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Das Karriere-Magazin, das ankommt Ausgabe 8 • 2011

Automatisierungs- und Prozessleittechnik Spannende Berufe: Entwicklungsingenieur bei B&R Industrie-Automation AG

Digitales Erbe Was geschieht mit unseren Daten im Netz, wenn wir nicht mehr da sind?

Bewerbungsratgeber Welches Outfit fürs Vorstellungsgespräch?

Manager-Talk Bernhard Eggli, Head of Brand Communications bei UBS, im Gespräch BILD: SERGEITELEGIN/123RF.COM

www.scroggin.info


STUDIUM MIT AUSSICHT www.uni.li

Bachelor ( BSc ) Architektur Betriebswirtschaftslehre Wirtschaftsinformatik

Master ( MSc )

Architecture Banking and Financial Management Business Process Management Entrepreneurship Entrepreneurship – Major Finance

Doktorat ( PhD ) Architektur und Raumentwicklung Wirtschaftswissenschaften


Editorial 3 Liebe Studierende, die Belastung der Umwelt durch Kunststoffe ist ein aktuelles Thema. In Hamburg gibt es eine Forschungsgruppe, die sich mit der Umwandlung von Kunststoff in Rohstoffe beschäftigt. Ein Doktorand erzählt, wie die Karrierechancen auf einem so speziellen Gebiet aussehen. Des Weiteren geben wir dir Tipps zum richtigen Outfit für dein Bewerbungsgespräch. Bei der Bewerbung kann man aber nicht nur mit der richtig gewählten Kleidung punkten, auch ein Sprachaufenthalt im Ausland verschafft Vorteile. Natürlich kommen die Rätsel auch in dieser Ausgabe nicht zu kurz und bringen deine grauen Zellen so richtig in Schwung. Wir wünschen dir viel Spass bei der Lektüre. Dein SCROGGIN-Team

P.S.: Dank der neuen Partnerschaft zwischen Suxedoo und SCROGGIN kannst du nun mit deinem Besuch auf SCROGGIN.info Punkte sammeln, in Suxedoo-Lose umwandeln und an tollen Verlosungen teilnehmen – ein Blick auf unsere Seite lohnt sich also.

Nummer 8 • Mai 2011

Firmenindex Die folgenden Seitenzahlen verweisen auf die erste Seite des Artikels, der Anzeige oder des Firmenportraits des entsprechenden Unternehmens. AIESEC

24

Ascot Elite

34

B&R Industrie-Automation AG

20

Buch- & Offsetdruckerei Häuser KG 35 Data Inherit Diem & Partner Rechtsanwälte

6 6

ETH Zürich

10

Fachhochschule Nordwestschweiz

13

Idivus

6

Legacy Locker Inc.

6

MrLens GmbH

4

Rivella AG

36

phalt

24

Semno Unternehmergesellschaft

6

STA Travel AG

29

Thalia

19

UBS AG

20

Universität Hamburg

15

Universität Liechtenstein Universität Zürich Wander AG Wärtsilä Switzerland Ltd.

2 10 9 23


Inhaltsverzeichnis 5 6

Das digitale Erbe

Was geschieht mit unseren Daten nach dem Tod?

10

Bewerbungsratgeber

14

15

20

PR-Text B&R Industrie-Automation AG stellt sich vor.

Die passende Kleidung fürs Vorstellungsgespräch.

Karrierstart Wie Netzwerke helfen Kontakte aufzubauen.

Chemie Die Bedeutung und Wieder- gewinnung von Rohstoffen durch das Pyrolyseverfahren.

BILD: B&R INDUSTRIE-AUTOMATION AG

24

30

Auslandspraktikum Weshalb sich der Sprung ins kalte Wasser lohnt.

Manager-Talk Bernhard Eggli, Head of Brand Communications bei UBS, im Interview.

Ausserdem:

BILD: ROMAN MILERT/123RF.COM

Nummer 8 • Mai 2011

3

Editorial

3

Firmenindex

19

Logical

27

Test für angehende

Führungskräfte

34

Sudoku


6 Datenschutz

Digitales Erbe

BILD: ANDY DEAN/SARININKA/123RF.COM

D ie Welt lebt online. Allein in Europa bewegen sich mehr als 400 Millionen Menschen im Internet. Sie versenden Mails, chatten, bloggen, twittern, laden Fotos hoch oder gehen online einkaufen. Auch ältere Menschen nutzen das Internet. Doch was passiert mit den Daten eines Nutzers, wenn er stirbt? Von Hanni Heinrich Wenn ein Mensch stirbt, sehen die Hinterbliebenen alles, was von seinem Leben übrig ist: Fotos, Notizen, Kleidung und Persönliches in Schubladen und Schränken, im Wohn- und Schlafzimmer. Wenn der Verstorbene viel Zeit im Internet verbracht hat, dann sind Überbleibsel

seines Lebens auch im Internet zu finden. Der Traum vom ewigen Leben ist heute schon Wirklichkeit – aber eben nur virtuell. Im Netz lebt man weiter. Doch wer die Online-Daten Verstorbener verwalten und entfernen darf, ist bislang kaum geklärt. Rechtsanwalt Carsten Ulbricht von der Kanzlei Diem & Partner in Stuttgart ist auf Rechtsfragen im Netz spezialisiert. Auf die Frage, was mit digitalen Daten im Internet passiert, wenn der Nutzer nicht mehr lebt, sagt er aus Erfahrung: „Trotz zunehmender Vernetzung macht sich momentan kaum jemand darüber Gedanken.“ Wenn im Testament nichts anderes stehe, dann solle für digitale Daten Ähnliches gelten wie für Schriftstücke aus Papier: „Die ge-

Nummer 8 • Mai 2011


Datenschutz 7 setzlichen Erben übernehmen das Recht daran“, sagt der Anwalt. Ob E-Mails, Facebook-Einträge oder die Inhalte des Onlinebankings – all das geht in die Hände der Erben über. In vielen Fällen wissen die Erben gar nicht, wo überall im Netz der Verstorbene seine Spuren und Daten hinterlassen hat. Und selbst wenn sie es wüssten, bleibt das Problem: Wie sollten sie sich einloggen, wenn sie die Zugangsdaten nicht kennen? Bei verstorbenen Mitarbeitern ist es manchmal einfacher: In grossen Unternehmen kennt die IT-

BILD: PAOLA PANDOLFI/123RF.COM

Nummer 8 • Mai 2011

Abteilung in der Regel die Zugangsdaten. In Einzel- oder kleinen Familienunternehmen besteht jedoch die Gefahr, dass bei einem Todesfall wertvolle Geschäftsdaten verloren gehen. Des einen Problem ist des anderen Geschäft: Birgit Janetzky aus Freiburg im Breisgau hat die Marktlücke rund um das digitale Erbe erkannt. Eigentlich ist sie Theologin und unterstützt seit mehr als zehn Jahren Trauernde. Wenn jemand die Bestattungsbranche mit all ihren Dienstleistungen rund um den Tod kennt, dann sie. Vor zwei Jahren, als sie ein paar eigene Einträge im Internet löschen wollte, merkte sie, wie schwierig das oft ist. Daher fragte sie sich: „Wenn das für Lebende schon so kompliziert ist, wie schwierig muss erst das Löschen digitaler Daten von Verstorbenen sein?“ Im Februar 2010 gründete Janetzky daher zusammen mit einem Informatiker die Firma Semno. Ihre Zielgruppe: Erben, die sich um den digitalen Nachlass eines Verstorbenen kümmern wollen, jedoch nicht wissen, welche Daten vorhanden und wichtig sind. „Angehörige können den Computer des Verstorbenen zu uns schicken. Wir machen eine Datenanalyse über die PC- und Internetnutzung“, erklärt Birgit Janetzky. Dadurch erhalten die Experten einen Überblick über Dateien, E-Mail-Konten, Netzwerkprofile und Kontakte. Findet sie es respektlos, ohne testamentarische Einwilligung im digitalen


8 Datenschutz für die Zeit nach dem Tod Passwortverwaltung: Bei Anbietern wie www.legacylocker.com können Nutzer einen kostenpflichtigen Account eröffnen. Sie geben ihre InternetAccounts plus Passwörter an und bestimmen, wer diese nach dem Tod erhalten soll. Zettelmethode: Kostenlos und virensicher geht die Vererbung der digitalen Daten per Stift und Papier – ganz altmodisch. Man muss nur seine Passwörter mit dazugehörigem Nutzernamen und die Adresse der Website aufschreiben und sicher verwahren. Zombie-Service: Wer nicht nur Daten vererben, sondern auch seine Persönlichkeit für die Nachwelt konservieren möchte, kommt bei www. virtualeternity.com („virtuelle Unsterblichkeit“) auf seine Kosten. Auf der Webseite können Hinterbliebene einen digitalen Raum betreten. Dort treffen sie ein künstliches Abbild der Verstorbenen. Aus einem Foto, einer Stimmprobe und einem Persönlichkeitstest kreiert der amerikanische Betreiber der Seite ein virtuelles Ich. Zu Lebzeiten soll es reichlich mit Daten gefüttert werden, damit die Persönlichkeit nach dem Tod umso echter erscheint. Familie und Freunde können dann nach dem Tod mit der digitalen Imitation des Verstorbenen sprechen – am Computer, mit Bild und Stimme.

Umfeld eines Verstorbenen zu wühlen? „Manchmal können dabei auch unangenehme Dinge zum Vorschein kommen, etwa Opas heimliche Affären oder böse E-Mails, in denen Verwandte beschimpft werden. Aber auf der anderen Seite helfen wir, sodass wichtige Daten nicht verloren gehen.“ Das Wissen über den Verbleib solcher Informationen kann wertvoll sein. Etwa dann, wenn ausschliesslich digital vorliegende Verträge nicht gekündigt oder Rechnungen nicht beglichen werden konnten. Jeden Tag entstehen im Internet neue digitale Schauplätze, und Menschen hinterlassen dort ihre Spuren. Manchmal kommt es sogar vor, dass Lebende einem Toten zum Geburtstag gratulieren, weil seine Geburtsdaten in einem sozialen Netzwerk stehen. Die Daten bleiben schliesslich, auch wenn der Mensch geht. Wer in einem sozialen Netzwerk angemeldet ist, ist unsterblich – so scheint es zumindest. Zu Lebzeiten kann man in den Einstellungen ziemlich alles regeln – nur eines nicht: was mit den Daten im Todesfall passieren soll. Je nach Community ist der Umgang mit diesem heiklen Thema unterschiedlich. Mal kümmert es den Betreiber nicht, wenn er vom Tod eines Mitglieds erfährt, mal wird ein Profil unsichtbar oder in einen sogenannten Trauerstatus geschaltet. In der Regel werden aber Profile und E-Mail-Konten nicht automatisch gelöscht. Angehörige und Hinterbliebene können bei den Anbietern neue Passwörter anfordern,

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Datenschutz 9 um Zugang zu den Accounts des Verstorbenen zu erhalten – allerdings nur, wenn sie den Erbschein und die Sterbeurkunde vorlegen. Die Verwaltung der digitalen Spuren von Verstorbenen ist noch kein grosses Geschäft. Aber einige Firmen setzen bereits auf diese Nische. In den USA gibt es eine Handvoll Firmen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Die Nutzer eines Internetdienstes können bei solchen Dienstleistern zum Beispiel ihre wichtigsten Passwörter und teilweise auch Dokumente verschlüsselt hinterlegen. Zugleich können sie bestimmen, wer im Todesfall welche Daten erhalten soll. E-MailZugangsdaten, Onlinebanking-Daten,

Wohnungen,WGs und Nummer 8 • Mai 2011 Mitbewohner powered by

Geschäftsunterlagen und Fotos sollen auf diese Weise gesichert werden. Im deutschsprachigen Raum gibt es wenige Onlinedienste dieser Art, Beispiele sind Idivus in Berlin oder Data Inherit in Zürich. „Dennoch sollten sich Nutzer gut überlegen, ob sie ihre Passwörter und andere sensible Daten einer externen Firma anvertrauen, die es vielleicht in wenigen Jahren nicht mehr geben wird“, sagt Anwalt Carsten Ulbricht. Sicherer und billiger sei es, in einem Testament unter anderem auch zu regeln, wer nach dem Tod Zugang zu welchen Daten bekommt und was damit geschehen soll.

Eine weitere neue Dienstleistung für Studierende

.info


10 Bewerbungsratgeber

Das passende Outfit für den Job

BILD: TAL REVIVO/123RF.COM

D as Studentenleben hat viele Schokoladenseiten, die Freiheit bei der Kleiderwahl ist ohne Zweifel eine davon. Daher ist es kein Wunder, dass viele Studenten überfordert sind, sobald das erste Bewerbungsgespräch ansteht. Plötzlich spielen Farben, Muster, Materialien und Proportionen der Kleidung eine Rolle, ganz zu schweigen vom branchenabhängigen Dresscode. Wie kannst du Fauxpas vermeiden, und was solltest du bei der Kleiderwahl beachten?

das Bewerbungsgespräch, bei dem es um deine Eignung für den Job geht. Personalverantwortliche schätzen anhand des Äusseren einen Menschen bei der ersten Begegnung in Sekundenschnelle ein. Verbeulte Lieblingsjeans und die bequemen Converse-Schuhe mögen im Privatleben einen lässig-lockeren Eindruck erwecken, bei einem Bewerbungsgespräch lässt du sie besser im Schrank liegen.

Von Alexandra Uster

Bei verschiedenen Branchen driften die Erwartungen an die Kleidung bei Vorstellungsgesprächen weit auseinander. Während bei einem Architekten Anzug und

Der erste Eindruck zählt. Das gilt auch für

Welcher Dresscode ist angemessen?

Nummer 8 • Mai 2011


Bewerbungsratgeber 11 Krawatte eher bizarr wirken, ist dieses Outfit bei Versicherungen genau passend. Du solltest daher überlegen, welches Mass an Formalität für die jeweilige Firma und die angestrebte Position angebracht ist. Ein Blick auf die offiziellen Mitarbeiterfotos auf der Firmenhomepage und eine Nachfrage bei erfahrenen Kollegen und Kolleginnen kann hilfreich sein, um bei der Kleidung die richtige Wahl zu treffen. Unabhängig vom Dresscode ist man sich in allen Branchen einig: Der Verzicht auf die alltäglichen Jeans sowie eine gepflegte Erscheinung wirken sich in jedem Fall positiv auf den Bewerbungsverlauf aus. Also bitte: Haare waschen, schön frisieren und aus dem Gesicht entfernen, Fingernägel säubern, Nasenhaare stutzen, Schuhe putzen und Parfüm nur dezent auftragen. Männer sollten zudem auf eine gepflegte Rasur achten, Frauen auf dezentes Makeup, und am besten vermeiden sie knalligen und abgenutzten Nagellack – so ist das Kunstwerk einer gepflegten Erscheinung vollbracht. Die versteckten Botschaften der Kleidung Bei der Wahl der Kleidung wird es etwas komplexer. Während für die Kreativbranche meist eine schöne Hose und ein eleganter Pulli ausreichen, ist bei anderen Sektoren oft mehr Formalität gefragt. Generell empfiehlt es sich, auf ein dreiteiliges Outfit mit Hose oder Rock, Hemd beziehungsweise Bluse und Veston

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beziehungsweise Blazer zu setzen. Je grösser der Farbkontrast zwischen den beiden Kleidungsschichten gewählt wird, desto formeller ist die Wirkung. Zur Auflockerung solltest du am besten die weisse Bluse mit einem grauen statt mit einem dunkelblauen Blazer kombinieren. Männer können je nach Branche die Krawatte weglassen oder das Hemd gegen ein Polo-Shirt tauschen; bei Frauen lässt sich die Bluse sehr gut durch ein schönes Top ersetzen. Durch unterschiedliche uni-farbige Ober- und Unterteile kannst du noch lässiger erscheinen – sofern es der Branchendresscode erlaubt. Auch bei den Farben gibt es einiges zu beachten. Es lohnt sich, auf die klassischen Bewerbungsfarben zu setzen: Aussen Grau, Anthrazit, Dunkelblau und innen Weiss, Hellblau, Hellgelb oder andere Pastellfarben. Das klassische Schwarz meidest du besser, weil du damit bei einem Bewerbungsgespräch schnell distanziert und unnahbar wirkst. Stattdessen solltest du darauf achten, die hellste Farbe immer in Gesichtsnähe zu tragen, denn das wirkt freundlich und unterstreicht das gesprochene Wort. Corinne Staub, Fachfrau für sicheres Auftreten, erklärt zudem, dass die häufigsten Fehler bei den Proportionen und bei kleinen Details gemacht werden: Männer versinken in ihren Jackets, Frauen explodiert förmlich die Bluse, die Hosen handorgeln sich über den Schuhen zusammen, und zur eleganten Hose wird der praktische, aber unpassende Militärgürtel getragen.


12 Bewerbungsratgeber Das grosse Finale: Einkaufen Shoppen ist normalerweise ein Vergnügen. Bei der Bewerbungskleidung ächzt allerdings das limitierte Studentenbudget, und die passende Ware findet sich schwieriger als gewohnt. Es lohnt sich unter anderem, bei Peek & Cloppenburg, Massimo Dutti, WE und Zara vorbeizuschauen. Ein Tipp: Wieso schiesst du nicht ein Foto von dir in den anprobierten Kleidern? Ein Foto lässt sich, im Gegensatz zum eigenen Spiegelbild, wesentlich objektiver beurteilen. Du siehst sofort, ob die Kleidung zu dir passt oder nicht. Denn merke: Nur wer sich wohl fühlt und authentisch ist, kann bei einem Bewerbungsgespräch durch seine positive Ausstrahlung und seine Sicherheit auffallen. Das ist im Übrigen der grösste Pluspunkt eines sorgfältig ausgewählten Bewerbungsoutfits.

Impressum `SCROGGIN-career`erscheint zwei Mal jährlich im Mai/Juni und November Ausgabe Mai 2011 [08/11] 5. Jahrgang Herausgeber Erik Streller-Shen Verlag Go! Uni-Werbung AG Rosenheimstrasse 12 Postfach 231 CH-9008 St. Gallen www.go-uni.com www.scroggin.info Tel.: 071 244 10 10 Fax: 071 244 14 14 Redaktion Eva Rechsteiner eva.rechsteiner@go-uni.com Redaktionelle Mitarbeit Hanni Heinrich, Evelin Meierhofer, Sabine Olschner, Alexandra Uster Layout Fabian Fehrs Lektorat & Korrektorat Sabine Olschner Übersetzung Eloise Lanaud

Infobox: Sowohl die Universität als auch die ETH Zürich bieten in regelmässigen Zeitabständen hilfreiche Workshops und Referate rund um die Themen Bewerbung und Berufseinstieg an. Ein Blick auf die jeweiligen Webseiten lohnt sich: www.careerservices.uzh.ch/studierende/ events.html und www.career.ethz.ch/events

Inserate printmedia@go-uni.com Abonnement 1 Jahr CHF 10.- (Auslieferung Schweiz) ISSN 1662-1336 deutsche Ausgabe 1662-1344 französische Ausgabe Druck: Häuser KG, D-50829 Köln Auflage 30‘000 Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Wiedergabe nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. © 2011 Go! Uni-Werbung AG, St. Gallen

Nummer 8 • Mai 2011


Das Singletrail-Paradies der Alpen 10'000 Höhenmeter Abfahrt auf einer Tour! Da werden auch die besten Biker auf die Probe gestellt. Für die Aufstiege werden die Bergbahnen benutzt. Die vielen ausgeschilderten Mountainbike- und Singletrails sowie die erste Bündner A-Line versprechen absoluten Flow- und Fahrspass für jeden Biker. Mit der Davos Klosters Inclusive Card sind 6 Bergbahnen sowie die RhB Strecken von Klosters bis nach Filisur kostenlos (exkl. Kosten für Biketransport). www.bike-davos.ch

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Chemie 15

Doktor in Chemie – ein Muss?

BILD: ROMAN MILERT/123RF.COM

P atrick Brenner, 29, will an der Univer-

sität Hamburg promovieren. Er studiert Chemie und sein Thema für die Doktorarbeit soll die Pyrolyse von Kunststoffabfällen sein. Er erforscht, wie Plastikabfälle durch Erhitzung recycelt werden können, und hofft, durch dieses Verfahren neue Rohstoffe zu gewinnen. Ein Interview von Hanni Heinrich. Wann hast du dir das Thema für deine Promotion gesucht? Ich habe es wie viele andere auch gemacht und mir bereits zu Anfang des Studiums mein Thema ausgewählt. Die Pyrolyse interessierte mich schon immer.

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Ich finde es faszinierend, wie man durch Verbrennung neue Rohstoffe erhalten kann. Mit dem Pyrolyseverfahren kann man aus Plastik wieder einen Rohstoff, zum Beispiel Öl, gewinnen. Glaubst du, dass du mit diesem Thema schnell eine Stelle finden wirst? Ja, das Thema ist hochaktuell. Uns gehen natürliche Rohstoffe wie Erdöl aus. Ausserdem verrotten Plastikprodukte sehr langsam, sie brauchen bis zu 500 Jahre. Durch das Pyrolyseverfahren können wir Rohstoffe wiedergewinnen und müssen nicht die natürlichen Quellen verbrauchen. Ich denke, ich bin mit meinem Thema und der Promotion bestens auf meine Zukunft vorbereitet.


16 Chemie Reicht eine Masterarbeit für den Berufseinstieg nicht aus? Der Doktortitel gehört einfach dazu, wenn man als Chemiker später etwas werden will. Deshalb ist mir der Titel schon wichtig – die Abschlussnote weniger. Warum? Ich will breit gefächert sein heute, mir alle Türen aufhalten. Ich kann mit der Promotion in die Industrie gehen und dort viel Geld verdienen. In der Chemiebranche geht kaum etwas ohne Doktortitel, die Konzerne wollen Leute mit der besten Ausbildung. Vor allem in den Forschungsabteilungen werden Mitarbeiter mit einem akademischen Titel gesucht. Ich bevorzuge es hingegen, in die Forschung zu gehen und Vorlesungen zu geben – dabei

bilde ich mich automatisch weiter. Das Gehalt ist in der Industrie aber attraktiver als in der Forschung? Mag sein, dafür kann ich in der Forschung lebenslang lernen, und ich habe die Chance zu habilitieren. Dann bin ich Professor. Wie viel Zeit investierst du in deine Promotion? Studenten, die auf Diplom studiert haben, hatten für die Promotion bislang immer ausreichend Zeit: Sie konnten sich nach dem Diplom spezialisieren und sich Gedanken über die Promotion machen. Ich hingegen habe sehr wenig Zeit, denn ich musste mich schon nach dem Bachelor für die Promotion entscheiden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade einmal drei Jahre studiert. Glaubst du, dass viele deiner Kommilitonen nur deshalb promovieren, um sich alles offen zu halten? Viele wissen noch nicht, wo sie nach dem Uni-Abschluss arbeiten wollen. Ich behaupte mal, dass Chemiker ohne eine Promotion keinen gescheiten Job finden. Aber mittlerweile spricht es spricht sich herum, dass diejenigen, die keinen Titel anpeilen, schon früh ganz genau wissen, wo sie hinwollen.

BILD: OPEN SYSTEMS BILD: FENG YU/123RF.COM

Und wie sieht es bei dir aus? Ich promoviere, weil ich weiss, dass ich in der Forschung arbeiten will. Heute denke ich mir, ich hätte mir besser noch früher Gedanken dazu machen müssen und Fachartikel veröffentlichen sollen.

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Chemie 17 Doktortitel – ja oder nein? Ob die Promotion in der Chemiebranche wirklich erforderlich ist, darüber streiten sich die Fachleute. Weniger als zehn Prozent der studierten Chemiker gehen in die Industrie. Die anderen bleiben als Wissenschaftler an der Hochschule. Kann ein Einstieg ins Berufsleben auch ohne Doktortitel gut gelingen? Nach Angaben des deutschen Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) und des Verbands angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) verdienen Chemiker mit Diplom im zweiten Beschäftigungsjahr mehr als 45‘000 Euro (ca. 57‘700 Schweizer Franken) pro Jahr. Promovierte Chemiker gehen dagegen am Monatsende mit mindestens 55‘000 Euro (ca. 70‘500 Schweizer Franken) nach Hause. Der Doktortitel eröffnet also nicht nur mehr Chancen im Beruf, sondern führt auch zu mehr Gehalt. Wer aber eigenbrötlerisch daherkommt, dem nützt der Titel nichts: Gefragt sind kommunikationsstarke Chemiker, ganz gleich aus welchem Fachgebiet. „Denn im Berufsalltag müssen sich Chemiker in den Grosskonzernen mit den unterschiedlichsten Kollegen – vom Marketing über die Patentabteilung bis zur Produktion – austauschen“, sagt Bettina Sobotka, Innovation Scout für Nanotechnologie bei BASF in Ludwigshafen. Wichtig ist daher, dass Berufseinsteiger das theoretische Wissen von der Uni auch anwenden können. Die Arbeitgeber setzen verstärkt auch auf Teamarbeit. Expertenkenntnisse und praktisches Wissen sind ausschlaggebend.

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In der Schweiz betreut die Fachgesellschaft der Schweizer Chemiker (SCG) die Naturwissenschaftler. Mit über 2‘500 Mitgliedern ist sie die grösste Berufsvereinigung der Chemiker in der Schweiz. Ob Studium, Forschung oder Beruf: Die SCG unterstützt mit Auszeichnungen, Reisestipendien und Bildungsangeboten. Durch Konferenzen und Fachgruppenarbeit ermöglicht die SCG auch internationale Kontakte und fördert den Nachwuchs, etwa mit einem jährlichen Meeting für junge Forscher. Für ganz junge Wissenschaftler organisiert die SCG Chemiewochen für Schüler, Chemie-Olympiaden und auch Patenschaften für Maturaarbeiten. Was ist Pyrolyse? Wissenschaftler haben Methoden entwickelt, um aus Kunststoffabfällen den Rohstoff Öl wiederzugewinnen. Dabei wird der Kunststoff bei hohen Temperaturen geschmolzen und chemisch umgewandelt. Dieses sogenannte Pyrolyseverfahren klingt verlockend, doch noch sind Pyrolyseanlagen nicht allzu weit verbreitet. In Deutschland werden Abfälle überwiegend verbrannt und sondern dabei giftige Dämpfe ab, da die verschiedenen Kunststoffarten bei der Verbrennung miteinander reagieren. Die Energie, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, wird in solchen Anlagen sowohl zur Stromerzeugung als auch zur Wärmeerzeugung genutzt.


18 Chemie Bei der Pyrolyse bleiben die gefährlichen Chlorverbindungen gering, da die Kunststoffabfälle vor der Pyrolyse sortiert werden. Teilweise geschieht dies von Hand, aber es gibt auch automatisierte Sortierverfahren, die allerdings noch in der Entwicklung sind oder erst langsam in Betriebsanwendung kommen. Pyrolyse und Verbrennung sind also zwei Verfahren, die in Konkurrenz zueinander stehen. Letztlich finden beide Wege Anwendung: Für die gemischten Kunststoffabfälle bleibt nach wie vor die Verbrennung mit direkter Nutzung der Verbrennungsenergie. Für die sortenreinen Kunststoffabfälle wird immer häufiger das Pyrolyseverfahren genutzt, weil sich die Produkte dann beispielsweise als Öl verwerten lassen. In der Schweiz gibt es momentan 28 Abfallverbrennungsanlagen. Im Tessin fehlte bisher eine Anlage, deshalb wurden die Abfälle zur Verbrennung in andere Kantone gebracht. Im Jahr 2009 wurde eine neue Anlage in Giubiasco gebaut und in Betrieb genommen. Der Abfall muss in der Schweiz verbrannt und darf nicht mehr deponiert werden. Die Pyrolysetechnik ist mittlerweile eine Ergänzung zum werkstofflichen Recycling und befindet sich in der Optimierungsphase. Seit April letzten Jahres betreibt das Schweizer Unternehmen Swiss Biochar aus Lausanne die erste Pyrolyseanlage Europas zur Verkohlung von Pflanzenabfällen. In einer Pyrolysekammer verbrennen etwa feuchte Holzstücke bei Temperaturen um 600 Grad Celsius

unter Luftausschluss. Aber auch andere Bioabfälle testet Swiss Biochar, darunter Trester aus der Weinkelterei. Die darin enthaltenen Traubenkerne seien ein ideales Ausgangsmaterial, sagt Stephan Gutzwiller in einem Gespräch mit der NZZ. Ihr Öl liefere reichlich Energie für den Prozess, und die verkohlten Kerne hätten die optimale Grösse, um sie in die Erde einzuarbeiten. Die Pyrolyseanlage in Lausanne plant, jährlich bis zu 400 Tonnen Biokohle zu produzieren. Noch verpufft die Überschussenergie in die Luft, zukünftig aber soll sie in Strom umgewandelt werden. Vor allem diese Kombination aus Biokohle- und Energieerzeugung macht die Technik so interessant. Auch Klimaforscher interessieren sich für die Pyrolyse und die Idee, aus Biomasse Biokohle zu gewinnen, denn das Verfahren speichert pflanzlichen Kohlenstoff im Boden, der sonst beim Verrotten oder Verbrennen als Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. In den Pyrolyseanlagen entstehen zudem Gase und überschüssige Wärme, die sich in Biosprit oder Strom umwandeln lassen. Das Biokohleverfahren soll eine der wenigen Möglichkeiten sein, mit denen sich Energie gewinnen und gleichzeitig der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre senken lassen könnte, sagen Wissenschaftler. Sogar die Emission von Treibhausgasen soll sich mit der Biokohlestrategie jährlich um bis zu zwölf Prozent verringern.

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Logical 19

Think, Play and Win! Nimm dir Zeit, knacke den Tresor und gewinne einen von zehn Gutscheinen im Wert von CHF 50.-, einlösbar online oder in der Buchhandlung von Thalia.

Der Fall Fünf Studenten liegen im Schwimmbad in einer Reihe. Jedes Badetuch hat eine andere Farbe. Die Nationalitäten und Studienrichtungen sind verschieden. Jeder Student bevorzugt ein bestimmtes Getränk, und liest den Studienstoff mit verschiedenen Hilfsmitteln. Aufgabe Finde heraus, welche Studienrichtung jeder Student belegt, welche Nationalität er hat, wie die Farbe seines Badetuchs ist, sowie welches Getränk er bevorzugt und welches Hilfsmittel dass er benutzt.

Eine Hilfstabelle zum Lösen des Rätsels findest du unter: www.scroggin.info/content/logical- scroggin-career-08-11

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Hinweise 1. Der Engländer liegt auf dem roten Badetuch. 2. Der Spanier verwendet einen Kindle. 3. Der Maschinenbau-Student liegt auf dem grünen Badetuch. 4. Der Ukrainer studiert Medizin. 5. Das grüne Badetuch liegt direkt rechts vom weissen Badetuch. 6. Der Red Bull trinkende Student verwendet gedruckte Bücher zum Lernen. 7. Pepsi wird auf dem gelben Badetuch getrunken. 8. Der Geschichtsstudent liegt auf dem mittleren Badetuch. 9. Der Norweger liegt auf dem linken Badetuch. 10. Der Student, der Coca Cola trinkt, liegt direkt neben dem Student mit dem Oyo Reader. 11. Pepsi wird von dem direkten Nachbar vom Studenten mit einem iPad getrunken. 12. Der Kaffee-Trinker studiert Informatik. 13. Der Japaner trinkt Grüntee. 14. Der Norweger liegt neben dem blauen Badetuch.

Wettbewerbsteilnahmen: Kostenlose Teilnahme per Postkarte/ E-Mail bis 21. Juli 2011 möglich. Lösung senden an: SCROGGIN, Logical, Rosenheimstrasse 12, 9008 St. Gallen. Oder sende eine E-Mail mit deiner Lösung an: info@scroggin.info (Betreff: SCROGGIN-logical)


20 PR-Text

B&R, der Automatisierungspartner

BILD: B&R INDUSTRIE-AUTOMATION AG

P ermanente Innovation und eine rasche Internationalisierung prägen das Unternehmen B&R seit mehr als 30 Jahren. Ausgereifte Gesamtlösungen und ein komplettes Portfolio an weltweit anerkannten Industriestandards machen B&R zum kompetenten Ansprechpartner in allen Branchen und kennzeichnen die strategische Linie seit 1979. Dank des ausserordentlichen Engagements der 2‘300 Mitarbeiter ist das Unternehmen heute eines der grössten Privatunternehmen und Schrittmacher im Bereich der Automatisierungs- und Prozessleittechnik, der technologische Trends initiiert und am Markt etabliert. Ein globales Vertriebs- und Supportnetz in 70 Ländern unterstützt bei der umfassenden Betreuung weltweiter Kundenanliegen.

Weltweit Kompetenz, Schulung und Support vor Ort Um die Anliegen der Kunden aus aller Welt rasch und umfassend behandeln zu können, ist neben höchster Lösungskompetenz vor allem kulturelles Einfühlungsvermögen gefordert. Eine hervorragend ausgebildete Vertriebsmannschaft mit umfassender Erfahrung im internationalen Applikationseinsatz wird diesem Anspruch bestens gerecht und sorgt für rasche Unterstützung bei länderspezifischen Fragen. Innovation versus Hype Weltweit sind über 350 Entwicklungsingenieure rund um die Uhr damit beschäftigt, marktkonforme Ideen in kürzester Zeit

Nummer 8 • Mai 2011


PR-Text 21 zur Marktreife zu treiben. Dabei geht es weniger darum, kurzfristige Markttrends mitzutragen, sondern langfristige Bedürfnisse des Maschinen- und Anlagenbaus zu erkennen und in innovative Lösungen einfliessen zu lassen. Um dieses ambitionierte Ziel bestmöglich zu unterstützen investiert B&R jährlich rund 17 % seines Umsatzes in die Bereiche Forschung und Entwicklung. Grössten Wert legt das Unternehmen dabei auf die Entwicklung konsistenter Produktkonzepte, die höchstmögliche Freiheitsgrade in der Gestaltung der Applikation sowie eine deutliche Gesamtkostenreduktion für den Maschinen- und Anlagenbau bedeuten. So sind wir in der Lage permanente Innovationen zu bieten. B&R Industrie-Automation AG, Schweiz Die Schweizer B&R Industrie-Automation AG mit Sitz in Frauenfeld und seit Mitte 2010 auch in der Westschweiz, genauer in Biel, wurde 1987 gegründet und ist somit eine der ersten Tochtergesellschaften des Konzerns B&R Schweiz hebt sich nicht nur durch qualitativ hervorragende Produkte, sondern auch durch den einzigartigen und umfassenden Support durch unsere hochqualifizierten Mitarbeiter von den Mitbewerbern ab. Wir sind einer der wenigen Anbieter, die in der Lage sind, solche komplett durchlässigen Systeme anzubieten, und wir sind die Erfinder des momentan leistungsfähigsten, Ethernet basierenden Feldbussystems auf dem Markt: dem Ethernet Powerlink. B&R hat allen Grund, selbstbewusst aufzutreten, und dies werden wir auch tun. Hohe Inno-

vationskraft, der enge Kontakt zu Kunden und eine gute Mitarbeiterausbildung prägen seit 1979 unsere Erfolgsgeschichte. Diesen Kurs wollen wir auch in Zukunft beibehalten. Inzwischen sind wir in der Schweiz auch betreffend dem umgesetzten Volumen in den vordersten Rängen der Automatisierungsanbieter zu finden. Immer wieder gelingt es uns, dank modernster Fertigunssysteme und lückenloser Qualitätskontrolle, globaler Logistik und integerierten Lösungen für komplexe Automatisierungsaufgaben neue Kunden zu gewinnen. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in der Schweiz weiterhin zusammen mit unseren bisherigen und neuen Kunden wachsen werden, auch wenn eine Verlagerung des Werkplatzes zu den neuen Märkten – mit Schwerpunkt Fernost – festzustellen ist. Unsere Erfolge verdanken wir flachen Hierarchiestrukturen, sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern, einem hervorragenden Arbeitsklima und nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit mit dem Mutterhaus. Paolo Salvagno, der seit 1996 im Unternehmen ist, trat die Nachfolge von Walter Baumann an. Seit Anfang 2010 ist er der neue Geschäftsführer von B&R Schweiz.

Nummer 8 • Mai 2011 BILD: B&R INDUSTRIE-AUTOMATION AG


22 PR-Text B&R Schweiz expandiert Wir suchen in der Schweiz laufend kompetente Mitarbeiter, sowohl in der Mechatronik und Automation als auch im Bereich der Forschung & Entwicklung/Design leistungselektronischer Komponenten in der Antriebstechnik. „Aufgrund des weltweiten Ausbaus der Forschung und Entwicklung werden wir in der Schweiz vor allen Dingen im Bereich Forschung und Entwicklung in den nächsten Jahren stark investieren“, so Paolo Salvagno.

Zur Verstärkung unseres Teams in der Schweiz suchen wir. Für den Bereich Forschung & Entwicklung: Entwicklungsingenieur/in für Hardware Automation

Ihre Hauptaufgaben: Sie sind Projektleiter für die Neuentwicklung und das Design leistungselektronischer Komponenten im Bereich der Elektrischen Antriebstechnik. Ihr Profil: Sie verfügen über einen Abschluss als Ingenieur HTL/FH/TU, haben mehrere Jahre Projekterfahrung in der Elektronikbranche, idealerweise aus der Automatisierungs-/Nachrichtentechnik und in der Anwendung relevanter Normen. Hohe Arbeitsqualität und systematische Arbeitsweise runden Ihr Profil ab. Sie sprechen und schreiben fliessend Deutsch und Englisch.

Entwicklungsingenieur/in für Software Automation

Ihre Hauptaufgaben: Sie sind Projektleiter für die Neuentwicklung zukunftsträchtiger Softwarearchitekturen im Bereich der elektrischen Antriebstechnik. Ihr Profil: Sie verfügen über einen Abschluss als Ingenieur HTL/FH/TU oder eine vergleichbare Ausbildung, haben mehrere Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung. Hohe Arbeitsqualtität, Kreativität und systmatische Arbeitsweise runden Ihr Profil ab. Sie sprechen fliessend Deutsch und Englisch.

Für den Bereich Applikation & Support: Ingenieur/in für Automatisierungsprojekte

Ihre Hauptaufgaben: Von der Konzeption bis zur Umsetzung ist Ihre Mitarbeit bei Kundenprojekten in den Bereichen Soft- und Hardware gefragt. Ihr Profil: Sie haben schon Erfahrung in der Automatisierung von Maschinen und Anlagen und sind fit in der Auslegung und Inbetriebnahme von Servosystemen. Weiters programmieren Sie in IEC- und Hochsprachen und wissen, was „Echtzeit“ bedeutet. Sie verfügen über Organisationstalent und Begeisterungsfähigkeit. Sie sprechen Sie Englisch. Französisch wäre von Vorteil.

Mechatroniker/in

Ihre Hauptaufgaben: Die Schwerpunkte Ihrer Aufgabe liegen in der Projektierung von elektrischen Antriebssystemen für den allgemeinen Maschinenbau, die Dimensionierung und Optimierung von Bewegungsabläufen an mechanisch gleichmässig und ungleichmässig übersetzenden Getrieben sowie der Untersuchung, Bewertung und Verbesserung von mechanischen und elektrischen Antriebskomponenten. Ihr Profil: Wir erwarten fundierte Kenntnisse in den Bereichen Maschinenbau und Regelungstechnik. Wünschenswert sind Kenntnisse in der Programmiersprache C/C++. Sie verfügen über Organisationstalent und Begeisterungsfähigkeit und sprechen gutes Englisch. Französisch wäre von Vorteil.

Ihre Zukunft Egal welchen Beruf Sie bei uns ausüben: Auf Sie wartet eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit grosser Selbständigkeit, Verantwortung und Entwicklungsmöglichkeiten in einem modernen und dynamischen Unternehmen. B&R Industrie-Automation AG Langfeldstr. 90 CH - 8500 Frauenfeld Tel: +41 (0)52 / 728 00 55 Fax: +41 (0)52 / 728 00 54 E-Mail: office.ch@br-automation.com www.br-automation.com

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24 Auslandspraktikum

Sprungbrett für die Karriere BILD: BOWIE15/123RF.COM

B evor ein junger Adliger sich im Europa des 18. Jahrhunderts als waschechter Gentleman bezeichnen durfte, stand ihm die sogenannte „Grand Tour“, eine Bildungsreise durch verschiedene Länder, bevor. Auch wenn seitdem viel Zeit vergangen ist, bleibt es dabei: Ein Auslandsaufenthalt ist für junge Männer und Frauen von Welt auch heutzutage unverzichtbar. Von Evelin Meierhofer Viele Studierende können ein Lied davon singen, wie schwierig es – selbst mit guten Zeugnissen – geworden ist, nach erfolgreichem Uni-Abschluss eine Arbeit zu

finden, die ihren Vorstellungen entspricht. Neben dem Notenschnitt wird beim Selektionsverfahren vermehrt auf Berufs- beziehungsweise Praktikumserfahrung und auf die berühmten Soft Skills geachtet. Wer ein Auslandspraktikum absolviert hat, sticht aus der gesichtslosen Masse an Bewerbern und Bewerberinnen hervor. Ein Auslandsaufenthalt im Lebenslauf lässt auf viele positive Eigenschaften eines Kandidaten schliessen. Das hinterlässt bei potenziellen Arbeitgebern einen nachhaltigen Eindruck. Ein Auslandspraktikum ist also die beste Eigenwerbung – besonders in der Schweiz, wo Bewerber und Bewerberinnen häufig eher das Understatement bevorzugen, statt ihre Person übermässig anzupreisen. Ein

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Auslandspraktikum 25 Auslandspraktikum hingegen sagt mehr über einen Aspiranten aus als viele Zeilen, die vor angestrengtem Eigenlob über die angeblich hervorragenden Sozialkompetenzen triefen. Für die meisten Studierenden ist ein Auslandsaufenthalt ein Sprung ins kalte Wasser. So gut man sich auch vorbereiten mag: Ein gewisses Restrisiko bleibt immer. In eine neue Arbeitswelt einzutauchen, ist an sich schon etwas Aufregendes. Aber wenn man sich neben den zunächst ungewohnten Abläufen auch noch in einer fremden Kultur zurechtfinden muss, ist eine hohe Flexibilität und eine schnelle Auffassungsgabe gefragt. Ausserhalb der Arbeit muss man sich ein neues soziales Beziehungsnetz aufbauen, was eine hohe Sozialkompetenz erfordert. Sich selbstständig in einer fremden Umgebung zurechtzufinden, eine andere Arbeitshaltung und neue Menschen kennenzulernen, fördert Toleranz, Offenheit und Eigenständigkeit. Ein Auslandsaufenthalt bedeutet für Studentinnen und Studenten immer auch eine Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Persönlichkeit, ihren Werten und Überzeugungen. Diese können sich im Verlauf des Praktikums dank der verschiedenen neuen Erfahrungen sowie der Ideen und Ansichten, mit denen man konfrontiert wird, verändern. Es stellt eine enorme Anforderung dar, von den Kollegen im Ausland fremde Ansätze anzuhören, anzunehmen und reflektiert in seinen eigenen Alltag zu integrieren. Wer all diese Herausforderungen erfolgreich meistert, stärkt sein Selbstbewusstsein, was –

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allem proklamierten Understatement zum Trotz – den meisten nicht schaden kann. Häufig absolvieren Studierende ihr Praktikum in einem fremdsprachigen Land. Das birgt den zusätzlichen Vorteil, dass sie ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern können. Tadelloses Englisch ist heutzutage in den meisten Firmen Voraussetzung für eine Anstellung, jede weitere Fremdsprache von Vorteil. Insbesondere in internationalen Firmen sind Mehrsprachler gefragt, daher sind Bewerber mit Auslandserfahrung gern gesehen. Durch das Auslandspraktikum hat man ganz nebenbei noch bewiesen, dass man nicht nur einen Sommer lang in der Schule sass und es mehr schlecht als recht zu einem Sprachdiplom gebracht hat; manch einer kann trotzdem auf der Strasse nicht einmal nach der Uhrzeit fragen. Wer sich hingegen im Berufsalltag während seines mehrmonatigen Praktikums eingehend mit dem Land befasst hat, beherrscht eine Fremdsprache flüssig und kann sie am Arbeitsplatz einsetzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ehemalige Auslandspraktikanten häufig durch ungewöhnliche Lösungsansätze und interessante Inputs überzeugen können, weil sie in der Fremde gelernt haben, ungewohnte Ideen zu überdenken. Natürlich soll bei einem Auslandspraktikum neben dem Erwerb neuer Kenntnisse und Kompetenzen am Arbeitsplatz auch der Spass nicht zu kurz kommen. Als Auslandspraktikant hat man aber zumindest den Vorteil, dass man vom zukünftigen Chef wahrscheinlich nicht gleich als


26 Auslandspraktikum Erasmus-Party-Student abgestempelt wird. Allerdings sollten diejenigen, die sich unter einem Praktikum in Thailand vor allem eine schöne Zeit unter der Sonne vorstellen, ihre Entscheidung noch einmal überdenken: Ein Auslandspraktikum verlangt eine intensive Vorbereitungszeit, um sich in der neuen Kultur zurechtzufinden und zu integrieren. Das kann schwieriger und aufwendiger sein, als manch einer erwartet. Natürlich macht dieses neue Leben auch Spass – aber es stellt eben eine Herausforderung dar, der man sich bewusst sein muss. Viele Schweizer und Schweizerinnen verlassen das Land für ein Praktikum. Aber auch die Schweiz ist als Praktikumsland für ausländische Studenten beliebt, erklärt Nadine Engbersen von der Praktikumsvermittlung AIESEC. Maarten Kempenaar aus dem niederländischen Delft hat in Zürich bei der Fima phalt soeben ein Architekturpraktikum abgeschlossen. Er bekräftigt, dass es in der Schweiz gute Angebote gibt: „Ich würde sofort wieder ein Praktikum hier machen“, sagt Maarten begeistert. Besonders wichtig sei ihm bei der Auswahl eines Praktikumsplatzes gewesen, dass er aktiv mitarbeiten kann. „Ich will nicht nur Kaffee kochen, denn dabei lerne ich ja nichts.“ Ausserdem sei es in den Niederlanden schwieriger, ein Praktikum zu absolvieren. „Das ist vor allem auch eine finanzielle Frage, denn Praktika sind bei uns allgemein weniger verbreitet und werden schlechter entlohnt.“ Maarten erwartet, dass sein Praktikum ihm auf dem Arbeitsmarkt im

Vergleich zu seinen Mitstudenten einen Vorteil bringen wird. „In der Schweiz wird sehr viel Wert auf Pünktlichkeit sowie genaues und sorgfältiges Arbeiten gelegt. Das habe ich jetzt verinnerlicht. Mal schauen, wie viel davon noch übrig ist, wenn ich wieder zu Hause bin“, sagt der Niederländer lachend. Allgemein lässt sich festhalten, dass die Fähigkeit zur Selbstkritik und eine gesunde Portion Humor sicherlich zu den Kernkompetenzen zählen, die man für ein Auslandspraktikum entweder mitbringen oder während seines Aufenthalts erwerben sollte. Gerade der Umgang mit unbekannten Alltagsbräuchen oder die Wortakrobatik in einer Fremdsprache wird den Praktikanten hin und wieder in absurde Situationen bringen, die ohne Humor ins Auge gehen können. Das habe ich selbst erfahren müssen: Ein junger Mann sprach mich in der Konzerthalle in Bordeaux an: „Est-ce que tu peux m‘aider? Je cherche ma poche. Je suis myope.“ („Kannst Du mir helfen, meine Tasche zu finden? Ich bin kurzsichtig.“) Ich antwortete darauf frisch-fröhlich: „Enchantée, je suis Evelin.“ („Freut mich, ich bin Evelin.“) AIESEC ist eine Non-Profit-Organisation, die in über 110 Ländern vertreten ist und Studierenden Auslandspraktika vermittelt. Die Anmeldung ist kostenlos. In der Regel finden Interessenten in wenigen Wochen eine geeignete Praktikumsstelle. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine offene Einstellung gegenüber Neuem und Auslandserfahrung, zum Beispiel über Reisen oder einen Studienaufenthalt. Schweizer Vertretungen von AIESEC befinden sich in Zürich, St. Gallen, Bern, Basel, Freiburg, Genf undNummer Lugano. 8 • Infos Mai 2011 und Adressen unter www.aiesec.ch.


Test 27

Hast du das Zeug zur Führungskraft? Finde heraus, ob du dafür geeignet bist, nach deinem Studium ein Unternehmen oder eine Abteilung zu leiten. Kreuze an, welche Antwort zu dir passt: Du musst ein wichtiges Projekt zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeben. Wann hast du deine Arbeit in der Regel beendet? Auf den letzten Drücker – unter Zeitdruck kann ich am besten arbeiten. Ich teile mir die Zeit gut ein und bin daher rechtzeitig fertig Leider verpasse ich den Abgabetermin meistens und muss um Verlängerung bitten. Die grösste Schwäche einer Führungskraft ist es, wenn sie ... … mit allen Mitarbeiter möglichst eng befreundet sein will. … ihrem Team nicht vertraut. … Talente von Mitarbeiter nicht erkennt und alle gleich behandelt. Für deine tolle Geschäftsidee nach dem Studium musst Du einen Kredit von CHF 120‘000.- aufnehmen. Wie fühlst du dich dabei?

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BILD: ALEKSANDAR KOSEV/123RF.COM

Siegessicher. Die Kohle werde ich schnell wieder reinholen können! Entspannt. Nur mit Mut zum Risiko kann man es zu etwas bringen. Nervös. Die Schulden lassen mich nachts kaum schlafen. Wie sehr würdest du dir die Kritik von anderen Mitarbeitenden zu Herzen nehmen? Feedback wäre mir wichtig – immer her mit der Kritik! Das käme auf die Stellung der Kollegen im Unternehmen an. Von einer Aushilfe würde ich mir ganz bestimmt nicht reinreden lassen! Ich würde ziemlich viel nachdenken – auch wenn ich es mir nicht anmerken lassen würde. Auf welche Art würdest du deine Mitarbeiter motivieren? Ich würde Kollegen, die besonders gute Arbeit geleistet haben, mit besonderen Prämien oder Massnahmen belohnen. Indem ich ihnen viel zutraue und sie auch eigenständig an Projekten arbeiten lasse. Ich lasse sie deutlich spüren, dass ich sehr unangenehm werden kann, wenn sie ihr Arbeitspensum nicht erfüllen.


28 Test Nach welchen Kriterien triffst du wichtige Entscheidungen? Nach sorgfältiger Prüfung entscheide ich aus dem Bauch heraus. Nur mit logischem Denken kommt man weiter. Dabei plane ich ziemlich vorausschauend. Ich hole mir zuerst die Meinung von meinen Freunden ein. Nur mit vereinten Kräften kann man etwas erreichen. Du hast einen Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Er erscheint 30 Minuten vor dem vereinbarten Termin und wartet nun im Konferenzraum. Was tust du? Ich begrüsse ihn schon mal und biete ihm etwas zu trinken an. Er muss sich allerdings noch etwas gedulden und wird wohl Verständnis dafür haben. Ich schicke eine Kollegin vor, sie soll sich schon mal um ihn kümmern. Ich selbst werde später zum Gespräch kommen. Was soll ich schon tun? Ich bin total beschäftigt und lasse ihn warten, bis die vereinbarte Zeit gekommen ist. Werte aus, welche Farbe du am häufigsten angekreuzt hast. Hier siehst du die Auswertung dazu: Herzlichen Glückwunsch, du bist wirklich die geborene Führungskraft! Deine Führungsqualitäten sind stark ausgeprägt, und du bringst alles mit, was du für eine erfolgreiche Karriere brauchst. Problemlösungsorientiert, organisationsstark und kommunikativ steigst du auf der Karriereleiter zielstrebig immer ein Treppchen höher. Du bist gewissenhaft und ausdauernd, wenn du ein Ziel vor Augen hast. Wenn es um

das grosse Geld geht, dann nimmst du auch viel Stress und Frust in Kauf. Nur solltest du ab und zu darauf achten, dass dein Privatleben nicht zu sehr unter deiner Power leidet. Du weisst, wie wichtig Disziplin ist, um in Sachen Karriere etwas zu erreichen. Als Chef oder Chefin einer Firma würdest du allerdings schnell den Blick für das Wesentliche verlieren. Du fühlst dich schnell überfordert, wenn verschiedene Meinungen auf dich einprasseln, und kannst deine Autorität nicht immer überzeugend in Szene setzen. Das ist allerdings überhaupt kein Manko: Mit deiner Selbstmotivation und deinem Ehrgeiz bist Du für die Selbstständigkeit geboren! Nur das Führen von Mitarbeitern würde ein Problem darstellen, da dir noch die nötige Erfahrung auf diesem Sektor fehlt. Auch in Gelddingen bist du noch ziemlich zurückhaltend und verkaufst dich oft unter Wert. Sei ein bisschen selbstbewusster und glaube an dein Talent, dann wird einer Karriere nichts im Wege stehen! Du würdest wegen Stress ganz bestimmt nie einen Herzinfarkt bekommen. In deinem Leben haben andere Werte das Sagen – für eine Karriere willst du nicht hart arbeiten müssen. Als Gutmensch und mit deiner lockeren Art fehlt dir zur Führungskraft definitiv der Biss. Du tust dich schwer damit, Verantwortung zu übernehmen, und hältst dich auch in Sachen Gehalt gerne zurück. Dir reicht es völlig, wenn du von anderen Kollegen geschätzt wirst, und du führst deine Aufträge zur Zufriedenheit aller aus. Du hast ein viel zu gutes Herz, und deine Autorität würde nicht ausreichen, um ein eigenes Unternehmen zu führen. Aber mach dir nichts draus: Als Kollege oder Kollegin bist du ziemlich beliebt, und es gibt wirklich Wichtigeres im Leben als Arbeit!

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30 Manager-Talk

Bernhard Eggli, Leiter Brand Management bei UBS BILD: UBS AG

D er Seitenwechsler. Bernhard Eggli begann seinen beruflichen Werdegang in einer Werbeagentur und wechselte schliesslich die Seiten: Vor 15 Jahren stieg er bei der UBS ins Marketing ein und arbeitete sich bis zum Leiter Brand Management hoch. Im Interview mit SCROGGIN-career erklärt er, warum er diesen Wechsel nie bereut hat, und gibt Tipps für den Einstieg ins Marketing. Interview: Sabine Olschner

Wie sind Sie von der Werbeagentur zur UBS gekommen? Eigentlich war es nicht mein Plan, in einer Bank zu arbeiten. Ich wollte aber immer ins Branding, Marketing oder Advertising. Nach einer kaufmännischen Grundausbildung bin ich daher zunächst in die Werbung gegangen, und zwar nach Zürich, wo es in der Schweiz die grösste Konzentration von Werbeagenturen gibt. Meine Jobs reichten vom Werbeassistenten über den Werbeberater bis hin zum Mitglied der Geschäftsleitung. Dann habe ich mich entschieden, zur Kundenseite zu wechseln. Mein damaliger Vorgesetzter hat seinerzeit bei der Bank angefangen und mich gefragt, ob ich mitkommen wollte. So bin ich zur UBS gekommen. Würden Sie diese Reihenfolge – erst in eine Agentur und dann zu einem Unternehmen – Absolventen empfehlen, die wie Sie ins Marketing einsteigen möchten? Ich habe mit diesem Weg gute Erfahrungen gemacht. Denn bei einer Agentur lernt man erst einmal viele verschiedene Branchen kennen: Von der Konsumgüterbranche über die Dienstleistung bis hin zur Industrie kann man in jeden Bereich hineinschauen. Allerdings fehlt ein bisschen die Tiefe, während man einen breiten Einblick gewinnt. Der Vorteil ist: Man kann sich überlegen, worauf man sich spezialisieren möchte und was einen wirklich interessiert – um dann zur

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Manager-Talk 31 Kundenseite zu wechseln, um sich fortan mit nur einem Unternehmen mit all seinen Aspekten zu beschäftigen. Was finden Sie spannend an der Bankenbranche? Allein die Tatsache, dass ich seit 15 Jahren dabei bin, spricht für die Branche (lacht). Ich hätte mir am Anfang nicht vorgestellt, dass ich so lange dableiben würde. Positiv überrascht hat mich die Lebendigkeit in der Bank: keine Langeweile, kein ruhiger Moment, immer läuft irgendwo etwas. Eine Bank hat so viele Bereiche, und jeder hat seine eigene Dynamik. Man spricht und arbeitet mit vielen interessanten Leuten. Das ist einfach faszinierend. Sie haben kein Studium absolviert. Meinen Sie, dass eine Karriere wie die Ihre heute auch noch ohne Studium möglich wäre? Ich glaube, es ist schon noch mögZur Person Bernhard Eggli Bernhard Eggli, 54 Jahre, machte eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete zunächst in verschiedenen Werbeagenturen. Vor 15 Jahren wechselte er zur UBS, wo er mittlerweile zum Leiter Brand Management aufgestiegen ist und sämtliche Markenaktivitäten der Bank verantwortet. Bernhard Eggli ist verheiratet und hat zwei Kinder. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Fotografie, Wandern, Ski- und Motorradfahren.

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lich, aber weniger wahrscheinlich. Heute ist ein Studium fast eine Grundvoraussetzung für die Arbeit im Marketing. Das finde ich ein bisschen schade, denn manche können sich viel besser in der Praxis weiterentwickeln und sich das Wissen durch berufsbegleitende Zusatzausbildungen aneignen.. Was sind heute Ihre Aufgaben als Leiter Brand Management? Ich kümmere mich um die gesamte Markenstrategie der UBS und um ihre Umsetzung. Zur Markenstrategie gehört auf der einen Seite die Markenarchitektur: Wie viele und welche Marken haben wir? Wie passen die zueinander? Wie unterstützt unsere Markenarchitektur unsere Geschäftsstrategie? Der zweite Bereich ist die Frage, wie die Marke inhaltlich positioniert wird. Das heisst, für was steht die Marke UBS und für was will sie in Zukunft stehen? Wie kommt die Marke visuell daher? Und wie kommunizieren wir die Marke intern und extern? Zu meiner Abteilung gehören die Bereiche Corporate Design, Werbung und Sponsoring, die eng zusammenarbeiten müssen, damit das Gesamtbild der Marke stimmt. Wie wird ein Unternehmen eigentlich zu einer Marke? Jedes Unternehmen ist eine Marke, denn es hat bei den Kunden und im Markt eine bestimmte Wahrnehmung. Nun kann ein Unternehmen ent-


32 Manager-Talk scheiden, ob es seine Marke managen möchte oder nicht. Die meisten Unternehmen entscheiden sich dafür, aktiv eine bestimmte Wahrnehmung in den Köpfen der Kunden zu kreieren, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden. Bei der Markenbildung geht es letztlich darum, neue Kunden zu gewinnen und dafür zu sorgen, dass bestehende Kunden dem Unternehmen treu bleiben. Das gilt natürlich auch für die Mitarbeiterebene, denn die Marke spielt auch auf dem Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. Dabei ist es wichtig, glaubwürdig zu sein und die Werte, die man definiert hat und nach aussen verspricht, auch nach innen zu leben.

Unternehmen sind.

Die UBS unterstützt auch Kunstaktionen, zum Beispiel in der Vergangenheit eine Van-Gogh- und eine Tutanchamun-Ausstellung. Was hat Kunst denn mit der Markenbildung einer Bank zu tun? Was wir sponsern, sagt ja auch viel über uns selbst aus: Einerseits sind wir als Bank an Kunst interessiert, wir sammeln Kunst, um unsere Kundenräume zu dekorieren und eine interessante Atmosphäre zu schaffen. Auf der anderen Seite sind viele unserer Kunden kunstaffin, und damit teilen wir eine gemeinsame Leidenschaft. Und nicht zuletzt sollte die Kunst auch einen Einfluss auf unsere Mitarbeiter haben, sie soll sie für ihre Arbeit inspireren. Wir wollen generell zeigen, dass wir ein zeitgenössisches

UBS

Kann sich eigentlich auch ein Hochschulabsolvent, also ein Bewerber, zu einer Marke machen? Personal Branding ist in der Tat derzeit ein wichtiges Thema. Gewisse Prinzipien der Markenbildung können auch auf Personen übertragen werden: Für was stehe ich? Welche Persönlichkeit und welchen Stil will ich repräsentieren? Wie kommuniziere ich und wie komme ich visuell daher? Auch die Nutzung von Social Media spielt als ein weiterer Kommunkationskanal eine wichtige Rolle bei der persönlichen Markenbildung.

Die UBS kann auf eine über 150-jährige Geschichte zurückblicken. Ihren Hauptsitz hat die Bank in Zürich und Basel, darüber hinaus ist sie in mehr als 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen mit Niederlassungen vertreten. Die UBS beschäftigt weltweit ca. 65‘000 Mitarbeitende, die Dienstleistungen für Privat-, Firmen- und institutionelle Kunden sowie für RetailKunden in der Schweiz anbieten. Die vier Unternehmensbereiche der Bank sind das Wealth Management & Swiss Bank, das Wealth Management Americas, das Global Asset Management und das Investment Banking. 2010 wurde ein Geschäftsertrag von knapp 32 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet. Weitere Informationen: www.ubs.com

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Manager-Talk 33 Sie geben hin und wieder an Hochschulen Vorlesungen zum Thema Marketing. Haben Sie den Eindruck, dass die Studenten ein realistisches Bild von der Arbeit in einer Bank haben? In Teilen sicherlich. Aber was sich viele nicht vorstellen können, ist die Vielfältigkeit innerhalb einer Bank. Sie wissen, dass es viele Bereiche und viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gibt, aber die Details lernt man erst kennen, wenn man dabei ist.

BILD: ANDRIY SOLOVYOV/123RF.COM

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34 Sudoku Zeige uns, dass du nicht locker lässt und löse das folgende Samurai-Sudoku. Zu gewinnen gibt es 3x4 DVDs, gesponsort von Ascot-Elite. • Piranha • Red • Stone • The Road Die Aufgabe: Zähle die Zahlen aller rot hinterlegten Felder zusammen. Welche Summe ergibt sich?

Wettbewerbsteilnahmen: Kostenlose Teilnahme per Postkarte/E-Mail bis 21. Juli 2011 möglich: Lösung senden an: SCROGGIN, Sudoku, Rosenheimstrasse 12, Postfach 231, 9008 Nummer 8 •deiner Mai 2011 St. Gallen.Oder sende eine E-Mail mit Lösung an: info@scroggin.info. (Betreff: SCROGGIN-Sudoku)


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