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EMMAUS

4 / 2011


Unser Pfarrer

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Liebe Leserinnen, liebe Leser! Am Titelblatt sind Kinder beim Adventkranz zu sehen. Die Augen leuchten. Es beginnt eine Zeit der Erwartung. Die stille Zeit im Jahr. Könnt Ihr solche Aussagen noch hören? Die „Weihnachtsbelästigung“ beginnt in der Werbung ja schon vor Allerheiligen. Viele Menschen möchten, dass der Rummel bald vorbei wäre. Gehört Ihr auch dazu? Ich freue mich auf die „stillste Zeit“ im Jahr. Ich versuche den Rummel immer mehr auszublenden, Werbungen zu ignorieren und den Advent von Terminen freizuhalten, die nichts mit ihm zu tun haben. Warum gibt es die christliche Adventzeit? Viele haben zu dieser christlichen Zeit keinen Bezug mehr. Dennoch kann man gegen den Strom dieser Zeiterscheinung schwimmen und dem lauten, inhaltslosen Treiben entgegensteuern, denn ich kann dem Geschehen in der Krippe, Gottes Menschwerdung, entgegengehen. Sein Kommen ist kein abstraktes Gedankengebäude, keine Utopie, denn Gott liebt die Menschen in ihrer Freiheit. Liebe ohne freie Entscheidung gibt es nicht. Aus Liebe wurde Gott Mensch, um in allen Bereichen des Lebens mit dabei zu sein, mitzugehen, mitzuleiden, sich mitzufreuen und um uns den Weg zu einem erfüllten Leben zu zeigen. Während einige am Hl. Abend froh sind, dass endlich der Stress vorbei ist, sind andere von Herzenswärme und lebendigem Glauben erfüllt, dieses großartige Geschenk der Liebe Gottes zu feiern: „Ein Kind ist uns geboren…der Heiland der Welt!“ Frieden wird in die Herzen einziehen, oft auch die Sehnsucht, dass Freunde und Familienmitglieder das Gleiche empfinden können und dass die Menschheit den Traum des Friedens auf Erden Wirklichkeit werden lässt.

Wir dürfen dabei nicht bei der Sehnsucht stehen bleiben. Warten wir nicht auf die anderen, ob sie auch auf den Weg des Glaubens einschwenken. Jede und jeder von Euch ist gerufen, den Advent als eine Trainingszeit zu nützen, um aus dem christlichen Glauben Lebenskraft schöpfen zu können. Dazu ist die „stillste Zeit“ im Jahr ein großes Geschenk. Denn Beziehung braucht Nähe, Zeit, Offenheit, Zärtlichkeit und das Hineinhören in sich selbst. Ich lade Euch, liebe Leserinnen und Leser, ein, die Adventzeit als Hinwendungszeit zum ewigen, liebenden Gott zu entdecken. Erteilt allen Veranstaltungen eine Absage, die diesem Ziel im Wege sind, ja ihm widersprechen! Auch dann, wenn sie im Titel „Advent, Weihnachten, Christkindl…“ führen. Durchforstet Euer Leben und habt den Mut, von der Oberfläche des Lebens in die Tiefe des Menschseins zu gehen. Das ist natürlich schwierig. Darum nenne ich die Adventzeit auch Trainingszeit. Denn sobald der Mensch in die Tiefe seines Selbst geht, kann lang Verdrängtes zum Vorschein kommen, kann die Stille unerträglich werden, kann Angst aufkommen vor dem Erkennen, wie er ist. Gläubige Christen sind eingeladen, sich gerade in dieser Zeit dem eigenen Wesen zu stellen, um das Gute zu vertiefen, um Unsicherheiten zu beseitigen, um schlechte Gewohnheiten abzulegen, kurz gesagt, um sich im Spiegel der Liebe Gottes als einen liebenswerten Menschen erkennen zu können. „Gott ist Fleisch/Mensch geworden und hat unter uns gewohnt“, so lautet es im Engel des Herrn, in dem Gebet, in dem wir uns täglich beim Läuten der Glocke in der Früh, zu Mittag und am Abend dies vergegenwärtigen dürfen. In diesem Sinne wünsche ich Euch eine geruhsame Adventzeit mit viel Zeit für Gottesbegegnung und eine gesegnete Weihnachtszeit.

Titelbild: Julian und Jonas erleben den Advent – Foto: Manuel Wieser


Sakrament der Ehe

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In diesem Jahr haben wir unsere „Kirche vor Ort“, wie sie Dr. Zeilinger auf den Rückseiten des Pfarrkalenders 2011 beschreibt, anhand von vier Sakramenten in EMMAUS betrachtet: Taufe, Firmung, Eucharistie und heute werfen wir einen Blick auf das Sakrament der Ehe. Trotz aller Aufklärung und Säkularisierung vieler Lebensbereiche haben Menschen zu allen Zeiten Sehnsucht nach einem gelingenden Leben. Wir sind, wie Martin Buber sagt, und wie es dem Wesen des Menschen entspricht, auf ein DU angelegt. In uns steckt der Wunsch nach einer Partnerschaft, in der es Vertrauen gibt und wo sich einer auf den anderen verlassen kann. Die Ehe ist ein Weg, ein Werdeprozess, der mit Die Eheringe sind ein Symbol der Z ­ usammengehörigkeit und dem Hochzeitstag beder treuen Liebe auf Dauer. ginnt. In ihr soll die Partnerbeziehung vom Verliebtsein zur Liebe reifen. Sie ist unter den Bedingungen der Zärtlichkeit ein auf Dauer angelegtes Beziehungsprojekt. Wenn es kirchlich als Sakrament eingegangen wird, sagt es den Partnern zu, dass Gott als dritter im Bunde ihre Verbindung will, liebt, segnet und begleitet. Er will ein „Leben in Fülle“ schenken. So gesehen ist die Ehe ein Zukunftssakrament, weil es die Partner auf Zukunft hin öffnet, das Abenteuer zu wagen, ihr JA-Wort in guten und schlechten Tagen, bei Gesundheit und Krankheit durchzuhalten. Die in Treue durchgehaltene Liebe zwischen Mann und Frau stellt die Grundlage dafür dar, dass diese Erfahrung in der Lebensgeschichte immer wieder gemacht werden kann. Treue meint das „Sich-Sorgen“ um die Beziehung, um so deren Dauerhaftigkeit zu ermöglichen. Trotz Schwierigkeiten und Beziehungskrisen kann man sagen, dass es keine bessere Beziehungsinstitution als die Ehe gibt. Sie ist Ausdruck tiefster personaler Solidarität, weil wir aufeinander angewiesen sind. Wir können erst bei uns selbst ankommen, wenn wir von einem an-

deren Menschen vorbehaltlos anerkannt und bejaht werden. Daher wird aus guten Gründen diese Selbstverpflichtung von Mann und Frau im Sakrament öffentlich und rechtssicher bekundet. Dennoch bleibt die Ehe ein „heiliges Experiment“ zwischen zwei Menschen. Denn wer Tonarbeit: Lisa Röck / Oetz: diesen Schritt wagt, lässt Sehnsucht nach gelingender sich auf einen Weg ein, Beziehung der für ihn weder überschaubar noch verfügbar ist. Die Partner unternehmen den riskanten Versuch, ihr ganzes Leben miteinander zu gestalten, ohne die Probleme der Zukunft voraussagen zu können. Das sakramentale Eheverständnis sagt uns aber, dass Gott auch in dieser Zukunft verlässlich mitgeht. Partner, die sakramental heiraten, wollen ihre Partnerschaft auch religiös gestalten. Sie spenden sich im JA-Wort das Sakrament, der Priester assistiert im Auftrag der Kirche. Das Sakrament weist auf die human-religiöse Tiefendimension hin, dass die Eheleute ihre Liebe in ihrer Vielfalt entfalten sollen, denn so werden sie Zeichen der Nähe Gottes, der selber die Liebe ist. Die Partnerschaft lebt von der Fähigkeit und Freiheit, sich loszulassen, sich selber zu geben und zu empfangen. Diese dialogische Tugend will ein Leben lang gewagt und geübt werden: miteinander reden, sich zu äußern und mitzuteilen, zu streiten, miteinander zu ringen und zu versöhnen. Es ist wichtig, sich vom Partner kein festgefahrenes Bild zu machen, denn Bilder können täuschen. Sobald wir nämlich an einem Bild hängen bleiben und nicht mehr das größere Geheimnis


Sakrament der Ehe

4 dahinter sehen, kann eine Beziehung zerbrechen. Je vielseitiger die Beziehung gelingt, umso vielgestaltiger sind die Bindungen als gemeinsame Geschichte. Dann erwacht im Miteinander auch die Dankbarkeit. Die Monogamie als soziale Tugend will sagen: „So intensiv, so umfassend, so total, so bedingungslos und so verbunden, wie ich zu dir stehe, verhalte ich mich sonst zu keinem Menschen!“ Die Ehe ist ein lebenslanger Prozess, ein hochsensibles Geschehen, wo Krisen zu echten Chancen für eine neue Kommunikation und das weitere Miteinander werden können. Liebe wehrt sich gegen Teilbarkeit, sie birgt den Willen zur Ganzheit in sich. Das innere Wesen der Liebe ist ihre Zukunft, nämlich die Erfüllung der Liebe. Dieser Vision will die Kirche durch das Sakrament Leben einhauchen, weil das Sakrament zusagt, dass Eheleute den Weg nicht allein gehen müssen, weil Gott mit ihnen geht, damit ihre Beziehung und Partnerschaft gelinge. PL

EMMAUS hat jungvermählte Ehepaare gefragt, warum sie kirchlich geheiratet haben. So haben sie geantwortet: Melanie und Florian Rangger Wir haben am 09.09.2011 kirchlich geheiratet, weil es für uns ein würdiger Rahmen für eine feierlich spirituelle Zeremonie im Beisein unserer Familien war. Daniela und Bernhard Seebacher Wir haben am 26.06.2010 kirchlich geheiratet, weil wir glauben, dass wir im Anderen den Partner gefunden haben, mit dem wir alt werden möchten. Nach zehnjähriger Partnerschaft sind wir unsere Ehe nicht leichtfertig eingegangen, sondern wissen, was wir einander im Ehegelübde versprochen haben. Uns ist bewusst, dass wir ständig darum bemüht sein müssen, an uns selbst zu arbeiten, damit unsere Ehe auch den schweren Zeiten standhalten kann. Eine Ehe ist ein Wagnis, für dessen Gelingen es keine Garantie gibt. Aber wir sind es eingegangen, aus Liebe, um unseren zukünftigen Kindern ein stabiles und sicheres Elternhaus zu bieten und weil wir darauf vertrauen, dass es für uns die richtige Entscheidung war. Tanja und Gernot Wir haben am 04.09.2010 kirchlich geheiratet, weil wir aus Dankbarkeit für unsere bisherigen Lebenserfahrungen auch unsere gemeinsame Zukunft als Eheleute von Gott, im Beisein unserer Familien und Freunde gesegnet wissen wollen.

Zum Nachdenken „Wer ungeduldig ist, der liebt nicht.“ Dieses italienische Sprichwort nennt eine Bedingung, die für das eheliche Zusammenleben unerlässlich ist. Liebe, der Kitt jeder Ehe, hat wesentlich mit Geduld zu tun, also mit Warten, Tragen und Ertragen. Es ist ganz natürlich, Erwartungen und Wünsche an den Partner zu haben. Es ist aber bedrohlich, den anderen so formen zu wollen, wie man ihn gerne haben möchte, von ihm zu erwarten, dass er die eigenen Vorstellungen sofort erfüllt und Fehler gleich ablegt. Solche Vorstellungen sind ein Sprengsatz für jede Ehe. Wer lieben will, duldet den Partner mit seinen Schwächen, Fehlern und Grenzen, ja er mag sie sogar. Wenn ich den anderen sein lasse, wie er nun einmal ist, dann werde ich ihn in seiner Einmaligkeit immer mehr lieb gewinnen, dann stören seine Begrenztheiten nicht mehr. Als Glaubende wissen wir, dass wir von einem Menschen nicht etwas Göttliches erhoffen können. Menschliche Liebe ist nicht unendlich, sie verweist uns aber auf eine unendliche, unbegrenzte und bedingungslose Liebe. Wir sind dann dankbar für die Liebe, die uns der andere erweist und die wir zu ihm spüren. HT


Pfarrgemeinderatswahl

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• MITREDEN • MITGESTALTEN • MITENTSCHEIDEN • WIR SIND KIRCHE

Am 17. und 18. März 2012 wird in Völs ein neuer Pfarrgemeinderat (PGR) gewählt. Wir haben PGRMitglieder gefragt, wie sie ihre Arbeit im PGR sehen und was Kirche für sie bedeutet: Barbara: Kirche ist für mich Heimat, ein Platz für Zusammenhalt und Leben als aktive Christin. Katharina: Als PGR-Mitglied habe ich die Möglichkeit Kirche mitzugestalten und meine Wünsche einzubringen. Ich finde es „gut, dass es die Kirche gibt“ und freue mich auf viel positive Unterstützung durch Wahlbeteiligung und viele KandidatInnen, die sich neu der Wahl stellen. Karl: Es wäre gut, wenn sich Frauen, Männer und Jugendliche aufstellen ließen, die die Notwendigkeit erkennen, dass Pfarrer Christoph und die Pfarrgemeinde in vielerlei Belangen von dieser Institution Unterstützung braucht. Meine Mitarbeit im PGR wird ernst genommen und auch gebraucht. Die Kirche ist, wie die Sonne, für alle da. Sie ist für mich das Fundament und sie gibt mir Kraft im täglichen Leben. Sarah: Für mich steht PGR als Sprachrohr zwischen der Pfarrgemeinde und dem Pfarrer. Der PGR besteht aus Menschen mit unterschiedlichstem Alter, Ausbildung und Erfahrung und kann daher auf viele Ansichten zurückgreifen. Georg: Mir ist wichtig, dass im PGR auch Menschen vertreten sind, die die Kirche in manchen Dingen sehr kritisch sehen. Der Austausch zwischen Insidern und Kritikern ist hilfreich für alle Beteiligten. Wibke: Die aktive Teilnahme am PGR ist die Chance, Ideen und Vorschläge einzubringen und umzusetzen, damit Kirche lebendig und zeitgemäß bleibt. Silvia: Kritik ist gut und wichtig! Im PGR hat man die Gelegenheit mitzugestalten. Einsatzfreude und Offenheit für Neues sind meine Motivation für den PGR. Wenn wir nun Ihr Interesse geweckt haben, sich in der Pfarre einzubringen oder sich sogar als Kandidatin oder als Kandidat für die PGR-Wahl zur Verfügung zu stellen, dann melden Sie sich bitte im Pfarrbüro unter 303109 oder pfarre-voels@stift-wilten.at. Wir bitten auch darum, Kandidatinnen oder Kandidaten, die sie kennen und schätzen, vorzuschlagen. Wir freuen uns auf Sie, Ihr Engagement oder Ihre Vorschläge! Peter Erler / PGR-Mitglied


Kirche ist jung

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„Kirche ist jung“ - Tanja Windhager gibt Auskunft Meine Aufgaben in der Pfarre sind vielfältig: Mitglied des Pfarrgemeinderates (Jugendvertreterin), Mitglied des Barteams (Sonntagabend in den Gruppenräumen an der Bar stehen und Getränke verkaufen), Gruppenleiterin (bei diversen Kinderfesten in der Pfarre Völs die Kinder betreuen und einspringen, falls ein Gruppenleiter keine Zeit für seine Gruppenstunden hat), Gruppenleiterin im Jungscharlager Völs Wenn ich Zeit habe, mache ich gerne etwas mit Freunden oder gehe gerne hinaus in die Natur. Manchmal bleibe ich auch daheim und mache es mir vor dem Fernseher oder Computer gemütlich. Ich bin gern in der Jungschar, im Pfarrgemeinderat und im Barteam aktiv, weil es mir Spaß macht, immer wieder mich mit den Anderen in der Pfarre zu treffen und es schön ist, mich mit Kindern zu beschäftigen. Es ist ein Hobby von mir. Außerdem fühle ich mich in dieser Gemeinschaft sehr wohl. Zudem bin ich im Pfarrgemeinderat, weil ich es wichtig finde, nicht nur über Probleme zu reden, sondern diese auch anzupacken und etwas dagegen zu machen. Mein größter Wunschtraum ist es, einfach glücklich zu sein. Einen Job zu finden, in dem ich mich wohl fühle und irgendwann eine Familie zu haben. Ich mag die Arbeit mit Kindern, weil ich selbst in der Gemeinschaft einer Jungschar aufgewachsen bin und mich sehr wohl fühlte. Deshalb will ich das an die Kinder weitergeben und diese genauso unterhalten, wie ich damals unterhalten worden bin. Es war immer spannend, was sich die Gruppenleiter Neues ausgedacht haben. Außerdem macht es mir Freude mich selbst manchmal wieder als Kind zu fühlen. Das möchte ich sonst noch sagen: Lernt die Gemeinschaft in der Pfarre doch einfach einmal selbst kennen und kommt zu verschiedenen Festen oder auch am Sonntag nach der Kirche zu uns runter ins Pfarrheim, nehmt einen Drink und erlebt Spaß.

Binde dir deinen Adventkranz WANN? Samstag, den 26.11.2011 - 15.00 Uhr WO? Jungscharräume im Pfarrheim WAS? Adventkranzbinden, kleine Adventbasteleien und Geschichten für die Kinder, Adventjause Was ist mitzubringen? Baumschere, falls möglich Reifen, Kerzen Gestellt werden: Taxen, Reifen, Draht, Kerzen Kosten: 8 bis10 Euro

ANMELDUNG bis Di., 22.11.2011 im Pfarramt 0512/303109, pfarre-voels@stift-wilten.at

Die Adventkranzweihe findet am ersten Adventwochenende bei allen Gottesdiensten statt! Am 04.12. / 10.00 Uhr – JuMi Familiengottesdienst – Ehrenamt, na klar…! Anschließend kleines Mittagessen in den Jugendräumen und dann Spielenachmittag für alle!


Kirche ist jung

Stille für dich…

Die stille Jahreszeit steht vor der Tür. Und irgendwie ist´s doch nicht so still. Auch gar nicht so einfach mit dem Stillsein, dem Stillebewahren, der Stille überhaupt. Der Stress nimmt so knapp vor Weihnachten noch einmal richtig zu. SMÜ´s und Test´s, ein straffer Unistundenplan, Überstunden oder das „Bestehen-Müssen“ an der Arbeitsstelle. Von Stille, Ruhe und Besinnlichkeit keine Rede. Stille ist mehr als nur schweigen, musiklos und bewegungslos dazusitzen und nichts zu tun und nichts zu denken. Stille ist Herausforderung, Genuss, Luxus, Stärkung... Ich wünsch dir von Herzen, dass du trotz alledem Zeit für dich findest, für Menschen und für Aktivitäten die dir wichtig sind und dir etwas bedeuten. Ich wünsch´ dir, dass du dir jeden Tag, mindestens 30 min. nur für dich rausboxen kannst. Denn nur dann kann´s still in dir werden und Platz für Weihnachten sein, für das Wunder: „Jesus Christus wird Mensch!“ Kathi Bauer / Jugendleiterin

Termine, Termine, Termine für Jugendabende (eingeladen sind alle Buben und Mädchen, die bereits gefirmt sind!), (außer anders angegeben) KEINE Anmeldung erforderlich! Anmeldung und weitere Informationen für alle anderen Veranstaltungen bei Jugendleiterin Kathi (067687307297) 25.11.2011: 19.00 – 22.00 Uhr Jugendabend Mädelsabend ONLY 4 ALL GIRLS 26.11.2011: 15.00 Uhr - Adventkranzbinden im Pfarrsaal incl. Kinderspiele- und Bastelprogramm 19.00 Uhr – JuMi Gottesdienst Psst. Einladung an ALLE JuMi Kinder mit ihren Familien. 28.11.2011: 18.00 Uhr - 1. Sternsingerprobe im Pfarrheim 02.12.2011: 18.00 – 22.00 Uhr Jugendabend (!mit Voranmeldung!) SCHWIMMEN IN AXAMS 04.12.2011: 10.00 Uhr – JuMi Gottesdienst mit Ministrantenaufnahme. Ehrensache – na klar…! anschließend: Mittagsjause in den Jugendräumen und Spielenachmittag für alle Kinder und Jugendlichen mit Freunden und Familie 09.12.2011: 17.30 – 19.30 Uhr – Mädchenabend ONLY 4 YOUNG GIRLS – Filmabend – „Girlslike“: 20.00 – 22.00 Uhr – Mädchenabend ONLY 4 OLD GIRLS – Filmabend – „Ladyslike“ 19.00 – 22.00 Uhr – JUNGSABEND – Spieleabend 10.-11.12.2011: Still. Jugendbesinnungswochenende in St. Sigmund Vom Sa., 10. Dezember - 14.00 bis So., 11. Dezember - 16.00 sind alle Jugendlichen ab der Firmung zu einem gemeinsamen Wochenende in St. Sigmund eingeladen. Wir wollen adventliche Ruhe genießen, Stille hören, Gemeinschaft erleben, den Advent riechen, miteinander lachen, Spaß haben, den Glauben feiern... kurz ein frohes, tolles Wochenende erleben. Anmeldeformulare und weitere Infos gibt´s bei Jugendleiterin Kathi 12.12.2011: 19.00 Uhr – Abfahrt beim Pfarrheim zur Jugendvesper. Glaub.Würdig.Bleiben. 14.12.2011: 18.00 Uhr 2. Sternsingerprobe im Pfarrheim 16.12.2011: 19.00 – 22.00 Uhr - Jugendabend- Kekse backen 23.12.2011: 19.00 Uhr Waldweihnacht (Treffpunkt mit wetterfester Kleidung beim Pfarrheim)

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Gottesdienste / Taufen – Trauungen – Todesfälle

Achtung! Ab 9. Jänner 2012 geänderte Kanzleizeiten: Neu! Dienstag 17.00 bis 19.00 Uhr Mittwoch 17.00 bis 19.00 Uhr Donnerstag 09.00 bis 11.00 Uhr Neu! Keine Kanzleistunden am Freitag Gottesdienste und Veranstaltungen Samstag, 19.11. 15.00 Uhr Krankengottesdienst mit Krankensalbung im Haus der Senioren. Sonntag, 20.11. - Christkönig-Sonntag 10.00 Uhr Cäcilienmesse der Musikkapelle Freitag, 25.11. 20.00 Uhr Bibelrunde – Pfarrerstube, Thema: ­Maria in der Heilsgeschichte Samstag, 26.11. 15.00 Uhr Adventkranzbinden 19.00 Uhr JuMi-Messe mit Adventkranzsegnung Sonntag, 27.11.: 1. Adventsonntag bei allen Gottesdiensten werden die Adventkränze gesegnet 19.00 Uhr Abendmesse mit Firmhelfersendung Roratemessen im Advent: Dienstag 17.45 Uhr Haus der Senioren, Mittwoch und Freitag – 6.00 Uhr Pfarrkirche Im Anschluss sind Kinder und Jugendliche zum Frühstück im ­ ­Pfarrhaus herzlich eingeladen! Montag, 28.11. 18.00 Uhr 1. Sternsingerprobe im Pfarrsaal Mittwoch, 30.11. 19.30 Uhr „In Advent einihorchen“ im Pfarrsaal Alle, die gerne Adventlieder singen und adventliche Geschichten hören, sind dazu herzlich eingeladen. Donnerstag, 01.12. Wir gedenken unserer Verstorbenen 18.45 Uhr Gebet beim Gedenkstein am ­

Urnenheim im Friedhof 19.00 Uhr bei der Heiligen Messe Im Anschluss Beisammensein im Pfarrsaal bei Tee und adventlichem Gebäck. Samstag, 3.12. Der Sehnsucht folgen – Mensch werden von 9.00 bis 17.00 Uhr im Widum Ampass Ein Tag für dich zum Innehalten, aufatmen und Nachspüren. Geführt und begleitet von biblischen Hoffnungstexten. Anmeldung bei Dekanatsassistentin Petra ­Unterberger bis 30.11. (0676/6003883) Samstag/Sonntag, 3./4.12. Christkindlmarkt und Krippenausstellung Sonntag, 04.12. 10.00 Uhr Ministrantenaufnahme 19.00 Uhr Abendmesse in der Hauptschule nach allen Hl. Messen wird Öl aus dem Hl. Land verkauft Mittwoch, 7.12. 06.00 Uhr Rorate keine Vorabendmesse! 19.45 Uhr Emmaus-Weg-Gemeinschaft im ­Pfarrsaal Donnerstag, 08.12. Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria Keine Hl Messe um 8.30 Uhr 10.00 Uhr Festgottesdienst (Kirchenchor) 19.00 Uhr Abendmesse Freitag, 9.12. 19.00 Uhr Adventkonzert der Landesmusikschule - Pfarrkirche Samstag/Sonntag, 10./11.12. Bruder und Schwester in Not Sammlung nach allen Hl. Messen wird Öl aus dem Hl Land verkauft


Gottesdienste / Taufen – Trauungen – Todesfälle 9 Dienstag, 13.12. 19.00 Uhr Vesper - Patrozinium der Alten Kirche Mittwoch, 14.12. 18.00 Uhr 2. Sternsingerprobe im Pfarrsaal Donnerstag, 15.12. 14.30 Uhr Bibelrunde im Pfarrhof 19.00 Uhr Bußgottesdienst – Eine Zeit für dich vor Gott Dienstag, 20.12. 20.00 Uhr Bibelrunde – Pfarrerstube, Thema: „Und das Wort ist Fleisch geworden“ Freitag, 16.12. 6.00 Rorate, anschl. Frühstück für alle organisiert von der Lederhosenrunde im Vereinshaus Samstag, 17.12. 15.00 Uhr Taufe 20.00 Uhr Adventsingen der Völser Sängerrunde in der Blaike Samstag, 24.12. - Heiliger Abend 6.00 Uhr Goldenes Rorate (Völser Sängerrunde) 17.00 Uhr Kinderweihnachtsandacht (Kinderchor) 23.00 Uhr Christmette (Kirchenchor) Sonntag, 25.12. - Hochfest der Geburt des Herrn 8.30 Uhr Hirtenmesse 10.00 Uhr Familiengottesdienst (Kinderchor) 19.00 Uhr Weihnachtshochamt (Kirchenchor) Montag, 26.12. – Fest der Heiligen Familie (­Stephanitag) 10.00 Uhr Hl. Messe in der Blasiuskirche 17.45 Uhr Weihnachtsmesse im Haus der

­Senioren 20.00 Uhr Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Dienstag, 27.12. 17.45 Uhr Hl. Messe im Haus der Senioren mit Segnung des Johannisweines Mittwoch, 28.12. 18.00 Uhr 3. Sternsingerprobe Donnerstag, 29.12. 19.00 Uhr Krippenandacht in der Pfarrkirche Samstag, 31.12. - Silvester 17.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst (­Kirchenchor) (keine Vorabendmesse um 19.00 Uhr) Sonntag, 1.1.2012 Hochfest der Gottesmutter Maria 8.30 Uhr Hl. Messe 10.00 Uhr Familiengottesdienst 19.00 Uhr Abendmesse Donnerstag, 5.1. 19.00 Uhr Vorabendmesse mit Segnung von Dreikönigswasser, Salz, Weihrauch und Kreide Freitag, 6.1. - Erscheinung des Herrn 8.30 Uhr Hl. Messe 10.00 Uhr Festgottesdienst (Kirchenchor) 19.00 Uhr Abendmesse Donnerstag, 19.1. 19.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst im Dom zu St. Jakob Freitags 15.00 Uhr Hl. Messen im Haus der Senioren 30.12.2011, 13.1.2012, 20.1. und 27.1.

Personelle Veränderung in der Pfarrkanzlei Unsere beliebte Sekretärin Sarah Larcher geht Ende Jänner in Karenz. Wir freuen uns mit ihr und ihrer Familie auf die bevorstehende ­Geburt und wünschen ihr eine Zeit der frohen Erwartung. Seit Oktober arbeitet sich Wibke Mullur als Pfarrsekretärin ein. Sie ist Mutter zweier Kinder und wohnt mit ihrer Familie in Telfs. Herzlich Willkommen! Viel Freude bei den vielfältigen Begegnungen mit den Menschen in der Pfarrkanzlei.

Todesfälle

Taufen 22. Oktober 2011

Leonie Mia Bernhart

Wir freuen uns mit den Eltern!

12. Oktober 2011

Rudolf Hundertpfund

Den Angehörigen herzliche Anteilnahme!

68 J.


Aus der Pfarre

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Dieser Ausgabe von „EMMAUS“ liegt ein Erlagschein bei. Mit Ihrer Spende unterstützen sie unser Pfarrblatt und stellen damit sicher, dass es viermal jährlich in Ihr Haus kommen kann. – Danke! Am 15. Oktober nahmen 33 Völser an der Männerwallfahrt nach Dreikirchen in Südtirol teil. Ziel und Fahrt wurden von Hr. Bernd Gams und Dr. Sepp Vantsch organisiert. Den spirituellen Teil übernahm diesmal Paul, da Pfr. Christoph verhindert war. Drei Impulse führten uns schweigend zu den drei Kirchen, drei Einkehrangebote rundeten diesen schönen Tag ab. Es war eine Fahrt, die Seele und Leib erfrischte.

Einladung zum ökumenischen Gottesdienst

Der Begriff Ökumene bezeichnet neben der „Gesamtheit der Christen“ auch das Bemühen, dass die gespaltene Christenheit wieder zur „Einheit im Glauben“ zurückfinden möge. Ganz im Sinne Jesu, der darum gebetet hat: „Nicht nur für sie, sondern für alle bitte ich, dass alle eins seien, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, …“ (Joh, 17, 20) Daher lädt die Diözese Innsbruck herzlich zum „ökumenischen Gottesdienst“ am Donnerstag, 19. Jänner 2012 – 19:00 Uhr in den Dom zu St. Jakob ein!

Emmaus dankt Resi Pittl

Frau Resi Pittl hat viele Initiativen in unserer Pfarre gesetzt: die Nachmittagsbibelrunde, die wöchentliche Kommunionspendung im Haus der Senioren, die Gebetskreise nach der Mittwochabendmesse im Pfarrheim. Im Laufe der letzen Jahre hat sie diese Aktionen wie auch das Auf- und Zusperren der Pfarrkirche in die Hände anderer gelegt. Zuletzt hat sie den Gebetskreis abgegeben. Liebe Resi, bleib gesund und erfreue dich weiterhin an der Vielfalt in unserer Pfarrgemeinde! Herzlichen Dank für dein treues Mitgehen!

Roratemesse mit Frühstück

In Advent einihorchn

Höhepunkte im stillen Advent sind die Mitfeier der Rorate am Mittwoch und Freitag um 6.00 Uhr in der Pfarrkirche. Nach dem Rorategottesdienst sind Jugendliche, Kinder und Eltern, die ihre Kleinen nicht allein zur Rorate schicken können/wollen, zum gemeinsamen Frühstück im Pfarrsaal eingeladen. Dem Team, das das altbewährte Frühstück vorbereitet, „Vergelt´s Gott!“

Adventlieder, Adventgeschichten und Adventgedichte verwandeln Menschen und helfen mit, sich zu entschleunigen. Am Mittwoch, 30. November, um 19.30 Uhr ist im Pfarrsaal Gelegenheit dazu. Selber singen, erzählen, miteinander plaudern, aufeinander hören, sich freuen am Gesang der anderen,….Tee, Nüsse, Mandarinen,… Sei auch du mit dabei!


Sternsinger

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Hilf mit als einer der Heiligen Drei Könige die Frohe Botschaft von der Geburt Jesu weiter zu sagen und den Segen fürs Jahr 2012 in die Häuser zu tragen! – Wir brauchen DEINE Hilfe!

Freitag, 30. Dezember 2011 Cyta Montag, 02. Jänner 2012 Aflingerstraße Albertistraße Friedensstraße Martinsweg Karl Fischer Gasse Nikolaus Lenau Straße Adam Müller Gutenbrunn Weg Moosbachstraße Landesstraße Völser Au Prinz Eugen Straße Hechenbergweg

Donnerstag, 05. Jänner 2012 Ulrichweg Lorenz Rangger Weg Reinhardweg Handel Mazzetti Weg Innsbruckerstraße Wieslanderweg Sonnwinkl

n u l i e eint

n e ß a Str

Dienstag, 03. Jänner 2012 Vormittags: Völser Betriebe Wolkensteinstraße Maximilianstraße Herzog Sigmund Straße Mittwoch, 04. Jänner 2012 Thurnfelsstraße Bahnhofstraße Moosau Peter Siegmairstraße Schießstandweg Seestraße Blaike Kranebitterstraße Haus der Senioren

2 1 0 g2

Freitag, 06. Jänner 2012 Greidfeld Blasius Hölzl Weg Kirchgasse Werth

Werth-Rain Steigäcker Föhrenweg Birkenweg Lindenweg Otto Kubik Weg Rotental Vellenbergweg Dorfstraße Bauhof Angerweg Josef Hell Weg Pfarrgasse

Wir Heilige Drei Könige

Straßeneinteilung 2012

Die Sternsinger sind am 30.12.2011 (Cyta) und vom 02.-06.01.2012 in Völs unterwegs. Wenn du als einer der Heiligen Drei Könige durch Völs ziehen willst, eine nette Gemeinschaft erleben, vielen Menschen die frohe Botschaft bringen und einfach unvergessliche Tage erleben möchtest, dann melde dich an (auch einzelne Tage sind möglich) und komme zu den Proben am Mo., 28.11.2011, am Mi., 14.12.2011 und Mi., 28.12.2011 jeweils um 18.00 Uhr ins Pfarrheim (Werth 5). Über Jugend- und Erwachsenengruppen würden wir uns sehr freuen. Auch suchen wir wieder viele Freiwillige (ab 16 Jahren), die Zeit und Lust haben, unsere fleißigen Sternsinger zu begleiten (einen oder gern auch mehrere Nachmittage). Wer bereit ist, für eine Gruppe eine kleine Jause vorzubereiten, um ihren Hunger und Durst zu stillen, melde sich bitte in der Pfarrkanzlei (303109, pfarre-voels@stift-wilten.at) oder bei Jugendleiterin Kathi (0676/87307297).

Wir Heiligen Drei König‘, wir kommen von fern, wir suchen den Heiland, den göttlichen Herrn. Da stehet vor uns ein hellleuchtender Stern, er winkt uns gar freundlich, wir folgen ihm gern. Er führt uns vorüber vorm Herodes sei‘m Haus, da schauet der falsch‘ König beim Fenster heraus. Er winkt uns so freundlich: „O kommt doch herein, ich will euch aufwarten mit Kuchen und Wein.“ „Wir können nicht weilen, wir müssen gleich fort, wir müssen uns eilen nach Bethlehem Ort. Es ward uns durch Gottheit die Kunde zuteil, daß ein Kind geboren, das der Welt bringt das Heil.“ Wir kommen im Stall an, finden das Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind. Wir knien uns nieder und beten es an, o Herr, nimm die Gabe aus Dankbarkeit an: Gold, Weihrauch und Myrrhen, das reichen wir dir, führ du uns dann einstens in‘n Himmel von hier! (Volksgut)


Patrozinium

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Patrozinium unserer „Alten Kirche“ Menschen zu allen Zeiten hatten das Bedürfnis, ihr Leben unter den besonderen Schutz eines Heiligen (Patron) zu stellen. So weihte man auch Kirchen Heiligen, die man besonders verehrte und von denen man einen besonderen Schutz für das Dorf, die Gemeinde, das Land, die Diözese, den Staat und den Erdteil erhoffte. Als Patrone unserer Alten Kirche haben unsere Vorfahren den hl. Jodok und die hl. Lucia erwählt. An ihrem Festtag lädt die Pfarre zu einem besonders feierlichen Abendgebet (Vesper) ein, ein Gebet, das durch Jahrhunderte von der Kirche gepflegt wird und in dem Menschen Trost und Hilfe erfahren.

EINLADUNG

Feierliche Patroziniumsvesper Dienstag, 13. Dezember – 19:00 Uhr Alte Kirche


Völser Orts- & Kirchengeschichte

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Kirchenpatrone unserer „Alten Kirche“ Man fragt sich, was die alten Völser bewogen hat, für ihre Kirchen Schutzheilige auszuwählen, deren Patronatsfeste in die unwirtlichste Jahreszeit fallen. Ursprünglich ging die Heiligenverehrung vom Volk aus. Reliquien von Märtyrern Die Kirchenpatrone der alten und deren Gräber Völser Pfarrkirche auf einem Fah- wurden verehrt, wonenblatt (1840): vlnr: Hl. Jodok, bei diese Verehrung hl. Silvester, hl. Lucia „in Jubel und Freude“ das Lob der Blutzeugen verkünden sollten. Die Entstehungsgeschichte beider Kirchen liegt im Dunkeln. In einem Ablassbrief, den Adalbert Tschaveller (†1749, Chronist im Stift Wilten) hinterließ, ist die Rede von einer St. Blasius- und einer St. Valentinskirche. Wann in Völs der hl. Jodok als Kirchenpatron zu Ehren kam, ist nicht genau belegt. Eine Urkunde im Pfarrarchiv (1380) erwähnt aber eine „sand Jobs Kirche“. Daher ist seit über 630 Jahren der hl. Jodok Hauptpatron der alten Pfarrkirche in Völs. Er war der Sohn des Königs Juthael von der Bretagne. Er wurde Priester, zog sich 644 als Einsiedler zurück und wirkte ab 652 in St. Martin in Runiac (Frankreich). Sein Leben war eine einzige Wanderschaft. Gegen Ende seines Lebens pilgerte er nach Rom. Dies war die Erfüllung seiner Sehnsucht. Im Mittelalter war er ein europaweit bekannter und geschätzter Patron der Pilger und Reisenden. Seine Attribute: Stab, Hut, Tasche, Mantel. Hl. Lucia, Jungfrau und Märtyrerin in Syrakus. Sie wurde wahrscheinlich während der diokletia-

nischen Verfolgung um 303 hingerichtet. Nach einer legendarisch verfassten Passio (5/6. Jh.) stammte sie aus einer vornehmen Familie in Syrakus (Sizilien). Nach einer Vision der hl. Agatha habe sie ewige Jungfräulichkeit gelobt. Deshalb sei sie von ihrem Bräutigam als Christin angeklagt und nach verschiedenen Martern durch das Schwert enthauptet worden. Die historische Existenz der Heiligen ist durch die wiederentdeckte Luciakatakombe mit ihrer Grabhöhle gesichert. Lucia gehörte bereits im Altertum zu den beliebtesten Heiligen. Im Mittelalter erlebte ihre Verehrung eine neue Blüte. Der Luciatag war bis zur Gregorianischen Kalenderreform (1582) der Mittwintertag. Sie ist u. a. Patronin der Bauern. Hl. Silvester I., Papst: Er war von Geburt ein Römer und erhielt noch vor Ausbruch der Verfolgung des Diokletian die Priesterweihe. 314 wurde er zum Papst gewählt. Unter ihm vollzog sich die grundlegende Wende von der christenfeindlichen zur christenfreundlichen Staatspolitik. Er starb am 31.12.335. Da sein Fest auf den letzten Tag des Jahres fällt, ist der Name dieses Papstes mit an diesem Abend stattfindenden Festlichkeiten verknüpft. Er ist Patron der Haustiere und für ein gutes Futterjahr. Die Schutzheiligen sind am Hochaltargemälde sowie in den beiden großen Deckenfresken der alten Kirche abgebildet. Früher war das Fest unserer Kirchenpatrone Jodok und Lucia ein Dorffeiertag. „Möchten sich nur alle an diesem Gemeindefeste fleißig und andächtig einfinden“, steht 1844 im Verkündbüchlein der Curatie. In der Zeit von 1923 – 1948 wurden unter Pfarrer Lambert für beide Kirchenpatrone je eine Festpredigt gehalten. Der Vormittag war für die hl. Lucia, der Nachmittag für den hl. Jodok reserviert. Karl Pertl

Redaktionsschluss für EMMAUS 1/2012: 4. Februar 2012 Offenlegung gemäß Mediengesetz: Alleininhaber röm. kath. Pfarre Völs – Informationsblatt der Pfarrgemeinde Völs Homepage: www.pfarre-voels.net, Schriftleiter: Mag. Paul Lampl (PL), Redaktionsadresse: Aflingerstr. 5a/4 E-Mail: p.lampl@chello.at - Telefon 94 02 02 – Pfarrblatt „EMMAUS“: Kto.Nr. 520148, Raiba Kematen, Bankstelle Völs, BLZ 36260 Layout & Druck: www.steigerdruck.at


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Unser Team: Hans RAUCHENECKER, Helmut GEIER, Helene PITTL, Friedrich SEIFERT, Kurt WEGER, Alois EGGER, Walter VETTORI, Egon GANDER, Waltraud und Adi KRANZ, Siegfried WIRTH

1997 nahm der Völser Krippenverein sein 10-jähriges Jubiläum zum Anlass, für die Pfarre eine Kirchenkrippe zu bauen. Die Planung der Krippe wurde von unserem Ehrenmitglied Ing. Engelbert PFURTSCHELLER in hervorragender Weise durchgeführt. Die Krippe wurde dann nach seinen Plänen unter Leitung des Krippenbaumeisters und Ehrenmitglied Siegfried WIRTH gemeinsam mit den Krippenbaumeistern und Mitgliedern des Krippenvereines Völs gebaut und im Dezember 1997 das erste Mal in der Pfarrkirche aufgebaut. Die Beleuchtung wurde von Hans RAUCHENECKER installiert. Die Unterbaukonstruktion, auf der die Krippe steht, wurde von unserem Chronisten Walter VETTORI errichtet. Der Hintergrund ist unter der Leitung von Schwester Regina KUGLER von Waltraud KRANZ, Hans RAUCHENECKER und Walter VETTORI gemalt worden. Gefasst wurde der Krippenberg von Günter RANGGER, Siegfried WIRTH und Obmann Friedrich SEIFERT. Die botanische Gestaltung wird jedes Jahr von Obmann-Stellvertreter Helmut GEIER und Egon GANDER neu durchgeführt und das erforderliche Material im Sommer hindurch gesammelt. Die Krippenfiguren wurden von Peter VOLGGER aus Uttendorf und die Tiere von Arthur HOLZKNECHT aus Grinzens geschnitzt. Bei der ersten Aufstellung waren die Hl. Familie, ein Hirte, Ochs und Esel

sowie ca. zehn Schafe die einzigen Figuren in der Krippe. Jedes Jahr kamen dann etwa drei Figuren und ein paar Schafe oder Ziegen dazu. Zehn Schafe stammen von unserem Künstler Siegfried WIRTH und wurden von ihm 2010 unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Bemerkenswert ist, dass alle Figuren von den Völser Bürgern gespendet worden sind. Darüber wird eine Chronik von Obmann-Stellvertreter GEIER geführt, aus der ersichtlich ist, wer welche Figur gespendet hat. An dieser Stelle ein herzliches „Vergelt`s Gott“ an die Spender. Diese Chronik liegt jedes Jahr bei der Krippenausstellung im Pfarrheim zur Einsichtnahme auf. Der Auftrag zum Schnitzen der Figuren wird von Obmann SEIFERT nach Absprache mit unserem Ehrenmitglied Herrn Pfarrer Christoph PERNTER erteilt. Die alljährliche Aufstellung der Kirchenkrippe organisiert unser Krippenpfleger Adi KRANZ. Sie wird in der Woche vor dem Hl. Abend vom Krippenteam (siehe Foto) aufgestellt und am 2. Februar wieder abgebaut. Den Vorhang der Krippe hat Frau Helene PITTL genäht und wird von ihr auch jedes Jahr aufbewahrt und betreut. Wir danken unserem Herrn Pfarrer Christoph und den Bauhofmitarbeitern, die beim Transport, Aufund Abbau der Krippe behilflich sind. Friedrich Seifert / Obmann


Emmaus 4/2011