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Anlagepolitik

Wirtschaft und Finanzm채rkte Mai 2011


Inhaltsverzeichnis 1  Editorial Schuldenabbau und Inflation

Titelbild Blühende Kirschbäume, Arboldswil, Basel-Land Foto: Roland Gerth

2  Wirtschaft Stoppt der Franken die Schweizer Konjunktur? 4  Zinsen und Renditen Gut Ding will Weile haben 5 Aktienmärkte Nachwirkungen des Tsunami 6  Währungen Nichts kann den Rückgang stoppen 7 Rohstoffmärkte Erdöl und Edelmetalle dominieren

8 Anlagestrategie Werden Risiken verdrängt?

Beilage Perspektive Wandel durch Handel Thomas Stadelmann, CIIA Strategieanalyst Aktienempfehlungsliste Impressum Herausgeber St.Galler Kantonalbank Private Banking St.Leonhardstrasse 25 CH-9001 St.Gallen Tel. +41 (0)71 227 97 00 Fax +41 (0)71 227 98 90 www.sgkb.ch Analystenteam Caroline Hilb Paraskevopoulos Patrick Häfeli Thomas Jäger Dr. Alexander F. Galli Redaktionsschluss 25. April 2011 Erscheinung monatlich


Editorial Schuldenabbau und Inflation Liebe Anlegerin Lieber Anleger Nachdem vor einem Jahr noch die Angst vor einer Deflation das vorherrschende Thema war, hat sich das Gespenst der Inflation wieder in den Vordergrund gedrängt. Beiden Themen ist gemeinsam, dass sie Ängste schüren – Inflation und Deflation sind so gesehen dankbare Themen. Wer Ängste schüren will, der nimmt es mit dem Wahrheitsgehalt seiner Aussagen oft nicht so genau. Gerade im Fall der «Inflationierung von Staatsschulden» werden die Fakten meistens als Nebensächlichkeit betrachtet. Insbesondere wird verschwiegen, dass dazu sehr hohe Inflationsraten notwendig sind. Bei einer jährlichen Inflationsrate von 5 % braucht es 15 Jahre, nur um die reale Schuld zu halbieren. Um die Schulden innert nützlicher Zeit wegzubringen, sind daher Inflationsraten von mehr als 20 % pro Jahr notwendig. Für eine Inflation in dieser Grös­senordnung müssen verschiedene Grundbedingungen erfüllt sein. Der politische Wille, eine hohe Inflation zu akzeptieren, muss vorhanden sein. Das ist die wichtigste Grundbedingung. Eine Entwertung des Geldes und damit eine Verarmung der Sparer mit den entsprechenden negativen Auswirkungen werden in Kauf genommen. Erst danach kann die Notenbank dazu übergehen, unkontrolliert Geld zu drucken und dieses in Umlauf zu bringen. Das «überflüssige» Geld hat aber nur eine preistreibende Wirkung, wenn durch die erhöhte Nachfrage ein Güter-

engpass entsteht. Steigende Preise setzen in diesem Fall eine Lohn-Preis-Spirale in Gang, die Kon­ trolle über die Inflationsentwicklung geht verloren. Der starke Anstieg der Inflation führt zu einem Vertrauensverlust in die Währung. Deshalb ist die Gläubigerstruktur eines Landes wichtig: Die Inflationierung der Schulden hat nur dann einen Nutzen, wenn das Land bei den eigenen Bürgern verschuldet ist. Ausländer, welche Währungsverluste befürchten müssten, würden ihre Finanzierung sofort einstellen, was unweigerlich zum Staatsbankrott führen würde. In Ländern, in denen die politische Unabhängigkeit der Notenbank gegeben ist, und dazu zählen alle wichtigen Industrieländer, sind diese Grundbedingungen allesamt nicht vorhanden. Die Inflationsraten werden in den nächsten Jahren ansteigen. Während Perioden mit einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum, wenn die Kapazitäten knapper werden, steigen die Preise zyklusbedingt an. Kaufkraftverluste in einer Grössenordnung, welche eine «Inflationierung der Schulden» ermöglicht, werden wir aber nicht sehen. Die Änderung der Zins­politik durch die EZB Anfang April ist ein klares Bekenntnis für die Erhaltung der Kaufkraft. Die Nationalbank, die Bank of England und die Fed werden zur passenden Zeit die gleichen Signale aussenden.

 Dr. Thomas Stucki Chief Investment Officer

Mai 2011 Anlagepolitik

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Wirtschaft Stoppt der Franken die Schweizer Konjunktur? Die Schweizer Wirtschaft hat einen guten Lauf. Auch aus diesem Grund steigt der Franken, was für die Schweizer Wirtschaft Fluch und Segen zugleich ist. Kann sein Höhenflug die Konjunkturlokomotive stoppen? Seit Ausbruch der Schuldenkrise in der Eurozone hat der Franken stetig an Wert zugelegt. Zum Euro legte er seit April 2010 15,7 % zu und auch gegenüber dem US-Dollar erstarkte der Franken im gleichen Zeitraum um 9,2 %. Der starke Franken stellt mittel- bis langfristig für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exportwirtschaft einen Belastungsfaktor dar. Aktuell allerdings sind die Auswirkungen noch überschaubar. Dabei ist der starke Franken Fluch und Segen zugleich. Während sich einige Firmen dank des starken Frankens günstiger mit Rohwaren oder anderen Inputfaktoren für die Produktion eindecken können, bekunden andere Firmen mehr Mühe, die wegen der Frankenstärke teureren Produkte im Ausland abzusetzen. Globale Konjunktur steuert Exportnachfrage Wie gross ist der Einfluss der Frankenstärke wirklich? Gegen Ende 2010 hat sich das Exportwachstum verlangsamt, es blieb aber positiv und der erwartete Einbruch aufgrund der Frankenstärke blieb aus. Gemäss Informationen der Konjunkturforschungsstelle KOF sind die Auftragsbücher der Unternehmen auch aktuell gut gefüllt. Allerdings müssen die Firmen die Aufwertung des Frankens über tiefere Margen kompensieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die tieferen Margen können für einzelne Firmen mittelfristig zu einem Belastungsfaktor werden. Dass die Auftragsbücher weiterhin gut gefüllt sind, bestätigt auf der anderen Seite, dass die Entwicklung der Exporttätigkeit in erster Linie von der Entwicklung der globalen Konjunktur abhängig ist. Nachdem wir von einer positiven Entwicklung der Weltwirtschaft 2011 ausgehen, erwarten wir auch eine weitere Unterstützung für den Exportsektor. Das KOF rechnet mit einem Export-Zuwachs von 3,5 % im Jahr 2011.

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Anlagepolitik Mai 2011

Die Frankenstärke hat gute Gründe Der Wechselkurs widerspiegelt grundsätzlich die Verfassung des entsprechenden Währungsraumes. Gerade im Falle des Frankens ist die Stärke berechtigt: Weder kämpft die Schweiz mit einer hohen Überschuldung, noch mit gros­ sen strukturellen Schwächen. Die Schweizer Wirtschaft hat sich trotz des grossen Finanzsektors vergleichsweise schnell von den Auswirkungen der Finanzkrise und der darauffolgenden Rezession erholt. Die Institutionen der Schweiz haben dazu einen grossen Beitrag geleistet, nicht zuletzt die Schweizerische Na­ tionalbank (SNB). Diese hat mit dem Aufkauf der «giftigen Papiere» von der UBS eine «Bad Bank» geschaffen und damit den systemrelevanten Heilungsprozess bei der Grossbank ermöglicht. Dieser ist noch nicht abgeschlossen,

Wirtschaft in Kürze (Zahlen per 25.04.2011)

Schweiz Deutschland Eurozone USA

Japan

Reales BIP QoQ

0,9  %

0,4  %

0,3  %

3,1  %

-0,3  %

Inflation YoY

1,0  %

2,1  %

2,7  %

2,7  %

-0,2  %

Arbeitslosenrate

3,4  %

7,1  %

9,9  %

8,8  %

4,6  % Quelle: Bloomberg

Schweizer Konjunktur zeigt ihre starke Seite

in % 2.50

5 4

2.00

BIP Wachstum

3

1.50

2

1.00

1

0.50

0

0

Inflationsrate

-1

Prognose

- 1.00

-2 -3 -4

- 0.50

- 1.50

KOF Konjunktur Barometer (Skala rechts) 2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

- 2.00

Quelle: Thomson Reuters Datastream


aber aktuell dürfte die Schweiz durch die Grossbanken kaum in ihren Grundfesten erschüttert werden. Auch ist der Schweizer Aufschwung breit abgestützt. Er manifestiert sich nicht nur in einer regen Investitionstätigkeit, sondern gerade auch der private Konsum wird 2011 einmal mehr einen positiven Wachstumsbeitrag leisten. Neben der Zuwanderung dürfte vor allem auch die aufgehellte Situation am Arbeitsmarkt den privaten Konsum unterstützen. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 3,4 %. Wir gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit vor allem im ersten Halbjahr noch einmal sinken wird und sich dann im 2. Halbjahr stabilisieren dürfte. Vom privaten Konsum erwarten wir einen positiven Wachstumsbeitrag, gemäss KOF dürfte er 1,6 % betragen.

Starker Franken schlägt sich nur langsam auf die Exporte durch

in % 115

15 10 5

Wachstum der Exporte (6M gleit. Durchschnitt)

110

105

0 -5 -10

CHF realer Wechselkurs, indexiert (Skala rechts)

100

95 -15 90

-20 2006

2007

2008

2009

2010

2011 Quelle: Thomson Reuters Datastream

Überhitzung am Immobilienmarkt? Die Preise für Wohneigentum in der Schweiz sind in den letzten Jahren gestiegen. Vor allem in den Ballungsgebieten rund um Zürich oder den Genfersee zeigen sich Überhitzungstendenzen. Auch in einigen Ferienregionen sind die Preise stark angestiegen, ansonsten aber war der Preisanstieg moderat. Das tiefe Zins­ niveau hat sicher einige zum Häuserkauf animiert, denn die tiefen Zinsen machen Wohneigentum billiger. Ob dieser Umstand aber reicht, um am Schweizer Häusermarkt eine Blase entstehen zu lassen, zweifeln wir an. Sicher werden sich die Häuserpreise in Zukunft nicht nur auf einer Einbahnstrasse nach oben bewegen und Wertberichtigungen sind durchaus möglich. Das aktuelle Preisniveau ist ein Spiegel des tiefen Zins­niveaus, aber vor allem auch der robusten Wirtschaftsentwicklung. Selbst wenn die SNB im September beginnt an ihrer Zinsschraube zu drehen, werden die Auswirkungen überschaubar bleiben. Die Frankenstärke wird den Infla­tionsdruck in der Schweiz unter Kon­trolle halten. We like Switzerland Wir erwarten für die Schweiz auch weiterhin ein solides Wirtschaftswachstum im 2011, nach äusserst starken Quartalen rechnen wir mit einer zyklischen Abschwächung. Lediglich ein erneutes Aufflammen der Finanzkrise, eine starke Überhitzung am Immobilienmarkt, welche den Finanzsektor in Mitleidenschaft ziehen könnte, oder der Ausbruch einer globalen Rezession könnten der Schweiz einen Strich durch die Rechnung machen und sie in eine erneute Rezession führen. Aktuell schätzen wir die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes Aufflammen der Finanzkrise als sehr klein ein, auch eine erneute globale Rezession wird sich in den nächsten 12 Monaten nicht einstellen. Weil die Zinsen nicht von heute auf morgen explodieren, dürfte auch die Gefahr für den Immobilienmarkt überschaubar sein. Der starke Franken gehört sicher zu den Faktoren, welche die Schweiz auf die Probe stellen könnten. Solange aber die globale Konjunktur gut läuft, wird der Effekt auf Makroebene überschaubar bleiben.  n

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Zinsen und Renditen Gut Ding will Weile haben Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit der an der letzten Ratssitzung beschlossenen Leitzinserhöhung um 0,25 % die erste der grossen Notenbanken, die nach der mittlerweile fast zwei Jahre dauernden Tiefzinsphase wieder eine etwas restriktivere Zinspolitik einschlägt. Doch wie geht es nun weiter? Die Ausgangslage war und ist für die Europäische Zentralbank nicht einfach. Die bestehende Divergenz zwischen den Euro-Ländern macht eine einheitliche Geldpolitik kompliziert. Während in Deutschland der Konjunkturmotor brummt, kämpfen die peripheren Länder mit einer rezessiven Konjunktur. Da die Zinserhöhung der EZB allerdings bereits allgemein erwartet wurde, hatte sie keine grossen Auswirkungen auf die europäische Zinslandschaft. Sie dient viel mehr der Eindämmung aufkommender Inflationserwartungen. EZB-Präsident Trichet hat dementsprechend an der darauffolgenden Pressekonferenz auch betont, dass der Entscheid keinesfalls als Beginn eines Zinserhöhungs-Zyklus angesehen werden sollte. Wir erwarten einen langsamen Anstieg des EZB-Leitzinssatzes Auch wir gehen nicht von einem Zinserhöhungs-Zyklus aus, bei dem der Leitzins monatlich erhöht wird. Vielmehr erwarten wir, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins quartalsweise um 0,25 % erhöhen wird. Da dadurch die Inflationserwartungen frühzeitig eingedämmt werden, sehen wir auch bei den längerfristigen Renditen trotz erfreulich guter Konjunktur nur leicht ansteigende Zinsen. Wie verhält sich nun die SNB? Aufgrund des tiefen Inflationsdrucks in der Schweiz besteht für die Schweizerische Na­ tionalbank (SNB) kein Grund zur Eile. Ein höheres Zinsniveau in der Eurozone bedeutet Unterstützung für den Euro. Ein stärkerer Euro ist klar im Interesse der SNB und würde die heimische Exportwirtschaft unterstützen. Unsere Einschätzung der Geldpolitik der SNB hat sich deshalb nicht verändert. Wir erwarten den 1. Zinsschritt weiterhin im September

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Anlagepolitik Mai 2011

2011 und sehen im Dezember 2011 einen 2. Zinsschritt. Erster Zinsschritt in den USA erst 2012 Die US-Notenbank Fed wird mit einer ersten Zinserhöhung noch länger zuwarten. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Während die Arbeitslosenrate in den letzten Wochen bereits kräftig zurückgekommen ist, zeigt sich die Erholung bei den neugeschaffenen Stellen und den Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung graduell. Wir gehen davon aus, dass die Fed noch bis ins Frühjahr 2012 mit einer Zinserhöhung zuwarten wird. Bis dahin muss sich die Situation am Arbeitsmarkt weiter verbessern. n

Ausblick Leitzins

25.04.2011*

In 3 Monaten

In 12 Monaten

Schweiz (SNB)

0,25  %

0,25  %

1,00  %

Eurozone (EZB)

1,25  %

1,50  %

2,25  %

USA (Fed)

0,25  %

0,25  %

0,75  % *Quelle: Bloomberg

Ausblick Kapitalmarktrenditen Staatsanleihen (10 Jahre)

25.04.2011*

In 3 Monaten

In 12 Monaten

Schweiz

2,05  %

2,10  %

2,30  %

Deutschland (Eurozone)

3,25  %

3,55  %

3,70  %

USA

3,34  %

3,60  %

4,00  % *Quelle: Bloomberg

Leitzinsen nach wie vor auf tiefem Niveau; EZB läutet Zinswende ein

6% 5% 4% 3% 2% 1% 0%

2007

2008 SNB

2009 EZB

2010 Fed

2011

Quelle: Bloomberg


Aktienmärkte Nachwirkungen des Tsunami Das Beben, das vor rund einem Monat Japan und auch die Weltaktienmärkte erfasste, verursacht immer noch Nachbeben. Aus diesem Grund ist die Performance einiger Indizes seit Jahresbeginn bescheiden. Das vom Tsunami und der Reaktorkatas­trophe in Fukushima geplagte Japan konnte sich nur teilweise erholen. Sowohl der Nikkei als auch

Aktienmärkte

Kurs-Gewinn Verhältnis (mit erwarteten Gewinnen)*

Year to Date (25.04.2011)*

SMI

12,51

0,33  %

EuroStoxx 50

10,11

 5,14  %

DAX

11,42

5,51  %

S&P500

13,68

6,17  %

Nikkei 225

14,32

-6,55  %

MSCI Emerging Markets

11,72

5,04   % *Quelle: Bloomberg

Japan kann wegen der Katastrophe nicht mithalten

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%-Veränderungen seit 1. Januar 2011

der Topix bewegen sich immer noch im negativen Bereich. SMI kommt nicht vom Fleck Unterdurchschnittlich war die Performance im abgelaufenen Monat auch in der Schweiz. Trotz guter Firmenabschlüsse konnten sich die Aktienkurse einiger Index-Schwergewichte nicht halten und zogen den gesamten Aktienmarkt in den Minusbereich. Nicht zuletzt wegen des starken Schweizer Franken mussten sie Margenverengungen in Kauf nehmen. Nestlé büsste deswegen knapp 3 % ein und auch Adecco verlor seit Jahresbeginn gut 2 %. Recht hart getroffen wurden die Luxusgüter­ hersteller Swatch und Richemont, die knapp 3 % bzw. 4 % einbüssten. Eher strukturelle Probleme scheinen zurzeit Novartis und Julius Bär zu plagen. Spitzenreiter unter den SMI-Titeln ist das Medtech-Unternehmen Synthes. Gut im Trend liegt auch das Agrar-Unternehmen Syngenta. Dass die UBS mit 7 % deutlich im Plus liegt, hängt vor allem mit der massiven Zurückstutzung des Ak­tienkurses im letzten Jahr zusammen. Glencore geht an die Börse Die Ankündigung des Baarer Rohstoffriesen Glencore im kommenden Monat an die inter­ nationalen Börsen zu gehen, weckte auf den Märkten hohe Erwartungen. Glencore, die am Umsatz gemessen grösste schweizerische Unternehmung, gehört zu den 10 grössten Rohstoff­ konzernen der Welt. Die Zeit für ein Initial Public Offering (IPO) ist sicherlich gut, sind doch die Rohstoffmärkte als Folge der weltweiten konjunkturellen Erholung im Aufwind.

5 0 -5 SMI DAX Dow Jones Nikkei Nasdaq

- 10 - 15 - 20 31.12.2010

21.01.2011

11.02.2011

04.03.2011

25.03.2011

15.04.2011 Quelle: Thomson Datastream

Schwellenländer mit Rückenwind Von den steigenden Rohstoffpreisen profitierten in den letzten Wochen auch die Aktienmärkte Osteuropas. Rumänien, Ungarn und Russland sind die L��nder, deren Aktienindizes stark stiegen. Aber auch China scheint nach einer längeren Durstphase wieder Aufwind zu bekommen. Die Börse in Shanghai ist seit Jahresbeginn wieder mit 12  % im Plus. Auch die asiatischen Tiger machen kontinuierlich Boden gut.  n

Mai 2011 Anlagepolitik

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Währungen Nichts kann den Rückgang stoppen Nichts scheint den Wertzerfall des US-Dollars aufhalten zu können. Längst sorgt sein Rückgang nicht mehr für grosse Schlag­ zeilen. Weil der US-Dollar nach wie vor die Währung mit der höchsten Zahl täglicher Transaktionen ist, ist das erstaunlich. Wie lange noch bleibt der schwache US-Dollar unbeachtet? Noch im Juni 2010 kostete 1 US-Dollar 1,16 Franken. Rund 1,20 US-Dollar mussten damals für 1 Euro bezahlt werden. Heute präsentiert sich die Situation komplett anders. Heute kostet 1 US-Dollar noch 88 Rappen. Dass der Greenback gegenüber dem Franken unter Parität notiert, ist inzwischen zur Gewohnheit geworden. Der Euro konnte sich gegenüber dem US-Dollar im gleichen Zeitraum trotz schwelender Schuldenkrise klar aufwerten. Inzwischen ist ein Euro wieder 1,46 US-Dollar wert, das entspricht einer Aufwertung von 11,3 % seit Jahresbeginn. Auf Spurensuche Warum ist der US-Dollar so schwach? Gründe für einen schwachen US-Dollar gibt es einige. Sicher sprechen die fundamentalen Rahmen­ bedingungen des US-Dollars nicht für eine signifikante Wertsteigerung. Zu den schwachen Rahmenbedingungen gehören sowohl das Handelsbilanz- als auch das wachsende Haushaltsdefizit. Vor allem die expansive Geldpolitik der US-Notenbank Fed belastet den Greenback. Im Reigen der wichtigen Notenbanken, dazu zählen wir die EZB und auch die SNB, dürfte die Fed als letzte an der Zinsschraube drehen. Ganz allgemein leidet der US-Dollar unter einem stetigen Vertrauensverlust. Die wachsende Staatsverschuldung setzt in diesem Zusammenhang dem US-Dollar zu, aber auch die wirtschaftliche Bedeutung der USA wird wiederholt hinterfragt. Der wirtschaftliche Einfluss der USA nimmt ab. Allerdings sind die USA unverändert die grösste Volkswirtschaft der Welt und auch der zweitgrösste Exporteur.

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Anlagepolitik Mai 2011

Was könnte den US-Dollar stärken? Die positive Entwicklung der US-Konjunktur müsste dem US-Dollar bereits Unterstützung bieten. Bisher aber werden die mehrheitlich positiven Daten am Markt zwar wahrgenommen, sie finden aber lediglich Eingang in die Aktienmarktentwicklung. Am Devisenmarkt ziehen sie noch ohne Wirkung vorbei. Sobald die Fed Signale für eine restriktivere Geldpolitik sendet, dürfte der US-Dollar profitieren. Denn wir gehen davon aus, dass der Markt eine Zinserhöhung durch die Fed als Zeichen für eine gute Konjunktur interpretieren wird. Ebenfalls könnte ein erneutes Aufflammen der Schuldendiskussion in der Eurozone den Greenback gegenüber dem Euro stützen.  n

Ausblick Währungen Währungen

Per 25.04.2011*

In 3 Monaten

In 12 Monaten

EUR/CHF

1,2855

1,29 – 1,34

1,35 – 1,40

USD/CHF

0,8786

0,90 – 0,95

0,90 – 0,95

EUR/USD

1,4632

1,39 – 1,44

1,45 – 1,50 *Quelle: Bloomberg

Der US-Dollar bleibt unter Druck

1.6 1.5 1.4 1.3 1.2 1.1 1 0.9 0.8 Jan 09

Apr 09

Jul 09

Okt 09

Jan 10

USD/CHF

Apr 10

Jul 10

Okt 10

Jan 11

Apr 11

EUR/USD Quelle: Bloomberg


Rohstoffmärkte Erdöl und Edelmetalle dominieren Der Goldpreis hat im April neue Höhen erklommen und nach mehreren Anläufen die 1500 US-Dollar Grenze durchbrochen. Optimisten, die schon seit längerer Zeit mit einem höheren Goldpreis je Unze rechneten, sehen sich weiter in ihren Erwar­ tungen bestätigt.

Diese Erwartungen basieren auf der Annahme, dass die weltweit sehr expansive Geldpolitik seit dem Jahre 2008 unweigerlich in eine galoppierende Inflation münden müsste; eine Einschätzung, die wir so nicht teilen. Sowohl private Anleger als auch grosse institutionelle Investoren suchen in Phasen mit viel Liquidität und sehr tiefen Zinssätzen nach gewinnbringenden Anlagealternativen. Edelmetalle gesucht Zu diesen Alternativen gehören Edelmetalle, an erster Stelle Gold. Davon gibt es zwar relativ viel, aber es sieht anziehend schön aus und es wird auch industriell verarbeitet. Nachdem der Goldpreis im Frühjahr 2008 die 1000-er Marke überschritt, liegt er nun bei 1500 US-Dollar. Diese Flucht in Edelmetalle lässt sich wegen der Angst vor einer drohenden Inflation zwar durchaus erklären, dennoch wirkt die Preisentwicklung verunsichernd. In der Vergangenheit endeten ähnliche Preisanomalitäten häufig in einem rasanten Preissturz. Vor dem Hintergrund des unserer Meinung nach doch sehr hohen Goldpreises und angesichts der Tatsache, dass wir von einer Phase steigender Zinsen ausgehen, stehen wir einem Einstieg kritisch gegenüber.

Gold und Erdöl bleiben weiterhin gesucht, aber aus unterschiedlichen Gründen

Goldpreis

Erdölpreis

1600

150

1500 130

110

Erdölpreis WTI in USD per Fass

1400 1300

Goldpreis in USD per Unze

1200 90 1100 1000

70

900 50 800 700

30 01.01.2008

01.01.2009

01.01.2010

01.01.2011

Quelle: Thomson Reuters Datastream

Erdölpreis von Konjunktur und Politik getrieben Aber nicht nur die Edelmetalle sorgten erneut für Schlagzeilen, sondern auch der Erdölpreis zog die Aufmerksamkeit der Händler auf sich. Trotz riesiger Staatsverschuldung in den USA und in Europa, haben sich die Wirtschaftsaussichten in den meisten Volkswirtschaften in den letzten Monaten weiter verbessert. Eine Per­spektive, die auf dem Erdölmarkt Spuren hinterliess. Die Nachfrage nach Energieträgern hat zugenommen und folglich auch den Erdölpreis weiter ansteigen lassen. Für die europäische Sorte Brent muss jetzt 124 US-Dollar und für WTI 111 US-Dollar je Fass bezahlt werden.  n

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Anlagestrategie Werden Risiken verdrängt? Die Katastrophe im japanischen Atom­ kraftwerk von Fukushima ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Entsprechend ist sie an den Finanzmärkten Mitte April auch kein Thema mehr und wird von den Anlegern verdrängt. Fukushima hat aber das Potenzial, jederzeit wieder zu einem Unsicherheits­faktor zu werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Bürgerkrieg in Libyen und den politischen Unruhen in anderen arabischen Ländern. Auch die Schuldenkrise in Europa, welche vor einem Jahr noch Anlass zu Untergangsszenarien und einem Werteinbruch des Euro gegeben hatte, wird heute fast schon mit einem müden Lächeln verfolgt. Die erwähnten Risiken haben gemeinsam, dass sie in erster Linie nicht wirtschaftlicher Natur sind und vor allem über die Psychologie die Finanzmärkte beeinflussen. Überhitzungstendenzen in China Ein zentraler Faktor wirtschaftlicher Natur sind die anhaltenden Überhitzungstendenzen in den Schwellenländern, allen voran in China. Die Bemühungen der People’s Bank of China, durch Zinserhöhungen und höhere Zwangsrücklagen für Banken das überbordende Kreditwachstum zu bremsen, sind bisher noch nicht erfolgreich. Die Folge sind weiter anziehende Immobilienpreise und Inflationsraten. Das Platzen einer Immobilienblase in China hätte negative Aus­ wirkungen auf die ganze Weltwirtschaft. Ein kontrolliertes Abbremsen des Wachstums, ein sogenanntes «Soft Landing», ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir gehen davon aus, dass die chinesische Zentralbank die Überhitzungstendenzen weiter «abkühlen» will und rechnen mit weiteren Zinserhöhungen. Fundamentale Rahmenbedingungen für die Firmen unverändert gut Wir wollen die vorhandenen Risiken nicht herunterspielen und beobachten die Risikolandschaft intensiv. Die fundamentalen Rahmenbedingungen für die Finanzmärkte sind aber nach wie vor gut. Dies wird sich auch in der angelaufenen Berichtssaison der Unternehmen für das erste Quartal zeigen. Die Ergebnisse der Firmen profitieren von der guten wirtschaftlichen Entwick8

Anlagepolitik Mai 2011

lung in vielen Ländern und Regionen. Im letzten Jahr stiegen die Unternehmensgewinne vor allem dank den umgesetzten Kostensparmassnahmen und höheren Gewinnmargen. In diesem Jahr spielen eine höhere Endnachfrage und damit steigende Umsätze die zentrale Rolle. Unterstützt werden die Firmen von einem nach wie vor für Investitionen sehr freundlichen Zinsumfeld. Historisch gesehen sind die Zinsen immer noch tief. Einen spürbaren Einfluss auf die Gewinnausweise wird die Währungsentwicklung haben. Während die Ergebnisse der Schweizer Unternehmen durch die Stärke des Frankens geschmälert werden, profitieren die in US-Dollar berichtenden Firmen von Währungsgewinnen. Da die amerikanische Börse als Signalgeber für die weltweiten Aktienmärkte wichtig ist, werden die Aktienmärkte insgesamt davon positiv beeinflusst werden. Konklusion Wir halten an unserem Übergewicht in Aktien fest. Die fundamentalen Grundlagen sprechen für Anlagen in Aktien, deren Bewertung im historischen Vergleich immer noch attraktiv ist. Zudem fehlen gleichwertige Alternativen. Die Obligationen haben in Erwartung steigender Zinsen nur ein beschränktes Potenzial. Die Rohstoffe und die Edelmetalle sind nach dem Kurssprung der letzten Wochen überkauft und anfällig für Korrek­turen. Innerhalb der Aktien halten wir regional ein Übergewicht in den USA. n Anlagestrategie

Aktien

Obligationen

Industrieländer

Schwellenländer

Staatsanleihen

Unternehmensanleihen

Lange Laufzeiten Euro Edelmetalle

Kurze Laufzeiten US-Dollar Konjunktursensitive Rohstoffe


Perspektive Wandel durch Handel Die Schwellenländer gewinnen immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung. Noch vor zwanzig Jahren betrug ihre Wirtschaftsleistung ein Viertel vom Anteil der führenden Wirt­ schaftsblöcke am globalen BIP; und dies trotz acht Mal grösserer Bevölkerung. Dieses Verhältnis ist im Wandel begriffen. Was sind die Gründe für diesen Trans­formations­ prozess? Galten die BRIC-Staaten Brasilien, Indien, China und Russland noch vor zwanzig Jahren als wirtschaftliche Sorgenkinder mit schwacher Währung und galoppierender Inflation, so hat sich ihre wirtschaftliche Anerkennung in der Weltgemeinschaft in jüngster Zeit gewandelt. Während einige Länder heute noch mehrheitlich als reine Rohstoffzulieferer fungieren, sind andere Staaten daran, vom rein exportorientierten Wachstumsmodell in ein zunehmend konsumorientiertes Modell überzugehen. Interessant ist, dass in diesen Ländern heute in wachsendem Masse hochwertige Güter und Dienstleistungen hergestellt werden, welche auch international konkurrenzfähig sind. Ein Grossteil dieser Länder hat mittlerweile auch dank seiner Notenbanken die Reputation auf den internationalen Kapitalmärkten deutlich verbessern können und sieht sich mittlerweile mit grossen Kapitalzuflüssen aus den Industrie­ ländern konfrontiert. Globalisierung 2.0? Heute werden immer mehr Länder in den Globalisierungsprozess eingebunden und es tauchen «neue» Länder auf, welche am Beginn eines Transformationsprozesses stehen: Die Investmentbank Goldman Sachs spricht nach den «BRIC Staaten» bereits von den «Next -11 Ländern», welche das wirtschaftliche Erbe der BRIC-Länder antreten könnten und verstärkt in den Welthandel eingebunden werden. Das gestärkte Vertrauen in Verbindung mit Liberalisierungsprozessen, aber auch der zunehmende internationale Handel und globale Kapitalströme haben dazu geführt, dass sich die Kluft in den letzten Jahren reduziert hat und sich die wirtschaftlichen Kräfte weltweit zugunsten der BRIC-Staaten und Emerging Markets verlagert

haben. So beträgt ihr Anteil am Welt-BIP heute gegen 30 %; noch vor 20 Jahren betrug der Anteil erst die Hälfte. In fünf Jahren soll gemäss IMF bereits die 40 %-Hürde angepeilt werden. China als Vorreiter? Die verstärkte Vernetzung der Länder hat sich in der Folge auch massiv auf die Handelsströme ausgewirkt. Lange waren die Welthandelsströme weitgehend auf die USA, Europa und Japan konzentriert. Seit gut zwanzig Jahren drängt mit China eine neue aufstrebende Wirtschaftsmacht auf den Weltmarkt, welche exemplarisch für die wirtschaftliche Transformation in den Entwicklungsländern steht. Befeuert von komparativen Kostenvorteilen hat das Reich der Mitte weltweit immer mehr Konsumbedürfnisse der Industrienationen befriedigt. Da sich der Welthandel zu 80 % über den Seeweg abspielt, hat diese Entwicklung in der Infrastruktur des Landes ihre Spuren hinterlassen. Heute befinden sich sieben der weltweit zehn grössten Frachthäfen in China und dokumentieren den Aufstieg Chinas als «Fabrik der Weltwirtschaft» mehr als eindrücklich. Aber auch in China selbst zeigt sich dieser Wandel; hier hat sich innert kürzester Zeit eine neue Mittelschicht gebildet, welche mit wachsendem Wohlstand ebenfalls die Lust am Konsum entdeckt hat.

Schwellenländer gewinnen an Bedeutung

70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Bevölkerug

BIP

1991– 94

Bevölkerung

BIP

2000 – 04

BRIC & Emerging Markets

Bevölkerung

BIP

2005– 09

USA

Bevölkerung

BIP

2015

Eurozone Quelle: IMF, eigene Darstellung

Mai 2011 Beilage zur Anlagepolitik


Wachsende Mittelschicht Wie bereits erwähnt, wird auch der Transformationsprozess in China einen Einfluss auf die Handelsströme haben: Da sich das Land zunehmend von der Rolle als billiger Produktionsstandort in der internationalen Gemeinschaft löst, wird es in Zukunft dank grösserem Wohlstand vermehrt inländische Konsumenten versorgen. Dies sorgt für eine zusätzliche Nachfrage aus dem Inland. Um den Rohstoffhunger zu stillen, schauen sich chinesische Firmen daher seit geraumer Zeit nach Investitionsmöglichkeiten in Afrika um, wo die Widerstände der politischen Führer gegen ausländische Inves­ toren klar geringer sind. Es ist daher davon auszugehen, dass auch auf dieser Seeroute die Volumina stark steigen werden. Licht und Schatten Leider hat das immense Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft auch seine Schattenseiten, welche die Lebensqualität der Bevölkerung mehr und mehr beeinflussen. Enormer Ressourcenverbrauch verbunden mit zunehmender Umweltzerstörung hat die Zentralregierung in

Wer kauft chinesische Produkte?

Anteil chinesischer Güter gemessen an der Handelsbilanz ausgewählter Länder 18%

China deshalb veranlasst, den bisherigen Wachstumspfad in angepasster Form fortzusetzen. Der neue, im März dieses Jahres verabschiedete Fünf-Jahres-Plan strebt eine Neuausrichtung der Wirtschaft Chinas an. Im Vordergrund steht in Zukunft ein vermehrt qualitatives Wachstumsmodell, in welchem auch die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung stärker berücksichtigt werden soll. Der Exportweltmeister will nicht mehr so sehr von seinen billigen Ausfuhren abhängig sein, sondern stärker den heimischen Privatkonsum ankurbeln und deshalb nebst Forschung und Entwicklung auch das soziale Sicherungssystem ausbauen. Ein weiteres Ziel ist auch die Reduktion des Ener­gieverbrauchs, denn es wird in Zukunft immer schwieriger werden, das hohe Wachstums­ tempo mit demselben Ressourcenverbrauch voranzutreiben. Fazit Der Prozess der arbeitsteiligen Weltwirtschaft ist unumkehrbar. Der höhere Anteil der aufstrebenden Länder am globalen Güteraustausch, an den Finanzströmen und am Finanzvermögen manifestiert sich in einem merklich wachsenden Wohlstand der Mittelschicht und einem steigenden Welt-BIP-Anteil. Die am weltumspannenden Handel teilhabenden Volkswirtschaften Asiens und Südamerikas haben zu einem gewaltigen Aufholprozess angesetzt und haben immer noch grosses Aufholpotential gegenüber den heutigen Industrienationen. Insbesondere vom privaten Konsum und dem Ausbau der Infrastruktur ist das grösste Potential zu erwarten. Von dieser Entwicklung können alle Volkswirtschaften profitieren. Der steigende Verkauf von Luxuskarossen und teuren mechanischen Uhren in China widerspiegelt bereits heute nur eine Seite dieses Trends. n

16% 14%

Um vom Wandel in China optimal profitieren

12%

zu können, empfehlen wir einerseits den First

10%

State Greater China Fund – Valor 3980692

8%

(EUR) – oder den All-in-One China Basket –

6%

Valor 10559592 (USD) – den wir zusammen

4%

mit Goldman Sachs aufgelegt haben. Beide

2%

Wertpapiere investieren in Unternehmen, die

0% 1980

USA

1990

Japan

2000

Deutschland

2005

Brasilien

vom wachsenden Wohlstand in China profitie-

2008

Indien

Australien Quelle: IMF, eigene Darstellung

Beilage zur Anlagepolitik Mai 2011

ren sollten. Der Basket hat eine Laufzeit bis April 2013.


Empfehlungen Aktien Valor Whg Unternehmen Sektor

Kurs 25.04.11

KGV 2011E

K/B aktuell

Rendite in %

Schweiz 1213860

CHF

Adecco SA

Industrie

62.35

16.1

2.4

1.2

11024060

CHF

AFG Arbonia-Forster Hldg

Industrie

35.75

14.6

1.1

1.4

4323836

CHF

Aryzta AG

Nicht-zyklischer Konsum

47.30

12.0

1.9

1.0

4503965

CHF

Cie Financiere Richemont SA

Zyklischer Konsum

54.80

20.0

3.5

0.6

1064593

CHF

Givaudan SA

Grundstoffe

962.50

16.8

2.5

2.1

1221405

CHF

Holcim Ltd

Grundstoffe

76.00

18.4

1.3

2.0

637289

CHF

Interroll Holding AG

Industrie

437.25

16.2

2.7

0.0

1179595

CHF

Kaba Holding AG

Industrie

380.50

13.8

4.4

1.8

2523886

CHF

Kuehne + Nagel

International AG Industrie

135.40

22.5

6.4

2.0

3886335

CHF

Nestle SA

Nicht-zyklischer Konsum

53.85

16.3

2.8

3.4

1200526

CHF

Novartis AG

Gesundheit

50.95

10.4

2.0

4.3

1203204

CHF

Roche Holding AG

Gesundheit

136.60

10.4

12.4

4.8

874251

CHF

Swisscom AG

Telekommunikation

410.50

11.0

3.4

2.9

1233237

CHF

Swiss Reinsurance Co Ltd

Finanzen

50.70

18.0

0.8

2.0

1103746

CHF

Syngenta AG

Grundstoffe

309.50

17.7

4.3

1.9

1107539

CHF

Zurich Financial Services AG

Finanzen

238.50

9.4

1.2

6.7

123397

EUR

BNP Paribas

Finanzen

51.42

7.2

0.9

4.1

829257

EUR

Deutsche Bank AG

Finanzen

40.94

7.1

0.8

1.8

1124244

EUR

Deutsche Post AG

Industrie

12.87

10.7

1.5

5.1

4334819

EUR

E.ON AG

Versorger

22.24

11.8

1.0

6.8

2200367

EUR

GDF Suez

Versorger

27.16

13.1

1.0

5.5

335910

EUR

Henkel AG & Co KGaA

Nicht-zyklischer Konsum

45.62

14.5

2.5

1.6

412799

EUR

Merck KGaA

Gesundheit

67.03

9.2

1.4

1.9

826858

EUR

Telefonica SA

Telekommunikation

17.61

9.5

3.2

8.6

1160189

NOK Telenor ASA

Telekommunikation

87.40

11.3

1.6

4.3

524773

EUR

Energie

Europa

Total SA

396765 GBp WM Morrison Supermarkets PLC

Nicht-zyklischer Konsum

42.05

7.7

1.6

5.4

286.40

12.7

1.4

3.7

Nordamerika 1420227

USD

Aeropostale Inc

Zyklischer Konsum

25.60

10.0

5.0

0.0

1063975

USD

Energizer Holdings Inc

Nicht-zyklischer Konsum

70.93

13.4

2.3

0.0

933071

USD

General Electric Co

Industrie

19.89

14.5

1.7

3.0

1916494

USD

Google Inc

Technologie

525.05

15.4

3.4

0.0

1161460

USD

JPMorgan Chase & Co

Finanzen

44.61

9.0

1.0

2.2

10683053

USD

Merck & Co Inc

Gesundheit

34.33

9.3

1.9

4.4

951692

USD

Microsoft Corp

Technologie

25.61

10.0

4.4

2.5

3334731

USD

Noble Corp*

Energie

42.07

20.3

1.5

0.0

134820

USD

Ultra Petroleum Corp

Energie

47.86

17.8

6.4

0.0

Mai 2011 Beilage zur Anlagepolitik


Valor Whg Unternehmen Sektor

Kurs 25.04.11

KGV 2011E

K/B aktuell

Rendite in %

71.95

9.9

2.1

4.2

5.22

10.7

1.0

0.0

Asien/Pazifik/Schwellenländer 1099448

HKD

China Mobile Ltd

Telekommunikation

10400408

USD

Federal Hydrogenerating Co JSC

Versorger

1002318

USD

Gazprom OAO

Energie

762413

JPY

Kurita Water

Industries Ltd Industrie

3422370

AUD

Macquarie Group Ltd

Finanzen

914318

JPY

Mitsui OSK Lines Ltd

Industrie

1067428

HKD

PetroChina Co Ltd

Energie

763276

JPY

Shin-Etsu Chemical Co Ltd

Grundstoffe

16.80

13.0

0.9

0.0

2370.00

17.6

1.5

1.6

35.26

13.0

1.1

0.0

461.00

9.1

0.9

2.2

11.88

10.8

1.9

3.5

4220.00

15.8

1.2

2.4

Strukturierte Produkte 11165170

CHF

Emerging Infrastructure Basket 11/13

925.45

11416997

EUR

Best of Germany Basket 06/12

117.20

10559592

USD

All in one China Basket 04/13

98.75

11138618

USD

Deep Offshore & Exploration 03/13

120.60

11919083

EUR

European Top Dividend 06/12

93.52

12420770

CHF

Rising Japanese Sun Basket 02/13

799.61

10716340

CHF

Schweizer Small & Mid Cap Basket II 12/12

106.30

10681495

CHF

Valuable Health & Care Basket 11/11

1051.00

11492192

USD

Best of India Basket 11/14

983.50

12820130

CHF

Natural Gas Basket 04/13

97.96

Whg= Währung; KGV= Kurs-Gewinn-Verhältnis; K/B= Kurs/Buchwert Verhältnis; Rendite= Dividendenrendite *Unternehmenssitz ungleich Börsenplatz

Disclaimer: Die Angaben auf dieser Empfehlungsliste und insbesondere die Beschreibung zu einzelnen Wertpapieren stellen weder eine Offerte zum Kauf der Produkte noch eine Aufforderung zu einer andern Transaktion dar. Sämtliche auf dieser Empfehlungsliste enthaltenen Informationen sind sorgfältig ausgewählt und stammen aus Quellen, die vom Investment Center der St.Galler Kantonalbank grundsätzlich als verlässlich betrachtet werden. Meinungsäusserungen oder Darstellungen in dieser Empfehlungsliste können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Es wird keine Garantie oder Verantwortung bezüglich der Genauigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernommen.

Beilage zur Anlagepolitik Mai 2011

St.Galler Kantonalbank/Hyposwiss Privatbank AG


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Anlagepolitik Mai 2011