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Stellen

d-inside Fach- und Brancheninformationen des Schweizerischen Drogistenverbands

April 2013

Souver채n bewerben und Job wechseln

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Postkarten einfach selber kreieren Mit PostCard Creator der Schweizerischen Post ist es ganz einfach, wirkungsstarke Postkartenmailings zu erstellen. Auch die Mitglieder des Drogistenverbandes schätzen das nutzerfreundliche Onlinetool. Sie profitieren im Jahr 2013 weiterhin von einem Spezialrabatt.

Werbung und Kundenpflege sind heute unverzichtbar, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Es ist deshalb wichtig, Kunden auf Verkaufsaktionen, neue Produktlinien oder Spezialwochen aufmerksam zu machen oder ihnen mit Geschenkbons Wertschätzung zu vermitteln. Sympathisches Werbemittel Postkarten transportieren Botschaften sympathisch und persönlich. Der Empfänger erkennt schnell, ob ein Angebot für ihn relevant ist oder nicht.

Postkarten überbringen aber nicht nur Botschaften, sondern lösen auch Antworten aus. So lassen sich Bons und Antwortelemente integrieren, die die Kunden einsenden oder im Geschäft einlösen können.

Der Rest ist Formsache: Adressen hochladen, Versandart wählen und das Mailing per Klick produzieren und versenden lassen. Schon innerhalb weniger Tage treffen die hochwertig produzierten Karten bei den Empfängern ein.

Einfache Anwendung Mit PostCard Creator ist es sehr einfach, Postkarten zu erstellen und damit bei Kunden im Gespräch zu bleiben. Der Nutzer wählt einfach das gewünschte Kartenformat, lädt Bilder und Texte hoch und platziert sie am richtigen Ort.

Bei den SDV-Mitgliedern beliebt Vor allem KMU schätzen PostCard Creator, weil sie oft wenig Zeit für die Umsetzung von Werbemitteln aufwenden können und weder über eigene Werbefachleute verfügen noch mit einer Werbeagentur arbeiten. Mittlerweile nutzen auch viele Mitglieder des Drogistenverbandes das praktische Werbewerkzeug.

Die Welldro Drogerie AG in Chur informierte ihre Kundinnen und Kunden im August 2012 via Postkarte über den Wechsel in der Geschäftsführung. Beachtliche 15 Prozent nutzten den integrierten Treuebon und holten ihr Überraschungsgeschenk im Verkaufsgeschäft ab.

Nützliche Neuerungen Nutzer des Tools profitieren dank des nahtlosen Prozessablaufs von kurzen Produktionszeiten und günstigen Preisen. Zudem gab es mit dem kürzlichen Namenwechsel von DirectFactory zu PostCard Creator ein paar interessante Neuerungen: – Die Mindestbestellmenge entfällt, neu ist es möglich, auch nur eine einzige Karte zu erstellen. – Bestellungen bis 14 Uhr werden auf Wunsch gegen einen Zuschlag noch am selben Tag verschickt. – Das Produzieren von Flyern – eine weitere Option des Tools – ist günstiger geworden.

Spezialrabatt für Mitglieder des SDV Als Mitglied des SDV profitieren Sie von der Partnerschaft mit der Schweizerischen Post. Sie erhalten – 5 % Rabatt auf den Produktionspreis von Mailings, die Sie via PostCard Creator realisieren (den Aktionscode für Mailings haben alle SDV-Mitglieder per Post erhalten) – 10 % Rabatt auf das Text- und Gestaltungsseminar für Postkartenmailings (siehe unter www.post.ch/dm-seminare, Rubrik Texten / Kreation) www.post.ch/postcardcreator

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Inhalt & Editorial

In Kürze

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Aktuelles aus der Branche

Fokus

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Bewerben heisst mit Talenten werben

Branche

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Souveräner Auftritt am Politiker-Apéro Drogistenstern: Hohe Auflagen schaffen grosse Resonanz ESD: Einladung zum Fest Drogist Severin Frei dreht Kinofilm

Wissen

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Die neue Generation der spagyrischen Kompexmittel DrogoBrain: Neues Modul «Schmerzen» Sportnahrung: Leistung am Limit Säuren und Basen: Bäder für die Bikinifigur Nuancen von Grau: Die Silverellas kommen

Rubriken

15 Arbeit und Recht 26/27 Produktneuheiten 29 Stellenmarkt 31 Rundmail

Weitere spannende Informationen finden Ihre Kundinnen und Kunden auf: Impressum d-inside Offizielles Organ des Schweizerischen Drogistenverbands, Postfach 3516, 2500 Biel 3, info@drogistenverband.ch, www.drogerie.ch Geschäftsführung: Martin Bangerter; Kommunikationsleitung: Heinrich Gasser (hrg); Redaktion: Nadja Mühlemann (nm), Anzeigenverkauf: Heinrich Gasser (ad interim), inserate@drogistenverband.ch; Fachliche Beratung: Julia Burgener (Wissenschaftliche Fachstelle), Andrea Ullius (Drogist HF); Layout: Odette Montandon Titelbild: panthermedia.net

www.vitagate.ch

d-inside ist das Medium der «Angestellte Drogisten Suisse»

Alles neu macht der April Wir warten gar nicht erst bis zum Mai! In dieser Ausgabe von d-inside erfahren Sie schon im April die Neuheiten im Frühjahr. Neuer Traumjob gesucht? In der Titel geschichte «Bewerben heisst mit Talenten werben» liefern wir Ihnen auf Seite 8 Expertentipps für die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs. Damit Sie vor künftigen Arbeitgebern sicherer auftreten und ihren Arbeitsmarktwert steigern können. Die Firma Spagyros AG hat ein unverwechselbares Herstellungsverfahren entwickelt, das sich am alten Wissen der Alchemisten orientiert. Die neue Generation der Spagyrik-Essenzen wurde erst kürzlich lanciert. Werfen Sie einen Blick in die Produktion auf Seite 16. Jedes Jahr erhalten die gedruckten Medien ihre Noten – mit der Veröffentlichung der neuen WEMF-Zahlen. Was weist dieses Medienzeugnis aus? Antworten liefert Roland Achermann auf Seite 12. Er ist Experte bei der AG für Werbemedienforschung (WEMF) und hat die Auflage des Drogistensterns schon persönlich beglaubigt. Frischen Sie Ihr Wissen auf: Der neue Modullehrgang «Schmerz» der elektronischen Lernplattform DrogoBrain erlaubt Ihnen Weiterbildung, wann und wo Sie wollen. Gleich anmelden auf Seite 19. Gehen Sie neue Wege – und geniessen Sie den frischen Frühlingswind.

Geschäftsstelle und Rechtsberatung: Regula Steinemann, Gerbergasse 26, Postfach 644, 4001 Basel, Tel. 061 261 45 45 Mitgliederwesen und Kasse: Reto Karich www.drogisten.org; info@drogisten.org

Druck: Neidhart + Schön AG, Zürich Abonnemente: Antonella Schilirò, Telefon 032 328 50 30, a.schiliro@drogistenverband.ch; ISSN 1662-338X; Fr. 75.–/Jahr, 2. Abonnement Fr. 56.–, zuzüglich 2,5 % MWSt. Auflage: 6023 Ex. (notariell beglaubigt)

Wir sind Gönner des SDV und der ESD

Nadja Mühlemann, Redaktion

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In Kürze

Tipps zu neuen Onlineund mobilen Medien

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Wo der Schuh drückt

Hallux valgus betrifft im Laufe des Lebens bis zu 20 Prozent der Bevölkerung. 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Sind Stöckelschuhe schuld daran? Kein Schuh passt mehr und Fusswege können nur noch unter Schmerzen bewältigt werden. Für Menschen mit Hallux valgus wird jeder Schritt zur Qual. Die Gründe für die Entstehung der Schiefstellung des grossen Zehs sind sehr vielfältig. Risikofaktor kann das Tragen von zu engen High Heels sein. Auch genetische Faktoren oder Rheuma können eine Rolle spielen. Im frühen Stadium des Hallux valgus ist eine leichte Verschiebung der grossen Zehe zu sehen, die oft nur als kosmetisch störend empfunden wird. Verstärkt sich das Überbein, kann es zu Entzündungen im Gelenk kommen. Hier bietet die Drogerie Druckschutz und Korrekturhilfen an. Eine Operation wird dann erforderlich, wenn es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt, die Stellung der Grosszehe zu verbessern und die Schmerzen zu lindern. In diesem Fall wird die zweite Zehe verdrängt, der Grosszehenballen wird immer dominierender und verursacht Beschwerden im Schuh. Das Abrollverhalten beim Gehen verändert sich und verursacht zusätzlich Schmerzen im Mittelfuss. Im schlimmsten Fall führt ein Hallux valgus zu einer Arthrose, also zu einem irreparablen Verschleiss. red. Zusatzinformationen entdecken! Operationsvideo und ausführliche Patienten­information. Shortcut-App installieren und Seite fotografieren.

Crossmediale Werbung konkret

Lernmodul «Analgetika» überarbeitet


Für die Bewerbung von Spotner Agespot Pen, Footner Exfoliating Socks und Nailner Repair kombinieren YouMedical und ebi-vital geradezu exemplarisch alle möglichen Medien, um sowohl eine möglichst grosse Reichweite beim Publikum, als auch eine dichte Präsenz im Fachkanal Drogerie zu erzielen: Im März und April laufen TV-Spots auf SRF/RTS und den Schweizer Fenstern der Privatsender. Verstärkt wird die TV-Kampagne mit Print-Werbung und der Schaltung der Spots auf ausgewählten Internetseiten, zum Beispiel auf www.vitagate.ch. Und weil von den Kampagnen nachweislich jene Standorte profitieren, die die Produkte gut sichtbar präsentieren (2. POS, Schaufensterdekoration, etc.) informieren YouMedical und ebi-vital die Drogeriebranche vorab nicht bloss per Direct-Mail, sondern zusätzlich mit dem elektronischen Newsletter d-mail, natürlich mit einem direkten Link auf den Spot. red.

Demnächst geht der Modullehrgang «Analgetika» auf der SDV-Lernplattform DrogoBrain online. Er besteht aus einem Theorieteil inklusive Verkaufs- und Beratungstipps sowie einem Abschlusstest rund ums Thema Schmerz. Für das erfolgreich abgeschlossene Modul erhalten Drogistinnen und Drogisten einen auf ihr Bildungskonto gutgeschrieben. Bestellung im Internet: https://teampro.drogoserver.ch oder mehr Informationen auf Seite 19. red.

Zusatzinformationen entdecken! TV-Spot Shortcut-App installieren und Seite fotografieren.

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Motivationspreis gewonnen Die Rausch AG in Kreuzlingen wurde für ihre pflanzlichen Kosmetika mit dem Motivationspreis der Thurgauer Wirtschaft ausgezeichnet. Unternehmenschef und Inhaber Marco Baumann freute sich über die Auszeichnung, die eine Anerkennung für die Mitarbeitenden und ein Ansporn für künftige Herausforderungen darstellt. Rausch bietet 160 Arbeitsplätze und exportiert in 26 Länder. pte

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Preisbarometer Unter www.preisbarometer.ch können Konsumenten bei Markenartikeln die Preisunterschiede zwischen der Schweiz und dem Ausland abfragen. Der Bund bezahlte für den Rechner 500 000 Franken.  K-Tipp Nr. 19 Risiko am Steuer Welche Medikamente für Au­ tofahrer heikel sind, kann man auf der Internetplattform www.mymedi.ch nachlesen. Rund 3500  Arzneimittel sind dort neu mit dem Warnhinweis «Risk» gekennzeichnet. red. Unterwegs lernen Die medizinische App «Lange Microbiology & Diseases» ist in 30 verschiedene Kategorien eingeteilt. 140 Lernkarteikarten umfassen klinische Aspekte und Grund­lagen der Bakteriologie, Virologie, Mykologie und Parasitologie. Mit kleinen Fallstudien zu jedem Thema. gWhiz Mobile Rückrufliste für Internetkäufe Konsumenten, die über das Internet Waren bestellen, finden unter www.globalrecalls.oecd. org eine internationale Rückrufliste. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liefert dort Informationen zu Waren, die sicherheitshalber aus dem Verkehr gezogen werden. red.


In Kürze

Probiotika äusserlich gegen Akne einsetzen

Schlafmangel bringt Gene ins Schleudern

US-Forscher arbeiten an einer probiotischen Hautpflege gegen Akne. Das Bakterium Propionibacterium acnes, das besonders von Jugendlichen als Erreger der Akne gefürchtet ist, ist meistens harmlos. Bestimmte Stämme schützen sogar die Haut und könnten deshalb in Cremes eingearbeitet werden. Fitz-Gibbon, S. et al. Propionibacterium acnes, Strain Populations in the Human Skin Microbiome Associated with Acne. J Invest Dermatol 2013 Jan 21

Die Aktivität von Hunderten von Genen wird bei nur einer Woche Schlafmangel beeinflusst. Dies legt eine Studie nahe. Probanden wurde nach ausgeschlafenen und durchwachten Nächten Blut entnommen. Die Testauswertung: Nach schlaflosen Nächten war die Aktivität von 711 Genen verändert, 444 davon waren weniger und 267 vermehrt aktiv. Es waren vor allem jene Gene aktiver, die Entzündungen, Immunantworten, Stoffwechsel und Stressfaktoren regulieren. Möller-Levet CS, et al. Proc Natl Acad Sci 2013

Votre d-inside actuel! Stellen

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Informations professionnelles et spécialisées   de l’Association suisse des droguistes Avril  2013

Buchtipp: Punktuelle Aktion planen Unter Kampagnenmanagement versteht man die Durchführung und Analyse von Marketingkampagnen. Die kluge Kampagnenplanung ist stets der erste Schritt. Die Neuerscheinung des Deutschen Apotheker Verlags von Dirk Grasekamp und Claudia Pfeil-Zander «Aktionen und Kampagnen» liefert auch für Drogerien wertvolle Hinweise, wie man sein Profil schärft, optimal Zielgruppen erreicht, den perfekten Zeitpunkt erwischt und von den Partnern vor Ort profitiert. ISBN 978-3-7692-5864-6 http://www.deutscherapotheker-verlag.de/titel/59589.html

ESD: Einladung zum Fest

Décrocher un job: mode d'emploi

Die Höhere Fachschule (ESD) in Neuenburg lädt am 28. Juni 2013 ab 18 Uhr alle aktuellen und ehemaligen Studierenden zu einem Fest ein. Anlass ist der Abschied vom Hauswart-Ehepaar Myriam und Jean-Claude Mascle. Die beiden gehen nach 24 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Anmeldung erforderlich, nutzen Sie bitte den Talon auf Seite 25 in diesem Heft.

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Retrouvez la version intégrale en français de d-inside en format pdf sur:

http://d-inside.drogo server.ch/inside_f.pdf

Ecstasy mit unerwarteten Wirkstoffen In der Wintersaison konsumieren die Party gänger weniger Ecstasy. Wenn die Festival-Saison beginnt, steigt der Bedarf. Streetwork Zürich und die Szeneorganisation Eve & Rave warnen vor neuen, hochdosierten MDMA-Pillen. Zudem ist Ecstasy mit unerwarteten Wirkstoffen im Umlauf. Die Substanz TFMPP ist noch wenig erforscht. Sie wirkt langsamer, wodurch viele «nachlegen» – die Folge davon sind Vergiftungen, die unter Umständen zu einer lebensgefährlich verlangsamten Atmung führen können. red.

Termin reservieren SchulungsForum im September Das nationalen SchulungsForum an der Höheren Fachschule für Drogistinnen und Drogisten (ESD) findet vom 22. bis 25. September 2013 in Neuenburg statt. Details zum Programm finden Teilnehmende in der d-inside-Ausgabe 07-08/2013.

Branchen Versicherung Assurance des métiers Assicurazione dei mestieri

Einladung Wir laden unsere Mitglieder zur

111. Generalversammlung der Metzger-Versicherungen Genossenschaft ein. Mittwoch, 8. Mai 2013, Restaurant Lake Side, Zürich Programm 11.00 Uhr Start der Generalversammlung 12.00 Uhr ca. Ende anschliessend kleiner Lunch Stimmberechtigte Genossenschafter erhalten eine persönliche Einladung. Branchen Versicherung Schweiz Irisstrasse 9, Postfach, CH-8032 Zürich T 044 267 61 61 www.branchenversicherung.ch

Branchen Versicherung Schweiz ist eine Marke der Metzger-Versicherungen Genossenschaft.

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Branche

«Classe Politique» zu Gast in der Drogerie Am Abend des 13. März 2013 führte der Schweizerische Drogistenverband (SDV) das neunte «Drogerieapéro» für nationale Politikerinnen und Politiker in der Dropa Drogerie Burri in Bern durch. Der Anlass diente der Pflege politischer Verbindungen und dem offenen Austausch zwischen der «Classe Politique» und der Drogeriewelt.

Trotz der laufenden Frühlingssession und einer dichten politischen Agenda: Die geladenen National- und Ständeräte erschienen zahlreich zum traditionellen Drogerieapéro in der Dropa Drogerie Burri am Waisenhausplatz mitten in Bundesbern. Die gesundheitspolitisch interessierten Gäste ­verfolgten den offiziellen Teil mit Informationen zur ordentlichen Revision des Heilmittelgesetzes (HMG) aus Sicht der Drogeriebranche aufmerksam.

Prägnante Referate zur Revision des Heilmittelgesetzes Zunächst brachten Martin Bangerter und Elisabeth Huber in kurzen und präzisen Präsentationen souverän auf den Punkt, welche Bereiche der Heilmittelgesetzrevision die Drogistinnen und Drogisten besonders beschäftigen. Die Herausforderungen, welche die laufende zweite Etappe mit sich bringt, schilderte Martin Bangerter (Zentralpräsident): «Die in der Botschaft enthaltene präjudizierende Auflistung von Arzneimitteln, die von der Abgabekategorie C in die Abgabekategorie B umgeteilt werden, ist verfehlt.» Sie missachte den Beschluss des Parlaments und greife der Arbeit von Swissmedic unnötig vor. Die Einund Umteilungen sollten durch eine Arbeitsgruppe geregelt werden. Diese soll von Swissmedic geleitet werden und aus Vertretern aller Verbände bestehen, deren Mitglieder von den Ein- und Umteilungen betroffen sind. Elisabeth Huber (Geschäftsleitungsmitglied Ressort «Politik und Branche») fügte an: «Damit Drogistinnen und Drogisten die Patientensicherheit im Rahmen ihrer Abgabekompetenz sicherstellen können, ist auch für sie der uneingeschränkte Zugang zu allen Fachinformationen aller Arzneimittel zwingend notwendig.» Dies sei in der Botschaft so nicht vorgesehen.

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Reger Austausch beim Buffet riche Das Buffet mit asiatischem Curry und einer passenden Weinauswahl von Caterer Urs Ruprecht bewog die Gäste anschliessend zum geselligen Verweilen in der Drogerie: Die Politikerinnen und Politiker diskutierten mit den Vertretern des SDV angeregt über aktuelle Gesundheitsthemen und den laufenden Parlamentsbetrieb. Unter den Gästen durften Vertreterinnen und Vertreter fast aller Fraktionen begrüsst werden. Nationalrat und SDV-Ehrenmitglied Jürg Stahl nutzte die Gelegenheit, seinen Kolleginnen und Kollegen für die Wichtigkeit der drogistischen Anliegen, im Rahmen der riesigen HMG-Vorlage zu sensibilisieren. Zentralpräsident Martin Bangerter und Gastgeber Fred Burri waren sich einig: «Das Apéro trägt erfolgreich dazu bei, die Politikerinnen und Politiker spürbar persönlich für die Anliegen der Drogerien zu sensibilisieren.» 

Nadja Mühlemann

1 Yvonne Gilli (NR, Grüne) studierte Medizin und bildete sich parallel in klassischer Homöopathie und traditioneller Chinesischen Medizin weiter. 2 Toni Bortoluzzi (NR, SVP) ist einer der dienstältesten Gesundheitspolitiker im Parlament. 3 Mitglied der nationalrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK): Ruth Humbel (NR, CVP). 4 Von links: Bernhard Kunz und Isabella Mosca (beide im Zentralvorstand) sowie Andrea Ullius (Branchenentwickler). 5 Kathrin Burri, Max Binder (NR, SVP), Fred Burri und SDV-Vizepräsident Bernhard Kunz (v.l.)

Letztes Mal am Waisenhausplatz Das zehnte Drogerieapéro 2014 wird nicht mehr in der Dropa Drogerie Burri stattfinden. Inhaber Fred Burri muss sein Geschäft Mitte März 2013 nach 25 Jahren schliessen. «Am Waisenhausplatz 14, unter den Lauben im Herzen von Bern, befand sich seit 125 Jahren eine Drogerie. Die Berner Innenstadt erlebt seit Jahren eine dramatische Aufwärts- und Preisspirale, die vor allem grosse Ketten anzieht, während sich Altmieter ihre an­ gestammten Geschäftsräume nach Ablauf langjähriger Verträge nicht mehr leisten können», meint Fred Burri.

6 Gastgeber und Inhaber der Dropa Drogerie Fred Burri verabschiedete sich nach 25 Jahren Geschäftsbetrieb. 7 Martin Bangerter hielt ein kurzes und prägnantes Referat zur laufenden Revision des Heilmittelgesetzes. 8 Drogist und Nationalrat Jürg Stahl (l.) im Gespräch mit SVPParteikollege Hansjörg Walter (ehemaliger Nationalratspräsident). 9 Das scharfe Curry traf den Geschmack der Gäste.


Branche

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Corinne Futterlieb

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Fokus

Bewerben heisst mit Talenten werben Hervorragende Eigenschaften und besondere Fähigkeiten sind Währungen am Arbeitsmarkt. Die Persönlichkeit gibt im Selektionsprozess häufig den Ausschlag. «Suchen bis gefunden», gilt auf beiden Seiten – bei den gut qualifizierten Bewerbern als auch bei den rekrutierenden Firmen.

«Erkenne dich selbst.» Die Aufforderung am Eingang des antiken Tempels von Delphi hat nichts von ihrer Attraktivität eingebüsst, wenn es um das Eintreten und Fortkommen ins Berufsleben geht. Um eine erfüllende Beschäftigung im Berufsleben zu finden, ist eine Reflexion über die eigenen Ziele und Wünsche Voraussetzung – auch für junge Erwachsene, sagen Experten. Denn Unternehmen suchen für anspruchsvolle Aufgaben Fach- und Führungskräfte, die auch mit ihren sozialen Kompetenzen etwas bewegen können und wollen. Viele junge Menschen, die nach erfolgreichem Abschluss einer höheren Fachausbildung auf den Arbeitsmarkt drängen, betrachten die Stellensuche als schemenhaften Prozess mit klaren Regeln und Strukturen, als ginge es um das Bestehen eines Examens. Hans Ruppanner, Branchenkenner und Inhaber des Beratungsunternehmens ‹move and win›, kennt die Fallstricke des Bewerbungsprozesses. Ruppanner bestritt diesen Januar den Plenumsteil des Bewerbungsseminars der Höheren Fachschule für Drogistinnen und Drogisten (ESD) und ergründete zusammen mit den Studierenden die wichtigsten Eckpunkte. Üblicherweise wird viel über die «Dos and Don'ts» schriftlicher Bewerbungsunterlagen diskutiert. Sicherlich bedürfe es Fleissarbeit, um korrekte Bewerbungsunterlagen zu schaffen. Viele betreiben hohen Aufwand für schöne Darstellungen, um bei der Selektion der Dossiers zu glänzen.

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Übersichtlichkeit, klare Gliederung nach dem Prinzip «Aktuelles zuerst» im Lebenslauf sowie ein aussagekräftiges Motivationsschreiben seien Voraussetzungen fürs Eintritts­ ticket in die zweite Runde. Beim Verfassen des Motivationsschreibens sei es clever, so Ruppanner, erste Erfolge im Berufsleben zur Sprache zu bringen: «Ein Satz wie ‹Ich konnte den Chef überzeugen, in der Drogerie eine Baby­ ecke einzurichten, was sich auf den Umsatz positiv auswirkte›, kommt in der Vorselektion gut an.»

Der zweite Schritt ist die Feuerprobe Sei die erste Hürde geschafft, brauche es eine gute Vorbereitung auf die zweite Phase des Auswahlverfahrens. «Manche unterschätzen die entscheidende Stufe des Vorstellungsgespräches», sagt Ruppanner.  ›

Stellen suchen und anbieten Zweiteilige Artikelserie im d-inside Teil 1, im April › Bessere Berufschancen für Bewerber Teil 2, im Mai › Attribute attraktiver Arbeitgeber Jobs aus der Drogeriewelt auf www.d-flash.ch (Anzeigen) und in diesem Heft ab Seite 29.


Fokus

Die Bewerbung: Ein Leistungsangebot, mit dem sich Bewerber einem Unternehmen mรถglichst gut verkaufen sollten.

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Fokus Denn Arbeitgeber seien auf der Suche nach geeigneten Persönlichkeiten, die eine bestimmte Aufgabe mit ihrem individuellen Bündel an Fähigkeiten am besten meistern könnten. Zwar hätten junge Absolventen den Nachteil, dass ihnen Berufs- und Lebenserfahrung fehlten. Ihnen falle die Antwort auf einige Fragen verglichen mit älteren, routinierten Bewerbern nicht ganz so leicht. Doch Partner, Freunde und Eltern könnten unterstützen beim Herausheben besonderer Vorlieben und Stärken. Hans Ruppanner anerkennt die gute Ausgangsbasis der ESD-Absolventen. Ihnen stehen dank fundierter Ausbildung die grössten Chancen offen, um sowohl in einer Führungsfunktion in der Drogerie oder im Marketing oder Verkauf in Industrieunternehmen Fuss zu fassen. Oft ist der Wettbewerbsdruck auf die begehrten Stellen hoch. Deshalb empfiehlt Ruppanner, bereits während des Studiums Netzwerke in die Berufswelt zu pflegen und Fachmessen zu besuchen.

Soziale Kompetenzen beweisen «Das fachliche Know-how ist das eine. Aber Lern- und Teamfähigkeit sowie gewinnendes Benehmen sind ebenso wichtig», sagt Maurus Strässle, Head of Sales and Key Account Management bei Spirig Pharma AG Schweiz. Die Kleidung am Vorstellungsgespräch gebe beispielsweise Hinweise, wie der Kandidat oder die Kandidatin sich wohl fürs Gespräch bei den Kunden anziehe. Sozial kompetentes Verhalten sei keine Floskel, sondern verknüpfe das eigene Handeln mit den Zielen einer Gruppe, einer Abteilung oder eines ganzen Unternehmens. Strässle betont die Wichtigkeit der ehrlichen Selbstanalyse und findet es durchaus akzeptabel, wenn jemand keine Karriereabsichten hegt und den angebotenen Job während längerer Zeit bestmöglichst ausführen wolle.

Expertentipps zum Vorstellungsgespräch In Vorbereitung zum Gespräch › Selbstanalyse betreiben: Was kann ich? Wer bin ich? Wo will ich hin? › Informationen über das Unternehmen und dessen Marktumfeld sammeln › Gut ausschlafen und Kleidung bewusst wählen › Pünktlich erscheinen Während des Gesprächsverlaufs › Sich selber bleiben, keine Rolle vorspielen › Namen der Gesprächspartner merken › Auf Fragen möglichst kurz und präzise antworten › Gezielt nachfragen, wenn ein Sachverhalt nicht klar ist › Mit Gesprächspartnern in Sichtkontakt bleiben › Sich nicht von provozierenden Fragen beirren lassen

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Ein gutes Vorstellungsgespräch will vorbereitet sein. Wer sicher wirkt, hat bessere Jobchancen.

Ebenso sei es nachvollziehbar, dass junge Menschen als Lebensziel auch eine längere Reise nennen. Andererseits müssten die Bewerber signalisieren, dass sie eine längerfristige Verpflichtung eingehen wollen, um im Job Fuss zu fassen. Gerade Drogerien seien darauf angewiesen, dass ihr Personal sorgfältige Kundenbindung betreibt. «Ohne den Aufbau von Beziehungen kommt man in unserem Geschäft nicht weit», fasst Strässle zusammen. Hans Ruppanner rät vor dem Vorstellungsgespräch zur Informationsbeschaffung über das Marktumfeld, aktuelle Geschehnisse und wichtige Weichenstellungen im Unternehmen, für das man arbeiten möchte. Kontakte zu Bekannten, die bereits beim künftigen Arbeitgeber arbeiten, können wertvolle Informationen zur Firmenkultur und Werteorientierungen vermitteln. «Einen guten Eindruck macht, wer sich selber Fragen notiert, die im Gespräch nicht beantwortet wurden», betont Maurus Strässle. Das Bewerbungsgespräch und der Suchprozess würden eben von beiden Seiten zum gegenseitigen Nutzen geführt.

Mit Absagen umgehen Die Angebote des Arbeitsmarkts für gut Ausgebildete sind vielfältig, Absagen gehören zum Such- und Lernprozess. Donat Baur, Geschäftsführer der Arzneimittelvertriebs­ firma Optima Medical Distribution, zeichnet eine realistische Skizze des Berufswegs: «Keine Leiter geht nur noch oben. Ich spreche lieber von der Achterbahn des Lebens.» Als Gastreferent am ESD-Bewerbungsseminar legte er den Zickzack auf dem Berufsweg offen: Der gelernte Drogist


Fokus war in jungen Jahren eine Saison lang Bademeister, später Homöopath mit eigener Praxis, zudem Marketingfachmann für verschiedene Handelsunternehmen und Drogeriegruppierungen. Nicht nur die Vielfalt der Tätigkeiten prägt ihn, sondern auch der Wille, stetig dazuzulernen. Sein Motto «Alle drei Jahre musst du etwas machen für deine grauen Zellen» setzte er konsequent in die Tat um und absolvierte zahlreiche Weiterbildungen in so verschiedenen Bereichen. Dennoch räumt er ein, bei der Selektion von Bewerbungen heute eher auf Kontinuität und Zielstrebigkeit zu achten. «Sprunghaftigkeit ist zumindest erklärungsbedürftig», so Baur. Glücklich im Job werde, wer eine Schnittmenge finde zwischen «gut können», «gerne machen» und «bezahlt werden dafür». Dem wohlmeinenden Ratschlag «Du musst an deinen Schwächen arbeiten» erteilt er eine Absage. Charakterliche Eigenschaften können sowohl positiv als negativ gewertet werden. Aus jeder Schwäche lasse sich eine Stärke entwickeln, vorausgesetzt man nimmt sie als Ansporn, steht bewusst dazu und definiert sie als Markenzeichen.  Manuel Fischer

Bewerbungsseminar bewährt sich Am 24. Januar 2013 wurde zum dritten Mal in den Räumen der Höheren Fachschule für Drogistinnen und Drogisten (ESD) ein ganztägiges Bewerbungsseminar für Studierende durchgeführt. Neben den im Text erwähnten externen Referenten nahmen auch interne Experten engagiert daran teil. So liess Martin Bangerter seine Rekrutierungserfahrungen als Zentralpräsident des Schweizerischen Drogistenverbands (SDV) einfliessen. Schuldirektor und Tagesmoderator Beat Günther legte sogar sein Dossier offen, mit dem er sich damals um die aktuelle Stelle bewarb. Die Studierenden verbrachten einen interessanten Tag, den sie für ihre Zukunft als sehr wertvoll einschätzten, wie die Feedbackrunde zeigte. Dank des nachhaltigen Erfolgs bei den Studierenden wird die Veranstaltungsreihe fortgeführt. Drogeriespezifische Stellenangebote unter www.d-flash.ch Das nächste Bewerbungsseminar wird am 23. Januar 2014 stattfinden. www.esd.ch

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Wichtiger Hinweis: Stillen ist ideal für das Kind. Die WHO empfiehlt ausschliessliches Stillen während den ersten 6 Monaten. Verwendung nur unter medizinischer Aufsicht. Aptamil AR Andickungsmittel ist nicht zur ausschliesslichen Ernährung von Säuglingen geeignet. Aptamil AR ist nicht für Frühgeborene oder Säuglinge mit geringem Geburtsgewicht (<1,8 kg) geeignet. Verwenden Sie Aptamil AR Andickungsmittel nicht mit einer bereits angedickten AR-Milch oder einer Milch gegen Verdauungsprobleme.

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Branche

Hohe Auflagen schaffen grosse Resonanz Wie viele Exemplare eines Printprodukts in Umlauf kommen, bestimmt dessen Wert auf dem Werbemarkt. Dass alle Medien ihre Auflagezahlen nach den gleichen Kriterien erfassen, darüber wacht die Werbemedienforschungs-AG (WEMF). Auch die Auflage des Drogistensterns nimmt sie regelmässig unter die Lupe.

Mal angenommen: Ein Heilmittelhersteller hat ein neues Produkt entwickelt, nun möchte er dieses möglichst effektiv in einer Zeitschrift bewerben. Bevor er Geld in ein Inserat investiert, wird er wissen wollen: Wie oft verkauft sich dieses Heft? Gibt es eine andere Publikation, mit der ich mehr Leser erreiche?

Glaubwürdigkeit garantiert? Auf dem Werbemarkt kommt dabei einer Kenngrösse besondere Bedeutung zu, der Auflagenzahl. Sie sagt aus, wie viele Exemplare ein Printmedium tatsächlich verkauft und verteilt. Die Auflagenzahl ermittelt das Medium selber. Beim Drogistenstern ist das die Arbeit von Verkaufsassistentin Nadine Leuenberger: «Jeden Monat vor dem Druck des Drogistensterns berechnen wir die Auflage neu. Das heisst, wir zählen alle tatsächlich zu versendenden Exemplare zusammen.» Die Zahl kann also von Monat zu Monat variieren. Erfasst werden die Exemplare, die an die Drogerien und deren Haushaltungen gehen, jene für Abonnenten, aber auch die Hefte, die bei besonderen Aktionen verteilt werden, beispielsweise an Messen. Gegenüber der Werbewirtschaft gibt der Schweizerische Drogistenverband als Herausgeber den Jahresmittelwert an. Für 2012 wies er für den Drogistenstern eine monatliche Auflage von rund 250 000 Exemplaren aus.

«Ab einer bestimmten Grösse einer Publikation ist eine beglaubigte Auflage ein Muss.» Daniel Crespo, Head of Print Buying bei der Omnicom Media Group

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Die Auflagezahlen erlauben es dem Werbekunden, Publikationen miteinander zu vergleichen. Inserate in Heften mit grösserer Auflage versprechen mehr Aufmerksamkeit. Aber erhebt auch jedes Printmedium seine Zahlen nach denselben Kriterien? Hier setzt die Arbeit der WEMF an, der AG für Werbeme­dienforschung. Die WEMF prüft und beglaubigt die selbst deklarierten Auflagezahlen von regelmässig erscheinenden Presseerzeugnissen, von der Tageszeitung bis zum Fachmagazin. 1650 Titel sind das jährlich in der ganzen Schweiz.

WEMF-Experte: «Wir erheben Zahlen nach einheitlichen Kritieren» Roland Achermann, Bereichsleiter Auflagebeglaubigung der WEMF AG (Bild rechts), erläutert im Interview die besondere Stellung, die dem Forschungsunternehmen in der Medienbranche zukommt. Roland Achermann, was ist die WEMF genau? Roland Achermann: Die WEMF ist eine neutrale und unabhängige Branchenforschungsorganisation. Wir erheben Zahlen für den Medien- und Werbemarkt, und zwar nach einheitlichen Kriterien. Den Verlagshäusern liefern wir verlässliche und vergleichbare Angaben über die Auflage und die Leserschaftszahlen ihrer Publikationen und damit Argumente für den Inserateverkauf. Die Werbebranche plant anhand unserer Zahlen die Platzierung von Anzeigen. Aus­ serdem bieten wir Zahlenmaterial, das Aufschluss gibt über das Zielpublikum eines Mediums. Eine wichtige Kenngrösse im Werbemarkt ist die Auflage eines Printprodukts. Die WEMF prüft und beglaubigt die selbst deklarierten Auflagezahlen der Verlagshäuser. Wie geht sie bei so einer Prüfung vor? Wir kontrollieren vor Ort die Zahlen des Verlags. So prüfen


Branche

wir, ob die Versand- und Druckbelege mit der Deklaration übereinstimmen und ob die Einnahmen der Abonnemente und des Einzelverkaufs plausibel sind. Grundsätzlich gilt: Jedes Exemplar, das deklariert ist, muss belegbar sein, sonst darf es nicht zur Auflage gezählt werden. Gegenüber den Werbekunden möchte jedes Medium eine möglichst hohe Auflage ausweisen – wird da gelegentlich auch zu Tricks gegriffen, um die Zahlen zu schönen? Unser Reglement ist sehr straff, es lässt eigentlich keinen Freiraum für Tricks zu. Unregelmässigkeiten kommen höchstens vor, wenn beispielsweise bei einem Medienunternehmen eine neue Arbeitskraft die Zahlen falsch ins System eingibt. Stellen wir bei der Prüfung solche Unstimmigkeiten fest, werden diese umgehend korrigiert.

Die Auflagen vieler Zeitungen und Magazine sinken, auch weil Werbekunden ihre Inserate lieber online publizieren – glauben Sie, dass die WEMF auch in 20 Jahren noch Auflagen von Zeitschriften und Zeitungen beglaubigen wird, in denen Firmen ihre Werbung platzieren wollen? Davon bin ich persönlich überzeugt, auf jeden Fall. Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten ist es für die Werbebranche umso wichtiger, dass sie sich auf Auflage- und Leserschaftszahlen verlassen kann. Allerdings macht die WEMF keine Prognosen. Wir bilden als unabhängiges Forschungsunternehmen einzig die Situation ab, wie sie ist. Das Interpretieren der WEMF-Zahlen überlässt Roland Achermann den Werbetreibenden, also den Medienagenturen und der Industrie. ›

Sie haben auch schon persönlich die Auflage des Drogistensterns beglaubigt. Hatten Sie bei dieser Prüfung etwas zu beanstanden? Stimmt, das war wohl etwa 2006. Soweit ich mich erinnere, waren die Unterlagen beim Drogistenstern gut vorbereitet, und die Prüfung konnte speditiv über die Bühne gehen. Neben der beglaubigten Auflage gibt es etliche andere Kenngrössen, die für das Platzieren von Werbung interessant sind. Beispielsweise ermittelt die WEMF, wie viele Leser eine Zeitschrift oder eine Zeitung erreicht. Wie kommt sie auf diese Zahlen? Diese Kennziffer nennen wir «Leser pro Ausgabe», oder auch «Reichweite LpA». Wichtig ist mir zu betonen, dass die Reichweite LpA von der Auflage zu unterscheiden ist. Während sich die Auflage auf die Anzahl verteilte Exemplare bezieht, zeigt der LpA die Anzahl Leser eines Printtitels auf. Erhoben wird der LpA anhand einer Leserschaftsbefragung mit jährlich rund 23 500 Interviews. Der Drogistenstern erreichte nach dieser Studie im vergangenen Jahr in der französischen und der deutschen Schweiz gesamthaft 880 000 Leser. Die WEMF geniesst eine Art Monopolstellung auf dem Medien- und Werbemarkt. Wer schaut dem Unternehmen auf die Finger, damit es seine Macht nicht missbraucht? Die WEMF wird ja von einem Verein getragen, in dem die Verbände der Branche Mitglieder sind. Diese Verbände anerkennen die Zahlen der WEMF, denn so ist garantiert, dass alle Zahlen aus einem Haus kommen und dass die Vergleichbarkeit zwischen den Pressemedien gegeben ist. Intern beraten Kommissionen die WEMF bei der Ausarbeitung der Reglemente und überwachen die Einhaltung derselben. Die Branchenverbände sind mit ihren Fachleuten, Experten und Wissenschaftlern in den Kommissionen vertreten.

Corinne Futterlieb

Er hat die Auflagemeldung des Drogistensterns schon persönlich geprüft: Roland Achermann ist Bereichsleiter Auflagenbeglaubigung der WEMF.

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Branche Unterschiedliche Einschätzungen der Werbetreibenden Für Daniel Crespo, Head of Print Buying bei der Omnicom Media Group, sind die Leserschaftsanalysen der WEMF unverzichtbar: «Ohne die MACH-Studien wären Printtitel gar nicht planbar; Ich muss wissen, wer die Leser einer Publikation sind, wie viele ich mit einer Anzeige erreiche.» Auch eine Auflagebeglaubigung ist für Daniel Crespo ein Kriterium: «Die Beglaubigung schafft Glaubwürdigkeit und Vergleichbarkeit unter den Titeln. Ab einer bestimmten Grösse einer Publikation ist eine beglaubigte Auflage sowieso ein Muss.» Für den Drogistenstern mit seinen rund 250 000 Exemplaren pro Monat sind die alljährlichen Kosten von etwa 5000 Franken für die Beglaubigung eine gute Investition. Dasselbe gilt für die Daten der MACH-Studien, die detaillierte Schlüsse über die Zusammensetzung der Leserschaft zulassen. Diese Erhebungen kosten den Schweizerischen Drogistenverband jährlich rund 30 000 Franken. Beim Familienunternehmen Antistress AG fliessen 75 Prozent der Werbegelder in WEMF-beglaubigte Publikationen, sagt Marketingleiterin Tanja Zimmermann-Burgerstein. «Eine grosse Auflage ist aber nicht das einzige Kriterium. Ein Titel kann für uns auch interessant sein, wenn wir damit eine kleinere, dafür ganz spezifische Zielgruppe erreichen.»

Und schliesslich muss für die Marketingfachfrau das Umfeld für die Werbung stimmen: «Als Werber ist man gerne in guter Gesellschaft.» In ihrer Medienstrategie hat deshalb der Drogistenstern einen festen Platz: «Die Drogerien haben ein seriöses und ansprechendes Sortiment. Da läuft man nicht Gefahr, dass die Werbung für die eigenen Produkte neben irgendwelchen Wässerchen und Mittelchen präsentiert wird.»  Lukas Fuhrer

«Eine grosse Auflage ist nicht das einzige Kriterium. Mit kleinen Titeln erreicht man spezifische Zielgruppen.» Marketingleiterin Tanja Zimmermann-Burgerstein, sVg

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Fragen zur Pensionierung Die Vorfreude auf die Pensionierung ist bei vielen gross – meist tauchen aber kurz vorher Unsicherheiten auf, und es besteht Klärungsbedarf. Antworten auf zwei wichtige Fragen aus dem Beratungsalltag.

Die Situation «Mein Arbeitgeber hat mir mitgeteilt, dass man mir wegen wirtschaftlicher Gründe wohl leider kündigen müsse, weil der Betrieb seit Längerem nicht mehr so gut laufe, was den Tatsachen entspricht. Als langjähriger Mitarbeiter (über 30 Jahre im Betrieb, 62 Jahre alt) wolle man mir aber entgegenkommen und biete mir eine Frühpensionierung mit einer Überbrückungsrente an.»

Fragen und Antworten Ist die angedrohte Kündigung in Verbindung mit dem Angebot zur Frühpensionierung überhaupt zulässig? In der Schweiz gilt grundsätzlich die Kündigungsfreiheit, wobei das Obligationenrecht gewisse Einschränkungen vorsieht (z. B. missbräuchliche Kündigungsgründe, Sperrfristen), welche einzuhalten sind. Gegenüber langjährigen Mitarbeitenden, welche kurz vor der Pensionierung stehen, hat der Arbeitgeber zwar eine erhöhte Fürsorgepflicht – dies ist aber nicht gleichzu­ setzen mit einem gänzlichen Kündigungsverbot. Der Betrieb leidet unter massiven finanziellen Einbus­sen, daher scheint die Notwendigkeit der Kündigung plausibel. Die vorgeschlagene Lösung ist zugunsten des Mitarbeiters. Es besteht kein Anspruch darauf, sondern es ist ein Zeichen der Wertschätzung. Es liegt daher in der Entscheidung des Angestellten, ob er das Angebot annehmen möchte oder nicht. Sinnvoll ist es, vorher mit der Pensionskasse Kontakt aufzunehmen und abzuklären, welche Konditionen bei einer Frühpensio­nierung zur Anwendung kommen und wie hoch die Altersrente ausfallen wird. Zu prüfen wären zudem die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gestützt auf diese Fakten wird der Entscheid für oder gegen eine frühzeitige Pensionierung leichterfallen.

Eine Abgangsentschädigung (in der Regel zwischen zwei und acht Monatslöhnen) ist nach Art.  339b OR dann geschuldet, wenn das Arbeitsverhältnis mit einem mindestens 50 Jahre alten Angestellten, der wenigstens 20 Jahre lang im Betrieb gearbeitet hat, endet. Die Bedeutung dieser Vorschrift (als rudimentäre Altersvorsorge) ist gering seit Einführung der obligatorischen zweiten Säule: Die Leistungen des Arbeitgebers an die Pensionskasse werden von den Abgangsentschädigungen abgezogen. In vielen Fälllen übersteigen die Leistungen des Arbeitgebers die maximale Abgangsentschädigung, so dass für Entschädigungen nach Artikel 339b OR kein Raum mehr bleibt. Anders verhielte es sich, wenn eine schriftliche Zusicherung in einem Arbeitsvertrag, Sozialplan oder Gesamtarbeitsvertrag bestünde. Die angebotene Abgangsentschädigung erfolgt also freiwillig und erscheint unter diesem Gesichtspunkt als angemessen.

Arbeiten nach 65 Es ist nicht verboten, über das normale Rentenalter hinaus weiter zu arbeiten. Möchte ein Angestellter sein Arbeitsverhältnis auf das Pensionierungsalter hin aufheben, ist eine ordentliche Kündigung unter Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist erforderlich. Anders verhält es sich nur bei bestimmten öffentlich-rechtlichen Anstellungsverhältnissen oder auch wenn der Arbeitsvertrag/ein Reglement eine klare Bestimmung zur Pensionierung enthält bzw. das Arbeitsverhältnis auf eine befristete Zeit hin eingegangen wurde. Ein auf unbefristete Zeit abgeschlossener Arbeitsvertrag endet grundsätzlich nicht einfach mit Erreichen des Pensionsalters. 

Regula Steinemann

Der Arbeitgeber hat zwei Monatslöhne als Abgangsentschädigung in Aussicht gestellt. Voraussetzung wäre allerdings die Frühpensionierung. Ist das adäquat im Verhältnis zur Anstellungsdauer?

Regula Steinemann, Recht­s­ anwältin und Ge­schäfts­führerin «Angestellte Drogisten Suisse». Dies ist eine Seite der «Angestellte Drogisten Suisse». Die Meinung der Autorin muss sich nicht mit jener der Redaktion decken.

www.drogisten.org

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Wissen

Die neue Generation der spagyrischen Komplexmittel Die Spagyros AG vertreibt seit März eine neue Generation von spagyrischen Essenzen. Aus einer Kombination von jeweils sieben Heilpflanzen stellt das Unternehmen in Handarbeit 12 Komplexmittel her. Ein Besuch in der Produktionsstätte führt in die Welt der Alchemie – es ist auch die Welt des Spagyrikers Patrick Baumann.

Der Weg zum Labor ist zu beiden Seiten von jungen Sommerlinden gesäumt – Tilia platyphyllos. Wenn diese Bäume einmal gross sind, wird es eine eindrückliche Lindenallee sein, die da über einen Jurakamm oberhalb von Delémont zum Spagyrik-Labor «Malmaison» führt. Eine besondere Atmosphäre soll den Besucher hier empfangen, das gehört zur Firmenphilosophie der Spagyros AG. Aber die Linden erfüllen auch einen praktischen Zweck: Das Team des Labors im jurassischen Saint-Brais gewinnt aus ihnen spagyrische Naturheilmittel. Dasselbe gilt für rund 200 weitere Pflanzenarten, die die Spagyros-Mitarbeiter entweder als Wildwuchs sammeln, im eigenen Heilmittelgarten pflücken oder in einzelnen Fällen als Drogen zukaufen. Abseits von Verkehrslärm oder strahlenden Handyantennen durchlaufen die Heilkräuter im «Malmaison» einen intensiven Prozess, bis sie als spagyrische Essenzen in Drogerien und Apotheken in den Verkauf gelangen.

Spagyros AG

Spagyros AG

Verfahren ist von Swissmedic anerkannt Seit mehreren Jahren arbeitet das Team um den Spagyriker Patrick Baumann (Foto links) auf den Jurahöhen an einer neuen Generation spagyrischer Heilmittel. Das Ergebnis sind 12  Essenzen, die im März auf den Markt gekommen sind. Die Komplexe enthalten pflanzliche Mineralien und orientieren sich am Therapiekonzept der Schüssler-Salze. Dort kommen 12  Mineralien zum Einsatz, die homöopathisch potenziert werden. Die neuen Spagyros-Essenzen behandeln wie die Schüssler-Salze nicht reine Krankheitssymptome, sondern wirken bei bestimmten gesundheitlichen Funktions- und Beschwerdebildern. Dies entspricht dem alchemistischen Ansatz, dem erkrankten Körper sein Gleichgewicht zurückzugeben.

Spagyros AG

Die Rohstoffe durchlaufen einen komplexen Herstellungsprozess, bis sie als spagyrische Essenz in den Verkauf kommen.

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Wissen

Auf die alchemistischen Wurzeln der Spagyrik ist der Germanist Patrick Baumann in alten Büchern gestossen: «Als Geisteswissenschafter habe ich mich bei der Entwicklung des neuen Herstellungsverfahrens an den alten Alchemisten orientiert. Das heisst, der ganze Prozess ist geprägt vom Respekt gegenüber den Heilpflanzen: Wir begleiten die Pflanzen durch die ganze Verarbeitung und schenken ihnen unsere volle Aufmerksamkeit.» Bereits im Jahr 2006 hat Swissmedic das Herstellungsverfahren «nach Baumann» anerkannt. «Ich erlebte das als eine Riesenbestätigung für das alte Denken der Alchemisten, das von der modernen Wissenschaft so sehr infrage gestellt wird», sagt Patrick Baumann.

Sieben Pflanzen wirken in Teams Es ist kalt, nur gerade 13 Grad Celsius, und dunkel, im einzigen Raum im «Malmaison», der unter der Erde liegt. Auch das ist Alchemie, die Naturwissenschaft des Altertums, die noch nicht versuchte, die Erkenntnis in Zahlen und Formeln zu fassen, sondern die Natur als göttlich begriff. Und sich deren lebensspendende Prinzipien zu eigen machte. Genau dies geschieht hier im Dunkel in den Gärfässern von Patrick Baumanns Team: Die von Hand gepflückten, gereinigten und zerkleinerten Pflanzen werden mit dreifach destilliertem Quellwasser, mit Zucker und mit Hefe vergärt. Dabei «sterben» die Pflanzen, erklärt Patrick Baumann. Sie verlieren die grüne Farbe und werden immer erdähnlicher, hier unten in ihrem kalten Grab. Aber sie schenken auch neues Leben: dem Hefepilz. Diese Polarität taucht immer wieder auf bei der Herstellung der Essenzen der Spagyros AG, auch sie ist ein Prinzip aus der Alchemie. Entscheidend bei den neuen Essenzen ist, dass die Heilpflanzen den Herstellungsprozess nicht alleine durch­laufen. Stattdessen werden jeweils sieben aufeinander abgestimmte Pflanzen gemeinsam vergoren und weiterverarbeitet, erläutert der Namensgeber des Verfahrens: «Gewissermassen leistet so jede Pflanze in einem Team ihren Beitrag zur Heilkraft. Es gibt aber auch rezeptorische Gründe für dieses Vorgehen: Mit unseren Komplexmitteln geht es uns nämlich auch darum, einen therapeutisch sinnvollen Bogen zu schlagen. Einzelne Pflanzen können nur ein relativ spezifisches Gebiet abdecken, während bei Mixturen mit 50 Bestandteilen die Synergien zwischen ihnen nicht mehr überblickbar sind.» In der herkömmlichen Spagyrik werden zwar auch verschiedene Heilmittel miteinander kombiniert, allerdings erst bei der Therapie, indem die Drogistin oder der Drogist mehrere verkaufsfertige Essenzen mischt. ›

Die Ernte und Produktion nach den alten Alchemisten ist geprägt vom Respekt gegenüber Heilpflanzen.

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Halt und Kraft für den Körper In der Chemie werden Substanzen nach ihrer materiellen Beschaffenheit aufgetrennt, in der Spagyrik hingegen findet eine Trennung der Wirkprinzipien der Heilpflanzen statt (siehe Kasten rechts). Bei der Vergärung ist es das Lebensprinzip, das als Erstes aus den Pflanzen herausgelöst wird. Es hält die beiden anderen Prinzipien zusammen. In den neuen Essenzen, die der Spagyriker Patrick Baumann zusammen mit dem Heilpraktiker Tobias Rutkowsky, der Biochemikerin Conwitha Lapke und der Spagyros-Geschäftsführerin Jacqueline Ryffel entwickelt hat, hat ein Prinzip besondere Bedeutung: das Wirkprinzip Sal (Salz). Es steht in der Tradition der alten Alchemisten für die Struktur, die dem Körper Halt und Kraft gibt, um Krankheiten zu überwinden. Die 12 Komplexe sollen denn auch Störungen auf der konstitutionellen, chronischen Ebene behandeln, sagt Hans-Ruedi Schweizer, Leiter Verkauf und Marketing der Spagyros AG. Eine gute Beratung durch die Drogerien ist aus seiner Sicht in der Spagyrik entscheidend, das gilt auch für die neuen Komplexmittel. Die Spagyros AG mit Sitz in Gümligen vertreibt ihre Pflanzenheilmittel zu 55 Prozent über Drogerien, zu 45 Prozent in Apotheken.

Was ist Spagyrik? Noch im Mittelalter wurden die Begriffe Alchemie und Spagyrik oft gleichgesetzt. Der bekannte Arzt Paracelsus (1493–1541) bezeichnete die Spagyrik als angewandte Form der Alchemie zur Herstellung von Heilmitteln. Ihre Wurzeln reichen aber noch viel weiter zurück, schon die alten Ägypter machten sich die heilende Kraft der Pflanzen zunutze. Das griechischen Wort für das Naturheilverfahren bezeichnet sein Prinzip: «spao» = trennen, «ageiro» = zusammenführen. Es sind in der Spagyrik aber nicht Wirkstoffe, die getrennt werden, sondern Wirkprinzipien. Die drei Prinzipien sind: Merkur für das Lebendige, die Lebenskraft. Sulfur für das Individuelle, das Einzigartige und Sal für Struktur, Kraft und Halt.

Die Wirkprinzipien wieder vereinen Die pflanzlichen Salze gewinnt das Team im «Malmaison» beim Verglühen der ausgepressten festen Pflanzenbestandteile. Dazu wird die Maische aus den Gärfässern zuerst schonend in eine wässerige und eine alkoholische Fraktion destilliert. Die festen Pflanzenrückstände werden auf offenem Feuer verbrannt und die Asche bei 500 Grad Celsius ausgeglüht. Bei der sogenannten Kalzination verbrennen die organischen Stoffe, zurück bleiben die pflanzlichen Mineralien. Diese werden nun im wässrigen Destillat aufgelöst. Die Entwicklungsgruppe um Patrick Baumann erkannte, dass die Bioverfügbarkeit der so herausgearbeiteten Salze grösser ist als jene von anorganischen Mineralstoffen oder den biochemisch aufbereiteten Schüssler-Salzen. Das heisst, der Körper kann sich diese Substanzen besser zunutze machen. Um das Sal-Prinzip in seiner Wirkung zu unterstützen, braucht es die beiden anderen Prinzipien. Und so führen der Spagyriker Patrick Baumann und der Heilpraktiker Tobias Rutkowsky am Ende des Herstellungsprozesses wieder zusammen, was sie mit viel Geduld und in reiner Handarbeit getrennt haben: Sie giessen das alkoholische in das wässerige Destillat und entlassen die spagyrische Essenz mit dem Auftrag, nun ihre volle Heilkraft zu entfalten.

Lukas Fuhrer Spagyros AG

Das Verpackungsdesign der neuen Produktegruppe.

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Kurs-Ausschreibung

Wissen

Lernen mit DrogoBrain: Individuell und unabhängig Bilden Sie sich weiter, wo und wann Sie wollen. Die Modullehrgänge auf der Lernplattform DrogoBrain machen es möglich. Neu wird das Thema «Schmerz» ins Lernprogramm aufgenommen.

Demnächst geht das neue Modul zum Thema «Analgetika» online. Mit dem umfassenden Skript können Sie Ihr Wissen auffrischen, vertiefen und sind zum Schluss fit für das Verkaufsgespräch rund ums Thema «Schmerz». Neu haben Sie die Möglichkeit, alle Module der DrogoBrain-Lehrgänge einzeln zu beziehen. Ein Modul besteht aus einem Theorieteil, beinhaltet Verkaufs- und Beratungstipps sowie einen Abschlusstest. Wo immer möglich und sinnvoll, wird Wert gelegt auf den Einbezug der allopathischen, komplementärmedizinischen und ernährungsbedingten Aspekte (gesamtes OTC-Sortiment). Für jedes erfolgreich abgeschlossene Modul erhalten Sie einen d-Stern auf Ihr Bildungskonto gutgeschrieben.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bei Frau Claudia Meier (c.meier@drogistenverband.ch) oder bestellen Sie das gewünschte Modul per Internet unter https://teampro.drogoserver.ch.

DrogoBrain-Module Modul 1

Prostata, Blasen- und Nierenbeschwerden

Modul 2

Ophthalmologica und Linsenpflegemittel

Modul 3

Darm

Modul 4

Magen, Leber, Pankreas

Modul 5

Immunsystem

Modul 6

Venenbeschwerden

Modul 7

Antidiarrhoica und Laxantia

Modul 8

Husten

Modul 9

Hautkrankheiten

Modul 10

Analgetika

Preise pro Modul CHF 39.– für Lehrlinge und Studenten der ESD CHF 69.– für die Mitglieder des Schweizerischen Drogistenverbandes CHF 99.– für Nichtmitglieder des Schweizerischen Drogistenverbandes (Die Preise enthalten das Online-Skript zum entsprechenden Thema, die Aufschaltung der Übungs- bzw. Prüfungsfragen sowie ein Zertifikat. Nach der Anmeldung bleiben Skript und Fragen ein Jahr aufgeschaltet.)

panthermedia.com

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Wissen

Leistung am Limit Weiter, höher, schneller! So lautet die Devise vieler Amateursportler. Um die gewünschten Ziele zu erreichen, greifen sie zu Nahrungs­mittelergänzungen – ohne Beratung oft mit wenig Aussicht auf Wirkung.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit leistungssteigernden Wirkstoffen ist bei Amateursportlern sehr beliebt. Nicht selten kommt es zu falschen Dosierungen, weil die Absprache mit einer Fachperson (Drogist, Ernährungsberater, Arzt) fehlte. Die Erwartungen an die Sportsupplemente sind weitverbreitet viel zu hoch geschraubt. Rein aufgrund von Zusätzen ist aber noch kein Weltmeister hervorgegangen. Wissenschaftlich gesicherter Fakt ist: Aufgrund von Forschungen an gesunden, trainierten Menschen sind bei adäquater Dosierung von sogenannten ergogenen Substanzen direkte (schnell eintretende) oder indirekte (zeitlich verzögerte) positive Leistungsbeeinflussungen möglich.

Supplemente mit gutem Nutzen-Risiko-Profil  * Einige Beispiele von Supplementen, von denen bei trainierten Personen bei geeigneter Anwendung kurz- oder langfristige positive Leistungs­effekte nachgewiesen werden:

› Sportgetränke, Gels, Riegel und andere › ›

› › › ›

kompakte Energiequellen (in Ausdauer- und Teamsportarten) L-Carnitin (im reinen Ausdauersport) Regenerationsprodukte als Kohlenhydrat- Eiweiss-Kombinationen, meist im Verhältnis von 2:1 bis 4:1 (nach harten Trainings­einheiten und zum Kraftaufbau) Kreatin (für reine Kraftsportarten) Koffein (in Wettkampfsituationen) Eisen (bei Eisenmangel) Vitamin C (hochdosiert über wenige Tage in Extrem­ situationen wie Hitze oder Kälte)

* Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kein oben aufgeführtes Supplement ist für alle Situationen, Personen oder Sportarten geeignet. Eine nicht adäquate Anwendung oder Dosierung kann laut Antidoping Schweiz die Leistung und Gesundheit beeinträchtigen.

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Häufig empfohlene «Treibstoffe» Kreatin Beschreibung: Kreatin ist eine hauptsächlich in Leber und Niere aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin hergestellte Stickstoff­verbindung. Es wird auch über die Nahrung aufgenommen: Fisch und Fleisch weisen ca. 0,5 g Kreatin pro 100 g Lebensmittel auf. Milch enthält Spuren von Kreatin. Das Bundesamt für Gesundheit hat Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel 1995 zugelassen. Chance: Mit der Erhöhung der Kreatinkonzentration im Muskel können zwei voneinander unabhängige leistungsbeeinflussende Effekte erzielt werden: Die anaerob alaktazide Energiebereitstellung sowie der Aufbau von Muskelmasse, wenn Kreatin über mehrere Wochen supplementiert wird. Risiko: Eine Kreatinsupplementierung ist vor allem dann interessant, wenn die absolute Kraft (ohne Einfluss des Körpergewichts) oder die Rohkraft der leistungsentscheidende Faktor ist (z. B. Werfen, Gewichtheben, Bob, Bodybuilding). In Sportarten wie Sprint, Sprung, Spielsport können (müssen aber nicht) unerwünschte Gewichtszunahmen die Leistung längerfristig auch beeinträchtigen – selbst wenn die Gewichtszunahme fast ausschliesslich aus Muskelmasse besteht. Diese Masse muss nämlich bewegt werden. Koffein Beschreibung: Koffein ist ein natürlicher Wirkstoff der Kaffeebohne, der Kolanuss, der Mateblätter, der Guarana-Beere, der Kakaobohne und der Teepflanze (Schwarz- und Grüntee). Neben verschiedenen Lebensmitteln enthalten auch einige Schmerzmittel Koffein (ca. 50–100 mg Koffein/Dosis). In einem starken Kaffee stecken bis zu 150 mg Koffein, ein Glas Cola enthält etwa 80 mg, und selbst in einer Tafel Milchschokolade finden sich noch 10 mg. Auch viele Energydrinks und einige Sportnahrungsmittel enthalten Koffein. Chance: Koffein ist ein Stimulans und hat eine allgemein anregende Wirkung. Es wird nach oraler Einnahme schnell und praktisch vollständig ins Blut aufgenommen. Einerseits kann Koffein die Wahrnehmung von Müdigkeit, Belastung und Schmerzen reduzieren. Andererseits spielen direkte Effekte auf die Muskelzelle eine Rolle (z. B. Aktivität

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Einige Studien haben Hinweise gegeben, dass Carnitin möglicherweise gewisse antioxidative Eigenschaften hat oder zelluläre Schäden und Muskelkater nach Überlastungen reduzieren kann. Die praktische Bedeutung der bisher verfügbaren Studien ist jedoch schwierig abzuschätzen. Risiko: In einer Studie wurden bei täglich 6 g über ein Jahr keine Nebenwirkungen beobachtet. Bei den üblichen Dosierungen von 2–3 g pro Tag sind keine Nebenwirkungen bekannt. Koffein kann Sportler vorübergehend aufputschen, nicht aber das Leistungsniveau beeinflussen.

der Na-K-Pumpe, erhöhtes cAMP, direkte Effekte auf Enzyme und verstärkte Adrenalinwirkung). Koffein scheint zudem die Absorption von Kohlenhydraten im Darm zu erhöhen, womit mehr Kohlenhydrate als Energiequelle zur Verfügung stehen. Die leistungssteigernde Wirkung hält etwa 3 bis 6 Stunden an. Risiko: Mögliche Nebenwirkungen, vor allem bei nicht koffeingewohnten Personen, sind Herzrasen, Zittern, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und unregelmässiger Puls. Die Kombination von Koffein und Kreatin kann eventuell die leistungssteigernden Effekte von Kreatin vermindern (siehe Abschnitt zum Kreatin). L-Carnitin Beschreibung: L-Carnitin wird in den Körperzellen für die Fettverbrennung benötigt. Tierische Nahrungsmittel wie Fleisch und Milchprodukte sind die wichtigsten Carnitinlieferanten, wobei rotes Fleisch (ca. 90 mg/100 g) am meisten Carnitin enthält. Die tägliche Zufuhr wird je nach Fleischkonsum auf 20–200 mg/Tag geschätzt, bei strikt veganer Ernährung auf nahezu null. Chance: Aufgrund seiner Bedeutung im Fettstoffwechsel wurde Carnitin zu einem beliebten Supplement, um die Fettverbrennung zu fördern. Einerseits für Gewichtsreduktionen und andererseits, um die Leistung, vor allem im Ausdauerbereich, zu verbessern.

Was ergogene Substanzen bewirken Als ergogene Substanzen (aus den griechischen Wörtern «ergon» = Arbeit und «genan» = produzieren) werden Nahrungsmittel oder Nährstoffe bezeichnet, die in der Sporternährung eingenommen werden, weil sie leistungserzeugende oder leistungssteigernde Effekte besitzen. Sie sollen: die Energiereserven vergrössern, die Energieproduktion verbessern, das Muskelgewebe vermehren, sportbedingte Zellschäden reparieren.

Kraft und Leistung aus der Flasche Wer regelmässig Sport treibt, weiss, dass verloren gegangene Flüssigkeit ersetzt werden muss. Es stellt sich bloss die Frage, womit. Bei sportlichen Aktivitäten bis zu einer Stunde reichen Leitungswasser oder Kräutertees völlig aus, um den Durst zu löschen. Dauert die körperliche Belastung länger als sechzig Minuten, macht es Sinn, den Körper mit angereicherten Sportgetränken zu versorgen. Idealerweise liegt die Flüssigkeitsaufnahme während der sportlichen Betätigung bei etwa 0,8 Litern pro Stunde. Sportgetränke liefern dem Organismus Nachschub an Flüssigkeit und Elektrolyten. Sie eignen sich speziell für aktive Sportler, die einmal täglich sehr intensiv oder mehrmals täglich trainieren.

Sportgetränke werden in drei Arten unterschieden Hypertonische Getränke: Die Mineralienkonzentration ist höher als jene in den menschlichen Körperflüssigkeiten. Isotonische Getränke: Die Mineralienkonzentration entspricht der Konzentration in den menschlichen Körperflüssigkeiten. Hypotonische Getränke: Die Mineralienkonzentration ist tiefer als jene in den menschlichen Körperflüssigkeiten.

Worauf es in der Beratung ankommt Die Ernährung ist ein zentraler Faktor für die kurz- und langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Eine ausge­ wogene Basisernährung ist wichtiger als die Einnahme von Supplementen. Diese können in spezifischen Situationen und richtig eingesetzt eine individuell gut abgestimmte Sporternährung ergänzen. Nur wenige der Supplement­ produkte auf dem Markt und im Internethandel sind überhaupt sinnvoll. Sie können negative Effekte haben und/ oder unnötig Ressourcen verbrauchen. Je mehr, desto besser, gilt nicht. Die richtige Dosierung in der richtigen Situation ist entscheidend.  Nadja Mühlemann Zusatzinhalte entdecken! Ausführliche Faktenblätter sowie Dosierungshinweise zu ergogenen Substanzen finden Fachleute im Supplementenguide der Antidoping Gesellschaft Schweiz. Shortcut-App installieren und Seite fotografieren.

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Basenbäder für die Bikinifigur Abnehmen vor dem Sommer: Basenbäder können während einer Diät die Gewichts­abnahme fördern, das Bindegewebe straffen und das Hautbild verfeinern. Eine basische Ernährung sowie säureregulierende Nahrungsergänzungsmittel verstärken den Effekt. In den Frühlingsmonaten geht es bei der Beratung der Drogeriekundschaft häufig um die bevorstehende Badesaison und die zwei, drei überflüssigen Kilos: Der Wunsch nach der idealen Silhouette ist gross und die Bereitschaft zu radikalen Diäten hoch. Dabei kommt es jedoch zu entscheidenden Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt. Wird der Körper gezwungen, auf seine Reserven zurückzugreifen, setzt er Fettsäuren frei. Diese oxidieren zu Ketosäuren, belasten den Stoffwechsel und erschweren den Fettabbau. Um die nachhaltige Gewichtsabnahme zu fördern, ist eine ausgewogene Säure-Basen-Ernährung wichtig. Als begleitende Massnahme haben sich Basenbäder bewährt. Basenbäder unterstützen die regenerativen Hautfunktionen, indem sie den natürlichen Prozess der Homöostase, also das Zersetzen der Zellen sowie die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, anregen. Ein basisches Bad hat etwa einen pH-Wert von 8,5. Dadurch wird der Säureschutzmantel der Haut gepuffert und neutralisiert. Zusätzlich entsteht ein osmotischer Druck zwischen den Körperflüssigkeiten und dem basischen Badewasser: Aus dem Bindegewebe lösen sich Säuren und abgelagerte Stoffe und werden über die Haut ausgeschieden. Angenehmer Nebeneffekt: Das Hautbild verbessert sich, und das Bindegewebe wirkt straffer.

Wirkungsweise Das basische Bad hat folgende Effekte: › Neutralisiert Säuren › Regt die Ausscheidungsfunktion der Haut an › Fördert die Selbstfettung der Haut › Verbessert das Hautbild › Entspannt und reinigt Körper und Geist

Extra-Effekt Vor dem Baden eine Tasse ungezuckerten Tee mit basischen Kräutern trinken und 30 Gramm Rosinen knabbern. Beides hat eine entschlackende Wirkung auf den Körper. Rolf Neeser

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Anwendung Was bei der Kundenberatung hervorgehoben werden sollte: Damit sich die entsäuernde Wirkung eines basischen Bades voll entfalten kann, mindestens eine halbe, besser jedoch eine volle Stunde baden und die Haut alle zehn Minuten abreiben. Zur Massage eignen sich herkömmliche Waschlappen oder effektive Bürsten und Schwämme aus der Drogerie (Zusatzverkauf ). Dosierung: 2 bis 3 Esslöffel für ein Vollbad, 1 Esslöffel für ein Sitzbad.

Indikationen Basische Körperpflege wird vor allem bei kosmetischen Indikationen wie schwachem Bindegewebe (Cellulite) und rauer Haut sowie als Begleitmassnahme von Entschlackungskuren empfohlen. Sie soll aber auch die Heilung von medizinischen Indikationen wie einem atopischen Ekzem (Neurodermitis, Milchschorf ), Acne vulgaris, Psoriasis, Hautmykosen, Warzen, Diabetes oder Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates wie Gicht, Osteoporose oder Sportverletzungen unterstützen.

Ausgleich von innen Neben der körperlichen und seelischen Belastung liegt die Ursache der Übersäuerung vor allem in der Ernährung.

Übermässiger Verzehr von fetten Fleischprodukten, Käse und Backwaren bei gleichzeitig zu geringer Aufnahme von basischen Mineralstoffen (wie sie insbesondere in Lebensmitteln wie Obst und Gemüse vorkommen) kann ein Ungleichgewicht im Körper verursachen. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung belastet den Säure-BasenHaushalt nicht. Wer auch innerlich auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt achtet, profitiert von zusätzlichem Wohlbefinden und verspürt mehr Vitalität. Zur Verstärkung des aktiven Säureabbaus von innen empfehlen sich basische Nahrungsergänzungsmittel, die sich – erhältlich als Tabletten, Trinkpulver, Granulat (zum Einstreuen in Speisen) oder schnelllösliches Produkt (zur direkten Einnahme) – für jede Zielgruppe eignen.  Nadja Mühlemann

Gut zu wissen Bereiten Sie sich auf die Fragen Ihrer Kunden vor. Der Säure-Basen-Haushalt steht auch im Drogisten­stern vom April.

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Nuancen von Grau Sie nennen sich Silverellas oder Silver Sisters: Frauen, die zu ihrer ergrauten Haarpracht stehen. Das Grausein als Befreiungsbewegung ist ein Trend, der wie so vieles aus Amerika zu uns herüberschwappt.

Während graue Haare Männer reifer und attraktiver wirken lassen, waren sie für Frauen lange Zeit verpönt und nichts weiter als eine lästige Begleiterscheinung des Älterwerdens, die so perfekt wie möglich kaschiert werden musste. Doch ein Trend aus den USA macht damit Schluss: Silverellas nennt sich die kleine, aber wachsende Bewegung, in der Frauen selbstbewusst zu ihren silbernen Haaren stehen.

Fahle Fakten Der Ergrauungsprozess beginnt durchschnittlich mit dreis­ sig Jahren, kann aber auch früher oder später einsetzen. Nämlich dann, wenn die Melaninbildung des Menschen abnimmt. So beschreibt es der Leitfaden «Pflegekosmetik» der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart von Wolfgang Raab und Ursula Kindl: Die Melanozyten bilden keine vollständigen Pigmentkörnchen mehr und verkümmern schliesslich komplett. Wie lange die Melanozyten intakt bleiben und Melanin produzieren, ist genetisch festgelegt und wird durch Hormone beeinflusst. Spätestens mit 50 Jahren jedoch ist bei den meisten jedes zweite Haar grau. Zuerst wird das an den Schläfen sichtbar, zum Schluss am Hinterkopf. Haare, die mangels Melanozyten kein Melanin mehr bilden können, sind farblos und erscheinen dem Betrachter nur weiss. Eigentliche graue Haare gilbt es also gar nicht. Sie wirken meliert, wenn neben den farblosen auch pigmentierte Haare vorhanden sind. Mit zunehmendem Alter wachsen die Haare ausserdem unregelmässiger und die Haardichte (komplette Atrophie zahlreicher Haarfollikel) wird geringer und dünner. Sie neigen zu Sprödheit und Trockenheit. Deshalb wirkt graues Haar oft platt, matt und stumpf.

lysat (INCI: Hydrolyzed Wheat Protein) Verwendung finden. Pflanzliche Öle, Lanolinderivate, Panthenol (INCI: Panthenol) und Feuchthaltesubstanzen wie Propylenglykol (INCI: Propylene Glycol) oder Harnstoff (INCI: Urea) sowie verschiedene Kräuterextrakte verstärken die pflegende Wirkung. Sinnvoll ist zudem eine ausgewogene Ernährung. Für die Unterstützung der Haargesundheit kommen Supplemente mit Biotin, Zink, Eisen sowie die Vitamine A, B2, B6 und Folsäure infrage.

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Gelbstich vermeiden Der gelbe Effekt wird sichtbar, wenn der Weissanteil im Haar schon recht gross ist. Ursache sind freie Radikale, sie zerstören bestimmte Aminosäuren im Haar. Das kann beispielsweise durch Nikotin, aber auch Chlorwasser und Sonne gefördert werden. Silbershampoos und -spülungen mit blauen Farbpigmenten neutralisieren. Blau ist nämlich die Komplementärfarbe von Gelb. Nicht empfohlen ist die Verwendung von Haarpflegeprodukten mit ausbleichendem Kamillenextrakt, das kann den Gelbstich begünstigen. Im Sommer sollten Haarsprays mit UV-Schutz verwendet werden. Graues Haar bleicht zwar an der Sonne nicht zusätzlich aus, kann aber wegen des fehlenden natürlichen Lichtschutzfilters Melanin strukturgeschädigt werden.

Farbe ohne Färben Naturtonprodukte haben die Fähigkeit, mithilfe von Sauerstoff naturähnliche Farbpigmente aus der Luft zu binden und für eine stufenweise Repigmentierung der Haare zu sorgen.

Frau rechne und staune Mehr Glanz fürs Grau Damit Silverellas Haare nicht älter aussehen als sie sind, sollten sie bei der Pflege auf einige Details achten. Shampoos für ergrautes Haar sollten mild und schwach sauer sein sowie einen hohen Anteil an rückfettenden und pflegenden Substanzen besitzen. Bewährte Inhaltsstoffe sind Konditionierer, wobei neben den quartären Ammoniumverbindungen auch Eiweisshydrolysate wie Seidenproteinhydrolysat (INCI: Hydrolyzed Silk) oder Weizenproteinhydro-

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Nehmen wir einmal die Ausgaben einer Frau, die zehn Jahre lang jeden Monat zu einem Friseur der mittleren Preisklasse geht, um sich die Haare zu färben. Gesamtkosten: geschätzte 8000 Franken. Wer sich keinen Friseur leistet und selbst färbt, spart zwar etwas Geld, aber wirklich billig ist es trotzdem nicht. Auf das Färben der grauen Haare zu verzichten, ist daher für einige Frauen auch ein Kostenpunkt. Grausein ist schlicht billiger. Und steht als natürlicher Look fast jeder Frau. Vorausgesetzt, die grauen Haare sind glänzend gepflegt und trendig frisiert.


Wissen

Spätestens mit 50 Jahren ist bei den meisten Menschen jedes zweite Haar grau.

Ohne chemische Oxidation verändert sich dadurch die Haarfarbe allmählich und unauffällig. Die Alternative zur Coloration eignet sich jedoch nur bei leichter Ergrauung. Die Intensität der Repigmentierung ist abhängig von der Häufigkeit der Anwendung, welche sich über mehrere Tage oder Wochen hinziehen kann. Für hellblonde und schwarze Haare ist diese Technik weniger geeignet. Und: Der angepeilte Naturfarbton kommt nicht immer zustande, manchmal gibt es auch einen Violettstich.

Grauwerden vorbeugen Bislang lässt sich leider nichts vorbeugend gegen das Grauwerden tun. Allerdings deuten erste Forschungsergebnisse darauf hin, dass eine erneute Pigmentierung möglich ist – zumindest bei krankheitsbedingt ergrautem Haar. Die Wissenschaftler der Universitäten Lübeck und Manchester betonen aber, dass das Verfahren erst noch am Menschen getestet werden muss. Und natürlich ergraute Haare lassen sich damit nicht rückgängig machen. Nadja Mühlemann

ESD ÉCOLE SUPÉRIEURE DE DROGUERIE H Ö H E R E FA C H S C H U L E F Ü R D R O G I S T I N N E N U N D D R O G I S T E N

Das Hauswartehepaar Myriam und Jean-Claude Mascle geht nach 24 Jahren treuen Diensten an der ESD Ende Juni 2013 in den wohlverdienten Ruhestand. Einladung zum grossen Abschiedsfest Alle, die Myriam und Jean-Claude an der ESD kennenlernen durften (Studiengänge, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer, ehemalige und aktuelle) sind herzlich eingeladen, am Freitag 28. Juni 2013 ab 18.00 Uhr am grossen Abschiedsfest dabei zu sein! Gestalten Sie mit! Wir möchten für Myriam und Jean-Claude ein Abschiedsgeschenk vorbereiten. Haben Sie ein Foto, ein Video, eine Anekdote oder einen Gegenstand aus Ihrer Studienzeit bzw. Ihrem Zyklus in Zusammenhang mit Myriam und Jean-Claude Mascle? Wir sind Ihnen für jegliches Material, das Sie natürlich zurückbekommen, dankbar. Haben Sie eine kleine Produktion, die Sie persönlich am Fest vortragen möchten? Bitte senden Sie die Unterlagen bis am 30.4.2013 an Frau Monika Schwab, ESD, Evole 41, 2000 Neuchâtel, cpln-esd@rpn.ch.

Anmeldung Ich nehme gerne am Abschiedsfest vom 28.6.2013 ab 18.00 Uhr an der ESD teil: Name: Vorname:

ESD-Jahrgang:

Adresse: E-Mail:

Handy-Nr.:

Bitte unbedingt bis 30. April 2013 anmelden. Danke!

École supérieure de droguerie Rue de l’Évole 41, 2000 Neuchâtel, Tél. 032 717 46 00, Fax 032 717 46 09, cpln-esd@rpn.ch, www.esd.ch


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Branche

Drogist dreht Kinofilm Schweizer Geist – was ist das? Mit dieser Frage erkundet Drogist und Dokumentarfilmer Severin Frei seine Heimat und fühlt seinen Landsleuten den Puls. Sein zweiter Kino-Dokumentarfilm «Schweizer Geist» ist eine Annäherung an Klischees, Mythen und wahre Werte. Er zeigt die Schweiz, wie sie 2013 von Schweizern gesehen wird.

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d-inside: Gratulation! Ihr zweiter Dokumentarfilm kommt am 18. April 2013 in die Kinos. Was ist das für ein Gefühl? Severin Frei: Das kann ich kaum beschreiben. Viel wichtiger ist mir, ob mein Film die Menschen berührt und ob sie sich die Zeit dafür nehmen und sich darauf einlassen. «Schweizer Geist» ist Ihr erster Heimatfilm. Worauf zielen Sie ab? Ich zeige, wie vielfältig und kontrastreich, schön und bewundernswert unser kleines Land ist. Von dieser Seite sieht man die Schweiz in klischeehaften Heimatfi lmen nie. Geht es Ihnen auch um politische Botschaften? Politik ist für Politiker. Ich bin Drogist und Filmemacher. Sehen Sie Parallelen zwischen der Film- und Drogeriewelt? Schwierig war, alle Protagonisten und Mitwirkenden auf dem Set zu koordinieren. Die Erfahrung als Drogist und Geschäftsführer mit über 20 Mitarbeitern hat mir geholfen.

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Die schönsten Momente während des Drehs? Wenn ich Erlebnisse machen durfte, die ohne Kamera nicht möglich gewesen wären. Als ich mit dem Rega-Piloten Corsin im Heli-Cockpit sass, mit Fritz vor dem Biwak auf den Sonnenaufgang wartete oder der Alphornistin Regina im Schächental begegnete. Hatten Sie Sorge, Sie könnten an den Schweizer Klischees scheitern? Aufgrund von Hilfsprojekten hatte ich längere Zeit in Südamerika gelebt, den Film «Panamericana» gedreht und eine enge Verbundenheit mit der Region gepfl egt. Aber irgendwann musste ich feststellen: Severin, du kennst das Ausland besser als die Schweiz und das muss sich ändern. Aus dieser Intuition ist der Film entstanden, da kann man nicht scheitern. Was zeichnet denn die Schweizer aus? Während des Filmes setzte ich mich intensiv mit dem Schweizersein auseinander und hörte eindrückliche Antworten. Die Antwort von Regina, der Alphornistin, traf es am besten: «Es geht nicht darum ein guter Schweizer, sondern ein guter Mensch zu sein.» Nadja Mühlemann

an die Mitglieder 20 Eintritt stickets en Drogistendes Schweizerisch eschluss verbands. Teilnahm 13. ist der 18. April 20 Viel Glück!

Severin Frei Für den 2010 entstandenen Film «Panamericana» schrieb er das Drehbuch, führte Regie und wirkte bei Fotos und Musik mit. Sein zweiter Dokumentarfi lm «Schweizer Geist» zeigt ein Bild der Heimat und kommt im April 2013 in die Kinos. Der dipl. Drogist HF ist Geschäftsleiter der Toggenburg Drogerie, wo er insbesondere das Labor und die Entwicklung eigener Spezialitäten voran treibt. Mehr zum Film auf: www.schweizergeist.ch


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Geschäftsführer-in und Drogist-in Termin ab: April 2013 oder nach Vereinbarung Wünschenswert: Gute Kenntnisse in Naturheilkunde und Pharma. Das Kernsortiment beinhaltet Naturheilmittel: Similasan, Vogel, Ceres, Alpinamed, Nutrexin, Schüssler, Burgerstein. Kosmetik: Goloy 33, Widmer, Vichy.

Flash Der Insertionsschluss für die nächste Ausgabe ist am 2. April 2013 Daten (nur elektronisch möglich) an: inserate@drogistenverband.ch

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Medi-Center, Pozstrasse 3, 7563 Samnaun Telefon 081 861 81 11 info@medi-center.ch

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Infolge Schwangerschaft suchen wir per 1. Januar 2013 oder nach Vereinbarung Drogist/-in HF 50 – 100 %

Stellenmarkt der Schweizer Drogerie-Branche

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als Geschäftsführer/in zentrum in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein. Die Centrum befindetnoch sich im einzigen Einkaufs­ Hierfür suchenDrogerie wir für unsere junge Drogerie eine zentrum inund Vaduz im Fürstentum Liechtenstein. Wir suchen motivierte freundliche Führungspersönlichkeit.

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Neue Drogeriemitglieder Um die Aufnahme in die Sektion und in den SDV bewerben sich: Sektion: SG/TG/AR/AI Sandra Haag, Drogerie Ruckstuhl, Bahnhofstrasse 33, 8360 Eschlikon TG

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Sektion: BS/BL

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(S-Bahn 5, 9, 14, 15)

Die Apotheken Drogerien Dr. Bähler AG ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden. Das Familienunternehmen verfügt über eine langjährige pharmazeutische Tradition. Die Apotheke Drogerie Illuster ist ein lebhafter Betrieb im Einkaufzentrum Illuster. Unser Geschäftsführer der Drogerie möchte kürzer treten, bevor er Ende Jahr in den Ruhestand tritt. Um eine geordnete Nachfolge zu gewährleisten, suchen wir nach Vereinbarung eine/n

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Claudia Körkel, Ergolz Drogerie AG, Unterdorfstrasse 19, 4415 Lausen

Einsprachen sind innert 14 Tagen an den Zentralvorstand des SDV, Postfach 3516, 2500 Biel 3, zu richten.

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Ihre Hauptaufgaben: • Leitung des Drogeriebereichs mit breitem Sortiment und grosser Parfümerieabteilung • Mitarbeiterführung und Einsatzplanung in Zusammenarbeit mit der Betriebsleiterin Apotheke • Ausbildung und Betreuung der Lernenden Drogistinnen und Drogisten • Verantwortung für Einkauf und Warenbewirtschaftung im Gesamtbetrieb • Umsetzung unserer Konzepte und Dienstleistungen • Führung der innerbetrieblichen Betriebswirtschaft Ihr Profil: • Offene, flexible, initiative und belastbare Persönlichkeit • Hohe Sozial- und Fachkompetenz • Sie übernehmen gerne Verantwortung und verfügen über Führungserfahrung • Sie können Ihre MitarbeiterInnen begeistern und motivieren Unser Angebot: Eine spannende, abwechslungsreiche und herausfordernde Stelle Fortschrittliche Arbeitsbedingungen (z.B. 5 Wochen Ferien, Fort- und Weiterbildungen)

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Frau S. Schatzmann-Bähler freut sich auf Ihre schriftliche Bewerbung oder gibt Ihnen unter der Telefonnummer 079 699 00 22 gerne weitere Auskünfte.

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Branche

Branchentermine 2013

Rundheraus

Schweizerischer Drogistenverband (SDV)

Was Mitglieder der Drogeriebranche schon immer voneinander wissen wollten. Die Spielregel: Wer gefragt wird und offen antwortet, darf eine neue Frage an eine andere Person richten.

17. 4. Frühlings-Präsidentenkonferenz Juni Start der Kursserie «Pickel, Stress und Herzschmerz» 11. 9. Herbst-Präsidentenkonferenz

2. – 25. 9. SchulungsForum an der ESD, 2 Thema «Botenstoffe»

15. 11. Delegiertenversammlung

Höhere Fachschule für Drogistinnen und Drogisten (ESD)

27. 3. Aufnahmeprüfung für den Zyklus 2013 – 2015

4. 7. Clôture im Schloss Neuenburg

19. 8. Schulbeginn Zyklus 2013 – 2015

4. 11. Informationstag zur Aufnahmeprüfung Zyklus 2014 – 2016

Events für Experten 9. – 10. 4. 3. Corporate Health Convention, Fachmesse für betriebliche Gesundheits - förderung und Demografie, Zürich, www.corporate-health-convention.ch 4. – 5.5. Gut zu Fuss, Messe und Kongress fpr Podologie und Fusspflege, Messe Stuttgart, www.cosmetica.de 11. – 12.5. R ohvolution, Messe für rohköstliche Ernährung, Messe Freiburg, www.rohvolution.de 14. – 16. 5.

Vitafood International, Messe für Naturmedizin, Nahrungsmittel und Bioprodukte, Genf www.vitafoods.eu.com

13. – 14.6. Cosmetic Business, International Trade Fair der Kosmetikindustrie, Leipziger Messe, www.leipziger-messe.de 1 8. – 20. 8. Ornaris, Fachmesse für Einkäufer, BernExpo, www.ornaris.ch

Gewagt gefragt Wie bereitet die Höhere Fachschule in Neuenburg Drogistinnen und Drogisten vor auf die Änderungen, welche die Revision des Heilmittelgesetzes HMG bringen soll? Insbesondere interessiert, wie die Kompetenz geschaffen wird, die der breitere Zugang zu Heilmitteln, das grössere Sortiment in den Drogerien erfordern. Wie er die Grenzen gegenüber den Grossverteilern zieht, die ja auch eine Chance sehen, ihr Angebot an Heilmitteln zu vergrössern. Und welche Rolle die Drogerie in der Komplementärmedizin und Selbstmedikation spielen kann/soll/muss. Jürg Schnetzer, Direktor Swissmedic

Gewagt geantwortet «Im Pharmakologie-Unterricht an der ESD werden die Wirkstoffe der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel behandelt. Dabei liegt der Fokus neben Wirkungen, Indikationen und Kontraindikationen insbesondere auf den Interaktionen. Dieses Konzept greift übrigens bereits auf Stufe berufliche Grundbildung, da die Wirkstoffe der Abgabekategorien C und D an den Berufsfachschulen unterrichtet werden. Diese Strategie wird seit Einführung der neuen Bildungsverordnung im Sommer 2011 weiter intensiviert. Die langjährige, breite und tiefe Ausbildung in Pharmakologie, Phytotherapie, Erfahrungsmedizin und naturwissenschaftlichen Grundlagen befähigt die Drogistenschaft dazu, alle nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zur kostengünstigen Selbstmedikation abzugeben. Allen Preisdiskussionen zum Trotz darf der Sicherheitsaspekt nicht auf der Strecke bleiben. Die kompetente Beratung in Selbstmedikation nimmt daher eine Schlüsselstellung ein, wenn es darum geht, Arzneimittelsicherheit zu einem vernünftigen Preis zu garantieren. Dazu braucht es allerdings hohe Fachkompetenz, die im Selbstbedienungsbereich des Grossverteilers nicht gewährleistet ist.» Bernhard Kunz, Vizepräsident des Schweizerischen Drogistenverbandes, verantwortlich für Aus-, Fort- und Weiterbildung

18. – 21. 9. Expopharm, Pharmazeutische Fach messe, Düsseldorf, www.expopharm.de

So gehts weiter

28. – 30. 9. Vista Expo, Bern, www.vistaexpo.ch

Die nächste Frage geht an David Pestalozzi, Bio-Strath AG.

Oktober IFAS, Fachmesse für den Gesundheits markt, Messe Zürich, www.ifas-messe.ch 5. – 9.10. Anuga, Fachmesse für Ernährung, Technologie, Produkte und Trends, Messe Köln, www.anuga.de 25. – 27.10. Intersana, grösste internationale Gesundheitsmesse im deutschsprachigen Raum, Messe Augsburg, www.intersana.de

Bernhard Kunz möchte von ihm wissen: Die Drogeriebranche sieht sich mit einer Produkte-Erosion konfrontiert. Immer wieder rutschen Spezialitäten, die nicht als Heilmittel registriert sind, in den Grossverteiler ab. Sie dagegen zeigen eine klare Fachhandelstreue. Kann unsere Branche auch weiterhin darauf bauen, und inwieweit ist diese korreliert mit der fundierten Ausbildung des Fachpersonals? David Pestalozzis Antwort lesen Sie im d-inside Mai 2013.

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