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Seminar f端r Allgemeine Rhetorik

Kommentiertes Veranstaltungsverzeichnis Sommersemester 2014 http://www.rhetorik.uni-tuebingen.de/vorlesungsverzeichnis/


Inhalt Sprechstunden und Öffnungszeiten Semestertermine Lehrveranstaltungen im Überblick Anmeldeverfahren Prüfungen Sprachkenntnisse ECTS Leistungsnachweise Modulübersicht Modulzuordnung Lehrveranstaltungen mit Kommentar: Vorlesung Proseminare Haupt- / Oberseminare Praxisseminare Kolloquien Schlüsselqualifikationen Flexibilitätsfenster Nebenankündigungen Studio Literatur und Theater Rhetorikverein Streitkultur e. V. / Tübinger Debatte

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Philosophische Fakultät Seminar für Allgemeine Rhetorik Wilhelmstraße 50 72074 Tübingen Telefon: 07071 29-78431 Fax: 07071 29-4258 rhetorik@uni-tuebingen.de http://www.uni-tuebingen.de/rhetorik


Sprechstunden und Öffnungszeiten Lehrkörper Jasmina Gherairi: anschließend an die Veranstaltung Prof. Dr. Joachim Knape: Di, 12 – 13 Uhr Raum 550 Severina Laubinger: nach Vereinbarung Raum 547a Thomas Susanka: nach Vereinbarung Raum 143 Keplerstr. Prof. Dr. Dietmar Till: Mi, 14 – 15 Uhr Raum 511 Bitte tragen Sie sich in die Liste vor Raum 511 ein. Lisa Überall: anschließend an die Veranstaltung Dr. Thomas Zinsmaier: Di, 14 – 15 Uhr Raum 549 STUDIENBERATUNG Dr. Olaf Kramer Raum 551 Di, 11 – 12 Uhr

• Auslandsstudienberatung, Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland • Bescheinigungen für Studienkredite / BAFÖG • Zulassung in höhere Semester • Doppelstudium

Dr. Anne Ulrich Raum 510 Peter Weit Raum 547 Mi, 16 – 17 Uhr Di, 10 – 11 Uhr Bitte tragen Sie sich in die und nach Vereinbarung Liste an der Tür ein. • Allgemeine Studienberatung für • B.A.- und M.A.-Studierende • Eintragung der Zwischenprüfung • Anerkennung von Fremdsprachen (Latinum) • Eintragung der Schlüsselqualifikationspunkte • Betreuung bei CampusProblemen

Magisterberatung

Lehrbeauftragte Dr. Gregor Kalivoda: Di, 16 – 17 Uhr Raum 547a Jeweils anschließend an die Veranstaltungen: Prof. Dr. Jochen Kölsch, Prof. Dr. Thomas Vogel, Nikos Andreadis, Dr. Anja Busse, Sandra Fröhlich, Reinold Hermanns, Sven Herrmann, Linda Klein, Dr. Manfred Kraus, Roman Kremer, Dr. Claus Rieder, Christian Roppelt, Hagen Schick, Bernadette Schoog, Dr. Korinna Strobel, Dr. Harald Weiß

Virtuelle Rhetorik Marc Breetzke (Gesprächskompetenz): Daniel Seebert (Redekompetenz): Tobias Schmohl (Schreibkompetenz):

Di, 11 – 12 Uhr Do, 11 – 12 Uhr Fr, 10 – 11 Uhr

Raum 131 Raum 131 Raum 345

nach Vereinbarung

Raum 131

Mo – Do, 10 – 12 u. 14 – 16 Uhr Fr 10 – 12 Uhr

Raum 548

Flexibilitätsfenster Claudia Gruhn:

Sekretariat Angelika Fiege:

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Semestertermine Semesterbeginn: 7. April 2014

VERANSTALTUNGUNGSBEGINN: 14. April 2014

vorlesungsfrei: Fr, 18. April bis Mo, 21. April (Ostern) Do, 1. Mai (Tag der Arbeit) / Do, 29. Mai (Christi Himmelfahrt) Di, 10. Juni bis Sa, 14. Juni (Pfingstpause) / Do, 19. Juni (Fronleichnam) Veranstaltungsende: 19. Juli 2014

Lehrveranstaltungen im Überblick Vorlesung 100 Textrhetorik

Di, 10 – 12

Knape

Proseminare 300 305 310 315 320 325 330 335 340 345 350 355 360

Protest und Rhetorik Rede in der Unternehmenskommunikation Die Rhetorik an Herennius Rhetorik und nationalsozialistische Rechtfertigung nach 1945 Bundestagsdebatten Moderation aus rhetorischer Perspektive Verhandlungsrhetorik Alles muss raus. Vermarktungsrhetorik von B2B bis C2C Rhetoric of Science Rhetorik und Emotion Einführung in die Medienrhetorik Rhetorische Ausbildung bei den Römern Demosthenes und seine Gegner

Mo, 16 – 18 Mo, 14 – 16 Mi, 16 – 18 Di, 12 – 14

Gherairi Gruhn Kraus Kremer

Mi, 14 – 16 Do, 18 – 20 Mi, 18 – 20 Mo, 18 – 20

Laubinger Rieder Roppelt Schick

Mo, 16 – 18 Di, 18 – 20 Di, 14 – 16 Di, 8 – 10 Di, 16 – 18

Susanka Überall Thon / Ulrich Zinsmaier Zinsmaier

Haupt-/Oberseminare 400 Parrhēsía. Zur Bedeutung der politischen und rednerischen Freiheit 405 Rhetorik des Epigramms und der kleinen Textformen 410 Rhetorik und Machttheorie 415 Hassrede

Di, 14 – 16

Kalivoda

Di, 14 – 16

Knape

Di, 16 – 18 Di, 18 – 20

Knape Knape Weiter nächste Seite

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420 425 430 435

Literatur und Engagement Argumentationstheorie Rhetorikgeschichte des 18. Jahrhunderts Kriegsrhetorik 1914-1918: Kommunikation, Propaganda und Rhetorik im Ersten Weltkrieg 440 Rhetorik des Aufmachers. Theorie und Analyse von Zeitschriftencovern.

Do, 14 – 16 Do, 10 – 12 Do, 14 – 16 Do, 16 – 18

Kramer Till Till Till / Rieder

Mi, 14 – 16

Duerr/Ulrich

Praxisseminare 500 Reden – Überzeugen – Gewinnen: 505 Angewandte Rhetorik (Gruppe 1 und 2) 510 Die Macht der Stimme. Die Stimme als rhetorischer Wirkungsfaktor 515 Grundlagen der Gesprächsführung 520 „Kurz und knapp“ – Sprechen im Hörfunk 525 Kundenkommunikation – „Moments of Truth“ 530 Interkulturelles Rhetoriktraining 533 Drehbuchdramaturgie (Aufbauseminar) 535 Präsentationsmedien 540 Rhetoriktraining. Konzeption, Durchführung und Reflexion 545 Interviewtraining und Präsentation/Moderation 550 Entwicklung eines Kommunikationstrainings für Nachwuchsführungskräfte 555 Debattieren 560 Werkstatt Kreatives Schreiben: Begegnungen – gewollt, ungewollt, sowie der etwas anderen Art 565 Wirkmechanismen und Argumentationsstrategien dokumentarischer Filme

kompakt*

Andreadis

kompakt*

Busse

kompakt* Mo, 16 – 18 kompakt* kompakt* kompakt* kompakt* kompakt* kompakt* kompakt*

Fröhlich Hermanns Herrmann Klein Kölsch Kramer Laubinger Schoog Strobel

Mi, 16 – 18 14-tgl. Do, 12 – 14

Till / Streitkultur e.V. Vogel

Mi, 18 – 21 14-täglich

Weiß

Kolloquien 600 610 620 630

Koll. für Examenskandidaten und Doktoranden Perspektiven der Rhetorik Koll. für Examenskandidaten und Doktoranden Probleme der Rhetorikforschung Institutskolloquium

n. Vereinb. Knape Di, 20 – 22, 14-täglich Knape n. Vereinb. Till Mi, 18 – 20, 14-täglich Till Do, 18 – 20 Knape / 14-täglich Robling / Till

Nebenankündigungen der Germanistik

(Vorlesungen)

110 Fiktion – Narration – Kognition 120 Mimesis – Von Platon bis Girard

Di, 14 – 16 Mi, 10 – 12

* Die Einzeltermine sehen Sie unter: Lehrveranstaltungen mit Kommentar [5]

Berndt Robert


Anmeldeverfahren

Vorlesungen: Keine Anmeldung nötig Proseminare – Haupt-/Oberseminare – Praxisseminare: Für diese findet die Anmeldung im Campus-Portal statt. Sie können sich um einen Platz in bis zu 3 Proseminaren bzw. bis zu 3 Hauptseminaren (im Master: in bis zu 5 Hauptseminaren/Oberseminaren) und einem Praxisseminar (im Master: in bis zu 4 Praxisseminaren) bewerben. Dafür vergeben Sie jeweils Prioritäten von 1 (hohe Priorität) bis 4 (niedrige Priorität). Nach dem Anmeldezeitraum werden die Plätze in den Seminaren per Losverfahren vergeben und Sie können sehen, in welchen Veranstaltungen Sie auf jeden Fall einen Platz bekommen haben. Die Platzvergabe ist verbindlich.

Die Belegungsfrist geht vom 3. Februar bis zum 11. März 2014 Am 12. März werden die Plätze verteilt. Die zweite Belegungsfrist für Erstsemester BA und MA geht vom 31. März bis zum 15. April. Die Vergabe erfolgt am 16. April. Für die Platzvergabe spielt es keine Rolle, zu welchem Zeitpunkt innerhalb der Frist Sie sich um Seminarplätze beworben haben. Vom 14. bis zum 31. März können Sie sich eigenständig von Veranstaltungen wieder abmelden, die Sie doch nicht besuchen wollen. Sie haben durch das Losverfahren keinen Platz in Ihrem Wunschseminar erhalten: Gehen Sie zum 1. Termin, eventuell erhalten Sie einen Nachrückerplatz. Außerdem können Sie noch ein unterbelegtes Seminar besuchen, gehen Sie ebenfalls zum 1. Termin. Durch ein Fehlen in der 1. Sitzung verfallen sowohl Stamm- als auch Nachrückerplätze. AUSNAHME Praxisseminar „Drehbuchdramaturgie“ (Aufbauseminar), Prof. Kölsch: Vorab mit Motivationsschreiben per E-Mail bis zum 30.3.14 an das Sekretariat Braungart: sekretariat.braungart@ndl.uni-tuebingen.de

!

Wir weisen darauf hin, dass auch im Studio Literatur und Theater erworbene Leistungsnachweise am Seminar für Allgemeine Rhetorik als Praxisseminare anerkannt werden.

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Prüfungen • Bachelor-Klausuren: alle Seminarleiter/-innen von Haupt- und Oberseminaren • Mündliche Bachelor-Prüfungen und Bachelor-Arbeiten: Kalivoda, Knape, Kramer, Robling, Till, Ulrich, Zinsmaier • mündliche Master-Prüfungen: Kalivoda, Knape, Kramer, Till, Ulrich • Master-Arbeiten: Knape, Till

Sprachkenntnisse Die sprachlichen Voraussetzungen zum Studium im Haupt- und im Nebenfach sind im B.A.-Studiengang wie folgt geregelt: • eine moderne Fremdsprache • (Kleines) Latinum

ECTS Das Seminar für Allgemeine Rhetorik beteiligt sich am ECTS (European Credit Transfer System), das Studienleistungen an den Hochschulen in der EU vergleichbar machen und damit die Mobilität der Studierenden fördern soll. Die Zahl der vergebenen Punkte: Vorlesung: 4 Hauptseminar: 8 bzw. 10 (nach der alten Prüfungsordnung) Proseminar: 6 bzw. 8 Praxisseminar: 6

Leistungsnachweise Bachelor- und Master-Studierende erhalten ihre Noten im Campus-Portal eingetragen. Papierscheine werden nicht mehr ausgestellt. Ausnahmen: Wenn sich Ihr Praxisseminar thematisch als Schlüsselqualifikation eignet, können Sie sich die Leistung als solche anrechnen lassen. In diesem Fall bekommen Sie einen Papierschein. Der Schein wird im Sekretariat hinterlegt und die ECTS trägt Frau Dr. Ulrich für Sie im CampusSystem ein. Alle Magisterstudierenden bekommen wie bisher Papierscheine.

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Modulübersicht Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Hauptfach) nach der ALTEN Prüfungsordnung bis Sommersemester 2012 • im B. A.-Hauptfach sind 100 Leistungspunkte zu erwerben (zusätzlich sind 20 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 60 Leistungspunkte im Nebenfach nachzuweisen) • zum erfolgreichen Abschluss des Studiums sind zudem Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Erwerb des Latinums nötig, studienbegleitend ist im 3. Studienjahr eine Klausur (dreistündig) und eine mündliche Prüfung (30 Minuten) vorgesehen.

1. Studienjahr

2. Studienjahr

3. Studienjahr

MODUL VERANSTALTUNGSTYP QUALIFIKATION Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Einführung in das Vorlesung Klausur Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Rhetorische TextPraxisseminar Schreibübungen analyse u. –Produktion Vorlesung Klausur Aufbaumodul Referat, Hausarbeit und Neuere Rhetorik Proseminar Klausur bzw. mündliche Prüfung Praxisseminar Schreib- bzw. Redeübungen Aufbaumodul Referat, Hausarbeit und Antike Proseminar Klausur bzw. mündliche Rhetoriktradition Prüfung Vorlesung Klausur Aufbaumodul Mündliche Praxisseminar Redeübungen Kommunikation SpezialisierungsHauptseminar Referat, Hausarbeit und modul I mündliche Prüfung Vorlesung Klausur Praxisseminar Schreib- bzw. Redeübungen SpezialisierungsHauptseminar Referat und Klausur modul II SpezialisierungsHauptseminar Referat und B.A.-Arbeit modul III

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Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Hauptfach) nach der NEUEN Prüfungsordnung ab Wintersemester 2012/13

1. Studienjahr

• im B. A.-Hauptfach sind 99 Leistungspunkte zu erwerben (zusätzlich sind 21 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 60 Leistungspunkte im Nebenfach nachzuweisen) • zum erfolgreichen Abschluss des Studiums sind zudem Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Erwerb des Latinums nötig, studienbegleitend ist im 3. Studienjahr eine mündliche Prüfung (30 Minuten) vorgesehen. Modul RHT-BA-01 Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik

Lehrveranstaltung Proseminar

RHT-BA-02 Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und -produktion

Proseminar

2. Studienjahr

RHT-BA-03 Aufbaumodul Neuere Rhetorik

Tutorium Vorlesung

Vorlesung Praxisseminar Proseminar

Vorlesung

LP (ges. 99) 6

Referat Hausarbeit Klausur Praktische Übungen

6

Referat Hausarbeit Mündliche Prüfung Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur

6

3

3 6

3 3

RHT-BA-04 Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar

RHT-BA-05 Aufbaumodul Rhetorische Praxis

Praxisseminar

Praktische Übungen

6

Praxisseminar

Praktische Übungen

6

RHT-BA-06 Spezialisierungsmodul I

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur Praktische Übungen

6

Referat Mündliche Prüfung

6

Bachelor-Arbeit

12

Vorlesung 3. Studienjahr

Leistungsnachweis Referat Hausarbeit Klausur

RHT-BA-07 Spezialisierungsmodul II

Hauptseminar

RHT-BA-08 Spezialisierungsmodul III

Hauptseminar

Vorlesung Praxisseminar

RHT-BA-09 Prüfungsmodul [9]

3

3

3 6


Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Nebenfach) nach der ALTEN Prüfungsordnung bis Sommersemester 2012 • insgesamt sind 60 Leistungspunkte nötig (sowie 20 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 100 Leistungspunkte im Hauptfach) • zusätzlich: Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Latinum

1. Studienjahr

2. Studienjahr

3. Studienjahr

MODUL VERANSTALTUNGSTYP QUALIFIKATION Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Einführung in das Vorlesung Klausur Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Rhetorische TextPraxisseminar Schreibübungen analyse u. –Produktion Aufbaumodul Proseminar Referat, Hausarbeit und Antike Klausur bzw. mündliche Rhetoriktradition Prüfung Vorlesung Klausur Aufbaumodul Praxisseminar Redeübungen Mündliche Kommunikation SpezialisierungsHauptseminar Referat und Hausarbeit modul I SpezialisierungsHauptseminar Referat und Klausur modul II

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Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Nebenfach) nach der NEUEN Prüfungsordnung ab Wintersemester 2012/13

1. Studienjahr

• insgesamt sind 60 Leistungspunkte nötig (sowie 21 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 99 Leistungspunkte im Hauptfach) • zusätzlich: Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Latinum Modul-Nr.

Lehrveranstaltung

Leistungsnachweis

RHT-BA-01 Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik

Proseminar

Referat Hausarbeit Klausur

RHT-BA-02 Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und -produktion

Proseminar

Tutorium Vorlesung

LP (ges. 60) 6

3

Referat Hausarbeit Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur Mündliche Prüfung

6

Vorlesung

3

3. Studienjahr

2. Studienjahr

RHT-BA-03 entfällt RHT-BA-04 Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar

RHT-BA-05 Aufbaumodul Rhetorische Praxis

Praxisseminar Praxisseminar

Praktische Übungen Praktische Übungen

6 6

RHT-BA-06 Spezialisierungsmodul I

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

RHT-BA-07 Spezialisierungsmodul II

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

Vorlesung

Vorlesung

RHT-BA-08 und RHT-BA-09 entfallen

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3 3

3

3


Pflichtveranstaltungen M. A. Allgemeine Rhetorik

1.-3.

MODULE VERANSTALTUNGSTYP Spezialisierungsmodul I OS Spezialisierungsmodul II OS Spezialisierungsmodul III (kann auch in einem affinen OS Fach erbracht werden)

PRÜFUNGSLEISTUNG Referat und Klausur Referat und Hausarbeit Referat und Hausarbeit

4.

Redeübung oder Schreibübung bzw. Präsentation Redeübung oder Schreibübung bzw. Präsentation Mündliche M.A.-Prüfung

Semester

M.A.-Arbeit

Semester

Aufbaumodul Praktische Rhetorik

Praxisseminar

Praxisseminar

Wahlpflichtveranstaltungen M. A. Allgemeine Rhetorik Im Wahlpflichtbereich müssen insgesamt 48 Leistungspunkte erworben werden. Sie können die folgenden Bausteine (Praxisseminare, Hauptseminare oder Vorlesungen) dafür beliebig kombinieren. MODULE Medienpraxis Sprechpraxis 1.-3. Semester

Zusätzliches Seminar aus dem Bereich der Spezialisierungs-Module Seminar aus einem affinen Fach Vorlesung (kann auch in einem affinen Fach besucht werden)

VERANSTALTUNGSTYP Praxisseminar/ Übung Praxisseminar/ Übung

PRÜFUNGSLEISTUNG Präsentation Mündliche Prüfung bzw. Sprechübung

Hauptseminar

Referat und Klausur oder kurze Hausarbeit

Hauptseminar

Referat und Klausur oder kurze Hausarbeit

Vorlesung

Mündliche Prüfung oder Klausur

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Die angebebenen Modulzuordnungen entsprechen noch der ALTEN Prüfungsordnung bis zum Sommersemester 2012. Sobald die NEUEN Module im Campus-System abgebildet sind, werden die neuen Zuordnungen vorgenommen. Solange orientieren Sie sich bitte an den alten Modulen. BACHELOR Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und –Produktion Aufbaumodul Neuere Rhetorik Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition Aufbaumodul Mündliche Kommunikation Spezialisierungsmodul I

Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III MASTER PFLICHTVERANSTALTUNGEN Spezialisierungsmodul I Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III (kann auch in einem affinen Fach erbracht werden) Aufbaumodul Praktische Rhetorik MASTER WAHLPFLICHTVERANSTALTUNGEN Medienpraxis Sprechpraxis Zusätzliches Seminar aus dem Bereich der SpezialisierungsModule Seminar aus einem affinen Fach Vorlesung (kann auch in einem affinen Fach besucht werden)

VERANSTALTUNGSNUMMERN VERANSTALTUNGSART Erst wieder im Wintersemester

100 320 520 300 340 515 310

110 325 525 305 345 530 355

Vorlesung Einführungsseminare Vorlesungen Proseminare Praxisseminare Proseminare

330 335 550 315 320 335 350 533 550 560 565 Praxisseminare 360 Proseminare

500 505 510 515 535 540 555 100 405-440 520 533 535 545 560 400-440 405-440

Praxisseminare Vorlesung Hauptseminare Praxisseminare Hauptseminare Hauptseminare

VERANSTALTUNGSNUMMERN VERANSTALTUNGSART 120 405-440 405-440 405-440

Vorlesung Hauptseminare Hauptseminare Hauptseminare

500 505 510 535 540 545 560

Praxisseminare

VERANSTALTUNGSNUMMERN VERANSTALTUNGSART 520 525 533 545 560 565 Praxisseminare 500 505 510 515 555 Praxisseminare 400-440 Hauptseminare Kolloquium

Vorlesungen [13]


Lehrveranstaltungen mit Kommentar ÄNDERUNGEN DER VERANSTALTUNGEN SIND MÖGLICH. DEN AKTUELLEN STAND SEHEN SIE IM CAMPUS-PORTAL.

GM AM SpM PrNr

= Grundlagenmodul = Aufbaumodul = Spezialisierungsmodul = Prüfungsnummer

M.A. = Masterstudiengang WP = Wahlpflichtbereich LP = Leistungspunkte

Die angebebenen Modulzuordnungen entsprechen noch der ALTEN Prüfungsordnung bis zum Sommersemester 2012. Sobald die NEUEN Module im Campus-System abgebildet sind, werden die neuen Zuordnungen vorgenommen. Solange orientieren Sie sich bitte an den alten Modulen.

Vorlesung 100 Knape: Textrhetorik Di, 10-12 Uhr ab 15.4.14, Hörsaal 037 • GM Rhetorische Textanalyse und –Produktion/ PrNr 320 Grundlagen der rhetorischen Textanalyse / 4 LP • SpM I / PrNr 2202 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 4 LP • WP M.A. / PrNr 2110 Vorlesung aus dem B.A. / 4 LP Die Textrhetorik ist ein erstrangiger systematischer Bereich der Rhetorik. Texte benötigt man in so gut wie allen kommunikativen Interaktivitäten, insofern kann man sagen: der Text ist das Hauptinstrument des Orators. In der Vorlesung geht es um die verschiedenen Betrachtungsweisen dieses rhetorischen Instruments.

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Proseminare 300 Gherairi: Protest und Rhetorik Mo, 16-18 Uhr ab 14.4.14, Raum 406 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 675 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 8 LP Der Veranstaltungstext stand bei Drucklegung noch nicht fest. Literatur Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): noch unbekannt Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

305 Gruhn: Rede und Unternehmenskommunikation Mo, 16-18 Uhr ab 14.4.14, Raum 030 • AM neuere Rhetorik / PrNr 690 Sprecherziehung und Rhetorik / 8 LP Reden sind ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation, trotz oder gerade aufgrund neuer Kommunikationstechnologie. In der internen Kommunikation wie in der Öffentlichkeitsarbeit hat sich die Anzahl der Redeauftritte in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht, Redetext und Redeauftritt werden professionell vorbereitet. Beispiele aus den letzten Jahren zeigen, dass Redeaufritte für ein Unternehmen Chance und Risiko zugleich sind. Im Seminar wird unter anderem relevant: Was kennzeichnet die Rede im Kontext der Unternehmenskommunikation? Wie entstehen Reden innerhalb eines Unternehmens? Welche Bedeutung haben Reden für die Unternehmenskommunikation? Sind Zusammenhänge mit einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung erkennbar? Literatur Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Knape, J.: Rede2, Redegattungen. In: Deutsches Reallexikon der Literaturgeschichte. Band 3. S. 233-235. - Mast, Claudia: Unternehmenskommunikation. Ein Leitfaden. 2013. Kapitel 1: Einführung und Begriffserklärung. (aufzufinden in der UB oder in der FB der Wirtschaftswissenschaften) Ergänzend - Knape, J. , Schick, H., Hoos, S., Rieder, C.: Managementrhetorik. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 5. S. 843-872. - Meuthen, E., Müller, J.: Rede1. In: Deutsches Reallexikon der Literaturgeschichte. Band 3. S. 229-233. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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310 Kraus: Die Rhetorik an Herennius Mi, 16-18 Uhr ab 16.4.14, Raum 030 • AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 875 Römische Rhetorikgeschichte / 8LP Die anonyme Rhetorik an Herennius ist das älteste erhaltene vollständige Rhetoriklehrbuch in lateinischer Sprache. In der Veranstaltung soll der gesamte Text (4 Bücher) in Übersetzung durchgearbeitet und interpretiert werden, wobei das Hauptaugenmerk auf der Frage der didaktischen Systematisierung des rhetorischen Lehrgebäudes liegen soll, was zum Vergleich mit anderen Entwürfen (von Aristoteles, Cicero und Quintilian bis Lausberg) einlädt. Außerdem sollen die Anfänge der Rhetorik in Rom und die bedeutende Wirkungsgeschichte des Werkes vor allem im Mittelalter mitbehandelt werden. Empfohlene Textausgabe - Rhetorica ad Herennium, lateinisch-deutsch hg. und übers. von Theodor Nüßlein. Sammlung Tusculum. München u. Zürich, Artemis-Verlag 1994, 21998 [Allg H 44/Rhe 1a]. Weitere Ausgaben, Übersetzungen u. Kommentare - Friedhelm L. Müller (Hrsg.), Rhetorica ad Herennium – eines Unbekannten 4 Bücher über Redekunst, lat.-dt., Aachen, Shaker 1994 [Allg H 44/Rhe 2]. - Guy Achard (Hrsg.), Rhétorique à Herennius. Texte établi et traduit. Paris, Les Belles Lettres 1989. - Gualtiero Calboli (Hrsg.), Cornifici Rhetorica ad C. Herennium. Introduzione, testo critico, commento. Bologna, Pàtron 1969, 21993. - Harry Caplan (Hrsg.), Ad C. Herennium de ratione dicendi. With an English translation. The Loeb Classical Library 403. London / Cambridge, Mass., Harvard University Press 1954, Nachdrucke 1989, 1999 [Allg H 44/Cic 340]. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): - Fuhrmann, Manfred: Das systematische Lehrbuch. Ein Beitrag zur Geschichte der Wissenschaften in der Antike. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1960, 41-58; 159-162 [Allg H 20/Fuh 2]. Weitere Literatur - Adamietz, Joachim: Ciceros de inventione und die Rhetorik ad Herennium. Diss. Marburg 1960. - Müller, Friedhelm L.: Kritische Gedanken zur antiken Mnemotechnik und zum Auctor Ad Herennium. Stuttgart, Steiner 1996 [Allg H 44/Rhe 500]. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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315 Kremer: Rhetorik und nationalsozialistische Rechtfertigung nach 1945 Di, 12-14 Uhr ab 15.4.14, Raum 406 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 665 Propagandaforschung / 8 LP „Wir schauen auf das Dritte Reich, ob wir es wollen oder nicht, durch die Brille Albert Speers.“ (Heinrich Breloer, Regisseur des TV-Dokudramas Speer und Er) Die rhetorische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit konzentriert sich meist auf die Reden führender NS-Politiker wie Hitler oder Goebbels. In diesem Seminar soll hingegen weniger untersucht werden, wie im dritten Reich geredet wurde, sondern wie nach 1945 über das dritte Reich geredet wurde und wird. Dabei wird der Schwerpunkt auf einflussreiche Autobiographien von NS-Protagonisten, etwa Albert Speers Erinnerungen, gelegt werden. Im Seminar sollen dabei einerseits rhetorische Strukturen und Rechtfertigungsstrategien in NSAutobiographien selbst untersucht werden. Andererseits wird aber auch die rhetorische Wirkung dieser Autobiographien auf die deutsche Nachkriegsgesellschaft und die Geschichtsschreibung thematisiert werden. Literatur Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur, wird auf ILIAS hochgeladen, Passwort: „Speer“) - Grossman, Marshall. „Hayden White And Literary Criticism: The Tropology Of Discourse.“ Papers On Language And Literature: A Journal For Scholars And Critics Of Language And Literature 17.4 (1981): 424-445. - Kansteiner, Wulf. „Hayden White's Critique of the Writing of History.“ History and Theory 32.3 (1993): 273-295. - Fuhrmann, Manfred: „Rechtfertigung durch Identität - Über eine Wurzel des Autobiographischen“. Marquard, Odo und Karlheinz Stierle (Hg.). Identität. München: Wilhelm Fink, 1979: 685–690. - Marquard, Odo: „Identität - Autobiographie - Verantwortung (ein Annäherungsversuch)“. Marquard, Odo und Karlheinz Stierle (Hg.): Identität. München: Wilhelm Fink, 1979: 690–699. Weiterführende Quelltexte - White, Hayden. Metahistory : die historische Einbildungskraft im 19. Jahrhundert in Europa, Frankfurt am Main: Fischer, 1991. - Schirach, Baldur von. Ich glaubte an Hitler. Hamburg: Mosaik, 1967. - Speer, Albert. Erinnerungen. Berlin: Propyläen, 1969. - Dönitz, Karl. Mein wechselvolles Leben. Göttingen: Musterschmidt, 1968. - Raeder, Erich. Mein Leben. Bis zum Flottenabkommen mit England 1935. Tübingen: Schlichtenmayer, 1956. - Raeder, Erich. Mein Leben. Von 1935 bis Spandau 1955. Tübingen: Schlichtenmayer, 1957. - Höß, Rudolf. Kommandant in Auschwitz. Autobiographische Aufzeichnungen. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1958. In diesem Seminar gibt es KEINE Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

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320 Laubinger: Bundestagsdebatten Mi, 14-16 Uhr ab 16.4.14, Raum 030 • GM Rhetor. Textanalyse u. -produktion / PrNr 395 Politische und juristische Rede / 6 LP • AM Neuere Rhetorik / PrNr 675 Ideologiekritik, Cultural Studies und Rhetorical Criticism / 8 LP Christian Ströbele, 18. Wahlperiode, 2. Sitzung, 18.11.13 „Ich habe eine Frage, Frau Bundeskanzlerin: (Dr. Günter Krings [CDU/CSU]: Sie sollen hier reden, keine Fragen stellen!) Haben Sie mal darüber nachgedacht, sich bei Edward Snowden zu bedanken?“ In diesem Seminar soll die umfassende Debattendokumentation des Bundestages für die rhetorische Analyse genutzt werden. Neben einer theoretischen Beleuchtung der Funktion und Bedeutung der Parlamentsdebatte sollen ausgewählte Beispiele analysiert werden. Dabei werden wir die Spezifika des parlamentarischen Kommunikationsverhaltens, sowie die sprachliche und performative Ausgestaltung der Reden näher betrachten. Hierbei bieten metasprachliche Äußerungen der Politiker eine vielversprechende Analysegrundlage. Die Bundestagsdebatte soll zudem in ihrer Mehrfachadressierung als Medienereignis untersucht werden. Literatur Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Burkhardt, Armin: Zwischen Diskussions- und Schaufensterparlamentarismus. Zur Diagnose und Kritik parlamentarischer Kommunikation – am Beispiel von Zwischenfragen und Kurzdialogen. In: Dörner, Andreas/ Vogt, Ludgera: Sprache des Parlaments und Semiotik der Demokratie. Studien zur politischen Kommunikation in der Moderne. Berlin/ New York, 1995, S. 73-106. - Burkhardt, Armin: Parlamentskritik: Strukturwandel der parlamentarischen Öffentlichkeit. In Ebd.: Das Parlament und seine Sprache. Studien zur Theorie und Geschichte parlamentarischer Kommunikation. Tübingen, 2003, S. 200-272. - Patzelt, Werner: Politiker und ihre Sprache. In: Dörner, Andreas/ Vogt, Ludgera: Sprache des Parlaments und Semiotik der Demokratie. Studien zur politischen Kommunikation in der Moderne. Berlin/ New York, 1995, S.17-54. - Wengeler, Martin: Argumentationsmuster im Bundestag. Ein diachroner Vergleich zweier Debatten zum Thema Asylrecht. In: Burkhardt, Armin/ Pape, Kornelia (Hrsg.): Sprache des deutschen Parlamentarismus. Studien zu 150 Jahren parlamentarischer Kommunikation. Wiesbaden, 2000, S. 221-240. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

325 Rieder: Moderation aus rhetorischer Perspektive Do, 18-20 Uhr ab 17.4.14, Raum 030 • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 407 Medienpraxis und Rhetorik der Massenmedien / 6 LP [18]


Das Seminar behandelt Moderation als mediales, kommunikatives, ökonomisches und kulturelles Phänomen. Was sind die spezifischen Produktmerkmale des Moderationsverfahrens? Welche Kommunikations-, Sozial und Mediensysteme arbeiten mit Moderation? Welche Rolle spielt dabei die Rhetorik? Die Analyse erfolgt anhand aktueller Fallbeispiele. Literatur Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Wachtel, Stefan: Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen. Konstanz 2009. - Tirok, Markus: Moderieren. Konstanz 2013.

330 Roppelt: Verhandlungsrhetorik Mi, 18-20 Uhr ab 16.4.14, Raum 036 Keplerstr. • GM Rhetorische Textanalyse und –Produktion / PrNr 422 Unternehmensrhetorik / 6 LP Was unterscheidet Verhandlungen von anderen Gesprächstypen? Müssen Verhandlungsakteure den Zweifel des agonalen Interessenkonfliktes akzeptieren oder auf gegenseitigen Kooperationswillen setzen? Wie könnten sich Emotionen und das Image der Teilnehmer auf ein Verhandlungsgespräch auswirken? Inwieweit kann die Rhetoriktheorie einen theoretischen Zugang zu Verhandlungsgesprächen bieten? Ziel dieses Seminars ist es, Verhandlungsprozesse als gesprächsrhetorisches Kommunikationsverfahren zu betrachten, das sowohl die agonale als auch verständigungsorientierte, kooperative Perspektive als Bedingungen des rhetorischen Falls einbezieht. Beginnend bei der aristotelischen Trias, über die opera oratoris und die Lehre der klassischen intellectio mit den Vertretbarkeitsgraden, bis hin zu den neuesten gesprächsrhetorischen und interdisziplinären gesprächslinguistischen Erkenntnissen: Die Rhetorik bietet ein reichhaltiges Instrumentarium an Analysemöglichkeiten und strategischen Kalkülen, um gesprächsrhetorische Ziel-Widerstand-Mittel Relationen für Verhandlungsgespräche zu ermöglichen. In diesem Seminar werden grundlegende Texte der klassischen Rhetorik, der neuesten Gesprächsrhetorik, der allgemeinen Gesprächsforschung und der Verhandlungsforschung gelesen und eingehend besprochen. Nach Möglichkeit werden diese anhand aktueller Beispiele aus der politischen und wirtschaftlichen Praxis diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, welche theoretischen und praktischen Rückschlüsse sich für eine Theorie der Verhandlungsrhetorik ziehen lassen. Literatur Grundlagentexte in Auszügen(relevant für die Lektüreklausur): - Knape, J. (2009): Rhetorik des Gesprächs. In: Ders. (Hrsg.): Rhetorik im Gespräch. Ergänzt um Beiträge zum Tübinger Courtshiprhetorik-Projekt. 1. Aufl. Berlin, S. 13–44 (Neue Rhetorik, 4). - Knape, J. (2000): Was ist Rhetorik? Stuttgart. - Voeth, M./Herbst, U. (2009): Verhandlungsmanagement. Planung, Steuerung und Analyse. Stuttgart. Weitergehende Literatur siehe nächste Seite

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Weitergehende Literatur (Eine endgültige Liste wird zu Semesterbeginn vorliegen): - Fiehler, R. (2008): Emotionale Kommunikation. In: Fix, U./ Gardt, A./Knape, J. (Hrsg.): Rhetorik und Stilistik. 1 Halbband. Berlin/New York, S. 757-773 - Fisher, R./Ury, W./Patton, B. (2009): Das Harvard-Konzept. Der Klassiker der Verhandlungstechnik. 23. Aufl. Frankfurt a. M./New York. - Gast, W. (2009): Vertretbarkeitsgrade. In: Ueding, G. (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik 9, S. 1115-1130. - Hoppmann, M. (2008): Pragmatische Aspekte der Kommunikation. Höflichkeit und Ritualisierung. In: Fix, U./ Gardt, A./Knape, J. (Hrsg.): Rhetorik und Stilistik. 1 Halbband. Berlin/New York, S. 826–836 - Holly, W. (2000): Beziehungsmanagement und Imagearbeit. In: Brinker, K./ Antos, G./ Sager, F./ Heinemann, W. (Hrsg.): Text- und Gesprächslinguistik. Ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung. 1 Halbband. Berlin/New York, S. 1382-1393. - Knape, J./Becker, N./Böhme, K. (2009b): Strategie. In: Ueding, G. (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik 9, S. 152–172. - Knape, J. (2013): Image, Prestige, Reputation und das Ethos in der aristotelischen Rhetorik. In: Birgit Christiansen (Hrsg.): Ansehenssache. Formen von Prestige in Kulturen des Altertums. München, S. 105–128 - Schranner, M. (2006): Der Verhandlungsführer. Strategien und Taktiken, die zum Erfolg führen. München. In diesem Seminar gibt es KEINE Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

335 Schick: Alles muss raus. Vermarktungsrhetorik von B2B bis C2C Mo, 18-20 Uhr ab 14.4.14, Raum 030 • GM Rhetor. Textanalyse und –Produktion / PrNr 422 Unternehmensrhetorik / 6 LP • AM Neuere Rhetorik / PrNr 683 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP Die moderne Marketingtheorie kennt mehrere Ansätze, vermarktungsorientierte Kommunikationsmaßnahmen zu klassifizieren. Zum State of the Art des neueren Fachdiskurses gehört die – auch in der Kommunikationspraxis verbreitete – Einteilung anhand bestimmter Sender- und Empfängermerkmale. Man unterscheidet dabei zwischen B2B (Business-toBusiness)-, B2C (Business-to-Consumer)- und C2C (Consumer-to-Consumer)-Kommunikation. Das Proseminar untersucht die Auswirkungen solcher Settingvariablen auf die kommunikativen Erzeugnisse. Zu diesem Zweck werden vermarktungsorientierte Medien, Texte und Aktionen unterschiedlichster Herkunft einer eingehenden rhetorischen Analyse unterzogen. Gibt es eine spezifische B2B- (B2C, C2C)-Rhetorik, und wenn ja: welche? Wie tragfähig sind die entsprechenden Zielgruppenkonzepte aus rhetorischer Sicht? Inwiefern kann/darf/muss Werbung kreativ sein? Was heißt eigentlich ›strategische‹ Kommunikation? Solche und ähnliche Fragen können anhand empirischer Befunde im Seminar diskutiert werden. Literatur Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): - Joachim Knape: Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000. [20]


zur Orientierung: - Gordon H. Eckardt: Business-to-Business-Marketing. Stuttgart 2010. - Marc Kuhn, Yvonne Zajontz: Industrielles Marketing. München 2011. - Dominic Schüler: Kommunikation am Markt. Tübingen 2013. - Béatrice Dumiche (Hg.): Werbung und Werbesprache. Wilhelmsfeld 2008. - Urs Meyer: Poetik der Werbung. Berlin 2010. - Nina Janich: Handbuch Werbekommunikation. Tübingen 2012. - Guido Zurstiege: Werbeforschung. Konstanz 2007. - Siegfried Behrendt u.a. (Hgg.): Wiederverkaufskultur im Internet. Belin 2011. In diesem Seminar gibt es KEINE Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

340 Susanka: Rhetoric of Science Mo,16-18 Uhr ab 14.4.14, Raum 036 Keplerstr. • AM Neuere Rhetorik / PrNr 672 Rhetorische Erkenntnistheorie / 8 LP Rhetorik und Naturwissenschaften (science) galten lange Zeit als Disziplinen ohne nennenswerte Berührungspunkte, ja als vollkommen unterschiedliche, wenn nicht gegensätzliche Formen der Wissenschaft. Doch diese jahrhundertealte Trennung wird zunehmend in Frage gestellt: In der Popularität von Science Slams und Präsentationsevents wie den amerikanischen TED-Talks manifestiert sich besonders in den letzten Jahren das Interesse der Naturwissenschaften für rhetorische Techniken in der Wissenskommunikation. Mehr denn je gilt heute: „Being a successful scientist means being an effective communicator.“1 Die Rhetorik wiederum widmet sich spätestens seit den frühen 1980er Jahren verstärkt der Frage nach ihrer Rolle in Naturwissenschaften. Ein eigener Wissenschaftszweig, die Rhetoric of Science oder Wissenschaftsrhetorik, hat sich etabliert und fragt nach der rhetorischen Dimension naturwissenschaftlicher Forschung und dabei besonders im Hinblick auf die Vermittlung von Erkenntnissen innerhalb der scientific community und darüber hinaus. Auch in Tübingen wird derzeit zu diesem Thema intensiv geforscht. In dem Lektüreseminar werden zentrale Texte der Rhetoric of Science gelesen und eingehend besprochen. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei der Frage zu, welche praktischen Rückschlüsse sich jeweils für die angewandte Rhetorik und die Science-Kommunikation ziehen lassen. Literatur Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): - Fröhlich, Sandra (2008). „Rhetorik und Wissenschaft: Von einer rhetorischen Erkenntnistheorie zur Wissenschaftskritik der Social-Text-Affäre.“ In: Rhetorica, Vol. 26, No. 4: 439–453. - Grzega, Joachim, Bea Klüsener(2011). „Wissenschaftsrhetorik.“ In: Gert Ueding (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. WBG, Darmstadt 1992ff., Bd. 10, Sp. 1486-1508. - Thumfart, Alexander (2013). „Rhetorische Epistemologie der Wissenschaften.“ In: Rhetorica, Vol. 31, No. 2: 199-219. In diesem Seminar gibt es KEINE Möglichkeit zur Zwischenprüfung. 1

Schultz, David (2009). Eloquent Science - A Practical Guide to Becoming a Better Writer, Speaker, and Atmospheric Scientist. Boston, American Meteorological Society, p.xxvii.

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345 Überall: Rhetorik und Emotion Di, 18-20 Uhr ab 15.4.14, Raum 030 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 684 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP Das emotionale Überzeugungsmittel ist aus der Rhetorik nicht wegzudenken. Ausgehend von theoretischen Konzepten zur Rolle von Emotionen in der Rhetorik und zu Formen sprachlich-kommunikativer Emotionalität beleuchtet das Seminar Einsatzmöglichkeiten emotionaler Rhetorik in unterschiedlichen Kommunikationsformen wie Rede, Gespräch und schriftlicher Distanzkommunikation. Im Zentrum steht dabei stets die Frage, mit welchen Mitteln ein strategischer Kommunikator auf emotionaler Ebene überzeugen kann. Literatur Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Klotz, Fabian: Der Orator, in: Fix, Ulla/Andreas Gardt/Joachim Knape (Hgg.): Rhetorik und Stilistik. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung, 1. Halbband, Berlin/New York 2008, S. 587-597. - Knape, Joachim: Rhetorik des Gesprächs, in: Ders. (Hg.), Rhetorik im Gespräch. Ergänzt um Beiträge zum Tübinger Courtshiprhetorik-Projekt, Berlin 2009, S. 13-51. - Till, Dietmar: Rhetorik des Affekts (Pathos), in: Fix, Ulla/Andreas Gardt/Joachim Knape (Hgg.): Rhetorik und Stilistik. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung, 1. Halbband, Berlin/New York 2008, S. 646-669. In diesem Seminar gibt es KEINE Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

350 Thon / Ulrich: Einführung in die Medienrhetorik Di, 14-16 Uhr ab 15.4.14, Raum 406 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 683 Rhetorische Medientheorien / 8 LP Das Seminar führt in zentrale Fragestellungen der Medienrhetorik ein. Ziel ist dabei sowohl die Erarbeitung von Begriffen und Konzepten, mit denen sich die spezifischen rhetorischen Strategien und Wirkungspotentiale gegenwärtiger Medien beschreiben lassen, als auch die Einübung der Anwendung dieser Begriffe anhand ganz unterschiedlicher Medien. Entsprechend wird es im ersten Teil des Seminars zunächst darum gehen, eine genauere Vorstellung davon zu entwickeln, wie die spezifische Medialität von Medien ihre je eigenen Medienästhetiken und persuasiven Potentiale bestimmt, inwiefern medienspezifische Persuasionsstrategien mit verschiedenen Formen von Autorschaft oder ‚Oratorschaft‘ zusammenhängen, und wie letzteren wiederum bestimmte pragmatische Wirkungsintentionen zugeschrieben werden können. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob und inwiefern Medien dasjenige, was sie übertragen, im Akt der Übertragung zugleich mitbedingen und prägen und welche Rolle dies sowohl für die Instanz des Autors/Orators wie auch für die Instanz des Adressaten spielt. Im zweiten und dritten Teil des Seminars wird es dann darum gehen, die theoretisch erarbeiteten Begriffe für die Analyse ganz unterschiedlicher Medien zu operationalisieren und

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weiter auszudifferenzieren, wobei die traditionellen ‚Informationsmedien‘ Zeitung, Hörfunk und Fernsehen ebenso berücksichtigt werden sollen wie die etablierten ‚Unterhaltungsmedien‘ Comic, Film und Computerspiel. (Die Fähigkeit zur Lektüre englischsprachiger, teils theoretisch anspruchsvoller Texte wird ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten.) Literatur Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): - Knape, Joachim: The Medium is the Massage? Medientheoretische Anfragen und Antworten der Rhetorik. In: Ders. (Hrsg.): Medienrhetorik. Tübingen 2005, 17–39. - Mock, Thomas: Was ist ein Medium? Eine Unterscheidung kommunikations- und medienwissenschaftlicher Grundverständnisse eines zentralen Begriffs. In: Publizistik 51/2 (2006), 183–200. Diese und weitere Literatur wird nach der ersten Sitzung über ILIAS zugänglich gemacht. Dieses Seminar wird bei der Allgemeinen Rhetorik und der Medienwissenschaft mit jeweils 15 Teilnehmerplätzen angeboten. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

355 Zinsmaier: Rhetorische Ausbildung bei den Römern Di, 8-10 Uhr ab 15.4.14, Raum 406 • AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 875 Römische Rhetorikgeschichte / 8 PS Seit dem Beginn der Kaiserzeit bis zum Ende der Antike war die Rhetorik im römischen Reich die Kerndisziplin der höheren Allgemeinbildung und wurde nach einem reichsweit recht einheitlichen und über die Zeiten recht stabilen Lehrplan unterrichtet. Zur stilbildenden Lektüre kanonischer Dichter, Redner und Schriftsteller (imitatio) und zur Unterweisung im rhetorischen Regelwerk (ars, doctrina) kam ein intensives lateinisches und griechisches Training (exercitatio), das mit einem festen Repertoire von Schreib- und Redeübungen (progymnasmata) begann und seinen Abschluss im Verfassen und Vortragen vollständiger Gerichts- und Beratungsreden (declamationes) zu fiktiven Fällen fand. Viele Übungsformen des heutigen Deutschunterrichts wie Nacherzählung, Schilderung, Bildbeschreibung, Rollenspiel und Erörterung gehen letztlich auf solche antike Muster zurück. Im Seminar soll anhand von Texten aus Theorie und Praxis ein Profil der römischen Rhetorikausbildung erarbeitet und der kulturprägende Einfluss dieser Bildung untersucht werden. Literatur Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): - W. Stroh: Die Macht der Rede: eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Berlin 2011, S. 357-449. Weitergehende Literatur siehe nächste Seite

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weitergehend: - S.F. Bonner: Education in Ancient Rome. Berkeley 1977. - J. Christes / R. Klein / C. Lüth (Hg.): Handbuch der Erziehung und Bildung in der Antike. Darmstadt 2006. - W. Dominik / J. Hall (Eds.), A Companion to Roman Rhetoric. Oxford 2007. - M. Kraus: Progymnasmata, Gymnasmata, in: Histor. Wtb. der Rhetorik, Bd. 7 (Tübingen 2005) Sp. 159-191. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

360 Zinsmaier: Demosthenes und seine Gegner Di, 16-18 Uhr ab 15.4.14, Raum 030 • AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 870 Griechische Rhetorikgeschichte / 8 LP Demosthenes (384-322 v.Chr.), der wie sein römisches Pendant Cicero politisch scheiterte und für seine Reden mit dem Leben bezahlen musste, wurde wie dieser durch seine Reden zugleich unsterblich. Während aber Ciceros Reden wenigstens von den Lateinlernenden noch stückweise gelesen werden, ist Demosthenes für kaum jemanden noch mehr als ein klangvoller Name. Besonders interessant für eine Analyse sind seine Reden neben ihrer Musterhaftigkeit durch den Glücksfall, dass auch Reden gegen Demosthenes überliefert sind, was eine schärfere Profilierung des rhetorischen Geschehens ermöglicht. Im Seminar sollen ausgewählte Volksversammlungsreden, aber auch Gerichtsreden des Demosthenes und seiner Gegner in ihren politischen Kontexten mit Hilfe der Konzepte und Termini der antiken Rhetorik analysiert werden. Literatur 1. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): - W. Stroh: Die Macht der Rede: eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Berlin 2011, S. 164-265. 2. Redentexte mit Übersetzung: - Demosthenes: Politische Reden. Gr./dt. hrsg. u. übers. v. W. Unte. Reclam UB 957. 3. Literatur: - L. Pearson: The Art of Demosthenes, Meisenheim a.Gl. 1976. - U. Schindel: (Hg.), Demosthenes (WdF 350), Darmstadt 1987. - S. Usher: Greek Oratory. Tradition und Originality, Oxford 1999, S. 171-278. - W. Will: Demosthenes. Darmstadt 2013. - I. Worthington (ed.): Demosthenes. Statesman and Orator. London / New York 2000. - I. Worthington: Demosthenes of Athens and the Fall of Classical Greece. Oxford u.a. 2013. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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Haupt- / Oberseminare 400 Kalivoda: Parrhēsía. Zur Bedeutung der politischen und rednerischen Freiheit Di, 14-16 Uhr ab 15.4.14, Raum 030 • SpM II (B.A.) / PrNr 4415 Politische und juristische Rede / 8 LP • WP (M.A.) / PrNr 4415 Politische und juristische Rede / 8 LP Die Begriffe Parrhesía (Rede-, Meinungsfreiheit), Isegoría (Rede-, Versammlungsrecht) und Isonomía (Rechtsgleichheit, Gerechtigkeit) verweisen auf Prinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens, ohne die demokratische Regierungsformen (Demokratia) und staatliche Wohlfahrt (Koinón sympherón) nicht realisierbar sind. Dies galt schon für die antike attische Polis und gilt ebenso für den modernen parlamentarischen Verfassungsstaat. Die damit verbundene Emanzipation des Individuums, die freie sprachliche Interaktion auf der antiken Agora oder im modernen Repräsentantenhaus werden im Fokus der Rhetorik kommunikationswissenschaftlich und politisch manifest. Mitgemeint ist dabei zweierlei: 1. die Entwicklung einer kritischen sprachlichen Kompetenz (ars rhetorica) und die Kenntnis der politischen Gegenstände (res publica) sowie 2. die Benennung der Opposition zwischen Demokratie und Redefreiheit einerseits, Zensur und Repression andererseits. Denn: „Herrscht das Volk, regiert die Rede, herrscht Despotismus, dann regiert der Trommelwirbel“ (Walter Jens in Anlehnung an Tacitus). Diese politische Antithetik setzt die Rhetorik als Tochter der Republik und als Garantin von Toleranz, Freiheit und guter staatlicher Ordnung (Eunomía). Verwiesen ist damit auf den Diskurs- und Handlungsraum des Bürgers als Zóon politikón. Er wird Gegenstand des Seminars sein. Literaturhinweise - Artikel des Historischen Wörterbuchs der Rhetorik: ‹Doxa›, ‹Gemeinwohl›, ‹Meinung, Meinungsfreiheit›, ‹Öffentlichkeit›, ‹Parlamentsrede›, ‹Redefreiheit›, ‹Redekritik›, ‹Rederecht›, ‹Volksrede›, ‹Zóon politikón› - Foucault, Michel: Diskurs und Wahrheit. Die Problematisierung der Parrhesia (dt. 1996) - Habermas, Jürgen: Strukturwandel der Öffentlichkeit (ND 1990) - Jackob, Nikolaus: Öffentliche Kommunikation bei Cicero (2005) - Kielmannsegg, Peter: Die Grammatik der Freiheit (2013) - Kuhn, Christian (Hg.): Politische Kommunikation und öffentliche Meinung in der antiken Welt (2012) - Lorenz, Anne K.: Ausgesprochenes Selbstgefühl. Parrhesia zwischen Öffentlichkeit und Privatheit (Diss. Tübingen 2012) - Meier, Christian: Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte (ND 1998) - Miller, Carolyn R.: The Polis as Rhetorical Community, in: Rhetorica XI,3 (1993) 211 ff. - Nippel, Wilfried: Antike oder moderne Freiheit. Die Begründung der Demokratie in Athen und in der Neuzeit (2008) - Ptassek, Peter et al.: Macht und Meinung (1992) - Raaflaub, Kurt: Des freien Bürgers Recht der freien Rede, in: Eck, W. et al. (Hg.): Studien zur antiken Sozialgeschichte (1980) - Ritzi, Claudia: Die Postdemokratisierung politischer Öffentlichkeit (2014) - Walzer, Arthur E.: Parresia, Foucault, and the Classical Rhetorical Tradition, in: Rhetoric Society Quarterly 43,1 (2013) - Welwei, Karl-W.: Demokratie und Masse bei Polybios, in: Historia, Bd. 15/3 (1966) - Zeh, Wolfgang: Parlamentarismus: historische Wurzeln moderne Entfaltung (1997) - Zippelius, Reinhold: Geschichte der Staatsideen (2. Aufl. 1971) (Eine ausführliche Literaturliste wird zu Beginn des Semesters vorliegen.) [25]


405 Knape: Rhetorik des Epigramms und der kleinen Textformen Di, 14-16 Uhr ab 15.4.14, Raum 036 Keplerstr. • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2410, 4410, 6410 Rhetorische Textanalyse / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2110, 3110, 4110 Rhetorische Textanalyse / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2410 Rhetorische Textanalyse / 8 LP Sentenz, Spruch, Epigramm, Aphorismus oder Witz sind kleine Textsorten, die in vielen rhetorischen Situationen gefragt sind. Funktional und rhetoriksystematisch kann man sie zu vielen Bereichen rechnen, etwa zur Schlagfertigkeit, zur Topik, zum Esprit, zur Inventivik oder Argumentation. Diese kleinen Formen sollen in ihrer Struktur und ihren Verwendungsmöglichkeiten untersucht werden.

410 Knape: Rhetorik und Machttheorie Di, 16-18 Uhr ab 15.4.14, Raum 036 Keplerstr. • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2500, 4500, 6500 Psycho- und Soziorhetorik / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2200, 3200, 4200 Psycho- und Soziorhetorik / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2500 Psycho- und Soziorhetorik / 8 LP Rhetorisches Handeln wird in kleinen Gruppen wie in größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen immer wieder in Machtdispositiven genutzt (Aufbau, Etablierung und Erhalt von Macht). Ja, man kann sagen: Rhetorik und Macht gehören zusammen. Wie das zu verstehen ist und wie sich der heutige Stand der Machttheorie darstellt, ist Gegenstand des Seminars.

415 Knape: Hassrede Di, 18-20 ab 15.4.14, Raum 036 Keplerstr. • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2545, 4545, 6545 Rhetorische Affektenlehre / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2245, 3245, 4245 Rhetorische Affektenlehre / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2545 Rhetorische Affektenlehre / 8 LP Zu den neueren Forschungszweigen am Schnittpunkt von Kultur-, Sozial- und Kommunikationswissenschaften gehört die hate speech-Forschung. Hassrede geht bis ins Privatleben hinein. Ihre Formen sind abgestuft, können bei Kritik beginnen und zu Schelte, Invektive, Beleidigung und purer Aggression aufsteigen. In der Klassischen Rhetorik wurde sie unter dem Begriff vituperatio (Tadelrede) geführt. Das Phänomen überschreitet regelmäßig den Rhetorikansatz, weil es hier größtenteils um kriminell-kommunikative Praktiken mit Gewaltcharakter geht, deren Struktur und deren Gefahrenpotenzial im Seminar erörtert werden sollen. Insofern ist auch über eine Grenzziehung zur Rhetorik als gesellschaftlich akzeptierter Praxis zu sprechen.

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420 Kramer: Literatur und Engagement Do, 14-16 Uhr ab 17.4.14, Raum 030 • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2422, 4422, 6422 Literarische Rhetorik / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2122, 3122, 4133 Literarische Rhetorik / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2422 Literarische Rhetorik/ 8 LP Spätestens mit dem Tod von Heinrich Böll schien die Phase engagierter Schriftsteller in der Bundesrepublik zu Ende zu gehen. Das Konzept des engagierten Schriftsellers, dem Sartre in seinem Essay „Was ist Literatur?“ Kontur verliehen hatte, schien weder politisch noch ästhetisch zeitgemäß. Seit einigen Jahren aber nehmen Schriftsteller wieder verstärkt politische Positionen ein, äußern sich nicht nur in Interviews und Essays zu politischen Fragen, sondern bespiegeln diese auch in ihren literarischen Werken. Globalisierung, Wirtschaftskrise und Internetüberwachung haben in die Literatur Einzug gehalten. Im Seminar sollen Beispiele engagierter Literatur rhetorisch und literaturwissenschaftlich untersucht werden. Welchen ästhetischen Wert haben die Texte? Kommt den sonderkommunikativ gerahmten literarischen Texten überhaupt Persuasionspotential zu? Wie ist der Widerstreit zwischen ästhetischer Autonomie und politischer Position zu lösen? Literatur Besprochene Romane (bitte anschaffen und in den Ferien lesen): - Bremer, Jan Peter: Der amerikanische Investor. Berlin 2011. - Menasse, Robert. Don Juan de la Mancha. Frankfurt am Main 2009. - Peltzer, Ulrich: Teil der Lösung. 2. Auflage. Reinbek bei Hamburg 2009. - Trojanow, Ilija: Eistau. München 2011. - Zeh, Juli: Corpus delicti. Ein Prozess. Frankfurt am Main 2009. Weitere Literaturhinweise: - Knape, Joachim: Rhetorik der Künste. In: Fix, Ulla / Gardt, Andreas / Ders. (Hrsg.): Rhetorik und Stilistik. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung. 1. Halbbd. Berlin / New York, NY 2008 (= HSK. Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 31.1), S. 894–927. - Menasse, Robert: Wir brauchen Ketzer. Ein Gespräch. In: Die Zeit 11/2004 (online im Zeitarchiv verfügbar) - Peltzer, Ulrich: Angefangen wird mittendrin. Frankfurter Poetikvorlesungen. Frankfurt am Main 2011 - Sartre, Jean-Paul: Was ist Literatur? Reinbek bei Hamburg 1981. - Trojanow, Iilja / Zeh, Juli: Angriff auf die Freiheit. Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte. 3. Auflage München 2013. - Zeh, Juli: Wir trauen uns nicht. Viele Schriftsteller halten Politik für Expertenkram – und vor allem für Privatsache. In: DIE ZEIT 11/2004 (online im Zeitarchiv verfügbar)

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425 Till: Argumentationstheorie Do, 10-12 Uhr ab 17.4.14, Raum 406 • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2494, 4494, 6494 Argumentationstheorie / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2194, 3194, 4194 Argumentationstheorie / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2494 Argumentationstheorie / 8 LP Die Argumentationstheorie ist vielleicht dasjenige Gebiet der Rhetorik, das seit der Wiederentdeckung unserer Disziplin in den 1950er Jahren (mit Toulmins ‚Uses of Argument‘ und Perelman/Olbrechts-Tytecas ‚Traité de l’argumentation: La nouvelle rhétorique‘, beide im Jahre 1958 erschienen) das größte Theorieinteresse auf sich gezogen hat. Das Seminar möchte einen grundlegenden Überblick über ältere und neuere Ansätze der Argumentationstheorie geben. Wir beginnen mit Aristoteles’ Enthymemtheorie im Spiegel der neueren Forschung, diskutieren seinen Toposbegriff und gehen dann über zu Ansätzen des 20. Jahrhunderts (Josef Kopperschmidt, Manfred Kienpointner, Amsterdamer Pragma-Dialektik etc.). Dabei werden auch einige grundsätzliche wissenschaftstheoretische Positionen in den Blick genommen. Von den Studierenden werden in diesem Seminar besonderes Engagement und kontinuierliche Mitarbeit erwartet. Literatur - Einen gründlichen Überblick bieten die Artikel „Argument“ (M. Kienpointner), „Argumentatio“ (W.F. Veit), „Argumentation“ (E. Eggs) und „Topik“ (T. Wagner) im ‚Historischen Wörterbuch der Rhetorik‘, daneben: - Kienpointner, Manfred, »Argumentationstheorie«, in: Ulla Fix/Andreas Gardt/Joachim Knape (Hgg.): Rhetorik und Stilistik. Rhetoric and Stylistics. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung. An international Handbook of Historical and Systematic Research. Bd. 1. Berlin/New York 2008 (= HSK, Bd. 31.1), S. 702-717.

430 Till: Rhetorikgeschichte des 18. Jahrhunderts Do, 14-16 Uhr ab 17.4.14, Raum 406 • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2534, 4534, 6534 Rhetorik in Aufklärung und 18. Jh. / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2234, 3234, 4234 Rhetorik in Aufklärung und 18. Jh. / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2534 Rhetorik in Aufklärung und 18. Jahrhundert / 8 LP Das 18. Jahrhundert – die Epoche der ‚Aufklärung‘ – ist dasjenige Jahrhundert, in dem die Rhetorik als Disziplin und Schulfach immer mehr an Bedeutung verliert, und zugleich Theorieelemente der Rhetorik in das anthropologische Wissen der Zeit übergehen. Neue Wissenschaften wie die Ästhetik, Stilistik oder Psychologie entstehen und beerben die Rhetorik in unterschiedlicher Weise. Im Seminar werden wir zentrale Texte zur Rhetorikgeschichte des 18. Jahrhunderts gemeinsam diskutieren, wobei neben der Theorie auch die rednerische Praxis und ihre vielfältigen Substitute (etwa im Journalismus oder dem Drama) Gegenstand sein werden. Wichtige Autoren sind: Christian Thomasius, Friedrich Andreas Hallbauer, Johann Christoph Gottsched, Alexander Gottlieb Baumgarten, Lessing, Herder, Goethe und Weiter nächste Seite schließlich einmal mehr Kant.

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Teilnahmevoraussetzung sind Grundkenntnisse der historischen und kulturellen Entwicklungen im Jahrhundert der Aufklärung, die die Studierenden sich im Vorfeld des Seminars durch eigenständige Lektüre aneignen sollten (vgl. dazu die Literatur unten). Literatur - Im Hof, Ulrich, Das Europa der Aufklärung. 2. Aufl. München 1995 [zuerst 1993]. - Schneiders, Werner, Das Zeitalter der Aufklärung. München 2008. - Stollberg-Rillinger, Barbara, Die Aufklärung. Europa im 18. Jahrhundert. Stuttgart 2011. - Till, Dietmar, »Rhetorik und Stilistik der deutschsprachigen Länder in der Zeit der Aufklärung«, in: Ulla Fix/Andreas Gardt/Joachim Knape (Hgg.): Rhetorik und Stilistik: ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung. Bd. 1. Berlin/New York 2008 (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Bd. 31), S. 112-130. (Als Überblick) 435 Till / Rieder: Kriegsrhetorik 1914-1918: Kommunikation, Propaganda und Rhetorik im Ersten Weltkrieg Do, 16-18 Uhr ab 17.4.14, Raum 030 • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2485, 4485, 6485 Propagandaforschung / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2185, 3185, 4185 Propagandaforschung / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2485 Propagandaforschung / 8 LP Vor 100 Jahren, am 1. August 1914, begann der 1. Weltkrieg. Ausgehend von diesem Anlass untersucht das Seminar verschiedene Formen von Rhetorik, Propaganda und Kommunikation in den Jahren von 1914 bis 1918 (und teilweise noch danach): Kriegsreden, Kriegsfilme, Bildpublizistik, Presseberichterstattung und offizielle Verlautbarungen, Hörfunk, Auslandspropaganda und Kriegsliteratur (Romane und Lyrik). Die verschiedenen Textsorten und Medien werden auf ihre rhetorisch-propagandistische Funktion hin befragt. Voraussetzung für den Besuch des Seminars sind grundlegende Kenntnisse der wichtigsten historischen Ereignisse und Abläufe (vgl. dazu die Literatur). Bei Interesse können wir die Landesausstellung „Fastnacht der Hölle“. Der Erste Weltkrieg und die Sinne besuchen, die ab dem 4. April 2014 im ‚Haus der Geschichte‘ in Stuttgart zu sehen ist. Literatur zur Einführung - Berghahn, Volker, Der erste Weltkrieg. 4. Aufl. München 2009. - Kruse, Wolfgang, Der erste Weltkrieg. Darmstadt 2009.

440 Duerr/Ulrich: Rhetorik des Aufmachers. Theorie und Analyse von Zeitschriftencovern. Mi, 14-16 Uhr ab 16.4.14, Raum 406 • SpM I, II, III (B.A.) / PrNr 2420, 4420, 6420 Rhetorik des Bildes / 8 LP • SpM I, II, III (M.A.) / PrNr 2120, 3120, 4120 Rhetorik des Bildes / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2420 Rhetorik des Bildes / 8 LP Aufmerksamkeit erregen und Interesse wecken – das sind die Kernfunktionen eines Aufmachers. Magazine und Zeitschriften nutzen ihre Titelgestaltung, um Neugier und Kaufanreize [29]


zu evozieren, um sich selbst ein effizientes Image zu geben und um die Leser-Blatt-Bindung zu stärken. Eine Sonderausstellung des Museums der Universität Tübingen MUT widmet sich ausschließlich solchen Zeitschriften-Frontseiten. Begleitend zu diesem Studierendenprojekt entwickelt das Hauptseminar ein Instrumentarium für eine dezidiert rhetorische Analyse der Titelseiten und Titelgeschichten, arbeitet mit Zeitschriften in der Sammlung und publiziert ein Begleitheft zur Ausstellung „Aufmacher. Titelstorys deutscher Zeitschriften“. Im Mittelpunkt stehen die archivierten Film- und Fernsehzeitschriften des Ludwig-UhlandInstituts für Empirische Kulturwissenschaft (etwa „Film und Fernsehen“, „Hörzu“, „Funkuhr“ oder „Illustrierte Filmbühne“), die um aktuelle Ausgaben ergänzt werden können. Das Analyseinstrumentarium soll dazu dienen, alle semiotischen Elemente der Titelseiten, ihr Zusammenwirken sowie ihre rhetorische Operationalisierung zu erfassen und zu deuten. Dabei werden auch Forschungen aus der Medien- und Kommunikationswissenschaft, der Bildwissenschaft und der Geschichtswissenschaft herangezogen. Bitte beachten Sie: Mit der Teilnahme erklären sich die Studierenden bereit, einen Großteil der Prüfungsleistungen bereits während des Semesters bis zur Ausstellungseröffnung am 12. Juli zu erbringen. Sie haben dafür die Möglichkeit, ihre schriftliche Leistung im Begleitheft zur Ausstellung zu publizieren. Literatur zur Einführung - Rössler, Patrick: Moderne Illustrierte und Illustrierte Moderne. Zeitschriftenkonzepte im 20. Jahrhundert. Katalog zur Ausstellung in der Württembergischen Landesbibliothek vom 17. Juni bis 1. August 1998. Stuttgart 1998. - Vogel, Andreas; Holtz-Bacha, Christina (Hrsg.): Zeitschriften und Zeitschriftenforschung. Wiesbaden 2002 (Publizistik-Sonderheft 3).

Praxisseminare Andreadis: Reden – Überzeugen – Gewinnen: Angewandte Rhetorik Kompaktseminare 500 GRUPPE 1: Sa/So, 26./27.4. und So, 4.5.14, jeweils 9-18 Uhr, Raum 406 505 GRUPPE 2: Sa/So, 10./11.5. und So, 18.5.14, jeweils 9-18 Uhr, Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 610 Grundlagen rednerischen Auftretens / 6 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5056 Vortragspraxis / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Es kommt für den Redner nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch auf die Fähigkeit, Gedanken motivierend, glaubwürdig und überzeugend darzustellen. In diesem praxisorientierten und videobegleiteten Intensivkurs lernen die Teilnehmer, Redesituationen vor Publikum selbstsicher zu bewältigen, Hemmungen und Ängste abzubauen und den Umgang mit Sprache, Stimme und körpersprachlichen Ausdrucksmitteln zu erproben. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, außer der Bereitschaft, gelegentlich alte Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren. Wichtiger Hinweis: Bitte erscheinen Sie pünktlich bis 09:15. Andernfalls verlieren Sie Ihren Platz! [30]


510 Busse: Die Macht der Stimme. Die Stimme als rhetorischer Wirkungsfaktor Kompaktseminar: Fr, 16.5., 16-20 Uhr, Raum 406 Sa, 17.5., 10-18 Uhr, Raum 406 Fr, 27.6., 16-20 Uhr, Raum 030 Sa, 28.6., 10-18 Uhr, Raum 030 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 612 Vortragspraxis / 6 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5050 Rednerisches Auftreten /6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Ausgangslage Warum wirkt ein Redner überzeugender als ein anderer? Experimente beweisen, dass es weniger der Inhalt, der Wortlaut oder die Argumentationsstruktur sind, die den Empfänger überzeugen. Wir alle kennen das Sprichwort „Der Ton macht die Musik“. Schon dieses impliziert, dass die Art und Weise wie Worte intoniert werden, sehr stark die Wirkung einer Botschaft bestimmt. Ob Sie als jemand angesehen werden, der eine starke Persönlichkeit hat oder der als kompetent und/oder aufrichtig betrachtet wird und ob man Ihnen abnimmt, was Sie sagen, hängt vor allem vom Klang Ihrer Stimme und der Deutlichkeit Ihrer Artikulation ab. – Und, ob Sie es glauben oder nicht, Sie haben Einfluss hierauf. Die Art wie Sie intonieren, ja der Klang Ihrer Stimme ist nicht angeboren. Er ist erlernbar und veränderbar. Getreu der rhetorischen Weisheit „Poeta nascitur, orator fit.“. Die Arbeit an der Stimme beeinflusst unser gesamtes Auftreten und unsere Persönlichkeit positiv. Erleben Sie ein Rhetorik-Seminar der besonderen Art und erfahren Sie, wie sehr sich die Arbeit an und mit der Stimme auf Ihren Auftritt, ja auf Ihre gesamte Persönlichkeit auswirkt! Zielgruppe des Trainings Dieses Training richtet sich an alle, die ihre Wirkung auf andere noch weiter optimieren und ihren Auftritten den letzten Schliff geben möchten. Ziel und Nutzen des Trainings Die Teilnehmer lernen eine neue Seite der Rhetorik in ihrer vollen Dimension kennen. Sie spüren den Einfluss der Stimme auf ihre Persönlichkeit und auf andere und erleben, wie sie ihr Gegenüber mit ihrer Stimme für sich und ihre Ideen begeistern können. Das Training bietet konkret: o o o o o o o o o o o o o

Einführung in die „Stimme“ Reflexionen über die Stimme Aufwärmübungen für die Stimme Atemübungen Findung des Körperzentrums Lockerung der Artikulationsorgane, Befreiung des Stimmkanals Abbau von Fehlspannungen u.a. jener, die durch Aufregung entstehen Resonanzübungen Hörübungen Berührung des Tones; Stimmansatz Einsatz stimmlicher Gestaltungsmittel; Experimente mit Tempo, Lautstärke, Modulation; Sensibilisierung und Reflexion über dieselben Sprechdenkvorgang; Übungen zum Sprech-Denken Übungen zum strategischen Einsatz der erlebten stimmlichen Gestaltungsmittel

Um den rhetorischen Erfolg sichtbar zu machen, werden Trainingssequenzen mit der Kamera aufgezeichnet. [31]


515 Fröhlich: Grundlagen der Gesprächsführung Kompaktseminar: Fr, 4.7., 14-20 Uhr, Raum 030 Sa, 5.7., 10-18 Uhr + So, 6.7., 12-18 Uhr, jeweils Raum 030 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 630 Gesprächsrhetorik / 6 LP • AM Neuere Rhetorik / PrNr 735 Gesprächsrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Tragfähige Lösungen aushandeln, andere motivieren, Konflikte konstruktiv lösen – all das findet statt, wenn wir miteinander reden. Eine wertschätzende Atmosphäre und die richtigen Methoden entscheiden darüber, ob man mit anderen erfolgreich kommuniziert. Die Teilnehmer trainieren in diesem Seminar, wie sie den Verlauf und die Ergebnisse wichtiger Gespräche durch ihr eigenes kommunikatives Verhalten positiv beeinflussen können. Sie lernen die wichtigsten Voraussetzungen konstruktiver Kommunikation und Grundlagen der Kommunikationspsychologie kennen und üben gleichzeitig wichtige Kernkompetenzen partnerorientierter Kommunikation: gute Argumente finden und strategisch sinnvoll einsetzen, verbale und nonverbale Einflußgrößen der Kommunikation bewußt steuern, aktives Zuhören, Gesprächsstörer und -förderer erkennen sowie die gezielte Lenkung von Gesprächen durch den Einsatz von Fragetechniken. Die abschließende Analyse eines Fallbeispiels prüft den Transfer der im Seminar eingeübten Kommunikationskriterien und ist Grundlage für die Benotung. Literaturtipp: Christian-Rainer Weisbach: Professionelle Gesprächsführung: ein praxisnahes Lese- und Übungsbuch. 4. überarb. und erw. Aufl. München 1999.

520 Hermanns: „Kurz und knapp“ – Sprechen im Hörfunk Mo, 16-18 Uhr, Beginn: 14.4.14, Raum 030 + Tonstudio • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 475 Rhetorik des Hörfunks / 6 LP • SpM I (B.A.) / PrNr 2730 Rhetorik des Hörfunks / 4 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Unter dem Diktat der (Sende-)Zeit verlangt das Medium Hörfunk „ökonomisches“ Sprechen und pointiertes Formulieren: Es gilt, möglichst viel Bedeutung in möglichst knapper Zeit mitzuteilen. Das gilt exemplarisch für die Meldungs- und Nachrichtensprache, aber zunehmend auch für unter Zeit- und Formatierungsdruck geratene andere Hörfunktexte. Kurzum: Verknappung ist „angesagt“ und soll am Beispiel unterschiedlicher Textformen eingeübt werden – von der Nachricht über das Gedicht bis hin zu Sketch und Kurzdialog. Dabei sollen auch Transformationen erarbeitet werden – etwa die Umformung eines Gedichtes zur Nachricht und umgekehrt. Die Übungsbeiträge werden schriftlich fixiert und im Tonstudio realisiert.

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525 Herrmann: Kundenkommunikation – „Moments of Truth“ Kompakt, Vorbesprechung: Fr, 11.4.14, 16-18 Uhr, Raum 030 Kompaktphase 1 Kompaktphase 2 Fr, 9.5.14, 16-20 Uhr Fr, 18.7.14, 16-20 Uhr Sa, 10.5.14, 10-18 Uhr Sa, 19.7.14, 10-18 Uhr Die Räume werden noch bekannt gegeben. • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 490 Rhetorik der Werbung/ 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Der „Moment der Wahrheit“ bezeichnet in der Kundenkommunikation den besonderen Augenblick, in dem ein Kunde den Kontakt mit einem Unternehmen bewertet. Jeder dieser Momente führt zu einer Bewährungsprobe hinsichtlich der künftigen Beziehung zu diesem Unternehmen. An den Kontaktpunkten lassen sich solche Momente der Wahrheit vom Unternehmen gestalten. Unternehmensbereiche wie Marketing, Unternehmenskommunikation oder Öffentlichkeitsarbeit übernehmen diese Funktion, um positive Momente systematisch zu identifizieren und zu bewerten. Ziel dabei ist, vorhandene Kontaktpunkte zu verbessern oder neue Kontaktpunkte aufzubauen. Momente der Wahrheit formen so Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Wir betrachten in diesem Praxisseminar die konkrete Gestaltung solcher Momente und den Aufbau von Kundenkontaktpunkten. Dazu analysieren wir Dienstleistungsangebote von Unternehmen und des öffentlichen Dienstes. Arbeitsfragen sind dabei: o Was ist aus Kundensicht wichtig für das Erleben von Momenten der Wahrheit? o Fallbeispiele: Welche Kontaktpunkte gestalten die ausgewählten Unternehmen? Wie gestalten sie sie? o Praxisfall: Entwicklung von eigenen branchen- oder unternehmensspezifischen Kontaktpunkten / Momenten der Wahrheit Literaturhinweise - Carlzon, Jan: Alles für den Kunden. Jan Carlzon revolutioniert ein Unternehmen; Campus, Frankfurt a. Main u. a. 1988. - Martini, Astrid: Suchen, Erfahren und Vertrauen in den "Moments of truth". Eine Analyse dynamischer Qualitätsbeurteilung bei professionellen Dienstleistungen am Beispiel von Bildungsleistungen; Dissertation, Freie Universität, Berlin 2008. - Peters, Tom / Mader, Friedrich: Der Wow!-Effekt: 200 Ideen für herausragende Erfolge. 1995. - Schüller, Anne: Die neuen Momente der Wahrheit: WOM im KontaktpunktManagement. In Schüller, Anne M.; Schwarz, T. (Hrsg.): Leitfaden WOM Marketing, Absolit, Waghäusel 2010. - Schüller, Anne: Touchpoints. Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute.3., aktual. Aufl. Offenbach 2013.

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530 Klein: Interkulturelles Rhetoriktraining Kompaktseminar: Sa, 10.5., 10-18 Uhr, Raum 030 Sa, 17.5., 10-18 Uhr + So, 18.5., 12-18 Uhr, jeweils Raum 030 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 725 Unternehmensrhetorik / 6 LP Was für Besonderheiten ergeben sich, wenn ein Orator einer anderen Kultur angehört als seine Adressaten? Wie verhalte ich mich angemessen in einer solchen Kommunikationssituation mit kulturell Fremden? Was muss ich beachten, um zu überzeugen? Im Seminar werden die TeilnehmerInnen anhand von interaktiven Planspielen, Übungen und Theorieexkursen auf interkulturelle, rhetorische Begegnungen vorbereitet.

533 Kölsch: Drehbuchdramaturgie (Aufbauseminar) Kompaktseminar, jeweils Sa, 12:00-17:30 Uhr s.t., Raum 406 Termine: 12.4. / 24.5. / 21.6. / 5.7.14 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 727 Theater und Dramaturgie / 6 LP • SpM I (B.A.) / PrNr 2751 Theater und Dramturgie / 4 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Dieses Seminar dient als Aufbauseminar insbesondere des im WS2013/14 gehaltenen Seminars "Drehbuch- und Filmdramaturgie". Teilnehmer anderer Drehbuch-, Dramaturgieseminare oder mit ähnlichen Vorerfahrungen können ebenfalls nach Vorlage eines Motivationsschreibens zur Teilnahme zugelassen werden. Es sollen auf theoretischer Grundlage von Robert McKee „Story“, Roland Zag, Der Publikumsvertrag und Melanie Anne Phillips, Chris Huntley "Dramatica" die dramaturgischen Drehbuchaspekte besprochen und praktisch umgesetzt werden. Das im Winter-Semester 2013/14 im Plenum erarbeitete Exposé (Arbeitstitel: Der Priester) soll in szenische Form gebracht und als fertiges Drehbuch entwickelt werden. Dieses Exposé wird allen Teilnehmern vorab zur Verfügung gestellt. Zu Beginn sollte der grobe Plot in eine sogenannte Step-Outline formuliert, Figuren, Akte und Szenen festgelegt werden. im Verlauf des Seminars dann in detailreiche Szenen mit Dialogen geschrieben werden. Die Szenen sollen einzeln (oder in Kleingruppen) dramaturgisch ausgearbeitet und zusammengefügt werden. Zuletzt wird idealerweise das Drehbuch von Schauspielern auf die Probe gestellt (Theatergruppe im Brechtbau). Anmeldung: Vorab mit Motivationsschreiben per E-Mail bis zum 30.3.14 an das Sekretariat Braungart: sekretariat.braungart@ndl.uni-tuebingen.de

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535 Kramer: Präsentationsmedien Kompaktseminar, Vorbesprechung: Mi, 25.6., 10-12 Uhr, Raum 181 Keplerstr. Fr, 11.7., 16-20 Uhr / Sa, 12.7., 10-18 Uhr / So, 13.7., 12-18 Uhr, jeweils Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 612 Vortragspraxis / 6 LP • SpM I (B.A.) / PrNr 2765 Fachvortrag und Präsentation / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5060 Fachvortrag und Präsentation / 6 LP Das Seminar vermittelt den rhetorisch zielgerichteten Einsatz von Präsentationsmedien. Ausgehend von grundlegenden ästhetischen Gestaltungsnormen und rhetorischen Anforderungen, sollen praktische Fertigkeiten bei der Präsentationserstellung mit PowerPoint, Prezi und im Bereich Erklärvideo ausgebildet werden. Zentrales Thema des Seminars ist weiterhin der Umgang mit Präsentationsmedien als Teil der actio. Ziel ist dabei nicht nur die technische Bewältigung der Software, gegen die vermeintlich verlässlichen Regeln der Ratgeber setzt das Seminar die Ausbildung eines kritischen Urteilsvermögens. Insofern gehören auch die Ergebnisse der aktuellen PowerPoint-Forschung zum intellektuellen Hintergrund des Seminars. Hintergrundliteratur Schettler, Bernt / Knoblauch, Hubert: Powerpoint-Präsentationen. Neue Formen der gesellschaftlichen Kommunikation von Wissen. Konstanz 2007.

540 Laubinger: Rhetoriktraining. Konzeption, Durchführung und Reflexion Kompaktseminar: Fr, 25.4., 16-20 Uhr, Raum 406 Sa/So, 31.5./1.6., jeweils 10-18 Uhr, Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 610 Grundlagen rednerischen Auftretens / 6 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5060 Fachvortrag und Präsentation / 6 LP Dieses Praxisseminar soll ein erstes Einfühlen in die Rolle des Rhetoriktrainers/der Rhetoriktrainerin ermöglichen. Die besonderen Rahmenbedingungen der Erwachsenenbildung sollen besprochen und reflektiert werden. In praktischen Übungen werden bestehende Trainingskonzepte durchgeführt, kritisch hinterfragt und durch Erfahrungen aus der Praxis ergänzt. Begleitend zu den Übungen soll auch das Rollenverständnis des Rhetoriktrainers beleuchtet werden. Für den Berufseinstieg sind eine geschärfte Beobachtungsgabe, sowie Beratungs- und Motivationskompetenzen erforderlich. Das Ziel des Seminars ist es einen Gegenentwurf zum schematisch durchgeführten Trainingsalltags zu erstellen und aufzuzeigen, welche vielfältigen fachlichen und persönlichen Anforderungen für ein professionell durchgeführtes Rhetoriktraining erfüllt werden müssen.

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545 Schoog: Interviewtraining und Präsentation/Moderation Kompaktseminar, jeweils Fr, 14-18 Uhr, Raum 030 Termine: 9.5. / 16.5. / 6.6. / 11.7. / 18.7. • SpM I (B.A.) / PrNr 2732 Medienpraxis und Rhetorik der Massenmedien / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr. 5031 Gestaltung von Gebrauchstexten / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Redaktionelle Konzeption, Organisation und Durchführung eines/r Gesprächsabends/Podiumsdiskussion. Dabei geht es zunächst darum, die inhaltliche Linie festzulegen, Themen zu recherchieren und geeignete Gäste zu aquirieren. Sobald das Konzept, Gäste und ein Termin feststehen muss die Durchführung dieses Talkabends geplant und organisiert werden. Verschiedene kleine Teams von Seminarteilnehmern/innen erarbeiten die Dossiers zu den Gästen, erledigen die organisatorischen Aufgaben und kümmern sich um die Publikmachung."

550 Strobel: Entwicklung eines Kommunikationstrainings für Nachwuchskräfte Kompaktseminar: Fr, 2.5., 14-20 Uhr, Raum 030 Sa, 3.5., 10-18 Uhr + So, 4.5., 12-18 Uhr, jeweils Raum 030 • GM Rhetorische Textanalyse und –Produktion / PrNr 492 Unternehmensrhetorik / 6 LP • AM Neuere Rhetorik / PrNr 725 Unternehmensrhetorik / 6 LP In diesem Praxisseminar geht es darum, ein Kommunikationstraining für Nachwuchsführungskräfte zu entwickeln. Wir arbeiten dabei mit authentischen Aufgabenstellungen aus der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte, die Trainings für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der größten deutschen außeruniversitären Forschungsorganisation anbietet. Die Teilnehmer erhalten zunächst am Beispiel der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren Einblick in die Kommunikationsstrukturen einer komplexen Organisation, wie sie Großunternehmen nicht unähnlich ist. Aus den damit verbundenen Herausforderungen werden Lernziele für Nachwuchsführungskräfte bestimmt und für ausgewählte Lernziele Übungen entwickelt. Ausgehend von diesen konkreten Beispielen werden grundlegende Prinzipien der Trainingskonzeption erörtert.

555 Till / Streitkultur e.V.: Debattieren Mi, 16-18 Uhr, 14-täglich ab 16.4.14, Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 632 Debattenrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP „Reden lernt man nur durch reden“, heißt es bei Cicero. Auch wenn diese Formulierung etwas radikal erscheint, so zeigt die Erfahrung doch, dass regelmäßige Übung den wesentlichsten Bestandteil auf dem Weg zu wortgewaltigen Rednerfähigkeiten darstellt. Allgemeines Redenhalten und -vorbereiten ist eine der Kernkompetenzen, die das Debattieren ausmachen. Im Format der Offenen Parlamentarischen Debatte ringen zwei Frak[36]


tionen in jeweils drei Reden pro Seite darum, das Publikum von Ihrem Standpunkt zu überzeugen. Dabei sind Analyse von Streitfragen, Aufbauen einer stringenten Argumentation und Ausgestaltung einer Rede sowie angemessenes Auftreten Kernelemente der erlernten Fähigkeiten. Die Teilnehmenden des Seminars werden wöchentlich in einer Debatte zu wechselnden Themen reden. Nach der Debatte erhalten die Redenden ausführliches Feedback zur Verbesserung der genannten Aspekte. Das Seminar findet in Kooperation mit dem Tübinger Debattierverein Streitkultur e.V. statt. 560 Vogel: Werkstatt Kreatives Schreiben: Begegnungen – gewollt, ungewollt, sowie der etwas anderen Art Do, 12-14 Uhr, Beginn: 17.4.14, Raum 406 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 726 Kreatives Schreiben / 6 LP • SpM I (B.A.) / PrNr 2750 Kreatives Schreiben / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5035 Kreatives Schreiben / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Einladung, Meeting, Rendez-vous. Unser Leben besteht aus Begegnungen der unterschiedlichsten Art. Wir treffen uns gewollt oder ungewollt, haben uns verabredet oder begegnen uns zufällig auf der Straße oder im Supermarkt. Man kennt sich oder lernt sich kennen. Alle diese Begegnungen haben ihren eigenen Charakter, ihre Aura, sind mal mehr, mal weniger nach dem Geschmack der Beteiligten, sind also begleitet von Emotionen und stecken häufig voller Überraschungen. Jeder Begegnung geht etwas voraus und jede hat Folgen. Die Literatur besteht fast ausnahmslos aus Begegnungen. Sie sind der Motor jeder Handlung. In der Auseinandersetzung mit solchen Schlüsselbeispielen aus der Literatur, aber auch aus eigener Erfahrung, werden wir im Seminar kurze Texte zum Thema schreiben und gemeinsam besprechen. 565 Weiß: Wirkmechanismen und Argumentationsstrategien dokumentarischer Filme Vorbesprechung: Mi, 9.4.14, 18-19 Uhr, Raum 030 Mi, 18-21 Uhr, 14-täglich ab 16.4.14, Raum 030 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 718 Film- und Fernsehrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Dokumentarische Filme dienen der Meinungsbildung. Nicht alle dokumentarische Filme haben diese Funktion und diese Funktion ist nicht die einzige dokumentarischer Filme. Unbestritten ist, dass dokumentarische Filme eher Fakten präsentieren als Spielfilme. Die im Interesse des Dokumentarfilmers möglichst glaubhafte Präsentation der Fakten und deren Beurteilung erhält ihre Glaubwürdigkeit auch durch die Orientierung an (außerhalb des Mediums Films) bekannten und bewähren Argumentationsstrategien. Im Seminar werden verschiedene dokumentarische Filme daraufhin analysiert, wie sie argumentieren. Im Rückgriff auf (aus dem Medium Sprache) bekannte Argumentationstechniken und –strategien soll die Übertragbarkeit dieser bekannten Techniken und Strategien auf den Dokumentarfilm am konkreten Einzelfall überprüft werden. [37]


Kolloquien 600 Knape: Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden 2st., nach Vereinbarung, Raum 550 610 Knape: Perspektiven der Rhetorik Di, 20-22 Uhr ab 15.4.14, Raum 030 In dem Kolloquium wird über neuere Forschungsliteratur gesprochen. Examenskandidaten können ihre Projekte vorstellen. Teilnehmen können interessierte BA-Studierende (ohne Leistungspunktvergabe), sodann Masterstudierende, die dieses Seminar im Wahlpflichtbereich (WP M.A. / PrNr 6822 / 3 (4) LP) anrechnen lassen können. 620 Till: Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden 2st., nach Vereinbarung, Raum 511 630 Till: Probleme der Rhetorikforschung Mi, 18-20 Uhr, 14-tgl. ab 23.4.14, Raum 406 In diesem ‚Oberseminar‘ lesen und diskutieren wir wichtige Texte der Rhetorikforschung und der Kulturwissenschaften, Klassiker ebenso wie Neuerscheinungen. Das Programm wird in der ersten Sitzung verabredet. Daneben sind alle Studierende, die bei mir ihre Masterarbeit schreiben, aufgerufen, diese im Rahmen des Kolloquiums vorzustellen. Das Seminar ist offen für Studierende aller Semester (BA, MA, Doktoranden), allerdings können nur Masterstudierende im Wahlpflichtbereich drei, bzw.vier Leistungspunkte erwerben. Teilnehmen können interessierte BA-Studierende (ohne Leistungspunktvergabe), sodann Masterstudierende, die dieses Seminar im Wahlpflichtbereich (WP M.A. / PrNr 6822 / 3 (4) LP) anrechnen lassen können. Anmeldungen und Anregungen für das Programm per E-Mail: dietmar.till@uni-tuebingen.de 640 Knape, Robling, Till: Institutskolloquium Do, 18-20 Uhr, 14-tgl. ab 17.4.14, Raum wird noch bekanntgegeben

[38]


Schlüsselqualifikationen (Virtuelle Rhetorik) www.virtuelle-rhetorik.uni-tuebingen.de sowie: www.schreibkompetenz.uni-tuebingen.de www.redekompetenz.uni-tuebingen.de www.gespraechskompetenz.uni-tuebingen.de

Flexibilitätsfenster Kontakt: Claudia Gruhn, claudia.gruhn@uni-tuebingen.de

Nebenankündigungen der Germanistik (Vorlesungen) 110 Berndt: Fiktion – Narration – Kognition Di, 14-16 Uhr ab 8.4.14, Hörsaal 036 • GM Rhetorische Textanalyse und –Produktion / PrNr 320 Grundlagen der rhetorischen Textanalyse / 4 LP

120 Robert: Mimesis – Von Platon bis Girard Mi, 10-12 ab 9.4.14, Hörsaal 037 • SpM I (M.A.) / Perner 2220 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 4 LP

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Studio Literatur und Theater Wilhelmstr. 19-23, 72074 Tübingen, Tel.: 07071 29-77379, Fax: 07071 29-5210 Leitung: Dr. Dagmar Leupold, Sekretariat: Elisabeth Bohley

Das Programm finden Sie unter: www.uni-tuebingen.de/Studio-Literatur-Theater/ Das Studio Literatur und Theater ist seit 1997 eine selbständige Einrichtung der Universität, die wie das Zeicheninstitut und das Collegium musicum der künstlerischen Ausbildung dient. Hervorgegangen ist es aus einem mehrjährigen Modellversuch am Seminar für Allgemeine Rhetorik. Studierende aller Fachbereiche (also nicht nur der Linguistik oder anderer Geisteswissenschaften) können hier Kurse zu den diversen Formen des nicht-wissenschaftlichen Schreibens belegen. Neben den studio-eigenen Seminaren zu Prosa, Lyrik, Kritik usw. bietet die Arbeit von Gastdozenten vielfältige Möglichkeiten der Horizonterweiterung. Lehrbeauftragte sind regelmäßig Autorinnen und Autoren, Theater-, Verlags- und Rundfunkprofis. Im Mittelpunkt steht zwar das eigene kreative Schreiben der Studierenden. Dazu gehört aber auch die Umsetzung, die Präsentation. Auf der Theaterbühne, im Rundfunkstudio oder auf dem Lesepodium wird das Erarbeitete ausprobiert und nach Möglichkeiten öffentlich vorgetragen. Das Studio Literatur und Theater kooperiert hierzu mit dem Landestheater Tübingen, der Uniwelle und dem SWR. Die Ergebnisse unserer Cyberprosa-Workshops können im Internet begutachtet und genossen werden. Jeder Bewerber/jede Bewerberin wählt die Veranstaltungen und den Schwerpunkt seines Studiums entsprechend seiner individuellen Interessen und Neigungen. Die Teilnehmer erhalten Nachweise über diese Zusatzqualifikation. Es kann ein Abschlusszertifikat erworben werden. Die Bedingungen dafür sind im SLT zu erfragen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist grundsätzlich kostenlos. Die Anmeldung zu den Seminaren ist verbindlich; pro Semester können maximal zwei Veranstaltungen besucht werden (Ausnahme: Zertifikatsabsolventen). Sollte sich vor Semesterbeginn herausstellen, dass eine Teilnahme doch nicht möglich sein wird, bitten wir um rechtzeitige Abmeldung, damit die nachrückenden Bewerber auf der Warteliste rechtzeitig benachrichtigt werden können. Im Studio Literatur und Theater erworbene Leistungsnachweise werden vom Seminar für Allgemeine Rhetorik als Praxisseminare anerkannt!

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Rhetorikverein Verein zur Förderung der Rhetorik in Wissenschaft und Praxis Wilhelmstr. 50, 72074 Tübingen, Telefon: 07071 29-74660 oder 29-77998 Liebe Studentinnen und Studenten des Faches Rhetorik! Sie haben sich für das Studium eines traditionsreichen Faches entschieden, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine Renaissance in Theorie und Praxis erlebt und einen bedeutsamen Beitrag zur Beschreibung und Deutung der modernen Kommunikations- und Mediengesellschaft liefert. Zur Unterstützung und Entfaltung der Lehre und Forschung in unserem Fach wurde 1997 der Verein zur Förderung der Rhetorik in Wissenschaft und Praxis gegründet. Dieser Verein bietet zugleich ein Forum an, auf dem Begegnungen zwischen Studierenden, Lehrenden und Berufstätigen stattfinden können – ein Austausch also, der beiträgt • zur Konturierung eigener Berufsziele • zur Profilierung unseres Faches • und zur geselligen Kultur im Seminar Die Förderungsabsicht gilt z. B. wissenschaftlichen Kongressen, Publikationen, Übersetzungen, Bibliotheks- oder Archivbesuchen, interdisziplinärer Zusammenarbeit, Betreuungsprojekten für Studierende, technischen Ausstattungen oder Studienreisen. Der Verein führt einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung durch, in der über seine Tätigkeiten berichtet sowie über seine Vorhaben und Programmatik beraten wird. Vorgesehen ist auch ein Rhetorikertag als Begleitveranstaltung, der als Ort der Präsentation von neueren Entwicklungen in Theorie und Praxis dienen soll und der auch einer interessierten Öffentlichkeit angeboten wird. Die Einrichtung von themen- und aufgabenbezogenen Ausschüssen ergänzt dieses Vereinsleben. Informationen, Texte zur Theorie und Praxis, Mitgliederpräsentationen und aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie auf der Homepage des Vereins: www.rhetorikforum.de Wir laden Sie herzlich dazu ein, in unseren Verein einzutreten, und wir würden uns sehr darüber freuen, Sie in unserem Kreis begrüßen zu können. Im Namen des Vorstandes

Prof. Dr. Joachim Knape

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Streitkultur e. V. "Der Streit ist der Vater aller Dinge" Heraklit Reden will gelernt sein – am besten bei und mit uns! Wer das Reden lernen will, der muss – das wussten schon die Theoretiker der Antike – reden! Und das am besten regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg. Der Debattierclub "Streitkultur e. V." bietet dazu die idealen Bedingungen für alle Rhetoriker: Spannende Debatten zu aktuellen Themen aus Gesellschaft und Politik, mit detailliertem Feedback zur Verbesserung der persönlichen Redefähigkeit und unter Anleitung von erfahrenen Coachs und Debattanten. Unsere Einsteigerabende bieten allen Debattier-Neulingen die Gelegenheit, die Regeln des Debattierens kennen zu lernen und sich in lockerer Trainingsatmosphäre mit der Kunst des argumentativen Wettstreits vertraut zu machen. In jeder Debatte wollen wir ganz gezielt Fähigkeiten wie Auftreten, Argumentation, Sprachkraft und Kontaktfähigkeit trainieren und verbessern. Neben diesen Aktivitäten bietet "Streitkultur e. V." die Möglichkeit, an zahlreichen Debattierturnieren teilzunehmen, national zum Beispiel in Berlin, Hamburg oder München und weltweit in Oxford, Zagreb, Singapur oder Dublin. Die jeweiligen Termine und nähere Informationen findet ihr auf der Hompage: www.streitkultur.net.

Tübinger Debatte Das älteste Debattierformat Deutschlands verspricht mehr Spaß am Streit! Sei es die Dynamik der Informationsgesellschaft oder der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt: heutzutage brauchen wir alle mehr und mehr die Kompetenz, uns zu den verschiedensten Themen nicht nur eine Meinung zu bilden, sondern sie auch überzeugend vorzubringen. Die "Tübinger Debatte", der älteste Debattierclub Deutschlands, bietet hierzu ein ideales Trainingsfeld. Gegensätze werden gesucht, präsentiert und ausgefochten. Dabei geht es weniger darum, mit Expertenwissen oder möglichst aktuellen Statistiken aufzuwarten. In der "Tübinger Debatte" wird vielmehr wie im alltäglichen Leben diskutiert: ohne vollständige Informationen, aber dafür mit Herz und Seele. Themen wie "Brauchen wir den Papst?" oder "…die Atomkraft?" lassen selbstverständlich auch den Spaß nicht zu kurz kommen. Interessiert? Dann komm doch einfach mal vorbei! Jeder ist herzlich willkommen, um zu reden oder auch um einfach nur zuzuhören und sich unterhalten zu lassen. Die jeweiligen Termine findet ihr auf der Hompage: www.TuebingerDebatte.de

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Uni Tübingen, Seminar für Allgemeine Rhetorik. Vorlesungsverzeichnis, Sommersemester 2014

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