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seehas

| AUSGABE 06–07 / 2011 | GRATIS | Titelbild: Landungsbrücke Dingelsdorf/Bodanrück/Überlinger See © Edition FotoArt Anneros Troll |

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MAGAZIN FÜR DIE BODENSEEREGION KULTUR – FREIZEIT – BUSINESS

MOBILITÄT AM BODENSEE : ZU LAND, WASSER UND IN DER LUFT FREIZEIT : VIEL ZU ERLEBEN AM BODENSEE KULTUR : THEATER, KONZERTE, MUSEEN AUSBILDUNG : NEUE KONZEPTE UND LEHRPLÄNE


INTERVIEW HERR NORBERT REICHERT, LEITER PRODUKTENTWICKLUNG / INNOVATIONEN BEI DER EnBW

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ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR UNTERWEGS MIT DEM SEEHAS

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FREIZEIT MOBILITÄT AM BODENSEE – ZU LAND, ZU WASSER UND IN DER LUFT SONNENKÖNIGIN – SHAKE THE SHIP, WHITE NIGHT, KAMMERMUSIK ROSEN- UND KULTURWOCHE BISCHOFSZELL INSEL MAINAU – EINTAUCHEN IN EINE ANDERE ZEIT BODENSEE MEGATHLON RADOLFZELL – 7. AUFLAGE GEOLOGISCH-NATURKUNDLICHE EXKURSIONEN BODENSEE-MAP – AMTLICHE KARTEN GRENZENLOS PLÄTTLI ZOO – DER FAMILIENFREUNDLICHE TIERPARK IN FRAUENFELD CIRCUS MONTI GASTIERT IN WINTERTHUR UND NEUHAUSEN ULRIKA-FAMILIENTAG IM KLOSTER HEGNE 750 JAHRE BLUMBERG DIE RÖMERSTRASSE NECKAR-ALB DOMINIKANERMUSEUM ROTTWEIL – DREI EPOCHEN, EIN ORT ALM KONSTANZ – AUFBRUCH KUNST, MENSCH UND TIER IN DER EISZEIT FEDERSEEMUSEUM – KULT UND KUNST IN DER BRONZEZEIT DER KONSTANZER BISCHOF HUGO VON HOHENLANDENBERG

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KULTUR BÜCHER SEEHASENFEST FRIEDRICHSHAFEN – GROSSES FEUERWERK BURGFEST AUF DEM HOHENTWIEL – 90 STUNDEN PROGRAMM AN EINEM TAG SCHLOSS SALEM KLASSIK-OPEN-AIR DER NEUE KULTURSOMMER IN SINGEN – OPEN AIR MIT ZAUBERFLÖTE UND ABBA-PARTY SOUTHSIDE FESTIVAL MORD AN BORD – FREILICHTTHEATER IN STEIN AM RHEIN WIE EINST OLIVER TWIST – MUSIKTHEATER IN SCHAFFHAUSEN SOMMERTHEATER IN KONSTANZ, ÜBERLINGEN UND KREUZLINGEN EWIGE STEINE – ROSGARTENMUSEUM KONSTANZ VERDING- UND HEIMKINDER – HISTORISCHES MUSEUM THURGAU SCHAFFHAUSER ZÜNFTE – MUSEUM ZU ALLERHEILIGEN BUNDESKUNSTPREIS FÜR BEHINDERTE

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AUSBILDUNG HOCHSCHULE FURTWANGEN, CAMPUS TUTTLINGEN – STUDIUM MIT JOBGARANTIE NÜTZLICH UND ANGENEHM – REISEN NACH EDINBURGH UND MADRID BESTNOTEN IM HOCHSCHULRANKING – HOCHSCHULE ALBSTADT SIGMARINGEN ENERGIEWIRTSCHAFT UND INDUSTRIELLE BIOTECHNOLOGIE – HOCHSCHULE BIBERACH LEHRAMTSSTUDIUM NEU GESTALTET – PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE WEINGARTEN LEHRAMTSSTUDIUM AUCH OHNE ABITUR – HOCHSCHULE RAVENSBURG-WEINGARTEN EINMALIG IN DEUTSCHLAND – BACHELORSTUDIENGANG GESUNDHEITSÖKONOMIE BUNDERWEHR – FREIWILLIGER WEHRDIENST FÜR FRAUEN UND MÄNNER AB DEM 1. JULI NASEWEIS UND WUNDERFITZIG – MUNDARTWETTBEWERB JUGEND ENTDECKT MARKTWIRTSCHAFT BIOGRAFISCHE RAUMGESTALTUNG GOOD FOOD – BAD FOOD BUSINESSTHEMEN

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GESUNDHEIT INTERNATIONALE KNEIPP-AKTIONSTAGE IN ÜBERLINGEN NEUE METHODE FÜR GEFÄSSDEHNUNGEN MIT LASERKATHETERN

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Impressum Herausgeber des Seehas-Magazins: Anneros und Ernst Troll Chefredaktion: Ernst Troll (V.i.S.d.P.) Verlag, Produktion und Anzeigenberatung: Troll Design und Medien Mozartstr. 1, D-78256 Steißlingen Telefon +49(0)7738-9296-44 Telefax +49(0)7738-9296-48 ISDN +49(0)7738-9296-22(Leonardo) E-Mail info@seehas-magazin.de Internet www.seehas-magazin.de www.seesommer.de www.troll-design.de Kontakt Schweiz: Für Redaktion und Inserate wenden Sie sich bitte direkt an den Verlag. Siehe Adresse oben. Büro Friedrichshafen: Siegfried Großkopf Eschenstraße 15, 88069 Tettnang Telefon +49(0)7542-62 21 Telefon 2 +49(0)7542-95 11 91 Telefax +49(0)7542-95 11 92 E-Mail siegfried.grosskopf@gmx.net

Abonnement: 6 x Seehas-Magazine + 1 x SeeSommer-Magazin im Jahr für Euro 20,- (SFr. 35.-) Versandkosten. (die Magazine sind kostenlos). Bestellen Sie per Brief und legen Sie den Betrag bei. Erscheinungsweise: 6 x Seehas-Magazin 1 x SeeSommer-Magazin Verteilte Auflage: je Ausgabe 20 000 Exemplare Für unverlangt eingesandte Artikel und Fotos übernehmen wir keine Haftung. Die durch den Verlag erstellten Anzeigen, Artikel und Fotos sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages weiter verwendet werden. Redaktionelle Mitarbeit: Dr. Patrick Rau - ALM Benjamin Troll - Southside Peter Niederhäuser - Ein feiner Fürst Siegfried Großkopf - Seehasenfest Dr. Mathias Geyer - Geologische Exkursionen Mathias Brugger - Raumgestaltung

Mit dem „seehas“ der SBB GmbH sind Sie zwischen Engen, Singen, Radolfzell und Konstanz immer gut unterwegs. Im Halbstundentakt bietet der „seehas“ eine zuverlässige und umweltfreundliche Verbindung für Schüler, Pendler, Touristen und Ausflügler. Das „seehäsle“ der Hohenzollerischen Landesbahn von Radolfzell nach Stockach ergänzt den Öffentlichen Nahverkehr in der Bodenseeregion. Viele Buslinien erweitern das Bahnnetz und stellen Anschlüsse zur Überlandfahrt her. In den Häfen erreichen Sie die Bodensee-Kursschiffe und die direkte Katamaran-Fähre zwischen Konstanz und Friedrichshafen. Auskünfte, Buchungen, Verkauf. Alle größeren Bahnhöfe, ReiseService Deutschland, Telefon (in Deutschland) 11 8 61 (gegen Gebühr). Automat. Fahrplanauskunft, Telefon in Deutschland 0800 1 50 70 90, Rail Service Schweiz, Telefon (in der Schweiz) 0900 300 300 (gegen Gebühr). Internet-Links • www.euregiokarte.com • www.vhb-info.de • www.bahn.de • www.efa-bw.de • www.bahn-mit-bus.com • www.thurbo.ch • www.sbb.ch • www.ostwind.ch • www.vmobil.at • www.der-katamaran.de

ganzjährig Dünneleessen M o s t v o m Fa s s Familie Honstetter Bergstraße 3 • 78315 Radolfzell-Liggeringen Tel. 07732 / 10366 • Fax 07732 / 13915 www.kranz-duennele.de Öffnungszeiten: Mo Di Do Fr Sa ab 17 Uhr So 11-14 Uhr & ab 17 Uhr • Mi Ruhetag

Links: www.edition-fotoart.com, www.culturis.de

VERLOSUNG

Circus Monti - 1 Familienkarte für max. 4 Personen am 17. Juni 2011, 20.15 Uhr Neuhausen/Rheinfall (Schweiz). Wie? Postkarte an den Verlag oder Mail an info@seehas-magazin.de mit dem Kennwort „Circus Monti“. Das Los entscheidet. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Adresse nicht vergessen. Einsendeschluss ist der 10. 06. 2011

INHALT : SEEHAS-MAGAZIN 03


ELEKTROMOBILITÄT : DIE EnBW BIETET ERSTE PRODUKTE Interview mit Norbert Reichert, Leiter Produktentwicklung / Innovation bei der EnBW Vertrieb GmbH.

Herr Reichert, viele Experten fordern für die Zukunft neue Verkehrskonzepte. Ist die Elektromobilität ein geeigneter Lösungsansatz? Wir testen gerade im Großraum Stuttgart mit rund 600 E-Bikes, momentan Deutschlands größte Elektroflotte, das Mobilitätsverhalten der Zukunft. Dabei werden vielfältige Fragen untersucht, so unter anderem nach den Fahrgewohnheiten oder der notwendigen Ladeinfrastruktur. Uns interessieren aber auch die Alltags-Erfahrungen mit dem E-Bike. Speziell hierfür haben wir eine Kommunikationsplattform im Internet eingerichtet. Unter www.enbw.com/elektronauten finden sich viele Erfahrungsberichte, Videos und Veranstaltungstipps rund um das Thema E-Bike. Ich bin mir sicher, dass die Elektromobilität durchaus Potenzial hat und das Bild der Stadt künftig prägen wird. Denn wir sehen, dass die Fahrzeuge angenommen und genutzt werden. Bisher sind insgesamt schon über 700.000 Kilometer damit zurückgelegt worden.

zuständig sind. Für die Region rund um den Bodensee, wären das die Fahrradprofis mit Niederlassungen in Ravensburg, Friedrichshafen und Konstanz. Aktuell verkaufen wir 200 unserer E-Bikes im Rahmen einer groß angelegten FrühjahrsAktion zu einem Preis von 3.490 Euro. Die Aktion gilt noch bis Ende Juli 2011.

Warum engagiert sich die EnBW in Sachen Elektromobilität? Denn Elektrofahrzeuge sind nahezu geräuschlos und wenn mit Strom aus erneuerbaren Energien, wie beispielsweise Strom aus Windkraftanlagen, betrieben, fast völlig CO2-frei. Sie können also dazu beitragen, die verkehrsbedingten CO2-Emissionen zu verringern. Gerade für typische Urlaubsgebiete, wie beispielsweise die Bodenseeregion, mit einem hohen Anspruch an die Luftreinhaltung und Geräuschemission sind unsere E-Bikes eine echte Alternative. Es gibt aber auch Anforderungen aus der Politik. Denn nach dem Willen der Bundesregierung sollen im Jahre 2020 rund eine Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Eine solche Entwicklung ist mit Herausforderungen für die Energiewirtschaft verbunden, denen wir uns bereits heute in zahlreichen Forschungsprojekten widmen. Sie bietet uns aber auch Möglichkeiten für neue Mobilitätsprodukte und -services. Beide Aspekte gehen wir konsequent an

Will die EnBW künftig in den Fahrzeughandel oder gar in die Produktion von Fahrzeugen einsteigen? Unser Schwerpunkt ist neben dem Vertrieb hauptsächlich die Energielogistik. Denn die Elektromobilität ist eine wichtige Komponente der „Energiewelt von morgen“. Diese wird geprägt sein vom Einsatz erneuerbarer Energien, wie Photovoltaik, virtuellen Kraftwerken, Energiemanagement, Stromspeicherung und Energieeffizienz-Services. Denkbar wäre die Batterien der Elektrofahrzeuge künftig als Speichermedium für regenerativ erzeugten Strom zu nutzen. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Das aktuelle E-Mobilitätsangebot, das EnBW E-Bike, ist ein elektrisch betriebenes Zweirad. Was ist das Besondere an diesem Fahrzeug? Das E-Bike ist bereits heute zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis verfügbar. Und es ist ein Qualitätsprodukt aus Baden-Württemberg, denn die Produktion befindet sich in der Nähe von Ravensburg. Dank der Reichweite von rund 60 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde eignet es sich ideal für Kurzstrecken oder Ausflüge in die nähere Umgebung, wie z. B. für eine Tour von Konstanz zur Insel Reichenau. Ein weiterer Vorteil ist, dass das E-Bike an jeder herkömmlichen Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden kann und nicht zwingend eine spezielle Ladeinfrastruktur benötigt. Je nach Stromtarif des Haushalts fallen für eine Aufladung nur rund 37 Cent an. Wo kann man das E-Bike denn Probe fahren und was kostet es? Probefahrten bieten unsere E-Bike-Händler an. Derzeit haben wir 25 Händler in ganz Baden-Württemberg, die auch für Wartung, Service sowie Reparaturen

Sie sagten zuvor, dass Elektromobilität nur in Kombination mit regenerativen Energien nahezu CO2-frei ist. Wie stellen Sie das für die verkauften E-Bikes sicher? Für jedes verkaufte E-Bike werden über einen Zeitraum von drei Jahren jährlich 120 Kilowattstunden Ökostrom aus Wasserkraft ins Stromnetz eingespeist. Das entspricht insgesamt über 9.500 Kilometern, die dann umweltfreundlich in der Region zurückgelegt werden können. Bescheinigt wird das ganze über ein Zertifikat des TÜV NORD.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird momentan stark forciert. Was ändert sich durch diesen Boom? Bisher war die Stromproduktion verbrauchsorientiert. Das ändert sich durch den Boom der erneuerbaren Energien. Denn Windkraft -und Fotovoltaikanlagen speisen nur dann Energie in die Netze ein, wenn der Wind weht beziehungsweise die Sonne scheint. Sie lassen sich also nicht wie thermische Kraftwerke auf „Knopfdruck“ betreiben. Der Verbrauch orientiert sich zukünftig am Angebot. Beide Seiten müssen besser verknüpft werden, dazu sind intelligente Stromnetze – so genannte Smart Grids - notwendig. Sind diese intelligenten Netze noch Zukunftsmusik? Momentan ja. Aber wir engagieren uns beispielsweise federführend im Forschungsvorhaben MeRegio (Minimum Emission Region), um entsprechende Ansätze zu entwickeln. Dabei vernetzen wir dezentrale Stromerzeuger, Verbraucher und intelligente Speicher über Datenleitungen miteinander. Rund 1000 Privat- und Gewerbekunden prüfen das Projekt auf Herz und Nieren. Wir bedanken uns für das interessante Gespräch, wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Vorhaben.

INTERVIEW : SEEHAS-MAGAZIN 05


Hin und weg mit seehas und Sonderfähre

© KOKO & DTK Entertainment GmbH

PR-Inserat

„SCHIFFSVERKEHR“ AM BODENSEE: HERBERT GRÖNEMEYER ROCKT KONSTANZ

„Entfalte meine Hand, die Anker los, denn auch jedes Tief dreht sich ins Hoch …“ So beginnt der Titelsong „Schiffsverkehr“ des gleichnamigen Albums von Herbert Grönemeyer. Die ersten Zeilen versprechen nicht zu viel. Nach den Meilensteinen des Deutschrocks der 80er und den nachdenklichen, teils trauernden Melodien des letzten Jahrzehnts meldet sich Deutschlands erfolgreichster Musikkünstler mit neuer Single in lebendiger Aufbruchsstimmung zurück. Am 24. Juni ist er in Konstanz zu Gast und rockt das Bodenseestadion. Die Sonderzüge des seehas und der eigens für das Konzert eingerichtete „Schiffsverkehr“ bringen Sie hin und zurück. Kaum ein deutscher Sänger bringt Gefühle so auf dem Punkt wie Herbert Grönemeyer – seine wie die ganzer Generationen. Mit seinem Album „Bochum“ trifft er das Zeitgefühl der 80er Jahre wie kein anderer. Hits wie „Alkohol“, „Männer“ und „Flugzeuge im Bauch“ werden zu echten Klassikern der deutschsprachigen Rockmusik und laden auch im Bodenseestadion zum Erinnern und Mitsingen ein. Unter freiem Himmel erwartet die Besucher eine emotionale Reise, die es in sich hat – rockig, nachdenklich, euphorisch und poetisch.

Nun zieht es ihn – den selbsternannten Schiffsfanatiker mit Hochseeschein – hinaus aufs Wasser: Sein 13. Studioalbum „Schiffsverkehr“ ist neu und dennoch vertraut – mal stürmisch und mal ruhig wie das Meer selbst. Inspiration findet der Entertainer bei einem Aufenthalt in Stockholm, insbesondere im Stockholmer Hafen. Schiffe faszinieren ihn – stehen für Freiheit, Lebensfreude und Aufbruch. Genau das hört man in seinen Liedern. Speziell zum Grönemeyer-Open-Air gibt es nicht nur „mehr Schiffsverkehr“, sondern vor allem mehr Zugverkehr: Um die erwarteten rund 25.000 Besucher bequem und sicher hin und auch wieder zurück zu bringen, setzt die SBB GmbH am 24. Juni einen Sonderzug auf der Strecke zwischen Konstanz und Engen ein: Zusätzlich zu den normalen Verbindungen (23.22 Uhr ab Konstanz bis Engen, 0.01 Uhr ab Konstanz bis Singen) fährt ein seehas um 0.50 Uhr in Konstanz los und bedient alle Haltepunkte der Strecke bis Engen. Ab dem Konstanzer BSB-Hafen beim Hauptbahnhof verkehrt von 16 bis 20 Uhr circa alle 30 Minuten eine Sonderfähre direkt zum Bodenseestadion (Konzertbeginn: 19 Uhr). Verkauf Konzert- und Fähr-Tickets: www.koko.de Mehr Infos: www.koko.de, www.konstanz.de

Bereits 1979 veröffentlicht Grönemeyer sein erstes Studioalbum „Grönemeyer“ und nur ein Jahr später „Zwo“. Im gleichen Jahr glänzt er in seiner zweiten Leidenschaft als Schauspieler in der Rolle des Leutnants Werner in Wolfgang Petersens „Das Boot“ und später als Robert Schumann in „Frühlingssinfonie“. Nach seinem musikalischen Durchbruch mit „Bochum“ folgen das politisch eingefärbte Album „Sprünge“ und „Ö“ mit dem Ohrwurm „Was soll das“. Mit offenen und zum Teil harten Kommentaren zur Wiedervereinigung folgt „Luxus“. Seine musikalische Experimentierfreudigkeit stellt Grönemeyer 1994 mit „Chaos“ und „Cosmic Chaos“ unter Beweis. 1998 arbeitet er für „Bleibt alles anders“ zum ersten Mal mit dem britischen Produzenten Alex Silva zusammen und überrascht mit eher kühl anmutenden, elektronischen Klängen. Nach persönlichen Schicksalsschlägen betritt er 2002 mit seinem wohl emotionalsten Album „Mensch“ wieder die Bühne. Seine musikalische und menschliche Rückkehr berührt nicht nur seine früheren Fans, sondern viele mehr: Grönemeyer wird mit dem Echo als „Bester Künstler National“ ausgezeichnet und für die „Beste Single National“ geehrt. Drei Millionen verkaufte CDs machen „Mensch“ zum erfolgreichsten Album aller Zeiten in Deutschland.

06 SEEHAS-MAGAZIN : ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR

SEEHAS INFORMIERT: MEHR BAHNBEGLEITER – MEHR SICHERHEIT Seit dem 2. Mai 2011 sorgen acht Bahnbegleiter auf der seehasStrecke für Sicherheit und Ordnung. Sie sind Ansprechpartner für die Fahrgäste, helfen älteren und mobilitätseingeschränkten Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen und sollen das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste erhöhen. Der Einsatz der Bahnbegleiter erfolgt im Rahmen eines EU-geförderten Netzwerkprojektes zur Gewaltprävention. Partner der SBB GmbH sind das Schweizerische Rote Kreuz, die Landes- und Bundespolizei, der Landkreis Konstanz sowie die Stadt Singen. Mehr Infos: www.sbb-deutschland.de


Heiße Sonne – coole Touren: ins SEA LIFE und zum Wasserspaß

PR-Inserat

MIT DEM SEEHAS IN DEN SOMMER: DER PERFEKTE KURZURLAUB

Der Sommer ist da! Sonnenanbeter, Wasserratten und Erlebnishungrige freuen sich auf viele sonnige Tage. Da darf ein bisschen Abkühlung natürlich nicht fehlen. Wir haben uns entlang der seehas-Strecke umgeschaut und ein paar erfrischende Ausflugstipps für Sie zusammengestellt. Das Coolste ist die bequeme Hin- und Rückfahrt in unseren klimatisierten seehas-Zügen.

© SEA LIFE Konstanz

© SEA LIFE Konstanz

OCTOPUS GARDEN IM SEA LIFE KONSTANZ „I’d like to be under the sea in an octopus garden …“ – dieser Wunsch aus dem bekannten Beatles-Song wird seit Ostern 2011 für Besucher des Konstanzer SEA LIFE Wirklichkeit. Die 14 Neuankömmlinge der Gattung Kopffüßler haben ihr 100 m2 großes Areal bezogen. „Chef im Hause“ ist der Pazifische Riesenkrake. Kein Wunder, schließlich heimst er mit imposanten Maßen jede Menge Respekt ein: Er wird bis zu 15 kg schwer und hat eine Fangarmspannweite von über vier Metern. Wer nun denkt, so ein Riesenkrake hätte nichts im Köpfchen, irrt gewaltig. Das weiß auch Sven Tschall, technischer und biologischer Leiter im SEA LIFE: „Tintenfische, insbesondere Kraken, zählen zu den vielseitigsten Lebewesen der Meere“, erklärt er. „Sie sind außerordentlich intelligent und lernfähig. Tintenfische können verschlossene Behälter öffnen und finden sich sogar in Labyrinthen zurecht.“ Auch im Octopus Garden zuhause ist das Perlboot, auch Nautilus genannt. Es gilt aufgrund seiner langen Evolutionsgeschichte als lebendes Fossil. Dazu gesellt sich die Sepia, die sich zur Tarnung verschiedensten Untergründen anpassen kann und zur Paarungszeit in den prachtvollsten Farben schillert. Das alles erleben Besucher in einem ganz besonderen Ambiente: Im Andenken an den bekannten Beatles-Song erstrahlt die Unterwasserkulisse in den bunten Farben der 1960er Jahre. Geheime Hoffnung für Fußballfans ist der weibliche Krake Paula. Sie könnte nach bisherigem Trainingsstand neue Wahrsagerin bei der FIFA Frauen-WM werden. Ganz ohne Hokuspokus kommt die Anreise mit dem seehas aus: Er fährt täglich alle 30 Minuten aus Richtung Engen nach Konstanz. Vom Bahnhof geht es in nur fünf Minuten auf das Einkaufszentrum LAGO zu, links über die Fußgängerbrücke und dahinter rechts zum SEA LIFE. Mehr Infos: www.sealife.de BADEPARADIES BODENSEE Reif für die Insel? Wir empfehlen einen Ausflug auf die größte der drei Bodenseeinseln, die Reichenau. In einer malerischen grünen Bucht der ehemaligen Klosterinsel zeigt sich der Untersee von seiner schönsten Seite und lädt zu einem erfrischenden Bad ein. Anschließend geht es auf einen Flammkuchen oder ein kühles Getränk ins Strandbad-Bistro. Mehr Infos: www.reichenau.de

© Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg

In Radolfzell laden die Strandbäder in Markelfingen und auf der Halbinsel Mettnau zum Wasserspaß. Kiosks, Restaurants, ein Beachvolleyballfeld und weitere Extras machen den Ausflug zum richtigen Kurzurlaub. Die Kleinen freuen sich auf Clown- und Pinguindusche auf der Mettnau und viele andere Spielmöglichkeiten. Mehr Infos: www.radolfzell.de Von den Konstanzern auch liebevoll „Hörnle“ genannt wird das Strandbad Horn. Hier finden Besucher alles, was zu einem unvergesslichen Sommertag gehört: eine schöne Liegewiese mit vielen schattigen Plätzen, Badeinseln, Kinderbecken, Spielplatz, Beachvolleyballplätze und Restaurant mit Kiosk und Sonnenterrasse. Mehr Infos: www.konstanzer-baeder.de

NEWSLETTER Weitere tolle Freizeitziele und aktuelle Veranstaltungstipps in der Region sowie nützliche Informationen zu Baustellen bietet der monatlich erscheinende SBB-Newsletter: einfach anmelden unter www.sbb-deutschland.de

Umweltfreunde fahren mit der SBB! ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR : SEEHAS-MAGAZIN 07


MOBILITÄT AM BODENSEE : FREIZEITVERGNÜGEN UND NAHVERKEHR Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

In einer einzigartigen Vielfalt wird in der internationalen Bodenseeregion das Freizeiterlebnis „Mobilität“ - im wahrsten Sinne des Wortes - erfahrbar: auf Schiff und Fähre, Seilbahn und Zeppelin, Bus und Bahn macht der Vierländersee seine Gäste und Anwohner mobil. In zahlreichen Museen und Ausstellungen wird zudem Mobilitätsgeschichte lebendig. Erste Steinzeiträder Europas Wann wurde das erste Rad erfunden? Diese packende Frage nach dem Anfang der Mobilität ist das Jahresmotto 2011 im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee. Die dreigeteilte Ausstellung illustriert, wie die Menschen vor 6000 Jahren zu Fuß, mit dem Einbaum und mit dem Wagen unterwegs waren. Der erste Teil der Sonderausstellung zeigt Originalfunde von Ausgrabungen. Dazu gehören einige der ältesten hölzernen Räder der Welt. Ein Highlight der Steinzeitschau ist das Scheibenrad aus Olzreute aus dem Jahr 2897 v. Chr., das dank der Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg erstmals in einem Museum präsentiert wird. Es handelt sich um eines von vier Rädern aus Ahorn, die 2009 mit einem hölzernen Miniaturrad gefunden wurden. In der Ausstellung erfährt der Besucher, wie weit man mit Steinzeitschuhen kommt und wie die ersten Straßen in Deutschland ausgesehen haben. Eine Nachbildung des Ötzirucksacks aus Haselnuss, Lärchenholz und Ziegenfell zeigt, mit welcher Ausrüstung ein Alpenwanderer vor 5300 Jahren unterwegs war. In die Welt der Kinder führen Spielzeugeinbäume, die in den Pfahlbausiedlungen der Schweiz entdeckt worden sind. Der zweite Teil der Ausstellung umfasst den neuen Steinzeitparcours. Hier lässt sich die Stein- und Bronzezeit spielerisch entdecken. Auf der Wagenrennbahn besteht die Gelegenheit, mit einem nachgemachten Steinzeitwagen zu fahren. Sie dürfen auch testen, wie es sich im nachgebauten Steinzeiteinbaum sitzt – ein passendes Paddel für das Foto steht zur Verfügung. Der dritte Teil der Ausstellung befindet sich in den nachgebauten Pfahlbauhäusern. Die Rekonstruktion der Sonnenscheibe von Nebra, der ältesten bekannten Himmelsdarstellung der Welt zeigt, wie sich die Menschen der Bronzezeit den Kosmos vorgestellt haben. Ein Kultwagen mit Bronzerädern verdeutlicht, wie die Menschen das Jenseits gesehen haben. 2011 hat das Freilichtmuseum in Unteruhldingen die Auszeichnung „FamilienFerien“ durch den Tourismusverband Baden-Württemberg erhalten. 25 wertvolle Preise können mit der Tour-Card bei der Teilnahme an der „Museums-Tour 2011“ gewonnen werden. Die Uhldinger Ausstellung ist Teil des „Automobilsommers 2011“ des Tourismusverbandes Baden-Württemberg, das unter dem Zeichen 125 Jahre Automobil steht. Das Pfahlbaumuseum ist von April bis September täglich von 9-19 Uhr geöffnet. Zeitreisen auf dem Wasser Allein auf dem Seeweg bieten sich dem Urlaubsgast unzählige Möglichkeiten, die Bodenseelandschaft zu entdecken. Kreuz und quer verbindet die Flotte der internationalen Bodenseeschifffahrt die Hafenstädte am Obersee, Überlinger See und Untersee bis hin zum Rheinfall nach Schaffhausen. Das gemütliche Tempo

08 SEEHAS-MAGAZIN : FREIZEIT

der Ausflugsschiffe wird durch die Schnellkurse der Fähr- und Katamaranverbindungen ergänzt. So ist fast jeder Ort - und jedes Ausflugsziel - am Bodensee über den Wasserweg bequem und schnell erreichbar. Selbst historische Seefahrt wird geboten. Das Dampfschiff „Hohentwiel“, die ehemalige „Staatsyacht“ des letzten Königs von Württemberg, lädt regelmäßig zu Kreuzfahrten über den See. Von Immenstaad aus ist eine Fahrt auf einer originalgetreuen Lädine möglich. Die mit nur einem Rahsegel getakelten Frachtschiffe waren vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert auf dem Bodensee allgegenwärtig. Futuristisch mutet dagegen die Solarfähre Helio an, die auf dem Untersee deutsches und schweizerisches Ufer verbindet. Und wer selbst aktiv werden möchte, nutzt eine der zahlreichen Kanu- und Kajak-Verleihstationen am Ufer des Bodensees. Flugpioniere vom Bodensee Vom Friedrichshafener Ufer aus versuchten einst die Flugpioniere Claude Dornier und Ferdinand Graf Zeppelin, die Schwerkraft zu überwinden. Was damals gewagte Unterfangen waren, lässt sich heute in zwei Museen in Friedrichshafen bestaunen. Das Dornier-Museum in seinem hangarartigen Neubau am Flughafengelände erzählt von 100 Jahren Luft- und Raumfahrtgeschichte sowie vom Leben und Werk der technikbegeisterten Familie. Anlässlich des 80jährigen Jubiläums der ersten Atlantiküberquerung der berühmten Do X, widmet sich eine Sonderausstellung ab Juli 2011 dem zwölfmotorigen Großraumflugschiff und der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Im Zeppelin Museum im alten Hafenbahnhof ist neben einem originalgetreuen und begehbaren Nachbau des legendären Luftschiffes „LZ 129 Hindenburg“ auch die weltgrößte Sammlung zur Geschichte der Luftschifffahrt zu bestaunen. „Wasser, Straße, Schiene, Luft - Mobilität am Bodensee“ titelt hier eine Sonderausstellung, die im Rahmen des Automobilsommers 2011 ab 20. Mai die Entwicklungsgeschichte von Verkehr und Mobilität in der Bodenseeregion aufgreift. Das Flugerlebnis in den imposanten Luftschiffen ist übrigens auch heute wieder erfahrbar: Ein Zeppelin NT startet ab Friedrichshafen zu regelmäßigen Rundflügen über den See. Automobile Raritäten Auf Oldtimerfreunde übt die Bodenseeregion eine besondere Anziehungskraft aus: Sanft geschwungene Straßen entlang des Ufers und die Bergstraßen und Pässe der nahen Alpen laden zu Ausflügen. Entsprechend formiert sich hier das „Oldtimerland Bodensee“, das regelmäßig zu Oldtimer-Touren wie der „Mille Fiori“ einlädt. Im Rolls Royce Museum in Dornbirn lassen sich motorisierte Liebhaberstücke wie John Lennons blauer Rolls Royce aus dem Jahr 1966 bestaunen. Sehenswerte Raritäten sind auch in Wolfegg zu entdecken, wo sich der Motorjournalist und leidenschaftliche Autofan Fritz B. Busch sein eigenes Automuseum aufgebaut hat. Mit Wilhelm Maybach und seinen gleichnamigen Luxusautomobilen, aber auch den Schweizer Saurer-Werken mit ihren Lastkraftwagen und den legendären Postbussen hat der Bodensee einen festen Platz in der Industrie- und Mobilitätsgeschichte. Und für alle, denen die Fortbewegung mit Motor nicht aktiv genug ist, gibt es natürlich den Klassiker des Radtourismus: den Bodenseeradweg rund um den See.


Bilder unten vlnr.: Die ersten Steinzeiträder Europas sind im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen zu bewundern. Der Seehas-Zug auf der Fahrt durch Allensbach. Er verbindet im Halbstundentakt die Städte und Gemeinden von Konstanz bis Engen. Zu den modernsten Verkehrsmittel auf dem Wasser des Bodensees zählen die Katamarane. Sie verbinden die Städte Friedrichshafen und Konstanz direkt. Sie fliegen wieder. Die Zeppeline NT starten von Friedrichshafen zu Rundflügen über See und Land. Bild linke Seite: Ausflugsfahrt mit dem Kursschiff vor der Kulisse von Meersburg.


MOBILITÄT AM BODENSEE : FREIZEITVERGNÜGEN UND NAHVERKEHR Zu Lande, zu Wasser und in der Luft Tageskarte Euregio Bodensee. Rund um den Bodensee gibt es viel zu entdecken. Bahn, Bus und Fähren bringen Sie hin. 4.000 Kilometer Bus- und Bahnstrecken rund um den See sowie die Fährverbindungen Friedrichshafen-Romanshorn und Konstanz-Meersburg sind im Tarifverbund der Tageskarte eingeschlossen. Wer nicht die große Seeumrundung plant, kann sein Ausflugsgebiet auch gezielt einschränken. Dazu wurde die Bodenseeregion in drei grenzüberschreitende Zonen eingeteilt, die einzeln oder kombiniert lösbar sind. Dabei ermöglicht die Tageskarte Euregio Bodensee ihrem Besitzer nicht nur beliebig viele Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr in der gelösten Zone. Als Freizeitticket winkt sie mit weiteren Vergünstigungen. So genießt man mit ihr reduzierte Eintrittspreise zu zahlreichen Ausflugszielen in der Bodenseeregion wie der Insel Mainau, den Pfahlbauten in Unteruhldingen, dem Ravensburger Spieleland, dem Zeppelinmuseum Friedrichshafen, dem Affenberg Salem oder dem Plättli Zoo in Frauenfeld. Verschiedene Seilbahnen wie die Pfänderbahn Bregenz gewähren ebenso Ermäßigungen wie die Bodenseeschifffahrt. Wer zwischendurch eine Strecke auf dem Wasser zurücklegen möchte, freut sich gegen Vorlage der Tageskarte über 25 Prozent Nachlass. Unter www.euregiokarte.com

finden Sie in der Rubrik Reise-Tipps fertig ausgearbeitete Tourenvorschläge. Die Angaben zur Gültigkeit der Tageskarte und Informationen zu den weiteren Angeboten finden Sie im Prospekt (erhältlich an den Bahnhöfen) oder unter www. euregiokarte.com Elektrisch inspiriert von der Ostsee an den Bodensee 1250 Kilometer mit dem Elektrofahrrad in acht Etappen von Flensburg nach Friedrichshafen: Das hatten Studenten der Dualen Hochschule Ravensburg sich vorgenommen. Mensch und Maschine haben den Langzeittest gleichermaßen glänzend bestanden – sie wurden im Fallenbrunnen mit einem La Ola-Spalier gebührend empfangen. Seit zwei Jahren haben es sich Wirtschaftsingenieur-Studenten mit ihrem Projekt „e2Rad“ zum Ziel gesetzt, das Elektroradeln populär zu machen. Auch für junges Publikum und über lange Strecken hinweg. Die Deutschlandtour mit dem Pedelec hat nun bewiesen, dass beim Elektroradeln der sportliche Ehrgeiz bei rund 150 Kilometern und acht Stunden am Tag nicht zu kurz kommen muss. Ganz abgesehen von der logistischen Leistung, denn bei einer Reichweite von je nach Belastung 20 bis 70 Kilometern pro Akku musste nicht nur den eigenen Kräften Tribut gezollt werden, sondern auch denen der Batterie. Mit bis zu drei Akkus pro Tag und Rad hatten die Studenten im Vorfeld gerechnet. Die Gruppe vom Bodensee fiel auf, ob beim Fototermin bei den Bremer Stadtmusikanten oder an der Wartburg. Und auch, als die Radler in eine Gruppe Ostermarschierer gerieten und plötzlich erstaunlich viel Publikum hatten. Hauptsponsor der Studenten war die EnBW, die in Baden-Württemberg ein Pilotprojekt Elektroradeln vorantreibt, wie Philipp Marquart beim Empfang der Radler im Fallenbrunnen erläuterte. Erlebnisbus – Ohne Stau Und Parkplatzstress! Bodenseemobil – 10 Jahre Erlebnisbus Bodo (RAB). Der Erlebnisbus fährt vom 01.05.–16.10.2011 im Stundentakt zwischen Schloss Salem, Affenberg, Pfahlbauten und Reptilienhaus bis 1/2 Stunde vor Schließung Mit der Pfänderbahn zur Sonnenwende Am Samstag, 18. Juni 2011 wird mit Musik, Bewirtung, Sonnwendfunken und einem farbenprächtigen Feuerwerk gefeiert. Mit der Pfänderbahn geht es von 19.30 bis 21.30 Uhr bequem auf den Pfänder. Nach ca. 20 Gehminuten erreicht man die Festwiese am Maldonahang. Für das leibliche Wohl sorgt der Skiclub Bregenz. Die musikalische Unterhaltung liegt in Händen der spritzigen Bregenzer Musikanten. Ein regionales Alphornbläserensemble kündigt bei Sonnenuntergang die Entzündung des 6 m hohen Sonnwendfunkens der Funkenzunft Berg an. Gegen 22.15 Uhr veranstalten Gerhard Baldauf und Dietmar Heiß, beide geprüfte Pyrotechniker und Mitglieder der Feuerwehr Lochau, ein farbenprächtiges Feuerwerk. Bei einer gemeinsamen ca. 45minütigen Talwanderung klingt das Sonnwendfest aus. Für die Nichtwanderer stehen ab dem Gasthaus Seibl (ca. 25 Gehminuten) Gratisshuttlebusse zur Talstation der Pfänderbahn zur Verfügung. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind unbedingt notwendig. Keine Kinderwagen. Eine Zufahrt mit dem Auto zur Festwiese ist nicht möglich. Der Eintritt zum Fest ist frei. Die Pfänderbahn fährt nach 21.30 Uhr nicht mehr ins Tal. Das Fest findet nur bei guter Witterung statt. Informationen auf www.pfaenderbahn.at. Nächster Halt Künstlerwinkel Mit dem Höribus Natur und Kultur am Seeerleben. Auf der beliebten Südbadenbus-Linie 7368 von Radolfzell über die Halbinsel Höri bis zum mittelalterlichen Städtchen Stein am Rhein ist seit 2009 der „Höribus“ unterwegs. Dieser Linienbus verbindet die Orte entlang des Untersees und fährt viele interessante Stationen und Sehenswürdigkeiten an. Er bringt die Fahrgäste zum Ausgangspunkt von Wanderungen - zum Beispiel am Schiener Berg, zu Schiffsanlegestationen am See, zu Museen und Künstlerhäusern auf der Höri. Auch Gaststätten und Hotels entlang der Strecke werden

Bilder: Der Schaufelraddampfer „Hohentwiel“ zeugt noch heute von der faszinierenden Zeit der Dampfschiffe auf dem Bodensee und Rhein. Die „Elektroradler“ der Dualen Hochschule Ravensburg radelten von der Ostsee an den Bodensee. Die Pfänderbahn macht die Menschen mobil und bringt sie mit Leichtigkeit und einem erhabenem Gefühl auf den Bregenzer Hausberg.

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Strandbad Ermatingen Natur-Strandbad in mitten der herrlichen Landschaft am Untersee.

bequem und stressfrei mit dem Bus erreicht. Feriengäste und Ausflügler können ihr Auto also getrost stehen lassen und sich am See entlang chauffieren lassen. Im Höribus gelten die VHB-Fahrkarten und mit der VHB-Gästekarte fahren Feriengäste auch auf dieser Linie gratis. Der Höribus fährt an Wochentagen halbstündlich, abends und am Wochenende nahezu stündlich auf einer Strecke von 25 Kilometern. Er startet am Busbahnhof Radolfzell, wo man direkten Anschluss an den Seehas oder an die Schwarzwaldbahn hat, und endet im Schweizer Städtchen Stein am Rhein oder umgekehrt. Informationen zum Höribus mit Fahrplanauszug und touristischen Tipps sind in einem Faltblatt zusammengefasst, das es kostenlos beim Südbadenbus-KundenCenter Radolfzell und in den Tourist-Informationen entlang der Strecke gibt. Der Fahrplan ist auch über www.suedbadenbus.de abrufbar. Informationen zu Landschaft, Freizeitangebot sowie Sehenswürdigkeiten gibt es ebenfalls bei den Tourist-Informationen und auch im Internet unter www.vhbinfo.de und www.tourismus-untersee.eu.

Beach-Volleyballfeld • Schüler-Fussballplatz • Grillplatz grosszügige schattige Liegewiese • Sprungturm • Wassertrampolin Kinder-Planschbecken • Steg • Strandbad-Beizli Öffnungszeiten 2011 Hauptsaison: 15. Mai – 28. August, Montag – Sonntag 10.00 – 20.00 Uhr Nebensaison: 29. August – 18. Sept., Montag – Freitag, 12.00 – 18.30 Uhr, Samstag und Sonntag 10.00 – 18.30 Uhr Strandbad Telefon 071 664 18 14, Beizli Telefon 071 660 04 39

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MOBILITÄT AM BODENSEE : FREIZEITVERGNÜGEN UND NAHVERKEHR Zu Lande, zu Wasser und in der Luft Gäste können dann das Feuerwerk in erster Reihe vom See aus genießen. An 9 Terminen im Juli und August 2011 bringen die BSB ihre Gäste wieder zu den Bregenzer Festspielen. Auf der Seebühne wird in diesem Jahr „André Chénier“ von Umberto Giordano aufgeführt. Die Schifffahrt mit 3-Gänge-Menü bildet den stimmungsvollen Auftakt für den Opernabend am See. Kinder sind übrigens an Bord gern gesehene Gäste. Auf vielen Schiffen können Spiele ausgeliehen werden. Zudem sorgen Spielecken auf einigen Schiffen bei den kleinen Gästen für Unterhaltung. Auch ein Besuch beim Schiffsführer ist für die Kinder immer ein spannendes Erlebnis. Kinder unter sechs Jahren fahren gratis. Mit der Bodensee-Kinderkarte fahren alle Kinder einer Familie von 6 bis 15 Jahren für 5 Euro einen Tag lang auf dem Bodensee. BSB – Fahren – Sparen – Erleben! Mit den Kombi-Tickets und der Bodensee-Kinderkarte Die Schifffahrt auf dem Bodensee bietet Entspannung ganz besonderer Art: Ein Sonnenbad an Deck, eine leichte Brise, ein sanftes Schaukeln und die traumhafte Sicht auf die wunderbare Landschaft – so lässt sich ein Tag an Bord der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) herrlich genießen. Die 12 Ausflugsschiffe sind von Ostern bis in den Herbst hinein unterwegs und offerieren ein abwechslungsreiches Programm. Zahlreiche Kurs- und Ausflugsfahrten laden die Gäste ein, die wunderschöne Region auf erholsame Weise zu erkunden. Die touristischen Ausflugsziele wie die Insel Mainau, die Burg Meersburg oder der Vorarlberger Hausberg Pfänder, sind mit den Ausflugsschiffen optimal erreichbar. Und Radfahrer können mit dem Angebot der BSB ihren Radius auf attraktive Weise ausdehnen. Bei romantischen Rundfahrten – auch zum Sonnenuntergang – kann man herrlich die Seele baumeln lassen und Panoramafahrten bieten einen faszinierenden Blick auf die deutsche, schweizerische und österreichische Alpenlandschaft. Besonders beliebt sind die Event- und Tanzfahrten der BSB, die zum Beispiel in den Sommermonaten zu den großen Festen am See angeboten werden. Die

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Kombi-Tickets Machen Sie mehr aus Ihrem Ausflugstag am See: Lösen Sie ein Schiffsticket inklusive Eintritt und profitieren Sie von lukrativen Ermäßigungen und InklusivAngeboten. Die „Erlebnisflotte“ bringt Sie zu den schönsten Ausflugszielen. Burg Meersburg • Insel Mainau • Pfänder bei Bregenz • Pfahlbaumuseum Unteruhldingen • Sea Life Konstanz • Zeppelin Museum Friedrichshafen Bodensee-Kinderkarte Für nur 5,00 Euro fahren alle Kinder bis 15 Jahre in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern einen ganzen Tag auf dem See zum günstigen Pauschalpreis! Die begleitende Familie muss im Besitz eines gültigen Fahrausweises sein. Reservierung und Information: Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH 78462 Konstanz, Hafenstr. 6, Tel. +49 (0) 7531 3640-0 88045 Friedrichshafen, Seestr. 23, Tel. +49 (0) 7541 9238-0 info@bsb.de, www.bsb.de


SHAKE THE SHIP : HIER IST MUSIK Wolfgangsee meets Bodensee

Im Bild: Christoph Stinbach

„Hier ist Musik. Hier ist der See. Hier ist der Rhythmus, wo Ihr mitmüsst. Hier ist die Groove, die Euch bewegt. It don‘t mean a thing if it ain‘t got that swing! Folgt uns auf dem Weg des Herzens! Ergebt Euch dem Leben! Let‘s shake!“ So bringen es die Organisatoren des bekannten Boogie & Blues Festivals vom Wolfgangsee auf den Punkt: Mit einem einzigartigen Mix aus hochklassigen Künstlern, originellen Veranstaltungsorten und außergewöhnlichen Konzerterlebnissen hat sich „Shake the Lake“ bis heute zu einem der bedeutendsten und größten Boogiefestivals Europas entwickelt. Im Jahr 2011 macht die Veranstaltung nach 15jährigem Bestehen im Salzkammergut Pause und gastiert mit einer nur für diesen Anlass inszenierten „Shake the Ship“-Session am Bodensee. Die „Lakeshaker“ Richie Loidl & Clemens Vogler werden mit ihren Kollegen Don Bouchat (Piano, Gesang - Kanada & Bahamas), Silvan Zingg (Piano, CH/Lugano), Christoph Steinbach (Piano, Gesang – A/Kitzbühel), Robert Shumy (Gitarre, Gesang – A/Wien), Albert Koch (Bluesharp, Gesang – D/Kaiserslautern) und KarlFriedrich „Charly“ Erbprinz von Hohenzollern (Sax, Gesang – D/Sigmaringen) an zwei Konzertflügeln inklusive Schlagzeug und Kontrabass so intensiv „shaken“, dass es lange dauern wird, bis sich die vom Rhythmus erzeugten Wellen am Bodensee wieder gelegt haben. „Shake the Ship“ ist mehr als ein Konzert: Den Genuss für alle Sinne garantiert MO Catering mit einem exquisiten Genusskulinarium, das im Eintrittspreis inbegriffen ist. Ebenso inkludiert: Der „Swingin‘ Sundowner“, ein stimmungsvoller Aperitif und musikalisches Get together am Sonnendeck. Come and shake with us! Samstag, 18. Juni 2011 – Shake the Ship: 19.00 Uhr Boarding der Gäste. 20.00 Uhr Ablegen der MS Sonnenkönigin 21.00 Uhr Sunset-Special „to get the feeling“ 22.00 Uhr Session im Hauptdeck 22.30 Uhr After-Party Sonntag, 19. Juni 2011 – Boogie Brunch @Salzmannhafen: 10.30 Uhr bis 14 Uhr Vorverkauf unter http://www.v-ticket.at „shake the ship“ - Tischreservierungen für Gruppen erst ab 10 Personen möglich. Nähere Infos unter www.sonnenkoenigin.cc oder www.shakethelake.at

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EINE BAROCKE STADT VOLLER ROSEN : IN ROMANTISCHEN GASSEN UND GÄRTEN 10. Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche vom 25. Juni bis 03. Juli 2011

Mit der 10. Durchführung feiert die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche 2011 ein kleines Jubiläum. Rund 350‘000 Besucher haben seit dem Bestehen diesen Anlass in der Ostschweiz besucht und sich von Düften und der Schönheit der Rosen betören und begeistern lassen. Rund 50 Rosengärten, Gärten mit Rosen, Rosen verzierte Brunnen und Arrangements schmücken die barocke Altstadt der Wackerpreis gekrönten Rosenstadt im Thurgau. Kulinarische Spezialitäten und ein Rosen- und Spezialitätenmarkt laden die Besucher in romantische Umgebung zum Entdecken ein.

„Rosendüfte“ und Jugendmusikwettbewerb Mit einer Sonderausstellung zum Thema „Rosendüfte“ mit täglichen Fachvorträgen, dem Internationalen Jugendmusik-Wettbewerb für Streichinstrumente, mit Teilnehmern aus fünf Ländern und neun Nationalitäten, wird dieser Anlass mit exklusiven Events bereichert. Im Pavillon der Sonderausstellung finden an sechs Nachmittagen interessante Referate zu den Themen, „Die Rose als Heilpflanze einst und jetzt“, „Rosen und Lebensmittel“, „Aktuelle Rosensorten, Leidenschaft des Züchters“, „Die Rose, Symbol der Kulturepoche von der Antike bis heute“, etc. statt. Genauere Angaben sind dem Flyer zu entnehmen. NachtwächterGottesdienst und Rundgänge Die Bischofszeller Nachtwächter- und Türmerzunft feiert das 10jährige Jubiläum und absolviert an der Rosenwoche den 500. Rundgang. Am Freitag, 1. Juli um 21.30 Uhr gestalten 34 Nachtwächter- und Türmer aus Deutschland, Holland, Dänemark und der Schweiz, 30 Männerstimmen des Kirchenchores St. Pelagius sowie weitere Instrumentalformationen einen Nachtwächtergottesdienst. Dabei wird die Stiftskirche nur mit dem Licht über 40 Nachtwächterlaternen beleuchtet. Weitere Informationen und Flyer erhältlich unter Tel. 071/422 35 22 oder www. bischofszellerrosenwoche.ch und bischofszellerrosen@bluewin.ch

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EINTAUCHEN IN EINE ANDERE ZEIT : MIT LÄNDLICH-ROMANTISCHEN STMMUNGEN Insel Mainau — eine Oase der Naturschönheit

„Die schöne neue Welt“ Saisonale Gärten 2011 Vom 13. Mai bis zum 23. Oktober erleben die Besucher der Insel Mainau auf 500 qm verschiedene Interpretationen von Studenten zum Thema „Die schöne neue Welt“. Bereits zum neunten Mal zeigt die Insel Mainau in den sogenannten Saisonalen Gärten ab Mai preisgekrönte studentische Gartenentwürfe. Das Motto in diesem Jahr lautet „Die schöne neue Welt“. Während eines studentischen Wettbewerbs, an dem zwölf Studentinnen und Studenten der Landschaftsarchitektur der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen sowie elf Studierende der Pozna� University of Technology in Polen teilnahmen, wurde viel über die Interpretation der „schönen neuen Welt“ diskutiert. An zwei Tagen wurde in gemischten Teams kreativ gearbeitet und erörtert. Am Ende des Wettbewerbs wurden der siebenköpfigen Jury um Gräfin Bettina elf verschiedene Entwürfe präsentiert. Mit ihrer Interpretation vom gegenwärtigen Leben überzeugten Daria Sura und Kamila Streit die Jury. Laut Auslegung der Studentinnen sind die Menschen immer beschäftigter, arbeiten viel und vergessen, wie schön das Leben sein kann. Ihr Entwurf „It’s your choice“ (Es ist Ihre Wahl) soll zeigen, dass ein Einzelner stark genug ist Strukturen aufzubrechen und das Leben zu führen, das er will. Als Symbol hierfür steht ein einzelner Baum im Zentrum des Gartens. Ebenfalls auf den ersten Platz wurde der Entwurf „take care“ (mach’s gut) von Grzegorz Makarewicz, Stefanie Graze und Sabrina Hurt gewählt. Hauptelement dieses Entwurfes ist eine Plexiglasbox, in der eine bunte Pflanzfläche zu sehen ist. Der Bereich außerhalb der Box, ist kühl gehalten. Hier erwarten den Betrachter ein künstlicher Baum und eine Betonbank, von der aus er die bunte Welt in der Glasbox betrachten kann. Gräfliches Inselfest 2011 - Vom 02. bis 05. Juni 2011 dreht sich auf der Insel Mainau alles um Trends und Lifestyle für den Gartenliebhaber Auf der Insel Mainau haben die Gräflichen Feste inzwischen schon Tradition und so steht auch das 10. Gräfliche Inselfest ganz unter dem Motto „Bummeln, Einkaufen, Genießen“. Vom 02. bis 05. Juni präsentieren internationale Aussteller in stilvollem Ambiente rund um Schloss und Rosengarten eine bunte Vielfalt an ausgewählten Pflanzen, stilvollen Möbeln und handgearbeiteten Accessoires für Gärten und Terrassen sowie für Lifestyle und Wellness und verwandeln die Blumeninsel in ein idyllisches Einkaufsparadies. Wahl der Mainau-Rosenkönigin 2011 vom 10. bis 26. Juni Zum Mainau-Sommer gehören immer auch die Rosen. Die „Königin der Blumen“ entfaltet im Juni ihre Pracht im Italienischen Rosengarten und entlang der Promenade der Wild- und Strauchrosen. Die Schönste unter den Schönen bestimmen alljährlich die Besucher bei der Wahl der Mainau-Rosenkönigin. Ein international bedeutendes Sortiment mit rund 1.000 Sorten aus üppigen Wild-, beeindruckenden Strauchrosen und zauberhaften Beetrosen steht zur Wahl. Außerdem bieten Experten der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde am Rosen-Informationsstand im Rosengarten allerlei Wissenswertes über Rosen. Zur Stimmabgabe stehen Wahlurnen entlang der Promenade der Wild- und Strauchrosen, im Italienischen Rosengarten und im Gärtnerturm bereit. Bei der

Bilder oben: Bettina Gräfin Bernadotte im saisonalen Garten „take care“ (mach´s gut). Rosenblüte im Italienischen Rosengarten. Fotografie © Anneros Troll. Bild unten: Ein Mitmach-Angebot für Kinder bis 12 Jahre ist die Gesundheits-Rallye mit Fragen, Übungen und versteckten Informationen an 17 Stationen der Ausstellung „Entdeckungen 2011. Bild: © Mainau

Hauptverlosung nach Abschluss der Wahl sowie bei den Tagesverlosungen gibt es auch in diesem Jahr wieder wertvolle Preise zu gewinnen. An der Tagesverlosung, jeweils um 15.00 Uhr im Gärtnerturm, nehmen nur die beim Gärtnerturm eingeworfenen Lose teil. Gesundheitsforschung zum Anfassen: Ausstellung „Entdeckungen 2011“ auf Insel Mainau eröffnet Auf der Insel Mainau öffnete am 20. Mai 2011 die Mitmach-Ausstellung „Entdeckungen 2011: Gesundheit“ ihre Tore. In 18 Pavillons wird der Entdeckergeist von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen geweckt: Mit einem begehbaren Gehirn-Modell, elektrischen Fischen, Riechund Hörstationen sowie zahlreichen anderen interaktiven Exponaten können Besucher sich selbst davon überzeugen, dass Forschung rund um unsere Gesundheit spannend und faszinierend ist. Darüber hinaus bietet die Ausstellung eine Kräuter-Info-Tour und eine Kunstinstallation zum Thema „Seltene Erkrankungen“. Werden Blinde mit einem Netzhaut-Chip wieder sehen können? Gegen welche Krebsarten schützen Impfungen? Wie kann Diabetes vorgebeugt werden? Antworten auf diese und andere Fragen rund um unsere Gesundheit gibt die interaktive Ausstellung „Entdeckungen 2011: Gesundheit“. Sie zeigt auf verständliche und spielerische Weise, wie wir so lange wie möglich gesund bleiben, wie Innovationen der Gesundheitsforschung schneller bei den Patienten ankommen und wie Krankheiten in Zukunft besser erkannt, behandelt und geheilt werden können. Zum Mittsommerfest auf die Mainau – Schweden erleben mit der ganzen Familie am 25. Juni 2011 Mittsommer, das Fest zur Sommersonnenwende, hat in Schweden und den anderen nordischen Ländern, in denen es zu dieser Jahreszeit auch nachts nicht richtig dunkel wird, eine lange Tradition. Es ist eines der größten Feste des Jahres und wird an dem Samstag, der dem längsten Tag des Jahres am nächsten ist, mit Verwandten, Nachbarn und Freunden gefeiert. Die Gräfliche Familie Bernadotte, die ihre Wurzeln in Schweden hat, möchte diese schwedische Tradition den Gästen der Insel Mainau gerne näher bringen. Für Kinder gibt es ein buntes Programm. Sie können bei traditionellen Spielen mitmachen.

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BADEN EINMAL ANDERS

BODENSEE MEGATHLON RADOLFZELL

Der familienfreundliche FKK-Strand

Die 7. Auflage wartet mit optimiertem Strecken auf

Das Naturschutzgebiet am unteren linken Rheinufer zählt zu den schönsten Naturparks am Bodensee. Mehr als 22.000 qm Liegewiese auf 40.000 qm großem Naturschutzgebiet warten auf Sie. Das FKK-Baden hat hier Tradition. Den Gästen stehen Tischtennistische, ein Beachvolleyballplatz sowie mehrere Bocciabahnen zur Verfügung. Das familienfreundliche FKK-Gelände verfügt außerdem über einen Kinderspielplatz, ein Selbstbedienungsrestaurant, ein Massagestudio und einige Grillplätze zur eigenen Nutzung. Gesundheit und Wellness im Einklang mit der Natur – nichts als die nackte Wahrheit.

Das Radolfzeller Herzenbad rückt wieder in den Fokus der Öffentlichkeit, es ist am 31. Juli 2011 erneut Dreh- und Angelpunkt des Bodensee Megathlon Radolfzell. Auch die 7. Auflage der Veranstaltung bleibt den bewährten fünf Sportarten Schwimmen, Radfahren, Inlineskaten, Mountainbiken und Laufen treu. Diese sind entweder als Einzelstarter, im Duo oder im 5er-Team zu bewältigen. Die von der Sparkasse Singen-Radolfzell präsentierte Veranstaltung wartet 2011 mit optimierten Strecken und wunderschönen Passagen entlang des Sees auf. Gegenverkehr auf der Strecke gehört in diesem Jahr endgültig der Vergangenheit an. Auftaktdisziplin ist traditionell das Schwimmen. Dabei sind in diesem Jahr statt 2,5 km „nur“ 1,5 km zu bewältigen. Die 48 km lange Radstrecke führt direkt am See entlang und erstmals auch durch die Höri-Gemeinden Moos, Gaienhofen und Öhningen. Neu gestaltet sich auch die Inlinestrecke über 23 km. „Sie ist flacher, schneller und führt über sehr gut ausgebaute Straßen“, erklärt Rik Sauser von der veranstaltenden Agentur Sauser Sport & Event Management mit Sitz in Donaueschingen. Weniger Asphalt, mehr Off-Road ist das Markenzeichen der anspruchsvollen vierten Disziplin, dem Mountainbiken über 36 km. Krönender Schlusspunkt des Bodensee Megathlon Radolfzell ist der abschließende Lauf über 10 km, der die Teilnehmer auf einem 5 km-Rundkurs zweimal durch die Radolfzeller Innenstadt führt. Die sowohl für die Läufer als auch für die Zuschauer attraktive und abwechslungsreiche Strecke führt direkt entlang des Sees sowie durch die Altstadt und den Stadtpark. Titelsponsor Sparkasse Singen-Radolfzell ist bereits seit der Premiere 2005 mit an Bord. Mit der Stadt Radolfzell und der Lapp Group wurden erst kürzlich DreiJahresvereinbarungen getroffen. Das dreitägige Rahmenprogramm im Festzelt (Freitag, 29. Juli, bis Sonntag, 31. Juli) schmückt unter anderem ein Livekonzert der Party-Schlagerband „Dorfrocker“. Das Starterlimit liegt bei 2000 Teilnehmern. Aktuell liegen dem Veranstalter bereits ca. 900 Anmeldungen vor. Rik Sauser: „Damit liegen wir leicht über den Zahlen aus dem vergangenen Jahr.“ Die Anmeldung für den Bodensee Megathlon Radolfzell ist online möglich unter www.bodensee-megathlon.de. Hier gibt es auch weitere Informationen.

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GEOLOGISCH, NATURKUNDLICHE EXKURSIONEN : ZU DEN HEGAU-VULKANBERGEN Mit dem Geologen Dr. Matthias Geyer. Auch Studienreisen an den Gardasee und nach Barcelona im Programm

Dienstag, 28. Juni 2011: Duchtlingen - Abendlicht am Hohenkrähen Kooperationsveranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft Hegau Touristik) Lassen Sie sich von der abendlichen Aussicht verzaubern! Etwas vorwitzig steht der Hohenkrähen in der Aachniederung und ist weithin zu sehen. Der Hohenkrähen gehört mit dem Hohentwiel und dem Mägdeberg zu einem der drei bedeutenden Phonolithstöcke im Hegau. Die anderen Kegelberge des Hegaus haben eine andere Gesteinszusammensetzung. Was es mit dieser Vulkanruine Besonderes auf sich hat und wie der Kegelberg zu seiner heutigen Form kam wird - all das wird im Verlauf der abendlichen Führung allgemeinverständlich erläutert. Nach dem zugegebenermaßen etwas steilen Aufstieg belohnt allerdings eine spektakuläre 360° Rundumsicht bis hin zum Bodensee und den südlichen Ausläufern der Schwäbischen Alb die Mühe. Bei klarer Sicht lohnt die Mitnahme eines Fernglases. Einige zusätzliche Hinweise zu verschiedenen botanischen Besonderheiten ergänzen die abendliche Geo-Wanderung. Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk, da der Weg bei feuchter Witterung rutschig sein kann. Infos und Preise: Treffpunkt um 18 h am Waldparkplatz Duchtlinger Pass; Unkostenbeitrag: 6 € (<16 Jahre in Begleitung Erwachsener frei); Dauer: ca.2 h. Sonntag, 17. Juli 2011: Engen - Rentierjäger im Brudertal Kooperationsveranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft Hegau Touristik Das Brudertal bei Engen und der vor einigen Jahren eingerichtete „Eiszeitpark“ ist das Ziel dieser Samstagswanderung. Themen sind die Geologischen Verhältnisse, die botanischen Besonderheiten sowie die Bedeutung der archäologischen

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Funde, die das Brudertal mit dem Petersfelsen und der Gniershöhle zu einer wichtigen Fundstelle machen. Die Umgestaltung des Brudertales zum „Eiszeitpark“ führte zu Eingriffen in die uns vertraute und vom Menschen maßgeblich beeinflusste mitteleuropäische Kulturlandschaft. Andererseits vermittelt das Gebiet einen Eindruck vom Landschaftsbild aus der Zeit der Rentierjäger ... Informationen und Preise: Treffpunkt um 13 h am Parkplatz Eiszeitpark an der Autobahnausfahrt Engen (am P&R vorbei und noch unter der Autobahn hindurch fahren); Unkostenbeitrag: 6 €�; Dauer: ca. 2 h. Weitere Termine in der Bodenseeregion: Freitag, 10. Juni 2011: Donaueschingen – Geologischer Garten beim Bahnhof Samstag, 02. Juli 2011: Bregenz – Geowanderung vom Pfänder zum Bodensee Sonntag, 03. Juli 2011: Dornbirn – Erlebniswanderung Rappenlochschlucht Anmeldungen zu allen Veranstaltungen: Tel. / SMS 0162-4065416 oder geotourist@aol.com Informationen zu weiteren Veranstaltungen und den Studienreisen an den Gardasee (17. – 23.09.2011) und nach Barcelona (12.–16.09.2011) finden Sie unter www.geotourist-freiburg. de oder www.vulkane-im-hegau.de


BODENSEE-MAP : AUF AMTLICHEN KARTEN GRENZENLOS RUND UM DEN BODENSEE Bodensee-Geodatenpool unter: www.bodensee-map.net Die Bodensee-Map, ein Onlinedienst der Vermessungsverwaltungen der Bodenseeländer, bietet über alle Ländergrenzen hinweg genaue amtliche Karten unter www.bodensee-map.net an. Der kostenlose Service ist das Ergebnis eines von der EU geförderten Gemeinschaftsprojektes „Bodensee-Geodatenpool“ der Partnerländer Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und der Schweiz. Das Bereitstellen der Daten erfolgt durch die Zentrale Vertriebsstelle beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) „aus einer Hand“. Die Bodensee-Map lohnt einen Besuch im Internet. Anstatt wie bisher auf die unterschiedlichen Karten der vier Vermessungsverwaltungen zurückgreifen zu müssen, steht mit der Bodensee-Map eine einheitliche, grenzübergreifende topographische Karte im Maßstab 1 : 50 000 zur Verfügung. Sie umfasst das ganze Bodenseegebiet und wird in einem homogenen, nahtlosen digitalen Kartenbild über die Grenzen der drei Anliegerstaaten hinweg für ein rd. 18.000 km2 großes Gebiet angeboten. Wanderer, Radfahrer und Naturfreunde können auf der detaillierten Karte interessante Ziele für ihre Tour rund um den Bodensee entdecken und ihre Route bequem schon von zu Hause aus planen. Durch Eingabe des gewünschten Ortes, Berges, Gewässers oder der Insel gelangt man punktgenau zum gewünschten Ziel. Der gewählte Kartenausschnitt kann mit Symbolen versehen und per E-Mail versandt werden. Weiter enthält die Bodensee-Map ein farbiges Geländerelief, in dem sich das 250 m tiefe Bodenseebecken deutlich abhebt. Fachanwender können das zugrundeliegende digitale Geländemodell für Analysen und Darstellungen mit Bezug zu Klima, Wasser, Sonneneinstrahlung, Boden und Relief nutzen. Trotz all dieser technischen Raffinessen und Möglichkeiten planen, wandern und radeln Natur- und Kulturliebhaber auch heutzutage noch gerne mit Karten aus Papier. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) entwickelt seine Karten nach spezifischen Bedürfnissen kontinuierlich fort und hält sie in hoher Qualität aktuell. In den beiden Wanderkarten „Westlicher Bodensee“ und „Hegau“ im gut lesbaren Maßstab 1:35 000 laden verschiedene, ausführlich beschriebene Wander-

vorschläge dazu ein, den westlichen Bodensee und den Hegau zu erkunden. Die gemeinsame Herausgabe mit dem Schwarzwaldverein stellt die Aktualität und Vollständigkeit der Wanderwege aus „erster Hand“ sicher, ein großes Plus der LGL-Karten. Viele Wanderer greifen auch deshalb gerne auf die „grünen LGLWanderkarten“ zurück, weil sie die Markierung der Wegweiserstandorte enthalten und das örtliche Wegenetz komplett darstellen. Die Landkreiskarte „Konstanz“ im Maßstab 1:50.000 deckt das Gebiet des westlichen Bodensees, den Hegau und die angrenzende Schweiz ab. Ihr besonderes Augenmerk ist auf das Radfahren am Bodensee gerichtet. 12 ausgewählte Erlebnistouren mit Kurzbeschreibungen greifen landschaftsprägende Themen wie Gärten, Literatur, Obst- und Gemüsebau oder naturkundliche Besonderheiten auf. Die vorgeschlagenen Erlebnistouren führen auch in der angrenzenden Schweiz weiter. Die Karte unterscheidet grafisch zwischen befestigten und unbefestigten Wegen und eignet sich dadurch auch für Rennradfahrer und Inlineskater. Die Landkreiskarte bietet Kanufahrern und Paddlern Routen im Untersee und Überlinger See an. Dabei informiert sie auch darüber, wo Kanus verliehen und wo sie zu Wasser gelassen werden können. Die beliebten Freizeitkarten „Westlicher Bodensee“ und „Östlicher Bodensee“ im Maßstab 1:50 000 runden das Angebot ab. In diesen Karten finden Sie Anregungen für Ausflüge, Wanderungen und Radtouren. Mit den Innenstadtplänen von Überlingen, Meersburg und Konstanz können Sie nicht fehl gehen. Mit der Radkarte „Bodensee“ im Maßstab 1:75 000 endet die Präsentation der Produkte rund um den Bodensee. Diese Ausgabe deckt den gesamten Bodenseeraum ab und enthält Fahrradwege von Donaueschingen bis Leutkirch, von Eglisau (CH) bis Bregenz. Steigungsangaben und ein engmaschiges „GPS“-Gitternetz erleichtern Ihnen die Planung Ihrer Fahrradstrecken. Informationen zum Bodensee-Geodatenpool finden Sie unter www.bodenseegeodatenpool.net. Alle Karten sind beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Stuttgart, Büchsenstraße 54 und im Buchhandel erhältlich. Falls Sie sich auch für andere Regionen interessieren: Unter www.lgl-bw.de können Sie sich einen Überblick über die gesamte Produktreihe verschaffen.

Aus Hegauer Streuobst fruchtig frische ch vielfaGDL iert präm

Obstsäfte

Hegauer Süßmostkelterei Wilhelm Auer 78259 Mühlhausen/Hegau, Tel. 07733/8877 Abholung: Mo. – Fr. 8 – 12 Uhr und 13 – 18 Uhr, Sa. 8 – 12 Uhr Oder fragen Sie Ihren Getränkehändler. FREIZEIT : SEEHAS-MAGAZIN 19


KLEIN ABER FEIN : DER PLÄTTLI-ZOO

MONTI 2011 : EN BLOC!

Der familienfreundliche Tierpark in Frauenfeld

Circus Monti verzaubert und begeistert

Klein aber fein und mit viel Charme, so präsentiert sich der familienfreundliche Plättli-Zoo auf der Anhöhe von Frauenfeld gelegene Tierpark. Er beherbergt die verschiedensten Tierarten. Löwen, Pumas, Schimpansen, Berberaffen, auch Papageien, Eulen, Waschbären, Kamele uvm leben in dem Zoo. Vor allem bei Kinder beliebt ist der Streichelzoo, der Grill- und der Spielplatz. Zudem lädt das gemütliche Restaurant mit dem neuen Panorama-Saal und super Gartenterrasse zum Verweilen ein. Der Plättli-Zoo ist für Rollstuhlfahrer geeignet,. Plättli-Zoo AG, Hertenstrasse 41, CH-8500 Frauenfeld Tel.0041 (0)52 720 81 91, www.plaettli-zoo.ch, E-Mail: info@plaettli-zoo.ch

Akrobatische Leckerbissen, eine berührende, herzerwärmende Geschichte und eine eigens konstruierte, urbane Kulisse sorgen für ein unvergessliches, ganzheitliches Circuserlebnis. Die Artisten bewegen sich spielend, jonglierend, fahrend und fliegend durch pulsierende Straßenwelten, vorbei an überraschenden Nachbarn und in den vertrauten vier Wänden. Monti-Programme sind ein harmonisches Gesamtkunstwerk aus artistischem Spektakel, visueller Inszenierung und musikalischem Genuss. Nicht umsonst gilt Monti als außergewöhnlicher Circus... Im Juni gastiert Circus Monti in Winterthur – Teuchelweiher Donnerstag, 9. Juni | 15.00 Uhr Freitag, 10. Juni | 20.15 Uhr Samstag, 11. Juni | 15.00 & 20.15 Uhr Sonntag, 12. Juni | 15.00 Uhr Pfingstmontag, 13. Juni | 15.00 Uhr

Neuhausen – Burgunwiese Freitag, 17. Juni | 20.15 Uhr Samstag, 18. Juni | 15.00 & 20.15 Uhr Sonntag, 19. Juni | 15.00 Uhr

Vorverkauf: Tel. 0041/56/622 11 22, www.circus-monti.ch oder Circuskasse In der neuen Circus Monti Show zu bewundern. Bilder oben und links: Mick Holsbecke. Bild rechts: Marie Eve Dicaire.

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ULRIKA-FAMILIENTAG : KLOSTER HEGNE

ICH GEH HIN : KOMMST DU MIT ?

Eingeladen sind alle, die dazu Lust haben

750 Jahre Blumberg In diesem Jahr steht ein ganz besonderes Jubiläum an. Vom 1. – 4. Juli 2011 feiert die Stadt Blumberg ihre 750-Jahrfeier. Programm zum Jubiläum: 28. Juni - 4. Juli: Fotoausstellung zum Doggererzbergbau in der Stadthalle 1. Juli: „Dr. Quincy & His Lemon Shakers“ im Festzelt und Höhen-Feuerwerk 2. - 3. Juli.: Großes Jubiläumsfest: Festplatz mit Festzelt in Blumberg auf dem Lauffenmühle-Areal - SWR1-Party mit der SWR-Band - Blumberger Chöre - Konzert der örtlichen Musikkapellen - Gewerbeschau - Naturparkmarkt - Energietag bei der esb - Mittelaltermarkt an der Stadthalle - Historische Löschvorführung - Festumzug durch die Stadt - Galakonzert mit der Stadtkapelle Blumberg 4. Juli: Handwerkervesper mit Jugendmusik und Seniorennachmittag zum Abschluss im Festzelt. Feiern Sie mit – Die Stadt Blumberg freut sich auf Ihren Besuch!

Am Sonntag, 26. Juni 2011, lädt das Kloster Hegne zum Ulrika – Familientag ein. Er wird in diesem Jahr in zeitlich etwas gekürzter Form veranstaltet. Beginn ist um 10.30 Uhr mit gemeinsamem Singen und Morgenlob. Im weiteren Verlauf des Tages bieten Interessenkreise die Möglichkeit zu Begegnung und Austausch, Singen und Tanzen, Bibelarbeit und Gebet und zur Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Lebensfragen. Kinder jeden Alters werden während der Zeit dieser thematischen Angebote betreut und kindgemäß beschäftigt. Die jugendlichen Gäste erwartet ein ganz spezielles Angebot unter dem Motto „God is online“. Nach der Mittagspause können sich die Kinder mit Rollenrutsche, Schminken und Seifenblasen vergnügen; für die Schulkinder ist eine Kloster-Rallye vorbereitet. Die Bastelstraße entfällt in diesem Jahr. Mit der Eucharistiefeier um 15.00 Uhr wird der Tag abgeschlossen. Alle, die dazu Lust haben - Jugendliche, Familien, Alleinstehende – sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Familientag ist ein kostenfreies Angebot und findet bei jeder Witterung statt. Proviant kann mitgebracht werden. Getränke, Kuchen und Wurst mit Wecken werden vor Ort angeboten.

Die Liveband Dr. Quincy & His Lemon Shakes spielt Rock‘n‘RollSongs und Schnulzen der 50er und 60er Jahre

Tagesprogramm bei: Haus Ulrika, Konradistraße 12, 78476 Allensbach-Hegne, Tel. 07533/807-700, Mail: haus.ulrika@kloster-hegne.de, www.kloster-hegne.de

Mit dem Seehas zur Sauschwänzlebahn nach Blumberg-Zollhaus am Samstag und Sonntag: Konstanz ab 12.22 Uhr, Radolfzell ab 12.47 Uhr, Singen ab 12.58 Uhr, Engen an 13.11 Uhr. Mit dem RE 5184 nach Immendingen, Engen ab 13.14 Uhr, Immendingen an 13.28 Uhr. Mit der Hohenzollerische Landesbahn 88069 (HzL) nach Blumberg-Zollhaus. Immendingen ab 13.37 Uhr, Blumberg-Zollhaus an 13.58 Uhr. 14.05 Uhr Abfahrt der Sauschwänzlebahn in Blumberg-Zollhaus. Und zurück: Blumberg-Zollhaus ab 17.56 Uhr (HzL 88124), Immendingen an 17.18 Uhr, Immendingen ab 17.34 Uhr (RE 3217) Tuttlingen an 17,41 Uhr. Tuttlingen ab 18.14 Uhr (RE 81443), Engen an 18.30 Uhr, Singen an 18.40 Uhr und dann weiter mit dem RE oder dem Seehas.

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DIE RÖMERSTRASSE : NECKAR-ALB-AARE Entlang von 400 km Strecke wird die Geschichte der Römer lebendig Zu einer faszinierenden Entdeckungsreise auf den Spuren der Antike lädt die Römerstraße Neckar-Alb-Aare ein, die einst die wichtigsten Stationen der Provinz Obergermanien miteinander verband. Auf der ca. 400 km langen Route entlang alter römischer Straßen zwischen Schwäbischer Alb und Neckar bis zum Hochrhein und zur Aare lassen sich auch heute noch spannende Einblicke in das Leben jener Zeit gewinnen. Ob Kastell, dörfliche Siedlung oder Stadt - authentische Zeugnisse der römischen Besiedlungsgeschichte sind in breiter Vielfalt entlang der Römerstraße NeckarAlb-Aare zu besichtigen. Dank der umfangreichen Ausgrabungen, Denkmäler, Freilichtmuseen und regelmäßiger „Römerfeste“ entlang der Strecke wird die Geschichte der Römer lebendig! Ganz aktuell steht jetzt zur Römerstraße auch eine App für iPhone kostenlos zum Download bereit. Details unter: http://app.roemerstrasse.net. Informationen: Römerstraße Neckar-Alb-Aare, Geschäftsstelle Postfach 1753, D-78617 Rottweil Tel. +49 741 494 303, info@roemerstrasse.net, www.roemerstrasse.net

Bild links: Ein gut erhaltenes Stück Römerstraße.

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Bild rechts: Gut gerüstet – so haben die römischen Legionäre einst ausgesehen.

DOMINIKANERMUSEUM ROTTWEIL : DREI EPOCHEN. EIN ORT Römisches Rottweil - Sakrale Kunst des Mittelalters - Kunst Raum Rottweil Das Rottweiler Dominikanermuseum besteht aus den drei Abteilungen römisches rottweil - arae flaviae (Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg), sakrale kunst des mittelalters - sammlung dursch (Zweigmuseum des Landesmuseums Württemberg) und kunst raum rottweil – museum der gegenwart. Ab dem 9. Juli ist die Römerabteilung neu konzipiert wieder geöffnet und zeigt landesweite Besonderheiten wie das Orpheusmosaik oder eine hölzerne Schreibtafel mit Nennung der Stadt als municipium vom 4. August des Jahres 186 n.Chr., die Rottweil als älteste Stadt des Landes ausweist. Die neue Dauerausstellung führt die Besucher an diesem Tag durch die römische Stadt Rottweil, beginnend morgens auf dem Forum, über verschiedene Stationen in der Stadt, zum Theater, ins Bad, auf den Friedhof und schließlich am Abend zum Essen beim Orpheusmosaik. An einigen Stellen gibt es auch Stationen zum mitmachen wie zum Beispiel eine Reiterausrüstung und Kleider oder eine Hörstation zu Orpheus. Im kunst raum rottweil ist bis 28.08. die Ausstellung „Kunst im Kreis – Konvergenzen und Kontraste“ zu sehen. Ab 18.09. wird „Schwarzwald – zwischen Idylle und Provinzialität“ gezeigt. In allen drei Abteilungen finden abwechselnd jeweils am dritten Sonntag im Monat Führungen statt. Zur Eröffnung am 9. und 10. Juli werden Führungen und Kinderprogramm angeboten. Außerdem lohnt sich auch ein Besuch der konservierten Mauern des Römerbades oder des Hypocaustums unter St. Pelagius.

Informationen: Dominikanermuseum Rottweil Kriegsdamm 4, 78617 Rottweil Telefon 0741/7662, Telefax 0741/7862 dominikanermuseum@rottweil.de www.dominikanermuseum.de Bild Schreibtafel: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Bild Orpheusmosaik: Dominikanermuseum Rottweil. www.rottweil.de

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AUFBRUCH KUNST : MENSCH UND TIER IN DER EISZEIT Die ältesten Kunstwerke der Menschheit jetzt im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz

Sonderausstellung AUFBRUCH KUNST - Mensch und Tier in der Eiszeit. Eröffnung am 2. Juni 2011. Die ältesten Kunstwerke der Menschheit aus den Höhlen der Schwäbischen Alb sind nun im Archäologischen Landesmuseum (ALM) als zentrale Objekte der neuen Sonderausstellung zu bewundern! Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so zahlreiche und frühe Zeugnisse menschlichen Kunstschaffens. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass in Baden-Württemberg die Wiege der Kunst liegt. Vor mehr als 40 000 Jahren brach der homo sapiens sapiens aus Afrika auf und eroberte den euroasiatischen Kontinent. Sie trafen dort auf gewöhnungsbedürftige klimatische Verhältnisse und völlig andere Lebensbedingungen, die für sie eine große Herausforderung darstellten. War diese Auseinandersetzung mit einer neuen Umwelt der Auslöser für das erste Kunstschaffen der Menschheit, dessen älteste Zeugnisse in den Höhlen der Schwäbischen Alb gefunden wurden? Tiere spielten im täglichen Leben eine herausragende Rolle, waren sie doch Grundvoraussetzung für das Überleben für die Sammler und Jäger der Eiszeit. Mammut, Pferde, Rentiere, Höhlenbären, fast alles wurde gejagt und verspeist, aus ihren Fellen wurden Zelte und Bekleidung sowie aus Geweih und Knochen Arbeitsgeräte angefertigt. In der Ausstellung wird gezeigt, wie der Mensch mit erstaunlichem Erfindungsreichtum und hoher Widerstandsfähigkeit in den Höhlen und Tundren vor den Gletschern das Leben meisterte. Die Tierwelt stellte neben ihrer Rolle als Lebensgrundlage aber auch den Ursprung der aufkeimenden künstlerischen Auseinandersetzung dar. Die in der Ausstellung eindrucksvoll präsentierten Originalfunde wie das Mammut und der Löwe vom Vogelherd veranschaulichen, dass in der Kunst die reale Natur zum Vorbild genommen wurde. Faszinierend ist die Ausdruckskraft der meist kleinen Figuren aus Knochen oder Mammutelfenbein, der man sich bis heute kaum entziehen kann. Dabei wurden nicht nur große und gefährliche Tiere dargestellt sondern auch kleine, unscheinbare wie Fisch und Vogel, fanden ihren Niederschlag im künstlerische Schaffen. Der Menschen selbst rückte aber auch in das Zentrum der Betrachtung. Eindrucksvoll zeigt dies die Venus vom Hohle Fels – die älteste Darstellung eines Menschen überhaupt, die gleichfalls im Original im ALM gezeigt wird. Mischwesen aus Mensch und Tier wie die sogenannten „Löwenmenschen“, eröffnen einen Blick in die transzendentale-schamanistisch geprägte Vorstellungswelt der Eiszeitmenschen, die trotz oder gerade wegen des harten Lebens am Rande der Gletscher Kunstwerke schufen, die von ihrer Strahlkraft und Faszination über die Jahrtausende nichts verloren haben. Die Ausstellung ist geöffnet vom 2. Juni bis 23. Oktober von Di - So, 10 - 18 Uhr. Jeden ersten Samstag im Monat ist der Eintritt ins Museum inkl. Sonderausstellung frei. Jeden Sonntag gibt es um 11 Uhr und um 15 Uhr öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung. Sommerfest im ALM: Von Menschen, Mammuts und Pferden am 24.07.2011, 10-18 Uhr, Eintritt frei. Für Kinder gibt es ein ganz besonderes Programm: sie können sich als kleine Eiszeit-Künstler betätigen oder die Speerschleuder, eine typische Jagdwaffe der Eiszeit, ausprobieren.

Öffnungszeiten des ALM: Dienstag bis Sonntag: jeweils 10 - 18 Uhr Montag geschlossen Eintritt: 4,- €, ermäßigt: 3,- €� Kinder von 6 - 14 J.: 0,50 €, Familienpreis: 8,- € Schulklassen: 0,50 € pro Schüler Eintritt für bis zu 2 Begleitpersonen von Schulklassen frei Jeden 1. Samstag im Monat Eintritt im ges. Haus frei Bei Sonderausstellungen gelten spezielle Eintrittspreise. Jahreskarte (inkl. Sonderausstellung) Einzelperson: 15,- €, Einzelperson ermäßigt: 12,- € Familie: 30,- € Freier Eintritt mit der Bodensee-Erlebniskarte. www.konstanz.alm-bw.de


GLAUBENSSACHEN : KULT UND KUNST DER BRONZEZEIT PR-Inserat

Vorstellungs- und Glaubenswelten, Mythen und Gestalten im Federseemuseum Bad Buchau. Die neue Sonderausstellung beleuchtet in einer ungewöhnlichen Präsentation Kult und Kunst der Bronzezeit. Neben herausragenden Ausstellungsexponaten, die in dieser Zusammenstellung erstmals in Deutschland zusammen geführt wurden, ist die inhaltliche Weite der Ausstellung bemerkenswert. Der Fokus richtet sich nicht nur auf Alteuropa und bemerkenswerte Fundstücke vom Federsee – er bezieht in gleichem Maße Vorstellungs- und Glaubenswelten, Mythen und Gestalten des östlichen Mittelmeerraumes und des Vorderen Orients mit ein; niedergeschrieben an Wänden von Sargkammern, an Felsheiligtümern oder im Alten Testament. Als wäre Europa in Bewegung geraten – so schlagartig ändern sich ab 1500 v.Chr. die künstlerisch-kulturellen Äußerungen von Spanien bis nach Dänemark, von Ungarn bis nach Irland: Lebendige Szenen, in Fels geschlagen oder in Bronze gearbeitet; prachtvolle Gaben an die Götter – niedergelegt in Mooren und Flüssen, vergraben an Hängen und in Höhlen; Altäre, die den Himmel berühren; gemeindliche Festplätze an

Brandopferplätzen; mystische Zeichen und Symbole; Priesterhüte und Götterkronen oder klangvolles, liturgisches Gerät – dies alles kennzeichnet Kult und Kunst zur Bronzezeit. Die archäologische Schau wird von Bildhauer Gerold Jäggle mit eigenen zeitgenössischen Bronzeskulpturen begleitet. Begleitprogramm: Kunst und Kult im Dialog (14 Uhr) 2. Juni und 3. Juli. Thementage (10 - 18 Uhr) 19. Juni Kopfkult und Menschenopfer der Bronzezeit, 23. Juni Ein Himmel aus Bronze, 3. Juli und 21. Aug. Heilige Gefäße. Führungen (14 Uhr) 2. Juni, 26. Juni, 3. Juli, 24. Juli, 28. Aug., 25. Sept., 30. Okt. Archäotheater (Premiere 23. Juni um 19 Uhr) „Sonnenfänger – als die Zeit verloren ging“. Ein archäologisches Schauspiel mit Kindern und Jugendlichen. Weitere Vorstellungen: 26. Juni, 24. Juli, 25. September und 30. Oktober, jeweils um 15 Uhr. Federseemuseum Bad Buchau täglich geöffnet 10-18 Uhr August-Gröber-Platz, 88422 Bad Buchau Tel: +49 (0) 7582 / 83 50 www.federseemuseum.de Bild links: Szene aus dem ArchäoTheater „Sonnenfänger - als die Zeit verloren ging“ Bild rechts: Tönerner Wagen aus Dupljaja (Serbien) mit Speichenrädern. Ein Priester(?) oder Gott(?) wird hier von Entenvögeln gezogen, die in der späten Bronzezeit als göttliche Boten einen hohen Zuspruch erfuhren.

EIN FEINER FÜRST : IN EINER RAUEN ZEIT Der Konstanzer Bischof Hugo von Hohenlandenberg

Bilder vlnr: Das Schloss Hegi — Stammsitz der Herren von Hohenlandenberg (Foto pn) Portrait Bischof Hugos 1502 (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) Wappen des Bischofs am Gredhaus in Meersburg, 1505 (Foto pn)

Zu den bekanntesten und vielleicht auch bedeutendsten Bischöfen von Konstanz zählt Hugo von Hohenlandenberg, der dem Bistum von 1496 bis zu seinem Tod 1532 vorstand. Geboren im Schloss Hegi bei Winterthur, steht Hugo für einen Geistlichen, der die Zeit des Umbruchs vom Mittelalter in die Frühe Neuzeit miterlebte. Seine Amtszeit ist geprägt von der Glaubensspaltung, aber auch von der kulturellen Blüte zwischen Spätgotik und Renaissance. Von Geburt ein «Schweizer», stand Hugo von Hohenlandenberg Kaiser Maximilian nahe. Seine Person lebt vor allem über die Kunst und Architektur weiter, stiftete doch der Bischof Altäre und Wappenscheiben, gab prachtvolle Kirchenbücher in Auftrag und ließ Gotteshäuser und Schlösser bauen. Ein Konstanzer Chronist würdigte denn auch Hugo als «feinen Fürsten», der trotz schweren Zeiten das Bistum gut verwaltet habe.

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Als Bischof war Hugo von Hohenlandenberg geistliche und weltliche Autorität zugleich. Er stand der wohl größten Diözese auf deutschem Boden vor, die von Stuttgart zu den Alpen reichte. Seine Herrschaft stützte sich aber auch auf Burgen und Kleinstädte wie Arbon, Meersburg, Markdorf, Gaienhofen oder Kaiserstuhl ab, die am Bodensee und Hochrhein lagen. Auf dem Papier eine eindrückliche Herrschaft, besaß der Bischof von Konstanz in Wirklichkeit aber nur eingeschränkte Machtmittel und war unter den deutschen Bischöfen eine eher schwache Figur. Dieser Schwäche steht ein fürstliches Selbstverständnis gegenüber, das sich in der Zusammenarbeit mit wichtigen Künstlern der Zeit äussert. Hugo ist nicht zuletzt als Kunstmäzen und Bauherr in Erinnerung geblieben. Auf ihn geht den Umbau von Arbon und Meersburg zu Residenzen zurück, ihm verdanken Hegi bei Winterthur, Stammsitz der Hohenlandenberg, seine spätgotische Innenausstattung und die nahe gelegene Kirche Wiesendangen ihre reiche Ausmalung. Ein Bischof, der Kunstliebhaber war und Krisen erlebte, ist Hugo für den Bodensee nicht zuletzt deshalb von Bedeutung, weil er – die Reformation vor Augen – den Sitz des Bistums 1526 nach Meersburg verlegte. Peter Niederhäuser Weiterführende Literatur: Ein feiner Fürst in einer rauen Zeit. Der Konstanzer Bischof Hugo von Hohenlandenberg, hg. von Peter Niederhäuser, 216 Seiten mit rund 115 Abbildungen, Chronos Verlag Zürich, ISBN 978-3-0340-1081-8, 28 € / 38 CHF Ausstellung: Eine Sonderaustellung im Schloss Hegi bei Winterthur stellt bis zum 9. Oktober 2011 den Bischof und «sein» Schloss ausführlicher vor, geht doch ein schöner Teil der spätgotischen Innenräume auf den Bischof und seinen Bruder zurück. Weitere Informationen: www.schlosshegi.ch


Robert Gordian ABGRÜNDE DER MACHT Otto der Große ist eine der bedeutensten Herrscherfiguren der deutschen Geschichte. Der Roman von Robert Gordian erzählt mit genauer Kenntnis die ersten Regierungsjahre des zukünftigen Kaisers. Umgeben von Feinden, selbst von der Mutter und seinen Geschwistern verraten, setzt er sich ohne Skrupel durch und schafft die Grundlagen des Reichs. Es ist der Roman eines Ruhelosen, der nur in der Liebe zu Editha, seiner englischen Gattin, Momente des Glücks erfährt. Philipp von Zabern Verlag ISBN 978-3-8053-4316-9, € 19,90 Frans Pollux TAGE DER FLUT Während einer Party mit ungeliebten Kollegen muss Syris, ein dienstbeflissener Steuerfahnder der europäischen Freihandelszone, miterleben, wie eine gewaltige Sintflut binnen Minuten alles Land unter Wasser setzt. Nur in höchster Not kann er sich retten – in einem Schlauchboot, zusammen mit zwei anderen. Als er endlich einsieht, dass auf Hilfe nicht zu hoffen ist, muss er sich plötzlich der Frage stellen, was seine Rolle ist in einem Komplott von weltzerstörerischem Ausmaß. Mit leichter Hand, bitterbösem Witz und der literarischen Wucht eines Visionärs zeigt Frans Pollux die wahren Dämonen unserer Zukunft. Aufbau Verlag ISBN 978-3-35103339-2, € 19,95 Geri Winkler SIEBEN WELTEN Reisen, fremde Völker, die Urwälder, Wüsten, Meere und Berge der Welt erkunden - das war sein Lebenstraum. Als Extrembergsteiger hat sich Geri Winkler dabei nie verstanden, er war ein Weltenbummler, ein Abenteurer. Bis 1984 die Diagnose Diabetes kam und damit der ärztliche Rat, Reiseabenteuer und Gipfelziele für immer zu vergessen. Geri Winkler fand die Kraft, seine Träume weiterhin zu leben. Auch als Diabetiker. Auch nach der Diagnose Krebs im Jahr 2004. Was folgt, sind die intensivsten Jahre seines Lebens. Tyrolia Verlag ISBN 978-3-7022-3120-0, € 24,95 Sonja Liebsch / Nives Mestrovic MUTTERTIER @n RABENMUTTER Zehn Jahre haben Maxi und Hanna nichts mehr voneinander gehört. Dabei waren sie bis zu Maxis Hochzeit beste Freundinnen. Damals hatte ein Tsunami in weiß für die Funkstille gesorgt. Beim Surfen im Internet treffen sie sich wieder. Ein paar E-Mails später stellen Maxi und Hanna fest, dass sie wieder einiges gemeinsam haben: Einen ganzen Stall voller Blagen, Dauerstress im Alltag und keine Aussicht auf ein geregeltes Einkommen. Gmeiner Verlag ISBN 978-3-8392-1150-2, € 9,90

Berg Christoph KORSIKA MM-WANDERN Die Mittelmeerbergstation in 35 Einzeltouren! Das korsische Gebirge und die grünen Nadel- und Kastanienwälder können glücklicherweise auch an einem Tag entdeckt werden. Die 35 Vorschläge von Christoph Berg reichen vom gemütlichen Familienspaziergang bis zur anspruchsvollen Gipfelbesteigung auf fast 3.000 m. Strandwanderungen gehören ebenso dazu wie die Besteigung des höchsten Inselbergs Monte Cinto. Die Routen führen zu geheimnisvollen Geisterorten, spektakulären Wasserfällen, glasklaren Bergseen, vorbei an erfrischenden Badegumpen, durch tiefe Schluchten und liebliche Täler, über Schneefelder und schmale Grate. Und mit etwas Glück begegnet man sogar wilden Pferden und Bergziegen. Michael Müller Verlag SBN 978-3-89953-512-9, € 14,90 Schmid Marcus X. KORSIKA Kaum ein Reiseziel präsentiert sich so vielschichtig wie die französische Mittelmeerinsel, die ganz zu Recht auch »Insel der Schönheit« genannt wird. Der Norden besticht durch seine raue Landschaft und die genuesisch geprägte Inselhauptstadt Bastia, der flachere Osten glänzt mit unzähligen Sandstränden. Im Westen erwartet den Urlauber eine zerklüftete Küste mit traumhaften Badebuchten, im Süden thront hoch über dem Meer auf einem Kreidefelsen Bonifacio, die wohl imposantesten Stadtanlage der ganzen Insel, und das Inselinnere wartet mit abgeschiedenen Hochtälern und gewaltigen Gebirgsformationen auf. Michael Müller Verlag ISBN 978-3-89953-614-0, € 19,90 Börjes, Irene TENERIFFA Ein Spaziergang über den Wolken ganz allein inmitten von 1000 Blüten oder lieber ein erfrischendes Bad im schäumenden Atlantik gefällig? Die größte Kanareninsel ist ein Reiseziel voller Gegensätze: Zum einen gibt es die Badeinsel mit geschützten, feinsandigen Felsbuchten, ganzjährig angenehmen Wassertemperaturen und pulsierenden touristischen Zentren mit ausgebauter Infrastruktur. Zum anderen das Wanderparadies mit zerklüfteten Bergketten, tiefen Schluchten und unzähligen Tälern, die sich von den Bergen rund um die Insel zum Meer hinziehen. Außerdem findet der Reisende hier jede Menge stille Ecken und kleine Orte, wo man in unscheinbaren Lokalen noch die deftige einheimische Küche genießen kann. Irene Börjes – seit Jahren als Tourenbegleiterin auf den Kanaren tätig – lässt in ihrem Buch keine Facette der vielschichtigen Urlaubsinsel unberücksichtigt. Michael Müller Verlag ISBN 978-3-89953-645-4, € 17,90

Bussmann Michael / Tröger Gabriele WESTBÖHMEN & BÄDERDREIECK Karlsbad, Marienbad, Franzensbad Literaten wie Goethe oder Gogol, Komponisten wie Dvorcák oder Strauß, gekrönte Häupter wie Napoleon III. oder Kaiser Franz Josef I. – die gesamte Hautevolee Europas zog es einst in die böhmischen Kurorte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. Heute, mehr als ein Jahrzehnt nach dem Ende des Sozialismus, beginnen die Bäder wieder an die alte Zeit anzuknüpfen, und die prachtvollen, von weiten Parkanlagen umgebenen Kurhäuser erstrahlen in neuem Glanz. Westböhmen hat aber noch weit mehr zu bieten als nur das Bäderdreieck. Die Region lockt mit der Studentenstadt Pilsen, zugleich berühmt für das wohl beste Bier der Welt, mit geschichtsträchtigen Klöstern, geheimnisvollen Burgruinen, unzähligen Schlössern und romantischen Flusstälern. Michael Müller Verlag ISBN 978-3-89953-653-9, € 15,90 Bussmann Michael / Tröger Gabriele ISTANBUL MM-City Zahllose bauliche Sehenswürdigkeiten dokumentieren die einzigartige Geschichte Istanbuls (Konstantinopels) am weltpolitischen Schnittpunkt zwischen christlicher und islamischer Kultur. Allen voran die berühmte Hagia Sophia, einst christliche Basilika, dann Moschee und seit 1932 eindrucksvolles Museum. Und gleich gegenüber die Blaue Moschee, eines der bedeutendsten Bauwerke islamischer Architektur. Heute ist die 11-MillionenStadt das wirtschaftliche und kulturelle Herz des Landes, in dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen. Man taucht ein in Märkte und Basare, wo die Zeit stehen geblieben scheint, und findet sich abends unversehens in trendigen Szeneclubs und eleganten Restaurants wieder. Michael Müller Verlag SBN 978-3-89953-610-2, € 14,90 Aurel Schmidt DIE ALPEN In seinem neuen Buch über die Alpen zeigt Schmidt auf, wie sehr das Gebirgsmassiv im Zentrum Europas die Menschen und ihr Denken geprägt und ein Bild der Schweiz mitgeschaffen haben, das mit seinen föderalistischen Strukturen, der Bedeutung seiner Talschaften und den Einflüssen von Klima und Natur noch heute vieles verständlich macht, was auf den ersten Blick als sperrig und unzeitgemäss erscheinen mag. Schmidt entwirft in seinem Alpen-Buch ein großartiges Kapitel der europäischen Geistesgeschichte und spannt dabei den Bogen von der Mythologie, der frühen Alpen-Entdeckung, über den beginnenden Tourismus bis zur systematischen Erschließung, Möblierung und Ökonomisierung der Bergwelt. Huber Verlag ISBN 978-3-7193-1556-6, € 29,90

Jean-Pierre Wybauw PRALINEN Ganache-Pralinen, Trüffel, Likörpralinen, Formpralinen, Nusspralinen. Das Spektrum des Genusses ist sehr vielfältig und kaum ein Fachmann kennt es besser als Jean-Pierre Wybauw. In seinem neuen Buch Pralinen hat er 60 neue Rezepte für Spezialitäten wie Pistazien-Würfel, Honig-Ganache mit Anis, Erdbeer-Zimt-Duo und AprikosenBasilikum-Trüffel zusammengefasst, die das Herz eines jeden Pralinenliebhabers höher schlagen lassen. Fachwissen zu Zutaten wie Zucker und Fett, zu Techniken und zu Grundrezepten macht dieses Buch zu einer Ideenfundgrube, aber auch zu einem Nachschlagewerk für Profis. Matthaes Verlag ISBN 978-3-87515-117-6, € 69,90 Annette Kretzschnar DIE WILDFRÜCHTEKÜCHE Was noch ganz selbstverständlich zu Großmutters Küche gehörte, ist heute meist in Vergessenheit geraten. Denn wer erinnert sich noch daran, dass sich aus Berberitze, Maulbeere und Sanddorn leckere Gerichte und Beilagen zubereiten lassen? Mit viel Fantasie und kulinarischem Gespür hat sich Annette Kretzschmar daher auf die Suche nach den vergessenen Früchten aus der Natur gemacht. Da gibt es kulinarische Köstlichkeiten aus Heidelbeere, Felsenbirne und Steinweichsel und faszinierende Gaumenkitzler mit Walnuss, Quitte oder Weißdorn. Annette Kretzschmar gibt außerdem umfangreiche Informationen über Aussehen, Vorkommen und Verwendung der Wildfrüchte zahlreiche leckere Rezepte und viele wunderschöne Fotos laden zum Sammeln, Nachkochen und Genießen ein. Thorbecke Verlag ISBN 978-3-7995-3568-7, € 22,90 Ghillie James MARMELADEN, GELEES & CHUTNEYS Selbermachen ist in, und die Lust auf Selbstgemachtes war noch nie so groß. Ein bewussteres Leben mit der Natur und den Jahreszeiten hat auch die Freude am Umgang mit saisonalen Produkten neu entfacht. Dieses Buch liefert viele neue kreative und innovative Ideen, um die eigene Marmelade, ein Gelee oder ein ausgefallenes Chutney herzustellen und den Geschmack von Früchten und Blütenblättern auf den Tisch zu zaubern. Das in die vier Jahres zeiten gegliederte und besonders hübsch illustrierte und ausgestattete Buch ermuntert, Obst und Gemüse immer dann in der Küche zu verwenden, wenn es am besten schmeckt, um es später, in Gläser und Flaschen abgefüllt, das ganze Jahr über genießen zu können. Edition Styria Verlag ISBN 978-3-99011-027-0, € 19,95

BÜCHER : SEEHAS-MAGAZIN 25


GROSSES FEUERWERK „Seehasenfest“ im Jahr des 200. Stadtjubiläums In der Messe- und Zeppelinstadt laufen die Vorbereitungen für das „Seehasenfest“ vom 14. bis 18. Juli auf Hochtouren. Besonderheit in diesem Jahr: Es ist eingepackt in die Feierlichkeiten zum 200. Stadtjubiläum Friedrichshafens. Am letzten Wochenende vor den Sommerferien macht sich traditionell ein seltsamer Geselle auf den Weg nach Friedrichshafen: Der „Seehas“. Er entsteigt den Tiefen des Sees und wird mit Pauken und Trompeten sowie gleich mehreren Schiffen am Samstag des Festwochenendes geborgen und von zahllosen Kindern erwartet. Für sie gibt es zum Auftakt den „Hasenklee“, eine mit Süßigkeiten gefüllte bunte Tüte, bevor im Anschluss zahlreiche Fahrgeschäfte und MitmachMöglichkeiten locken. Sportliche Wettkämpfe, das Fischerstechen im Gondelhafen, das spektakuläre Feuerwerk auf dem See am Samstag und der große Festumzug, an dem sich alle Häfler Schulen am Sonntag beteiligen, sind die Höhepunkte im Reigen der Veranstaltungen. Die vielen Theateraufführungen nicht zu vergessen. Der Ablauf des „Seehasenfestes“ hat sich übrigens hat sich seit der Gründung im Jahr 1949 kaum verändert. Die Veranstaltung der Superlative hat in den über 50 Jahren ihres Bestehens nichts an Beliebtheit eingebüßt. Vom Graf-Zeppelin-Haus bis zum Hinteren Hafen warten Fahrgeschäfte, Händler und Wirte, letztere in den Uferanlagen in ihren Zelten und Lokalitäten mit viel Musik und einer Fülle von gastronomischen Spezialitäten. Siegfried Großkopf

26 SEEHAS-MAGAZIN : AUSSTELLUNGEN


90 STUNDEN PROGRAMM : DAS BURGFEST AUF DEM HOHENTWIEL Musik und Kleinkunst, enorme musikalische Bandbreite, Perlen des Kabaretts, viel Unterhaltung für die Kinder Die Stadt Singen feiert vom 15. bis 22. Juli mit der ganzen Region das 42. Hohentwielfestival. Das Herzstück der Veranstaltungswoche auf dem Hohentwiel ist traditionsgemäß das Burgfest am Sonntag, 17. Juli, von 10 bis 21 Uhr. Die Organisation des groß angelegten Kulturereignisses in freier Natur erfordert einen immensen Aufwand. Schließlich bietet es 90 Stunden Kleinkunst und Musik an nur einem Tag. Möglich wird dies durch 13 über die Festung verteilte Bühnen. Artisten, Akrobaten, Zauberer, Clowns, Kabarettisten, Theaterleute und Musiker treten auf den Plätzen und in den Gewölben der Festung auf. Für nur fünf Euro ist der Festbändel erhältlich. Sein Kauf schließt den Eintritt, die Busfahrt bis zur Hohentwiel-Domäne und das Programmheft mit ein. Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Für sie gibt es an diesem Tag auch reichlich Unterhaltung und Angebote zum Mitmachen. Das Burgfest auf dem Hohentwiel ist auch ein Fest von Bürgern für die Bürger. Ohne das Engagement von rund 180 freiwilligen Helfern wäre es in der bekannten Art schlichtweg nicht realisierbar. Zum ganz besonderen Festcharakter tragen zahlreiche Vereine bei, insbesondere die Organisationen der Singener ausländischer Herkunft. Sie sorgen nicht nur für das multikulturelle Flair, sondern auch für die internationale Bewirtung. Für das kulinarische gilt wie für das künstlerische Angebot: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei! Die meisten der Burgfest-Künstler füllen sonst alleine große Säle. Eine Vielzahl neuer Gesichter sorgt bei den Akteuren auch in diesem Jahr für frischen Wind im Programm. Markante musikalische Beispiele sind: der Auftritt des Ex-„PUR“Gründungsmitglieds Roland Bless mit Band im Rahmen seiner Tournee „Zurück zu Euch“, der Gig von Country-Lady Kim Carson und die Bühnenshow der CoverRockband „Surprise“. Die sympathische und bühnenstarke US-amerikanische Künstlerin Kim Carson kommt seit dem Jahr 2000 regelmäßig nach Europa und hat sich vor allem im Bodenseeraum einen großen Fankreis erobert. Ihr Programm ist eine Mischung aus eigenen Songs und Klassikern von den Altmeistern der Country Music. Das Publikum mag ihre herzliche Art und die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich nach einer Show unter die Gäste gesellt. Der Ex-„PUR“-Gitarrist Roland Bless wandelt nun auf Solo-Pfaden. Er hat eine verblüffend charakteristische, starke und außergewöhnliche Stimme, kann komponieren und musikalisch mitreißen. Pop-Rock mit deutschen Texten, die berühren und bewegen, ist sein Rezept. „Surprise“ ist eine der besten Cover-Rock-Bands vom Bodensee. Hits von den „Eagles“, „Led Zeppelin“, „Toto“, „Pink Floyd“, Manfred Mann und der „Little River Band“ sorgen neben den Eigenkompositionen der Band immer wieder genauso für Überraschungen wie die Klassiker von John Miles, Gary Moore, „Deep Purple“, „Genesis“, Alan Parsons und „Queen“. Ausgefeilte Arrangements, zwei erstklassige Solosänger, drei Chorstimmen, punktgenaue Grooves, große Spielfreude, Können und Authenzität kennzeichnen die Band. Das musikalische Spektrum des Burgfests ist aber noch viel weiter. Es reicht vom Jazz-Frühschoppen mit den „Dixie Ducks“ auf der Karlsbastion über indische Klassik mit dem Music Ensemble of Benares bis hin zu exzellenter böhmischmährischer Blasmusik mit der Formation „Die flotten Bergsteiger“. Das Burgfest bietet auch echte Perlen des Kabaretts. Mit von der Partie sind Uli Masuth und Ingo Börchers. Masuth kommt wie ein würdiger Herr daher, der an der Orgel zum Lobe des Herrn präludiert. Tatsächlich war er lange Zeit in seiner Heimatstadt Organist. Doch in seinem mittlerweile dritten Soloprogramm als Kabarettist – mit dem Titel „Ein Mann packt ein“ – produziert er am Piano rabenschwarze Pointen auf hohem Niveau. Die Kritik vergleicht ihn mit Werner Fink, Dieter Hildebrandt und Hanns Dieter Hüsch im Zenit ihres Schaffens. Ingo Börchers begibt sich in seinem neuen Soloprogramm unangeschnallt auf die Datenautobahn und wirft die neuen Existenzfragen auf: Ist ein Leben ohne Mausklick möglich? Was mache ich in meinem „Second Life“, wenn ich schon mit meinem ersten Leben überfordert bin? Wer sind eigentlich die vielen Leute, die sich auf „Myspace“ meine Freunde nennen? Für Börchers ist klar: „Die Welt ist eine Google“... Beste Unterhaltung für die jüngsten Besucher garantieren beim Burgfest unter anderem Zauberer Piccolo und die „Party-Knaller“ mit dem bekannten Kinderliedermacher Eddi Edler. Das Mitmach-Programm für die Kinder reicht von der Katapultschießbude bis zum lehrreichen Erlebnis mit der Naturschule „Corvus

Programm Hohentwielfestival Freitag, 15. Juli, 19.00 Uhr Whitesnake Neben den Songs von ihrem neuen Album werden auch Hits wie „Here I Go Again“, „Fool for Your Loving“, „Ain‘t No Love in The Heart of The City“ und „Is This Love“ zum Besten gegeben. Die britische HardrockBand kann als Nachfolgeband von „Deep Purple“ verstanden werden. Ausgangspunkt war das erste Soloalbum von Sänger David Coverdale aus dem Jahr 1977 mit dem Titel „Whitesnake“. Samstag, 16. Juli, 19.00 Uhr BAP – DIE KLASSIKER-TOUR „Verdamp lang her“, dass „BAP“ auf dem Hohentwiel gastierte. Das war im Sommer 2002. Jetzt kehrt die Kölner Rockgruppe zurück und präsentiert all ihre Klassiker. Montag, 18. Juli, 20.00 Uhr Der Watzmann im Original Ausverkauft!!! Freitag, 22. Juli, 19.00 Uhr „Labrassbanda Mit „LaBrassBanda“ kommt eine Band zum Hohentwielfestival in Singen, die sich aus dem reichen Fundus unterschiedlichster Genres bedient und sich mit energiegeladenen Auftritten binnen allerkürzester Zeit Kultstatus erspielte. Vorverkauf: Kultur & Tourismus Singen, Tourist Information, Marktpassage, August-Ruf-Straße 13 oder Stadthalle, Hohgarten 4, 78224 Singen, Tel. +49 (0)7731/85-262 oder - 504, ticketing.stadthalle@singen.de oder bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen

Fest-Publikum auf demKirchplatz. Dani Marcello beim Seiltanz. Die Cover Rockband Surprise. Die flotten Bergsteiger


OPEN-AIR UND KOSTENFREI ! : DEEP-PURPLE-LEGENDE JON LORD PR-Inserat

Baden-Württemberger Musiksommer in der barocken Schloss- und Klosteranlage Salem

Ein weiterer klangvoller Sommer steht Schloss Salem ins Haus! Beim „BadenWürttemberg Musiksommer in Salem“ treten von Mai bis September erstklassige Ensembles und berühmte Solisten in der barocken Schloss- und Klosteranlage auf. Einer der Höhepunkte: Am Sonntag, 19. Juni bringt Deep-Purple Legende bei der „Rock Symphony in Salem“ das Publikum zum Rocken und zum Träumen. Das Konzert findet im Schlosspark vor der Prälatur statt. Der Eintritt ist frei! Der Organist und Komponist von Deep Purple gilt als Vorreiter für die Verbindung von Klassik und Rock. Auf Schloss Salem spielt er seine Musik gemeinsam mit dem GermanPops Orchestra sowie mit Sängern und der Band der Popakademie Mannheim. Die jungen Musiker aus den Bands The Astronaut’s Eye, Marie & the redCat und Timmy Rough zählen zu den besten Pop-Performern ihrer Generation. Ein weiteres Open-Air-Highlight des Musiksommers ist das Abschlusskonzert des Bodenseefestivals, das die Südwestdeutsche Philharmonie am Pfingstmontag, Baden-Württemberg Musiksommer in Salem Violin-Recital mit Julia Fischer Donnerstag, 2. Juni, 20 Uhr, Bibliothek Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Claude Debussy, Camille Saint-Saens (im Rahmen des Bodenseefestivals) Open-Air-Konzert mit Ivo Pogorelich und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz Pfingstmontag, 13. Juni, 20 Uhr, Schlossareal Werke von Peter Tschaikowsky, Igor Strawinsky (Abschlusskonzert des Bodenseefestivals) Eintritt frei! Open-Air-Konzert „Rock meets Classic“ mit der Popakademie Mannheim und Jon Lord Sonntag, 19. Juni, 20 Uhr, Schlossareal Eintritt frei! Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim „Spanische Nacht“ Freitag, 22. Juli, 20 Uhr, Bibliothek Werke von Isaac Albéniz, Luigi Boccherini, Joaquin Turina, Enrique Granados

Mozart-Sommer Schloss Salem Leipziger Streichquarett „Eine kleine Schubertiade“ Samstag, 27. August, 20 Uhr, Bibliothek Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim Freitag, 2. September, 20 Uhr, Refektorium Werke von Franz Schubert, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven Dirigent: Georg Mais, Solistin: Byol Kang, Violine Kammerkonzert mit Sheila Arnold, Klavier Sonntag, 4. September, 20 Uhr, Bibliothek Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert

Stuttgarter Kammerorchester „Nachtmusik“ Montag, 12. September, 20 Uhr, Bibliothek Werke von Mozart bis Schönberg

Bild links: Deep-Purple Legende Jon Lord Kiel 2009, Bild: Aleksandra Prünner. Bild rechts: Die Silhouette des Salemer Open-Air.

den 13. Juni zusammen mit dem Weltpianist und Enfant Terrible der Klassikszene Ivo Pogorelich spielt. Auf dem Programm stehen die Feuervogel Suite von Igor Strawinsky und das Capriccio Italien op.45 von Peter Tschaikowsky. Eine spanischer Abend steht am Freitag, den 22. Juli auf dem Programm. Das Südwestdeutsche Kammerorchester spielt im Saal der historischen Schlossbibliothek unter anderem die „Cantos de España“ von Isaac Albéniz. Am Montag, den 12. September, lässt das Stuttgarter Kammerorchester unter dem Titel „Nachtmusik“ Werke von Mozart bis Schönberg erklingen. Information: Schloss Salem, Tel.: 07553/ 916 53 32, schloss@salem.de. Informationen, auch zu den weiteren Konzerten in Schloss Salem: www.salem.de. Salemer Münsterkonzerte „Orgel zu zwei Händen“ Sonntag, 5. Juni, 18.15 Uhr, Matthias Mück, Magdeburg, Otto Maria Krämer, Straelen Festliches Orgelkonzert zum Fronleichnamstag Donnerstag, 23. Juni, 18.15 Uhr, John Scott Whiteley, York

Internationale Salemer Orgelwochen im Münster Sonntag, 10. Juli, 18.15 Uhr, Patrick Brugger, Salem. Sonntag, 17. Juli, 18.15 Uhr, Thorsten Maus, Recklinghausen. Sonntag, 24. Juli, 18.15 Uhr, Christopher Gray, Truro. Sonntag, 31. Juli, 18.15 Uhr, Rolf Müller, Altenburg. Sonntag, 7. August, 18.15 Uhr, Johannes Trümpler, Maria Laach. Konzert der Kölner Kantorei Samstag, 10. September, 19 Uhr. Die Konzerte finden im Münster statt.

Konzert im Rahmen der Zisterziensertage Musica Mediaevalis: „Beatus Vir“. Vokalmusik der Zisterzienser während der Amtszeit von Abt Ulrich II. von Seelfingen (1282-1311) im Dialog mit zeitgenössischer Instrumentalmusik Samstag, 8. Oktober, 19.30 Uhr, Münster Vocalensemble Vox Nostra, Leitung: Burkard Wehner Andreas Behrendt, Orgel Friedemann Matzeit, Saxophon

Schloss Salem Open Airs David Garrett – Rock Symphonies Tour 2011 Mittwoch, 15. Juni, 20 Uhr Hubert von Goisern Freitag, 17. Juni, 20 Uhr Sting (mit Orchester) - „Symphonicity“-Tour 2011 Samstag, 25. Juni, 20 Uhr James Blunt Mittwoch, 29. Juni, 20 Uhr Karten unter: Tel.: 08 00 / 9 99 17 77 www.allgaeu-concerts.de www.reservix.de

Informationen und Kartenvorbestellung: Tel.: 0 75 53 / 9 16 53-32 E-Mail: dorothee. berning@ssg.bwl.de www.bodenseefestival.de www.reservix.de

KAMMERMUSIKTAGE : BERGKIRCHE BÜSINGEN 2011 Wer die Bergkirche St. Michael einmal erlebt hat, kommt wieder Einmal mehr werfen die Kammermusiktage in der nahe bei Schaffhausen gelegenen Exklave Büsingen ihre Schatten voraus. Von vielen Kammermusik-Begeisterten bereits wieder sehnlichst erwartet, bleibt das letzte Wochenende im August (26. – 28.08.) diesem hochkarätigen Kammermusik-Ereignis vorbehalten. Die Kammermusiktage Bergkirche Büsingen sind nunmehr im neunzehnten Jahr Anziehungspunkt für Kenner und Liebhaber der Kammermusik. Das Ambiente der über 1000 Jahre alten Bergkirche St. Michael, der intime Rahmen, die Nähe zu den Interpreten und eine hochkarätige Kammermusik sind Garanten für den Einmaligkeitscharakter von Büsingen. Wer Büsingen einmal erlebt hat, kommt wieder. Sei es die Musik, sei es der besondere Ort, gewiss aber die Symbiose von beidem hat Büsingen inzwischen für eine große und interessierte Fan-Gemeinde zu einem Muss im kulturellen Jahresablauf gemacht.

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Dichtgepackt finden an drei Tagen fünf Konzerte statt. Mit dem Minetti-Quartett wurden junge aufstrebende Musiker aus Österreich eingeladen, die sich international bereits einen herausragenden Ruf haben erarbeiten können. Auch die Bach �sche Solo-Suite im Nachtkonzert darf nicht fehlen, interpretiert von Helmut Menzler, dem Cellisten des Pellegrini-Quartetts. Die Kammermusiktage bieten somit am Freitag (26.08.) das Eröffnungskonzert um 20.00 Uhr, am Samstag (27.08.) das Konzert um 17.00 Uhr sowie das Nachtkonzert um 22.00 Uhr und am Sonntag (28.08.) die Matinee um 11.00 Uhr und zum Abschluss das Konzert um 17.00 Uhr. Der Kartenvorverkauf beginnt am 01. August 2011. Programme und Info bei der Geschäftsstelle des Vereins „Musikfreunde Bergkirche Büsingen e.V.“, Büsingerstr. 1, D-78262 Gailingen, Tel. +49-(0)7734-97191, Fax +49-(0)7734-97190, kammermusiktage@t-online.de, www.kammermusiktage.de.


DER NEUE KULTURSOMMER : SINGEN

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Open Air mit „Zauberflöte“ und „ABBA“-Party KUNST DER BEWEGUNG, PANTOMIME EXPRESSION CORPORELLE KÖRPERSPRACHE - BEWEGUNGSTHEATER KÖRPER - AUSDRUCK - SPRACHE

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Unter dem Titel „Singener Kultursommer“ präsentiert die Konstanzer Konzertagentur KOKO & DTK Entertainment auf dem Singener Rathausplatz am Freitag, 26. August, um 20 Uhr die Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ sowie am Samstag, 27. August, um 20 Uhr die „ABBA-Night“ mit Live-Musik und allen Hits der schwedischen Kultgruppe. KOKO-Geschäftsführer Armin Nissel hatte sich im vergangenen Jahr beim Public Viewing der Sparkasse Singen-Radolfzell zur Fußball-WM davon überzeugt, wie gut veranstaltungstauglich der Rathausplatz ist. Und er wird von zwei Partnern unterstützt, die maßgeblich am Erfolg beteiligt waren: K&K, dem Catering-Partner der Stadthalle, sowie deren Technik-Crew. „Wir erwarten zwei wunderschöne Konzerte. Ich glaube, dass wir mit diesem Angebot neben dem Hohentwielfestival eine weitere erfolgreiche Open-Air-Serie in Singen starten können“, äußert sich Nissel optimistisch. „Kulturgipfel“ aus München, unter anderem Veranstalter der Nymphenburger Schlosskonzerte, hat sowohl die Oper als auch die „ABBA“-Nacht produziert. Geschäftsführer Hilmar Körzinger, übrigens gelernter Opern-Regisseur, verspricht Hochkarätiges. „Die Zauberflöte“ wird vom Budapester Operettentheater mit namhaften Solisten von deutschen Opernhäusern aufgeführt. Der „Papageno“ Daniel Fiolka, Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, sei ein echter Publikumsliebling. „Die ABBA-Night ist keine Erzählgeschichte, sondern Party pur. Da hält es niemanden lange auf dem Stuhl“, so Körzinger. Die Eintrittskarten für „Die Zauberflöte“ kosten zwischen 34,50 und 59,80 �, für die „ABBA“-Night zwischen 25,30 und 42,50 � im Vorverkauf. Für den Abend mit der „Zauberflöte“ sind ab sofort auch VIP-Tickets erhältlich. Ein VIP-Ticket kostet 135,00 Euro und beinhaltet beste Sitzplätze sowie den Zutritt zum exklusiven VIP-Bereich in der HolidayInn Express-Lounge. mit sommerlichem Buffet mit saisonalen und regionalen Köstlichkeiten. In der Pause verwöhnt die K&K Catering // K&K Event Ellenberger & Müller GbR die VIP-Gäste mit köstlichem Fingerfood und Getränken. Nach der Veranstaltung können VIP-Gäste den Abend in der HolidayInn Express Lounge ausklingen lassen.

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KONZERTE : SEEHAS-MAGAZIN 29


DIESMAL OHNE GUMMISTIEFEL : SOUTHSIDE FESTIVAL NEUHAUSEN OB ECK Mei, es kribbelt schon wieder

Wir befreien immer noch die letzten Klamotten vom letztjährigen Schlamm, da geht der Trubel im beschaulichen Neuhausen ob Eck schon wieder los. Diesmal hoffentlich trocken, mit guter Stimmung sowieso. Mit dem wohl besten Lineup der letzten Jahre (Meinung der Redaktion) geht das Southside Festival in die 2011er Saison. Auf vier Bühnen tritt sich die Indie-Elite wieder mal auf die Füße. Neben den zahlreichen und hochinteressanten kleinen Namen sind selbstverständlich auch die Hochkaräter am Start: Die großen Foo Fighters geben sich die Ehre. Ex-Nirvana-Drummer Dave Grohl und seine Kollegen braucht man ja nicht mehr vorzustellen, kommen und bewundern Sie. Seit 1991 sind die Indie-Dauerbrenner Incubus nun schon unterwegs, dieses Jahr bringen sie ihr neues Album „If Not Now, When?“ mit. Folk, Pathos, Seele; über Arcade Fire wird zurecht geschwärmt, auch mit dem inzwischen dritten Album „The Suburbs“. Neben gern gesehenen Gästen wie den GaragepunkHansdampfs The Hives aus Schweden, Indierock-Helden wie den Arctic Monkeys, den Kaiser Chiefs, Kasabian, The Subways oder The Wombats geben sich auch

30 SEEHAS-MAGAZIN : KONZERTE

Bilder vlnr: Arcade Fire - kanadische Indie-Rockband aus Montreal, Québec Foo Fighters - US amerikanische Rockband. Prominentester Kopf und Band-Gründer ist der ehemalige Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl The Asteroids Galaxy Tour - dänische Soul-&-Funk-Band aus Kopenhagen

interessante Newcomer aus der Indie-Pop-Ecke die Ehre, so zum Beispiel Lykke Li, Darwin Deez oder The Asteroids Galaxy Tour. Fans der ruhigen Töne kommen bei William Fitzsimmons, Portishead oder Clueso auf ihre Kosten und die ElektroFraktion geht zu Egotronic, Frittenbude, Trentemøller oder The Chemical Brothers mit den Hinterteilen wackeln. Mei, es kribbelt schon wieder. Drei Tage gute Musik, die legendären ZeltplatzGeschichten und, wenn es nicht zu viel verlangt ist, ein paar Sonnenstrahlen. Southside Festival 17. bis 19. Juni 2011 Neuhausen ob Eck (bei Tuttlingen) Tickets und weitere Infos gibt es auf www.southside.de, www.koko.de Benjamin Troll


MORD AN BORD : WER IST DER MÖRDER? WIE EINST OLIVER TWIST : MUSIKTHEATER Freilichtspektakel Stein a. R. vom 8. Juli bis 13. August

Vom 8. September bis 2. Oktober in Schaffhausen

Eine gemütliche Flitterwoche auf dem Schiff unter der sengenden ägyptischen Sonne hätte es werden sollen. Doch statt auf unbescholtene Passagiere treffen die frisch verheirateten Linda und Simon auf einen alten Bekannten, schräge Vögel und andere dubiose Gäste. Zufall? Als kurz vor Einziehen der Brücke auch noch Simons Ex auftaucht, hat die Grande Dame des englischen Krimis ihre Zutaten beieinander. Und es kommt wie es kommen muss: Schon bald ereignet sich der erste Mord an Bord! Und allen Passagieren ist klar: Der Täter ist unter ihnen! Ermitteln Sie mit in diesem spannenden und unterhaltenden Klassiker von Agatha Christie. Christies Bühnenstück spielt auf einem stilvollen Dampfer. Die großzügige Bühne wird mit Versatzstücken aus Schiffssalon und Deck zu einem Raum mit mehreren Spielebenen gestaltet. Anders als im originalen Kammerspiel und wie immer bei den Inszenierungen von Stefano Mengarelli, wird ein ästhetischer vielschichtiger Spielraum konzipiert, der Innen- wie auch Aussenhandlungen zulässt und viele überraschende Auftrittsmöglichkeiten bietet. Die originale Passagierliste wird um eine ganze Schweizer Reisegruppe erweitert. Diese übernimmt in einigen chorischen und choreographischen Szenen in der Fasson desphysical theatre eine musikalische und komödiantisch-poetische Funktion. Damit will der Regisseur Agatha Christies typische Kriminaldramaturgie auflockern und den Theaterabend mit spektakulären und unterhaltenden Elementen für ein breiteres Publikum öffnen. Aus diesem Grund wird auch eine Bordkapelle ebenso wenig fehlen wie ein sorgfältig gestaltetes Dekor, das die TheaterGäste vom Einlass bis zum Gastronomie-Bereich in ein gediegenes nautisches Ambiente entführt. Ein rundum als Gesamtkunstwerk gestalteter Abend für Auge, Ohr und Gaumen also. Dies ist eine Veranstaltung des «No-e-WiliVereins» in Stein am Rhein. Spieldaten, Kartenvorverkauf und Informationen unter: www. mordanbord2011.ch

5000 Zuschauer waren von der Uraufführung des Schauspiels „Wie einst Oliver Twist“ im Juli 2010 in Stein am Rhein begeistert. Im September 2011 wird das Musiktheater aufgrund der anhaltenden Nachfrage nochmals aufgeführt. Diesmal in der Stahlgiesserei in Schaffhausen. Der Roman „Oliver Twist“ war für Charles Dickens ein großer Erfolg. Durch seine eindrücklichen und drastischen Schilderungen von Kinderarmut verarbeitete er seine eigene, in der Fabrik verlorengegangene Jugend. Mit „Oliver Twist“ prangerte Charles Dickens die gesellschaftlichen Missstände der damaligen Zeit an und schaffte es, ein Umdenken zu erwirken. Für „Wie einst Oliver Twist“ wurde die Geschichte in die Neuzeit übertragen und die Existenz der Kinder und Jugendlichen, die in der Schweiz und in Deutschland auf der Strasse leben, thematisiert. So ist eine ganz neue Geschichte entstanden. Das Schauspiel geht unter die Haut! Die berührende Geschichte, elf mitreissende Lieder, ein Laien- und Profiensemble mit 60 Mitwirkenden, eine zweistöckige Bühne mit fünf Schauplätzen, bezauberndes Licht sowie die erhöhte Tribüne mit extrabreiten Sitzen, sorgen für ein unvergessliches Theatererlebnis. Ort: Stahlgiesserei, Mühlentalstrasse 80, Schaffhausen Datum: 8. September – 2. Oktober 2011, jeweils Mittwoch-Sonntag Tickets: www.starticket.ch, Internet: www.wie-einst-oliver-twist.ch

THEATER : SEEHAS-MAGAZIN 31


HIER WIRD GESPIELT : VORHANG AUF FÜR EIN NEUES LEBEN Sommerliche Temperaturen und Abende voller Kultur — Der Sommer kann kommen

Bild oben: Monika Vivell als Janis Joplin, Fotografie © Ilja Mess

Unter der Schirmherrschaft von Hans Dürig, Generalkonsul der Schweiz Mord auf dem Säntis Kammeroper von Noldi Alder und Friedrich Schenker Libretto von Christoph Nix Ein Auftragswerk des Theater Konstanz im Rahmen des 23. Internationalen Bodenseefestivals 2011 Uraufführung 04.06.2011 – 18.30 Uhr Panoramahalle auf dem Säntis Inszenierung Jasmina Hadziahmetovic | Musikalische Leitung Arne Willimczik Ausstattung Hella Prokoph | Dramaturgie Miriam Reimers Mit Maacha Deubner, Jeannine Hirzel, Sophia Maeno, Isabell Marquardt; Jean Bermes, Yikun Chung, Marcel Fässler, Manfred Plomer, Johannes Schwärsky; Mitgliedern der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz Im Jahr 1922 verbringen Wetterwart Heinrich Haas und seine Frau Maria Magdalena den Winter auf ihrer Wetterstation hoch oben auf dem Gipfel des Säntis. Nachdem im Tal die regelmäßigen Wetterberichte ausbleiben, erklimmen mutige Säntisträger den vom Schnee eingeschlossenen Berggipfel und finden die Leichen des Ehepaars. Von einem Täter fehlt jegliche Spur. Drei Wochen später erhängt sich der Schustergeselle Gregor Anton Kreuzpointner in einer Alphütte in Urnäsch. Christoph Nix, Intendant des Theaters Konstanz, hat sich auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens begeben, an den Originalschauplätzen recherchiert und die alten Akten neu gelesen. Was trieb Kreuzpointner dazu, sich im Schneesturm über die gefährliche Ostwand auf den Säntis zu kämpfen? Was geschah zwischen dem 19. und 22. Februar wirklich auf dem Gipfel? Und wieso hörte der Amtmann Örtli unten im Dorf nicht den gemorsten Hilferuf von Magdalena Haas? So widersprüchlich der Mordfall, so unterschiedlich die beiden Komponisten dieser außergewöhnlichen Kammeroper: Friedrich Schenker, einer der bekanntesten Vertreter der 2. Wiener Schule, ein Zwölftöner und oppositioneller Avantgardist der DDR, und Noldi Alder, Appenzeller Volksmusikkünstler, Violinist, Hackbrettspieler, Naturjodler und Vertreter der vierten Generation der renommierten Appenzeller Volksmusik-Dynastie Alder. Das internationale Sängerensemble wird unterstützt durch Mitglieder der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, auch die beiden Komponisten sind bei

32 SEEHAS-MAGAZIN : THEATER / SCHAUSPIEL / KONZERTE

den Aufführungen dabei. Alder, der als Appenzeller die alte Mord-Geschichte von Kindesbeinen an kennt, übernimmt das Hackbrett und den Naturjodel, Schenker spielt Posaune und Alphorn. Weitere Termine: 05.06. und 13.06. um 15.00 Uhr, 07.06. um 18.30 Uhr auf dem Säntis-Gipfel; 26.06.2011 um 20.00 Uhr im Stadttheater Konstanz Gertrud Von Hjalmar Söderberg Inszenierung Wulf Twiehaus | Ausstattung Katrin Hieronimus | Dramaturgie Kerstin Daiber Mit Susi Wirth; Ingo Biermann, Thomas F. Jung, Michael J. Müller Premiere 17.06.2011 – 20.00 Uhr Stadttheater Im Hause Kanning ist man der Kunst wohl gesonnen: Die Mutter subventioniert erfolglose Musiker und versäumt über der Vielzahl der Theaterbesuche das Sterben und die Beerdigung des besten Freundes. Ihr Sohn heiratet die erfolgreiche Sängerin Gertrud, die fortan ihren Beruf an den Nagel hängt und zur Hausfrau und designierten Ministergattin wird. Gefangen in dem gutbürgerlichen Kosmos einer unbefriedigenden Ehe, geht sie eine Affäre mit dem leichtlebigen Musiker Jansson ein. Als dann mit der Rückkehr eines alten Freundes auch alte Erinnerungen wieder aufkeimen, nimmt Gertrud ihr Leben selbst in die Hand. Wie Henrik Ibsen so bricht auch sein Zeitgenosse Hjalmar Söderberg bürgerliche Strukturen und Moralvorstellungen auf und fordert die mutige Auseinandersetzung mit den eigenen Idealen. Man könnte denken, dass seit 1907, dem Jahr der Uraufführung von Gertrud, eine Menge passiert ist. Und doch erscheint uns die Protagonistin des Stückes suchend nach dem Sinn und gleichzeitig nach den Sicherheiten des Lebens, heute so vertraut wie nie: Gertrud wirft eines Tages alles hin. Das bürgerliche Leben für die Freiheit und den Traum von einem alternativen Dasein. Wulf Twiehaus hat diesen vergessenen Zeitgenossen Ibsens aufgespürt und deckt in seiner Inszenierung die Mechanismen auf, mit denen wir uns entscheiden, bestimmte Lebenswege einzuschlagen bzw. so manchen Fluchtweg offen halten. Vorhang auf für ein neues Leben! Weitere Termine: 17.06., 23.06., 25.06., 28.06., 02.07., 06.07., 09.07.11 um 20.00 Uhr; 22.06. um 15.00 Uhr; 19.06. um 18.00 Uhr; 01.07., 05.07. und 07.07.11 um 19.30 Uhr.


SEEBÜHNE : POSSE MIT GESANG See-Burgtheater inszeniert Nestroys „Der Zerrissene“ 9/11 Eigenproduktion Jugendclub junges theater konstanz Premiere 2. Juli 2011 – 20.00 Uhr Spiegelhalle Inszenierung Felix Strasser, Sarit Streicher |Ausstattung Felix Strasser | Konzeption Felix Strasser, Sarit Streicher, Caroline Gutheil, Maximilian Enderle, Hanna Brunner | Musik Stefan Leibold | Dramaturgie Caroline Gutheil Geschrieben und gespielt vom Jugendclub Theater Konstanz Als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge um 8:46 und um 9:03 Uhr in die Twin Towers flogen, veränderte das alles. Ein einziger Moment veränderte unser Verständnis von Gut und Böse. Das Gefühl der totalen Ohnmacht, das Chaos danach, Ungewissheit und Angst, ausgelöst durch die unwirklichen und schrecklichen Bilder der Anschläge in Washington und New York. Was bedeutet Krieg und wann herrscht Frieden? Dieser Tag hat eine ganze Generation verändert. Onlinedurchsuchung von Computern, die weltweite Überwachung von Telekommunikation und Geldbewegungen, eine Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen und Kriege gegen den Terrorismus gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Zehn Jahre danach sind die damaligen Kinder fast erwachsen geworden. Weitere Termine: 05.07., 06.07., 08.07., 09.07., 10.07., 12.07., 13.07., 15.07., 16.07., 17.07.11, jeweils um 20.00 Uhr Janis in Concert – Revival einer Flower-Power-Ikone Bandleader/musikalische Arrangements Paul Amrod | Kostüme Lina Antje Gühne Mit Monika Vivell; Paul Amrod, Frank Denzinger, Matthias Fröhlich, Stefan Gansewig, Albert Ketterl 19.07.2011 – 20.00 Uhr Konzertmuschel Stadtgarten Konstanz Sie war die weibliche Ikone der Hippie-Bewegung überhaupt: In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1970 starb die damals 27-jährige Sängerin Janis Joplin während der Aufnahmen zu ihrem dritten Album in Los Angeles an einer Überdosis Heroin. Geballte Flower-Power, Rock’n’Roll, Southern Comfort und jede Menge Songs, die unter die Haut gehen. Vierzig Jahre nach dem Tod der „Pearl“ ist sie unvergessen. Monika Vivell und ihre Band begeben sich auf die Spuren dieser einzigartigen Sängerin, die leider viel zu früh gestorben ist. Weitere Termine: 08.07., 14.07., 21.07. jeweils um 20.00 Uhr im Stadttheater Konstanz, 29.07., 31.07., 01.08. jeweils um 19.00 Uhr in der Kapuzinerkirche Überlingen.

Sommertheater Überlingen 2011 Die Kapuzinerkirche wird zum 9. Mal zur Bühne, und auch im Gewölbekeller in der Turmgasse 7 und im Kursaal wird den Besuchern nach den heißen Nachmittagen am See am Abend erfrischender Kulturgenuss geboten. Vom 01. Juli bis 6. August 2011 dreht sich alles um die Irrungen und Wirrungen der Liebe, das Programm reicht von altbekannten Klassikern bis zu Modernem: Das diesjährige Hauptstück ist die Neuproduktion Spiel �s nochmal, Sam von Woody Allen. Vor allem die Fans der Komödie kommen mit diesem Klassiker auf ihre Kosten: Filmkritiker Allan Felix begibt sich auf die Suche nach der einzig wahren Liebe, tatkräftig unterstützt von seinem Idol Humphrey Bogart, und tritt dabei in alle Fettnäpfchen, die sich bieten. Erneut zu Gast ist Herwig Lucas, er präsentiert dieses Jahr die drei großen Kabarettisten des letzten Jahrhunderts Kästner, Tucholsky und Ringelnatz in einem Programm. Ebenfalls zum zweiten Mal dabei der Schweizer Clown Olli Hauenstein, er bezaubert mit Piano & Forte. Das Stück Nkhata Bay reist im Juli nach Malawi, vorher spielt es noch ein letztes Mal in Überlingen. Goethes Faust möchte im Gewölbekeller erkennen, „was die Welt im Innersten zusammenhält.“ Und für die jüngsten Zuschauer reisen die drei Schweinchen von Tülliknüllifülli von Konstanz über den See. Musikalisch bewegt sich das Programm zwischen Klassik und Rock’n’Roll: Paul Amrod singt eine Ode an das weibliche Geschlecht in seinem neuem Liederabend In Praise of the Woman. Jürgen Oßwald präsentiert ein musikalisches Intermezzo Von Verdi bis Bernstein. Und nach dem Erfolg im Theater Konstanz rockt Janis in Concert für 3 Vorstellungen in der Kapuzinerkirche. Information und Reservierung theaterkasse@stadt.konstanz.de

unter

07531/900

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Nach einem Abstecher ins Maisfeld im vergangenen Sommer kehrt das SeeBurgtheater 2011 auf die Seebühne im Kreuzlinger Seeburgpark zurück. Vom 14. Juli bis 11. August 2011 steht mit „Der Zerrissene“ von Johann Nestroy eine Posse mit Gesang auf dem Programm. Theaterabende voller scharfem Humor und ironischer Lieder verspricht Leopold Huber, Regisseur und Intendant des See-Burgtheaters. Nur leicht hat er das 1844 uraufgeführte Stück für seine Inszenierung bearbeitet. Denn der Stoff aus der Zeit des abgründigen Biedermeiers ist so zeitlos wie der Sprachwitz seines Dichters: Gelangweilt vom Luxus, zerrissen vom Überdruss entwickelt der Kapitalist Herr von Lips auf seiner Seeterrasse eine kuriose Idee: Die erstbeste Frau, die ihm begegnet, will er ehelichen. Kaum kommt sie in Gestalt der Madame Schleyer um die Ecke, ist auch schon ein Nebenbuhler zur Stelle. Der Schlosser Gluthammer – engagiert, um ein Geländer anzubringen – meint in der Zufallsbraut seine entführt gewähnte Verlobte zu erkennen. Beim unvermeidlichen Handgemenge zwischen den Konkurrenten stürzen beide – samt Geländer – ins Wasser. Während sich ein jeder für den Mörder des anderen hält, öffnet das Leben im bäuerlichen Unterschlupf bei seinem Pächter Krautkopf dem gebeutelten Herrn von Lips die Augen für das einfache Glück und die ehrliche Liebe. Überdimensionale Goldbarren beherrschen zunächst die Kulisse auf der Seebühne, die einen idealen Schauplatz für die Terrasse des Kapitalisten abgibt. Zum zweiten Akt verwandeln sie sich – „umgekehrt als wie im Märchen“, wie Leopold Huber schmunzelt – in Strohballen. Die Musik kommt in diesem Jahr vom Band. Passend zur Dekadenz des Zerrissenen singt von Lips seine einsamen Monologe zur Karaoke-Maschine. Verkörpert wird der Zerrissene von Florian Steiner, der letztes Jahr als etwas begriffsstutziger Hans in „Die schwarze Spinne“ seine Premiere beim See-Burgtheater feierte. Astrid Keller, Mitbegründerin und Co-Leiterin des professionellen Ensembles, schlüpft in die Rolle der geldverliebten Madame Schleyer. Ein Wiedersehen gibt es mit weiteren bewährten See-Burgtheater-Schauspielern. Erich Hufschmid mimt den Schlosser Guthammer, Werner Biermeier den Bauern Krautkopf, Simon Engeli und Bastian Stoltzenburg die zweifelhaften Freunde Wixer und Sporner. Weitere Informationen: See-Burgtheater, info@see-burgtheater.ch, www.seeburgtheater.ch. Kartenreservation Kreuzlingen Tourismus, per Mail : info@seeburgtheater.ch ab sofort. Tel: 0041 (0)71 670 14 00 ab 21. Juni 2011.

oder

THEATER / SCHAUSPIEL / KONZERTE : SEEHAS-MAGAZIN 33


EWIGE STEINE : GERETTETE FRAGMENTE Steinbildwerke aus dem spätmittelalterlichen Konstanz

Sonderausstellung des Rosgartenmuseums mit Vermögen und Bau BadenWürttemberg, Amt Konstanz, im Richentalsaal im Kulturzentrum am Münster 16. April 2011 bis 30.12. 2011 Wer im Mittelalter von Hegne oder Allensbach auf Konstanz zuritt, konnte schon von weitem die Silhouette der Stadt erblicken, mit ihren vielen Kirchen, den zahlreichen Türmen und Toren der Stadtbefestigung und herrlich geschmückten Patrizierbauten. Aus Stein erbaut, für die Ewigkeit. Scheinbar unverwüstlich und dennoch war der Sandstein der Mode und dem Zahn der Zeit preisgegeben. Als die Bürgerschaft im frühen 19. Jahrhundert den Abbruch der Stadtbefestigung beschloss, um die Unterhaltskosten zu sparen, aber auch um der Ausdehnung der Stadt Platz zu schaffen, mussten viele Zeugnisse der frühen Baumeisterkunst weichen. Der Gründer des Rosgartenmuseums, Ludwig Leiner, rettete damals zahlreiche Architekturelemente, wie Arkadenbögen, Maßwerkfenster, Kapitelle oder figürliche Bauplastiken, vor dem Untergang. Es werden herausragende Beispiele dieser „ewigen Steine“ und „steinernen Urkunden“ aus dem spätmittelalterlichen Konstanz vor kraftvollen farbigen Hintergründen inszeniert. Die Ausstellung „Ewige Steine“ ist eine ungewöhnliche Verbindung von stillen Steinen und lauten Farben, eine Erinnerung an die spätmittelalterliche Stadt, ihren architektonischen Gestaltungswillen und die zeitlose Bildhauerkunst der Gotik und der Renaissance.

EHEMALIGE VERDING-UND HEIMKINDER Sie reden im Historischen Museum Thurgau

Die Wanderausstellung VERDINGKINDER REDEN – ENFANCES VOLÉES, die von 2009 bis voraussichtlich 2013 in rund einem Dutzend Schweizer Städten zu Gast sein wird, gastiert vom 7. Mai bis 16. Oktober 2011 im Historischen Museum Thurgau im Schloss Frauenfeld. Die Ausstellung will ein Kapitel der Schweizer Geschichte vor dem Vergessen bewahren und ehemalige Verding- und Heimkinder in persönlichen Berichten zu Wort kommen lassen. Im Zentrum stehen Hördokumente. Sie wurden aus 300 Interviews ausgewählt, die im Rahmen von zwei Forschungsprojekten über die Fremdplatzierung und das Verdingwesen in der Romandie und in der Deutschschweiz geführt wurden. Betroffene berichten über ihr Leben und den Umgang mit ihren Erinnerungen. Die Inszenierung und weitere Informationen in der Ausstellung unterstützen das Verständnis der Zeitzeugenberichte. An jedem Ort, an dem die Ausstellung VERDINGKINDER REDEN zu Gast ist, zeigt zudem ein regionales Fenster Bezüge zur Region auf. Im Historischen Museum Thurgau widmet sich diese Ergänzung einer zusätzlichen Perspektive: Im Zentrum steht das Bemühen einer Mutter, die in den 1920er-Jahren im Kanton Thurgau um das Sorgerecht für ihre zwei letzten Kinder kämpfte, nachdem ihr die Obhut für ihre ersten sieben Kinder bereits entzogen worden war. Am Beispiel der Geschichte von Anna Maria Boxler wird dokumentiert, wie Kindswegnahmen und Fremdplatzierungen mit Armut und prekären Lebensverhältnissen zusammenhingen. Weitere Informationen: www.historisches-museum.tg.ch

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SCHAFFHAUSER ZÜNFTE Gestern und heute Am 1. Juli 1411 gewährte Herzog Friedrich IV. von Österreich der Stadt Schaffhausen das Recht, sich eine eigene Zunftverfassung zu geben. Diese bildete für die kommenden Jahrhunderte das rechtliche Grundgerüst, nach dem Stadt und Landschaft Schaffhausen regiert wurden. Mit der Verfassung von 1411 wurde Schaffhausen zu einer Zunftstadt wie Bern, Basel und Zürich. Die Zünfte waren nun auch Träger der politischen Macht. Ausgehend von der Urkunde von 1411 bietet die Ausstellung Leben in der Zunft im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen anhand von Originaldokumenten Einblicke in die Schaffhauser Verfassungsgeschichte vom 13. Jahrhundert bis zum Ende des Ancien Régime 1798. Das Zunftwesen erstreckte sich auf alle Lebensbereiche und erfasste den ganzen Menschen. Zunftgeschichte ist daher zugleich Stadtgeschichte. Die Ausstellung beleuchtet auf rund 900m2 die wichtigsten Handlungsfelder dieser Vereinigungen: die Zünfte und Gesellschaften als Berufsvereinigungen, ihre Bedeutung als Säulen des politischen Systems, ihre Rolle im sozialen und gesellschaftlichen Leben sowie ihre Repräsentationsfreuden und Selbstdarstellungen. Gezeigt wird auch das heutige Vereinsleben der Gesellschaften und Zünfte. Öffnungszeiten: Di bis So 11 bis 17 Uhr www.allerheiligen.ch, Tel.: +41 (0)52 633 07 77

BUNDESKUNSTPREIS Für Menschen mit einer Behinderung verliehen Kirchen, Dome und Türme haben es Ralf Kahlke schon seit seiner Kinderzeit angetan. So prägen sie auch sein mit Acrylfarbe und Wachs geschaffenes Bild „Lebensraum“, das den diesjährigen Hauptpreis des bundesweiten WettbePreisvergabe 2011 in Radolfzell. werbes für behinderte Künstler erhielt. In jedem Urlaub musste ein Dom angesteuert werden. Kein Turm, keine Treppe war ihm zu hoch oder zu steil. Diese Leidenschaft spiegelt sich in seinen Zeichnungen wider, wobei er auf die kleinsten Details achtete. In der Lebenshilfe Bisingen und der Kunstakademie U7 für behinderte und nichtbehinderte Künstler wurde seine Kreativität gefördert und sein Selbstvertrauen gestärkt. Die Anerkennung durch den Hauptpreis unter 251 Mitbewerbern beim Bundes-Kunstpreis 2011 zu erhalten, war für ihn ein besonderer Höhepunkt. Aus den Händen von Persönlichkeiten der Stadt, der Jury, dem Spenderkreis sowie dem Radolfzeller Behindertenbeauftragten Raimund Futterer erhielten sie neben Rosen und Urkunden ein Preisgeld von jeweils 200 Euro. Der erste Preis war mit 500 Euro aus der städtischen Carl-Müller-Mettnau-Stiftung dotiert. Mitglieder des AWO-Treffpunktes Thomasstraße in Berlin, der Zieglerschen Behindertenhilfe Wilhelmsdorf, der Kraichgauer Kunstwerkstatt Sinsheim, dem Heim Pfingstweid Tettnang oder des Caritasverbandes Konstanz gehören neben vielen anderen zu den diesjährigen Preisträgern. So unterschiedlich wie die Herkunftsorte der insgesamt 252 beteiligten Künstler ist auch die künstlerische Ausdrucksweise in den Bildern und Skulpturen, was Farbgebung, Technik und Gestaltung anbelangt. So hatte die fachkundige Jury keine leichte Wahl. Sie bewertete nur nach künstlerischen Kriterien, ohne Kenntnis der jeweiligen Schicksale der Künstler. Die Ausstellung mit allen 252 Werken ist jeweils Dienstag bis Sonntag und feiertags von 14 bis 17.30 Uhr in der städtischen Galerie Villa Bosch, Scheffelstraße 8 zu sehen (Eintritt frei).

AUSSTELLUNGEN : SEEHAS-MAGAZIN 35


INGENIEURSTUDIUM MIT JOBGARANTIE : DEUTSCHLAND BRAUCHT FACHKRÄFTE Ausbildung für angehende Ingenieure mit Idee und Weitblick am Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen Nicht so in der wirtschaftsstarken Region Schwarzwald-Baar-Heuberg: Hier ist man auf eine wachsende Zahl gut ausgebildeter Fachkräfte angewiesen. Rund 100 Unternehmen haben sich deshalb zusammengeschlossen und kümmern sich gemeinsam mit dem Land um die Ausbildung ihres Nachwuchses. Peter M. Binder, Geschäftsführer der Binder GmbH in Tuttlingen und Vorsitzender Studiengangbeirat „Industrial Systems Design“ im Förderverein, sagt warum: „Es geht hier eindeutig um das Thema Zukunftssicherung. Die Wirtschaft in der Region leidet unter erheblichem Fachkräftemangel. In Tuttlingen war es wegen der extremen Hochschulferne außerdem besonders schwierig Leute zu bekommen.“ Ein Studienangebot mit Praxisnähe und Jobgarantie

Bereits im ersten Semester besuchen die Studierenden des Hochschulcampus Tuttlingen die Unternehmen des Hochschulcampus Tuttlingen Förderverein e.V.

Trotz ”Fachkräftemangel” müssen immer noch viele hochqualifizierte Hochschulabsolventen eine Absage nach der anderen hinnehmen. Jobangebote für Berufsanfänger sind rar.

Am Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen können angehende Ingenieure nun zwischen vier Studiengängen wählen: Medizintechnik, Mechatronik, Fertigungstechnik und ab dem Wintersemester 2011 Simulation und Ingenieurmathematik. Alle vier sind Studiengänge aus dem Bereich des Maschinenbaus. Studierende haben bereits während ihrer Studienzeit die Möglichkeit Kontakt zu heimischen Unternehmen zu knüpfen und deren Labors zu nutzen. Wirtschaft und Lehre sind so stark miteinander verbunden, dass Absolventen schnell mit den Anforderungen und dem technologischen Fortschritt der Unternehmen mithalten können. Das ist eine sichere Garantie für einen schnellen Jobeinstieg. Weitere Informationen zu den Studiengängen unter www.hfu-campus-tuttlingen.de/studiengaenge.

MIT CURSO : DAS NÜTZLICHE MIT DEM ANGENEHMEN VERBINDEN Reisen nach Edinburgh und Madrid Für die junge deutsche Generation gehört Reisen fast schon zum Alltag – und die Möglichkeiten sind beinah unbegrenzt. Die einen fliegen übers Wochenende nach Amsterdam, andere reisen mit dem Rucksack durch Vietnam, zelten an der deutschen Ostseeküste oder buchen eine Pauschalreise nach Griechenland. Parallel dazu entwickelt sich allerdings der Trend, dass gerade junge Leute ihre freie Zeit mit Praktika oder Fortbildungen vollpacken müssen, um sich am Arbeitsmarkt durchsetzen zu können. Und so steht jeder einzelne vor der Qual der Wahl: ob die freien Tage für einen erlebnisreichen Urlaub genutzt werden, oder ob man stattdessen die Zeit dazu nutzt den Lebenslauf aufzupolieren. Man kann allerdings auch beides haben. Curso bietet Reisen nach Edinburgh und Madrid an, welche die angenehmen Seiten eines Urlaubs mit den nützlichen Erfahrungen eines Praktikums verbinden. Die ausgewählten Kursteilnehmer müssen in nur drei Wochen einen Reiseführer über die jeweilige Stadt verfassen, und dazu muss die Stadt natürlich erlebt werden. Die Gruppe entscheidet selbständig über Stil und Inhalt und jeder Schreiberling kann seinen Vorlieben nachgehen: ein gemütlicher Einkaufsbummel wird zu einem wertvollen Erlebnisbericht für den Reiseführer; wer seine Zeit am liebsten beim schottischen Volkstanz Ceilidh oder beim Flamenco verbringt, recherchiert

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eben beim Tanzen. Ideen werden in Tapasbars oder Pubs besprochen, digitale Schnappschüsse werden im Layout verwendet. Täglich gibt es Workshops von erfahrenen Journalisten zu verschiedenen Themenbereichen und die Teilnehmer können ihre Ideen diskutieren. Ein Korrekturleser überprüft, dass die Artikel rechtzeitig und stilgemäß geliefert werden, und gibt, wenn nötig, Verbesserungsvorschläge. Das Ziel in nur drei Wochen einen fertigen Reiseführer zu schreiben ist natürlich ehrgeizig, und so steht jeder Teilnehmer auch unter Zeitdruck. Doch die Arbeit lohnt sich. Am Ende des Projekts haben die Teilnehmer nicht nur neue Freundschaften geschlossen und eine neue Stadt erkundet, sondern sie reisen mit dem guten Gefühl ab gleichzeitig etwas erreicht zu haben, denn der Kurs inklusive Reiseführer dienen nicht nur als Referenzen, sondern ergänzen wunderbar den Lebenslauf. Die Programmgebühr in Edinburgh und Madrid beträgt jeweils EUR 899,-- (für 3 Wochen in Edi/Madrid und Online Vor- und Nachbereitung). Enthalten sind pickup/dropoff, Workshops mit den Journalisten, Layoutern und Projektmanagern aus Edi/Madrid, Unternehmensbesuche und projektrelevante Exkursionen/begleitete Recherche, Unterkunft (in Edi zum Beispiel ArtHouse), projektbezogene BusinessEnglish Lektionen (in Madrid Spanisch-Kurs), Nutzung von Projekträumen, Internetnutzung usw. Weitere Informationen und Termine finden Sie auf www.curso24.de


HOCHSCHULRANKING : BESTNOTEN Jetzt bewerben an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Bild links: Der Campus Albstadt liegt zentral im Stadtteil Ebingen. Bild rechts: Am Standort Sigmaringen studiert etwa die Hälfte der Studenten. Fotos © Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

Das aktuelle Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt auch in diesem Jahr: An der Hochschule Albstadt-Sigmaringen studiert es sich gut. Vor allem beim Thema Praxisbezug schnitten die neu bewerteten Studiengänge Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Facility Management und Wirtschaftsinformatik hervorragend ab. Die Studenten sind außerdem sehr zufrieden mit der Studiensituation insgesamt. Diese Zufriedenheit kommt nicht von ungefähr. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) mit den Fakultäten Engineering, Business and Computer Science und Life Sciences bietet ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. An den beiden Standorten Albstadt und Sigmaringen gibt es modern ausgestattete Seminarräume und Labore. Die Studieninhalte sind auf die Anforderungen der Wirtschaft abgestimmt und die Professoren haben ein offenes Ohr für ihre Studenten. Die Hochschule pflegt enge Kontakte zu Unternehmen und veranstaltet einmal im

Jahr eine Jobmesse. Für die Karrierebörse am 9. November 2011 haben sich bereits knapp 60 Firmen angemeldet. Das zeigt, dass die Absolventen aus Albstadt und Sigmaringen am Markt gefragt sind. Studenten, die sich optimal auf das Berufsleben vorbereiten wollen, können das ganze Jahr über die Angebote des Career Centers nutzen. Im Akademischen Auslandsamt werden diejenigen unterstützt, die Erfahrungen im Ausland sammeln wollen. Die Hochschule hat rund 50 Partnerhochschulen auf der ganzen Welt. Auch Forschung ist in allen Fachrichtungen ein wichtiges Thema. Vor allem für Masterstudenten bieten sich viele Möglichkeiten, an Forschungsprojekten mitzuarbeiten. Mehr als 2600 Studierende sind in zehn Bachelor- und neun Masterstudiengängen eingeschrieben. Wer bald dazu gehören möchte, kann sich noch bis zum 15. Juli für das kommende Wintersemester bewerben. Weitere Infos: www.hs-albsig.de und www.zeit.de/hochschulranking

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ENERGIEWIRTSCHAFT UND INDUSTRIELLE BIOTECHNOLOGIE : HBC-STUDIUM Die neuen Studiengänge an der Hochschule Biberach starten ab Herbst 2011

Die doppelten Abiturjahrgänge stellen u.a. Hochschulen und Universitäten vor eine Herausforderung. Um der wachsenden Zahl von Abiturienten gerecht zu werden, hat das Land Baden-Württemberg das Aufbauprogramm „Hochschule 2012“ entwickelt, über das 20 000 zusätzliche Studienanfängerplätze bereitgestellt werden. Auch die Hochschule Biberach stellt sich dieser Verantwortung und bietet ab dem kommenden Wintersemester 2011/2012 zwei weitere Bachelor-Studiengänge an: „Energiewirtschaft“ und „Industrielle Biotechnologie“. Beide Studiengänge befassen sich mit zentralen Aufgaben der Zukunft: dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und der Schonung von Umwelt und Klima. In sieben Semestern werden im kaufmännischen Studium Energiewirtschaft Spezialisten ausgebildet, die auf Grundlage der klassischen Betriebswirtschaft vertiefte Kenntnisse der Energieerzeugung erlernen, des Netzbetriebs und des Handels sowie der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen hierfür. Die Absolventen dieses betriebswirtschaftlichen Studiums finden vielfältige Berufsmöglichkeiten vor: bei Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerken, bei Behörden und Verbänden, bei Ingenieurdienstleistern und Industrieunternehmen, Beratungsunternehmen, Banken und Versicherungen.

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Das interdisziplinäre Studium der Industriellen Biotechnologie bildet ebenfalls in sieben Semestern Ingenieure aus, die Bioprozesse anwenden können, um etwa aus Abfallprodukten Energie zu gewinnen oder Wertstoffe (Kunststoffe) herzustellen. Die Schwerpunkte des Studiums liegen in den Bereichen Verfahrenstechnik, Chemie und technische Mikrobiologie. Absolventen dieses biotechnologischen Studiums eröffnen sich vielfältige Berufsmöglichkeiten in verschiedenen Industriezweigen: beispielsweise in der chemischen Industrie sowie in der Herstellung von Lebensmitteln, Papier, Zellstoff, Textil, Leder. Mit den neuen Studiengängen schärft die HBC ihr Studienangebot mit dem Schwerpunkt Energie. Spannende Studienmöglichkeiten bietet die HBC bereits in den Studienfeldern Bauen & Gestalten, Energie & Klima, Wirtschaft & Management sowie Biotechnologie. Bewerbungsschluss für alle Studiengänge ist der 15. Juli 2011. Weitere Informationen: Studienberatung: 07351 582-151


GROSSE REFORM : LEHRAMTSSTUDIENGÄNGE WERDEN KOMPLETT NEU GESTALTET PR-Inserat

Die Pädagogische Hochschule Weingarten stellt ihr neues Programm vor

Mit einer großen Reform der Lehramtsstudiengänge will das Land BadenWürttemberg die Lehrerausbildung entscheidend verbessern und damit die Zukunft des Bildungswesens und die Chancen der kommenden Schülergenerationen sichern. Zu diesem Zweck werden derzeit die Lehramtsstudiengänge im Bereich der Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Sonderschulen komplett neu strukturiert und gestaltet. Bereits zum kommenden Wintersemester 2011/12 soll die Reform in Kraft treten. Das Gesamtkonzept und die Eckpunkte wurden bereits im vergangenen Sommer beschlossen, es können sich aber durch den Regierungswechsel in Stuttgart nun noch Änderungen ergeben. Zu den Eckpunkten der Reform gehört die Neuaufteilung der Studiengänge nach dem Alter der Schüler. Im Mittelpunkt des neuen Studiengangs Grundschullehramt steht die Gruppe der 5- bis 10-Jährigen und damit werden gezielt auch der vorschulische Bereich sowie der Übergang in die Grundschule mit in die Ausbildung einbezogen. Im zweiten Lehramtsstudiengang werden nun die Schularten Haupt-, Werkreal- und Realschule zusammengefasst. Dort beschäftigen sich die angehenden Lehrer schwerpunktmäßig mit der Altersgruppe der 10- bis 17-Jährigen. Hier werden sowohl der Übergang von der Grundschule als auch die berufliche Orientierung und der Übergang in den Beruf oder die berufliche Schule thematisiert. Schließlich gibt es noch das Lehramt an Sonderschulen, für das an der PH Weingarten nicht ausgebildet wird. Ein zweiter großer Eckpunkt der Reform ist die Verlängerung der Studiendauer auf acht Semester Regelstudienzeit; für Sonderpädagogik sogar neun Semester. Hiermit wird den deutlich gewachsenen Anforderungen an zukünftige Lehrerinnen und Lehrer Rechnung getragen und der Spielraum für eine umfassendere Ausbildung geschaffen. Erstmals werden die geforderten Studienleistungen auch in Punkten nach dem European Credit Transfer System (ECTS) angegeben. Das Lehramtsstudium umfasst 240 ECTS. Eine wichtige Rolle im Studium an den Pädagogischen Hochschulen spielt nach wie vor die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Die bisherigen Tages- und Blockpraktika werden nun zu einem integrierten Semesterpraktikum im Umfang von einem Semester in der Mitte des Studiums zusammengefasst. Darüber hinaus gibt es ein mindestens zweiwöchiges Orientierungs- und Einführungspraktikum gleich zu Beginn des Studiums. Schließlich folgt ein Professionalisierungspraktikum ab dem 6. Semester. Die neuen Studiengänge setzen stärker als bisher auf Schlüsselqualifikationen und Querschnittskompetenzen wie Medienkompetenz, Klassenmanagement, Projekt- und Teamarbeit. Die Erkennung von Auffälligkeiten (Diagnostik), die Förderung und das Führen von Beratungsgesprächen etwa mit Eltern werden intensiv behandelt. Alle Studierenden sollen sich mit Gesundheitserziehung befassen. Fähigkeiten im Bereich der deutschen Sprachvermittlung, Deutsch als Zweitsprache sowie die interkulturelle Kompetenz der Lehrer spielen angesichts der hohen Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund eine sehr bedeutende Rolle. Auch Sprecherziehung wird von allen Studierenden belegt. Quer über alle

Fächer hinweg sollen diese Querschnittskompetenzen künftig stärker geschult und auf die Ausbildung der Lehrerpersönlichkeit ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Neben dem Lehramtsstudium bietet die PH Weingarten mehrere innovative Bachelor- und Masterstudiengänge im Bildungsbereich an. Dazu gehören Bewegung und Ernährung (B.A.), Elementarbildung (B.A.), Medien- und Bildungsmanagement (B.A. und M.A.), Alphabetisierung und Grundbildung (M.A.), Early Childhood Studies (M.A.), Master of Educational Science (M.A.) und Schulentwicklung (M.A.). Dazu kommen kooperative Studienprogramme mit der Hochschule RavensburgWeingarten die für das Höhere Lehramt an beruflichen Schulen in Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik/Physik oder Wirtschaftsinformatik qualifizieren. Weitere Informationen bei der Studienberatung unter Tel. 0751/501-8728 oder im Internet unter www.ph-weingarten.de

Studiengänge an der Pädagogischen Hochschule Weingarten Lehramt ✗ Grundschullehramt ✗ Haupt-, Werkreal- und Realschullehramt ✗ Lehramt für berufliche Schulen (in Kooperation mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten): ➮ Fahrzeugtechnik PLUS (B.Eng./M.Sc.) ➮ Elektrotechnik/Physik PLUS Lehramt (B.Eng./M.Sc.) ➮ Wirtschaftsinformatik PLUS Lehramt (B.Eng./M.Sc.) Bachelor ✗ Bewegung & Ernährung (B.A.) ✗ Elementarbildung (B.A.) ✗ Medien- und Bildungsmanagement (B.A.) Master ✗ Alphabetisierung und Grundbildung (M.A.) ✗ Early Childhood Studies (M.A.) in Kooperation mit der PH des Kantons St. Gallen (CH) ✗ Master of Educational Science (M.A.) ✗ Medien- und Bildungsmanagement (M.A.) ✗ Schulentwicklung (M.A.), berufsbegleitend

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LEHRAMTSSTUDIENGÄNGE AUCH OHNE ABITUR : FACHHOCHSCHULREIFE AUSREICHEND Dreimal Gewerbelehrer PLUS von drei starken Partnern technik/Physik oder Fahrzeugtechnik unterrichten oder Wissen in der Informatik und der Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft haben, wenn Sie sich für die Wirtschaftsinformatik begeistern. Darüber hinaus benötigen Sie selbstverständlich pädagogische Kompetenzen. Für eben diese steht das PLUS – die Extra-Qualifikationen, die Sie den herkömmlichen Ingenieuren oder Wirtschaftsinformatikern voraushaben. Schließlich sollen Sie als erfolgreicher Techniklehrer Ihr Wissen einmal an die Frau und den Mann bringen. Bereits während Ihres Bachelorstudiums erwerben Sie Methoden aus Bildungswissenschaften und Pädagogik.

Sie wollen Lehrerin oder Lehrer werden, haben aber kein Abitur? Zusätzlich sind Sie begeistert von Technik, Betriebswirtschaft oder Informatik? Dann bieten Ihnen die neuen Lehramtsstudiengänge genau das Richtige! - Elektrotechnik / Physik PLUS - Fahrzeugtechnik PLUS - Wirtschaftsinformatik PLUS Angeboten werden sie von drei starken Partner: der Hochschule RavensburgWeingarten, der Pädagogische Hochschule Weingarten und dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Weingarten. Als GewerbelehrerIn müssen Sie entweder über fundiertes Technikwissen verfügen, wenn Sie sich Elektro-

Und nun das Überraschende: Bereits mit Fachhochschulreife steht Ihnen der Weg ins Höhere Lehramt offen. Sie unterrichten später an gewerblichen Schulen, Technischen Gymnasien, Berufskollegs oder Berufsschulen und haben damit einen krisensicheren Arbeitsplatz. Gewerbelehrerinnen und -lehrer werden händeringend gesucht. Das PLUS steht für einen zweiten großen Vorteil. Nach dem Bachelorstudium stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen: Entweder Sie wählen den Weg ins Lehramt oder Sie sehen Ihre berufliche Zukunft in der Industrie. Wenn Sie sich jetzt fragen, was für einen Vorteil die drei Lehramtsstudiengänge gegenüber einem herkömmlichen Ingenieurs- oder Wirtschaftsinformatiker-Studiengang haben, dann kommt jetzt das dritte PLUS ins Spiel: Von Ihren pädagogischen Fähigkeiten profitieren Sie auch als Ingenieurin oder Wirtschaftsinformatiker in der Industrie, sei es in kundennahen und beratungsintensiven Jobs oder in der Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern. Gegenüber dem „klassischen“ Ingenieur heben Sie sich durch diese weiteren Kompetenzen deutlich ab. Wenn Sie sich jedoch als Lehrerin oder Lehrer sehen, dann ist der Master Ihr Ziel. Im Anschluss an einen der drei Bachelor-Studiengänge können Sie den jeweils fachlich passenden Master-Studiengang Höheres Lehramt an beruflichen Schulen studieren, der drei Semester dauert. Der Masterabschluss ist Voraussetzung für das Referendariat und die anschließende Beschäftigung an beruflichen Schulen.

EINMALIG IN BADEN-WÜRTTEMBERG : BACHELORSTUDIENGANG GESUNDHEITSÖKONOMIE Neuer Studiengang an der Hochschule Ravensburg-Weingarten werden, damit niemand wegen seiner Krankheit in Not gerät? Antworten auf diese Fragen bietet der Studiengang Gesundheitsökonomie. Wie sehen die Berufschancen auf dem Feld der Gesundheitsökonomie aus? Hervorragend! „Das Gesundheitswesen ist inzwischen noch vor der Automobilindustrie die Branche mit den meisten Arbeitsplätzen“, sagt Professor Dr. Axel Olaf Kern von der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Gesundheitsökonomen tragen dazu bei, den stetig wachsenden Sektor der Krankenversorgung und Prävention wirtschaftlich mitzugestalten. Die Hochschule Ravensburg-Weingarten bietet 26 Studiengänge an:

Die perfekte Wahl ist der Bachelorstudiengang Gesundheitsökonomie für junge Menschen, die ihre betriebswirtschaftlichen Interessen für das Wohl bedürftiger Menschen einsetzen möchten. Der Schwerpunkt Betriebswirtschaft wird ergänzt durch die wissenschaftlichen Disziplinen der Medizin, Therapie und Pflege. Künftige Absolventen der Gesundheitsökonomie besitzen das Know-how, welche Berufsgruppen an einer idealen Gesundheitsversorgung beteiligt sein müssen. Bei welchen Prozessen müssen Pfleger, Orthopädietechniker oder Ärzte beteiligt sein, damit wir alle auch in Zukunft eine sehr gute Gesundheitsversorgung haben? Welche Kosten entstehen und welche Überlegungen müssen angestrengt

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15 Bachelorstudiengänge: Angewandte Informatik, Betriebswirtschaft/Management, Elektrotechnik und Informationstechnik, Elektrotechnik/Physik PLUS Lehramt I, Fahrzeugtechnik, Fahrzeugtechnik PLUS (Höheres Lehramt), Gesundheitsökonomie, Maschinenbau, Pflege, Pflegepädagogik, Physikalische Technik, Soziale Arbeit, TechnikManagement, Wirtschaftsinformatik und E-Business, Wirtschaftsinformatik PLUS Lehramt I 8 Masterstudiengänge: Electrical Engineering, Gesundheitsförderung, Informatik, Mechatronics, Optische Systemtechnik, Produktentwicklung im Maschinenbau, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Wirtschaftsinformatik 3 Berufsbegleitende Masterstudiengänge: Betriebswirtschaft, Produktion und Märke, International Business Management, Management im Sozial- und Gesundheitswesen Weitere Infos beim Studierenden-Service der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Telefon: 0751 501-9344 E-Mail: info@hs-weingarten.de und unter www.hs-weingarten.de


NEU AB 1.7. 2011 : BUNDESWEHR Freiwilliger Wehrdienst für junge Frauen und Männer Wollen Sie sich ein persönliches Bild von der Bundeswehr machen, ohne sich als Soldat auf Zeit zu verpflichten? Wollen Sie in jungen Jahren schon einen Dienst für die Gesellschaft leisten? Überbrücken Sie eventuell die Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn mit einem Freiwilligen Wehrdienst bei gutem Gehalt. Und das Beste ist: Sie bestimmen dabei den Zeitraum, in dem Sie tätig sind. Bis zu 23 Monaten ist alles möglich. Frauen und Männer gleichermaßen Durch die Entscheidung über die Aussetzung der Wehrpflicht wird in Deutschland niemand mehr gegen seinen Willen zu einem Pflichtdienst einberufen. Die Bundeswehr ist aber weiterhin daran interessiert, hochmotivierte Frauen und Männer einzustellen. Aus diesem Grunde wurde der freiwillige Wehrdienst mit einer Dauer von bis zu 23 Monaten und attraktiven Konditionen eingeführt. Gute Chancen für eine Einstellung haben die Bewerber/-innen derzeit bei der Gebirgsjägertruppe. Die Gebirgsjägerbrigade 23 ist ein insgesamt rund 6.500 Mann starker Großverband des Deutschen Heeres, der an fünf Standorten in Oberbayern beheimatet ist. In den Kasernenanlagen von Bad Reichenhall hat der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 mit seinem Stab seinen Sitz. Von hier aus werden die Gebirgssoldaten geführt, die neben Bad Reichenhall in den Standorten Füssen, Mittenwald, Ingolstadt und Bischofswiesen, stationiert sind. Die Einstellung weiblicher Bewerber für den Freiwilligen Wehrdienst erfolgt ab dem 01.07.2011. Probezeit Die ersten sechs Monate des Freiwilligen Wehrdienstes gelten als Probezeit und zwar unabhängig davon, auf welche Verpflichtungszeit Sie sich festlegen. Sollte die Tätigkeit als Soldat nicht Ihren Vorstellungen entsprechen oder andere, vielleicht private Änderungen vorliegen, können Sie in diesem Zeitraum jederzeit von Ihrer Verpflichtung zurücktreten. Bezahlung Als freiwillig Wehrdienst Leistende(r) erhalten Sie einen steuerfreien Wehrsold. Neben dem sogenannten Wehrsoldtagesatz wird Ihnen zusätzlich ein Wehrdienstzuschlag gezahlt. Somit erhalten Sie bereits ab dem ersten Monat Ihres Wehrdienstes einen Wehrsold in Höhe von 777,30 €, welcher sich durch weitere Zulagen und Zuschläge noch erhöhen kann. Daneben gibt es noch eine besondere Zuwendung (auch als Weihnachtsgeld bekannt) und ein Entlassungsgeld. Die Höhe ist hierbei abhängig von Ihrer Verpflichtungszeit. Weitere attraktive Vorteile sind:

✔ Besondere Zuwendung (Weihnachtsgeld) 19,20 € / Monat ✔ Entlassungsgeld 76,80 € / Monat sowie

✔ Unentgeltliche truppenärztliche Versorgung ✔ Unentgeltliche Verpflegung ✔ Unentgeltliche Unterkunft Bewerbung Wurde Ihr Interesse am Freiwilligen Dienst in den Streitkräften geweckt? Fragen Sie den Bundeswehr Berater an Ihrem Wohnort. Kontakt: Über die kostenfrei Hotline 0800 / 9 80 08 80 oder im Internet unter www.bundeswehr-karriere.de


NASEWEIS UND WUNDERFITZIG : 2. MUNDARTWETTBEWERB Arbeitskreis Mundart in der Schule. Preisverleihung in VS-Villingen Bei dem von den beiden Mundartvereinen „Muettersproch-Gsellschaft e.V.“ und „schwäbische mund.art e.V.“ mit 3.000 Euro Preisgeld ausgelobten 2. Mundartwettbewerb für Schulen in Baden-Württemberg sind von der Jury des Arbeitskreises „Mundart in der Schule“ dieser Tage die Preisträger ermittelt worden. Die Klassen- und Einzelsieger werden bei einem „Mundartfest“ an den St. Ursula Schu- len in VS-Villingen am Samstag, 9. Juli 2011 um 17 Uhr mit ihren preisgekrönten Arbeiten vorgestellt und vom Vorsitzenden des Fördervereins „Schwäbischer Dialekt e.V.“, Herrn Staatssekretär a.D. Hubert Wicker, geehrt. Im Anschluss an die Preisverleihung moderiert das alemannische Urgestein Wolfgang Miessmer ab 19.30 Uhr einen Mundartabend mit Autoren aus den beiden Mundartvereinen Baden-Württembergs. Hanno Kluge und Wolfgang Wulz vertreten die Württemberger Schwaben, Johannes Kaiser und Wendelinus Wurth die badischen Alemannen. Mundartautor und Sebastian-Blau-Preisträger Hanno Kluge, der Vorsitzende der Jury, sieht die Wettbewerbsbeiträge als „Beweis dafür, welcher Stellenwert der Auseinandersetzung mit dem heimischen Dialekt an vielen Schulen im Land BadenWürttemberg beigemessen wird. Wenn man sieht, mit welcher Begeisterung die Schüler und Schülerinnen bei der Sache waren und gleich, ob man die Ergebnisse nun euphorisch oder realistisch betrachtet - man kann eigentlich nur ein Fazit ziehen: Weiter so!“ Schon jetzt dürfen sich Schüler und betreuende Lehrer der Johannes-Gaiser-Realschule Baiersbronn, der Hugo-Höfler-Realschule Breisach, des Melanchthon-Gymnasiums Bretten, der Silcherschule Fellbach, der Haupt- und Realschule Friesenheim, der Schlossgartenschule Pfinztal-Berghausen, Grundschule Rottenburg-Wendelsheim, der Uhlandschule Stuttgart, des Gymnasiums am Hoptbühl Villingen-Schwenningen, der Grundschule Wiechs und der Montfort-Realschule Zell im Wiesental darüber freuen, einen der wertvollen Preise gewonnen zu haben. Welcher es dann genau ist, bleibt aber bis zum Mundartfest in Villingen-Schwenningen am 9. Juli spannend. Erst dann heißt es: The Winner is... oder besser „Gwonne hent/hont/hawwet...“ www.mundart-in-der-schule.de

JUGEND ENTDECKT MARKTWIRTSCHAFT Jetzt bewerben für das kostenlose Economic Summer Camp 2011

Gruppenbild Economic Summercamp 2010

Bewerbungsfrist zum sechsten Sommercamp von „Jugend entdeckt Marktwirtschaft“ hat begonnen Vom 30. Juli bis 6. August 2011 findet zum sechsten Mal das Economic Summer Camp (ESC) für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 (Mindestalter 16 Jahre) von „jem e.V. - Jugend entdeckt Marktwirtschaft“ statt. Diese einwöchige „Begeisterungs- und Bildungsveranstaltung für Wirtschaft“ steht Schülern aus ganz Deutschland offen. Qualifizieren kann sich, wer die Jury mit einem Aufsatz zum Thema „Die Zukunft des Euro?“ überzeugt. Sämtliche Informationen zum Bewerbungsverfahren stehen im Internet unter www.jem-online.de zur Verfügung. Inhaltlich wird während des Sommercamps ein kurzweiliger, aber auch herausfordernder Mix aus Wirtschaftswissen, Diskussionen, Planspielen sowie Besichtigungen von Firmen geboten. „Wirtschaft soll für die Schüler greifbar werden“, betont der Vereinsvorsitzende Martin Müller, der zusammen mit weiteren Mitstreitern 2004 die Initiative gegründet hat. Hinzu kommt ein attraktives Rahmenprogramm für die Förderung von Kreativität und das Organisationstalent der Schüler. Ausführliche Erfahrungsberichte und Pressestimmen aus dem letzten Jahr sind ebenfalls auf der Website des Vereins zu finden, so schreibt ein ehemaliger Teilnehmer: „Jedem wirtschaftsbegeisterten Schüler ist eine Teilnahme am Economic Summer Camp nur zu empfehlen. Das ESC – eine lohnende Investition für die Zukunft!“ Von der durch die Bundesregierung geförderten Initiative „Land der Ideen“ wurde das Projekt „Economic Summer Camp“ im letzten Jahr als „ausgewählter Ort 2009“ prämiert.

42 SEEHAS-MAGAZIN : AUSBILDUNG


BIOGRAFISCHE RAUMGESTALTUNG Fotos aus alten und neuen Zeiten

Zum Einsatz bei unseren attraktiven Kundenbetrieben im Raum Singen /Radolfzell suchen wir ab sofort volljährige

Ferienaushilfen, Schüler und Studenten (m/w) für einfache Produktionstätigkeiten. Ihre schriftliche Kurzbewerbung schicken Sie bitte an:

externa GmbH, Friedrich-Werberstr. 30 78315 Radolfzell Informationen erhalten Sie von Frau Jugert und Herrn Laub unter

Telefon 07732 / 942503 mail: radolfzell@externagmbh.de

Raumgestaltung im Treppenhaus, Foto: Gotthilf Vöhringer Schule

Wie kann der Lebenslauf in die Raumgestaltung einfließen? Auszubildende der Altenpflegekurse des Diakonischen Instituts haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt, kreative Lösungen gefunden und umgesetzt. Sie haben beispielweise ein nüchternes Treppenhaus mit Fotos aus „alten und neuen Zeiten“ gestaltet und die Bilder mit „roten Lebenslinien“ verbunden. Der zentral platzierter Leitspruch fasst das Thema zusammen: „Was wir geworden sind, sind wir im Gedächtnis. Wir sind gleichzeitig Kindheit, Jugend, Alter und Reife“. So wird der Theorie Leben und Farbe eingehaucht und der Unterricht lebendig. Sie interessieren sich für eine Ausbildung beim Diakonischen Institut für Soziale Berufe? Kontaktadresse: Diakonisches Institut für Soziale Berufe, Berufsfachschule für Altenpflege, Karlstr. 9, 88045 Friedrichshafen, dheldmaier@diakonisches-institut.de. Matthias Brugger

GOOD FOOD - BAD FOOD Deutsche Umweltstiftung empfiehlt Dokumenarfilm Die Deutsche Umweltstiftung empfiehlt den neuen Dokumentarfilm GOOD FOOD - BAD FOOD der französischen Dokumentarfilmerin Coline Serreau für den Einsatz im Schulunterricht. Der Film startete am 20. Januar 2011 in den deutschen Kinos und ist nach den Worten von Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung: „Der eindringlichste Dokumentarfilm seit WE FEED THE WORLD“. Sommer weiter: „Der Film erzeugt Betroffenheit, Nachdenklichkeit, Irritation – mit ganz und gar undramatischen Mitteln. Nicht zu vergleichen mit Dokumentarfilmen eines Michael Moore, aber ähnlich konsequent in der Positionierung präsentiert GOOD FOOD – BAD FOOD vor allem Menschen und deren Engagement für eine andere, nachhaltige Landwirtschaft.“ In GOOD FOOD – BAD FOOD werden vielfältige Ideen und Initiativen für einen besseren Umgang mit der Landwirtschaft aufgezeigt. Der Film lädt dazu ein, neue Formen der Agrarproduktion zu entdecken: Anbaumethoden, die funktionieren, zur Behebung bereits entstandener Schäden beitragen und nicht zuletzt zu deutlichen Verbesserungen im Bereich der Gesundheit und der gesamten Lebensumstände führen, indem sie eine nachhaltige Lebensmittel-versorgung gewährleisten. Dort wo WE FEED THE WORLD Betroffenheit erzeugte, präsentiert GOOD FOOD – BAD FOOD Lösungen. „Gerade deshalb ist dieser Film so ausgezeichnet für den Einsatz im Schulunterricht geeignet“. so Sommer, „Seine vitale, unzensierte Eindrücklichkeit und der bewusste Verzicht auf jegliche Inszenierung liefern ein hervorragendes Rohmaterial für didaktische Prozesse.“ Ab sofort gibt es dazu als kostenloses Downloadangebot der Deutschen Umweltstiftung ein filmpädagogisches Begleitmaterial für den Schulunterricht auf www.deutscheumweltstiftung.de

AUSBILDUNG : SEEHAS-MAGAZIN 43


MEHL UND SPRUDEL : GIBT SPRUDELBROT ERFOLGREICHES JAHR 2010 Aus der Region — für die Region

Mit energetischen Sanierung

Die beiden Unternehmen, die Randegger Ottilien-Quelle und die Bäckerei Waldschütz in Engen, haben ein Brot-Projekt gestartet. Nach dem Motto „aus der Region – für die Region“ entstand das „Sprudelbrot“, gemacht aus regionalen Produkten wie Clemens Fleischmann Geschäftsführer der Randegger Ottilienquelle Dinkel-, Weizen- und und Jürgen Waldschütz bei der Brotverkostung Roggenmehl. Der Randegger Sprudel -einem viertel Liter pro 750 g Brot - ist das natürliche Lockerungsmittel. Das Brot schmeckt ganz vorzüglich, ist durch das Wasser lange haltbar und enthält keinerlei Zusatzstoffe oder ähnliches. Bis zum 30.06.11 erhält jeder Kunde der ein Sprudelbrot kauft, zudem 1 Flasche 0.7 Liter Randegger Ottilienquelle gratis dazu, er muss nur das Pfand von 15 Cent bezahlen. Dieses Pfand bekommt er natürlich in allen Waldschütz Filialen oder anderen Getränkegeschäften wieder zurück. Bäckerei Konditorei Jürgen Waldschütz, Gerwigstraße 21, 78234 Engen, Tel. 07733 3464, www.baeckerei-waldschuetz.de Randegger Ottilien-Quelle GmbH, Gailinger Str. 4, 78244 Gottmadingen-Randegg, Tel. 07734 9300-0, www.randegger.de

2010 erreichte die Baugenossenschaft Familienheim Bodensee (Radolfzell) einen Umsatz von 11,0 Mio. � (2009: 12,4 Mio. �). Den größten Teil trugen die Miethausbewirtschaftung mit 8,4 Mio. � (2009: 8,2 Mio. �) und der Verkauf von Grundstücken mit Wohnbauten mit 2,3 Mio. � (2009: 3,8 Mio. �) bei. Die Bilanzssumme stieg von 55,1 Mio. � auf 56,5 Mio. �, der Eigenkapitalanteil von 23,8 auf 24,2 Mio. �. Der Jahresüberschuss betrug 467.000 Vorstand Wilhelm Stiefet � (2009 Jahresfehlbetrag 1,2 Mio. �). Den Schwerpunkt Ihrer Investitionen legte die Genossenschaft wie in den Vorjahren auf die energetische Sanierung und Modernisierung ihres Wohnungsbestands (2,1 Mio. �). Die fast 2.600 Mitglieder erhalten wie in den vergangenen Jahren für 2010 eine Dividende von vier Prozent. Die Baugenossenschaft Familienheim Bodensee eG wurde 1950 in Radolfzell gegründet. 2001 fusionierte die Baugenossenschaft Familienheim Bodensee eG mit der Familienheim Bodensee-Linzgau eG (Überlingen). Die Baugenossenschaft ist im ganzen Landkreis Konstanz, in Überlingen und in Markdorf tätig. Sie erstellt und verkauft Wohn- und Gewerbeimmobilien, vermietet eigene Wohnungen, Gewerberäume, Garagen und Stellplätze, verwaltet Eigentümergemeinschaften und Wohnungen Dritter und bietet eine individuelle Finanzierungsberatung in Radolfzell und in der Region. Anfang 2011 hat die Genossenschaft fast 2.600 Mitglieder und besitzt knapp 1.400 eigene Wohnungen.

SELTENE BUDDHA-FIGUREN in Lindau am Bodensee Liebhaber der buddhistischen Kunst finden in der Galerie Buddhapalace, in Lindau am Bodensee, gleich neben dem alten Rathaus, eine der umfangreichsten Verkaufsausstellungen an Buddhafiguren im gesamten deutschsprachigen Raum. Hier sieht man seltene Buddhas aus dem alten Siam, Mandalay Buddhas aus Burma aber auch tibetische und Japanische Figuren. Das Geschäft gleicht an manchen Stellen eher einem Museum da viele, der über 500 Figuren mit Kärtchen beschrieben sind. Verbinden Sie einen Besuch am Bodensee mit der Buddha-Erlebnisausstellung der Galerie Buddhapalace. Buddhapalace, Reichsplatz/neben dem alten Rathaus, Lindau/Insel, geöffnet: Mo – Fr 10.30 – 17.00, Sa 10.30 – 13.00, Tel. 0049(0)8382-2776082, www.buddhapalace.de

44 SEEHAS-MAGAZIN : BUSINESS


35 JAHRE : KLÄRANLAGE BIBERTAL-HEGAU IN RAMSEN Alle sind willkommen zum Tag der offenen Tür am 2. Juli Am 30. Juni 1976 erfolgte die offizielle Inbetriebnahme der Kläranlage BIBERTAL-HEGAU. Bereits etliche Jahre davor wurden die Weichen für dieses große internationale Projekt gestellt. Anfang der 60iger Jahre reifte die Idee beim Regierungspräsidium Freiburg, die Abwässer aus dem unteren Hegau und dem Bereich der unteren Biber zu sammeln, in einer Anlage in Ramsen zu behandeln und das geklärte Wasser in den Rhein zu leiten. Hintergrund war der Gedanke, die Hegauer-Aach, als Zufluss zum Bodensee, und die Biber von Abwasser zu entlasten. Nach zahlreichen, positiven zwischenstaatlichen Gesprächen bildete sich im Jahre 1965 die Planungsgemeinschaft für die “Abwasserreinigung BIBERTAL-HEGAU”. Im Jahre 1969 konnte die Entwurfsplanung durch die Mitgliederversammlung der Planungsgemeinschaft genehmigt werden. Ende des Jahre 1970 gründeten sich die beiden Verbände. Auf Deutscher Seite der Abwasserzweckverband HEGAU-SÜD, mit Sitz in Singen (Htwl.), auf Schweizer Seite der Abwasserverband BIBERTAL, mit Sitz in Thayngen. Ebenfalls in diesem Jahr wurde der Vertrag “über den Bau und den Betrieb einer gemeinsamen Abwasserreinigungsanlage in Ramsen und den dazugehörigen Kanälen” von den beiden Verbänden unterzeichnet. Neben der Erstellung der Kläranlage begannen im Herbst 1971 die Bauarbeiten des Ablaufkanals zum Rhein und im Frühjahr 1972 die der Zulaufsammler. Bis zum Jahre 2010 betrug die Investitionssumme für die Kläranlage und die Sammler 50.3 Mio. Euro, die von den Mitgliedsgemeinden aufgebracht wurden. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf ca. 3,3 Mio. Euro. Die Gremien der Kläranlage können mittlerweile auf 35 Jahre sehr erfolgreiche, überstaatliche Zusammenarbeit mit Genugtuung zurückblicken. Aus Anlass des 35-jährigen Jubiläums veranstaltet die Kläranlage am Samstag, den 02. Juli 2011 von 11:00 bis 17:00 Uhr einen “Tag der offenen Tür”, zu dem die Bevölkerung recht herzlich eingeladen ist. Nach einer fachlichen Führung über das Kläranlagenareal können sich die Besucher in der neuen Geräte- und Lagerhalle mit einem Getränk und einer Bratwurst, spendiert durch die beiden Verbände, stärken. Die Festwirtschaft liegt in den bewährten Händen des Musikvereins Ramsen.

Eigentumswohnungen in zwei 8-Familienhäusern mit Tiefgarage Ein attraktives Quartier für Jung und Alt

Markdorf, Mühlöschle 19 und 21

Zentrale Lage, 2-, 3- und 4-Zimmer Wohnungen Wohnflächen ca. 70 qm bis ca. 100 qm Barrierearm, mit Personenaufzug Terrassen oder Balkone nach Süden Fußbodenheizung, Parkett, Solar für Warmwasser Erdgeschosswohnungen mit Gartenanteil Vermietungsservice für Kapitalanleger Provisionsfreier Erwerb direkt vom Bauträger z.B.

2-Zi., Wohnfl. ca. 72 qm, 3-Zi., Wohnfl. ca. 83 qm, 4-Zi., Wohnfl. ca. 100 qm,

Kaufpreis € 154.400,00 Kaufpreis € 198.000,00 Kaufpreis € 218.600,00

Gebührenfreie Info: 0800-3600361 Info vor Ort: Ulf Kohlbrenner Tel. 07544/1259, Fax 07544/4910 e-Mail: uk.kohlbrenner@t-online.de Baugenossenschaft Familienheim Bodensee Neuer Wall 1, 78315 Radolfzell www.bauen-am-bodensee.de, e-Mail: klaus.hilpert@bfhb.de

TAG DER OFFENEN TÜR AM 2. JULI 2011 von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Kläranlage BIBERTAL-HEGAU ... alle Kanäle laufen bei uns zusammen Unser Service für Stadt und Land: ✔ Wir reinigen Ihr Abwasser ✔ Wir schützen den Bodensee, die Aach, die Biber und den Rhein

So schützen wir gemeinsam unsere Lebensgrundlagen für die Zukunft

Auch Sie können uns helfen: ✔ Bitte benutzen Sie die Abwassekanäle nicht als Mülleimer ✔ Bitte achten Sie darauf, dass keine Wasser gefährdenden Stoffe ins Wasser gelangen (z.B. Altöl, Benzin usw.) Abwasserzweckverband Hegau-Süd Abwasserverband Bibertal Technisches Büro, CH-Ramsen, Telefon +41/52/7428282 Telefax +41/52/7428289, info@ara-ramsen.ch, www.ara-ramsen.ch

BUSINESS : SEEHAS-MAGAZIN 45


1 EVENT, 4 TAGE, 5 ELEMENTE : DABEI SEIN IST ALLES Internationale Kneipp-Aktionstage in Überlingen am Bodensee

Vom 23. bis 26. Juni wird Überlingen, einziges Premium-Kneippheilbad in BadenWürttemberg, Gastgeber der Internationalen Kneipp-Aktionstage sein. Vier Tage lang dreht sich alles um die ganzheitlichen Gesundheitsanwendungen von Pfarrer Sebastian Kneipp mit seinen 5 Elementen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräu-

ter und Lebensordnung. Auf dem Programm stehen neben Experten-Vorträgen, Ausstellungen, Unterhaltungsabenden auch ein Tag der offenen Kliniken und Kurhotels sowie zahlreiche Mitmach-Aktionen wie Kräuterspaziergänge mit Wildkräuterverkostung, eine Kneipp-Rallye bis zu Bewegungs- und Entspannungsangeboten. Einer der Höhepunkte der Aktionstage wird sicherlich der Kneipptretweltrekordversuch am 25. Juni am Ufer des Bodensees im Westbad mit anschließender Beachparty sein. Ganz nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ soll dabei die Weltrekordvorlage der Ostsee-Insel Usedom von 1322 Teilnehmern überboten werden. Das detaillierte Programm finden Sie unter www.ueberlingen.de. Auf Wunsch sendet man Ihnen auch den kostenfreien Programmflyer zu. Kur und Touristik Überlingen GmbH, Landungsplatz 5, 88662 Überlingen Tel. 0 75 51 / 94 715 22, E-Mail: touristik@ueberlingen.de www.ueberlingen.de

46 SEEHAS-MAGAZIN : GESUNDHEIT


GEFÄSSAUFDEHNUNGEN : NEUE METHODE MIT LASERKATHETERN Ein neues Verfahren am Klinikum Konstanz, das sich besonders für schwere Fälle anbietet Eine neue Methode, stark verkalkte oder verschlossene Gefäße wieder zu eröffnen, setzt Laserlicht ein. Am Klinikum Konstanz steht die so genannte „Laserangioplastie“ jetzt zur Verfügung. In Deutschland gibt es bisher nur wenige Zentren, die das Verfahren anbieten. Besonders bei schweren Fällen bietet die Methode große Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren. Das Gefäß wird geschont, da der Katheter mit dem gebündelten Laserlicht an seiner Spitze nur langsam vorgeschoben wird. Dabei wird das Gewebe nur minimal erwärmt, da es sich um ein „kaltes Lasersystem“ im ultravioletten Bereich handelt. Das Laserlicht, das über Glasfasern in der Spitze des Katheters gebündelt wird, wird in einer zentralen Einheit durch einen chemischen Prozess erzeugt. Für das Eröffnen der Gefäße stehen je nach Gefäßdurchmesser unterschiedlich dicke Katheter zur Verfügung. Während der Behandlung, die unter örtlicher Betäubung der Patienten von Röntgenfachärzten und Gefäßchirurgen gemeinsam durchgeführt wird, wird der Katheter mit einer Geschwindigkeit von nur einem Millimeter pro Sekunde auf einem hauchdünnen Draht langsam vorgeschoben. Der Katheter fräst sich dabei unter Röntgenkontrolle einen Kanal durch harte Verkalkungen und weichere Ablagerungen, wobei die Temperatur nur auf etwa 50 Grad ansteigt. Durch photomechanische und photochemische Wechselwirkungen entstehen dabei kleinste Partikel, die durchschnittlich die Größe von roten Blutkörperchen haben. Die Gefahr einer Embolie ist dadurch gering. In der Regel wird nach der Passage des Laserkatheters durch das Gefäß noch mit einem herkömmlichen Ballonkatheter nachgedehnt, um einen noch größeren durchbluteten Gefäßdurchmesser zu erhalten. Vor allem bei stark verkalkten Gefäßen oder Verschlüssen der Gefäße der Beine, wie sie z.B. bei Diabetikern oder Dialyse-Patienten auftreten können, ist das Verfahren sinnvoll. Die bisherigen Erfahrungen am Klinikum Konstanz sind ermutigend. Durch die neue Technik kann eine höhere Lebensqualität erreicht, teilweise können Amputationen vermieden werden

Bild (Klinikum Konstanz): Bei der Laserangioplastie wird unter Röntgenkontrolle ein Katheder im Gefäß vorgeschoben, der mittels Laserlicht Ablagerungen schonend abträgt. Dr. Michael Losen und Professor Andreas Beck sind als Röntgenfachärzte beteiligt, Dr. Stephan Mildner ist Gefäßchirurg (von links).

Kooperation der Krankenhausapotheken Konstanz und Singen Die Krankenhausapotheken am Klinikum Konstanz und am Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen sind eine enge Kooperation eingegangen und treten unter der Bezeichnung „Departement für Pharmazie im Landkreis Konstanz“ auf. Beide Krankenhausapotheken koordinieren den Einkauf von Arzneimitteln an ihren jeweiligen Standorten. 25 Einrichtungen des Gesundheitswesens in den Landkreisen Konstanz und Tuttlingen werden so von Konstanz und Singen aus versorgt.

GESUNDHEIT : SEEHAS-MAGAZIN 47


Seehas Magazin Juni Juli 2011  

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