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12 _ DROGISTENSTERN 7–8/13

Wiederaufbau: langsam angehen INTERVIEW

Lange keinen Sport mehr getrieben? Der leitende Physiotherapeut der Rennbahnklinik in Muttenz, Felix Zimmermann, erklärt, worauf man bei einem sportlichen Wiedereinstieg in ein bewegtes Leben achten sollte. Bewegungsmangel hingegen lähmt die Zellaktivität, es fehlt der Orientierungsreiz, um die Struktur und die Ausrichtung des Gewebes zu optimieren, stabilisieren und zu regenerieren. Waren wir also über längere Zeit körperlich inaktiv, braucht es einen langsamen Wiederaufbau der Körperstrukturen, um Verletzungen oder Überbelastungen und die damit verbundene Frustration zu vermeiden. Felix Zimmermann, Physiotherapeut

Warum ist ein langsamer Aufbau für die Körperstrukturen wie Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder bei einem Wiedereinstieg so wichtig? Felix Zimmermann: Die genannten anatomischen Strukturen bestehen allesamt aus verschiedenen Typen von Bindegewebe. Dieses Bindegewebe, das hauptsächlich aus Zellen, Fasern und einer Grundsubstanz aus Eiweissen und Wasser besteht, reagiert sehr stark auf Bewegungsmangel. Nur ein Bewegungsimpuls bringt den nötigen Reiz, der entscheidend ist für die Bildung eines funktionierenden und gesunden Gewebes.

Wie sieht die ideale Vor- und Nachbereitung eines Trainings aus? Ein gutes sportspezifisches Aufwärmen und nach dem Sport ein adäquates Auslaufen sind dringend zu empfehlen. Nicht nur aus verletzungstechnischer Sicht macht es Sinn, den Körper auf die bevorstehende Leistung vorzubereiten, sondern auch aus mentalen und körperlichen Gesichtspunkten. Gleiches gilt nach der sportlichen Tätigkeit – hier hilft uns ein gutes Auslaufen, die Regeneration zu beschleunigen, sodass wir schneller wieder leistungsfähig sind. Sicherlich können hier gute Sportpflegeprodukte Wirkung tun. Aufwärmende Gels helfen, die Durchblutung zu fördern, und ergänzen optimal das aktive Aufwärmen. Nach dem Sport hilft uns ein Entspannungsgel, die Regeneration zu fördern.

Wie viel Bewegung pro Woche ist ideal? Neuere Erkenntnisse aus der Wissenschaft weisen auf gesundheitliche Effekte von Bewegung und Sport bereits ab «mittlerer» Intensität hin, die zügigem Gehen entspricht – und dies 30 Minuten täglich. Sollte man sich zuerst vom Arzt durchchecken lassen, bevor man mit dem Sporttreiben beginnt? Bei einem Einstieg lohnt sich auf jeden Fall die Abklärung durch einen Arzt. Bei den genannten Risikogruppen ist es sogar ein Muss und dringend zu empfehlen. Sportärzte, aber auch Sportphysiotherapeuten sollten aber prinzipiell als Berater fungieren. Diese Experten können gesundheitliche Abklärungen vornehmen, Auskunft geben über gesundheitliche Risiken und Empfehlungen zu verschieden Sportarten machen; andererseits helfen sie mit, die gesteckten Ziele zu erreichen. Trotzdem, glaube ich, muss man den Sport auch ganz bewusst «entmedizinieren», das heisst also im Sport nicht nur vordergründig die Medizin sehen, sondern den Menschen leben lassen, ihn das tun lassen, was er will und vor allem wo er bei Sport und Bewegung Freude hat. Redaktion: Ann Kugler / Foto: zVg

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage! Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Iromedica AG, 9014 St. Gallen

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