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Ideen sich zu engagieren, gibt es viele. Hier möchten wir einige vorstellen: Blutspendeaktion für die Muschel Zweifache Hilfe auf einen Streich gelang den 43 Blutspendern, die nicht nur ihr Blut für Menschen in Notsituationen spendeten, sondern mit dem Erlös von 430,– € auch Familien mit lebensbedrohlich erkrankten Kindern unterstützten. Herzlichen Dank für diesen besonderen Einsatz – das dritte Mal in Bad Segeberg! Der Fressnapf Bad Segeberg Antje Drefahl vom Fressnapf in Bad Segeberg spendete für eine Spieleaktion der Muschel anlässlich des Herztages der Segeberger Kliniken 150 kg weißen Vogelsand, darin konnten die Kinder Muscheln suchen. Das bei der Aktion gespendete Geld floss wiederum der Muschel zu. Antje Drefahl sieht darin nichts Außergewöhnliches: „Jeder gibt, was er hat!“ Sie packte auch selbst mit an: Gemeinsam mit ihrem Sohn schaffte sie den Sand – trotz bedenklicher Tieflage des Autos – säckchenweise zum Einsatzort „Herztag“. Wir waren von dieser Hilfsaktion genauso begeistert wie die Kinder beim Muschelsuchen. Nach der Veranstaltung kam der Sand einer Spielgruppe in Trappenkamp zugute. Die drei Segeberger Flickenweiber Viele Stunden nähten die drei Segerger Flickenweiber, um in schweren Stunden Freude zu schenken. Es entstand ein großer bunter Quilt, der einem kranken Kind Wärme, Schutz und Geborgenheit schenken soll. Die Wahl, welches Kind das einmalige Stück besonderer Nähkunst erhalten sollte, fiel auf Leonard. Leo kam in der 30. Schwangerschaftswoche zu früh auf die Welt. Er überlebte – mit heute folgenschweren Beeinträchtigungen. Leo kann nicht gehen, stehen, sprechen. Er kann sich jedoch freuen und strahlt, wenn er spürt, dass das Leben schön ist! Monika Iburg, Inhaberin des Wolladens in Bad Segeberg, überreichte den bunten Quilt der Muschel. Im Namen von Leo herzlichen Dank den fleißigen Näherinnen von Monikas Wolladen!

DRK-Ortsverein Wakendorf II In der Gärtnerei Schmuck in Henstedt-Ulzburg wurden vom DRK-Ortsverein Wakendorf II durch Kaffee- und Kuchenverkauf bei Veranstaltungen 1.000,– € eingenommen. Ingrid Rehmeier übergab Uwe Arendt den Erlös für die Arbeit des ambulanten Kinderhospizdienstes. „Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant. Alles, was wir vom Roten Kreuz machen, tun wir aus Liebe zum Menschen. Wir wünschen den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des ambulanten Kinderhospizdienst „Die Muschel“ e.V. weiterhin viel Kraft und gutes Gelingen.“ Männerchor Bad Segeberg Anlässlich des 170-jährigen Jubiläums wurde am 2. Oktober 2010 zum Konzert eingeladen. Den Erlös des Jubiläumskonzertes spendete der Männerchor Bad Segeberg dem ambulanten Kinderhospizdienst „Die Muschel“ e. V., dessen Engagement und Einsatz die Chormitglieder mit ihrer Spende von 750,– € unterstützen möchten. Motor-Caravan-Club Auf einer Veranstaltung sammelte der Motor-Caravan-Club Schleswig-Holstein (MoCa) 500,– €. Die Mitglieder hatten in einer vereinsinternen Mitgliederversammlung für eine Spende an die Muschel gestimmt. „Wir bewundern das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft“, erklärten die Vorsitzenden Angelika und Ernst Bilkenroth. Wir bedanken uns für den Druck bei: Quint Druckerei + Verlag Bernd-Christian Pfennig e.K. Butterstieg 3 · 23820 Reinsbek Tel. 04506/10 92 · Fax 12 57 DRUCKT MIT WIND

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Impressum „Die Muschel“ e. V. Ambulanter Kinderhospizdienst Klosterkamp 19 · 23795 Bad Segeberg Tel. 04551/802-3030 Tel. 04551/802-3031 (Kinder- und Jugendtrauergruppe) info@die-muschel-ev.de · www.die-muschel-ev.de Gewinnung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer Uwe Arendt · Tel. 0172/64 85 218

April 2011

Muschel-News 2

Infobrief des ambulanten Kinderhospizdienstes „Die Muschel“ e. V. · Klosterkamp 19 · 23795 Bad Segeberg

Liebe Familien, liebe Förderer, liebe Mitarbeiter/-innen, liebe Leser/-innen! Wir setzen mit dem zweiten Newsletter unseren Plan fort, Sie in regelmäßigen Abständen über die Arbeit der Muschel zu informieren. Auch in diesem Jahr leben viele Menschen mit Hoffnungen und Wünschen, die aber manchmal sehr schnell enttäuscht werden. Dann ist viel Kraft erforderlich, den Mut und die Zuversicht nicht zu verlieren. Ich möchte Sie an dieser Stelle an das alte Märchen vom „Fischer und sine Fru“ erinnern. Sollten wir – denken wir an das tragische Ende des Fischerpaares – uns nicht bescheiden und mit dem, was wir haben, zufrieden sein? Leicht gesagt, doch das Schicksal hat uns unterschiedlich bedacht. Vielleicht besteht die Kunst des Lebens darin, unser Gut zu teilen, um das Glück zu finden.

Ich denke, dass wir mit den „Perlen“ der Muschel, unseren ehrenamtlichen Frauen und Männern, ein gutes Beispiel vor Augen haben. Sie teilen ihre Zeit, vielleicht unser kostbarstes Gut, denn wir bekommen sie nicht zurück, genauso wie unsere Familien, die von der Krankheit ihrer Kinder betroffen sind. Lassen Sie uns das teilen, was wir abgeben können, und gemeinsam das kleine Glück an jedem Tag suchen und finden. Seien wir dankbar und glücklich für alle unsere Kinder, die unsere besten Lehrer sind. Ihre

Marlies Borchert

Zum dritten Mal: Tag der Kinderhospizarbeit in Bad Segeberg Bereits das dritte Mal war „Die Muschel“ e.   V. am Tag der Kinderhospizarbeit, dem 10.   Februar 2011 zu Gast in der Remise. Eine gute Gelegenheit für alle Interessierten, die „Gesichter“, die für die Muschel stehen, kennenzulernen. Es gab Informatives, Besinnliches und auch Heiteres, denn wie gewohnt war auch für Unterhaltung gesorgt. Während sich die Großen angeregt bei Kaffee und Keksen unterhielten, hatten unsere Kleinen Spaß mit dem Zauberer Georg. Auch manch erwachsener Besucher ließ sich gerne verzaubern und leuchtende Kinderaugen genießen. Seinen Spaß hatte Leonard, ein zwölfjähriger an einem seltenen Syndrom erkrankter Junge. Freudig glucksend verfolgte er das Geschehen. Die zum Nachdenken anregende Rede von Uwe Arendt, dem Leiter des ambulanten Kinderhospizdienstes, gefiel auch Leo, der sich seine fröhliche Laune nicht nehmen ließ. Besonders schwärmte er jedoch für das Klavierspiel von

Elisabeth, die schon zum zweiten Mal das Publikum mit ihrem Auftritt begeisterte. Ihr Schulkamerad Michel, der auf seiner Akustikgitarre ein Solo spielen wollte, vertröstete uns auf nächstes Jahr, denn er lag mit einem Grippevirus im Bett. Highlight des unterhaltsamen Nachmittages war das Duo „Helen und Vanessa“ der Musikschule Thomas Lass aus Bargteheide. Das von Vanessa gesungene „Ave Maria“ sorgte für Gänsehaut-Feeling, und das Schlusslied „Halleluja“ von Helen ließ ein „Mehr“ vermissen. Etwa 60 Gäste lobten den entspannten Informationstag. Das Beste: Ein neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter konnte begrüßt werden. Damit hat sich der Tag wieder einmal gelohnt! Wir bedanken uns herzlich bei allen großen und kleinen Künstlern und Helfern, die diesen Tag so unvergesslich gemacht haben. Im nächsten Jahr, so hat sich die Muschel vorgenommen, laden wir wieder ein – und hoffen auf viele interessierte Gäste, die ein großes Herz für Familien mit kranken Kindern haben.

Spendenkonto · „Die Muschel“ e. V. · Sparkasse Südholstein · BLZ 230 510 30 · Konto 150  20 936

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Helfen können wir nur mit Ihrer Hilfe – die Muschel sagt Danke!


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Firmenveranstaltung für einen guten Zweck: Kunden für die gute Zusammenarbeit danken und gleichzeitig, dem weihnachtlichen Gedanken folgend, einem guten Zweck dienen, so die Idee für die Jahresendveranstaltung der Lübecker und Ahrensburger Niederlassungen der PLUSS Personal Leasing und System Service GmbH und der FKC Management-System-Beratung GmbH am vierten Advent. Mit großem Erfolg: 2.000,– € konnten dem ambulanten Kinderhospizdienst „Die Muschel“ e. V. übergeben werden. „Natürlich freu-

en wir uns über den Erfolg unserer Aktion“, so Jörg-Peter Otto, Geschäftsführer von PLUSS in Lübeck. „Wir finden es wichtig, soziales Engagement zu zeigen und als Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Wir hoffen, dass wir auch zukünftig unseren Teil zum Nutzen der Gemeinschaft beisteuern können.“

Ausbildung in Lübeck Die Muschel bildet seit Oktober 2010 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Lübeck aus. Das dritte Ausbildungsseminar mit acht Teilnehmerinnen findet dort in den Räumlichkeiten der Gemeinde St. Lorenz statt. Pastorin Kehring-Ibold freut sich, diese wichtige Arbeit zu unterstützen, da sie selber in der Gemeinde viel Trauerarbeit anbietet. An dieser Stelle von der Muschel einen herzlichen Dank an sie.

Uwe Arendt leitet das Seminar, unterstützt wird er dabei von Frau Preuße, einer hauptamtlichen Mitarbeiterin der Muschel. Frau Hossain, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin aus Bad Segeberg, sorgt für das leibliche Wohl der Teilnehmer/-innen. Das Seminar endet im November 2011 mit der Zertifikatverteilung. Die Teilnehmerinnen freuen sich dann auf ihre Familieneinsätze.

Wir stellen vor: Agnes Jammer, ehrenamtliche Mitarbeiterin An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstellen – die „Perlen“ der Muschel. Sie schenken ihre Freizeit, sie teilen Leid und Freude mit Menschen, die ihnen fremd waren. Wer sind die Frauen und Männer, die diese Arbeit leisten? Seit wann arbeiten Sie bei der Muschel? Seit April 2009, mit Beginn des zweiten Befähigungsseminars für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; in der Familienbegleitung bin ich seit Juli 2009. Wie sind Sie zur „Muschel“ gekommen? Im Dezember 2008 las ich einen Artikel im „Basses Blatt“ – es war ein Aufruf der Schornsteinfeger, die interessierte ehrenamtliche Mitarbeiter für den ambulanten Kinderhospizdienst suchten. Ich wusste sofort, das ist das Richtige für mich, weil ich selbst erfahren habe, wie Eltern sich fühlen, die ein Kind verlieren. Betreuen Sie zurzeit ein betroffenes Kind? Ja, ich besuche „meine“ Familie ca. einmal pro Woche für etwa drei Stunden. Simon ist ein siebenjähriger, aufgeweckter, lebhafter Junge. Er muss aufgrund einer angeborenen Fehlbildung im Rollstuhl sitzen und hat dadurch viele Krankenhausaufenthalte hinter und auch noch vor sich. Auch für Lilly,

seine große Schwester, nehme ich mir Zeit, sie soll ebenfalls mal im Mittelpunkt stehen. Wir gehen z. B. gerne ins Kino oder unterhalten uns. Wie können Sie das schaffen? Es ist eine Arbeit, die von Herzen kommt, deshalb ist sie keine Belastung für mich, sondern eine Freude. Haben Sie selbst Kinder? Ja, einen erwachsenen Sohn und eine 17-jährige Tochter, die noch zur Schule geht. Denken Sie daran, dass Ihre Kinder auch krank werden können? Nein, nicht mehr. Ich habe gelernt, Vertrauen zu haben, dass alles in Gottes Hand liegt, und kann deswegen auch schwere Schicksalsschläge annehmen. Was tun Sie, um sich zu entspannen? Ich lese gerne und gehe oft in der Natur spazieren. Außerdem helfen mir Meditation und Gebete, meine innere Ruhe zu finden.

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Förderung des Projektes „Kreativkoffer“ in Lübeck Die Stiftung menschenwürdiges Sterben aus Neuss fördert unsere Arbeit in Lübeck mit einer Teilförderung von 3.000,– € für unser Projekt „Kreativkoffer“. Als der Zuwendungsbescheid kam, war die Freude riesengroß, und die neuen auszubildenden ehrenamtlichen Helferinnen in Lübeck sind begeistert und haben sich die Liste der anzuschaffenden Materialen für die lebensbedrohlich erkrankten Kinder gleich interessiert angeschaut.

bei unseren Patienten, da aus hygienischen Gründen ein Wechsel der Materialien nicht vorgenommen werden darf. Ein guter Start für unsere Arbeit in Lübeck und durch die Veröffentlichung auch wieder eine Motivation für betroffene Familien, mit uns in Kontakt zu treten. Toll, dass die Stiftung unser Projekt so spontan aufgegriffen hat – wir verspüren große Begeisterung und emotionale Betroffenheit. Herzlichen Dank!

Jetzt werden für alle Altersgruppen kreative Spiele, Dinge für die Sensibilisierung, Hörbücher und vieles mehr ganz individuell herausgesucht. Besonders wichtig ist es, dass die Materialien für die unterschiedlichen körperlichen und kognitiven Fähigkeiten der betroffenen Kinder ausgesucht werden, denn alle „Mitbringsel“ verbleiben natürlich Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat – ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht. (Václav Havel)

Die Kinder- und Jugendtrauergruppe in neuen Räumen Seit August 2010 treffen sich die Kinder und Jugendlichen der Trauergruppen in den Räumen der Frühförderung in der Oldesloer Straße 67 a in Bad Segeberg. Hat sich der Umzug aus der Schule am Kastanienweg mit all ihren Möglichkeiten, z. B. Turnhalle und Werkraum etc. gelohnt? „Ich denke schon,“ so die Koordinatorin der Kindergruppen Susanne Kowalski. „Und wir dürfen ja weiterhin Gast in der Schule sein. Erst letzte Woche nutzten wir die Turnhalle der Schule, um Gemeinschafts- und Vertrauensspiele mit den Kindern zu spielen. Wir sind sehr dankbar, dass Herr Strekkies uns diesen unregelmäßigen Besuch in der Schule ermöglicht.“ Besonders wichtig ist uns in den neuen Räumen, dass wir auch die Eltern einladen können. Im Elterncafé stehen stets Kaffee und Kekse bereit. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Regina Fischer und Marie-Luise Dittmann wechseln sich mit der wöchentlichen Betreuung des Cafés ab. Frau Fischer hat das Trauerbegleiterseminar in Neumünster abgeschlossen. Mal ist nur ein Elternteil im Café, mal werden die sech Stühle im Raum knapp.

„Bedarf ist eigentlich immer“, so Frau Fischer, „und ich freue mich, dass ich gebraucht werde.“ Susanne Kowalski: „Seit wir das Elterncafé haben, fühlen sich auch die Kinder wohler. Nicht nur dass sie ihre Eltern in der Nähe wissen, sondern auch dass jemand für die Mutter oder den Vater da ist, vermittelt ihnen ein gutes Gefühl. Eine gute Möglichkeit, Kinder zu unterstützen, besteht auch darin, sich um sich selbst zu kümmern.“ Frau Saggau, Leiterin der Kindertagesstätte Christiansfelde, hatte der Muschel die Unterbringung der Kinder- und Jugendtrauergruppe kostenfrei ermöglicht. Sie freut sich, diese wichtige Arbeit unterstützen zu können. Im Namen der betroffenen Kinder, Jugendlichen und Eltern sagen wir herzlichen Dank, Frau Saggau! Informationen: Tel. 04551/802-3031

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Muschel Newsletter April 2011  

Die zweite Ausgabe des Muschel Newsletters

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