Issuu on Google+

01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 1

W W W. D E R - S I E B D R U C K . D E

|

58. JAHRGANG

|

AUSGABE FEBRUAR 2012

|

ISSN 2193 1178

|

PREIS 6 EURO

Der Siebdruck Das Magazin f端r visuelle Kommunikationstechnik SIEBDRUCK

DIGITALDRUCK

DRUCKVEREDELUNG


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 2


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 3

Editorial

Wertgrenze Hartwig Dräger Herausgeber

In Europa boomt die Branche – das lässt sich gut an den sehr aufwändig gestalteten Messeständen ablesen. Einziger Wermutstropfen ist die vom deutschen Fiskus festgelegte Wertgrenze von 35 EUR (Herstellungskosten) für Werbegeschenke für Kunden im Kalenderjahr, die als Kosten steuerwirksam geltend gemacht werden können, sobald man etwas höher kommt, ist die ganze Summe nicht mehr absetzbar. Diese Grenze bzw. Blockade möchte der ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) in Deutschland verständlicherweise aufgehoben haben.

D

ie Wertgrenze beschränkt die Branche ganz erheblich. Dadurch wird das Wachstum der Werbewirtschaft stark behindert. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz der deutschen Werbeartikelbranche ca. 3,5 Mrd Euro. Nun sollte man sich allerdings fragen, ist es wirklich für den Beschenkten ein geldwerter Vorteil (bei einem Geschenk über 35 Euro), wenn er z.B. eine Uhr oder Display oder das

etwas wertvollere Schreibgerät mit deutlichem Werbeaufdruck erhält? Oder woran will man das eigentlich fest machen? An den Herstellungskosten geht das meiner Meinung nach nicht. Da müsste man den Gebrauchswert ermitteln – also eigentlich unmöglich.

O

der benötigt der Beschenkte so ein Teil überhaupt und hätte er sich das selber auch gekauft? Fragen, die man eigentlich nicht beantworten kann und dieses Thema einem umso absurder erscheinen lässt, je länger man sich damit beschäftigt. Es hat sich herausgestellt, je höherwertiger die Werbeartikel sind, desto länger sind sie im Gebrauch. Eine neue Studie belegt, dass die Werbebotschaft auf Gebrauchsgegenständen den Bekanntheitsgrad des Unternehmens deutlich steigert und somit dazu beitragen kann, die Marktposition des Unternehmens zu festigen und somit auch Arbeitsplätze sichern hilft.

D

arüber hinaus belegt die Studie, dass sich 57 Prozent der Besitzer von Werbeartikeln an die Marke beziehungsweise den Namen des werbenden Unternehmens erinnern; ein Wert, der doppelt so hoch ist wie der von TV-Werbespots, deren Werbeerinnerung auf 28 Prozent kommt, Radiowerbung bleibt zu 32 Prozent im Gedächtnis. 73 Prozent der Konsumenten geben deshalb an, dass erhaltene Werbear-

tikel ihre Kauf- oder Auftragsentscheidung beeinflusst haben. Patrick Politze sagte anlässlich der Vorstellung der Studie im Rahmen der internationalen PSI-Pressekonferenz: „Die Werbewirkungsstudie hat an den Tag gebracht, dass Werbeartikel zu den kosteneffizientesten Werbemedien überhaupt gehören“. (Hierzu mehr auf den Seiten 19-24)

D

ie Wertgrenze ist eine Grenze, die die Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges behindert. Werbeartikel gehören zu den wirkungsvollsten und nachhaltigsten Werbeträgern überhaupt. Nach meiner Meinung sollte die Wertgrenze aufgehoben werden oder auch stufenweise, an bestimmte Bedingungen geknüpft, nach oben angehoben werden.

E

s ist wohl sinnvoller die zusätzlich anfallende Arbeit zu besteuern, statt diesen Wirtschaftszweig am Wachstum zu hindern. Die Wertgrenze ist eine Entwicklungsgrenze. Werbeartikel, also Artikel mit deutlicher Werbebotschaft, sollten von diesen Beschränkungen befreit sein.

Ihr Hartwig Dräger

Der Siebdruck 02.2012

3

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

V

om 11. – 13. Januar fand die 50. PSI in Düsseldorf statt, bei der sich alle wichtigen Werbeartikelhersteller und Händler aus der ganzen Welt trafen. Die WerbeartikelBranche spielt für Sieb-, Tamponoder Digitaldrucker eine wichtige Rolle. Werden doch viele Artikel mit den vorher erwähnten Druckverfahren dekoriert bzw. bedruckt.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 4

Inhalt

S. 11

S. 19

S. 40

Inhalt S. 19 | Technologie & Equipment

Mimaki zeigte den Besuchern der PSI 2012 an Stand 9H27 im Technology Forum, wie sie Druckprodukte um hochwertige Leistungsmerkmale erweitern und damit ihren Umsatz steigern können. Der Hersteller führte dort anhand seiner MimakiMaschinen das Drucken für eine höhere Wertschöpfung vor, unter anderem am Beispiel von zahlreichen innovativen Werbeartikeln und Textilien.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

S. 19 | Messe PSI

Erfrischend neu, originell und stark in der Wirkung: Fast hatte es den Anschein, als hätte sich die gesamte europäische Werbeartikelwirtschaft darauf verständigt, „ihrer“ PSI zum 50. Jubiläum eine Geburtstagsaufwartung der besonderen Art zu machen. 993 Aussteller waren zu Europas größter Messe der Werbeartikelwirtschaft nach Düsseldorf gekommen - mehr als jemals zuvor, ein Plus von über 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (852). Schon allein deshalb war es für PSI-Chef Michael Freter „ein Jubiläum mit Goldrand“. S. 42 | Open House bei Kammann

Viele Besucher erinnern sich gerne an die sehr interessante und gut organisierte Hausmesse bei der KAMMANN Maschinenbau GmbH in 2010 Basierend auf den positiven Erfahrungen und Anregungen von Kunden und Interessenten wird Kammann in diesem Jahr vom 16.04. – 20.04.2012 erneut seine Tore öffnen.

44

Der Siebdruck 12.2011/01.2012

Editorial Wertgrenze

3

Technolgie & Equipment Für kleine Büros: Der Sharp AR-5620 druckt, scannt und kopiert bis A3

6

Dr. Hönle AG präsentiert auf der Fespa 2012 Produktneuheit für den großformatigen Inkjet-Druck

7

CIK Solutions: Klimakammern mit innovativem Design

7

Erfolgreicher Praxiseinsatz des KODAK PROSPER S30 Eindrucksystems

8

Dell XPS 13: Erstes Ultrabook von Dell besticht durch schlankes Design, hochwertige Verarbeitung und Top-Leistungen

9

Mimaki: Drucker für mehr Wertschöpfung

11

Tapflo T820 S: Neue Membranpumpe für große Förderleistungen

12

X-Rite: Kostenlose Updates für Farbmanagement-Software

13

sunchemical/coates: WEISS AUF SCHWARZ, Hochdeckende Weisseinstellungen

14

Material Vista System: Beleuchtbare Abhänger für Hyderabads internationalem Flughafen

17

Fruit of the Loom präsentiert neues Lady-Fit Hooded Sweat

17

Messen PSI: Jubiläum mit Goldrand: 50. PSI mit neuem Ausstellerrekord

19

USETEC 2012: Weltmesse für Gebraucht-Technik macht Nägel mit Köpfen

25

drupa 2012: Weltweite Marketingkampagne setzt auf Augmented Reality. Print und Internet verschmelzen

29

Neue Trends und Entwicklungen im Bekleidungsdruck auf der FESPA Fabric 2012

31

Countdown für die intersolar europe 2012 vom 13. – 15. Juni in München

32

AUMA-Herbst-Pressegespräch: Vorsichtiger Optimismus für 2012, – Aussteller wollen mehr in Messen investieren – 2011 mit deutlichem Messewachstum

36

glasstec 2012 bietet Chancen für junge und innovative Unternehmen – BMWi bezuschusst Messeteilnahme mit bis zu 7.500 Euro

38

drupa-Personalien: Marc Eberhardt neuer Senior Project Manager

38


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 5

Inhalt

Impressum Verlag Der Siebdruck Postfach 3248 - D-23581 Lübeck

Firmennachrichten Fujifilm: Digiforma mit neuer Inca Onset S20

39

Kammann: Tag der offenen Tür vom 16.04. – 20.04.2012

40

Dr. Hönle AG ausgezeichnet

41

Ricoh von IDC als „Leader” eingestuft

41

Neuer Director Sales and Marketing bei Papierfabrik Scheufelen

42

M-real mit Tapetenrohpapieren auf der Heimtextil 2012

43

Deutsche Papier unterstützt australische Koalas

44

Energiemanagement von Mitsubishi HiTec Paper Europe nach DIN EN 16001 zertifiziert

45

Verbände Druckindustrie setzt auf Aufschwung im drupa-Jahr bvdm: Innovationen bestimmen das Jahr 2012

46

Media Mundo-Kongress für nachhaltige Medienproduktion unter dem Motto „Re-Evolution NOW!“

48

Jubiläums-Preisverleihung in der Print Media Academy: Die Sieger des MfG-Award 2011 stehen fest!

49

bvdm-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druckindustrie im Januar 2012

50

SID unterstützt Druckereien bei der Vorbereitung auf FSC- oder PEFC-Zertifizierungen

50

BDE: Neue EU-Richtlinie stärkt Recycling von Elektroaltgeräten

51

bvdm wirbt für individuelle Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Familienpflegezeit für Mittelstand kaum ealisierbar

Inhaber Dräger + Wullenwever print + media Lübeck GmbH & Co.KG Grapengießerstraße 30 - 23556 Lübeck Herausgeber Dipl.-Kfm. Hartwig Dräger Redaktion „Der Siebdruck“ Redakteure: Peter Arndt (ViSdP) Hartwig Dräger Anzeigen/Abonnements: Monika Saß fon +49 (0)451/879 88 87 fax +49 (0)451/879 88 93 e-mail verlag@draeger.de web www.der-siebdruck.de Erscheinungsweise: 10 x jährlich: Einzelpreis 6 € Jahresabonnement für Firmen und Selbstständige: 32 € für Arbeitnehmer in Abonnentenfirmen sowie Auszubildende, Schüler, Studenten: 23 € Zuzüglich Versandkosten: 10 € Anzeigenschluss: Am 10. des Vormonats Redaktionsschluss: Am 12. des Vormonats Gültig ist die Anzeigenpreisliste 50/2011 Preis der Gelegenheitsanzeigen je Millimeter Höhe (82 mm breit) 1 Euro (Kaufgesuche, Verkäufe, Stellenangebote, Verschiedenes)

51

Das Abonnement läuft jeweils um ein Jahr weiter, sofern es nicht sechs Wochen vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Bei Nichterscheinen infolge höherer Gewalt kein Anspruch auf Lieferung oder Rückzahlung.

52

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit besonderer Genehmigung.

Warum verwendet die Druckindustrie nicht D65?

Betriebswirtschaft Print Power Future Summit 2011 zeigt die Fusion von Print und Technologie

54

bvdm fordert Rücknahme der Gelangensbestätigung Regelung ist unausgegoren und kostenintensiv

55

digitalmedia: Markenkommunikation ist mehr als ein schickes Logo

55

Termine Messen Lehrgänge Veranstaltungen

Impressum Inserentenverzeichnis

Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Artikel, mit Namen oder Signet des Verfassers gekennzeichnet, stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Schriftleitung dar. Gerichtsstand: Lübeck

57

5

56

Grafik: DATA SCREEN Hermann Klußmeyer, e-mail: H.Klussmeyer@t-online.de Druck: Dräger + Wullenwever print + media GmbH & Co. KG Grapengießerstraße 30 D-23556 Lübeck International Standard Serial Number ISSN 1868-3061 © 2011 by

Kleinanzeigen Zu verkaufen – Stellenangebote – Stellengesuche

Bankkonto: Deutsche Bank Lübeck AG Kto 880 8552 - BLZ 230 707 00 USt.-ID: DE 232355569

58 Diese Zeitschrift wird aus chlorfrei gebleichtem Papier hergestellt.

Der Siebdruck 02.2012

5

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Fogra


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 6

Technologie & Equipment

Für kleine Büros:

Der Sharp AR-5620 druckt, scannt und kopiert bis A3 Ob filigrane technische Zeichnungen oder flächige Grafiken: Manches muss man in voller Größe sehen, um ordentlich damit arbeiten zu können. Das neue LaserMultifunktionssystem AR-5620 von Sharp druckt, kopiert und scannt Dokumente bis zu einer Größe von A3 in bester Qualität. Dabei ist das kompakte Gerät nicht nur äußerst schnell, zuverlässig und benutzerfreundlich, sondern passt sich dank eines modularen Konzepts auch ganz den individuellen Bedürfnissen an. Mit dem neuen A3 Service Konzept stellt Sharp darüber hinaus jederzeit die optimale Installation und Wartung sicher.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

A

uch in kleinen Büros warten oft große Aufträge – im wahrsten Sinne des Wortes: Wenn regelmäßig großformatige Dokumente oder umfangreiche Auflagen gedruckt, kopiert oder gescannt werden müssen, leistet das neue Laser-Multifunktionssystem AR-5620 von Sharp hervorragende Dienste. „Das vor allem für kleine Unternehmen und kleine Arbeitsgruppen konzipierte Gerät verarbeitet Vorlagen bis zu einer Papiergröße von A3 in höchster Qualität und ist mit zahlreichen innovativen Funktionen ausgestattet, die den Büroalltag erleichtern“, sagt Franco Fiedler, Produktmanager Information Systems bei Sharp Electronics Deutschland/Österreich. „Speziell für die Zielgruppe der kleinen Unternehmen, die meist über keine hausinterne IT- und Technikabteilung verfügt, haben wir unser umfangreiches Servicekonzept noch einmal erweitert. Damit erhalten unsere Kunden ein rundum „SorglosPaket“ und werden zu jedem Zeitpunkt optimal betreut.“

P

roduktivität wird beim AR-5620 ganz groß geschrieben: So verarbeitet das Gerät 20 Seiten pro Minute (schwarz-weiß), bei einer Aufwärmzeit von maximal 25 Sekunden wartet der Nutzer lediglich 7,2 Sekunden auf die erste Kopie. Äußerst praktisch ist auch der produktive Originaleinzug, der in einem Schritt bis zu 40 Originale einliest. Das Nachfüllen von Papier und Toner wird beim AR-5620 ebenfalls zur Seltenheit: Standardmäßig fasst der Papiervorrat 600 Seiten, optional ist er bis zu 1.100

6

Der Siebdruck 02.2012

Seiten erweiterbar. Gleichzeitig lassen sich bis zu 16.000 Seiten mit nur einer Tonerkartusche verarbeiten. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch im Betrieb

Funktion „Elektronisches Sortieren“ automatisch und ohne Hilfe eines Sorters zusammengestellt. Darüber hinaus verfügt der AR-5620 über einen verbesserten Papiereinzug zur Reduzierung von Papierstaus. Das Netzwerk-Erweiterungskit ermöglicht die volle Netzwerkanbindung und bietet zusätzlich die weit verbreitete Druckersprache PCL6.

Sharp Service-Karten – Das A3 „Sorglos-Paket“ Auch wenn die Multifunktionsgeräte von Sharp anwenderfreundlich und zuverlässig sind, kann immer einmal eine Frage oder ein Problem auftauchen. Für diese Fälle hat Sharp das sogenannte „Sorglos-Paket“, einen umfangreichen Service mit Hotline und 48-Stunden-VorOrtReparaturservice, aufgesetzt. Dieses bewährte Konzept wird nun um einen Installations-und Wartungsservice in Form von Wartungskarten ergänzt. „Die Installationskarte stellt die professionelle Inbetriebnahme des Geräts beim Kunden zu einem sehr günstigen Preis sicher“, erläutert Fiedler. „Die Wartungskarten sorgen für eine optimale serviceseitige Betreuung während des Lebenszyklus der Geräte und rechnen sich selbst bei niedrigen Volumina für den Kunden.“

www.sharp.de von weniger als 550 Watt und dem geringen Tonerverbrauch ist der AR-5620 besonders energieeffizient und kosteneffektiv.

U

m die Arbeitsabläufe schlank zu gestalten, hat Sharp bei der Entwicklung des Geräts auf diverse benutzerfreundliche Feinheiten geachtet. So verfügt der A3-Farbscanner nicht nur über eine hervorragende Bildqualität (600dpi/256 Graustufen), sondern ist auch äußerst komfortabel zu bedienen. Mehrfachkopiensätze werden mit der

www. der-siebdruck.de


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 7

Technologie & Equipment

Dr. Hönle AG:

Innovationen für den Inkjet-Druck Dr. Hönle AG präsentiert auf der Fespa 2012 Produktneuheit für den großformatigen Inkjet-Druck

D

arunter die LED Powerline, die sich am Markt bereits fest etablieren konnte. Dieses hocheffiziente LED-Gerät eignet sich hervorragend sowohl für das Pinning, wie auch für die Endtrocknung im Inkjet-Druck. Die LED Powerline ist in verschieden Längen (variabel in 40mm-Stufen) und in den Wellenlängen 365/375/385/395/405 erhältlich. Damit läßt sie sich optimal auf die jeweilige Anwendung anpassen.

S

eine Position als Weltmarktführer in Sachen UV-Trockner für den großformatigen Inkjet-Druck unterstreicht Hönle einmal mehr durch die jüngst entwickelte jetCURE-Geräteserie. Diese UV-Hochleitungstrockner (bis 240 W) ermöglichen eine hervorragende Austrocknung selbst bei schnellen Geschwindigkeiten — und führen so zu einer deutlich verbesserten Druckqualität.

j

etCURE-Geräte werden standardmäßig mit Kaltlichtreflektoren für temperaturempfindliche Materialien ausgestattet und sind mit auf die Druckfarbe angepassten Strahlerspektren erhältlich. Die Länge der Geräte kann auf den Druckprozess optimal angepasst werden. Kundenspezifischer geht nicht!

Effizienter mit elektronischen Vorschaltgeräten

D

Hönle LED Powerline

urch den Einsatz des von Hönle entwickelten elektronischen Vorschaltgerätes (EPS) kann der Trocknungsprozess nochmals entscheidend verbessert werden. Die EPS -Technik reduziert den Energieaufwand für das Betreiben der UV-Trocknungsanlage oder, was für die meisten Anwender noch wichtiger ist, sie steigert die Trocknungsgeschwindigkeit. Das Vorschaltgerät hat eine Leistung von bis zu 7,2 kW. Der

Hönle jetCURE

Output kann gegebenenfalls zwischen 15 % und 100% geregelt werden. Die EPS Einheiten sind kaskadierbar, womit die Gesamtleistung auf 12 kW steigt.

D

ie Dr. Hönle AG ist ein UV-Spezialist, auch wenn es um kundenspezifische Anwendungen geht. Eine extreme hohe Produktionstiefe und intern gefertigte Peripherie-Geräte wie UVLampen und Reflektoren garantieren dem Kunden individuelle High-tech Lösungen in bester Qualität, aber auch fachmännische Kundenberatung und herausragenden Service.

www.hoenle.de

CIK Solutions:

Klimakammern mit innovativem Design Die Klimakammern von CIK Solutions der Serie „Kambic“ zählen aufgrund ihres innovativen Designs und der eingebrachten jahrzehntelangen Erfahrung zur Spitzenklasse. Die meterologische Performance wird als sehr gut bewertet und die Bedienung ist intuitiv und flexibel.

Testlabors, Materialkonditionierung, Alterungstests, und vieles mehr. Das Standardprogramm umfasst 12 Modelle in 4 verschiedenen Kammergrößen mit jeweils 3 verschiedenen Temperaturbereichen. Aber auch individuelle, kundenspezifische Lösungen sind möglich, bis hin zur begehbaren Klimakammer.

Typische Einsatzgebiete sind LangzeitStabilitätstests, Kalibrierlabors, Material-

www.cik-solutions.com Klimakammer der Serie „Kambic“

Der Siebdruck 02.2012

7

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Vom 21. bis 24. Februar präsentiert der UV-Experte Hönle auf der Fespa 2012 seine neuesten Entwicklungen für Inkjet-Anwendungen. Die Palette reicht dabei von Highend-UV-Trockner bis hin zu innovativen UV-LED-Geräten.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 8

Technologie & Equipment

Kodak:

Versionierung von Anzeigenwerbung mit KODAK PROSPER S Erfolgreicher Praxiseinsatz des KODAK PROSPER S30 Eindrucksystems im Hochleistungs-Zeitungsdruck bei Axel Springer Im Zeitalter von Multichannel-Publishing und mobiler Kommunikation suchen Zeitungsunternehmen nach neuen Möglichkeiten, um die gedruckte Zeitung für Leser wie Werbekunden attraktiver zu machen. In dieser Hinsicht bietet die Versionierung bzw. Individualisierung von Werbekampagnen durch die Anreicherung statischer Werbeinhalte mit variablen Komponenten und Informationen ein interessantes Potenzial. So können zum Beispiel fortlaufende Gewinnnummern, variable QR-Codes, wechselnde Grafiken etc. dafür sorgen, dass sich Werbeanzeigen von Zeitungsexemplar zu Zeitungsexemplar unterscheiden und in medienübergreifenden Kampagnen wichtige Funktionen übernehmen.

K

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

odak hat mit den flexibel einsetzbaren Eindrucksystemen der KODAK PROSPER S-Serie eine Lösung im Portfolio, welche die Versionierung mit variablen Daten bei voller Produktionsgeschwindigkeit im Zuge des konventionellen Druckprozesses erlaubt. Die Systeme der PROSPER S-Serie arbeiten auf Basis der KODAK Stream Inkjet-Technologie

einer Vielzahl an gedruckten und digitalen Angeboten, in ihrer Zeitungsdruckerei in Ahrensburg bei Hamburg, Deutschland, erfolgreich in der Praxis erprobt. Das Unternehmen stattete eine der COLORMAN 42 Rotationen für die hybride Druckproduktion aus. Ein KODAK PROSPER S30 System mit 105,6 mm Arbeitsbreite wurde als Zu-

Durch die Positionierung im Überbau der Druckmaschine kann das Eindrucksystem verschiedene Papierbahnen bedrucken. Damit ergeben sich flexible Möglichkeiten, um nicht nur die äußeren Seiten sondern auch beliebige Seiten im Innenteil der Zeitung mit variablen Komponenten zu versehen. Das in Ahrensburg installierte PROSPER S30 System liefert bei Bahngeschwindigkeiten bis über 900 m/min (15 Meter pro Sekunde) Resultate in gleich bleibend guter Qualität.

V

ariabler Hochgeschwindigkeitsdruck zur Realisierung außergewöhnlicher Marketingkonzepte. „Mit dem flexiblen HochgeschwindigkeitsEindrucken lassen sich in Zeitungen und Verlagsbeilagen Marketingkonzepte umsetzen, die vorher in dieser Form nicht produziert werden konnten. Dazu zählen auch Ideen wie die regionale Individualisierung oder Mikrozonenwerbung“, sagt Reinhold Frech, Business Director Digital Printing Solutions, D-A-CH, Graphic Communications Group, Kodak. „Werbetreibende können mit diesen Möglichkeiten die Anreize zur Interaktion der Zielgruppe mit ihren Werbebotschaften steigern und für Zeitungsverlage ergibt sich die Chance, mit innovativen Marketingangeboten ihre Werbeeinnahmen zu stabilisieren. Gleichzeitig können interessante Anwendungen wie versionierte Preisausschreiben die Leser-Blatt-Bindung verbessern.“

K Das KODAK PROSPER S30 Eindrucksystem im Überbau der Zeitungsoffsetrotation bei Axel Springer in Ahrensburg.

und wurden für hochproduktive, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Eindruckanwendungen entwickelt.

D

as Potenzial dieser Technologie hat die Axel Springer AG, ein in Europa führendes Medienunternehmen mit

8

Der Siebdruck 02.2012

satzaggregat im Überbau der Druckmaschine eingebaut, um bei voller Produktionsgeschwindigkeit variable Informationen in Zeitungen einzudrucken. Dabei handelt es sich um die weltweit erste Installation eines PROSPER S30 Systems in einer Zeitungsoffsetrotation.

odak führte in Zusammenarbeit mit Axel Springer ein Kampagnenprojekt durch, um die Möglichkeiten der versionierten Werbung praktisch zu erproben. So schaltete Kodak in einer Branchenbeilage eine Anzeige, mit der der KODAK OFFICE HERO 6.1 All-inOne Drucker über ein Preisausschreiben beworben wurde. Jeder Druck des Anzeigenmotivs erhielt per Inkjet-Eindruck mit dem PROSPER S30 System einen einzigartigen Gewinncode, über den die Chance bestand, einen von zehn OFFICE


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 9

Technologie & Equipment HERO 6.1 Druckern zu gewinnen. Die Aktion brachte die erhoffte groĂ&#x;e Resonanz.

D

ie Systeme der PROSPER S-Serie verwenden wasserbasierende Pigmenttinten, die sich fĂźr das Bedrucken einer groĂ&#x;en Vielfalt ungestrichener und gestrichener Papiere eignen. Mit diesen Tinten lassen sich Text sowie Strich- und Volltonelemente auch auf Zeitungspapier in sattem Schwarz wiedergeben. Die Produktfamilie umfasst neben dem PROSPER S30 Eindrucksystem die Modelle PROSPER S20 (max. Geschwindigkeit 600 m/min), PROSPER S10 (max. 305 m/min) sowie PROSPER S5 (max. 152 m/min). AuĂ&#x;erdem hat Kodak mit dem PROSPER S10 Eindrucksystem mit CMYK und dem PROSPER S20 Eindrucksystem mit CMYK LĂśsungen fĂźr vierfarbiges Eindrucken variabler Inhalte

bei unterschiedlichen Anwendungen im Programm bzw. in Entwicklung. ls ein weltweit aktiver Berater und Anbieter integrierter Services hilft Kodak Unternehmen bei der Transformation und Optimierung ihrer Geschäftsaktivitäten und -prozesse.

A

Ăœ

ber ein Netzwerk von Serviceexperten in mehr als 120 Ländern bietet Kodak technische, professionelle Beratungsleistungen sowie Managed Services, um Kunden in die Lage zu versetzen, sich auf das Wachstum ihrer Unternehmen, Produktivitätsmaximierung und ein effektiveres Risikomanagement zu konzentrieren. Hinter allen KODAK Produkten steht KODAK Service & Support.

:LUPDFKHQÂ?VPDJQHWLVFK

0DJQHWIROLHQ http://graphics.kodak.com/.

3(50$)/(;

Dell XPS 13:

Mit dem XPS 13 hat Dell sein erstes Ultrabook vorgestellt. Das extrem dßnne Gerät mit 33,8-cm-Display glänzt mit hervorragender Verarbeitungsqualität und einem kompakten sowie widerstandsfähigen Gehäuse aus Aluminium und Kohlefaser. Es bietet eine rekordverdächtige Akkulaufzeit und ist in wenigen Sekunden einsatzbereit.

D

as neue XPS 13 ist das erste Ultrabook von Dell: Mit einer HÜhe zwischen sechs und maximal 18 Millimeter ist es deutlich schlanker als alle bisherigen Notebook-Modelle von Dell. Mit dem praktisch rahmenlosen 33,8-cmDisplay (13,3 Zoll) ist es so kompakt, dass es die gleichen Abmessungen wie ein gängiges 11-Zoll-Notebook besitzt – damit passt es problemlos in jede Tasche. Das Ultrabook wiegt dabei in seiner leichtesten Ausfßhrung nicht einmal 1,4 Kilogramm(1) und besteht aus Aluminium und Kohlefaser, was es besonders widerstandsfähig macht. Mit einer Akkuladung hält das Gerät bis zu knapp neun Stunden (2) durch, was in der Regel fßr einen ganzen Arbeitstag reicht.

D

och damit nicht genug: Das XPS 13 bietet auch die neuesten Intel-Technologien wie „Rapid Start“ und „Smart Connect“(3). Mit Rapid Start lässt sich

das Notebook in wenigen Sekunden hochfahren – ganz wie bei einem TabletPC. Als eines der ersten Ultrabooks hat das XPS 13 auch die Funktion Smart Connect integriert: Damit erwacht es automatisch regelmäĂ&#x;ig aus dem Ruhemodus, um sich mit bekannten Netzwerken zu verbinden und Kalendereinträge sowie den E-Mail-Account zu synchronisieren.

,QNMHW)ROLHQ )HUURIROLHQ 0DJQHWElQGHU

(1)

Das Gewicht variiert je nach Ausstattung und Produktionsschwankungen. (2) Das Testsystem war mit einem 6-Zellen-Akku, 4 GB Speicher, Intel-HD-3000-Grafik, Intel-Core-i5-2467M-Prozessor und 128-GB-SSD-Laufwerk ausgestattet. FĂźr den Test wurde das Benchmark-Programm Mobile Mark 2007 verwendet. Mehr Informationen Ăźber den Benchmark-Test sind unter www.bapco.com abrufbar. Die Testergebnisse sollten nur fĂźr den Vergleich zwischen Produkten verwendet werden und garantieren nicht, dass die gleiche Akkulaufzeit erreicht wird und diese variiert je nach Konfiguration, Software, Nutzung, Betriebsbedingungen, Power-Management-Einstellungen und anderen Faktoren. Die maximale Akkulaufzeit nimmt mit zunehmender Nutzungsdauer ab. (3) Intel Smart Connect: BenĂśtigt eine aktivierte WLANVerbindung. Das System muss sich im Sleep-Modus befinden und die Applikation muss aktiv sein.

5+(,10$*1(7 +RUVW%DHUPDQQ*PE+ 2KOHQKRKQVWUD‰H '1HXQNLUFKHQ6HHOVFKHLG 7HOHSKRQH  7HOHID[  (0DLO LQIR#UKHLQPDJQHWFRP ,QWHUQHW ZZZUKHLQPDJQHWFRP

Der Siebdruck 02.2012

9

Das Magazin fĂźr visuelle Kommunikationstechnik

Erstes Ultrabook von Dell besticht durch schlankes Design, hochwertige Verarbeitung und Top-Leistungen


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 10

Technologie & Equipment

Stil und neueste Technologie vereint

I

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

m Inneren des XPS 13 arbeiten Intels neueste Core-i-Prozessoren. Je nach Modell stehen die Varianten i5 oder i7 zur Verfügung. In Kombination mit dem Intel-HD-3000-Grafikchip schafft das Ultrabook eine hervorragende Performance bei nahezu allen Anwendungen. Das WLED-Breitbild-Display mit gehärtetem Gorilla-Glas bietet zudem eine starke Lichtausbeute von 300 cd/m2, was es ideal für den Einsatz bei Tageslicht oder auch für den Heimkinoabend macht. Wer viele Filme, Musik und Fotos speichern möchte, kann zudem auf ein völlig lautloses und pfeilschnelles SolidState-Laufwerk mit wahlweise 128 oder 256 GB Kapazität(4) zurückgreifen.

Mit der hintergrundbeleuchteten Tastatur in voller Größe lässt es sich mit dem XPS 13 auch bei Dunkelheit perfekt tippen, und ein großes Touchpad mit integrierten Buttons und Multi-Gesten-Support sorgt für die präzise Steuerung. Lokalisierungsdienste wie Skyhook und Google Places sind für das Notebook nach dem Marktstart ebenfalls geplant.

Vielfältig konfigurierbar und umweltfreundlich

D

as XPS 13 ist aber nicht nur ein stylischer Begleiter für die Freizeit, sondern auch prädestiniert für den Einsatz in Unternehmen und es vereinfacht die Arbeit von IT-Abteilungen. So bietet es beispielsweise umfassende Sicherheitsund Service-Optionen wie etwa die Standard-Trusted-Platform-Module für die BitLocker-Datenverschlüsselung, den optionalen ProSupport oder auch einen Konfigurationsservice. Um dem Bedürfnis der Anwender nach umweltfreundlichen Produkten nachzukommen, wurde das XPS 13 schadstoffarm konzipiert. Das energieeffiziente LED-Display kommt ohne Quecksilber

10

Der Siebdruck 02.2012

und Arsen aus; insgesamt wurde auf giftige Substanzen wie bromierte Flammschutzmittel oder PVC verzichtet (5). Das XPS 13 wird zudem in einigen Ländern in einer nachhaltig produzierten Bambus-Verpackung ausgeliefert. Es lässt sich so konfigurieren, dass es auch die EnergyStar-Richtlinien erfüllt, was Energiekosten und CO2-Emissionen wirksam reduziert. Am Ende der Lebenszeit bieteDell zudem mehrere Recycling-Optionen an (siehe auch http://www.dell.de/recycling).

entwickelt, die umfassend vernetzt und produktiver sein wollen. Ob das nahezu randlose Display oder das leichte Kohlefaser-Material – das XPS 13 ist eine industrieführende Mobilitätslösung und liefert Stabilität und Performance ohne Kompromisse“, so Clarke weiter.

„Als wir darüber nachgedacht haben, wie das perfekte Ultrabook aussehen könnte, wollten wir den Anwendern nicht nur herausragende Mobilität, sondern auch eine Performance liefern, die man von weitaus größeren Geräten erwarten würde“, sagt Steve Felice, President und Chief Commercial Officer bei Dell. „Gut war uns nicht gut genug. Wir wollten ein Ultrabook entwickeln, das dem Nutzer eine nie dagewesene Erfahrung bietet.“ „Das XPS 13 ist das Ergebnis intensiver Forschung in den Bereichen Design und Technik, um das weltweit beste Ultrabook zu realisieren“, sagt Jeff Clarke, Vice Chairman Global Operations und End User Computing bei Dell. „Es wurde speziell für private und berufliche Anwender

„Das Dell XPS 13 ist das ausgewogenste Ultrabook, das momentan auf dem Markt verfügbar ist“, sagt Rob Enderle vom Beratungsunternehmen Enderle Group in San Jose, Kalifornien. „Ultrabooks haben die Anwender bislang vor die Wahl zwischen Schönheit und Prak-

Technische Details: ü Ultradünnes Notebook (6 bis 18 mm) mit Gehäuse aus Aluminium und Kohlefaser ü Betriebssystem: Windows 7 Home Premium, Professional oder Ultimate ü Prozessoren: Intel Core i5 2467M oder Core i7 2637M ü Display: 33,8-cm-WLED-Display (13,3 Zoll, „Edge-to-Edge“), Auflösung 1.366 x 768 Bildpunkte, 300 cd/m2 Helligkeit und gehärtetes Gorilla-Glas ü Grafik: Intel HD 3000 (6) ü Speicher: 4 GB DDR3 SDRAM (1,33 GHz) ü Festplatte: SSD-Laufwerk mit 128 oder 256 GB Kapazität ü Fullsize-Tastatur im Chiclet-Design mit Hintergrundbeleuchtung, Touchpad mit integrierten Buttons und Multi-Gesture-Support

ü Wireless: Intel Centrino AdvancedN 6230 (802.11 a/g/n) und Bluetooth 3.0(7) ü High Definition Audio mit Waves MaxxAudio 4 ü Integrierter 6-Zellen-Akku (47 kWh) mit bis zu 8:53 Stunden Akkulaufzeit, 45-Watt-AC-Adapter im Lieferumfang ü Anschlüsse: 1 x USB 3.0, 1 x USB 2.0 mit PowerShare, Mini-Display-Port und Kopfhörer-Anschluss ü Integrierte Webcam mit 1,3 Megapixel, H.264-Beschleunigung via Skype(8) und digitalen Dual-ArrayMikrofonen ü Dell ProSupport für Business-Anwender, Dell Configuration Services und Windows-Trusted-PlattformModule für gewerbliche Modelle ü Abmessungen (H x B x T): 6-18 mm x 316 mm x 205 mm ü Gewicht: ab 1,36 Kilogramm


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 11

Technologie & Equipment tikabilität gestellt. Dell hat sichergestellt, dass sein Angebot nicht nur optisch sehr attraktiv ist, sondern auch die Bedürfnisse von Business-Anwendern perfekt erfüllt“, so Enderle weiter.

letzten Jahr um über 200 Prozent angestiegen, nachdem Dell einen MarkenRelaunch gestartet hat, um den mobilen Bedürfnissen heutiger professioneller Anwender gerecht zu werden.

D

Das XPS 13 wird ab Mitte März unter http://www.dell.de verfügbar sein.

as XPS 13 ist das neueste Notebook in Dells Portfolio. Es ist Teil der High-End-Marke XPS, die inzwischen 20 Prozent des gesamten ConsumerNotebook-Geschäfts von Dell ausmacht. Der Umsatz mit XPS-Notebooks ist im

(4) 1 GB entspricht 1 Milliarde Bytes und 1 Terabyte entspricht 1 Trillion Bytes. Die verfügbare Kapazität variiert je nach installierter Software und der System-Umgebung und kann geringer sein.

(5)

Dell bezieht sich auf die BFR/CFR/PVC-freie Definition wie sie im „iNEMI Position Statement on the Definition of Low-Halogen Electronics (BFR/CFR/PVC-Free)“ festgelegt ist. Weitere Details sind auf der Corporate-Responsibilty-Seite unter www.dell.de abrufbar. BFR/CFR/PVCfreie Netzkabel sind nur in bestimmten Ländern erhältlich. (6) Grafik- und System-Speicher: 1 GB entspricht 1 Milliarde Bytes und 1 TB entspricht 1 Trillion Bytes. Ein signifikanter Anteil des System-Speichers kann genutzt werden, um die Grafik zu unterstützen. Dies hängt von der Größe des System-Speichers und anderen Faktoren ab. (7) Nur bei Verfügbarkeit eines Wireless-Signals. An einigen Orten können zusätzliche Gebühren anfallen. (8) Der Skype-Service unterliegt den Nutzungsbedingungen und Konditionen von Drittanbietern.

Mimaki:

Drucker für mehr Wertschöpfung A Mimaki zeigte den Besuchern der PSI 2012 an Stand 9H27 im Technology Forum, wie sie Druckprodukte um hochwertige Leistungsmerkmale erweitern und damit ihren Umsatz steigern können. Der Hersteller führte dort anhand seiner Mimaki-Maschinen das Drucken für eine höhere Wertschöpfung vor, unter anderem am Beispiel von zahlreichen innovativen Werbeartikeln und Textilien.

M

imaki zeigte den Besuchern der PSI 2012 an Stand 9H27 im Technology Forum, wie sie Druckprodukte um hochwertige Leistungsmerkmale erweitern und damit ihren Umsatz steigern können. Der Hersteller führte dort anhand seiner Mimaki-Maschinen das Drucken für eine höhere Wertschöpfung vor, unter anderem am Beispiel von zahlreichen innovativen Werbeartikeln und Textilien.

uf der Messe demonstriert Mimaki mit dem UJF-3042FX seinen neuesten Tisch-UV-Flachbettdrucker, der flache Medien bis zum Format A3 (300 x 400 mm) sowie Materialien bis zu einer Stärke von 50 mm bedrucken kann. Der Drucker verfügt über Klarlack und erhöht den Wert der Druckprodukte durch Sonderfarben und faszinierende Prägeeffekte. Zudem sorgt die weiße Tinte für brillante Farben beim Drucken auf transparente oder farbige Bedruckstoffe.

Der Siebdruck 02.2012

11


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 12

Technologie & Equipment

M

it drei verschiedenen Tinten, einschließlich harter und flexibler UV-Tinten, erweitert der UJF-3042FX

die Gestaltungsmöglichkeiten der Druckdienstleister. Darüber hinaus ist der Drucker mit einer neuen PrimerFunktion ausgestattet. Manche Materialien sind für den UV-Inkjetdruck ungeeignet, können jedoch in der Regel nach einer Vorbehandlung mit einem Primer (Haftvermittler) mit UV-härtenden Tinten bedruckt werden. Während der Primer normalerweise manuell aufgetragen werden muss, geschieht dies beim UJF3042FX automatisch über das eigene Inkjet-System. Von Vorteil ist, dass die Vorbehandlung keine separate Druckzeit benötigt und dass sie auf ausgewählte Stellen aufgebracht werden. Mimaki präsentiert ferner die Modelle der Produktreihe CJV30 auf der PSI 2012. Die in den vier Größen 60 cm, 100 cm, 130 cm und 160 cm verfügbaren Drucker bieten eine leistungsstarke Kombilösung zum Drucken und Schneiden in

einem Gerät. Sie zeichnen sich durch vielseitige Leistungsmerkmale aus, wie die durchgängige High-Speed-Erkennung von Beschnittmarken und die von Mimaki entwickelte Half-Cut-Funktion. Über diese Funktionen verfügen auch die beiden Desktop-Schneideplotter der Modellreihe CG-60, die ebenfalls auf der Messe ausgestellt werden. In Kombination mit einer Heißtransferpresse führt Mimaki an diesen beiden Maschinen den Transfer von mit Lösemittelfarben bedruckten Aufklebern auf Werbetextilien, Sportbekleidung und anderen Anwendungen vor. Weitere Informationen zu den Produkten von Mimaki erhalten Sie auf

www.mimakieurope.com

Tapflo T820 S

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Neue Membranpumpe für große Förderleistungen Mit der Vorstellung der neuen T820S hat Tapflo den Fördermengenbereich der Druckluftmembranpumpen aus Edelstahl 1.4404 erheblich vergrößert. Diese Pumpe hat eine maximale Kapazität von 820 Litern/Minute. Die Tapflo 820 wird eingesetzt zum Fördern von korrosiven Flüssigkeiten wie Säuren und Laugen, leicht flüchtigen Alkoholen, Ölen und viskose Medien wie Farben, Lacke und Kleber. Gesundheitsgefährdende Stoffe können ebenso gefördert werden, da die Pumpe konstruktionsbedingt hermetisch dicht ist.

D

ie neue T820S-Pumpe von Tapflo AB ist ideal zum Fördern der o.g Stoffe in der Prozessindustrie. Sie kann ebenfalls für abrasive Schlämme, wie sie in der Keramikindustrie und bei der Glasverarbeitung vorkommen, sowie in der Abwassertechnik eingesetzt werden. Für hohe Beanspruchung Das Design dieser 3“-Pumpe entspricht dem der Hygienic-Pumpe, hat jedoch feste DIN-Flanschverbindungen und die Oberfläche ist glasperlgestrahlt. Anschlussstutzen und Gehäuse sind als stabile Flansche ausgeführt um die hohen Kräfte aufzunehmen, die bei dieser Pumpe auftreten können. „Diese neue Pumpe wurde entwickelt, um den Bedürfnissen sowohl neuer wie auch bestehenden Kunder zu entsprechen“ sagt Hakan Ekstrand, Geschäftsführer der Tapflo AB. „Viele Kunden warten bereits auf unsere neue Pumpe.“

12

Der Siebdruck 02.2012

D

ie Druckluftmembranpumpen der Tapflo T-Serie werden aus PE, PTFE, Grauguss, Edelstahl und Aluminium hergestellt. Diese neue Pumpe ist aus AISI316L (1.4404) gefertigt. Bis vor kurzem lag die maximale Förderleistung der Edelstahlpumpen bei 420 l/min. Mit der neuen T820S, die ebenfalls in ATEX-Ausführung lieferbar ist, kann Tapflo nun eine Pumpe bis zu 820 l/min anbieten: Höhere Leistung bietet viel Potenzial: Die neue Tapflo T820 S öffnet die Tür zu Kunden mit Bedarf an hoher Leistung, auch in explosionsgefährdeter Umgebung.

„Wir sehen ein großes Potenzial mit der neuen Pumpe im Vertrieb über unser weltweites Netzwerk“ führt Hakan Ekstarnd weiter aus. „Mit unseren eigenen Niederlassungen in 22 Ländern und zusätzlichen Vertriebspartnern in 30 Ländern sind wir sehr gut aufgestellt.“

D

ie Stärke der Druckluftmembranpumpen liegt darin begründet, dass sie keinerlei elektrische Energie benötigt und nur mit Druckluft oder einem anderen geeigneten Gas betrieben wird. Diese Pumpe ist mit einem Minimum an Bauteilen versehen und ist dadurch sehr zuverlässig und darüber hinaus einfach zu warten.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 13

Technologie & Equipment „Immer mehr Firmen setzen unsere Pumpen ein, dank der niedrigen Betriebskosten und Ausfallzeiten,“ bestätigt Hakan Ekstrand. „Mit der T820 S können wir nun die hohe Nachfrage nach höherer Leistung befriedigen.

W

ie die anderen Edelstahlpumpen auch, ist die T820 S ideal bei Anwendungen wo mechanische Beanspruchung in Kombination mit Anforderungen an chemische Beständigkeit auftreten. Einige Beispiele sind: • Schlämme • Chemikalien

• Öle und Lösemittel • Viskose und feststoffhaltige Produkte MEINE

MAGNET-

Technische Spezifikationen: Antrieb: Druckluft, max. 8 bar Fördermenge: max. 820 l/min (49 m³/h) Anschlüsse: DIN-Flansche DN80 Maße: 1341 x 750 x 760 mm (H x B x T)

LÖSUNG VON HAAS & CO.

www.tapflo.com www.steinle-pumpen.de

Montag

X-Rite:

Kostenlose Updates für Farbmanagement-Software ColorMunki Display, i1Profiler und i1Profiler D2Lion Edition Software jetzt als kostenlose Downloads erhältlich X-Rite, Incorporated (NASDAQ: XRIT), der weltweit führende Anbieter in den Bereichen Farbmanagement, Farbmessung und Farbkommunikation, hat kürzlich bekanntgegeben, dass mehrere Software-Updates als kostenlose Downloads zur Verfügung stehen: i1Profiler v.1.2 ist das Update, das mehrere neue Funktionen und Verbesserungen beinhaltet: ü Optimierte Profilerstellung für MonitorAbgleich der RGB-Steuerung während der Monitorkalibrierung ü Angabe der Soll- und Istwerte für Leuchtdichte, Weißpunkt und Kontrastverhältnis während der Erstellung des Monitorprofils ü Direkte Steuerung von EIZO ColorEdge Monitoren mit der automatischen Monitorkontrolle ADC von X-Rite ü Verbesserte ADC-Funktionalität und Einbindung in alle Plattformen ü Optimierte Profilerstellung für Drucker ü Auswahl von M0- oder M2-Messungen zur Profilerstellung in Verbindung mit einem i1iSis ü Anwenderspezifische Anpassung exportierter CGATS-Daten für mehrere Anwendungen ü Verbesserte Messung von chromatischer schwarzer Tinte auf Drucker-Testcharts Die Software kann mit dem Kolorimeter i1Display Pro sowie mit den Spektralfotometern i1Pro und i1iSis von X-Rite eingesetzt werden. Die installierte i1Profiler Software erkennt das Update automatisch, wenn der Anwender diese Funktion aktiviert hat.

ColorMunki Display Version 1.0.2. Dieses neue Update stellt eine verbesserte Einbindung in ColorMunki Display sowie eine optimierte automatische Monitorkontrolle (ADC) und Farbgenauigkeit zur Verfügung. Zum Download der neuen Softwareversion einfach die Update-Funktion des Hilfemenüs von ColorMunki Display nutzen. Die i1Profiler D2Lion Edition, eine Aktualisierung für MAC OS X 10.7 Lion, ist für registrierte Anwender von i1Display LT und i1Display 2 verfügbar. Die Geräte, die noch die i1Match Software verwenden, können nun auch die limitierte Sonderausgabe der neuen X-Rite i1Profiler Software nutzen. Dieses Update wendet sich an Nutzer von MAC OS X Lion, die auf dem neuesten Mac OS weiter mit ihrem i1Display LT oder i1Display arbeiten möchten. Mit beiden neuen Lösungen sind die Anwender in der Lage, das Leistungspotenzial ihrer Monitore und Projektoren mit einer beispiellosen Funktionalität und uneingeschränkter Unterstützung von Mac OS X 10.7 Lion auszuschöpfen. Registrierte Besitzer der Geräte erhalten eine E-Mail mit einem Link zum Download der Software. Eine Registrierung ist jederzeit möglich. Verfügbarkeit Alle Updates (i1Profiler 1.2, ColorMunki 1.0.2 und i1Profiler D2Lion Edition) stehen ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung. Weitere Informationen zu diesen Updates erhalten Sie auf www.xrite.com www.xritephoto.com www.pantone.com

Der Siebdruck 02.2012

13

MAGNETFOLIE MAGNETIC FOIL GNET-INKJET-PAPER MAGNETBÄND MAGNETICDienstag TAPES DISPLAYBÄND DISPLAY TAPES KENNZEICHNUNG BÄNDER LABELLING STRIPS L TIKETTEN STORAGE LABELS Mittwoch LAGERETIKETTEN SPECIAL STORA LABELS C-PROFIL C-PROFILE TENHALTER UND -LEISTEN HOLDERS Donnerstag AND RAILS QS-HÜLLEN JACKETS MAGNETTASCHEN MAGN TIC BAGS SONDERANFERTIGUNG CUSTOM-MADE PRODUCTS O Freitag SATIONSMAGNETE ORGANISA MAGNETS SUPERSTARKE ORGANISA ONSMAGNETE SUPER STRONG NISATION MAGNETS DEKOMAGNE Samstag DECO MAGNETS NEODYMM TE (NDFEB) NEODYMIUM MAGNE (NDFEB) HARTFERRITMAGNETE Sonntag

MAGNETFOLIEN MAGNETBÄNDER FERRO-FOLIEN

Haas & Co. Magnettechnik GmbH Fon: +49 (0) 61 22 - 14 07- 0 info@haas-magnettechnik.com

www.haas-magnettechnik.com


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 14

Technologie & Equipmentl

sunchemical/coates:

WEISS AUF SCHWARZ Hochdeckende Weisseinstellungen Johann BAUER Anwendungstechnik, Seminare

Wenn man etwas wirklich deckend weiß auf schwarz (oder grau, grün, rot, blau...) braucht, dann druckt man das im Sieb- oder Tampondruck. Dazu bieten wir als Farbenhersteller dem Drucker diverse deckende Weißeinstellungen an. Mit den richtigen Druckparametern verarbeitet, sehen dann alle anderen Druckverfahren ziemlich blass dagegen aus. Was zum Thema Deckweiß wissenswert ist, wollen wir nachstehend einmal näher erläutern.

DECKFÄHIGKEIT

einem Bedruckstoff in einem gewissen Maße zu überdecken.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Die Deckfähigkeit bzw. das Deckvermögen einer Druckfarbe beschreibt die Fähigkeit, die Eigenfarbe eines Bedruckstoffs oder eine bereits vorgelegte Untergrundfarbe bzw. Farbunterschiede auf

D

eckvermögen erreicht man über Streuung oder Absorption des auftreffenden Lichts. Den wesentlichen Part in der Druckfarbe spielen dabei die Pig-

mente. Bei Schwarzpigmenten resultiert das Deckvermögen durch Absorption von Licht. Je mehr Licht absorbiert wird und deshalb nicht mehr zum Auge reflektiert werden kann, desto höher der Deckungsgrad.

D

ie Weißpigmente erzielen dagegen ihre Deckfähigkeit im Wesentlichen durch ein hohes Maß an Licht-Streuung (-Brechung/Brechungsindex).

E

in anschauliches, alltägliches Beispiel für Lichtstreuung ist das Kondensieren von Wasserdampf an einer Glasscheibe. Während ein dünner gleichmäßiger Wasserfilm nahezu keinen Einfluss auf die Transparenz der Glasscheibe hat, da die auftreffenden Lichtstrahlen kaum gebrochen oder reflektiert werden, wird sie bei der Kondensation von Wasserdampf auf ihrer Oberfläche praktisch blickdicht. Ursache ist die diffuse Streuung/Reflexion der auftreffenden Lichtstrahlung.

J

e größer deshalb das Streuvermögen der Weißpigmente und vor allem der Pigmentanteil in der Druckfarbe, desto größer ist deren Deckvermögen.

WEISSPIGMENT Als Weißpigment in unseren Sieb- und Tampondruckfarben kommen ausschließlich hochwertige Titandioxidtypen zum Einsatz. Für hochdeckende

14

Der Siebdruck 02.2012


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 15

Technologie & Equipment

D

abei verschiebt sich natürlich zunehmend das Verhältnis zwischen dem transparenten Bindemittelharz, also der „Kleberkomponente“ der Farbe und dem Pigment, der Deckvermögen gebenden, pulvrigen Komponente. Es leuchtet ein, dass ab einer bestimmten Zugabemenge von Pigment nicht mehr genügend Bindemittelharz zum Erreichen einer guten Farbhaftung auf dem Bedruckstoff zur Verfügung steht. Die Pigmente können dann auch nicht mehr alle perfekt vom Bindemittel überdeckt und eingebunden werden. Massives Kreiden und sehr schnelles Abwittern wären die Folge. Je nach Farbsystem wird bei Pigmentzugabemengen über 50%, teilweise auch schon darunter, die Mischung instabil, oder ist bei UV-härtenden Systemen nicht mehr richtig auszuhärten. Wir achten deshalb bei allen unseren Weißeinstellungen, besonders natürlich bei den hochdeckenden Varianten, immer auf ein solides, ausgewogenes Pigment/Bindemittelverhältnis.

VERARBEITUNG IM SIEBDRUCK Ein weiterer wesentlicher Faktor zum Erreichen von möglichst hohem Deckvermögen ist neben dem Deckweiß selbst die Dicke der gedruckten Farbschicht. Je dicker die Farbschicht, desto besser die Deckung.

J

e nach Bedingung kommt ein Gewebefeinheitsbereich ab ca. 30 Fäden/cm bis 120 Fäden/cm in Frage. Ein 30er Gewebe wird dabei meist den wasserbasierten oder plastisolen Textilfarben vorbehalten sein. Ab einem 40er Gewebe kommt dann schon das Deckweiß unserer Lösemittel-basierten Farbtypen TZ oder ZE 1690 zur Anwendung. Es kommt dabei z.B. zum Druck auf groben schwarzen synthetischen Textilien wie Taschen oder Kleidung zum Einsatz. Meist wird man aber auf nicht saugenden Bedruckstoffen für flächig zu druckendes Deckweiß eine Gewebefeinheit zwischen 60er und 100er Gewebe wählen. Soll nur Feinstrich/Text gedruckt werden, lässt sich auch noch bis zu einem 120er Gewebe in Verbindung mit einer hochwertigen Beschichtung und einer Schablonenaufbaudicke im Bereich von 15-200 mikron auf Grund der optischen Gesetzmäßigkeiten ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen.

D

ie Gewebewahl für UV-härtende Siebdruckfarben ist dagegen etwas komplexer zu sehen. Während bei lösemittelbasierten Farben durch ihren

physikalischen Trocknungsprozess (Verdunstung der Lösemittel in die Luft) die Farbtrocknung quasi nur ein zeitabhängiger Selbstläufer ist, härten UVFarben in einer fotochemischen Reaktion. Dabei stellen viele Pigmente eher einen Störfaktor dar. Sie absorbieren selbst einen Teil des bei der Farbhärtung auftreffenden UV-Lichts und verringern durch ihre Lichtstreuung mit zunehmender Farbschichtdicke die Wirksamkeit der Farbhärtung. Ab einer bestimmten Schichtdicke ist die Durchhärtung einer deckenden UVFarbe dann nicht mehr gewährleistet. Unsere UV-Deckweißeinstellungen werden deshalb meist in einer Gewebefeinheit von 100 bis 150 Fäden/cm verarbeitet. Ungeachtet dessen erreichen wir trotzdem hervorragende Ergebnisse.

VERARBEITUNG IM TAMPONDRUCK Im Tampondruck steht bei der Druckform, sprich mit dem Klischee, hinsichtlich der Farbauftragsstärke nicht das im Siebdruck durch die umfangreiche Gewebeauswahl beschriebene Farbschichtdickenspektrum zur Verfügung. Der Farbauftrag im Tampondruck entspricht in etwa dem eines 120er Siebdruckgewebes. Da aber Tampondruckfarben wesentlich schneller antrocknen als Siebdruckfarben, erhält man üblicherweise durch mehrfaches direktes Übereinanderdrucken (doppelt/dreifach/vierfach) ebenfalls ausgezeichnete Resultate.

Der Siebdruck 02.2012

15

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Weißtöne werden Sorten mit einem möglichst hohen Licht-Brechungsindex ausgewählt. Des Weiteren gilt hier der Grundsatz, „viel hilft viel“. Je mehr Pigment in der Farbe, desto deckender wird diese. Titandioxid ist allerdings, wie alle hochwertigen Farbmittel, pulverförmig. Deshalb ist die Zugabemenge in das Bindemittelsystem einer Druckfarbe begrenzt. Für deckend weiße Sieb- oder Tampondruckfarbe braucht man jedoch sehr viel Pigment, Zugabemenge ab 20% aufwärts.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 16

Technologie & Equipment rung, im Hinblick auf die maximal mögliche Pigmentvolumenkonzentration individuell an das Bindemittelsystem der jeweiligen Farbsorte angepasst. Beim Ausmischen hoch deckender Buntfarbtöne auch als Mischweiß in Verbindung mit den extra hoch deckenden Farbtönen der Standard HD Buntfarbenpalette empfohlen.

KONTRASTE ABDECKEN Soll ein gleichmäßig einfarbig (schwarz, blau, rot, etc.) eingefärbter Untergrund mit Deckweiß überdruckt werden, wird das unabhängig von der Untergrundfarbe in der Regel mit gutem Ergebnis gelingen. Schwieriger wird es bei kontrastreichem Untergrund. Typisches Beispiel sind hier doppelseitig lesbare Aufkleber oder Schilder. Dabei werden zwei verschiedene Druckmotive (Text/Bild) mit einer deckenden lichtundurchlässigen Zwischenschicht übereinander gedruckt.

Witterungseinflüsse geschützt. Stattdessen sollte hier in einer geeigneten Farbserie (z.B. HG, Z/PVC, ZM) mit den Farbtönen W50 oder 60 und möglichst grobem Gewebe gedruckt werden.

EIGNUNGSPRÜFUNGEN Auch wenn man sicher ist, dass eine Farbsorte, z.B. HG oder TP 300 auf einem bestimmten Bedruckstoff einwandfrei hält, sollte man bei Deckweiß trotzdem ein ganz besonderes Augenmerk auf die Prüfung der Haft- und Kratzfestigkeit haben. Bedingt durch den bereits ausführlich beschriebenen hohen Pigmentanteil in der Farbe könnte es im (seltenen) Einzelfall zu Haftungsschwierigkeiten kommen. Dann kann das Deckweiß z.B. mit Lack verschnitten werden, bis eine ausreichende Farbhaftung erreicht wird .

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

DAS ANGEBOT DER WEISSFARBTÖNE VON COATES

Je stärker der Kontrast, desto schwieriger wird es, eine gleichmäßige Weißabdekkung und Lichtsperrwirkung zu bekommen.

I

n solchen Fällen wird zusätzlich hinter oder zwischen die Weißschichten eine so genannte Silberzwischenfarbe als Lichtsperrschicht gedruckt. Dabei handelt es sich um eine Mischung von Deckweiß und einige Prozent bestimmter Silberpigmente. Unter der Farbtonnummer 74 bieten wir hier in einer ganzen Reihe von Farbserien bereits fertige Einstellungen an.

WETTERBESTÄNDIGKEIT Generell sind alle hoch deckenden (HD) Farbeinstellungen nicht für den Außen einsatz empfohlen. Durch die hohe Pig mentierung sind die Pigmente nicht ausreichend genug vom Bindemittel gegen

16

Der Siebdruck 02.2012

Weiß 50: Das Weiß in der C-MIX 2000 Farbtonpalette. Mittlere Deckkraft. Einheitliche Pigmentierung innerhalb der lösemittelbasierten bzw. UV-härtenden Farbfamilien. Geeignet als Mischweiß zur Farbtonnachstellung z.B. von PMS-Pantone, HKS, RAL, NCS oder Eigenrezepturen auf weißen Untergründen. Weiß 60: Ein Produkt in der altbewährten Standard-Farbtonreihe unserer Farbtonpalette aus der Zeit vor Pantone oder HKS. Mittlere bis gute Deckkraft. Im Vergleich zu W50 etwas andere Pigmentierung. Diese kann, abhängig von der Farbsorte leicht variieren. Deshalb nicht zum Anmischen von Farbtönen unserer Richtrezepturen aus der C-MIX Data Datenbank empfohlen. Weiß 60-HD: Unser klassisches Deckweiß. In nahezu allen unseren Sieb- und TampondruckFarbserien bieten wir die Weißeinstellung 60-HD (HD= Hoch Deckend) an. Sehr hohe Deckkraft. Sehr hohe Pigmentie-

SPEZIFISCHE, EXTRA-HOCHDECKENDE EINSTELLUNGEN PK-Jet 60/129-HD-NT: Hervorragende, extra hohe Deckkraft durch maximale, technisch noch vertretbare Pigmentierung. Diese lösemittelbasierte Einstellung wird eingesetzt bei doppelseitig lesbaren Aufklebern oder z.B. als Abdeckweiß bei hinter Glas gedruckten Vierfarbrastermotiven. Einsatz überwiegend auf PVCSelbstklebefolien, bedingt auf Hart-PVC, PMMA oder PC. Auf Grund der extremen Pigmentierung sind neben den üblichen Beständigkeitsprüfungen (Haft/Kratzfestigkeit) die Drucke auch auf Spannungsrisse sowie auf die Eignung zur sicheren Weiterverarbeitung zu prüfen. UVX 60/688-HD-B: Das Superdeckweiß in der UV-härtenden UVX-Farbreihe. Lässt sich auch noch mit Gewebefeinheiten bis 100 Fäden/cm sehr gut drucken/härten. Ideal als Zwischenweiß für doppelseitig lesbare Aufkleber auf PVC-Selbstklebefolien. Kann durch Beimischung von 4% Silberpaste B 79/13 auch als Silberzwischenfarbe (Lichtsperrschicht) eingestellt werden. Besonders geeignet für PVC-Selbstklebefolien, bedingt auf einigen Hart-PVC-Typen. UVU 60/719-HD-PP: Ein hervorragendes Extra-Deckweiß im Farbsystem UVU. Druckempfehlung im Gewebebereich von 120 bis 150 Fäden. Für den Druck auf farbige PP-Doppelstegplatten (vorbehandelt), Hart-PVC, Polystyrol. Bei transparentem Material auch als Hinterleg-/ Abdeckweiß in Anwendung. UVN 60/742-HD: Dieses extra deckende Weiß wird bevorzugt als Vordruckweiß für transparente PVC-Aufkleber bzw. geprimerte PP/PESelbstklebefolien im Etikettendruck eingesetzt. Bedingt auch für Hart-PVC geeignet. www.coates,de


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 17

Material

Vista System:

Beleuchtbare Abhänger für Hyderabads internationalem Flughafen

Serie 347 easySWITCH - Spezialfarben für Folientastaturen, dauerelastisch und hochbeständig! Für mechan. Belastbarkeit nach DIN 41115. In Verbindung mit konduktiven Silberleitpasten,

Vista System, ein Weltführer in der modular gewölbten RahmenTechnologie (MCFT), lieferte vor kurzem seine ins Auge fallenden u. haltbaren Abgehängte Schilder an „AAA Business Solutions Indien Pvt.Ltd“, zur Installation im GMR internationalem Flughafen in Hyderabad, Indien.

Schilder mußten sehr haltbar sein, wegen des starken Windes der in dem Auf- und Abfahrtsbereich weht. Vista System Abhänger wurden wegen der Flexibilität ihres Designs und nicht zuletzt natürlich wegen der beleuchtbarkeit gewählt.

Der Kunde suchte helle beleuchtete Abfahrtzeichen, die die Bestehenden unbeleuchteten Schilder ersetzen sollten. Die

In der Activewear-Kollektion 2012 von Fruit of the Loom ist jetzt das trendige LadyFit Hooded Sweat. Die Kollektion enthält außerdem überarbeitete und aktualisierte Popelin-Shirtdesigns und führt eine größere Farbkontinuität in den Sortimenten für Herren, Lady-Fit und für Kinder ein. as neue Lady-Fit Hooded Sweat wird speziell als Ergänzung zum allseits beliebten Mens Hooded Sweat von Fruit of the Loom herausgebracht und füllt eine wichtige Lücke im Hooded Sweat-Sortiment des Unternehmens. Das ähnlich gestylte Kids Hooded Sweat ist ebenfalls erhältlich. Dies bedeutet, dass diese komplementären Kleidungsstücke jetzt in Größen von 116 für Kinder bis zu XXL für Erwachsene erhältlich sind.

im Siebdruckverfahren appliziert auf Autotex Velvet oder Fine, sowie AUTOSTAT-Folien von

www.vistasystem.de

Fruit of the Loom präsentiert neues Lady-Fit Hooded Sweat

D

Dielektrika und Carbonpasten für den Schaltungsdruck von

Der Lady-Fit-Style (62-038-0) besteht aus dem gleichen baumwollreichen Material, aus 80 % Baumwolle/20 % Polyester (280 g/m2), wie das Mens Hooded Sweat. Wie der Herren-Style wird er aus qualitätsgesichertem Belcoro®-Garn für weicheren Griff und einen saubereren Druckvorgang gefertigt. emeinsame Merkmale bei beiden Produkten sind eine doppelte Kapuze mit gleichfarbiger Zugkordel, klassische Beuteltasche vorn, sowie Taille

G

Der Siebdruck 02.2012

17

Hohe Schälfestigkeiten und Klebkraft-Werte mit dem Klebe-Tape Orafilm 1377 auf hochtransparenter Reinacrylat-Basis, hochbeständig gegen UV- Strahlung, Temperaturbelastung, Chemikalien und Lösemitteln.

Wir beraten Sie umfassend und kompetent!


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 18

Material genden Produktmerkmalen, zusammen mit Informationen der jeweiligen Sortimentsausschnitte und schlagkräftige Marken- und Unternehmensinformationen, die durch Grösse, Reichweite und den Ethos von Fruit of the Looms globalen Tätigkeiten überzeugen.

U

mwerfende, neue Lifestyle Fotographien, geschossen vor modernen, urbanen Hintergründen, komplettieren das moderene, graphische Thema. Jeder der 75 Artikel in der 2012er Activewear Kollektion wird mit ausführlichen Produktdetails und weiteren Detailbildern gezeigt, um den Artikel und sonstige Merkmale klar und deutlich abzubilden.

N

NEW Lady-Fit Hooded Sweat

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

und Rippstrickbündchen aus Baumwolle/Lycra® für verbesserte Formbeständigkeit. Daneben besitzt das neue Lady-Fit-Design dezent geformte Seitennähte für eine femininere Passform. Das ab Januar 2012 lieferbare Lady-Fit Hooded Sweat ist in den Größen XS (8) – XXL (18) und in sechs Farben erhältlich: Weiß, Schwarz, Kelly Green, Fuchsia, Heather Grey und Deep Navy. Alle Farben, außer Fuchsia, sind ebenfalls bei der Herren-Version erhältlich.

„W

ir sehen die Einführung eines einzigen neuen Styles 2012 als Vertrauensvotum in unsere bestehende Activewear-Kollektion und als positive Entscheidung, um es zu vermeiden, neue Styles allein der Form halber zu ergänzen“, sagt Joanne Lewis, Marketing Manager. „Es ist eine Entscheidung, die von Fruit of the Loom Vertragshändlern begrüßt worden ist: ihr Feedback unterstützt unseren Fokus auf Einführung nur der Änderungen, die das Angebot bedruckbarer Kleidungsstücke tatsächlich verbessert und einen echten Unterschied beim Absatz unserer Kunden ausmachen kann“, fügt sie hinzu.

D

ie Popelin-Shirts von Fruit of the Loom sind jetzt dank einiger wichtiger Designänderungen eine noch überzeugendere Option für Corporate- und Hospitality-Kleidung. Die neuen Shirts weisen eine etwas figurbetontere Passform und umgeformte Taschen für einen moderneren Look auf, mit weiteren Änderungen am Schnitt des Schulterbereichs und der Arme. „So entsteht ein Angebot mit Mens und Lady-Fit Ar-

18

Der Siebdruck 02.2012

beitsshirts, das perfekt auf die Bedürfnisse der modernen Belegschaft zugeschnitten ist“, so Joanne Lewis. ach einer umfassenden Durchsicht der Farbpalette für jeden der 75 Artikel in der Fruit of the Loom Activewear-Kollektion 2012 hat das Unternehmen insgesamt 17 Farben für vorhandene Key-Styles eingeführt. „Wir wollen beliebte Farben für bestimmte Produktlinien einführen und gleichzeitig die Farbpaletten passender Mens- und LadyFit Styles näher zusammenführen“, erläutert Joanne Lewis. So sind jetzt z. B. alle Mens- und Lady-Fit 65/35 Polos in der Lieblingsfarbe für Arbeitsbekleidung, Heather Grey, erhältlich.

N

W

ährend für das Lady-Fit Valueweight V-Neck T die Farbe Royal Blue ergänzt wurde, zur Übereinstimmung mit dem Lady-Fit Valueweight T mit rundem Ausschnitt und den passenden Herren-Styles.

F

ruit of the Looms neuer Produktkatalog, „100 Gründe sich für Fruit zu entscheiden“, hält sein Versprechen – 100 überzeugende Produktmerkmale und Markenaussagen, die Ihnen und Ihren Kunden erklären, warum Sie sich 2012 für Fruit of the Loom Produkte entscheiden sollen.

B

eginnend auf Seite 1 – Wir sind weltweit eines der grössten Textilunternehmen, die „100 Gründe“ ziehen sich durch den ganzen 104seitigen Katalog, neben farbigen, fettgedruckten Zahlen und einer Reihe von zeitgemässen Abbildungen. Präzise Details von herausra-

eu in 2012 ist die „Logo Seite“ (Seite 5), die alle Markenlogos zeigt, die hinter Fruit of the Looms ethischem und qualitativem Standard stehen. Eine detaillierte Sortiments- und Farbübersicht, zusammen mit einer Grössenangabe unterstreichen das anwenderfreundliche Design des neuen Kataloges.

D

as Layout und die Struktur, die Fruit of the Loom letztes Jahr eingeführt hat, hat sich bewiesen, sodass das Unternehmen diese auch für 2012 anwendet. Zusammengehörende Herrenund Damenmodelle sind zusammen abgebildet, und einzelne Styles sind in sieben Untergruppen eingeteilt: Promotion T-Shirts, Valueweight T-Shirts, modische T-Shirts, Polos, Arbeitshemden, Sweats, Fleece und Kinderartikel.

F

ruit of the Loom ist auch dem gleichen, kleineren Format treu geblieben (welches für kostengünstige Mailings verwendet werden kann) und hat wieder Recyclingpapier verwendet, im Einklang mit dem Unternehmensbekenntnis, die Umwelt zu schonen. „100 Gründe sich für Fruit zu entscheiden“ gibt es in 8 Sprachen – englisch, französisch, finnisch, deutsch, italienisch, polnisch, russisch und spanisch. Elektronische Kataloge sind ebenfalls in allen Sprachen (ausser finnisch) erhältlich, diese können Sie auf Ihr Desktop laden, um sie anzuschauen.

www.fruitoftheloom.eu.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 19

Jubiläum mit Goldrand: – 50. PSI mit neuem Ausstellerrekord – Werbeartikelbranche legt erste empirische Wirkungsstudie vor – ZAW nennt 35-Euro-Grenze eine „anachronistische Blockade“

Ein „Jubiläum mit Goldrand“; so PSI-Chef Michael Freter: Zur 50. PSI geht Europas größte Werbeartikelmesse mit einem neuen Ausstellerrekord an den Start. 993 Hersteller präsentieren bis Freitag Neuheiten und Trends.

Erfrischend neu, originell und stark in der Wirkung: Fast hatte es den Anschein, als hätte sich die gesamte europäische Werbeartikelwirtschaft darauf verständigt, „ihrer“ PSI zum 50. Jubiläum eine Geburtstagsaufwartung der besonderen Art zu machen. 993 Aussteller waren zu Europas größter Messe der Werbeartikelwirtschaft nach Düsseldorf gekommen – mehr als jemals zuvor, ein Plus von über 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (852). Schon allein deshalb war es für PSI-Chef Michael Freter „ein Jubiläum mit Goldrand“, das die PSI – 1963 mit ganzen 56 Ausstellern gestartet – in diesem Jahr feierte. Doch der PSIChef dachte wohl auch an das „Feuerwerk der Innovationen“, das speziell in der komplett neu strukturierten HALLE 13 gezündet wurde. Hier präsentierten Erfinder, Jungunternehmer und Erstaussteller Premieren und Neuheiten – wie beispielsweise die erste dreidimensionale Uhr, die in jede Ecke eines Raumes passt, einen Kugelschreiber, der Duftstoffe abgibt oder eine Tasche für Tablet-PCs, die den Rechner nicht nur schützt, sondern zugleich reinigt. Der Siebdruck 02.2012

19

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Abschlussbericht zur 50. PSI Europäische Leitmesse der Werbeartikelbranche 11. bis 13. Januar 2012, Messegelände Düsseldorf


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:35 Seite 20

Messen 50 bis 250 Mitarbeitern setzten im vergangenen Jahr besonders stark auf Werbeartikel, wenn es darum ging, ihre Werbebotschaft unter’s Volk zu bringen. Für den GWW-Vorstandsvorsitzenden Patrick Politze keine Überraschung: „Der Einsatz von Werbeartikeln stärkt die Kundenbindung, schafft Vertrauen in das Werbung treibende Unternehmen und führt zu einer hohen Werbeerinnerung.“ Sie sind damit einer der effizientesten Werbeträger.

Europaweit erste Studie zur Werbewirkung von Werbeartikeln

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Zu diesem Ergebnis kommt auch die aktuelle, europaweit erste empirische Studie zur Werbewirksamkeit von Werbeartikeln, die vom Mannheimer Marktforschungsinstitut DIMA erstellt und anlässlich der PSI vorgestellt wurde. Im Mittelpunkt standen dabei die Reichweite von Werbeartikeln, ihre Kommunikationsleistung sowie die an sie gestellten Produktanforderungen. Mehr als 2.000 Probanden wurden für diese Studie online befragt.

Eine Uhr für alle Fälle: Die erste dreidimensionale Uhr die in jeder Ecke Platz hat.

„Ob absolute Neuheit oder Klassiker in neuer Form: Die Welt der Werbeartikelwirtschaft erfindet sich jedes Jahr zur PSI neu, davon lebt die gesamte Branche“, so Michael Freter, dessen ehrgeiziges Ziel, auch bei der Zahl der Besucher einen neuen „Jubiläumsrekord“ zu erzielen, nicht ganz erreicht wurde. Mit 16.167 Besuchern erzielte die PSI zwar eines der besten Ergebnisse ihrer 50jährigen Geschichte, blieb aber unter dem Vorjahresergebnis von 17.122. „Ein Tribut, der noch immer der schwachen Nachfrage in einigen Euro-Ländern geschuldet ist und von den Zugmaschinen Deutschland und Frankreich allein nicht kompensiert werden konnte“, so Michael Freter.

20

Der Siebdruck 02.2012

Werbeartikelmarkt in Deutschland erreicht 3,46 Mrd. Euro Der deutsche Markt dagegen erweist sich als ein Fels in der Brandung: 3,46 Mrd. Euro gaben Werbetreibende in Deutschland im vergangenen Jahr für Werbeartikel aus – ein Plus von einem Prozent im Vorjahrvergleich und ein Zuwachs von 16 Prozent gegenüber 2009. So das Ergebnis des Branchenmonitors, der vom Gesamtverband der Werbeartikelwirtschaft (GWW) jährlich zur PSI vorgestellt wird. Damit rangieren die Ausgaben für Werbeartikel noch vor den Spendings für Radio-Spots oder der Onlinewerbung. Speziell mittelgroße Unternehmen mit

Eine Erfindung für mehr Sicherheit: Ein Warnblinklicht mit zusätzlicher „Lichtsirene“


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 21

Messen

Besuchen Sie uns in Stuttgart! 2. bis 4. Februar 2012

Halle 6, Stand 6A16

Eine Wand voller Neuheiten: THE WALL präsentiert auf 100 Metern ausgewählte Neuheiten der fast 1.000 Aussteller.

Ein Evergreen – die Porzellantasse.

SWEATS Das Allround-Talent für Freizeit und Sport ist die Men’s Baseball Hooded Jacket (JN 567). Die trendy Sweatjacke ist auch als Damenmodell erhältlich und überzeugt mit hochwertiger French-Terry-Qualität, lässiger Kapuze und praktischer Kängurutasche. Mehr klassische und coole Sweats in unserem Compendium 2012 ab Seite 28.

Für mehr Mobilität am Frühstückstisch: Der rollende Salzstreuer.

A Brand of

Hotline: +49 7432/7016-800 www.daiber.de


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 22

Messen

D

emnach gaben 94 Prozent der repräsentativ befragten Bevölkerung ab 14 Jahre an, über einen oder mehrere Werbeartikel zu verfügen. Drei Viertel dieser Werbeartikel sind bereits länger als ein halbes Jahr, mehr als jeder dritte sogar über zwei Jahre im Besitz der Empfänger. Neun von zehn Befragten nutzen die erhaltenen Werbeartikel zumindest einmal täglich. Werbeartikel erreichen so 88 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Mit dieser Reichweite liegen Werbeartikel weit vor der Reichweite von Werbeformen in Massenmedien wie Radio und TV.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Plädoyer für die steuerliche Gleichbehandlung von Werbeartikeln: Manfred Parteina ZAW-Geschäftsführer bezeichnet die Wertgrenze der steuerlichen Absetzbarkeit in Höhe von 35 Euro als „anachronistische Blockade“ die abgeschafft gehört.

D

ie Studie belegt darüber hinaus, dass sich 57 Prozent der Besitzer von Werbeartikeln an die Marke beziehungsweise den Namen des werbenden Unternehmens erinnern; ein Wert, der doppelt so hoch ist wie der von TV-Werbespots, deren Werbeerinnerung auf 28 Prozent kommt, Radiowerbung bleibt zu 32 Prozent im Gedächtnis. 73 Prozent der Konsumenten geben deshalb an, dass erhaltene Werbeartikel ihre Kauf- oder Auftragsentscheidung beeinflusst haben. „Die Werbewirkungsstudie hat an den Tag gebracht, dass Werbeartikel zu den kosteneffizientesten Werbemedien überhaupt gehören“, so Patrick Politze anlässlich der Vorstellung der Studie im Rahmen der internationalen PSI-Pressekonferenz. Ausführliche Informationen zur Studie unter www.gww.de

Jeder achte Werbe-Dollar wird in den USA mit Werbeartikeln umgesetzt; so ASI-Chef Tim Andrews anlässlich der Internationalen Pressekonferenz zum Auftakt der PSI.

Die Lösung für unterwegs: Ein Solarladegerät für's iPhone

berücksichtigt. „Das hohe Investitionsvolumen der Werbeartikelwirtschaft wird dort entsprechend platziert sein. Wir arbeiten daran, 2013 die statistische Reihe öffentlich starten zu können“, so Manfred Parteina. Die 51. PSI findet vom 9. bis 11. Januar 2013 in Düsseldorf statt.

ZAW: „Politische Blockade für Werbeartikel abbauen“ Vor diesem Hintergrund der Bedeutung von Werbeartikeln forderte auch der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) die Abschaffung der Wertgrenze von 35 Euro, bis zu der in Deutschland Werbeartikel steuerlich absetzbar sind. Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina: „Das ist eine anachronistische Blockade eines im Wettbewerb der Unternehmen so wichtigen Kommunikationsbereichs. Ich sage das ganz deutlich: Diese Begrenzung gehört abgeschafft.“ Er plädierte für die Beseitigung „dieser am grünen Tisch ersonnenen Umzäunung“. Dies sei auch in Stufen denkbar.

Werbeartikel wirken und er weiß wie: Patrick Politze GWW-Vorstandsvorsitzender und BWL-Präsident präsentiert anläßlich der PSI-Pressekonferenz die europaweit erste empirische Studie zur Wirkung von Werbeartikeln.

22

Der Siebdruck 02.2012

Z

ugleich kündigte der ZAW an, dass der Branchenumsatz der Werbeartikelwirtschaft künftig auch in der ZAWStatistik zum Werbemarkt einfließen wird; bislang blieben diese Umsätze un-

Eine Halle voller Erfinder und Neuheiten: Die neue HALLE13 stößt auf breites Interesse.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 23

Messen Ausstellerstimmen: „Wir sind mit dem Verlauf der diesjährigen PSI sehr zufrieden. Wir hatten mit 360 neuen Produkten auf der Messe die bisher größte Produktpräsentation. Unser Stand war durchgehend sehr gut besucht.“ D.J. van Styrum, Managing Director XINDAO B.V., Niederlande „Die PSI ist für uns nach wie vor die Plattform, um zum Jahresauftakt unsere Kunden zu treffen. Hier wird die Arbeitsgrundlage für 2012 gelegt. Mit der Besucherqualität und -quantität sind wir in diesem Jahr sehr zufrieden.“ Meinhard Mombauer, Geschäftsführer LM ACCESSOIRES GmbH

Ein Handschuh, bei dem selbst ein Touchscreen nicht „nein“ sagen kann: Der erste Handschuh, auf den auch Touchscreens reagieren.

wird. So hoffen auch wir, dass unser 100stes Jahr unser erfolgreichstes wird.“ Kai Gminder, Verkaufsleiter Gustav Daiber GmbH

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen PSI. Wir hatten zwar etwas weniger Laufkundschaft am Stand – vor allem aus dem Ausland –, un-

Seit Jahren auf der PSI vertreten: Herr Borghoff (r) von der Fa. ESC, Bad Salzuflen

Teca Print zeigte Tampondruck mit LED-Trocknung

Der Siebdruck 02.2012

23

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

„Die 50. PSI ist für uns der Startpunkt in unser Jubiläumsjahr gewesen. Zum 100-jährigen Jubiläum haben wir hier den Besuchern fast 100 neue Artikel präsentiert. Die Resonanz darauf war sehr stark und wir waren gut besucht. Auf der Messe herrschte eine positive Grundstimmung, dass 2012 ein gutes Jahr für die Branche


Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 24

sere Stammkunden waren dabei aber komplett vor Ort.“ Frank Sperber, Geschäftsführer elasto form KG

gliedschaftprinzips. Natürlich sind wir 2013 wieder dabei.“ Lukasz Makowski, sales specialist DreamPen, Polen

„Wir konnten auch auf der PSI 2012 unsere Kunden wieder gut erreichen und haben viele gute Gespräche geführt. Wir haben auf der Messe mit unserem Schulsortiment eine neue Produktgruppe vorgestellt, mit der verstärkt die jüngere Zielgruppe angesprochen werden kann. Die Neuerungen wurden von den Besuchern gut angenommen.“ Dirk Käuper, Marketingkoordination Werbemittel BRUNNEN, Baier & Schneider GmbH & Co. KG

„Schon allein das 50-jährige Jubiläum in diesem Jahr zeigt, dass das PSI-Konzept ein erfolgreiches ist. Auf die Messe kann man nicht verzichten. Wir hatten in den vergangenen Jahren große Erfolge, auch aufgrund unserer regelmäßigen Auftritte hier. Seit 27 Jahren sind wir jedes Jahr hier. Für uns ist die PSI die wichtigste Messe im Jahr.“ Jörg Dennig, Geschäftsführender Gesellschafter JUNG BONBONFABRIK GmbH & Co KG

„Uns ist es wichtig, unsere Kunden auch face-to-face zu treffen, und das hat auf der PSI wieder wunderbar funktioniert. Unsere großen Kunden waren alle hier. Die PSI ist eine gute Möglichkeit, alle an einem Ort zu sehen.“ Alexander Ullmann, Geschäftsführung uma Schreibgeräte Ullmann GmbH

„Diese PSI ist für ppp wirklich exzellent verlaufen. Hier ist der beste Ort für internationales Networking. Auch durch den gemeinsamen Auftritt von 5 Verbänden am eppa-Stand konnten wir uns sehr viel mit Kollegen austauschen und viel voneinander lernen. Ich persönlich habe auf der Messe alle für mich wichtigen internationalen Kontakte getroffen.“ Maarten Los, secretaris platform promotional products (ppp), Niederlande

„Als Erfinder war ich gleich überzeugt, als ich von der Möglichkeit erfahren habe, auf der PSI auszustellen. Die PSI hat mir in Ergänzung zur IENA weitere Vertriebsmöglichkeiten aufgezeigt.“ Gerhard Mayer, My Käfer GmbH „Seit über sechs Jahren sind wir PSI-Mitglied und seitdem auch auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten. In diesem Jahr auffällig für uns waren Besucher aus eher ‚ausgefallenen’ Ländern: Zum Beispiel aus Ägypten, Nigeria, Mexico. Gut dabei ist, dass wir auf der PSI generell sicher sein können, dass die Qualität dieser Besucher stimmt – ein Vorteil des Mit-

24

Der Siebdruck 02.2012

„Die Stimmung in der Branche ist mittlerweile wieder gut – wir sind alle einfach krisenmüde, auch in den Niederlanden, wo die Branche im vergangenen Jahr 10 bis 15 Prozent Verluste einfahren musste. Wir erwarten hier eine Stabilisierung für 2012 und sind gerade auch nach der PSI sehr zuversichtlich: Unser Stand war vor allem am Donnerstag immer voll, wir hatten hochwertige Kunden aus ganz Europa.“ Jeroen Wasserval, Country Managar Benelux midoceanbrands, Niederlande

„bpma ist zum dritten Mal mit einem eigenen Stand auf der PSI und zum 2. Mal mit dem UK Pavillion mit acht Ausstellern vor Ort. Wir sind stolz, dass dies auch politisch gewürdigt wird – mit einer Förderung durch UK Trade and Invest. Der Pavillion gibt UK Firmen das Selbstvertrauen, in den Europäischen Markt einzutreten. Im Moment stabilisiert sich die Werbeartikelwirtschaft auch in unserem Land, nachdem 2011 sehr schwierig war. Die Partnerschaft mit der PSI ist uns sehr wichtig und geht weit über die Messe hinaus. Das möchten wir auch weiter ausbauen, eine Möglichkeit wäre das Thema Fortbildung, Wissensvermittlung.“ Gordon Glenister, Director General british promotional merchandise association (bpma) „Wir freuen uns sehr, dass das Thema Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung von Werbeartikeln auf der PSI deutlich vertreten ist. Man merkt, dass sich in der Branche da etwas tut. Durch den Zusammenschluss mit dem indischen Produzenten PREM liegt bei uns nun das Produkt vom Baumwollanbau bis zur fertigen Produktion in einer Hand – online kann man jeden Produktionsschritt des einzelnen Produktes durch einen Code nachverfolgen. Unsere Geschäfte auf der PSI liefen gut – aufgefallen sind uns die vielen Besucher aus Osteuropa, wir hatten sogar neue qualitativ hochwertige Kontakte aus Slowenien an unserem Stand.“ Uwe Kolling, Sales Representative Corporate Germany switcher

n


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 25

Messen

USETEC 2012:

Weltmesse für Gebraucht-Technik macht Nägel mit Köpfen

O

hnehin sind die globalen Rahmenbedingungen für den Gebrauchtmaschinenmarkt „derzeit vorteilhaft“. Das konstatiert Jens Nagel, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Exporthandels (BDEx), Berlin. Der BDEx rechnet damit, dass die Nachfrage nach Gebrauchtmaschinen auch dieses Jahr dynamisch ansteigen wird. „Während 2012 die deutschen Ausfuhren insgesamt um bis zu sieben Prozent zunehmen dürften, rechnen wir bei den Gebrauchtmaschinenexporten mit

einem Wachstum von über zehn Prozent“, prognostiziert Nagel. Neue Anlagen seien oft nicht verfügbar oder im Zuge der Finanzkrise vielfach zu teuer. Alternativ werde auf Maschinen aus zweiter Hand zurückgegriffen. „Dies gilt für die Emerging Markets in Asien, Südamerika und Afrika ebenso wie für die EU-Staaten und deren Anrainer im Mittelmeerraum und Osteuropa.“

D

er USETEC-Partner BDEx hat festgestellt, dass die Ansprüche ausländischer Erwerber weiter gestiegen sind.

„Durch die zunehmende Markttransparenz haben die Kunden zudem sehr konkrete Vorstellungen hinsichtlich Hersteller, technischer Spezifikationen, Baujahr und Kapazität“, weiß Jens Nagel. Und: „Immer wichtiger wird es, dass der Verkäufer dem Kunden eine Finanzierungsoption für seine Maschine mitliefert.“ Knapp einhundert BDEx-Mitgliedsunternehmen sind im Gebrauchtmaschinengeschäft aktiv. „Die Branche bildet somit einen wichtigen Baustein unserer Verbandstätigkeit“, verdeutlicht der Geschäftsführer.

Der Siebdruck 02.2012

25

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

I

n diesem Jahr findet die weltgrößte Gebrauchtmaschinenschau erstmals parallel zur Internationalen Eisenwarenmesse statt, vom Montag, 5. bis Mittwoch, 7. März in Köln. Rund 450 Aussteller zeigen gebrauchte Technologien für alle Industriebranchen. Beide Veranstalter – Hess GmbH, Weingarten/Baden, und Koelnmesse – erwarten 10.000 Einkäufer (2011: 9.250) aus mehr als 100 Ländern. Ähnlich optimistisch geben sich die Partnerverbände. „Die Premiere der USETEC in Köln im letzten Jahr war rundum erfolgreich“, betont Kurt Radermacher. „Besucher und Aussteller haben den Standort Köln in der Mitte Europas sehr gut angenommen“, sagt der Geschäftsführer des Fachverbandes des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels (FDM), Bonn. „Deshalb, und aufgrund der Zeitgleichheit mit der Internationalen Eisenwarenmesse Köln, sehen unsere Mitgliedsfirmen der USETEC wieder mit freudigen Erwartungen entgegen.“ Der FDM, der auch der Fachliche Träger der USETEC ist, spricht von starken Überschneidungen bei den Besucherzielgruppen des Veranstaltungsduos. „Ein Kombiticket soll den Austausch zwischen den Messen fördern“, so Radermacher. Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH, hebt hervor: „Mit der Parallelität der Veranstaltungen setzen wir neue Synergie-Impulse für Besucher und Aussteller. Von einem Messebesuch in Köln profitiert die Branche zweifach.“


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 26

Messen Leipzigern, dass sie mit ihrer Lagerfläche von 25.000 Quadratmetern breit aufgestellt sind. Einerseits haben sie eine umfassende Palette an Gebrauchten einschließlich benötigter Komponenten im Angebot – von A wie Abkantmaschinen bis Z wie Zubehör von Metallbearbeitungsmaschinen. Andererseits stellt WMW auch ganze Anlagen zusammen. „Unlängst haben wir eine komplette Fabrikausstattung zur Holzkohleproduktion nach Litauen verkauft“, erzählt Firmenchef Gregorian.

Zahlreiche Hersteller präsent

Der Slogan der USETEC: Sofort lieferbar.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Nachfrage ist derzeit riesengroß Und nicht nur deutsche Firmen bearbeiten die Märkte mit gebrauchten Produkten. Ein Drittel der USETEC-Aussteller stammt aus dem Ausland, aus nahezu 30 Ländern. Stärkste Ausstellernationen sind Italien, Niederlande, Schweiz, Großbritannien und Frankreich. Es wird Gruppenbeteiligungen der Verbände FDM, AIMUU (Italien), DUMA (Niederlande) und LandBauTechnik geben – ebenso der European Association of Machine Tools Merchants (EAMTM), die seit Dezember als weiterer Kooperationspartner der USETEC mit im Boot sitzt. Die ausländischen Aussteller gehen mit Optimismus in die Kölner Messehallen. „Unser Unternehmen ist im Metallsektor tätig“, beschreibt Marco Moritsch. „Hier steigt die Nachfrage nach Gebrauchtmaschinen stetig“, freut sich der Geschäftsführer der Marcels Maschinen AG aus dem schweizerischen Höri. „Wir sind zuversichtlich für 2012, erhalten laufend Anfragen aus aller Welt, hauptsächlich aus Europa und Asien.“

AG in Leipzig. „Das liegt daran, dass wir die gebrauchten Maschinen auf Herz und Nieren prüfen und teilweise überholen.“ Solche Prozesse brauchen Zeit und aktuell sind die technischen Spezialisten vollkommen ausgelastet. Mit der Beteiligung an der USETEC möchte WMW in erster Linie neue Kontakte knüpfen. „Wir wollen Hände schütteln und freuen uns dann, wenn aus den Gesprächen am Stand später etwas wird“, beschreibt Gregorian das Ziel. Dabei hilft es den

Neben den stark vertretenen Maschinenhändlern sind auch viele namhafte Hersteller von Maschinen und Anlagen auf der USETEC präsent. Dazu zählt DMG, ein Unternehmen, das die Gebrauchtmaschinen des Gildemeister-Konzerns vermarktet. Ebenfalls wieder dabei sind Chiron, SHW, Siemens und Carl Zeiss, die 2012 erneut auf ihren bewährten Gemeinschaftsauftritt der Hersteller setzen. „Unsere Maschinen sind generalüberholt, auf den neuesten Stand der Technik gebracht und der Kunde kann Wartungsverträge abschließen“, formuliert Michael Lücke. „Alles wie bei einem Neugerät“, vergleicht der Leiter Events und Messen bei Carl Zeiss Industrielle Messtechnik aus Oberkochen. Das schwäbische Hightech-Unternehmen spricht von einem florierenden Gebrauchtmaschinengeschäft mit gegenwärtig zweistelligen Wachstumsraten. „Die Nachfrage ist höher als das Angebot“, bestätigt Lücke.

A

uch Hamo Gregorian profitiert von der guten Lage auf den Gebrauchtmaschinenmärkten. „Im Moment können wir gar nicht alle Wünsche der Käufer bedienen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des USETEC-Ausstellers WMW

26

Der Siebdruck 02.2012

Gut besuchte Hallen prägen das Bild der USETEC


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 27

Messen Gesucht werden neuere Produkte, die jünger als fünf Jahre sind und moderne Technologien wie Scanning. Besonders großes Interesse besteht im Augenblick in Russland, der Türkei – und Ländern Südeuropas, von denen Zeiss ausdrücklich Spanien nennt.

Z

D

ie Hersteller verkaufen gebrauchte Maschinen weiter, die im Zuge von Neumaschinengeschäften zurückgenommen wurden und die ansonsten brach liegendes Kapital wären. So verfährt der

Besucher aus aller Welt unterstreichen die internationalität der USETEC.

USETEC-Aussteller IP Gansow aus Unna, der zum italienischen Reinigungsmaschinenkonzern IPC gehört. „Wir führen die Gebrauchtmaschinen ins Ausland aus“, erläutert Exportmanager Heinz Waschke. „Würden wir alle Geräte überarbeitet und mit Garantie versehen in Deutschland anbieten, ginge das zu Lasten des Neumaschinengeschäfts.“ Zielmärkte für die Gebrauchten sind Osteuropa, die Schwarzmeerregion und asiatische Länder wie Indien. Die USE-

TEC-Vorgängerveranstaltung Resale eingerechnet nimmt IP Gansow bereits zum sechsten Mal an der internationalen Gebrauchtmaschinenmesse teil – bei diesen Beteiligungen konnte der eine oder andere Neukunde an Land gezogen werden. Durch die zeitgleiche Eisenwarenmesse wird 2012 das Laufpublikum auf der USTEC zunehmen, glaubt Heinz Waschke. „Wir richten uns mit zusätzlichem Prospektmaterial darauf ein und setzen auf Geschäfte im Nachgang.“

Dienstleistung hat Konjunktur

Gut gepflegte Gebrauchtmaschinen - eine durchaus vorteilhafte Investition.

Unverzichtbarer Bestandteil des Gebrauchtmaschinenmarktes ist der Service-Bereich. Zu den zahlreichen USETEC-Ausstellern mit einem umfassenden Dienstleistungsspektrum gehört die Plastic-Maschinen Handelsgesellschaft (PMH) aus Hennef. „Wir überholen und modernisieren die Gebrauchtmaschinen in enger Absprache mit unseren Kunden“, erläutert Inhaber Jürgen Kinnart. „Und wir stehen für die Inbetriebnahme und den After-Sales-Service bereit.“ Auch das Retrofitting von Maschinen wird möglich gemacht. „Durch den Einbau neuester Antriebstechnik kann der Anwender beispielsweise energiesparend produzieren“, weiß Kinnart. „Das ist dann eine lohnende Investition für die nächsten Jahre.“ Der Maschinenhändler mit Schwerpunkt Extrusion erwartet viel

Der Siebdruck 02.2012

27

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

u den Herstellern auf der USETEC 2012 zählt auch die Joseph Vögele AG aus Ludwigshafen, der Weltmarkführer bei den Straßenfertigern. „Gerade aufgrund der Parallelität von USETEC und Internationaler Eisenwarenmesse sind unsere Erwartungen sehr hoch“, sagt Thomas Nessel, Leiter Gebrauchtmaschinenvertrieb bei Vögele. „Wir rechnen dadurch mit zusätzlichen Besucherströmen.“ Derzeit läuft das Gebrauchtmaschinengeschäft bei Vögele sehr gut. Für das laufende Jahr hofft das Unternehmen, dass sich die leichte wirtschaftliche Eintrübung in Deutschland nicht allzu negativ bemerkbar macht. Positiv auf den Absatz von gebrauchten Baumaschinen dürften sich Infrastrukturprojekte in anderen Ländern auswirken. „In Rumänien hat die Regierung beschlossen, mehr Geld in den Straßenbau fließen zu lassen“, argumentiert Nessel. „Auch in Nordafrika ist der Bedarf an Baumaschinen gegenüber den vorangegangen Jahren spürbar angestiegen.“


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 28

Messen Anfragen aus aller Welt

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Auch Präzisionsmessgeräte sind bei Besuchern gefragt.

von der USETEC 2012. Der gute Verlauf der letztjährigen Messe und des Nachmessegeschäfts trägt zum Optimismus bei. Kinnart berichtet von Messekontakten aus Afrika, die er in Köln geknüpft hat. Sein eigentlicher Kundenschwerpunkt liegt vor allem in Osteuropa und in Saudi-Arabien. „Während das Interesse aus den osteuropäischen Ländern traditionell stark ist, hat die Nachfrage aus Saudi-Arabien in jüngerer Vergangenheit spürbar zugelegt“, beschreibt der Anbieter von Kunststoffverarbeitungsmaschinen. Mit dem erworbenen Equipment stellen die arabischen Abnehmer unter anderem Erzeugnisse her, die bei den regen Bautätigkeiten verwendet werden.

U

SETEC-Aussteller Pressen Haas aus Gammertingen verfügt neben dem Gebrauchtmaschinenverkauf ebenfalls über ein reichhaltiges Serviceangebot: Beratung, De- und Remontage, Verladung, Ersatzteilbeschaffung, Überholung, Transport, UVV-Umrüstung. „Das macht den Erwerb gebrauchter Pressen und Maschinen für den Käufer zu einer

28

Der Siebdruck 02.2012

rentablen und sicheren Sache“, hebt Geschäftsführer Mario Kosjerina hervor. Pressen Haas beliefert vor allem die Automobilindustrie. Weil die Wirtschaft zuletzt florierte, wurde nicht nur in die Emerging Markets wie Brasilien, Indien oder der Türkei verkauft – sondern auch in die EU: „Ein Grund dafür ist die schnellere Verfügbarkeit von Gebrauchtprodukten bei Auftragsspitzen“, hat Mario Kosjerina ähnliche Erfahrungen wie andere Marktteilnehmer gemacht. Für das Gebrauchtmaschinengeschäft in naher Zukunft ist er „guter Hoffnung“, sieht aber die Lage realistisch. „Die Diskussionen um Währungskrise und Staatsverschuldung wirken sich sicherlich nicht unbedingt positiv aus – das schlägt auf das Gemüt der Entscheider.“ So hat er auf seinen letzten Reisen selbst in weiter entfernten Regionen wie Indien und Südamerika eine leichte Abkühlung gespürt. Auch der immer noch starke Euro erschwert den Absatz. „Firmen wollen derzeit nicht mehr um jeden Preis investieren“, beobachtet Kosjerina. „Wir wünschen uns, dass die kommende USETEC das Gegenteil beweist.“

Bei den Veranstaltern der USETEC gehen im Vorfeld der Messe diverse Anfragen nach gebrauchten Maschinen ein. „Die potenziellen Käufer stammen aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern“, zählt Messeveranstalter Florian Hess auf. „Genauso aus Ostund Südosteuropa – und aus weit entfernten aufstrebenden Märkten wie Indien oder Argentinien. Der Geschäftsführer der Hess GmbH spricht in diesem Zusammenhang von einem umfassenden „Mix aus Branchen, Ländern und ein bisschen Exotik“. Das reicht von der Suche nach salzresistenten Bewässerungsrohren für Ägypten bis zur großen Maschine für die Spaghetti-Herstellung im Nordirak. Auch über das Leistungsvolumen gibt es häufig klare Vorstellungen. So sucht die indische Firma Abishek Transteel mobile Kräne, die bis zu 50 Tonnen heben können. Und das serbische Unternehmen Galaplast aus Cortanovci benötigt eine Kunststoffspritzgießmaschine für Injektionen mit einem Spritzgewicht jenseits der 600 GrammKategorie. Das Gerät kann neu oder gebraucht sein – allerdings besteht eine Preisobergrenze. „Wir wollen maximal 30.000 Euro dafür ausgeben“, hat sich Dusan Djurdjevic von Galaplast eine Obergrenze gesetzt.

G

roße Pläne hat ein Lebensmittelanbieter aus Koronadal auf den Philippinen. „Wir brauchen eine komplette Anlage zur Brotproduktion“, sagt Rey Chiang von Array Foods Inc. „Damit möchten wir täglich bis zu 20.000 Brote backen.“ Während sich viele Unternehmen auf die individuelle Suche nach Gebrauchtmaschinen machen, reisen andere in Gruppen zur USETEC 2012. Aus dem Ausland haben sich einige größere Delegationen angekündigt, unter anderem aus Afghanistan, Bangladesch, Belarus, Marokko, Nigeria und Russland. Eine weitere Besuchergruppe bringt der Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft zur Messe. Die USETEC 2012 findet vom Montag, 5. bis Mittwoch, 7. März statt. Das Angebot der USETEC umfasst gebrauchte Maschinen und Anlagen für alle Branchen und Industriezweige. Weitere Informationen unter www.usetec.com


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 29

Messen

drupa 2012:

Weltweite Marketingkampagne setzt auf Augmented Reality.

Print und Internet verschmelzen Internationale Anzeigen, Besucherprospekte und Directmailings mit AR / Studenten haben die Kampagne mit entwickelt Wenn in den nächsten Monaten in rund 500 Fachpublikationen in über 60 Ländern weltweit die drupa-Anzeigen erscheinen, fallen die Buchstaben AR in der oberen rechten Ecke direkt ins Auge: Die Anzeige ist mit Augmented Reality angereichert. Betrachtet der Leser ausgestattet mit einer speziellen Software (Junaio; s. auch unter) via Smartphone, Tablet oder seiner PC-/Laptop-Kamera den sogenannten Marker – in diesem konkreten Fall das Bildmotiv – startet auf dem Bildschirm eine 3D-Animation. Per Fingertouch auf eine interaktive Schaltfläche geht es dann direkt auf die drupa-Website. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch Print kann der Leser gezielt auf die Internetseite der drupa geholt werden und sich dort die aktuellsten Informationen verschaffen. „Diese konsequente Verknüpfung von Print, Internet und Mobile ist das zentrale Thema unserer kompletten Marketingkampagne zur drupa 2012 und zieht sich durch alle Elemente durch“, erläutert Petra Köhler, Manager Marketing Kommunikation bei der Messe Düsseldorf. „Schon immer hat die drupa mit ihren Marketingkampagnen die aktuellen Trends der Printkommunikation aufgegriffen, an die speziellen Bedürfnisse einer Weltleitmesse angepasst und dementsprechend umgesetzt.

Der Siebdruck 02.2012

29


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 30

Messen

„Z

ur bevorstehenden drupa steht die crossmediale Vernetzung der verschiedenen Medienkanäle im Mittelpunkt – wobei Print stets das Leitmedium bleibt“, stellt Petra Köhler klar. „Dementsprechend steht die Kampagne unter dem Motto: your link to print“. Als kleinen „Appetizer“ auf die gesamte ARKampagne wurde der drupa Song in der ersten Anzeigenkampagne im Sommer 2011 crossmedial eingebunden – mit positivem Feedback.

ferlicht der Öffentlichkeit und eröffnet der gesamten Kommunikationsbranche neue und interessante Einsatzmöglichkeiten. „Doch die Technik darf nicht zum Selbstzweck eingesetzt werden. Vielmehr muss sie konzeptionell in die gesamte Kampagne integriert sein – muss sich im Grunde den kommunikativen Zielen und

Gruppe betreut. Erster Schritt war die Bestandsanalyse, d.h. was ist State-ofthe-Art, welche Trends sind abzusehen. Sehr schnell war klar, dass der Besucherprospekt, das wichtigste Werbetool zur drupa, mit AR angereichert werden soll. Der Besucherprospekt erscheint in zehn Sprachen (neben den wichtigsten europäischen Sprachen auch in Chinesisch, Japanisch und Russisch) und in einer Gesamtauflage von 450.000 Exemplaren. Damit ist die Reichweite der Kampagne garantiert. Zwei Themen/Inhalte des Besucherprospektes werden aufgegriffen und multimedial umgesetzt: drupacity Düsseldorf und die sogenannten drupa specials, das fachliche Rahmenprogramm. „Anders als durch klassische Werbeformen lässt sich mit Augemented Reality ein Dialog aufbauen“, erkennt Petra Köhler einen klaren Vorteil von AR. „Diesen Vorteil nutzen wir beispielsweise mit unserem deutschen Besuchermailing, in dem wir die Empfänger spie-

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Kommunikationsdesign-Studenten haben sich eingebracht Nicht zuletzt die Tablet-PC’s und immer bessere Smartphones stellt Augmented Reality immer stärker in das Scheinwer-

Der Digitaldruck wird wieder stark auf der drupa 2012 vertreten sein.

Inhalten unterordnen“, so Michael Sommer, Creative Director der Agentur Concepteers, die diese Kampagne von der ersten Stunden an entwickelt hat. ie Entwicklungsgeschichte der Kampagne ist wohl so einmalig wie die Kampagne selber. Im Sommer 2010 fiel die Entscheidung für die crossmediale Kampagne „your link to print“ und damit gleichzeitig der kreative Startschuss. Zehn KommunikationsdesignStudenten der privaten Ruhrakademie Schwerte haben im Rahmen einer Projektarbeit die AR-Elemente und die Integration in die gesamte Kampagne mit entwickelt. Michael Sommer – seit 1993 Dozent an der Hochschule – hat die

D

30

Der Siebdruck 02.2012

lerisch auffordern, über AR auf die drupa-Webseite zu gehen und sich dort die aktuellsten Informationen zu verschaffen“, so Petra Köhler. „Natürlich ist eine solche crossmediale Kampagne noch Neuland und birgt in der täglichen Arbeit einige Herausforderungen“, so Michael Sommer. Aber die Vernetzung der Kanäle Print und Internet und die Aufladung einer klassischen Kampagne mit solchen Zusatzfeatures bietet viele Potenziale – für die Printbuyer ebenso wie für die Druckindustrie und die Druckdienstleister. www.drupa.de


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 31

Messen

Neue Trends und Entwicklungen im Bekleidungsdruck auf der FESPA Fabric 2012 Im Rahmen einer vielfältigen FESPA Digital Besuchererfahrung bietet die FESPA Fabric 2012 (21.-24. Februar 2012) Bekleidungsdekorateuren und -druckern die Gelegenheit, sich über die neuesten Trends und Entwicklungen beim Bekleidungsdruck zu informieren.

iese „Messe innerhalb einer Messe“ zog in Hamburg auf der FESPA Digital 2011 mehr als 2.500 Besucher an, und mit dem so dynamisch wachsenden Interesse am Potenzial der digitalen Direkt-Bekleidungsdruck-Technologien ist die FESPA Fabric ein wichtiger Bestandteil der Digital-Messe. 2012 können sich Besucher, die sich über die neuesten Produktionstechnologien und Fortschritte bei den Verbrauchsmaterialien für Bekleidungsdruck, Stickerei und Dekoration auf dem Laufenden halten möchten, ihre Inspirationen mit Kornit Digital als Konzernsponsor für die FESPA Fabric als Teil der FESPA DigitalHauptmesse holen. Die FESPA Fabric 2012 wird mit einer Fläche von ungefähr 1000m2 beinahe 10% der gesamten Ausstellungsfläche der FESPA Digital einnehmen.

D

ie FESPA Fabric ist jetzt während aller vier Tage der Messe geöffnet und bietet eine Mischung aus Ausstellern und Weiterbildungsinhalten, die den Bekleidungsdruckern und -dekorateuren neue Geschäftsideen und Einnahmemöglichkeiten vermitteln sollen.

I

m Fabric Theatre innerhalb der FESPA Fabric werden führende Branchenspezialisten wie Direkt-Bekleidungsdruckexperte Scott Fresener ihre Fülle an Wis-

sen zu Druck- und Druckvorbereitungstechniken, technologischen Entwicklungen und Trends für den digitalen DirektBekleidungsdruck, Siebdruck und eine Reihe von Bekleidungssektoren anbieten und damit den FESPA Fabric Kampagnenslogan „Erkunden Sie die umfassenderen Gelegenheiten beim Bekleidungsdruck“ zum Leben erwecken.

www. der-siebdruck.de

das Feedback von Ausstellern und Besuchern der FESPA Fabric im Frühjahr 2011 angehört haben, haben wir für 2012 die FESPA Fabric in die Digital-Hauptmesse integriert und diese faszinierenden Bekleidungsanwendungen damit in das Zentrum der Messe gestellt. it einer solchen Konzentration von Bekleidungsherstellern in Südeuropa erwarten wird, dass die FESPA Fabric in Barcelona in dieser Spezialistengemeinschaft eine gefragte Veranstaltung sein wird. Und den Großformatdruckern, die nach Gelegenheiten zur Diversifizierung suchen, kann diese Zone einige wertvolle Einsichten in die Welt der bedruckten Modekleidung und Werbebekleidung ermöglichen. r fährt fort: „Unser Ziel besteht darin, eine informative Umgebung zur Inspiration der Bekleidungsdekorateure und -drucker sowie Kleidungsmarken zu schaffen, damit sie neue Ideen sammeln können, die ihnen helfen, ihr Ergebnis zu verbessern. Wir haben ein volles Programm aus Live-Demonstrationen, praktischen Workshops, Nebenvorstellungen, Seminaren und natürlich den Ausstellern in der Messehalle, und all dies wird den Besuchern der FESPA Fabric eine große Hilfe dabei sein, ihren eigenen Weg zum Erfolg zu finden.“

M

E

C

harlie Taublieb, auch als Dr. Print bekannt, wird seine besondere Mischung aus informativen und lustigen Demonstrationen in Charlie’s Corner abhalten, die inzwischen zu einem beliebten Ziel für die Besucher der FESPA geworden ist. Seine spannenden Tipps zu Siebdruck- und Bekleidungsdekorationstechniken werden allen Bekleidungsdruckunternehmen ermöglichen, ihre Kunden besonders zufrieden zu stellen.

F

ESPA-Geschäftsführer Neil Felton bemerkt dazu: „Nachdem wir uns

www.fespa.com

Der Siebdruck 02.2012

31

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

D


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 32

Messen

Countdown für die intersolar europe 2012 vom 13.-15. Juni in München Die weltweit größte Fachmesse der Solarwirtschaft geht 2012 mit erneutem Wachstum und einer verbreiterten Basis von Partnern ins Rennen Am 13. Juni 2012 beginnt erneut die weltweit größte Fachmesse der Solarwirtschaft auf der Neuen Messe München. Schon jetzt laufen die Anmeldungen der Aussteller und die Vorbereitungen der Veranstalter auf Hochtouren. Auch die ersten Zahlen stehen bereits fest: Insgesamt 180.000 Quadratmeter stehen 2012 für die erwarteten 2.400 Aussteller zur Verfügung. Das entspricht einem erneuten Flächenwachstum von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausstellungsfläche

D

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

as Ziel der Intersolar Europe 2012 ist es, angesichts des weltweiten Wandels der Solarwirtschaft, die Wege in neue Märkte zu öffnen, technologische Potenziale aufzuzeigen und die Unternehmen noch stärker zu vernetzen. Vor allem die internationale PhotovoltaikIndustrie ist derzeit geprägt durch die

umfasst neben dem Freigelände erstmals alle 16 Hallen des Münchner Messegeländes. Neu ist auch die Erweiterung der Ausstellungsfläche für die Fertigung von Photovoltaik-Produkten. Der Bereich „PV-Produktionstechnik“ wird 2012 auf zwei Messehallen ausgebaut. Erstmals ist außerdem der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.), Frankfurt am Main, als einer der Träger an der intersolar Europe beteiligt.

Veränderungen politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen. Der verschärfte globale Wettbewerb und die Konsolidierung der Branche bestimmen die aktuelle Entwicklung. Dabei ist das erklärte Ziel der Industrie eine subventionsfreie Photovoltaik, die wettbewerbsfähigen Solarstrom produziert.

Kostensenkungspotenziale in der Photovoltaik effektiv nutzen

I

m Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen die Kostensenkungspotenziale in der Photovoltaik. Auf dem Weg zur Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom müssen die Kosten entlang der gesamten

Die Veranstalter der intersolar wünschen sich eine ebenso großen Besucherandrang wie in 2011.

32

Der Siebdruck 02.2012


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 33

Messen Wertschöpfungskette weiter reduziert werden. Im Gegenzug winken der Branche große Marktchancen weltweit. Innovative Produktionsmittel und Fertigungsmethoden, die bei geringerem Ressourceneinsatz effizientere Produkte ermöglichen, sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Aber auch der Preis und die Qualität der verwendeten Materialien spielen eine zunehmend wichtige Rolle.

D

In den Messehallen A5 und A6 präsentieren die Aussteller Maschinen, Materialien und Zubehör für die Fertigung: Von Beschichtungstechnologien über die Oberflächenbearbeitung bis hin zu komplexen Fertigungssystemen zeigen die Aussteller den neuesten Stand der Technik weltweit.

Der Hallenplan der intersolar 2012 in München.

Solarthermie - ein Schwerpunktthema der intersolar Europe

Die Vernetzung der beteiligten Industrien vorantreiben Mit der verstärkten Nachfrage nach immer effizienteren Fertigungsmethoden hat sich die Photovoltaik auch zu einem attraktiven Markt für Maschinenund Anlagenbauer entwickelt. Um die Vernetzung noch weiter voranzutreiben beteiligt sich ab 2012 auch der VDMA mit seiner Verbandsplattform Photovoltaik-Produktionsmittel als Träger an der intersolar Europe.

Neue Photovoltaik-Module auf der intersolar Europe

Der Siebdruck 02.2012

33

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

amit kommt der PV-Produktionstechnik eine Schlüsselstellung für die Zukunft der Photovoltaik in Deutschland und weltweit zu. Gemeinsam mit der SEMI PV Group, dem auf Photovoltaik spezialisierten internationalen Verband der Anlagen- und Materialhersteller, erweitert die intersolar Europe deshalb diesen Ausstellungsbereich erstmals auf zwei Hallen. Dazu Heinz Kundert, President, SEMI PV Group Europe, Berlin: „Die weltgrößte Leitmesse für Solartechnik und -produktion, intersolar Europe 2011, hat sich wiederum deutlich als global führende Plattform für die gesamte Wertschöpfungskette der Solar-Industrie herausgestellt und wird dies aus heutiger Sicht auch 2012 sein. Zahlreiche Rückmeldungen haben bestätigt, dass besonders der fachliche Dialog zwischen Zellen/Modul- und Anlagen- sowie Materialhersteller bezüglich Technologie und Produktionseffizienz sehr geschätzt wird. Wir erwarten im kommenden Jahr wieder die Beteiligung international führender Solar-Firmen mit einer hohen Dichte an Entscheidungsträgern aus aller Welt”.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 34

Messen

Die neuesten Photovoltaik-Trends auf der intersolar Europe.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

W

ir sehen in der Kooperation mit der intersolar Europe zahlreiche Chancen für die Zusammenarbeit der Industrien – zwischen Herstellern und Maschinenbauern, insbesondere aber auch zwischen Maschinenbauern untereinander. Der deutsche PhotovoltaikMaschinenbau hat seine starke Weltmarktstellung durch starke Konsortien

erreicht, die nicht nur einzelne Spezialmaschinen optimieren, sondern Linienkonzepte und Gesamtlösungen anbieten. Die Präsenz der kompletten Prozesskette – das ist ein ganz praktischer Nutzen für die Aussteller und unsere Mitgliedsunternehmen, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen für Innovation in der Produktion zu meistern. Deshalb

freuen wir uns, als einer der Träger der Messe dabei zu sein und erwarten eine sehr spannende und dynamische intersolar Europe“, so Dr. Eric Maiser, Geschäftsführer VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Stärkung der PVProduktionstechnik auch in der intersolar Europe Conference

D

ie Kooperation mit der SEMI PV Group und dem VDMA stärkt in Zukunft auch die intersolar Europe Conference. Nachdem bereits 2012 das Conference Committee für Photovoltaik und Solarthermie ins Leben gerufen wurde, stellen die Vertreter beider Verbände 2012 erstmals auch ein Conference Committee für die PV-Produktionstechnik. Der Conference Chairman in diesem Bereich ist Dr. Peter Fath, CTO der Centrotherm Photovoltaics AG, Blaubeuren und Vorsitzender des VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. hairman und Committee sind wie in den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie in Zukunft zuständig für die fachliche Ausrichtung der intersolar Europe Conference. Das Ziel ist es, den

C

Glasbearbeitung im Ausstellungsbereich PV Produktionstechnik.

34

Der Siebdruck 02.2012


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 35

Messen

hohen Qualitätsanspruch des Konferenzprogramms zukünftig noch weiter auszubauen und die wissenschaftliche Fundierung der Angebote ebenso zu stärken wie den Praxisbezug der Konferenzinhalte.

Die Träger der intersolar Europe Träger der intersolar Europe sind die führenden Industrieverbände der Solarbranche: der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) e.V. als Exklusivpartner, sowie die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V., die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF), die International Solar Energy Society (ISES), die SEMI PV Group und der VDMA. Mit Unterstützung der European Photovoltaic Industry Association (EPIA).

Über die intersolar Die Intersolar ist mit über 3.400 Ausstellern und mehr als 110.000 Besuchern auf drei Kontinenten die weltweite Leitmesse für die gesamte Solarwirtschaft. Die intersolar Europe findet jährlich auf der Messe München statt. Sie ist die weltweit größte Fachmesse der Solarwirtschaft und blickt auf eine zwanzigjährige Geschichte zurück. Die intersolar Europe konzentriert sich auf die Bereiche Photovoltaik, PV-Produktionstechnik und Solarthermie und hat sich seit ihrer Gründung bei Herstellern, Zulieferern, Großhändlern und Dienstleistern als wichtigste Branchenplattform etabliert. Die begleitende intersolar Europe Conference vertieft die Themen der Messe. 2011 diskutierten

über 400 Referenten und rund 2.500 Teilnehmer die aktuellen Branchenthemen und beleuchteten die Hintergründe. Neben der intersolar Europe wurde bereits 2008 die Intersolar North America in San Francisco ins Leben gerufen. Im Jahr 2009 folgte die Intersolar India, die seit 2010 in Mumbai stattfindet. Ab 2011 wird das Portfolio durch die Intersolar China in Peking ergänzt. Veranstalter der intersolar Europe sind die Solar Promotion GmbH, Pforzheim und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG. Weitere Informationen zur intersolar Europe finden Sie im Internet unter www.intersolar.de

Der Siebdruck 02.2012

35

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Rund 77.000 Fachbesucher aus 156 Ländern informierten sich auf der intersolar Europe 2011 über das Angebot der Branche.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 36

Messen

AUMA-Herbst-Pressegespräch

Deutsche Messen: Vorsichtiger Optimismus für 2012 – Aussteller wollen mehr in Messen investieren – 2011 mit deutlichem Messewachstum – Deutsche Veranstalter planen mehr Auslandsmessen Trotz wachsender Unsicherheit über die künftige Wirtschaftsentwicklung wollen zahlreiche deutsche Aussteller ihre Messe-Etats für 2012/2013 erhöhen. Nach den Ergebnissen des AUMA_MesseTrend, einer repräsentativen Befragung deutscher Aussteller durch TNS Emnid, wollen 30 % der ausstellenden Unternehmen mehr Geld für Messen ausgeben, 55 % gleich viel und nur 15 % wollen ihr Budget senken. Offensichtlich lässt sich die Realwirtschaft in ihrer Marketingplanung noch nicht von Finanz- und Währungsproblemen irritieren. Dies betonte Hans-Joachim Boekstegers, Vorsitzender des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, im Herbst-Pressegespräch des Verbandes am 14.12.2011 in Frankfurt.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

D

ie insgesamt noch gute Investitionsgüterkonjunktur, aber auch der recht stabile private Konsum veranlassen die Aussteller offensichtlich zu einem durchaus optimistischen Blick in die nähere Zukunft. Bemerkenswert ist, dass gerade größere Firmen und solche mit vielen Beteiligungen weiterhin stark in Messen investieren wollen: Von den Ausstellern mit über 50 Mio. Euro Umsatz wollen 38% ihre Messe-Etats erhöhen, von den kleineren Ausstellern nur 27%. Von den Ausstellern mit über 11 Beteiligungen in zwei Jahren wollen immerhin 29% ihre Etats weiter erhöhen und 55% konstant halten. Dies seien, so Boekstegers, deutliche Zeichen für die unverminderte Attraktivität von Messen, gerade bei Firmen, die viel Erfahrung mit dem Medium haben. Wer sein Messe-Budget erhöht, will auch in die Attraktivität und Qualität seines Messestandes investieren: 42% der Firmen mit wachsendem Etat wollen ihre Stände vergrößern, ebenfalls 42% mehr in den Standbau investieren und immerhin 21% planen mehr Ausgaben für das Standpersonal. er an den Messekosten sparen will, spart kaum an der Qualität der einzelnen Beteiligungen. So sind Standbau und Personal relativ wenig von Einschränkungen betroffen. Vielmehr werden Beteiligungen auf den Prüfstand gestellt, wenn Budgets reduziert werden. So wollen rund zwei Drittel der Firmen mit Kürzungsplänen einzelne Beteiligungen streichen.

W

36

Der Siebdruck 02.2012

Die Zahl der Inlandsbeteiligungen deutscher Aussteller wird in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich leicht zurückgehen. Geplant sind im Zeitraum 2012/2013 durchschnittlich 5,2 Beteiligungen (2010/2011: 5,3). Boekstegers: „Gerade Inlandsmessen werden von den deutschen Ausstellern hoch geschätzt, aber viele Firmen sind schon auf allen relevanten Messen vertreten und das Potential an neuen Ausstellern ist begrenzt. Und natürlich verschwinden auch immer wieder Firmen vom Markt.“

Stabiler Messe-Anteil am Marketing-Budget Der Anteil der Messen am Marketingbudget ausstellender Unternehmen liegt seit Jahren stabil bei rund 40%. Bemerkenswert ist aber, dass er bei größeren Firmen mit über 50 Mio. Euro Umsatz in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Der Anteil liegt für 2012 bei 39%; vor fünf Jahren waren dies erst 31%. Die früher relativ großen Unterschiede zwischen größeren und kleineren Firmen beim Messe-Anteil am Marketingbudget ebnen sich also ein. ie Planungen für Auslandsmessebeteiligungen deutscher Aussteller sind für die nächsten beiden Jahre relativ stabil, trotz mancher Unsicherheit über die ökonomische Entwicklung. Rund drei Viertel der Unternehmen planen gleich viele Beteiligungen wie in den letzten beiden Jahren, 10% mehr und 16% weniger Beteiligungen. Geplant sind für

D

den Zeitraum 2012/2013 außerhalb Deutschlands 3,0 Beteiligungen (2010/2011: 3,2). ie Position des Instruments Messe im Marketing-Mix hat sich in den letzten Jahren noch etwas verbessert: Für 85% der Aussteller sind Messebeteiligungen heute wichtig oder sehr wichtig. Vor fünf Jahren waren dies erst 79%. Der AUMA-Vorsitzende: „Wer ausstellt, macht das nicht nebenbei, sondern mit Überzeugung und das Vertrauen in das Medium ist noch gestiegen. Die letzte Wirtschaftskrise 2009 und die starke Zunahme von Online-Medien hat die Bedeutung der Messen offensichtlich nicht beeinträchtigt.“ Das zweite wichtige face-to-face-Medium, der Außendienst, hat in diesem Zeitraum sogar noch etwas verloren und wird jetzt von 76% als wichtig oder sehr wichtig eingeschätzt, fast 10 Prozentpunkte weniger als beim Instrument Messe.

D

Deutliches Messe-Wachstum im Jahr 2011 Der AUMA hat bereits ein vorläufiges Ergebnis des Messejahres 2011 vorgelegt. Auf den 135 überregionalen Messen gab es rund 159.000 Aussteller, das waren 3% mehr als bei den vergleichbaren Vorveranstaltungen. Mit 4% überdurchschnittlich gewachsen ist die Zahl der ausländischen Teilnehmer. Boekstegers: „Viele außereuropäische Firmen, die auf den europäischen Markt wollen, gehen direkt auf die deutschen Messen.“ Andere Messeländer in West- und Südeuropa haben dagegen gerade nach der Wirtschaftskrise 2009 an Attraktivität verloren. ie Beteiligung aus dem Inland hat mit einem Plus von 1% einen bescheidenen Zuwachs gehabt. Hier sind, so Boekstegers, nicht mehr viele zusätzliche Firmen zu mobilisieren. Die Standfläche erreichte rund 6,1 Mio. m². Das ist ein Plus von 2% gegenüber den Vorveranstaltungen; noch 2010 hatte es einen

D


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 37

Messen

F

Auslandsmessebeteiligungen des Wirtschaftsministeriums legen deutlich zu Das Programm des Bundeswirtschaftsministeriums zur Unterstützung deutscher Aussteller im Ausland hat sich wieder positiv entwickelt. Nach 215 Beteiligungen im Jahr 2010 wurden in diesem Jahr 229 German Pavilions realisiert. Dies ist, so Boekstegers, auch ein Spiegel der starken Exportentwicklung, vor allem noch in der ersten Hälfte des Jahres 2011. Für 2012 seien 260 Beteiligungen geplant. Dafür stünden 42 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung. Boekstegers: „Die deutsche Wirtschaft hat weiterhin starkes Interesse, gerade an außereuropäischen Märkten. Ernsthafte Zeichen für eine Krisenstimmung gibt es derzeit nicht.“ Ein Beispiel für neue Schwerpunkte in den Auslandsmesse-Aktivitäten der deutschen Wirtschaft sei Brasilien. 2008 seien nur 4 Beteiligungen im Rahmen des Auslandsmesseprogramms realisiert worden. Für das nächste Jahr habe die Wirtschaft Interesse an 12 Beteiligungen angemeldet. Gründe seien die gute Konjunkturlage in Lateinamerika und der hohe Bedarf an Infrastrukturinvestitionen. Der Export nach Brasilien könnte aber noch stärker wachsen, wenn das Land bestehende Handelshemmnisse abbauen würde. ach Auffassung des AUMA muss die finanzielle Ausstattung des Aus-

N

landsmesseprogramms gehalten werden und mittelfristig möglichst moderat erhöht werden, denn kleine und mittelständische Unternehmen brauchen weiter organisatorische Unterstützung, vor allem außerhalb Europas. Ausstellen in China oder Brasilien werde so schnell nicht leichter.

Kräftiges Wachstum der Auslandsmessen

Sieb-Kopier- und Trockenanlage

D

ie Zahl der Auslandsmessen deutscher Veranstalter ist im Jahre 2011 sprunghaft gewachsen: 266 realisierte Messeprojekte bedeuten ein Plus von 16% gegenüber von 2010. Für 2012 ist nochmals ein Anstieg auf rund 280 Messen absehbar. Dies betonte Dr. Peter Neven, Geschäftsführer des AUMA. Neben den klassischen Zielregionen wie Ostasien, dem Mittleren Osten und Russland würden jetzt auch bisherige weiße Flecken erschlossen. So seien in Afrika für 2012 fünf Messen geplant. Seit 2008 sei jährlich eine Messe dazugekommen. Eindeutiger Schwerpunkt unter den Auslandsaktivitäten der deutschen Veranstalter sei weiterhin Süd- und Ostasien mit einem Anteil von gut 50%. nvermindert erfolgreich sei, so Dr. Neven, das Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums für junge, innovative Aussteller auf deutschen Messen. Im Jahr 2011 seien Gemeinschaftsstände auf fast 50 Messen mit 635 Ausstellern realisiert worden. Die Firmen könnten hier zu sehr günstigen Bedingungen erste Erfahrungen im relativ komplexen Messegeschäft machen und könnten so mit Hilfe von internationalen Inlandsmessen ihr Exportgeschäft ankurbeln. ür 2012 seien Gemeinschaftsbeteiligungen an rund 60 Inlandsmessen geplant. Der AUMA will in den nächsten Jahren noch stärker als bisher mit Hochschulen kooperieren, angesichts der intensiven Nutzung von Messen durch die deutsche Wirtschaft. Schwerpunkt für die nächsten Jahre seien dabei die Fachhochschulen. Im Herbst 2011 hat der AUMA eine Kooperation mit der Konferenz der Dekane der FH-Wirtschaftsfakultäten geschlossen. Im letzten Jahr hat der AUMA mit Hilfe des Instituts für ökonomische Bildung in Oldenburg mögliche Ansatzpunkte identifiziert. Ab Frühjahr 2012 solle ausgewählten Schulen Unterrichtsmaterialien angeboten n werden.

MH-Sofortkopierlampen AKTICOP S

Kopiergeräte VARIOCOP

U

F

UV-Bandtrockner AKTIPRINT von 6 bis 200 cm

UV-Module AKTIPRINT M von 6 bis 200 cm (Ein- und Anbau)

UV-Messgeräte UV-Integratoren

UV-Spezialtrockner für Formteile, Zylinder, Flachglas, Offset etc.

Über 45 Jahre UV-Erfahrung TECHNIGRAF GmbH Auf der Struth 4, D-61279 Grävenwiesbach Tel. +49 (0) 60 86 / 96 26-0 info@technigraf.de / www.technigraf.de

Der Siebdruck 02.2012

37

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Rückgang von 3% gegeben. Wesentliche Ausweitungen der Flächen sind aber, so Boekstegers, mittelfristig nicht zu erwarten: „Messebeteiligungen werden eher hochwertiger werden als größer“. Die Besucherrückgänge in den beiden letzten Jahren (2010: -1%; 2009: -8%) konnten teilweise kompensiert werden mit einem Zuwachs von 4%. Der AUMA-Vorsitzende: „Die Messen haben 2011 wieder zu alter Form gefunden. Die Hauptfunktion von Messen ist unvermindert aktuell, nämlich die Realwirtschaft abzubilden. Bei Messen geht es um reale Produkte, reale Kontakte und reale Geschäfte.“ ür 2012 erwartet der AUMA eine leichte Zunahme der Aussteller- und Besucherzahlen in einer Größenordnung von 2%. Die Standflächen werden aber vermutlich kaum zulegen. Zwar dürften die Inlandsbeteiligungen leicht zurückgehen, das Ausland ist aber weiter stark am deutschen Markt und damit auch an deutschen Messen interessiert .


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 38

Messen

glasstec 2012 bietet Chancen für junge und innovative Unternehmen

BMWi bezuschusst Messeteilnahme mit bis zu 7.500 Euro D Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützt junge innovative Unternehmen bei ihrer Teilnahme an der glasstec 2012 (23.-26. Oktober 2012), der international bedeutendsten Messe der Glasbranche. Ziel ist es, die Vermarktung von innovativen Produkten im Ausland bestmöglich zu unterstützen. Die glasstec bietet dafür mit 57 Prozent ausländischen Besuchern die ideale Plattform. Das Förderprogramm des BMWi sieht vor, Ausstellern bis zu 80 Prozent der

Kosten für Standmiete, Standbau sowie Strom und Entsorgungsgebühren bis zu einer Obergrenze von 7.500 Euro zu erstatten. Als förderungswürdig im Sinne des Programms gelten kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland, die jünger als 10 Jahre sind, einen Umsatz von maximal 10 Millionen Euro aufweisen und weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen. Zudem müssen die teilnehmenden Unternehmen zur Messe produkt- oder verfahrensmäßige Neuentwicklungen vorstellen.

ie Messe Düsseldorf richtet zur glasstec 2012 gemeinsam mit dem BMWi einen einheitlich gestalteten Gemeinschaftsstand ein, auf dem sich alle zum Förderprogramm zugelassenen Unternehmen präsentieren. Anmeldungen werden von der Messe Düsseldorf ab sofort unter www.glasstec.de entgegengenommen. Der Förderantrag ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) parallel einzureichen. Die Anmeldung wird erst wirksam, sobald die Förderfähigkeit von dort bestätigt worden ist.

drupa-Personalien:

Marc Eberhardt neuer Senior Project Manager

M

W

t Druck

it Eberhardt verstärkt ein weiterer Messeprofi das Team. Bei der Messe Düsseldorf hat er bereits fünf Jahre als Senior Project Manager eine der internationalen Leitmessen betreut, war zuvor als Projektleiter einer Kongressmesse für Security maritim im In- und Ausland tätig und hat über ein Jahr als

Manager VIP und Hospitality für Düsseldorf Congress gearbeitet. Eberhardt übernimmt die Stelle von Jens Michael Bierschenk, der nach rund vier Jahren im drupa-Team zu Düsseldorf Congress wechselt. Damit kümmert sich wieder ein Trio um die Aussteller von drupa und digi:media: Neben Marc Eberhardt sind das Kerstin Hermes (Senior Project Manager) und Jennifer Dübelt (Junior Project Manager). ährend der eine kommt, geht der andere: Ralph Scholz, seit August 2008 als Account Manager für die Messe Düsseldorf tätig, verlässt das Haus auf eigenen Wunsch im März 2012. Der drupa Monika Kissing (Manager Press Departcube, der unter anderem in seinem Auf- ment) gabenbereich lag, wird kommissarisch d MedienHandBuch von Monika Kissing Alle Druck- un r Region de er ist Druck.Medien Dienstle essBuch (Manager Press DeAdr partment) betreut. Monika Kissing ist MarktPlatz bereits seit 1995 in DruckMuster dieser Funktion für TaschenBuch die drupa und digi:media zuständig TabellenBuch und hat maßgeblich DruckHilfen an der Konzeption und Realisierung der FachBuch digi:media mitgearwww.HandBuch-DruckMedien.de JahrBuch n beitet.

Digital erzeug

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Das Ausstellerteam von drupa und digi:media ist wieder komplett: Marc Eberhardt kümmert sich als Senior Project Manager federführend um die Aussteller beider Druck- und Medienmessen im Düsseldorfer Programm.

Marc Eberhardt (Senior Project Manager)

38

Der Siebdruck 02.2012

Ausbildung.Schulung Wissenswertes

Papier.Karton ExtraService

Weiterverarbeitung Veredelung, Mailing

Druck – Digital-, Endlos-, Siebdruck

Offsetdruck

Produktioner Litho.Vorstufe

Agenturen.Verlage Grafik.Design


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 39

Firmennachrichten

Fujifilm:

Digiforma mit neuer Inca Onset S20

O

livier Ceulemans, geschäftsführender Direktor der Digiforma, erläutert, warum das Unternehmen nach einem Digitaldrucker für Großformate suchte und dabei letztendlich auf die Fujifilm Expertise mit der Onset setzte. „Pappe und Karton liegt uns sozusagen im Blut – und zwar schon seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als mein Vater ein äußerst vielversprechendes Unternehmen gründete, das Papp- und Kartonschachteln herstellte. 1989 verkaufte er

Produkt entwickeln, das uns Karton problemloser verkleben half. Zu dieser Zeit wurde in der Presse ständig über den Hauptinhaltsstoff von Kartonklebern diskutiert, da man herausgefunden hatte, dass er beim Einatmen äußerst gesundheitsschädigend war. Uns gelang es dann, ein heute weit verbreitetes Produkt zu entwickeln und patentieren zu lassen.“

I

m Lauf ihrer Arbeit an diesem Projekt stießen Olivier und Philippe Ceulemans auf ein neuartiges Material, dessen

„Wir sind dann ein gewisses Risiko eingegangen und stellten einen Vertriebsmitarbeiter ein, der bei allen Markeninhabern, Messeveranstaltern, Designern und wer immer uns noch einfiel, anklopfte“, erläutert Olivier Ceulemans weiter. „Schließlich nutzten zwei große innerstädtische Einzelhändler die gebotene Chance – und der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt.“ „Heute entwerfen und begleiten wir Kulissen für große TV-Sender von der Konzeption bis hin zur Installation. Wir stellen Möbel her, wir staffieren Messestände aus, wir machen Designs für große Einzelhändler, kurzum, was auch immer denkbar, wir sind dabei – wir haben bisher noch nie einen Auftrag abgelehnt. Doch als wir immer stärker wuchsen und von einem Gebäude auf sechs expandierten, ließ uns unsere alte Druckanlage im Hinblick auf die Qualität und die Druckgeschwindigkeiten im Stich. Ich konnte von meinen Angestellten, ganz gleich wie loyal sie auch sind, nicht auf Dauer erwarten, dass sie die ganze Nacht durcharbeiten würden, nur weil der Drucker nicht mit den Aufträgen Schritt halten konnte.“

O

Olivier Ceulemans, geschäftsführender Direktor der Digiforma, vor seiner Inca Onset S20 von Fujifilm

das Unternehmen dann an Smurfit Kappa. Von ihm haben mein Bruder und ich damals wohl auch gelernt, stets nur in das Beste zu investieren, um so immer ganz vorn zu liegen.“ „Im Jahr 2002 beschlossen Philippe und ich, unsere jeweiligen Jobs aufzugeben und uns zusammenzutun, und zwar wieder in Sachen Kartons und Pappen, denn wir hatten beide Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt. Wir waren aber nicht damit zufrieden, uns an die traditionellen Methoden zu halten, sondern wollten ein

riesiges Marktpotenzial sie sofort erkannten. Dieses Material war Re-Board. Zu der Zeit wurde es außer in Skandinavien nirgendwo auf dem europäischen Festland eingesetzt. Digiforma, mit seiner Vorgeschichte in Sachen Pappe und Karton sowie dem Know-how in Druckund Weiterverarbeitungsverfahren, konnte dem Wettbewerb zuvorkommen und zeigen, was alles mit diesem bedruckbaren, umweltfreundlichen und kostengünstigen Material erreicht werden konnte.

livier Ceulemans fing an, sich über namhafte Druckanlagen für Großformate im Markt zu informieren. Schon bald war er davon überzeugt, dass die Inca Onset mit ihren festen Druckköpfen und dem beweglichen Druckbett für das Unternehmen am sinnvollsten war. Qualität und Druckgeschwindigkeit, die bei entsprechenden Demonstrationen vorgeführt wurden, konnten auch vor Ort wiedergegeben werden. „Wir haben unsere Onset S20 jetzt seit gerade mal etwas mehr als 3 Monaten“, fährt er fort, „und obwohl wir nicht erwarteten, dass sie von Anfang an mit voller Kapazität laufen würde (wir fahren sie nur circa eine Stunde pro Tag), werden in dieser Zeit alle Arbeiten abgeschlossen, für die unser alter Drucker fast einen ganzen Tag benötigt hätte. Auch frühere Banding-Probleme sind völlig verschwunden.“ Ceulemans weiter: „Ich würde gern den Rest des Tages mit neuen Re-Board Jobs und auch einigen großformatigen Signage-Aufträgen verbringen –

Der Siebdruck 02.2012

39

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Die Digiforma NV, mit Sitz in Turnhout, Belgien, nahe der niederländischen Grenze, ist durchaus kein gewöhnlicher Druckanbieter. Das Unternehmen, das 12 feste Mitarbeiter zählt und klar auf der Erfolgsschiene fährt, steht historisch gesehen fest im Verpackungsbedruck- oder genauer gesagt in der Re-Board Industrie.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 40

Firmennachrichten uns wurden hier wirklich ganz neue Möglichkeiten eröffnet.“

D

ie Inca Onset kam vor 4 Jahren als High End Inkjetdruckanlage in den Markt und führte seitdem zu einer deutlichen Transformation der DruckgutProduktion. Aufgrund ihrer bewährten Drucktechnologie entwickelte sich die Onset rasch zu einer der erfolgreichsten Anlagen im Markt, und Fujifilm kann klar aufzeigen, dass sich eine Investition in diese weltweit leistungsstärkste Reihe an Flachbettdruckanlagen innerhalb kürzester Zeit amortisiert.

„Einige der großen Markenproduzenten, mit denen wir zusammenarbeiten, hatten keine Ahnung was ihnen der Digitaldruck in Bezug auf Druckgeschwindigkeiten und Qualität alles bieten konnte. Wir befinden uns also heute in der ausgezeichneten Position, richtungweisend voranzugehen. Für uns hat sich trotz der schwierigen Konjunkturlage der letzten paar Jahre gezeigt, dass sich Re-Board klar behaupten kann. Re-Board ist die perfekte Alternative zu Holz, das schwerer und teurer ist, und unsere Kunden sparen nicht nur Material ein, sondern reduzieren auch ihre Einrichtungszeiten.“

Er fährt fort: „Wir haben eine hervorragende Beziehung zu Fujifilm. Uns wurden immer gute Serviceleistungen geboten und die Mitarbeiter standen uns stets mit Rat und Tat zur Seite.“ Digiforma plant, seine Ideen künftig auf noch breiterer Basis zu vermarkten: Auf einer brandneuen E-Commerce Website können Kunden Produkte wie großformatige Puzzles, Fotos und sogar personalisierte Särge bestellen, die alle auf der Onset bedruckt werden. www.fujifilm.com

Kammann:

Tag der offenen Tür vom 16.04. – 20.04.2012 Viele Besucher erinnern sich gerne an die sehr interessante und gut organisierte Hausmesse bei der KAMMANN Maschinenbau GmbH in 2010.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

B

asierend auf den positiven Erfahrungen und Anregungen von Kunden und Interessenten wird Kammann in diesem Jahr vom 16.04. – 20.04.2012 erneut seine Tore öffnen. In 2010 wurde erstmalig die neue Generation von Siebdruckmaschinen der Modellreihe K15 CNC den Gästen präsentiert. Viele der Besucher aus 2010 sind heute Besitzer von K15 CNC’s und setzen diese weltweit mit großem Erfolg zur Bedruckung von Verpackungen aus Kunststoff und Glas ein. Die Lippenstifthülse, die dreidimensional geformte Kosmetik-Glasfla-

Die Lippenstifthülse, die dreidimensional geformte Glasflasche, die schwergewichtige Getränke-Glasflasche, die flexible Kunststoff-Tube – die K15 CNC bedruckt sie alle

sche, die konvexe Babymilchflasche, die schwergewichtige Getränke-Glasflasche,

die flexible Kunststoff-Tube – die K15 CNC bedruckt sie alle - und das mit höchster Präzision und Geschwindigkeit. Bei der für dieses Jahr – übrigens am neuen Standort – geplanten Hausmesse geht es Kammann nicht darum „Bekanntes“ zu zeigen sondern die in der Zwischenzeit realisierten Weiterentwicklungen und ganz neue Technologien zu präsentieren. Die Familie K15 CNC ist gewachsen z.B. durch die kleine K15 CNC XS6 mit 6 Stationen für 2 Farben und die bisher größte K15 CNC XL mit 20 Stationen für 8 Farben mit UV. ur Steigerung der Wertschöpfung für den Anwender wurden weitere Dekorverfahren wie Heißprägung und Tampondruck zur Kombination mit Siebdruck erfolgreich integriert.

Z

www.kammann.de Matthias Graf und Dr. Christian Maas wollen ihre neue Maschinentechnologie präsentiern

40

Der Siebdruck 02.2012


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 41

Firmennachrichten

Dr. Hönle AG ausgezeichnet UV-Spezialist unter den Top 20 der deutschen Mittelstandsunternehmen Jedes Jahr ermittelt die Munich Strategy Group die erfolgreichsten 100 Mittelstandunternehmen Deutschlands. Und auch diesmal ist die Dr. Hönle AG im Ranking nicht nur vertreten, sondern konnte sich im Vergleich zum Vorjahr sogar noch um 20 Plätze steigern: Die UV-Experten aus Gräfelfing bei München belegen in diesem Jahr einen sehr guten 14. Platz. Internationalität, Innovations- und Servicestärke, ein gutes Image, ausbaufähige Wettbewerbsvorteile, Kontinuität in der Führung und strategische Konsequenz das sind die sieben Faktoren, die laut Munich Strategy Group dem Erfolg mittelständischer Unternehmen zugrunde liegen.

Allesamt Kritierien, die Hönle seit Jahren erfüllt und beständig verbessert: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit auch außerhalb unserer Branche wertgeschätz wird“, so Hönle-Vorstandsmitglied Heiko Runge. Die Dr. Hönle AG gehört weltweit zu den führenden Anbietern für industrielle UV-Technologie, die sich bereits in vielen unterschiedlichen Märkten etablieren konnte – und, laut Runge, künftig noch deutlich mehr Anwendungsmöglichkeiten finden wird: „Die UV-Technologie ist auch heute noch eine Technologie mit Zukunft. Und Hönle wird diese Entwicklung entscheidend mitprägen.“

Die Dr. Hönle AG, Mutter der Hönle Gruppe, gehört zu den weltweit führenden Anbietern für industrielle UV-Technologie. Der börsennotierte UV-Spezialist entwickelt, produziert und vertreibt weltweit UV-Anlagen, UV-Strahler und UV-Messtechnik. Die Anlagen kommen bei der Vernetzung photoreaktiver Substanzen, sowie bei Oberflächenentkeimung und Sonnensimulation zum Einsatz. Hönle Produkte werden in Fertigungsprozessen der Elektronik, Mikroelektronik, Feinmechanik und Optik, sowie in der Druck-, Automobil-, Luftfahrt-, Pharmaindustrie und Photovoltaik-Industrie eingesetzt. Seit Jahren ist der UV-Spezialist Hönle gerade im Bereich Trocknungs- und Härtungstechnologie sehr erfolgreich.

www.hoenle.de

Worldwide Managed Print Services 2011: Ricoh von IDC als „Leader” eingestuft Die Firma Ricoh ist in der „Worldwide Managed Print Services 2011 Hardcopy Vendor Analysis”1 des Marktforschungsunternehmens IDC erneut als „Leader“ eingestuft worden. Die Marktanalyse wurde zum zweiten Mal durchgefuhrt und vergleicht weltweit elf Anbieter von digitalen Office-Lösungen im Bereich Managed Print Services (MPS).

D

ie von IDC definierten Kriterien für MPS beziehen sich auf das proaktive Management der Output-Infrastruktur der Kunden, die stetige Verbesserung dieser Strukturen und das Knowhow im Bereich Change Management. Als „Leader“ bietet Ricoh die besten Leistungen in den Kategorien „Strategic“ und „Capabilities“. „Die Entwicklung von Ricohs globaler Reichweite (konsequente globale Struktur, Steuerung und Prozesse) ist eines der größten Unterscheidungsmerkmale. Die strukturelle und konsequente Ausrichtung auf MDS ist ebenfalls charakteristisch für

Ricoh hat seine Managed Document Services (MDS) vor dem Hintergrund seiner umfassenden, globalen Erfahrung strategisch immer weiter ausgebaut und kann durch seinen kundenorientierten Ansatz Unternehmen optimal dabei unterstützen, ihre individuellen Ziele zu erreichen.

Mike Hahm, Chief Manager Managed Document Services bei Ricoh 1 „IDC MarketScape: Worldwide Managed Print Services 2011 Hardcopy Vendor Analysis,” Doc # 232135 December 2011.

Der Siebdruck 02.2012

41

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Marktanalyse vom Marktforschungsunternehmen IDC


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 42

Firmennachrichten tivität, Informationsoptimierung und strategische Infrastruktur. „Während sich viele MPS-Angebote lediglich auf Hardware- und Print-Management konzentrieren, verfolgen die Managed Document Services von Ricoh einen umfassenderen Ansatz und zielen auf alle Dokumentenprozesse eines Unternehmens ab“, sagt Mike Hahm, Chief Manager MDS bei Ricoh Deutschland. „Für die MDS-Teams von Ricoh ist es besonders wichtig, die Prozesse rund um Informationen im jeweiligen Unternehmen zunächst genau zu verstehen. In einem nächsten Schritt optimieren sie diese Prozesse und machen sie sicherer, effizienter und wirtschaftlicher.“ Ricoh bietet MDS weltweit an und verfügt über umfassende Erfahrungen, wenn es um globale MDS-Projekte geht.

Die MDS-Teams von Ricoh analysieren zunächst die Prozesse im Unternehmen, um sie anschließend in Punkto Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu optimieren

das Unternehmen“, so die Analyse von Holly Muscolino, Research Director, Hardcopy Peripherals: Software and Services bei IDC. icoh hat seine Managed Document Services (MDS) vor dem Hintergrund seiner umfassenden, globalen Erfahrung strategisch immer weiter ausgebaut und kann durch seinen kundenorientierten Ansatz Unternehmen optimal dabei unter-stützen, ihre individuellen Ziele zu erreichen. Das MDS-Konzept beinhaltet Lösungen fur Kostenkontrolle, Nachhaltigkeit, Informationssicherheit und Informationskontrolle, Prozess-Effizienz, Change-Management, Informationworker (iWorker), Produk-

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

R

Über IDC Ziel des IDC MarketScape ist es, einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit von Anbietern in den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation zu bieten. Die Untersuchung bewertet qualitative und quantitative Kriterien, und stellt so die Positionierung der einzelnen Händler im Markt grafisch dar. Die Marktanalyse von IDC zeigt einen direkten Vergleich der Produkte und Dienstleistungen, Fähigkeiten und Strategien sowie Erfolgsfaktoren von Anbietern im ITund Tele-kommunikationsmarkt. Sie bietet ausserdem eine 360-Grad-Sicht auf die Stärken und Schwächen verschiedener Anbieter. www.idc.com Über Ricoh Ricoh Company, Ltd. (Ricoh) ist ein Fortune Global 500Unternehmen, das sich auf Technologien und Dienstleistungen spezialisiert hat, die volumen- und dokumentenintensive Geschäftsprozesse effizienter machen. Diese Leistungen werden durch Ricohs Know-how im Doku-

www.ricoh.de

mentenmanagement, Produktionsdruck, im Bereich Office Solutions und IT-Services erzielt. Durch die Zusammenarbeit mit Ricoh können Unternehmen ihre Arbeitsweisen optimieren, effizienter und rentabler arbeiten und Wissen innerhalb ihrer Organisation effektiver austauschen. Die mehr als 109.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ricoh sind weltweit an Standorten in Europa, Nord- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, China und Japan tätig. Ricoh Europe Holdings Plc ist eine Aktiengesellschaft mit europäischen Hauptniederlassungen in London (GB) und Amstelveen (Niederlande). Im Geschäftsjahr zum 31. März 2011 erzielte Ricoh im Raum EMEA Umsätze in Höhe von ¥ 413,9 Mrd. (ca. 3,5 Mrd. gemäß Wechselkurs der US Federal Reserve vom 31. März 2011). Weltweit beliefen sich die Umsätze der Ricoh Company auf ¥ 1.942 Mrd. (ca. € 16,4 Mrd. gemäß Wechselkurs der US Federal Reserve vom 31. März 2011) im Geschäftsjahr bis zum 31. März 2011. www.ricoh-europe.com

Neuer Director Sales and Marketing bei Papierfabrik Scheufelen Papierfabrik Scheufelen, Lenningen, Hersteller von hochwertigen gestrichenen holzfreien Premiumpapieren, teilt folgende Änderungen im Management mit: Horst Lamparter übernimmt ab 01.01.2012 als Director Sales and Marketing die Leitung der Bereiche Vertrieb und Marketing. Stellvertreter wird Andreas Laderer, der bisher den Bereich Sales Central Europe verantwortete. Horst Lamparter ist seit 1982 im Unternehmen tätig und bringt langjährige Erfahrung im internationalen Bereich, insbesondere in den europäischen Märkten, mit.

42

Der Siebdruck 02.2012

Markku Hämäläinen, COO Production, kommentiert die Veränderungen im Unternehmen wie folgt: „Wir freuen uns sehr, dass Horst Lamparter als langjähriger Verkaufsleiter international die Aufgabe übernimmt und sehen in seiner Ernennung eine bedeutende Stärkung unseres Management-Teams. Sein Wissen und seine Erfahrung stellen für die künftige Entwicklung und das Wachstum der Papierfabrik Scheufelen einen unschätzbaren Wert dar. www.scheufelen.com

Horst Lamparter, Director Sales and Marketing, Papierfabrik Scheufelen Foto: Papierfabrik Scheufelen, L


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 43

Firmennachrichten

M-real mit Tapetenrohpapieren auf der Heimtextil 2012:

Für WanddesignTrends und pro Natur Neue Kleider für die Wände, trendiger Raumschmuck: ob aufwändig gedruckte Muster, Metalleffekte oder haptische Beschichtungen. Vielseitige Raumgestaltungen durch individuelle Tapetendesigns werden fester Bestandteil moderner Raumgestaltung und erfordern Rohpapiere, die eine hochwertige Performance und Festigkeit bei gleichzeitiger Flexibilität bieten. Nachhaltigkeitsargumente sind zudem heute unerlässlich und werden immer stärker abgefragt. Der weltweit führende Hersteller von Tapetenrohpapieren, M-real präsentierte auf der Heimtextil 2012 seine Qualitäten der Cresta-Reihe. Die Cresta-Produkte unterstützen mit optimalen Laufeigenschaften und Bedruckbarkeit alle angesagten Trenddekors und weisen eine überzeugende Nachhaltigkeitsbilanz nach.

düsseldorf, germany

„F

ür die aktuellen Tapeten-Trends mit auffälligen Oberflächenbeschaffenheiten und metallischen Effekten ist eine starke Basis als Rohpapier wichtig. Es muss für die Verarbeitung und weitere Handhabung auch elastisch und biegsam sein und eine gute flexible Beschaffenheit aufweisen“, sagt Risto Auero, Vize Präsident Verkauf Linerboard und Wallpaper Base. „Auf der anderen Seite spielen Tapetendesigner heute mit Naturmotiven wie Landschaften, Bäumen, Blättern. Hier möchte man das Design mit einer zusätzlichen Sustainability-Botschaft unterstreichen. Große Retro-Muster wie in den vergangenen Jahren leben neben den neuen Motiven weiter, so unsere Beobachtung, und verlangen nach einer hohen Weiße des Tapetenrohpapiers.“

Innovative Cresta-Produktpalette

D

ie Cresta-Produktpalette von M-real umfasst Duplex- und Simplex-Tapetenrohpapiere sowie Vliesprodukte für besondere Anwendungszwecke. Cresta eignet sich optimal für die modernen Anforderungen an kreative Gestaltungsmöglichkeiten, von großflächig gedruckten Mustern bis hin zu haptisch erlebbaren Designs und Veredelungen. Mit Cresta können Tapeten trocken und einfach auf die eingekleisterte Wand aufgebracht werden und leicht wieder entfernt werden und sind waschbeständig. Damit sind sie optimale Basis für unterschiedliche Variationen von Vinyltapeten, PVC-Tapeten und Papiertapeten genauso wie für Spezialprodukte, die aufgrund von aufwändigen Veredelungen hoher Temperaturbeständigkeit bedürfen und mit Perlglanzpigmenten verarbeitet werden.

Noch bessere Umweltbilanz mit BiopowerPapierfabrik Kyro

Die Druck-Innovation: Print 2.0 Hybrid-, Inline-, Functional und 3D-Printing – die Innovationen der Druck- und Medienindustrie eröffnen Unternehmen völlig neue Möglichkeiten und Verbrauchern nie dagewesene Sinneseindrücke. Die zunehmende Vernetzung von Technologien, Medien und Anwendungen macht es möglich. Der Zukunft einer Branche im Wandel sind alle Wege bereitet. Überzeugen Sie sich live und vor Ort auf der drupa 2012, der weltgrößten Print-Media-Messe! one world – one drupa, may 3 – 16, 2012, www.drupa.de Jetzt anmelden! Für PC-Webcam: www.drupa.de/ar-anzeige aufrufen. Für Smartphone/Tablet PC: kostenlose Junaio App herunterladen und starten. Channel „drupa Anzeige“ suchen, starten und Kamera auf Foto mit AR+ richten. Weitere Info: www.drupa.de/hilfe

D

er Bau der künftigen, aus erneuerbaren Energien betriebenen M-real-Papierfabrik in Kyro, dem Cresta-Produktionsstandort, befindet sich im Aufbau. Die Papierfabrik ersetzt die Verwendung von Erdgas durch CO2-neutrales Holz, vornehmlich über das Heizen mit Rinde, Spänen, Baumstümpfen und anderem Holzausschuss. Die neue Biopower-Papierfabrik wird zudem den nachbarschaftlichen Bezirk Hämeenkyr mit Wärme versorgen. Nach Inbe-

Weiterer Service für Sie: drupa besucherinformation als webapp für iPad und diverse Android-Tablets!

Messe Düsseldorf GmbH Postfach 10 10 06 40001 Düsseldorf Germany Tel. + 49 (0)2 11/45 60-01 Fax + 49 (0)2 11/45 60-6 68 www.messe-duesseldorf.de


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 44

Firmennachrichten freuen wir uns, den Kunden mit der neuen Biopower-Papierfabrik Wandbelege mit Top Performance anzubieten, deren Sustainability-Nachweis noch weiter verbessert werden konnte.“

Das gesamte Sortiment:

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

triebnahme im Herbst 2012 verringern sich die CO2-Emissionen von M-real Kyro somit um 100.000 t jährlich. Das entspricht dem jährlichen Ausstoß von etwa 60.000 Autos. Die Rohstoffe für Cresta stammen von jeher aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Risto Auero: „In Kyro steht die Papiermaschine 3 ganz für die Produktion von Tapetenrohpapieren zur Verfügung. Mit einer Kapazität von 105.000 t im Jahr

Cresta D Ungestrichenes, abziehbares, wischfestes Tapetenrohpapier Cresta D OBA Ungestrichenes, abziehbares, wischfestes Tapetenrohpapier mit optischen Aufhellern Cresta D1 Einfach gestrichenes, abziehbares, wischfestes Tapetenrohpapier Cresta D2 Doppelt gestrichenes, abziehbares, abwaschbares Tapetenrohpapier Cresta M Einlagiges mechanisches Tapetenrohpapier Cresta MB Einlagiges voluminöses mechanisches Tapetenrohpapier Cresta NG Ungestrichenes holzhaltiges Vlies Cresta NGX Beidseitig gestrichenes holzhaltiges Vlies Cresta NG2 Dreifach gestrichenes holzhaltiges Vlies

M-real in Kürze: M-real ist einer der führenden Primärfaserkartonhersteller und Papierlieferanten Europas. Über sein globales Verkaufsnetzwerk beliefert M-real Hersteller von Markenkonsumgütern, Kartonagedruckereien, Verarbeiter, Kunden aus der Druck- und Verlagsbranche, Papiergroßhändler und Lieferanten von Bürobedarf. M-real unterstützt seine Kunden in ihrer Geschäftstätigkeit mit seinen hochwertigen Kartonprodukten und Qualitätspapieren für Verpackungen sowie für Kommunikations- und Werbezwecke. Zusammen mit seinen Kunden und Partnern entwickelt M-real ständig neue Innovationen für anspruchsvolle Endanwendungen: M-reals Kartonqualitäten werden für Verpackungen für Kosmetik- und Pflegeprodukte, Lebensmittel, Zigaretten und Gebrauchsgüter sowie im Graphik-Bereich eingesetzt. M-reals Papierqualitäten werden für Büropapiere, Tapeten und für andere spezielle Endanwendungen verwendet. Die Geschäftsbereiche von M-real sind: Consumer Packaging, Office Papers, Speciality Papers und Marktzellstoff und Energie. M-real, mit seinem Hauptsitz in Finnland, erwirtschaftete im Jahr 2010 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro und beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiter weltweit. M-real, das zur Metsäliitto Group gehört, ist an der Helsinkier Börse NASDAQ OMX Helsinki Ltd notiert.

www.m-real.com

Deutsche Papier unterstützte australische Koalas Double A, das erstklassige Büropapier, dessen Zellstoff aus nachhaltig angelegten Eukalyptus-Plantagen stammt, lieferte ein Verkaufsargument. Pro verkauftem Double A Karton spendete Deutsche Papier im Zeitraum vom 28.11. bis 23.12.2011 einen Euro an die Australian Koala Foundation (AKF).

D

amit unterstützte das Unternehmen die größte, nicht profitorientierte und nichtstaatliche Organisation, die ihre Arbeit dem Schutz der freilebenden Koalas und deren Lebensraumes widmet. Deutsche Papier bot seinen Fachhandelspartnern im Aktionszeitraum beim Kauf von einer halben Palette Double A 20 Koala Plüschtiere als Dankeschön zum Weiterverschenken an. Gerade vor Weihnachten war diese exklusive Aktion eine willkommene Gelegenheit für die Fachhändler, ihren Kunden für jeden verkauf-

44

Der Siebdruck 02.2012

ten Karton Double A einen kleinen Koala gratis mit auf den Weg geben zu können. Das Augsburger Unternehmen unterstreicht mit der Unterstützung der AKF

einmal mehr sein ebenso zukunfts- wie kundenorientiertes Denken und Handeln. www.deutsche-papier.de


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 45

Firmennachrichten

Energiemanagement von Mitsubishi HiTec Paper Europe nach DIN EN 16001 zertifiziert Bereits seit vielen Jahren achtet Mitsubishi HiTec Paper Europe (MPE) bei der Produktion der hochwertigen Spezialpapiere auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit.

N

Die Papierfabrik der Mitsubishi HiTec Paper Europe (MPE) in Bielefeld

„Im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung ist es fur ein weltweit operierendes Unternehmen wie unserem selbstverständlich, dass die aktuelle Zertifizierung nach europäischem Standard im laufenden Jahr bereits von einer weltweit gültigen Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 abgelöst wird.“ er eingeleitete kontinuierliche Verbesserungsprozess stellt den verantwortlichen und nachhaltigen Umgang

D

Nachhaltiges Produzieren steht ganz oben auf der Agenda von Mitsubishi HiTec Paper Europe

mit Ressourcen im gesamten Unternehmen sicher und führt unter anderem zu einer Reduktion der Treibhausgase. Dabei werden alle Bereiche des Unternehmens erfasst: Von Forschung & Entwicklung ü ber Beschaffung, die gesamte Produktionskette incl. Wartung und Instandhaltung bis hin zur Vertriebslogistik. Die installierten Systeme an den Standorten Bielefeld und Flensburg wurden vom TÜV Nord kontrolliert und zertifiziert. Mitsubishi HiTec Paper Europe ist eine deutsche Tochter von Mitsubishi Paper Mills Ltd., Japan, einem der wichtigsten Spezialpapierhersteller weltweit. Mit seinen zirka 700 Beschäftigten produziert Mitsubishi HiTec Paper Europe an den beiden traditionsreichen Standorten in Bielefeld und Flensburg hochqualitative Thermopapiere (thermoscript), Digital Imaging-Papiere (jetscript) und Selbstdurchschreibepapiere (giroform). Eine integrierte Papierproduktion, modernste Produktionsmaschinen sowie innovative Beschichtungstechnologien kennzeichnen beide Werke. Als Vollsortiment-Lieferant bietet Mitsubishi HiTec Paper Europe über ein engmaschiges weltweites Vertriebsnetz Spezialpapiere im modularen Baukastensystem für jede Anwendung – und ist ein starker Partner, wenn es um individuelle Produktlösungen im Bereich der beschichteten Spezialpapiere geht.

Der Siebdruck 02.2012

45

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

un wurde ein weiterer Schritt getan: Das existierende Energiemanagement-System wurde gemäß DIN EN 16001 zertifiziert. Geschäftsfuhrer Gerhard Schoon betont: „Durch das existierende Umwelt-Managementsystem hat sich MPE bereits in der Vergangenheit zur Schonung der Umwelt und zum verantwortlichen Umgang mit den endlichen Ressourcen bekannt.“ Energetische Aspekte wurden innerhalb des Umwelt-Managementsystems regelmäßig berücksichtigt. Energie-Management wird seit Jahren erfolgreich betrieben. Wegen der weiter zunehmenden Bedeutung des Themas Energie trägt MPE dem nun durch Aufnahme in die Unternehmenspolitik und durch die Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems nach DIN EN 16001 Rechnung. „Das kurzlich erfolgreich zertifizierte System versetzt uns nicht nur in die Lage, unser Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung noch besser zu erreichen.“, so Gerd Finkenhofer, zuständiger Energiemanagement-Beauftragter bei MPE.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 46

Verbände

Druckindustrie setzt auf Aufschwung im drupa-Jahr

bvdm: Innovationen bestimmen das Jahr 2012 Das Jahr 2012 steht für Innovationen in der deutschen Druckindustrie und einen leichten Aufschwung. Im Messejahr der drupa erwartet der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) ein leichtes Umsatzwachstum von rund 1,5 Prozent für die Gesamtbranche.

V

oraussetzung sei allerdings, dass die positiven Rahmendaten der Wirtschaft erhalten bleiben und die Wirtschaft nicht in eine Rezession stürzt, erklärte Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm), zur Jahresauftaktpressekonferenz des Verbandes in Wiesbaden. Für das vergangene Jahr geht der bvdm von einem leichten Umsatzplus von 0,2 Prozent auf 20,34 Milliarden Euro aus.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Vom konjunkturellen Aufschwung in 2011 konnten vor allem die größeren Druckbetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten profitieren. Ihr Umsatz kletterte bis Oktober 2011 um 4,5 Prozent auf 10,75 Milliarden Euro. „Die größeren Druckunternehmen haben es leichter, sich am Markt zu behaupten,“ so Deimel. Druckbetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten konnten ihre Produktion bis Oktober 2011 immerhin um 2,2 Prozent steigern.

Vorstufe und Weiterverarbeitung verzeichnen Zuwächse

P

ositiv wirkte sich vor allem das erste Halbjahr 2011 aus. Druck-Erzeugnisse legten im 1. Halbjahr 2011 anhand der aktuell vorliegenden Produktionsergebnisse um +4,3 Prozent zu. Am stärksten zogen Werbedrucke (außer Kataloge und Plakate) mit 8,6 Prozent an, bedruckte Etiketten um 7,6 Prozent und Geschäftsdrucksachen um 5,5 Prozent. Die Druck- und Medienvorstufe und die Weiterverarbeitung profitierten von dem Aufschwung mit einem Plus von jeweils knapp sechs Prozent. „Trotz der besseren Zahlen ist der Strukturwandel der Branche noch lange nicht abgeschlossen“, warnt Deimel vor allzu großem Optimismus. „Die Branche wird industrieller. Damit haben es kleine Unternehmen immer schwerer, dem Wettbewerb und dem hohen Innovationsund Technikdruck der Branche standzuhalten.“ Die Folgen sind Marktaustritt und Beschäftigungsabbau. Für 2011 rech-

46

Der Siebdruck 02.2012

net der bvdm wieder mit höheren Insolvenzen (+5%) und einem Beschäftigungsrückgang von über vier Prozent. Erfreulich ist, dass erstmals seit 2003 die Erzeugerpreisindizes für Druck-Erzeugnisse wieder steigen. Dennoch sind Druck-Erzeugnisse immer noch um rund fünf Prozent billiger als im Basisjahr 2005. Im Vergleich dazu stiegen die Industriepreise im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent. „Angesichts der stark angestiegenen Kosten vor allem bei Energie und Druckfarben muss die Druckindustrie ihre notwendigen Preise dringend am Markt durchsetzen“, appellierte Deimel.

Neue Berufe sorgen für Schub bei der Ausbildung

F

ür einen positiven Lichtblick sorgen die Ausbildungszahlen. Die neuen Berufsbilder – der Medientechnologe Druck, Medientechnologe Siebdruck, Medientechnologe Druckverarbeitung, Buchbinder, Packmitteltechnologe und Mediengestalter Flexografie – beflügeln die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. Über alle Länder und Berufe hinweg schätzt der bvdm das Plus in der Ausbildung in 2011 auf circa sechs bis zehn Prozent. Genaue Zahlen werden erst für April 2012 erwartet. Für 2012 hofft der bvdm auf einen weiteren Anstieg in der Ausbildung. Besonders gut startete der Medientechnologe Druckverarbeitung gegenüber dem bisherigen Ausbildungsberuf Buchbinder. Einige Länder gehen von einem deutlichen Plus gegenüber 2010 von bis zu 40 Prozent aus. Für die Zukunft werde die Branche weiter mit innovativen Produkten und Services bei den Kunden punkten, so der bvdm. Dazu benötige die Branche gut ausgebildete Mitarbeiter. Mit Blick auf die demografische Entwicklung verfüge die Branche über ein innovatives, betriebsbezogen flexibel einsetzbares Ausbildungsmodell.

Mit diesem könne sie sich dem Konkurrenzkampf um gute Mitarbeiter mit anderen Branchen stellen.

Green Printing und Klimainitiative der Druck- und Medienverbände erfolgreich

G

reen Printing und Nachhaltigkeit werden 2012 wichtige Erfolgsthemen für die Druckindustrie sein. Ein Zeichen dafür ist auch die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände, der sich immer mehr Unternehmen anschließen. Um 200 Prozent stieg die Gesamtsumme des kompensierten CO2 im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr. Mittlerweile nutzen über 330 Druckereien in Deutschland und Österreich den Klimarechner der Verbände. Sie und ihre Kunden kompensierten im Jahr 2011 ein CO2-Volumen von über 12 000 Tonnen CO2. „Damit ist die Klimainitiative der Verbände beispielgebend für gemeinsamen Umweltschutz von Druckindustrie und deren Kunden“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des bvdm. Der Klimarechner der Druck- und Medienverbände berechnet für alle Druckaufträge, spezialisiert nach Druckverfahren von Digitaldruck bis Tiefdruck und auch für den Verpackungsdruck, die CO2-Bilanz der Druckprodukte. Für das erste Quartal 2012 kündigte Andreas Brandt, Umweltreferent des bvdms, eine Programm-Erweiterung des Rechners an. Dann wird der Rechner auch Berechnungen für den Siebdruck und den großformatigen Digitaldruck ermöglichen. Der Klimarechner erfüllt die bestehenden Normen DIN/ISO 14040 und 14044 und wird auch mit der kommenden Norm DIN/ISO 16759 konform sein, an deren Erarbeitung der bvdm maßgeblich beteiligt ist.

bvdm unterstützt Print Power Kampagne

2

012 soll auch das Jahr für eine umfassende Imagekampagne für Print werden. Der bvdm unterstützt die europäische Print Power Initiative, die mit Anzeigenmotiven, Imagebroschüren, Messe- und Presseevents bei Marketingentscheidern für das Medium Print


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 47

Verbände

Träger von Print Power Deutschland sind der Bundesverband des deutschen Papiergroßhandels (BvddP), der Bundesverband Druck und Medien (bvdm), Heidelberger Druckmaschinen AG, manroland AG, SAPPI, Papierfabrik Scheufelen, UPM-Kymmene, der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) und der Verband der Briefumschlagfabriken (VDBF). Auf europäischer Ebene wird Print Power für die Feinpapierhersteller durch Cepifine, für die Produzenten von Publikationspapieren Cepiprint, für die Druckindustrie von Intergraf und für den Papiergroßhandel von Eugropa getragen.

Veranstaltungen zur drupa 2012 10. Mai 2012: Branchenforum Druck & Medien

D

as Branchenforum Druck & Medien 2012 des bvdm zur drupa in Düsseldorf am 10. Mai 2012 wird sich den Schlüsselthemen Nachhaltigkeit, Energie und Klimaschutz widmen. Moderiert wird der Abend mit prominenten Vertretern aus Druck- und Papierbranche, Wirtschaft und Politik von der Rheinischen Post. Eine nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz- und Energiepolitik gehören zu den besonderen Herausforderungen der Zukunft. Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex sind Unternehmen künftig aufgerufen, die Werte Soziales und Umwelt in ihre Unternehmensführung zu verankern. Welche Verpflichtungen und Chancen sich für die Industrie daraus ergeben, sind Themen dieses großen gesellschaftlichen Abends zur drupa im Congress Center Süd, Raum 3. Zu der Leitveranstaltung in Kooperation mit der WGZ Bank AG und der DZ Bank AG, der Rheinischen Post und der Messe Düsseldorf werden 300 bis 500 nationale und internationale Gäste aus Politik und Wirtschaft erwartet.

Print & Media-Talk zur drupa

A

m Gemeinschaftsstand aller Druckund Medienverbände in Halle 6, Stand A 01 laden die Verbände zum Abschluss eines jeden Messeabends (3.5. bis 15.5.) um 17 Uhr zum Print & Media-

Talk. Geplant ist eine circa 30minütige Diskussion bzw. ein Vortrag zu einem Kern- oder Zukunftsthema der Branche, wie z.B. Funktionales Drucken, Printed Electronics, 3D-Druck, Mobile Publishing, mit hochkarätigen Gästen und unterhaltsamen Performances. Jeweils um 17.30 Uhr beginnt die AbschlussParty und das Get together am Messestand.

Neuer ProzessStandard Offsetdruck 2012

S

tandardisierungsziel ist eine möglichst industrielle und hochqualitative Produktion. Da die Erzeugung von Druckprodukten heute in einem globalisierten Umfeld geschieht, sind für die Druckproduktion weltweit gültige Standards erforderlich. Zur drupa erscheint auch die neue Ausgabe des Handbuches ProzessStandard Offsetdruck des bvdm. Das Werk wurde vollkommen überarbeitet und vereinigt künftig alle Offsetdruckverfahren inklusive Zeitungs- und Schmalbahn-Rollenoffsetdruck. Das an den aktuellen Vorgaben der internationalen Normung orientierte Handbuch gilt als die Referenz für die qualitätsorientierte industrielle Fertigung. Es nennt die entsprechenden Sollwerte und Toleranzen und beschreibt, wie die Prozesse eingerichtet, gesteuert und kontrolliert werden können, um die Vorgaben effizient umzusetzen. Das circa 900seitige Handbuch inklusive CD-ROM erscheint im zweiten Quartal 2012 auch in englischer Sprache. Der Verkaufspreis wurde mit 449 Euro netto (480,43 Euro brutto) sowie 239 Euro netto (255,73 Euro brutto) für Mitglieder der Druck- und Medienverbände angekündigt.

Altona Test Suite 2.0 zur Daten- und Prozesskontrolle im standardisierten Druck

I

m Frühjahr dieses Jahres veröffentlicht der bvdm die neue Ausgabe der Altona Test Suite. Sie gilt als ein entscheidender Beitrag zur internationalen Einführung, Anwendung und Weiterentwicklung der Prozess-Standardisierung gemäß ISO 12647. Das Anwendungspaket besteht aus acht Referenzdruckserien von jeweils sechs Test-Suite-Dateien DIN A3, die innerhalb der Norm-Toleranzen gefertigt wurden. Dazu gehört eine DVD mit den Test-Suite-Dateien, Charakterisierungsdaten und ICC-Profilen gemäß Stan-

dard-Druckbedingungen nach ISO 12647 sowie eine umfassende Dokumentation in deutscher und englischer Sprache. Die Altona Test Suite 2.0 dient dazu, die Einhaltung der PDF/X-Spezifikation und die Farbgenauigkeit aller Softwareund Hardwarekomponenten in einem PDF-Workflow von der Medienvorstufe bis zum Druck zu überprüfen. Die Testform „Technical 2“ ist ein wichtiger neuer Bestandteil der Altona Test Suite 2.0. „Technical 2“ dient der Überprüfung von komplexen Seitenaufbauten einschließlich Transparenzen, die Gestalter heute immer häufiger einsetzen (ISO 15930-7, PDF/X-4). Damit wird die bestehende „Technical 1“ (PDF/X-3, Überdrucken, Fonts) systematisch ergänzt. Die sehr umfassende und aufwändige Testform beinhaltet ausgewählte Bilder und Bildausschnitte sowie speziell programmierte Farbfelder, die ein korrektes Rendering von Transparenzen und Ebenen bei der Ausgabe in Prüfdrucksystemen oder auf CtP-RIPs kontrollierbar machen. Das Altona-Test-Suite-Anwendungspaket ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bundesverband Druck und Medien (bvdm), Wiesbaden, European Color Initiative (ECI), Berlin, Forschungsgesellschaft Druck (Fogra), München und der Ugra, St. Gallen.

Veranstaltungen des bvdm in 2012 15. und 16. März 2012: Siebdruck-Symposium und Branchentreffen XXL

A

m 15. und 16. März 2012 laden die Interessengemeinschaft Digitaldruck (digicom) und die Bundesinnung für das Siebdrucker-Handwerk (BSH) nach Frankfurt am Main, Holiday Inn, zum Siebdruck-Symposium 2012 und Branchentreffen XXL ein. Hauptthemen des ersten Veranstaltungstages, 15. März 2012, sind Komponenten für eine wettbewerbsgerechte Siebdruckvorstufe und Antworten auf die Fragen: Hat der grafische Siebdruck noch Zukunft? In welchen Bereichen ist der Siebdruck erfolgreich? Wo sind neue Wachstumspotenziale? Best-Practice Beispiele, wie High-Tech-Produkte, Teiledruck, Textildruck oder funktioneller Siebdruck,

Der Siebdruck 02.2012

47

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

wirbt. Zur drupa präsentiert sich Print Power auf einem 160 Quadratmeter großen Messestand und täglichen Veranstaltungen der Partner.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 48

Verbände sollen Siebdruckereien helfen, die technischen Weichen für die Zukunft zu stellen. Am Abend feiert die Bundesinnung für das Siebdrucker-Handwerk mit einer Festveranstaltung ihr 25jähriges Bestehen.

und strategische Allianzen gerichtet, andererseits Umweltschutzaspekte auch aus Kundensicht beleuchtet. Nähere Einzelheiten zur Veranstaltung: www.branchentreffenxxl.de

Branchentreffen XXL

24. April 2012: Unternehmerforum in Berlin

D

„B

er zweite Veranstaltungstag (16. März 2012) widmet sich ganz dem Thema Großformatdruck. Hierbei stehen besonders die Themen Ökonomie und Ökologie im Fokus. Dazu wird einerseits der Blick auf andere Branchen

erlin, Brüssel – Versteht die Politik noch den Mittelstand?“ – lautet das Oberthema des Unternehmerforums des Bundesverbandes Druck und Medien am 24. April 2012 in Berlin, Maritim Hotel. Gäste sind die Verleger und Ge-

schäftsführer aus den führenden Druckund Medienbetrieben in Deutschland. Gleichzeitig wird das Unternehmerforum mit dem Druck- und Verpackungsmarkt in China und den Implikationen auf unsere Märkte wichtige künftige internationale Wirtschafts- und Handels-Aspekte aufgreifen. Geplant sind eine Keynote und eine anschließende Diskussionsrunde mit führenden Bundespolitikern, Vorsitzenden der Wirtschafts- und Mittelstands-Spitzenverbände. Das Unternehmerforum beginnt um 10.30 Uhr und ist bis 14 Uhr n terminiert. (bvdm)

Media Mundo-Kongress für nachhaltige Medienproduktion unter dem Motto

„Re-Evolution NOW!“ Der 4. Media Mundo-Kongress für nachhaltige Medienproduktion geht an den Start. Der f:mp. veranstaltet das erfolgreiche Trend- und Zukunftsforum als Navigationskongress zur drupa am 20. und 21. März 2012 in Kooperation mit der Messe Düsseldorf und zahlreichen Partnern aus der Industrie.

D

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

ie Medienberichterstattung ist zurzeit geprägt von Wirtschafts- und Finanznachrichten. Bewegungen wie OccupyWallStreet verbinden die „Kritik am System“ mit der Sorge um unser aller Zukunft. Das ist gut. Das ist wichtig. Aber es reicht nicht. Das postulierte 2°-Ziel ist realistisch betrachtet nicht mehr erreichbar. Die Zeit der Aktion läuft ab, bald bleibt nur noch die Reaktion. Aber wie agieren? Evolutionär, also im Rahmen des Systems, oder außerhalb des Systems in Form einer Revolution?

U

nternehmen müssen sich und ihre gesellschaftliche Rolle neu erfinden und aktiv dazu beitragen, den Wandel in eine Richtung zu lenken, die sowohl dem Unternehmen als auch der Gesellschaft nützt. Gerade die Unternehmer sind dazu prädestiniert, einen solchen Wandel herbeizuführen. Es geht schließlich auch um die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens, das Ressourcen, Planungssicherheit und Stabilität benötigt. Der 4. Media Mundo-Kongress beleuch-

tet sowohl die Denkweise „Revolution NOW!“ als auch „Evolution NOW!“. Dabei werden erste Anhaltspunkte geboten, wie der Wandel erfolgreich eingeleitet werden kann und wo die Reise hingeht. Internationale Experten aus Wissenschaft, Umweltverbänden, Politik und Industrie diskutieren im Rahmen der drupa 2012 kritisch die aktuelle Situation und die realistisch zu erwartenden Szenarien der nahen Zukunft. Dabei werden von den Pionieren der nachhaltigen Medienproduktion Lösungsansätze aus der Praxis vorgestellt – ebenso die Probleme und unerwarteten Herausforderungen, auf die sie gestoßen sind.

I

n den verschiedenen Fachvorträgen werden alle relevanten Aspekte der nachhaltigen Medienproduktion vorgestellt und erläutert. So werden im Rahmen des Kongresses ebenso Zukunftstrends aufgezeigt wie die ganzheitliche Betrachtungsweise der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes in den Fokus gerückt. Das gesamt Programm (auch als PDF-Download) für den 4. Media Mundo-Kongress kann online unter

http://www.mediamundo.biz/kongress eingesehen werden.

F

ür die Kongressteilnahme an beiden Veranstaltungstagen entsteht ein Kostenbeitrag von 550 Euro. Darin enthalten sind eine drupa-Tageskarte sowie die Teilnahme an der Abendveranstaltung des ersten Kongresstages. Verbandsmitglieder des AGD, BDG, IRD, VSD, IPR, FDI, BVDM, VDMA oder B.A.U.M. zahlen eine verminderte Teilnahmegebühr von 450 Euro. Mitglieder des f:mp. und FSC besuchen den Kongress für 320 Euro. Für Schnellentschlossene gibt es bis zum 25. Januar 2012 noch einen Frühbucherrabatt von 50 Euro pro Anmeldung.

Über Media Mundo: Media Mundo ist ein vom Fachverband Medienproduktioner e.V. (f:mp.) ins Leben gerufenes innovatives Trend- und Zukunftsforum zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Rahmen der Medienproduktion. Im Media Mundo-Beirat engagieren sich wichtige Umweltverbände sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik für die Belange einer tatsächlich nachhaltigen Produktion gedruckter Medien. Als wichtige Branchenveranstaltung hat sich vor allem der Media Mundo-Kongress in den letzten drei Jahren für nachhaltige Medienproduktion etabliert.

www.mediamundo.biz

48

Der Siebdruck 02.2012


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 49

Verbände

Jubiläums-Preisverleihung in der Print Media Academy:

Die Sieger des MfG-Award 2011 stehen fest!

D

er 1. Preis in der Kategorie „Geschäftspapiere“ ging an Fliegende Teilchen, Berlin (Kunde: Siebenhundertzwanziggrad Themenbuchverlag). Über einen 2. Preis freuten sich Klein und Neumann KommunikationsDesign, Iserlohn (Kunde: Müllerdruck), sowie die designgruppe koop, Nesselwang (eigene Ausstattung). Ein 3. Preis wurde jeweils an die Münchner Agenturen von Sacher und Illing (Kunde: Tiedtke Menzel) sowie vonzweidesign (Kunde: Ulrike Wortberg) vergeben.

I

n der Kategorie „Formulare“ vergab die Jury in diesem Jahr keinen 1. Preis. Mit jeweils einem zweiten Preis in der Kategorie „Formulare“ wurden marekslipek, Mannheim (Kunde: Carl-BoschSchule, Heidelberg), sowie die designgruppe koop (Kunde: PSD-Bank) bedacht. Der dritte Preis wurde an cyclos design, Münster (Kunde: CONSAL Vertrieb Landesdirektionen), verliehen.

I

n der Kategorie „Eigenwerbung von Druckereien“ wurde die Druckerei Gallery Print, Berlin, mit dem 1. Preis für ihre Imagebroschüre ausgezeichnet. EIGA Design, Hamburg, erhielt sowohl einen 2. Preis für die Broschüre „Play“ als auch einen 3. Preis für ein Druckerei-

Eventmailing; in beiden Fällen profitierte die Mediadruckwerk Gruppe, Hamburg, von der gelungenen Kommunikation. Ein weiterer 3. Preis wurde Klein und Neumann KommunikationsDesign übergeben.

I

m Nachwuchswettbewerb entschied sich die Jury, dem Studenten André Konrad für die Geschäftsausstattung der ISMAR 2011 den mit 500 Euro dotierten Förderpreis zu überreichen; die Arbeit wurde durch den Preisträger, der an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel studiert, persönlich vorgestellt. Eine Anerkennung erhielten Katharina Weid und Maria Piwzajew von der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim für die Kommunikationsmedien zu „Kindex – gegen Kinderprostitution“. Weitere Informationen zu sämtlichen Finalisten sind unter www.mfg-award.de/shortlist zu finden.

T

hilo von Debschitz, Designer und Juryvorsitzender, führte durch die Veranstaltung und präsentierte auch die Arbeiten der Shortlist. Da der MfGAward in diesem Jahr sein 20. Jubiläum beging, blickte Jean Jacques Schaffner, Designer aus Basel und Jurymitglied,

noch einmal auf die vergangenen zwei Dekaden zurück; in seinem kurzweiligen Vortrag beantwortete er die Frage „Wie gewinne ich beim MfG-Award?“. Alessio Leonardi, Designer aus Berlin, nahm in seinem Referat mit dem Titel „Wer braucht heute noch Briefbögen?“ die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Geschichte der Korrespondenz – von der sumerischen Keilschrift bis in unsere Gegenwart.

I

m Anschluss an die offizielle Preisverleihung bestand für die zahlreich erschienenen Gäste die Möglichkeit, in den Räumen der Print Media Academy sämtliche Gewinnerarbeiten der vergangenen zwanzig Jahre in Augenschein zu nehmen.

E

insendungen für den 21. MfG-Award werden ab dem Frühjahr 2012 entgegengenommen. Interessenten, die sich unter www.mfg-award.de/teilnahme akkreditieren, werden informiert, sobald die Ausschreibungsfrist beginnt.

M

it dem MfG-Award zeichnet der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) die besten Geschäftspapiere aus. In zwei weiteren Kategorien bewertet die Jury außerdem Formulare (Print/Online) sowie Druckerei-Eigenwerbung. An diesem Wettbewerb sind Designer und ihre Auftraggeber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmeberechtigt. Der Wettbewerb wird seit 1992 in jährlicher Folge n veranstaltet. (bvdm)

Die Sieger des MfG-Awards 2011

Der Siebdruck 02.2012

49

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Heidelberger Print Media Academy wurden am 8. Dezember 2011 die Preise des MfG-Award verliehen. Damit zeichnete der Wettbewerb zum zwanzigsten Mal die besten Arbeiten des Jahres in den Kategorien „Geschäftspapiere“, „Formulare“ und „Druckerei-Eigenwerbung“ aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus:


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 50

Verbände

bvdm-Konjunkturtelegramm:

Deutsche Druckindustrie im Januar 2012: Ungefähr 40% der befragten Druckereien sind nach den Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests im Auslandsgeschäft tätig. Ihre Beurteilungen der Auslandsaufträge sind mit –17% der Antwortsalden ebenfalls deutlich schlechter geworden.

Konjunkturelle Lage der deutschen Druckindustrie 40

Antwortsalden in %

20

−20 Geschäftslage Geschäftserwartungen Geschäftsklima

−40

−60

2

3

4

5

6

7

8

9

10 11 12

1

2

2010

Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage in der Druckindustrie sind um 9 Prozentpunkte schlechter geworden und liegen nun im Antwortsaldo bei Null. Im Januar 2011 lagen sie bei –7%. Die Beurteilungen der Nachfrage und des Auftragsbestandes aus

3

4

5

6

7

8

9

10 11 12

1

2011

Quelle: ifo-Konjunkturtest

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Im nächsten Quartal: Das Geschäftsklima liegt den vierten Monat in Folge mit –9% wegen der weiterhin schlechten Erwartungen unter der Nulllinie. Die Erwartungen für das Auslandsgeschäft liegen mit 8% der Antwortsalden weiter über Null.

0

© bvdm-Grafik

dem Vormonat sanken deutlich auf – 17 % beziehungsweise –24%, was aber einem typischen Saisonmuster entspricht. Der Abstand zur Geschäftslagebeurteilung der Gesamtindustrie hat sich wieder auf 32 Prozentpunkte erhöht.

Im nächsten Halbjahr: An den Geschäftserwartungen hat sich gegenüber dem Vormonat mit –18% nichts geändert. Noch immer erwarten zwar 12% der Druckunternehmer eine Verbesserung der Geschäftslage in sechs Monaten, aber 30% eine Verschlechterung, 58% erwarten keine Veränderung. Im gleichen Vorjahresmonat waren die Erwartungen mit –1% im Saldo zwar nicht gut, aber doch deutlich besser. n (bvdm)

SID unterstützt Druckereien bei der Vorbereitung auf FSC- oder PEFC-Zertifizierungen Im Jahr 2011 fragten Druckbetriebe deutlich öfter und intensiver im SID Leipzig nach den Voraussetzungen und dem Aufwand für FSC- oder PEFC-Zertifizierungen.

F

SC (Forest Stewardship Council) ist das weltweit erste System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft. PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) ist ein weiteres derartiges Zertifizierungssystem. Druckereien, die mit Aufträgen rechnen, für die FSC- oder PEFC-Zertifikate Voraussetzung sind oder sein könnten, bereiten ihr Unternehmen auf die Erlangung des entsprechenden Zertifikates vor. Dort, wo entsprechende zertifikatsgebundene Aufträge in wirtschaftlich sinnvollen Größenordnungen bereits angefragt werden, ist eine Zertifizierung heute unumgänglich.

50

Der Siebdruck 02.2012

Einführungshinweise und das Erstellen erforderlicher Dokumentationen entlasteten die Druckbetriebe von aufwändigen Formalien. Die Leistungen der Unternehmen selbst bestanden in der Umsetzung der Zertifikats-Anforderungen und in der Kostenübernahme für Beraterfirma, Auditor, Zertifikat und Logonutzung, wofür aber auch verschiedene Fördermittel genutzt werden können. Die Zertifikate erhielten die Unternehmen schließlich durch Auditoren ihrer Wahl.

B

eide Organisationen FSC und PEFC haben sich der nachhaltigen Waldbewirtschaftung verschrieben. Die För-

derung einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Bewirtschaftung von Wäldern steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Der Wald als Lieferant der wichtigsten Rohstoffe für Holzwirtschaft und Papierindustrie steht am Beginn einer vielseitigen Wertschöpfungskette. Dementsprechend arbeiten hauptsächlich die Holz- und Zellstoff verarbeitenden Unternehmen nach Grundsätzen des FSC bzw. PEFC. Die werden aber zunehmend erweitert auch auf Papier, das als aus Holz und Zellstoff bestehender Rohstoff in den Druckbetrieb kommt. Die technologische Behandlung erfolgt ausnahmslos unter gleichen Bedingungen wie bei herkömmlichen Papieren. Aber Kunden und Verbraucher, die FSCoder PEFC-gelabelte Produkte fordern und kaufen, leisten einen aktiven Beitrag zu nachhaltigen Bewirtschaftung der n Wälder in Europa und weltweit.


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 51

Verbände

BDE:

Neue EU-Richtlinie stärkt Recycling von Elektroaltgeräten Das Europäische Parlament hat am 19.01.2012 auf seiner Plenarsitzung in Straßburg mit großer Mehrheit der Novelle der europäischen Elektro- und Elektronikaltgeräterichtlinie (WEEE) zugestimmt. Ziel der neuen Richtlinie ist es, innerhalb von sieben Jahren die Sammelquoten bei Elektroaltgeräten in allen EU-Mitgliedsstaaten deutlich zu erhöhen. Darüber hinaus enthält sie Regelungen, die das illegale Verbringen von ausgedienten Geräten wirksamer als bisher unterbinden sollen.

A

us Sicht des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. ist die neue Elektro- und Elektronikaltgeräterichtlinie ein wichtiges Instrument, mit dem das Elektro-Recycling in Europa spürbar gestärkt werden kann.

B

DE-Präsident Peter Kurth: „Wir begrüßen es, dass der europäische Gesetzgeber diese Richtlinie verabschiedet hat. Sie wird helfen, den massenhaften illegalen Export von Altgeräten in Länder der Dritten Welt einzudämmen, insbe-

sondere durch konsequente Kontrollen in den Häfen. Das ist aus zwei Gründen wichtig: Bei der unsachgemäßen Demontage dieser Geräte – speziell in einzelnen afrikanischen Ländern – drohen den damit beschäftigen Menschen, die meist ohne technische Hilfsmittel und Schutzmaßnahmen agieren müssen, massive gesundheitliche Schäden. Darüber hinaus kann sich Europa den Abfluss der in den Altgeräten enthaltenen Metalle und seltenen Erden nicht länger leisten. Diese Materialien müssen recycelt und der Industrie als hochwertige

Sekundärrohstoffe wieder zur Verfügung gestellt werden.“

B

ei der Umsetzung der EU-Richtlinie, die eine Novellierung des Elektround Elektronikgeräte-Gesetzes (ElektroG) in Deutschland zwingend erfordert, muss auch die bisherige Systematik der geteilten Produktverantwortung kritisch hinterfragt werden. BDE-Präsident Kurth: „Das ursprüngliche Vorhaben, die volle Produktverantwortung in der Zuständigkeit der Industrie zu verankern, sollte nun konsequent umgesetzt werden. Die Sammlung und Optierungsmöglichkeiten der Kommunen sind sicherlich kein Erfolgsmodell, um die wünschenswerten Recyclingziele in der n Bundesrepublik zu erreichen.“

Familienpflegezeit für Mittelstand kaum realisierbar Der Bundesverband Druck und Medien kritisiert das neue Familienpflegezeitgesetz als wenig in der betrieblichen Praxis realisierbar. Vor allem in mittelständischen Unternehmen der Druckindustrie sieht der Verband kaum Nutzungsmöglichkeiten des Modells zur Familienpflegezeit.

I

n einem Briefwechsel mit Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder betont der Verband, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unbestritten eine der großen gesellschaftlichen und personalpolitischen Herausforderungen der Zukunft sei. Die Verbände und Unternehmen der Druck- und Medienindustrie unterstützten daher ihre pflegenden Beschäftigten bei individuellen Lösungen zur Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und die Pflege naher Angehöriger.

W

ichtig sei es, Betroffenen Chancen zu eröffnen, gute Pflege zu organisieren und berufliche Zwangspausen zu vermeiden. „Pflegesituationen treten meist unvermittelt auf. Der Verlauf ist oft

weder absehbar noch planbar“, erklärt bvdm-Hauptgeschäftsführer Dr. Paul Albert Deimel. „Personalpolitisch sind daher individuelle Regelungen auf betrieblicher Ebene dem gesetzlichen Modell der Familienpflegezeit vorzuziehen. Für die arbeitsrechtliche Flankierung reichen hierzu die bestehenden gesetzlichen Ansprüche auf Teilzeitbeschäftigung und Inanspruchnahme von Pflegezeit aus.“

D

as Familienpflegezeit-Modell bringe vor allem für kleinere Betriebe kaum leistbare hohe finanzielle Risiken und administrative Belastungen mit sich. Problematisch wertet der Verband die Tatsache, dass der Arbeitgeber die Pflegephase des Arbeitnehmers zunächst vorfinanzieren muss. Bei einem Modell,

das auf beiden Seiten Freiwilligkeit voraussetzt, sei eine Ausdehnung des Kündigungsschutzes während der Pflegezeit und der Nachpflegephase fehl am Platz. Arbeitgeber seien zudem nicht ausreichend für den Fall abgesichert, dass Arbeitnehmer nach Ende der Pflegephase nicht in der Lage seien, die Zeitschulden wieder auszugleichen.

D

ie Familienpflegezeit sieht vor, dass Beschäftige ihre Arbeitszeit für maximal zwei Jahre auf bis zu 15 Stunden reduzieren können, wenn sie einen Angehörigen pflegen. Wird z.B. die Arbeitszeit in der Pflegephase von 100 auf 50 Prozent reduziert, erhalten die Beschäftigten weiterhin 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Zum Ausgleich müssen sie später wieder voll arbeiten, bekommen in diesem Fall aber weiterhin 75 Prozent des Gehaltes, so lange bis das Zeitkonto wieder ausgen glichen ist. (bvdm)

Der Siebdruck 02.2012

51

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

bvdm wirbt für individuelle Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 52

Fogra

Warum verwendet die Druckindustrie nicht D65? Dipl.-Ing. Andreas Kraushaar, Fogra München

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Über kaum ein anderes Thema lässt sich in der Druckbranche so kontrovers diskutieren wie über die zu verwendende Lichtart. Gegenüber der TV-, der Papier- oder auch Textilindustrie, die gemeinsam die blauweiße Tageslichtart D65 verwenden, scheint die Druckindustrie mit der warmweißen mittleren Tageslichtart D50 allein auf weiter Flur zu stehen. Dieser Artikel erklärt die Hintergründe für die Sonderstellung und zeigt auf, mit welchen Konsequenzen ein theoretisch denkbarer Umstieg auf die Lichtart D65 verbunden wäre. Die Bedeutung der richtigen Abmusterungsbedingungen

management] unbedingt berücksichtigt werden.

E

Etablierung von Beleuchtungsvorgaben in der Druckindustrie

ine wichtige Rolle bei der farbkritischen Abmusterung von Vorlage und Nachstellung [Reproduktion] spielt die Beleuchtung. Wesentlich für den einzelnen Farbeindruck sind die spektrale Zusammensetzung des vom Auge empfangenen Lichts [Farbreiz] und die jeweilige Stimmung des Auges. Letztere ist im Wesentlichen vom Inhalt des gesamten Gesichtsfeldes und somit auch vom Umfeld des zu betrachtenden Objektes abhängig. Unter dem Umfeld wird die an die Probe angrenzende Fläche verstanden. Der Farbreiz wiederum ist durch die spektrale Verteilung des auf die Probe auffallenden Lichts und seine Reflexionseigenschaften charakterisiert. Hierbei muss im Kontext der Abmusterung grundsätzlich unterschieden werden zwischen der Betrachtung von Durchlichtvorlagen [auch Durchsichtvorlagen genannt], wie beispielsweise fotografische Dias, und Auflichtvorlagen [auch Aufsichtvorlagen genannt], wie z.B. Drucke, Gemälde, Textilien oder Fotos. Während Durchsichtsvorlagen eine definierte Hintergrundbeleuchtung benötigen, ist für die Betrachtung von Auflichtvorlagen – wie der Name es schon sagt – eine Auflichtbeleuchtung Voraussetzung.

I

n der Druckindustrie hat man sich seit den 1970er Jahren auf ein mittleres Tageslicht mit einer Farbtemperatur [CCT, engl. Correlated Color Temperature] von 5000 K geeinigt – D50 [engl. Daylight]. Die ähnlichste Farbtemperatur – ausgedrückt in Kelvin [K] – gibt an, wie hoch ein idealer Schwarzstrahler erhitzt werden muss, um Strahlung der gleichen bzw. ähnlichen Farbart [Farbort im CIExy-Diagramm] zu emittieren wie die zu kennzeichnende Lichtart.

W

ichtig ist hierbei festzustellen, dass die gegenwärtigen Methoden des Vierfarbendrucks prinzipiell nur bei einer einheitlichen Beleuchtung im

Stande sind, eine farbgenaue Reproduktion von der Farbaufnahme bis zur Wiedergabe zu realisieren. Erst neuere Methoden der so genannten Multispektraltechnik adressieren eine lichtart-und beobachterunabhängige Reproduktion [1]. Die durchgängige Verwendung einer ein zigen Lichtart wird in der Praxis leider nicht immer berücksichtigt. Dies führt nicht selten zu Reklamationen und teuren Nacharbeiten, da Kunde und Auftraggeber Vorlage und Druck [Nachstel lung] unter verschiedenen Beleuchtungen betrachten [Abb. 1].

Die Frage nach der „richtigen“ Farbtemperatur

D

ie aktuelle Praxis der Druckvorlagenherstellung zeigt einen drastischen Rückgang von Durchlichtvorlagen [Dias]. Der Farbvergleich zwischen transparenten Vorlagen und Drucken war in der grafischen Industrie allerdings

I

m Sinne einer branchenweit einheitlichen Anwendung der Farbabmusterung ist es dringend notwendig, wesentliche Einflussparameter der Abmusterbeleuchtung festzulegen. Dabei muss der Einfluss auf weiterführende Prozesse und Arbeitsschritte wie z.B. die Farbmessung oder die Datenaufbereitung [ICC-Farb-

52

Der Siebdruck 02.2012

Abb. 1: Identische Drucke unter drei verschiedenen Lichtarten [links: Bürolicht – „ Cool white Fluorescent“, Mitte: Normlichtart D50 gemäß ISO 3664, rechts: Glühlampe].


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 53

Fogra 1

farben in Tonwertabstufungen von einem Prozent verwendet, wobei ein größerer Farbabstand aufeinander folgender Tonwerte eine größere Differenzierung bedeutet.

0,9 0,8

0,6

D

0,5 0,4 0,3 A D50 D65 D50-Simulation D65-Simulation D65 Xenon

0,2 0,1 0 350

400

450

500

550

600

650

700

750

80

Wellenlänge in in nm nm Wellenlänge

Abb. 2: CIE-Normlichtarten [durchgezogen], Simulation mit Leuchtstofflampe [gestrichelt] und Simulation mit Xenonlampe [schwarz].

T

ransparente fotografische Vorlagen sind derart ausgelegt, dass sie bei Betrachtung mit einer Projektionslampe farbneutral erscheinen. Da Projektionslampen ungefähr eine Farbtemperatur von 3000 K bis 4000 K besitzen, erschien es zweckmäßig, auch diese Farbtemperatur für die Abmusterung festzulegen. Für die Abmusterung von Aufsichtsvorlagen und Drucken war allerdings eine Kunstlichtquelle nicht notwendig. Es hat sich vielerorts eingebürgert, diese bei Tageslicht abzumustern, das für die nördlichen Breiten beim Blick aus dem Nordfenster charakteristisch ist. Die spektrale Verteilung des Tageslichtes ist jedoch nicht konstant, sondern unterliegt ortund zeitabhängigen Schwankungen. Als so genannte Tageslichtphasen wurden von der internationalen Beleuchtungskommission [CIE-Commission Internationale de l‘Eclairage] Normlichtarten festgelegt, die von der Spektralverteilung des mittleren Tageslichtes abgeleitet worden sind [Abb. 2]. Sie werden durch ihre ähnlichste Farbtemperatur gekennzeichnet [z. B. D50, D65 oder D75]. Hierbei ist im englischen Sprachgebrauch zwischen den Begriffen „CIE-illuminant“ und „light source“ zu unterscheiden. Ersterer beschreibt tabellierte und somit „theoretische“ Werte, wogegen der zweite reale Strahlungsquellen kennzeichnet.

A

usschlaggebender Grund für die Verwendung des Tageslichts ist, dass es in der Regel neutraler empfunden wird als die herkömmlichen Kunstlichtquellen [Glühlampen]. Ein weiterer Vorteil des im Vergleich zur Glühlampe tendenziell bläulicheren Tageslichts ist eine zunehmende Kontrasterhöhung von Farben, die im blauen Spektralbereich ihr Absorptionsmaximum haben, wie z.B. Gelbtöne. Ein direkter Vergleich der Normlichtart D50 mit D65 hinsichtlich der maximal differenzierbaren Farbschattierungen zeigt leichte Vorteile in den Cyan-und Magentafarben bei D50 [Abb. 3]. Für andere Farben sind die Unterschiede nicht signifikant. Hierbei wurden Spektren der Primär-und Sekundär-

Einfluss der Farbumstimmung bei gleichzeitiger Abmusterung

A

n einem Beispiel soll skizziert werden, dass bei der gleichzeitigen Abmusterung von Vorlage [z.B. Proof] und Nachstellung [z.B. Bildschirm] nicht mit unterschiedlichen Beleuchtungen gearbeitet werden sollte. Betrachtet man eine weiße Fläche [z. B. einen unbedruckten Bogen Papier] nur bei einer einzigen Lichtart, so erscheint diese Fläche dem menschlichen Auge als neutralweiß, unabhängig davon, ob die beleuchtende Lichtart leicht gelblich oder bläulich ist.

1,6 D50 ∆E76 D50 ∆E00 D65 ∆E76 D65 ∆E00

1,4

1,2

Farbabstand Farbabstand

ausschlaggebend für viele Richtlinien sowie für die Kompromissbildung bei der Entwicklung von Normvorgaben [2]. Diese Kompromisse basieren auf den unterschiedlichen Abmusterungsanforderungen von Durchsicht-und Aufsichtproben, die im Folgenden beschrieben werden.

er zuvor erwähnte Kompromiss der Druckindustrie, die Tageslichtart D50 für die Abmusterung und somit auch für die Farbmessung zu verwenden, hatte folgenden Hintergrund. Die Anwender sollten durch unterschiedliche Vorgaben für die Abmusterung von fotografischen Durchsichtvorlagen [ca. 3800 K [3]] und Drucken [ca. 6500 K [4]] nicht unnötig verunsichert werden. Man wollte Druckbetrieben nicht zumuten, in der Reproabteilung andere Lampen zu installieren als im Drucksaal. Folglich wurde mit D50 [≈ 5000 K] eine Farbtemperatur dazwischen gewählt.

1

0,8

0,6

0,4

0,2

0

10

20

30

40

50

60

70

80

90

100

Tonwert Tonwert in %

Abb. 3: Größere Differenzierung [dargestellt als Farbabstand benachbarter Tonwerte – Cyan Rampe] bei D50 im Vergleich zu D65.

Der Siebdruck 02.2012

53

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Rel. Rel.Intensität Intensität

0,7


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 54

Fogra / Betriebswirtschaft Diese Erscheinung beruht auf der so genannten Farbumstimmung des Auges, auch Adaptation genannt [5]. Betrachtet man jedoch eine weiße Fläche in raschem Wechsel zwischen gelblichem und bläulichem Licht, so kann sich das Auge nicht auf eine einzelne Lichtart umstimmen, und die weiße Fläche erscheint je nach Lichtart gelblich oder bläulich [6][7].

A

ndere farbverarbeitende Industriezweige, wie beispielsweise die Textiloder Papierindustrie, waren nicht mit den Ursachen für diesen Kompromiss konfrontiert und arbeiten seit langem mit der CIE-Normlichtart D65.

„Ohne Dias kann doch nun D65 verwendet werden, oder?“

V

or dem Hintergrund der rückläufigen Bedeutung des Farbdias als Farbreferenz verliert der ursprüngliche Kompromiss seine Bedeutung. Die nun häufig gestellte Frage nach einem theoretisch denkbaren Umstieg auf die CIENormlichtart D65 muss allerdings sehr sorgfältig bedacht werden, da er mit vielfältigen Konsequenzen verknüpft ist. Einige sollen an dieser Stelle exemplarisch aufgeführt werden:

– Umstellung von Programmen, Qualitätsrichtlinien, Unterlagen, Charakterisierungsdaten etc. – Umfangreicher Kommunikationsund Schulungsaufwand – Erschwerte Korrelation zwischen visueller und messtechnischer Bewertung beim Vergleich von Papieren mit unterschiedlichem Anteil optischer Aufheller [„Proofto-Print-Match“]. Ursache ist der erhöhte UV-Anteil in der Normlichtart D65 im Vergleich zu D50.

A

us den hier beschriebenen Gründen ist ein vorschneller Wechsel hin zu D65 für die Druckindustrie keinesfalls empfehlenswert. Zudem zeigt eine aktuelle Studie, dass die durchschnittliche Farbtemperatur [Tageslichtphase] in Innenräumen 4700 K beträgt [8] und somit nicht nur sehr nahe an der heute in der Druckindustrie eingesetzten Lichtart D50, sondern sogar noch unterhalb dieser Farbtemperatur liegt. Um jedoch einzelne Vorteile der D65 Lichtart für die Druckindustrie nutzbar zu machen [z.B. im Bereich Softproofing], wird die Fogra 2009 ein Forschungsprojekt zur Untersuchung von Normlichtkabinen durchführen.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Literatur – Neuinvestition bei erheblichen Gerätebeständen auf Grund der veränderten Lichtart und der in Folge modifizierten Normen und Standards [z.B. ISO 12647-2, 3664, 13655]

[1] KRAUSHAAR, A.: Multispektrale Farbwiedergabe zur Verringerung von Metamerie bei Prüfdrucken München:

Fogra, 2007 [32.140] – Forschungsbericht [2] SCHLÄPFER, K.: Normierung der Farbabmusterung in der graphischen Industrie In: Ugra-Mitteilungen [1974], Nr. 2 [3] Norm ANSI PH 2.23: 1961 Viewing Photographic Color Prints and Transparencies Bezug: ANSI, www.ansi.org [4] Norm DIN 6173-2:1983 Farbabmusterung; Beleuchtungsbedingungen für künstliches mittleres Tageslicht Bezug: Beuth-Verlag, 10772 Berlin [5] BRILL, M. HJ.: Chromatic Adaptation and Color Constancy: A Possible Dichotomy In: Color Res. & Appl., 11, 196 – 204, 1986 [6] CIE Report Nr. 109, Technical report – A Method of predicting Corresponding Colours under Different Chromatic and Illuminance Adaptations, In: CIE Publikation [1994], www.cie.co.at/framepublications. html [7] CIE Report der Arbeitsgruppe TC8-04 Adaptation under Mixed Illumination Conditions In: CIE Publikation [2004], www.colour.org/tc8-04 [8] BUGNER, D.; LABARCA, J.; PHILLIPS, J.; KALTENBACH, TH.: A Survey of Environmental Conditions Relative to the Storage and Display of Photographs in Consumer Homes In: JIST 50 [2006], n Nr. 4

Print Power Future Summit 2011 zeigt die Fusion von Print und Technologie Das von Print Power Deutschland und dem Marketing Magazin Werben & Verkaufen organisierte Future Summit 2011 war ein voller Erfolg. Über 80 Marketing-Experten namhafter deutscher Unternehmen, darunter Audi, ADAC, Allianz, BMW, Henkel oder Siemens diskutierten Ende letzten Jahres über den idealen Mediamix und die Rolle von Print im Zeitalter von facebook, YouTube & Co.

N

amhafte Referenten wie der Bonner Mediziner Professor Christian

54

Der Siebdruck 02.2012

Elger zeigten auf, wie die Macht des Unbewussten Kaufentscheidungen beeinflusst. Wie das Kaufverhalten der Zukunft aussehen könnte beleuchtete Dr. Kai Hudetz vom Institut für Handelsforschung, Köln. Carola Erlewein, Leiterin der Marketingkommunikation von BMW Deutschland stellte in ihrem viel beachteten Vortrag dar, wie Print als Medium einer innovativen Marketingkommunikation wirkt. Dass Print und Augmented Reality sich ideal ergänzen, demonstrierte Andreas Fuhlisch von Bauer Media, Hamburg, am Beispiel von Kam-

pagnen in den Zeitschriften TV Movie, Welt der Wunder und Bravo. Eine erfolgreiche cross-mediale Kampagne der AOK stellte Yunfeng Cui von Gruner & Jahr Media dem interessierten Publikum vor, während Klaus Kurz von Adobe sein Innovationsmanagement im Marketing erläuterte.

V

iel Beifall für ihren Vortrag erhielt Barbara Daliri Freyduni von Google Germany. Sie machte deutlich, warum Google auch in Print wirbt. Es sei kein Widerspruch, dass auch klassische On-


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 55

Betriebswirtschaft lineunternehmen auf Print setzten. „Google goes Print, wenn es mehr zu sagen hat“ war für Barbara Daliri Freyduni die Schlüsselthese. Dass Print eine herausragende Rolle in der Kommunikation des ADAC einnimmt, hob Michael Ramstetter, Chefredakteur des ADAC Verlags und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit hervor. Moritz Roth, Chief Marketing Officer von Microsoft Deutschland bestätigte, dass selbst Web-Giganten die

Macht des Papiers zielgruppenspezifisch nutzen. Moderiert wurde der Future Summit 2011 souverän von Monika Drexel.

B

ei der anschließenden regen Podiumsdiskussion, die von Christiane Treckmann, Ressortleiterin von Werben & Verkaufen geleitet wurde, waren sich die Podiumsteilnehmer Dr. Carsten Hübner, Vorstand AIM Ad Impact Mo-

nitor, Andreas Bahr, Geschäftsführender Gesellschafter der Media Plus Gruppe, Klaus Kurz, Manager Technical Sales von Adobe sowie Klaus Peter Nicolay, Chefredakteur Druckmarkt und Dr. Jörg Sensburg, Geschäftsführer igepa-Group und Courntry Manager von Print Power Deutschland einig, dass Print erheblich Power im Kommunikationsmix leisten kann und auch in Zukunft leisten wird.

n

bvdm fordert Rücknahme der Gelangensbestätigung Der Bundesverband Druck und Medien fordert von der Bundesregierung die sofortige Rücknahme der Gelangensbestätigung. „Die für 2012 beschlossene Regelung zur Dokumentation des In- und Exports zwischen den Handelspartner ist bürokratisch, unausgegoren und kostenintensiv“, erklärt bvdm-Hauptgeschäftsführer Dr. Paul Albert Deimel.

möglich. Bei Transporten durch vom Abnehmer beauftragte Frachtführer/Spediteure können Lieferanten bei Übergabe der Ware nicht mehr endgültig fakturieren.

I

N

n einem Schreiben sowohl an Bundeswirtschaftsminister Dr. Rösler (FDP) als auch an Bundesfinanzminister Dr. Schäuble (CDU) macht der Verband deutlich, dass die Regelung das Wirtschaftswachstum gefährdet und neue Handelshürden aufbaut. Die mittelständischen Druckunternehmen, die Druckerzeugnisse in das EU-Gemeinschaftsgebiet exportieren, werden von dem neuen Verfahren stark betroffen sein. Die Bundesregierung habe sich in ihrem Koalitionsvertrag von 2009 WACHSTUM. BILDUNG. ZUSAMMENHALT dazu bekannt, dass Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung als Wachstumsprogramm zum Nulltarif erkannt werden. Alle Ressorts wurden aufgefordert, bestehende Bürokratielasten fortlaufend und eigenständig zu reduzieren und neue Belastungen zu vermeiden.

„Umso unverständlicher ist es, dass mit der Gelangensbestätigung ein neues bürokratisches Monstrum ab 1.1.2012 und mit Übergangregelungen ab 1.4.2012 im innergemeinschaftlichen Handel greifen soll, bei dem so viele Aspekte ungeklärt sind“, so der bvdm.

D

ie deutsche Wirtschaft habe es 2010 aufgrund ihrer weltweit anerkannten und nachgefragten Exportstärke geschafft, zum Wachstumstreiber in Europa zu werden und überraschend schnell die Wirtschaftskrise zu überwinden. „Um Störungen des Wirtschaftswachstums zu verhindern, muss der Ex-

port von sämtlichen Friktionen durch bürokratische Belastungen frei gehalten werden“, fordert Deimel. Sowohl in Beförderungs- als auch in Versendungsfällen muss künftig der Nachweis über das Verbringen des Liefergegenstands in das übrige Gemeinschaftsgebiet durch eine Bestätigung des Abnehmers geführt werden, dass der Gegenstand in das übrige Gemeinschaftsgebiet gelangt ist. Hieraus ergab sich das Wort „Gelangensbestätigung“.

D

ie Unterschrift des Abnehmers, welche im Original vorliegen muss, bedeute einen deutlichen Rückschritt. Da künftig Ort und Tag des Erhalts bzw. des Endes der Beförderung des Gegenstandes quittiert werden müssen, ist das Ausstellen von Bescheinigungen wie bisher im Vorfeld des Transportes nicht mehr

och dazu ist die Gelangensbestätigung im Ausland gänzlich unbekannt. Sie dort zu erhalten, werde zu praktischen Problemen und einem immensen bürokratischen Aufwand führen. Zudem werde ein ausländischer Abnehmer keine Bescheinigung in deutscher Sprache unterschreiben. Für die Unterschrift eines Mitarbeiters im EUAusland ist zukünftig zumindest eine Bevollmächtigung des Arbeitgebers notwendig. Neben der Papierflut (eine elektronische Gelangensbetätigung ist derzeit nicht vorgesehen), stelle sich die Frage, in welcher Sprache derartige Bestätigungen/Vollmachten ausgestellt sein müssen. Der bvdm appelliert daher an die Bundesregierung, solche neuen Bürokratielasten zur Sicherung des Wirtschaftswachstums zukünftig rechtzeitig zu unterbinn den. (bvdm)

digitalmedia:

Markenkommunikation ist mehr als ein schickes Logo Handwerksbetriebe, kleine produzierende Unternehmen oder Dienstleister – sie alle haben zunehmend ein Problem. Denn ihre Leistungen werden immer vergleichbarer. Oft entscheidet der Kunde dann über den Preis, wen er mit seinem Anliegen beauftragt. Für die Unternehmen bedeutet das, immer kleinere Margen bei gleichzeitig höherem

Aufwand. Die Gefahr eines ruinösen Preiskampfes haben schon viele Selbständige und kleine und mittlere Betriebe erleben dürfen.

„D

as muss nicht sein“, weiß der Kommunikations- und Werbeexperte Dennis Darko. Seine in Duisburg ansässige Agentur digitalmedia.de

Der Siebdruck 02.2012

55

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Regelung ist unausgegoren und kostenintensiv


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 56

Betriebswirtschaft berät vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen bei ihrem strategischen Markenaufbau. Es gehe auch anders: Wenn ein Unternehmen deutlich unterscheidbar sei und sich klar positioniere. Andere Aspekte als der Preis rückten dann in den Vordergrund. Man hebe sich erkennbar vom Wettbewerb ab. Voraussetzung für eine derartige Positionierung sei eine stringente Markenpolitik und daraus abgeleitet eine strategische Markenkommunikation. Das Bewusstsein, auch als Handwerksbetrieb, Kleinunternehmer oder regional tätiger Dienstleister zu einer Marke werden zu wollen, setze aber häufig einen Sinneswandel voraus. „Eine Marke ist nur was für die Großen“ sei ein Glaubenssatz, von dem es sich zu verabschieden gelte, erklärt Darko. Jedes Unternehmen, ja selbst Einzelpersonen, könnten sich zu einer Marke entwickeln. Dazu gehöre vor allem ein Verständnis für die eigene Einmaligkeit, die sich bei weitem nicht nur in einem schicken Logo äußere.

E

ine Marke, fährt Darko fort, brauche vor allem ein Innenleben. „Was bin ich? Was will ich? Was unterscheidet mich von anderen – auf der Produkt-, der Dienstleistungs- oder der Persönlichkeitsebene? Wie möchte ich wahrgenommen werden bzw. was sollen meine glücklichen Kunden vor, während und nach dem eigentlichen Geschäft von mir denken - und vor allem sagen?“ Das seien die entscheidenden Basisfragen des Erfolgs. Erst wenn diese ehrlich, selbstkritisch und in der Tiefe beantwortet seien, gehe es in die grafische Umsetzung. Und auch die sei nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zur Marke, die letztlich immer aus vier Komponenten bestehe: einer Corporate Identity (Strategie und Wesen), einem Corporate Design (gestalterische und grafische Umsetzung), einem Corporate Wording (eine einheitliche und individuelle Wortwahl für die Unternehmensbotschaften) und nicht zuletzt einem Corporate Behaviour (das persönliche Auftreten aller Akteure

im Unternehmen – vom Chef bis zum Lagerarbeiter).

N

ur wenn alles durchdacht und stimmig umgesetzt sei, so der Kommunikations- und Medienstratege, werde die Marke gegenüber dem Markt und dem Kunden glaubhaft. Authentizität sei das Ergebnis. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es ein ehrliches Feedback und den objektiven Blick von außen. Wirkliche Kommunikationsprofis setzten an der Basis an, sprächen mit dem Unternehmen und entwickelten gemeinsam mit ihm eine ganz persönliche Erfolgsstrategie. Sparringspartner statt Dienstleister zu sein sei der Anspruch seiner Agentur, der digitalmedia.de GmbH. Beratung, Begleitung und erst am Schluss die handwerkliche Umsetzung auf Basis einer validen Grundlage, die 100 Prozent stimmig ist, sollte die n Devise sein.

W

Der Siebdruck Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik SIEBDRUCK

DIGITALDRUCK

DRUCKVEREDELUNG

Ihre Abo-Bestellung unter www.der-siebdruck.de Inserentenverzeichnis Beltron, Rödermark

drupa Messe Düsseldorf

43

121

Rheinmagnet, Neunkirchen

Dräger + Wullenwever

1U3

Teca-Print, CH-Thayngen

U4

Technigraf, Gräfenwiesbach

37

EBB-Folien, Kuppenheim

56

11

Daiber, Albstadt

9991117

9

Gabler, Bochum

U2

Vaneker & Koch, Krefeld

23

Geonit, Bad Kreuznach

13

Weber KG, Garching

15

Haas & Co., Wiesbaden

47

Wilke, Bielefeld

35

Handbuch-Manufaktur, Berlin

38

Kleinanzeigen

58

Der Siebdruck 02.2012


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 57

Wann?

Wo?

Was?

Nähere Informationen

02. 02. – 04. 02. 2012

Stuttgart

TV Messe

www.textilmesse.de

21. 02. – 24. 02. 2012

E-Barcelona

Fespa Digital

www.fespa.com

27. 02. – 28.02.2012

München

Farbmanagement - Grundlagen

www.fogra.org

27. 02. – 28. 02. 2012

Hofheim

Polar Bedienerkurse Schnellschneider

www.polar-mohr.com

29. 02. 2012

München

Farbmangement für Experten

www.fogra.org

29. 02. – 01. 03. 2012

Hofheim

Polar Compucut® Kurs

www.polar-mohr.com

01. 03. 2012

München

Farbmanagement im Digitaldruck

www.fogra.org

02. 03. 2012

München

Farbmanagement für Druckeinkäufer

www.fogra.org

07. 03. – 08. 03. 2012

München

Computer to Plate - Praxis UV/Thermal

www.fogra.org

07. 03. – 09. 03. 2012

CH-Schaffhausen

Verpackungsmaterialien

www.ipi.eu

19. 03. – 20.03. 2012

München

Prozesskontrolle im Offsetdruck

www.fogra.org

23.03.2012

Bad Kreuznach

Verklebeseminar Avery

www.geonit.com

26. 03. 2012

München

Vorbereitung zur Zertifizierung nach PSD

www.fogra.org

26. 03. – 27. 03. 2012

Hofheim

Polar Bedienerkurse Schnellschneider

www.polar-mohr.com

27.03. – 30. 03. 2012

München

Grundlagen der Drucktechnik

www.fogra.org

28. 03. – 30. 03. 2012

CH-Schaffhausen

Verpackungsmaterialien

www.ipi.eu

17.04. – 18.04. 2012

Tamm

Siebdruckbasiswissen

www.kiwo.de/www.marabu.de

24. 04. – 27. 04. 2012

München

Fehler an Druckerzeugnissen

www.fogra.org

03. 05. – 16. 05. 2012

Düsseldorf

Drupa

www.drupa.de

10. 05. – 11.05. 2012

Erfurt

Verklebeseminar 2, Vollverklebung, Orafol

www.geonit.com

22.05. – 23.05. 2012

Wiesloch

Siebdruckbasiswissen

www.kiwo.de/www.marabu.de

24. 05. 2012

Wiesloch

Anwendung von Siebdruckklebstoffen

www.kiwo.de

29. 05. – 30. 05. 2012

Hofheim

Polar Bedienerkurse Schnellschneider

www.polar-mohr.com

31. 05. – 01. 06. 2012

Hofheim

Polar Compucut® Kurs

www.polar-mohr.com

13. 06. – 15. 06. 2012

CH-Schaffhausen

Verpackungsmaschinen

www.ipi.eu

18.06. 2012

Bad Kreuznach

Kfz Tönung Workshop SunTek

www.geonit.com

19. 06. 2012

Bad Kreuznach

Verklebeseminar 2, Vollverklebung, Avery

www.geonit.com

20. 06. 2012

Bad Kreuznach

Verklebeseminar 2, Vollverklebung, 3M

www.geonit.com

21. 06. 2012

Bad Kreuznach

Verklebeseminar 2, Vollverklebung, Orafol

www.geonit.com

27. 06. – 29. 06. 2012

CH-Schaffhausen

Verpackungsmaschinen

www.ipi.eu

18. 09. – 23. 09. 2012

Köln

Photokina

www.photokina.de

21. 09. 2012

Bad Kreuznach

Verklebeseminar 1, Avery

www.geonit.com

25. 09. – 27. 09. 2012

Nürnberg

FachPack + PrintPack + Logintern

www.fachpack.de

08. 10. 2012

München

Vorbereitung zur Zertifizierung nach PSD

www.fogra.org

09.10. – 10.10. 2012

Tamm

Siebdruckbasiswissen

www.kiwo.de/www.marabu.de

10. 10. – 11.10. 2012

München

Prozesskontrolle im Offsetdruck

www.fogra.org

15.10. 2012

München

Farbverbindlicher Softproof - Workshop

www.fogra.org

Die Angaben über Messen – Lehrgänge – Veranstaltungen beruhen auf Angaben der Veranstalter. Die Auswahl und die Aufnahme in die Vorschau für den graphischen Siebdruck erfolgen nach sorgfältiger Überprüfung der zur Verfügung stehenden Unterlagen. Trotzdem kann für die Richtigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen werden, zumal terminliche Änderungen auch noch nach Fertigstellung der Druckunterlagen eintreten können. Redaktion »Der Siebdruck«

Der Siebdruck 02.2012

57

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Termine


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 58

Kleinanzeigen

Siebdruck-Zylinder-Vollautomat, in Höchstqualität

SAKURAI 38 x 52 Frottee-Tücher; Baumwoll-Taschen Taschentücher, Arbeitshandschuhe – Ideal zum Bedrucken – Telefon: 0 71 61 - 1 27 73 · Fax: 0 71 61 - 2 39 99 info@advertise.de

in Betrieb, gepflegt, 3000 Bg/h möglich Fotos vorhanden ! Tel/Fax 0043 664 179 50 44 walter.kneitschel@gmail.com

Steuler ist eine innovative, mittelständische Unternehmensgruppe mit ca. 2.000 Mitarbeitern. Die eigenständig am Markt operierenden Bereiche Industrieller Korrosionsschutz, Anlagenbau/Um welttechnik und Fliesen sind die Geschäftsfelder des Unternehmens.

Das Magazin für visuelle Kommunikationstechnik

Steuler-Fliesen (Mühlacker) überzeugt mit einem hochwertigen Wand-/Bodenfliesenprogramm und bildet im Verbund mit der Norddeutsche Steingut AG (Bremen), Nordceram (Bremerhaven) sowie der Kerateam Fliesenproduktions- und Vertriebs GmbH & Co. KG (Leisnig) eine starke Gruppe im Fliesenmarkt. An diesen vier deutschen Standorten produziert die Steuler-Fliesen-Gruppe unter eigenständigen Markennamen mit modernsten Fertigungsanlagen seit Jahren erfolgreich für den deutschen und internationalen Markt. Haben Sie Lust an der Umsetzung innovativer Ideen und exklusiver Designkonzepte „made in Mühlacker“ mitzuwirken?

Wir suchen zum frühestmöglichen Eintritt in unser Unternehmen eine/n

Siebdruckmeister/in oder Siebdrucker/in Sie arbeiten eng mit der Leitung der Dekorfertigung, der Entwicklungsabteilung und Ihren Kollegen in der Produktion zusammen. Dabei haben Sie Freiraum für eine selbstständige Tätigkeit.

Ihr Aufgabengebiet: Anleitung der Drucker, Arbeitsvorbereitung, Einrichtung der Maschinen, Drucküberwachung, Überführung von neuen Produkten aus der Laborphase in die Produktion Ihr Bewerberprofil: Entsprechende Ausbildung, praxisbezogene Berufserfahrung, evtl. Erfahrung in der Glas- bzw. Keramikherstellung

Interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen – gerne auch per E-Mail – an die Personalabteilung, Frau Schroeder (anja.schroeder@steuler-fliesen.de)

58

Der Siebdruck 02.2012

Steuler-Fliesen GmbH Industriestraße 78 · 75417 Mühlacker Telefon: 0 70 41 - 801-190 (-191) Telefax: 0 70 41 - 801-210 E-Mail: anja.schroeder@steuler-fliesen.de Internet: www.steuler-fliesen.de


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 59


01-60_DS02_k1_8_0_29_01_Layout 1 31.01.12 14:36 Seite 60

Everybody needs pad printing

W ir al lief le er s Ta fü n m rd po e nd n ru ck

Farben Klischees Drucktampons Zubehör Druckvorstufe Maschinen Schulungen . . .

www.tecaprint.com


Der Siebdruck - Magazin für visuelle Kommunikationstechnik - Februar 2012