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One-way-ticket ins Leben

Jens Löser

Gedichte, die das Leben schrieb

getrauert, gefeiert, gefühlt, zermürbt, 2


aufgerichtet, erfahren, gelernt, erlebt, gelebt‌

Jetzt Dort, wo es einst grĂźnte, herrscht nun der Sand.

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Dort, wo einst Land war, regiert jetzt das Wasser. Dort, wo einst Wald stand, überwiegt jetzt der Beton. Dort, wo es einst eine Ozonschicht gab, vermehren sich jetzt die Krankheiten. Dort, wo einst Gletscher waren, ist jetzt eine gähnende Schlucht & Geröll. Dort, wo einst saubere Luft war, fällt jetzt saurer Regen. Dort, wo einst der gesunde Menschenverstand war, herrscht jetzt Ignoranz.

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Mit Ihm Wir gehen tagein, tagaus Hand in Hand, er läuft neben uns her, Minute für Minute. Sein Schatten verfolgt dich, tagaus, tagein, Stunde für Stunde, Tag um Tag, rückt er einem dichter auf den Pelz. Wir gehen Hand in Hand, die Jahre ziehen vorüber & eines Tages heißt es, ihm in die Augen zu sehen, zu wissen die Zeit ist gekommen,

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allein, allein, allein. Ein L채cheln im Gesicht, das die Angst unterdr체ckt, da musst du jetzt durch, allein, allein. Das Herz schl채gt leise, setzt aus, einsam & allein.

Einsicht Unser Lebensabschnitt ist zu kurz, um ihn an uns vor체berziehen zu lassen.

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Sinnvoll etwas auf die Beine stellen, Tag für Tag einen Sinn sehen. Sicherlich gibt es Rückschläge. Sicherlich gibt es traurige Tage. Sicherlich gibt es Frust. Sicherlich gibt es Ärger. Unser Leben ist zu kurz, um schlechte Zeiten den Vorrang zu geben. Das Leben kann so schön sein: Der Sonnenauf- & Untergang, die Morgen- & Abendröte, das Singen der Vögel, überhaupt die Natur. Liebe Mitmenschen, die einen aufbauen & die einem ihre Zuneigung zeigen, Menschen, die einem helfen, den Alltag zu meistern.

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Schwerer Atem In den geistigen Fängen meines geliebten Bruders, durch seinen Musikgeschmack beflügelt, er in mich kehrt. Zauberhafte Gedanken durchfließen meine Gedanken, seines Seins. Du lachtest gern, auch laut. Du hattest auch ein bitterliches Weinen, wenn du innerlich verletzt wurdest. Im Herzen trage ich dich nun, Umso mehr Liebe strahlt es aus. Ich muss es nur wollen, den

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Tag zu schätzen, ihn mögen. Sage mir doch, wie schafftest du jeden Morgen dich aufzurappeln, die Neugier geweckt für das Neue, im Leben zu stehen, dich beweisen. Ich versuch es ja auch, doch im Moment ist's doch nicht gerade leicht. Irgendwann steh' ich wieder auf & bin fast ein anderer Mensch, schöpfe Kraft & trage mein Leben fort.

Gewitterbewölkt Unruhe peitscht der Sturm auf,

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regelrecht waagerecht regnet es. Die Bäume schlägt es hin & her, ein Rauschen geht durch die Blätter. Kalte Luft beherrscht den Tag. Es ist nicht angenehm, einen Umzug durchzuziehen. Es ist nicht angenehm, an einer Beerdigung teilzunehmen. Es ist überhaupt unangenehm, draußen sein zu müssen. In der gemütlichen Stube sitzend, das monströse Schauspiel beobachtend, Musik alter gelebter Zeiten hörend & herumgrabend in diesen, fliegen die Gedanken dahin, dorthin, wohin sie mich nur führen mögen. 's könnte sein, dass eine Träne fließt, oder ich in mich hineinlächle.

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Fragen Wo führt ein Spalt einer Tür hin, das Hintertürchen, das offen bleibt? Wenn man in Bedrängnis gerät, hat man dann das passende Schlupfloch parat? Kann man sich hindurch winden, einen besseren Weg einschlagen? Oder führt es dahin zurück in die alten Gewohnheiten? Ist dieser Lichtspalt der Hoffnungsschimmer, der nie erlischt oder führt er ins gleißend Licht, das angeblich jeder sieht,

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wenn er abtritt?

Dass, das auch einmal gesagt wurde

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Dann ist es aus, dann habe ich's hinter mich gebracht, mich aufrecht gehalten, bis hin zum Schluss, dem Ende aller Gefühle, in die Dunkelheit gegangen, Abschied genommen vom Leben. Danke, für die Zeit, die ich hier verweilen durfte, Dank dem Schmerz, der ertragen wurde & der Liebe, die ich erfuhr. Dank auch für die Lieben, denen ich begegnen durfte & für die Zustände, in denen ich mich befand. Ich verabschiede mich von all denen, die mir in Erinnerung sind, auch von denen, die mich irgendwann vergessen.

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Ein harter Weg Wieder einmal zieht es mich dahin, auf die andere Seite des Lebens. In die magische Welt der Sphäre, in die Antipathie des Daseins, in die Welt des Fallens, in die Sinnlosigkeit. Kraft verspüre ich in dem Drang, mich dem Gegenüber zu stellen, dem, was fassungslos erscheint, im tiefen Grunde zu wühlen, was die Seele erträgt. Erlebt doch ein Jeder

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sein Ende & mit ihm in den Tag. Jeden Tag ein Stück näher, näher am Tod. Tränen des Abschieds fließen, teils Tränen der Freude über die gelebte Zeit, innerlich gefeiert wird sie gar; tief im Herzen das Leben strömt, doch sinnlos erscheint die Lage, kein anderer Weg möglich. Aussichtslos. Jetzt heißt es sich zu stellen, aufzuräumen, alles mit sich ausmachen, jedes Gefühl eingestehen, mit sich abzurechnen, bis du deine innere Seele vor Augen siehst. Jeden Tag ein Stück näher, näher am Tod. Der Schritt ist nicht einfach;

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wer tritt schon gerne ab? Freiwillig ins Ungewisse, was folgt? Währenddessen? Welcher Weg wird gewählt? Wer entscheidet, wo du landest? Wird dein eigenes Urteil dem gerecht? Ein Hoffnungsschimmer flammt auf: Doch noch nur einmal seinen Traum erreichen, all die Ideen verwirklichen können, einmal im Leben etwas erlangt zu haben, einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein Moment rückt näher, näher an's Leben. Schmerzen werden bis zu einem bestimmten Grade ertragen, diejenigen, die die Seele erreichen, sind die, die in Erinnerung bleiben. Schmerzen des Körpers

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sind belastend. Musik durchströmt den Geist & lässt ihn schweben, in die Welt der Träume, fernab jeglicher Realität, beflügelt die Sinne, hinein in die Fantasie. Jeden Tag ein Stück näher, näher zum Leben. Jede Wunde an meinem Körper trägt eine verlorene Seele, die um Hilfe ruft, doch ich trage sie im Verborgenen, umgeben bin ich von Ihnen. Nicht Jedem ist es vergönnt in die Unendlichkeit zu blicken, an allen Seelen, die emporsteigen, wandernd an der Sonne vorüberziehen, sich als Sterne verabschieden,

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winkend Jahrhunderte lang, doch bleiben im Gefühl erhalten & helfen weiter Tag um Tag. Jeden Tag ein Stück näher, näher in das Leben. Fühlt Ihr, was Ihr fühlt?

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Im Stich gelassen Von liebesberauschten Gefühlen das Herz bewegend pocht. Im Zwiespalt der Sinne, keine Klarheit mehr herrscht. Frauen lassen ein Chaos entstehen, in dem das Unwirkliche bestimmt. Fragliches Glück, oder ist es der Untergang? Zärtliche Träume, die nicht erfüllt, im leeren Raum stehen gelassen. Schmeichelndes Umwerben führt ins Nichts. Die Gefühle stecken zurück, brodeln aber immer weiter, können nicht heraus, versiegen im Verborgenen. Traurig nur gemocht & nicht geliebt zu werden, dabei fühle ich Zuneigung, die unerwiderte bleibt.

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Zerschunden ist der Körper, verletzt die Seele. Für was bestrafe ich mich?

Egalität Egal, wo ich lebe. Egal, was ich schreibe. Egal, was ich denke: Egal, was ich fühle. Egal, wie ich mich entwickle. Egal; wie tief der Schmerz ist. Egal, ob ich stark bin. Egal, was ich liebe. Egal.

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Das Sphärennetz Es wird in der Gefühlswelt bereist, Gedankenzüglen durchlaufen es. Es reguliert sich völlig selbstständig. Bist du anwesend, so bist du ein Teil von ihm. Es ist dazu da, dich glücklich zu sehen. Steckst du einmal fest, gefangen deiner Selbst, so hilft es dir heraus. Du vergibst dir, auch denen, die dir Leid zufügten. Ein Jeder hat etwas mit sich auszumachen & Jeder hat seinen eigenen Gott. Du spürst, du bist nicht allein, du weist sie fühlen mit dir, sie denken deine Gedanken mit & setzen sie gleich um. Sie kommen in der Gefühlswelt an, beim Lebensgefühl

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der Engel Hoffnung für die Erde Ganz allmählich schmelzen die Polkappen & aus dem geschmolzenem Eis entweichen Jahrmillionen konservierte Mikroben, deren Aufgabe darin besteht, das hoch entwickelte Leben zu vernichten. Die Mikroben nutzen die Fischbestände als Wirt & gelangen so in den Nahrungskreislauf, unentdeckt, doch sehr wirkungsvoll, kein Gegenmittel kann sie aufhalten. Die Polkappen schmelzen vor sich hin, Der Meeresspiegel steigt, was der Mensch als Gefahr ansieht, aber er bewirkt weitaus weniger, als die reaktivierten Mikroben. Damals, als es schon einmal eine scheinbar unbezwingbare Rasse, die Dinosaurier, gab, ist das Kleinstlebewesen in Aktion getreten, befiel sie & streckte sie darnieder, ohne Rücksicht auf die Größe & Stärke.

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Jetzt sind wir dran. Die Erderwärmung lässt sich nicht aufhalten, die Zerstörung der Ozonschicht lässt sich nicht reparieren. Der Abholzung der Regenwälder ist nun Tribut zu zollen. Die explosionsartige Vermehrung des Menschen führt zu immer mehr Schadstoffausstoß. Die Erde wurde dem Untergang geweiht & alles Leben wäre gefährdet, doch die Rettung naht: Ein KLEINSTLEBEWESEN & es beginnt von vorn, eine neue Chance, es besser zu gestalten. Nachtschwärmer Er ging nachts los, streifte durch die Gegend, traf auf Papiersammelcontainer, entnahm ein Stück Pappe, zündete es an & warf es wieder zurück. Er suchte sich einen Platz, von dem aus er in Ruhe das folgende Szenario ansehen konnte:

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Das langsame Auflodern der Flammen, deren Ausbreitung auf den gesamten aus Plastik bestehenden Papierm체llsammelcontainer, der langsam zu schmelzen begann, das Eintreffen der Feuerwehr, die Hektik, die sie verbreiteten, die Sirenen der Polizei, die ihn suchten. Der Moment war gekommen das Weite zu suchen, unauff채llig, durch Gassen geschl채ngelt.

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In den Abgrund Ich war in meine erste Freundin derart verliebt, so hingebungsvoll. Es gab keinen Blick für andere Frauen, nicht einmal ein Gedanke. Sie, nur sie & immer nur sie. Ich wollte mein ganzes Leben mit ihr verbringen, dachte soweit, bis hin zum Tode. Aber ich wollte früher sterben als sie, denn ich glaubte: Stürbe sie vor mir, ich müsse mit ihr gehen, denn ich würde ihr Verlust niemals überstehen. Nach vier Jahren trennten wir uns, wir lebten aneinander vorbei. Sie war sehr verletzt, sie liebte mich wohl noch. Ich sie auch, doch da konnte ich's nicht mehr rückgängig machen.

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Es war wie ein Stich ins Herz, als ich es bemerkte, 's war zu spät, sie hatte einen Neuen, war schwanger & wollte heiraten. Ich flüchtete mich in eine neue Beziehung, doch kam von ihr nicht los, sie brannte sich in mein Herz, tiefer & tiefer, doch sie blieb unerreichbar. Freunde ja, mehr nicht. Ich verlor nicht nur sie, sondern mich selbst, suchte in Sphären, die gefährlich wurden, Geschehnisse, die mich verwirrten, der Realität fremd, verfremdete Sinne, gespaltene Persönlichkeit, verbotene Abenteuer im Labyrinth der schwarzen Seele.

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“Auf Reisen gehen“ Ich schicke meine Gedanken in die Höhen, die grenzenlos sind, in eine Welt, in der das gesamte Wissen vernetzt ist. Die Seelen allen Lebens sind vereint & für jede Frage zugänglich & sich für keine Antwort zu schade. In diesen Reisen steckt eine Lebensaufgabe, dem wachsenden Wissen etwas hinzufügen, etwas kreieren, etwas bleibendes erschaffen.

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Für meine Seele Ich muss wieder mehr auf mich aufpassen, dass die Narben nicht zu tief geraten, die ich mir immer wieder selbst zufüge! Ich muss mir selbst Mut zusprechen, nicht das Böse in mir ausbrechen lassen. Meine Lebenseinstellung gehört der Liebe. Doch wohin damit? Oft genug trete ich mir selbst auf die Füße, nehme Rückschläge in Kauf Doch Frust bringt nicht weiter, also

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aufstehen, aufatmen & Ziele in Angriff nehmen. Der, der mich aufh채lt, das bin doch ich!

Kurz vor Mitternacht Klangdurchflutet ist der Raum in dem ich sitze & erf체lle mir insgeheim zum Geburtstag, ganz allein meinen lang gehegten Traum: Einer sein zu d체rfen, von der Warte, einer, der durchs Schreiben leben kann.

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Ich sehe da ein Lab-Top fein, auf dem ich festhalten & gar bearbeiten kann, was so grazil verfasst, auf dem Papiere stand. Ich sehe einen Künstler, der mein Geschriebenes ins optische verwandelt, somit illustriert, wie mein Bruder es für mich tat. Auch stelle ich mir einen kleinen Garten für meine Katze zum austoben vor. Vergangenheiten, durchlebte Zeiten, in denen ich im Wahne schon, mich am Schriftstellerhimmel sah & immer wieder einstecken musste, da es Größenwahn ja war. Ich schreibe mir selbst den Mut zu, den ich brauche, manches mal kotz ich mich aus nach Herzenslust & verarbeite

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den so genanten Lebensfrust. Ich schreibe mir selbst zum 38. ein Gedicht, das im Endeffekt doch jeder lesen kann. Bücher werden folgen, kommt die Zeit, dann kommt auch der Rat. Zu guterletzt sei erwähnt, dass am nächsten Morgen zwar der Traum nicht erfüllt, aber doch intensiv taggeträumt wurde.

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Sturzflug zurĂźck In der Phase des Wieder-zu-sich-Findens, ist es hilfreich vergangenes hinter sich zu lassen. Das GefĂźhl am Leben zu sein, eine PersĂśnlichkeit darzustellen,

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etwas bewegendes zu erschaffen, auch damit zeitlos zu bleiben. In der Harmonie seiner Selbst , zerklüftet geradezu in der Stimmung, zusammengewürfelte Gefühlswelten, tränenzerüttete Vergangenheit. Hilfesuchende Blicke in die Zukunft, vertrauensvolle Einigkeit in den Gedanken, kraftempfundene Schläge im Herzen, Sinnesflut beim Musikbelauschen. Freundliche Geselligkeiten, die einen begleiten, traumgefüllte Nächte, die durchschlafen, morgentliche Röte im Erwachen, klangdurchflutet meine Energie!

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Besiegelte Sache Ich lies einen Menschen sterben, ich zerquetschte ihn, wie eine Made, lies ihn im Dreck verrecken & nach & nach verrotten. Genau den Menschen, den ich nicht mochte, gar hasste aus dem Innersten, er ist jetzt Schall & Rauch, nicht mal das, es ist nichts mehr von ihm vorhanden, nichtmal einen Gedanken verschwende ich an ihn. Es ist das alte Ich, das in mir schlummerte, das Bรถse, das mir nur Schmerz

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beriet.

Familienengel Als deine Seele deinen KĂśrper verlieĂ&#x;, bist du entronnen dem Hier & Jetzt. Du suchtest nicht lang & fandst, im Wandel deines Seins, ein neues Paradies.

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Du triffst auf dir wohl gesonnene Vorfahren, unsere Mama hüllt dich liebevoll, & führt dich in die neue Welt ein. Du fragst nicht, denn du spürtest, es ist jetzt das wahre Sein. So glücklich warst du selten auf Erden, dein neues Reich erfüllt dir die Träume, die du schon immer hegtest. In Liebe & Wärme geborgen im Schoße der Frucht. Ich starre gen Himmel & fühle Dich, der neu geborene Engel, der mich beschützt & behütet. Dein auf Ewigkeit Dich liebendes, kleines Bruderherz

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Wie konntest du nur Wer auch immer dafür verantwortlich ist, erst versetzt du eine gute Freundin in einen Dauerschlaf, so dass sie lange Zeit um ihr Leben ringen musste. Dann kam mein Bruder dran, endgültig hat er sich von dieser Welt verabschiedet. Wann werde ich geholt? Welchen Schmerz soll ich noch überwinden? Soll dies eine Strafe sein, auf Erden zu bleiben? Kämpfen, wofür? An wen soll ich nun glauben? Unten oder Oben,

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wo soll es enden? Der Schmerz sitzt tief, meine Liebsten gehen, verlassen mich. Langsam verliere ich den Glauben an das Gute! Wie konntest du mir das alles antun?!

Vom Diesseits ins Jenseits Mir kam es so vor, als träumte ich tagelang einen bÜsen Traum. Jetzt bin ich erwacht & merke, es ist nun

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schlimmer, als im Traum. Der Schmerz ist realer, mein Bruder ist tot. Mein Herz weint, doch wollen die Tränen nicht fließen. Ich wünsch mich zurück, zurück in die Traumwelt, denn dort ist das Leben leichter zu ertragen. Fernab des Alltags; nur so dahinvegetieren, sich um nichts zu sorgen, den Tag, Tag sein lassen. Tief bohrt sich eine Lanze in mein Herz, ich blute aus, der Schmerz geht in die Ewigkeit. Ich dagegen bin bei meinen Liebsten. Darüber nachgedacht, ist das nicht der richtige Weg.

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Ich lasse los & lass mich fallen, der Gef端hle Niedergang. Im Herzen befreit, das Leben ruft, Aufgaben, die Sich stellen, Lebenslust & Lebensfreude kehren zur端ck& lassen mich aufbrechen, den Schicksalsschlag 端berwindend weiterziehen. Der Schmerz sitzt tief. Ich vermisse Dich mein B r u d e r h e r z ! ! !

An Dich In Deinem Haus herrscht der Terror, das B旦se. Es gilt, Dir das auszutreiben, Deinem Treiben ein Ende

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zu setzen, Dir vermitteln, was es heißt zu leben. Also stirb & gehe mit Dir selbst in den Tod, Du bist bereits tot Du TOD.

Meine einzig wahre Liebe Als ich Dich das erste Mal erblickte, schrie ich es heraus: „Ja ich lebe jetzt, dank Dir. Jetzt spüre ich einen starken Willen, Dich zu begehren.“

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Du bist bizarr, wunderschön, wild, unergründlich, rätselhaft, kraftvoll, beneidenswert, vielseitig, kreativ, geschmackvoll, zart, zierlich, unglaublich, bezaubernd, respekteinflößend, genügsam, anpassungsfähig, grazil, schöpferisch, melancholisch, manches Mal nicht gerade fair, mörderisch, zerstörerisch, selektierend, vernichtend, bösartig, liebevoll, vermehrend, ausdauernd, sprachlos über das, was auf Dir passiert. Du beherbergst auch mich, sorry, dass ich ein Mensch bin, doch eines verspreche ich Dir: Falls Du einmal untergehen solltest, ich bleibe bis zum bitteren Ende an Deiner Seite, meine geliebte Mutter ERDE!

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Nicht an irgendwen An denjenigen, wer auch immer dies lesen mag, kann mal sagen: „Das hab ich doch schon irgendwo einmal gelesen.“ An denjenigen, der diese Zeilen verwehrt, sei gesagt, er könne nicht sagen, er habe nichts verpasst. An denjenigen, der sich wieder erkennt, sei gesagt, er hat schon einmal ähnliches erlebt. An denjenigen, der selbst schreibt, sei gesagt, er wird seinen Weg finden, Gedanken in Worte zu fassen.

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An denjenigen, der sich selbst bedauert, sei gesagt, daran sollte er etwas 채ndern. An denjenigen, der Musik zelebriert, sei gesagt, er solle sich ruhig treiben lassen, befl체gelt von seiner Stimmung. An DJ-TAUCHER & Friends, die mir durch die Nacht halfen.

Abgefahren Ein 채lteres Ehepaar kommt nach Hause. Er geht auf den Pot, sie

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schaltet den Fernseher ein. Auf einmal beginnt die Frau das Schreien an & ruft nach ihrem Mann. Er stürzt hektisch ins Wohnzimmer & sieht seine Frau kreidebleich. Auf dem Bildschirm sind Beide zu sehen, wie sie aus dem Theater kommend, in ein Taxi steigen & losfahren. Es rollt durch den Regen über eine Landstraße, bis es in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wird. Das Ehepaar sieht sich verdutzt an: „Was machen wir hier?“

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Realistisch Wenn ich mir dich vor Augen führe, möchte ich dich am liebsten umarmen & küssen, dich sanft streicheln & dir zeigen, wie gern ich dich mag. Doch du hältst mich fern von dir, du willst unnahbar sein, nicht meine Geliebte, obwohl ich verliebt in dich war, war die Zeit nicht die richtige, der falsche Moment, eine Begegnung auf verschiedenen Ebenen. Treffen wir uns, sehe ich dich an,

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begehre dich im Verborgenen, versetze meinem Herzen einen Schlag zurück, so dass es nicht mehr vor Aufregung pocht, sondern den Gleichklang des Daseins erhält!

Nicht zu trennen Ist diese Scheißwelt der Traumwelt

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vorzuziehen, oder ist diese Traumwelt die Flucht aus der ScheiĂ&#x;welt? Traumwelt entspricht dem Irrgarten der Gedankenflut Rede ich mit mir selbst, oder sind es Stimmen im Nichts? Nichts existiert nicht, es ist immer etwas vorhanden. Leere Worte der Gedanken? Werden die Gedanken in Worte gefasst, sind sie aus dem Nichts in die Wirklichkeit versetzt. Die scheinbare Leere ist gefĂźllt mit

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dem Gefühl, das eine gewisse Stimmung erzeugt.

Wanderungen mit Freund & Hund Ein schmaler Weg, durch Kornfelder geschlängelt, lässt eine Vielzahl von Windrädern wie Riesen erscheinen. Der Himmel bietet eine aufgewühlte Stimmung. Eine Landstraße führt an einer Müllkippe vorüber. Der mächtige Bulldozer schreckt unzählig viele Möwen auf, die wild kreischend

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den Berg umkreisen. Der Himmel lässt einen Donnerhall erklingen. Meterhohe Gräser peitschen in den Sturmböen. Auf dem Tisch steht eine Glaskanne mit leuchtend grünem Salbeitee. Das ist Balsam für die Seele.

Tief im Herzen Unendlich viele Seelen schreien

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es heraus, die Sehnsucht nach Liebe, Wärme & Geborgenheit. Sie verstummen niemals. Sie suchen unermüdlich. Sie erfüllen sich ihre Wünsche, irgendwann, im Diesseits, oder in einem späteren Leben. Tränen des Schmerzes müssen überwunden werden, Tränen über Leid & tiefer Trauer, Enttäuschung & Einsamkeit. Ist diese Zeit vorüber, geheilt & im Einklang mit sich & der Welt, ist der Weg offen für einen Neuanfang, in dem es nur um Harmonie & Vertrauen & Neuentdeckung, aber niemals ums Vergessen geht.

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Würdest du . . . Würdest du akzeptieren, dass ich kaum fröhlich bin, dass ich morgens erstmal zum Kaffee zwei Zigaretten rauche, bevor ich auf den Pot gehe, dass ich Fingernägel kaue, weil es nicht anders geht, dass ich mich nur einmal die Woche rasiere, dass ich mir die Haare bis zum Arsch wachsen lassen will, dass ich nicht viel rede, dass ich Streit aus dem Weg gehe, dass ich in vielen Dingen ein loser bin, dass ich wenig Geld zur Verfügung habe, dass ich in einem leichten Chaos lebe,

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dass ich in einigen Dingen nicht der Hellste bin, dass ich einen an der Klatsche habe, dass ich meine Mutter liebe, die seid über zehn Jahren tot ist, dass ich noch vor einem Jahr einen Lieblingsbruder hatte & er der Einzige war, dass ich keinen Kontakt zu meinem Vater habe, seit ich das letzte Mal im Knast war, dass ich wenige Freunde habe, dass ich ein Gefühlsmensch bin, dass ich Tiere mag, dass ich mal Gärtner war, dass ich ein Einzelgänger bin, dass ich seit über zwei Jahren mit keiner Frau zusammen war, dass ich, wenn es einmal zwischen uns gefunkt hat, ich dich ganz & gar will, dass ich dann, wenn ich schlafe von dir träume & wenn ich wach bin, dann auch, dass du dann im Herzen bist & nicht mehr herausfallen kannst, dass ich dir meine Liebe zeige, sooft ich kann? Würdest du akzeptieren, dass ich mal ein Dieb war, dass ich in der Psychiatrie lag, dass ich Selbstmordgedanken hatte,

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dass mich die Politik kalt lässt, dass ich meinen Müll trenne, dass ich rauche, dass ich gern SMS verschicke, dass es mir manchmal zum Heulen zumute ist, dass ich Bücher besitze, deren Inhalt ich nicht mehr weiß, dass mir der ganze Frust auf der Seele liegt, dass ich Angst um die nächsten Generationen habe, dass ich ein paar Schulden habe, dass ich ein Kavalier alter Schule bin, dass ich mir nur sehr ungern die Zehennägel schneide, dass ich dick bin, dass ich mittlerweile drei Zahnlücken habe, dass ich im Gesicht gepierct bin, dass ich tätowiert bin, dass ich keine Ideen mehr habe, was das Kochen betrifft? Würdest du mich lieben, mit den ganzen Macken am Arsch? Dann suche mich, du wirst mich irgendwo finden.

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Anspruch im Ich Das innere Leid tritt zum Vorschein in Form von Übelkeit. Innere Unruhe lässt den Körper nicht rasten. Narbenübersät das Äußere, lässt in die seelischen Abgründe blicken. Abscheudurchflutete Gedanken den Kopf in ein Wirr Warr bringen. Sich selbst einschätzend ist das Urteil nur selbstgerecht &

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abwertend im Endeffekt. Trostspendende Klänge, lenken ab von der zerstörerischen Welt. Der Schmerz verfliegt, wenigstens für einige Zeit, so dass ein Aufatmen möglich ist. Unbeugsame Gefühle der Endlosigkeit schwelgen in der Erinnerung. Es gab auch schöne Momente, warum sollten sie nicht wiederkehren? Bitte, bitte . . . . . . möglichst bald ! ! !

Im Trübsinn, Leidende

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Leid aus der Vergangenheit beherrscht die Traurigkeit im Hier & Jetzt. Es ist nicht zu überwinden, was der Seele angetan. Monotonie der Gedanken, eingefroren die Gefühle doch sind. Das Herz schlägt zwar weiter, doch aus welchem Grund? Ich will, dass es dies sein lässt, mich nicht mehr quält! Es ist eh, wie aus Stein . . . Niemand, der mir nachtrauert, jedenfalls wünsch ich's mir. Also lass mich gehen, egal wohin, aber fort von hier, ich möcht raus aus mir, denn ich ertrage es keinen Tag länger. Nimm mich mit

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in deine Zukunft, es kann nur besser werden.

(als ich Kathi das letzte Mal sah)

Für eine Freundin, die sich verabschieden wollte Die Tränen, die du andauernd zeichnest, werde ich weinen, wenn du Abschied nimmst. Du gehst mir verloren, verloren hast du dich, Du willst nichts mehr mit dir zu tun haben, aufgegeben deinen Kampf für die Zukunft. Lauf nicht zu schnell, von dir kommst du nicht los. Ich trage deine Freundschaft in meinem Herzen & möcht

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dich aufbauen, so gut ich kann. Deine Stimmung ist traurig, ich grenzte mich davon ab. Du sagst, du hast dir eine Scheinwelt aufgebaut, das warst nicht du, doch in ihr hast du überlebt. Also bau dir nun eine Realität auf, die dich zufrieden stimmt, in der du auch Glück fühlst, das auf dieser Welt vorhanden. Dein Weg führt dich dahin, denn du trägst Liebe in dir, die auch für andere gedacht übermittelt, Freude bringt. Du kannst einen Weg einschlagen, auf dem du etwas hinterlässt. Du wirst nicht die Fehler begehen, die dir bereits aufgezeigt. Du lernst daraus & wandelst es um in die Gutherzigkeit. Glaube mir, es lohnt sich

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immer & immer wieder aufzustehen, Kraft sammeln, zu kämpfen. Das Leben ist zu wertvoll, nicht gerade leicht, aber doch öffnet sich eine Welt, die den Traum irgendwann einmal wahr werden lässt.

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Verabschiedung Meine letzten Streicheleinheiten werden von unzähligen Fliegen stammen, die durch den Verwesungsgeruch angezogen, auf meinem Körper herumspazieren. Es ist ein Kribbeln, das durch & durch geht, wie einst die Frauenhände meine Haut verwöhnten. Zum endgültigen Höhepunkt

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wird mich das nun nicht mehr bringen, aber es ist beruhigend, im letzten Moment, nicht allein zu sein. Die Fliegen umsäuseln meinen dahinscheidenden Körper, flüstern mir Worte zu. Auch wir werden irgendwann einmal folgen, unser Leben ist viel kürzer als deins. Wir wünschen eine gute Reise in eine bessere Welt, denn deine Schmerzen sind nun überstanden.

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Du bist nicht vergessen Der Braten duftet aus dem Ofen, die Magie der Musik fließt in mir. Ich spüre, dass auch du mich vermisst, deine Energie wallt in mir, wenn ich so intensiv an dich denke. Es lässt auch nicht meine momentane Zufriedenheit gefrieren, im Gegenteil, sie wächst von Minute zu Minute. Ich bin zwar traurig, wenn ich dieses bestimmte Stück höre. I miss You, I miss You, I mihiess You . . . ! Jetzt bist du schon ein ganzes Jahr fort, & es berührt mich, als wäre es erst vor kurzem geschehen, plötzlich & unerwartet. Dich nicht mehr in die Arme zu schließen, kein Austausch der Gedanken & Gefühle möglich. Kann es sein, dass ich den Schmerz zu sehr an mich heranlasse & ihn gar auslebe? Ich bilde mir gerne einmal ein,

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dich fühlen zu können. I miss You, I miss You, I mihiess You . . . ! Du bist doch ein Teil von mir, also trage ich dich an meiner Seite, ein Teil deiner Gene sind vorhanden. Du verziehst dem Papier deine Bilder, ich schreibe nieder. Wir ergänzten uns in einer unglaublichen Art, es ging fließend ineinander über.

Andacht Ohne dich fühle ich mich doch sehr einsam, es fehlt ein Stück. Ein Freund brachte mir ein Early-Jazz-E-Book vorbei, was ja deine Welt war. Dein Saxofon fand ich nicht in deiner Wohnung, vor gut einem Jahr.

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Die Zeit geht, doch am Jahrestag, rollen nun doch die Tränen, wollte doch keinen so groĂ&#x;en Kummer aufkommen lassen, denn im Herzen bist du; & gar los bist du mich noch lange nicht, ich komm' zu dir, lass es noch ein paar Jährchen dauern, aber sehen, das werden wir uns. Bin ja mal gespannt, wie du dich, in so friedlicher Umgebung, so gemacht hast, wen du, wie so oft, mit deinem Charme verzaubert hast & wer alles an deiner Seite die Zeit verbringt. Bis denne Dein Bruderherz

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Du schöne Blonde Ich sah dich in meinem Traum, du wirktest so anziehend auf mich. Wir schmiegten unsere Köpfe aneinander. Du bist blond & kräftig gebaut & du warst mir sofort vertraut. Die Sehnsucht lässt sich nicht verbergen, dich reell zu sehen, ich werde täglich Ausschau nach dir halten, in dieser fremden Stadt, eine unbekannte Frau. Vielleicht sind wir uns schon begegnet, im Vorübergehen & dein Abbild haftet in mir, dass es im Traum wiedererschienen ist. Du bist blond & hast ein Gesicht, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Unsere Köpfe schmiegten sich aneinander, doch du musste fort, fort von mir, raus aus meinem

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Traum.

Der Ausflug Ein kleiner Vogelschwarm kreist am Himmel, Windr채der rotieren im Regen. Zwei Meter hohe Distel stehen am Wegesrand. Die Alleeb채ume rasen w채hrend der Fahrt vor체ber.

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Ein Greifvogel schwebt über seinem Revier. Bei der Wanderung den Kreidefelsen erspäht, dann weiter an der Steilküste entlang & bergauf, bergab durch den Wald. Der Himmel bedeckt, die Stimmung gut. Unten am Meer angekommen gleich Steine Sammeln: Hünergott & Donnerkeil, schön als Schmuck am Körper, ein Andenken des Ortes. Eine lange weiße Fähre schippert durch die Wellen & kleinere Fischerboote sind zu sehen. Das Wasser ist klar & lädt zum Baden ein.

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Nichts ist verloren Es geht nicht darum, dass die Welt einen Helden benötigt, der dem Treiben der Politik ein Ende setzt. Es geht darum, weltweit zu denken, daran, was mit dem Planeten geschieht, wer ihn regiert & beherrscht. Der blaue Planet beherbergt das Leben, das Leben, das darauf gelebt wird & das Leben, das darauf gelebt wurde. Nichts geht verloren. Ich spüre euch, ihr treuen Seelen vergangener Tage, ihr helft mir, wo ihr nur könnt, doch manches Mal ängstige ich mich davor.

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Ihr sprecht zu mir in deutlicher Form, ich offenbare euch meine Seele & ihr könnt mich verstehen. Wir sind füreinander geboren & sind für immer vereint. Jeder trägt sein eigenes Dasein in die Welt hinaus, jeder prägt das Leben mit seiner eigenen Erfahrung. Jeder ist für jeden da. Nichts geht verloren . . . Das Leben an sich kann hart & undurchschaubar sein, doch rettet einen die Liebe, die das Herz in sich trägt. Jeder ist ein Teil des Ganzen, dem Ganzen, das unendlich ist.

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Traumweltenspaziergang Erst lief ich mit meinem kleinen Racker an der Leine quer durch die Altstadt, dann näherte ich mich einem kleinen idyllischen Teich, setzte mich auf eine Bank & dachte an Dich, genoss es, Dein Abbild mir vorzustellen, für Dich Empfindungen spüren. Der Wind ist eisig, doch im Herzen ist's wohlig warm, in ihm brennt DIE Sehnsucht, mich Dir mitzuteilen. Ich möchte mich nicht verrennen, doch lasse ich die Gefühle zu, lass' sie entstehen & wachsen & reifen, warum dies so geschieht, kann ich Dir nicht sagen, sie waren plötzlich da. Am Bahndamm entlang, rollte ein Güterzug donnernd vorüber, weiter den gewundenen Weg, an Sanddornbüschen & schmalen Baumgruppen vorbei, am Himmel sich Wolkenberge sich formten & das Blau des Himmels durchschien,

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war ich derartig zufrieden & hätte Dich gern bei mir. Du bist so fern & doch bei mir, denn an jedem Tag, der vergeht, wächst die Sehnsucht, Dich näher kennen zu lernen, um meine momentane Traumwelt, die ich für Dich hege, in konkretere Anhaltspunkte zu bringen. Du ähnelst keiner Frau, die ich jäh anhimmelte, ich kenne Dich eigentlich nicht, doch Du scheinst mit Deiner Magie mich zu verzaubern, verwirren, beglücken, erreichen, umschleichen, berühren & Träume träumen.

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Der Schatz am Ende des Regenbogens Der Blick fällt gen Himmel, ein fabelhaftes Schauspiel der Natur überflutet ihn, eine Farbenpracht unsäglicher Schönheit. Hinter mir die Sonne, ich stehe im Regen

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lasse ihn auf mich prasseln, umschließe mit meinen Händen mein Gesicht vor Wonne, dahin zu streben, bis hin zum Ende des Regenbogens. Ich beginne das Laufen an, renne, springe, taumle. . . Das Herz rast vor Spannung, was erwartet mich dort? Ich weiß, es wird ein unerschöpflicher Reichtum in meinem Leben sein . . . Die Farben werden immer deutlicher, die Farben werden immer gewaltiger, ich weiß, etwas wartet auf mich. Die Spannung wächst, der Körper zittert, das Herz pocht bis zum Halse. Ich komme, bitte, bitte geh' nicht fort. Der Regen lässt nach die Farben schwinden.

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Ist's nur wieder so ein Traum, den ich sinnlos verfolgte? Im leichten Nebel, ganz hinten eine Gestalt, die wartet. Ich n채here mich, die Form wird deutlicher, Du h채ltst die Arme offen & empf채ngst mich denn Du bist der Schatz, den ich suchte.

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Radiowellenklang Jeder Tag ist ein Kampf, im Leben zu bleiben, nicht zu entr체ckt der Realit채t, in den Gedanken zwar weiter voraus & doch im Hier & Jetzt.

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Es strahlt förmlich die Hilfe von Außen zu mir hin & mit guter Energie geht es weiter voran; der Traum bleibt erhalten & wohl bewahrt. Das Herz erfüllt ist mit Stärke, kraftvoll den Beat des Daseins schlägt & im Takte, dem Rhythmus der Musik frönt, in erfreulicher Stimmung, die Nacht doch lebt. Meine Freude innerlich bebt, Du da draußen im Ether der zeitlosen Welt, mich fortträgst in eine wohlwollende Phase meines Glücksgefühls, denn ich merke, Du bist mit Deiner Musik bei mir, die so sanft durch die Lüfte dringt.

Musik treibt an, lässt

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in die Zukunft blicken, vollführt, zu Träumen, die man verwirklichen möchte!!!

Beobachtungen der Stille Die Alleebäume umgrünen den Weg & lassen ihn getunnelt wirken. Ein kleiner Kanal, umpflastert mit Granit, fließt entlang der Gotischen Kirche, aus der zwei Rucksacktouristen herausschlendern, Hand in Hand. Am Kanal lange Stufen aus Stein hinabführen, auf deren drei, Enten im Schatten ruhen & an dem Lindenstamm eine Amsel eine rote Beere im Schnabel trägt, emporfliegt zum zwitschernden Nest. Eine Katze, schwarz-weiß, auf der Türschwelle hockt. Der Wind fegt kräftig, wehend in die Haare.

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Auf dem Rückweg bemerke ich, ich mag einfach keine Fremden.

Kneipentour Der Horizont schwarz gefärbt, die Sinne sind völlig betrübt, am Rande der Besinnungslosigkeit, sind die Sterne wolkenverhangen, die Kneipenluft total verraucht.

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Ein Lächeln trifft auf ein anderes, setzt einen Stimmungswandel in Gang & Blicke blicken umher, bis sie starr verweilen & fixieren den Augenblick. Worte wechseln das Gehör, dringen hoch in das Gehirn, werden mehr oder weniger verarbeitet & dazugelernt vielleicht. Im Grunde ist jeder Tag anders & beginnt täglich von neuen. Ereignisse in Erwartung . . . Fragen stellen sich immer wieder neu, die auf Lösung warten.

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Kritisch Ich werde mir ansehen, wie Du mir in der Hand liegst, welchen Schreibfluss Du vollziehst & auf das Schriftbild kommt es an, daran erkennt man die Stimmung & die Konzentration. Ist die Form ein kleinen Bohrer nachempfunden? “Ihre freundliche Zahnarztpraxis“, wie treffend, da ich selbst zurzeit oft dahin gehen muss.

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Cool siehst Du ja aus! & empfangen habe ich Dich mit Freuden & eingeweiht bist Du nun auch, Vielen Dank, Du neues Schreibgerät, dass Dein Werk dieses Blatt verziert!

Die Media-Player-Betrachtung Ein grüner flimmernder Streifen umhüllt die Erde & schützt sie, lässt sie atmen, hält die Natur, ein positiv geladenes

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Energiebündel, eine Seelengemeinschaft, am Leben. Von Innen heraus, die Mutter Erde Kraft spendende Energie freisetzt & ausstrahlt. Kommt das Gleichgewicht ins Schwanken, so kränkelt allmählich alles vor sich hin. Misstrauen & Unmut & Angst breiten sich aus, lassen die negative Stimmung entstehen, bis . . . . . . es wieder gelingt, das Umfeld in Harmonie & Lebensfreude, in Vertrauen & Nähe & in den Lebensablauf zu bringen, der im Glücke verweilt.

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Danksprechung Ein neues Schmuckstück ziert nun meinen Daumen, gar wundervoll gemustert, kräftig & stark im Ausdruck. Die Natur erwacht, der Himmel färbt sich allmählich heller, die Vögel trällern Lieder, die den Tag begrüßen. Du wirst aus dem Schlaf durch das Quengeln Deines Sohnes geweckt & wirst Dich liebevoll mit ihm beschäftigen, des Vaters Pflicht.

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Man erzählte sich, Du wärest ein Jahrhundert altem Baum in einem fernen Land, der die Geschichte der Vorfahren weiterträgt & festhält für die Ewigkeit. Man erzählte sich, Du wärest ein riesiger alter Findling in mitten eines Feldes stehend, der die Erdentstehung in sich trägt. Doch Du bist ein Mensch, der die Liebe in sich trägt, seine Erfahrungen übermittelt & einem hilft, Jedem helfen will, & sich des manches Male geradezu für Andere aufopfert. Dein Leben ist eine Inspiration für mich, in den Momenten, wenn wir aufeinander treffen & unsere Erlebnisse der letzten Zeiten austauschen. Du bist kein alter Baum,

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auch nicht ein uralter Stein, Du bist der Freund, den ich hier gefunden habe.

Mikroben im menschlichen Körper Es gibt sehr vielseitige von ihnen: Diejenigen, die im über 120 °C heißem Wasser leben, Diejenigen, die unter 0°C überleben, Diejenigen, die in der Wüste zu Hause sind. Der Mensch trägt ca. 500g in seinem Körper, welcher Gattung sind sie zuzuschreiben? Mikroben müssten demnach widerstandsfähiger als Vieren & Bakterien sein. Möglich wäre auch eine Bestimmung des Gesundheitszustandes durch die Bestimmung der Anzahl

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der Mikroben im Körper? So gibt es sicherlich hilfreiche, die mit uns in Symbiose leben. Auch Schädliche?

KATHARINA Winter gestorben im Alter von 25 am 11. Okt. 2007

Kind der Dunkelheit Mit offenen Augen lauft ihr durch die Welt, doch leider seht ihr nicht das, was wirklich zählt, Eure Augen sind offen, doch euer Herz fest verschlossen. Schließt endlich die Augen & seht mit eurem Herz. Spürt ihr nicht die Not, das Leid, den Schmerz? Wenn menschliche Tränen die Erde, die Hoffnung auf Erlösung versenken, wenn die Flammen der Zerstörung eure

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Körper verbrennt, ihr nicht fliehen könnt, egal, wie schnell ihr rennt? Dann ist es zu spät für irdisches Glück. Die Welt ist zerstört, es gibt kein zurück. Hört doch endlich auf mit der Zerstörung, der Gewalt. Ihr seid doch Kain in Menschengestalt. Die Menschen wollen wieder friedlich leben, sich nicht der Unterdrückung des Feindes hingeben. Ihr seid besessen von dem Gedanken nach Vergeltung & Rache, Ihr wollt gerecht sein? Das ich nicht lache!

Mein geliebtes Bruderherz Heut' ist der Schmerz Deines Fehlens wieder

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einmal sehr stark. Ich pass' mittlerweile in eine schwarze Hose von Dir, die ich vor zwei Jahren bekam. H旦r' Deine Musik 端ber den MD-Player, den ich 端ber die Zeit rette, auch wenn er veraltet . . . Es sind bestimmte Momente, da bist Du mir so nah', so dass ich dabei das Zittern bekomme. Momente, in denen ich mein, ich blicke mit Deinen Augen aus mir heraus & f端hle Dich & eine zeitlang bin ich DU!!!!!!!!!! Kashia-Moto In einer Erscheinung ist das Paradies & darin

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erhalten die bleibenden Erinnerungen. Die Blume des Lebens kämpft sich durch das Erdreich & überwindet das tiefe Wasser, bis die Blüte der Lotus die Sonne erblickt. Die geistige Magie setzt Bilder & Gefühle in Bewegung. Jeder für sich hat in irgendeiner Situation ein Kashia-Moto erlebt, sein insgeheim schönstes Kashia-Moto & ein Jeder erlangt eine Erkenntnis, aber aus einem anderen Blickwinkel. Endlosigkeit im Nirwana der Zeit. Es ist das Ungewisse, das vor dem Gewissen

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steht. Das Leben ist zu kurz, um darĂźber nachzudenken, wie lang es sein kĂśnnte. Denke immer daran bevor Du etwas tust, an das Ende!

Zwei Schritte zurĂźck, nur einen vor Die toten Seelen der gelebten Zeit

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haben noch soviel zu sagen, zu 端bermitteln, weiter zu tragen. Sie senden Lebenszeichen von weit her & doch so nah! Sie lassen Dich sp端ren, Du bist nicht vergessen, genau, wie sie Dir im Herzen geblieben sind. Die Seelen der Tiere spr端hen vor Energie, W辰rme & Gelassenheit, der Ursprung der Liebe.

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Klangvolle Erscheinung Die Stimme voller Herzensgüte & klangvoll im Volumen, unvergesslich Deine Erscheinung. Ein süßes Lächeln, ein "schmutziges" Lachen. Immer wenn wir uns begegnen strahlst Du mit Deinem Körper, eine Lichtgestalt des Glück's aus. Ein kluges Köpfchen befindet sich unter dem lockigen, dunklen Haar,

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das bestimmt weich ist, wie Seide. Du bist eine Frau, die Tr채ume wahr werden lassen kann, Tr채ume von Herzensg체te & Wohlbefinden in Deinen liebevollen warmen Augen widerspiegeln l채sst.

Eine neue Errungenschaft

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Sperrmüll übt auf mich eine magische Anziehung aus. Die Dinge, die man entdecken kann, sind oft Jahre alt, voller Gebrauchsspuren & auch mal defekt. Die Gegenstände, die man da herauszieht, sind voller Geschichte & lassen dann in ihrem neuen Zuhause ihre Aura fließt. Gesellt sich ein neues Stück zu mir, geht es in den täglichen Ablauf des Lebens über & bereichert ihn. Erst kürzlich ging ich in den Keller, unter der Treppe hatten sich bereits ein paar Bretter, ein alter Teppich, alte Schrankteile & eine Stehlampe angesammelt. Das fast zwei Meter hohe Ding funktionierte noch, hat einen Dimmer & flutet nun im indirekten Lichte mein Wohnzimmer. Da das kein so offizieller Sperrmüll war, war es mir ein wenig mulmig zumute, als

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ich das lange, schwere Ding in den zweiten Stock buxierte, putzte & anschloss:

Der Sprung Die Evolution trat erneut einen Schritt voraus. Sie Lehrt den Menschen, mit den Tieren zu kommunizieren, den vielen Tieren, die sich der Natur angepasst haben & mit ihr im Einklang leben. Die Tiere vermitteln nun der Menschheit, wie sie auf der Mutter Erde zurechtkommen kรถnnen, ohne jegliches Leben auszulรถschen.

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Im Gehirn fand eine Entwicklung statt, die kaum jemand wahr haben wollte. Es findet ein Austausch von Gedankengut der Jahrtausendalten Kulturen statt.

Computergehirne

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001 0001 0001 00 01 10 1100 0101100101 00001 001 111110 010101010 10100 11000 Ich weiß nicht, was ich da jetzt in PC-Deutsch niederschrieb, könnte sein, dass es Wörter oder Sätze sind, Bilder, Filmsequenzen, Farben, Schnipsel, ein Gedanke, Pixel immerhin, oder einen Befehl, oder eine Antwort, ein Spruch, oder ein Widerspruch, ein Vers, nein verdammt ein Reim, eine Quelle, oder einen Vulkan, einen Traum, oder einen Filmriss? Computerexperten dieser Welt, entschlüsselt doch mal bitte diese Codes, aber Ihr werdet es nicht schaffen, denn es kam aus dem Gefühl!

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Eine Frau im Netz Ich schreibe Dir so gern, da ich somit meine Gef체hlswelt erleben & ausleben kann. Ich schreibe Dir so, als w채ren wir bereits vertraut, doch erhasche ich von Dir nur Momentaufnahmen & sehe dabei, wie Du geradezu im Netz umlagert wirst. Deshalb freue ich mich 체ber jede Zeile von Dir.

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Wie schon oft erw채hnt, so schloss ich Dich, aus einem "mystischen" Grund, in mein so starkes & pochendes Herz, wie ich mein erst letztes Jahr verschiedenes Bruderherz & vor 13 Jahren meine geliebte Ma, Maria, in mir trage & sie damit unvergessen bleiben. Meinen letzten Roman widmete ich Ihr, doch finde ich keinen Verlag. Das Buch umfasst auch meine Lebensgeschichte mit der schweren Verbrennung, die ich Anfang 1996 erlitt. Danach erhielt ich eine ZWEITE Lebenschance & ich habe mir fest vorgenommen, daraus Sinn zu erschaffen. Ich f체hle mich verpflichtet dazu, B체cher zu schreiben, um etwas meiner Nachwelt zu erhalten.

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Dabei spielt die mystische Welt eine große Rolle. Erst mein Bruder nahm mir die Angst davor, etwas zu fühlen, dass auf dieser Welt vorhanden: Güte, Sinnlichkeit, Wärme, Glücksgefühlsmomente, Freude, Zuversicht, Hoffnungsschimmer, Erlebnisse, Mitgefühl, Sehnsucht, Träume, Vielfältigkeit, gute Energiebündel, Fantasie, L I E B E, die wahre . . . . . . doch werde ich immer wieder gebeutelt von Schmerz, Trauer, Enttäuschung, Selbstgerechtigkeit, Trübsinn, Gewalt auf Erden, Ungerechtigkeit, Armut, Reichtum, Völkermord & vor allem das, was der NATUR angetan wird & nur die Mächtigsten die Augen verschließen.

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Die schwarze Perle Dich kennen zu lernen, Dich näher zu erforschen nun mein neues Ziel ist, von Dir das zu erfahren, was Du mir gerne sagen willst, nun in meiner Neugier steckt. Dein Lächeln richtig süß & Deine beiden Zähne goldig, was Dir einen gewissen Charme verleiht & mein Herz schneller

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schlägt, wenn ich mir Dich in Erinnerung ruf. Ich entschuldige mich für meine etwas aufdringliche Art, aber gefangen hast Du mich, mit Deinem Auftreten & gar hübsch find ich Dich auch. Ich möcht' gern noch mehr von mir berichten, denn Du verinnerlichst es & jetzt weiß ich, dass ich Dich reell vor mir hab & Du bist nicht irgendjemand, sondern eine Frau, die Sehnsucht hat, genau wie ich. Dich zu überrumpeln nicht mein Ziel, sondern ganz behutsam, Dich fühlen, was Du empfindest, wenn wir, wie auch immer, aufeinander treffen. Du bist eine schwarze Perle, die etwas ganz besonderes

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ausstrahlt, Du sollst wohl genossen im Anblick & sehr geschätzt im Charakter sein, doch immer frei in Deinem Handeln, so wie es ist, in Deinem Sinn. Selten traf ich auf so ein stark ausgeprägtes Gefühl, das Du in mir auslöst, wenn ich an Dich denke. Am liebsten wäre ich gern bei Dir & würde Dich halten, sanft in meinen Armen. Lass Dich fallen, ich fang Dich auf, lasse wieder los, Du spielst ein liebes Spiel. Mein Gefühl sagt, Du bist ehrlich & Du wurdest genug verletzt. . . Ich möcht' Dir geben, an Gefühl & Wärme, soviel Du benötigst. Ich möcht' um Dich werben, wie ein Tier seinen Tanz ausübt.

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Verfallen der Liebe des ersten Moments. Lass es bitte, bitte andauern . . .

Ich vergaß etwas Wir gehen Hand in Hand spazieren. Mein Daumen umkreist sanft Deinen, wir falten unsere Hände ineinander, lassen sie verschlingen. Dein sonnenrundes Gesicht spendet ein Lächeln zu mir herüber, freudig strahlend.

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Du schwingst Deine Hüften auf den dünn absätzigen Schuhen, deren Klappern in der Nacht verhallten. Sind wir voneinander getrennt, so ist unser Einfühlungsvermögen dermaßen gewaltig, dass wir uns jeglicher Entfernung entziehen, einfach an uns denken & uns so irgendwo in der Mitte treffen & unsere Gemeinsamkeiten verschmelzen lassen können. Damit sind wir nie einsam. Sorry, dass ich nicht an eine Rose gedacht, jetzt fällt es mir erst auf, aber das nächste Mal.

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Sphärennetzbrunnen Er leitet seine Gedanken ins Netz. Ein bestimmter Computer steht bereit, im Netz surfend, der die Gedankenflut auffängt & in einen Wassertropfenbrunnen, der in Schwingung gerät & Worte & deren Gefühl darstellen & übermitteln kann.

Im Gefühl Ich will nicht Leben & nicht sterben & beides zu gleich ist auch nicht leicht zu ertragen.

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Leben & sterben lassen die Entscheidung liegt bei Gott oder dem Satan oder aber zu guterletzt immer noch bei mir selbst ! Ein Rap Das Leben bekommen wir schon gebacken, auf die Gesellschaft, der Neid ist geschissen & ich gehe jetzt erst einmal wohin ich will, meinen eigenen Weg, der gepflastert ist mit Leid & Ăœbel, doch sehe ich

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in die Zukunft sehr positiv, geht auch etwas daneben, steh' ich auf & beginn von vorn, mit einer besseren Basis, den Fehler nicht zu wiederholen, um voran zu schreiten, im Stechschritt, dem gesetzten Ziel entgegen, um im Endeffekt zufrieden durchs Leben zu ziehen. Im tiefen Brunnen der Erkenntnis gegraben, Lebenserfahrungen vermitteln & weiter tragen!

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Nachhaltiger Geschmack Revue passiert, da war die eine Kleine, die sprach & kleidete sich wie ein Kerl, deren Freundin hübsch & anziehend war, doch fummelte & knutschte ich mit der Kleinen in einer durchzechten Nacht & der Tag verging hinter dem Rollo & die nächste Nacht gehörte uns. Ich traf sie, die Kleine, Jahre später in einer Diskothek. Sie warf sich an mich & wollte mit mir aufs Damenklo. Ich suchte verzweifelt das Weite, denn mir war nicht danach. Irgendwann traf ich auf eine Süße, wir waren sofort voneinander angetan. Sie saß auf'm Barhocker, ich stand neben ihr in meiner Stammkneipe. Wir küssten fast ununterbrochen, die Lippen wurden schon wund. Wir gingen zu ihr nach Hause & ihr Busen war unbeschreiblich rund & sanft. Einmal fuhr mich eine Rothaarige in ihrem kleinen Auto nach Hause; am nächsten Tag hatte ich eine Wackelschildkröte am Türgriff mit 'nem kleinen Brief. Sie wollte mich gern

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wieder sehen. Sie küsste sehr hastig mit hektischem Zungenschlag & schmeckte auch etwas seltsam. Doch bald zog ich vorübergehend bei ihr ein & landete im Bett ihrer hübschen, unordentlichen Mitbewohnerin. Zu dieser Zeit hielt ich nicht viel von Treue & den länger andauernden Beziehungen. Sie glitten mir einfach von der Seite, dabei sehnte ich mich nach Geborgenheit. Auf der Anderen Seite suchte ich das Abenteuer & alles, was neu war, war auch in dem Moment gut.

Einer Frau mit Kindern & Angst Lasse Deine schlechten Erfahrungen hinter Dir & beginne von vorn, gehe in Dich hinein & begreife Dich, sieh Dir Deine guten Seiten an, sie werden überwiegen. Dein Mut wächst, Du baust Dich erneut von innen wider auf,

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Du kehrst dahin zurück, als alles noch in Ordnung war, dann setzt Du Deinen neu entdeckten Lebensabschnitt fort. Kraft & Energie kehren zurück, positiv in die Zukunft blicken, Freude am Hier & Jetzt, Empfindungen zulassen, Geselligkeit genießen & sich stellen jeder kommenden Herausforderung. Das ist der Kampf im Leben.

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Manchmal sind im Kopf nur Frauen Du schön Frau meiner Träume, du bist so zauberhaft, dass, wenn du auftauchst der Atem friert, dann triffst du mein Herz, dann versagt meine Stimme, der Kopf ist verwirrt. Ihr vergangenen Schönheiten alter Tage, ihr unvergesslichen Frauen letzter Jahre, von euch zu träumen, die Nächte erträglich werden lässt & jede Einzelne bleibt für immer tief im Herzen, tief in meiner Seele. Ihr Frauen der Erde, eure Schönheit blendet die Welt, reicht bis hin in den Himmel, dessen Blau so strahlend ist, wie Euresgleichen & in der klaren Sternennacht, ist jedes Funkeln ein

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glitzerndes Augenpaar & jeder Morgen in seiner Röte aufgeht. Die wärmende Sonne streichelt mit jedem Strahl euer Antlitz, der Wind streift sanft über eure weiche Haut. Die Lippen so saftig, einer reifen Frucht gleich, küssen flüchtig ein fremdes Gesicht & flüchten davor, dem Unbekannten zu entrinnen & sie laufen, die langen Beine, die Hüfte schwingt im Takte mit & der Po wackelt vor dem fremden Augenpaar. Die erste Liebe unvergessen bleibt: Es war Neuland, es war gefühlvoll, es war unbegreiflich, es war ungreifbar, es war blindes Vertrauen, es war ehrlich. Die Gefühle entstanden von allein, das Miteinander war unausweichlich, wir klebten täglich aneinander, ohne uns auf die Nerven zu gehen. Wir waren einfach füreinander da &

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wollten es auch nicht anders.

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Kathigetränt Eine Träne zieht ihre Bahn auf meiner Wange & ich schnupfe sie in Pulverform von dem Spiegel, so dass der Schmerz entflieht für geraume Zeit. Schräg gespielte Musikmixe umsäuseln meine Ohren, im Wipfel der Gefühlswolke schwebst Du dahin, um bei mir zu sinken in meine Brust, dort schlägt das Leben weiter für Dich. Zum Freiwild geworden im Gedankengut, ist die Erinnerung, die Dein Abbild hervorruft, um an Dich zu glauben, dass Du gefunden Deinen Sinn.

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Du bewegst jetzt erst recht mein tiefstes Mitgefühl. Ich werd' Dich beschreiben, so gut ich kann, dass, was wir durchlebten, schön oder bizarr oder auch Gefahr. Wir standen es gemeinsam durch. Du warst oft genug für mich da. Ich stand Dir zuletzt nur hilflos gegenüber, doch Trauer vergeht & bleibt die zusammen verbrachte Zeit . . . . . . die Erinnerungen

Das orange Bild meines Bruders (Bildbeschreibung) Deine Welt lässt alles zu Tage erscheinen: Oben , jetzt auch für Dich, die beschützende Macht, die sorgsam ihr Gewand ausbreitet, dann folgt der Frohsinn, die Ausgelassenheit, der Spaß, die Lebenslust, das Gefühl der Freude.

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Frauen, die sich grazil bewegen & sich windende Männer-Ästheten, dann folgt das sich Herauslösen aus dem eigenen Körper, vielleicht die suchende Nähe zu unserer Ma, das losgelöste Gefühl Energien zu empfangen, Inspiration zu tanken, sich treiben lassen & zu guterletzt ist die Situation fast unglaublich, der Gedankenreichtum zu gewaltig, dass man pure Angst bekommt & am durchdrehen ist. Der Weg führte Dich leider oft dahin, Du bekamst das Zittern, überrauscht Deiner Gefühlsempfindungen & doch fingst Du Dich immer wieder, bis Du plötzlich in einer neuen Welt Dein zu Hause fandst & nun Dich erst einmal so richtig kreativ auslassen kannst. Du hattest viele Vorahnungen & Du maltest so gut, ausdrucksstark & vielsagend. Danke!

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Regenbogenliebend (zur Verlobung meines Bruders) Eure gemeinsame Gefühlswolke soll schweben & anstecken die Menschheit, die es noch niemals erlebt; die Zartheit der vollkommenen Liebe. Ihr gehört zusammen, Euch schweißt ein unsichtbares Band aneinander, auf einer Ebene, die keine Grenzen kennt. Stellt sich Euch jemand in den Weg, so stoßt er auf unüberwindbare Barrieren & verdutzt blickend, sich einer Macht gegenüber steht, die er gar nicht fassen kann. Eure Zukunft soll halten, bis . . .

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bis ein Ende niemals vorhanden. Schweißt Euch aneinander, Ihr seid füreinander gemacht & genießt dieses Gefühl, ein Fühlen für Euch selbst, das stärkt & unzertrennlich macht, die Macht der wahren Liebe. Überschüttet die Welt damit! Die Farbenpracht wird alles in Bann nehmen & die Kunst wird alles vorherige übertreffen.

Der Buslenker Er dreht seit Jahren zuverlässig seine Runden, von Haltestelle zu Haltestelle. Die Leute steigen ein. Die Leute steigen aus.

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Eltern mit ihren Kindern, Schüler, Opis, Omis, hübsche & weniger hübsche Menschen, alle, die kein Auto fahren. Menschen, die zur Arbeit wollen oder von der Arbeit kommen. Eines Tages, der Bus halb voll, auf einer geraden Stecke: Die Ampel steht auf rot. Jetzt müsste er langsam mal vom Gaspedal gehen & bremsen. Im Gegenteil, er tritt aufs Gas & überfährt die rote Ampel. Nichts passiert, kein Wagen im Weg. Eine Kurve folgt, er rast hindurch. Die Leute im Bus bekommen es mit der Angst zu tun, sie schleudert es regelrecht mit durch die Kurve. Ein Auto voraus, langsamer. Er setzt zum Überholen an,

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der Gegenverkehr muss ausweichen, gerät auf den Bürgersteig, Menschen rennen auseinander. Der Buslenker fährt Amok durch die Stadt. Die Bullen sind bereits alarmierst, er wird über Funk angesprochen, aber er ignoriert die Gespräche & schaltet ab. Keiner weiß, was in ihn gefahren ist. Wahrscheinlich er selbst auch nicht. Eine Straßensperre durchbricht er mit Leichtigkeit. Schüsse fallen, die ihn verfehlen. Irgendwann verlässt er die Stadt, ein Helikopter begleitet ihn. Er fährt auf einen Feldweg in den Wald, dort hält er & steigt aus, holt tief Luft: "Das tat gut. . .

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. . . die Macht zu spüren."

Die Fahrgäste erholten sich von dieser Irrfahrt. Er wird in die Psychiatrie gesteckt & darf nie wieder einen Waagen fahren.

Auf Entzug im Zug Das war schon nicht mehr lustig: Dazusitzen im Abteil, schweißgebadet, aber innerlich gefroren, Schmerzen in den Knochen,

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die Kotz-Gefühle im Hals, keine klaren Gedanken, sondern nur die Fahrt überstehen, bis es wieder Nachschub gibt. 2 ½ Stunden standen vor mir. Die Schaffnerin fragt, ob ich einen Arzt benötige, was ich verneine, mir sah man das leidende Elend an. Die Schaffnerin kam des Öfteren, um nach mir zu sehen, erkundigte sich, wohin es denn gehen sollte. "Ich schaff das schon, nur eine Nase, eine Line & der Spuk hat ein Ende. Innere Unruhe quälte mich, die Zeit verging überhaupt nicht. "Warum musste ich auch so lange damit warten, Neues zu holen." An der Kohle lag's nicht, die war reichlich vorhanden, aber nicht das Vorausplanen, daran zu denken, was kommt danach?

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Nie daran gedacht, 채rztliche Hilfe anzunehmen, Entgiftung oder gar eine Langzeittherapie. Ich war Drauf, abh채ngig, im tiefsten Sumpf, machte mir st채ndig etwas vor. Das Leben wurde bestimmt, durch die Droge. Nichts hatte ich in der Hand, nur noch das eine: Der langsame Weg in die SELBSTVERNICHTUNG! Der Zug rollt in den Zielbahnhof ein. Der gewisse Treffpunkt ist schon gekl채rt. Ich schleppte mich die Treppen runter, ich schleppte mich die Treppen rauf, ab, in die richtige U-Bahn, ein paar Stationen, alles wird gut. Das Risiko erwischt zu werden, verschwende ich keinen Gedanken dran.

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Der U-Bahnhof ist fast leer. Der Typ im weißen Pullover steht bereit, die Übergabe klappt. Ab zurück, zum nächsten Klo & das Gefühl der Erleichterung spüren, wie sich der Stoff im Körper ausbreitet & alles ist überstanden. Nicht ganz, die Rückfahrt steht an, mit 'ner Menge Zeug, alles Eigenbedarf, am Mann. Niemand bekam mich am Arsch, am Arsch mit dem Zoll, mit den Bullen & sonstigen Peoples.

Der Selbstfindungsweg

Es gibt gewisse Glücksmomente, in denen Du spürst, dass das Leben läuft, ohne das

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irgendein unüberwindbares Hindernis Dir im Wege steht. Du lebst den Tag so intensiv & durchdacht & bewusst & instinktiv. Gehst Du auf die Suche nach dem Nirwana, beliest Dich, wie es dort ist, bist frustriert, weil Du es nicht greifen kannst & Du steigst nicht wirklich dahinter. . . . . . brich die Suche ab, Lebe Dein Leben, meistere Deinen Alltag, gehe Deinen eigenen Weg, präge Deine Eigenschaften, feile an Dir, stell' Dir ab & an Fragen, wäge ab, treib Dich voran . . .

Eines Tages wirst Du feststellen, es wird Dir auf einen Schlag bewusst, Du lebst, bist zufrieden, Du könntest die gesamte Welt umarmen, Du stellst eine Persönlichkeit dar. Der Moment ist für Dich gekommen: Das NIRVANA hat für Dich die Tore aufgeschlagen,

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oder seinen Vorhang gehoben, es eröffnet Dir eine neue Dimension, die Dich stetig begleitet. Du hast zu Dir selbst gefunden.

Ich weine leise Wenn mir nahe stehende Freunde in Schwierigkeiten sind, dann setzte ich mich mit ihnen zusammen & rede in Ruhe mit ihnen, höre mir ganz neutral beide Seiten an, lasse meine Gedanken einfließen, versuche zu beruhigen, gehe nach Hause, Tränen rinnen in Bächen. So wünsche ich mir, ich nehm' ihnen den Schmerz, den sie erleiden, ein wenig von ihrer Seele

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& stelle mich gest채rkt der n채chsten Herausforderung.

Seelenverschmelzung Ein Himmel, dessen Blau so grenzenlos erscheint.

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Eine Sonne, deren Strahlen so wohl bringend sind. Eine Blumenwiese, deren Farbenpracht in ihrem Reichtum nicht zu übertreffen ist. Eine Quelle, die aus der Tränenflut leidender Seelen besteht. Bäche, die zu reißenden Flüssen werden & dem Meere hinstreben. In den Ozeanen nun alle vereint sind & durch die Sonne befreit empor schweben, Wolken bilden, weiter ziehen, um erneut, durch den Ausbruch ihrer Energie, gewitterartig abregnen & neues Leben spenden.

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Kathi&jenso

Was geht da vor sich? Die Mediziner erforschen das Gehirn: Mit dem EEG werden die Gehirnströme gemessen; mit welcher Region wird dies & jenes ausgelöst. Mit der Computertomographie wird es scheibchenweise erforscht, wie es zusammengefügt ist. Die Traumdeutung erforscht das Unterbewusstsein. 100% zu 20% für das Unerklärliche.

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Sie stehen vor einer scheinbar unüberwindbaren Barriere & finden sich damit ab!? Ein Gedanke ist wie das Gefühl, das im so genannten Lügendetektor zusammen gemessen wird. Es lässt sich umschreiben & doch lässt es sich nicht greifen, oder wie die Luft unsichtbar bleibt.

Der Posträuber Anfangs brach er pünktlich

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zur vorweihnachtlichen & zur vorösterlichen Zeit, die gelben Postkästen auf, auf der Suche nach Geld. Er wurde nicht gerade reich, aber war zufrieden mit seiner Ausbeute. In seiner Wohnung stand ein großer Kachelofen, darin verbrannte er die Briefe. Eines Tages stach ihm ein wundervolles Schriftbild ins Auge & er begann zu lesen, fremder Leute Gedanken, Gefühle, Probleme. Er begann die Briefe regelmäßig zu lesen, begann sich in ihre Situation rein zu versetzen. Nach einiger Zeit begann er anonym auf Briefe zu antworten, entschuldigte sich für den Diebstahl.

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Das Geld wurde nebens채chlich. Zum Schluss sah er seine Frechheit ein, stoppte das Stehlen, vermisste das Schreiben an Fremde & suchte sich Brieffreunde.

Menschenfreundlich Der Parasit Mensch muss solange dezimiert werden, bis das Gleichgewicht der Lebewesen auf Erden wieder hergestellt ist. Die Natur ist so konzipiert, dass ein Weiterbestehen des Lebens garantiert & f체r immer gew채hrleistet ist.

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F端r meine Liebsten

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Auch wenn nur das Gefühl sagt, die Worte erreichen Euch & Ihr seid bei mir, für immer. Die Möglichkeit war für Euch nicht vorhanden, von mir zu verabschieden, so plötzlich ward Ihr weg. Es soll keineswegs ein Vorwurf sein, eher möcht' ich vermitteln: Ich denk an Euch, Ihr seid unvergessen. Manches Mal fühle ich, Ihr besucht mich, seid einfach da. Eine unbekannte Welt trifft auf mich, doch sie wird mir jedes Mal vertrauter. Mama & Bruderherz, mein Herz schlägt & schlägt & Ihr mit ihm mit. Doch Papa verhält sich mir gegenüber, als wäre ich gestorben.

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Mittlerweile ist auch er verstorben, ohne eine Chance der Versöhnung, leider. Dies schmerzte am meisten.

In Gedenken & Gedanken & dem Gefühl SIE, meine Ma, Maria Magdalena, meinen Pa, Wolfgang & mein BruderHerz Thomas L Ö S E R…

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One-way-ticket ins Leben  

Gedichte, die das Leben schrieb gefeiert, getrauert, geliebt, zermürbt, aufgerichtet, erlebt, gelebt...

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