lösungen noch präziser an die individuellen Kundenbedürfnisse angepasst werden. Die Lötverbindungen haben sich stabil in umweltmechanischen Lebensdauertests gezeigt und weisen in Abscherversuchen Haltekräfte vergleichbar mit herkömmlichen SnAgCu-Loten auf. Das Lot schmilzt auf der 1 Anne Bentfeld ist Zentralbereichsleiterin Publizistik und Kommunikation bei der Harting KGaA.

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Mikroschliff zur Visualisierung der metallischen Schichtstruktur der Lötverbindung zwischen einem SMD-Widerstand und der Metallisierung auf dem 3D-MID Bauteil.

Leiterbahnmetallisierung sauber auf und bildet einen lunkerfreien Lötkonus. Im AVTProzess kann das Lot im automatisierten Dispens-Verfahren aufgebracht werden.

3D-MID Portfolio erweitert Harting bietet mit seinen neuen farbigen PBT Kunststoffen für den LDS-Prozess zur Herstellung von 3D-MIDs jetzt ausserdem die Möglichkeit, attraktive Bauteile für den sichtbaren Einsatz zu schaffen. PBT Kunststoffe haben sich als zuverlässige Basismaterialien bewährt und sind nun in verschiedenen Farben verfügbar. Farbige Kunststoffe eignen sich nicht nur zum Einsatz bei Gehäusen oder anderen sichtbaren

Farbige PBT-Kunststoffe können zuverlässig auch mit feinsten Strukturen metallisiert werden.

Bauteilen, sondern auch zur Kodierung von Entwicklungsständen oder Fertigungsserien. Die Substrate haben sich in Labortests als hervorragend strukturierbar erwiesen. Die Metallisierung hat in umweltmechanischen Lebensdauertests stabile Ergebnisse auf dem Niveau bekannter Serienwerkstoffe geliefert. Bei Haftfestigkeitstests konnte das Niveau teilweise sogar übertroffen werden. Mit der Abteilung Corporate Technology Services (CTS) verfügt die Harting Technologiegruppe über ein anerkanntes Labor für die Qualifizierung der Produkteigenschaften von elektromechanischen und elektronischen Übertragungssystemen für die Märkte Informations-, Automobil- und Automatisierungstechnik. Das Labor ist nach DIN EN ISO / IEC 17025 akkreditiert und unterstützt die unternehmenseigenen Gesellschaften ebenso wie Kunden bei der Produktentwicklung und -qualifizierung. Modernste Prüf- und Messsysteme, zu denen auch ein Computertomograph gehört, bieten ein höchstes Mass an Präzision bei der Durchführung der Prüfungen. Kontakt Harting KGaA Marienwerderstrasse 3 D-32339 Espelkamp Telefon +49 (0)5772 47-244 anne.bentfeld@harting.com www.harting.com

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21. Fakuma in Friedrichshafen

Die Attraktivität ist ungebrochen Die Fakuma, Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, ist voll ausgebucht und widerspiegelt damit den guten Geschäftsverlauf zahlreicher Unternehmen – trotz hoher Verschuldung vieler Euroländer und der USA und trotz des zu hohen Schweizer Frankens. Der Branchentreff ist so attraktiv wie eh und je und bietet das volle Angebot an Technologien, Maschinen, Subsystemen, Komponenten, Werkzeugtechnik, Prozessen und Software.

Gewichtsreduzierung, Leichtbau, Materialeinsparung, Ressourcenschonung, Produktions- und Material- sowie Energieeffizienz, Werkstoff-Alternativen – auf solche aktuellen und erst recht künftig an Bedeutung gewinnende Fragen geben Kunststoffe und die entsprechenden Ver- und Bearbeitungsverfahren immer wieder schlüssige Antworten. Besonders deutlich wurde dies im Nachgang zur Krise der Jahre 2009 / Anfang 2010, als sich bezüglich des Umgangs mit den Reshrt: Eingang Ost ture: Entrance East parture FAKUMA: i: 17:30 Uhr / 05:30 pm

sourcen ein neues Bewusstsein entwickelte und parallel dazu der sich wieder verstärkende Wettbewerbsdruck neue Wertschöpfungspfade forderte. Die Kunststoffbranche hat in der Krise und in der Folgezeit ihre Hausaufgaben gemacht und konnte somit am bereits ab Mitte 2010 rasanten Aufschwung profitieren. Um den in allen Bereichen nachhaltigen Erfolg abzusichern, bleiben die Hersteller von Kunststoffverarbeitenden Maschinen und Einrichtungen

sowie auch die Rohstoff-Produzenten am Ball.

1668 Aussteller aus 34 Ländern Eindrucksvoll sichtbar macht dies die Ausstellerliste der Fakuma, Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, die vom 18. bis 22. Oktober 2011 am bewährten Standort in Friedrichshafen am Bodensee stattfindet. Aktuell haben sich zur 21. Fakuma 1668 Aussteller, davon exakt 1123 aus Deutschland und 111 aus der Schweiz, fest angemeldet (Stand 8. 9. 2011). Die Projektleiterin der Messe, Annemarie Lipp, rechnet damit, dass vereinzelt noch Anmeldungen hereinkommen und der endgültige Schlussstand dann bei 1670, maximal bei 1675 liegen wird. Zwar sind alle Messehallen komplett belegt. Jedoch hat man in den Foyers West und Ost noch kleine Reserveflächen ausgewiesen, um neuen Ausstellern sprich: innovativen Unternehmen die Chance zu geben, sich dem internationalen Fachpublikum präsentieren zu können.

Neu: Themenpark «Kunststoffe in der Medizintechnik»

Übersicht des Bus-Shuttle-Dienstes

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In diesem Zusammenhang ist auch der 2011 erstmals organisierte Themenpark «Kunststoffe in der Medizintechnik» einzuordnen. 10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

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21. Fakuma – Internationale Fachmesse fßr Kunststoffverarbeitung

Termin:

18. bis 22. Oktober 2011

Ort:

Messe Friedrichshafen

Ă–ffnungszeiten: Dientag bis Freitag 9.00 bis 17.00 Uhr Samstag 9.00 bis 16.00 Uhr Eintrittspreise:

Tageskarte Erwachsene 25 Euro ermässigt 15 Euro Zweitageskarte 40 Euro

Bus-Shuttles:

Sechs kostenlose Hotelbus-Shuttles verbinden die Region mit der Messe. Eine Hinfahrt und eine Rßckfahrt täglich. Und innerhalb der Stadt fahren die Linien 17 und 18 kostenlos.

Veranstalter:

P.E. Schall GmbH & Co. KG Gustav-Werner-Strasse 6 D-72636 Frickenhausen-Linsenhofen Telefon +49 (0)7025 9206-0 info@schall-messen.de www.fakuma-messe.de

(IĂ€]LHQWHU3URGX]LHUHQPLW 0DQXIDFWXULQJ([HFXWLRQ 6\VWHPHQ 0(6 YRQ03'9 hĂśhere Nutzgrade

Hier stellen im Eingangsbereich West auf ßber 500 m2 insgesamt 23 Spezialisten ihre Technologien, Verfahren und LÜsungen fßr die wirtschaftliche Produktion von medizintechnischen Produkten vor, die ja bekanntlich unter besonderen Bedingungen zu erfolgen hat. Des Weiteren schiebt sich mit dem effizienten Recycling von Kunststoffen bzw. von Kunststoffprodukten ein ganz anderes Thema verstärkt in den Vordergrund. Zumal die Kunststoffverwerter ihre Kapazitäten ausbauen, weil die knapper werdenden Ressourcen am Ende zu einer noch hÜheren Recyclingquote und zu einer noch intensiveren Verwertung von Altmaterialien, Abfällen und Produktionsrßckständen fßhren werden.

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Im Verbund mit dem breiten jedoch klar fokussierten Produkt- und Leistungsportfolio der Fakuma ergeben sich schliesslich mehr als nur weitere oder neue LĂśsungsansätze zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen der Kunststoffbe- und -verarbeitung. Die Veranstaltung konzentriert sich bewusst und mit anhaltendem Erfolg auf die Kunststoffverarbeitung und bildet dazu das Weltangebot in Hard- und Software sowie Dienstleistungen ab. â–

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Interview mit Paul Eberhard Schall

Die Fakuma ist als Benchmark unverzichtbar Die Entwicklung der Fakuma ist beispielhaft. Wie kaum eine andere hat sie es geschafft, sich von einem regionalen «Marktplatz» mit 60 Ausstellern zu einer international anerkannten Kunststoffverarbeitungsmesse zu entwickeln. Über dieses Phänomen, den neuen Themenpark «Kunststoffe in der Medizintechnik» und darüber, was einen nachhaltigen Messeauftritt ausmacht, sprachen wir mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter der SchallMessen, Paul Eberhard Schall.

nik in den vergangenen 30 Jahren begleitet. Ob neue Technologien und Verfahren, ob verfeinerte Prozesse und fortschreitende Automation, ob Mikrospritzgiessen oder Thermoformen, die neuesten Entwicklungen wurden zumeist immer zur jeweiligen Fakuma gezeigt. Oder andersherum: im Jahr 1981 sind wir mit 4000 m2 Bruttoausstellungsfläche und 60 Ausstellern sowie 4000 Fachbesuchern gestartet. Heute sind es 85 000 m2 und 1664 Austeller und wir erwarten rund 40 000 Fachbesucher.

Bild: P. E. Schall GmbH

Was hat sich über die Jahre am stärksten verändert? Schall: 30 Jahre industrielle Entwicklung sind eine lange Zeit. Nach wie vor wird auf hohe bis höchste Technologien gesetzt, aber das Marketing ist der technologischen Entwicklung lange nicht gefolgt. Heute sieht das ganz anders aus, denn die landläufige Meinung, dass sich Technologie von alleine verkauft, gilt längst nicht mehr. Der Mix aus Technologie und Marketing macht`s und das sehe ich neben der Technologieentwicklung als eine der stärksten Veränderungen an. Paul E. Schall: Die Entwicklung der Kunststoffe zu unverzichtbaren Materialien ist mit der Entwicklung der Fakuma aufs Engste verbunden.

Marianne Flury Herr Schall, welche Bedeutung hat die Fakuma innerhalb Ihrer Messepalette für Sie? Paul Eberhard Schall: Die Fakuma ist zahlenmässig in jeder Hinsicht unsere grösste Fachmesse. Mit diesmal knapp 1700 Ausstellern und 85 000 m2 Bruttofläche belegen wir zudem das Messezentrum in Friedrichshafen am Bodensee komplett. Ausserdem ist die Fakuma im Bereich der internationalen Kunststofftechnik-Fachmessen seit Jahren weltweit als Nr. 2 gesetzt, und fungiert, 20

in Bezug auf die Kunststoffverarbeitung, sogar als Welt-Leitmesse mit Nr. 1 Status. Dies alles spricht für den hohen Stellenwert der Fakuma innerhalb unseres Portfolios an internationalen technischen Fachmessen. Die Entwicklung der Fakuma von den Anfängen (1981) bis heute ist beeindruckend. Was sind die Meilensteine auf dem Weg bis heute? Schall: Wenn Sie so wollen, dann hat die Fakuma wie keine andere Branchenveranstaltung die Entwicklung der Kunststofftech-

Auf was sind Sie besonders stolz? Schall: Als privater Messeveranstalter hat man mit vielen sichtbaren und unsichtbaren Gegnern und oftmals mit Neidern zu kämpfen. In Bezug auf die Fakuma sind wir, und damit meine ich unser gesamtes Projektteam und unseren wirklich tollen Partner, die Messe Friedrichshafen, sehr stolz, die ganzen Jahre in bestem Teamwork zusammengearbeitet und zugegeben manchmal auch einfach durchgestanden zu haben. Die nachdrücklich erfolgreiche Entwicklung der Fakuma spiegelt auch die enorme Entwicklung der Messe Friedrichshafen zu ihrer heutigen Bedeutung als international aner10 / 2011


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kannten Messestandort wider. Dazu ein Stück beigetragen zu haben, erfüllt uns schon auch mit Stolz. Wie «günstig» liegt die 21. Fakuma (terminlich) mit der aktuell guten Auftragslage, aber auch mit der Eurolandkrise/USA-Verschuldung im Nacken? Schall: Eigentlich spielt keiner der genannten Einflussfaktoren eine besondere oder wie auch immer zu verstehen «dämpfende» Rolle. Im Übrigen war das auch in den Krisenjahren 2008/2009 nicht anders, denn die Unternehmen haben wohl erkannt, dass es mit dem Kopf in den Sand stecken auch nicht besser wird. Zumal wir nun eine globale Wettbewerbssituation haben, der sich niemand entziehen kann. Time to Market richtet sich selten bis nicht mehr nach Konjunkturzyklen, und schon gar nicht dann, wenn neue Technologien und Produkte wirtschaftliche Vorteile versprechen. Zum 1. Mal gibt es den Themenpark «Kunststoffe in der Medizintechnik». Was erwartet hier den Besucher? Schall: Unserem Leitspruch «Schall macht Messen für Märkte» folgend, sehen wir es als unsere Pflicht an, den Herstellern und Anbietern aus der Branche neue Horizonte zu eröffnen. Umgekehrt verhelfen wir durch das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage den Fachbesuchern zu Erkenntnissen, die sie in ihrer täglichen Arbeit nutzenbringend anwenden können. Durch die Präsentation von Technologien, Verfahren, Produkten und Detail- sowie Systemlösungen für die Herstellung medizintechnischer Kunststoffprodukte, stellen wir für die Besucher alle Prozessketten relevanten Bausteine und Lösungsansätze dar, damit sie ihre Produktion für den Zukunftsmarkt Kunststoffe in der Medizintechnik ausrichten bzw. entsprechend anpassen können.

und bleibt es die Stärke der Fakuma, im Rahmen der bewährten Nomenklatur alle relevanten Bausteine und Elemente für die Kunststoffverarbeitung abzubilden. Gibt es ein Thema (z.B. Energieeffizienz, Leichtbau, Ressourcenschonung), das besonders hervorsticht? Schall: Wie gerade angedeutet, verzahnen sich die einzelnen Bereiche ab der Produktentwicklung bis hin zur qualitätsgesteuerten und wirtschaftlichen Produktion von Kunststoffteilen derart, dass zwingend die gesamte Prozesskette betrachtet werden muss. Nämlich im Detail und im integrierten Komplettsystem. Über die Trendthemen Ressourcenschonung und Energieeffizienz redet jeder, aber sobald es ans Eingemachte geht, trennt sich die Spreu vom Weizen, sprich: zum Beispiel haben viele Maschinenanbieter längst energieeffiziente Antriebe installiert, aber nie darüber berichtet. Interessant und wirklich hervorzuheben ist das Querschnittsthema Leichtbau, denn hier werden in allen Bereichen Kunststoffe und materialsparende Verarbeitungsverfahren eine entscheidende Rolle spielen. Von den fast 1700 Ausstellern kommen 111 aus der Schweiz. Müssten es mit dem schwachen Euro nicht mehr sein? Schall: Es könnten wohl immer noch mehr sein, wobei wir mit den Schweizer Technologieunternehmen wirklich reüssieren können und gerade auch diese einen wichtigen Teil zur internationalen Anerkennung der Fakuma beitragen. Ansonsten profitieren die exportorientierten Schweizer Unternehmen vom niedrigen Euro-Kurs nur dann, wenn sie in EU-Ländern produzieren oder dort einkaufen können. Das aber ist kaum im Sinn der in der Schweiz produzierenden Betriebe, weil denen Arbeit und Umsätze sowie Erträge vorenthalten bleiben.

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Erreichbar: Welches ist themenmässig der rote Faden durch die Fakuma? Schall: Das sind naturgemäss gleich mehrere «rote Fäden». Nämlich beginnend zum Beispiel bei der Mikrospritzgiesstechnik für miniaturisierte Kunststoffteile, über Entwicklungen bezüglich Material- und Energieeffizienz sowie verstärkten Einsatz von elektrischen Antrieben, und bis hin zur Vollautomatisierung der kompletten Prozesskette Kunststoffverarbeitung. Schliesslich ist 10 / 2011

Inwiefern kann ein Aussteller zum eigenen Messeerfolg beitragen? Schall: Vor der Messe ist nach der Messe und nach der Messe ist vor der Messe, weshalb die Aussteller von uns Monate vorher verschiedenste Werbematerialien erhalten, um für sich selbst, für den Messebesuch, und damit für den Messeerfolg zu werben. Zu den Zielgruppen sollten aber nicht nur bekannte Kunden, sondern auch solche, die es werden wollen und sein könnten, zählen.

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Hier ist noch ein gewisser Nachholbedarf zu entdecken, weshalb wir dringend empfehlen, nicht nur das Vertriebspersonal zu instruieren, sondern auch aus dem Unternehmen heraus sozusagen «Messe-Marketing» zu betreiben. Ausserdem spielen das Design und die Gestaltung des Messestandes eine grosse Rolle. Wer sich burgähnlich abschottet, in dem er aussen herum alle Maschinen und noch eine Trennwand stellt, der muss sich nicht wundern, wenn sich der Zustrom auf den Stand sprich: zu den Produkten, in überschaubaren Grenzen hält. Was ist aus Ihrer Sicht ein nachhaltiger Messeauftritt? Schall: Erstens: Wenn viele aktive Kunden zum Smalltalk kommen und sich über ihren Lieferanten informieren sowie den Kontakt mit ihrem Ansprechpartner pflegen. Zweitens: Wenn inaktive Kunden oder Entscheider, die schon mal mit Angeboten versorgt wurden, sich erneut melden und sich daraus

ein weiterer Kontakt ergibt. Drittens: Wenn Interessenten, also potenzielle Kunden, den Weg auf den Messestand finden und wenn es zudem zum tieferen Kontakt kommt, dann sehen wir aus unserer Sicht heraus unsere Aufgabe als weitgehend erfüllt an. Viertens: Wenn am Ende dann konkrete Geschäfte getätigt werden, ist das der krönende Abschluss, der sicher am Nachhaltigsten wirkt. Eine moderne Fachmesse wie die Fakuma ist als interdisziplinäre, integrierte Informations-, Kommunikations-, Business- und Beschaffungs-Plattform zu verstehen, woran wir als Dienstleister zum Wohle der Aussteller wie der Fachbesucher ständig arbeiten müssen. Zwar immer wieder gefragt – trotzdem: Weshalb ist die Fakuma ein Dauer-Erfolgsrenner? Schall: Mit der Fokussierung auf das Themenfeld der Kunststoffverarbeitung haben wir uns als spezialisierte Fachveranstaltung,

und eben nicht wie andere auch, als eine polytechnische Industriemesse positioniert. Mit der Entwicklung der Kunststoffe zu unverzichtbaren Materialien in jedem denkbaren Alltags- und Berufsbereich, ist die rasante und bis heute anhaltende Entwicklung der Fakuma auf das Engste verbunden. Dank einer schon damals vorausschauenden Nomenklatur, die bis heute lediglich auf Grund technischer Notwendigkeiten behutsam aktualisiert wird, und eben nicht irgendwelchen Modetrends folgt, wissen die Fachleute ganz genau, dass sie hier Fachinformationen geboten bekommen beziehungsweise, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Erwartungshaltung auch erfüllt wird. Geht es um Informationen, Innovationen, Produkte, Lösungen und Anwendungen hinsichtlich der Be- und Verarbeitung von Kunststoffen, ist die Fakuma als Benchmark unverzichtbar, und damit das so bleibt, arbeiten wir auch daran ständig. ■

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Spritzgiesslösungen für die effiziente Produktion Die Wege zu einer effizienten Produktion sind vielfältig. Welche Lösungen die verschiedenen Maschinenbauer anbieten zeigen die Exponate auf der Fakuma. Dabei spielt die Energieeffizienz eine überragende Rolle – aber nicht nur. Themen sind auch Prozessintegration, Mehrkomponententechnik und zukunftsorientierte Antriebstechniken.

Bild: Arburg

Die Allrounder der Baureihe E (Edrive) sind in der ganzen Bandbreite präsent.

Auf dem doppelstöckigen Messestand der Arburg GmbH + Co. KG, Lossburg, stehen für einmal nicht nur die Exponate mit innovativen Anwendungen im Mittelpunkt, sondern auch das Jubiläum «50 Jahre Allrounder». Auf einer Sonderausstellungsfläche wird die Erfindung des Allrounder-Prinzips durch Karl Hehl im Jahr 1961 vorgestellt, ein Prinzip, das den Grundstein für die Modularität der Arburg-Maschinen legte. «Unser Unternehmensleitsatz ‚Arburg für effizientes Spritzgiessen‘ spiegelt sich im gesamten Fakuma-Auftritt wider», erläutert Michael Hehl, Geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung. Da Arburg das vielschichtige Thema «Effiziente Produktion», bei dem u.a. Energieeffizienz eine wichtige Rolle spielt, ganzheitlich und damit weit über den Maschinensektor hinaus betrachtet, wird dieses über den eigenen Messestand hinaus auf der Fakuma präsentiert.

Das Potenzial der Allrounder für eine effiziente Spritzteilproduktion und die Kompetenz von Arburg in allen Bereichen des Spritzgiesssektors unterstreicht das breite Anwendungsspektrum. Es umfasst u.a. Mehrkomponententechnik, LSR-Verarbeitung, Medizintechnik sowie die Herstellung von anspruchsvollen Hybridbauteilen, Automotive-Produkten und Verpackungen. Gefertigt werden diese auf elektrischen, hybriden und hydraulischen Allroundern, Horizontal- und Vertikalmaschinen sowie mit anspruchsvollen Fertigungszellen. Im Maschinensektor liegt der Schwerpunkt auf der Baureihe Allrounder Edrive, die seit diesem Jahr das elektrische Maschinenprogramm von Arburg erweitert (siehe auch Arburg Open House in der Schweiz, S. 64). Vorgestellt wird die gesamte Bandbreite: vom kleinsten Vertreter der Edrive-Baureihe, dem Allrounder 370 E mit 600 kN Schliesskraft und Spritzeinheit der Grösse 170, bis zur grössten Maschine, dem Allrounder 570 E mit 2000 kN Schliesskraft und Spritzeinheit der Grösse 800. Fakuma: Halle A3, Stand 101

Energieeffizienz für die 2K-Technik Billion SAS, Belignat (F), gilt seit einem Patent zur Spritzenanordnung in der Mehrkomponententechnik aus dem Jahre 1961 als Pionier der Branche. Zum 50-JahrJubiläum präsentieren die Franzosen ihre Select-Baureihe von 500 bis 6000 kN. Die

Bild: Billion

Elektrische Select H200 mit neuer DIXIT3Steuerung von Billion: 2K-Technik vom Original.

Exponate dokumentieren den konsequenten Eintritt ins elektrische Zeitalter in der MK-Technik. Für moderne elektrische Maschinen rechnet der Hersteller mit bis zu 70 % reduziertem Stromverbrauch bei höherer Prozesssicherheit und weniger Ausschuss. Auch Billion nimmt das Jubiläum zum Anlass, nicht nur die Maschinentechnik in den Fokus zu stellen. Nach Auskunft von Billion aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich steht die Messe ganz im Zeichen von Werkzeugbauern der Mehrkomponententechnik aus allen drei Ländern. Die Partner aus der 2K-Technik ergänzen mit kompetenten Angeboten rund um das Thema 2K den Auftritt von Billion. An Exponaten zeigen die Franzosen eine Select H780200T mit einer Verpackungsanwendung, eine Select H260/780-200T mit einer 2KAutomotive-Anwendung und einem, in die DIXIT3-Steuerung integrierten Roboter Sepro S25, sowie eine Select H80-50T mit

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MASCHINEN

einer Anwendung aus dem Bereich Medizintechnik. Ebenfalls neu vorgestellt wird die Steuerung DIXIT3 mit grossem Display und mehr Komfort für den Bediener zur Prozessgestaltung. Fakuma: Halle B3, Stand 207

Baureihe E mit Servoantrieb Bisher bietet die Dr. Boy GmbH & Co. KG, Neustadt-Fernthal, die neueste Antriebstechnik im Schliesskraftbereich zwischen 350 und 900 kN an. Jetzt wird diese Technik auch für die Boy 22 mit 220 kN Schliesskraft auf Anfang 2012 ins Produktprogramm aufgenommen. Die Premiere des Boy 22 E erfolgt auf dem Messestand. Das erhöhte Pumpenfördervolumen dieses Spritzgiessautomaten sorgt für noch schnellere und dynamischere Fahrbewegungen. Durch zusätzliche Optimierungen des Hydrauliksystems der Schliesseinheit werden Strömungs- bzw. Reibungswiderstände erheblich reduziert. Die Trockenlaufzeit gemäss Euromap reduziert sich damit auf etwas mehr als eine Sekunde. «Die hohe Zuverlässigkeit der Boy 22 sowie deren kompakte Bauweise und Flexibilität sind die Trümpfe, mit denen dieser Spritzgiessautomat seit vielen Jahren erfolgreich auf den weltweiten Märkten punktet», hebt Alfred Schiffer, Geschäftsführender Gesellschafter von Boy, hervor. «Durch Nutzung der energieeffizienteren Arbeitsweise des servomotorischen Pumpenantriebs wird der Vorsprung der Boy 22 in puncto Energieeinsparung, Präzision und Dynamik sowie Laufruhe noch grösser.»

Bild: Dr. Boy

Die Boy 22 E mit Servoantrieb feiert Premiere auf der Fakuma.

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Bewährte Technologien wie das Platz sparende Zwei-Platten-Schliesssystem mit der frei überstehenden Schliesseinheit und die bedienerfreundliche Procan Alpha TouchScreen-Steuerung werden auch bei der 22 E eingesetzt. Die Exponatmaschine produziert auf der Fakuma angusslos Airline-Becher mit 10,7 g Schussgewicht aus Polystyrol (PS) in einer Zykluszeit von 3,8 Sekunden. Neben der Boy 22 E stellen 10 weitere Exponate ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Fakuma: Halle A7, Stand 101

More colours, more integration, more energy efficiency Unter diesem Motto präsentiert Engel Austria GmbH, Schwertberg, in diesem Jahr seine Systemlösungskompetenz auf der Fakuma. Mit fünf Fertigungszellen am eigenen Messestand und fünf weiteren Maschinen auf Partnerständen zeigt der österreichische Maschinenbauer wie sich mit massgeschneiderten Lösungen in den unterschiedlichsten Anwenderbranchen effizient und wirtschaftlich Spritzgiessteile in höchster Qualität produzieren lassen. Am Messestand können die Besucher schon einmal in der Zukunft des automobilen Cockpits Platz nehmen. Über die Mittelkonsole in der Simulationskabine lassen sich verschiedene Bedienfunktionen aktivieren. Das Ganze bedarf lediglich einer leichten Berührung der Funktionselemente unter der durchgehend geschlossenen Oberfläche. Die clearmelt Technologie und die Integration einer kapazitiven Folie mittels InmouldLabeling machen es möglich, dass sich Fahrzeuge in Zukunft ebenso elegant wie ein Smart Phone bedienen lassen. Dabei eröffnet die clearmelt Technologie gleichzeitig den Innenraumdesignern völlig neue Freiheitsgrade. In Pianoblack werden die Mittelkonsolen während der Fakuma auf einer Engel duo 350 Spritzgiessmaschine – ausgestattet mit der Servohydraulik ecodrive – hergestellt. Zum ersten mal wird diese neue Maschinenbaugrösse, die die Stärken der duo Grossmaschinen – maximale Kraft auf wenig Stellfläche – in die Klasse kleinerer Schliesskräfte bringt, ausgestellt. Für Spritzgiesser in den Branchen Telekommunikation und Elektronik zeigt Engel eine e-insert Maschine, die elektrifizierte Variante der vertikalen insert Maschinen mit ser-

Bild: Engel Austria

Auf einer Engel duo 350 Spritzgiessmaschine werden Mittelkonsolen in Pianoblack gefertigt.

voelektrischem Drehtisch und vollelektrischer Spritzeinheit. Der Schliessprozess sowie das Auswerfen erfolgen über die Servohydraulik ecodrive. Auf einer e-insert 310V/100 werden in einem 4-fach-Werkzeug Sensorgehäuse für die Steuerungselektronik aus glasfaserverstärktem Polyamid mit Metalleinlegeteilen gefertigt – eine Anwendung, die eine besonders hohe Präzision erfordert. Die Sensorgehäuse werden von einem StäubliSechs-Achs-Roboter entformt, dessen Steuerung ohne Euromap 67-Schnittstelle vollständig in die CC 200-Steuerung der EngelSpritzgiessmaschine integriert ist.

Präzise Miniaturteile Die Fanuc Robomachine Europe GmbH, Neuhausen auf den Fildern, stellt drei ihrer elektrischen Roboshot Spritzgiessmaschinen, Baureihe S-2000i, aus. Eine in eine vollautomatische Fertigungszelle integrierte 30-Tonnen Roboshot wird im Mikrospritzgiessverfahren hoch präzise Miniaturteile (Zahnrädchen für Uhrwerke) herstellen. Ferner können sich die Besucher an einer 150-Tonnen Version über die wirtschaftliche Produktion von Zweikomponenten-Formteilen (Poker Chips) in einem Achtfach-Heiss-

Bild: Fanuc

Eine Fanuc Roboshot S-2000i Spritzgiessmaschine stellt Zahnrädchen für die Uhrenindustrie her.

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kanalwerkzeug orientieren. Ein E-Multi Spritzaggregat von Mold-Masters ist Bestandteil des Werkzeuges und für die zweite Komponente zuständig. Dem Werkzeugschutz widmet Fanuc eine eigene Live-Vorführung: ein LR Mate 200iC Roboter fährt einen Papiertrinkbecher in das sich schliessende Werkzeug einer 50 Tonnen-Spritzgiessmaschine ein und erreicht – im entscheidenden Moment – den Maschinen-Stopp, bevor das Werkzeug bzw. der Becher beschädigt werden. Fakuma: Halle B3, Stand 211

MASCHINEN

digkeit von 330 mm/s und einer Schneckenlänge mit L/D 22 ausgerüstet. Die F 160 hat einen lichten Säulenabstand von 570 x 570 mm und stellt auf einem 4-fach Werkzeug der Firma Glaroform und einem IML-System der Firma Beck Automation (beide aus der Schweiz) transparente Dünnwandbecher aus Polystyrol her, die mit einem zweiseitigen Label von der Firma

Viappiani (Italien) dekoriert werden. Der einzelne Becher hat bei einer Wandstärke von 0,5 mm ein Nettogewicht von 10,25 g. Die Automatisierung führt die Label mittels Seitenhandling vom Labelmagazin in die Kavitäten des Werkzeuges ein und entnimmt gleichzeitig die fertigen dekorierten Becher. Im Anschluss stapelt das System die Becher auf ein Förderband. Die Zykluszeit beträgt

High-Speed Fertigungszelle Auf der Fakuma zeigt Ferromatik Milacron GmbH, Malterdingen, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten energieeffizienter, vollelektrischer Spritzgiessmaschinen von Standard- bis Hochleistungsanwendungen. Der Maschinenbauer präsentiert ausserdem die Vorzüge des eigenen Monosandwich-Verfahrens durch die Kombination von unterschiedlichen Kern- und Hautkomponenten.

Bild: Ferromatik

F 160, das vollelektrische Modell der neuen modularen F-Serie von Ferromatik, mit 1600 kN Schliesskraft.

Zu sehen ist aus der modularen F-Serie eine F 160 als vollelektrische Version mit einer neuen leistungsstarken Lösung für die Einspritzachsen. «Die fünf Einzelachsen der neuen Serie können je nach Belieben elektrisch oder hydraulisch gewählt werden, so dass jeder seine persönliche F-Maschine zusammen stellen kann», erklärt Gerold Schley, Managing Director bei Ferromatik Milacron, die Modularität der F-Serie. Das Exponat mit 1600 kN Schliesskraft ist innerhalb einer Fertigungszelle, bei der Werkzeugbewegung, Auswerfen, Einspritzen und Plastifizieren elektrisch angetrieben sind. Die Maschine ist mit einer Spritzeinheit General Performance (GP) 50 mit einer Einspritzgeschwin10 / 2011

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MASCHINEN

3,2 Sekunden. «Diese hohe Geschwindigkeit wird durch das perfekte Zusammenspiel der Fertigungszelle, bestehend aus der FMaschine, dem Werkzeug und der Automation erreicht», sagt Dr. Thorsten Thümen, Director Research & Development bei Ferromatik Milacron. Fakuma: Halle B3, Stand 203

Effizienz im Fokus Im Mittelpunkt des Messauftritts von KraussMaffei Technologies GmbH, München, stehen hochproduktive und effiziente Spritzgiesszellen. Unter dem Überbegriff «BluePower» für energie- und ressourceneffiziente Produktionslösungen demonstrieren hydraulische und vollelektrische Maschinen der CX-, AX- und EX-Baureihe ihre Leistungsfähigkeit im kleinen und mittleren Schliesskraftbereich. In Verbindung mit schnellen Linearrobotern oder integrierten Industrierobotern entstehen flexible Fertigungszellen mit bis zu 40 Prozent geringerem Platzbedarf als herkömmliche Automationslösungen.

Bild: KraussMaffei

Maschinen der AX-Baureihe von KraussMaffei ermöglichen die präzise und effiziente Fertigung unterschiedlichster Formteile.

«Wir haben unsere gesamte Produktpalette im Hinblick auf die Energieeffizienz optimiert und zusätzliche BluePower Maschinenmodule eingeführt. Damit analysieren wir die kundenspezifische Produktionssituation über den gesamten Herstellungsprozess und erarbeiten eine massgeschneiderte Lösung zur Steigerung der Energieeffizienz», betont Dr. Karlheinz Bourdon, Geschäftsführer Spritzgiesstechnik der KraussMaffei Technologies GmbH. Ein Musterbeispiel für höchste Energieeffizienz in der Spritzgiessfertigung sind die vollelektrischen Spritzgiessmaschi26

nen der AX-Baureihe, die 12 Schliesskraftgrössen umfassen. Auf dem Fakuma-Stand produziert eine AX 350-1400 als derzeit grösste vollelektrische Maschine von KraussMaffei technische Formteile, wie sie beispielsweise in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Ein Linearroboter vom Typ LRX 150 S entnimmt die Teile und legt diese auf einem Förderband ab. Bei der Formteilentnahme spielen Schliesseinheit und Roboter perfekt zusammen und ermöglichen kürzeste Entnahmezeiten bei äusserster Präzision. So lassen sich auch anspruchsvolle Entnahmeaufgaben sicher und schnell realisieren. Als kleinster Vertreter der AXBaureihe, fertigt eine AX 50-180 Präzisionsbauteile für die Elektro-/Elektronikbranche. Auf der Fakuma senken BluePower Zylinderisolierungen die Energieverluste der Plastifizierung und umfangreiche Funktionen der BluePower Energieanalyse unterstützen das Bedienpersonal in der Produktion bei der energieoptimierten Maschineneinstellung. Fakuma: Halle A7, Stand 303

Verschlusskappen werden leichter und leichter Auf einer Elion 2800 mit der neuen hybriden Antriebstechnologie zeigt NetstalMaschinen AG, Näfels, ein hochwertiges Verschlussdesign. Die Getränkeverschlüsse PCO 1881 werden bei einem Zyklus von 3,5 Sekunden mit einem 72-fach Werkzeug der Firma Z-Mold und der optischen Qualitätskontrolle der Firma Intravis hergestellt. Die hybride Elion 2800 ist mit der neuen aXos-Steuerung ausgestattet welche mit verbessertem Bedienpanel und zahlreichen neuen Features aufwartet. Mit der Präsentation wird Netstal der steigenden Nachfrage nach Materialeinsparung und Prozesseffizienz sowie Senkung der Herstellkosten seitens der Kunden gerecht. Durch die deutliche Reduktion des Gewichtes der Verschlusskappen demonstriert das Unternehmen, wie der Einsatz der hochwertigen Spritzgiessmaschine gepaart mit effizienten Prozessverfahren zu einer wirtschaftlicheren Fertigung führt, unter anderem einer Einsparung von mehreren Tausend Tonnen Rohmaterial pro Jahr über den gesamten Markt. Hierbei spiegelt sich auch das hohe Verfahrens- und Prozess-Know-how von Netstal wider, da es gelungen ist, das Ge-

Bild: Netstal

Die hybride Elion 2800 von Netstal zeigt, was in puncto Materialeinsparung bei Verschlüssen möglich ist.

wicht des Getränkeverschlusses PCO 1881 seit der Markteinführung im Jahre 2008 von ursprünglich 2,45g auf 2,3 Gramm für CSD (Carbonated Soft Drinks) und bis zu 1,8 Gramm für stille Wasser zu senken. Fakuma: Halle B3, Stand 107

Mit Präzision und Effizienz punkten Der japanisch-deutsche Anbieter von Spritzgiessmaschinen, Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery GmbH, Schwaig, stellt neben anspruchsvollen Exponaten aus allen drei Maschinenreihen, der vollelektrischen IntElect, der hybriden El-Exis SP sowie der hydraulischen Systec, erstmals die neue Steuerung NC5 plus vor. Sie eröffnet dem Anwender nicht nur deutlich mehr Komfort, sondern eine höhere Funktionalität. Zudem legt Sumitomo (SHI) Demag einen Schwerpunkt auf das Spritzgiessen optischer Teile legen. Als Highlight präsentiert Sumitomo (SHI) Demag eine vollautomatisierte Zelle zur Steckerfertigung, inklusive Qualitätsprüfkette zur Realisierung einer Null-Fehler-Produktion. Eine inline durchgeführte qualitätsstatistische Auswertung mit Berechnung des Prozessfähigkeitsindex Cpk belegt die hohe Prozesskonstanz am Messestand.

Bild: Sumitomo (SHI) Demag

Die vollelektrische IntElect 100 von Sumitomo (SHI) Demag demonstriert in einer vollautomatisierten Zelle inklusive Qualitätsprüfkette die Null-Fehler-Produktion von Steckergehäusen.

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Auf der Messe wird eine IntElect 100-340 (1000 kN) zweipolige Steckergehäuse aus glasfaserverstärktem PBT in einem Vierfach-Heisskanalwerkzeug der Fischer GmbH & Co. KG, Sinsheim, in einer Zykluszeit von 11 Sekunden herstellen. Das 3,5 g leichte Bauteil für die Automobilelektronik besitzt grosse Wanddickenunterschiede und stellt höchste Anforderungen an die Präzision und Reproduzierbarkeit. Die Bedienung des zur Formteilentnahme eingesetzten Linearroboters SDR 22 aus dem eigenen Produktportfolio ist direkt in die neue Maschinensteuerung NC5 plus integriert. Das Trendthema «Spritzgiessen optischer Bauteile» behandelt der Maschinenbauer in einem eigenen Info-Bereich. Ergänzend zum Maschinenexponat Systec multi informiert Sumitomo (SHI) Demag gemeinsam mit erfahrenen Partnerunternehmen speziell über Lichtleittechnik, dickwandige Linsen sowie flexible Lichtleiter und Linsen aus Silikon. Fakuma: Halle B1, Stand 105

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PHERIPHERIE

Mobile Wasseraufbereitungsstation HB-Therm Treat

Wasserqualität beeinflusst Formteilqualität Wasser ist Dank seiner guten Wärmeübertragungseigenschaften der am häufigsten eingesetzte Wärmeträger in Temperierkreisläufen. Und eigentlich sollte die Verwendung dieses reinen Mediums auch keine Probleme bereiten, sollte man meinen.

Roland Huber1

Ablagerungen beeinträchtigen Wärmeübergang Eine Folge von schlechter Wasserqualität sind Ablagerungen im Wärmeträgerkreis. So reduziert beispielsweise eine Kalkschicht von 1 mm Dicke den Wärmeübergang um den Faktor 50 bis 100. Als Folge davon verschlechtert sich die Formteilqualität und Zykluszeitverlängerungen werden wahrscheinlich – also das, was kein Spritzteilproduzent in seiner Fertigung wirklich brauchen kann. Eine weitere Folge von unkontrollierter Wasserqualität sind Korrosionen, welche im gesamten Kreislauf auftreten können: bei der Hausinstallation, den Temperiergeräten und in den Werkzeugen. Korrosionen fressen sich unbemerkt fort und zerstören fortlaufend die teuren Installationen. Erkannt wird 1 Roland Huber, Kommunikation, HB-Therm AG, St. Gallen

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Bild: HB-Therm

Temperierkreislauf mit Wasser befüllen und losproduzieren – aber so einfach ist es leider in vielen Fällen nicht. Denn auch ganz normales Wasser ist ohne spezielle Behandlung in den wenigsten Fällen für Temperierund Kühlkreise geeignet. Verunreinigungen in Kreisläufen führen zur Verschlechterung des Wärmeübergangs und damit zu verminderter Temperierleistung. Korrosionen können ganze Werkzeuge und Temperiersysteme zerstören. Zur Sicherstellung guter Wärmeübertragungseigenschaften und zum Schutz der Anlagen sollte das Wasser von Temperierkreisen deshalb entsprechend aufbereitet und periodisch überprüft werden. Diese Aufgaben erledigt die neue mobile Wasseraufbereitungsstation HB-Therm Treat einfach und komfortabel.

HB-TR2: Neue mobile Wasseraufbereitungsstation HB-Therm Treat.

dies oft erst über Leckagen, was bedeutet, dass die Zerstörung von innen bereits sehr weit fortgeschritten ist. Die einzige Massnahme ist dann der Ersatz von Hausinfrastruktur, Temperiergeräten und Werkzeugen. Um diesen Problemen in den Wasserkreisläufen vorzubeugen, sind verschiedene Massnahmen denkbar: Sowohl auf der Wasser-, aber auch der Geräteseite. Massnahmen auf der Wasserseite stellen sicher, dass weder Korrosion noch Kalkablagerungen im Kreislauf entstehen, Algen- und Schlammbildung zuverlässig verhindert sowie von Verkrustungen und Verschlammungen gelöste Partikel nachhaltig ausgeschleust

werden. Nur wenn aber bereits am Temperiergerät die notwendigen technischen Massnahmen getroffen wurden, greift die Wasseraufbereitung effizient und der Verschleiss an Aufbereitungsmittel wird minimiert. Um die Systemwasserqualität umfassend im Griff behalten zu können, sind die Temperiergeräte von HB-Therm bereits entsprechend ausgestattet. So können die Geräte mit indirekter Kühlung standardmässig auf separaten Anschluss für Systemwasser umgestellt werden. Sie arbeiten serienmässig mit einem Kühler-Bypass und Proportionalventil zur Kühlung. Dieses Ventil regelt das Kaltwasser und verhindert die Verkalkung im Kühler zuverlässig. HB-Therm-Temperiergeräte sind geschlossene Systeme ohne Sauerstoffkontakt. Das verhindert das Einbinden von Sauerstoff im Wasser und reduziert damit die Aggressivität, die chemische Veränderung sowie den Verschleiss der Aufbereitungsmittel im Kreislauf. HB-Therm-Druckwassergeräte sind geschlossene Systeme ohne Gaspolster. Zur Überlagerung des Systemdrucks besitzen sie eine Druckerhöhungspumpe im SystemwasserEingang. Dies verhindert die Entstehung von CO2 im System und damit das Aufbauen des steinharten Kalkes. Der Wasserkreis besteht aus korrosionsbeständigen Materialien, die das aufbereitete Wasser nicht zerstören kann. Darüber hinaus stehen auch die Heizelemente nicht in direktem Kontakt mit dem Wärmeträger, können also nicht korrodieren. Ein zyklischer Austausch des Systemwassers verhindert eine Akkumulation von schlechtem Medium im Temperierkreis. Die Temperiergeräte von HB-Therm können das Systemwasser mit der entsprechenden Einstellung automatisch zyklisch austauschen. Die geschlossenen Systeme ohne Lichtein10 / 2011


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fall sorgen auch bei tiefen Temperaturen für ein sehr geringes mikrobiologisches Wachstum.

Sinn einer zusätzlichen Wasseraufbereitung Beim Einsatz von Wasseraufbereitungsstationen geht es vor allem darum, erhöhten Anforderungen an die Wasserqualität, wie sie sich beispielsweise durch Wassertemperaturen im Bereich über 160 °C, Drehdurchführungen mit kritischen Dichtelementen oder kleine Temperierkanalquerschnitte ergeben können, zu entsprechen. Mobile Anlagen kommen dann zum Einsatz, wenn diese Anforderungen nur für Einzelanwendungen bestehen und eine zentrale Aufbereitung nicht vorhanden ist. Mit dem mobilen Wasseraufbereitungsgerät HB Therm Treat bietet HB Therm erstmals eine komfortable Lösung für die Systemwasserspeisung von Temperiergeräten an. Diese müssen über einen separaten Systemwasserein- und ausgang sowie einen aktivierten zyklischen Systemwasseraus-

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PHERIPHERIE

tausch verfügen. Die Anzahl der an ein Aufbereitungsgerät anschliessbaren Temperiergeräte richtet sich nach dem Gesamtvolumen des Systemwasserkreises (Verteilung, Geräteinhalt und Volumen aller angeschlossenen Temperierkreise). Das Gerät arbeitet nach dem einmaligen Hinzufügen von Aufbereitungsmittel automatisch. Die Probeentnahme und Abschlammung erfolgt ohne Betriebsunterbruch über die frontseitigen Kugelhähne. Die Anweisung zur Überwachung der Systemwasserqualität ist einfach, die Bedienung prozessunterstützt.

Technische Grundausstattung des HB-Therm Treat Die Füllstandsmessung erfolgt über Ultraschall, der Schlammabscheider arbeitet filterlos mit einem Wirkungsbereich ab 5 µm. Füllung und Entleerung erfolgen automatisch. Die Geräte verfügen darüber hinaus auch über eine automatische Mischfunktion für die zugefügten Aufbereitungsmittel. Sicher werden die HB-Therm Treat Geräte durch ihre Leckageüberwachung, einen pe-

riodischen Hinweis zur Überprüfung der Schutzwirkung des Aufbereitungsmittels sowie der Benennung dieser Mittel über eine entsprechende Konfiguration der Bedienung. Die jeweils notwendige Nachfüllmenge an Aufbereitungsmittel bekommen die Bediener über das 3,5“-TFT-Farbdisplay mit benutzerspezifischer Menüführung und Online-Hilfe in wählbarer Sprache angezeigt. Störungsmeldungen erfolgen sowohl optisch als auch akustisch. Komfortfeatures sind der frontseitige USB-Anschluss für Softwareupdates und Datenaufzeichnung sowie das integrierte Logbuch für Testresultate, Mittelverbrauch, Verdünnung und Alarme. Die dichtungslose Pumpe der Geräte fördert bei 0,5 kW Leistung 30 L/min bis 52 m. Kontakt HB-Therm AG Oststrasse 25, CH-9006 St. Gallen Telefon (0)71 243 64 14 info@hb-therm.ch www.hb-therm.ch Fakuma: Halle A4, Stand 4205

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PHERIPHERIE

Material Management

Energieoptimierung wird weiter getrieben

Der neue Wittmann Servo-Robot W818 (oben) und ein Beispiel für eine B/C Servo-Drehachse (unten).

Am gemeinsamen Stand von Wittmann und Wittmann Battenfeld entführt der Maschinen- und Gerätehersteller die Messebesucher in seine «world of innovation». Neben den aktuellsten Spritzgiessmaschinen werden Neuheiten aus allen Bereichen des Peripherie-Produktportfolios präsentiert: Roboter und Automatisierung, Temperieren und Kühlen, Trocknen und Fördern sowie Dosieren und Vermahlen. 30

Das neue Robotmodell W818 basiert mechanisch auf dem erfolgreichen Vorgängermodell W711, weist jedoch in der neuesten Ausführung ein Traggewicht von 6 kg auf, wobei der Vertikalhub gleichzeitig 1200 mm (max.) betragen kann. Standardmässig ist das Gerät mit drei leistungsfähigen Servomotoren sowie Absolutwertgebern für alle linearen Achsen ausgestattet. Optionale servomotorische Drehachsen ermöglichen neue und vielfältige Funktionalitäten, die bisher eher Knickarmrobotern zugeordnet wurden. Die Servo-B-Achse ermöglicht eine stufenlose Drehung von Greifer und C-Abschwenkachse zwischen 0° und 270°, während die Servo-C-Achse den Greifer zwischen 0° und 180° verdrehen lässt. Alle Zwischenpositionen der jeweiligen Drehachse können mit einer Genauigkeit von 0,01° programmiert werden. Diese Drehachsen – gekoppelt mit dem TruePath Bahnplanungsmodul der R8.2 Steuerung – erlauben die koordinatentreue Abfahrt von beliebigen Fahrbewegungen im Raum, bis hin zur Parallelität beliebiger Bewegungen von Linear- und Rotationsachsen. Erstmals stellt Wittmann auf der Fakuma den W818 mit einer B/C-Servoachsenkombination vor. Das bei Einsatz von B/C-Servoachsen für Greifer und Teil verfügbare Traggewicht beträgt beim W818 4 kg, und 8 kg bei den Modellen W821 bzw. W831. Auch die neue Wittmann R8.2 Robotsteuerung bietet Leistung im Überfluss, gepaart mit leichter Zugänglichkeit der vielfältigen Funktionen – auch für den ungeschulten Bediener. Speziell die Echtzeitfunktionen wie SoftTorque, EcoMode, TruePath und PartTrack erlauben dem Nutzer einen einfachen Zugang zu ansonsten komplexen Funktionalitäten, die sowohl die Produktivität erhöhen als auch neue Möglichkeiten zur Realisierung von Ablaufsequenzen eröffnen.

Mit diesen Funktionen konnte schon die Vorgängerversion R8 aufwarten. Für die R8.2 Steuerung neu hinzugekommen sind die SmartStart Funktion und der so genannte QuickEdit Modus. SmartStart ermöglicht einen «Blindstart» des Roboters, der keinerlei Wissen voraussetzt; der Roboter wird unter Beachtung aller relevanter Sicherheits- und Betriebszustände der Maschine aktiviert. QuickEdit ermöglicht dem Anwender die rasche individuelle Anpassung von Struktur und Ansicht eines Teach-Programms. Die R8.2 Steuerung ist für alle Robotgrössen verfügbar, beginnend mit dem Kleingerät W801 mit 3 kg Traggewicht, bis hin zum grössten Modell W873, das 125 kg an Tragkraft aufbringt. Ebenso können sämtliche Hochleistungs-Horizontalroboter der Serien W827, W837 und W847 sowie die Geräte der Ultra-High-Speed Serie mit der neuen Steuerung geliefert werden. Fakuma: Halle B1, Stand 204

Schnellst getaktete Tampondruckmaschine Die Tampoprint AG, Korntal-Münchingen, stellt als Neuheit unter anderem die Tampondruckmaschine Speed 40-2 vor. Ziel war es, eine Maschine zu entwickeln, deren Basis sowohl technologisch als auch von

Bild: Tampoprint

Bilder: Wittmann

Wie bereits bei den Spritzgussmaschinen stehen auch bei den Peripheriegeräten die Themen Energieeffizienz und Produktivitätssteigerung im Fokus der Entwicklungen. Eine prozesssichere Verarbeitung, Rezepturgenauigkeit, schneller Materialwechsel und keine Stillstandzeiten sind weitere Schlüsselthemen.

Beispiel: Automation mit vier «Speed 40-2» Tampondruckmaschinen; zum Patent angemeldet.

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PHERIPHERIE

gen, bei welchen hohe Stßckzahlen gefordert sind oder hÜchste Präzision der Passerung (Mehrfarbendruck oder Kleinsteile mit technischen Beschriftungen). Fakuma: Halle A1, Stand 233

Erweiterte Softund Hardware-Optionen Auf der Fakuma fokussiert die Single Temperiertechnik GmbH, Hochdorf, vor allem auf ihre energieeffiziente SystemlĂśsung zur variothermen FlĂźssigkeitstemperierung Alternating Temperature Technology (ATT), die mit erweiterten Soft- und Hardware-Optionen aufwartet. Bahnbrechende Neuerungen sind dabei die Einrichtung eines StandbyBetriebs zur ĂœberbrĂźckung von Werkzeugwechseln oder MaschinenstĂśrungen sowie vor allem der kombinierte Eco-Temp-Betrieb: Hierzu bietet das Gerät jetzt die MĂśglichkeit, zwischen Heiz- und KĂźhlphase den Wärmeinhalt der Kunststoffmasse zu nutzen, um bereits bestehende Vorteile in der Abformung bei niedrigstmĂśglichem Energie-

Besuchen Sie uns an der FAKUMA

Bild: Single

der Anwendung her dem Unternehmen neue Zielmärkte erĂśffnet. Der negative Leistungsabstand vom Flachdruck zum Rotationsdruck in Bezug auf den Teileausstoss wurde erfolgreich verkĂźrzt. Das Ergebnis ist die Speed 40-2, eigenen Angaben gemäss die schnellste getaktete elektro-mechanische Standard-Tampondruckmaschine am Markt. Ihre Leistung: bis zu 9000 Takte/h im Dauerlauf. Produktionsmenge bedruckter Teile bis zu 15 000/h, einfarbig mit einer DruckbildgrĂśsse von bis zu Ă˜ 43 mm. HĂśchst passergenauer Druck, feinste Konturen, Foto- und Strichmotive. Diese Tampondruckmaschine ist ausgestattet mit zwei Farb-/RakeltĂśpfen mit einem Durchmesser bis max. 45 mm und mit variablem Abstand von 55 bis 75 mm zueinander. Dies ermĂśglicht einen sehr variablen Einsatz der Maschine in Automationen. Die Speed 40-2 ist eine schnelle Kurzhubmaschine einer neuen Tampondruckmaschinenserie. Die Energiekosten sind im Verhältnis zur Taktzahl (Teileausstoss) gering. Das Gerät ist geeignet fĂźr Druckanwendun-

Die kompakte Ventilinsel fĂźr das Wechseltemperiersystem STWS von Single kann werkzeugnah montiert werden.

einsatz weiter zu optimieren. Mit den erweiterten Hardware-Optionen, wie bis zu vier unabhängig voneinander geschalteten, flexiblen und kompakten Ventilinseln (Bild), lassen sich komplexe Wärmehaushalte an

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Hilger u. Kern / Dopag Gruppe $'&(# )##)"( ,# &'(&'' , " !  



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mehreren Zonen eines Werkzeuges konfigurieren. In Vorbereitung ist ausserdem eine USB-Schnittstelle zur Messdatenübermittlung. Single präsentiert ATT live auf dem ArburgStand, wo eine Arburg Golden Edition 320 mit 500 kN Schliesskraft eine Lesebrille produziert. Bei diesem dickwandigen Formteil mit hohen Anforderungen an optische Eigenschaften und Oberflächenqualität machen sich die Vorteile der variothermen Werkzeugtemperierung besonders bemerkbar. Das Werkzeug mit lasergeschweisstem Einsatz stammt von bkl-lasertechnik, Rödental. Das Wechseltemperiersystem von Single mit 36 kW Heizleistung und einem effizienten Kühlgerät wird mit hohen aktiven Temperaturwechselamplituden betrieben und erreicht eine maximale Temperatur von 200°C. Die Zykluszeit wird beeindruckend kurz ausfallen. Fakuma: Halle A3, Stand 102

Spectrocolor G für gesteigerte Rentabilität in der Extrusion

Bild: motan

Als ein Höhepunkt aus der repräsentativen Querschnittspräsentation von motancolortronic gmbH, Friedrichsdorf, zählt der Spectrocolor G. Mit dem Know-how der motan Misch- und Dosiersysteme Graviblend und Graviplus sowie aufbauend auf der volumetrischen Variante Spectrocolor V kommt nun Spectrocolor G auf den Extrusionsmarkt. Mit dem kompakten, modular aufgebauten Gerät für LIW-(Loss-In-Weight) Dosierung von leicht und normal fliessendem Granulat und von Mahlgut erhält der Anwender ein Gerät mit günstigem Preis-

Der Spectrocolor G von motan erhöht die Rentabilität in der Extrusion durch nachhaltiges Materialhandling.

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Bild: Mann+Hummel

PHERIPHERIE

Mit der neuen Visualisierungssoftware von Mann+Hummel lassen sich alle Baugruppen einer Somos D-Trocknungsanlage zentral überwachen und regeln.

Leistungs-Verhältnis. Die klassischen Anwendungsgebiete sind überfütterte Einschnecken- und unterfütterte Doppelschnecken-Extruder. Damit ist die komplette Herstellungsbandbreite von Rohren, Profilen, Flachfolien, Giessfolien und Platten aus Kunststoff abgedeckt. Umfangreiche Testreihen im Dauerbetrieb bestätigen eine konstant hohe Dosierleistung mit einer Dosierkonstanz von bis zu 0,5 Prozent. Höchste Betriebssicherheit und damit eine absolut zuverlässige Wiederholgenauigkeit sind folglich gewährleistet. Mit demSpectrocolor G können bis zu sechs Komponenten mit jeweils einem Durchsatzbereich von 0,2 bis 1200 kg/h pro Dosierachse eingesetzt werden. Alle metallischen, Granulat berührenden Teile sind aus Edelstahl und alle Wiegetrichter verfügen über Sichtgläser zur visuellen Füllstand-Kontrolle. Zur Standardausstattung gehören die automatische Kalibrierung und ein Rezepturspeicher für mehrere Mischrezepturen. Zur Überwachung der Produktqualität werden die tatsächlich verwogenen und dosierten Mengen ständig mit den Soll-Werten per Feedback-Regelung verglichen. Zum Datenaustausch, zur Datensteuerung und Vernetzung der LIW Prozessdatensätze dient eine Ethernet-Anbindung zum Material-Management. Ein 5,7“ Touchscreen-Farbmonitor kommuniziert als kleiner PC mit Soft-SPS. Fakuma: Halle B1, Stand 111

Trocknungsanlage zentral überwachen und verwalten Mann+Hummel ProTec GmbH, Bensheim, präsentiert umfassende Lösungskonzepte für flexibles, auf die Wirtschaftlichkeit beim Spritzgiessen ausgerichtetes Materialhandling: innovative Technik für kleine bis grosse Durchsätze, kaltes und heisses, hygroskopisches und nicht hygroskopisches Material. Das auf der Messe vorgestellte Produktspektrum umfasst Geräte und komplette verfahrenstechnische Lösungen zum Trocknen, Fördern, Dosieren und Einfärben von Granulaten und Mahlgut bis hin zu Schneidmühlen fürs Kunststoffrecycling. Erstmals vorgestellt wird eine mikroprozessorgesteuerte Visualisierungssoftware für stationäre Modultrockneranlagen. Mit ihr lassen sich der energieeffiziente Trockenlufttrockner Somos D und die daran angeschlossenen Trocknungstrichter mit ihren unterschiedlichen, an den jeweiligen Verarbeitungsprozess angepassten Volumina zentral überwachen und steuern. Ändern sich beispielsweise Verarbeitungsparameter, kann der Bediener bequem von einer zentralen Stelle aus alle Einzelsteuerungen – die Trocknersteuerung und die Steuerung jedes Trocknungstrichters – aufrufen und entspre-chend anpassen. Ausgelegt ist diese Software für die Überwachung einer Modul-trichteranlage mit bis zu zehn Trocknungstrichtern, deren Steuerung jeweils noch zwei Fördergeräte mitbe10 / 2011


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Trockner auf Basis der ERD-Drucklufttechnologie Die unter der Marke Koch-Technik bekannt gewordene Misch-, Dosier-, FĂśrder- und

Trocknungstechnik zeigt Werner Koch Maschinentechnik GmbH aus Ispringen gemeinsam mit der Marke Fasti-Koch und den Granulattrocknern auf Basis der ERD Drucklufttechnologie. Ohne grossen Mehraufwand kÜnnen die Klein- und Kleinstsysteme auch fßr die Trocknung innerhalb von Reinräumen eingesetzt werden. Der Kleintrockner – Typ Fasti ERD Xpert – ist ein Granulattrockner fßr kleine bis mittlere Durchsätze, der als Aufsatztrockner direkt auf der Verarbeitungsmaschine treu seinen Dienst verichtet. Das Steuerungsmodul erkennt selbständig das Behältervolumen und stellt automatisch alle notwendigen Parameter ein. Es kann mittels Clip-On-Technologie vom Behälter gelÜst werden. Ein integrierter Multifunktionsregler und eine angepasste automatische Leistungs- und Luftmengenregelung garantieren die Optimierung des Druckluft- und Energieverbrauchs. Zahlreiche Schnittstellen (RS 485, RS 232, TTY, CAN-Bus) sorgen fßr die reibungslose Integration des Trockners in alle

Bild: Fasti-Koch

dienen kann, eines zum Befßllen des Trocknungstrichters selbst und eines auf der Verabeitungsmaschine. Erfasst werden somit bis zu 31 Einzelgeräte: der D-Trockner mit seiner Steuerung, die zehn Trocknungsmodule und bis zu 20 FÜrdergeräte. Deutliche Erleichterung in der Anlagenbedienung bietet die neue zentrale Visualisierungssoftware insbesondere dann, wenn der Verarbeiter beispielsweise seine Trocknungsanlage im Laufe der Zeit schrittweise mit weiteren Trocknungstrichtern nachrßstet. Die Bedienung jeder Geräteeinheit einer Trocknungsanlage und der zugehÜrigen FÜrdergeräte einzeln und vor Ort am Gerät selbst wäre nicht nur deutlich zeitaufwändiger, sondern auch erheblich fehleranfälliger. Fakuma: Halle B3, Stand 119

PHERIPHERIE

Die kleinen Granulattrockner der Fasti-Koch GmbH, ERD Xpert (links) und ERD Micro (rechts) arbeiten mit der ausgereiften ERD Drucklufttechnologie und trocknen das Material direkt auf der Verarbeitungsmaschine.

gängigen Maschinensteuerungen. Der Fasti ERD Xpert ist mit Vorbereitungen fßr die Verwendung von Koch-FÜrdergeräten ausgerßstet.

ÂŤIhre Zufriedenheit ist unsere Motivation.Âť 9RQXQVHUHQ/LHIHUZHUNHQVWHOOHQDQGHU)DNXPDDXV

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PERIPHERIE

Der Kleinsttrockner – Typ Fasti ERD Micro – ist ein kompakter und wartungsarmer Granulattrockner, der speziell für die Trocknung von hygroskopischen Materialien bei minimalen Durchsätzen entwickelt wurde. Die gläsernen Trocknungsbehälter mit Volumen von 0,5 bis drei Liter und das Steuerungsmodul können von einander getrennt und bei knappen Platzverhältnissen an einer beliebigen Position der Spritzgiessmaschine montiert werden. Der integrierte Multifunktionsregler informiert über alle Betriebsdaten, beinhaltet eine Trocknungszeitüberwachung, ein Wochenschaltprogramm und eine Förderungssteuerung. Der Kleinsttrockner ist mit einem umfangreichen SystemZubehör wie die abgestimmte Airjet-Förderung zur automatischen Versorgung mit Granulat ausgestattet. Fakuma: Halle A3, Stand 213

Massive Schneidmühlen für harte Brocken

Bild: Herbold

Drei auf einen Streich: Die Herbold Meckesheim GmbH, Meckesheim, präsentiert auf der Fakuma das gesamte Spektrum der Zerkleinerungstechnik: Shredder, Schneidmühle und Feinmahlung aus einer Hand. So zum Beispiel die Schneidmühle SMS 45/60, eine super schwer gebaute Schneidmühle für schwierigste Anwendungsfälle, wie hochfeste Fasern, Verbundwerkstoffe, dickwandige Halbzeuge, Rohre und Platten. Die Schneidmühlen der SMS-Baureihe umfassen Maschinen mit 600 bis 2000 mm Arbeitsbreite für einen Leistungsbereich von 500 bis 8000 kg/h. Alle Maschinen sind optional lieferbar mit dem halboffenen Rotor der A-Baureihe (Bild): die Rotormesser sind an einem Rückenanschlag angelegt, so dass bei hoher Belastung ein Verschieben der Rotormesser ausgeschlossen ist – selbst höchsten

Rotor der A-Baureihe der Herbold-Schneidmühle SMS 45/60.

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Schnittkräften kann diese Messerbefestigung standhalten. Durch die massive Ausführung aus geschmiedetem Flussstahl hat der Rotor eine hohe Eigenschwungmasse und eine grosse Durchzugskraft. Überall dort, wo leichte bis mittelschwer gebaute Schneidmühlen versagen, ist der Einsatz der SMSBaureihe angesagt. Auch für extrem abrasive Materialien kann die Maschine eingesetzt werden: der Mahlraum ist allseits gepanzert mit auswechselbaren Verschleissplatten: auch an der kritischen Statormesserauflage. Der Rotor kann mit Verschleisskassetten ausgerüstet werden, und extrem stumpfe Schnittwinkel («Schlagscheren-Prinzip») sind realisierbar. Anwendungen sind u.a. Altreifenzerkleinerung, glasfaserverstärkte Kunststoffe, Auflösen von Verbundwerkstoffen zum Freilegen der Metall-Einlegeteile. Fakuma: Halle A6, Stand 502

EcoSave senkt Produktionskosten Mit der Einführung der ecoSave Technologie ist es Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.mbH, Ansfelden (A), gelungen, den Energieverbrauch und somit die Produktionskosten deutlich zu senken.

die Schmelzefilter bei neuen Anlagen mit zusätzlichen Isolierungen versehen. Effektive und sehr robuste Isolationsmaterialien kommen im Bereich der Granulierung zum Einsatz, um Wärmeverluste von beheizten Elementen in das Kühlwasser zu verhindern. Diese Extras sind bei allen Erema Kunststoffrecyclinganlagen als kostenloser Mehrwert enthalten und ermöglichen den Anlagenbetreibern auch in Zukunft, die laufenden Kosten zu senken und den Energieverbrauch noch weiter zu optimieren. Die optional erhältliche Prozesskontrolle liefert dem Anlagenbetreiber Informationen zum aktuellen Energiebedarf und ermöglicht somit die aktive Energieoptimierung während der laufenden Produktion. Fakuma: Halle A6, Stand 6011

Kontakte in der Schweiz/ für die Schweiz: Wittmann Kunststofftechnik AG CH-8722 Kaltbrunn info@wittmann-group.ch Tampoprint AG: Hans Wittich GmbH CH-8274 Gottlieben info@wittich.ch Single Temperiertechnik GmbH D-73269 Hochdorf info@single-temp.de motan-colortronic ag CH-5502 Hunzenschwil info@motan-colortronic.ch

Bild: Erema

Thermografische Aufzeichnungen aus eco Save Testläufen.

Bei ecoSave handelt es sich um ein Gesamtpaket aus konstruktiven und prozesstechnischen Massnahmen zur Senkung des Energieverbrauches um bis zu 10 %. Hierzu werden hochwertige, energiesparende Komponenten, wie beispielsweise High Performance Motoren eingesetzt. Durch zusätzliche technische Neuerungen wird die Energieoptimierung nun weitergetrieben. Um Verluste durch Wärmeabstrahlung an die Umgebung zu verringern und die Heizleistung weiter zu optimieren werden jetzt auch

Mann+Hummel: Ingenieurbureau Dr. Brehm CH-6343 Rotkreuz info@brehm.ch Koch-Technik: Hatag Handel und Technik AG CH-3065 Bolligen hatag@hatag.ch Herbold: Colorplastic AG CH-2540 Grenchen info@colorplastic.ch Erema Engineering Reycling Maschinen und Anlagen Ges.mbH A-4052 Ansfelden erema@erema.at ■

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WERKZEUG-/FORMENBAU

TIM-Stack Mould-Werkzeug

Neues Würfelkonzept vereinfacht Montage Gerade in einer Zeit schnelllebiger Produkte ist Flexibilität eine wichtige Voraussetzung, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Hier bietet Zahoransky mit der neuen, patentierten TIM-Technik eine innovative Lösung für die Zukunft.

Prinzip TIM-Werkzeug.

Premiere feiert die Zahoransky Formenbau GmbH auf dem KraussMaffei-Stand mit einer in Funktion gezeigten völlig neuen Art der Würfeltechnologie. Das neue, patentierte sogenannte TIM-Stack Mould-Werkzeug (Total Integrated Manufacturing) besteht aus zwei Werkzeugseiten mit mittig liegendem Drehwürfel. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Teile auf einem Werkzeug herstellen. Das Pfiffige an diesem System sind die beiden ausserhalb des Werkzeugs liegenden Montageplatten. Diese ermöglichen auf einfache Weise komplexe Montagevorgänge extern abzuarbeiten, ohne dabei die Maschinenzykluszeit zu verlängern. Das Montagehandling kann aussen so platziert werden, wie es für die Montagefunktion am Günstigsten ist. Die Umsetzung unterschiedlichster Montagevorgänge ist unabhängig vom Werkzeugablauf leicht und kostengünstig realisierbar. Denkbare Funktionen sind zum Beispiel ausser der Montage das Verschrauben von Teilen oder Dichtigkeitsprüfungen montierter Baugruppen. Dies macht das TIM Stack Mould Werkzeug so attraktiv. Alle Freiheitsgrade sind gegeben. Dieser 10 / 2011

Vorteil unterscheidet das neue TIM-Verfahren von vergleichbaren anderen Würfelkonzepten. Der Würfel selbst dreht sich alternierend einmal rechts, einmal links um je 90 °C und übergibt nach jedem Einspritzvorgang die Spritzlinge an eine der beiden Montageeinheiten. Dabei werden die auf der zweiten Station gespritzten Teile (Teil II) mit den bereits auf der Montageplatte übergebenen Teilen (Teil I) mechanisch miteinander verbunden. Die Montageplatten können je nach Bedarf in verschiedenen Ebenen bewegt werden. Mögliche Bewegungsabläufe sind zum Beispiel: in X-Y-Achse verschieben; um 180 °C drehen, montieren und auswerfen; oder drehen, montieren, prüfen und auswerfen oder schliesslich montieren, mit weiterem externem Teil bestücken, Prüfen, Auswerfen. Im Gegensatz zur gängigen Würfeltechnik ist die Komplexität des Werkzeuges aufgrund der aussen liegenden Montageeinheiten stark vereinfacht. Somit amortisiert sich das Werkzeug nach einer wesentlich kürzeren Produktionslaufzeit. Dies ist immer dann ein ganz entscheidender Vorteil, wenn die Produktlebenszeit nicht mehr über mehrere Jahre unverändert bleibt. Denn spätere Designanpassungen sind deutlich einfacher zu realisieren.

Bilder: Zahoransky

Push-Pull-Verschluss, hergestellt auf einem TIM-Werkzeug.

TIM-Werkzeug, schematische Darstellung.

Return of Invest ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Bei TIM kann man den Formaufbau vom Kavitätenanteil klar trennen. TIM bietet die Möglichkeit unabhängig von Montagerichtung oder Montageorientierung unterschiedliche Produkte im Werkzeug zu produzieren. Somit ist der Invest bei einem Modellwechsel wesentlich kostengünstiger. Der Aufbau des Werkzeugs bleibt bestehen und nur die Kavitätenplatten werden getauscht. Typische Anwendungen des neuen Systems sind im Verpackungsbereich zu finden, zum Beispiel bei der Herstellung von Verschlüssen, aber auch bei Teilen für die Medizintechnik. Mit einem 2x4-fach Werkzeug werden PushPull-Verschlüsse auf einer 200 t ZweifarbenSpritzgiessmaschine von Krauss Maffei gefertigt. Drei Einzelteile montiert man bereits im Werkzeug, ohne dass sich die Maschinenzykluszeit für den Montagevorgang verlängert. Komplette Verschlüsse werden in jedem Zyklus produziert.

Kontakt Zahoransky Formenbau GmbH D-79108 Freiburg Fakuma: KraussMaffei-Stand: Halle A7, Stand 303

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WERKZEUG-/FORMENBAU

KUNSTSTOFF XTRA

Spritzgiesswerkzeuge

Kompakt, auch bei hochfachigen Anwendungen Die Qualität der Werkzeuge ist zu einem guten Teil mitverantwortlich für die Qualität der Teile. Neben dieser Voraussetzung sind hohe Produktivität, Prozesssicherheit, kompaktes Werkzeugdesign und einfache Wartung weitere Anforderungen an leistungsfähige Werkzeuge.

Die neue schlanke HPS III-S Düse von Ewikon ist für die offene Anspritzung mit Wärmeleitspitze oder als Nadelverschlussversion lieferbar.

Auf der Fakuma stellt Ewikon Heisskanalsysteme GmbH, Frankenberg, für kleine und kleinste Schussgewichte eine leistungsfähige schlanke Variante seines HPS III-S Standarddüsenprogramms vor. Die Düse mit einem Schmelzekanaldurchmesser von 3 mm verfügt über hochpräzise gefertigte Ausfräsungen im schmelzeführenden Druckrohr, in die eine sehr kompakte Wendelrohrpatronenheizung sowie ein Thermofühler integriert sind. Dies ermöglicht einen verlustminimierten, äusserst gezielten Wärmeeintrag mit gleichmässigem Temperaturprofil über die gesamte Düsenlänge bis in den Anschnittbereich. Im Vergleich zu Konzepten mit aufgeschobenen Heizpatronen ist damit eine konstant hohe und jederzeit reproduzierbare Heizleistung garantiert, die gerade bei hochfachigen Anwendungen die Prozesssicherheit deutlich steigert. Die Schussgewichtsobergrenze pro Düse liegt – abhängig vom Material – bei 5 g bis 30 g. Neben Standardthermoplasten können auch technische Kunststoffe und gefüllte Materialien problemlos verarbeitet werden. Der Aussendurchmesser von gerade einmal 10 mm macht die Düse ideal für Anwendungen einsetzbar, bei denen eine Anspritzung an schwer zugänglichen Artikelbereichen, zum Beispiel in der Nähe von 36

Hochleistungsformen für die Medizintechnik Die Schöttli AG, Diessenhofen, präsentiert gemeinsam mit ihrer amerikanischen Schwesterfirma Magor, San Dimas, CA, Werkzeuge mit höchster Produktivität. Zur besonderen Wirtschaftlichkeit der Formen tragen neben einem optimierten Produktdesign auch bedeutende Materialeinsparungen, höchste Verfügbarkeit und immer kürzere Zykluszeiten bei.

Die Formen für Medizinal- und Laborteile sind reinraumtauglich, beweisen eine aussergewöhnliche Stabilität im Prozess und überzeugen Kunden in aller Welt mit überdurchschnittlicher Lebensdauer. Das hauseigene Heisskanalsystem und die seitliche Anspritzung ermöglichen eine sehr kompakte Bauweise der Form und damit hohe Fachzahlen auf engstem Raum.

Bild: Schöttli

Bild: Ewikon

Formkernen, oder eine Innenanspritzung gefordert ist. Die Schmelzedichtung erfolgt über einen Dichtbund direkt am Anschnitt. Dies ermöglicht schnelle Farbwechsel, da nur ein geringes Schmelzevolumen ausgetauscht werden muss. Die Anspritzung kann wahlweise offen über eine Wärmeleitspitze, die in verschiedenen Versionen und Längen lieferbar ist, oder mit Nadelverschluss erfolgen. Bei der Nadelverschlussversion ist die Nadelführung anschnittnah im vorderen Bereich der Düse positioniert, sodass die Nadel während des gesamten Hubs geführt wird. Damit werden der Verschleiss an Anschnitt und Nadel minimiert, die Wartungsintervalle verlängert und die Prozesssicherheit erhöht. Die Düse ist in zwei Versionen für Standardmontage oder Frontmontage in Längen von 44 mm bis 184 mm erhältlich. Bei der Frontmontageausführung ist die Düse nach Abziehen der Konturplatte frei zugänglich und demontierbar. Wartungsarbeiten werden damit erleichtert. Mit entsprechend abgeflachten Düsenköpfen lassen sich mit beiden Versionen minimale Nestabstände von 12 mm realisieren. Auch bei extrem hochfachigen Anwendungen kann somit ein kompaktes Werkzeugdesign realisiert werden. Fakuma: Halle A2, Stand 2203

32-fach-Werkzeug von Schöttli für 2-mlSpritzenzylinder aus Polypropylen (PP).

Als aktuelles Beispiel für die hohe Leistungsfähigkeit ihrer Werkzeuge zeigt Schöttli ein 32-fach-Werkzeug für 2-ml-Dünnwand-Spritzenzylinder aus Polypropylen (PP) am Stand der GM-Injection GmbH. Das Werkzeug läuft auf einer vollelektrischen Spritzgiessmaschine SI-130V des Maschinenherstellers Toyo mit 1300 kN Schliesskraft in einer Zykluszeit von 7,5 Sekunden. Fakuma: Foyer West, im Themenpark «Kunststoffe in der Medizintechnik» und in Halle A6, Stand 6224

Kontakte Ewikon Heisskanalsysteme GmbH D-35066 Frankenberg info@ewikon.com Schöttli AG CH-8253 Diessenhofen info@schoettli.com

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SPECIAL ZUR FAKUMA 2011 KUNSTSTOFF XTRA Polyamid auf Basis nachwachsender Rohstoffe

Pi_Inject zur Überwachung des Fertigungsprozesses

Dem heutigen Trend nach Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen folgend, bietet der Polyamid-Hersteller RadiciGroup mit dem Radilon® D eine Alternative zu den bekannten PA11 und PA12 Produkten an. Bis zu 60 % der benötigten Rohstoffe zur Herstellung von PA610 stammen aus erneuerbaren Quellen, wie z.B. der Rizinus Pflanze. Das PA610 vereint die guten Eigenschaften der bekannten Radilon® S und Radilon® A (PA6 + PA66) in Bezug auf die mechanischen Werte und der geringen Wasser- und Feuchtigkeitsaufnahme von PA11/12. Die Chemikalienbeständigkeit von Radilon® D ist gerade im Kontakt mit Zink- und Kalziumchlorid sowie Glykol ausgezeichnet. PA610 findet somit in vielen Anwendungen u.a. im Automobilbau seine Verwendung. Kommerziell verfügbar sind Spritzguss- und Extrusionstypen. Die Firma B.Bigler AG vertreibt die Produkte der RadiciGroup in der Schweiz und berät die Verarbeiter und Endverbraucher bei der Auswahl der geeigneten Type.

B. Bigler AG Bundesplatz 3 CH-6301 Zug Telefon +41 (0)41 710 71 70 Telefax +41 (0)41 710 71 66 info@biglerag.com www.biglerag.com

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Stetig steigende Anforderungen in industriellen Bereichen gaben uns die Zielrichtung zur Entwicklung eines innovativen Kupplungssystems vor. Als Konstruktionsmerkmale wurden ein hoher Durchfluss, geringer Druckabfall und grosse Variantenvielfalt umgesetzt. Farbliche Codierung sowie einfachste und sichere Bedienbarkeit standen im Focus des Anforderungsprofils. Das Programm bietet durch sein neuartiges kugelfreies Verriegelungssystem eine grösstmögliche Nennweite bei kleinen Baumassen. Lange Führungslängen der Stecknippel verhindern ein Kippen und gewähren somit dauerhaft anhaltende Dichtheit.

Als Gast am Stand der Firma Netstal Maschinen Halle B3 Stand 3107 zeigt die bfa solutions ltd das Software Bundle Pi_Inject in aktivem Verbund mit der Spritzgussmaschine ELION 2800. Die Produktionsdaten werden dabei kontinuierlich erfasst und dargestellt. Für den Käufer von Netstal Maschinen bieten wir neu die Möglichkeit, ein «Try and Buy» Bundle zu erwerben. Dabei wird auf Wunsch das gesamte Softwarepaket Pi_Inject, inklusive der Euromap-Schnittstelle, kostenlos für 3 Monate zur Verfügung gestellt, der Kunde kann sich damit über den Nutzen des Produktionsinformationssystem für seinen Betrieb ein klares Bild machen. Verzichtet der Benutzer nach Ablauf der 3 Monate auf einen Kauf, sperrt sich das System automatisch. Im Weiteren wird die Lösung Pi_Mobil gezeigt. Diese Funktionalität erlaubt es, Produktionsdaten, Alarme und Prozessdaten über mobile Geräte wie iPhone, iPad und weitere Kommunikationsgeräte den berechtigten Benutzern zur Verfügung zu stellen. Die Produktion wird damit ein ganzes Stück transparenter – überall und jederzeit.

Halle B2 Stand 2009

Temperierkupplungen

Das innovative Verriegelungssystem ohne Kugeln ist absolut unempfindlich gegenüber Verschmutzungen und Verkrustungen, wie sie zum Beispiel bei Wärmeträgerölen vorkommen. Der O-Ring zur Abdichtung der Schnittstelle zwischen Stecker und Kupplung ist leicht auswechselbar. Beim Entkoppeln werden die Ventile geschlossen, deutlich bevor die Schnittstelle «Stecker zu Kupplung» freigegeben wird. Dies verhindert einen Lufteintritt in den Medienkreislauf von eingelagerten Werkzeugen, Vorrichtungen oder Maschinenelementen um diesen vor Korrosion zu schützen.

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KUNSTSTOFF XTRA SPECIAL ZUR FAKUMA 2011 EMS-GRIVORY – der führende Polyamid-Spezialist

Prozessschritte und Rohmaterial einsparen «More colours. More integration. More energy efficiency.» – unter diesem Motto präsentiert Engel Austria seine Systemlösungskompetenz auf der Fakuma.

EMS-GRIVORY ist weltweit mit vier operativen Unternehmensbereichen tätig und zählt heute in Europa zu den leistungsfähigsten Unternehmen für Entwicklung und Herstellung hochwertiger polymerer Werkstoffe auf dem Gebiet der Polyamide. EMS-GRIVORY ist auch der führende Spezialist für Hochleistungspolyamide und Anbieter mit dem breitesten Polyamid-Sortiment und ist zuverlässiger Entwicklungspartner für Metallund Glasersatz. Mehr als für alles andere steht der Name EMS-GRIVORY für modernste Kunststofftechnologie. Für Produkte, die mit ihren spezifischen Werten neue Anwendungsgebiete eröffnen. Zukunftsorientierte Konzepte werden unter anderem an ihrer Fähigkeit gemessen, Kosten, Funktionalität und Sicherheit miteinander zu verbinden. Dieser Anspruch prägt unsere Ideen und Lösungen. Sie entstehen in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten. Unser Entwicklungszentrum ist dafür bestens ausgerüstet. Mit allen technischen Möglichkeiten, vor allem aber mit Know-how unserer Spezialisten, das sich über unzählige erfolgreiche Anwendungen bestätigt hat. Dies ist die Basis für erfolgversprechende Entwicklungen und Anwendungen in der Automobil-, der Elektro/Elektronikindustrie, im Bau- und Sanitärbereich und in der optischen und der Verpackungsindustrie.

Ein Exponat der Engel Business Unit medical ist mit einem integrierten Stäubli-SechsAchs-Roboter – Typ TX 90 – ausgestattet. Auf einer vollelektrischen e-motion 200/100 T Spritzgiessmaschine werden hoch automatisiert Einwegkanülen für Insulinpens hergestellt. Die Fertigung erfolgt in einem Prozessschritt – ein Novum gegenüber dem herkömmlichen mehrstufigen Verfahren, bei dem zunächst die Nadelhalter im Spritzguss gefertigt und die Kanülen später eingeklebt werden. Um einen kompletten Arbeitsschritt sowie den Klebstoff einzusparen, werden in der Engel-Lösung die Kanülen vom Mehrachsroboter aus dem Magazin entnommen, in das 3-fach-Pilotwerkzeug von Zahoransky eingelegt, mit Polypropylen umspritzt und die Fertigteile ebenfalls vom Mehrachser entnommen. Die vollelektrische Spritzgiessmaschinenserie e-motion ist mit ihren gekapselten Antrieben, abgedichtetem Kniehebel, glatten Oberflächen und ihrem gekapselten Massezylinder prädestiniert für den Einsatz im Reinraum.

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EREMA ist seit der Gründung im Jahr 1983 auf Entwicklung und Bau von Kunststoffrecyclinganlagen und Technologien für die kunststoffverarbeitende Industrie spezialisiert. Das Unternehmen gilt in diesen Bereichen als Weltmarkt- und Innovationsführer. Nicht nur zahlreiche Patente und besonders energiesparende, umweltschonende Anlagen, sondern auch höchste Qualität und maximale Kundenorientierung bilden die Basis für anhaltenden, internationalen Erfolg. Moderne Technologie und weltweiter Service sichern den Betreibern von EREMA Systemen maximalen Anlagennutzen. Weltweit sind rund 335 Mitarbeiter für die Firmengruppe tätig. Mit Niederlassungen in den USA, China und Japan sowie rund 40 Vertretungen auf allen fünf Kontinenten werden auf den jeweiligen Anwendungsfall massgeschneiderte Recyclinglösungen realisiert. Die Produktpalette gliedert sich in: • Kunststoffrecyclingsysteme für Standardanwendungen und Produktionsabfälle • Kunststoffrecyclingsysteme für stark bedruckte / verschmutzte Post Consumer Abfälle • FDA-konforme PET Recyclinganlagen, efsa-Ansuchen über Kunden eingereicht (z.B. für Bottle-to-Bottle Recycling) • PET Inline Anwendungen (z.B. für Fasern, Folien und Umreifungsbänder) • Vollautomatische, selbstreinigende Schmelzefilter

Halle B2 Stand 2113

EMS-CHEMIE AG Business Unit EMS-GRIVORY Via Innovativa 1 CH-7013 Domat/Ems Telefon +41 (0)81 632 78 88 Telefax +41 (0)81 632 76 65 welcome@emsgrivory.com

Breit gefächerte Produktpalette

Halle A5 Stand 5204

be the first. Engel (Schweiz) AG Hungerbüelstrasse 17 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 725 07 57 ech@engel.at www.engelglobal.com

• Granulieranlagen

Halle A6 Stand 6011

EREMA Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H. Unterfeldstrasse 3 A-4052 Ansfelden Telefon +43 (0)732 31 90-0 Telefax +43 (0)732 31 90-23 erema@erema.at, www.erema.at

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SPECIAL ZUR FAKUMA 2011 KUNSTSTOFF XTRA Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Seit 1927 liefert ERGE elektrische Beheizungen aller Art. In der Kunststoffindustrie sind der 1965 eingeführte MEFLEX-Keramikheizkörper sowie die Düsenheizbänder KUDI und –KStandardbauteile der namhaftesten Maschinenhersteller weltweit. Exklusiv für ERGE hergestellte Keramikelemente mit dem geringsten Wärmewiderstand und dem geringsten Wärmespeichervolumen auf dem Markt bürgen für effizienteste Energieausnutzung und schnelle Regelbarkeit.. Hochwertige Materialien garantieren lange Lebensdauer, auch bei Anwendungstemperaturen bis 800 ˚C. Speziell von ERGE hergestellte, mechanisch stabile und auf das System Maschine/Heizung abgestimmte, Wärmedämmgehäuse bieten weiteres energetisches Einsparpotential. Alle verwendeten Bauelemente sind zu 100% wiederverwertbar. Weiter umfasst das Lieferprogramm kundenspezifische Lösungen zur Dickenoptimierung in der Folien- und Rohrextrusion, thermische Verbindungstechnik von Kunstfasergeweben, Prozesserwärmung sowie Lösungen für die CFK-Technik. Sämtliche Produkte aus dem Haus ERGE werden von erfahrenen Fachkräften in überwiegender Handarbeit meist individuell für unsere Kunden hergestellt. Bild: Wärmedämmgehäuse für IMM-Zylinder und Keramikheizkörper

Halle A6 Stand 6301

ERGE-ELEKTROWÄRMETECHNIK Franz Messer GmbH Hersbrucker Strasse 29-31 D-91220 Schnaittach Telefon +49 (0)9153 921-113 Telefax +49 (0)9153 921-10113 www.erge-elektrowaermetechnik.de

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HeisskanalSystemlösungen

GRAFE Advanced Polymers GmbH

Mit über 30-jähriger Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung innovativer Heisskanaltechnik zählt EWIKON zu den weltweit führenden Herstellern von Heisskanal-Systemlösungen. Mit einer kompletten Produktpalette kann EWIKON für jeden Anwendungsfall das massgeschneiderte System für unterschiedlichste Schussgewichte bereitstellen. Damit können alle wichtigen Industriebranchen, angefangen von der Verpackungs- und Medizintechnik bis hin zur Automobiltechnik bedient werden. Auf der Fakuma zeigt EWIKON einen Überblick über die Produktpalette mit Schwerpunkt auf Nadelverschlusstechnik und Lösungen für die seitliche Direktanspritzung. Auf einer Spritzgiessmaschine wird ein 4-fach Heisskanalsystem zur Fertigung eines Bauteils aus zwei Elementen mit unterschiedlichen Schussgewichten demonstriert. Zum Einsatz kommt dabei die als Messeneuheit vorgestellte schlanke EWIKON HPS III-S3 Hochleistungs-Heisskanaldüse in der Version für Direktanspritzung mit Wärmeleitspitze sowie als Nadelverschlussdüse mit elektrischem Schrittmotorantrieb. Ebenfalls vorgestellt wird das neue HPS-C Regeltechnikprogramm. Es beinhaltet eine Vielzahl von Gerätevarianten, vom kosteneffizienten Einzelregler bis hin zum 96-fach High-Tech Regelsystem mit Touch-Screen Bedienung für hochfachige Werkzeuge. Alle Geräte bieten höchste Zuverlässigkeit, präzises Regelverhalten und umfangreiche Unterstützungs- und FehHalle A2 lererkennungsfunktionen.

Stand 2203

EWIKON Heisskanalsysteme GmbH Siegener Strasse 35 D-35066 Frankenberg Telefon +49 (0)6451 501-0 Telefax +49 (0)6451 501-202 info@ewikon.com www.ewikon.com

Die GRAFE-Gruppe ist Spezialist in der Modifizierung thermoplastischer Kunststoffe. Das Produktspektrum umfasst neben Farbund Additiv-Masterbatches ein breites Sortiment an funktionellen Kunststoff-Compounds. Aus Massenkunststoffen entstehen High-Tech-Werkstoffe, die neue Anwendungsbereiche erschliessen. Kundennähe, ein hoher Qualitätsstandard und Flexibilität sind Kernpunkt der Produktion nach Mass. Im hochmodernen Firmenkomplex arbeiten über 250 Mitarbeiter, ein Drittel davon in F&E an hochqualitativen Lösungen. Innovativ, schnell und mit höchster Sorgfalt entwickelt das Unternehmen Masterbatches, Compounds und Pigment-Pulvermischungen. GRAFE ist Partner der kunststoffverarbeitenden Industrie. Mehr als 1600 Kunden weltweit, darunter Unternehmen der optischen Industrie, Spielzeugindustrie, Medizintechnik sowie Automobilindustrie, wie VW, Audi und Porsche. Unsere OEM-Partner vertrauen unserer ISOund TS zertifi zierten Qualität in Produktion und Service. So zahlreich die Kunden, desto unterschiedlicher sind deren Ansprüche. Diesen individuellen Anforderungen werden die Mitarbeiter durch langjährige Erfahrungen und umfassenden Know-how gerecht. Die Kunden von GRAFE setzten auf die Fähigkeit der Mitarbeiter intelligente Lösungen zu entwickeln. Durch eine perfekte Produktionslogistik und einem hohen Automatisierungsgrad gewährleistet der MasterbatchSpezialist eine schnelle Auftragsabwicklung und kurze Lieferzeiten.

Halle B5 Stand 5306

GRAFE Advanced Polymers GmbH Waldecker Strasse 21 D-99444 Blankenhain Telefon +49 (0)364 59 45-0 Telefax +49 (0)364 59 45-145 grafe@grafe.com www.grafe.com

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KUNSTSTOFF XTRA SPECIAL ZUR FAKUMA 2011 HATAG bietet flexible und top Lösungen für die Bereiche:

Entsorger nimmt neue FolienRecyclinganlage in Betrieb

Huber Kunststoff AG Pure Präzision

Spritzguss, Förderbänder und Separier- und Puffersysteme, Schneidmühlen, Plastifiziereinheiten, Trocknen, Fördern, Mischen, Dosieren, Bearbeitung und Polieren von Oberflächen, Absaug- und Filtergeräte, Handlinggeräte usw. Lösungen für all diese Anforderungen finden Sie mit uns an der FAKUMA an den Ständen unserer Partner. Die HATAG Mitarbeiter sind auf den Ständen als Ansprechpartner für Sie da.

Halle A3 Stand 3213

Halle A5 Stand 5224

Halle A6 Stand 6015 Oberflächentechnik Surface Technology

Halle B1 Stand 1207

Halle B3 Stand 3211

Halle B3 Stand 3211

Halle B3 Stand 3106

HATAG Handel und Technik AG Rörswilstrasse 59 CH-3065 Bolligen Telefon +41 (0)31 924 39 39 Telefax +41 (0)31 924 36 25 hatag@hatag.ch www.hatag.ch

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In diesen Tag in Betrieb gegangen ist die neue Folien-Recyclinganlage bei WRZ-HÖRGER in Sontheim (www.wrz-hoerger.de). Mit der neuen Wasch/Trennanlage ist dieser Verwertungsbetrieb jetzt in der Lage, seine Kapazität auf bis zu 7000 jato zu steigern. Aufbereitet werden DSD-Folienabfälle zu hochwertigem Agglomerat oder Regranulat. Die von HERBOLD Meckesheim schlüsselfertig gelieferte Anlage besteht aus einer Nasserkleinerung mit vorgeschalteter Störstoffabscheidung, Trenntechnik auf Hydrozyklon-Basis und mechanisch/ thermischer Trocknung. Der Anlage nachgeschaltet ist ein Plastkompaktor, um das Folienmahlgut zu einem rieselfähigen Agglomerat mit hoher Schüttdichte zu erzeugen. Das Endprodukt findet Anwendung bei der Herstellung von Formteilen. WRZ-Hörger hat die gesamte Wertschöpfungskette vom Einsammeln, Sortieren, und Aufbereiten im eigenen Hause verfügbar, und liegt damit voll im Trend: Entsorger installieren eigene Aufbereitungskapazitäten, aber auch Verbraucher dieser Recyclingwerkstoffe installieren eigene Maschinentechnik. Das macht die Aufbereitungstechnik effektiver und der Betreiber hat die Wertschöpfung aus zwei oder sogar drei Schritten vom Einsammeln bis zur Herstellung des Endprodukts.

Halle A6 Stand 6502

Herbold Meckersheim GmbH Industriestrasse 33 D-74909 Meckesheim Telefon +49 (0)6226 932-0 Telefax +49 (0)6226 932-495 www.herbold.com

Der Schlüssel zum Erfolg der Huber Kunststoff AG ist der eigene Werkzeugbau. Eine Abteilung, die mit Hightech-Ausrüstung und dem Know-how von 12 Mitarbeitern die hohe Präzision für die Spritzgussteile aus dem Hause Huber Kunststoff AG sichert. Durch enge Zusammenarbeit mit Entwicklungspartnern und der Industriellen Computertomographie mit Anbindung von Reversengineering, kann ein Gesamtangebot von der Entwicklung Ihrer Baugruppe bis zum funktionsfähigen Endprodukt angeboten werden.

Halle A4 Stand 4218

Huber Kunststoff AG Hofmattstrasse 16a CH-9200 Gossau SG Telefon +41 (0)71 388 17 17 info@huber-kunststoff.ch www.huber-kunststoff.ch

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SPECIAL ZUR FAKUMA 2011 KUNSTSTOFF XTRA Vollelektrische Spritzgiessmaschinen-Reihe IntElect

Neuheiten der K-Tron Produktelinie Seit über 60 Jahren entwickelt K-Tron technologisch hochstehende Lösungen für Schüttgutanwendungen. K-Tron entwickelt, produziert, vertreibt und wartet seine Geräte in allen Prozesstechnik-Industrien.

K-Tron Produkte werden in sämtlichen Bereichen der Kunststoffproduktion eingesetzt, von der PP/PE Harzaufbereitung, Präzisionsund Hochleistungskompoundierung, über die Herstellung von Naturfasern und Plastikgemischen bis hin zur Extrusion von Endprodukten mit Anspruch auf höchste Genauigkeit. K-Tron bietet die neusten Lösungen in der Verfahrenstechnik für Kunststoff-Verarbeiter.

Besuchen Sie uns in Halle B5, Stand 5311 und sehen Sie sich die Neuheiten der K-Tron Produktelinie an.

Halle B5 Stand 5311

K-Tron (Schweiz) GmbH Lenzhardweg 43/45 CH-5702 Niederlenz Telefon +41 (0)62 885 71 71 Telefax +41 (0)62 885 71 85 ks@ktron.com, www.ktron.com

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Die elektrische Maschinenreihe IntElect smart bündelt die Kompetenz von Sumitomo (SHI) Demag aus der Produktion von mehreren Zehntausend elektrischen Spritzgiessmaschinen. Die IntElect smart ist mit hoher Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit, grösseren Holmabständen und Linearführungen für voluminöse und schwere Werkzeuge ganz auf die Anforderungen des europäischen Marktes zugeschnitten. Ihre ausgezeichnete Reproduzierbarkeit mit hervorragenden Prozess fähigkeitswerten ist die Grundlage für eine Null-Fehler-Produktion. Speziell für das Spritzgiessen entwickelte Antriebe tragen zur hohen Effizienz und Dynamik bei. Die Linearführungen für die bewegliche Platte sowie eine weiter optimierte Kinematik des 5-Punkt-Doppelkniehebels sorgen für eine hohe Laufruhe. Durch das Zusammenspiel der lückenlosen Überwachung der Verfahrkräfte während der Schliessbewegung mit der reaktionsschnellen Maschinensteuerung schützt das hochsensible Werkzeugschutzsystem activeQ wertvolle Werkzeuge wirksam vor Verschleiss oder Beschädigung. Mit der einheitlichen Maschinensteuerung und dem durchgängigen Optionenkatalog bietet Sumitomo (SHI) Demag dem Spritzgiesser ein flexibles und wirtschaftliches Maschinenkonzept aus dem Baukasten, das sich als konsequente Weiterentwicklung bewährter Konzepte nahtlos in das Portfolio der elektrischen Maschinenreihen einfügt. Die IntElect smart ist mit Schliesskräften zwischen 500 und 4500 kN im Programm.

Halle B1 Stand 1105

MAPAG Maschinen AG Weissensteinstrasse 2b CH-3008 Bern Telefon +41 (0)31 380 86 00 Telefax +41 (0)31 380 86 01 info@mapag.ch www.mapag.ch

Neue Drahterosionszelle erhöht die Flexibilität

Die in Thun ansässige Firma Primaform AG stellt Präzisionswerkzeuge für die kunststoffund metallverarbeitende Industrie her. Das Unternehmen mit 60 Mitarbeitern setzt dabei konsequent auf die Automatisierung der einzelnen Bearbeitungsprozesse. Als weiterer Schritt auf diesem Weg konnte eine neue Drahterosionszelle in Betrieb genommen werden. Das Kernstück der Zelle ist die Drahterosionsmaschine Robofil FI 6050 TW der Firma GF AgieCharmilles. Mit der Zweidraht-Technologie und dem grossen Aufspannraum bietet die Anlage ideale Voraussetzungen für die Automation. Das Voreinstellen der Werkstücke wird auf der Koordinaten-Messmaschine PreSet Qi von Erowa erledigt. Von der Messmaschine gelangen die Werkstücke mittels Roboter direkt ins Werkstücklager mit 23 Plätzen. Von dort werden Sie abgerufen und an die Drahterosionsanlage übergeben. Das ganze Jobmanagement erfolgt durch das in Zusammenarbeit mit der Firma Aspin entwickelte Leitsystem. Nach der Automatisierung der Senkerosionsanlage konnte das Automationskonzept aus dem eigenen Haus zum zweiten Mal erfolgreich umgesetzt werden. Mit der neuen Drahterosionszelle kann die Durchlaufzeit der einzelnen Werkstücke verkürzt und damit die Flexibilität erhöht werden. Die Kunden werden davon in Zukunft profitieren können.

Halle B4 Stand 4303

Primaform AG Tempelstrasse 14 CH-3608 Thun Telefon +41 (0)33 334 94 94 info@primaform.ch www.primaform.ch

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KUNSTSTOFF XTRA SPECIAL ZUR FAKUMA 2011 Gelenkige Verteiler und Teleservice für Heisskanalregler

Die PSG Plastic Service GmbH ist seit fast 50 Jahren ein Synonym für innovative Technik für die Kunststoffverarbeitung. Schwerpunkte sind Heisskanal- und Regeltechnik. Auf der Fakuma präsentiert die PSG unter anderem drei Innovationen, die ganz neue Möglichkeiten eröffnen. varioFOLD ist ein neues Verteilerkonzept, bei dem sich Düsen und Anspritzpunkte variabel positionieren lassen. varioFILL verbessert beim Kaskadenspritzen mit der Steuerung der Nadelöffnungszeit die Oberflächenqualität. Fernwartung online PSG remote heisst das neue Zusatzmodul mit dem nahezu alle PSG-Heisskanalregler weltweit ferngewartet werden können. Das Funktionsprinzip ist anschlussfertig und kann sofort verwendet werden Es funktioniert so einfach und zuverlässig wie eine Fernbedienung. Mit PSG remote können Anwender und Servicetechniker alle Vorgänge im Heisskanalregler überwachen und sämtliche Diagnosefunktionen nutzen. Kurz: PSG remote liefert alle Daten zur Fehleranalyse und Fehlerbeseitigung.

Halle A4 Stand 4209

PSG Plastic Service GmbH Pirnaer Strasse 12-16 D-68309 Mannheim Telefon +49 (0)621 7162-0 Telefax +49 (0)621 7162-162 info@psg-online.de, www.psg-online.de

10 / 2011

Weltweit tätiger Spezialist für Temperiertechnik

Die Firma Regloplas wurde im Jahre 1961 in St. Gallen gegründet und feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Bis heute hat sich Regloplas vom Pionier für Temperiergeräte zu einem weltweit tätigen Spezialisten für Temperiertechnik und Hersteller von Temperiergeräten entwickelt. Wachstum an sich ist für uns keine Zielsetzung. Zielsetzung ist vielmehr die Optimierung der Produkte und der Dienstleistungen. Die Entwicklung neuer Produkte geschieht ausschliesslich im Mutterhaus in St. Gallen. 50 Jahre Erfahrung in der Temperiertechnik und der Einsatz von modernsten Hilfsmitteln garantieren die konstant hohe Qualität der Regloplas Produkte. Swiss Made! Jährlich produziert Regloplas in St. Gallen rund 7000 Temperiergeräte in den verschiedensten Varianten. Als SQSzertifiziertes Unternehmen steht die Qualität unserer Produkte an oberster Stelle. In über 50 Ländern stehen unseren Kunden Vertretungen mit meist eigener Serviceorganisation zur Verfügung. Zudem zählen eine Tochtergesellschaft in Deutschland, USA, Frankreich und China zu Regloplas. Regloplas bietet ihren Kunden und Vertriebspartnern einen schnellen und unkomplizieren Kundendienst. So verlassen Expressbestellungen von Ersatzteilen noch am gleichen Tag das Haus Ein gut ausgebildetes Team repariert und wartet gebrauchte Geräte aus aller Welt bei Regloplas oder direkt bei den Kunden Vorort.

Halle A3 Stand 3205

Regloplas Flurhofstrasse 158 CH-9006 St. Gallen Telefon +41 (0)71 282 58 00 Telefax +41 (0)71 282 58 40 info@regloplas.com www.regloplas.com

Reinraumsysteme – von der Planung bis zur Qualifizierung Die Firma SCHILLING ENGINEERING GmbH entwickelt und produziert hochwertige Reinraum Systemlösungen. Mit über 20-jähriger Erfahrung gehört unser Unternehmen europaweit zu den führenden Spezialisten in der Reinraumtechnik. Von individuellen Arbeitsplatzlösungen, Produktionszellen, Reinraumkabinen, Reinraumzelten oder Automationsprozessen, bis hin zu kompletten, schlüsselfertigen Reinraumsystemen – wir fertigen für jeden Kunden eine massgeschneiderte Reinraumlösung in höchster Qualität. Die Perfektion in Herstellung und Verarbeitung und neueste Filter- und Lüftungstechniken überzeugen im täglichen Produktionsablauf und sichern unseren Kunden dauerhafte Zuverlässigkeit. Beratung, Planung, Konstruktion, Montage, Qualifizierung und After Sales Service werden von unserem qualifizierten Fachpersonal durchgeführt. SCHILLING ENGINEERING – alles aus einer Hand. Unsere Markenprodukte: CleanMediCell® CleanSteriCell® CleanFlowCell® CleanProCel® CleanRobot® CleanTrans® CleanPac® Halle A1

Stand 1226

SCHILLING ENGINEERING GmbH Industriestrasse 26 D-79793 Wutöschingen Tel. +49 (0)7746 92 789-0 Fax +49 (0)7746 92 789-80 info@SchillingEngineering.de www.SchillingEngineering.de

SCHILLING ENGINEERING Schweiz GmbH Dorfstrasse 60, Postfach 35 CH-8219 Trasadingen Tel. +41 (0)52 212 789-0 Fax +41 (0)52 212 789-2 info@SchillingEngineering.ch www.SchillingEngineering.ch

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SPECIAL ZUR FAKUMA 2011 KUNSTSTOFF XTRA Qualitätssicherung – Vom Prototyp bis zur Markteinführung

Units hat sich auf hochpräzise 3D-Messtechnik spezialisiert und stellt ihr Know-how produzierenden Firmen aus den verschiedensten Sparten, wie z. B. der Medizintechnik, der Werkzeug- und Druckgussherstellung, dem Industrial Design sowie dem Fahrzeug- und Flugzeugbau zur Verfügung. Präzision und Genauigkeit sind bei units gelebte Philosophie und ein Versprechen an die Kunden. Als einer der ersten Messtechnikdienstleister in Europa bietet units die industrielle Computertomografie an. Ähnlich wie in der Medizin entsteht mit Hilfe der Röntgentechnologie ein naturgetreues 3D-Abbild des durchstrahlten Prüfobjekts. Die Computertomografie eröffnet der Qualitätssicherung bisher ungeahnte Möglichkeiten. Wo bisher präzises Messen nur stark eingeschränkt oder gar unmöglich war, setzt nun die Computertomografie an. Anschliessend können die Messdaten für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete weiterverwendet werden. Unser Engineering-Team schafft die Verbindung zwischen realen Bauteilen und virtuellen Daten. Sie bilden die Basis für unzählige Anwendungen in der Medizin, Umformtechnik sowie im Motorsport und dem Modell- und Formenbau. Durch den Abgleich der CAD-Daten können Werkzeugkorrekturen verkürzt und das Produkt schneller zur Marktreife gebracht werden. Sie finden uns bei der Mythentec AG Halle A4, Stand 4309

Halle A4 Stand 4309, bei Mythentec

units AG Rosenbergs-Au-Strasse 1 CH-9434 Au (SG) Telefon +41 (0)71 747 47 00 Telefax +41 (0)71 747 47 07 info@units.ch, www.units.ch

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Rohstoffspezialitäten und marktspezifisches Wissen

Innovative Robottechnik – Robotmodell W818

Auf der Fakuma präsentiert die VELOX GmbH verschiedene innovative Produkte: Neue ASACLEAN® Typen von Asahi Kasei (Japan), präsentiert mit Unterstützung eines neuen, elektronischen Kollegen! ASACLEAN® PX – eine sehr effektive, glasfasergefüllte, extrem rauch- und geruchsreduzierte Type für Hochleistungspolymere. Ideal für die Reinigung von PES, PEEK oder LCP. Einsetzbar in einem Temperaturbereich bis zu 420 °C, sowie ASACLEAN® PT, entwickelt für PC und sämtliche PC-Blends. Isoplast® von Lubrizol, USA – Technische (engineered) thermoplastische Polyurethane (ETPU) für industrielle Anwendungen die überall dort zum Einsatz kommen, wo besonders hohe Zug- und Schlagfestigkeitswerte gefragt sind. Innovative Flammschutzmittel: JJI, USA – JJAZZ – ein hocheffizientes, halogenfreies, selbst katalysierendes Intumeszenz System, das strengsten Flammschutztestrichtlinien wie UL 94 V0 entspricht. Einsetzbar bei PP, PE, TPE, TPU und TPV. SI Group, USA - Dicumene – ein nahezu geruchsloser, umweltfreundlicher Flammschutzmittel Synergist für PS, EPS und PP, der sich u. a. durch eine hohe Wärmestabilität auszeichnet.

Halle B5 Stand 5001

VELOX GmbH Brandstwiete 1 D-20457 Hamburg Telefon +49 (0)40 369688-0 Telefax +49 (0)40 369688-88 info@velox.com www.velox.com

Das neue Robotmodell W818 basiert mechanisch auf dem erfolgreichen Vorgängermodell W711, weist jedoch in der neuesten Ausführung ein Traggewicht von 6 kg auf, wobei der Vertikalhub gleichzeitig 1.200 mm (max.) betragen kann. Standardmässig ist das Gerät mit drei leistungsfähigen Servomotoren sowie Absolutwertgebern für alle linearen Achsen ausgestattet. Optionale servomotorische Drehachsen ermöglichen neue und vielfältige Funktionalitäten, die bisher eher Knickarmrobotern zugeordnet wurden. Die Servo-B-Achse ermöglicht eine stufenlose Drehung von Greifer und C-Abschwenkachse zwischen 0 ° und 270 °, während die Servo-C-Achse den Greifer zwischen 0 ° und 180 ° verdrehen lässt. Alle Zwischenpositionen der jeweiligen Drehachse können mit einer Genauigkeit von 0,01 ° programmiert werden. Diese Drehachsen – gekoppelt mit dem TruePath Bahnplanungsmodul der WITTMANN R8.2 Steuerung – erlauben die koordinatentreue Abfahrt von beliebigen Fahrbewegungen im Raum, bis hin zur Parallelität beliebiger Bewegungen von Linearund Rotationsachsen.

Halle B1 Stand 1204

WITTMANN Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn/Schweiz Telefon +41 (0)55 293 40 93 Telefax +41 (0)55 293 40 94 info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

PRÜFEN/MESSEN/QS

Produktionsoptimierung mit Pi_Inject

Software findet Fehlerquellen Sollen erstklassige Massenprodukte in guter Qualität und kostenoptimal produziert werden, bedarf es neben einer innovativen Produkteentwicklung auch einer optimalen Fertigung, die mit hoher Verfügbarkeit und in guter Qualität Teile herstellt. Der Einsatz von MES-Systemen hilft mit, die Produktion zu überwachen und Daten als Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse zu liefern.

Jacques Boeniger1 Eine optimierte Fertigung verlangt in jedem Falle eine lückenlose Überwachung des Prozesses, kann doch nur auf diese Weise sichergestellt werden, dass keine Fehlteile produziert werden. Fehlergründe können einerseits Maschinenstörungen, die Verwendung von falschen Rohstoffen oder nicht korrekte Maschinenparameter sein. Die manuelle Überwachung aller Daten und die noch oft praktizierte Handaufschreibung sind unsicher und äusserst personalaufwändig, zudem genügen sie den Ansprüchen der Kunden im Hinblick auf Rückverfolgbarkeit meistens nicht. Es muss darum das Ziel einer modernen Fertigung sein, soviele Daten wie nur sinnvoll automatisch zu erheben und in Datenspeichern aufzubewahren. Die anfallenden Kosten für diese Massnahmen mögen nicht unbedeutend sein, aber es empfiehlt sich in jedem Falle, eine offene und faire Returnon-Investment Analyse durchzuführen. Es mag sinnvoll sein eine derartige Betrachtung mit einem erfahrenen externen Berater durchzuführen.

Es muss im Interesse des Betreibers liegen, das Verhalten seiner Produktionsanlage möglichst detailliert zu kennen. Dabei kann es genügen zu wissen, in welchem Betriebszustand die einzelnen Maschinen sind (steht, läuft, umrüsten, gestört etc.) oder aber umfassende Informationen, sowohl über Status, als auch über physikalische Werte wie Drücke, Temperaturen etc. werden als notwendig erachtet. Ebenfalls entscheidend ist der bestehende Maschinenpark, wie und zu welchen Kosten können die gewünschten Daten erhoben werden? Werden nur Statussignale benötigt, so können diese über digitale Signale abgegriffen und dem Server zugeführt werden (Pi_

DigiBox). Die Ankoppelung an die Maschinen über Koppelrelais ist einfach und kann meist durch den Betreiber selbst erfolgen. Werden umfassende Informationen benötigt, oder sollen auch Daten an die Maschine geliefert werden (zum Beispiel Datensätze über das Modul Pi_Inject DataSet), so muss zwingend eine intelligente Schnittstelle eingesetzt werden, zum Beispiel entsprechend den Euromap Standards oder aber nach herstellerspezifischen Vorgaben. In der Regel wird eine Ethernetverbindung zwischen Maschine und Server benötigt. Ein beliebiger Mix-und-Match von verschiedenen Maschinentypen und von digitalen Inputs oder intelligenten Schnittstellen ist zulässig.

Pi_Inject – das System Bei Pi_Inject handelt es sich um ein ServerClient System, als Server kommt ein Standard Server PC zum Einsatz. Der Server kommuniziert einerseits mit der Maschinenebene über verschiedene Schnittstellen, andererseits ist er in das LAN-Netzwerk des Betriebes eingebunden. Die Benutzer (Clients) fragen die gewünschten Informationen über ihre Standard Arbeitsplätze ab. Die Sicherheit des Systems kann über die in der IT üblichen Massnahmen gewährleistet werden. 1 Jacques Boeniger ist Verwaltungsratspräsident der bfa solutions ltd.

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Anlagenkennzahlen, wir zum Beispiel der Wert für die Gesamtanlageneffektivität OEE, werden mit dem Modul Pi_Inject Perform berechnet und übersichtlich dargestellt.

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Grafiken: bfa

KUNSTSTOFF XTRA

Die vier modularen Funktionen des Pi_Inject Bundels.

Erweiterte Funktionen Die vier modularen Funktionen des Pi_Inject Bundels sind aus der Grafik ersichtlich. Da es sich bei Pi_Inject um eine anwendungsspezifische Untermenge des MES Systems PiSolutions handelt ist es möglich, weitere erprobte Module einzusetzen. Alarm Management: Das System kann um die Module Pi_Classify und Pi_Notify erweitert werden. Pi_Classify erlaubt eine Klassierung der Störungen durch den Bediener, das heisst, er kann Störgründe, Massnahmen zur Behebung etc. einer Steuerung zuordnen. Pi_Notify versendet im Störfall Mitteilungen an das Pikettpersonal und zwar mittels SMS und Email. Der Pikettplan kann im System abgelegt werden. Auftragsmanagement: Pi_Job erlaubt es, den Betriebsmitteln Aufträge zuzuordnen. Diese können Vorort händisch eingepflegt oder von einem ERP System an das PI_Inject System übertragen werden. Wartungsunterstützung: Pi_Maint ermöglicht es, die Nutzung von Maschinenteilen und Werkzeugen zu überwachen. Kriterien können sowohl Laufzeiten, als auch Taktzyklen sein. 10 / 2011

Der Betreiber kann die zu überwachenden Elemente in einer Datei aufführen. Beim Erreichen definierter Grenzwerte löst das Modul eine entsprechende Warnung aus.

Kommunikation total Der neue Web Server Pi_Mobile ermöglicht die Darstellung des aktuellen Anlagenzustandes auf mobilen Kommunikationsgeräten wie iPad, iPhone, sowie auf Android basierten Pads und Phones. Damit wird der Wunsch nach umfassender Prozesstransparenz Wirklichkeit. Produktionsdaten, Kennzahlen und Anlagenzustände sind jederzeit und überall weltweit online ersichtlich.

Kontakt bfa solutions ltd Ringstrasse 5 8603 Schwerzenbach Telefon +41 (44) 806 64 64 info@bfa.ch www.bfa.ch


KUNSTSTOFF XTRA

WERKSTOFFE

Polyamidsysteme für neue Faserverbundtechnologien

Neues Leichtbaulabor nimmt Arbeit auf

Nur mit leichten aber anspruchsvollen Compositematerialien und -bauteilen lässt sich noch mehr Metall ersetzen und somit, unabhängig vom Antrieb des Fahrzeugs, Energieverbrauch und CO2-Emission weiter vermindern. Durch ihr breites Portfolio ist es der BASF möglich, drei verschiedene KunststoffmatrixSysteme parallel zu untersuchen und anzubieten. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden wird das Unternehmen diese Systeme massgeschneidert weiterentwickeln. «Wir können hier auf das BASF-Know-how in der Epoxidharz-, der Polyurethan- und der Polyamid-Chemie zugreifen, wollen im Team die Synergien nutzen und werden in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung investieren», erläutert Willy Hoven-Nievelstein, Leiter der Geschäftseinheit Engineering Plastics Europe bei der BASF.

Gut fliessen und schnell aushärten Die Verarbeitungstechnologie hinter den neuen Werkstoffen ist das «Resin Transfer Molding» (RTM) genannte Verfahren, mit dessen Hilfe grosse und komplexe VerbundBauteile in einem Press-Form-Prozess entstehen. Dabei werden mehrlagige Faserstrukturen in ein beheiztes Werkzeug eingelegt, das sich in einer Presse befindet. Danach wird ein flüssiges Kunstharz in die Form gespritzt, das die Fasern vollständig benetzt und dann kontrolliert aushärtet. Im neu gegründeten RTM-Labor in Ludwigshafen sowie bei der Polyurethan-Forschung in Lemförde arbeiten die BASF-Experten an den chemischen und technischen Herausforderungen der neuen Matrixsysteme. Die Automobilbauteile der Zukunft, die aus diesen Werkstoffen entste50

Bild: BASF

Mitte 2011 hat die BASF ein Composite-Leichtbau-Team gegründet. Die Gruppe kümmert sich um die Entwicklung von marktfähigen Materialien und Technologien zur Fertigung von Hochleistungsfaserverbund-Bauteilen für den Automobilbau. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden wird das Unternehmen Systeme aus der Epoxidharz-, der Polyurethan- und der Polyamid-Chemie weiterentwickeln und investiert in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag.

Leichtbau mit Kunststoff.

hen, sind trotz ihres geringen Gewichts hoch belastbar. Gutes Fliessvermögen und vor allem kurze Aushärtezeit der Kunststoffkomponenten sind neben der mechanischen Leistungsfähigkeit des fertigen Faserverbundbauteils die zentralen Herausforderungen bei allen drei Materialgattungen. Unter den Marken Baxxodur und Elastolit R bietet die BASF bereits Lösungen auf Basis von Epoxidharz bzw. Polyurethan-Systemen an. Epoxidharzsysteme der BASF finden sich heute schon in den Rotorblättern von Windanlagen. Beide Materialien verfügen über neuartige Härtungsmechanismen: Sie tränken die Fasertextilstrukturen durch ihre niedrige Anfangsviskosität sehr gut, härten dann aber innerhalb weniger Minuten aus. Damit bieten sie Lösungen für eines der Probleme, das dem Einsatz von Hochleistungsverbundwerkstoffen in der Fahrzeugserienfertigung bisher entgegenstand. Sie sind selbsttren-

nend und können auf gängigen Hoch- und Niederdruckanlagen verarbeitet werden. Die neuen Polyamid-Systeme, die sich zurzeit in der Entwicklung befinden, lassen sich zudem thermoplastisch recyclen und leicht schweissen. Je nach Anforderungsprofil des Kunden wird die eine oder andere der Systemlösungen zur Anwendung kommen. Besonderen Aufwand steckt die BASF in das beschleunigte Aushärten der drei KunststoffMatrixsysteme und damit in die weitere Verkürzung der Zykluszeiten.

Endlosfasern für Strukturbauteile: Carbon- und Glasfasern Solche Strukturbauteile für Chassis oder Karosserie lassen sich nur aus Verbundwerkstoffen auf Basis endloser Carbon- oder Glasfasern herstellen und sie erfordern Fasergehalte von etwa 65 Gewichtsprozent. Endlosfasern sind heute schon im Flugzeug10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA Die SpritzgieĂ&#x;er – Messe Nr. 1 weltweit Kunststoff–Technologien – Made by FAKUMA bau, in der Windenergiegewinnung, im Anlagenbau, im Prototypenbau und in automobilen Kleinserienanwendungen im Einsatz. Carbonfasern bieten als Verstärkungsmaterial sehr hohe Steifigkeit und sind daher von besonderem Interesse. Um sich hier frĂźhzeitig mit Anwendern und Endnutzern austauschen zu kĂśnnen, ist die BASF seit kurzem Mitglied im Carbon Composites e.V. (CCeV), ein 2007 gegrĂźndetes Kompetenznetzwerk fĂźr Carbonfasern und Faserverbundtechnologie mit inzwischen mehr als 120 Mitgliedern. Wichtig fĂźr eine schnelle MarkteinfĂźhrung der Matrixsysteme sind jedoch neben der Leistungsfähigkeit eines Verstärkungsmaterials auch Preis und VerfĂźgbarkeit. Hier zeigen Glasfasern ein hohes Potenzial: Ihre mechanische Leistungsstärke ist bei weitem noch nicht ausgereizt. Deckschichten lassen sich darĂźber hinaus mit leichten Schaumkernen zu hochwertigen Sandwichstrukturen kombinieren, die eine ausserordentlich gute spezifische Bauteilsteifigkeit und gute Isoliereigenschaften bei niedrigem Gewicht aufweisen. Die hierfĂźr entwickelten PUR-Schaumsysteme der BASF zeichnen sich durch hohe Druckfestigkeit und Temperaturbeständigkeit bei niedriger Dichte aus. ÂŤOhne solche Multimaterial-Systeme wird der nächste grosse Sprung im automobilen Leichtbau nicht mĂśglich seinÂť, so Volker Warzelhan, Leiter der Forschung Thermoplastische Kunststoffe der BASF. Parallel dazu erweitert die BASF Ultrasim ihr inzwischen universelles Computersimulationswerkzeug, um auch das Verhalten komplexer Endlosfaserverbundstrukturen vorhersagen zu kĂśnnen. Kontakt BASF Schweiz AG Klybeckstrasse 141 CH-4057 Basel Telefon +41 (0)61 636 11 11 lightweight-design@basf.com www.basf.de

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KUNSTSTOFF XTRA

WERKSTOFFE

Bionic Manufacturing

Bauteile – der Natur nachempfunden

Vor allem ihrer Struktur verdanken biologische Konstrukte ihre hohe Belastbarkeit – Röhrenknochen etwa sind durch die schwammartige Substanz im Inneren ihrer kompakten Aussenhülle besonders stabil. Um Produkte mit ähnlich idealen inneren Strukturen leicht, materialsparend und solide zu gestalten, arbeiten die FraunhoferInstitute für Werkstoffmechanik, IWM, und für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Umsicht, im Projekt Bionic Manufacturing zusammen. Die Wissenschaftler am IWM in Freiburg suchen ideale Innenstrukturen für Bauteile. «Unser Ziel ist es, so effizient wie die Natur zu arbeiten: Das fertige Bauteil soll nicht mehr wiegen als nötig und dabei trotzdem mechanisch zuverlässig funktionieren», betont Raimund Jaeger vom IWM. Ein grosser Pluspunkt dabei seien die gestalterischen Freiheiten: «Es ist möglich, sehr ästhetische Gebrauchsgegenstände wie einen Designerstuhl herzustellen», erklärt Jaeger. Und sollte ein so ausgelegtes Stück durch eine Überbeanspruchung doch einmal versagen, dann auf «gutmütige» Weise – es zerbricht nicht in scharfe Splitter, sondern knickt weich zusammen.

Die Natur tastet sich an die optimale Konstruktion heran Während sich die Natur über Generationen an optimale Konstruktionen herantastet, müssen Konstrukteure und Produktentwickler wesentlich schneller arbeiten. Die Freiburger Forscher haben darum eine neue Vorgehensweise entwickelt: Sie bauen im PC das komplette Werkstück entlang seiner Konturen zunächst aus nahezu identischen, quaderförmigen Elementarzellen auf. Stellt sich in der numerischen Simulation heraus, dass die Gitterstruktur nicht den Anforderungen entspricht, werden die betroffenen Zellwände oder Trabekel gezielt angepasst: 52

Bild: Fraunhofer IWM

Leicht und trotzdem stabil: Grashalme, Bambusstangen, Knochen oder Zähne erreichen eine hohe Belastbarkeit bei geringem Gewicht durch raffinierte innere Strukturen und einen ausgeklügelten Materialmix. Auf dieselbe Art lassen sich auch Kunststoffprodukte leichter und haltbarer gestalten.

Links ist eine bionisch inspirierte Leichtbaukonstruktion aus Polyamid zu sehen. Rechts wird die Detailsimulation am Rechner dargestellt.

«Wir gestalten sie dicker, wenn sie zu schwach sind, schlanker, wenn sie sich besser biegen sollen oder lassen ihre Wände entlang der Kraftlinien verlaufen, die bei einer Beanspruchung entstehen», sagt Jaeger. Auf diese Weise lassen sich viele Formen mit einer Zellinnenstruktur auslegen, in der Simulation bewerten und optimieren. Begleitet werden die Simulationen durch «reale» Versuche, mit denen die Forscher die Strukturen mechanisch testen. «Bei allen Werkstücken, die sich im Computer aus zweidimensionalen Grundstrukturen heraus in die gewünschte Form ziehen lassen, funktioniert diese Vorgehensweise bereits sehr gut», berichtet Jaeger, «ebenso bei Teilen, die relativ regelmässig geformt sind.» Alle Bauteile sind trotz ihrer Leichtbauweise sehr stabil und können auch härtere Stösse dämpfen.

Viele mögliche Anwendungen Anwendungsmöglichkeiten sieht der Wissenschaftler überall dort, wo mechanisch hochwertige und ästhetisch ansprechende Produkte gefragt sind, die leicht sein müssen – beispielsweise medizinische Orthesen oder individuell angepasste Schutzstruktu-

ren für Sportler wie Rückenprotektoren für Schifahrer. Für die technische Umsetzung der biologischen Konstruktionsprinzipien ist das Institut Umsicht zuständig. Die Oberhausener Projektleiter setzen hierbei auf generative Fertigungsverfahren – in diesem Fall auf das selektive Lasersintern von Kunststoffen. Das Verfahren ermöglicht, ein Werkstück Schicht um Schicht aus einem feinen Polyamidpulver wachsen zu lassen, das ein dünner Laserstrahl in Form schmilzt. So können komplexe innere Strukturen und zukünftig auch Bauteile mit räumlich variierenden Werkstoffeigenschaften – Experten nennen sie Gradientenwerkstoffe – hergestellt werden, also mit ähnlich optimalen Strukturen, wie man sie in der Natur beobachten kann. Quelle: Fraunhofer Gesellschaft Kontakt Dr. Raimund Jaeger Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Wöhlerstrasse 11 D-79108 Freiburg Telefon +49 (0)761 5142 284 raimund.jaeger@iwm.fraunhofer.de www.iwm.fraunhofer.de ■ 10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Permeationseigenschaften von Verpackungen sind ein wesentliches Kriterium bei der Wahl des geeigneten Verpackungsmaterials. Die Anforderungen an die Permeationseigenschaften sind hoch und werden meist nicht nur durch das Füllgut selbst vorgegeben. Auch aktuelle Trends im Bereich der Lebensmittelverpackung, wie z. B. der Einsatz von Biopolymeren oder das «Light weighting» von Getränkeflaschen, haben einen starken Einfluss. Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen erforscht derzeit ein Verfahren, mit dem die Verbesserung der Barrierewirkung plasmapolymerer Schichten auf Kunststoffgetränkeflaschen durch eine elektrische Vorspannung der Flasche, das sogenannte Substrat-Bias, erzielt werden soll. Studien an Folien zeigen, dass sich bei der Abscheidung von Barriereschichten durch den Einsatz eines Substrat-Bias Schichtdefekte verringern lassen. Das wiederum führt zu einer signifikanten Verbesserung der Barriereeigenschaften. Diese Technologie wird aktuell an einem neu aufgebauten Beschichtungsreaktor für PETFlaschen untersucht. Bei einer erfolgreichen Validierung des Verfahrens soll der Prozess anschliessend auf andere Materialen wie Polylactid (PLA) übertragen werden.

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Neben der Verbesserung der Barriereeigenschaften soll auch der Einfluss des Substrat-Bias auf die Flexibilität der abgeschiedenen Schichten untersucht werden. Ein eventueller Einfluss auf die Dehnungstoleranz der Schichten ist gerade für die Anwendung im Bereich der kohlensäurehaltigen Getränke entscheidend, da Barriereschichten durch den auftretenden Flascheninnendruck gedehnt werden können. Die hochvernetzten Schichten versagen unter derartiger Belastung. Entstehende Risse stellen nun Schwachstellen in der Barriere dar. Hierzu wird untersucht, inwieweit durch das gezielte Abscheiden multifunktionaler Schichtsysteme, bestehend aus Hartund Weichkomponenten, die Dehnbarkeit des Verbunds bei gleichzeitig guter Barrierewirkung erhöht werden kann. Das IKV forscht seit nun mehr als zwanzig Jahren auf dem Gebiet der plasmagestützten Barrierebeschichtung von Kunststoffen, darunter die Entwicklung von Prozessen zur Innen- bzw. Aussenbeschichtung von Kunststoffgetränkeflaschen oder zur Beschichtung von Folien und Kunststoffbauteilen. Das aktuelle Substrat-Bias-Projekt 16306 N wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen

Bild: IKV

Plasmagestützte Barrierebeschichtung für Getränkeverpackungen

Reaktor zur BIAS-gestützten Innenbeschichtung von Kunststoffgetränkeflaschen im Plasma.

Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Kontakt Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen Pontstrasse 49 D-52062 Aachen Telefon +49 (0)241 80-93672 zentrale@ikv-aachen.de www.ikv-aachen.de ■

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FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

KUNSTSTOFF XTRA

6. Rapperswiler Kunststoff-Forum des IWK

Impulsgeber für die Kunststoffbranche Mehr als 140 Fachleute aus Industrie und Hochschule folgten der Einladung des Instituts für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) der HSR Hochschule für Technik zum mittlerweile 6. Rapperswiler Kunststoff-Forum. Prorektor Prof. Alex Simeon, der neu den Bereich anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung (aF+E) leitet, stellte die aktuelle Entwicklung der HSR vor und machte damit – gleich an seinem ersten Arbeitstag in neuer Position – den Auftakt zur Veranstaltung.

Bild 1 + 2: Marianne Flury

Lasttragende Sandwichstrukturen im Automobilbau

Bild 1: Ein Hingucker: Moderne Stickerei kombiniert mit Elektronik ziert diese funktionale Handtasche.

Institutsleiter Prof. Dr. Frank Ehrig präsentierte Glanzlichter des IWK aus dem Bereich Spritzgiessen. Zu erwähnen sind u.a. das innovative Hinterspritzen von Metallfolien und die Kapselung miniaturisierter Solarzellen für eine funktionale modische Handtasche (Bild 1). Andere herausfordernde Projekte befassen sich mit Optimierungsprozessen sowie mit der Integration von Elektronik in Kunststoffbauteile, so zur Beleuchtung mit LED oder mit Elektrolumineszenz, oder durch Hinterspritzen ultradünner, sensibler Elektronik. Attraktiv ist auch das Innovationsprojekt Puzzleball des Ravensburger Spieleverlags, bei dem es um eine Technologie für das Design und die Produktion von Puzzleteilen für dreidimensionale Puzzles geht (Bild 2). 54

Ausgehend von drei Thesen zeigte Prof. Dr. Markus Henne, stv. Institutsleiter und Leiter des Fachbereichs Faserverbundwerkstoffe, dass Faserverbundtechnologie und Sandwichbauweise unumgänglich sind, wenn das Gewicht der Automobile weiter gesenkt werden soll. Bis zu einer verbreiteten Anwendung sind aber noch diverse Hindernisse zu überwinden. Präsentiert wurde das Potenzial von Sandwichstrukturen in Bezug auf die Crashtauglichkeit von Leichtfahrzeugen, die Integration von Funktionalität und die Fertigung von Sandwichbauteilen in Faserverbundbauweise. Ein innovatives Design erlaubt beispielsweise die Integration der Batterien eines Elektrofahrzeuges in ein gelenkloses, nachgiebiges Chassis in Sandwichbauweise.

Ein Jahr Compoundierung am IWK Prof. Daniel Schwendemann berichtete über die Aktivitäten im ersten Jahr des von ihm geleiteten Fachbereichs Compoundierung/ Extrusion. Neben dem Aufbau des Compoundierlabors (Bild 3) ging er speziell auf die Biopolymere samt deren Anwendungen und das stoffliche Recycling als Arbeitsschwerpunkte des Fachbereichs ein. Zum Thema Biopolymere wurden mit Industrievertretern sechs Fokusgruppen mit je eigenen Zielrichtungen gebildet. Ein besonderes Augenmerk gilt dem stofflichen Recycling von Multimaterialmischungen aus PP und TPE mit Metallverunreinigungen. Das PP/ TPE-Regranulat stellt in einem Bumerang als Demobauteil mit 2K-Technologie seine Tauglichkeit unter Beweis.

Bild 2: Mario Studer (r.), IWK, erklärt die Knackpunkte bei der Herstellung des 3-DPuzzleballs.

Spritzgiessen von Biopolymeren Die Bedeutung von Biopolymeren in industriellen Anwendungen und die entscheidenden Anforderungen behandelte Gastreferent Dr. Sasan Habibi-Naini, Leiter Strategische Innovation bei Sulzer Mixpac AG. Wichtige Stichworte sind die Nachhaltigkeit und die Bioabbaubarkeit der Werkstoffe. Die Durchlässigkeit von Wasserdampf und Sauerstoff ist bei Biopolymeren ein Problem, das allenfalls mit Barriereschichten zu lösen ist. Die Nachfrage des Marktes ist noch zurückhaltend, doch im Steigen begriffen. Auch wenn die Versorgungskette und die Verfügbarkeit der Materialien die industriellen Anforderungen noch nicht erreichen, wird die Entwicklung weitergetrieben, um die zukünftige Nachhaltigkeit sicherzustellen.

Barriereeigenschaften in Lebensmittelverpackungen Bernhard Merki, CEO der Netstal Maschinen AG, präsentierte als Gastreferent eine Innovation seines Unternehmens: Das Umsprit10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Bild 3 + 4: IWK

Bild 3: Prof. Daniel Schwendemann (l.) führt die Besucher durch «sein» Compoundierlabor.

zen von Metallfolien zwecks verbesserter Barriereeigenschaften für die Verpackungsindustrie. In fünf Schritten vom Einlegen des metallischen Preforms bis zum beidseitigen Hinterspritzen mit PE oder PP entsteht als

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden in den Labors die neuesten Entwicklungen und Technologien am IWK gezeigt (Bild 4), umrahmt von einer Posterpräsentation aktueller Projekte sowie Studien- und Abschlussarbeiten aus Bachelor- und Masterstudium, womit auch Gelegenheit zu Diskussionen mit den IWK-Mitarbeitenden geboten wurde.

Bild 3 + 4: IWK

Alternative zu Blechdosen ein Produkt mit vielen Vorteilen. Insbesondere die geringeren Herstellkosten, die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten für das Design, aber auch die Verschweissbarkeit von Behälter und Deckel ohne Lücke in der Barriere sowie die Wiederverschliessbarkeit sind die Stärken. Dazu kommen die Vorzüge der Spritzgiesstechnik samt Dekorieren und Beschriften mit InMould-Labeling.

Bild 4: Grosses Gedränge im Spritzgiesslabor, wo die neuesten Entwicklungen zu sehen waren.

Kontakt IWK an der HSR Oberseestrasse 10, CH-8640 Rapperswil Telefon +41 (0)55 222 41 11 office@hsr.ch, www.iwk.hsr.ch ■

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KUNSTSTOFF XTRA

RECYCLING

Lösung zur Verwertung von Monitoren

Grosse Teile und doch komprimiert

Bilder: HSM

Der Entsorgungsspezialist L + N Recycling in Bubesheim stand lange vor einer widersprüchlichen Herausforderung: Kunststoffe von TV- und PC-Monitoren sollten für den Transport möglichst dicht komprimiert werden, zugleich aber für die spätere Sortierung in grossflächigen Teilen erhalten bleiben. Die Lösung fand man in der Ballenpresse von HSM. Seitdem gelangt der Kunststoff nicht nur hochverdichtet an Abnehmer in Asien, L + N spart auch bei den Transport- und Prozesskosten.

HSM Ballenpresse zum Verdichten von TV- und PC-Monitoren.

Wer glaubt, dass Kunststoff einerlei sei, den belehrt Dr. Bernd Funk gern eines Besseren. «TV-Monitore», sagt der technische Leiter bei L + N, «sind aus einem anderen Kunststoff als Computermonitore». Damit nicht genug: Die Hersteller verwenden für Befestigungsteile in den Gehäusen weitere Kunststoffverbindungen und für die Lautsprecherabdeckung wiederum andere. Deshalb kann der Recyclingspezialist die Wertstoffe nicht einfach in einen Shredder geben und in Granulat verwandeln – was auf den ersten Blick die einfachste Lösung wäre. «Sie könnten dann in Fernost nicht nach sortenreinen Fraktionen sortiert werden und wären somit nicht wiederverwendbar», so Funk. Infrage kommt auch keine «lose Schüttung», wie der technische Leiter es nennt. Das würde die Transportkosten gewaltig in die Höhe treiben, weil mehr Luft als Kunststoff im Überseecontainer wäre. Und das würde einer umweltgerechten Verwertung widersprechen, wie sie das Elektro- und Elektronikgesetz vom März 2005 vorsieht. Das so genannte ElektroG ist praktisch die Geschäftsgrundlage von Recyclingspezialisten 56

wie L + N. Es setzt die Europäische Richtlinie WEEE in nationales Recht um und regelt die umweltverträgliche Entsorgung von Computern und anderen elektrischen Geräten, wie etwa Kühlschränken.

Keine Alternative zum Pressen Folglich bleibt für L + N nur das Pressen oder Verdichten selbst. Zwischen fünf und acht Fernseher und Computermonitore zerlegt ein Mitarbeiter des Mittelständlers pro Stunde. Insgesamt stehen sechs Zerlegearbeitsplätze zur Verfügung. Die Kunststoffgehäuse wandern umgehend in die unweit stehende HSM Ballenpresse, die die Zerleger per Hand befüllen können. Am Ende der Pressprozesse sind etwa 50 bis 60 Gehäuse zu einem Ballen von der Grösse eines Kubikmeters und einem Gewicht von etwa 280 Kilogramm komprimiert. Bernd Funk spricht von einem Verdichtungsverhältnis von 1 zu 6. Die kompakten Ballen lagert der Recyclingspezialist vorerst auf dem Firmenhof, bis etwa 60 Stück zusammen sind, ge-

nug für die Beladung des Überseecontainers.

Ende der umständlichen Prozesse Seit einem Jahr ist die HSM Ballenpresse bei L+N im Einsatz. Mit ihrer Leistung ist Funk sehr zufrieden. «Wir haben jetzt den Dreh raus, wie wir pressen», sagt er. Ausserdem könne L+N schneller auf etwaige Probleme reagieren. Das war nicht immer so. Der technische Leiter erinnert sich nur noch ungern an die teils umständlichen und oft zeitraubenden Prozesse in der Vergangenheit. Jahrelang sammelte der Recyclingspezialist die Kunststoffgehäuse der TV- und PC-Monitore in zwei Abrollcontainern, um sie dann zum Pressen bei unweit gelegenen Containerdiensten zu fahren. Die setzen dafür normale Papierpressen ein, die offenbar den Anforderungen nur bedingt gewachsen waren. Zwar erreichten sie eine etwa gleich hohe Verdichtung der Kunststoffe wie die jetzige Ballenpresse von HSM. Allerdings: Die scharfkantigen Hartkunststoffe setzten 10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

RECYCLING

PET verwendeten. Die Folge. «Wir hatten in unserem Material häufig Reste anderer Kunststoffe», sagt Funk. «Und das beeinträchtigte die Verwertungschancen.»

bei L+N verlief keineswegs reibungslos. Probleme zeigten sich etwa an der Pressenrückwand, die nachgebessert werden musste. Dennoch entschied sich L+N am Ende der Testphase für den Kauf der Maschine. Als Grund führt Funk an: «HSM redet nicht nur von Service, sondern praktiziert ihn auch.» Alle Mängel wurden klaglos, schnell und zur Zufriedenheit der Bubesheimer behoben.

Erfolgreiche Testphase

Die kompakten Ballen lagert L + N vorerst auf dem Firmenhof, bis etwa 60 Stück zusammen sind, genug für die Beladung des Überseecontainers.

den Papierpressen gehörig zu – mit Ausfallzeiten als Folge. Schlimmer noch: Weil die Dienstleister die gepressten Ballen nicht kreuzverschnüren konnten, fielen sie bei der Verladung per Gabelstapler oft auseinander. Ein Dorn im Auge war dem technischen Leiter auch der Umstand, dass die Containerdienste ihre Maschinen zum Pressen anderer Kunststofffraktionen wie Folien oder

Verständlich daher, dass sich L+N Recycling nach einer langfristig besseren Lösung umsah. Fündig wurde er bei dem badischen Hersteller von Aktenvernichtern, Schneidemaschinen und Ballenpressen HSM in Frickingen. Die «Spezialisten für Entsorgungstechnologien», wie sich die Frickinger selbst nennen, hatten in Bubesheim kein leichtes Spiel. Denn der gelernte Ingenieur und Experte für Verfahrenstechnik Funk lässt sich kein X für ein U vormachen. Den Bubesheimern stellte HSM daher erst einmal die Vertikal-Ballenpresse V-Press 860 S ins Haus – zu Testzwecken. Diesen Typ hat HSM speziell für Hartkunststoffe umgerüstet: verstärkter Presskasten und Türverschluss sowie einen Ketten- statt Gurtauswerfer für die Ballen. Die rund sechswöchige Probephase

Kontakte L + N Recycling GmbH An der Autobahn 7 D-89347 Bubesheim Telefon +49 (0)8221 3606-30 info@lun-recycling.de www.lun-recycling.de HSM GmbH + Co. KG Austrasse 1-9 D-88699 Frickingen Telefon +49 (0)7554 2100-0 info@hsm.eu www.hsm.eu

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KUNSTSTOFF XTRA

RECYCLING

Wie aus Gefahrgutbehältern wertvolle Rohware wird

Wiederverwertung von gebrauchten Containern Säuren, Laugen, Lösemittel, Isocyanate – Wer mit gefährlichen Stoffen umgeht und sie in Containern transportiert, steht am Ende immer vor dem Problem der sachgerechten Entsorgung der Behälter. Für gewöhnlich landen sie in der Verbrennungsanlage. Das muss nicht sein.

nicht unserem Qualitätsstandard», erklärt Stefan Nitsche von der Fass-Braun GmbH. In der Regel werden in dem Unternehmen, das sich auf die Rekonditionierung von Fässern und Containern spezialisiert hat, die eingehenden Verpackungen gereinigt, so dass sie wieder verwendet werden können. Lassen sich dabei nicht alle Restanhaftungen entfernen, blieb früher bei den Kunststoffbehältern nur die Entsorgung. Die benutzten Behälter wurden dazu in einem Lager der Firma erst gesammelt und dann in Lw-Chargen zur thermischen Verwertung gefahren. Da jedoch Kunststoffabfälle im Vergleich zur gleichen Menge Hausmüll wesentlich mehr Hitze erzeugen, wurden die Lieferungen von den Entsorgern oft abgewiesen, berichtet Nitsche. «Je nach Auslastung der Anlage mussten wir unsere Chargen dann oft tagelang bei uns zwischenlagern.»

90 Prozent der Behälter werden recycelt Inzwischen werden nur noch die wenigsten Kunststoffinnenbehälter zur Verbrennungsanlage gefahren. Mittlerweile verbleiben 90

Bild: Fass Braun GmbH

Lange Zeit bestand die gängige Praxis der Rekonditionierer darin, gebrauchte und nicht wieder verwendbare Container nach der Reinigung zu zerlegen und nach Stoffen getrennt entweder zu verwerten oder zu entsorgen. Die Kunststoffinnenbehälter wurden gesammelt und mit Lastwagen zur Abfallverbrennung gefahren. Diese Methode verursachte jedoch sehr hohe Transportund Entsorgungskosten. Hinzu kam, dass die Entsorger die Chargen ablehnten, wenn ihre Anlage ausgelastet war. Daher gehen inzwischen immer mehr Rekonditionierer dazu über, die nicht wieder verwertbaren Innenbehälter zu recyceln: Der Kunststoff wird, zu Mahlgut verarbeitet, weiterverkauft. Die Fass-Braun GmbH aus Hagen in Westfalen hat dazu einen speziell für ihre Ansprüche entwickelten Shredder auf dem betriebseigenen Gelände installiert, der seitdem die Kunststoffinnenbehälter sicher verarbeitet. «Bedingt durch das letzte Füllgut fallen bei der Reinigung immer wieder Container aus: Restanhaftungen und Verfärbungen an den Innenbehältern werden von unseren Kunden nicht akzeptiert und entsprechen auch

Die Erdwich-Zerkleinerungsanlage verarbeitet bis zu einer Tonne Materialien pro Tag.

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Bild: Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH

Das Schneidwerk des Zweiwellenzerkleinerers H480/2-1250 ist mit speziellen Hakenmessern bestückt. Sie ziehen das Material ein und zerteilen es schonend zwischen den beiden gegenlaufenden Messerwellen.

Prozent im Unternehmen und werden hier komplett recycelt. Saubere IBC-Container werden wieder verwendet, die Innenbehälter derjenigen Container, die sich nicht wieder verwenden lassen, kommen in einen Shredder. Dort werden sie zunächst in 20 bis 25 Millimeter breite Streifen geschnitten. Anschliessend bringt sie ein Förderband in eine spezielle Mühle, wo sie zu zehn Millimetern Korngrösse zermahlen und danach in grossvolumige Big-Bags abgefüllt werden. «Die Anlage ist so konstruiert, dass sie sowohl Metall als auch Kunststoff zerkleinern kann, ohne dass umständliche mechanische Umbauten vorgenommen werden müssen», erklärt Jürgen Horber, Projektleiter bei der Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH. Das Schneidwerk des hydraulisch betriebenen Zweiwellenzerkleinerers H480/2-1250 ist mit speziellen Hakenmessern bestückt. Sie ziehen das Material ein und zerteilen es schonend zwischen den beiden gegenlaufenden Messerwellen. Auch schwer zu zerkleinerndes Material sowie Materialien mit grossen Abmessungen kann der Shredder, der eine Antriebsleistung von 45 kW hat, 10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

RECYCLING

Bild: Fass Braun GmbH

können, sind die Messerscheiben einzeln gesteckt. Da viele Gefahrgüter, die in den Kunststoffinnenbehältern zuvor aufbewahrt wurden, leicht entzündlich sind, war es bei der Wahl der eingebauten Komponenten wichtig, dass sie Hitze und Funkenschlag standhalten können, erklärt Horber. «So verhindern wir, dass Nebenprodukte aus den Aufgabegütern, wie Staub oder Flüssigkeitsrückstände, negative Auswirkungen auf die Gesamtanlage haben.» Ein weiterer wichtiger Punkt für die Fass-Braun GmbH war ein hoher Sicherheitsstandard. Daher wurden alle Stationen, von der Aufgabe bis zur Big-Bag-Station, auf ihre Risiken hin bewertet und entsprechend darauf ausgelegt. Vor allem die Aufgabestelle entspricht hohen Sicherheitsnormen, damit das Personal geschützt ist. «Da die Anlage vollautomatisch läuft, ist nur ein Mitarbeiter erforderlich, der die Behälter auf das Förderband stellt», ergänzt Nitsche. Anschliessend werden die zerkleinerten Kunststoffblasen aus den IBC-Behältern in einer speziellen Mühle zu 10 mm kleinen Körnern zermahlen.

problemlos bearbeiten. Möglich wird dies durch die passgenaue Schnittspalte und das hohe Drehmoment. Die Messer, die über eine spezielle Steckfolge zu einem massiven Schnittwerk verbaut sind, wurden aus hochwertigem Spezialstahl hergestellt und sind besonders verschleissarm. Um sie beispielsweise zur Wartung leicht austauschen zu

Unabhängig durch Vor-Ort-Recycling «Für unsere Firma ist der Shredder eine gute Investition, da wir uns die hohen Entsorgungskosten der Innenbehälter sparen und das Mahlgut verkaufen können. Zudem sind wir unabhängig, denn wir können nun das Material ganz nach unserem täglichen Bedarf verarbeiten», so Stefan Nitsche. Da aufgrund des steigenden Ölpreises inzwischen ein Mangel an hochwertigem High-Density

Polyethylen (HDPE) besteht, sei die Nachfrage hoch. Zusätzlich ist die Recyclingmethode vor allem im Vergleich zur Verbrennung besonders umweltfreundlich. Daher wurde sie von der KfW als förderungswürdig anerkannt. Das Unternehmen wurde bei der Anschaffung der Anlage von der NRW.Bank entsprechend unterstützt. Die Fass-Braun GmbH plant bereits einen zusätzlichen Erdwich-Shredder, der dann zur Zerkleinerung von Kanistern mit einem Füllvolumen zwischen 15 und 30 Litern eingesetzt werden soll. Da diese Behälter nur schwer zu reinigen sind und deshalb noch einen hohen Anteil leicht entzündlicher Materialien enthalten, sollen sie nass zerkleinert werden, um Funkenbildung zu vermeiden.

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KUNSTSTOFF XTRA

TRENDS

smart forvision

So sieht die elektromobile Zukunft aus

«Mit dem forvision macht smart seiner Rolle als Daimlers ´Think Tank´ für städtische Mobilität alle Ehre. Wir stellen zahlreiche Weltpremieren vor, die Elektromobilität ohne Kompromisse möglich machen. Mit dem klaren Ziel vor Augen, die emissionsfreie Reichweite deutlich zu erhöhen, haben wir an allen Stellhebeln rund um das Fahrzeug angesetzt. Das Ergebnis sind völlig neuartige Konzepte und Materialien in den Bereichen Isolation, Reflektion, Leichtbau und Energiemanagement. Neben transparenten organischen Solarzellen, durchsichtigen und energiesparsamen Leuchtdioden sowie Infrarot-reflektierenden Folien und Lacken, werden Hochleistungsschaumstoffe zur Kälte- und Wärmeisolation verwendet. Neue Massstäbe in Sachen Leichtbau definiert smart auch durch den Einsatz der ersten Vollkunststofffelge», sagt smart Chefin Dr. Annette Winkler. «In Verbindung mit den ohnehin revolutionären smart-Genen ist dann auch noch das Design unseres Fahrzeugs so einzigartig geworden, dass man mit ihm sofort aus dem Forschungslabor hinaus auf die Strasse fahren will.» «Die Autos der Zukunft brauchen Materialien und Technologien, die den Energieverbrauch senken und gleichzeitig Reichweite und Komfort erhöhen. Unsere Innovationen leisten hierfür einen entscheidenden Beitrag», sagt Dr. Christian Fischer, Leiter der BASF-Polymerforschung. «Wir sind stolz, mit smart ein ganzheitliches Konzept für eine nachhaltige urbane Mobilität entwickelt zu haben. Gemeinsam präsentieren wir ein wegweisendes Fahrzeug, das seinesgleichen sucht.» Das Zusammenspiel aus Fahrzeug-Knowhow bei smart sowie die Material- und Systemkompetenz der BASF machen aus dem smart forvision einen Technologieträger für eine nachhaltige und ganzheitliche Elektro60

Bilder: BASF

smart, seit jeher Pionier in Sachen urbaner Mobilität, zeigt mit dem smart fortwo electricdrive, wohin die Entwicklung in den Metropolen der Welt geht. Das Konzeptfahrzeug aus dem gemeinsamen Know-how von BASF und smart vereint futuristisches Design mit Technologien rund um die Themen Energieeffizienz, Leichtbau und Temperaturmanagement.

Der smart forvision ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Daimler AG und BASF SE. Design, Lifestyle und Technologie des Fahrzeugkonzepts treten in eine neue funktionale Verbindung.

mobilität der Zukunft. Dabei haben die Forscher und Designer bewusst darauf geachtet, dass im Konzeptfahrzeug eine Mischung aus visionären, teils noch im Laborstadium befindlichen Materialien sowie Technologien angewendet wird, die prinzipiell gute Chancen auf eine Serieneinführung hat.

Energieeffizienz: Licht und Energie von oben Ein Blickfang sind die hexagonförmigen, transparenten Flächen auf dem Fahrzeugdach des smart forvision – dem ersten lichtdurchlässigen Dach, das gleichzeitig Energie erzeugt. Technologisch handelt es sich dabei um vollflächig transparente Solarzellen. Sie basieren auf organischen Farbstoffen, die in einem Sandwichdach eingelassen sind. Die transparenten Farbstoffe der Solarzellen werden durch Licht angeregt. Selbst bei Streulicht und schwachen Lichtverhältnissen erzeugen sie ausreichend Energie, um die Multimediakomponenten sowie drei im

Fahrzeuginneren angebrachte Ventilatoren anzutreiben, die die Fahrzeugklimatisierung unterstützen. Steht das Fahrzeug in der Sonne, wird die Lüftung mithilfe der Photovoltaik dauerhaft betrieben und das Auto somit laufend gekühlt. Mit dieser neuen Zelltechnologie lassen sich weitere Effizienzpotenziale erschliessen und die so erzeugte Energie für zusätzliche Anwendungen im Auto nutzen. Unter den Solarzellen ist eine weitere Neuheit angebracht: Transparente OLED (Organische Leuchtdioden) beleuchten beim Türöffnen oder auf Knopfdruck den Fahrzeuginnenraum und ermöglichen im ausgeschalteten Zustand den freien Blick nach draussen. Dadurch ergibt sich bei Tageslicht ein Glasdacheffekt, während die Flächen nachts angenehm und blendfrei leuchten. Durch die freie Farbwahl bieten die neuartigen OLED nicht nur mehr Freiheiten für das Design, sie verbrauchen zudem nicht einmal halb so viel Energie wie herkömmliche Energiesparlampen. 10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

Leichtbau: Anders, besser, stylish Im smart forvision sorgt eine Weltneuheit für eine deutliche Gewichtsreduzierung und unverwechselbare Designanmutung: die erste grossserientaugliche Vollkunststofffelge. Ganze drei Kilogramm Gewichtsersparnis pro Rad bringen die aus einem neuartigen von BASF entwickelten Hochleistungswerkstoff hergestellten Felgen schon nach heutigem Stand. Dieser neue Kunststoff enthält im Gegensatz zu klassischen Polyamid-Komposit-Werkstoffen lange Verstärkungsfasern, die seine mechanischen Eigenschaften verbessern. Das Resultat: hervorragende thermische und chemische Beständigkeit, dynamische Festigkeit, Zähigkeit und gute Dauergebrauchseigenschaften. Erste intensive Produktprüfungen bei smart zeigen die Leistungsfähigkeit der Vollkunststofffelge und untermauern das Potenzial für einen möglichen Serieneinsatz. Neben der Tridion-Fahrgastzelle sind weitere Bauteile, wie beispielsweise die Türen,

TRENDS

aus kohlefaserverstärktem Epoxidharz – einem Hochleistungsverbundwerkstoff – gefertigt. Der Einsatz solcher Werkstoffe ermöglicht eine Gewichtsersparnis von mehr als 50 Prozent gegenüber Stahl oder circa 30 Prozent gegenüber Aluminium. Dank der kurzen Aushärtungszeiten eignen sich die Harzsysteme von BASF auch für die Produktion grösserer Stückzahlen.

Heizen: Körpernah und effizient Eine einzigartige Verschmelzung von effizientem Temperaturmanagement und energiesparendem Leichtbau sind die multifunktionalen Leichtbau-Komfortsitze des smart forvision. Gleich mehrere innovative Produkte werden hier erstmals miteinander kombiniert. Die Basis bildet eine neuartige, leichte und selbsttragende Kunststoff-Sitzschale. Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass der Körper nur über ganz spezielle Kontaktpunkte effizient Wärme aufnimmt.

Deshalb treten im smart forvision sogenannte E-Textilien – dünne Textilstoffe mit massgeschneiderten, leitfähigen Beschichtungen – an die Stelle der herkömmlichen Sitzheizung. Sie sorgen mit einer direkten körpernahen Beheizung im mittleren und unteren Rückenbereich der Sitze für ein angenehmes Wärmeempfinden. Die energie-, platzund gewichtsparende E-Textil-Technologie findet sich auch in den Armablagen der Türen wieder, um die Erwärmung der kälteempfindlichen Kontaktpunkte des Körpers auch in diesem Bereich sicherzustellen. Für Komfort bei gleichzeitiger Gewichtsersparnis sorgt der Sitzschaumstoff. Rund 10 bis 20 Prozent leichter als andere Materialien bietet der BASF-Werkstoff die Möglichkeit, unterschiedliche Härtegrade auf verschiedenen Bereichen der Polsterung in nur einem Arbeitsgang zu generieren, was deutliche ergonomische Vorteile bringt. Ein im Sitz integrierter Vliesstoff trägt durch seine passive Klimatisierung wesentlich zur Steigerung des Sitzkomforts bei. Im Vergleich zu herkömmlichen Klimasitzen ver-

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Automatisch balanciert

MultiFlow von Kistler balanciert Mehrfach-Werkzeuge automatisch – mit dem Fingerabdruck des Spritzgiessens, dem Verlauf des Werkzeuginnendrucks. Es balanciert das Werkzeug beim Anfahren automatisch und hält den Prozess während der Produktion stabil. So spart MultiFlow manuelles Optimieren des HeissKistler Instrumente AG, Eulachstrasse 22, 8408 Winterthur, Schweiz Tel. +41 52 224 12 32, Fax +41 52 224 14 21, sales.ch@kistler.com

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TRENDS

zichtet der Leichtbausitz im smart forvision auf die Komplexität und den Energiebedarf, der bisher durch die mechanische Belüftung entsteht.

Temperaturmanagement: Hitze muss draussen bleiben Da für Klimatisierung und Heizung eines Fahrzeugs eine grosse Menge an Energie aufgewendet werden muss, stand das Temperaturmanagement im Fokus der smartund BASF-Forscher. Im smart forvision steckt ein ganzes Massnahmenpaket, das die effizientere Klimatisierung des Fahrzeugs sicherstellt und gleichzeitig eine energieaufwändige Beheizung des gesamten Innenraums überflüssig macht. Ein Hitzeschild, das im automobilen Bereich bisher noch nicht zum Einsatz kam, ist eine neuartige Infrarot reflektierende Folie von BASF, die Windschutz- und Seitenscheiben vor Sonneneinstrahlung schützt. Integriert zwischen den Scheiben des Sicherheitsglases sorgt die metallfreie Folie dafür, dass Infrarotstrahlung wirkungsvoll reflektiert wird. Dank ihrer hohen Transparenz lässt sie sich auch auf getönten Scheiben aufbringen und gewährleistet so eine bisher unerreichte Strahlen- und Hitzereflektion. Im Gegensatz zu metallbeschichteten Folien, die in manchen Fahrzeugen bereits zur Anwendung kommen, reflektiert die neue Folie ausschliesslich die Infrarotstrahlung der Sonne.

Radiowellen, die für den Einsatz von GPS, Bluetooth, Mobiltelefon oder an Mautanlagen benötigt werden, können die Glasflächen ungehindert passieren. Für ein angenehmes Innenraumklima sorgen auch die in die Karosseriepanels eingebrachten Hochleistungsschaumstoffe der BASF. Sie halten das Fahrzeug im Sommer angenehm kühl und dämmen es gleichzeitig im Winter gegen Kälte. Dank ihrer hohen Effizienz auch in geringer Dicke können sie überall im Fahrzeug verbaut werden. Mit diesem innovativen Dämmsystem betreten die beiden Unternehmen mit dem smart forvision automobiles Neuland.

Coole Lackierung – kühler Innenraum Gleich zwei wichtige Aspekte deckt das Infrarot reflektierende und extrem kratzfeste Lacksystem ab: Zum einen unterstützt es das umfassende Temperaturmanagement und zum anderen unterstreicht der Lack durch seinen brillanten und wertigen Look das Design des smart forvision. Das Konzeptfahrzeug besticht mit einem weissen Effektlack, in dem Glasflakes für einen strahlenden Metallic-Look sorgen. Wichtiger Begleiteffekt: Die weisse Farbe reflektiert Wärmestrahlen durch Sonne und Licht besonders gut. Aber auch mit dunklen Lacken beschichtete Oberflächen bleiben dank spezieller Farbpigmente der BASF deutlich

kühler. Sie bewirken, dass die Wärmeeinstrahlung reflektiert statt absorbiert wird. Das führt zu einer Temperaturreduktion von bis zu 20 Grad Celsius auf der Lackoberfläche und bis zu circa vier Grad im Innenraum. Perlweiss lackiert, akzentuiert durch die mit einem kupferfarbenen Liquid-Metal-Lack beschichtete Tridion-Sicherheitszelle, bezieht sich der smart forvision in seiner Grundstruktur ganz bewusst auf das Design des smart fortwo. Trendy, aber wertig, besticht die durch Aluminiumflakes im Liquid-MetalLack erzeugte spiegelnde Oberfläche der Sicherheitszelle mit einem – abhängig vom Betrachtungswinkel – Hell-Dunkel-Wechsel. Sowohl Panels als auch Zelle des smart forvision sind zusätzlich mit einem besonders kratzfesten Klarlack überzogen. Ein echter Hingucker sind die facettierten Seitentüren mit integrierten Türöffnern, mit denen das Thema Kunststoff in einer neuen, dreidimensionalen Form dargestellt wird. Eine Neuinterpretation, wie sie dank des konsequenten Einsatzes von Kunststoff nur bei smart möglich ist. Die präzisen Facetten geben der Fläche Stabilität und ermöglichen eine geringere Materialstärke. Die formalen Möglichkeiten von Kunststoff werden optimal genutzt. Die Front und das Heck sind dagegen mit fliessenden Übergängen von den Türen aus weicher gestaltet. So wie der integrierte Türgriff ohne zusätzliches Bauteil auskommt, ist auch der bekannte smart Lufteinlass durch direkt in die Aussenhaut gesetzte, kleine Sechsecke dargestellt. Die düsenartig verbauten Rückleuchten muten wie kleine Flugzeugantriebe an und geben dem Heck einen futuristisch-sportlichen Look. Im Inneren der Leuchten transportieren kleine Propeller die Innenluft nach aussen. Transparente Stacks, kranzförmig um die Leuchten gelegt, zeigen neben allen erforderlichen Leuchtfunktionen auch den Ladezustand der Batterie während des Ladens an. Die Scheinwerfer sind durch einen Ring betont, der das Tagfahrlicht und die Blinkfunktionen beinhaltet. Die Leuchten unterstützen den sympathischen Blick, den der smart forvision in seiner Front trägt.

Türen öffnen für die Zukunft Moderne Materialien und Technologien ermöglichen im Elektroauto smart forvision neue Konzepte: Energie wird so nicht nur eingespart, sondern auch gewonnen. Die daraus resultierende Reichweitenerhöhung trägt dazu bei, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Elektroautos weiter zu verbessern.

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Das Interieur des smart forvision schlägt mit einem Mix aus polygonalen Flächen und organischen Volumina eine Brücke zur ar10 / 2011


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chitektonischen Formensprache des Exterieurs. Das gilt auch für das Farbkonzept: Im Innenraum dominiert ebenfalls kühles Weiss, akzentuiert durch den inneren Teil der Armaturentafel, der in Liquid Kupfer ausgeführt ist. Hexagone in Form von weissen Gumminoppen auf weissem Boden beziehen sich ebenso auf die Formensprache des Gesamtentwurfs wie die Ton-inTon Designs der Sitzbezüge. Die facettierte Oberfläche der Seitentüren findet sich auch auf deren Innenseite wieder. Die polygonalen Flächen mit integrierten Armablagen und Staufächern wölben sich in den Innenraum und sind in Wagenfarbe lackiert sowie mit farbigen LEDs hinterlegt. Diese empfangen mit einer Lichtanimation beim Öffnen und Schliessen der Tür den Fahrer mit von aussen nach innen laufendem Licht ins Fahrzeug und leiten ihn wieder hinaus. Nach dem Schliessen der Tür wandelt sich die Animation in eine dezente Ambiente-Beleuchtung. Die – passend zum Leichtbau-Tridion-Rahmen – kupferfarben eingefasste ellipsenförmige Bedienoberfläche ist im ausgeschalteten Zustand semitransparent. Nach dem Einschalten des Fahrzeugs werden alle Cockpit-Informationen auf die dann lichtdurchlässige Fläche projiziert. Die Bedienmenüs kann der Fahrer nach demTouchscreen-Prinzip wechseln. Einen zusätzlichen Future-Look erhält das Cockpit durch das in Weiss gehaltene Lenkrad, das dem Steuerhorn im Flugzeug ähnelt. Neben Funktionstasten findet sich hier die LED-Anzeige für den Batterieladestand.

Technologien, die weiter bringen Der smart forvision zeigt, dass Elektromobilität nicht nur emissionsfreies Fahren ermöglicht. Sie sorgt gleichzeitig dafür, dass neue Technologien in das Auto Einzug halten. Viele dieser Innovationen basieren auf Nanotechnologie, dem Schlüssel bei der Entwicklung von nachhaltigen Lösungen. Nanomaterialien dienen sowohl in der Automobilindustrie, als auch in den Bereichen Bau, Energie, Gesundheit und Elektronik als Innovationstreiber. Die in dem Konzeptfahrzeug integrierten Technologien leisten in Summe einen spürbaren Beitrag zur Erhöhung der Reichweite. Diese steht bei der Diskussion um batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge stets im Mittelpunkt. Mit einem Höchstmass an Energieeffizienz sowie intelligentem Temperaturmanagement und konsequentem Leichtbau lässt sich die Reichweite um bis zu 20 Prozent steigern. Ein zusätzliches Plus für die Elektromobilität der Zukunft.

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WIRTSCHAFT

Open House bei der Arburg AG in Münsingen

Elektrisches Einstiegsmodell für technische Teile Fast 100 Personen folgten am 2. September 2011 der Einladung der Arburg AG zum Open House nach Münsingen. Anlass war die Vorstellung einer neuen Maschine der Baureihe Allrounder Edrive – der 370 E 600-170 – mit der das Lossburger Mutterhaus sein elektrisches Maschinenprogramm erweitert hat.

Arburg AG in Münsingen: Für den Empfang der Gäste gerüstet.

hört auch der grosse Bereich des Technischen Spritzgusses. «Dementsprechend stehen die Edrive Maschinen nicht in Konkurrenz zu den Alldrive Maschinen», hält Spadini explizit fest. Vielmehr seien sie eine elektrische Alternative für hydraulische Basismaschinen und ermöglichen auch für Standardteile eine energiesparende und emissionsarme Fertigung. Aspekte, die in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen werden. Für welche Bereiche der Produktion die neuen Edrive Maschinen interessant sein könn-

ten, zeigten Eduard Stückle und Alexander Fischer (beide Arburg, Lossburg) in ihrem Vortrag (gemeinsam gehalten auf deutsch und französisch) über den Einstieg in die Welt der elektrischen Maschinen. Neben technischen Daten betreffend Maschinenkonzept, zeigten die beiden anhand von Vergleichen zwischen hydraulischen Allroundern der Baureihe S (mit Ein-Pumpen-, Zwei-Pumpen- und Hydraulikspeichertechnik) und der Edrive die Leistungscharakteristiken. So punktet die elektrische Edrive über alle Bereiche bezüglich kurze Zyklus-

Marianne Flury Die Premiere der neuen elektrischen Maschinen wurde im Frühjahr dieses Jahres anlässlich der Technologie-Tage im Stammhaus in Lossburg gefeiert. Dass der zweite öffentliche Auftritt der Allrounder Edrive in Münsingen stattfand, kommt nicht von ungefähr: «In unserem Schweizer Hightechmarkt spielen elektrische Allrounder eine sehr wichtige Rolle. Dank ihrer Präzision, Schnelligkeit, Sauberkeit und Energieeffizienz erfüllen sie die hohen Anforderungen unserer Kunden punktgenau. Das ist auch der Grund, weshalb heute ungefähr jede zweite Arburg Maschine, die von Lossburg aus in die Schweiz geliefert wird, ein elektrischer Allrounder der Baureihe Alldrive oder ein hybrider Allrounder der Baureihe Hidrive ist», weist Marcel Spadini in seiner Begrüssungsrede auf den Stellenwert der Präsentation hin. Der Geschäftsführer verspricht sich denn auch von der Baureihe Edrive ganz neue Einsatzbereiche für die elektrischen Arburg-Maschinen. Denn während die Alldrive Baureihe im Hochleistungssektor angesiedelt ist, sind die Edrive Maschinen von ihrer Leistungscharakteristik und Antriebsauslegung her auf ein sehr breites Anwendungsspektrum angepasst. Dazu ge64

Marcel Spadini

Vier Fragen an Marcel Spadini Rund 95 Personen sind der Einladung von Arburg nach Münsingen gefolgt. Was macht das Open House so attraktiv? Marcel Spadini: Wir zeigen einerseits eine neue Maschine der Baureihe Edrive in Betrieb, die sehr attraktiv ist für den Schweizermarkt, der immer auf die neuesten Technologien setzt. Zusätzlich sind – zu Vorträgen von Arburg-Leuten – auch attraktive Präsentationen hochrangiger Professoren (FHNW und FH-FR) auf dem Programm. Das ergibt einen guten Mix für die Teilnehmer.

Was versprechen Sie sich von der Edrive für die Schweiz? Spadini: Viel. Die Hälfte aller in der Schweiz von uns ausgelieferten Maschinen sind Alldrive (elektrisch) oder Hidrive (hybrid, d.h. grundsätzlich elektrisch, aber mit einer Kleinspeicherhydraulik für den Spritzprozess). Die andere Hälfte sind hydraulische Maschinen, Basismaschinen. Hier wird die Edrive sicher ihren Platz einnehmen und ich denke innerhalb kurzer Zeit hydraulische Maschinen ersetzen, die noch auf dem Markt sind. Der Anteil an elektrischen Maschinen wird also weiterhin zunehmen. Was macht Sie so sicher, dass die hydraulischen Maschinen durch die Edrive ersetzt werden? Spadini: Die Reproduzierbarkeit, die Geschwindigkeit, die Zykluszeitreduktion – das sind die wichtigsten Parameter. Dazu kommt noch der geringere Energieverbrauch, der zunehmend einen grösseren Stellenwert beim Kaufentscheid einnehmen wird. Was überzeugt Sie persönlich an den Arburg-Maschinen? Spadini: Dank des modularen Aufbaus sowie der gleichen Steuerung Selogica sind die Werkzeuge schnell austauschbar zwischen hydraulischen, hybriden oder auch elektrischen Maschinen. Weil die Modularität für alle Baureihen dieselbe ist, gilt dies auch für Zylinder, Schnecken und Plastifiziereinheit.

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WIRTSCHAFT

Bilder: Marianne Flury

in Betrieb erlebt werden. Auf einem 1-Kavitäten-Werkzeug wurde eine Schale mit einem Schussgewicht von 37 g gefertigt. Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge von Prof. Clemens Dransfeld, IKT an der FHNW, Jacques Bersier, stellvertretender Direktor der Hochschule für Technik und Architektur, Freiburg, sowie Dr JeanMarc Boéchat, Professor an der EIA-FR. Sie referierten zu den Themen «Thermoplastbasierte Faserverbundtechnologien – neue Chancen für die kunststoffverarbeitende Industrie» respektive «Réseau plasturgie: générateur d’innovations» und «Technologies de procédés avancés: limes et fraises céramiques injectées». Bühne frei für den Allrounder 370 E 600-170: Das Interesse ist der kleinsten Maschine der Baureihe Edrive auf sicher.

zeiten, Einspritzdynamik und Energieverbrauch, was sich schliesslich in einer höheren Wirtschaftlichkeit ausdrückt. Dass nicht nur Energie gespart werden kann mit einer energieeffizienten Maschine, ging aus dem zweiten Vortrag hervor, der für eine

Energieoptimierung auch das Spritzgiesswerkzeug, die Gebäudetechnik, die Produktionsorganisation und die Instandhaltung unter die Lupe nahm. Der Allrounder Edrive, um den sich der ganze Anlass drehte, konnte schliesslich noch

Kontakt Arburg AG Südstrasse 15 CH-3110 Münsingen Telefon +41 (0)31 724 23 23 switzerland@arburg.com www.arburg.com

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NEWS

25 Jahre Erfahrung, 15 000 Roboter

Montagewerk in Dietach (A)

Mit zunehmendem Wettbewerbs- und Effizienzdruck gewinnt das Systemgeschäft – Maschine, Automation, Verfahrenstechnik, Training und Service aus einer Hand – immer stärker an Bedeutung. Ein Trend, den der Spritzgiessmaschinenbauer Engel Austria früh erkannt hat.

Vor 25 Jahren wurde die Engel Automatisierungstechnik gegründet, und bislang wurden 15 000 Automatisierungslösungen gefertigt. Gefeiert wurde das Jubiläum mit einem Open House im Werk Dietach Mitte September. 2000

Besucher vor allem aus Österreich, Tschechien und Deutschland nutzten die Chance, einmal hinter die Kulissen einer hochmodernen Roboterfertigung blicken zu können. «Mit einem derart grossen Besucherinteresse hatten wir nicht gerechnet», freut sich Dr. Stefan Engleder,

Werksleiter der Engel Automatisierungstechnik in Dietach. «1200 Linearroboter verlassen dieses Jahr das Engel-Werk Dietach in alle Welt», so Verkaufsleiter Johannes Brandstötter, während der Besucherrundgänge durchs Werk. «Tendenz steigend. Für dieses Jahr rechnen wir mit einer Rekordmarke in der Stückzahlenstatistik für diesen Standort.» Mehr als 15 000 Engel-Roboter sind weltweit im Einsatz. Darüber hinaus integriert das Familienunternehmen gemeinsam mit namhaften Systempartnern Mehrachs-Industrieroboter in Fertigungszellen zur Spritzgiessverarbeitung und entwirft und konstruiert individuelle Sonderautomatisierungslösungen. www.engelglobal.com

MuCell-Anlagen turn-key Engel liefert ab sofort weltweit schlüsselfertige Gesamtanlagen für das MuCell-Schaumspritzgiessen und deckt damit die komplette Prozesskette für das physikalische Schäumen aus einer Hand ab. Eine entsprechende Vereinbarung haben Engel Austria GmbH, Schwertberg, und

Formteilentwicklung Formenbau Kunststoffspritzguss

Trexel, Inc., Woburn, MA/USA, unterzeichnet. Kunststoffverarbeitern wird damit der Einstieg in die MuCell-Technologie erleichtert. Engel übernimmt fü sie den Import der MuCell-Anlagen von Trexel sowie die steuerungsund sicherheitstechnische Integration in die Spritzgiesstechnik.

Darüber hinaus unterstützt Engel seine Kunden mit anwendungstechnischen Lösungen, wie Abmusterungen, Technikumsmaschinen sowie Schulungen vor Ort durch auf das Schaumspritzgiessen spezialisierte Anwendungstechniker. Das physikalische Schäumen nach MuCell

gewinnt vor allem in der Automobilindustrie rasant an Bedeutung. Wachstumstreiber sind vor allem zwei Faktoren: Der sich weiter verstärkende Trend zum Leichtbau und die Verzugsarmut, die mittels MuCells hergestellte Produkte aufweisen. www.engelglobal.com

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Flexible Silos nach St. Petersburg

Weltmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung

29. Nov. – 02. Dez. 2011 Frankfurt/Main Messegelände

Flex-Silos von A.B.S. bei Mir Upakovki sind aus hochfestem Hightech-Polyestergewebe gefertigt.

In den vergangenen Monaten haben mehrere Lastzüge den Hof der A.B.S. Silo- und Förderanlagen GmbH, Osterburken, in Richtung St. Petersburg verlassen. Mir Upakovki, ein führender russischer Hersteller von Kunststoffverpackungen, hat bei A.B.S. eine grosse Anzahl massgeschneiderter flexibler Silos geordert, die zum Lagern von Kunststoffgranulaten eingesetzt werden. Der Kunststoffspezialist produziert ein umfassendes Programm an Verpackungen und Behältern für die Lebensmittelindustrie, Pharmazie und Chemie, Kosmetik und Parfümerie und andere bedeutende Industrien. Laut Angaben von Mir Upakovki hat man sich für flexible Silos von A.B.S. entschieden, da diese bei hohem Fassungsvermögen nur eine geringe Lagerfläche beanspruchen sowie günstig zu transportieren und einfach zu montieren sind. Weitere wichtige Entscheidungsgründe waren, dass die unterschiedlichen Kunststoffmaterialien, wie z.B. Polypropylen, Polyethylen und Polystyrol, aber auch eine grosse Anzahl weiterer Spezialgranulate mit Flexsilos wetterunabhängig gelagert und aufgrund der integrierten elektronischen WägeEinrichtungen jederzeit der aktuelle Lagerbestand abgefragt werden kann. A.B.S. ist ein Spezialist für flexible Silos zur Lagerung aller Arten von Schüttgütern und liefert in zahlreiche Länder rund um den Globus. Dem Kunden wird ein ausgereiftes SystemEngineering – vom kompakten, mobilen Flex-Container über stationäre Flex-Silos für unterschiedliche industrielle Schüttgüter bis hin zum schlüsselfertigen Siloanlagenbau mit Austragshilfen geboten. Bei A.B.S. ist man schon ein bisschen stolz auf den Grossauftrag aus Russland. Geschäftsführender Gesellschafter Matthias Petzl: «Die Qualität der von uns eingesetzten hochfesten Gewebe und sonstigen Materialien hat sich ja im Markt bereits herumgesprochen. Aber den Auftrag aus Russland haben wir nicht zuletzt aufgrund unseres technischen Know-hows und unserer Pre-Sales-Leistungen wie der massgeschneiderten Anlagenplanung sowie unseres umfassenden After-Sales Service erhalten.» www.abs-silos.de 10 / 2011

Bild: zvg

Gastland Korea “Von der Idee bis zur Serie”

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Eine Messe der DEMAT GmbH www.euromold.com

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NEWS

Ende August konnte die Poesia Gruppe ihren Neubau in Unterkulm einweihen. Der Erweiterungsbau hatte sich aufgedrängt, weil durch die positive wirtschaftliche Entwicklung die Räumlichkeiten in dem erst im Jahr 2008 neu bezogenen Firmengebäude bereits nach drei Jahren knapp wurden. Die Weichen für den Neubau half auch die Kobal AG stellen: Diese hat sich als langfristige Mieterin die eine Hälfte des Baus gesichert. Die andere steht der MK Dichtungs AG als Unternehmen der Poesia Holding AG zu Verfügung. Ein Meilenstein in der Firmengeschichte ist auch der Kauf der Stuck AG in Hochdorf in diesem Jahr. Mit der Integration dieses Handels- und Lohnbetriebs in den Bereichen Konfektion von Dichtungsprofilen und Rahmenfertigung auch in Grossserien, kann die Poesia Gruppe ihr Sortiment optimal ergänzen. Dem Kundenwunsch, alles aus einer Hand zu beziehen, kommen die Unterkulmer Kunststoffspezialisten somit ein grosses Stück näher.

Bild: Poesia Holding

Die Poesia Gruppe wächst

Der Neubau (links) passt optimal zu dem 2008 erstellten Poesia-Gebäude.

Im Zuge der Neuerungen wurde auch die Gruppe reorganisiert und die Strukturen optimiert: Ende Mai 2011 wurde die Poesia Holding AG gegründet. Diese bietet ihren Tochterfirmen Unterstützung und Dienstleistung in den Bereichen Marketing, Controlling, Buchhaltung, IT, Personal, Facility und Beratung an. Unter dem Dach der Poesia Holding AG sind 4 Firmen:

Die MK Dichtungs AG versorgt ihre Kunden mit Dichtungsprofilen für alle denkbaren Anwendungen in den Bereichen Bau, Industrie, Fahrzeugbau und Transport. Die PBC Polymer AG extrudiert Profile aus modernen TPE- und Silikon Werkstoffen, von der Ideenskizze bis zum einbaufertigen Dichtungsprofil. BK Brändli AG produziert und verkauft Gewindebüchsensyste-

me für Unternehmen in der Kunststoffindustrie. Spezialausführungen sowie präzise Décolletage- und CNC-Dreh- und Frästeile aus verschiedenen Werkstoffen sind eine weitere Stärke. Die Stuck AG konfektioniert Dichtungen und Kunststoffprofile zu Rahmen und komplettiert somit die Produktepalette der Poesia-Gruppe in idealer Weise. www.poesia-gruppe.ch

Neues Entwicklungszentrum für Polytronics Um die industrielle Innovation mit neuen Technologien weiter zu fördern, hat das CSEM (Entwicklungszentrum für Polytronics) mit Unterstützung des Kantons Basel-Landschaft ein neues Innovationszentrum in Muttenz eröffnet. Das CSEM entwickelt und industrialisiert Mikro- und Nanotechnologien für polymere Oberflächen. Es agiert als industrienaher Brückenbauer zwischen Akademie und Industrie und ergänzt so die bestehenden Aktivitäten der Region. Dabei arbeitet das CSEM primär mit etablierten Industrien zusammen, unterstützt aber 68

auch die Neuansiedlung von Firmen, sei es als Spin-off oder Start-up von bestehenden Unternehmen oder des CSEM. Die Polytronik oder auch Polymerelektronik, die sich mit dem Einsatz von elektrisch leitenden und halbleitenden Kunststoffen und ihren Anwendungen beschäftigt, befindet sich heute nach jahrzehntelanger Forschung in einem frühen Industrialisierungsstadium. Als typische Querschnittstechnologie vereinigt sie neue Materialien und Strukturen mit grossflächigen Produktionsprozessen von dünnen Schichten. Diese erlau-

ben es, für verschiedenste Anwendungen sehr kostengünstige, komplexe Produkte herzustellen, die dünn, leicht, flexibel und umweltfreundlich sind. Der Polytronik wird grosses Wachstumspotenzial nachgesagt. Bereits bekannt sind zum Beispiel OLED-Displays für Mobilfunkgeräte, grosse Displays mit organischen Dünnfilmtransistoren oder organische Speicherzellen. Die Märkte für Polytronikprodukte entwickeln sich derzeit sehr schnell, und es werden neue Anwendungsgebiete

erschlossen, die von kostengünstigen, umweltfreundlichen Wegwerfprodukten auf dünnen flexiblen Folien profitieren können. Dazu gehören insbesondere Displays, die Beleuchtungstechnik, die Photovoltaik, die Energiespeicherung mittels Batterie und die Sensorik. Durch das Entwicklungszentrum erhält die lokale Industrie einen verbesserten Zugang zum bestehenden Netzwerk des CSEM, welches im Systemengineering, der Mikro- und Nanotechnologie, der Robotik und der Nanomedizin in der Schweiz aktiv ist. www.csem.ch 10 / 2011


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NEWS

Stahl ist nicht gleich Stahl. Meusburger steht für Produkte von höchster Qualität. Spannungsarm geglühte Normalien stehen ganz zu Beginn der Prozesskette im Werkzeug- und Formenbau und bilden die verlässliche Grundlage für qualitativ hochwertige Formen und Werkzeuge. Aktuelles Investitionsprojekt bei Meusburger ist die Anschaffung eines zusätzlichen Glühofens, der eine Gesamtkapazität von 140 Tonnen pro Tag verarbeiten kann. Die bisherige Glühkapazi-

tät wird damit mehr als verdoppelt. Spannungsarm geglühte Normalien und hier besonders die Platten für Spritzgiessformen und Stanzwerkzeuge bieten dem Anwender viele Vorteile. Durch die lange Haltezeit und das langsame Ofenabkühlen (35 °C pro Stunde), werden die Spannungen im Material auf ein Minimum reduziert und dem Kunden somit eine verzugsarme Weiterverarbeitung garantiert. www.meusburger.com

Ältester Allrounder im Einsatz gesucht «50 Jahre Allrounder», das wird auf der Fakuma 2011 gross gefeiert. Der Messeauftritt in Friedrichshafen stellt den Höhepunkt des diesjährigen Jubiläums dar. Passend dazu hat sich Arburg etwas ganz Besonderes ausgedacht: den grossen Jubiläumswettbewerb «Wirtschaftswunder». Gesucht wird der älteste noch produzierende Allrounder. Der Sieger gewinnt einen elektrischen Allrounder 370 E. Entscheidende Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist dabei, dass der Teilnehmer-Allrounder immer noch im Erstbesitz des Kunden

bzw. der Firma ist und heute noch in der Produktion eingesetzt wird. Vorläufermaschinen der Allrounder werden dabei nicht berücksichtigt. Da es sich beim Jubiläumswettbewerb um eine Fakuma-Aktion handelt, endet dieser zusammen mit der Messe am Samstag, 22. Oktober 2011, um 16 Uhr. Die Bewerbung kann bis zu diesem Zeitpunkt entweder an das Arburg-Stammhaus nach Lossburg geschickt oder auf dem Messestand 3101 in Halle A3 abgegeben werden. www.arburg.com

Bild: Meusburger

Meusburger verdoppelt Glühkapazität

Meusburger investiert in einen weiteren Glühofen mit 140 Tonnen Tageskapazität.

Gurit bildet neuen Geschäftsbereich Gurit bündelt die weltweit führenden Kompetenzen im Strukturengineering, seine strategische Geschäftsentwicklung und die auf rasche Umsetzung ausgerichtete Prototypenfertigung neu im Geschäftsbereich Engineered Structures, um so neue Marktchancen für Verbundwerkstoffe noch gezielter anzugehen. Engineered Structures übernimmt auch künftig die Engineering-Aufgaben der Zielmärkte Marine und Wind Energy. Zusätzlich wird der neue Geschäftsbereich für weitere Anwendungen die komplette

Wertschöpfungskette mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot von der Konzeptentwicklung, über das Strukturengineering und die Materialwahl, bis hin zur raschen Prototypenund Komponentenfertigung abdecken können. Graham Harvey, derzeitig General Manager des Marine-Geschäfts von Gurit, leitet den neuen Geschäftsbereich. Er zeichnet weiter für das MarineGeschäft verantwortlich, bis ein Nachfolger übernimmt.

www.gurit.com

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Besuchen Sie uns an der FAKUMA, Halle B4, Stand 4301 10 / 2011

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Ein Rundgang in der Produktion, verbunden mit einem Wettbewerb, verschafft den Gästen einen Überblick über die Masterbatchfertigung.

Aus Anlass ihres 50-Jahr-Jubiläums lud die Granula AG Kunden und Lieferanten anfangs September 2011 nach Merenschwand in ihr Werk ein. Auf einem Rundgang konnten sich die Gäste einen informativen Einblick in die Welt der Masterbatches holen. Granula wurde 1961 gegründet und beschäftigt heute rund 50 Mitarbeiter im eruopäischen Raum. Neben dem Hauptsitz in Merenschwand (AG) verfügt das mittelständische Unternehmen auch über einen Produktionsstandort in Deutschland (Granula Deutschland GmbH). Granula sieht sich als Partner für die Bereitstellung von Farb-, Additivund Kombibatches, die auf der Basis der spezifischen Bedürfnisse der Kunden ausgearbeitet werden. Um diese Individualität zu leben, finden sich keine standardisierten Produkte im Portfolio und auch die Dienstleitungen werden auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. «Bereits beim Erstkontakt findet der Kunde qualifizierte Ansprechpartner, die die Bedürfnisse und Vorstellungen fachkundig erheben. Unsere Struktur ist so ausgelegt, dass eine kontinuierliche Verfolgung der Dossiers sichergestellt ist», erklärt 70

Jürg Weibel. «Im Besonderen wacht ein persönlicher Projektmanager kontinuierlich über die strikte Einhaltung aller Termine, zu denen Granula sich dem Kunden gegenüber verpflichtet hat», so der Geschäftsführer weiter. Auf diese Struktur ist der Unternehmer besonders stolz, weil sie rasche, präzise und nachhaltige Resultate garantiert und dabei unnötige Mehrkosten vermeidet. «Wir unterscheiden uns auch durch unsere Flexibilität: wir passen uns den Kundenarbeitsabläufen und gegebenenfalls jenen der Endkunden an, um sie bestmöglich bei Entwicklungsprojekten zu begleiten», so Weibel. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen die Herstellung von Masterbatches für Lebensmittelverpackungen, die Medizintechnik und den Automobilbereich. Ein hoher Qualitätsstandard ist gesichert durch die Zertifizierungen nach ISO 9001:2008 und ISO 13485 und dank modernstem Material und perfektionierten Verfahren: In der Produktionshalle stehen Doppelschneckenextruder erster Wahl bereit.

www.granula.ch

VDMA: Deutsche Exporte holen auf In 2010 hat sich die deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenindustrie im Exportgeschäft gut geschlagen. Doch trotz eines Wachstums gegenüber dem Vorjahr von 25,6 Prozent, konnte die Rekordmarke des Jahres 2008 nicht erreicht werden. «Nun stehen die Zeichen gut, dass im laufenden Geschäftsjahr die Lücke zu 2008 geschlossen werden kann», schätzt Ulrich Reifenhäuser, Präsident des VDMA Plastics and Rubber Machinery, und er fügt an: «Deutsche Exporte haben im 1. Halbjahr um 46,5 Prozent zugelegt.» Die Länder mit den grössten Märkten weisen überdurchschnittliche Wachstumsraten auf: Obenauf schwingt China (+67 %), gefolgt von den USA (60 %), Indien (95 %), Russ-

land (80,1 %), Mexiko (96,8 %) und der Türkei (87,3 %). Die deutschen Verkäufe stiegen im 1. Halbjahr um 35 Prozent. «Gestützt auf die vorliegende Prognose wird die Branche in 2011 insgesamt um 18 Prozent wachsen», sagt Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Verbands. «Aus heutiger Sicht kann das Wachstum aber auch gut und gern 20 Prozent betragen. Das bedeutet, dass die Industrie ihr Allzeithoch erreichen, wenn nicht gar übetreffen wird.» Die Verbandsverantwortlichen rechnen damit, dass dieser positive Trend auch in 2012 anhält. Der Auftragseingang im 1. Halbjahr hat um weitere 23 Prozent zugenommen – mit 21 Prozent aus Deutschland und 24 Prozent aus dem Ausland. www.kug.vdma.org

Technologie-Transfer frei Haus

Bild: Stäubli

Bild: Granula

Granula zaubert Farben

Innenansicht des QMC-Vorführwagens.

Ein schneller Werkzeugwechsel verkürzt Stillstandzeiten und hilft Kosten sparen. Die Stäubli AG Connectors kommt mit ihrem QMC (Quick Mold Change)Vorführwagen als mobiler Messestand direkt zum Kunden. Dieser kann sich auf seinem eigenen Firmengelände von den Vorteilen der Kupplungssysteme für die Werkzeughandhabung

und deren individuellen Möglichkeiten für einen optimierten Werkzeugwechsel überzeugen. Im Vorführwagen können die Stäubli-Produkte realitätsnah getestet werden. Die Produktpräsentation stellt die speziellen Anforderungen verschiedenster Themengebiete vor. www.quick-mold-change.com 10 / 2011


KUNSTSTOFF XTRA

NEWS

Thermoplast-Schaumspritzgiessen Altstädt, V., Mantey, A.: Thermoplast-Schaumspritzgiessen. Carl Hanser Verlag München, 2011. ISBN 978-3-446-41251-4 Das Schaumspritzgiessen von Thermoplasten als Thema kompakt und dennoch umfassend abzuhandeln, ist den Autoren des neuen Buches und ihren

namhaften Mitverfassern überzeugend gelungen. Der Inhalt umfasst die Kapitel Historie des Schaumspritzgiessens, Physik des Schäumens, Treibmittel, Matrixmaterialien, Verfahrenstechnik, Verfahrensvergleich, mechanisches Verhalten, Einfluss des Spritzgiesswerkzeugs,

Sondertechnologien und Anwendungsbeispiele. Dass nebst den werkstofflichen und verfahrenstechnischen Fragen auch die mechanischen Eigenschaften in Abhängigkeit von Matrix und Schaumstruktur beschrieben werden, ist vor allem für die Auslegungspraxis von Nutzen.

Leser, die an Grundlagen und Theorie interessiert sind, kommen ebenso auf die Rechnung wie jene, die sich ein fundiertes Bild über die an Bedeutung rasch zunehmende Technologie machen wollen. Prof. Johannes Kunzz

Produktentwicklung mit Kunststoffen Brinkmann, Th. (Hrsg.): Handbuch Produktentwicklung mit Kunststoffen. Carl Hanser Verlag München, 2011. ISBN 9783-446-42243-8 Das vorliegende Handbuch ist der gebundene Nachfolger der 2008 herausgekommenen Loseausgabe im Ordner. Inzwischen ist das Werk durch die

Autoren spürbar angereichert und teilweise umstrukturiert worden. Neu hinzugekommen sind die Kapitel über Funktionsund Maschinenelemente aus Kunststoffen, Versuch und Erprobung, Produktdokumentation und -umsetzung, Tools und Methoden zur Produktentwicklung. Neu findet man auch Ausfüh-

rungen zu den Themen Schutzrechte, Leichtbau und Ermittlung von Werkstoffkennwerten. Schade, dass bei den Schnappverbindungen nicht durchwegs der neueste Stand der Technik wiedergegeben wird. Das Handbuch überzeugt dennoch, nicht zuletzt dank seiner übersichtlichen Aufmachung und der

ergänzenden CD-ROM mit nützlichen Ar-beitshilfen und d einem Internetetportal zu weiteteren Informationen nen und Recherchehemöglichkeiten. Prof. Johannes Kunz

Berufsbegleitendes MAS Studium Kunststofftechnik im Sommersemester 2012 (Master of Advanced Studies) Das eidgenössisch anerkannte, berufsbegleitende MAS-Studium Kunststofftechnik richtet sich in erster Linie an FH- (HTL-) und ETH-Absolventen sowie Fachleute vergleichbarer Studiengänge. Ebenso richtet sich das Angebot an Berufstätige im Maschinen- und Werkzeugbau, dem Bauwesen und der Elektrotechnik, sowie an Konstrukteure aller Fachrichtungen. Es vermittelt eine systematische und praxisnahe Ausbildung mit den Schwerpunkten: – Grundlagen der Kunststofftechnik – Vertiefung in einem Spezialgebiet – Umsetzung des theoretischen Wissens in praktischen Übungen und Durchführung einer selbständigen Master Thesis. Beginn Dauer Abschluss

9. März 2012 3 Semester berufsbegleitend, Kurstage sind jeweils Freitag (8.00 bis 17.00 Uhr) und Samstag (8.00 bis 12.30 Uhr) eidgenössisch anerkannter Titel „Master of Advanced Studies“

Anmeldung Frau Doris Senn, T +41 56 462 46 76 weiterbildung.technik@fhnw.ch

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Grundlagenkurs Kunststofftechnik Sommersemester

Vertiefungskurs Kunststoffverarbeitung Wintersemester

Spezialkurs Spritzgiessen und Extrudieren Sommersemester

oder

Spezialkurs FaserKunststoff-Verbunde Wintersemester

Master Thesis Diplomprüfung

Master of Advanced Studies

www.fhnw.ch/wbt

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KUNSTSTOFF XTRA

V E R A N S TA LT U N G E N

NOVEMBER 2011 Fachkurs: Spritzgiessen für Vorgesetzte und Meister Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

14.11.

Seminar: Peripherietechnik in der Kunststofffertigung Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

08.11.

Seminar: Neue Heisskanalsysteme, neue Anwendungen Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

15.11.

KRV-Seminar: Wirtschaftliche Abwassersysteme im Fokus der Nachhaltigkeit Ort: Bonn Veranstalter: KRV Kunststoffrohrverband e.V. Kennedyallee 1-5, D-53175 Bonn Telefon +49 (0)228 9 14 77-0 kunststoffrohrverband@krv.de, www.krv.de

08./09.11.

Seminar: Füllstoffe und Additive in Kunststoffen Ort: Würzburg Veranstalter: SKZ – ConSem GmbH Frankfurter Strasse 15–17, D-97082 Würzburg Telefon +49 (0)931 4104-123 anmeldung@skz.de, www.skz.de/seminare

15.11.

Medical Visions 4 Ort: Wattwil Veranstalter: Swiss Engineering STV Dickbuch 493, CH-8354 Hofstetten ZH fgks-sekretariat@gmail.com www.stv.ch/fgks

15./16.11.

Tagung: Folienhinterspritzen Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

17.11.

Seminar: Fachwissen Werkzeugtechnik Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

17./18.11.

Vorbereitungskurs für Spritzgiessen optimieren Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

09.11.

M-Plas – 5th International Plastics and Rubber Trade Fair for Malaysia Ort: Kuala Lumpur, Malaysia Veranstalter: Messe Düsseldorf Asia CH: Intermess Dörgeloh AG Obere Zäune 16, CH-8001 Zürich Telefon +41 (0)43 244 89 10 intermess@doergeloh.ch, www.mplas.com

Bild: Pixelio, Gisela Peter

09.-12.11.

AVK-Fachtagung: Faserverstärkte Kunststoffe im Bausektor Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

Bild: Pixelio, S. Hofschlaeger

03./04.11

10.11.

Seminar: Optimierungspotenziale in der Spritzgiessfertigung aufdecken Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

21.11.

Seminar: Verfahren und Werkzeugauslegung bei Faserverbunden Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

10./11.11.

Fachkurs: Konstruieren mit Kunststoffen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

21.-25.11.

Fachkurs: Spritzgiessen optimieren Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

NOVEMBER 2011 22.11.

Seminar: Intelligente Methoden zur Prozessanalyse und Softsensorik Ort: Würzburg Veranstalter: SKZ – ConSem GmbH Frankfurter Strasse 15–17, D-97082 Würzburg Telefon +49 (0)931 4104-123 anmeldung@skz.de, www.skz.de/seminare

22./23.11.

6. European Bioplastics Konferenz Ort: Berlin Veranstalter: European Bioplastics e.V. Marienstrasse 19/20, D-10117 Berlin Telefon +49 (0)30 28482-350 info@european-bioplastics.org www.european-bioplastics.org

23.11.

Seminar: Werkzeug- und Zylinderreinigung in der Thermoplastverarbeitung Ort: Würzburg Veranstalter: SKZ – ConSem GmbH Frankfurter Strasse 15–17, D-97082 Würzburg Telefon +49 (0)931 4104-123 anmeldung@skz.de, www.skz.de/seminare Fachkurs: Extrudieren Verfahrenstechnik optimieren Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

Bild: Pixelio

23./24.11.

24.11.

24.11.

KC-Fachtagung: Rohstoffe Ort: Linz Veranstalter: Clusterland OÖ GmbH Hafenstrasse 47-51, A-4020 Linz Telefon +43 (0)732 79810-5118 info@clusterland.at, www.clusterland.at Seminar: Einsatz von Biokunststoffen Ort: Lüdenscheid Veranstalter: Kunststoff-Institut Lüdenscheid Karolinenstrasse 8, D-58507 Lüdenscheid Telefon +49 (0)2351 1064-116 goerlitzer@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

29.11.-02.12. EuroMold – Weltmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: Demat GmbH Carl-von-Noorden-Platz 5 D-60596 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 27 40 03-0 euromold@demat.com, www.euromold.com 30.11.-01.12. VDI-Fachkonferenz: Viel Wind um wenig Lärm Ort: Düsseldorf Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH Postfach 10 11 39, D-40002 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 62 14-201 wissensforum@vdi.de, www.vdi-wissensforum.de

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BOY-Spritzgiessautomaten haben im Bereich unter 1000 kN ihren festen Platz im Schweizer Markt. Eine weitere Handelsvertretung von elektrischen und hydraulischen Spritzgiessmaschinen im darüber liegenden Bereich befindet sich im Aufbau. Ausserdem runden verschiedene Peripherie- und Handelsprodukte unser Sortiment ab. Der jetzige Stelleninhaber möchte altersbedingt kürzer treten. Deshalb suchen wir für ihn einen Nachfolger als

Technischen Verkäufer IHRE AUFGABE: Sie sind für Aufbau, Beratung und Betreuung von Kunden im Kunststoff-Spritzgiessbereich in der ganzen Schweiz zuständig. IHRE PERSÖNLICHKEIT: Nach einer technischen Grundausbildung, vorzugsweise im Kunststoffbereich, haben Sie sich idealerweise verkäuferisch oder betriebswirtschaftlich weitergebildet. Sie verfügen über Beratungsoder Verkaufserfahrung. Es liegt an Ihnen, auf Menschen zuzugehen und mit Ihren Kunden nachhaltige Lösungen zu erarbeiten. Als kommunikativer, dienstleistungs- und kundenorientierter Berater mit einem gewinnenden Auftreten denken und handeln Sie unternehmerisch. Sie beraten Kunden in Deutsch, Französisch und Englisch. IHRE PERSPEKTIVEN: Seriöse Einarbeitung in die interessante Aufgabe im Unternehmen und in den Lieferwerken. Sehr vielseitige Herausforderung in einem zukunftsorientierten Marktsegment mit hervorragenden Produkten. Grosse Selbständigkeit und Handlungsspielraum bei der Marktbearbeitung. Beteiligung am Unternehmen nicht ausgeschlossen. Sind Sie interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen mit Foto direkt (online) an Hansjörg Haltiner. Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Absolute Diskretion ist bei uns selbstverständlich. BOYTEC GmbH Weihermattstrasse 80, 5000 Aarau Telefon +4162 823 80 01, Fax +4162 823 80 03 hj.haltiner@boytec.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Boy XS – kompaktes Multitalent

Die kompakte Boy XS.

Vom 14. bis 18. November 2011 findet in Barcelona die Equiplast 2011 statt. Die Dr. Boy zeigt die ultrakompakte Boy XS, die durch die geringe Aufstellfläche von lediglich

0,8 Quadratmetern besticht. Damit ist sie so kompakt wie eine Tischmaschine, verfügt aber über alle Funktionalitäten grösserer Maschinen. Mit einem Einspritzvolumen von 0,1 bis 8,0 Kubikzentimetern fertigt sie Produkte aus dem Bereich des Mikrospritzgusses vollautomatisch, präzise und effizient. Optional kann die Boy XS für die Produktion medizintechnischer Teile umgerüstet werden, so dass sie die strengen Kriterien der Reinraumklasse 6 nach ISO 14644-1 erfüllt. Auf der Messe zeigt die Maschine ihr Können durch die angusslose Herstellung einer Mini-Osteosynthese-Platte von nur 0,1 Gramm Gewicht. Boytec GmbH Weihermattstrasse 80 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 823 80 01 info@boytec.ch www.boytec.ch

Monosandwich auf der K-Tec

Einrichtassistent – In fünf Schritten zum Erfolg

Das Selogica Modul «Einrichtassistent» erlaubt erstmals das menügeführte, begleitende Einrichten des gesamten Spritz giessprozesses in nur fünf Schritten.

Im Fokus des Arburg-Messeauftritts steht das Jubiläum «50 Jahre Allrounder». Die Maschinenbaureihen wären heute nicht denkbar ohne die Selogica Steuerung, die seit 1992 immer wieder Massstäbe für die gesamte Branche setzt. Mit dem jüngsten Selogica-Modul «Einrichtassistent» können Einrichter ohne spezielle Detailkenntnisse der Steuerung einer Allrounder-

Spritzgiessmaschine einfach, schnell und sicher einrichten. Menügeführt begleitet der Einrichtassistent den gesamten Rüst- und Einrichtvorgang – vom Werkzeugeinbau über die automatische Erstberechnung der Parameter bis zum fertigen Ablauf. Das Einrichten der Allrounder geht jetzt sehr viel schneller von der Hand. Die Gliederung des Einrichtassistenten in fünf Schritte ermöglicht den flexiblen, modularen Umgang mit der komplexen Maschinentechnik. Da sich jede Teilfunktion auch einzeln nutzen lässt, wird der Einrichter bei jedem Werkzeugwechsel und Einrichten erneut unterstützt.

Arburg AG Südstrasse 15 CH-3110 Münsingen Telefon +41 (0)31 724 23 23 switzerland@arburg.com www.arburg.com Fakuma: Halle A3, Stand 101

Perfekt mit Poppit

K-Tec 200 MSW: Hydraulische Monosandwich-Spritzgiessmaschine.

Auf der Fakuma stellt Ferromatik Milacron die Vorzüge des bewährten Monosandwichverfahrens an der ebenso bewährten HochleistungsBaureihe K-Tec erneut unter Beweis. Schon lange geht es nicht mehr nur darum, im Kern der Spritzteile kostengünstiges Rezyklat unterzubringen. Das Kernmaterial kann ebenso verstärkt werden, um eine bessere Steifigkeit der Kunststoffteile zu erreichen. Wird das Kernmaterial geschäumt, so wirkt es sich positiv auf das Gewicht der Teile aus oder dient zur Dämpfung von Schall oder Schwingungen. Für das Hautmaterial können dagegen je nach Bedarf optisch und haptisch attraktive Materialien zum Einsatz kommen.

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Auf der Messe ist eine K-Tec 200 MSW mit 2000 kN Schliesskraft und einer Spritzeinheit der internationalen Grösse 1000 mit einem zweiten vertikalen Monosandwich-Aggregat der Grösse 265 ausgestattet. Die Maschine produziert Automobilteile, die von einem Ferromatik Milacron Roboter FMR 8-5 High-Speed entnommen werden, dessen Steuerung in die Mosaic Steuerung der Maschine integriert ist. Ferromatik Milacron AG Bösch 41, CH-6331 Hünenberg Telefon +41 (0)41 785 82 60 busato@ferromatik.ch www.ferromatik.com Fakuma: Halle B3, Stand 203

Wand- und Deckenverkleidungen sollen nicht nur genau ausgerichtet und sicher montiert werden können, sondern bestenfalls auch noch gut aussehen. Bohrlöcher und auffällige Befestigungspunkte stören das Bild. Zwar brauchen alle Paneele perfekten Halt, manche sind jedoch nicht für die Ewigkeit montiert, sondern müssen regelmässig abgenommen werden. Big Head hat dafür die Poppit-Befestiger entwickelt. Sie sind für alle Fälle die ideale Lösung: ihre Elemente werden mit Klebstoff (optimal: Big-Bond-Kleber oder Big Bond-Selbstklebepads) fest und problemlos an der Verkleidung und an jeder Art von Untergrund angebracht. Mit der praktischen Klicktechnik werden dann die Komponenten des Poppit-Systems miteinander verbunden – und können jederzeit durch einen festen «Ruck» wieder gelöst werden. Wände und Decken bleiben unversehrt, Verkleidungen können variabel an- und abmontiert werden. Ohne Werkzeug, ohne Umstände.

Poppit – für fliegenden Wechsel oder dauerhaften Halt.

Befestiger im patentierten Big Head Poppit-Design sind in zwei Grössen erhältlich. Mit 20 mm Ø tragen sie vertikale Zugkräfte von 2,5 kg, mit 30 mm Ø sogar ganze 5 kg. Das Poppit-Befestigungssystem ist genial, einfach und spart Zeit und Geld.

Koenig Verbindungstechnik AG Dietikon Lagerstrasse 8 CH-8953 Dietikon Telefon +41 (0)44 743 33 33 info-CH@kvt-koenig.com www.kvt-koenig.ch Fakuma: Halle B1, Stand 306

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Konzepte für die Werkzeugreinigung

Reinigungsbeispiel – Heisskanal vorher und nachher.

Die Wiwox GmbH Surface Systems präsentiert auf der Fakuma ihr aktuelles Lieferprogramm für die Werkzeugreinigung in der Kunststoffproduktion. Die einzigartige Kombination aus mechanischen, wässrigen und thermischen Reinigungsverfahren machen Wiwox zum kompetenten Partner für Reinigungsanlagen. Ebenso

wird professionelle Lohnreinigung von Werkzeugen als Dienstleistung angeboten. Neben bekannten Ultraschall- und Pyrolyseverfahren, wird auf dem Messestand das «Duroplaststrahlen» zur schonenden Oberflächenentschichtung von Schnecken und Heisskanälen vorgestellt. Eine weitere Besonderheit bietet die Oberflächenverbesserung von Werkzeugoberflächen durch das Wiwox Rollierstrahlen. Dieses Verfahren ermöglicht eine bessere Entformbarkeit in der Gummi- und Spritzgussproduktion. Alle Verfahren ergänzen sich in ihrer Anwendung und bieten eine sehr schnelle und wirtschaftliche Unterstützung bei der Werkzeugpflege. Wiwox GmbH Surface Systems Niermannsweg 3 D-40699 Erkrath Telefon +49 (0)211 159 888-35 info@wiwox.com, www.wiwox.com Fakuma: Halle A7, Stand 108

Sensorgesteuerte Ionenbalance

Ionizer Serie IZS

Wenn elektrostatische Aufladungen Produktionsprozesse stören, dann bietet die Ionizer Serie IZS die optimale Lösung: Die elektrostatische Entladung von Produkten und Werkstücken erfolgt in nur 0,3 Sekunden, optimiert die Prozesssteuerung und sichert höchste Qualität. Zusätzlich erkennen die Ionizer selbstständig Schmutz an einer Elektrodennadel und geben ein Instandhaltungssignal aus, wodurch der Arbeitsaufwand reduziert werden kann. Der Abbau statischer Elektrizität lässt sich beschleunigen, indem das elektrostatische Potenzial des Werkstücks mit einem Rückkopplungssensor erfasst wird und anschliessend Ionen der um-

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gekehrten Polarität emittiert werden. Das Ionengleichgewicht wird über den Abgleichsensor eingestellt, der sich in der Nähe des Substrats befindet. Deshalb wird die Ionenbalance nicht durch die Installationshöhe des Ionisierers oder durch Interferenzen beeinflusst. Die Ionizer sind in diversen Längen und Anzahl Elektroden erhältlich und decken somit jegliche Anwendung und Einbauart ab.

cb-Technik GmbH CH-8645 Jona Telefon +41 (0)55 224 30 20 info@cb-technik.ch www.cb-technik.ch

Innovative Mischdüse

Spezialitäten der Groche Technik.

Groche zeigt auf der Messe Schnecken, Zylinder, Rückstromsperren und eine innovative Mischdüse. Diese bietet dem Anwender eine Reihe von prozessoptimierenden Vorteilen: sie besticht durch ihren flexiblen Einsatz bzw. schnellen Wechsel der Düse im Bedarfsfall, und sie ist für so gut wie alle Kunststoffe einsetzbar. «Diese Mischdüse ist fast unzerstörbar, und mit ihr wird endlich ein sehr schneller, sauberer Farbwechsel Realität», sagt Geschäftsführer Armin Groche. Anwendungen haben gezeigt, dass der Mischer ohne nennenswerten Druckverlust arbeitet und selbstreinigend ist, da keine Totzonen vorhanden sind und so eine gleichmässige Durchströmung – ohne Strömungsabriss – erreicht wird. Die vorgenannten Eigenschaften wirken sich positiv auf die Teilequalität, die Zykluszeit und die Prozess-Nachhaltigkeit aus. Das Unternehmen präsentiert zudem verschleissfeste, hartmetall- und antihaftbeschichtete Schnecken – die so genannten «Longlife» Schnecken. Die wolframkarbidhaltige Beschichtung ermöglicht eine Steigerung der Standzeit und Dauerfestigkeit von mindestens 100 Prozent gegenüber herkömmlichen Schnecken. Schnecken und Zylinder von Groche kommen neben der Spritzgiessindustrie auch in der Gummi-, Extrusions-, und Duroplast-Technik zum Einsatz. Die kleinste Schnecke misst 12 Millimeter im Durchmesser, die grösste hat einen Durchmesser von 150 mm und eine Länge von 4200 mm. «Wir haben noch Spielraum nach oben – 4,50 Meter plus

ein Durchmesser von 180 mm dürften machbar sein», sagt Groche. Hatag Handel und Technik AG Rörswilstrasse 59 CH-3065 Bolligen Telefon +41 (0)924 39 39 hatag@hatag.ch www.hatag.ch Fakuma: Halle B3, Stand 106

en Sie Besuch akuma ! er F d f u a s un 3314 , Stand Halle B3

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Neuer digitaler Ultraschallgenerator

Der digitale Ultraschallgenerator erhöht die Reproduzierbarkeit.

Beim Ultraschallschweissen von Thermoplasten ist der Generator Schwingungslieferant zum Erzeugen der Reibungswärme. Die Schwingung muss dynamisch, aber gleichzeitig stabil und reproduzierbar sein. Voll digitalisiert werden externe Schwankungen durch Netzspannung, Temperatur und Druck so fein geregelt, dass die Parameter stabil bleiben und die Prozesssicherheit steigt. Mit der höheren Leistung von bis zu 6000 Watt können zudem grössere Teile produziert oder die Zykluszeiten gesenkt werden. Aufwändige Hardwareänderungen entfallen, da Modifikationen im Pro-

Direkteinfärbgerät KEM Zentrale Förderanlagen sind die Königsklasse in der Peripherie-Anlagentechnik. Ein einzelnes zentralisiertes Fördersystem ist ausbaufähig für die Versorgung von bis zu 56 Produktionsstationen, angefangen vom Materiallager bis hin zur Verarbeitungsmaschine. Koch-Technik, als Spezialist für Materialversorgungsanlagen zeigt eine zentrale Granulatversorgung beispielhaft für vier Verarbeitungsmaschinen. Das funktionsfähige System simuliert eine Produktionsumgebung mit Kleinstförderabscheider A2, einem Förderabscheider A8 Glasko (für stark abrasive Materialien), Direkteinfärbegerät KEM und einem Förderabscheider vom Typ Tm A8 – speziell für die Förderung von Zwei-Komponenten – z.B. Neuware und Mahlgut aus einer beigestellten Anguss-Mühle. Gesteuert wird die Anlage über eine SPS 7-Steuerung auf Basis von Siemens-Komponenten, welche über Touch-Panel bedient wird. Hier

Zu kaufen gesucht: Kunststoff-Spritzguss-Betrieb Wir sind seit über 25 Jahren erfolgreich im Formenbau tätig und prüfen eine Ausweitung in die Spritzguss-Produktion. Eine Nachfolge/Uebernahme kommt für uns durchaus in Frage; für Verkaufswillige könnte das eine gute Chance sein. Ihr Kontakt freut uns und wird diskret behandelt. Schreiben Sie uns kurz auf Chiffre 100 Kunststoffxtra, SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10, 6301 Zug

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Das Direkteinfärbgerät KEM, über einen Förderabscheider TmA8 integriert in eine zentrale Materialförderanlage, sorgt für absolut gleichbleibende Farbtöne bei den Endprodukten.

können die Förderparameter, wie Förder-, Leerlauf und Gebläse-Nachlaufzeit eingegeben und geändert werden. Selbstredend sind zahlreiche Schnittstellen, wie auch eine LAN-Schnittstelle zur Kommunikation mit der von Koch entwickelten Visualisierungssoftware mit an Bord. Ein Sa 3 Zentralfilter sichert die zentrale Förderanlage ab und separiert Staubpartikel von bis zu 2µ aus der Förderluft. Hatag Handel und Technik AG Rörswilstr. 59, CH-3065 Bolligen Telefon +41 (0)31 924 39 39 hatag@hatag.ch, www.hatag.ch Fakuma: Halle A3, Stand 213

zessfluss über die Software realisiert werden. Verzerrung und Verschleiss sind minimiert. Komplexe Algorithmen sind integrierbar und einfach zu visualisieren. Kurz- und LangzeitDatenspeicher sind grösser und mehrsprachig ausgelegt, Klartextmeldungen möglich. Neben der Leistungskurve sind nun auch Amplituden- und Frequenzverlauf standardmässig in die Bedienoberfläche der Schweissmaschine eingebaut und können grafisch dargestellt werden. Schwierige Prozesse lassen sich so besser beurteilen. Die kompaktere Masse des Gehäuses wirkt sich vor allem auf die Au-

tomatisierungstechnik aus, denn in Verbundschaltschränken zählt jeder Kubikzentimeter Platz. Bereits vom Design her ist das Gehäuse auch thermisch besser ausgelegt. Ein integriertes Cold Plate-Interface ermöglicht Hochleistungskühlung ohne Klimagerät.

Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG, Descostrasse 3-9 D-76307 Karlsbad Ittersbach Telefon +49 (0)7248 79-0 info@herrmannultraschall.com www.herrmannultraschall.com Fakuma: Halle A4, Stand 4108

Höhere Durchsätze und Drücke Die Erfahrungen aus der Extrusionstechnik überträgt Maag nun auf Hochleistungs-Zahnradpumpen für die Polymerindustrie. Die Baureihen vacorex (Austragspumpen) und thermorex (Transferpumpen) bietet Maag ab sofort in den Leistungsklassen GP, HV und HP zur Herstellung von Polymeren an. Um auf bestimmte Anforderungen zur Durchsatz- und Druckerhöhung reagieren zu können, kommen die neuen Varianten ins Spiel. Hohe Zuverlässigkeit, weltweiter Support und zugeschnittene Lösungen für die jeweilige Kundenapplikation in der Polymererzeugung stehen im Mittelpunkt der Neuentwicklungen der Experten aus Oberglatt. In Polymerprozessen werden Aggregate benötigt, welche niedrig- und hochviskose Kunststoffschmelzen schonend aus Reaktoren und Entgasungsapparaten austragen. Die Montage erfolgt direkt unter dem Reaktor. Konstantes und genaues Füllverhalten und kurze Verweilzeiten prädestinieren die Baureihe vacorex für diese Einsätze in der Polymerindustrie. Der gute Wirkungsgrad und die lange Lebensdauer steigern die Effizienz und Verfügbarkeit der Produktionsanlage. Die Baureihe umfasst die Baugrössen 45 bis 560. Auch bei der Baureihe thermorex steht schonende Förderung unterschiedlich viskoser Fördermedien für Polymerprozesse im Mittelpunkt. Eine Spezialverzahnung mit niedriger Quetschleistung gehört zu den konstruktiven Merkmalen, die die thermorex Transfer-, Booster- oder

Zuverlässiges und schonendes Austragen: vacorex-Austragspumpe für Anwendungen in der Polymerindustrie.

Metering-Zahnradpumpe für Polymerprozesse empfiehlt. Hoher Wirkungsgrad bei konstanter und genauer Förderung selbst bei hohen Auslaufdrücken gewährleistet auch diese Baureihe. Die Montage erfolgt als Transfer- oder Booster-Pumpe in die Transferleitung ( «in-line») oder direkt an den Mischer, Kneter oder den Extruder. Die Baureihe umfasst die Serien-Baugrössen 45 bis 360.

Maag Pump Systems AG Aspstrasse 12 CH-8154 Oberglatt Telefon +41 (0)44 278 82 00 welcome@maag.com www.maag.com Fakuma: Halle A6, Stand 202

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KUNSTSTOFF XTRA

PRODUKTE

Einfärbgerät mit neuer Steuerung

Das kontinuierlich arbeitende Dosier- und Mischgeräte Somos EFG 100 für Materialdurchsätze von 5 bis 300 kg/h mit der menügeführten speicherprogrammierbaren Steuerung.

Das Selbsteinfärben direkt auf der Verarbeitungsmaschine ist eine weit verbreitete Praxis in Spritzgiessbetrieben, insbesondere dann, wenn häufig wechselnde Rezepturen den Produktionsalltag prägen. Die für dieses wirtschaftliche Verfahren bewährten Einfärbgeräte Somos EFG von Mann+Hummel ProTec werden auf der Fakuma in einer überarbeiteten Version vorgestellt, ausgerüstet mit einer neuen, menügeführten speicherprogrammierbaren Steuerung (der S7 von Siemens). Damit lassen sich die kontinuierlich arbeitenden, volumetrischen Dosier- und Mischsysteme für granulat- und pulverförmige Schüttgüter sehr kom-

Partnerschaften sichern Systemkompetenz

und welcher Fehler im Prozessablauf aufgetreten ist. Direkt auf die Verarbeitungsmaschine montierbar, sind die Einfärbgeräte in drei Baugrössen verfügbar: als EFG 100 für Durchsätze von 5 bis 300 kg/h, als EFG 150 für 300 bis 750 und als EFG 200 für 750 bis 1.200 kg/h Materialdurchsatz.

Ingenieurbureau Dr. Brehm AG Lettenstrasse 4 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 790 41 64 info@brehm.ch www.brehm.ch Fakuma: Halle B3, Stand 119

Berührungslose Temperaturmessung

EX CleanForm: Maschinen der EX- Baureihe stehen für exzellente Dynamik, kompromisslose Präzision und Sauberkeit bis in Reinraumklasse A (GMP).

Neben den Spritzgiessmaschinen auf dem eigenen Stand finden sich weitere KraussMaffei Maschinen auf den Messeständen von Partnern. So produziert zum Beispiel eine vollelektrische EX 80-380 SilcoSet mit CleanForm-Reinraummodulen für sauberen Werkzeugbereich Trinksauger aus Flüssigsilikon (LSR) auf dem Stand der Firma Max Petek Reinraumtechnik (Halle A7, Stand 7407). Die EX-Baureihe ist prädestiniert für die Herstellung von anspruchsvollen Formteilen und bietet

fortabel bedienen. Eine Steuerung kann bis zu vier Dosierstationen gleichzeitig verwalten. Die Menüführung erleichtert das Programmieren aller Parameter der zur Verarbeitung anstehenden Materialmischung, wie Solldurchsatz der Maschine und Mischungsverhältnis von Haupt- und Nebenkomponenten. Der Bediener kann auf bereits verarbeitete und gespeicherte Rezepturen zurückgreifen, sich im Produktionslauf den Betriebszustand mit dem aktuellen Materialverbrauch und weitere prozessrelevante Parameter anzeigen lassen. Treten Störungen auf, signalisiert die Steuerung mit Klartexthinweisen, wo

extreme Dynamik und Präzision. Die kompromisslos auf Sauberkeit, Leistungsfähigkeit und Präzision ausgelegten Maschinen können bis in Reinraumklasse A nach GMP eingesetzt werden. KraussMaffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 799 71 80 info-ch@kraussmaffei.com www.kraussmaffei.com Fakuma: Halle A7, Stand 303

Vom verbesserten Preis-/Leistungsverhältnis der Pyrometerserie Optris profitieren vor allem OEM-Kunden bei Verwendung der berührungslos messenden Infrarot-Thermometer an unterschiedlichsten Messstellen. Die für die Messung auf Kunststoffe ausgelegten Typen werden z.B. an Kaschiermaschinen zur Temperaturkontrolle der unteren Walze oder als zuverlässige Überwachung bei der PET-Flaschenproduktion verwendet. Temperaturbereiche -40 °C bis 1600 °C und LED-Anzeige als Sensor-Diagnose oder Zielhilfe bei Sensorausrichtung gepaart mit opencollector Alarmausgang und 0-5/10 V oder 4-20 mA Analog-Signalausgang mit optionaler Erweiterung für USB ermöglichen die Verwendung in unterschiedlichsten Anwendungen. Die 31x12 mm kleine Elektronik der CSmicro-Serie befindet sich abgesetzt im Kabel. Dadurch erträgt der Messkopf ungekühlt Temperaturen bis 180 °C, erreicht eine Kompaktheit/Robustheit die auch zu rauhen Bedingungen/beengten Platzverhältnissen passt. Mit USB-Schnittstelle und Software CompactConnect sind Einstellung und Messoptimierung ein-

Berührungslos messende InfrarotThermometer.

fach. Für professionelle Lösungen zur gemeinsamen Erfassung von Temperaturen und Daten anderer Messgeräte empfiehlt sich die projektfähige Software MCPS.

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KUNSTSTOFF KUNSTSTOFF XTRA XTRA

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Tempro plus D Micro

Tempro plus D Micro

Das kompakte und überaus leistungsfähige Tempro plus D Micro Zweikreis-Temperiergerät von Wittmann wurde für Werkzeuggewichte von bis zu 600 kg und ganz besonders für den Einsatz im Mikrospritzguss konzipiert. Ermöglicht wird dies durch Zweikreisbauweise, wobei bis zu 6000 Watt Heizleistung pro Kreis – in Kombination mit einer Pumpenkapazität von max. 30 l/min und max. 5 bar – für die bestmögliche Wärmeübertragung sorgen. Mit den geringen Abmessungen von 584 ×

265 × 607 mm (H × B × T) ist es möglich, das Gerät direkt im Inneren (im unteren Bereich) der MicroPower Spritzgiessmaschine von Wittmann Battenfeld zu platzieren. Das Tempro plus D Micro ist ausgelegt auf Prozesstemperaturen von bis zu 100 °C, 140 °C und 160 °C (letzteres mit einer wartungsfreien Pumpe in magnetgekuppelter Bauweise). Nicht nur bei der 100 °C-Version, sondern auch bei den Versionen für 140 °C und 160 °C wird der Systemdruck gemessen und – in Abhängigkeit von der Wassertemperatur – oberhalb des Sättigungsdrucks geregelt. Dieses Vorgehen garantiert den kavitationsfreien Betrieb der Pumpe, was sich positiv auf deren Lebensdauer auswirkt. Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn Telefon +41 (0)55 293 40 93 info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.ch Fakuma: Halle B1, Stand 204

Universal-Prüfmaschine AGS-X Hohe Flexibilität, Präzision und ein interessanter Preis – all dies findet sich vereint in der AGS-X-Serie aus dem Hause Shimadzu. Eine grosse Auswahl an Kraftmesszellen ermöglicht es, den Prüfbereich zwischen 2 mN und 10 kN mit einem einzigen Prüfgerät abzudecken. Die zwischen 0.001 mm/min und 1000 mm/min stufenlos regelbare Traversengeschwindigkeit ermöglicht die Anpassung an alle möglichen Testbedingungen und Materialien, egal ob spröde oder elastisch. Bei Routineprüfungen hilft die hohe Rücklaufgeschwindigkeit von 1500 mm/ min den Probendurchsatz zu erhöhen. Kraft-, weg- oder dehnungsgesteuert wird die AGS-X wahlweise über den integrierten Controller und das intuitive Bedienfeld oder optional über die anwenderfreundliche Trapezium-X Software. Neben vielen grafischen Hilfen bei der Methodenentwicklung unterstützen Kontrollkartensystem und Statistikprogramme die Qualitätskontrolle. Eine eigenständige Makroprogrammierung

Der Universaltester AGS-X von Shimadzu.

erlaubt die Erstellung von Messserien mit unterschiedlichen Testbedingungen. Eine grosse Auswahl an Zubehör macht die AGS-X zu einer sehr flexiblen Universal-Prüfmaschine. Vertrieb Schweiz und Lichtenstein: TeMeCo Services AG Neugutstrasse 52 CH-8600 Dübendorf Tel. +41 (0)44 882 43 21 temeco@temeco.ch www.temeco.ch Fakuma: Halle B3, Stand 008

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KunststoffXtra - Fachzeitschrift für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

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