Issuu on Google+

Ihr PREMIUM TV-PROGRAMM vom 11. bis 17. Januar 2014 € 1,70

3. 1. 2014

BEL 2,00 € / DÄN 20,00 dkr / FRA 2,40 € / ITA 2,40 € LUX 2,00 € / NL 2,10 € / ÖST 2,00 € SCHWEIZ 3,40 sfr / SPAN 2,40 € / KANAREN 3,20 €

WWW.HOERZU.DE

2

PERFEKT für Digital-TV & HD! So setzen Sie Vorsätze in die Tat um

PLUS

SELBST-

TEST

Die 12 besten Schlank-Tipps

So erreichen Sie Ihre Ziele!

Die DIÄT-TRICKS der HÖRZU-Redaktion

Alles über die Kraft der Motivation

Die geheime Welt der Katzen Erstaunliche Fakten

Die Villen der Stars Wohnen wie Marilyn Monroe & Co.

Disney-Hits im Fernsehen

Neuer TV-Sender startet


PSYCHOLOGIE

Bestsellerautor Prof. Lothar Seiwert Exklusiv in

Auf ein Neues!

Packen Sie’s an! Sie schaffen das. HÖRZU hilft Ihnen dabei

6

der M


E

igentlich ist es wie immer: Der Jahresbeginn ist die Zeit ambitionierter Pläne. Wir wollen regelmäßig Sport treiben und weniger Süßes essen, nicht mehr so viel im Internet surfen, die Steuererklärung pünktlicher abgeben, uns zur Blutspende anmelden und statt Auto Fahrrad fahren. Doch allzu oft geraten die guten Vorsätze schnell in Vergessenheit. „Kein Wunder“, sagt Prof. Lothar Seiwert, renommierter Experte für Zeit- und Lebensmanagement, Co-Autor von „Simplify Your Life“ und Verfasser weiterer Bestseller (neuestes Werk: „Lass los und du bist Meister deiner Zeit“, Verlag Gräfe und Unzer, 128 S., 12,99 Euro). Seiwert weiß, wovon er spricht. „Vorsätze sind keine Ziele, sondern Absichtserklärungen“, sagt er. „Meistens sind sie ernst gemeint, und es steckt eine feste Überzeugung dahinter. Trotzdem funktioniert die Sache oft nicht. Oder nur sehr kurzfristig, so lange, bis Anfangseuphorie und -energie verpufft sind.“ Der Experte rät deshalb: „Wer wirklich etwas erreichen oder verändern möchte, setzt sich klare, konkrete Ziele.“ Dabei ist entscheidend, dass die Ziele reiflich überlegt sind und zur eigenen Persönlichkeit passen. Dann kommt die Motivation oft von allein – und mit ihr Energie und Durchhaltevermögen. Wie aber definiert man gute Vorsätze optimal? Welche Strategien helfen, sie zu erreichen? Und was, wenn man sein Ziel aus den Augen verliert oder sogar scheitert? HÖRZU lädt Sie ein: Machen Sie sich anhand neuer Erkenntnisse der Motivationspsychologie auf den Weg – begleitet von unserem Experten Prof. Lothar Seiwert.

Unterbewusstsein, dass das gewählte Ziel Ihnen nicht guttut oder nicht zu Ihnen passt. Wahrscheinlich werden Sie es nicht erreichen. Machen Sie sich am besten gleich auf die Suche nach einem geeigneteren Ziel.

Q Bleiben Sie sich treu Beachten Sie Ihre individuellen Leitmotive: Möchten Sie gern sehr lange leben? Dann sind sportliche Ziele und eine langfristig fett- und zuckerarme Ernährung sinnvoll. Oder liegt Ihnen mehr an einem genussvollen Alltag? Dann ist der Verzicht auf Fett und Süßes nicht dauerhaft Ihre Sache.

Q Formulieren Sie positive Ziele Schwarz auf weiß Ehrgeizige Ziele erfordern eine sehr genaue Planung. Am besten schriftlich

Q Setzen Sie sich SMARTE Ziele Das englische Wort „smart“ bedeutet schlau. Als Abkürzung steht SMART für: S wie spezifisch, sehr konkret und bildhaft; M wie messbar, also sehr genau definiert; A wie aktiv, von Ihrem Handeln abhängig; R wie realistisch, also für Sie erreichbar; T wie terminiert, nach exaktem Zeitplan. Smart wäre etwa folgendes Ziel: „Bis zum 30. Juni 2014 werde ich mindestens fünf Kilo abgenommen haben und wieder in meine schöne schwarze Hose passen.“

Q Respektieren Sie Ihre Gefühle Erreichbare Ziele lösen gute Emotionen aus. Fühlen Sie sich beim Gedanken an ein Ziel unwohl oder gestresst, signalisiert Ihr

Die Kraft

Prof. Seiwert: „Konjunktive und das Wort ‚nicht‘ sind kontraproduktiv. Sie halten uns von Zielen ab.“ Sagen Sie sich: „Ich werde schön schlank sein“ statt „Ich werde nicht mehr so viel essen“. Wenig hilfreich sind auch Wörter, die Zwang ausdrücken wie „Ich muss“ oder „Ich darf nicht“.

Q Verwöhnen Sie sich Wer sagt eigentlich, dass Ziele immer edel oder anstrengend sein müssen? Setzen Sie sich mindestens ein Verwöhnziel wie zum Beispiel: „Ich nehme jeden Sonntagabend ein duftendes Bad bei Kerzenschein.“

Q Hinterfragen Sie fremde Motive Sie naschen gern? Wenn ein Arzt oder Ihr Partner Sie ermahnt, das einzuschränken, sind Sie nur von außen motiviert – und nicht innerlich. Psychologen sprechen von „extrinsischer“ und „intrinsischer“ Motivation. Letztere ist viel wirkungsvoller. X

Mit großem

SELBSTTEST

otivation Wie könnte es uns in diesemJahr endlich gelingen, lange an unseren guten Vorsätzen festzuhalten und sie tatsächlich umzusetzen? In HÖRZU verrät ein Experte für Lebensmanagement, wie’s klappt

7


PSYCHOLOGIE

Ziele visualisieren Wer ein klares Bild vor Augen

hat, erreicht mehr. Und sei es nur: Ich will hoch hinaus!

Q Veranschaulichen Sie Ihr Ziel Schreiben Sie auf, wie es sein wird, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Stellen Sie sich die Situation in Ihrer Fantasie plastisch und detailreich vor. Angenommen, Sie möchten mehr Sport treiben, viel Konditionstraining machen, um im Frühling eine anspruchsvolle Bergwanderung zu schaffen: Wie werden Sie sich am Berg fühlen? Wie wird die Landschaft dort aussehen? Stellen Sie sich vor, wie Sie die frische, duftende Bergluft einatmen. Auch selbst gemalte Bilder, Fotos und Collagen wirken motivierend.

Q Schaffen Sie sich Symbole Suchen Sie einen schönen Stein, ein Lied oder ein Gedicht als Symbol für Ihr Ziel aus. Den Stein können Sie in einer Manteltasche bei sich tragen, das Lied regelmäßig hören, das Gedicht aufsagen. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie vergegenwär tigen sich Ihr Ziel und spüren die damit verbundenen guten Gefühle.

Q Planen Sie Schritt für Schritt Große Ziele können einschüchternd wirken. Unterteilen Sie den Weg in überschaubare Etappen. Beginnen Sie etwa beim Lauftraining mit fünf Minuten, und steigern Sie sich dann von Mal zu Mal um eine Minute. Bei dreimal wöchentlichem Training schaffen Sie nach zehn Wochen 35 Minuten ohne

Erfolge feiern Bestandene Prüfung, neuer Job, drei Monate rauchfrei? Belohnen Sie sich dafür!

große Anstrengung. Ein weiteres Beispiel: Täglich sollten wir mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu uns nehmen, am besten Tee oder Wasser. Für viele eine große Menge – stellt man sie sich als zwei ganze Flaschen vor. Besser: Trinken Sie pro Stunde ein Glas. Schon haben Sie die optimale Menge!

Q Setzen Sie Wegmarken Psychologen sprechen von „implementation intentions“, das bedeutet: Machen Sie Ihr neues Verhalten an Zeiten oder Vorgängen fest. Beispiel: „Dienstags und donnerstags bereite ich gleich nach der Arbeit das Abendessen vor und decke den Tisch schön. Dann ziehe ich die Laufschuhe an, mache 40 Minuten Nordic Walking und fünf Minuten Dehnübungen. Danach setze ich mich an den Tisch und genieße das Abendessen.“

Hitliste der guten Vorsätze Was wollen die Deutschen erreichen? Hier die Ergebnisse einer Umfrage. Spitzenreiter: weniger Stress und mehr Zeit für Familie und Freunde

59 % Stress vermeiden oder abbauen

48 % 11 % 34 % 52 % Mehr Zeit für Familie, Freunde

30 % Sparsamer sein

Mehr Zeit für mich selbst

14 % Weniger fernsehen

Quelle: Forsa-Institut im Auftrag der DAK

Weniger Alkohol

Abnehmen

51 % Mehr bewegen, Sport treiben

Q Treffen Sie Absprachen Berichten Sie Freunden von Ihren Zielen, oder suchen Sie sich Mitstreiter. Eine wenig aussichtsreiche extrinsische Motivation („Die Laufgruppe wartet auf mich“) kann sich so in eine erfolgversprechende intrinsische Motivation verwandeln („Ich möchte mich nicht blamieren“ oder „Ich möchte die anderen nicht auf mich warten lassen“).

Q Fangen Sie sofort an Sobald das Ziel feststeht und der Weg geplant ist, machen Sie den allerersten Schritt. Und sei er auch noch so klein.

Q Feiern Sie Erfolge Etappenziel erreicht? Zehn Wochen lang den festen Sporttermin wahrgenommen? Trotz Wind und Wetter mit dem Fahrrad zum Einkaufen gefahren? Gratulation! Das will gefeiert werden! Verwöhnen Sie sich, gönnen Sie sich etwas Schönes.

Q Ziehen Sie Zwischenbilanz Ein Ziel ist nicht in Stein gemeißelt. Treten Sie zwischendurch einen Schritt zur Seite, schauen Sie zurück, nach vorn und um sich herum: Passt das Ziel noch zu Ihnen? Und zu den Umständen? Fühlt es sich noch gut an? Falls nicht: ändern!

Q Bleiben Sie flexibel Vielleicht bieten sich Gelegenheiten, das Ziel an äußere Umstände anzupassen oder für sich selbst attrak tiver zu gestalten. Schließlich lernen Sie sich auf dem Weg auch selbst noch besser kennen. Ein Beispiel: Nach langem Training ist es jedesmal wieder eine Quälerei, mehr als 15 Kilometer zu laufen? Dann verzichten Sie auf den Halbmarathon und probieren parallel zum Joggen Nordic Walking aus. Vielleicht

12 % Rauchen aufgeben


Test: Wie gut sind Sie zu motivieren? Setzen Sie Ihre Pläne mühelos um? Verfolgen Sie Ziele konsequent, aber unverkrampft? Oder neigen Sie dazu, Vorsätze schnell wieder fahren zu lassen? Dieser Test gibt Ihnen Aufschluss.

| 1 Wie sieht es aus, wenn Sie sich Ziele setzen? Q Ich nehme mir vor, das Ziel zu erreichen Q Ich hänge ein Bild an die Wand, das mein Ziel illustriert. So behalte ich es im Blick Q Ich mache einen realistischen Plan, was ich bis wann erreichen will, und schreibe ihn auf | 2 Sie stellen fest, dass Sie Ihr Ziel aus den Augen verloren haben. Was tun Sie? Q Ich rufe mir den Sinn des Ziels ins Bewusstsein und mache schnell einen Schritt in die richtige Richtung

Q Ich hinterfrage das Ziel: Ist es mir wirklich wichtig? Q Da mir das Ziel nicht wichtig zu sein scheint, lasse ich davon ab Etappen planen Machen Sie sich

einen „Trainingsplan“ – nicht nur im Sport

schaffen Sie in dieser Disziplin dann sogar einen ganzen Marathon.

Q Akzeptieren Sie Niederlagen „In unserer Kultur sind Unternehmer nach einem geschäftlichen Misserfolg mit einen Makel behaftet. In den USA ist das genau umgekehrt: Niederlagen machen stark, Krisen sind wertvolle Erfahrungen“, erklärt Prof. Lothar Seiwert. „Diese Haltung können wir uns auch in Bezug auf private Ziele zu eigen machen: Durch Scheitern lernen wir, wie etwas nicht geht – und kommen so unserem Ziel einen Schritt näher.“

FOTOS: S. 10-11: PICTURE PRESS (GR.), PLAINPICTURE, PR; S. 12-13: CORBIS, GETTY IMAGES (2)

Q Stoppen Sie Energieräuber Das Magazin „Focus“ fand heraus: Mehr als 80 Prozent aller Deutschen fällt es schwer, Nein zu sagen. Dadurch verlieren sie wertvolle Zeit, Kraft und Freude. Zwei Geburtstagseinladungen an einem Tag, ein Briefkasten voller Werbung oder oberflächliche Facebook-Aktivitäten sind Energieräuber, Merke: Man kann sie leicht abstellen!

Q Sorgen Sie für gute Stimmung Singen Sie mal wieder ein Lied, machen Sie einen Spaziergang im Schnee und lauschen dabei dem Knirschen und Knacken unter Ihren Sohlen. Tanzen und hüpfen Sie mal herum. Dann fühlt sich das Leben so leicht und schön an, wie es in Wirklichkeit ist.

Q Übertreiben Sie es nicht Wer sich zu sehr in seine Ziele verbeißt, läuft Gefahr, einen Tunnelblick zu bekommen oder innerlich auszubrennen.

Q Seien Sie ein Faulpelz Fast jeder braucht auch mal Ruhe. Einfach nichts tun, liegen, träumen, glücklich sein – herrlich! Sehen Sie’s doch mal so: Faulheit muss kein Laster sein, oft ist sie ein toller Energiespender. NELE-MARIE BRÜDGAM

| 3 Wie bereiten Sie sich innerlich auf ein neues Ziel vor? Q Ich bedenke, welche Hürden und Rückschläge mich erwarten können Q Ich sehe nur die guten Aspekte und denke, das werde ich schon schaffen Q Ich überlege, welchen Nutzen mir das Vorhaben bringt, mit welchen Hindernissen ich rechnen muss und wie ich diese meistern werde

| 4 Worauf konzentrieren Sie sich bei der Umsetzung des Vorhabens? Q Auf das Ziel Q Auf die jeweils nächste Etappe, während ich das Ziel im Hinterkopf behalte Q Auf jeden einzelnen Teilerfolg

(1) (2) (3)

(3) (2) (1)

(1) (2) (3)

(1) (3) (2)

| 5 Sie wollen einen lang gefassten Plan umsetzen, als Sie feststellen, dass im Fernsehen ein tolles Konzert läuft. Was tun Sie?

Q Wenn der Plan nicht ganz neu ist, kann die Sache bestimmt noch warten. Also gönne ich mir das Konzert

Q Ich handle mit mir selbst einen Kompromiss aus:

Erst wird ein Teil des Plans realisiert, dann schaue ich das Konzert Q Selbstverständlich halte ich an meinem Plan fest

(1) (2) (3)

| 6 Sie ertappen sich dabei, dass Sie immer wieder Vorwände finden, um Ihr Vorhaben aufzuschieben. Und jetzt?

Q Ich ermahne mich zu mehr Disziplin und formuliere Gegenargumente zu allen möglichen Vorwänden

Q Ich bitte Freunde um Rat Q Ich lasse von dem offensichtlich unerreichbaren Vorhaben ab

(3) (2) (1)

| 7 Wie heben Sie Ihre Stimmung, wenn Sie mal schlechter Laune sind? Q Ich erinnere mich, was mir guttut, und nehme mir Zeit dafür (2) Q Ich überlege: Wem könnte ich eine Freude machen? Oder wer bräuchte gerade meine Hilfe? (3) Q Ich ziehe mich zurück und hoffe, dass es mir bald wieder besser geht (1) | 8 Was tun Sie, wenn Sie eine neue Idee haben? Q Ich notiere sie in meinem Ideenbuch, lasse sie ein wenig reifen und entscheide dann, ob ich die Idee umsetzen will. Falls ja, mache ich einen Plan

Q Ich spreche mit Freunden darüber Q Ich bin ganz begeistert – und könnte mir doch denken, dass ich die Idee wahrscheinlich nicht umsetzen werde

(3) (2) (1)

Auswertung 8 – 11 Punkte Sie neigen dazu, von Vorhaben abzuweichen. Das kann daran liegen, dass Sie sich unrealistische oder unattraktive Ziele setzen. Vielleicht mangelt es aber auch an Motivation. Fassen Sie strukturiertere Pläne, dann können Sie mehr Erfolge feiern.

12 – 19 Punkte Sie wissen, wie Sie sich motivieren können, wollen aber nicht zu dogmatisch an Zielen festhalten und sind manchmal etwas bequem. Ein Notfallplan für Motivationskrisen kann helfen. Machen Sie sich zudem bewusst, warum Ihnen Ihre Ziele wichtig sind.

20 – 24 Punkte Sie verfolgen realistische Ziele, sind diszipliniert und wissen, wie Sie sich motivieren können. Hindernisse umschiffen Sie gekonnt. Ihre Vorhaben sind meist von Erfolg gekrönt, auch um den Preis, dass man Sie gelegentlich für etwas unflexibel hält.


HÖRZU Titelstory mit Lothar Seiwert