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Nr. 100 - Dezember 2010

Insight

SEKEMs Journal für Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in Ägypten

Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, SEKEM-Kunden in Ägypten und in Europa wissen, dass sie durch ihren Einkauf Entwicklung fördern. Aber wissen Sie auch, wie diese aussieht?

Unternehmertum

Spaß

Neue Kleider

Gemeinsam für fairen Handel

Slacklinen in der SEKEM-Schule

ISIS überarbeitet Sesamriegel-Sortiment

Gemeinsam für ländliche Entwicklung in Ägypten SEKEM fördert die Selbstständigkeit ihrer Bauern. Die Anbauerkooperative FDA ist ein gelungenes Beispiel für Unternehmergeist.

SEKEM setzt nicht nur selbst mit internationaler Hilfe Entwicklungsprojekte in Ägypten um. Die Initiative fördert im Sinne ihres Ziels der Förderung unternehmerischer Initiative auch die eigenständigen Aktivitäten ihrer Partner auf indirekte Weise. Zu diesen gehören neben den großen Organisationen im eigenen Land und international zu allererst auch die vielen hundert Bauern, die SEKEM täglich mit ihren biologischen Produkten beliefern. Bereits durch ihre Arbeitspraxis sind SEKEM wirksame Werkzeuge wie zum Beispiel die fairtradePrämien an die Hand gegeben, die Entwicklung an abgelegenen Orten des Landes wirksam fördern können. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen eine dieser Initiativen vor, in der sich Menschen zusammengeschlossen haben, um selbst aktiv zu werden. In kommenden Ausgaben von SEKEM Insight möchten wir Ihnen weitere Initiativen aus der Vielfalt der durch SEKEMs Arbeit geförderten Projekte genauer vorstellen.

Ihr Redaktionsteam

Im neuen Kleid: die Farmer der Farmers Development Association (FDA) tragen ihre neuen Arbeitsuniformen mit Freude und Stolz.

Tarek Mohamed Moustafa, demeter-Bauer aus Kom el Ahmer im Gouvernorat Qaliubiya, einem der nördlichsten Regierungsbezirke Ägyptens, hat es nie bereut, der Kooperative beigetreten zu sein. „Seit die FDA (Bauernkooperative für Entwicklung) die Schneiderei auf meiner Farm errichtet hat und die jungen Frauen aus dem Dorf in der Kleiderherstellung ausbildet, können diese eigene Produkte herstellen und verkaufen. So verbessern

sich ihre Lebensbedingungen und die ihrer Familien.” Bauer Tarek kooperiert bereits seit Jahren mit SEKEM und liefert verschiedene Sorten Kräuter, Getreide und Gemüse. Er ist glücklich, dass die Familien aus seinem Dorf jetzt neben der Arbeit auf seiner Farm noch eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung ihres Einkommens erhalten haben. Und er ist stolz, dass seine Produkte und die der FDA auch in Europa mit dem fairtrade-Siegel verkauft werden. SEKEM Insight | Dezember 2010 | Seite 1


Wirtschaft

Zusammen mit den anderen FDABio-Bauern gründete Tarek die Initiative bereit vor 6 Jahren. 2005 erhielt die Organisation dann die fairtrade-Zertifizierung durch FLO-Cert, die Fairtrade Labelling Organization. Die FDA hat heute 60 feste und 124 assoziierte Mitglieder und verkauft seit ihrer Zertifizierung einen Teil ihrer Produkte wie zum Beispiel Kräuter, Gemüse, Reis und Baumwolle sowie Sesam mit dem fairtrade-Siegel. Das leicht erkennbare grün-schwarze Siegel genießt bei Kunden in Europa und in den Vereinigten Staaten großes Vertrauen. Doch nur Wenigen ist die große Bedeutung des Siegels für die Bauern in den produzierenden Ländern bekannt. Präzise Standards FLO-Cert legt die Kriterien für die Produktion und den Handel jedes Produkts einzeln fest. Diese umfassen Vorschriften zu Mindestlöhnen, den Ausschluss von Diskriminierung und die Sicherung der Grundrechte aller an der Produktion beteiligten Personen. Auch Mindestpreise werden festgelegt. Alle Zwischenhändler werden jährlich durch vor Ort auf die Einhaltung dieser Kriterien überprüft. Im Mittelpunkt der fairtrade-Kriterien steht die „fairtrade-Prämie“. Dieser Preisaufschlag wird direkt vom Kunden an die Produzenten weitergegeben und dient so als Finanzierungswerkzeug für die sozio-ökonomische Entwicklung im Produktionsland. Der fairtradeStandard schreibt nicht vor, wie die Produzenten die Prämie einsetzen sollen. Er verlangt jedoch, dass der Prozess der Projektauswahl und der Mittelverwendung transparent, partizipativ und demokratisch abläuft. Selbst entscheiden Die Bauern der ägyptischen FDA treffen sich in regelmäßigen Abständen um zu entscheiden, welche Entwicklungsprojekte sie mit der Prämie finanzieren. Ein Leitungsgremium ist für die sachgemäße Verwendung der Mittel verantwortlich.

Neben der Schneiderei fördert die FDA jedes Jahr auch Projekte, die sich besonders dringenden Fragen der Entwicklung in dem ländlichen Gouvernorat annehmen. In den vergangenen Jahren gehörten dazu unter anderem Projekte zur Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsfürsorge. In Ägypten gehören vor allem Hepatitis C und Nierenkrankheiten zu den besonders verbreiteten Leiden. Analphabetismus und ein Mangel an Verständnis für den Zusammenhang von Gesundheit und Hygiene gehören zu den Ursachen, die einen integrierten sozialen und materiellen Entwicklungsansatz nötig machen. Hierfür hat die FDA zum Beispiel ein eigenes Trainingsprogramm entwickelt, das langfristig allen Partnerfarmen zugute kommt und ständig erneuert wird. Ein zukünftiges Projekt soll sich dem Aufbau eines Drainage- und Klärsystems für Trink- und Brauchwasser widmen, welches Gesundheitsbewusstsein und Umweltschutz gleichzeitig fördern soll. Sichtbare Entwicklung “Unsere Projekte haben zu sichtbarer Entwicklung auf den Mitgliedsfarmen geführt.”, bestätigt Tarek Moustafa und strahlt. “Doch das Wichtigste ist: wir haben gelernt, dass wir unsere Entwicklung selbst in der Hand haben. Wir müssen nicht auf andere warten.” Weitere Projekte von SEKEMPartnern, die mit Hilfe der fairtradePrämien finanziert werden, umfassen zum Beispiel Alphabetisierungs- und Computerkurse, Verbesserungen der Verkehrssicherheit der Arbeiter auf ihrem Heimweg oder den Aufbau einer Leihbibliothek. Die Vielfalt der sozialen Projekte in und um SEKEM zeigt die große Bedeutung der Kaufentscheidung, die SEKEMKunden auf der ganzen Welt täglich treffen, wenn sie sich für fairtradeProdukte entscheiden. Christina Boecker

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Mehr Informationen: http://www.fairtrade.net

Studien zur Misteltherapie in Ägypten Aus der vor mehreren Jahrzehnten durch Dr. Hans Werner, einen deutschen Arzt und mit SEKEM langjährig verbundenem Partner angeregten Zusammenarbeit zwischen den Firmen Atos (Ägypten) und ABNOBA (Deutschland) wurde im Jahre 2004 eine kleine Studie (30 Patienten) zum Leberkrebs an der Universität in Mansoura (Ägypten) durchgeführt. Die Studie erbrachte damals deutliche Hinweise auf eine gute Wirksamkeit des Mistel-Präparates abnobaVISCUM Fraxini bei Leberkrebs bei ägyptischen Patienten und Patientinnen. Angeregt durch diese Hinweise wurde eine weitere Studie mit diesmal 120 Patienten erneut in Mansoura begonnen, zu der nun Auswertungen vorliegen. Diese bestätigen die 2004 erarbeiteten Indizien. Professor Mohamed A. Ebrahim von der Universität Mansoura fasst diese Ergebnisse zusammen: „Wir kommen aufgrund der Studie zu dem Schluss, dass die Therapie mit abnobaVISCUM Fraxini eine wirksame und sichere Behandlung für Patienten und Patientinnen mit fortgeschrittenem Leberkarzinom darstellt“. Die Zusammenarbeit von SEKEM/ Atos und ABNOBA trägt so viele Jahre nach der ersten wissenschaftlichen Kooperation weitere wissenschaftliche und therapeutische Früchte, die zu vertiefter Forschung auffordern. Die Zusammenarbeit soll daher auch in Zukunft fortgesetzt werden. Eine weitere gemeinsame Studie zum Thema Harnblasen-Krebs soll 2011 zum Abschluss kommen. Sowohl der Harnblasen-Krebs als auch das Leberkarzinom treten in Ägypten überdurchschnittlich häufig auf, woraus sich das besondere Interesse SEKEMs ergibt. Christina Boecker

SEKEM können sie auch besuchen: www.SEKEM-reisen.de www.aventarra.de SEKEM Insight | Dezember 2010 | Seite 2


Kultur

Beliebte Sesam-Riegel in neuem Kleid

Slacklinen bei SEKEMSchulkindern beliebt

Die beliebten Sesam-Riegel gibt es in Ägypten jetzt in neuer Aufmachung - und werden von Kunden sehr gut angenommen.

I

m November begann das Verkaufsteam von ISIS damit, die bereits seit geraumer Zeit im Produktportfolio der Firma befindlichen Sesam-Krokantriegel in neuem Design in den ägyptischen Markt einzuführen. Die Riegel erfreuen sich seit langem großer Beliebtheit und werden mittlerweile auch in Europa vertrieben. Wechselnde Hintergrundfarben der neuen Verpackungen helfen jetzt dem Kunden, die unterschiedlichen Sorten der Riegel auch auf die Schnelle in der Produktvielfalt im Marktregal zu erkennen. Ein vergrößertes Bild der geschmacksgebenden Zutat unterstützt ebenfalls die einfache Identifikation. Die kräftigen Farben lassen die Riegel auch im Süßwarenregal der Supermärkte, die üblicherweise mit hochglänzenden, sehr farbreichen und vielfältigen Produkten gefüllt sind, nicht untergehen. Trotzdem weist die neue Auszeichnung auch eindeutig auf die wichtige Zertifizierung nach BioStandards hin. Mit den Produkten im neuen Design wurden jetzt zum ersten Mal

auch Apotheken als Absatzkanäle gezielt erschlossen. SEKEM-Verkäufer setzen über sie bereits seit einiger Zeit neben Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln auch den Honig von ISIS erfolgreich ab. Zur Unterstützung wurden auch Anzeigen in den verschiedenen Apothekenzeitschriften Ägyptens geschaltet, die von gesundheitsbewussten Kunden oft gelesen werden. Die Neueinführung der bereits bekannten Produkte hat bereits kurzfristig zu einer Verdoppelung ihres Absatzes geführt. Doch das ist für das ISIS-Marketingteam noch längst nicht gut genug: „Ich sehe noch sehr viel Potenzial für den Verkauf dieses einzigartigen Produkts, das zu den beliebtesten Produkten ISIS‘ in Ägypten gehört.“, erklärt Lamyaa Farouk, Junior-Marketingleiterin, energisch. Die Sesam-Riegel sind in Europa über den SEKEM-Webshop und in Naturkostläden erhältlich. Christina Boecker

In Deutschland sieht man es schon seit einigen Jahren immer öfter: ein Seil locker zwischen Bäumen gespannt und Menschen, die darauf akrobatische Kunststücke vollführen. Der Name „Slackline“ lässt sich am ehesten mit „lockeres Band“ übersetzen. Wie beim Klettern werden auf dem Seil nicht nur motorische, sondern auch geistige Fähigkeiten und ihr Zusammenspiel geschult. Was von weitem einfach aussieht, verlangt Kraft, Konzentration und Übung. Zugleich fördert Slacklinen die zwischenmenschliche Begegnung. Man muss sich buchstäblich gegenseitig stützen und aufeinander vertrauen. Egal ob in Europa oder in Ägypten, kaum ist das Seil gespannt, kommen Neugierige – und fast alle wagen einen Versuch. Vor allem Kinder lassen sich schnell davon infizieren. Die deutsche Firma Slackline-Tools hat die SEKEM-Schule jetzt dabei unterstützt, Slacklinen auch ihren Schülern und Schülerinnen zugänglich zu machen. Mit großem Elan gingen die SchülerInnen ans Seil, waren überrascht von den Schwierigkeiten und halfen sich gegenseitig. Und das Wichtigste: sie haben viel Spaß an der neuen Bewegung. Martin Haagen

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Mehr Informationen: http://www.slackline-tools.de

SEKEM Insight | Dezember 2010 | Seite 3


Impressionen

Impressionen aus SEKEM

A

m 25. November fand auf der Freiluftbühne der SEKEM-Farm das 33. Jahresfest für alle Mitarbeiter, Schüler, Kunden und Freunde statt. Ein Schwerpunkt war in diesem Jahr ein Bericht von Helmy Abouleish über die drei neuen SEKEM-Farmen im Sinai, in der Oase Bahareya, in der westlichen Wüste Ägyptens und in Minya. Er betonte dabei die positiven Effekte, die biodynamische Landwirtschaft für Welternährung und Klima bringt und ermöglichte es durch seine Berichte allen SEKEM-Mitarbeitern, die Wirkung ihrer Arbeit im großen Zusammenhang kennenzulernen. Auch Mitarbeiter der neuen Farmen in anderen Landesteilen waren diesmal eingeladen worden und freuten sich, ihre Kollegen kennenzulernen. Nach SEKEM-Tradition wurden diejenigen Mitarbeiter besonders ausgezeichnet, die seit 7 Jahren dabei sind. Als fröhlichen Abschluss zeigten Schüler der SEKEM-Schule und eine Volkstanzgruppe aus SEKEMs Gouvernorat Sharkeya traditionelle Tänze, welche die verschiedenen Kulturen Ägyptens darstellen sollten.

SEKEM Insight | Dezember 2010 | Seite 4


Kurznachrichten

Falk Zientz als sozialer Unternehmer ausgezeichnet

Im Rahmen der Verleihung des „Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2010“ ehrte der Rat für nachhaltige Entwicklung Falk Zientz, Leiter der Abteilung Mikrofinanz der GLS Bank, als „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit 2010“. Für seine vorbildliche und wegweisende unternehmerische Leistung wird der Initiator des Mikrokreditfonds Deutschland und Leiter der Abteilung Mikrofinanz der GLS Bank ausgezeichnet. Der Rat honoriert damit Zientz‘ Entwicklung und Umsetzung eines tragfähigen Mikrokreditgeschäfts in Deutschland. Anfang des Jahres hatte die Bundesregierung der GLS Bank den Auftrag zum Ausbau des entwickelten Modells gegeben und zusammen mit dem Europäischen Sozialfonds 100 Mio. Euro für den Mikrokreditfonds zur Verfügung gestellt. Der Laudatorin und stellvertretenden Vorsitzenden des Nachhaltigkeitsrats Marlehn Thieme zufolge bringe die Arbeit von Zientz etwas zurück, das großen Teilen der Finanzbranche in den letzten Jahren abhanden gekommen sei: Vertrauen und menschliche Nähe. Das Beratungsgremium der Bundesregierung lobt den Preis in diesem Jahr zum zweiten Mal aus. Mit der Auszeichnung hebt der Nachhaltigkeitsrat hervor, dass nachhaltiges Wirtschaften erheblich von Ideen und vom Engagement aus der Mitte der Gesellschaft lebt. Kriterien für ihre Verleihung sind unter anderem das Potential einer systemverändernden Wirkung in den Handlungsfeldern der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie der wegweisende Charakter für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Quelle: GLS Bank

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Mehr Informationen: http://gls.li/social

Jährlich 17 Millionen Euro Analysekosten für die Pestizidkontrolle

Laut Greenpeace kostet allein die Kontrolle von Pestiziden in Lebensmitteln und Grundwasser den deutschen Steuerzahler 17 Millionen Euro jährlich. Der Biolebensmittelverband Naturland warnt in diesem Zusammenhang vor einer weiteren Kostenspirale für den Verbraucher, wenn sich die AgroGentechnik in Europa ausbreiten sollte. Gut für die Umwelt und gut für den Verbraucher ist nach Naturland der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide sowie auf AgroGentechnik. “Der Öko-Landbau braucht beide umweltschädigenden Methoden nicht und produziert hochwertige Lebensmittel”, erläutert Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender.

betragen. Ist ein Ausschlag messbar, kommen für eine qualitative Analyse noch einmal bis zu 150 Euro dazu.

80 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnen den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) in Lebensmitteln ab. Der kommerzielle Anbau des GVOMaises MON 810 ist derzeit vom Bundeslandwirtschaf tsministerium (BMELV) auf Grund von Sicherheitsbedenken verboten. Die GVO-Kartoffel Amflora wurde zugelassen und dieses Jahr erstmalig angebaut. Ein Teil der Ernte muss aktuell vernichtet werden, da nach Einschätzung des Landwirtschaftsministers Till Backhaus die Gefahr einer Vermischung mit der in der EU nicht zugelassenen GVO-Kartoffel Amadea bestehen könnte. Schon jetzt müssen alle Verarbeiter, die gentechnikfreie Lebensmittel herstellen wollen, GVOAnalysen durchführen. Die Kunden wollen die Sicherheit, dass keine Vermischung mit GVO-Produkten stattgefunden hat. Alle Lieferanten von Öko-Rohstoffen müssen GVOAnalysen vorlegen. Sollte sich der Anbau von GVO-Pflanzen ausdehnen, kommen explodierende Kosten auf alle Partner der Wertschöpfungskette zu. Je nach Analyseart und Labor können die Kosten bis zu 150 Euro pro Probe

Naturland fördert den ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 55.000 Bauern und über 500 Herstellern als Naturland Partner einer der größten Öko-Verbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.

Bei 100 Prozent Öko-Landbau im ganzen Land fielen keine Kontroll- und Analysekosten an. Die kostenintensive Aufbereitung von Trinkwasser, um den Anteil von Pestiziden und Nitraten zu minimieren, würde entfallen. Diese so genannten externen Kosten werden derzeit vom Steuerzahler getragen und tauchen nicht im Preis für Lebensmittel auf. Naturland fordert, dass die Inverkehrbringer und Nutzer von Pestiziden und Agro-Gentechnik für die Folgekosten aufkommen müssen. Noch einfacher und besser für die Umwelt und den Geldbeutel ist die hundertprozentige Umstellung auf Öko-Landbau.

Quelle: Eco-World.de

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Mehr Informationen: http://www.eco-world.de

Herausgeber v.i.S.d.P.: SEKEM, Egypt Die Redaktion von SEKEM Insight dankt allen Korrespondenten, die an dieser Ausgabe mitgewirkt haben. Redakteure: Christina Boecker Bijan Kafi Kontakt: SEKEM-Insight c/o SEKEM Holding P.O.Box 2834, El Horreya, Heliopolis, Cairo, Egypt insight@SEKEM.com Bildnachweis: 1,4: SEKEM; 3: Martin Haagen Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Einwilligung des Herausgebers. Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Markeninhaber.

SEKEM Insight | Dezember 2010 | Seite 5


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