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Seminar f端r Allgemeine Rhetorik

Kommentiertes Veranstaltungsverzeichnis Sommersemester 2013


Inhalt Sprechstunden und Öffnungszeiten Lehrveranstaltungen im Überblick Semestertermine Anmeldeverfahren Prüfungen Sprachkenntnisse ECTS Leistungsnachweise Modulübersicht / -zuordnung Lehrveranstaltungen mit Kommentar: Vorlesung Proseminare Haupt- / Oberseminare Praxisseminare Kolloquien Schlüsselqualifikationen Flexibilitätsfenster Studio Literatur und Theater Rhetorikverein Streitkultur e. V. Tübinger Debatte

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Philosophische Fakultät Seminar für Allgemeine Rhetorik Wilhelmstraße 50 72074 Tübingen Telefon: 07071 29-78431 Fax: 07071 29-4258 rhetorik@uni-tuebingen.de http://www.uni-tuebingen.de/rhetorik Titelbild "Der rabiate August". August Bebel im Reichstag. Karikatur von Gustav Brandt aus Kladderadatsch von 1903


Sprechstunden und Öffnungszeiten Lehrkörper Jasmina Gherairi: anschließend an die Veranstaltung Markus Gottschling: nach Vereinbarung Dr. Gregor Kalivoda: Mi, 15 – 16 Prof. Dr. Joachim Knape: nach Vereinbarung Thomas Susanka: nach Vereinbarung Prof. Dr. Dietmar Till: Mi, 17 – 18 Bitte tragen Sie sich in die Liste vor Raum 511 ein. Lisa Überall: anschließend an die Veranstaltung Dr. Thomas Zinsmaier: Di, 16 – 17 STUDIENBERATUNG Dr. Olaf Kramer Raum 551 Mi, 10 – 11 Uhr

• Auslandsstudienberatung, Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland • Bescheinigungen für Studienkredite / BAFÖG • Zulassung in höhere Semester • Doppelstudium

Dr. Anne Ulrich Raum 510 Di, 16 – 17 Uhr Bitte tragen Sie sich in die Liste an der Tür ein. • • • • •

Raum 130a Raum 547a Raum 550 Raum 547a Raum 511

Raum 549

Peter Weit Raum 547 Di, 10 – 11 Uhr und nach Vereinbarung

Allgemeine Studienberatung für • B.A.- und M.A.-Studierende Eintragung der Zwischenprüfung Anerkennung von Fremdsprachen (Latinum) Eintragung der Schlüsselqualifikationspunkte Betreuung bei Campus-Problemen

Magisterberatung

Gastprofessor Prof. Dr. Georg Braungart: wird noch bekanntgegeben Bitte tragen Sie sich in die Liste an der Tür ein.

Raum 344

Lehrbeauftragte jeweils anschließend an die Veranstaltungen: Prof. Dr. Jochen Kölsch, Prof. Dr. Thomas Vogel, Nikos Andreadis, Alexander Baur, Katie Böhme, Dr. Anja Busse, Stefan Diaz Sanchez, Sandra Fröhlich, Stefanie Hennig, Reinold Hermanns, Simone Hoffmeister, Roman Kremer, Gunnar Larsson, Dr. Claus Rieder, Dr. Franz-Hubert Robling Habil. D. R., Hagen Schick, Bernadette Schoog, Dr. Korinna Strobel, Dr. Niels Weidtmann, Dr. Harald Weiß

Virtuelle Rhetorik Zarah De Luca-Hellwig: Tobias Schmohl: Daniel Seebert:

Di, 11 – 12 Mi, 16 – 18 Do, 11 – 12

Raum 131 Online-Sprechstunde Raum 131

Flexibilitätsfenster Claudia Gruhn:

nach Vereinbarung

Raum 131

Mo – Do, 10 – 12 und 14 – 16 Fr 10 – 12

Raum 548

Sekretariat Angelika Fiege

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Lehrveranstaltungen im Überblick Semestertermine Semesterbeginn: 15.4.13 VERANSTALTUNGUNGSBEGINN: 22.4.13 vorlesungsfrei: 21.-25.5.13 (nach Pfingsten) Veranstaltungsende: 27.7.1313 Rückmeldefrist: 15.1.-15.2.13

Wegen eines Forschungssemesters finden keine Veranstaltungen von Professor Knape statt. Vorlesung 100

Rhetorik, Poetik, Ästhetik: von Aristoteles bis zum New Historicism

Mo, 16-18

Braungart

Mo, 18-20

Baur

Mi, 18-20 Mi, 20-22 Mi, 20-22 Do, 14-16 Mi, 16-18 Mo, 20-22 Mi, 16-18 Do, 20-22 Mo, 20-22 Mi, 14-16 Di, 12-14 Di, 14-16

Böhme Diaz-Sanchez Hennig Kalivoda Kraus Kremer N.N. Rieder Schick Ulrich Zinsmaier Zinsmaier

Proseminare 300 310 320 330 335 340 350 355 360 370 380 390 395

Rhetorik und Psychologie II (Psychologische Anwendungsfächer) Internet-Rhetorik – Das Beispiel Wikipedia Setting und Raum Ambiguität und Gesellschaft Rhetorische Merkmale des dialogischen Sprachgebrauchs Pseudo-Longin, Über das Erhabene Rhetorik und Autobiographie Metaphern in politischer Rede „Schauspielen“ als rhetorisches Phänomen Trends, Hypes, Wellen Das Gerücht Quintilian Cicero, Politische Reden

Haupt-/Oberseminare 400 410

Mo, 10-12 Di, 16-18

Braungart Kalivoda

415 420

Inspiration und Automatisches Schreiben um 1900 Rhetorik interdisziplinär – Zur Rezeption der Rhetorik in angrenzenden Fachwissenschaften Revolutionsrhetorik Techniken der Anschaulichkeit

Do, 10-12 Mi, 16-18

430

Unterhaltungsformate aus rhetorischer Perspektive

Do, 18-20

Kalivoda Kramer/ Lipphardt Rieder weiter Seite 5

4


440 445 450

Rhetorische Kulturanthropologie Interkulturalität in philosophischer und rhetorischer Perspektive Predigt heute. Eine Bestandsaufnahme

460 470 480

Lektürekurs: Elias Canetti, Masse und Macht (1960) Erzählen und Überzeugen – Narrative Persuasion Rhetorik und Publizistik

Do, 8-10 kompakt Di, 10-12 mit Kompaktphase Do, 14-16 Do, 16-18 Di, 14-16

Robling Robling/ Weidtmann Till Till Till Ulrich

Praxisseminare

525 530

Reden – Überzeugen – Gewinnen: Angewandte Rhetorik Gruppe 1 Gruppe 2 Lasst Bilder sprechen! Wirkungsvoll präsentieren/visualisieren Rhetorik der Frauen: Kommunikation und Konflikte unter Frauen Die Macht der Stimme. Die Stimme als rhetorischer Wirkungsfaktor Grundlagen der Gesprächsführung Wir schreiben ein Rhetorik-Wiki II

535

Präsentationsmedien

540 545 547 548 550 555

Spitzen-Radio. Polemik, Satire, Parodie Werbekonzeption Drehbuch und Filmdramaturgie Rhetorik und Events Gestalten und Texten eines Audioguides Für Forschung werben. Rhetorische Strategien für den Umgang der Wissenschaft und ihren Geldgebern Werkstatt Kreatives Schreiben: Die Geschichte hinter dem Bild Filmmontage und Persuasion

500 505 510 515 520

560 565

kompakt kompakt kompakt

Andreadis Andreadis Andreadis

kompakt

Busse

kompakt

Busse

kompakt kompakt halbkompakt Mo, 16-18 kompakt kompakt kompakt kompakt kompakt

Fröhlich Gherairi/ Überall Gottschling/ Susanka Hermanns Hoffmeister Kölsch Larsson Schoog Strobel

Do, 12-14

Vogel

Di, 18-21, 14-täglich

Weiß

Kolloquien 600 610 620

Koll. für Examenskandidaten und Doktoranden Koll. für Examenskandidaten und Doktoranden Institutskolloquium

630

Probleme der Rhetorikforschung

n. Vereinb. n. Vereinb. Do, 18-20, 14-täglich Mi, 18-20

Knape Till Knape/Till/ Robling Till

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Anmeldeverfahren Ab dem Sommersemester 2013 gelten neue Anmeldemodalitäten! Vorlesung:

Keine Anmeldung nötig (unverändert)

Proseminare – Haupt-/Oberseminare – Praxisseminare: Für diese findet die Anmeldung im Campus-Portal statt. Sie können sich um einen Platz in bis zu 3 Proseminaren bzw. bis zu 3 Hauptseminaren (im Master: in bis zu 5 Hauptseminaren/Oberseminaren) und einem Praxisseminar (im Master: in bis zu 4 Praxisseminaren) bewerben. Dafür vergeben Sie Prioritäten von 1 (hohe Priorität) bis 4 (niedrige Priorität). Nach dem Anmeldezeitraum werden die Plätze in den Seminaren per Losverfahren vergeben und Sie können sehen, in welchen Veranstaltungen Sie auf jeden Fall einen Platz bekommen haben. Die Platzvergabe ist verbindlich.

Die Belegungsfrist geht vom 4. Februar bis 11. März 2013. Für die Platzvergabe spielt es keine Rolle, zu welchem Zeitpunkt innerhalb der Frist Sie sich um Seminarplätze beworben haben. Am 12. März werden die Plätze verteilt. Sie haben durch das Losverfahren keinen Platz in Ihrem Wunschseminar erhalten: Gehen Sie zum 1. Termin, eventuell erhalten Sie einen Nachrückerplatz. Außerdem können Sie noch ein unterbelegtes Seminar besuchen, gehen Sie ebenfalls zum 1. Termin.

Durch ein Fehlen in der 1. Sitzung verfallen sowohl Stamm- als auch Nachrückerplätze.

AUSNAHMEN Hauptseminar „Interkulturalität in philosophischer und rhetorischer Perspektive“, Dr. Robling, Dr. Weidtmann: Anmeldung: per E-Mail an: niels.weidtmann@uni-tuebingen.de Praxisseminar „Drehbuch und Filmdramaturgie“, Prof. Dr. Jochen Kölsch: Anmeldung: Vorab mit Motivationsschreiben per E-Mail bis zum 31.3.13 an das Sekretariat Braungart: sekretariat.braungart@ndl.uni-tuebingen.de

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Wir weisen darauf hin, dass auch im Studio Literatur und Theater erworbene Leistungsnachweise am Seminar für Allgemeine Rhetorik als Praxisseminare anerkannt werden.


Prüfungen •

Bachelor-Klausuren: alle Seminarleiter/-innen von Haupt- und Oberseminaren

Mündliche Bachelor-Prüfungen und Bachelor-Arbeiten: Kalivoda, Knape, Kramer, Robling, Till, Ulrich, Zinsmaier

mündliche Master-Prüfungen: Kalivoda, Knape, Kramer, Till, Ulrich

Master-Arbeiten: Knape, Till

Sprachkenntnisse Die sprachlichen Voraussetzungen zum Studium im Haupt- und im Nebenfach sind im B.A.-Studiengang wie folgt geregelt: • eine moderne Fremdsprache • (Kleines) Latinum

ECTS Das Seminar für Allgemeine Rhetorik beteiligt sich am ECTS (European Credit Transfer System), das Studienleistungen an den Hochschulen in der EU vergleichbar machen und damit die Mobilität der Studierenden fördern soll. Die Zahl der vergebenen Punkte:

Vorlesung: 4

Hauptseminar: 10

Proseminar: 6 bzw. 8

Praxisseminar: 6

Leistungsnachweise Bachelor- und Master-Studierende erhalten ihre Noten im Campus-Portal eingetragen. Papierscheine werden nicht mehr ausgestellt. Ausnahmen: Wenn sich Ihr Praxisseminar thematisch als Schlüsselqualifikation eignet, können Sie sich die Leistung als solche anrechnen lassen. In diesem Fall bekommen Sie einen Papierschein. Der Schein wird im Sekretariat hinterlegt und die ECTS trägt Frau Dr. Ulrich für Sie im Campus-System ein. Alle Magisterstudierenden bekommen wie bisher Papierscheine.

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Modulübersicht Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Hauptfach) nach der ALTEN Prüfungsordnung bis Sommersemester 2012 • im B. A.-Hauptfach sind 100 Leistungspunkte zu erwerben (zusätzlich sind 20 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 60 Leistungspunkte im Nebenfach nachzuweisen) • zum erfolgreichen Abschluss des Studiums sind zudem Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Erwerb des Latinums nötig, studienbegleitend ist im 3. Studienjahr eine Klausur (dreistündig) und eine mündliche Prüfung (30 Minuten) vorgesehen

1. Studienjahr

2. Studienjahr

MODUL

VERANSTALTUNGSTYP

Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse u. –produktion

Proseminar Vorlesung

Referat und Hausarbeit Klausur

Proseminar Praxisseminar Vorlesung

Aufbaumodul Neuere Rhetorik

Proseminar

Referat und Hausarbeit Schreibübungen Klausur Referat, Hausarbeit und Klausur bzw. mündliche Prüfung Schreib- bzw. Redeübungen Referat, Hausarbeit und Klausur bzw. mündliche Prüfung Klausur

Praxisseminar Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar Vorlesung

3. Studienjahr

Aufbaumodul Mündliche Kommunikation Spezialisierungsmodul I

Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III

8

QUALIFIKATION

Praxisseminar

Redeübungen

Hauptseminar Vorlesung Praxisseminar Hauptseminar

Referat, Hausarbeit und mündliche Prüfung Klausur Schreib- bzw. Redeübungen Referat und Klausur

Hauptseminar

Referat und B.A.-Arbeit


Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Hauptfach) nach der NEUEN Prüfungsordnung ab Wintersemester 2012/13

1. Studienjahr

• im B. A.-Hauptfach sind 99 Leistungspunkte zu erwerben (zusätzlich sind 21 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 60 Leistungspunkte im Nebenfach nachzuweisen) • zum erfolgreichen Abschluss des Studiums sind zudem Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Erwerb des Latinums nötig, studienbegleitend ist im 3. Studienjahr eine Klausur (dreistündig) und eine mündliche Prüfung (30 Minuten) vorgesehen Modul RHT-BA-01 Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik

Lehrveranstaltung Proseminar

RHT-BA-02 Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und -produktion

Proseminar

2. Studienjahr

RHT-BA-03 Aufbaumodul Neuere Rhetorik

Tutorium Vorlesung

Vorlesung Praxisseminar Proseminar

Vorlesung RHT-BA-04 Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar

RHT-BA-05 Aufbaumodul Rhetorische Praxis RHT-BA-06 Spezialisierungsmodul I

RHT-BA-09 Prüfungsmodul

3. Studienjahr

Referat Hausarbeit Klausur Praktische Übungen

6

Referat Hausarbeit Mündliche Prüfung Klausur

3

3 6 6 3 3

3

Praxisseminar

Praktische Übungen

6

Praxisseminar

Praktische Übungen

6

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur Praktische Übungen

6

Hauptseminar Vorlesung Praxisseminar

RHT-BA-08 Spezialisierungsmodul III

LP (ges. 99) 6

Referat Hausarbeit Klausur

Vorlesung RHT-BA-07 Spezialisierungsmodul II

Leistungsnachweis Referat Hausarbeit Klausur

Hauptseminar

6

3

3 6

Referat Mündl. Prüfung

6

Bachelor-Arbeit

12

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Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Nebenfach) nach der ALTEN Prüfungsordnung bis Sommersemester 2012 • insgesamt sind 60 Leistungspunkte nötig (sowie 20 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 100 Leistungspunkte im Hauptfach) • zusätzlich: Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Latinum

1. Studienjahr

2. Studienjahr

3. Studienjahr

10

MODUL

VERANSTALTUNGSTYP

Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse u. –produktion Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar Vorlesung

Referat und Hausarbeit Klausur

Proseminar Praxisseminar

Referat und Hausarbeit Schreibübungen

Proseminar

Vorlesung Praxisseminar

Referat, Hausarbeit und Klausur bzw. mündliche Prüfung Klausur Redeübungen

Hauptseminar

Referat und Hausarbeit

Hauptseminar

Referat und Klausur

Aufbaumodul Mündliche Kommunikation Spezialisierungsmodul I Spezialisierungsmodul II

QUALIFIKATION


Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Nebenfach) nach der NEUEN Prüfungsordnung ab Wintersemester 2012/13

1. Studienjahr

• insgesamt sind 60 Leistungspunkte nötig (sowie 21 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 99 Leistungspunkte im Hauptfach) • zusätzlich: Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Latinum Modul-Nr. RHT-BA-01 Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik

Lehrveranstaltung Proseminar

RHT-BA-02 Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und -produktion

Proseminar

Tutorium Vorlesung

Leistungsnachweis Referat Hausarbeit Klausur

LP (ges. 60) 6

Referat Hausarbeit Klausur

6

Vorlesung

3

3

3. Studienjahr

2. Studienjahr

RHT-BA-03 entfällt RHT-BA-04 Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar

Referat Hausarbeit Klausur Mündl. Prüfung

RHT-BA-05 Aufbaumodul Rhetorische Praxis RHT-BA-06 Spezialisierungsmodul I

3 3

Praxisseminar Praxisseminar

Praktische Übungen Praktische Übungen

6 6

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur

6

Vorlesung RHT-BA-07 Spezialisierungsmodul II

Hauptseminar Vorlesung

6

3

3

RHT-BA-08 und RHT-BA-09 entfallen

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Pflichtveranstaltungen M. A. Allgemeine Rhetorik

1.-3.

MODULE

VERANSTALTUNGSTYP

PRÜFUNGSLEISTUNG

Spezialisierungsmodul I Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III (kann auch in einem affinen Fach erbracht werden)

OS OS

Referat und Klausur Referat und Hausarbeit

OS

Referat und Hausarbeit

4.

Redeübung oder Schreibübung bzw. Präsentation Redeübung oder Schreibübung bzw. Präsentation Mündliche M.A.-Prüfung

Semester

M.A.-Arbeit

Semester

Aufbaumodul Praktische Rhetorik

Praxisseminar

Praxisseminar

Wahlpflichtveranstaltungen M. A. Allgemeine Rhetorik Im Wahlpflichtbereich müssen insgesamt 48 Leistungspunkte erworben werden. Sie können die folgenden Bausteine (Praxisseminare, Hauptseminare oder Vorlesungen) dafür beliebig kombinieren. MODULE

Medienpraxis Sprechpraxis 1.-3. Semester

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Zusätzliches Seminar aus dem Bereich der Spezialisierungs-Module Seminar aus einem affinen Fach Vorlesung (kann auch in einem affinen Fach besucht werden)

VERANSTALTUNGSTYP

Praxisseminar/ Übung Praxisseminar/ Übung

PRÜFUNGSLEISTUNG

Präsentation Mündliche Prüfung bzw. Sprechübung

Hauptseminar

Referat und Klausur oder kurze Hausarbeit

Hauptseminar

Referat und Klausur oder kurze Hausarbeit

Vorlesung

Mündliche Prüfung oder Klausur


Die angebebenen Modulzuordnungen entsprechen noch der ALTEN Prüfungsordnung bis zum Sommersemester 2012. Sobald die NEUEN Module im Campus-System abgebildet sind, werden die neuen Zuordnungen vorgenommen. Solange orientieren Sie sich bitte an den alten Modulen. BACHELOR Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und –produktion Aufbaumodul Neuere Rhetorik Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition Aufbaumodul Mündliche Kommunikation Spezialisierungsmodul I

Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III MASTER PFLICHTVERANSTALTUNGEN Spezialisierungsmodul I Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III (kann auch in einem affinen Fach erbracht werden) Aufbaumodul Praktische Rhetorik MASTER WAHLPFLICHTVERANSTALTUNGEN Medienpraxis Sprechpraxis Zusätzliches Seminar aus dem Bereich der Spezialisierungs-Module Seminar aus einem affinen Fach Vorlesung (kann auch in einem affinen Fach besucht werden)

VERANSTALTUNGSNUMMERN

VERANSTALTUNGSART

Erst wieder im Wintersemester 2013/14

Einführungsseminare

100 310 320 530 540 300 330 525 535 100 340 390 500 505 548 100 400 – 420 510 540 400 – 480 400 – 420

Vorlesung Proseminare Praxisseminare Proseminare Praxisseminare Vorlesung Proseminare Praxisseminare

350 545 335 548

360 555 355 555

370 560 380 565

395 515 520 525 535

440 – 480 547 550 560 440 – 480

VERANSTALTUNGSNUMMERN

Vorlesung Hauptseminare Praxisseminare Hauptseminare Hauptseminare VERANSTALTUNGSART

400 – 420 440 – 480 400 – 420 440 – 480 400 – 420 440 – 480 630

Hauptseminare Hauptseminare Hauptseminare Kolloquium

500 505 510 515 520 547 550 555 560

Praxisseminare

VERANSTALTUNGSNUMMERN

VERANSTALTUNGSART

530 535 540 545 547 550 560 565 500 505 510 515 520 525 548 555 400 – 480 630

Praxisseminare

100

Vorlesung

Praxisseminare Hauptseminare Kolloquium

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Lehrveranstaltungen mit Kommentar ÄNDERUNGEN DER VERANSTALTUNGEN SIND MÖGLICH. DEN AKTUELLEN STAND SEHEN SIE IM CAMPUS-PORTAL

GM AM SpM PrNr

= Grundlagenmodul = Aufbaumodul = Spezialisierungsmodul = Prüfungsnummer

M.A. = Masterstudiengang WP = Wahlpflichtbereich LP = Leistungspunkte

Die angebebenen Modulzuordnungen entsprechen noch der ALTEN Prüfungsordnung bis zum Sommersemester 2012. Sobald die NEUEN Module im Campus-System abgebildet sind, werden die neuen Zuordnungen vorgenommen. Solange orientieren Sie sich bitte an den alten Modulen.

Wegen eines Forschungssemesters finden keine Veranstaltungen von Professor Knape statt. Vorlesung 100 Braungart: Rhetorik Poetik, Ästhetik: von Aristoteles bis zum New Historicism 2st., Mo, 16-18 Uhr, Beginn: 22.4.13, Hörsaal 036 • GM Rhetorische Textanalyse und –produktion / PrNr 332 Literarische Rhetorik / 4 LP • AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 840 Rhetorik und Poetik / 4 LP • SpM I / PrNr 2190 Rhetorik und Ästhetik / 4 LP • WP M.A. / PrNr 6810 Vorlesungen aus dem B.A. In dieser Vorlesung wird der – etwas gewagte – Versuch unternommen, elementare Theoriekonzepte im historischen Überblick von der Antike bis zur Gegenwart insgesamt zu erfassen. Es sollen also die normativen Prämissen des Redens und Schreibens, insbesondere auch von Literatur, in einer Gesamtschau thematisiert werden: die antike Rhetorik; das rhetorische System in seinen Wandlungen in der Frühen Neuzeit; die Poetik von Opitz bis ins 18. Jahrhundert mit ihren antiken Grundlagen bei Aristoteles und Horaz; die Begründung der Philosophischen Ästhetik durch Baumgarten im 18. Jahrhundert; das Erhabene von Ps.-Longin bis Lyotard; Dichterrollen von der Antike bis zur Gegenwart (poeta vates, poeta doctus, Orpheus-Mythos); das Laokoon-Problem (Lessing); Kants Ästhetik, Schillers Konzept der ästhetischen Bildung; Ästhetik und Geschichte (Hegel); Symboltheorien und schließlich neuere Theoriekonzepte zwischen Dekonstruktion, Diskursanalyse und New Historicism. In jeder Stunde werden Stundenblätter ausgehändigt, die wie die Audio-Aufzeichnung auch über das Internet bzw. über ILIAS bereitgestellt werden. Diese Vorlesung wird sowohl in der Germanistik als auch in der Allgemeinen Rhetorik angeboten. 14


Proseminare 300 Baur: Rhetorik und Psychologie II (Psychologische Anwendungsfächer) Mo, 18-20 Uhr, Beginn: 22.4.13, Raum 030 •

AM Neuere Rhetorik / PrNr 663 New Rhetoric und neuere anglo-amerikanische Rhetoriktheorie / 8 LP

Wenn eine der klassischen Definitionen von Rhetorik diese als „Psychagogie“ umschreibt, dann gehört die „Psychologie“ zwangsläufig zum Kernbestand rhetorischer Kompetenzen: Ohne „Seelenkenntnis“ ist „Seelenlenkung“ nicht möglich. Von den Anfängen in der Psychophysik über den Behaviorismus zur kognitiven Wende bis hin zum heute raumgreifenden Paradigma der bildgebenden neuropsychologischen Forschung – die naturwissenschaftlich-empirische Psychologie hat seit ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert eine wechselvolle Paradigmengeschichte hinter sich. Von einem alltagspsychologischen Grundverständnis, wie es (leider) auch in der Rhetorik noch anzutreffen ist, hat sich die moderne Psychologie konsequent wegentwickelt. Dennoch hat sich die Psychologie zu allen Zeiten immer auch mit Fragen beschäftigt, die rhetorisch relevant oder anschlussfähig sind – freilich oft nur implizit. Die Rhetorik hat diese Ergebnisse leider allzu oft nur lückenhaft rezipiert. Im vergangenen Semester standen die psychologischen Grundlagenfächer (Neuropsychologie, Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie und Sozialpsychologie) im Zentrum. Der zweite Seminarteil widmet sich den Anwendungsfächern der Psychologie (Arbeits- und Organisationspsychologie, Pädagogische Psychologie, Klinische Psychologie, Forensische Psychologie, Medien- und Werbepsychologie). Ziel des Seminars ist die gemeinsame Erarbeitung von Grundkenntnissen der genannten psychologischen Forschungsbereiche und der Abgleich mit der Rhetorik. Die Teilnahme am ersten Seminarteil (Rhetorik und Psychologie I) ist keine Teilnahmevoraussetzung. Einen vorläufigen Themen- und Ablaufplan finden Sie demnächst unter: www.jura.uni-tuebingen.de/baur Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Huber: Das psychologische Experiment. Bern 2009 (Kapitel 1 und 2 zu „Psychologie als Wissenschaft“ und „Hypothesen“). Lektüreempfehlungen: - Gerrig/Zimbardo: Psychologie. München u.a. 2011 (im Überblick, ca. 830 Seiten!) - Knape: Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000. - Ueding/Steinbrink: Grundriß der Rhetorik : Geschichte - Technik – Methode. Stuttgart/Weimar 2011 (nur systematischer Teil). In diesem Seminar gibt es keine Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

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310 Böhme: Internet-Rhetorik – Das Beispiel Wikipedia Mi, 18-20 Uhr, Beginn: 24.4.13, Raum 030 •

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 409 Cyberrhetorik / 6 LP

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gilt als Paradebeispiel für das auch als „Mitmachnetz“ bezeichnete Web 2.0 und als bis dato umfangreichstes Exempel des kollaborativen Schreibens: Jeder Internetnutzer kann sie nicht nur als frei zugängliches Nachschlagewerk nutzen, sondern auch selbst als Autor mitwirken und neue Artikel anlegen sowie bestehende verändern, wobei auf die Diskussion der Benutzer untereinander viel Wert gelegt wird. Dieser scheinbar chaotische, auf die unentgeltliche, freiwillige Mitarbeit jedes Internetnutzers setzende Produktionsprozess hat zu einem viel genutzten, gegenüber etablierten Enzyklopädien (z. B. Encyclopædia Britannica) nachweislich konkurrenzfähigen Nachschlagewerk im World Wide Web geführt. Das Proseminar befasst sich mit der rhetorisch perspektivierten Erforschung des Phänomens Wikipedia. In den Blick genommen werden unter anderem medien- und medialrhetorische Aspekte, die verschiedenen Oratorrollen, Machtstrukturen, Textproduktionsmechanismen sowie interne Richtlinien zur Qualitätssicherung. Daneben werden die Seminarteilnehmer auch selbst als Wikipedianer tätig, indem sie eigene Kurzbeiträge verfassen sowie bereits vorhandene WikipediaArtikel rezensieren. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Gassner, Julia: Internet-Rhetorik. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik 10 (2012), Sp. 410-423. Literatur zur Vorbereitung: Wikipedia. Das Buch. Aus der freien Enzyklopädie Wikipedia zusammengestellt von Henriette Fiebig. Originalausg., 2. Aufl. Berlin 2005. Online verfügbar unter: http://upload.wikimedia.org/wikibooks/de/9/98/Wikipedia_Lehrbuch.pdf (Stand: Januar 2013). 320 Diaz Sanchez: Setting und Raum Mi, 20-22 Uhr, Beginn: 24.4.13, Raum 406 •

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 401 Rhetorik der Bildenden Kunst und Architektur / 6 LP

Der Begriff „Setting“ bezeichnet sämtliche kommunikativen Rahmenbedingungen. In der rhetorischen Praxis geben diese dem Orator Handlungseinschränkungen und -möglichkeiten vor, an die er sein Handeln nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes anpassen muss. Eine der wichtigsten Einflussgrößen im Setting stellt dabei der Raum dar. Neben architektonischen Faktoren und der ästhetisch-symbolischen Gestaltung ist vor allem die Positionierung der Kommunikationspartner für die rhetorische Wirkung des Raums entscheidend. Daneben entscheiden die visuellen und akustischen Raumeigenschaften, ob und wie der Redner durch das Publikum wahrgenommen wird und machen gegebenenfalls den Einsatz medialer Instrumente (Videowände, Beschallungsanlagen) notwendig. Schon seit der Antike wurden deshalb rhetorische Räume so gestaltet, dass sie dem Redner optimale Bedingungen für seine actio bieten und die Persuasion unterstützen. Im Se-

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minar soll neben einer allgemeinen Betrachtung der Themen Setting und Raum vor allem die Entwicklung rhetorischer Räume von der Antike bis heute anhand konkreter Beispiele untersucht werden. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Baber, Rainer: Proxemik. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik 7 (2005), Sp. 382-390. Literatur: - Knape, Joachim: Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000. [insbesondere die Kapitel „Kasualrhetorik“ und Medialrhetorik“] - Llanque, Marcus: Rhetorische Räume. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik 10 (2012), Sp. 1099-1126. 330 Hennig: Ambiguität und Gesellschaft Mi, 20-22 Uhr, Beginn: 24.4.13, Raum 030 •

AM Neuere Rhetorik / PrNr 666 Postmoderne Rhetorik / 8 LP

Im Seminar betrachten wir Ambiguität als rhetorische Strategie: Was ist Ambiguität (und was nicht)? Welche Akteure setzen in welchen Situationen auf Ambiguität? Welche gesellschaftlichen Strukturen fördern oder hemmen den rhetorischen Einsatz von Ambiguität? Wie wirkt Ambiguität? Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): John D. Caputo: "In Praise of Ambiguity". In: Ambiguity in the Western Mind. De Paulo, Messina, Stier (Hrsg.). Peter Lang Publishing. New York. 2005. 15-34. In diesem Seminar gibt es keine Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

335 Kalivoda: Rhetorische Merkmale des dialogischen Sprachgebrauchs Do, 14-16 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 030 AM Neuere Rhetorik / PrNr 684 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP Dialogische Texte konstituieren eine grundlegende Form des zwischenmenschlichen Austausches. Mit ihnen werden Bedeutungsgehalte vermittelt und zugleich soziale Beziehungen hergestellt oder verändert. Dialogische Kommunikationen sind beteiligt an der Sprachentwicklung, an der Herausbildung des Individuums und an der Gestaltung von Gesellschaft. Als Realisierungsformen dieses Austausches gelten u.a. Lehrdialog, Alltagsgespräch, Unterhaltung oder Small talk, Disput oder Debatte, Streitgespräch und Diskurs. Die rhetorische Bestimmung von Gattungen, Strukturen und Eigenschaften dialogischer bzw. koversationeller Interaktionen wird Gegenstand des Seminars sein. Es sollen sowohl Textbeispiele aus der Alltags-, Literatur- und Fachsprache untersucht werden als auch theoretische Aspekte von Dialog und Gespräch behandelt werden. Eine historische Vorgehensweise ist dabei intendiert. •

Literaturhinweise siehe nächste Seite

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Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Hess-Lüttich, E.B.W.: Artikel Gespräch. Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 3, Sp. 929 – 947. Tübingen 1996. Literatur: - Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hg.): Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit (1973) - Bauer, G.: Zur Poetik des Dialogs (²1977) - Brinker, K., Saher, S.F.: Linguistische Gesprächsanalyse (2006) - Deppermann, A.: Gespräche analysieren (42008) - Dittmann, Jürgen (Hg.): Arbeiten zur Konversationsanalyse (1979) - Geißner, H.: Gesprächsrhetorik, in: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 43/44 (1981) 67-89 - Goffman, E.: Interaktionsrituale (1971) - Göttert, Karl-Heinz: Rhetorik und Konversationstheorie, in: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch 10 (1991) 45-56. - Kallmeyer, W. (Hg.): Gesprächsrhetorik (1996) - Knape, J. (Hg.): Rhetorik im Gespräch (2009) - Schmölders, C.: Die Kunst des Gesprächs (21986) - Stierle, Karl-Heinz / Warning, Rainer (Hg.): Das Gespräch (1984) - Weigand, E.: Dialogue and Rhetoric (2008) Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden. 340 Kraus: Pseudo-Longin, Über das Erhabene Mi, 16-18 Uhr, Beginn: 24.4.13, Hegelbau, Wilhelmstraße 36, Kleiner Übungsraum, EG •

AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 895 Rhetorische Affektenlehre / 8 LP

Die unter dem Namen eines Longinos überlieferte Schrift eines unbekannten Autors (1. Jh. n. Chr.) beschäftigt sich mit der ästhetischen Kategorie des Erhabenen in Literatur und Rhetorik, ihren Grundlagen, Stilmitteln und Methoden. Ende des 17. Jh. neu entdeckt, war das Werk im 18. Jh. von entscheidendem Einfluß auf Rhetorik und Ästhetik der Zeit (E. Burke, Kant, Schiller) und Anstoß für wesentliche Umbrüche im Rhetorikverständnis. In der Übung wird die Schrift in Übersetzung durchgearbeitet und nach Aufbau, Systematik und analytischer Potenz befragt, wobei auch die weitreichende Wirkungsgeschichte mit berücksichtigt wird. Literatur: Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Fuhrmann, Manfred: Die Dichtungstheorie der Antike: Aristoteles – Horaz – ‘Longin’. Eine Einführung. Düsseldorf und Zürich, Artemis & Winkler 2003, Kap. V-VI, 162-202 [Allg H 20/Fuh 5]. Griechischer Text: Libellus de sublimitate Dionysio Longino fere adscriptus, rec. Donald A. Russell. Oxford, Oxford University Press 1968, Nachdruck zuletzt 2004. weiter nächste Seite

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Übersetzungen: - Schönberger, Otto (Hrsg.), Vom Erhabenen. Griechisch-deutsch. RUB 8469. Stuttgart, Reclam 1988, Nachdruck 2008 (empfohlen). - Brandt, Reinhardt (Hrsg.), Pseudo-Longinos, Vom Erhabenen. Griechisch und deutsch. Darmstadt, Wiss. Buchgesellschaft 1966, Nachdruck 1983. - Russell, Donald A., Winterbottom, Michael (Hrsg.): Ancient Literary Criticism: The Principal Texts in New Translations. Oxford, Clarendon Press 1972, 460-503. Kommentar: Russell, Donald A.: ‘Longinus’, On the Sublime. Oxford, Clarendon Press 1964. Weitere Literatur: - Russell, Donald A.: Criticism in Antiquity. Berkeley, Los Angeles, University of California Press 1981. - Pries, Christine (Hrsg.): Das Erhabene. Zwischen Grenzerfahrung und Größenwahn. Weinheim, VCH 1989 [HK 240.022]. - Zelle, Carsten: Ästhetik des Erhabenen: Von Longin bis Lyotard. 2 Tle. (Text/Materialien). Hagen, FernUniversität 1999. - Barone, Paul: Schiller und die Tradition des Erhabenen. Berlin, Erich Schmidt 2004. - Till, Dietmar: Das doppelte Erhabene. Geschichte einer Argumentationsfigur von der Antike bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Tübingen, Niemeyer 2006 [HB 240.228]. - Fritz, Martin: Vom Erhabenen. Der Traktat ‘Peri Hypsous’ und seine ästhetisch-religiöse Renaissance im 18. Jahrhundert. Tübingen, Mohr Siebeck 2011. Dieses Seminar wird sowohl in der Philologie als auch in der Allgemeinen Rhetorik angeboten mit je 20 Teilnehmern pro Fach. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden. 350 Kremer: Rhetorik und Autobiographie Mo, 20-22 Uhr, Beginn: 22.4.13, Raum 030 •

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 402 Literarische Rhetorik / 6 LP

Nicht nur historisch betrachtet gibt es eine enge Verflechtung von Autobiographie und Gerichtsrhetorik. Die ersten uns bekannten autobiographischen Texte der Antike sind allesamt als Verteidigungsreden vor Gericht konzipiert. So gilt die Antidosis-Rede des Sophisten Isokrates gemeinhin als „die erste mit dem Bewußtsein von der Bedeutung der Aufgabe unternommene und selbstständig hingestellte literarische Autobiographie“ (Georg Misch). Gleichzeitig steht die Gattung „Autobiographie“ auch heute noch in voller Blüte und ist sowohl am Massenmarkt als auch beim literarisch anspruchsvollen Publikum fest etabliert. In diesem Seminar sollen einerseits die antiken Wurzeln der Autobiographie als Verteidigung beleuchtet und zentrale Quelltexte (Isokrates, Apuleius, Augustinus) gelesen werden. Andererseits soll auch die Frage nach der Relevanz der Rhetorik für heutige Formen der Autobiographie gestellt werden. Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Verteidigung vor Gericht und der Verteidigung in Autobiographien in den Blick zu bekommen, werden vor allem die Autobiographien der im Nürnberger Prozess als Hauptkriegsverbrecher verurteilten NS-Politiker wie Albert Speer und Baldur von Schirach herangezogen und analysiert werden. Literaturhinweise siehe nächste Seite 19


Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Fuhrmann, Manfred: Rechtfertigung durch Identität - Über eine Wurzel des Autobiographischen. In: Odo Marquard und Karlheinz Stierle (Hg.): Identität. München 1979, S. 685–690. - Lejeune, Philippe: Der autobiographische Pakt (1973/1975). In: Niggl, Günter (Hg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. Darmstadt 1989. S.214-257 - Marquard, Odo: Identität - Autobiographie - Verantwortung (ein Annäherungsversuch). In: Odo Marquard und Karlheinz Stierle (Hg.): Identität. München 1979, S. 690–699. Weiterführende Quelltexte: - Apuleius: De magia – Über die Magie. Berlin 2008 - Augustinus: Bekenntnisse. Stuttgart 1989 - Isokrates: Antidosis. In: Ders.: Sämtliche Werke, Band II. Stuttgart 1997 - Schirach, Baldur von: Ich glaubte an Hitler. Hamburg 1967 - Speer, Albert: Erinnerungen. Berlin 2005 355 N.N.: Metaphern in der politischen Rede Mi, 16-18 Uhr, Beginn: 24.4.13, Raum 030 •

AM Neuere Rhetorik / PrNr 682 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 8 LP

„Metaphern können in unseren Köpfen politische ‚Wahrheiten‘ schaffen und darüber bestimmen, wie wir als Individuen oder als Nation politisch handeln.“ Lakoff geht davon aus, dass eine Metapher dauerhafte Spuren in der politischen Problemstellung hinterlässt, auf die sie angewandt wird. Annahmen über die politische Realität und über das politische Ursache-Wirkungs-Verhältnis, die allgemein akzeptiert werden, sind häufig auf eine metaphorische Darstellung zurückzuführen. Aus rhetorischer Perspektive verfolgt der Orator in einer konkreten Situation mit dem Einsatz von Metaphern eine bestimmte strategische Zielsetzung. In diesem Seminar soll die Metapher als persuasives Mittel näher betrachtet werden. Metaphern werden genutzt, um politische Deutungscodes zu etablieren und im gesellschaftlichen System zu verankern. Neben der Komplexitätsreduktion und Filterfunktion wird die Metapher an der Schnittstelle zwischen Sprache und Denken als realitätskonstruierende Instanz wirksam. Auf der Grundlage einer kritischen Reflexion bestehender Theorieansätze werden im Seminar aktuelle Reden analysiert und diskursprägende Metaphern betrachtet. Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Kohl, Katrin: Metapher. Stuttgart, 2007. - Lakoff, George/ Wehling, Elisabeth: Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht. Heidelberg, 2008. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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360 Rieder: „Schauspielen“ als rhetorisches Phänomen Do, 20-22 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 030 •

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 426 Theater und Dramaturgie / 6 LP

Das Seminar beschäftigt sich mit dem performativen Konzept Schauspielen in den darstellenden Künsten. Untersucht wird die Handlungsrolle SchauspielerIn im Produktionsprozess unterschiedlicher aktueller Medienformate. Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Hickethier, Knut: Das Zucken im Mundwinkel. Schauspielen in den Medien, in: TheaterZeitschrift, 1982, H. 2, S. 15-31. - Hickethier, Knut: Schauspielen und Darstellen in Film und Fernsehen, in: Film- und Fernsehanalyse, Stuttgart, Weimar 5. Aufl. 2012, S. 159-178. 370 Schick: Trends, Hypes, Wellen Mo, 20-22 Uhr, Beginn: 22.4.13, Raum 406 •

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 407 Medienpraxis und Rhetorik der Massenmedien / 6 LP

Ob Aerobic oder Zumba, E10 oder G8, E-Bike, Oktoberfest oder Weltuntergang: Trends, Hypes und Wellen sind allgegenwärtig. Aber wie und warum funktionieren sie eigentlich? Im Seminar gehen wir ihren Erfolgs- und Misserfolgsgeheimnissen auf den Grund. Wir analysieren ausgewählte Beispiele aus allen Lebensbereichen mit Hilfe der modernen Rhetoriktheorie, ergänzt um relevante Ansätze aus Marketinglehre, Publizistik, Konsumforschung und Wirtschaftspsychologie. Ziel der Veranstaltung ist ein geschärftes fachliches Verständnis für die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Methoden moderner Massenpersuasion. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Joachim Knape: Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000. Literatur zur weiteren Orientierung: - Manuel Castells: Communication power. Oxford 2009. - Ralf Deckers: Trends erkennen – Zukunft gestalten. Göttingen 2008. - Erich Kirchler: Consumer behavior and economic decisions. Göttingen 2011. - Jörg Koch: Marktforschung. Grundlagen und praktische Anwendungen. München 2012. - Holger Rust: Zukunftsillusionen. Kritik der Trendforschung. Wiesbaden 2009. - Jürgen Wilke: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. Köln u.a. 2008.

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380 Ulrich: Das Gerücht Mi, 14-16 Uhr, Beginn: 24.4.13, Raum 406 •

AM Neuere Rhetorik / PrNr 665 Propagandaforschung / 8 LP

Das Gerücht ist ein manchmal durchaus effizientes, aber schwer zu durchschauendes und noch schwerer zu kontrollierendes Kommunikationsmittel. Besonders dann, wenn keine gesicherten Informationen zur Verfügung stehen, entfaltet es seine rhetorische Wirkungsmächtigkeit. Das Seminar wirft u.a. einen Blick auf berühmte Gerüchte, untersucht die visuelle Darstellung der „fama“ in der Kulturgeschichte und diskutiert die Theoriebildung rund um das Gerücht in der Literatur-, Kommunikations-, Geschichtswissenschaft und Psychologie. Ziel ist es, das Gerücht vor diesem Hintergrund als Teil einer rhetorischen Theorie der öffentlichen Meinung zu begreifen. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Klaus Merten: Zur Theorie des Gerüchts. In: Publizistik 54 (2009), S. 15–42. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden. 390 Zinsmaier: Quintilian Di, 12-14 Uhr, Beginn: 23.4.13, Raum 406 •

AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 877 Kaiserzeitliche Bildungsrhetorik/Quintilian / 8 LP

Die Institutio oratoria des ‚ersten römischen Rhetorikprofessors’ Quintilian ist das umfangreichste Rhetorik-Handbuch, das uns aus der Antike überliefert ist. Verfasst gegen Ende des 1. Jh. n. Chr., liefert sie eine kritische Bestandsaufnahme der bereits mehrhundertjährigen griechisch-römischen Theorie- und Didaktikgeschichte der Rhetorik, angereichert mit eigenen Erfahrungen Quintilians aus seiner langen Lehrtätigkeit. Sie führt nicht nur durch alle Verästelungen des schulrhetorischen Systems, sondern erörtert am Leitfaden des idealen Werdegangs eines Redners auch Grundfragen der rhetorischen Theorie, der Pädagogik, Didaktik und rhetorischen Ethik. Quintilian versteht es, den teilweise spröden Lehrstoff in einer facetten- und bilderreichen Kunstprosa zu vermitteln und liefert damit zugleich eine mustergültige Umsetzung seiner rhetorischen Anweisungen. Die gründliche Lektüre ausgewählter Abschnitte dieses ‚Klassikers’ soll rhetorisches Kernwissen vertiefen helfen und zu Diskussionen um eine modernes Rhetorikverständnis anregen. Literatur: 1. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Stroh, W.: Die Macht der Rede: eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Berlin 2011, S. 357-383, 401-476. 2. Text und Übersetzung: Rahn, H. (Hg., Übers.): Marcus Fabius Quintilianus: Ausbildung des Redners: zwölf Bücher; Lateinisch und deutsch. 5., unveränd. Aufl., (unveränd. Nachdr. der 3. Aufl. 1995) Darmstadt 2011. 3. Forschungsliteratur: - Adamietz, J.: Quintilians Institutio oratoria, in: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt II, 32.4 (1986) S. 2226-2271. - Gunderson, E. T. (ed.): The Cambridge companion to ancient rhetoric. Cambridge / New York 2009. - Kennedy, G. A.: Quintilian. New York 1969. Weiter nächste Seite 22


- Schirren, Th.: Marcus Fabius Quintilianus (ca. 30-nach 96 n. Chr.): Rhetorik als Menschenbildung, in: W. Ax (Hg.): Lateinische Lehrer Europas. Köln u.a. 2005. S. 67-107. - Seel, O.: Quintilian oder die Kunst des Redens und Schweigens. Stuttgart 1977. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden. 395 Zinsmaier: Cicero, Politische Reden Di, 14-16 Uhr, Beginn: 23.4.13, Raum 030 •

AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 876 Cicero / 8 LP

Cicero (106-43 v. Chr.), der berühmteste Redner und einer der bedeutendsten Rhetoriktheoretiker der Antike, war zugleich auch ein führender Politiker der ausgehenden Römischen Republik. Das Zusammentreffen dieser drei Ausnahmeattribute verleiht seiner politischen Rhetorik einen exemplarischen Charakter. Erst vor dem Hintergrund seines rhetorisch-strategischen Handelns in einer rauhen und krisenhaften politischen Wirklichkeit gewinnt sein oft einseitig moralistisch verstandenes Rednerideal an Plastizität. Es sollen Reden aus verschiedenen Phasen seiner Laufbahn aus ihrer jeweiligen politischen Problemsituation und mit Hilfe u.a. von Ciceros eigenen rhetorischen Schriften analysiert und bewertet werden. Dass Cicero trotz seiner unbestritten glänzenden Eloquenz als Politiker letztlich scheiterte, soll auch zu Reflexionen über Möglichkeiten und Grenzen politischer Persuasion anregen. Literatur: 1. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Stroh, W.: Die Macht der Rede: eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Berlin 2011, S. 289-400 2. Redentexte mit Übersetzung: Fuhrmann, M. (Hg.): Cicero. Die politischen Reden. Lateinisch / Deutsch. 3 Bände. München 1993. 3. Forschungsliteratur: - Classen, C. J.: Recht - Rhetorik - Politik: Untersuchungen zu Ciceros rhetorischer Strategie. Darmstadt 1985. - Mack, D.: Senatsreden und Volksreden bei Cicero. - Würzburg 1937. - MacKendrick, P.: The speeches of Cicero: Context, law, rhetoric. London 1995. - May, J. M. (ed.): Brill’s companion to Cicero: oratory and rhetoric. Leiden u.a. 2002. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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Haupt- / Oberseminare 400 Braungart: Inspiration und Automatisches Schreiben um 1900 Mo, 10-12 Uhr, Beginn: 22.4.13, Raum 315 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2480 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 8 LP SpM II / PrNr 4480 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 8 LP SpM III / PrNr 6480 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 8 LP SpM I (M.A.)/ PrNr 2180 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 10 LP SpM II (M.A.)/ PrNr 3180 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 10 LP SpM III (M.A.)/ PrNr 4180 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 10 LP WP M.A. / PrNr 4480 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 8 LP

Tische fliegen, Geister erscheinen, Stimmen sprechen aus dem Jenseits: Das sind Phänomene, die der Spiritismus der Zeit um 1900 durch sorgsam kontrollierte Sitzungen (Séancen) herbeiführt. Es handelt sich um ein auffälliges und weit verbreitetes kulturelles Phänomen, das zugleich in der Literatur dieser Zeit (darunter der Zauberberg von Thomas Mann oder die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge von Rainer Maria Rilke) seinen Niederschlag findet. Die weltanschaulich geprägten Konzepte und okkult-spiritistische Praktiken fanden aber nicht nur Eingang in repräsentative literarische Werke der klassischen Moderne, sie konnten insbesondere durch die Praxis des automatischen Schreibens wichtige Impulse geben für die Entwicklung neuer dichterischer Verfahrensweisen und die Infragestellung der Autonomie des künstlerischen Subjekts. Dies soll in dem Seminar im Zentrum stehen: Die Frage, wie sich die kulturelle Praxis des automatischen Schreibens in die Tradition der Inspirationstheorie einfügt, wie also die älteren Vorstellungen von Inspiration mit den modernen Techniken zusammenhängen. Dies soll vor allem am Beispiel Rainer Maria Rilkes geschehen: Neben dem Malte-Roman werden auch die frühen Briefe an Carl du Prel, die Gedichte aus dem Nachlass des Grafen C.W., die Duineser Elegien und die Sonette an Orpheus samt begleitenden Briefen und Dokumenten untersucht werden. Diskutiert werden sollen zunächst auch Theorietexte der Zeit (unter anderem von Carl du Prel). Sodann sollen die verschiedenen Erscheinungsformen des Spiritismus in der Interaktion mit der Literatur studiert werden (wobei auch die bildende Kunst thematisiert werden kann). Dabei werden auch die spiritistischen Zentren München und Wien mit ihren vielfältigen Netzwerken fokussiert. Die zentralen Quellentexte sind in dem Dokumentenband von Priska Pytlik gut aufgearbeitet. Sie werden in dem Seminar in Auszügen zur Verfügung gestellt. Literatur: - Spiritismus und ästhetische Moderne – Berlin und München um 1900. Dokumente und Kommentare. Hrsg. von Priska Pytlik. Tübingen 2006. - Priska Pytlik: Okkultismus und Moderne. Ein kulturhistorisches Phänomen und seine Bedeutung für die Literatur um 1900. Paderborn 2005. - Georg Braungart: Spiritismus und Literatur um 1900. In: Ästhetische und religiöse Erfahrungen der Jahrhundertwenden. II: um 1900. Hrsg. von Wolfgang Braungart u.a. Paderborn 1998, S. 85-92. - Gísli Magnússon: Dichtung als Erfahrungsmetaphysik. Esoterische und okkultistische Modernität bei R. M. Rilke. Würzburg 2009. Dieses Seminar wird sowohl in der Germanistik als auch in der Allgemeinen Rhetorik angeboten mit je 20 Teilnehmern pro Fach.

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410 Kalivoda: Rhetorik interdisziplinär – Zur Rezeption der Rhetorik in angrenzenden Fachwissenschaften Di, 16-18, Beginn: 23.4.13, Raum 030 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2483 New Rhetoric und neuere anglo-amerikanische Rhetoriktheorie / 8 LP SpM II / PrNr 4483 New Rhetoric und neuere anglo-amerikanische Rhetoriktheorie / 8 LP SpM III / PrNr 6483 New Rhetoric und neuere anglo-amerikanische Rhetoriktheorie / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2183 New Rhetoric u. neuere anglo-amerikanische Rhetoriktheorie / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3183 New Rhetoric u. neuere anglo-amerikanische Rhetoriktheorie / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4183 New Rhetoric u. neuere anglo-amerikan. Rhetoriktheorie / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 4483 New Rhetoric und neuere anglo-amerikanische Rhetoriktheorie / 8 LP

Folgt man der aristotelischen Definition der Rhetorik, dann kann sie als Abzweig der Dialektik gelten, wobei es ihre Aufgabe ist, bei allen Gegenständen von Rede und Diskurs das jeweils Glaubwürdige zu erkennen und persuasiv zu vermitteln. Dies thematisiert die Kommunikationswissenschaft Rhetorik in doppelter Hinsicht: Sie formuliert die Prinzipien einer vernünftigen Argumentation und stellt sie einer jeweils einzelfachlichen Anwendung zur Verfügung. Damit ist auch die Frage nach der Qualität und Substanz der Rhetorik als eigenständige Fachwissenschaft gestellt. Vor dem Hintergrund dieser wissenschaftstheoretischen und interdisziplinären Annäherung an die Rhetorik als Disziplin soll untersucht werden, wie ihr kommunikatives Wissen und ihre argumentationstheoretische Kompetenz in unterschiedlichen Fächern auf nicht hintergehbare Weise relevant wird. Den Ausgangspunkt bildet dabei die spannungsreiche Beziehung zwischen Rhetorik und Philosophie. Im Anschluß daran soll die Rolle der Rhetorik z.B. in Linguistik, Kunstgeschichte, Homiletik, Jurisprudenz, Gesprächsanalyse oder Geschichtswissenschaft Fragegegenstand des Seminars sein. Literatur: - Blumenberg, Hans: Anthropologische Annäherung an die Aktualität der Rhetorik, in: Ders.: Wirklichkeiten in denen wir leben. Stuttgart 1981. - Blumenberg Hans: Theorie der Unbegrifflichkeit. Frankfurt a.M. 2007. - Hetzel, Andreas: Die Wirksamkeit der Rede. Zur Aktualität der Rhetorik für die moderne Sprachphilosophie. Bielefeld 2010. - Kalivoda, Gregor: Juristische Rhetorik, in: Lerch, Kent (Hg.): Recht verhandeln. Berlin 2005. - Kalivoda, Gregor: Typologie der Topik, in: Kreuzbauer, Günther et al. (Hg.): Persuasion und Wissenschaft. Wien 2007. - Kalivoda, Gregor: Artikel Wissenschaftsbegriff, -geschichte der Rhetorik, in: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd.10, Berlin 2012. - Kalivoda, Gregor: Werbung-Image-Event, in: Baumann, Klaus-Dieter (Hg.): Fach-Translat-Kultur, Bd. 2. Berlin 2012. - Knape, Joachim (Hg.): Rhetorik im Gespräch. Berlin 2009. - Mayer, Heike: Literarische Rhetorik. Münster 2002. - Meyer, Holt/Uffelmann Dirk (Hg.): Religion und Rhetorik. Stuttgart 2007. - Pochat, Götz: Rhetorik und Bildende Kunst in der Renaissance, in: Plett, Heinrich (Hg.): Renaissance-Rhetorik. Berlin 1993. - Smart, Benjamin: Grundlagen der Zeichentheorie: Grammatik, Logik, Rhetorik. Frankfurt a.M. 1978 (Orig. engl. 1831). - White, Hayden: Die Bedeutung der Form: Erzählstrukturen in der Geschichtsschreibung. Frankfurt a. M. 1990. 25


415 Kalivoda: Revolutionsrhetorik Do, 10-12 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 406 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2481 Rhetorik des Vormärz und der Paulskirche / 8 LP SpM II / PrNr 4481 Rhetorik des Vormärz und der Paulskirche / 8 LP SpM III / PrNr 6481 Rhetorik des Vormärz und der Paulskirche / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2181 Rhetorik des Vormärz und der Paulskirche / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3181 Rhetorik des Vormärz und der Paulskirche / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4181 Rhetorik des Vormärz und der Paulskirche / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 4481 Rhetorik des Vormärz und der Paulskirche / 8 LP

Die Vorbereitung, die Ziele und der Aktionsraum von Revolutionen sind verbunden mit gesellschaftskritischen Diskursen, propagandistisch-agitatorischen Texten und jeweils neuen ideologiesprachlichen Zeicheninventaren, in denen das Veränderungs- und Herrschaftsbegehren bürgerlicher Schichten oder proletarischer Klassen programmatisch kodifiziert und persuasiv geformt wird. Die damit angesprochene revolutionäre Rhetorik soll im Verlauf des Seminars in ihren Ausdrucksformen als Gedicht, Lied, Rede, Flugschrift, Aufruf oder staatstheoretisches Traktat thematisiert und im Hinblick auf ihre Gattungsstrukturen, oratorischen Mittel, topischen Muster und affektiv-pathetischen Wirkungsfunktionen analysiert werden. Als historische Exempel werden dazu ausgewählte revolutionäre Ereignisse herangezogen. Literatur: - Grünert, Horst: Sprache und Politik. Berlin 1974 - Guilhaumou, J.: Sprache und Politik in der frz. Revolution. Frankfurt 1989 - Gumbrecht, H.U.: Funktionen parlamentarischer Rhetorik in der frz. Revolution. München 1978 - Herrgen, J.: Die Sprache der Mainzer Republik 1792/93. Tübingen 2000 - Jäger, H.-W.: Politische Metaphorik im Jakobinismus und im Vormärz. Stuttgart 1971 - Lohe, E.: Rhetorik der französischen Revolution. Aachen 1997 - Négrel, E., Sermain, J.-P.: Une expérience rhétorique: l'éloquence de la Révolution. Oxford 2002 - Robling, F.-H. et al.: Artikel Revolutionsrhetorik. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 7, Sp. 1310 – 1363. Tübingen 2005 - Till, D.: „Deutschland ist jetzt ein Leichenfeld, bald wird es ein Paradies seyn.“ Die Rhetorik der Revolution im Hessischen Landboten. In: Georg Büchner Jahrbuch 12, 2012, S. 3-23 420 Kramer / Lipphardt: Techniken der Anschaulichkeit Mi, 16-18 Uhr, Beginn: 24.4.13, Raum 406 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2465 Fachvortrag und Präsentation / 8 LP SpM II / PrNr 4465 Fachvortrag und Präsentation / 8 LP SpM III / PrNr 6465 Fachvortrag und Präsentation / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2165 Fachvortrag und Präsentation / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3165 Fachvortrag und Präsentation / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4165 Fachvortrag und Präsentation / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 4465 Fachvortrag und Präsentation / 8 LP

Bereits in der Antike war die Bedeutung von ‚Anschaulichkeit‘ und ‚Evidenz‘ Thema der Rhetorik und es entstanden mit den Begriffen enérgeia und enárgeia Konzepte, die verschiedene Perspektiven auf den Evidenzbegriff ermöglichen. Heute ist Evidenz ein Thema der linguistischen Verständ26


lichkeitsforschung, aber auch der Philosophie, die sich insbesondere für die Frage der Erkenntnisgewinnung interessiert und der Rechtswissenschaft, die den Begriff im Bereich der Beweisverfahren verwendet. Doch wie lassen sich Evidenz und Anschaulichkeit erreichen? Welche Wirkung fällt dabei der Sprache zu, welche den visuellen Elementen, die in einer Präsentation verwendet werden? Dienen PowerPoint und andere Präsentationsprogramme unserer Tage wirklich der Anschaulichkeit? In diese Fragestellungen mündet das Seminar. Wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Traditionslinien der Evidenz, verorten den Begriff in der modernen Forschungslandschaft und werden dabei auch auf die angewandte Rhetorik ein Augenmerk haben, indem wir die praktischen Konsequenzen, Implikationen und produktionstechnischen Ableitungen der theoretischen Ansätze diskutieren. Literaturhinweise: - Asmuth, Bernhard: ‚Perspicuitas‘. In: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd. 6. Tübingen 2003, Sp. 814-874. - Brentano, Franz: Wahrheit und Evidenz. Erkenntnistheoretische Abhandlungen und Briefe. Ausgewählt, erläutert und eingeleitet von Oskar Kraus. Hamburg 1958. - Halbfass, Wilhelm; Held, Klaus: ‚Evidenz‘. In: Ritter, Joachim (Hg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie. Bd. 2. Darmstadt 1972, Sp. 829-834. - Kemmann, Ansgar: ‚Evidentia, Evidenz‘. In: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd. 3. Tübingen 1996, Sp. 33-47. - Solbach, Andreas: Evidentia und Erzähltheorie. Die Rhetorik anschaulichen Erzählens in der Frühmoderne und ihre antiken Quellen. München 1994. 430 Rieder: Unterhaltungsformate aus rhetorischer Perspektive Do, 18-20 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 030 • •

SpM II / PrNr 4431 Film- und Fernsehrhetorik / 8 LP WP (M.A.) / PrNr 4431 Film- und Fernsehrhetorik / 8 LP

Das Seminar behandelt interdisziplinär die relevanten Definitionen und Theorien des Phänomens Unterhaltung. An aktuellen Fallbeispielen unterschiedlicher Medienformate erfolgt eine empirische Überprüfung der theoretischen Konzepte. Untersucht wird die Produktions- und Funktionsweise von Unterhaltung. 440 Robling: Rhetorische Kulturanthropologie Do, 8-10 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 406 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2491 Rhetorische Anthropologie / 8 LP SpM II / PrNr 4491 Rhetorische Anthropologie / 8 LP SpM III / PrNr 6491 Rhetorische Anthropologie / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2191 Rhetorische Anthropologie / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3191 Rhetorische Anthropologie / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4191 Rhetorische Anthropologie / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 4491 Rhetorische Anthropologie / 8 LP

Rhetorisches Reden und Schreiben beruht in seiner Wirkung nicht nur auf dem Gebrauch persuasiver Regeln, sondern ebenso auf anthropologischen Voraussetzungen und kulturellem Wissen. 27


Dazu gehört beispielsweise die Einsicht des Aristoteles, dass der Mensch von Natur aus ein politisches Wesen ist. Gemeint ist damit, der Mensch könne seiner Natur gemäß nur in einem staatlichen Verband leben, der neben den ökonomischen und sozialen auch die kulturellen Ressourcen (z.B. Künste und Wissenschaften) für seine Existenz sicherstellt. Diese Einsicht des Aristoteles gehört auch heute noch zur rhetorischen Kulturanthropologie, selbst wenn sich die zentralen Naturund Kulturbegriffe gewandelt haben. Das Seminar will diese zentralen Begriffe in Auseinandersetzung mit der Tradition rhetorischer Theorie, Philosophie und Ethnologie erarbeiten. Literaturhinweise: - Kopperschmidt, Josef: Teilartikel „Anthropologie“ des Stichworts „Philosophie“, in: Gert Ueding (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik (HWRh), Band 6, Tübingen 2003, Sp. 1067 – 1074 - Robling, Franz-Hubert: Was ist rhetorische Anthropologie? In: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch Bd. 23 (2004): Rhetorik und Anthropologie. S. 1 – 10. (Auch die anderen Aufsätze dieses Bandes sind für das Seminar von Interesse.) - Strecker, Ivo: Artikel „Kulturanthropologie“, in: HWRh Bd. 4, 1998, Sp. 1421 - 1439 445 Robling/Weidtmann: Interkulturalität in philosophischer und rhetorischer Perspektive Kompaktseminar: jeweils Fr/Sa, 14-19 Uhr, Forum Scientiarum, Hörsaal 1.3., Doblerstraße 33 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2493 Rhetorik und Philosophie / 8 LP SpM II / PrNr 4493 Rhetorik und Philosophie / 8 LP SpM III / PrNr 6493 Rhetorik und Philosophie / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2193 Rhetorik und Philosophie / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3193 Rhetorik und Philosophie / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4193 Rhetorik und Philosophie / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 2493 Rhetorik und Philosophie / 8 LP

Anmeldung: niels.weidtmann@uni-tuebingen.de Interkulturalität stellt uns vor die Herausforderung, uns auf ein Gespräch einzulassen, von dem wir nicht wissen, wohin es uns führt. Schon auf der inter-individuellen Ebene wird deutlich, dass eine Würdigung des Anderen in seiner Alterität nur möglich ist, wenn der Horizont des Allgemeingültigen dabei überstiegen wird. Das gilt umso mehr für die inter-kulturelle Ebene. Wie sieht eine Verständigung aus, die den Verständigungsboden nicht immer schon voraussetzt? Kann die Rhetorik einen Weg aus der drohenden Sprachlosigkeit weisen? Im Seminar sollen Antworten aus Philosophie und Rhetorik entlang folgender Begriffspaare erarbeitet werden: Kultur-/Interkulturalität, Subjektivität/Intersubjektivität, Verstehen/Erfahren, Anerkennung/Verkennung. Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt. Studierende anderer Fachrichtungen sind ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen. Literatur: Die Literatur wird zu Semesterbeginn als Kopiervorlage zur Verfügung gestellt. Sie umfasst u. a. Ausschnitte aus folgenden Texten: - Thomas Bedorf, Verkennende Anerkennung. Berlin 2010 - George A. Kennedy, Comparative Rhetoric. An Historical and Cross-Cultural Introduction. New York/ Oxford 1998. - Franz-Hubert Robling, Artikel „Kulturphilosophie“, in: Gert Ueding (Hg.), Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 10, 2011, S. 545ff. Weiter nächste Seite 28


- Georg Stenger, Philosophie der Interkulturalität. Erfahrung und Welten. Eine phänomenologische Studie. Freiburg: Alber 2006. - Charles Taylor, Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung. Frankfurt/M. 2009. - Bernhard Waldenfels, Der Stachel des Fremden. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 4. Aufl. 1990. Prüfungsgebiet: Theoretische Philosophie, Interdisziplinäre Fragen; Philosophie des 19. und 20. Jh. 450 Till: Predigt heute. Eine Bestandsaufnahme Di, 10-12 Uhr, 23.4.-4.6., Raum 406 Kompaktphase: Fr, 12.7., 14-18 Uhr + Sa, 13.7., 10-16 Uhr, jeweils Raum 030 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2529 Christliche Rhetorik / 8 LP SpM II / PrNr 4529 Christliche Rhetorik / 8 LP SpM III / PrNr 6529 Christliche Rhetorik / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2229 Christliche Rhetorik / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3229 Christliche Rhetorik / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4229 Christliche Rhetorik / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 4529 Christliche Rhetorik / 8 LP

Die Predigt ist vermutlich diejenige Gattung der öffentlichen Rede, welche heute überhaupt die meisten Zuhörer im Modus der face-to-face-Kommunikation erreicht (während etwas in der politischen Kommunikation die Vermittlung durch die Medien zentral ist). Zugleich hat sich die zeitgenössische Theorie der Predigt (Homiletik) recht weit von rhetorischen Vorgaben entfernt; leitend sind heute oft Auffassungen von der Predigt als ‚offenem Kunstwerk‘ oder der ‚semiotischen Predigt‘. In diesem Seminar wollen wir eine Bestandsaufnahme unserer (christlichen) Predigtkultur wagen. Dazu wird es notwendig sein, uns mit Geschichte und Theorie der Predigt zu beschäftigen. Das soll in der ersten Hälfte des Seminars geschehen. In einer ‚Feldforschungsphase‘ wollen wir die Theorie dann an den Realitäten der konkreten Predigtpraxis messen. Jeder Studierende muss dazu (in einer Kleingruppe) mindestens zwei Predigten besuchen und analysieren. Die Ergebnisse des Seminars tragen wird dann in einer für alle Teilnehmer/innen obligatorischen Kompaktphase (Termine s. o.) zusammen. Literatur: - Walter Jens: Die christliche Predigt: Manipulation oder Verkündigung? [1976]. In: Ders.: Feldzüge eines Republikaners. Ein Lesebuch. Hrsg. v. Gert Ueding, Peter Weit. 2. Aufl. München 1990, S. 137-153. - Joachim Knape: Rhetorik und Predigt. Wie viel Rhetorik braucht die Predigt? In: Homiletische Präsenz. Predigt und Rhetorik. Hrsg. von Michael Meyer-Blanck, Jörg Seip, Bernhard Spielberg. München 2010, S. 29-51. - Evangelische Predigtkultur. Im Auftrag des Zentrums für evangelische Predigtkultur hrsg. von Alexander Deeg, Dietrich Sagert. Leipzig 2011.

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460 Till: Lektürekurs: Elias Canetti, Masse und Macht (1960) Do, 14-16 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 406 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2495 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 8 LP SpM II / PrNr 4495 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 8 LP SpM III / PrNr 6495 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2195 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3195 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4195 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 4495 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 8 LP

Erstmals 1960 (nach mehr als zwanzigjährigen Vorarbeiten) erschienen, ist ‚Masse und Macht‘ das theoretische Hauptwerk von Elias Canetti (1905-1994; Nobelpreis für Literatur 1981). Das Buch ist nicht einfach zu charakterisieren: Es steht in der Folge der Massenpsychologie le Bons und Freuds, um sich von deren Theorien aber sogleich zu distanzieren. Es ist geprägt von den persönlichen Erfahrungen Canettis, der nach dem Einmarsch Hitlers in Wien 1938 ins Exil nach London floh, doch Hitler taucht in dem Buch nur vereinzelt auf. Canetti zielt auf eine grundlegende Analyse der ‚Masse‘, die ihre Theorie aus unterschiedlichen Disziplinen bezieht: Anthropologie, Psychologie, Mythenforschung etc. Im Seminar, das sich primär als Lektürekurs versteht, werden wir das Buch durcharbeiten und uns dabei immer wieder auf Vorgängertheorien beziehen. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft zur kontinuierlichen Lektüre. Literatur: Textgrundlage (von allen Teilnehmer/inne/n anzuschaffen): Elias Canetti: Masse und Macht. 32. Aufl. Frankfurt a.M. 2011 (= Fischer Taschenbuch). 14,90 Euro 470 Till: Erzählen und Überzeugen – Narrative Persuasion Do, 16-18 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 030 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2422 Literarische Rhetorik / 8 LP SpM II / PrNr 4422 Literarische Rhetorik / 8 LP SpM III / PrNr 6422 Literarische Rhetorik / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2122 Literarische Rhetorik / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3122 Literarische Rhetorik / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4122 Literarische Rhetorik / 10 LP WP (M.A.) 4422 Literarische Rhetorik / 8 LP

Im System der klassischen Rhetorik spielen Erzählungen an zwei Stellen eine wichtige Rolle: Im Rahmen der parteilichen Fallschilderung in der Gerichtsrede als narratio (im Kontext der Lehre von den Redeteilen); sodann als exemplum, das die Argumentation anschaulich machen kann und ihr dadurch Durchsetzungskraft verleiht. Systematische Überlegungen zum Verhältnis von Erzählen und Überzeugen gibt es in der antiken Rhetorik nicht. Blickt man heute auf die politische Rede (Obama), auf Werbe- oder PR-Feldkampagnen (ubiquitär), dann spielen narrative Elemente eine zentrale Rolle. Auch die empirischen Wissenschaften haben sich in den letzten Jahren verstärkt mit der Überzeugungskraft von Erzählungen auseinandergesetzt. Nicht zuletzt hält der Ratgebermarkt eine ganz Flut von Büchern über das ‚Storytelling‘ 30


bereit. Im Seminar werden wir diese Literatur sichten und überlegen, wie eine Theorie narrativer Persuasion aussehen könnte. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft, umfangreichere Texte in englischer Sprache zu lesen. Literatur: Die Teilnehmer/innen erhalten eine Literaturliste in der ersten Sitzung. 480 Ulrich: Rhetorik und Publizistik Di, 14-16 Uhr, Beginn: 23.4.13, Raum 406 • • • • • • •

SpM I / PrNr 2504 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP SpM II / PrNr 4504 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP SpM III / PrNr 6504 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP SpM I (M.A.) / PrNr 2204 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 10 LP SpM II (M.A.) / PrNr 3204 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 10 LP SpM III (M.A.) / PrNr 4204 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 10 LP WP (M.A.) / PrNr 4504 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP

Um die Jahrhundertwerde vom 19. zum 20. Jahrhundert entwickelte sich aus der Zeitungskunde die publizistische Wissenschaft, die zum Vorläufer der Medien- und v.a. Kommunikationswissenschaft wurde. Als Teil einer Theorie der öffentlichen Meinung verstanden, weist sie viele interessante Anknüpfungspunkte für die Rhetorik auf. Das Seminar untersucht die Anschlussstellen und Überschneidungspunkte zwischen Rhetorik und Publizistik zu Beginn des Jahrhunderts und verfolgt die Entwicklung der Publizistik und rhetorischer Paralleldisziplinen wie Propagandatheorie, Sozialpsychologie oder Persuasionsforschung bis in die heutige Zeit. Im Mittelpunkt steht dabei der Journalismus und seine Wirkung auf die öffentliche Meinung – als Objekt der wissenschaftlichen Beobachtung. Ziel ist es, die verschiedenen Überschneidungspunkte als Grundelemente für den Entwurf einer rhetorischen Journalistik zu verstehen. Literatur: Wagner, Hans: Fachstichwort Massenkommunikation. In: Otto Groth: Vermittelte Mitteilung. Hrsg. v. Wolfgang R. Langenbucher. München 1998, S. 187-240.

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Praxisseminare Andreadis: Reden – Überzeugen – Gewinnen: Angewandte Rhetorik Kompaktseminare 500 GRUPPE 1: Sa/So, 4./5.5. und So, 12.5.13, jeweils 9-18 Uhr, Raum 406 505 GRUPPE 2: Sa/So, 1./2.6. und So, 9.6.13, jeweils 9-18 Uhr, Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 610 Grundlagen rednerischen Auftretens / 6 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5056 Vortragspraxis / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Es kommt für den Redner nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch auf die Fähigkeit, Gedanken motivierend, glaubwürdig und überzeugend darzustellen. In diesem praxisorientierten und videobegleiteten Intensivkurs lernen die Teilnehmer, Redesituationen vor Publikum selbstsicher zu bewältigen, Hemmungen und Ängste abzubauen und den Umgang mit Sprache, Stimme und körpersprachlichen Ausdrucksmitteln zu erproben. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, außer der Bereitschaft, gelegentlich alte Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren. Wichtiger Hinweis: Bitte erscheinen Sie pünktlich bis 09:15. Andernfalls verlieren Sie Ihren Platz!

510 Andreadis: Lasst Bilder sprechen! Wirkungsvoll präsentieren/visualisieren Kompaktseminar: Sa/So, 22./23.6. und So, 30.6.13, jeweils 9-18 Uhr, Raum 406 • SpM I / PrNr 2765 Fachvortrag und Präsentation / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5060 Fachvortrag und Präsentation / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Medieneinsatz ist kein Rednerersatz. PC-Präsentationsprogramme können aber das gesprochene Wort auf anregende Weise ergänzen und unterstützen. In diesem praxisorientierten und videobegleiteten Intensivkurs lernen die Teilnehmenden, Informationen sinnvoll, anschaulich und ansprechend am PC aufzubereiten und vor der Gruppe überzeugend zu präsentieren. Voraussetzung: Abgeschlossene Teilnahme an "Reden – Überzeugen – Gewinnen" Wichtiger Hinweis: Bitte bringen Sie Ihren eigenen Schoßrechner (Laptop) mit. Wir arbeiten mit gängigen PC-Präsentationsprogrammen. Bitte erscheinen Sie pünktlich bis 09:15. Andernfalls verlieren Sie Ihren Platz!

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515 Busse: Rhetorik der Frauen: Kommunikation und Konflikte unter Frauen Kompaktseminar: Fr, 3.5., 14-18 Uhr + Sa, 4.5., 10-18 Uhr, jeweils Raum 030 Fr, 14.6., 16-20 Uhr + Sa, 15.6., 10-18 Uhr, jeweils Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 631 Verhandlungsrhetorik / 6 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5066 Verhandlungsrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Frauen sind anders, Männer auch ... Immer wieder hört man von geschlechtsspezifischem Verhalten und geschlechtsspezifischen Bedürfnissen. Welche Auswirkungen hat dies auf die Kommunikation und auf zwischenmenschliche Beziehungen? Kommunizieren Frauen anders als Männer? Was genau ist anders und welche Auswirkungen hat dies, vor allem, wenn es um gleichgeschlechtliche Konflikte geht? Kurzum, gibt es eine geschlechtsspezifische Rhetorik und wie sieht sie aus? Das Seminar dient dazu, geschlechtliche Unterschiede in der Kommunikation aufzudecken und zu hinterfragen; inwiefern gibt es sie, woher rühren sie, ist ihnen Rechnung zu tragen und wenn ja, wie? Im Praxisseminar wird der Sache gemeinsam nachgegangen und Lösungen erarbeitet; welche strategische Kommunikation ist bei der Kommunikation mit Frauen hilfreich? Das Seminar richtet sich explizit auch an männliche Studierende. Es deckt interessante und brisante Sachverhalte auf, bereitet auf die Diversity Situation und die damit einhergehende Kommunikation im Berufsleben vor und lehrt einen wichtigen Aspekt der Persuasion. 520 Busse: Die Macht der Stimme. Die Stimme als rhetorischer Wirkungsfaktor Kompaktseminar: Fr, 28.6., 16-20 Uhr + Sa, 29.6., 10-18 Uhr, jeweils Raum 406 Fr, 12.7., 16-20 Uhr + Sa, 13.7., 10-18 Uhr, jeweils Raum 406 • • •

AM Mündliche Kommunikation / PrNr 612 Vortragspraxis / 6 LP AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5050 Rednerisches Auftreten /6 LP WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP

Ausgangslage Warum wirkt ein Redner überzeugender als ein anderer? Experimente beweisen, dass es weniger der Inhalt, der Wortlaut oder die Argumentationsstruktur sind, die den Empfänger überzeugen. Wir alle kennen das Sprichwort „Der Ton macht die Musik“. Schon dieses impliziert, dass die Art und Weise wie Worte intoniert werden, sehr stark die Wirkung einer Botschaft bestimmt. Ob Sie als jemand angesehen werden, der eine starke Persönlichkeit hat oder der als kompetent und/oder aufrichtig betrachtet wird und ob man Ihnen abnimmt, was Sie sagen, hängt vor allem vom Klang Ihrer Stimme und der Deutlichkeit Ihrer Artikulation ab. – Und, ob Sie es glauben oder nicht, Sie haben Einfluss hierauf. Die Art wie Sie intonieren, ja der Klang Ihrer Stimme ist nicht angeboren. Er ist erlernbar und veränderbar. Getreu der rhetorischen Weisheit „Poeta nascitur, orator fit.“. Die Arbeit an der Stimme beeinflusst unser gesamtes Auftreten und unsere Persönlichkeit positiv. Erleben Sie ein Rhetorik-Seminar der besonderen Art und erfahren Sie, wie sehr sich die Arbeit an und mit der Stimme auf Ihren Auftritt, ja auf Ihre gesamte Persönlichkeit auswirkt! Weiter nächste Seite 33


Zielgruppe des Trainings Dieses Training richtet sich an alle, die ihre Wirkung auf andere noch weiter optimieren und ihren Auftritten den letzten Schliff geben möchten. Ziel und Nutzen des Trainings Die Teilnehmer lernen eine neue Seite der Rhetorik in ihrer vollen Dimension kennen. Sie spüren den Einfluss der Stimme auf ihre Persönlichkeit und auf andere und erleben, wie sie ihr Gegenüber mit ihrer Stimme für sich und ihre Ideen begeistern können. Das Training bietet konkret: • Einführung in die „Stimme“ • Reflexionen über die Stimme • Aufwärmübungen für die Stimme • Atemübungen • Findung des Körperzentrums • Lockerung der Artikulationsorgane, Befreiung des Stimmkanals • Abbau von Fehlspannungen u.a. jener, die durch Aufregung entstehen • Resonanzübungen • Hörübungen • Berührung des Tones; Stimmansatz • Einsatz stimmlicher Gestaltungsmittel; Experimente mit Tempo, Lautstärke, Modulation; Sensibilisierung und Reflexion über dieselben • Sprechdenkvorgang; Übungen zum Sprech-Denken • Übungen zum strategischen Einsatz der erlebten stimmlichen Gestaltungsmittel Um den rhetorischen Erfolg sichtbar zu machen, werden Trainingssequenzen mit der Kamera aufgezeichnet. 525 Fröhlich: Grundlagen der Gesprächsführung Kompaktseminar: Fr, 5.7., 14-20 Uhr, Raum wird noch bekanntgegeben Sa, 6.7., 10-18 Uhr + So, 7.7., 12-18 Uhr, jeweils Raum 406 • • •

AM Mündliche Kommunikation / PrNr 630 Gesprächsrhetorik / 6 LP AM Neuere Rhetorik / PrNr 735 Gesprächsrhetorik / 6 LP WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP

Tragfähige Lösungen aushandeln, andere motivieren, Konflikte konstruktiv lösen – all das findet statt, wenn wir miteinander reden. Eine wertschätzende Atmosphäre und die richtigen Methoden entscheiden darüber, ob man mit anderen erfolgreich kommuniziert. Die Teilnehmer trainieren in diesem Seminar, wie sie den Verlauf und die Ergebnisse wichtiger Gespräche durch ihr eigenes kommunikatives Verhalten positiv beeinflussen können. Sie lernen die wichtigsten Voraussetzungen konstruktiver Kommunikation und Grundlagen der Kommunikationspsychologie kennen und üben gleichzeitig wichtige Kernkompetenzen partnerorientierter Kommunikation: gute Argumente finden und strategisch sinnvoll einsetzen, verbale und nonverbale Einflußgrößen der Kommunikation bewußt steuern, aktives Zuhören, Gesprächsstörer und förderer erkennen sowie die gezielte Lenkung von Gesprächen durch den Einsatz von Fragetechniken. Die abschließende Analyse eines Fallbeispiels prüft den Transfer der im Seminar eingeübten Kommunikationskriterien und ist Grundlage für die Benotung. Literatur siehe nächste Seite 34


Literaturtipp: Christian-Rainer Weisbach: Professionelle Gesprächsführung: ein praxisnahes Lese- und Übungsbuch. 4. überarb. und erw. Aufl. München 1999. 530 Gherairi / Überall: Wir schreiben ein Rhetorik-Wiki II kompakt, Vorbesprechung: Fr, 3.5., 16-18 Uhr, Raum 406 Sa, 11.5. + 15.6., jeweils 9-18 Uhr, Raum: E-Learning Support Center (Brechtbau) • •

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 491 Gestalten von Gebrauchstexten / 6 LP WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP

Google und Wikipedia sind heute für uns oft die erste Anlaufstelle bei einem neuen Thema – selbst wenn die Artikel von Wikipedia in wissenschaftlichen Arbeiten nicht zitierfähig sind. Wer sich nun für Rhetorik interessiert, findet bei Wikipedia zwar ein paar Hinweise und Zitate, doch so wirklich spiegelt sich die Rhetorik als Fach dort keineswegs wieder und informierter ist der Leser nach der Lektüre nicht. Die Beseitigung dieses Mankos wurde im vorigen Semester mit einem ersten Praxisseminar in Angriff genommen. Das darin erarbeitete Wiki soll im Rahmen eines weiteren Seminars erweitert werden. Dazu erhält jede_r Teilnehmer_in im Vorbereitungstreffen (03.05.13) einen Begriff aus der Rhetorik und dazu kurze Grundlagentexte. Am ersten Tag des Seminars (11.05.13) werden die Texte kritisch besprochen, Schreibübungen gemacht und das Gerüst für die einzelnen Wiki-Artikel erstellt. Am letzten Termin (Samstag, 15.06.13) werden die bis dahin zu erstellenden Rohfassungen endgültig bearbeitet und besprochen. Ziel des Praxisseminars ist es, im Studium erworbenes Basiswissen für fachfremdes Publikum aufzubereiten, um es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 535 Gottschling / Susanka: Präsentationsmedien Mo, 3.6./10.6./17.6., jeweils 18-20 Uhr, Raum 406 Kompaktphase: Fr/Sa, 5./6.7., jeweils 10-17 Uhr, vermutlich Raum 120 • • •

AM Mündliche Kommunikation / PrNr 620 Fachvortrag und Präsentation / 6 LP AM Neuere Rhetorik / PrNr 732 Fachvortrag und Präsentation / 6 LP WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP

Der Einsatz von Reden, Vorträgen und Präsentationen unterstützenden Medien – wie Flipchart, Poster, PowerPoint, Prezi usw. – hat in nahezu allen Bereichen des akademischen, öffentlichen und ökonomischen Arbeitslebens Verbreitung gefunden. Dabei ist das Verhältnis der Redner zu den Medien, die sie eigentlich unterstützen sollten, oftmals schwierig, zumindest aber ambivalent. Welches Medium setzt man in welcher Situation ein, wo liegen Chancen bei der Mediennutzung und welche Risiken geht man ein? In diesem Praxisseminar sollen zunächst die theoretischen Voraussetzungen für einen bewussten Einsatz von Präsentationsmedien gelegt werden. Anschließend werden wir in mehreren Kompaktsitzungen die praktischen Aspekte der einzelnen Medien anhand von Übungen kennenlernen. Literatur siehe nächste Seite

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Pflichtlektüren: - Knape, Joachim (2008): „Performanz in rhetoriktheoretischer Sicht“. In: Heidrun Kämper; Ludwig M. Eichinger (Hg.): Sprache, Kognition, Kultur. Berlin, New York: de Gruyter, S. 135–150. - Peters, Sibylle (2007): „Über Ablenkung in der Präsentation von Wissen. Freier Vortrag, Lichtbild-Vortrag und Powerpoint-Präsentation – ein Vergleich“. In: Bernt Schnettler; Hubert Knoblauch (Hg.): Powerpoint-Präsentationen. Neue Formen der gesellschaftlichen Kommunikation von Wissen. Konstanz: UVK, S. 37–52. 540 Hermanns: Spitzen-Radio. Polemik, Satire, Parodie Mo, 16-18 Uhr, Beginn: 22.4.13, Raum 406 • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 475 Rhetorik des Hörfunks / 6 LP • SpM I / PrNr 2730 Rhetorik des Hörfunks / 4 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Dass Sprache zur Freude der Einen der Anderen Leid bewirkt, ist in den Medien nicht nur gang und gäbe, sondern auch höchst erwünscht: garantiert doch die verletzende Rede in der Regel hohe Aufmerksamkeit – und entsprechende Hörerquoten. Legitimität und Bewertung der polemischen Rede hängen dabei, wie der „Karikaturenstreit“ gezeigt hat, von ihren zugrundeliegenden Motiven ab – darf Satire beispielweise wirklich „alles“ (Tucholsky)? Zu betrachten ist in dem Zusammenhang auch das intellektuelle Niveau der Auseinandersetzung, das je nach Zielgruppe und Programm differiert. Von der Platitude bis zur eleganten Wortfechterei gibt es reichlich Möglichkeiten, Personen und Verhältnisse zur Kenntlichkeit zu entstellen: vom kurzen Aperçu über die Glosse bis zum (auch dialogischen) Sketch; die Grenzen zum Kabarett sind fließend. Die verschiedenen Formen radiophoner Scharfzüngigkeit werden eingeübt und im Tonstudio produziert.

545 Hoffmeister: Werbekonzeption Kompaktseminar: Fr, 31.5., 16-20 Uhr und Sa, 1.6. + 8.6., jeweils 10-18 Uhr, Raum 030 • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 490 Rhetorik der Werbung / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Mithilfe verschiedener Kreativitätstechniken werden wir in diesem Seminar klassische Aufgaben der Werbekonzeption (wie die Entwicklung von Anzeigen, Funkspots, Claims etc.) bearbeiten. Dabei stehen neben der konzeptionellen Arbeit einführende Lektüre, analytische Übungen, Ergebnispräsentation und -diskussion auf dem Programm. Das Seminar versteht sich als Workshop, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einige typische Arbeitsabläufe in einer Werbeagentur kennen lernen können. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an allen drei Terminen obligatorisch ist.

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547 Kölsch: Drehbuch und Filmdramaturgie Kompaktseminar, jeweils Sa, 10:15-17:30 Uhr Termine (voraussichtlich): 20.4. Raum 030 11.5. Raum 030 8.6. Raum 406 29.6. Raum 315 • SpM I / PrNr 2731 Film- und Fernsehrhetorik / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5016 Film- und Fernsehrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Ein zentrales Zitat in der Filmbranche, das Billy Wilder zugeschrieben wird, lautet: „Für einen guten Film braucht man drei Dinge: Ein gutes Buch, ein gutes Buch ein gutes Buch.“ „Man kann aus einem guten Buch einen schlechten Film machen, aber nur selten gelingt es, aus einem schlechten Buch einen guten Film zu machen.“ Diese Erkenntnis muss in vielen Drehbuchbesprechungen immer wieder in Erinnerung gerufen werden in der Arbeit mit Autoren, Regisseuren und Produzenten an einem neuen Filmprojekt. Im Vordergrund dieses auf konkrete Medienpraxis bezogenen Seminars wird die Untersuchung von Strukturelementen des Mediums Film im Hinblick auf Textvorlagen unterschiedlicher Art stehen. Kern ist natürlich der Bezug zum Drehbuch, wobei die Dramaturgie, Aspekte der Ästhetik und auch konkrete Gestaltungselemente eine wichtige Rolle spielen. Die Teilnehmer arbeiten aus der literaturwissenschaftlichen (und rhetorischen) Perspektive mit dem Medium Film, ausgehend von gattungstheoretischen und narratologischen Ansätzen. Ziel des Seminars ist es, Drehbücher nicht nur analysieren, sondern versuchsweise auch selbst schreiben zu lernen; das heißt: die Fähigkeit zu schulen, Zusammenhänge von Drehbuchvorlage und fertigem Film zu erkennen und zu verstehen; Drehbücher lesen, interpretieren und nach professionellen Kriterien beurteilen zu können; praktisch mit ihnen arbeiten zu können - und schließlich auch eigene Drehbuch-Projekte schreibend in Angriff zu nehmen. Kernbegriffe der Analyse und des Seminars werden sein: Drehbuch, Handlung, Plot, Thema, Figur, Konflikt, Fallhöhe, Ziel, Szene, Sequenz, Akt, Dialog, Dramaturgie, Plotpoint, Erzähltheorie, Exposition, Spannung, Stoff, Schauspieler, Filmgenre, Struktur, Protagonist, Antagonist etc. Literatur: - Reclams Sachlexikon der Films. Hrsg. von Thomas Koebner. Stuttgart 2002 - Oliver Schütte: Die Kunst des Drehbuchlesens. Bergisch Gladbach 1999 - Syd Field, Das Drehbuch – die Grundlagen des Drehbuchschreibens, Berlin 2007 - Aristoteles: Poetik. Stuttgart 1982 - Oliver Schütte: „Schau mir in die Augen, Kleines“ – Die Kunst der Dialoggestaltung, Bergisch Gladbach 2002. - Roland Zag, Der Publikumsvertrag – Drehbuch, Emotion und der human factor, Konstanz 2010, - Robert McKee, Story: Die Prinzipien des Drehbuchschreibens, Berlin 2011 Anmeldung: Vorab mit Motivationsschreiben per E-Mail bis zum 31.3.13 an das Sekretariat Braungart: sekretariat.braungart@ndl.uni-tuebingen.de

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548 Larsson: Rhetorik und Events Kompaktseminar: Sa, 13.7., 10-18 Uhr, Raum wird noch bekanntgegeben Sa, 20.7., 10-18 Uhr + So, 21.7., 12-18 Uhr, jeweils in Raum 406 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 731 Vortragspraxis / 6 LP • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 612 Vortragspraxis / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Ein Event ohne Rhetorik ist undenkbar. Doch was ist ein Event überhaupt? Welche Rolle kann die Rhetorik im Rahmen einer großen Inszenierung einnehmen? Und was muss bei der Planung solch eines Events beachtet werden? Im Seminar werden diese Fragen untersucht und fiktive Events konzeptioniert und organisiert. 550 Schoog: Gestalten und Texten eines Audioguides Kompaktseminar, jeweils Fr, 14-18 Uhr, Raum 030 Termine: 26.4. / 14.6. / 28.6. / 5.7. / 19.7. • SpM I / PrNr 2732 Medienpraxis und Rhetorik der Massenmedien / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr. 5031 Gestaltung von Gebrauchstexten / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Was macht den Besuch einer Kunstausstellung für den Interessierten zu einem Ereignis, bei dem er zu den Exponaten eine erklärende, erzählende Anleitung bekommt, eine individuelle Führung sozusagen? Der Audioguide ist aus den Museen und Ausstellungsräumen dieser Welt nicht mehr wegzudenken. Welche Chance, die Menschen für die ausgestellten Werke mit Geschichten über Künstler und Werk zu begeistern, ihnen die Kunst nahezubringen, ohne sie mit kunstwissenschaftlichen Details zu langweilen, sie mit guten Texten, Zitaten und evtl. Musik einzustimmen auf das, was sie sehen und auf das sie sich im besten Falle durch die gelungene Gestaltung des Audioguides noch mehr einlassen können! Wir werden gemeinsam einen Audioguide für eine Ausstellung erarbeiten, gestalten, texten, aufnehmen. Als bildliche Vorlage dient dafür eine Ausstellung in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall "Von Kopf bis Fuß" (noch bis 2. Juni 2013) Wer Zeit und Lust hat sollte sich diese Ausstellung ruhig schon einmal anschauen.Das ist ein Tipp, keine Voraussetzung. Einen besonderen Eindruck bekommt man auch, wenn man im Schloss-Museum der Universität Tübingen einmal den Audioguide auf einen Rundgang mitnimmt, den Studierende des Rhetorik-Instituts im Sommersemester 2011 in diesem Seminar erarbeitet haben. Ziel ist es, einen Audioguide zu Ausstellungsstücken/Kunstwerken so zu gestalten, dass er für den Laien interessante, schillernde und gut verständliche Informationen aufarbeitet und ihn mit Leichtigkeit an die Kunst heran führt. Die Benotung setzt sich zur Hälfte aus der engagierten Teilnahme am Seminar zusammen und zur anderen Hälfte aus einem Bild / einem Take, das/den jede_r wie beschrieben am Ende des Semesters gestaltet und getextet hat.

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555 Strobel: Für Forschung werben. Rhetorische Strategien für den Umgang der Wissenschaft mit ihren Geldgebern Kompaktseminar, jeweils in Raum 030:

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Fr, 21.6., 14-20 Uhr Sa, 22.6., 10-18 Uhr So, 23.6., 12-18 Uhr

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 492 Unternehmensrhetorik / 6 LP AM Neuere Rhetorik / PrNr 725 Unternehmensrhetorik / 6 LP AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5032 Unternehmensrhetorik / 6 LP WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP

Das Seminar beleuchtet die Erfolgsbedingungen für das Werben der Forschung um Finanzierung, insbesondere um die der öffentlichen Hand. Womit sind Rollenverständnis und Erwartungen beider Seiten vergleichbar – handelt es sich um eine Anbieter-Kunden-Beziehung, Investor Relations, Lobbyismus? Was macht bestimmte Scientific Communities wie die deutsche Teilchenphysik so erfolgreich, obwohl die wissenschaftlichen Ziele für Laien schwer verständlich und die Experimente teuer sind? Welche Medien und Formate eignen sich für die strategische Kommunikation und welche Rolle spielt klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dabei? Welchen Beitrag leisten Konzepte der Wissenschaftskommunikation? Den Kern des Seminars bilden Übungen in praktischer Topik. An authentischen Materialien werden Argumente für (und wider) die Finanzierung von Forschungsgebieten mit unterschiedlichen Vertretbarkeitsgraden untersucht und produziert. Ziel ist, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, für jeden Typ von wissenschaftlichem Themengebiet ‚das möglicherweise Glaubenerweckende‘ sensu Aristoteles herauszuarbeiten. Literatur: Peter Weingart, Die Wissenschaft der Öffentlichkeit, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2005 Bedingungen für die Scheinvergabe: Komplette Teilnahme und eine kurze schriftliche Ausarbeitung im Nachgang zum Seminar. Thema und Format werden im Seminar vereinbart. 560 Vogel: Werkstatt Kreatives Schreiben: Die Geschichte hinter dem Bild Do, 12-14 Uhr, Beginn: 25.4.13, Raum 406 • • • •

GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 495 Kreatives Schreiben / 6 LP SpM I / PrNr 2750 Kreatives Schreiben / 4 LP AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5035 Kreatives Schreiben / 6 LP WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP

Wenn wir etwas hören oder lesen, dann stellen wir uns etwas vor, wir machen uns ein Bild. Umgekehrt aber erzählen Bilder Geschichten, wecken solche in uns. Tracy Chevalier schrieb einen Bestseller, indem sie eine fiktive Geschichte hinter einem Bild erzählt. Auf diese Geschichte kam sie bei der Betrachtung von Vermeers Gemälde Das Mädchen mit dem Perlenohrring: „Ich betrachtete das Bild des Mädchens und dachte: Was hat Vermeer nur getan, um sie gleichzeitig so glücklich und so traurig aussehen zu lassen.“ Im Seminar suchen wir also nicht nach dem biografischen/ historischen/ realen Hintergrund, 39


sondern nach (kurzen) Geschichten, die zu diesem oder jenem Bild führen könnten, sich schlüssig damit verbinden. Unterschiedlichstes – auch eigenes – Bildmaterial wird uns dabei als Anregung dienen. 565 Weiß: Filmmontage und Persuasion Di, 18-21 Uhr, 14-täglich, Beginn: 23.4.13, Raum 030 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 718 Film- und Fernsehrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP In der Filmmontage werden visuelle, auditive und audiovisuelle Komponenten zusammengesetzt. Für die Auswahl und Reihenfolge der in der Montage zusammen gesetzten Komponenten kann es verschiedene Kriterien geben. Ein Kriterium kann die intendierte Wirkung beim Rezipienten sein: Der Rezipient soll beispielsweise emotional bewegt oder informiert werden. Im Theorieteil des Seminars wird die Montage verschiedener Spiel- und Dokumentarfilme analysiert. Im Praxisteil werden eigene Filmsequenzen unter Berücksichtigung verschiedener Montagekriterien zusammengesetzt.

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Kolloquien 600 Knape: Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden 2st., nach Vereinbarung, Raum 550 610 Till: Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden 2st., nach Vereinbarung, Raum 511 620 Knape, Robling, Till: Institutskolloquium Do, 18-20 Uhr, 14-tgl., Beginn: 25.4.13, Raum 011 630 Till: Probleme der Rhetorikforschung Mi, 18-20 Uhr, Beginn: 24.4.13, Raum 406 Im ‚Oberseminar‘ besprechen wir entstehende Abschlussarbeiten (MA und Magister) und diskutieren zentrale Publikationen aus dem Bereich der Rhetorik und Kulturwissenschaften – sowohl Neuerscheinungen wie ‚Klassiker‘. In diesem Semester möchte ich einige Klassiker der amerikanischen Rhetorikforschung (Lloyd F. Bitzer; Donald C. Bryant etc.) lesen sowie (im Anschluss an Diskussionen des Wintersemesters) Hans Blumenbergs Studien zur Metaphorologie. Weitere Themen und Texte – wie das genaue Seminarprogramm – werden in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass sich Teilnehmer/innen mit ihren eigenen Themenwünschen einbringen. Vor allem Studierende, die bei mir ihre Master- oder Magisterarbeit schreiben, sind aufgefordert, ihr Projekt in diesem Seminar zu präsentieren. Teilnehmen können interessierte BA-Studierende (ohne Leistungspunktvergabe), sodann Masterstudierende, die dieses Seminar als Spezialisierungsmodul (SpM III (M.A.) / PrNr 4183 New Rhetoric und neuere anglo-amerikanische Rhetorik-Theorie / 10 LP) und im Wahlpflichtbereich (WP M.A. / PrNr 6822 / 4 LP) anrechnen lassen können. Anmeldungen und Anregungen für das Programm per E-Mail: dietmar.till@uni-tuebingen.de

Schlüsselqualifikationen (Virtuelle Rhetorik) www.virtuelle-rhetorik.uni-tuebingen.de sowie: www.schreibkompetenz.uni-tuebingen.de www.redekompetenz.uni-tuebingen.de www.gespraechskompetenz.uni-tuebingen.de

Flexibilitätsfenster Kontakt: Claudia Gruhn, claudia.gruhn@uni-tuebingen.de 41


Studio Literatur und Theater Wilhelmstr. 19-23, 72074 Tübingen, Tel.: 07071 29-77379, Fax: 07071 29-5210 Leitung: Dr. Dagmar Leupold, Sekretariat: Elisabeth Bohley

Das Programm finden Sie unter: www.uni-tuebingen.de/Studio-Literatur-Theater/ Das Studio Literatur und Theater ist seit 1997 eine selbständige Einrichtung der Universität, die wie das Zeicheninstitut und das Collegium musicum der künstlerischen Ausbildung dient. Hervorgegangen ist es aus einem mehrjährigen Modellversuch am Seminar für Allgemeine Rhetorik. Studierende aller Fachbereiche (also nicht nur der Linguistik oder anderer Geisteswissenschaften) können hier Kurse zu den diversen Formen des nicht-wissenschaftlichen Schreibens belegen. Neben den studio-eigenen Seminaren zu Prosa, Lyrik, Kritik usw. bietet die Arbeit von Gastdozenten vielfältige Möglichkeiten der Horizonterweiterung. Lehrbeauftragte sind regelmäßig Autorinnen und Autoren, Theater-, Verlags- und Rundfunkprofis. Im Mittelpunkt steht zwar das eigene kreative Schreiben der Studierenden. Dazu gehört aber auch die Umsetzung, die Präsentation. Auf der Theaterbühne, im Rundfunkstudio oder auf dem Lesepodium wird das Erarbeitete ausprobiert und nach Möglichkeiten öffentlich vorgetragen. Das Studio Literatur und Theater kooperiert hierzu mit dem Landestheater Tübingen, der Uniwelle und dem SWR. Die Ergebnisse unserer CyberprosaWorkshops können im Internet begutachtet und genossen werden. Jeder Bewerber/jede Bewerberin wählt die Veranstaltungen und den Schwerpunkt seines Studiums entsprechend seiner individuellen Interessen und Neigungen. Die Teilnehmer erhalten Nachweise über diese Zusatzqualifikation. Es kann ein Abschlusszertifikat erworben werden. Die Bedingungen dafür sind im SLT zu erfragen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist grundsätzlich kostenlos. Die Anmeldung zu den Seminaren ist verbindlich; pro Semester können maximal zwei Veranstaltungen besucht werden (Ausnahme: Zertifikatsabsolventen). Sollte sich vor Semesterbeginn herausstellen, dass eine Teilnahme doch nicht möglich sein wird, bitten wir um rechtzeitige Abmeldung, damit die nachrückenden Bewerber auf der Warteliste rechtzeitig benachrichtigt werden können. Im Studio Literatur und Theater erworbene Leistungsnachweise werden vom Seminar für Allgemeine Rhetorik als Praxisseminare anerkannt!

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Rhetorikverein Verein zur Förderung der Rhetorik in Wissenschaft und Praxis Wilhelmstr. 50, 72074 Tübingen, Telefon: 07071 29-74660 oder 29-77998 Liebe Studentinnen und Studenten des Faches Rhetorik! Sie haben sich für das Studium eines traditionsreichen Faches entschieden, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine Renaissance in Theorie und Praxis erlebt und einen bedeutsamen Beitrag zur Beschreibung und Deutung der modernen Kommunikations- und Mediengesellschaft liefert. Zur Unterstützung und Entfaltung der Lehre und Forschung in unserem Fach wurde 1997 der Verein zur Förderung der Rhetorik in Wissenschaft und Praxis gegründet. Dieser Verein bietet zugleich ein Forum an, auf dem Begegnungen zwischen Studierenden, Lehrenden und Berufstätigen stattfinden können – ein Austausch also, der beiträgt • • •

zur Konturierung eigener Berufsziele zur Profilierung unseres Faches und zur geselligen Kultur im Seminar

Die Förderungsabsicht gilt z. B. wissenschaftlichen Kongressen, Publikationen, Übersetzungen, Bibliotheks- oder Archivbesuchen, interdisziplinärer Zusammenarbeit, Betreuungsprojekten für Studierende, technischen Ausstattungen oder Studienreisen. Der Verein führt einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung durch, in der über seine Tätigkeiten berichtet sowie über seine Vorhaben und Programmatik beraten wird. Vorgesehen ist auch ein Rhetorikertag als Begleitveranstaltung, der als Ort der Präsentation von neueren Entwicklungen in Theorie und Praxis dienen soll und der auch einer interessierten Öffentlichkeit angeboten wird. Die Einrichtung von themen- und aufgabenbezogenen Ausschüssen ergänzt dieses Vereinsleben. Informationen, Texte zur Theorie und Praxis, Mitgliederpräsentationen und aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie auf der Homepage des Vereins: www.rhetorikforum.de Wir laden Sie herzlich dazu ein, in unseren Verein einzutreten, und wir würden uns sehr darüber freuen, Sie in unserem Kreis begrüßen zu können. Im Namen des Vorstandes

Prof. Dr. Joachim Knape

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Streitkultur e. V.

"Der Streit ist der Vater aller Dinge" Heraklit Reden will gelernt sein – am besten bei und mit uns! Wer das Reden lernen will, der muss – das wussten schon die Theoretiker der Antike – reden! Und das am besten regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg. Der Debattierclub "Streitkultur e. V." bietet dazu die idealen Bedingungen für alle Rhetoriker: Spannende Debatten zu aktuellen Themen aus Gesellschaft und Politik, mit detailliertem Feedback zur Verbesserung der persönlichen Redefähigkeit und unter Anleitung von erfahrenen Coachs und Debattanten. Unsere wöchentlichen Debatten finden während des Semester immer dienstags ab 20 Uhr im Hörsaal 4 der Neuen Aula (Wilhelmstraße 7, Nähe Mensa Wilhelmstraße) in Tübingen statt. Während der Semesterferien debattieren wir jeweils zur gleichen Zeit im Nebenzimmer des Boulanger (Collegiumsgasse 2, Nähe Rathaus). Alle Interessierten – Debattierneulinge sowie erfahrene Redner – sind ganz herzlich willkommen! Die Themen erfahrt Ihr immer aktuell unter www.streitkultur.net. Unsere Einsteigerabende bieten allen Debattier-Neulingen die Gelegenheit, die Regeln des Debattierens kennen zu lernen und sich in lockerer Trainingsatmosphäre mit der Kunst des argumentativen Wettstreits vertraut zu machen. In jeder Debatte wollen wir ganz gezielt Fähigkeiten wie Auftreten, Argumentation, Sprachkraft und Kontaktfähigkeit trainieren und verbessern. Neben diesen Aktivitäten bietet "Streitkultur e. V." die Möglichkeit, an zahlreichen Debattierturnieren teilzunehmen, national zum Beispiel in Berlin, Hamburg oder München und weltweit in Oxford, Zagreb, Singapur oder Dublin. Nähere Informationen gibt es stets aktuell unter: www.streitkultur.net

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Tübinger Debatte

Das älteste Debattierformat Deutschlands verspricht mehr Spaß am Streit!

Die jeweiligen Termine findet ihr auf der Hompage: www.TuebingerDebatte.de

Sei es die Dynamik der Informationsgesellschaft oder der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt: heutzutage brauchen wir alle mehr und mehr die Kompetenz, uns zu den verschiedensten Themen nicht nur eine Meinung zu bilden, sondern sie auch überzeugend vorzubringen.

Die "Tübinger Debatte", der älteste Debattierclub Deutschlands, bietet hierzu ein ideales Trainingsfeld. Gegensätze werden gesucht, präsentiert und ausgefochten. Dabei geht es weniger darum, mit Expertenwissen oder möglichst aktuellen Statistiken aufzuwarten. In der "Tübinger Debatte" wird vielmehr wie im alltäglichen Leben diskutiert: ohne vollständige Informationen, aber dafür mit Herz und Seele.

Themen wie "Brauchen wir den Papst?" oder "…die Atomkraft?" lassen selbstverständlich auch den Spaß nicht zu kurz kommen.

Interessiert? Dann komm doch einfach mal vorbei! Jeder ist herzlich willkommen, um zu reden oder auch um einfach nur zuzuhören und sich unterhalten zu lassen.

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Rhetorik - Vorlesungsverzeichnis SoSe 2013 (updated)