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SDL BeGlobal Technische Details


SDL BeGlobal Trainer Über den SDL BeGlobal Trainer wird die Baseline-Engine (Auslieferungszustand mit Kunden-unspezifischen Inhalten) um zusätzliche branchen- oder unternehmensspezifische bilinguale Inhalte erweitert. Damit werden die Ergebnisse der maschinellen Übersetzung an individuelle Anforderungen angepasst. Vorhandene Humanübersetzungen im TMX-Format (Translation Memory Exchange Format, idealerweise UTF-8 kodiert) werden von der Software analysiert und Wörterbücher und Grammatikregeln erstellt. Es sollten mindestens 50.000 Sätze pro Sprachrichtung

zum Training verwendet werden. Hierbei gilt die Devise „Je mehr Sätze pro Sprachrichtung, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anpassung Wirkung zeigt“. Der Vorgang des Trainings kann bis zu 24 Stunden dauern. Zusätzlich zum Training können in SDL BeGlobal Terminologie und Listen mit Fachbegriffen, Marken- oder Produktnamen in Form einer CSV-Datei hinterlegt werden (UTF-8 kodiert), die vom System immer in der vorgegebenen Weise oder gegebenenfalls nicht übersetzt werden.

Das Einzigartige daran ist, dass so Kunden die Qualität selber steuern und sogar eigene Sprachpaare anlegen und trainieren können. Es sind dafür keine linguistischen oder Programmier-Kenntnisse erforderlich - jeder Benutzer kann ein Training durchführen. Diese Möglichkeit bietet kein anderer Softwarehersteller, da vergleichbare Systeme nur von Experten oder dem Hersteller selber zu hohen Kosten trainiert werden können.


TrustScore Mit dem TrustScore wird die Ergebnisqualität der maschinellen Übersetzung bewertet. Es handelt sich um einen manuellen Prozess, der vor der Inbetriebnahme der Software vom Endanwender durchgeführt wird. Auf einer Likert-Skala* zwischen 1 und 5 (wobei 5 sehr gut bedeutet) wird der prognostizierte Nutzwert der Übersetzung bestimmt. Dieser Nutzwert wird entsprechend der unternehmensspezifischen Anforderungen definiert. Die TrustScore-Prüfung kann sich über mehrere Wochen erstrecken und stellt sicher, dass die Ergebnisse der maschinellen Übersetzung im Live-Betrieb nicht zusätzlich

geprüft werden müssen. Ein sehr großer Vorteil, der sich aus der Verwendung des TrustScore ergibt, ist, dass man sofort an der Zahl erkennen kann ob die Übersetzung brauchbar ist (TrustScore größer 3 gilt i. d. R als brauchbar), obwohl man die Sprache gar nicht versteht. Weiterhin kann man entsprechende Maßnahmen wie z. B. humanes Nacheditieren idealerweise mittels eines Übersetzungsmangementsystems wie SDL WorldServer effizient steuern.

* Verfahren zur Messung persönlicher Meinungen.


BLEU-Kennzahl Mithilfe der BLEU-Kennzahl in einer Skala von 0% bis 100% (Bilingual Evaluation Understudy)* kann die Qualität eines maschinell übersetzten Texts gemessen werden. Die BLEUKennzahl wird während des Trainings ermittelt und dient als Entscheidungshilfe bei der Bestimmung, ob das Training des Systems erfolgreich war. Die Bewertung erfolgt dabei nach dem Prinzip „Je näher die maschinelle Übersetzung einer professionellen Humanübersetzung (100%) kommt, umso besser“. Sie ist auch als Indikator für den Anteil und das Volumen an Post-Editing bekannt. Je grösser die BLEUZahl, desto weniger Post-Editieren ist nötig.

mit der von einem menschlichen Übersetzer erstellten Referenzübersetzung abgeglichen und mit der BLEUKennzahl bewertet. Aus den einzelnen Kennzahlen wird anschließend ein Durchschnittswert für den gesamten Textkorpus errechnet. Verständlichkeit und grammatische Korrektheit werden bei dieser vom System durchgeführten Evaluation nicht berücksichtigt. Die BLEUKennzahl bietet Orientierung, um die Ergebnisse zweier unterschiedlicher Systeme oder die Auswirkungen von Anpassungen innerhalb eines bestimmten Systems zu vergleichen.

Anhand eines Algorithmus‘ werden die einzelnen maschinell übersetzten Segmente (meistens Sätze)

* Von IBM entwickeltes, heute standardisiertes Messverfahren für statistische maschinelle Übersetzung.


TouchPoints TouchPoints (Zugangspunkte) sind Übersetzungseinstellungen, über die festgelegt wird, welche Engine mit welcher Sprachrichtung bei der maschinellen Übersetzung zum Einsatz kommt. In der Praxis heißt das, dass mittels der Zugangspunkte zum Beispiel definiert werden kann, dass bei der Übersetzung von SupportDatenbanken eine anders trainierte und mit Terminologie angereicherte Engine verwendet wird als bei der Übersetzung von Social-Media-Inhalten. Die Zugangspunkte eignen sich zudem sehr gut zur Kostenkontrolle: Wenn verschiedene Abteilungen maschinelle Übersetzungen anfertigen, kann pro Kostenstelle ein TouchPoint angelegt werden und so eine punktgenau Zuordnung stattfinden.

SDL BeGlobal Web Translator Der SDL BeGlobal Web Translator ist eine Anwendung (Web-Seite), die sich in das Unternehmensintranet einbinden lässt und von Anwendern zur schnellen Übersetzung von Textfragmenten oder ganzen Dokumenten verwendet werden kann. Wie bei allen SDL-BeGlobalEnterprise-Produkten gilt: sämtliche Daten verbleiben jederzeit im Unternehmen. Die Oberfläche des SDL BeGlobal Web Translators kann selbstverständlich an das unternehmenseigene Corporate Design angepasst werden.


SDL BeGlobal Desktop

Microsoft-Office-Plug-in

SDL BeGlobal Desktop ist ein Widget, das lokal am Arbeitsplatz des Anwenders installiert wird und bei Bedarf aufgerufen werden kann, um Textfragmente oder komplette Dokumente sehr einfach per Drag&Drop maschinell übersetzen zu lassen.

Für die Microsoft-Office-Programme Word, PowerPoint, Excel und Outlook ist ein Plug-in erhältlich. Die Option „Übersetzen“ erscheint als eigene Registerkarte innerhalb dieser MicrosoftProgramme, sodass der Anwender direkt auf das unternehmensinterne SDL BeGlobal zugreifen kann.


SDL GlobalConnect Mit dem Konnektor SDL GlobalConnect lässt sich die Software zur maschinellen Übersetzung SDL BeGlobal ganz einfach in Drittsysteme einbinden. Service-Mitarbeiter können so, unabhängig von ihren eigenen Sprachkenntnissen, in einer Vielzahl von Sprachen auf Kundenanfragen reagieren oder die Inhalte von Supportdatenbanken auf Knopfdruck in mehreren Sprachen bereitstellen. Der Service-Mitarbeiter erhält eine Anfrage in einer Sprache, die er

nicht versteht, per Mausklick lässt er die Anfrage in seine Muttersprache übertragen, schreibt seine Antwort und lässt sie wieder in die Sprache des Kunden übersetzen. Aktuell ist SDL GlobalConnect standardmäßig für LivePerson Chat, Oracle RightNow Answers/Incidents/Chat, Salesforce Knowledgebase, Lithium for Forums, SDL Trados Studio, SDL WorldServer und SDL TMS verfügbar.

REST API Wenn kein Standard-Konnektor für vorhandene Systeme im Unternehmen verfügbar ist, lässt sich SDL BeGlobal mit dem REST basierten Application Programming Interface (API) in Eigenentwicklung in weitere Systeme einbinden. Das API benutzt Standardtechnologien und Protokolle wie HTTP, SSL und XML und stellt Beispielprogramme wie .NET C#, Java und PHP zur Verfügung.


Über SDL SDL ermöglicht es globalen Unternehmen, erfolgreich mit ihren Kunden zu interagieren. Die Technologie- und Servicelösungen von SDL umfassen die gesamte Customer Journey über verschiedene Sprachen, Kulturen, Kanäle und Medien hinweg. SDL hat über 1.500 Firmenkunden, 400 Partner sowie eine globale Infrastruktur mit 70 Niederlassungen in 38 Ländern. 42 der 50 Topmarken arbeiten mit SDL.

Kontakt

SDL Language Solutions Waldburgstraße 21 70563 Stuttgart Tel.: 0711 780 60 0 E-Mail: kontakt@sdl.com

Weitere Informationen finden Sie unter www.sdl.com


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