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Beim Business-Netzwerk „Frau im Fokus“ steht das Lernen voneinander an oberster Stelle. Hin und wieder über den eigenen Tellerrand zu blicken, kann sich dabei durchaus lohnen. schrieben. Bereit da zu sein, zu geben, ohne gleich etwas dafür zurückzubekommen, gehört da natürlich auch dazu“, ergänzt Androsch-Holzer und muss lachend hinzufügen, dass das natürlich nicht immer ganz einfach ist. Doch auch viele andere Events finden in regelmäßigen Abständen statt: Wer mit erfolgreichen Wissenschaftlerinnen ins Gespräch kommen möchte, ist zum Beispiel beim „science touch“ besonders gut aufgehoben, für ambitionierte Texterinnen bietet wiederum das Format „author’s touch“ eine gute Basis. Soll es eher darum gehen, sich einem speziellen wirtschaftlichen Thema im Detail zu widmen, können die zweistündigen „Business Impulse“ die eine oder andere Wissenslücke mit Sicherheit füllen.

FOTO: FRAU IM FOKUS

Frauenpower hoch 5: Carina Felzmann, Renate Androsch-Holzer, Isabella Farkasch, Susanne Formanek und Barbara Huber (v. l. n. r.)

Wenn Renate Androsch-Holzer, Vorsitzende von „Frau im Fokus“, anfängt, von ihrem BusinessNetzwerk für Frauen zu sprechen, wird schnell klar, dass es sich dabei um kein ganz gewöhnliches Netzwerk handelt. „Bei uns steht ganz eindeutig das Lernen voneinander im Vordergrund. Das bedeutet auch, dass wir bei unseren Treffen, Workshops und Veranstaltungen auch gerne mal über den Tellerrand hinausblicken und Frauen einladen, die aus den unterschiedlichsten Sparten kommen“, erklärt die begeisterte Networkerin. Um dem Bedürfnis des gegenseitigen Austauschs nachzukommen, wird einmal pro Monat eine Top-Frau aus Wirtschaft, Politik, Kultur oder Sport zum „Business Frühstück“, einem Gespräch in kleiner Runde, eingeladen. „Geben und Nehmen wird bei uns ganz großge-

in Kooperation mit frau im fokus

Gruppe mit Dynamik

EINFACH MITREISSEN LASSEN Vor mehr als 15 Jahren wurde der Verein „Frau im Fokus“ erstmals aktiv. Zunächst noch als Teil des Gewerbevereins und später dann vollkommen eigenständig arbeitete man während der gesamten Zeit aktiv daran, den sogenannten „purple flow“ zu stärken. Wie Felzmann erklärt, steht dieser vor allem für ein Gefühl: „Es geht darum, sich als Frau im Miteinander wohlzufühlen und die gemeinsame Stärke zu nutzen. Teil des ‚purple flow‘ zu sein bedeutet deshalb immer auch,Teil einer Gruppe zu sein.“ Wer sich darauf einlässt, wird allerdings schnell merken, dass ein Verein wie „Frau im Fokus“ nicht nur ein klassisches Business-Netzwerk, sondern gleichzeitig ein lila Wirbelsturm sein kann, der einen mitreißt, motiviert und mitunter völlig neue Ansätze provoziert. Das Netzwerk agiert zwar überparteilich, politischer Themen nimmt man sich trotzdem gerne an. So zum Beispiel bei der „Löwinnen-Runde“ im vergangenen Jahr, zu der Spitzenvertreterinnen aller im Nationalrat vertretenen Parteien zur Diskussion geladen wurden. „Bei Netzwerken ist es mir besonders wichtig, dass sie Lebendigkeit ausstrahlen“, fasst Renate Androsch-Holzer zusammen. Kein anderes Bild könnte dafür besser stehen als der „purple flow“. conomy 61

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