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Werner Kieser (75) ist gelernter Schreiner. Mit 18 verletzte er sich beim Boxen und kam so zum Krafttraining. Mit 26 ­eröffnete er sein erstes Fitness­ studio in Zürich, die Geräte entwickelte und baute er selber. Heute hat Kieser 143 Studios in sieben Ländern, sieben davon in der Schweiz. www.kieser-training.ch

orientiert und nicht strukturorientiert. Ob Breitenoder Leistungssport: Wir produzieren muskuläre Dysbalancen.» Werner Kieser erzählt aus den Zeiten seines ersten Studios vor über 40 Jahren und seinen Versuchen, Krafttraining an einer Schule im Kanton Zürich zu etablieren. «Sobald die Behörden ins Spiel kamen, lief die Idee ins Leere. Aufgrund dieser und vieler anderer Erfahrungen misstraut er den Behör­ den, Experten und Fachausschüssen und arbeitet lie­ ber direkt mit den Leuten. «Nicht die Ärzte kamen zu mir, sondern die Patienten.»

Die Interessen der Evolution Nicht nur die Institutionen sind ihm ein Dorn im Auge. Vieles, was unter dem Schlagwort «Ganzheit­ lichkeit» zeitgeistig daherkomme, gehört auf seine Liste mit «Unwörtern». Wellness, Modetrends und esoterische Heilsversprechen lenkten nur vom Wesent­ lichen, der Stärkung der Muskeln ab. Was Nahrungs­ zusätze angeht, so hat er seine Meinung in den letz­ ten Jahren aber geändert. «Kieser-Training verkauft weiterhin keine Zusätze, wie das alle anderen Fit­ness­ studios tun. Wir sind also keine Konkurrenz zu den Drogisten. Neue Studien zeigen aber, dass es sinnvoll sein kann, Kreatin, am besten kombiniert mit Magnesium, einzunehmen, da die körperliche Eigen­ produktion von Kreatin ab dem 40. Altersjahr schwin­ det. Und grundsätzlich sollte der Eiweissanteil in der Ernährung erhöht werden zulasten der Kohlenhydrate. Das beste Protein ist das Molke-Protein. Und trinken Sie genug Wasser, aber nicht fünf Liter, zwei bis drei Liter genügen pro Tag.» In einem der Bücher von Werner Kieser steht der bemerkenswerte Satz: «Wir schonen unsere Alten zu Tode.» Was meint er zum Stichwort Alter? «Die Evolution hat kein ‹Interesse› daran, dass wir älter als etwa 25 werden. Denn dann haben wir unsere Gene weitergegeben und unseren ‹Zweck› im Sinne der Evolution erfüllt. Durch das Training und die damit stimulierten Aufbauprozesse gelingt es mir und allen Alten, die trainieren, die Evolution etwas ‹auszu­ tricksen›. Mit anderen Worten: Ich habe da und dort die typischen kleinen Wehwehchen fortgeschrittenen Alters – aber sie kümmern mich wenig, weil mich meine Muskeln noch immer sicher durchs Leben ­tragen.» DROGISTENSTERN 6–7/16

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