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MOOD TOUR 2014 7.000 km unterwegs gegen die Depression


inhalt Vorwort..................................................06 Idee & Route..........................................10 Nachrichten von unterwegs....................19 Aktionstage............................................26 Gastfreundschaft...................................32 Vorurteile zum Thema Depression...........46 Was heißt eigentlich Stigma?..................50 Ich hab’s geschafft.................................54 Eine Reise ins Ich...................................58 Förderinnen & Förderer...........................62 Die MOOD TOUR 2012 in Zahlen ...........66

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Vorwort 8


Die Staffelfahrt der MOOD TOUR 2012 ist bald zwei Jahre her, die Vorbereitungen für die Neuauflage 2014 laufen auf Hochtouren – in wenigen Wochen geht es los. Sie halten die zweite Auflage der MOOD TOUR-Broschüre in den Händen. Inhalte und Bilder sind von der ersten Fahrt, die Karte auf S. 10 allerdings zeigt, wo wir 2014 entlangfahren werden. Im Begleitprogramm gab es bereits sieben Foto-Ausstellungen und einen Schulbesuch – das MOOD-TOUR-Aktionsprogramm sorgt für Öffentlichkeit und somit für Aufklärung rund um das Thema Depression: In über 180 Artikeln wurde bis April 2014 in anerkennender Art und Weise, meist auch mit Bild, über uns berichtet und das Projektanliegen weitergetragen. Zusammengezählt in 12,3 Millionen Ausgaben deutscher Zeitungen und Magazine, in 20 Radio-Interviews, TV-Beiträgen sowie im Internet wurde und wird gezeigt, dass man Depression in den Griff bekommen kann, sie eine normale, aber ernstzunehmende Erkrankung ist und dass Offenheit sowohl Betroffenen als auch Nicht-Betroffenen nur helfen kann. Die MOOD TOUR sendet viele ermutigende und stimmungsvolle Botschaften in Form von Bildern und Worten in unsere Gesellschaft. Sie schafft einen Raum, in dem es leicht fällt, über die Erkrankung zu berichten bzw. zu lesen: eine schöne Radreise, bei der Dutzende Menschen mit gutem Beispiel voranfahren. 2012 haben wir schon viel erreicht, für 2014 sind weitere Ziele gesteckt! Seien Sie dabei! Bremen, im Mai 2014, Sebastian Burger (Projektleitung) PS: Ein ganz herzliches Dankeschön an den Projektträger DepressionsLiga – Deutschlands einzigem bundesweit arbeitenden Bertroffenenverein – sowie an die finanziellen Förderer BARMER GEK und Deutsche Rentenversicherung Bund, ohne die es keine MOOD TOUR 2014 gäbe. 7


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IDEE & Route

MOOD TOUR 2014: Start ist am 14. Juni in Leipzig, Zieleinlauf am 20. September

in Köln. Dazwischen liegen 7.000 km Strecke und 50 öffentliche Mitfahr-Aktionen.


Die Bilder in dieser Broschüre sind während der 4.500 km langen Staffelfahrt der MOOD TOUR 2012 entstanden. Damals fuhren wir von Freiburg aus in zwei Schleifen durch alle Bundesländer bis nach Berlin. 2014 startet ein Tandem-Team mit neuen Teilnehmern und ein zweites mit Ehemaligen der MOOD TOUR 2012. Gemeinsam werden in zwölf Etappen zwischen dem 14. Juni und dem 20. September 7.000 km bestritten. In 70 Orten laden wir zum öffentlichen Mitfahren ein: www.mood-tour.de/mitfahren


Die Staffelfahrt Mit der ersten MOOD TOUR sind wir 2012 drei Monate lang gemeinsam mit Menschen mit und ohne Depressionserfahrung durch Deutschland geradelt. Es ging darum, möglichst viele Betroffene und Nicht-Betroffene zu motivieren, offen mit der Erkrankung umzugehen. Das Konzept ist gut aufgegangen, vieles hat sehr gut funktioniert, Depressionserfahrene fragten, ob sie wieder bzw. auch einmal mitfahren könnten – gute Gründe für eine Neuauflage der MOOD TOUR im Jahr 2014. Es ist erwiesen, dass sich Bewegung positiv auf Körper und Geist auswirkt. Getragen von diesem Gedanken, setzt die MOOD TOUR ein Zeichen: Gesicht zeigen und die eigenen Stärken mobilisieren. 2014 geht es am 14. Juni los, mit zwölf Etappen-Teams, die etwa zur Hälfte aus Depressionserfahrenen und -unerfahrenen bestehen – einige davon sind ehemalige Teilnehmern der MOOD TOUR 2012. Bis zum 20. September erleben die Teilnehmer auf insgesamt 7.000 km intensiven Erfahrungsaustausch, sportliche Herausforderungen und schöne Naturerlebnisse. Gezeltet wird im Freien, manchmal übernachtet die Gruppe bei spontanen Gastgebern. Es wird gemeinsam gekocht und abends in gemütlicher Runde zusammen gesessen. Während der 50 Aktionstage suchen wir die Öffentlichkeit: Die ADFC Vereine bieten Mitfahraktionen und Infostände für Interessierte vor Ort an, prominente Schirmherren wie Willi Lemke – Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden für den Generalsekretär der Vereinten Nationen – unterstützen uns dabei. Zwischen den Aktionstagen treffen wir immer wieder Journalisten in Orten, durch die wir fahren. Ihnen berichten die depressionserfahrenen Teilnehmer, wie sie mit der Erkrankung leben und warum die MOOD TOUR noch immer Not tut: Stand der Dinge ist, dass sich nach wie vor viele Betroffene nicht trauen offen mit der Erkrankung zu leben bzw. es sich nicht erlauben können. 12


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Die Staffelfahrt soll alle zwei Jahre zwischen Mitte Juni und Mitte September stattfinden – interessierte Teilnehmer mit und ohne Depressionserfahrungen können sich ganzjährig unter www.mood-tour.de melden. Foto-Ausstellung „Deutschland, eine Reise“ Die Eindrücke der MOOD TOUR 2012 waren im Rahmen dieser Wanderausstellung bis jetzt sieben Mal zwischen Schortens in Friesland und Siegen zu sehen. Interessierte Institutionen können sie entleihen: www.mood-tour.de/ausstellung. Diese Broschüre dient gewissermaßen als Ausstellungskatalog, denn sie enthält fast alle Motive der Schau.   Schulbesuche Im Juli 2013 fand der erste MOOD-TOUR-Schulbesuch statt – ein Konzept aus Diashow über die MOOD TOUR und Schülergesprächen mit ehemaligen Teilnehmern mit Depressionserfahrungen. Ab Oktober 2014 würden wir dieses Aufklärungsangebot gerne vermehrt anbieten. Über Anfragen freuen wir uns!

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BEriChtE von unterwegs MOOD TOUR 2012 Tanja, Etappe 6 (Ausschnitte der mood-tour.de-Berichte) Nach einem wunderschönen, ruhigen Grillabend in Bremen wurde am nächsten Morgen alles groß, laut und energisch. Der Infostand am Bahnhof wurde von Journalisten umzingelt, diese fragten uns aus, Prominenz war gekommen. Annelie Keil und Willi Lemke unterstützen die Aktion und radelten sogar anschließend bis zum Aktionszielort Ganderkesee mit. Übrigens wurde an diesem Morgen ein kleiner Kindheitstraum wahr: Der MOOD-TOUR-Aktionstag wurden von einer Polizeieskorte aus der Bremer Innenstadt hinaus bis nach Ganderkesee begleitet – und viele rote Ampeln offiziell ignoriert! Was für ein Gefühl! Danke für dieses Erlebnis!

Steffi, Etappe 5 Der Tag zeigte, was wir als MOOD-TOUR-Gruppe wirklich draufhaben, denn eine unserer Betroffenen erlitt einen akuten Schub. Wir schafften es aber relativ unverkrampft, sie wieder aufzufangen. Und das, obwohl unsere Vorstellung vom Zelten mit der Stellplatzbesitzerin in Brandenburg weit auseinandergingen. 19


Bea, Etappe 2 ... 220 Höhenmeter, 53 Kilometer Strecke, sieben Prozent Steigung, intim im Team: Zusammen Höhen und Tiefen bewältigen, durchschnittlich fünf bis sechs Stunden gemeinsame Zeit auf dem Tandem fahren, Teamwork und Vertrauen sind unabdingbar, da werden Gespräche intensiver, wir fühlen uns immer wohler und eingespielter im Team als auch in der Gruppe...

Steffi, Etappe 5 Wir waren uns weitgehend einig, wenigstens ein letztes Mal wild zu campen, bevor wir in Rostock wieder ein richtiges Bett sehen würden. Nach kurzen Diskussionen schlugen wir unsere Zelte auf einem Parkplatz direkt an der Ostsee, neben einem Naturschutzgebiet auf. Dieser wird seit 20 Jahren von vielen Familien genutzt. Ein besonderes Abendessen musste her – Pfannkuchen. Die vier Kinder unserer Nachbarn fanden nichts so spannend, wie uns über die Schulter zu schauen. Und so veranstalteten wir eine Koch-Show, in deren Verlauf die Kleinen fast in die Pfanne fielen. Unser letzter Tag führte uns zu einem Pressetermin in Bad Doberan (und nicht Dobendan, wie einige Halsschmerz-Geschädigte erst vermuteten). Es ging über holprige Waldwege und zum Schluss relativ unromantisch an der Straße straight nach Rostock. Dort wartete schon wieder die Presse. Und zwar nicht nur unser eigentlicher Termin, sondern auch noch eine Lokalreporterin, die über ein Stadtradeln berichten sollte. Die Teilnehmer hatten sich aber so gut versteckt, dass sie kurzerhand uns auch noch interviewte, wie praktisch. So ging unsere reine Frauen-Etappe (außer Sebastian) mit dem einen oder anderen Tränchen zu Ende. Doch wir konnten noch die letzte Nacht und das letzte Frühstück miteinander verbringen, ehe wir abreisten. Vielen Dank, liebe Mädels und Sebastian für die schöne Zeit!

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Max, Etappe 3 Das Radeln, Sein und Leben in dieser Gruppe war für mich persönlich nicht nur eine wertvolle Erfahrung, sondern auch eine Herausforderung. Aufgrund unterschiedlicher Meinungen und Arten der einzelnen MOOD-TOURerInnen, habe ich die Etappe zum einen als sehr abwechslungsreich und vielseitig, zum anderen aber auch als anstrengend und teils belastend wahrgenommen. Es ist natürlich schwierig, in einer heterogenen Gruppe bei Entscheidungen auf einen gemeinsamen Punkt zu kommen, der für alle Mitglieder gleichermaßen zufriedenstellend ist. Darüber hinaus ergaben sich aber auch immer wieder Probleme und Reibungen, weil jeder unterschiedlich kommunizierte – die einen eher wortkarg und ruhig, die anderen lieber exakt und ausführlich. Im Laufe der Etappe hatte sich dadurch das Klima in der Gruppe verschlechtert. Die Kommunikation wurde schwierig, die Entscheidungsfindung war stellenweise unbefriedigend, die Gruppenstimmung zeitweise angespannt. Natürlich hatten wir auch sehr viel Schönes zusammen erlebt. Wir haben traumhafte Natur gesehen; viele, viele lustige Momente mit lautstarkem, erfüllendem Gelächter zusammen verbracht; die unglaubliche Gastfreundschaft und Offenheit in Deutschland zusammen erfahren und entdeckt; sehr interessante und tiefgehende Gespräche geführt; die körperlichen Strapazen überstanden – und so bleibt mir die Zeit, die ich in dieser Etappe zusammen mit den einzelnen Gruppenmitgliedern verbracht habe, als sehr interessant und bereichernd in Erinnerung.

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AKTIONSTAGE der MOOD TOUR 2012

Harald Schmidt, Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zu den Mitfahr-Aktionen: „Allen Teilnehmern wünsche ich viel Vergnügen und einen unvergesslichen Tag. Bei so einer Radtour geht´s ja mal auf, mal ab – fast wie im richtigen Leben!“

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Irina, Etappe 7 Etappe sieben dauert zwölf Tage und hatte acht Aktionstage bzw. Mitfahr-Aktionen. Einige verliefen mit sehr wenig Publikum, andere wiederum, kamen super an. In Hildesheim, mitten in der Fußgängerzone, gab es einen tollen Stand, an dem sich viele Menschen informierten und einige kurze Reden gehalten wurden. Wir waren ein echter Blickfang!

... weiter ging es nach Braunschweig. Und dieser Aktionstag sollte uns wirklich in Erinnerung bleiben: Mitten auf dem Marktplatz empfingen uns zwei Trommlergruppen und wirklich viele Passanten interessierten sich für die Infostände. Ein lokaler Bäcker spendierte Butterkuchen und Laugengebäck. Wir waren überwältigt von so viel Engagement: Sogar die MOOD-TOURFahne hatte man vor Ort vergrößert nachgemalt.

Doch mehr als erwartet. Mit etwa 70 Mitfahrern und einer riesigen Polizeieskorte radelten wir die letzten 30 Kilometer zum Brandenburger Tor! Ein tolles Gefühl, auf den breiten Straßen mit Geleitschutz entlang rollen zu können – die Stadt war voll, Berliner und Touristen schauten nicht schlecht, als wir die Straße des 17. Juni gen Brandenburger Tor rollten.

Kerstin, rechts im Bild Radeln für das innere Gleichgewicht – bei der MOOD TOUR gibt es leistungsdruckfreien Sport und nette Gemeinschaft.

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Nach einer tollen MitfahrAktion mit 端ber 40 Radlern von Bochum 端ber Gelsenkirchen bis nach Essen. 30.8.2012 30


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GAST FREUNDSCHAFT

Max, Etappe 3 Entgegen unserer Vorstellungen & Erwartungen fiel uns regelmäßig auf, wie unglaublich gastfreundlich und fürsorglich unsere „Mitbürger“ sich um uns kümmerten, uns bei der Bitte um einen Zeltplatz nicht nur die Erlaubnis dafür gaben, sondern uns zudem auch ihr Bad zur Verfügung stellten, uns mit Kaffee versorgten und viel Interesse und Fürsorge entgegenbrachten.

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Irina, Etappe 7 Auf die Hilfe des netten Rentner-Ehepaares sollten wir noch öfter zurückkommen, wobei wir alle auch viel aus ihrem Leben erfuhren. Wir bekamen eine Gartenführung und Sebastian konnte das Internet nutzen. Es war ein gutes Gefühl, so viel Gastfreundschaft zu erfahren! Ewald, Besitzer eines Schrebergartens, versuchte noch bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit die Wasserpumpe in Betrieb zu setzen. Was ihm aber leider nicht gelang. So kamen wir endlich in den Genuss der „Outdoor-Dusche“, die von Sebastian fleißig angepriesen wurde – einem Zehn-Liter-Sack mit Duschschlauch. Während sich die einen noch wuschen, brutzelten die anderen schon unser Abendessen. Auf Stühlen und an einem Tisch sitzend, aßen wir und tranken ein Bierchen – der pure Luxus im Vergleich zum Feld- und Wiesenbetrieb.

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„Damit Betroffene sich nicht alleine fühlen und schneller Hilfe bekommen. Damit niemand mehr in der Dunkelheit bleiben muss.“ (Irina) Irina tippt Neuigkeiten für die Webseite. 40


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„Für mich war es bereichernd zu erleben, mit wie wenig ich auskommen kann. Und dass ich dabei trotzdem – oder gerade deswegen? – gut lebe.“ (Christiane) Klaus-Peter im freiwilligen Schnarch-Exil; nächste Seite: Trinkwasser im Bergatreuter Tal, nördlich von Ravensburg 42


vorurteile zum thema Depression

Depressionen gehören weltweit zu den häufigsten Formen psychischer Erkrankungen und werden in ihrem Leidensdruck und ihren Auswirkungen immer noch unterschätzt. Allein in Deutschland leiden derzeit ca. vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression und jeder Fünfte erkrankt einmal im Laufe seines Lebens. Nicht behandelte oder nicht erkannte Depressionen sind die häufigste Ursache für Suizide und Suizidversuche in Deutschland. Leider werden die meisten Betroffenen immer noch nicht optimal behandelt. Zum einen, weil bei vielen bereits durch die Erkrankung Energie und Hoffnung auf Besserung fehlen. Zum anderen, weil manche Ärzte über Diagnose und Therapiemöglichkeiten nicht gut genug Bescheid wissen. Mit einer Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten sind die meisten Erkrankungen heutzutage jedoch gut zu behandeln.

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Trauer ist eine Grundemotion und eine normale Reaktion auf belastende Lebensereignisse. Es kann zwar vorkommen, dass eine lange und tiefe Trauer das Entstehen einer Depression begünstigt, doch ist sie für sich gesehen keine Erkrankung. Langanhaltende Trauergefühle können aber durchaus ein erstes Symptom einer Depression sein. Häufig treten sie dann ohne nachvollziehbaren Grund auf – man kann nicht sagen, worüber eigentlich getrauert wird. Antriebsschwäche ist eine der Auffälligkeiten bei Depressionen, die bei vielen Menschen Assoziationen von Trägheit, Faulheit und Willensschwäche hervorruft. Hierbei wird fälschlicherweise unterstellt, die betroffene Person könnte sich auch zusammenreißen und ihren Zustand selbst überwinden. Das trifft jedoch nicht zu, denn auch mit noch so viel Anstrengung lösen sich die Blockaden des Denkens, Fühlens und Handelns nicht auf, sondern werden als umso quälender erlebt. Appelle an den Willen gehen daher an der Realität der Depression vorbei und verschlimmern die Isolation der Betroffenen. Scheinbarer Egoismus ist das Gegenteil von dem, als was er von anderen häufig empfunden wird. Die Betroffenen sind nicht egoistisch, sondern schlicht unfähig, zufrieden und gelöst zu sein und sehen alles wie durch eine schwarze Brille. Sie sind oft extrem verletzlich, beschuldigen andere und klagen über Ungerechtigkeiten, ohne hierbei jedoch eine Wahl zu haben. Positive Gedanken und Gefühle sind ihnen versperrt. Sie sehen zwangsläufig nur Probleme und verbreiten überall eine sorgenvolle und problemlastige Atmosphäre. Diese Gestimmtheit ist der Hauptgrund dafür, dass sie missverstanden werden und als Nörgler und Miesmacher bald ins soziale Abseits geraten. Niemand will mit ihnen gerne Umgang haben. Auch deshalb verschlimmern sich Depressionen von selbst.

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Grenzen der Belastbarkeit zu haben ist kein Zeichen dafür, nicht leistungsfähig zu sein. Wer alles ertragen kann, könnte ebenso gut auch als unsensibel und rücksichtslos bezeichnet werden. Es ist vielmehr ein Zeichen von Eigenkompetenz, nicht alles mitzumachen, was der moderne Mensch als wertvoll und wichtig betrachtet und sich stattdessen zu fragen, ob ein gestecktes Ziel überhaupt zu einem passt. Nur wenn man seinen Veranlagungen nach mit einem Ziel auf Dauer harmonieren kann, wird man psychischen Problemen wirksam aus dem Wege gehen. Von außen bestimmte Ziele einfach zu übernehmen, weil es gefordert wird, kann zu vermehrtem Druck und Stress führen und das Risiko für eine Depression oder eine andere Erkrankung steigt an. Depressionen sind behandelbar. Die Rückfallgefahr ist relativ hoch, sie hängt aber stark davon ab, ob krank machende Faktoren erkannt werden und ob man bereit ist, den Lebensstil zu überdenken und ggfs. umzustellen. Auch das für den Einzelnen richtige Medikament ist ein wichtiger Behandlungspfeiler. In vielen Fällen ist die medikamentöse Einstellung allerdings nicht einfach und kann sehr zeitaufwändig sein. Doch das richtige Zusammenspiel zwischen medikamentöser und therapeutischer Behandlung machen Depressionen dann meist beherrschbar. Niemand ist vor Depressionen gefeit. Auch nicht diejenigen, die stark und unverwüstlich erscheinen, die erfolgreich und beliebt sind. Die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gegen belastende Umwelteinflüsse ist durch genetische und sozial prägende Faktoren gegeben, es hängt aber auch davon ab, was man daraus macht. Unwissenheit darüber, was einem eigentlich gut tut und was nur unnötigen Stress verursacht, ist sehr verbreitet und stellt ein Risiko dar. Dabei ist es nicht möglich, klare Vorhersagen zu treffen, was noch gesund ist und was nicht.

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Quellen: Hell, Daniel: Depression – Was stimmt? Die wichtigsten Antworten, 4. Auflage, 2010 Herder Freiburg www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/wissen.php, 19.04.13 Müller-Rörich, Hass, Margue, van den Broek, Wagner: Schattendasein – Das unverstandene Leiden Depression, 2. überarbeitete Auflage, 2013 Springer Medizin Verlag Heidelberg

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Was heiSSt eigentlich Stigma?

Max, Etappe 3 Bei einem der vielen Gespräche, sprachen wir über die Bedeutung und klare Definition von „Stigma“ – einem Wort, das im Zusammenhang mit der MOOD TOUR und deren Zielen häufig fällt, aber nicht allen hundertprozentig klar ist. Stigma bedeutet wörtlich Brandmal und war als solches früher als Kennzeichnung für minderwertig angesehene Personen gedacht, als Ausdruck von Ächtung. So outete im Mittelalter eine abgeschlagene Hand einen Menschen als Dieb. Die Stigmatisierung hingegen ist das Zuschreiben von meist negativen Eigenschaften, die das Vertrauen in eine Person untergraben. Zum Beispiel war Homosexualität früher ein großes Stigma, das zu Nachteilen im Berufsleben führte. Heute sind der Außenminister Guido Westerwelle, der Bürgermeister der Hauptstadt, Klaus Wowereit, und andere mehr bekanntermaßen homosexuell und niemand spricht ihnen deswegen Kompetenzen ab. 50


Bezogen auf das Thema Depression bedeutet Stigmatisierung, dass Betroffene oftmals in die Schublade „schwach“ und „instabil“ gesteckt werden und auch wenn sie die Erkrankung im Griff haben als generell weniger leistungsfähig und belastbar gelten. Diese Geringschätzung kann dann berufliche Nachteile mit sich bringen. Somit trägt die Stigmatisierung der Krankheit Depression natürlich gleichzeitig zur Tabuisierung des Themas bei. Das ausgesprochene Ziel der MOOD TOUR ist es, gegen das Schubladendenken zu kämpfen. Nach dem Ende der Tour stand fest, dass ehemalige Depressive sehr wohl belastbar sowie absolut und uneingeschränkt gesellschaftsfähig sind. Sie lassen sich nicht einheitlich kategorisieren, sondern sind – wie andere Menschen auch – laut oder ruhig, lustig oder ernst, nachdenklich oder gesprächig, umgänglich oder schwierig, flapsig oder freundlich. Das gilt übrigens auch für die Deutschen im Allgemeinen. Als Gruppe stellten wir fest: Unsere Mitbürger sind gastfreundlich und fürsorglich. Wir verabschiedeten uns von einem weiteren Stigma, dass diese als verschlossen und abgrenzend zeichnet (-: Vielen Dank an Florian, Ingolf, Sebastian und Monika, mit denen ich diese Zeit verbringen durfte, diese Erfahrungen sammeln konnte. 51


Ich hab’s geschafft Steffi, Etappe 5 Niemand, der es noch nicht selbst erlebt hat, kann sich eine Depression vorstellen – diese Hoffnungslosigkeit, Scham und Energielosigkeit. Und niemand, der von dem großen schwarzen Monster im Würgegriff gehalten wird, kann sich ausmalen, dass es jemals wieder anders wird. Aber das kann es. Ich bin der Beweis.

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Ich bin 34 Jahre alt und habe 20 Jahre lang – von 13 bis 33 – mit kleinen Unterbrechungen, unter diesem furchtbaren Druck gelitten und mich zu Tode geschämt. Kurz vor meinem 34. Lebensjahr habe ich endlich erkannt, dass es so nicht weitergehen kann und den Mut sowie die Gelegenheit gefunden, mich ein Stückchen aus dem Sumpf zu kämpfen. Ich habe eingesehen, dass ich mich nicht weiter verstecken kann und meine Lebensweise ändern muss. Nach einer langjährigen Beziehung, in der ich nicht viel Unterstützung bekam, fand ich die Kraft, mich selbstbestimmt um meine eigene Genesung zu kümmern. Ich arbeite jetzt in der DepressionsLiga mit, was mir Bestätigung und Kontakt zu anderen Betroffenen gibt. Außerdem fand ich durch diese eine Therapie speziell für chronisch Depressive wie mich. Sie hat mir sehr geholfen, mein seelisches Gleichgewicht zu stabilisieren. Allerdings bin ich nicht ganz geheilt. Ganz frei von Symptomen zu sein, wird auf Dauer nicht möglich sein. Aber ich lerne damit klarzukommen. Nicht zuletzt hat mir die MOOD TOUR sehr geholfen, mich zu stabilisieren. Während dieser fühlte ich mich stark. Durch den vielen Sport, die Gemeinschaft, die Struktur, das Naturerlebnis und vor allem auch die selbst durchgeführte Öffentlichkeitsarbeit bin ich endlich aus dem gewaltigen Schneckenhaus gekommen. Seitdem habe ich „Outing“ als Sport betrieben und mein Gesicht auch noch in andere Pressekameras gehalten. Ich habe noch einen weiten Weg vor mir, aber endlich habe ich ihn nach 20 Jahren gefunden. Ich schäme mich nicht mehr und erkenne endlich meinen Selbstwert an. Somit hat sich der Kampf gelohnt und wird sich auch weiterhin lohnen. Und wenn ich das geschafft habe, dann schaffen das andere auch.

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Eine Reise ins Ich Gertrud, Etappe 5 Ich lebe seit fast 40 Jahren mit Depressionen. Nach einem Zusammenbruch vor vier Jahren, war ich ein Jahr krankgeschrieben und kämpfe seitdem um mein seelisches Gleichgewicht. In der Klinik habe ich zwar „Handwerkszeug“ vermittelt bekommen, neue Medikamente und eine weitere Therapie ausprobiert – die Tiefs kehrten jedoch in immer kürzeren Abständen zurück. Ich kämpfte wirklich ums nackte Überleben.

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Und dann kam die MOOD TOUR: Nach dem Vortreffen in Köln, bei dem ich das Gefühl hatte „ich komme nach Hause“, war ich guter Dinge. Die fünfte Etappe hatte ich mir ausgesucht, weil ich die Ostsee und die neuen Bundesländer sehen wollte. Obwohl die Vorfreude überwog, machte mich schon die Anreise nach Leipzig fertig. Die Erschöpfung von der Arbeit in den letzten Wochen zollte ihren Tribut. Der erste Tag begann mit vielen Tränen und war sehr mühsam. Irgendwie ging es dann aber doch los. Alles begleitet von immer wieder auftretenden Tränenströmen. Aber ich habe den Absprung geschafft. Schon nach einigen Kilometern hatte mich die Welt wieder. Nach dem Motto: „Back to the roots“ hieß es, Nahrung jagen, Schlafgemach suchen und Essen kochen. Am dritten Tag hatte ich zum ersten Mal seit Jahren das Gefühl, im HIER und JETZT zu sein, ohne Gedanken an die Vergangenheit oder Zukunft, einfach nur konzentriert auf das, was gerade geschah. Die Psyche erholte sich zusehends, von Depressionen war keine Spur mehr. Und mitten in diese Idylle platzte plötzlich der Gedanke: „Und was kommt danach?“ Ein Gedanke, den ich nicht mehr abschalten konnte und der mich lähmte: Erst wurden die Beine schwer, dann die Arme, letztendlich war es mir nicht mehr möglich, weiterzufahren. Am nächsten Campingplatz wurde ich wunderbar aufgefangen von meinen Teamkollegen und nach ausreichend Schlaf konnte es am nächsten Morgen weitergehen. Ich erlebte mich selbst zunehmend offener. Ich lernte, meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und dafür einzustehen. Meine Gedanken bekamen Flügel, ich fühlte mich unheimlich wohl, machte Pläne für die Zukunft und bin immer noch dabei, diese in die Tat umzusetzen. Beim Duckstein-Festival in Lübeck konnte ich auf der Bühne über meine Erfahrungen als Depressive sprechen. Geheilt? Nein, nach wie vor muss ich sehr auf mein seelisches Gleichgewicht achten. Das wird sich auch nicht ändern – nicht alle Depressionen sind „heilbar“ und mit meiner lerne ich weiter besser umzugehen. Es gibt noch so viel zu entdecken – wie zum Beispiel die MOOD TOUR – und dafür lohnt sich der Weg! 59


FÖRDERINNEN & FÖRDERER:

Die BARMER GEK unterstützt die MOOD TOUR 2014 ideell und finanziell im Rahmen der Selbsthilfeförderung. Indem die Tour-Teilnehmer das Thema Depressionen ins öffentliche Bewusstsein rücken, machen sie den Betroffenen und Angehörigen Mut, der oft stigmatisierten Erkrankung mit professioneller Hilfe und zum Beispiel der Unterstützung durch Selbsthilfegruppen erfolgreich zu begegnen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass entsprechende Bewegung den Verlauf einer Depression günstig beeinflusst und ein Rückfall erfolgreich abgewendet werden kann. Der häufige Aufenthalt in der Natur und die ungezwungenen sozialen Kontakte tun ihr Übriges. 62


Deutsche Rentenversicherung Bund Die Deutsche Rentenversicherung Bund unterstützt die MOOD TOUR, weil der hohe Leidensdruck, über Depressionen reden zu können, den Betroffenen und ihrem Umfeld genommen werden muss. Je natürlicher eine Gesellschaft mit Depressionen umgeht, desto schneller ist für die Betroffenen ein normales Leben möglich. Deutsche DepressionsLiga e.V. Die Deutsche DepressionsLiga e.V. (DDL) ist der erste und einzige bundesweite Betroffenen-Verband, der sich auch als politische Interessenvertretung begreift. Sie ist Projektträgerin der MOOD TOUR, weil die MOOD TOUR gleiche Ziele wie die DDL hat: Aufklärung und Entstigmatisierung von Depressionserkrankungen sowie Förderung der Selbsthilfe. Das Motto der DDL ist: „Von Betroffenen für Betroffene”. ADFC Bremen e

Der Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Landesverband Bremen e.V. ist offizieller Veranstalter der MOOD TOUR 2014. Die meisten der angebotenen Mitfahr-Aktionen werden von lokalen ADFC-Vereinen begleitet. Der ADFC Münster ist Mitveranstalter der MOOD TOUR Ortsgruppe Münster. Stiftung Deutsche Depressionshilfe Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist die institutionelle Schirmdame der MOOD TOUR. Ziel der gemeinnützigen Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Nachfolge des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität) ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in Deutschland zu leisten. Forschungsförderung und Aufklärungsaktivitäten zum Thema Depression sollen dazu beitragen, Betroffenen zu einer optimalen Behandlung sowie mehr Akzeptanz in der Gesellschaft zu verhelfen. Das Netzwerk „Deutsches Bündnis gegen Depression“ ist aus der Stiftung hervorgegangen. 63


Deutsches Bündnis gegen Depression e.V. In den vergangenen zwölf Jahren sind in über 65 Städten und Regionen Deutschlands lokale Bündnisse entstanden, die sich mit vielfältigen Aktivitäten für eine bessere Versorgung depressiv erkrankter Menschen einsetzen. Im Vergleich zur DepressionsLiga arbeiten in den lokalen Bündnissen verschiedene an der Versorgung beteiligte Personen und Institutionen (Kliniken, Ärzte, Psychotherapeuten, Sozialpsychiatrischer Dienst, Beratungsstellen) einschließlich Selbsthilfegruppen mit. Die Ziele der Aufklärung und Entstigmatisierung werden nicht nur von den Betroffenen, sondern auch von Seiten der Experten angegangen. Viele Bündnisse bereiten Infostand- und MitfahrAktionen anlässlich der MOOD TOUR vor. Eckhard Busch Stiftung

Die Eckhard Busch Stiftung unterstützt das Finale der MOOD TOUR 2014 am 20. September in Köln – besonders durch die Organisation vor Ort. Sie fördert sowohl ideell als auch materiell Initiativen, Maßnahmen und Projekte, die Betroffenen und Angehörigen direkt Unterstützung bieten und die die Akzeptanz mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt sie Projekte zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen und deren Ursachen bzw. Behandlungsmöglichkeiten. Deutsche Sporthochschule Köln Auch 2014 fahren wieder Sportstudenten bei der Staffelfahrt als Teilnehmer mit. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten im Bereich Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention führen sie tägliche Interviews mit den Depressionserfahrenen Teilnehmern.

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BRUT Das BRUT Programm Bremen hat maßgeblich zur Weiterentwicklung der MOOD TOUR 2014 beigetragen. Es richtet sich an Ideenträger und Existenzgründer aus Bremen und vermittelt während eines Jahres betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen. Das Programm finanziert sich aus Mitteln des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen des Landes Bremen sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) STATION – Atelier für Gestaltung STATION konzipierte 2012 die grafische Identität für die MOOD TOUR und betreut 2014 die visuelle Kommunikation des Projekts. Freunde fürs Leben Freunde fürs Leben e.V. engagieren sich im Bereich Suizidprävention bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei will der Verein vor allem über die Tabu-Thema Depression und Suizid aufklären. Denn Suizid ist bei jungen Menschen die zweithäufigste Todesursache. Mit jugendlichen und kreativen Aktionen und Kampagnen wollen Freunde fürs Leben informieren, Hilfestellung geben und diese Themen in die Öffentlichkeit bringen. Und nicht zu vergessen: All die freiwilligen, ehren- und hauptamtlichen Helfer, die die Aktionstage organisiert haben.

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1,23 Mio. Print-Berichte (Gesamtauflage) 4.500 Kilometer 450 Aktionstag-Mitfahrer 80 Tage gefahren 73 N채chte auf Isomatten 55 Tageskilometer 33 Aktionstage 32 Staffel-Fahrt-Teilnehmer 21 Depressions-Erfahrene darunter 21 weibliche Fahrer 11 m채nnliche Fahrer 10 TV-Beitr채ge 7 Etappen von 9 bis 14 Tagen 3 Reifenpannen 2 Teilnehmer haben vorzeitig abgebrochen 2 Stufen-Tandems 1 MTB Tandem (Schauff Pittsburgh) Die MOOD TOUR 2012 (16.6. bis 15.9.2012) war die erste ihrer Art! 2014 folgt die zweite!


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Impressum

V. i. S. d. P. / Hrsg.: Sebastian Burger, Kantstr. 16, 28201 Bremen 2. teilweise überarbeitete Auflage Mai 2014, 1.000 Stück Druck: TipTopDruck – Ihre Online Druckerei / Deutschland Konzeption: Inga Landwehr Gestaltung & Satz: Saskia Burghardt | Kommunikationsdesign Lektorat: Annica Müllenberg Urheberrechte: liegen bei den Bild- & Textautoren Fotos S. 6 & 23: Johanna Ahlert, S. 27 & 29 Joanna Kosowska, Rest: Sebastian Burger. Ein Abdruck, auch nur auszugsweise, bedarf der vorherigen, schriftlichen Zustimmung des Herausgebers. www.mood-tour.de

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Weiter geht's auf mood-tour.de!

Willi Lemke, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste von Frieden und Entwicklung sowie Schirmherr der MOOD TOUR 2014: „Viele kennen sie, manche verleugnen sie beschämt, andere überspielen sie aus vielerlei Gründen. Kaum jemand redet gerne und offen über sie: Depressionen sollten kein Tabu sein und in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden. Unterstützen Sie die MOOD TOUR durch Ihre Mitfahrt, um der Gleichgültigkeit entgegenoder davonzuradeln!“

MOOD TOUR Broschüre 2014  

MOOD TOUR Broschüre online: Mit 72 Seiten toller Bilder über eine 4500 km lange Reise durch Deutschland. Radeln, Ermutigung, Abenteuer & tol...

MOOD TOUR Broschüre 2014  

MOOD TOUR Broschüre online: Mit 72 Seiten toller Bilder über eine 4500 km lange Reise durch Deutschland. Radeln, Ermutigung, Abenteuer & tol...

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