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Von Hannah


Marinus Wo kommen all die kleinen Kinder hin, die nicht auf die Welt kommen?


Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne vorherige schriftliche Einwilligung des Vereins „Sei Willkommen“ e.V. unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Dieses Werk einschließlich seiner Teile ist zudem außschließlich zur kostenlosen Weitergabe gedacht. Jeglicher Verkauf ist untersagt.

2., aktualisierte Auflage 2017 © 2014 Sei Willkommen e.V. | Weißes Venn 102 | 33442 Herzebrock-Clarholz Internet: www.sei-willkommen.net; E-Mail: sei.willkommen@gmx.de Die Bibelverse wurden folgenden Ausgaben entnommen: Neues Leben. Die Bibel © 2002 und 2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten (NLB) Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung – Neues Testament und Psalmen Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten. (NGÜ)

Druck und Bindung: JELGAVAS TIPOGRAFIJA Gedruckt in Lettland ISBN: 978-3-00-056148-1


Hannah:

Marinus Wo kommen all die kleinen Kinder hin, die nicht auf die Welt kommen?


Für Luca


Marinus รถffnet ganz vorsichtig seine Augen. Er atmet tief durch. Es ist ganz still und dunkel um ihn herum. Wo ist er nur? Marinus hebt den Kopf und versucht, etwas zu hรถren. Er bemerkt, dass jemand bei ihm ist. Er holt noch einmal tief Luft und entscheidet sich dazu, diesen Jemand anzusprechen und nachzufragen, bei dem, den er bis jetzt noch nicht kannte ...


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Anmerkungen Wie ist Gott? Viele Menschen fragen sich, ob es einen Gott gibt. Und wenn ja, wie er dann so ist. Ist er vielleicht ganz weit weg, abwesend, uninteressiert an unserem Leben? Oder etwa böse und darauf aus, uns Menschen für unsere Fehler zu bestrafen? Da hat wohl jeder seine eigenen Vorstellungen, die natürlich irgendwie in uns geprägt worden sind. Auf der Suche nach Gott und seinem Wesen macht es Sinn, in der Bibel zu suchen. Dort wird Gott in all seinen Facetten beschrieben. Die Bibel ist nichts anderes als Gottes (Liebes-)Geschichte mit den Menschen. Wer wissen will, wer Gott ist, kommt an der Bibel nicht vorbei.

Gott der Schöpfer Am Anfang der Bibel liest man, wie Gott es war, der das Universum und die Erde mit allem Leben erschuf. Die ganze Schöpfung trägt den Fingerabdruck Gottes. Alles ist seiner Idee und Kreativität entsprungen. Und wir Menschen sind die Krone seiner Schöpfung. Wir sind keine Zufallsprodukte, sondern entspringen den Gedanken Gottes. Wir sind von ihm gewollt. Jeder Mensch ist von Gott gewollt. Wir sind geschaffen in Gottes Ebenbild. Das gibt uns Wert und Würde. 1. Mose 1,26-27 (NLB): Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere und über alle Kriechtiere herrschen.« So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie. Psalm 139,13-18a (NLB): Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt. Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl. Du hast zugesehen, wie ich im Verborgenen gestaltet wurde, wie ich gebildet wurde im Dunkel des Mutterleibes. Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Leben war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann. Wie kostbar sind deine


Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand!

Ein Gott der Liebe Ein unübersehbarer Wesenszug Gottes ist, dass er ein Gott der Liebe ist. In Gott ist die reinste Liebe zu finden, die man sich vorstellen kann. Er ist der Ursprung der Liebe. Er ist der Erfinder von Liebe. Gottes Liebe sucht immer ein Gegenüber und findet es in uns Menschen. Gott liebt Menschen! Jeden Einzelnen. Egal, ob wir an ihn glauben oder nicht. Egal, wie »gut« wir sind oder was wir an Schuld mit uns herumschleppen. Ganz egal, ob wir gesund, krank oder behindert sind. Gottes Liebe gilt uns und nichts kann ihn dazu bringen, diese Liebe zurückzunehmen und aufzukündigen! Seine Liebe zu uns steht felsenfest, auch wenn wir uns vielleicht ungeliebt fühlen mögen. Der Beweis der Liebe Gottes zu uns gipfelte darin, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde sandte, um stellvertretend für uns am Kreuz zu sterben. Gottes Liebe zu uns ist mehr als leere Worte. Er ließ sich seine Liebe zu uns etwas kosten! 1. Johannes 4,7-10 (NGÜ): Meine Freunde, wir wollen einander lieben, denn die Liebe hat ihren Ursprung in Gott, und wer liebt, ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. Und Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben. Das ist das Fundament der Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünden zu uns gesandt hat.

Ein Gott, der mitfühlt Weil Gott uns gemacht hat und er uns von Herzen liebt, sind wir ihm nicht egal. Es ist ihm auch nicht egal, wie wir leben und wie es uns geht. Obwohl er Gott ist, kann er sich sehr wohl in unser Menschsein hineinversetzen und fühlt mit unseren Schmerzen und Nöten mit. In Jesus Christus hat Gott Menschsein am eigenen Leib erfahren. Wer, wenn nicht er, kennt Ausweglosigkeit, Einsamkeit und Hilflosigkeit. Auch wenn Menschen uns nicht immer nachempfinden können, was wir durchmachen, Gott kann!


Hebräer 4,15 (NGÜ): Jesus ist ja nicht ein Hoherpriester, der uns in unserer Schwachheit nicht verstehen könnte. Vielmehr war er – genau wie wir – Versuchungen aller Art ausgesetzt, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass er ohne Sünde blieb.

Der Mensch und sein Problem Gott hat den Menschen nicht als ferngesteuerten Roboter erschaffen, der nur das tut, was Gott möchte. Der Mensch ist ausgestattet mit einem freien Willen. Auch das ist Teil der Würde, die er von Gott geschenkt bekommen hat. Somit ist der Mensch frei, sich für das Gute oder für das Böse zu entscheiden. Doch leider wählt er oft das Böse. Angefangen bei Adam und Eva durchzieht es die ganze Menschheitsgeschichte bis hin zu unserem persönlichen Leben: Wir fragen meist nicht nach dem Gott, der uns gemacht hat oder lehnen uns bewusst gegen ihn und seine Gebote auf, indem wir sie brechen und mit Füßen treten. Die Bibel nennt das Sünde. Sünde trennt immer von Gott. Sie macht eine Beziehung zu ihm unmöglich. Die Beziehung zwischen Gott, dem Schöpfer, und der Krone seiner Schöpfung, dem Menschen, ist durch dessen Sünde zerstört worden. Sünde äußert sich bei jedem Menschen anders. Es bringt nichts, sich hier vergleichen zu wollen nach dem Motto, die anderen seien ja noch viel schlimmer als man selbst. Es gibt letztlich keinen Menschen, der so lebt, dass er ohne Schuld ist und auch nur annähernd an Gottes heiligen Maßstab heranreicht. Wer ehrlich zu sich ist, wird seine persönliche Sünde vor Gott und anderen Menschen erkennen. Jeder von uns ist schuldig geworden! Eines Tages wird Gott die Sünden der Menschen richten. Die Strafe wird der ewige Tod, die ewige Trennung von Gott sein. Römer 5,12b (NGÜ): Durch einen einzigen Menschen – Adam – hielt die Sünde in der Welt Einzug und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise ist der Tod zu allen Menschen gekommen, denn alle haben gesündigt. Markus 7,20-22 (NGÜ): »Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein«, fuhr [Jesus] fort. »Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen Gedanken, die böse sind – Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Zügellosigkeit, Missgunst, Verleumdung, Überheblichkeit und Unvernunft. […]«


Die Lösung des Problems Wir Menschen sind nicht in der Lage, unser Schuld-Problem selbst zu lösen. Alle Versuche der Selbsterlösung sind zum kläglichen Scheitern verurteilt. Die Schuld, die wir auf uns geladen haben, steht nicht nur zwischen uns und Gott, sondern hat zerstörerische Auswirkungen auf unsere eigene Person und die Beziehung zu anderen Menschen. Wir benötigen Rettung von außen. Anders geht es nicht! Gott leidet darunter, dass seine Menschenkinder ihre eigenen Wege gehen. Er sehnt sich so sehr nach einer heilen Beziehung zu ihnen. Wie gerne würde er sehen, dass die Menschen ganz frei sind und aus einer liebevollen Beziehung zu ihm leben. Diese große Liebe hat Gott dazu gebracht, selbst alles Notwendige dafür zu tun, dass das Schuld-Problem der Menschen ein für alle Mal gelöst wird. Das war der Grund, seinen Sohn Jesus Christus vor ca. 2000 Jahren auf diese Erde zu schicken. Er sollte den Menschen zeigen, wie sehr Gott sie liebt und mit seiner Güte beschenken möchte. In seinem Tod am Kreuz trug der sündlose Sohn Gottes freiwillig die gerechte Strafe für die Sünden aller Menschen: den Tod. Er starb stellvertretend für alle anderen Menschen – aus Liebe zu uns opferte er sein Leben. Römer 5,8 (NLB): Gott dagegen beweist uns seine große Liebe dadurch, dass er Christus sandte, damit dieser für uns sterben sollte, als wir noch Sünder waren. 2. Korinther 5,21 (NLB): Denn Gott machte Christus, der nie gesündigt hat, zum Opfer für unsere Sünden, damit wir durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden können.

Gottes Lösung vertrauen Gott ist selbst auf die Menschen zugegangen und hat die Brücke zu ihnen gebaut. Der Weg zu Gott ist jetzt wieder frei! Ein neues Leben ist möglich geworden! Ein Leben in Freiheit, Vergebung und Freude. Ein Leben voller Hoffnung und Perspektive. Doch es liegt an jedem einzelnen Menschen, ob er auch über diese Brücke gehen möchte. Jeder kann und muss für sich entscheiden, ob er darauf vertraut, dass es diese Brücke in der Person von Jesus Christus wirklich gibt und dass diese Brücke auch tatsächlich trägt. Die Bibel nennt diesen Vertrauensschritt »glauben« und lädt an unzähligen Stellen


dazu ein. Gott hat uns mit seinem Sohn Jesus ein Geschenk gemacht. Jedem Menschen gilt dieses Geschenk. Aber auspacken müssen wir es! Johannes 14,6 (NLB): Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.« Johannes 3,16 (NGÜ): Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. Epheser 2,8-9 (NGÜ): Noch einmal: Durch Gottes Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk. Sie gründet sich nicht auf menschliche Leistungen, sodass niemand vor Gott mit irgendetwas großtun kann.

Welche Bedeutung kann dieses Geschenk für Ihr Leben haben? Wenn Sie selbst eine Abtreibung haben vornehmen lassen, wird Sie vielleicht die Frage beschäftigen, ob all das oben Gesagte auch für Ihre Lebenssituation gilt. Die Antwort ist ein klares: JA! Dieses Angebot Gottes gilt nicht nur für ein paar Auserwählte, sondern wirklich für alle Menschen. Ganz egal, wie Ihr bisheriges Leben gelaufen ist. Ganz egal, ob Sie bisher nach Gott gefragt haben oder nicht. Ganz egal, wie es zu der Abtreibung kam. Gott möchte auch Ihnen Vergebung zusprechen, Sie von Ihrer Schuld befreien und ein Leben voller Zukunft und Hoffnung ermöglichen. Weil er Sie von Herzen liebt! Jeremia 29,11-13 (NLB): »Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe«, spricht der Herr. »Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung. Wenn ihr dann zu mir rufen werdet, will ich euch antworten; wenn ihr zu mir betet, will ich euch erhören. Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, […]«


2. Korinther 5,17 (NGÜ): Vielmehr wissen wir: Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!

Und die Babys? Vielleicht fragen Sie sich auch, was denn mit den abgetriebenen Babys passiert ist. Wo sind sie jetzt? Vertrauen Sie darauf, dass sie jetzt bei Gott sind, da sie gar nicht die Möglichkeit hatten, durch eine eigene Entscheidung im Glauben über die Brücke »Jesus Christus« zu gehen. Nun sind sie in Gottes Nähe. Dort gibt es kein Leid und keine Tränen, nur Geborgenheit und Liebe. Offenbarung 21,4 (NGÜ): Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen.

Die Entscheidung Das, was gewesen ist, können Sie nicht rückgängig machen. So sehr Sie sich das auch wünschen mögen. Das Einzige, was Sie tun können, ist zu entscheiden, wie Sie mit der Vergangenheit umgehen werden. Gott lädt Sie ein, Ihre Lasten, Ihre Geschichte und Ihr Leben ihm anzuvertrauen. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sie voller Vertrauen zu ihm kommen und anfangen mit ihm zu sprechen und ihn immer besser kennen zu lernen. Er kann aus Zerbruch und Schmerz Heilung und Wiederherstellung machen. Trauen Sie es ihm zu! Wenn Sie diesen Schritt in die Beziehung mit Gott wagen möchten, schlage ich Ihnen vor, folgendes Gebet zu sprechen:


Jesus Christus, ich nehme Deine Einladung an und komme zu Dir mit allen meinen Sünden, mit all meiner Schuld. Bitte vergib Du mir! Ich danke Dir, dass Du für mich am Kreuz gestorben bist. Ich wende mich ab von allem Bösen und wende mich zu Dir, Herr Jesus. Ich setze mein Vertrauen ganz auf Dich. Du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Danke, dass Du von den Toten auferstanden bist und lebst! Du bist mein Erlöser, mein Herr und mein Gott. Ich danke Dir, dass Du mich als Dein Kind angenommen hast. Ich öffne mich für Deinen Heiligen Geist und will Dir mein ganzes Leben lang nachfolgen. In Jesu Namen! Amen! Bleiben Sie in Ihrem neu gefundenen Glauben an Gott nicht allein. Suchen Sie den Kontakt zu lebendigen Christen und Gemeinden! Für Ihren weiteren Lebensweg wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute und Gottes Segen.


Nachwort Es gibt Situationen, in denen fehlt Dir einfach Kraft. In manchen Situationen weißt Du nicht, woher Du die Stärke bekommen kannst, um weiterzugehen. Du fühlst Dich gehemmt und gedrängt. Du musst eine Entscheidung treffen, Du allein. Diese Entscheidung ist weitreichend und betrifft auch das Leben von anderen Personen. Diese Art von Situation ist mir nicht fremd. 2005 war ich schwanger, als ich die Diagnose „Exencephalus“ für mein ungeborenes Kind bekam. In meiner damaligen Lebenssituation konnte ich mir nicht vorstellen, dieses Kind auf die Welt zu bringen und es danach sterben zu sehen. Die Ärzte machten mir wenig Hoffnung, dass ein Kind ohne Schädeldecke überleben könnte. Daher trieb ich mein Kind in der 14. Schwangerschaftswoche ab. Er hieß Luca. Er war nur so groß wie mein Daumen, und dennoch war er ganz Mensch, wenn auch noch nicht lebensfähig ohne mich. Ich konnte sehen, dass er keinen Schädel hatte. Obwohl ich nicht an Gott glaubte, verabredete ich mit einem evangelischen Pastor ein kleines Begräbnis, das auf dem Grab meiner Großmutter stattfand. Dass ich mein Kind damals aus der schützenden Hülle meines Körpers herausgenommen habe, hat mich die folgenden vier Jahre in tiefe Verzweiflung und Traurigkeit gestürzt. Ich spürte, dass ich etwas getan hatte, mit dem irgendetwas nicht stimmte. Ich hatte über 30 Jahre meines Lebens ohne Gott gelebt und nicht groß nach Ihm gefragt. Ich tat einfach immer das, was ich für richtig hielt. Manchmal glückte dies, manchmal nicht. Letztendlich habe ich mich immer einsam gefühlt, auch wenn ich unter Menschen war. Den Gedanken, dass es Gott geben könnte, habe ich weit von mir geschoben und als die Einbildung einfältiger Menschen gewertet. Mit meiner besten Freundin sprach ich sehr viel über Gott. Sie war frisch zum Glauben gekommen und ich musste als Diskussions„opfer“ herhalten. Und obgleich mich ihre wiederholten Hinweise sehr nervten, spürte ich eine Sehnsucht, die sich immer mehr in meinem Innern breitmachte. Diese Sehnsucht hatte ich auch schon früher gespürt. Doch bisher gab es niemanden, der diese Lücke füllen konnte. Ich dachte sehr oft darüber nach, wie es wohl wäre, wenn es Gott gäbe. Würde Er dann alles sehen können? Wüsste Er dann alles? Wie stünde Er zu mir? Mein Selbstbild damals war nicht so, dass ich mir vorstellen konnte, dass irgendjemand mich bis an die Grenzen


der Erde – und weiter – lieben könnte. Wenn das schon Menschen unmöglich war, wie sollte es Gott möglich sein? Eines Abends, als ich im Bett lag, krochen alte Todesängste wieder in mir hoch, die ich schon aus meiner Kindheit kannte und die mich immer mal wieder trafen. An diesem Abend war ich so verzweifelt wie noch nie. Mein ganzes Leben kam mir sinnlos vor. Durch meine Freundin hatte ich erfahren, dass jeder Mensch jederzeit mit Gott reden kann durch ein Gebet. Ich betete: „Jesus, wenn es Dich wirklich gibt, dann mach diese Ängste weg!“ Innerhalb von Sekunden erstarben die Ängste, die mich seit meiner Kindheit gequält hatten. Jesus hatte mein Gebet gehört und mich von diesen Ängsten befreit. Der Gott, der alles geschaffen hatte, hatte mir zugehört! Das war ein echtes Wunder! Der Wunsch formte sich, Jesus besser kennen zu lernen. Ich begann, regelmäßig zu beten. Ich las in der Bibel. Ich ging in Gottesdienste. Und so lernte ich Jesus nach und nach immer besser kennen – und tue es heute noch. Ein paar Monate nachdem ich Christin geworden war, war ich einmal im Gebet vertieft, als ich mich traute, Gott meine Schuld und meine Verletzungen im Bezug zur Abtreibung hinzugeben. Und Er vergab mir meine Schuld und Er heilte meine seelischen Wunden. Ich weiß, dass Luca bei Gott ist, in Seiner schützenden Hand. Ich darf nach vorn schauen. Das ist mein Anliegen für Dich: dass Du nach vorn schauen darfst und kannst, dass Du Gottes freundliche Hand annimmst und in Seine Liebe eintauchst. Dafür liegt dieses Buch nun in Deinen Händen, und dafür bete ich. Im Anhang findest Du eine Adressenliste. Die Menschen, die dahinter stehen, hören Dir gern zu. Auch der Verein „Sei Willkommen e.V.“, der das Buch „Marinus“ vertreibt, hilft Dir gern weiter, wenn Du christliche Einrichtungen und vertrauliche, seelsorgerliche Gespräche in Deiner Nähe suchst. Gott hat gute Gedanken über Dich, auch, wenn Du es im Moment vielleicht (noch) nicht glauben magst. Der Herr segne Dich und gebe Dir Seinen Frieden!


Hilfreiche Adressen und Links Sie haben abgetrieben und möchten sich gern mit jemandem darüber unterhalten? Der folgende Kontakt kann eine Möglichkeit sein, mit einfühlsamen Menschen ins Gespräch zu kommen:

Rahel e.V. Wormser Str. 3 76287 Rheinstetten Telefon: 07242 / 953780 Rahel@Rahel-ev.de E-Mail-Adresse für Informationen: info@Rahel-ev.de www.rahel-ev.de Sie haben abgetrieben und möchten das Geschehene intensiver aufarbeiten? Folgenden Kurs können wir empfehlen, der auf christlich-seelsorgerlicher Basis Hilfe anbietet:

Endlich wieder leben — Aufarbeitungskurs nach Abtreibung

www.endlich-wieder-leben.de Ansprechpartnerin: Erika Wick erika.wick@endlich-wieder-leben.de Büro: 0911-478 771 68 (Anmerkung der Betroffenen, die an diesem Buch mitgewirkt hat: Ich habe diesen Kurs bei Erika Wick 2015 selbst mitgemacht. Es war sehr hilfreich für mich und ich kann es nur weiterempfehlen.)


Sie sind schwanger und fühlen sich aber nicht in der Lage, das Kind zu bekommen? Die folgenden Kontakte stellen eine Möglichkeit dar, mit Menschen, die Ihnen nichts aufzwingen, sondern Ihnen einfach nur zuhören wollen, ins Gespräch zu kommen:

24-Stunden Notfall-Hotline von VitaL Telefon: 0800 36 999 63 E-Mail: kontakt@vita-l.de www.vita-l.de

Pro Femina e.V. Kostenlose Beratungshotline aus Deutschland: 0 8000 606767 Kostenlose Beratungshotline aus der Schweiz und Österreich: 00 8000 6067670 E-Mail: info@profemina.org www.profemina.org/ Beratungsstelle Bayern: Widenmayerstraße 16, 80538 München Beratungsstelle Heidelberg: Bergstraße 114, 69121 Heidelberg

Beratungsstelle Weißes Kreuz Bielefeld Stapenhorststr. 67 33615 Bielefeld Telefon: 0521 / 71155 arbeitskreis.bielefeld@weisses-kreuz.de www.weisseskreuz-bielefeld.de

Kaleb Wiege Straße der Jugend 116/117 A 39218 Schönebeck (Elbe) Telefon: 03928 / 7687155 www.kaleb-wiege.de info@kaleb-wiege.de


Sie sind schwanger und Ihr Kind ist nachweislich schwer behindert? Sie suchen nach Menschen, mit denen Sie sich austauschen können? Der folgende Kontakt stellt eine Möglichkeit zur Beratung und Begleitung dar und betrifft im Besonderen Schwangere mit der Diagnose „Spina bifida“ für ihr Kind sowie lebensverkürzende Diagnosen wie Trisomie 18 oder andere Trisomien:

Claudia Langanki Psychosoziale Beratung nach Pränataldiagnostik Akazienweg 4 65527 Niedernhausen Telefon: 0170 / 2377475 (Die Beratung ist kostenfrei und wird von der Stiftung Ja zum Leben unterstützt.) Wenn Sie aus Österreich kommen und eine Adresse in ihrer Nähe suchen, wo Sie umfassende Informationen, ein Beratungsgespräch oder anderweitige Hilfe finden können, schauen Sie gern bei diesem Kontakt nach:

Österreichische Lebensbewegung Kostenlose Helpline: +43 (0) 664 2000 466 Rasumofskygasse 1/8 A-1030 Wien Geschäftsführung: Sonja Horswell Tel.: +43 (0)1/408 62 88 www.lebensbewegung.at E-Mail: office@lebensbewegung.at


Unter diesem Punkt finden Sie weitere hilfreiche Adressen/Kurse/Informationen zum Thema Schwangerschaft, Abtreibung und Aufarbeitung:

TCLG – Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen e.V. Fehrbelliner Straße 99 10119 Berlin Telefon: 030 / 52139939

Hilfreiche Adressen aus allen Bundesländern www.tclrg.de/adressen

Kaleb Dresden e.V Bautzner Straße 52 01099 Dresden Telefon: 0351/8014432 info@kaleb-dresden.de www.kaleb-dresden.de

Rachels Weinberg — Heilsame Hoffnung nach Abtreibung Domhof 8 31134 Hildesheim Telefon: 05121 / 133761 rachelsweinberg@email.de www.rachelsweinberg.de Ansprechpartnerin: Christiane Kurpik

Weißes Kreuz e.V. 34292 Ahnatal/ Kassel Telefon: 05609 / 83990 info@weisses-kreuz.de www.weisses-kreuz.de


Über Hannah Die Autoren und Mitwirkenden an diesen Buch kommen aus dem Raum NRW. Sie haben sich unter dem Namen „Hannah“ zusammengeschlossen und stehen als Team gemeinsam hinter der Form und dem Inhalt von „Marinus“. „Sie“, das sind die Autorin/Betroffene (verantwortlich für Geschichte und Nachwort), der Pastor einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Anmerkungen), die Illustratorin und Mitarbeiter des Weißen Kreuzes e.V. (die die Entstehung des Buches beratend unterstützt haben). Der Vertrieb des Buches „Marinus“ erfolgt über den Verein „Sei Willkommen e.V.“ Bei Fragen, Anmerkungen oder Vorschlägen wenden Sie Sich bitte an den Verein: Sei Willkommen e.V. www.sei-willkommen.net sei.willkommen@gmx.de Wenn Ihnen das Buch weitergeholfen oder gefallen hat, können Sie uns gern mit einer Spende unterstützen. Wir würden uns auch über ein Feedback auf unserer Homepage freuen! Wenn Sie gern weitere Exemplare zum Verteilen oder Verschenken kostenlos bestellen möchten, wenden Sie Sich bitte ebenfalls an diese Adresse.


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Marinus  

Marinus versteht die Welt nicht mehr. Wo ist er? Und wie ist er dort hingekommen? Plötzlich steht er Gott selbst gegenüber. Ob der ihm wo...

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