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Bundesamt f端r Statistik Jahresbericht 2012


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis Editorial

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Grundsätzliches Direktionsstab (DS)

  04

Statistische Methoden (METH)

  05

Abteilung Kommunikation und Diffusion (KD)

  06

Abteilung Ressourcen (RS)

  07

Abteilung Register (REG)

  08

Im Brennpunkt Abteilung Bevölkerung und Bildung (BB)

  09

Abteilung Wirtschaft (WI)

  10

Abteilung Gesundheit und Soziales (GS)

  11

Abteilung Raum und Umwelt (RU)

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Personal und Finanzen Sektion Personal (PERS)

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Sektion Finanzen und Controlling (FICO)

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Herausgeber:

Bundesamt für Statistik (BFS)

Auskunft: Marius Widmer, Sektion Kommunikation Tel. 032 867 23 38 E-Mail: marius.widmer@bfs.admin.ch

Realisierung:

Marius Widmer, Thomas Schärli

Internet:

Vertrieb: Bundesamt für Statistik, CH-2010 Neuchâtel Tel. 032 713 60 60 / Fax 032 713 60 61 E-Mail: order@bfs.admin.ch

Bestellnummer:

www.statistik.admin.ch

1236-1200, gratis

Übersetzung: Sprachdienste BFS

Titelgrafik: BFS; Foto: Auszug aus dem Film «Die farbenfrohe Welt der Statistik: Lara  –  3770g  –  54cm», element p

Grafik/Layout: Sektion DIAM, Prepress / Print

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Editorial

Seit Sommer 2012 bewohnen über 8 Millionen Menschen die Schweiz. Diese reine Feststellung des Bundesamtes für Statistik hat eine wahre Lawine an Kommentaren, Vorschlägen, Zukunftsängsten und Hoffnungen ausgelöst. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, wie lebendig und emotionsgeladen Zahlen sein können, dann wurde dieser nun erbracht. Mehr Menschen bedeutet auch mehr Verkehr. Das BFS organisierte zusammen mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) eine Medienkonferenz, um die Resultate des «Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2010» zu präsentieren, der ersten thematischen Erhebung der neuen Volkszählung. Nun wissen wir, dass die Bahn zusehends beliebter wird. Diese Tatsache stiess bei Politik, Medien und Öffentlichkeit ebenfalls auf grosses Interesse. In naher Zukunft wird das Projekt der ambulanten Gesundheitsversorgung MARS (Französisch für Modules Am­ bulatoires des Relevés sur la Santé) unsere vollste Konzentration verlangen. Zusammen mit den wichtigsten Partnern aus dem Gesundheitsbereich sollen die bereits vorhandenen Daten aus dem stationären Sektor mit den Daten über die Versorgung aus dem ambulanten Sektor ergänzt werden. Das Geschäftsjahr 2012 war entscheidend geprägt durch die zweite Phase des Projektes FUTURO. Eine breite Aus­ legeordnung sämtlicher Aktivitäten in den Sektionen ist das wertvolle Resultat, von dem wir mittelfristig auf allen Hierarchiestufen profitieren können. Eine Folge der Reorganisation des BFS war auch die Gründung der Organisationseinheit «Strategische Unterstützung» (SU), die sich insbesondere mit Fragestellungen beschäftigt, wie die öffentliche Statistik den weiterhin wachsenden Informationsbedarf abdecken kann. Eine Antwort darauf ist unsere zunehmende Nutzung von Registerdaten, welche den produzierenden Einheiten innerhalb des BFS bereits nützlich ist. Die viel raschere Publikation der Ergebnisse der Strukturerhebung, ein Teil des neuen Volkszählungssystem, ist eines der Beispiele aus dem Jahr 2012. Ausserhalb des BFS können wir damit die Belastung der Befragten weiter reduzieren und vervielfältigen erst noch die Möglichkeiten der Diffusion. Somit sind wir nicht nur für die statistische Zukunft gewappnet, sondern gewinnen auch unsere Kundinnen und Kunden – ja die ganze Bevölkerung – gleich doppelt. Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre unseres Jahresberichts viel Vergnügen, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass wir neu auch die Eckdaten aus den Bereichen Personal und Finanzen mitliefern.

© BFS/Patrice Schreyer

Sehr geehrte Damen und Herren

Dr. Jürg Marti Direktor des Bundesamts für Statistik

Neuchâtel, Februar 2013

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Grundsätzliches: Direktionsstab

Zwischen Mehrjahresprogramm und Tagesgeschäft 2012 begann mit einem krönenden Abschluss: Der ­Bundesrat genehmigte das statistische Mehrjahres­ programm 2011–2015. Neben diesem Beispiel von lang­fristiger Arbeit landen bei uns täglich Fragen aus allen Abteilungen und Sektionen zu so unterschied­ lichen T ­ hemen wie Projektabwicklung, Besuchen internationaler Delegationen, Qualitätssicherung oder ­Gesetzgebung. Das Bundesstatistikgesetz trat 1992 in Kraft. Die technische Entwicklung sowie die Gesellschaft und ihre Ansprüche an die öffentliche Statistik haben sich seither stark verändert. Das Gesetz muss jetzt entsprechend angepasst werden. Aus diesem Grund wurde 2012 das Projekt «Teilrevision Bundesstatistikgesetz» lanciert. Längerfristig soll anschliessend eine Totalrevision aller Gesetzesgrundlagen im Statistikbereich in Angriff genommen werden.

Neue Charta für öffentliche Statistik Das BFS und die Konferenz der regionalen statistischen Ämter der Schweiz (KORSTAT) haben eine neue Charta der öffentlichen Statistik verabschiedet. Diese Charta ist ein grundlegendes Dokument für eine koordinierte Tätigkeit der öffentlichen Statistik, von der regionalen bis zur nationalen Ebene. Sie hat zum Ziel, eine ganzheitliche Annäherung an erforderliche statistische Qualität zu fördern. Sie richtet sich an alle Dienste, die Statistiken produzieren und verbreiten. Die Charta ist ein Verhaltenskodex mit empfehlendem Charakter.

Parlamentarische Vorstösse 2012 hat das BFS die Antworten zu neun parlamentarischen Vorstössen vorbereitet. Ein Beispiel sei hierzu herausgegriffen: In einem Postulat wurde verlangt, dass eine umfassende Studie über die demografische Entwicklung für die kommenden zwei Jahrzehnte vorgelegt wird, mit Berücksichtigung der Auswirkungen auf das gesamte Bildungssystem sowie den Arbeitsmarkt. Der Bundesrat hat die Ablehnung des Postulates beantragt, nachdem das BFS auf die bestehende Vielzahl von Informationen zu Bildung, Demografie und Arbeitsmarkt hingewiesen hat, die bereits heute zukunftsgerichtet sind. Angesichts der schnellen konjunkturellen und technologischen Entwicklungen sowie der sich verstärkenden Internationalisierung des Arbeitsmarktes hat das BFS auch auf die beschränkte Aussagekraft einer derartigen Studie verwiesen.

Neue Aufgaben – neues Können Um den stets ändernden Anforderungen in den verschiedensten Gebieten gewachsen zu sein, müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich weiterbilden. So nahmen im Berichtsjahr 19 Mitarbeitende beispielsweise am Basisseminar Projektmanagement teil. Sie konnten ihr neu erlerntes Wissen direkt in einer Computersimulation anwenden. 4

Aus diesem virtuellen Büro heraus mussten die Kurs­ teilnehmenden des Projektmanagementseminars e­ inen ­Online-Dienst aufbauen. In diesem virtuellen Projekt hatten sie die Aufgabe, einen interaktiven Online-Dienst aufzubauen, und waren dabei nicht nur für das Einhalten der Kosten und Termine verantwortlich, sondern auch für die hohe Qualität und Motivation der Mitarbeitenden. Für Projektleitende von komplexen Projekten fand zudem im Herbst erstmals ein zweitägiges Vertiefungsseminar in Projektmanagement statt.

Qualitäts-, Prozess- und Risikomanagement Im BFS bestehen bereits zahlreiche Grundlagen und Instrumente für das Qualitäts- und Prozessmanagement, diese werden jedoch sehr unterschiedlich angewendet. Deshalb wurde jetzt auch auf diesem Gebiet ein Projekt gestartet, das diese Aufgaben revidiert, vereinheitlicht und nutzerfreundlicher gestaltet. Zudem sollen diese Aktivitäten mit ­einem entsprechenden Reporting verbunden werden und so der kontinuierlichen Verbesserung der Tätigkeiten des BFS dienen. In einer Begleitgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aller Abteilungen werden bis zum Frühjahr 2013 die wesentlichen Elemente eines künftigen Qualitäts-, Prozesssowie Risikomanagement-Systems diskutiert und festgehalten.

Elektronische Geschäftsverwaltung Anfang Juni meldete die Projektleitung, dass das neue ­elektronische Verwaltungs- und Archivsystem GEVER nun produktiv sei. Im Mai wurden die Direktion, das Direktionssekretariat, der Direktionsstab, die Abteilung Strategische Unterstützung (SU) und das Kompetenzzentrum GEVER eingeführt. Neben einer generellen Einführung in das Thema GEVER sowie der Schulung in der Software «Fabasoft» ­wurden die wichtigsten Prozesse am System durchgespielt. Allgemein ist die Einführung sehr gut abgelaufen. Bis Ende 2013 sollen nun alle Mitarbeitenden des Amtes geschult werden.


Grundsätzliches: Statistische Methoden

Interne Beratung, internationale Zusammenarbeit Die Sektion METH ist das Kompetenzzentrum des BFS in Bezug auf statistische Methoden. Der Dienst entwickelt und validiert die Methoden, die für die Statistikproduzenten des BFS und des Bundes notwendig sind, und ist an deren Umsetzung beteiligt. Der internationalen Zusammenarbeit kommt bei der Erkennung künftiger Herausforderungen eine Schlüsselrolle zu. Im Jahr 2012 begleitete die Sektion METH über hundert methodische Projekte der Statistikproduzenten des BFS, des Bundes sowie von internationalen Institutionen. Die Projekte decken insbesondere die methodischen Aspekte grosser Statistikprojekte wie des Programms zur Modernisierung der Unternehmensstatistiken (GUS), des neuen Volkszählungssystems oder der Lohnstrukturerhebung ab. In der Regel haben diese Beratungs- und Unterstützungstätigkeiten zum Ziel, einen Beitrag zur Entwicklung, Validierung und Umsetzung der für die Statistikproduzenten notwendigen statistischen Methoden zu leisten. Ausserdem umfassen sie Forschungs- und Lehrtätigkeiten. Die Aufträge dauern von einigen Tagen bis zu mehreren Jahren.

Die weiteren Schwerpunkte des Jahres 2012 waren die Entwicklung einer Methode zur Aufnahme der Merkmale der fehlenden Haushalte in die registerbasierte Volkszählung sowie die Ausweitung des Stichprobenverwaltungssystems für Unternehmen auf den öffentlichen Sektor (SVS). Auch die Aktualisierung des individuellen Lohnrechners «Salarium» mit den neusten Ergebnissen der 2010 durchgeführten Lohnstrukturerhebung erforderte die Mitarbeit von METH.

Prozessoptimierung und internationale Konferenzen Zu den wichtigsten methodischen Arbeiten zählen verschiedene Projekte zur Optimierung von Datenprüfungs- und -aufbereitungsprozessen, beispielsweise bei der Strukturerhebung; die Entwicklung eines Stichprobenplans für die Erhebung zur Vollzähligkeitskontrolle der neuen registerbasierten Volkszählung und die entsprechende Ziehung der Flächen, die 2013 untersucht werden. Die internationale Zusammenarbeit, die Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie die Teilnahme an internationalen Konferenzen wie beispielsweise an der «Work Session on Statistical Data Editing» der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE), an der «International Conference on Establishment Surveys (ICES IV)» oder an den Schweizer Statistiktagen in Vaduz (FL) fördern den professionellen Austausch. Die Teilnahme an einer internationalen Ausschreibung für die 5. internationale Konferenz zu den Unternehmenserhebungen war von Erfolg gekrönt: 2016 lädt das BFS nach Genf ein. Damit findet die Konferenz (ICES V) zum ersten Mal in Europa statt.

Aktualisierung «Salarium» Das Jahr 2012 war geprägt von zahlreichen Unterstützungsprojekten insbesondere für die Erhebungen zu den Löhnen und zur sozialen Lage der Studierenden sowie zur Aktualisierung der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA). Ausserdem ist METH an der Entwicklung eines Modells beteiligt, das die Schätzung der Pendlerquoten (gemeindeüberschreitender Weg zum Arbeits- oder Ausbildungsort) im Hinblick auf eine Definition der neuen Agglomerationen ermöglicht.

Der Lohnrechner «Salarium» wurde mit den Daten von 2010 aktualisiert. Des Weiteren organisierte METH mehrere interne Statistikkurse (Einführung in die Stochastik, Stichprobentheorie usw.) sowie in Zusammenarbeit mit Kollegen des franzö­ sischen «Institut national de la statistique et des études ­économiques» (INSEE) einen Einführungskurs für die Mittelmeeranrainerstaaten zum Thema Stichprobenerhebungen. Ausserdem wurde die Zusammenarbeit mit dem «Institut de statistique de l’Université de Neuchâtel» fortgesetzt, was die Entwicklung neuer Imputationsmethoden ermöglichte.

Ausblick auf 2013 Das Jahr 2013 wird geprägt sein von der Einrichtung des Kompetenzzentrums METH für die Entwicklung und Kontrolle von Fragebogen sowie vom Abschluss der Entwicklungs- und Validierungsarbeiten zu den Modellen für die Schätzung der Beschäftigung anhand der AHV-Daten. Die Modelle sollen noch im selben Jahr beim Projekt Sta­ tistik der Wirtschaftsstruktur (SWIS) zur Anwendung ­kommen. Nebst den bereits laufenden Projekten wird die Entwicklung der Methoden zur Zusammenlegung der ­Stichproben der ersten Strukturerhebungen mit dem Ziel, für den Zeitraum 2010 bis 2012 genauere Ergebnisse zu produzieren, eine weitere Herausforderung darstellen.

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Grundsätzliches: Abteilung Kommunikation und Diffusion

Stufengerechte Vermittlung nach aussen Statistik ist nicht Selbstzweck. Sie liefert verlässliche Daten für wichtige Entscheide in Wirtschaft und Gesellschaft. Die neu strukturierte Abteilung Kommunikation und Diffusion (KD) sorgt dafür, dass diese Daten zeitgerecht und verständlich verbreitet werden. Die Abteilung «Kommunikation und Diffusion» ist Teil des Systems um die Tätigkeit des BFS sicht- und hörbar zu machen. Die knappen Ressourcen erfordern eine Fokussierung der Mittel. Im Zentrum steht die «klassische» Informationstätigkeit via Medien, die ihrerseits als Multiplikatoren wirken. Rund 140 Medienmitteilungen und über 300 zielgruppenadressierte NewsMails hat das BFS im Berichtsjahr ver­ öffentlicht. KD hat die NewsMails neu gestaltet und das ­Erscheinungsbild verbessert. Mit der 2011 eingeführten Publikation ValeurS wurde ein Gefäss geschaffen, um grössere Themen vertieft und empfängergerecht darstellen zu können. Die Themen 2012 waren «Freizeit» und «Grenzen».

Stete Verbesserungen des Auftritts

(Stichwort: «Responsive Design», d.h. Erstellung der Internet-Seiten für verschiedene Geräte wie PC, Smartphone, Tablet) und eine einfachere Produktion und Pflege der Web-Inhalte anzustreben (mehr Seiteninhalte in Datenbanken mit Hilfe von Webservices verwalten). Neben diesen redaktionellen Hintergründen muss auch der technische Support neu geregelt und die Zusammenarbeit mit den externen Leistungserbringern evaluiert und neu ausgeschrieben werden. Besondere Anstrengungen sind auch da notwendig, wo die technischen Standards unserer Instrumente mit den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Nutzerinnen und Nutzer einhergehen. So ist es auch mit dem ­«Semantic Web», einem Konzept, welches eine umfassende Organisation des Wissens und der Online-Infor­ mation in einem kohärenten Netz nach klar definierten Regeln vorsieht. Die potenziellen Nutzer von BFS-Daten in einem «semantischen Format» sind zahlreich. Um diesen Erwartungen zu entsprechen, hat DIAM das Projekt «Open Linked Government Data» gestartet, das in einer ersten Phase eine «Ontologie» (Grundstruktur) definiert, auf der anschliessend die seman­tische Organisation un­ serer Daten basieren kann. Mit ausgewählten Datensets sollen die Korrektheit der technischen Lösungen getestet und in einem noch zu evaluierenden «Data Store» die umfangreichen Datenmengen bewirtschaftet werden ­können.

Besondere Beachtung fanden die Zusatzleistungen des Amtes. So ein Spezialbeitrag zum Rousseau-Jahr oder die Lancierung des STATI, mit dem bei Jugendlichen das Interesse an der Statistik stufengerecht geweckt wird. Methodisch setzt KD primär auf den Transfer des BFS-Erscheinungsbildes via Medien. Als Ergänzung werden punktuell weitere Elemente verwendet. Ein Beispiel dafür waren die kurzen Spots in den Bahnhöfen, wo auf den dort fest installierten Bildschirmen der Bevölkerung für die Teilnahme an der neuen Volkszählung gedankt wurde. Amtsintern wird das Beratungsangebot der Sektion Kommunikation (KOM) © UNECE Statistical Division mehr denn je genutzt. Zu Mitarbeitende von KD trafen Diffusionsspezialisten anderer Länder an der den Zielen 2013 zählt die «UN Work Session on the Commu­ni­cation of Statistics» in Genf. Erneuerung des Intranet, dessen technische Plattform Sprachdienste komplettieren «BFS-Verlag» veraltet ist. Die Gelegenheit wird genutzt, auch die Inhalte zu überprüfen mit der Absicht, das Intranet für die Nutzer Mit dem Wechsel der Sprachdienste LING zu KD sind alle attraktiver zu machen. zentralen Dienstleister im Kommunikations- und Diffusions-

Die technischen Möglichkeiten nutzen Verantwortlich für die Diffusion der BFS-Tätigkeit ist die Sektion Diffusion und Amtspublikationen (DIAM). Sie ­befasst sich namentlich auch mit dem Einfluss der neuen Medien auf die BFS-Tätigkeit. Eine grosse Herausforderung ist die Modernisierung des BFS-Webauftritts inklusive neuer technischer Plattform. Das komplexe Projekt «Modernisierung Web» beabsichtigt, die Nutzerbedürfnisse unserer P ­ ortal-Besucherinnen und -Besucher besser zu befriedigen (Stichwort: bessere Auffindbarkeit der Inhalte), neue Möglichkeiten im Web-­Publizieren auszuschöpfen

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bereich unter einem Dach vereint. Damit wird nicht zuletzt der Leitidee eines «BFS-Verlages» Rechnung getragen. LING ist ein wichtiges Element, um die Informationen national und international zugänglich zu machen. Im Berichtsjahr hat LING im Auftrag der Direktion einen umfassenden Bericht zur Reduktion des Übersetzungsvolumens erstellt, dessen Elemente schrittweise umgesetzt werden. Ziel ist, damit die prekäre Ressourcensituation bei LING zu verbessern. Ein Meilenstein ist die Ablösung des störungsanfälligen Übersetzungs-Verwaltungssystems Mantra. Anstelle einer Insellösung wird in integriertes System gesucht, das 2014 eingeführt werden soll.


Grundsätzliches: Abteilung Ressourcen

Trotz Neuorganisation lief Tagesgeschäft gut Die Neuorganisation in der Abteilung Ressourcen (neu RS, bisher Ressourcen und Logistik) war im Berichtsjahr das eine. Das andere war, dass derweil das Tagesgeschäft sicherzustellen war. Um den gestiegenen und auch veränderten Erwartungen der Partner und Kunden nachgekommen zu können, bedarf es einer steten Verbesserung der Organisation und des Ressourceneinsatzes innerhalb des BFS. Das bedingte auch Änderungen in der Abteilung RS. So gehört neu die Sektion Informatik (IT) zur Abteilung, dafür sind die Sprachdienste der Abteilung KD unterstellt worden. Zur Abteilung gehören zudem das Personal (PERS), Finanzen und Controlling (FICO) sowie Logistik (LOG).

Wichtige Vorarbeiten abgeschlossen Im Rahmen der HR-Strategie des BFS wurde per Ende Jahr ein Funktionenkatalog fertig gestellt. Dieser basiert auf dem Einreihungssystem des Bundes und dient auch als Grundlage für das strategische Projekt Laufbahnplanung. Die vielfältigen Massnahmen im dreijährigen Gesundheitsförderungsprogramm sind auf grosses Interesse gestossen; die angebotenen Workshops und Seminare wurden rege besucht. 2013 werden verschiedene Vorhaben im Aus- und Weiterbildungsbereich, in der Gesundheitsförderung (fit at work) oder im Gesundheitsmanagement fortgesetzt und intensiviert.

Optimierungen im Finanzwesen Verschiedene Bundesprojekte, die auf Referenzlösungen der Querschnittsämter des EFD basieren, konnten im Frühjahr umgesetzt werden. Das Projekt «Spesenprozess Bund» sieht vor, dass die Erfassung und Genehmigung der Spesenabrechnung elektronisch auf der Plattform E-Gate erfolgt. Beim Projekt «Zahlungsmanagement» handelt es sich um die Neugestaltung der Abwicklung des Zahlungsverkehrs des Bundes. Dank des Projekts «Vertragsmanagement Bundesverwaltung» wird die Vertragsadministration neu nach bundesweit einheitlichen Kriterien abgewickelt. Im zweiten Halbjahr konnten zudem die beiden Projekte «E-Billing in inkl. Kreditoren-Workflow» und «E-Billing out» im Rahmen des Programms E-Government Finanzen umgesetzt werden.

Vereinheitlichung der Informatik-Infrastruktur Im ersten Semester konnte durch die Migration sämtlicher Arbeitsplätze auf Windows 7 eine Vereinheitlichung und ­Erneuerung der Informatik-Infrastruktur erreicht werden. Die Überprüfung der Sektion IT durch die Eidgenössische ­Finanzkontrolle wurde mit einem Bericht abgeschlossen, der keine Beanstandungen und einige Empfehlungen allgemeiner Art enthielt. Die Konsolidierung der IT-Prozesse wurde Ende 2012 mit der Einführung von neuen Führungsinstrumenten abgeschlossen. Die künftige Positionierung der Informatik wurde neu ausgerichtet, so dass die Strategische Informatikplanung (SIP) 2013 den Bewilligungsprozess auf

Aufgrund von Umbau­arbeiten ­befand sich der Haupteingang ­vorübergehend im Turm. Stufe Direktion durchlaufen kann. Eine grosse Herausforderung für die Statistik-Produktion wird die ebenfalls für 2013 geplante Übernahme und Integration des Statistischen Informatiksystems (SIS) sein.

Bald ohne Baustelle Änderungen in den Bereichen Post, Telefon und Belegung wurden im Berichtsjahr umgesetzt und das System FastCom an den verschiedenen Eingängen der Gebäude installiert. Nach Abschluss des Projekts TransEurope mussten verschiedene Komplikationen bezüglich Verkehr, Parking, Alarm und Abfallwesen festgestellt werden. Etliche altersbedingte Probleme von technischen Einrichtungen im Hauptgebäude müssen künftig zusätzlich zu den laufenden Unterhaltsarbeiten behoben werden. Das für alle Mitarbeitenden des BFS sichtbare und im Berichtsjahr grösste Projekt von LOG ist die Baustelle am Eingang des Hauptgebäudes und die Errichtung der provisorischen Loge im Turm. Per Anfang 2013 ist das Hauptgebäude wieder wie gewohnt und durch den neu gestalteten Eingangsbereich zugänglich.

Fortschritte in der Chancengleichheit Im Sommer 2012 wurde die Umsetzung der Amtsziele in der Legislaturperiode (2012–2015) für die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in den oberen Lohnklassen überprüft. Einige Abteilungen hatten die Parität per Ende Mai 2012 bereits erreicht, andere erhielten konkrete Vorgaben, die Parität zu erreichen oder sich dieser anzunähern. Am 1. September 2012 wurde die neue Richtlinie für die Telearbeit eingeführt. Im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird dieses Arbeitsmodell seither im BFS unterstützt.

Ausbildungsplätze weiter ausgebaut Auch im Ausbildungssektor tut sich einiges: Das BFS bildet zurzeit über 60 Lernende aus. 2012 konnte das Ausbildungsangebot wie geplant und im letzten Jahresbericht bereits angekündet um die Bereiche Kartografie und Geomatik erweitert werden.

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Grundsätzliches: Abteilung Register

Die Registerstrategie beginnt Früchte zu tragen Nebst der Namensänderung und der Neudefinition des Leistungsauftrags der Abteilung Register lag der Fokus im Jahr 2012 weiterhin darin, den administrativen Aufwand der befragten Personen und Unternehmen zu verringern. Die zentrale Rolle der Datensammlung und -bearbeitung sowie die Integration neuer administrativer Quellen für die Statistik wurden verstärkt und institutionalisiert. Die wichtigen Tätigkeiten und Projekte der Abteilung fielen weitgehend in sechs Hauptbereiche, die im Folgenden erläutert werden.

unterstützt, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Die Situation hat sich deutlich verbessert und die Arbeiten dürften – abgesehen von ein paar Ausnahmen – fristgerecht abgeschlossen werden. Der vierte Bereich betrifft das künftige integrierte Statistiksystem Bauen und Wohnen (BAWO). Das Ziel ist, dass die Informationen bezüglich der vierteljährlichen Wohnbaustatistik (TRIM) direkt im eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) verwaltet werden können. In Zukunft wird es nicht mehr nötig sein, den Gemeinden viermal pro Jahr einen Fragebogen zuzuschicken.

Der erste Bereich betrifft das Register der UnternehmensIdentifikationsnummer (UID), das nun seit einem Jahr in Betrieb ist, sowie die Implementierungsarbeiten, die nach Plan fortgeführt werden konnten. Nach der Integration des MWST-Registers werden bis Ende 2013 somit alle kantonalen Handelsregister mit der UID-Nummer arbeiten. Dank einer konsequenten Die Verknüpfung der DaRegisterstrategie sollen ten der AHV-Kassen wurde ­unüberwindbare Papier­ in diesem Jahr abgeschlosberge bald der Vergangen­ sen. Die AHV-Kassen haheit angehören. ben die Daten zur Verknüpfung zwischen der AHV-Abrechnungsnummer und der UID-Nummer erhalten. Schliesslich wurden die ersten Kontakte mit den kantonalen Steuerregistern erstellt. Für das BFS sind diese Arbeiten ein Eckpfeiler, da es den Unternehmen für die alle drei Jahre durchgeführte eidgenössische Betriebszählung in Zukunft keine Papierfragebogen mehr zuschicken muss. Künftig erfolgt diese Erhebung auf der Basis von Administrativdaten. Im zweiten Bereich wurde im Rahmen des Projektes der Statistik der Wirtschaftsstruktur (SWIS) die Produktionsinfrastruktur der künftigen Statistik der Struktur und Demografie von Unternehmen (STATENT) bereitgestellt. In der ersten Jahreshälfte wurden die Produktionsabläufe mittels der seit 2005 zur Verfügung stehenden AHV-Daten definiert und getestet. Die Produktionsphase wurde im zweiten Halbjahr mit dem Import der Erhebungsdaten für das Referenzjahr 2011 richtig gestartet. Die nächsten Arbeiten sind für die Implementierung der AHV-Beschäftigtendaten 2011, für die Plausibilisierung der Ergebnisse und die Publikation der provisorischen Daten 2013 vorgesehen. Das dritte grosse Projekt erfolgte im Rahmen der Umsetzung des Registerharmonisierungsgesetzes. Die Kantone und Gemeinden mussten jeder im Einwohnerregister eingetragenen Person bis Ende 2012 den entsprechenden eidgenössischen Wohnungsidentifikator (EWID) zuteilen. Diese Aufgabe entpuppte sich als komplexer als erwartet. Die Abteilung hat während des ganzen Jahres unermüdlich die Bemühungen der grossen Städte und einiger Kantone

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© Fotowerk, Fotolia.com

Administrative Entlastung: konkrete Ergebnisse

Neue Kunden für sedex Das fünfte Projekt betrifft die Datenaustauschplattform sedex (Englisch: secure data exchange). Hier ist weiterhin eine positive Entwicklung zu sehen. Zurzeit wird das System von rund 4500 Verwaltungsstellen und Organisationen benutzt. Im Jahr 2012 kamen neue Kunden zur sedex-Plattform hinzu, namentlich das Bundesamt für Veterinärwesen und die Krankenkassen für den Datenaustausch mit den Kantonen zu den Prämienverbilligungen. Schliesslich hat die Abteilung im Jahr 2012 das Projekt Landwirtschaftliche Betriebszählung (LBZ) 2010 beendet. Diese zentrale und komplexe Erhebung konnte mit der Publikation der Ergebnisse sowie der Lieferung der Daten an Eurostat abgeschlossen werden.

Registernutzung: eine konkrete Strategie Die Geschäftsleitung des BFS hat ihre Strategie zur Nutzung der Register und der Administrativdaten praktisch ausgerichtet. Ab 2013 werden diesbezüglich konkrete Massnahmen verbreitet und umgesetzt. Auf der Basis von Interviews mit allen Sektionen, die Statistiken produzieren, wurden die Analysen durchgeführt und die Prioritäten festgelegt, um Lösungsansätze für die Entwicklung der Nutzung der Administrativdaten und der Register durch das Amt zu finden und zu beschreiben.


Im Brennpunkt: Abteilung Bevölkerung und Bildung

Umfangreichere und zeitnähere Aussagen  Auch die Abteilung Bevölkerung und Bildung (BB) ist neu strukturiert. Sie liefert vielschichtige und vor allem aktuellere Aussagen zur Struktur der Bevölkerung und Haushalte sowie für den Bildungsbereich. Das neue Schweizer Volkszählungsmodell stösst auch im Ausland auf grosses Interesse.

Rund ein Fünftel der Bewohnerinnen und Bewohner waren 2010 konfessionslos – das zeigen die ersten Resultate der neuen Strukturerhebung im Volkszählungssystem. Dass dies bereits hier in diesem Jahresbericht festgehalten werden kann, zeigt die Fortschritte, die das BFS durch die neue Strukturerhebung im Volkszählungssystem erreichen konnte. Von 1850 bis 2000 lieferte die Volkszählung nur alle zehn Jahre wichtige Informationen zur Struktur der Bevöl­ kerung in der Schweiz. Seit 2010 wird sie im Einjahresrhythmus und in neuer Form durchgeführt und ausgewertet. Erste registerbasierte Resultate konnten bereits 2011 publiziert werden und in diesem Jahr folgten die ersten Resultate der neuen, jährlichen Strukturerhebung. Sie lieferte wichtige Informationen wie zur Sprache, zur Religion, zum Ausbildungsstand, zu den Wohnverhältnissen oder auch zum Pendlerverkehr. Neu werden diese und weitere Daten jährlich vorliegen. Die Abteilung BB des BFS ist somit in der Lage, zahlreiche Veränderungen zeitnah und griffig abbilden zu können.

Grosses Interesse im Ausland

Fortschritt bei der Bildungsstatistik Mit der Modernisierung im Bildungsbereich hat das BFS auch auf diesem Gebiet ein modernes integriertes und gesamtschweizerisch koordiniertes System der Statistik aufgebaut. Damit stellt es der nationalen und kantonalen Bildungspolitik eine noch verlässlichere und aussagekräftigere statistische Grundlage zur Planung und Steu­ erung des Bildungssystems zur Verfügung. 2012 wurden wichtige Etappenziele erreicht: Die ersten modernisierten Er­hebungen zu den Lernenden und zum Schulpersonal sind ­abgeschlossen und das BFS konnte die Resultate zum Schul­jahr 2010/11 Ende Juni auf dem Statistikportal publizieren. Nur dank dem grossen Engagement aller Beteiligten – insbesondere der Partner und Datenlieferanten in den Kantonen, der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) – konnte dieses ambitionierte Projekt erfolgreich durchgeführt werden. Im Hochschulbereich wurde das neue webbasierte Erhebungsportal in Betrieb genommen.

Neuerhebungen in der Pipeline Neben der laufenden Produktion und der Diffusion zentraler Basisstatistiken, Synthesestatistiken und Analysen stehen im kommenden Jahr die Evaluation multimodaler Befragungsmethoden und die Durchführung der Erhebungen zur «so­ zialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden» sowie zu «Familien und Generationen» auf dem Aktivitätenprogramm. Zudem wird die Vorbereitung der neuen Erhebung zu «Sprache, Religion und Kultur» abgeschlossen, deren Durchführung für 2014 geplant ist. Die modernisierten Erhebungen im Bildungsbereich werden konsolidiert und die Umsetzung des letzten Teilprojekts zur Sonderpädagogik wird vorbereitet. Nicht zu vergessen sind die Publikation der Indikatoren der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, die Diffusion der Ergebnisse des Mikrozensus «Aus- und Weiterbildung 2011» sowie der Erhebung zur «betrieblichen Weiterbildung 2012». Weiter ist für das kommende Jahr die Einführungsvorbereitung des registerbasierten Stichprobenrahmens bei SILC, SAKE und HABE geplant.

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Diverse Kontakte mit Vertretern von statistischen Ämtern aus den Nachbarländern und von Kanada über Australien bis nach China zeigten im Berichtsjahr ein grosses Interesse am Schweizer Volkszählungssystem. Mehrere haben sich bei einem Besuch im BFS eingehend informiert über das Schweizer Modell, das als innovativ und zukunftsorientiert gilt. Die Besucherinnen und Besucher aus Kanada, Australien und China liessen sich bei ihrer Suche nach angepassten Lösungen für ihre Länder vom Schweizer Modell inspirieren. In verschiedenen internationalen Meetings wurde zudem das

Schweizer Modell vorgestellt, so beispielweise an der Conference of European Statisticians (CES) in Paris und an der gemeinsamen Tagung der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) und Eurostat zur Volkszählung in Genf.

Abteilungschef Markus Schwyn bekommt vom L­ eiter der chinesischen ­Delegation Wang Jun ein Geschenk zum Zeichen der Wertschätzung.

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Im Brennpunkt: Abteilung Wirtschaft

Ein integriertes System zur Erfüllung der Informationsbedürfnisse Mit dem Aufbau des Gesamtsystems Unternehmens­­­ statistik wurden die Harmonisierung und Integration der einzelnen Statistiken und die Kohärenz der Ergebnisse im Bereich der Wirtschafsstatistik massgeblich verbessert. Neben der Optimierung der Produktionsprozesse hat die Abteilung Wirtschaft (WI) auch immer darauf zu achten, dass die administrative Belastung der Unternehmen weiter reduziert werden kann. Die vormalige Abteilung Unternehmenserhebungen (UNT) wurde im Zuge der Reorganisation des Amtes zur Abteilung Wirtschaft (WI). Mit dem Ziel einer konsequenteren thematischen Ausrichtung der Statistikproduktion integrierte man die Sektionen «Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung» sowie «Struktur und Konjunktur» neu in die Abteilung WI. Die Sektionen «Berufliche Vorsorge» und «Tourismus» wurden dagegen von UNT in andere Abteilungen verschoben. Die laufende Produktion der diversen konjunkturellen und strukturellen Wirtschaftsstatistiken in den Bereichen Preise, Löhne und Arbeitsbedingungen, Beschäftigung, Produktion und Umsatz, Monetäre Unternehmenskennzahlen sowie Wissenschaft und Technologie bestimmen zu einem grossen Teil das Tagesgeschäft der Abteilung WI. Dazu kommt die Erstellung der auf diesen Erhebungen basierenden Synthesestatistiken (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung/VGR) und Analysen. Die termingerechte und qualitativ gesicherte Bereitstellung der wirtschaftsstatistischen Informationen hat höchste Priorität. Zur bisherigen Statis­ tikproduktion kam ferner 2012 die vom SECO zum BFS (Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen) transferierte Produktion der Statistik der kollektiven Arbeitsstreitigkeiten (Streikstatistik) neu hinzu.

Unternehmen entlasten Neben der laufenden Produktion nehmen die periodischen ­Revisions- und Erneuerungsarbeiten zunehmend Platz ein. Sie sind nötig, um die Statistiken den sich laufend verändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten anzupassen. Im Rahmen des Erneuerungsprogramms «Gesamtsystem Unternehmensstatistik» (GUS) sind im Laufe der letzten Jahre bereits mehrere Projekte abgeschlossen und revidierte Statistiken eingeführt worden. 2012 wurde insbesondere an der Konsolidierung und der verstärkten Integration dieser ­Statistiken gearbeitet. Neu eingeführt wurde die revidierte Produktions-, Auftrags- und Umsatzstatistik der Industrie ­(INDPAU). Zudem ist bei der VGR eine kleinere Revision ab­ geschlossen worden, bei der die Anpassung an die neue Sys­ tematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008) im Zentrum stand. Und schliesslich werden im Rahmen der VGR 2012 ­erstmals kantonale Bruttoinlandprodukte (BIP) publiziert. Das Programm GUS wird Ende 2012 zu einem Abschluss gebracht. Trotz des Programmabschlusses von GUS wird die bereichsweise Revisions- und Erneuerungstätigkeit fortgesetzt. Dabei geht es neben konzeptionellen, methodischen und strukturellen Anpassungen stets auch darum, Abläufe zu

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Einsatz moderner Hilfsmittel: LIK-Preiserhebungen mit Hilfe eines Tablets vereinfachen, die Effizienz zu steigern und den Einsatz der Ressourcen zu optimieren. Die weitere Entlastung der Unternehmen hat bei all diesen Massnahmen einen hohen Stellenwert. Zu den zurzeit laufenden Revisionsprojekten gehören insbesondere die VGR-Revision 2014, die Revisionen 2015 des Landesindexes der Konsumentenpreise (LIK) und des Produzentenpreisindexes (PPI), die Revision der ­Beschäftigungsstatistik (BESTA) sowie die Revision und Weiterentwicklung der Lohnstrukturerhebung (LSE). Weiter ­erwähnenswert sind die Erarbeitung eines Berichts zuhanden des Bundesrats, der im Rahmen seiner neuen Strategie zur Informationsgesellschaft den möglichen Ausbau des entsprechenden Indikatorensystems abklären lässt, sowie die Vorabklärungen zum Aufbau und zur Einführung eines schweizerischen Immobilienpreisindexes.

Meilensteine im Jahr 2013 Für das kommende Jahr sind einige wichtige Meilensteine geplant. Von zentraler Bedeutung ist der Abschluss der GUS-Schlüsselprojekte «AHV-Daten» und SWIS (Statistik der Wirtschaftstruktur) und damit verbunden die Umstellung der verschiedenen Wirtschaftsstatistiken auf das neue Unternehmens- und Beschäftigtenuniversum. Dabei wird es auch wichtig sein, die Kohärenz des neuen Systems umfassend sicherzustellen. Ein grosses Vorhaben ist auch die Durchführung der LSE für das Berichtsjahr 2012, wobei dank einer Reduktion der Stichprobe eine gewisse Entlastung der Berichterstatter erreicht werden kann. Als weitere mehrjährige Erhebung steht 2013 zudem die Erhebung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf dem Programm. Und schliesslich stellt auch die Rücknahme der Detailhandelsumsatzstatistik von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) eine besondere Herausforderung dar.


Im Brennpunkt: Abteilung Gesundheit und Soziales

Zentrale Themen unserer Gesellschaft

Jeden Tag steht ein Grossteil unseres Handelns, ob bewusst oder unbewusst, in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit Fragen zu Gesellschaft, Politik, Sicherheit und Gesundheit. Heutzutage entwickelt sich jede Person innerhalb der Gesellschaft, indem sie im Alltag zu diesen Fragen Position zu beziehen versucht. Sind wir nicht ständig damit konfrontiert, Entscheidungen treffen zu müssen? Beispielsweise bei Abstimmungen und Wahlen? Oder darüber, wie wir uns pflegen und pflegen lassen? Gilt dasselbe nicht auch für unsere Sicherheit? Gewinnen diese Fragen nicht noch zusätzlich an Bedeutung, wenn wir uns überlegen, wie wir anderen helfen und wie die Gesellschaft (also die anderen) uns hilft?

Grosse Herausforderung Die immer stärker und komplexer werdende Verflechtung dieser Themen macht sie zu Schlüsselelementen unserer sozialen Struktur. Die zur Verfügung stehenden oder fehlenden Informationen gewinnen zusehends an Bedeutung und stellen heute eine grosse Herausforderung dar. Die Sensibilität der Daten in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Kriminalität nimmt somit ebenfalls zu. Es ist die Aufgabe der öffentlichen Statistik, die unverzichtbaren quantitativen Informationen bereitzustellen, die die für – auf allen Stufen – fundierte Entscheide benötigte wissenschaftliche Transparenz und Objektivität liefern. Die Abteilung GS bemüht sich deshalb, die Erwartungen und Bedürfnisse der Statistiknutzerinnen und -nutzern mit den vorhandenen Ressourcen zu erfüllen, indem sie das Grundprinzip des Datenschutzes, den kleinstmöglichen Aufwand für die Befragten, eine qualitativ hochwertige Statistikproduktion sowie eine systematisch anonymisierte öffentliche Verbreitung gewährleistet.

Genau wie unsere ­Statistiken tragen wir alle zum besseren ­Verständnis unseres gesellschaft­lichen ­Lebens bei.

GS-Statistik von morgen? Die derzeit laufende Schaffung eines statistischen Gesundheitsinformationssystems ist ein hervorragendes Beispiel für die Statistik, die wir den verschiedenen Akteuren sowie den Nutzerinnen und Nutzern der sensiblen Bereiche unserer Abteilung künftig zur Verfügung stellen möchten. Neben den im Gesundheitsbereich vorhandenen Informationen gibt es heute zahlreiche Register, die von öffentlichen oder privaten Organisationen verwaltet werden. Zu diesen Daten kommen jene hinzu, die Patientinnen und Patienten selbst anhand neuer Technologien – z.B. via Handy («mHealth») – zur Verfügung stellen und stellen werden. Damit sich in Zukunft alle in dieser Datenschwemme zurechtfinden, wäre es wünschenswert, dass die öffentliche Gesundheitsstatistik in der Schweiz diese Situation vorhersieht und dem Gesundheitsbereich die strukturbildenden Schlüsselinformationen liefert. Ein grosser Fortschritt wird die Schaffung von Rahmenbedingungen sein, die die Harmonisierung und Verwendung dieser Register ermöglichen. Um den Entscheidungsträgerinnen und -trägern zuverlässige und ausreichende Informationen zur Verfügung stellen zu können, beruht die Zukunft der öffentlichen Statistik auf der Verwendung von Verwaltungsdaten und -registern. ­Bevor neue Daten produziert werden können, müssen die bestehenden Informationen zunächst strukturiert und or­ ganisiert werden. Für eine optimale Umsetzung verwendet die Abteilung GS systematisch einheitliche Nummern ohne Namensangabe und garantiert so die Sicherheit, die Vertraulichkeit und den langfristigen Bestand all ihrer Daten – ob sensibel oder nicht.

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Die neue Abteilung «Gesundheit und Soziales», ab­ gekürzt «GS», behandelt Themen, die im Alltag jede und jeden von uns betreffen: von der Kriminalität über die Teilhabe am politischen und kulturellen Leben und die soziale Sicherheit bis hin zum Gesundheitsbereich. ­­ Mit diesen und anderen Themen befassen sich über 140 Personen, die sich auf sieben Sektionen verteilen. Anhand wissenschaftlicher Kriterien liefern sie den ­Behörden, betroffenen Kreisen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der Bevölkerung reprä­ sentative Informationen über den Zustand und die Entwicklung dieser Bereiche in der Schweiz.

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Im Brennpunkt: Abteilung Raum und Umwelt

Die Abteilung Raum und Umwelt (RU) hat sich der wachsenden Bedeutung raumbezogener Themen zu stellen. Themen wie Verkehrs- oder Umweltverhalten, Entwicklung im Tourismussektor oder Aussagen zur ­Bodennutzung sind gefragt. Ein paar herausgegriffene konkrete Arbeiten zeigen auf, wie vielschichtig die Erhebungen der Abteilung Raumwirtschaft und Umwelt (RU) heute sind – und wer alles von ihnen Gebrauch macht. So wurde im Hinblick auf die UNO-Konferenz «Rio+20» ein «Bericht über die nachhaltige Entwicklung 2012» veröffentlicht. Er beschreibt die nachhaltige Entwicklung in der Schweiz seit dem Erdgipfel in Rio von 1992. Im Auftrag der Bundeskanzlei und basierend auf den Erfahrungen mit dem Indikatorsystem MONET wurde ausserdem ein Indikatorsystem für das Monitoring der Legislaturprogramme entwickelt. Für die Periode 2011–2015 wurden daraus 37 «Legislaturindikatoren» ausgewählt.

Zahlen von besonderem Interesse Für die Statistikerin und den Statistiker ist es jeweils spannend zu sehen, welche Zahlen und Aussagen in der Öffentlichkeit besonderes Interesse wecken und wie sich dieses wandelt. Ein Beispiel dazu wäre, dass die Umweltqualität in der Wohnumgebung für drei Viertel der Bevölkerung einen starken Einfluss auf die persönliche Lebensqualität hat und diese von 95% der Bevölkerung mit gut oder sehr gut bewertet wird. Oder: Eine in der Schweiz wohnhafte Person legt im Schnitt 37 Kilometer pro Tag im Inland zurück, rund vier Prozent mehr als noch 2005. Der Tourismussektor war im vergangenen Jahr einem verstärkten Konkurrenzdruck ausgesetzt. Umso grösser war das Interesse an den monatlich veröffentlichten Zahlen zur Auslastung der Hotels in den verschiedenen Tourismusregionen. Um diese von 45 Partnern mitfinanzierte Statistik weiterführen zu können, wurde der Finanzierungsvertrag verlängert.

Neue technische Herausforderungen Parallel zur Erhebung neuer Daten ist die Abteilung daran, bedeutsame Lücken im statistischen System zu schlies­sen und bestehende Methoden weiterzuentwickeln: • Um die Belastung der Transportunternehmen zu minimieren, wird die Gütertransportstatistik mit einem neuen Erhebungsverfahren ergänzt. Unternehmen, welche die vom BFS benötigten Daten bereits in einem EDV-System für das Transportmanagement erfasst haben, sollen diese künftig elektronisch ans BFS liefern können. • Die einzelnen Teile der Rechnungen zum Personen- und Güterverkehr beruhen derzeit auf unterschiedlichen Konzepten, weshalb Vergleiche zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern oder Synthesen erschwert werden. Mit einer Revision der Berechnungsmethoden soll ein konsistentes Bild über die Kosten, Finanzierung und Kostendeckungsgrade der Verkehrsträger Strasse und Schiene geschaffen werden.

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• Die Treibhausgasemissionen der einzelnen Wirtschaftsbranchen sollen mit deren Wertschöpfung verglichen werden können. Das neu geschaffene «Konto Treibhausgase» ermöglicht die hierfür notwendige branchenweise Aufgliederung. • Mit den Beherbergungsstatistiken werden derzeit das Bettenangebot und die Übernachtungen in Hotels, Kurhäusern, Jugendherbergen und auf Campingplätzen erfasst. Um auch den bedeutsamen Marktanteil der Ferienwohnungen und übrigen Gruppenunterkünfte berücksichtigen zu können, wird gegenwärtig die Machbarkeit für entsprechende Zusatzerhebungen geprüft.

Neue Anforderungen

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Steigende Nachfrage nach Daten von Raum und Umwelt

Raumnutzung, natürliche Umwelt, Land- und Forst­ wirtschaft, Tourismus und Mobilität sind wichtige Themen, zu welchen die Abteilung Raum und Um­ welt periodisch Daten er­ hebt, veröffentlicht und in Berichten analysiert.

Künftig kommen auf die Abteilung weitere neue Begehren zu. Auch dazu sind hier Beispiele zu nennen: Nachdem immer mehr Unternehmen für ihre Transporte leichte Lieferwagen vorziehen, mit der Gütertransportstatistik bisher aber nur der Schwerverkehr sowie die Bahntransporte erfasst werden konnten, wird das BFS erstmals auch die Halter von Lieferwagen zu den Start- und Endpunkten wie auch zu der Art der mitgeführten Waren befragen. Dann werden mit dem Abschluss der Arealstatistik 2004/09 schweizweit verlässliche Informationen über die Veränderung der Bodenbedeckung und -nutzung seit 1992/97 und 1979/85 vorliegen. Zudem wird eine weitere Nachführung begonnen, basierend auf in den Jahren 2013– 18 aufgenommenen Luftbildern. Im Sinne einer Ergänzung zur nationalen Buchhaltung werden die Umweltkonten erweitert, unter anderem um künftig regelmässige Informationen über die Höhe der Umweltschutzausgaben erhalten zu können. Und schliesslich soll ein statistisches Informationssystem aufgebaut werden, das Auskunft gibt über die Ernährung im Zusammenhang mit der globalen Ressourcenverfügbarkeit – ein immer bedeutenderes Thema.


Personal und Finanzen: Sektion PersonaL

Kennzahlen zur Belegschaft Nachstehend finden Sie die einige Kennzahlen aus dem ­Personalbereich sowie deren Entwicklung:

T 1 Bestände Stammpersonal (ohne Auszubildende) Jahresdurchschnittswerte Jahr

Personen Männer

%

Frauen

%

Total

2008

355

51,2

339

48,8

694

2009

373

51,0

358

49,0

731

2010

369

49,5

376

50,5

745

2011

372

50,1

371

49,9

743

2012*

372

49,6

378

50,4

750

Jahr

Somit ist das BFS einer der grössten Anbieter von Ausbildungsplätzen in der Region Neuenburg. Allein die Anzahl der Lernenden hat sich fast verdreifacht. Nebst der kaufmännischen Ausbildung werden im BFS auch Ausbildungsplätze für Kochlernende, Logistik­ lernende und Kartografen angeboten.

Stellen (Vollzeitäquivalente) Männer

%

Frauen

%

Total

2008

329,5

55,6

263,6

44,4

593,1

2009

344,8

55,4

277,6

44,6

622,4

2010

341,6

53,8

293,6

46,2

635,2

2011

342,2

54,3

287,9

45,7

630,1

2012*

338,7

53,7

291,6

46,3

630,3

T 3 Muttersprache Stammpersonal (ohne Auszubildende) Jahr

Französisch in %

Deutsch in %

Italienisch in %

Diverses in %

2008

45,1

50,2

3,7

1,0

2009

46,7

48,5

3,8

1,0

2010

48,9

46,7

3,5

0,9

2011

49,8

45,9

3,7

0,6

2012*

48,9

46,8

3,8

0,5

*Januar bis September

Die Sprachverteilung ist relativ ausgeglichen zwischen Frankofonen und Deutschsprachigen (48,9% respektive 46,8%). Ein kleiner Teil der Mitarbeitenden hat Italienisch oder eine andere Sprache als Muttersprache.

*Januar bis September

Im Zusammenhang mit den bilateralen Statistikabkommen II nahm der durchschnittliche Personalbestand seit 2008 um 56 Personen (+ 8,1%) respektive um 37,1 Vollzeitstellen (+6,2 %) zu. Das Verhältnis von Männern und Frauen hat bei der Anzahl Personen gewechselt. 2012 waren mehr Frauen als Männer im BFS angestellt. Betrachtet man den Stellenbestand, so waren immer noch die Männer in der Mehrheit, auch wenn hier der Anteil Frauen im Betrachtungszeitraum zugenommen hat. Die Bestandsentwicklung hat sich seit 2008 zu Gunsten von teilzeitbeschäftigten Frauen geändert.

T 2  Anzahl Ausbildungsstellen Jahr

FH-/Uni-Praktik.

BMS-Praktik.

Lehrvertrag

Total

2008

6,4

7,7

8,3

22,4

2009

4,0

11,5

12,4

27,9

2010

6,9

20,2

17,5

44,6

2011

10,0

26,9

20,0

56,9

2012*

6,9

30,7

21,6

59,2

T 4  Teilzeit Stammpersonal (ohne Auszubildende) Jahr

Männer in %

2008

31

2009 2010

Frauen in %

BFS gesamt in %

68

49

31

69

50

32

70

51

2011

35

71

53

2012*

39

73

56

*Januar bis September

Im Jahr 2012 arbeiteten im BFS mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden Teilzeit. Der Trend zur Teilzeitarbeit verstärkt sich seit 2008 auch bei den Männern. Dennoch waren es 2012 weniger als die Hälfte, die mit einem Teilzeitarbeitsmodell arbeiteten, während es rund drei Viertel der Frauen waren. Damit nimmt das BFS beim Thema «Vereinbarkeit von Beruf und Familie» eine Vorbildrolle ein.

*Januar bis September

Im Jahr 2012 waren rund 37 Auszubildende mehr zu ­ etreuen als im 2008. Die Total rund 60 Ausbildungsplätze b teilten sich auf in Fachhochschulpraktika (6,9), Praktika einer Berufsmaturitätsschule (BMS) (30,7) und Lehren (21,6).

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Personal und Finanzen: Sektion Finanzen und Controlling

Finanzen und Kennzahlen Da bei der Erstellung dieses Beitrags die definitiven Zahlen zur Jahresrechnung 2012 noch nicht vorlagen, werden die Zahlen des Voranschlags kommentiert.

Ertrag Die Erträge sind im Voranschlag 2012 mit 1,9 Millionen budgetiert. Sie setzen sich zusammen aus den Entgelten gemäss Gebührenverordnung sowie übrigen Erträgen. Die Entgelte wurden mit rund 0,8 Millionen budgetiert und beinhalten Veröffentlichungen (Online-/Offline-/Printpublikationen), Bekanntgabe von nicht veröffentlichten Ergebnissen, Durchführung von besonderen Auswertungen, Bekanntgabe von anonymisierten Registerdaten sowie Forschungs-, Analyse- und Beratungsaufgaben. Die übrigen verschiedenen Erträge von rund 1,1 Millionen setzen sich zusammen aus Erträgen aus dem Angebot für die Fachausbildung und den Kursen zur Methodologie, aus Erträgen aus der Vermietung von Parkplätzen an die Mitarbeitenden sowie aus Erträgen aus Kofinanzierungen von Dritten.

Aufwand und Investitionen Der Voranschlag 2012 weist einen Gesamtaufwand von 173,4 Millionen Franken aus. Zum Aufwand zählen der finanzwirksame (fw) Personal-, Sach- und Transferaufwand des BFS, die Leistungsverrechnung (LV) anderer Bundes­ stellen sowie die nichtfinanzwirksamen (nf) Aufwendungen wie beispielsweise Abschreibungen. Der Transferaufwand umfasst die Beiträge an EUROSTAT.

T 1 Aufwand in Millionen Franken Jahr

Personal

Sachmittel

Transfer

Total

Investitionen

2008

72,5

63,2

6,4

142,1

0,0

2009

81,3

75,5

6,6

163,3

1,1

2010

83,3

77,8

6,7

167,8

1,3

2011

86,4

79,9

6,7

172,9

1,1

2012*

87,3

79,8

6,3

173,4

1,3

*Voranschlag

Der Gesamtaufwand 2012 teilt sich wie folgt auf: Per­ sonalaufwendungen 87,3 Millionen (50,4 %), Sachmittel 79,8 Millionen (46,0 %) und Transferaufwand 6,3 Millionen (3,6 %). Die Investitionen betragen im Voranschlag 2012 1,3 Millionen. Vom Gesamtaufwand sind rund 4/5 finan­ zierungswirksam (78,7 %) und rund 1/5 betreffen die bundesinterne Leistungsverrechnung (21,3). Ein wichtiger Punkt im Voranschlag 2012 ist der haushaltneutrale Transfer von 0,75 Millionen aus den Sachmitteln in den Personalaufwand für den Betrieb des Statistischen Informationssystems (SIS). Dieses stimmt mit dem Wertschöpfungsprozess des BFS überein und stellt allen produktiven Organisationseinheiten des BFS, allen Datenlieferanten und allen Datenbezügern die benötigten Funktionen zur Verfügung. Damit das BFS nachhaltig mit der Infrastruk14

tur SIS umgehen kann, ist erfahrenes Personal im Bereich der Datenarchitektur, der Definition von Regeln zur Qualitätssicherung und der Spezifikation zur Erweiterung zusätzlicher oder neuer Funktionalitäten erforderlich.

T2 Finanzierungswirksamkeit in Millionen Franken Jahr

finanzwirksam

Leistungsverrechnung

nichtfinanzwirksamen

Total

2008

108,3

33,6

0,2

142,1

2009

119,2

44,1

0,0

163,3

2010

124,8

42,8

0,2

167,8

2011

129,8

43,1

0,0

172,9

2012*

136,5

36,9

0,0

173,4

*Voranschlag

Weiter sind seit 2011 bei bereits vom Informatikrat Bund bewilligten Vorhaben aus dem IKT-Wachstumskredit Bund die Investitionsanteile im Globalkredit des Departements zu budgetieren. Beim Departement sind für Projekte des BFS im Voranschlag 2012 zusätzlich rund 5,9 Millionen eingestellt.


Bundesamt für Statistik Jahresbericht 2012