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ALPENTOURISMUS

Speicherbecken und hoher Wasserbedarf verändern den Wasserhaushalt ganzer Gebiete, örtlich kann der Bedarf an Beschneiwasser zu Konkurrenz mit dem Trinkwasser führen, Lärm und Licht verändern die Nacht, Wildtiere werden erheblich gestört. Die Beschneiungsinfrastrukturen und planierten Skipisten bestimmen insbesondere im Sommer das Bild der alpinen Landschaft.

Fehlender Schnee im Skigebiet Brauneck/Lenggries. Alpi Januar 2014

Austrocknen eines Feuchtgebietes in Val Thorens durch Anlage eines Speicherbeckens. Carmen de Jong, 2010 auf Grundlage von Google Earth

Kandahar-Abfahrt bei Garmisch-Partenkirchen vor der A Januar 2014. Axel Doering (Gesellschaft für ökologische F

Verbauung eines Baches in Val Thorens. Carmen de Jong, Mai 2013

Doch auch Kunstschnee schmilzt. Es herrscht heute auch mitten in der Saison Tauwetter, selbst Schneekanonen garantieren keine zuverlässige Schneesicherheit mehr. Die optimalen Einsatzbedingungen einer Schneekanone liegen bei -11 Grad Celsius, die es immer seltener gibt. Wenn es wärmer ist, müssen mehr Strom und Wasser für die Schneeerzeugung aufgewendet werden. Die Kosten der Beschneiung wachsen vielen Wintersportdestinationen über den Kopf. Öffentliche Fördergelder, die in die Beschneiung gesteckt werden, verstärken die Abhängigkeit vom Skitourismus und führen nicht automatisch zu höheren Umsätzen im Winter.

Alpen unter Druck  

Erschließungsprojekte im Alpenraum – Dokumentation zur Ausstellung im Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins

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